Der Neue Merker

WIEN/Slowakischer Kulturverein: KONZERT Maria Helienek / Michaela Jančariková

Großes Erlebnis im kleinen Rahmen – Konzert im Österreichisch-slowakischen Kulturverein Wien

von links Moderatorin,Michaela Jancariková, Mária Helienek, Heinz Chen
Von links: die Moderatorin, Michaela Jančariková, Maria Helienek, Heinz Chen. Foto: Miebach

Dass man in den bescheidenen Räumlichkeiten des ÖSKVs bereits künstlerisch Großartiges zu hören bekam, wurde bereits mehrmals bewiesen. Das bestätigte auch die Veranstaltung am Donnerstag, den 9.3.2017.

Drei Junge Künstler boten einiges zum Thema Liebe, Sehnsucht und Lebensfreude dar. Zwei Sopranistinnen, begleitet am Klavier von Heinz Chen, begeisterten das Publikum durch ihre Ausdruckweise und tief empfundene Interpretation der Werke verschiedenster Komponisten.

Auf dem Programm standen Kompositionen von Dvorak, Mozart, Grieg und Puccini, als auch Arditi und Delibes. Zum Abschluss  begeisterten bekannte Melodien von Lehar, Kalman, Strauss, sowie ein Lied von M. Schneider-Trnavsky.

Die vielversprechenden jungen Künstlerinnen überzeugten in einigen Duetten, wo sich ihre Stimmen harmonisch zu einem Hörerlebnis ergänzten. Maria Helienek eröffnete das Konzert mit der gefühlvoll interpretierten, romantischen Arie „Piseň o měsičku“ aus Dvoraks Rusalka. In Puccinis „O mio babbino caro“ zeigte sie, mit welcher Leichtigkeit sich ihre volle, elegante Samt-Stimme in allen Höhen und Tiefen des Stücks bewegt. Bei den populären Operetten-Melodien wie „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Lehars Giuditta oder „Hör ich Zymbalklänge“ aus der Zigeunerliebe wurde man durch die pure Lebenslust der Rollen mitgerissen.

Michaela Jančariková überzeugte vor allem mit „Solvejgs Lied“ vom Grieg, aber auch mit temperamentvolleren Operettenstücken wie „Mein Herr Marquis“ aus der Fledermaus oder mit „Heia in den Bergen“ aus der Csardasfürstin.

Die sensible Klavierbegleitung von Heinz Chen ergänzte die Sängerinnen zu einem ausgewogenen Ganzen.

Maria Helienek studierte bei  Prof. Eva Blahová und Francisco Araiza und bekam 2011 den Preis für die Beste Nachwuchssängerin in Salzburg. 2016 debütierte sie in der Rolle der Cio-Cio-San (Madama Butterfly) und war Semi-Finalistin beim Competizione Dell’Opera im Bolshoi in Moskau.

Michaela Jančariková trat in der Brünner Oper und etlichen Festivals(Janaček Festival) auf. Für ihre Interpretation der Anna Frank in der gleichnamigen Oper, wurde sie in der Kategorie „Beste weibliche Operndarbietung“ von Opera Plus nominiert.

Ein gelungener Abend mit viel Beifall von einem Opernbegeisterten Publikum!

Manuela Miebach

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