Der Neue Merker

WIEN/ Theater Akzent: „UNA NOCHE EN BUENOS AIRES“ („MATEO“, „MARIA DE BUENOS AIRES“),

Wien, Akzenttheater:  „UNA NOCHE EN BUENOS AIRES“ („MATEO“, „MARIA DE BUENOS AIRES“),  6. Oktober  2017

 Miquele, der vom neu aufkommenden Autoverkehr in seiner Existenz bedrohte Kutscher, lässt sich vom bösen Severino zur Teilnahme an einem Überfall überreden, bei dem sein Pferd Mateo, nach dem die 1. Tangooper des Abends benannt ist, zu Tode kommt und er selbst schließlich verhaftet wird. Das Duett zwischen Severino, markant gesungen von Bariton  Francesco Puma, und Miquele, war durch seine Dramatik  ein Höhepunkt des Abends.

Lisandro Guinis  gestaltete dann mit seinem großen, weichen Prachtbariton die Abschiedsszene Miqueles von seinem Pferd Mateo äußerst eindrucksvoll. Sehr stimmschön sang Raul Iriarte seinen Sohn Carlo, der schließlich als Chauffeur für die Familie eine neue Existenzgrundlage schafft.

Die weiteren Kinder der Familie, Chichilo, gesungen mit kräftigem Tenor von Kirlianit Cortes-Calvez,  Lucia, mit schönem Sopran gestaltet von Nathalie Pena Comas, sowie die Mutter  Dona Carmen von Liliana Rugiero, trugen zum Erfolg der Aufführung bei, bei der der Komponist Martin Palmeri,  weltberühmt durch seine „Misa Tango“, anwesend war.

 Die faszinierende Reise mitten ins Herz Argentiniens, mit eindrucksvollen Tanzeinlagen, Klängen des Bandoneons (Pablo Mainetti) und den unsterblichen Rhythmen des Tango wurde mit  Astor Piazzollas  Oper „Maria de Buenos Aires” fortgesetzt.

Maria, eindrucksvoll gesungen und gestaltet von Mezzosopran Liliana Rugiero,  symbolisiert mit ihrem Schicksal Aufstieg, Fall und Sterben im Strudel des Tangos.

Kongenial der singende Erzähler „Payador“ von Lisandro Guinis  und der erzählende Geist „El Duende“ von Raul Iriarte.

 Der Coro Eurolatinoamericano und das Kammerorchester des T.S. spielten unter der Leitung des  Gründers, Gesamtleiters und Dirigenten des Projektes Pablo Boggiano .

Für die sehr gelungene Regie und Bühnengestaltung mit einfachsten Mitteln (Tischen und Stühlen) und die eindrucksvollen Projektionen war Matteo Mazzoni verantwortlich.

 Alles in Allem  ein großartiger, heftig gefeierter Abend vor ausverkauftem Haus.

 Christoph Karner

Diese Seite drucken