Der Neue Merker

WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett: „SCHWANENSEE“ – ein russischer Wohlfühl-Märchentag

WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett:  „SCHWANENSEE“ – ein russischer Wohlfühl-Märchentag am 25.5.2017

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Robert Gabdullin, Maria Yakovleva. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Ein schöner russischer Märchentag! Nachmittags- und Abendvorstellungen des Wiener Staatsballetts, mit sehr vielen Kinder im Publikum. Braven, denn gar so lustig ist Peter I. Tschaikowskis „Schwanensee“ wohl doch nicht. Und für das ganze voll engagiert tanzende Ensemble ist es alles andere als ein Puppenladen, sondern dieser klassische Ballettevergreen in der anspruchsvollen choreographischen Version von Rudolf Nurejew fordert Hingabe und absolute Disziplin.

Als Prinz Siegfried Numero vier in der Serie von 12 „Schwanensee“-Aufführungen mit wechselnden Besetzungen unter russischer Solisten-Hegemonie stellte sich am Nachmittag Robert Gabdullin vor. Bei seinem Rollendebüt  präsentierte er sich als wohlgestalteter, ruhiger, sympathischer Ballettprinz, der Harmonie zu vermitteln vermag. Mit der elegant-grazilen, sich mit Seele hingebenden Maria Yakovleva als Schwanenkönigin fand er sich in fein harmonierender Partnerschaft.

Und da auch richtig schöne Schwanenmusik unter Dirigent Paul Connelly zu hören war, sollte die Vorstellung für so manch Großen oder Kleinen im Publikum zu einem einprägenden Erlebnis geworden sein.

Meinhard Rüdenauer

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