Der Neue Merker

WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett: RAYMONDA – mit allem Pomp hinein ins 19. Jahrhundert

30.12.2016: „RAYMONDA“ – mit allem Pomp hinein ins 19. Jahrhundert 

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Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Nummer vier der Aufführungsserie von Alexander Glasunows überladenem dreiaktigen Schauballett „Raymonda“: Historisches zaristische Ballett pur, vom Wiener  Staatsballett wieder absolut perfekt getanzt, ein Abend in wohliger Harmonie ….. jedenfalls für diese Besucher, welche sich in das historische russische Ballet des späten 19. Jahrhunderts gern einleben möchten und auch können. Alles mit viel Pomp und orientalischem, spanischen, ungarischen Kolorit, doch die Story bleibt total nebensächlich. Rudolf Nurejews choreographische Einstudierung nach Marius Petipa überrascht immer wieder mit den feinsten tänzerischen Nuancen. Technisch höchst anspruchsvoll arrangiert, alles musikalisch picobello abgestimmt. In den großen Tableaus – Walzer, Pavane, Sarazenen-Tanz und viel, viel mehr – für das Ensemble wie für die schwer geforderten Solisten. An diesem Abend mit Nina Poláková in der Titelrolle, mit dem Rollendebüt von Denys Cherevycko als de Brienne, beide bestens disponiert. Alle anderen im großen Ballettshow-Aufgebot? Exzellente Leistungen, von A bis Z.  

Meinhard Rüdenauer 

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