Der Neue Merker

WIEN/ Staatsoper/ Staatsballett: „BALANCHINE / LIANG / PROIETTO“ – Geniestreich und feine Modeware

18.11.2016: Ballettabend „BALANCHINE / LIANG / PROIETTO“ – Geniestreich und feine Modeware

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Tänzer und Programm des neuen Ballettabends haben in der fünften und letzten Aufführung in dieser Saison auch im Repertoire zu überzeugen vermocht – jedenfalls aber durchaus das Interesse des Publikums angesprochen. 

George Balanchines „Symphonie in C“ ist ein choreographischer Geniestreich; die glasklar und präzise Ausführung durch das große Aufgebot an Solisten: je musikalischer getanzt, desto besser. 

Edwaard Liangs „Murmuration“: Eine perfekte Modeschöpfung wie aus einem Guss, bloß ein bisschen zu lang geraten.

Daniel Proiettos „Blanc„: Diese Berg- und Talfahrt zwischen heutiger Tanzmanier und hochromantischem Zuschnitt leidet an einer dramaturgischen Fehllandung, bietet aber eine Reihe sehr, sehr schöner Tanzsequenzen.

Vielleicht etwas anders gemixt sollten diese beiden modernen Piecen auch in der kommenden Saison einen Platz im Repertoire des Wiener Staatsballetts finden. Nur, Pardon: Balanchines „Symphonie in C“ ist ein Muss auch für kommende Tänzergenerationen.

Meinhard Rüdenauer

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