Der Neue Merker

WIEN/ Staatsoper: HÄNSEL UND GRETEL. Neues Elternpaar im Besenbinderhaus

WIENER STAATSOPER „HÄNSEL UND GRETEL“ 29.12.2016

Neues Elternpaar im Besenbinderhaus

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Donna Ellen, Sebastian Holecek, das Elternpaar. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Als Peter, ein Besenbinder war erstmals Sebastian Holecek zu erleben. Das Rollendebüt verlief einfach großartig. Vom ersten bis zum letzten Ton klang die Stimme voluminös und dominierend in den Ensembles und sein Auftrittslied zeigte schon die enorme Stimmkraft dieses Sängers. Derzeit ist er mit dieser Partie auch an der Volksoper erfolgreich unterwegs. Der gute Schauspieler kann die Rolle natürlich auch sängerisch so gestalten, dass man ihn nicht immer sehen muss, um zu begreifen, worum es geht. Kaufen eigentlich auch die Hexen der Gegend seine Ware?

Seine Frau Gertrud war Donna Ellen.  Sie bringt diese verbitterte, strenge Frau sehr gut über die Rampe, glaubhaft ihre Verzweiflung und Wut über ihr Schicksal, mit der Zeit wird sich hoffentlich auch die Diktion noch bessern.

Das Geschwisterpaar Hänsel und Gretel wurden von Margaret Plummer und Chen Reiss sehr frisch und fröhlich umgesetzt. Zwei schöne Stimmen und sehr spielfreudig.

Eine Hexe, die einem durch Mark und Bein geht, ist in ihrer Bösartigkeit Michaela Schuster. Da passt auch die sehr vibratoreiche Stimme.

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Maria Nazarova (Taumännchen/ Sandmännchen). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Maria Nazarova war als Taumännchen schon an der Volksoper sehr erfolgreich. Zum Glück wollte man sie dort nicht weiter und so kann man sich an der Staatsoper an der jungen hochtalentierten Künstlerin erfreuen. Man hörte sie als wunderbares Sand- und Taumännchen und kann sich auf weitere schöne Rollen der Sopranistin freuen.

Am Pult war erstmals Axel Kober. Das Hausdebüt mit so einem schwierigen Stück gelang tadellos, das Orchester spielte in den besten Tönen, die Sänger fühlten sich gut geführt und so erlebte man einen sehr schönen Opernabend . Sehr großes Lob an alle mitspielenden Kinder, besonders an die Kinder der Opernschule, die sehr klangschön ihren Schlusschor zum Besten gaben. 

Elena Habermann

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