Der Neue Merker

WIEN/ Staatsballett in der Staatsoper: LE CORSAIRE – Ballettabend in alternativer Besetzung

WIEN/ Staatsballett in der Staatsoper: 23.9. 2016: Ballettabend „LE CORSAIRE“ in alternative Besetzung

Nach dem erfolgreichen Saisonstart des Wiener Staatsballetts mit der Wiederaufnahme von „Le Corsaire“ nun eine alternative Besetzung. Das gefällige Romantik-Spektakel riecht jetzt ein ganz klein mehr nach Repertoireaufführung. Dirigent Valery Ovsianikov servierte den ansprechenden Melodien-Mix zügig und eher kühl, doch das fein studierte Corps wie die Solisten konnten voll überzeugen, technisch wie in den doch banalen Zeichnungen der Charaktere.

Erfolgreich debütierten Nina Pólaková und Natascha Mair in den zwei höchst anspruchsvollen Hauptpartien. Beide als Haremsprinzessinnen edlen Zuschnitts, federleicht und absolut zu goutieren. Ebenso Ioanna Avraam, welche locker als Piratenbraut über die Bühne flitzte. Sie alle, wie auch die Odalisken Eszter Ledán, Nikisha Fogo und Nina Tonoli, in diesem räuberischen Muselmanenreich zum Glück aus Sicht der historischen Ballettromantik – ohne Burka. Bewährt bereits in ihren Rollen: die Herren Denys Cherevychko, Francesco Costa, Masayu Kimoto.

Meinhard Rüdenauer

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