Der Neue Merker

WIEN/ Palais Falffy: PREISTRÄGERKONZERT DES HARMONIA CLASSICA KOMPOSITIONSWETTBEWERBES

Konzertkritik 140. Konzert der Harmonia Classica, am 24. April 2013, Palais Palffy, Josefsplatz 6, Wien 1

 Das Preisträgerkonzert des 8. Harmonia Classica Kompositionswettbewerbs für Flöte und Klavier fand im wunderschönen Palais Palffy statt.

 Der Gewinner des Wettbewerbs war Paul Koutnik aus Niederösterreich. Den 2. Preis gewannen ex aequo Walter Bergmann aus Kärnten und Dietmar Klose aus Wien. Weiters gab es auch noch Stücke von sechs anderen Wettbewerbsteilnehmern zu hören, von Paola Ariano, Pavel Blatny, Christian Klöckl, Tadeusz Lesniakowski, Gerald Schwertberger und Elzbieta Wiedner-Zajac. Unter all diesen Werken konnte das Publikum dann in der Pause den Gewinner des Publikumspreises wählen. Gerald Schwertberger nahm freudestrahlend den Preis entgegen.

 Sehr erfreulich war, dass alle Komponistinnen und Komponisten anwesend waren und Paola Ariano und Christian Klöckl ihre Stücke auch selbst gespielt haben

 Zwischen den Flötenstücken gab es Songs, Lieder und Chansons von Alexander Blechinger zu hören. Gesungen wurden sie abwechselnd von der Sopranistin Monika Medek, mit großer aber doch genau dosierter Wagner-Stimme, und der Mezzosopranistin Annamaria König mit sehr pointierter Charakteristik und das Chansonmäßige ausformend und dem einfühlsam charakterisierenden Tenor Alexander Blechinger.

 Weiters gab es auch sehr gelungene Lieder von Walter Scharf nach eigenenTexten, die beim Publikum großen Anklang fanden und zum Abschluss des Abends zwei Lieder von Franz Schubert.

 Eine phantastische Leistung vollbrachte Martina Mazanik, die fast alle Flötenstücke außer dem Werk von Christian Klöckl, bei dem Szuszanna Nagy sehr gekonnt spielte, hervorragend interpretierte.

 Thomas Hlawatsch am Klavier begleitete wie immer sehr souverän die Flötistin und die Sänger.

 Die Begeisterung über diesen vielfältigen Abend war allgemein und man darf sich schon fragen, was der nächste Kompositionswettbewerb an interessanten Werken schöner neuer Musik bringen wird.

 Eva Kaufmann

 

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