Der Neue Merker

WIEN/ „Merker Kunstsalon“ im Festsaal Gatterburggasse: TEUFEL UND DÄMONEN

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Pablo Cameselle als „Knusperhexe“. Foto: Herta Haider

WIEN / MERKER – Kunstsalon im Festsaal der Bezirksvorstehung Döbling: TEUFEL und DÄMONEN am 10.11.2017

Diesmal erlebten wir den seltenen Fall, dass eine entspannte Elena Habermann das geplante Programm ohne Umbesetzungen präsentieren konnte.

Das Thema Teufel und Dämonen regte die ausführenden Künstler – zum Teil kostümiert – zu besonders ausdrucksvollem Spiel in einer zumindest halbszenischen Darbietung an.

Der teuflische Auftritt von Apostol Milenkov – mit schwarzem Frack, rotem Hemd, Stock und Zylinder stimmte das Publikum auf die Arien „Ave Signor“, „Son lo spirito“ und „Ecco il mondo“ des Mefistofele von Arrigo Boito ein. Der zweite Schwerpunkt im Vortrag des sympathischen Bassbaritons mit der großen Stimme und dem Schalk im Nacken war dem Mephisto aus Charles Gounods Faust gewidmet. Wir hörten „Le veau d’or“ und die „Serenade des Mephisto“. Das Flohlied des Mephisto von Modest Mussorgsky rundete das „satanische“ Programm von Apostol Milenkov ab.

Russi Nikoff, der verlässliche Bariton servierte ein breit gefächertes Programm mit der „Romanze des Dämon“ von Anton Rubinstein, mit „Credo in un Dio“ aus Giuseppe Verdis Otello und „O monumento“ aus Amilcare Ponchiellis La Gioconda.

Für die hohen Töne war der höhensichere Tenor Pablo Cameselle zuständig. Er erfreute uns mit einer sehr textdeutlichen Interpretation des „Erlkönig“ von Franz Schubert und Johann Wolfgang von Goethe. Die „Arie des Rodrigo“  aus Otello von Gioacchino Rossini, “Salut demeure chaste et pure” aus Charles Gounods Faust und das “Lied der Hexe” aus Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck komplettierten sein anspruchsvolles Programm.

Rugiada Lee eine junge, hübsche Pianistin, die im L.E.O mit Apostol Milenkov schon ein ähnlich teuflisches Programm serviert hatte, sorgte auch im Kunstsalon nicht nur für eine temperamentvolle, perfekte Klavierbegleitung sondern präsentierte sich auch solistisch mit dem „Faust – Walzer“ von Charles Gounod in der Klavierbearbeitung von Franz Liszt.

Das unterhaltsame Konzert über die Bösewichter macht Lust auf die nächsten Veranstaltungen des MERKER – Kunstsalons:

17.12.2017:     Benefiz – Weihnachtskonzert mit großartigen, bekannten  Künstlern

15.01.2018:     Schubert: Die Winterreise mit Hubertus Reim, Bariton in der Volksoper und Eva-Maria David, Klavier

06.02.2018:     Puccini: Gianni Schicchi – mit Solisten der Wiener Staatsoper

Gute Unterhaltung auf hohem Niveau ist garantiert!

Maria und Johann Jahnas

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