Der Neue Merker

WIEN/ Jesuitenkirche: STABAT MATER von Antonin Dvorak

WIEN/JESUITENKIRCHE – KIRCHENKONZER „STABAT MATER“ Antonin Dvorak (8. 9. 1841 – 1. 5. 1904) (16.5.2017)

 Ein großes Werk für einen Chor, also genau richtig für die „Chorvereinigung St. Augustin“, die es prachtvoll sang und ebenso ein großes Lob an das Orchester der Chorvereinigung St. Augustin.

Angefangen von „Stabat mater dolorosa…“ Chor mit Soloquartett bis zu den großen Einzelchorstellen wie „Ejas Mater, fons amoris“ sowie „Tui nati vulnerati“ und „Virgo virginum praeclara“ bis zu einem enorm sich steigernden „Quando corpus morietur“ zeigte der Chor äußerste Stimmqualität, keine schrillen Soprane oder schleppende Bässe.

Das Soloquartett war, wie fast immer, ausschließlich mit Solisten der Wiener Volksoper besetzt. Als Sopransolistin war wieder Cornelia Horak mit lyrischer Stimme dabei. Die Sopranistin hat die wenigsten großen Solostellen. Annely Peebo sang den Altpart, besonders schön das „Infammatus et accensus“ hervorragend, so gut hörte ich sie an der Volksoper nicht immer, das wird wohl daran liegen, das die ihr zugedachten Rollen auch nicht immer das Wahre sind. Das gilt eigentlich auch für den Tenor JunHo You, der eigentlich die meisten Soli hat und auch mit einer „Arie“ „Fac me vere tecum flere“ mit Chor zeigen konnte was er kann. Die Basspartie, hervorragend gesungen von Yasushi Hirano ist etwas wenig, aber dafür sang er „Dieses“. Dieser Künstler wird an der Volksoper eigentlich immer unter seinem Können eingesetzt!

Wieder stand Andreas Pixner am Pult und konnte wie immer zeigen, was diese „Hobbysänger“ können und wie sie für die Kirchenmusik brennen.

Elena Habermann

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