WIEN-INFOS

by ac | 8. November 2011 15:22

AUSSTELLUNG IM „MOZARTHAUS VIENNA“: Mozart und seine Wiener Netzwerke (bis 14.1.2018)

Bildergebnis für mozarthaus vienna leopold mozart
Leopold Mozart (links). Neben ihm Joseph Haydn. Copyright: Mozarthaus Vienna

Anders als etwa Johann Sebastian Bach, dem John Elliot Gardiner in seiner Monografie Bach. Musik für die Himmelsburg  bestätigt, absolut kein Netzwerker gewesen zu sein, sondern eher eigenmächtig und unbeirrbar seine innovativen und kühnen musikalischen Ideen umzusetzen, zeigt die neue Sonderausstellung im Mozarthaus Vienna uns Mozart als virtuosen Unternehmer. Kurator Manfred Wagner arbeitet heraus, wie Mozart von seinem Vater in Salzburg nicht nur das musikalische und intellektuelle Handwerk lernte, sondern auch tragfähige und weitreichende Netzwerke in vielerlei Gesellschaftsschichten hinein zu bilden. Leopold Mozart war beispielsweise, wo immer er sich aufhielt, auch ohne all die sozialen Medien von heute stets ausgezeichnet über die Verhältnisse in seiner Heimatstadt Augsburg informiert. Als aktiver Manager nutzte er die zur Verfügung stehenden Printmedien, um in geschickter Unternehmerstrategie etwa seine Violinschule oder auch die Konzertreisen mit seinen Kindern zu bewerben.

Als Wolfgang Amadeus Mozart 1781 nach Wien kam und den Schritt vom Salzburger Angestellten zum Wiener Unternehmer wagte, suchte er gleich am neuen Ort aktiv nach neuen Auftraggebern und hilfreichen Freunden, angefangen von Kaiser Joseph II über Militärs, Gelehrte, Künstler, Dichter, Theatermitarbeiter bis hin zu Freimaurern. Das Talent, Menschen für sich und seine Kunst einzunehmen, mit jedem aus der jeweiligen sozialen und beruflichen Schicht im richtigen Tonfall zu kommunizieren, half ungemein. Sein Streben nach der freien Entfaltung der Persönlichkeit, nach einer humanitären Geisteshaltung und nach menschlicher Vervollkommnung hat ihn sicher nicht all zu viele, aber doch ausgewählte und verlässliche Freunde finden lassen. Auch finanziell lohnte sich das Netzwerken, denn diese Freunde subskribierten seine Akademien und Konzerte, vermittelten Schüler, halfen so bei der Aufrechterhaltung seines Repräsentationsbedürfnisses und seines aufwändigen Lebensstils, denn nicht nur die Wohnungen waren in Wien teuer, auch der Erhalt der Instrumente kostete Geld. So kommunizierte er mit den verschiedensten Freundeskreisen individuell, nur anlässlich von Opernpremieren oder Akademien trafen Vertreter der verschiedenen „Cliquen“ aufeinander. Belegt ist, dass mindestens 40 Prozent der Konzert- und Opernbesucher Freimaurer waren, die Mozart somit unterstützten, ein Mehrwert, wenn man in solchen Verbindungen verkehrt. So ist verständlich, dass eine Vitrine den Freimaurern bzw. denen der Logen gewidmet ist, die Mozart besuchte: Die Loge Zur Wohltätigkeit mit ihrem Stuhlmeister, dem Publizisten Otto Heinrich Freiherr von Gemmingen, die Loge Zur wahren Einheit mit dem Stuhlmeister Ignaz von Born und die Loge Zur Neugekrönten Hoffnung.

Neben den Dokumenten und Silhouettenbildern von Johann Hieronymus Löschenkohl aus der Sammlung des Wien Museums sind beispielsweise eine wertvolle Schnupftabakdose aus Mozarts Besitz aus dem Jahre 1780 zu besichtigen, die Mozart als Geschenk für seine Leistung bekam. Ein bislang noch nie gezeigtes Gemälde von Christian Ludwig Seehas aus dem Jahre 1785, das Joseph Haydn zeigt und 2015 von der Joseph Haydn Privatstiftung in den USA angekauft wurde, ist bemerkenswert. Zwei Musikinstrumente runden die Ausstellung ab, ein Bassetthorn aus der Werkstatt von Franz Schöllnast und ein Englischhorn von Theodor Lotz, zwei Instrumente, die Mozart begeisterten und die gerade in seinen Freimaurermusiken zur Vollendung kamen.

Die Ausstellung ist zu sehen bis 14. 1. 2018

Beate Hennenberg

 
 
WIEN/ CHORVEREINIGUNG ST. AUGUSTIN: PROGRAMM BIS ENDE JUNI 2017:

Die Gottesdienste finden, sofern nicht anders  angegeben, um 10:30 Uhr in der Jesuitenkirche statt.

Freitag, 6.Jänner 2017, Heilige Drei Könige
W. A. Mozart: „Krönungsmesse“
Missa solemnis in C-Dur, KV 317

Sonntag, 8.Jänner 2017
Franz Schubert: Messe in B-Dur, D 324

Sonntag, 15.Jänner 2017
W. A. Mozart: „Dominicusmesse“
Missa in C-Dur, KV 66

Sonntag, 22.Jänner 2017
Joseph Haydn: „Theresienmesse“
Große Messe in B-Dur, Hob. XXII:12

Sonntag, 5. Februar 2017
W. A. Mozart: „Piccolominimesse“
Missa brevis in C, KV 258

Sonntag, 12. Februar 2017
Franz Schubert: Messe in G-Dur D 167

Sonntag, 26. Februar 2017
Joseph Haydn: „Nelsonmesse“
Missa in angustiis d-Moll, Hob. XXII:11

Sonntag, 5. März 2017
Michael Haydn: Missa in tempore Adventus
et Quadragesimae, MH 553

Sonntag, 19. März 2017
Josef G. Rheinberger: Cantus Missae
doppelchörige Messe in Es-Dur, op. 109

Sonntag, 26. März 2017
Franz Schubert: Deutsche Messe, D 872
(Originalfassung mit Bläsern)

Sonntag, 2. April 2017
J. G. Rheinberger: Messe in G, op. 151

Sonntag, 9. April 2017
Michael Haydn: Missa Dolorum BMV, MH 57

Karsamstag, 15. April 2017, Osternacht
(Beginn 21 Uhr)
W. A. Mozart: „Krönungsmesse“
Missa solemnis in C-Dur, KV 317

Sonntag, 23. April 2017
Joseph Haydn: „Heiligmesse“
Missa Sancti Bernardi von Offida in B-Dur,
Hob. XXII:10

Sonntag, 30. April 2017
W. A. Mozart: Große Messe c-Moll, KV 427

Sonntag, 7. Mai 2017
Joseph Haydn: „Kleine Orgelsolomesse“
Missa brevis Sancti Joannis de Deo
in B-Dur, Hob. XXII:07

Sonntag, 14. Mai 2017
Joseph Haydn: Nikolaimesse
Missa Sancti Nicolai, Hob. XXII:06

KONZERT
Dienstag, 16. Mai 2017, 19:30 Uhr
Antonín Dvořák:
STABAT MATER
Karten/Tickets: 0664 – 336 64 64
Vorverkauf/Advance booking: € 35/30
Abendkassa/Box office: € 40/35

Donnerstag, 25. Mai 2017, Christi Himmelfahrt
W. A. Mozart: Missa longa in C-Dur, KV 262

Sonntag, 28. Mai 2017
Franz Schubert: Messe in B-Dur, D 324

Sonntag, 4. Juni 2017
W. A. Mozart: Missa brevis in B, KV 275

Sonntag, 11. Juni 2017
C. M. v. Weber: „Jubelmesse“
Messe Nr. 2 in G-Dur, op. 76

Donnerstag, 15. Juni 2017, Fronleichnam
Giacomo Puccini: „Messa di Gloria“
Messa a 4 voci con orchestra

Sonntag, 25. Juni 2017
Franz Schubert:
Große Messe in Es-Dur, D 950

Ausführende: Chor, Solisten und Orchester der Chorvereinigung St. Augustin in der Jesuitenkirche

 
 
 
ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR MUSIKTHEATER (1090, Türkenstraße 19, Große Stiege links. Programm  – abzurufen unter www.iti-arte.at/musiktheater[1] . Telefon: 317 06 99. Auszug aus dem Programm: ( HAUS HOFMANNSTHAL: Infos: www.haus-hofmannsthal.at[2] , Tel. 714 85 33. _______________________________________
 
 Das Programm der STADTINITIATIVE WIEN (Konzerte im Ehrbar-Saal) ist im Internet unter www.stadtinitiative.at[3] ,  abrufbar. Tel.. 585 08 88, Mail. konzerte@stadtinitiative.at[4] .
Programminformationen über „LEO – Letzes erfreuliches Operntheater“ www.theaterleo.at[5].  
 Kritiken aus Wiener Theatern finden Sie in der Website http://www.operinwien.at[6]
  1. www.iti-arte.at/musiktheater: http://www.iti-arte.at/musiktheater
  2. www.haus-hofmannsthal.at: http://www.haus-hofmannsthal.at/
  3. www.stadtinitiative.at: http://www.stadtinitiative.at/
  4. konzerte@stadtinitiative.at: mailto:konzerte@stadtinitiative.at
  5. www.theaterleo.at: http://www.theaterleo.at/
  6. http://www.operinwien.at: http://www.operinwien.at/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/wien-infos