Der Neue Merker

WIEN/ Haus der Heimat Steingasse: 162. KONZERT DER HARMONIA CLASSICA

Konzertkritik 162. Konzert der Harmonia Classica, am 28. September  2017, 

Haus der Heimat, Steingasse 25, 1030 Wien

Unbenannt
Nach dem Konzert. Copyright: Harmonia Classica

 Das Herbstkonzert der Harmonia Classica unter dem Motto „Alle für Heimat – Heimat für alle?“, eine gelungene Mischung von Bekanntem und Neuem, fand im Haus der Heimat statt.

 Von den zeitgenössischen Komponisten war der junge Wiener Lorenz Huber mit seinem Lied für Tenor, Oboe und Klavier „Seemannsgarn“ nach einer Melodie und dem Text seines Großvaters Erich Huber vertreten, das er gekonnt selbst am Klavier spielte und Ewald Witkowski, dessen Werke „Sehnsucht“ und „Heimat“ sehr gefühlvoll und harmonisch waren.  Außerdem waren von Alexander Blechinger einige Werke zu hören, wie die Ouvertüre aus der Lustigen kleinen Suite für Oboe und Klavier und die Intrada aus der Liturgischen Suite, die beide von Alfred Hertel hervorragend interpretiert wurden. Von Alexander Blechingers Liedern hörten wir „Lob der Heimat“ nach einem Text von Josef Weinheber und zwei wunderschöne neue Wienerlieder: „Wien ist anders“ nach einem Text von Brigitte Pixner und „Hymne an Wien“ nach einem Text von Gerty Ederer und einige neue Strophen zum kritischen Österreichlied „Ihr habt uns 1000 Mal belogen“.

 Der 2. Teil des Konzerts war vor allem bekannten Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Lehar, Emmerich Kalman, Johann Strauss, Ralph Benatzky und Fritz Spielmann gewidmet. Die Sopranistin Petra Halper-König und der Tenor Alexander Blechinger sangen bravourös Duette und Soloarien und begeisterten sowohl darstellerisch als auch stimmlich das Publikum.  Frau Halper-König brillierte vor allem bei dem Lied„Schinkenfleckerl“ von Fritz Spielmann, und der Arie „“Meine Lippen, sie küssen so heiß“ von Franz Lehar.  Alexander Blechinger überzeugte besonders beim Wienerlied und bei „Zwei Märchenaugen“ von Emmerich Kalman.  Aya Mesiti begleitete sehr gekonnt und gefühlvoll die Sänger.

 Der starke Applaus am Ende des Konzerts sprach für die gelungene Auswahl der Stücke und den Erfolg dieses abwechslungsreichen Abends.

 Eva Kaufmann

 

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