Der Neue Merker

WIEN/ Ehrbarsaal: LIEDERABEND MANUEL WALSER / Alejandro Pico – Leonis

WIEN/ EHRBARSAAL in 1040: LIEDERABEND MANUEL WALSER / Alejandro Pico – Leonis

Der junge Bariton aus der Schweiz erwies sich als erstklassiger Liedsänger. Das klug aufgebaute Programm begann mit dem Zyklus „Songs of Travel“ von Ralph Vaughan Williams (1872 – 1958) mit Texten von Robert Louis Stevenson. Die lyrisch romantischen Lieder wurden in englischer Sprache mit großartiger Diktion vorgetragen. Darauf folgte der „Liederkreis Op. 39“ von Robert Schumann (1810 – 1856) nach Texten von Joseph von Eichendorff. Auch hier bestach der junge Künstler mit bestechend guter Aussprache. Man verstand jedes Wort, so dass man den hervorragend schönen musikalischen Vortrag voll genießen konnte.

Nach der Pause kam die Krönung mit Kompositionen von Richard Strauss (1864 – 1949). Es begann mit der „Winternacht“ Prosa von Adolph Friedrich von Schack und darauf folgten acht Lieder aus „Letzte Blätter“ Op.10, Dichtungen von Hermann von Gilm, Heinrich Hart und John Henry Mackay. Auch hier konnte Manuel Walser sein Können unter Beweis stellen. Die großen Lehrer Brigitte Fassbaender und  Thomas Quasthoff sind nicht zu überhören.

Auch wie sich der Künstler präsentiert, korrekt gekleidet und mit viel positiver Ausstrahlung,  trug zur Festlichkeit und zum Gelingen des Abends bei.          

Am Flügel begleitete Alejandro Pico – Leonis höchst musikalisch und einfühlsam. Ein großartiger Pianist der sich voll dem Sänger anpasst, nicht aber unterwirft.

Manuel Walser ist an der Wiener Staatsoper im Ensemble und ist an vielen Abenden eben dort in noch eher kleineren Rollen zu erleben.

Als Liedsänger ist er am besten Weg zur einer hoffentlich internationalen Karriere.

Elena Habermann

 

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