Der Neue Merker

TODESFÄLLE – STAND SEPTEMBER 2017

TODESFÄLLE – STAND SEPTEMBER 2017

Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

Ulf BJÖRKEGREN ist am 14.2.2017 verstorben

Ulf_Bjorkegren_als_Rosillon_und_Désrée_Edlund_als_Valencienne_in_Die_lustige_Witwe
Als Rossillon mit Desiré Edlund

 Geboren am 8. November 1937 in Göteborg; er begann seine Bühnenkarriere 1971 an der Königlichen Oper Stockholm, wo er u.a. den Belmonte in der »Entführung aus dem Serail« und den Grafen Almaviva im »Barbier von Sevilla« sang. Er trat in der Folgezeit auch am Stadttheater von Malmö und am Stora Theater Göteborg in Partien wie dem Rinuccio in »Gianni Schicchi« und dem Kalaf in »Turandot« von Puccini auf und sang während mehrerer Jahre bei den Festspielen im Schlosstheater von Drottningholm den Nemorino in »L‘Elisird’amore«. Seit 1981 war er dem Värmlands Musiktheater verbunden und kam hier als Ferrando in »Cosìfantutte«, als Macduff in Verdis »Macbeth« und als Pinkerton in »Madame Butterfly« zu seinen Erfolgen.

Schallplatten: EMI.

 

Philip CREECH ist am 17.2.2017 in New York verstorben

Philip CREECH als Pedrillo an der MET

 Geboren am 1. Juni 1950 in Hempstead (New York); er erhielt seine Ausbildung zum Sänger an der Northwestern University. 1973-75 sang er in Chicago in einem Sinfonie-Chor. Seine eigentliche Bühnenkarriere begann mit seiner Berufung an die Metropolitan Oper New York. Hier debütierte er im September 1979 als Beppe im »Bajazzo« von Leoncavallo. Bis 1997 hörte man ihn an der Metropolitan Oper in insgesamt 264 Vorstellungen in einer Anzahl von Partien aus dem Buffo- wie aus dem lyrischen Tenorfach: u.a. als Edmondo in »Manon Lescaut« von Puccini, als Rinuccio in Puccinis »Gianni Schicchi«, als Fischer in Strawinskys »Le Rossignol«, als Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, als Hylas in »Les Troyens« von Berlioz, als Brighella in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, als Lacouf in »Les Mamelles de Tirésias« von Fr. Poulenc, als Pong in Puccinis »Turandot«, als Nathanael in »Les Contes d‘Hoffmann«, als junger Diener in »Elektra« von R. Strauss, als Spoletta in »Tosca«, als Normanno in »Lucia di Lammermoor«, als Lehrer in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch, als Borsa im »Rigoletto« und als Remendado in »Caremen«. Auch bei Gastspielen und Konzerten kam er zu Erfolgen. So sang er 1979 bei den Festspielen von Salzburg das Tenor-Solo im Requiem von H. Berlioz.

Da von zahlreichen Opernaufführungen aus der Metropolitan Oper Mitschnitte existieren, ist seine Stimme in diesen Aufnahmen mit Sicherheit anzutreffen. Auf DGG singt er außerdem ein Solo in den »Carmina Burana« von Carl Orff.

 

Claudia PINZA ist am 3.8.2017 in Pittsburgh verstorben

Claudia Pinza mit ihrem Vater

 Geboren am 27. Juli 1925 in Buenos Aires;die Tochter des italienischen Bassisten Ezio Pinza (1892-1957)studierte in Bologna und hatte ihr Debüt 1944 an der Mailänder Scala in Monteverdis »L‘Orfeo«. Sie trat als Gast 1947 an der Oper von Philadelphia auf und sang in der Spielzeit 1947-48 an der Metropolitan Oper New York die Micaela in »Carmen« und die Mimì in »La Bohème«. An der Oper von San Francisco sang sie 1947-48 die Donna Elvira im »Don Giovanni« und die Marguerite im »Faust« von Gounod immer an der Seite ihres Vaters (die Schlussszene aus »Faust« wurde auf Peoria Record Club aufgenommen) sowie die Micaela. Ihre Karriere war wohl frühzeitig beendet.

 

Émile BELCOURT ist am 3.8.2017 verstorben

Émile BELCOURT

 Geboren am 27. Juni 1926 in Laflèche (Saskatchewan); er kam zum Gesangstudium nach Europa und wurde anfänglich in Wien ausgebildet. Er komplettierte seine Studien in Paris bei Pierre Bernac und Germaine Lubin und begann seine Karriere als Bariton 1957 am Stadttheater von Ulm und sang dann 1958-59 am Stadttheater von Bonn. 1961 gastierte er beim Festival von Aix-en-Provence als Aeneas in »Dido andAeneas« von H. Purcell. Nachdem er an der Opéra-Comique Paris als Pelléas in »Pelléas et Mélisande« von Debussy einen bedeutenden Erfolg erzielt hatte, sang er die gleiche Partie 1962 bei der Scottish Opera in Glasgow. 1963 trat er dann erstmals als Tenor auf, und zwar debütierte er an der Covent Garden Oper London als Gonzalve in »L’Heureespagnole« von Ravel. Seitdem war er oft an diesem großen Opernhaus zu hören. Seit 1963 Mitglied der Sadler’s Wells Opera London, wo er in »La Vie Parisienne« von Offenbach, in Janáceks Oper »Aus einem Totenhaus«, in »Ariane et Barbe-Bleue« von Dukas und als Eisenstein in der »Fledermaus« Aufsehen erregte. 1966 wirkte er hier in der Uraufführung der Oper »The Violinsof Saint-Jacques« von Malcolm Williamson mit, 1967 in der von »A Penny for a Song« von R.R. Bennett, 1977 in der von »The Royal Huntofthe Sun« von Iain Hamilton und in der von »Toussaint« von David Blake (als Mars Plaisir). Auch an der Scottish Opera Glasgow war er weiterhin zu hören, so 1963 als Cassio in Verdis »Otello« und als Gonzalve, 1964 als Raoul in »La Vie Parisienne«, 1965 und 1974 als Schuiskij in »Boris Godunow«, 1966 in der Titelpartie von Offenbachs »Barbe-bleue«, 1967 als Pluto in »Orphée auxEnfers« von Offenbach, 1968 als Eisenstein, 1969 als Archibald Grosvenor in »Patience« von Gilbert & Sullivan sowie 1976 als Loge im »Rheingold«. Seit 1973 kam er auch in seiner kanadischen Heimat zu einer erfolgreichen Bühnenkarriere. 1973 sang er in Toronto in der Uraufführung der Oper »Heloise and Abelard« von Charles Wilson den Bernard de Clairvaux. 1981 übernahm er an derCovent Garden Oper London den Herodes in »Salome« von R. Strauss. 1981 wirkte er an der Covent Garden Oper in der Premiere von A. Bergs »Lulu« mit; er trat in London auch in Musicals auf. 1982 erschien er an der Oper von San Francisco als Herodes. 1983 sang er hier auch den Tichon in »Katja Kabanowa« von Janácek, den Baron Grog in Offenbachs »La Grande Duchesse de Gerolstein« und den Schuiskij. Im Lauf seiner Karriere wandte er sich mehr und mehr dem Charakterfach zu, wobei er nicht zuletzt auch durch sein darstellerisches Talent beeindruckte. Gastspiele führten ihn an wichtige Theater in England, Kanada und in den USA. Weitere Partien aus seinem Bühnenrepertoire: der Dr. Suda in »Osud« von Janácek und der Danilo in Lehárs »Die lustige Witwe«. Auch im Konzertsaal hervorgetreten. Er wirkte in Kanada als Pädagoge an der Saskatoon University und betätigte sich als Opernregisseur.

Schallplatten: Decca (kleine Partie in »Lakmé«, »Street Scene« von K. Weill), Westminster (Loge im »Rheingold« in englischer Sprache), MRF (»Les Francs-Juges«, Opernfragment von Berlioz).

 

Ameral GUNSON ist am 4.8.2017 verstorben

Ameral GUNSON

 Geboren am 25. Oktober 1948 in London; sie begann Mitte der achtziger Jahre in England eine bedeutende Karriere als Konzert-, dann auch als Opernsängerin. Sie trat bei den Promenade Concerts in London auf, u.a. in der Saison 1985-86 im Gloria von W. Walton, in Portsmouth in konzertanten Aufführungen von »Les Troyens« von Berlioz (als Hecuba und als Anna). In Frankfurt a.M. sang sie in Aufführungen der Oper »The English Cat« von H.W. Henze, in Rotterdam in »L‘ Enfant et les sortilèges« von Ravel (unter Simon Rattle), in Glasgow in Verdis »Aida«, in der Londoner Albert Hall im Requiem von Verdi, in »Sea Pictures« von E. Elgar und in der C-Moll-Messe von Mozart. Mit dem Bournemouth Orchestra hörte man sie als Solistin in der H-Moll-Messe von J.S. Bach (mit der sie auch eine Frankreich-Tournee unternahm) und in der 9. Sinfonie von Beethoven. 1989 sang sie in der Uraufführung von »Eve Dreams of Paradise« von A. Goehr, in der Saison 1990-91 in der Messe von Texeira (mit dem Ensemble »The Sixteen«), mit dem Sinfonieorchester Rotterdam in den Altenberg-Liedern von A. Berg, in Genf im Requiem von P. Hindemith, in London im Mozart-Requiem. 1992 nahm sie an der Covent Garden Oper London an Aufführungen von Prokofjews »L’Ange de feu« teil.

Schallplatten: EMI (Scenes and Arias von N. Maw, »In theBeginning« von A. Copland), Chandos (Auntie in »Peter Grimes« von B. Britten).

 

Wilhelm KILLMAYER ist am 20.8.2017 in Starnberg verstorben

Wilhelm Killmayer

 Geboren am 21. August 1927 in München; seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Dachau-Mitterndorf. Nach dem Tod des Vaters 1932 wuchs er in München auf. Dort begann er Klavier zu spielen und besuchte nach der Volksschule (1934–37) das humanistische Maximiliansgymnasium, an dem er 1947 das Abitur ablegte. 1945–51 studierte er am Musikseminar von Hermann Wolfgang von Waltershausen Dirigieren und Komposition. 1951 wurde er Privatschüler von Carl Orff, der ihn 1953/54 in seine Meisterklasse an der Münchener Musikhochschule aufnahm. Parallel studierte Killmayer 1949–52 Musikwissenschaft bei Rudolf von Ficker und Walter Riezler sowie Germanistik und Italienisch an der Ludwig-Maximilians-Universität. 1955–58 war Killmayer Dozent für Musiktheorie und Kontrapunkt am Trapp’schen Konservatorium, 1961–64 Ballettdirigent an der Bayerischen Staatsoper. Danach arbeitete er als freischaffender Komponist. 1968–75 wohnte er in Frankfurt am Main. 1973–92 hatte er eine Professur für Komposition an der Münchner Musikhochschule inne. Zu seinen Schülern gehörten Max Beckschäfer, SandeepBhagwati, Moritz Eggert, Paul Engel, Markus Schmitt, Lutz Landwehr von Pragenau, Alfred Müller-Kranich, Walther Prokop, Rudi Spring und Laurence Traiger. Auf Einladung von Walter Fink war er 1994 der vierte Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festivals.Wilhelm Killmayer starb einen Tag vor seinem 90. Geburtstag; er lebte in München und Frasdorf.

 

Enzo DARA ist am 25.8.2017 in Mantua verstorben

Bildergebnis für enzo dara

 Geboren am 13. Oktober 1938 in Mantua; er wurde zuerst Journalist, dann Ausbildung zum Sänger durch Bruno Sutti in Mantua. Bühnendebüt 1960 am Theater von Fano als Bartolo in Rossinis »Barbier von Sevilla«. 1966 hörte man ihn in Reggio Emilia als Dulcamara in Donizettis »L‘Elisird’Amore«. An der Piccolo Scala in Mailand sang er 1966 und 1968 den Fabrizio in Rossinis »La Pietra del Paragone«, 1970-71 den Nardo in Mozarts »La fintagiardiniera«, 1971 als Sigismondo in Donizettis »Il giovedígrasso«, 1972 den Tobia Mill in Rossinis »La cambiale di matrimonio« und 1979-80 als Geronimo in Cimarosas »Il matrimoniosegreto«. Beim Spoleto Festival von 1969 sang er den Mustafà in Rossinis »L‘Italiana in Algeri«. Es folgte eine schnelle Karriere an den großen italienischen Opernhäusern, vor allem an der Mailänder Scala, an der er 1971 als Antrittsrolle den Dulcamara sang. An der Scala sah man ihn 1971, 1976, 1981 und 1983-84 als Bartolo im »Barbier von Sevilla«, 1972 als Marchese de Boisfleury in Donizettis »Linda di Chamounix«, 1973-74 und 1982 als Dandini in »La Cenerentola«, 1973, 1975 und 1983 als Taddeo in »L‘Italiana in Algeri«, 1974 als Zauberer Tschelio in Prokofjews »L’Amour des trois oranges«, 1975 und 2001 als Don Magnifico in »La Cenerentola« sowie 1985 als Barone di Trombonok in »Il Viaggio a Reims« von Rossini. Weitere Auftritte an der Oper von Rom, in Venedig, Palermo, Parma, Neapel, Bologna und Genua. Gastspiele in Frankreich und Deutschland, aber auch am Bolschoi Theater Moskau, in Brüssel und Zagreb. 1976 gastierte er mit dem Ensemble der Mailänder Scala an derCovent Garden Oper London als Dandini. 1984 wirkte er beim Rossini Festival von Pesaro in der spektakulären Wiederaufführung von Rossinis »Il Viaggio a Reims« mit; 1986 trat er bei den gleichen Festspielen als Geronio in Rossinis »Il Turco in Italia«, 1988 in dessen »Il SignorBruschino« auf. 1981-90 gastierte er an der Wiener Staatsoper in insgesamt 53 Vorstellungen als Dandini, als Bartolo im »Barbier von Sevilla«, als Taddeo und als Barone di Trombonok. 1985 Gastspiel an der Covent Garden Oper London als Bartolo im »Barbier von Sevilla«, 1987 als Dulcamara. 1982 kam es zu seinem Debüt an der Metropolitan Oper New York, abermals in seiner Glanzrolle, dem Bartolo im »Barbier von Sevilla«; bis 1995 hatte er dort in insgesamt 59 Vorstellungen auch als Dulcamara einen besonderen Erfolg. 1990 am TeatroFenice Venedig als Don Pasquale, am TeatroZarzuela Madrid als Geronio zu Gast, 1993 am Teatro Donizetti in Bergamo (wo er auch als Regisseur tätig war) in »Betly« von Donizetti. In der Saison 1993-94 hörte man ihn an der Münchner Staatsoper und 1995 an der Oper von Houston/Texas als Don Magnifico, 1996 am TeatroRegio Parma als Simone in »I quattrorusteghi« von Wolf-Ferrari, bei den Festspielen in der Arena von Verona einmal mehr als Bartolo. Am Grand Théâtre Genf trat er 1997 als Don Magnifico und 2000 als Bartolo im »Barbier von Sevilla« auf, 1998 an der Hamburger Staatsoper als Don Magnifico. 2000 trat er an der Oper von Rom als Mesner in »Tosca« (anlässlich der 100-Jahrfeier der Uraufführung dieser Oper) auf, im gleichen Jahr am Teatro Colón Buenos Aires als Geronio, an der Münchner Staatsoper als Don Magnifico. – Der Künstler verlegte sich in der Hauptsache auf die klassischen Bassbuffo-Partien des italienischen Belcanto-Repertoires, wobei ihm sein temperamentvolles darstellerisches Talent eine glänzende Gestaltung dieser Rollen sicherte.

Schallplatten: DGG (»L’Italiana in Algeri«, Bartolo im »Barbier von Sevilla« von Rossini, auchals Video), Bellaphon (»L’Italiana in Algeri«), Fonit-Cetra (»Le Maschere« von Mascagni, »La buona figliuola« von Piccinni, »L’ajo nell‘ imbarazzo« von Donizetti), Nuova Era (»Don Pasquale«, außerdem in dem Pasticcio »L’Ape musicale«), Bongiovanni (»Amor rende sagace« von Cimarosa, »Il mondo della luna« von Paisiello), Memories (»Il matrimonio segreto« von Cimarosa), CBS (»Il Turco in Italia« und »La Cenerentola« von Rossini, »Il Campanello« von Donizetti), Frequenz (»Il Barbiere di Siviglia« von Paisiello), Sony (»Il Viaggio a Reims«); DGG-Video (»L’Elisir d’amore«), Decca-Video (»La Cenerentola«).

 

Irene SALEMKA ist am 27.8.2017 in Collingwood (Ontario, Kanada) verstorben

Irene SALEMKA

 Geboren am 3. Oktober 1928 in Steinbach (Manitoba, Kanada); sie begann das Gesangstudium bei Ernesto Bardini und Hermann Geiger-Torel in Toronto. 1955 trat sie erstmals auf der Bühne auf, und zwar sang sie an der Oper von Montreal die Juliette in »Roméo et Juliette« von Gounod. Weitere Studien bei Hans Löwlein in Frankfurt a.M. Ihre großen Erfolge kamen mit ihrem Auftreten an deutschsprachigen Bühnen zustande. 1956-57 war sie am Stadttheater von Basel verpflichtet, 1957-64 gehörte sie dem Opernhaus von Frankfurt a.M. an und trat als Gast an den Staatsopern von Stuttgart und München, an den Opernhäusern von Köln, Essen, Hannover und Wuppertal auf. Sie gastierte an der Niederländischen Oper Amsterdam, an der Covent Garden Oper London (u.a. 1961 in »A MidsummerNight’sDream« von B. Britten), an der Wiener Volksoper, in Washington, New Orleans und beim Edinburgh Festival (1961 als Helena in »A MidsummerNight’sDream« von B. Britten anlässlich eines Gastspiels der Londoner Covent Garden Oper). Im englischen Fernsehen BBC erschien sie als Marguerite in Gounods »Faust«. Sie sang auf der Bühne Partien aus dem lyrischen wie dem Koloraturfach, im Konzertsaal ebenfalls eine Vielfalt von Vokalwerken. Sie trat auch in musikalischen Tonfilmen auf; so sang sie in dem Film »Die lustige Witwe« die Hanna Glawari als Partnerin von Johannes Heesters.

Schallplatten: Donna Elvira in einem »Don Giovanni«-Querschnitt bei DGG.

 

Helga MOIRA ist am 28.8.2017 in Berlin verstorben

Helga MOIRA

 Geboren am 28. Juni 1935 in Hamburg; Nachruf auf die deutsche Sopranistin auf folgender Homepage: http://operalounge.de/history/eine-kompromisslose

 

Dirigent Siegfried KÖHLER ist am 12.9. in Wiesbaden verstorben

 Das Hessische Staatstheater Wiesbaden trauert um Siegfried Köhler, der von 1974 bis 1988 als Generalmusikdirektor in Wiesbaden tätig war.

In dieser Zeit hat er dem Hessischen Staatsorchester die Werke seines befreundeten Komponisten Volker David Kirchner nähergebracht und nicht nur mit diesen Uraufführungen das Musiktheater und Konzertleben nachhaltig geprägt. Seine enge Beziehung zum Orchester hatte in den letzten Jahren Bestand. Siegfried Köhler war gern gesehener Gast bei Proben und Vorstellungen. Zu Ehren seines 90. Geburtstags hat das Hessische Staatsorchester ihn im Rahmen eines Galakonzertes gefeiert. Siegfried Köhlers warmherzige und humorvolle Art bleibt unvergessen.

Siegfried Köhler wurde am 30. Juli 1923 in Freiburg im Breisgau geboren. Dort studierte er Musik mit dem Instrument Harfe als Hauptfach. In seiner Geburtsstadt fand er auch seine erste Anstellung als Harfenspieler, Schlagzeuger und Korrepetitor. Nach dieser Station als Musiker wechselte er vor das Orchester und war als Kapellmeister in Freiburg, Düsseldorf und Köln tätig. In Köln übernahm er 1962 interimistisch die Leitung der Oper als stellvertretender Generalmusikdirektor.

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