Der Neue Merker

TODESFÄLLE – STAND JÄNNER 2018

TODESFÄLLE – STAND JÄNNER 2018

Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

Frank CORSARO ist am 11.11.2017 in Suwanee (Georgia) verstorben

Frank Corsaro

 Geboren am 22. Dezember 1924 in New York; er besuchte 1945-48 die Yale School of Drama, studierte dann am City College of New York und am Actors Studio. In den 1950er Jahren leitete er am Broadway Aufführungen von Roald DahlsThe Honeys (mit Hume Cronyn und Jessica Tandy), Michel V. GazzosA Hatfulof Rain (mit Ben Gazarra, Anthony Franciosa und Shelley Winters) und Tennessee Williams‘Nightofthe Iguana (mit Bette Davis und James Farentino). Seit 1958 arbeitete Corsaro für die New York City Opera; an der Metropolitan Opera debütierte er 1984 mit Georg Freidrich Händels Rinaldo. Für die Fernsehreihe Bob Hope Presentsthe Chrysler Theatre produzierte er 1964 eine Kurzversion von William IngesOut on theOutskirtsof Town mit Anne Bancroft, Jack Warden, Fay Bainter und William Inge selbst. Daneben verfasste Corsaro mehrere Opernlibretti und das Theaterstück A Piece of Blue, das er mit Roland Winters, Nancy Marchand, Marian Seldes und Morgan Stern aufführte, sowie u. a. einen Roman und seine Memoiren. Als Schauspieler trat er in Paul NewmansRachel, Rachel neben Joanne Woodward auf. Corsaro starb im November 2017 im Alter von 92 Jahren.

 

Carol NEBLETT ist am 23.11.2017 in Los Angeles (CA) verstorben

Carol NEBLETT

 Geboren am 1. Februar 1946 in Modesto (California); Gesangstudium zunächst bei William Vermond, dann bei Lotte Lehmann und Pierre Bernac. Mit 19 Jahren wurde sie Solistin der Roger Wagner Chorale. Nachdem sie bei einer amerikanischen Wanderoper ihre ersten Erfolge gehabt hatte, wurde sie 1969 an die New York City Opera berufen (Antrittsrolle: Musetta in »La Bohème«). Hier hatte sie 1975 einen sensationellen Erfolg als Marietta in Korngolds »Die tote Stadt«, 1977 war sie dort in ähnlicher Weise als Minnie in Puccinis »La Fanciulla del West« erfolgreich. Sie sang hier auch die Poppea in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea« und die Doppelrolle Margherita/Elena in »Mefistofele« von Boito. 1973 gastierte sie an der Oper von New Orleans als Thais von Massenet. 1974 am TeatroRegio von Turin zu Gast. 1975 Gastspiel in Dallas als Antonia in »Hoffmanns Erzählungen«. An der Oper von Chicago hörte man sie seit 1975 als Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, als Elettra in »Idomeneo« von Mozart, als Donna Elvira im »Don Giovanni« und als Minnie. Sie sang auch als Gast an den Opernhäusern von Leningrad, Tiflis (Tblissi), Kiew, Belgrad, Zagreb und Lissabon. 1976 sang sie als erste Partie an der Wiener Staatsoper die Minnie, ihre große Glanzrolle. Hier sang sie bis 1978 in insgesamt 7 Vorstellungen außerdem noch die Senta in »Der fliegende Holländer«, die Chrysothemis und die Vitellia in »La clemenza di Tito« von Mozart. Die letztgenannte Partie übernahm sie 1976-77 und 1979 auch bei den Salzburger Festspielen. 1977 trat sie an der Oper von Seattle auf. An der Oper von San Francisco gastierte sie 1977 als Elettra in »Idomeneo« von Mozart, 1979 als Minnie, 1981 als Chimène in Massenets »Le Cid«,  1984 als Chrysothemis, 1985 als Amelia in Verdis »Unballo in maschera« und 1994 als Elena in »Mefistofele« von Boito. 1977 trat sie erstmals an derCovent Garden Oper London auf, 1978 am Opernhaus von Köln als Vitellia. 1979 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York als Senta. Sie sang an diesem Haus bis 1993 dann in insgesamt 84 Vorstellungen auch die Tosca, die Donna Elvira, die Musetta, die Amelia in Verdis »Unballo in maschera«, die Manon in »Manon Lescaut« von Puccini, die Alice Ford im »Falstaff« von Verdi und die Minnie. An der Oper von Pittsburgh gestaltete sie die Turandot von Puccini, in Baltimore die Traviata. Weitere Gastspiele in Sydney und Melbourne. 1985 sang sie beim Festival von Ravenna, 1987 am TeatroRegio Turin die Titelrolle in »Semirama« von O. Respighi, 1988 in Nizza die Minnie und beim Festival von Macerata die Aida. Beim Festival von Spoleto-Charleston gastierte sie 1989 als Alaide in »La Straniera« von Bellini. 1990 trat sie bei der Miami Opera als Norma auf, in Chicago als Aida, in San Diego als Mme. Lidoine in »Dialogues des Carmélites« von F. Poulenc. 1991 gastierte sie am Staatstheater Hannover wieder als Minnie, in Los Angeles als Didon in »Les Troyens« von Berlioz, beim MaggioMusicale von Florenz in »Cardillac« von Hindemith, 1992 in Miami als Isabella in »Cristoforo Colombo« von A. Franchetti. An der Costa Mesa Opera sang sie 1996 die Titelrolle in Blitzsteins »Regina«. Zu ihren Glanzpartien sind die Titelfigur in »Louise« von Charpentier und die Gräfin in »Figaros Hochzeit« zu zählen. Dazu hatte sie eine erfolgreiche Konzertkarriere, in der man sieebenfalls in einem weitreichenden Repertoire hörte.

Schallplatten: Vollständige Aufnahme von Korngolds »Die tote Stadt« auf RCA, auf DGG Titelrolle in Puccinis »La Fanciulla del West«, »La clemenza di Tito« (auch als Video) und Sopransolo in der 2, Sinfonie von G. Mahler, auf HMV Musetta in Puccinis »La Bohème«.

 

William BLANKENSHIP ist am 2.12.2017 in Wien verstorben

William Blankenship

 Geboren am 7. März 1928 in Gatesville (Texas); Studium an der University of Texas und an der North Texas State University, dann an der Juilliard Musikschule in New York. Auf Kosten der Mary Garden-Stiftung konnte er seine Ausbildung an der Musikakademie von Wien beenden. Bühnendebüt 1956 am Stadttheater von Klagenfurt, wo er bis 1957 blieb. Über das Staatstheater von Braunschweig (1957-60), das Stadttheater von Bern (1960-61) und das Nationaltheater von Mannheim (1961-64) kam er 1965 an die Bayerische Staatsoper in München und wurde schließlich 1967 als erster lyrischer Tenor an die Staatsoper von Wien verpflichtet (Debüt als Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla«). Er war Mitglied der Wiener Staatsoper bis 1975 und sang hier in insgesamt 203 Aufführungen so unterschiedliche Rollen wie den Don Ottavio im »Don Giovanni«,den Sänger im »Rosenkavalier«, den Tamino in der »Zauberflöte«,den Camille in »Dantons Tod« von G. von Einem, den Henry in »Die schweigsame Frau« von R. Strauss, den Hoffmann in »Hoffmanns Erzählungen«, den Maler in »Lulu« von A. Berg, den Belmonte in »Die Entführung aus dem Serail«, den Hans in Smetanas »Die verkaufte Braut«,den Narraboth in »Salome« von R. Strauss, den Froh im »Rheingold«, den Fenton im »Falstaff« von Verdi, den Alfredo in »La Traviata«, den Pylades in »Iphigenie auf Tauris« von Gluck,den Flamand in »Capriccio« von R. Strauss,den Engländer in »Angélique« von Ibert und die Titelrolle in »Der arme Matrose« von Milhaud,denDa-ud in »Die ägyptische Helena« von R. Strauss, den Leukippos in »Daphne« von R. Strauss, den Jaquino im »Fidelio« und den Cassio in Verdis »Otello«. 1979 trat er hier letztmalig als einer der brabantischen Edlen  im »Lohengrin« auf. Er trat in Wien auch oft an der Volksoper auf. Gastspiele und Konzerte führten den Künstler, den man auch als Oratorien- und Liedersänger schätzte, in die internationalen Musikzentren. Bei den Festspielen von Aix-en-Provence trat er 1967 als Belmonte und als Don Ottavio auf; 1964 zu Gast am Théâtre de la Monnaie Brüssel, auch an der Staatsoper von Stuttgart und am Staatstheater Hannover, an der Nationaloper Budapest (1967), am Opernhaus von Graz, am TeatroLiceu Barcelona (1964 als Ferrando in »Cosìfantutte«, 1965 als Nureddin im »Barbier von Bagdad« von P. Cornelius), an der Oper von Rio de Janeiro (1965 als Don Ottavio) und an der Oper von San Diego (1968 als Tamino). Aus seinem Repertoire für die Bühne sind noch der Rodolfo in »La Bohème«, derLenski im »Eugen Onegin«, der Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, der Ernesto im »Don Pasquale« und der Herzog im »Rigoletto«nachzutragen. 1961 wirkte er am Mannheimer Nationaltheater in der Uraufführung von P. Hindemiths »Das lange Weihnachtsmahl« mit. Seit 1968 Dozent am American Institute of Music in Graz. In den Jahren nach 1980 wurde er in den USA als Fernsehredakteur bekannt. 1999 übernahm er am Landestheater von Linz/Donau die stumme Rolle des Sir Edgar in »Der junge Lord« von H.W. Henze in einer Inszenierung seiner Tochter Beverly Blankenship (* 1952). Seine zweite Tochter Rebecca Blankenship (* 1954) kam als Opernsängerin zu einer internationalen Karriere.

Schallplatten: BASF (vollständige Oper »Penthesilea« von O. Schoeck), Amadeo.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://williamblankenship.com/

 

Claudine ARNAUD ist am 5.12.2017 in Brüssel verstorben

Claudine-Arnaud als Gilda
Als Gilda

 

 Geboren am 9. Januar 1940 in Brüssel; ihr eigentlicher Name war Claudine Verhelle; sie erhielt ihre Ausbildung bei Mina Bolotine in Brüssel und debütierte 1958 an der Königlichen Oper Antwerpen als Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, eine Partie, die einen Höhepunkt in ihrem Repertoire darstellte. Bereits 1959 wurde sie an das Théâtre de la Monnaie Brüssel engagiert, dessen Mitglied sie bis 1971 blieb, und an dem sie Rollen wie die Olympia und die Antonia in »Hoffmanns Erzählungen«, die Gilda im »Rigoletto«, die Sophie im »Rosenkavalier«, die Manon von Massenet, die Donna Anna im »Don Giovanni« und die Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« zum Vortrag brachte. Gastspiele führten sie an die weiteren belgischen Opernhäuser (Lüttich, Antwerpen, Gent), an das Théâtre des Champs-Élysées Paris (1963 als Olympia), an die Oper von Bordeaux, an das Theater von Bonn und zu den Festspielen von Glyndebourne, bei denen sie 1963-64 die Königin der Nacht sang. Als weitere Partien umfasste ihr Bühnenrepertoire die Euridice in Monteverdis »L‘Orfeo«, die Zerline im »Don Giovanni«, die Zdenka in »Arabella« von R. Strauss, die Stimme des Falken in dessen »Frau ohne Schatten«, die Lucia di Lammermoor, die Princesse in »Marouf« von H. Rabaud und die Titelpartie in Strawinskys »Le Rossignol«. Seit Mitte der siebziger Jahre trat sie hauptsächlich als Konzertsängerin in Erscheinung und wirkte zugleich als Pädagogin am Konservatorium von Mons.

In einer in Belgien veröffentlichten Privataufnahme der Oper »Les pêcheurs de perles« von Bizet singt sie die Leila mit Pierre Fleta als Partner.

 

Bruce RANKIN ist am 11.12.2017 in Düsseldorf verstorben

Bruce RANKIN

 Geboren 1952 (?) in London;er wuchs in Bournemouth in Südengland auf. Er sang bereits im Alter von 14 Jahren in einem Chor, der in Aufführungen von Gilbert & Sullivan-Operetten auftrat. Er studierte Französisch und war mehrere Jahre als Französisch-Lehrer tätig. Gleichzeitig ließ er in seiner Geburtsstadt London seine Stimme ausbilden und nahm Gesangsunterricht. Gelegentlich wurden ihm während seines Engagements als Chorsänger auch Solo-Partien, u.a. 1986 der Don Josè in Carmen, übertragen. Seine Karriere als Opernsänger begann dann als Mitglied verschiedener reisender Operngesellschaften in England. Er hatte Engagements bei der Island Opera (Herzog inRigoletto), beim Brighton Festival (1987, als Riccardo/Gustavo in Verdis Unballo in maschera), mehrfach bei der Pavillion Opera (Lenski in Eugen Onegin, Pinkerton in Madame Butterfly, 1988 als Nemorino in L’Elisird‘amore, Ernesto in Don Pasquale), bei der Hull University Opera (1989, als Enzo in La Gioconda) und bei der University College Opera (1991, als Gérald in Lakmé). Weitere Engagements hatte er an der Wales Opera (1992 als Pinkerton, 1993 als Alfredo in La Traviata). 1993 sang er bei der Opera Scotland den Pollione in Norma, 1996 bei der Opera Holland Park erneut den Riccardo/Gustavo.Mit Beginn der Spielzeit 1995/96 wurde er als festes Ensemblemitglied an das Theater Bremen engagiert. Dort sang er Partien des lyrischen Tenorfachs, nahm jedoch auch einige dramatischere Partien in sein Repertoire auf. Zu seinen Bühnenrollen während seines Bremer Engagements gehörten u.a. Enzo, Pinkerton, die Titelrolle in Werther, Turiddu in Cavalleriarusticana und Oberlin in der zeitgenössischen Kammeroper Jakob Lenz von Wolfgang Rihm. In Bremen blieb er fest bis zum Ende der Spielzeit 1997/98. Mit Beginn der Spielzeit 1998/99 war er festes Ensemblemitglied an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf-Duisburg, der er, fast 20 Jahre, bis zu seinem Tode angehörte. An beiden Häusern der Rheinoper trat er in den ersten Spielzeiten zunächst wieder in lyrisch-dramatischen Partien auf. Er sang Flamand (Capriccio), Arnalta(L’Incoronazione di Poppea), Edgardo (Lucia di Lammermoor), wieder Pinkerton, außerdem Tichon(Katja Kabanowa), Stewa (Jenufa, 1998), Walther von der Vogelweide (Tannhäuser), Froh (Das Rheingold, 1998), den Maler (Lulu, 2000), sowie die Titelrollen in Lucio Silla, Les Contes d‘Hoffmann und Werther.Später vollzog Rankin einen Fachwechsel und übernahm zahlreiche Buffo- und Charakterrollen. Er trat als Knusperhexe in Hänsel und Gretel, Don Basilio in Le nozze di Figaro, Nathanaël/Spalanzani in Les Contes d‘Hoffmann, Arturo in Lucia di Lammermoor (1999), Fürst Yamadori in Madame Butterfly, Scaramuccio in Ariadne auf Naxos, Valzacchi in Der Rosenkavalier, Kaiser Altoum in Turandot, Rev. Horace Adams in Peter Grimes und Red Whiskers in Billy Budd auf. In diesen Rollen zeigte Rankin „ein besonderes Talent für skurrile Figuren, denen er ein unverwechselbares Profil“ gab. Seine letzte Partie an der Deutschen Oper am Rhein war in der Spielzeit 2017/18 die tragikomische Rolle des alten Fürsten Basil Basilowitsch in der Operette Der Graf von Luxemburg unter der musikalischen Leitung von Lukas Beikircher; diese Rolle hatte er bereits bei der Neuinszenierung in der Spielzeit 2016/17 gespielt.

Rankin trat u.a. am Staatstheater Darmstadt (als Cavaradossi in Tosca), am Staatstheater Hannover (als Macduff in Macbeth), am Opernhaus Bonn (1998) und in der Hamburger Staatsoper (als Don José) auf. 2002 gastierte er am Theater Bremen als Don José und als Sergej in Lady Macbeth von Mzensk. 2015 und 2017 trat er als Gast am Grand Théâtre de Genève auf. Als Konzertsänger interpretierte er u.a. das Requiem von Andrew Lloyd Webber und sang im Messias von Händel, im Stabat Mater von Rossini und in der Messa di Gloria von Giacomo Puccini. Die Stimme von Bruce Rankin ist in einem Live-Mitschnitt der Oper Madame Butterfly (als Pinkerton) erhalten, die im Dezember 1997 im Theater Bremen aufgezeichnet und bei dem Klassik-Label Naxos veröffentlicht wurde.Rankin starb im Alter von 65 Jahren in Düsseldorf.

 

Marilyn TYLER ist am 20.12.2017 in New Mexico verstorben

Marilyn-Tyler

Geboren am 6. Dezember 1926; sie begann ihre Ausbildung bei Friedrich Schorr in New York und wurde dann Schülerin der berühmten KoloratriceTotidal Monte in Venedig. Zuerst war sie in ihrer amerikanischen Heimat als Operettensängerin tätig, nahm aber 1951 ein Engagement am Stadttheater von Bern (Schweiz) an, dem sie bis 1954 angehörte. 1954 sang sie als Gast am Stadttheater (Opernhaus) von Zürich die Fiordiligi in »Cosìfantutte«. 1954-55 Mitglied des Stadttheaters von Krefeld. 1955 kam sie nach Holland, wo sie ihren Wohnsitz nahm; im gleichen Jahr sang sie mit großem Erfolg an der Niederländischen Oper Amsterdam die Violetta in »La Traviata« als Antrittspartie. Seither trat sie an diesem Opernhaus wie auch beim alljährlichen Holland Festival als hervorragende Koloratrice, namentlich als Mozartsängerin, in Erscheinung. In der Saison 1956-57 kreierte sie für Holland die Titelpartie in C. Orffs »Die Kluge«, 1960 sang sie in Amsterdam in der Uraufführung der Oper »Martin Korda« von Henk Badings. In den Jahren 1956-58 war sie durch einen Gastspielvertrag dem Opernhaus von Köln verbunden. 1959 gastierte sie an der Oper von Rom als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, es schlossen sich Gastspiele in Italien, Deutschland, Nordamerika und in Israel an. 1961-64 wirkte sie an der Wiener Volksoper; 1966 nahm sie am Theater an der Wien an der Uraufführung der Oper »Die schwarze Spinne« von J.M. Hauer teil. Auch als Konzertsopranistin schätzte man sie. Später war sie als Pädagogin am Konservatorium von Maastricht tätig. Sie kehrte schließlich in ihre amerikanische Heimat zurück, wo sie pädagogisch tätig war; einer ihrer Schüler war der Tenor Kurt Streit.

Ihr brillant geführter Koloratursopran tritt uns auf Schallplatten der Marken MMS (vollständige Opern »Die Zauberflöte« und »Die Entführung aus dem Serail«). Westminster (»Serse« von Händel), Sastruphon (9. Sinfonie von Beethoven) und Decca (Grimgerde in der »Walküre«, »Pulcinella« von Strawinsky) entgegen.

 

Bette HANKIN ist am 25.12.2017 in Towson(Maryland) verstorben

Bette Hankin

 Geboren 1923 in Baltimore; Nachruf auf die amerikanische Mezzosopranistin auf Englisch: http://www.baltimoresun.com/news/obituaries/bs-md-ob-bette-hankin-20180102-story.html

 

Maurice PERESS ist am 31.12.2017 in Manhattan (New York City) verstorben

Maurice Peress

 Geboren am 18. März 1930 in Manhattan (New York City); er studierte das Dirigieren an der New York University. 1961 wurde er Assistent von Leonard Bernstein als Dirigent des New York Philharmonic Orchestra. In den folgenden zwanzig Jahren leitete er drei amerikanische Orchester: 1962-74 das Sinfonieorchester von Corpus Christi, daneben 1970-72 das Sinfonieorchester von Austin und 1974-80 das Kansas City Philharmonic Orchestra. Er arbeitete in dieser Zeit mit Musikern wie Yo-Yo-Ma und Itzhak Perlman, André Watts und Garrick Ohlsson, Alan Titus und Jessye Norman, dem Modern Jazz Quartet und Jon Faddis‘ Carnegie Hall Jazz Band.1971 dirigierte Peress die Uraufführung von Bernsteins Mass anlässlich der Eröffnung des John F. Kennedy Center forthePerforming Arts in Washington, 1981 auch die deutschsprachige Erstaufführung mit dem Orchester der Wiener Staatsoper. Seit 1984 rekonstruierte Peress mehrere historische Konzerte der amerikanischen Musikgeschichte: als erstes das Aeolian Hall Concert von 1924, bei dem Gershwin die Uraufführung seiner Rhapsody in Blue spielte. 1989 führte er in der Carnegie Hall drei historische Konzerte auf: das Clef Club Concert von 1912, das das erste nur von farbigen Musikern bestrittene Konzert in diesem Hause war, George Antheils BalletMécanique von 1927 und Duke EllingtonsBlack, Brown, and Beige Concert von 1943. 1996 wurde Peress Erster Gastdirigent des Rundfunksinfonieorchesters von Shanghai. 1997 führte er mit den Brünner Sinfonikern Bedrich Smetanas Mein Vaterland auf; 1999 nahm er mit dem Prager Rundfunkorchester die Musik zum Dokumentarfilm Dvorak in Amerika auf. Im gleichen Jahr gab er mit Jessye Norman und dem Barbican Center Orchestra in London ein Konzert mit Werken Ellingtons. 2000 leitete er für Rai Uno ein Galakonzert zu Ehren Gershwins. Daneben arbeitete Peress mit mehreren bedeutenden Orchestern des Fernen Ostens: er dirigierte das Philharmonieorchester von Hongkong (1980), das Chunjo Orchester und das Changjo Orchester in Südkorea (1996) und unternahm mehrere Konzerttourneen durch China (2003-05), bei denen er das Opernorchester von Shanghai, die Chinesische Nationalsinfonie und das Shenzhen Sinfonie Orchester dirigierte. Seit 1984 unterrichtete Peress Dirigieren an derAaron Copland School of Music. Sein autobiographisches Buch Dvorák to Duke Ellington A ConductorExploresAmerica’s Music andIts African American Roots erschien 2004 bei der Oxford University Press.

 

 

 

 

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