Der Neue Merker

Stephanie HOUTZEEL

Interview, 09/2011: Stephanie HOUTZEEL, Weniger ist mehr

 

Interview mit Stephanie Houtzeel: „Weniger ist mehr“

Das Gespräch mit Stephanie Houtzeel führte Kurt Vlach

Stephanie Houtzeel. Foto: Julia Wesely

Stephanie Houtzeel beendete ihr erstes Jahr mit einem großen persönlichen Erfolg in der Neuproduktion der Katja Kabanova. Im Merker-Interview spricht sie über die Schwierigkeiten, die im ersten Jahr in Wien auf sie zukamen und warum weniger manchmal mehr ist.

KV – Sie wurden in Kassel geboren. Ihre Mutter ist Deutsche, der Vater Niederländer. Allerdings sind Sie amerikanische Staatsbürgerin – das ist etwas verwirrend!

SH – Ja, so kann man das sagen! Ursprünglich hatte ich die niederländische Staatsbürgerschaft. Mein Vater ist Nuklearphysiker und erhielt das Angebot der amerikanischen Regierung an einem Projekt in Tennessee mitzuarbeiten. So zog die ganze Familie (ich habe noch einen jüngeren Bruder und eine Schwester) mit, die Green Card erhielten wir automatisch. Nach Beendigung dieser Tätigkeit arbeitete er für ein Entwicklungsinstitut der niederländischen Regierung, die an ihm herantrat. Er sollte in den Nähe von Boston Software-Programme vermarkten. So landeten wir dann in Boston. Nachdem ich also in den Vereinigten Staaten aufgewachsen bin, nahm ich die Staatsbürgerschaft an, musste aber leider die niederländische zurücklegen, was mir heute noch sehr leid tut.

KV – Deutsch ist also ihre Muttersprache?

SH – Ja, zu Hause sprachen wir Deutsch, auch mein Vater. Niederländisch kann ich nicht so gut. Dazu kam dann noch Englisch und Französisch. Mein Italienisch könnte besser sein, aber da arbeite ich dran.

KV – Sie sind ja musikalisch eine Spätberufene und haben vor dem Gesangsstudium noch Politwissenschaften und Französisch studiert, nebenbei bei Ihrem Vater gearbeitet.

SH – Ich ging in Vermont zur Schule, im Liberal Arts College (Middlebury College). Ursprünglich habe ich mit einer Diplomatenlaufbahn geliebäugelt, wollte auch einen MBA machen.

KV – Und nach dem Liberal Arts Studium reifte dann plötzlich der Entschluss, dass sie Gesang studieren wollen. Was sagten die Eltern dazu? Kommen Sie aus einem musikalischen Elternhaus?

SH – Meine Mutter hat auch Gesang studiert, mein Vater musste seinerzeit Klavier lernen. Zu Hause hörten wir täglich Klassikplatten und besonders zu Weihnachten ertönte Tag ein Tag aus „Jauchzet, frohlocket“. Unsere Nachbarn waren da schon gewohnt, dass aus unserer Tür das Weihnachtsoratorium von Bach zu hören war. Meine Geschwister wiederum sind an Musik nicht so interessiert. Allerdings war mein Urgroßvater der Intendant des Theaters in Kassel und mein Grossonkel Max Walter Sieg war Schauspieler in Hamburg und Wien und verheiratet mit Else Schurhoff, die sogar an der Wiener Staatsoper sang! Da mein Vater ein Unternehmer war, sah er das Gesangsstudium mehr als unternehmerisches Experiment an und konnte damit sehr gut leben. Ich begann also das Studium am New England Conservatory. Mein Lehrer zu dieser Zeit war Edward Zambara. Er wurde dann an die Juilliard School nach New York berufen und nahm seine besten Schüler mit. Natürlich musste ich dort auch eine Aufnahmsprüfung machen, das war aber kein Problem.

KV – Sie spezialisierten sich auf den Liedgesang und Oratoriengesang. Oper kam erst an dritter Stelle.

SH – Ja, ist das nicht ungewöhnlich? Ich liebe das Lied, weil man quasi alleine mit dem Pianisten ist und so viel mehr Intimität, Phrasierung und Nuancen rüberbringen kann. Ebenso ist da der Text unheimlich wichtig. Was das Oratorium betriff – ich habe mich in die Matthäus-Passion von Bach verliebt. Leider war meine Stimme früher zwischen Mezzo und Alt angesiedelt, heute bin ich ein echter Mezzo. Daher ist es mir heutzutage nicht mehr so gut möglich gewisse Alt-Arien von Bach zu singen, besonders wenn er mit Originalinstrumenten gespielt wird, da mir die Arien etwas zu tief liegen. Ich bin außerdem ein großer Fan von Kammermusik – das Zusammenspiel von der Stimme und den einzelnen Instrumenten ist faszinierend.

KV – Sie haben nach dem Studium einige Auszeichnungen erhalten.

SH – Ja, als ich 1996 die Juilliard School beendete erhielt ich den zum ersten Mal ausgeschriebenen und von Alice Tulley gestifteten „Vocal Arts Debut Award“ für Liedgesang, der auch helfen sollte, Engagements zu bekommen. Während des Studiums kam noch das Lotte Lehmann-Stipendium hinzu.

Eine ganz wichtige Erfahrung für mich war die Teilnahme an der „International Queen Elisabeth of Belgium Competition“. Man musste 30 Stücke vorbereiten – 12 Opernarien, 8 Oratorien-Arien und 10 Lieder. Bei diesem Wettbewerb wurde besonders auf die Vielseitigkeit Wert gelegt. Er dauerte vier Wochen lang, während der Zeit waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Gastfamilien untergebracht. Ich kann jedem Sänger nur raten, zumindest einmal an einem Wettbewerb teilzunehmen. Man erfährt dabei unheimlich viel über sich selbst, man merkt, aus welchem Holz man geschnitzt ist. Durch meinen Namen und meine Herkunft wurde ich besonders genau beobachtet. Die flämischen Zeitungen haben sehr positiv über mich geschrieben, die französischsprachigen wallonischen Blätter waren weniger enthusiastisch. Ich erreichte das Finale, war eine der „Laureaten“ und war darüber sehr glücklich.

KV – Seit Beginn Ihrer Laufbahn sind sie Österreich sehr verbunden.

SH – Ich wurde durch eine deutsche Agentur nach Linz vermittelt, bei der ich vorgesungen hatte. Das war 1996, nach meinem Abschluss bei der Juilliard School. Ich hatte zur gleichen Zeit ein Angebot von Juilliard, gemeinsam mit der Houston Opera eine große Produktion zu machen, doch ich entschied mich für das Festengagement in Linz, wo ich während der nächsten Jahre ein umfangreiches Repertoire erarbeiten konnte. Von Linz ging es dann gemeinsam mit Philippe Jordan nach Graz, wo ich unter anderem im Schauspielhaus zum ersten Mal den Komponisten gesungen habe. Dirigent war Philippe Jordan, der diese Produktion wirklich sehr kammermusikalisch aufführte. Eine Sichtweise, die meiner sehr entgegenkommt.

KV – Sie singen eigentlich alle großen Mozart-Rollen für Ihr Stimmfach, ebenso vieles von Händel und Strauss. Was fasziniert Sie so an diesen Komponisten?

SH – Bei Mozart und Händel wird die Stimme wie ein Instrument behandelt, die im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten erst zur vollen Entfaltung kommt. Ähnliches sehe ich auch bei Richard Strauss. Belcanto oder Rossini kommt meinem Geschmack da nicht so entgegen.

KV – War es für Sie eine große Umstellung als Sie erstmals an der Staatsoper Mozart gesungen haben?

SH – Ja, eine sehr große. Ich sehe mich da noch in der Entwicklung. Das wichtigste für mich war die Erkenntnis, dass ich auch in diesem Haus versuchen muss, mit meiner Stimme möglichst intim zu bleiben. Ich macht am Anfang den Fehler, zu sehr zu „powern“ – weniger ist manchmal mehr.

KV – Das Staatsopernorchester ist ein wenig höher gestimmt als andere. Ist das für einen Sänger gewöhnungsbedürftig?

SH – Damit hatte ich kein Problem, ich habe das nicht so gemerkt.

KV – Wenn man Ihre Biographie liest findet man auch Uraufführungen von Balduin Sulzer und Peter Androsch. Sie haben auch letztes Jahr die Kreusa gesungen. Wie ist ihr Verhältnis zur modernen Musik und wie verhält es sich mit dem Lernen von solchen Partien?

SH – Ich liebe gute, moderne Musik. Meiner Meinung nach ist „Medea“ ein Meisterwerk. Da findet sich das Zusammenspiel zwischen Stimme und Instrumenten wieder. Allerdings habe ich beim Erlernen der Rolle der Kreusa Blut und Wasser geschwitzt.

KV – Sie haben den Octavian in der Marelli-Inszenierung gegeben, letztes Jahr debütierten Sie in dieser Rolle in Wien. Was ist der Unterschied in der Vorgehensweise zwischen Marelli und Otto Schenk?

SH – Beide Regisseure arbeiten sehr akribisch und feilen sehr am Detail. Bei Otto Schenk habe ich auch gelernt, dass „weniger oft mehr“ ist. Den Gesten, die man auf der viel kleineren Probebühne erlernt, muss man dann auch auf der großen Bühne der Staatsoper vertrauen und nicht „überspielen“. Es war sehr aufwühlend, als ich Otto Schenk dabei zuhörte, wie er auswendig die Monologe der Marschallin sprach. Er brachte mich dabei zum Weinen, weil das so wahnsinnig intensiv und schön war.

KV – Sie sangen dann auch in Städten wie zum Beispiel in Tel Aviv und Paris.

SH – Ja, meine Gastengagements begannen schon, als ich noch in Graz fix engagiert war.

KV – Welche Komponisten bevorzugen Sie, wenn Sie Konzerte geben?

SH – Ich liebe besonders Händel, dann Konzertarien von Mozart, ebenso Schumann. Beim Liedgesang bevorzuge ich Hugo Wolf, Gustav Mahler und den frühen Arnold Schönberg. Im französischen Fach dann noch Claude Debussy und Maurice Ravel.

KV – Wie kam es zur CD-Aufnahme von Armide?

SH – Ryan Brown, der Dirigent, kannte mich von verschiedenen Barock Kammermusik und Konzert Auftritten her und so hat er mich eingeladen. Wir haben gemeinsam etliche Projekte verwirklicht.

KV – Wie kam es schlussendlich zum Engagement an der Staatsoper und wie lange läuft ihr aktueller Vertrag?

SH – Dieses Engagement folgte eigentlich auf Raten. Zum ersten Mal kam ich mit der Staatsoper in Kontakt, als Direktor Holender mich als Octavian in Graz gesehen hat. Er trat wie folgt an mich heran – „Warum kenne ich Sie noch nicht? Schicken Sie mir doch Ihr Repertoire und Ihre Kritiken – aber nur die schlechten!“. Ich hatte schon damals eine Möglichkeit an der Staatsoper zu singen, hatte aber leider andere Verpflichtungen.

Dann sang ich in Paris vor sieben Jahren Dominique Meyer vor und meine Stimme gefiel ihm sehr. Da ich aber hochschwanger war, war ich für Hosenrollen ziemlich unbrauchbar! 2009, bei der Wiederaufnahme des Rosenkavaliers in Graz, war Direktor Meyer im Publikum und ich wurde dann an die Staatsoper engagiert, mein aktueller Vertrag läuft bis Ende der Spielzeit 2012/13. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin in Wien bleiben kann, da sich meine Familie hier sehr wohl fühlt und mein Sohn hier zur Schule geht.

KV – Wie wurden Sie als „Neue“ von den Ensemblemitgliedern aufgenommen?

SH – Ich muss sagen, dass die Kolleginnen und Kollegen wunderbar sind, wir verstehen uns sehr gut. Jeder von uns hat so viel zu tun. In meiner ersten Spielzeit musste ich 22 Rollen vorbereiten, 11 davon habe ich gesungen, für den Rest war ich Cover. Aktuell sind wir um zwei Mezzos, sodass wir wirklich genug zu tun haben. Jeder von uns hat eine Riesenaufgabe, so dass wir gar nicht die Zeit für Zickereien haben!

KV – War das erste Jahr für Sie sehr schwierig? Hatten Wohnungssuche, die Einschulung ihres Sohnes Jacob Auswirkung auf die Fokussierung für den Beruf?

SH – Im letzten Jahr ist tatsächlich enorm viel auf mich zugekommen, das hatte ich vorher nicht so eingeschätzt. Wir haben unseren Sohn, der keine Deutschkenntnisse hatte, in eine öffentliche Schule gegeben, da er nicht im Elfenbeinturm einer internationalen Schule aufwachsen soll. Das war für ihn sehr schwer, allerdings ab Weihnachten wurde es besser und jetzt spricht er schon Deutsch mit Wiener Dialekt und bessert sogar mich schon aus. Ich glaube, dass er mein Lehrer für die Aussprache des „Mariandl“ werden wird! Ich finde es gar nicht so schlecht, dass ich neben dem Singen noch ein anderes Leben habe.

KV – Ist die Flöte Ihr Lieblingsinstrument?

SH (Lacht) – Da muss ich wohl „Ja“ dazu sagen, oder? Ich habe meinen Gatten, Charles William Brink, am New England Conservatory kennen gelernt, wo er Flöte studierte. Später konzentrierte er sich vor allem auf die Barockflöte und spielt jetzt viel barocke Kammermusik. Er hat auch das Ensemble „Grand Tour Orchestra“ gegründet und ist damit – zu meinem Leidwesen – sehr oft in Amerika auf Tournee. Wir hoffen, dass auch er in Wien ein Engagement bekommt. Wir lieben Wien und wollen eigentlich für immer hier bleiben. Ich finde es faszinierend, welchen Stellenwert die Musik hier hat.

KV – Die Kritiken für Ihre ersten Auftritte hier in Wien waren doch eher durchwachsen. Wie sehr haben Sie diese zur Kenntnis genommen und waren sie eine Belastung?

SH – Debütiert habe ich an der Staatsoper als 2.Dame. Schon bei meinen ersten Kostümproben für verschiedene Rollen sah ich in einem Kostüm Namen wie zum Beispiel „Agnes Baltsa“ reingestickt. Da wurde mir erst so richtig bewusst, dass man hier quasi auch gegen die „Gespenster der Vergangenheit“ ansingt. Das merkt man auch bei den Presse-Kritiken. In New York wird über die aktuelle Aufführung berichtet, in Wien vergleicht man oft aktuelle Künstler mit denen, die vor Jahrzehnten hier tätig waren. Besonders der „Octavian“ oder die „Dorabella“ sind Partien, die hier in Wien alle großen Stars gesungen haben – und das Publikum kennt sie alle. Und es vergleicht automatisch. Das ist manchmal schon eine große Belastung. Dazu kommt noch, dass man ja in eine laufende Produktion einsteigt und die Rollen nicht mit den Regisseuren erarbeiten kann. Besonders schwierig war für mich die Aufführungsserie der Ariadne rund um den Opernball. Durch die Aufbauarbeiten für diesen Ball stand auch die Probebühne nicht zur Verfügung. Da muss ich wieder den Personen im Haus danken, die ja die Umstände, unter denen die Serie aufgeführt wurde, kannten und somit für meine Leistung doch viel Verständnis hatten.

KV – Das Jahr endete aber doch sehr versöhnlich. Mit der „Varvara“ scheinen Sie in Wien endlich angekommen zu sein.

SH – Ich hätte mir niemals gedacht, dass man mit einer mittleren Rolle derartigen Erfolg haben kann. Da bin ich dem Publikum sehr dankbar dafür. Aber es war auch einfacher für mich, da diese Rolle einzig und allein mir gehörte – es waren da keine „Geister“ da. Die Zusammenarbeit war von Beginn an wunderbar, was man – so glaube ich – auch bei den Aufführungen sehen konnte. GMD Welser-Möst hat mit mir sehr viel gearbeitet, besonders daran, wie sehr ich meine Stimme zurücknehmen kann und man mich trotzdem im Haus gut versteht. Wieder das Motto „weniger ist mehr“. Diese Erfahrung hilft mir natürlich bei zukünftigen Rollen sehr!

KV – Was macht für Sie einen guten Regisseur aus?

SH – 1. Er muss das Libretto können, am besten auswendig. Wenn er die Originalsprache nicht beherrscht, dann zumindest die Übersetzung
2. Er muss die Musik im Ohr haben, man kann nicht gegen die Musik inszenieren.
3. „Weniger ist mehr“ – man sollte nicht zu viele Einfälle auf die Bühne gleichzeitig bringen. Bei modernen Regien soll man nur dann was neu machen, wenn das auch einen Grund hat.

KV – Was macht für Sie einen guten Dirigenten aus?

SH – Ein guter Dirigent sollte meiner Meinung nach eher kammermusikalisch agieren, die Farben der Instrumente und der Stimmen miteinander vereinen. Laut sein kann jeder.

KV – Was sind Ihre Pläne für die nächste Zukunft? Gibt es noch Traumrollen für Sie?

SH – Im Oktober singe ich an der Semperoper in Dresden die Ottavia in „L’Incoronatione di Poppea“, bevor ich im November unter Christian Thielemann in „Rheingold“ auftrete. Dann kommt wieder „Katja Kabanova“ dran und zusammen mit Zoryana Kushpler teile ich die Fledermaus Vorstellungen (Orlofsky). Dieses Jahr gibt es für mich keine Premiere, was mir aber nicht unrecht ist, da das letzte Jahr wie schon gesagt ziemlich hektisch war. In der nächsten Spielzeit werde ich die 2.Mahler unter Karel Mark Chichon singen.

Ich möchte gerne noch die Melisande singen, ebenso wieder den Sesto (für die Mai-Produktion bin ich als Cover vorgesehen), Händel Hosenrollen wie Ariodante und Ruggiero, die schöne Mezzo-Rollen von Berlioz (Marguérite, Didon, Béatrice), vielleicht die Donna Elvira und in fernerer Zukunft würde mich die Marschallin reizen.

KV – Kennen Sie den „Neuen Merker“?

SH – Oh ja. Die Redakteure haben immer schon schlecht über mich geschrieben, schon zu meiner Zeit in Graz! Dort musste ich einmal als Zerlina unter Philippe Jordan einspringen obwohl ich mit 1,80m nicht die ideale Besetzung für diese Rolle war! Nun, es folgte ein Totalverriss. Irgendwann beschließt man dann, Kritiken erst später zu lesen, weil man sich diese doch zu Herzen nimmt und das dann einen wirklich runterziehen kann. Allerdings waren die letzten Besprechungen dann für mich doch wieder sehr positiv und ich hoffe, dass dies in dieser Saison so weiter geht. Es gibt Kritiker des Merkers, vor denen sich die Sänger im Haus wirklich fürchten!

Allerdings merkt man das Wissen, das die Redakteure über viele, viele Jahre angesammelt haben. Sie haben auch alle wichtigen Sänger gehört. Und was wirklich schön ist, auch Repertoirevorstellungen werden besprochen.

KV – Zum Abschluss noch die 10 Fragen des Bernard Pivot –

1) Was ist Ihr Lieblingswort?
Riesendoppeldampfkamel (ein Familienspruch – und mir gefällt der Klang!)

2) Welches Wort mögen Sie am wenigsten?
Nein – oder noch besser „geht ned“

3) Was gibt Ihnen ein gutes Gefühl?
Idealismus

4) Was gibt Ihnen ein schlechtes Gefühl?
Trägheit

5) Welches Geräusch oder welchen Lärm mögen Sie?
Das Lachen meines Sohnes

6) Welches Geräusch oder welchen Lärm mögen Sie nicht?
Das ist ein knappes Rennen zwischen Autohupen und raunzenden Menschen

7) Was ist Ihr Lieblings-Schimpfwort?
Ich liebe sie alle!

8) Welchen Beruf außer Ihrem jetzigen hätten Sie sonst gerne ergriffen?
Präsidentin der Vereinigten Staaten

9) Welchen Beruf mögen Sie überhaupt nicht ausüben?
Opernsängerin 😉

10) Wenn der Himmel existieren sollte, was würden Sie gerne von Gott hören, wenn er Sie am Himmelstor empfängt?
Willkommen! Die Cocktail-Hour beginnt in 20 Minuten!

KV – Liebe Frau Houtzeel, vielen Dank für die Zeit, die Sie für dieses Gespräch erübrigt haben und viel Glück für die kommende Saison!

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