Der Neue Merker

REFLEXIONEN Die Wiener Staatsoper im Jänner 2014

Das monatliche Staatsopernmagazin als Service des MERKEROnline staatsoper

 

Die Wiener Staatsoper & Co.

MONATSRÜCKBLICK

Im Spiegel der Berichte im MERKEROnline

Jänner 2014

 

Zunächst aber: Es wird ernst 

Direktor Dominique Mayer sichert sich durch einen Griff zur Brieftasche ab

Direktor Dominique Meyer sichert sich durch einen Griff zur Brieftasche ab

Ab Mitte März wird wieder ein neuer Spielplan der Wiener Staatsoper zu erwarten sein, jener der kommenden Saison 2014-2015. Das Spannende an ihm werden nicht so sehr die neu ausgetüftelten Besetzungsvarianten für unsere teilweise arg in die Jahre gekommenen Inszenierungen sein, aber auch nicht die freudig erwarteten Überraschungen aus dem Bouquet der Neuinszenierungen oder den Ankäufen an Wanderregien. Vielmehr ist die Frage virulent: Lässt sich die sicherlich schon längst vorliegende Planung mit dem bisherigen Budget noch durchziehen oder gibt es einen Plan B, falls die geforderte Erhöhung der Subvention auf das aktuelle Niveau nicht erfolgt oder gar einen Plan C, falls es sogar zu Kürzungen kommt. Man wird an den geplanten Schließtagen erkennen, wie weit Direktor Dominique „mit den leeren Taschen“ Meyer bereits gelernter Österreicher geworden ist und Vorsorge für alle Notfälle getroffen hat, damit das Werkel nicht mit „100 kmh an die Wand knallt“ (Aussage Dominique Mayer). „Die Staatsoper ist arm“. Mit dieser völlig überraschenden Erkenntnis wartet der Direktor warnend vor einem drohenden Minus auch beim Koloraturentempel am Ring in einem KURIER-Interview vom 21.Februar auf.
Georg Springer, Chef der Bundestheaterholding, betont immer wieder, dass es kein Problem gäbe, wenn die Inflation abgegolten worden wäre. Aber: „Hätti-wari-wäre-wenn!“, sagt die neue Kultursprecherin der einen Regierungspartei, Maria Theresia Fekter. „Wenn der Herr Springer uns vier Prozent Wachstum beschert und die Steuern dementsprechend sprudeln, dann hätten auch die Bundestheater mehr Geld bekommen. Aber wenn wir eine schwächelnde Konjunktur haben, dann halte ich es nicht für gerechtfertigt, dass alle nach der Inflationsabgeltung schreien.“ Also ein klarer Kulturauftrag: Goschenhalten! Auch die Spitzengagen müssten hinterfragt werden, meint das Schotter-Reserl, „Wir können uns das Wünsch-dir-was nicht leisten“ Es fragt sich nur, welche Spitzengagen sie da meint, die sowieso gedeckelten einiger weniger Spitzensängerinnen und Sänger oder jene, die in den politisch besetzten Vorstands-und Managementetagen bezahlt werden. Aber Professor Karl Korinek bekennt sich, richtig stellend (nach unserer Polemik zu seinem Artikel über den Ensemblegedanken), ausdrücklich zur Einbeziehung der Spitzensänger und lobt ausdrücklich deren Bindungsreue an unsere Staatsoper in Vergangenheit und Gegenwart.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Wiens Operndirektor Dominique Meyer seinen Geschäftsführer Thomas Platzer erst dieser Tage in eher kleinem Rahmen als den “besten Geschäftsführer, dem ich bisher im Laufe meines Lebens begegnet bin”, bezeichnete. Es sieht so aus, als wären die Theaterleiter künftig auf die Gunst ihrer Säckelwarte angewiesen! So schreibt Anton Cupak in der Presseschau des MERKER-Online vom 21.2.2014.

 

 Die Neuinszenierung

 Rusalka  26.1.und 30.1.

Wien hat eine neue Rusalka: Krassimira Stoyanova

Wien hat eine neue Rusalka: Krassimira Stoyanova

„Dvoráks Rusalka wurde im Haus am Ring bisher recht stiefmütterlich behandelt. Die Uraufführung fand zwar schon 1901 in Prag statt, die Erstaufführung an der Wiener Staatsoper erfolgte erst 1987!

Valentina Nafornita, Günther Groissböck, Lena Berlkina und Ilseyar klasvrullova im Trockenen

Valentina Nafornita, Günther Groissböck, Lena Belkina und Ilseyar Klavrullova im Trockenen

„2012 trat Sven-Eric Bechtolf als Regisseur an, unterstützt von Rolf Glittenberg (Bühnenbild) und Marianne Glittenberg (Kostüme) – und da hatte Dvoráks glühwürmchendurcheilter Märchenwald natürlich keine Chance auf Bestand. In der neuen „Rusalka“ herrscht sibirische Kälte, es liegt Schnee, kahle Bäume ragen in den düsteren Bühnenhimmel, im Hintergrund stehen die nackten (Beton)wände eines großen, zumindest einstöckigen Hauses.“ Soweit Dominik Troger. Und weiter mit Renate Wagner: „Wiens neue Rusalka war Krassimira Stoyanova. Man hat viel Gutes und Schönes von ihr gehört (und manches nicht ganz so Überzeugendes), aber die Rusalka ist für ihre Stimme wie Persönlichkeit zumindest im gegenwärtigen Zeitpunkt die Rolle ihres Lebens. Was Dvorak da zwischen Lyrik und Dramatik verlangt, meistert sie mit links, herrliche Kantilenen, blühende Höhen (die wirklich nie in Schärfe ausarten), wunderbar verhaltene Pianophrasen, kurz, da stimmt alles. Und sie spielt das leider durchwegs gequälte Geschöpf ohne Übertreibung mit so viel Innigkeit und Überzeugungskraft, dass der Eindruck kaum perfekter sein könnte.“
Günther Groissböck sang einen feinfühligen Wassermann, weich timbriert und prächtig anzuhören“ schreibt Dominik Troger, „Angetan mit langem silbernen Nixenhaar und in eine schwarze „Kluft“ gekleidet wirkte er nicht unbedingt wie eine Märchenfigur, aber auch sein Stimme schöpfte nicht wie ein „echt“ slawischer Bass“ aus mythischen Tiefen.“
„Wenn Michael Schade sein Repertoire von Mozart und dem „vorsichtig“ angegangenen deutschen Fach (womit nicht sein Versuch mit Florestan gemeint ist) ausweiten will, ist er sicher bei den Slawen richtig. Seine Erscheinung – zu Beginn im Jägergewand mit Jägerhut, einem fülligen Ludwig II. gleichend – ist vielleicht nicht jene eines jungen Prinzen, aber stimmlich meistert er die Partie fraglos. Vielleicht nicht immer so strahlend, wie es möglich wäre, und am Ende mit seinem Abschied von der Welt mehr ersterbend als glanzvoll.“ Nicht fein aber treffend der Vergleich des Tenors mit dem „fülligen“ Bayernkönig von Renate Wagner.

Der Wassermann mit seinen Elfen

Der Wassermann mit seinen Elfen

„Nun spielen wir das Werk also wieder an der Staatsoper und man kann sagen, dass es zumindest musikalisch eine gelungene Produktion ist. Das liegt in erster Linie an den Wiener Philharmonikern unter der fachkundigen Leitung von Jiri Bélohlavek, einem seit Jahren international renommierten Dirigenten, der aber erst jetzt den Weg in das Haus am Ring gefunden hat. Unser Orchester zeigte sich von seiner besten Seite und setzt die Intentionen des Dirigenten wunderbar um. Die herrliche Musik Dvoraks strömte dahin und es war der Dirigent auch den Sängern ein guter Begleiter“ so Schramm-Schiessl.

Dazu noch einige Pressestimmen:

Ovationen für Krassimira Stoyanova: „Die Sopranistin bezauberte das Publikum mit Antonin Dvoraks Jugendstil-Belcantomelodien: Jede Phrase erfüllt, ausdrucksstark und von heute wohl konkurrenzloser Schönheit.“ (Die Presse)

„Es ist eine große Freude und nur verständlich, dass die Oper „Rusalka“ von Antonin Dvořák international gerade wieder jene Beachtung erfährt, die ihr zusteht.“ (Kurier)

„Es dürfte dem Tschechien-Faible von Musikdirektor Franz Welser-Möst zu verdanken sein, dass das Meisterwerk seit Sonntag wieder zu seinem Recht kommt. Und dass es ein Meisterwerk ist, lässt sich unter Dirigent Jiří Bělohlávek nicht bezweifeln.“ (Wiener Zeitung)

„Das Elegant-Ambivalente dieser Inszenierung: Bechtolf hat seine Familiengründung diskret mit optischen Mitteln betrieben, den Fabelwesen sonst aber ihre Distanz und Differenz zur Menschenwelt, in die es Wassernixe Rusalka zieht, erhalten.“  (Der Standard)

„Wien setzt auf Sven-Eric Bechtolf. Wieder einmal. Es ist bereits sein neunter Staatsopernstreich seit 2006. Er liefert diesmal zumindest solides Theater ab. Große Nachhaltigkeit atmet der Wurf dennoch keine. Bechtolf möchte weder tief in die traumdeuterische Freud-Kiste greifen noch anderweitig aktualisieren oder groß interpretieren. Kein Inzestfall Josef Fritzl wie bei Kusej in München, kein junges Nixlein im Puff wie damals in Salzburg. In heutigen Märchenbildern soll bei Bechtolf die Geschichte der sich nach unerfüllbarer sexueller Erfüllung sehnenden Nixe vor den Zuschauern vorüberziehen. Immerhin beweist Bechtolf seine Fähigkeit zu sehr solider Personenführung.“ (Tiroler Tageszeitung)

 

Das Opern-Repertoire der Wiener Staatsoper im Jänner

 

 Die Fledermaus   1.,3. und 5.Jänner

Für Karl Kraus war dieses Werk “des Übels Urquell” der Wiener Operette und meinte “die ernstgenommene Sinnlosigkeit auf der Bühne entspricht durchaus der Lebensauffassung einer Gesellschaft, die auf ihre alten Tage Vernunft bekommen hat und dadurch ihren Schwachsinn erst bloßstellte.” Und er spricht von den “Grässlichkeiten der Salonoperette”, vom Bündnis mit “dem Geist des Drahrertums”. Nun, so genau wollten wir es ja gar nicht wissen, mit einem gewissen Augenzwinkern nehmen wir heute Handlung und Text von “talentlosen Flickschneidern” zur Kenntnis, um den einzigen und wahren Grund des Besuches dieses Hauptwerkes der Goldenen Operettenära zu rechtfertigen: Die geniale Musik von Johann Strauß. Soweit mein Merker-Heftbeitrag vor einem Jahr und da hat sich nichts geändert.

Der sylvestrige Schenkelklopfer mit Adrian Eröd und dem neuen Eisenstein Herbert Lippert

Der  Schenkelklopfer zum Jahreswechsel mit Adrian Eröd und dem neuen Eisenstein von Herbert Lippert

„Völlig anders sieht das Kurt Vlach: „Und für den Wiener Opernfreund gibt es kaum etwas besseres, als das Neue Jahr mit den Klängen dieser Operette zu beginnen. Bertrand de Billy hat schon des öfteren dieses Werk im Haus dirigiert und kennt naturgemäß die Fähigkeit des Orchesters der Wiener Staatsoper. Die Besetzung war – im Gegensatz zu vergangenen Jahren – eine sehr österreichische, was der Aufführung sehr zu statten kam. Herbert Lippert mutierte vom verzweifelten Peter Grimes zum fidelen Gabriel Eisenstein.“

„Olga Bezsmertna war die Rosalinde, die ihr Rollendebüt feierte, praktisch akzentfrei spielte und sang. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis sie die Leichtigkeit, die diese Operette verlangt, erreicht.“ Soweit Kurt Vlach am Neujahrstag.

„Herbert Lippert ist als Eisenstein ein echter Gewinn,  Edith Haller war im ersten Akt eine gute Rosalinde – spielfreudig und gesanglich passend. Die „Klänge der Heimat“ im zweiten Akt wurden leider zum Gau: Tiefe Lage nicht vorhanden, Höhen  – wenn überhaupt gesungen – spitz und schrill, Mittellage ein Kampf mit fehlender Spitzzüngigkeit. Wenn der Csardas statt Lebenslust nur Mitleid auslöst, kann man die folgende Frage: „Bin ich eine Ungarin?“ nur mit „nein – es reicht höchstens bis Gramatneusiedl“ beantworten“ lästern spitzzüngig M.und J.Jahnas und „Adrian Eröd als Dr. Falke war wieder einmal dermännliche Höhepunkt des Abends.“

Daniela Falle"Komm mit mir ins Chambre separée". Aber das ist ein anderes Stück!

Daniela Fally : „Komm mit mir ins Chambre separée“. Aber das ist ein anderes Stück!

„Der zweite Debütant erbrachte sicherlich die beste Leistung des Abends. Clemens Unterreiner als Dr.Falke wusste das Publikum auf seine Seite zu bringen.“…“Zoryana Kushpler gestaltete den Prinzen Orlofsky bei weitem eindringlicher als bei ihrem Rollendebüt am Haus vor einigen Jahren. Sie hat in der Zwischenzeit viel Routine in dieser Rolle bekommen und kann sie nun auch mit ihrer individuellen Note versehen.“ urteilt Kurt Vlach, „Alfred Sramek ist als Gefängnisdirektor Frank aus dieser Produktion kaum mehr wegzudenken. Jeder Gag sitzt und man wird nicht müde, sich an den Pointen, die man ja schon seit Jahren kennt, zu delektieren.“

Peter Simonischek als Frosch brachte kaum neue Gags, urteilten mehrere. Nun, Merker-Online-Chefredakteur Anton Cupak bekam einen besonderen „Gag“ zu spüren, eine geschmalzene Zahlungsaufforderung für die Verwendung eines Bildes ohne Namensnennung des Fotografen! (Der Mime war auf der Werbeseite eines Linzer Veranstalters zu sehen, der Online-Merker warb wie immer kostenlos) Allein auf die Höhe der Summe angesprochen, verwies der findige Anwalt auf die „Tatsache“, dass „das Lichtbild von Peter Simonischek eine Schöpfungshöhe aufweist, die über herkömmliche Porträts weit hinausreicht!“ Ja wo kömmt denn sein erhabenes Portrait her, dass es so weit über jedermann hinausreicht? Es wundert einen, dass er sich da überhaupt mit der Rolle eines ständig Besoffenen abgibt! Pecunia non olet!

 

 Da Ponte komprimiert

 Le Nozze di Figaro   9.,12. und 15.Jänner

Simon Keenlyside hat als Graf das Nachsehen

Simon Keenlyside hat als Graf das Nachsehen

„Die Staatsoper wird – „Figaro“ war der Beginn – im Jänner alle drei Mozart-Da Ponte-Opern nebeneinander im Spielplan haben und damit in direkte Konkurrenz zum Theater an der Wien treten, das im März ebenfalls alle drei Werke zeigt, halbszenisch, wie man hört. Bei diesem Wettstreit hat der Zufall Regie geführt, denn das Theater an der Wien wollte ja nur eine „Cosi“-Premiere herausbringen und hat erst nach deren Platzen den Sensations-Coup geboren. Opernfreunde, zu deren legitimem Vergnügen das Vergleichen zählt, bekommen also reiches Material.“ Ja, das Vergnügen des wahren Opernfreundes liegt im Vergleichen sagt richtig Renate Wagner. Weiter: „Wie die Staatsoper beim Contest letzten Endes aussteigen wird, muss sich zeigen, aber eines ist sicher: Mit Simon Keenlyside hat man einen der interessantesten Interpreten des Almaviva, den  man sich denken kann. Endlich wieder Mozart für ihn – jener Komponist, bei dem er mit seiner Stimme (die umso schöner ist, je weniger er sie forciert) ebenso wie mit seiner bemerkenswerten Technik aus dem Vollen schöpfen kann, ohne sich weiter anzustrengen, und Gesang und Darstellung zu einer vollendeten Studie zusammenfügt“
Anita Hartig, die als Susanna dem Grafen heftig zusetzte hatte in ihrer Beziehung mit Figaro eindeutig die Hosen an. Stimmlich dauerte es zwar eine Weile, bis Hartigs Sopran in der unverwechselbaren Silberschattierung fließen konnte, aber bei „Deh vieni, non tardar“ überzeugte das Wiener Ensemblemitglied, besonders mit hauchzartem piano!“ Und Ernst Kopica weiter: „Bei Luca Pisaroni schwankte ich zwischen himmelhoch jauchzend (bei den wirklich differenziert gestalteten Rezitative. Nur ansatzweise gelang ein solcher adäquater Mozartgesang der Contessa Olga Bezsmertna. In der großen Arie „Dove sono“ schien sie eher in dramatischen Verdi-Gefilden zu landen. 
“Wieder einmal bewies Jéremie Rohrer, dass Arbeiten bei renommierten Festivals und Preise noch lange nicht beweisen, dass man an der Staatsoper auch Mozart-Opern leiten kann. Die Overtüre klang seltsam gehetzt, später zog sich die Aufführung wie der sprichwörtliche Strudelteig, es klang ein wenig uninspiriert“ rechnet Kurt Vlach mit dem Dirigenten ab.

 

Don Giovanni   11.,14.,18.und 21.Jänner

„Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper – und erneut der Beweis, dass dieses Haus mit Mozart derzeit wenig anzufangen weiß: eine bunt zusammen gewürfelte Besetzung, ein vor sich hin „romantisierendes“ Orchester und pflichtbewusst abgespulte Rezitative ließen wenig Freude aufkommen.“ Findet Dominig Troger, während Renate Wagner sich exakter mit dem Sänger des Don Ottavio auseinander setzt:

Rolando Villazon ein spielfreudiger Don Ottavio im neuen Fach

Rolando Villazon ein spielfreudiger Don Ottavio im neuen Fach

Denn nur Rolando Villazón strahlte in der Besetzung jenen Glanz aus, dass er als Person zum Motiv wird, einen Opernabend zu besuchen. Und das, obwohl er nun schon jahrelang „der Fall Villazon“ ist – und seltsamerweise als dieser offenbar noch genau so faszinierend wie einst, als „Rolando und Anna“ das waren, was die Oper genau so braucht wie das Kino (oder das Eislaufen) – ein „Traumpaar“.
Villazón, der sich von Krankheit und Stimmkrise nicht kleinkriegen ließ, der einfach nicht bereit ist, das Handtuch zu werfen, hat sich nun Mozart zugewandt. Nicht, weil dieser leichter wäre als sein früheres Repertoire, sondern weil man bei ihm auch mit weniger Stimmkraft zu guten Ergebnissen kommen kann. Einen so lebhaften, von Anfang an so engagierten, mitspielenden Don Ottavio hat man tatsächlich nie gesehen. Der musikalische Teil kam ihm nicht gänzlich locker aus der Kehle, er sang Mozart auch in jenem Italianità-Stil seines früheren Repertoires, aber er kam durch die Arien (er hat das Mozart-Singen samt den Verzierungen ja schon bei „Lucio Silla“ stark geprobt) und das Publikum klatschte glücklich, weil jeder ihm das Beste wünscht. Die hohe Schule des Mozart-Gesangs war es nicht, darauf ließ Villazón sich gar nicht erst ein, aber wieder eine tapfere Schlacht, die er erfolgreich geschlagen hat. Nicht zuletzt deshalb, weil er über – laut Goethe – das höchste Glück der Erdenkinder verfügt, nämlich die Persönlichkeit“

Plachettkas Giovanni: ein Glanzstück aus dem Hausesemble

Plachetkas Giovanni: ein Glanzstück aus dem Hausensemble

“So stand beispielsweise mit David Bizic ein Hausdebütant als Leporello auf der Bühne, der sich vor dem Wiener Publikum erst einmal „adaptieren“ musste. Bizic blieb den ganzen Abend über zu blass. Immerhin, als er bei der Aufzählung von Don Giovannis Eroberungen das „mille e tre“ markant herausstrich, lachte das Publikum“ hörbar für Dominik Troger, und schreibt noch:
Adam Plachetka hat 2011 als erfolgreicher Einspringer seinen ersten Staatsopern-Don Giovanni gesungen. Der positive Eindruck von damals hat sich bei mir an diesem Abend nur phasenweise bestätigt. Dank seiner groß gewachsenen Statur und seines gut bemuskelten Oberkörpers (den er auch zeigt) hält dieser Don Giovanni einiges an Sexappeal bereit, aber viel Champagner prickelnde Erotik wollte sich trotzdem nicht einstellen. Plachetkas Don Giovanni hat ein bisschen etwas von einem „Emporkömmling“ an sich wie ein zu sehr viel Geld gekommener Masetto“.  Hibla Gerzmava (Rollendebüt am Haus) „schielte“ mit ihrer Donna Anna schon zur Lady Macbeth, Malin Hartelius hatte die Donna Elvira prinzipiell gut im Griff, etwas resch und etwas liebesbedürftig, bei vorhandener Bühnenpräsenz.
Das Orchester unter Alain Altinoglou hinterließ bei mir einen etwas schwerfälligen Eindruck, bei leicht dunklem, durchaus ansprechendem Klangbild, und der Bemühung um Differenzierung. Aber Mozarts Esprit wirkte auf mich insgesamt wie „gedeckelt“

 

 

Così fan tutte   13.,16. und 20.Jänner

Alessio Arduini und Margarita Gritskova

Alessio Arduini, Guglielmo und Margarita Gritskova, Dorabella

Fiordiligi also: Zuerst Barbara Frittoli, die in dieser de Simone-Inszenierung seit der Premiere 1994 im Theater an der Wien (auch schon 20 Jahre her…) zuhause ist und gewissermaßen das letzte Relikt von Riccardo Mutis sorglicher Mozart-Pflege darstellt, trat indisponiert an und gab nach dem ersten Akt die Rolle ab.

Pietro Spagnoli mit Sylvia Schwartz als Lachwurzen

Pietro Spagnoli mit Sylvia Schwartz als Lachwurzen

„Caroline Wenborne sang (die Rolle weiter und auch in den späteren Vorstellungen) mit ihrem hellen, leichten Sopran und mit stupender Technik so souverän, zumal völlig in die Aufführung mit ihren darstellerischen Details eingefügt, dass man es nicht glauben würde – schließlich liegt ihr letztes Auftreten als Fiordiligi exakt drei Jahre zurück. Eine solche Leistung schüttelt man nicht auf Anhieb aus dem Ärmel, sie muss als Cover vorbereitet gewesen sein. Und selbst dann war es wirklich ein Meisterstück, was dieses von der Direktion nicht eben überbeschäftigte (und in dieser Spielzeit gar nicht vorgesehene) brave Ensemblemitglied da leistete“ lobt Renate Wagner auch gleich „Pietro Spagnoli, seltener Gast an der Staatsoper, überzeugte als Don Alfonso noch mehr als vor zwei Jahren als “Figaro”-Graf: Das war einmal kein intriganter komischer Alter, sondern ein Gran’ Signore“
Ihre Schwester war mit jungen Russin Margerita Gritskova besetzt und diese nützte ihre Chance, sich (nach der Rosina) wieder in einer großen Rolle präsentieren zu können. Benjamin Bruns hat sich mittlerweile zu einem veritablen Mozarttenor entwickelt und überzeugt mit schöner Phrasierung und gefälligem Timbre. Auch sein Kollege Alessio Arduini als Guglielmo hat die Chance, sich in einer Hauptrolle zu beweisen und lässt einen beweglichen, schönen Bariton hören“
“Die Despina von Sylvia Schwartz ist zwar in den Szenen als Arzt und Notar mit fistelnder Stimme sehr komisch, bei der Arie würde ich mir aber doch eine Stimme wünschen, die mehr Kern hat. Der „alte Philosoph“ war mit Pietro Spagnoli in der Tat auch der Älteste des Ensembles und führte gekonnt und verschmitzt die Regie bei dieser so zynischen Verwechslungskomödie“ steht bei Wolfgang Habermann, und meint:
Patrick Lange am Pult setzt zwar keine Glanzpunkte, hat den Abend aber gut im Griff. Interessant ist, dass von den Inszenierungen der drei Opern die immerhin bereits zwanzig Jahre alte Cosi am frischesten wirkt und erfreulich ist, dass sich an allen Abenden die jungen Ensemblemitglieder durchaus erfreulich präsentieren.“

 

 L`elisier d`amore   10.und 24.Jänner

Die reiche Pächterin gießt höchstpersönlich: Chen Reiss als aparte Adina

Die reiche Pächterin gießt höchstpersönlich: Chen Reiss als aparte Adina

Ein Rollen – und zwei Hausdebüts gab es an diesen Abend. Eines ist sehr gelungen, und zwar das von Mario Cassi, der sich uns erstmals in der Rolle des Belcore präsentierte.

Lawrence Brownlee der Farmerboy Nemo

Lawrence Brownlee

Lawrence Brownlee ist der Nemorino dieser Serie und wurde von uns – nach dem wunderbaren Elvino vor zwei Jahren – mit Vorfreude erwartet. Leider wurden wir etwas enttäuscht – das „Quanto è bella, quanto è cara“ klang gar nicht schön und wurde von einem starken Vibrato gestört.
Alfred Sramek als Dulcamara war wieder die Schlitzohrigkeit in Person und hatte alle Lacher und Sympathie auf seiner Seite. (Elena Habermann)
Mario Cassi ist ein gut aussehender Belcore mit kräftigem, doch in der Höhe und beim Forcieren etwas rauem Bariton, überzeugt aber mit einer guten schauspielerischen Leistung. Chen Reiss hat die Adina in dieser Inszenierung schon öfter gesungen (seit 2012) und ist eine elegante Pächterin mit heller, klarer Stimmfärbung und verlässlichen Höhen.
Guillermo Garcia Calvo und das Staatsoperorchester sprühten zwar nicht vor Temperament, boten aber eine ansprechende, rücksichtsvolle Sängerbegleitung. (M&J Jahnas)

 

 Tosca   17.,19.und 22.Jänner

Martina Serafin als Tosca, hinter ihr lauert das Verhängnis Scarpia

Martina Serafin als Tosca, hinter ihr lauert das Verhängnis Scarpia

„Nein, diese Inszenierung sollte kein Thema mehr sein, entspricht sie doch dem gerade bei uns gepflegten Beharrens auf  sogenanntem “Alten und Guten”, widerspricht des seit Jahrzehnten in Mode gekommenen Auslotens der Inhalte und läßt die Darstellung von Deutungen und Auslegungen oder die Selbstdarstellungen eigenverliebter Regisseure erst gar nicht zu. Und so kommt es zu der mittlerweile 569ten Aufführung einer schon sattsam bekannten Inszene, über deren Erneuerung sich mit Sicherheit kein Direktor auch in den nächsten fünfzig Jahren trauen wird, dem auf Musealem beharrenden Besucher ebenso zur Freude, wie den Buchhaltern der Staatsoper, weil diese so günstige Abschreibungsmöglichkeiten an Bühnenillusion vorfinden.“  Schrieb ich diesmal im Heft.
„Bedenkt man, welchen Rang der Waliser Bryn Terfel unter den Baritonen unserer Zeit einnimmt, nämlich einen in der allerersten Reihe, dann hätte man erwarten können, dass das Stehplatzpublikum das Haus stürmt (auf den Sitzplätzen ist eine „Tosca“ ja wohl so automatisch ausverkauft wie eine „Aida“ oder eine „Zauberflöte“ oder eine „Boheme“). Nichts davon, die meisten blieben weg. Nun, man kann ihnen nur ins Stammbuch schreiben: Sie haben etwas versäumt. Das ist einer dieser bösen Sadisten, denen jeder schon einmal im Leben begegnet ist, die ihre Macht mit bösem Genuss ausspielen, die wirklich gefährlich sind – man traut ihm den kalt-lüsternen, brutalen Vergewaltiger jede Minute zu – und die immer noch eine Gemeinheit hier und dort in petto haben. Ausgefeilt bis ins Detail, eine großartige Leistung, im goldenen Buch der Scarpias steht er hoch oben.“ Lobend Renate Wagner.

Ein Dämon vom Scheitel abwärts, Bryn Terfel nach langer Abwesenheit wieder in Wien

Ein Dämon vom Scheitel abwärts, Bryn Terfel nach langer Abwesenheit wieder in Wien

„Eine aparte, schöne Tosca, selbstbewußt aber im Zusammenbruch mitleiderregend mit einer bemerkenswerten Art den Polizeischef zu töten: Martina Serafin stach wuchtig zu, hielt den Körper ihres Gegners noch eine Weile aufrecht zurück und zog den Dolch erst mit dem folgenden Orchestertutti aus der Wunde. Das hatte Wirkung. Sie bot eine achtbare gesangliche Leistung und wenn sie die Gestaltung ihrer großen Arie zu einer mitreißenden musikalischen Steigerung hätte nutzen können oder das gefürchtete Messer-C im 3. Akt besser in die Gesangslinie hätte einbinden können – vom unschönen Anschleifen in die richtige Tonhöhe ganz abgesehen – könnte sie zu den Großen der Rolleninterpretinnen zählen.
Zu den großen Cavaradossis wiederum wird Massimo Giordano mit dem gezeigten hölzernen Auftreten und schon gar nicht mit seiner gesanglichen Gestaltung zählen können. Mit wenig interessantem Timbre und technisch mangelhaft geführtem Tenor, der nur unter entsprechendem Druck und daher nur mit wenig differenzierter Lautstärke und daher mit wenig Stimmglanz funktioniert, ist er weit entfernt von einem schmachtenden Puccinisänger“ So sah ich die beiden Sänger.
… und komm bitte gar nicht mehr zurück!!! Das hätte man am liebsten nach dem 1.Akt laut gerufen, da die Leistung des von verschiedensten Medien hoch gepushten Massimo Giordano – sagen wir es nett – nicht ganz dem Niveau eines ersten Hauses entsprochen hat. Neben einer recht schlanken, großgewachsenen Figur brachte er außer einem leicht baritonal gefärbten Timbres wenig mit, das den Besucher erfreuen konnte. Hörbare Brüche zwischen Brust- und Kopfstimme, ein sehr störendes Vibrato, Stemmen der Töne beim Versuch, seine recht kleine Stimme dem Haus anzupassen – das alles war wirklich sehr enttäuschend.“ Urteilte Kurt Vlach.
Paolo Carignani sorgte für ein markantes Dirigat, für die großen dramatischen Steigerungen und für ein schönes Vorspiel zum 3.Akt. Zumindest war für ein gelungenes musikalisches Niveau einer Repertoirevorstellung genüge getan.“

 

 Boris Godunow   23.,28.und 31.Jänner

Ein Italiener, für den die russische Sprache die sangbarste ist: Feruccio Furlanetto

Ein Italiener, für den die russische Sprache die sangbarste ist: Feruccio Furlanetto

Ob ich da richtig liege wenn ich sage, dass im Sinne eines künstlerischen Schaffensprozesses logischerweise einer Erst- oder Urfassung der Vorrang zu geben ist gegenüber geänderter, gekürzter oder erweiterter Fassungen? Letzlich haben Einflüsterungen (bei Bruckner), Misserfolge oder erzwungene Anpassungen an die jeweilige Aufführungspraxis (öfter bei Verdi) zu geänderten Fassungen geführt, die der spontanen Erstschöpfung qualitativ wesentlich nachstanden. So wie ich persönlich etwa die Langfassung des Verdischen Don Carlos gegenüber der amputierten als in jeder Hinsicht, sowohl in musikalischer wie auch dramaturgischer Logik entsprechend den Vorzug zuspreche, bietet mir die derzeit gezeigte Urfassung des Boris in seiner musikalischen Originalform und ohne die eingefügten Teile des Polenaktes und des Kromy-Bildes, ein wesentlich kompakteres Stück. Nun scheiden sich die Geister an den Geschmäckern, die einen, die sich eher für das opernhaft Pompöse der Rimsky-Fassung oder die anderen, die sich für das eher düstere, novellenartige der Urfassung begeistern. Leider können wir nicht beide Fassungen spielen.“ Das schrieb ich im Heft-Merker.
„Dass in der düsteren Bilderfolge, wie Yannis Kokkos als Regisseur und Ausstatter sie recht unspektakulär aneinander gereiht hat, eine optische Ermüdung der Zuschauer eintritt, ist bedauerlich. Es gibt in dieser Produktion fast nie Applaus, wenn wieder einmal der Zwischenvorhang fällt, und in den Umbaupausen ist es mucksmäuschenstill im Haus – offenbar eine Erwartungshaltung, die dann optisch nicht befriedigt wird.“ Sieglinde Pfabigan sieht das gegenteilig, aber:

Agiert mit ganzer Seele als russischer Mönch: Kurt Rydl

Agiert mit ganzer Seele als russischer Mönch: Kurt Rydl

„Musikalisch allerdings wurde bestes Ensembletheater geboten, ohne jede Schwachstelle beim Sängeraufgebot. Aus der Premierenbesetzung  erhalten geblieben ist der „Star“ des Abends, Ferruccio Furlanetto, der als Wiener Kammersänger aber auch schon fast als Ensemblemitglied zu betrachten ist. Sein Zar Boris erweckt nie den Eindruck, dass er jemals wirklich zu einem Kindesmord fähig gewesen sein könnte. Dazu fehlt ihm die Härte in Stimme und Auftreten. Er kämpft nicht um die Macht – sie wird ihm angeboten und er macht das Beste daraus, nämlich, er hört nie auf, Mensch zu sein. Ein Herrscher, wie ihn sich ein Land nur wünschen kann.“  Merks Putin! Und:

„Als Pimen steht ihm ein zweiter „großer Alter“ gegenüber: Kurt Rydl. Er kann nicht mehr mit solch stimmlichem Ebenmaß aufwarten, entfaltet vor allem in der Schlussszene aber doch einmal mehr beachtliche finstere, eindringliche Basseskraft.“ 

„Michael Güttler brauchte etwas Anlaufzeit, um das Staatsopernorchester zu animieren. Auf jeden Fall kann man diesem Klangkörper und dem Dirigenten keine außergewöhnliche, aber eine doch solide Leistung attestieren.“ (Kurt Vlach)
Was sich leider nicht von selber ergab: IN MEMORIAM CLAUDIO ABBADO  stand auf dem Programmzettel und Abendplakat. Weder gab es eine verbale Botschaft zum Ableben des ehemaligen Musikdirektors der Wiener Staatsoper noch ist der „Boris“ besonders repräsentativ für den Dirigenten. Der hiesigen Billig-Variante, schnell mal irgendeinen Repertoire-Abend dem betreffenden Künstler zu widmen, sollte möglichst bald eine gewichtigere entgegengesetzt werden.“ Ein Wunsch von Sieglinde Pfabigan, dem man sich gerne anschließt. 

 

 Cavalleria rusticana / Pagliacci   25.und 29.Jänner

 

Michaela Schuster als Santuzza mit Aura Twarowska aös Mama Lucia

Michaela Schuster als Santuzza mit Aura Twarowska als Mama Lucia

 

Spätes Debut in einer Altersrolle: Neil Shikoff als Bajazzo

Spätes Debut in einer Altersrolle: Neil Shikoff als Bajazzo

„Die sizilianische Bauernehre stand in der Staatsoper auf dem Prüfstand – und Neil Shicoff „prüfte“ sich in der Rolle des Canio. So oder so war diese „Cavalleria rusticana“ nicht dazu angetan, einen großen Eindruck zu hinterlassen. Fabio Armiliato rettete sich als Turiddu über die Runden: wie ein Boxer, der sich nach einem Wirkungstreffer standhaft aufrecht hält und über die Distanz quält. Das klang phasenweise nach Schwerarbeit und beinahe hätte es im Finale dann doch nicht gereicht. Michaela Schuster bot eine stimmlich unausgewogen klingende Santuzza, mit starkem Vibrato, aber guter Bühnenpräsenz. Georg Gagnidze lieh dem Alfio einen eindimensional klingenden, nüchtern timbrierten Bariton.“ (Dominik Troger)

„Die “Pagliacci” begannen dann viel versprechend, als Ambrogio Maestri (eben erst der so viel gelobte Falstaff der Met) seinen Prolog mit einem so gewaltigen Spitzenton krönte, dass der Beifallssturm nur so losbrauste (und er sich gleich seinen Solovorhang holte). Er singt den Tonio mit voll strömender Stimme und versucht auch, die Rolle unsympathisch zu gestalten, aber es schimmert halt immer der nette Kerl durch… Inva Mula hat mit der Nedda eine sehr gute Rolle gefunden. Und nun, mit 65, sang Neil Shicoff an der Wiener Staatsoper erstmals den Canio (möglicherweise überhaupt zum ersten Mal?). Es war hörbar ein Gewaltakt, aber es war auch ein Kraftakt, der belohnt wurde. Ohne viel “Stimme”, aber mit Technik, mit Anstrengung und eiserner Entschlossenheit “sang” er die Rolle, stemmte die Höhen, erzeugte Leidenschaft. Der durchaus ältere Herr mit den grauen Locken tobte sich Verzweiflung von der Seele.  (Renate Wagner)
Prinzipiell liegt im Repertoire die „nachverdische“ italienische Oper bei Paolo Carignani in guten Händen, wenn es auch oft etwas „plakativ“ und laut zugeht. Der raffinierten Instrumentierung Leoncavallos wurde aber zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, und der „duftige Klassizismus“ der Commedia del arte-Szene blieb unterentwickelt.  (Dominik Troger)

Inva Mula als Nedda mit Ambrogio Maestri als Tonio

Inva Mula als Nedda mit Ambrogio Maestri als Tonio

 

Peter SKOREPA
MERKEROnline
Alle Bühnenfotos der Wiener Staatsoper: Michael Pöhn
Das Titelbild „WIENER STAATSOPER“ mit freundlicher
Genehmigung des Künstlers Karl Goldammer
Foto Dominique Mayer: Peter Skorepa
Anregungen an skorepa@hotmail.de
Wien, 17.Februar 2014

 

Diese Seite drucken