Der Neue Merker

MÜNCHEN / LUCIA LACARRA und MARLON DINO zum Abschied – EINE FRAGE DES WIE!

LUCIA LACARRA und MARLON DINO zum Abschied

„Und in dem WIE, da liegt der ganze Unterschied“ – 

Im Dezember 2015 hatten wir, entgegen einer damals falschen Pressebehauptung, stolz verkünden können LUCIA LACARRA bleibt München treu! – Info 11.12.15 — Zum schmerzlichen Abschied musste es dennoch jetzt kommen. Warum, das erläuterten die beiden  Spitzensolisten des Bayerischen Staatsballetts in einem Pressegespräch, zu dem sie am 1. Juni luden. >

lac-di-st.pet. kl. st.pet.-Thais kl. (privat und in Thais) 
Das Bayerische Staatsballett war für uns in den letzten 14 Jahren nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern unsere Heimat! Unsere Verbundenheit war so
groß, dass es keine Rolle spielte, auf welche noch so außergewöhnliche Bühne dieser Welt wir einer Einladung folgten, wir waren immer wieder
glücklich in unser Theater, auf unsere Bühne, zurückzukehren. Wir haben immer versprochen in München zu blieben, so lange Ivan Liška die Direktion
inne hatte. Aufgrund des bevorstehenden Leitungswechsels, haben wir – nach reiflicher Überlegung und Einblick in Details – die Entscheidung getroffen, eine andere Richtung einzuschlagen. Wir werden anderweitigen, spannenden Projekten und Angeboten folgen, die unserer Karriere eine neue Ebene öffnen werden. 
Darüber und die anlässlich der anstehenden Veränderungen und den damit verbundenen
Auswirkungen auf das Bayerische Staatsballett, möchten wir uns mit einem Statement an die Öffentlichkeit wenden.
Lucia Lacarra (Erste Solistin Bayerisches Staatsballett, Bayerische Kammertänzerin und „Tänzerin des Jahrzehnts“) und Marlon Dino (Erster Solist Bayerisches Staatsballett)

————————————————-

Es gab inzwischen jede Menge Presseberichte über diese doch einigermaßen unglaubliche Entwicklung anlässlich des Chefwechsels (wir berichteten). Neben sehr emotionellen gab es auch einige, die der Sache sachlich und informativ auf den Grund gingen.

Hierzu möchte ich besonders folgende Links empfehlen >

AUTORITÄRER SOWJETSTIL / Vesna Mlakar/AZ – http://m.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerisches-staatsballett-lucia-lacarra-und-marlon-dino-gehen-nach-dortmund.c38d988b-c9d4-4449-95c5-7e9152d5de1d.php

KOMMUNIKATIONS-DESASTER / Robert Braunmüller/AZ – http://m.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.ivan-liska-geht-igor-zelensky-kommt-baeumchen-wechsle-dich-beim-staatsballett.8ad48d1b-9890-47f2-9910-534cc9c37da5.php

DIE TÄNZER, DIE BLEIBEN, HABEN ANGST / Eva-Elisabeth Fischer/SZ – http://www.sueddeutsche.de/kultur/tanz-herzloses-regime-1.3017181 – … an ein ähnlich radikales Vorgehen eines neuen Ballettdirektors in Deutschland kann man sich nicht erinnern … 

DEM NEUEN EINE CHANCE GEBEN / Malve Gradinger/MM – http://www.merkur.de/kultur/neuen-eine-chance-geben-6456015.html

————————————————

EINE FRAGE DES WIE! 

Eine frühere Erste Solistin schreibt auf ihrer Facebookseite > „Alles was Konstanze Vernon jemals für das Bayerische Staatsballett und auch für den deutschen Nachwuchs gewollt und erschaffen hat, wird nun zunichte gemacht… sehr, sehr traurig diese Entwicklung!“ – 

Nun, ein neuer Chef darf Umstrukturierungen vornehmen, aber die Art und Weise ist in diesem Fall doch äußerst befremdlich.  Die ganze Angelegenheit ist schon seit Monaten Gesprächsstoff unter den Ballettfreunden. Es wurde viel gemunkelt, niemand wusste etwas Genaues. (Daria Sukhorukova etwa erfuhr sehr früh von ihrer Vertragslösung; dann sollte sie doch wieder ihren Vertrag verlängert bekommen haben, und zum Schluss doch wieder nicht…). Als kürzlich endlich die lange Liste der Abgänge bekannt gegeben wurde, fielen doch viele beinahe vom Hocker, vor allem wegen der rigorosen Ausmistung unter den Principals und Solisten.

Man hört von Tänzerseite, dass mit den Betroffenen z. großen Teil gar nicht gesprochen wurde über das Weshalb und Warum, der „Abschiedsbrief“ flatterte so manchem  als Überraschungsbrief zu. Die sogen. Gespräche zwischen Lacarra/Dino und dem neuen Chef verliefen letztlich auch deshalb fruchtlos, weil Zelensky sich weder auf das Thema richtig konzentrierte (Herumspielen mit dem Handy), noch bereit war, sein lächerliches Angebot an dieses Renommier-Paar  zu erweitern. Er bot etwa eine Aufführung pro Serie an. Wenn man weiß, dass die Vorarbeit zu einer Neuproduktion Monate an Vorarbeit beinhaltet, und das Ganze nur für eine einzige Aufführung – das ist doch wirklich hanebüchener Blödsinn. Auch Rollendebuts der Jungtänzer können unter solchen Umständen in Folgeaufführungen nicht weiterentwickelt werden. – Dass sich Zelensky zuletzt gar noch zu einem Ultimatum hinreißen ließ, das war dann des Guten zu viel, daraufhin entschlossen sich Lacarra/Dino endgültig, neue Wege zu gehen.

Nun wird sich Herr Zelensky aber schon sehr bemühen müssen, das Vertrauen aller Ballettbetroffenen Münchens auf und vor der Bühne zu gewinnen. In dieser Richtung würden wir uns gerne überraschen lassen, denn dieser Einstieg war dem ganz bestimmt nicht förderlich. Wer nun die Neuen sein werden, das verrät er uns auch noch nicht…. So gut können diese Neulinge allerdings kaum alle sein, dass sie einige unserer bisherigen Solisten vollwertig ersetzen könnten.

Doro Zweipfennig

(Fotos aus facebook) 

——————————————-

Russell Maliphant  >  http://www.russellmaliphant.com/news/principal-guest-artists-lucia-lacarra-marlon-dino-perform/

Früheres Merker-Interview > http://der-neue-merker.eu/lucia-lacarra-%E2%80%93-the-best-time-of-my-life

FOTOS: Auf den Facebook-Seiten der beiden Künstler finden sich zahlreiche grandiose Foto-Serien; sowie Rollenfotos auch auf jener des Bayerischen Staatsballetts.

https://m.facebook.com/lucia.lacarra.1

https://m.facebook.com/marlon.dino.1?pn_ref=info_relation

https://www.facebook.com/staatsballett

(Anmerkung: Man kann als Betrachter unangemeldet facebook, twitter und instagram anschauen. Erst wenn man selber etwas dazu schreiben möchte oder Likes anklicken, muss man sich anmelden!)

 

Die letzte KAMELIENDAME > 

MÜNCHEN / Bay. STB / Die letzte KAMELIENDAME von Lacarra – Dino – EMOTIONEN !!!

am 3.6. (D. Zweipfennig)

 

Diese Seite drucken