INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. JÄNNER 2018)

by ac | 14. Januar 2018 05:30

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 14. JÄNNER 2018)

Mariss Jansons feiert heute seinen 75. Geburtstag

Mariss Jansons, © Peter Meisel (BR)
Mariss Jansons © Peter Meisel (BR)

„Mariss Jansons ist einer der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit und ein wirklicher Freund der Salzburger Festspiele. Seine Ernsthaftigkeit, seine tiefe Empfindsamkeit, sein ethischer Anspruch und seine künstlerische Klasse geben der Musik eine ebenso seltene wie kostbare Wahrhaftigkeit. Mariss Jansons‘ Leben ist eine einzige Liebeserklärung an die Musik, er gehört zu jenen Künstlerpersönlichkeiten, die aus den Festspielen ein Epizentrum des Besonderen machen“, sagt Intendant Markus Hinterhäuser.

Die Salzburger Festspiele gratulieren Mariss Jansons zum 75. Geburtstag, den er am Sonntag, 14. Jänner, feiert. Seit langem verbindet den lettischen Dirigenten eine besondere Beziehung zu Österreich – so erhielt er mitten im Kalten Krieg im Rahmen eines Austauschprogramms 1969 von den sowjetischen Behörden die Erlaubnis, bei Hans Swarowsky an der Wiener Musikakademie zu studieren und Herbert von Karajan 1970 in Salzburg zu assistieren. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab der Karajan-Schüler 1990. Seither gab er 38 Auftritte mit sieben verschiedenen Orchestern bei den Salzburger Festspielen:

1990 kam er mit seinem Oslo Philharmonic Orchestra und begeisterte Publikum und Kritiker gleichermaßen mit Werken von Tschaikowski, Berlioz und Grieg. Zwei Jahre später war Mariss Jansons erstmals mit dem Orchester seiner Heimatstadt St. Petersburg bei den Festspielen zu Gast, 1994 dirigierte er erstmals die Wiener Philharmoniker in Salzburg. Beinahe jeden Sommer ist der Dirigent seit seinem Debüt mit einem seiner Orchester im Konzertprogramm der Salzburger Festspiele vertreten gewesen. 1999 stieß das Gastspiel des Pittsburgh Symphony Orchestra auf besonderes Interesse, 2006 kam Mariss Jansons erstmals mit seinem Concertgebouw Orchestra und 2007 dann mit seinem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zu den Festspielen.

 


Mariss Jansons. Copyright: Herlinde Koelbl

Auf den Operndirigenten Mariss Jansons musste das Salzburger Publikum allerdings in all den Jahren verzichten. Erst Markus Hinterhäuser gelang es 2017 im ersten Jahr seiner Intendanz, Mariss Jansons für eine Oper zu gewinnen. Mit Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk, eine der Lieblingsopern des Dirigenten, begeisterte Jansons Publikum und Kritik. 2018 wird er erneut im Opernprogramm vertreten sein: mit Peter Iljitsch Tschaikowskis Pique Dame in der Regie von Hans Neuenfels.

„Das schönste Geburtstagsgeschenk hat in Wahrheit Mariss Jansons den Festspielen gemacht, indem er auch 2018 wieder Oper dirigiert. Und selbstverständlich zählen wir fest auf seine Mitwirkung am Jubiläumsprogramm 2020. Gehört Mariss Jansons doch zu jenen Künstlerpersönlichkeiten, die zum einzigartigen Ruf der Festspiele beigetragen haben und beitragen“, sagt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler.

Peter Iljitsch Tschaikowski Pique Dame
Premiere: 5. August
Weitere Aufführungen: 10., 13., 18., 22., 25. August
Großes Festspielhaus
Oper in drei Akten op. 68 (1890)
Libretto von Modest Iljitsch Tschaikowski und dem Komponisten nach der gleichnamigen Novelle (1833) von Alexander Sergejewitsch Puschkin
Neuinszenierung

In russischer Sprache, mit deutschen und englischen Übertiteln

Nach der Premiere am 5. August findet eine Gala-Soiree zu Ehren der Künstlerinnen und Künstler in der Salzburger Residenz statt. Der Reinerlös fließt in die Jugendarbeit der Salzburger Festspiele.

Mariss Jansons, Musikalische Leitung
Hans Neuenfels, Regie
Christian Schmidt, Bühne
Reinhard von der Thannen, Kostüme
Stefan Bolliger, Licht
Yvonne Gebauer, Dramaturgie

Brandon Jovanovich, Hermann
Vladislav Sulimsky, Graf Tomski / Plutus
Igor Golovatenko, Fürst Jelezki
Evgenia Muraveva, Lisa
Oksana Volkova, Polina / Daphnis
Hanna Schwarz, Gräfin
Stanislav Trofimov, Surin
Gleb Peryazev, Narumow
Margarita Nekrasova, Gouvernante
Julia Suleymanova, Chloe

Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
Wolfgang Götz, Leitung Kinderchor
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung
Wiener Philharmoniker

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WIEN: TENOR OTONIEL GONZAGA GESTORBEN.

Ein Nachruf der Wiener Volksoperfreunde

Gonzaga
Otoniel Gonzaga

Zum Tod von Otoniel Gonzaga am 13.Jänner 2018

Voll Trauer haben die Volksopernfreunde vom Tod unseres Ehrenmitgliedes und langjährigen Ensemblemitgliedes der Volksoper Otoniel Gonzaga am Nachmittag des 13. Jänner erfahren.

Es gibt kaum ein bedeutendes Opernhaus weltweit, in dem der auf den Philippinen gebürtige Amerikaner nicht aufgetreten ist und zumindest eine seiner mehr als 70 Rollen verkörpert hat. Seine Ausbildung erhielt der Tenor am Curtis Institute of Music in Philadelphia unter anderem bei Margaret Harshaw, eine langjährige Stütze der Metropolitan Opera in New York. Andere bedeutende Absolventen sind die Sopranistin Anna Moffo oder die Tenöre Michael Schade oder Juan Diego Flórez. Bereits als Student gewann er den ersten Preis beim Marian Anderson International Singing Competition und war zwei Jahre später Preisträger beim ARD Gesangswettbewerb in München, was seinen Durchbruch in Europa bewirkte. Seine zahlreichen Engagements führten Otoniel Gonzaga um die ganze Welt; mit großem Erfolg sang er nicht nur an den wesentlichen europäischen und amerikanischen Opernhäusern, seine künstlerischen Wege führten ihn bis nach Peking.

Der charismatische Tenor hat mit so bedeutenden Dirigenten wie Eugene Ormandy, Giuseppe Patane, Alberto Erede, Michael Gielen, Pablo Casals oder Herbert von Karajan gearbeitet und seine BühnenpartnerInnen spiegeln das who is who der Opernwelt wider. Von den vielen Rollen, die Gonzaga gesungen hat, können nur ein paar angeführt werden: Cavaradossi („Tosca“), Calaf („Turandot“), Manrico („Trovatore“), Don José („Carmen“), Florestan („Fidelio“), Hoffmann („Hoffmanns Erzählungen“), Otello („Otello“) oder Radames („Aida“). Und auch in zahlreichen Operetten, wie beispielsweise „Zigeunerbaron“, „Die lustige Witwe“ oder „Das Land des Lächelns“, ist er auf den Brettern, die die Welt bedeuten, gestanden. Der Künstler war auch auf der Konzertbühne zu Hause und sang mit verschiedenen Orchestern in Europa, Amerika und Asien.

In der Rolle des alten Kaisers Altoum in Turandot ist Otoniel im November 2014 letztmalig auf der Bühne der Volksoper gestanden. Anlässlich der Beendigung seiner Bühnenlaufbahn in Würdigung seiner langjährigen Zugehörigkeit zur Volksoper haben die Volksopernfreunde dem Künstler die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Immer wieder bewies Otoniel Gonzaga auch sein soziales Engagement durch seine Teilnahme an Benefizkonzerten etwa für die Opfer von Naturkatastrophen oder soziale Einrichtungen und Organisationen. Bei den Volksopernfreunden war Tony, wie wir ihn nennen durften, ein häufiger und gerne gesehener Gast, der die Konzerte regelmäßig mit „Nessun dorma“ als Zugabe beendete.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen. Wir werden Otoniel Gonzage nicht vergessen.

Der Vorstand der Volksopernfreunde (Nachruf verfasst von Michael Koling)

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WIEN: Wiener Symphoniker mit „Grätzl-Konzerten“ in der Peripherie

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Wien (APA) – An neuen Auftrittsorten, abseits des Wiener Konzerthauses oder des Musikvereins, werden die Wiener Symphoniker ab Ende Jänner zu hören sein: Das „Gastspiel“ des Klangkörpers in der SiMM City in Wien-Simmering am 31. Jänner bildet den Auftakt zur Reihe „Grätzl-Konzerte“. Damit möchte man die Musik zu Menschen bringen, die sonst eher nicht in den Genuss kommen, teilte das Orchester mit.

„Unser Ziel ist es dabei auch, das Vorurteil gegenüber klassischer Musik als abgehoben und elitär sehr konkret zu widerlegen. Mit den Grätzl-Konzerten wollen wir Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen und zeigen, dass klassische Musik das Leben jedes Menschen bereichern kann“, betonte Symphoniker-Intendant Johannes Neubert.

Am 1. Februar gastiert der Klangkörper dann im Kulturzentrum Reaktor in Wien-Hernals. Weitere Konzerte im Rahmen der Reihe seien zudem im Mai geplant.

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OPER FRANKFURT: HEUTE PREMIERE „CAPRICCIO“

Inszenierung: Brigitte Fassbaender

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle


Camilla Nylund (Gräfin Madeleine) und Alfred Reiter (La Roche). Copyright: Monika Rittershaus im Auftrag der Oper Frankfurt


Camilla Nylund (Gräfin Madeleine) und Gurgen Baveyan (Der Haushofmeister). Copyright: Monika Rittershaus im Auftrag der Oper Frankfurt


Camilla Nylund (Gräfin Madeleine) und Gordon Bintner (Der Graf). Copyright: Monika Rittershaus im Auftrag der Oper Frankfurt


Graham Clark (Monsieur Taupe) und Gurgen Baveyan (Der Haushofmeister). Copyright: Monika Rittershaus im Auftrag der Oper Frankfurt


Gordon Bintner (Der Graf), Tanja Ariane Baumgartner (Clairon), Daniel Schmutzhard (Olivier) und AJ Glueckert (Flamand. Copyright: Monika Rittershaus im Auftrag der Oper Frankfurt

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WIEN: HINWEIS AUF VORTRAG „BELCANTO – AUFFÜHRUNGSPRAXIS IN TRADITION UND GELEBTER REALITÄT“

16. Jänner um 11,30 h (!) im Hörsaal 16 der Universität Wien

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MONTAG IM MERKER-KUNSTSALON: SCHUBERTS WINTERREISE (Dringender Programmtipp)

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PILSEN/ Tschechien: PREMIERE VON AMBROISE THOMAS „HAMLET“ MIT THOMAS WEINHAPPEL IN DER TITELROLLE

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Thomas Weinhappel. Foto: Weinhappel.com

Am Samstag, den 20.1.2018, feiert Ambroise Thomas französische Oper „Hamlet“ an der Nationaloper Josef Kajetán Tyl Theater (benannt nach dem Autor der tschechischen Nationalhymne) in ihrer 2014 eröffneten zweiten Spielstätte, der Nova Scena, im tschechischen Pilsen Premiere.
Regie führt der Direktor des Hauses Martin Otava. Am Pult steht Norbert Baxa. Für die Bühne zeichnet Pavel Kodewa, für die Kostüme Aleš Valášek verantwortlich.

Der österreichische Bariton Thomas Weinhappel singt – wie bereits 2016 am Opernhaus Ostrau und 2017 in Prag – die Rolle des dänischen Prinzen, für die er zum besten Opernsänger des Jahres 2016 gekürt und sowohl mit dem Thalia-, als auch 2017 mit dem Preis der Kritikerjury (Libuska-Award – beste Rolleninterpretation) ausgezeichnet wurde.

Reprisen mit Thomas Weinhappel in der Titelrolle am 2. und 10.2., 21. und 30.3. sowie am 12. und 26.4..

Interview mit Thomas Weinhappel auf der Homepage der Nationaloper Pilsen: https://www.djkt.eu/rozhovor-s-thomasem-weinhappelem

Deutsche Übersetzung: http://www.thomasweinhappel.com/images/downloads/Interview_12_2017_Pilsen_dt.pdf

http://www.thomasweinhappel.com

https://www.facebook.com/thomas.weinhappel.bariton

Thomas Weinhappel ist am 6.4. für ein Künstlergespräch beim Online-Merker zu Gast

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WIEN/ Novomatic-Forum: CulinarICAL 2.0 im Novomatic Forum: Ein Musical-Crossover zum Feinschmecker-Dinner

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Copyright: Novomatic-Forum

CulinarICAL 2.0 im Novomatic Forum: Ein Musical-Crossover zum Feinschmecker-Dinner – 11.1.2018

Ist Wien tatsächlich eine Musical-Stadt mit einem gewissen kreativen Potential? Im Novomatic Forum vis a vis der Wiener Secession wird beteuert: Ja, so ist es! Wolfgang Ebner, Geschäftsführer des Hauses und Musical-Fan mit früherer Bühnenerfahrung, setzt nun an zwölf Abenden auf die zweite Ausgabe der Dinner & Musical-Show CulinarICAL 2.0. Crossover wird durch rund zwei, drei Dutzend Erfolgsmusicals unterschiedlichster Machart marschiert. Mit Highlights aus „Cats“ & „Elisabeth“ & „Lion King“ & „Rocky Horror Show“ und, und, und …. alles da.

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Copyright: Novomatic-Forum

So wirklich heimelig einleben kann man sich bei diesem rockigen Best of-Überfluss wohl in keine der Storys. Doch die fünf Interpreten – keine Stars, doch erprobte Musical-Darsteller wie Katrin Mersch oder Choreograph Marcus Tesch – kommen mehr und mehr in Schwung, wenn sie sich in bekannt-beliebten Nummern so richtig Show-komödiantisch ausleben dürfen. Dazu ertönt ein wohltönender Orchestersound aus den Lautsprechern. Und weiter dazu, dazwischen, auf festlich gedeckten Tischen: Das viergängige Menü, auf Feinschmecker-Art ausgerichtet und durchaus delikat schmeckend und taktvoll aufgetischt. „Alles ist hausgemacht“, heißt es zu dieser Entertainment-Show. Aus der Küche vom ‚zweierlei vom Kalb mit geschmortem Backerl & in Heubutter konferiertem Rückenfilet auf gelber Zucchini mit Safran-Chili-Baumkuchen‘  bis zu den bunten Breitwand-Projektionen, den jeweiligen Songs sich stimmig anpassenden. Einen typisch eigenen Novomatic-Song scheint es allerdings noch nicht zu geben. Doch wenn die heutige Wiener Stadt auch wirklich musical-kreativ seien sollte, dann müsste es bald zu schaffen sein, die richtigen persönlichen Noten zu kreieren.

Info: www.wien-ticket.at oder info@novomaticforum.com

Meinhard Rüdenauer

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Einziges Drehbuch zu neuem Film von Claude Lelouch gestohlen 

 

Paris (APA/ag.) – Ein Dieb hat dem französischen Regisseur Claude Lelouch das einzige Exemplar seines neuen Drehbuchs entwendet. Das Buch zum geplanten Film „Oui et Non“ (Ja und Nein) sei ihm vor einer Woche vor seiner Produktionsgesellschaft Les Films 13 beim Ausladen aus dem Auto gestohlen worden, berichtete die Zeitung „Le Parisien“ am Samstag.

Lelouch habe nach der Rückkehr aus dem Urlaub drei Taschen bei sich gehabt, von denen zwei gestohlen worden seien. Neben dem Drehbuch wurden auch „tausende Seiten“ mit Notizen aus 50 Jahren Schaffen des 80-jährigen Regisseurs gestohlen. Zudem seien 15.000 Euro in verschiedenen ausländischen Währungen, Schlüssel, Pass und eine Uhr entwendet worden.

„Man hat mir magische Koffer gestohlen, die mich mein ganzes Leben lang begleitet haben“, beklagte der Regisseur. Noch habe er die Hoffnung aber nicht aufgegeben, die wichtigen Aufzeichnungen zurückzuerhalten. „Immerhin haben die Diebe meine Adresse“, sagte er der Zeitung. „Ich warte auf ein Wunder.“

Lelouch ist vor allem durch seinen Film „Ein Mann und eine Frau“ (1966) bekannt. In dem Oscar-prämierten Klassiker der Nouvelle Vague spielen Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimee. 1985 drehte Lelouch mit denselben Hauptdarstellern die Fortsetzung „Ein Mann und eine Frau – 20 Jahre später“.

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Source URL: http://der-neue-merker.eu/infos-des-tages-sonntag-14-jaenner-2018