INFOS DES TAGES (FREITAG, 6. OKTOBER 2017)

by ac | 6. Oktober 2017 07:13

INFOS DES TAGES (FREITAG, 6. OKTOBER 2017)

WIENER STAATSOPER: FOTOS VON DER PREMIERENFEIER UND HINTER DER BÜHNE NACH „DER SPIELER“

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Simone Young, Dominique Meyer, Karoline Gruber. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Misha Didyk, Elena Maximova, Elena Guseva, Clemens Unterreiner. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Misha Didyk, Elena Guseva. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Dmitry Ulyanov, Elena Guseva. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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HEUTE PREMIERE/ HERBSTTAGE BLINDENMARKT:  „Herbsttage 2017“: Witzig-freche „Frau Luna“ bringt Berliner Luft nach Blindenmarkt

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Copyright: Herbsttage Blindenmarkt

In dieser Saison erobern die „Herbsttage Blindenmarkt“ mit einer Brise Berliner Luft gar den Mond: am 6. Oktober 2017/19:30 Uhr hat Paul Linckes burlesk-phantastische Operette „Frau Luna“ erstmals in Blindenmarkt Premiere. Mit ihren unsterblichen Evergreens wie u. a. „Das macht die Berliner Luft“, „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“, „Schlösser, die im Monde liegen“ und „Glühwürmchen, Glühwürmchen flimmre“ wird sie das Publikum bezaubern. Regie führt – bereits zum sechsten Mal in Blindenmarkt – Gernot Kranner. In den Hauptpartien sind das neue Traumpaar Martha Hirschmann (Linzer Musiktheater) als „Frau Luna“ und der junge österreichische Bariton Thomas Weinhappel als ihr „Prinz Sternschnuppe“ zu erleben. Weiters wirken die Publikumslieblinge Katrin Fuchs und Andreas Sauerzapf sowie Gabriele Schuchter, Matthias Helm und Robert Kolar mit. In weiteren Rollen sind Heidi Manser, Verena te Best, Christiana Bruckner, Lorenz Bodner und Heinz Müller zu sehen. Den humoristischen Teil bestreiten Gernot Kranner sowie Altmeister Peter Lodynski.

Für den nötigen musikalischen Schwung sorgt Maestro Kurt Dlouhy mit dem Kammerorchester Ybbsfeld und dem Chor der „Herbsttage Blindenmarkt“. Für die Ausstattung zeichnen Agnes Hamvas und Marcus Ganser verantwortlich, für die Choreografie Monica Rusu-Radman. Die neue Ybbsfeldhalle bietet dem Publikum perfekte Sicht von allen Sitzplätzen und garantiert ein akustisches Vergnügen. Die Saison 2017 dauert bis 29. Oktober.

Herbsttage Blindenmarkt

  1. bis 29. Oktober 2017

Karten: 07473 / 666 80

www.herbsttage.at

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MUSIKVEREIN FÜR STEIERMARK: 1. SOLISTENKONZERT

So 22.10.2017
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Stephaniensaal

 GRIGORY SOKOLOV Klavier

Auf dem Programm:

Joseph Haydn:

Sonate (Divertimento) Nr. 32 in g-Moll, op. 53/4, Hob. XVI:44
Sonate (Divertimento) Nr. 47 in h-Moll, op. 14/6, Hob. XVI:32
Sonate Nr. 49 in cis-Moll, op. 30/2, Hob. XVI:36

Ludwig van Beethoven:

Sonate Nr. 27 in e-Moll, op. 90
Sonate Nr. 32 in c-Moll, op. 111

Bei Klavierliebhabern gilt Sokolov weithin als größter Pianist der Gegenwart. „Wenn Sokolov Klavier spielt, füllt sich der Begriff ‚absolute Musik‘ mit neuer Bedeutung: So und nicht anders! Da ist einer, der erkennt, spürt, versteht, was der Komponist mit dem jeweiligen Stück gemeint hat.“ (Der Standard)

Die poetischen Interpretationen des russischen Pianisten, die mit mystischer Intensität im Konzertsaal lebendig werden, basieren auf einer fundierten Kenntnis seines umfangreichen Repertoires. Als Künstler wird er wegen seiner visionären Kräfte, seiner faszinierenden Spontaneität und seiner uneingeschränkten Hingabe an die Musik bewundert.

Grigory Sokolov besitzt eine intensive technische Kenntnis der Instrumente, auf denen er spielt. Vor jedem Rezital nimmt er sich ausgiebig Zeit, die Persönlichkeit und Möglichkeiten des Flügels zu erkunden, mit dem er den Moment des Konzertes teilen wird.

Am 22. Oktober wird er mit Sonaten von Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven im Grazer Musikverein gastieren.

TICKETS
Konzertkasse
Sparkassenplatz 2, 8010 Graz

Mo. 9-18 Uhr, Di.-Fr. 9-15 Uhr

0316 82 24 55, tickets@musikverein-graz.at

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OPER FRANKFURT: ERSTE FOTOS ZUR PREMIERE „PETER GRIMES“

erste Fotos von Monika Rittershaus zur Premiere von Benjamin Brittens Peter Grimes am

Sonntag, dem 8. Oktober 2017, um 18.00 Uhr im Opernhaus


Vincent Wolfssteiner (Peter Grimes). Copyright: Monika Rittershaus

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Keith Warner
Bühnenbild: Ashley Martin-Davis
Kostüme: Jon Morrell
Licht: Olaf Winter
Chor und Extrachor: Tilman Michael
Dramaturgie: Norbert Abels


Jane Henschel (Auntje). Copyright: Monika Rittershaus

Peter Grimes: Vincent Wolfsteiner
Ellen Orford: Sara Jakubiak
Captain Balstrode: James Rutherford
Auntie: Jane Henschel
Two Nieces: Sydney Mancasola und Angela Vallone
Bob Boles: AJ Glueckert
Swallow: Clive Bayley
Mrs. Sedley: Hedwig Fassbaender
Reverend Horace Adams: Peter Marsh
Ned Keene: Iurii Samoilov
Hobson: Barnaby Rea
Dr. Crabbe: Michael Benthin


Sydney Mancasola (First Niece), Sara Jakubiak (Ellen Orford), Lehrjunge (Statist der Oper Frankfurt), Vincent Wolfsteiner (Peter Grimes; mit dem Rücken zum Betrachter) und Hedwig Fassbender (Mrs. Sedley). Copyright: Monika Rittershaus

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OPER FRANKFURT: HÖHEPUNKTE  IM  SPIELPLAN  DER  OPER  FRANKFURT  IM  NOVEMBER  2017
 
 Folgende Höhepunkte finden sich im Spielplan der Oper Frankfurt im November 2017 (Änderungen vorbehalten):
 
Sonntag, 12. November 2017, um 18.00 Uhr im Opernhaus Premiere / Uraufführung DER  MIETER Oper von Arnulf Herrmann (*1968)

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Kazushi Ono. Copyright: Kazushi Ono

Mit Übertiteln
Musikalische Leitung: Kazushi Ōno / Karsten Januschke;
Regie: Johannes Erath

Mitwirkende: Björn Bürger (Georg), Anja Petersen (Johanna), Alfred Reiter (Herr Zenk), Hanna Schwarz (Frau Bach), Claudia Mahnke (Frau Greiner), Judita Nagyová (Frau Dorn), Michael Porter (Körner), Theo Lebow (Krell), Sebastian Geyer (Ingo / Kellner) u.a. Weitere Vorstellungen: 16., 18., 24., 29. November, 2., 7. Dezember 2017 Auftragswerk der Oper Frankfurt Mit freundlicher Unterstützung des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, der Aventis Foundation und des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
 
Der 1968 in Heidelberg geborene Komponist Arnulf Herrmann studierte in München, Dresden, Paris und Berlin. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit führenden internationalen Ensembles für zeitgenössische Musik und verschiedenen Orchestern. Seine Werke werden im In- und Ausland gespielt und sind auf allen großen Festivals präsent (u.a. Donaueschingen, Witten, München, Wien). Seine Oper Wasser wurde 2012 bei der Münchener Biennale in Kooperation mit der Oper Frankfurt vom Ensemble Modern uraufgeführt, gefolgt von Vorstellungen im Frankfurt LAB.  Herrmanns Oper Der Mieter auf ein Libretto von Händl Klaus ist ein Auftragswerk der Oper Frankfurt und basiert auf Motiven des Romans Le Locataire chimérique (1964) von Roland Topor. Nach dieser Vorlage entstand auch Roman Polanskis Psychothriller Le locataire (Der Mieter) aus dem Jahre 1976. Anders als Buch und Film konzentriert sich die Oper jedoch zentral auf die Frage der Anpassung. Wie weit ist man bereit zu gehen? Ein junger Mann (in der Oper: Georg) bezieht ein Zimmer, dessen Vormieterin sich aus dem Fenster gestürzt hat. Unter dem unheilvollen Einfluss seiner Mitbewohner gerät er in eine fatale Identitätskrise, die ihn dasselbe Schicksal wie die junge Frau erleiden lässt. Die musikalische Leitung liegt im Rahmen seines Hausdebüts bei Kazushi Ōno, der seit 2008 als musikalischer Leiter der Opéra de Lyon wirkt. Daneben dirigiert der Japaner an internationalen Opernhäusern wie der Metropolitan Opera, der Wiener Staatsoper und der Mailänder Scala. Regisseur Johannes Erath ist regelmäßiger Gast an der Oper Frankfurt, wo er zuletzt 2014/15 Webers Euryanthe inszenierte. Zu seinen jüngsten Aufgaben gehört u.a. Offenbachs Les contes d’Hoffmann an der Dresdner Semperoper. Dort gastierte kürzlich Ensemblemitglied Björn Bürger (Georg) in der Titelpartie von Rossinis Il barbiere di Siviglia, nachdem er in Frankfurt als Debussys Pelléas und beim Glyndebourne Festival als Harlekin in Strauss’ Ariadne auf Naxos erfolgreich war. Die lyrische Koloratursopranistin Anja Petersen (Johanna) ist nach Stationen an den Theatern von Oldenburg und Augsburg freischaffend tätig und gastiert erstmals an der Oper Frankfurt. Im Rahmen ihrer internationalen Karriere kehrt die renommierte Mezzosopranistin Hanna Schwarz (Frau Bach) zurück nach Frankfurt, wo sie in den 70-er Jahren als Page neben Anja Siljas Salome und unter der musikalischen Leitung von Christoph von Dohnányi eingesprungen war. Die übrige Besetzung stammt mit Alfred Reiter (Herr Zenk), Claudia Mahnke (Frau Greiner), Judita Nagyová (Frau Dorn), Michael Porter (Körner), Theo Lebow (Krell) und Sebastian Geyer (Ingo / Kellner) aus dem Ensemble.
 
 
 Freitag, 17. November 2017, um 19.00 Uhr im Opernhaus Fünfte Wiederaufnahme COSÌ  FAN  TUTTE  OSSIA  LA  SCUOLA  DEGLI  AMANTI
Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Rory Macdonald / Nikolai Petersen;
Inszenierung: Christof Loy Mitwirkende: Juanita Lascarro / Karen Vuong (Fiordiligi), Cecelia Hall / Nina Tarandek (Dorabella), Daniel Schmutzhard / Iurii Samoilov (Guglielmo), Ben Bliss / Michael Porter (Ferrando), Louise Alder (Despina), Simon Bailey (Don Alfonso)
Weitere Vorstellungen: 22. November, 1., 14., 17. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 20., 22. Dezember 2017, 1. (18.00 Uhr) Januar 2018 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
 
Così fan tutte von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) in der Inszenierung von Christof Loy gehört seit der Saison 2007/08 unbestritten zu den Dauerbrennern im Repertoire der Oper Frankfurt, erfreut sich die Produktion doch stets des ungebrochenen Zuspruchs des Publikums. Aber nicht nur die Zuschauer zeigen sich angetan von Loys reduzierter Inszenierung, die das Innenleben ihrer Protagonisten in den Mittelpunkt stellt – auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung jubelte: „Ovationen für ein Frankfurter Mozart-Glück“. Nun wird die Produktion, für die Loy u.a. in der Autorenumfrage des Fachmagazins Opernwelt – neben Hans Neuenfels – zum „Regisseur des Jahres“ 2008 gekürt wurde, zum fünften Mal wiederaufgenommen. Così fan tutte – So machen’s alle, ist das nüchterne Fazit einer Wette, welche die Offiziere Guglielmo und Ferrando mit dem Philosophen Don Alfonso abschließen. Um den von diesem propagierten Wankelmut aller Frauen, dem die Freunde die unverbrüchliche Treue ihrer Bräute Fiordiligi und Dorabella entgegenhalten, auf die Probe zu stellen, fassen die Herren einen Plan: Als Türken verkleidet erscheinen die Offiziere – kurz zuvor noch tränenreich in einen fiktiven Krieg verabschiedet – bei den Geliebten und bieten alle Verführungskünste auf, um die Damen zu erobern. Nicht zuletzt durch den Einfluss der in Liebesdingen versierten Zofe Despina kann anfänglicher Widerstand der Umworbenen gebrochen werden. Als das Verwirrspiel schließlich aufgedeckt wird, sind damit aber noch längst nicht alle Fragen geklärt… Zu den neu besetzten Ensemblemitgliedern zählen Cecelia Hall (Dorabella) und Louise Alder (Despina). Der amerikanische Tenor Ben Bliss (Ferrando) gastiert erstmals an der Oper Frankfurt. Als Absolvent des Lindemann Program an der Metropolitan Opera ist er diesem Haus besonders verbunden. Nach seinen Auftritten in Frankfurt wird er in New York in einer Neuproduktion von Così fan tutte singen. Auch der schottische Dirigent Rory Macdonald gibt sein Hausdebüt in Frankfurt. Nachdem er am Young Artists Programme des Royal Opera House Covent Garden in London teilgenommen hatte, dirigierte er u.a. dort sowie an der English National Opera zahlreiche Aufführungen. Mit der Produktion bereits vertraut sind die Ensemblemitglieder Juanita Lascarro (Fiordiligi) und  Daniel Schmutzhard (Guglielmo) sowie – nunmehr als Gast – Simon Bailey (Don Alfonso). Alle Alternativbesetzungen sind neu in der Inszenierung und stammen durchweg aus dem Ensemble: Karen Vuong (Fiordiligi), Nina Tarandek (Dorabella), Iurii Samoilov (Guglielmo), Michael Porter (Ferrando) und Nikolai Petersen (Musikalische Leitung).  
 
 
Sonntag, 26. November 2017, um 19.00 Uhr im Opernhaus Zweite Wiederaufnahme LES  VÊPRES  SICILIENNES  (DIE  SIZILIANISCHE  VESPER)

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„Die sizilianische Vesper“. Copyright: Thilo Beu

Oper in fünf Akten von Giuseppe Verdi In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz;
Regie: Jens-Daniel Herzog
Mitwirkende: Christopher Maltman (Guy de Montfort), Brandon Cedel (Sire de Béthune), Jonathan Beyer (Graf von Vaudemont), Russell Thomas (Henri, ein junger Sizilianer), Kihwan Sim (Jean Procida, Arzt aus Sizilien), Barbara Haveman (Herzogin Hélène), Nina Tarandek (Ninetta, ihr Kindermädchen), Hans-Jürgen Lazar (Danieli), Michael McCown (Mainfroid), Mitglied des Opernstudios (Thibault), Dietrich Volle (Robert)

Weitere Vorstellungen: 30. November, 3. (18.00 Uhr), 9., 16. Dezember 2017 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
 
Mit der Frankfurter Erstaufführung der Sizilianischen Vesper von Giuseppe Verdi (1813-1901) in der französischen Fassung ging die Saison 2012/13 im Opernhaus zu Ende. In einer der Kritiken war zu lesen: „Regisseur Jens-Daniel Herzog geht vor allem der Frage nach, wo berechtigter Widerstand die Grenze zum Terror überschreitet, und so selbst zum Unrecht wird.“ (www.diedeutsche-buehne.de) Ein weiterer Rezensent schrieb: „Herzog weitet den fatalen Vater-SohnKonflikt, den die eigentlich im sizilianischen Mittelalter angesiedelte Geschichte erzählt, zu einem großen Konflikt der Generationen, der in die Zeit um 1968 verlegt wird und immer wieder starke szenische Plausibilität bekommt.“ (Wiesbadener Kurier) Die Handlung der fünfaktigen Oper spielt 1282 in Palermo während der französischen Besatzung Siziliens: Herzogin Hélène liebt ihren Landsmann, den jungen Sizilianer Henri. Dieser weiß nicht, dass er der uneheliche Sohn Montforts ist, des französischen Gouverneurs der Insel. Zusammen mit dem Arzt Procida plant das junge Paar Montforts Ermordung. Nachdem der Gouverneur sich jedoch als Henris Vater zu erkennen gibt, misslingt das Attentat durch das Eingreifen des jungen Mannes. Procida und Hélène sollen hingerichtet werden, aber der Gouverneur will das Urteil aufheben, wenn Henri sich öffentlich zu ihm bekennt. In letzter Minute kommt der Zögernde dieser Forderung nach. Mit der Hochzeit des Paares soll der Frieden im Land besiegelt werden. Aber als Hélène erfährt, dass das Läuten der Hochzeitsglocken den Sizilianern als Zeichen zum Angriff dienen soll, verweigert sie Henri ihre Hand. In der Absicht, das Glück seines Sohnes zu befördern, gibt Montfort schließlich das Zeichen zum Läuten der Glocken, worauf der blutige Aufstand losbricht. Die musikalische Leitung der zweiten Wiederaufnahme der Produktion liegt nun bei Stefan Soltesz, der nach Aufführungen von Straussʼ Die ägyptische Helena (konzertant; 2014/15) und Arabella (2016/17) an die Oper Frankfurt zurückkehrt. Der österreichische Dirigent ungarischer Herkunft war von 1997 bis 2013 GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Essener Aalto-Theaters. Regelmäßig gastiert er an internationalen Bühnen. Neue Sänger auf der Besetzungsliste sind der britische Bariton Christopher Maltman (Montfort), der in Frankfurt zuletzt 2014/15 als Verdis Simon Boccanegra zu erleben war. Als Gast an den großen Opernhäusern der Welt steht demnächst u.a. die Partie des Mandryka in Strauss’ Arabella an der Wiener Staatsoper in seinem Kalender. Der USTenor Russell Thomas (Henri) gab 2015/16 sein Frankfurt-Debüt als Verdis Stiffelio und war kürzlich bei den Salzburger Festspielen als Mozarts Titus zu erleben. In Frankfurt war die holländische Sopranistin Barbara Haveman (Hélène) 2013/14 in der Titelpartie von Puccinis La fanciulla del West erfolgreich; ein Engagement in dieser Rolle an der Mailänder Scala schloss sich an. Aus dem Ensemble stammt der amerikanische Bassbariton Brandon Cedel (Sire de Béthune), der in der Saison 2016/17 u.a. in Mozarts Betulia liberata sowie als Masetto in Don Giovanni zu erleben war. Angeführt von Kihwan Sim (Procida) sind alle weiteren Partien mit Ensemblemitgliedern besetzt, die mit der Produktion bereits vertraut sind: Nina Tarandek (Ninetta), Hans-Jürgen Lazar (Danieli), Michael McCown (Mainfroid) und Iurii Samoilov (Robert). Auch der amerikanische Bariton Jonathan Beyer gastierte bereits in dieser Inszenierung.
 
 
Dienstag, 7. November 2017, um 20.00 Uhr im Opernhaus Liederabend CAROLYN SAMPSON, Sopran JOSEPH  MIDDLETON, Klavier
Fleurs – Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Strauss, Benjamin Britten, Claude Debussy, Gabriel Fauré, Francis Poulenc u.v.a. Mit freundlicher Unterstützung der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
 
Carolyn Sampson hat sich in den letzten Jahren mit einem vielseitigen Repertoire von Barock bis zu Zeitgenössischem international einen Namen gemacht. Bei den BBC Proms ist sie ein ebenso gern gesehener Gast wie im Amsterdamer Concertgebouw oder dem Leipziger Gewandhaus und konzertiert regelmäßig mit Ensembles wie den Rotterdamer Philharmonikern, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia oder den Wiener Symphonikern. Auf der Opernbühne wird die britische Sopranistin von Glyndebourne über die English National Opera und die Opernhäuser in Montpellier, Straßburg und Paris mit Partien wie Dido (Dido and Aeneas), Dorinda (Orlando), Mozarts Pamina, Anne Trulove (The Rake’s Progress) und Mélisande gefeiert. Als Liedinterpretin glänzte Carolyn Sampson bisher in so renommierten Konzertsälen wie der Londoner Wigmore Hall und der New Yorker Carnegie Hall, aber auch beim Aldeburgh Festival.  
 
 
Dienstag, 28. November 2017, um 20.00 Uhr im Opernhaus Liederabend MICHAEL  VOLLE, Bariton HELMUT  DEUTSCH, Klavier
Lieder von Franz Schubert und Gustav Mahler Mit freundlicher Unterstützung der Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt / Offenbach Preise: € 15 bis 95 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

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Michael Volle. Copyright: Carsten Sander
 
„Er ist ein Theatertier. Er strotzt vor Spielfreude und vokaler Kraft. Ein ewig Neugieriger“, schrieb die Opernwelt über Michael Volle, der von den Kritikern der Fachzeitschrift 2008 und 2014 zum „Sänger des Jahres“ gewählt wurde. Für seine Gestaltung des Wozzeck an der Bayerischen Staatsoper in München, deren Ensemble er viele Jahre angehörte, wurde ihm der FAUSTTheaterpreis verliehen. Vokaler Ausdruck und körperliche Präsenz dieses Ausnahmebaritons sind atemberaubend. Vor allem als Interpret von Wagner-Partien wie Hans Sachs (erst kürzlich wieder in Bayreuth in der Regie von Barrie Kosky), Wotan, Wanderer, Holländer, Wolfram von Eschenbach und Amfortas ist er international begehrt und wurde vom Publikum bei den Salzburger Festspielen, an der New Yorker Met, der Mailänder Scala, der Wiener und Berliner Staatsoper, am Royal Opera House Covent Garden in London und am Opernhaus Zürich gefeiert. 2014 war Michael Volle schon einmal von der Oper Frankfurt zu einem Liederabend eingeladen, musste jedoch aufgrund einer stimmlichen Indisposition kurzfristig absagen. Umso erfreulicher, dass er an der Seite seines langjährigen Klavierpartners Helmut Deutsch nun erneut den Weg nach Frankfurt antreten wird.
 
 Karten für die genannten Veranstaltungen sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.  

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PROGRAMMTIPP WIEN

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Nestroy-Preis-Gala: Künstlerische Gestaltung an Burgtheater =

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Puppenspieler Nikolaus Habjan ist einer der Moderatoren. Bildquelle: APA/HERBERT PFARRHOFER

Wien (APA) – Das Burgtheater übernimmt „Schirmherrschaft und künstlerische Gestaltung“ der 18. Nestroy-Gala, die am 13. November im Wiener Ronacher über die Bühne geht. Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan wird mit seiner Partnerin Manuela Linshalm sowie Burgschauspielerin Regina Fritsch moderieren. Die Autorin Julya Rabinowich liefert das Buch. Ihr Thema: Wie gefährlich ist die Kunst?

Dies sei „eine Frage, die leider nicht nur auf der Metaebene aktuell ist, sondern auch ganz konkret. Denn in einigen Teilen der Welt sind Künstler und Künstlerinnen heute wieder der Gefahr ausgesetzt, wegen ihrer Kunst eingesperrt zu werden. Eine Entwicklung, die wir weltweit beobachten und die immer näher an uns heranzurücken droht“, so Franz Patay, Präsident des Wiener Bühnenvereins, der den Nestroy-Preis veranstaltet, heute in einer Aussendung.

„Ich fürchte, dass die politischen Zustände im Augenblick absurder werden als die Besetzung meines Moderatorenduos, dieses Jahr bestehend aus einem Teufel und einer Katze“, wird Rabinowich dazu zitiert. „Aber das ist noch kein Grund zu verzweifeln. Unsere Stimmen sind gefragter als zuvor: die Stimmen der Kritiker und Kritikerinnen, die Stimmen der Analytiker und Analytikerinnen, die Stimmen der Vernunft und des beißenden Witzes. Ohne diesen bleibt einem sonst die ganze neue Welt im Halse stecken. Und wem die Welt im Halse steckt, der kann nichts mehr dazu sagen.“

 „Nestroy saß mehrfach im Gefängnis, er wurde direkt von der Bühne weg verhaftet“, erläuterte Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann das von ihr gewählte Motto des Abends: „Heute wird ein Regisseur in Russland in einem Käfig eingesperrt und zur Schau gestellt, ein Dirigent darf nach Kritik an seinem Präsidenten nicht mehr in sein Heimatland reisen. In der Türkei sind kritische Autoren und Autorinnen nicht sicher vor willkürlichen Verhaftungen. In unserem Nachbarland werden Künstler und Künstlerinnen zu Staatsfeinden erklärt. Welche Macht hat die Kunst, wie gefährlich ist sie und leben wir im gelobten Land? Anscheinend hat die Kunst heute noch immer die Macht aufzuzeigen, dass des Kaisers neue Kleider gar keine sind.“

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DRESDEN: Der Soundtrack zur Reformation HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST startet am 06. Oktober 2017
Am Freitag, den 6. Oktober 2017 wird das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST mit einem Festkonzert in der Annenkirche Dresden unter dem Motto „aus Liebe zur Wahrheit“ eröffnet. Bis zum 15. Oktober präsentiert sich das Musikfest an den wichtigsten Lebensstationen Schütz‘ in Bad Köstritz, Gera, Weißenfels, Zeitz und Dresden – mit maßstabsetzenden Interpretationen durch führende Ensembles der Alten Musik an authentischen und atmosphärisch einzigartigen Spielstätten Mitteldeutschlands.
 
So vielfältig wie die einzigartige Kulturregion Mitteldeutschland ist auch das Festspielprogramm des deutschlandweit bedeutendsten Festivals zur Musik des   17. Jahrhunderts. Neben der artist in residence Hille Perl werden zahlreiche Stars der Barockmusikszene wie Dorothee Mields, Peter Kooij, David Erler, Arno Paduch, Laurence Dreyfus oder Bachpreisträger Pavel Svoboda erwartet. Großartige international beachtete Ensembles wie amarcord, das Calmus Ensemble, PHANTASM, Cappella Sagittariana Dresden, Capella de la Torre, das Johann Rosenmüller Ensemble, das Ensemble Quintana oder Sarband werden die Vielfalt des Schützschen Œvres und seiner Zeitgenossen präsentieren.
 
Einer der Höhepunkte des diesjährigen HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS ist das Abschlusskonzert „Sacred Bridges“ am 15. Oktober 2017, 17.00 Uhr in der St. Marienkirche, Weißenfels. Juden, Christen und Muslime singen die gleichen Lieder der Trauer und der Freude, Sündenbekenntnisse, Lob- und Preislieder. Psalmvertonungen von Komponisten aus drei Religionen geben ein Beispiel dafür, wie die Psalmen als Quelle der Spiritualität, politisches Instrument, vor allem aber als ein die Menschen zueinander führender Weg dienen können. Die Kompositionen von Salamone Rossi, Claude Goudimel, J. P. Sweelinck und Alî Ufkî u.a. werden ineinander verschränkt, um die ursprünglich intendierte Wirkung der Psalmen wieder aufleben zu lassen: Geheiligte Brücken; zwischen Völkern, Religionen, zwischen Menschen.
Weiterführende Informationen und Kartenservice unter www.schütz-musikfest.de
 
Weiterführende Informationen
Das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2017 bietet mit insgesamt 37 Veranstaltungen eine faszinierende und abwechslungsreiche Komposition aus Konzerten, Ausstellungen und Führungen. Das deutschlandweit bedeutendste Festival zur Musik des 17. Jahrhunderts präsentiert seine Veranstaltungen in Weißenfels, Zeitz, Bad Köstritz, Gera und Dresden. Klangprächtige Instrumental- und Vokalkonzerte in einigen der schönsten Kirchen Mitteldeutschlands laden ein, sich ganz der Verbindung von Raum und Musik hinzugeben. Daneben gibt es überraschende und außergewöhnliche Spielstätten. So bietet das Musikfest die Möglichkeit, auratische Orte und spannende Veranstaltungsformate im Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger, in der Hochspannungshalle der TU Dresden und im Kleinen Schlosshof des Residenzschlosses Dresden zu entdecken oder lädt zu einem Wandelkonzert in die Rüstkammer des Residenzschlosses Dresden ein.
 
Hauptveranstalter ist der Verein Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen e.V. (MBM). Das Musikfest wird in Kooperation mit drei ständigen Partnern veranstaltet, die zugleich als Mitveranstalter für das jeweilige Bundesland agieren: die Schütz-Akademie e.V. Bad Köstritz (Thüringen), die Stadt Weißenfels und der Weißenfelser Musikverein „Heinrich Schütz” e.V. (SachsenAnhalt) sowie die Dresdner Hofmusik e.V. (Sachsen).
 
Karten sind im Internet unter www.schuetz-musikfest.de, in den Heinrich-SchützHäusern in Bad Köstritz und Weißenfels sowie bei allen reservix-Vorverkaufsstellen und unter der Tickethotline (01806) 700 733 zu erwerben.
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Source URL: http://der-neue-merker.eu/infos-des-tages-freitag-6-oktober-2017