INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 20. APRIL 2017)

by ac | 20. April 2017 06:51

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 20. APRIL 2017)

Lady Macbeth von Mzensk an der Wiener Staatsoper ab Samstag, 22.4.

Bildergebnis für Wiener Staatsoper Lady Macbeth von Mzensk
Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk steht ab Samstag, 22. April 2017 wieder auf dem Spielplan des Hauses am Ring: In der großteils neu besetzten Wiederaufnahme unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher, der bereits 2009 die Premiere der Produktion von Matthias Hartmann dirigierte, sind erstmals an der Wiener Staatsoper Eva-Maria Westbroek als Katerina Ismailowa, KS Wolfgang Bankl als Boris Ismailow, Carlos Osuna als Sinowi Ismailow, Brandon Jovanovich als Sergej, Rosie Aldridge als Axinja, Manuel Walser als Hausknecht/Wächter, Jongmin Park als Pope, Clemens Unterreiner als Polizeichef, KS Peter Jelosits als Lehrer, Zoryana Kushpler als Sonjetka und Ayk Martirossian als Alter Zwangsarbeiter zu erleben.

Reprisen: 25., 29. April und 3. Mai

Bildergebnis für Wiener Staatsoper Lady Macbeth von Mzensk
Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Vorstellung am 22. April wird im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

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Wiener Staatsballett: Davide Dato für den „Prix Benois de la Danse“ nominiert

Davide Dato, Erster Solotänzer des Wiener Staatsballetts, wurde für seine Darstellung des Abderachman in Nurejews Raymonda, den er im Dezember 2016 an der Wiener Staatsoper verkörperte, für den renommierten „Prix Benois de la Danse“ nominiert. Die Preisverleihung findet Ende Mai im Moskauer Bolschoi-Theater statt.

Davide Dato ist ab 28. April 2017 an der Volksoper Wien in der Premiere des dreiteiligen Abends Der Feuervogel | Petruschka | Movements to Stravinsky in den Uraufführungen von Eno Pecis Petruschka und Andrey Kaydanovskiys Der Feuervogel zu erleben.

Wie bereits bekannt gegeben, wird Ballettdirektor Manuel Legris beim diesjährigen „Prix Benois de la Danse“ Jurymitglied sein. Beim 25-jährigen Jubiläum des Wettbewerbs heuer besteht die Jury ausschließlich aus ehemaligen Preisträgern – Manuel Legris wurde 1998 mit dem Preis ausgezeichnet.

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IN SALZBURG – gesehen und fotografiert von Sieglinde Pfabigan: GÜNTHER SCHNEIDER-SIEMSSEN – DIE 10 GEBOTE EINES BÜHNENBILDNERS

Zum Salzburg-Bericht „DIE WALKÜRE“ von Sieglinde Pfabigan[1]

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WIENER STAATSOPER: KATJA KABANOVA. Fotos aus der ersten Vorstellung (18.4.)

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Angela Denoke, Jane Henschel. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Dan Paul Dumitrescu, Misha Didyk. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Ilseyar Khayrullova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Leonardo Navarro. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
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GESTERN ZU BESUCH BEIM ONLINE-MERKER: WOLFGANG ABLINGER-SPERRHACKE (der „Mime“ der kommenden beiden Ring-Zyklen an der Wiener Staatsoper)

Das Interview mit dem ungemein sympathischen Charaktertenor lesen Sie zeitnäher zu seinem ersten „Mime“ in Wien (30.4.)

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Renate Wagner und Wolfgang Ablinger-Sperrhacke beim Interview am 18.4.2017 in der Merker Online-Galerie. Copyright: Barbara Zeininger

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke
Charaktertenor

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, geboren in Zell am See/Österreich, studierte an der Musikhochschule Wien bei Prof. Gerhard Kahry und Kmsg. Kurt Equiluz.

Nach ersten Engagements in Linz, Basel und am Gärtnerplatz in München, debütierte er 1997 an der Opéra national de Paris und sang dort zahlreiche Partien seines Faches, u.a. Monostatos und alternierend 1.Geharnischter in Die Zauberflöte, Goro/Madama Butterfly, Block/Gerichtsdieners in der Uraufführung von K… von Philippe Manoury, Capito/Mathis der Maler und Mime/Ring des Nibelungen.

1999 gab er mit großem Erfolg sein Debüt beim Glyndebourne Festival, wo er mittlerweile über 130 Vorstellungen gesungen hat: Vašek/Verkaufte Braut, Reverend/Peter Grimes,Monostatos, Arnalta/L’Incoronazione di Poppea, Knusperhexe/Hänsel und Gretel– beide letzteren ebenfalls semikonzertant bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall-, Tanzmeister/Ariadne auf Naxos, sowie Podestà/La finta giardiniera

Weitere wichtige Engagements:
Valzacchi/Der Rosenkavalier (Metropolitan Opera, Monnaie in Brüssel, Festspiele Baden-Baden), Cajus/Falstaff (Festival d’Aix-en-Provence, Théâtre des Champs-Elysées, Teatro Real Madrid), Mime/Rheingold (Semperoper Dresden, Staatsoper Unter den Linden, Salle Wilfrid-Pelletier/Montreal, Teatro alla Scala, De Nederlandse Opera, Bunka Kaikan/Tokyo), Mime/Siegfried (Théâtre du Capitole, Teatro La Fenice, Teatro Real, Bayerische Staatsoper, Münchner Opernfestspiele, Oper Stuttgart, De Nederlandse Opera), Pedrillo/Entführung (Festival Mozart La Coruña, Teatro Real, Teatro San Carlo di Napoli), Hauptmann/Wozzeck (Teatro alla Scala, Bayerische Staatsoper), Josef /Wiener Blut, Trimalcchio in Madernas Satyricon, sowie die Uraufführung von Battistellis Divorzio all’italiana (Opéra national de Lorraine), Offenbachs Blaubart (Bregenzer Festspiele, Oper Leipzig), Aegisth/Elektra (Opéra national du Rhin), Rheingold-Loge (Strasbourg, Luzern Festival, Opera North), Piet in Ligetis Grand Macabre (English National Opera, Berliner Philharmonie), Knusperhexe (Opéra national de Lyon, Bayerische Staatsoper), Herodes/Salome (Wiener Volksoper, Wiener Staatsoper, Opernhaus Zürich), Pirzel in Zimmermanns Soldaten (Salzburger Festspiele, Scala), Prinz/Kammerdiener/Marquis in Lulu (Staatsoper Unter den Linden, Bayerische Staatsoper), Klaus Narr in der szenischen UA der Gurre-Lieder an der Nederlandse Opera

Kürzlich trat er als Siegfried-Mime an der Canadian Opera Company, als Rheingold-Mime an der Staatsoper Berlin, als Klaus Narr/Gurre-Lieder beim Bergen Festival, in Göteborg und Hannover, als Hauptmann an der Scala und im Opernhaus Zürich, als Loge semikonzertant in Leeds, Newcastle, Manchester, Nottingham und im Southbank Centre London und als Pollux/Liebe der Danae bei den Salzburger Festspielen auf.

Der Tenor hat mit Regisseuren wie Wilson, Homoki, McBurney, Audi, Pelly, Flimm, Tcherniakov, Breth, Kriegenburg, Hermanis, McVickar, Krämer, Pountney oder Fura del Baus gearbeitet sowie unter der musikalischen Leitung von K. Petrenko, Barenboim, Metzmacher, Welser-Möst, Luisi, Gatti, Gardner, Nagano, A. + Ph. Jordan, M. Albrecht, Conlon, Thielemann, Tate, Ticciati, Haenchen, Eschenbach, Pappano, Haïm oder V. Jurowsky gesungen.

Zukünftige Engagements: Ivan in Die Nase und Valzacchi in Rosenkavalier als Debüt an Covent Garden, Herodes an der Opéra national du Rhin, sowie an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper, Gurre-Lieder in der Hamburger Elbphilharmonie, Podestà/La finta giardiniera konzertant im Prinzregententheater, Mime/Ring an der Wiener und der Bayerischen Staatsoper

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Wolfgang Ablinger-Sperrhacke vor den Uraltprogrammzetteln in der Online-Galerie (Theaterzettel 1920-1925). Copyright: Barbara Zeininger

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Wir stellen vor: Der neue Mitarbeiter in der Redaktion: „Pino aus dem Waldviertel“. Schulterhöhe 57 cm, Gewicht 27 kg, etwa 2 Jahre alt, Rasse: Totaler Mischmasch. Pino wurde am 8.4. aus dem Tierheim Feinfeld bei Horn zu uns geholt und unterstützt den nicht mehr jungen Balu bestens. Zwei Rüden, die sich vertragen. Copyright: Barbara Zeininger

Anbei VIDEO Opera North: „DAS RHEINGOLD“  (semikonzertant) mit Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als „Loge“

http://www.bbc.co.uk/programmes/articles/GSgCg18K6WffDK6BBcg3Cj/wagners-ring-cycle-15-hours-of-epic-opera[2]

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Stadttheater Klagenfurt Spielzeit 2017/2018

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Florian Scholz, Iris Dönicke. Copyright: Arnold Poeschl

Intendant Florian Scholz und die Kaufmännische Geschäftsführende Direktorin Iris Dönicke haben heute das Programm der Spielzeit 2017/2018 im Stadttheater Klagenfurt vorgestellt.

Vier Opern,  vier Schauspielproduktionen, ein Musical, ein Ballett und eine große Märchenproduktion, darunter zwei Uraufführungen, stehen am Spielplan. Zusätzliche Statt Theater Veranstaltungen, Kinder- und Jugendproduktionen und Konzerte des Kärntner Sinfonieorchesters ergänzen das Programm.

Der Kartenverkauf beginnt heute.

Download Text, Fotos, Spielzeitheft unter http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/presse-bereich/presseinformationen/[3]

 Der neue Spielplan ist online! http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/produktionen/season-2017-18/[4]

Spielzeitheft zum durchblättern https://issuu.com/stkf/docs/spielzeitheft_2017_2018[5]

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HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN: Programmveröffentlichung Spielzeit 2017.2018

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Intendant Laufenberg und sein Team. Copyright: Sven Helge Czichy

 
Im Rahmen der Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, zusammen mit seinem Team das Programm der Spielzeit 2017.2018 des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden vor.
 
In der Spielzeit 2017.2018 erwarten das Publikum in der Opernsparte acht Neuinszenierungen, davon eine Uraufführung, und zehn Wiederaufnahmen. Das Schauspiel bietet zwei Uraufführungen, eine Deutschsprachige und eine Wiesbadener Erstaufführung, weitere zehn Premieren und zwölf Wiederaufnahmen. Das Hessische Staatsballett wird vier Uraufführungen zeigen. Im JUST werden sechs Premieren und sechs Wiederaufnahmen für Kinder und Jugendliche geboten. Darüber hinaus ist das Junge Staatsmusical mit zwei Premieren und drei Wiederaufnahmen vertreten. Das Hessische Staatsorchester ist in acht Sinfoniekonzerten, im Neujahrskonzert und in zahlreichen Kinder- und Familienkonzerten mit dem neuen Generalmusikdirektor Patrick Lange zu erleben. Die Kammerkonzertreihe setzt sich mit sieben Konzerten fort.  
 
»Mit dem Spielplan für die neue Saison fällt ein ganz besonderer Blick auf unseren neuen Generalmusikdirektor: Ich freue mich, dass Patrick Lange im Sommer seinen Dienst als Chefdirigent am Staatstheater Wiesbaden und damit in Hessen antreten wird. Er gehört zu den gefragtesten Dirigenten der jungen Generation, weshalb wir auch ein wenig stolz sein können, ihn vom Sommer an zum Leitungsteam unseres Staatstheaters zu zählen. Das Publikum darf gespannt sein auf die Arbeit von Patrick Lange und die neuen musikalischen Impulse, die er zweifellos setzen wird. Die spannende Programmauswahl der Sinfoniekonzerte lässt jedenfalls schon jetzt aufhorchen«, ergänzte Staatssekretär Ingmar Jung.
 
»Der Spielplan für die kommende Saison macht Lust auf viele Theaterbesuche – abwechslungsreich, bunt und mit aktuellen Akzenten. Zwei der Uraufführungen – die Oper »Schönerland« und das Schauspielprojekt »Wir werden unter Regen warten« – nehmen die Themen Flucht und Heimat auf, wobei das aus filigran entwickelten Einzelschicksalen bestehende Schauspielprojekt die Themen unserer Zeit besonders detailliert aufgreift; es erzählt Geschichten von zersplitterten Identitäten, von kulturellen Missverständnissen, Konfliktherden und Tabus. Mein Dank geht an Intendant Uwe Eric Laufenberg, der es einmal mehr versteht, die gesellschaftspolitische und pädagogische Wirkung von Theater in Szene zu setzen«, sagte Oberbürgermeister Sven Gerich bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms der Spielzeit 2017.2018.
 
Oper
Die Uraufführung »Schönerland« ist ein Auftragswerk des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Die Oper des deutsch-dänischen Komponisten Søren Nils Eichberg und der Librettistin Therese Schmidt, in der Inszenierung von Johanna Wehner, handelt von der Suche nach Verstehen und Verständnis des Fremden. »Manon« von Jules Massenet wird von Bernd Mottl neu erarbeitet, Jochen Rieder übernimmt die Musikalische Leitung. Cristina Pasaroiu singt die Titelpartie und Operalia-Gewinner Ioan Hotea ist als Chevalier des Grieux zu erleben. Die neue Spielzeit widmet sich, neben der Wiederaufnahme der »Götterdämmerung«, weiterhin Wagners Werk. »Tannhäuser« ist in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung des neuen Generalmusikdirektors Patrick Lange zu erleben. Der Bühnenraum wird von Rolf Glittenberg gestaltet und einer der gefragtesten Heldentenöre, Lance Ryan, übernimmt die Titelpartie. Mit Händels »Jephtha« kommt ein barockes Oratorium in der Inszenierung und Ausstattung von Achim Freyer auf den Spielplan. Konrad Junghänel, einer der führenden Dirigenten auf dem Gebiet der Alten Musik, übernimmt die Musikalische Leitung. In den zentralen Rollen sind Mirko Roschkowski als Jephtha und Anna Alàs Jové als Storgè zu erleben. Richard Strauss` letzte große Publikumsoper »Arabella« wird in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Patrick Lange, auf die Bühne gebracht. Das Bühnenbild entwirft Gisbert Jäkel. »Ein Maskenball« von Giuseppe Verdi erzählt eine tragische Liebesgeschichte, die ein breites Spektrum musikalisch-dramatischer Facetten entwickelt. Die junge Regisseurin Beka Savić übernimmt die Regie, Patrick Lange die Musikalische Leitung und Luis Carvalho gestaltet den Bühnenraum. Die Oper feiert während der Internationalen Maifestspiele 2018 Premiere. Mit »Don Giovanni« setzt Konrad Junghänel seinen Wiesbadener Mozart-Zyklus fort. Christopher Bolduc singt die Titelpartie, Netta Or ist als Donna Anna zu erleben. Heather Engebretson singt Donna Elvira, Shavleg Armasi ist Leporello. Die Inszenierung übernimmt Nicolas Brieger, Raimund Bauer entwirft das Bühnenbild.
 
Das Rock-Musical »Jesus Christ Superstar« beleuchtet den Gründungsmythos einer Religion und setzt sich mit dem modernen Starkult auseinander. Eine Geschichte von menschlichen Träumen und Abgründen und dem schmalen Grat zwischen Glauben und Fanatismus. Iris Limbarth übernimmt die Inszenierung und Choreografie.
 
Die Opernsparte des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden bereichert den Spielplan außerdem mit einer Reihe eigener Wiederaufnahmen, in deren Partien teils neue Sängerinnen und Sänger zu entdecken sind.
 
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden
Am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in Konzert und Oper der neue Generalmusikdirektor Patrick Lange, der mit einem neuen Konzept verantwortlich zeichnet. Die Sinfoniekonzerte der Spielzeit 2017.2018 sind unter dem Titel WIR angekündigt. WIR steht für den Zusammenklang des Orchesters, aber auch für einen gemeinsamen Start der Zusammenarbeit mit Patrick Lange. WIR bedeutet ebenfalls gemeinsame Konzerterlebnisse mit dem Publikum.
 
Das Programm zeigt die Vielfalt von 303 Jahren Musikgeschichte, darunter Werke, die noch nie in Wiesbaden gespielt wurden. Patrick Lange gibt mit dem Programm des 2. Sinfoniekonzerts seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor, wird in insgesamt vier Sinfoniekonzerten am Pult stehen und auch das Neujahrskonzert leiten. Mit Sofia Gubaidulinas Violinkonzert Nr. 2 (Violine: Tobias Feldmann) und Tschaikoswkis »Pathétique« findet eine spannende Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart statt. Im 3. Sinfoniekonzert kommen Werke der Klassik zurück in den Spielplan, im 5. Sinfoniekonzert wird die Reihe mit Barock-Konzerten weitergeführt, hier mit Bernhard Forck, der von der Violine aus leitet. Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester kommen unter der Leitung von Patrick Lange der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Auf dem Programm steht Mozarts Requiem für Chor und Orchester. Die junge ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv steht mit dem 7. Sinfoniekonzert erstmals am Pult. Den besonderen Saisonabschluss bildet »Eine Alpensinfonie« von Richard Strauss.
 
Schauspiel
In der neuen Spielzeit wird die Sparte Schauspiel ihre Beschäftigung mit Fragen nach Sinnsuche und den Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenlebens weiter vertiefen.
Anhand persönlicher Geschichten etwa mit Tom Stoppards klug-witzigem Stück »The Hard Problem. Oder: Ist Bewusstsein Materie?«, das verschiedene wissenschaftliche Theorien zum Verhältnis von Körper und Geist aufgreift und das in Wiesbaden zur Deutschsprachigen Erstaufführung kommt. Tschechow thematisiert in »Die Möwe« auf poetische, tragische und humorvolle Art und Weise die Menschen und ihre Sehnsüchte, Molnárs »Liliom« eine abgrundtiefe Liebe, die rohe Gewalt und absolute Hingabe in sich vereint. In der Uraufführung »Wie´s Baden mal war« (AT), einem Theaterprojekt von Adriana Altaras, begegnen sich reale und literarische Schicksale in einer Kurstadt am Rande des Taunus. In Sternheims Komödie »Der Snob« wird die Familie Maske demaskiert, turbulent und bitterböse gefolgt von »Arsen und Spitzenhäubchen«, dem Klassiker der Krimikomödie.
Gesamtgesellschaftlich spielt die Verquickung von Politik, Freiheit und auch Religion eine große Rolle.  So wirkt Max Frischs bissige Farce »Biedermann und die Brandstifter« höchst aktuell, wenn man das Hochkommen populistischer Politik betrachtet. Auch »Die Antigone des Sophokles«, in Bertolt Brechts Bearbeitung, liegt dicht an den Diskursen der Gegenwart, wenn es hier um den Widerstand gegen Tyrannei und Willkür geht. Um Machtstreben, persönliche Verstrickung, Gewalt, Unterdrückung, Aufbegehren und strategische Manipulation geht es in John von Düffels »Römischer Trilogie« nach Shakespeare. Aus einem Mosaik von Einzelschicksalen entsteht in der Uraufführung »Wir werden unter Regen warten«, einem Projekt des kurdischen Theatermachers Ihsan Othmann, ein Panorama verschiedenster Themen über Flucht, Heimat und Zugehörigkeit. »Unterwerfung« von Michel Houellebecq entwirft eine Vision der unmittelbaren Zukunft und ist nicht nur bösartige politische Dystopie, sondern auch scharfsinniges (Selbst-)Portrait einer bürgerlichen Schicht, die sich in Lethargie und Desinteresse suhlt. Der libanesische Künstler Rabih Mroué beschäftigt sich in seinem neuen Projekt »Sand in the eyes«, das in Koproduktion mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt entsteht, mit Bildern von Gewalt und terroristischer Propaganda. Lessings »Nathan der Weise« schließlich stellt die Frage, ob Toleranz und Einsicht wirklich nur noch als Utopie vorstellbar sind.
 
Hessisches Staatsballett
Mit der ersten Ballettproduktion in der Spielzeit 2017.2018 begibt sich Ballettdirektor Tim Plegge choreografisch auf Reisen. Das Ballett »Eine Winterreise« mit Musik von Hans Zender nach Franz Schubert steht in der Tradition seiner Handlungsballette. Den zweiteiligen Ballettabend widmet das Hessische Staatsballett mit »Kreationen« dem Schaffen zweier junger Choreografen, die noch am Beginn ihrer internationalen Karrieren stehen. Nach dem in der Spielzeit 2015.2016 in »Grenzgänger« die Grenzen des Tanzes ausgelotet und erforscht wurden, begeben sich nun Alejandro Cerrudo und Jeroen Verbruggen auf die Suche nach dem Neu- und Wiederanfang. Auch mit »Code« folgt ein Doppelabend mit der Oper »Onion.Onion« von Sivan Cohen Elias und einer Ballett-Neukreation eines Ensemblemitgliedes des Hessischen Staatsballetts. Bei dem Projekt »Startbahn 2017« hatten in der vergangenen Spielzeit Ensemblemitglieder die Möglichkeit sich selbst als Choreograf oder Choreografin zu erproben. Für eine junge Künstlerin oder einen jungen Künstler besteht nun die Möglichkeit ein größeres Stück auszuarbeiten. »Fake« ist ein Ballett für Jugendliche ab 12 Jahren. In der Reihe »Ballett für junges Publikum« nähert sich Tim Plegge der Zeit des Erwachsenwerdens als Zeit der Rebellion und der Anpassung.
 
Das Hessische Staatsballett ist nicht nur als Kompanie zweier Häuser zwischen Darmstadt und Wiesbaden unterwegs. Nach der erfolgreichen Spanien-Tournee mit »Aschenputtel« im März 2017, ist das Ensemble in dieser Spielzeit mit »Eine Winterreise« nach Ludwigsburg eingeladen.
 
Im Rahmen von »Das Hessische Staatsballett lädt ein« werden auch in dieser Spielzeit unterschiedlichste Residenzarbeiten und Gastspiele präsentiert.
 
Die Kooperation mit dem Mousonturm Frankfurt, der Tanzplattform Rhein-Main, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten will sie die Region nachhaltig stärken, Akteure und Institutionen regional und überregional vernetzen und Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das einmal im Jahr in Frankfurt und im jährlichen Wechsel in Darmstadt und Wiesbaden veranstaltet wird.
 
JUST
Das Junge Staatsschauspiel setzt frische Impulse mit neuen Gesichtern auf der Bühne und neuen Regisseuren und Geschichten.
Die Kinderoper nach Wolfgang Amadeus Mozart »Die Zauberflöte für Kinder«, in einer Bearbeitung von Patrick Lange und Carsten Kochan, ist gleichzeitig der Spielzeit-Auftakt. Mit »Faust 1« kommt eine unkonventionelle Klassiker-Adaption auf die Bühne. »Robinson Crusoe« erzählt die Geschichte des einsamsten Helden der Literaturgeschichte als vergnügliche Mediensatire. Oscar Wilde hat mit seinem »Gespenst von Canterville« eine unsterbliche Figur geschaffen, die seither Generationen von Kindern und Eltern begeistert. »Der Drache, der nicht kämpfen wollte« ist eine Geschichte über Freundschaft und die Überwindung von Vorurteilen. »Väterchen Frost« ist die diesjährige Weihnachtsproduktion.
 
Das Junge Staatsmusical feiert in dieser Spielzeit sein 30-jähriges Bestehen. In dieser Spielzeit haben das Kultstück »Im weißen Rössl« und die meistgeliebte Tanz-Geschichte »Saturday Night Fever« Premiere.
 
Das neue Team der Theaterpädagogik, Luisa Schumacher, Laura zur Nieden und Dirk Schirdewahn, plant neben den Schultheatertagen, den beliebten Führungen »Backstage für Alle« und unterschiedlichen Workshops auch zahlreiche neue Projekte. So steht sowohl die Einrichtung eines wöchentlichen Theaterclubs als auch die erweiterte Vermittlung des Spielplans in enger Kooperation mit Schulen, Kindertagesstätten und anderen Bildungsinstitutionen auf dem Plan.
 
Internationale Maifestspiele 2018
Die Premiere von Verdis »Maskenball« eröffnet die Internationalen Maifestspiele 2018. Adina Aaron singt Amelia, der polnische Tenor Arnold Rutkowski Riccardo und Vladislav Sulimsky vom Mariinsky Theater Renato, Ulrica ist nach ihren Züricher und Brüsseler Auftritten in dieser Rolle die kanadische Contraaltistin Marie Nicole Lemieux. Die Titelpartie in der neuen »Tannhäuser«-Inszenierung übernimmt im Mai Klaus Florian Vogt, der diese Partie bereits bei den diesjährigen Opernfestspielen in München singen wird. Als Arabella ist die großartige Strauss-Sängerin Maria Bengtsson zu erleben. Pretty Yende, die im »Liebestrank « 2017 an der Met New York singt, brilliert als Adina auch in Wiesbaden. Catherine Foster, Johannes Martin Kränzle, Lance Ryan und Albert Pesendorfer stehen in der Festspielauffü̈hrung der »Götterdämmerung« auf der Bühne. Als Fliegender Holländer kommt Egils Silins in einer weiteren Wagner-Partie nach Wiesbaden. Nach seiner »Otello«-Serie am Royal Opera House London gibt Gregory Kunde sein Wiesbaden-Debüt. Ein weiteres Highlight verspricht ein Gastspiel mit Rossinis »La Donna del Lago« unter der Leitung von George Petrou, mit Lena Belkina als Elena, Daniel Behle und Max Emanuel Cencic, der neben der Gesangspartie auch die Inszenierung übernimmt. Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinder- und Sonderprogramm wird im Februar 2018 bekanntgegeben.
 
Tickets und weitere Informationen
NEU: Kooperation mit der Hochschule RheinMain
Zwischen dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden und der Hochschule RheinMain wird es ab dem 1. Mai 2017 eine Kooperation geben, die Studierenden in Wiesbaden und Rüsselsheim mit einem Semesterbeitrag von 1 € kostenlose Theaterbesuche ermöglicht. Das Theaterticket gilt zunächst bis zum 31. März 2018 und schließt sämtliche Theatervorstellungen ein, ausgenommen sind jedoch Premieren, Sonderveranstaltungen sowie Gala-Abende. Die Karten sind ab dem dritten Tag vor der Veranstaltung erhältlich, solange es freie Plätze gibt.
 
Neugestaltung des Sitzplans
Die Spielzeit 2017.2018 bringt im Großen Haus Veränderungen hinsichtlich des Sitzplans. Um den veränderten Hör- und Sehgewohnheiten Rechnung zu tragen, wurde die Zuordnung einzelner Sitzplätze zu den entsprechenden Preiskategorien überdacht und die Abonnements vereinheitlicht.
Für das Hessische Staatstheater Wiesbaden ergibt sich durch die partielle Umgestaltung der Platzkategorien keine Mehreinnahme.
 
Vorverkauf
Karten für die Spielzeit 2017.2018 sind ab Donnerstag, den 20. April, um 10 Uhr an der Theaterkasse, telefonisch unter 0611.132 325 oder online unter www.staatstheater-wiesbaden.de[6] erhältlich.

Der Vorverkauf für einige Veranstaltungen der Internationalen Maifestspiele 2018 beginnt ebenfalls am 20. April. Karten für alle Vorstellungen sind ab Februar 2018 erhältlich.

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PRODUKTION De Munt / La Monnaie: AIDA von GIUSEPPE VERDI
 
Musikalische Leitung – ALAIN ALTINOGLU / SAMUEL JEAN
Regie – STATHIS LIVATHINOS

NEUPRODUKTION

Bildergebnis für la monnaie AIDA

Premiere, 16 Mai – 20:00
17*☐, 19, 20*☐, 23°☐, 25, 26*☐, 30 31°*☐ Mai – 19:30
28 Mai – 15:00
2° Juni – 19:30
4*☐ Juni – 15:00

PALAIS DE LA MONNAIE (TOUR & TAXIS)

Musikdirektor Alain Altinoglu wird das Sinfonieorchester und den Chor der Monnaie (Choreinstudierung: Martino Faggiani) in der letzten Produktion im sogenannten Palais de la Monnaie auf dem Brüsseler Areal von Tour & Taxis dirigieren. Bei einigen Vorstellungen wird Samuel Jean am Pult stehen.
Vor einem Hintergrund von Krieg und Gewalt schildert Aida das faszinierende Dreiecksverhältnis zwischen der ägyptischen Prinzessin Amneris, dem Feldherrn Radames und der gefangen genommenen äthiopischen Königstocher Aida, die ein Sklavendasein fristen muss. Regisseur Stathis Livathinos, künstlerischer Leiter am Nationaltheater von Griechenland, liefert mit dieser Aida seine erste Opernregie ab. Er schöpft in seiner Inszenierung die verschiedenen Facetten dieser Oper, in der Sehnsucht mit Pflichtbewusstsein wetteifert und das Schicksal des Individuums mit dem des Kollektivs konfrontiert wird, in ihrer vollen Bandbreite aus.
 
Alle Rollen sind mit ausgezeichneten Sängern doppelbesetzt.
Die Titelpartie wird von den Sopranistinnen Adina Aaron und Monica Zanettin* gesungen. Für die amerikanische Adina Aaron ist es ihr Monnaie-Debüt und sang die Aida bereits in Lüttich, Essen und Köln. Die Italienerin Monica Zanettin*, die im letzten Sommer für ihre Interpretation der äthiopischen Prinzessin in der Arena von Verona bejubelt wurde, hatte das Brüsseler Publikum bereits 2015 in der Verdi-Oper Un ballo in maschera bewundern können.

Sowohl für Andrea Carè als auch für Gaston Rivero* ist Radamès der erste Auftritt an der Monnaie. Der Italiener Andrea Carè, der sich als einer der großen Tenöre seiner Generation entpuppt, trat unlängst in Fedora und Jenůfa an der Stockholmer Oper auf und wird demnächst im Teatro Real Madrid den Pinkerton singen. Gaston Rivero* ist ein uruguayisch-amerikanischer Tenor, der den Part des Radamès jüngst noch in der Aalto Theater Essen und Opéra National de Paris sang.
Als ägyptische Prinzessin Amneris sind die Mezzosopranistinnen Nora Gubisch und Ksenia Dudnikova* zu hören. Die Französin Nora Gubisch, die eine fantastische Madame de la Haltière in Cendrillon und Hedwige in Guillaume Tell war, dürfen wir in der nächsten Spielzeit als Judit in Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg erleben. Ksenia Dudnikova*, die beim russischen Goldenen-Masken-Theaterpreis als „Best Leading Female Role Performance“ ausgezeichnet wurde und vor Kurzem im Londoner Covent Garden in Adriana Lecouvreur debütierte, ist zum ersten Mal in Brüssel.
Die Baritone Dimitris Tiliakos und Giovanni Meoni* singen abwechselnd den Amonasro. Der Grieche Dimitris Tiliakos hat an der Monnaie außer den Verdi-Rollen des Grafen Luna (Il trovatore) und des Rigoletto auch den Lancelotto Malatesta in Rachmaninov Troika gesungen. Er ist Gast der großen Opernhäuser wie der Metropolitan Opera in New York (La bohème), der Londoner Covent Garden Oper (Don Carlos) oder der Opéra National de Paris (Don Carlo). Für den Italiener Giovanni Meoni*, der diesen Part bereits mit Erfolg am Teatro dell’Opera in Rom, in der Arena von Verona und am Teatro San Carlo in Neapel sang, ist es der erste Auftritt in unserem Haus.
Giacomo Prestia und Mika Kares geben den Ramfis. Der italienische Bass Giacomo Prestia sang diese Rolle bereits in Verona und bei den Opernfestspielen in Macerata, an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und im Turiner Teatro Regio. Zu seinen markantesten Gesangsleistungen gehören Les Troyens an der Scala, Simon Boccanegra in Venedig sowie Don Carlo in Melbourne und Berlin. Mika Kares aus Finnisch ist einer der vielversprechendsten Bässe seiner Generation und machte mit seinem Balthazar in La Favorite an der Bayerischen Staatsoper und als Großinquisitor in Don Carlos an der Scala von sich reden. Im Sommer wird er beim Savonlinna Opera Festival in Rigoletto (Sparafucile) auftreten und für die kommende Spielzeit ist er als Ferrando in Il trovatore an die Opéra National de Paris verpflichtet.                 
Den König, die Priesterin und einen Boten singen der italienische Bass Enrico Iori, ein Verdi-Spezialist, der erstmals auf unserer Bühne zu hören ist, die junge serbische Sopranistin Tamara Banjesevic, Ensemblemitglied beim Nationaltheater Mannheim und ebenfalls Monnaie-Debütantin, und der britische Teror Julian Hubbard, den wir bereits von Rusalka, Salome und Macbeth kennen.
 
BESETZUNG
 
Musikalische Leitung ALAIN ALTINOGLU / SAMUEL JEAN°
Regie STATHIS LIVATHINOS
Bühnenbild ALEXANDER POLZIN
Kostüme ANDREA SCHMIDT-FUTTERER
Beleuchtung ALEKOS ANASTASIOU
Choreographie OTTO PICHLER
Chorleiter MARTINO FAGGIANI
 
Aida ADINA AARON, MONICA ZANETTIN*
Radamès ANDREA CARÈ, GASTON RIVERO*
Amneris NORA GUBISCH, KSENIA DUDNIKOVA*
Amonasro DIMITRIS TILIAKOS, GIOVANNI MEONI*
Ramfis GIACOMO PRESTIA, MIKA KARES☐
Il Re ENRICO IORI
Una sacerdotessa TAMARA BANJESEVIC
Un messaggero JULIAN HUBBARD
 
LA MONNAIE SYMPHONIC ORCHESTRA & CHOIR
 
ALLGEMEINE INFORMATIONEN

VORSTELLUNGEN
Premiere, 16 Mai – 20:00
17*☐, 19, 20*☐, 23°☐, 25, 26*☐, 30 31°*☐ Mai – 19:30
28 Mai – 15:00
2° Juni – 19:30
4*☐ Juni – 15:00
 
PALAIS DE LA MONNAIE
Tour & Taxis, avenue du Port 86c – 1000 Brussels
 
PRODUKTION De Munt / La Monnaie
MIT UNTERSTÜTZUNG VON BNP PARIBAS FORTIS

AROUND THE STAGE
EINFÜHRUNG
Eine halbe Stunde vor Begin der Vorstellung
    INFO & KARTENVORVERKAUF
+ 32 2 229 12 11
MMTickets, 14 Rue des Princes, 1000 Brüssel www.lamonnaie.be[7] – tickets@lamonnaie.be[8]
 
PREIS
von 10 € bis 129 €
 
RADIO & TV |
ArteConcert live, 28.05.2017
Klara, September 2017

STREAMING on www.lamonnaie.be[7]
Diese Produktion von AIDA wird ab 12 Juni 2017 auf MMchannel unserer Website kostenlos drei Wochen lang in voller Länge zugänglich sein. MMChannel, das audiovisuelle Projekt der La Monnaie, wird unterstützt von den Patrons.

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WIEN/ BURGTHEATER: KARIN BERGMANN BEWIRBT SICH UM KEINE ZWEITE DIREKTIONSZEIT

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Karin Bergmann. Copyright: Reinhard Werner

Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann hat Minister Thomas Drozda und das Ensemble des Burgtheaters darüber informiert, dass sie sich nicht für eine zweite Direktionszeit bewerben wird.

Karin Bergmann: „Wenn ich das Burgtheater im Sommer 2019 verlasse, übergebe ich ein künstlerisch gut aufgestelltes und finanziell saniertes Theater. Dies dank der hervorragenden Unterstützung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unseres wunderbaren Ensembles und meines großartigen Teams. Ich halte es für richtig, dass dann eine jüngere Theaterleitung das Haus in die Zukunft führt.“ Nachdem das Burgtheater in der Spielzeit 2013/2014 in finanzielle Turbulenzen geriet, hatte Karin Bergmann im März 2014 zunächst die interimistische Direktion übernommen und wurde im Oktober 2014 zur künstlerischen Direktorin ernannt.
Am 28. April präsentiert sie ihre Pläne für die Spielzeit 2017/2018, ihrer dritte Saison: „Jetzt freue ich mich auf die nächsten zwei Jahre, die aufregende Begegnungen mit maßgeblichen Regisseuren und neuen Texten bringen werden.“

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Dr. Carl Manner gestorben

„Manner-Schnitten“ ist eine Weltmarke. Nun ist Dr. Carl Manner 87jährig im Wiener Hanusch-Krankenhaus gestorben.

Dr. Manner war ein großer Opernfreund, Anna Netrebko sein erklärter Liebling!

Auch wir vom „Online-Merker“ profitierten von der Großzügigkeit Manners. Immer, wenn Esther Hatzi (arbeitet im Arcadia-Shop der Staatsoper vor dem  Mahler Saal) bei uns veranstaltete, lieferte die Firma Manner ihre Produkte als Spende an.

DANKE, Dr. Carl Manner!

Bildergebnis für carl manner

Hier geht es zum Kondolenzbuch

http://carl.manner.com/de[13]

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 ORF „Romy 2017 – Der Österreichische Film- und Fernsehpreis“ im ORF

Gala live am 22. April in ORF 2, Verleihung der Akademiepreise am 21. April in ORF III

Wien (OTS) – Glanz und Glamour, nationale und internationale Stars in Wien: Am Samstag, dem 22. April 2017, wird die Wiener Hofburg wieder zum Hotspot der Film- und Fernsehstars, wenn live ab 21.10 Uhr in ORF 2 bereits zum 28. Mal die begehrten Romys verliehen werden. Moderiert wird die Gala auch heuer von Katharina Straßer und Andi Knoll. Für das TV-Publikum setzt wieder Regisseurin Heidelinde Haschek die Preisverleihung mit insgesamt zehn Kameras – darunter ein Kamerakran, Funkkameras und eine Steadicam – in Szene. Insgesamt werden bei der Akademie-Romy und dem Romy-Publikumspreis Preise in 20 Kategorien vergeben sowie acht Sonderpreise. Einer dieser Sonderpreise, die Platin-Romy, geht dieses Jahr an Peter Simonischek. Aus diesem Anlass zeigt gleich nach der Gala in ORF 2 den Film „Alles Glück dieser Erde“. Im Rahmen der Gala wird auch der TV-Film „Terror – Ihr Urteil“ mit der Romy für das „TV-Ereignis des Jahres“ ausgezeichnet. Die Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Justizdrama, für den er mit Produzent Oliver Berben und Regisseur Lars Kraume auch das Drehbuch schrieb, war am 17. Oktober 2016 im Rahmen eines ORF-Themenabends in ORF 2 und zeitgleich in der ARD und im SRF zu sehen.

Die Gala „Romy 2017 – Der Österreichische Film- und Fernsehpreis“ in ORF und 3sat

Die ORF-„Seitenblicke“, Hitradio Ö3, die ORF-Landesstudios und „Guten Morgen Österreich“ berichten rund um die Romy-Verleihung über den Event. Das ORF.at-Netzwerk und der ORF TELETEXT informieren ebenso aktuell. Am Sonntag, dem 23. April, um 10.15 Uhr wird die Romy-Verleihung auch in 3sat ausgestrahlt und bringt so den österreichischen Fernsehpreis nach Deutschland und in die Schweiz.

ORF III zeigt „Kultur Heute Spezial“ zur Romy-Akademiepreisverleihung und „Gruber geht“

Zwei Tage vor der großen „Romy-Gala“ in der Wiener Hofburg werden auch heuer wieder die Romy-Akademiepreise vergeben. In zwölf Kategorien werden damit die Stars hinter den Kulissen gewürdigt: jene Film- und Fernsehmacherinnen und -macher, die nicht im Rampenlicht stehen, aber am Erfolg der Produktionen maßgeblich beteiligt sind. Insgesamt stehen 16 ORF-Produktionen, davon zehn ORF-koproduzierte Fernsehfilme, sechs kofinanzierte Kinoproduktionen und eine ORF-III-Koproduktion, in den zwölf Kategorien der Romy-Akademiepreise auf der Nominierungsliste. „Kultur Heute“ berichtet am Tag danach am Freitag, dem 21. April, um 19.15 Uhr in einer Spezialausgabe vom Ort des Geschehens, aus dem Wiener Grand Hotel. ORF-III-Moderator Peter Fässlacher bittet alle Preisträgerinnen und Preisträger zum Interview. Ani Gülgün-Mayr übernimmt gemeinsam mit Rudolf John die Moderation der Preisverleihung. Außerdem steht am Freitag, dem 21. April, um 20.15 Uhr „Gruber geht“ auf dem Programm von ORF III – mit Manuel Rubey, der heuer in der Kategorie „Beliebtester Schauspieler Kino/TV-Film“ nominiert ist.

Zahlreiche ORF-Stars unter den Romy-Nominierten für den Publikumspreis

Die Romy-Publikumspreise werden heuer in sechs Kategorien (Schauspielerin TV-Film/Kino, Schauspieler TV-Film/Kino, Schauspielerin Serie/Reihe, Schauspieler Serie/Reihe, Information, Show/Unterhaltung) vergeben. Insgesamt sind in den sechs Hauptkategorien 20 ORF-Stars bzw. Schauspielstars im ORF mit insgesamt 26 ORF-Produktionen (eigen- bzw. koproduziert bzw. kofinanziert) nominiert. Im Bereich „Show/Unterhaltung“ sind neben anderen Andi Knoll („Die große Chance der Chöre“, „Wer singt für Österreich“), Barbara Schöneberger („Starnacht“) sowie Jörg Pilawa („Spiel für dein Land“, „Silvesterstadl“) für eine Romy nominiert. Auf eine Auszeichnung dürfen u. a. auch Tarek Leitner („ORF-Wahlberichterstattung“) und Hanno Settele („DOKeins“, „Wahlfahrt“) hoffen, die in der Kategorie „Information“ nominiert sind.

Als beliebteste Schauspielerin in einer Serie oder Reihe stehen Patricia Aulitzky („Lena Lorenz“, „Pregau – Kein Weg zurück“), Katharina Böhm („Die Chefin“), Gerti Drassl („Vorstadtweiber“, Landkrimi „Sommernachtsmord“), Adele Neuhauser („Tatort“) und Katharina Straßer (Landkrimi „Sommernachtsmord“, „Gemischtes Doppel“) zur Wahl. Als beliebteste Schauspieler in einer Serie oder Reihe können sich Nicholas Ofczarek („Tatort – Die Geschichte vom bösen Friederich“, Landkrimi „Höhenstraße“), Hans Sigl („Der Bergdoktor“) und Raimund Wallisch (Landkrimi „Höhenstraße“) über eine Nominierung freuen. In der Kategorie „Beliebtester Schauspieler TV-Film/Kino“ sind u. a. Tobias Moretti (u. a. „Die Hölle“, Landkrimi „Endabrechnung“), Manuel Rubey (u. a. Landkrimi „Drachenjungfrau“) und Simon Schwarz (u. a. „Das Sacher. In bester Gesellschaft“) nominiert. Auch auf eine Romy hoffen können unter anderen Pia Hierzegger („Was hat uns bloß so ruiniert“, „Hotel Rock ’n’ Roll“), Julia Koschitz (u. a. „Das Sacher. In bester Gesellschaft“), Ursula Strauss („Maikäfer flieg“, „Die Stille danach“, „Das Sacher. In bester Gesellschaft“, „Pregau – Kein Weg zurück“) und Franziska Weisz (u. a. „Ein Geheimnis im Dorf – Schwester und Bruder“, „Tatort“), die in der Kategorie „Beliebteste Schauspielerin TV-Film/Kino“ nominiert sind. Weiters sind folgende Schauspieler, die regelmäßig im ORF zu sehen sind, für eine Romy vorgeschlagen: Friedrich von Thun (u. a. „Die Hölle“), Jan Josef Liefers (u. a. „Tatort“) und Max Müller („Die Rosenheim-Cops“).

Die „Romy 2017 – Der Österreichische Film- und Fernsehpreis“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at[14]) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + sowie 3sat – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.
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ORF : Robert Dornhelm macht Marie-Luise Stockinger zur jungen „Maria Theresia“

Dreharbeiten zu topbesetztem ORF-Event-Zweiteiler und ORF-Programmschwerpunkt ab 2. Mai =

Wien (OTS) – Mit einem multimedialen ORF-Programmschwerpunkt würdigt der ORF ab Dienstag, dem 2. Mai, die bedeutende Herrscherin Maria Theresia, deren Geburtstag sich am 13. Mai 2017 zum 300. Mal jährt. Neben diesen bevorstehenden On-Air- und Online-Höhepunkten ist ein weiteres TV-Highlight in Vorbereitung: Denn nach einem ersten Pre-Shoot haben heute, am Dienstag, dem 18. April, auch die Dreharbeiten zu Robert Dornhelms topbesetztem ORF-Event-Zweiteiler „Maria Theresia“ begonnen. Nach Anna Sacher und Maximilian wird damit nun eine weitere prägende Persönlichkeit der österreichischen Geschichte zum Mittelpunkt einer neuen TV-Produktion: Nachwuchstalent und Burgtheater-Ensemblemitglied Marie-Luise Stockinger schlüpft in die Rolle der jungen „Maria Theresia“ und erzählt in zweimal 100 Minuten knapp drei Jahrzehnte österreichische Historie bis zu ihrer Krönung zur ungarischen Königin. Der Film konzentriert sich auf die ersten 30 Lebensjahre der Monarchin und zeichnet so nicht das Bild der großen Kaiserin, sondern blickt auf ihre Jugend und die Zeit der schwierigen Machtergreifung.

In weiteren Rollen dieses aufwendig inszenierten Historien-Melodrams spielt ein topbesetzter Cast um u. a. Vojtěch Kotek, Karl Markovics, Fritz Karl, Julia Stemberger, Cornelius Obonya, Anna Posch, Dominik Warta, Nathalie Köbli, Zuzana Mauréry, Alexander Bárta, Zoltán Rátóti, Adorjáni Bálint und Tatiana Pauhofová. Und auch hinter der Kamera steht ein bewährtes Team um u. a. Regisseur Robert Dornhelm sowie die Erfolgsproduzenten von MR- und Beta-Film. Die Dreharbeiten in Österreich (Wien), Tschechien, der Slowakei und Ungarn dauern voraussichtlich bis Ende Juni. Das Drehbuch stammt von Mirka Zlatníková. Zu sehen ist der ORF-Zweiteiler voraussichtlich im Winter 2017/2018.

Regisseur Robert Dornhelm: „Eine lebendige Zeitreise“

„Mit unserem Zweiteiler ,Maria Theresia‘ darf sich das Publikum auf eine lebendige Zeitreise freuen, die historische Parallelen zur heutigen Zeit erkennen lässt. Das Ziel ist es aber nicht, Geschichtsbücher zu verfilmen oder eine Biografie auf die Fernsehbildschirme zu bringen – im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte zwischen Maria Theresia und ihrem Mann mit allen Konsequenzen.“ Und Dornhelm weiter über die opulenten Dreharbeiten: „Ein Team von zehn Crew-Mitgliedern hat drei Monate allein Perücken geknüpft, die Kostüme sind besonders aufwendig und den Originalen nachempfunden. Es wurde weder an der Ausstattung noch an großartigen Drehorten oder guten Schauspielern gespart. Die große Herausforderung für mich ist es, die Schauspieler aus den vier Ländern – Tschechien, Slowakei, Ungarn und Österreich – terminlich und sprachlich zu koordinieren. Es wird jeder Darsteller in seiner Sprache spielen. Das ist für mich eine ganz neue Erfahrung.“

Mehr zu den Inhalten

Teil eins

Die junge Maria Theresia (Marie-Luise Stockinger) sieht ihren Lebensweg klar vor sich. Sie wird Franz Stephan (Vojtěch Kotek) aus Lothringen heiraten und viele Kinder bekommen. Auch wenn Franz Stephan noch gar nichts von seinem Glück weiß und ihr Vater, Kaiser Karl VI. (Fritz Karl), und der allmächtige Prinz Eugen (Karl Markovics) ganz andere Pläne für sie haben.

Teil zwei

Aus dem Eheglück mit Franz Stephan in der Toskana findet sich Maria Theresia noch dem Tod Karls VI. plötzlich als seine Nachfolgerin auf dem Thron. Die über sie hereinbrechenden Staatsgeschäfte überfordern die junge Frau. Der vernachlässigte Franz Stephan geht bald eigene Wege. Die Feinde Österreichs halten die Zeit für die Zerschlagung von Maria Theresias Reich gekommen.

„Maria Theresia“ ist eine Koproduktion von MR-Film und Maya Production mit Česká televize, ORF, Slovak RTVS, Hungarian MTVA & Beta Film.

Alle Details zum ORF-Programmschwerpunkt „300 Jahre Maria Theresia“ sind unter http://presse.ORF.at[15] bzw. http://oe1.ORF.at[16] abrufbar.
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WIEN/ MUSIKVEREIN: Andreas Gabalier unplugged im Wiener Musikverein

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„Volks-Rock’n’Roller“ Gabalier vor ungewohnter Kulisse. Bildquelle: APA/HANS PUNZ

 Wien (APA) – Mit stoischer Miene haben die Karyatiden im Goldenen Saal des Musikvereins die für sie ungewohnten Klänge quittiert:

„Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier hat am Dienstagabend im Klassiktempel den Auftakt seiner Österreichtournee „MTV Unplugged“ gefeiert. Dabei lässt sich der 32-Jährige keineswegs lumpen, könnte diese doch auch „Gabalier Symphonic“ anstatt „Unplugged“ heißen.

Schließlich hat der Steirer nicht nur seine Band, sondern auch Allzweckwaffe Christian Kolonovits am Pult eines ganzen Orchesters im Rücken. An dieser Hinwendung zum symphonischen Format haben sich ja nicht nur zahlreiche Weltstars von Sting abwärts versucht. Auch Conchita, gleichsame die Antipode zu Gabalier im heimischen Musikzirkus, ist derzeit wieder mit Orchester zu hören. Da Gabalier jedoch Ende 2016 in der über ein Vierteljahrhundert zurückreichenden Geschichte der Konzertreihe „MTV Unplugged“ der erste Österreicher war, der seine Songs in nicht elektronisch verstärkter Version darbieten durfte, läuft die Tournee unter selbigem Titel.

Nach neun Stationen in Deutschland und einer in der Schweiz, ist zum Abschluss nun die Heimat an der Reihe, und hier markierte mit dem Musikverein die „wohl ungewöhnlichste Konzertlocation in der Volks-Rock’n’Roll-Geschichte“ den Auftakt. Dabei wirkte der eigentlich monumentale Rahmen für den Stadien gewohnten Gabalier beinahe intim. Der stellt aber auch bei den kommenden beiden Auftritten sein Licht nicht unter den Scheffel, folgt auf den Musikverein mit dem Großen Festspielhaus von Salzburg doch eine nicht minder renommierte Spielstätte, bevor es zum Abschluss in die Heimatstadt Graz geht.

Apropos Heimat. Ohne diese kommt auch kaum ein Lied des Abends aus: Von „Home sweet home“ über „Vergiss die Heimat nie“ bis zu „Sie“, die das leuchtende Licht der „Heimatsunn“ in sich trägt.

Diese Dahamigkeit stellt den Begriff der Heimat synonym mit dem Wahren, Schönen, Guten, das bei aller Herumtreiberei und der Jagd auf „Dirndalan“ das eigentliche Endziel allen Seins darstellt. Wenn die Sennerin in „Bergbauernbuam“ die „Heimatjodler“ singt oder das „Edelweiß“ aus dem Musicalklassiker „The Sound Of Music“ die Heimat schützt, ist ein landromantisches Zeichensystem entworfen, das auf der reinen Begriffsebene verbleibt und diese mit wenig Konkretem ausfüllt. Wie die Anspielungen auf sexuelle Aktivitäten in den Liedtexten stets augenzwinkernd hinter Metaphern versteckt werden, wird auch die Weltsicht cachiert, angesprochen, ohne ausgesprochen zu werden.

 Gabalier selbst scheint sein Bühnen-Alter-Ego mit stets verschmitztem Lächeln immer wieder selbst nicht ernst zu nehmen.

Seinen markanten Sprachduktus des gehetzten Abstockens zwischen den einzelnen Worten könnte man als postmodernes Zitat deuten, als ironische Distanzierung von der eigenen Rolle. Zugleich wird damit aber ein bewusstes Fremdeln mit dem Hochdeutschen zelebriert, was im Subtext in sich wiederum eine augenzwinkernde Abgrenzung darstellt und das Publikum als Kollektiv vereinnahmt.

Dabei spielt Gabalier gerade im symphonischen Format mit seinem rauchigen, gehauchten Timbre auf der gesamten Klaviatur zwischen volkstümlicher Mir-san-mir-Selbstbespiegelung und Memphisblues, zwischen wuchtigen Gefühlsballaden im Dialekt bis zu einem Tribute an den verstorbenen Roger Cicero. Eine Klavierballade wie „Für mi bist du schön“ könnte in der reduzierten Form auch von Leonard Cohen intoniert werden, während beim Bierzeltknaller „Hulapalu“ die Wände wackeln („Jetzt bricht der Musikverein fast auseinander“) und Lokalpatrioten bei „Wien, nur du allein“ das Herz aufgeht.

Entsprechend generationenverbindend ist die Musik des „Volks-Rock’n’Rollers“ letztlich, weiß sie dank der Qualitäten des Entertainers doch in verschiedenen Genres zu bestehen.

Der Auftritt des Stars hatte dabei ungeachtet kalter Witterung einen großen Teil des Publikums in kurzen Lederhosen und Dirndl angelockt, und nur die wenigsten hatten nicht zumindest ein kleines Accessoire im Rot-Weiß-Karo am Körper. Auch einige Prominente ließen sich den Auftritt im ungewohnten Ambiente nicht entgehen und allesamt verließen nach knapp dreieinhalb Stunden nur widerwillig die musikalische Weihestätte, die nach dem Neujahrskonzert nun einem weiteren österreichischen Kulturschlager eine Heimat bot.

INFO: Andreas Gabaliers „MTV Unplugged“-Tour am 20. April im Großen Festspielhaus Salzburg und am 21. April im Orpheum Graz.

www.andreas-gabalier.at[17]

 Amadeus-Awards für Voodoo Jürgens und Andreas Gabalier =

   Wien (APA) – Die 17. Amadeus Austrian Music Awards haben ihre ersten Gewinner: Bereits am Mittwoch wurden die Preisträger der acht Genre-Kategorien bekannt gegeben. Und freuen dürfen sich unter anderem Singer-Songwriter Voodoo Jürgens – gemeinsam mit Kollege Julian Le Play insgesamt am öftesten nominiert – sowie „Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier.

   Jürgens, der noch vier weitere Gewinnchancen hat, konnte sich in der Kategorie „Alternative“ durchsetzen. Als bester „Electronic/Dance“-Act wird bei der großen Gala am 4. Mai im Wiener Volkstheater die Gruppe Mynth ausgezeichnet. Bei „Hard Heavy“ fiel die Wahl auf die Band Serenity, die Sparte „Hip Hop/Urban“ sicherte sich Rapper Nazar, der hier zuletzt 2015 erfolgreich war. Die Trophäe für „Jazz/World/Blues“ wird sich Ernst Molden abholen, bei „Pop/Rock“ setzten sich Pizzera Jaus durch.

   Im „Schlager“-Geschäft führt wiederum kein Weg an DJ Ötzi Nik P. vorbei und in der „Volksmusik“-Sparte darf sich Andreas Gabalier freuen, der erst am gestrigen Dienstagabend im Wiener Musikverein sein aktuelles Unplugged-Programm zum Besten gegeben hat. Noch etwas länger spannend bleibt es hingegen in den zehn allgemeinen Kategorien, darunter die Preise für Band, Künstler und Künstlerin des Jahres oder Song sowie Album des Jahres.

   Entschieden wurde über die Sieger zu je 50 Prozent durch eine Fachjury und durch ein Online-Voting, das bis Ende März lief. Bei der Gala im Volkstheater werden u.a. Bilderbuch, Amy Macdonald und James Blunt das Liveprogramm bestreiten.

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  1. Zum Salzburg-Bericht „DIE WALKÜRE“ von Sieglinde Pfabigan: http://der-neue-merker.eu/salzburg-osterfestspiele-die-walkuere-damals-und-heute-1967-2017
  2. http://www.bbc.co.uk/programmes/articles/GSgCg18K6WffDK6BBcg3Cj/wagners-ring-cycle-15-hours-of-epic-opera: http://www.bbc.co.uk/programmes/articles/GSgCg18K6WffDK6BBcg3Cj/wagners-ring-cycle-15-hours-of-epic-opera
  3. http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/presse-bereich/presseinformationen/: http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/presse-bereich/presseinformationen/
  4. http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/produktionen/season-2017-18/: http://www.stadttheater-klagenfurt.at/de/produktionen/season-2017-18/
  5. https://issuu.com/stkf/docs/spielzeitheft_2017_2018: https://issuu.com/stkf/docs/spielzeitheft_2017_2018
  6. www.staatstheater-wiesbaden.de: http://www.staatstheater-wiesbaden.de
  7. www.lamonnaie.be: http://www.lamonnaie.be
  8. tickets@lamonnaie.be: mailto:tickets@lamonnaie.be
  9. Twitter: https://twitter.com/lamonnaiedemunt
  10. Facebook: https://www.facebook.com/LaMonnaieDeMunt/
  11. Streaming: http://www.lamonnaie.be/en/static-pages/152-our-productions
  12. Online tickets: https://brussel.iticketsro.com/Munt/default.aspx?culture=en-US
  13. http://carl.manner.com/de: http://carl.manner.com/de
  14. http://TVthek.ORF.at: http://TVthek.ORF.at
  15. http://presse.ORF.at: http://presse.ORF.at
  16. http://oe1.ORF.at: http://oe1.ORF.at
  17. www.andreas-gabalier.at: http://www.andreas-gabalier.at

Source URL: http://der-neue-merker.eu/infos-des-tages-donnerstag-20-april-2017