INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 11. JÄNNER 2018)

by ac | 11. Januar 2018 07:24

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 11. JÄNNER 2018)

Don Giovanni an der Wiener Staatsoper

Großteils neu besetzt ist die Vorstellungsserie von Mozarts Don Giovanni ab Sonntag, 14. Jänner 2018 im Haus am Ring: Annette Dasch stellt sich als Donna Elvira dem Staatsopernpublikum vor, ihre Rollendebüts am Haus geben Ludovic Tézier als Don Giovanni, Ekaterina Siurina als Donna Anna, Jinxu Xiahou, Luca Pisaroni als Leporello und Clemens Unterreiner als Masetto. Dan Paul Dumitrescu singt den Commendatore und Valentina Naforniţă die Zerlina.

Am Dirigentenpult: Sascha Goetzel.

Reprisen: 17. und 20. Jänner

Die Vorstellung am 20. Jänner wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com

Kurzbiografie (Hausdebüt)


Foto: Wikipedia

Die Berlinerin Annette Dasch zählt zu den führenden Sopranistinnen unserer Zeit. Sie ist Gast der wichtigsten Opernhäuser und Festivals weltweit. Zu ihren Verpflichtungen der letzten Zeit zählte u. a. Elsa (Lohengrin) an der Oper Frankfurt sowie an der Deutschen Oper Berlin. Zu ihren wichtigsten Partien zählen derzeit Donna Elvira (Mailänder Scala, Berliner Staatsoper, Bayerische Staatsoper in München), Contessa d’Almaviva in Le nozze di Figaro (Royal Opera House Covent Garden London, Teatro Real Madrid, Théâtre des Champs- Elysées in Paris, Metropolitan Opera in New York, Oper Frankfurt), Fiordiligi in Così fan tutte (Bayerische Staatsoper München, Salzburger Osterfestspiele), Armida (Salzburger Festspiele), Antonia (Opéra National de Paris), Elisabeth (Oper Frankfurt), Elsa (Bayreuther Festspiele, Mailänder Scala, Bayerische Staatsoper München, Gran Teatre del Liceu Barcelona), Eva (Budapest Festival, Metropolitan Opera New York), Martinus Juliette (Opernhaus Zürich) und Cordelia (Opéra de Paris). Annette Dasch wurde 2014 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

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00 Apropos Renate ipse 300

Pranger? Hexenjagd? Vernichtungsfeldzug?

Noch nie war es so leicht, einen Menschen zu ruinieren. An einem Tag steht ein Schauspieler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, bekommt einen „Golden Globe“ als bester Hauptdarsteller (ich erwähne gleich, dass ich „The Desaster Artist“ für einen ziemlich katastrophalen Film halte, aber das steht hier nicht zur Diskussion) – am nächsten Tag sagt die New York Times eine Veranstaltung mit eben diesem James Franco ab, weil zwei Damen gegen ihn Vorwürfe sexueller Nötigung eingebracht haben. Er leugnet das, was von seinem Standpunkt aus vermutlich das einzig Richtige ist, ob er aus der Affäre unbeschädigt herauskommt, ist zu bezweifeln, „angepatzt“ (nach dem Motto „Wird schon was dran sein“ und „Kein Rauch ohne Feuer“) ist er zweifellos.

Wir haben es erlebt, seit „#metoo“ zur Weltmacht wurde: die Throne stürzen, und das mit erschütternder Schnelligkeit. Was war Kevin Spacey, wenn man seine Karriere verfolgt, für ein hoch geachteter, bewunderter Mann, abgesehen von seinen Filmen als der brillante Hauptdarsteller des „House of Cards“ im Mittelpunkt aller Hollywood-Ereignisse. Und gab es keinen mehr bewunderten Dirigenten als James Levine, den Mann, dem die Met mehr verdankt als jedem anderen, den Künstler, der sich im Weltrepertoire der Oper bewegte wie ein Fisch im Wasser?

Wer hoch steht, stürzt besonders tief – zwei Männer, die ihre Homosexualität nicht nur einvernehmlich mit Partnern (und von mir aus mit bezahlten Strichjungen, wir sind erwachsen) ausgelebt haben, sondern offenbar ihre Stellung benützten und missbrauchten, Jugendliche zu belästigen. Wenn die Welt hier nicht mehr wegsieht oder hinter vorgehaltener Hand „pfui“ sagt, sondern zur Ächtung schreitet, die mit der Vernichtung von Persönlichkeiten und Karrieren Hand in Hand geht… im medialen Zeitalter ist das leicht geworden.

Mittlerweile aber hat man entdeckt, wie perfekt man diese Missbrauchs-Vorwürfe instrumentalisieren kann. Und wenn Catherine Deneuve und die französischen Frauen es sich mit ihrer Forderung nach der „Freiheit zu belästigen“ entschieden zu leicht machen (ist das ihr Ernst???), mit einem haben sie jedenfalls recht: Heute würden Männer „zur Kündigung gezwungen, deren einziges Vergehen es ist, ein Knie berührt oder einen Kuss erhascht zu haben“.

Ja, man sollte Vergewaltigung und Nötigung aufgrund einer Machtposition nicht mit den vielleicht handgreiflichen, aber harmlosen Folgen eines Flirts gleich setzen – wo Frauen ja dann auch noch was zu sagen haben. Im Zweifelsfall „nein“.

Die Problematik ist gänzlich außer Kontrolle geraten, man kann jeden Promi heute an den Pranger stellen und allein damit ruinieren. Dieter Wedel hat sich durch sein schlechtes Benehmen viele Feinde gemacht, „#metoo“ bietet die einfache Möglichkeit, es ihm heimzuzahlen. Kann sein, dass er es verdient –Tatsache ist jedenfalls, dass sich die Medien auf dieses „Material“ geradezu stürzen, wo sind schönere Schlagzeilen? Aber der Bürgermeister von Bad Hersfeld, dessen Festspiele Wedel leitet, sprach nicht zu Unrecht von einer „Hexenjagd“, und man kritisiert zu Recht, „dass der Betroffene trotz Unschuldsvermutung medial hingerichtet wird“. Wie immer die Sache ausgeht – und Wedel leugnet ebenso vehement wie James Franco -, unbeschädigt gehen sie nicht daraus hervor.

Als Nina Proll sich in die Diskussion einschaltete, sorgte nur ihre Popularität dafür, dass sie mit ihrem Widerspruch einigermaßen durchkam, ohne selbst Schaden zu nehmen. Die Rolle der Frau zu hinterfragen? Nein, nicht dort, wo Männer vergewaltigen, also mit der brutalen Gewalt des Stärkeren Beischlaf erzwingen. Auch nicht dort, wo Chefs (das sind ja nicht nur Filmemacher, das kommt in jeder Firma vor) die Stellung einer Angestellten davon abhängig machen, ob sie ihnen zu Willen ist. Aber, wie ein Darsteller in einer Wedel-Serie sagte: „Es gab immer genügend Damen, die an Doktor Wedels Tür gekratzt haben und sich mit ihm allein treffen wollten. Keine ist ohne einen Plan zu ihm gegangen.“

Die Besetzungscouch, wenn sie als solche von beiden Seiten wahrgenommen wurde, quasi als Austausch – das ist zwar nicht schön, aber diese Freiheit muss man den Frauen lassen. Sich hochschlafen – warum nicht, wenn Männer so blöde sind, sich dermaßen benützen zu lassen?

Denken wir doch – bitte! – immer dialektisch, betrachten wir ein Thema von zwei (oder noch von viel mehr) Seiten, bevor wir in empörtes Geheule ausbrechen. Achten wir auch auf Wertigkeiten, Äpfel sind keine Birnen, es wird von vielen unterschiedlichen Dingen gesprochen. Bedenken wir auch, dass Peter Pilz grapschte, als das noch kein Verbrechen, sondern maximal ein Kavaliersdelikt war (von der Männerwelt verständnisvoll-schmunzelnd betrachtet) und man ganze Scharen von Wirtshaus-Gästen hätte in Polizeigewahrsam führen müssen, weil jeder Kunde der Kellnerin auf den Hintern tatschte, ob sie das nun als Kompliment oder Belästigung empfand. Nicht zu allen Zeiten wurde so gedacht und gehandelt wie heute, und wer sind wir, jetzt (aus der Position: Wir sind die Guten!!! Die Moralischen!!! Die einzig Wahren und Richtigen!!!) die Vergangenheit streng zu verurteilen, möglicherweise über Jahrhunderte zurück? Denken wir auch ein bisschen historisch – dass die Zeiten sich ändern. Wenn auch selten so gewaltsam wie heute, wo wir uns gleichsam in einem rasenden Rad befinden, das sich immer schneller dreht…

Die „Hexenjagd“ ist vermutlich noch lange nicht ausgestanden, aber die Reizlatte liegt immer höher. Wenn es nicht gelingt, mindestens Obama, Prinz Charles oder Trump der Nötigung oder Vergewaltigung zu überführen, werden die Schlagzeilen schwächer, wird das Thema uninteressanter werden. Auch das ist ein Zeichen unserer wirklich schrecklichen Medienwelt. Eines steht jedenfalls fest: Böse, sehr böse Mittel werden benutzt, das Böse zu bekämpfen.

Renate Wagner

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Kunst- und Kulturverbände äußern Forderungen an Regierung

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Kulturschaffende schlossen sich zusammen. Bildquelle: APA (Punz)/HANS PUNZ

Wien (APA) – Ein „Regierungsprogramm der Kunst- und Kulturschaffenden 2018-2022“ haben Vertreter von zehn Interessensverbänden österreichischer Künstler heute, Mittwoch, der Öffentlichkeit vorgestellt. Der neue Kulturminister Gernot Blümel

(ÖVP) erhält das Konvolut mit der Post. Man nehme die im Kulturprogramm der Regierung „ausgesprochene Einladung zu einem Austausch gerne auf“, heißt es in dem Brief.

„Wir eröffnen den Dialog. Man braucht mit uns nicht gönnerhaft reden, man kann mit uns ganz normal verhandeln, wir sind Profis“, sagte Gerhard Ruiss, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren bei einer Pressekonferenz in Wien. Man sei im Vorfeld als Verhandlungspartner nicht eingebunden gewesen und wolle einen Termin bei Blümel und anderen zuständigen Ministern wie Justizminister Josef Moser (ÖVP), da der großen und wichtigen Materie Urheberrecht entscheidende Bedeutung zukäme. Es sei geplant, einen „ständigen Katalog der offenen Forderungen“ zu eröffnen, der jeweils aktualisiert werden soll.

Vor allem stoßen sich die Interessensvertreter am fehlenden Verständnis für das Berufsbild des Künstlers und die gänzliche Absenz einer Auseinandersetzung mit der prekären sozialen Lage von Künstlern im Regierungsprogramm. Diese sei nämlich „desaströs“, betonte Vasilena Gankovska von der IG Bildende Kunst. Man fühle sich jedoch als Start-ups behandelt, denen man bloß beim Sprung in die Selbstständigkeit helfen müsse.

„Uns stört, dass wir als Bittsteller hingestellt werden, die subventioniert werden müssen, weil sie es sonst nicht schaffen“, sagte Peter Paul Skrepek von der Musikergilde. „Es geht nicht darum, dass Kunst und Kultur subventioniert werden muss. Sie müssen finanziert werden, wie etwa das Spitalwesen auch.“ Eine von Zeichner Gerhard Haderer auf seine Bitte vorgenommene Visualisierung der angekündigten Hilfe beim „Sprung in die Selbstständigkeit“ zeigt einen Musiker auf dem Sprungbrett, unter ihm steht in einem ansonsten ausgelassenen Bassin ein halb volles Wasserglas. Der in der Zeichnung kurz bevorstehende Tritt in den Hintern ist nicht als Sprunghilfe aufzufassen…

„Das Regierungsprogramm ist eine Anlage – was damit passiert, wissen wir nicht. Es ist ergebnisoffen formuliert, hat aber eine restriktive Schlagseite. Es handelt nicht von einem Mehr an Möglichkeiten, sondern einem Mehr an Kontrollmöglichkeiten“, sagte Ruiss. „Es hat viele Postulate, gegen die man gar nichts haben kann, ist aber andererseits echt retro. Es weht klar ein neoliberaler Geist.“

Dass Kunst und Kultur eine Querschnittsmaterie ist, wurde in vielen Wortmeldungen klar. So hält etwa Fabian Eder vom Dachverband der österreichischen Filmschaffenden den geplanten Wegfall der Notstandshilfe für besonders gefährlich in einem Bereich „extrem hoher Armutsgefährdung“ wie der Filmbranche. Außerdem wollen die Filmschaffenden „einbezogen werden in die Medienenquete und in die Neuformulierung des ORF-Gesetzes sowie dauerhaft im Stiftungsrat oder seinem Nachfolgegremium vertreten sein“.

Ulrike Kuner von der IG Freie Theaterarbeit monierte u.a., dass die darstellende Kunst außerhalb der Bundestheater keine Erwähnung im Regierungsprogramm finde, Daniel Hoesl vom Verband Filmregie Österreich forderte „Vielfalt und Innovation. Wir fordern Vertrauen in Unvertrautes!“ Werner Richter von der IG Übersetzerinnen Übersetzer hoffte, dass EU-weite Initiativen für ein Urhebervertragsrecht während Österreichs EU-Ratspräsidentschaft zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden können: „Das würde Österreich gut anstehen.“

Künstler hätten mit der Regierung als Gesetzgeber und Fördergeber zu tun, so Ruiss abschließend. „Wir haben uns jetzt positioniert.

Aber wir haben erst begonnen. Sie werden wieder von uns hören.“

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THEATER AUGSBURG: Deutsche Erstaufführung von »Prima Donna«  Rufus Wainwrights Hommage an die italienische Oper  

Wie klingt eigentlich eine Oper von einem Singer-Songwriter? Rufus Wainwright, das »enfant terrible« der zeitgenössischen Komponistenszene, zeitlebens Grenzgänger zwischen Popkultur und Klassik, komponierte nach fünf Studioalben 2006 mit »Prima Donna« seine erste Oper. Eine Hommage an große italienische Opernkomponisten wie Puccini und Verdi, ein Stück, das durch seine Unmittelbarkeit, seine Melancholie und seine spätromantische Musik besticht.  Hans Peter Cloos wird das Werk am 3. Februar im martini-Park zur Deutschen Erstaufführung bringen, für die eigens eine deutsche Übersetzung angefertigt wurde. Cloos hat neben der Realisierung zahlreicher preisgekrönter Filme für das Living Theatre New York, das Festival de Nancy und das Bouffes du Nord Paris gearbeitet.

Prima Donna (DE) Oper von Rufus Wainwright     

Rufus Wainwright zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Singer-SongwriterSzene. Er schrieb Hits wie »Cigarettes and Chocolate«, »Hallelujah«, oder »Foolish Love«. Künstlerisch inszeniert sich Wainwright gern als Gesamtkunstwerk und bringt »Ironie und Ernst, Travestie und heilige Feier« mit einer »hoch individuellen queeren Ästhetik in die beste Balance« (Jens Balzer). Bereits mit 13 Jahren stand der Sohn von Singer-Songwriter Loudon Wainwright III und der kanadischen Sängerin Kate McGarrigle zum ersten Mal auf der Bühne. Der Lebensweg des jungen Rufus schien vorgezeichnet: Sex, Drugs und Rock ’n‘ Roll. In den 2000ern hatte er einen Zusammenbruch, erzielte jedoch mit seinem Album »Release The Stars« 2007 – als »Baroque Pop« eine Mischung aus Klassik und Pop – seinen Durchbruch. Das Album erhielt eine Goldene Schallplatte in Großbritannien und Kanada. 2006 komponierte Rufus Wainwright mit »Prima Donna« seine erste Oper, die 2009 in Manchester ihre Uraufführung feierte.

Inhaltlich ist »Prima Donna« nah bei Wainwright selbst. Im Mittelpunkt steht das Künstlerdasein, das sich im nervenaufreibenden Spannungsfeld von Erfolg und Scheitern bewegt.  In »Prima Donna« wird das Schicksal einer in die Jahre gekommenen Operndiva skizziert, die auf dem Höhepunkt ihres Ruhms die schlimmste Katastrophe ihrer  Gesangskarriere erleben musste: Sie verlor in einer laufenden Vorstellung ihre Stimme. Angetrieben von ihrem ehrgeizigen Butler bereitet sie sich nun nach mehreren Jahren Pause auf ihr Comeback vor. Doch bruchstückhaft kehrt die so ruhmreiche wie schmerzhafte Vergangenheit wieder. Vieles bleibt unausgesprochen – und der Zuschauer merkt, dass der Griff nach den Sternen seine Opfer fordert.
Für die Regie konnte ein Regisseur gewonnen werden, der zum ersten Mal in Augsburg inszeniert: Hans-Peter Cloos. Cloos kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken und arbeitet für Schauspiel, Oper und Fernsehen in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Japan und den USA. Außerdem hat er gemeinsam mit Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff und Alexander Kluge beim Film »Deutschland im Herbst« mitgewirkt.

Werkstatt mit Probenbesuch  29.1.2018 | martini-Park

Premiere  3.2.2018 | martini-Park

Weitere Termine  7.2.2018 19:30 | martini-Park  9.2.2018 19:30 | martini-Park  15.2.2018 19:30 | martini-Park  2.3.2018 19:30 | martini-Park  10.3.2018 19:30 | martini-Park  18.3.2018 15:00 | martini-Park  27.3.2018 19:30 | martini-Park  8.4.2018 18:00 | martini-Park  22.4.2018 18:00 | martini-Park  14.6.2018 19:30 | martini-Park

Mit Unterstützung der Botschaft von Kanada.
Libretto Bernadette Colomine und Rufus Wainwright Deutsche Übersetzung Lothar Nickel

Musikalische Leitung Lancelot Fuhry  Inszenierung, Bühne & Videokonzept Hans Peter Cloos  Kostüme Marie Pawlotsky Dramaturgie Sophie Walz

Madame Saint Laurent Sally du Randt Marie Jeannette Wernecke Philippe Wiard Witholt André Roman Poboinyi Francois Jan Plausteiner / Sedat Cerimi Sofie Kinga Klepaczewski Orchester Augsburger Philharmoniker

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden: eine Kinderoper in der INSEL! Premiere am 27.1. um 15 h

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Foto: Katharina Sebastian © Felix Grünschloß

Jacob und seine Eltern sind so arm, dass sie sich nicht einmal eine Wohnung leisten können. Als Jacob jedoch beim Angeln einen Fisch fängt, spricht dieser zu ihm: „Bitte sehr, wirf mich rein ins Meer! Wirf mich rein und lass mich leben, was Du wünschst, will ich Dir geben!“ Jacob ist so verdutzt, dass er den Fisch in die Freiheit zurück lässt. Erst als er nachts nicht schlafen kann, wird ihm klar, dass er sich ein paar Schuhe hätte wünschen sollen. Am nächsten Tag geht er zurück zum Meer, ruft den Fisch und sofort glänzen ein paar funkelnagelneue Schuhe an seinen Füßen. Am darauffolgenden Tag geht Jacob wieder zum Meer, und wieder erfüllt der Fisch seinen Wunsch – wie er ihm auch alle weiteren, immer maßloseren Wünsche erfüllen wird, mit denen ihn seine Eltern beauftragen. Der Fisch wird dabei immer dünner, und das Meer immer wilder …

GOLD! wird gesungen, erzählt und gespielt von nur einer Sängerin und einem Schlagzeuger. Inspiriert durch das Märchen Vom Fischer und seiner Frau haben die Autorin Flora Verbrugge und der Komponist Leonard Evers eine poetische und tiefsinnige Kinderoper geschrieben: über Armut, Hochmut und das Glück, zufrieden sein zu können.

Regisseurin Anja Kühnhold  arbeitete ab der Spielzeit 2010/11 als Regieassistentin am Staatstheater Mainz u. a. mit Tilman Knabe, Sandra Leupold, Vera Nemirova, Tatjana Gürbaca und Katharina Wagner. Von dieser wurde sie für das Wagnerjahr 2013 engagiert und betreute die Kooperation zwischen der Oper Leipzig und den Bayreuther Festspielen, bevor sie als Künstlerische Produktionsleiterin und Spielleiterin ans Staatstheater Mainz zurückkehrte.
2012 brachte sie dort mit 130 Schülerinnen die Kinderoper Das Geheimnis um das blaue Tor auf die Bühne. Weitere Inszenierungen folgten u. a. 2012 beim Theatersommer Idar-Oberstein mit der Operette Die lustigen Nibelungen und am Staatstheater Mainz mit zahlreichen szenischen Liederabenden. Im Sommer 2015 erarbeitete sie mit Tilman Knabe das Fidelio-Projekt am Theater Trier und inszenierte in diesem Rahmen mit The Big Shoot ihr erstes Schauspiel. Im September 2016 feierte unter ihrer Regie Das Tagebuch der Anne Frank von Grigori Frid in Nürtingen Premiere.
Seit 2016/17 ist sie Oberspielleiterin am STAATSTHEATER KARLSRUHE, wo sie bereits seit 2014/15 als Regieassistentin engagiert ist. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie auch außerhalb des STAATSTHEATERS mit den Regisseuren Keith Warner, Tilman Knabe und Ingo Kerkhof. 2016 assistierte sie an der Staatsoper Prag bei Keith Warners Inszenierung von Strauss‘ Elektra, eine Produktion, die sie im Sommer 2017 am Opernhaus in San Francisco mit einer neuen Besetzung einstudieren wird. Gold! ist ihre erste Regiearbeit am STAATSTHEATER KARLSRUHE.

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Landestheater Neustrelitz: DON PASQUALE. Laura Scherwitzl singt die „Norina“

Die Premiere der Oper Don Pasquale von Gaetano Donizetti findet am Samstag, dem 20. Januar 2018 im Großen Haus des Landestheaters Neustrelitz statt.
Im Rahmen eines Galaabends 2016 sang Laura Scherwitzl bereits die Arie der Norina, „Quel guardo il cavaliere“ und freut sich nun auf die gesamte Rolle.

Bildergebnis für laura scherwitzl
Foto: Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=xRCuWE4pyRI
Über weitere Vorstellungstermine informieren Sie sich unter  www.laura.scherwitzl.com oder die Website des Theaters www. http://www.theater-und-orchester.de/spielplan.php)
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Protest im Profi-Football erreicht New Yorker Kunstszene

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Losgetreten hatte den Streit Ex-49ers-Quarterback Colin Kaepernick. Bildquelle: APA (Getty)/Slaven Vlasic

New York (APA/dpa) – Der Streit um Protestaktionen von Footballspielern gegen Polizeigewalt und die Diskriminierung von Minderheiten in den USA wird nun auch in der New Yorker Kunstszene ausgetragen. Die Sammelausstellung „Sidelined“ in der Galerie Lelong Co zeigt Werke von acht Künstlern, die Fragen zu Machtmissbrauch sowie Symbolen von Sportmannschaften und Nationen stellen.

Samuel Levi Jones nutzt für sein Werk „No Fucking Liberty“ (Keine verdammte Freiheit) etwa Football-Leder, Grasflecken und Erde.

Patrick Martinez greift dagegen mit neonfarbenen Leuchtröhren den alten Streit darüber auf, ob einige der Team-Namen und Maskottchen in der Profiliga NFL – etwa „Rothäute“ in Washington und „Indianer“ in Cleveland – rassistisch sind. Mehrere der teilnehmenden Künstler waren zuvor selbst als Sportler aktiv.

Losgetreten hatte den Streit Colin Kaepernick, früherer Quarterback der San Francisco 49ers, als er 2016 als erster NFL-Profi während des Abspielens der US-Nationalhymne auf die Knie ging. Der Protest weitete sich auf andere Teams aus. Kapernick hatte vergangenen Monat rechtliche Schritte gegen die NFL-Teambesitzer eingeleitet, denen er systematische Ausgrenzung vorwirft. Die Schau ist noch bis 17. Februar zu sehen.

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