INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 14. NOVEMBER 2017)

by ac | 14. November 2017 06:57

INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 14. NOVEMBER 2017)

Strauss-Tage an der Wiener Staatsoper: Auftakt mit Salome am 16. November 2017

Die Wiener Staatsoper widmet im November und Dezember dem großen Komponisten Richard Strauss einen Schwerpunkt: Von 1919 bis 1924 war er Direktor des Hauses und zählt mit weit über 3.000 Vorstellungen seiner Werke nach wie vor zu den wichtigsten Komponisten innerhalb des Repertoires. Im Rahmen der Strauss-Tage der Wiener Staatsoper sind acht seiner Opern- und Ballettwerke (6 Opern sowie 2 Ballett-Titel an einem Abend) an 22 Tagen zu erleben:

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Lise Lindstrom, Alan Held. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn.

Den Auftakt bildet Salome am Donnerstag, 16. November 2017: Unter der musikalischen Leitung von Peter Schneider sind Lise Lindstrom in der Titelpartie, Alan Held als Jochanaan, KS Herwig Pecoraro als Herodes, Janina Baechle als Herodias und Carlos Osuna als Narraboth zu erleben.

Ihre Rollendebüts am Haus geben Pavel Kolgatin als 3. Jude und Ryan Speedo Green als 1. Soldat.

Reprisen: 19., 22. und 25. November

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„Ariadne auf Naxos“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Stephen Gould als Bacchus. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Ab Donnerstag, 23. November 2017 steht Ariadne auf Naxos wieder auf dem Programm. Die norwegische Sopranistin Lise Davidsen gibt als Primadonna/Ariadne ihr Debüt im Haus am Ring, ihre Rollendebüts an der Wiener Staatsoper geben Rachel Frenkel als Komponist, Erin Morley als Zerbinetta, Markus Eiche als Musiklehrer, Jinxu Xiahou als Scaramuccio, Ryan Speedo Green als Truffaldin, Ulrike Helzel als Dryade und Maria Nazarova (anstelle von Ileana Tonca) als Najade. KS Stephen Gould singt den Tenor/Bacchus, KSCH Peter Matić spielt den Haushofmeister. Es dirigiert: Peter Schneider.

Reprisen: 26. und 29. November

Im Dezember 2017 folgen dann Vorstellungen von Daphne (1., 4., 7. Dezember – Dirigentin: Simone Young; mit Regine Hangler als Daphne, Andreas Schager als Apollo, Benjamin Bruns als Leukippos und Janina Baechle als Gaea), Elektra (5., 8., 11. Dezember; Dirigent: Ingo Metzmacher; mit Evelyn Herlitzius als Elektra, KS Waltraud Meier als Klytämnestra, KS Adrianne Pieczonka als Chrysothemis und Johan Reuter als Orest), Der Rosenkavalier (10., 13., 16., 19. Dezember – Dirigent: Adam Fischer; mit KS Krassimira Stoyanova als Marschallin, Stephanie Houtzeel als Octavian, Peter Rose als Ochs und Erin Morley als Sophie), Arabella (14., 18., 21. Dezember – Dirigent: Patrick Lange; mit Anna Gabler als Arabella, Benjamin Bruns als Matteo, Christopher Maltman als Mandryka, KS Kurt Rydl als Graf Waldner und Chen Reiss als Zdenka) und der Ballettabend Verklungene Feste | Josephs Legende (17. nachmittags und abends, 20. Dezember – Choreographie: John Neumeier, Dirigent: Gerrit Prießnitz).

Abgerundet werden die Strauss-Tage an der Wiener Staatsoper durch drei Sonderveranstaltungen in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE:

In einem Vortrag am Dienstag, 14. November 2017 (19.00 Uhr) spricht Dramaturg Oliver Láng über Richard Strauss als Wiener Operndirektor; am Freitag, 17. November 2017 (18.00 Uhr) geht Erich Seitter der Frage nach: „Wie singt man Richard Strauss?“ und am Freitag, 24. November 2017 (17.30 Uhr) ist Peter Schneider zu Gast in der Dirigentenwerkstatt.

Ab Dezember ist in den Prunkräumlichkeiten der Wiener Staatsoper die Ausstellung Richard Strauss und die Wiener Staatsoper zu sehen, die sich u. a. von historischen Aspekten zu Richard Strauss’ Zeit als Operndirektor und Dirigent bis hin zu aktuellen Aufführungen und Besetzungen widmet.

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 14.-20. NOVEMBER 2017

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(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich  auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

15.11. FALSTAFF (Live aus Turin) RAI 3-20 Uhr
16.11. DER SPIELER (aus Wien, Aufn. v. 7.10,) BBC 3-15 Uhr
18.11. ADRIANA LECOUVREUR (aus Wien, Aufn. v. 12.11.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
DON QUICHOTE (aus Chicago, Aufn. v. 19.10.2016) RNE Classica Madrid-19 Uhr
DER SPIELER (aus Wien, Aufn. v. 7.10.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DER GOLDENE HAHN (aus Madrid, Aufn. v. 3.6.) ORF Ö1-19.30 Uhr
LA SONNAMBULA (Live aus Florenz) RAI 3-20 Uhr
DON GIOVANNI (aus Wien, Aufn. v. 26.1.) HR 2-20.04 Uhr
19.11. MADAMA BUTTERFLY (aus Paris, Aufn. v. 7.11.) France musique-20 Uhr
DAS RHEINGOLD (aus Bayreuth, Aufn. v. 29.7.) SWR 2-20.03 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET

ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4    https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2    http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3    http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2    http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio    http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3   http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R.    https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum    http://www.radio4.nl/gids/
VRT Klara    http://www.klara.be/
RTBF Musique 3   http://www.rtbf.be/musiq3/
RNE Clasica Madrid    http://www.rtve.es/rne/rc/programa/
Sveriges Radio 2    https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream   http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3    http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique    https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.
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WIEN: Premiere für „Professor Bernhardi“ in der Josefstadt =

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Bernhard Schir, Herbert Föttinger. Copyright: Barbara Zeininger

Wien (APA) – Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“, 1912 in Berlin uraufgeführt, durfte in Österreich bis zum Ende der Monarchie „wegen der tendentiösen und entstellenden Schilderung hierzuländischer öffentlicher Verhältnisse“ nicht gezeigt werden.

Umso aktueller wirkt es heute. Für Theater in der Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger ist es „ein Lehrstück des Dirty Campaigning“. Premiere ist am Donnerstag.

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Alma Hasun, Holger Schober. Copyright: Barbara Zeininger

Tatsächlich ist es faszinierend, wie in dem Stück über Vorkommnisse in der Privatklinik Elisabethinum Politik und Standespolitik, Karrierestreben und persönliche Feindschaft ineinandergreifen, wie gut begründete Entscheidungen zum Ausgangspunkt von Intrigen, Verleumdungen und Rufmordkampagnen werden können. „Das Stück hat ja so viele Lesarten. Man kann es auf ganz unterschiedliche Weise erzählen: der Jude Bernhardi; der Arzt Bernhardi; der Gott Bernhardi. Mich interessiert aber ein Stück am meisten: ‚Der Direktor Bernhardi'“, sagt Föttinger im Gespräch mit der APA. „Es geht auch um die Selbstherrlichkeit, um die Hybris eines Direktors. Er glaubt, in seiner Position unverwundbar zu sein. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.“

Zum Verhängnis wird Bernhardi, dass er einem katholischen Priester aus humanitären Gründen den Zutritt zu einer in finaler Euphorie befindlichen, doch dem Tod geweihten Patientin verweigert.

Rasch wird daraus eine Religionsstörung konstruiert, die vor Gericht kommt. Da hilft es auch nichts, dass der zuständige Unterrichtsminister (gespielt von Bernhard Schir) ebenfalls Mediziner und ein Studienkollege Bernhardis ist.

Der an der Josefstadt viel beschäftigte Regisseur Janusz Kica, der vor einem Jahr Hugo von Hofmannsthal „Der Schwierige“ und zu Saisonbeginn Ernst Lothars Roman „Der Engel mit der Posaune“ auf die Bühne gebracht hat, inszeniert das personenreiche Stück mit dem kompletten Männerensemble von Florian Teichtmeister über Michael König und Christian Nickel bis zu Martin Zauner und Matthias Franz Stein. Auf zeitgemäße weibliche Einsprengsel wie 2011 am Burgtheater, wo Caroline Peters als Professorin Cyprian das ansonsten rein männliche Kollegium ergänzte, wird verzichtet.

Möglich aber, dass Alma Hasun als Krankenschwester Ludmilla auch noch einen Touch von #MeToo in das Ränkespiel der Anzugträger und Götter in Weiß im nüchtern-modernen Büroambiente (Ausstattung: Karin Fritz) bringt.

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Martin Zauner. Copyright: Barbara Zeininger

Mit Interesse und mit Schrecken hat Föttinger in den vergangenen Jahren verfolgt, wie rasch andere, erfolgreiche Leiter von Kulturinstitutionen abmontiert wurden. „Du kannst wegen fünf Euro stolpern. Es reicht eine einzige ‚blede G’schicht‘, eine Nachlässigkeit. In den zwölf Jahren meiner Direktion hab‘ ich gelernt: Hast du Erfolg, mögen dich die Politiker. Da sind sie froh, dass du ihnen keine Probleme machst. Ihr Interesse an der Kunst hält sich in Grenzen.“

Seine eigene Maxime „Du darfst dich nicht in die Nähe der Politik begeben“ hält der 56-Jährige, der seit 2006 das Theater in der Josefstadt leitet, freilich nicht immer durch. In der Werbekampagne zu Saisonbeginn produzierte man selbst satirische Fake News. Neben Schlagzeilen wie „Direktor verzweifelt: Jetzt lässt Merkel hier alle rein!“ und „Unfassbar: Nordkoreas Diktator droht der Josefstadt mit einem Atomschlag wegen Eckplatz“ fand sich auch die Meldung „Strache macht 1 Jahr Bildungskarenz“. Die Wiener FPÖ fand das gar nicht lustig, ortete „zweckwidrig verwendete Fördermittel“ und protestierte dagegen, dass die Freiheit der Kunst missbraucht werde, „um unter dem Deckmantel der Kunst politisch zu agitieren, insbesondere um Stimmung gegen einen Politiker zu machen“.

Das politische Klima wird rauer. Föttinger reagiert auf seine Weise. Am 25. Jänner wird er mit „Fremdenzimmer“ das neue Stück von Peter Turrini zur Uraufführung bringen: Ein 16-jähriger syrischer Flüchtling versteckt sich in der Wohnung eines Donaustädter Ehepaares. Im selben Bühnenbild wird er die Saison 2018/19 mit einer Dramatisierung des 1976 mit Oskar Werner verfilmten Buchs „Reise der Verdammten“ durch Daniel Kehlmann eröffnen. Es geht um die Irrfahrt des deutschen Schiffs St. Louis, das im Mai 1939 mit 937 Juden an Bord von Hamburg aus Kuba ansteuerte. Nach der Reihe verweigerten die kubanische, die US-amerikanische und die kanadische Regierung die Aufnahme der Migranten, die wieder nach Europa zurück mussten.

„Ein großartiger Stoff, mit dem sich die Brücke ins Heute wie von selbst schlagen lässt.“

Regie: Janusz Kica, Bühnenbild und Kostüme: Karin Fritz. Mit Herbert Föttinger – Bernhardi, Florian Teichtmeister – Ebenwald, André Pohl – Cyprian, Michael König – Pflugfelder, Christian Nickel – Filitz, Bernhard Schir – Minister Flint, Martin Zauner – Hofrat Winkler, Matthias Franz Stein – Pfarrer Reder, u.v.m.; Theater in der Josefstadt, Premiere: 16.11., 19.30 Uhr, Weitere Aufführungen: 17., 22.-24.11., 2., 3., 11., 12., 16., 17., 28., 29.12., Karten: 01 – 42700-300, www.josefstadt.org )

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PROGRAMMHINWEIS: SONNTAG IN LINZ  (Stephanie Houtzeel, Ingo Ingensand)

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„AMICI DEL BELCANTO“ AM SAMSTAG IN TERNITZ

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PROGRAMMTIPP FÜR MITTWOCH (Brigittenauer Wiener Lieder-Konzerte)

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WIEN: Schauspielhaus und Kosmos Theater: Neue kaufmännische Leiter

Wien (APA) – Mit dem Schauspielhaus und dem Kosmos Theater erhalten zwei Wiener Bühnen demnächst neue betriebswirtschaftliche Leitungen. Mattias Riesenhuber (40) wird mit Jahreswechsel Kaufmännischer Leiter am Schauspielhaus, Gina Salis-Soglio (54) wird an der Seite der designierten Künstlerischen Leiterin Veronika Steinböck am 1. April 2018 im Kosmos Theater einsteigen.

Riesenhuber war zuvor unter anderem im Betriebsbüro am Burgtheater tätig, als Chefdisponent am Theater Neumarkt in Zürich sowie als Co-Leiter des Miller’s Theater in Zürich. Salis-Soglio war bereits Betriebsleiterin der Szene Wien und seit 2009 Finanzreferentin der Viennale.

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Source URL: http://der-neue-merker.eu/infos-des-tages-dienstag-14-november-2017