Der Neue Merker

GEBURTSTAGE IM SEPTEMBER 2017

Berücksichtigt wurden runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er

Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

GEBURTSTAGE

1.9. Elizabeth LOMBARDINI SMITH wird 60

Biographie der amerikanischen Sopranistin auf Italienisch:
https://it.wikipedia.org/wiki/Elizabeth_Lombardini-Smith

1.9. Anita SALTA wird 80

Nachdem sie als Sekretärin bei der Columbia Schallplattengesellschaft in New York und in Kalifornien gearbeitet hatte, ließ sie ihre Stimme durch den New Yorker Pädagogen Menotti Salta ausbilden. 1959 erfolgte ihr Bühnendebüt in Jacksonville (Florida) in der Titelpartie in Verdis »Aida«. Sie kam dann nach Europa und erreichte den Höhepunkt ihrer Karriere an westdeutschen Bühnen. Sie sang an der Staatsoper von Stuttgart, an den Opernhäusern von Wuppertal, Nürnberg und Dortmund, an den Staatstheatern von Hannover und Kassel und war längere Zeit am Opernhaus von Essen engagiert, wo sie auch als Konzertsopranistin wie als Gesangslehrerin wirkte. 1964 hatte sie einen wichtigen Erfolg, als sie am Stadttheater von Bremerhaven die Odabella in Verdis »Attila« sang. Sie beherrschte ein weitläufiges Opernrepertoire mit Rollen wie der Titelheldin in »Alceste« von Gluck, der Gräfin in »Figaros Hochzeit«, der Donna Elvira im »Don Giovanni«, der Fiordiligi in »Così fan tutte«, der Marguerite im »Faust« von Gounod, der Amelia in Verdis »Maskenball«, der Leonore in »La forza del destino« wie im »Troubadour« von Verdi, der Violetta in »La Traviata«, der Desdemona im »Otello«, der Elena in Verdis »I Vespri Siciliani«, der Elisabetta im »Don Carlos«, der Tatjana in Tschaikowskys »Eugen Onegin«, der Antonida in Glinkas »Iwan Susanin« (»Ein Leben für den Zaren«), der Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut«, der Mimi in Puccinis »La Bohème«, der Tosca, der Butterfly, der Santuzza in »Cavalleria rusticana«, der Elsa im »Lohengrin«, der Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, der Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss, der Marschallin im »Rosenkavalier« und der Katerina in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch.

2.9. Louis GENTILE wird 60

louis-gentile

Er wurde in New York zunächst als Bariton ausgebildet, wechselte aber noch während des Studiums ins Tenor-Fach. Er gewann in seiner amerikanischen Heimat mehrere Gesangwettbewerbe, darunter 1981 den Concours »Young Talent Presentet«. Dann kam er nach Europa und wurde durch Gastspiele, Rundfunk- und Fernsehauftritte bekannt. Er debütierte an der Wiener Kammeroper als Canio im »Bajazzo«. 1983-86 war er am Staatstheater von Darmstadt, 1986-88 an den Vereinigten Theatern Krefeld-Mönchengladbach engagiert. Hier sang er u.a. sehr erfolgreich den Alfredo in »La Traviata« und trat 1987 als Gösta Berling in der Oper »I Cavalieri di Ekebù« von Zandonai auf. Er gastierte in Wien und Oslo, an der Niederländischen Oper Amsterdam (1988 in »Fidelio«) und an der Berliner Staatsoper (1988 in »Judith« von Siegfried Matthus). 1990 sprang er ohne vorherige Probe an der Deutschen Oper Berlin als Hoffmann in »Hoffmanns Erzählungen« ein und erzielte einen großen Erfolg; im gleichen Jahr sang er an diesem Haus den Hans Schwalb in »Mathis der Maler« von Hindemith, 1991 am Münchner Theater am Gärtnerplatz den Pedro in »Tiefland« von d’Albert, in Oslo den Don José in »Carmen«, in Wiesbaden in der zeitgenössischen Oper »Macbeth« von Antonio Bibalo, in deren Uraufführung er am 29.9.1990 an der Oper von Oslo die Titelrolle kreiert hatte. 1994 gastierte er in Amsterdam als Tambourmajor in »Wozzeck« von A. Berg. 1995 wirkte er am Theater von Bielefeld in der Uraufführung von Viktor Ullmanns »Der Sturz des Antichrist« mit. 1997 sang er in Wiesbaden den Kurfürsten in »Der Prinz von Homburg« von H.W. Henze, am Opernhaus von Leipzig (und 1998 an den Opern von Gent und Antwerpen) den Tristan, in Leipzig auch den Aussätzigen in »Saint François d’Assise« von O. Messiaen sowie 1999 den Hans in Smetanas »Die verkaufte Braut«. 2001 hörte man ihn am Opernhaus der Stadt Bonn als Max im »Freischütz«, am Opernhaus von Antwerpen als Tristan. Als Tannhäuser gastierte er 2002 an der Wiener Staatsoper und 2004 an der Bayerischen Staatsoper München. Aus seinem Repertoire sind noch der Tamino in der »Zauberflöte«, der Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla«, der Boris in »Katja Kabanowa« von Janácek (Leipzig 1995), der Ormindo in Cavallis »L’Ormindo«, der Rodolfo in »La Bohème« und der Erik in »Der fliegende Holländer« zu nennen.
Schallplatten: CPO (»Der Sturz des Antichrist« von V. Ullmann).
Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.louisgentile.com/

2.9. Herwig PECORARO wird 60

Herwig PECORARO

Er erhielt seine Ausbildung am Vorarlbergischen Landeskonservatorium Bregenz bei Linda Trotter und Manfred Capell sowie in ergänzenden Kursen bei Elisabeth Schwarzkopf, Ettore Campogalliani und Arrigo Pola. Seit 1985 war er am Opernhaus von Graz engagiert, dem er bis 1990 als Mitglied angehörte; hier trat er in Partien aus dem lyrischen wie aus dem Buffo- und Charakter-Repertoire auf. Bei den Festspielen von Bregenz sang er 1985-86 einen der Priester in der »Zauberflöte« und 1990 den Steuermann in »Der fliegende Holländer«. Er gab Gastspiele am Theater der Schweizer Bundeshauptstadt Bern und in St. Gallen und trat in Konzerten und in Sendungen der österreichischen Rundfunks und Fernsehens auf. Er gastierte 1991 in einer seiner Glanzrollen, dem Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, am Opernhaus von Nizza und am Smetana-Theater in Prag. 1991 wurde er an die Staatsoper von Wien verpflichtet. Hier debütierte er als Pedrillo und sang seither u.a. den David in »Die Meistersinger von Nürnberg«, den Steuermann in »Der fliegende Holländer«, den Jaquino im »Fidelio«, den Kilian im »Freischütz«, den Monostatos wie den 1. Geharnischten in der »Zauberflöte«, den Alfred in der »Fledermaus«, den Mime im Nibelungenring, den Hirten in »Tristan und Isolde«, den Beppe im »Bajazzo«, die vier Dienerrollen in »Hoffmanns Erzählungen«, den Bob Boles in »Peter Grimes« von B. Britten, den David in »Die Meistersinger von Nürnberg«, den Incroyable in »Andrea Chénier« von Giordano, den Bardolfo im »Falstaff« von Verdi,  den Goro in »Madame Butterfly«, den Herodes in »Salome« von R. Strauss, als Brighella in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, den Guillot in »Manon«  von Massenet, den Tschekalinski in »Pique Dame« von Tschaikowsky, den Budoja in H. Pfitzners »Palestrina«, den Gherardo in »Gianni Schicchi«, in der Titelrolle von Hillers »Das Traumfresserchen«, den Klammerschneider in »Der Riese vom Steinfeld« von Fr. Cerha und den Fatty in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill. Er trat auch an der Wiener Volksoper auf, u.a. als Wenzel in Smetanas »Die verkaufte Braut«, als Hérault in »Dantons Tod« von G. von Einem und als Peter Iwanow in »Zar und Zimmermann« von Lortzing. 1994 gastierte er an der Pariser Opéra Bastille als 4. Jude in »Salome« von R. Strauss. 1994 wirkte er bei den Salzburger Festspielen in einer konzertanten Aufführung von Strawinskys »Le Rossignol« mit. 1997 sang er im Wiener Redoutensaal die Titelrolle in dem Buffo-Intermezzo »Orfeo ed Euridice« von Kaiser Leopold I. In einer (halbszenischen) Neujahrs-Aufführung von Lehárs »Die lustige Witwe«  durch das Gewandhausorchester Leipzig sang er 2001 den Rosillon. Er lebt in Klosterneuburg, wo er auch Aceto Balsamico produziert.
Schallplatten: Naxos (Jaquino im »Fidelio«).

2.9. Vladimir VANEEV wird 60

Vladimir Vaneev

Er studierte am Nishnij Nowgorod Konservatorium. Zu Beginn seiner Karriere sang er seit 1986 am Mussorgsky Theater in Leningrad. 1997 wurde er an das dortige Mariinsky Theater (Kirow-Oper) verpflichtet. Er gewann Gesangswettbewerbe in Paris, Busseto (Concorso Verdi 1990) und Kasan (1993). Er wurde als Teilnehmer an den großen Gastspiel-Tourneen der Petersburger Oper international bekannt. 1994 gastierte er am Teatro Fenice Venedig als Pimen im »Boris Godunow« und als Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«. Bei den Salzburger Festspielen von 1997 kam er in der Titelrolle des »Boris Godunow« zu einem sensationellen Erfolg, wobei man auch seine darstellerische Leistung uneingeschränkt bewunderte. Bei den Salzburger Festspielen sang er dann auch 1999 in einer konzertanten Aufführung von Mussorgskys »Chonwanschtschina« den Dosifej, 2001 den Boris in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch und 2005 in einer konzertanten Aufführung von Tschaikowskys »Mazeppa« den Kotschubej. Im Januar 1998 trat er an der Metropolitan Oper New York als Boris Godunow bei seinem dortigen Debüt auf. 2004 sang er dort auch den Wotan in der »Walküre«. 1999 debütierte er als Inquisitor in Prokofjews »L’Ange de feu« an der Mailänder Scala, an der er dann 2002 auch als Pimen und als König René in »Jolanthe« von Tschaikowsky, 2005 als Tomsky in »Pique Dame« von Tschaikowsky und 2006 in einer konzertanten Aufführung von Schostakowitschs »Die Spieler« zu hören war. 1999 hörte man ihn am Mariinsky Theater als König Philipp im »Don Carlos« von Verdi, an der Deutschen Oper Berlin als Ramfis in »Aida«. Im gleichen Jahr nahm er als Solist an einer Europa-Tournee der Accademia di Santa Cecilia Rom mit der 9. Sinfonie von Beethoven teil. 2000 sang er am Opernhaus der Stadt Bonn den Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«, 2001 an der Oper von Houston/Texas den Kontschak in Borodins »Fürst Igor«, am Opernhaus von Monte Carlo den König René in Tschaikowskys Oper »Jolanthe«.  An der Oper von San Francisco gastierte er 2003 als Boris in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch. An der Pariser Opéra Bastille trat er 2005 sowohl als Pimen als auch in der Titelrolle in »Boris Godunow« und 2009 als Boris in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch auf.
Schallplatten: Philips (Titelheld im »Boris Godunow«, Tschelio in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew).

5.9. Bruno LAZZARETTI wird 60

Er wurde bekannt als er bei den Gesangwettbewerben Aureliano Pertile in Bologna und Luciano Pavarotti in Philadelphia Preisträger wurde. 1980 erfolgte sein Debüt in Bologna. Es kam bald zur Ausbildung einer großen Bühnenkarriere. 1981 sang er am Theater von Reggio Emilia in Rossinis »Il Turco in Italia«. 1982 debütierte er als Lurcanio in »Ariodante« von Händel an der Mailänder Scala, an der er dann im gleichen Jahr auch den Rinaldo in Galuppis »Il Filosofo di Campagna« und den Fischer in »Le Rossignol« von Strawinsky, 1984 Heinrich den Schreiber im »Tannhäuser«, 1985 den Incredibile in »Andrea Chénier« von Giordano, 1989 den Tebaldo in Verdis »I Vespri Siciliani«, 1990 den Arbace in »Idomenco« von Mozart, 1991 den Carlo in »Lo Frate ’nnamorato« von Pergolesi, 1993 den Beppe im »Bajazzo« und den Roggiero in Rossinis »Tancredi«, 1994 den San Giovanni in Händels »La Resurrezione« und 2002 den Basilio in »Le nozze di Figaro« sang. In Florenz trat er 1982 in »Oedipus Rex« von Strawinsky, 1988 in »Le Docteur Miracle« von Bizet auf. 1986 sang er bei den Festspielen in der Arena von Verona in »Andrea Chénier« zusammen mit Montserrat Caballé und José Carreras; am Theater von Modena war er im »Barbier von Sevilla«, in Lucca in Verdis »Falstaff«, in Palermo in F- Lehárs »Die lustige Witwe« zu hören. In Chicago wirkte er in konzertanten Aufführungen des »Don Giovanni« und von »Così fan tutte« mit. 1991 trat er beim Festival von Macerata in der Rolle des Titus in »La clemenza di Tito« von Mozart auf, 1992 sang er beim Festival von Aix-en-Provence das Tenorsolo im Stabat mater von Rossini, beim Sommer-Festival von Gmunden den Grafen Almaviva im »Barbier von Sevilla«, 1993 in Prag in »L’Occasione fa il ladro« und in »Il Signor Bruschino« von Rossini, 1993 auch an der Oper von Lyon den Nemorino in »L‘Elisir d’amore«. 1996 trat er beim Maggio Musicale von Florenz als Arbace in »Idomeneo« von Mozart auf. Man hörte ihn 1997 am Teatro Comunale Ferrara als Don Ottavio im »Don Giovanni«, am Teatro Massimo Palermo als Ferrando in »Così fan tutte«. 2000 sang er beim M;aggio Musicale von Florenz den Lucano in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«
Schallplatten: Bongiovanni (»Sigismondo« von Rossini; »Le Donne rivali« von Cimarosa), BMG-Ricordi (»Le Convenienze ed inconvenienze teatrali« von Donizetti, Luigino in »La Molinara« von Paisiello).

5.9. Jean-Luc VIALA wird 60

Seit 1981 Ausbildung in der Opernschule der Grand Opéra Paris bei Michel Sénéchal; auch Schüler von Daniel Ferro und Hans Hotter. Der große Tenor Luciano Pavarotti empfahl ihn an seinen eigenen Lehrer, den Sänger und Pädagogen Arrigo Pola. Er debütierte 1983 an der Pariser Opéra-Comique in der Operette »Mesdames de la Halle« von Offenbach. Er sang dort auch in der Uraufführung der nachgelassenen Oper »Stradella« von César Franck (22.5.1985). 1983 trat er am Theater von Nancy auf, 1985 sang er an der Pariser Grand Opéra eine kleine Partie in Glucks »Alceste« und wirkte in der Uraufführung der Oper »Doktor Faustus« von Konrad Boehmer mit (20.2.1985 als Charles Quint). Er kam dann bald zu einer erfolgreichen Karriere an den führenden Opernhäusern in der französischen Provinz, er gastierte aber auch als Opern- wie als Konzertsänger im Ausland. 1986-88 war er am Stadttheater von Basel engagiert, wo er u.a als Ernesto im »Don Pasquale«, als Fenton in Verdis »Falstaff« und als Paolino in Cimarosas »Il matrimonio segreto« auftrat. Er wirkte 1987 bei den Festspielen von Glyndebourne als italienischer Sänger im »Capriccio« von Richard Strauss mit. 1987 gastierte er in Dublin als Rodolfo in »La Bohème«, 1989 am Opernhaus von Köln und sang, ebenfalls 1989, bei den Festspielen von Aix-en-Provence den Prinzen in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew. 1989 Gastspiel an der Oper von Marseille als Iopas in »Les Troyens« von Berlioz, 1990 in St. Étienne als Titelheld in »Richard Coeur-de-Lion« von Grétry, im gleichen Jahr in Lyon als Chevalier de la Force in »Dialogues des Carmélites« von Poulenc und als Narraboth in »Salome« von R. Strauss, 1991 als Rodolfo. 1992 hörte man ihn in Montpellier als Ernesto im »Don Pasquale«, in »Oedipe à Colone« von Sacchini und in der Uraufführung der Oper »Le Château des Carpathes« von Ph. Hersant; 1994 sang er dort in Cimarosas »L’Armida imagginaria«. 1991 trat er in St. Étienne in einer konzertanten Aufführung von Massenets »Grisélidis« als Alain auf, 1993 am Théâtre Châtelet Paris als Alfredo in »La Traviata«, im französischen Fernsehen als Fernand in Donizettis »La Favorite«. An der Opéra Bastille Paris gastierte er 1992 als Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla« und 1994 als Evandre in Glucks »Alceste«. 1995 ersetzte er an der Metropolitan Oper New York Luciano Pavarotti als Tonio in »La Fille du Régiment«. 1996 sang er an der Opéra du Rhin Straßburg den italienischen Sänger im »Rosenkavalier«, am Théâtre de la Monnaie Brüssel den Nemorino in »L‘Elisir d’amore«. An der Oper von Marseille sang er 1997 den Vincent in »Mireille« von Gounod, am Opernhaus von Bordeaux den Nadir in »Les pêcheurs de perles« von Bizet. An der Opéra de Wallonie Lüttich trat er 1997 als Arnoldo in Rossinis »Wilhelm Tell«, in Wien 1998 in der Titelrolle von Rossinis »Otello« auf, 1999 in Brüssel in einer konzertanten Aufführung von Rossinis »Tancredi« als Argirio, in der Carnegie Hall New York als Leopold in einer gleichfalls konzertanten Aufführung von Halévys »La Juive« unter Eve Queler. 2000 sang er an der Opéra de Wallonie Lüttich den Cavaliere Belfiore in Rossinis »Il Viaggio a Reims«. Er übernahm in erster Linie Partien aus dem lyrischen, zumal dem Belcanto-Repertoire, und kam auch als Konzertsolist zu bedeutenden Erfolgen.
Schallplatten: HMV (»Guercoeur« von A. Magnard, »Les Brigands« von Offenbach, »La rencontre imprévue« von Gluck, »Béatrice et Bénédict« von Berlioz), Harmonia mundi France (»L’Amour des trois oranges«), ADDA (Requiem und Psalm von Saint-Saëns), Virgin (Narraboth in »Salome« von R. Strauss, »Dialogues des Carmélites«), Philips (Messe solennelle von Berlioz), RCA (Querschnitt »La Favorite«), RCA/BMG (Requiem von Alfred Bruneau; Requiem von C. Saint-Saëns), Forlane, Accord (Petite Messe solennelle von Rossini), Opera Rara/Note 1 (Prince Charmant in »Cendrillon« von Pauline Viradot-Garcia).

5.9. Werner HERZOG wird 75

Er wuchs in dem bayerischen Dorf Sachrang unweit der Grenze zu Österreich auf; die Familie war vor den Bombenangriffen auf München dorthin geflohen. Mit zwölf Jahren zog er mit seiner aus einem kroatischen Offiziersgeschlecht stammenden Mutter Elisabeth Herzog (geborene Stipetić, 1912–84) nach München. Sein Vater war Dietrich Herzog (1910–89). Sein Großvater war der Philologe Rudolf Herzog, der Bekanntheit durch die Ausgrabung des Asklepieions auf der Insel Kos erlangte. Werner Herzog hat einen älteren Bruder Tilbert Herzog und einen jüngeren Halbbruder Lucki Stipetić, der bis heute mit ihm als Produzent zusammenarbeitet. In seiner Kindheit war ihm die Existenz des Kinos lange nicht bewusst, bis er im Alter von elf Jahren in der Dorfschule seinen ersten Film sah. Kurzzeitig bewohnte er mit seiner Familie in München eine Pension in der Elisabethstraße mit Klaus Kinski, der bereits zu dieser Zeit mit exzentrischen Allüren auffiel. Während der Gymnasialzeit arbeitete Herzog in Nachtschicht als Punktschweißer in einer Stahlfabrik. Er machte am Maximiliansgymnasium in München das Abitur und studierte neben seinen ersten Filmproduktionen Geschichte und Literatur- und Theaterwissenschaften. Ein Stipendium, das er aber bereits nach einer Woche abbrach, brachte ihn nach Pittsburgh (USA). Im Jahre 1962 veröffentlichte Herzog, 19-jährig, seinen ersten Film, den zwölfminütigen Kurzfilm Herakles. 1963 gründete er seine eigene Produktionsfirma Werner Herzog Filmproduktion in München. Seinen ersten abendfüllenden Spielfilm Lebenszeichen drehte Herzog im Alter von 24 Jahren. Für diesen Film erhielt er finanzielle Unterstützung vom Kuratorium junger deutscher Film. In der Kategorie Bester erster Film wurde ihm dafür ein Deutscher Filmpreis verliehen. Der Film erschien 1968. Ende 1974 ging er in 22 Tagen zu Fuß von München nach Paris, um die kranke Filmkritikerin Lotte Eisner zu besuchen und sie damit – in seiner Sichtweise – zu retten; darüber schrieb er das Buch Vom Gehen im Eis. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Berlin 2010 bekleidete Herzog das Amt des Jurypräsidenten. 2012 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Viele seiner Filme drehte Werner Herzog auf Englisch. In fünf seiner bekanntesten Filme besetzte er die Hauptrolle mit Klasu Kinski. Über die oftmals schwierige Beziehung der beiden drehte er 1999 den Dokumentarfilm Mein liebster Feind. Werner Herzogs Werk beinhaltet neben seinen Spielfilmen auch zahlreiche dokumentarische Arbeiten. Nach Cobra Verde drehte er nur wenige Spielfilme, aber zahlreiche Dokumentationen für Fernsehen und Kino. Auch in früheren Jahren drehte er regelmäßig Dokumentarfilme. Der vielleicht bemerkenswerteste davon ist Gasherbrum, über eine Doppel-8000er-Besteigung von Reinhold Messner und Hans Kammerlander, in dem Herzogs Verständnis vom Dokumentarfilm Ausdruck findet: Er verweigert sich dem Cinéma vérité und der Einschätzung, dass Kameras Authentizität reproduzieren könnten. Vielmehr geht es in den dokumentarischen Arbeiten auch immer um die eigene Perspektive auf den Gegenstand, um Herzog selbst also. Dies geht so weit, dass er manchen dokumentierten Personen Wörter und Aussprüche in den Mund legt und die Arbeiten zudem stark ästhetisiert. Der Kurzfilm Werner Herzog Eats His Shoe dokumentiert Herzogs Einlösen einer Wette. Herzog ermutigte damit Errol Morris, seinen ersten Film Gates of Heaven tatsächlich fertigzustellen. Herzog kochte seine Schuhe und aß einen bis auf die Sohle auf. Regie führte Les Blank, der später auch eine vielgerühmte Dokumentation über die beschwerlichen Dreharbeiten von Fitzcarraldo drehte (Burden of Dreams).
Mitte der achtziger Jahre wandte er sich der Oper zu und debütierte 1985 mit der Inszenierung von Ferruccio Busonis Doktor Faust am Teatro Comunale in Bologna. Bekannt wurde er durch seine Aufführungen von Wagner, insbesondere Lohengrin bei den Bayreuither Festspielen im Jahr 1987, und Beethovens Fidelio an der Mailänder Scala.
2009 erhielten Herzogs Spielfilme Bad Lieutnant – Cop ohne Gewissen und My Son, My Son, What Have Ye Done Einladungen in den Wettbewerb der 66. Filmfestspiele von Venedig. Damit ist Herzog der zweite Filmemacher, der mit zwei Werken um den Goldenen Löwen konkurrierte. Am 18. September 2012 führte Herzog bei einem Konzert der amerikanischen Rockband The Killers in New York Regie. Das Konzert wurde live im Internet übertragen.
Auf der New Yorker Whitney Biennale 2012 führte Herzog die Videoinstallation Hearsay of the Soul (Hörensagen der Seele) auf. 2015 wird die Arbeit im Rahmen einer Sonderausstellung in Köln gezeigt.
Im Rahmen der Arbeiten an seinem Film Aguirre, der Zorn Gottes hatte sich Herzog am 24. Dezember 1971 am Flughafen von Lima mit allen Mitteln bemüht, für sich und ein Drehteam Plätze auf dem später verunglückten LANSA-Flug 508 zu bekommen, allerdings vergeblich: Nachdem am Vortag alle Flüge auf dieser Strecke wetterbedingt ausgefallen waren (auch er und sein Team waren ursprünglich für den 23. gebucht) und es am 24. nur diesen einzigen Flug nach Pucallpa gab, war der Flug so überlaufen, dass er keine Plätze mehr bekam und so um Haaresbreite der Katastrophe entging. Jahrzehnte später drehte er nach persönlichen Gesprächen mit Juliane Koepcke, der einzigen Überlebenden dieses Fluges, seinen 1999 erschienenen Dokumentarfilm Julianes Sturz in den Dschungel über dieses Unglück und Koepckes Rettung. Bei den Simpsons lieh er in der 15. Folge der 22. Staffel einem deutschen Pharmaunternehmer im englischen Original und in der deutschen Synchronisation seine Stimme. Der niederländische Autor und Biologe Maarten ´t Hart warf Werner Herzog 2010 Tierquälerei vor. Herzog hatte ’t Hart für den Film Nosferatu als Berater beigezogen, jedoch gegen dessen Rat eine Massenszene mit Ratten durchführen lassen. Die Tiere wurden auf Wunsch Herzogs schwarz gefärbt. Beim Färbungsverfahren seien sie in kochendes Wasser getaucht worden. Gemäß ’t Hart seien dabei 50 % der Ratten umgekommen.
Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.wernerherzog.com/

5.9. Antoinette MIGGIANI wird 80

Biographie der maltesischen Sopranistin auf Englisch:
http://www.reocities.com/carlhaber/miggiani.htm

6.9. Wolf-Dieter HAUSCHILD wird 80

Er studierte ab 1954 in Weimar an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Klavier, Komposition bei Ottmar Gerster und Dirigieren bei Hermann Abendroth und Gerhard Pflüger. Außerdem besuchte er Meisterkurse bei Hermann Scherchen und Sergiu Celibidache. Nach Abschluss des Studiums ging er 1959 als Korrepetitor ans Nationaltheater Weimar. 1963 war er dann Chefdirigent am Kleist-Theater Frankfurt (Oder). Danach war er 1973-78 Leiter des Rundfunkchors Berlin. Während seiner Berliner Zeit war er als Gastdirigent der Deutschen Staatsoper und der Komischen Oper tätig. 1978 ging er nach Leipzig als Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters und des Rundfunkchors Leipzig. Dort hatte er auch eine Professur an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ inne. International bekannt wurde Hauschild durch die Fernsehübertragung von Webers „Freischütz“, den er am 40. Jahrestag der Zerstörung Dresdens (13. Februar 1985) zur Wiedereröffnung der Semperoper dirigierte. Im selben Jahr verließ er die DDR und leitete als Generalmusikdirektor der Stadt Stuttgart die Stuttgarter Philharmoniker. Ab 1991 war er Chefdirigent der Essener Philharmoniker und leitete als Opernintendant 1992-97 das Aalto-Theater in Essen. An der Hochschule für Musik Karlsruhe lehrte Hauschild 1998-2003 als Professor für Dirigieren.
Seit 2001 war Hauschild Chefdirigent des Philharmonischen Staatsorchesters Halle (Saale). Jedoch löste er seinen bis Juli 2004 laufenden Vertrags vorzeitig auf, weil die „Voraussetzungen für eine künstlerisch fruchtbare Zusammenarbeit“ wegen der aus Kostengründen geplanten und 2006 auch erfolgten Fusion des Philharmonischen Staatsorchesters Halle mit dem Orchester des Opernhauses Halle zur Staatskapelle Halle „nicht länger gewährleistet“ gewesen seien. Daneben war er seit August 2002 als Generalmusikdirektor des Volkstheaters Rostock Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie, des größten Klangkörper des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Amt übte er bis 2004 aus. Er hält regelmäßig Meisterkurse beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrats. Hauschild hat das gesamte Chorwerk von Johannes Brahms sowie mehrere Händel-Oratorien, Schumanns Paradies und die Peri sowie Sinfonien von Anton Bruckner und Werke Max Regers für Schallplatte und CD eingespielt. Zudem brachte er Werke von Edison Denissow, Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Milko Kelemen, Luca Lombardi, Siegfried Matthus, Friedrich Schenker, Josef Tal und Yun I-sang zur Ur- bzw. Erstaufführung. Er dirigierte u.a. das NHK-Sinfonieorchester und das Orchestra della Svizzera Italiana in Lugano.

7.9. Eirian JAMES wird 65

Eirian JAMES

Sie erhielt ihre Ausbildung am Royal College of Music London durch Ruth Packer. 1977 debütierte sie bei der Kent Opera als Olga im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky. Sie sang anschließend dort Partien wie die Annina in »La Traviata«, den Cherubino in »Le nozze di Figaro«, die Rosina im »Barbier von Sevilla« von Rossini, die Meg Page in Verdis »Falstaff« und die Polly Peachum in »The Beggar’s Opera«. Man hörte sie in den folgenden Jahren bei der English National Opera London, bei der North Opera Leeds, beim Edinburgh Festival (1980 als Venere in Monteverdis »Il ballo delle ingrate« und 1987 als Babette in H.W. Henzes »Die englische Katze«) und beim Buxton Festival. Am Opernhaus von Lyon gastierte sie als Fatime im »Oberon« von Weber und als Page Isolier in »Le Comte Ory« von Rossini, am Grand Théâtre Genf (1986 als Olga, 1987 als Hänsel in »Hänsel und Gretel« von Humperdinck, 1987 und 1993 als 2. Dame in der »Zauberflöte«, 1989 als Javotte in Massenets »Manon«, 1989 und 1993 als Cherubino, 1993 als Fjodor in »Boris Godunow«). 1987 sang sie als Antrittsrolle an der Covent Garden Oper London die Annina im »Rosenkavalier« von R. Strauss, dann die Javotte, die Tisbe in Rossinis »La Cenerentola« und den Smeton in »Anna Bolena« von Donizetti. Weitere Gastspiele an der Oper von Houston/Texas (1991 als Cherubino), bei den Wiener Festwochen im Theater an der Wien (1986 als Cherubino bei einem Gastspiel der Kent-Opera) und bei den Festspielen von Aix-en-Provence (u.a. 1988-89 als Dorabella in »Così fan tutte«, 1991 als Helena in »A Midsummer Night’s Dream« von Britten). 1992 beim Holland Festival, am Teatro San Carlos Lissabon und in Ferrara als Despina in »Così fan tutte« zu Gast, in Lissabon auch als Cherubino. an der Scottish Opera Glasgow als Sesto in »Giulio Cesare« von Händel. An der Pariser Oper (Bastille Opéra bzw. Palais Garnier) gastierte sie 1994 als Cherubino, 1996 als Despina und als Diane in »Hippolyte et Aricie« von Rameau, 1998-99 und 2003 als Gymnasiast/Groom/Garderobiere in »Lulu« von A. Berg. 1994 sang sie bei den Festspielen von Ludwigsburg, 1995 an der Staatsoper München die Zerline im »Don Giovanni«, 1995 an der Dresdner Staatsoper wiederum den Cherubino. Bei den Festspielen von Ravenna sang sie 1995 die Hermia in »A Midsummer Night’s Dream« von B. Britten. 1998 übernahm sie am neu erbauten Festspielhaus von Baden-Baden die Meg Page im »Falstaff« von Verdi. 1999 sang sie bei den Festspielen Alter Musik in Innsbruck die Falsirena in »La Catena d‘Adone« von Domenico Mazzocchi, am Teatro Nazionale in Rom die Hermia in »A Midsummer Night’s Dream«. Aus ihrem Bühnenrepertoire sind noch die Nancy in Flotows »Martha«, der Siebel im »Faust« von Gounod, die Maddalena im »Rigoletto« und die Valencienne in Lehárs »Die lustige Witwe« zu nennen. Erfolgreiches Wirken auch im Konzertsaal. Hier sang sie u.a. Soli in der C-Moll-Messe von Mozart (Edinburgh und Paris), in Messen von J. Haydn und Beethoven, in Gustav Mahlers »Lieder eines fahrenden Gesellen« (Lyon) und im »Elias« von Mendelssohn.
Schallplatten: EMI (2. Dame in der »Zauberflöte«), Erato (»Teseo« von Händel), Astrée (»Giulio Cesare« von Händel), Philips (Meg Page im »Falstaff« von Verdi).

7.9. Márta SZÜCS wird 65

Sie begann mit acht Jahren das Violoncello-Studium, wandte sich mit 17 Jahren der Ausbildung ihrer Stimme zu, die durch Frau Revéghyi in Budapest erfolgte. 1976-78 gab sie in ungarischen Städten wie im Ausland Konzerte mit dem Rajko-Orchester. 1978 kam sie zur Vervollständigung ihrer Ausbildung auf die Franz Liszt-Musikakademie Budapest. Bereits 1979 wurde sie zu einem Gastspiel an die Hamburger Staatsoper, anschließend an das Opernhaus von Frankfurt a.M., eingeladen. Seit 1981 Mitglied der Budapester Nationaloper, an der sie als Debütrolle die Gilda im »Rigoletto« sang. Es kam zur schnellen Entwicklung einer internationalen Karriere mit Gastspielen an der Staatsoper von Wien (1985-87 in sieben Aufführungen als Traviata), bei der Scottish Opera Glasgow (1984 als Gilda), an der Opéra de Wallonie Lüttich (1986-87 als Lucia di Lammermoor) und an der Oper von Monte Carlo, an der sie 1988 in Cimarosas »Il Pittore parigino« auftrat. Von den Partien, die sie an der Budapester Oper sang, sind noch die Juliette in »Roméo et Juliette« von Gounod (1989), die Titelheldin in Donizettis »Anna Bolena« und die Anaide in »Mosè in Egitto« von Rossini nachzutragen. 1993 hörte man sie an der Budapester Oper als Melinda in »Bánk Bán« von F. Erkel. Auch im Konzertsaal und bei Radiosendungen konnte sie in ihrem Koloraturrepertoire erfolgreich auftreten.
Schallplatten: Hungaroton (»Il Pittore parigino«).

7.9. Giovanni MASTINO wird 65

Biographie des italienischen Baritons auf Italienisch:
http://www.conservatorio.sassari.it/didattica/giovanni-mastino/

7.9. Alois AICHHORN wird 75

Alois AICHHORN

Er ergriff zunächst den Beruf eines Kunstschmieds, dann dreijährige Ausbildung durch Gertrude Burgsthaler-Schuster in Linz/Donau. 1965-67 war er am Landestheater von Linz als Chorist beschäftigt. Debüt als Solist 1968 am Landestheater von Salzburg. Es folgten Engagements an den Stadttheatern von Mainz (1970-71) und Essen (1971-72), dann in den Jahren 1972-74 ein Gastengagement am Staatstheater von Wiesbaden. Seit 1974 Mitglied der Wiener Volksoper, an der er bis in die neunziger Jahre auftrat, und wo er sehr beliebt war. Er sang hier u.a. den Herzog in »Eine Nacht in Venedig« von J. Strauß, den Dr. Siedler in Benatzkys »Im Weißen Rössl«, den René in »Madam Pompadour« von Leo Fall, den Nikolaus in »Der Fremdenführer« von C.M. Ziehrer, den Babinsky in »Schwanda der Dudelsackpfeifer« von J. Weinberger, den Schapkin in Janáceks »Aus einem Totenhaus« und den Mann mit dem Esel in Carl Orffs »Die Kluge«. Man schätzte ihn vor allem als Operettensänger, doch kam er auch in einer Anzahl von Opernpartien zu Erfolgen. Er gastierte u.a. in Hannover und Köln, auch in Südafrika. Aus seinem Bühnenrepertoire sind zu nennen: von den Opernpartien der Erik in »Der fliegende Holländer«, und von den Operettenrollen der Barinkay im »Zigeunerbaron«, der Graf Zedlau in »Wiener Blut« und der Danilo in Lehárs »Die lustige Witwe«. Er spielte eine Hauptrolle in dem deutschen Fernseh-Film »Der fidele Bauer« als Partner von Josef Meinrad.
Schallplatten: Operettenszenen auf Telefunken und auf der Marke Fidelio.

8.9. Verena KELLER wird 75

Sie war die Tochter des bekannten Schweizer Bassisten Jakob Keller (1911-92) und wurde an den Musikhochschulen von Wien (bei Adolf Vogel und Hans Hotter) und Berlin (bei Sengeleitner) ausgebildet. Zusätzliche Ausbildung durch Maestro Favaretto und für den Liedgesang durch Erik Werba. Sie war 1963-66 am Staatstheater Hannover engagiert, sang 1979-80 am Theater der Stadt Bonn, 1983-86 am Stadttheater Mainz und ging dann von ihrem Wohnort Waldacker bei Frankfurt a.M. aus ihrer Gastspieltätigkeit nach. So gastierte sie an der Hamburger Staatsoper, an den Stadttheatern von Aachen, Heidelberg, Mainz und Trier, am Opernhaus von Köln, am Grand Théâtre Genf (1976 Grimgerde in der »Walküre«), am Teatro San Carlo Neapel, bei den Festspielen von Herrenhausen und bei den Händel-Festspielen von Göttingen. Auf der Bühne sang sie u.a. den Ramiro in Mozarts »La finta giardiniera«, die Carmen, die Santuzza in »Cavalleria rusticana«, die Ortrud im »Lohengrin«, die Mary in »Der fliegende Holländer«, die Brangäne in »Tristan und Isolde«, die Kundry im »Parsifal«, die Venus im »Tannhäuser«, die Fricka im »Rheingold«, die Amneris in »Aida«, die Azucena im »Troubadour«, die Ulrica in Verdis »Maskenball«, die Annina im »Rosenkavalier«, die Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, die Herodias in »Salome«, die Hexe in »Hänsel und Gretel«, die Küsterin in Janáceks »Jenufa« und die Kabanicha in »Katja Kabanowa«. Von fast noch größerer Bedeutung war ihre Konzertkarriere, wobei sie auch im Konzertsaal ein Repertoire meisterte, das von Barock-Werken (J.S. Bach, Händel) bis zu zeitgenössischen Kompositionen reichte; nicht zuletzt war sie eine vielseitige, begabte Lied-Interpretin. Sie absolvierte eine ganz internationale Konzertkarriere mit Auftritten in Basel und Lugano, in Frankfurt a.M., Hamburg, Stuttgart, Berlin, Bremen, Dortmund, Aachen, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Köln, Düsseldorf, Nürnberg, München und Wiesbaden, in Paris, Rom, Ferrara und Marseille, in Los Angeles und Vancouver. Sie unternahm eine Tournee durch die USA und Kanada. Auch in Rundfunksendungen deutscher und Schweizer Sender war sie zu hören.
Schallplatten: FSM (Messe D-Dur von A. Dvorák).

9.9. Jiřina MARKOVÁ-KRYSTLÍKOVÁ wird 60

Jiřina Marková-Krystlíková

Ausbildung der Stimme am Konservatorium von Prag. 1979 wurde sie Mitglied des Nationaltheaters Prag. Hier hatte sie ihre wichtigsten Erfolge in Partien aus dem Fachbereich der Soubrette wie auch in Aufgaben aus dem lyrischen Stimmfach. Ihr umfassendes Bühnenrepertoire enthielt Partien in Opern von Mozart, Donizetti, Weber, Smetana, A. Dvorák, Janácek und vieler anderer, auch zeitgenössischer, Komponisten. Sie gastierte an Bühnen in Westdeutschland und Österreich. In Nordamerika trat sie u.a. in New York und in Philadelphia auf. In der Gala-Aufführung zur Zweihundertjahrfeier der Prager Uraufführung des »Don Giovanni« sang sie 1987 die Zerline. 1991 hatte sie am Prager Nationaltheater einen besonderen Erfolg als Rusalka in der gleichnamigen Oper von Dvorák, 1996 als Giorgetta in Puccinis »Il Tabarro«. Auch als Konzertsopranistin bekannt geworden.
Schallplattenaufnahmen bei Supraphon, darunter die vollständigen Opern »Dalibor« von Smetana (als Jítka), »Rusalka« von Dvorák und »Die Ausflüge des Herrn Broucek« von Janácek.

9.9. Ondrej LENÁRD wird 75

Nach seinem Studium an der Hochschule für musische Künste in Bratislava begann er 1962 als Chormeister und Operndirigent am slowakischen Nationaltheater seine künstlerische Laufbahn. 1984-86 war er dort als Chefdirigent und 1997-98 als Operndirektor tätig. Ab 1970 war er Chefdirigent des Symphonischen Orchesters des Slowakischen Rundfunks in Bratislava und 1993-2001 künstlerischer Direktor. Von 1978 an war er Gastdirigent beim bekannten Japan Shinesei Symphony Orchestra in Tokio. 1993 wurde er dort Chefdirigent und Musikdirektor. Heute arbeitet er mit international bekannten Orchestern wie z.B. den Münchner Philharmonikern und mit Solisten wie Piero Cappuccilli und Peter Dvorský zusammen. Er dirigierte ferner schon an der Wiener Staatsoper (1985 Die Entführung aus dem Serail und Madama Butterfly, 1989 Die verkaufte Braut, insgesamt fünf Vorstellungen), der Houston Grand Opera, am Gran Teatre del Liceu (Barcelona), am Teatro Scan Carlo (Neapel), an der Staatsoper Budapest und an der Státni opera Praha. Als Gastdirigent war er in Kanada, Brasilien, den USA und Japan. 2008 gab er Konzerte mit der Tokyo Philharmonic. Mehr als 1.000 Aufnahmen hat Lenárd für den Rundfunk gemacht, darunter Einspielungen für OPUS, Naxos und Marco Polo. Das slowakische Fernsehen ist im Besitz mehrerer Videoaufnahmen symphonischer Musik mit Lenárd. Im Jahr 1974 gewann er den Preis des Internationalen Wettbewerbs im Fach Dirigieren in Budapest und 1998 erhielt er die Štúr-Auszeichnung. 2002 wurde Lenárd zum Ehrendirigenten der Philharmonic geehrt.

9.9. Ana-Maria MIRANDA wird 80

Ana Maria Miranda

Sie war lange Zeit als Dolmetscherin bei der UNESCO in Paris beschäftigt, ließ dann jedoch ihre Stimme durch Mario Podestà sowie an der Ecole Normale de Musique in Paris ausbilden. Sie wurde Preisträgerin bei einem internationalen Gesangwettbewerb in Paris, dann auch im holländischen s’Hertogenbosch. Debüt 1968 am Théâtre des Champs Élysées von Paris als Despina in »Così fan tutte«. Sie sang 1968 beim Spoleto Festival, dann in Lyon und 1970 an der Niederländischen Oper Amsterdam die Annina in Menottis »The Saint of Bleecker Street«, in Amsterdam auch 1972 die Gilda im »Rigoletto«. In den folgenden Jahren kam es zu einer erfolgreichen Karriere an den beiden großen Operntheatern von Paris, der Grand Opéra und der Opéra-Comique, an den Opern von Bordeaux, Lyon, Marseille, Nizza, Rouen, Straßburg und Brüssel und beim Festival von Aix-en-Provence. Internationale Gastspieltätigkeit an der Wiener Volksoper, am Teatro Liceu Barcelona, an den Opernhäusern von Genf (1974 als Adele in der »Fledermaus«) und Lüttich, von Triest und Chicago und beim Fest von Spoleto. 1983 gastierte sie an der Opéra de Wallonie Lüttich als Musetta in »La Bohème«, 1985-86 als Infantin in »Le Cid« von Massenet. Geschätzte Interpretin von Koloraturpartien aus allen Bereichen der Oper, vor allem als Mozartsängerin bekannt geworden. Auch als Konzertsopranistin hatte sie eine erfolgreiche Karriere; 1975 begründete sie zusammen mit dem Bariton Udo Reinemann, der Altistin Clara Wirtz und dem Tenor Jean-Claude Orliac ein Vokalquartett, das u.a. sämtliche Terzette und Quartette von Haydn auf Schallplatten aufnahm.
Schallplatten: Arion (Vokalquartette von Johannes Brahms, »Duettos et Nocturnes pour deux voix et harpe« von Cherubini), MRF (»Gwendoline« von E. Chabrier), CBS (Colette in vollständiger Aufnahme von »Le Devin du village« von Rousseau), FSM (Venezianische Lieder).
Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://ana-maria-miranda.fr/

9.9. Nedda CASEI wird 85

Nedda CASEI

Ihre Mutter war Sängerin, der Vater Mitglied der Souza-Band. Zunächst Klavierstudium an der Juilliard Music School in New York, zugleich Schauspielunterricht; sie schloss ihre Ausbildung mit einem Gesangstudium bei Vittorio Peccinini in Mailand ab. Erstes Aufsehen erregte sie, als sie von Igor Strawinsky 1959 für eine konzertante Aufführung seines »Oedipus Rex« beim Empire State Festival ausgewählt wurde. Bühnendebüt 1960 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel als Maddalena im »Rigoletto« danach war sie 1961-62 am Stadttheater von Basel engagiert und war anschließend bei Gastspielen in Brüssel, Rom und Südafrika erfolgreich. Seit 1964 bedeutende Karriere an der New Yorker Metropolitan Oper, wo sie als Antrittspartie wiederum die Maddalena im »Rigoletto« sang und bis 1984 in 27 Partien in insgesamt 283 Vorstellungen auftrat, darunter als Suzuki in »Madame Butterfly« (45mal), als Page in »Salome« von R. Strauss, als Bersi in »Andrea Chénier« von Giordano, als 3. Dame in der »Zauberflöte«, als Carmen, als Lola in »Cavalleria rusticana«, als Marcellina wie als Cherubino in »Le nozze di Figaro«, als Preziosilla in Verdis »La forza del destino« (17mal), als Rosina im »Barbier von Sevilla«, als Isabella in Rossinis »L’Italiana in Algeri«, als Adalgisa in Bellinis »Norma«, als Leonora in Donizettis »La Favorita«, als Marina im »Boris Godunow«, als Flora in »La Traviata« und als Larina in Tschaikowskys »Eugen Onegin« Auch als Konzert- und Oratorienaltistin hatte sie große Erfolge.
Schallplatten: Cetra (Musetta in Leoncavallos Oper »La Bohème«), MMS (Azucena im »Troubadour«, Missa solemnis, Magnificat von J.S. Bach), DGG (»Lamentationes Jeremiae Prophetae« von Zelenka).

9.9. William DOOLEY wird 85

William Dooley

1950-54 studierte er an der Eastman School of Music in Rochester bei Lucy Lee Callund und kam dann für zwei Jahre als Soldat nach München. Hier wurde er Schüler der Pädagoginnen Viktoria Prestel und Hedwig Fichtmüller. 1957 debütierte er am Stadttheater von Heidelberg als Posa im »Don Carlos« von Verdi, begann dabei aber gleichzeitig eine erfolgreiche Karriere als Konzert- und Liedersänger. 1959-62 war er am Stadttheater von Bielefeld engagiert. 1962 folgte er einem Ruf an die Deutsche Oper Berlin, an der seine Karriere den Höhepunkt erreichte, und wo er eine Vielzahl von großen Baritonpartien sang. 1964 wirkte er bei den Festspielen von Salzburg als Titelheld in »Lucio Silla« von Mozart, 1966 als Escamillo in »Carmen« und am 6.8.1966 in der Uraufführung der Oper »Die Bassariden« von H.W. Henze (als Hauptmann und Adonis) mit. 1964 wurde er Mitglied der Metropolitan Oper New York (Debüt als Titelheld im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky). Er blieb an diesem Haus während 14 Spielzeiten engagiert und trat dort bis 1977 in 26 verschiedenen Partien in insgesamt 188 Vorstellungen auf:  als Heerrufer und als Telramund im »Lohengrin«, in den vier dämonischen Rollen in »Hoffmanns Erzählungen«, als Graf in »Le nozze di Figaro«, als Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, in der Titelrolle von A. Bergs »Wozzeck«, als Mandryka in »Arabella« von R. Strauss, als Großinquisitor im »Don Carlos« von Verdi, als Don Pizarro im »Fidelio«, als Geisterbote in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss, als Orest in »Elektra« von R. Strauss, als Escamillo, als Scarpia in »Tosca«, als Sprecher in der »Zauberflöte«, als Fliegender Holländer, als Amonasro in »Aida«, als Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, als Amfortas im »Parsifal«, als Kurwenal in »Tristan und Isolde«, als Faninal im »Rosenkavalier«, als Gunther in der »Götterdämmerung«, als Rangoni in »Boris Godunow«, als Donner im »Rheingold« und als Marquis de la Force in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc. In Europa wie in Nordamerika setzte er seine große Karriere als Konzertsänger fort. Seit 1967 trat er oft an der Königlichen Oper Kopenhagen auf. 1977-82 gastierte er in insgesamt 19 Vorstellungen an der Staatsoper von Wien (als Amfortas, als Sprecher in der »Zauberflöte«, als Jochanaan, als Kurwenal, als Faninal, als Don Pizarro und als Fliegender Holländer). Er sang in zahlreichen Uraufführungen zeitgenössischer Opernwerke: 1963 an der Deutschen Oper Berlin in der »Orestie« von Darius Milhaud (den Apollo) und 1964 in »Cortez« von Roger Sessions (den Montezuma), 1965 in »Der Traum des Liu-Tung« von Isang Yun (Uraufführung in der Akademie der Künste Berlin), 1976 an der Deutschen Oper Berlin in »Der Tempelbrand« von Toshiro Mayuzumi, 1979 in Hamburg in »Jakob Lenz« von W. Rihm (den Oberlin), 1984 an der Deutschen Oper Berlin in A. Reimanns »Gespenstersonate«, 1989 in Los Angeles in »Los Alamos« von Marc Neikrug. 1987 gastierte er an der Deutschen Oper Berlin, 1991 an der Oper von Santa Fé als Tiresias in »Oedipus« von W. Rihm. Weitere Bühnenpartien: Kothner in »Die Meistersinger von Nürnberg«, Macbeth von Verdi, Dr. Schön in »Lulu« von A. Berg, Baron d´Houdoux in »Neues vom Tage« von P. Hindemith, Gorjantschikow in Janáceks »Aus einem Totenhaus«, Nick Shadow in »The Rake´s Progress« von Strawinsky, Major Mary in »Die Soldaten« von B.A. Zimmermann.
Auf RCA sang er den Telramund in einer vollständigen Aufnahme des »Lohengrin«, auf Harmonia mundi in »Jakob Lenz« von Wolfgang Rihm.

10.9. Laurence DALE wird 60

Laurence Dale

Er wurde 1976-80 an der Guildhall School of Music London zum Sänger ausgebildet und studierte auch am Salzburger Mozarteum. 1981 sang er bei der English National Opera London (Debüt als Camille de Rosillon in Lehárs »Die lustige Witwe«) und wirkte 1981-82 bei der Tournee der »Carmen«-Inszenierung durch Peter Brook (»La Tragédie de Carmen«) als Don José mit. Bereits 1982 sang er beim Festival von Aix-en-Provence den 2. Geharnischten in der »Zauberflöte« dort trat er dann 1987 als Fenton in Verdis »Falstaff« auf. 1982 sang er als Antrittsrolle an der Covent Garden Oper London den jungen Seemann in »Tristan und Isolde«. 1983 wirkte er bei den Festspielen von Glyndebourne als Ramiro in Rossinis »La Cenerentola« mit und leitete im gleichen Jahr mit einem Engagement an der Oper von Lyon eine große Karriere in Frankreich ein, wo er in Paris seinen Wohnsitz nahm. Hier sang er u.a. am Théâtre des Champs-Élysées (1985), an der Opéra-Comique (1985), an der Grand Opéra Paris (1988 Aristée und Pluton in Offenbachs »Orphée aux Enfers«) und an der Opéra Bastille (1994 Tamino in der »Zauberflöte«). 1984 trat er in Los Angeles und an der Covent Garden Oper London als Pong in Puccinis »Turandot« auf. 1984 war er beim Holland Festival, 1985 an der Welsh Opera Cardiff als Ferrando in »Così fan tutte« zu hören; er gastierte am Grand Théâtre Genf (1985 als Don Narciso in Rossinis »Il Turco in Italia«, 1986 als Lurcanio in Händels »Ariodante« und 1989 als Gonzalve in Ravels »L’Heure Espagnole«), 1986 an der Niederländischen Oper Amsterdam, 1987 am Théâtre de la Monnaie Brüssel, 1989 in Toronto (als Tamino), 1990 in Amsterdam (als Ferrando), 1989-90 am Opernhaus von Zürich. Zugleich setzte er seine Karriere an den englischen Operntheatern fort: an der Welsh Opera Cardiff sang er den Don Ottavio im »Don Giovanni«, den Ferrando, den Eisenstein in der  »Fledermaus« und den Alfredo in »La Traviata«, an der Opera North Leeds den Tamino, den Hans in Smetanas »Die verkaufte Braut« und den Belmonte in der »Entführung aus dem Serail«. 1989 sang er an der Mailänder Scala den Fenton in Verdis »Falstaff« (bei einem Gastspiel der Welsh Opera Cardiff). Am Stadttheater von Basel als Roméo in »Roméo et Juliette« von Gounod zu Gast, bei den Festspielen von Aix-en-Provence 1990 in »Les Indes galantes« von Rameau. 1990 sang er zur Eröffnung des Mozart-Jahres am Landestheater Salzburg den Tamino. 1991 Gastspiel an der Stuttgarter Staatsoper als Ferrando, am Théâtre Impérial Compiegne als Gustave in »Le Bal masqué« von Auber, in Brüssel als Tamino, in Amsterdam als Idamante in »Idomeneo«. 1992 hörte man ihn in Lausanne als Pelléas in »Pelléas et Mélisande«, in Amsterdam als Ferrando, 1993 in Lille als Werther von Massenet; im gleichen Jahr auch an der Deutschen Oper Berlin als Don Ottavio zu Gast. Bei den Festspielen von Salzburg sang er 1992 den Belfiore in »La finta giardiniera« von Mozart, 1993 die Titelrolle in Monteverdis »L’Orfeo«, 1994 den Don Ottavio, 2000 in Mozart-Konzerten. In der Eröffnungvorstellung der neu erbauten Oper von Lyon wirkte er am 29.5.1993 in der Uraufführung der Oper »Rodrigue et Chimène« von Debussy/Denissow mit. Am Teatro Carlo Felice Genua gastierte er 1994 als Don Ottavio, an der Oper von Frankfurt a.M. 1995 als Hüon im »Oberon« von Weber, am Théâtre de la Monnaie Brüssel 1995 als Pelléas. 1997 sang er bei den Festspielen von Schwetzingen (und danach in Berlin) den Enea in »Didone« von Cavalli, am Theater von St. Gallen den Faust von Gounod, 1999 an der Opéra du Rhin Straßburg den Chevalier de la Force in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc. 1999 übernahm er in Amsterdam die Titelrolle in Monteverdis »L’Orfeo«, die er 2000 auch an der Chicago Opera sang. Der Schwerpunkt seines Bühnenrepertoires lag im lyrischen Stimmfach, vor allem in Mozart- und italienischen Belcanto-Partien. So sang er den Jaquino im »Fidelio« und weitere Partien in Opern von Rossini, Bellini und Donizetti sowie den Lenski im »Eugen Onegin«. Auch als Konzert- und Oratoriensänger kam er zu einer internationalen Karriere. Er trat u.a. in der Spring Symphony von B. Britten, in Werken von Händel und J. Haydn, im Weihnachtsoratorium von J.S. Bach (Los Angeles) und beim Brighton Festival in der »Faust-Sinfonie« von F. Liszt auf. Er betätigte sich auch als Regisseur, so 2000 bei den Haydn-Festspielen in Eisenstadt. 2001-04 war er künstlerischer Leiter der Oper in Metz, 2005-08 künstlerischer Leiter an der Opera Africa in Pretoria.
Schallplatten: HMV (»Padmâvati« von Roussel, Messe KV 427 von Mozart), Chant du monde (Titelpartie in »Joseph« von Méhul), Philips (»Maometto Secondo« von Rossini), EMI (Missa Sanctae Caeciliae von Gounod, »La Légende de Sainte Cécile« von Chausson), Erato (»Rodrigue et Chimène« von Debussy), Teldec (»The Fairy Queen« von Purcell), Harmonia mundi (»La Didone« von Cavalli, »L’Orfeo« von Monteverdi; Recital mit Arien aus französischen Opern), Arion (»Le Bal masqué« von Auber); Video-Aufnahmen vom Glyndebourne Festival; Arthaus/Naxos-Video (Chevalier de la Force in »Dialogues des Carmélites« von Poulenc).
Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.laurencedale.com/

10.9. David POUNTNEY wird 70

Sein Durchbruch gelang ihm 1972 beim Wexford Festival. Er inszenierte als szenischer Leiter der English National Opera unter anderem: The Fairy Queen, Lady Macbeth von Mzensk, Dr. Faustus. Bei der Ruhrtriennale inszenierte er 2007 Bernd Alois Zimmermanns Oper Die Soldaten. Mehrmals führte er an der Wiener Staatsoper Regie, zuletzt im März 2008 bei Verdis La forza del destino Bis zum Ablauf der Festspielsaison 2014 im August dieses Jahres war David Pountney Intendant der Bregenzer Festspiele. Sein (zuletzt bis 2013 befristeter) Vertrag läuft bis 2014. Als solcher inszenierte er u. a. die (szenische) Welturaufführung der Oper Die Passagierin. Vor seiner Berufung zum Intendanten inszenierte er auch in Bregenz: Der fliegende Holländer, Nabucco, Fidelio. Im September 2011 wurde Pountney Intendant der Walisischen Nationaloper in Cardiff (Welsh National Opera). Für seine Tätigkeit wurden David Pountney die Titel Commander oft he British Empire und Chevalier des Arts et Lettres sowie das Silberne Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg verliehen. 2014 wurde er beim Österreichischen Musiktheaterpreis mit dem Goldenen Schikaneder für seine Inszenierung von Spuren der Verirrten am Landestheater Linz ausgezeichnet.

10.9. David RAMIREZ HERNANDEZ wird 80

Informationen über den Tenor auf seiner Homepage: http://davidramireztenor.blogspot.co.at/

11.9. Catherine BOTT wird 65

Catherine-Bott

Sie begann eine sehr erfolgreiche Karriere im Konzertsaal, die sich auf die Musikzentren in Europa, in Südamerika und in der UdSSR erstreckte. In ihrer englischen Heimat trat sie oft zusammen mit dem New London Consort auf. Sie sang bei den Festspielen von Bath, von Edinburgh und beim London City Festival. 1988-89 nahm sie an einer Tournee durch Israel, Spanien, Holland und Italien teil und sang in Versailles in dem Oratorium »San Giovanni Battista« von Alessandro Stradella (die Salome). Es schlossen sich Konzerte beim Festival von Flandern, in Utrecht und in London an; 1991 gab sie weitere Konzerte in Holland und Frankreich und im Rahmen einer Japan-Tournee. Innerhalb ihres umfassenden Konzertrepertoires nahmen mittelalterliche und barocke Vokalwerke eine besondere Stellung ein.
Schallplatten: Decca (»L’Orfeo« und Vespern von Monteverdi, Requiem von Biber, Dido in »Dido and Aeneas« von H. Purcell; »Psyche« von Matthew Locke, »Noises Sound and Sweet Airs« von Michael Nyman, »Book of Proverbs« von Michael Torke, »Rinaldo« von Händel, »Gloria« und »Dixit Dominus« von A. Vivaldi), DGG (Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«), Sony (»A New Heaven« von N. Korndorf), Hyperion (»Fairest Isle«, englische Lieder) und Hyperion/Koch (Opernarien und -duette von Händel, mit Emma Kirkby).
Weitere Informationen auf ihrer Web-Seite: http://www.catherinebott.com/

13.9. Bronius KUTAVIČIUS wird 85

Er studierte von 1959-64 Komposition am Litauischen Staatskonservatorium zu Vilnius. In dieser Dekade begann er auch, Methoden der seriellen Musik, Aleatorik, Collagetechniken, Sonorismus und neue Notationsformen in seine Kompositionen einzubeziehen und mit Parametern wie Klangfarbe oder Raumklang zu spielen. 1967 trat er in den Litauischen Komponistenverband ein. Seit den 1970ern findet der Minimalismus Einzug in Kutavičius’ Werke, ebenso wie Frühformen aus der litauischen Musikgeschichte, mit deren Anfängen er sich dort eingehend beschäftigt. Aus dieser Periode stammen auch die Werke Pantheistisches Oratorium (1970), Die letzten heidnischen Riten (1978) und Vom Steine der Jatwinger (1983), die den Komponisten bekannt machten und als repräsentativ für sein musikalisches Schaffen gelten können. 1974-89 war er Mitglied des Exekutivrats des Litauischen Komponistenverbands. 1982 wurde Kutavičius mit dem Titel „Verdienter Künstler der Litauischen SSR“ ausgezeichnet, 1984 und 1985 erhielt er den Apfelpreis (lit. Obuolio premija) sowie 1987 den Jatwinger-Preis. Ab den 1990ern thematisiert er in seinen Kompositionen auch die Musikkultur anderer Länder wie Japans oder Kareliens. 1991-95 arbeitete Kutavičius an einem seiner Hauptwerke, Die Tore Jerusalems, für die er 1996 den Litauischen Nationalpreis erhielt. Im Jahre 1993 wurde er Professor für Komposition an der Musikakademie Litauens, 1999 empfing er den Orden des litauischen Großfürsten Gediminas vierter Klasse und den Offiziersverdienstorden der Republik Polen, später auch den Preis des Litauischen Kulturministeriums. 2000 schrieb er seine Oper Lokys nach dem Libretto von Ausra Marija Sluckaité-Jurasiené, das auf der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée basiert.

13.9. Melitta MUSZELY wird 90

Melitta MUSZELY

Ihre Familie stammte aus Ungarn. Sie besuchte das Konservatorium der Stadt Wien, wo sie zuerst Piano, dann Gesang studierte. Sie debütierte 1950 am Stadttheater von Regensburg, dem sie bis 1952 angehörte. 1952-53 sang sie am Stadttheater von Kiel und war 1953-68 Mitglied der Staatsoper von Hamburg. Hier wirkte sie 1955 in der Uraufführung der Oper »Pallas Athene weint« von E. Krenek mit, 1963 in der Uraufführung von G. Klebes »Figaro lässt sich scheiden«. 1955-61 war sie an der Komischen Oper Berlin tätig, wo sie u.a. die Traviata in einer glanzvollen Inszenierung der Oper durch W. Felsenstein sang. Seit 1956 ständiger Gast an der Staatsoper Berlin; 1963-66 auch der Wiener Volksoper, 1963-67 der Wiener Staatsoper verbunden, an der sie in insgesamt 32 Vorstellungen als Sophie im »Rosenkavalier«, als Susanna in »Figaros Hochzeit«, als Donna Elvira im »Don Giovanni«, als Marzelline im »Fidelio«, als Pamina in der »Zauberflöte«, als Rosalinde in der »Fledermaus«, als Violetta in »La Traviata« und als Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut« auftrat. Beim Maggio Musicale von Florenz sang sie 1956 die Woglinde und den Waldvogel im Nibelungenring, 1961 die Titelrolle in »Arabella« von R. Strauss, in Amsterdam 1954 die Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, bei den Festspielen von Schwetzingen 1962 in »Castor et Pollux« von Rameau. Weitere Gastspiele am Teatro San Carlos Lissabon (1958 und 1963 als Arabella, 1965 als Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut«, 1967 als Rusalka von Dvorák), am Opernhaus von Straßburg (1961 als Traviata, 1964 als Pamina), an der Königlichen Oper Kopenhagen (1960), bei den Wiener Festwochen (1965 als Ehefrau in »Von heute auf morgen« von A. Schönberg) und beim Festival von Flandern (1965 als Zelmire in »L’Ivrogne corrigé« von Gluck). Gastspiele führten die Künstlerin an die Städtische Oper Berlin und an das Opernhaus von Köln, an das Stadttheater von Zürich, an die Grand Opérn Paris und an viele andere große Bühnen. Sie sang bei den Festspielen von Edinburgh (1956 die Parasha in Strawinskys Einakter »Mavra« und die Margiana im »Barbier von Bagdad von Cornelius« anlässlich eines Gastspiels der Hamburger Staatsoper) und beim Holland-Festival; 1960 unternahm sie eine sehr erfolgreiche Konzert-Tournee durch Russland. 1959 sang sie an der Komischen Oper Berlin die vier Frauengestalten in »Hoffmanns Erzählungen« in der berühmten Inszenierung der Oper durch Walter Felsenstein, 1964 bei den Salzburger Festspielen die Giunia in »Lucio Silla« von Mozart. Weitere Bühnenpartien: Fiorilla in »Il Turco in Italia« von Rossini, Tatjana im »Eugen Onegin«, Mimi in »La Bohème« und Manon Lescaut von Puccini. Auch als Konzertsängerin, und vor allem als Lied-Interpretin, hatte sie eine erfolgreiche Karriere. Noch 1980 gab sie in Wien einen Liederabend. Hervorragend durchgebildete, ausdrucksvolle lyrische Stimme. Sie lebte nach Beendigung ihrer Karriere in Wien
Schallplatten auf HMV-Electrola (»Der Bajazzo«, »Carmen«), Eurodisc, Telefunken, Vogue, Somerset, Nonsuch (Marzelline in »Fidelio«), Mondo Musica (Titelrolle in »Arabella« von R. Strauss, Teatro Fenice Venedig 1966);auf Electrola, Eurodisc, Donauland und Telefunken auch Operetten-Aufnahmen.

15.9. Maria de la GRACIA ÁLVAREZ (mexikanische Sopranistin) wird 70

15.9. Christa NOACK wird 80

Sie war an der Musikhochschule von Leipzig Schülerin der bekannten Sopranistin Margarethe Bäumer. 1960 debütierte sie am Theater von Brandenburg als Gräfin in der Johann Strauß-Operette »Wiener Blut«. Bis 1962 blieb sie dort tätig und wurde dann 1962 an die Komische Oper Berlin verpflichtet, an der sie (mindestens) bis 1976 sang. Hier vertrat sie das jugendlich-dramatische Fach in Partien wie der Lisa in »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, der Leonore im »Troubadour« von Verdi, der Desdemona in dessen »Otello«, der Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut« und im Übrigen in einem umfangreichen Repertoire. Die Künstlerin, die mit dem Dirigenten C. von Kamptz verheiratet war, konnte auch als Konzertsopranistin zu einer belangreichen Karriere kommen.

16.9. Lennart HEDWALL wird 85

Biographie des schwedischen Komponisten auf Schwedisch:
https://sv.wikipedia.org/wiki/Lennart_Hedwall

17.9. Ans HUMBLET wird 60

Sie studierte zunächst Klavierspiel, wandte sich dann aber dem Gesangstudium zu, war Schülerin von Elisabeth Ksoll und in Amsterdam von Dixie Neil. Sie erwarb Diplome in den Fächern Sologesang und Oper. 1983 begann sie ihre Bühnenkarriere an der Niederländischen Oper Amsterdam, an der sie ihre ersten Erfolge hatte. 1986 gewann sie einen Gesangswettbewerb in Gent. 1986 wechselte sie an das Opernhaus von Wuppertal, zu dessen Ensemble sie vier Jahre lang bis 1990 gehörte, und wo sie eine Vielzahl von Partien aus dem Koloratur- und aus dem lyrischen Fachbereich sang. Hier wie bei Gastspielen trat sie in mehr als 40 verschiedenen Rollen auf, darunter als Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, als Blondchen in der »Entführung aus dem Serail«, als Marie in »Zar und Zimmermann« von Lortzing, als Woglinde, Waldvogel und Helmwige im Nibelungenring, als Despina in »Così fan tutte«, als Musetta in »La Bohème« und als Kunigunde in der Oper »Candide« von L. Bernstein, die sie in der deutschen Premiere des Werks in Wuppertal sang. 1990 hörte man sie bei der Operngesellschaft Forum in Enschede (Holland) als Ninetta in Mozarts »La finta giardiniera«. An der Deutschen Oper am Rhein wie am Stadttheater Aachen gastierte sie als Königin der Nacht, am Theater von Mönchengladbach als Frasquita in »Carmen«. Am 15.4.1990 sang sie am Opernhaus von Wuppertal in der Uraufführung der Oper »Erynis« von V.D. Kirchner. Neben ihrem Wirken auf der Bühne war sie eine geschätzte Konzertsängerin und sang auf diesem Gebiet u.a. Solopartien in der 9. Sinfonie von Beethoven, im Deutschen Requiem von Brahms, in »Paulus« von Mendelssohn, im Te Deum von Bruckner, in C. Orffs »Carmina Burana« und in zahlreichen Messen von Haydn und Mozart. Erwähnenswert sind Rundfunk- und Fernsehauftritte in Holland, Deutschland und Belgien. Seit 1990 ging sie von Maastricht aus einer internationalen Gastspielkarriere nach.

17.9. Michael MORGAN wird 60

Biographie des amerikanischen Dirigenten auf Englisch:
https://en.wikipedia.org/wiki/Michael_Morgan_(conductor)

17.9. John-Paul BOGART wird 65

Bereits als Knabenalt trat er öffentlich auf und sang u.a. in der Spielzeiten 1966-68 an der Metropolitan Oper New York in der berühmten »Zauberflöten«-Aufführung mit dem Bühnenbildern von Marc Chagall die Partie des dritten Knaben. Nachdem er an den Universitäten von Princeton und Yale studiert hatte und seine Stimme an der Juilliard Music School ausgebildet worden war, begann er seine Opernkarriere in seiner amerikanischen Heimat mit Auftritten an den Opern von Santa Fé, Dallas (hier 1974 eigentliches Debüt als erster Nazarener in »Salome« von R. Strauss) Miami und Philadelphia. Gleichzeitig kam es zu einer erfolgreichen Konzerttätigkeit mit führenden Orchestern in den USA. Er kam dann nach Europa. 1982 wurde er an die Staatsoper von Wien engagiert. Hier übernahm er bis 1986 in insgesamt 99 Vorstellungen viele große Partien: den Figaro in »Le nozze di Figaro«,
den Basilio in Rossinis »Barbier von Sevilla«, den Sparafucile in »Rigoletto«, den Timur in »Turandot«, den Ferrando im »Troubadour«, den Raimondo in »Lucia di Lammermoor«, den Colline in Puccinis »La Bohème«, den Sarastro in der »Zauberflöte«, den Ramfis in Verdis »Aida«, den Zuniga in »Carmen« und den Dr. Grenvil in »La Traviata«. Er gastierte an den Staatsopern von München und Hamburg, an der Mailänder Scala (1983 als Basilio im »Barbier von Sevilla«), an der Opéra-Comique Paris (1985 als Don Carlos in »Der steinerne Gast« von Dargomyschski), bei den Festspielen von Bregenz (1982 als Raimondo in »Lucia di Lammermoor«) und Orange, am Théâtre Châtelet in Paris (Massimiliano in »I Masnadieri« von Verdi), in London, Karlsruhe, Barcelona, Chicago (Masetto im »Don Giovanni«) und Baltimore (Gremin in Tschaikowskys »Eugen Onegin«). 1984-85 hörte man ihn in Basel als Figaro in »Le nozze di Figaro« von Mozart und als La Roche im »Capriccio« von R. Strauss. Er wirkte auch in Uraufführungen von Opern mit: an der Grand Opéra Paris als Ruffian in »Célestine« von Maurice Ohana (13.6.1988), in Karlsruhe in »Der Meister und Margarita« von Rainer Kunad (9.3.1986). 1989 gastierte er an der Milwaukee Opera als Mephisto im »Faust« von Gounod, am Théâtre des Champs-Élysées Paris als Alessio in »La Sonnambula«, 1990 an der Oper von Dallas als Skula in Borodins »Fürst Igor«. Seit 1994 Mitglied des Opernhauses der Stadt Bonn. Er hatte auch eine bedeutende Konzertkarriere in den europäischen und nordamerikanischen Musikzentren, namentlich als Oratoriensolist.
Schallplatten: RCA-Erato (Zuniga in »Carmen«), CBS (Timur in »Turandot«, auch als Video; Chichester Psalms), Donizetti Society (vollständige Oper »L’Esule di Roma« von Donizetti), Orfeo (Requiem von Donizetti), Sony (»Il Guarany« von C. Gomes).

18.9. Maria SINDILARU wird 90

Sie absolvierte ihre Ausbildung zur Sängerin am Konservatorium von Bukarest als Schülerin der Pädagoginnen Arta Florescu und Maria Nevi Carkaska. Debüt an der Rumänischen Nationaloper von Bukarest 1954 als Lauretta in »Gianni Schicchi« von Puccini. Sie blieb dann länger als zwanzig Jahre als erste Sopranistin diesem Opernhaus verbunden. Zu Gast war sie an der Nationaloper von Sofia und an den Opernhäusern von Kiew und Tiflis (Tblissi). Zu den Glanzrollen der Sängerin, die auch eine erfolgreiche Karriere im Konzertsaal hatte, gehörten die Marguerite im »Faust« von Gounod, die Butterfly, die Mimi in Puccinis »Bohème«, die Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut«, die Aida und die Tatjana im »Eugen Onegin«.
Electrecord-Aufnahmen, darunter die vollständige Oper »Oedipe« von Enescu.

19.9. George LAMBRACHE wird 80

Er ergriff zunächst den Beruf eines Maschinenbau-Ingenieurs, ließ dann aber seine Stimme ausbilden. Zu seinen Lehrern gehörten die Bukarester Pädagogen Grigore Melnik, Petre Stefanescu-Goanga, Constantin Stroescu und Viorica Cojacaru. Bühnendebüt 1968 am Musiktheater von Galati als Cavaradossi in Puccinis »Tosca«. Seit 1972 Mitglied der Nationaloper Bukarest, wo er das italienische heldische Tenorfach vertrat mit Partien wie dem Radames in »Aida«, dem Alvaro in Verdis »La forza del destino«, dem Manrico im »Troubadour«, dem Pinkerton in »Madame Butterfly«, aber auch dem Faust von Gounod, dem Lohengrin und dem Erik in »Der fliegende Holländer« von R. Wagner. Bedeutende Erfolge auch im Konzertbereich.
Schallplatten: Electrecord.

20.9. Marika EENSALU wird 70

Marika EENSALU

Sie betrieb ihr Gesangstudium am Konservatorium von Tallinn und beendete es 1978. 1976 ergänzte sie ihre Ausbildung bei Irina Archipowa in Moskau. Seit 1980 gehörte sie dem Ensemble des Estonia Theaters Tallinn an. Hier sang sie Partien wie die Rosina im »Barbier von Sevilla«, die Carmen, die Dorabella in »Cosi fan tutte«, die Bradamante in »Alcina« von Händel, die Ulrica in »Un ballo in maschera« von Verdi, die Marfa in »Chowanschtschina« von Mussorgsky, die Clara in »Die Verlobung im Kloster« von Prokofjew, die Catharina in der Oper »Der Pastor von Reigi« des estnischen Komponisten Eduard Tubin und die Olga im »Eugen Onegin«. Sie trat als Gast u.a. 1987 bei den Festspielen von Savonlinna in Finnland auf, gastierte in Riga und Moskau, in Deutschland, Schweden, Dänemark, Ungarn und in Paris. Sie wurde auch als Konzert- und Oratoriensängerin geschätzt und widmete sich gern der Interpretation estnischer Vokalwerke (R. Eespere, T. Lepik, B. Tamberg). Im estnischen Fernsehen trat sie als Rosina im »Barbier von Sevilla« auf.
Schallplattenaufnahmen, zum Teil mit estnischer Musik, auf Melodiya, auf Ondine Gesamtaufnahme der Oper »Der Pastor von Reigi« von E. Tubin.

21.9. Nina RAUTIO wird 60

Nina Rautio

Sie erhielt ihre Ausbildung zur Sängerin am Konservatorium von Leningrad und war zuerst 1981-87 am dortigen Opernhaus (Kirow-Theater) engagiert. Seit 1987 gehörte sie dem Ensemble des Bolschoi Theaters Moskau an. Sie erregte internationales Aufsehen, als sie 1991 an der Metropolitan Oper New York wie beim Edinburgh Festival mit dem Bolschoi-Ensemble gastierte. Sie sang bei diesen Gastspielen die Tatjana im »Eugen Onegin« und die Oksana in »Die Nacht vor Weihnachten« von Rimsky-Korssakow. 1992 erfolgte ihr Debüt an der Mailänder Scala in der Titelpartie von Puccinis »Manon Lescaut«. Hier sang sie noch im gleichen Jahr die Elisabetta in Verdis »Don Carlos« und 1993 das Sopransolo in Janáceks Glagolitischer Messe. 1992 sang sie in Rom das Sopran-Solo im Verdi-Requiem und beim Savonlinna Festival in Finnland die Aida. Bei der Weltausstellung von Sevilla hörte man sie 1992 in einem Konzert zusammen mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra. 1993 trat sie an der Opéra Bastille Paris als Lisa in »Pique Dame« von Tschaikowsky auf. An der Londoner Covent Garden Oper hatte sie als Aida, als Amelia in Verdis »Un Ballo in maschera« wie auch in dessen »Simon Boccanegra«, als Desdemona im »Otello« von Verdi und als Abigaille in dessen »Nabucco« weitere Erfolge, 1993 an der Oper von Rom als Aida, 1994 am Teatro Comunale Florenz als Amelia in Verdis »Simon Boccanegra«. Beim Festival von Orange hörte man sie 1993 wieder als Desdemona. 1994 debütierte sie in der Titelpartie von Puccinis »Manon Lescaut« an der Wiener Staatsoper, an der sie bis 1996 in insgesamt 8 Vorstellungen auch die Aida, die Lisa in »Pique Dame« und die Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano (mit Luciano Pavarotti in der Titelrolle) sang. An der Staatsoper Berlin sang sie 1994-95 die Aida und die Leonore in »La forza del destino«. In der Spielzeit 1995-96 sang sie die Aida in insgesamt 11 Vorstellungen an der Metropolitan Oper in New York. 1996 trat sie bei den Festspielen von Verona auf. 1998 gastierte sie an der Oper von Washington als Donna Anna im »Don Giovanni«, am Grand Théâtre Genf als Leonore im »Troubadour«, an der San Francisco Opera als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«. 2000 gastierte sie bei der Scottish Opera Glasgow als Tosca. Als bedeutende Konzertsängerin erwies sie sich bei Auftritten in der Londoner Festival Hall (Verdi-Requiem) und in Pittsburgh (in Werken von Beethoven und Gustav Mahler).
Schallplatten: Sony (»Manon Lescaut« von Puccini, »Wilhelm Tell« von Rossini, Verdi-Requiem), Conifer (Puccini-Arien, Lieder von S. Rachmaninoff), Conifer-BMG (Lieder von Tschaikowsky).

21.9. Alessandro CORBELLI wird 65

Alessandro Corbelli

Er wurde durch Giuseppe Valdengo und durch Claude Thiolas ausgebildet und debütierte 1974 am Teatro Donizetti von Bergamo als Marcello in »La Bohème«. 1975 sang er in Reggio Emilia den Figaro im »Barbier von Sevilla« von Paisiello. 1975 gastierte er am Teatro Comunale Bologna, seit 1976 vielfach am Teatro Regio Turin. 1978 gewann er einen Gesangwettbewerb in Toulouse. Er entfaltete eine schnelle Karriere, die ihn an die großen Opernhäuser in Europa wie in Amerika führte; 1978 gastierte er am Teatro Verdi Triest, 1979 am Teatro Fenice Venedig, 1980 in Genua, 1980 am Teatro Regio Parma, am Teatro San Carlo Neapel und am Teatro Massimo Palermo. 1980 sang er beim Maggio Musicale von Florenz in der Oper »Euridice« von Caccini, 1981 und 1985-87 an der Oper von Rom, 1982 wieder beim Maggio Musicale Fiorentino und den Festspielen von Martina Franca. An der Mailänder Scala debütierte er 1979 als Andronico in Mysliveceks »Il gran Tamerlano«; er sang dort auch 1982-83 den Pacuvio in Rossinis »La Pietra del Paragone«, 1983 den Vertigo in Glucks »Die Pilger von Mekka« und den Haly in Rossinis »L’Italiana in Algeri«, 1989 den Figaro in »Le nozze di Figaro« und den Guglielmo in »Così fan tutte«, 1989 und 1991 den Marcaniello in Pergolesis »Lo frate ´nnamorato«, 1991 den Raimbaud in Rossinis »Le Comte Ory« und den Varbel in Cherubinis »Lodoiska«, 1992 den Lord Rocburg in Aubers »Fra Diavolo«, 1993 den Leporello im »Don Giovanni«, 1993 und 1996 den De Siriex in Giordanos »Fedora«, 2001 und 2005 den Dandini in »La Cenerentola«, 2002 den Grafen in »Le nozze di Figaro«, 2007 den Sulpice in Donizettis »La fille du régiment« und 2010 den Bartolo im »Barbier von Sevilla«. Am 9.12.1980 wirkte er dort in der Uraufführung von Sylvano Bussottis »Le Racine« mit.  An der Grand Opéra Paris debütierte er 1983 als Sharpless in »Madame Butterfly«; er sang hier dann auch 1996 und 2002 den Dandini, 1998, 2004 und 2010 den Taddeo in »L’Italiana in Algeri«, 2003 den Don Alfonso in »Così fan tutte«, 2004 den Gianni Schicchi und an der dortigen Opéra Bastille 2012 den Sulpice und 2015 den Michonnet in »Adriana Lecouvreur« von Cilea. Beim Rossini Festival in Pesaro war er 1983 als Prosdocimo in »Il Turco in Italia«, 1984 als Raimbaud in »Le Comte Ory«, 1985 als Gaudenzio in »Il Signor Bruschino« anzutreffen. Ausgedehnte internationale Gastspieltätigkeit mit Auftritten in Bordeaux (1981), Lyon (1983) und Nizza (1984), an den Opernhäusern von Philadelphia (1984) und Chicago (1986), am Grand Théâtre Genf (1985 als Prosdocimo, 1988 als Malatesta in »Don Pasquale«, 1993 und 1997 als Dandini) und in Toulouse (1987). Er sang bei den Festspielen von Ravenna (1986 den Papageno in der »Zauberflöte«) und beim Festival in den römischen Thermen des Caracalla (1985). Beim Edinburgh Festival sang er 1982 den Pacuvio in Rossinis »La Pietra del Paragone« (bei einem Gastspiel der Mailänder Scala), 1994 den Grafen in »Le nozze di Figaro« und 1995 den Leporello. Bei den Festspielen von Glyndebourne trat er 1985 als Dandini, 2000 als Leporello, 2004 als Gianni Schicchi, 2007 als Don Magnifico in »La Cenerentola«, 2013 als Don Pasquale und 2016 als Bartolo im »Barbier von Sevilla« auf. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1987 als Silvio im »Bajazzo« und sang bisher in insgesamt 61 Vorstellungen auch den Haly, den Don Alfonso, den Riccardo in Bellinis »I Puritani«, den Figaro in »Le nozze di Figaro«, den Bartolo im »Barbier von Sevilla« und den Don Magnifico. Weitere Gastspiele am Teatro San Carlos Lissabon (1987 in »L’Italiana in Algeri«), an den Opern von Chicago (1988 als Ford in Verdis »Falstaff«) und Los Angeles (1987), an der Oper von Frankfurt a.M. (1988 als Figaro im »Barbier von Sevilla« von Rossini) und in Santiago de Chile (1989 als Leporello). 1988 debütierte er als Taddeo in »L‘Italiana in Algeri« an der Covent Garden Oper London, an der er danach auch den Don Alfonso, den Dandini und den Don Magnifico, den Malatesta und den Don Pasquale, den Don Geronio in »Il Turco in Italia«, den Sulpice, den Bartolo im »Barbier von Sevilla«, den Marquis de Boisfleury in Donizettis »Linda di Chamounix« und den Michonnet sang. 1990 gastierte er bei den Festspielen von Schwetzingen als Germano in Rossinis »La scala di seta«, 1991 in »L’Occasione fa il ladro« vom gleichen Meister. Bei den Festspielen von Salzburg hörte man ihn 1990-91 als Don Alfonso. 1995 hörte man ihn in Neapel als Leporello, 1996 in Dresden als Geronimo in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, bei den Festspielen von Ravenna als Don Alfonso, in Lausanne wieder als Leporello. 1996 hörte man ihn in Florenz als Papageno, 1997 am Teatro Regio Turin als Nottingham in Donizettis »Roberto Devereux«. Am 16.12.1997 sang er in der (konzertanten) Uraufführung der wieder entdeckten Donizetti-Oper »Elisabetta« in der Royal Festival Hall in London die Partie des Michele. An der Metropolitan Opera debütierte er 1997 (Antrittsrolle: Dandini) und sang bisher in insgesamt 81 Vorstellungen auch den Taddeo in »L‘Italiana in Algeri«, den Dulcamara in »L’Elisir d‘amore«, die Titelrolle in Puccinis »Gianni Schicchi«, den Sulpice in »La fille du régiment« und den Don Magnifico. 1998 beim Rossini Festival in Pesaro den Dandini, 1999 am Teatro Regio Turin den Raimbaud. An der Oper von San Francisco gastierte er 2008 als Dulcamara, 2013 und 2015 als Bartolo im »Barbier von Sevilla«. An der Bayerischen Staatsoper München gastierte er in der Saison 2011-12 als Don Magnifico. A der Oper von Los Angeles hörte man ihn 2013 als Don Magnifico und 2015 als Bartolo im »Barbier von Sevilla«. An erster Stelle standen in dem Bühnenrepertoire des Sängers die Belcanto-Partien in den Opern von Rossini, in denen er auch als Darsteller brillierte, ferner der Belcore in »L‘Elisir d’amore«, der Fabrizio in »Crispino e la Comare« der Brüder Ricci, der Ping in Puccinis »Turandot«, der Pantaleone in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew und der Ottone in »L’Incoronazione di Poppea« von Monteverdi.
Schallplatten: CBS (»L‘Italiana in Algeri«, »La Cenerentola«), DGG (»L‘Italiana in Algeri«), Nimbus (»Soirées musicales« von Rossini), Frequenz-Divox (»Il Barbiere di Siviglia« von Paisiello), Fonit Cetra (»La buona figliuola« von Piccinni), Ricordi (»Lo frate ’nnamorato« von Pergolesi), Claves (»La scala di seta«), Sony, Philips (Bartolo im »Barbier von Sevilla« von Rossini), Teldec (Taddeo in »L‘ Italiana in Algeri«, »La Cenerentola« von Rossini), Telarc (Graf in »Le nozze di Figaro«, Leporello im »Don Giovanni«), Decca (Geronio in »Il Turco in Italia«), Bongiovanni (»Le Serve Rivali« von T. Traetta); Warner-Video (»Il Signor Bruschino« und »La gazza ladra« von Rossini), Teldec-Video (»L’Occasione fà il ladro« von Rossini), Decca-Video (»La Cenerentola«).
Weitere Informationen auf folgender Web-Seite: http://www.ateraz.com/opera/corbelli/

21.9. Maurizio BENINI wird 65

Nach seinem Studium der Komposition und Chormusik debütierte er am Teatro Comunale di Bologna mit Rossinis Il Signor Bruschino. 1990 debütierte er in einem Konzert mir Raina Kabaivanska an der Mailänder Scala, an der dann 1992 Rossinis La Donna del Lago, 1993 Verdis Don Carlo, 1993 Pagliacci, 1994 Don Pasquale und Rigoletto, 2001 La Sonnambula dirigierte. 1992 debütierte er mit La Scala di Seta beim Rossini Opernfestival in Pesaro. 1984-91 war er Chefdirigent bei den Filarmonici del Teatro Comunale in Bologna, 1995-97 beim Wexford Festival und bis 2006 am Teatro Municipal de Santiago de Chile. Er ist regelmäßig an den weltweit bedeutenden Opernhäusern zu Gast: der Metropolitan Opera in New York (Debüt 1998 mit L’Elisir d’amore, seither hat er dort insgesamt 182 Vorstellungen dirigiert), der Opéra de Paris (Debüt 1994 mit Madama Butterfly), der Wiener Staatsoper (1996-2006 insgesamt 10 Vorstellungen von I Puritani und L’Italiana in Algeri), dem Royal Opera House Covent Garden in London (Debüt 1999 mit Verdis Un giorno di regno), dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, dem Teatro Real in Madrid, der Lyric Opera of Chicago, der Opéra in Monte-Carlo, dem Théâtre du Capitole de Toulouse, dem Teatro La Fenice in Venice, und bei den bedeutenden internationalen Festivals in Glyndebourne (2009 L’Elisir d’amore) und Edinburgh. Seit 2010 ist er Chefdirigent des Teatro San Carlo in Neapel. An der Bayerischen Staatsoper München dirigierte er 2014 Rossinis Il Turco in Italia. Zukünftige Projekte sind: I Vespri Siciliani an der Londoner Covent Garden Oper, Adriana Lecouvreur an der Oper von Monte-Carlo und Semiramide an der New Yorker Metropolitan Opera. Kürzlich wurde mit ihm Rossinis La Cenerentola bei der Deutschen Grammophon veröffentlicht.

21.9. Stephen DARLINGTON wird 65

Biographie des britischen Dirigenten auf Englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Stephen_Darlington

21.9. Jill GOMEZ wird 75

Jill GOMEZ

Sie kam mit drei Jahren auf die Insel Trinidad, wo sie bis 1955 lebte. Ihre Ausbildung fand an der Royal Academy of Music und an der Guildhall School of Music sowie bei Walther Gruner in London statt. Sie debütierte 1967 bei der Cambridge University Opera als Meermädchen im »Oberon« von Weber. 1968 sang sie bei den Ledlanet Nights die Aminta in Mozarts »Il Re pastore«. Bei der Scottish Opera Glasgow sang sie 1968-83 die Casilda in »The Gondoliers« von Gilbert & Sullivan, die Pamina in der »Zauberflöte«, die Elisabeth Zimmer in H.W. Henzes »Elegy for Young Lovers«, die Anne Trulove in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Gräfin in »Le nozze di Figaro« und die Leila in »Les pêcheurs de perles«. 1968 sang sie bei der Glyndebourne Touring Opera die Adina in »L‘Elisir d’amore«. 1969 erregte ihre Mélisande in »Pelléas et Mélisande« bei den Festspielen von Glyndebourne Aufsehen, 1970 sang sie dort die Titelrolle in »La Calisto« von Cavalli, 1975 die Anne Trulove, 1984 die Helena in »A Midsummer Night’s Dream« von Benjamin Britten. Die Calisto sang sie 1972 auch bei der Glyndebourne Touring Opera und beim Flandern Festival sowie 1973 in Kopenhagen (mit dem Ensemble des Glyndebourne Festival). Am 2.12.1970 kreierte sie an der Londoner Covent Garden Oper die Flora in der Uraufführung der Oper »The Knot Garden« von Michael Tippett. In den folgenden Jahren sang sie an der Covent Garden Oper die Tytania in Brittens »A Midsummer Night’s Dream« und die Lauretta in »Gianni Schicchi« von Puccini. Beim Aldeburgh Festival sang sie die Governess in B. Brittens »The Turn of the Screw«, die Ilia in »Idomeneo« von Mozart sowie 1974 in der Uraufführung der Oper »The Voice of Ariadne« von Thea Musgrave die Rolle der Gräfin. beim Wexford Festival gastierte sie 1974 als Thaïs von Massenet und 1983 als Rosaura in »La vedova scaltra« von E. Wolf-Ferrari, an der Welsh Opera Cardiff als Jennifer in »The Midsummer Marriage« von M. Tippett. 1977 war sie die Solistin bei der großen Deutschland-Tournee des englischen Chores St. Martin-in-the-Fields, 1978 sang sie bei den Festspielen von Ludwigsburg die Donna Elvira im »Don Giovanni«, 1979 im englischen Rundfunk BBC in der Uraufführung von Prokofjews »Maddalena«. An der Kent Opera hörte man sie 1977-88 u.a. als Tatjana im »Eugen Onegin«, als Aminta in Mozarts »Il re pastore« und als Donna Anna im »Don Giovanni«. 1979 gastierte sie mit dem Ensemble der Kent Opera beim Edinburgh Festival als Traviata. Gastspiele in Zürich (1981 als Cinna in »Lucio Silla« von Mozart), Genf (1981 als Governess in B. Brittens »The Turn of the Screw«), Frankfurt a.M. (1981 als Cleopatra in »Giulio Cesare« von Händel, 1985 als Donna Anna), Bordeaux (1979 als Fiordiligi), an der Oper von Lyon (1982 als Teresa in »Benvenuto Cellini« von Berlioz) und in Florenz (1987 in »The Fairy Queen« von H. Purcell); sie sang auch zahlreiche Partien in zeitgenössischen Opern. 1990 hörte man sie bei der London Opera als Helena in Brittens »A Midsummer Night’s Dream«. Bedeutende Karriere auch als Konzert-, Oratorien- und vor allem als Liedersängerin, wobei sie gerade auf diesem Gebiet ein sehr umfangreiches und interessantes Repertoire beherrschte. 1985 sang sie in Lausanne ein Solo in dem Oratorium »Belshazzar« von Händel.
Schallplatten: Decca (»Acis and Galatea« von Händel, Marienvesper von Monteverdi), HMV-Electrola (Donna Elvira im »Don Giovanni«), KRO Hilversum (»Dialogues des Carmélites« von Poulenc), TIS (Cäcilien-Ode von Purcell), Unicorn (Songs und Lieder von K. Weill, Zemlinsky, Schönberg und Satie, Lieder von Gustav Mahler), CBS (Lieder von Maurice Ravel), Saga (Französische Lieder), Lyrica (»Miss Julie« von Alwyn), Foyer/Memories (»Il Giovedi grasso« von Donizetti), Foyer (Recital), Myto (»La Sonnambula«), TIS (Cäcilienode von Händel), EMI- Virgin (»A Midsummer Night’s Dream«), EMI (»Powder Her Face« von Thomas Adès).

21.9. Mira ZAKAI wird 75

Mira ZAKAI

Sie erhielt ihre Ausbildung in Tel-Aviv durch Jennie Tourel und Miriam Gross-Levin. 1976 debütierte sie in Wien in einem Konzert, in dem sie die Rückert-Lieder von Gustav Mahler vortrug. Im Oktober des gleichen Jahres sang sie im englischen Rundfunk BBC und mit dem New Philharmonia Orchestra London; dazu gab sie in England einige Liederabende. 1977 sang sie dann zusammen mit den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado das Alt-Solo in der 2. Sinfonie von G. Mahler, eine Partie, die sie auch 1980 in Wien übernahm. 1980-81 kam es zu mehreren Rundfunkauftritten in Deutschland. 1982 gastierte sie in New York als Solistin in der H-Moll-Messe von J.S. Bach und gab einen Liederabend in der dortigen Alice Tully Hall. 1983 sang sie in einem Konzert vor Papst Johannes Paul II. in Castel Gandolfo Bach-Arien. Es kam zur Ausbildung einer großen, internationalen Konzertkarriere; sie galt als die bedeutendste israelische Sängerin ihrer Generation. Man hörte sie mit den führenden Orchestern in aller Welt zusammen, in Paris und Berlin, in London und Toronto, beim Festival von Orange und natürlich in ihrer Heimat Israel. Sie betrat dann auch die Opernbühne, indem sie 1979 an der Scottish Opera Glasgow Janet Baker in der Partie des Orpheus von Gluck ersetzte, den sie auch 1984 in einer konzertanten Aufführung in Tel Aviv sang. 1987 gastierte sie an der Oper von Lyon als Anna in »Les Troyens« von Berlioz; an der Israel National Opera Tel Aviv sang sie u.a. 1990 die Flora in »The Medium« von Menotti und die Hexe in »Hänsel und Gretel«, 1993 die Mamma Lucia in »Cavalleria rusticana«. Das Schwergewicht ihrer künstlerischen Tätigkeit lag jedoch nach wie vor im Konzertgesang. Sie trat weiter in den Konzertsälen in den USA, in Frankreich, England, Italien und Deutschland auf, sang 1987 das »Lied von der Erde« von Gustav Mahler in Saarbrücken, Hamburg und Berlin, im November 1987 das Solo in der 3. Sinfonie von G. Mahler in der Alten Oper Frankfurt a.M. 1989 trug sie in Tel Aviv das Alt-Solo im »Elias« von Mendelssohn vor, anschließend Gustav Mahlers 2. Sinfonie, 1992 beim Beethoven-Fest in Bonn das Alt-Solo in der 9. Sinfonie. Sie gab Liederabende bei den Festspielen von Wiesbaden (Werke von Ravel, Hemsi, B. Britten und de Falla), Konzerte in Verona und immer wieder in Frankfurt a.M.
Schallplatten: Decca (2. Sinfonie von G. Mahler, »Moses und Aron« von Schönberg), Jerusalem Records (Religiöse Musik von A. Bruckner).
Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.tau.ac.il/~mzakai/

22.9. Alison BROWNER wird 60

Sie studierte in Dublin Violinspiel und Musikwissenschaft und sang dort in einem Chor. Sie erhielt 1979 ein Stipendium zur Ausbildung ihrer Stimme an der Hamburger Musikhochschule und trat dem Chor des Norddeutschen Rundfunks bei. Sie studierte seit 1981 auch bei dem berühmten Bass-Bariton Hans Hotter. 1981 erhielt sie ein Anfängerengagement im Opernstudio der Münchner Staatsoper. 1983 hatte sie ihren ersten großen Erfolg als Annius in »La clemenza di Tito« von Mozart bei den Festspielen von Ludwigsburg. 1984 wurde sie an das Staatstheater von Darmstadt verpflichtet; hier erregte sie als Dorabella in »Così fan tutte«, als Charlotte im »Werther« von Massenet und in der schwierigen Koloraturpartie der Angelina in der Rossini-Oper »La Cenerentola« Aufsehen. 1987 folgte sie einem Ruf an das Nationaltheater Mannheim, dessen Mitglied sie bis 1991 blieb. Bereits 1985 sang sie bei den Festspielen von Bayreuth ein Blumenmädchen im »Parsifal«, am Opernhaus von Frankfurt a.M. hörte man sie als Rheintochter im Nibelungenring, 1987 am Staatstheater Wiesbaden als Dorabella, 1988 auch beim Wexford Festival. Sie sang bei den Salzburger Festspielen 1990 die Messagiera in Monteverdis »L‘Orfeo« und gastierte im gleichen Jahr an der Covent Garden Oper London, an den Opern von Antwerpen und Gent als Angelina in Rossinis »La Cenerentola«. Beim Wexford Festival hörte man sie 1990 als Aurelio in der Rossini-Oper »L’Assedio di Calais«, in Brüssel 1992 als Rosina im »Barbier von Sevilla«, in Barcelona als Proserpina in »L‘Orfeo« von Monteverdi, 1995 an der Oper von Santiago de Chile als Rosina, in Dublin als Cenerentola. Auf der Bühne sang sie auch den Cherubino in »Le nozze di Figaro« (Antwerpen 1995), den Orpheus von Gluck, die Concepcion in »L’Heure espagnole« von Ravel, die Dido in »Dido and Aeneas« (konzertante Aufführung an der Staatsoper Berlin 1995). Auch im Konzertsaal präsentierte sie ein vielseitiges Repertoire. Seit 1984 verheiratet mit dem Tenor und Gesangpädagogen Wilhelm Gries, der als Stimmbildner den Domchor in Limburg a. d. Lahn leitete.
Schallplatten: Philips (Blumenmädchen im »Parsifal«, Aufnahme aus Bayreuth, 1985), Orfeo (»Oberto« von Verdi), Wergo (Kantaten von C. Orff), Opus (Matthäuspassion von J.S. Bach), Marco Polo (»Der Dämon« von A. Rubinstein), Claves (Solistin in Chorwerken von Hugo Wolf), Arts (Gesänge aus Goethes »Faust« von Conradin Kreutzer), Berlin Classics (Volpino in »Lo Speziale« von J. Haydn), CPO (»Frühling« von Franz Lehár).
Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.alisonbrowner.com/

22.9. Alan WOODROW wird 65

Alan WOODROW

Er begann sein Gesangstudium in Kanada am Royal Conservatory Toronto und kam dann nach England, wo er im London Opera Centre seine Ausbildung vervollständigte. Debüt 1970 bei der New Opera Company als Nicoló in der englischen Erstaufführung der Oper »Bomarzo« von Ginastera. Seit 1976 hatte er eine erfolgreiche Karriere an der English National Opera London (wo er bereits 1971 in der Uraufführung der Oper »The Royal Hunt of the Sun« von Iain Hamilton mitgewirkt hatte), die sich über mehr als 15 Jahre erstreckte. Er sang an diesem Haus ein sehr vielseitiges Repertoire, das Partien wie den Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, den Don Ottavio im »Don Giovanni«, den Froh im »Rheingold«, den Monostatos in der »Zauberflöte«, den Canio im »Bajazzo«, den Hermann in »Pique Dame« von Tschaikowsky, den Walther von Stolzing in »Die Meistersinger von Nürnberg« und den Edmund in »Lear« von Aribert Reimann (1989 in der englischen Erstaufführung der Oper) enthielt. 1990 hörte man ihn bei der English National Opera als Hauptmann in »Wozzeck« von A. Berg, 1991 (und 1996) als Herodes in »Salome« und in der Spielzeit 1992-93 als Siegmund in der »Walküre«. 1990 gastierte er beim Edinburgh Festival als Manolios in »Greek Passion« von B. Martinù. Er gastierte 1992 an der Opéra Bastille Paris als Sergej in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch. An der Mailänder Scala gastierte er 1992 als Sergej in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch und 2004 als Guido Bardi in A. von Zemlinskys »Eine florentinische Tragödie«. Er gastierte 1994 am Stadttheater von Basel, 1995 und 1998-99 an der Staatsoper von München als Kaiser in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss. 1997 Gastspiel am Stadttheater von Basel als Ägisth in »Elektra« von R. Strauss, am Stadttheater von Bern als Sergej in »Katja Kabanowa« von Janácek, 1998 am Teatro San Carlo Neapel als Tannhäuser. 1999 gastierte er bei der English National Opera London als Don José in »Carmen« und als Bob Boles in »Peter Grimes« von B. Britten, bei den Festspielen in Erl in Tirol in der Titelrolle des »Siegfried« (dort 2000 auch als Siegfried in der »Götterdämmerung«). 2000 hörte man ihn am Teatro San Carlo Neapel als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, an der Scottish Opera Glasgow als Herodes, beim Aldeburgh Festival in »Peter Grimes«. 2001 gastierte er an der Canadian Opera Toronto in »Venus and Adonis« von H.W. Henze. Als Konzertsänger trat er in Kanada wie auch in England auf. Höhepunkte in seinem Konzertrepertoire waren Solopartien im Verdi- wie im Mozart-Requiem, in der 9. Sinfonie von Beethoven, in »A Mass of Life« von Delius, in der 8. Sinfonie von Gustav Mahler und im Psalmus Hungaricus von Béla Bartók. – Verheiratet mit der Mezzosopranistin Elizabeth Stokes.
Schallplatten: RCA (Werke von Monteverdi), Arte Nova (Titelpartien in »Guntram« von R. Strauss und im »Siegfried« von R. Wagner; Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, Teatro San Carlo Neapel); Videoland Wien (»Tannhäuser«, Teatro San Carlo Neapel, 1998), Video-Aufnahme »Gloriana« von B. Britten (aus der English National Opera).

22.9. Linda COOK-MacDONALD wird 70

Sie studierte am College-Conservatory of Music in Cincinnati, bei den Pädagogen Robert und Lucille Evans und mit Hilfe eines Fulbright Stipendiums bei Jan Tamaru in Mainz. 1971 debütierte sie an den Städtischen Bühnen Krefeld, an denen sie bis 1975 engagiert war, als Fiordiligi in »Così fan tutte«. Sie gehörte auch zum Ensemble des Opernhauses von Dortmund und trat in Westdeutschland an den Opernhäusern von Essen, Wuppertal und Darmstadt auf. In ihrer amerikanischen Heimat kam sie an den Bühnen von Cincinnati, Pittsburgh, Memphis, Portland und an der City Opera New York zu beachtlichen Erfolgen. Sie sang vorzugsweise Partien aus dem Koloratur- wie dem lyrischen Fach: die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, die Zerline im »Don Giovanni«, die Pamina wie die Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, die Marguerite im »Faust« von Gounod, die Agathe im »Freischütz« von Weber, die Alice Ford in Verdis »Falstaff«, die Musetta in Puccinis »La Bohème«, die Zdenka in »Arabella« von R. Strauss, die Thamar in »Das Leben des Orest« von Krenek und die Philippe in »Die Teufel von Loudun« von K. Penderecki. Auch als Konzertsopranistin erfolgreich aufgetreten.

22.9. Rolf CEDERLÖF wird 80

Rolf CEDERLÖF

Gesangstudium an der Königlichen Musikakademie in Stockholm 1961-64, vor allem bei Ragnar Hultén. Er begann seine Karriere als Operettensänger 1964-65 beim Riksteater in Stockholm. 1965 wurde er an die Königliche Oper Stockholm berufen, wo er als erste größere Partie den Rocco in »Fidelio« sang. Er zeichnete sich dort als Osmin in der »Entführung aus dem Serail«, als Leporello im »Don Giovanni«, als Hunding in der »Walküre«, als Daland in »Der fliegende Holländer«, als Kalabass in der Oper »Hus med dubbel ingang« des schwedischen Komponisten Hilding Rosenberg (auch in der Uraufführung dieser Oper 1970) und in vielen anderen Partien aus. Er wirkte bei den Opernfestspielen von Drottningholm mit und gastierte u.a. an der Oper von Tel Aviv. Bedeutender Konzertbassist.
Schallplatten: HMV (Mitschnitte von Rundfunkaufnahmen).

23.9. Kathryn MONTGOMERY wird 65

Kathryn Montgomery Meißner

Sie studierte Musik und Gesang an der Indiana University Bloomington und war dort Schülerin von V. Scammon und von Volker F. Meißner, den sie dann heiratete. 1972 kam es in Bloomington zu ihrem Debüt in der Partie der Donna Elvira im »Don Giovanni«. In den folgenden sieben Jahren trat sie an verschiedenen Opernhäusern in Nordamerika, zum Teil auch als Mitglied reisender Operngesellschaften, auf. 1978 sang sie in Norfolk (Virginia Opera) die Frasquita in »Carmen«, 1979 wirkte sie dort in der Uraufführung der Oper »A Christmas Carol« von Thea Musgrave mit; 1979 sang sie an der Oper von San Francisco die 4. Magd in »Elektra« von R. Strauss. 1980 erfolgte ihr Bühnendebüt für Europa am Opernhaus von Köln als Leonore im »Fidelio«. Sie kam jetzt bei regelmäßigen Gastspielen an den Opernhäusern von Köln und Zürich (1980-82), am Nationaltheater von Mannheim (1981-85) und an der Staatsoper Berlin zu großen Erfolgen. Ihr umfangreiches Bühnenrepertoire gipfelte in Rollen wie der Donna Anna im »Don Giovanni«, der Tosca, der Titelfigur in Puccinis »Turandot«, der Senta in »Der fliegende Holländer«, der Elsa im »Lohengrin«, der Sieglinde in der »Walküre«, der Salome in der Oper gleichen Namens von Richard Strauss, der Kaiserin in der »Frau ohne Schatten«, ebenfalls von R. Strauss und der Marie im »Wozzeck« von Alban Berg. Gastspiele an zahlreichen westeuropäischen Bühnen und in Japan. 1980 gastierte sie an der Oper von Brüssel und am Teatro Fenice Venedig, 1981 an der beim Festival von Edinburgh (als Vitellia in Mozarts »La clemenza di Tito« bei einem Gastspiel der Kölner Oper), 1984 in Pretoria (als Salome) und Athen sowie an der Metropolitan Oper New York (in einer einzigen Vorstellung als Chrysothemis in »Elektra« von R. Strauss), 1985 an der Staatsoper Wien (als Chrysothemis), 1986 am Teatro Liceu Barcelona und an der Staatsoper Dresden. Nach einer vorübergehenden Pause nahm sie ihre Karriere wieder auf und sang 1988 am Teatro Comunale Bologna die Lisa in »Pique Dame« von Tschaikowsky und an der Deutschen Oper Berlin die Aksinja in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch. 1990 trat sie in Auckland auf Neuseeland als Turandot in der gleichnamigen Puccini-Oper auf. Dazu wurde sie als Konzertsopranistin allgemein bekannt. Sie ist auch (nach ihrer Heirat mit Volker F. Meißner) unter dem Namen Kathryn Montgomery-Meißner aufgetreten.
Schallplatten: FSM (»A Christmas Carol« von Thea Musgrave), HMV (Musik zu »Rosamunde« von Schubert).

23.9. William SHIMELL wird 65

William SHIMELL

Er sang im Knabenchor der Westminster Abbey London und dann im Chor der St. Edward’s School Oxford. Seine Stimme erhielt ihre Ausbildung an der Guildhall School of Music London durch Ellis Keeler und bis 1979 im National Opera Studio London. 1983 gewann er den ersten Internationalen Schottischen Concours John Noble in Glasgow. Bereits 1979 sang er beim Edinburgh Festival den Baron Douphol in »La Traviata« (bei eine Gastspiel der Kent Opera). 1980 debütierte er bei der English National Opera in London als Masetto im »Don Giovanni« und sang in den folgenden Jahren an diesem Haus Partien wie den Schaunard in »La Bohème«, den Mercutio in »Roméo et Juliette« von Gounod, den Papageno in der »Zauberflöte«, den Morales in »Carmen« und mit besonderem Erfolg den Don Giovanni (1985, 1987). 1981 sang er an der Sadler’s Wells Opera London den Young Scrooge in der zeitgenössischen Oper »A Christmas Carol« von Thea Musgrave. 1983 sang er bei der Glyndebourne Touring Opera den Dandini in Rossinis »La Cenerentola«, 1984 und 1989 bei den Festspielen von Glyndebourne den Grafen in »Le nozze di Figaro«. Mit dem Ensemble des Glyndebourne Festival gastierte er beim Hong Kong Arts Festival 1986 als Don Giovanni. Bei der Opera North Leeds hörte man ihn als Marcello in »La Bohème« (1986), als Harasta in Janáceks »Das schlaue Füchslein« und als Nick Shadow in »The Rake’s Progress« von Strawinsky (1986), bei der Scottish Opera als Ipparco in »L‘Egisto« von Cavalli (1984), bei der Kent Opera als Guglielmo in »Così fan tutte«. Im Herbst 1984 sang er als erste Rolle bei der Welsh Opera Cardiff den Don Giovanni, 1985 den Sharpless in »Madame Butterfly«. 1985 debütierte er als Schaunard an der Covent Garden Oper London, an der er dann auch als Albert in »Werther« von Massenet, als Marcello, als Olivier im »Capriccio« von R. Strauss, als Guglielmo,  als Nick Shadow und als De Brétigny in »Manon« von Massenet zu sehen war. 1987 debütierte er als Graf in »Le nozze di Figaro« an der Mailänder Scala, an der er 1989 nochmals als Graf in »Le nozze di Figaro« und als Guglielmo, 1991 als Dourlinski in Cherubinis »Lodoiska«, 2009 als Nick Shadow, 2012 als Crespel und Luther in »Hoffmanns Erzählungen« sowie 2012 als De Brétigny aufgetreten ist. An der Pariser Oper gastierte er 1988 als Fernando Villabella in Rossinis »La gazza ladra«, 1993-94, 1999 und 2003 als Graf in »Le nozze di Figaro«, 1994 als Escamillo in »Carmen«, 1996, 1998, 2011 und 2013 als Don Alfonso in »Così fan tutte« sowie 2004 in der Titelrolle von Händels »Hercules«. 1988 debütierte er als Nick Shadow an der Oper von San Francisco (zugleich sein US-Debüt), an der er dann auch 1990 den Olivier, 1993 den Marcello und 1995 den Don Giovanni sang. 1988 war er in Amsterdam als Don Giovanni zu Gast, 1989 am Opernhaus von Zürich und an der Oper von Santiago de Chile. Am Grand Théâtre Genf gastierte er 1989 und 1993 als Graf in »Le nozze di Figaro« sowie 1992 als Guglielmo. 1989 war er in Genua zu hören, 1990 in Amsterdam als Raimbaud in Rossinis »Le Comte Ory«. An der Wiener Staatsoper gastierte er 1990-98 in insgesamt 31 Vorstellungen als Graf in »Le nozze di Figaro«, als Marcello, als Olivier und als Don Giovanni. 1990 gastierte er an der Oper von Chicago als Graf in »Le nozze di Figaro«. Beim Festival von Ravenna sang er 1991 den Pietro in »La Muette de Portici« von Auber, 1992 in Zürich den Don Giovanni, den er auch 1993 beim Festival von Aix-en-Provence und 1994 an der Oper von Lyon zum Vortrag brachte. 1995 hörte man ihn an der Oper von Rom als Don Alfonso, in Lyon als Nick Shadow, 1996 am Teatro Comunale Florenz als Sharpless. An der Metropolitan Opera sang er bis 2010 in insgesamt 40 Vorstellungen den Marcello (1996 seine Antrittsrolle), den Don Alfonso, den Sharpless, den Nick Shadow, den De Brétigny und den Thoas in »Iphigénie en Tauride« von Gluck. 1997 übernahm er an der Oper von Tel Aviv den Grafen in »Le nozze di Figaro«, 1999 an der New Israeli Opera Tel Aviv den Don Alfonso, 1998 an der Deutschen Oper Berlin den Don Giovanni. 2000 gastierte er an der Deutschen Oper Berlin wie beim Festival von La Coruna (Spanien) als Graf in »Le nozze di Figaro«. An der Bayerischen Staatsoper München gastierte er als Graf in »Le nozze di Figaro«, als Don Giovanni und als Marcello. Neben seine erfolgreiche Bühnenkarriere trat eine zweite, ebenso erfolgreiche Tätigkeit als Konzert- und Oratoriensänger in einem umfassenden Repertoire. Bereits 1984-85 übernahm er die Partie des Joseph in »L’Enfance du Christ« von Berlioz im englischen Fernsehen; er trat auch in einer Fernseh-Serie auf, die die Gesellschaft BBC über Mozart und sein Werk ausstrahlte. Er galt als ausgezeichneter Bach- und Händel-Interpret.
Schallplatten: TIS (Werke von J.S. Bach), EMI (»Don Giovanni« in der Titelpartie), Sony (»Lodoïska« von Cherubini).

23.9. Helga SCHMIDT wird 75

Sie besuchte in den Jahren 1960-65 die Musikhochschule Köln, wo sie u.a. Schülerin von Clemens Glettenberg war, und begann ihre Bühnenlaufbahn 1965 am Opernhaus von Köln. Hier sang sie vor allem das Repertoire für dramatischen Alt, entfaltete aber zugleich eine große internationale Karriere als Konzertaltistin. In Paris trat sie als Solistin im »Messias« von Händel und in der Missa solemnis von Beethoven auf. Auch in Amsterdam wie in den Zentren des Musiklebens im deutschsprachigen Raum konnte sie sich als eine der führenden deutschen Konzertaltistinnen ihrer Generation präsentieren. 1976 folgte sie einem Ruf an das Staatstheater von Hannover. Dort sang sie u.a. 1989 bei der Dreihundertjahrfeier des Hauses in Aufführungen der Oper »Enrico Leone« von Agostino Steffani, ebenso 1989 in der zeitgenössischen Oper »Die Soldaten« von B.A. Zimmermann, 1991 die Margarita in »I quattro rusteghi« von E. Wolf-Ferrari. 1988 gastierte sie am Teatro Massimo Palermo.
Schallplatten: HMV-Electrola (Adelaide in vollständiger Oper »Arabella« von R. Strauss).

23.9. Margarita KYRIAKI wird 80

Margarita_Kyriaki

Sie begann ihre Ausbildung bei Miltiades Vithinos in Athen. Sie besuchte dann die Wiener Musikhochschule, wo Berti Mandl, Josef Witt und Hilde Zadek ihre Lehrer waren. Ihr Bühnendebüt fand 1964 am Theater von Klagenfurt als Pamina in der »Zauberflöte« statt. Sie war 1965-68 am Staatstheater Wiesbaden, 1968-78 am Opernhaus von Graz verpflichtet (wo sie u.a. die Vitellia in Mozarts »La clemenza di Tito«, die Gräfin in »Figaros Hochzeit« und die Elisabeth von Zastrow in der deutschsprachigen Erstaufführung von Nicholas Maws »Der Mond geht auf über Irland«)  und gehörte 1971-80 der Wiener Volksoper an. Sie gastierte 1973 an der Wiener Staatsoper als Marzelline im »Fidelio«. Gastspiele fanden in Athen, an den Opernhäusern von Essen, Kassel, Mannheim, Zürich und Basel statt; sie gastierte am Teatro Verdi Triest, am Teatro Liceu Barcelona, an der Oper von Seattle und bei den Festspielen von Bayreuth, wo sie 1970 die Freia im »Rheingold« und eines der Blumenmädchen im »Parsifal« sang. Ihr Repertoire für die Bühne war umfangreich und enthielt vor allem lyrische Sopranpartien, darunter auch Werke zeitgenössischer Komponisten. So wirkte sie 1970 am Theater von Graz in der Uraufführung der Oper »Die Lederköpfe« von R. Weishappel mit. Bühnenrollen: Donna Elvira im »Don Giovanni«, Fiordiligi in »Così fan tutte«, Agathe im »Freischütz«, Octavian im »Rosenkavalier«, Isabella in »Karl V.« von E. Krenek, Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut«, Marguerite im »Faust« von Gounod, Inez in Meyerbeers »Afrikanerin«, Desdemona im »Otello« und Alice Ford im »Falstaff« von Verdi, Lola in »Cavalleria rusticana«, Mimi in »La Bohème«. Im Konzertsaal erwies sie sich ebenfalls als begabte Interpretin eines umfassenden Repertoires.
Schallplatten: Calig-Verlag (Markuspassion von Reinhard Keiser), DGG (»Parsifal«), Preiser (»Das Buch mit sieben Siegeln« von F. Schmidt).

24.9. Geoffrey MOSES wird 65

Geoffrey-Moses

Er wurde zuerst am Emmanuel College in Cambridge, dann an der Londoner Guildhall School of Music ausgebildet, an der er Schüler von Otakar Kraus und Peter Harrison war. 1977 debütierte er auf der Bühne der Welsh Opera Cardiff als Basilio im »Barbier von Sevilla« von Rossini. Er sang in der Folge dort Partien wie den Seneca in Monteverdis »L‘Incoronazione di Poppea«, den Sarastro in der »Zauberflöte«, den Giorgio in Bellinis »I Puritani« und den Pater Guardian in Verdis »La forza del destino«. 1982 trat er erstmals an der Covent Garden Oper London in »Hoffmanns Erzählungen« auf und sang später dort auch in Verdis »Otello« und 1993 den Gremin im »Eugen Onegin«. Bei der Glyndebourne Touring Opera trat er 1982 als Komtur im »Don Giovanni«, 1982 und 1994 als Basilio im »Barbier von Sevilla«, 1984, 1992 und 1996 als Bartolo in »Le nozze di Figaro«, 1986 als Fiesco in »Simon Boccanegra« von Verdi, 1994 und 2002 als Gremin in »Eugen Onegin« und 2000 als Simon in »The Last Summer« von H. Birtwistle auf und beim Glyndebourne Festival 1984 als Starveling in »A Midsummer Night’s Dream« von B. Britten, 1984-85 als Lamoral in »Arabella« von R. Strauss, 1985 auch als Stimme Neptuns in Mozarts »Idomeneo«, 1986 als Pietro in »Simon Boccanegra«, 1987 als Haushofmeister in »Capriccio« von R. Strauss, 1992 und 1994 als Hobson in »Peter Grimes« von B. Britten, 2001 als Simon in »The Last Summer« von H. Birtwistle, 2001 und 2006 als Snug in »A Midsummer Night’s Dream« von B. Britten. Er erschien auch an der Scottish Opera Glasgow (1985 und 1987 als Basilio im »Barbier von Sevilla«, 1986 als Ferrando im »Troubadour« und 1995 als Marchese di Calatrava in »La forza del destino«) und bei den Festspielen von Edinburgh (1990 als Fotis in »Greek Passion« von B. Martinu sowie 1993 als Pistola in Verdis »Falstaff« bei einem Gastspiel der Welsh Opera). Am Théâtre de la Monnaie Brüssel gastierte er 1985 in »Hoffmanns Erzählungen« und als Fiesco. 1986 Gastspiel an der Hamburger Staatsoper als Basilio im »Barbier von Sevilla«, 1988 an der Niederländischen Oper Amsterdam, beim Hongkong Festival 1991 als Bartolo im »Barbier von Sevilla«. Großen Erfolg hatte er an der Welsh Opera im »Falstaff« von Verdi, an der Opera North Leeds 1984 als Sarastro. In der Saison 1990-91 trat er an der Welsh Opera in »Le nozze di Figaro«, in »Carmen« und als Falstaff von Verdi auf; er nahm auch an der Japan-Tournee des Ensembles der Welsh Opera teil. 1998 sang er an dem neu erbauten Festspielhaus in Baden-Baden den d’Obigny in »La Traviata«. Am 6.11.1999 sang er bei der Scottish Opera Glasgow den Professor Millar in der Uraufführung der Oper »Friend of the People« von David Horne, am 15.4.2000 an der Berliner Staatsoper den Simon (Petrus) in der Uraufführung der Oper »The Last Supper« von Harrison Birtwistle. 2007 sang er bei der English Touring Opera den Gremin. Seine Karriere trug ihm auch im Konzertsaal bedeutende Erfolge ein; in Frankfurt a.M. sang er in »La damnation de Faust« von Berlioz (in einer konzertanten Aufführung), mit dem Scottish National Orchestra in Beethovens 9. Sinfonie. 2000 übernahm er in Berlin das Bass-Solo im Verdi-Requiem. Verheiratet mit der Mezzosopranistin Ann Mason.
Schallplatten: Supraphon (»Griechische Passion« von Martinù), Phonogram (Graf Ceprano in vollständigem »Rigoletto«).

24.9. Paula PAGE wird 75

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Sie absolvierte ein dreijähriges Studium an der Indiana-University in Bloomington. Dort erhielt sie ein Fulbright-Stipendium zur weiteren Ausbildung in Europa. Darauf Studium an der Musikhochschule von Hamburg. Preisträgerin bei einem Gesangwettbewerb in Chicago. 1967 gewann sie einen Preis beim Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper Auditions of the Air, gleichfalls 1967 beim Concours von s’Hertogenbosch und 1968 den ersten Preis beim Wettbewerb von Genf. 1968-72 mit kurzer Unterbrechung Mitglied der Staatsoper Hamburg, seit 1972 am Opernhaus von Wuppertal tätig. Gastspiele an den Opernhäusern von Santa Fé (USA), Antwerpen und Düsseldorf. Sie wirkte seit 1978 als erste Sopranistin am Stadttheater von Aachen, seit 1983 an der Oper von Frankfurt a.M. Gastspiele an der Oper von Lüttich und am Stadttheater von Bern (Schweiz). Die Künstlerin sang Partien für Koloratursopran wie aus dem lyrisch-dramatischen Fach, geschätzt auch als Interpretin moderner Werke. So wirkte sie 1968 in der amerikanischen Erstaufführung von Carl Orffs »Antigonae« an der New Yorker Academy of Music mit. Verheiratet mit dem Dirigenten Michel Singher.
Schallplatten: Electrola (Szenen aus »Staatstheater« von Maurizio Kagel).

25.9. Rita CULLIS wird 65

Sie studierte am Royal College of Music in Manchester und begann 1973 ihre Karriere bei der Welsh Opera Cardiff, wo sie zunächst als Choristin, dann bis 1976 Partien wie die Stimme vom Himmel in Verdis »Don Carlos«, die Diana in »Orpheus in der Unterwelt« von Offenbach und die Miss Wordsworth in »Albert Herring« von Benjamin Britten sang. Seit 1977 wurde sie an diesem Opernhaus in großen Partien herausgestellt (Leila in »Les pêcheurs de perles«, Gräfin in »Le nozze di Figaro«, Tatjana im »Eugen Onegin«, Pamina in der »Zauberflöte«, Gilda im »Rigoletto«, Donna Anna im »Don Giovanni«, Liu in »Turandot« von Puccini). 1981 sang sie beim Buxton Festival die Elisetta in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, 1985 die Marchesa Lucinda in »La buona figliuola« von N. Piccini. Bei der Glyndebourne Touring Opera sang sie 1984 die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, 1988 die Titelrolle in »Katja Kabanowa« von Janácek und 2002 die Lady Billows in »Albert Herring« von B. Britten. 1986 hatte sie viel beachtete Erfolge bei der Opera North Leeds als Jennifer in »A Midssummer Marriage« von Tippett (diese Partie sang sie auch 1986 bei einem Gastspiel des Ensembles bei den Festspielen in Wiesbaden) und als Christine in der Richard Strauss-Oper »Intermezzo«. 1986 trat sie bei der English National Opera London als Donna Anna und in Janáceks »Das schlaue Füchslein« auf. An der Scottish Opera Glasgow gastierte sie 1988 als Leila, 1991 als Fuchs in Janáceks »Das schlaue Füchslein«, 1994 als Ellen Orford in B. Brittens »Peter Grimes« und 1995 als Julie in Dvoráks »Der Jakobiner«. In der Saison 1988-89 trat sie in Amsterdam als Ariadne in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss auf, die sie auch in Belfast sang, 1989-90 an der Welsh Opera als Agathe im »Freischütz« und als Marschallin im »Rosenkavalier«. 1991 sang sie an der Canadian Opera Toronto, 1992 an der Oper von San Diego die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, 1993 die Donna Anna. Sie gastierte  an der Covent Garden Oper London 1993 wieder in Janáceks »Das schlaue Füchslein«. 1995 sang sie am Teatro Massimo Palermo die Ellen Orford, 1996 an der Oper von Nizza die Leonora in »Oberto« von Verdi, beim Garsington Festival die Elettra in »Idomeneo« von Mozart, an der Covent Garden Oper die Freia im »Rheingold«. 1997 sang sie an der Opera North Leeds die Alice Ford in Verdis »Falstaff« und die Elisabeth im »Tannhäuser«, bei der English National Opera London (und 1998 an der Oper von Lille) die Senta in »Der fliegende Holländer« und 1997-98 die Alice Ford, 1999 die Madame Lidoine in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc. 1998 trat sie an der Oper von Antwerpen (konzertant) als Daphne in der gleichnamigen Oper von Richard Strauss auf, beim Festival von Savonlinna und 1998 an der Staatsoper von Hamburg als Ellen Orford. 1999 sang sie bei der English National Opera London die Hecuba in »King Priam« von M. Tippett, 2000 an der Staatsoper Hamburg die Gräfin in »Le nozze di Figaro«,  beim Aldeburgh Festival die Creusa in der Uraufführung der zeitgenössischen Oper »Ion« von Param Vir. Sie trat in Konzerten, Rundfunk- und Fernsehsendungen auf.
Lit: H. Canning: Rita Cullis (in »Opera«, 1997).
Schallplatten: Supraphon (»Griechische Passion« von Martinù in der Partie des Leonio, die sie auch auf der Bühne gesungen hatte), HMV (»Parsifal«), Nimbus (»A Midsummer Marriage«).
Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.ritacullis.co.uk/  

25.9. Torhild STAAHLEN wird 70
Torhild Staahlen als Octavian
Sie studierte bei Aase Nordmo-Lövberg und bei Marit Isene in Oslo, bei Clemens Kaiser-Breme in Essen, bei Audrey Langford in London, bei Ingalill Linden in Göteborg, schließlich bei Ellen Sundbye und bei Ingrid Bjoner in Oslo. Sie debütierte 1971 an der Oper von Oslo als Suzuki in »Madame Butterfly«. Seitdem hatte sie an diesem Haus eine lange Karriere, in der sie ein vielseitiges Repertoire zum Vortrag brachte. Von ihren Bühnenpartien seien die Carmen, die Azucena im »Troubadour«, die Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera«, die Amneris in »Aida«, die Olga im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, der Octavian im »Rosenkavalier«, die Erda im »Rheingold«, die Waltraute in der »Götterdämmerung« und der Orlofsky in der »Fledermaus« genannt. Im Konzertsaal trat sie als Solistin in Oratorien und geistlichen Vokalwerken (Bach-Passionen, »Messias« von Händel, 9. Sinfonie von Beethoven, Alt-Rhapsodie von J. Brahms, 2. und 3. Sinfonie von G. Mahler) hervor. Bekannt wurde sie auch durch Radio- und Fernsehauftritte in ihrer norwegischen Heimat.
Schallplatten auf der Marke Expression.

26.9. Dale DUESING wird 70

Dale Duesing

Er studierte Musik, Klavierspiel und Gesang an der Lawrence University (Wisconsin). Er begann seine Karriere 1968-70 am Stadttheater von Münster (Westfalen) und war dann 1970-73 am Stadttheater von Bremen, 1973-79 an der Deutschen Oper am Rhein engagiert; an der er u.a. den Dandini in Rossinis »La Cenerentola« und den König in »Die Kluge« von Carl Orff sang. 1975-79 bestand dazu ein Gastspielvertrag mit der Hamburger Staatsoper. Bei den Festspielen von Glyndebourne hörte man ihn 1976 und 1990 als Olivier im »Capriccio« von Richard Strauss, 1981, 1984 und 1989 als Demetrius in »A Midsummer Night’s Dream« von B. Britten, 1981 als Harlekin in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, 1984 und 1986 als Ottone in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, 1987 als Guglielmo in »Così fan tutte« und 1989 als Figaro in »Le nozze di Figaro«.  Am 6.11.1976 wirkte er an der San Francisco Opera in der Uraufführung der Oper »Angle of Repose« von Andrew Imbrie als Oliver Ward mit (zugleich sein US-Debüt). In San Francisco hörte man ihn dann bis 1986 auch als Figaro im »Barbier von Sevilla«, als Harlekin in »Ariadne auf Naxos«, als Ping in Puccinis »Turandot«, als Titelhelden in »Billy Budd« von Benjamin Britten, als Schaunard in »La Bohème«, als Guglielmo, als Pelléas in »Pelléas et Mélisande«, als Papageno in der »Zauberflöte«, als Lescaut in Massenets »Manon« und als Belcore in Donizettis »L‘Elisir d’amore«. An der Oper in Seattle gastierte er dann als Wolfram im »Tannhäuser«, als Marcello in »La Bohème« von Puccini, als Eugen Onegin in der gleichnamigen Tschaikowsky-Oper und 1985 dann auch hier als Guglielmo. Bei den Festspielen von Salzburg sang er 1977-78 den Masetto im »Don Giovanni«, 1979-80 und 1982 den Harlekin in »Ariadne auf Naxos«, 1992 den Nardo in »La finta giardiniera« von Mozart, 1998 den Sparbüchsenbill in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von Kurt Weill, 2000 den Ménélas in »La belle Hélène« von Offenbach und 2001 den Frank in der »Fledermaus«. 1979 wurde er an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittspartie: Harlekin in »Ariadne auf Naxos«). Hier trat er bis 1989 in insgesamt 60 Vorstellungen auch als Papageno, als Silvio im »Bajazzo«, als Malatesta im »Don Pasquale«, als Figaro im »Barbier von Sevilla«, als Pelléas, als Ned Keene in »Peter Grimes« und als Titelheld in »Billy Budd« von B. Britten sowie als Dr. Falke in der »Fledermaus« in Erscheinung. 1983 Gastspiel am Théâtre de la Monnaie Brüssel in »Le Comte Ory« von Rossini, 1985 als Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg«, 1990 als Guglielmo, 1991 als Graf in »Le nozze di Figaro« und in der modernen Oper »Stephen Climax« von Hans Zender. Auch an der Opéra-Comique Paris (1982 als Guglielmo), an der Mailänder Scala (1984 als Harlekin in »Ariadne auf Naxos«), am Opernhaus von Köln (u.a. als Figaro), an der Oper von Santa Fé (1988 als Guglielmo, 1994 als Storch im »Intermezzo« von R. Strauss), an der Oper von Seattle (1989 als Figaro in »Le nozze di Figaro«, 1991 als Don Giovanni und als Marcello in »La Bohème«), an der Oper von Houston/Texas (1991 in »The Passion of Jonathan Wade« von C. Floyd), am Opernhaus von Antwerpen (1990-91 in Janáceks »Aus einem Totenhaus« und als Melisso in »Alcina« von Händel) wie an vielen weiteren großen Bühnen in aller Welt und in zahlreichen Konzertveranstaltungen aufgetreten. 1993 sang er am Théâtre de la Monnaie Brüssel in der Uraufführung der Oper »Reigen« von Philippe Boesmans, 1995 den Don Alfonso in »Così fan tutte«. Am Muziektheater Amsterdam wirkte er am 13.4.1992 in der Uraufführung der Oper »Life with an Idiot« von Alfred Schnittke, am 29.4.1994, ebenfalls in Amsterdam, in der Uraufführung von Peter Schats Oper »Symposion« (in der Partie des Tschaikowsky) mit; 1995 gastierte er dort als Beckmesser, am Théâtre des Champs-Élysées Paris 1996 als Prosdocimo in Rossinis »Il Turco in Italia«. Am Grand Théâtre Genf gastierte er 1995 als Wozzeck von A. Berg und 2003 als Poet in Rossinis »Il Turco in Italia«. 1997 hörte man ihn am Théâtre de la Monnaie Brüssel als Jupiter in »Orphée aux Enfers« von Offenbach, an der Londoner Covent Garden Oper (im Shaftesbury Theatre) als Danilo in Lehárs »Die lustige Witwe«. 1998 sang er an der Staatsoper von München (an der er auch den Don Alfonso sang) in der Uraufführung der Oper »Was ihr wollt« von Manfred Trojahn den Toby. An der Oper von Washington hörte man ihn als Vicomte de Valmont in »Liaisons dangereuses« von Conrad Susa. 1999 sang er beim Festival von Aix-en-Provence den Menelas in der Offenbach-Operette »La belle Hélène«, am 10.12.1999 am Théâtre de la Monnaie Brüssel in der Uraufführung von Philipp Boesmans »Wintermärchen« den Leontes. 2001 sang er an der Pariser Opéra Bastille den Don Esteban in a. von Zemlinskys Oper »Der Zwerg«.
Schallplatten: DGG (Masetto im »Don Giovanni«, Leontes im »Wintermärchen« von Boesmans), Schwann (»Der Kalif von Bagdad« von P. Cornelius, »Lyrische Sinfonie« von Zemlinsky), HMV (Schlemihl in »Hoffmanns Erzählungen«), Koch Records (Kantaten und »The Lovers« von Samuel Barber), Academy (»Stephen Climax« von Hans Zender), Sony (»Life with an Idiot«); Castle-Video (»L‘Incoronazione di Poppea« von Monteverdi).

26.9. Giacomo MANZONI wird 85

Er spielte in seiner Kindheit Ziehharmonika, später hatte er Klavierunterricht. Ab 1948 war er am Liceo musicale von Messina Schüler von Gino Contilli, einem Pionier der Dodekaphonie in Italien. 1950-54 studierte er Komposition am Konservatorium von Mailand, daneben deutsche Sprache an der Fakultät Lingue e letterature straniere der Universität Mailand. Nach einem Studienaufenthalt in Tübingen promovierte er 1955 mit einer Arbeit in deutscher Sprache über Die Rolle der Musik im Werke Thomas Manns. 1956 und 1957 setzte sich Manzoni bei den Darmstädter Ferienkursen mit dem Serialismus auseinander. 1960 wurde am Teatro delle Novità in Bergamo seine Oper La sentenza uraufgeführt, die den Höhepunkt seines seriellen Schaffens darstellte. Ein freierer und expressiverer Umgang mit dem musikalischen Material findet sich in der Oper Atomtod (1965) und in Ombre: alla memoria di Che Guevara. Als drittes musiktheatralischer Werk entstand 1975 Per Massimiliano Robespierre, 1977 komponierte er Masse: omaggio a Edgard Varèse. Basierend auf dem Roman von Thomas Mann komponierte Manzoni 1984-88 die Oper Doktor Faustus, die 1989 am Teatro alla Scala uraufgeführt wurde. Nach Texten von Friedrich Nietzsche entstand 1992 Il deserto cresce, ein Werk für Chor und Orchester. Als weiteres Chorwerk komponierte er 1997 Moi, Antonin A, nach Texten von Antonin Artaud. Als Auftragswerk des Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI entstand 2002 Oh Europa für Solostimme und Orchester. 2007 wurde Manzoni mit dem Goldenen Löwen der Biennale Musica di Venezia ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Komponist war Manzoni auch stets als Musikpädagoge, vor allem am Mailänder Konservatorium aktiv. Zu seinen Schülern zählen u.a. Fabio Vacchi, Adriano Guarnieri, Gilberto Cappelli und Riccardo Nova. 1958-66 arbeitete er als Kritiker für die Zeitschrift Unità und wirkte als Redakteur an der Enciclopedia della Musica von Ricordi mit. Zudem trat er als Übersetzer der musiktheoretischen Schriften Arnold Schönbergs und Musikessays Theodor W. Adornos hervor.

27.9. Peter SELLARS wird 60

Er hat sich mit seinen bahnbrechenden und innovativen Interpretationen von Meisterwerken und mit Gemeinschaftsprojekten in Zusammenarbeit mit einer außerordentlichen Bandbreite an Kunstschaffenden internationales Ansehen erworben. Seine Operninszenierungen führten ihn u.a. an die Niederländische Nationaloper, die English National Opera, die Lyric Opera of Chicago, die Pariser Opéra und die San Francisco Opera. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 1992 mit Messiaens Saint François d’Assise. Mit dem Komponisten John Adams arbeitete Peter Sellars an zahlreichen neuen Werken zusammen, darunter Nixon in China, The Death of Klinghoffer, El Niño, Doctor Atomic, A Flowering Tree und The Gospel According to the Other Mary. In seiner Begeisterung für die Musik von Kaija Saariaho hat er einige Werke der finnischen Komponistin inszeniert und damit zu ihrem Status im zeitgenössische Opernrepertoire beigetragen, u.a. durch die Uraufführung von Saariahos erster Oper, L’Amour de loin, bei den Salzburger Festspielen 2000. Zu Peter Sellars’ jüngsten Projekten zählen halbszenische Aufführungen von Pelléas et Mélisande mit den Berliner Philharmonikern bzw. dem London Symphony Orchestra, die Uraufführung von Kaija Saariahos neuer Oper, Only the Sound Remains, in Amsterdam und eine Wiederaufnahme seiner Inszenierung von Oedipus Rex/Psalmensymphonie unter Esa-Pekka Salonen in Aix-en-Provence. Sellars war Musikdirektor des Ojai Music Festival 2016 in Kalifornien. 2017 inszeniert er u.a. La clemenza di Tito bei den Salzburger Festspielen und die Uraufführung von John Adams’ neuer Oper, Girls of the Golden West, an der San Francisco Opera. Peter Sellars hat in der Vergangenheit mehrere bedeutende Kunstfestivals geleitet, u.a. das Los Angeles Festival 1990 und 1993 sowie das Adelaide Festival of Arts 2002. In Wien war er 2006 er künstlerischer Leiter von New Crowned Hope, einem einmonatigen Festival zur Feier von Mozarts 250. Geburtstag, für das er Künstler unterschiedlicher kultureller Herkunft einlud, Arbeiten in den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Film, bildende Kunst und Architektur zu schaffen. Peter Sellars ist Professor im Department of World Arts and Cultures an der University of California in Los Angeles sowie Kurator des Telluride Film Festival in Colorado und war Mentor der Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative. Er erhielt das MacArthur Fellowship, den Erasmuspreis für Verdienste um die europäische Kultur und den Gish Prize und ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. 2014 wurde er mit dem renommierten Polar Music Prize ausgezeichnet und von Musical America zum Künstler des Jahres gekürt.

27.9. Chris MERRITT wird 65

Um sein Gesangstudium finanzieren zu können, arbeitete er in New York u.a. als Autoverkäufer. Sein hauptsächlicher Lehrer war der Pädagoge Jack Harrold. Nachdem er bei einem Concours der Metropolitan Oper New York Aufsehen erregt hatte, nahm er an Meisterkursen am American Institute of Studies in Graz teil. Sein Bühnendebüt fand an der Oper von Santa Fé 1975 als Fenton in Verdis »Falstaff« statt. 1978-81 war er am Landestheater von Salzburg engagiert, 1981-84 am Stadttheater von Augsburg. Hier sang er eine Vielzahl von Bühnenpartien, darunter den Nemorino in Donizettis »L‘Elisir d’amore«, den Grafen Almaviva im »Barbier von Sevilla« von Rossini und den Eginhard in »Fierrabras« von Schubert. Bald zeichnete er sich, vor allem in Italien, als großer Interpret des klassischen italienischen Belcanto in den Opern von Rossini, Bellini und Donizetti aus; seine Stimme wurde einerseits wegen der Vollendung ihrer Gesangstechnik, andererseits wegen ihrer phänomenalen Tonhöhe bewundert. Gastspiele brachten dem Künstler großes internationales Ansehen. Bereits 1981 debütierte er als Léopold in konzertanten Aufführungen von Halévys »La Juive« an der Wiener Staatsoper, an der er dann auch 1988 den Conte di Libenskof in Aufführungen der wiederentdeckten Rossini-Oper »Il Viaggio a Reims« sang. 1983 sang er an der Grand Opéra Paris den Aménophis in »Moise« von Rossini. Bei den Rossini-Festspielen von Pesaro übernahm er 1985 den Erisso in »Maometto II.«, 1986 den Contareno in »Bianca e Falliero«, 1987 den Pirro in »Ermione« und mit besonderem Erfolg 1988 und 1991 den Titelhelden in Rossinis »Otello«. 1985 debütierte er als Conte di Libenskof an der Mailänder Scala, an der dann auch 1988 das Tenorsolo im Verdi-Requiem und den Arnoldo in Rossinis »Wilhelm Tell«, 1989 den Arrigo in Verdis »I Vespri Siciliani«, 1992 den Rodrigo in Rossinis »La donna del lago« sang und auch in mehreren Konzerten mitwirkte. In New York wirkte er in einer konzertanten Aufführung der »Hugenotten« von Meyerbeer mit. An der Oper von San Francisco debütierte er 1988 als Erisso in »Maometto II.« und sang dann an diesem Haus 1992 und 1997 den Arnoldo, 1993 den Arrigo, 1994 den Otello von Rossini, 2002 den Leprakranken in der amerikanischen Erstaufführung der Oper »Saint Francois d‘Assise« von O. Messiaen und 2004 den Mephistopheles in F. Busonis »Doktor Faust«. An der Covent Garden Oper London bewunderte man seinen Giacomo in »La Donna del Lago« von Rossini und seinen Idreno in einer konzertanten Aufführung von Rossinis »Semiramide«, am Teatro Comunale Bologna 1988 seinen Arturo in Bellinis »I Puritani«. 1986 sang er beim Maggio musicale von Florenz die Titelpartie in »Benvenuto Cellini« von Berlioz, in Amsterdam den Énée in »Les Troyens« von Berlioz, 1988 am Theater von Cagliari und 1990 an der Covent Garden Oper London die schwierige Rolle des Arnoldo. 1989 Gastspiel an der Chicago Opera als Arturo in »I Puritani«, an der Oper von Rom in Rossinis Oper »Zelmira«. Nachdem er 1989-90 eine längere Pause in seiner Karriere eingelegt hatte, trat er 1990 in Chicago als Admète in Glucks »Alceste« auf. 1990 debütierte er an der Metropolitan Opers als Idreno in Rossinis »Semiramide« und sang dort bis 2005 in insgesamt 18 Vorstellungen auch den Arturo in »I Puritani«, den Prinzen in »Rusalka« von Dvorák und den Tichon in »Katja Kabanowa« von Janácek. Am Grand Théâtre Genf gastierte er 1991 als Arnoldo und 1992 in der Titelpartie der Oper »Benvenuto Cellini« von Berlioz. Er gastierte in Rom 1991, am Teatro Colón Buens Aires 1992 als Pirro in »Ermione« von Rossini. Am 29.2.1992, dem 200. Geburtstag seines Lieblingskomponisten Rossini, trat er in der New Yorker Fisher Hall in einem Rossini-Galakonzert auf. An der Pariser Opéra Bastille gastierte er 1993 als Benvenuto Cellini, 2003 und 2006 als Herodes in »Salome« von R. Strauss, 2004 als Leprakranker in »Saint Francois d‘Assise« von O. Messiaen, 2007 als Éléazar in »La Juive« und 2008 als Kerkermeister und Großinquisitor in Dallapiccolas »Il Prigioniero«. 1993 sang er in Montpellier in einer (konzertanten) Aufführung der Oper »Sigurd« von Reyer die Titelrolle, 1993 am Teatro Fenice Venedig den Faust von Gounod, 1994 in St. Étienne die Titelpartie in Massenets »Le Cid«, ebenso 1994 in Chicago den Manrico im »Troubadour«, in Brüssel den Otello von Rossini, bei den Festspielen von Verona den Pollione in »Norma«. Bei den Salzburger Festspielen sang er 1994 die Titelpartie in Mozarts »La clemenza di Tito«, 1995 in einem Konzert mit zeitgenössischer Musik, 1996 den Hüon im »Oberon« von Weber und den Aron in »Moses und Aron« von A. Schönberg, 1998 den Leprakranken in »Saint François d’Assise« von O. Messiaen und 1999 den Mephistopheles im »Doktor Faust« von F. Busoni. 1995 hörte man ihn in Amsterdam als Aron, 1996 am Opernhaus von Frankfurt a.M. als Idomeneo von Mozart, an der Staatsoper München als Dimitrij in der gleichnamigen Oper von A. Dvorák, am Teatro San Carlos Lissabon als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1997 wirkte er an der Münchner Staatsoper in der Uraufführung von »Venus und Adonis« von H.W. Henze mit. 1997 sang er am Teatro San Carlos Lissabon den Énée in »Les Troyens« von H. Berlioz, in Amsterdam den Loge im »Rheingold«, an der Oper von Baltimore den Manrico, 1998 in München den Bacchus, an der Hamburger Staatsoper den Hauptmann im »Wozzeck« von A. Berg. An der Deutschen Oper Berlin übernahm er 1998 die Partie des Raoul in den »Hugenotten« von Meyerbeer, an der Berliner Staatsoper 1999 die des Aron, an der Oper von Baltimore den Erik in »Der fliegende Holländer«. 1999 übernahm er an der Dresdner Staatsoper den Grafen Boni in der »Csardasfürstin« von E. Kálmán. 2000 gastierte er am Teatro Comunale Bologna als Herodes in »Salome« von R. Strauss, an der Hamburger Staatsoper als Willy in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von Kurt Weill, 2001 an der Covent Garden Oper London als Lilaque père in »Boulevard Solitude« von H.W. Henze. Große Erfolge auch im Bereich des Konzertgesangs (Verdi-Requiem, »Die Schöpfung« von Haydn, 9. Sinfonie von Beethoven, Stabat mater und Messe solennelle von Rossini).
Lit: R. Milnes: Chris Merritt (in »Opera«, 1992).
Schallplatten: DGG (Aron in »Moses und Aron« von Schönberg, Le Lépreux in »Saint François d’Assise« von O. Messiaen), EMI (Hauptmann im »Wozzeck« von A: Berg), RCA-Erato (»Ermione«, »Zelmira« und Stabat mater von Rossini), HMV (Arrigo in »I Vespri Siciliani«), Sony (»Ein Leben für den Zaren« von Glinka), Schwann (Requiem von Michael Haydn), Fonit Cetra (Arturo in »I Puritani« von Bellini), Opera Rara (»Elisabetta di Liverpool« von Donizetti; Arien aus italienischen Opern), Arabesque (Arien), Bongiovanni (Arien-Platte), Nuova Era (»L‘Elisir d’amore«), Euromusica (»Armida« von Rossini), Erato (»Zelmira« und »Ermione« von Rossini); RAI/Fonit Cetra-Video (Arrigo in »I Vespri Siciliani« von Verdi, Scala 1990)..

27.9. Franz GRUNDHEBER wird 80

Bildergebnis für franz grundheber

Bevor er sich zum Sängerberuf entschloss, war er Offizier bei der deutschen Luftwaffe. Er erhielt seine Ausbildung in Trier und in Hamburg. 1964 gewann er bei einem Wettbewerb ein Stipendium zum weiteren Studium in den USA. Dort studierte er an der Indiana University und an der Music Academy of the West in Santa Barbara (Kalifornien), vor allem bei Margaret Harshaw. Nach Deutschland zurückgekehrt, erhielt er seine erste Verpflichtung 1966 sogleich an der Staatsoper von Hamburg. Bis 1988 Mitglied und darauf ständiger Gast dieses Hauses, wo er 1968 in der Uraufführung der Kinderoper »Help! Help! The Globolinks« von Gian Carlo Menotti, 1969 in der von »Die Reise« von Lars Johan Werle, 1971 in der Uraufführung der Oper »Ahsmedai« von Josef Tal mitwirkte. Er unternahm mit dem Ensemble der Hamburger Oper u.a. eine große Nordamerika-Tournee und trat als Gast an vielen großen Opernhäusern auf. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1976 als Figaro in »Le nozze di Figaro« und sang bisher in insgesamt 249 Vorstellungen die vier dämonischen Partien in »Hoffmanns Erzählungen«, den Kardinal von Lothringen und den Borromeo im »Palestrina« von H. Pfitzner, den Mandryka in »Arabella« von Richard Strauss, den Heerrufer im »Lohengrin«, den Kurwenal in »Tristan und Isolde«, den Gunther in der »Götterdämmerung«,  den Titelhelden in »Wozzeck« von Alban Berg, den Minister im »Fidelio«, den Jago im »Otello« von Verdi, den Amfortas im »Parsifal«, den Orest in »Elektra« von R. Strauss, den Amonasro in »Aida«, den Barak in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, den Fliegenden Holländer, den Titelhelden in »Cardillac« von P. Hindemith, den Germont-père in »La Traviata«, den Scarpia in »Tosca«, den Rigoletto, den Dr. Schön und Jack the Ripper in »Lulu« von A. Berg, den Macbeth von Verdi, den Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, den Guglielmo Wulf in »Le Villi« von Puccini, den Moses in »Moses und Aron« von A. Schönberg, den Titelhelden in »Simon Boccanegra« von Verdi und den Faninal im »Rosenkavalier«. An der Staatsoper Berlin und am Opernhaus von Frankfurt a.M. hörte man ihn als Jago. An der Grand Opéra Paris gastierte er 1980 als Geisterbote in »Die Frau ohne Schatten«, 1981 als Mandryka, 1984 und 1987 als Titelheld in Verdis »Macbeth«, 1986 als Ruprecht in Prokofjews »L’Ange de feu« und als Wozzeck von A. Berg, 1988 als Méphistophèles in »La damnation de Faust« von Berlioz; an der Opéra Bastille Paris trat er 1995 als Scarpia, 2008 als Cardillac, 2011 als Schigolch in A. Bergs »Lulu« und  2015 als Haushofmeister in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss auf. Am Théâtre de la Monnaie Brüssel trat er als Marcello in »La Bohème«, als Jago, als Kurwenal, als Wozzeck und als Amfortas auf, in Florenz als Donner im »Rheingold«, als Gunther und als Escamillo in »Carmen«. Bei den Festspielen von Schwetzingen wirkte er 1982 in der Uraufführung von Udo Zimmermanns Oper »Die wundersame Schustersfrau« mit. Bei den Osterfestspielen von Salzburg hörte man ihn 1984 als Heerrufer im »Lohengrin« und 1988 als Scarpia sowie im Deutschen Requiem von Brahms. Bei den Salzburger Sommer-Festspielen war er 1985-87 als Olivier im »Capriccio« von R. Strauss zu sehen, 1989 als Orest in »Elektra« von R. Strauss, 1991, 1993, 2005-06 und 2008 als Sprecher in der »Zauberflöte«, 1998 als Amfortas, 2002 als Jupiter in »Die Liebe der Danae« von R. Strauss, 2004 als Faninal und 2010 als Schigolch; er trat dort auch als Konzert- und Oratoriensolist auf (1988 im Deutschen Requiem von Brahms und 1996 in den Gurre-Liedern von A. Schönberg), wie er überhaupt auch im Konzertsaal zu einer Karriere auf internationalem Niveau kam. 1989 erlebte man ihn bei den Festspielen von Savonlinna als Amonasro; er sang dort auch den Fliegenden Holländer. 1990 trat er beim Holland Festival als Barak auf, 1991 an der Mailänder Scala als Sprecher in einer konzertanten Aufführung der »Zauberflöte« unter Sir Georg Solti, 1992 am Théâtre Châtelet Paris, 1994 an der Oper von Chicago als Wozzeck, 1995 in Los Angeles als Fliegender Holländer. 1995 sang er an der Oper von Rom, 1996 bei den Festspielen in der Arena von Verona den Amonasro, 1997 an der Mailänder Scala den Wozzeck von A. Berg. An der Hamburger Staatsoper sang er 1997 den Fliegenden Holländer und die Titelpartie in Verdis »Macbeth«. 1998 trat er bei den Festspielen im Amphitheater seiner Geburtsstadt Trier als Orest in »Elektra« von R. Strauss auf, an der Oper von Houston/Texas als Fliegender Holländer. An der Oper von San Francisco gastierte er 1998 als Mandryka, 2000 als Amfortas und 2001 als Scarpia. 1999 debütierte er als Rigoletto an der Metropolitan Oper New York und sang dort bis 2015 in insgesamt 28 Vorstellungen auch den Wozzeck von A. Berg und den Schigolch. 1999 übernahm er an der Chicago Opera die Titelrolle in Verdis »Macbeth«, 2001 am Teatro Real Madrid den Amfortas, an der Hamburger Staatsoper den Scarpia. An der Bayerischen Staatsoper München gastierte er als Vater in »Hänsel und Gretel«, als Figaro in »Le nozze di Figaro«, als Marcello, als Faninal, als Simon Boccanegra, als Amonasro und als Orest in »Elektra« von R. Strauss. Er trat noch 2017 an der Oper Leipzig als Barak auf. Aus seinem Repertoire für die Bühne sind noch der Titelheld wie der Masetto im »Don Giovanni« und der Guglielmo in »Così fan tutte« nachzutragen; er übernahm auch gern Partien in zeitgenössischen Bühnen- und Konzertwerken.
Schallplatten: HMV-Electrola (einer der Juden in »Salome« von R. Strauss, Titelfigur im »Don Giovanni« von Mozart), DGG (»Doktor Faust« von Busoni, »Wozzeck«, Albert im »Werther« von Massenet), RCA (»Die drei Pintos« von Weber/G. Mahler als Don Pantaleone, 1976), Decca (Mandryka in »Arabella«), EMI (»Der Rosenkavalier«), Philips (Vater in »Hänsel und Gretel«), Chandos (»Oedipus Rex« von Strawinsky), Virgin-Classics (»Wozzeck«, Orest in »Elektra«), Teldec (Wozzeck von A. Berg, auch als Video; Barak in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss); Teldec-Video (»Der fliegende Holländer«), Arthaus-Video (Orest in »Elektra« von R. Strauss, Wien 1989), Sony-Video (9. Sinfonie von Beethoven, Berlin 1983).

28.9. Ruggiero OROFINO wird 95

Ruggero Orofino

Zuerst Eisenbahnbeamter und Mechaniker, dann Gesangstudium in Mailand. 1960-62 war er als Chorist an der Mailänder Scala beschäftigt. Solistendebüt 1963 am Teatro Bonci in Cesena als Turiddu in »Cavalleria rusticana«. Als Solist an der Mailänder Scala debütierte er 1964 als Offizier im »Barbier von Sevilla« und trat hier noch im gleichen Jahr in »Miseria e nobiltà« von Jacopo Napoli, in »Katerina Ismailowa« von Schostakowitsch, in »Lucia di Lammermoor« (als Normanno) und in Puccinis »Turandot«, 1965 nochmals als Offizier im »Barbier von Sevilla« sowie in Verdis »La forza del destino« auf. Er gastierte 1965 an der Oper von Dublin und wurde 1966 an die Komische Oper Berlin verpflichtet, deren Mitglied er bis 1970 war. Seit 1967 große Karriere an der Berliner Staatsoper, an der er vor allem im lyrischen italienischen Repertoire (Werke von Verdi, Puccini, Donizetti, Bellini), aber auch in Opern von Richard Strauss, Mascagni, Janácek, Gluck und Händel große Erfolge hatte. Dabei entwickelte sich seine Stimme nach und nach zum schwereren dramatischen Stimmfach hin. 1968 hörte man ihn am Teatro Comunale Bologna als Macduff in Verdis »Macbeth«, 1967 an der Oper von Rom als Ernani von Verdi. An der Mailänder Scala gastierte er 1970 als Ernani, 1973 als Riccardo in Verdis »Un ballo in maschera«, 1973 und 1980 als Dimitrij in »Boris Godunow«, 1973 und 1976 als Radames in »Aida«,  1974 als Laca in »Jenufa« von Janácek, 1975 und 1977 als Pollione in »Norma«, 1977 als Jüngling in »Moses und Aron« von A. Schönberg, 1978 als Pinkerton in »Madame Butterfly« und 1979 als Tambourmajor in »Wozzeck« von A. Berg. An der Metropolitan Oper New York trat er 1976 in zwei Vorstellungen als Radames, an der Staatsoper Wien 1971 als Manrico im »Troubadour« und 1972 als Herzog im »Rigoletto« auf. An der Deutschen Oper Berlin gastierte er 1976 und 1979, an der Grand Opéra Paris 1979 als Tambourmajor im »Wozzeck« von A. Berg, am Théâtre de la Monnaie Brüssel 1967 und 1970 als Manrico, den er auch 1967 in Amsterdam sang. Zu Gast an anderen führenden italienischen Opernhäusern (Florenz, Turin, Venedig), bei den Festspielen von Aix-en-Provence, an den Opernhäusern von Dresden und Leipzig, von Frankfurt a.M. und Köln, an den Staatsopern von Hamburg, München und Stuttgart, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg und an der Nationaloper Budapest. Geschätzter Konzertsänger.
Schallplatten: Philips (Arien-Aufnahmen); eine Kanzone von Leoncavallo auf der kleinen Marke Barcarole.

29.9. Glenys LINOS wird 80

Glenys Linos

Sie war die Tochter eines Engländers und einer Griechin. Sie erhielt ihre Schulbildung in England und studierte am Konservatorium von Athen Hornspiel, dann Gesang. Sie wurde u.a. durch Dennis Hall in Bern und durch Elvira de Hidalgo in Mailand zur Sängerin ausgebildet. Sie begann ihre Bühnenkarriere 1958 am Stadttheater von Mainz, wo sie bis 1969 blieb, sang dann 1969-73 am Stadttheater von Ulm und war 1973-77 am Staatstheater von Wiesbaden engagiert, seit 1977 am Opernhaus von Zürich (bis 1982 als Mitglied, seit 1984 als ständiger Gast), wo sie auch ihren Wohnsitz nahm. Sie wirkte in der Spielzeit 1979-80 am Opernhaus von Zürich in der Schweizer Erstaufführung der von Fr. Cerha ergänzten Oper »Lulu« von A. Berg als Gräfin Geschwitz mit. Am Opernhaus von Zürich hörte man sie u.a. 1984-85 in der Titelfigur der Oper »Penthesilea« von Othmar Schoeck. Mit dem Ensemble der Zürcher Oper gastierte sie mehrfach (u.a. 1978 als Messagera/Proserpina in Monteverdis »L‘Orfeo« an der Mailänder Scala). 1971 gastierte sie an der Oper von Monte Carlo als Annina im »Rosenkavalier«. 1971 sang sie bei den Bayreuther Festspielen die Schwertleite in der »Walküre«. Große Erfolge bei Gastauftritten am Opernhaus von Frankfurt a.M., am Staatstheater Karlsruhe und an der Bayerischen Staatsoper München. 1982-83 gastierte sie an der Opéra de Wallonie in Lüttich. Bei den Festspielen von Salzburg wirkte sie am 20.8.1973 in der Uraufführung von Carl Orffs »De temporum fine comoedia« mit und sang 1984-86 die Partie der Storge in szenischen Aufführungen des Händel-Oratoriums »Jephtha«. Sie trat als Gast an der Staatsoper von Stuttgart und am Staatstheater von Hannover auf; 1983 sang sie in Toulouse die Carmen und in der Royal Festival Hall in London das Alt-Solo im Verdi-Requiem. Weitere Gastspiele an den Opern von Antwerpen und Gent (1984 als Santuzza in »Cavalleria rusticana«), in Lausanne (1986 als Zauberin in »Dido and Aeneas« von Purcell), an den Opern von Monte Carlo (1984 als Charlotte im »Werther« von Massenet) und Nizza (1984 als Preziosilla in »La forza del destino«). 1985 trat sie an der Pariser Opéra-Comique als Laura in »Der steinerne Gast« von Dargomyschski auf. 1986 großer Erfolg an der Mailänder Scala als Geneviève in »Pelléas et Mélisande«, 1987 in Bologna als Clairon im »Capriccio« von R. Strauss, 1986 in Rom als Ermengarda in »Agnese di Hohenstaufen« von Spontini. Sie gastierte beim Festival von Spoleto 1990 als Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss. 1992 verabschiedete sie sich am Opernhaus von Frankfurt a.M. (wo sie einen ihrer größten Erfolge als Dido in »Dido and Aeneas« von Purcell gehabt hatte) als Begbick in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill von der Bühne. Bedeutende Karriere als Konzert-, Oratorien- und Liedersängerin. Sie wirkte später als Gesangslehrerin in Zürich, London und ab 2002 in Wien. Bis 1974 trat sie unter dem Namen Glenys Loulis auf.
Schallplatten: Capriccio (Madelon in »Andrea Chénier« von Giordano), Telefunken (»Jephtha« von Händel, »L‘Orfeo« von Monteverdi), Edition Schwann (Lieder von Alexander Zemlinsky).

30.9. Andrew SHORE wird 65

Andrew-Shore

Er studierte 1971-74 an der Bristol University Theologie; dann Ausbildung der Stimme am Royal Northern College of Music Manchester (1975-76) und im Londoner Opera Centre (1976-77). Zuerst sang er als Chorist, dann als Solist bei der Opera for All (Solisten-Debüt 1977 als Fiorello im »Barbier von Sevilla«) und bei der Kent Opera (seit 1979) vor allem Mozartpartien wie den Antonio in »Le nozze di Figaro« (1981) und den Papageno in der »Zauberflöte« sowie den Bartolo im »Barbier von Sevilla«. Seit 1985 trat er oft bei der Opera North Leeds auf, so als König Dodon in Rimsky-Korssakows »Der goldene Hahn«, als Léandre in »L’Amour des trois oranges« (1988 und dann 1989 beim Edinburgh Festival), als Warlaam im »Boris Godunow«, als Wozzeck von A. Berg (1993 und 1996), als Bartolo in »Le nozze di Figaro« (1996) und als Falstaff von Verdi (1997). Weitere Rollen, die er bei der Opera North übernahm, waren die Titelpartien in »Gianni Schicchi« von Puccini, im »Don Pasquale« und in »King Priam« von M. Tippett. An der Scottish Opera gastierte er 1987 als Baron Gondremark in Offenbachs »La Vie Parisienne« und als Mr. Flint in B. Brittens »Billy Budd«, 1988 als Don Alfonso in »Così fan tutte«,  2005 als Faber in »Knot Garden« von M. Tippett, 2016 als Pooh-Bah in »The Mikado« von Gilbert & Sullivan, 2017 als Dad in »Greek« von M.-A. Turnage. Bei der English National Opera London hörte man ihn seit 1988 als Falstaff in der gleichnamigen Verdi-Oper und als Don Alfonso, als Papageno, als Frank in der »Fledermaus« und 1989 in der englischen Erstaufführung von »The Making of the Representative of Planet 8« von Philip Glass. Beim Buxton Festival war er in der Rolle des Don Polidoro in Cimarosas »L’Italiana in Londra« zu Gast. Beim Glyndebourne Festival gastierte er 1988 als Baron Douphol in »La Traviata«, 1990 als Mr. Gedge in »Albert Herring« von Benjamin Britten, 1990 als Falstaff von Verdi, 1995 und 1997 als Dr. Kolenaty in Janáceks »Die Sache Makropoulos«, 1998 als Dikoj in »Katja Kabanowa« von Janácek, 2000 und 2012 als Bartolo in »Le nozze di Figaro« und 2005 als Krusina in Smetanas »Die verkaufte Braut«. Bei der Glyndebourne Touring Opera sang er 1989 den Bartolo im »Barbier von Sevilla« und 1991 den Don Alfonso. 1991 trat er an den Opernhäusern von Vancouver und Ottawa als Bartolo im »Barbier von Sevilla« auf. 1992 übernahm er an der Covent Garden Oper London in der Premiere der wieder entdeckten Rossini-Oper »Il Viaggio a Reims« die Partie des Barons Trombonok, an der Opera North sang er in der englischen Erstaufführung der Oper »The Duenna« von Roberto Gerhard. 1996 kam es zu seinem Amerika-Debüt an der Oper von San Diego als Dulcamara in »L‘Elisir d’amore«. 1997 sang er an der English National Opera London den Schischkow in Janáceks »Aus einem Totenhaus«, dort auch 1998 den Dulcamara und die Titelpartie in Puccinis »Gianni Schicchi«. 1999 gastierte er bei der Welsh Opera Cardiff als Papageno. 1999 übernahm er an der English National Opera London die Titelpartie in »King Priam« von M. Tippett, 2001 den Alberich im »Rheingold« und die Titelrolle in Puccinis »Gianni Schicchi«. 2000 gastierte er an der Staatsoper von Hamburg als Dr. Kolenaty. Beim Edinburgh Festival sang er 2006 den Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg«, 2015 den Bartolo in »Le nozze di Figaro«
Schallplatten: Chandos (Bartolo im »Barbier von Sevilla«, Mesner in »Tosca«, Dulcamara in »L’Elisir d’amore « und Leporello im »Don Giovanni«, alle in englischer Sprache; Duette mit John Tomlinson).

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