Der Neue Merker

GEBURTSTAGE IM MÄRZ 2016

GEBURTSTAGE IM MÄRZ 2016

Berücksichtigt wurden runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er. Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

 

1.3. Kristinn SIGMUNDSSON wird 65

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Er begann sein Gesangstudium am Konservatorium von Reykjavik und trat bereits 1980 am Theater der isländischen Hauptstadt in kleineren Partien in »La Traviata« und im »Rigoletto« auf. 1982 kam er zur weiteren Ausbildung an die Musikhochschule von Wien. 1983 wurde er Preisträger beim dortigen Internationalen Belvedere-Wettbewerb und gewann zugleich einen Förderpreis der Oper von Philadelphia. Noch im gleichen Jahr sang er in Reykjavik in einer konzertanten Aufführung von Donizettis »Lucia di Lammermoor« den Enrico. Nach ersten Gastspiel- und Konzerterfolgen in den skandinavischen Musikzentren wie in Westdeutschland wurde er 1989 Mitglied des Staatstheaters Wiesbaden, wo er als Don Giovanni großen Erfolg hatte. 1989-90 gastierte er bei den Festspielen von Drottningholm als Agamemnon in »Iphigenie in Aulis« und als Thoas in »Iphigenie auf Tauris«, beides Opern von Gluck. 1990 sang er am Staatstheater von Wiesbaden den Eugen Onegin, 1991 den Kühleborn in »Undine« von Lortzing. Er war bis 1992 Ensemblemitglied des Staatstheaters Wiesbaden, seitdem freischaffender Künstler. In der Saison 1991-92 hörte man ihn an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg wie an der Staatsoper von Stuttgart als Don Giovanni, in Hamburg und Barcelona als Wolfram im »Tannhäuser«. Am Grand Théâtre Genf gastierte er 1991 als Basilio im »Barbier von Sevilla«, 1992 als Geisterbote in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 1993 als Bartolo in »Le nozze di Figaro« und als Sprecher in der »Zauberflöte«, 1993 und 1997 als Alidoro in Rossinis »La Cenerentola«, 1994 als Kezal in Smetanas »Die verkaufte Braut«, 1995 als Gualtiero in Bellinis »I Puritani«, 2005 als Landgraf im »Tannhäuser« und 2008 als Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«. Im Holländischen Rundfunk trat er in Sendungen von Rossinis »La Donna del lago« und »Mathis der Maler« von Hindemith auf, 1994 am Théâtre Châtelet Paris als Geisterbote, am Teatro Liceu Barcelona als Alidoro und 1994 als Riedinger in »Mathis der Maler«. Sehr oft trat er an der Pariser Oper auf: 1995 als Méphistophélès in »La damnation de Faust« von Berlioz, 1996 als Colline in »La Bohème«, 1997 als Klingsor im »Parsifal«, als König Heinrich im »Lohengrin« und als Bartolo in »Le nozze di Figaro«, 1998 als Fürst Gremin im »Eugen Onegin«, 1998-99 und 2001 als Großinquisitor im »Don Carlos«, 1999-2000 als Commendatore im »Don Giovanni, 2000 als Mustafà in Rossinis »L’Italiana in Algeri« und als Zaccaria im »Nabucco«, 2001 als König von Schottland in Händels »Ariodante«, 2002 als Banquo in Verdis »Macbeth«, 2002 und 2004 als Basilio im »Barbier von Sevilla«,  2003 als Mephisto im »Faust« von Gounod, als Gurnamnz im »Parsifal«, als Pogner in »Die Meistersinger von Nürnberg« und als Daland in »Der fliegende Holländer«, 2004 als Ferrando im »Troubadour«, 2008 als Sparafucile im »Rigoletto« und als Sarastro in der »Zauberflöte«. 1996 trat er an der Mailänder Scala als Fasolt im »Rheingold« auf, 1996 in Florenz als Sarastro, 1998 an der Staatsoper Dresden als Mustafà, 1999 an der Covent Garden Oper London als Kezal, am Opernhaus von Köln als Gurnemanz. 1999 gastierte er in Amsterdam als Hohepriester des Apoll in »Alceste« von Gluck, 2000 in Köln als Banquo, bei den Festspielen von Salzburg als Creon in einer konzertanten Aufführung von Cherubinis »Médée«. Im April 2000 debütierte er als Hunding in der »Walküre« an der Metropolitan Opera, an der er bis 2010 in insgesamt 52 Vorstellungen außerdem noch als Commendatore, als Frère Laurent in Gounods »Roméo et Juliette«, als Rocco im »Fidelio«, als Lodovico in Verdis »Otello«, als Osmin in der »Entführung aus dem Serail«, als Wassermann in Dvoráks »Rusalka« und als Ochs im »Rosenkavalier« aufgetreten ist. An der Wiener Staatsoper gastierte er 2000-06 in insgesamt 8 Vorstellungen als Mustafà und als Zaccaria. An der Bayerischen Staatsoper München gastierte er 2001-11 als Commendatore, als Raimondo in  »Lucia di Lammermoor«, als Ochs und als König Heinrich. An der Oper von San Francisco gastierte er 2003 als Méphistophélès in »La damnation de Faust« von Berlioz, 2006 als Sparafucile und als König Marke in »Tristan und Isolde«, 2007 als Commendatore und als Ochs, 2012 als Sarastro und als König Heinrich, 2013 als Daland. An der Oper von Los Angeles gastierte er 2007 als König Marke und 2010 als König Heinrich. Er war auch ein geschätzter Konzert- und Oratoriensänger; so trat er 1996 in Wien als Solist in der Matthäuspassion von J.S. Bach auf, 2000 in Köln im Requiem von Verdi.

Schallplatten: Oiseau-Lyre (Commendatore im »Don Giovanni«), Decca (Sarastro in der »Zauberflöte«), Philips (Christus in der Johannespassion von J.S. Bach), Harmonia mundi (»Szenen aus Goethes Faust« von R. Schumann).

 

1.3. Włodzimierz ZALEWSKI wird 65

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Er debütierte 1975 am Opernhaus von Lodz, dessen Mitglied er dann für lange Jahre blieb. Seit 1982 trat er regelmäßig am Theater im Revier von Gelsenkirchen auf. Hier hatte er einen ersten großen Erfolg, als er in der zeitgenössischen ungarischen Oper »Draußen vor der Tür« von Sándor Balassa die Partie des Fremden sang. 1987 übernahm er bei den Festspielen von Bregenz die Partie des Fliegenden Holländers in der gleichnamigen Wagner-Oper; 1988 Gastspiel am Opernhaus von Philadelphia als Don Alfonso in »Così fan tutte«. Einen seiner größten Erfolge erzielte er in Lodz als Boris Godunow. Aus seinem umfangreichen Bühnenrepertoire sind noch der Kaspar im »Freischütz«, der Basilio im »Barbier von Sevilla«, der Mustafà in Rossinis »L’Italiana in Algeri«, der Wotan im Nibelungenring, der Scarpia in »Tosca« und der Titelheld in »Cardillac« von P. Hindemith zu erwähnen. Er wirkte am Landestheater von Linz/Donau in der Uraufführung der Oper »Michael Kohlhaas« von Karl Kögler mit (12.3.1989). Seit 1981 war er auf pädagogischem Gebiet als Professor an der Musikakademie von Lodz tätig. Abgesehen von seinem Wirken auf der Bühne war er auch ein angesehener Konzert- und Oratoriensolist.

 

2.3. Brenda LEWIS wird 95

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Als Rosalinde/ Die Fledermaus

 Sie studierte zunächst Medizin, nahm aber zugleich auch Gesangunterricht an der Pennsylvania University. Im Dezember 1941 debütierte sie an der Oper von Philadelphia als Marschallin im »Rosenkavalier«. 1942 hatte sie am New Yorker Broadway ihren ersten großen Erfolg als Hanna Glawari in Lehárs »Die lustige Witwe« mit Jan Kiepura als Partner. 1943 debütierte sie an der New York City Opera in Wolf-Ferraris »Il segreto si Susanna« und durchlief an diesem Haus bis 1967 eine erfolgreiche Karriere. 1945-46 hörte man sie am Opernhaus von Montreal und am Teatro Municipal Rio de Janeiro; einen ihrer größten Erfolge erzielte sie 1947 an der City Opera New York als Titelfigur in »Salome« von Richard Strauss; 1947 an der Oper von Chicago zu Gast. 1949 wirkte sie am New Yorker Broadway in Aufführungen von Benjamin Brittens »The Rape of Lucretia« und in »Regina« von Marc Blitzstein mit. 1950-52 sang sie an der Oper von San Francisco die Salome und den Cherubino in »Le nozze di Figaro«, 1952 die Marschallin, die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Giorgetta in Puccinis »Il Tabarro« und die Musetta in »La Bohème«. In der Saison 1952-53 wurde sie an die Metropolitan Oper New York berufen (Antrittsrolle: Musetta). Sie sang dort bis 1965 in insgesamt 38 Vorstellungen auch die Rosalinde in der »Fledermaus«, die Donna Elvira, die Carmen, die Venus im »Tannhäuser«, die Vanessa in der Oper gleichen Namens von Samuel Barber, die Marie in A. Bergs »Wozzeck«, die Marina im »Boris Godunow« und die Salome. 1954 hörte man sie in Cincinnati als Carmen. Diese Partie sang sie dann auch an der Wiener Volksoper, an der sie in den Musicals »Kiss Me, Kate!« und »Annie get your Gun« aufsehenerregende Erfolge hatte. Eine ihrer großen Partien war die Marie in A. Bergs »Wozzeck«, in der sie 1965 in Chicago erschien. 1965 sang sie an der City Opera New York die Titelrolle in der Uraufführung der Oper »Lizzie Borden« von Jack Beeson. Auch als Konzertsopranistin trat sie in einem umfassenden Repertoire auf. Seit 1974 wirkte sie als Pädagogin an der Hartt School of Music in Hartford (Connecticut).

Schallplatten: Allegro Royale, Columbia (»Regina« von Blitzstein), Desto (»Lizzie Borden« von Beeson), MOR (Musetta in »La Bohème« aus der Metropolitan Oper 1953 mit Victoria de los Angeles und Jan Peerce).

 

3.3. Vladislav SHOOT wird 75

Er studierte am Gnessin-Institut Moskau Komposition bei Nikolai Peiko, wo er 1967 seinen Abschluss ablegte. 1967-83 arbeitete er als Lektor bei der sowjetischen Musikzeitschrift „Sowjetski Kompositor“, ehe er sich auf seine Tätigkeit als freischaffender Komponist konzentrierte. In dieser Zeit machte er sich vor allem durch Filmmusiken einen Namen. Obwohl er sich massiven Drucks und sogar Aufführungsverboten ausgesetzt sah, engagierte er sich seit den 70er Jahren für sowjetische Avantgardemusik. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs gründete er 1990 zusammen mit einer Gruppe Moskauer Komponisten, darunter auch Edisson Denissow, Jelena Firsowa, Nikolai Korndorf und Dmitri Smirnow, die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik ASM (Assozijazija sowremennoi musyki). 1992 nahm er ein Angebot an, in Dartington Hall für drei Jahre als Composer in Residence tätig zu werden, und verblieb auch nach Ablaufen dieses Programms in England. Auch seine Kinder sind heute musikalisch tätig: Sein Sohn Eli wirkt ebenfalls als Komponist, seine Tochter Niki als Pianistin.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.vladislavshoot.com/

 

4.3. Yuri SIMONOV wird 75

Er wurde in seiner Heimatstadt Saratow zunächst als Streicher ausgebildet, am Konservatorium von Leningrad wurde er dann Dirigierschüler von Kramorow (ab 1956) und N. Rabinovitch (1962-68). 1965 dirigierte er am Pult des Opernstudios des Leningrader Konservatoriums und ein Jahr später gewinnt er im Allunions-Wettbewerb Moskau. 1967 wird er zum Dirigenten der Philharmonie von Kilsowodsk berufen. 1968 gewinnt er den Dirigentenwettbewerb der Accademia Santa Cecilia in Rom. 1969 debütiert er am Moskauer Bolschoi-Theater, dessen Chefdirigent er 1970-85 war. 1994-2002 war er Musikdirektor des Orchestre National de Belgique. 1998 wurde er zum Musikdirektor der Moskauer Philharmoniker ernannt.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.yurisimonov.com/

 

4.3. Aribert REIMANN wird 80

Er wuchs in einer von Musik geprägten Familie auf. Sein Vater war Organist und Direktor des Staats- und Domchores, seine Mutter eine namhafte Oratoriensängerin und Gesangspädagogin. Mit zehn Jahren komponierte Reimann erste Klavierlieder. Nach dem Abitur 1955 arbeitete er als Korrepetitor am Studio der Städtischen Oper in Berlin und studierte zugleich an der Berliner Musikhochschule Komposition bei Boris Blacher und Ernst Pepping sowie Klavier bei Otto Rausch. 1957 gab er seine ersten Konzerte als Pianist und Liedbegleiter. Ein Jahr später ging er zum Studium der Musikwissenschaft an die Universität Wien. Sein Ballett Stoffreste nach einem Libretto von Günter Grass wurde 1959 an den Städtischen Bühnen in Essen uraufgeführt. Musiktheater und Lied wurden zu den Keimzellen, aus denen sich das künstlerische Schaffen Reimanns weiter entwickelte. Bereits 1971 wurde dem Komponisten für sein bis dato vollendetes Gesamtschaffen der Kritikerpreis für Musik verliehen. 1974-83 hatte er eine Professur an der Hamburger Musikhochschule mit Schwerpunkt auf dem Zeitgenössischen Lied inne, 1983 wurde er in gleicher Funktion an die Berliner Hochschule der Künste berufen. Aribert Reimann lebt und arbeitet in Berlin.

Die Affinität zur menschlichen Stimme stellt für Aribert Reimanns kompositorisches Schaffen einen starken Impuls dar. Neben Liedkompositionen auf Texte von Paul Celan, James Joyce, Joseph von Eichendorff oder Louïze Labé entstanden zahlreiche Kammermusikstücke, Solokonzerte und Orchesterwerke wie die Miniaturen für Streichquartett (2004/05), die beiden Klavierkonzerte (1961 und 1972), Sieben Fragmente für Orchester (in Memoriam Robert Schumann, 1988) oder das Orchesterwerk Zeit-Inseln (2004). Reimanns Arbeit als Opernkomponist begann 1965 mit der Uraufführung von Ein Traumspiel nach der Textvorlage von August Strindberg in Kiel. 1971 folgte bei den Schwetzinger Festspielen Melusine nach dem Schauspiel von Yvan Goll. Mit der Oper Lear (1978, Bayerische Staatsoper) konnte Aribert Reimann sowohl Fachleute und Kritiker wie auch ein breites Publikum für seinen charakteristischen Personalstil gewinnen, das Werk erlebte international über 30 Produktionen. Auf Grundlage des Schauspiels von William Shakespeare schuf der Komponist eine Musik von fast körperlicher Unmittelbarkeit, die sich ihrer Existenz am Rande des Verstummens stets bewusst ist. 1984 wurde Die Gespenstersonate wiederum nach August Strindberg in Berlin uraufgeführt, 1986 Troades nach dem Schauspiel des Euripides in der Fassung von Franz Werfel. Mit der Oper Das Schloss nach Franz Kafkas Romanvorlage nahm Reimann 1990 bis 1992 (Uraufführung 1992) ein weiteres ambitioniertes Literaturopern-Projekt in Angriff: Die albtraumhaft-labyrinthische Atmosphäre der Textvorlage spiegelt sich in einer kammermusikalisch fragilen Musiktextur. 2000 erfolgte die Premiere von Bernarda Albas Haus nach dem Text von Federico García Lorca an der Bayerischen Staatsoper München. Als einer der führenden deutschsprachigen Opernkomponisten erhielt Aribert Reimann von der Wiener Staatsoper den Auftrag zu einer Medea-Oper nach Franz Grillparzers gleichnamigem Schauspiel, die von der Zeitschrift „Opernwelt“ zur Uraufführung des Jahres 2010 gewählt wurde.

Aribert Reimann wurde mit einer Vielzahl von Ehrungen und Preisen ausgezeichnet; unter anderem erhielt der Komponist 1985 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1986 den Prix de composition musicale de la Fondation Prince Pierre de Monaco, 1987 den Bach-Preis der Hansestadt Hamburg, 1988 den Verdienstorden des Landes Berlin, 1991 den Frankfurter Musikpreis, 1995 das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1999 die Goldene Nadel der Dramatiker Union, 2002 den Berliner Kunstpreis für Musik und die Plakette der Freien Akademie der Künste in Hamburg, 2006 den Arnold-Schönberg-Preis und 2011 den Ernst von Siemens Musikpreis. 1999 wurde Reimann zum Commandeur de L’Ordre du Mérite Culturel de la Principauté de Monaco ernannt. Er ist Mitglied im Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste und Ehrenmitglied des Deutschen Musikrats.

 

6.3. Hortensia CERVANTES wird 75

 Biographie der mexikanischen Sopranistin auf Spanisch: http://www.musicayopera.bellasartes.gob.mx/index.php/cantantes/540-solista-sopranos

 

7.3. Okko KAMU wird 70

Er wurde in eine musikalische Familie hineingeboren, sein Vater spielte Kontrabass im Helsinki Philharmonic Orchestra. Kamu lernte Violine und wurde an der Sibelius-Akademie Helsinki aufgenommen. 1964 gründete er sein eigenes Streichquartett, dessen Primarius er war. 1966 wurde er erster Soloviolinist an der Finnischen Nationaloper. Als Dirigent war Kamu Autodidakt; er gewann jedoch bereits im Alter von 22 Jahren den ersten Dirigentenwettbewerb der Herbert von Karajan-Stiftung 1969 in Berlin. Karajan war von Kamus Fähigkeiten so überzeugt, dass in den 1970er Jahren die Deutsche Grammophon Gesellschaft Karajans Sibelius-Zyklus der Sinfonien 4-7 mit Aufnahmen der Sinfonien 1-3 (die Karajan selten, bzw. die 3. nie dirigierte) von Kamu vervollständigte. Für die 2. Sinfonie 1970 wurde sogar Karajans Orchester, die Berliner Philharmoniker herangezogen; Kamu war zu diesem Zeitpunkt gerade 24 Jahre alt. Kamu hielt während seiner Karriere leitende Posten bei zahlreichen Orchestern: Chefdirigent des Finnischen Radiosinfonieorchesters 1970-77, Musikdirektor beim Oslo Philharmonic Orchestra 1975-79 (Vorgänger von Mariss Jansons), Chefdirigent des Helsinki Philharmonic Orchestra 1981-89, Musikdirektor der Helsingborger Symphoniker 1990-99, Musikdirektor der Finnischen Nationaloper 1996–2000, Chefdirigent der Sinfonia Lahti seit 2011. Kamu hat außerdem bei verschiedenen Labels über 100 Tonträger aufgenommen.

 

7.3. Mady MESPLÉ wird 85

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 Schon als Kind begann sie ihr Musikstudium. Sie wurde am Konservatorium von Toulouse zuerst im Klavierspiel, dann im Gesang durch Mme. Issar-Lasson ausgebildet. In Paris weitere Studien bei Georges Jouatte und Janine Micheau. 1953 debütierte sie an der Oper von Lüttich als Titelheldin in »Lakmé« von Delibes. Sie blieb drei Jahre lang Mitglied dieses Hauses und absolvierte während dieser Zeit sehr erfolgreiche Gastspiele am Théâtre de la Monnaie in Brüssel. Sie debütierte 1956 an der Opéra-Comique Paris als Lakmé; seit 1958 hörte man sie auch an der Grand Opéra, u.a. als Constance in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc (ihre Antrittsrolle an diesem Haus in der französischen Erstaufführung der Oper), als Lucia di Lammermoor, als Sophie im »Rosenkavalier« und als Page Oscar in Verdis »Un Ballo in maschera«. Sie blieb bis 1971 an diesen beiden Häusern tätig. Die Künstlerin galt als bedeutendste französische Koloratursopranistin ihrer Generation. Gastspiele führten an der Oper von Rom, am Teatro San Carlo von Neapel, am Teatro Colón von Buenos Aires (1968) und an der Bayerischen Staatsoper in München zu großen Erfolgen. Weitere Gastspiele führten sie an Opernhäuser in Madrid, Barcelona, Lissabon, London, Monte Carlo, Amsterdam, Bukarest, Dallas, Seattle, Miami, Rio de Janeiro und an die Wiener Volksoper. Schließlich wurde sie am Bolschoi Theater Moskau (1972) und an der Metropolitan Oper New York (1973 in vier Vorstellungen als Gilda im »Rigoletto«) gefeiert. Sie trat auch bei den Festspielen von Aix-en-Provence (u.a. 1966 als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss) und beim Holland Festival auf. Berühmt war sie namentlich als Mireille in der gleichnamigen Oper von Gounod, als Juliette in »Roméo et Juliette«, als Philine in »Mignon« von A. Thomas, als Ophélie in dessen »Hamlet«, als Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, als Norina im »Don Pasquale«, als Rosina im »Barbier von Sevilla«, aber auch in Partien in zeitgenössischen Opern. 1962 wirkte sie an der Opéra-Comique in der Uraufführung der Oper »Princesse Pauline« von Henri Tomasi, 1963 in der von »Le dernier Sauvage« von Gian Carlo Menotti mit. Sie widmete sich auch dem Konzert- und dem Liedgesang, trat in vielen Radio- und Fernsehsendungen auf und arbeitete später im pädagogischen Bereich.

Auf den Schallplatten der Sängerin sind die Klarheit ihrer Diktion und die schwebende Leichtigkeit der Tongebung bewundernswert; sie erschienen auf HMV, Le Chant du monde (»Don Procopio« von Bizet) und Pathé (»Lakmé«, »La fille de Madame Angot« von Lecoq, »Véronique« von Messager, »Ciboulette« von R. Hahn, »Les cloches de Corneville« von Planquette, »Zémire et Azor« von Grétry, »Socrate« von Eric Satie, »Werther« von Massenet, »Der Barbier von Sevilla« und »Wilhelm Tell« von Rossini, »Orphée aux Enfers« von Offenbach, »Manon Lescaut« und »Fra Diavolo« von Auber, Lieder von A. Roussel und Reynaldo Hahn). Auf Barclay in »Le maître de chapelle« von Paër zu hören.

 

9.3. Mikael SAMUELSON wird 65

Mikael SAMUELSON

 Er absolvierte ein vielseitiges Musikstudium; so war er im Gesangfach Schüler von Birgit Stenberg und von Erik Werba, studierte aber gleichzeitig in Stockholm Violinspiel und Dirigieren. Seit Ende der siebziger Jahre ging er von Stockholm aus einer umfangreichen Tätigkeit nach, die sowohl Opern- und Oratorienmusik von der Barock-Epoche bis zur Gegenwart als auch Aufgaben aus dem Bereich des Films, der Sprechbühne wie des Kabaretts enthielt. So hörte man ihn an der Königlichen Oper Stockholm als Figaro in Rossinis »Barbier von Sevilla« wie in »Figaros Hochzeit« und als Papageno in der »Zauberflöte«; bei den Festspielen im Barock-Theater von Schloss Drottningholm sang er den Grafen in »Figaros Hochzeit« (1987) und den Papageno (1989). 1988 übernahm er in Drottningholm ein Solo in der »Schöpfung« von Haydn. Mit dem Stockholm Music Dramatiska Ensemble (SMDE) sang er den Tonio im »Bajazzo«, den Trinity Moses in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill und in Benjamin Brittens »Death in Venice«, am Riksteater Stockholm wirkte er in Operetten- und Musical-Aufführungen mit, am Oscar-Theater in dem Musical »The Phantom of the Opera«. Er trat am schwedischen Fernsehen in Opernsendungen (»Drömmen om Thérèse« von L.J. Werle, »Kronbruden« von Rangström) und in selbst arrangierten Musiksendungen auf; er unternahm Tourneen als Kabarettist in Schweden und Finnland. Auch als Filmdarsteller wurde er bekannt.

Schallplatten: Swedish Music Anthology (Lieder von Carl Michael Bellman), Caprice (Recital; »Aniara« von Blomdahl); Philips-Video (»Le nozze di Figaro« und »Die Zauberflöte« aus Drottningholm).

 

9.3. Andrea MARTIN wird 70

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 Der aus österreichisch-italienischer Familie stammende Künstler studierte zunächst an der Wiener Universität Rechtswissenschaften und promovierte zum Dr. jur. Dann widmete er sich der Ausbildung der Stimme, die an der Wiener Musikhochschule und an der Accademia di Santa Cecilia Rom stattfand. Ergänzende Studien bei Anton Dermota in Wien (für den Liedgesang), bei Hans Hotter, bei Ettore Campogalliani, Mario del Monaco und Giuseppe Taddei sowie im Opernstudio der Wiener Staatsoper. Er trat zu Beginn seiner Bühnenkarriere als Gast an der Wiener Kammeroper, an den Theatern von Klagenfurt, Salzburg und Graz, dann auch am Stadttheater von Hagen (Westfalen) und an der Staatsoper von München auf. 1979 erfolgte sein Italien-Debüt am Teatro Comunale Treviso als Malatesta in Donizettis »Don Pasquale«. 1980 gewann er Preise bei mehreren internationalen Gesangwettbewerben: in Sofia, Toulouse, Reggio Emilia und beim Maria Callas-Wettbewerb des italienischen Rundfunks RAI. In Italien kam er an den führenden Opernhäusern des Landes zu einer großen Karriere; er gastierte an der Oper von Rom und am Teatro Massimo Palermo, am Teatro Comunale Bologna und am Teatro Fenice Venedig, am Teatro San Carlo Neapel, in Verona, Lecce und Bari. Er wirkte bei den Festspielen von Wiesbaden (»Maria de Rudenz« von Donizetti mit dem Ensemble des Teatro Fenice Venedig) und Spoleto, beim Festival von Ravenna (Michonnet in »Adriana Lecouvreur« von Cilea als Partner von Renata Scotto) und bei den Wiener Festwochen mit; er trat als Gast am Teatro Liceu Barcelona, am Teatro San Carlos Lissabon, am Théâtre des Champs-Elysées Paris, an der Staatsoper Dresden (Graf Luna im »Troubadour«) und an der Opéra de Wallonie Lüttich auf. 1998-2000 sang er bei den Festspielen von Erl (Tirol) den Alberich im Ring-Zyklus. Sein Bühnenrepertoire enthielt vor allem die Partien seines Stimmfachs aus dem Bereich der italienischen Belcanto-Oper (zahlreiche, darunter selten gehörte Opernwerke von Donizetti), aus Opern von Mozart und Verdi. Im Konzertsaal erwies er sich als hervorragender Oratoriensolist (u.a. auch als Bach- und Händel-Interpret) und als Liedersänger von Rang. Konzert-Tourneen führten ihn nach Japan, Korea, in die USA und nach Brasilien.

Schallplatten: Nuova Era (»Imelda de Lambertazzi« und »Alina« von Donizetti, »Axur« von A. Salieri, »Così fan tutte«, »Croesus« von Reinhard Keiser), Naxos (Guglielmo in »Così fan tutte«, Falke in der »Fledermaus«), HMV (»Les Danaïdes« von A. Salieri), Arte nova/BMG (»Guntram« von R. Strauss), Arte Nova (Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, Mitschnitt aus dem Teatro San Carlo Neapel, 2000).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.andrea-martin.com/

 

11.3. Allan EVANS wird 75

Allan EVANS

 Er entstammte einer farbigen Arbeiterfamilie, die acht Kinder hatte. Als Knabe sang er in einem Kirchenchor und wurde durch eine Lehrerin zuerst auf seine schöne Stimme aufmerksam gemacht. Er konnte dann das Studium am Musikinstitut der Universität St. Paul (Minnesota) aufnehmen und sang damals bereits kleinere Partien in Oratorien. 1962-66 setzte er seine Ausbildung an der Juilliard Music School New York fort (wo er 1965 in der amerikanischen Erstaufführung von H.W. Henzes »Elegie für junge Liebende« in der Partie des Dr. Reichmann mitwirkte), kam aber 1966 zur weiteren Ausbildung nach Deutschland. Er studierte an der Musikhochschule München, dann am Mozarteum in Salzburg und namentlich bei Hilde Zadek in Wien. Sein erstes Engagement erhielt er an der Wiener Kammeroper (1968-70). Er begann seine eigentliche Bühnenkarriere 1968-72 am Stadttheater von Trier und wurde dann vor allem als Crown in »Porgy and Bess« von Gershwin bekannt, eine Rolle, die er u.a. in Bremen, Essen, Zürich und Graz (1976) vortrug. Er war dann 1973-76 dem Stadttheater Bremen und 1976-79 dem Opernhaus Zürich verbunden. In Graz sang er den Escamillo in »Carmen« und den Don Pizarro im »Fidelio«. In Köln, wo er seinen Wohnsitz nahm, trat er als Golaud in »Pelléas et Mélisande« auf. In den Jahren 1978-86 gehörte er dem Ensemble des Stadttheaters von Basel, 1987-2000 dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim an. Aus seinem Bühnenrepertoire sind noch der Titelheld im »Don Giovanni« (Mannheim, Augsburg 1991), der Claggart in »Billy Budd« wie der Balstrode in »Peter Grimes« von Benjamin Britten, der Amonasro in »Aida« (Staatstheater Wiesbaden 1996), der Fliegende Holländer, der Wotan im Nibelungenring, der Amfortas im »Parsifal«, der Titelheld in »Jonny spielt auf« von E. Krenek (Landestheater Salzburg, Oper Graz und Wiener Festwochen), der Macbeth wie der Simon Boccanegra in den gleichnamigen Verdi-Opern, der Scarpia in »Tosca« (Mannheim 1994), der Boris in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch, der Eugen Onegin, der Barak in der »Frau ohne Schatten« und der Orest in »Elektra« von R. Strauss zu erwähnen. 1996 wirkte er am Stadttheater von Bern in der Uraufführung der Oper »Der Sturm« von Daniel Schnyder als Caliban mit. 1998 trat er am Nationaltheater Mannheim als Dr. Schön (und als Jack the Ripper) in »Lulu« von A. Berg auf, 1999 am Staatstheater Kiel als Wanderer im »Siegfried«. Am Nationaltheater Mannheim übernahm er 1999 den Wotan im »Rheingold«, am Theater von Klagenfurt 2000 den Trulove in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, am Theater von Münster/Westfalen den Hagen in der »Götterdämmerung«. Er sang am Stadttheater von Basel in den Uraufführungen der Opern »Der Drache« (1984) und »Augustin« (1988 Titelrolle) von Jost Meier, auch in den Schweizer Erstaufführungen der Opern »Baal« von Fr. Cerha (Spielzeit 1982-83 Titelrolle), »Die Sache Makropoulos« von Janácek (1981-82 den Prus) und »Orlando Paladino« von J. Haydn (1982-83 den Rodomonte). Weitere Engagements führten ihn u.a. an die Oper Köln, an die Deutsche Oper Berlin, an die Staatsoper München, an die Volksoper Wien, an die Deutsche Oper am Rhein, an die Königliche Oper Kopenhagen, an die Oper Triest, an die Staatsoper Hannover und an das Staatstheater Kassel. Am Stadttheater Klagenfurt konnte man ihn 2000 als Trulove in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, später dann als Dr. Schön in Alban Bergs »Lulu« und in der Spielzeit 2014/15 als Gefängnisdirektor Frank in der »Fledermaus« sehen. 1994 wurde ihm vom Kulturministerium Baden-Württemberg der Titel Kammersänger verliehen.

 

11.3. Vladimir JOVANOVIC wird 75

 Er war an der Musikakademie Belgrad in erster Linie Schüler von Nikola Cvejic. 1973 begann er seine Karriere an der Nationaloper von Belgrad. Hier wurde er in einem breit gefächerten Repertoire bekannt, das vor allem auch Wagner-Partien enthielt. Gastspiele an Bühnen in der Sowjetunion, in Spanien, Ungarn und Ägypten und erfolgreiche Konzertauftritte bezeichnen den weiteren Ablauf seiner Karriere.

Schallplattenaufnahmen bei Jugoton.

 

12.3. Der italienische Bariton Giovanni SAVOIARDO wird 80

 

15.3. Marianne EKLÖF wird 60

Marianne EKLÖF

Sie erhielt ihre Ausbildung zur Sängerin an der Königlichen Musikhochschule Stockholm bei Birgit Stenberg und bei Erik Saedén. Sie setzte ihre Studien in den USA an der Juilliard School of Music in New York und bei Vera Rozsa in London fort. 1985 wurde sie an das Stadttheater von Malmö verpflichtet. Hier sang sie die Carmen und die Isabella in Rossinis »L’Italiana in Algeri« und wirkte 1985 in der Uraufführung der Oper »En Midsommarnattsdröm« von Lars Werle mit. Sie trat auch in Operetten und im schwedischen Fernsehen in einer weiteren Oper von Werle, »Drömmen om Thérèse«, auf. Sie sang in der zeitgenössischen schwedischen Oper »Hasta, o älskade brud« von Sven-David Sandström und war seit 1990 an der Stockholmer Folkoperan zu hören, u.a. in »Hoffmanns Erzählungen« von Offenbach und in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns. In Malmö erschien sie in Stephen Sondheims »Into the Woods«, 1995 an der Jütländischen Oper Aarhus als Waltraute in der »Götterdämmerung«. Als Ensemblemitglied der Königlichen Oper Stockholm sang sie zahlreiche Partien, darunter die Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera«, die Auntie in »Peter Grimes« von B. Britten, die Marcellina in »Le nozze di Figaro«, die Carmen, die Frick aim »Rheingold«, die Klytämnestra in »Elektra« von R. Strauss, die Clairon im »Capriccio« von R. Strauss, die Mrs. Quickly im »Falstaff« von Verdi, die Herodias in »Salome« von R. Strauss, den Octavian im »Rosenkavalier« und die Eboli im »Don Carlos« von Verdi. Weiters sang sie Wagner-Rollen wie die Ortrud im »Lohengrin«, die Venus im »Tannhäuser«, die Mary in »Der fliegende Holländer« und die Brangäne in »Tristan und Isolde«. Am 13.12.2008 sang sie an der Stockholmer Oper in der Uraufführung der Oper »Batseba« die Partie der Naomi. Auch im Konzertbereich hatte sie eine erfolgreiche Karriere.

Schallplatten: DGG (Musik zu »Peer Gynt« und zu »Sigurd Josalfar« von E. Grieg), Marco Polo (Gertrude in »Hans Heiling« von H. Marschner), Caprice (»Marie Antoinette« von D. Björtz als Madame de la Morte).

 

15.3. Wilfried HILLER wird 75

Nach einem Klavierstudium am Augsburger Konservatorium bei Wilhelm Heckmann arbeitete er zunächst als Organist und Ballett-Repetitor, bevor er 1963 an der Münchner Musikhochschule Komposition bei Günther Bialas, Opernregie bei Heinz Arnold, Schlagzeug bei Ludwig Porth und Hanns Hölzl sowie Musiktheorie bei Hermann Pfrogner studierte. Ab 1967 war Hiller als Schlagzeuger unter anderem an der Bayerischen Staatsoper engagiert. 1968 gründete er die Konzertreihe Musik unserer Zeit, aus der 1981 die Münchner Musiknächte hervorgingen. Die Folgejahre waren von der engen Zusammenarbeit mit Carl Orff geprägt, den Hiller 1968 kennengelernt hatte und mit dem er bis zu dessen Tod eng verbunden blieb. 1971 wurde Hiller Musikredakteur beim Bayerischen Rundfunk, im selben Jahr begann die Zusammenarbeit mit seiner späteren Ehefrau, der Schauspielerin Elisabet Woska. Ab 1978 gaben ihm die Musiktheater-Projekte mit dem Autor Michael Ende wichtige künstlerische Impulse. Im Jahr 1991 erhielt Hiller einen Lehrauftrag an der Münchner Musikhochschule, 1993 wurde er als Kompositionslehrer an das Richard-Strauss-Konservatorium berufen. 2005-08 wirkte er als Präsident des Bayerischen Musikrats. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Carl-Orff-Stiftung und seit 2009 künstlerischer Leiter der Internationalen Orgelwoche in Nürnberg.

Die Zusammenarbeit von Wilfried Hiller und Michael Ende ist eine außerordentliche Erfolgsgeschichte. Ausgehend von schillernden Phantasie-Figuren wie Filemon Faltenreich oder dem frechen Lindwurm schuf Hiller unabhängig von allen kompositorischen Moden der Avantgarde eine ganz eigene, poetisch erzählende Musiksprache. Stücke wie Die zerstreute Brillenschlange (1979), Vier musikalische Fabeln (1980-82), Der Goggolori (1982/83), Das Traumfresserchen (1989/90) oder Der Rattenfänger (1992/93) wurden zu Klassikern des zeitgenössischen Musiktheaters, die mit ihrer Mischung aus Originalität, Parodie, Klarheit und Raffinesse insbesondere das Kindertheater revolutionierten.

Nach dem Tod Michael Endes im Jahr 1995 arbeitete Hiller zunächst mit Herbert Asmodi (Die Geschichte vom kleinen blauen Bergsee und dem alten Adler), seit 1997 mit Rudolf Herfurtner zusammen (Eduard auf dem Seil, 1998/99; Pinocchio, 2001). Außerdem griff er auf literarische Vorlagen von Christian Morgenstern (Heidenröslein, 1996), Theodor Storm (Der Schimmelreiter, 1996/97) und Wilhelm Busch (Der Geigenseppel, ein Auftragswerk des Kulturprogramms im deutschen Pavillon der EXPO 2000) zurück. 2004 wurde in Nürnberg die Lebensballade des Minnesängers Wolkenstein (Libretto von Felix Mitterer) uraufgeführt. Auf Texte Winfried Böhms folgten 2005 in München die Kirchenopern Augustinus, ein klingendes Mosaik, und 2010 in Würzburg Der Sohn des Zimmermanns. Neben den Bühnenwerken schrieb Hiller zahlreiche kammermusikalische Stücke, Solokonzerte, Chor- und Orchesterwerke.

1968 erhielt Hiller den Richard-Strauss-Preis, 1971 den Münchner Förderpreis für Musik, 1977 den Prix Brno für das Rundfunkportrait „Carl Orff“ sowie 1977 den Anerkennungspreis der Stadt Salzburg für Niobe. Er wurde mit Stipendien der Villa Massimo (1978, 1981, 1983), dem Schwabinger Kunstpreis für Musik (1978) sowie dem Raiffeisen Förderpreis (1988) ausgezeichnet. Seit 1989 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste. 1997 wurde ihm der Werner-Egk-Preis, 2000 der Bayerische Poetentaler und 2010 die Wilhelm-Hausenstein-Medaille sowie der Bayerische Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst verliehen.

Weitere Informationen auf seiner Homepage; http://www.wilfried-hiller.de/

 

15.3. Bode DURDEVIC wird 90

 Er war Schüler der Musikakademie von Belgrad und kam 1952 an die Nationaloper der jugoslawischen Metropole. Er blieb bis 1979 Mitglied dieses Hauses, an dem er eine bunte Vielfalt von Partien zu Gehör brachte, darunter den Titelhelden in Verdis »Nabucco«, den Amonasro in »Aida«, den Eugen Onegin in der Oper gleichen Namens von Tschaikowsky, den Boris Godunow, den Dosifej in »Chowanschtschina« von Mussorgsky, den Sarastro in der »Zauberflöte« und den Fürsten Igor von Borodin. Hohes Ansehen genoss er als Konzert- und vor allem als Oratoriensänger. Er gastierte in seiner jugoslawischen Heimat.

Schallplatten: MGM (»Krieg und Frieden« von Prokofieff).

 

16.3. Hubert SOUDANT wird 70

Er ist Preisträger mehrerer internationaler Dirigierwettbewerbe, wie des »Concours International de Besançon«, des Herbert-von-Karajan-Wettbewerbes in Berlin und des Cantelli-Wettbewerbes in Mailand. Seit 2004 ist Hubert Soudant Chefdirigent des Tokyo Symphony Orchestra, mit dem er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Soudants Schubert-Zyklus in der Saison 2008/09 etwa wurde vom Music Pen Club Japan als »Best Concert Performance by a Japanese Artist« ausgezeichnet. Zuvor war er 1994-2004 Chefdirigent des Orchestre National des Pays de la Loire sowie ebenfalls ab 1994 13 Jahre lang Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg. Mit diesem Orchester prägte er einen eigenen, bei Presse und Publikum gleichermaßen gefeierten Interpretationsstil der Werke der Wiener Klassik. Die Stadt Salzburg verlieh Hubert Soudant im Jahr 2004 die Ehrenbürgerschaft. Als Gastdirigent arbeitete er mit bedeutenden Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra, den Wiener Symphonikern, der Dresdner Staatskapelle, dem Melbourne Symphony Orchestra sowie den Osloer Philharmonikern und ist regelmäßiger Gast an wichtigen Opernhäusern und Festivals, wie dem Spring Festival in Prag, dem Bruckner Fest in Linz, den Wiener Festwochen und dem Mostly Mozart Festival in New York. Höhepunkte der vergangenen Saisons waren u. a. Aufführungen der Opern Così fan tutte von Mozart bei der Mozartwoche Salzburg, Jeanne d’Arc au bûcher von Arthur Honegger bei den Salzburger Festspielen, Mozarts La clemenza di Tito in Tokyo (»Aufführung des Jahres 2006«) sowie 2007 Erwartung von Arnold Schönberg am Teatro La Fenice in Venedig. Zahlreiche, u. a. mit dem »Grand Prix du disque« preisgekrönte Aufnahmen ergänzen das künstlerische Schaffen Hubert Soudants.

 

17.3. Adelheid VOGEL wird 60

Adelheid_VOGEL

Sie war an der Musikhochschule von Leipzig vor allem Schülerin von Eva Schubert- Hoffmann. 1977 begann sie ihre Karriere bei der Musikalischen Komödie in Leipzig als Suzanne in der Offenbach-Operette »Madame Favart«. 1980 wurde sie an das Opernhaus von Leipzig verpflichtet. Dort war sie bis 1983 tätig und folgte dann einem Ruf an die Staatsoper Berlin. Seit 1987 gehörte sie wieder dem Leipziger Opernhaus an. Hier wie bei Gastspielen in Ostdeutschland und auf internationaler Ebene hörte man sie in Partien aus dem Fachbereich der Koloratursoubrette. Im Einzelnen sind zu nennen: die Zerline im »Don Giovanni«, die Despina in »Così fan tutte«, das Ännchen im »Freischütz«, die Madeleine im »Postillon von Lonjumeau« von Adolphe Adam, die Jungfer Anna in Nicolais »Die lustigen Weiber von Windsor« und die Gretel in »Hänsel und Gretel« von Humperdinck. Auch als Konzertsängerin (u.a. als Mitglied des Kammermusik-Ensembles »Dowland-Consort«) wie auf dem Gebiet der Operette mit Erfolg aufgetreten.

Schallplatten: Bayer Records (»Christus« von Draeseke).

 

17.3. William NEILL wird 75

William NEILL als Walther von der Vogelweide
Als Walther von der Vogelweide/ Tannhäuser

 Zum Sänger ausgebildet an der University of Texas in Austin durch Willa Stewart, dann durch Joseph Frank Pouhe in New York. Sein Bühnendebüt erfolgte 1968 am Opernhaus von Essen in der Partie des Steuermanns in »Der fliegende Holländer«. In Europa sang er u.a. am Théâtre de la Monnaie in Brüssel und an der Grand Opéra Paris (1988 und 1991 Tichon in »Katja Kabanowa« von Janácek); beim Holland Festival 1973 wirkte er in der Uraufführung der Oper »Satyricon« von Bruno Maderna in der Rolle des Trimalchio mit und sang die gleiche Partie anschließend in einer Aufnahme des Werks im niederländischen Fernsehen. 1976 sang er beim Holland Festival, 1978 an der Niederländischen Oper Amsterdam den Lenny in der Oper »Of Mice and Men« von Carlisle Floyd, dort auch 1983 den Erik in »Der fliegende Holländer«, 1985 den Peter Grimes. Der größte Teil seiner Karriere spielte sich jedoch in seiner amerikanischen Heimat ab. Hier trat er an den Opern von Houston (Texas), Minneapolis, Portland, vor allem aber an der New York City Opera in Erscheinung. An der Oper von San Francisco sang er bereits 1971 den Henry Faust in »Faust Counter Faust« von John Gessner; an diesem Haus hörte man ihn auch 1973 als Alfredo in »La Traviata«, als Bob Boles in »Peter Grimes« von B. Britten und als Walther von der Vogelweide im »Tannhäuser«, 1974 als Pinkerton in »Madame Butterfly«, als Narraboth in »Salome« von R. Strauss, als Melot in »Tristan und Isolde« und als Lenny in »Of Mice and Men«, 1978 als Lohengrin und 1979 als Aegisth in »Elektra« von R. Strauss. 1974 sang er in der amerikanischen Erstaufführung von Prokofieffs »Krieg und Frieden« an der Oper von Boston die Partie des Pierre. An der City Opera New York hörte man ihn 1975 als Herodes in »Salome« von R. Strauss, 1980 als Severin in »Der Silbersee« von Kurt Weill. 1978 gastierte er an der Cincinnati Opera als Siegmund in der »Walküre«, 1980 an der Canadian Opera Toronto als Peter Grimes von Benjamin Britten, 1981 an der Oper von Baltimore als Laca in »Jenufa« von Janácek. Weitere Höhepunkte in seinem Repertoire waren der Don José in »Carmen«, der Tamino in der »Zauberflöte«, der Faust in Gounods bekannter Oper, der Hoffmann in »Hoffmanns Erzählungen«, der Cavaradossi in »Tosca« und der Paul in Korngolds »Die tote Stadt«. Am 5.6.1985 sang er an der Scottish Opera Glasgow in der Uraufführung der Oper »Hedda Gabler« von Edward Harper den Eilert Løvborg. Geschätzter Konzerttenor.

Es existiert ein privater Mitschnitt der amerikanischen Premiere von »Krieg und Frieden« (1974, Boston).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://neillclassicalvoice.com/

 

17.3. Margit LÁSZLÓ wird 85

Laszlo-Margit

Sie erhielt ihre Ausbildung in Budapest. 1955 fand ihr Debüt an der Nationaloper Budapest in der Rolle der Gilda im »Rigoletto« statt. In den folgenden Jahren kam sie dort in einer Anzahl von Partien aus dem Soubretten- wie dem lyrischen Stimmfach zu bedeutenden Erfolgen. Man schätzte sie vor allem als Mozart-Interpretin. So sang sie Partien wie die Susanna in »Figaros Hochzeit«, die Pamina in der »Zauberflöte«, die Eurydike in »Orpheus und Eurydike« von Gluck, die Rosina im »Barbier von Sevilla«, die Mimi in »La Bohème« und die Micaela in »Carmen«. Auch als Konzertsängerin trat sie hervor. Bis 1986 blieb sie Mitglied der Budapester Nationaloper.

Schallplatten: Decca (»Háry János« von Kodaly), HEK (Soli in Chorwerken von F. Liszt).

 

18.3. Die Sopranistin Floriana SOVILLA wird 60

 

18.3. Eduardo ALONSO CRESPO wird 60

Er absolvierte ein Studium als Bauingenieur an der Universidad Nacional de Tucumán und erlangte an der Escuela de Artes Musicales der Universität ein Diplom als Musiker. Ein Fulbright-Stipendium ermöglichte ihm einen Aufenthalt in den USA. Hier war er Schüler von Lukas Foss, Leonardo Balada uns Samuel Jones und erlangte einen Mastergrad im Fach Dirigieren an der Carnegie Mellon University. Er vervollkommnete seine Ausbildung bei Max Rudolf, Gunther Schuller und Henry Holt. Alonso-Crespo wirkte als Dirigent des Tucumán Symphony Orchestra, elf Jahre lang als musikalischer Leiter des Carnegie Mellon Contemporary Ensemble und hatte Gastdirigate u.a. in Chile, Mexiko, den USA, Portugal und Frankreich. 1998 debütierte er am Teatro Colón mit einer Aufführung von Gustav Mahlers vierter Sinfonie. Weiterhin unterrichtete er als Gastdozent und Professor an der Carnegie Mellon University. Neben kammermusikalischen und sinfonischen Werken komponierte Alonso-Crespo mehrere Bühnenwerke, darunter das Ballett Medea (1985), eine Schauspielmusik zu Macbeth sowie die Opern Juana, la loca (1991) und Putzi (2004).

 

18.3. Anders BERGSTRÖM wird 65

Er studierte an der Staatlichen Musikdramatischen Schule in Stockholm (1975-78) und wurde dann sogleich an die Königliche Oper Stockholm verpflichtet, der er seither für viele Jahre angehörte. Er trat hier in mehr als dreißig Partien auf, von denen der Ford im »Falstaff« von Verdi, der Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, der Guglielmo in »Così fan tutte«, der Marcello in »La Bohème«, der Escamillo in »Carmen« und der Simon Boccanegra in der gleichnamigen Verdi-Oper genannt seien. 1985 erhielt er ein Jussi Björling-Stipendium. 1997 trat er an der Stockholmer Oper als Alberich im »Rheingold« auf. Er unternahm auch Gastspiele und gab Konzerte.

Schallplatten: Discofil (»Mary Stuart«, Aufnahmen zusammen mit Lena Nordin), Naxos (»Die tote Stadt« von Korngold).

 

18.3. Eliane COELHO wird 65

Eliane COELHO

Sie studierte zunächst in Rio de Janeiro Architektur, widmete sich dann jedoch dem Gesangstudium. Sie kam zur weiteren Fortbildung nach Europa und studierte an der Musikhochschule Hannover. 1974 fand sie ihr erstes Engagement am Landestheater von Detmold. Hier sang sie Partien wie die Nannetta im »Falstaff« von Verdi, die Gretel in »Hänsel und Gretel« von Humperdinck, die Zdenka in »Arabella« von R. Strauss, die Traviata, die Liù in »Turandot« von Puccini, die Titelheldin in »Fräulein Julie« von Bibalo und die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«. 1976 folgte sie einem Ruf an das Stadttheater von Bremen, dem sie sechs Jahre hindurch angehörte. Hier entwickelte sich ihr Sopran nach und nach vom Koloratur- zum lyrischen Fach, und sie brachte jetzt Rollen wie die vier Frauengestalten in »Hoffmanns Erzählungen« von Offenbach, die Norina im »Don Pasquale«, die Eurydike in »Orpheus und Eurydike« von Gluck, die Fiorilla in Rossinis »Il Turco in Italia«, die Susanna in »Figaros Hochzeit«, die Hanna Glawari in der Lehár-Operette »Die lustige Witwe« und mit besonderem Erfolg die Titelfigur in »Lulu« von Alban Berg zum Vortrag. 1984 wechselte die Künstlerin an die Oper von Frankfurt a.M. Als Gast sang sie am Teatro Regio Turin wiederum die Lulu; es folgten weitere internationale Gastspiel- und Konzertauftritte. So war sie 1987 am Stadttheater von Aachen und an der Wiener Volksoper zu Gast. 1988 sang sie bei den Bregenzer Festspielen die Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«. 1990 Gastspiel am Stadttheater von Heidelberg als Tosca, 1991 in Rio de Janeiro als Donna Anna im »Don Giovanni«. An der Wiener Staatsoper, an der sie 1991-2004 zum Ensemble gehörte, hörte man sie als Salome von R. Strauss, als Elettra in »Idomeneo«, als Arabella in der gleichnamigen Oper von R. Strauss, als Tosca, als Butterfly, als Maria Stuarda in der gleichnamigen Oper von Donizetti, als Freia im »Rheingold«, als Mimì in »La Bohème«, als 3. Norn in der »Götterdämmerung«, als Donna Anna, als Giulietta in »Hoffmanns Erzählungen«, als Dame in »Cardillac« von P. Hindemith, als Leonore im »Troubadour«, als Salomé in »Hérodiade« von Massenet, als Fedora in der gleichnamigen Oper von Giordano, als Hélène in »Jérusalem« von Verdi, als Aida, als Liù, als Lina in Verdis »Stiffelio«, als Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano, als Desdemona in Verdis »Otello«, als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, als Elena in Verdis »I Vespri Siciliani«, als Margherita und als Elena in Boitos »Mefistofele«, als Lady Macbeth in Verdis »Macbeth«, als Hanna Glawari, als Elvira in Verdis »Ernani« und als Abigaille im »Nabucco«. Sie war gleichzeitig an der Wiener Volksoper engagiert, an der man sie als Donna Elvira im »Don Giovanni«, als Giorgetta in Puccinis »Il Tabarro«.als Tatjana im »Eugen Onegin« und als Abigaille zu hören war. Gastspiele an der Staatsoper München wie an der Staatsoper Berlin 1995 als Salome, 1995 an der Münchner Staatsoper auch als Donna Elvira, 1996 als Elettra in »Idomeneo«. 1996 Gastspiel an der Königlichen Oper Stockholm als Aida, 1997 an der Staatsoper München als Salome von R. Strauss. Sie gastierte 2005 als Norma von Bellini in St. Gallen, 2006 in der Titelpartie von Ponchiellis »La Gioconda« in Manaús und in Sao Paolo, 2007 als Katerina in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch in Manaús, 2008 in Bukarest als Manon Lescaut von Puccini und als Amelia in Verdis »Simon Boccanegra«, 2011 in Bukarest als Lucrezia in Verdis »I due Foscari«, als Isolde in Manaús und als Abigaille in Rio de Janeiro, 2012 als Brünnhilde in der »Götterdämmerung« in Sao Paolo und als Ariadne in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss in Rio de Janeiro, 2013 als Sieglinde in der »Walküre« in Sao Paolo und in der Titelpartie von Cherubinis »Medea« in Rio de Janeiro. Sie trat sehr erfolgreich als Konzert- und Liedersängerin auf.

 

19.3. Diana SOVIERO wird 70

Diana SOVIERO

 Gesangstudium an der Juilliard School of Music sowie bei Maria Gurewich, Martin Rich und Boris Goldovsky. Sie debütierte unter ihrem eigentlichen Namen Diana Catani-Soviero 1969 bei der Chautauqua Opera als Mimi in »La Bohème«. In den ersten Jahren ihrer Bühnenkarriere trat sie an kleineren amerikanischen Theatern unter diesem Namen auf, später jedoch nur noch als Diana Soviero. Sie sang 1970 beim Opernfest von Lake George in »L’Infedeltà delusa« von J. Haydn, 1972 in Central City (Susanna in »Le nozze di Figaro«), 1973-74 in St. Paul. 1973 kam sie an die City Opera New York, an der sie sehr erfolgreich als Nedda im »Bajazzo« debütierte, eine ihrer späteren Glanzrollen. Seitdem trat sie an diesem Opernhaus (mit kurzen Unterbrechungen) regelmäßig auf, u.a. 1976 sehr erfolgreich als Manon von Massenet. Sie sang in den USA an den Opernhäusern von Detroit (seit 1974), Fort Worth (seit 1975), San Diego (seit 1979), in Dallas (Debüt 1980 als Liu in »Turandot«, ein weiterer Höhepunkt in ihrem Repertoire), Boston (seit 1981), Chicago (1979), San Francisco (1982 als Anne Trulove in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, 1984 als Norina in »Don Pasquale«, 1986 als Nedda und 1989 als Butterfly), Houston/Texas (seit 1982) und Philadelphia (seit 1982). Nachdem sie in Ottawa (1980) und Montreal erfolgreich gastiert hatte, dehnte sie ihre Tätigkeit auch auf Europa aus. Hier erschien sie 1981 am Opernhaus von Zürich, 1983 in Toulouse, seit 1984 mehrfach an der Oper von Rom (Antrittsrolle: Manon von Massenet), in Nizza (1984-85) und Palermo (1985), bei den Puccini-Festspielen von Torre del Lago (1984 als Butterfly) und bei den Festspielen in den römischen Thermen des Caracalla (1985 als Liu). 1982-83 war sie mit der Staatsoper Hamburg, 1985-86 mit der Staatsoper München, 1988-89 mit dem Opernhaus von Köln durch Gastverträge verbunden. Am Théâtre Châtelet Paris bewunderte man 1985 ihre Traviata, vielleicht ihre größte Partie, an der dortigen Grand Opéra 1988 ihre Marguerite im »Faust« von Gounod, 1991 ihre Manon Lescaut von Puccini und 1993 ihre Butterfly. 1986 debütierte sie an der Metropolitan Oper New York, wo sie kurzfristig eine andere Sängerin als Juliette in »Romeó et Juliette« von Gounod (mit Alfredo Kraus als Partner) ersetzte und bis 1997 in insgesamt 102 Vorstellungen zu großen Erfolgen als Manon von Massenet, als Traviata, als Nedda, als Suor Angelica von Puccini, als Marguerite im »Faust« von Gounod, als Butterfly, als Musetta in Puccinis »La Bohème« und als Tosca kam. 1987 debütierte sie an der Mailänder Scala als Nedda. 1988 sang sie beim Maggio Musicale von Florenz die Rolle der Suor Angelica. 1989 erfolgte ihr Debüt an der Covent Garden Oper London, einmal mehr als Nedda. Sie gastierte an der Staatsoper Wien (1985 als Manon von Massenet und 1993 als Butterfly) und hatte große Erfolge bei Gastauftritten in Genf (1988 als Margherita in »Mefistofele« von Boito), New Orleans, Miami, Caracas und Pretoria. 1990 sang sie in Toronto die Adriana Lecouvreur von Cilea, 1991 die Tosca, in Santiago de Chile 1991 die Manon Lescaut in der Puccini-Oper gleichen Namens. 1992 übernahm sie an der Chicago Opera wie an der Oper von Dallas die drei Hauptrollen in Puccinis »Trittico«, an der Oper von Houston/Texas die Margherita in »Mefistofele« von Boito, 1993 an der Miami Opera die Tosca, 1994 in Montreal die Carmen und 1995 die Fedora in der gleichnamigen Oper von Giordano, 1995 in Los Angeles wie an den Staatsopern von Berlin und München die Butterfly, 1996 an der Oper von Seattle die Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano. 1996 gastierte sie an der Oper von Santiago de Chile als Butterfly, 1997 an der Miami Opera als Suor Angelica und als Nedda, 1998 in Philadelphia und an der Oper von Monte Carlo als Maddalena in »Andrea Chénier«, an der Palm Beach Opera als Tosca. 1999 sang sie am Valentine Theatre in Toledo (Ohio) in einer Gala-Vorstellung zu dessen 40jährigem Bestehen die Tosca. Ihr umfangreiches Bühnenrepertoire enthielt auch mehrere Operetten-Rollen (Titelpartie in »La Périchole« von Offenbach, Yum-Yum im »Mikado« von Sullivan, Hanna Glawari und Valencienne in Lehárs »Die lustige Witwe«).

Schallplatten: Analekta (Recital).

 

19.3. David KNUTSON wird 70

 Er absolvierte sein Gesangstudium in seiner amerikanischen Heimat, begann jedoch seine Bühnenkarriere 1971 in Westdeutschland. 1972 wurde er an die Deutsche Oper Berlin verpflichtet, an dem er eine mehr als 25jährige Karriere hatte, die ihm, namentlich im lyrischen Stimmfach, große Erfolge brachte. Er gastierte 1974 am Opernhaus von Köln wie an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. An der Wiener Staatsoper gastierte er 1978 als Abdisu in »Palestrina« von H. Pfitzner und 1987 als Graf Albert in »Die tote Stadt« von Korngold. Weitere Gastspiele an deutschen wie ausländischen Opernbühnen, u.a. an den Staatsopern von München und Hamburg, wie Konzertauftritte machten seinen Namen bekannt. Bei den Festspielen von Salzburg sang er 1977 den 2. Juden in »Salome« von R. Strauss. Am 9.7.1978 sang er während der Münchner Opernfestspiele in der Uraufführung der Oper »Lear« von Aribert Reimann, am 1.5.1986 bei den Schwetzinger Festspielen in der von Hans Jürgen von Boses »Die Leiden des jungen Werthers«, bei den gleichen Festspielen bereits am 2.5.1984 in der von »Ophelia« von Rudolf Kelterborn. Den Edgar in »Lear« von A. Reimann sang er auch 1981 bei der amerikanischen Erstaufführung der Oper in San Francisco und 1982 bei der französischen Erstaufführung an der Grand Opéra Paris. Er trat gern in Werken des Barockzeitalters auf und sang u.a. an der Deutschen Oper Berlin in den Premieren der Opern »La Calisto« von Cavalli (1975) und »Hippolyte et Aricie« von Rameau (1980) und 1972 in der Uraufführung der Oper »Elisabeth Tudor« von W. Fortner, 1973 bei einem Gastspiel des Ensembles am Théâtre de la Monnaie Brüssel in der Uraufführung von »Love’s Labour’s Lost« von Nicolas Nobokov. Er wirkte 1974 in Amsterdam in der Uraufführung der Oper »Dorian Gray« von Hans Kox (in der Titelrolle) mit, an der Deutschen Oper Berlin in den Uraufführungen von W.D. Sieberts »Der Untergang der Titanic« (1979), »Aus Deutschland« von M. Kagel (1981 als Mignon), »Gespenstersonate« von A. Reimann (1984 als Arkenholz) und »Das verratene Meer« von H.W. Henze (1990). Er gastierte 1986 beim Festival von Spoleto als Hexe in »Hänsel und Gretel« von Humperdinck. Er sang hauptsächlich Charakterpartien. Er sang auch im Countertenor-Bereich.

Schallplatten: DGG (»Lear« von A. Reimann), HMV (2. Jude in »Salome« von R. Strauss), Wergo (»Das Nusch-Nuschi« von P. Hindemith).

 

19.3. Giuliana TAVOLACCINI wird 80

Giuliana TAVOLACCINI

 Sie wollte zunächst Tänzerin werden, studierte im Tanzstudio der Mailänder Scala und wirkte auf der Bühne dieses Hauses in mehreren Balletten mit. Nachdem sie mit 15 Jahren einen Amateurwettbewerb für Sänger in Mailand gewonnen hatte, ließ sie ihre Stimme durch Mercedes Llopart in Mailand ausbilden und gewann 1954 erneut einen Gesangconcours in Mailand. Sie debütierte auf der Bühne 1955 am Teatro Nuovo Mailand als Titelheldin in Mascagnis »Lodoletta«. In den folgenden Jahren große Erfolge an den Opernhäusern von Florenz, Turin, Palermo und Triest, am Teatro San Carlo Neapel und am Teatro Fenice Venedig. Auch an der Mailänder Scala war die Künstlerin zu hören u.a. 1957-58 als Cavalier Armidoro in Piccinis »La Cecchina ossia La Buona Figliola«, 1957 als Euridice in Monteverdis »L‘Orfeo«, als Serafina in Donizettis »Il Campanello«, als Elisa in »Louise« von Charpentier und als 2. Engel in »La Risurrezione di Cristo« von Lorenzo Perosi, 1958 und 1960 als Page Oscar in Verdis »Maskenball«, 1958 als Alice in Rossinis »Le Comte Ory«, 1958-59 als Modistin in »Il Cappello di Paglia di Firenze« von Nino Rota, 1959 als Musetta in »La Bohème«, als Dienerin in Glucks »Iphigénie en Aulide« und als Lisa in Bellinis »La Sonnambula«, 1962 als Suor Dolcina in »Suor Angelica« und als Nella im »Gianni Schicchi«, 1963 als Komponist in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und als Tebaldo in Verdis »Don Carlos«, 1964 als Clorinda in »La Cenerentola« und als Barbarina in »Le nozze di Figaro«. Am 8.3.1963 wirkte sie hier in der Uraufführung von Luciano Berios »Passaggio« als Lei mit, sowie am 21.3.1966 in der Uraufführung von Flavio Testis »L‘Albergo dei Poveri« als Nastia. Zu ihren großen Rollen gehörten die Nedda im »Bajazzo«, die Micaela in »Carmen« und die Mimi in »La Bohème«. Bereits 1969 gab sie ihre viel versprechende Karriere auf und lebte seither in Mailand.

Schallplatten: DGG (Page Oscar im »Maskenball«), Decca (»L’Italiana in Algeri« von Rossini, »Medea« von Cherubini, »Suor Angelica« von Puccini, »Norma« von Bellini), EJS (»Lodoletta« von Mascagni), Replica (»Werther«).

 

22.3. Gunnar LUNDBERG wird 90

Gunnar_LUNBERG

 Gesangstudium 1958-60 in der Opernklasse der Königlichen Musikhochschule Stockholm bei Martin Öhman und Ragnar Hultén. Bühnendebüt bei den Festspielen im Barock-Theater Drottningholm 1958 als Riccardo in »Il trionfo dell‘ onore« von Scarlatti. 1960 wurde er an die Königliche Oper Stockholm berufen; hier hatte er seine ersten Erfolge als Pinkerton in »Madame Butterfly« und als Erik in »Värmlänningarna« von Andreas Randel. Bei den Festspielen von Drottningholm trat er in den Jahren 1958-66 u.a. als Lamberto in »Il Maestro di Musica« von Pergolesi, als Ariodante in der gleichnamigen Oper von Händel und als Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla« auf. Weitere Höhepunkte in seinem Repertoire für die Bühne waren der Astolf in »Lycksalighetens ö« von Hilding Rosenberg und der Eisenstein in der »Fledermaus«. 1965 Gastspiel an der Jütländischen Oper Aarhus, 1967 an der Oper von Oslo. Seit etwa 1970 begann er damit, Baritonpartien wie den Germont-père in »La Traviata« und den Donner im »Rheingold« in sein Repertoire einzufügen. Seitdem sang er diese wie auch zahlreiche kleinere Rollen an der Stockholmer Oper.

 

25.3. Vytautas BARKAUSKAS wird 85

Er besuchte die Musikschule in Kaunas und studierte am Konservatorium Vilnius. Dort unterrichtete er seit 1961 als Professor für Musiktheorie. 1989 wurde er Professor am Lehrstuhl für Komposition. Barkauskas komponierte über einhundert Werke, darunter eine Oper, Sinfonien, ein Orgelkonzert, Orchesterstücke und Kammermusik. Er wurde von Krzysztof Penderecki und Witold Lutoslawski beeinflusst, seine Kompositionen halten sich aber stets im Rahmen der Tonalität. Barkauskas gilt neben Arvo Paert und Peteris Vasks als bedeutendster lebender Komponist des Baltikums. Seine Werke gehören zum regelmäßigen Repertoire von europäischen, amerikanischen und asiatischen Musikfestivals und -wettbewerben. Sie wurden beim Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Rheingau Musik Festival, dem Sibelius-Festival und dem Festival de musique de Toulon aufgeführt. Er erhielt den Litauischen Staatspreis und 2002 den Preis des Komponistenwettbewerbs Sinfonia Baltica.

 

26.3. Erich URBANNER wird 80

Er studierte 1955-61 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Komposition bei Karl Schiske und Hanns Jelinek, Klavier bei Grete Hinterhofer und Dirigieren bei Hans Swarowsky. Bei den Darmstädter Ferienkursen belegte er Kompositionskurse bei Wolfgang Fortner, Karlheinz Stockhausen und Bruno Maderna. Ab 1961 unterrichtete er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Partiturspiel. 1969 wurde er ordentlicher Professor für Komposition und Tonsatz. 1969-74 leitete er das Zwölftonseminar, 1986-89 das Institut für Elektroakustik und experimentelle Musik. Seit 1968 wirkte er außerdem auch als Dirigent. Urbanner komponierte Stücke für Soloinstrumente, Kammermusik, Orchesterwerke (darunter mehrere Instrumentalkonzerte, eine Messe und ein Requiem sowie mehrere Opern).

 

26.3. Harry RABINOWITZ wird 100

 Biographie des britischen Dirigenten und Komponisten auf Englisch. https://en.wikipedia.org/wiki/Harry_Rabinowitz

 

27.3. John SANDOR wird 70

 Er entstammte einer ungarisch-französischen Familie. Er studierte Musik, betätigte sich als Musiklehrer und wurde schließlich Direktor der East Orange Music School (New Jersey). Trotz dieser bedeutenden Stellung entschloss er sich zur Ausbildung seiner Stimme, die an der Juilliard Musikschule bei Hans Heinz und an der Manhattan School of Music New York bei Ellen Faull erfolgte. Bühnendebüt 1971 im Opernstudio der Metropolitan Oper New York als Rinuccio in Puccinis »Gianni Schicchi«. Es schloss sich eine erfolgreiche Karriere an den Opern von New Orleans, Miami, Philadelphia, Santa Fé und in San Francisco (1973 als Fritz in Offenbachs »La Grande Duchesse de Gerolstein« und 1977 als erster Tenor in Donizettis »Le convenienze ed inconvenienze teatrali«) an. Gastspiele an der Grand Opéra Paris und am Teatro Liceu Barcelona. Er spezialisierte sich in erster Linie auf das lyrische Repertoire, vor allem auf die klassischen italienischen Belcanto-Opern von Bellini, Donizetti und Rossini. Gleichzeitig als Konzertsänger international bekannt geworden.

Schallplatten: Philips (»I Masnadieri« von Verdi).

 

27.3. Adriana CAMANI wird 80

 Studium am Conservatorio C. Pollini Padua bei Maestro P. Montanari und bei Frau Sara Sforni Corti. Debüt 1968 in der Partie der Nutrice in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea« am Teatro San Carlo Neapel. Nachdem sie Gesangwettbewerbe in Parma und in Busseto als Preisträgerin beendet hatte, kam sie an den großen italienischen Opernbühnen zu einer beachtlichen Karriere. So sang sie an der Mailänder Scala (1972 Suzuki in »Madame Butterfly«, 1974 Frau des Richters in »Jenufa« von Janácek), am Teatro Carlo Felice Genua, am Teatro Fenice Venedig, am Teatro San Carlo Neapel, in Turin und Triest. Im Mittelpunkt ihres Bühnenrepertoires standen Rollen wie die Cieca in »La Gioconda« von Ponchielli, die Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera«, die Eboli im »Don Carlos«, die Margarita in »I quattro rusteghi« von Wolf-Ferrari, die Samaritana in »Francesca da Rimini« von Zandonai und die Madelon in »Andrea Chénier« von Giordano. Sie sang auch in zeitgenössischen Opern von Dallapiccola und Flavio Testi und wirkte 1971 am Teatro Regio Turin in der Uraufführung der Oper »Nunziatella« von Ingo mit. Die in Mailand lebende Sängerin hatte auch als Konzertsolistin ihre Erfolge.

Aufzeichnungen von Opernaufführungen des italienischen Rundfunks auf Privatmarken.

 

28.3. Nicola MARTINUCCI wird 75

Nicola-Martinucci

 Schüler von Frau Sara Sforni. Sein Bühnendebüt erfolgte 1966 am Teatro Nuovo in Mailand als Manrico im »Troubadour«, nachdem er 1965 dem berühmten Tenor Mario del Monaco vorgesungen hatte, der ihn zur Bühnenkarriere ermutigte. 1966 Preisträger beim Internationalen Concours von Vercelli. Er kam in den folgenden Jahren zu einer erfolgreichen Karriere an den großen italienischen Bühnen, darunter dem Teatro Fenice Venedig (1988 als Kalaf in Puccinis »Turandot«) und beim Maggio Musicale von Florenz, wo er 1974 den Filippo in »Agnese di Hohenstaufen« von Spontini sang. 1982-86 große Erfolge bei den Festspielen in der Arena von Verona als Radames in »Aida«, 1983, 1988 und 1995 als Kalaf, 1986 als Andrea Chénier von Giordano, 1989 als Turiddu in »Cavalleria rusticana«. Er debütierte 1974 an der Mailänder Scala als Zeremonienmeister in Prokofieffs »L’amour des trois oranges« und sang dann an diesem Haus 1975 den Foresto in Verdis »Attila« und den Malcolm in Verdis »Macbeth«, 1982 und 1985 den Titelhelden in »Andrea Chénier« von Giordano, 1983 und 1987 den Luigi in Puccinis »Il Tabarro«, 1983, 1985, 1988-89, 2001 und 2004 den Kalaf, 1984 den Oronte in Verdis »I Lombardi alla prima crociata«, 1985 den Radames, 1992 den des Grieux in Puccinis »Manon Lescaut«, 1993 den Canio im »Bajazzo«, 1995 den Dick Johnson in Puccinis »La Fanciulla del West«, 2000 den Maurizio in »Adriana Lecouvreur« von Cilea, 2002 den Pinkerton in »Madame Butterfly« und 2003 den Cavardossi in »Tosca«. Er trat in den Jahren 1982-2003 gastweise an der Wiener Staatsoper auf: als Cavaradossi, als Manrico, als Andrea Chénier, als Kalaf und als Radames. 1985 debütierte er an der Covent Garden Oper London als Dick Johnson. Weitere Gastspiele an den Opernhäusern von Dublin, Istanbul, Teheran und Budapest und vor allem seit 1973 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. 1986 sang er an der Oper von Rom die Titelrolle in der Uraufführung der Oper »Salvatore Giuliano« von Lorenzo Ferrero. 1985 und 1992 gastierte er bei den Festspielen in den Thermen des Caracalla in Rom als Kalaf, 1987 als Radames; an der Oper von Rom sang er die Titelrolle in Donizettis »Poliuto«. Bei der Hundertjahrfeier des Teatro Bellini Catania trat er 1990 wieder als Poliuto von Donizetti auf. Im gleichen Jahr hörte man ihn in Turin wie an der Covent Garden Oper London als Kalaf, 1991 am Teatro Regio Turin als Assad in Goldmarks »Die Königin von Saba« und als Paolo in »Francesca da Rimini« von Zandonai. Am Teatro Regio Parma trat er 1990 als Manrico, an der Oper von Rom 1992 als Enzo in »La Gioconda« von Ponchielli auf. Er sang 1996 bei den Aufführungen von Giordanos »Andrea Chénier« auf der Piazza di Siena in Rom die Titelpartie, bei den Festspielen von Wiesbaden 1996 den Radames. 1997 sang er am Teatro Municipale Piacenza den Pollione in Bellinis »Norma«, am Teatro Comunale Bologna 1997 und bei den Festspielen von Macerata sowie am Teatro Regio Turin 1998 den Kalaf. 2000 sang er am Nationaltheater von Taipeh (auf Taiwan) den Kalaf, 1999-2001 bei den Festspielen von Macerata den Radames. Mittelpunkt seines Bühnenrepertoires bildeten die großen Tenorpartien in den Opern von Verdi, Puccini, Mascagni und Bizet, wobei heldische Aufgaben im Vordergrund standen.

Schallplatten: HMV (Bote in vollständiger »Aida«), Rococo (»Attila« von Verdi, Mitschnitt einer Aufführung in Newark 1972), Nuova Era (»Turandot« von Puccini, »I due Foscari« von Verdi), Nuova Era/Note 1 (Jacopo in »I due Foscari« von Verdi), Discover (Luigi in »Il Tabarro« von Puccini, Titelrolle in Verdis »Otello«), Naxos (»Pagliacci«); Thom-EMI-Video (»Turandot« von Puccini).

 

30.3. Armando ARIOSTINI wird 65

Armando ARIOSTINI

 Gegen Ende seiner Ausbildung sang er im Opernworkshop Alessandria den Guglielmo in »Così fan tutte«. Seit 1981 kam er dann schnell zu einer großen Karriere. 1981 trat er am Teatro Verdi Triest als Schaunard in »La Bohème« auf, 1982-83 an der Piccola Scala Mailand als Fabrizio in Rossinis »La pietra del Paragone« und gastierte mit dieser Inszenierung auch beim Edinburgh Festival von 1982. 1983 hörte man ihn an der Mailänder Scala (Piccola Scala) in Glucks »Die Pilger von Mekka« als Le Calender, 1984 im großen Haus der Scala als Dancairo in »Carmen«. In den folgenden Spielzeiten war er mehrfach an der Scala anzutreffen (1985 als Antonio in »Il viaggio a Reims« von Rossini, 1986 als Roderick Usher in Debussys »La chute de la maison Usher«, 1988 als Don Parmenione in Rossinis »L’Occasione fa il ladro«, 1989-90 als Vater in Henzes »Pollicino« und 1990 als Erzähler in Lorenzo Ferreros »Le Bleublancrouge et le noir«. 1983 begann er eine mehrjährige Verbindung mit dem Teatro Comunale Bologna. Am Opernhaus von Bordeaux sang er den Figaro im »Barbier von Sevilla« von Paisiello und erschien in der Saison 1993-94 erstmals am Teatro Fenice Venedig. Mehrfach wirkte er bei Aufführungen vergessener Opernwerke vom Ende des 18. und dem Beginn des 19. Jahrhunderts am Teatro dell’Opera Giocosa Savona mit; seit 1988 trat er am Teatro Massimo Palermo auf, 1989 am Teatro San Carlo Neapel, 1990 am Teatro Comunale Florenz. In Frankreich war er in Avignon und am Théâtre des Champs Élysées Paris zu Gast, 1989 am Opernhaus von Zürich und in Santiago de Chile. 1997 gastierte er am Teatro Comunale Bologna als Ping in Puccinis »Turandot«. 2000 sang er am Teatro Bellini Catania den Silvio im »Bajazzo«, 2001 am Teatro Comunale Bologna den Barone di Kelbar in Verdis »Un giorno di regno«. Zugleich baute er bei Auftritten an kleineren italienischen Theatern (Lecce, Treviso, Piacenza) sein Repertoire weiter aus und übernahm dabei Partien in selten gehörten und vergessenen Opernwerken wie den Filippo in Rossinis »La gazza ladra«, den Milord in Cimarosas »L’Italiana in Londra« und den Filippo in Bellinis »Beatrice di Tenda«. Auch Partien wie der Marcello in »La Bohème«, der Sharpless in »Madame Butterfly«, der Ford in Verdis »Falstaff«, der Lescaut in »Manon« von Massenet, der Oliver in der Richard Strauss-Oper »Capriccio« und Operettenrollen (Eisenstein in der »Fledermaus«, Danilo in Lehárs »Die lustige Witwe«) waren in seinem Repertoire für die Bühne zu finden.

Schallplatten: Bongiovanni (»I Compagnacci« von Primo Riccitelli, »Giulietta e Romeo« von N. Vaccai, »L’Italiana in Londra«, »La Gazzetta« von Rossini, Mitschnitte von Aufführungen), Fono (Rabbi David in »L’Amico Fritz« von Mascagni).

 

30.3. Laila ANDERSSON wird 75

 Gesangstudium in Stockholm bei Sylvia Mang-Borenberg, Ragnar Hultén, Isobel Ghasal-Öhman und bei Hjördis Schymberg. 1964 wurde sie an die Königliche Oper Stockholm berufen, wo 1965 ihre Darstellung der Susanna in »Figaros Hochzeit« großes Aufsehen erregte. Sie sang seitdem an diesem Haus zahlreiche Partien aus dem lyrischen und dem lyrisch-dramatischen Stimmfach, neben Mozart- und Gluck-Opern u.a. die Leonore im »Troubadour«, die Mathilde in Rossinis »Wilhelm Tell«, die Mimi wie die Musetta in Puccinis »La Bohème«, die Butterfly, die Freia im »Rheingold«, die Gutrune in der »Götterdämmerung«, die Micaela in »Carmen«, die Sophie im »Rosenkavalier«, die Jenufa in Janáceks gleichnamiger Oper und Partien in Werken zeitgenössischer Komponisten. Später nahm sie eine Anzahl von dramatischen Partien in ihr Repertoire auf, darunter die Lady Macbeth in »Macbeth« von Verdi, die Venus im »Tannhäuser« und die Brünnhilde im Nibelungenring. Sie wirkte in Stockholm in mehreren Uraufführungen schwedischer Opern mit: »Herr von Hancken« von Blomdahl (1965), »Tronkrävarna« von Gunnar Bucht (1966), »Gränskibbutzen« von Karkoff (1975). 1977 kreierte sie an der Stockholmer Oper die Titelfigur in Alban Bergs »Lulu« in der schwedischen Erstaufführung dieser Oper; sie sang dort auch die Marie in A. Bergs »Wozzeck«. Seit 1967 wirkte die Künstlerin fast alljährlich bei den Festspielen von Drottingholm mit; 1973 sang sie dort die Ebba Brahe in »Gustav Adolf och Ebba Brahe« von Georg Josef Vogler. Gastspiele in Kopenhagen, Helsinki, Oslo, beim Edinburgh Festival (1974 im Rahmen eines Gastspiels der Stockholmer Oper als Jenufa, als 5. Magd in »Elektra« von R. Strauss und als Erato/Amarilli in Händels »Il pastor fido«) und bei den Festspielen von Wiesbaden. 1981 trat sie an der Metropolitan Oper New York in der Titelpartie der Richard Strauss-Oper »Salome« auf, die sie 1984 auch an der Staatsoper von Wien sang. 1987 übernahm sie an der Jütländischen Oper in Aarhus die Brünnhilde in einer Gesamtaufführung des Nibelungenrings. Sie wirkte am 14.12.1994 an der Stockholmer Oper in der Uraufführung von Rodion Schtschedrins »Lolita« mit. Im Konzertsaal erschien sie 1971-73 zusammen mit Gunnel Eklund, Rolf Björling und Rolf Jupither in dem Nya Björling-Vokalquartett. 1985 wurde sie zur schwedischen Hofsängerin ernannt, 1992 mit dem Orden »Litteris et artibus« ausgezeichnet. Sie ist auch unter dem Namen Laila Andersson-Palme aufgetreten.

Schallplatten: schwedische HMV, auch auf kleineren schwedischen Marken vertreten. Sang auf MRF in »Gustaf Adolf och Ebba Brahe« von Vogler, einer Aufnahme aus Drottningholm von 1973.

 

30.3. Gianni MAFFEO wird 80

Gianni_MAFFEO

Er erlernte zuerst den Beruf eines Schlossers. Nachdem man auf seine Stimme aufmerksam geworden war, erhielt diese ihre Ausbildung durch Zita Fumagalli am Liceo Musicale Vercelli. 1961 gewann er den Gesangwettbewerb der Assoziazione Lirico Compagnia (Aslico) und trat bei dieser Gesellschaft als Debütant in der Partie des Tonio im »Bajazzo« auf. Es entwickelte sich nun schnell eine erfolgreiche Karriere an den großen italienischen Bühnen, an der Mailänder Scala (1963-77 als Schaunard in »La Bohème« aber auch 1964 als Eurimaco in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« und 1976 als Sicario in Verdis »Macbeth«), in Genua, Palermo, Turin und bei den Festspielen in der Arena von Verona (1973). Auslandsgastspiele brachten ihm an der Wiener Staatsoper (1962-78 als Tonio im »Bajazzo«, als Schaunard wie als Marcello in »La Bohème«), am Nationaltheater Prag, in Rouen, Toulouse, Nizza und Bordeaux, in Monte Carlo, Warschau, Brno (Brünn) und Lissabon, an der Münchner Staatsoper, am Opernhaus von Frankfurt a.M. und an der City Opera New York bedeutende Erfolge ein. In erster Linie gestaltete er auf der Bühne die heldischen Partien aus dem italienischen Repertoire seines Stimmfachs.

Schallplatten der Marken Supraphon, Fratelli Fabbri (»Madame Butterfly«) und Decca (Schaunard in »La Bohème«).

 

31.3. Die italienische Sopranistin Gina LONGOBARDO FIORDALISO wird 65

 

31.3. Christine WEIDINGER wird 70

Christine WEIDINGER

 Nachdem sie ursprünglich als Sekretärin gearbeitet hatte, entschloss sie sich zur Ausbildung der Stimme. Diese fand statt durch die Pädagogen Marlene Delavan am Grand Canyon College, Richard Dales an der Arizona University in Tempe, David Scott am San Fernando State College und schließlich durch Margaret Harshaw an der Indiana University in Bloomington. 1972 Debüt bei der Central Opera Company als Cherubino in »Figaros Hochzeit«. 1972 gewann sei einen Gesangwettbewerb der Metropolitan Oper New York und trat in den Jahren 1972-76 an diesem Haus auf (Debüt als Ortlinde in der »Walküre«). Hier sang sie eine Anzahl zumeist kleinerer Partien (u.a. Priesterin in »Aida«, Frasquita in »Carmen«, Gräfin Ceprano im »Rigoletto«, Ines im »Troubadour«, Giannetta in »L‘Elisir d‘amore«, Woglinde im Nibelungenring, Najade in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss). Ihr Repertoire enthielt aber auch bereits Aufgaben wie die Musetta in Puccinis »La Bohème«, die Elvira in Rossinis »L’Italiana in Algeri«, den Stéphano in Gounods »Roméo et Juliette«, die Freia im »Rheingold«, die Gretel in Humperdincks »Hänsel und Gretel« und die Marzelline im »Fidelio«. 1976 debütierte sie für Europa an der Staatsoper von Stuttgart als Susanna in »Figaros Hochzeit« und blieb dort bis 1980 im Engagement. 1978 sang sie bei den Salzburger Festspielen ein Solo in der C-Moll-Messe von Mozart. 1981 wurde sie an das Stadttheater von Bielefeld verpflichtet, an dem sie als Antrittsrolle die Malvina in »Hans Heiling« von H. Marschner vortrug. 1989 sang sie hier die Norma (eine ihrer größten Kreationen), auch die Rachel in »La Juive« von Halévy; 1984 wirkte sie dort in der deutschen Erstaufführung der Oper »Mary, Queen of Scots« von Thea Musgrave in der Titelpartie mit. Große internationale Gastspielkarriere mit Auftritten an der Wiener Volksoper, den Staatsopern von Hamburg und Wien (1986 als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«), an der Deutschen Oper Berlin, am Staatstheater Wiesbaden, an der Oper von Monte Carlo (1988 als Konstanze), bei den Festspielen von Aix-en-Provence (als Arminda in »La finta giardiniera« von Mozart) und in Montreal (1989 als Adèle in »Le Comte Ory« von Rossini). Sie debütierte 1990 an der Mailänder Scala als Vitellia in »La clemenza di Tito« von Mozart und sang hier noch im gleichen Jahr auch die Elettra in »Idomeneo«, 1991 in einem Konzert in Ausschnitten aus der Oper »Die schwarze Maske« von K. Penderecki (unter der Leitung des Komponisten) und 1994 die Anna in Rossinis »Maometto Secondo«. Sie gastierte in Cincinnati und an der Connecticut Opera als Lucia di Lammermoor, in Los Angeles als Elettra; auch gastweise an der San Francisco Opera (1975 als Konstanze) aufgetreten. 1991 hörte man sie am Teatro Fenice Venedig und in Lissabon als Armida in »Rinaldo« von Händel, an der Oper von Santiago de Chile als Fiordiligi in »Così fan tutte«, an der Oper von Marseille als Elvira in »La Muette de Portici« von Auber. 1992 sang sie am Teatro Liceu Barcelona zuerst die Elisabetta, dann die Titelrolle in »Maria Stuarda« von Donizetti, beim Festival von Martina Franca in »Demetrio e Polibio« von Rossini. 1992 erschien sie (nach 16jähriger Abwesenheit) wieder an der Metropolitan Oper New York als Semiramide in der gleichnamigen Oper von Rossini. (Sie trat an der Metropolitan Oper in insgesamt 144 Vorstellungen auf.) 1993 Gastspiel in Santiago de Chile als Lucrezia Borgia in der gleichnamigen Donizetti-Oper, 1995 bei der Welsh Opera Cardiff als Elettra in »Idomeneo«. 1999 gastierte sie am Teatro Comunale Bologna als Odabella in Verdis Oper »Attila«, 2000 am Teatro del Libertador in Córdoba (Argentinien) als Lucia di Lammermoor. Nicht zuletzt hatte sie auch als Konzertsängerin eine große, internationale Karriere. – Verheiratet mit dem Bass-Bariton Kenneth Smith.

Schallplatten: DGG (Eusebia in »Die Freunde von Salamanca« von Schubert), Christophorus-Verlag (»Il lutto dell‘ universo« von Kaiser Leopold I. von Österreich), ANNA-Records (vollständige Oper »Die Afrikanerin« von Meyerbeer mit Montserrat Caballé und Placido Domingo als Partnern) HRE (Glauce in »Medea« von Cherubini), Nuova Era (Armida in »Rinaldo« von Händel), Dynamci (Lisinga in »Demetrio e Polibio« von Rossini), Newport Classic (Verdi-Recital).

 

31.3. Nikša BAREZA wird 80

Im Dezember 2010 feierte der Dirigent in Mexico City anlässlich der Wiedereröffnung des Palacio de Bellas Artes einen sensationellen Erfolg mit Beethovens Fidelio. Unmittelbar nach der Premiere wurde er zum Principal Guest Conductor ernannt und kehrt nun regelmäßig an das mexikanische Opernhaus zurück und dirigierte seither Neuproduktionen von Tosca, Cavalleria rusticana, Nabucco, Hänsel und Gretel sowie Konzerte. In der Spielzeit 2013/14 dirigierte er Der Fliegende Holländer und Die Zauberflöte sowie ein Verdi-Gala Konzert am Teatro Juarez. Highlights der letzten Spielzeiten waren sein Dirigat am Grand Théâtre de Genève mit dem Rosenkavalier von Strauss, sowie eine denkwürdige Neuproduktion von Aida in der Taipei Arena mit dem Taipei Symphony Orchestra. Im Herbst 2010 dirigierte er eine Neuproduktion von Puccinis La Bohème am Théâtre du Capitole Toulouse in Frankreich. In den vorangegangenen Spielzeiten hatte er bereits zahlreiche Puccini-Opern dirigiert, Madama Butterfly an der Mailänder Scala, wo er zuletzt auch die Leitung der Produktionen Tosca und La Bohéme innehatte; die Trittico-Wiederaufnahme an der Deutschen Oper Berlin und Tosca an der Bayerischen Staatsoper München. Zu den herausragenden Erfolgen der letzten Spielzeiten zählen neben den begeistert aufgenommen Aufführungen der Werke von Richard Wagner und Richard Strauss in Chemnitz vor allem eine sensationelle Salome-Serie mit Inga Nielsen und Anja Silja, Pagliacci mit Jose Cura sowie eine Aufführungsreihe von Verdis Un Ballo in Maschera mit Michele Crider an der Hamburgischen Staatsoper. Nikša Bareza war in den letzten Jahren außerdem Gast der Norske Opera Oslo, des Teatro Comunale Firenze, des Teatro Regio Parma, der Bayerischen Staatsoper München, der Deutschen Staatsoper Berlin und des Teatro alla Scala Milano, wo er Götterdämmerung, Fidelio, Tosca, Manon Lescaut, La Bohème und Andrea Chenier dirigierte. Weitere Konzertverpflichtungen führten Nikša Bareza bereits ans Pult des Rotterdam Philharmonic Orchestra, des Mozarteum Orchester Salzburg, des Orchestra Sinfonica Arturo Toscanini und des Kroatischen Rundfunk-Sinfonieorchesters Zagreb, dem er als Chefdirigent vorsteht. 2001-07 war Nikša Bareza Generalmusikdirektor der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und der Oper Chemnitz. Im Laufe seiner langjährigen Tätigkeit als musikalischer Direktor in Zagreb dirigierte er zahlreiche Konzerte der Zagreb Philharmonie. Er leitete außerdem eine Vielzahl von Opernaufführungen im berühmten St. Petersburger Kirov-Theater und am Opernhaus Zürich und das Philharmonische Orchester Graz. An der Wiener Staatsoper leitete er 1973-91 insgesamt 71 Aufführungen.

 

31.3. Alice OELKE wird 95

Alice_OELKE

 Ausbildung in den Jahren 1939-41 an der Berliner Musikhochschule bei Lardy. 1941 begann sie ihre Bühnentätigkeit als Choristin am Stadttheater von Reichenberg (Liberec, Böhmen), sang 1942-44 im Chor der Berliner Volksoper und kam dann, immer noch als Choristin, an die Berliner Staatsoper. Nach weiteren Studien in den Nachkriegsjahren bei Frau Hoppe-Klatt nahm sie 1950 ihre Karriere, jetzt als Solistin, am Stadttheater von Stralsund wieder auf. In der Spielzeit 1951-52 hörte man sie am Stadttheater (Opernhaus) von Zürich als Preziosilla in Verdis Oper »La forza del destino«, als Nancy in Flotows »Martha« und in der Oper »Cardillac« von P. Hindemith. Sie sang dann nacheinander als dramatische Altistin am Opernhaus von Hannover (1952-53), am Staatstheater von Karlsruhe (1953-55) und am Stadttheater von Augsburg (1955-56). 1956 wurde sie Mitglied der Städtischen Oper, später Deutsche Oper, Berlin, an dem sie eine langjährige bedeutende Karriere hatte. Sie sang hier zumeist Charakterpartien; u.a. hörte man sie dort als Berta im »Barbier von Sevilla«, als Mercedes in »Carmen«, als Wirtin im »Boris Godunow« und als Diana in »Iphigenie auf Tauris« von Gluck. 1960 wirkte sie an diesem Haus in der Uraufführung der Oper »Rosamunde Floris« von Boris Blacher, 1966 in der der Oper »Amerika« von Roman Haubenstock mit. Gastspiele und Konzerte führten sie in die europäischen Musikmetropolen, nach Japan, Kanada und in die USA. Bei den Bayreuther Festspielen wirkte sie 1967 als Rossweisse in der »Walküre« mit. Die Künstlerin war verheiratet mit dem Komponisten Werner Thärichen (1921-2008), der als Solopauker bei den Berliner Philharmonikern wirkte, und dessen Werke sie mehrfach kreierte.

Schallplatten: Eurodisc-Ariola (Querschnitte »Tiefland«, »Lohengrin«, »Cavalleria rusticana«, »Der Bettelstudent«), Electrola (Querschnitt »Schwarzer Peter« von Norbert Schultze), Telefunken..

 

 

 

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