Der Neue Merker

GEBURTSTAGE IM FEBRUAR 2016

GEBURTSTAGE

Berücksichtigt wurden runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er. Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

1.2. Max van EGMOND wird 80

Nach Holland gekommen, besuchte der Künstler dort verschiedene Schulen und studierte mehrere Semester Soziologie und Psychologie. Einige Zeit war er dann als Rundfunksprecher bei Radio Hilversum tätig. Unterdessen hatte er bei der Pädagogin Tine van Willingen sein Gesangstudium vollendet und widmete sich seit 1959 ganz der Musik. 1959 gewann er den Gesangwettbewerb von ’s-Hertogenbosch, 1962 einen Concours in Brüssel, 1964 einen Preis in München. Er hatte gleichzeitig eine sehr erfolgreiche Karriere als Konzert- und Oratoriensänger begonnen, die ihm in aller Welt große Erfolge eintrug. So gab er Konzerte in Holland, England, Brasilien, Deutschland, Österreich, Italien, Belgien und Polen. Mehrfach bereiste er die USA und Kanada. Man schätzte vor allem seine Kunst des Bach-Gesanges, doch reichte sein Oratorien-Repertoire von der Barockzeit bis in die Gegenwart. Bedeutende Erfolge hatte er dazu als Liedersänger. Bei besonderen Gelegenheiten erschien er auch auf der Opernbühne, zumeist in Opernwerken der Barockzeit. 1969 und 1971 wurde er mit dem Edison-Preis ausgezeichnet. Seit 1973 Lehrtätigkeit am Muzieklyceum Amsterdam.

Sehr viele Aufnahmen haben uns die Stimme des Künstlers erhalten; diese erschienen vor allem bei Telefunken (Matthäus- und Johannespassion von J.S. Bach, H-Moll Messe, eine Anzahl von Bach-Kantaten, »Der Tag des Gerichts« von Telemann, Requiem von Max Reger; »Il Combattimento di Tancredi e Clorinda«, »L‘Orfeo«, »Il Ritorno d’Ulisse in patria« von Monteverdi, Lukas-Passion von H. Schütz, Arien und Lieder, darunter Schuberts »Schwanengesang«), bei CBS erschien eine Aufnahme der Oper »Alceste« von Lully, auf Vanguard eine weitere vollständige Aufnahme der Johannespassion; einige Liedaufnahmen auf der Marke MPS; auf Channel Schuberts »Winterreise«, auf Ricercar die Matthäuspassion von Johann Sebastiani, auf Sony Lieder von Carl Maria von Weber, auf Globe/Noe 1 »Lamentationes Jeremiae Prophetae« von Zelenka.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://maxvanegmond.com/

 

2.2. Ingrid TOBIASSON wird 65

 Sie arbeitete zunächst als Musiktherapeutin, ließ aber seit 1981 ihre Stimme an der Königlichen Musikhochschule Stockholm ausbilden. Sie sang zu Beginn ihrer Karriere an der Stockholmer Folkoperan, an der Norrlandsoperan Umeå und am Stadttheater von Malmö. 1988 wurde sie an die Königliche Oper Stockholm verpflichtet. Hier kam sie u.a. als Carmen, als Elisabetta in Donizettis »Maria Stuarda« (1990) und als Kundry im »Parsifal« zu wichtigen Erfolgen. 1994 wirkte sie dort in der Uraufführung der Oper »Lolita« von Rodion Schtschedrin mit, 1996 trat sie an diesem Haus als Brigitta in Korngolds »Die tote Stadt« und als Wirtin in »Boris Godunow« auf. 1997 trat sie an der Stockholmer Oper, 1998 an der Staatsoper Berlin als Adalgisa in »Norma« auf. 1999 hatte sie am Vasatheater in Stockholm einen großen Erfolg als Fides imn Meyerbeers »Le Prophète«, im gleichen Jahr an der Königlichen Oper Stockholm als Eboli in Verdis »Don Carlos«. Zu ihren Glanzrollen gehörte auch die Partie der Hervor in der Oper »Tirding« von W. Stenhammar. Auch als Konzert- und Oratoriensolistin wurde sie in Schweden bekannt.

Schallplatten: Naxos (»Die tote Stadt« von Korngold), Sterling (»Tirding« von W. Stenhammar).

 

2.2. Martina ARROYO wird 80

 Als Kind lernte sie Klavierspiel, studierte dann jedoch am Hunter College romanische Sprachen und Literatur, gleichzeitig wurde ihre Stimme durch Marinka Gurewich ausgebildet. Sie war zuerst als Lehrerin, dann als Sozialpädagogin tätig. 1958 debütierte sie in einer Konzertaufführung von Pizzettis »L’Assassinio nella cattedrale« in der New Yorker Carnegie Hall. 1959 gewann sie den Wettbewerb der Metropolitan Oper Auditions of the Air, der mit einem Engagement an die New Yorker Metropolitan Oper verbunden war. Hier debütierte sie 1959 (unsichtbar) als Stimme vom Himmel in Verdis »Don Carlos«, doch wurden ihr anfänglich dort nur kleine Partien (Woglinde, Ortlinde, Waldvogel und 3. Norn im Ring-Zyklus) übertragen. Sie kam dann nach Europa und gastierte 1961-79 in insgesamt 24 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper als Titelheldin in Verdis »Aida«, als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, als Leonora sowohl in »La forza del destino« als auch im »Troubadour« und als Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«. 1963 wurde sie Mitglied des Opernhauses von Zürich. Sie hatte vor allem an der Deutschen Oper Berlin große Erfolge als Aida. In der Saison 1964-65 hatte sie einen entscheidenden Erfolg, als sie an der Metropolitan Oper innerhalb von zwei Tagen für die berühmte Birgit Nilsson als Aida einsprang. Bis 1986 gehörte sie nun zu den großen Stars dieses Opernhauses und wurde in insgesamt 199 Vorstellungen vor allen Dingen als Interpretin dramatischer Partien aus der italienischen Opernliteratur (Elisabetta in »Don Carlos«, Titelheldin in Puccinis »Madama Butterfly«, Leonora sowohl im »Troubadour« als auch in »La forza del destino«, Amelia im »Un ballo in maschera«, Donna Anna in »Don Giovanni«, Liu in »Turandot« von Puccini, Santuzza in »Cavalleria rusticana«, Elvira in Verdis »Ernani«, Lady Macbeth in Verdis »Macbeth«, Titelheldin in Ponchiellis »La Gioconda«, Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano) bekannt; sie sang dort sogar die Elsa im »Lohengrin«. 1968 sang sie erstmals in London, und zwar die Valentine in einer konzertanten Aufführung von Meyerbeers »Hugenotten« und trat im gleichen Jahr auch als Gast an der Covent Garden Oper auf. Mit großen Erfolgen gastierte sie am Teatro Colón von Buenos Aires (1973-74), an der Mailänder Scala (1959 Sopran-Solo in Mahlers 2. Sinfonie, 1966 Sopran-Solo in Beethovens Missa solemnis, 1972 als Aida und Sopran-Solo im Verdi-Requiem), an den Opern von Chicago und San Francisco (1971 Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«), an der Grand Opéra Paris (1973) und an der Hamburger Staatsoper (1963, 1974), an den Nationalopern von Warschau, Belgrad und Prag, an den Staatsopern von München und Stuttgart und 1968 in Israel. Dazu hatte sie eine bedeutende Karriere im Konzertsaal. Dabei trug sie auch zeitgenössische Werke vor; so kreierte sie 1962 »Andromache’s Farewell« von Barber und 1965 »Momente« von Stockhausen. 1987 sang sie an der Oper von Seattle die Turandot in der gleichnamigen Puccini-Oper. In dieser Partie gastierte sie 1991 am Staatstheater von Kassel. Weitere Bühnenrollen der Sängerin waren die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Agathe im »Freischütz«, die Lisa in »Pique Dame« von Tschaikowsky, die Rezia im »Oberon« von Weber (1963 in Düsseldorf) und die Tosca. – Die Künstlerin, die mit dem italienischen Geiger Emilio Poggioni verheiratet war (von dem sie sich aber später wieder trennte), wohnte in Zürich. Nachdem sie als Dozentin an die Louisiana University berufen worden war, verlegte sie ihren Wohnsitz wieder in die USA.

Schallplatten: DGG (Donna Elvira in »Don Giovanni«, Solo in der 8. Sinfonie von Gustav Mahler, »Samson« von Händel), RCA (»I Vespri Siciliani« von Verdi, Valentine in »Les Huguenots« von Meyerbeer), Philips (Donna Anna in »Don Giovanni«), MCA (Requiem von Gabriel Fauré), HMV (»Un ballo in maschera«, »Aida« und »La forza del destino« von Verdi), Wergo (moderne Werke von Stockhausen), Claves (Verdi-Requiem); Myto (Selika in Meyerbeers »Afrikanerin«).

Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.martinaarroyo.com/

 

3.2. Karen BUREAU wird 65

Karen BUREAU

 Sie wurde zunächst am York College of Pennsylvania ausgebildet und kam 1981 in die Opernschule der New Yorker Metropolitan Oper, in der sie bis 1984 ihre Studien ergänzte. 1982-84 trat sie an der Metropolitan Oper in insgesamt 45 Aufführungen in kleineren Partien auf (Antrittsrolle: Kammerfrau in Verdis »Macbeth«; danach auch als Helmwige in der »Walküre« und als 2. Magd in »Elektra« von R. Strauss). Nachdem sie auch an anderen amerikanischen Theatern gastiert hatte, kam sie nach Westdeutschland und war dort seit 1985 Mitglied des Staatstheaters Hannover. Hier und bei Gastspielen trat sie in Partien wie der Leonore in »Fidelio«, der Rezia in »Oberon« von Weber, der Senta in »Der fliegende Holländer«, der Freia im »Rheingold«, der Elsa in »Lohengrin«, der Elisabeth in »Tannhäuser«, der Leonore in Verdis »La forza del destino«, der Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano, der Minnie in »La Fanciulla del West« von Puccini und der Andromache in der zeitgenössischen Oper »Troades« von A. Reimann (1987 Hannover und Theater des Westens Berlin) auf. 1984 und 1986 war sie an der Oper von Seattle als Gutrune in Aufführungen des Nibelungenrings zu Gast, 1984 auch als Elisabeth in »Tannhäuser«, 1990 an der Deutschen Oper Berlin als Leonore in »Fidelio«, 1991 in Hannover als Brünnhilde in der »Walküre«, in Wiesbaden als Brünnhilde in »Siegfried«, 1995 bei der Arizona Opera in der gleichen Partie in der »Götterdämmerung«. 1996 sang sie die Brünnhilde in den Aufführungen des Nibelungenrings durch die Arizona Opera in Flagstaff am Grand-Canyon. 1995 übernahm sie am Stadttheater von Heidelberg die Lady Macbeth in Verdis »Macbeth«, am Staatstheater Hannover die Aida, in Kiel die Turandot von Puccini und die Färberin in der »Frau ohne Schatten« von R. Strauss. 1999 trat sie am Staatstheater Hannover als Abigaille in Verdis »Nabucco« auf. Sie gastierte auch an der Victoria State Opera in Australien und hatte eine erfolgreiche Konzertkarriere. So sang sie 1991 in England zusammen mit dem Orchester der BBC London.

 

3.2. Martin-Christian VOGEL wird 65

 1961-69 als Knabensopran Mitglied des berühmten Leipziger Thomanerchores. Anschließend bis 1974 Studium der protestantischen Theologie an der Universität von Leipzig. Er nahm bereits während dieses Studiums Gesangunterricht bei Hermann Christian Polster. 1974-79 Ausbildung an der Mendelssohn-Musikhochschule Leipzig, in erster Linie durch Eva Schubert-Hoffmann. 1979 an das Opernhaus Leipzig verpflichtet, wo er als David in »Die Meistersinger von Nürnberg« debütierte. Seither Mitglied dieses Hauses, zugleich Stimmbildner des Thomanerchores. Seine großen Erfolge hatte er in Partien wie dem Ferrando in »Così fan tutte«, dem Tamino in der »Zauberflöte« und dem Prinzen in »L’Amour des trois oranges« von Prokofieff

Schallplattenaufnahmen bei Ariola-Eurodisc (Mime in »Rheingold«), Eterna, Berlin Classics (»Israel in Ägypten« von Händel).

 

3.2. Laureen LIVINGSTONE wird 70

 Sie studierte 1963-66 an der Royal Scottish Academy of Music in Glasgow und ergänzte diese Ausbildung 1967-69 im London Opera Centre. Sie erwarb ihr Diplom als Musiklehrerin. Als Opernsängerin trat sie vor allem 1970-83 bei der Scottish Opera Glasgow auf, wo sie Partien wie die Papagena und später die Pamina in der »Zauberflöte«, die Ilia in Mozarts »Idomeneo«, die Lucia in »The Rape of Lucretia« von Benjamin Britten, die Zerline in »Don Giovanni«, die Najade in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, die Karolka in Janáceks »Jenufa«, die Nannetta im »Hänsel und Gretel« von Verdi und die Gretel in »Hänsel und Gretel« übernahm. An der Opera North Leeds trat sie als Susanna in »Le nozze di Figaro«, als Sophie im »Rosenkavalier« und als Vrenchen in »A Village Romeo and Juliet« von Delius auf; an der English National Opera London war sie 1988 als Sophie und als Gilda in »Rigoletto« zu hören. Sie sang in England auch bei den Festspielen von Glyndebourne (1972-73 Amore in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria«), bei der New Sadler’s Wells Opera, bei der Handel Opera Society und bei weiteren Gesellschaften. 1980 gastierte sie am Teatro San Carlo Neapel als Woglinde im Nibelungenring, 1985 an der Oper von Antwerpen als Gilda. Von großer Bedeutung war ihre Karriere als Konzertsängerin. Sie trat als Solistin mit den führenden englischen Orchestern auf und wurde durch Rundfunk- und Fernsehsendungen bekannt; sie sang u.a. 1976 im ersten Lunchtime-Recital von BBC London. Im englischen Fernsehen erschien sie in den Operetten »Gräfin Mariza« von E. Kálmán und »The Yeomen of the Guard« von Gilbert & Sullivan und als Ninetta in »L’Amour des trois oranges« von Prokofieff. Sie arbeitete später im pädagogischen Bereich.

Video-Aufnahme von Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« aus Glyndebourne.

3.2. Die mexikanische Sopranistin Martha ARTHENACK wird 90

 4.2. Jean-Philippe LAFONT wird 65

Jean-Philippe LAFONT

Als Oberpriester in „Samson et Dalila“

 Er war in seiner Heimatstadt Toulouse Schüler der Pädagogin Denise Dupleix. Bereits 1974 kam es zu seinem Debüt an der Oper von Toulouse als Papageno in der »Zauberflöte«. Er setzte dann aber seine Ausbildung im Opernstudio von Toulouse weiter fort. Nachdem er 1977, immer noch in Toulouse, als Nick Shadow in »The Rake’s Progress« von Strawinsky erfolgreich aufgetreten war, wurde er an die Opéra-Comique Paris engagiert. Hier sang er in »Le Médecin malgré lui« von Gounod und in »Tom Jones« von Philidor. 1978 wirkte er am Opernhaus von Lyon in der Uraufführung der Oper »Gambara« von Antoine Duhamel mit. Er war dann in Berlin zu Gast, wo er in Aufführungen der (fragmentarisch) nachgelassenen Oper »La Chute de la Maison Usher« von Debussy mitwirkte. 1980 erschien er an der Opéra-Comique in Offenbach-Operetten und sang in Lyon in »Les Troyens« von Berlioz. 1981 an der Opéra du Rhin Straßburg als Titelheld in »Le nozze di Figaro«, an der Oper von Gent in »Le Comte Ory« von Rossini und an der Oper von Lille zu Gast. Er sang in Paris in Massenets »Le Cid« als Partner von Placido Domingo und in »Les pêcheurs de perles« von Bizet, bei den Festspielen von Nîmes und an der Staatsoper Hamburg den Escamillo in »Carmen«, bei den Händel-Aufführungen in Hannover in dessen Oper »Rodelinda«. 1982 übernahm er bei den Festspielen von Aix-en-Provence die Partie des Borée in der klassischen Oper »Les Boréades« von Rameau. An der Grand Opéra Paris trat er häufig auf; so sang er hier 1982 und 1993 die vier Dämonen in »Hoffmanns Erzählungen«, 1983 den Figaro in »Le nozze di Figaro«, den Pharaon in Rossinis »Moïse«, die Madame Beurrefondu in Offenbachs »Mesdames de la Halle«, die Titelrolle in Offenbachs »Monsieur Choufleuri« und den Rabastens in Offenbachs »Pomme d‘api«, 1984 den Thoas in Glucks »Iphigénie en Tauride«, 1985 den Oberpriester es Apollo in Glucks »Alceste« und den Golaud in »Pelléas et Mélisande«, 1985 und 1987 die Titelrolle in Puccinis »Gianni Schicchi«, 1986 den Créon in »Médée« von Cherubini und den Ramiro in »L’Heure espagnole« von Ravel, 1987 den Michele in Puccinis »Il tabarro«, 1989 die Titelrolle in Busonis »Doktor Faust«, 1994, 1996, 1998, 2000 und 2002-03 den Scarpia in »Tosca«, 1995 die Titelrolle in Verdis »Nabucco«, 1996 den Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, 1997 und 2007 den Telramund in »Lohengrin«, 1999 die Titelpartien in »Macbeth« von Verdi und in »Wozzeck« von A. Berg, 1999 und 2003 den Falstaff von Verdi, 2000 den Sancho in Massenets »Don Quichotte«, 2003 den Barak in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 2004 den Jago in Verdis »Otello«, 2010 den Förster in Janáceks »Das schlaue Füchslein«, 2010 den Kezal in Smetanas »Die verkaufte Braut«, 2012 den Crespel und den Luther in »Hoffmanns Erzählungen« und 2014 den Bailli in »Werther« von Massenet. 1982 debütierte er als Chorèbe in »Les Troyens« an der Mailänder Scala, an der er auch 1991 als Jack Rance in »La fanciulla del West«, 2002 als Grand-Prêtre in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns und 2012 als Comte Des Grieux in Massenets »Manon« zu sehen war. 1984 hörte man ihn am Théâtre de la Monnaie Brüssel und am Teatro Liceu Barcelona als Grafen in »Le nozze di Figaro«, 1987 am Teatro San Carlo Neapel und 1988 in Bonn als Assur in »Semiramide« von Rossini. 1985 wirkte er am Opernhaus von Toulouse in der Uraufführung der Oper »Montségur« von M. Landowski als Alfaro mit. 1988 debütierte er mit großem Erfolg an der Metropolitan Oper New York als Escamillo. An diesem Haus sang er bis 2006 in insgesamt 21 Vorstellungen außerdem noch den Scarpia sowie den Grand-Prêtre in »Samson et Dalila«. 1990 gastierte er an der Niederländischen Oper Amsterdam als Méphistopheles in »La damnation de Faust« von Berlioz und in Bonn als Golaud, 1992 in Montpellier in »Alceste« von Gluck und an der Oper von San Francisco in der Titelpartie von Milhauds »Christophe Colomb«, 1994 am Théâtre Châtelet Paris als Barak, 1995 in Catania wieder als Golaud, bei den Festspielen von Orange als Rigoletto und an der Oper von Marseille als Gunther in »Sigurd« von Reyer. 1996 sang er am letztgenannten Haus die Titelrolle in »Le Chemineau« von Xavier Leroux, im gleichen Jahr wirkte er an der Oper von Lyon in der Uraufführung von Marcel Landowskis Oper »Galina« mit. 1996 sang er in Chicago in der US-Erstaufführung der Oper »Un Re in ascolto« von Luciano Berio, 1997 am Opernhaus von Toulouse in »Il Tabarro« und »Gianni Schicchi« von Puccini. An der Oper von Tel Aviv übernahm er 1997 den Rigoletto, in Montpellier die Titelrolle in »Macbeth« von Ernest Bloch und an der San Francisco Opera den Wilhelm Tell in Rossinis gleichnamiger Oper, 1998 am Théâtre de la Monnaie Brüssel den Amfortas in »Parsifal«. Am neu erbauten Festspielhaus von Baden-Baden und am Teatro Comunale Florenz trat er 1998 als Falstaff von Verdi auf. Bei den Bayreuther Festspielen sang er 1999, 2000 und 2002 den Telramund. 1999 sang er an der Staatsoper Hamburg den Golaud, 2000 am Opernhaus von Nizza den Jack Rance und den Gérard in »Andrea Chénier« von Giordano, am Theater von Montpellier die Titelrolle in Verdis »Macbeth«, 2001 an der Oper von Chicago den Scarpia. 1992-2011 gastierte er an der Wiener Staatsoper als Amonasro in »Aida«, als Scarpia und als Jago in insgesamt 15 Vorstellungen. Weitere Bühnenrollen: der Leporello im »Don Giovanni«, der Astor in Cherubinis »Démophon« und der Ourrias in »Mireille« von Gounod.

Schallplatten: Erato (Grand Prêtre in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns), RCA-Erato (»Les Boréades« von Rameau, Dancaïro in »Carmen«), HMV (Messe solennelle von Gounod, »La belle Hélène« von Offenbach, »Le Postillon de Lonjumeau« von A. Adam, »La Muette de Portici« von Auber, Herzog in »Le Roi malgré lui« von Chabrier), Orfeo (»Djamileh« von Bizet), Philips (»La damnation de Faust«, Theaterdirektor in »Les Mamelles de Tirésias« von Fr. Poulenc, Titelrolle im »Falstaff« von Verdi), Erato (»La Rencontre imprévue« von Gluck), Disques Montaigne-IMS (»Alceste« von Lully), EMI (»La Légende de Sainte Cécile« von Ernest Chausson), MDG/Naxos (Pizarro in der 2. Fassung des »Fidelio«), Actes Sud (Titelrolle in »Macbeth« von Ernest Bloch)..

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.jean-philippe-lafont.com/

 

4.2. Curtis RAYAM wird 65

Curtis_RAYAM

 Studium an der Universität von Miami, u.a. Schüler von Mary Henderson Buckley. Bühnendebüt in einer kleinen Partie in »Manon Lescaut« von Puccini 1971 an der Oper von Miami. 1972 Finalist in einem Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper; Sieger in einem Concours in Dallas 1974. Europäisches Debüt bereits 1976 beim Wexford Festival als Carlo VII. in Verdis »Giovanna d’Arco«; bei den gleichen Festspielen gastierte er später als Lenny in »Of Mice and Men« von Floyd, als Soliman in »Zaide« von Mozart, als Wilhelm Meister in »Mignon« von A. Thomas und als Titelheld in »Werther« von Massenet. Große Karriere als lyrischer Tenor, namentlich an der Oper von Miami, an der Oper von Philadelphia (1985 Faust in » La damnation de Faust« von Berlioz), aber auch in Houston (Texas), Dallas und bei der Jackson Opera/South. 1979 kreierte er in der amerikanischen Erstaufführung von M. Tippetts »The Ice Break« an der Oper von Boston die Partie des Olympion. Auch in Europa war der farbige Künstler an zahlreichen Theatern zu hören, so 1981 an der Niederländischen Oper Amsterdam als Werther. 1985 Gastspiel am Teatro Comunale Bologna als Paride in »Paride ed Elena« von Gluck. 1985 debütierte er an der Mailänder Scala als Oronte in der Händel-Oper »Alcina«. 1987 gastierte er bei den Festspielen im Barocktheater von Drottningholm als Idomeneo von Mozart, 1988 am Opernhaus von Frankfurt a.M. als Achilles in »Iphigenie in Aulis« von Gluck, ebenfalls 1988 an der Mailänder Scala als Orcane in »Fetonte« von Niccolò Jommelli. 1988 wirkte er beim Spoleto Festival in der Oper »Antigone« von Tomaso Traetta mit, 1990 am Théâtre Châtelet Paris in »Testonide Argonauto« von João De Sousa Carvalho. Bei den Salzburger Festspielen trat er 1984 als Idomeneo von Mozart sowie 1985 und 1987 als Iro in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria« auf; diese Partie sang er auch 1990 an der San Francisco Opera. 1992 sang er an der Staatsoper Berlin den Tolomeo in »Cleopatra e Cesare« von Carl Heinrich Graun. 1993 begeisterte er das Publikum der Schwetzinger Festspiele in der Buffo-Rolle der Amme Arnalta in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, die er auch an der Oper von Köln übernahm. 1997 hörte man ihn bei den Festspielen Alter Musik in Innsbruck in »L’Opera seria« von Florian Gassmann. 1998 sang er am Opernhaus von Pretoria in der Uraufführung der Oper »Buchuland« von Roelof Temmingh die Partie des Titus April. Weitere große Rollen des Tenors: Nemorino in »L’Elisir d’amore«, Rodolfo in »La Bohème«, Pinkerton in »Madame Butterfly«, Cassio in Verdis »Otello«, Belmonte in der »Entführung aus dem Serail«, Titelpartie in »La clemenza di Tito« von Mozart, Otello in der gleichnamigen Rossini-Oper, Cléomène in dessen »Le siège de Corinthe«, Dimitrij im »Boris Godunow«. Erfolgreicher Konzert- und Oratorientenor. Lehrauftrag als Pädagoge an der Miami University.

Schallplatten: DGG (Oper »Treemonisha« von Joplin), Decca (»Rodelinda« von Händel; Da-ud in »Die ägyptische Helena« von R. Strauss, nachdem er diese Partie 1979 bei einer Tournee mit konzertanten Aufführungen der Oper in den USA vorgetragen hatte), Nuova Era (»Axur, Re d’Ormus« von A. Salieri, »Testonide Argonauto« von João De Sousa Carvalho); Arthaus-Video (Arnalta in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, Schwetzingen 1993).

4.2. Der italienische Tenor Carlo TUAND wird 70

 4.2. Vladislav PIAVKO wird 75

Vladislav PIAVKO

 Er wuchs in Krasnojarsk auf. Er war zuerst Kraftfahrer. Nachdem man seine schöne Stimme entdeckt hatte, wurde er seit 1960 am Konservatorium von Moskau durch S.Y. Rebrikow ausgebildet. Er studierte abschließend 1967-69 bei Renato Pastorino in Mailand. Er war 1966-89 Mitglied des Bolschoi Theaters Moskau, an dem er als Pinkerton in »Madame Butterfly« debütierte. 1969 war er Preisträger bei einem internationalen Concours in Belgien, 1970 beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Am Bolschoi Theater kam er zu einer großen Karriere im heldischen Stimmfach. Gastspiele an den Opern von Kiew, Charkow und Tiflis (Tblissi), an den Nationalopern von Zagreb, Belgrad und Bukarest, am Nationaltheater Prag, am Teatro Colón Buenos Aires und bei den Festspielen von Wiesbaden. 1984 sang er am Theater von Livorno die Titelpartie in Mascagnis »Guglielmo Ratcliff«. 1987 wirkte er bei den Festspielen von Savonlinna in Mussorgskys Oper »Chowanschtschina« mit, 1990 beim Maggio Musicale von Florenz als Grischko in Rimsky-Korssakows »Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch«. 1989 wurde er an die Staatsoper Berlin engagiert, an der er u.a. 1990 den Radames in »Aida« und 1991 den Manrico im »Troubadour« sang. Er gastierte 1992 in Palermo in »König Roger« von Szymanowski, 1993 an der Oper von Bordeaux und am Teatro Comunale Florenz als Schuiskij im »Boris Godunow«. Verheiratet mit der bekannten russischen Altistin Irina Archipowa (1925-2010).

Schallplatten: Melodiya (u.a. vollständige Opern »Chowanschtschina« und »Die toten Seelen« von Schtschedrin); er sang den Dimitrij im »Boris Godunow« in einer Aufnahme, die auf Philips übernommen wurde, und von der auch eine Video-Aufnahme auf Gostelradio-TV vorhanden ist.

 

4.2. Mary Ellen PRACHT wird 80

 Sie besuchte das Cincinnati College of Music, studierte dann an der Ohio State University in Columbus Piano und Gesang, schließlich Schülerin von Emmy Joseph und Daniel Ferro in New York. Nachdem sie bereits als Konzertsängerin aufgetreten war, kam es 1961 zu einem Engagement an der Metropolitan Oper New York, wo sie als Annina in »La Traviata« debütierte. Für 15 Spielzeiten war sie bis 1975 und nochmals in der Saison 1976-77 Mitglied dieses traditionsreichen amerikanischen Opernhauses, an dem sie in insgesamt 314 Vorstellungen kleinere Partien (u.a. Gräfin Ceprano in »Rigoletto«, Kate Pinkteron in »Madama Butterfly«, Priesterin in »Aida«, Najade in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, Xenia in »Boris Godunow«, Woglinde, Gerhilde und Ortlinde im Nibelungenring, erste Dame in der »Zauberflöte«, Chloe in »Pique Dame«, Tebaldo in Verdis »Don Carlos«, Estrella in Offenbachs »La Périchole«, 1. Knappe im »Parsifal«, Hirte in »Tannhäuser«, Hüter der Schwelle in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, 5. Magd in »Elektra« von R. Strauss und 1. Nichte in »Peter Grimes« von B. Britten), aber auch tragende lyrische Rollen (Mimi in »La Bohème«, Nedda im »Bajazzo«, Marzelline in »Fidelio«, Donna Elvira in »Don Giovanni«, Micaela in »Carmen«, Nannetta in Verdis »Falstaff«, Juliette in »Roméo et Juliette« von Gounod, Freia im »Rheingold« und Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«. 1964 sang sie beim Central City Festival in der Uraufführung der Oper »Lady from Colorado« von Robert Ward, am 16.9.1966 bei der Eröffnung des neuen Gebäudes der Metropolitan Oper im Lincoln Centre New York in der Uraufführung von »Antony and Cleopatra« von Samuel Barber die Partie der Octavia. (Von dieser Aufführung sind Mitschnitte auf amerikanischen Privatmarken vorhanden). Sie trat als Gast auch an den Opernhäusern von Newark, Cincinnati, New Orleans, Pittsburgh, San Francisco (1964 als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail« und als Leila in »Les pêcheurs de perles«)

und Toronto auf. Aus ihrem Repertoire sind noch hervorzuheben: die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Pamina in der »Zauberflöte«, die Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut«, die Marguerite in Gounods »Faust« und die Helena in B. Brittens »A Midsummer Night’s Dream«. Die Künstlerin, die zeitweilig mit dem Cellisten Jascha Silberstein (1934-2008) verheiratet war, hatte auch eine bedeutende Karriere im Konzertsaal.

 

7.2. Raimo SIRKIÄ wird 65

Raimo SIRKIÄ

 Er war zuerst als Instrumentalmusiker tätig und wurde viermal finnischer Meister im Akkordeonspiel, beherrschte aber auch Klavier, Orgel, Kontrabass, Schlagzeug, Querflöte und Gitarre. 1977 begann er das Schulmusikstudium an der Sibelius-Akademie in Helsinki und wechselte drei Jahre später in die Gesangklasse; weitere Ausbildung seiner Stimme in Rom und London. 1981 gewann er den Timo Mustakallio-Concours in Helsinki. Seit 1982 trat er bei den Festspielen im finnischen Savonlinna auf. 1983 ging er an das Theater von Kiel, an dem er lyrische Tenorpartien wie den Belmonte in der »Entführung aus dem Serail«, den Tamino in der »Zauberflöte«, den Lyonel in Flotows »Martha«, aber auch bereits den Cavaradossi in »Tosca« und den Pollione in »Norma« sang. 1985 folgte er einem Ruf an das Opernhaus von Dortmund und spezialisierte sich nun auf das jugendlich dramatische und das italienische heldische Fach. Jetzt standen der Radames in Verdis »Aida«, der Riccardo in dessen »Maskenball«, der Manrico im »Troubadour«, der Titelheld in »Otello«, der Alvaro in »La forza del destino«, der Ismaele in »Nabucco«, der Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, der Erik in »Derfliegende Holländer«, der Walther von Stolzing in »Die Meistersinger von Nürnberg«, der Titelheld in »Parsifal«, der Don José in »Carmen«, der Hüon in »Oberon« von Weber, der Canio im »Bajazzo« (Tampere 1996), der Narraboth in »Salome« von R. Strauss, der Bacchus in »Ariadne auf Naxos« und der Wladimir in Borodins »Fürst Igor« im Mittelpunkt seines Bühnenrepertoires. Er unternahm Gastspiele an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, an den Staatsopern von Dresden und Stuttgart, an den Staatstheatern von Braunschweig, Hannover, Karlsruhe und Oldenburg, an der Deutschen Oper Berlin (1989 als Manrico), in Essen, Basel, Bordeaux und Augsburg. Seit 1989 Mitglied der Nationaloper Helsinki. Bei den Festspielen von Savonlinna sang er 1990 den Radames und den Erik, 1991 den Hans in Smetanas »Die verkaufte Braut«, 1993 den Florestan in »Fidelio«, 1993-95 den Macduff in Verdis »Macbeth«, 1995 wieder den Erik, 1996-98 den Tannhäuser, 1999-2000 den Alvaro. An der Deutschen Oper am Rhein hörte man ihn 1989 als Radames und 1991 als Carlos in Verdis »Don Carlos«, 1995 als Kalaf in Puccinis »Turandot«, am Staatstheater von Hannover 1990 als Dick Johnson in Puccinis »La Fanciulla del West«, 1996 als Parsifal. Er gastierte 1990 mit dem Ensemble der Oper von Helsinki in Tallinn (Reval) und sang 1991 in Helsinki den Parsifal, 1993 in Stockholm den Canio. 1997 trat er an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg als Radames auf, an der Nationaloper von Helsinki 1997 als Florestan und als Siegmund in der »Walküre«, am Théâtre de la Monnaie Brüssel 1997 als Otello von Verdi. 1998 hörte man ihn an der Deutschen Oper am Rhein als Tristan. 1999 sang er am Teatro Regio Turin den Erik. 2000 trat er an der Deutschen Oper Berlin als Macduff auf, am Staatstheater von Darmstadt als Tristan, an der Oper von Helsinki als Manrico, an dieser auch 2001 als Verdis Otello. Er trat in Finnland, in Deutschland, Italien und Russland erfolgreich als Konzertsänger auf.

Schallplatten: Chandos (8. Sinfonie von G. Mahler), Ondine (»Juha« von Merikanto), Dynamic (Arindal in »Die Feen« von R. Wagner); Teldec-Video (Erik in »Der fliegende Holländer«).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.raimosirkia.com/

 

8.2. Vyacheslav VOYNAROVSKY wird 70

 Er erhielt seine Ausbildung in den Jahren 1965-70 am Lunatscharsky-Institut in Moskau. 1971 wurde er an das Akademische Stanislawski und Nemirowitsch-Dantschenko-Theater in Moskau verpflichtet, dessen Mitglied er während seiner ganzen Kariere blieb. Man hörte ihn hier in Tenorpartien, hauptsächlich aus dem Charakterfach: als Mr. Triquet im »Eugen Onegin«, als Vinokur in der »Mainacht« von Rimsky-Korssakow, als Don Jerom in »Die Verlobung im Kloster« von Prokofieff, als Planquet in »D’Artagnans Liebe« von M. Weinberg, als Panikowsky in »Das goldene Kalb« von Chrennikow, als Pomponio in der Operette »Donna Juanita« von F. von Suppé und als Zsupan im »Zigeunerbaron«. Er gab Gastspiele an russischen Theatern, trat aber auch im Ausland auf. 1987 wurde er zum Verdienten Künstler der UdSSR ernannt. Seit 1997 trat er auch am Bolschoi Theater Moskau auf.

Schallplattenaufnahmen der staatlichen russischen Produktion (Melodiya).

 

8.2. Kosuke TAGUCHI wird 75

 Schüler von Takanosuke Watanabe und von Frau Tsuruyo Takeokaka in Tokio. Er begann seine Bühnenkarriere 1969 am Fujiwara Theater von Tokio als Beppe im »Bajazzo« von Leoncavallo. Er wurde wenig später Mitglied des Niki Kai-Theaters, wo er als lyrischer Tenor in zahlreichen bedeutenden Aufgaben hervortrat (Opern von Mozart, Verdi, Puccini, Offenbach, C.M. v. Weber). Gastspiele und Konzerte in den japanischen Musikmetropolen; Gesanglehrer am Kunutachi Music College in Tokio.

Schallplatten: Victor Nippon.

 

8.2. Esther WETTACH wird 90

 Sie erhielt ihre Ausbildung durch Cornelio Cairati in Zürich. Sie war 1959-60 am Stadttheater von Luzern, 1960-62 am Stadttheater von Bern, 1962-63 am Landestheater Detmold engagiert. Sie trat als Gast am Opernhaus von Zürich auf. Dort hörte man sie u.a. als Mercedes in »Carmen«, als 3. Dame in der »Zauberflöte«, als Diane in »Orphée aux enfers« von Offenbach, als Haushälterin in »Die schweigsame Frau« von R. Strauss, als Floßhilde und als Siegrune im Nibelungenring. Zu ihren Partien für die Bühne gehörten auch die Judith in »Herzog Blaubarts Burg« von B. Bartók, die Eboli in »Don Carlos« von Verdi, die Preziosilla in »La forza del destino«, die Dorabella in »Così fan tutte«, die Fidalma in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, die Christine in »Die schwarze Spinne« von H. Sutermeister, der Nicklaus in »Hoffmanns Erzählungen«, die Fricka und die Waltraute im Ring-Zyklus. Sie sang am Stadttheater von Luzern in einer Neu-Fassung der Händel-Oper »Rodelinda« die Edvige (Spielzeit 1959-60), am Stadttheater von Bern den Ascanio in »Ascanio in Alba« in der szenischen Schweizer Erstaufführung (in deutscher Sprache, 1960-61). Sie ist auch als Konzertsängerin aufgetreten.

 

9.2. Terry COOK wird 60

Terry_COOK

Die Ausbildung des aus einer farbigen Familie stammenden Sängers erfolgte im Wesentlichen an der Texas University. Nach ersten Auftritten bei kleineren amerikanischen Operngesellschaften sowie 1980 an der Chicago Lyric Opera und 1982 beim Festival von Santa Fé wurde er 1983 an die Metropolitan Oper New York berufen. Er debütierte hier als Dr. Grenvil in »La Traviata« und sang dort bis 2006 in insgesamt 193 Vorstellungen den Argante in Händels »Rinaldo«, den Bosun in B. Brittens »Billy Budd«, den Pietro in »Simon Boccanegra«, den König in »Aida«, den Lodovico in Verdis »Otello«, die Stimme Neptuns in Mozarts »Idomeneo«, den Harapha in Händels »Samson«, den Reinmar von Zweter in »Tannhäuser«, den Abimélech in »Samson et Dalila« von Saint-Saens, den Achilla in Händels »Giulio Cesare«, einen der Soldaten in »Salome« von R. Strauss, den Ferrando in Verdis »Troubadour«, den Crown wie den Porgy in »Porgy and Bess« von Gershwin, den Samuel in Verdis »Un ballo in maschera«, einen der Gralsritter in »Parsifal«, den Jake Wallace in »La fanciulla del West«, Hectors Geist in »Les Troyens« von Berlioz und den Zuàne in »La Gioconda« von Ponchielli. Dazu trat er als Gast an weiteren Operntheatern in den USA auf, u.a. an der Minnesota Opera (1983), an der Oper von Seattle (1985) und an der Michigan Opera (1987). Mehrfach gastierte er an Opernhäusern in der französischen Metropole Paris: am Théâtre Châtelet 1985 in »Rinaldo« von Händel, 1987 als Porgy, an der Grand Opéra 1983 als Lodovico, 1986 als Colline in Puccinis »La Bohème« und im gleichen Jahr als Sprecher in der »Zauberflöte«, 1992 als Samuel in Verdis »Un ballo in maschera« und 1997 als Porgy.1997-98 sang er bei den Festspielen von Bregenz den Crown in »Porgy and Bess«. 2000 sang er an der Deutschen Oper Berlin den König Balthasar in »Amahl and the Night Visitors« von G.C. Menotti. Als weitere Partien fanden sich in seinem Repertoire für die Bühne der Minister im »Fidelio«, der Oroe in Rossinis »Semiramide« (Dallas Opera 1993) und der Raimondo in »Lucia diLammermoor«. Neben seiner erfolgreichen Bühnenkarriere entfaltete er eine gleichwertige zweite Karriere als Konzert- und Oratoriensolist.

Schallplatten: Sony (König in vollständiger »Aida«).

 

9.2. Max POMMER wird 80

Der Urenkel des Architekten und Bauunternehmers Max Pommer (und damit in vierter Generation Träger des Vornamens Max in der Familie Pommer) besuchte die Leipziger Thomasschule und gründete dort das Kammerorchester der Thomasschule. Nach dem Abitur studierte er Dirigieren und Klavier an der Leipziger Hochschule für Musik und 1960-64 Musikwissenschaft an der Universität Leipzig, die ihn 1968 mit einer Dissertation zum Thema „Melodische Einflüsse des Ländlers auf die Wiener Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts“ promovierte. Pommer war Chorassistent bei Hans Sandig und absolvierte ein Orchesterpraktikum bei Herbert Kegel, später arbeitete er unter Herbert von Karajan. Nach seiner Tätigkeit als Kapellmeister in Borna leitete er 1962-73 die Leipziger Kammermusikvereinigung und die Gruppe Neue Musik Hanns Eisler. 1973-87 war Pommer Leiter des Leipziger Universitätschores. Während dieser Zeit gründete er zusammen mit Mitgliedern des Gewandhausorchesters 1979 das Neue Bachische Collegium Musicum und war bis 1987 auch dessen künstlerischer Leiter. Er machte dieses mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnete Kammerorchester (u. a. Deutscher Schallplattenpreis für die Einspielung von Bachs Brandenburgischen Konzerten) in Zusammenarbeit mit dem Trompetensolisten Ludwig Güttler schon lange vor der Wiedervereinigung Deutschlands in der Welt bekannt, was Pommer auch seinen internationalen Durchbruch brachte. Eine umfangreiche Tätigkeit als Gastdirigent führte Pommer in der Folgezeit zu weltweit namhaften Orchestern. 1980 erfolgte seine Berufung zum Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit an die Universität Leipzig. Danach war Max Pommer als Generalmusikdirektor 1987-91 Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig. Nach ersten Kursen und einer Gastprofessur an der Hochschule für Musik Saar wurde Pommer 1990 zum Professor für Orchestererziehung und Dirigieren berufen. In Saarbrücken baute er ein Hochschulorchester auf und leitete dieses und die Dirigierklasse der Hochschule bis 2005. Er dirigierte u.a. das Saint Paul Chamber Orchestra, Orchestre national Bordeaux Aquitaine und SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Seit 2006 ist er Gastdirigent des Nagoya Philharmonic Orchestra in Tokio. 1991 dirigierte er erstmals das Mozarteumorchester Salzburg bei den Salzburger Festspielen. Ebenfalls seit 1991 arbeitete er mit der Hamburger Camerata zusammen, deren künstlerischer Leiter er von 2001 bis zu seinem 75. Geburtstag 2011 war. Zu seinem Abschied wurde Pommer für seine vielfältigen Verdienste in der Musik mit der Biermann-Ratjen-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2000 ist Pommer ständiger Gastdirigent der Holland Symfonia, einem Zusammenschluss von Musikern des Noordhollands Philharmonisch Orkest (NPO) und des Nederlands Balletorkest (NBO). Nach seiner Emeritierung zum Ende des Sommersemesters 2003 kommt Pommer verstärkt seinen nationalen und internationalen Dirigierverpflichtungen und bis 2011 seiner Konzerttätigkeit mit der Hamburger Camerata nach. 2009 dirigierte er am Tiroler Landestheater in Innsbruck Brigitte Fassbaenders gefeierte Inszenierung von Das Rheingold. Pommers CD-Einspielungen sind vielfältig. Allein für Capriccio spielte er 22 Aufnahmen mit Orchesterwerken von Bach, Händel und Debussy ein. Für Berlin Classics nahm er Mozarts Sinfonien und frühe Opern auf. Das finnische Label Ondine brachte Aufnahmen der sinfonischen Werke der finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara und Kalevi Avo, aber auch Werke von Kurt Weill heraus. Ebenso gibt es von Eterna Musik zeitgenössischer deutscher Komponisten, wie Eisler, Dessau und Schönberg.

 

9.2. Kurt RÖSINGER wird 95

Kurt_RÖSINGER

 Er wurde in Weimar ausgebildet, und zwar durch den Pädagogen F. Stauffert und durch die bekannte Altistin Helena Jung. 1947 kam es zu seinem Debüt am Nationaltheater von Weimar. An dieser Bühne war er bis 1959 tätig, wobei er sich vor allem, wie auch im weiteren Ablauf seiner Karriere, auf das Buffo-Fach spezialisierte. 1959 kam er an das Opernhaus von Leipzig. Seit 1959 war er zugleich durch einen langjährigen Gastspielvertrag mit der Dresdner Staatsoper verbunden. Auf der Bühne trat er in einem umfangreichen Repertoire in Erscheinung, das rund 50 große Partien umfasste, und das als Höhepunkte den Papageno in der »Zauberflöte«, den Titelhelden in »Falstaff« von Verdi, den Alberich wie den Fafner im Nibelungenring, den Klingsor in »Parsifal«, den Faninal im »Rosenkavalier«, den Leporello in »Don Giovanni«, den van Bett in »Zar und Zimmermann«, den Baculus im »Wildschütz« von Lortzing und den Beckmesser in »Die Meistersinger von Nürnberg« enthielt.

 

11.2. Martina MUSACCHIO wird 60

Sie absolvierte ihr Studium am Conservatoire de Genève bei Ursula Buckel, am Conservatorio Luigi Cherubini Florenz bei Andreina Desderi, an der Musikhochschule München bei Hanno Blaschke und war 1980-81 im Opernstudio von Zürich, 1981-82 als Mitglied des dortigen Opernhauses tätig. 1982-85 war sie am Stadttheater von Luzern im Engagement und ging seitdem von ihrem Wohnsitz Genf aus einer umfangreichen Gastspieltätigkeit nach. So gab sie Gastspiele an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, am Staatstheater Darmstadt, am Teatro Fenice Venedig, am Teatro Sociale Mantua, am Teatro Verdi Busseto, am Grand Théâtre Genf (u.a. 1989 als Valletto in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea«, 1990 als Ygraine in »Ariane et Barbe-Bleue« von P. Dukas und als Oberto in »Alcina« von Händel und 1991 als 1. Magd in »Daphne«von R. Strauss), in Lausanne und bei den Festspielen von Ravenna. Ihr Bühnenrepertoire umfasste eine Vielzahl von Partien: die Susanna in »Figaros Hochzeit«, die Zerline in »Don Giovanni«, die Despina in »Così fan tutte«, die Pamina wie die Papagena in der »Zauberflöte«, die Marzelline in »Fidelio«, die Norina in »Don Pasquale«, die Adina wie die Giannetta in »L‘Elisir d’amore«, die Titelheldin in Flotows »Martha«, die Micaela in »Carmen«, die Gretel in »Hänsel und Gretel«, die Angélique in der gleichnamigen Oper von Ibert, die Euridice in »Orfeo ed Euridice« von Gluck, die Titelfigur in »Die Kluge« von Carl Orff und die Ismene in »Antigone«von A. Honegger. 1990 sang sie am Théâtre Châtelet Paris den Oberto in »Alcina« von Händel. Als Konzertsängerin kam sie bei Auftritten in der Schweiz und in Deutschland (Hamburg, Mainz, München, Stuttgart), in Paris, Venedig, Bilbao, Burgos und Madrid zu großen Erfolgen. Sie wurde auch durch Radiosendungen im Schweizerischen (Genf, Lausanne) wie im deutschen Rundfunk (Hamburg, München, Saarbrücken) bekannt. Dabei reichte ihr Konzert- wie ihr Rundfunkrepertoire von Werken der Barock-Epoche (J.S. Bach, Händel, Vivaldi) bis zu zeitgenössischen Kompositionen und zu Liedern aus allen Bereichen der Musikgeschichte.

Schallplatten: Bongiovanni (»I due Baroni di Rocca Azzurra« und »I tre amanti«von Cimarosa).

11.2. Alexander NAUMENKO wird 60

Biographie des russischen Bassisten auf Englisch:

http://www.bolshoi.ru/en/persons/opera/43/

11.2. Magdalena FALEWICZ wird 70

 Ausbildung der Stimme am Staatlichen Konservatorium von Warschau durch Olga Olgina und Maria Kuninska-Opacka. 1971-72 Mitglied der Kammeroper Warschau, wo sie 1970 in »Livietta e Tracolo« von Pergolesi debütiert hatte. Preisträgerin bei internationalen Gesangwettbewerben in München (1970) und Toulouse (1972). Ihr eigentliches Bühnendebüt fand 1973 an der Komischen Oper Berlin in der Rolle des Pagen Oscar im »Maskenball« von Verdi statt. Sie blieb Mitglied dieses Hauses und gastierte erfolgreich an der Warschauer Nationaloper und an den Opern von Frankfurt a.M. und Leipzig. Seit 1979 war sie auch Mitglied der Berliner Staatsoper, an der sie zu einer großen Karriere kam, und wo sie 1984 in der Uraufführung der Oper »Amphitryon« von R. Kunad mitwirkte. Auch an der Staatsoper von Dresden zu Gast, wo sie 1985 an der Uraufführung von »Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke« von Siegfried Matthus teilnahm; 1988 war sie in Dresden als Gräfin in »Figaros Hochzeit« sehr erfolgreich. 1978 sang sie bei der Welsh Opera Cardiff die Butterfly, die sie auch 1980 an der English National Opera London vortrug. Sie hatte in ihrem umfangreichen Repertoire Partien aus dem Fachgebiet der Koloratursoubrette wie für lyrischen Sopran. Man schätzte sie als Mozart- und Verdi-Interpretin, aber auch als Mimi in »La Bohème« und als Zdenka in »Arabella« von R. Strauss. Gastspiele und Konzertreisen unternahm sie nach Holland, Finnland, Bulgarien, in die CSSR, in die USA, nach Japan und Jugoslawien. Zeitweilig verheiratet mit dem polnischen Komponisten Ryszard Kula.

Schallplatten: Electrola (kleine Partie in »Alfonso und Estrella« von Schubert), Accent (Amor in »Orpheus und Eurydike« von Gluck), Philips (»Die Kluge« von C. Orff), Teldec (»Elektra« von R. Strauss).

 

12.2. Jyrki NISKANEN wird 60

Er begann in seiner finnischen Heimat zunächst eine Karriere auf dem Gebiet der Unterhaltungsmusik, spielte Klavier, Keyboard und Akkordeon, entschloss sich dann aber zur Ausbildung seiner Stimme. Diese erfolgte 1978-86 an der Sibelius-Akademie in Helsinki, dann bei Vera Rózsa in London und bei Peter Berne. Bereits 1986 sang er am Opernhaus von Tampere in Finnland den Tonio in »La Fille du Régiment« von Donizetti, 1989 an der Nationaloper Helsinki den Alfredo in »La Traviata«. Er wandte sich zunehmend dem heldischen und dem Wagner-Fach zu. Große Erfolge hatte er bei den Festspielen von Savonlinna, wo er 1989-90 in der finnischen Oper »Das Messer« (»Vamppu«) von Heinninen, 1992-93 den Florestan in »Fidelio« sowie 1993 und 1996 den Macduff in Verdis »Macbeth« sang. Seine Karriere entwickelte sich zu internationalem Format. So gastierte er am Opernhaus von Zürich 1992 als Florestan (seine große Glanzrolle) und als Alviano in »Die Gezeichneten« von Fr. Schreker, am Théâtre Châtelet Paris 1994 als Siegmund in der »Walküre«, am Teatro Comunale Bologna 1994 als Albert Gregor in Janáceks »Die Sache Makropoulos«, in Turin 1995 in »Il Prigioniero« von Dallapiccola, in Florenz 1995 in »Eine Florentinische Tragödie« von Zemlinsky. Den Florestan sang er auch bei den Festspielen von Ludwigsburg (1993) und Bregenz (1995), in Barcelona, Madrid, Athen (1995) und Rio de Janeiro (1996). Am Teatro Bellini von Catania trat er 1996 als Paul in »Die tote Stadt« von Korngold auf, in Barcelona im gleichen Jahr als Tristan, in Rio de Janeiro als Florestan (in konzertanten »Fidelio«-Aufführungen). An der Wiener Staatsoper gastierte er 1996-2002 in insgesamt 7 Vorstellungen als Siegmund und als Florestan. 1997 gastierte er an der Mailänder Scala als Hauptmann in Alban Bergs »Wozzeck«, bei den Festspielen von Savonlinna als Canio im »Bajazzo« (1997-99). Beim Gastspiel des Ensembles der Oper von Oslo am Theater Royal in Norwich 1997 trat er als Siegmund auf. 1998 sang er beim Maggio Musicale von Florenz den Sergej in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch, bei den Festspielen von Savonlinna den Alvaro in Verdis »La forza del destino«. 1999fand sein Amerika-Debüt an der Oper von Washington als Titelheld in »Tristan und Isolde« statt. 1999 sang er in Sydney den Titelhelden in »Siegfried« (in einer konzertanten Aufführrung). Auch als Konzertsänger wurde er bekannt (Requiemmessen von Mozart und Verdi, Stabat mater von Rossini). Konzerte und Radioauftritte in Finnland, in Estland, Deutschland, Spanien, in der Schweiz und in den USA.

Schallplatten: 1994 kam ein Recital unter dem Namen »Love Songs« heraus, dabei auch eigene Kompositionen des Sängers.

13.2. Julie SIMSON wird 60

Informationen über die amerikanische Mezzosopranistin auf ihrer Homepage: http://www.juliesimsonmezzo.com/

13.2. Esther LAMANDIER wird 70

 Sie entstammte einer sehr musikalischen Familie, die Mutter war Pianistin, ihr Großvater Flötist. Bereits mit vier Jahren begann sie das Violin-, mit sechs das Klavierspiel. Sie wurde dann durch die berühmte Nadia Boulanger in das Musikstudium eingeführt und war bis 1970 Schülerin des Lycée Lafontaine, studierte weiter Musikpädagogik in Nizza und besuchte 1971-75 das Collège Jean-Mermoz in Savigny-sur-Orge. Sie wandte sich dann dem klassischen Gesangsrepertoire zu und widmete sich speziell der Musik des Elisabethanischen England und der Barockmusik des französischen Hofes im 17. und 18. Jahrhundert. Seit 1975 war sie nur noch als Sängerin tätig; sie gehörte dem Ensemble Vocal de France an und wurde durch Gérard Le Vot mit dem Reichtum der mittelalterlichen Musik bekannt gemacht. Nach weiterem zweijährigem Studium im Studio der Frühen Musik in München (1976-77) wurde sie Mitglied der Gruppe Guillaume Dufay. Sie trat in zahlreichen Konzertveranstaltungen mit mittelalterlicher Vokalmusik auf, wobei sie sich gern selbst auf historischen Instrumenten (Laute, Harfe, Orgel-Portativ, Fiedel) begleitete. Ihr Repertoire enthielt Werke wie die Messe von G. de Machaut, »Planctus« von Abélard, »Office des fous« von Pierre Corbeil, »Cantigas de Santa Maria« nach alt-spanischen Meistern und Ballate der Meister aus dem Kreis der Florentinischen Ars nova des 16. Jahrhunderts. So erwarb die Sängerin sich große Verdienste um die Begegnung des Publikums mit einer weitgehend vergessenen, historisch bedeutenden Musik.

Schallplatten auf Harmonia mundi, Arion, Astrée (einstimmige Gesänge der Florentiner Renaissance), Aliena (Romances; mittelalterliche jüdisch-spanische Lieder; »Chansons Andalouses et Tangos«; »Chants chrétiens Arméniens«).

 

13.2. Colin MATTHEWS wird 70

An der Universität von Nottingham hörte er klassische Philologie, begann später sein Studium der Komposition gemeinsam mit Arnold Whittall und Nicholas Maw. In den 70ern unterrichtete er an der Universität von Sussex, wo er ein Doktorat für seine Arbeiten über Mahler erhielt – Ergebnis seiner langen Zusammenarbeit mit Deryck Cooke über Mahlers zehnte Symphonie. Während dieser Zeit arbeitete er zudem in Aldeburgh mit Benjamin Britten und Imogen Holst zusammen. Renewal, sein Großwerk für Chor/Orchester, beauftragt durch den BBC zum 50. Jubiläum von Radio 3 im Jahr 1996, erhielt den Royal Philharmonic Society Award für Großkompositionen. 1988 gründete Matthews das Label NMC Recordings, ist dort Produzent, war seither allerdings auch für die Deutsche Grammophon, Virgin Classics, Collins, BMG und weitere Labels tätig. Matthews komponierte Auftragswerke in enger Zusammenarbeit mit dem London Symphony Orchestra.1989 wurde Quatrain mit Michael Tilson Thomas uraufgeführt, die erste von vielen Aufträgen des LSO, gefolgt von Machines and Dreams für das Childhood Festival des Orchesters im Jahr 1991, Memorial (1993) mit Mstislav Rostropovich als Dirigenten und das zweite Cello Konzert (1996) ebenfalls für Rostropovich. Zur Eröffnung des Royal Opera House im Dezember 1999 wurde eine Version von Hidden Variables vom Royal Ballet in Auftrag gegeben. Im Jahr darauf folgten vier Premieren: Two Tributes mit der London Sinfonietta, Pluto für das Hallé Orchestra unter Kent Nagano, Aftertones für die Huddersfield Choral Society und Continuum, ein Großwerk für Sopran und Ensemble, beauftragt durch die Birmingham Contemporary Music Group unter Sir Simon Rattle, welches damit durch Europa tourte. Im Frühling 2001 gab die Philharmonie die erste Vorstellung von Matthews Hornkonzert mit Richard Watkins unter Esa-Pekka Salonen. Ebenfalls 2001 wurde Matthews mit einer Fanfare für die BBC Proms beauftragt. Reflected Images feierte im Oktober 2003 mit Michael Tilson Thomas und dem San Francisco Symphony Orchestra Premiere. 2001 wurde Matthews zudem teilhabender Komponist beim Hallé Orchestra und schrieb zahlreiche Auftragswerke, sowie die Orchestration aller 24 Debussy Präludien, die 2007 fertig gestellt und durch Sir Mark Elder unter dem Hallé Label aufgenommen wurden. Derzeitige Kompositionen sind unter anderem Reflected Images für das San Francisco Synphony Orchestra und Berceuse for Dresden. Turning Point feierte mit dem Concertgebouw Orchestra im Januar 2007 Premiere. Weitere Aufträge kamen unter anderem für das London Sinfonietta und BBC Symphony Orchestra sowie ein Violinkonzert für Leila Josefowicz und das City of Birmingham Symphony Orchestra. Außerdem ist Matthews als Verwalter bei der Holst Stiftung tätig, Präsident des Britten Estate, und Kurator und Musikdirektor der Britten-Pears Stiftung. 1983-94 war er Ratsmitglied der Aldeburgh Stiftung und war eng mit dem Aldeburgh Festival und der Britten-Pears School verbunden, insbesondere als Co-Direktor mit Oliver Knussen. Über zwanzig Jahre lang war er zudem Ratsmitglied der Gesellschaft zur Unterstützung Neuer Musik und 1992-95 Direktor der Gesellschaft für Aufführungsrechte.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.colinmatthews.net/testsite/

13.2. Howard NEVISON wird 75

 Ausbildung an der Settlement Music School Philadelphia durch Tilly Barmacham, am Curtis Institute of Music Philadelphia durch Eufemia Gregory und Martial Singher sowie in New York durch Nicola Moscona und Giulio Gari. Er debütierte 1969 auf der Bühne der Israel National Opera Tel Aviv als Germont-père in »La Traviata« von Verdi. Später kam er zu einer erfolgreichen Opern- und Konzertkarriere in den USA. Hier sang er vor allem an der Oper von Philadelphia, an der City Opera New York und in Pittsburgh. Sein vielseitiges Bühnenrepertoire hatte seine Höhepunkte in Partien wie dem Leporello in »Don Giovanni«, dem Grafen und dem Figaro in »Le nozze di Figaro«, dem Guglielmo und dem Don Alfonso in »Così fan tutte«, dem Malatesta in Donizettis »Don Pasquale«, dem Gérard in »Andrea Chénier« von Giordano, dem Titelhelden in Tschaikowskys »Eugen Onegin«, dem Barnaba in »La Gioconda« von Ponchielli, dem Amonasro in »Aida«, dem Renato in Verdis »Un ballo in maschera«, dem Posa in Verdis »Don Carlos«, dem Grafen Luna im »Troubadour«, dem Rigoletto, dem Titelhelden in »Nabucco«, dem Marcello in Puccinis »La Bohème«, dem Sharpless in »Madame Butterfly«, dem Wolfram in »Tannhäuser«, dem Rafaele in »I gioielli della Madonna« von Wolf-Ferrari, dem Figaro in Rossinis »Barbier von Sevilla« und dem Mandryka in »Arabella« von R. Strauss.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://howardnevison.wordpress.com/

 

13.2. Renée DORIA wird 95

Renee DORIA

 Ihre Ausbildung erfolgte durch Umberto Valdarnini in Marseille. Im Alter von 18 Jahren gab sie in Marseille ein erstes Konzert. Noch vor ihrem Debüt sang sie in Prades in einer konzertanten Aufführung von Glucks »Orfeo ed Euridice« die Euridice als Partnerin von

Alice Raveau. 1942 erfolgte dann ihr eigentliches Debüt an der Oper von Marseille als Rosina im »Barbier von Sevilla«. 1943 hörte man sie am Pariser Théâtre Gaîté Lyrique als Lakmé von Delibes; sie debütierte in der gleichen Rolle auch 1946 an der Opéra-Comique Paris. Sie sang an der Opéra-Comique auch die Philine in der 2000. Vorstellung der Oper »Mignon« von A. Thomas und hatte an diesem Haus eine bedeutende Karriere als Koloratrice. 1947 war sie an der Grand Opéra als Königin der Nacht in der »Zauberflöte« sehr erfolgreich. Hier übernahm sie in der 900. Aufführung von Verdis »Rigoletto« die Partie der Gilda. Sie sang an den Opernhäusern von Straßburg, Lyon, Marseille, Vichy, Antwerpen, Brüssel und in der Schweiz. An der Opéra-Comique übernahm sie bis 1959 Partien wie die Traviata, die Mireille, die Philine, die Norina in »Don Pasquale«, in Cannes die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail« (unter der Leitung von Reynaldo Hahn), in Straßburg die drei weiblichen Partien in »Hoffmanns Erzählungen«, insgesamt beherrschte sie mehr als 60 Rollen. Davon seien noch die Adèle in »Le Comte Ory« von Rossini, die Ophélie in »Hamlet« von A. Thomas, die Susanna in »Le nozze di Figaro«, die Fiordiligi in »Così fan tutte«, die Sophie im »Rosenkavalier« und die Juliette in »Roméo et Juliette« von Gounod genannt. 1946 sang sie in der ersten Opernaufführung im französischen Fernsehen die Rosina im »Barbier von Sevilla«. Ihre Karriere dauerte lange; noch 1978 wirkte sie in einer Schallplattenaufnahme der Oper »Sapho« von Massenet mit, 1982 kam eine Arien-Platte der Künstlerin heraus. Sie arbeitete im Übrigen im pädagogischen Bereich in Paris.

Schallplatten: Columbia (Olympia in vollständiger Oper »Hoffmanns Erzählungen«, 1947; »Sapho« von Massenet), Decca (Titelheldin in vollständiger Aufnahme »Thaïs« von Massenet), später viele Aufnahmen auf Philips, Pleïade, Bourg Records (»Le Comte Ory« und »Der Barbier von Sevilla« von Rossini) und Véga (»Mireille« von Gounod, »Les noces de Jeannette« von Massé, Querschnitte »Manon« von Massenet und »Le Pré-aux-Clercs« von Hérold, »Faust« von Gounod, Gesamtaufnahme »Rigoletto«). 1982 erschien auf Accord ein Mitschnitt einer vollständigen Aufnahme von Gounods »Mireille« (Paris, 1963), in der sie die Titelpartie singt, dort auch Lieder von Gabriel Fauré. Auf Westminster in einer Kurzfassung von Meyerbeers »Hugenotten« zu hören, auf MN mit Liedern von Gounod.

 

14.2. Der italienische Dirigent Pier Giorgio CALABRIA wird 75

 15.2. Kathryn HARRIES wird 65

Kathryn HARRIES

 Sie studierte Klavierspiel und Gesang an der Royal Academy of Music London; ihre Gesanglehrerinnen waren Constance Shacklock und Flora Nielsen. Sie begann dann eine Konzertkarriere und präsentierte im englischen Fernsehen BBC eine Serie »Music Time« mit mehr als 60 Folgen. 1977 gab sie ein sehr erfolgreiches Konzert in der Royal Festival Hall London. Ihr Repertoire für den Konzertbereich war sehr umfangreich und enthielt Werke von Monteverdi bis hin zu zeitgenössischen Komponisten. 1982 begann sie ihre Bühnenkarriere, als sie bei der Welsh Opera Cardiff als Leonore im »Fidelio« debütierte. Seitdem sang sie bei dieser Gesellschaft die Sieglinde wie die Gutrune im Nibelungenring, die Adalgisa in »Norma« und den Komponisten in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. Bei der English National Opera London trat sie als Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, als Female Chorus in »The Rape of Lucretia« von Benjamin Britten (1988), als Irene in »Rienzi« von R. Wagner und als Donna Anna in der englischen Erstaufführung von Dargomyshskis »Der steinerne Gast« (1987) auf. Bei der Scottish Opera Glasgow erschien sie 1984 als Leonore im »Fidelio«, 1987 als Senta in »Der fliegende Holländer«, 1990 als Didon in »Les Troyens« von Berlioz, 1993 als Emilia Marty in Janáceks »Die Sache Makropoulos«, 1994 als Thanastô in Chabriers »Briseïs «, 1994 und 1998 als Brangäne in »Tristan und Isolde«, 1999 als Kabanicha in Janáceks »Katja Kabanowa«, 2007 als Old Lady in L. Bernsteins »Candide« und 2015 als Kostelnicka in »Jenufa« von Janácek. Am 5.6.1985 wirkte sie dort in der Uraufführung der Oper »Hedda Gabler« von Edward Harper in der Titelrolle mit. Sie gastierte an der Opera North Leeds als Donna Elvira im »Don Giovanni« und als Hanna Glawari in Lehárs »Die lustige Witwe«, beim Buxton Festival als Sylvie in »La Colombe« von Gounod. 1986 debütierte sie mit großem Erfolg an der Metropolitan Oper New York als Kundry im »Parsifal« und sang dort in der Spielzeit 1988-89 die Gutrune in der »Götterdämmerung« sowie in der Spielzeit 1997-98 die Clairon im »Capriccio« von R. Strauss. 1986 gastierte sie an der Oper von Nizza, 1988 am Théâtre des Champs-Élysées Paris als Sieglinde in der »Walküre«, 1987 in Lyon als Didon in »Les Troyens« von Berlioz.An der Grand Opéra Paris gastierte sie 1987 als Senta, 1991 als Protagonista in L. Berios »Un Re in ascoltò«, 1994 als Carmen, 197 als Kundry und als Leokadija Begbick in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill und 1999 als Mère Marie in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc. Am Teatro Colón Buenos erschien sie Aires 1988 als Leonore im »Fidelio«. An der Covent Garden Oper London wirkte sie 1989 in der englischen Erstaufführung der Oper »Un Re in ascolto« von Luciano Berio mit. 1990 gastierte sie in Amsterdam als Kundry und als Cléopâtre in der gleichnamigen Oper von Massenet, 1993 als Senta, 1990 in Brüssel als Didon, 1991 an der Covent Garden Oper als Gutrune, beim Festival von Orange als Carmen. 1996 trat sie an der English National Opera London als Leonore im »Fidelio« auf. 1996 wirkte sie am Grand Théâtre Genf als Gertrude in »Hamlet« von A. Thomas und in Chicago in der amerikanischen Erstaufführung der Oper »Un Re in ascolto« von Luciano Berio mit. Bei den Festspielen von Glyndebourne gastierte sie 1996 als Gräfin Geschwitz in »Lulu« von A. Berg, 1998 als Clairon und 2004 als Kostelnicka. 1997 gastierte sie in Amsterdam als Kostelnicka, 1999 bei der English National Opera London als Kundry, am Teatro Nazionale Rom als Hyppolita in Benjamin Brittens »A Midsummer Night’s Dream«. Am 4.8.2000 nahm sie in Amsterdam an der Uraufführung der Oper »Rêves d’un Marco Polo« von Claude Vivier teil, am 27.4.2001 an der English National Opera London an der von David Sawer’s »From Morning to Midnight«. Sie setzte neben ihrem Wirken auf der Bühne ihre nicht minder erfolgreiche Karriere im Konzertsaal fort.

Schallplatten: HMV (Mutter in »Osud« von Janácek), Koch Records (»Cléopâtre« von Massenet), Teldec (»Intolleranza 1960« von L. Nono), Hyperion (»Briseïs« von E. Chabrier); NVC-Arts-Video (»Lulu«, Glyndebourne 1996).

Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.kathrynharries.co.uk/

15.2. James JOHNSON wird 70

James JOHNSON

Ausbildung am Curtis Institute of Music in Philadelphia durch Martial Singer. Nachdem er in seiner amerikanischen Heimat mehrere Preise gewonnen hatte, kam er nach Westdeutschland und debütierte 1972 am Staatstheater von Braunschweig als König Philipp in Verdis »Don Carlos«. Er war 1972-74 am Staatstheater Braunschweig, 1974-76 am Opernhaus von Köln, 1977-83 am Theater von Graz, seit 1991 an der Staatsoper Stuttgart engagiert. An der Grazer Oper sang er u.a. den Dr. Grenvil in »La Traviata«, den Nilakantha in »Lakmé« von Délibes, den Enrico in Donizettis »Anna Bolena«, die Titelrolle in B. Bartóks »Herzog Blaubarts Burg«, den Vater in »Louise« von Charpentier, den Melisso in Händels »Alcina«, den Sprecher in der »Zauberflöte«, den Adolf in A. Dvoráks »Der Jakobiner«, den Golaud in »Pelléas et Mélisande«, den Jochannan in »Salome«, den Pirro in Verdis »I Lombardi alla prima crociata«, den Tomsky in »Pique Dame« von Tschaikowsky und den Paolo in »Simon Boccanegra«. 1981 sang er an der Oper von Graz in der szenischen Uraufführung von S. Prokofieffs »Maddalena« den Stenio. Gastspielauftritte an der Wiener Staatsoper (1981 als Minister im »Fidelio« und 1982 als Jochanaan), an der Münchner Staatsoper, an den Opernhäusern von Hannover, Karlsruhe, Kassel, am Teatro Comunale Bologna (1985 als Doktor Faust von F. Busoni) und an der Oper von Baltimore schlossen sich an. 1987 wirkte er bei den Festspielen von Bayreuth als Heerrufer in »Lohengrin« mit, 1988 trat er an der Oper von Nizza wie am Théâtre des Champs-Élysées in Paris als Wotan im Nibelungenring auf, 1990 gastierte er, gleichfalls als Wotan, an der Oper von Dallas, 1990 bei der Milwaukee Opera. 1996 sang er am Opernhaus von Marseille den Wotan im »Rheingold«, 1997 in der »Walküre«. 1998 erfolgte sein Debüt an der Metropolitan Oper New York als Hans Sachs in »Die Meistersinger von Nürnberg«. 1999 hörte man ihn in Stuttgart als Jeletzky in Tschaikowskys »Pique Dame«. 1999 gastierte er am Opernhaus von Marseille, 2000 am Opernhaus von Graz als Wanderer im »Siegfried«, an der Niederländischen Oper Amsterdam in der Titelrolle der Oper »König Roger« (»Król Roger«) von K. Szymanowski. Als Bühnen- wie als Konzertbassist trat er in einem umfangreichen Repertoire auf; er übernahm Partien in Opern von Mozart, Verdi, Wagner, Tschaikowsky, R. Strauss, aber auch in zeitgenössischen Werken. Zu seinen Bühnenpartien gehörten auch der Fliegende Holländer, der Amfortas in »Parsifal« und der Orest in »Elektra« von R. Strauss.

Schallplatten: Pan (Achill in »Penthesilea« von O. Schoeck), RAI Sony (Requiem für einen jungen Dichter von B.A. Zimmermann).

15.2. Emilio NOLI wird 70

Biographie des italienischen Tenors auf Italienisch: http://www.auroradigerusalemme.it/Aurora/Emilio%20Noli.htm

16.2. Der mexikanische Tenor Carlos GUTIÉRREZ OJEDA wird 80

 16.2. Eliahu INBAL wird 80

Er studierte zunächst Violine und Komposition an der Musikakademie seiner Heimatstadt Jerusalem, ehe er seine Ausbildung auf Empfehlung Leonard Bernsteins am Conservatoire National Supérieur in Paris bei Louis Fourestier, Olivier Messiaen und Nadia Boulanger fortsetzte. Wichtige Impulse vermittelten ihm außerdem Franco Ferrara in Hilversum und Sergiu Celibidache in Siena.Als Gewinner des internationalen Dirigentenwettbewerbes „Guido Cantelli“ wurde Eliahu Inbal bereits im Alter von 26 Jahren gefragter Gastdirigent bei den führenden Orchestern weltweit. Im Laufe der Jahre wirkte er als Chefdirigent des Sinfonieorchesters des Hessischen Rundfunks Frankfurt, des Orchestra del Teatro la Fenice, des Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Torino, des Konzerthausorchesters Berlin, der Tschechischen Philharmonie und des Tokyo Metropolitan Symphony Orchesters.Schon während seiner langjährigen Chefdirigententätigkeit beim hr-Sinfonieorchester (1974-90), dessen Ehrendirigent er heute ist, profilierte sich Eliahu Inbal als eine herausragende Musikerpersönlichkeit unserer Zeit. Der charismatische israelische Dirigent, der in Paris lebt, wurde weltweit durch seine inzwischen legendären Mahler-Aufnahmen (Deutscher Schallplattenpreis, Grand Prix du Disque) und die Urfassungen der Sinfonien von Anton Bruckner bekannt, die er als erster einspielte. Besondere Anerkennung erhielten auch seine Interpretationen der Symphonien von Dmitri Schostakowitsch.

Das Jahr 2016 steht im Zeichen seines 80. Geburtstags. So gestaltet er mehrere Gastspiele mit dem Radiosinfonieorchester Stuttgart des SWR, u.a. beim Festival Printemps des Arts in Monte-Carlo, in Basel und in Wien, dirigiert Bruckners neunte Sinfonie beim Orchestre Philharmonique de Radio France in der Philharmonie de Paris, die Vierte im Konzerthaus Berlin und der Alten Oper Frankfurt sowie die Achte beim Orchestra del Teatro la Fenice. Darüber hinaus ist Eliahu Inbal in Asien wiederholt als Conductor Laureate mit dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra sowie mit dem Seoul Philharmonic Orchestra zu erleben.Operndirigate führten Eliahu Inbal u.a. an die Opernhäuser von Paris, Glyndebourne (1981 Le nozze di Figaro), München, Stuttgart, Hamburg, Zürich und Madrid. 2013 feierte er mit Parsifal an der Vlaamse Opera und Tristan und Isolde beim Festival de Opera de A Coruña große Erfolge (International Opera Award 2014 als beste Produktion im Wagner-Jubiläumsjahr). Ferner erhielt er den italienischen Kritikerpreis Abbiati et Viotti für seine außergewöhnlichen Interpretationen von Wagners Ring mit dem RAI-Sinfonieorchester Turin. Nach A Coruña kehrt er im Februar 2016 für eine konzertante Aufführung von Strauss‘ Salome zurück.

Eliahu Inbals umfangreiche Diskographie enthält das sinfonische Gesamtwerk von Berlioz, Brahms, Bruckner, Mahler, Ravel, Schumann, Schostakowitsch, Skrjabin, Strawinsky, Richard Strauss und der Zweiten Wiener Schule. Diese Werke nahm er – außer mit dem hr-Sinfonieorchester – mit dem Philharmonia Orchestra London, dem Orchestre National de France, den Wiener Symphonikern, London Philharmonic, dem Orchestre de la Suisse Romande und der Tschechischen Philharmonie auf. Die 10. Symphonie (D. Cooke), die er im Rahmen des Mahlerzyklus des Royal Concertgebouw Orchestra dirigierte, ist auf DVD dokumentiert.1990 ernannte die französische Regierung Eliahu Inbal zum Officier des Arts et des Lettres. Im Februar 2001 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen in Wien verliehen. 2006 erhielt er die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main und das Bundesverdienstkreuz.

 

17.2. Friedrich CERHA wird 90

Friedrich Cerha ist Komponist, Dirigent, Professor und Musikschriftsteller. Er ist auch eine nationale Institution in Österreich. Seit über ein halbes Jahrhundert steht er für die neue Musik in seiner Heimat, in einer gewissen Weise auch für das Bestreben, der Kunst ihre Wurzeln in der Tradition zu bewahren und daraus eine Erneuerung herbeizuführen. Als Österreicher steht er auch für diejenigen seiner Mitbürger, die in einer schweren, tragischen Periode der Geschichte den einzig anständigen Weg genommen und aktiven Kampf gegen den Faschismus geführt haben. Friedrich Cerha, der eher schweigsame, in sich gekehrte Mann (der aber auch einen wunderbaren Sinn für Humor hat und ein großartiger Redner ist, wenn es sein muss) ist eine Kämpfernatur, auch wenn es um die Musik geht. Er ist schon zu Lebzeiten eine musikhistorische Figur, der mit einigen Genossen, wie Kurt Schwertsik, (später auch H.K. Gruber) und seiner Frau Gertraud, das Ensemble die reihegegründet hat, um ein Forum für die zeitgenössische Musik zu schaffen. Er hatte es nicht leicht in den späten 50er Jahren, ließ sich aber nicht beirren und verbündete sich mit anderen internationalen Persönlichkeiten der neuen Musik – wie György Ligeti oder Pierre Boulez – die viele Aufführungen ihrer Kompositionen dem Ensembleleiter und Dirigenten Friedrich Cerha zu verdanken haben.

Cerha hat vorrangig nicht seine eigenen Stücke aufgeführt – er war aber von Anfang an ein harter Arbeiter an seinem Schreibtisch und schaffte Werke, die ebenfalls eine allgemeine musikhistorische Bedeutung haben und die als Meilensteine in der Musikgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg gelten. Sein aus sieben Orchesterwerken bestehender Spiegel-Zyklus etwa, der über zehn Jahre auf seine Uraufführung warten musste (entstanden 1960/61, uraufgeführt 1972) ist so ein Meilenstein, aber keineswegs seiner Entstehungszeit verhaftet: Gesamtaufführungen der letzten Jahre in Berlin, Dresden, Wien und Bregenz haben gezeigt, wie aktuell die Spiegel-Stücke immer noch sind, welchen ungeheuren Eindruck – sogar physischenEindruck – sie auf den Hörer ausüben. Sein vielfältiges Oeuvre umfasst alle Gattungen in den unterschiedlichsten Stilen. Seine Opern – Baal, Der Rattenfänger,Der Riese von Steinberg – haben Maßstäbe gesetzt, nicht nur was die Musik angeht, sondern auch dafür, wie ein Musiktheaterwerk. Wesentliches über Gesellschaft, über die menschliche Natur aussagen kann. Er hat aber auch zutiefst Wienerische Musik geschrieben, mit einem ganz eigenen Sinn für Humor und für die Wiener Weisen, denen vor ihm wohl niemand den Weg in den Konzertsaal geebnet hat. Zwischen den Opern und den Keintatenspannt sich der Bogen über Orchester- und Ensemblewerke (so genannte „avant-garde“-Stücke und andere, die auch ein Abonnement-Publikum direkt ansprechen können); Werke für die verschiedensten Soloinstrumente – als jüngstes ein Schlagzeugkonzert – und Solo-Stimme mit Orchester, Kammermusik für unterschiedliche Besetzungen, darunter vier Streichquartette. Alle, die das internationale Musiktheater- und Konzertrepertoire nachhaltig bereichert haben.

Friedrich Cerhas musikgeschichtliche Bedeutung ist auch durch seine Vollendung des dritten Aktes von Alban Bergs Lulubegründet. Seit der Erstaufführung in Paris 1979 (Dirigent: Pierre Boulez, Regisseur: Patrice Chéreau, Bühnenbildner: Richard Peduzzi, Lulu: Teresa Stratas) ist die drei-aktige Fassung in unzähligen Produktionen, also Interpretationen zu erleben gewesen – ein sine qua nonfür die Repertoirewerdung eines jeden Werkes. Was sich Cerha vorgenommen hat, wie er mit dem von Berg hinterlassenen Material umgegangen ist, ist in einem ausführlichen Arbeitsberichtzu lesen. Friedrich Cerhas Bereitschaft, sich auch in Wort mitzuteilen, ist eine wesentliche Hilfe für seinen Verlag, der dank ihr über authentische Äußerungen bezüglich aller seiner Kompositionen verfügt. In Schriften: ein Netzwerkist eine Sammlung erschienen, eine Schatztruhe für all diejenigen, die sich auch für Friedrich Cerha den Denker interessieren. Da ist ein Kapitel der Musikpädagogik gewidmet: es äußert sich der Kompositionsprofessor Friedrich Cerha, der unter seinen Studenten nicht nur den österreichischen Staatspräsidenten Heinz Fischer zählt (da hat Cerha noch in der Mittelschule unterrichtet) sondern auch Georg Friedrich Haas, den wichtigsten Komponisten der mittleren Generation. Am 22. Juni 2012 wurde Cerha der Ernst von Siemens Musikpreis verliehen. Er feierte seinen 87. Geburtstag am 17. Februar 2013, und es wurden viele Konzerte zu seinen Ehren aufgeführt. Von 2. – 12. April 2013 würdigte ihn das Orquesta Nacional de España mit einer „Carta Blanca”, die beim Publikum großen Anklang fand. Cerha erhielt viele Kompositionsaufträge, u. a. vom Südwestfunk Baden-Baden, NDR Hamburg, Radio Bremen, Süddeutschen Rundfunk, ORF Wien, Steirischen Herbst Graz, BM für Unterricht und Kunst Wien, Festival Royan, Koussevitzky-Foundation New York. Er erhielt ebenso zahlreiche Kompositionspreise, darunter den Preis der Stadt Wien (1974) und den Großen Österreichischen Staatspreis (1986), den er für Aufführungen von Werken junger Komponisten stiftete.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.friedrich-cerha.com/

 

18.2. Christina HÖGMAN wird 60

Christina HÖGMAN

 Sie erhielt ihre Ausbildung an der Musikakademie von Stockholm und im Salzburger Opernstudio. 1985 debütierte sie im Barocktheater der Drottningholmer Festspiele in »Il maestro di musica« von Pergolesi. 1985-86 gehörte sie der Königlichen Oper Stockholm an und wurde dann an die Staatsoper Hamburg verpflichtet, wo sie in den folgenden zwei Jahren 1986-88 u.a. den Cherubino in »Figaros Hochzeit«, die Mercedes in »Carmen«, Partien in »Elektra« von R. Strauss, in »Rigoletto« und in »Parsifal« sang. 1987 gastierte sie bei den Schwetzinger Festspielen als Lisinga in »Le Cinesi« von Gluck. In dieser Oper trat sie im gleichen Jahr auch am Opernhaus von Monte Carlo auf, an dem sie 1990 die Vitige in »Flavio« von Händel sang. Bei den Festspielen Alter Musik in Innsbruck hörte man sie 1989 in der gleichen Rolle, 1990 in der Barock-Oper »L’Orontea« von Cesti. 1989 war sie in Montpellier in Monteverdis »L‘Incoronazione di Poppea« zu Gast, 1992 als Telemaco in dessen »Il ritorno d’Ulisse in patria«. Im gleichen Jahr sang sie bei der Folkoperan in Stockholm die Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, 1996 die Donna Elvira im »Don Giovanni«. An der Stockholmer Folkoperan sang sie die Titelrolle in der Uraufführung der Oper »Marie Antoinette« von Daniel Börtz (21.1.1998). Sie spezialisierte sich für die Bühne wie für das Konzertpodium weitgehend auf den Vortrag von Barock-Werken und solchen des 18. Jahrhunderts.

Schallplatten: Harmonia mundi (Aglaë in »Echo et Narcisse« von Gluck, »Flavio« von Händel), Caprice (»Electra« von Haeffner), Musica Sveciae (Kantaten von H. Roman, Requiem von J.M. Kraus), BIS (»Verklärte Nacht« von Schönberg, Lieder von Fanny Mendelssohn, Clara Schumann und Alma Mahler), Vanguard (Matthäus- und Johannespassion von J.S. Bach), Accent (Donna Elvira im »Don Giovanni«), Swedish Discofil (H-Moll-Messe von J.S: Bach).

 

18.2. Lena NORDIN wird 60

 

Lena NORDIN Die Sängerin erhielt ihre Ausbildung am Konservatorium von Malmö, dann an der Königlichen Musikakademie Stockholm und absolvierte ergänzende Studien in Salzburg, Florenz und Siena. Seit 1982 trat sie, zuerst als Konzertsopranistin auf. 1984 sang sie beim Schwedischen Barock-Festival in der schwedischen Erstaufführung der Oper »Hippolyte et Aricie« von Rameau die Titelpartie, doch kam der Durchbruch zustande, als sie 1986 in Stockholm die Luisa Miller in der gleichnamigen Verdi-Oper sang. Seither gehörte sie zu den führenden Sängerpersönlichkeiten der Königlichen Oper Stockholm. In der Spielzeit 1988-89 kam sie dort als Donna Anna in »Don Giovanni« und als Lauretta in »Gianni Schicchi« von Puccini zu aufsehenerregenden Erfolgen; im Herbst 1988 gastierte sie beim Wexford Festival in Irland (und später in der Queen Elizabeth Hall in London) in »Elisa e Claudio« von Mercadante und trat in Paris und Lyon im Konzertsaal auf. 1989 gastierte sie mit dem Ensemble der Stockholmer Oper am Bolschoi Theater Moskau als Donna Anna und sang dann wieder beim Wexford Festival und in London die Aspasia in »Mitridate, Re di Ponto« von Mozart. 1990 hörte man sie an der Stockholmer Oper in der Titelpartie von Donizettis »Maria Stuarda« und als Marguerite im »Faust« von Gounod,1991 in der vergessenen schwedischen Barock-Oper »Gustaf Wasa« von Naumann in der Partie der Christina Gyllenstierna. Bei den Festspielen von Drottningholm trat sie 1993 in der Oper »Una cosa rara« von Martín y Soler auf, 1995 in Kopenhagen als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«. 1999 trat sie bei den Festspielen von Savonlinna als Marguerite im »Faust« von Gounod auf. Auch im Bereich des Konzert- und Oratoriengesangs konnte sie sich auszeichnen (»Der Messias« von Händel, 9. Sinfonie und Missa solemnis von Beethoven, Stabat mater von Pergolesi und von Rossini, »Die Schöpfung« und »Die Jahreszeiten« von Haydn).

Schallplatten: Supraphon (Arien-Programm), Virgin (»Gustaf Wasa« von Johann Gottlieb Naumann), BIS (Carmina Burana von C. Orff), Musica Sveciae (»Estrella de Soria« von Franz Berwald), Discofil (»Mary Stuart«).

 

18.2. Eleonora JANKOVIC wird 75

Eleonora JANKOVIC

 Sie wurde am Konservatorium von Triest durch F. Ferrari und in Mailand durch die berühmte Sopranistin Maria Carbone ausgebildet. Sie war zuerst Mitglied der Kroatischen Nationaloper Zagreb. 1973 debütierte sie für Italien am Teatro Verdi Triest in der Oper »Nozze Istriane« von Smareglia. Sie konnte schnell in Italien eine bedeutende Karriere aufbauen und sang u.a. an der Mailänder Scala (seit 1974 in mehreren Spielzeiten), an der Oper von Rom, am Teatro Regio Turin, am Teatro Fenice Venedig, am Teatro Comunale Bologna (seit 1975), am Teatro Comunale Florenz (seit 1976), am Teatro San Carlo Neapel und an weiteren Bühnen von Rang. Sehr oft trat sie an der Mailänder Scala auf: 1974 als Smeraldina in Prokofieffs »L’amour des trois oranges«, 1977 als Geneviève in »Pelléas et Mélisande«, 1978 und 1985 als Suzuki in »Madame Butterfly«, 1979 als Vitellia in »Tito Manlio« von Vivaldi, 1979-80 als Türkenbaba in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, 1979 und 1981 als Amme in »Boris Godunow«, 1983 und 1987 als Frugola in »Il Tabarro«, 1983 und 1996 als Zita in »Gianni Schicchi«, 1985 in »Atem« von Franco Donatoni, 1986 als Dritte Dame in der »Zauberflöte«, 1990 als Gräfin in »Pique Dame« von Tschaikowsky und 1995 in der Doppelrolle der Marta und der Pantalis in »Mefistofele« von Boito. Sie wirkte in Mailand am 4.4.1975 in der Uraufführung von L. Nonos »Al gran sole carico d’amore« und am 27.1.1987 in der Uraufführung der Oper »Riccardo III« von Flavio Testi in der Partie der Cecilia mit. In den Jahren 1975-76, 1978, 1983 und 1987 gastierte sie bei den Festspielen in der Arena von Verona. 1988 sang sie beim Maggio Musicale von Florenz (wo sie erstmals 1983 auftrat) die Frugola, am Teatro Verdi Triest die Gräfin in »Pique Dame«, am Teatro Bellini Catania 1989 die Enrichetta in »I Puritani« von Bellini. Man hörte sie bei Gastspielauftritten an den Staatsopern von München und Stuttgart, am Opernhaus von Köln, am Théâtre de la Monnaie Brüssel und in Amsterdam, in Rio de Janeiro (1982), am Teatro Colón Buenos Aires (1983) und bei den Festspielen in den römischen Thermen des Caracalla (1985 als Fenena in Verdis »Nabucco«). 1990 gastierte sie beim Maggio Musicale von Florenz als Federica in Verdis »Luisa Miller«, 1991 am Teatro Massimo Palermo als Cinisca in der Oper »Dafni« von G. Mulè. 1992 wirkte sie am Teatro Bellini Catania in der Aufführung der wieder entdeckten Oper »Adelson e Salvini« von Bellini (als Mme. Rivers) mit. 1993 hörte man sie beim Maggio Musicale von Florenz als alte Buryja in »Jenufa« von Janácek, 1994 in Catania als Adele in Bellinis »Il Pirata«, 1994 am Teatro Massimo Palermo als Suzuki, 1995 in Catania als Mrs. Quickly in Verdis »Falstaff«, 1996 am Teatro Regio Parma als Margarita in »I quattro rusteghi« von E. Wolf-Ferrari, am Teatro Donizetti Bergamo als Cieca in »La Gioconda« von Ponchielli. 1998 sang sie am Teatro Comunale Florenz die Zita. Aus ihrem Bühnenrepertoire sind hervorzuheben: die Azucena im »Troubadour«, die Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera«, die Amneris in »Aida«, die Leonora in »La Favorita« von Donizetti, die Carmen, die Charlotte in »Werther« von Massenet, die Marina im »Boris Godunow« von Mussorgsky und die Mother Goose in »The Rake’s Progress« von Strawinsky. Neben ihre Bühnenkarriere trat eine zweite erfolgreiche Karriere im Konzertbereich.

Schallplatten: Nuova Era (Enrichetta in »I Puritani« von Bellini, »Adelson e Salvini« von Bellini), Bongiovanni (»Nozze Istriane« von Smareglia), RCABGM (Marta und Pantalis in »Mefistofele« von Boito).

 

18.2. Mordechai BEN-SHACHAR wird 90

 Der Künstler, der eigentlich Maximilian Enric Stern hieß, kam frühzeitig nach Israel und erhielt hier seine Ausbildung zum Sänger am Konservatorium Sulamith in Tel Aviv und auch an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia. 1951 debütierte er bei der Israel Opera in Tel Aviv als Escamillo in »Carmen«. Seitdem gehörte er länger als zwanzig Jahre zu den führenden Kräften dieses Hauses. Er gastierte an der Oper von Philadelphia und am Opernhaus von Zürich. Von den Gestalten, die er auf der Bühne verkörperte, sind zu nennen: der Valentin in »Faust« von Gounod, der Belcore in »L’Elisir d’amore« von Donizetti, der Figaro im »Barbier von Sevilla« von Rossini, der Grand-prêtre in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns, der Alfio in »Cavalleria rusticana«, der Marcello in Puccinis »La Bohème« und der Sharpless in »Madame Butterfly«. Auch als Konzertsänger wie als Gesanglehrer angesehen.

19.2. Alexander TCHAIKOVSKY wird 70

Biographie des russischen Komponisten auf Englisch:

http://www.phoenixcd.com/search/BioInfo.cfm?Biography__Performer=TCHAI

19.2. Ian COMBOY wird 75

 Er arbeitete 1957-62 als Chemiker im Forschungsbereich, ließ dann aber seine Stimme 1962-68 am Royal Northern College of Music Manchester bei Albert Haskayne und Ellis Keeler ausbilden und war auch Schüler von Otakar Kraus in London; 1966-68 betrieb er weitere Studien an der Wiener Musikakademie bei Wolfgang Steinbruck und bei Erik Werba. Er debütierte 1968 bei der Glyndebourne Touring Opera als Zweiter Priester und als Zweiter Geharnischter in der »Zauberflöte« und war 1968-70 bei der Sadler’s Wells Opera in London engagiert. Dort hörte man ihn als Colline in »La Bohème«, als Leporello im »Don Giovanni« und als Truffaldino in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1969 sang er beim Gastspiel des Glyndebourne Festival im Münchner Cuvillies-Theater den Osmano in »L’Ormindo« von Cavalli. An der Scottish Opera Glasgow war er oft zu hören, so 1969 als Alcalde in »La forza del destino«, 1976 als Leporello in »Don Giovanni« und als Theseus in B. Brittens »A Midsummer Night’s Dream«, 1976-78 und 1983 als Hans Schwarz in »Die Meistersinger von Nürnberg«, 1986 in der Titelrolle von »The Mikado« von Gilbert & Sullivan und 1992 als Gesler in Rossinis »Wilhelm Tell«. 1978 sang er an der Opera North Leeds den Bartolo in »Le nozze di Figaro«, 1981 an der Kent Opera den Gremin im »Eugen Onegin«, 1982 an der Welsh Opera Cardiff den Doktor in A. Bergs »Wozzeck«. Seit 1971 hörte man ihn an der Covent Garden Oper London in einer Anzahl von kleineren und mittleren Partien. 1986 Gastspiel an der Oper von Rennes als Sparafucile im »Rigoletto«, 1987 an der Oper von Lille als Osmin in der »Entführung aus dem Serail«. Er sang in mehreren Uraufführungen von Opern: 1977 beim St. Magnus Festival auf den Orkney Inseln in »The Martyrdom of St. Magnus« von Peter Maxwell Davies, am 6.9.1977 beim Edinburgh Festival in »Mary, Queen of Scots« von Thea Musgrave, 1988 an der Berliner Kammeroper in »Zeus, Europa und der Stier« von Helge Jörns, 1990 an der Welsh Opera in »Torndrak« von John Metcalfe. An diesem Haus wirkte er auch 1987 in der englischen Erstaufführung der Oper »Die Teufelswand« (»Certova sténa«) von Smetana als Rarach mit. Bereits 1974 sang er bei der New Opera Company in der englischen Premiere von »Arden muss sterben« von A. Goehr. Verheiratet mit der Violinistin Dianne Chidgey.

Schallplatten: TER; auf einer französischen Privatmarke »Scipione« von Händel.

19.2. Die tschechische Sopranistin RůženaKOHOUTOVÁ wird 90

 19.2. György KURTÁG wird 90

Er siedelte 1946 nach Budapest über und studierte an der Franz-Liszt-Akademie Komposition bei Sándor Veress und Ferenc Farkas, Klavier bei Pál Kadosa und Kammermusik bei Léo Weiner. 1957-58 hielt er sich ein Jahr in Paris auf, wo er Kompositionskurse bei Darius Milhaud und Olivier Messiaen besuchte. Für seine kompositorische Entwicklung wurde aber während dieses Studienjahres die Begegnung mit der Psychologin Marianne Stein von entscheidender Bedeutung. Als Gast des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) lebte er 1971 ein Jahr in Berlin. 1973 erhielt er den Kossuth-Preis des Staates Ungarn. 1993 lud ihn das Wissenschaftskolleg zu Berlin für zwei Jahre als „Composer in residence“ der Berliner Philharmoniker ein. Es folgten ein- und zweijährige Aufenthalte in Wien (1995), Den Haag (1996) und Paris (1999). Im Jahr 1998 erhielt er den renommierten Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung, 2001 den Friedrich-Hölderlin-Preis der Universitätsstadt Tübingen und 2009 den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für sein Lebenswerk im Rahmen des 53. Internationalen Festivals für zeitgenössische Musik. 2001 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. György Kurtág gilt heute neben György Ligeti als der bedeutendste ungarische Komponist nach 1945. Während Ligeti aber Ungarn nach dem Aufstand 1956 verließ und im Westen schnell zu einem gefeierten Komponisten wurde, blieb Kurtág zunächst in Budapest und unterrichtete 1967-93 an der dortigen Franz-Liszt-Musikakademie Klavier und Kammermusik. So blieb er lange als Komponist nur ein „Geheimtipp“ unter Eingeweihten. Erst Mitte der 70er Jahre begann seine Musik umfassender in Westeuropa bekannt zu werden. Heute werden seine Werke weltweit aufgeführt und liegen in diversen CD-Aufnahmen vor. Die Musik Kurtágs ist geprägt von einer ähnlichen Verdichtung musikalischer Texturen, wie es für die Musik von Anton Webern kennzeichnend ist. Aber anders als bei Webern ist Kurtágs Sprache dabei spielerischer und assoziativer. Dennoch ist sie in ihrer oftmals radikalen Beschränkung und Konzentration durchdrungen von Erkenntnis und Vergeistigung, die bei Kurtág mit einem hohen Grad an Selbstzweifeln und einer überaus selbstkritischen Haltung einhergehen. Bemerkenswert sind diverse, mehr oder weniger versteckte und verschlüsselte Verweise in seinen Werken, so etwa in den Opus-Zahlen oder Titeln, beispielsweise mit op. 27 „…quasi una fantasia …“ an Beethoven oder mit op. 28 „Officium breve“ an Weberns Streichquartett mit gleicher Opus-Zahl. Zudem gibt es kompositorische Anspielungen in den zahllosen Widmungsstücken des Work in progressJátékok. Auf Einladung von Walter Fink war er 2004 der 14. Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festival. Er spielte unter anderem mit seiner Frau aus Játékok.

 

19.2. Denise BOURSIN wird 95

Denise_BOURSIN

 Sie wurde durch den Pädagogen Guy Soudieux ausgebildet und war zuerst Mitglied des Chores von Marcel Courod (1945-47). Dann trat sie als Choristin in das Ensemble der Pariser Grand Opéra ein, führte aber ihre Gesangsausbildung weiter fort. Sie erhielt eine große Chance, als sie 1949 an der Grand Opéra für die berühmte Koloratice Mado Robin als Königin der Nacht in der »Zauberflöte« einsprang. Dieses Debüt fiel so erfolgreich aus, dass man sie sogleich als Solistin an das Haus verpflichtete. Noch im gleichen Jahr 1949 kam es dann auch zu ihrem Debüt am zweiten großen Opernhaus der französischen Metropole, der Opéra-Comique Paris. Hier sang sie als Antrittsrolle die Olympia in »Hoffmanns Erzählungen« von Offenbach. Bis 1966 trat sie an der Grand Opéra auf und sang hier wie an der Opéra-Comique u.a. die Rosina im »Barbier von Sevilla«, die Lucia di Lammermoor, die Titelfiguren in »Lakmé« von Delibes und »Manon« von Massenet, die Philine in »Mignon« von A. Thomas, die Manuela in »Bolivar« von D. Milhaud und den Waldvogel in »Siegfried«. Daneben gastierte sie an den großen Operntheatern in der französischen Provinz, wo sie weitere Partien für Koloratursopran vortrug, darunter die Königin Marguerite de Valois in den »Hugenotten« von Meyerbeer, die Eudoxie in »La Juive« von Halévy und die Juliette in »Roméo et Juliette« von Gounod. Sie gab auch Gastspiele im Ausland, sang in Italien (Teatro San Carlo Neapel, Turin), in Belgien, in Nordafrika und in der Schweiz.

Schallplatten: Decca (»Carmen«, 1952), MRF (Ygraine in »Ariane et Barbe-bleue« von Dukas).

 

20.2. Anthony DAVIS wird 65

Davis, dessen Vater Hochschullehrer war, wuchs auf dem Campus von Princeton und des State Colleges in Pennsylvania auf. Sein Vater kannte Art Tatum; einer der Nachbarn war der Pianist Billy Taylor. Davis nahm Klavierstunden und schloss Anfang der 1970er seine Musikstudium in Yale ab. Während dieser Zeit lernte er den Posaunisten George Lewis kennen, mit dem er auch spielte. Spätestens zwischen 1974 und 1977, als er mit dem Trompeter Wadada Leo Smith in dessen Gruppe New Delta Akhri spielte, wurde er mit den Prinzipien der Association fort he Advancement of Creative Musicians vertraut, die ihn beeinflussten. 1975 leitete er ein eigenes Quartett mit Ed Blackwell, Jay Hoggard und Mark Helias. 1977 zog er nach New York City, wo er mit Anthony Braxton, Oliver Lake, Barry Altschul, Chico Freeman und George Lewis arbeitete. In dieser Zeit entstand sein erstes Album, Song for the Old World. Zu Beginn der 1980er arbeitete er in unterschiedlichen Formationen mit dem Flötisten James Newton und gab Konzerte als Solopianist. 1981 gründete er das Oktett Episteme, um neben seinen eigenen Kompositionen auch jene anderer Komponisten (z. B. Earle Howard und Alvin Singleton) aufzuführen. In seinen kammermusikalischen Kompositionen sind Einflüsse javanischer Gamelanmusik und afrikanischer Skalen deutlich. 1985 wurde seine erste Oper X: The Life and Times of Malcolm X an der New York City Opera in Manhattan uraufgeführt, die auf dem Leben von Malcolm X basiert. Die Uraufführung seiner fünften Oper Wakonda’s Dream war 2007 in der Opera Omaha. Sie befasst sich mit dem Leben einer Indianerfamilie und deren Geschichte. In beiden Fällen führte Rhoda Levine Regie. Sowohl als Komponist als auch als Pianist wurde Davis im Down-Beat-Poll ausgezeichnet. Als Hochschullehrer an der Yale University lehrte er sowohl Komposition als auch Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts; seit 1998 ist er Musik-Professor an der University of California, San Diego. Davis ist mit der Sopranistin Cynthia Aaronson-Davis verheiratet und hat einen Sohn.

 20.2. Vladimir MARTYNOV wird 70

 Biographie des russischen Komponisten auf Englisch:

https://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Martynov

 20.2. Die italienische Sopranistin Ida FARINA wird 80

 20.2. Barry HANNER wird 80

 Er war am Curtis Institute of Music in Philadelphia Schüler von Martial Singher und gewann 1961 ein Fulbright-Stipendium zum Weiterstudium in Europa. Hier debütierte er 1962 am Staatstheater Karlsruhe als Belcore in »L’Elisir d’amore«. Er sang am Theater am Gärtnerplatz München, an der Staatsoper Stuttgart, an den Staatstheatern von Darmstadt und Wiesbaden und war lange Jahre hindurch am Opernhaus von Nürnberg engagiert. Gastspiele an der Wiener Volksoper, in Amsterdam und in Florenz. Er trug auf der Bühne ein vielseitiges, in der Hauptsache dem lyrischen Fach gewidmetes Repertoire vor, das Partien in Opern von Mozart, Verdi, Puccini, Cimarosa, Menotti und Janácek enthielt. Dazu war er ein erfolgreicher Konzertsolist. In Nürnberg sang er 1969 in der Uraufführung der Oper »Die Witwe des Schmetterlings« des koreanischen Komponisten Isang Yun und 1972 in der ersten szenischen Aufführung von H.W. Henzes »Das Floß der Medusa« Er wirkte als Dozent an der Musikhochschule Nürnberg.

Schallplatten: Colosseum (Musik in Nürnberg).

 

20.2. Margareta HALLIN wird 85

Margareta HALLIN

 

 Ausbildung am Königlichen Konservatorium von Stockholm bei Ragnar Hultén. Noch als Elevin debütierte sie 1955 an der Königlichen Oper von Stockholm (als Rosina im »Barbier von Sevilla«), deren reguläres Mitglied sie 1956 wurde und für mehr als 25 Jahre blieb. Sie sang hier in den Uraufführungen der Opern »Aniara« von Blomdahl (31.5.1959), »Herr von Hancken«, ebenfalls von Blomdahl (2.9.1965) und »Tintomara« von Lars Johan Werle (18.1.1973), zur Eröffnung des Rotunda Teater am 26 5. 1964 in der von »Drömmen om Thérèse«, ebenfalls einem Werk von Werle. In der Spielzeit 1968-69 war sie am Stadttheater von Malmö in Engagement, kam dann aber wieder an die Königliche Oper Stockholm zurück. In Partien wie der Konstanze und dem Blondchen in der »Entführung aus dem Serail«, der Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, der Lucia di Lammermoor, der Gilda in »Rigoletto« und der Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« erwies sie sich als hervorragende Koloratrice. Sie übernahm einerseits gerne Partien in vergessenen schwedischen Opern aus dem 18. Jahrhundert, andererseits Aufgaben in zeitgenössischen Werken (Uraufführung von Sven-Erik Bäcks »Gästabudet« 1958 am Blanche-Theater Stockholm). 1957 übernahm sie im schwedischen Rundfunk, am 19.11.1958 bei der szenischen Uraufführung an der Königlichen Oper Stockholm (im dortigen Blanche-Theater) die Rolle der Tsu in der Oper »Tranfjädrarna« von Sven-Erik Bäck. Sie gastierte sehr erfolgreich, zumeist als Königin der Nacht, an den Staatsopern von Wien (1956), München (1973 hier auch als Leonore im »Troubadour«) und Hamburg, am Opernhaus von Zürich und an der Oper von Rom. 1957 und 1960 sang sie die Königin der Nacht bei den Festspielen von Glyndebourne, 1958 die Konstanze beim Maggio Musicale von Florenz. 1959 wirkte sie bei den Festspielen von Edinburgh mit (als Gilda und als blinde Dichterin in »Aniara« von Blomdahl bei einem Gastspiel der Stockholmer Oper). Sie sang im gleichen Jahr an der Oper von Leningrad. 1960 sang sie zuerst in Stockholm, dann an der Covent Garden Oper London in »Alcina« von Händel. Seit 1962 war sie bei den Festspielen auf Schloss Drottningholm zu hören. Sie sang später auch die großen Partien des lyrischen und dramatischen Fachs (Aida, Donna Anna in »Don Giovanni«, Senta in »Der fliegende Holländer«, Elsa in »Lohengrin«, Traviata, Butterfly, Marschallin im »Rosenkavalier«). 1973 hatte sie bei den Festspielen von Drottningholm einen besonderen Erfolg in der Oper »Gustaf Adolf og Ebba Brahe« von Abbé Vogler; 1983 wirkte sie in Stockholm in der Uraufführung der Oper »Siddharta« von Per Norgaard mit. Seit 1966 schwedische Hofsängerin, 1972 wurde sie zum Mitglied der Schwedischen Musikakademie in Stockholm ernannt, 1976 Verleihung des Ordens »Litteris et artibus«. 1984 verabschiedete sie sich offiziell in Stockholm in der Titelpartie von Cherubinis Oper »Medea« von der Bühne. Sie ist aber auch später noch gelegentlich aufgetreten; so wirkte sie am 15.10.1986 an der Stockholmer Oper in der Uraufführung der Oper »Christina« von Hans Gefors mit und sang 1987 bei den Festspielen von Drottningholm die Marcellina in »Le nozze di Figaro« und nochmals 1991 bei den gleichen Festspielen die Clytemnestra in der vergessenen Oper »Electra« von Johann Christian Haeffner. 1999 nahm sie am Schlosstheater Drottningholm an der Uraufführung der Oper »Trädgarden« von Jonas Forssell teil. Weitere Partien aus ihrem Repertoire für die Bühne: die Susanna in »Le nozze di Figaro«, die Sophie im »Rosenkavalier«, die Desdemona in Verdis »Otello«, die Mimi in »La Bohème« und die Ann Trulove in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, die sie in der schwedischen Erstaufführung dieser Oper 1961 in Stockholm sang. Sie ist auch unter dem Namen Margareta Hallin-Boström aufgetreten.

Aufnahmen auf HMV und Telefunken. Auf MRF erschien ein Mitschnitt einer Aufführung von Voglers »Gustaf Adolf och Ebba Brahe« aus Drottningholm von 1973, auf BIS Gilda im »Rigoletto« (Stockholm, 1959).

 

20.2. Carol SMITH wird 90

Carol_SMITH

 Schülerin von Lola Fletcher in Chicago. Sie debütierte nach ihrem Studium als Konzertsängerin in Chicago und hatte als solche ihre ersten Erfolge in den USA und in Kanada. Zwölf Jahre lang war sie Solistin der »Bach Aria Group«. Zur weiteren Ausbildung als Opernsängerin kam sie nach Italien und studierte erneut bei Mario Cordone in Mailand; sie debütierte 1961 als Opernsängerin am Teatro San Carlo Neapel. Sie war dabei sehr erfolgreich und sang nun an der Mailänder Scala (1964 als Eboli in Verdis »Don Carlos«, 1965 als Amneris in »Aida«, im Mozart-Requiem unter Herbert von Karajan, in G. C. Menottis »La Morte del Vescovo di Brindisi« und in einem Ballettabend mit Musik von G. Gerhswin sowie 1971 in einem Konzert mit Mahlers Wunderhorn-Liedern), an der Deutschen Oper Berlin, an den Staatsopern von Wien (1965 als Amneris und 1966 als Eboli), Hamburg und München und an der Oper von Genf (1969 als Amneris, 1970 als Ulrica in Verdis »Un ballo in maschera« und 1975 als Mrs. Quickly in Verdis »Falstaff«). Sie trat seit 1961 (und bis 1983) gastweise am Opernhaus von Zürich auf, dessen reguläres Mitglied sie in den Jahren 1966-81 war. Dort wirkte sie in den Schweizer Erstaufführungen der Opern »Roberto Devereux« von Donizetti (Spielzeit 1970-71 als Sara), »Bomarzo« von Alberto Ginastera (1970-71 als Pantasilea), »Melusine« von A. Reimann (1973-74 als Pythia) und »Lulu« von A. Berg (in der Neu-Bearbeitung durch F. Cerha, Spielzeit 1979-80) mit. Sie war verheiratet mit dem ersten Violinisten dieses Hauses Audinoff Zanforlin. Sie wirkte beim Casals Festival auf Puerto Rico mit und gastierte bei großen internationalen Festspielveranstaltungen, teils als Opernsängerin, teils auch in Konzerten. 1971 wirkte sie in Washington in der Uraufführung der Oper »Beatrix Cenci« von Alberto Ginastera mit (zur Eröffnung des neuen Opernhauses im dortigen Kennedy Center). Im gleichen Jahr 1971 trat sie bei den Festspielen von Salzburg als Messagiera in Monteverdis »L’Orfeo« auf. Auf der Bühne bevorzugte sie das italienische Opernrepertoire, als Konzertaltistin beherrschte sie eine Vielzahl von Solopartien aus allen Bereichen der Musikliteratur. In ihrer amerikanischen Heimat wurde sie in erster Linie durch ihr Auftreten im Konzertsaal bekannt. Ihr Konzertrepertoire enthielt u.a. die Passionen, die Hohe Messe und Kantaten von J.S. Bach, den »Messias« von Händel, die 9. Sinfonie wie die Missa solemnis von Beethoven, das Mozart-Requiem, die Petite Messe solennelle und das Stabat mater von Rossini, die Requiem-Messen von Verdi wie von Dvorak, die Alt-Rhapsodie von J. Brahms, sie 2. wie die 8. Sinfonie von G. Mahler, die Glagolitische Messe von Janácek, auch Werke zeitgenössischer Komponisten (S. Prokofjew, P. Hindemith, L. Bernstein). Sie gab Konzerte beim Festival von Athen, beim Baalbeck Festival, beim Maggio Musicale Fiorentino, bei den Festspielen von Aix-en-Provence und bei den Berliner Festwochen, in Paris, Marseille, Straßburg, Monte Carlo und Brüssel, in Chicago, New York, San Francisco, Los Angeles und Cincinnati, in Hamburg, Köln, Dortmund, Düsseldorf und in Den Haag, in Mailand, Perugia, Palermo und Neapel sowie in den Musikzentren in der Schweiz (Zürich, Luzern, St. Gallen, Solothurn). 1979-84 lehrte sie an der Musikhochschule von Zürich, seit 1984 Professorin an der Indiana University Bloomington. – Farbenreiche, warm timbrierte Stimme, die ein weites Ausdrucksspektrum beherrschte.

Schallplatten: RCA (Lola in »Cavalleria rusticana«, »La Damoiselle élue« von Debussy unter Charles Münch als Partnerin von Victoria de los Angeles, 1954), Decca (Bach-Kantaten), Columbia (Missa solemnis von Beethoven), Concert Hall, MMS (»El amor brujo« von M. de Falla), BASF-Harmonia mundi (»Penthesilea« von O. Schoeck).

22.2. Die tschechische Sopranistin Anna KRATOCHVÍLOVÁ wird 70

23.2. Tero HANNULA wird 70

Tero HANNULA

Er war zuerst fünf Jahre lang als Schullehrer tätig, ließ dann aber seine Stimme ausbilden. Er war in Finnland Schüler von P. Salomaa, K. Kerkola und Matti Lehtinen, studierte in Rom bei Luigi Ricci und war Absolvent der Musikhochschule in Wien. 1976 fand sein Bühnendebüt am Pfalztheater von Kaiserslautern statt, und zwar als Escamillo in »Carmen« und als Posa in Verdis »Don Carlos«. Im folgenden Jahr 1977 wechselte er an das Nationaltheater Mannheim, an dem er in den folgenden fünf Jahren ein Repertoire von rund 40 Partien zum Vortrag brachte. Darunter fanden sich der Wolfram in »Tannhäuser«, der Figaro im »Barbier von Sevilla« von Rossini, der Enrico in »Lucia di Lammermoor«, der Graf Luna im »Troubadour«, der Graf Almaviva in »Figaros Hochzeit«, der Titelheld in »Eugen Onegin« von Tschaikowsky, der Marcello in Puccinis »La Bohème« und der Zar in »Zar und Zimmermann« von Lortzing. Gastspiele führten den Künstler an die Staatsopern von Stuttgart und Hamburg, an die Staatstheater von Hannover und Karlsruhe, an das Stadttheater von Aachen und zu den Festspielen von Ludwigsburg, bei denen er 1980-81 den Grafen in »Figaros Hochzeit« übernahm. Internationale Gastspielauftritte am Bolschoi Theater Moskau und am Opernhaus von Leningrad. 1981-89 bewunderte man bei den Opernfestspielen von Savolinna in seiner finnischen Heimat seinen Papageno in der »Zauberflöte« am 7.7.1984 wirkte er dort in der Uraufführung der Oper »Der König begibt sich nach Frankreich« von Aulis Sallinen mit. 1996 sang er in Turku den Ali in der barocken Oper »Den lilla slafvinna« von B.H. Crusell. Seit 1982 gehörte er als führendes Ensemblemitglied der Stuttgarter Staatsoper an, wo er am 24.3.1984 an der Uraufführung der Oper »Echnathon« von Philipp Glass teilnahm. 1982 sang er in der Eröffnungsvorstellung der Bayerischen Kammeroper München und gastierte mit deren Ensemble in Norwegen und Belgien (Lüttich). An der Oper von Helsinki war er als Rigoletto in der Verdi-Oper gleichen Namens zu Gast, an der Deutschen Oper Berlin als Thoas in Glucks »Iphigenie in Aulis«. Seit der Spielzeit 1994-95 Mitglied des Staatstheaters Karlsruhe, wo er u.a. 1996 als Förster in Janáceks »Das schlaue Füchslein« auftrat. 1997 sang er in Karlsruhe den Brétigny in »Manon« von Massenet, am 27.2.1998 in der Uraufführung der Oper »Farinelli« von S. Matthus den Nicola Porpora, 1998 dort auch den Dunois in Tschaikowskys »Jungfrau von Orléans«. Am Stadttheater Würzburg übernahm er 1998 die Titelrolle in der vergessenen Oper »Kublai Khan« von A. Salieri, in Karlsruhe 1999 den Rodimarte in »Il trionfo dell’onore ovvero Il dissoluto pentito« von A. Scarlatti. In der Spielzeit 1999-2000 hörte man ihn am Staatstheater Karlsruhe als Capulet in Gounods »Roméo et Juliette« wie als Mirko Zeta in Lehárs »Die lustige Witwe« sowie bei den dortigen Händel-Festspielen als Rodimarte in »Der Triumph der Erde« von A. Scarlatti, 2000 auch als Frank in Korngolds »Die tote Stadt« und als Procolo Cornacchia in »Le Convenienze ed Inconvenienze teatrali« (»Viva la Mamma!«) von Donizetti. Bei den Festspielen von Savonlinna sang er 2000 den Papageno, am Opernhaus von Bonn 2001 den Gunther in der »Götterdämmerung«. Parallel zu diesen Bühnenerfolgen verlief eine nicht weniger bedeutende Karriere im Konzertsaal. So nahm er 1980 an einer Russland-Tournee des Finnischen National-Orchesters teil.

Schallplatten: CBS (»Echnathon«), Bella Musica (Donner im »Rheingold«).

 

23.2. Arthur LOOSLI wird 90

Er studierte 1946-50 Malerei und Kunstgeschichte in Bern, Paris und Florenz und wurde als Radierer und Zeichner weithin bekannt, nicht zuletzt durch internationale Ausstellungen in europäischen Großstädten wie in den USA. Er arbeitete lange Jahre als Kunstpädagoge am Gymnasium von Thun, ließ aber seit 1952 seine Stimme durch Felix Loeffel am Konservatorium von Bern ausbilden. Es schlossen sich weitere Studien bei Mariano Stabile in Venedig (1958) und bei Arne Sunnegaard in Stockholm (1958-59) an. 1959 gewann er den Internationalen Vokalisten-Wettbewerb in s’Hertogenbosch. Er begann 1958 eine große internationale Konzertkarriere, bei der er sich einerseits als Oratoriensolist von hohem Rang, anderseits als begabter Lied-Interpret erwies. Er sang in den Musikmetropolen in der Schweiz, in Rom, Bergamo, Bari, Brescia, in Genua, Lucca, Mantua, Parma, Padua und Ravenna, in Amsterdam, Brüssel, Besançon, in Stuttgart, Mannheim, Nürnberg, in Stockholm und beim Festival von Wroclaw (Breslau). Er beherrschte ein breit gefächertes Repertoire, das mit Kompositionen der Barock-Epoche (J.S. Bach, G.F. Händel) begann und bis zu Werken zeitgenössischer Komponisten (Othmar Schoeck, Willy Burkhard, A. Honegger, Frank Martin, Benjamin Britten, M. Tippett) reichte. Auf der Bühne ist er nicht aufgetreten, übernahm aber Partien in konzertanten Opernaufführungen.

Schallplatten: HMV (Johannes-Passion von J.S. Bach als Christus, Lieder von O. Schoeck), Akzent (»Winterreise« und »Schwanengesang« von F. Schubert mit eigenhändigen Zeichnungen des Künstlers im beigegebenen Textbuch). Swiss Pan (Messe von Zelenka, Böhmische Pastorellen).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://arthurloosli.ch/

 

24.2. Gabriele SCHNAUT wird 65

Gabriele SCHNAUT als Ortrud in Bayreuth
Als Ortrud in Bayreuth

 Sie wuchs in Mainz auf, studierte dort zuerst Violinspiel und nebenbei Liedgesang. Seit 1971 Gesangstudium an der Musikhochschule von Frankfurt a.M. als Schülerin von Elsa Cavelti, dann in Darmstadt von Aga Zeh-Landzettel und in Berlin von Hanne-Lore Kuhse. 1976 erhielt sie ihr erstes Bühnenengagement an der Stuttgarter Staatsoper. 1978-80 war sie am Staatstheater von Darmstadt engagiert, 1980-88 Mitglied des Nationaltheaters Mannheim. Dort wirkte sie 1987 in der Uraufführung der Oper »Die Hamletmaschine« von Wolfgang Rihm als Ophelia mit. 1985 sang sie als erste dramatische Sopranpartie am Opernhaus von Dortmund die Isolde in »Tristan und Isolde«. Seit 1988 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, zugleich in einer ganz internationalen Gastspielkarriere, wirkend. Sie kam zu großen Erfolgen bei den Festspielen von Bayreuth; dort trat sie 1977-80 als Waltraute und als 2. Norn(1980 auch als Wellgunde) im Nibelungenring auf, 1985-87 als Venus in »Tannhäuser«, 1985-86 als 3. Norn(1986 auch als Sieglinde) im Nibelungenring, 1987-91 und 1999 als Ortrud in »Lohengrin« sowie 2000 als Brünnhilde im Nibelungenring. 1985 debütierte sie als Komponist in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss an der Wiener Staatsoper. An diesem Haus sang sie bis 2005 in insgesamt 85 Vorstellungen außerdem noch die Isolde, die Ortrud, die Brünnhilde, die Kundry in »Parsifal«, die Turandot in der gleichnamigen Oper von Puccini, die Elektra von R. Strauss und die Färberin in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss. Sie gastierte 1985 in Dortmund, 1987 in Köln und 1988 mit großem Erfolg in Hamburg als Isolde. Sie debütierte 1988 an der Covent Garden Oper London als Ortrud und sang dort 1989 die Sieglinde in der »Walküre«. In Hamburg sang sie auch 1989 die Els in »Der Schatzgräber« von Fr. Schreker, in Düsseldorf 1989 die Lady Macbeth in Verdis »Macbeth«. Weitere Gastspiele an den Opern von Genf (1978 als Margret in »Wozzeck« von A. Berg und 1987 als Sieglinde) und Rom, am Teatro Liceu Barcelona und an der Nationaloper von Warschau. 1983 sang sie erstmals an der Oper von Chicago, und zwar die Fricka in einer konzertanten Aufführung der »Walküre«. An der Oper von San Francisco trat sie 1991 als Isolde (zugleich ihr US-Debüt)und 1998 als Turandot auf. 1990 hörte man sie an der Deutschen Oper am Rhein und an der Staatsoper von Hamburg als Brünnhilde in der »Walküre«, in Tokio als Isolde, 1992 an der Opéra Bastille Paris und an der Oper von Antwerpen als Elektra in der Oper gleichen Namens von Richard Strauss, 1993 in Amsterdam als Ortrud. 1993 sang sie in Santiago de Chile und 1994 an der Deutschen Oper am Rhein die Turandot. 1994 gastierte sie an der Mailänder Scala als Elektra von R. Strauss und als Brünnhilde in der »Walküre«; 1995 sang sie an der Oper von Köln wieder die Elektra, 1996 in Amsterdam die Färberin. 1996 sang sie als Antrittsrolle an der New Yorker Metropolitan Oper sehr erfolgreich die Brünnhilde in der »Walküre«. Hier sang sie bis 2004 außerdem noch die Brünnhilde im »Siegfried« und in der »Götterdämmerung«, die Elektra von R. Strauss und die Färberin. 1996 sang sie am Teatro Comunale Bologna die Isolde. 1997 gastierte sie an der Chicago Opera als Puccinis Turandot; an der Staatsoper Hamburg sang sie 1997 die Brünnhilde im Nibelungenring, an der Münchner Staatsoper die Elektra von R. Strauss, 1998 am Opernhaus von Köln und an der Pariser Oper wieder die Isolde. 1998-99 an der Staatsoper München und an der Deutschen Oper Berlin als Brünnhilde im gesamten Ring-Zyklus zu hören, 1999 dort auch als Turandot. 2000 hörte man sie an der Deutschen Oper Berlin (mit René Kollo in der Titelrolle) wie an der Covent Garden Oper London (hier mit Jon Frederic West) als Isolde in »Tristan und Isolde«, 2001 dann auch am Muziektheater Amsterdam (mit John Treleaven). 2001 gastierte sie an der Deutschen Oper Berlin in der Titelrolle von Puccinis Oper »Turandot«, am Opernhaus von Zürich als Brünnhilde in der »Walküre«, 2002 bei den Salzburger Festspielen als Turandot. Ihre weiteren Partien waren der Octavian im »Rosenkavalier«, der Sesto in »Titus« von Mozart, die Dorabella in »Così fan tutte«, die Federica in Verdis »Luisa Miller« und die Brangäne in »Tristan und Isolde«, später auch die Carmen, die Leonore im »Fidelio« und die Marie in A. Bergs »Wozzeck«. Auch als Konzertsängerin (Oratorium, Lied) kam sie zu einer sehr erfolgreichen Karriere.

Schallplatten: In einer Gesamtaufnahme des Ring-Zyklus auf Philips singt sie die Waltraute in der »Walküre« und die zweite Norn in der »Götterdämmerung«. Sie sang auf CBS in der Matthäuspassion von J.S. Bach und in »Cardillac« von Hindemith, auf Wergo in »Sancta Susanna« von Hindemith, in »Die Hamletmaschine« von W. Rihm und in Liedern von Hindemith. Weitere Schallplattenaufnahmen auf Capriccio (Gesamtaufnahmen »Der Schatzgräber« und »Der ferne Klang« von Fr. Schreker), auf Decca (Leonore in »Fidelio«, Brünnhilde in der »Walküre«), und auf Chandos (»Oedipus Rex« von Strawinsky).

 

24.2. Arthur FAGEN wird 65

Der gebürtige New Yorker hat sich eine erfolgreiche europäisch-amerikanische Karriere sowohl im Konzert- als auch im Opernbereich aufbauen können, seit er Mitte der 70er Jahre den Baltimore- und den „Gino Marinuzzi“-Wettbewerb gewonnen hat. Seine ersten künstlerischen Erfahrungen sammelte er als Assistent von Christoph von Dohnanyi in Frankfurt/Main, später als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD in Kassel. Es folgten Chefpositionen in Braunschweig und an der Flanders Opera Antwerpen/Gent, bevor er sich 1986 entschloss, wieder in sein Heimatland, die USA, zurückzukehren. 2002-09 war erGeneralmusikdirektor der Stadt Dortmund. Neben einer sehr erfolgreichen Arbeit als mit den Dortmunder Philharmonikernleitete er an der Oper DortmundNeuproduktionen (u.a. Die Meistersinger von Nürnberg, Don Giovanni, Jenufa, Der Rosenkavalier, Nabucco, Wozzeck, Fidelio, Der Ring des Nibelungen) und die Welturaufführung von Eckehard Mayers Treffen in Telgte. In der Saison 2007/08 unternahm er mit den Dortmunder Philharmonikerneine China Tournee. Zurzeit ist Arthur Fagen Musikdirektor der Atlanta Opera (USA) und Leiter der Orchesterklasse der Indiana University in Bloomington (USA).

Arthur Fagen dirigierte an der MET New York (1988 Il Trovatore), war regelmäßig Gast an der Lyric Opera Chicago, wo er u.a. mit The Ghosts of Versailles, Hoffmanns Erzählungen, Don Carlound 1997 Shulamit Ran’s Between Two Worldsgroße Erfolge verzeichnen durfte. An derDeutschen Staatsoper Berlin(Aida und Cavalleria Rusticana/Pagliacci)war er ebenso als Gastdirigent tätig wie an derHamburgischen Staatsoper(Cavalleria Rusticana/Pagliacci) undder Bayerischen StaatsoperMünchen (La Bohème). An derWiener Staatsoper dirigierte er u.a.La Traviata, L‘Elisir d’Amore, Don Carlo, Turandot, Cavalleria rusticana/Pagliacci, Il Trovatore und Macbeth, Arthur Fagen ist außerdem derNew Israeli Opera als Gast verbunden, wo er unter anderem Falstaffdirigierte. An der Opéra de Toulouse leitete er im Frühjahr 1999 eine von Publikum und Presse hoch gelobte Neuproduktion von Tosca,am Teatro Real in Madrid gastierte er mit La Bohème.Im Frühjahr 2000 dirigierte er Die Sache Makropoulosan der Opéra de Montpellier. An der Semperoper Dresden debütierte er mit Nabucco, am Teatro Regio di Torino leitete er eine Neuproduktion von Aribert Reimanns Lear, im Teatro San Carlo di Napoli eine Neuproduktion von Poulencs Dialogues des Carmélites und im Februar/März 2003 an der Deutschen Oper Berlindie Wiederaufnahme von Schönbergs Erwartung und Bartoks Herzog Blaubarts Burg, ein Werk mit dem er 2004 auch zum Festival Miskolcnach Budapest eingeladen wurde. 2006 debütierte Arthur Fagen am Teatro Colon, Buenos Aires in einer Neuproduktion von Brittens A Midsummer Night’s Dream und gastierte beim Indianapolis Symphony Orchestra, am Teatro Massimo Palermo, bei den Nürnberger Philharmonikern, dem Israel Symphony Orchestra, dem Orquestra Sinfonica del Principado di Asturias, dem Orchestre Philharmonique de Mulhouse, dem Holland Symfonia, der Portland Opera, dem Krakow Philharmonic Orchestraund dem Orquestra di Navarra. Auch auf dem Konzertpodium ist Arthur Fagen sowohl in den USA wie auch in Europa gern gesehener Gast, u.a. in Boston, Baltimore, Milwaukee, bei der Tschechischen Philharmonie, der Slowakischen Philharmonie, den Radio Orchestern in Köln, Wien, Berlin, bei der RAI Turin und Rom und beim Spoleto Festival. Er gastierte mit dem Gulbenkian Orchester Lissabon, dirigierte die Philharmonie in Warschau und Krakau, gastierte in Mexiko, in Japan, Paris, Oslo, Madrid und Kiew. Beim Rundfunkorchester des BR München ist er seit Jahren ein gern gesehener Gast in Konzerten und Aufnahmen (u.a. Rossini CD mit Vesselina Kasarova und Ramon Vargas) wie auch bei der Deutschen Kammerphilharmonie. Im Juni 2003 debütierte er beim Orchestre de la Suisse Romande in Genf.  
Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen für Naxos (zuletzt Ungarische Rhapsodien von Franz Liszt mit der Staatskapelle Weimar), BMG/RCA, CRI, den Bayerischen Rundfunk, SFB und den WDR Köln.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://fagen.chronosartists.com/

 

24.2. JiříBĚLOHLÁVEK wird 70

 Er studierte am Prager Konservatorium sowie der Janáček-Akademie der Musischen Künste in Brünn und vervollständigte seine Ausbildung später als Schüler von Sergiu Celibidache.
Beim Nationalen Wettbewerb junger Dirigenten gewann Bělohlávek 1970 den 1. Preis und wurde daraufhin zum Assistenzdirigenten der Tschechischen Philharmonie berufen. Im Jahr 1971 gelangte er beim Internationalen Herbert von Karajan Dirigenten-Wettbewerb in Berlin bis ins Finale. 1972-77 wirkte er als ständiger Dirigent der Staatlichen Philharmonie Brno (Brünn). Konzerttourneen brachten ihn an Bühnen in Österreich, Deutschland und den USA. Seit 1973 gastierte er außerdem regelmäßig mit der Tschechischen Philharmonie in Prag und im Ausland. 1974 gab er sein Debüt in Japan und ist seither immer wieder als Gastdirigent japanischer Orchester eingeladen worden. 1979 betätigte er sich erstmals als Operndirigent.
1977-89 war er Chefdirigent der Prager Philharmoniker und unternahm mit diesen Konzertreisen in die USA, nach Japan und durch ganz Europa. Im Rahmen der langjährigen gemeinsamen Schaffensphase entstanden zahlreiche Tonträgerproduktionen. 1990-92 war Jiří Bělohlávek Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie. 1994 gründete er die Pražská komorní filharmonie – die Prager Philharmonie – und ist bis heute deren künstlerischer Leiter. 1995-2000 lehrte er an der Akademie der Künste in Prag. Im selben Zeitraum war er Erster Gastdirigent des BBC Symphony Orchestra in London, seit Juli 2006 ist Jiří Bělohlávek deren Chefdirigent. Neben den zahlreich genannten Klangkörpern arbeitete Jiří Bělohlávek mit vielen weiteren Orchestern zusammen. Dazu zählen unter anderem die Berliner Philharmoniker, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Boston Symphony Orchestra, die Staatskapelle Dresden, das Orchestre National de France, das Leipziger Gewandhaus Orchester, das London Philharmonic Orchestra, das London Symphony Orchestra, das Philadelphia Orchestra, das San Francisco Symphony Orchestra und die Wiener Symphoniker. Darüber hinaus ist Bělohlávek Vorsitzender des Festivals „Prager Frühling“ und ständiger Gastdirigent der Komischen Oper Berlin. Der Dirigent ist unter anderem Träger des „Diapason d’Or“.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://jiribelohlavek.com/

 

24.2. Hajo MÜLLER wird 85

 Schüler von Rudolf Dittrich und Johannes Kemter in Dresden. Er debütierte 1951 am Theater von Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) als Tommaso in »Tiefland« von d’Albert. Von dort kam er 1953 für vier Jahre an das Stadttheater von Plauen; 1957-61 sang er am Staatstheater von Schwerin, 1961-66 am Nationaltheater von Weimar. Er wurde 1966 Mitglied der Dresdner Staatsoper, an der er eine langjährige, erfolgreiche Karriere ausübte. 1979 nahm er an diesem Haus an der Uraufführung von Rainer Kunads Oper »Vincent« teil. Er sang dort auch 1985 in der Uraufführung von »Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke« von Siegfried Matthus im Rahmen der Eröffnung der wieder aufgebauten Semper-Oper. Er gastierte geregelt an der Staatsoper von Berlin und am Opernhaus von Leipzig. Er trat im Ausland als Gast an der Oper von Leningrad, an der Nationaloper von Bukarest, an der Oper von Brno (Brünn) und bei den Festspielen von Wiesbaden auf. Er beherrschte ein reichhaltiges Rollenrepertoire aus der gesamten Literatur für Bass wie für Bariton, darunter die Wagner-Heroen seines Stimmfachs. Angesehen auch als Konzertbassist. Seit 1981 Leiter des Nachwuchsstudios der Staatsoper Dresden. Er wirkte am 25.5.1998 an der Dresdner Staatsoper in der Uraufführung der Oper »Thomas Chatterton« von Matthias Pintscher mit. 1999 trat er an der Dresdner Staatsoper in der Operette »Die Csárdásfürstin« von E. Kálmán als Fürst Lippert-Weylersheim auf.

Schallplattenaufnahmen auf der Marke Eterna (vollständige Opern »Enoch Arden« von O. Gerster, »Der Schuhu und die fliegende Prinzessin« von Udo Zimmermann).

 

24.2. Ingvar LIDHOLM wird 95

Er studierte an der Musikhochschule von Stockholm Violine und Orchesterleitung sowie bei Hilding Rosenberg Komposition. Er vervollkommnete seine Ausbildung in Italien, Frankreich und der Schweiz. 1947-56 war er Dirigent des Sinfonieorchesters von Örebro. Bis 1965 leitete er die Kammermusikabteilung des Schwedischen Rundfunks, danach wirkte er 1965-75 als Professor für Komposition an der Musikhochschule in Stockholm. Lidholm komponierte eine Oper und eine Fernsehoper, Orchesterwerke, kammermusikalische Werke, Kataten, Chöre und Lieder.

 

25.2. Giorgio GRIMALDI wird 80

 Nachdem er anfänglich als kaufmännischer Angestellter gearbeitet hatte, studierte er Gesang bei Ettore Campogalliani und debütierte 1962 am Teatro Nuovo Mailand als Paolino in »Il matrimonio segreto« von Cimarosa. Seine Karriere entwickelte sich an den führenden Opernbühnen in Italien sehr schnell. Er trat an der Mailänder Scala (1973 als Don Giovanni in Gazzanigas »Il convitato di pietra«) und an der Oper von Rom auf, sang an den Opernhäusern von Bologna, Florenz, Palermo, Parma, Triest, Turin und Venedig und wirkte beim Maggio Musicale Fiorentino mit. Auslandsgastspiele brachten ihm die gleichen Erfolge; er gastierte an der Staatsoper von Wien (1966-70 als Beppe im »Bajazzo«, als Alfredo in »La Traviata« und als Fenton im »Falstaff« von Verdi), am Nationaltheater von Prag, in Amsterdam, Lyon, Straßburg und Mexico City. Seine rein lyrische, sehr ausdrucksvolle Stimme beherrschte das klassische Belcanto-Repertoire ebenso wie das Mozart-Fach und die entsprechenden Partien in Opern von Verdi, Puccini, Bizet, Massenet und Wolf-Ferrari. Angesehener Konzertsänger.

Schallplatten: Angelicum, Chant du Monde, darunter die komplette Oper »L’Infedeltà delusa« von J. Haydn.

 

26.2. Dimitri KAVRAKOS wird 70

Dimitri KAVRAKOS

 Er erhielt seine Ausbildung am Konservatorium von Athen. 1970 debütierte er an der Nationaloper Athen als Zaccaria in Verdis »Nabucco«. Bis 1980 blieb er Mitglied dieses Opernhauses. Nachdem er in der New Yorker Carnegie Hall in der Oper »Cecilia« von Refice aufgetreten war, erhielt er 1979 einen Ruf an die Metropolitan Oper New York (Antrittsrolle: Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«). Bis 2007 hörte man ihn dort in insgesamt 166 Vorstellungen als Graf Walter in Verdis »Luisa Miller«, als Ferrando im »Troubadour«, als König wie als Ramfis in »Aida«, als Silva in »Ernani« von Verdi, als Capulet in Gounods »Roméo et Juliette«, als Sparafucile in»Rigoletto«, als Commendatore in »Don Giovanni«, als Timur in Puccinis »Turandot«, als Raimondo in »Lucia di Lammermoor«, als Zaccaria und als Albert in Halévys »La Juive«. In Europa trat er an der Oper von Genf (1984 als Oroveso in Bellinis »Norma«)und in Amsterdam auf. 1981 gastierte er an der Oper von Lüttich als Gremin im »Eugen Onegin«, die gleiche Partie sang er 1984 in Lyon und bei der Welsh Opera Cardiff. An der Grand Opéra Paris sang er 1987 den Giorgio in Bellinis »I Puritani« und den Großinquisitor in »Don Carlos«, 1988 und 1996 den Oroveso, 1995-96 und 1999 den Raimondo in »Lucia di Lammermoor«, 1996 und 1998 den Lorenzo in Bellinis »I Capuleti e i Montecchi«, 1997 und 1999 den Timur. An der Mailänder Scala debütierte er 1985 als Melisso in Händels »Alcina«; er sang an der Scala auch 1993 den Commendatore in »Don Giovanni« und den Oberpriester in Spontinis »La Vestale«, 1994 den Sparafucile und 1997 den Raimondo. Weitere Gastspiele bei den Festspielen von Aix-en-Provence, Spoleto, Florenz (1989 als Giorgio in »I Puritani«) und Avignon. Bei den Festspielen von Glyndebourne gastierte er 1982 und 1986 als Commendatore. 1988 war er am Opernhaus von Köln als Ramfis zu Gast. In Nordamerika hörte man ihn an den Opern von Chicago (u.a. 1988 als Pater Guardian in Verdis »La forza del destino« und als Conte Rodolfo in »La Sonnambula« von Bellini), Dallas (als Procida in Verdis »I Vespri Siciliani«) und San Francisco (1983 als Alvise in »La Gioconda« von Ponchielli). An der Oper von Houston/Texas sang er 1987 den Oroveso, eine seiner Glanzrollen. 1984 trat er erstmals an der Covent Garden Oper London auf, und zwar als Pimen in »Boris Godunow« in den folgenden Jahren gastierte er dort als Bartolo in »Le nozze di Figaro«, als Douglas in Rossinis »La donna del lago«, als Oroveso und als Enrico in »Anna Bolena« (1988 zusammen mit Joan Sutherland). Er war 1989 an der Oper von Rom als Silva zu Gast, 1990 beim Maggio Musicale von Florenz als Ernesto in »Parisina« von Donizetti, 1991 am Teatro San Carlo Neapel als Alfonso in »Lucrezia Borgia« vom gleichen Meister, 1993 dort und 1994 beim Festival von Ravenna als Oroveso, 1992 in Catania als Fiesco in »Simon Boccanegra«, beim Festival von Aix-en-Provence als Commendatore, im Stabat mater von Rossini und in der Missa solemnis von Beethoven. Bei den Festspielen von Salzburg sang er 1987 als Solist im Stabat mater von Dvorák, 1990-91 den Commendatore, 1991 auch den Bartolo in »Le nooze di Figaro«. An der Chicago Opera hörte man ihn 1990 als Gremin, 1992 als Timur, an der Oper von Rom 1992 als Raimondo. 1999 sang er am Teatro Municipal Rio de Janeiro den Großinquisitor, 2000 an der Canadian Opera Toronto den Arkel in »Pelléas et Mélisande«, am Teatro Colón Buenos Aires den Ferrando.

Schallplatten: HMV (»Les Danaïdes« von A. Salieri, »Don Giovanni«, Petite Messe solennelle von Rossini), Nightingale (»La Sonnambula« von Bellini), Sony (»La Vestale« von Spontini), EMI (Oroveso in »Norma«).

Weitere Informationen auf seiner Web-Seite: http://www.kavrakos.com/

 

26.2. Ruth-Margret PÜTZ wird 85

Ruth-Margret PÜTZ

Sie studierte bei dem (nicht mit ihr verwandten) Pädagogen Berthold Pütz in Krefeld. 1950 kam sie als Anfängerin an das Opernhaus von Köln, wo sie als Nuri in »Tiefland« ihr Debüt hatte. 1951-57 war sie am Staatstheater Hannover engagiert; hier studierte sie weiter bei Otto Köhler. 1957 gastierte sie am Opernhaus von Zürich als Agnes in »Die Schule der Frauen« von R. Liebermann. 1957 gastierte sie an der Staatsoper von Stuttgart als Gilda im »Rigoletto« und wurde für dieses Haus verpflichtet. 1958 hatte sie dort aufsehenerregende Erfolge als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss. 1959-60 sang sie bei den Bayreuther Festspielen einBlumenmädchen im »Parsifal«, 1960 auch den Waldvogel im »Siegfried«. Sie gastierte weiters 1963-68 an der Hamburger Staatsoper (u.a. 1965 in der Uraufführung von A. Bibalos »Das Lächeln am Fuße der Leiter«). An der Wiener Staatsoper gastierte sie 1958-70 in insgesamt 37 Vorstellungen als Zerbinetta, als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, als Sophie im »Rosenkavalier«, als Musetta in »La Bohème«, als Marzelline im »Fidelio«, als Susanna in »Le nozze di Figaro«, als Gilda, als Page Oscar in Verdis »Un ballo in maschera« und als Pamina in der »Zauberflöte«. Bei den Salzburger Festspielen hatte sie 1961 als Konstanze und in einem Mozart-Konzert große Erfolge. 1961 unternahm sie zusammen mit der Capella Coloniensis eine glanzvolle Russland-Tournee. Sie trat als Gast in Buenos Aires und Helsinki, an der Deutschen Oper Berlin, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, in Frankfurt a.M., Karlsruhe und Kassel, an der Staatsoper München, in Lyon, Straßburg, Nizza, an den Opernhäusern von Rom, Venedig und Neapel, in Lissabon und Barcelona auf. Länger als zwanzig Jahre war sie an der Stuttgarter Oper engagiert, wo sie überaus beliebt war. Hier nahm sie auch an der Uraufführung der Oper »Siebzehn Tage und vier Minuten« von Werner Egk teil (2.6.1966) Weitere Partien aus ihrem Bühnenrepertoire: die Carolina in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, die Despina in »Così fan tutte«, die Lucia di Lammermoor (die sie mit großem Erfolg in Stuttgart sang), die Rosina im »Barbier von Sevilla«, die Adina in »L’Elisir d’amore«, die Norina im »Don Pasquale«, die Traviata, die Liù in »Turandot« von Puccini, die Frau Fluth in Nicolais »Die lustigen Weiber von Windsor« und der Ighino im »Palestrina« von Hans Pfitzner. – Brillante, klangschöne Koloraturstimme.

Ihre ersten Schallplatten erschienen auf der Marke Opera (u.a. Magnificat von J.S. Bach), dann auf HMV-Electrola (»Die lustigen Weiber von Windsor« von Nicolai, »Undine« von Lortzing), Columbia (»Der Barbier von Sevilla«, Königin der Nacht in der »Zauberflöte«), BASF (»Trionfi« von C. Orff) und Telefunken. Auch Aufnahmen auf Eurodisc-Ariola (Amor in »Orpheus und Eurydike« von Gluck), Barcarole und Eterna-Berlin Classics (»Der Barbier von Sevilla«). Auf Melodram singt sie die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«.

27.2. Die tschechische Sopranistin Hana BERANOVÁ wird 65

 

Diese Seite drucken