Der Neue Merker

GEBURTSTAGE IM AUGUST 2017

GEBURTSTAGE IM AUGUST 2017

Berücksichtigt wurden runde und halbrunde Geburtstage ab dem 60er. Zusammenstellung der Liste: Walter Nowotny

1.8. Paolo CONI wird 60

Paolo CONI

 Er studierte zunächst am Konservatorium seiner Heimatstadt Perugia und war dann Schüler von Lajos Kozma und Rodolfo Celetti. Er wurde Preisträger bei mehreren Gesangwettbewerben, darunter beim Mattia-Battistini-Concours. Er debütierte 1984 am Teatro Donizetti Bergamo als Seid in »Il Corsaro« von Verdi und sang diese Rolle 1984 auch am Teatro Lirico Mailand. 1985 gastierte er in Genua, 1986, 1988 und 1989 bei den Festspielen von Martina Franca. 1985 begann er eine große Karriere am Teatro Comunale von Bologna. In Bologna hörte man ihn immer wieder in Partien wie dem Enrico in »Lucia di Lammermoor« von Donizetti, dem Riccardo in Bellinis »I Puritani«, dem Germont-père in »La Traviata«, dem Renato in Verdis »Un ballo in maschera«, dem Posa im »Don Carlos« und dem Ford im »Falstaff« er gastierte am Teatro Donizetti Bergamo, am Opernhaus von Köln (1989, 1992-93), an der Staatsoper von Wien (1988-95 als Enrico, als Germont-père und als Riccardo in Bellinis »I Puritani« in insgesamt 12 Vorstellungen), am Grand Théâtre Genf (1989 als Germont-père, 1992 als Ezio in »Attila« und 1993 als Miller in »Luisa Miller« von Verdi) und am Teatro San Carlo Neapel. Mit Auftritten an der Covent Garden Oper London (1987), der Mailänder Scala und der Metropolitan Oper New York kam der Künstler bald in einer weltweiten Karriere zu internationalem Ansehen. An der Mailänder Scala debütierte er 1988 als Marcello in »La Bohème«; hier sang er dann auch 1988 den Paolo in Verdis »Simon Boccanegra«, 1990-92 und 1995 den Germont-père und 1992 den Posa in Verdis »Don Carlos«. An der Metropolitan Oper sang er 1989 als Antrittsrolle den Marcello, nachdem er bereits 1988 bei Gastspielaufführungen der Opernkompanie in Parkanlagen den Belcore in »L‘Elisir d’amore« gesungen hatte; bis 1995 sang er an der Metropolitan Oper in insgesamt 20 Vorstellungen auch den Germont-père. Bei den Festspielen von Valle d’Itria hörte man ihn 1988 mit besonderem Erfolg als Chevreuse in »Maria di Rohan« von Donizetti, 1989 beim Maggio Musicale von Florenz als Riccardo in »I Puritani«. Am Teatro Regio Turin sang er 1990 den Posa, am Teatro Comunale Bologna 1990 in Rossinis »L‘Assedio di Corinto«, 1991 den Eugen Onegin und den Renato in Verdis »Un ballo in maschera«. Weitere Gastspiele an der San Francisco Opera (1991 als Germont-père), am Teatro Regio Turin (als Lescaut in Massenets »Manon« und als Enrico), am Opernhaus von Lyon (als Graf Luna im »Troubadour«), an der Oper von Chicago (als Riccardo in »I Puritani«) und 1992 in Montpellier in der Titelrolle der Oper »Cristoforo Colombo« von A. Franchetti, beim Festival von Orange 1992 als Germont-père, in der Saison 1994-95 am Opernhaus von Nizza als Doge in Verdis »I due Foscari«, in Montpellier als Manfredo in »L’Amore dei tre Re« von Montemezzi. 1995 sang er bei den Festspielen von Macerata den Germont-père, 1996 in Warschau den Posa, beim Festival von Orange den Carlos in »La forza del destino«, am Teatro San Carlos Lissabon den Riccardo in »I Puritani«. 1997 gastierte er am Teatro Bellini Catania und am Opernhaus von Zürich als Napoleon in »Madame Sans-Gêne« von Giordano, 1998 am Teatro San Carlo Neapel als Verdis Macbeth, am Teatro Comunale Bologna (und mit diesem bei einer Japan-Tournee im gleichen Jahr) als Posa, am Teatro Regio Parma als Edoardo in der Verdi-Oper »Un giorno di regno«, am Teatro de la Maestranza Sevilla als Posa. 2000 sang er am Teatro Regio Turin den Grandier in »Die Teufel von Loudon« von Penderecki, beim Festival von Macerata den Jago im »Otello« von Verdi. Auch als Konzertsolist hervorgetreten.

Schallplatten: Decca (»Manon Lescaut« von Puccini, »Simon Boccanegra«), Fono (»Maria di Rohan«), EMI (»Don Carlos«), Sony (»La Traviata«), Nuova Era (»La Favorita« und »Alina« von Donizetti, »Aureliano in Palmira« von Rossini, »Ernani« von Verdi, »Maria di Rohan« von Donizetti), CBS (Germont-père in »La Traviata«, Mitschnitt einer Aufführung an der Scala); Sony-Video (»La Traviata«), EMI-Video (Posa in Verdis »Don Carlos«, Scala 1992).

 

1.8. Claes H. AHNSJÖ wird 75

Claes H. Ahnsjö

Er studierte bis 1967 Pädagogik an der Lehrerbildungsakademie in Stockholm. Darauf Ausbildung der Stimme in der Stockholmer Opernschule. Zu seinen Lehrern gehörten Erik Saedén, Max Lorenz und Aksel Schiøtz. Debüt 1969 an der Königlichen Oper Stockholm als Tamino in der »Zauberflöte«. Er wirkte dort u.a. am 18.1.1973 in der Uraufführung der Oper »Tintomara« von Lars Johan Werle mit. Er gehörte bis 1973 dem Ensemble der Stockholmer Oper an und folgte dann einem Ruf an die Bayerische Staatsoper in München, deren Mitglied er bis 1999 war. Jetzt wurde er international bekannt, und zwar vor allem als Mozart- und Rossini-Interpret. Gastspiele an den Staatsopern von Hamburg und Stuttgart, in Frankfurt a.M., Köln, Tokio, Nancy und seit 1969 bei den Festspielen von Drottningholm. 1976 wirkte er an der Staatsoper von München in der Uraufführung der Oper »Die Versuchung« von Josef Tal, 1985 in der von »Le Roi Béranger« von H. Sutermeister mit, 1991 in der von »Ubu Rex« von K. Penderecki, 1996 in der von Hans-Jürgen von Boses »Schlachthof 5«. 1987 sang er als Gast an der Berliner Staatsoper den Ramiro in Rossinis »La Cenerentola«, 1991 am Grand Théâtre Genf (wo er bereits 1987 in Honeggers Oratorium »Jeanne d’Arc au bûcher« debütiert hatte) den Leukippos in »Daphne« von Richard Strauss, am 8.4.1997 sang er am Prinzregententheater in München in der Uraufführung der Oper »Helle Nächte« von Moritz Eggert, 1998 an der Staatsoper München den Melot in »Tristan und Isolde«, bei den Wiener Festwochen den Apollo in Monteverdis »L‘Orfeo«. Weitere Bühnenpartien: Idamante in »Idomeneo«, Belmonte in der »Entführung aus dem Serail«, Ferrando in »Cosi fan tutte«, Don Ottavio im »Don Giovanni«, Albert Herring von B. Britten und Tom Rakewell in »The Rake´s Progress« von Strawinsky. Konzertreisen brachten ihm in den skandinavischen Ländern, in Italien und Spanien bedeutende Erfolge, wobei er sich vor allem als großer Bach- und Mozart-Interpret erwies. 1974 feierte man ihn im Kennedy Music Center in New York als Solist in den »Jahreszeiten«. 1977 wurde ihm der Titel des bayerischen Kammersängers verliehen. Er lehrte 1994-96 als Professor für Gesang an der Münchner Musikhochschule, 1999 wurde er nach Stockholm berufen, wo er bis 2002 Künstlerischer Leiter der königlichen Oper war. Verheiratet mit der Mezzosopranistin Helena Jungwirth (* 1945).

Die schön gebildete lyrische Stimme des Sängers erscheint auf vielen Schallplatten, auf BASF (»Bastien et Bastienne« von Mozart), Philips (»Orlando Paladino«, »La vera costanza« und »L’Infedeltà delusa« von J. Haydn, »Il Re pastore« und »Betulia liberata« von Mozart, »Lucia di Lammermoor« mit Montserrat Caballé), Decca (»Die lustigen Weiber von Windsor«), Eurodisc (Matthäuspassion von J.S. Bach), RCA-BGM (Johannespassion von J.S. Bach, »Turandot« von Puccini als Kaiser), DGG (»Parsifal«, Konzertarien von Mozart), Obligat (C-Moll-Messe von Mozart), Musica Sveciae (Requiem von Joseph Martin Kraus), Arte Nova BGM (»Elias« von Mendelssohn), Wergo (»Das Schloss« von A. Reimann), Farao (»L’Incoronazione di Poppea«, München 1997), Orfeo (»Les pèlerins de la Mecque« von Gluck , Spendius in »Salambo« von M. Hauer, Frieder in »Das Christelflein« von H. Pfitzner, Rinuccio in »Gianni Schicchi«, München 1973) und Electrola (H-Moll-Messe von J.S. Bach, Te Deum von Bruckner); Castle-Video (Matthäuspassion, »Tannhäuser«), Arthaus/Naxos-Video (Melot in »Tristan und Isolde«, München 1998; Walther von der Vogelweide im »Tannhäuser«, München 1994).

 

1.8. Maria de FRANCESCA-CAVAZZA wird 80

Maria de Francesca-Cavazza

Sie kam ganz jung in die USA und studierte dort Gesang an der Sherwood Music School in Chicago, wo sie Schülerin von Maria Hussa-Greve und von Garvin Williamson war. Sie gewann einen Gesangwettbewerb, der durch die New Yorker Metropolitan Oper veranstaltet wurde, und ließ dann ihre Stimme in Deutschland weiter ausbilden; hier war sie in Köln Schülerin von Margarethe Hermann-Düren. 1962 kam es zu ihrem Debüt als Anfängerin am Opernhaus von Köln, wo man sie 1963 als Zarin Miltrissa in Rimsky Korssakows »Märchen vom Zaren Saltan« hörte. 1964-65 war sie als erste Sopranistin am Opernhaus von Wuppertal engagiert, dann 1965-67 am Theater von Kiel, 1967-76 am Opernhaus von Nürnberg, wo sie auch 1969 in der Uraufführung der Oper »Träume« von Isang Yun mitwirkte und später oftmals gastierte. 1976-86 war sie der Staatsoper Stuttgart verbunden. Sie gastierte an der Münchner Staatsoper und am Staatstheater Hannover, auch an der Staatsoper von Wien (1973 als Nedda im »Bajazzo«) und Stuttgart, am Opernhaus von Frankfurt a.M., beim Maggio Musicale von Florenz (1976) und am Teatro Comunale Bologna (1979 als Liu in Puccinis »Turandot«) zu wichtigen Erfolgen. 1978 wirkte sie bei den Festspielen von Bayreuth als Ortlinde in der »Walküre« mit. Hatte sie im Anfang das lyrische Repertoire gesungen, so standen später Lirico-Spinto-Partien im Mittelpunkt ihres Wirkens auf der Opernbühne, darunter die Alice Ford im »Falstaff« von Verdi, die Leonore im »Troubadour« und die Arabella in der Oper gleichen Namens von R. Strauss. Auch als Konzert- und Rundfunksängerin kam sie zu einer bedeutenden Karriere. Sie nahm gleichzeitig einen Lehrauftrag an der Musikhochschule von Nürnberg wahr.

Schallplatten: Colosseum (Musik aus Nürnberg), Edition Schwann (Lieder von Ermanno Wolf-Ferrari).

 

1.8. Elinor ROSS wird 90

Eigentlicher Name Elinor Marilyn Rosenthal. Nachdem sie zunächst in einem kaufmännischen Beruf gearbeitet hatte, ließ sie ihre Stimme durch William P. Herman, durch Zinka Milanov und Dick Marzollo in New York ausbilden. Bühnendebüt 1958 an der Oper von Cincinnati als Leonore im »Troubadour« von Verdi mit Jussi Björling, Giulietta Simionato und Ettore Bastianini als Partnern. Die Künstlerin hatte eine große Karriere als dramatische Sopranistin, vor allem für das italienische Fach, und sang an den Opern von Boston, Chicago, Baltimore, Philadelphia, San Antonio, Seattle und San Francisco (1962 Leonore im »Troubadour«), in Los Angeles (1961 Aida) New Orleans, Hartford und Houston/Texas. 1968 wirkte sie in der New Yorker Carnegie Hall in der amerikanischen Premiere der Oper »Alzira« von Verdi mit. Seit 1970 ebenso erfolgreich an der Metropolitan Oper New York aufgetreten, wo sie während des June Festivals als Titelheldin in »Turandot« von Puccini debütierte und wo sie bis 1979 auch als Tosca (ihrer Glanzrolle), als Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«, als Aida, als Santuzza in »Cavalleria rusticana«, als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, als Donna Anna im »Don Giovanni«, als Lady Macbeth in Verdis »Macbeth« und als Titelheldin in »La Gioconda« von Ponchielli große Erfolge hatte. In Europa gastierte sie an der Mailänder Scala (1970 als Santuzza), an den Opernhäusern von Bologna, Palermo, am Teatro Fenice Venedig, bei den Festspielen von Verona (1966), in den römischen Thermen des Caracalla und beim Maggio Musicale Fiorentino. Auch an der Staatsoper Wien (1967 als Santuzza und als Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«), am Teatro Colón Buenos Aires, in Amsterdam, Budapest, Zagreb und Toronto als Gast aufgetreten. Weitere Höhepunkte in ihrem Repertoire waren die Norma, die Maddalena in »Andrea Chénier« von Giordano, die Abigaille in »Nabucco«, die Leonora in »La forza del destino« und die Titelheldin in Cherubinis »Medea«. Sie ging von ihrem Wohnsitz New York aus auch einer intensiven Konzerttätigkeit nach.

Schallplatten: Desto, Mitschnitte von Opernaufführungen auf Privatmarken, u.a. von Verdis »Troubadour« 1974 am Teatro Colón Buenos Aires, auf Bella Voce Titelpartie in Bellinis »Norma« (Teatro Fenice Venedig 1968), auf  Mondo Musica Leonore in Verdis »La forza del destino« und Titelrolle in »Norma«.

 

1.8. Ivan STEFANOV wird 90

Ausbildung durch Marianna Radev in Zagreb. Bühnendebüt 1960 an der Narodna Opera von Warna (Bulgarien) als Sparafucile in Verdis »Rigoletto«. Bedeutende Karriere an der Nationaloper von Sofia und an der Kroatischen Nationaloper Zagreb. Er gastierte viel in Italien, wo er an den Opernhäusern von Triest, Turin, Bologna und Venedig auftrat; auch am Grand Théâtre Genf (1974 als Galitzky in »Fürst Igor« von Borodin und als Farfarello in »L’amour des trois oranges« von Prokofjew), an der Oper von Bordeaux und an der Nationaloper von Belgrad sowie bei den Festspielen von Athen als Gast aufgetreten. Mit seinem machtvollen, aber technisch vortrefflich beherrschten Bass sang er als Glanzrollen den Mephisto im »Faust« von Gounod, den Osmin in Mozarts »Entführung aus dem Serail«, den Alvise in »La Gioconda« von Ponchielli, den König Philipp im »Don Carlos« von Verdi und den Basilio im »Barbier von Sevilla«. Pädagogisch am Konservatorium von Sofia tätig.

Schallplatten: RAI, Balkanton.

 

2.8. Gundula JANOWITZ wird 80

Gundula Janowitz

Sie verbrachte ihre Jugend in Graz und arbeitete nach dem Tod ihres Vaters zeitweilig als Stenotypistin. Ausbildung der Stimme am Steiermärkischen Konservatorium Graz bei Herbert Thöny. Mit einem Stipendium der Grazer Richard-Wagner-Gesellschaft kam sie 1959 nach Bayreuth und sang bei den dortigen Festspielen 1960 einen der Edelknaben im »Lohengrin«, 1960-62 ein Blumenmädchen im »Parsifal«, 1962 die Woglinde im Ringzyklus und 1963 das Sopran-Solo in der 9. Symphonie von Beethoven. Durch Herbert von Karajan wurde sie 1960 an die Wiener Staatsoper engagiert (Antrittsrolle: Barbarina in »Figaros Hochzeit«). An diesem Opernhaus erlebte sie einen schnellen Aufstieg, zugleich hatte sie große Erfolge im Konzertsaal. An der Wiener Staatsoper sang sie in insgesamt 670 Vorstellungen anfangs kleinere Partien (Kate Pinkerton in »Madame Butterfly«, Lola in »Cavalleria rusticana«, Flora in »La Traviata«, Gerhilde in der »Walküre«, Woglinde in der »Götterdämmerung«, 1. Dame in der »Zauberflöte«, Blumenmädchen im »Parsifal«, Stimme vom Himmel in Verdis »Don Carlos«, 4. Magd in »Elektra« von R. Strauss, Echo in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, Gräfin Ceprano in »Rigoletto«, Hirt im »Tannhäuser«, Pallas Athene und Drusilla in Monteverdis »L’Incoronazione di Poppea« und eine der Engelsstimmen im »Palestrina« von H. Pfitzner), hatte aber bald auch in großen Partien große Erfolge (Pamina in der »Zauberflöte«, Dido in »Dido and Aeneas« von Purcell, Mimì in »La Bohème«, Marzelline und später auch Leonore im »Fidelio«, Helena in B. Brittens »Sommernachtstraum«, Micaela in »Carmen«, Kaiserin in der »Frau ohne Schatten«, Cherubino und später auch Gräfin in »Le nozze di Figaro«, Ighino im »Palestrina«, Marie in Smetanas »Die verkaufte Braut«, Gutrune in der »Götterdämmerung«, Elisabeth im »Tannhäuser«, Donna Anna und Donna Elvira im »Don Giovanni«, Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, Freia im »Rheingold«, Fiordiligi in »Così fan tutte«, Amelia in »Simon Boccanegra«, Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, Titelrolle in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, Agathe im »Freischütz«, Titelrolle in »Arabella« von R. Strauss, Gräfin im »Capriccio« von R. Strauss, Marschallin im »Rosenkavalier«, Rosalinde in der »Fledermaus«, Ada in »Die Feen« von R. Wagner (konzertant),  Isabella in »Karl V.« von E. Krenek, Sieglinde in der »Walküre« und Clytemnestre in »Iphigénie en Aulide« von Gluck). Bei den Festspielen von Salzburg trat sie seit 1963 fast alljährlich auf. Sie sang dort 1968-70 die Donna Anna, 1970-71 die Gräfin in »Le nozze di Figaro«, 1972-76 die Fiordiligi, 1978-79 die Marschallin, 1980-81 die Ariadne; dazu trat sie in Salzburg immer wieder in Konzerten (1963 Sopran-Solo in der 9. Symphonie von Beethoven, 1965 in der »Schöpfung« von Haydn, 1968 und 1973 im »Stabat mater« von Pergolesi, 1970 im Verdi-Requiem) und mit Liederabenden (1970, 1972, 1974, 1976 und 1981) hervor. Sie sang bei den Salzburger Osterfestspielen 1967-68 die Sieglinde, 1970 die Gutrune, 1974-75 die Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, sowie viele Konzerte (1967 und 1975 Missa solemnis von Beethoven, 1968 und 1978 »Ein deutsches Requiem« von Brahms, 1969 »Die Schöpfung« von Haydn, 1971 9. Sinfonie von Beethoven, 1972 Matthäus-Passion von Bach, 1973 Krönungsmesse von Mozart) unter H. von Karajan. 1963-66 war sie auch an der Oper von Frankfurt a.M. engagiert. Gastspiele in Hamburg, Graz und München, Bei den Festspielen von Aix-en-Provence trat sie 1963 und 1965 als 1. Dame in der »Zauberflöte« und 1967 als Donna Anna auf, bei den Festspielen von Glyndebourne 1964 als Ilia in »Idomeneo« von Mozart. 1967 kam sie an die New Yorker Metropolitan Oper, an der sie aber nur eine einzige Partie, die Sieglinde in sechs Aufführungen der »Walküre«, sang. Seit 1966 auch an der Deutschen Oper Berlin wirkend. 1969 großer Erfolg in Berlin als Amelia in Verdis »Simon Boccanegra«, womit sie eine intensive Beschäftigung mit dem italienischen Repertoire einleitete. 1976 Gastspiel an der Covent Garden Oper London als Donna Anna, 1978 als Ariadne auf Naxos. 1973 und 1980 große Erfolge an der Grand Opéra Paris als Gräfin in »Le nozze di Figaro«, 1986 bei der Japan-Tournee der Staatsoper Wien als Marschallin. 1987 hörte man sie bei den Festspielen von Mörbisch am Neusiedler See in der Titelrolle der Operette »Gräfin Mariza« von Kálmán. Bis 1990 war sie an der Staatsoper Wien engagiert, wo sie sich als Ariadne auf Naxos von ihrem Publikum verabschiedete. Sie setzte ihre Konzertkarriere weiter fort und trat u.a. noch 1997 in London im Konzertsaal auf. In einem ersten Abschnitt ihrer Karriere sang sie vor allem lyrische Partien, seit Mitte der sechziger Jahre ging sie dann in das lyrisch-dramatische Fach über. Weitere Höhepunkte in ihrem umfassenden Bühnenrepertoire bildeten die Desdemona in Verdis »Otello« und die Odabella in Verdis »Attila«. Im Konzertsaal als große Oratorien- und Lied-Interpretin gerühmt. Seit etwa 1970 widmete sie sich in besonderer Weise dem Liedgesang. Noch 1993 gab sie einen Liederabend in Berlin. 1990 übernahm sie die Direktion des Theaters von Graz, von der sie aber 1991 wieder zurücktrat.

Von ihrer ausdrucksreichen lyrischen Sopranstimme existieren Aufnahmen auf DGG (9. Symphonie von Beethoven, vollständige »Walküre«, Matthäuspassion von J.S. Bach, »Lohengrin«, »Le nozze di Figaro«, »Così fan tutte«, »Der Freischütz«, Gutrune in der »Götterdämmerung«, Leonore in »Fidelio«, »Capriccio« von R. Strauss, Hirtenknabe im »Tannhäuser«, Drusilla in Monteverdis »L‘Incoronazione di Poppea«), Columbia (»Die Zauberflöte«), Jecklin-Disco (»Marienleben« von P. Hindemith), MRF (»La Vestale« von Spontini), Morgan (Elisabetta im »Don Carlos« von Verdi), Decca (»Die Fledermaus«), HMV (»Ariadne auf Naxos«), Philips (»Paulus« von Mendelssohn); Calig-Verlag (Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«, 1967), DGG-Video (»Ariadne auf Naxos«).

 

2.8. Arnulf SEILER wird 80

Er studierte am Konservatorium von Nürnberg in den Jahren 1954-60 bei Anton Gruberbauer und bei Willy Domgraf-Fassbaender, auch in der dortigen Opernschule. Er studierte gleichzeitig Dirigieren bei dem Pädagogen Wilhelm Schönherr. Er begann seine Bühnenkarriere 1960 am Städtebundtheater Biel-Solothurn, dem er in den folgenden acht Jahren angehörte. 1966-69 war er am Stadttheater von Trier engagiert und war dann seit 1969 für mehr als 25 Jahre Mitglied des Theaters von Luzern, wo er auch als Regisseur arbeitete. Man hörte ihn dort in einer Fülle von Partien; davon seien genannt: der Osmin in der »Entführung aus dem Serail«, der Figaro in »Figaros Hochzeit«, der Leporello im »Don Giovanni«, der Don Alfonso in »Così fan tutte«, der Sarastro in der »Zauberflöte«, der Don Magnifico in Rossinis »La Cenerentola«, der Bartolo im »Barbier von Sevilla«, der Falstaff in Nicolais »Die Lustigen Weiber von Windsor«, der Baculus im »Wildschütz« und der van Bett in »Zar und Zimmermann« von Lortzing, der Kezal in Smetanas »Die verkaufte Braut«, der Gremin im »Eugen Onegin«, der Sparafucile im »Rigoletto«, der Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«, der Schaunard in »La Bohème«, der Mesner in »Tosca« und der Maurizio in »I quattro rusteghi« von Wolf-Ferrari. Hinzu trat eine Vielzahl von Rollen in Operetten von Johann Strauß, Millöcker, Offenbach, F. von Suppé, Leo Fall, Leon Jessel, E. Kálmán und F. Lehár. In der Spielzeit 1974-75 nahm er in Luzern an der Uraufführung der Oper »Der lange Weg zur großen Mauer« von K. Schwertsik teil. Er wirkte am Stadttheater von Luzern in Schweizer Erstaufführungen mehrerer Opern mit, so in »Help! Help! The Globolinks« von G.C. Menotti (Spielzeit 1970-71 als Mr. Lavender-Gas), »Trouble in Tahiti« von L. Bernstein (1970-71 als Sam), »Die Verlobung im Kloster« von S. Prokofjew (1975-76 als Mendoza), »Die Nase« von D. Schostakowitsch (1978-79 in drei kleineren Rollen) und »Die englische Katze« von H.W. Henze (Spielzeit 1988-89 als Mr. Plunkett und Richter). Er trat als Gast am Opernhaus von Zürich, an den Theatern von Bern, Metz und Regensburg, an der Opéra du Rhin Straßburg und am Staatstheater Karlsruhe auf.

 

3.8. Susan McCULLOCH wird 60

Sie erhielt ihre Ausbildung als Sängerin und Gesanglehrerin 1975-82 am Royal College of Music in London und ergänzte diese 1985-86 im National Opera Studio London. 1986 erfolgte ihr Bühnendebüt bei der English National Opera London als Gräfin in »Le nozze di Figaro« von Mozart. Sie kam zu Beginn ihrer Karriere namentlich als Konzertsängerin zu großen Erfolgen, sang als solche in London und Manchester, in Cambridge und beim Festival von Edinburgh, dann auch in anderen europäischen Ländern. Sie erregte besondere Aufmerksamkeit als Solistin in »Ein deutsches Requiem« von J. Brahms und im englischen Rundfunk BBC London, wo man sie in Werken von Mozart und Richard Strauss hörte. Ihr Nordamerika-Debüt fand mit »Vier letzte Lieder« von R. Strauss, zusammen mit dem San José Symphony Orchestra, statt. Sie absolvierte zusätzliche Meisterkurse für den Bereich der Oper bei Paul Hamburger, Janet Baker, Peter Pears, John Copley und Graziella Sciutti und war in den Jahren 1986-92 an der English National Opera in weiteren Partien zu hören, u.a. 1992 als Donna Anna im »Don Giovanni«. 1988 sang sie am Bloomsbury Theatre London und bei der Opera North Leeds die Gulnara in der vergessenen Verdi-Oper »Il Corsaro«. Sie war auch als Pädagogin tätig. 1990 gastierte sie bei der Opera Zuid (Holland) als Marcellina in »Le nozze di Figaro« bei deren Premierenvorstellung in Kerkrade. Diese Partie sang sie auch 1991 beim Hongkong Festival und bei einer Tournee in Spanien, Frankreich, Holland, Luxemburg und England. Bei den Festspielen von Glyndebourne hörte man sie 1991 als Vitellia in »La clemenza di Tito« von Mozart, 1996 als Kartenaufschlägerin in »Arabella« von R. Strauss und 1997 die Marcellina in »Le nozze di Figaro«. Bei der Glyndebourne Touring Opera sang sie 1991 die Musetta in »La Bohème« und 1993 die Donna Anna. Am Muziektheater Amsterdam hörte man sie 1996 als Praskovia Ossipowna in »Die Nase« von Schostakowitsch. Am Opernhaus von Dublin gastierte sie als Tosca. Weitere Gastspiele in Lissabon, Paris und bei den Ludwigsburger Festspielen.

Schallplatten: DGG (Marcellina in »Le nozze di Figaro«), IMP (Ausschnitte aus Operetten von Gilbert & Sullivan).

Weitere Informationen auf ihrer Homepage: http://www.classicalvoice.co.uk/

 

3.8. Kenneth BOWEN wird 85

Kenneth BOWEN

Er studierte an der University of Wales und am St. John’s College Cambridge, wo er Choral-Scholar war. Er leitete seine Karriere damit ein, dass er 1961 den Queen’s Price in London und 1962 den ersten Preis im Internationalen Gesangwettbewerb in München gewann. Er wurde ein hoch geschätzter Konzert- und Oratoriensänger und trat zusammen mit den führenden englischen Orchestern und deren Dirigenten auf. Als Solist wurde er bei den zahlreichen englischen Music Festivals, in Israel, in den USA, in Kanada, in Hongkong und Singapur wie in den Musikzentren in ganz Europa bekannt. Als Bühnensänger debütierte er in London in der Partie des Tom Rakewell in »The Rake’s Progress« von Strawinsky. Er trat gern in zeitgenössischen Opernwerken auf, so an der Covent Garden Oper London in »King Priam« von Tippett und in »Albert Herring« von B. Britten; er wirkte in der Premiere von Paisiellos »Don Quixote« (in der Bearbeitung von H.W. Henze) in England und in den Uraufführungen der Opern »An Actor’s Revenge« von Minoru Miki und »The Rajah’s Diamond« von Alun Hoddinott (1979) mit. Bei der English National Opera London, bei der Glyndebourne Touring Opera (1969 Belmonte in »Die Entführung aus dem Serail«, 1970 Don Ottavio in »Don Giovanni«) und bei der Welsh Opera Cardiff kam er in Mozart-Partien zu bemerkenswerten Erfolgen. In einer Zeitspanne von mehr als 25 Jahren hatte er beim englischen Rundfunk eine anhaltend erfolgreiche Laufbahn. Schließlich wurde er als Professor an die Royal Academy of Music London berufen.

Schallplatten: CBS (Ausschnitte aus dem »Messias«, »Gurrelieder« von A. Schönberg), TIS (Gloria von Vivaldi)., HMV.

 

4.8. Alicia NAFÉ wird 70

Alicia Nafé

Sie begann ihr Studium am Konservatorium Manuel de Falla und bei dem Dirigenten Ferruccio Calusio in Buenos Aires. Weitere Ausbildung in Europa durch Luigi Ricci in Rom und durch die berühmte Mezzosopranistin Teresa Berganza. Nachdem die Künstlerin den Concours Francisco Viñas in Barcelona gewonnen hatte, debütierte sie in Toledo in der Alt-Partie im Requiem von Verdi. Bald darauf fand 1971 ihr Bühnendebüt am Teatro Real Madrid statt. 1974 sang sie am Staatstheater Darmstadt erstmals ihre große Glanzrolle, die Carmen. Es folgten Auftritte an der Oper von São Paulo (1976 als Charlotte im »Werther« von Massenet), an der Opéra de Wallonie Lüttich (1980, 1983, 1987) und am Théâtre de la Monnaie Brüssel (1982). Sehr erfolgreiche Gastspiele an den großen deutschen Bühnen, vor allem in Frankfurt a.M. (seit 1988 u.a. als Sesto in »La clemenza di Tito« und als Ramiro in »La finta giardiniera« von Mozart), an der Deutschen Oper Berlin und am Opernhaus von Köln. Bei den Festspielen von Bayreuth trat sie 1975-76 als Blumenmädchen im »Parsifal« und 1976 als Siegrune in der »Walküre« auf. Beim Festival von Edinburgh gastierte sie 1977 als Mercédès in »Carmen«, 1981 als Rosina im »Barbier von Sevilla« (bei einem Gastspiel der Kölner Oper), 1989 als Pyrene in »Atlántida« und als Abuela in »La vida breve« von M. de Falla (in konzertanten Aufführungen). Sie sang 1981 am Grand Théâtre Genf die Titelrolle in Rossinis »La Cenerentola« und beim Festival Berlioz in Lyon in dessen »Béatrice et Bénédict«. 1984 gestaltete sie an der Mailänder Scala den Idamante in »Idomeneo« von Mozart und gab dort einen Liederabend. 1985 sang sie an der Covent Garden Oper London die Rosina im »Barbier von Sevilla«, 1987 die Adalgisa in »Norma«. An der Wiener Staatsoper gastierte sie 1985-93 in insgesamt 12 Vorstellungen als Cherubino in »Le nozze di Figaro« und als Elisabetta in »Maria Stuarda« von Donizetti. 1988 trat sie in Brüssel als Orpheus von Gluck auf. In Nordamerika gastierte sie an den Opern von San Francisco (1984 als Carmen, zugleich ihr US-Debüt) und Chicago (Carmen mit Placido Domingo als Don José). 1988 debütierte sie an der New Yorker Metropolitan Oper als Carmen (während jetzt Placido Domingo die Vorstellung dirigierte). 1990 trat sie am Teatro Regio Parma als Charlotte auf, an der Staatsoper von Hamburg (deren Mitglied sie in den Jahren 1977-80 gewesen war) als Carmen, 1991 an der Oper von Antwerpen als Ruggiero in »Alcina« von Händel. Am 23.9.1992 sang sie am Teatro Bellini Catania in der Uraufführung der Bellini-Oper »Adelson e Salvini« (nach einer ersten Schüler-Aufführung von 1815) die Partie der Nelly, 1993 an der Oper von Helsinki wieder die Carmen. In der Eröffnungsvorstellung des wiederhergestellten Teatro Real Madrid sang sie am 11.10.1997 die Abuela in de Fallas »La vida breve«; 1999 hörte man sie an diesem Haus als Carmen. Sie hatte sehr große Erfolge bei Gastspielen und Konzerten in Spanien, Südamerika, Frankreich und Deutschland, in Nord- und Südamerika sowie in Kanada. Eine ausgedehnte Tournee durch China brachte ihr auch dort immense Erfolge ein. – Neben der Tonfülle ihrer Stimme bewunderte man auf der Bühne deren mühelose Technik wie ihr großes darstellerisches Talent. Ein weiterer Höhepunkt ihres ausgedehnten Repertoires war die Dorabella in »Così fan tutte«. Hervorragende Interpretin des Oratoriums wie des Liedes in einem sehr vielseitigen Repertoire.

Schallplatten: DGG (Mercedes in »Carmen« mit Teresa Berganza in der Titelpartie, »La vida breve« von de Falla in der Partie der Großmutter), Telarc (»La vida breve«, jetzt als Salud) RCA (Madrigale von Monteverdi), Bellaphon (Lieder von Ginastera u.a.), Decca (»Così fan tutte«, Cherubino in »Le nozze di Figaro«, »Rodelinda« von Händel), Sony-CBS (»Elias« von Mendelssohn), Nuova Era (»Adelson e Salvini«); Privataufnahme aus dem Théâtre de la Monnaie Brüssel (»La clemenza di Tito« von Mozart), Gutingi/Con Brio (Lieder von de Falla, Ginastera, Guastavino und Camps).

 

4.8. Peter KNAPP wird 70

Er studierte zuerst an der St. Albans School, dann am St. John’s College Cambridge und war auch Schüler des berühmten Baritons Tito Gobbi. Er begann seine Bühnenkarriere bei der Glyndebourne Touring Opera, an der er 1973 als Graf in »Le nozze di Figaro« debütierte. Hier sang er auch 1974 den Grafen in »Le nozze di Figaro« und 1975 den Ottokar im »Freischütz«. 1975 sang er bei der New Opera Company die Titelpartie in der Oper »König Roger« von K. Szymanowski. Er wurde bekannt durch eine Anzahl von Partien, die er bei der Kent Opera sang: den Titelhelden in »L‘Orfeo« von Monteverdi (auch in einer Sendung des englischen Fernsehens BBC gezeigt), den Don Giovanni, den Eugen Onegin von Tschaikowsky und den Germont-père in »La Traviata«. Bei der English National Opera London hörte man ihn als Don Giovanni und in »Le nozze di Figaro«. Erfolgreiche Gastspiele führten ihn an die Opernhäuser von Frankfurt a.M. und Zürich, an die Nationaloper Sofia, nach Venedig und Florenz. Er unternahm eine große Australien-Tournee. Häufige Auftritte im englischen Rundfunk und am Fernsehen. 1970 gründete er eine eigene Operngesellschaft, die zuerst unter dem Namen Singers‘ Company, später als Traveling Opera, auftrat und Opernaufführungen in englischer Sprache veranstaltete und mit der er u.a. im Haus der Sadler’s Wells Opera London gastierte. Er wirkte am 19.10.1983 an der Opera North Leeds in der Uraufführung der Oper »Rebecca« von Wilfred Josephs mit. Bei der Scottish Opera trat er 1987 als Mr. Redburn in B. Brittens »Billy Budd« und 1989 als Baron Mirko Zeta in Lehárs »Die lustige Witwe« auf, bei der New Sussex Opera 1990 als Wolfram im »Tannhäuser«. 1992 sang er beim Glyndebourne Festival den Altgesellen in »Jenufa« von Janácek. Er war auch schriftstellerisch tätig und übersetzte Operntextbücher ins Englische (»Le nozze di Figaro«, »Der Barbier von Sevilla«, »Così fan tutte«, »La Périchole« und »Orphée aux Enfers« von Offenbach).

Schallplatten: Argo (»El retablo de Maese Pedro« von M. de Falla), Decca (kleine Partie im »Troubadour« von Verdi).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.peterknapp.eu/

 

4.8. Ugo TRAMA wird 85

Er erhielt ersten Gesangsunterricht durch Emilia Gubitosi in Neapel; weiter ausgebildet an der Accademia Chigiana in Siena, dann an der Accademia di Santa Cecilia in Rom. 1951 kam es zu seinem Bühnendebüt beim Festival von Spoleto als Banquo in Verdis »Macbeth«. Dann sang er an der Oper von Kairo und an italienischen Provinztheatern. Beim Holland Festival 1960 wirkte er als Fiesco in Verdis »Simon Boccanegra« mit; seitdem war er mehrfach bei diesen Festspielen zu hören. 1961 sang er beim Wexford Festival den Silva in »Ernani«, im gleichen Jahr gastierte er an der Oper von Dallas. Er trat beim Maggio Musicale, am Teatro Liceu von Barcelona und am Opernhaus von Straßburg auf. Bei den Festspielen von Glyndebourne wirkte er 1964-65 als Asdrubale in Rossinis »La pietra del paragone« mit, 1970-71 und 1974 als Giove in »La Calisto« von Cavalli, 1972-73 und 1979 als Tempo und Antinoo in Monteverdis »Il ritorno d’Ulisse in patria«, 1974 als Giove und Pane in Cavallis »La Calisto«, 1974 und 1976 als Bartolo Bartolo in »Le nozze di Figaro«, 1976-77 und 1980 als Pistola in Verdis »Falstaff«, 1977 und 1979 als Farfallo in »Die schweigsame Frau« von R. Strauss. In der Spielzeit 1965-66 gastierte er an der Oper von San Francisco (als Leporello in »Don Giovanni«, als Basilio im »Barbier von Sevilla« und als Pater Guardian in »La forza del destino«, in der Saison 1968-69 nochmals als Leporello.

Schallplatten: Sang auf MMS in vollständiger »Aida« den König, auf DGG in »La Cenerentola« von Rossini; auch auf Decca und CBS (»Il ritorno d’Ulisse in patria« von Monteverdi) zu hören. Sang weiter auf den Marken Argo, Angelicum und Orpheus, auf Melodram in »Le Pescatrici« von J. Haydn, auf Eklipse in Verdis »Nabucco«; Pickwick-Video (»Falstaff« aus Glyndebourne).

 

5.8. Petra WEBER-SCHUWERACK wird 65

 

5.8. Vitalij TARASCHENKO wird 70

Vitaly Taraschenko

Seine Ausbildung erfolgte am Konservatorium von Moskau im Wesentlichen durch die Pädagogen Frau Atlantowa und Gusa. 1979 wurde er Mitglied des Stanislawski-Theaters Moskau, Hinzu kam später ein Gastspielvertrag mit der Großen Oper Warschau. Er ergänzte seine Studien 1982-84 im Opernstudio der Mailänder Scala. Es folgten dann Gastauftritte an Theatern in Italien, Frankreich und Belgien. 1990 wirkte er am Teatro Comunale Florenz als Prinz Wsewolod in Aufführungen von Rimsky-Korssakows »Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch« mit und sang am Teatro Comunale Bologna den Dimitrij im »Boris Godunow«. Seit 1992 Mitglied des Bolschoi Theaters Moskau. Bei den Festspielen von Bregenz trat er 1991 als Andrej in »Mazeppa« von Tschaikowsky und 1993-94 als Ismaele in Verdis »Nabucco« auf. Er sang an der Niederländischen Oper Amsterdam und 1993 an der Staatsoper von Hamburg den Kalaf in Puccinis »Turandot«, 1994 an der Wiener Staatsoper den Turiddu in »Cavalleria rusticana«; an der Opéra Bastille Paris hörte man ihn 1992 als Dimitrij, 1993 als Hermann in Tschaikowskys »Pique Dame« und 1997 als Kalaf; 1994 gastierte er in Frankfurt a.M. mit dem Ensemble der Festspiele von Verona in »Nabucco«, am Teatro Fenice Venedig 1994 als Dimitrij, 1995 am gleichen Haus als Andrej in »Mazeppa«. 1996 gastierte er an der Oper von Nizza als Dimitrij, am Teatro Comunale Florenz 1997 als Prinz Guidon in »Das Märchen vom Zaren Saltan« von Rimsky-Korssakow. 1998 sang er an der Oper von St. Petersburg den Paolo in »Francesca da Rimini« von Rachmaninoff. Weitere Partien aus seinem Bühnenrepertoire waren der Lenski im »Eugen Onegin« (Zürich 1995), der Wladimir in Borodins »Fürst Igor«, der Cavaradossi in »Tosca«, der Alvaro in »La forza del destino« von Verdi, der Gabriele Adorno in Verdis »Simon Boccanegra« und der Prinz in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew.

Schallplatten: Le Chant du monde (»Francesca da Rimini« von Rachmaninoff), Ricordi (»Jolanthe« von Tschaikowsky), Saison Russe (Levko in »Die Mainacht« von Rimsky-Korssakow), MCA Classics (Hermann in »Pique Dame«).

 

5.8. Vladimir FEDOSEYEV wird 85

Er studierte in Moskau an der Gnesin-Akademie und anschließend am Tschaikowsky-Konservatorium bei Leo Ginzburg. 1971 wurde er vom großen russischen Dirigenten Jewgenij Mrawinsky eingeladen, das Leningrader Philharmonische Orchester zu dirigieren. Dieses äußerst erfolgreiche Konzert, dem bald viele Einladungen folgten, war der Beginn zu Fedoseyevs steiler Karriere. 1974 wurde Vladimir Fedoseyev zum Chefdirigenten und Künstlerischen Leiter des Tschaikowsky-Symphonieorchesters des Moskauer Rundfunks gewählt. In seiner 30jährigen Arbeit mit dem Orchester verlieh er diesem Orchester sein charakteristisches Profil. Das Orchester unternahm unter seiner Leitung zahlreiche bejubelte Tourneen durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Skandinavien, Großbritannien, Spanien, die USA, Südamerika, Hong Kong und Japan. 1997-2004 war Vladimir Fedoseyev Chefdirigent der Wiener Symphoniker und hat sie im Rahmen weltweiter Tourneen dirigiert. Seine Konzerte mit dem Orchester im Wiener Musikverein und im Wiener Konzerthaus fanden sowohl bei Publikum als auch Kritik sehr großen Anklang. Unter seinen vielen denkwürdigen Wiener Konzerten wären die Aufführungen von Schönbergs Gurre-Liedern, dem Verdi Requiem sowie die konzertante Aufführung der Zarenbraut von Rimsky-Korsakoff besonders hervorzuheben. Sein auf zwei Jahre angelegter Beethoven-Zyklus im Wiener Musikverein fand den krönenden Abschluss mit der Missa Solemnis am 31. Dezember 1999 und leitete in das neue Jahrtausend über. Vladimir Fedoseyev hat in den vergangenen Jahren als Gastdirigent mit vielen der führenden großen Orchester gearbeitet, unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gürzenich Orchester Köln, dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Berliner Philharmonischen Orchester, dem Tonhalle Orchester Zürich, sowie mit allen führenden Pariser Orchestern. Er ist ein gefeierter Dirigent in Japan und wurde 1996 Erster Gastdirigent des Tokyo Philharmonic Orchestra. In der Saison 2004/5 debütierte er als Gast beim Cleveland Orchestra, und den Sinfonieorchestern von Detroit und Pittsburgh. Als hochgelobter Operndirigent wirkte Vladimir Fedoseyev an der Mailänder Scala und den Theatern in Florenz, Rom und Bologna und war zudem Erster Gastdirigent der Züricher Oper, wo er unter anderem viel beachtete Neuproduktionen von Verdis Otello, Mussorgskys Chowanschtschina und Tschaikowskys Eugen Onegin, Rimsky-Korsakoffs Zarenbraut und Schostakowitschs Katerina Ismailova, sowie ein neues Ballett von Heinz Spoerli, choreographiert zur 5. Symphonie von Mahler, dirigierte. Weitere herausragende Opernproduktionen von Vladimir Fedoseyev waren Rubinsteins Der Dämon, L’Amore dei tre re von Italo Montemezzi und Janaceks Das schlaue Füchslein bei den Bregenzer Festspielen. Fedoseyevs Diskographie umfasst Symphonien, Opern und Ballette von Tschaikowsky, Mussorgsky, Rimsky-Korsakoff, Rachmaninoff, Strawinsky, Skrjabin, Schostakowitsch, Brahms, Mendelssohn und Mahler. Im Dezember 2005 erschien eine neue Aufnahme mit Werken von Boris Tschaikowsky. 1996 wurde Fedoseyev in seiner Heimat Russland mit dem Preis „Verdienste für das Vaterland“ geehrt. Sein Wirken in Österreich wurde am 5. Dezember 2005, dem Tag der Jubiläums-Gala zum 75-jährigen Bestehen des Tschaikowsky-Symphonieorchesters Moskau im Wiener Musikverein, mit der höchsten österreichischen Auszeichnung, dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse gewürdigt.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.fedoseyev.com/en/  

 

5.8. Rina MALATRASI wird 95

Rina MALATRASI

Sie erhielt ihre Ausbildung am Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig, zum Teil als Schülerin von Gilda Dalla Rizza. Bühnendebüt 1944 am Teatro Sociale Rovigo als Butterfly. Ihre Karriere spielte sich dann an den großen italienischen Operntheatern ab. Gastspiele führten sie an die Oper von Rom (1950 und 1951 als Mimi in »La Bohème«, 1954 als Anna in »I Cavalieri di Ekebù« von Zandonai), an das Teatro Comunale Florenz (1949 als Mimi), an das Teatro Comunale Bologna (1952 als Anna in »I Cavalieri di Ekebù«), an das Teatro Municipale Piacenza (1951 als Mimi, 1952 als Butterfly, 1956 als Suzel in »L‘Amico Fritz« von Mascagni, 1957 als Marguerite im »Faust« von Gounod) und an das Teatro San Carlo Neapel (1961). Sie unternahm Auslandsgastspiele, zumeist als Mitglied italienischer Operntruppen, in Australien, Neuseeland, Ägypten und in den Ländern Südamerikas. Auch zu Gast bei den Festspielen von Wiesbaden, an der Oper von Nizza und an der Berliner Staatsoper. Ihr umfangreiches Bühnenrepertoire enthielt vor allem lyrische Partien wie die Desdemona in Verdis »Otello«, die Nedda im »Bajazzo«, die Susanna in »Le nozze di Figaro«, die Donna Elvira im »Don Giovanni«, die Liu in Puccinis »Turandot«, die Margherita in »Mefistofele« von Boito und die Louise in der gleichnamigen Oper von Charpentier. Nach Beendigung ihrer Bühnen- und Konzertkarriere wirkte sie als Pädagogin am Conservatorio dall’Abaco in Verona. Einer ihrer Schüler war der Bassist Ferruccio Mazzoli. Verheiratet mit dem Bariton Fernando Li Donni (1924-69).

Auf Schallplatten ist ihre Stimme in zwei vollständigen Opernaufnahmen zu hören: auf EJS in »La Campana sommersa« von Respighi (Partie der Magda in einer Rundfunkaufnahme von 1954), auf MRS in »I Cavalieri di Ekebù« von Zandonai (als Anna).

 

7.8. Vincent LE TEXIER wird 60

vincent_le_texier

Seine Urgroßmutter war als Sängerin an der Opéra-Comique in Paris aufgetreten. Er absolvierte zuerst in Aix-en-Provence ein Studium der Bildenden Künste und erteilte während mehrerer Jahre Unterricht in diesem Fach. Er begann seine Gesangsausbildung 1981-83 am Conservatoire de Grenoble und wurde dann in Paris Schüler von Udo Reinemann. Weitere Studien 1986-88 an der École d’Art Lyrique der Grand Opéra Paris bei Denise Dupleix; Meisterkurse bei Christa Ludwig, Hans Hotter und Daniel Ferro. Er kam seit Mitte der achtziger Jahre zu einer erfolgreichen Karriere sowohl im Bereich des Opern- als auch des Oratoriengesangs. Bei den Festspielen von Saint-Céré trat er als Masetto im »Don Giovanni« auf. In Moskau wirkte er 1987 in der russischen Erstaufführung von Debussys »Pelléas et Mélisande« als Golaud mit, den er auch 1988 in Caracas sang. 1988 debütierte er in Paris an der Grand Opéra als Minos in Offenbachs »Orphée aux Enfers« und an der Opéra-Comique in Janáceks »Aus einem Totenhaus«. 1988 hörte man ihn in Lille, 1988 in Amsterdam in »San Giovanni Battista« von A. Stradella, 1989 bei den Festspielen von Aix-en-Provence in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew. 1990 übernahm er an der Opéra du Rhin Straßburg den Abimelech in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns und sang im gleichen Jahr in Los Angeles den Großinquisitor in Verdis »Don Carlos«. Am Opernhaus von Lyon gastierte er 1991 als Schaunard in Puccinis »La Bohème«, in Nantes in »Pénélope« von Gabriel Fauré, 1993 in Bordeaux als Leporello im »Don Giovanni«. Als die neue Oper von Lyon mit der Uraufführung der Oper »Rodrigue et Chimène« von Debussy/Denissow eröffnet wurde, sang er die Partie des Königs (29.5.1993). An der Opéra Bastille Paris hörte man ihn 1994 als Yamadori in »Madame Butterfly«, 1997 als Arzt in »Pelléas et Mélisande«, 1999 und 2002 als Jupiter in »Platée« von Rameau, 2007, 2009 und 2013 als Jaroslav Prus in Janáceks »Die Sache Makropoulos«, 2009 in der Titelrolle in A. Bergs »Wozzeck« und als Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, 2011 als Dikoj in »Katja Kabanowa« von Janácek, 2012 als Golaud in »Pelléas et Mélisande« und als Tschelio in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew, 2013 als Don Esteban in A. von Zemlinskys »Der Zwerg«. 1997 sang er am Opernhaus von Rouen die Titelrolle im »Wozzeck« von Manfred Gurlitt, 1998 an der Staatsoper Stuttgart den Huascar in »Les Indes galantes« von Rameau. 2000 sang er in einer konzertanten Aufführung von »La damnation de Faust« von H. Berlioz am Teatro San Carlo Neapel den Mephisto; an der Oper von Lausanne trat er 2000 als Eumée in »Pénélope« von Gabriel Fauré auf, am Opernhaus von Leipzig 2001 als Golaud. 2011 sang er an der Operá Liège den Jochanaan in der französischen Fassung der Oper »Salomé« von R. Strauss. Im Konzertsaal zeichnete er sich als Lied-Interpret aus.

Schallplatten: Virgin Classics (»L’Amour des trois oranges«), TIS (Golaud in »Pelléas et Mélisande«), Erato (»Alcyone« von Marain Marais, »Rodrigue et Chimène« von Debussy/Denissow), Verany-Records (Lieder von Duparc), Auvidis/Valois (Escamillo in »Carmen«), Forlane (Montano in Verdis »Otello«), DGG (Aronte in »Armide« von Gluck).

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.vincentletexier.com/

 

7.8. Ian HOBSON wird 65

Informationen über den britischen Pianisten und Dirigenten auf seiner Homepage: http://www.ianhobson.net/

 

7.8. Michael PABST wird 75

Michael Pabst

 Nachdem er seine Ausbildung in Wien erhalten hatte, war er in den Jahren 1972-80 als Chorsänger an der Wiener Staatsoper tätig. 1979-80 übernahm er als Gast erste Solopartien am Landestheater Salzburg. Sein erstes eigentliches Solistenengagement bestand 1981-84 am Stadttheater Augsburg, wo er 1982 die Titelrolle in der ersten vollständigen Aufführung der Oper »Fierrabras« von Schubert sang. 1984 wurde er an die Volksoper Wien verpflichtet, 1991-99 auch an die Staatsoper Wien. Hier hörte man ihn in mehr als 70 Vorstellungen als Erik in »Der fliegende Holländer«, als Florestan im »Fidelio«, als Tichon in »Katja Kabanowa« von Janácek, als Tambourmajor im »Wozzeck« von A. Berg, als Bacchus in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, als Oberpriester in Mozarts »Idomeneo«, als Froh im »Rheingold«, als Herodes in »Salome« von R. Strauss, als Max im »Freischütz« und als 1. Geharnischten in der »Zauberflöte«. Zugleich bestand 1989-92 ein Gastvertrag mit dem Opernhaus Köln. Er begann bald mit Gastspielen im Ausland. So gastierte er 1982 und 1986 am Teatro Liceu Barcelona, sang 1984 am Teatro Comunale Bologna und 1984-85 bei den Festspielen von Bayreuth (1. Gralsritter im »Parsifal«). Bei den Festspielen von Bregenz hörte man ihn 1982 als Barinkay im »Zigeunerbaron« und 1986 als 1. Geharnischten in der »Zauberflöte«. An der Oper von Bordeaux war er 1985 als Bacchus, 1988 als Siegfried im Nibelungenring zu Gast; weitere Gastspiele 1985-86 an der Oper von Philadelphia (1985 als Bacchus) und in Houston/Texas (1985-86 gleichfalls als Bacchus), 1985 an den Opernhäusern von Zürich und Frankfurt a.M., 1986 am Opernhaus von Toulouse und am Teatro Verdi Triest. 1987 sang er in Kapstadt sowie am Stadttheater von Basel den Walther von Stolzing in »Die Meistersinger von Nürnberg« 1988 debütierte er an der Mailänder Scala als Erik und sang dort 1989 den Hüon im »Oberon« von Weber. Den Erik sang er auch am Teatro Colón Buenos Aires. Es folgten Gastauftritte an der Oper von Toulon (1989), an der Staatsoper München (1990), am Opernhaus von Genf (1990 als Apollo in »Daphne« von R. Strauss, den er dann auch 1991 in einer konzertanten Aufführung der Oper in Rom sang), an der Oper von Santiago de Chile (1992-93 als Erik), bei den Festspielen von Savonlinna (1992 als Florestan) und Edinburgh (1994 gleichfalls als Florestan), am Théâtre de la Monnaie Brüssel (1992 als Siegmund in der »Walküre«), an den Staatsopern von Stuttgart und Hamburg und am Staatstheater Karlsruhe (1991 als Walther von Stolzing). 1997 sang er an der Münchner Staatsoper den Bacchus, im Theater des Herodes Atticus in Athen (und 1999 am Opernhaus von Graz) den Herodes in »Salome« von R. Strauss, 1998 am Opernhaus von Toulouse wieder den Bacchus. Aus seinem Repertoire sind ergänzend der Lyonel in Flotows »Martha«, der Lohengrin, der Ägisth in »Elektra« von R. Strauss, der italienische Sänger im »Rosenkavalier«, der Elemer in »Arabella«, der Hans in Smetanas »Die verkaufte Braut«, der Sergej in »Lady Macbeth von Mzensk« von Schostakowitsch, der Don Carlos von Verdi, der Tassilo in »Gräfin Mariza« von E. Kálmán und der Prinz Sou-Chong in »Das Land des Lächelns« von F. Lehár zu nennen.

Schallplatten: Naxos (9. Sinfonie von Beethoven), Philips (Gesamtaufnahme »Die Meistersinger von Nürnberg«, Bayreuth 1985), Capriccio (Gomez in »Das Nachtlager in Granada« von C. Kreutzer), Sony (»Irrelohe« von Fr. Schreker).

 

8.8. Sonja FRISELL wird 80

Biographie der Opernregisseurin auf Englisch: http://www.cami.com/?webid=167

 

10.8. Ashley PUTNAM wird 65

Ashley PUTNAM

Sie begann eine Ausbildung als Flötistin in ihrer amerikanischen Heimat an der Musikhochschule der Michigan Universität, die sieben Jahre dauerte. Gleichzeitig sang sie im Chor eines Colleges, ließ schließlich ihre Stimme durch Elizabeth Mosher und Willis Patterson ausbilden und war Choristin bei der Santa Fé Opera. 1976 wurde sie Preisträgerin bei einem Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper. Sie debütierte als Solistin 1976 bei der Virginia Opera in der Partie der Lucia di Lammermoor. 1977 trat sie bei dieser Operngesellschaft in der zeitgenössischen Oper »Mary Queen of Scots« von Thea Musgrave auf. Sie trat 1977-79 an der Santa Fé Opera als Angel More in »The Mother of Us All« von Virgil Thomson und als Gilda im »Rigoletto«, in San Diego als Donna Elvira im »Don Giovanni« und als Ophélie in »Hamlet« von A. Thomas, in Houston als Zdenka in »Arabella« von R. Strauss und an der Oper von Miami als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail« auf. Ihre ersten großen Erfolge erzielte sie 1978 bei den Festspielen von Glyndebourne als Musetta in Puccinis »La Bohème« und, ebenfalls 1978, an der New York City Opera als Traviata. 1978-83 trat sie an der City Opera New York auch in der Titelrolle in »Maria Stuarda« von Donizetti, als Elvira in »I Puritani« von Bellini, als Ophélie, als Giselda in Verdis »I Lombardi«, als Adèle in »Le Comte Ory« von Rossini und als Marie in Donizettis »La Fille du régiment« auf. An der Scottish Opera Glasgow gastierte sie 1981 als Lucia di Lammermoor und 1984 als Adina in »L’Elisir d‘amore«. Sie sang 1983 bei den Festspielen von Aix-en-Provence in »Mitridate, Re di Ponto« von Mozart und trat bei einer Tournee der Metropolitan Oper New York als Lucia di Lammermoor auf. Am Théâtre de la Monnaie Brüssel gastierte sie bereits 1984 als Gräfin in »Le nozze di Figaro«. 1984 großer Erfolg in Glyndebourne in der Titelrolle der Oper »Arabella« von R. Strauss, 1985 in Santa Fé in »Die Liebe der Danaë« von R. Strauss (als Danaë). Im September 1986 sang sie in der Eröffnungsvorstellung des Muziektheaters Amsterdam die Alice Ford in Verdis »Falstaff«, 1986 an der Covent Garden Oper London und 1987 am Théâtre de la Monnaie Brüssel die Titelrolle in »Jenufa« von Janácek, in Brüssel auch die Donna Anna im »Don Giovanni«. 1988 Gastspiele in Straßburg als Elettra in »Idomeneo« von Mozart, am Opernhaus von Köln als Marguerite im »Faust« von Gounod, in Philadelphia in der Titelrolle der Märchenoper »Rusalka« von Dvorák. 1990 erfolgte ihr eigentliches Debüt an der Metropolitan Oper New York als Marguerite in Gounods »Faust«. Hier sang sie in insgesamt 16 Vorstellungen auch die Donna Elvira. 1989 gastierte sie beim Maggio Musicale von Florenz als Katja Kabanowa von Janácek, 1991 am Grand Théâtre Genf als Ellen Orford in B. Brittens Oper »Peter Grimes«, 1991 beim Glyndebourne Festival als Vitellia in »La clemenza di Tito« von Mozart, 1991 an der San Francisco Opera in der amerikanischen Erstaufführung der Oper »Das verratene Meer« von H.W. Henze (in der Partie der Witwe Fusako), beim Maggio Musicale von Florenz in »Cardillac« von Hindemith, 1992 in Santa Fé als Marschallin im »Rosenkavalier«, in Denver als Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg«. An der Wiener Staatsoper gastierte sie 1993 als Arabella in der gleichnamigen Oper von R. Strauss. 1993 sang sie bei den Festspielen von Eutin die Agathe im »Freischütz«, 1995 an der Staatsoper Berlin und an der Portland Opera wieder die Marschallin, 1996 an der Oper von Houston/Texas, bei den Festspielen von Edinburgh und beim Lincoln Center Festival in New York die St. Theresa I in »Four Saints in three Acts« von Virgil Thomson. 1998 trat sie in Los Angeles als Alice Ford auf. Wichtige Erfolge auch im Konzertsaal.

Schallplatten: Philips (Musetta in »La Bohème«), MMG-Novello (»Mary Queen of Scots« von Thea Musgrave), New World Records (»The Mother of us All« von Virgil Thomson).

 

10.8. Jacek KASPSZYK wird 65

Er studierte Dirigieren, Musiktheorie und Komposition bei Stanislaw Wislocki an der Höheres Staatlichen Musikschule und schloss sein Studium 1975 ab. 1976 wurde er für zwei Saisons zum ersten Gastdirigenten der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf ernannt. Im darauffolgenden Jahr gewann er den 3. Preis beim renommierten Internationalen Dirigentenwettbewerb der Herbert-von-Karajan-Stiftung in Berlin. 1978 wurde er zum Musikdirektor und Chefdirigenten des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR) berufen und zwei Jahre später zu ihrem Musikdirektor. 1992 wurde Jacek Kaspszyk erster Gastdirigent der English Sinfonia. 1998 wurde er zum künstlerischen Leiter der polnischen Nationaloper im Teatr Wielki und zwei Jahre später zu deren Geschäftsführer ernannt. 2006 wurde er künstlerischer Leiter der Breslauer Witold-Lutoskawski-Philharmonie, und 2009 wurde er erneut zum Musikdirektor des NOSPR berufen. Am 1. September 2013 wurde Jacek Kaspszyk zum Musik- und künstlerischen Leiter der Warschauer Philharmonie ernannt – des nationalen Orchesters von Polen. Seit Januar 2015 ist er auch Musikdirektor und Chefdirigent des Beethoven Academy Orchestra in Krakau.

Kaspszyk debütierte 1975 an der Nationaloper im Teatr Wielki in Warschau mit einer Premiere von Mozarts Don Giovanni. 1978 feierte er sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern und dem New York Philharmonic Orchestra. 1982 zog er nach London, wo er sein Debüt an der Royal Festival Hall mit dem London Philharmonic Orchestra gab. Er dirigierte in der Folge das Royal Philharmonic Orchestra, das Hallé-Orchestra in Manchester, das Wren Orchestra des Capital Radio (als Chefdirigent), das Royal Scottish National Orchestra, die BBC Scottish Symphony Orchestra und das BBC National Orchestra of Wales mit seinem Debüt bei den BBC Henry Wood Promenade Concerts (BBC Proms) im Jahr 1984. Seitdem hat er viele internationale Orchester wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das Philharmonische Orchester der Scala in Mailand, das National Symphony Orchestra in Dublin, das Orchestre National de France, die Wiener Symphoniker, das Oslo Philharmonic Orchestra, das Stockholmer Kungliga Filharmoniska Orkestern, das Rotterdams Philharmonisch Orkest, das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und die Prager Philharmoniker dirigiert und tourte mit dem Chamber Orchestra of Europe durch Australien. Zwischen 1991 und 1995 war er Chefdirigent und Musikberater des Noord Nederlands Orkest. Während dieser Zeit hat er auch in den USA (Cincinnati Symphony Orchestra, San Diego Symphony), in Kanada (Calgary Philharmonic Orchestra, Winnipeg Symphony Orchestra), Japan (Yomiuri-Nippon-Sinfonieorchester, Tokyo Philharmonic Orchestra), in Hongkong (Hong Kong Philharmonic Orchestra) und Neuseeland (New Zealand Symphony Orchestra) dirigiert. 1993 gewann seine Interpretation von Mahlers 8. Sinfonie („Sinfonie der Tausend“), gespielt mit dem Symphonischen Orchester Athen und dem London Symphony Chorus, große Beachtung.

Das Bolschoi-Theater in Moskau (2001), das Sadler’s Wells Thesatre in London (2004), das Hong Kong Arts Festival (2005) und das Festival Castell de Peralada in Spanien (2006) waren weitere Stationen. Die erfolgreichen Tourneen in Japan (2001, 2003, 2005) führten die britische Monatszeitschrift Opera Now 2004 zu der Aussage, das Teatr Wielki, die polnische Nationaloper, habe die Lücke zwischen Berlin und Moskau auf der Europakarte geschlossen. Kaspszyk gastierte wiederholt beim China Philharmonic Orchestra in Peking sowie beim Shanghai und beim Guangzhou Symphony Orchestra. Er erscheint regelmäßig bei den großen Sommerfestivals wie La Roque-d‘Anthéron, Chopin and his Europe, dem Kissinger Sommer und dem Lugano Festival (von dem im Rahmen des Progetto Martha Argerich EMI, heute Warner Classics, jedes Jahr eine CD veröffentlicht) und hat 2016 das Prager Rundfunk-Sinfonieorchester auf dem Prager Frühlingsfestival dirigiert. 2013 eröffnete er sein Amt als neuer Musik- und künstlerischer Leiter der Nationaloper mit der Warschauer Philharmonie und Werken Chopins beim Abschlusskonzert des Europa-Festivals, worauf am 22. September ein historisches Konzert beim Warschauer Herbst mit dem Pianisten Krystian Zimerman folgte (Lutoslawskis Klavierkonzert und Sinfonie Nr. 3). Jacek Kaspszyk führte auch die ersten drei Konzerte in der Geschichte der Philharmonie durch, die über das Internet übertragen wurden. 2015 dirigierte Kaspszyk die Warschauer Philharmonie mit Chopins 1. und 2. Klavierkonzert beim 17. Internationalen Chopin-Wettbewerb. 2016 führten ihn Tourneen mit der Warschauer Philharmonie nach Deutschland und Großbritannien sowie China, Taiwan und Japan. Er dirigierte ferner das Orquesta Sinfónica de Tenerife und das Aalborg Sinfonieorchester. Im April 2016 kehrte er zum Royal Liverpool Philharmonic Orchestra zurück und dirigierte ein Programm von Szymanowski und Schönbergs Arrangement von Brahms´ Streichquartett op. 25. Er wurde eingeladen, im Oktober 2017 nach Liverpool zurückzukehren. Im Oktober/November 2016 ging er mit der Warschauer Philharmonie und dem Preisträger des 17. Internationalen Chopin-Wettbewerbs 2015, Seong-Jin Cho, auf eine 14-tägige Tour in die USA mit Konzerten u. a. in der New Yorker Alice Tully Hall (Lincoln Center) und der Louise M. Davies Symphony Hall in San Francisco. Es folgen Gastdirigate mit dem Lahti Symphony Orchestra sowie sein Debüt mit dem Symphony Orchestra of India. Im April 2017 kehrte er nach China zurück, um das China Philharmonic Orchestra sowie das Shanghai und das Guangzhou Symphony Orchestra zu dirigieren, u. a. mit Werken von Karol Szymanowski und Witold Lutoslawski.

Die Opernkarriere von Kaspszyk umfasst unter anderem die Deutschje Oper am Rhein in Düsseldorf und die Opéra-Comique in Paris (mit Mozarts Zauberflöte), die Operá de Lyon (mit Brittens Sommernachtstraum und Weills Sieben Todsünden), die Opéra de Bordeaux (mit Tschaikowskis Eugen Onegin), die Stockholmer Oper und die English National Opera (mit Rossinis Barbier von Sevilla), die Opera North Leeds (mit Wagners Fliegendem Holländer), die Scottish Opera (mit Johann Strauß´ Fledermaus), die Detroit Opera und das Opernhaus Zürich (mit Moniuszkos Gespensterschloss), das Teatro Colón in Buenos Aires (mit Pendereckis Ubu Rex) und das Teatro de la Maestranza in Sevilla. Er dirigierte zudem Turandot und Tosca beim Puccini-Festival in Torre del Lago. Zwischen 2006 und 2008 arbeitete er regelmäßig mit dem Litauischen Nationaltheater für Oper und Ballett in Vilnius, deren Produktionen von Richard Strauss´ Salome und Richard Wagners Die Walküre er auch bei Festivals in Ljubljana und Ravenna (2007) und bei einem Gastspiel bei der Israeli Opera in Tel Aviv-Jaffa (2008) dirigierte. In der Saison 2016/17 hat er Szymanowskis König Roger am Staatstheater Nürnberg in einer gefeierten Neuproduktion geleitet.  

Jacek Kaspszyks umfangreiche Diskographie umfasst seine preisgekrönte Aufnahme von Rossinis Il signor Bruschino mit der polnischen Kammeroper, die mit dem Edison-Preis ausgezeichnete Aufnahme des Concerto Lugubre von Tadeusz Baird und mehrere hochgelobte CDs für Collins Classics mit allen vier Londoner Orchestern: Mussorgskys Bilder einer Ausstellung, Mahlers 1. Sinfonie, Richard Strauss´ Also sprach Zarathustra, Rachmaninows 2. Sinfonie, Ouvertüren zu Verdis Opern (Philharmonia Orchestra), Johann Strauß´ Kompositionen und Schuberts Sinfonien (London Philharmonic Orchestra) sowie das Prelude for Orchestra von Giacomo Puccini (Royal Philharmonic Orchestra), wobei der Gramophone-Kritiker die Einspielung mit Werken von Johann Strauß mit dem London Philharmonic Orchestra mit Carlos Kleiber Aussage verglich: „Man kann kein höheres Lob als das bekommen.“ Für seine Aufnahme von Lutosławskis Sinfonien Nr. 2 und Nr. 4 mit der Breslauer Witold-Lutoslawski-Philharmonie erhielt er den Fryderyk-Preis der polnischen Musikindustrie, während seine Aufnahme mit der polnischen Nationaloper von Moniuszkos Das Gespensterschloss für EMI eine Platin-CD erhielt und diejenige von Szymanowskis König Roger für CD Accord 2006 vom BBC Music Magazine als Aufnahme des Jahres nominiert und von Gramophone in den höchsten Tönen gelobt wurde. Im Jahr 2011 erhielt er die Elgar-Society-Medaille für seine Interpretationen von Edward Elgars Musik und schloss sich damit an herausragende Kollegen wie Vladimir Ashkenazy, Andrew Litton und Leonard Slatkin an. Am 21. April 2015 erhielt er im Rahmen einer Gala in der Nationaloper zum 90. Jahrestag des polnischen Radios den Diamantenen Taktstock. In der Begründung hieß es, „als Hommage für die Leistungen als Dirigent und als Dank für die Umsetzung einer beeindruckenden Zahl von Studioaufnahmen und Konzerten im öffentlich-rechtlichen Radio“.  

Jacek Kaspszyk ist mit der polnischen Schauspielerin Christine Paul-Podlasky verheiratet.

 

10.8. Alexander GOEHR wird 85

Er studierte zunächst Komposition (Richard Hall) am Royal Manchester College of Music und gründete dann die New Music Manchester Group (mit Harrison Birtwistle, Sir Peter Maxwell Davies und John Ogdon). In den Jahren 1955 und 1956 folgten weitere Studien bei Olivier Messiaen und Yvonne Loriod in Paris. Anfang der 60er Jahre arbeitete er bei der BBC und war Gründer des Music Theatre Ensembles, eines der ersten englischen Ensembles, die sich ausschließlich dem zeitgenössischen Musiktheater verschrieben hatten. Ende der 60er Jahre erhielt er einen Lehrauftrag am New England Conservatory in Boston und in Yale und wurde 1971 zum Professor für Musik an die Universität von Leeds berufen. 1975-99 wirkte er als Professor für Musik an der Universität von Cambridge. Goehr schrieb sieben Opern, darunter Arden muss sterben (nach Arden of Faversham, Hamburg 1967) und Arianna, lost Opera by Monteverdi (London, ROC 1995). Daneben umfasst das Schaffen von Goehr unter anderen vier Symphonien, Konzerte für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, sowie kleinere Orchesterwerke wie zum Beispiel Cambridge Hocket für vier Hörner und Orchester. Dirigenten wie Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Christoph von Dohnányi und Sir Simon Rattle setzen sich gemeinsam mit zahlreichen international renommierten Solisten wie etwa Oliver Knussen regelmäßig für seine Werke ein.

11.8. Joan de CRISTOFARO wird 70

 Sie studierte im Juilliard Music Center New York Musik und Gesang und erwarb an der Fredonia State University den akademischen Grad eines Bachelor of Arts, dann an der Indiana University Bloomingon den Grad eines Master of Music. Nachdem sie 1970 in Mailand den ASLICO-Concours, 1973 den Concorso Internazionale Puccini, 1974 den Benjamino Gigli-Wettbewerb in Macerata und 1973-74 die Wettbewerbe von Meran und Parma als Preisträgerin beendet hatte, kam sie in Italien, wo sie in Mailand ihren Wohnsitz nahm, zu einer erfolgreichen Bühnenkarriere. Sie begann diese am Teatro Sociale von Mantua, an dem sie die Musetta in »La Bohème« sang. Es schlossen sich Auftritte am Teatro San Carlo Neapel, an der Oper von Rom, am Teatro Regio Parma, am Teatro Giglio Lucca, am Teatro Grande Brescia, am Teatro Donizetti Bergamo und in Turin an. In Spanien trat sie am Teatro Liceu Barcelona auf. Bekannt wurde sie auch durch Konzerte, die sie im Rundfunk in verschiedenen Ländern gab, so über die Sender der RAI in Italien, in New York und über den Sender Freies Europa (hier u.a. mit Liedern und Arien in tschechischer Sprache).

 

11.8. Marvellee CARIAGA wird 75

Marvellee CARIAGA

 Gesangsausbildung an der California State University. Seit Ende der sechziger Jahre trat sie an amerikanischen Bühnen auf und war seit 1971 regelmäßig an der Oper von San Diego anzutreffen. Bei den aufsehenerregenden Aufführungen des Nibelungenrings an der Oper von Seattle hörte man sie 1975-81 in der Partie der Fricka. Beim Spoleto Festival von 1977 sang sie die Magda Sorel in »The Consul« von Menotti. Sie gastierte weiter an den Opern von San Francisco (1973 Amme in »Boris Godunow« und 2. Magd in »Elektra« von R. Strauss,  1981 Magdalene in »Die Meistersinger von Nürnberg«), Pittsburgh und Portland, in Los Angeles (1987, 1988) und in Kanada am Opernhaus von Vancouver in den Jahren 1975-78. 1979 war sie an der Oper von Rio de Janeiro als Santuzza in »Cavalleria rusticana« zu Gast, 1979 und 1982 an der Niederländischen Oper Amsterdam. In ihrem Bühnenrepertoire fanden sich sowohl Sopran- als auch Mezzosopran-Partien, darunter zahlreiche Wagner-Rollen (Venus im »Tannhäuser«, Ortrud im »Lohengrin«, Fricka und Waltraute im Nibelungenring, Brünnhilde im »Siegfried«, Isolde). Sie trat auch als Donna Anna im »Don Giovanni«, als Amelia in Verdis »Un ballo in maschera«, als Herodias in »Salome« von R. Strauss und als Küsterin in Janáceks »Jenufa« auf. 1986 wirkte sie in Columbus (Ohio) in der Uraufführung der Oper »The Three Sisters« von Thomas Pasatieri mit. Sie sang dann auch in einer Schallplattenaufnahme dieser Oper auf PS.

 

11.8. Raymond LEPPARD wird 90

Er wuchs in Bath auf und studierte ab 1948 Cembalo und Viola am Trinity College in Cambridge (bei Hubert Middleton und Boris Ord). Dort war er auch Chorleiter und musikalischer Leiter der Cambridge Philharmonic Society. 1952 hatte er sein Debüt in London als Dirigent in der Wigmore Hall. Er leitet sein eigenes Leppard Ensemble und war eng mit dem Goldsbrough Orchestra verbunden, aus dem 1960 das English Chamber Orchestra hervorging. Daneben trat er als Cembalist auf und wurde Fellow des Trinity College, wo er 1958-68 Lecturer war (1968 trat er als Director of Music des Trinity College zurück und folgte ihm Richard Marlow nach). In den 1960er Jahren war er regelmäßig Gastdirigent des English Chamber Orchestra. 1959 gab er sein Debüt als Operndirigent in Covent Garden. Beim Glyndebourne Festival leitete er 1964 und 1984 Claudio Monteverdis L’Incoronazione di Poppea, 1967-68 Francesco Cavallis L’Ormindo, 1970-71 und 1974 Cavallis La Calisto, 1972-73 und 1979 Monteverdis Il Ritorno d’Ulisse in Patria, 1975 Janáceks Das schlaue Füchslein und 1982 Glucks Orfeo ed Euridice. Am 19.7.1970 dirigierte er hier die Uraufführung von The Rising of the Moon von Nicholas Maw. Im November 1969 gab er sein Debüt als Dirigent in den USA mit dem Westminster Choir und den New York Philharmonic sowie als Solist in Haydns D-Dur Cembalo Konzert. 1973-80 war er Chefdirigent des BBC Northern Chamber Orchestra in Manchester. 1987-2001 war er musikalischer Leiter des Indianapolis Symphony Orchestra. 2004-06 war er musikalischer Berater des Louisville Orchestra. Gleichzeitig war er Artist in Residence an der University of Indianapolis. Daneben war Leppard u.a. Dirigent an der Metropolitan Opera in New York (wo er 1978-80 insgesamt 21 Vorstellungen von Benjamin Brittens Billy Budd  dirigierte), an der New York City Opera, der San Francisco Opera (1974 Cavallis L’Ormindo, 1975 und 1981 L’Incoronazione di Poppea, 1990 Il Ritorno d’Ulisse in Patria), der Oper in Paris (1980-81 Rameaus Dardanus), der Hamburger Staatsoper, den Opern in Santa Fe, Stockholm und Genf (1978 Glucks Iphigénie en Tauride). Er dirigierte u.a. das Chicago Symphony Orchestra, das Los Angeles Philharmonic Orchestra, Boston Symphony, Pittsburgh Symphony, Philadelphia Orchestra, das Symphonieorchester von St. Louis (wo er 1983 Principal Guest Dirigent war), das BBC Symphony Orchestra (inklusive Last Night of the Proms). 1963 komponierte er die Filmmusik zu Lord of the Flies, der Verfilmung von William Goldings Roman durch Peter Brook. Außerdem schrieb er die Filmmusiken zu Hotel New Hampshire und Laughter in the Dark. Leppard erhielt den CBE und ist Commendatore della Republica Italiana (1973). Er ist Ehrendoktor der Purdue University, der University of Indianapolis und der Butler University in Indianapolis. Für seine Schallplattenaufnahmen erhielt er u.a. den Deutschen Schallplattenpreis, einen Grammy und den Edison Prize.

 

12.8. Sergei SLONIMSKI wird 85

Er ist Sohn des russischen Schriftstellers Michail Slonimski und ein Neffe des russisch-amerikanischen Komponisten Nicolas Slonimsky. Sergei Slonimski studierte 1943-50 an der Moskauer Musikhochschule. Er ist seit 1959 Professor am Konservatorium in St. Petersburg. In seinen über 100 Stücken, Opern, Symphonien und anderen Werken bewegt er sich von Zwölftonmusik bis hin zu einem volkstümlichen Stil, wobei auch Stilelemente von Jazz und Neo-Romantik in seinem kompositorischen Schaffen anzutreffen sind. Für die EXPO 2000 in Hannover inszenierte Arila Siegert seine Kammeroper Der Meister und Margarita (nach Bulgakow).

 13.8. SOPHIA LARSON wird 70

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Sophia Larson

ART LARSON – Sophia Larson
 
Die Künstlerin Sophia Larson hat eine Weltkarriere auf der Opernbühne gemacht.  Sie ist eine der „Ausnahme-Sopranistinnen“, die sowohl bei den Bayreuther Festspielen (Venus, Sieglinde) als auch in der Arena di Verona (Titelpartie in „La fanciulla del West“ –  Das Mädchen aus dem goldenen Westen) aufgetreten ist. Sie sang und arbeitete an fast allen wichtigen europäischen und amerikanischen Opern- und Konzerthäusern, alternierend im deutschen und italienischen Heroinenfach, mit den Filmregisseuren Werner Herzog, Gianfranco De Bosio, Claudio Monticelli und Vittorio Rossi. Mit Ihrer Interpretation der Katjuscha in Alfanos „Risurrezione“ kam sie auf die Titelseite der Tageszeitung „La Stampa“ in Italien. Ihr Repertoire sang sie in sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Tschechisch und Ungarisch.
 
Partien wie Elektra, Färberin, Turandot, Tosca, Minnie, Senta, Isolde und Brünnhilden brachten sie u.a.von den Staatsopern Hamburg, Stuttgart, München, Berlin (Staatsoper, Deutsche Oper, Komische Oper, Philharmonie) zu den Bayreuther Festspielen, in die Arena di Verona, nach Turin, Palermo, Rom, Paris, Nizza, Genf, Zürich, Amsterdam (Muziktheater und Concertgebouw), Rotterdam, Den Haag, Stockholm, Helsinki, London, Lissabon (Belem u. Opernhaus), Toronto, Montreal, New York (Carnegiehall), San Francisco, São Paulo, Pretoria, Zypernfestival Pafos, Athen (Megaron).
 
Als Elektra trat sie in vielen Produktionen auf, u. a. in Amsterdam, Rom, Athen und Berlin, unter der Regie von Harry Kupfer, Nikolaus Lehnhoff, Willi Decker, John Dew, Helmut Drese, Hans Hollmann.
 
Als Turandot war sie weltweit in über 30 Produktionen zu Gast, u. a. in Zürich/Hallenstadion, Salzburg/Großes Festspielhaus, Helsinki/Stadion, London, Lausanne/Palais Beaulieu, Catania/Giardino Bellini, Turin/Opernhaus und Palatenda, Puccinifestival/Torre del Lago, Arena di Pula, Festival Pafos/Zypern, Rotterdam/Ahojhalle, São Paulo und Santiago de Chile, Pretoria (Südafrika).
 
Besonders gefragt war Larson auch für Galaabende und im Außenseiterrepertoire als Fedra in „Fedra“ von Pizzetti, Maria in „Maria D’Alessandria“ von Ghedini, Renata in „Der Feurige Engel“ von Prokofjew, Emilia Marty in „Die Sache Makropulos“ von Janacek, Judith in „Blaubarts Burg“ von Bartok, Susanne in „Die Harmonie der Welt“ von Hindemith, Els in „Der Schatzgräber“ von Schreker.

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Hans Sisa, Sophia Larson
 
Larson moderierte die Gedenkfeier für Ingeborg Bachmanns 80. Geburtstag und arbeitet auch als Kuratorin für Galerien. Sie bildet mit Hans Sisa ein Team, das Benefizveranstaltungen und Events organisiert. Sie sind auch die Initiatoren der Malerfeste auf der Burg Reichenstein in Oberösterreich.
 
Nach 30 Jahren Bühnenkarriere widmet sich Sophia Larson nunmehr den bildenden Künstlern. Sie ist Herausgeberin verschiedener Kunstkataloge wie der  Monographie „Dämonie und Poesie“ Hans Sisa, „Scharfe Männer-Schrille Weiber“ Karikaturen von Hans Sisa, „Kraft und Poesie“ Hans Sisa-Eleonore Hettl-Wilhelm Kollar.
 

 

13.8. Dirk JOERES wird 70

Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht, mit elf Jahren wurde er am Robert-Schumann-Konservatorium in Düsseldorf aufgenommen. Nach dem Abitur studierte er Klavier und Dirigieren in Berlin, Köln und London. Er studierte für ein Jahr in Paris bei der französischen Komponistin, Dirigentin und Musikpädagogin Nadia Boulanger.

1972 gewann Dirk Joeres den 1. Preis beim Vercelli-Wettbewerb. Im Anschluss konzertierte er in mehreren europäischen Ländern. Im Jahr 1975 gelang ihm sein Durchbruch in Duisburg, als er überraschenderweise, binnen weniger Stunden, bei einem Klavierabend für den plötzlich erkrankten Claudio Arrau engagiert, den Abend füllte. Dirk Joeres äußerte einmal, er fühle sich in einem Leben als reisender Virtuose nicht ausgefüllt, Zitat: Mir scheint die Zeit des reisenden Nur-Virtuosen passé zu sein. Er gab deshalb auch immer wieder Moderations-Konzerte und intensivierte bald seine Arbeit als Dirigent. 1978 unternahm Dirk Joeres seine erste Tournee als Solist und Dirigent in Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester der Wiener Symphoniker. 1979 folgte eine Tournee mit den London Mozart Players. Seit 1982 ist Joeres ständiger Gastdirigent der Bornemouth Sinfonietta. Ab 1983 leitete er zwei Jahre lang das Südwestdeutsche Kammerorchester. Danach wurde er als Gastdirigent vom Sinfonieorchester des Norddeutschen Rundfunks und dem Royal Philharmonic Orchestra eingeladen, seit 2007 ist er ständiger Gastdirigent dieses Londoner Orchesters. Als Pianist liegen Dirk Joeres Schwerpunkte bei der Wiener Klassik, bei Schuberts Klaviermusik, bei Johannes Brahms und nicht zuletzt auf dem weiten Feld der Musik des 20. Jahrhunderts.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: https://www.dirkjoeres.de/

 

13.8. Sheila ARMSTRONG wird 75

Sheila ARMSTRONG

 Sie wurde in Newcastle und an der Royal Academy of Music in London ausgebildet, wo sie als erste Künstlerin 1965 im gleichen Jahr den Kathleen Ferrier- und den Mozart-Preis gewann. 1966 erregte sie Aufsehen mit ihrem Bühnendebüt an der Sadler’s Wells Opera London in der Partie der Despina in »Così fan tutte«. Bei den Festspielen von Glyndebourne sang sie 1966 die Belinda in »Dido and Aeneas« von Purcell und die Papagena in der »Zauberflöte«, 1967 die Giannetta in »L’Elisir d‘amore« 1967 und 1969 die Zerline im »Don Giovanni«, 1970 die Fiorilla in Rossinis »Il Turco in Italia«, 1970 und 1973 die Pamina in der »Zauberflöte«. 1967 durchreiste sie mit dem Glyndebourner Festspiel-Ensemble als Zerline im »Don Giovanni« Skandinavien. Fast noch bedeutender als auf der Bühne gestaltete sich ihre Karriere auf dem Konzertpodium; sie galt als eine der größten englischen Oratoriensängerinnen innerhalb ihrer Generation. Regelmäßig war sie in den Konzertsälen in England, Deutschland, Belgien, Holland, Italien, Spanien, Österreich und sogar in Brasilien anzutreffen. Sehr viel sang sie mit dem Münchner Bach-Chor zusammen. 1970 kreierte sie beim Three Choirs Festival das ihr gewidmete Werk »Notturni ed alba« von John McCabe. 1971 erfolgte ihr Amerika-Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra; anschließend sang sie mit der Los Angeles Philharmonie unter Zubin Mehta. 1971 feierte man sie als Konzertsolistin in London, weitere Konzerte in Montreux, Oslo, Amsterdam und in Israel. Im englischen Fernsehen BBC trat sie in einer viel beachteten »Fledermaus«-Inszenierung hervor. Dabei ging sie jedoch auch weiter ihrem Wirken auf der Bühne nach: 1973-74 sang sie an der Covent Garden Oper u.a. die Marzelline im »Fidelio«.

Schallplatten: DGG (»Samson« und »Saul« von Händel, »Dido and Aeneas« von Purcell), HMV (Mozart-Requiem, »Carmina Burana« von Orff, »The Apostles« von Elgar, »The Pilgrim’s Progress« von Vaughan Williams, 9.Sinfonie von Beethoven), Kantaten von J.S. Bach auf verschiedenen Plattenmarken, auf RCA-Erato Stabat mater von Haydn, auf CBS Soli in Sinfonien von G. Mahler, auf Vanguard in »Salomon« und in »Semele« von Händel, auf Decca im »Messias« von Händel.

 

13.8. Felicia WEATHERS wird 80

Felicia Weathers

 1957 gewann sie den zweiten Preis bei einem Gesangwettbewerb der New Yorker Metropolitan Oper. Darauf Ausbildung ihrer Stimme an der Lincoln University in Jefferson City, an der Indiana University, wo sie Schülerin von Frank St. Leger war, schließlich bei Charles Kullman und Dorothea Manski. Nachdem sie bereits in Kansas City, Chicago und Detroit aufgetreten war, kam sie 1961 nach Europa. Hier gewann sie 1961 den Gesangwettbewerb von Sofia und gastierte dann in Zürich. Ende 1961 wurde sie an das Stadttheater von Kiel engagiert, wo sie als Salome in der gleichnamigen Oper von Richard Strauss Aufsehen erregte (seitdem ihre Glanzrolle). 1963-70 war sie Mitglied der Staatsoper Hamburg. Hier wirkte sie u.a. 1966 in der Uraufführung der Oper »Die Heimsuchung« (»The Visitation«) von Gunther Schuller mit. 1963-70 gastierte sie in insgesamt 40 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper (als Butterfly, als Liù in Puccinis »Turandot«, als Aida, als Elisabetta in Verdis »Don Carlos«, als Nedda im »Bajazzo« und als Leonore im »Troubadour«). Erfolgreiche Gastspiele in Berlin, München und Köln führten 1965 zu ihrer Berufung an die Metropolitan Oper New York, an der sie bis 1967 in insgesamt 6 Vorstellungen die  Lisa in »Pique Dame« von Tschaikowsky gesungen hat. Die Künstlerin, die in München ihren Wohnsitz nahm, gastierte ferner in Schweden, Jugoslawien und an führenden Bühnen in Deutschland und Nordamerika. 1968 sang sie am Teatro San Carlos von Lissabon, 1968 an der Oper von Chicago die Salome. Man schätzte sie auch als Tosca, als Gräfin in »Figaros Hochzeit« und als Titelheldin in »Adriana Lecouvreur« von Cilea; sie trat auch in zeitgenössischen Opern (u.a. von H.W. Henze und K. Weill) auf. Im Konzertsaal erwies sie sich als Liedersängerin von großer Begabung. Dort trug sie auch Gospel Songs, Negro Spirituals und Unterhaltungsmusik vor. Sie setzte ihre Konzertkarriere in Europa wie in den USA bis in die neunziger Jahre fort.

Schallplatten: Decca (kleine Partie in »Elektra«), London, Telefunken (Italienische Opernarien), APM (Liedaufnahmen).

 

13.8. Der mexikanische Tenor Carlos PIMENTEL wird 80

 

15.8. Arturo TESTA wird 85

 Biographie des italienischen Baritons auf Italienisch : https://it.wikipedia.org/wiki/Arturo_Testa

 

16.8. Gianna ROLANDI wird 65

Gianna ROLANDI

 Ihre Mutter war ebenfalls Sängerin gewesen und war in Italien unter dem Namen Giovanna Frazieri aufgetreten. Sie verbrachte ihre Kindheit in Spartanburg (South Carolina), studierte dann Violine, ließ aber schließlich am Curtis Institute Philadelphia ihre Stimme ausbilden. 1975 erwarb sie den akademischen Grad eines Bachelor of Music; ihre hauptsächlichen Lehrer waren Ellen Faull, Felix Popper, Max Rudolf und Dino Yannopoulos. 1975 ersetzte sie drei Tage vor ihrem geplanten Debüt an der New York City Opera eine Sängerin in der Rolle der Olympia in »Hoffmanns Erzählungen«; das eigentliche Debüt kam dann, wie vorgesehen, als Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss zustande. An der New Yorker City Opera, wo sie manche Partien von der großen Beverly Sills übernahm, hatte sie als Koloratrice große Erfolge; sie sang dort die Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, die Gilda im »Rigoletto« und die Cleopatra in »Giulio Cesare« von Händel und wirkte 1979 in der Uraufführung von Dominick Argentos »Miss Havisham’s Fire« mit. 1979 sang sie als Antrittsrolle an der Metropolitan Oper New York die Sophie im »Rosenkavalier«, bis 1985 bewunderte man in insgesamt 18 Vorstellungen auch dort ihre Olympia, ihre Nachtigall in Strawinskys Oper »Le Rossignol« und ihre Zerbinetta. Bei den Festspielen von Glyndebourne war es 1981 wiederum ihre Zerbinetta, die große Beachtung fand, 1984 gastierte sie dort als Zdenka in »Arabella« von R. Strauss und als Susanna in »Le nozze di Figaro«, 1988 als Konstanze in der »Entführung aus dem Serail« und 1991 als Despina in »Così fan tutte«. 1982 Gastspiel an der Oper von Santa Fé. Am Grand Théâtre Genf gastierte sie 1983 als Cleopatra in »Giulio Cesare« und 1986 als Ginevra in »Ariodante« von Händel. 1984 gastierte sie als Konstanze an der Grand Opéra Paris. An der Oper von Seattle war sie 1985 die Lucia di Lammermoor in der Belcanto-Oper gleichen Namens von Donizetti, 1988 die Gilda. An der Oper von San Francisco gastierte sie 1986 als Lucia di Lammermoor und als Susanna in »Le nozze di Figaro«, 1988 als Despina. 1987 übernahm sie an der Miami Opera in der amerikanischen Erstaufführung der Oper »Bianca e Falliero« von Rossini die Partie der Bianca und trat dort auch als Page Oscar in Verdis »Un ballo in maschera« auf, in San Diego als Ophélie in »Hamlet« von A. Thomas, in Paris als Ginevra in Händels »Ariodante«, in Turin als Amenaide in »Tancredi« von Rossini, in Chicago als Dorinda in »Orlando« von Händel. 1989 hörte man sie an der Oper von Rom als Curiazio in Cimarosas »Gli Orazi ed I Curiazi«. Zu ihren großen Rollen gehörte auch die Philine in »Mignon« von A. Thomas. Sie erwies sich auf der Bühne als begabte Darstellerin. Verheiratet mit dem britischen Dirigenten Sir Andrew Davis (* 2.2.1944).

Schallplatten: HMV (Susanna in »Le nozze di Figaro«).

 

16.8. Jacques DELACÔTE wird 75

 Er studierte am Pariser Konservatorium und an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowsky. 1971 ging er als erster Preisträger und Goldmedaillengewinner aus dem Dimitri-Mitropoulos-Wettbewerb in New York hervor und eröffnete sich damit den Weg zu einer bedeutenden internationalen Karriere. Als Assistent von Leonard Bernstein und Darius Milhaud sammelte er wertvolle Erfahrungen. 1972 gastierte er beim New York Philharmonic Orchestra. Seitdem ist er Gastdirigent bei folgenden Orchestern: Cleveland Orchestra, San Francisco Symphony Orchestra, London Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, English Chamber Orchestra, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Wiener Symphoniker. Er arbeitet auch häufig mit bedeutenden Rundfunkorchestern wie BBC London, RIAS Berlin, SDR Stuttgart, SWF Baden-Baden, WDR Köln, BR München und MDR Leipzig zusammen. Als Operndirigent stand Jacques Delacôte am Pult der Wiener Staatsoper (1972-94 insgesamt 8 Vorstellungen der Opern Madame Butterfly, Carmen sowie Samson et Dalila), der Bayerischen Staatsoper in München, der Hamburgischen Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart, der Semperoper Dresden, des Royal Opera House Covent Garden und der English National Opera in London, der Welsh National Opera, der Scottish Opera (1982 Die Fledermaus), der Opéra de Paris (1983 Dialogues des Carmélites) und war Gast an der Opernhäusern von Brüssel, Zürich, Kopenhagen, Chicago, Pittsburgh, Montréal, Toronto, Venedig, dem Teatro Colón in Buenos Aires, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona sowie der Royal Swedish Opera in Stockholm. Unter Jacques Delacôtes Leitung wurden u.a. folgende Aufnahmen gemacht: La Traviata, Turandot, Carmen, live aus dem Royal Opera House Covent Garden; Roméo et Juliette, Hérodiade, Samson et Dalila, live aus dem Liceu Barcelona; Carmen, live aus Earls Court London; Otello, live aus der Albert Hall London.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.jacques-delacote.com/

 

17.8. Robert ANDREOZZI wird 85

Robert Andreozzi

 Er arbeitete zunächst als technischer Zeichner, ließ dann aber seine Stimme an den Konservatorien von Toulouse und Paris ausbilden. 1960 debütierte er unter dem Künstlernamen Robert Marviaux am Théâtre Mogador Paris als Ajax II. in der Offenbach-Operette »La belle Hélène«. Noch im gleichen Jahr 1960 wurde er an die Opéra-Comique Paris berufen, an der er (jetzt unter seinem wirklichen Namen) als Beppe im »Bajazzo« debütierte und für mehr als zehn Jahre blieb. Er verlegte sich hier vor allem auf die Interpretation von Buffo- und Charakterpartien für Tenor und sang den Basilio in »Le nozze di Figaro«, den Franz in »Hoffmanns Erzählungen«, den Bardolfo im »Falstaff« von Verdi, den Remendado in »Carmen« und den Schmidt in Massenets »Werther«. Hinzu kam eine große Karriere auf dem Gebiet der Operette, wobei er sich vor allem in Operetten von Jacques Offenbach auszeichnete und seine schauspielerische Begabung immer wieder bewundert wurde. Seit 1962 trat er auch an der Pariser Grand Opéra auf (Antrittsrolle: Wirt im »Rosenkavalier«). Regelmäßige Gastspiele führten ihn an die großen Theater in der französischen Provinz und an die Oper von Monte Carlo, wo er den Pedrillo in der »Entführung aus dem Serail«, aber auch Partien aus dem lyrischen Fachbereich übernahm, so u.a. den Ferrando in »Così fan tutte«, den Jean in »Le Jongleur de Notre-Dame« von Massenet und den Schuiskij im »Boris Godunow«. Er erhielt eine Professur am Konservatorium von Aix-en-Provence, setzte aber seine Bühnentätigkeit, in erster Linie im Bereich der Operette, noch bis Ende der achtziger Jahre fort.

Schallplatten: Philips (Opernquerschnitte), Adès (Gesamtaufnahme von Massenets »Werther«).

 

18.8. Tan DUN wird 60

Er wurde im Dorf Simaonae, Changsha in der Provinz Hunan geboren. Während der Kulturrevolution in China musste er ab 1974 als Reisbauer arbeiten. Um den beengten Verhältnissen zu entfliehen, schloss er sich als Violinist und Arrangeur einer Peking-Oper-Gruppe an. In Peking studierte er 1978-83 Komposition bei Li Yinghai und Zhao Xingdao am Zentralen Konservatorium. Er erhielt die Möglichkeit, an Seminaren bei bekannten Komponisten wie Hans Werner Henze, Chou Wen-chung, Yun I-sang, Alexander Goehr, George Crumb und Toru Takemitsu teilzunehmen. In den 80er Jahren zog er nach New York, studierte bei Chou Wen-chung, George Edwards und Mario Davidovsky und promovierte (Ph.D.) an der Columbia University. Die amerikanische Metropole eröffnete ihm Kontakte zu Experimentalmusikern wie Philip Glass, John Cage, Meredith Monk und Steve Reich. 2010 war er Kulturbotschafter für die EXPO in Shanghai. Als Dirigent leitete er u.a. Concertgebouw-Orchester, London Symphony Orchestra, Berliner Philharmoniker, New Yorker Philharmoniker, Philadelphia Orchestra, Orchestre National de France, BBC Symphony Orchestra, Münchner Philharmoniker, Filarmonica della Scala und Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. In seinen Kompositionen verknüpft er klassische und moderne Musikelemente und verbindet asiatische mit europäischen Musikrichtungen.

Neben Orchestermusik komponiert er Opern und Filmmusik. 1992-96 entstand seine erste Oper Marco Polo, die von der Kritik hoch gelobt wurde, 1998 gefolgt von der Oper Peony Pavilion (uraufgeführt unter der Regie von Peter Sellars). 2006 hatte die Oper The First Emperor unter James Levine mit Plácido Domingo in der Titelrolle ihre Uraufführung an der New Yorker Metropolitan Opera. Im Jahr 2000 fand in Stuttgart die Uraufführung der Water Passion nach dem Matthäus-Evangelium statt; Auftraggeber war die Internationale Bachakademie, die zum 250. Todestag von Johann Sebastian Bach den Auftrag für neue Kompositionen der vier Evangelien jeweils an einen namhaften modernen Komponisten vergab. Für ein breiteres Publikum wurde Tan Dun im Jahre 2000 durch seine Oscar-prämierte Filmmusik für Tiger and Dragon bekannt. Das Klavierkonzert HEAR & NOW wurde von der New Yorker Philharmonie in Auftrag gegeben und im April 2008 mit dem Pianisten Lang Lang unter Leitung von Leonard Slatkin uraufgeführt. Im gleichen Jahr wurde er von Google beauftragt, eine Internet Symphony No. 1 für das YouTube Symphony Orchestra zu komponieren. Im Sommer 2009 übernahm Tan Dun beim Musik-Festival Grafenegg die Rolle als Composer in Residence. In diesem Rahmen hielt er einen Kompositionsworkshop, in dem Kompositionen für Film und Multimedia im Vordergrund standen. Am 6. September 2009 brachte er zusammen mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und einer Reihe renommierter Schlagwerk-Solisten sein Earth Concerto for ceramic instruments and orchestra to commemorate the 150th anniversary of Gustav Mahler’s birth, ein Auftragswerk des Musik-Festivals Grafenegg, zur Uraufführung.

In der Spielzeit 2012/13 war er Composer in Residence beim MDR Sinfonieorchester.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://tandun.com/

 

18.8. Joy DAVIDSON wird 80

Eigentlicher Name Joy Elaine Ferguson. Sie erhielt ihre Ausbildung durch Howard S. Swan in Los Angeles, an der Florida State University bei Elena Nikolaidi und in Miami bei Irma McDaniels und Daniel Harris. Bühnendebüt 1965 an der Oper von Miami als Angelina in Rossinis »La Cenerentola«. 1968 gewann sie einen internationalen Gesangconcours in Sofia. In ihrer amerikanischen Heimat sang sie an den Opern von Dallas, Houston (Texas), Miami, New Orleans, San Francisco (1969 die Sekretärin in Menottis »The Consul« und 1970 die Carmen) und seit 1969 an der New York City Opera (Debüt als Kontschakowna in Borodins »Fürst Igor«), an der sie bis 1981 häufig auftrat, u.a. auch als Carmen. 1969 wirkte sie an der Oper von Santa Fé in der amerikanischen Erstaufführung der Oper »Die Teufel von Loudon« von Penderecki mit, wobei diese Aufführung privat auf Schallplatten aufgenommen wurde. Gastspiele brachten der Künstlerin an den Staatsopern von Wien (1974 als Carmen und als Preziosilla in »La forza del destino«), München und am Teatro Liceu Barcelona, an der Welsh Opera Cardiff, am Teatro San Carlos Lissabon, an der Nationaloper Sofia, in Amsterdam, Lyon und Turin, vor allem aber an der Mailänder Scala (1971 Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns, 1979 Peccato in der europäischen Erstaufführung von Pendereckis »Paradise Lost«) und bei den Festspielen von Florenz und Spoleto (1972 Sekretärin in Menottis »The Consul«), bedeutende Erfolge. 1984 trat sie am State Theatre New York als Türkenbaba in Strawinskys »The Rake’s Progress« auf. Sie sang auf der Opernbühne neben den klassischen Partien ihres Stimmfachs wie der Charlotte in Massenets »Werther«, der Eboli im »Don Carlos« und dem Orpheus von Gluck auch die schwierigen Rollen für Koloratur-Alt und zahlreiche Aufgaben in modernen Werken. Auch als Konzertsängerin bekannt geworden.

 

19.8. Gerard SCHWARZ wird 70

 Er studierte an der High School of Performing Arts und an der Juilliard School of Musik in New York Trompete und Musik. Nach seiner Studienzeit begann er seine Musikkarriere als Trompeter beim New York Philharmonic Orchestra unter dem Dirigenten Pierre Boulez und avancierte schnell zum Stimmführer der Bläser des Orchesters, dessen Position er bis 1973 bekleidete. Parallel dazu begann er sich aber auch schon ab 1966 als Dirigent weiter zu bilden und gewann 1971 einen Preis der Young Concert Artists International Auditions.  Nach seiner Zeit als erster Trompeter beim New York Philharmonic Orchestra führte ihn sein Weg an verschiedene Orchester, die er gleichzeitig als Musikdirektor führte, so das Los Angeles Kammer Orchester (Los Angeles Chamber Orchestra) von 1978 bis 1986 und das jährlich stattfindende Mostly Mozart Festival am Lincoln Center in New York, welches er von 1982 bis 2001 leitete. Nach der Jahrtausendwende führte ihn sein Weg auch nach Großbritannien als Musikdirektor an das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra (RLPO), dem er von 2001 bis 2006 vorstand. In derselben Zeit widmete er seine Zeit als musikalischer Berater auch der Orchard Hall in Verbindung mit dem Philharmonieorchester Tokio. Eine herausragende Bedeutung erhielt seine Tätigkeit beim Seattle Symphony Orchestra von 1985 bis 2011. Unter seiner Leitung erhöhte sich die künstlerische Qualität des Orchesters. Die Folge davon war, dass sich die Zahl der Abonnenten von 5.000 in 1983 auf 35.000 bis 2006 steigerte. Seiner Initiative ist auch der Bau einer neuen Spielstätte, der Benaroya Hall mit 2.500 Sitzplätzen zu verdanken, die das Orchester 1998 beziehen konnte. Andererseits war seine Tätigkeit auch von immer größeren Kontroversen mit einigen Orchestermitgliedern durch seine gebieterische Art das Orchester zu leiten gekennzeichnet. 2007 wurde er zum Musikdirektor des Eastern Music Festival in North Carolina bestellt, an dem er schon seit 2005 als erster Dirigent gewirkt hatte. Nachdem er die Leitung des Festivals übernommen hatte, steigerten sich die Besucherzahlen zu neuen Rekordhöhen und er weitete das Studien- und Programmangebot weiter aus. So sorgte er dafür, dass ein ständiger Komponist für das Festival angestellt wurde und die Konzertserie auf drei weitere Konzerte erhöht wurde. Zudem vertiefte er die Zusammenarbeit mit dem Appalachian Summer Festival als künstlerischer Berater des Musikprogramms. Schwarz ist bekannt dafür ganz besonders die Werke lebender und verstorbener US-amerikanischer Komponisten in seinem Repertoire zu pflegen. Mehr als 100 Aufnahmen auf Tonträger mit dem Seattle Symphony Orchestra auf denen er amerikanische Komponisten wie zum Beispiel Walter Piston, Howard Hanson, William Schuman, Alan Hovhaness und David Diamond vertonte, geben ein Zeugnis davon ab. Weltweit bespielte er mit anderen Orchestern wie zum Beispiel der Ceska filharmonie, dem Philadelphia Orchestra, dem Tokyo Philharmonic Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Orchestre National de France CDs. Aber dazu sind auch noch alle Sinfonien Mahlers und Richard Strauss‘. sowie Sinfonische Dichtungen mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra zu zählen. 2003 vertonte er zwei Konzerte von Philip Glass. das Cello Konzert mit Julian Lloyd Webber und das Konzert für zwei Pauken, ebenfalls von Philip Glass mit Evelyn Glennie und Jonathan Haas mit dem RLPO. Als Solist (Trompete) bespielte er Werke von Franz Joseph Haydn und Johann Nepomuk Hummel auf Tonträger. 1989 erhielt er den von der Columbia University verliehenen Ditson Conductors Award für seine Verdienste um die amerikanische klassische Musik. Zu seinen zahlreichen Ehrungen zählt die Wahl zum Dirigenten amerikanischer Musicals des Jahres 1994 als erstem Amerikaner, der diesen Preis gewonnen hat. 14 Grammy Nominierungen und 5 Emmy Nominierungen, wovon er für seine Interpretation von Mozarts Requiem Live from Lincoln Center mit dem Seattle Symphony Orchestra 4 gewann. 2010 wurde er von der Stadt Seattle wegen seiner hervorragenden Verdienste für die Stadt geehrt. 2011 benannte man den Platz vor der Benaroya Hall, der Spielstätte des Seattle Symphony Orchestra in „Gerard Schwarz Place“. Ein Ölgemälde von Schwarz, gemalt von Michele Rushworth wurde im Foyer der Benaroya Hall 2011 feierlich enthüllt.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.gerardschwarz.com/

 

19.8. Allan MONK wird 75

Allan MONK

 Nachdem er anfänglich als Angestellter in einem Geschäftsunternehmen gearbeitet hatte, studierte er bei Elgar Higgin in Calgary (Kanada), dann bei Boris Goldovsky in New York. Sein Bühnendebüt fand 1967 bei der Western Opera Company in San Francisco als Bob in »The Old Maid and the Thief« von Menotti statt. 1968-1990 sang er an der Oper von San Francisco den Christopher Columbus II in der amerikanischen Erstaufführung der Oper »Christopher Columbus« von D. Milhaud, den Masetto im »Don Giovanni«, den Fiorello im »Barbier von Sevilla«, den König Priamus in »Les Troyens« von Berlioz, den 2. Handwerksburschen wie den Titelhelden im »Wozzeck« von A. Berg, den Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, den 2. Priester wie den Sprecher in der »Zauberflöte«, den Schaunard in »La Bohème«, den Belcore in »L’Elisir d‘amore«, den Hirten in »Pelléas et Mélisande«, den Figaro in »Le nozze di Figaro«, den Capulet in »Roméo et Juliette« von Gounod, den Escamillo in »Carmen«, den 1. Soldaten in »Salome« von R. Strauss, den Angelotti in »Tosca«, den Melot in »Tristan und Isolde«, den Polizeikommissar im »Rosenkavalier«, den Hermann Ortel in »Die Meistersinger von Nürnberg«, den kaiserlichen Kommissar wie den Sharpless in »Madame Butterfly«, den Lescaut in »Manon« von Massenet, den Silvano in Verdis »Un ballo in maschera«, den Publio in Mozarts »La clemenza di Tito«, den Monterone im »Rigoletto«, den Donner im »Rheingold«, den Hohepriester Brahmas in Meyerbeers »Afrikanerin«, den Enrico in »Lucia di Lammermoor«, den Lehrer in der amerikanischen Erstaufführung von G. von Einems »Der Besuch der alten Dame«, den Tomsky in »Pique Dame« von Tschaikowsky, den Paolo in Verdis »Simon Boccanegra«, den Zurga in »Les Pêcheurs de perles« von Bizet, den Donald in B. Brittens »Billy Budd«, den Heerrufer im »Lohengrin« und den Albert im »Werther« von Massenet,

Es folgten Auftritte an den großen Operntheatern in Nordamerika. Regelmäßig war er an den Opern von Toronto und Ottawa zu hören; weiter gastierte er an den Opernhäusern in Honolulu und Portland. Er sang 1973 in Toronto in der Uraufführung der Oper »Heloise and Abelard« von Wilson die Partie des Abelard. Bekannt auch als Konzertbassist. Seit 1976 Mitglied der Metropolitan Oper New York, an der er als Schaunard in »La Bohème« debütierte, und wo er in elf Spielzeiten bis 1986 in insgesamt 272 Vorstellungen eine Vielzahl von kleineren und größeren Partien sang. Darunter befanden sich Rollen wie der Kothner in »Die Meistersinger von Nürnberg«, der Heerrufer, der Angelotti, der Sprecher in der »Zauberflöte«, der Roucher in »Andrea Chénier« von Giordano, der Sharpless, der Monterone, der Silvio im »Bajazzo«, der Schtschelkalow in »Boris Godunow«, der Masetto, der Vater in »Hänsel und Gretel«, der Musiklehrer in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, der Malatesta in »Don Pasquale«, der Wolfram im »Tannhäuser«, der Titelheld im »Wozzeck« von A. Berg, der Haly und der Taddeo in »L’Italiana in Algeri« von Rossini, der Theatermanager in »Les mamelles de Tirésias« von Fr. Poulenc, der Posa in Verdis »Don Carlos«, der Chorèbe in »Les Troyens« von Berlioz, der Lescaut in Puccinis »Manon Lescaut«, der Schaklowity in »Chowanschtschina« von Mussorgsky und der Ford im »Falstaff« von Verdi. 1989 sehr erfolgreiches Gastspiel in Toronto als Macbeth von Verdi (mit Sylvia Sass als Partnerin) und als Carlos in »La forza del destino«, 1988 in Montreal als Don Giovanni. 1989 sang er in Vancouver den Nick Shadow in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, in Toronto den Gérard in »Andrea Chénier« von Giordano und den Don Pizarro im »Fidelio«, 1992 bei der Long Beach Opera die Titelpartie in Verdis »Simon Boccanegra«, 1996 am Opernhaus von Hamilton (Kanada) den Renato in Verdis »Maskenball«.

Schallplatten: RCA (kleine Partie in »Andrea Chénier« von Giordano), WEA (ähnliche Partie in »La Traviata«).

 

21.8. Nicole MENUT wird 80

 Sie erhielt ihre Ausbildung am Conservatoire de Paris, vor allem bei Jean Giraudeau, und debütierte 1962 als Sopransolistin in einer Aufführung von Molières »Le Bourgeois Gentilhomme« an der Comédie-Française. Sie trat dann in kleineren Rollen an verschiedenen Theatern in Paris auf, bis sie 1965 an die dortige Opéra-Comique engagiert wurde. Hier sang sie Partien wie die Mélisande in »Pelléas et Mélisande«, die Lauretta in Puccinis »Gianni Schicchi«, die Mimi in »La Bohème« und die Eurydice in »Orphée et Eurydice« von Gluck. Seit 1965 war sie auch an der Pariser Grand Opéra, zumeist in kleineren Rollen, anzutreffen. 1971 verließ sie die Opéra-Comique, um ihre Karriere an den größeren französischen Provinzbühnen fortzusetzen, so u.a. in Nizza (1971), in Toulouse (1973), an der Opéra du Rhin Straßburg (1974) und in Tours (1975). Häufig erschien sie dabei als Mélisande, eine Partie, die sie auch 1967 und 1968 bei den Festspielen von Aix-en-Provence sowie 1967 an der Wiener Staatsoper und am Opernhaus von Gent gestaltete. Seit Ende der siebziger Jahre war sie vor allem als Konzertsängerin tätig und war oft in Radiosendungen zu hören.

Schallplatten: RCA (»The Medium« von G.C. Menotti).

 

22.8. Phyllis CANNAN wird 70

Phyllis Cannan

 Sie wurde an der Royal Scottish Academy of Music und im London Opera Centre ausgebildet und trat zunächst als Mezzosopranistin auf (u.a. 1974 bei der Opera for All im »Rigoletto«). Bei der Scottish Opera Glasgow sang sie bereits 1971-72 die Siegrune in der »Walküre« und 1972-73 die Alisa in »Lucia di Lammermoor«; nach längerer Pause gastierte sie hier wieder 1986 als Miss Jessel in B. Brittens »The Turn of the Screw«, 1998 als Mutter in »Hänsel und Gretel«, 1999-2000 als Marcellina in »Le nozze di Figaro« sowie 1999 und 2002 als Marianne Leitmetzerin im »Rosenkavalier«. Sie sang u.a. beim Camden Festival, bei der Glyndebourne Touring Opera (1976 die Clairon im »Capriccio« von R. Strauss, 1977 die Förstersfrau in Janáceks »Das schlaue Füchslein«, 1986 die Lady Billows in B. Brittens »Albert Herring« und am 24.10.1994 die Inanna in der Uraufführung der Oper »The Second Mrs. Kong« von H. Birtwistle), beim Glyndebourne Festival (1977 die Wirtin in Janáceks »Das schlaue Füchslein« und 1995 die Inanna) und 1980-83 eine Vielzahl von Partien an der Covent Garden Oper London. Man hörte sie dort als Federica in Verdis »Luisa Miller«, als Stimme der Mutter in »Hoffmanns Erzählungen«, als Teresa in »La Sonnambula« von Bellini, als Wellgunde im Nibelungenring, als Magdalene in »Die Meistersinger von Nürnberg« und als Lola in »Cavalleria rusticana«. 1979 trat sie an der English National Opera als Mercedes in »Carmen« auf. 1983 wechselte sie dann ins Sopranfach und sang als erste Sopranpartie beim Buxton Festival die Titelrolle in »Griselda« von Vivaldi. In den folgenden Jahren sang sie u.a. in der Londoner Queen Elizabeth Hall die Titelrolle in einer konzertanten Aufführung der Oper »Alceste« von Gluck und bei der Welsh Opera Cardiff die Küsterin in Janáceks »Jenufa« sowie die Katerina in »Greek Passion« von B. Martinù (1984). Eine große Karriere hatte sie bei der English National Opera London, wo sie als Tosca (1985), als Santuzza in »Cavalleria rusticana«, als Rusalka in der gleichnamigen Märchenoper von A. Dvorák und in der englischen Erstaufführung der Oper »Lear« von Aribert Reimann (als Goneril) auftrat. An der Covent Garden Oper London gastierte sie als Marianne Leitmetzerin und in der Oper »King Priam« von M. Tippett, bei der North Opera Leeds 1984 als Santuzza. 1985 hörte man sie im Theater des Herodes Atticus in Athen als Hecuba in »King Priam« von M. Tippett und als Kammerfrau in Verdis »Macbeth«. 1987 sang sie beim Hongkong Festival die Senta in »Der fliegende Holländer«. 1990 Auftritte bei den Festspielen von Edinburgh (Katerina in »Greek Passion« von B. Martinù) und Schwetzingen (Miss Jessel in »The Turn of the Screw« von B. Britten). In der zuletzt genannten Rolle hörte man sie auch an der Oper von Köln, 1992 in Venedig in »The Rake’s Progress« von Strawinsky. Neben dieser Bühnenkarriere kam eine ebenso erfolgreiche Karriere im Konzertsaal zustande, wo man sie vor allem als Oratorien-Solistin in den englischen Musikzentren wie im Ausland (»War Requiem« von Benjamin Britten in Belgien) hörte.

Schallplatten: Collins (»The Turn of the Screw« von B. Britten), Philips (»Il Trovatore« von Verdi).

 

22.8. Giovanna SANTELLI wird 80

Giovanna SANTELLI

 Sie absolvierte ihr Gesangstudium am Conservatorio Luigi Cherubini und bei Maestro Cremosini in Florenz. 1961 debütierte sie am Teatro Nuovo Mailand als Zerline in »Fra Diavolo« von Auber. Sie hatte als lyrische Koloratursopranistin eine bedeutende Karriere an den großen italienischen Bühnen, darunter an den Opernhäusern von Turin, Palermo und Florenz wie auch beim Maggio Musicale Fiorentino. An der Mailänder Scala debütierte sie 1972 als Frasquita in »Carmen« und sang dann hier 1972 und 1975 den Pagen Oscar in Verdis »Maskenball«, 1974 wieder die Frasquita, 1975 die Gismonda in Cimarosas  »Il marito disperato« und 1983 die Schwester Genoveva in Puccinis »Suor Angelica«. Weiter zu Gast an der Niederländischen Oper Amsterdam, am Teatro San Carlos Lissabon, am Théâtre de la Monnaie Brüssel, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, an der Nationaloper Helsinki, in Toulouse, Köln, Wiesbaden, Hamburg, Frankfurt a.M. und Essen. Ihr Repertoire enthielt die klassischen Aufgaben für Koloratursopran aus der italienischen Opernliteratur wie die Rosina im »Barbier von Sevilla«, die Amina in »La Sonnambula«, die Carolina in Cimarosas »Il matrimonio segreto«, die Gilda im »Rigoletto«, die Violetta in »La Traviata«, die Nannetta im »Falstaff«, die Norina im »Don Pasquale«, die Adina in »L‘Elisir d’amore«, die Suzel in »L‘Amico Fritz« von Mascagni, die Lauretta in Puccinis »Gianni Schicchi« und die Titelfigur in »Francesca da Rimini« von Zandonai. In einer italienischen Fernsehaufführung von Puccinis »La Bohème« wirkte sie als Musetta mit.

Schallplatten: RAI

 

23.8. Berith BOHM wird 85

Berith Bohm

Sie erhielt eine sehr gründliche musikalische Ausbildung; sie war in Stockholm Schülerin von I. Berling, Lea Piltti und J. Rappe und in Mailand von A. Baruti. Dazu erhielt sie auch eine Ausbildung als Tänzerin. Nachdem sie 1951-54 als Choristin am Oscar-Theater in Stockholm tätig gewesen war, hatte sie in den Jahren 1956-69 große Erfolge als Solistin am Stora Theater Göteborg. Hier brillierte sie vor allem als Operettensängerin und stand im Mittelpunkt von 40 Inszenierungen von Operetten und Musicals. Sie übernahm aber auch Partien im Bereich der Oper wie die Nemea in »Si j’étais Roi« von Adam, die Musetta in »La Bohème«, die Bess in »Porgy and Bess« von Gershwin und die Helena in »A Midsummer Night’s Dream« von B. Britten. Sie wirkte am 6.1.1961 am Stora Theater Göteborg in der Uraufführung der Oper »Herr Arnes penningar« von Gösta Nyström mit. An erster Stelle stand aber ihr Wirken im Bereich der Operette, wo sie als Titelheldin in »Die schöne Helena« von Offenbach, als Rosalinde in der »Fledermaus«, als Hanna Glawari in Lehárs »Die lustige Witwe« und in vielen weiteren Rollen in ihrer schwedischen Heimat wie auch als Gast in Helsinki, Wien und Hamburg glänzende Erfolge hatte. Sie ist auch als Kabarettistin in Erscheinung getreten.

 

23.8. Raimund HERINCX wird 90

Raimund HERINCX

 Seine Familie war aus Belgien nach England verzogen. Er studierte bei Van Dyck in Belgien und in Mailand bei Valli. Nach seiner Ausbildung sang er seit 1950, hauptsächlich als Konzertbassist, in Belgien und Frankreich. 1952 gab er in London viel beachtete Konzerte. Er sang 1950 bei der Welsh Opera den Titelhelden in »Figaros Hochzeit« als erste große Bühnenpartie. 1957 sang er bei der Welsh Opera Cardiff die Titelrolle in Boitos »Mefistofele«, dann auch den Germont-père in »La Traviata«, den Scarpia in »Tosca«, den Don Pizarro im »Fidelio« und den Nabucco von Verdi. Bei der Sadler’s Wells Opera London hörte man ihn 1957-67 als Grafen in »Figaros Hochzeit«, als Jack Rance in Puccinis »La Fanciulla del West«, als Creon in »Oedipus Rex« und als Nick Shadow in »The Rake’s Progress« von Strawinsky, als Rigoletto und als Baron Prus in der englischen Premiere von Janáceks »Die Sache Makropoulos« sowie 1963 in der Uraufführung der Oper »Our Man in Havanna« von Malcolm Williamson. 1967 wirkte er beim englischen Fernsehen BBC in der Premiere der barocken Oper »L’Erismena« von Cavalli mit, 1974 am Coliseum Theatre London in »Die Bassariden« von H.W. Henze. 1966 sang er in der Philharmonic Hall in New York in »A Mass of Life« von Delius. 1967 war er an der Oper von Boston zu Gast. An der Londoner Covent Garden Oper sang er als erste Partie 1968 den King Fisher in »The Midsummer Marriage« von M. Tippett, den er dann in Cardiff und in Adelaide wiederholte. An der Covent Garden Oper London wirkte er am 2.12.1970 in der Uraufführung von »The Knot Garden« von Tippett, am 12.7.1972 in der der Oper »Taverner« von P. Maxwell Davies mit (als Abt, den er dann auch 1986 in der amerikanischen Erstaufführung in Boston übernahm) und brillierte in Rollen wie dem Escamillo in »Carmen«, dem Alfio in »Cavalleria rusticana« und dem Macbeth in Verdis gleichnamiger Oper. 1976 war er erneut an der Oper von Boston zu hören, 1977-81 wirkte er bei den Aufführungen des Nibelungenrings in Seattle mit. Auch an der English National Opera London trat er im Nibelungenring, u.a. als Wotan und als Hagen, auf. 1977 debütierte er an der Metropolitan Oper New York, wo er nur eine einzige Partie, den Mathisen in Meyerbeers »Le Prophète«, diese jedoch 16mal sang. 1978 debütierte er an der Oper von San Francisco als Mr. Redburn in B. Brittens »Billy Budd« und sang hier im gleichen Jahr auch den Telramund im »Lohengrin«, 1980 den Geisterboten in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss und 1983 den King Fisher in der amerikanischen Erstaufführung der »The Midsummer Marriage« von M. Tippett. 1979 übernahm er am Teatro Liceu Barcelona den Telramund. 1983 gastierte er an der Opera North Leeds in »Hoffmanns Erzählungen«, 1986 in Boston in der amerikanischen Erstaufführung von Peter Maxwell Davies‘ »Taverner«. Der sehr vielseitige Künstler beherrschte ein Repertoire von rund 200 Partien aus allen Bereichen der Opernliteratur.

Schallplatten: Decca (»Dido and Aeneas« von Purcell als Partner von Janet Baker), Electrola (»Hoffmanns Erzählungen«), HMV (»Hänsel und Gretel«, »Koanga« von Delius, »I Capuleti e i Montecchi« von Bellini, »The Pilgrim’s Progress« von Vaughan Williams, Aronte in »Armida« von Gluck, »Oedipus Rex« von Strawinsky), Philips (»A Midsummer Marriage« von Tippett), MRF (»Das Liebesverbot« von R. Wagner), OPD (»Rodelinda« von Händel, London 1959).

 

24.8. Friederike APELT wird 80

 Sie war Schülerin von Winkler in Dresden und von Witte in Berlin. 1961 begann sie ihre Bühnenkarriere in Dresden mit der Partie der Suky in »The Beggar’s Opera«. Bis 1964 blieb sie in Dresden und war dann 1964-66 am Theater von Potsdam engagiert. 1966 folgte sie einem Ruf an die Berliner Komische Oper, an der sie in einer Vielzahl von Rollen aus allen Bereichen der Opernliteratur auftrat. Gastspiele und Konzertauftritte in Deutschland wie im Ausland rundeten die weitere Karriere der Sängerin ab.

Schallplatten: Eterna.

 

25.8. Jürgen ROSE wird 80

Er absolvierte zunächst 1957-59 ein Volontariat am Landestheater (heute Staatstheater) Darmstadt bei Gustav Rudolf Sellner und Franz Merz, bevor er 1959 ein Studium an der Berliner Hochschule für Bildende Kunst (HBK, heute Universität der Künste Berlin, UDK) begann und ebenfalls in Berlin die renommierte private Schauspielschule von Marlise Ludwig besuchte. In der Spielzeit 1959/60 erhielt er sein erstes Engagement als Bühnenbildner und Schauspieler bei den Städtischen Bühnen Ulm. Am Stuttgarter Schauspielhaus traf er 1961 den Balletttänzer und Ballettchoreografen John Cranko, mit dem er bis zu dessen Tod 1973 vielfach gemeinsam arbeitete (er entwarf v.a. an der Bayerischen Staatsoper in München die Bühnenbilder und Kostümierungen für Crankos und ab 1972 John Neumeiers Ballettinszenierungen). 1961-64 war Rose bei den Münchner Kammerspielen angestellt. Seit 1965 ist er als freiberuflicher Bühnen- und Kostümbildner tätig, wobei er ab 1970 Opernausstattungen schuf. Er wirkte bisher unter anderem in München (Kammerspiele bis 2001, Residenztheater, Bayerische Staatsoper), Berlin (Staatliche Schauspielbühnen), Stuttgart (Staatstheater), Hamburg (Staatsoper, Deutsche Schauspielhaus), Dresden (Semperoper), an der Wiener Staatsoper, der Mailänder Scala, am Royal Opera House in London, der Pariser Oper und der Metropolitan Opera in New York, sowie bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen. 1996 gab er in Bonn sein Debüt als Opernregisseur. 1973-2000 hatte Rose eine ordentliche Professur für die Bühnenbild-Klasse an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart inne. Seine bekannteste Schülerin ist die Bühnenbildnerin und Malerin rosalie. Seit 1975 ist er Mitglied der Berliner Akademie der Künste (bis 1993 des Westberliner Teils, seither von Gesamtberlin), Sektion Darstellende Kunst. Er lebt heute in München.

 

26.8. Philippe DUMINY wird 70

 Nach seinem Studium am Conservatoire National de Paris gewann er mehrere Preise bei Gesangwettbewerben, darunter den ersten Preis beim Concours International des Maîtres du Chant. 1973 wurde er als Solist an die Grand Opéra Paris verpflichtet, wo er als Antonio in »Le nozze di Figaro« debütierte. An diesem Haus sang er dann bis 1994 u.a. den Altgesellen in Janáceks »Jenufa«, den Altoum in Puccinis »Turandot«, den Silvano in Verdis »Un ballo in maschera«, den Félicien in »Véronique« von Messager, den Mesner in »Tosca«, den Pantalon in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew, den Ajax 1 in Offenbachs »La belle Hélène«, den Dancairo in »Carmen«, den Herzog von Albany in A. Reimanns »Lear«, den Mercutio in »Roméo et Juliette« von Gounod, den Tom in Henzes »Die englische Katze«, die Madame Madou in »Mesdames de la Halle« und den Petermann in »Monsieur Choufleuri« von J. Offenbach, den Biterolf in »Tannhäuser«, den Tapioca in Chabriers »L‘Étoile«, den Melot in »Tristan und Isolde«, den Schaunard in »La Bohème«, den Papageno in der »Zauberflöte«, den Amantio di Nicolao wie den Marco in »Gianni Schicchi«, den Diener im Gasthof in Prokofjews »Der feurige Engel«, den Harlekin in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss, den Achillas in »Giulio Cesare« von Händel, den Kuligin in Janáceks »Katja Kabanowa«, den Lescaut in Puccinis »Manon Lescaut«, den Figaro in Rossinis »Barbier von Sevilla« und den Valentin im »Faust« von Gounod. Am 28.11.1983 wirkte er dort in der Uraufführung von O. Messiaens »Saint François d’Assise« als Frère Léon mit, am 20.5.1989 in der der Oper »Der Meister und Margarita« von York Höller als Dubratski. Er trat als Gast an allen großen französischen Opernbühnen auf, u.a. in Limoges und Montpellier (als Papageno), in Tours (als Scapin in »Irato« von Méhul), in Rouen und Lille. Beim Festival von Vichy sang er den Valentin im »Faust« von Gounod; den Lescaut in Puccinis »Manon Lescaut« und den Sancho Pansa in Massenets »Don Quichotte« brachte er in Tours, Rennes und Angers zum Vortrag. Am Theater von Limoges hörte man ihn als Figaro im »Barbier von Sevilla«, als Ottokar im »Freischütz« und als Grafen Luna im »Troubadour«, an der Oper von Monte Carlo als Petermann, am Opernhaus von Bordeaux als Martino in Rossinis »L’occasione fa il ladro«, in Nantes und Nancy als Melot, in Toulouse als Schaunard. 1991 sang er den Frère Léon in »Saint François d’Assise« von O. Messiaen bei einer Italien-Tournee und 1991-92 den Escamillo in »Carmen« bei den Festspielen von Bregenz. 1998 gastierte er am Opernhaus von Zürich als Vizekönig in der Offenbach-Operette »La Périchole«. 2000 sang er als Gast am Theater von St. Gallen den Rigoletto und den Montfort in »Les Vêpres Siciliennes« von Verdi, im gleichen Jahr am Opernhaus von Zürich den Brander in »La damnation de Faust« von H. Berlioz. 2001 sprang er (in letzter Minute) in Schwerin als Montfort in einer konzertanten Aufführung von Verdis »Les Vêpres Siciliennes« ein.

Schallplatten: EMI (»La jolie Fille de Perth« von Bizet).

 

27.8. Bernhard HUNZIKER wird 60

Bernhard HUNZIKER

 Er besuchte zunächst das Lehrerseminar in Bern, ließ dann jedoch seine Stimme durch Paul Lohmann in Wiesbaden und am Konservatorium von Zürich wie an der Musikhochschule München ausbilden, wobei er zugleich ein intensives allgemein musikalisches wie musikwissenschaftliches Studium betrieb. Zu seinen Lehrern gehörten auch Ernst Haefliger, Heather Harper, Irwin Gage, Peter Pears in Aldeburgh und Jakob Kobelt in Zürich. 1987-88 war er im Opernstudio des Opernhauses Zürich und trat dort in einigen Opernpartien auf. Bekannt wurde er jedoch durch sein Wirken als Konzertsänger. Im Konzertsaal trat er vor allem als Solist in Oratorien und in religiösen Vokalwerken hervor und beherrschte auf diesem Gebiet ein Repertoire, das von J.S. Bach und Händel über die Meister der Klassik und der Romantik bis zu modernen Kompositionen reichte. Dazu war er ein begabter Liedersänger, der auch in diesem Bereich ein umfassendes Repertoire sang. Er trat in Rundfunksendungen in der Schweiz, in Österreich, bei der RAI Turin und in Israel auf. Seine Konzerte trugen ihm in Zürich (wo er seit 1985 am Konservatorium lehrte), Basel, Bern, Luzern, bei den Internationalen Bach- Festwochen in Schaffhausen, in Wiesbaden, Frankfurt a.M., Stuttgart, Hamburg, Bonn und München, in Paris, Lyon, beim Aldeburgh Festival in England und beim Israel Festival (Jerusalem, Haifa, Tel Aviv) Erfolge ein.

Schallplatten: FSM (Musikalische Exequien von Heinrich Schütz).

 

28.8. Gustav KUHN wird 70

Aufgewachsen in Salzburg, erhielt er schon bald Violin- und Klavierunterricht und studierte an den Musikhochschulen von Wien und Salzburg Dirigieren bei Gerhard Wimberger, Hans Swarowsky, Bruno Maderna und Herbert von Karajan. 1970 erhielt er an der Universität Mozarteum die Lilli-Lehmann-Medaille. Er promovierte aber an der Salzburger Universität gleichzeitig in den Fächern Philosophie, Psychologie und Psychopathologie. Im Alter von 24 Jahren gewann er den ersten Preis beim internationalen Dirigierwettbewerb des ORF. 1970-77 war er zunächst Chordirektor und Dirigent am Opernhaus in Istanbul, dann 1. Kapellmeister am Opernhaus Dortmund. In dieser Zeit gastierte er auch schon in Palermo, Neapel, Bologna. Gastdirigate in Rom, Florenz, Venedig, Zürich folgten. Später dirigierte er die Berliner Philharmoniker, die Dresdner Staatskapelle, das Israel Philharmonic, das London Philharmonic und das London Symphony Orchestra, das Royal Philharmonic Orchestra, das Orchestra Filarmonica della Scala in Mailand, das Orchestre National de France in Paris, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom sowie das NHK Orchestra in Tokio und die Wiener Philharmoniker. 1974 gründete er in Salzburg das Institut für aleatorische Musik. 1977 debütierte er an der Wiener Staatsoper mit Elektra von Richard Strauss, an der er dann bis 1980 insgesamt 21 Vorstellungen der Opern Così fan tutte, Don Giovanni, Der fliegende Holländer, Le nozze di Figaro, Fidelio, Lucia di Lammermoor, Die Entführung aus dem Serail, Der Rosenkavalier und Parsifal leitete. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 1978 mit einer Mozart-Matinee und leitete dort 1979 und 1981-82 weitere Konzerte (darunter auch das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt) sowie die Opern Le nozze di Figaro (1980), Un ballo in maschera (1989) und La clemenza di Tito (1992, 1994, 1997). 1978 debütierte er an der Bayerischen Staatsoper. In der darauf folgenden Saison dirigierte er erstmals am Royal Opera House, Covent Garden in London und wurde 1979 Generalmusikdirektor in Bern. Bei den Festspielen von Glyndebourne dirigierte er 1980 und 1983 Die Entführung aus dem Serail, 1981 Ariadne auf Naxos, 1981 und 1984 Le nozze di Figaro, 1983 Intermezzo und 1984 Così fan tutte. Bald darauf erfolgten die Debüts in den Vereinigten Staaten (1981 mit Fidelio in Chicago), an der Opéra in Paris (Così fan tutte, 1982; danach dirigierte er hier auch 2004 Il Trovatore, 2005-06 wieder Così fan tutte, 2006 La clemenza di Tito, 2007 Tagebuch eines Verschollenen / Herzog Blaubarts Burg und 2008 Die Frau ohne Schatten), an der Mailänder Scala (Tannhäuser, 1984) und in der Arena von Verona (Un ballo in maschera, 1986). 1983-85 war Kuhn Generalmusikdirektor der Oper der Stadt Bonn. 1985 kam es zu einem Bruch mit seinem Lehrer Hebert von Karajan. Im selben Jahr ohrfeigte Kuhn den Generalintendanten der Bühnen der Stadt Bonn, Jean-Claude Riber, was viel Aufsehen erregte. 1986 gab Gustav Kuhn sein Debüt als Opernregisseur (Bühnenbild und Kostüme Peter Papst) mit Der fliegenden Holländer in Triest, die Konzeption der „hall-opera“ wurde 1993 von ihm für die Suntory Hall entwickelt. In der Folge wurde er zum Chefdirigenten des Teatro dell’Opera in Rom und später zum künstlerischen Leiter des Teatro di San Carlo in Neapel ernannt. 1990-94 hatte er die Leitung des Festivals in Macerata inne.

Seit 1987 ist Gustav Kuhn künstlerischer Leiter des internationalen Gesangswettbewerbes Neue Stimmen der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh. 1992 gründete er die Accademia di Montegral in Lucca. 1997 gründete Kuhn die Tiroler Festspiele Erl. Nach mehreren Jahren der Arbeit an Wagners Ring des Nibelungen gingen die Tiroler Festspiele Erl 2005 erstmals mit dieser Produktion auf Tournee (Santander) und produzierten den legendär gewordenen 24-Stunden-Ring. Im selben Jahr erklärte sich Hans Peter Haselsteiner bereit, die Präsidentschaft der Tiroler Festspiele Erl zu übernehmen. Sein Wirken ermöglicht den Bau des neuen Festspielhauses. Bis zum Sommer 2012 hat Gustav Kuhn die 10 großen Wagner-Opern in der eigenen Regie im Erler Passionsspielhaus dirigiert. Die Eröffnung des Festspielhauses fand am 26. Dezember desselben Jahres statt. Gustav Kuhn war von Januar 2003 bis Dezember 2012 künstlerischer Leiter des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient. 2010 wurden von ihm auf Anregung von Landeshauptmann Durnwalder die Festspiele Südtirol (Toblach/Dobbiaco) ins Leben gerufen, die er bis 2012 auch leitete.

Seine Kompositionen umfassen Orchesterwerke, Messen und Solostücke, großen Erfolg hatte auch seine Instrumentation von Janačeks Tagebuch eines Verschollenen an der Opéra National de Paris (erschienen bei Edition Peters). Seit 2007 gastiert er wieder regelmäßig mit der Konzertreihe „Delirium“ in seiner Heimatstadt Salzburg. Mit großer Leidenschaft widmet sich Gustav Kuhn der künstlerischen Ausbildung und Förderung junger Künstler. Zu diesem Zweck gründete er 1987 die Accademia di Montegral, die seit 2000 ihren Sitz im Convento dell’Angelo in Lucca (Toskana) hat. Neben dem Angebot von Workshops und der Vorbereitung vielseitiger künstlerischer Projekte strebt die Accademia di Montegral die Vermittlung einer umfassenden musikalischen und kulturellen Bildung an. Im Jahr 1997 rief Gustav Kuhn die Tiroler Festspiele Erl ins Leben, die 1998 mit der Aufführung von Rheingold  ihren Auftakt feierten. Seitdem wird alljährlich die Bühne des 1959 von Robert Schuller erbauten Passionsspielhauses bespielt. Dort inszenierte und dirigierte Gustav Kuhn in den Jahren 1998 bis 2006 den kompletten Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde, Parsifal und Elektra. Nach dem international beachteten 24-Stunden-Ring im Jahr 2005 präsentierte Kuhn zum Zehnjahresjubiläum der Tiroler Festspiele im Jahr 2007 einen siebentägigen Wagner-Marathon. 2009 wurden Fidelio und Die Meistersinger von Nürnberg in Szene gesetzt, 2010 folgten Der fliegende Holländer und Die Zauberflöte, 2011 Tannhäuser, 2012 Lohengrin. Ein neues Festspielhaus wurde als zweite Bühne für die Tiroler Festspiele 2010-12 errichtet. Mit Puccinis Tosca wurde im Sommer 2012 auch erstmals italienische Oper bei den Tiroler Festspielen Erl gespielt. 2012 zur Eröffnung des Festspielhauses Blaubart und Die Hochzeit des Figaro, 2013 Tosca und Don Giovanni und in der Wintersaison 2014 Fidelio, Così fan tutte und eine low Budget Produktion Die sieben Todsünden. Da im Sommer 2013 das Passionsspielhaus nicht zu Verfügung stand, wurde im Festspielhaus ein Verdi-Sommer mit Rigoletto, La Traviata und Il Trovatore dargeboten. Ferner gab es im Herbst 2014 die Uraufführung und gleichzeitige Abschiedstournee des Weltstars José Carreras mit der Oper El Juez. Außerdem war 2009 neben den genannten Opern auch Elektra auf dem Spielplan. Zahlreiche CD-Aufnahmen bei den Plattenfirmen col legno (dessen künstlerischer Leiter er seit 2006 gemeinsam mit Andreas Schett ist), Sony/BMG, EMI, CBS, Capriccio, Supraphon, Orfeo, Koch/Schwann, Coreolan, ARTE NOVA u. a. dokumentieren seine musikalische Arbeit. Sein Buch Aus Liebe zur Musik erschien 2000 im Henschel Verlag, Berlin.

Weitere Informationen auf seiner Homepage: http://www.gustavkuhn.at/

 

28.8. William FLECK wird 80

William FLECK

 Er durchlief seine Ausbildung an der Eastman School of Music und an der Manhattan School of Opera New York und wirkte nach ersten Auftritten als Sänger zu Beginn der siebziger Jahre 1973-77 als Pädagoge an der California State University. Er nahm dann aber seine Karriere als Sänger doch wieder auf und gastierte an zahlreichen Operntheatern in Nordamerika, so an der Boston Opera, der Minneapolis Opera, der Chautauqua Opera und auch an der Hawaii Opera. 1980 folgte er einem Ruf an die Metropolitan Oper New York (Debüt als Gefängniswärter in »Dialogues des Carmélites« von Fr. Poulenc), an der er bis 1987 eine große Zahl von mittleren und kleinen Partien in insgesamt 233 Vorstellungen übernahm wie einen der Geharnischten in der »Zauberflöte«, den Tom in Verdis »Un ballo in maschera«, den Dr. Grenvil in »La Traviata«, den Alaska Wolf Joe in »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von K. Weill, den Mesner in »Tosca«, den Spinelloccio in »Gianni Schicchi«, den Reinmar von Zweter im »Tannhäuser«, den Luther in »Hoffmanns Erzählungen«, den Benoît wie den Alcindoro in »La Bohème«, den Wirten in Puccinis »Manon Lescaut«, den Hans Schwarz in »Die Meistersinger von Nürnberg« und den Herzog von Verona in »Roméo et Juliette« von Gounod. Daneben setzte er seine Gastspieltätigkeit an anderen Häusern fort, an denen er auch in großen Partien anzutreffen war, als Leporello im »Don Giovanni«, als Don Alfonso in »Così fan tutte«, als Bartolo im »Barbier von Sevilla«, als Don Magnifico in Rossinis »La Cenerentola«, als Banquo in »Macbeth« von Verdi, als Colline in »La Bohème« und als Morosus in »Die schweigsame Frau« von Richard Strauss. So war er 1983 an der Oper von Mexico City als Rocco im »Fidelio« zu Gast. 1977 sang er bei der Boston Opera Company in der amerikanischen Erstaufführung von Glinkas »Ruslan und Ludmilla« (135 Jahre nach der Uraufführung!) die Partie des Swjetozar, 1988 wirkte er dort in der US-Erstaufführung der Oper »Die toten Seelen« von R. Schtschedrin mit.

 

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