Der Neue Merker

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Staatsoper Wien 2017/18
12. April 2017
14:15
Tristan62
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Forumsbeiträge: 39
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30. Dezember 2011
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Um ein Mißverständnis zu vermeiden, das hier offenbar herrscht: Kurtag hat einen Kompositionsauftrag für SALZBURG. Ich habe das nur als Beispiel genommen, welche Probleme Intendanten heute mit Kompositionsaufträgen haben, weil man Meyer vorwarf, daß es die versprochenen Uraufführungen nicht gibt.

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12. April 2017
12:08
Michta
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2. Februar 2013
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Mit diesen "mangelnden Kenntnissen" - und ohne die Kompositionen des besagten Herren - kann und lebe ich wunderbar - und habe absolut weder Bedürfnis noch Veranlassung das irgendwie zu ändern.

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12. April 2017
11:17
andronico
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10. April 2015
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So muss es heißen:

Natürlich muss man das Ergebnis abwarten. Ein Kompositionsauftrag ist immer auch ein Risiko. Aber einen der bedeutendsten lebenden Komponisten zu beauftragen ist immerhin nicht die schlechteste Idee.

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12. April 2017
11:11
andronico
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Forumsbeiträge: 65
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10. April 2015
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Ich denke, es ist ein großer Erfolg für Dir. Meyer und die Wiener Staatsoper, dass man Kurtag zur Komposition einer Oper verführen konnte. Natürlich muss man das Ergebnis abwarten, ein Kompositionsauftrag ist immer auch ein Risiko, aber einer der bedeutendsten lebenden Komponisten zu beauftragen ist immerhin nicht die schlechteste Idee, was man machen kann. Und es wird seine erste Oper sein. Dann kann man auch ein Jahr oder zwei länger drauf warten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gy%C3%B6rgy_Kurt%C3%A1g

Man stelle sich vor, es wäre von 140 Jahren dem damaligen Direktor gelungen, z.B. Brahms oder später Mahler zu sowas zu verführen. Wäre es ein Garantie gewesen, dass es eine Oper geworden wäre, die im Repertoire bleibt? Nein, natürlich nicht. Wäre es schön, eine Oper von Brahms oder Mahler zu haben? Ich finde, ja :-)

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12. April 2017
01:20
PS
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11. März 2012
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Michta sagt

Und trotz des Wartens wird die Oper dieses Herrn, dessen Namen ich noch nie bisher gehört habe, die Aufführungszahlen der Werke von Rossini und Donizetti niemamals erreichen!! Darauf wette ich ,mit jedem....!Cool

"dessen Namen ich noch nie gehört habe":
Das spricht aber nicht gegen den Komponisten Kurtag, sondern nur für mangelnde Kenntnisse des Schreibers, und fehlendes Interesse daran, Wissenslücken durch Recherche zu schließen.

Was die Aufführungszahlen betrifft: Haben denn nur die wenigen Opern eine Daseinsberechtigung, die auf den Spielplänen ständig wiederholt werden? Muß nicht ein Opernliebhaber froh sein, wenn er (endlich) einmal etwas neues hören kann?

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9. April 2017
21:20
Michta
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2. Februar 2013
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Und trotz des Wartens wird die Oper dieses Herrn, dessen Namen ich noch nie bisher gehört habe, die Aufführungszahlen der Werke von Rossini und Donizetti niemamals erreichen!! Darauf wette ich ,mit jedem....!Cool

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7. April 2017
17:32
Tristan62
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Forumsbeiträge: 39
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30. Dezember 2011
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Zu Mime: Mit Auftragswerken ist das leider so eine Sache. Komponisten halten sich heute nämlich - im Gegensatz z.B. zu Zeiten eines Donizetti oder Rossini - nicht mehr an vereinbarte Abgabetermine. Salzburg wartet meines Wissens schon seit vier Jahren auf eine Oper von György Kurtag.

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7. April 2017
17:24
andronico
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Forumsbeiträge: 65
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10. April 2015
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Dass Bachler viel von Sängern versteht, glaub ich auch nicht. Er hat aber gute Leute dafür engagiert. Der Chefscout ist Pal Moe, der sich weltweit nach Sängern umsieht, Vorstellungen, Wettbewerbe, Vorsingen besucht. Er arbeitet auch für anderen Häuser, aber von Beginn der Ära Bachler auch für München.

https://www.staatsoper.de/biographien/detail-seite/moe-pal-christian.html

https://www.merkur.de/kultur/muenchens-talentjaeger-1481238.html
(Interview ist von 2011)

Am Haus selber ist seit Antritt Bachlers Victor Schoner künstlerischer Betriebsdirektor. Er und ein Büro sind, soweit ich weiß, für die Besetzungen letztenendes zuständig, auch wenn sicher Bachler selbst mit den Stars spricht. Victor Schoner war vorher schon in Paris in gleicher Rolle engagiert und wird 2018 neuer Intendant in Stuttgart.

https://www.staatsoper.de/biographien/detail-seite/schoner-viktor.html

http://www.stuttgarter-zeitung.....3bf6e.html

https://www.staatsoper.de/mitarbeiter/kuenstlerische-leitung-und-verwaltung.html

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7. April 2017
16:01
Mime
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27. Dezember 2011
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Was wurde eigentlich aus den groß angekündigten Uraufführungen? Direktor Meyer hat doch vor ca. einem Jahr angekündigt, daß beginnend mit 2017 / 18 jede Saison eine Uraufführung anstehe, sogar Titel und Komponisten wurden genannt, ich erinnere mich aber nur an Orlando von Olga Neuwirth (war für 2019 / 2020) angekündigt.

Kann es sein daß da kurzfristig was abgesagt wurde? Denn die Lulu-"Premiere" als frisch aufgemöbelte, bestehende Produktion erscheint mir da irgendwie wie ein Lückenfüller.

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7. April 2017
15:59
Michta
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Forumsbeiträge: 125
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2. Februar 2013
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Keine Ahnung wer in München tatsächlich die Besetzungen macht, Bachler sicher nicht, der verwechselt - im Gespräch mit Sängern die an "seinem " Haus singen - sogar Stimmgattungen......

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6. April 2017
23:05
Frosch
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4. Februar 2012
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Ist eigentlich noch keinem aufgefallen, dass es in der nächsten Spielzeit an der Wiener Staatsoper nur zwölf (12!!!!!) Wagner-Aufführungen gibt? Ein Wahnsinn!
Kein Holländer, kein Tannhäuser, kein Tristan und keine Meistersinger.

Wenn nich das z.B. mit der Saison 1991-92 vergleiche, damals hatten wir noch 36 Wagner-Aufführungen.

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6. April 2017
19:05
lohengrin
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11. Mai 2012
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6. April 2017
17:00
Fanny
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2. Januar 2012
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Mein Dank an Andronico für diese detailreiche und interessante Zusammenstellung, die meinen ersten flüchtigen Eindruck bestätigt: In München müsste man sein!! Die PR will ich jetzt einmal außen vor lassen, denn der Alltag des Opernfans ist nun einmal das Repertoire, und da hat die BSO eindeutig die Nase vorn, was die Besetzungen betrifft. Diesen Luxus bietet die WSO nicht einmal bei den PR auf. Im Unterschied zu Monsieur versteht Bachler etwas von Stimmen und weiß, wen er wo einsetzt - ich sage nur Flórez.....

lg Fanny

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6. April 2017
16:51
lohengrin
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Forumsbeiträge: 403
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11. Mai 2012
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Interessant, danke. Ich habe zuletzt den Stehplatz im Parkett benutzt (ist auch schon mehr als 3 Jahre her), da war nix.

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6. April 2017
16:40
Marietta
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30. März 2016
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Sowohl auf der Galerie als auch Balkon haben die (meisten) Stehplaetze auch ein Display

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6. April 2017
16:03
MariaBoccanegra
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Forumsbeiträge: 28
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15. Februar 2013
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zumindest auf der Galerie haben die Stehplätze ein Display mit dem Text.

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6. April 2017
15:31
lohengrin
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11. Mai 2012
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Jeder/jede pflegt halt neben dem Großen Ganzen sein Spezialgebiet. Ich kann mich gern auch zu anderen Sängern und Sängerinnen äußern, wenn danach Sehnsucht besteht, aber über Kaufmann weiss ich halt am meisten. Wenn Bemerkungen über Parsifal kommen, halte ich ein Info-Ergänzung nicht für falsch. Freue mich selber auch über Informationen zu Stücken und Personen.
Es ist leider erschreckend, wie oft falsche Dinge erzählt werden, ganz gleich über wen und was und oft ist es ganz einfach, die blanken Informationen zu übermitteln. Beispiel: in der WSO werden "an die 2000" neue Text-Displays montiert (6 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Japanisch vielleicht?). Nach meiner Kenntnis gibt es aber nur 1709 Sitzplätze. Bekommen jetzt auch die Stehplätze Text-Displays? Das sind so Sachen, über die ich mich ärgern kann und wo ich an einer Ergänzung oder Richtigstellung gern arbeite. Das betrifft natürlich nur "Fehler" oder "Lücken", dich ich aufgrund meiner Kenntnisse ausmachen kann. Zurück zum Ursprung: über Kaufmann weis ich halt mehr als über andere SängerInnen. Ganz einfach!

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6. April 2017
15:11
alcindo
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Forumsbeiträge: 119
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27. Dezember 2011
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gibt es eigentlich bei mme lohengrin auch manchmal etwas, wo J Kaufmann NICHT vorkommt??
jeder hat seine favoriten, auch ich, aber ich erwaehne sie nur von zeit zu zeit.

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6. April 2017
13:38
lohengrin
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Forumsbeiträge: 403
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11. Mai 2012
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andronico:Schöne Analyse, danke.
Ergänzug zu Kaufmanns Parsifal: 2006 in Zürich für Domingo eingesprungen (schnell die Rolle reingezogen), dann Met 2013, Wien 2013, aber diesen August eine "Aufwärm-Reise" nach Australien mit 3 konzertanten Aufführungen. Man kann sich bei dem ganze Cast auf München freuen.
Ob Gerharer, der bestimmt ein großartiger Leidensmann Amfortas sein wird, den Grafen rüberbringt, bleibt abzuwarten.

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6. April 2017
12:23
andronico
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Forumsbeiträge: 65
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10. April 2015
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Da uns Herr Cupak ja gestern auch ermuntert hatte, den Vergleich mit anderen Häusern anzustellen, möchte ich vielleicht ein paar Worte zu München sagen, weil mir das Haus am nächsten ist (räumlich und emotional).

Von den Premieren her ist der Münchner Spielplan, ähnlich wie Wien, kommende Saison etwas weniger Star-gespickt. Der Parsifal mit Petrenko, Audi/Baselitz, Kaufmann, Stemme, Pape, Gerhaher, Wolfgang Koch ist sicher von der Papierform her das Highlight. Pierre Audi dürfte für ein solide, vielleicht etwas steife und langweilige Regie stehen. Da hätte ich mir eine mutigere Wahl gewünscht. Aber Bachler wollte unbedingt Baselitz, so dass der Regiesseur hier etwas hinter dem Bühnebildner zurückstehen muss. Von der Sängern her ist das schon Luxus (mit Parallelen zu Wien, wobei Papa da ja nur durch eine Absage zu Zug kam). Interessant das Rollendebüt als Amfortas von Gerhaher. Der Parsifal dürfte Kaufmann liegen (er hat ihn ja schon gesungen, aber nicht oft). Wolfgang Koch als Klingsor ist ein schon fast grotekte Überbesetzung, aber da werde ich mich nicht beklagen. Petrenko dirigiert seinen ersten Parsifal. Nach den bisherigen Wagnererfahrungen darf man erwarten, dass er sicher keine neuen Langsamkeitsrekorde aufstellen wird. Aber es ist immer besonders und spannend und berührend, wenn Petrenko bei Wagner am Pult steht.

Interesant sicher auch der Trittico mit Petrenko und einer guten Besetzung (vielleicht mit Ausnahme von Yonghoon Lee, aber für diese doch eher kleine Rolle wird man halt keinen der Klasse Kaufmann und co. bekommen). Der Figaro mit Loy wird sicher interessant, das Werk sollte ihm sehr gut liegen. Die Besetzung etwas überraschend mit zwei noch eher unbekannten Sängerinnen als Contessa und Susanna (Federica Lombardi & Olga Kulchynska). Dafür Gerhaher und Esposito. Bachler setzt die Politik fort, so eine Art erweitertes Ensembe zu bilden, bestimmte Sänger langfristig ans Haus zu binden. Dazu gehört Gerhaher, natürlich Kaufmann und Harteros (nach zwei Premieren diese Saison jetzt keine Premiere mit ihr, aber viel Repertoire), Wolfgang Koch (mit 25 Abenden, u.a. als Wotan und Holländer, neben der Trittico-Premiere), Pavol Brelik, Alex Esposito. auch Groissböck (kommende Saison nur mit einem Liederabend, da deutet darauf hin, dass im Jahr danach eine größere Premiere mit ihm kommen wird), Damrau, Kampe etc.

Interessant könnte die "kleine" Neuproduktion von Haydns Orlando Palatino im Prinzregententheater werden: ein Regiessuer, der neugierig macht im Trailer-Video (Axel Ranisch), dazu eine junge, vielverprechende Besetzung: u.a. Sofia Fomina (die einen überragenden Oscar in Ballo unter Mehta gesungen hat), der Tenor Mathias Vidal (der schon in einigen Produktionen der alten Musik in München sehr überzeugend im Einsatz war), der hochtalentierte Tenor Dovlet Nurgeldiyev (es gibt schöne Videos von ihm aus Youtube) etc. Diese Produktionen im "Prinze" sind oft besonders sehens- und hörenswert, trotz (oder gerade wegen ??) der fehlenden ganz großen Namen. Letzte Saison Les Inde Galantes, dieses Jahr Oberon, kommende Saison eben der Haydn. Ein schöner Kontrast zum restlichen Programm.

Interessant auch "Das Totenhaus" in der Regie von Frank Castorf (Simone Young, Skovhus, Workman, Rose) und Les Vespres Siciliennes (nach über 50 Jahren wieder szenisch in München, in der französischen Originalversion). Die Besetzung ist mit Hymel, Giannattasio, Petean, Schrott vielverprechend. Als Regisseur wurde Antú Romero Nunes, der vor einigen Jahren einen wenig inspirierten Tell gemacht hat - hoffentlich fällt ihm diesmal mehr ein.

Bei den Dirigenten ist Luft nach oben, aber auch hier gibt es eine Kontinuität bei Bachler (Omer Meir Wellber fast jedes Jahr mit einer Premiere, Constantinos Carydis, der in München lebt, macht auch schon seine 3. oder 4. Premiere, seit Bacher in München ist. Dazu Simone Young und Ivor Bolton (schon seit fast zu vielen Jahren der Mann für die alte Musik in München). Der Star ist natürlich Petrenko, dem sich auch das ganze Haus unterordnt, um ihm optimale Bedingungen zu bieten, wenn er im Haus ist. Während des Rings läuft alles andere auf Sparflamme und es gibt auch eine Premiere weniger wegen des Rings. Man darf sich sicher auch einen sehr gut geprobten und gut besetzten Ring freuen (Stemme, Koch (Wotan), Kampe, Vinke, Gubanova, O'Neill/Kaufmann, Lundgren (Alberich), Ablinger-Sperrhacke, König, Anger etc.). Nach Aussage Bachlers Petrenkos letzter Ring in München.

Im Repertoire gibt es durchaus mehr Highlights als die Tosca mit Netrebko, Calleja und Hampson (Armiliato). Für mich ebenso interessant ist die Serie mit Harteros, Calleja und Lucic. Lucia di Lammermoor mit Damrau, Beczala und Tezier und mit Florez und Kwiecien. Garanca und Hymel in Carmen, Schrott, Calleja und Giannattasio in Mefistofele, Andrea Chenier kommt (wie in Wien) mit Armiliato, Kaufmann, Harteros, Petean (Hateros ist in dieser Rolle überragend, da darf sich Wien freuen). Arabella mit Harteros und Volle, Favorite mit Polenzani, Tezier, Margaine. Lucrezia Borgia mit Gruberova, Florez, Vassallo. Semiramide kommt wieder mit Shagimuratova, Esposito, Barcellona. Lady Macbeth von Mzensk in der Premeirenbestzung mit Anja Kampe (sie hatte eine Rießenerfolg in dieser Rolle). Petrenko wieder mit Rosenkavalier (Pieczonka, Rose, Brower, Müller, Eiche, Brownlee). Damit wird man auch in die Carnegiehall gehen. Aridane ist wieder schön besetzt (Stoyanova, Sindram, Rae, Eiche, Workman). Die schweigsame Frau kommt wieder (Woldt (Rollendebüt?), Breslik mit Rollendebüt, Rae). Harteros wieder im Maskenball, Keenlyside in Macbeth, Traviata mit Damrau, Holländer mit Pieczonka/Koch etc. Die Gezeichneten kommen auch wieder in der Premierenbesetzung (mit Stenz statt Metzmacher). Hampson singt (seinen ersten ??) Don Alfonso.

Leider fehlen die jünsten Petrenko-Wagner-Produktionen Meistersinger und Tannhäuser (nur auf der Japantournee). Man darf aber vermuten, dass die 2018/19 beide wieder kommen werden.

Man findet sicher nicht so viel Netrebko wie in Wien (sie hat in München nie mehr als eine Serie im Jahr gesungen), auch fehlt mancher Name diese Saison (z.B. Terfel), aber doch ist fast in jeder Besetzung im Repertoire was dabei, was neugierig macht. Stars in für München neuen Rollen, vielversprechende junge Sänger und es sind kaum Namen dabei, die einem den Besuch verleiden können (das war nicht immer so) etc.

Bei den Dirigenten ist die Lage nicht so toll. Viel Solides, aber neben Petrenko nicht die ganz großen Namen.

Insgesamt eine weniger glamouröse Saison als die aktuelle, aber doch wieder eine gute Mischung, finde ich. Die Begehlichkeiten um Petrenko führen dazu, dass man viel auf Tournee ist (was für die Münchner Oper ungewöhnlich ist und das Haus erkennbar für logistische Probleme stellt - man kann dann zu Hause nur noch ein relatives Sparprogramm mit keinen Orchesterbesetzungen anbieten - Rossini, Mozart, Barock). Der Ring (die Probenzeit für Petrenko) fordert auch ihren Tribut, so dass die 2. Hälfte der Festspiele und auch die 4 Wochen im Winter, wenn der Ring läuft, neben dem Ring nur ein Füllprogramm bieten (Entführung, Butterfly, Barbiere).

Im Vergleich zu Wien würde ich sagen, rein von den Besetzungen her nimmt es sich nicht so viel. Die Stars sind ja auch überwiegend die gleichen. Von der Werkauswahl ist Wien bei den Premieren dieses Jahr ambitionierter. Die Regisseure find ich in München interessanter (mit den genannten Einschränkungen). Irgendwie hab ich an beiden Häusern ein bisschen das Gefühl, dass das Programm etwas routinierter ist als diese Saison. Eine Saison zum Durchatmen vor neuen, großen Aufgaben im Jahr danach ?? Wir weden sehen :-)

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