Der Neue Merker

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Sängerbesetzungen heuer
6. August 2017
20:27
Michta
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Forumsbeiträge: 125
Mitglied seit:
2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Leider scheinen auch die meisten "älteren" Operngeher immer mehr Vergangenes zu verdrängen... Was man da oft hört heute, ...und dann hört man von den Leuten: na so schlecht war der oder die gar nicht ... Dabei weiss ich genau wen dieselben Leute noch vor 20 Jahren gehört haben...! Es ist erschreckend!
Als kleines Beispiel nur der letzte Wiener "Don Carlo" - wie großartig diese Eboli sei - auch im Merker-Heft wurde sie von ALLEN Rezensenten durchwegs gelobt! Ich war entsetzt : Frau Zhidkova sang bestenfalls "brav" und "ohne Brüche" , war aber mit keinem Zoll eine Eboli, wie man sie erwartet!! Vor 20 Jahren hätte man sie weggebuht, kein "Sangue" keine "Grinta" - "schön" gesungen, bemüht, aber stimmlich zu wenig! Kein Punch, keine Tiefe,, nix.. ein Hascherl - so hätte wohl die "Merker" - Doyenne IMS geschrieben! Der Beifall nach dem "O don fatale" war auch dann lau, ja, Gott sei Dank! Aber an dieser Stelle muss das Haus aufschreien, so genial ist das gesetzt!! Und bei Bumbry, Cossotto etc. war das selbstverständlich.......

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6. August 2017
01:11
Frasquinetta
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
3. Januar 2017
sp_UserOfflineSmall Offline

Auch wenn er mir oft sehr negativ eingestellt ist, so teile ich in diesem Fall voll und ganz Herrn Prochazkas Meinung zum "Titus". Der nennt die Dinge beim Namen und lässt sich nicht von einem Regiekonzept manipulieren. Da kann ein Solches noch so gut sein, es sollte nicht über musikalische Unzulänglichkeiten hinwegtäuschen. Nach der Radioübertragung hat mir nun auch die gestrige TV-Übertragung gezeigt, das mit sehr lauwarmem Wasser in Salzburg gekocht wird. Sicher, TV ist nicht live, und dennoch offenbart es einiges. Und Frau Schultz' Vitellia ist ein Trauerspiel, pardon. So eine Vitellia geht im Goethe-Theater in Bad Lauchstätt, aber bitte nicht in Salzburg. Herr Prochazka hat es noch nobel formuliert, dass Sie die tiefen Töne nur "spreche". Ich sage, sie drückt auf die Kehle und heraus kommt ein Klang, der mit Musik nichts zu tun hat. Was würde man mit einer Königin der Nacht machen, die das hohe "f" nicht hat? Genau, ausbuhnen und zerreissen (so geschehen mit Hulkar Sabirova in Rom). Da lässt man auch keine Gnade walten von wegen: Regiekonzept!

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5. August 2017
10:50
Michta
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Forumsbeiträge: 125
Mitglied seit:
2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Herrn Prochazka muss ich herzlichst gratulieren für sein Aufzeigen dieser ganzen Unzulänglichkeiten, Werkveränderungen, diese viertklassige Besetzung, der "Fake-Dirigent" etc...
Und vor allem demonstriert es wieder daß die Profi-Kritik überhaupt keine Ahnung mehr hat, vom Werk, und von den Stimmen und Sängern sowieso nicht! Eingeschlossen die Direktoren, auch der Herr Hinterhäuser. Und das Volk applaudiert, nimmt jeden Schwachsinn auf, plappert obergscheit herum über "Ideen" - es ist zum Kotzen!
Spielvogt ist ja noch ein viel zu netter Kosename für einen durchgeknallten "Regisseur", dessen glorreiche Idee es ist, nach Rassen zu besetzen!! Wäre das einer aus dem "andern Lager", was da wieder für ein Aufschrei durch die Lande gegangen wäre... ! Ja, es ist einfach nur mehr zum Speiben...!

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5. August 2017
10:15
spiderman
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Forumsbeiträge: 40
Mitglied seit:
22. Februar 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Natürlich gibt es viele Geschmacksurteile, gerade was Sänger und Stimmen angeht. Golda Schultz kann mit ihrer lyrischen Stimme aber die Rolle der Vitellia eigentlich nicht singen, da fehlen einfach immanent wichtige Töne in der tiefen Lage, die von Mozart (gemeinerweise?) halt notiert sind. Das macht sie zur dem Konzept geschuldeten Fehlbesetzung, wie auch Russell Thomas, der hier absolut im falschen Fach präsentiert wird.

Herrn Prochazka allerdings würde ich ans Herz legen, seine Blasiertheit ein wenig abzulegen und vielleicht ein wenig sein Gehirn bei Inszenierungsideen einzuschalten, auch wenn sie ihm sowieso nie gefallen, weil es überall böse "Spielvogte" gibt.

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4. August 2017
15:48
dimple452
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Forumsbeiträge: 4
Mitglied seit:
23. September 2016
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Besetzung ist natürlich ein Teil des Regiekonzepts (dunkelhäutig=adelig). Jedoch muss nicht zwingend jedes Regiekonzept zum Scheitern verdammt sein. Ich habe jedenfalls bei der Clemenza kein Scheitern erlebt, im Gegenteil.
Der Star der Vorstellung ist unzweifelhaft Marianne Crebassa. Golda Schultz sowie das restliche Ensemble haben eine erstklassige Leistung abgeliefert, sodass es in Summe eine wirklich aussergewöhnlich gute Vorstellung wurde. Ich war wohl mit diesem Eindruck nicht alleine, denn es gab ausgiebigen Applaus.

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4. August 2017
08:45
Bricconcella
Vienna
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Forumsbeiträge: 54
Mitglied seit:
7. März 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Das hat nix mit altmodisch zu tun, sondern mit casting-Leuten, die entweder wirklich keine Ahnung haben welche Sänger man wofür einsetzen kann und soll, kein Ohr für Potential und gesangliche Möglichkeiten haben oder man ist durch irgendwelche deals und Knebelverträge an Agenturen gebunden, die einem manche Sänger vor die Nase setzen. Anders kann man sich diese Besetzungspolitik nicht erklären.
Wenn man sich die Besetzungen in Salzburg durchliest sind das zum großen Teil Namen, die man noch nie gehört hat - die wenn man sie gehört hat auch nicht durch Qualität bestechen. Ein Armutszeugnis für die Salzburger Festspiele.
Meistens werden ohnehin dieselben Sänger-Pakete in denselben Opern von einem Opernhaus zum anderen verschoben.

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"Non datemi consigli che so sbagliare da solo..." ;-)
4. August 2017
00:55
Frasquinetta
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
3. Januar 2017
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Rundfunkaufnahme von Mozarts "Clemenza di Tito" aus der Felsenreitschule (ML: Currentzis) brachte mich mal wieder zu dem Thema, nach welchem Ermessen heutzutage eigentlich ein Sänger besetzt wird. Grund meines Unmuts: Die Sängerin der Vitellia, namentlich Golda Schultz. Freilich hat die junge Sängerin eine hübsche Stimme, aber ihr fehlt nahezu alles für diese Partie. Vor allem die nicht zu unterschätzende Tiefe im großen Rondo, wo bei Frau Schultz leider nur heisse Luft kam. Kein Wunder, schaut man sich ihr restliches Repertoire an. Noch vor 2 Jahren stand sie als Rosenkavalier-Sophie auf der Festspielbühne. Sollte eine Sängerin im Laufe ihres Lebens tatsächlich einmal die Strauss-Sophie UND die Mozart-Vitellia im Repertoire haben, dann sollten dazwischen doch ein paar Jahre zwecks einer stimmlichen Reife gelegen haben, und nicht zwei. So klang dann auch diese Vitellia, soubrettig hübsch ohne Kern. Traurig, das so ein "Experiment" dann auch noch an der Wiege Mozarts stattfindet, wo einst verdiente Sängerinnen wie Carol Vaness, Carol Neblett oder Julia Varady diese Partie gestalteten. Leider nur ein trauriges Beispiel der heutigen Besetzungspolitik. Nennt mich ruhig altmodisch.

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