Der Neue Merker

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Opernproduktionen von vor 1958
24. Dezember 2016
17:25
Loldi
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich danke für den Dank und schließe - für mich - die Diskussion mit einer Weihnachtsgeschichte:

6 Freundespaare, Alter gemischt, sitzen beim Adventessen: Über Politik im Allgemeinen und Terror im besonderen will man nicht reden, über Krankheit im allgemeinen und die eigenen Wehwehchen im besonderen auch nicht, also Kultur im Allgemeinen und Oper im besonderen:
Zuerst Il Trovatore - alle haben dank Culturalls Gnaden Karten bekommen, wenn auch schlechtere als erhofft. Dann der zukünftige Direktor. Man erinnert sich, ihn früher sehr oft in der Oper gesehen zu haben und die Optimisten sind sicher, dass er nicht immmer auf Freikarten dort war. Dann die "alten" Opernproduktionen: Alle sind zufrieden, dass zwei dieser Juwelen noch auf dem Staatsopern-Spielplan zu finden sind. Ein bisschen wurmt es aber, dass der ewige k.und k. Konkurrent Budapest mit seinem Werk gleich 20 Jahre früher dran ist. Und darum wird beschlossen, nächstes Jahr ......nach Mannheim zu fahren , zum "alten" Parsifal !
Frohe Feiertage für alle wirklich alle
Loldi

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22. Dezember 2016
15:08
Michta
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Forumsbeiträge: 87
Mitglied seit:
2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich danke Ihnen für Ihre Ausführungen!

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22. Dezember 2016
13:44
Loldi
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Aber Fanny und andere -
was schreiben Sie denn da ? Wann hätte ich je gutgeheißen, dass aktuelle Regiearbeiten übel kritisiert oder diffamiert werden. Herrn Konwitschny schätze ich weniger, für mich zu vordergründig, Herr Guth hat leider bis jetzt nie wieder so etwas Überzeugendes gemacht wie Tristan und Isolde in Zürich, von Herrn Carsen habe ich schon sehr viele Inszenierung gesehen, alle gut bis ausgezeichnet. Für Arbeiten von Herrn Bieto reise ich meilenweit, früher auch für die von Frau Mielitz. Niemanden von denen würde ich je als " irgend jemanden, der etwas in ein Regiebuch kritzelt" bezeichnen, nicht einmal Herrn Geyer .
Über das Werk von Frau Wallmann haben die meisten wohl wenig Kenntnis. Leider gibt es die Autobiografie nicht auf deutsch. Selten schrieb jemand so kluge und noch heute aktuelle Betrachtungen zum Thema Oper , auch zu den Wiener und Salzburger Verhältnissen. Allein ihre Regie-Anmerkungen zum finalen Kampf Scarpia- Tosca füllen zwei Buchseiten. Und was sie zum Verhältniss des Regisseur zu seinen immer wieder gespielten Produktionen sagt, zeugt von Weitsicht und Uneitelkeit.
Sie lebte für die Bühne, zuerst als Tänzerin, dann Choreografin, von 1948 bis 1990 als international gefragte Regisseurin . Bei zahlreichen Erst- und Uraufführungen - Dialog der Karmeliterinnen, Murder in the Cathedral u. a. war sie immer von Anfang an in den Arbeitsprozess mit den Komponisten mit eingebunden., Poulenc wollte z.B. nie jemand anderen als sie. Wer des Französischen mächtig ist, bestelle sich das Buch !
lG
Loldi

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22. Dezember 2016
11:33
andronico
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Forumsbeiträge: 53
Mitglied seit:
10. April 2015
sp_UserOfflineSmall Offline

Es ist ja ok und völlig normal, dass es unterschiedliche Vorlieben gibt. Was mich an der Diskussionen generell bei diesem Thema (das mein ich gar nicht nur hier auf dieses Forum bezogen) generell stört ist, dass es oft so schnell ins Gehässige abgleitet. Da werden Regisseure, die nachweiselich ihr Handwerk verstehen und ind langem Ringen aus dem Text ihre Regie entwickeln (Beispiel Konwitschny), kurzerhand zu Psychopaten, Idioten oder sogar als psychisch krank diffamiert. Und wenn jemand erkennen lässt, dass ihm so eine Arbeit gefällt, ist man indoktriniert, dumm, jedenfalls eine unwesentliche Einzelmeinung, die vernachlässigbar ist. Umgekehrt werden auch die Verfechter des anderen Regie-Extrems in der Regie auch nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst.

Die Frage ist, ob man bei dem Thema mit Diskussionen weiterkommt, dann am Ende gefällt jedem, was ihm halt gefällt und jeder wird versuchen seine Meinung mit mehr oder weniger sachdienlichen Hinweisen zu untermauern. Aber kaum einer wird hier ohne Meinung kommen mit dem Ziel sich ergebnisoffen eine Meinung anhand von Argumenten zu bilden.

Ich schließe mich da absolut mit ein und ich hab ja auch mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg gehalten. Aber ich denke, wir sollten alle auch nicht vergessen, es geht am Ende nur um Opernaufführungen. Die sind schön und wichtig, aber seinen wir dankbar, dass es vermutlich den meisten von uns so gut geht, dass wir uns mit solchen schönen Nebensachen beschäftigen können und unsere Energie da rein stecken können, weil keiner Angst haben muss, dass sein Haus ausgebomt wird oder weil er nicht weiß, ob er sich morgen was zum Essen kaufen kann. Also etwas Gelassenheit und Humor könnten wir uns doch auch in so einer Debatte erlauben. Zumal an der Häuser ja eh so inszeniert wird wie inszeniert wird und weder ich Herrn Meyer dazu bringen kann Konwtischny einzuladen noch jemand anders vielleicht Bachler dazu, Otto Schenk nochmal nach München zu holen. Und auch bei der Bestellung des neuen Direktors wurde wohl kaum einer hier vom Forum konsultiert. Wenn der neue Direktor beliebte alte Inszenierungen durch neue ersetzen wird, kann man protestieren, ob es viel helfen wird wird man sehen. Und wenn sich rausstellen sollte, dass er auf ganz konventionelle Regie steht, werde ich das auch nicht ändern können. Ich kann dann wie jetzt nur entscheiden, ob ich hingehe oder nicht.

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22. Dezember 2016
10:44
copy
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Forumsbeiträge: 35
Mitglied seit:
28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Susana: Und wenn diese langweiligen Sänger in einer langweiligen Inszenierung herumstehen ist es besser?????

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22. Dezember 2016
09:35
Susana
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Forumsbeiträge: 17
Mitglied seit:
21. Dezember 2014
sp_UserOfflineSmall Offline

Tristan62 sagt

Ein kurzer Satz zu Fanny: Sind Sie mir nicht böse aber auch eine Tosca eines der "Star"-Regisseure kann furchtbar langweilig sein, wenn nicht drei Spitzensänger und ein zumindest guter Dirigent aufgeboten werden.

Um genau das geht es- was hilft es tolle moderne Inszenierung zu haben wenn langweilige Sänger auf der Bühne stehen. So gesehen zb in Hamburg bei einer Ultramodernen dummen Zauberflöte wo der Papageno sowas von nicht vorhanden und langweilig war.. nur als Gegenbeispiel zu nennen. Eine Inszenierung die sich nur um Lichter drehte, wo Text, Musik und Personenregie so gut wie nicht vorhanden war.. also ehrlich das brauch ich auch nicht. Wozu dann was innovativ neues..

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22. Dezember 2016
09:26
Klein Zack
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Forumsbeiträge: 34
Mitglied seit:
29. Juni 2016
sp_UserOfflineSmall Offline

Irgendwie habe ich den Eindruck, daß hier von vielen haarscharf am Kern der Sache vorbeigeschossen wird: Wenn der Regisseur/die Regisseuse fragt, was haben Librettist und Komponist mit dem Werk, mit diesem und jenem Detail bezweckt, was steht in den originalen Regieanweisungen - und dann aus der Kenntnis dieser wesentlichen Information von mir aus unter Einbringung aller möglicher aktueller Eindrücke das Konzept entwickelt, also MIT dem Werk und nicht GEGEN das Werk gestaltet, dann kann durchaus was sehr Feines herauskommen - habe schon viele Inszenierungen erlebt, in denen das so gehandhabt wurde (Zauberflöte als Märchen aus der Welt der Computerspiele...).
Aber eben auch schon einiges, wo anscheinend das Gestaltungsteam völlig am Buch vorbei gearbeitet hat. Wieso Claus Guth in Basel den "Barbiere" unter Insekten spielen ließ (mit Ausnahme der Musiklehrerszene, da waren alle in stilisiertem Biedermeier gekleidet), hat sich der Zackin und mir nicht erschlossen, auch nicht nach intensivem Studium des umfangreichen Programmbüchels, als Beispiel; nicht, daß sich da nicht manch prachtvolle Bilder ergeben hätten, aber mit der Geschichte hatte das nichts zu tun, lenkt vielmehr eminent von dieser ab. Und wenn der Regisseur des aktuellen Wiener "Onegin" stolz drauf ist, nur kurz die Musik durchgehört und keinen Blick auf den Text geworfen zu haben, wie er damals am Premierentag im Mittagsjournal erklärte, dann braucht man sich nicht wundern, wenn die arme Tatjana sich auf einem Bett aus Eis den A... abfrieren muß, und die Landarbeiter äh Mechaniker im Schnee Kirschen pflücken...
Es wird nur mehr sehr wenige geben, die die hier gegenständliche Tosca- oder Madama Butterfly-Premiere gesehen haben oder gar die der Budapester Bohème. Was ist dagegen einzuwenden, eine auch auf "moderne" Schauspielleistungen der Sänger abgestellte regieliche Überarbeitung der Inszenierungen vor Neuaufführungsserien durchzuführen? Geschieht mW eh oft, vielleicht halt (Kosten-, Termingründe??) nicht immer. "Schöne" Kulissen und Kostüme ZWINGEN ja um Himmels Willen nicht zum Rampen-Stehtheater!

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22. Dezember 2016
09:05
Tristan62
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Forumsbeiträge: 22
Mitglied seit:
30. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Ein kurzer Satz zu Fanny: Sind Sie mir nicht böse aber auch eine Tosca eines der "Star"-Regisseure kann furchtbar langweilig sein, wenn nicht drei Spitzensänger und ein zumindest guter Dirigent aufgeboten werden.

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22. Dezember 2016
00:44
alcindo
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Forumsbeiträge: 39
Mitglied seit:
27. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

mme Fanny hat sicher recht, dass sich Konw und kollegen(zu) viele gedanken bei ihren inszenierungen machen. leider sind diese dann mit mehr oder wenigen geistreichen gags ueberladen. Manche finden das dann "spannend"-sic Fanny, andere viele finden das aber stoerend und vom werk ablenkend. Verdi, Puccini, Mozart... sollen primieren, und nicht regiegags. diese findet man halt in der arbeit von Gielen oder Wallmann nicht. dafuer sind diese inszenierungen ueber so viele jahre repertoiretauglich und fuer ein aus stuergeldern erhaltenes opernhaus eine gute investition

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21. Dezember 2016
21:03
Fanny
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Forumsbeiträge: 69
Mitglied seit:
2. Januar 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Loldi sagt

Fanny und Lucy van Pelt:
50 Jahre lang immer wieder die gleichen Inszenierungen ansehen zu müssen, schrecklich, warum rennt man dann anscheinend immer wieder hin ? Habe immer gedacht, es gäbe nur ein besessenes Wagnerpublikum und gar nicht geahnt, dass es auch solche Puccini- Fans gibt !?
Aber im Ernst - in einem Kunst- und Kulturforum so abschätzend über Regiearbeit zu sprechend, ist schier unfassbar: Was "irgendwer in irgendein Regiebuch gekritzelt hat " ist das Ergebnis monatelanger harter Arbeit und jahrelanger Berufserfahrung. Regiebücher können spannende Zeugnisse eines künstlerischen Schaffensprozess sein und werden in Archiven als kostbare Schätze gehütet. Was die beiden Wiener Inszenierungen betrifft, so steht dahinter auch nicht "irgendwer", sondern mit Josef Gielen und Margarethe Wallmann zwei der wichtigsten Vertreter der Opernwelt im 20. Jahrhundert. Wie kann jemand, der immer wieder mehr Qualität bei der Opernregie verlangt, so verächtlich über die großen Erfolge der Vergangenheit urteilen - und vor allem die Menschen, die dahinter stehen.
lG
Loldi

Nun, warum ich mir diese "Tosca" immer noch antue, habe ich schon oft genug erklärt, aber für Sie gerne noch einmal: Wenn DREI großartige Singschauspieler für die Hauptpartien aufgeboten werden, UND NUR DANN, und diese Konstellation tritt so ca. alle fünf Jahre einmal ein. Ein oder zwei tolle Sänger sind mir zu wenig, da ist das Leid immer noch größer als die Freud....

Wenn ich Sie richtig verstehe, darf also zwar über Regisseure der Gegenwart verächtlich gesprochen werden, während alle verblichenen sakrosankt sind? Konwitschny, Carsen, Guth % Co dürfen als psychisch krank, pervers, schizophren (Nur eine kleine Auswahl der Invektiven in diesem netten Forum) denunziert werden, ihnen darf man die Pest an den Hals wünschen bzw. dazu auffordern, sie mit nassen Fetzen oder Baseballschlägern aus der Oper zu vertreiben, ohne dass das für Sie "schier unfassbar" wäre. Sind das keine Menschen?
Wie lange muss ein Regisseur denn tot sein, damit er im Leo steht und nicht mehr kritisiert werden darf?

Im Übrigen bin ich überzeugt, dass sich ein Konwitschny über eine einzige Inszenierung mehr Gedanken macht als weiland Frau Wallmann oder Herr Gielen in allen ihre "Auftrittsregelungen" zusammen. Denn was früher als Inszenierung bejubelt wurde, galt doch in erster Linie den "schönen" Kostümen und Bühnenbildern, in denen die Sänger mehr oder weniger dekorativ herumstanden. (Das war zumindest in den 80erjahren so, in denen in meine intensive Opernzeit begann)

lg Fanny

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21. Dezember 2016
00:45
Loldi
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Forumsbeiträge: 5
Mitglied seit:
28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Fanny und Lucy van Pelt:
50 Jahre lang immer wieder die gleichen Inszenierungen ansehen zu müssen, schrecklich, warum rennt man dann anscheinend immer wieder hin ? Habe immer gedacht, es gäbe nur ein besessenes Wagnerpublikum und gar nicht geahnt, dass es auch solche Puccini- Fans gibt !?
Aber im Ernst - in einem Kunst- und Kulturforum so abschätzend über Regiearbeit zu sprechend, ist schier unfassbar: Was "irgendwer in irgendein Regiebuch gekritzelt hat " ist das Ergebnis monatelanger harter Arbeit und jahrelanger Berufserfahrung. Regiebücher können spannende Zeugnisse eines künstlerischen Schaffensprozess sein und werden in Archiven als kostbare Schätze gehütet. Was die beiden Wiener Inszenierungen betrifft, so steht dahinter auch nicht "irgendwer", sondern mit Josef Gielen und Margarethe Wallmann zwei der wichtigsten Vertreter der Opernwelt im 20. Jahrhundert. Wie kann jemand, der immer wieder mehr Qualität bei der Opernregie verlangt, so verächtlich über die großen Erfolge der Vergangenheit urteilen - und vor allem die Menschen, die dahinter stehen.
lG
Loldi

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20. Dezember 2016
17:37
Michta
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Forumsbeiträge: 87
Mitglied seit:
2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Bei den sogenannten "modernen Regien" a la dem von einer gewissen Klientel immer wieder so überbewerteten Theater an der Wien, hab ich meistens erlebt, daß einmal prinzipiell Leute auf der Bühne herumwieseln in Szenen, in denen sie laut Textbuch nichts da zu suchen haben. ( Aber was ist schon ein armer, einfacher Librettist gegen die "genialen, schöpferischen "Regie-Kanonen" ????? ) Die Gwandeln sind meist furchtbar unkleidsam ( kein Mensch würde privat zu einem Schneider gehen, der einem geradezu bloß stellt! ) , irgenwelche heutige Fetzen möglichst in schwarz weiß gehalten, und dann wird mit Dreck herumgeworfen oder sich gewälzt ( siehe Rossini-Otello) , und sehr viel herumgestanden!! Das ist dann meist die "Personenführung"....! Hauptsache eine "neue Aussage" wurde erreicht, Kontext und Musik, wen kümmerts, die politisch ḱorrekte Linie, ja darum geht's doch! Oder????????

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20. Dezember 2016
09:45
Christine
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Forumsbeiträge: 42
Mitglied seit:
28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Ein Haus mit Repertoirebetrieb wird immer Inszenierungen zeigen die schon älter sind, das macht auch einen gewissen Reiz aus. Dass die beiden Puccini Opern in Wien so lange auf dem Spielplan sind und auch die Boheme mehr als 50 Jahre alt ist, ist ja eine Ausnahme. Ob die Neuinszenierung der Fanciulla del West so viel besser ist als die von 1988? Oder die Manon Lescaut im Supermarkt spannender als die von 1986?
Tosca ist eine mener Meinung nach spannende Oper bei der man musikalisch immer wieder neue Aspekte entdecken kann. Langweilig kann sie doch nur dann sein wenn die Sänger nicht den Erwartungen entsprechen.

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20. Dezember 2016
09:29
Schnabl
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Forumsbeiträge: 9
Mitglied seit:
20. Juni 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Also ich fände es hochinteressant - keinesfalls immer, nicht einmal oft, aber "alle heiligen Zeiten einmal" - eine historische Inszenierung zu rekonstruieren, damit auch ein "heutiger" Opernbesucher einmal erleben kann, wie sich Oper "seinerzeit" angefühlt hat. Nicht unbedingt in einem Repertoire-Theater, aber für einen Stagione-Betrieb sollte das doch möglich sein. Eine der hochberühmten Wieland Wagner-Inszenierungen im 21. Jahrhundert in Bayreuth erleben, statt einer der derzeit üblichen unsäglichen Neuproduktionen. Oder eine Tietjen-Inszenierung? Oder gar einmal "Wagner wie im 19. Jahrhundert"? Ich weiß nicht, ob es mir gefallen würde, aber ich würde es gerne aus Neugierde erleben. So wie eine Sonderausstellung in einem Museum.
Die Walküre bei den Salzburger Osterfestspielen wird sich ja wohl auf eine Rekonstruktion der historischen Bühnenbilder und Kostüme beschränken. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, daß Frau Nemirova die originale Personenführung aufleben läßt. Abgesehen davon, daß eine Opernvorstellung der der Osterfestspiele ja gleichsam "unter Ausschluß der Öffentlichkeit" stattfindet.
Andreas Schnabl
Ach, Fanny etc: Laßt doch auch den Opernliebhaber mit anderen Vorlieben ab und zu eine kleine Freude!

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20. Dezember 2016
08:19
lohengrin
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Forumsbeiträge: 174
Mitglied seit:
11. Mai 2012
sp_UserOnlineSmall Online

Da gabs also im April göleich zwei Lotto-Sechser! Statistisch läßt das nichts Gutes erwartenoder ist es im Mai wieder so weit?

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20. Dezember 2016
00:04
Lucy van Pelt
Member
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Forumsbeiträge: 15
Mitglied seit:
25. Januar 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Danke, Fanny, dem ist nichts hinzuzufügen!

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19. Dezember 2016
23:51
Fanny
Member
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Forumsbeiträge: 69
Mitglied seit:
2. Januar 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Hoffentlich keine, denn so toll kann eine Inszenierung gar nicht sein, dass ich sie 50 Jahre sehen will. Das einzige Gefühl, das unsere Museums-Tosca in mir weckt, ist das von gähnender Langeweile. Außer es sind ausnahmsweise tolle Singschauspieler aufgeboten, die ihr Ding durchziehen, egal, was in grauer Vorzeit irgendwer in irgendein Regiebuch gekritzelt hat. Aber solche Konstellationen sind ähnlich selten wie ein Sechser im Lotto....

lg Fanny

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19. Dezember 2016
23:31
Omerta
Member
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Forumsbeiträge: 9
Mitglied seit:
21. April 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

"Dazu möchte ich sagen".......
Toll, dass es vereinzelt Inszenierungen gibt, welche durch besondere Pflege sich soviel Jahre am Leben erhalten konnten. Wäre interessant, welch heutige, zeitgenössische,spannende Inszenierung solch viele Jahre überleben wird?
".......lasset uns hinsetzen". Gruß von Omerta

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19. Dezember 2016
18:05
lohengrin
Member
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Forumsbeiträge: 174
Mitglied seit:
11. Mai 2012
sp_UserOnlineSmall Online

Was heißt "leider"? Mir braucht man mit einer sogenannten Regie aus den 50er Jahren nicht kommen. Ich erinnere mich an meine erste Oper, ca. 1955. Auch die weiteren in der Schulzeit gesehenen Aufführungen hatten wenig mit Regie zu tun. Die Sänger standen mehr oder weniger rum, falls einer/eine selbst Spielfreude hatte, wars schon toll. Peter Schreier war da ein "Schlüsselerlebnis": konzertante Aufführung des Tenors, drumherum weitere Agierende, sehr "spannend".

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19. Dezember 2016
17:37
Schnabl
Member
Members
Forumsbeiträge: 9
Mitglied seit:
20. Juni 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Lohengrin
Nachdem die Budapester Oper - zumindest weitgehend - mit Ensemble-Mitgliedern besetzt (ich hab soeben die für heuer angekündigten Besetzungen kontrolliert), halte ich es für durchaus wahrscheinlich, daß sie von einem Abendspielleiter nach dem originalen Regiebuch von 1937 eingewiesen werden.
Daß die Wiener Staatsoper offenbar nur mehr die Nebenrollen aus dem Ensemble besetzt/besetzen kann, steht auf einem anderen Blatt. Und daß Sänger, die die Partien an einem anderen Haus miteinander erarbeitet/gesungen habe, sich um eine 60 Jahre alte Origninal-Inszenierung nicht kümmern, auch. Leider.

Lieber Stefan
Ich hab von dieser alten Boheme erst durch Deinen Forums-Eintrag erfahren und Dich bei meiner Reklamation als Quelle genannt. Wollt mich keinesfalls mit fremden Federn schmücken....
Andreas Schnabl

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