Der Neue Merker

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Meistersinger in Bayreuth 2017
3. August 2017
20:44
uweberlin
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2. Februar 2016
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hier noch etwas, was einige sehr freuen wird und einige wieder den Schaum vor den Mund treiben wird
http://www.deropernfreund.de/b.....ele-6.html

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3. August 2017
18:52
uweberlin
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copy,
das habe ich mich gestern auch gefragt. Gestehe aber auch, das ich mit Kollo immer meine Schwierigkeiten gehabt habe. In seinen späteren Jahren ist mir eine überwältigende Gestaltung im Boris in Erinnerung. In seinen Glanzzeiten konnte ich nicht immer die Zustimmung verstehen

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3. August 2017
18:24
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28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Hat ein Sänger so etwas notwendig? Es tut weh wenn Idole zu so etwas überredet werden!

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2. August 2017
21:04
uweberlin
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2. August 2017
20:59
uweberlin
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2. Februar 2016
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Klein Zack, ein gräßliches Beispiel habe ich gerade ertragen.Gendarmenmarktkonzert, bei dem ein gewisser Rene Kollo auftrat, und sang, dein ist mein ganzes Herz. Etwas Schlimmeres habe ich seit Jahren nicht mehr erlebt und an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Und auch da klatscht ein Publikum.
Sicherlich in der Mediathek zu erleben und sich zu graulen

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2. August 2017
14:20
Klein Zack
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Die Meistersinger waren sicher schräg inszeniert, in vielen Aspekten jedoch sehr witzig und hintergründig, und es gibt eigentlich, außer den fachlich-historischen Richtigstellungen von Bernd Weikl zum so oft bemühten Unsinn von Beckmesser = Jude, die hier kürzlich zu lesen waren, nichts weiter dagegen zu sagen.
Und wenn sich Kosky Blödheiten geleistet hat, dann immer noch solche, die theatralisch meist gut über die Rampe kamen.
Also, zum Augenzumachen war diese Inszenierung sicher nicht. Wie weiter unten geschrieben, ich habs genossen.

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2. August 2017
12:32
uweberlin
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tolles Erlebnis,
würde mir auch Spass machen..
Natürlich habe ich auch etwas gegen diese durchgeknallten Inszenierungen, in denen man am liebsten die Augen schliessen würde, aber neugierig, wie ich nun mal bin.
Aber diese Meistersinger würde ich als absolut nicht durchgeknallt bezeichnen, im Gegensatz zu manch anderen Kosky Inszenierungen. Ich habe sie in jeder Hinsicht genossen, trotz der nicht besonderen Leistung von Fr.Schwanewilms

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2. August 2017
11:31
Klein Zack
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sp_UserOfflineSmall Offline

Danke, Uwe. Aber bei der live-Leistung haben wir halt eine noch weit dünnere Informationslage als bei Schallplatten, denn Gesamtmitschnitte in Ton UND Bild gibt's erst seit den späten 50ern, und die waren anfangs auch selten - und dann mit vielen technischen Einschränkungen behaftet. Erst Karajan hat das um 1970 ca. auf eine breitere Basis gestellt.
Und bei Auftritten Pavarottis die Augen zuzumachen und nur der Stimme zu lauschen ist sicher eine einfachere Übung, als wenn man die Augen bei einer durchgeknallten Inszenierung den ganzen Abend geschlossen halten muß... Wink

Deswegen wird man die "Verklärungsfrage" so erst recht nicht lösen können...

Aber ein - höchst beeindruckendes - Erlebnis muß ich in dem Zusammenhang noch los werden: mehr oder weniger aus Zufall saßen wir vor ein paar Jahren in Graz beim Preisträgerkonzert des Tagliavini-Wettbewebs in der Oper. Das Haus war "konzertant" hergerichtet. Bei der Gelegenheit wurde Leo Nucci für seine Lebensleistung geehrt. In der Pause sah man ihn als freundlichen älteren Herrn (mit einer gewissen Ähnlichkeit zu einem altbekannten italienischen Wirten in Linz) durch die Gänge wandeln. Als Dank für die Ehrung sang er dann die "Cortigiani". Und in der Sekunde wurde aus dem freundlichen älteren Herrn im Smoking ein furchterregend und verzweifelt Rasender (der natürlich seine Stimme immer noch perfekt unter Kontrolle hatte), dem man nicht in einer einsamen Gasse begegnen hätte wollen. Das ist ein Musterbeispiel für sängerische Bühnenpersönlichkeit, und ich gehe einmal davon aus, daß seine Bühnenpartnerinnen und -partner in seiner großen Zeit da meist mitkonnten.

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2. August 2017
10:59
uweberlin
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2. Februar 2016
sp_UserOfflineSmall Offline

Klein Zack,
tolle Fleissarbeit. Aber auch der Vergleich hinkt, da man Plattenaufnahmen u.ä. erst recht nicht vergleichen kann.
Wer kann da alles mögliche toll und hinreissend singen..... Für mich zählt nur die live Leistung.
Da bleibe ich bei meiner Ansicht, über die Verklärung mancher Idole, vor allem über Zeiiträume von über 50 Jahren, aber auch kürzer.
Ausserdem sind doch die Anforderungen an Sänger/innen heute wesentlich größer, was die Ausdruckskraft und Gestaltung betrifft.
Wenn ich da z.B. an Pavarotti denke, als Rudolfo oder Nemorino, da würde heute kaum ein Sänger Blumen ernten können, höchsten faule Tomaten trotz einer überragenden Stimme. Pavarotti ist nur ein Beispiel, da gibt es in der Vergangenheit viele von großen Sängern, auf die das zutrifft

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2. August 2017
10:49
Klein Zack
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Forumsbeiträge: 58
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29. Juni 2016
sp_UserOfflineSmall Offline

Also, weil da schon eine Diskussion über die Vergleichbarkeit von Sängerinnen und Sängern (im folgenden werde ich aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht im einzelnen gendern!!) über Generationen losgebrochen ist:
(ich schreib das auch, weil ich eine größere Schellackplatten-Sammlung habe, wenn sich auch nur ein kleiner Teil derselben auf Opernsänger bezieht)

Erstens einmal gibt es sicher "Stilmoden", die sich nicht nur auf die Interpretationen ausgewirkt haben, sondern die auch den einen oder anderen Sängertypus bevorzugt haben, und die daher auf die eine oder andere Weise in solche Vergleiche eingreifen. Davon abgesehen gibt es völlig abseits allen Mainstreams stehende Stimmgenies wie die Callas (die aber aufgrund modischer "Geschmacksbeschränkungen" mitunter Pech haben mit ihrer Karriere...).

Zweitens: die Tonaufnahmen, also etwa ab 1890, müssen schon einmal in akustische und elektrische (ab 1925) unterschieden werden (abgesehen davon, daß die Aufnahmeingenieure mitunter musikalisch waren, mitunter gar nicht), denn die akustischen mit ihren Trichtersystemen haben grundsätzlich Verzerrungen im Frequenzgang bewirkt, von dem von vornherein schon einmal sehr eingeschränkten aufnahmewirksamen Frequenzbereich einmal abgesehen. Gute bis sehr gute Mikrophone gab es hingegen ab den späten 20ern sehr wohl, und ich glaube, die berühmte "Neumann-Flasche" konnte schon um 1935 mehr oder minder auch im heutigen Maßstab high-end-adäquate Signale liefern - es haperte halt im Frequenzumfang, bis ca. Anfang der 50er, noch an den Aufzeichnungs- bzw. Vervielfältigungsmedien. Hintergrundrauschen oder -rascheln sollte bei der Beurteilbarkeit der Sangesleistungen weniger Rolle spielen und kann sogar schon bei exzellent erhaltenen Schellacks ins kaum Hörbare reduziert sein.

Drittens: die Wiedergabe!! Denn diese ist erst seit den frühen 50ern normiert ("RIAA"), und zwar (stark vereinfacht) insoferne, als beim Plattenschneiden die Höhen verstärkt werden, um dann beim Abspielen in gleichem Maße abgesenkt zu werden 8um hochfrequente Störgeräusche von der Platte her zurückzudrängen). Daraus folgt, daß ich beim Abspielen von Schellacks über einen RIAA-konformen Verstärkereingang jedenfalls viele, auch klangeindruckswirksame, Höhen wegschneide. In Zeiten der elektrischen Schellackaufnahme gab es zwar auch einige Vorverzerrungen, allerdings sehr ungeordnet, meist nur firmenspezifisch und von eher geringem Ausmaß. Also muß man beim Abspielen von Schellacks (mit modernem Gerät) auch einiges beachten, wie z. B.
- man benutzt einen "Kristalltonabnehmer" an einem Hochpegeleingang ("AUX") - ein gangbarer Kompromiß
- man verfügt (Zusatzgerät!) über einen nicht-RIAA-entzerrten Niederpegeleingang, wie für Magnet-Tonabnehmer (MM) erforderlich; idealerweise gibt's sogar komplexe Entzerrer-Vorverstärker, die sogar "firmentypische" Kurven erlauben.
- auch die "Rillenbreite" ist ein Thema - zu akustischen Zeiten groß, wurde sie später immer kleiner, in den 50ern gab
es sogar für Schellacks schon vereinzelt Füllschriftaufnahmen, und generell "feinere" Schneidstichel. Also sollte man auch angepaßte Diamanten zur Wiedergabe benutzen, sowas gibt es beispielsweise für "Stanton" Abnehmer.
Natürlich sind Schellacks nicht Jedermanns Sache - aber leider werden einem historische Aufnahmen oft von unverständigen Toningenieuren vermiest, die nicht nur glauben, alles geräuschfrei machen zu müssen, bis man auch vom eigentlichen Material nur mehr ein dumpfes Etwas hört, wie durch einen dicken Kopfpolster, sondern die auch noch mit dem Computer anti-noise-software drüberfahren lassen, die fast immer andere, noch ungutere Geräusche hinzufügt (Ich selbst schneide nur gröbere "clicks" aus meine Überspielungen auf moderne Medien - das geht ohne Gesamtbeeinflussung, man braucht da meist nur Bruchteile von tausendstel Sekunden rauslöschen).

Wenn diese Hausaufgaben gemacht und bedacht sind, DANN kann man sich vielleicht drauf einlassen, Vergleiche zu ziehen.

Was mich und meine Einschätzungen, bei wie erwähnt sehr eingeschränktem Programm, betrifft: Leo Slezak habe ich als Opernsänger nur auf akustischen Aufnahmen; elektrisch "nur" mit Liedern - schon hier stößt man naturgemäß auf Hürden für einen Vergleich. K F Vogts Preislied von Bayreuth 2017 würde ich jedenfalls sängerisch mit Slezaks Aufnahme von 1912 auf gleiche Stufe stellen. Das mühelose, fast ein wenig süße Leuchten in der Höhe bei Joseph Schmidt findet sich ähnlich bei Pavarotti und Tagliavini klingt obenherum angestrengter als J D Florez. Tauber könnte ich einen ähnlichen Stimmcharakter wie Domingo attestieren, Domingo ist in seinen besten Zeiten aber mit der Bruststimme höher hinauf gekommen...
Nicht bös sein, ist nur ein Versuch.

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2. August 2017
07:38
uweberlin
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2. Februar 2016
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alcindo,
ich widerspreche Ihnen ja gar nicht. Mir geht es nur darum, das man Sänger de vergangenen oder vorvergangenen Generation nicht mit den heutigen vergleichen kann und sollte. Das ist Vergangenheit, war sicherlich sehr schön und beglückend und Erinnerung, die nach 30-60 Jahren auch trüben kann in der Verehrung.
Das ist genauso wie im Schauspiel, wenn da heute Schauspieler aus den 40ern oder 50ern erwähnt werden, ich möchte von denen heute auch keinen mehr sehen, würde wahrscheinlich vor Langeweile einschlafen
Das es heute viele Sänger gibt, die man nicht mehr unterscheiden kann, liegt aber auch sicherlich daran, das es viel mehr "reisende" gibt, durch die vielen Medien wir viel mehr sehen und hören, als in vergangenen Zeiten.
Viele von den heutigen wären vor 50 Jahren überhaupt nicht wahrgenommen worden, vor allem die vielen aus den Ländern Osteuropas und Asiens

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1. August 2017
23:22
alcindo
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27. Dezember 2011
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ad uweberlin: der vergleich mit der heutigen saengergeneration bringt ans licht, dass alle von Ihnen genannten damen und zumindest 2 der herren stimmen mit unverwechselbaren timbre hatten und nach ein oder 2 toenen zu erkennen waren, sie hatten ein markenzeichen. im gros der heutigen sangergeneration gibt es weniger die da mithalten koennen, man hoert viele saenger und man denkt, die oder der singt sehr gut, aber wer ist das? tenoere wie diStefano, delMonaco, Corelli, Bjoerling waren unverwechselbare unikate, da kommen heute Melis und deMuros, usw nicht mit. wer einmal einen ton der Nilsson oder der Rysanek gehoert hat konnte das nicht so leicht vergessen...und dann ist klar, dass man vergleiche anstellt. wenn sie angst vor den "verklaerungen" haben, na gut bei liveerlebnissen kann das schon vorkommen, aber es gibt ja tondokumente, viele live, und da gibt es im vergleich wenig verklaerung. saenger sind heute meist technisch besser ausgebildet, haben aber an individualitaet, sprich charakteristischem timber verloren

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1. August 2017
20:29
uweberlin
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Forumsbeiträge: 196
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2. Februar 2016
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danke, Herr Seiferth für die fundierte Aufklärung. Mir war der Hr. Frantz wirklich unbekannt.
Was ich immer nicht nachvollziehen kann, sind Beurteilungen mit Sängern und Sängerinnen längst vergangenen mit den heutigen zu vergleichen. Vor allem, weil auch die Verklärung nach 60 Jahren eine nicht zu unterschätzende Komponente darstellt. Ich würde selbst Sängerinnen und Sänger aus meinen Beginner Jahren in den 60ern und später in Berlin West mit den heutigen nie vergleichen. Z.B. Jannowitz, Lorengar, Grümmer, Güden, Köth, Wixell. van Dam, Greindl, King usw.bis hin zu Rysanek, die ich noch erleben durfte. Die waren zu ihrer Zeit meine Fixpunkte, heute sind es andere, aber Vergleiche würde ich nie anstellen

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1. August 2017
18:58
ac
Administrator
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8. November 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Ich stelle stellvertretend für Werner.P. Seiferth ein, auf dessen Ersuchen (A.C.)

Zur Person: Werner P. Seiferth, geb. 1939 bei Leipzig, studierte in Leipzig privat Klavier, Orgel, Gesang und Musiktheorie; später einige Semester Kulturwissenschaft an der dortigen Universität. Seit 1958 an der Theatern Halle/S., Meiningen, Borna, Karl-Marx-Stadt, Stralsund als Sänger, Regieassistent, Regisseur und Oberspielleiter tätig; von 1980 bis 1997 Metropoltheater Berlin, dort von 1990 bis 1996 als Intendant; Verfasser des 2012 erschienenen Buches „Richard Wagner in der DDR". Lebt als Rentner in der Nähe von Berlin.

Werner P. Seiferth: "Ich arbeite immer mit richtigem Namen und meiner Adresse - deshalb kann ich nun wohl nicht teilnehmen. Wenn doch, dann stellen Sie bitte folgende Anmerkung zu der leidigen Sachs-Frage ein:

Ich habe in meinen 158 Meistersinger-Vorstellungen in den letzten 60 Jahren einige recht gute Sängerdarsteller als Hans Sachs erlebt und erlaube mir die Bemerkung, dass Michael Volle wirklich eine außerordentiche und großartige Leistung geboten hat - da gibt es nichts zu mäkeln.- Was die Frage Ferdinand Frantz betrifft - er war ein recht guter Sachs, prächtig auf beiden Kempe-Aufnahmen (1951 Dresden, 1957 Berlin). Er ist 1959 in München verstorben, wo er viele Jahre als Heldenbariton und auch als Baß sang. An der (Ost-)Berliner Staatsoper hat er als Sachs ebenfalls gastiert, war dort aber nie engagiert. Sein Nachfolger dort war deshalb auch nicht Rudolf Gonszar, wie behauptet wurde. Gonszar war der Nachfolger von Josef Herrmann, der bereits 1955 verstarb, er hatte den Sachs bei der Neueröffnung der Berliner Staatsoper 1955 (aber schon mit großen gesundheitlichen Problemen!) gesungen.
Mit freundlichen Grüßen
Werner P. Seiferth

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1. August 2017
16:46
copy
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28. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Klein Zack: Das ist halt das Problem aller Beurteilungen. TV-Ton sowieso nicht relevant, auch da verwende ich immer Verstärker über HIFI. Aber auch beim Live-Hören kommt es so oft auf die Sitzposition im Zuschauerraum etc. an. Die szenische Rollengestaltung der Eva empfand ich aber als sehr interessant.

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1. August 2017
14:26
Amfortas
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16. März 2017
sp_UserOfflineSmall Offline

Leider wird auch diese Diskussion von Uweberlin mutwillig gestört. Wie langweilig muss jemandem sein, dass er es nötig hat, die Gespräche anderer ins Lächerliche zu ziehen? Oder ist das ein narzisstisches Problem?

Ich finde hier jede Menge vernünftiger Aussagen. Und dann die Beiträge von Uweberlin:

"kann ja nicht mal den Namen richtig schreiben"

"Wie schön wenn jemand seine Verbohrtheit und Borniertheit so zutage treten lässt"

Was soll dieses pubertäre Gehabe oder diese Unsachlichkeit? Mir hat man einst beigebracht, dass man sich ruhig zu verhalten hat, wenn man einer Auseinandersetzung intelektuell nicht folgen kann.

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1. August 2017
08:10
Klein Zack
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Forumsbeiträge: 58
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29. Juni 2016
sp_UserOfflineSmall Offline

U. a. copy vom 31. 7. 10 Uhr: Also die Eva... ich denke, in erster Linie liegt der wahrgenommene Unterschied wohl daran, daß Ihr Radio eine bessere Verstärker-Lautstärkekette aufweist als der Fernseher. Ich hab mir die Übertragung am Fr auf 3sat gegeben, und zwar mit Projektion auf eine 2.4 m breite Leinwand und exzellenter HiFi-Anlage, die im Stande ist, bei sehr gutem Material, ausgesprochen "natürlich geatmete" Töne zu Gehör zu bringen, und die es damit doch schaffen sollte, die Sängerleistungen beurteilbar zu übertragen. Und da schienen mir die Herren stimmlich (wie darstellerisch) ausnahmslos sehr gut bis perfekt, während mir von den zwei Frauenrollen lediglich Frau Lehmkuhl gefiel - die aber sehr gut.

(Anmerkung: wahrscheinlich sah man auf diese Weise, wie im Kino, mehr relevante szenische Details als von jeglichem Platz im Festspielhaus - die Bild-Regie vermied es dabei erfreulicherweise und wohl im Hinblick auf die Kinoübertragungen, Einstellungen mit Tiefrachenblick und oszillierendem Zäpfchen, wie es u. a. "Telemax" einst so schön schaurig als typische Eigenschaft einer Oper im TV beschrieben hat, zu bringen)

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31. Juli 2017
16:24
uweberlin
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2. Februar 2016
sp_UserOfflineSmall Offline

wo habe
ich geschrieben, das ich ein Wagner Liebhaber bin, aber ich bin noch nicht uralt, das ich den kennen könnte. Aber der große Fan kann ja nicht mal den Namen richtig schreiben

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31. Juli 2017
12:48
zerbino
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27. Dezember 2011
sp_UserOfflineSmall Offline

Michta sagt

Dass ein Wagner - Liebhaber Ferdinand Frantz nicht einmal beim Namen kennt ist mehr als ein Armuts-Zeugnis!!! Aber mehr als signifikant für das heutige Publikum, nicht nur im Wagner-Fach....! Darum stehts auch so schlecht um die Singerei, die neben dem reinen technischen ( das können ja heute die Meisten recht gut ) auch die Interpretation und - nicht unwesentlich!! - die Tradition, das "Überliefern" von Sänger zu Sänger ( Generation ) wichtig wäre...
Leider gibts unter jungen Sängern auch immer mehr Ignoranten a lá diesem Publikum...
Aber Hauptsache über "neue Sichtweisen" diskutieren können......!!
PS: bei den Kritikern natürlich genau dasselbe

Es lohnt sich manchmal schon, etwas älter zu sein, bzw. sehr früh schon in der Oper Wagner gehört zu haben. Ferdinand Frantz hat mit seiner berühmten Frau nach dem Kriege an der Ost-Berliner Staatsoper noch gesungen. Er ist dann leider früh verstorben. sein Sachs-Nachfolger war dort dann Gonszar ( hoffentlich habe ich den Namen richtig geschrieben; ich bin in Eile und kann nicht alles dauernd nachschlagen).

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31. Juli 2017
11:58
Michta
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Forumsbeiträge: 116
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2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Dass ein Wagner - Liebhaber Ferdinand Frantz nicht einmal beim Namen kennt ist mehr als ein Armuts-Zeugnis!!! Aber mehr als signifikant für das heutige Publikum, nicht nur im Wagner-Fach....! Darum stehts auch so schlecht um die Singerei, die neben dem reinen technischen ( das können ja heute die Meisten recht gut ) auch die Interpretation und - nicht unwesentlich!! - die Tradition, das "Überliefern" von Sänger zu Sänger ( Generation ) wichtig wäre...
Leider gibts unter jungen Sängern auch immer mehr Ignoranten a lá diesem Publikum...
Aber Hauptsache über "neue Sichtweisen" diskutieren können......!!
PS: bei den Kritikern natürlich genau dasselbe

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