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kritik an rezension
3. August 2017
14:54
Gurnemanz
Member
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Forumsbeiträge: 15
Mitglied seit:
15. Februar 2012
sp_UserOfflineSmall Offline

Es tut mir leid, ich kann dieser Kritik nicht wirklich folgen. Erstens wird die Homosexualität des Pagen im Theaterstück lediglich angedeutet (ich selbst kann aus der zitierten Passage keine Homosexualität herauslesen, aber bitte), zweitens hat Strauss alle Passagen, die darauf anspielen könnten, aus dem Salome-Opernlibretto getilgt (so wie er auch vieles andere, das für die Handlung irrelevant ist, gestrichen hat - gut so, sonst wäre die Oper viel länger und langweiliger!) - insofern kann man eigentlich schwer argumentieren, dass der Page der Salome-Oper homosexuell ist.

Obzwar (oder: gerade weil) ich die Salome liebe, habe ich der besprochenen Aufführung (die letzten September war, das ist eh schon ewig her) nicht beigewohnt, denn Erika Sunnegardh und Matthias Goerne sind für mich ein Gruselkabinett, daher kann ich nicht beurteilen, wie sich Frau Helzel an diesem Abend geschlagen hat.

Darüber hinaus schätze ich die Berichterstattung von Herrn Prochazka sehr, weil er die Dinge beim Namen nennt, einiges von der Materie versteht und immer freundlich bleibt. Ich sehe nicht ein, wieso man ihn wegen einer Kleinigkeit in einem ziemlich abschätzigen Ton angreifen muss.

Und nein, Opern, deren Aufführungen man bespricht, muss man nicht "halbwegs gut kennen", denn wenn es so wäre, dürfte man ja gar nichts mehr schreiben. Wichtig ist ein gutes Gehör, ausreichend Opernerfahrung und die Fähigkeit zum Produzieren eines stilistisch und orthographisch einwandfreien Textes.

Ich verstehe eigentlich nicht, worauf die Kritik an der Prochazka-Rezension hinausmöchte.

Ergebenst
Gurnemanz

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2. August 2017
03:41
orlando furioso
New Member
Members
Forumsbeiträge: 1
Mitglied seit:
2. August 2017
sp_UserOfflineSmall Offline

Bezugnehmend auf die rezension der oper "salome" von Thomas Prochazka vom 22.september 2016 (http://der-neue-merker.eu/wien.....r-salome-9). der autor schreibt:

"Ulrike Helzel als Page vermochte da erstens stimmlich nicht mitzuhalten, zweitens schauspielerisch nicht aus ihrer (weiblichen) Haut: Nie würde ein Mann einen anderen so berühren wie sie den Hauptmann. Kleinigkeiten? Eher nicht, stören sie doch den Gesamteindruck."

1) oscar wilde war homosexuell

2) im theaterstück ist angedeutet, dass der page und narraboth eine beziehung haben oder hatten. zitat aus dem stück:

PAGE DER HERODIAS: Der junge Syrier hat sich getötet. Der junge Hauptmann hat sich getötet! Er hat sich getötet, der mein Freund war! Ich hatte ihm eine kleine Dose mit Wohlgerüchen geschenkt und Ohrringe, aus Silber geschmiedet, und nun hat er sich getötet! Ach! Hat er nicht vorausgesagt, dass ein Unglück geschehen wird? ... Ich selbst habe es vorausgesagt, und es ist eingetroffen. Ich wusste sehr wohl, dass die Mondgöttin einen Toten sucht, aber ich wusste nicht, dass er es war, den sie suchte. Ach! Warum habe ich ihn nicht vor ihr versteckt? Hätte ich ihn in einer Höhle versteckt, dann hätte sie ihn nicht gesehen.

3) dass der page narraboth auf diese weise berührt ist daher werktreu, zumindest aber sollte einem bewußt sein dass das stück eine dekadente gesellschaft zeigt und sehr symbolträchtig ist. hier vermeintlich realistische ("nie würde ein mann ...") handlungen oder beziehungen zu suchen oder zu fordern ist sehr seltsam.

4) es hat sicher seinen grund dass richard strauss den pagen ausgerechnet mit einer frau besetzt hat, so wie auch schon beaumarchais seinen cherubino als frau auf der bühne haben wollte. dass man jetzt aus unwissenheit über das sujet meint es sei "störend" für den gesamteindruck wenn der page sich so verhält und diesen vermeintlichen makel auch noch der sängerin zuschreibt, weil sie weiblich ist, ist schlechter stil, der mich bei einem eigentlich renommierten kritikblatt schon wundert. sollte man die opern die man bespricht nicht halbwegs gut kennen?

ergebenst
orlando furioso

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