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Bad Hofgastein kündigt Kurorchester
6. August 2017
20:16
Michta
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Forumsbeiträge: 116
Mitglied seit:
2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Lieber Kurgast, ich danke herzlich für diesen hochinteressanten Bericht, und stimme Ihnen zu, natürlich gibts auch eine "schwarze Mafia" ( nicht nur in Salzburg )...
Vor allem die Geschichte des 2 Frauen-Vereines erscheint mir höchst bemerkenswert.... aber leider, so ist das mit den Subventionen, bekommen sie - relativ - kleine ( alles ist relativ !) Beträge um 2, 3 Tausender müssen sie Arechnungen bis in Groschenbeträge vorlegen etc., wenns mal um das Hundert-Fache geht scheint das weniger wichtig zu sein... Da bin ich aber dann auch wieder speziell bei der Wiener ( Sub- ) Kultur, wo fragwürdigste Gruppierungen das Geld hinéingeschoben bekommen..

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5. August 2017
12:41
Kurgast
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
21. Juli 2017
sp_UserOfflineSmall Offline

Die Kündigung des letzten in Österreich noch bestehenden Kurorchesters mit derzeit 12 fix angestellten und ordnungsgemäß sozialversicherten Musikern ist wirklich nicht, wie Micha meint, Herrn „Drozda und seinen Spießgesellen“ anzulasten, sondern einzig und allein dem Kur- & Tourismusverband Bad Hofgastein, der von manchen Gasteinern sogar als „schwarze Mafia“ bezeichnet wird. Es wäre zu hoffen, dass die neue „türkise“ Kulturexpertin, welche in ihrem Buch „In Frack und Lederhose“ ein ganzes Kapitel der vorphilharmonischen Tätigkeit und den positiven Erfahrungen ihres Vaters beim Kurorchester Bad Hofgastein - das damals noch 16 Musiker umfasste, täglich 3 Konzerte gab und nachweislich schon vor 1920 bestand - widmete, rechtzeitig ein Umdenken der Gasteiner Touristikerinnen (auf das Binnen-I wird mit Absicht verzichtet) bewirken könnte.

Auf einem seit kurzem in BAD Hofgastein (auch auf die Bezeichnung BAD will man künftig verzichten!) affichierten Plakat wird angekündigt, dass ab Sommer 2018 die „Philharmonie Salzburg“ an wöchentlich 3 Tagen (seit fast 100 Jahren spielt man an 6 Tagen) unter dem Motto „Klassik neu gedacht, Klassik ohne Grenzen, Klassik mit Zukunft“ das Publikum u.a. mit bunten Familienkonzerten (das sind Veranstaltungen, die sonst für 3- bis 12 jährige Kinder gemeinsam mit dem Verein „Kinderfestspiele“ hauptsächlich in Salzburg und Zell am See mit Titeln wie „Die vier Jahreszeiten – Der Klassik-Hit für die ganze Familie“ oder „Schwanensee – Das berühmte Ballett für Groß und Klein“ stattfinden) „begeistern“ wird. Offenbar wollen die Mitglieder des Kurverbandes, von denen viele Hoteliers sind, ihre Gäste nicht mehr täglich mit gratis vorgetragener traditioneller Kurmusik verwöhnen, sondern sie mangels sonstigem Kultur-Angebot (außer einem Nena- oder Fendrich-Konzert – selbstverständlich gegen Eintrittsgeld - und einigen Auftritten örtlicher Blaskapellen) zumindest an den spielfreien Tagen des „Kurorchesters“ lieber in ihren eigenen sündteuren Bars ausnehmen.

Es gibt jedoch auch einen weiteren finanziellen Hintergrund für diese Maßnahme. Die Verpflichtung eines aus sogenannten „Scheinselbstständigen“ bestehenden „Telefonorchesters“ (so bezeichnet man Orchester wie die „Philharmonie Salzburg“, deren Mitwirkende häufig per Telefonanruf von ihrem Engagement erfahren und keinen Anspruch auf sonstige Entschädigungen, wie Urlaubs- Kranken- oder Arbeitslosengeld, bzw. Abfertigungsansprüche haben) hilft natürlich dem Veranstalter, Lohnnebenkosten zum Nachteil der Engagierten, die für ihre Tätigkeit zumeist nur einen „Bettel“ erhalten, zu sparen. Bisher hat das Kurorchester dem Kur-und Tourismusverband Bad Hofgastein jährlich etwa € 190.000 gekostet, die neue Lösung wird – allerdings bei einer Reduzierung der Konzerte auf die Hälfte – bloß rd. € 140.000 verlangen.

Bemerkenswert ist, dass bei beiden - angeblich gemeinnützigen - Vereinen „Philharmonie Salzburg“ und „Kinderfestspiele“, jeweils dieselbe Person, die gleichzeitig auch als künstlerische Geschäftsführerin der Salzburger Kulturvereinigung tätig ist und so nebenbei noch ihr ehemaliges Gasthaus an Asylwerber vermietet, allein vertretungs- und zeichnungsberechtigt ist. Als Obfrau der beiden eher mehr als weniger zusammengehörigen Vereine, bei denen bloß ihre Mutter(!) zweites Vereinsmitglied bzw. Funktionsträgerin (Kassierin) ist, kann sie allein über einen Gesamtumsatz von rd. 1,4 Mio. € (2016) ohne Vieraugenprinzip bzw. Kontrolle durch Rechnungsprüfer quasi wie in einem Selbstbedienungsladen verfügen.

Dennoch kommen „Philharmonie Salzburg“ und „Kinderfestspiele“ seit vielen Jahren in den Genuss von zahlreichen hohen Subventionen, u.a. des Bundesministeriums für Bildung und Frauen sowie gleich doppelt von Land und Stadt Salzburg (in den letzten 3 Jahren waren es insgesamt weit mehr als € 350.000,--). Obwohl die beiden Vereine, die seit kurzem über einen gemeinsamen Geschäftsführer verfügen, in hohem Ausmaß eine richtige betriebliche Tätigkeit entfalten, wurde seitens der Finanzbehörden für den Verein „Kinderfestspiele“ sogar ein Spendenbegünstigungsbescheid erteilt. Es wäre an der Zeit, dass die zuständigen Stellen entsprechend reagieren sollten.

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29. Juli 2017
13:37
Michta
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Forumsbeiträge: 116
Mitglied seit:
2. Februar 2013
sp_UserOfflineSmall Offline

Dem wäre an sich nichts hinzuzufügen!...... Ich selbst habe alsKind dort noch einige Konzerte miterlebt, da ich mit meiner Tante dort Urlaube verbracht habe ( es waren da auch immer Ärztekongresse, die sie zur "Fortbildung" besuchte...). Tempi passati!
Lieber Kurgast! Wer schert sich - um nicht ein noch deutlicheres Sch.. Wort zu verwenden! - denn heute um Kurgäste und ähnlich "reaktionäre" Schichten... In Zeiten wo das Geld für Kultur knapp wird und ist, da muss doch unser NICHT geschätzter Drozda und seine Spießgesellen danach trachten, die "Marie" "effizienter" zu verwenden, an irgendwelche Randgruppen- Rabauken zu verschleudern, die im "korrekten" ( = links-bolschewistischen ) Stile das dumme Volk belehren und zu manipulieren versuchen...

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21. Juli 2017
10:06
Kurgast
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Forumsbeiträge: 6
Mitglied seit:
21. Juli 2017
sp_UserOfflineSmall Offline

Lt. einem Bericht in den „Salzburger Nachrichten“ vom 4.7.2017 werden die während der 4-monatigen Sommersaison fix angestellten und sozialversicherten Musiker des letzten in Österreich noch existierenden Kurorchesters, das derzeit fast täglich spielt und wöchentlich insgesamt 11 Konzerte gibt und bei dem einst Weltstars wie Nikolaus Harnoncourt oder Zubin Metha ihre ersten Sporen verdienten, gekündigt. Ab dem kommenden Sommer sieht der Kur- und Tourismusverband Bad Hofgastein stattdessen vor, an bloß 3 Tagen pro Woche vornehmlich als „Weltmusik“ bezeichnete Familien- und Kinderkonzerte, welche allerdings mit „Freelancern“ von einem von Land und Stadt Salzburg hoch subventionierten „Telefonorchester“ bestritten werden, durchzuführen. Man erhofft sich damit Einsparungen durch den Entfall von bisher angefallenen Lohnnebenkosten. Dies ist an und für sich schon ein Skandal.

Der größere Skandal ist jedoch, dass den zahlreichen, vor allem älteren, Stamm- und Kurgästen in Österreich damit die allerletzte Möglichkeit genommen wird, nur mehr selten gespielte, jedoch herrliche, Musik – wie z.T. schon in Vergessenheit geratene Operetten- und Opernpotpourris und Ouverturen bedeutender Komponisten und Arrangeure oder weniger bekannte, aber traumhafte, Walzer und Charakterstücke - an einem Sommerabend im akkustisch vortrefflichen Kursaal oder bei Schönwetter in der imposanten Sommerarena - live gespielt von einem kleinen, jedoch hervorragenden und seit vielen Jahren gut zusammengespielten Salonorchester - zu genießen. Eine Schande für das „Kulturland“ Österreich.

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