Der Neue Merker

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Adriana
13. November 2017
08:48
Argus
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Forumsbeiträge: 202
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Versuch einer negativen Konditionierung, Lohengrin?

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13. November 2017
08:03
lohengrin
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Forumsbeiträge: 386
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11. Mai 2012
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Katastophaler Fehler in der "schwärmerischen" Kritik von Thomas Prochazka: "Adrienne Le Couvreur unterhielt eine über Jahre währende Beziehung zu Moritz, dem Kurfürst von Sachsen."
Moritz von Sachsen war der illegitime, erstgeborene und bei weitem begabteste Sohn von Kurfürst August von Sachsen (und Aurora von Königsmarck , einer bekannten Schönheit irer Zeit; deshalb vergleicht Maurizio auch Adriana mit ihr). Angetrieben von seinen Talenten und der zurückgesetzten Position, strebte er zeitlebens nach einem eigenen Territorium, was er kurze Zeit auch in Kurland fand.

Wenn die diversen Schreiber über Vorstellungen schon recht eigenwillige Einschätzungen der Darbietungen anbieten ( es sei ihnen gegönnt), die historischen Fake sollten BITTESEHR stimmen. Wkipedia hilft da gerne weiter.

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10. November 2017
10:20
lohengrin
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Forumsbeiträge: 386
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11. Mai 2012
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Wer sich von der Inszenierung ein Bild machen möchte, ohne die Chance zu haben, in London oder Wien in eine Vorstellung gehen zu können, kann sich bei der DVD (ROH) informieren.

Mich wundert, dass kein Stream vorgesehen ist...................

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10. November 2017
10:08
Argus
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Forumsbeiträge: 202
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18. Juni 2012
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Vorweg, es war ein Traumabend auf Topplevel, bestens einstudiert, mit einer Netrebko in Bestverfassung, einem kongenialen Tenor und ausgezeichnet besetzten Nebenrollen. Auch das Dirigat war vom Feinsten. Ich bin zu wenig Musikwissenschaftler, um die Vorstelleng in seine Einzelteile zu fragmentieren, aber aus dem Bauch eines einfachen Musikliebhabers heraus war es ein großer Opernabend. Man könnte natürlich auf höchstem Niveau raunzen und bemängeln, dass Beczala gegen Ende ein wenig schwächelte oder Sopran und Mezzo (die Stimme von Netrebko ist dünkler geworden, Zhidkova ist ein eher heller Mezzo) eine sehr ähnliche Stimmlage hatten, was im der Duettszene gestört hat, aber damit macht man sich höchstens lächerlich.
Auch die Inszenierung war recht ansehnlich, Fortschrittliche werden meinen, zu traditionell und konservativ, de facto gepflegt und authentisch.

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10. November 2017
08:07
lohengrin
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Forumsbeiträge: 386
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11. Mai 2012
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Bin schon wieder auf Genauigkeits-Kurs:
Die Herzogin ist keineswegs die "Ex-Geliebte", sondern genießt sogar (aus Karrieregründen) den Vorzug, bis Maurizio, gerufen vom treuen Minnochet in letzter Minute herbei eilt (wie Alfredo oder Rudolfo) und die Sterbende in die Arma schließt.
Unbedingt zu erwähnen: Die Produktion stammt aus London, 2010 (habe erst im Februar die Original-Adriana mit einem jungen frischen gutaussehenden Maurizio (Brian Jagde) mit toller Stimme erlebt).

Kleine Anekdote zu dieser Inszenierung: McVicar hat den Maurizio so charakterisiert: "Er erscheint unrasiert, mit wildem Haar, dreckigen Stiefeln und nach Pferden riechend; das lieben die Frauen!" (Antwort des Premieren-Maurizion in London: "I will try to do my best!")

Ausserdem: "...kein knalliger Puccini-Tosca-Verismo....": bittesehr!!! Vielleicht kann man sagen: dafür jede Menge "Schmalz", nicht unähnlich Giordano?

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