Der Neue Merker

EUTIN/ Festspiele: ERÖFFNUNGSKONZERT

Eutiner Festspiele: Mit neuer Fanfare in die Spielzeit – 30.6.2012

Von Horst Schinzel

Etwa die ersten fünfzig Jahre lang riefen Trompetensignale nach Bayreuther Vorbild zu den Aufführungen auf Eutins „Grünem Hügel“. Irgendwann wurden die durch nüchterne Gong-Schläge ersetzt. Jetzt hat Eutins Generalmusikdirektor Urs-Michael Theus eine aufwändige Fanfare komponiert, die beim Eröffnungskonzert an diesem Sonnabend Abend auf dem Eutiner Markt zu Beginn des zweiten Teils vorgestellt „wurde. Künftig soll sie vor den Vorstellungen und zum Pausenende erklingen – ein zukunftsträchtiger Neuanfang.

Neu auch das ad hoc aus Musikern aus ganz Norddeutschland und amerikanischen Gästen zusammen gestellte Festspielorchester. In der doch recht kurzen Zeit ist es Theus gelungen, einen homogenen Klangkörper zusammen zu schmieden. An diesem Abend bei herrlichem und warmen Sommerwetter – hoffentlich ein gutes Omen für die ganze Spielzeit – bieten sie vor recht gut besetztem „Hause“ einen Querschnitt durch die volkstümliche Musikliteratur. Dabei erweist sich allerdings die Akustik in dem dafür aufgebauten Zelt und vor der Kulisse der alten Häuser mitunter als recht „trocken“. Mit viel Charme führt Intendantin Dominque Caron durch das „Klangperlen und Klassikträume“ betitelte Programm, dem auch viele Zaungäste auf dem Markt außerhalb des Konzert-Areals gern zuhören.

Urs-Michael Theus – mit offenem Hemd – führt seine Musiker recht lässig. Ihr ganzes Können zeigen sie dann beim abschließenden Hochzeitsmarsch aus Mendelssohns Musik zum „Sommernachtstraum“. Da glänzen die Bläser, dass es eine rechte Pracht ist. Große Hoffnung für die kommenden Opernpremieren. Deren erste ist am kommenden Freitag mit „“Nabucco“.

 

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