Der Neue Merker

COLOURS – INTERNATIONAL DANCE FESTIVAL / GAUTHIER DANCE COMPANY

 

COLOURS – INTERNATIONAL DANCE FESTIVAL

Die Bilanz. Das Festival in Zahlen.

Messbar erfolgreich: Neben den begeisterten Publikumsreaktionen und der positiven Presseresonanz sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Die Bilanz von COLOURS kann sich sehen lassen! 18.300 Zuschauer besuchten die 42 Festival-Vorstellungen. Das entspricht einer Auslastung von 93 %. Rechnet man die Workshops und die Großveranstaltungen in der Innenstadt hinzu, erreichte COLOURS etwa 25.000 Menschen. Vor allem aber freuen sich die Festivalmacher und das Theaterhaus, dass der Tanz in Stuttgart mit COLOURS noch mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist. Stuttgart ist eine passionierte Tanzstadt – das war in diesen Tagen zu spüren wie selten zuvor.

Dance for Good – Das Spenden- und Tanzprojekt der Mercedes-Benz Bank

Die Mercedes-Benz Bank hat sich als COLOURS-Hauptsponsor mit ihrer Aktion Dance for Good ganz direkt in das Festival eingebracht und sozial engagiert: Für sechs Sekunden Moves in einer interaktiv angelegten Tanz-Box auf dem Stuttgarter Rotebühlplatz spendete die Bank € 6. Die Silhouette des Tänzers erschien als bunt animierte Pixelfigur auf dem großen Außen-Screen der Tanz-Box. Für alle, die ihren Clip in sozialen Netzwerken teilten und dafür „Votes“ bekamen, gab es noch einmal Geld dazu. Mit dem Erlös der Aktion ermöglicht die Bank ein Tanzprojekt für benachteiligte Jugendliche und junge Flüchtlinge ohne Eltern – in Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus, Eric Gauthier und der Stadt Stuttgart. Mittlerweile steht die Spendensumme fest: Stolze € 25.355 wurden ertanzt – von mehr als 6.000 Menschen in rund 4.200 Videos. Die Bank stockte großzügig auf € 50.000 auf, die nun für dieses außergewöhnliche Tanzprojekt zur Verfügung stehen.

GAUTHIER DANCE// DANCE COMPANY THEATERHAUS STUTTGART

Personalmeldungen

Eric Gauthiers Vertrag bis Ende der Spielzeit 2021/22 verlängert *** Company auf 16 Mitglieder verstärkt *** Künftig zwei Ballettmeister

Das Theaterhaus Stuttgart hat Nägel mit Köpfen gemacht – seit heute nachmittag ist der Vertrag unterschrieben: Eric Gauthier bleibt bis Ende der Spielzeit 2021/22 Künstlerischer Leiter von Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart und von insgesamt vier Ausgaben von COLOURS – INTERNATIONAL DANCE FESTIVAL.

Renato Arismendi hat Gauthier Dance seit der Gründung als Ballettmeister und später auch als Stellvertretender Leiter begleitet. Sein phänomenaler Einsatz hat entscheidend dazu beigetragen, das hohe tänzerische Niveau von Gauthier Dance aufzubauen und zu halten. Nun zieht es ihn zu neuen Ufern – er hat für die kommende Spielzeit beim Korean National Ballet angeheuert. Seinen Posten übernimmt Guillaume Hulot, der sich bereits seit Mai in die neuen Aufgaben eingearbeitet hat. Hulot war zuletzt als Tänzer am Staatstheater Mainz – tanzmainz engagiert. Schon seit Beginn der laufenden Spielzeit war außerdem Takako Nishi, ebenfalls zuvor beim Staatstheater Mainz – tanzmainz, die unermüdliche Ballettmeisterin von Gauthier Dance.

Zwei Tänzerpositionen mehr bekommt die Dance Company Theaterhaus Stuttgart in der Saison 2015/16. Jeweils acht Tänzer und Tänzerinnen – also insgesamt 16 – sind dann bei Gauthier Dance unter Vertrag. Grund für die Aufstockung sind die weit mehr als 100 Auftritte im Jahr, die die Company stemmt. Fällt jemand wegen Verletzung aus, sind sofort ganze Aufführungen gefährdet. Zwei zusätzliche Tänzer bedeutet damit ein willkommenes Plus an Planungssicherheit für Eric Gauthier und sein Team!

Gauthier Dance begrüßt

Nora Brown (USA)
erhielt ihre Ausbildung unter anderem an der weltweit aufgestellten Royal Academy of Dance und der Boston Ballet School. Sie blieb zunächst in Nordamerika, mit Engagements in Boston, Cincinnati, New York sowie sowie bei Les Grands Ballets Canadiens de Montréal. 2011 wechselte sie nach Deutschland und tanzte zunächst am Ballett Dortmund und bis Ende dieser Spielzeit an Bridget Breiners Ballett im Revier in Gelsenkirchen.

Francesca Ciaffoni (Italien)
wurde an privaten Tanzschulen in Italien und Codarts, Rotterdam Dance Academy ausgebildet. Sie blieb in den Niederlanden und tanzte dort mit der Rotterdamer Company Conny Janssen Danst. Parallel entwickelte sie eigene Kreationen und arbeitete viel mit der renommierten holländischen Choreographin Regina van Berkel zusammen.

Mark Geilings (Australien)
schloss seine Ausbildung mit einem Tanzdiplom an der Australian Ballet School ab. Seine Tanzkarriere startete er direkt beim Australian Ballet und dessen Touring-Ensemble The Australian Ballet’s The Dancers Company. Seit März 2012 bis zum Ende der aktuellen Saison war er als Solist am Leipziger Ballett unter Vertrag.

Jonathan dos Santos (Brasilien)
erhielt seine Ausbildung an verschiedenen Tanzschulen in Brasilien und zuletzt in Vancouver. Ab 2009 tanzte er für zwei Jahre am Ballett Nordhausen. Seit 2011 bis zum Ende der laufenden Spielzeit war er am Ballet Rossa (Oper Halle) engagiert.


TANZPRODUKTIONEN THEATERHAUS STUTTGART

Die Neuproduktionen 2015/16

Premiere am 1. November 2015
weitere Aufführungen vom 2. bis 5. November 2015
Greyhounds

Produktion: Theaterhaus Stuttgart
Tanz-Regie & Künstlerische Leitung: Egon Madsen
Mit Marianne Kruuse, Julia Krämer, Thomas Lempertz
Choreographie: Marco Goecke, Mauro Bigonzetti, Eric Gauthier, John Neumeier, Amos Ben-Tal
Kostüme: Gudrun Schretzmeier
Bühnenbild & Lichtdesign: Flurin Borg Madsen
 
Tanz im Theaterhaus – das ist mehr als Gauthier Dance! Im Herbst feiert Greyhounds Premiere, ein Stück von und mit Egon Madsen. Der Company Coach von Gauthier Dance und Starsolist aus den goldenen Jahren des Stuttgarter Balletts erzählt vom lebenslangen Abenteuer Tanz und hat sich dazu Schützenhilfe von berühmten Kolleginnen und Kollegen geholt:

Marianne Kruuse: Die gebürtige Dänin tanzte unter John Cranko am Stuttgarter Ballett, lernte dort John Neumeier kennen und folgte ihm erst nach Frankfurt und dann nach Hamburg. Neumeier schuf 24 Rollen für sie, darunter die Julia in Romeo und Julia, Marie in Der Nussknacker und Helena in Ein Sommernachtstraum. Nach Ende ihrer Solistenkarriere wechselte sie als Pädagogin und später Stellvertretende Leiterin an die Ballettschule des Hamburg Ballett. Zum Ende der Spielzeit 2012/2013 ging sie in den Ruhestand.
Julia Krämer: Die gebürtige Stuttgarterin wurde an der John Cranko Schule ausgebildet und blieb dem Stuttgarter Ballett 16 Spielzeiten lang treu, zuletzt als Erste Solistin. Ihr Repertoire umfasste Hauptrollen in Crankos Klassikern ebenso wie in zeitgenössischen Produktionen. Mittlerweile ist sie Tanzpädagogin, als Gast auch an ihrer alten Wirkungsstätte.
Thomas Lempertz: Auch er ein echtes Stuttgarter Gewächs, ausgebildet an der John Cranko Schule, danach eine steile Karriere am Stuttgarter Ballett, zuletzt als Solist. 2004 verwirklichte er seinen alternativen Traum und gründete ein eigenes Fashion-Atelier unter dem Label Goldknopf Couture.
Egon Madsen ist eine lebende Legende. Ob als Mercutio, Lenski, Joker und eine der vier Inititialen aus John Crankos R.B.M.E. – Madsen war einer der prägenden Tänzer der John Cranko-Ära. Gauthier Dance und Eric Gauthier war er von Anfang an eng verbunden: als liebenswert-skurriler alter Herr in Christian Spucks Erfolgsstück Don Q. neben seinem jungen Begleiter Eric Gauthier, das den entscheidenden Impuls zur Gründung der Company gab. Und bis heute als Company Coach für das Theaterhaus-Tanzensemble.

Greyhounds vereint die Biographien der vier Tänzerinnen und Tänzer mit Uraufführungen von Marco Goecke, Mauro Bigonzetti, Eric Gauthier und Amos Ben-Tal sowie mit John Neumeiers frühem Werk Separate Journeys, das noch in Stuttgart entstand – und das Egon Madsen und Marianne Kruuse nun in einer speziellen Greyhounds-Fassung  präsentieren. Der rote Faden ist die Reflexion über das Tanzen – und das Leben nach dem Tanzen. Eric Gauthier entwirft eine Gruppenszene für alle vier Protagonisten, die anderen Uraufführungen sind Solos und knüpfen jeweils an gemeinsame Arbeit an: Amos Ben-Tal kreiert das Intro-Stück – er und Madsen kennen sich seit der gemeinsamen Zeit am NDT. Das Solo für Thomas Lempertz stammt von Marco Goecke, das für Julia Krämer Mauro Bigonzetti. Es sind diese Querverbindungen und persönlichen Geschichten, die zum Reiz von Greyhounds beitragen.

Premiere
Samstag, 16. Januar 2016
Out of the Box V

Choreographien von Tänzerinnen und Tänzer von Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart

Never change a winning concept! Das Junge-Choreographen-Format, das Eric Gauthier für seine Company entwickelte, hat einen Nerv getroffen – bei den Tänzern ebenso wie bei den Zuschauern. Die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und eigene Arbeiten im vertrauten Theaterhaus-Umfeld und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen auf die Bühne zu bringen, motiviert die Company wie kaum ein anderes künstlerisches Projekt! Denn wer selbst kreiert, profitiert gerade auch als Tänzer, wenn ein neues Stück entwickelt wird. Und nicht zuletzt eröffnet choreographische Erfahrung mehr Optionen für die Zeit nach der aktiven Tanzkarriere. Eine Neuerung gibt es aber doch: Wegen des großen Publikumszuspruchs wird die fünfte Ausgabe von Out of the Box nun erstmals nicht mehr in der Halle T3, sondern der 400 Plätze umfassenden T2 gezeigt.

Uraufführung
Freitag, 17. Juni 2016, Theaterhaus Stuttgart
Nijinsky
Choreographie: Marco Goecke

Davon können andere Städte nur träumen: Seit einigen Jahren verfügt Stuttgart über gleich zwei international renommierte Tanzensembles. Für die große Gauthier Dance-Premiere 2016 schweifte Eric Gauthier deshalb nicht in die Ferne, sondern klopfte bei Marco Goecke an, Hauschoreograph am Stuttgarter Ballett. Schließlich hat er mit Goecke schon sehr direkt und erfolgreich zusammengearbeitet: Goecke entwickelte sein Solo I Found a Fox zu Musik von Kate Bush für den Tänzer Eric Gauthier, der in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift tanz zur Saison 2012/13 dafür zwei Mal als Bester Tänzer nominiert wurde. Für die nächste Kollaboration haben sich die beiden noch mehr vorgenommen.

Marco Goecke wird sich in seinem neuen Stück mit dem Mythos Vaslav Nijinsky auseinandersetzen. Der Startänzer der Ballets Russes und Choreograph von L’Après-midi d’un faune und Le Sacre du Printemps begründete die Tanzmoderne, bevor ihn der Ausbruch einer schweren Schizophrenie an der weiteren künstlerischen Arbeit hinderte. Marco Goecke – übrigens Preisträger 2006 des Prix Nijinsky in der Kategorie „Aufstrebender Choreograph“ – hat sich schon einmal mit dieser wohl faszinierendsten und vielschichtigsten Persönlichkeit der Tanzgeschichte beschäftigt. Zum 100. Geburtstag der Ballets Russes im Jahre 2009 entwarf er seine eigene Version von Michel Fokines Pas de deux Le spectre de la rose, der den Kult um den Tänzer Nijinsky auslöste. Zusammen mit den virtuosen Tänzerinnen und Tänzern von Gauthier Dance wird Goecke den Kosmos Nijinsky nun erstmals in einer groß angelegten, abendfüllenden Choreographie erkunden. Eine Kombination, die schon jetzt eines garantiert: künstlerische Wechselspannung.

Marco Goecke
Marco Goecke, Hauschoreograph beim Stuttgarter Ballett und Associate Choreographer beim Nederlands Dans Theater in Den Haag, hat sich in den letzten Jahren zu einem weltweit gefragten Choreographen entwickelt – geschätzt für seine prägnante, avantgardistische Tanzsprache und den Mut, ästhetische Grenzen zu sprengen. 2003 gewann Goecke den Prix Dom Pérignon, 2005 den Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg und 2006 den Nijinsky-Preis für aufstrebende Choreographen. Sein Nussknacker-Ballett wurde 2007 für den FAUST-Preis nominiert. In den letzten zehn Jahren hat Marco Goecke über 30 Stücke choreographiert, darunter die beiden abendfüllenden Ballette Nussknacker und Orlando für das Stuttgarter Ballett. Unter anderem kreierte er Uraufführungen für John Neumeiers Hamburg Ballett, für Les Ballets de Monte Carlo, für das Nederlands Dans Theater, das Norwegische Nationalballett, das Leipziger Ballett und für die São Paulo Dance Company. Außerdem werden viele seiner Werke weltweit von anderen Companies einstudiert, beispielsweise vom Ballett des Gärtnerplatztheaters München oder bei Les Grands Ballets Canadiens de Montréal.

www.theaterhaus.com.

 

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