17. NOVEMBER 2017

by ac | 17. November 2017 08:09


Präsentation der Bregenzer Festspiele 2018 auf finsterer Bühne. In der Mitte Elisabeth Sobotka und Präsident Metzler. Copyright: Bregenzer Festspiele/ Anja Köhler

Die Bregenzer Festspiele werden im kommenden Jahr mit der Oper „Beatrice Cenci“ von Berthold Goldschmidt eröffnet. Die österreichische Erstaufführung wird im Festspielhaus drei Mal gezeigt, teilten die Veranstalter am Donnerstag in Bregenz mit. Als „Spiel auf dem See“ steht erneut „Carmen“ auf dem Spielplan.

Für die Bizet-Oper in der Regie von Kasper Holten seien acht Monate vor Festivalbeginn bereits 40 Prozent der Tickets verkauft, hieß es. In diesem Sommer zog das Stück 194.000 Besucher an.
Auf der Werkstattbühne wird „Das Jagdgewehr“ uraufgeführt, ein Auftragswerk von Thomas Larcher, der damit seine erste Opern-Komposition präsentiert. Auch für Regisseur Karl Markovics ist es die erste Inszenierung eines Musiktheaterstücks.
Die 73. Bregenzer Festspiele finden vom 18. Juli bis 19. August 2018 statt. (Quelle: Musik heute)

Starke Frauen im Zentrum der 73. Bregenzer Festspiele
Salzburger Nachrichten

Tiroler Festspiele Erl begehen Jubiläumssaison mit „Ring“ 

Erl (APA) – 2018 begehen die Tiroler Festspiele Erl eine „Jubiläumssaison“ anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens. Dafür wird es nicht nur den beim Publikum überaus beliebten „Ring“ von Richard Wagner, sondern auch eine neue Künstlerherberge geben. Ebendieses durchaus mächtige Bauwerk bezeichnete Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner am Donnerstag in Erl als „Sparmaßnahme“.

71710011439206672_BLD_Online
Es scheint, als sei Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner schon längst das Gesicht der Festspiele. Copyright: APA/Groder

Wir haben in beiden Festspiel-Saisonen fast eine Million Euro für die Unterbringung der Mitarbeiter und Künstler ausgegeben“, konstatierte Haselsteiner. Auch logistisch sei man an Grenzen gestoßen. In der neuen Künstlerherberge, in der es 124 Zimmer geben wird, sollen auch in der Jubiläumssaison 2018 vor allem Künstler und deren „Anhang“ untergebracht werden, so der Festspielpräsident.

Besetzung: Große Stars kann man sich nicht leisten. Aber Gustav Kuhn, der nominelle Chef, hat seit jeher mit Absolventen seiner Akademie gearbeitet.

HEUTE: L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper

Donizettis L’elisir d’amore steht am 17. und 20. November auf dem Programm des Hauses am Ring: Erstmals singen an der Wiener Staatsoper Vittorio Grigolo den Nemorino und Orhan Yildiz den Belcore. Andrea Carroll verkörpert die Adina, Erwin Schrott den Dulcamara und Hila Fahima (anstelle von Daniela Fally) die Giannetta. Es dirigiert: Guillermo García Calvo.

Christian Thielemann besuchte „Adriana Lecovreur“ am Mittwoch in der Wiener Staatsoper

IMG_0088
Das Foto ist unscharf, aber Thielemann ist klar zu erkennen. Foto: F.K.

Was macht der Mann, für den der Tag 48 Stunden haben müsste, bei einer „Adriana Lecouvreur“ an der Wiener Staatsoper? War er als Scout dort? In wessen Auftrag? Wir werden es vermutlich nie erfahren!

Wien/ Volksoper: „Pinocchio“: Marionetten, Kinder und nichts als die Wahrheit
Regisseur Philipp M. Krenn über die Oper, die am 19. November an der Volksoper Premiere hat –
Der Standard

Berlin: Daniel Barenboims 75er würdig begangen

Geburtstagskonzert, zuletzt Rosen für Daniel Barenboim, Foto Thomas Bartilla
Rosen der Orchestermitglieder für den Maestro. Foto: Thomas Bartilla

Die besten Geschenke macht man sich meistens selbst – und genau so hält es Daniel Barenboim. Der nimmt in der ausverkauften Philharmonie nicht auf einem Sessel Platz, um sich feiern zu lassen. Nein, er sitzt am Flügel und das gleich zweimal in diesem Benefizkonzert zugunsten des Musikkindergartens Berlin e.V., den Barenboim vor Jahren gegründet hat.

Das Dirigieren überlässt er jedoch seinem langjährigen Freund Zubin Mehta (80). Auch der tritt nach Barenboims Worten den Bewies an, dass die Musik ein Energiespender sondergleichen ist…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Liederabend Waltraud Meier in Zürich (15.11.)

Bildergebnis
Waltraud Meier. Copyright: Nomi Baumgartl

Zum Bericht von John H. Mueller

München/ Gärtnerplatztheater: MARTHA von Flotow. Vorstellung vom 15.11.

1510333736_x_09112017marthagp-acircregchristianpogozach_10a6209
Auf dem Markt zu Richmond: Holger Ohlmann (Plumkett), Ann-Katrin Naidu (Nancy), Jennifer O’Loughlin (Martha) und Alexandros Tsilogiannis (Lyonel). Copyright: Christian POGO Zach

Friedrich von Flotow (1812 – 1883) hatte ein inniges Verhältnis zu Wien. Sein Meisterwerk Martha war ein Auftragswerk der Wiener Hofoper und eroberte nach dem sensationellen Uraufführungserfolg die ganze Welt, wobei als zweite Bühne 1848 Weimar folgte, wo Franz Liszt mit diesem Werk seine Tätigkeit als Operndirigent begann. Es folgten innerhalb kurzer Zeit Berlin, München, Schwerin und Paris…

Zum Bericht von Udo Pacolt

WIEN/ Theater in der Josefstadt: PROFESSOR BERNHARDI. Premiere am 16.11.


Bernhard Schir, Herbert Föttinger. Copyright: Barbara Zeininger

…Natürlich – die Wirkung kann man dem Stück nicht rauben, zu einsichtig schildert Schnitzler, wie der „gemachte“ Skandal sich verdichtet und scheinbar Eigendynamik gewinnt (wo doch immer ganz gezielt Menschen und Absichten dahinter stehen). Aber so richtig besetzt scheint die Sache auch nicht. Wobei der Gestaltung der Charaktere sicher genaue Überlegungen vorausgehen.

Etwa, dass Herbert Föttinger den Bernhardi allzu vornehm-temperamentlos spielt und im fünften Akt, was keinesfalls Schnitzlers Absicht war, als wehleidig-gebrochener Mann auf die Bühne und am Ende von dieser schleicht. Oder dass man seinen Gegenspieler Ebenwald viel zu jung und viel zu „unsicher“ im Profil mit Florian Teichtmeister besetzt hat: Nein, das ist kein wahrer Gegner, da sprühen keine Funken, die schleichende Intrige ist kraftlos. Es reicht nicht, per se ein guter Schauspieler zu sein, man muss eine Figur auch glaubhaft machen, und davon ist Teichtmeister weit entfernt. Und diese Besetzung, obwohl man mit André Pohl den idealen Ebenwald im Ensemble hatte – durfte er nicht, weil er die Rolle in Reichenau (und wie gut noch dazu!) gespielt hat? Hier ist er ein prächtiger Cyprian, aber für ihn wäre mehr drinnen gewesen…

Wie gut, dass der „Professor Bernhardi“ ein so unsterblich gutes, österreichisches Stück ist. Am Ende durfte der Dichter wieder einmal sagen, was er zu sagen hat. Dass man das natürlich in Bezug auf die heutige politische Lage verwendet (warum, um Gottes willen, muss man ein aktuelles „Lichtermeer“ für Bernhardi in den Text dichten und anderes mehr?), kann man dem Josefstadt-Direktor nicht verdenken: Wie das Stück ja auch aufzeigt – jeder kämpft mit seinen Mitteln, welch Nam’ und Art sie auch sein mögen.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Morgen, Samstag, Premiere im Wiener Burgtheater: „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen

20171115_122921_JoachimMeyerhoff_MircoKreibich_DorotheeHartinger
Joachim Meyerhoff, Mirco Kreibich, Dorothee Hartinger. Copyright: Barbara Zeininger

WIEN / Leopold Museum: VICTOR HUGO – DER SCHWARZE ROMANTIKER

Hugo Plakat~1
Vom 17. November 2017 bis zum 15. Jänner 2018. Foto: Wesemann

Die Freiheit des Schaffens

Wer „Victor Hugo“ sagt, denkt an den „Glöckner von Notre Dame“ und an „Les Miserables“, um an seine berühmtesten Romane zu erinnern, und Opernfreunde wissen auch, dass er mit einigen seiner romantischen Stücke Vorlagen zu manchem Opernlibretto geliefert hat. Kurz, Victor Hugo (1802–1885) lebt als Dichter im Bewusstsein der Nachwelt. Das Leopold Museum jedoch belehrt in seiner bereits zehnten Ausstellung des Jahres 2017 dahingehend, dass – was die wenigsten wussten – Victor Hugo ein Doppeltalent war, der in frühen Lebensjahren sogar vor der Entscheidung stand: Dichter oder bildender Künstler? Der Dichter ist es geworden – aber gezeichnet und aquarelliert hat er nebenbei sein Leben lang…

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Deutschland: Jamaika-Verhandlungen: „Lichtjahre von Einigung entfernt“
Der Streit entzündet sich vor allem in der Flüchtlingspolitik, wo die CSU für einen härteren Kurs eintreten, den Die Grünen ablehnen.
Die Presse

Na ja, die Lichtjahre werden möglicherweise nur bis in die heutigen Nachmittagsstunden dauern. Eine Viererkoalition – noch dazu mit den Grünen im Boot – wird kein Honigschlecken – auch wenn man sich vermutlich einigen wird!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-november-2017


16. NOVEMBER 2017

by ac | 16. November 2017 08:05

Rom/ Sixtische Kapelle: Cecilia Bartoli wird als erste Frau dort singen.

Cecilia Bartoli singt als erste Frau in der Sixtinischen Kapelle
Bartoli wird am Freitag mit dem Chor der Sixtinischen Kapelle „Beata Viscere“ singen. Sie hat mehrere Termine abgesagt, um ihren Traum zu verwirklichen. Ob der Papst anwesend sein wird, ist noch ungewiss.
Die Presse

Mailand/ Scala: Solitäre im Dienst des monumentalen Ganzen
Riccardo Chailly dirigiert an der Mailänder Scala die einst von Verdi initiierte «Messa per Rossini».
Neue Zürcher Zeitung

Daniel Barenboim zum 75. Vom Wunderkind zum Bühnenstar
Daniel Barenboim als „Wunderkind“

Der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim hat musikalisch wie kulturpolitisch eine glückliche Hand. Gestern wurde er 75 Jahre alt. Eine Würdigung.
Tagesspiegel
Barenboim 75 – Weggefährten gratulieren
Berliner Morgenpost

Gleich drei Matineen stehen an diesem Wochenende auf dem Programm der Wiener Staatsoper:

So spielen beim dritten Termin der Kammermusik-Reihe der Wiener Philharmoniker am Samstag, 18. November 2017 (11.00 Uhr im Gustav Mahler-Saal) José Maria Blumenschein (Violine), Michael Strasser (Viola), David Pennetzdorfer (Violoncello), Gregor Hinterreiter (Klarinette), Manuel Huber (Horn) und Dianne Baar (Klavier) Werke von Zdeněk Fibich, Gustav Mahler, Ludwig van Beethoven und Ernő von Dohnányi.

Über die beiden anderen Veranstaltungen informieren wir Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Wiener Staatsoper: Auch die dritte Vorstellung der ADRIANA LECOUVREUR geriet zur Sternstunde

Dominique Meyer pokert hoch, wenn er die „Adriana“ ansetzt und ganz auf die Stars angewiesen ist. Vor allem auf Anna Netrebko – die ist aber ein Profi durch und durch.
Anna Netrebko und Piotr Beczala. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Für Anna Netrebko ist diese Rolle wie geschaffen. Sie betört in diesem veristischen „Reißer“ um Liebe, Eifersucht und Tod eines Theaterstars das Publikum. Im derzeitigen Stadium ihrer Stimmentwicklung liegt ihr die Rolle geradezu ideal in der Kehle. Mit dem staunenswerten Tonumfang von der immer dunkler werdenden cremigen, ja rauchigen Mittellage bis hinauf zu der fantastisch aufgehenden,   strahlenden Höhe scheint sie für die vielschichtige Rolle, die auch melodramatischen Sprechgesang verlangt, derzeit ohne Konkurrenz zu sein. Die Netrebko spielt nicht eine Diva (wie ihre Vorgängerin Gheorghiu), sie IST diese Diva, steigert sich bis zum Gifttod im Finale atemberaubend und darf am Ende stehende Ovationen entgegen nehmen.

Und diesmal gab es tatsächlich (vor allem im Schlussbild) ein Opern-Traumpaar zu hören und zu sehen: Piotr Beczala nähert sich anscheinend der Form seines Lebens. Großartig, wie er seine edel timbrierte, dramatischer gewordene Stimme technisch beherrscht. Wunderbar, wie gesund und voller Schmelz diese Stimme klingt, wie herrlich er bis in höchste Höhen rund phrasiert…

Zum Bericht von Karl Masek

Wiener Volksoper: Korrepetitor „rettete“ gestern DIE RÄUBER
Felix Lemke. Foto: Volksoper

Die achte Vorstellung dieser Produktion sollte gleich zu Beginn mit einer Überraschung aufwarten. Dirigent Lorenz C. Aichner konnte auf Grund eines Kreislaufkollapses die Vorstellung nicht dirigieren. Nun sind „I Masnadieri“ von Giuseppe Verdi keine Repertoireoper, sondern wird nur fallweise auf den Spielplan gesetzt. In der Kürze war sohin auch kein Dirigent zu finden, der das Werk – ohne Probe – dirigieren würde. Das aber war die große Chance für den Korrepetitor Felix Lemke, der sich bereit erklärte, die Aufführung zu leiten. Und gleich bei seinem energischen ersten Einsatz wusste man die Oper in verständnisvollen Händen gebettet und den Abend souverän gerettet. Die Tempi waren sorgfältig gewählt, Orchester und Bühne verschmolzen unter seinem sensiblen Dirigat zu einer harmonischen Symbiose, die in mir den Wunsch hervorrief, diesem Newcomer als Dirigenten in Zukunft noch öfters begegnen zu können. Und auch der von Holger Christen einstudierte Volksopernchor gab eine respektable Räuberbande ab und bewies auch tänzerisches Können während fröhliche Mörderweisen erklangen…

Zum Bericht von Harald Lacina

Österreich: Arbeiten statt feiern: Kulturprogramm zum EU-Ratsvorsitz
Der EU-Ratsvorsitz Österreichs im zweiten Halbjahr 2018 soll sich auch in kulturellen Veranstaltungen niederschlagen. Fix ist allerdings derzeit nur wenig – zusätzliche Budgetmittel müssen erst von der neuen Regierung bewilligt werden. Rund vier Mio. Euro ließ sich Österreich das Kulturprogramm der Ratspräsidentschaft 2006 kosten.
Salzburger Nachrichten

Stuttgart: Ersatzspielstätte für Stuttgarter Oper gefunden
Bei der Suche nach einem Ausweichquartier für die Stuttgarter Oper und das Ballett gibt es offensichtlich eine Lösung. Für die Zeit der Sanierung des Opernhauses könne ein ehemaliges Paketpostamt im Norden der Stadt als Spielstätte genutzt werden, teilte Baden-Württembergs Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) am Mittwoch mit.
Musik heute

Wiener Kammeroper: „Verjazzter“ Don Pasquale steht bevor

Tscho Theissings Arrangement verleiht den berühmten Melodien dieser zeitlosen Komödie Donizettis einen frischen, vom Jazz inspirierten Schwung.
Carolina Lippo (Norina). Copyright: Barbara Zeininger.

Manches ist schon dagewesen, so auch dieses. Vor gut 20 Jahren hat die Kammeroper populäre Werke „arrangiert“ – man ist damals wieder davon abgekommen. Ist heute die Zeit reifer dafür als damals? Oder kann man sich bloß nicht mehr erinnern? Premiere (ausverkauft) ist am 17.11.

Theater in der Josefstadt: Heute Premiere „Professor Bernhardi“
„Professor Bernhardi“. Copyright: Barbara Zeininger

Wir werden darüber berichten

WIEN / Volkstheater: WIEN OHNE WIENER
Ein Georg-Kreisler-Liederabend von Nikolaus Habjan und Franui
Premiere: 11. Oktober 2017,
besucht wurde die Vorstellung am 15. November 2017
Copyright: lupispuma

Die Wiener sind ein masochistisches Volk. Anfangs schreien sie zwar „Au“, wenn man sie beschimpft, dann aber entwickeln sie einen wahren Kult um ihre Kritiker. „Der Herr Karl“ wird als Stück ebenso angebetet wie die Werke von Thomas Bernhard, je böser er sich über seine Österreicher äußert. Und bei Georg Kreisler ist das nicht anders. Einst hat man sich über das „Tauberl vergiften“ entrüstet, heute kann man nicht genug bekommen von Kreislers Anti-Wien Sottisen.

Sie sind ja auch teilweise brillant, und da Wien ja bekanntlich Wien bleibt (und das geschieht uns recht), scheint manches auch in einer neuen Welt aktuell, was er da vordringlich in den Fünfziger Jahren geätzt hat…

Zum Bericht von Renate Wagner

Wien ohne Wiener? Undenkbar. Oder doch nicht? Wien mit immer weniger „echten Wienern“ (denn diese sind wohl gemeint) , das ist die Realität. Ich weiß nicht, ob ich mich darüber ärgern oder freuen soll!

Filme der Woche

FilmPoster Justice League~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Schade, dass „Wonder Woman“ wohl doch eine Ausnahme war, die Superheldin, die sich solo im eigenen Film mit so viel Charme und Humor herumtreiben durfte. Nun ist schon wieder der altbekannte Auftrieb der Comic-Superhelden angesagt, nicht die von Marvel, sondern die von DC – der zweite Riesenkonzern, der mit den Figuren von Batman und Superman auch nicht schlecht bestückt ist.

So richtig froh ist man mit den letzten Filmen dieses Franchise allerdings nicht geworden, nicht mit „Batman v Superman: Dawn of Justice“ im Vorjahr und noch weniger mit „Suicide Squad“. Aber die Namen der gezeichneten „Helden“ bringen offenbar doch das Publikum ins Kino, also hat man wieder Regisseur Zack Snyder geholt, um die Herrschaften in einem Film zusammen zu treiben – wobei er ein Problem hatte: Denn am Ende seines vorigen Films, „Batman v Superman“, hat – wenn man sich recht erinnert – Ersterer den Letzteren gekillt. Nun ja, Comic Figuren sind bekanntlich unsterblich, wen wundert also die Auferstehung, wenn er nun in „The Justice League“ dringend gebraucht wird…

Paukenschlag in Wiens Stadtpolitik: Es kommt zu einer Kampfabstimmung innerhalb der SPÖ um den Bürgermeister

Ludwig gegen Schieder: Wer wird Bürgermeister?
http://www.krone.at/598795
Schieder: „Warat ma alle gleich, warats a oasch“
„Heute“ plauderte mit Andreas Schieder, der ja gegen Michael Ludwig als Häupl-Nachfolger antreten wird, über seinen Gegner, seine Weinpräferenzen und darüber, was „oasch“ ist.
Heute.at

Mögen die Genossen im Jänner eine Wahl treffen, die für Wien gut ist. Ich habe da als „Nicht-Genosse“ keine Präferenzen zu haben.

Bemerkenswert, dass Andreas Schieder seine Wein-Präferenzen offenlegt, Wein hat ja in Wiens Stadtpolitik in den vergangenen Jahren eine große Rolle gespielt – nicht wegen der paar Weingärten.

Herr Schieder, an sich nicht der Prototyp eines Prolos, sagt uns auch, was „oasch“ ist.

Wien ist eben anders, und unsere deutschen Nachbarn werden sich ob der Ausdruckweise mit Entsetzen abwenden. Dabei sind klare Worte gefragt, egal in welcher „Verpackung“. Man kann unsäglichen Käse auch in bester Verpackung liefern, er wird dennoch unsäglicher Käse bleiben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-november-2017


15. NOVEMBER 2017

by ac | 15. November 2017 07:56

Der künftige Wiener Staatsoperndirektor darf seine Doktorwürde behalten

Die Universität Wien hat das Plagiatsverfahren gegen den designierten Staatsopern-Chef Bogdan Roscic eingestellt. In seiner Dissertation vorhandene Textgleichheiten mit einer anderen Doktorarbeit seien „weder in quantitativer noch in qualitativer Hinsicht für die Arbeit relevant“, hieß es in einer Aussendung der Uni. Roscic kann seinen Doktor-Titel damit behalten.

„Eine Täuschungsabsicht zur Erschleichung eines akademischen Grades ist nicht erkennbar“, betont die Hochschule weiters. Im März war eine Plagiatsanzeige eingebracht worden…

Roscic kann Doktor-Titel behalten
Künftiger Staatsopern-Chef im Plagiatsverfahren entlastet.
Wiener Zeitung
Plagiatsverfahren gegen den zukünftigen Staatsoperndirektor eingestellt
Der Standard
Plagiatsverfahren gegen Bogdan Roscic eingestellt
Kurier
Plagiatsverfahren gegen künftigen Staatsopern-Direktor eingestellt
Bogdan Roscic kann aufatmen. Die Universität Wien hat festgestellt, dass in der Dissertation des künftigen Staatsoperndirektors für die Arbeit keine relevanten Plagiate feststellbar sind: Es sei „keine Täuschungsabsicht erkennbar“.
Kleine Zeitung

Es wäre nicht Österreich, wenn nicht sofort politische Einflussnahme hinter diesem „Freispruch“ vermutet würde. Gewiss, Bogdan Roscic wurde von einer Partei auf dem Thron des Staatsoperndirektors gehievt, deren Möglichkeiten in nächster Zukunft etwas begrenzt sein dürften, aber die Uni besteht nicht nur aus Sympathisanten dieser Partei. Er hat auch seinen Titel nicht wie eine Monstranz vor sich hergetragen und leistet in der Musikbranche bei einem Weltkonzern offenbar gute Arbeit. Man sollte dieses Thema also nun abhaken und warten, was uns die neue Direktion zu bieten hat. Mir wurde zugetragen, dass der Wiener Statthalter des Herrn Roscic sehr eifrig bereits an der Zeit nach 2020 arbeitet – was auch bereits allerhöchste Zeit ist, wenn man die Stars, die in Wien nun einmal erwartet werden, an das Haus binden will.

Bogdan Roscic wurde im Sommer in Bayreuth gesichtet. Kein Wunder, hat doch dort sein neuer Musikdirektor, Philippe Jordan, dirigiert. Die Verpflichtung Jordans war eine kluge Entscheidung, denn weder ein Exzentriker noch ein Egomane sind für einen Chef hilfreich!

FESTSPIELHAUS ST. PÖLTEN: ERWIN SCHROTT & FRIENDS *** CUBA AMIGA ***

 

© Thommy Mardo
Eine Liebeserklärung an die lateinamerikanische Musik in all ihren Facetten:
Von Samba bis Salsa, von Bolero bis Tango
Samstag, 25. November 2017, 19.30 Uhr, Großer Saal

Ursprünglich im klassischen Fach beheimatet, sorgte Erwin Schrott schon mit seinem preisgekrönten Programm „Rojotango“ weltweit für Begeisterung. Die konsequente Weiterführung präsentiert der Bassbariton am Samstag, 25. November 2017 unter dem klingenden Titel „Cuba Amiga“ im Festspielhaus St. Pölten. Auf den Spuren der Tango-Legende Carlos Gardel begibt sich der charismatische Sänger auf eine Reise durch die Klangwelten Südamerikas. „Cuba Amiga“ ist eine mitreißende Hommage auf Gardel und eine Liebeserklärung an die lateinamerikanische Musik, die in all ihren Facetten gewürdigt wird: von Samba bis Salsa, von Bolero bis Tango.

Ein Einführungsgespräch findet am Samstag, 25. November 2017 um 18.30 Uhr im Kleinen Saal in Anwesenheit von Erwin Schrott statt. Für Besucherinnen und Besucher aus Wien wird auch bei dieser Veranstaltung ein Shuttle-Service angeboten (Abfahrt 17.00 Uhr, Operngasse 4).

Bereits einen Tag vorher, am 24.11., findet  in der Wiener Hofburg ein Benefizkonzert zu Gunsten ostafrikanischer Kinder statt.  Das Hofburg-Konzert AUSGEBUCHT! 

Erwin Schrott füllt CARE-Pakete für Kinder in Ostafrika.

Wenn Sie also Schrott-Fan sind und keine Karten für die Hofburg ergattern konnten, bietet sich als Alternative der Ausflug in die 50 km von Wien entfernte niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten an. Beachten Sie das Angebot zum Shuttle-Service.

Wien/ Neujahrskonzert: Sieben Novitäten beim Neujahrskonzert
Riccardo Muti dirigiert das Traditionskonzert der Wiener Philharmoniker zum fünften Mal Wien – Das Neujahrskonzert 2018 wird sieben Werke umfassen, die zum ersten Mal beim Neujahrkonzert der Wiener Philharmoniker gespielt werden. Das Orchester gab am Dienstag das sich ganz auf Johann Strauß Sohn konzentrierende Programm des Traditionskonzerts bekannt, das bereits zum fünften Mal von Riccardo Muti dirigiert wird.
Der Standard

Wien/ Staatsoper: Krassimira Stoyanova – die Diva, ganz groß auch in der Kleinform
Jendrik Springer, Krassimira Stoyanova. Copyright: Ashley Taylor/Wiener Staatsoper

Ein Liederabend, sensibel begleitet von Jendrik Springer, in der Staatsoper.
Die Presse

Berlin/Konzerthaus: Eschenbach wird Chefdirigent am Berliner Konzerthaus
Christoph Eschenbach wird neuer Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin. Der 77-Jährige übernimmt die Position ab der Saison 2019/20, teilte die Senatskulturverwaltung am Montag mit. Sein Vertrag laufe über drei Jahre. Eschenbach wird Nachfolger von Iván Fischer, der das Orchester seit 2012 leitet.
Musik heute

Ich bewundere einen 77jährigen, der mit 80 eine neue Stelle antritt und dann auf viele weitere Jahre disponiert. Ich bin da etwas vorsichtiger, was nichts mit meiner Unfallquote zu tun hat, aber ich habe immer vollsten Einsatz verlangt und den auch vorgelebt. Mir werden bereits mit 71 deutlich meine Grenzen gezeigt.

„Konzertgänger in Berlin“ – diesmal auf Abwegen im Sprechtheater

Der „Konzertgänger in Berlin“ hat einen Namen, nämlich Albrecht Selge. Seit geraumer Zeit schickt er mir seine Beiträge, die auf seiner – ebenfalls nicht kommerziellen – Website geparkt sind, weil eben der „Online-Merker“ Quotenkaiser in einer Branche ist, in der Quote ein Fremdwort ist. 

Mehr Ausdruck der Empfindung als Kritik. Keine Schulmeisterei, keine Noten oder Sternchen, sondern persönliche Eindrücke, Einfälle, Einwände eines Konzertgängers. Nichtkommerzielle Seite.

Warum zum Kuckuck, fragt sich der hörstörgeplagte Konzertgänger, als er zur Abwechslung einmal zum Theatergänger wird, um im Berliner Ensemble Michael Thalheimers zurecht hymnisch gelobte Frankfurter Medea-Inszenierung zu sehen und zu hören, die in beklemmend enger Weite die Sprache des Schreckens und der Finsternis, von Peter Krumme atemabschnürend dicht aus dem Griechisch des Euripides ins Deutsche übertragen, zum Klingen bringt, nur und einzig und allein die Sprache: warum zum Kuckuck ist dieses Theaterpublikum im Gegensatz zum Konzertpublikum in der Lage, zwei pausenlose Stunden lang ohne Mucks und Scharren und Husten zuzuhören?…

Lieber Albrecht Selge, Ihre Einstellung gefällt mir. Ob Friedhofsstille im Theater (nicht im Konzert) aber das ist, was Theater bezwecken soll, erkläre ich zum Streitthema. Theater ist ein Ort der Auseinandersetzung – und diese ist uns völlig abhanden gekommen. Mit Auseinandersetzung meine ich nicht Husten oder Scharren, aber mir erscheint es leicht pervers, sich einige Stunden lang in ein Theater zu setzen und dort gebannt, ohne jede Reaktion das Geschehen über sich ergehen zu lassen. Da ich Ihnen nicht sagen kann, in welcher Form eine Auseinandersetzung stattfinden kann, gehe ich auch kaum ins Theater. Ich bin kein stiller Dulder!

Hörstörung (18): Das Theaterpublikum hält den Rand
Warum zum Kuckuck, fragt sich der hörstörgeplagte Konzertgänger, als er zur Abwechslung einmal zum Theatergänger wird, um im Berliner Ensemble Michael Thalheimers zurecht hymnisch gelobte Frankfurter Medea-Inszenierung zu sehen und zu hören
https://hundert11.net/hoerstoerung18/

Filme der Woche
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Die Skandinavier sind anders, man merkt es, wenn man in ihren Ländern reist. Sie wirken aufgeschlossener, liberaler, lockerer, freundlicher – und sind es teilweise wohl auch. Aber dieses (auch spürbare) Bemühen, sich richtig zu verhalten, hat seinen Preis. Und davon – in viele Themenstränge auseinander dividiert und wieder zusammen gebunden – handelt dieser Film des schwedischen Filmemachers Ruben Östlund, heuer in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet und wohl auch noch für einen Auslands-„Oscar“ gut. Denn hier geht es um ein ganzes Bündel von Problemen, eines interessanter als das andere, perfekt geknüpft an die zentrale Figur.

Er heißt Christian, ist vielleicht an die 40, sieht gut aus, was heutzutage auch dazu gehört, hat Macht und Prestige – und ist trotzdem kein A-Loch. Vielmehr versucht er aufrichtig, alles richtig zu machen, und stolpert über alle Fallen, die das Leben einem legen kann.

Dass Christian Museumschef ist, ist für die „Titelstory“ nötig: „The Square“ – ein Quadrat am Boden – ist Zentrum eines für unsere Tage typischen Kunst-Projekts, wo vor allem eine „moralische“ Idee dahinter stecken muss: ein Quadrat, das jedem Schutz bieten soll, der es betrifft, das zur Mitmenschlichkeit auffordert, all die Dinge, die so leicht postuliert und in der Realität so schwer durchgeführt werden…

POLITSATIRE: DORNRÖSCHEN UND DIE DREI TAPFEREN ZWERGLEIN

Meinhard Rüdenauer hat diese Politsatire in den Ringstraßengalerien vorgetragen. So ganz sehe ich nicht durch, aber das passt durchaus zur Politik.

 

Es ging die Sage im Land vom schönen schlafenden Dornröschen, denn so ward die Königstochter benannt, welche nach dem Tode ihres Vaters, des gutherzigen Königs, die Regentschaft übernehmen hätte sollen. Doch vom bösen Magier Grasserl von Schuesselrohe ist Dornröschen durch mehrere Stiche einer mit einer ordentlichen Dosis Glyphosat gefüllten Spritze, oder mit welch modischer Droge auch immer, infiziert und in einen tiefen Schlaf versenkt worden. Denn Schuesselrohe, einer der heimischen Lügenbarone, wollte alle Macht an sich reißen. Wollte verhindern, dass Dornröschen nun die Thronfolge antreten würde, um segensreich auf die Bedürfnisse und Nöte der Menschen im Lande einzugehen. Doch das gemeine Volk, aufgewirbelt und getragen von reinsten Empathien für die schöne Prinzessin, konnte bewirken, dass Dornröchen nach einigen Jahren nun aus ihrem Tiefschlaf erwachen wird…

Lesen Sie weiter in unseren „Infos des Tages“

Aristoteles bis Kant: Die Klugen prägten den Rassismus
Von der Antike bis heute, vom „Kaufmann von Venedig“ bis Ostern: Intellektuelle sind und waren es, die Diskriminierungsmuster entwerfen, sagt der deutsche Soziologieprofessor Wulf D. Hund. Und er fragt: Wann wurden die Deutschen „weiß“?
Die Presse

Jörg Kachelmann über deutsche Medien“Die größte Fake-News-Abteilung ist das Wetter“
Schneechaos, Jahrhundertwinter, Rekordkälte: In der Berichterstattung übers Wetter kennen vor allem Online-Medien nur noch Extreme, kritisiert Wettermoderator Jörg Kachelmann. Und so wird dann aus einem ziemlich durchschnittlichen Sommer wie 2017 ein katastrophales und außergewöhnliches Wetterereignis.
DeutschlandfunkKultur

Der kommende Winter wird uns als „Extremwinter“ angekündigt. Selbst mit dem Wetter wird bei uns bereits Politik gemacht. Es ist aber nicht nur Politik, die gemacht wird, es sind auch Milliardengeschäfte, die manchmal an einen modernen „Ablasshandel“ erinnern.

Ich wünsche Ihnen einen schönen, der Jahreszeit angepassten Tag!

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-november-2017


14. NOVEMBER 2017

by ac | 14. November 2017 08:21

Richard Strauss-Tage  an der Wiener Staatsoper. Foto: Richard Strauss-Archiv

Die Strauss-Tage beginnen mit „Salome“ übermorgen, am 16. November. Darauf werden wir noch gesondert hinweisen.

Dringlich sind die Hinweise auf Rahmenveranstaltungen, zumal die erste bereits heute stattfindet:

Abgerundet werden die Strauss-Tage an der Wiener Staatsoper durch drei Sonderveranstaltungen in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE:

In einem Vortrag am Dienstag, 14. November 2017 (19.00 Uhr) spricht Dramaturg Oliver Láng über Richard Strauss als Wiener Operndirektor; am Freitag, 17. November 2017 (18.00 Uhr) geht Erich Seitter der Frage nach: „Wie singt man Richard Strauss?“ und am Freitag, 24. November 2017 (17.30 Uhr) ist Peter Schneider zu Gast in der Dirigentenwerkstatt.

Ab Dezember ist in den Prunkräumlichkeiten der Wiener Staatsoper die Ausstellung Richard Strauss und die Wiener Staatsoper zu sehen, die sich u. a. von historischen Aspekten zu Richard Strauss’ Zeit als Operndirektor und Dirigent bis hin zu aktuellen Aufführungen und Besetzungen widmet.

FRANKFURT: Uraufführung „DER MIETER“ von Arnulf Herrmann
„Der Mieter“. Björn Bürger. Copyright: Barbara Aumüller

Die 3.Saisonpremiere ist ein Autragswerk der Oper Frankfurt. Es ist die UA von ‚Der Mieter‘ von Arnulf Herrmann, geb.1968, Text von Händl Klaus, frei nach dem Roman ‚Le Locataire chimerique‘ von Roland Topor. Es sind drei pausenlos durchgespielte Akte von annähernd 2 Stunden Dauer. Der gleichnamige Film von Roman Polanski dürfte vielen Zuschauern  bekannt sein.- Der Mieter zieht nach langer Suche in ein Zimmer, dessen Vormieterin darin Selbstmord  begangen hat, Spuren davon sind noch vorhanden. Er wird von seiner Umgebung, auch von der Kneipenbedienung, genauso wie die Vormieterin behandelt. Als er ein Fest gibt, wird er von einem anderen Mieter wegen zu hoher Lautstärke angegangen und bekommt Schwierigkeiten mit dem Vermieter und anderen Mietern, da er sich weigert, eine Petition gegen eine Mieterin mit einer Tochter mit Klumpfuß zu unterschreiben. Er zieht sich verängstigt immer mehr in die Wohnung zurück, wird von Stimmen verfolgt, und es erscheint ihm  die Vormieterin, mit der er sich immer mehr  identifiziert. Am Ende verwandelt er sich in diese und springt selber aus dem Fenster…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

Das Irreale der Realität – Uraufführung von Arnulf Herrmanns Psycho-Oper „Der Mieter“ in der Oper Frankfurt
Neue Musikzeitung/nmz.de

Berlin/ Komische Oper: Kino in der Komischen Oper. Held mit Herzrasen
Die Komische Oper zeigt russische Stummfilme aus den 1920er Jahren – mit neuer Musik
Tagesspiegel

Wien/ Wien modern/ Museumsquartier: Feiern wie die Bürohengste
Copyright: Armin Bardel

Keine Frage: Firmenfeiern sind eine heikle Sache. Beginnt der Abend meist mit einer verspannten Chefrede, schlägt er unter Beimischung des Teufelchens Alkohol rasch ins Gemütvolle um und endet nicht selten in Fällen von Zwischenmenschlichkeit, die am Folgetag für Bürotratsch bürgen.

In diesem Zusammenhang muss man den Hut vor Durs Grünbein ziehen: Dem deutschen Autor ist es gelungen, einen Text zu dem Thema zu verfassen, der die Peinlichkeiten des Sujets noch weit übertrifft…

Firmenparty am Gipfelpunkt der Peinlichkeit: die hanebüchene Oper „Die Antilope“ bei Wien Modern
Wiener Zeitung

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 14.-20. NOVEMBER 2017
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich  auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

15.11. FALSTAFF (Live aus Turin) RAI 3-20 Uhr
16.11. DER SPIELER (aus Wien, Aufn. v. 7.10,) BBC 3-15 Uhr
18.11. ADRIANA LECOUVREUR (aus Wien, Aufn. v. 12.11.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
DON QUICHOTE (aus Chicago, Aufn. v. 19.10.2016) RNE Classica Madrid-19 Uhr
DER SPIELER (aus Wien, Aufn. v. 7.10.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
DER GOLDENE HAHN (aus Madrid, Aufn. v. 3.6.) ORF Ö1-19.30 Uhr
LA SONNAMBULA (Live aus Florenz) RAI 3-20 Uhr
DON GIOVANNI (aus Wien, Aufn. v. 26.1.) HR 2-20.04 Uhr
19.11. MADAMA BUTTERFLY (aus Paris, Aufn. v. 7.11.) France musique-20 Uhr
DAS RHEINGOLD (aus Bayreuth, Aufn. v. 29.7.) SWR 2-20.03 Uhr

Metropolitan Opera 2017-18 Review – Thaïs: Ailyn Pérez & Gerald Finley Must Be Heard In Gorgeous Revival of Massenet Masterpiece
Gerald Finley & Ailyn Pérez. Copyright: Chris Lee/ Metropolitan Opera

Metropolitan Opera 2017-18 Review – Thaïs:
http://operawire.com/metropolitan-opera-2017-18-review-thais-ailyn-perez-gerald-finley

With lustrous singing by Pérez, Met’s “Thaïs” eventually sees the light
http://newyorkclassicalreview.com/2017/11/with-lustrous-singing-by-perez-mets

Nochmaliger Hinweis auf die „Amici del Belcanto“: Samstag in Ternitz

 

WIEN/ „Nestroy-Verleihung“

Ich bin natürlich nicht so naiv nicht zu wissen, dass diese Veranstaltung eine Weihestunde des eher linksorientierten Teiles der Österreichischen bzw. Wr. Gesellschaft ist, aber diesmal war es wieder einmal besonders auffällig. Neben immer wieder eingestreuten Bemerkungen und den einschlägigen Auftritten der Herrn Drozda und Mailath-Pokorny war es vor allen Dingen ein vom Regisseur David Schalko vom Zettel herunter gelesenes Statement, das nicht gelernte Österreicher glauben lassen könnte, dass bei uns die Diktatur samt Zensur und anderen grauslichen Dingen mehr oder weniger vor der Türe steht„.

H.S.S

WIEN: Premiere für „Professor Bernhardi“ in der Josefstadt =
Bernhard Schir, Herbert Föttinger. Copyright: Barbara Zeininger

Wien (APA) – Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“, 1912 in Berlin uraufgeführt, durfte in Österreich bis zum Ende der Monarchie „wegen der tendentiösen und entstellenden Schilderung hierzuländischer öffentlicher Verhältnisse“ nicht gezeigt werden.

Umso aktueller wirkt es heute. Für Theater in der Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger ist es „ein Lehrstück des Dirty Campaigning“. Premiere ist am Donnerstag.

BERLIN: Existentieller Umschwung in der Volksbühne
Anne Tismer in „Tritte“. Foto: Robert Baltzer

Ein gelungener Start – Becketts Miniaturen und Seghals Performances verdichten sich zur neuen Vision der Berliner Volksbühne als existentielles Theater. „Wir fangen wirklich an“, nach Chris Dercons Sicht verständlich, zu langwierig, anstrengend waren die Animositäten um seine Person. Und wie ist dieser Anfang? Vor dem Haus auf den Treppenabsatz noch  einmal Agitation mit geschauspielerten leblosen Obdachlosen. „Nur über meine Leiche“, so die Oberaktivistin, die so nervös ist, dass ihr der Text nicht mehr einfällt  und sie sich erst mit einem Besucherhandy die Fragen ins Bewusstsein bringen muss.

Berliner Chaos draußen, drinnen zunächst Irritation, die sich als Teil einer beeindruckende Konzeption erst ganz am Schluss erschließt…

Zum Bericht von Michaela Schabel

Filme der Woche

FimPoster Tiere~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Selten haben so viele Kritiker – nicht irgendwelche, sondern von hochkarätigen Zeitungen – eingestanden, einen Film nicht durchschaut zu haben. Sich nicht auszukennen. Was der Regisseur wollte… Und wenn er genau das wollte? Das wäre nämlich die einzige „Lösung“, auf die man im Zusammenhang mit „Tiere“ kommt. Das ist übrigens, es sei gleich gesagt, ein wirklich spannender Film. Ein Psychothriller. Ohne Lösung.

Was ins Absurde und Rätselhafte abgleitet, muss „normal“ beginnen, sonst funktioniert es nicht. Also – er ist Koch (Philipp Hochmair als Nick segelt gleich zu Beginn mit hoher Kochmütze durch ein Restaurant), sie ist Autorin (Birgit Minichmayr als Anna durchgehend mit einer Verkniffenheit, die von ihrem inneren Unbehagen erzählt). Dass er sie betrügt, ist für niemanden ein Geheimnis – mit Andrea aus dem dritten Stock? Oder mit Mischa, die quasi engagiert wird, um als „Wohnung-Sitterin“ zu fungieren?…

Kann man Künstler und Werk trennen?
Hollywood ist extrem. Es kann einen Star über Nacht in den Himmel heben, aber auch abstürzen lassen. Kevin Spacey ist nach den Belästigungsvorwürfen gegen ihn nun derart geächtet, dass er aus einem schon fertigen Film von Ridley Scott herausgeschnitten wird – sechs Wochen vor dem Kinostart.
Esslinger Zeitung

…Die Enttäuschung über die Niedertracht eines Künstlers ist umso größer, je mehr man ihn bewundert hat – man fühlt sich dann geradezu verraten. Unwillkürlich hat man vorausgesetzt, dass derjenige, der etwas so Großes oder Schönes schaffen kann, auch persönlich ein besonderer, ein integerer Mensch sein muss. Aber im Grunde hat das eine mit dem anderen natürlich wenig zu tun…

Unwillkürlich führt uns diese Frage auch zu Richard Wagner:

Wilhelm Waetzoldt, Generaldirektor der Staatlichen Museen in Berlin zu Zeiten der Weimarer Republik, hat es einmal sehr drastisch ausgedrückt: «Es ist eine irrige, durch und durch verlogene Meinung, die vom großen Künstler verlangt, dass er ein großer Mensch sei.» 

Fußball: Eigentlich auch für den Weltfußball eine Katastrophe: Italien bei einer Weltmeisterschaft nicht dabei!

 

Erstmals seit 1958 ist Italien bei einer Fußball-WM nicht dabei, der mehrmalige Weltmeister schied durch ein 0:0 gegen Schweden aus. Der schwedische Abwehrriegel hielt nach dem 1:0 Heimsieg auch in Mailand stand, die italienischen Stürmer überboten sich an Umständlichkeit. Schön für die Schweden, aber schlecht für den Fußball, denn Italien war immer eine Turniermannschaft. Die Schweden haben bei Großveranstaltungen noch nie Bäume ausgerissen.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-november-2017


13. NOVEMBER 2017

by ac | 13. November 2017 08:31

HEUTE in der Wiener Staatsoper: Solistenkonzert Krassimira Stoyanova. Jendrik Springer, Krassimira Stoyanova. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

KS Krassimira Stoyanova, zuletzt für ihre Auftritte als Rusalka an der Wiener Staatsoper gefeiert, gestaltet am Montag, 13. November 2017 ein Solistenkonzert im Haus am Ring: Gemeinsam mit Jendrik Springer (Klavier) interpretiert sie Werke von Franz Schubert, Richard Strauss, Erich Wolfgang Korngold, Peter Iljitsch Tschaikowski, Georgi Swiridow und Georgi Slatew-Tscherkin.

Karten von € 7,- bis € 62,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

WIEN/ Staatsoper: ADRIANA LECOUVREUR  am 12.11.2017
Anna Netrebko, Piotr Beczala. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Wiener Staatsoper bietet mit dieser Serie jedenfalls ganz große Oper. — Hingehen, ansehen und ein unterschätztes Meisterwerk entdecken.

Zum Bericht von Thomas Prochazka

Was soll man eigentlich nach einer Opernaufführung wie dieser schreiben, bei dem keine Wünsche offen blieben? Dass solche Abende wahres „Festspielniveau“ haben, das andernorts zu weitaus höheren Preisen oftmals fehlt? Dass ein „primadonna assoluta“ auch in der heutigen Zeit eine „primadonna assoluta“ bleibt, auch wenn vielleicht die Rolle nicht zu 100 % ihrer Stimmlage entspricht? Dass ein ausgezeichneter Tenor zum herausragenden Weltklassetenor wird, wenn er mit einem Gegenüber auftreten darf, das er auch persönlich sehr schätzt? Dass die Wiener Philharmoniker immer noch Sternstunden gestalten können, auch wenn der Opernalltag manchmal daran zweifeln lässt? Dass ein enthusiasmiertes Wiener Publikum noch zu Jubelstürmen zu begeistern ist und nicht mehr das „Dinner danach“ Vorrgang hat?…

Zum Bericht von Ernst Kopica

BADEN-BADEN/ Festspielhaus: LA BOHÈME (Leitung: Currentzis) am 12.11.2017
Copyright: Festspielhaus Baden-Baden

Eine Subkultur wird auch in Philipp Himmelmanns Inszenierung von Puccinis „La Boheme“ sichtbar (Bühnenbild: Raimund Bauer; Kostüme: Kathi Maurer). Es geht um den künstlerischen Protest gegen die Begrenzungen des bürgerlichen Lebens, wenn der Maler Marcello und der Dichter Rodolfo über ihre Arbeit diskutieren…

Zum Bericht von Alexander Walther

ERFURT: MEDEA von Luigi Cherubini. „Medea im Trump-Tower“. Premiere am 11.11.2017
Copyright: Theater Erfurt

Am Erfurter Theater hat jetzt Generalintendant Guy Montavon seine Sichtweise des Stückes als Regisseur auf die Bühne gebracht. Er verlegt die Handlung in ein Bankbüro an der Wallstreet...

Zum Premierenbericht von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

BRAUNSCHWEIG: DON CARLO. Neuinszenierung, Vorstellung am 11.11.3017
Copyright: Theater Braunschweig/ Thomas M. Jauk.

Andrea Moses hat sich entschlossen, die erste Begegnung zwischen Carlo und Elisabetta zu zeigen. Vor ganz oder teils geschlossenem Vorhang stehen beide an Pulten, bis ihre Liebesbekundungen gestört werden. Ein Präludium auf der Vorderbühne, bevor die Geschichte ihren Lauf nimmt...

Zum Bericht von Christian Schütte

MÜNCHEN/ Gärtnerplatztheater: MARTHA – Wiederaufnahme der Inszenierung von Loriot (11.11.2017)
Seelenvolle Koloraturen mit der besten Freundin: Valentina Stadler (Nancy), Jennifer O’Loughlin (Lady Harriet Durham), © Christian POGO Zach

Der wird dafür einmal mehr von Jennifer O´Loughlin in der Titelpartie zu Lobeshymnen animiert. Sie, die die Martha vor ein paar Jahren schon an der Volksoper gesungen hat, hat am Gärtnerplatz eine neue Heimat gefunden, in der sie ihre stimmlichen Fähigkeiten zeigen und weiterentwickeln kann. Ich habe selten eine so schön phrasierte und innig gesungene „Letzte Rose“ gehört wie gestern am Abend…

Zum Bericht von Michael Koling

Martha, Martha, du entschwandest, singt der arme, verlassene Lionel, dabei war Martha doch nie wirklich bei ihm gewesen. Und in dieser Inszenierung von Loriot sieht man auch warum: Lady Harriet alias Martha interessiert sich gar nicht für Männer, singt aber mit ihrer besten Freundin Nancy wunderbar seelenvolle Koloraturen im süßen Terzenabstand…

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

HEILBRONN: DER FREISCHÜTZ. Gastspiel des Theaters Augsburg am 11.11.2017
Copyright: Jan-Pieter Fuhr

Laut Carl Maria von Webers eigenen Worten gibt es in seiner Oper „Freischütz“ zwei Hauptelemente: Das Jägerleben und das Walten dämonischer Mächte. Die Inszenierung von Hinrich Horstkotte legt auf eben jene Momente großen Wert. Die Dialoge wurden ergänzt um Auszüge aus „Unterredungen von dem Reiche der Geister zwischen Andrenio und Pneumatophilo“ von Otto Graben zum Stein (fußend auf Gerichtsakten der böhmischen Stadt Taus), aus „Der Freischütz. Eine Volkssage“ von Johann August Apel und aus „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann. So ist man als Zuschauer sofort von unheimlichen Mächten umgeben…

Zum Bericht von Alexander Walther

FRANKFURT: PETER GRIMES – ein Missverständnis. Vorstellung am 11.11.2017
Vincent Wolfsteiner. Copyright: Monika Rittershaus

Die letzte Vorstellung der Neuproduktion von Brittens „Peter Grimes“ an der Oper Frankfurt begann mit einer großen Überraschung. AUSVERKAUFT! Die abschließende 8. Vorstellung (!) war ausverkauft! Eine Seltenheit, noch immer! Benjamin Britten ist zumindest offenkundig in Frankfurt angekommen. Wie schön!…

Zum Bericht von Dirk Schauß

SOFIA: CARMEN. Premiere am 3.11.2017
Nadia Krasteva. Copyright: Svetoslav Nikolov

Der erste dramatische Höhepunkt dieser „Carmen“ ist Nadia Krastevas Auftritt in der Titelrolle mit der Habanera auf dem Rondell. Mit der Intensität ihrer Darstellung und stimmlichen Aussage macht sie sofort klar, dass es an diesem Abend vor allem um sie und ihr Schicksal geht. Und Krasteva setzt den ganzen Abend über das um, was der Regisseur in Carmen sieht: eine tragische und einsame Figur, total unabhängig und isoliert...

Zum Premierenbericht von Klaus Billand

Nadia Krasteva, obwohl in Wien lebend, hat beim derzeitigen Direktor offenbar ganz schlechte Karten. Vielleicht können ihr Frasquita und Mercedes aus ihren Karten herauslesen, warum das so ist.

BERLIN/ Philharmonie: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin und Isabelle Faust

Zum Bericht von Ursula Wiegand

„Konzertgänger in Berlin“
Zwischenapplauswert: Eduardo Strausser und Isabelle Faust beim DSO
Mal ein Lob dem ungebildeten Zwischenapplaus inmitten eines mehrsätzigen Werks: Sowieso die geringste aller denkbaren Hörstörungen, kann er auch eine befreiende und aufmunternde Wirkung haben.
https://hundert11.net/dso-strausser-faust/

WIEN / Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
zu Gast im Theatermuseum: THOMAS ENDER – VON TRIEST NACH RIO DE JANEIRO
Vom 8. November 2017 bis zum 18. Februar 2018
Bilder einer Reise

Erzherzogin Leopoldine, Tochter von Kaiser Franz I., war die erste von drei Frauen, die den Titel einer „Kaiserin von Brasilien“ trugen. Ihr in vielen Gebieten so interessierter Vater sandte 1817  im Kielwasser der Tochter eine ganze Expedition von Wissenschaftlern und Künstlern mit nach Südamerika, um aus dem in Europa noch weitgehend unerforschten Land „Exotisches“ zurückzubringen: Tiere, Pflanzen, Mineralien, Gegenstände des täglichen Lebens und natürlich Ansichten, wie nur Maler sie vermitteln konnten. Unter ihnen war Thomas Ender (1793-1875), später einer der großen Aquarellisten und Landschaftsmaler der österreichischen Kunst, hier in seinen frühen zwanziger Jahren, doch schon ein wahrer Könner. 28 Blätter dieser Reise sind nun als „Gastspiel“ der Akademie der bildenden Künste Wien im Theatermuseum zu sehen. Es mögen „nur“ Kleinformate sein, aber das genaue Hinschauen lohnt sich. Eine Kostbarkeit.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

AB HEUTE BIS ZUM 25. NOVEMBER IN DER GALERIE DES „ONLINE-MERKER („strichelei“) ZU BESICHTIGEN (Eintritt frei, Voranmeldung erbeten)

FOTOS VON „SISI’s“ PALAST ACHILLEION AUF KORFU

Das Achilleion ist ein Palast auf Korfu bei Gastouri, etwa sieben Kilometer südlich der Inselhauptstadt Korfu, den die österreichische Kaiserin Elisabeth (Sisi) in den Jahren 1890–1892 erbauen ließ.

acu
Foto: Esther Hatzi

Mag. Ursula Medicus hat Sisi’s Palast fotografiert, die Vernissage fand am 11.11. bei enormen Publikumsandrang, verbunden mit einem Konzert, statt.

Die Fotos können bis zum 25.11 in der Online-Galerie „strichelei“ besichtigt werden. Bei freiem Eintritt, einem Glas Sekt und einer netten Plauderei.

Besuchen Sie uns (täglich von 15,30 -20 h) in unserer Geschäftsstelle 1120 Wien, Zeleborgasse 20 /Ecke Vivenotgasse, 3 Minuten Gehweg von der U6-Station Bahnhof Meidling. Der Ausgang Meidlinger Hauptstraße mündet direkt in die Vivenotgasse.

Voranmeldung erbeten unter Festnetznummer 8136285. Ich freue mich auch über spontane Besuche, bin aber vereinzelt für kurze Zeit unterwegs.

urs2
Adnan Tokic moderierte den Abend. Viel Jugend war anwesend. Copyright: Esther Hatzi
Trio TERRAMONTE: Jelena Petener (Klavier), Pia Onuska (Violine), Hannah Pichler (Violoncello). Foto: Facebook Trio Terramonte

In der Galerie des „Online-Merker“ spielte des Trio Terramonte das „Klaviertrio Nr. 1 d-moll“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Wiener Irrsinn, Wiener Geldverbrennung!
Rad-Leichen im Wienflussbecken. Wir Steuerzahler berappen darür. Foto: Privat

Die silber-gelben Drahtesel blockieren Gehwege und Öffi-Ausgänge, hängen an Zäunen, beschädigen Mauern oder verschmutzen unsere Gewässer. Anbieter wie oBike setzen auf Zuckerbrot und Peitsche und wollen „artige“ Nutzer mit einem Bonussystem belohnen…

Leihräder in Wien: „Wer bewilligt diesen Irrsinn?“
Riesenwirbel um neue Billig-Leihräder: Sie verschandeln die Stadt, behindern Fußgeher und landen als Schrotthaufen in Parks, Wienfluss oder Donau. Was hier passiert, ist Sachbeschädigung und klar abzulehnen“, mahnt Wiens Fahrradbeauftragter Martin Blum. Nur: Es schert sich keiner darum.
http://www.krone.at/598024

Das ist ein trauriges Kasperltheater und das Scheitern einer an sich guten Idee, die jedoch nicht verwirklichbar ist. Die Leute sind nicht reif dafür. Stoppt daher diesen Wahnsinn. Aber in Wien regiert die „Fahrradpartei“ mit. Die Vizebürgermeisterin hat angeblich ein Klapprad im Dienstauto, fährt im Auto bis wenige hundert Meter vor das Rathaus und besteigt dort den Drahtesel, um mit dem Fahrrad anzukommen.
Liebe Politiker, Ihr sollt Probleme lösen, nicht schaffen. Und manche Politiker sind selbst das Problem!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-november-2017


12. NOVEMBER 2017

by ac | 12. November 2017 08:50

 

Wien: Wunderwuzzi gesucht – für das Theater an der Wien und das Raimundtheater

„Tausendsassa“ heißt bei uns umgangssprachlich „Wunderwuzzi“. Österreich gilt als Land der Wunderwuzzis, das wissen wir nicht erst seit der Nationalratswahl. Der dort gewählte Wunderwuzzi kann nicht auch noch das Theater an der Wien übernehmen (gefragt wurde er offenbar noch nicht, aber er soll sich um Politik kümmern – und außerdem sind diese zu vergebenden Posten eine „rote Angelegenheit“), deshalb wird ein „Theater-Wunderwuzzi“ mit roter Färbung gesucht.

Auszug aus „Wiener Zeitung“: Während Staatsoperndirektor Roščić mit der branchenüblichen Vorlaufzeit bereits vor einem Jahr von Kulturminister Thomas Drozda bestellt wurde, wartet man bei den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) noch auf eine Entscheidung. Treffen sollen sie Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, aus dessen Büro es heißt, man sei „bemüht, so schnell wie möglich eine Entscheidung zu treffen“, wolle aber sonst zum laufenden Prozess keinerlei Stellungnahme abgeben.

Offiziell sind auf die Ausschreibung im Frühjahr 50 Bewerbungen eingelangt – zwei Drittel für den Bereich Oper, ein Drittel für das Musical. Allerdings hatten die VBW in den Ausschreibungen eine gemeinsame Leitung beider Sparten, die derzeit von Roland Geyer (Theater an der Wien, Kammeroper) und Christian Struppeck (Raimundtheater, Ronacher) geführt werden, nicht ausgeschlossen. „Wir suchen einen Wunderwuzzi oder eine Wunderwuzzin“, formulierte Mailath-Pokorny seine diesbezüglichen Vorstellungen. Dass es zu einer Zusammenlegung der Intendanzen kommen wird, daran gibt es berechtigte Zweifel – auch von Mailath-Pokorny… selbst…

Warten auf die „Wunderwuzzis“
Das Theater an der Wien und das Raimundtheater sind auf Chefsuche – noch immer.
Wiener Zeitung

Warum hat sich „die Politik“ so rasch für Opernchef Bogdan Roscic bzw. für Burgherren Martin Kusej entschieden, sich beim „Wunderwuzzi“  aber zu keiner Eile genötigt gefühlt? Die Antwort ist klar. Die regierenden Sozialdemokraten wollten vor der Nationalratswahl noch rasch ihre „Duftspur“ legen (was erstens – wie die Entwicklung zeigt – vorausschauend eine gute Idee war und zweitens auch gelungen ist), die Chefs von Theater an der Wien bzw. Raimundtheater sind aber keine Angelegenheit des Bundes, sondern der Stadt Wien – und Wien wird immer noch von Rot regiert. Also entscheiden Herr Dr. Mailath-Pokorny und die Finanzstadträtin Renate Brauner  – und die haben bis zur nächsten Wien-Wahl noch genügend Zeit!

WIEN / Neue Oper Wien im MuseumsQuartier: DIE ANTILOPE von Johannes Maria Staud
Österreichische Erstaufführung.
Premiere: 11. November 2017

 

Es beginnt mit Gläsergeklirr, zuerst sitzt die Partygesellschaft steif da, Tiermasken auf dem Kopf: Nach und nach lockert sich die Atmosphäre, die Musik wird fülliger und schriller, das Geschehen ekstatischer – von der Inszenierung her ist dieses erste Bild mit seinen schönen Schattenspielen sicher der Höhepunkt des Abends.

„Die Antilope“ des Tirolers Johannes Maria Staud (schlicht: „Oper in sechs Bildern“ genannt) wurde – es ist tatsächlich schon einige Zeit her – 2014 beim Luzern-Festival uraufgeführt. Der Direktor des Luzerner Theaters, Dominique Mentha (an dessen Jahre als Volksopern-Chef wir keine übertrieben guten Erinnerungen haben), hat inszeniert. Es ist eine mit 80 Minuten Spieldauer knappe heitere Kammeroper mit kritischen Einsprengseln. Der Abend interessiert, macht auch Spaß…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN/ Staatsoper: UN BALLO IN MASCHERA – als Faschingsbeginn etwas irreführend
Barbara Haveman als Amelia. Copyright. Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Genau zu Faschingsbeginn, wohl aber ein irreführender Titel, ebenso wie es „Geschichten aus dem Wienerwald“ gewesen wären.

Leider war es schon die dritte und somit letzte Vorstellung in dieser Spielzeit. Die Besetzung der Sänger ab der zweiten Aufführung blieb unverändert…

Zum Bericht von Elena Habermann

NÄCHTES KÜNSTLERGESPRÄCH BEIM „ONLINE-MERKER“: WIR STELLEN DEN STAATSOPERNDEBÜTANTEN THOMAS TATZL VOR
Thomas Tatzl debütiert als „Papageno“ in „Die Zauberflöte“am 22. Dezember an der Wiener Staatsoper

Vor dem Debüt wollen wir den jungen, gut aussehenden Sänger dem Opernpublikum vorstellen.


Thomas Tatzl. Foto: Website Tatzl


Renate Publig

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Dirigent Adam Fischer
Regie Moshe Leiser, Patrice Caurier
Mit René Pape, Jörg Schneider, Hila Fahima, Olga Bezsmertna, Thomas Tatzl
Das Künstlergespräch führt Renate Publig am 30. November 2017 um 19 h in der“Galerie des Online-Merker“ – „strichelei“

ORF-Bericht über Thomas Tatzl auf Youtube

Website Thomas Tatzl

OPER FRANKFURT: HEUTE URAUFFÜHRUNG: „DER MIETER“ von Arnulf Herrmann. Text: Händl Klaus

Björn Bürger (Georg) und Philharmonia Chor Wien. Copyright: Barbara Aumüller

Uraufführung am 12. November 2017

Baden-Baden/ „LA BOHÈME: Teodor Currentzis glänzt mit musicAeterna
Teodor Currentzis und sein Ensemble „musicAeterna“ sind momentan viel gefragte Gäste auf den internationalen Bühnen. Zuletzt wurden sie bei den Salzburger Festspielen für „La Clemenza di Tito“ gefeiert. Am Freitag waren sie bei der Premiere von Puccinis „La Bohème“ am Festspielhaus Baden-Baden mit von der Partie – und überzeugten.
BR-Klassik

Zürich: «Mahagonny»: Totentanz ums goldene Kalb
«Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny», mit dem Brecht und Weill noch 1930 für einen handfesten Theaterskandal sorgten, wird in Zürich zur kulinarischen Oper. Ist das höhere Dialektik? https://www.nzz.ch/feuilleton/totentanz-ums-goldene-kalb-ld.1326620
https://www.nzz.ch/feuilleton/totentanz-ums-goldene-kalb-ld.1326620

PRAG: Thomas Weinhappel erhielt den Kritikerpreis des Prager Festivals OPERA 2017

 

Thomas Weinhappel erhielt am 6.11.2017 den Preis der Kritiker für die außergewöhnliche Interpretation der Rolle des Hamlet. Das Voting der Zuschauer wählte Hamlet zur besten Aufführung des Festivals und brachte ihm den Publikumspreis ein.

Salzburger Mozarteum: Disput um 250.000 Euro für Rektorin beendet (200 000 wird sie bekommen)

 

Man stelle sich vor: In der Stellenausschreibung wird ein Jahressalär von 140 000 Euro angeboten. Das ist keineswegs kärglich, dafür würde ich sogar meinen Ruhestand unterbrechen. Eine Dame aus Deutschland bewirbt sich (neben vielen anderen), fordert aber im Bewerbungsschreiben 250 000 Euro zuzüglich freie Dienstwohnung. Nun hat man die Dame nicht in hohem Bogen aus der Bewerberliste rausgeschmissen, sondern ihr tatsächlich den Posten zugesprochen. Daraufhin wurde um das Gehalt wie in einem orientalischen Basar gefeilscht, angeblich traf man sich „in der Mitte“ – also bei 200 000 Euro.

Salzburger Mozarteum: Disput um 250.000 Euro für Rektorin beendet
Der Vertrag der künftigen Rektorin wurde erst jetzt fertig verhandelt. Ihre Gehaltswünsche waren zu hoch, man hat sich in der Mitte gefunden –
Der Standard

Wenn die Frau  Direktor so eine „Wunderwuzzi“ (wie zu Beginn des heutigen Kommentars gesucht) wäre, wäre sie erstens nicht Beamtin geworden (auf den angeblichen Beamten-Rentenverlust beruft sie sich nämlich). Und wenn, dann nicht an einer Musikschule in Trossingen, wo immer das liegt. Das Mozarteum wird jetz zu nie möglich gehaltenen Höhenflügen ansetzen. Das ist bei diesem Gehalt nun ein „Muss“.

Einem Forumsbeitrag des „Standards“ ist zu entnehmen: „Am Mozarteum gibt es derzeit rund 1500 Studierende und 500 Lehrende. Drei Studenten teilen sich somit einen Lehrenden. Das ist Luxus pur! Nur in Österreich möglich?

Missbrauchs-Sonderermittler in Hollywood eingesetzt =
Vorwürfe in Filmindustrie sollen geklärt werden

Los Angeles (APA/ag.) – Angesichts der Lawine an Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfen in der US-Filmindustrie hat die Staatsanwaltschaft von Los Angeles eine Sonder-Ermittlungsteam eingesetzt. Die Einheit aus speziell ausgebildeten Staatsanwälten solle die Vorwürfe untersuchen, sagte Bezirksstaatsanwältin Jackie Lacey am Donnerstag (Ortszeit). Es handle sich um Ermittler, die viel Erfahrung in Fällen von Sexualvergehen hätten. Auch gegen Schauspieler Steven Seagal und Komiker Louis C.K. wurden Vorwürfe laut.

Ausgelöst wurde die derzeit offenbar weltumfassende Diskussion um den Produzenten Weinstein. Dieser Mann sagte den US-Amerikanern übrigens, wen sie zu wählen haben (und das war nicht Mister Trump). Soviel zu „Künstler-Wahlempfehlungen“!

Aber auch andere Schauspieler sind ins Gerede gekommen:

…Vorwürfe gegen Seagal wurden bereits 1998 laut, als die Schauspielerin Jenny McCarthy dem Actionstar einen sexuellen Übergriff vorhielt. Am Donnerstag erinnerte sie erneut an den Vorfall von 1995, als sie bei einem Vorsprechen für den Streifen „Alarmstufe Rot 2“ von Seagal aufgefordert worden sei, ihr Kleid auszuziehen. Auf ihren Einwand hin, im Drehbuch stehe nichts von Nacktszenen, habe Seagal geantwortet: „Es gibt Nacktheit abseits der Kamera.“ Daraufhin sei sie zu ihrem Auto gelaufen, Seagal habe sie verfolgt und gewarnt, niemandem von dem Vorfall zu erzählen…

Die „New York Times“ berichtete unterdessen, Louis C.K. werde von fünf Frauen sexueller Übergriffe beschuldigt. Der Komiker und Regisseur habe bei den Vorfällen im Zeitraum von Ende der 90er-Jahre bis 2005 vor den Frauen masturbiert oder diese dazu aufgefordert...

Aber jetzt brechen alle Dämme, aus allen Lagern kommen die Anschuldigungen. Die US-amerikanische Fußball-Torfrau Hope Solo beschuldigt den ehemaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter, dass er ihr unmittelbar vor einer Ehrung an den Po gegriffen hat. Nun, Sepp Blatter war zu diesem Zeitpunkt bereits in einem körperlichen Zustand, der einen Griff an den Po als das Maximum sexueller Möglichkeiten erscheinen lässt.
Hope Solo in Handschellen vor Gericht

Hope Solo wurde übrigens vor einigen Jahren in Handschellen vor ein Gericht gezerrt, weil sie ihren Ehemann in das Krankenhaus geprügelt hat.

US-Fußballstar Hope Solo: Blatter hat mich begrapscht
Die Welt

Bevor es zu tief wird, beende ich den Kommentar und wünsche einen schönen Sonntag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-november-2017


11. November 2017

by ac | 11. November 2017 08:25

 
Ein Trost für die Garanca-Fans wegen des heute abgesagten Konzerts: In wenigen Tagen erscheint die DVD/Bluray des New Yorker Rosenkavalier

Mit dabei: Rene Fleming, Erin Morley; Günther Groissböck, Markus Brück und Matthew Polenzani

http://store.deccaclassics.com/*/CD-Classics/Strauss-Der-Rosenkavalier/5OWW0FL9000

Ein Programmtipp für den durch die Absage frei gewordenen Abend: Die Wiener Staatsoper streamt heute „Un Ballo in maschera“ (19,30 h)
Piero Pretti als „Gustavo“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

weiters dabei: Barbara Haveman (hat in allen Vorstellungen die Rolle der Amelia von Fr. Pieczonka übernommen), Daniela Fally (Oscar), Monika Bohinec (Ulrica), Marco Caria (Renato) und Rafael Fingerlos (Christian)

http://www.staatsoperlive.com/de/

Wiener Staatsoper: „Schwüstiger Veilchenduft“
Pietro Beczala, Anna Netrebko, Roberto Frontali. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Auszug aus der Rezension von Dominik Troger/ www.operinwien.at: Anna Netrebko hat die Partie erst seit diesem Sommer im Repertoire und sie bereits am Mariinsky-Theater in St. Petersburg gesungen. Mit ihrem Wiener Rollendebüt folgt sie als Adriana der schon genannten Angela Gheorghiu nach, die das Werk an der Staatsoper „inauguriert“ hat. Ein Vergleich zwischen den beiden Sängerinnen könnte eigentlich unterschiedlicher nicht ausfallen: das filigrane, fast schon aquarellhafte Seelengemälde einer auch deutlich auf ihre Stimmhygiene bedachten Angela Gheorghiu, die – zumindest bei der Staatsopernpremiere – für ihre Bühnenwidersacherin eine in der Gesamtwirkung (zu) leichte Beute war – und jetzt Anna Netrebko, mit ihrem viel breiteren, viel raumfüllenderen, viel dunkler malenden, so recht in Saft und Kraft stehenden Sopran, der die ganze Leidenschaft der Liebe mit veristischem Feuer zu erfüllen vermochte.

Die Sängerin flutete schon im ersten Akt beim „Io son l’umile ancella“ das Haus mit ihrem inzwischen schokocremigen Sopran und als Operngenießer fühlte man sich ins Schlaraffenland versetzt, ganz klanggebadet und mit Köstlichkeiten traktiert. Ihre Stimme ist schwer geworden, der volle runde Klang hatte oft ein „Mezzoflair“ – und in der Auseinandersetzung mit der Rivalin Elena Zhidkova war Adriana Lecouvreur die stimmgewichtigere Sängerin, obzwar Zhidkova als kühl-egoistische Prinzessin mit ihrem energiegeladenen, leicht kristallinen Organ sehr gut dagegenhalten konnte…
Elena Zhidkova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Schwülstiger Veilchenduft“
Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ ist nach dreieinhalb Jahren wieder auf den Staatsopernspielplan zurückgekehrt. Die Aufführungsserie verwöhnt das Wiener Publikum mit einer luxuriösen Besetzung: hingehen und genießen!
http://www.operinwien.at/werkverz/cilea/alecov2.htm
Wenn eine Diva die Diva spielt
Die Presse
Adriana Netrebko – eine perfekte Symbiose
Anna Netrebko als Adriana
Die größte Sängerin unserer Zeit begeisterte in Wien.
Kurier
Sängerfest im Kitschpalast
Adriana Lecouvreur“ mit Anna Netrebko an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

Bezüglich der Seitenhiebe auf die Qualität der Werke Puccinis wie auch Cileas melden sich deren Fans zu Wort: Puccinis Tosca ist ein absolutes Meisterwerk. Keine Note zuviel, keine zuwenig. Kein Kisch, kein falscher Schmalz, sondern Schmelz und Dramatik. Puccini malt mit der Musik, mal auftrumpfend, mal mit wenigen Strichen. Die innere, musikalische Statik der Tosca-Partitur ist beispielhaft.

Cileas Adrienne Lecouvreur wurde schon als Bonbonmusik bezeichnet. Das ist natürlich ebensowenig zutreffend.
Cordialmente
FB
Bologna

NEU IN UNSERER WEBSITE: DIE „JUBILÄEN NOVEMBER 2017“ SIND ONLINE!

GEBURTSTAGE

12.11. Sheri GREENAWALD wird 70

 

 Sie studierte an der University of Northern Iowa Musik und Gesang und erwarb 1968 den Grad eines Bachelor of Music. Sie war in den USA Schülerin von Charles Matthesen, Maria De Varady, Hans Heinz und Daniel Ferro und vervollständigte ihre Ausbildung bei Audrey Langford in London…

Zu den GEBURTSTAGEN IM NOVEMBER 2017

_______

IN MEMORIAM-GEBURTSTAGE

24.11. Alfredo KRAUS: 90. Geburtstag

 

Sein eigentlicher Name war Alfredo Kraus Trujillo. Er studierte zunächst Elektrotechnik, entschloss sich dann aber doch zur Ausbildung seiner Stimme, die in Barcelona (seit 1948 bei Gali Markoff), in Valencia (bei Francisco Andrés) und in Lissabon, dann in Mailand (wo er hauptsächlich Schüler von Maria Llopart, der Schwester der berühmten Sopranistin Mercedes Llopart, war) erfolgte…

Zu den IN MEMORIAM-GEBURTSTAGEN IM NOVEMBER 2017

CHICAGO: David Pountney’s riveting Walküre opens at the Lyric Opera of Chicago
Christine Goerke (Brünnhilde). Copyright: Cory Weaver

David Pountney’s riveting Walküre opens at the Lyric Opera of Chicago
bachtrack

San Francisco Opera 2017-18 Review – Manon: Michael Fabiano & Ellie Dehn Lead Solid Production of Massenet Masterwork
San Francisco: Manon“. Ellie Dehn, Michael Fabiano. Copyright: Cory Weaver

San Francisco Opera 2017-18 Review Mano
Michael Fabiano & Ellie Dehn Lead Solid Production of Massenet Masterwork
http://operawire.com/san-francisco-opera-2017-18-review-manon-michael-fabiano

WIEN / Kasino des Burgtheaters:
LASS DICH HEIMGEIGEN, VATER ODER DEN TOD INS HERZ MIR SCHREIBE von Josef Winkler
Uraufführung


Copyright: Reinhard Werner/ Burgtheater

Premiere: 10. November 2017

Wie viele Autoren haben uns schon von ihrer (notabene unglücklichen) Kindheit erzählt? Der Kärntner Josef Winkler (mittlerweile ein mit Preisen überschütteter Künstler) tat es immer wieder, und er tut es auch nun im Kasino des Burgtheaters. Nur dass „Lass dich heimgeigen, Vater oder Den Tod ins Herz mir schreibe“, eine Auftragsarbeit des Hauses, kein Theaterstück geworden ist, sondern eine Textfläche, die sich in mehr als zwei pausenlosen Stunden nicht ganz leicht auf den Brettern des Kasinos entwickelt.

Kind sein auf einem Bauernhof in Kärnten, vom Vater blutig geschlagen, von der Mutter, die an sich nicht viel spricht, auch mal mit der Rute geprügelt. Von früher Kindheit an in alle Ewigkeit verfolgen ihn die Leichen der Großeltern, die tagelang im Haus aufgebahrt lagen…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

ORF III am Wochenende: Premiere der zweiteiligen ORF-III-Neuproduktion „Arisierung“ in der „zeit.geschichte“

Außerdem: „Kabarett im Turm“ mit Thomas Maurer, „Künstlerporträt“ zu George London sowie „Don Giovanni“ in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“

ORF III Kultur und Information präsentiert am Samstag, dem 11. November 2017, die TV-Premiere der zweiteiligen ORF-III-Neuproduktion „Arisierung“, die sich umfassend mit der Geschichte der Plünderung und Zwangsenteignung der jüdischen Bevölkerung während des NS-Regimes befasst. Glanzmomente der klassischen Musik sind am Sonntag, dem 12. November, in „Erlebnis Bühne“ zu sehen und zu hören, u. a. Mozarts „Don Giovanni“ im Hauptabend mit Star-Bariton Thomas Hampson.

HEUTE in der Galerie des „Online-Merker“ – „strichelei“

 

Besuchen Sie diese Foto-Vernissage mit einem umfangreichen künstlerischen Programm. Sie sind unser Gast, es wurden Getränkevorräte angeliefert, die schier unerschöpflich sind!

Oberösterreich: Streichungen im Kulturbudget: „Vereine denken ans Aufhören“

Die oberösterreichische Landesregierung will im nächsten Jahr 67 Millionen Euro Schulden abbauen. Dazu werden Förderungen gekürzt. Beim Kulturbudget sollen 3,5 Prozent gestrichen werden. Was nach wenig klingt, sei im Detail ein „Kahlschlag“, warnen Kritiker –
Der Standard

Bei allem Verständnis für die Vereine – aber eine Vereinsgründung ist nicht gleichzeitig ein Anspruch auf Subventionen. Der „Online-Merker“ ist bislang nicht auf die Idee gekommen, die Öffentliche Hand um Subventionen „anzusudern“. Der Wildwuchs bei geförderten Vereinen gehört durchforstet!

Wiener Rathausplatz: Wieder kein Herzerlbaum
Am Wiener Weihnachstraum vor dem Rathaus wird es auch heuer wieder keinen Herzerlbaum geben. Grund ist ein Streit um die Urheberschaft der Lichter-Dekoration.
Die Presse

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-november-2017


10. NOVEMBER 2017

by ac | 10. November 2017 07:51


Elina Garanca sagt für Samstag geplanten Liederabend im Wiener Musikverein ab. Elina Garanca-  Copyright: Elina Garanca.com

Der lettische Opernstar Elina Garanca muss einen für Samstag (11. November) geplanten Liederabend im Wiener Musikverein gesundheitsbedingt verschieben, wie das Haus am Mittwoch mitteilte. Als Nachholtermin wird der 10. April 2018 genannt, die Karten behalten ihre Gültigkeit.

Das ist natürlich der Super-Gau für einen Veranstalter. „Karten behalten ihre Gültigkeit“ vereinfacht natürlich die Sache – zurückgenommen müssen die Karten auf Verlangen aber dennoch werden. “ Im April will ich nicht mehr“ – so meinte mir gegenüber ein Leser.

Die Rücknahme ist ein recht umständliches Procedere und bereitet keiner Seite Freude.

Gestern an der Wiener Staatsoper: Adriana Lecouvreur“

Adriana_Lecouvreur_103353_NETREBKO_BECZALA
Anna Netrebko und Piotr Beczala. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Es hat seit der Premiere im März 2014 mehr als dreieinhalb Jahre gedauert, bis man die „Adriana Lecouvreur“ des Francesco Cilea an der Wiener Staatsoper wieder angesetzt hat. Nach den sechs Aufführungen damals hat sich keine hochrangige Diva gefunden, die wohl die unabdingbare Voraussetzung ist, diese Oper in den Spielplan zu nehmen. Nun, jetzt hat man sie in Anna Netrebko, die gemeinsam mit Piotr Beczala (die beiden waren ja, sehr bemerkenswert, wie man weiß, als Elsa und Lohengrin schon ein Traumpaar) dieses Werk wieder zum verdienten Triumph führte.

Verdient, weil die Musik tatsächlich wunderschön ist, kein knalliger Puccini-Tosca-Verismo, sondern kleinteiliger, lyrischer, differenzierter, mit ausufernd schwelgerischen Passagen, vielfältiger (knallige Dramatik ist auch dabei) – kurz, das kann man schon von Zeit zu Zeit hören, und Evelino Pidò, der schon bei der Premiere am Dirigentenpult stand, hilft den Sängern und dem Publikum, dies auskosten zu dürfen…

Anna Netrebko lebt ihre bekannte Fähigkeiten, sich in eine Rolle zu stürzen, hier voll aus. „Alles drin“ in dieser Figur – eingeführt als die große Schauspielerin (sie muss in einigen Szenen tatsächlich rezitieren, was Sänger manchmal nicht so gut können, die Netrebko aber mit hinreißendem Pathos und der großen Geste der Comédie-Française von anno dazumal unternimmt), die meint, in einen kleinen sächsischen Soldaten strahlend verliebt zu sein…

Piotr Beczala als Maurizio, Conte di Sassonia, arbeitet sehr an sich, um darstellerisch jene Leichtigkeit zu erlangen, die ein jugendlicher Liebhaber braucht. So ganz gelingt es nicht, aber er kann ja seinen Tenor als überzeugendes Argument einsetzen. Gemeinsam mit der Netrebko ist er am stärksten, wenn sie ihre Spitzentöne schmettern können, das ist dann Oper zum Quadrat, wenn zwei solche Kaliber sich finden…

Zum Bericht von Renate Wagner

Kultur-Etikette: Darf man im Theater eigentlich vor dem Ende gehen?

Im Theater tickt die biologische Uhr besonders laut. 90 Minuten können zur Qual werden, von Frank Castorfs Sieben-Stunden-Exzessen ganz zu schweigen. Doch was tun, wenn einen der Schlaf übermannt?…
http://webhosting2016.is.cc/~news/nachrichten/darf-man-im-theater-eigentlich

Theaterschlaf ist ein Thema, wer ist davor gefeit? Besonders wenn man tagsüber intensiv arbeitet, dann in das Theater hetzt, fallen einem nach wenigen Minuten der Dunkelheit die Augen zu. Hoffentlich schnarcht man nicht dabei, es empfiehlt sich, nicht allein ins Theater zu gehen, damit einem die Begleitung stoßen kann.

Diese Schlaf-Phase gilt es zu überwinden, nach der Pause bin zumindest ich wieder voll da. Als Rezensent sollte man aber besser die „verschlafenen Phasen“ auslassen. Manchmal beobachte ich Theaterschläfer, das sind meist jene, die sich beim Schlussapplaus vor Begeisterung überschlagen. Man muss ja etwas tun, um den Körper für den Heimweg vollends wach zu bekommen.

Wenn man wirklich müde ist, sollte man bei erster Gelegenheit wirklich gehen. Aber auch, wenn einem Husten oder Schnupfen plagen – man stört nämlich nicht nur die unmittelbaren Sitznachbarn, sondern oft das ganze Haus.

Baden bei Wien: DER FREISCHÜTZ – Vorstellung vom 10.11.2017

derfr
Copyright: Christian Husar

Vorerst ein paar Worte zur Spielplanprogrammierung der Opernhäuser in und rund um Wien: Der Typus der deutschen Spieloper war ja seit jeher ein Muss für die Wiener Volksoper, der Blick in die Aufführungslisten des 20. Jahrhunderts beweist dies übrigens eindrucksvoll. Dass aber ausgerechnet heuer das Stadttheater Baden (übrigens erstmals seit über 100 Jahren) das wohl bekannteste und beliebteste Werk dieses Genres, nämlich Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ aufführt, während das Wiener Haus am Währinger Gürtel sein Heil immer mehr in Musicalproduktionen sucht, ist zumindest bemerkenswert. Dazu kommt noch, dass die Wiener Staatsoper für das nächste Frühjahr ebenfalls eine Freischütz-Premiere angekündigt hat.

Sei’s drum, dem Publikum der Kurstadt im Süden Wiens konnte es jedenfalls nur recht sein diese romantische Oper mit ihrer „Raubersg’schicht“ und dem Reichtum an eingängigen Melodien, die als wahre Klassik-Hits zu bezeichnen sind, in einer sehenswerten Inszenierung zu erleben…

Zum Bericht von Ernst Kopica

Jarousskys erste Gesangslehrerin war nicht überzeugt
Der französische Countertenor Philippe Jaroussky hatte bei seiner ersten Gesangslehrerin einen schweren Stand. „Sie meinte zu meiner Stimme nur: ‚Ganz nett, aber klein. Ich glaube nicht, dass du ein Countertenor wirst“, sagte der 39-Jährige der Zeitschrift „Brigitte Woman“ (Ausgabe 12/2017). Er habe damals erwidert: „Vertraue mir. Das werde ich.“ Warum er sich so sicher war, könne er nicht erklären. „Ich konnte mich dort auf der Bühne als Sänger sehen. Und dann habe ich es einfach gemacht.
Musik heute

Stuttgart/ Gauthier Dance: MEGA ISRAEL – 7.11.2017

KillerPig_Gauthier Dance ReginaBrocke_0477
Killer Pig – klassisch-minimalistisch. Copyright: Regina Brocke

Mit diesem Programm eröffnete Eric Gauthiers rühriges Tanz-Ensemble bereits im Sommer die zweite Ausgabe des Tanzfestivals „Colours“, doch konnte es erst jetzt im Rahmen einer weiteren Vorstellungsserie im heimischen Theaterhaus besucht werden. Denn seit Jahren ist die 16köpfige Compagnie mit ihrem beachtlichen Repertoire international renommierter Choreographen mehr und mehr auf Gastspielreisen in aller Welt unterwegs, so dass die gebündelten Aufführungen in Stuttgart umso mehr gefragt sind…

Zum Bericht von Udo Klebes

„Konzertgänger in Berlin
Blau: Víkingur Ólafsson im Pianosalon Christophori
Zwei Ereignisse, die das Menschengeschlecht voranbringen, ereigneten sich zu Beginn des 21. (?) Jahrhunderts auf Island: Erstens wurden Fußbälle auf die einsame Insel gebracht, zweitens Klaviere
https://hundert11.net/pianosalon-olafsson/

DENVER – Theater review: Opera Colorado stages “La Bohème” at Ellie Caulkins in Denver

Soprano Anya Matanovic, left, and tenor Dominick Chenes, as Mimì and Rodolfo, appear in a publicity photo for Opera Colorado's production of "La Bohème," which runs through Nov. 15.
Soprano Anya Matanovic, left, and tenor Dominick Chenes, as Mimì and Rodolfo, appear in a publicity photo for Opera Colorado’s production of “La Bohème,” which runs through Nov. 15.. Copyright: Kelly Maxwell

Theater review: Opera Colorado stages “La Bohème” at Ellie Caulkins in Denver
http://www.denverpost.com/2017/11/08/opera-colorado-la-boheme-ellie

SALZBURGER FESTSPIELE: Nachruf zum Tod von Hans-Michael Rehberg

Bildergebnis für hans michael rehberg
Hans Michael Rehberg. Foto: Salzburger Festspiele

Mit großer Trauer haben die Salzburger Festspiele die Nachricht vom Tod Hans-Michael Rehbergs erhalten.

Seit seinem ersten Auftritt als Cassius in Peter Steins Julius Caesar im Jahre 1992 ist er 166 Mal auf den Bühnen der Festspiele gestanden. Er gehörte zu den großen deutschen Schauspielkünstlern seiner Generation. Das Theater war sein Leben und er verstand es jeder Figur Leben zu geben. Wir zitieren C.B. Sucher aus seinem Buch Theaterzauber: „Rehberg scheine erst das Denken seiner Figuren zu überprüfen, bevor er in ihre Körper krieche, sich mit ihnen identifiziere.“

Rehberg suchte sich seit Jahrzehnten als in jeder Beziehung freier Schauspieler Orte, wo seine Kunst gefragt war. Glücklicherweise war das oft auch in Salzburg. Sein letzter Auftritt war als gealterter Romeo in einer berührenden Lesung von Ein zartes Ding von Ben Power.

Wien/ Burgtheater/ Kasino: „Lass dich heimgeigen …“: Hängt die Herkunft an den Kälberstrick
Stichworte zur Uraufführung von Josef Winklers Stück im Kasino –
Der Standard

Schauspielerin Karin Dor mit 79 Jahren gestorben

Bildergebnis für karin dor
Karin Dor in einem James Bond-Film

In den 1960er Jahren zählte sie zu den populärsten Darstellerinnen des deutschen Unterhaltungskinos.
Die Presse

HEUTE im „Merker-Kunstsalon“

rug

Deutschland: Die Bürger sind genervt von Merkels Palavermarathon
Die Zustimmung zu Jamaika sinkt. 75 Prozent der Bevölkerung haben keine Angst vor Neuwahlen. Das sollte besonders Angela Merkel zu denken geben. Moderieren reicht nicht. Es braucht die harte Hand.
Die Welt

Was in Deutschlands politischer Szene vorgeht, geht mich in Österreich nichts an. Die von der „Welt“ angebotene Meinung ist aber für uns Österreicher insoferne interessant, weil bei uns manchem die Koalitionsgespräche zu glatt zu gehen scheinen. Aber auch das ist ein Trugschluss, weil „der Teufel im Detail steckt“. Neuwahlen brauchen wir aber hoffentlich keine!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-november-2017


9. NOVEMBER 2017

by ac | 9. November 2017 07:25

Bildergebnis für salzburger festspiele 2018

Die Salzburger Festspiele 2018 : 206 Aufführungen in 42 Tagen an 18 Spielstätten

Oper: 38 Vorstellungen 5 Neuinszenierungen 2 konzertante Aufführungen 1 Wiederaufnahme der Oper der Salzburger Festspiele Pfingsten

Schauspiel: 58 Vorstellungen 4 Neuinszenierungen  1 Wiederaufnahme von Jedermann 3 Schauspiel-Recherchen 1 Marathon-Film-Tag 3 Lesungen 1 Hommage Kappacher

89 Konzerte 82 Konzerte  4 Meisterklassen 3 Sonderkonzerte Jugend

1 Gala-Soiree (mit Netrebko, Eyvazov)

Nun ist also das zweite Festspielprogramm von Markus Hinterhäuser da und es fällt auf den ersten Blick auf, dass der Mut gegenüber dem Vorjahr kleiner geworden ist. Er setzt diesmal auf sichere Bänke, zumindest was die Oper betrifft. Zudem setzt er den Weg seines Vorgängers Alexander Pereirsa fort und bringt ebenfalls keine Wiederholungen von Produktionen des Vorjahres. Das, obwohl von der Festspielpräsidentin angekündigt, die „Aida“ nicht mehr kommt, war allerdings angesichts des Umstandes, dass Anna Netrebko nicht singt, erwartbar. Innovativ sind nur die Produktionen von Monteverdis „Poppea“ und Henzes „Bassariden“. Letztere wurden ja vor 52 Jahren in Salzburg uraufgeführt. Rossinis „Italienerin“ ist die übliche Übernahme von Pfingsten. Nicht wirklich zu verstehen ist, dass auch heuer nur eine Mozart-Oper auf dem Spielplan steht.

Von den Dirigenten sind die Planungen mit Mariss Jansons (Pique Dame), William Christie (Poppea) und Kent Nagano (Die Bassariden) positiv zu beurteilen. Über Franz Welser-Möst (Salome) kann man diskutieren, aber Konstantinos Carydis (Zauberflöte), der vor wenigen Tagen einen eher grenzwertigen „Figaro“ in München abgeliefert hat, sollte für Salzburg nicht unbedingt erste Wahl sein. Den Regiearbeiten muss man halt entgegensehen, aber dass man für die „Pique Dame“ ausgerechnet Hans Neuenfels engagiert hat, ist nicht unbedingt innovativ. Interessant übrigens, dass bei der „Zauberflöte“ Bruno Ganz als Erzähler angegeben ist – sollte das eine Aufführung ohne Dialoge werden?

Bei den Sängerbesetzungen gibt es weder positive noch negative Auffälligkeiten, ausser dass mit Ausnahme von Cecilia Bartoli und mit Einschränkungen Sonya Yoncheva die wirklich grossen Namen fehlen. Der einzige Topsänger bei den Herren ist Javier Camarena in den konzertanten „Perlenfischern“, aber da muss man Placido Domingo bei einem weiteren Bariton-Versuch mitnehmen.

Alles in allem gesehen gab es schon spannendere Festspielprogramme, aber warten wir letztlich ab „wie das wird“.

Heinrich Schramm-Schiessl

Obsession und Abgründe bei den Salzburger Festspielen 2018
Mittwochmittag wurde das Programm der Salzburger Festspiele 2018 offiziell vorgestellt. Hier gibt es einen Überblick über die wichtigsten Programmpunkte
Salzburger Nachrichten
Salzburger Festspiele mit neun Neuinszenierungen
Volksstimme.de
Ekstase und Leidenschaft
Kurier
Salzburger Festspiele thematisieren die zerstörerische Macht der Gefühle
Die Salzburger Festspiele wollen sich 2018 der Leidenschaft und der Ekstase widmen. Beide Gefühle seien wesentliche Kraftfelder, „die eine sehr fragile Weltordnung in ein dramatisches Ungleichgewicht bringen können“, sagte Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser bei der Programmpräsentation. Einen prominenten Platz nimmt dabei die Oper „Salome“ von Richard Strauss ein.
Musik heute
„Kunst kennt keine Moral“
„Passion, Ekstase und Leidenschaft“: Markus Hinterhäuser und sein zweites Salzburger Programm.
Wiener Zeitung
Salzburger Festspiele: Ästhetisierung der Obsessionen
Die Salzburger Festspiele präsentieren ihr Programm für 2018 – derstandard.at/2000067445874/Salzburger-Festspiele-Aesthetisierung-der-Obsessionen
Der Standard

Wiener Staatsoper: HEUTE „Adriana Lecouvreur“ mit Netrebko und Beczcala

Adriana_Lecouvreur_103353_NETREBKO_BECZALA
Anna Netrebko, Piotr Beczala. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Prominente Rollendebüts gibt es in der Wiederaufnahme von Francesco Cilèas Adriana Lecouvreur in der Inszenierung von David McVicar an der Wiener Staatsoper ab Donnerstag, 9. November 2017: Erstmals sind im Haus am Ring KS Anna Netrebko in der Titelpartie und Piotr Beczala als Maurizio zu erleben – KS Anna Netrebko verkörperte die Adriana Lecouvreur erstmalig im Juni dieses Jahres am St. Petersburger Mariinski-Theater, Piotr Beczala gibt nun in Wien sein weltweites Rollendebüt als Maurizio. Weitere Rollendebüts an der Wiener Staatsoper geben Ryan Speedo Green als Quinault, Pavel Kolgatin als Poisson und Miriam Albano als Dangeville. Wie bereits in der Premiere der Produktion 2014 verkörpern Elena Zhidkova die Principessa di Bouillon, Roberto Frontali den Michonnet und Raúl Giménez den Abate. Es dirigiert: Evelino Pidò.

Reprisen: 12., 15. und 18. November

Die Vorstellung am 12. November wird live in Radio Ö1 sowie live bzw. live-zeitversetzt von zahlreichen EBU-Stationen übertragen.

Promiauftrieb also an der Wiener Staatsoper, unsere berühmten Wiener Nörgler werden dennoch nicht zufrieden sein. Auch das gehört zu unserer Stadt.

NEU: Elina Garanca verschiebt Liederabend im Musikverein
Elina Garanca muss den für Samstag,  11. November geplanten Liederabend im Wiener Musikverein aus gesundheitlichen Gründen verschieben.
Kurier

Nachruf für Helga Winkler in unseren heutigen „Infos des Tages“

Helga2
Helga Winkler. Foto: privat

Am Montag, dem 6. November 2017  brach Helga Winkler während einer Vorstellung der Wiener Staatsoper am Parterrestehplatz, ihrem geliebten Arbeitsplatz,  zusammen und verstarb kurz darauf.

Einen kurzen Nachruf finden Sie unter „Aktuelles“

Wien/ Theater an der Wien: Neuproduktion – ein Wagner-Wagnis

Bildergebnis für richard wagner
Richard Wagner

Wirklich neu sind Ausschnitte aus dem „Ring des Nibelungen“ am Theater an der Wien nicht: 1863 hat Richard Wagner hier selbst bei einem Konzert einige Kostproben jener Klänge gegeben, die er bis zum Jahr 1876 zum opulenten Opernvierteiler weiterentwickelt hat.

Diese Tetralogie wird am Wiener Haus zwar weiterhin nicht erklingen – wohl aber eine ungewöhnliche Neufassung. Termine: 1./2. und 3. Dezmber
Das Theater an der Wien schmiedet den „Ring“ neu – in drei statt vier Teilen.
Wiener Zeitung

Kostenschätzung für Münchner Konzerthaus gefordert

Der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags dringt auf eine möglichst rasche und detaillierte Kostenschätzung für das geplante Münchner Konzerthaus. In einer Ausschusssitzung am Mittwoch mahnten Vertreter aller Fraktionen verlässliche Berechnungen an. Bauminister Joachim Herrmann (CSU) sicherte zu: „Es müssen die Kosten exakt und sauber auf den Tisch, bevor eine Auftragsvergabe erfolgt.“ Eine seriöse Kostenaussage sei allerdings aktuell noch nicht möglich. Dazu müsse das Siegermodell des Architektenwettbewerbs nun in den kommenden Monaten deutlich detaillierter ausgearbeitet werden. „Zum jetzigen Stand kann noch niemand seriös eine Kostenaussage treffen.“
Musik heute

Dass es eine Kostenschätzung geben muss, ist eigentlich logisch und bedarf keineswegs der Ankündigung des Herrn Bauministers. Dass diese Kostenschätzung von den tatsächlichen Baukosten abweichen wird, ist auch klar. Die Frage ist nur, um wieviel „geschönt“ wird, um dem Steuerzahler das Projekt schmackhaft zu machen. Dabei könnte man es populistisch formulieren: Was Hamburg hat, darf in München nicht fehlen!

New York/Met Opera: Puccini’s Heartbreaking “Madama Butterfly” Returns With Hui He and Aronica


Hui He as Cio-Cio-San with the Bunraku puppet of her son in the Met Opera’s Madama Butterfly. Copyright: Metopera/Ken Howard

Met Opera: Puccini’s Heartbreaking “Madama Butterfly” Returns With Hui He and Aronica
Huffington Post

Weak leads sink beautiful Met Butterfly
bachtrack

WIEN: „Weltmuseum“ eröffnet

Weltmuseum Briefmarke~1
Alte Schätze, neu kommentiert

Die Räumlichkeiten sind dieselben, die gebotenen Schätze sind es auch, und doch ist aus dem einstigen „Museum für Völkerkunde“ am Heldenplatz nun das „Weltmuseum Wien“ (mit dem Kürzel WMW) geworden, und die Präsentation der Objekte ist ebenso eine andere wie der Zugang, den man gerade heute zur Problematik dieser Art von Museen nimmt. Vieles neu also in einem Haus, das trotzdem nach wie vor den Reiz der Exotik, den Zugang zu fremden Lebens- und auch Denkwelten bietet.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Weltmuseum Wien, Heldenplatz
Geöffnet täglich außer Mittwoch 10 bis 18 Uhr, am Freitag
bis 21 Uhr
Es gibt eine Jahreskarte um € 44
Ein Online-Ticket kann digital im Internet oder auf dem Smartphone gebucht werden

Volksoper/ Pausenfoyer: „AUF DEN FLÜGELN DER SEELE“:  ZWEITES RENATE-HOLM-BUCH (7.11.2017)

Bildergebnis für renate holm wer seiner seele flügeln gibt

Der Zulauf war enorm: im Pausenfoyer der Wiener Volksoper präsentierte die in Berlin geborene Wahlösterreicherin Renate Holm ihre zweite Autobiographie, die jüngst im Wiener Amalthea-Verlag unter dem Titel „Wer seiner Seele Flügel gibt“ erschienen ist. Vielsagend der Untertitel „Mit Kunst das Leben meistern“.

Lesen Sie mehr darüber in unseren „Infos des Tages“/ Aktuelles

Filme der Woche

Film Poster Licht~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

In Wien hat man sie nicht vergessen – nicht nur der Paradisgasse in Döbling wegen (Betonung auf dem zweiten A). Aber man denkt an Maria Theresia Paradis ((1759-1824), die damals so berühmte blinde Pianistin der Mozart-Zeit, doch vor allem im Zusammenhang mit Franz Anton Mesmer (1734-1815), dem Zauberer und Scharlatan der Epoche (dessen „magnetische“ Behandlungsmethode Mozart bekanntlich in „Cosi fan tutte“ parodiert hat, wenn Despina sich als Arzt verkleidet). Um die Geschichte der versuchten „Heilung“ der jungen Frau durch Mesner ranken sich die bösen Gerüchte, dass er sie auch missbraucht haben soll – eine seltsame Geschichte voll Ungewissheit.

Der romantische Plüsch des 18. Jahrhunderts, der diese real-historische Episode in konventioneller Weise einrahmen würdet, wird in dem Film „Licht“ von Barbara Albert höchst kritisch eingesetzt: Es ist keine reizvolle Welt, die sie pinselt, so üppig Rokoko-Kostüme und Perücken auch wogen. In dieser Umgebung wird die junge, fast grotesk hässliche blinde Pianistin vorführt, die von ihren unangenehmen Eltern herumgeschleppt wird wie ein Ausstellungsstück und an der nur fasziniert, wie sie das Klavier beherrscht. Da wird das unsichere halbe Kind zur bewunderten Meisterin. Von Anfang an stellt die Regisseurin klar, was hier vorgeht: ein junges Mädchen als hilflose Marionette, als Opfer ihrer Umwelt, von gierigen Eltern, die sie vermarkten, und einer gierigen Gesellschaft, die sich an ihr wie an einer Jahrmarktskuriosität weidet…

Politik ist ein heikles Thema, zumal in dieser Zeit. Heute wird der neue Nationalrat angelobt, der ORF überträgt ab 10 h direkt. Ich habe mir meine Kritikfähigkeit bewahrt, vor allem, was die Partei betrifft, die ich zur Zeit wähle. Ich bin übrigens Wechselwähler, von der Wiege bis zur Bahre die gleiche politische Präferenz gibt es bei mir nicht. Aber lassen wir das, es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als positiv in die Zukunft zu blicken.

Neu: Elisabeth Köstinger ist heute vom Nationalrat zu dessen Präsidentin gewählt worden. Das Ergebnis war bescheiden, nur 117 der 175 gültigen Stimmen entfielen auf die 38-jährige ÖVP-Politikerin. Das sind knapp 67 Prozent und damit deutlich weniger als die letzten Präsidentinnen erhalten hatten. Zuletzt war Doris Bures mit 78 Prozent gewählt worden… (ORF.at)

Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der SPÖ entgegen der Ankündigung ihres Klubobmannes gegen die neue Nationalratspräsidentin gestimmt hat.

Doris Bures wurde zur Zweiten Nationalratspräsidentin gewählt. Die bisherige Präsidentin, die aufgrund des Rückfalls der SPÖ auf Platz zwei der Wählergunst für diese Funktion keine Chance mehr hatte, erhielt 115 der 174 gültigen Stimmen. Das entspricht 66,1 Prozent. Immerhin 23 Stimmen entfielen auf SPÖ-Chef Christian Kern, der sich für die Position nicht beworben hatte. Anzunehmen ist, dass bei der geheimen Wahl etliche ÖVP-Abgeordnete Bures nicht zustimmten, da beim vorigen Urnengang offenkundig etliche SPÖ-Mandatare statt der schwarzen Kandidatin Elisabeth Köstinger den bisherigen Zweiten Präsidenten Karlheinz Kopf gewählt hatten.

Das beste Ergebnis der Präsidiumswahlen holte sich bei der Konstituierenden Nationalratssitzung am Donnerstag Norbert Hofer. Der FPÖ-Politiker zieht mit einer Unterstützung von 83,54 Prozent in seine zweite Amtsperiode.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-november-2017


8. NOVEMBER 2017

by ac | 8. November 2017 06:40

Adriana Lecouvreur – einer der Saison-Höhepunkte – hat morgen Erstvorstellung. Anna Netrebko singt die Titelrolle. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Netrebko erstmals in Wien als „Adriana Lecouvreur“
La Netrebko im Anmarsch: Am Wochenende präsentierte sich die russische Operndiva den Medien noch beim Herbstspaziergang mit grünlichen Haaren, am Donnerstag steht die 46-Jährige bereits auf der Bühne der Wiener Staatsoper. Bei der Wiederaufnahme von David McVicars Inszenierung der „Adriana Lecouvreur“ zeigt sich die Starsopranistin erstmals in Wien in der Titelpartie von Francesco Cileas Werk.
Salzburger Nachrichten

Zuvor holt uns aber noch der Opernalltag ein: Abermals bzw. weitere Umbesetzung bei „UN BALLO IN MASCHERA“

Graeme Jenkins dirigiert am heutigen Mittwoch, 8. November 2017 die Vorstellung von „Un ballo in maschera“ anstelle des erkrankten Jesús López Cobos.

Barbara Havemann singt nun in den beiden weiteren Vorstellungen der „Ballo“-Serie die Amelia anstelle der erkrankten Adrianna Pieczonka

WIEN/ Staatsoper: KATJA KABANOVÁ am 7.11.2017

Vom groß angekündigten Janáček-Schwerpunkt blieben uns Das schlaue Füchslein, Jenůfa und Kát’a Kabanová. Diesmal neu besetzt, mit Rollen-Debuts am Haus.

Zu berichten ist von keinem fehlerfreien, aber einem kurzweiligen und musikalisch interessanten Opernabend…
Evelyn Herlitzius, Herbert Lippert. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

http://www.dermerker.com/index.cfm?objectid=96CFDFB0-C18B-11E7-924C00155D083264

TODESFALL „IM DIENST“ AN DER WIENER STAATSOPER

 

Ein traueriger Vorfall ereignete sich am Montag während des Ballettabends an der Wiener Staatsoper. Parterre-Stehplatzler kennen natürlich  d i e  Billeteurin (bereits weißhaarig), die noch vom alten Stamm der Billeteure als eine der ganz wenigen in die neue Dienstleistergruppe übernommen wurde. Zehn Minuten vor Ende der Vorstellung brach die ältere Dame plötzlich vermutlich infolge eines Herzinfarkts zusammen, wurde sofort von der Rettung in das AKH gefahren, starb aber offensichtlich bereits auf dem Weg dorthin. Jedenfalls bestätigt das AKH den Todeszeitpunkt mit 22,02 h.

Ich kannte die Dame natürlich, wusste aber nicht einmal ihren Namen. Mittlerweile weiß ich ihn, es handelt sich um Helga Winkler. Das ist auch unwesentlich, denn sie war eine „Institution“, die keinen Namen brauchte. Noch am 1.10. war sie bei uns in der „Online-Merker“-Galerie zu Gast (beim Gespräch Schirrmacher / Abdukayumov). Ein Mitarbeiter will einen Nachruf verfassen, bräuchte dazu aber Informationen und eventuell ein Foto. Kann ein Insider weiterhelfen?

WIEN/ „Wien Modern“

Uraufführung beim Musik-Festival „Wien Modern“: „Die Reise“ von Jean Barraqué (Premiere: 6. 11. 2017)
Copyright: sirene-operntheater

Im Rahmen des Musik-Festivals „Wien Modern“ brachte das sirene-Operntheater das Werk „Die Reise“ des französischen Komponisten Jean Barraqué am 6. 11. 2017 zur Uraufführung. Das sirene-Operntheater, das im Jahr 1998 aus der Zusammenarbeit von Kristine Tornquist und Jury Everhartz als Werkstatt für neues Musiktheater entstand und bisher mehr als 50 Opern uraufgeführt hat – der Online-Merker veröffentlichte des Öfteren Rezensionen über diese Werke –, erhielt in diesem Jahr den Österreichischen Musiktheaterpreis.

 Jean Barraqué (1928 – 1973) verbrachte sein Leben fast ausschließlich in Paris. Er gilt neben Pierre Boulez als der bedeutendste französische Vertreter der seriellen Musik. Sein Œuvre ist relativ klein, aber von starker Radikalität und Konsequenz geprägt…

Zum Bericht von Udo Pacolt

Wien/ „sirene operntheater“: Der kahle Clownfisch
Ein irres Haus: Sirene Oper bespielt ein ehemaliges Postamt mit absurdem Theater.
Wiener Zeitung

Ein Tipp: VERDI-REQUIEM UNTER MUTI (Aufführung in München) ist per Stream abrufbar

Riccardo Mutii in der Kölner Philharmonie Foto Andrea Matzker IMG_0196
Riccardo Muti. Copyright: Andrea Matzker

https://www.br-klassik.de/concert/ausstrahlung-1223824.html

GENF: Ein phantastisches Revival
Die Genfer Oper wagt sich an eine Rarität von Jacques Offenbach: die Opéra comique «Fantasio» – eine überaus lohnende Wiederentdeckung.
https://www.nzz.ch/feuilleton/ein-phantastisches-revival-ld.1326674

Darmstadt: „Le Nozze di Figaro“ : Flüchtiger Anschein
Frankfurter Allgemeine

„Das Rheingold“ in Duisburg: Die Welt ist ein Salon
Gutgelaunt, allerdings etwas hemdsärmelig lässt sich Dietrich Hilsdorfs Ring für die Oper am Rhein an.
Frankfurter Rundschau

„Konzertgänger in Berlin“
„Wo bist du, kleiner Stern?“ – Zur Rostropowitsch-Hommage im Konzerthaus Berlin
Die Gnade der späten Geburt wurde seinen Händen zuteil. Denn eigentlich wäre des 90. Geburtstags von Rostropowitsch nicht erst im März dieses Jahres zu Gedenken gewesen, sondern schon früher. Aber die schwangere Pianistin Sofia Nikolajewna Fedotowa brauchte viel Geduld im Spätwinter 1927 in Baku: Wochenlang ließ ihr Kind auf sich warten. Und als Mstislaw Leopoldowitsch alias Slawa viele Jahre später seine Mutter fragte, warum sie ihm in all der Zeit kein schöneres Gesicht gegeben habe, da antwortete sie: „Dafür habe ich an deinen Händen gearbeitet.“
https://hundert11.net/rostropowitsch/

San Francisco: Love and talent conquer all in SF Opera’s ‘Manon’
Ellie Dehn and Michael Fabiano, center, make grand role debuts in San Francisco Opera’s “Manon.” (Courtesy Cory Weaver/San Francisco Opera)

Love and talent conquer all in SF Opera’s “Manon’
http://www.sfexaminer.com/love-talent-conquer-sf-operas-manon/

WIEN / Vienna’s English Theatre: WAIT UNTIL DARK von Frederick Knott
Foto: Reinhard Reidinger. Premiere: 7. November 2017

Es gibt Filme, die in der Erinnerung ungemein stark wirken, und es gibt Stories, die auf der Filmleinwand einfach besser aufgehoben sind: Das macht es für „Wait Until Dark“ von Frederick Knott auf den Brettern von Vienna’s English Theatre nicht leicht (der Autor hat mit „Bei Anruf Mord“ übrigens einen konziseren und überzeugenderen Krimi geschrieben)…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Filme der Woche
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Es gibt sie nicht oft, aber doch: Jene Filme, die ihre „Macher“ geradezu herausschreien. Man sieht „Suburbicon“ und weiß – Coen Brothers, Coen Brothers! George Clooney, der sicher ein ambitionierter Mann ist und diesen Film inszeniert hat, hat sich ein altes, bis dahin unverfilmtes Drehbuch der beiden hergenommen und teils daran mitgeschrieben. Aber die Handschrift des Ganzen zeigt vor allem von der Lust der Coens, ein scheinbar ganz durchschnittliches Amerika in seinem Wahnsinn mit allerschwärzestem Humor zu durchleuchten.

Freilich, grundsätzlich Neues ist ihnen dazu nicht eingefallen, wenn sie eine Muster-Kleinstadt namens Suburbicon erschaffen, ganz USA der fünfziger Jahre (der gewisse Doris-Day-Look in allem), eine selbstzufriedene weiße Gesellschaft, die sich unheimlich gut vorkommt – und empört rebelliert, als die  „schwarze“ Familie Myers (Karimah Westbrook und Leith M. Burke) es wagt, hier einzuziehen. Die will man nun einmal gar nicht hier haben, und ein starkes (und allzu zeigefingerhaft deutliches) Segment des Films besteht darin, was die guten Bürger alles tun, um die tapfere kleine Familie samt Sohn Andy (Tony Espinosa), die standhaft durchhalten, zu terrorisieren… Das hat voll grausame, starke Momente – ist aber in jedem Detail so schrecklich auf der Hand liegend…

Ich bin froh, dass die heutige Kolumne gefüllt ist und ich nicht in Versuchung gerate, in die Niederungen der Politik hinabzusteigen. Da tummeln sich derzeit in konzentrierter Form Akteure, an die man als anständiger Mensch nicht anstreifen sollte. Politiker-Gsindl eben, leuchtend in allen Farben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/8-november-2017


7. NOVEMBER 2017

by ac | 7. November 2017 07:52

Der Inhalt des Merker-Hefts November 2017

Das Heft ist auf Abo-Basis zu bestellen bzw. in ausgewählten Geschäften (wie dem Wiener Arcadia-Shop) zu erwerben. Den Button BESTELLEN finden Sie auf unserer Startseite.

Der Online-Merker hat mit dem „Heft-Merker“ rechtlich nichts zu tun, die gelegentliche Werbung für das Heft erfolgt in alter Verbundenheit und selbstverständlich kostenlos. Mit einem Merker-Abo unterstützen Sie also nicht den Online-Merker, dazu müssten Sie schon unsere auf der Startseite angeführte Kontonummer benützen.

Und ja, wir bauen derzeit etwas um, das kostet Geld. In den nächsten Tagen überprüfen wir zumindest ein leicht verändertes Layout.

Ebenso werben wir für die Website von Thomas Prochazka, ich betrachte diese nicht als Konkurrenz, weil sie nicht ben Anspruch erhebt, tagesaktuell zu sein, weil die Info-Schiene bei uns bleibt. Wir bedienen unsere Leser ständig mit Infos, so auch mit dem Hinweis auf diese Seite.
Ich weiß, dass ich damit selbst in eigenen Kreisen nicht immer auf Verständnis stoße, aber wenn ich etwas in meinem Leben wirklich nicht war, dann ist das eifersüchtig.
www.dermerker.comDie neue ergänzende Website (Thomas Prochazka)
.
Wien/ Staatsoper: UN BALLO IN MASCHERA: Trotz Umbesetzungen eine „runde Sache“
.
.
Daniela Fally als „Oscar“. Copyright: Wiener Staatsoper/ MichaelPöhn
.
Schließlich dich noch ein runder Maskenball
Absagen trübten den Beginn einer kurzen Serie von Verdis „Ballo in maschera“ an der Staatsoper
Die Presse
.
Wiener Staatsoper/ Staatsballet: „MacMillan/McGregor/ Ashton“ . Vorstellung vom 6.11.2017
.
.
Liudmila Konovalova, Jakob Feyferlik. Copyright: Ashley Taylor/ Wiener Staatsballett.
.
.„Zusammen gestoppelte“ Ballett-Programme sind gar nicht so leicht zu programmieren. Dieser „britische“ Abend ist allerdings dramaturgisch bemerkenswert ausgefallen, beschwor den Zauber von einst und huldigt den Ambitionen der Gegenwart. Auch war mit Kenneth MacMillans „Concerto“, dieser Hommage an den „reinen Tanz“ an der Schnittstelle von Klassik und Moderne, mit „Eden | Eden“, diesem getanzten Kommentar Wayne McGregors zu unserer gar nicht schönen neuen Welt, und letztlich mit Frederick Ashtons „Traviata“-Version, die er einst für das damalige „Traumpaar“ Fonteyn/Nurejew geschaffen hat (man hat die beiden darin in Wien vor 50 Jahren auf der Bühne gesehen…), mit dieser „Romantik pur“, der größt mögliche und damit interessanteste Kontrast gegeben…Zum Bericht von Renate Wagner
.
Oper Zürich: „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Premiere 5.11.2017
„Mahagonny“. Foto: Tanja DorendorfEgal ob in Zürich, München, London, Tokio oder New York: Wer kein Geld hat, wird nicht glücklich werden. Eine Stadt, in der alles erlaubt und möglich ist, solange man dafür bezahlen kann, ist Mahagonny. Die anarchische und gesellschaftskritische Anti-Oper von Berthold Brecht und Kurt Weill über diese utopische Stadt der Lüste und Laster hat in den Zeiten des Turbokapitalismus nichts von ihrer Brisanz verloren. So sieht es zumindest Regisseur Sebastian Baumgarten, der „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ am Opernhaus Zürich neu inszeniert hat. Premiere war am 5. November…Brecht/Weills „Mahagonny“ am Opernhaus Zürich: Prall, aber mit Tiefgang

BR-Klassik

Oper BONN: CARMEN

Von dem Spielplan der Oper Bonn könnten sich andere Häuser eine Scheibe abschneiden. Nicht weniger als vier Raritäten gibt es in dieser Saison, dazu die Uraufführung einer Familienoper. Dass daneben mit populären Werken das Publikum „bei der Stange“ gehalten wird, ist nicht nur legitim, sondern im Sinne einer positiven Besucherstatistik sogar geboten. Selbst die heftig gefeierte Auftakt-Inszenierung (Schoecks „Penthesilea“) ist kein wirklicher „Renner“, jedoch immer gut besucht. Bizets „Carmen“ gehört hingegen zu den Hits der Opernliteratur…

Zum Bericht von Christoph Zimmermann
Die lustige Witwe“ in Nürnberg: Mit Karl Marx als Stimmungskanone
Beim Staatstheater in Nürnberg stand am 5. November die Premiere von Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ auf dem Programm. Unter dem Motto „Nach uns die Sintflut“ feiert die Witwe, bis der Adel zur Neige geht oder Karl Marx kommt. Operetten-Routinier Thomas Enzinger setzt auf Entertainment und Kostümpracht, die Titelpartie hingegen enttäuschte, meint BR-KLASSIK-Kritiker Peter Jungblut.
BR-Klassik

Finanzgebarung der Wiener Symphoniker: Spielfleiß und sein Preis
Johannes Neubert verneint, dass das Orchester trotz „Bilanzverlusts“ Schulden habe
Der Standard
Johannes Neubert: „Man muss maßvoll sein“
Über den Bericht des Wiener Stadtrechnungshofs war Johannes Neubert, der Intendant der Wiener Symphoniker, alles andere als glücklich. Veränderungen seien notwendig, sagt er, auch wenn die Musiker darüber nicht jubeln würden.
Die Presse

Wien/ Volksoper/Foyer: „Mein Sehnen, es träumt sich zurück“. Ein Korngold-Abend
Das 13jährige „Wunderkind“ Erich Wolfgang Korngold. Foto: Archiv Nationalbibliothek

Auszug aus dem Bericht von Karl Masek: Es lag nahe, zu Korngolds 60.Todestag (er starb am 29.11.1957 in Los Angeles) diesem einen eigenen Abend mit dem Titel „Mein Sehnen, es träumt sich zurück“ zu widmen. Er bot einen höchst lohnenden Querschnitt seines Lied- und Kammermusikschaffens vom offiziellen op.1 des 13-Jährigen (Trio für Klavier, Violine und Violoncello) bis zum wehmütigen Sonett für Wien, op.41, 1953 in Hollywood geschrieben.
Man staunt immer wieder über die Souveränität, über den gedanklichen Tiefgang, die Eigenständigkeit der Erfindung, in Korngolds Frühwerk. Natürlich, auch schon der jugendliche Erich Wolfgang hatte seinen Richard Strauss und dessen Instrumentationskunst studiert. Doch diese Einflüsse blieben bloß marginal – und schon das op.1 klingt reif, erwachsen, originell. Das Werk eines Frühvollendeten. Ein tiefsinniges Larghetto und ein hintergründig-witziges Scherzo sind da viel mehr als bloß Talentproben. Frische und Inspiration durchziehen die Musik zu Shakespeares „Viel Lärm um nichts“, op. 11. Dies eine Auftragsarbeit von keinem geringeren als Max Reinhardt, der Korngold auch später, in den dreißiger Jahren den Weg nach Hollywood ebnen sollte…

Zum Bericht von Karl Masek

Washington National Opera goes for Baroque with a radiant “Alcina”
Angela Meade stars in the title role of Handel’s “Alcina” at Washington National Opera. Photo: Scott Suchman

Strong women take the lead in Washington National Opera’s “Alcina’
Washington Post
Washington National Opera goes for Baroque with a radiant “Alcina
http://washingtonclassicalreview.com/2017/11/05/wno-goes-for-baroque-with

Filme der Woche:

FimPoster Mord im Orientexpress~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Wahrscheinlich wurde kaum ein Agatha-Christie-Roman so oft verfilmt wie „Mord im Orient Express“– bisher dreimal, davon 1974 so exemplarisch und glanzbesetzt unter Regisseur Sidney Lumet, dass man jedem neuen Versuch nur skeptisch entgegen sehen musste. Nun, alle Befürchtungen sind unbegründet – der neue „Orient Express“ von 2017 ist ein Gustostück für sich, und das verdankt man dem Hercule Poirot des Kenneth Branagh, der auch Regie führte. Und dabei hat er seine Figur sehr, sehr gut bedacht und ganz gezielt in den Mittelpunkt gestellt. Aber wer ein so großartiger, witzig-ironischer Schauspieler (und ein so geschickter Regisseur) ist wie er, der darf das…

Alle bisherigen Verfilmungen sind recht frei mit dem Original umgegangen, haben einzelne Figuren verändert und umgetauft, aber das grundlegende Konzept bleibt dasselbe: Edward Ratchett, ein wahrer Schurke, wird ermordet, und 12 Passagiere des Orient Express, der irgendwann in den dreißiger Jahren in einer Schneekatastrophe im Balkan stecken geblieben ist, sind tatverdächtig. Ein Fall für Poirot…

Unter’m Strich

1,9 Milliarden Euro in der Karibik versenkt
Banker Wolfgang Flöttl, der beinahe Bawag und ÖGB ruinierte, ist jetzt mit Firmen in Steueroasen ertappt. Er hat den Verdacht, Geld könnte abgezweigt worden sein, stets bestritten und sich für pleite erklärt.
Kleine Zeitung

 Rainhard Fendrich: Ausraster bei Wolf-Feier
Der Musiker ätzte laut Insidern gegen Sebastian Kurz
Oe24.at

Rainhard Fendrich verliert zunehmend den Boden unter den Füßen. Was er sich nun bei einer privaten Veranstaltung, zu der er engagiert war, geleistet hat, war unprofessionell und peinlich. Sein Auftraggeber/ Gastgeber musste ihn zu einer Entschuldigung animieren, der er nur sehr halbherzig nachkam.

Bezüglich der Story um Peter Pilz lege ich mir nun Abstinenz auf. Über eine Stunde ein Politiker, der sich so wichtig fühlt, dass sich die ganze Welt parteiübergreifend gegen ihn verschwört, ist wirklich nicht leicht auszuhalten. Der „Aufdecker der Nation“ ist nicht in der Lage, die Vorgäng eaufzudecken, die sich während einer Stunde abgespielt haben, in der er selbst eine Hauptrolle gespielt hat. Dass ihm das bei jeder sich bietenden Gelegfenheit „um die Nase geschmiert wird“, ist wohl klar.

Ich habe mir das monotone Interview gestern angetan und mache es nie wieder.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-november-2017


6. NOVEMBER 2017

by ac | 6. November 2017 08:22


Berlin: Operngala sammelt halbe Million Euro für Aids-Hilfe. Copyright: Aids-Gala /Kaulfuss

 Bei der 24. Operngala in der Deutschen Oper Berlin sind am Samstag 500 000 Euro für die Deutsche Aids-Stiftung zusammengekommen. Das seien 50 000 Euro mehr als bei der Gala im vergangenen Jahr, teilten die Veranstalter am Sonntag mit.

In den 24 Veranstaltungen kamen damit inzwischen mehr als acht Millionen Euro für den Kampf gegen AIDS zusammen… (Quelle: Hamburger Abendblatt)

Operngala sammelt halbe Million Euro für Aids-Stiftung
Hamburger Abendblatt

Wer ist der medienscheue künftige Chefdirigent der Berliner Philharmoniker?


Kirill Petrenko. Foto: Spectator

Phono: Operation am offenen Herzen
Ein Mitschnitt dokumentiert erstmals die Arbeit von Kirill Petrenko an der Bayerischen Staatsoper. Doch wer ist der medienscheue künftige Chefdirigent der Berliner Philharmoniker?
Neue Zürcher Zeitung

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

WIEN/ Staatsoper: UN BALLO IN MASCHERA – ein Nachmittag der Debüts und Umbesetzungen
Piero Pretti. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

...Als erstes wurde das Rollendebüt von Marco Caria als Renato krankheitshalber verschoben. So kam Paolo Rumetz zu seinem ersten Renato. Diese Rolle singt er derzeit auch in Chemnitz. Rumetz ist sicher kein Kavaliersbariton, aber bestimmt ein bombensicherer Sänger, der genau weiß, worauf es für eine gute und korrekte Umsetzung dieser Rolle ankommt. Dies tat er auch in dieser Vorstellung. Beide Arien gelangen tadellos und ebenso sicher waren auch die Ensembles. In dieser Inszenierung muss er auch keine Purzelbäume schlagen, also lief alles wirklich gut ab…

... Geplant und tatsächlich war Piero Pretti erstmals als Gustavo zu erleben. Das war ein schönes musikalisches Vergnügen, so eine gepflegte Stimme mit hervorragender Phrasierung und feiner Pianokultur zu genießen. ..

Zum Bericht von Elena Habermann

MANNHEIM: LA CENERENTOLA – Doppelpremiere am 1. und 4.11.2017
Joachim Goltz, Ludovica Bello, Sophie Rennert, Cornelia Zink, (c) Jörg Michel

Als 2.Saisonpremiere bringt das Nationaltheater ‚Aschenputtel‘ (La cenerentola), dramma giocoso, von G.Rossini in einer „Neuerarbeitung“ einer Produktion von Konzert Theater Bern von 2014. Das Nationaltheater spielt bei dieser Inszenierung wieder wie früher eine A- und eine B-Premiere, was deutlich macht, dass der Pool an guten SängerInnen vorhanden ist. Einschränkend kann aber gesagt werden, dass die A-Besetzung deutlich besser war, sowohl gesanglich als auch szenisch…

Zum Bericht von Friedeon Rosén

WIEN/ Konzerthaus: „CLAUDIO ABBADO KONZERT“ als Kooperation des Webern Symphonieorchesters und Studierenden des Conservatoire de Paris bei WIEN MODERN
Claudio Abbado, der Gründer. Fot0:  Archiv Wien modern

Claudio Abbado, der Wien Modem-Gründer, hätte sicher große Freude gehabt, als Namensgeber eines Konzertes zu fungieren, in welchem Student/innen zweier Musikhochschulen gemeinsam „auf der Höhe der Gegenwart“ Uraufführungen bzw. Erstaufführungen präsentieren.

So geschehen im Konzerthaus: Zum 30-Jahr-Jubiläum von Wien Modern und anlässlich der 200-Jahr-Jubiläumsfeiern der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) brachte man Studierende aus Wien und Paris zusammen.

Zum Bericht von Karl Masek

 BRAUNSCHWEIG/ Staatstheater: HÄNSEL UND GRETEL. Zu Gast im Hotel Ilsenstein. Premiere am 4.11.2017


Copyright: Thomas M. Jauk

Brigitte Fassbaender erzählt mit ihrer Neuinszenierung von Humperdicks unsterblichem Vorweihnschtsklassiker die Geschichte durch und durch als zauberhaftes Märchen, ohne dabei auf eine ganz eigene Sichtweise und viele neue, ungewöhnliche und zum Nachdenken anregende Nuancen zu verzichten. Das erste Bild mit dem zwar farbenfrohen, aber kargen Haus der Besenbilder entspricht da noch am ehesten den Erwartungen. Sehr überzeugend ist das sehr junge Elternpaar, Menschen, die selbst noch voller Energie sind, nur eben mit den Entbehrungen eines Lebens in Armut zu kämpfen haben…

Zum Bericht von Christian Schütte

Das genannte Hotel Ilsenstein gibt es wirklich, im Harz nahe dem Brocken in Ilsenburg. Ob die weltbekannte ECHO dekorierte Regisseurin dort Gast war/ist? Wie gut das wir google haben.

http://www.waldhotel-ilsenburg.com/

WEIMAR/ Nationaltheater: CANDIDE von Leonard Bernstein – am 3.11.2017
Bernsteins „Candide“ in Weimar. Copyright: Vincent Leifer

Gleich zu Beginn wurde ich sehr optimistisch, dieser Candide-Abend im DNT wird ein musikalisches Feuerwerk werden. Aus dem Orchestergraben traf mich in der fünften Reihe ein Tsunami der Ouvertüren-Töne. Dominik Beykirch peitscht das Orchester mit dynamischer Präzision voran. Das wird höllisch-heiter, dachte ich schon mehr als aufgeputscht.

Dominik Beykirch hält diesen Schwung den ganzen Abend durch und die Weimarer Staatskapelle setzt die musikalischen Akzente so präzis, so pointiert, aber auch so feinsinnig und manchmal grazil, dass man mit Dauerlust folgen will. Bernsteins Ohrwürmer macht Beykirch so präsent, dass man sie auch noch mit nach Hause nimmt…

Zum Bericht von Thomas Janda

Köln: Riccardo Muti dirigierte das Verdi-Reuqiem

Für Kölns Musikfreunde war das natürlich ein Großereignis. „Schlange-stehen“ um ein Autogramm – ich dachte, dass das eine Spezialität der „verrückten Wiener“ ist.

Francesco Meli in der Kölner Philharmonie Foto Andrea Matzker IMG_0186
Tenor Francesco Meli auf dem Weg zur Arbeit. Copyright: Andrea Matzker

Zum Bericht von Andrea Matzker

BERLIN / Orgel, Blechbläser der Berliner Philharmoniker, Philharmonie, 5.11.2017 mit Werken von Widor, Franck, Puccini, Vierne, Pirchner, Bach und Mendelssohn

Foto: Herrmann Willers

Zum Bericht von Ingobert Waltenberger

Linz: Nicht einmal als Bühnenfigur ist Trump zu gebrauchen
Durchwachsene Rigoletto-Premiere
Oberösterreichische Nachrichten

London: La Tragédie de Carmen review – opera on an unforgivingly small scale
Aigul Akhmetshina (Carmen). Copyright: Clive Barda

The Guardian
Tragedy undermined: Peter Brook’s La Tragédie de Carmen at Wilton’s Music Hall
bachtrack

BONN Bundesausstellungshalle: Der gehobene Kunstschatz von Cornelius Gurlitt
Domitilla von Peter Paul Rubens. Ausschnitt aus 1606. Foto: Andrea Matzker

Auszug aus dem Bericht von Egon Schlesinger: Diese Auflistung ist allerdings auch bei vielen Werken, die nicht der sogenannten “Raubkunst” angehören, schwierig zu erstellen und oft genug raffiniert gefälscht worden. In jedem Fall haben sich der Bund und der Freistaat Bayern im Umgang mit dieser Sammlung wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert, wie hinlänglich bekannt sein dürfte. Cornelius Gurlitt, der darüber mit 81 Jahren im Jahr 2014 verstarb, soll gesagt haben, dass “die Nazis scheinbar nie aufhören, einem alles wegzunehmen” (Zitat unter anderem aus dem Dokumentarfilm “Gurlitts Schatten” von Stefan Zucker aus dem Jahre 2017, 3sat, 4. November 2017).

Figuren am Strand von Max Liebermann Foto Andrea Matzker P3720692
„Figuren am Strand“ von Max Liebermann. Foto: Andrea Matzker

Zum Ausstellungsbericht von Egon Schlesinger/Andrea Matzker

Österreichs Innenpolitik verkommt vollends zur Posse

Peter Pilz ist sich nicht der geringsten Schuld bewusst und denkt über den Rücktritt vom Rücktritt bereits nach

https://kurier.at/politik/inland/pilz-bin-mir-nicht-der-geringsten-schuld-bewusst/296.498.908

Die Zeugen im Alpbach-Fall: Ein Mann mit Neos-Nähe – und einer gehört der SPÖ an. Das heißt natürlich nicht, dass die Zeugen lügen. Ihre Parteien haben lediglich Interesse daran, Pilz zu schaden (Wiener Landtagswahl).

Aber Peter Pilz, politisch wahrlich nicht mein Freund, hat sich bereits selbst genug geschadet – auch mit dem Kasperltheater um den Rücktritt – auf einen bloßen Verdacht hin.

Der Wahlkampf ist zwar vorbei, aber noch lange nicht aufgearbeitet. Es war für mich gar nicht leicht, eine Partei zu finden, die in keine Schmutzkübelkampagne involviert ist.

Weit haben wir es in unserem Land, der „Neidgenossenschaft Österreich“, gebracht!

Haben Sie trotzdem eine schöne Woche!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-november-2017


5. NOVEMBER 2017

by ac | 5. November 2017 09:18

Riccardo Muti wieder an der Wiener Staatsoper. Foto:Independent

Bei einem Pressegespräch im historischen Teatro San Carlo von Neapel haben am Samstag Staatsoperndirektor Dominique Meyer sowie die Intendantin und der künstlerische Direktor des Teatro San Carlo, Rosanna Purchia und Paolo Pinamonti, ein gemeinsames Projekt der beiden Häuser bekanntgegeben:

Die Koproduktion von Mozarts Così fan tutte unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti und in der Inszenierung seiner Tochter Chiara Muti kommt im November 2018 in Neapel heraus, die Wiener Premiere findet im Mai 2020 statt. Das Bühnenbild besorgt Leila Fteita, die Kostüme Alessandro Lai – die Wiener Besetzung wird bei der Spielplanpräsentation im Frühjahr 2019 bekanntgegeben.

Bei der Così fan tutte-Premiere wird Riccardo Muti erstmals nach 12 Jahren wieder am Pult der Wiener Staatsoper stehen.

HEUTE: Weitere Besetzungsänderung in „Un ballo in maschera“ an der Wiener Staatsoper
Barbara Haveman. Foto: Website Haveman

Bedauerlicherweise musste heute auch KS Adrienne Pieczonka krankheitsbedingt die morgige Vorstellung von „Un ballo in maschera“ (Sonntag, 5. November 2017, 16.00 Uhr) absagen – für sie springt Barbara Haveman kurzfristig ein. Wie bereits gestern bekanntgegeben, singt Paolo Rumetz die Partie des Ankarström anstelle des erkrankten Marco Caria.

GRAZ: PREMIERE „LE NOZZE DI FIGARO“ am 2.11.2017

 

Das Playmobil-Schloss in Sevilla mit Ensemble der Grazer Oper, Foto W.Kmetitsch

Als zweite Premiere der Saison an der Oper Graz gab es eine spritzige Hochzeit des Figaro von einem jungen Team rund um Regisseur Maximilian von Mayenburg mit viel Energie, Glanz, Charme und zahlreichen locker-leichten Momenten, die der opera buffa noch zusätzliche komödiantische Elemente hinzufügten und das Publikum immer wieder zum Lachen brachten.

Im Zentrum der Inszenierung Maximilian von Mayenburgs und des Bühnenbildners Stephan Prattes steht ein weißes Schloss, welches mit seinen zahlreichen Wendeltreppen, Türmchen, einer Brücke und vielen verwinkelten Zimmerchen in seiner Ästhetik stark an ein Barbieschloss erinnert. Der Motor der Drehbühne hatte an diesem Abend sehr viel zu arbeiten: Das Schloss wird nahezu bei jeder Szene mal nach links, mal nach rechts gedreht; Hut ab vor der technischen Abteilung, die da den Überblick wahren musste…

Zum Premierenbericht von Konstanze Kaas

LINZ: Premiere RIGOLETTO (4.11.2017)
Hyojong Kim (der Herzog, der als Donald Trump-Verschnitt gedacht war, und der Chor. © Reinhard Winkler

…In die Zeit der Vorbereitung der Inszenierung (Andreas Baesler; Bühne Harald B. Thor, Kostüme Tanja Hofmann, Licht Stefan Bolliger; die dramaturgische Betreuung sollte eine Frau übernehmen: Magdalena Hoisbauer) fiel die Aussage des nunmehrigen US-Präsidenten, wie leicht er mit welchen Methoden an Frauen komme. Die allerneuesten Entwicklungen in der österreichischen Politik, am Premierentag, kamen freilich für eine Berücksichtigung zu spät…

Zwar widerstand das Produktionsteam der Versuchung, dem Herzog eine rotblonde Windstoßtolle aufzusetzen, eine eigenwillige Haartracht bekam er allerdings schon verpasst. An der überbordend goldenen Pracht des Trump Tower in New Yorks 5th Avenue kam man unter diesen Voraussetzungen nicht vorbei, vereinigen sich dort doch von einer partiellen Versailles-Nachbildung bis zu modernem, flächigem Goldprotz alle möglichen narzißstischen Symbole, bisweilen mit einem Cinemascope-artigen Zuschnitt der breiten Bühne. Die Geschichte spielt sich auch auf verschiedenen Etagen dieses Wolkenkratzers ab: der Herzog wohnt im 67. Stock, Rigoletto, Gilda und Giovanna im 31., und die Unterwelt samt einem halbverschrotteten 1970er Opel Admiral als Maddalenas Liebesnest liegt auf -1. Wasser sucht Rigoletto mit seiner düsteren Last im Finale hier, mitten in Manhattan, freilich vergebens. Auch das Gewitter muss, im Keller, auf flackerndes Licht beschränkt bleiben, und Rigoletto ist mit Gilda beim Quartett natürlich nicht „draußen“. Insgesamt herrscht ein kühler Eindruck vor, der auch die Emotionen an ihrer Entfaltung hindert, trotz aller schauspielerischen Bemühungen…

Zum Premierenbericht von Petra & Helmut Huber / Linz

Bei derart langen Vorbereitungszeiten muss Theater in seiner Aktualität zwangsläufig nachhinken – wie konnte Andreas Baesler auch mit Peter Pilz rechnen.  Gut, als Erklärung mag gelten, dass Herr Pilz bloß eine regionale Größe ist, Donald Trump dagegen weltweit für jede Menge Aufregung sorgt. Einen Sensationserfolg bescherte auch die Idee mit dem US-Präsidenten dem Regisseur Baesler in Linz nicht, das lag vermutlich nicht nur an der fehlenden Windstoßtolle.

Heldentenor René Kollo (8o): „Es war ein unglaubliches Leben!“

„Unter Sängern gibt es keine Freundschaften“ meint Rene Kollo. Das hat etwas für sich, wenn man den täglichen Konkurrezkampf berücksichtigt

Auszug aus „Die Welt“: Man hört’s am leicht schnodderigen Tonfall: René Kollo ist Berliner. Wir trafen den Sänger, der Bayreuths jüngster Lohengrin, Stolzing, Siegfried, Parsifal und Tristan war, deshalb am Wannsee. Rauhaardackelwelpe Pico musste auch mit auf die Bootstour nach Sacrow. Und anschließend in den Biergarten. DIE WELT: Herr Kollo, was haben Sie in diesem Jahr von den Bayreuther Festspielen mitbekommen? René Kollo: Gar nichts. Das Thema ist für mich erledigt. Seit Castorfs „Rheingold“ bin ich nicht mehr im Festspielhaus gewesen. So eine Scheiße habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. Im Fernsehen habe ich mir später noch eine Übertragung von „Tristan und Isolde“ angesehen. Auch da habe ich auch nur gestaunt, mit welcher Chuzpe oder mit welcher Dummheit dieses Fräulein Wagner die Werke ihres Urgroßvaters inszeniert…. (Quelle: „Die Welt“)
Die Welt

Oh Gott, das „Fräulein Wagner“. Offenbar bekommt der 80jährige Jubilar nicht mit, auf welch schmalem Grad des Sexismus er sich da begibt.

Triumph für Herbsttage Blindenmarkt

Die „Herbsttage“ konnten mit „Frau Luna“ einen neuerlichen großen Erfolg verbuchen: 8.780 BesucherInnen sahen die Operette, das entspricht einer Auslastung von 100%. 950 Gäste verfolgten das Rahmenprogramm. Die Gesamtbesucherzahl beträgt somit 9.730 Personen.

 

Im kommenden Jahr steht die klassische Ausstattungs-Operette „Die Rose von Stambul“ von Leo Fall auf dem Programm, die Premiere findet am 5. Oktober 2018 in der Ybbsfeldhalle Bindenmarkt statt. Der Vorverkauf startet am 12. Jänner.

Mit 99,2 oder 99,5 % Auslastung mag sich die Wiener Staatsoper bescheiden, Herr Garschall wäre damit nicht zufrieden!

Bericht vom SCHLUSSKONZERT DER ARAGALL-MEISTERKLASSE im Wiener Alten Rathaus

Zum Bericht von Elena Habermann

JANKO KASTELIC IST CHORLEITER DER OPER ZÜRICH. HEUTE HAT ER MIT „MAHAGONNY“ Premiere
Janko Kastelic am Klavier bei seinem Besuch beim „Online-Merker“

In Zürich hat er schon Don Carlo, Maskenball und Lohengrin (mit Luisi) einstudiert.

In Wien ist er auch Kapellmeister in der Hofburg.

MUSIKERZIEHUNG: Man kann nicht zu früh damit beginnen!

 

Emma (in Griechenland) ist viereinhalb Monate alt und interessiert sich bereits für Mozart. Copyright: Ηλίας Κορομηλάς 

___________________________________________________________

Österreichische Innenpolitik: Das Pilz-Video (etwa 30 Minuten lang), sei Ihnen drigend zur Information empfohlen

Pilz-Rücktritt im Video
Zum Video

Österreichischer Grünen-Gründer tritt nach Belästigungsvorf zurück
Frankfurter Allgemeine

Nachstehender Artikel hat mit Herrn Dr. Pilz nichts zu tun. Er behandelt einen anderen Fall.

Wien
Ehemalige ÖVP-Funktionärin beklagt sexuelle Belästigung
Die Zeitung „Österreich“ zitiert aus einem Gedächtnisprotokoll von Jutta Salzer, ehemals Obfrau der ÖVP-Frauen in Margareten, in dem sie zwei Parteikollegen belastet.
Die Presse

Heinrich Schramm-Schiessl hat sich auch Gedanken über die Vorfälle gemacht und kommt zu folgender Überlegung:

Fall 1 (Mitarbeiterin): Abgesehen davon, dass die Suppe relativ dünn ist, handelt es sich hier m.E. um eine typische Rachehandlung, weil sich jemand beruflich schlecht behandelt fühlt. Zweifelsohne sind die vorgeworfenen Verbalentgleisungen ziemlich grenzwertige Macho-Sprüche, aber sie als sexuelle Belästigung zu werten, scheint mir doch etwas übertrieben. Aber hier wurden offenbar auch verschiedene offene Rechnungen beglichen.

Fall 2  (Alpach): Dieser Fall, wenn er sich so abgespielt hat, fällt eindeutig in die Kategorie „Eigene Blödheit“. Letztlich war es offenbar eine „bsoffene Gschicht“, aber wenn ich ein prominenter Politiker bin, der noch dazu ständig so polarisiert, wie Pilz es tut, dann muss ich mich in der Öffentlichkeit – noch dazu an einem Ort, wo es von Journalisten nur so wimmelt – entsprechend zusammenreissen.

Daran erkenne ich erst, wie brav ich in solchen Fällen immer gewesen bin. Mitarbeiterinnen – sei es im Beruf, in der Politik wie auch beim „Online-Merker“ (beim Fußball war ich sowieso praktisch nur von Männern umgeben) – waren für mich immer tabu. Was freilich nicht heißt, dass auch mir nichts in die Schuhe geschoben hätte werden können – wenn ich mir das Pilz-Interview zu Gemüte führe und dem glauben kann. Aber offenbar habe ich entweder wirklich niemand wehgetan – oder ich war schlichtwegs zu uninteressant!

Einen schönen Sonntag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-november-2017


4. NOVEMBER 2017

by ac | 4. November 2017 07:45

Heute Premiere in Linz: Donald Trump als Herzog von Mantua? Foto/Linzer Landestheater/ Reinhard Winkler)

Die heutige Premiere derNeuinszenierung des italienischen Opernklassikers „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi am Linzer Musiktheater wird Assoziationen zum amerikanischen Präsidenten Donald Trump erlauben. In der Figur des Herzogs von Mantua sei die Ähnlichkeit mit lebenden Personen beabsichtigt, meinte Regisseur Andreas Baesler bei einem Pressegespräch zur bevorstehenden Premiere heute,  am Samstag, 4. November im Großen Saal des Landestheaters.

Linz/Landestheater: Donald Trump inspiriert Linzer „Rigoletto“-Produktion
Kleine Zeitung

WIENER STAATSOPER: Besetzungsänderung in „Un ballo in maschera“ an der Wiener Staatsoper (5. November 2017)

Paolo Rumetz kommt wieder unverhofft zu einer seiner Lieblingsrollen. Copyright: Wiener Staatsoper

Paolo Rumetz singt am Sonntag, 5. November 2017 (Vorstellungsbeginn: 16.00 Uhr) die Partie des Ankarström in „Un ballo in maschera“ anstelle des erkrankten Marco Caria und gibt damit sein Rollendebüt am Haus.

Einem Interview, das Paolo Rumetz dem Online-Merker“ gegeben hat, ist zu entnehmen, dass er sich nicht eben zum italienischen Buffo-Fach berufen fühlt, aber dieses, weil er eben dafür engagiert wurde, im Rahmen der Möglichkeiten bestens ausfüllt. Die Beharrlichkeit macht sich bezahlt, nun singt er „Rigoletto“, „Giorgio Germont“  – und morgen „schneit“ ihn wegen der Absage von Marco Caria der „Renato“ im „Ballo“ ins Haus!

„Wien modern“: Start mit Henze-Oratorium

 

Und: Musik (selbst, wenn es gar nicht die „Neueste“ ist!) hat den Finger am Pulsschlag der Zeit. Womit wir beim Eröffnungsabend im Großen Saal des Wiener Konzerthauses sind. Die „Nähe heutiger Flüchtlingsboote zum Floß der Medusa 1816“ ist evident. Die Fregatte  war auf ihrer Fahrt nach Afrika gekentert. Die Offiziere verfügten sich in die Rettungsboote, für die Besatzung und die Passagiere wurde ein  Floß gebaut. Das untaugliche Floß schaffte es aber nicht bis ans afrikanische Ufer, trieb im Gegenteil mit 150 Personen aufs offene Meer hinaus. Nach 13-tägigem „kannibalistischem Überlebenskampf“ schafften es gerademal 15 Passagiere, gerettet zu werden. Théodore Géricaults eindringliches Monumentalgemälde vom Untergang der Medusa aus dem Jahr 1819 (im Pariser Louvre ausgestellt) verliert mit diesem Wissen augenblicklich alles Museale …


Hans Werner Henze in den 60ern mit Ingeborg Bachmann. Copyright: Henze Stiftung

Zum Bericht von Karl Masek

Wien/ Konzerthaus: Politische Anklage? Eher Passionsmusik!
Henzes Oratorium „Floß der Medusa“ bei Wien modern im Konzerthaus.
Die Presse
Wien Modern: Auf der hohen See der Unmenschlichkeit
Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“ bei Wien Modern –
Der Standard

Österreich: Was von Kunstminister Thomas Drozda bleibt – und bleiben sollte

Auszug aus „Die Presse“: Hoffentlich der Ministerposten für Kunst und Kultur.

Die Journalistin, der diese Zeilen aus der Tastatur gehüpft sind, dürfte entweder keine Zeitung mit dem neuesten Stand der Verhandlungen zur Regierungsbildung lesen oder sonstwie auf dem  Mond angesiedelt sein.
Die Presse

München: Mutis Münchner Verdi-Requiem: Ein Fall für die Annalen
1981 debütierte Riccardo Muti beim BR-Symphonieorchester mit Verdis Requiem – eine legendäre Aufführung. 36 Jahre später nun eine ebenso bemerkenswerte Neuauflage.
Münchner Merkur
Die Macht des Unerhörten
Mit fast heiligem Ernst zeigt der italienische Dirigent Ricardo Muti im Herkulessaal in München mit dem BR-Symphonieorchester, dass Verdis ‚Requiem‘ keine Oper im Kirchengewand ist.
Sueddeutsche Zeitung

Klagenfurt: Neuinszenierung „WERTHER“
Anaik Morel und Attilio Glaser. Copyright: ORF

Das Ergebnis ist absolut hörenswert: Brillanz bis in die kleineren Partien! Attilio Glaser stattet den Haupthelden mit formschönen, ans Herz gehenden Schmelz- und Schluchzkantilenen aus, Anäik Morels Charlotte überzeugt durch herrliche Höhen und ein starkes, dunkel glühendes Fundament. Werthers (ob seiner Rolle arg unglücklicher) Widersacher Albert verkörpert John Brancy vokal vollendet, dabei emotional eindringlich zerrissen. Hervorragend auch Keri Fuge als Charlottes jüngere Schwester Sophie… (Quelle: Jörn Florian Fuchs in „Wiener Zeitung“)

Im Wald der großen Gefühle
Hochintensives Hörtheater: Jules Massenets „Werther“ am Stadttheater Klagenfurt.
Wiener Zeitung
Eine große Liebesgeschichte im Stadttheater
Die Oper „Werther“ von Jules Massenet wird seit Donnerstag im Klagenfurter Stadttheater gezeigt. Regisseur Vincent Huguet inszeniert die Geschichte einer großen, unmöglichen Liebe, die tragisch endet.
http://kaernten.orf.at/news/stories/2875563/

Dessau/ Berlin: Opernregisseur Johannes Felsenstein (73) gestorben
Der Musiktheaterregisseur Johannes Felsenstein ist tot. Er sei am Montag nach schwerer Krankheit in der Nähe von Berlin gestorben, teilte das Anhaltische Theater Dessau am Freitag mit. An dem Haus war Felsenstein von 1991 bis 2009 Generalintendant. Er wurde 73 Jahre alt.
Musik heute

Chicago: „Die Walküre“: Breaking with conventions in Lyric’s grand, gargantuan ‘Die Walkure’
The Valkyries with their bloody „heroes“ in the Lyric Opera of Chicago production of Richard Wagner’s „Die Walkure.“ | Cory Weaver

Breaking with conventions in Lyric’s grand, gargantuan “Die Walkure’
https://chicago.suntimes.com/entertainment/breaking-with-conventions-in

Magnificent singing vies with directorial excess in Lyric Opera’s variable “Walküre”
http://chicagoclassicalreview.com/2017/11/magnificent-singing-vies-with

Filme der Woche

FilmPoster Secret Man~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Damals, als Bob Woodward und Carl Bernstein (unvergesslich im Kino als Robert Redford und Dustin Hoffman) von der „Washington Post“ den Watergate-Skandal aufdeckten, kannte man weder den Namen des Informanten, dessen Deckname „Deep Throat“ lautete, noch den Begriff „Whistleblower“. Mittlerweile weiß man, dass ohne diese wackeren Leute, die von den Regierungen und Mächtigen gehasst und verfolgt werden, noch viel mehr Schmutz unter dem Teppich bliebe, als es vermutlich ohnedies der Fall ist.

Der Tipp über die Watergate-Schmutzerei der Nixon-Administration kam aus dem FBI direkt, und zwar von oberster Stelle: Mark Felt (1913-2008) war als FBI-Vizechef eine der höchsten Führungspersönlichkeiten, zumal nach dem Tod von Edgar Hoover (1972). Wie es dazu kam, dass er zum „Verräter“ wurde, versucht nun dieser Film des amerikanischen Regisseurs Peter Landesman zu klären, der als Spezialist für „kritische Themen“ gilt.

So ganz gelingt es ihm nicht – weder die Motivation von Felt (war er vielleicht doch verletzt, dass er nach Hoover nicht FBI-Direktor wurde?) noch die Ereignisse an sich, weder rund um Watergate (wo Nixon-Mitarbeiter vor seiner Wiederwahl 1972 in den Räumen der rivalisierenden Demokratischen Partei einbrachen, um dort Wanzen anzubringen), noch was im FBI selbst geschah. Durch diese Fülle von Personen und Intrigen ist kein Durchblick zu gewinnen. Aber ist es nicht bekanntlich so, dass selbst die Insider sich nicht auskennen, was dort vorgeht? Und das nicht nur, weil die Geheimnistuerei ja geradezu notorisch ist und jeder jedem alles unter dem Vorwand „It is classified“ verschweigt…

Österreich: Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen Parteichef Peter Pilz
Die Presse

Achtung: Programmänderung morgen/ Sonntag ORF 2! Neues Thema „IM ZENTRUM“ anlässlich des Rücktritts von Peter Pilz

Am 5. November um 22.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Anlässlich des Rücktritts von Peter Pilz ändert der ORF sein Programm und befasst sich „IM ZENTRUM“ mit den aktuellen Entwicklungen: am Sonntag, dem 5. November 2017, um 22.15 Uhr in ORF 2.

Was ist passiert? Angeblich hat Herr Pilz vor vielen Jahren 82013) in Alpbach einer Journalistin (oder einer Mitarbeiterin der Europäischen Volkspartei?) auf den Po (oder auch sonstwohin) gegriffen. Die Dame ging nach jahrelanger Nachdenkpause nun an die Öffentlichkeit. Hätte sie ihm damals eine berechtigte „Watschn“ geben, wären die beiden wohl quitt gewesen. Es fällt übrigens auf, dass solche Übergriffe oder auch bedenkliche bis unglückliche Sager vorerst „auf Eis gelegt werden“, um dann zu politisch günstigen Zeitpunkten hervorgeholt und aufgekocht zu werden.

Nun spielt dieser Po-Griff innenpolitisch in Österreich keine unwesentliche Rolle. Glücklich dieses Land, das von anderen Sorgen befreit bleibt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-november-2017


3. NOVEMBER 2017

by ac | 3. November 2017 08:12


Wiener Staatsoper: EISERNER VORHANG – 20 Jahre künstlerische Verhüllung

Reflexionen zu einem Kunstprojekt, zur Entstehung, zur Motivation und zu mehr oder weniger seriösen Stellungnahmen

...Das Jubiläumsexponat wurde vom international rennomierten Künstler John Baldessari geschaffen und stellt fotografisch die Graduation an einer amerikanischen Universität dar, bei der fünf Personen verschiedenfärbig unkenntlich gemacht bzw optisch hervorgehoben wurden.

Alle seit 1998 ausgestellten Werke können im Marmorsaal der Wiener Staatsoper im Rahmen der Ausstellung „Curtain – Vorhang“ besichtigt werden.

Das Projekt, den wunderschön gestalteten Brandschutzvorhang zu verstecken, geht auf die undifferenzierten, antifaschistischen Ansichten des damaligen Operndirektors Ioan Holender zurück. Da die Beseitigung des Originals aus Gründen des Denkmalschutzes nicht zulässig war, wurde von der Organisation „museum in progress“ die temporäre Verhüllung mit einem Werk der modernen Kunst angeregt und umgesetzt. Die ausgewählten Exponate lösen seither jedes Jahr sowohl begeisterte Zustimmung als auch leidenschaftliche Ablehnung aus – so gesehen also ein gelungenes Projekt.

Erfreulicherweise hat Dir. Holender im Jahre 2002 seine ablehnende Haltung überdacht und steht – wie auch sein Nachfolger Dir. Meyer – vorbehaltlos zur Erhaltung des Originalvorhanges und zur Akzeptanz des Künstlers…


„Der Eisenmenger“

Es muss aber erlaubt sein, die Sinnhaftigkeit und die Notwendigkeit dieser Maßnahme zu hinterfragen. Es scheint unumstritten, dass sich der von Rudolf Hermann Eisenmenger im Jahr 1955 gestaltete Vorhang mit Motiven aus der Gluck-Oper Orpheus und Eurydike hervorragend in das optische Konzept des Zuschauerraumes einfügt und auch die historische Bedeutung gibt diesem Kunstwerk einen besonderen Stellenwert. Die österreichische Bevölkerung hat in wirtschaftlich schweren Zeiten mit der „Goldplättchenspende“ die Finanzierung ermöglicht – diese Vorhanggestaltung stellt somit ein Symbol zur Identität, zur Zustimmung und zur Liebe zu diesem neu erstehenden Österreich dar. Mit etwas gutem Willen hätte man für die Präsentation von riesigen Kunstwerken auch wesentlich verhüllenswertere Lokalitäten (zB einen Flakturm) finden können…

Maria und Johann Jahnas machen den Versuch, die Sinnhaftigkeit dieser Verhüllungsgeschichte zu hinterfragen

Zu den Staatsopern-Reflexionen

Wiener Staatsoper: KATJA KABANOVA (erste Vorstellung der Serieam 1.11.)

 

Evelyn Herlitzius, Leonardo Navarro. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Auszug aus „Wiener Zeitung“: …Am Mittwoch hat dabei erstmals Evelyn Herlitzius die Schmerzensfrau verkörpert: Rein optisch ein zartes Pflänzchen, entfesselt sie vokal Bärenkräfte – so unbändig und grell, als könnte diese Kátja ihre Unterdrücker in Grund und Boden singen. Am tödlichen Ende vermag freilich auch dieses Energiebündel nichts zu ändern. Dabei berührt Herlitzius am stärksten, wenn sie Kátjas Schicksal in gedämpft-herben Noten besingt und dafür ihren Wagner-Panzer ablegt… (Quelle: Wiener Zeitung“)

Wien/ Staatsoper
Schlag auf Schlag
Packend: „Kátja Kabanová“ mit Evelyn Herlitzius an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

Wien/ Staatsoper: L’Italiana in Algeri“ – letzte Vorstellung in dieser Spielzeit (2.11)
Antonino Siragusa (Lindoro). Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Antonino Siragusa singt den Lindoro wie immer vom Feinsten, auch wenn die Stimme auch etwas viel Metall bekam. Immerhin singt er auch bereits Duca, Alfredo oder Rodolfo. Feine Piani weiß er immer zu spinnen und die Höhensicherheit ist ernorm. Dass er ein großartiger Komödiant ist, weiß man ja schon lange, er lässt keinen Scherz aus und animiert auch seine Kollegen…

Zum Bericht von Elena Habermann

Linz: „Rigoletto“ feiert Samstag Premiere in Linz
Die kommende große Opernpremiere im Musiktheater, Giuseppe Verdis „Rigoletto“, steht vor der Tür: Am Samstag hat Verdis Vertonung von Victor Hugos Drama „Der König amüsiert sich“ Premiere.
http://ooe.orf.at/news/stories/2875677/

Gelsenkirchen/ Musiktheater im Revier: MATHIS DER MALER (Neuinszenierung)

Die Wahl der Hindemith-Oper „Mathis der Maler“ am Musiktheater im Revier ist ein Reflex auf die Reformation vor 500 Jahren. Ob es noch weitere musikalische Bühnenwerke gibt, welche auf dieses Ereignis anspielen – womöglich unter dezidierter Nennung des Namens Martin Luther – ist nicht verlässlich zu sagen. Hindemiths Wunsch, eine historische Figur zum Opernmittelpunkt zu machen (außer an Matthias Grünewald dachte auch an Johannes Gutenberg), stieß weder bei seinem früheren Librettopartner Bertolt Brecht noch bei Gottfried Benn auf Interesse. So verfertigte sich Hindemith sein Libretto höchstselbst, wobei er sich an der Sprachform Friedrich Hölderlin orientierte. Es erfordert  also einige Aufmerksamkeit, dem Sujet (trotz hilfreicher Übertitel) auf der Spur zu bleiben. Und Hindemiths Musik ist bei allem dramatischen Aplomb  und klangfarblicher Schattierung  schon ein wenig spröde, zumindest in den ersten vier Bildern…

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

WIEN/ Konzerthau/ „Wien modern“ DAS FLOSS DER MEDUSA“ von Hans Werner Henze (2.11)
Gemälde von Géricault im Pariser Louvre

Karl Masek in seinem Bericht: Musik (selbst, wenn es gar nicht die „Neueste“ ist!) hat den Finger am Pulsschlag der Zeit. Womit wir beim Eröffnungsabend im Großen Saal des Wiener Konzerthauses sind. Die „Nähe heutiger Flüchtlingsboote zum Floß der Medusa 1816“ ist evident. Die Fregatte  war auf ihrer Fahrt nach Afrika gekentert. Die Offiziere verfügten sich in die Rettungsboote, für die Besatzung und die Passagiere wurde ein  Floß gebaut. Das untaugliche Floß schaffte es aber nicht bis ans afrikanische Ufer, trieb im Gegenteil mit 150 Personen aufs offene Meer hinaus. Nach 13-tägigem „kannibalistischem Überlebenskampf“ schafften es gerademal 15 Passagiere, gerettet zu werden. Théodore Géricaults eindringliches Monumentalgemälde vom Untergang der Medusa aus dem Jahr 1819 (im Pariser Louvre ausgestellt) verliert mit diesem Wissen augenblicklich alles Museale …

Zum Bericht von Karl Masek

Budapest: DIE HUGENOTTEN von G. Meyerbeer am 31.10.
Die Katholiken, weiß gekleidet. Copyright: Valter Berecz

Thematisch passend zum Gedenkjahr der Reformation kam die Budapester Staatsoper im Erkeltheater mit einer Neuinszenierung der „Hugenotten“ von Giacomo Meyerbeer heraus. Man sieht dieses Stück, welches der zur Zeit von Meyerbeer und gerade mit ihm als bedeutendem Komponisten in Paris tonangebenden Stilrichtung der „Grand Opera“ zuzurechnen ist, nicht allzu oft. Richard Wagner hatte bekanntlich seine Probleme damit. Er wollte das dramatische Musiktheater. Wenn man die Inszenierung von János Szikora in Budapest erlebt, fallen einem im ersten Teil vor allem die für die Grand Oper charakteristischen großen Tableaus und eine gewisse Statik des Geschehens auf (Choreografie Csaba Sebestyén)…

Zum Bericht von Dr. Klaus Billand

Prag/ Nationaltheater: EIN MASKENBALL

Wir haben auch noch einen für unsere Begriffe Uralt-Bericht anzubieten, stammend vom 13. Oktober. Das war zwei Tage vor der Nationalratswahl, also zu einem  Zeitpunkt, an dem die Welt für manche politischen Parteien noch in Ordnung war.


Veronika Dzhioeva (Amelia), Veronika Hajnová (Ulrica). Copyright: Patrick Borecki

…Im 2. Bild des 1. Aktes erfährt dieses Bühnenbild eine optische Akzentuierung nach dunkelrot durch eine bühnenbreiten Vorhang im Hintergrund, und Ulrica tritt in einem schwarzen Federkleid mit großen Flügeln auf, erfährt als Wahrsagerin also eine gewisse mystische Überhöhung – eine gute und zur Figur passende Idee!…

Zum Bericht von Klaus Billand

Davinia Rodríguez sings her first Marguerite in Italy

 

After opening the season at the historical Teatro San Carlo in Naples with one of the Verdi roles she has sung the most, Amelia Grimaldi in Simon Boccanegra, the Spanish soprano Davinia Rodríguez will remain in the country to continue to enchant the demanding Italian opera-goers.  Next December she will embark on a tour of Italy which will give her the opportunity of singing the role of Marguerite, in the opera Faust, by Gounod.

Davinia Rodriguez, Domingos Lady Macbeth im Theater an der Wien, war bereits bei uns in der Online-Merker-Galerie zu Gast. Entgegen Befürchtungen war die Sopranistin erfrischend unkompliziert, mein Enkel Raffael, mit dem sie spielte, schwärmt noch heute von ihr.
Davinia Rodriguez und Raffael Cupak (auf Geld bedacht). Copyright: Barbara Zeininger

HEUTE Premiere im Theater an der Wien, in der „unterirdischen Hölle“: DURCHS ROTE MEER (Konzeption Georg Wacks)
Georg Wacks und unser „Opernballer“ Christoph Wagner-Trenkwitz. Copyright: Barbara Zeininger

Bitte unbedingt vormerken:

 

Das Achileion ist ein Palast bei Gastouri, 7 km südlich der Inselhauptstadt Korfu, den die österreichische Kaiserin „Sisi“ (24.12. 1837 bis 26.9.1898) in den Jahren 1890 bis 1892 bauen ließ.
Sie besuchte es immer wieder, bis zu ihrem Tod im Jahr 1898. Im Rahmen des Griechischen EU-Ratsvorsitzes vom 24. bis 25 Juni 1994 war es Tagungsort.
Hier wurde u.a. der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union unterzeichnet

Damit schließe ich für heute und wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-november-2017


2. NOVEMBER 2017

by ac | 2. November 2017 07:40

Wiener Staatsballett: Kritiken über die Ballettpremiere des Wiener Staatsballetts online. Foto: Ricardo Leitner

WIEN/ Staatsoper: MacMillan – McGregor – Ashton / Première Vienna State Ballet Oct. 31st, 2017

Zur Kritik (in englischer Sprache) von Ricardo Leitner

Zum Tee nach Wien
Das Wiener Staatsballett zeigt einen dreiteiligen Abend mit Blick gen Großbritannien.
Wiener Zeitung
Mit Dolly ins virtuelle Paradies
Premieren-Triple „MacMillan/McGregor/Ashton“ des Staatsballetts im Haus am Ring –
http://derstandard.at/2000067007267/Mit-Dolly-ins-virtuelle-Paradies
Die Ballettmaschine
Die Presse

WIEN/ Volkstheater am 29.10.2017: „WELTSTAR-GALA“.ein besonderer Anlass, eine besondere Vorstellung: 25 Jahr-Jubiläum von Igor Zapravdin an der Wiener Staatsoper

Seit 25 Jahren spielt er so gut wie täglich in den Ballettsälen an der Wiener Staatsoper: Igor Zapravdin ist seit einem Vierteljahrhundert Korrepetitor mit Herz und Seele. Er arbeitet nicht nur für das Ballett, sondrn auch mit anderen Künstlern So ist er besonders stolz auf seine Zusammenarbeit mit Mstislav Rostropowitsch, Evgeny Nesterenko, Stella Grigorian oder Evgeny Dmitriev. Aus  Anlass seines Jubiläums wurde nun groß gefeiert: Kirill Kourlaev, ehemaliger Erster Solotänzer im Wiener Staatsballett und nunmehr Gründer und Geschäftsführer von Kourlaev & Esina Production GmbH (er leitet außerdem  seine Ballettschule „Danceworld“ und  hat auch schon zu seinen aktiven Tänzerzeiten das Elite-Lyzeum, ein internationales Bildungsinstitut, gegründet). Als Produktionsleiter organisiert er gemeinsam mit seiner Frau Olga Esina als künstlerischer Leiterin – sie ist Erste Solotänzerin im Wiener Staatsballett und derzeit noch in Babykarenz – diese Veranstaltung.
Igor Zapravdin in seinem Element: am Klavier in „La vida Breve“  mit Shino Takizawa. Copyright: Ashley Taylor

Zum Bericht von Ira Werbowsky

HEUTE Stream aus der Wiener Staatsoper: „L’ITALIANA IN ALGERI“

 

Die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper werden innerhalb von 72 Stunden auch zeitversetzt gesendet.

MEHR INFO

München/ Bayerische Staatsoper: LE NOZZE DI FIGARO (31.10.2017)


Olga Kulchynska (Susanna), Anne Sofie von Otter (Marcellina). Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Für die erste Neuproduktion der Saison 2017/2018 kehrte Regisseur Christof Loy, der in München schon einige erfolgreiche Inszenierungen gemacht hat, darunter den schon fast legendären „Roberto Devereux“, an die Bayerische Staatsoper zurück, diesmal für Mozarts „Le nozze di Figaro“. Er sieht das Werk einerseits als Kaleidoskop der vielschichtigen Erscheinungsformen von Liebe und Eros und andererseits als Ausdruck der Machtlosigkeit des Einzelnen im Kosmos. Statt die Geschehnisse selbst zu lenken, sind die Menschen selbst Spielball ihrer Ur-Emotionen oder gesellschaftlicher Konventionen. Dieses Ausgeliefertsein bringen Christof Loy und sein Bühnenbildner Johannes Leiacker sehr anschaulich zum Ausdruck, indem sie das Stück in einem immer größer werdenden Raum spielen lassen, in dem sich die Personen zunehmend verlieren…

Zum Bericht von Gisela Schmöger

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: LADY MACBETH VON MZENSK am 1.11.2017


Oben wird gefeiert, unten ärgert man sich, dass man nicht eingeladen ist – die Polizeiszene aus dem dritten Akt    © Wilfried Hösl

Das ist ganz schön harter Tobak für eine Allerheiligenvorstellung: so wenig Heil, so viel Unheil! Der einzige fühlende Mensch eine Doppelmörderin, die sich am Ende selbst umbringt und noch die neue Freundin ihres Geliebten mitnimmt. Für die Inszenierung hat man den Regie-Altmeister Harry Kupfer geholt, Premiere war am 28. November 2016. Zusammen mit dem Bühnenbildner Hans Schavernoch zeigt er das Drama einer Frau, deren Freiheitsdrang und Liebessehnsucht in einer von Männern bestimmten Gesellschaft sich nur durch Mord artikulieren kann und sie so in die Selbstzerstörung führt. Schostakowitsch steht eindeutig auf der Seite der Lady, die er als Opfer der sozialen Gegebenheiten darstellt…

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

Berlin/Philharmonie: Das Sankt-Nimmerleins-Fest
James Levine, vierundsiebzig, von schwerer Krankheit gezeichnet, debütiert am Pult der Staatskapelle Berlin mit Gustav Mahlers 3. Sinfonie – und die Uhren stehen still. Ein Jahrhundertkonzert
https://www.nzz.ch/feuilleton/das-sanktnimmerleinsfest-ld.1325601
Dirigent James Levine über die Staatskapelle Berlin: „Ihr Klang ist warm und voller Persönlichkeit“
James Levine im Gespräch mit Matthias Nöther
DeutschlandfunkKultur

LINZ: „Ein Reifenwechsel von vier auf drei Reifen“
Landestheater und Bruckner Orchester müssen im kommenden Jahr 2,4 Millionen Euro einsparen.

Landestheater-Intendant Hermann Schneider und sein kaufmännischer Direktor Uwe Schmitz-Gielsdorf zeigten gestern ihren Darstellern, wie man ratlose Gesichter macht. 2,4 Millionen Euro (von insgesamt 39 Millionen) muss die Theater und Orchester GmbH (TOG) mit dem angeschlossenen Musiktheater, Schauspielhaus, Bruckner Orchester und den Kammerspielen einsparen.

Wie sie das stemmen werden, wissen die beiden noch nicht – hier einige Vorstellungen weniger, dort eine reduziertere Ausstattung und eine Erhöhung der Musiktheater-Kartenpreise von 50 Cent bis zwei Euro –, einig sind sie in der grundlegenden Frage: Das Publikum soll den Sparstift nicht bemerken… (Quelle: Oberösterreichische Nachrichten

Ein Reifenwechsel von vier auf drei Reifen“
Landestheater und Bruckner Orchester müssen im kommenden Jahr 2,4 Millionen Euro einsparen.
Oberösterreichische Nachrichten

PEKING: Bitte vergessen Sie das Applaudieren nicht!
Einzug der Gäste ins Musik-Ufo: das National Centre for the Performing Arts nahe dem Tiananmen-Platz in Peking. (Bild: Geoffroy Schied / Lucerne Festival)

Auszug aus „Neue Zürcher Zeitung: …Das kleine Schild fällt kaum auf. In der Flut an blinkenden, piependen, unaufgefordert redenden oder auf andere Weise Beachtung fordernden Hinweisen, mit der in asiatischen Ländern das tägliche Leben (und manchmal das Überleben) geregelt wird, wirken die beiden betenden Hände nachgerade leise. Wer immer dieses leuchtende Icon entworfen hat – ihm stand sein Dürer wohl vor Augen. Ein Moment von Andacht, ja Adoration strahlen die elegant stilisierten Hände aus. Freilich ist es mit deren Stille nicht so weit her, wie man auf den ersten Blick meint; die Hände beten nämlich keineswegs, sie applaudieren.

Bitte vergessen Sie das Applaudieren nicht!
Die erste Asientournee des Lucerne Festival Orchestra mit seinem neuen Chefdirigenten Riccardo Chailly eröffnet widersprüchliche Blicke in die Zukunft des Musikbetriebs
Neue Zürcher Zeitung

INTERVIEW: Maja Weber: Mein Cello ist ein Werkzeug mit riesigen Möglichkeiten
Maja Weber und ihr berühmtes Cello. Foto: privat

Zum Interview (Maja Weber mit Stefan Pieper)

Film/ Musical: Philipp Stölzl bringt Udo-Jürgens-Musical ins Kino
Regisseur Philipp Stölzl („Der Medicus“) bringt das Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“ auf die Kinoleinwand. Das Bühnenstück, das 2007 in Hamburg uraufgeführt wurde und auch in Österreich erfolgreich lief, stammt aus der Feder des österreichischen Autors und Schauspielers Gabriel Barylli sowie des aktuellen Intendanten der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), Christian Struppeck.
Kleine Zeitung
Eklat in Ägypten: Zerrissene Jeans: „Vergewaltigungen sind Pflicht“

Ein Anwalt hat mit seinen Aussagen in einer Talkshow eine Welle der Empörung in Ägypten ausgelöst: Der für seine konservativen Ansichten bekannte Jurist Nabih al-Wahsh sagte während der TV-Diskussion, dass es eine „nationale Pflicht“ sei, Frauen zu vergewaltigen, die etwa zerrissene Jeans tragen. Er begründete dies damit, dass Frauen mit solch freizügiger Kleidung Männer buchstäblich dazu einladen würden, sie zu belästigen.
http://www.krone.at/596305

Verrückt! Krank! In letzter Zeit gibt es aber offenbat kein anderes Thema. Auch das halte ich für überzogen! Das richtige Maß zu finden, ist offenbar ganz schwierig.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-november-2017


1. NOVEMBER 2017 (Allerheiligen)

by ac | 1. November 2017 07:46

 

Um sich der Heiligen und Märtyrer zu besinnen, führte man im Osten bereits im 4. Jahrhundert jährliche Gedenktage ein (jeweils an ihren Sterbetagen). Da es aber mit fortschreitender Zeit unmöglich schien, jedem der Heiligen einen eigenen Tag des Gedenkens zu widmen, wurde Allerheiligen als Fest geschaffen. Es zählt der Gedanke, dass wir alle mit den Heiligen in der Gemeinschaft der Kirche verbunden sind…

Ob meine Vorfahren alle Heilige waren, weiß ich nicht (man soll bekanntlich nicht von sich auf andere schließen), zumindest waren sie aber Menschen, die ihr Möglichstes für Familie und Gemeinschaft getan haben. Heute stehen für mich auch Friedhofsbesuche näherer Verwandter (der nächsten habe ich schon gedacht) und Freunde auf dem Programm. In meinem Alter wird die Liste der zu Besuchenden leider immer länger.

HEUTE: Kátja Kabanová an der Wiener Staatsoper – mit Besetzungsänderung
Evelyn Herlitzius. Copyright: Privat

Leoš Janáčeks  KÁTJA KABANOVÁ kehrt am Mittwoch, 1. November 2017 zurück auf die Staatsopernbühne: Erstmals ist in der Titelpartie Evelyn Herlitzius im Haus am Ring zu erleben. Herbert Lippert singt anstelle des erkrankten Tomislav Mužek den Boris und gibt damit sein Rollendebüt am Haus, ebenso wie Janina Baechle als Kabanicha, Leonardo Navarro als Tichon, Carlos Osuna als Kudrjáš, Alexandra Yangel als Glaša und Simina Ivan als Fekluša. KS Wolfgang Bankl verkörpert den Dikoj und Margaret Plummer die Varvara. Graeme Jenkins leitet erstmals Kátja Kabanová an der Wiener Staatsoper. Reprisen: 4. und 7. November

 

Die Vorstellung am 7. November wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.

Wiener Staatsoper: Längerfristige Besetzungsänderungen

Besetzung Otello und Rigoletto an der Wiener Staatsoper

Dalibor Jenis singt den Jago in Otello am 12., 15., 18. und 22. März

2018 anstelle von Dmitri Hvorostovsky, der, wie bereits bekannt gegeben, seine Auftritte im Haus am Ring auf Grund seiner schweren Erkrankung bedauerlicherweise absagen musste. In Rigoletto am 31. Mai, 3., 7. und 10. Juni 2018 übernimmt an seiner Stelle Paolo Rumetz die Titelpartie.

Wiener Staatsoper: „TOSCA am 30.10.

Aus dem Bericht von Wolfgang Habermann: Diesmal war Adrianne Pieczonka die Tosca. In ihrer Darstellung eher die reife Diva und nicht ein zickiges Sternchen. Eifersüchtig wacht sie über ihren jüngeren Geliebten und ist stimmlich vor allem in der Mittellage überzeugend. In den Höhen wird die Stimme meist schrill und scharf. Der jugendliche Idealist und Maler ist bei Yonghoon Lee bestens aufgehoben. Er besitzt eine schöne durchschlagskräftige Spintostimme, ohne sich dabei nur auf das Forte zu verlassen. Schon im Recondita armonia setzt er bewusst auf Pianophrasen und kann diese auch im dritten Akt meist sehr effektvoll einsetzen. Die überlangen Fermaten an den Arienschlüssen zeugen von einer tenoralen Effekthascherei, aber wer hat, der hat. Den Scarpia zeichnet Ambrogio Maestri als machtbewussten Genussmenschen, der es sicher lieber gesehen hätte, sein Souper im zweiten Akt zu beenden, ehe er sich mit seinen sexuellen Übergriffen beschäftigt. Stimmlich bleibt er dabei der Adelige, der versucht, mit sanftem Schmeicheln an sein Ziel zu gelangen. Dass das nicht an mangelndem Stimmvolumen liegt, beweist er eindrucksvoll im machtvollem Te Deum…

Zum Bericht von Wolfgang Habermann

HEUTE in der Wiener Hofburgkapelle: „J. Brahms – Ein Deutsches Requiem“
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Mittwoch, 1.11. um 11:00 in der HofburgkapelleDas Allerheiligen-Konzert der Wiener Staatsoper hat eine lange Tradition und wurde vom ORF bis in Mitte der 80er Jahre live übertragen. Auch heuer in hervorragender Besetzung:
Camilla Nylund – Sopran
Adrian Eröd – Bariton
Klavier: Eduard und Johannes Kutrowatz
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Dirigent: Ernst Raffelsberger

RSO Eröffnungskonzert Wien Modern: Dietrich Henschel springt für erkrankten Matthias Goerne ein

 

Matthias Goerne kann aus gesundheitlichen Gründen bei der Aufführung von Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“ im Eröffnungskonzert Wien Modern am 2. November im Wiener Konzerthaus leider nicht mitwirken. Wir bedauern das sehr und wünschen ihm herzlich gute Genesung. Dankenswerterweise hat sich der international renommierte Bariton Dietrich Henschel bereiterklärt, den großen Solopart des Jean-Charles sehr kurzfristig zu übernehmen.

Wien Modern
Wien Modern: Die Entführung der Ohren
Bernhard Günther möchte bei Wien Modern alle Sinnlichkeit der neuen Musik zelebrieren.
Die Presse
30. Ausgabe des Festivals Wien-Modern beginnt im Konzerthaus
Salzburger Nachrichten

München „Habemus Konzertsaal“: Horst Seehofer auf Ego-Trip: So will München bezüglich Konzertsaal Hamburg mit dessen „Elphi“ überholen.

Die Stadt hechelt vor Freude. Die Architekturkommission hat sich entschieden. Endlich darf München nachlegen mit dem, was die einen schon länger – Berlin, Köln, Porto, Tokio, Luzern, Singapur – und die anderen seit Kurzem – Reykjavik, Kopenhagen, Paris, Hamburg – haben.

Nicht, dass man mit dem nun ab 2020 für wohl 300 Millionen Euro von der Stadt zu sanierenden Gasteig, dem Herkulessaal und dem Prinzregententheater keine repräsentativen Klassikspielstätten für die 1,5 Millionen Einwohner hätte. Aber das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (der selbst nicht bauen darf) wollte unbedingt was Eigenes, und der geltungssüchtige CSU-Staat sah sich gegenüber anderen Metropolen irgendwie im Zugzwang. So will Noch-Ministerpräsident Horst Seehofer wenigstens an dieser Front, an der seit 15 Jahren heftigst debattiert und gestritten wurde, landesherrschaftlich einen schöngeistigen Sieg einfahren... (Quelle: „Die Welt“)

Mit diesem Konzertsaal will München die Elbphilharmonie schlagen
Die Welt

OPER GRAZ: NOTTE ITALIANA am kommenden Freitag. Figaro Premiere bereits am Donnerstag

„Nach-Trovatore-Party„. Copyright: Oper Graz

Nach der großen italienischen Oper „Il Trovatore“ wird die Studiobühne am kommenden Freitag in eine italienische Nacht verwandelt. Fühlen Sie sich wie Sophia Loren und lassen Sie ihre Hüften zu „Mambo Italiano“ und „Felicita“ kreisen! Der passende Mottococktail und eine Überraschung zur Begrüßung warten auf Sie! Um nur € 9 zusätzlich zum regulären Vorstellungsticket können Sie den Besuch der Oper Graz tanzend verlängern und mit Italo-Hits Urlaubsstimmung aufkommen lassen.

Fr, 3. Nov 2017, ab 22 Uhr, Studiobühne
Nur in Kombination mit einem Vorstellungsbesuch von „Il Trovatore“ an der Oper Graz

Mehr Informationen

Premiere LE NOZZE DI FIGARO AM DONNERSTAG, 2. NOVEMBER

Musikalische Leitung: Marco Comin, Inszenierung: Maximilian von Mayenburg.

Graf Almaviva: Markus Butter, Gräfin Almaviva: Oksana Sekerina, Susanna: Tetiana Miyus, Figaro: Peter Kellner, Cherubino: Anna Brull, Marcellina: Yuan Zhang, Bartolo: Wilfried Zelinka, Basilio: Manuel von Senden, Don Curzio: Albert Memeti, Barbarina: Lalit Worathepnitinan, Antonio: David McShane.

Mehr Informationen

Der Frau Worathepnitinan rate ich an, ihren Namen etwas zu vereinfachen. Obwohl, ich habe drei Mal versucht, mir dabei nicht die Zunge gebrochen – es ginge also auch so! Sollte es aber Kalkül sein, mit diesem Namen aufzufallen, ist die Rechnung auch aufgegangen.

Oper Köln verwechselt Komponisten – Richard Strauss statt Johann Strauss

Die Kölner Oper hat sich mal wieder vertan: Die Operette „Die Fledermaus“ wurde auf Facebook fälschlicherweise Richard Strauß zugeordnet. Kulturbeflissene User haben das natürlich sofort gemerkt.
Johann oder Richard – Hauptsache Strauß!
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/johann-oder-richard

Johann und Richard werden oft verwechselt, natürlich nur von Leuten, die Oper bzw. Operette eher fernstehen. Die „musikalische Handschrift ist für Insider natürlich unverwechselbar. Zudem soll auch Johann Strauss nicht mit ß, sondern wie Richard mit „Doppel s“ geschrieben haben.

Nun möchte ich gar nicht wissen, wieviele Mitarbeiter im technischen Bereich der Wiener Staatsoper mit Oper so gar nichts „am Hut haben“ – brauchen sie auch gar nicht, wenn sie gute Aebeit leisten und die Direktion  sie nicht direkt im Publikumsdienst einsetzt. Im Medienbereich braucht man aber profunde Kenner. Die sind in den meisten Häusern auch vorhanden, soviel ich weiß ist das aber nicht der erste diesbezügliche Vorfall in Köln.

LONDON: Lucia di Lammermoor – bloody and convincing
Vocal fireworks … Lisette Oropesa (Lucia) and Christopher Maltman (Enrico) in Lucia di Lammermoor at the Royal Opera House, London. Photograph: Tristram Kenton for the Guardian

Lucia di Lammermoor review – bloody and convincing
The Guardian
Lucia di Lammermoor review at Royal Opera House, London – “a triumph’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/lucia-di-lammermoor-review

Sydney: Review: Anna Netrebko & Yusif Eyvazov (Frontier Touring)
http://www.limelightmagazine.com.au/live-reviews/review-anna-netrebko

Ausstellungen/ Kunst: WIEN/Dorotheum: Versteigerung echter Totenköpfe in letzter Minute gestoppt
Auszug aus „Der Standard“ Auch im Hinblick auf das aktuelle Angebot einer am 31. Oktober anberaumten Versteigerung („Tribal & Curiosity Sale“), in der Totenköpfe aus Borneo, Neuguinea, Nigeria und den Philippinen einen neuen Besitzer gesucht hätten: Sie stammen aus einer europäischen Privatsammlung, gastierten 2004 in einer Ausstellung in Paris und sollten jetzt zwischen 3.000 und 12.000 Euro je Stück einspielen. „Die Versteigerung menschlicher Ahnen- und Trophäenköpfe und so genannter Schrumpfköpfe“ sei „pietätlos und eine Grenzüberschreitung“, kritisierten die Wiener Grünen in einer Aussendung. Es sei skandalös, da „rituelle Gegenstände und menschliche Leichenteile zu folkloristischen Wertgegenständen“ entfremdet würden, mokierte sich die Menschenrechtssprecherin Faika El-Nagashi. Historische Trophäen Eine Stunde vor Start der Auktion entschloss sich das Auktionshaus die betreffenden Objekte zurückzuziehen – derstandard.at/2000066915314/Dorotheum-Kunsthandel-mit-Leichenteilen

Österreich: Wahl zum „Wort des Jahres“ gestartet

Auszug aus „Die Presse“: Von „anpatzen“ über „Vollholler“, „Wahlkrampf“ oder auch „Erregungsmauer“ oder „Trumpeltier“ – das heurige Wahljahr dominiert auch die Auswahl zum Wort des Jahres 2017. Die Forschungsstelle Österreichisches Deutsch der Uni Graz hat in Kooperation mit der APA wieder eine Liste mit Kandidaten zusammengestellt.

Gesucht wird heuer der Nachfolger vom Vorjahressieger „Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung“. Das Wort des Jahres soll 2017 von besonderer Bedeutung sein, im öffentlichen Leben des Landes häufig Verwendung finden oder gefunden haben und/oder besondere sprachliche Qualitäten aufweisen. Abgestimmt werden kann online auf www.oewort.at. Am 7. Dezember will die Jury mit Forschungsstellenleiter Rudolf Muhr an der Spitze das Ergebnis bekanntgeben.

Vollholler“ und „Trumpeltier“: Wahl zum Wort des Jahres gestartet
Es ist ein Nachfolger für den Vorjahressieger „Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung“ gesucht.
Die Presse

„Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung“ – das war wirklich stark. „Vollholler“ ist dagegen ein schwacher Abklatsch, von „Trumpeltier“ gar nicht zu reden.

Haben Sie einen schönen Tag und besuchen Sie Ihre Erblasser – besonders wenn Sie mehr als Schulden geerbt haben!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-november-2017-allerheiligen


31. OKTOBER 2017

by ac | 31. Oktober 2017 07:27

HEUTE Ballettpremiere an der Wiener Staatsoper. Copyright: Wiener Staatsoper/ Taylor

Dieser Ballettabend steht im Zeichen des Britischen Balletts: Mit „Concerto“ – einem abstrakten Ballett im neoklassischen Stil – von Sir Kenneth MacMillan, „Eden|Eden“ – einem Werk, das ethische Aspekte des Klonens thematisiert – von Wayne McGregor (*1970) und „Marguerite and Armand“ – einem Stück, das ursprünglich für M. Fonteyn und R. Nurejew kreiert wurde – von Sir Frederick Ashton sind drei „Generationen“ einer beeindruckenden choreographischen Tradition vertreten: British Ballet at its best.

„Eden Eden“. Copyright: Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

Staatsballett: Britisch mit Maschine
Erster Ballett-Premierenabend der frischen Saison mit u.a. Nina Poláková, Denys Cherevychko, Natascha Mair, Rebecca Horner und Jakob Feyferlik –
http://derstandard.at/2000066909755/Staatsballett-Britisch-mit-Maschine

Probenvideo 1

Probenvideo 2

 

Wiener Staatsoper: Erste Etappe der Renovierungsarbeiten abgeschlossen


Restauratoren bei der Arbeit. Bildquelle: APA/HANS KLAUS TECHT

Die Wiener Staatsoper erhält zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum ein großzügiges Geburtstagsgeschenk: Bis 2019 werden Vestibül, Schwindfoyer sowie die Loggia einer gründlichen Restaurierung unterzogen. „Ein Traum hat sich verwirklicht“, freute sich Direktor Dominique Meyer bei einer Begehung der Baustelle mit Journalisten am Montag.

Es ist eine Tragödie, dass die Menschen nie nach oben schauen. Die Staatsoper ist schön, aber in keinem guten Zustand“, sagte Meyer. Mit aufwendiger Detailarbeit wird in der Staatsoper Stuck, Marmor und Naturstein wieder zu alter Pracht verholfen. Die Bundestheater-Holding hat die Restaurierung der Repräsentationsräume mit Gesamtkosten von 1,1 Mio. Euro finanziert – 58.000 Euro davon stammen von der österreichischen Gesellschaft der Denkmalfreunde.

James Levine war „eine Ewigkeit“ nicht in Europa. Heute dirigiert er in Berlin Mahler
James Levine. Copyright: Metopera

Berlin/ Philharmonie: James Levine und die Persönlichkeit des Klangs
Eine Ewigkeit war James Levine nicht mehr in Europa: Am Dienstag dirigiert er die Staatskapelle mit Mahler in der Philharmonie.
Berliner Morgenpost

Dresden/ Semperoper: GÖTTERDÄMMERUNG (29.10.2017)

Die erste von zunächst drei Aufführungen (29.10., 1.11., 5.11.2017) war bereits ein Paukenschlag, bevor sich dann im Januar und Februar 2018 der Vorhang für zwei zyklische Aufführungen des gesamten „Ringes“ (der innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft war) hebt.

Zum Bericht von Ingrid Gerk

Prag: Don Giovanni: Plácido Domingo fulfills a dream in Prague
bachtrack

München streitet über den „Schneewittchen-Sarg“
Ein „Schneewittchensarg“, eine „Glasscheune“, „Seehofers Gewächshaus“ oder „transparenter Klangspeicher“ – seit Freitagabend ist der siegreiche Entwurf für Münchens neues Konzerthaus bekannt, und schon wird in der Stadt und in den sozialen Medien heftig gestritten über die Qualität des Entwurfs, mit dem die Vorarlberger Architekten Cukrowicz Nachbaur gewannen
Sueddeutsche Zeitung
Ein Entwurf, der viel ermöglicht
Sueddeutsche Zeitung

Stuttgarter Ballett: 50 Jahre Crankos „ONEGIN“ – der Auslöser eines Ballettwunders

„…das Glück war möglich, es war so nah…“ Tatjana (Alicia Amatriain) und Onegin (Friedemann Vogel). Foto: Stuttgarter Ballett

 Die Urfassung von John Crankos Puschkin-Klassiker hatte zwar schon 1965 eine wenig erfolgreiche Premiere, doch gefeiert wird nun das Jubiläum der überarbeiteten Version (u.a. fiel der Prolog weg), die zwei Jahre später erstmals zur Aufführung kam und wiederum zwei Jahre später bei einer USA-Tournee der Stuttgarter Compagnie  bei der dortigen Presse zur Bezeichnung „Ballettwunder“ verhalf. Dass es gerade dieses Stück und nicht die beim breiten Publikum noch berühmteren Shakespeare-Adaptionen waren, die zu dieser folgenreichen Begeisterung geführt haben, liegt bei genauerer bzw. langjähriger Betrachtung auf der Hand

Zum Bericht von Udo Klebes

Zum Bericht von Dana Marta

Der BALLETTBLOG von Ricardo Leitner ist auch bereits online:

https://www.attitude-devant.com/blog/2017/10/30/space-reserved-for-interview-matt-golding

LINZ: Samstag Premiere „Rigoletto“

Linz/Musiktheater „Rigoletto ist viel intensiver als Falstaff“
Der italienische Bariton Federico Longhi feiert am 4. November mit „Rigoletto“ in Linz Premiere
https://volksblatt.at/rigoletto-ist-viel-intensiver-als-falstaff/

Linzer Opernstudio: Für dieses talentierte Opern-Sextett geht es ab sofort um alles
Opernstudio: Gregor Horres über seine zweijährige Mission, aus Talenten künftige Stars zu machen
Oberösterreichische Nachrichten

ATHEN/ Greek National-Opera: RIGOLETTO am 29.10.2017

Die Griechische Nationaloper steigert mit Beginn der ersten Saison im neuen Haus die Frequenz der Aufführungen. So gelangen nun einige erprobte Kassenschlager auf die Bühne, welche das Haus füllen und, was eher von Interesse ist, ein mehr an unterschiedlichen Stimmen zu Gehör bringen. Die letzte Serie der „Rigoletto“-Inszenierung von Nikos S. Petropoulos liegt noch nicht lange zurück. Man kann beim besten Willen nicht sagen, dass deren Übersiedlung ins Stavros Niarchos Kulturzentrum die Attraktivität der Produktion steigern würde…

Zum Bericht von Ingo Starz

Wien: Das bereits traditionelle WEIHNACHTSKONZERT von Clemens Unterreiner ist bereits terminisiert: 20. Dezember

Traditionell ist in Österreich etwas, das öfter als ein Mal stattfindet

plakat2017

Bis Weihnachten ist zwar noch ein wenig Zeit, doch wir würden Sie sehr gerne jetzt schon höflich auf folgende drei besondere Termine hinweisen.

Wir (das Unterreiner-Management) laden am 7.11 um 10:30 zum CD – Frühstück und präsentieren dabei die neue Weihnachts-CD und informieren auch über das heurige Weihnachtskonzert.

Weiters laden wir Sie am 14.11 um 19 Uhr zur Charity-Gala ins Café Oper Wien ein, wo Sie nicht nur großzügig kulinarisch verwöhnt werden, sondern künstlerische Darbietungen genießen und vor allem tolle Preise für die gute Sache ersteigern können. Und am 20.12 findet wie immer das traditionelle Weihnachtskonzert in der Lutherischen Stadtkirche in Wien statt.

Wien/ Kosmos-Theater: Männer von der Bewerbung um den Direktionsposten ausgeschlossen

 

Wien/ Kosmos-Theater
Veronika Steinböck übernimmt Wiener Kosmos-Theater
Gründungsmitglied Barbara Klein zieht sich im März nach 18 Jahren zurück –
Der Standard
Subtile Veränderungen
Veronika Steinböck heißt die neue Leiterin des Kosmos Theaters in Wien. Die gebürtige Wienerin löst, wie am Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben wurde, Barbara Klein ab
Wiener Zeitung

Ich entschuldige mich dafür, als Mann geboren worden zu sein“ – so begann eine mittlerweile historische Rede vor einem österreichischen Parteitag.  Das Ergebnis der Misserfolgsgeschichte ist zumindest in Österreich bekannt!

Natürlich waren Männer nicht offiziell von der Bewerbung ausgeschlossen, aber es war klar, dass ihre Bewerbung „Leerkilometer“ sind.

Österreich: Der neue Teamchef heißt Franco Foda!
Jetzt ist es fix! Der neue österreichische Fußball-Teamchef heißt Franco Foda! Der 51-jährige Deutsche, der den SK Sturm Graz als Coach zu je einem Meistertitel und einem Cup-Triumph führte, übergibt seinen Herzensklub in andere Hände, um die Nachfolge von Marcel Koller als „oberster Fußballtrainer“ des Landes anzutreten. Foda erhielt einen Vertrag bis zum Ende der EM-Qualifikation 2019.
http://www.krone.at/596004

HEUTE: Saures zu Halloween. Polizei warnt: Streich wird schnell zur Straftat
Halloween steht vor der Tür und damit auch so manch strafbarer Streich von Kindern und Jugendlichen, vor denen das Bundeskriminalamt (BK) auf seiner Internetseite warnt. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten „mit ihren Kindern klärende Gespräche führen“, so der Ratschlag. Die Polizei werde verstärkt Streifen im Einsatz haben und bei Strafrechtsdelikten einschreiten. Eine Kostümierung ist zu Halloween – trotz des Burkaverbots – nicht strafbar, da diese unter die Ausnahme „Tradition“ falle.
http://www.krone.at/595633

Dem alten Kelten-Brauch entsprechend (eigene Ideen haben die US-Amerikaner offbar nur bedingt) besuchen in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November die Toten ihre Nachkommen (diese revanchieren sich dann zu Allerheiligen mit einem Friedhofsbesuch). Seit Jahren halte ich das etwas anders: Ich besuche so gegen 23 h meine Ahnen in der Familiengruft am Fuße des Riederbergs (NÖ), dafür erspare ich mir den Besuch tags darauf! Die Blödelei mit den Kürbissen ist für mich nicht der ultimative Kick, sondern eine Spielerei für Kinder!

Ach ja, heute ist auch Weltspartag! Dieser ist bereits total aus der Mode gekommen, es sparen nur mehr Leute, die nicht rechnen können!

Einen schönen Weltspar- und Halloween-Tag wünscht

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/31-oktober-2017


30. OKTOBER 2017

by ac | 30. Oktober 2017 08:14

 

Star-Auflauf in Hamburgs Elbphilharmonie: Der deutsche Tenor Jonas Kaufmann, der britische Geiger Daniel Hope und die US-amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato sind am Sonntagabend mit dem Musikpreis Echo Klassik ausgezeichnet worden.
Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano, der als „Dirigent des Jahres“ geehrt wurde, eröffnete mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg die Gala.

„Echo-Klassik“: Viele Stars der Klassikwelt in der Hamburger Elbphilharmonie
Star-Auflauf in Hamburgs Elbphilharmonie: Der deutsche Tenor Jonas Kaufmann, der britische Geiger Daniel Hope und die US-amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato sind am Sonntagabend mit dem Musikpreis Echo Klassik ausgezeichnet worden. Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano, der als „Dirigent des Jahres“ geehrt wurde, eröffnete mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg die Gala.
Kleine Zeitung

Jonas Kaufmann, der in der Kategorie „Bestseller des Jahres“ für sein Album „Dolce Vita“ zum achten Mal einen Echo Klassik erhielt, sagte:
„Ich bin unheimlich gerührt, obwohl ich das schon sieben Mal erlebt habe. Trotzdem ist das jedes Mal wieder wunderschön.“ Der 48-Jährige kündigte an, im kommenden Jahr mit dem Album auf Tournee zu gehen und dann auch in der Berliner Waldbühne aufzutreten.

Unsere Leserin Waltraud B. ortet Fehler in der Presseaussendung:

„Der 48-Jährige kündigte an, im kommenden Jahr mit dem Album auf Tournee zu gehen und dann auch in der Berliner Waldbühne aufzutreten. “ Kaufmann hat angekündigt, dass „endlich“ das Konzert zur CD kommt, uns zwar auf der Walbühne. Er hofft auf gutes Wetter.
Bitte genau hinhören und genau wiedergeben

Die Tournee ist das Italienische Liederbuch von Hugo Wolf. Darüber hat er aber nicht gespochen.

WIEN/ Staatsoper: Heute wird TOSCA gestreamt
Copyright: Wiener Staatsoper

Heute um 19,30 h wird „Tosca“ aus der Wiener Staatsoper gestreamt (Pieczonka, Lee, Maestri)

Anmeldung: http://www.staatsoperlive.com/de/

Stuttgart: HÄNSEL UND GRETEL – ein zwiespältiger Kompromiss. (Vorstellung am 26.10.2017)

Jetzt hat es aber einmal genug zu sein mit der Serebrennikov-Show, die die Staatsoper Stuttgart abzieht.
Hänsel und Gretel“ – halbszenisch. Copyright: Thomas Aurin

Auch wenn jedoch die unter dem Vorwurf der Veruntreuung von Steuergeldern für künstlerische Zwecke erfolgte Festsetzung Serebrennikovs als Frage einer einschränkenden Freiheit der Kunst zum Politikum und damit branchenübergreifend bekannt geworden ist, und die Stuttgarter Oper zur Würdigung des Regisseurs verschiedener Sparten in einer Retrospektive als Rahmenprogramm einige seiner Arbeiten präsentiert, darf nicht er, sondern nur das gespielte Werk im Mittelpunkt stehen. Und das tut es in dieser Form leider nicht immer, weil der erzählende Film als visuelles Beiwerk  manchmal deutlich über das Live-Geschehen und die musikalische Wiedergabe dominiert…

Zum Bericht von Udo Klebes

HAGEN: TOSCA. Premiere am 28.10.2017

Der 3. Akt ist in Hagen dann wirklich ganz große Show, bei der sich Wirklichkeit und Halluzination mischen. Der eigentlich tote Lüstling Scarpia übernimmt die Rolle des Schließers, wird von der Kostümbildnerin Anna Siegroth mit schwarzen Flügeln in einen Todesengel verwandelt, lenkt – Charon gleich – die Liebenden auf einem Boot, zu welchem nun ein schon vorher symbolisch genutztes Riesenkreuz geworden ist, in die vermeintliche Freiheit. Das Hagener Publikum zeigte sich von der eigenwilligen Deutung fasziniert…

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

Hagen zeigt Oper Tosca als Psychoschocker
Das Theater Hagen verortet Puccinis Oper „Tosca“ im eigenen Haus und erzählt die Geschichte als Psychoschocker. Wir verraten, warum das Publikum im Stehen applaudiert
https://www.wp.de/staedte/hagen/hagen-zeigt-oper-tosca-als-psychoschocker

FREIBERG/Mittelfränkisches Theater: DIE VERKAUFTE BRAUT. Premiere am 28.10.2017
Die Zirkus-Szene. Copyright: Mittelfränkisches Theater Freiberg

Zum Bericht von Manuela Miebach

GIESSEN/ Stadttheater: EIN HERBSTMANÖVER. Operette von Emmerich Kálmán. Premiere am 28.10.2017
Copyright: Stadttheater Gießen

Zum Bericht von Christian Konz

GRAZ: OKSANA LYNIV: „Im Graben bin ich die Partnerin für die Sängerinnen und Sänger“

Ein Gespräch mit der neuen Chefdirigentin der Grazer Oper und des Grazer Philharmonischen Orchesters

Das Gespräch mit Oksana Lyniv hat Konstanze Kaas für den OnlineMERKER geführt.

ZUM INTERVIEW Oksana Lyniv mit Konstanze Kaas

Berlin/Philharmonie: Ton Koopman dirigiert Bachs h-Moll-Messe, 28.10.2017
Ton Koopman. Copyright: Eddy Posthuma de Boer.

Bachs h-Moll-Messe – das ist sein opus magnum und sein sorgsam gearbeitetes Vermächtnis an die Nachwelt – an die Komponierenden, die Singenden und die Hörenden. Stets bildet diese Messe den Abschluss beim Bachfest Leipzig. In vielen Ländern wird sie aufgeführt, nun endlich auch wieder in der Berliner Philharmonie unter der Leitung des holländischen Alte-Musik-Spezialisten und Leiters des „Amsterdam Baroque Orchestra & Choir“ Ton Koopman

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Jelinek inszenierte Trumps Welt als „Muppet Show“ in Hamburg

Volles Schauspielhaus in Hamburg. Bildquelle: APA (dpa)/Axel Heimken

Hamburg (APA/dpa) – Eine erste Lesung gab es schon im März in New York, im Sommer dann strahlte der Bayerische Rundfunk eine Hörspielfassung aus: „Am Königsweg“, das um US-Präsident Trump kreisende neue Stück der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, wird seit Monaten diskutiert. Umso größer war die Spannung vor der Uraufführung am Samstag im ausverkauften Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

Am Ende spendeten die Zuschauer der revueartigen Inszenierung von Falk Richter mit acht Darstellern sowie Figuren aus der Fernseh-„Muppet Show“, die mit Maschinengewehr herumfuchteln, und Kasperpuppenspiel in einer Loge stürmischen Beifall…

Hamburg
Die unerhörte Schreckensnachricht
Ja, ist es die Möglichkeit? Elfriede Jelinek streckt die Waffen vor dem Phänomen Trump. «Am Königsweg», uraufgeführt in Hamburg, ist eine Bühnengeisterbahn.
https://www.nzz.ch/feuilleton/die-unerhoerte-schreckensnachricht-ld.1324831

Klagenfurt: „Hier stehe ich …“: Mit Riesenkreide Luther ergoogeln
Cesare Lievis Beitrag zum Reformationsgedenkjahr im Stadttheater Klagenfurt –
Der Standard

Filme der Woche:
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Also, um es vorweg zu sagen, Thor verliert ziemlich gleich zu Beginn seinen Hammer (was ihn schwer ankommt), und dann nimmt man ihm auch noch die hübschen blonden Zöpfchen und verpasst ihm einen militärischen Kurzschnitt, was das märchenhafte Image des zum Comic-Helden verkommenen nordischen Gottes etwas beeinträchtigt. Macht überhaupt nichts, Thor 3 ist trotzdem der beste Thor, den es je gab.

Das liegt einmal grundsätzlich an dem neuseeländischen Regisseur Taika Waititi, der zwar noch keine großen Blockbuster geliefert hat (erst jetzt, mit diesem), aber wohl geholt wurde, weil dieser 42jährige Maori als wahrer Allroundkünstler schon für zwei hoch erfolgreiche neuseeländische Komödien verantwortlich war. Offenbar hat man die leichte Hand gesucht, die er nun auch mitbrachte.

Außerdem tut es unserem Marvel-Helden gut, wenn er in seinen Welten bleibt – dieses Changieren zwischen Comic-Mythos und Erde (wie in den beiden ersten Filmen) ist ja doch immer ein bisschen mühsam. Hier finden wir Thor ganz bei sich daheim, und dass er Papa Odin in Norwegen findet, wo sich dieser zum Sterben zurück gezogen hat, ist ein Ausnahmefall. Sonst alles Mythos-Kosmos.

Formel 1 GP/Mexiko-Wahnsinn
Hamilton Weltmeister! Völlig irrer GP lässt Hamilton feiern
Lewis Hamilton ist am Sonntag auf völlig irre Weise zum vierten Mal Formel-1-Weltmeister geworden. Dem Engländer reichte Platz neun im Grand Prix von Mexiko, sein schlechtestes Saisonresultat, weil auch Sebastian Vettel im Ferrari trotz einer Aufholjagd nicht über Platz vier hinauskam. Die beiden WM-Rivalen sind in der Startphase gecrasht (Video oben plus alle Highlights), mussten in die Box und waren ans Ende des Feldes zurückgefallen.
http://www.krone.at/595853

Ich wünsche Ihnen einen schönen Montag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/30-oktober-2017-2


29. OKTOBER 2017

by ac | 29. Oktober 2017 07:30

Hoffentlich haben Sie heute an der Uhr gedreht. Wenn nicht, würden ihre Termine nämlich total durcheinander geraten, sie kämen glatt eine Stunde zu früh. Schlimmer freilich wäre, wenn Sie Gäste erwarten. Dann kämen diese – nach Ihrer Zeitrechnung – nämlich um eine Stunde zu spät – und das Essen wäre bereits kalt!

Die EU berät übrigens, ob man diese Unterteilung in Winterzeit und Sommerzeit noch beibehalten soll.

Zeitumstellung: Der kleine Jetlag des Jahres

In der Nacht auf Sonntag hat die Sommerzeit geendet – die Uhren wurden wieder auf Normalzeit gestellt. Seit ihrer Einführung wird über die Sinnhaftigkeit der Sommerzeit diskutiert – tatsächlich gewöhnten wir uns an sie.
http://steiermark.orf.at/news/stories/2874841/

HEUTE: Schuberts Winterreise in Ton und Bild mit Herbert Lippert an der Wiener Staatsoper

Am Sonntag, 29. Oktober 2017 präsentiert sich Herbert Lippert auch von einer anderen Seite dem Publikum – nicht nur als Sänger, sondern auch als Maler:
Herbert Lippert beim Malen. Foto: privat

Im Rahmen eines Konzerts heute  um 15.00 Uhr im Gustav Mahler-Saal der Wiener Staatsoper – Schuberts Winterreise in Ton und Bild – interpretiert der Tenor, am Klavier begleitet vom Pianisten Eduard Kutrowatz, Schuberts „Winterreise“ und präsentiert 24 von ihm gemalte Bilder, von denen jedes einem der Lieder des Zyklus zugeordnet ist.
Der Wegweiser“. Copyright: Herbert Lippert

Restkarten à EUR 36,- sind an den Bundestheaterkassen und online erhältlich.

Die Ausstellung der Bilder im Gustav Mahler-Saal kann bis 24. November 2017 im Rahmen eines Vorstellungsbesuches besichtigt werden.

Berlin/ Komische Oper: „SATYAGRAHA“ von Philip Glass, Premiere. Ovationen für Sidi Larbi Cherkaoui , 27.10.2017


Gandhi kopfüber:
Stefan Cifolelli. Copyright: Monika Rittershaus

Zum 70-jährigen Bestehen der Komischen Oper Berlin werden dicke Bretter gebohrt, und das gelingt. Am 15. Oktober hatte „Pelléas und Mélisande“ in der Regie von Barrie Kosky erfolgreich Premiere, nun wird „Satyagraha“ von dem jetzt 80-jährigen amerikanischen Komponisten Philip Glass bejubelt. Es ist das erst Mal, dass eine Oper von ihm in Berlin aufgeführt wird. Die Palme gebührt jedoch dem Regisseur und Choreographen Sidi Larbi Cherkaoui

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Wien/ Staatsoper: Schade, dass diese „RUSALKA“-Serie auch schon wieder beendet ist!


Nicht jeder Prinz in einem Märchen ist auch ein Märchenprinz. Dmytro Popov als Prinz in „Rusalka“. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Ziemlich einheitlich begeistert zeigten sich unsere Rezensenten  von der „Rusalka“-Serie:

Wolfgang Habermann: Ein Abend, der musikalisch wirklich keine Wünsche offen lässt und die Bekanntschaft mit einem Dirigenten vermittelte, von dem zu hoffen ist, dass das nicht die letzte Begegnung mit ihm war

Zum Bericht von Wolfgang Habermann.

Maria und Johann Jahnas: Die tschechische Märchenoper aus dem Reich der Wasserwesen wird in der Wiener Staatsoper auf erfreulich hohem Niveau dargeboten. Dies ist vor allem einer Reihe von hervorragenden, tschechischen Kapellmeistern zu danken, die diese ergreifende Musik mit der Muttermilch aufgenommen haben. In der Premierenserie im Jänner/Februar 2014 konnten wir noch den leider viel zu früh von uns gegangenen Jiri Belohlavek bewundern; in der Folge leitete Tomas Netopil zwei aufsehenerregende Serien und derzeit zeigt uns Tomas Hanus, dass wir auch in Zukunft nicht auf authentische Interpretationen dieser so vertrauten Musik verzichten müssen. Besonders hier in Ostösterreich, wo viele Opernbesucher im Stammbaum einen Wurzelstrang nach Böhmen haben, berühren diese Klänge ganz tiefe Schichten der persönlichen Gefühlswelt …

Zum Bericht von Maria und Johann Jahnas

Opernsängerin Aida Garifullina: „Man muss viel näher am Publikum sein“
Aida Garifullina (mitte) beim „Online-Merker“-Interview, flankiert von ihren Kolleginnen Ilsayar Khayeullova und Margarita Gritskova. Copyright: Barbara Zeininger

Opernstar der neuen Generation: Auf Instagram gibt sie Einblicke in ihr Leben – auch, um junge Menschen für diese Musik zu begeistern.
Kurier

München: LE NOZZE DI FIGARO. Kurzbericht von der Premiere am 26.10.
Alex Esposito (Figaro). Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Christian Konz berichtet gar gestrenge über die Premiere: Dirigent CONSTANTINOS CARYDIS übertrieb mit zu viel „Wollen“ an Tempo und Phrasierung extrem, sodass die Ouvertüre inhomogen und manieriert klang. Die beiden ersten Akte schwang sich das noch nicht wirklich ein, aber gerade zum Ende hin entspannte sich die musikalische Ambition und die Schlussensembles gerieten himmlich schön und ausgeglichen.

Ebenso schienen auch die Akteure von Regisseur CHRISTOF LOY zu leicht-affektierten Überreaktionen zunächst angehalten zu sein. Natürliches Spiel stelle sich erst ab der Cavatine der alles überragenden FEDERICA LOMBARDI als Contessa ein, die sowohl bildschön die musikalischen Linien fliessen liess wie szenische Größe und Ruhe ausstrahlungsstark verkörperte…

Zum Bericht von Christian Konz

München: Angela Gheorghiu Replaces Anna Netrebko At Bayerische Staatsoper
http://operawire.com/angela-gheorghiu-replaces-anna-netrebko-at-bayerische

New York: Adès’ “Exterminating Angel” proves spellbinding in American premiere
http://newyorkclassicalreview.com/2017/10/ades-exterminating-angel-proves-
Opera Review: Surrealism Explored in The Exterminating Angel
http://www.vulture.com/2017/10/opera-review-surrealism-explored-in-the-exterminating-angel.html
Review: A Compassion-Free ‚Exterminating Angel‘ Stumbles to Find A Voice
http://www.wqxr.org/story/review-compassion-free-exterminating-angel-stumbles

HEUTE: Ballettgala im Wiener Volkstheater – die „Weltstargala“ als Hommage an Igor Zapravdin

KARLSRUHE: GMD JUSTIN BROWN VERÄNGERT DEN VERTRAG UM ZWEI SPIELZEITEN
GMD Justin Brown © Felix Grünschloß

Generalmusikdirektor Justin Brown verlängert seinen Vertrag am STAATSTHEATER KARLSRUHE um zwei Spielzeiten. Nach Projekten wie der Uraufführung Wahnfried und der Vollendung des neuen Karlsruher Rings bleibt der gefeierte Wagner-Spezialist bis Sommer 2020 am Haus. Justin Brown macht sich stark für Neue Musik, zuletzt die Uraufführung von Langers Figaro Gets a Divorce in Cardiff und Genf, und das große deutsche Repertoire.

Unter’m Strich: Ein Schmankerl aus der Wien-Politik

Christoph Chorherr: Gute Tat mit bösen Folgen?
Korruption, Geldwäsche, Bereicherung – gegen Christoph Chorherr werden schwere Vorwürfe erhoben. Der grüne Planungssprecher sieht sich mit einer Flut an Anzeigen konfrontiert.
Die Presse

Bei uns in Österreich ist diesbezüglich immer etwas los – mit wechselnden Akteuren. Ich werde mir nicht die Finger verbrennen. Die Hand ins Feuer kann ich nur für mich legen, für niemand sonst.

Einen schönen Sonntag wünscht

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/29-oktober-2017


28. OKTOBER 2017

by ac | 28. Oktober 2017 07:31

„Le nozze di Figaro“ im Puppenhaus? Alex Esposito (Figaro) in zu kurz geratener Umgebung.  Copyright: Bayerische Staatsoper/Wilfried Hösl

Bei Mozarts und Da Pontes Meisterwerk „Le nozze di Figaro“ versagt die psychologische Deutungskraft des hochdekorierten Regisseurs Christof Loy. Die Inszenierung in München leidet nicht nur unter atemlos überdrehten Passagen… (Quelle: „DeutschlandfunkKultur“)

…Die Nerven liegen blank. Im Grunde bei allen. Einmal gar erhebt Graf Almaviva die Hand gegenüber seiner Frau und die muss Glück haben, dass gerade Susanna ins Zimmer tritt. Also schlägt er, unzweifelhaft ein Choleriker, nicht zu. Dafür fängt der Figaro von ihm und Susanna ein paar Schellen ein an diesem langen Tag, der weniger Tollheiten offenbart als verzweifeltes Leid in Folge – und harte Bandagen….

Bayerische Staatsoper startet mit fulminantem „Figaro“ in die Saison – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine
…Nein, besonders gewagt ist diese Inszenierung von Christof Loy nicht, aber intelligent, kurzweilig und emotional vielschichtig. Die Grundidee von Christof Loy ist verblüffend einfach: Den Figuren wächst die Geschichte über den Kopf… (BR-Klassik)

Christof Loys „Figaro“ in München: Kein Mozart zum Zurücklehnen und Genießen

DeutschlandfunkKultur
Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs: Mozarts „Le nozze di Figaro“ an der Münchner Staatsoper
Neue Musikzeitung/nmz.de
Kritik – „Le nozze di Figaro“ in München Temperamentvoll im Graben, kurzweilig auf der Bühne
Nein, besonders gewagt ist diese Inszenierung von Christof Loy nicht, aber intelligent, kurzweilig und emotional vielschichtig. Die Grundidee von Christof Loy ist verblüffend einfach: Den Figuren wächst die Geschichte über den Kopf.
BR-Klassik
AZ-Kritik: „Le nozze di Figaro“ – So ist die Neuinszenierung an der Staatsoper    
Münchner Abendzeitung
Grapschen und grübeln
Mozarts „Hochzeit des Figaro“ handelt von einem übergriffigen Chef. Es wäre eigentlich das Stück der Stunde. Doch die Bayerische Staatsoper macht eine Farce daraus.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-grapschen-und-gruebeln-1.3726896
Bayerische Staatsoper startet mit fulminantem „Figaro“ in die Saison
In Mozarts Oper singen sich drei Paare Zorn und Rage – vorgetragen von großartigen Interpreten
Augsburger Allgemeine
DIE BAYERISCHE STAATSOPER STREAMT HEUTE DIESEN „FIGARO“ MITTELS „STAATSOPER-TV. Beginn des Streams ist 18 h.
Der Zugang zu diesem konstenlosen Stream erfolgt über die Homepage der Bayerischen Staatsoper

MÜNCHEN/ KONZERTHAUS: Österreicher gewannen Wettbewerb für Münchner Konzerthaus
Konzept der Cukrowicz Nachbaur Architekten für das Konzerthaus im Münchner Werksviertel. Hans-Joachim Wuthenow; www.wuthenow-photo.de und Cukrowicz Nachbaur Architekten

München (APA/dpa) – Das Bregenzer Büro Cukrowicz Nachbaur Architekten hat sich mit seinen Plänen für das Konzerthaus in München durchgesetzt. „Der Siegerentwurf hat die vielfältigen Ansprüche und Herausforderungen mit Überzeugung gelöst“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Freitagabend in München.
Am Samstagvormittag sollen die Entwürfe der Presse vorgestellt werden…

Näheres in unseren heutigen Infos des Tages!

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Österreicher den Auftrag auch bekommen. Im Moment sind sie bloß Gewinner eines Architektur-Wettbewerbes. Die Realtät sieht so aus: Im nächsten Schritt wird das Staatliche Bauamt München 1 die fünf Preisträger zu Verhandlungen einladen. Von diesen Gesprächen hängt es ab, wer den Auftrag letztlich bekommt.

MÜNCHEN: STELLUNGNAHME DES GÄRTNERPLATZTHEATERS

Es hat Veröffentlichungen in den Medien gegeben bezüglich der Sanierung des Gärtnerplatztheaters, die nicht den Tatsachen entsprechen: Die Bauzeit von 2012 bis 2017 beträgt nicht sieben sondern fünfeinhalb Jahre.

Das Theater sollte nicht 2013 fertiggestellt werden sondern 2015.

Es hat keine Nutzeranforderungen gegeben, die den Bauverlauf verzögert haben.

Staatsintendant Josef E. Köpplinger hat keine Wünsche geäußert, die den Bauverlauf verzögert oder die Baukosten erhöht haben.

Wien/ Staatsoper: L’ITALIANA IN ALGERI
Elena Maximova und Luca Pisaroni. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Peter Skorepa schreibt in seinem Bericht: Es war vor bald sechs Jahrzehnten, am 8.März 1959, da lernten die Wiener Opernfreunde anlässlich der Premiere der Opernzwillinge Cavalleria und Bajazzo den Bühnenzauberer Jean Pierre Ponelle als profunden Hersteller optischer Bildwirkungen kennen, dem bald auch gelungene Regiearbeiten folgten. Manuel Brug nannte ihn in einem Essay in der Welt vierzehn Jahre nach dem frühen Tod des Künstlers 1988 einen „Triebtäter, ein mit Sinn für Opulenz (die freilich kalkuliert eingesetzt wurde) und dem Überrumpelungseffekt operierender, naiver wie abgefeimter, theaterpraller und personenführungsbegabter Liebhaber der Oper – er fehlt heute schmerzlich auf der Regieszene“.

Und er fehlt uns heute noch mehr und schmerzlicher! Der Wirkung seiner großformatigen Bühnengestaltung kann man sich auch heute nur schwer entziehen, dem Aha-Effekt bei der Öffnung der gesamten Bühnenöffnung, der großzügigen Architektur bis unter die Galerie..

Zum Bericht von Peter Skorepa

Angela Gheorghiu: Internet zerstört klassische Musik
Die rumänische Opernsängerin Angela Gheorghiu sieht die klassische Musik vom Internet bedroht. „Jedermann ist für wenig Geld oder ganz umsonst für das Publikum verfügbar“, sagte die 52-jährige Sopranistin dem Fachmagazin „Das Opernglas“ (November). Das Streaming habe die klassische Musik „in die Kategorie der Information gedrückt“. Alben und DVDs ließen sich nicht mehr leicht verkaufen. „Das Internet hat die klassische Musik zerstört.“
Musik heute

Ruhrfestspiele: Neuer Intendant Kröck will Ruhrfestspiele für alle
Olaf Kröck spricht die Sprache des Ruhrgebiets
Hamburger Abendblatt

ENO ( English National Opera): Rodelinda review – top-notch cast embrace dark vision of Handel 
Juan Sancho, Neal Davies and Rebecca Davies in Rodelinda at London Coliseum. Photo: Tristram Kenton

Seventh-century Lombardy, the setting of Handel’s Rodelinda, may feel remote even by opera seria standards, but in Richard Jones’ 2014 English National Opera staging, now revived by Donna Stirrup, there’s plenty of immediacy…

A Rodelinda to be applauded warmly – ENO, London Coliseum, review
The Telegraph
Rodelinda review at London Coliseum – “bold and inventive’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/rodelinda-review-london-coliseum/
Rodelinda review – top-notch cast embrace dark vision of Handel
The Guardian

Britischer Tenor Brian Galliford gestorben

 

Sad news: Popular British tenor Brian Galliford dies of cancer, aged 53
http://slippedisc.com/2017/10/sad-news-popular-british-tenor-dies-of-cancer-aged-53/

Filmstar Julia Roberts ist heute 50
Julia Roberts. Foto: Wikipedia

Mit 50 Jahren zieht Hollywoods „Pretty Woman“ in einem Interview mit der Zeitschrift „Harper’s Bazaar“ Bilanz. Sie ziert das Titelbild der November-Ausgabe und gibt freimütig über ihre Karriere und ihre Familie Auskunft. Selbstkritisch schaut sie auf ihre Anfänge in Hollywood zurück: „Ich selbst war mir am wichtigsten, eine egoistische kleine Göre, die herumlief und Filme machte.“ Inzwischen habe längst die Familie Vorrang. „Säße ich jetzt nicht hier beim Interview, dann wäre ich im Auto, um meine Kinder zur Schule zu fahren“, sagt „Hausfrau“ Roberts. 

Die vielen Liebschaften der Julia Roberts
Mit ihrem Lächeln hat sie nicht nur viele Zuschauer verzaubert. Julia Roberts hatte mehr Gspusis als man annehmen möchte.
Kurier

Julia Roberts ist heute 50
http://www.krone.at/594864

Spanien: Katalonien wird unter Zwangsverwaltung gestellt

Die spanische Regierung in Madrid hat gestern Abend die autonome Region Katalonien nach deren Unabhängigkeitserklärung unter Zwangsverwaltung gestellt. Er habe sich entschieden, die katalanische Regierung zu entlassen, teilte der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy in Madrid mit. Sein eigenes Kabinett werde die Aufgaben der katalanischen Behörden übernehmen. Er habe zudem das Parlament in Barcelona aufgelöst, am 21. Dezember solle neu gewählt werden. Außerdem werde er den Polizeichef der Region entlassen, kündigte Rajoy an.
Die Presse

Das sollte derzeit unsere wohl größte Sorge sein. Wenn Spanier auf Spanier schießen, wäre das europäische Friedensprojekt wohl gescheitert!

Trotzdem, ein schöner Tag sei Ihnen beschieden

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-oktober-2017


27. OKTOBER 2017

by ac | 27. Oktober 2017 07:25

Wiener Staatsballett: Am 31. Oktober Premiere eines neuen Programms: ‚MacMILLAN | McGREGOR | ASHTON‘  (mit Jakob Feyferlik?. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das Wiener Staatsballett präsentiert am 31. Oktober sein neues Programm: ‚MacMILLAN | McGREGOR | ASHTON‘ wird am Programmzettel der Staatsoper stehen. Mit drei neuen Stücken für die jungen Tänzer – und für die meisten sind die Einstudierungen eine Entdeckungsreise gewesen. Doch Wiens jüngster Ballett-Publikumsliebling Jakob Feyferlik verspricht viel Gutes, sehr dezent von ihm gesagt: Der Abend wird das Publikum ansprechen – sehr unterschiedliche Stücke, für jeden ist etwas drin. Und man sieht die Entwicklungen im Tanz der letzten 60 Jahren.“

Nun, brandneue Piecen sind jetzt nicht einstudiert worden. Allen drei gemeinsam: Es sind Erfolgsstücke von britischen Choreographen aus noch nicht allzu sehr verflossenen Jahrzehnten. „Marguerite and Armand“, 1963 von Fredrick Ashton (1904 – 1988) für Rudolf Nureyew und Margot Fonteyn kreiert, vermochte anno dazumal in deren Interpretation so zu beeindrucken, dass keine anderen Stars des Londoner Royal Ballet alternierend diese Rollen nachzutanzen wünschten…

H.S.S hat recherchiert: Marguerite et Armand gab es im Haus am Ring schon einmal, und zwar im September 1967, also vor 50 Jahren, und zwar mit der Uraufführungs-Besetzung Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew.

Prag/ Ständetheater: Placido Domingo dirigiert zum 230. Jubiläum der Uraufführung der Mozart-Oper „Don Giovanni“ heute und am Sonntag zwei konzertante Aufführungen
Ständetheater. Foto: Wikipedia

 

Prag. Zum 230. Jubiläum der Uraufführung der Mozart-Oper „Don Giovanni“ wird Startenor Plácido Domingo die konzertante Aufführung in Prag dirigieren. Schauplatz ist das historische Ständetheater, in dem das Stück am 29. Oktober 1787 im Beisein Wolfgang Amadeus Mozarts erstmals gespielt wurde.

Die beiden Aufführungen an diesem Freitag und Sonntag sind restlos ausverkauft. „Das Gebäude des Ständetheaters zu betreten und seine Atmosphäre aufzusagen, ist ein sehr emotionales Erlebnis“, sagte Domingo der Agentur CTK.

Bei den Vorbereitungen konnte sich der Spanier auch die Originalpartitur des Werks ansehen, eine Leihgabe des Prager Konservatoriums. „Es war ein außergewöhnlicher Augenblick, die Partitur in der Hand zu halten, die auch Mozart in der Hand hielt“, berichtete der 76-Jährige…

Schauplatz: Ständetheater: Plácido Domingo feiert „Don Giovanni“-Jubiläum in Prag
Der spanische Startenor am Dirigentenpult: Plácido Domingo wird am Freitag und Sonntag die Mozart-Oper konzertant aufführen. Bei den Vorbereitungen durfte er sich auch die Originalpartitur des Werks ansehen.
Hamburger Abendblatt

DIVENDÄMMERUNG – ist die Zeit der Diven vorbei?


Glanz und Posen einer Opernwelt von gestern: Maria Callas (Mitte). Links Charles Craig, rechts Fiorenza Cossotto. Die von Georges Pretre dirigierte Vorstellung fand 1964 in Paris statt.  Foto: afp

Vor 40 Jahren ist Maria Callas gestorben. Die Gattung der machtbewussten Sangesgöttin scheint heute nahezu verschwunden. War Angela Gheorghius „Verweigerung“ am 16. April 2016 in Wien (sie ließ damals Jonas Kaufmann längere Zeit bei offener Bühne warten, ehe sie zum Duett erschien) das letzte Aufflackern von Divengehabe und somit ein historisches Datum?

Auszug aus „Wiener Zeitung“: ...Aber was ist das eigentlich, eine Operndiva? Wie so viele Begriffe, die ein starkes Charisma besitzen, ist er schwammig. Definieren wir es am besten über Maria Callas. Vor 40 Jahren ist die griechisch-amerikanische Sopranistin gestorben; sie vereinte so ziemlich alle Merkmale in sich, die man mit dieser Art Über-Künstler verbindet. Eine Diva also, das sagt schon der Name, schwebt für den gemeinen Opernfan über der Sphäre des Menschlichen. Für diesen Rang ist ein hohes Maß an Sangeskunst vonnöten – aber nicht nur. Wer eine Ausnahmestimme besitzt, wird gern zur „Primadonna“ ernannt, zur „ersten Dame“ also. Eine „Diva“ aber, könnte man wohl sagen, steht noch darüber. Ihre Bewunderer sind nicht nur Connaisseure, sie sind Legion. Im besten Fall reicht der Divenruhm weit über die Opernhäuser hinaus. Siehe Callas: Glaubt man einer Umfrage, die das Nachrichtenmagazin „Stern“ zitiert hat, war sie bekannter als Elizabeth Taylor. ..

Die Divendämmerung
Vor 40 Jahren ist Maria Callas gestorben. Die Gattung der machtbewussten Sangesgöttin scheint heute nahezu verschwunden.
Wiener Zeitung

Wien/ Theater a. d. Wien: Fidelio in der Fassung von 1805 (halbszenisch am 24.10.2017



http://www.operinwien.at/werkverz/beethov/afidelio15.htm

„Fidelio“ ist Beethovens einzige Oper. Aber nein, eigentlich sind es drei Opern. Zwei Versuche namens „Leonore“ und erst der dritte Start wurde dann der allbekannte „Fidelio“, doch ein sehr anderes Werk.

Der Abend war dem Leonoren-Erstling aus dem Jahr 1805 gewidmet.

Zum Bericht von Elena Habermann

DRESDEN: „Thielemann und die Staatskapelle“ am Sonntag mit Götterdämmerung

Mit Stemme, Mayer, Schager, Struckmann, Dohmen  – und nicht mit der Alternativ-Besetzung , die in Peking gezeigt wurde .

Konzertsaal-Wettbewerb München: Wer bekommt den Zuschlag?
Es soll einer der besten Konzertsäle der Welt werden, so die Vorgabe von Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle. Ab 26. Oktober sitzt nun die hochkarätig besetzte Jury über den Entwürfen zum neuen Münchner Konzertsaal. Am Samstag will dann der Freistaat den Sieger des Architektenwettbewerbs präsentieren. Der Weg bis hierhin war allerdings etwas holprig.
BR-Klassik

Mehrkosten für Münchner Gärtnerplatztheater: Baubehörde überdenkt Strukturen
Nach den hohen Mehrkosten für die Sanierung des Gärtnerplatztheaters in München will die Oberste Baubehörde (OBB) in Bayern ihr Vorgehen bei derartigen Großprojekten überdenken. Neben internen Strukturen will die Behörde auch die Planung verbessern. Erhebliche Kostensteigerungen wie beim Staatstheater am Gärtnerplatz um rund 50 Millionen Euro dürfe es nicht mehr geben, sagte Andreas Muschialik von der OBB am Donnerstag im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags.
Musik heute

Es kracht bei zwei Salzburger Konzertveranstaltern

Bereits brodelnde Konflikte bei den zwei wichtigsten Salzburger Konzertveranstaltern sind nun zufälligerweise zeitgleich ausgebrochen. Dort wie da – in der Kulturvereinigung wie in der Stiftung Mozarteum – ziehen leitende Mitarbeiterinnen daraus die Konsequenz und treten ab.

Ich gehe davon aus, dass die Konzertveranstalter – auch wenn sie als private Vereine fungieren – doch hoch subventioniert sind. Im Fall der Kulturvereinigung ist von einem Honorar von 25.000 Euro für den Schwager des Präsidenten die Rede, wobei für mich aus dem Bericht nicht ersichtlich ist, ob es sich um einen Monatsverdienst (das wäre wirklich unglaublich) oder um einen Pauschalbetrag handelt.

Beim „Mozarteum“  hat das Präsidium mit dem Sänger Rolando Villazón zwar einen künstlerischen Leiter für die Mozartwoche ab 2019 bestellt, doch um dessen Ideen umzusetzen, ist ein tüchtiges Betriebsbüro nötig. Auch da hat die wichtigste Mitarbeiterin gekündigt. Ich gehe nicht davon aus, dass sich Herr Villazon stark in Administration und Organisation einbringt (ist auch nicht seine Aufgabe), so gesehen zeichnet sich ein Chaos ab.

Es kracht bei zwei Salzburger Konzertveranstaltern
Kulturvereinigung und Stiftung Mozarteum zeigen Krisensymptome: Frauen in Führungspositionen treten ab.
Salzburger Nachrichten

Bitte vormerken (und Karten sichern)

MOSKAU: Theaterchefin in Fall Serebrennikow festgenommen

Moskau (APA/dpa) – Die russischen Behörden nehmen bei ihren Ermittlungen gegen den kritischen Theatermacher Kirill Serebrennikow weitere angeblich Beteiligte ins Visier. Sofia Apfelbaum, Leiterin eines Jugendtheaters in Moskau, wurde nach Behördenangaben am Donnerstag festgenommen.

Sie ist die sechste Beschuldigte in dem Fall, in dem es um die Veruntreuung von 69 Millionen Rubel (gut eine Million Euro) Subventionen für ein Theaterprojekt geht. Ungeachtet internationaler Kritik hält die Justiz den renommierten Regisseur Serebrennikow seit August in Hausarrest.

Apfelbaum habe früher im Kulturministerium gearbeitet, sagte eine Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees. In dieser Funktion habe sie zwischen 2011 und 2014 mit ihrer Unterschrift die Unterschlagungen durch eine Firma Serebrennikows gedeckt.

Von dieser Firma „Siebtes Studio“ sitzt ein Mitarbeiter in U-Haft, gegen Serebrennikow und zwei weitere Mitarbeiter wurde Hausarrest erlassen. Eine Beschuldigte ist ins Ausland geflüchtet.

Künstler und Politiker in Russland und im Ausland kritisieren die Ermittlungen als politisch motiviert, um Serebrennikow mundtot zu machen. (Schluss APA-Bericht)

Um, nur Serebrennikov treffen zu wollen, sind meiner Ansicht nach zu viele Beteiligte in die Sache involviert. Ginge es um Serebrennikov, hätten sich die Behörden die Sache leichter machen können. Warum flüchtet eine Beteiligte in das Ausland?

Diese reflexartige Heiligsprechung des Herrn Serebrennikov durch diverse deutsche Theater und durch die deutschsprachige Opernkonferenz kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich würde schon den Fortgang der Ermittlungen abwarten, bevor ich mich derart in die Bresche werfe!

USA: Trump lässt Kennedy-Geheimakten – nur teilweise – veröffentlichen
Es ist Stoff für neue Verschwörungstheorien: Der US-Präsident beugt sich in letzter Minute Warnungen der Geheimdienste, die Akten um die Ermordung John F. Kennedys nicht vollständig zu veröffentlichen.
Die Presse

Österreich: Proll: Wirbel um Sex-Posting
Annäherungsversuche grundsätzlich erfreulich?

Das Proll-Posting: Warum bestehen eigentlich immer die Feministinnen darauf, dass Frauen Opfer sind? Das verstehe ich nicht. Ich bin seit 20 Jahren in diesem Beruf tätig, und ich schwöre, ich bin dabei noch nie von einem Mann sexuell belästigt worden. Weder von einem Mächtigen noch von einem ohnmächtigen.
Aber das liegt vermutlich daran, dass ich sexuelle Annäherungsversuche von Seiten eines Mannes grundsätzlich erfreulich finde und einen solchen erst mal als Kompliment

http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Nina-Proll-Wirbel-um-Sex-Posting/306005549

Es kommt wohl darauf an, wer sich anzunähern versucht. Meist sind es die Falschen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-oktober-2017


26. OKTOBER 2017 (Österreichischer Nationalfeiertag)

by ac | 26. Oktober 2017 07:43

Heute Premiere:  „LE NOZZE DI FIGARO“ an der Bayerischen Staatsoper

Christof Loy ist zurück an der Bayerischen Staatsoper. In der ersten Premiere der Saison am 26. Oktober inszeniert er mit Le nozze di Figaro bereits seine siebte Oper an der Bayerischen Staatsoper. Zusammen mit Constantinos Carydis, der an der Bayerischen Staatsoper zuletzt Pelléas et Mélisande musikalisch leitete, erarbeitet er Wolfgang Amadeus Mozarts Opera buffa, die doch vielschichtiger ist als ein bloßer heiterer Opernabend.
Christof Loy über „Le nozze di Figaro“
Regisseur Christof Loy über seine Inszenierung von „Le nozze di Figaro“ an der Staatsoper – und über die Kraft der Rührung im Theater
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-christof-loy

Am Samstag (28.10.) streamt die Bayerische Staatsoper diesen „Figaro“

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein: Berg: WOZZECK   am 25.10.17
Bo Skovhus als Wozzeck. Copyright: Karl Forster für Deutsche Oper am Rhein

STEFAN HERHEIM, ein Star unter den Regisseuren, konnte für die Düsseldorfer Oper gewonnen werden, Berg´s Wozzeck zu inszenieren. Und ihm glückt eine hochintelligente Deutung, die in jeder Phase des Stücks den Regiemeister erkennen lässt. (Bühne und Kostüme: CHRISTOF HETZER).

Herheim verlegt die Handlung ins Nordamerika der Todesstrafe. Man ist zu Beginn der Stückes Zeuge der Hinrichtung Wozzecks…

Zum Bericht von Christian Konz

HEUTE: L’italiana in Algeri an der Wiener Staatsoper

Eine großteils neu besetzte Vorstellungsserie von Rossinis L’italiana in Algeri ist ab Donnerstag, 26. Oktober 2017 an der Wiener Staatsoper zu erleben: Ihre Rollendebüts am Haus geben unter der musikalischen Leitung von Evelino Pidò der Wiener Publikumsliebling Elena Maximova als Isabella, Luca Pisaroni als Mustafà, Bryony Dwyer als Elvira, Miriam Albano als Zulma, Orhan Yildiz als Taddeo und Manuel Walser als Haly.
Antonino Siragusa verkörpert wieder den Lindoro.
Reprisen: 29. Oktober und 2. November

Die Vorstellung am 2. November wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com

Wien/ Staataatsoprt: L’ELISIR D’AMORE

Auszug aus der Kritik vor Peter Skorepa: Zwei Rollendebüts gab es an diesem Abend: Die aus Maryland stammende Andrea Carroll konnte sich schon in kurzer Zeit im Sängerensemble der Staatsoper aber auch beim Publikum einen fixen Platz „ersingen“, ihr in allen Lagen sicher und gut klingender Sopran sowie ihr sympathisches Spiel strahlten auch an diesem Abend in der Rolle als Adina sofort ihre Wirkung nicht nur auf Nemorino aus. Und in der winzigen Rolle der Giannetta wurde aus dem Hausensemble Daniela Fally aufgeboten. Welch Luxus!..

Zum Bericht von Peter Skorepa

Peking: Salzburger „Osterfestspiel-Walküre“ erntet Ovationen


Christiane Libor (Brünnhilde), Mihoko Fujimura (Fricka), Vitalij Kowaljow (Wotan). Copyright: Salzburger Osterfestspiele

Großer Jubel für Die Walküre, die das Beijing Music Festival als Koproduktion mit den Osterfestspielen Salzburg übernommen hat: Im ausverkauften Poly Theatre in Peking applaudierten 1.300 Besucher enthusiastisch nach der Premiere am 24. Oktober. Im adaptierten Bühnenbild – beispielsweise musste aufgrund der geringeren Bühnendimensionen des Poly Theatres im Vergleich zum Großen Festspielhaus die Ellipse des zweiten und dritten Akts verkleinert werden – war ein Teil der Salzburger Besetzung zu erleben und eine teilweise Neubesetzung. Zum Beispiel Christiane Libor als „Brünnhilde“ – ein heißer Tipp für Zukünftiges. Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

POLAND/Bytom: Twice the „MERCI” – PREMIERE: „Romeo and Juliet” The Gounoda Choir at the Silesian Opera in Bytom.
Ewa Majcherczyk as Juliet, and Andrzej Lampert as Romeo. Foto: Krzysztof Bieliński

Zum Bericht von Iwona Karpińska/ Wrocław

Dallas/USA: SAMSON ET DALILA. Bruno Berger-Gorski hat inszeniert
„Samson et Dalila“ in Dallas. Copyright: Karen Almond/Dallas

Das renommierte Wienspeare-Opernhaus von Dallas eröffnete seine Saison mit  „Samson et Dalila“ und Star-Dirigent Emmanuel Villaume leistete sich Weltstar Olga Borodina, mit der er neben Anna Netrebko seit Jahren regelmässig arbeitet.

Nach 46 Jahren wurde „Samson et Dalila“ zum ersten Mal wieder an der Oper in Dallas aufgeführt, inszeniert hat Bruno Berger-Gorski.

Zum Bericht von Nathan Myers

Athen/ Greek National-Opera: „SCHULDENDÄMMERUNG – eine provokante Version der „Götterdämmerung“ 
„Schuldendämmerung“ – die Griechen haben Humor. Copyright: Greek National-Opera

Richard Wagners epochaler Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ hat seit den 1970er Jahren zahlreiche Neudeutungen erfahren, die das ideologische Konzepts des Werks mit der Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert in Verbindung setzten. Angesichts der nicht unerheblichen Bedeutung, die das antike Theater als Vorbild für den Komponisten hatte, war es begreiflich, dass der vormalige künstlerische Direktor der Griechischen Nationaloper, Myron Michailidis, vor wenigen Jahren eine erste Ring-Produktion seines Hauses ankündigte. Darauf wird man nach der vollzogenen Eröffnung des neuen Hauses wohl noch länger warten müssen, da solch ein Unterfangen doch erhebliche Schwierigkeiten und grossen Finanzbedarf mit sich bringt. Immerhin bietet nun die Alternative Bühne der Nationaloper einen ersten Vorgeschmack: Sie bringt unter dem Titel „Schuldendämmerung“ eine durchaus provokante Version der „Götterdämmerung“ auf die Bühne…

Zum Bericht von Ingo Starz/ Athen

Blueslegende Fats Domino 89-jährig gestorben =
Fats Domino wurde 89 Jahre alt. APA (Archiv/dpa)/Peter Kneffel

New Orleans (APA/dpa) – Der legendäre Rock’n’Roll- und Bluessänger Fats Domino, der mit Hits wie „Blueberry Hill“, „Ain’t That a Shame“ und „I’m Walkin’“ Millionen Fans erreichte, ist tot.Das bestätigte der zuständige Gerichtsmediziner im Bezirk Jefferson Parish im US-Staat Louisina am Mittwoch. Fats Domino wurde 89 Jahre alt.

Es gibt ab sofort eine zweite „MERKER-WEBSITE“ unter der Adresse http://www.dermerker.com.

Die Site wird von unserem Mitarbeiter Thomas Prochazka allein gestaltet. Ich betrachte sie als zusätzliches Angebot für Opernfreunde, nicht als Konkurrenz zum „Online-Merker“. Abgesehen davon hätte ich die Installierung der neuen Opernwebsite ohnehin nicht verhindern können und zudem macht mich mein Unfall vor drei Wochen schon etwas nachdenklich. Es hätte auch anders ausgehen können, so gesehen ist auch der „Online-Merker“ ein fragiles Konstrukt. Thomas Prochazka bietet ein zumindest vorläufig auf sich zugeschnittenes Programm mit starkem Wien-Bezug an, vornehmlich Kritiken. Unsere Informationsschiene bleibt dadurch weithin unangetastet. In Gesprächen haben wir herausgefunden, dass wir in Stil und Zielsetzung grundverschieden sind, ein „Misch-Masch“ beim  „Online-Merker“ nichts bringt. Der Denkanstoß für die Prochazka-Seite kam sogar von mir, so gesehen fühle ich mich keineswegs „überfahren“ und bin sogar davon überzeugt, die Weiche sinnvoll gestellt zu haben.

Wir betrachten die neue Seite als Herausforderung, bieten unser gewohntes Programm mit breiter Informationsschiene.

Wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen. Ich denke, beide Seiten finden ihre Leser, wahrscheinlich werden es die selben Opernfreunde sein, denn so viele gibt es davon nicht! Ein breiteres Angebot ist ein Gewinn für Sie, liebe Leser.

Nun denn, auf zum freundschaftlichen Wettstreit!

Conchita Wurst: „Habe mich in Therapie begeben“. Depressive Phase
„Alles zu haben, kann dich wahnsinnig unglücklich machen.“ Conchita Wurst hat in einem TV-Interview darüber gesprochen, nach dem Song Contest an Depressionen gelitten und sich Hilfe gesucht zu haben.
http://www.krone.at/595300

Fußball/Video: Der wohl verrückteste Elfer aller Zeiten
http://www.krone.at/595318

Ich wünsche Ihnen einen schönen Nationalfeiertag.

A.C.

Diese Seite drucken

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-oktober-2017-oesterreichischer-nationalfeiertag


25. OKTOBER 2017

by ac | 25. Oktober 2017 08:35

Wiener Staatsoper: TOSCA- spannungsarm! Ambrogio Maestri (Scarpia). Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Keine Frage, auf dem Programmzettel die Idee der Margarethe Wallmann noch als „Regie“ zu verkaufen, kommt ja einer Beleidigung dieser Dame gleich. Auch wenn sie eher eine Regisseurin großer pathetischer Gesten im Sinne ihrer Zeit war, so arg verschlampen sollte die Szene in Anbetracht des knapp bevorstehenden Jubiläums einer 600. Vorstellung nach immerhin 60 Jahren des Bestehens der wohl praktikabelsten Kulissen des Depots wieder nicht! So spannungsarm darf auch musikalisch diese Krimitragödie, dieses Melodramma aus napoleonischer Zeit nicht ablaufen…

Die Kanadierin Adrianne Pieczonka war sich als rächende Tosca nicht sicher, ob der erste Stich in die Herzgegend Scarpias wirkungsvoll genug war und setzte einen Nierenstich nach. Ansonsten wirkte sie eher ein wenig unbeteiligt, als sie dem Baron zum Deal Maler gegen Geschlechtsverkehr mit eifrigem Kopfnicken zustimmte. War sie noch etwas stimmscharf im ersten Akt, überraschte sie dann doch mit einem schön gesungenen Gebet im zweiten, aber einem etwas mühevollen „Messer-C“ im dritten Akt. Ihre Schleppe flog ins Leere – über diese sollten doch ihre Verfolger stolpern, nein? – aber diese waren noch weit entfernt dank der Abendregie.

Baron Scarpia ist mit einem reinen Bariton fast immer stimmlich etwas unterbesetzt, so auch diesmal mit Ambrogio Maestri, den man schon durchdringender, vor allem im Te Deum, hören konnte und der erst im zweiten Akt seine Stärken hatte mit zynischem Spiel und Gesang und damit Wirkung erzeugte. Er zählt zu den Scarpias, denen man glaubt, dass sie dem unterbrochenen Nachtmahl nachtrauern, ein Scarpia voll scheinbarer Bonhomie aber schlummernder Geilheit. Überhaupt bei einer Tosca, die scheinbar hilflos auf der Bühne umherirrte und leichte Beute für den „Satyr“ wurde…

Zum Bericht von Peter Skorepa

Wien/ Staatsoper: L’Elisir d’Amore“ – begeisternd (24.10.)

Ob schon alle Opernfreunde wissen, wer unser bester Donizetti-Dirigent ist? Da ja vor allem bei den Buffo-Opern vom Gros des Publikums der Mann am Pult kaum beachtet wird, weil einen nur nur die Bühne interessiert , sei es allen, die es wissen wollen, kundgetan: Er heißt Evelino Pidò!

Zum Bericht von Sieglinde Pfabigan

Osterfestspiele Salzburg rühren Werbetrommel in China anlässlich der Walküre-Aufführungen beim Beijing Music Festival

 

Die Walküre – jene bei den Osterfestspielen Salzburg 2017 umjubelte ReKreation der ersten Osterfestspiel-Produktion Herbert von Karajans von 1967 – wird dieser Tage als Koproduktion in Peking gezeigt. Das Beijing Music Festival bringt Richard Wagners Oper in der Salzburger Produktion am 24. Oktober im Poly Theatre heraus und zeigt sie am 27. Oktober ein weiteres Mal. Ein willkommener Anlass für die Osterfestspiele, ihre Präsenz in Peking dafür zu nutzen, den kulturellen Austausch zwischen Österreich und China zu intensivieren und die Osterfestspiele potenziellem chinesischen Publikum näherzubringen.

Soweit die Pressemeldung. Unser Leser Fritz Krammer hat die Ankündigung hinterfragt:

Die Werbung Osterfestspiele in China ist aber eine Mogelpackung, ohne die Staatskapelle Dresden, ohne Christian Thieleman.
https://www.osterfestspiele-salzburg.at/kontakt/presse-fotos-bilder.html

Walküre mit einem chinesischen Orchester, Jaap Van Zweden dirigiert:
http://www.bmf.org.cn/EN/Performance/Detail/14

Geschichte der Berliner Staatsoper: Alle für einen, einer für alles
Heute vor 25 Jahren dirigierte Daniel Barenboim seine erste Premiere an der Berliner Staatsoper. Ein Buch von Misha Aster erzählt, wie die bis heute andauernde Liaison der Staatskapelle mit dem Maestro zustande kam.
Tagesspiegel

Neubesetzung am Staatstheater Nürnberg: Joana Mallwitz wird Generalmusikdirektorin
Joana Mallwitz. Foto: Webseite Mallwitz

Wie das Staatstheater Nürnberg bekanntgab, wird Joana Mallwitz mit der Spielzeit 2018/19 das Amt der Generalmusikdirektorin als Nachfolgerin von Marcus Bosch übernehmen. Damit wird zum ersten Mal eine Frau in Nürnberg diesen Posten bekleiden.
BR-Klassik

„Münchens Elbphilharmonie“: Künstler stören doch nur!

München will die Elbphilharmonie kopieren. Zwar nicht mit der Bauzeit und mit den Kosten, aber groß und gewaltig soll das neue Konzerthaus unbedingt werden.

Auszug aus dem „Hamburger Abendblatt“: Das Vorbild Elbphilharmonie hat ­beeindruckt, die Mehrkosten und die Blamage haben zwischenzeitlich verschreckt, aber dennoch: München will nun tatsächlich ein neues, möglichst grandioses Konzerthaus bauen. Und wie es dort aussehen sollte, will an diesem Donnerstag eine Jury herausfinden, die sich die 30 zum Wettbewerb eingereichten Entwürfe ansieht. Doch München wäre nicht München, wäre da nicht ein putziger Haken dabei.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ süffisant vermeldete, besteht die zwölfköpfige Jury vor allem aus Politikern im Allgemeinen und dem Seehofer Horst im sehr Speziellen. Damit so viel geballter Sachverstand auch harmonisch tagen und walten kann, hat man lieber darauf verzichtet, sich leibhaftige Musik-Profis in die Jury zu holen. Solche Künstler können ja mitunter arg nerven mit ihren Wünschen…

Münchens Elbphilharmonie: Künstler? Stören doch nur!
München will ein möglichst grandioses Konzerthaus bauen. Eine Jury sieht sich die Entwürfe an. Doch da ist noch ein Haken.
Hamburger Abendblatt

Düsseldorf: Das letzte Stündlein eines Delinquenten – Alban Bergs „Wozzeck“ in Düsseldorf

…Stefan Herheim hat einen ganz anderen Zugang zum fortdauernd brisant erscheinenden Berg-Werk gesucht und gefunden: Er macht das Publikum zum Zeugen einer Hinrichtung. Der norwegische Theatermacher rekurriert damit auf das Schicksal des historisch verbürgten Perückenmachers Johann Christian Woyzeck, der durch die Langzeitwirkung Büchners verewigt wurde. Man hat den offensichtlich nicht wirklich gesunden Ex-Soldaten im August 1824 auf dem Leipziger Marktplatz geköpft. Herheim verlegte die Handlung in eine „lethal injection chamber“, einen Exekutionsraum nach US-amerikanischem Vorbild…
Neue Musikzeitung/nmz.de

Between two worlds: Wozzeck in Düsseldorf
bachtrack

„Konzertgänger in Berlin“: Brahms hören für Mexiko
Zu Berlins umtriebigsten Laien-Ensembles gehört das Sibelius-Orchester: hart an der Grenze zur Professionalität, was das musikalische Niveau angeht. Auch dieses Orchester gehört zu den kulturellen Aushängeschildern Berlins, wie sich dieses Jahr auf einer längeren Konzerttournee durch Mexiko zeigte.
https://hundert11.net/brahms-hoeren-fuer-mexiko/

Stuttgart: „Hänsel und Gretel“
Auf den ersten Blick klar zu erkennen: Es handelt sich um „Hänsel und Gretel und die Handlung spielt in einem deutschen Wald. Copyright: dpa

„Hänsel und Gretel“ in Stuttgart: Ohnmachtsfantasien
Keine normale Inszenierung, sondern eine bewusst unfertige und hilflose, auch emotionale Aufführung – und eine Demonstration für den in Russland verfolgten Regisseur Kirill Serebrennikov
Münchner Merkur
Was tun, wenn der Regisseur in Arrest ist
Neue Zürcher Zeitung
David und Ariane
Kirill Serebrennikov hatte mit „Hänsel und Gretel“ große Pläne. Davon ist jetzt nicht viel zu sehen.
http://www.fr.de/kultur/theater/oper-stuttgart-david-und-ariane-a-1374096

Liege/ Lüttich: NORMA. Premiere am 19.10.2017

Das Belcanto-Meisterwerk „Norma“ stellt höchste Anforderungen nicht nur an die Interpretin der Titelrolle – wohl kaum eine Rolle ist zudem so sehr von den Interpretationen von Maria Callas geprägt – und steht vielleicht deshalb trotz seiner Bekanntheit vergleichsweise selten auf den Spielplänen der Opernhäuser. Nach 20 Jahren ist es wieder einmal an der Opera Royal de Wallonie-Liège zu sehen – und bietet dabei der renommierten Sopranistin Patrizia Ciofi die Gelegenheit, in der Titelrolle zu debütieren…

Zum Bericht von Jochen Rüth/ www.deropernfreund.de

Wien/ L.E.O – Letztes erfreuliches Operntheater
Letzter erfreulicher Maskenball
Un ballo in maschera“: Verdis Oper im Theater L.E.O. in Wien
Der Standard

Dramaturgie-Team der Wiener Festwochen neu aufgestellt

 

Nach der ersten Ausgabe der Wiener Festwochen unter dem neuen Intendanten Tomas Zierhofer-Kien, die teilweise heftige Kritik geerntet hatte, trennte sich das Festival im Juli von den Kuratoren Nadine Jessen und Johannes Maile. Nun haben die Festwochen ihr Team neu aufgestellt.

Iris Raffetseder kehrt als Dramaturgin zurück. Moritz Lobeck wird kuratorischer Konsulent. Beide waren bereits von 2014 bis 2016 bei den Wiener Festwochen tätig.

Gastkuratorin werde Angela Mattox, vormals künstlerische Leiterin des Portland Institute for Contemporary Art, Henning Nass, ehemals Dramaturg der Berliner Volksbühne, werde den Festwochen als freier Dramaturg zur Verfügung stehen, hieß es am Dienstag.

Weiterhin mit dabei sind Margit Moisl als künstlerische Referentin des Intendanten, Marlene Engel als Kuratorin des elektronischen Musikfestivals „Hyperreality“ sowie Carolina Nöbauer und Bernhard Staudinger. „Ich freue mich sehr über die enge Zusammenarbeit mit diesem Team aus äußerst erfahrenen und inspirierenden Persönlichkeiten, mit denen ich ein vielfältiges Programmangebot erarbeiten werde“, wird Tomas Zierhofer-Kin zitiert.

Soweit der offizielle Text. Es waren also alle anderen, nur nicht der Intendant, der diese Leute ausgesucht hat, für das Fiasko verantwortlich. Den hat nämlich der Wiener Kulturstadtrat höchstpersönlich ausgesucht – und ein Wiener Stadtpolitiker macht keine Fehler!

Filme der Woche:
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Wer im Jahre 1943 zwischen 17 und 20 Jahre alt war, ist heute hoch in den Neunzigern oder tot. Dennoch gibt es in diesem Film, der vom Überleben von vier Juden als „U-Boote“ im Hitler-Berlin handelt, Zeitzeugen, die in erstaunlicher Frische von ihrem damaligen Leben berichten. Das ist nur möglich, weil der bekannte Dokumentarfilm-Regisseur Claus Räfle die Interviews mit diesen Zeitzeugen schon vor acht Jahren geführt hat (mittlerweile sind zwei von ihnen verstorben, wie man im Nachspann liest). Schon damals plante er eine Dokumentation zu dem Thema, aber es war offenbar nicht die richtige Zeit.

Nun legt Räfle eine ebenso ausgewogene wie spannende und informative Mischung aus den Dokumentar-Interviews und nachgestellten Spielszenen vor – und dass das Ganze nie künstlich hochdramatisch oder tränen-triefend aufgebauscht werden kann, liegt an der bewundernswerten Gelassenheit, mit der die vier Juden über ihr damaliges Leben im Berliner Untergrund reflektieren.

Und das war nun dramatisch genug. Vier junge Juden (jeder Mann musste bei den Behörden seinem Namen den zweiten Namen „Israel“, die Frauen „Sarah“ hinzufügen) beschlossen im Jahre 1943 in Berlin, alle zum Entsetzen ihrer Eltern und Verwandten, die demütig auf ihren Abtransport in den Osten warteten,, den Judenstern abzulegen und sich quasi wie Deutsche unter Deutschen zu bewegen: Die Jungen nannten das „Flitzen“…

Webseite vermittelt Zweitfrauen an Muslime

Webseite vermittelt Zweitfrauen an Muslime
Azad Chaiwala, ein britischer Geschäftsmann, sorgt mit seiner neuen Partnerschaftsvermittlungs-Seite „Secondwife.com“ für Aufregung in Europa. Mehr als 100.000 User seien auf der Webseite, die Zweitfrauen für Muslime vermittelt, registriert, berichtet „Daily Mail“ – und das, obwohl Polygamie in Europa verboten ist. In Großbritannien kann Polygamie etwa mit bis zu sieben Jahren Haft geahndet werden.
Oe24.at

Unsereins hat mit einer einzigen „Erstfrau“ schon genug Probleme. Zweitfrau? Nein danke, kein Bedarf (mehr)

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-oktober-2017


24. OKTOBER 2017

by ac | 24. Oktober 2017 08:12

WENN POLITIK AUF OPER TRIFFT – AM BEISPIEL KIRILL SEREBRENNIKOV
Hänsel und Gretel“, konzertant/fragmentarisch in Stuttgart: Esther Dirkes (Gretel) mit der Botsch Copyright: Thomas Aurin


Daniel Kluge (Hexe). Copyright: Thomas Aurin

Die Werbung für Kirill Serebrennikov und auch für die Staatsoper Stuttgart ist unbezahlbar – und künftig wird dieser Regisseur wie ein Heiliger verehrt werden. In Stuttgart ist er ohnedies bereits jetzt „Hausheiliger“, unantastbar, selbst wenn „Hänsel und Gretel“ in Ruanda spielt. Besseres konnte Herrn Serebrennikov beruflich gar nicht passieren!


Copyright: Thomas Aurin

Auszug aus nmz.de: Dass sich die Politik selbst einmischt, kommt eher selten vor. Gilt geradezu als Tabu. Würde auf den, der es versucht, zurückfallen. Zumindest im westlichen Mitteleuropa ist das (noch) so. Der opernaffine grüne baden-württembergische Landesvater Winfried Kretschmann hat die Freiheit der unbequemen Kunst bei der Premierenfeier in Stuttgart denn auch unter heftigsten Beifall (Lupenreine Demokraten müssen keine Angst vor Kunst haben!) geradezu beschworen.

Im Falle der jüngsten Stuttgarter Opernproduktion ist das (Nochnicht-)Zustandekommen der vorgesehenen „Händel und Gretel“-Inszenierung des Russen Kirill Serebrennikov schon das Entscheidende…

Wenn Politik auf Oper trifft – oder: eine halbe Sache mit dem ganzen Herzen
Neue Musikzeitung/nmz-de
Copyright: Thomas Aurin

„Die Welt“/ Manuel Brug:

Und so hat Intendant Jossi Wieler ein sich über den ganzen Oktober ziehendes unfreiwilliges Antifestival pro Serebrennikow aus dem Bühnenbretterboden gestampft. Mit Video-Aufführung der hauseigenen „Salome“-Inszenierung, Vorträgen, Filmen, Aufzeichnungen anderer Arbeiten und Diskussionen. Mit „Free Kirill“-Shirts zu fünf Euro und Herztaschen vom Teilspielort Ruanda für sechs Euro. Gipfelnd in der langstreckenweise filmisch nach Afrika verlegten Humperdinck-Premiere.

So viel Aufmerksamkeit um eine Nichtinszenierung war also selten. Die Russen haben mit ihrer Strafrechtswillkür doch noch ganze Arbeit geleistet. Denn jetzt kennen den Namen Kirill Serebrennikow sehr viel mehr Menschen. Ist er vielleicht auch schon ein Märtyrer?

„Die Welt“ hinterfragt auch die Situation der beiden Kinder aus Ruanda, die in den Filmsequenzen mitwirken und zum Bejubeln nach Stuttgart geflogen wurden: Dazu kommt noch das schlechte Kolonistengewissen, ob hier nicht im ehemaligen Deutsch-Ostafrika schon wieder Eingeborene im Namen der Kunstgutmenschen missbraucht werden, und was mit diesen zwei Kindern eigentlich passieren wird, wenn sie nach so viel naiv betroffenem Ersatzbejubeltwerden nun ein zweites Mal wieder zurück in Kigali landen

Free Kirill!
Ohne Hexe und ohne den unter Hausarrest stehenden russischen Regisseur: Stuttgarts Oper zeigt unvollendet „Hänsel und Gretel“ als Fragment und Fanal für die Kunstfreiheit und für Kirill Serebrennikow.
https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article169964921/Free-Kirill.html

Solidaritätsappell mit Musik: „Hänsel und Gretel“ in Stuttgart
Seit August sitzt der Regisseur Kirill Serebrennikov im Hausarrest – die Behörden werfen ihm Subventionsbetrug vor. Eine absurde Behauptung. In Stuttgart wird er in Abwesenheit geehrt: Hier durfte er nicht arbeiten
https://br24.de/nachrichten/solidaritaetsappell-mit-musik-haensel-und-gretel-in

Die Staatsoper Stuttgart hat für sich ebenfalls unbezahlbare Werbung gemacht – das ist legitim. Dass die eingeladene Kanzlerin Merkel nicht gekommen ist, halte ich für verständlich, sie hat kalkuliert vorzugehen und das Gesamtinteresse wie auch die Beziehungen zu Russland im Auge zu behalten. Reagieren wir also nicht „theaterhaft“ – also überzogen.

Mit mir gehen die Rösser nicht so schnell durch, dafür habe ich schon zu viel erlebt. Wäre Herr Serebrennikov wegen des schwammigen Begriffs „Staatsfeindliche Umtriebe“ festgesetzt worden, wäre auch für mich die Sache klar. So aber steht der Vorwurf des „Subventionsbetrugs“ im Raum, mit dem es sich das Gericht wesentlich schwerer macht. Auf die Idee, dass tatsächlich an diesem Vorwurf etwas dran sein könnte, kommt offenbar niemand.

Russland ist gefordert, Beweise für die Beschuldigung vorzulegen, will es seine Reputation wahren. Darauf warte ich, um mir selbst ein Urteil bilden zu können. Schnellschüsse und blindes Vertrauen sind nicht mein Ding.

Wissen Sie übrigens, wo sich in Österreich die meisten unschuldigen Menschen (nach Eigendefination) befinden. Richtig – in den Gefängnissen. Dort behauptet jeder, unschuldig zu sein!

BADEN BADEN: HERBSTFESTSPIELE 2017
Freitag, 10. November und Sonntag, 12. November 2017, 19/17 Uhr
Teodor Currentzis. Copyright: Olha Runyova

Unsere Gesellschaft braucht Helden und Märtyrer. Sind diese nicht deutlich sichtbar, werden sie eben „gestrickt“ . Kaum ein Dirigent wurde in den vergangenen Jahren so hochgepusht wie Teodor Currentzis. Der angeblich überaus eitle Maestro setzt sich auch gekonnt und medienwirksam in Szene!

Die jungen Wilden
Teodor Currentzis kehrt mit jungen Sängern und Puccinis Klassiker „La Bohème“ nach Baden-Baden zurück – Philipp Himmelmann inszeniert die Tragödie um die Liebenden Rodolfo und Mimì.

PS.: Bevor diese Bohème wohl szenisch in Baden-Baden aufgeführt wird, gibt es sie konzertant im Konzerthaus Dortmund am 5.11. Wir werden darüber berichten

HEUTE: Besetzungsänderung in „L’elisir d’amore“ an der Wiener Staatsoper

Gabriel Bermúdez springt in der heutigen, 24. Oktober 2017, Vorstellung von „L’elisir d’amore“ für den erkrankten Alessio Arduini als Belcore ein.

Juan Diego Florez: Auf der Sonnenseite der hohen Töne
Der in Wien lebende Startenor, Meister der sehr hohen Töne, hat sich mit seiner neuen CD erstmals Mozart zugewandt. Flórez über schnelles Notenlernen, harte Betten und Spaß am Singen –
Der Standard

Wiener Staatsoper: Lesung aus TICK von Admira Vaida in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE

 

Am Montag, 30. Oktober 2017 (18.00 Uhr) lädt die Wiener Staatsoper zu einer Lesung in die AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE (Walfischgasse 4, 1010 Wien): Admira Vaida stellt ihr Buch „TICK – Wie mein Sohn mit Ballett das Tourette-Syndrom überwand“ über ihren Sohn Dominik Vaida, Absolvent der Ballettakademie der Wiener Staatsoper, vor.

THE DALLAS OPERA OPENS THE 2017-18 SEASON WITH CAMILLE SAINT-SAËNS’ „SAMSON & DALILA“ with Clifton Forbis and Olga Borodina. Staged by Bruno Berger-Gorski.

„Samson et Dalila“ , inszeniert von Bruno Berger-Gorski, mit Olga Borodina und Clifton Forbis in Dallas. Copyright: Karen Almond

Dallas
Hair Apparent
The Dallas Opera opens its season with a powerful production of Saint-Saëns‘ Samson et Dalila.
http://www.theaterjones.com/ntx/reviews/20171022064830/2017-10-23/Dallas

WIEN: Vortrag MARGARETHE WALLMANN – Tänzerin, Choreografin, Regisseurin (7.11. im Otto Maurer-Zentrum/ Währingerstraße)
Margarethe Wallmann

Richard Wagner-Verband Wien: MARGARETHE WALLMANN – Tänzerin, Choreografin, Regisseurin

präsentiert  von  Ulrike Messer – Krol (Fotocollagen von Erwin Messer)

Dr. Ulrike Messer – Krol , Kulturjournalistin mit über 30 Jahren ORF- Erfahrung und ihr Mann schildern   Leben und Werk dieser herausragenden Künstlerin: Ihre Karriere begann in den 30er Jahren bei den Salzburger Festspielen , dann an der Wiener Staatsoper bis 1938 als  Ballettchefin und  brachte nach dem 2. Weltkrieg an der Mailänder Scala die ersten großen Regie- Erfolge . Unter Herbert von Karajan kam Margarethe Wallmann für sechs Inszenierungen wieder nach Wien . Ihre Inszenierung der TOSCA  vom April 1958 steht im Jänner 2018 zum 600. Mal auf  dem Programm.
Wexford Festival Opera: the opening weekend’s reviews
“Medea’ misses the mark while “Risurrezione’ goes down a storm
https://www.irishtimes.com/culture/music/wexford-festival-opera-the-opening
Risurrezione review at Wexford Opera House – “dramatic conviction’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/risurrezione-review-wexford-opera-house/
Franco Alfano’s Risurrezione brought to life by Wexford Festival Opera
bachtrack

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 24.-30. OKTOBER 2017

 

Heinrich Schramm-Schiessl hat für Sie die Liste zusammengestellt und in den „Infos des Tages“ veröffentlicht.

Flirt oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Wo liegt die Grenze?

Auszug aus dem „Kurier“:

 Sexismus, Machos, Machtmissbrauch – die Enthüllungen um den Filmproduzenten Harvey Weinstein haben eine globale Debatte ausgelöst, ein Ende ist nicht in Sicht. Immer mehr Schauspielerinnen berichten von Übergriffen männlicher Vorgesetzter, zuletzt beschuldigten 38 Frauen den US-Regisseur James Toback (72) der sexuellen Belästigung.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Hollywood. Unter dem Hashtag #metoo machten Frauen aus aller Welt ihre persönlichen Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen öffentlich, darunter hochrangige Politikerinnen wie die schwedische Außenministerin oder SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles sowie Facebook-Chefin Sheryl Sandberg. In Österreich sorgt indes ein anderer Fall für Diskussionen: Eine Journalistin wirft dem Chefredakteur einer Wiener Zeitung, Reinhard Göweil, vor, ihr in einem Facebook-Chat sexuelle Avancen gemacht zu haben. Er habe eine „Trottel-Nachricht“ geschrieben und sich sofort dafür entschuldigt, sagt der 57-Jährige heute. Er wurde mittlerweile fristlos entlassen…Flirt oder Belästigung am Arbeitsplatz: Wo liegt die Grenze?
KurierIch wünsche Ihnen einen schönen Dienstag!A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-oktober-2017


23. OKTOBER 2017

by ac | 23. Oktober 2017 07:50

Heute erste Vorstellung der Serie „TOSCA“ (drei Vorstellungen) an der Wiener Staatsoper: Adrianne Pieczonka (Tosca). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Drei Vorstellungen von Puccinis Tosca stehen auf dem Oktober-Spielplan des Hauses am Ring: Ab Montag, 23. Oktober 2017 sind KS Adrianne Pieczonka in der Titelpartie, Yonghoon Lee als Cavaradossi und Ambrogio Maestri als Scarpia an der Wiener Staatsoper zu erleben. Alexandru Moisiuc gibt als Mesner sein Rollendebüt am Haus.
Es dirigiert: Jesús López Cobos.

Reprisen: 27. und 30. Oktober. Die Vorstellung am 30. Oktober wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

STUTTGART: HÄNSEL UND GRETEL in der Serebrennikov-Inszenierung. Konzertante Premiere am 22.10.
Daniel Kluge (Knusperhexe). Copyright: Thomas Aurin)

Diese konzertante Stuttgarter Aufführung öffnet neue Perspektiven. Serebrennikov lässt die Geschichte in Afrika spielen. Er drehte die Story mit zwei Kindern aus Ruanda. Serebrennikov selbst spricht von einem guten Ende in Afrika. Es werden allerdings keine Klischeebilder gezeigt. Man sieht drastisch den ruandischen Alltag mit hungernden Kindern. Schließlich versteckt sich die Hexe hinter der Stuttgarter Konsumwelt…

Zum Premierenbericht von Alexander Walther

WIEN/ Volksoper: DIE RÄUBER von Verdi in Alternativbesetzung mit einem hinreissenden Verdi-Bariton (22.10.2017)
Alik Abdukayumov. Foto: Herta Haider

Die erste ganz große Verdi-Rolle, in der wir den jungen Bariton aus Usbekistan in Wien erleben durften, war ein Ereignis! Dass er sie deutsch zu singen hatte, änderte kaum etwas an diesem Faktum. Dass wir den Sänger vom Merker-Kunstsalon und aus Interviews als ungemein sympathischen, sehr intelligenten und gebildeten Menschen kennen, änderte nichts daran, dass er den Franz überzeugendst als schmierigen, hinterfotzigen Betrüger und Gewaltmenschen auf die Bühne stellte.  Der Künstler verstand es, seinen wunderschönen, ebenmäßig strömenden Bariton mühelos in allen Lautstärken und Lagen  auf lyrischer Basis so einzusetzen, dass die Stimme gleichzeitig , dem jeweiligen Text folgend, daraus expressives Kapital zu schlagen vermochte…

Zum Bericht von Sieglinde Pfabigan

BERLIN/ Deutsche Oper: – L‘INVISIBLE von Aribert Reimann. Dritte Vorstellung der Uraufführungsserie am 22.10.2017

Aribert Reimann trifft mit seinen Sujets meist den Nagel auf den Kopf und nicht nur das, sondern mitten ins schmerzende Hühnerauge unserer Zeit. So auch mit den zu 90 Minuten Musiktheater kondensierten drei kleinen Stücken des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck: „Der Eindringling“, „Interieur“ und „Der Tod des Tintagiles“…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

BASEL/ Grosse Bühne: LA TRAVIATA. Premiere am 21.10.2017)
Copyright: Theater Basel/ Sandra Then

 Die Vorfreude ist gross, die Erwartungen an diese Premiere sind bei den Premierengästen besonders hoch: Kein Wunder, wird doch an diesem Abend Verdis „Traviata“ in einer neuen Inszenierung. Regie führt der Amerikaner Daniel Kramer, der seit 2016 die künstlerische Leitung der English National Opera innehat. Kramer setzt mehr auf Opulenz, Spiegel und die Drehbühne (Bühne: Lizzie Clachan) und effektvolle Kostüme (Kostüme: Esther Bialas) als auf Aussage…

Zum Premierenbericht von Michael Hug

WIEN/ Staatsoper: PELLÉAS ET MÉLISANDE – Vorstellung am 21.10.2017
Christiane Karg. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Dieser „Pelléas“ ist sozusagen noch eine „Novität“, die jetzt im Repertoire dank einer Neubesetzung der beiden Titelpartien und einer Veränderung am Pult ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben hat. Das konnte nicht einmal ein zum Teil sehr unruhiges Publikum verhindern. Vor allem Bernard Richter als Pelléas, Christiane Karg als Mélisande und Daniel Harding am Pult gaben dem Werk ein viel stimmigeres Flair als die Premierenbesetzung – zumindest nach meinem Eindruck und Geschmack…

Zum Bericht von Dominik Troger
http://www.operinwien.at/werkverz/debussy/apel4.htm

WIESBADEN/ Hessisches Staatstheater: GÖTTERDÄMMERUNG – ein musikalisches Fest am 21.10.2017
Catherine Foster. Copyright: Staatstheater Wiesbaden/ Nele Schmitt

Nach dem Kraftakt des kompletten „Ring des Nibelungen“ in einer Spielzeit, gibt es nun in der kürzlich begonnenen neuen Saison lediglich die „Götterdämmerung“ zu erleben. Umbesetzungen in einigen Partien und verschiedene szenische Änderungen stellten die Reprise sehr deutlich über die Premiere!

So gab es diesmal in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg einen intensiven Blickkontakt zwischen dem Wotan-Double und Brünnhilde während Waltrautes Erzählung. Gänzlich anders auch das Finale des ersten Aufzuges, welches nun komplett in Brünnhildes Pavillon spielte und somit die Ausweglosigkeit, das in der Falle sitzen, schmerzhaft erfahrbar machte…

Zum Bericht von Dirk Schauß

WIEN/ Theater an der Wien: WOZZECK – 21.10.2017

 

Der deutsche Dirigent und Komponist Eberhard Kloke (geb. 1948) hat nun eine reduzierte Orchesterfassung, passend zur Größe des Orchestergrabens im Theater an der Wien, erstellt, die für mein Erachten kaum klangliche Einbußen gegenüber der Originalpartitur aufwies. Die Wiener Symphoniker unter Leo Hussain unterstrichen auf beeindruckende Weise die ganze Bandbreite seelischer Ausbrüche und Abgründe von Wozzeck, Marie und dem brutalen Tambourmajor…

Zum Bericht von Harald Lacina

INNSBRUCK/ Tiroler Landestheater: „ORPHÉE ET EURIDICE“ – Bündelung aller Bühnen-Komponenten. 21.10.2017
Wieder glücklich vereint: Aco Aleksander Biscevic (Orphée) und Susanne Langbein (Euridice) mit Sophia Theodorides (Amor). Copyright: Rupert Larl

Die Erschließung von Welt-Literatur für den Tanz gehört zu den zentralen Anliegen von Enrique Gasa Valga, dem seit 2009 die Leitung der Tanzcompagnie des Tiroler Landestheaters obliegt. Bevor das neueste Projekt „Macbeth“ zur Uraufführung gelangt, wurde jetzt die sich seit Mai im Spielplan befindende berühmte Reformoper Christoph Willibald Glucks in Gasa Valgas Regie und Choreographie wieder aufgenommen…

Zum Bericht von Udo Klebes

„Konzertgänger in Berlin“: Maeterlinck-Doppel: „Pelléas et Mélisande“ an der Komischen und „L’Invisible“ an der Deutschen Oper
Schöne Gelegenheit, zweimal Opern nach Maurice Maeterlinck zu sehen und zu hören: Samstag Pelléas et Mélisande an der Komischen Oper, Sonntag L’Invisible an der Deutschen Oper
Konzertgänger

Neue Dirigenten-Stars: Instrumentale Blütenträume
Wenn Cornelius Meister und Robin Ticciati dirigieren, folgen bunte Überraschungen. Ob Martinu oder Debussy, mit dem Taktstock inszenieren sie vielfarbige Filme fürs Ohr – und entdecken verborgene Perle
Der Spiegel


Theatre Royal, Glasgow; Royal Opera House; Barbican, London

David McVicar’s stylish Traviata is slow to ignite at Scottish Opera. At Covent Garden a rarity that’s great in parts. Plus, less is more with Bernard Haitink
La traviata at Scottish Opera. Photograph: Jane Hobson

La traviata; Les Vêpres siciliennes; LSO/ Haitink – review
The Guardian

London
Les Vêpres Siciliennes review: A mad roller-coaster lasting for four hours
http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/869704/les-vepres-siciliennes

WIEN/ Burgtheater: „SCHLECHTE PARTIE“


Nicholas Ofczarek, Marie Luise Stockinger. Copyright: Barbara Zeininger

„Schlechte Partie“ am Burgtheater: Larissas Männerliste unter #MeToo wäre sehr lang
Die Welt
„Schlechte Partie“ als Salontragödie
Nein, Alexander Ostrowskij ist nicht Anton Tschechow. Aber er ist auch nicht Arthur Schnitzler, wie uns Regisseur Alvis Hermanis im Vorfeld der Burgtheaterpremiere glauben machen wollte. Die mit dreieinhalb Stunden deutlich zu lange „Schlechte Partie“ wurde jedenfalls durch das Konzept eines „radikal altmodischen Theaters“ um nichts besser. Nur optisch hatte der (Samstag-)Abend einiges zu bieten.
https://www.sn.at/kultur/schlechte-partie-als-salontragoedie-an-der-burg-19605070
Wolgawasser ist ein besonderer Saft
Der Standard
Steinalt, aber gut gespielt
Die Presse
Innenwelt und ihr Objekt
Tiroler Tageszeitung

Zu 50 FOTOS aus dieser Produktion (Barbara Zeininger)

Politik in Österreich
Machtversessen
Die SPÖ hat die Wahlen verloren, das kommt in einer Demokratie vor. Jetzt ist sie dabei, auch ihren Ruf zu verlieren.
Manchmal ist es reichlich kniffelig, zu decodieren, welche Botschaften die p. t. Wähler den Parteien mitgeben wollen. Diesmal nicht. Diesmal ist der Wählerwille unmissverständlich, und man braucht kein Feinspitz der Politikanalyse zu sein, um ihn entschlüsseln zu können

Profil

Wer nicht verlieren kann, hat den Sieg nicht verdient! Warten wir ab, was nun noch passiert!

Eine schöne Woche wünscht

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-oktober-2017


22. OKTOBER 2017

by ac | 22. Oktober 2017 07:44

 

Minister Dr. Thomas Drozda und der Bundespräsident. Kommt es zu Schwarz/ Rot, wird er wohl bleiben. Foto: Bundeskanzleramt

Ich schließe diesen Fall keineswegs aus, obwohl er derzeit unwahrscheinlich erscheint. So leicht kann eine Partei nicht auf Regierungsbeteiligung verzichten, zu viele Verknüpfungen sind mit der Regierungsmacht verbunden. Warten wir ab, was die Zukunft bringt! Mit BK Kern wird es wohl nicht gehen, aber es gibt ja in der SPÖ Personalreserven. Wer ist bereit, die Hosen runterzulassen?

Thomas Drozda hat sicherheitshalber noch den Staatsoperndirektor und den Burgtheaterchef bestellt. Nun, in der Oper kann man nicht viel Politik machen, im Burgtheater wohl schon eher. Martin Kusej hat „politisches Theater“ angekündigt. Ob man ihm das machen lässt, wenn der Kulturminister kein „Roter“ ist? Und wenn, dann nur so lange, als man vertraglich dazu gebunden ist. Die nächste Vertragsverlängerung fällt in jedem Fall noch in die kommende Legislaturperiode.

Übrigens, auch eine Vertragslaufdauer ist keine Job-Garantie. Die Eigentümer-Vertreter können  – ähnlich wie es bei Fußballtrainern ist (die im Spitzenbereich mit weit höheren Summen als Theaterdirektoren dotiert sind) – einen Vertrag auch ausbezahlen oder den Trainer/ Direktor bei vollen Bezügen beurlauben. In diesem Fall dürfte der Trainer/ Direktor freilich keinen anderen Job ausüben – und wer kann es sich schon leisten, fünf Jahre „weg vom Fenster“ zu sein.

Wer folgt auf Thomas Drozda? (Bezahlartikel!)
Österreichs Kunst- und Kulturminister hat formell demissioniert. Wer kann, wer wird danach kommen?
https://www.sn.at/kultur/wer-folgt-auf-thomas-drozda-19565998

Bisherige Ministerinnen und Minister für Kunst und Kultur
Salzburger Nachrichten

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

WIEN/ Staatsoper: DER SPIELER- Derniere am 20.10.2017

…Acht Minuten Applaus, wohl dosierte Bravorufe. Die Derniere war erfreulich gut besucht.

Zum Bericht von Karl Masek

BADEN  bei Wien: DER FREISCHÜTZ. Premiere am 21.10.2017
Copyright: Bühne Baden/ Christian Husar

Schon mit dem Hochgehen des Vorhanges wird klar: wir erleben das populärste Werk von Carl Maria von Weber „Der Freischütz“ – triumphale Uraufführung 1821 in Berlin – als  Soap-Opera von heute. Ein Fernseh-Off-Sprecher (der noch öfters zu hören sein wird) erklärt kurz und bündig:  die Geschichte mit dem Probeschuss geht auf eine Geschichte zurück, die tatsächlich kurz nach dem 30jährigen Krieg stattgefunden hat. Nun seien die Nachkommen des Erbförsters noch immer tätig, um mit den „Freikugeln“ des Teufels zurande zu kommen. Man gibt also  das Hauptwerk von Carl Maria von Weber und seinem Librettisten Friedrich Kind im Outfit von „Bauer sucht Bäuerin“ bzw. „Bergdoktor“…

Zum Premierenbericht von Peter Dusek

BERLIN/Philharmonie:  EIN DEUTSCHES REQUIEM – ein Klangerlebnis mit allen Facetten. 20.10.2017
Rundfunkchor Berlin. Copyright: Jonas Holthaus

Drei Tage lang ist die Philharmonie ausverkauft, geht es doch um „Ein deutsches Requiem“ op. 45 von Johannes Brahms mit den Berliner Philharmonikern und dem Rundfunkchor Berlin, dirigiert von Yannick Nézet-Séguin, Leiter des Philadelphia Orchestra.
Der ist ein Garant für Rhythmus, doch ebenso für sensibles Ausmalen von Klangbildern. 2010 dirigierte er, 35 Jahre jung, zum ersten Mal die Berliner Philharmoniker und das so überzeugend, dass sie ihm hinterher Beifall zollten. Eine sehr seltene Ehre…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

MAILAND: DER FREISCHÜTZ. Neuinszenierung. Vorstellung am 20.10.2017

JULIA KLEITERS Agathe ist mit prachtvoll, in der Höhe leuchtender Stimmgebung ein Ereignis. Ihre hohe Musikalität verleiht den Phrasen Geschmack und ihr unaufdringlich, aber einnehmend- natürliches Spiel lässt sie zum Zentrum der Aufführung werden

Zum Bericht von Christian Konz

DORTMUND: ARABELLA – musikalisch ein Hochgenuss. Am 20.10.2017

 

Copyright: Thomas Jauk/ stage picture

…Das alles spielte sich ab auf einer kühlen  Einheitsbühne mit sparsamen Mobiliar, meist reichte eine Reihe von unbequemen Stühlen, die natürlich bei Bedarf umgeworfen werden mußten. (Bühne Mathis Neidhardt). Passend konnte man hinter der durchsichtigen Rückwand im ersten Aufzug Graf Waldner mit Kumpanen am Spieltisch sehen, im zweiten Aufzug den Faschingsball ahnen. Einzig das gefühlvolle Ende spielte  auf einer trotz Neonbeleuchtung einen Rest von Romantik vermittelnden Treppe…

Zum Bericht von Sigi Brockmann

DÜSSELDORF/ Deutsche Oper am Rein: WOZZECK. Premiere am 20.10.2017

...Herheims Inszenierung stellt eine Grundfrage: ist Wozzeck  wirklich Alleinschuldiger oder nicht vielmehr ein von der Gesellschaft in seine Tat Getriebener? Schafft die Masse Mensch nicht erst Bedingungen, welche die Tragödie Wozzecks auf den Siedepunkt bringen? Differenziert gelingt ihm dabei das Porträt von Marie. Sie ist sicher eine Art Flittchen, triebhaft empfänglich für die ihr überwältigend erscheinende Maskulinität des Tambourmajors. Aber sie erkennt die negative Seite ihres Wesens durchaus schuldbewusst. Das Gebet ist Eingeständnis für ihren erotischen Fehltritt, aber gleichzeitig Bekräftigung ihrer Liebe zu Wozzeck. Dieser Zwiespalt wird begünstigt durch dessen schizophrenes Gefühlsleben, welches mit Mariens geerdeter Lebensweise nicht in eine feste Deckung zu bringen ist. Eine in Permanenz gefährdete Beziehung…

Zum Premierenbericht von Christoph Zimmermann

MAILAND: Trailer zu „DER FREISCHÜTZ“ auf Youtube
Günther Groissböck als Kaspar. Foto: Brescio Amisano/Tratro alla Scala

ZUM TRAILER

New York: Review: “Norma’ at The Metropolitan Opera and Live in HD
http://dcmetrotheaterarts.com/2017/10/20/review-norma-metropolitan-opera

Vorschau auf die „Weltstar-Ballett-Gala“ am 29.102017 im Wiener Volkstheater

 

Er widmet sein Leben seit 25 Jahren dem Ballett und der Musik an der Wiener Staatsoper, ist er doch Ballettkorrepetitor mit Herz und großer russischer Seele. Daher feiert Igor Zapravdin sein Jubiläum mit einer Gala im Volkstheater.

Zum Portrait Igor Zapravdin

Kirill Kourlaev und Olga Esina im Gespräch:

Aus Anlass der bevorstehenden Weltstar-Gala am 29. Oktober im Volkstheater in Wien initiierte Esther Hatzi ein Künstlergespräch mit Olga Esina (Erste Solotänzerin im Wiener Staatsballett) und Kirill Kourlaev (ehemaliger Erster Solotänzer in derselben Compagnie) in der Galerie des „Online-Merker“…

Zum INTERVIEW Kirill Kourlaev/ Olga Esina mit Ira Werbowsky

Wien/ Burgtheater: SCHLECHTE PARTIE. Premiere am 21.10.2017
Michael Maertens, Nicholas Ofzarek. Copyright: Barbara Zeininger

Im Gegensatz zu Tschechow, vergleichsweise aber auch mit Gorki oder Turgenjew, zählt Alexander Ostrowskij (1823-1886) hierzulande zu den wenig gespielten unter jenen Dramatikern, die Russland im 19. Jahrhundert so reich und qualitätsvoll hervorgebracht hat. Gelegentlich sieht man von ihm „Der Wald“ oder auch „Wölfe und Schafe“, das „Gewitter“ ist die Geschichte von Katja Kabanova, und „Eine Dummheit macht auch der Gescheiteste“ kennt man als Titel.

Doch von den meisten seiner 48 Stücke, hauptsächlich Gesellschaftskomödien, weiß man kaum etwas. Und die „Schlechte Partie“, die das Burgtheater nun bietet, war hierzulande gänzlich unbekannt. Anzunehmen angesichts der neuen Übersetzung wäre, dass es sich dabei um das Stück handelt, das sonst unter dem Titel „Die arme Braut“ oder „Mädchen ohne Mitgift“ gespielt würde, aber da stimmte das vom Burgtheater als Uraufführung angegebene Datum (1878) nicht. Egal – Ostrowskij ist bei seinem Thema, den Reichen, den Armen, den Fängen der Gesellschaft – und den entsetzlich ekelhaften Menschen, die es da gibt…

Zum Bericht von Renate Wagner

Tschechien: Milliardär Babis bei Parlamentswahl in Tschechien klarer Sieger
Oe24.at
Euro-Skeptiker und Milliardär Babis gewinnt Wahl
Kleine Zeitung

Warum wohl gewinnen immer mehr EU-skeptische  Gruppierungen Land? Die EU ist an sich eine gute Sache, nur brauchen wir eine bessere EU, keine EU, deren Vertreter meist zweite Wahl sind und von ihren Herkunftsländern ins Exil geschickt wurden.

Wien/ „Wiener Zeitung“: Gefeuerter Chefredakteur: „Ein vertrottelter Facebook-Eintrag“ als schwerer Fehler
Kronen Zeitung

Nichts ist es mit der „politischen Aktion“, in Wahrheit steckt hinter der Abberufung nicht ein Schimmer von Parteipolitik. Es geht um  den Vorwurf sexueller Belästigung.  Die Gleichbehandlungsanwaltschaft wurde mit den Vorwürfen einer Betroffenen befasst und um eine Einschätzung ersucht. Nach Einschätzung der Gleichbehandlungsanwaltschaft soll der Vorfall als Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz und als sexuelle Belästigung einzustufen sein. Wird ein derartiger Vorwurf als berechtigt empfunden, hat der Arbeitgeber gar keine andere Wahl, als mit Entlassung zu reagieren. Überhaupt wenn der Arbeitgeber der Staat ist!

Ein ganz blöder, angeblich sexistischer Facebookeintrag wurde also dem Chefredakteur der angesehenen „Wiener Zeitung“ zum Verhängnis. So blöd darf nicht einmal der Chefredakteur des „Online-Merker“ sein. Der schon gar nicht!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-oktober-2017


21. OKTOBER 2017

by ac | 21. Oktober 2017 07:55

1507805799_x_201710witwehp1brianekf79
München/ Gärtnerplatztheater. Der Tod spielt mit bei „Die lustige Witwe. Vom Tod geküsst: Camille Schnoor als Hanna Glawari, Adam Cooper als Todesengel
© Marie-Laure Briane

Man nehme eine große Portion Revue, etwas Schmonzette, viel Klamotte und eine Prise Morbidezza und fertig ist eine umjubelte Eröffnungspremiere am Gärtnerplatztheater in München. Wer sich mehr Tiefgang erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der Hausherr Joseph E. Köpplinger inszenierte einen netten, unbeschwerten Abend. Obwohl der Tod omnipräsent war.

Es beginnt bedeutungsschwanger mit einer Beerdigung, offensichtlich der von Hanna Glawaris erstem Mann, die von einer glatzköpfigen Gestalt im langen dunklen Militärmantel beobachtet wird, offensichtlich der Tod. Diese Gestalt wird im weiteren Verlauf immer präsent sein. Entweder still und stumm im Hintergrund oder als ebenso stummer Strippenzieher zwischen den Liebespaaren. Adam Cooper mimt und tanzt ihn, besonders eindrucksvoll im Lied vom dummen Reiter und in dem wunderbar choreographierten „Lippen schweigen“. Am Ende, wenn Hanna und ihr Danilo sich endlich in den Armen liegen und alle noch mal den Weibermarsch (Ja, das Studium der Weiber ist schwer) singen und tanzen, verkündet er mit einem Schuss das Attentat auf den Habsburgischen Thronfolger Franz Ferdinand und den Ausbruch des Krieges. Die Männer gehen als ab, in den Krieg, die Frauen verlassen auch nach und nach die Bühne, zurück bleib allein Hanna. Der Tod, jetzt als Engel, schreitet aus dem Hintergrund herbei und küsst sie. Jetzt ist sie sein…

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

So ganz kenne ich mich da nicht aus, die Rezensentin schreibt von einem „netten, unbeschwerten Abend“ – bei dem der Tod omnipräsent ist. Ich war nicht dabei, kann also nicht mitreden.

„Die lustige Witwe“ am Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatztheater mit Léhar-Operette eröffnet
Schwäbische.de
Umjubelte „Witwe“
Gärtnerplatz eröffnet Spielbetrieb
Süddeutsche Zeitung

WIEN/ Staatsoper: „RUSALKA“ – eine dominierende Diva und ein neuer Dirigent

Rusalka_102984_STOYANOVA_POPOV
Krassimira Stoyanova und ihr Prinz, Dmytro Popov.  Copyright: Wiener Staatsoper/ Michsel Pöhn

Staatsoper: Eine dominierende Diva und ein neuer Dirigent
Krassimira Stoyanova prunkt wieder als Rusalka. Entdeckung des Abends: Dirigent Tomáš Hanus.
Die Presse
Dem Menschsein verfallen
„Rusalka“ wieder an der staatsoper

Ein Abend voller trauriger Momente. Und dennoch konnte er kaum schöner sein, zumindest inhaltlich. Antonín Dvořáks Nixe Rusalka wird zur Grenzgängerin, wünscht sich nichts sehnlicher, als in die echte Welt der Menschen einzutauchen. Nicht ganz unerwartet stößt die stumme Fremde auf Ablehnung, wird angefeindet und scheitert schlussendlich fulminant.

Krassimira Stoyanovas Scheitern in der Glittenbergschen Statik der Inszenierung lebte abermals von ihrer klanglichen Gestaltungskraft in allen Nuancen… (Quelle: „Wiener Zeitung“)
Wiener Zeitung

HEUTE : Stream aus der Wiener Staatsoper: PELLÉAS ET MÉLISANDE

Pelleas_et_Melisande_102832[1]
Simon Keenlyside (Golaud). Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Melden Sie sich an, wenn Sie nicht schon längst Abonnent sind!

http://www.staatsoperlive.com/de/

Wien/ Theater an der Wien: „Giulio Cesare in Egitto“ – konzertant im Theater an der Wien

Giulio Cesare in Egitto“ ist längst zu einer der beliebtesten Händel-Opern avanciert und das Theater an der Wien war nahezu bis auf den letzten Platz gefüllt. Vor zehn Jahren hat man das Werk an der Linken Wienzeile in einer szenischen Produktion gegeben, die Inszenierung von Christof Loy hat damals allerdings sehr geteilte Meinungen hervorgerufen. Bei konzertanten Aufführungen setzt man sich naturgemäß solchen Gefahren erst gar nicht aus.

Praktisch ist auch, dass sich in Sachen konzertanten Barockopernaufführungen ein „Aufführungstourismus“ entwickelt hat, bei dem Produktionen durch Europa oder gleich um die ganze Welt reisen. Und das Theater an der Wien hat die Chance genützt und speist seit vielen Jahren seinen konzertanten Opernzyklus auch aus dieser Quelle. Dieser „Giulio Cesare“ kam zum Beispiel von Essen über Paris nach Wien und wird dann nach San Sebastian weiterziehen.

Vielleicht hatte der etwas straffe Terminkalender – alle zwei Tage eine Aufführung – damit zu tun, dass der Abend erst langsam in Schwung kam – vergleichbar mit einem Wanderer, der nach einer forschen Bergtour am nächsten Tag ein wenig sein Beine spürt…
http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/acesar4.htm

Dominik Troger in www.operinwien.at

Wien/ Musikverein: Fensterchen zur Opernzukunft
Auftakt zum Gastspiel des Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst mit einer Inszenierung von Janáčeks „Schlauem Füchslein“, die Film und Theater zusammenbringt.
Die Presse
Ereignishaft in Laufbild und Ton
Filmische Oper im Wiener Musikverein, Klaviersonderklasse im Konzerthaus –
http://derstandard.at/2000066410636/Ereignishaft-in-Laufbild-und-Ton
Neue szenische Wege
Franz Welser-Möst mit seinem Cleveland Orchestra und einem szenischen „Schlauen Füchslein“ im Musikverein.
Wiener Zeitung

Berlin: Ozawa sagt Konzerte mit Berliner Philharmonikern ab
Der japanische Dirigent Seiji Ozawa hat Konzerte mit den Berliner Philharmonikern im Januar 2018 abgesagt. Dazu hätten ihm seine Ärzte geraten, teilte das Orchester am Freitag mit. Die Anstrengungen der langen Reise seien dem 82-Jährigen nicht zuzumuten, hieß es.
Musik heute

Athen: Die Nationaloper eröffnet mit „Elektra“
Frankfurter Allgemeine

HEUTE Premiere am Wiener Burgtheater: SCHLECHTE PARTIE von Alexander Ostrowski
Inszenierung: Alvis Hermanis

20171019_112153_NicholasOfczarek_MarieLuiseStockinger
Nicholas Ofczarek, Luise-Marie Stockinger. Copyright: Barbara Zeininger

Alvis Hermanis, immer gut für starke Sprüche, in „Die Presse“:  Der lettische Regisseur Alvis Hermanis inszeniert am Burgtheater Ostrowskijs Komödie „Schlechte Partie“. Ein Gespräch über seine Lust am Altmodischen wie auch Experimentellen und die Unfähigkeit der Linken, tolerant zu sein…

Wien/ Burgtheater
„Toleranz ist keine Fähigkeit der Linken“
Der lettische Regisseur Alvis Hermanis inszeniert am Burgtheater Ostrowskijs Komödie „Schlechte Partie“. Ein Gespräch über seine Lust am Altmodischen wie auch Experimentellen und die Unfähigkeit der Linken, tolerant zu sein.
Die Presse

Wien: Nicholas Ofczarek: „Theater als Sprachmuseum darf es ruhig geben“
Am Samstag verkörpert Ofczarek in der Burgtheater-Premiere von Alexander Ostrowskis „Schlechte Partie“ einen Wüstling. Ein Gespräch über Geldwerte, Glück und „bare“ Gefühle –
Der Standard

Österreich: Rechnungshof sieht Maßnahmen durch Bundestheater umgesetzt
Eine im Herbst 2016 erfolgte Follow-up-Überprüfung des Rechnungshofs stellt der Bundestheater-Holding ein gutes Zeugnis aus. Einzig eine Empfehlung sei nicht umgesetzt worden, in diesem Punkt befinde man sich allerdings in der „Zielgeraden“, wie Holding-Chef Christian Kircher am Freitag gegenüber der APA bestätigte.
Salzburger Nachrichten

Wir werden über die heutige Premiere berichten!

Wien: Chefredakteur der „Wiener Zeitung“ abberufen
Wegen „eines anlassbedingten Vertrauensverlustes“ sei Chefredakteur Göweil mit „sofortiger Wirkung“ abberufen, hieß es in einer Aussendung der Zeitung, die im Eigentum der Republik steht und dem Kanzleramt untersteht.
Die Presse
Wiener Zeitung: Chefredakteur abgesetzt
http://wien.orf.at/news/stories/2873515/

Bevor nun bereits Verschwörungstheorien entstehen, sei darauf hingewiesen, dass die Wiener Zeitung im Besitz der Republik Österreich ist und dem Bundeskanzleramt untersteht. Das Bundeskanzleramt ist derzeit immer noch „rot“ – und wird es in allernächster Zeit auch bleiben.

Warten wir also ab, was dem Herrn Göwell tatsächlich vorgeworfen wird, eine „Fristlose“ bedarf einer stichhaltigen Erklärung.

Sportler in der Politik sind meist keine Erfolgssgeschichte:

Ex-Milan-Star George Weah will Staatspräsident von Liberia werden, die Stichwahl am 7. November hat er erreicht. Der Sprung eines Profisportlers in die Politik ist jedoch nicht immer erfolgreich – schon gar nicht in Österreich…

Die Presse

Burkaverbot: Polizei stürmt Lego-Geschäft in Wien!

Die Blüten, die das am 1. Oktober in Kraft getretene Verhüllungsverbot treibt, werden immer skurriler: Nachdem es kürzlich zu einer Amtshandlung gegen das Parlamentsmaskottchen „Lesko“ kam, erwischte es nun einen Lego-Ninja, der in Wien für die Spielzeugfirma warb.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

A.C.

 

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-oktober-2017


20. OKTOBER 2017

by ac | 20. Oktober 2017 07:53

Wiener Staatsoper: Das Gerüst ist weg, das Eingangsfoyer erstrahlt in neuem Glanz. Foto: Fritz Krammer

WIEN/ Staatsoper: RUSALKA am 19.10.2017

Endlich wieder eine Sternstunde an der Staatsoper! Ein rundum geglückter Opernabend begeisterte das Publikum.
Krassimira Stoyanova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wenn das ausgezeichnete Orchester unter der Leitung eines hervorragenden Kenners der slawischen Musik wie Tomas Hanus am Dirigentenpult steht und die melodiösen Klangmassen Dvoraks die Zuhörer gefangen nehmen, wenn ein homogenes, hochklassiges Sängerensemble auf der Bühne steht, dann kann man auch eine Durchschnittsinszenierung (Sven Eric Bechtolf) mit passablem Bühnenbild (Rolf Glittenberg) und annehmbaren Kostümen (Marianne Glittenberg) in Kauf nehmen…

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

Stuttgart : Premiere ohne Serebrennikow. Märchenoper „Hänsel und Gretel“ in Stuttgart startet ohne den russischen Regisseur

Alles Bitten vergebens für Kirill Serebrennikow: Vor der Premiere der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ in Stuttgart muss der russische Regisseur in Moskau in Hausarrest bleiben. Kommunikation mit der Außenwelt ist ihm verboten. Eindringlich bat der 48-Jährige vor Gericht noch darum, ihn wenigstens für einige Tage freizulassen, damit er künstlerische Projekte beenden könne. „Wenn nötig, unter den Läufen von Kalaschnikow-Maschinenpistolen“, sagte der Filme- und Theatermacher bei einem Gerichtstermin in Moskau…

Serebrennikow erzählt das Märchen „Hänsel und Gretel“ im Kontext der Globalisierung – am Schicksal von zwei afrikanischen Kindern aus Ruanda, die auf der Suche nach dem Glück in die Welt des Konsums nach Stuttgart gelangen. „Ein Märchen über Hoffnung und Not, erzählt von Kirill Serebrennikow“ steht im Untertitel der Produktion.

Premiere ohne Serebrennikow
Märchenoper „Hänsel und Gretel“ in Stuttgart startet ohne den russischen Regisseur
Berliner Morgenpost

Köln/ Staatenhaus: LA TRAVIATA

Zitate aus dem Bericht von Christoph Zimmermann: Betritt man den Zuschauerraum, sieht man vor der eigentlichen Bühne ein großes Wasserbecken, in dem auch Pflanzen sprießen. In welcher Szene, so überschlägt man rasch die Handlungsorte der Oper, könnte dieser Mini-See Verwendung finden? Zunächst durchwatet ihn im zweiten Bild der Diener bei seiner Briefübergabe, auf Floras Fest wird der Marquis d’Obigny von der exaltierten Feiergesellschaft hineingeworfen. Das Wasser spritzt, das Publikum lacht, der kritische Zuschauer fragt sich indes: was soll’s?…

Jenseits solcher etwas gewollt wirkenden Momente liefert Schad nicht viel, was einem das Sujet, womöglich mit Verweisen auf das Heute, nahebringen würde. Dass beim Karnevalschor (eigentlich lontano) Floras Festgesellschaft in Erscheinung tritt, ist eine durchaus stimmige, optisch aber reichlich breit ausgeführte Idee. Warum Alfredo bei „De miei bollenti spiriti“ eine Axt tragen muss, welche ihm zuletzt von der seltsam verschüchterten Annina aus der Hand gerissen wird, erschließt sich hingegen nicht. Im Übrigen viel Stehtheater…

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

OPER FRANKFURT: HEUTE WIEDERAUFNAHME „EUGEN ONEGIN“
Maria Bochmanova (Tatiana) und Daniel Schmutzhard (Eugen Onegin). Copyright: Barbara Aumüller

STADTTHEATER BADEN bei Wien: SAMSTAG PREMIERE „DER FREISCHÜTZ“ (21. Oktober bis 24. NOVEMBER)

Inszenierung: Michael Lakner (der Intendant)
Reinhard Alessandri, Regina Riel, Thomas Zisterer, Theresa Grabner, Franz Födinger. Copyright: Bühne Baden/ Christian Husar
Die Wolfsschlucht, eine Herausforderung für jeden Regisseur. Samiel ist Oliver Maier, den wir im TV in ganz anderen Rollen kennen. Copyright: Christian Husar

Kirill Kourlaev: Leben ohne Tanz? Ich bereue nichts!

 

Kirill Kourlaev (nun Direktor einer Schule für Ballett-Tanz in Wien – vergangenen Montag beim Online-Merker): Ich bereue nichts! Copyright: Barbara Zeininger

Leben ohne Tanz? „Ich bereue nichts“
Hohe Sprünge sind Kirill Kourlaevs Spezialität. Einst vollführte er sie im Ballettsaal, jetzt startet er als Schuldirektor und Entrepreneur.
Die Presse

Beim Gespräch beim „Online-Merker“ wollte meine sehr praktisch veranlagte Frau wissen, wie sich Balett-Tänzerinnen und Tänzer ernähren, um solche Traumfiguren halten zu können. Kourlaev: Ballett-Tänzer essen zumindest nicht weniger als figurbewusste Durchschnittsbürger, aber sie verbrennen sehr viele Kalorien.

Fazit: Bewegung ist alles!

WIEN / Theater der Jugend: DER FLUCH DES DAVID BALLINGER
Fotos: Rita Newman

Jugendstücke sind notwendigerweise Lehrstücke. Man versucht, den jungen Menschen im Zuschauerraum Situationen vorzuführen, die sie – zumindest teilweise – kennen, und hofft, dass ihre jungen Köpfe sich zu rückbezüglichen Erkenntnissen ihrer selbst und zu Analogieschlüssen aufschwingen…

Zum Bericht von Renate Wagner

WIEN / Jüdisches Museum / Judenplatz: HELENA RUBINSTEIN
DIE SCHÖNHEITSERFINDERIN

 

Vom 18. Oktober 2017 bis zum 6. Mai 2018

Geschäftskonzept: Schönheit

Der Name Helena Rubinstein steht – neben dem von nur einigen wenigen berühmten Kolleginnen wie Elizabeth Arden oder Estée Lauder – für ein Konzept weiblicher Schönheit, wie sie durch Kosmetika zu erringen ist. Die absolut erstaunliche Frau, die hinter einer Weltmacht steht, die ihr Konzern einst war, ist nun im Jüdischen Museum (nicht im Haupthaus, Achtung, sondern in der Dependance am Judenplatz) in vieler Hinsicht zu erleben: als Emanzipationsgeschichte einer Ostjüdin und als Erfolgsgeschichte einer begnadeten Geschäftsfrau, die auch noch in den drei engst bestückten Ausstellungsräumen als faszinierende, gelegentlich auch skurrile Persönlichkeit erkannt werden kann.

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Film

Danielle Darrieux ist gestorben
Etwa achtzig ihrer hundert Lebensjahre stand Danielle Darrieux vor der Kamera oder auf der Bühne – eine Große des französischen Kinos.
Sueddeutsche Zeitung
Die Rolle als zweite Haut
Danielle Darrieux ist 100jährig gestorben. Ein Nachruf
Badische Zeitung

Urheberrecht für Dummies – Die wichtigsten Rechtsbegriffe für Fotografen

In unseren heutigen „Infos des Tages“ finden Sie einen Leitfaden für Urheberrecht bei Fotografien. Ich bewege mich da immer noch auf sehr dünnem Eis. Wenn einer unserer Leser mit dem Medienrecht vertraut ist, möge er mir doch bitte (unverbindlich) Tipps geben. Besonders interessiert mich die Empfehlung „vorherige Abmahnung“ sowie die Höhe des gerichtlich durchsetzbaren Schadenersatzes.

Ich vermute, dass ich aus Angst vor kostspieligen Gerichtsverfahren bereits mehrmals zuviel aus eigener Tasche bezahlt habe. Einmal habe ich eine wohl unverschämt hohe Forderung eines Fotografen mit dem Hinweis, dass im Zuge eines Prozesses das Gericht wohl Einblick in die Buchhaltung nehmen müsste, um festzustellen, ob die geforderte Summe dem bisher in ähnlich gelagerten Fällen versteuerten Honorar entspricht, abgewendet – vom Fotografen habe ich nie mehr gehört. Die „Finanzamt-Keule“ ist manchmal eine treffsichere Waffe!

Sollte unter unseren Lesern ein Medienrechtler sein, bitte ich um Verhaltenstipps. Ich weiß schon, „nehmen Sie überhaupt kein Foto“ ist der sicherste Tipp, aber ich will doch diesen Tageskommentar etwas auflockern!

Ich verbleibe mit besten Wünschen für einen schönen Tag

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-oktober-2017


19. OKTOBER 2017

by ac | 19. Oktober 2017 07:24

Der neue „Eiserne“ der Wiener Staatsoper: Ein Wechselspiel aus Enthüllen und Verbergen. Bildquelle: APA/GEORG HOCHMUTH

Wien (APA) – Eine Reifeprüfung auf 176 Quadratmetern: So präsentiert sich der Eiserne Vorhang der Wiener Staatsoper in der Saison 2017/18. Der US-amerikanische Konzept- und Medienkünstler John Baldessari hat für den Jubiläumsvorhang die Fotografie einer Abschlussklasse übermalt. Damit zeichnet der 86-Jährige für die 20. künstlerische Umgestaltung der Trennung zwischen Zuschauerraum und Bühne verantwortlich.

Unter dem Titel „Graduation“ geht der mehrfache documenta- und Biennale-Teilnehmer Baldessari von dem Schwarz-Weiß-Foto einer universitären Gruppe aus. Fünf Mitglieder der Formation sind von Baldessari in Folge in bunten Farben übermalt worden, werden so aus der Monotonie der Gruppe enthoben und zugleich selbst anonymisiert – ein Wechselspiel aus Enthüllen und Verbergen.

„Heute ist ein schöner Tag“, freute sich Staatsopern-Direktor Dominique Meyer über das neue Projekt: „Das ist der größte Rahmen der Welt für die Kunst.“ Ausgewählt wurde der Künstler durch die Kuratoren Daniel Birnbaum und Hans-Ulrich Obrist. Die Baldessari-Arbeit stellt dabei das 20-Jahr-Jubiläum der vom museum in progress konzipierten Reihe dar. „Es ist eine Präsentation der Avantgarde mitten im Musentempel der klassischen Kunst“, freute sich Kathrin Messner als Gründerin von museum in progress über die Installation „in der Hochburg bürgerlicher Kultur“…

Vorhang der Träume
20 Saisonen ist der Eisenmenger-Vorhang schon durch zeitgenössische Kunst verdeckt. Und das ist gut so.
Die Presse

HEUTE IN „ARTE“: DON CARLOS AUS PARIS (Garanca; Kaufmann)

Die Pariser Bastille-Oper eröffnete ihre Spielzeit 2017/2018 mit der französischen Fassung der Verdi-Oper „Don Carlos“ und schenkt dem Kulturherbst der französischen Hauptstadt damit ein echtes Highlight. Die großartig besetzte Inszenierung versammelt mit Jonas Kaufmann, Sonya Yoncheva, Ludovic Tézier, Elina Garanca und Ildar Abdrazakov fünf herausragende Stimmen, die in dem packenden Operndrama mit wunderschönen Partien glänzen können. ARTE überträgt die Oper live, die seit Luc Bondys Inszenierung im Jahr 1996 zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren wieder in dieser Fassung zu sehen ist.
Jonas Kaufmann. Copyright: Agathe Poupeney

TV Do, 19. Oktober, 20:15 Uhr – Arte
Live aus der Opéra Bastille, Paris

Sänger und Agenturen: Treue Partner, schwarze Schafe
Anna Netrebko, Diana Damrau oder Jonas Kaufmann – diese Stars bekommen mühelos ihre Wunschrollen und singen an den Spitzenhäusern. Doch die Star-Riege macht nur einen verschwindend geringen Anteil der Berufssänger aus. Die anderen sind auf das Verhandlungsgeschick ihrer Agentur angewiesen. Doch die ist nicht leicht zu finden…

1994 wurde der Markt geöffnet, seitdem kann jeder als Agent tätig sein – ohne Zertifizierung. So erklären Inge Wiesner und Christine Strasser die Entwicklung des Marktes. Sie arbeiten bei der ZAV, der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung, einer Abteilung der Bundesagentur für Arbeit. Auf ihrem Spezialgebiet „Oper und Operette“ werden sie mit den enormen Anforderungen an Sänger unmittelbar konfrontiert. Der Druck ist enorm. Weil es zu viele Sänger gibt und immer weniger Stellen. Immer mehr Opernhäuser bieten lediglich Stückverträge statt fester Ensemblestellen an…
BR-Klassik

Es kann also jeder Opernfreund, der sich dazu berufen fühlt, Agent werden – ohne Prüfung der Eignung, ohne Nachweis der Möglichkeiten. Stellen Sie sich vor, das wäre bei Baumeistern, Architekten, Elektrikern oder Installateuren (Klempnern) auch so. Undenkbar. In den als Beispiel angeführten Berufen sind Menschenleben gefährdet. Wie ist das bei Künstleragenten? An deren Tätigkeit stirbt man zwar nicht, aber viele einst hoffnungsfrohe Menschen sind bereits daran zerbrochen! Ich habe schon Agenturen erlebt, die waren nur auf die Produktion von Werbe Cds aus (mit denen die Künstler dann den Theatern präsentiert werden sollen). Die Kosten zur Erstellung dieser CDs haben selbstverständlich die Künstler als „einmalige Investition“ zu tragen. Einmalig ist das tatsächlich, denn im Normalfall ist von der Agentur dann nichts mehr zu hören.

Auch „Massenvorsingen“ können zum Geschäft werden, wenn die Künstler 100 Euro Unkostenbeitrag für Korrepetition hinblättern müssen – für 4 Minuten vorsingen. „Danke, Sie hören von uns“.  Das war’s dann in den meisten Fällen!

Athens neues Opernhaus trotzt der Krise
Der Stararchitekt Renzo Piano hat für 600 Millionen Euro aus Stiftungsgeldern ein Kulturzentrum in Athen errichtet. Das neue Opernhaus setzt ein Signal der Hoffnung.

Zwei Stunden vor dem Beginn ist im Park die Hölle los: Kleine Gruppen bevölkern die Rasenflächen, Kinder spielen Fussball, Jogger drehen ihre abendliche Runde. Wüsste man nicht, dass die Griechische Nationaloper an diesem Abend mit der «Elektra» von Richard Strauss ihre erste Saison in einem neuen Gebäude eröffnet, man käme wohl kaum auf die Idee, dass hier Oper gespielt wird. Doch exakt das war die Vision des italienischen Stararchitekten Renzo Piano, der das neue Kulturzentrum der Stavros-Niarchos-Stiftung für Athen gebaut hat: eine Anlage, die der Griechischen Nationaloper und der Nationalbibliothek neue Räume bietet, aber auch für alle die zugänglich sein soll, die selten in die Oper gehen oder sich nicht regelmässig in altgriechische und byzantinische Handschriften vertiefen…
Neue Zürcher Zeitung

Zu unserer Diskussion im Forum: 18.10. Catarina LIGENDZA wurde 80
Caterina Ligendza als Brünnhilde

 Ihre Eltern waren der Tenor Einar Beyron (1901-79) und die Sopranistin Brita Hertzberg (1901-76), die beide zu den bedeutendsten schwedischen Sängern ihrer Generation gehörten und eine große Karriere an der Stockholmer Oper hatten. Catarina Ligendza studierte zuerst in Stockholm, dann am Konservatorium von Würzburg bei Henriette Klink, auch in Wien und bei Trude Eipperle in Stuttgart…

Mehr in unseren JUBILÄEN

Hamburg/ Elbphilharmonie: Einmal Fensterputzen kostet 52 000 Euro
Hamburger Abendblatt

52 000 Euro klingt zwar viel, bedenken Sie aber auch die technischen Einrichtungen etc. Ich weiß nicht, wie oft die Fenster der Elbphilharmonie geputzt werden (müssen), schätzte aber so maximal drei Mal pro Saison!

Wasserschaden stoppt Dresdner Staatsoperette
Wegen eines Wasserschadens kann die Staatsoperette Dresden bis mindestens Ende des Monats keine Vorstellungen zeigen. Wie das Haus mitteilte, kam es am Mittwoch bei einer turnusmäßigen Überprüfung der Sprinkleranlagen zu einer folgenschweren Havarie: Auf die Bühne „strömten Unmengen Wasser“. Ursache seien nach derzeitigem Kenntnisstand technische Probleme.
Musik heute

Cottbus: „SUNSET BOULEVARD“ von Andrew Lloyd Webber (18.10.2017)

Für ein Musiktheater, dessen Kernkompetenz die Oper ist, ist es immer eine besondere Herausforderung, ein großes Musical aufzuführen, das nicht für solche Häuser erdacht wurde. Gemessen an dem großen Applaus, der sich am Ende zu rhythmischem Klatschen und Standing Ovations im voll besetzten Zuschauerraum des Staatstheaters steigerte, ist dieses Wagnis voll aufgegangen. Dass dennoch nicht alle Blütenträume reiften, lag ganz sicher nicht am emotional packenden und zugleich doch auch unterhaltsamen Musical von Andrew Lloyd Webber, dessen Beginn fast an eine „Cavalleria rusticana“ erinnert und eine Art Verismo innerhalb der Gattung Musical markiert. Große ausladende Melodien, die sich gerne auch mal wiederholen, prägen das Werk…

Zum Bericht von Ivo Zöllner

Erinnerung an Verdis „Lombarden“ am 18.11. in Ternitz/NÖ („Amici del Belcanto“)

 

WIEN / Kunsthistorisches Museum: RUBENS – KRAFT DER VERWANDLUNG

Rubens Plakat auf Litfasssäule~1
Foto: Heiner Wesemann

Vom 17. Oktober 2017 bis zum 21. Jänner 2018

Wie „Kunst“ entsteht…

Peter Paul Rubens (1577-1640), Superstar unter den Altmeistern, fleißig wie wenige sonst, gleichermaßen geschäftstüchtig, umtriebig, dabei unendlich gebildet, neugierig, immer auf der Suche nach Anregungen, die er verwenden konnte – kurz, das Kunsthistorische Museum Wien nennt seine lange erwartete Rubens-Ausstellung „Kraft der Verwandlung“ . Und setzt damit den „dramaturgischen Akzent“: nicht nur eine Abfolge von Riesenwerken, die Fleischbeschau, Farbenpracht und großartige Bewegtheit bieten, sondern nachvollziehbare Wege für den Betrachter, die Genesis dieser Bilder zu erleben…

Rubens Selbstporträt KHM~1
Rubens Selbstportrait. Fotografiert von Heiner Wesemann

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Das Buch der falschen Zitate – Was Churchill nie gesagt hat
Ein deutscher Journalist geht der Entstehung von falschen Zitaten auf den Grund. Ziemlich überraschend – und ein bisschen desillusionierend.

Wie oft haben Sie sich einen gemütlichen Abend auf der Couch mit Churchills „No sports!“ schön geredet? Nun ja, in Zukunft müssen Sie sich eine andere Rechtfertigung für die körperliche Inaktivität überlegen – diesen Satz hat der legendäre Premierminister nämlich nie gesagt. Im Gegenteil: Churchill war leidenschaftlicher Reiter, focht, schwamm und boxte. „In England weiß das jedes Kind. Der Satz existiert nur auf Deutsch“, erklärt Martin Rasper. Der Journalist, Autor und Sprachfetischist hat ein humoriges Nachschlagewerk über falsche Zitate geschrieben – Churchills (Nicht-)Sager diente als Titelgeber…
Kurier

 

Verbringen Sie einen schönen Tag!

A.C

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-oktober-2017


18. OKTOBER 2017

by ac | 18. Oktober 2017 08:39

In eigener Sache!

Die gestern an dieser Stelle angesprochenen technischen Probleme sind mittlerweile repariert, was nicht bedeutet, dass sämtliche Fehlerquellen (Bedrohungen von außen) beseitigt werden konnten. In Folge muss die Seite auch etwas umgebaut und auch für kleinere Tablets fit gemacht werden (mittlerweile benützen diese 50% der Leser).

Das kostet Geld. Wir bitten daher jene Leser, die es sich leisten können, um eine kleine Spende nach Gutdünken. Die Kontonummer finden Sie unten!

Danke

Ihr „Online-Merker“-Team

In diesem Zusammenhang möchte ich alle Mitarbeiter ersuchen, Ihre Berichte zwecks Dokumentierung – wenn sie darauf Wert legen) auf einen externen Stick zu laden. Wir müssen ausräumen, können nicht nur aufladen. Fallen Sie daher nicht über mich her, wenn Sie ihr „geistiges Eigentum“ nicht finden (auch schon dagewesen). Wir sind kein Archiv!
Verkehrsstau! Bei „Wozzeck“ im Theater an der Wien musste gestern etwa 15 Minuten auf einen Musiker gewartet werden.

Karl Masek schreibt in seinem Bericht: Ich komme (sozusagen im Krebsgang) von der 15. Szene  zum 1. Bild, genauer gesagt zum Beginn der Vorstellung. Amüsanter Moment: Der Paukist des Orchesters wurde vor dem Vorhang wegen Verkehrstaus als „noch nicht anwesend“ entschuldigt. Mit knapp viertelstündlicher Verspätung betrat er den Orchestergraben. Mit Sonderbeifall des verständnisvollen Publikums bedacht.

Als ehemals begeisterter Autofahrer bin ich längst auf U-Bahn umgestiegen, weil ich ganz einfach nicht das Risiko einer Verspätung auf mich nehmen will. Gut, ich habe Verständnis für den Musiker, vielleicht fährt er demnächst 20 Minuten früher von daheim weg. Applaus für eine selbstverschuldete Verspätung empfinde ich allerdings als etwas übertrieben!

Zum Bericht von Karl Masek

Künstlergespräch Simon Keenlyside/ Dominique Meyer  im Stadttheater Walfischgasse
Dominique Meyer, Simon Keenlyside. Foto: Renate Wagner

Fernab von seinem Image eines „Schwierigen“ plauderte Simon Keenlyside in der Agrana-Bühne der Staatsoper lockere 50 Minuten mit Direktor Dominique Meyer, in einem überraschend guten Deutsch, humorvoll, positiv in seiner Ausstrahlung, aber doch auch gelegentlich kritisch, wenn er beispielsweise mehrfach (!) anmerkte, was schlechte Bühnenbilder einem Sänger antun können… Ob er das gegenwärtige von „Pelleas und Melisande“ meinte, sagte er nicht, wohl aber, dass er sich lang gegen die Rolle des Golaud gewehrt hätte, einfach weil ihm die eigene Stimme nicht dunkel genug dafür erschien. Außerdem kann er den Kerl nicht leiden, der alle Menschen um sich quält. (Dafür ist es immerhin eine Meisterleistung geworden.)

Keenlyside, der 58 ist, blickt auf 50 Jahre Musikausübung zurück, wobei es Musik in seiner Familie immer gab – Vater und Großvater waren anerkannte Geiger, wobei der Großvater ihm riet, doch seinen Namen anzunehmen (er sah in dem Enkel natürlich den künftigen Instrumentalisten): Ein Geiger könne doch nicht Keenlyside heißen, Hirsch hingegen schon…

Zum Bericht von Renate Wagner

Vorstellungstermine „Ring des Nibelungen“ am „Mariinsky“-Theater St.Petersburg:
Performance dates „Ring of the Nibelung“ at „Mariinsky“ Theatre St.Petersburg:

Michael Güttler dirigiert diesen Ring in St. Petersburg
„Götterdämmerung“

„Das Rheingold“  19.10.2017
„Die Walküre“ 20.10.2017
„Siegfried“     21.10.2017
„Götterdämmerung“ 22.10.2017

https://www.mariinsky.ru/en/playbill/playbill/2017/10/19/2_1900
https://www.mariinsky.ru/en/playbill/playbill/2017/10/20/2_1800
https://www.mariinsky.ru/en/playbill/playbill/2017/10/21/2_1700
https://www.mariinsky.ru/en/playbill/playbill/2017/10/22/2_1700

Prag: Bychkov neuer Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie
Semyon Bychkov (64) ist neuer Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie. Der US-Amerikaner russischer Herkunft unterschrieb am Montag einen Fünfjahresvertrag, der mit der Saison 2018/2019 beginnt, wie das Kulturministerium in Prag mitteilte. Er folgt auf Jirí Belohlávek, der im Mai im Alter von 71 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben war. Bychkov stehe für künstlerische Kontinuität, da er ein ähnliches Konzept wie sein Vorgänger verfolge, sagte Orchesterdirektor David Marecek der Agentur CTK.
Musik heute

München – Gärtnerplatztheater: Der neue Chefdirigent Antony Bramall

Nach dem Tag des offenen Zuschauerraums und der Eröffnungs-Gala beginnt am Donnerstag der reguläre Spielbetrieb im Gärtnerplatztheater mit der Premiere von Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“. Josef E. Köpplinger inszeniert, am Pult steht Anthony Bramall, der neue Chefdirigent des Hauses.
Münchner Abendblatt

ARABELLA in Toronto: rich sounds, pale colours (10.10.2017)

Erin Wall (Arabella). Copyright: Michael Cooper

In Toronto haben wir nun auch einen Mitarbeiter. Nachstehend sein erster Bericht!

Long equated in North America with the Metropolitan Opera and Otto Schenk, Arabella is now available in an essentially traditional if considerably less opulent version designed by Tobias Hoheisel for the Santa Fe Opera in 2012. I left the second performance of the Canadian Opera Company run in Toronto on Oct. 10 with kind thoughts about the cast and mixed feelings about the production…

Zum Bericht von Arthur Kaptainis

BERLIN: Opernführer für Einsteiger – Ein Blick hinter die Kulissen. Buchvorstellung mit Jasmin Solfaghari (Schott Verlag)

20. Oktober, 20.30 Uhr, Buchhändlerkeller, Carmerstr. 1, Berlin-Charlottenburg

In einer Gastveranstaltung der Akademie für das gesprochene Wort, Stuttgart, wirft Opernregisseurin Jasmin Solfaghari mit einem Opernführer der speziellen Art einen Blick auch hinter die Kulissen des Opernbetriebs. Drei Meilensteine der Opernliteratur werden durch Erzähler „LUNA vom Mond“ auf hintergründige Art erklärt: Die Hochzeit des Figaro, Der Freischütz und Der Ring des Nibelungen.

Die Präsentation in Berlin findet weitgehend auf Hochdeutsch statt, die beiden Ausgaben dieses ungewöhnlichen Operführers aber erscheinen in „Deutsch-Sächsisch“ und „Deutsch-Alemannisch“!

So werden die oft komplexen Handlungsabläufe  durch den Dialekt für Einsteiger verständlicher und für Fortgeschrittene umso vergnüglicher und charmanter.

Lassen Sie sich in die Welt der Drachen, Hochzeiten, Verwirrspiele, Tränen und der unbändigen Lebenslust entführen!
Beide Buch-Ausgaben sind im Buchhandel als Softcover- und Hardcover-Ausgabe erhältlich.

sol
Jasmin Solfaghari. Copyright: Cathleen Herwarth von Bittenfeld

WIEN / Freie Bühne Wieden: KLEINGELDAFFÄRE 3 von Elfriede Hammerl


Copyright: Rolf Beck
Premiere: 17. Oktober 2017, besucht wurde die Generalprobe

Es werden wohl vor allem Frauen sein, die vierzehntägig auf die Glossen warten, in denen Elfriede Hammerl im „Profil“ aktuelle Ereignisse so herrlich auf den „weiblichen“ Punkt bringt. Ihr journalistischer Ruhm verdunkelt gewissermaßen den der Autorin, deren Beiträge zum Zeitgeist absolut Qualität haben.

In der Freien Bühne Wieden hat Direktorin (und dann auch Regisseurin) Michaela Ehrenstein den Hammerl-Prosatext „Kleingeldaffäre“ dramatisiert, das „hoch 3“ neben dem Titel weist darauf hin, dass drei Frauen die Geschichte erzählen, aber eigentlich sind sie ein- und dieselbe – mit ein- und demselben Schicksal…

Zum Bericht von Renate Wagner

WIEN / Theater der Jugend im Renaissancetheater:: DER FANTASTISCHE MR. FOX nach Roald Dahl. Dramatisiert von David Wood


Copyright: Theater der Jugend
Premiere: 10. Oktober 2017,
besucht wurde die Vorstellung am 16. Oktober 2017

Tierfabeln haben in der Literatur eine uralte und sozusagen „ewige“ Tradition, von Äsop bis Orwells „Farm der Tiere“. Kinderbuchautor Roald Dahl schrieb 1970 mit „Der fantastische Mr. Fox“ eine Prosageschichte, die den Überlebenskampf der Tiere gegen die Menschen zeigt und mehr oder minder harmonisch ausgeht…

Zum Bericht von Renate Wagner

Galerie des Online-Merker: Olga Esina und Kirill Kourlaev zu Gast

20171016_190139
Kirill Kourlaev, der in Wien eine Ballettschule für 200 Schüler betreibt (etwa 25 Ballettlehrer beschäftigt) beim Gespräch. Copyright: Barbara Zeininger

Im Hintergrund sehen Sie Fotos früherer Gäste (GMD Axel Kober, Bariton Michael Kraus – gestern in der „Freischütz“-Übertragung aus der Mailänder Scala auf „Servus-TV zu erleben), Kristin Lewis, die „Aida vom Dienst“.  Untere Reihe: Counter Alois Mühlbacher und Mezzo Christina Baader.
Copyright: Barbara Zeininger

Es geht auch recht locker und familiär zu: Organsisatorin Esther Hatzi (Arcadia-Shop in der Staatsoper) mit einem Kleidchen für Adelina Kourlaev (Tochter von Olga Esina, die ab Januar nach der Babypause wieder auf der Staatsopernbühne stehen wird), geb. 30.3.2017

20171016_183404

Er feierte bei dieser Veranstaltung seinen dritten Geburtstag: Raffael Cupak, Copyright: Barbara Zeininger

Raffael bedankt sich für die Geschenke. Ganz an der Spitze stehen die Spielzeug-Autos. Sein erstes Wort war nicht „Mama“, sondern „Auto“!

Wien: Legendäre Eden-Bar ist pleite

Lang ist es her, aber auch ich war öfters in der Eden-Bar. Einmal sogar mit meiner Frau.
http://wien.orf.at/news/stories/2872740/

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-oktober-2017


17. OKTOBER 2017

by ac | 17. Oktober 2017 08:32

In eigener Sache:

Liebe Leser,

wir haben ein ernsthaftes technisches Problem. Sollte die Seite also nicht neu bestückt sein, dann bin ich (hoffentlich) nicht nochmals über die Stiegen gepoltert, sondern es sind technische Probleme daran schuld. Wir versuchen, so bald als möglich normale Zustände herzustellen. Die Seite ist bereits viel zu groß, Internet ist keine Bibliothek und kein Archiv. Aber erklären Sie das einmal nostalgisch veranlagten Mitarbeitern, die ihre Artikel noch nach fünf Jahren lesen wollen!

Gruß

A.C.
Pelléas et Mélisande“ in Berlin/ Komische Oper: Günter Papendell (Golaud) und Nadja Mchantaf. Copyright: Monika Rittershaus

Es ist die erste Premiere im Jubiläumsjahr der Komischen Oper Berlin. Doch das Haus startet nicht leicht und locker in die Party zum 70. Geburtstag. Nein, Barrie Kosky, der Intendant des in den letzten Jahren höchst erfolgreichen Hauses, bringt in eigener Regie erstmals den Dreistünder „Pelléas und Mélisande“ von Claude Debussy auf die Bühne.

Und die ist ein kalter Raum, eine gestaffelte Vierer-Guckkastenbühne in schwarzblau, auf der sich das unentwirrbare Knäuel der kranken Seelen nun schonungslos sichtbar wird. „Ich wollte kein Meer, keine Türen, keinen Turm und auch kein lang herabfallendes Haar. Ich wollte überhaupt keine Möbel auf der Bühne,“ äußert Kosky beim im Programmheft abgedruckten Interview mit Jordan de Souza, dem jungen Dirigenten und seit Anfang der Spielzeit 2016/17 Studienleiter an der Komischen Oper Berlin.antaf…

Zum Premierenbericht von Ursula Wiegand

Barrie Kosky setzt auf Grau
Intendant Barrie Kosky hat sich zuletzt an seinem Haus, der Komischen Oper Berlin, vor allem der Wiederentdeckung verfemter Operettenkomponisten der 20er Jahre verschrieben. Nun wartete der gebürtige Australier mit einem Kontrastprogramm auf: „Pelléas et Mélisande“, Debussys einzige Oper – ein tragisches, ganz nach innen gekehrtes Stück. Am 15. Oktober 2017 war Premiere
BR-Klassik
Komische Oper: Kosky gelingt echter Inszenierungscoup
Intendant Barrie Kosky erinnert mit „Pelléas et Mélisande“ das Berliner Opernpublikum daran, was im Musiktheater wirklich wichtig ist.
Berliner Morgenpost
Komische Oper „Pelléas und Mélisande“- Im Uhrwerk einer Familientragödie
http://www.berliner-zeitung.de/kultur/musik/komische-oper–pelléas-und-mélisande—im-uhrwerk-einer-familientragoedie–28599306
Allemond ein Puppenhaus – Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ an der Komischen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wien/ Theater an der Wien: „Wozzeck“
Zwei „verlorene Inseln“. Florian Boesch (Wozzeck“ und Lise Lindstrom (Marie). Copyright: Werner Kmetitsch/ Theater an der Wien

„Wozzeck“: Hürdenlauf der Demütigungen
Premiere von Alban Bergs Oper am Theater an der Wien in der Regie von Robert Carsen
Der Standard
Freie Sicht auf den Abgrund
Musikalisch intensiv, szenisch karg: Alban Bergs „Wozzeck“ im Theater an der Wien.
Wiener Zeitung

KARLSRUHE: DER RING IST VOLLENDET. PREMIERE DER GÖTTERDÄMMERUNG am 15.10.2017

„Weißt du, wie das wird?“ Und nun wurde der Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ von Wagner durch vier verschiedene Regisseure mit Tobias Kratzers Regiearbeit beendet. Gewisse Anspielungen an die vorangegangenen Teile finden sich in den Video-Sequenzen…
Dilara Baştar (2. Norn / Wellgunde), Agnieszka Tomaszewska (Woglinde), Heidi Melton (Brünnhilde), Katharine Tier (1. Norn / Waltraute / Flosshilde). Copyright: Mathias Baus
Copyright: Matthias Baus

Zum Bericht von Alexander Walther

Karlsruhes „Ring der Vielfalt“ ist vollendet
Die Karlsruher „Götterdämmerung“ wartet mit einer Fülle irritierender, aber zumeist überzeugender Regieeinfälle auf.
https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article212251837/Karlsruhes-Ring-der-Vielfalt-ist-vollendet.html
Götterdämmerung feiert Premiere in Karlsruhe
Musik heute

Bonn: Penthesilea von Othmar Schoeck. Premiere am 15. Oktober

Zur Spielplandramaturgie des Bonner Intendanten Bernhard Helmich gehört die kontinuierliche Berücksichtigung von Raritäten. In der laufenden Saison sind es gleich fünf: die Familienoper „Geisterritter“ von James Reynolds, „Echnaton“ von Glass, Verdis “Foscari“ und „Oberst Chabert“ von Hermann von Waltershausen. Mehr ist dem Publikum wahrscheinlich nicht „zuzumuten“. Und so sollte selbstkritisch überprüft werden, ob Zuspruch auch außerhalb der Premierentermine anhält. Der jetzige Erfolg von Othmar Schoecks „Penthesilea“ ist indes ausgesprochen spektakulär, fraglos auch wegen des interpretatorischen Niveaus.

Dabei ist das Sujet nicht leicht zu vereinnahmen, bietet es doch Gefühlsextreme, welche Alltagsfasslichkeit extrem überschreiten. Doch erinnert Regisseur PETER KONWITSCHNY mit Recht daran, dass sich immer wieder Schicksale außerhalb von Gesetzesnormen abspielen. Die täglichen Nachrichten über Verbrechen, Amok u.a. offerieren Schreckliches ja fast schon am Fließband. Auch das Penthesilea-Geschehen ist harte Kost. Den Dramatiker Heinrich von Kleist rührte es freilich zu Tränen, vor allem die Selbsttötung der Protagonistin. Dem 21. Jahrhundert ist der Stoff aber wohl doch ein wenig entrückt, muss auf der Bühne also „übersetzt“ und dem Zuschauer wirklich als Extremsituation nahe gebracht werden…

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

Bonner GMD Kaftan gibt Einstand mit Oper „Penthesilea“
Mit der Premiere von Othmar Schoecks Oper „Penthesilea“ gibt Dirk Kaftan am (heutigen) Sonntag seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor am Theater Bonn. Das Werk nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Trauerspiel wird von Peter Konwitschny inszeniert.
Musik heute
Eine mörderische Liebe als wuchtiges Klangdrama
Peter Konwitschny inszeniert „Penthesilea“ in Bonn
DeutschlandfunkKultur

Berlin/ „Haus der Berliner Festspiele: MONDPARSIFAL von Jonathan Meese

Jonathan Meeses „Mondparsifal“: Dein ist mein ganzes Erz
„Geilstgruseln“ für Wagnerianer: Jonathan Meese zeigt im Haus der Berliner Festspiele seinen Wiener „Mondparsifal“ in einer Beta-Version
Tagesspiegel

Hörstörung (16): Ein Herr diniert beim Mondparsifal
Unkompliziert, pflegte meine Tante Edelgard (Allah habe sie selig) süffisant zu sagen, wenn jemand sich flegelhaft benahm, etwa bei Tisch telefonierte. Was hätte sie wohl zu jenem korpulenten Herrn mit rotem Hemd und breiten Hosenträgern gesagt, der, im letzten Moment vor Beginn von Meese-Lang-Wagners Mondparsifal in den Saal hetzend und sich in seinen Sitz plumpsen lassend, in Windeseile eine dampfende Börekstange (mit Spinat und Käse) auspackte und seiner charmanten Begleiterin kredenzte…
https://hundert11.net/hoerstoerung16/

Wien/ Volksoper: „Die Räuber“ – eine hatschende Angelegenheit?

Eine derartige Formulierung stammt nicht von einem Mitarbeiter des Online-Merkers, sondern immerhin vom „Kurier“, dem man schlecht die Pressekarten entziehen kann:
„Die Räuber“: Die Quadratur des Bühnenkubus
Giuseppe Verdis Oper an der Volksoper Wien enttäuscht. Man hat versucht, ein historisierendes Odeur mit modernistischer Abstraktion zu verbinden. Dabei gehen die eigentlichen Anliegen des Stoffes aber verloren – derstandard.at/2000066048481/Die-Raeuber-Die-Quadratur-des-Buehnenkubus
Der Standard
„Die Räuber“: Hatschende Angelegenheit
Kurier

HEUTE: WIEN/ Haus Hofmannsthal: AUSSTELLUNG ANNA TOMOWA – SINTOW

 

KS Anna Tomowa-Sintow kommt nach Wien zur Eröffnung der ihr  gewidmeten Foto-Ausstellung im Haus Hofmannsthal. Die bulgarische Sopranistin, die Kammersängerin der Wiener und der Berliner Staatsoper ist, hat im Laufe ihrer Karriere in beinahe allen Opern, die Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss gemeinsam geschaffen haben, gesungen: die Marschallin im „Rosenkavalier“, die Kaiserin in „Die Frau ohne Schatten“ sowie die Titelrollen in „Ariadne auf Naxos“, „Die ägyptische Helena“ und „Arabella“.

Im Gespräch mit Markus Vorzellner wir die Künstlerin Einblicke in ihr reiches Sängerinnen-Leben gewähren. Das Künstlergespräch zur Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, dem 17. Oktober 2017 um 19:30 Uhr im Haus Hofmannsthal, Reisnerstraße 37, 1030 Wien statt.

Informationen und Anmeldung unter der Telefonnummer 714 85 33

Die Ausstellung kann dann in der Zeit vom 18. Oktober 2017 bis 26. Januar 2018 besucht werden.

WIEN: WELTSTAR-BALLETTGALA AM 29. OKTOBER IM VOLKSTHEATER. OLGA ESINA UND KIRILL KOURLAEV (der Organisator) ZU GAST BEIM „ONLINE-MERKER“

Auf Initiative von Esther Hatzi waren die beiden Ballett-Stars in der Galerie des „Online-Merker“ am 16.10. zu Gast und gaben Auskunft über diese Gala, über ihre eigene Ballettschule in 1040 Wien und über ihre künftigen Pläne.

Den Bericht von Mag. Ira Werbowsky darüber lesen Sie in den nächsten Tagen.

20171016_190343
Kirill Kourlaev und Olga Esina zu Besuch beim „Online-Merker“. Copyright: Barbara Zeininger

oktob29

Es gibt nur noch wenige Karten für diese Gala! Reagieren Sie rasch!

London: Les Vêpres Siciliennes Review: Verdi’s ‚unjustly neglected‘ early work
Copyright: The Royal Opera House

Les vêpres siciliennes, Royal Opera House, London, review: A beautiful and brilliant staging
The Independent
Les Vêpres Siciliennes Review: Verdi’s ‚unjustly neglected‘ early work
http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/867186/Les-V-pres

Russischer Aktionskünstler zündete Bankfiliale in Paris an 
Piotr Pawlenski und seine Frau Oxana Tschaliguina Bildquelle: APA (AFP)/MARTIN BUREAU

Paris (APA/ag.) – Der nach Frankreich geflohene russische Künstler Pjotr Pawlenski hat in seinem Gastland mit einer umstrittenen Aktion für Aufsehen gesorgt: Er zündete eine Bankfiliale in Paris an und wurde am Montag wegen Sachbeschädigung verhaftet, teilte die Polizei mit. Bilder in sozialen Netzwerken zeigen den schwarz gekleideten Pawlenski vor der Bank, hinter zwei vergitterten Fenstern schlagen Flammen empor…

Soweit die Meldung der APA. Der gute Mann hat in Frankreich Asyl gewährt bekommen, weil ihm in Russland wegen ähnlicher Aktionen 10 Jahre Gefängnis gedroht haben. Nun sitzt er in Frankreich ein – sicher keine zehn Jahre. Ist der Herr Pawlenski nun die erhoffte kulturelle Bereicherung für sein Gastland?

Deutschland
„Baby-Hitler“ Kurz „töten“: Ermittlungen wegen „Titanic“-Tweets
Das Satiremagazin hat ein Foto mit einem Fadenkreuz über Sebastian Kurz getwittert –
Der Standard

Sind die Verantwortlichen von „Titanic“ verrückt geworden? Ist das „Satire“? Auch die Pressefreiheit darf nicht grenzenlos sein!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-oktober-2017


16. OKTOBER 2017

by ac | 16. Oktober 2017 07:46

Florian Bösch, Lise Lindstrom als Wozzeck und Marie. Copyright: Werner Kmetitsch

Renate Wagner schreibt in ihrer Premierenkritik: Das sind doch schon einmal die Latte hoch legende Referenzpunkte für eine neue Inszenierung des Theaters an der Wien, die gar nicht so richtig schief gehen konnte, weil Regisseur Robert Carsen (selbst, wenn er sich manchmal verrennt oder verfährt) immer für Hochinteressantes gut ist. Er kann es sich leisten, sich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren und nicht panisch nach Ideen zu haschen. Dass die militärische Umwelt durch einen starken Anteil an Uniformen (und gelegentlichem Exerzieren) betont wird, stimmt als ein Milieu, das den Druck auf die Menschen darin verstärkt. Einige Details sind anders als sonst – Wozzeck rasiert den Hauptmann nicht, er putzt ihm die Schuhe (und später muss er, als Akt der Demütigung, ihm irgendeinen Tierdreck von der Schuhsohle kratzen); Marie setzt sich einen Schuß (und Carsen hat genau einen Moment gefunden, wo die Musik von großer Erleichterung zu erzählen scheint); der Narr ist, wenn er „Ich rieche Blut“ singt, total mit Blut überströmt; Wozzecks Weg in den Tod führt in kein sichtbares Wasser, sondern über seine schlafenden Kameraden – und ein Gewehr, das am Boden liegen bleibt, dient Wozzecks Kind als Steckenpferd, wenn die anderen Kinder ihm brutal-triumphierend zurufen: „Deine Mutter ist tot!“ (Eine immer schier unerträgliche Szene.)

Grundsätzlich geht es Carsen aber vor allem darum, Wozzeck und Marie als das zu zeigen, was sie sind: als Opfer ihrer Umwelt…

Zur Premierenkritik von Renate Wagner

BERLIN/ Komische Oper: „Péllèas et Mélisande“
Nadja Mchantaf (Melisande). Copyright: Monika Rittershaus

Dr. Ingobert Waltenberger war bei dieser Premiere A: Einen zwiespältiger Eindruck hat diese Koproduktion mit dem Nationaltheater Mannheim hinterlassen. Hausherr und Regisseur Barrie Kosky entzaubert das symbolistische Stück. Statt gedeckter Farben und Andeutungen im ungefähren Fahrwasser der Seele ist ein realistischer Reißer zu sehen. Konkrete Gewaltorgien und Blut bestimmen den Abend. Aus dem impressionistischen Juwel Debussys bastelt Kosky ein expressionistisch-technisches Spektakel, das tolle Spannungsmomente hat, sich insgesamt jedoch nicht recht zu einem runden überzeugenden Abend fügen will.

Kosky erinnert die psychologische Landschaft in Pelléas an Edgar Allan Poe. Der ansatzlose Wechsel zwischen Schrecken und Schönheit und die Verbindung zwischen beidem – manchmal innerhalb eines einzigen Taktes – faszinieren ihn. Deshalb bat er den Bühnenbildner Klaus Grünberg, eine klaustrophobische Welt mit diesem „Poe/Bacon-Gefühl“ zu entwerfen. Die handelnden Protagonisten sollen darin zu theatralen Skulpturen aus Körper, Licht und der Bewegung der Drehscheiben werden. Der Fokus soll völlig auf die Körper, den Text und die Musik gelenkt werden. Die extrem verkleinerte schwarze Bühne im schicken „Nespresso-Look“ sieht einem Puppentheater oder einer überdimensionierten Spieluhr nicht unähnlich und funktioniert wie das gute alte Gassentheater in vier hintereinander liegenden Ebenen. Wie Marionetten werden die Sänger auf den mechanischen Stegen hereingedreht, gegeneinander getrieben und am Ende so auch Melisande tot abtransportiert…

Zum Premierenbericht von Dr. Ingobert Waltenberger

BERLIN/ Philharmonie: Simon Rattle dirigiert Leoš Janáčeks „DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN“,  halbszenisch, Regie Peter Sellars, 14.10.2017
Simon Rattle und die Vokalhelden des Education-Programms. Copyright: Monika Rittershaus

Bericht von Ursula Wiegand: Sir Simon Rattle dirigiert jetzt, in seiner letzten Berliner Saison, seine Lieblingsstücke, und dazu gehört auch Leoš Janáček und dessen Oper „Das schlaue Füchslein“. Diese Liebe teilen offenbar viele. Drei Tage lang ist die Berliner Philharmonie ausverkauft. Aber auch wegen Rattle. Die Berliner wissen, was sie an ihm haben.

Wieder einmal sind Rattle und Peter Sellars ein Team. Seine Gestaltung von Bachs Matthäus- und Johannes-Passion wird wohl allen in Erinnerung bleiben. Nun die hier letztmalige Zusammenarbeit bei der halbszenischen Fassung vom schlauen Füchslein. Sellars Bebilderung ist diesmal zurückhaltend, die Personenführung – womit auch die Chöre gemeint sind – jedoch erneut sehr überzeugend.

Diese gewisse Kargheit ist begrüßenswert, und die Fernseher an beiden Seiten mit ihren – pardon – dümmlichen Bildern hätte man sich besser sparen können. Zum Glück hängen sie rechts und links am Rande, so dass sich der Blick auf wimmelnde Kaulquappen (?), im Wind wehende Baumwipfel, Hühner in Massentierhaltung und eine Frau, die in ein gebratenes Hühnerbein beißt, weitgehend vermeiden lässt…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

MANNHEIM: NORMA am 14.10.2017

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

München: “Es ist Soweit!” – Gärtnerplatztheater 15.10.2015 – Fulminant beschwingte Eröffnungsgala

Das frischrenovierte Gärtnerplatztheater feiert sich selbst mit einer fulminanten Eröffnungsgala. Oder vielmehr mit gleich zwei Aufführungen der Gala, wahrscheinlich waren am Samstag bei der „Premiere“ so viele geladene Gäste, dass man dem Volk am Sonntag auch die Gelegenheit geben wollte, zu sehen wo die Millionen geblieben sind und wie das neue Volkstheater jetzt aussieht. Und es ist wirklich sehr schön geworden.

Nach fünfeinhalb Jahren Bauzeit – es gab zwei Verlängerungen – und Kosten, die von ursprünglich geplanten 70 Millionen auf 121 Millionen stiegen, strahlt das Schmuckstück am Gärtnerplatz wieder. Der Zuschauerraum und die Foyers wurden „nur“ renoviert, der Orchestergraben tiefergelegt und mit Akustikpaneelen versehen. An Bühne und Bühnentechnik musste wenig verändert werden, die waren erst 2012 renoviert worden. Aber alles was sich hinter der Bühne anschließt, ist komplett Neubau. Es wurde 16 Meter in die Tiefe gegraben um Platz zu schaffen für Probebühnen, Werkstätten, Lager und einen Orchesterprobensaal, in dem zukünftig auch Kammerkonzerte stattfinden sollen.

Der neue Wagner-Vorhang hebt sich also an diesem zweiten Galaabend für den Intendanten Josef E. Köpplinger, der wohltuend kurz über seine Utopien spricht: Liebe und Schönheit will er vermitteln, die Herzen bilden, nicht nur den Verstand und „Wir wollen nicht lügen von der Bühne.“ Und dann wird er ein bisschen politisch, spricht davon, dass Toleranz gerade heute so wichtig sei, die Wahlprognosen in seinem Heimatland habe er sich lieber noch nicht angeschaut.
Seltsame Gestalten auf Stelzen vor dem Gärtnerplatztheater    © Susanne Kittel-May

Doch die Vorstellung hat schon lange vorher begonnen: Vor dem Theater auf dem Gärtnerplatz staksen phantasievoll kostümierte Gestalten auf Stelzen zwischen fröhlichen Theaterbesuchern und zufälligen Passanten umher. Es gibt Sekt und Süßes und Kinder verstecken sich zwischen umherwandelnden Riesen-Rosenbüschen…

Zum Bericht von Susanne Kittel-May

So war die Eröffnungsgala
Das Gärtnerplatztheater ist wiedereröffnet: Chor, Orchester und das neue Ensemble stellen sich in einer Gala vor
Münchner Abendzeitung

Wien/Volksoper: Die Räuber in der Volksoper

Oft bekommt man die „Räuber“ nicht zu hören – weder in deutscher noch in italienischer Fassung. Die Volksoper hat aber schon so etwas wie eine „Räuber“-Tradition. 1963 ging am Währinger Gürtel die Erstaufführung in deutscher Sprache über die Bühne. Bis 1970 folgten 29 Aufführungen (das verrät das Programmheft der Volksoper zur aktuellen Neuproduktion). Die deutsche Fassung hat damals Hans Hartleb besorgt, auf die auch jetzt zurückgegriffen worden ist. Zuletzt wurde in Wien das Werk 2003 in einer konzertanten Aufführung (in italienischer Sprache) im Konzerthaus gespielt.

Nun ist das Schiller’sche Original mit seiner überspannten „Sturm- und Drang-Psychologie“ ohnehin keine „leichte Kost“, aber das verknappende Libretto macht bei Verdi aus der Handlung eine „Räuberpistole“, die man nur wegen manch gelungener Musiknummer erträgt. Zu erwähnen sind hier beispielsweise das erste Bild, das mit einer feurigen Kabaletta von Carlos schließt, oder Amaliens romantische Kavatine im ersten und ihre Arie am Beginn des zweiten Aktes. Manch Räuberchor befeuert außerdem die Handlung. Der musikalisch zu schematische Ablauf (begleitetes Rezitativ->Arie->Kabaletta), der von wenig glaubwürdigen Handlungsumschwüngen am Leben erhalten wird, nützt sich aber rasch ab. Auch die Hauptfiguren werden ein Opfer dieses „Schemas“ und es mangelt ihnen an Individualität. An der Volksoper gesellt sich die deutsche Übertragung als weiterer „Stolperstein“ hinzu.
http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/amasna2.htm
„Die Räuber“: Stilistische Eleganz und stimmliche Irrelevanz
https://www.sn.at/kultur/die-raeuber-stilistische-eleganz-und-stimmliche-irrelevanz-19331584
Mit Ignoranz für das Feine
Wiener Zeitung

London: Warum die Oper jetzt wieder zum Blockbuster wird
Die Geschichte der Oper ist ein Drama voller Macht, Sex und Glamour. Das Victoria & Albert Museum in London feiert diese verrückte Kunstform jetzt mit einer meisterhaften Blockbuster-Ausstellung.
Die Welt
Oper und Politik und Brexit – eine große Schau in London. Gehalt und Leidenschaft
Großes Drama – und ein Plädoyer für Europa: Das Victoria & Albert Museum London präsentiert 400 Jahre Operngeschichte
Tagesspiegel

Konzertplan Stefan Mickisch 2018

Bei Stefan Mickisch ist nach langen schwierigen Monaten endlich wieder alles gut, und er fühlr sich stark genug, um Bäume auszureißen.

So konnte er seinen Konzertplan 2018 erstellen . Es sieht viel aus, sind aber mit Bedacht gewählte Stücke.
Stefan Mickisch. Foto: Homepage Mickisch

Diesen Terminplan finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

HEUTE in der Galerie des „Online-Merker: Kirill Kourlaev und (event. Olga Esina) zu Gast zwecks Werbung für die Weltstar-Gala am 29.10. im Wiener Volkstheater

esina
Der Eintritt ist frei, zu Getränken sind Sie herzlich eingeladen!

Raffael Cupak, mein einziger Enkelsohn, feiert eben heute seinen dritten Geburtstag – und er freut sich, mit Ihnen im Anschluss an das Gespräch auf dieses Jubiläum anzustoßen (das kann er nämlich bereits). Bitte kommen Sie zahlreich, durch meinen Unfall bin ich mit der Werbung etwas in Rückstand geraten.

Österreich-Politik: Kurz der neue Wendekanzler – oder kommt doch Rot-Blau ?
Kurier
Kurz hält sich Bündnisfrage offen
Frankfurter Allgemeine

Es bleibt spannend in der österreichischen Innenpolitik, alles ist möglich! Ich werde das Wahlergebnis nicht kommentieren – die Koalitionsverhandlungen werden aber zum Pokerspiel.

Ich war nach dem gestrigen Wahltag in Mauerbach wirklich geschafft, so etwas ist nichts mehr für mich. Wahlbeisitzer bekommen in Wien für 13 Stunden Arbeit € 45.- bei uns in Niederösterreich gar nur € 21.-  Das ist Lohndumping, betrieben vom Staat bzw. den Städten und Gemeinden.

Ich wünsche Ihnen für heute einen schönen Tag!

A.C.

 

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-oktober-2017


15. OKTOBER 2017

by ac | 15. Oktober 2017 03:38

„Die Räuber“ von Verdi  an der Wiener Volksoper. Copyright: Barbara Palffy/ Volksoper

KURZBERICHT VON DER PREMIERE VON VERDIS „DIE RÄUBER“ AN DER VOLKSOPER VOM 14.OKTOBER 2017

Fast 54 Jahre ist es her, dass in der Wiener Volksoper unter der Direktion Albert Moser die auch damals schon deutschsprachige Österreichische Erstaufführung von Verdis Räubern stattfand, Argeo Quadri hatte die musikalische Leitung und Gustav Manker die Regie über.

Gestern sind die Räuber wieder in einer Neuinszenierung von Alexander Schulin über die Bühne gegangen, in einer gefälligen Regiearbeit, die im originalen Zeitambiente Schillers und auch den dementsprechenden Kostümen stattfand. Ungemein stimmige „lebendige“ Bilder in der Bühnenmitte vermittelten eine romantische Impression zur Musik Verdis mit ihrer Unzahl an Arien, Cabaletten und eine Reihe ins Ohr gehender Chöre. Man könnte von einer museal (im positiv-historischem Sinn) wirkenden Aufführung sprechen. Bühnenbild Bettina Meyer, Kostüme Bettina Walter.

Jac van Steen hatte die musikalische Leitung über, Holger Christen die Choreinstudierung.

Was wäre das für eine erfolgreiche Vorstellung geworden, wäre dem singenden Personal nicht das Handicap einer deutschsprachigen Übersetzung aufgebürdet worden. So mühten sich die Sänger um Italianitá, letztlich zersetzten sich aber die Phrasen in der naturgemäß untauglichen Übersetzung, Musik und Sprache liefen parallel ab ohne eine Symbiose eingehen zu können, außer vielleicht in einer übertriebenen dramatischen Akzentuierung.

Dabei ist das redliche Bemühen um originale Interpretation den Sängerinnen und Sängern nicht abzusprechen. Etwa einem Kurt Rydl, dessen 70er ihn vor einer Woche zu einem richtigen Urgestein der Opernszene machte und der mit seinem markanten Bass den Maximilian Moor zu einem Ereignis machte. Oder Vincent Schirrmacher und Boaz Daniel als die feindlichen Brüder, die gerade mit ihren Stimmen das italienische Original sicherlich lieber gehabt hätten. Ganz sicher aber Sofia Soloviy, die junge Ukrainerin, die der Amalia auf den Spuren der berühmten Rollenvorgängerin Jenny Lind gesanglich achtbares Profil verleihen konnte.

 

 

So aber wurden die aufgezählten Solisten um ihren Erfolg gebracht, um eine verquere Ansicht aus vergangenen Zeiten aufrechtzuerhalten, deren nicht nachvollziehbare Begründung in der, egal in welcher gesungenen Sprache, doch nur fragwürdigen Textverständlichkeit liegt.

Fazit: Ein schönes Bild und ein melodienseliger Verdi. ****

Peter Skorepa
OnlineMERKER

Heinrich Schramm-Schiessl ist zware heute ab 6 h in Wien-Döbling in vollem Wahleinsatz, verfasste aber dennoch in der Nacht seinen Premierenbericht:

Das Werk – eine der vier Schiller-Vertonungen Verdis – entstand in den 1840er-Jahren und wurde 1847 einige Monate nach der Erstfassung des „Macbeth“ in London uraufgeführt.Die Musik ist noch im Stil der Donizetti- und Bellini-Zeit gehalten, lässt aber in manchen Passagen, wie z.B. der Szene des Francesco im 4. Akt bereits das musikdramatische Genie des Komponisten erkennen.

Auch diesmal entschied man sich für eine deutschsprachige Aufführung – übrigens wieder in der Übersetzung von Hans Hartleb – was ich, wie schon im Frühjahr bei „La Wally“, für einen Fehler halte. Die Originalsprache hat sich mittlerweile so weit durchgesetzt, dass sie selbst in kleinen Häusern verwendet wird. Auch wenn es heute immer wieder Opernfreunde – interessanterweise auch jüngere – gibt, die das Rad der Zeit zurückdrehen möchten, halte ich das für einen Anachronismus, zumal es ja auch im Haus am Währinger Gürtel nicht mehr wirklich Tradition ist…

Zum Premierenbericht von Heinrich Schramm-Schiessl

NEW YORK/ Die Met im Kino: DIE ZAUBERFLÖTE
Foto: Metopera

Renate Wagner besuchte Diese Aufführung im Kino:

Grundsätzlich können Regisseure mit jeder Oper machen, was sie wollen, aber es scheint, dass Mozarts „Zauberflöte“ allein durch ihren Reichtum und ihre Vielfalt endlose Möglichkeiten bietet. Man erinnert sich, zuletzt im Theater an der Wien – Torsten Fischers weg von der Sinnlichkeit, hinein in die Zerebralität, Mozartland war abgebrannt. Da konnte man an der New Yorker Met (die es glücklicherweise für Opernfreunde wenigstens im Kino gibt) aufatmen. Mozart als wilde Fantasy-Welt – das war doch was!

Die Inszenierung von Julie Taymor, die bereits ein Dutzend Jahre auf dem Buckel hat, ist zeitlos in ihrem fröhlichen Einfallsreichtum, in der Bereitschaft, Schikaneders Libretto seinen Spaß und seine Optik zu geben, wenn es auch keine ägyptische ist, sondern vor allem im ersten Teil eine rein asiatische. Die Mischung aus China und Japan wird im zweiten Teil dann diffuser, modernistischer, auch Si-Fi-artiger, verfehlt aber nie die Geschichte, die erzählt wird, wie sie ist – mit Tiefe und Seichtheit gleichermaßen und prächtiger Personenführung…

Es ist, wenn er sich denn – nach seiner schweren Krankheit – nur im Rollstuhl zum Dirigentenpult bewegt, auch der Abend des James Levine, in seiner 47. Saison (!) an der Met, der Mozart geschmeidig nimmt, immer mit den Sängern, mit dem Glanz der Chöre, der die Musik strahlen und leuchten lässt. Man kann es einen unproblematischen Mozart nennen, wenn man daran denkt, wie „problematisch“ er oft absichtsvoll auf Originalinstrumenten einherkommt, aber es sei erlaubt, diese Interpretation, die das Werk in aller Schönheit entfaltet, zu goutieren…

Zum Bericht von Renate Wagner

Linz: „MUSIC FOR A WHILE“ – Premiere am Musiktheater des Landestheaters, Großer Saal, 14. 10.2017
Tanzstück von Mei Hong Lin, Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Christina Pluhar und anderen
Andressa Miyazato). © Vincenzo Laera

Zum Premierenbericht von H & P. Huber

ESSEN: „Die verkaufte Braut“. Premiere am 14.10.2017

Christoph Zimmermann in seinem Premierenbericht: Immer wieder mag einem der Gedanke kommen, ob die Genrebezeichung „komische Oper“ wirklich sinnvoll ist. Gibt sich ein Werk heiter, wird das wohl auch der Begriffstutzigste früher oder später merken. Mit dem italianisierten Begriff „opera buffa“ tut man sich als Deutscher aufgrund von Sprachdistanz sicher etwas besser. Wirklich problematisch wird „komisch“ bei einer Oper wie Smetanas „Die verkaufte Braut“. Was soll hier komisch sein? Allenfalls die skurrile Zirkusgesellschaft. Der stotternde Wenzel  hingegen ist ein bedauernswertes Bürscherl, von seinen Eltern total gegängelt. Rührend, wie er durch sein verdorrtes Leben tapst und erst bei der Begegnung mit der schönen Marie aus seinem emotionalen Verlies kriecht. Und dieses heißverliebte Mädchen? Sie durchläuft  eine echte Tragödie,  welcher das Dur-Finale keineswegs ein schattenloses Glück garantiert. Die Ankündigung des Aalto-Musiktheaters „Was auf den ersten Blick wie eine Komödie erscheint, entwickelt sich zu einem Albtraum Mariens, aus deren Sicht die Handlung in der Regie von SKUTR erzählt wird.“..

Zum Premierenbericht von Christoph Zimmermann

BERICHT VON DER HERBSTREISE DER „AMICI DEL BELCANTO“ ZUM VERDI-FESTIVAL NACH PARMA

 

Michael Tanzler fasst seine Eindrücke zusammen

Zum Bericht von Michael Tanzler

Mannheim: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

 Brecht/Weills Oper ‚Mahagonny‘ von 1930, Premiere am 1.7.17, wurde am Nationaltheater wieder aufgenommen. In der großartigen Inszenierung von Markus Dietz, in der extravaganten tollen Bühnearchitektur der Ines Nadler und den lasziv erotischen 20er Jahre Kostümen von Henrike Bromber wurde diese einmalige Opernzusammenarbeit dieser großen Künstler, die danach im Exil unterschiedliche Wege gingen, begeisternd auf den Punkt gebracht.

Zum Bericht von Friedeon Rosén

WIEN / Leopold Museum:: FERDINAND HODLER
WAHLVERWANDTSCHAFTEN VON KLIMT BIS SCHIELE

Hodler Plakat x~1
Foto: Heiner Wesemann

Vom 13. Oktober 2017 bis zum 22.Jänner 2018

Der Mann und sein Werk

Ferdinand Hodler, geboren 1853 in Bern, starb 1918 – so wie Gustav Klimt, Egon Schiele, Koloman Moser (oder auch Otto Wagner), die in diesem Jahr ihre Leben beendeten. Und tatsächlich war der Schweizer den Wienern, der Secession, in hohem Maße verbunden. „Wahlverwandtschaften von Klimt bis Schiele“ ist der Untertitel der umfassenden Hodler-Retrospektive (100 Gemälde, 50 Arbeiten auf Papier, einige Büsten, reiches dokumentarisches Material), die nun im Leopold Museum den Künstler zeigt, der als „berühmtester Schweizer Maler“ in der Kunstgeschichte steht. Zu Recht.

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

HEUTE IN ORF III: THEMENTAG HANS MOSER

Österreich: Heute Wahl zum Nationalrat

 

In Österreich wird heute der Nationalrat gewählt. Der „Online-Merker“ hat sich aus diesem Wahlkampf voll herausgehalten – wir sind eben eine Opern- und Theater-Plattform. Hält sich aber speziell das Sprechtheater auch aus der Tagespolitik heraus? Egal, wir halten uns raus, wiewohl ich eine ganz klare politische Meinung habe!

Heute sind ab 6 h früh zahlreiche Online-Mitarbeiter im Wahleinsatz. Von sieben weißich es ganz genau – mit Parteipräferenz. Wir decken das gesamte Spektrum ab , arbeiten für verschiedene Parteien – aber in Sache „Online-Merker“ ziehen wir an einem Strang. HSS hat bis 3 h früh an seiner Kritik der „Räuber“ in der Volksoper gefeilt – und steht um 6 h im Wahllokal. Auch ich habe die Nacht praktisch durchgearbeitet, damit die Info an Sie gewährleistet ist. Heute wird es lang. Wir wurden vorgewarnt, dass die Dokumentation dieser Wahl mit Auswertung /Kontrolle der Vorzugsstimmen bei Gemeindwahlbehörden bis zu 5 (!) Stunden nach Wahlschluss dauern kann und voraussichtlich wird – ich bin in so einer Gemeindewahlbehörde. Die Erkenntnisse aus dem ersten Durchgang der Bundespräsidenten-Stichwahl machen eine genaue Kontrolle nötig. Haben Sie daher Verständnis, wenn morgen nicht alles so wie gewohnt läuft. Ich bemühe mich, aber 48 Stunden ohne Schlaf stehe auch ich nicht mehr durch!

Morgen (Montag) 19 h haben wir in unserer Galerie die Vorstellung der Ballett-Weltstar-Gala (29.10. im Volkstheater). Ich bitte um zahlreichen Besuch, durch meinen Unfall musste ich die Werbung vernachlässigen.

Raffael Cupak, mein Enkel lädt dabei so nebenbei zur Geburtstagsfeier. Raffael wurde am 16.10.2014 geboren. stoßen Sie mit ihm auf den dritten Geburtstag an!

Haben Sie einen schönen Sonntag

A.C

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-oktober-2017


14. OKTOBER 2017

by ac | 14. Oktober 2017 07:35

Heute Premiere an der Wiener Volksoper: Die Räuber – I Masnadieri von Giuseppe Verdi Vincent Schirrmacher, Kurt Rydl und Boaz Daniel. Copyright: Volksoper

Verdi und sein Librettist Maffei setzten den Schwerpunkt auf die bei Schiller angelegte Familientragödie: Ein übermächtiger Vater hat all seine Liebe und Aufmerksamkeit seinem Sohn Karl geschenkt, den anderen, Franz, hat er vernachlässigt. So wurde der erste ein selbstverliebte Draufgänger, der zweite ein verbitterter Taugenichts. In dieser Konstellation konnte die Intrige des Franz gegen Karl wirksam werden: Im Glauben, beim Vater in Ungnade gefallen zu sein, wurde Karl ein Räuberhauptmann. Seine Verlobte Amalia, die wie eine Schwester im Haus Maximilians aufgewachsen ist, fällt den Konflikten und Rivalitäten der Männer zum Opfer. Als Franz’ Machenschaften endlich aufgedeckt sind, ist ein glückliches Ende unmöglich geworden. Die Handlung mündet unausweichlich in die Katastrophe … (Quelle: Wiener Volksoper)

Diese „Räuber sind wohl auch ein Geburtstagsptäsent für Kurt Rydl, der sich in die Siebziger eingereiht hat.

Kurt Rydl: „Ich will keine Walküre mit Blechbusen“
Der legendäre Bass wurde kürzlich 70, am Samstag singt er in der Premiere von Verdis „Die Räuber“ in der Volksoper den Grafen Maximilian. Ein Gespräch über das anstehende Werk und sein imposantes Bühnenleben –
Der Standard

Ein Interview mit dem Dirigenten:

Volksopernpremiere: „Kein Takt langweilig“
Dirigent Jac van Steen über die frühe Verdi-Oper „I masnadieri“ – ab Samstag an der Volksoper.
Wiener Zeitung

PA011565
Vincent Schirrmacher beim Online-Merker zu Gast. Foto: Herta Haider

Vincent Schirrmacher hat an der Volksoper bereits einige Premieren gesungen, nun ist er „Carlo“ – Karl (der Gute, na ja) in der Schiller-Vertonung. Eigentlich wurde er als Operettentenor engagiert. Das macht ihm auch Spaß, aber der Wunsch an diesem Haus auch Oper zu singen war immer da und wurde auch infolge seiner Hartnäckigkeit erfüllt. Durch die Operetten, die er heute ebenso noch gerne singt, ist ihm die deutsche Sprache natürlich gewohnt und geläufig. Der Karl ist seine dritte Verdi-Rolle in Wien, zuvor war er der „Duca“ in „Rigoletto“ und „Manrico“. Diese „Trovatore“ Produktion war aber in Originalsprache.

ZUM INTERVIEW mit Vincent Schirrmacher und Alik Abdukayumov (der in der Rolle des Bruders die Alternativbesetzung zu Boaz Daniel ist)

Wiener Staatsoper: PELLÉAS ET MÉLISANDE
Christiane Karg und Bernhard Richter. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Bei der Premierenserie im heißen Juni weckte das bühnenbeherrschende große Wasserbecken bei vielen den Wunsch nach Abkühlung. Nun, bei normalen Temperaturen fällt vor allem auf, dass diese Bühnenkonstruktion bedingt, viele Aktionen an die Bühnenränder zu verlegen und so ist für Besucher auf linken seitlichen Plätzen die Handlung des dritten Aktes bestenfalls im Programmheft nachzulesen, aber nicht zu sehen.

In dieser Serie war das Protagonistenpaar mit zwei Hausdebutanten besetzt. Christiane Karg, die in Wien bislang nur im Theater an der Wien auf der Opernbühne stand, war die Mélisande, das geheimnisvolle Wesen, welches im düsteren Schloss von Allemonde von einem Leben in Licht und Sonne träumt. Ein wenig dieser Sehnsucht kann der junge Steifbruder ihres Gatten ihr erfüllen, der mit Bernard Richter diesmal wirklich mit einem Tenor besetzt war. Wenn diese Partie auch, wie oft (auch bei der Premiere) bewiesen, durchaus nicht den Stimmumfang eines Baritons überschreitet, so klingen doch manche schwärmerische Phrasen mit einer tenoralen Färbung einfach noch besser. Der junge Schweizer konnte jedenfalls auch durch sein lockeres Spiel überzeugen. Der Golaud war wieder Simon Keenlyside. Er zeichnete ein höchst interessantes Psychogramm dieser komplexen Persönlichkeit…

Zum Bericht von Wolfgang Habermann

„Pelléas et Mélisande“: Neue Belegschaft im Bunker
Claude Debussys märchenhafte Geschichte in der Wiener Staatsoper –
Der Standard
Ein Meer aus Klang
„Pelléas et Mélisande“ an der Staatsoper.
Wiener Zeitung

Echo-Klassik für ihr Lebenswerk an Brigitte Fassbaender
Musik heute

Lang Lang sagt Konzerte bis Frühjahr 2018 ab

Der Pianist Lang Lang hat Konzerte bis zum Frühjahr 2018 abgesagt. Dazu hätten ihm seine Ärzte geraten, teilten Konzerthäuser und Orchester am Freitag mit. Der 35-Jährige hatte sich im April eine Sehnenentzündung im linken Arm zugezogen. Für die vollständige Genesung benötige er noch weitere Zeit, hieß es.
Musik heute
Lang Lang sagt Konzerte mit Berliner Philharmonikern ab
Hamburger Abendblatt

„Sie hat’s nicht noth, dass sie sich eilt…“

 

– Aber doch! Denn am 16. Oktober 2017 sollte Ihr Bestellschein für Festspielkarten 2018 in unserem Kartenbüro eingetroffen sein. Dies gilt jedoch nur, wenn Sie den herkömmlichen Weg der Kartenbestellung mittels Papierbestellschein und Post wählen möchten.
Für manche Festspielinteressenten ist es ein ebenso wichtiges wie schönes Ritual, den Bestellschein handschriftlich auszufüllen. Wir haben die herzliche Bitte an Sie, dies möglichst deutlich und leserlich zu tun und nur die verschiedenen Felder anzukreuzen oder zu beschreiben. Sie erleichtern uns damit die Bearbeitung wesentlich und vermeiden zugleich eventuelle Missverständnisse.

Viel leichter und bequemer allerdings lässt es sich online bestellen – Sie benötigen keinen Umschlag, keine Briefmarke, müssen nicht zum nächsten Briefkasten gehen und können sich bis zum 31. Oktober 2017 Zeit lassen! Außerdem werden Ihre Kartenwünsche direkt im Ticket-System registriert, dagegen kann ein Brief gelegentlich auch einmal nicht ankommen. Alles, was Sie brauchen, ist entweder Ihre Kundennummer oder eine gültige E-Mail-Adresse. Und wenn Ihre Bestellung erfolgreich sein sollte, sparen Sie sich die Kosten von 6 Euro Bearbeitungsgebühr.
Genaueres zur Online-Bestellung und einige vielleicht hilfreiche Hinweise finden Sie auf unserer Homepage unter https://www.bayreuther-festspiele.de/tickets-service/ticketbestellung/ – Falls dann trotzdem noch offene Fragen bei Ihnen vorhanden sein oder irgendwelche scheinbar unlösbaren Probleme auftreten sollten, kontaktieren Sie uns einfach via E-Mail an ticket@bayreuther-festspiele.de .

London: Herheim’s lavish Vêpres siciliennes returns to Covent Garden in triumphant style
Erwin Schrott als Procida. Copyright: Bill Cooper/ ROH

Les Vepres Siciliennes review at Royal Opera House, London – “an exceptional cast’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/les-vepres-siciliennes-review-royal

Herheim’s lavish Vêpres siciliennes returns to Covent Garden in triumphant style
bachtrack

Tipp für Wiener (heute)

kas

Deutschland: Helmut Kohls Witwe erbt alles

Helmut Kohls zweite Ehefrau Maike Kohl-Richter ist die Alleinerbin des im Juni verstorbenen Altkanzlers. Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus dem Erbschein hervor, den das Nachlassgericht in Ludwigshafen am Rhein am 10. August ausgestellt hat.

Bislang war die Erbfrage unklar. Das Verhältnis zwischen Kohl-Richter und Kohls Söhnen aus erster Ehe, Walter und Peter, gilt als zerrüttet. Walter Kohl hatte vor einigen Wochen in einer Talkshow erzählt, es habe noch zu Lebzeiten Kohls eine „juristische Klärung“ der Erbfrage innerhalb der Familie gegeben. Dabei ließ er allerdings offen, an wen das Erbe geht.

Mit der Alleinerben-Regelung haben die Söhne Anspruch auf einen Pflichtteil

Der Spiegel

Österreich
Nach der Wahl bleibt kein Stein auf dem anderen
Kurier

Morgen bin ich bei der Wahl eingesetzt. Meine Kollegen werden sich um die Site bemühen. Für mich ist es vielleicht meine letzte Nationalratswahl überhaupt, zumindest aber sicher die letzte als Mitglied einer Wahlkommission. Nicht dass diese Arbeit so schön wäre, aber man hat das Gefühl, der Demokratie zu dienen. Das unterscheidet uns nämlich noch von Bananenrepubliken – dass es bei der Wahlhandlung keine Manipulationen geben kann. Bei der Auszählung der Briefwahlstimmen bin ich aber nicht dabei!

Haben Sie ein schönes Wochenende

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-oktober-2017


13. OKTOBER 2017

by ac | 13. Oktober 2017 08:47

Paris: Jonas Kaufmann und Elina Garanca in Don Carlo. Foto: Opera de Paris

Über welche Probleme unsere Forumsdiskutierer trefflich streiten können! Ist Sonya Yoncheva nun Bulgarin oder Russin? Selbstverständlich ist sie Bulgarin und unser Mitarbeiter Dr. Peter Dusek hat gar nicht recherchiert und sie als Russin eingeordnet. Russin zu sein ist zwar überhaupt keine Schande und bei einer Rezension eigentlich wurscht.  Aber wenn man schon die Herkunft anführt, dann bitte künftig nicht ungeprüft, Dottore!

Review: A Starry “Don Carlos’ Brings Verdi, in French, to Paris
The New York Times

MAILÄNDER SCALA: DER FREISCHÜTZ AM DIENSTAG IN „SERVUS-TV“

 

Laut SERVUS ist die Freischütz Übertragung am 17.10. um 20,15 h

Di | 17.10. 20:15

 

Der Freischütz – Opernübertragung LIVE aus der Scala

Oper | 2017 |
Dienstag
17.10.2017 | 20:15

‚Unter der musikalischen Leitung von Dirigent Nyung-Whun Chung sind neben dem Chor und Orchester der Mailänder Scala Julia Kleiter (Agathe), Michael König (Max), und auch die beiden Österreicher Günther Groissböck (Kaspar) und Eva Liebau (Äennchen) zu hören. Bühnenregie führt Matthias Hartmann, die Kostüme stammen von der österreichischen Kostümbildnerin Susanne Bisovsky.
In der Pause begrüßt ServusTV-Moderatorin Nicola Löwenstein aus dem Foyer der Scala und bittet u.a. Regisseur Matthias Hartmann und Intendant Alexander Pereira zum Gespräch..

Mailand
Demons and angels: Der Freischütz at La Scala
bachtrack

Alexander Pereira wurde am 11. Oktober 70 Jahre alt

Der Wiener Operndirektor, der über Zürich und die Salzburger Festspiele den Weg an die Mailänder Scala fand, feierte am 11. Oktober seinen 70. Geburtstag.

Der Wiener Opernimpresario mit portugiesischen Wurzeln wurde am 11. Oktober 70 Jahre alt. – Foto: APAEr kam als Sohn eines österreichischen Diplomaten in Wien zur Welt; er ist ein Nachkomme von Fanny von Arnstein. Da er auf Wunsch der Eltern zunächst „einen rechten Beruf erlernen“ sollte, ließ er sich in Marketing und Verkauf ausbilden und ging als Touristikmanager nach London. Anschließend war er fast zwölf Jahre für Olivetti tätig: In Frankfurt verkaufte er Schreib- und Rechenmaschinen, in Berlin war er Geschäftsstellenleiter…

Dann setzte sich aber doch seine musische Neigung durch und er wurde ein echter Opern-Zampano. Dass der Mailänder „Freischütz“ und der Pariser „Don Carlo“ relativ zeitnahe Premiere hatten, ist „typisch Pereira“: „Die Anderen mögen sich nach mir richten“! Das meine ich durchaus nicht negativ, nach diesem Muster sind Erfolgsmenschen gestrickt!

Matineenwochenende an der Wiener Staatsoper: „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ und „Ensemblematinee im Mahler-Saal“

Gleich zwei Matineen stehen an diesem Wochenende auf dem Programm im Gustav Mahler-Saal der Wiener Staatsoper:
Beim zweiten Termin der Matineenserie „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ in dieser Spielzeit am Samstag, 14. Oktober 2017 (11.00 Uhr) präsentieren Adela Frasineanu (Violine), Benjamin Morrison (Violine), Tilman Kühn (Viola), Sebastian Bru (Violoncello), Christoph Wimmer (Kontrabass), Silvia Careddu (Flöte), Julia Zulus (Oboe), Norbert Täubl (Klarinette), Sophie Dartigalongue (Fagott) und Felix Dervaux (Horn) Johannes Brahms’ Serenade in D-Dur, op. 11 und Bohuslav Martinůs Nonett, H. 374.
Restkarten à € 36,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter
www.wiener-staatsoper.at

Am Sonntag, 15. Oktober 2017 (11.00 Uhr) singen Bongiwe Nakani (Mezzosopran) und Igor Onishchenko (Bariton) Arien, Duette und Lieder beim ersten Termin der Reihe „Ensemblematinee im Mahler-Saal“ in der aktuellen Saison. Am Klavier werden sie begleitet von Kristin Okerlund.

Berlin/ Staatsoper, Neue Werkstatt: „RIVALE“ von Lucia Ronchetti


Amira Elmadfa. Copyright: Thomas Jauk

Da steht sie, Amira Elmadfa auf einem von Eisenstäben an den Ecken abgegrenzten Stück Boden. Es ist das Gefängnis der Sarazenin Clorinde, die die Sängerin verkörpert. Mit ihren Truppen hat sie die Schlacht gegen Tancrede, den Befehlshaber der Kreuzritter, verloren. Doch gleich beim ersten Blick haben sich die beiden ineinander verliebt.  

Kein Wunder. Mit ihren tiefbaunen Augen und einem charmanten Lächeln schaut sie in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Unter den Linden dem Publikum voll ins Gesicht. Nur auf Armlänge ist sie von den vorne Sitzenden entfernt, kann nichts verbergen und will es auch nicht. Schonungslos gegen sich selbst gibt sie nach und nach ihre Gefühle preis…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Premiere in der Staatsoper-Werkstatt: Liebe deinen Feind
Experimentelles an der Berliner Staatsoper: Die Uraufführung von Lucia Ronchettis Kammeroper „Rivale“ in der Neuen Werkstatt.
Tagesspiegel

Berlin/ Deutsche Oper: Reimann-Oper: Der Tod sitzt längst mit am Tisch
Zu jedem Text findet Aribert Reimann eine kongeniale Tonsprache. Das zeigt auch die Uraufführung seiner auf Texten von Maurice Maeterlinck basierenden Oper «L’Invisible» an der Deutschen Oper Berlin.
Neue Zürcher Zeitung

Feuilleton: Ein «Happy Birthday» für die russische Revolution
Das musikalische Zitat war für Dmitri Schostakowitsch eine heimliche Waffe, um seine wahren Gedanken auszudrücken. Der Subtext seiner Musik hält bis heute manche Überraschung bereit.
Neue Zürcher Zeitung

Wiener Staatsoper: Veranstaltungen in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE im Oktober
Copyright: Wiener Staatsoper

Neben Vorstellungen von Wagners Nibelungenring für Kinder und Saint-Saëns Der Karneval der Tiere (Schulvorstellungen) werden im Oktober 2017 noch vier Sonderveranstaltungen in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE (Walfischgasse 4, 1010 Wien) angeboten:

Staatsoperndirektor Dominique Meyer begrüßt am Dienstag, 17. Oktober (18.00 Uhr) KS Simon Keenlyside bei einem Künstlergespräch: Der dem Haus seit langem verbundene Bariton, der derzeit wieder als Golaud in Pelléas et Mélisande im Haus am Ring zu erleben ist, wird über seine persönliche Sicht auf seine Rollen und den Opernbetrieb plaudern.

Restkarten à EUR 10,- sind an den Bundestheaterkassen sowie online erhältlich.

London: European Youth Orchestra verlässt London
Das European Youth Orchestra (EUYO) zieht aus London ab: Angesichts des bevorstehenden Brexits, also des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU, wird der Klangkörper ab 2018 in Italien seinen Stammsitz haben. Das wurde am Mittwoch mitgeteilt. Das Orchester wurde 1976 gegründet und war seitdem immer in der britischen Hauptstadt ansässig.
https://www.sn.at/kultur/european-youth-orchestra-verlaesst-london

München/Gärtnerplatz-Intendant: „Uns fehlt eine Million“
Kurz vor der Wiedereröffnung des Gärtnerplatztheaters wird die Stimmung getrübt. Intendant Josef E. Köpplinger fordert einen höheren Etat und bringt eine Reduzierung der Vorstellungen ins Spiel.
Münchner Merkur
Theater ist unersetzbar“ –
Josef E. Köpplinger, Intendant und Regisseur zur Wiedereröffnung des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz
Neue Musikzeitung/nmz.de

Starke Worte des Intendanten. Aber er vertritt ein Minderheitenprogramm. Der Bayerischen CSU billige ich zu, dass sie derzeit auch andere Sorgen hat!

Leeds: Osud/Trouble in Tahiti, Opera North – swings and roundabouts in a surprising double-bil
http://www.theartsdesk.com/opera/osudtrouble-tahiti-opera-north-swings
Osud/Trouble in Tahiti review at Grand Theatre, Leeds – “a strong cast’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/osudtrouble-tahiti-review-grand-theatre
A rare Bernstein masterpiece allowed to shine – Trouble in Tahiti, Osud, Opera North, Grand Theatre, Leeds, review
The Telegraph

Wien/Volksthater: Georg-Kreisler-Liederabend: Wien bleibt Wien – und andere sanfte Drohungen
„Wien ohne Wiener“ im Volkstheater huldigt dem Sänger liebenswürdig, aber harmlos
Der Standard
Volkstheater: Mit Georg Kreisler im Wahlkampf
Nikolaus Habjan zeigt „Wien ohne Wiener“ und drischt Klischees über eine von Stereotypen beladene Stadt. Die aufwendige Show prunkt mit viel Jahrmarktklimbim.
Die Presse

Wenn das Programm als Wahlhilfe gedacht war, wurde dies durch aktuelle Ereignisse total in den Schatten gestellt. Was ist Theater im Vergleich zur Politik? Ein müder Abklatsch!

WIEN / Kammerspiele der Josefstadt: 39 STUFEN von Patrick Barlow nach Alfred Hitchcock

Premiere: 12. Oktober 2017

Es waren viele Köche, die diesen Brei zusammen gerührt haben, der trotzdem ganz unverdorben blieb – Romanautor John Buchan, der (und das ist wohl am wichtigsten) 1935 von Alfred Hitchcock verfilmt wurde. Als Patrick Barlow, einer der typisch britischen Allround-Männer von Theater und Kino, Radio und Fernsehen (sie spielen, sie schreiben, sie inszenieren und können alles) daran ging, aus der Kinolegende ein Theaterstück zu machen, stütze er sich wiederum auf ein Konzept der beiden Schauspieler Simon Corble und Nobby Dimon, die den Film überhaupt auf zwei Schauspieler „eindampfen“ wollten.

Bei Barlow wurden es dann vier – nur der Hauptrollenträger ist einfach er selbst, die Dame spielt drei verschiedene Rollen und zwei Herren, im Programmheft als Mann 1 und Mann 2 bezeichnet, verkörpern – wie viele? Unzählbar, einfach alle und alles. Und das bitte mit der Geschmeidigkeit von Gummi-Geschöpfen…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Bayern: Kommentar des Merkur-Chefredakteurs: Seehofers Zeit läuft ab
Es brennt an allen Ecken und Enden in der CSU. Der Aufstand gegen eine erneute Kandidatur Horst Seehofers zum Ministerpräsidenten hat nach Franken und der Oberpfalz jetzt auch die Landeshauptstadt München erfasst. Doch Seehofers Problem heißt nicht Söder. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis
Münchner Merkur

Als Österreicher menge ich mich da nicht mit ein, das ist eine Bayerische Angelegenheit. Wir haben unsere eigenen Sorgen

Jetzt lerne ich noch rasch einige Vokabeln Türkisch und fahre zum Gipswechsel in die Ambulanz des Meidlinger Unfallkrankenhauses – im Meidlinger Volksmund auch „Klein Anatolien“ genannt. Das Spital hat praktischerweise auch einen gegenüberliegenden Friedhof. Soweit ich mich erinnern kann, hat auch das Wilhelminenspital einen. Mit diesen beiden Krankenhäuser hatte ich es in jüngerer Vergangenheit zu tun.

Tolle Aussichten für die Zukunft!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-oktober-2017


12. OKTOBER 2017

by ac | 12. Oktober 2017 08:17

Paris: Die Stars lassen Grüßen: Ludovic Tezier, Jonas Kaufmann, Ildar Abdrazakov, Sonya Yontcheva, Elina Garanca. Foto Facebook/geschickt von F.K

Eine Frage stellt sich relativ rasch: wozu holt man ausgerechnet Jonas Kaufmann für dieses Dekadenz-Konzept. Der Inbegriff eines strahlenden Helden – er ist stimmlich in Höchstform -müht sich redlich ab, um den hinfallenden Charakter, die Nähe zum Wahnsinn (die Ermordung von Posa erlebt er aus der „Gummi-Zelle“!) und die Folgen der Habsburger-Inzucht zu erspielen. Aber sein vokaler Glanz passt nicht ganz zu diesem Regiekonzept, das im Übrigen niemals der Musik „zuwiderläuft“… (Peter Dusek)

... zum ersten Mal in der anspruchsvollen Partie der Eboli die lettische Mezzo-Sopranistin Elina Garanca. Spätesten beim Mega-Jubel nach der großen Arie im 4. Akt war klar: ihr Rollendebüt war eine Sensation. Die Stimme der Garanca ist größer geworden, aber die Höhen strahlen wie „gleißendes Gold“…

Zum Premierenbericht von Peter Dusek

Paris/ Opera Bastille
An Schiller gescheitert, an Verdi gewachsen
Don Carlo in Paris
Neue Musikzeitung/ nmz.de
Riesenerfolg in Paris
Riesenerfolg für Dirigent Philippe Jordan, Jonas Kaufmann, Elina Garanča und andere Stars.
https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-don-carlos-in-paris/291.330.595

Vorweg, am 19. 10. überträgt ARTE diesen glanzvollen „Carlo“ aus Paris! Merken Sie den Termin vor!

Mailand: „Der Freischütz“ im Schatten des Pariser „Carlo“. Warum koordinieren die beiden Opernhäuser nicht ihre Premieren?
Günther Groissböck als Kaspar. Copyright: Teatro alla Scala

Medial bleibt der Mailänder Freischütz gegenüber dem Pariser „Don Carlo“ benachteiligt. Warum man das in Mailand bei der Terminansetzung nicht bedacht hat, verstehe ich nicht!
Die Wolfsschlucht, eine der größten Herausforderungen für Regisseure. Foto: Teatro alla Scala

Eine Besprechung in italienischer Sprache. http://www.giornaledellamusica.it/rol/?id=5626

Übertragung auf Servus-TV

DIENSTAG, 17.10. um 20,15 h

New York
Metropolitan Opera streicht Nackt-Bonus. Weniger Haut, weniger Geld

 

Tänzer und Komparsen, die an der New Yorker Metropolitan Opera auf Verlangen der Regie mehr Haut zeigten als sonst üblich, bekamen dafür bis dato ein Extra-Honorar – pro Aufführung 200 US-Dollar. Jetzt hat Intendant Peter Gelb den sogenannten Nackt-Bonus für nicht singende Ensemblemitglieder gestrichen.

Hintergrund ist ein Defizit, dass die „Met“ im vergangen Jahr eingefahren hat. Den Ausgaben von 294,3 Millionen US-Dollar standen zu geringe Kartenverkäufe gegenüber. Die Auslastung in der vergangenen Saison lag bei 67 Prozent – besser allerdings als in der vorherigen Saison, als das Opernhaus den schlechtesten Ticketverkauf seiner Geschichte melden musste. Als weitere Einsparmaßnahme hat Intendant Gelb 21 von 241 Verwaltungsangestellten der Oper eine Abfindung angeboten, falls sie einem Aufhebungsvertrag zustimmen würden.
BR-Klassik

Linz: „DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL“ – Konzertante Aufführung zum 70. Geburtstag von KS Kurt Rydl, Brucknerhaus Großer Saal, 10. 10.2017

KR70vlnr-HuKristjFussMastrangTerekRyStap
Schlussapplaus: Copyright: Petra und Helmut Huber

Der gebürtige Wiener Kurt Rydl fand sein erstes Fixengagement am Linzer Landestheater, bevor er über Stuttgart und Wien seine Weltkarriere startete. Diese frühen Siebziger in der OÖ Landeshauptstadt waren wohl eine Zeit, an die er sich gerne zurück erinnert, denn er ist immer wieder hierher zurück gekommen, sei es ans Landestheater (zuletzt als Gast-„Ochs“ im neuen Musiktheater), sei es zu vielfältigen Aufführungen im eleganten Konzerthaus am Donauufer.

Sein Repertoire ist riesig, die Vielfalt seiner Auftritte legendär, und mitunter hieß es, er sei der Sänger mit dem größten Bonusmeilenkonto – von Wien nach Amsterdam, dann nach New York, zwischendurch Salzburg, Bayreuth, dann Glyndebourne, Hamburg, Rom, Mailand, Los Angeles – oft innerhalb eines Monats. Mit 30 schon den Siegfried-Fafner, übrigens hier im Brucknerhaus. Kann das die Stimme fast 50 Jahre lang aushalten, noch dazu, wenn Rydl seinen Schwerpunkt im gewichtigen deutschen Fach hat? Eine Lieblingsrolle, in der er mit seinem großen komischen Talent brillieren kann, gehört aber nicht zu dieser Abteilung, und mit dieser, der des Haremswächter Osmin, hat er sich zu einer Feier seines Geburtstages in seiner beruflichen Geburtsstadt eingestellt…

Zum Bericht von Petra und Helmut Huber
Roms Opernhaus sucht Musikdirektor
https://www.sn.at/kultur/roms-opernhaus-sucht-musikdirektor-19189690

Frankfurt: Hans in Unglück
Masse und Meer: Benjamins Brittens „Peter Grimes“ hochkarätig an der Oper Frankfurt.
http://www.fr.de/kultur/musik/oper-frankfurt-hans-im-unglueck-a-1365166

Aachen: Unmoral in neuer Fassung. Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Theaterakademie gestaltet Eröffnung des Bayreuther Opernhauses
München/Bayreuth – Die Theaterakademie August Everding aus München gestaltet die Wiedereröffnung des berühmten Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth. Nach jahrelanger Sanierung wird im April 2018 die Barock-Oper „Artaserse“ von Johann Adolph Hasse in dem zum Unesco-Weltkulturerbe gekürten Haus zu sehen und zu hören sein – genau wie zur Einweihung im Jahr 1748.
Musik heute

„Konzertgänger in Berlin“: Schwer gefasst: Cuarteto Casals spielt Beethoven und Matan Porat
Allmählich spricht sich auch in unserer ach so aufregenden Weltstadt mit Herz herum, dass das spanische (oder muss man jetzt sagen: katalanische?) Cuarteto Casals eins der aufregendsten, herzergreifendsten, besten Streichquartette der Welt ist. Denn im Vergleich zu seinem letzten Auftritt ist der Kammermusiksaal nicht mehr lediglich halbvoll, sondern nur noch viertelleer. Schwer gefasster Entschluss der Berliner! Ein paar weitere Konzerte auf diesem Niveau, dann quillt der Saal über wie ein gerappeltes Glas.
https://hundert11.net/casals-porat/

Filme der Woche

 

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

„Sportfilme“ handeln im allgemeinen von Football oder von Boxen, wo ein Rocky-artiger Held wie ein wilder Stier losbraust. Tennis ist an sich interessanter – hier stehen einander grundsätzlich zwei Persönlichkeiten gegenüber, bestenfalls gleichwertig, ein „Kampf“ Mann zu Mann, ebenso mit dem Körper wie mit dem Kopf zu führen, mit technischem Können und der Mentalität, mit der Kraft und dem Charakter. Man wundert sich, dass es dazu kaum Filme gibt.

Wer sich für Tennis und seine Geschichte interessiert, für den ist Wimbledon 1980 ein Datum, das man nicht vergisst. Das Endspiel: der „regierende“ Schwede Björn Borg, der antrat, um den Sieg am grünen Rasen zum fünften Mal hintereinander (!) zu beanspruchen, den er vier Jahre davor als jüngster Spieler je erstmals errungen hatte. Als Herausforderer: Der um drei Jahre jüngere, damals gerade 21jährige Amerikaner John McEnroe, das wilde Talent, das Borg später tatsächlich überholt hat.

Aber 1980, das war ein Match ohnegleichen, im Ganzen knapp vier Stunden lang, als McEnroe den Gegner im ersten Satz geradezu deklassierte, Borg dann aufholte und mit einem Satz voran lag, bis er im vierten Satz in ein Tie-Break gehen musste, das 22 Minuten dauerte und das Borg dann 16:18 (!!!) gewann, bevor er mit dem fünften Satz das Spiel (erst mit (8:6 – im letzten Satz gibt es kein Tie-Break) für sich entscheiden konnte: Dabei hatte er unfasslich viele Matchbälle vergeben… Es ist, wenn der Film in einer gut 20minütigen Passage am Ende bei diesem Spiel anlangt, ganz gut, wenn der Zuschauer etwas von Tennis versteht… Trotzdem – spannend ist die Geschichte auf jeden Fall…

MONTAG BEI UNS!

esina

DANK FÜR ALLE GENESUNGSWÜNSCHE!

Bei mir gingen viele Genesungswünsche nach meinem Unfall ein, ich bedanke mich auf diesem Weg bei allen „Wünschern“

Im Moment schmerzen die Prellungen sehr, aber das vergeht. Den Gips an der Hand muss ich vier Wochen lang tragen, er behindert mich natürlich bei der Redaktionsarbeit. Aber Ihre Anteilnahme, liebe Leser, hält mich aufrecht!

Österreichs Industrellenvereinigungs-Chef Kapsch: „Wir haben ein echtes Populismusproblem“

...Früher seien Ausländer im Fokus gewesen, „jetzt geht es gegen eine andere Minderheit und das sind halt die Unternehmerinnen und Unternehmer, die ja die Arbeitsplätze schaffen“. Diese würden oft, so Kapsch in Anspielung auf die Diskussion um die Einkommenssteuer von KTM-Eigentümer Stefan Pierer, pauschal als Steuersünder hingestellt: „Das ist nicht fair.“…
Kurier

Das ist auch tatsächlich höchst unfair, diese Art von Klassenkampf haben wir gerade noch gebraucht. Ich bin froh, dass ich dieser Pauschalanschuldigung nicht mehr ausgesetzt bin!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-oktober-2017


11.OKTOBER 2017

by PSkorepa | 11. Oktober 2017 09:23

 

Liebe Leser!

Nach meinem schweren Unfalls habe ich mich sofort in die Redaktion geschleppt! Dank an Peter Skorepa und Myrto Chantziara für deren spontanes Einspringen. Details lesen Sie in den INFOS DES TAGES /Aktuelles)

A.C.

Neu eingelangte Rezensionen

ARIBERT REIMANN TRIUMPHIERT IN BERLIN

LInvisible-Warten-auf-den-Tod-copyright-Bernd-Uhlig

LInvisible-Warten-auf-den-Tod-copyright-Bernd-Uhlig

Berlin/ Deutsche Oper: „L’INVISIBLE“ von Aribert Reimann, Uraufführung und Premiere. Eine Sternstunde. 08.10.2017

Die Deutsche Oper bebt vor Begeisterung, Bravos hallen durch den Großen Saal. Ein schlanker älterer Herr springt auf die Bühne und strahlt aufgrund der Ovationen übers ganze Gesicht.

Es ist der muntere 81jährige Aribert Reimann nach der Uraufführung seiner Oper  L’INVISIBLE, seine insgesamt neunte und die fünfte im Auftrag der Deutschen Oper Berlin. Eine Erfolgsgeschichte für ihn und die Haus, das 1955 den damals Neunzehnjährigen als Korrepititor einstellte und ihm auch als Komponist das Vertrauen schenkte.  

Der starke Applaus ist ebenso verständlich wie erstaunlich, geht es doch in diesem als Trilogie lyrique bezeichnetem Werk um den Tod, den viele Menschen am liebsten ganz aus ihren Köpfen verbannen.

Ursula Wiegand berichtet vom Erfolg des 81-jährigen Komponisten mit seinem neuesten Werk in Berlin.

Lesen Sie die Kritik von Ursula Wiegand im OnlineMERKER

Wiener Staatsoper 8.10. „DON GIOVANNI“
Gepflegter Mozart mit leichten Schwachpunkten.

PLACHETKA_LUNGU

PLACHETKA, LUNGU   Foto:M.Pöhn

Adam Plachetka in der Titelrolle ist als Giovanni ein  Adeliger in Richtung „Ochs“ (wer kann mir schon widerstehen?) mit dazu passender derberer Stimme, aber stilistisch wird alles perfekt und schön gesungen. Auffallend schön die Piani bei dem Ständchen für Elviras Kammermädchen. Weniger angenehm fiel Robert Gleadow auf, sein Leporello wird wirklich gut gespielt, gesungen war nicht viel vorhanden. Dass die „Registerarie“ so endlos sein kann ist eine neue Erkenntnis.

Zur Kritik von Elena Habermann

PURISTEN SOLLTEN BESORGT SEIN

Jetzt beginnen Regisseure mit wahrscheinlich nicht endenwollender Phantasie Opernwerke mit „Fremdmusik“ zu unterwandern. Heuer in Salzburg beim TITUS waren es noch Auszüge aus dem Requiem des selben Komponisten, jetzt liest man von einem DON CARLO in Münster, der mit Musik von Schnittke „unterfüttert“ war. Den beteiligten Musikern sei „gedankt“ für diese „Mitarbeit“ bei den neuen Ideen. Bis zur Werbeunterbrechung ist es nicht mehr weit und würde der Oper 4.0 entsprechen. Dazu die Kritik von Sigi Brockmann aus Münster:

MÜNSTER:   Theater Münster
Verdi mit Schnittke-Verschnitt „Don Carlo Ein Requiem“

 Premiere am 8. Oktober 2017

 Bei einer Aufführung von  Giuseppe Verdi’s Oper „Don Carlo“ auf das Libretto von Joseph Méry und C. Du Locle nach Schillers „Don Karlos“ fragt der Opernbesucher  als erstes, welche Fassung gespielt wird, ob fünf oder vier Akte,  ob auf Französisch oder Italienisch. Obwohl für das Verständnis des Hauptkonflikts der bei Fontainebleau spielende erste Akt der fünfaktigen Fassung eigentlich unverzichtbar ist (z.Zt. in Braunschweig), wird heute meistens die vieraktige italienische (Mailänder-) Fassung (z.Zt.in Leipzig) aufgeführt, die auch für den Sänger der Titelpartie weniger anstrengend ist.  Manchmal hat man den Eindruck, daß jedes Theater sich – natürlich unter Bewahrung der „Highlights“ – eine eigene Fassung zusammenbastelt. In Münster hatten der neue GMD Golo Berg und der inszenierende Intendant Ulrich Peters  einen zusätzlichen Einfall. Sie integrierten in  die weiter gekürzte vieraktige italienische Fassung  acht Sätze des Requiems von Alfred Schnittke, einer teilweisen Vertonung der katholischen lateinischen Totenmesse mit zusätzlichem kurzen Credo  für Soli, Chor und Kammerensemble (Schlagzeug, Gitarren Tasteninstrumente, Trompete und Posaune) Dieses Requiem schrieb  der 1998 verstorbene russisch-deutsche Komponist als Teil einer Bühnenmusik zu einer Aufführung des „Don Karlos“ von Schiller..  Auf  diese Art der Verknüpfung von verschiedener Musik, die  in zeitlichem Abstand von mehr als 100 Jahren entstanden und nur durch den Bezug auf Schillers „dramatisches Gedicht“ verbunden ist, soll, weil ganz ungewohnt,  zuerst eingegangen werden.

Soweit der Kritiker in seiner Rezension. Lesen Sie weiter bei Sigi Brockmann

WEITERS FINDEN SIE FOLGENDE BEITRÄGE UNSERER REZENSENTEN:

OPER FRANKFURT
Benjamin Britten PETER GRIMES
Zur Premiere vom 8.10.
Zum Beitrag von Frideon Rosen

LINZ MUSIKTHEATER
Richard Strauss DIE FRAU OHNE SCHATTEN
8.10. 2017 (Premiere am 30. 09.2017)
Zur Kritik von Harald Lacina

BERLIN STAATSOPER
Die „Reifeprüfung“ mit den Wiener Philharmonikern, am 07.10.2017

Auch die „Wiener“ testen die neue und teuerste Akustik der Welt, die Nachhallzeit und das Dach wurden gehoben: um o,5 Sekunden bzw. um 5,0 Meter. „Super“ sagte dazu der Pillis-Vorstand!

Der Bericht von Ursula Wiegand

 

IN EIGENER SACHE

Anton CUPAK ist, wie ich eben auf dem Bildschirm sah und auch telefonisch sprach mit eingegipster Hand wieder am Werken. Da gibt es nur schnelle Heilung zu wünschen, ich übergebe ihm wieder seine Seite und danke für das Vertrauen, dafür, dass ich ihn vertreten durfte. Notdürftig natürlich, nur soweit ich konnte.

Peter Skorepa
OnlineMERKER

Filme der Woche

FimPoster  Happy End~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Nicht jeder Film von Michael Haneke kann ein Meisterwerk sein, wenngleich sich ein Hattrick nach „Das weiße Band“ und „Liebe“ fabelhaft ausgemacht hätte (mit noch einer Goldenen Palme in Cannes, von der man träumen mochte…). Aber „Happy End“ bewegt sich nicht auf dieser Höhe. Hier hat Haneke sein indirektes Erzählen, das dem Zuschauer die Schlüsse aus dem Gesehenen überlässt, gegen eine seltsame Direktheit der Aussage eingetauscht, obwohl er seine Geschichte betont puzzlehaft und undurchschaubar ausbreitet. Aber überall blitzt die Absicht hervor, und am Ende wird sie dann so vordergründig präsentiert, dass Haneke mit billigerer Münze zahlt, als man es von ihm für möglich gehalten hätte.

Eine großbürgerliche Familie in Calais, die sich unzweifelhaft um Madame Anne Laurent zentriert: Isabelle Huppert liefert eine ihrer unvergleichlichen coolen Geschäftsfrauen-Profile. Sentimentalität gibt es da keine, und wenn die Baufirma einen Unfall verursacht hat, zahlt man die Betroffenen aus und macht keinen Wirbel darum. Überhaupt, wenn sich ihr Sohn Pierre (Franz Rogowski) so offensichtlich nicht fürs Geschäft eignet, dann verkauft man eben. Und heiratet den englischen Anwalt (Toby Jones als Lawrence Bradshaw): Mein Gott, er muss ja nicht ansehnlich sein, wenn er reich ist und hilfreich bei Geschäften…

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

 

 

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-10-2017


10.OKTOBER 2017

by PSkorepa | 10. Oktober 2017 10:37

 

PHILIPPE JORDAN IM INTERVIEW DES KURIER

Ein ziemlich ausführliches Interview gibt heute der designierte Musikdirektor der Wiener Staatsoper Philippe JORDAN aus Anlass einer tatsächlich gut besetzten Premiere der französischen Fassung des Don Carlos in (No na) der Opéra de Paris dem KURIER.

Sein Bekenntnis zum umfangreichen Repertoiresystem der Wiener Staatsoper schmälert er sofort mit dem Hinweis auf Wiens Traditionalisten, wobei er einräumt, dass diese „nicht nur alte Aufführungen sehen wollen. Es geht immer nur um gut oder schlecht. Wir müssen neues wagen und spannendes Theater bringen“ und legt damit die Finger in die Wunden der derzeitigen „Pflege“ des Repertoires.

Dabei kann er mit dem Begriff Oper4.0 anscheinend ebenso wenig anfangen wie alle, die dieses Verdikt aus dem Munde des Ministers verfolgt haben.

„Auf alle Fälle ein frischer Wind“ meint Jordan damit wohl die Unzahl an langweiligen Regien, die das Repertoire belasten. Auch für die Mozart-Interpretation  in Österreich, vom Interviewer als „eine große Baustelle“ bezeichnet, lässt sich Jordan mit dem Hinweis auf Alfred Brendels Spruch vom Allerschwierigsten bei der Mozart-Interpretation: „Für Kinder zu leicht, für Erwachsene zu schwer“  noch nicht in die Karten schauen. Viel Kraft in die Interpretation ist zu investieren, in die Linie und dem Feilen am Klang. „Es gibt jedoch bei Mozart keine endgültige Wahrheit“

Auch über den Bericht des Wiener Landesrechnungshofes über die „Geldverschwendung“ bei den Wiener Symphonikern zeigt sich Jordan nicht erstaunt, kennt er das doch auch von der Pariser Oper. „es ist nur unschön, dass es medial so ausgeschlachtet wurde, die Negativschlagzeilen sind unnötig.“

(Die irrtümlich falsch formulierte Frage nach der Mozartinterpretation in Österreich wurde ausgebessert, denn nicht von Jordan, sondern vom Interviewer der Tageszeitung wurde die Bezeichnung „große Baustelle“ dafür ins Spiel gebracht. Allerdings nahm der künftige Musikdirektor keinen Anstoss an der in der Frage vom Interviewer aufgestellten Einschätzung der Mozartinterpretation bei uns, ganz im Gegenteil sah er sich zu der Erklärung veranlasst, viel Kraft in die Mozart-Interpretationen zu investieren, eine Linie hineinzubringen, wie man das heute spielen kann, und am Klang zu feilen.           Die Redaktion)

Lesen Sie das gesamte Interview des Kurier hier

Eine Analyse des Wiener Rechnungshofberichtes über die wirtschaftliche Prüfung der Wiener Symphoniker hat sich unser Forumsteilnehmer ARGUS angetan. Es liest sich wie eine Kabarettnummer, in der beamtete Erbsenzähler sich mit musikalisch-wirtschaftlichen Fragen von Orchesterdiensten auseinanderzusetzen haben.

Lesen Sie selbst diesen Beitrag und staunen Sie über die erfinderische Gabe beamteter Köpfe im Kampf gegen künstlerische Freiheiten. „Musikhauptstadt“ der Welt???

„KURGAST“ hat den Bericht untersucht, „COPY“ noch einen Link zum Bericht beigesteuert. Zu den Beiträgen.

P.S.: Mit der überspitzten und ironischen Bezeichnung „beamtete Erbsenzähler“ sind natürlich die vielen und überaus notwendigen Leistungserbringer des Wiener Rechnungshofes nicht gemeint, wir schätzen deren Arbeit als zu wertvoll. Aber dieser Bericht erfordert zur Kenntnisnahme auch ein Mindesterfordernis von Humor auf beiden Seiten. Es hätte in dem Bericht nur noch der Hinweis gefehlt, das einzelne Instrumentengruppen nur dann gespielt hätten, wenn der Dirigent mit scharfem Blick und Handzeichen sie dazu aufgefordert hätte.

Dazu der traurige Text von Georg Kreisler über den Triangelspieler

Warum spielen die Symphoniker eigentlich nicht mehr Konzerte für Triangel und Blaskampel, etwa jenes in Ana Dur von Bach?

 

NEUES AUS BERLIN

Ursula Wiegand klappert alle neuen „Baustellen“ ab, immerhin ein neuer Saal gleich ums Eck bei der Lindenoper. Und diese selbst hat mit der neuen bewunderten Nachhallzeit von 1,6 Sekunden neue Massstäbe gesetzt, so dass der Chef der Wiener Phiharmoniker Daniel Froschaer nur so staunen konnte:

„Super“ und „Sehr gut“. Die Deckenerhöhung macht sich klanglich offenbar bezahlt.

 

Zum Bericht von Ursula Wiegand über das alt/neue Opernhaus

Auch der neue Boulez-Saal soll nicht ohne sein, wenn Frau Wiegand schreibt:

In tiefes Dunkel versinkt der Pierre Boulez Saal beim Beginn von „Luther dancing with the gods“. Nur ein Oval am Boden, das dem vom Stararchitekt Frank Gehry geschaffenen ovalen Konzertsaal entspricht, wird durch Lichtstreifen an den Rändern beleuchtet. Darauf zu sehen sind eine schwarz gekleidete Frau und ein Junge, vermutlich Martin Luther als Kind.
Mit sehr prononzierter Stimme spricht die Frau – Lydia Koniordou – Texte, und ich verstehe kein Wort. Dem Publikum bei dieser ausverkauften Premiere geht es wahrscheinlich genau so, denn sie deklamiert auf Griechisch. In der Sprache, aus der Luther 1522 auf der Wartburg die Bibel ins Deutsche übersetzte.

Lesen Sie den gesamten Beitrag im OnlineMERKER

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-oktober-2017


9.OKTOBER 2017

by PSkorepa | 9. Oktober 2017 09:56

 IN EIGENER SACHE:

Unser Chefredakteur ANTON CUPAK hat sich am Samstag vormittag bei einem Treppensturz die Hand gebrochen und musste ins Spital bebracht werden. Heute wird entschieden, wie der Bruch des linken Handgelenks zu behandeln ist und die Art einer allfälligen Operation durchzuführen wäre.

Es herrscht daher eingeschränkter Betrieb auf unseren Seiten und wir ersuchen um Nachsicht. Anton Cupak wünschen wir guten Heilungsverlauf und baldige Rückkehr an die Tastatur seines PC.

Peter Skorepa
OnlineMERKER

 

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

Wiener Staatsoper
Sergej Prokofjew: »Der Spieler«
7. Oktober 2017
2. Aufführung in der Inszenierung von Karoline Gruber

THOMAS PROCHASKAS KRITIK DER NEUINSZENIERUNG, ALS AUSEINANDERSETZUNG MIT HEUTIGEN DEUTUNGSVERSUCHEN

Phänomen, das. Wann immer eine selten gespielte Oper auf die Bühne gehievt wird, machen sich die Beteiligten desselben Cardinalfehlers schuldig: das Werk in einer verzerrten, zumeist modernisierten Fassung zu zeigen, anstatt ein unwissendes Publikum mit einer möglichst werkgetreuen Inszenierung zu begeistern.
Karoline Gruber bildet keine Ausnahme. Sie siedelte Prokofjews Oper nicht in der (imaginären) deutschen Stadt Roulettenburg an, sondern einer nicht zeitlich nicht einzuordnenden Glamour-Welt. Einmal glaubte ich mich im Berlin der 1920-er Jahre, danach in den U.S. der 1950 mit ihren unzähligen Glühlampen der Caroussels. Nie aber im deutschen Kaiserreich des Jahres 1866, in welchem Fjodor Michailowitsch Dostojewskis Roman erschien. Nichts paßte zusammen. Der »Regisseuse« (nennt man das so?) gelang es sogar, ein Werk über das Roulette-Spiel zu inszenieren, ohne daß auch nur ein einziger Roulette-Zylinder oder -Tisch zu sehen war. 
Mit ihrem Ansatz jedoch invalidierte Gruber das Werk. Denn dieses lebt von, aus, mit und durch die Conventionen des Kaiserreiches, handelt von der Ehre in all ihren Spielarten.
Der Abend war bereits gescheitert, bevor noch die erste Silbe gesungen ward.

Soweit Thomas Prochaska in seinen kritischen Betrachtungen über die versuchte Deutung der Regisseurin Karoline Gruber bei dieser Oper Prokofjews, die bei der Premiere beim Wiener Publikum durchaus einen unwidersprochenen Achtungserfolg erzielte.

Lesen Sie die gesamte Kritik im OnlineMERKER

 

Blindenmarkter Herbsttage triumphieren mit Linckes „Frau Luna“ – Mit Berliner Luft vom Mond in die Ybbsfeldhalle

 

Premiere hatte Frau Luna am 6. Oktober 2017

Der 1866 geborene Berliner Musikallrounder Paul Lincke, im ausgehenden 19. Jahrhundert Antipode zu Österreichs Riege erfolgreicher Operettenkomponisten, schuf als Hauptwerk die 1899 im Berliner Apollo-Theater uraugeführte Operette „Frau Luna“, das einzige bis heute immer wieder gespielte Standardwerk der sogenannten Berliner Spezies dieser Gattung. Im Juni erlebte man unter der Schlosslinde im oberösterreichischen Zell an der Pram eine charmante, intime, auf schauspielerische Feinheiten ausgerichtete Inszenierung.

Ganz anders geht es nun bei den 28. Blindenmarkter Herbsttagen in der Ybbsfeldhalle zu, wo man das von Schlagern überflutende Meisterwerk des Genres als Revueoperette präsentiert. Für die Regie gewann Intendant Michael Garschall Volksopern-Ensemblemitglied Gernot Kranner, der sich sehr gerne mit schwer zu inszenierenden Werken auseinandersetzt

Berliner Luft für die Blindenmarkter Herbsttage, Ingo Rickl berichtet von dieser Durchlüftung im OnlineMERKER

 

DIE MET IN DER UCI-KINOWELT:  NORMA am 7.10.2017http://der-neue-merker.eu/category/cd-dvd-buch-apps/cd

Zwei Berichte von der MET-Übertragung in die Wiener UCI-Kinowelt

Da kann die MET nur punkten: Sondra Radvanovsky ist eine grandiose Norma, die den widersprüchlichen Abforderungen der Rolle mühelos zurande kommt.

Peter Dusek war für uns im Kino

Musikalisch stand die Aufführung ganz im Zeichen der Damen. Sondra Radvanovsky sang die Titelpartie mit größtem Einsatz. Ihre tolle, voluminöse Stimme, die zu den zartesten Lyrismen fähig war – einmalig das „Casta diva“ -, die aber auch genügend Kraft hatte, um sich in den Massenszenen mühelos durchzusetzen, begeisterte auch darstellerisch. Joyce Di Donato feierte ihr Rollendebüt als Adalgisa.

Johannes Marksteiner hat berichtet für uns.

Beide Kritiken im OnlineMerker vereint

 

Südamerikanisches im Akzenttheater

 

Im Theater im Akzent war südamerikanische Stimmung zu verzeichnen bei einer Miniserie mit dem Namen  „UNA NOCHE EN BUENOS AIRES“ („MATEO“, „MARIA DE BUENOS AIRES“) Christoph Karner berichtet von diesem „Tangoopernabend“

Miquele, der vom neu aufkommenden Autoverkehr in seiner Existenz bedrohte Kutscher, lässt sich vom bösen Severino zur Teilnahme an einem Überfall überreden, bei dem sein Pferd Mateo, nach dem die 1. Tangooper des Abends benannt ist, zu Tode kommt und er selbst schließlich  verhaftet wird.

Zum Bericht von Christoph Karner

 

CD-NEUAUFLAGE einer KLASSISCHEN VINYL-PLATTE

 

 

 

UND ALS LETZTE POSITIVE NACHRICHT FÜR HEUTE:

Anton CUPAK wurde heute erfolreich am gebrochenen linken Handgelenk operiert und dem Patienten geht es gut und er neigt schon zur Spitalsflucht und lässt alle seine Leser herzlich grüßen. Unsere besten Heilungswünsche gehen von uns an ihn!

Peter Skorepa

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-oktober-2017


7. OKTOBER 2017

by ac | 7. Oktober 2017 08:29

HEUTE Wiener Staatsopern-Stream „Der Spieler“. Misha Didyk, Elena Guseva. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das ist für Sie eine wohl einmalige Chance, denn gar so oft werden Sie nicht die Gelegenheit haben, dieses Prokofjew-Werk in einer erträglichen Inszenierung zu erleben. Start des Streams ist 19,3oh, das Vorprogramm läuft ab 19 h. Melden Sie sich bei

http://www.staatsoperlive.com/de/ an! 

Die Oper „Der Spieler“ ist – im Gegensatz zur Romanvorlage – eine etwas spröde „Kost“. Wie oft bei Romandramatisierungen verliert der Stoff an Konsistenz. Zwar enthält Dostojewskis Text sehr viel an direkter Rede, die sich leicht in eine dramatische Form bringen lässt, aber Prokofjew, der sich das Libretto selbst eingerichtet hat, musste natürlich auswählen und zusammenfassen. Die Opernhandlung endet beispielsweise früher als der Roman – und die Ich-Perspektive (Dostojewski erzählt die Geschichte aus der Sicht des 25 Jahre alten Hauslehrers Alexej) gibt dem Text ohnehin eine ganz spezifische, schwer auf das Theater zu übertragende Sichtweise…

…Das Publikum spendete bei der Premiere rund 10 Minuten langen, starken Schlussapplaus. Die Regie wurde ohne Missfallensbekundung zur Kenntnis genommen. 

Zum Bericht von Dominik Troger

OPER GRAZ: Schon die zweite „Trovatore“-Vorstellung musste umbesetzt werden.

 

Besonders spannend wird es an einem Opernhaus immer dann, wenn schnelle Lösungen für plötzlich auftauchende Probleme gefunden werden müssen. Umbesetzungen in letzter Minute, eingeschobene Proben: Da stehen gewiss dem ein oder anderen Schweißperlen auf der Stirn. Erst kurzfristig wurde klar, dass Lana Kos, die Premierenbesetzung für die Neuinszenierung von Il Trovatore unter der Regie von Ben Baur, die Vorstellung am Folgetag aufgrund einer Erkrankung nicht singen könne.

Doch für den Ersatz musste man nicht in die Ferne schweifen, denn man konnte der jungen (erst 27-jährigen!) Sopranistin Sonja Šarić die Chance geben, in der Rolle der Leonora zu debütieren. Šarić  hatte den Studienauftrag für die Rolle der Leonora, was bedeutet, dass sie die Rolle zu Übungs- und Ausbildungszwecken ebenfalls einstudiert und erarbeitet hat. So kann man jungen Sängern am Anfang ihrer Karriere die Gelegenheit geben, ihr Repertoire auszubauen und so viel wie möglich kennen zu lernen. Für die Rolle der Inez, die Šarić in der Premiere verkörperte, sprang der Neuzugang im Opernstudio der Oper Graz, die Mezzosopranistin Andrea Purtić, ein und konnte nicht nur ihr Debüt in dieser Rolle sondern auch ihren Einstand auf der Bühne des Grazer Opernhauses feiern.

Zum Bericht von Konstanze Kaas

DRESDEN/ Semperoper: LES TROYENS. Ein Triumph für Christa Mayer und auch für den Sächsischen Staatsopernchor


Christa Mayer “einsame Spitze“ als einsame, verlassene Königin Didon.
Copyright: Forster

Die amerikanische Regisseurin Lydia Steier macht ein halb modernes, halb historisches Drama mit Kostümen und typischen Verhaltensweisen zwischen Pariser Weltausstellung, Jahrhundertwende in Sachsen, sozialistischem Russland mit Hammer und Sichel, national Spezifischem verschiedener Völker, Exotischem, Operetten- und Revueartigem und sehr Volkstümlichem bis hin zum bayrischen Bierfass-Anstich durch den König daraus. Folkloristische Kostüme, vom Balkan und Griechenland und – wie es schien – auch von der Ukraine und Russland inspiriert, machen das bunte Treiben komplett, bei dem auch ein bisschen (volkstümlich) getanzt wird (als minimaler „Ersatz“ für die ursprünglichen Ballett-Einlagen?) – keine Spur von J. J. Winckelmanns Antikenbegriff der „edlen Einfalt und stillen Größe“, die auch Berlioz‘ im Sinn gehabt haben soll…

…Es sollte vielleicht effektvoll, revueartig und unterhaltsam sein. Diese Art „Unterhaltsamkeit“ erinnert aber eher an die Worte des Literaturpapstes Reich-Ranitzki: „… ja, ich habe mich unterhalten, aber unter Niveau“. Die Regisseurin hatte sich offenbar einen sensationellen Erfolg erhofft und war sichtlich enttäuscht über die massiven Buh-Rufe aus dem Publikum, gegen die die wenigen Bravo-Rufer nicht ankamen.

Ganz anders wurde die großartige Christa Mayer als Königin Didon mit ihrer Bühnenpräsenz, ihrer wunderbar klingenden Stimme und faszinierenden Ausdrucksfähigkeit zu Recht vom Publikum mit einhelligem Applaus und wiederholtem „Bravo-Regen“ gefeiert. Sie war das sängerische Glanzlicht des Abends und überstrahlte alle anderen 16 Sänger-Darsteller…

Zum Bericht von Ingrid Gerk

Riccardo Muti bricht eine Lanze für Verdi
Der Meisterdirigent gibt seine Wissensschätze grosszügig weiter. Nebst einem Jugendorchester hat er eine Akademie ins Leben gerufen, wo junge Künstler sich mit grossen Opernwerken auseinandersetzen.
Neue Zürcher Zeitung

München/ Gärtnerplatztheater: Josef E. Köpplinger freut sich auf die Wiedereröffnung
Münchner Abendzeitung

Theater Nordhausen: 100 Jahre Theater Nordhausen: „Otello“ intensitätsstiftend
Neue Musikzeitung/ nmz.de

Wiener Symphoniker verschwenden Steuergeld

Zu viel Personal, zu wenig Leistung, finanzielle Verluste: Der Stadtrechnungshof spricht wörtlich von Missständen bei dem Orchester, das die Vorwürfe zurück weist.
Die Presse

Die Vorwürfe des Rechenamts der Stadt Wien sind massiv:

Kritische Finanzen. Der StRH hält fest, dass der Verein Wiener Symphoniker ohne die Förderungen der Stadt Wien nicht weiter existieren kann – die finanzielle Situation also kritisch ist. Am Jahresende 2015 fehlten im Budget 1,3 Millionen Euro, insgesamt gab es einen Bilanzverlust von rund 64 Millionen Euro.

    Mangelnde Auslastung. „In einzelnen Monaten lag die Auslastung einzelner Instrumentengruppen bei nur rund 12 Prozent“, wird auf Seite 37 des Berichtes kritisiert. Als Extrembeispiel wird aufgelistet: Im April 2015 leisteten drei Musiker nur zehn von 83 möglichen Diensten. Ein Musiker bestritt (bei vollem Gehalt) keinen einzigen Dienst im gesamten Monat. Dazu hält der StRH generell fest: „Ein Großteil der Instrumentengruppen musste im Beobachtungszeitraum von neun Monaten keine Dienste im Ausmaß von ein bis zwei Monatsverpflichtungen leisten.“ Anders formuliert: Bis zu 20 Prozent der vorgeschriebenen Dienste wurden nicht geleistet. Der StRH ortet deshalb zu viel Personal und empfiehlt eine Reduktion von 122 auf 100 Musiker über den natürlichen Abgang (Pensionierungen etc., keine Nachbesetzungen)…

Anstatt zu dementieren sollten die Orchesterchefs auch nachdenken, was an der Rüge „dran ist“. Immerhin geht es um Steuergeld.

Der Umstand, dass viel zu viele junge Musiker ausgebildet werden, ohne dass sie auf die Risken des Berufs aufmerksam gemacht wurden, steht natürlich auch im Raum. Ein Orchester ist keine „Geschützte Werkstatt“.

HEUTE IM PLEYEL-MUSEUM IN RUPPERSTHAL/ NÖ

Sa, 7.10.2017, 18h bis 01h: Herzliche Einladung zum 377. Konzert der IPG im Rahmen der Langen Nacht der Museen mit drei Musikschulen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 
Geschätzte Pleyel Verehrerinnen und Verehrer!
Mit dem nachstehenden Link senden wir Ihnen das Programm der „Langen Nacht der Museen 2017“ mit Musik & Kulinarik „Schmankerl aus der Region“ am Samstag, dem 7. Oktober 2017 von 18h bis 1h im Pleyel Kulturzentrum, 3701 Ruppersthal 137:

https://www.dropbox.com/s/5shv20n7twg4cip/Programm-15-2017-z-Druck.pdf?dl=0

HEUTE in Österreich: DIE LANGE NACHT DER MUSEEN

Mumien und Raffael bei langer Nacht der Museen

Bereits zum 18. Mal findet am Samstag die „ORF-Lange Nacht der Museen“ statt. An 129 Orten in Wien finden Besucher neben klassischen Gemälden dabei auch Zaubershows oder gefrorene Hundewelpen aus der Eiszeit.

Von 18.00 bis 1.00 Uhr können Interessierte erneut auf eine kulturelle Entdeckungsreise gehen. Die Sonderschau „Hund & Katz“ samt der Eismumien im Naturhistorischen Museum (NHM) dürfte ein Besuchermagnet werden. Zum ersten Mal werden die gefrorenen Tiere laut Museum im Rahmen einer Ausstellung getzeigt. Dafür wurde extra eine Kühl-Vitrine angefertigt.

Besonders ist auf die Raffael-Ausstellung in der Albertina in Wien hinzuweisen!

http://wien.orf.at/news/stories/2870729/

WIEN/ Merker Kunstsalon: JONGMIN PARK SINGT IN „I PURITANI“ (am 16.10/ Gatterburggasse)

Der Merker-Kunstsalon ist – wie jedes Opernhaus – zu Umbesetzungen gezwungen. Mit Jongmin Park singt nun einer der vielversprechendsten Sänger aus dem Ensemble der Wiener Staatsoper beim Kunstsalon. Wie macht das bloß die Haberfrau (Frau Habermann)?

Jongmin Park singt im „Merker-Kunstsalon“

Anstelle von Apostol Milenkov singt die Rolle des Giorgio in I PURITANI am Montag, 16.10. der aus der Wiener Staatsoper bekannte und auf dem Sprung zur ganz großen Karriere stehende Bassist Jongmin Park

Filme der Woche

FimPoster  Blade Runner  2049~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Als der erste „Blade Runner“ 1982 in die Kinos kam, spielte er in scheinbar ganz ferner Zukunft – im Jahre 2019. Das ist uns ja nun schon sehr nahe gerückt, und ungeachtet der Digitalisierung stellen wir fest, dass wir doch noch nicht von „Replikanten“ (künstlichen Menschen, von uns kaum zu unterscheiden) überschwemmt sind. (Oder erkennen wir sie bloß nicht?)

Das war die Grundidee des Klassikers von Ridley Scott, nach einer Geschichte von Philip K. Dick, und er zeigt uns die seit langem schwelende, nun viel näher gekommene Sorge der Menschen, dass sie eines Tages von den „Maschinen“, in welcher Form auch immer, abgelöst, verdrängt, ausgerottet werden…

Der neue Blade Runner, der nun 35 Jahre nach dem ersten in die Kinos kommt (in dem gelungenen Bestreben, „die Geschichte weiter zu erzählen“), spielt 30 Jahre nach dem ersten, basiert wieder auf den Ideen von Dick, hat sich der Beratung von Ridley Scott versichert. Denis Villeneuve ist dem neuen „Blade Runner“ ein ingeniösen Regisseur. Das Problem der Geschichte ist inetwa dasselbe geblieben, nur dass es eine neue Generation von Replikanten gibt, die „braver“ und fügsamer sind als die alten – und ausersehen, unkontrollierbare frühere Modelle, vor denen man sich fürchtet, aus dem Weg zu schaffen…

Österreich: Der Wahlkampf versinkt im Sumpf der Schuldzuweisungen
Kurier

Flightright: Niki ist unpünktlichste Airline Europas
Inkassodienstleister veröffentlicht neue Negativliste.
http://www.austrianaviation.net/detail/flightright-niki-ist-unpuenktlichste

Fußball
WM-Quali: Österreich besiegt Serbien

Wenn es für uns um nichts mehr geht, sind wir stark da. Ein Sieg gegen Serbien ist aber trotzdem wichtig, spielen doch sehr viele junge Serben in österreichischen Vereinen, bis hinunter in die letzten Klassen. Wenn deren Nationalmannschaft Österreich in Wien besiegt hätte, glauben unsere „österreichischen Serben“ vielleicht, dass sie kicken können (und halten die Hand auf – das weiß ich aus jahrelang geübter Praxis)!
Die Presse

Für den Teamchef gibt es – ein Sieg am Montag gegen Moldawien vorausgesetzt – somit einen versöhnlichen Abschluss, nachdem er in den letzten Tagen persönliche Enttäuschungen hinnehmen musste. Spieler, auf die er gebaut und die er protegiert hat, gaben ihm für diese „Abschiedsspiele“ einen Korb. Deshalb freue mich mich, dass elf österreichische Kicker einem zwölften, dreizehnten und vierzehnten gezeigt haben, dass es ohne ihm sogar besser geht!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-oktober-2017


6. OKTOBER 2017

by ac | 6. Oktober 2017 08:35

Wiener Staatsoper: Foto von der Premierenfeier „Der Spieler“ mit Simone Young, Dominique Meyer und Regisseurin Karoline Gruber. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Vorweg, die Premiere „Der Spieler“ an der Staatsoper war kein Jackpot, man kann aber trefflich darüber diskutieren, ob sie nun ein Gewinn im zweiten oder dritten Rang war. Unsere bisher drei Berichterstatter urteilten ziemlich freundlich, in den Tageszeitung gibt es differenzierte Meinungen:

Staatsoper: „Der Spieler“ gerät in den Malstrom
Serge Prokofieffs Vertonung von Dostojewskis Roman wird von Dirigentin Simone Young und Regisseurin Karoline Gruber packend und doch sensibel umgesetzt.
Die Presse
Prokofjews „Der Spieler“ an der Wiener Staatsoper: Gier nach Geld und Liebe
Mitten im Ersten Weltkrieg schrieb Sergej Prokofjew seine Oper nach Dostojewskis Roman „Der Spieler“. Die Uraufführung musste allerdings bis 1929 auf sich warten lassen, denn sowohl der Krieg als auch Prokofjews radikaler Bruch mit der traditionellen Form der russischen Oper machten es dem Werk nicht leicht. An der Wiener Staatsoper feierte „Der Spieler“ am 4. Oktober unter der musikalischen Leitung von Simone Young Premiere. Franziska Stürz erlebte einen ebenso packenden wie aufreibenden Opernabend.
BR-Klassik
„Der Spieler“: Existenzkampf auf dem Karussellpferd der Süchte
Erste Eigenproduktion einer Oper von Sergej Prokofjew im Haus am Ring: Regisseurin Karoline Gruber vertieft sich in die disparate Gefühlswelt einer morbiden Gesellschaft. Viel Applaus auch für die guten Sänger einer reizvollen Produktion – derstandard.at/2000065410922/Der-Spieler-Existenzkampf-auf-dem-Karussellpferd-der-Suechte
Der Standard
Money-Maker in der Staatsoper
https://kurier.at/kultur/money-maker-in-der-staatsoper/290.192.240
Der Spieler, verloren in der Staatsoper
http://orf.at/stories/2409702/
„Der Spieler“ von Sergej Prokofjew in der Staatsoper
Nicht nur an der Börse, auch an der Staatsoper regiert die Casino-Mentalität, wenn Sergej Prokofjews „Der Spieler“ seine Runden dreht. Schließlich stellt Regisseurin Karoline Gruber die Protagonisten auf ein gigantisches Ringelspiel – alles dreht sich um die eigene Achse, ist ständig in Bewegung und tritt im Kern doch auf der Stelle.
http://www.kleinezeitung.at/kultur/festspiele/5297289/Kritik_Der-Spieler

Berlin/ Staatsoper: „Ist das noch ein Opernhaus?“, „Schwacher Abend zur Eröffnung“,  „Misslungener Auftakt mit Goethe und Schiller“, „Aber bitte nicht so“

Roman Trekel (Mefisto). Copyright: Herrmann und Clärchen Baus

In diesem Fall berichteten unsere Mitarbeiterinnen aber weit positiver als „der Rest der Welt“. Die Presse – auch die Berliner –  meint, dass dieser Eröffnungsabend wohl ziemlich misslungen ist.  „Luft nach oben“ – eine nun total in Mode befindliche Umschreibung von „das war wohl nichts“, ist genügend vorhanden. Jürgen Flimm haben wir ja in Wien bei einer Staatsopern-Gala als „Institution mit beschränktem, etwas seltsamen Humor“ kennengelernt, in Berlin musste er – der Feier des Tages angemessen – wenigstens keine Buh-Rufe einstecken! .

Ist das noch ein Opernhaus?
Die neue alte Staatsoper Unter den Linden klingt sehr gut. Auf der Bühne ist hingegen noch Luft nach oben.
http://www.fr.de/kultur/theater/berlin-ist-das-noch-ein-opernhaus-a-1362560
Misslungener Auftakt mit Goethe und Schumann
Nach der feierlichen Eröffnung der Berliner Staatsoper zeigt sich unser Opernkritiker Jürgen Liebing mit dem Auftakt wenig zufrieden. Er erlebte eine zähe Festaufführung, bei der bereits nach der Pause viele Stuhlreihen leer blieben.
DeutschlandfunkKultur
Schwacher Abend zur Eröffnung
Nach sieben Jahren und vielen Bauskandalen wurde am Dienstagabend in Berlin die neu renovierte Staatsoper Unter den Linden wiedereröffnet. Aus technischen Gründen kann momentan noch keine Oper aufgeführt werden. Stattdessen standen Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“ auf dem Programm. Daniel Barenboim dirigierte die Staatskapelle Dresden, Regie führte Jürgen Flimm. Kritikerin Maria Ossowski erlebte einen Abend mit Zumutungen
BR-Klassik
„Szenen aus Goethes Faust“: Aus dem Nebel der sieben Jahre
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden wurde vorläufig eröffnet. Es gab unter Anwesenheit der Staatsspitze „Faust“ und Goethe-Vertonungen von Robert Schumann – derstandard.at/2000065324934/Szenen-aus-Goethes-Faust-Aus-dem-Nebel-der-sieben-Jahre
Der Standard
Berliner Staatsoper: Es muss jetzt sein – aber bitte nicht so
Sieben Jahre wartete man auf das Ende der Sanierungsarbeiten an der Oper Unter den Linden. Kurzfristig tat sie nun ihre Tore auf – aber weder das Interieur noch die musikalische Darbietung überzeugen.
https://www.nzz.ch/feuilleton/untergaerige-geruechtekueche-ld.1320039

„Konzertgänger in Berlin“
Labyrinthesk: Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden mit Daniel Barenboim und Maurizio Pollini
https://hundert11.net/staatskapelle-pollini/

Wiener Staatsoper: DON GIOVANNI. Doch kein verlorener Abend

Die Zerlina rettet den Wiener „Don Giovanni“: Andrea Carroll. Foto: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Ich schreibe nicht für eine Boulevard-Zeitung, deshalb stürze ich mich nicht auf Negativ-Meldungen. Dergleichen sind im Bericht von Thomas Prochazka zu Hauf zu finden, deswegen suche ich mir die positivste Meinung heraus:

Ein verlorener Abend?

Nun: Andrea Carroll als Zerlina wußte nach ihrer sehr guten Leistung als Susanna abermals zu überzeugen. Als einzige Sängerin des Abends erklangen ihre Arien durchgearbeitet, musikalisch gestaltet. Erzählten Geschichten. Daß Carroll über einen ausnehmend flexiblen Stimmansatz verfügt, die Phrasen vorzubereiten versteht, legato zu singen vermochte — ich hörte es mit Dankbarkeit. 

Kein verlorener Abend also. Andrea Carroll sei Dank.

Zum Bericht von Thomas Prochazka

HAMBURG: PARSIFAL  (Freyer-Inszenierung) als Bilderrätsel

Da die Inszenierung beim Publikum zu einem großen Erfolg wurde, war auch die letzte Aufführung so gut wie ausverkauft. Achim Freyer bemerkt im Programmheft über seine Aufgabe als Regisseur: „dass ich in die Pflicht genommen bin, wesentliche Werke unserer Zeit vor den Verirrungen der Interpretationen zu retten.“ Genau das ist zu sehen.

Zum Bericht von Christian Schütte (Hannover)

Wiener Symphoniker: Hat es der Privilegienstadel vergeigt?

 

Der Bericht des Stadtrechenamtes ist vernichtend, die Symphoniker dementieren. Ich kenne viel zu wenig Details, um mir einen treffenden Kommentar zuzutrauen und womöglich eine Klage zu riskieren. Deshalb überlasse ich Sie den Zeitungen:

„Nachhaltige finanzielle Probleme“ bei Wiener Symphonikern
Die Wiener Symphoniker – eines der bedeutendsten Orchester des Landes – haben mit „nachhaltigen finanziellen Problemen“ zu kämpfen. Das hält der Stadtrechnungshof in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht fest. Den Hauptgrund sehen die Prüfer in alten Pensionsregelungen, die die Bilanz massiv belasten. Kritisiert wurden auch die konstatierten großzügigen Dienstzeitregelungen für die Musiker.
Salzburger Nachrichten
Wiener Symphoniker: Stadtrechnungs­hof fordert weitere Sparmaßnahmen
Kurier
Stadtrechnungshofbericht: Ausgespielt?
Die Wiener Symphoniker befinden sich laut Stadtrechnungshof in finanziellen Schwierigkeiten – der Verein verteidigt sich.
Wiener Zeitung
Privilegienstadel hats vergeigt
http://www.krone.at/592057

Erfurt: Vorhang auf und viele Fragen offen – Mozarts Zauberflöte in Erfurt
Neue Musikzeitung/nmz.de

Stockholm: Nobelpreis für Literatur geht an Kazuo Ishiguro
Das Nobelkomitee ehrt den britischen Schriftsteller japanischer Herkunft für seine emotionalen Romane. „Was vom Tage übrig blieb“ wurde 1993 verfilmt.
Die Zeit

Der Preis ist mit 970 000 Euro dotiert. Das ist wohl wert, dass man ihn sich abholt und dabei eine kleine Dankesrede hält. Bob Dylan hat das beim Vorjahrespreis letztlich auch getan, wenngleich mit Verspätung!

WIEN / Dom Museum  . NEUERÖFFNUNG
Sonderausstellung BILDER DER SPRACHE UND SPRACHE DER BILDER
Vom 7. Oktober 2017 bis zum 26. August 2018

Neue Räume, alte Schätze. Foto: Dom-Museum

Selbstverständlich definiert man Museen auch nach ihren Besitztümern. Der Louvre beispielsweise „hat“ die Mona Lisa. Aber selbst ein vergleichsweise kleines (wenn auch ungemein bedeutendes) Haus wie das Dom Museum in Wien, das nun neu eröffnet wurde, besitzt einen einmaligen Schatz: Das Gemälde des Habsburgers Rudolf IV., genannt „der Stifter“ (er gründete die Wiener Universität), ist das erste, nachweislich einen ganz bestimmten Menschen zeigende Bildnis in der europäischen Geschichte. Es ist das älteste Porträt des Abendlandes. Allein dafür müssten schon alle historisch Interessierten in dieses Museum pilgern, das Wiens Angebot an besonderen Häusern nun um eine gewichtige Adresse vermehrt.

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Der Film schreit es geradezu heraus: Ich wurde einzig und allein dazu gemacht, um Veronica Ferres wieder einmal eine richtig gute, schöne Rolle auf der Leinwand zu verschaffen! Die ewigen Problemstücke im Fernsehen sind ja teilweise Trauerweiden und lassen ganz vergessen, dass sie einst mit den Komödien von Helnut Dietl berühmt geworden ist. Außerdem muss unbedingt bewiesen werden, dass 50 das neue 30 ist und die Dame in ihrer Blondheit und mit ihrer guten Figur immer noch hinreißend aussieht. Also, eine möglichst vielfältige Komödienrolle, der Ferres auf den Leib geschnitten.

Zweite Voraussetzung: Wenn schon, denn schon, sind wir politisch korrekt, setzen unsere Zuwanderer ins richtige Licht, geben ihnen Raum, sich zu entfalten. Und wir sind selbstkritisch, zeigen auch, was wir etwa von unserer lächerlichen Schlagerbranche halten. Ja, nur dass all das so berechnet und leider spürbar berechnend von der Leinwand kommt, dass es eigentlich nicht funktionieren kann…

Österreich/ Politik: Die anrüchigen Geschäfte des Silberstein-Söldners
Kurier
  
In 10 Tagen ist die Wahl geschlagen, der Wahlkampf war eine mit miesesten Figuren durchsetzte Werbeaktion. Er ist übrigens noch nicht zu Ende, wer weiß, was da noch kommt! Diese „Müllmänner“ werden mir nicht fehlen, nicht einmal als Lückenbüßer.

Jetzt warte ich auf die neuesten (und offenbar letzten) Prognosen, denn soviel ich weiß, dürfen in der letzten Woche keine Umfragen mehr veröffentlicht werden. Aber bei diesem total aus dem Ruder gelaufenen Wahlkampf wäre das auch schon wurscht!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-oktober-2017


5. OKTOBER 2017

by ac | 5. Oktober 2017 08:42

 

Gestern in der Wiener Staatsoper: „Der Spieler“ von Prokofjew. Eine Premiere, mit der man leben kann! Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Auszug aus der Premierenkritik von Renate Wagner: „Roulettenburg“ ist in höherem Sinn real, ist Symbol für alle Städte dieser Art, ob Baden Baden oder Monte Carlo, wo immer die Kugel rollt und die Menschen gierig auf die Spieltische starren. Schnelles Geld, Geld, Geld, darum geht es. Es ist eine wirkliche Welt und eine hochgradig unwirkliche in ihrer Überhitztheit der menschlichen Emotionen – und folglich eignet sie sich sehr gut für musikalische Umsetzung.

Dennoch hat „Der Spieler“, den sich Sergej Prokofjew während des Ersten Weltkriegs nach dem gleichnamigen Dostojewski-Roman auch als Librettist selbst geschrieben hat, seine Probleme – zumal für den Zuschauer, der des Russischen nicht mächtig ist (also die kompakte Majorität). Gewiß, ein Großteil der Figuren stimmt auf Anhieb, ist erkennbar – der General in Wartestellung auf eine Erbschaft, wobei er eine teure Französin umschwärmt, für die er nur mit Geld interessant ist; der Marquis, der dem General Geld geliehen hat und hofft, es durch die Mitgift von dessen Stieftochter Polina gewissermaßen mit Zinseszinsen wieder zu bekommen; die Erb-Oma Babulenka, auf deren Tod alle warten, die in persona erscheint und aus Wut über die gierige Bande mutwillig den größten Teil ihres Vermögens verspielt, so dass von ihr nichts mehr zu erhoffen sind. Das teilt sich theater-logisch mit…

Auch in dieser durchaus spektakulären Aufmachung bleibt der „Spieler“ eine letztendlich spröde Oper, die über manche Strecken einfach der Langweile nicht entgeht. Fürs Repertoire wird man sie nicht gewinnen. Wenn man sie schon spielt, kommt diese Inszenierung allerdings dem Publikum, das sich lange bedankte, sehr entgegen.

Zum Bericht von Renate Wagner

Misha Didyk. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Auszug aus dem Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl: In der Pause der Aufführung wurde einigermassen über die Wahl des Werkes gemeckert. Das hat in Wien Tradition. Wann immer ein Werk abseits des Standardrepertoires in den Spielplan kommt, gibt es Stammbesucher, die damit nicht zufrieden sind. Aus meiner Stehplatzzeit ist mir eine damals schon ältere Dame in Erinnerung, die bei solchen Opern zu sagen pflegte: „Ka Werk für a Premiere“. Ich finde es hingegen durchaus begrüssenwert vom Direktor, nicht immer die ausgetretenen Pfade des Repertoieres zu gehen, auch wenn der Zuspruch des Publikums .- vorsichtig formuliert – endenwollend sein wird. Mir persönlich sind solche Neuinszenierungen immer noch lieber als die egomanischen Neudeutungen irgend eines Regisseurs von Werken, die wir in brauchbaren Inszenierungen im Repertoire haben…

Zum Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl

Linda Watson. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Auszug aus dem Bericht von Johannes Marksteiner: Die Inszenierung von Karoline Gruber steht ganz im Zeichen des Versuchs, die nicht immer logisch ablaufenden, sprunghaften Handlungsfäden klar herauszustellen. Das Gefühls- und Gedankenchaos etwa eines Alexej darzustellen, ist eine echte Herausforderung an jeden Regisseur. Ein Bühnenbild für diese Oper zu formen, ist nicht ganz so schwierig, da bietet sich der Konnex zu Las Vegas und Spielkasinos förmlich an. Dieser Versuchung konnte Roy Spahn nicht widerstehen, das Ergebnis seiner Bemühungen war aber erfreulich bunt und der Handlung dienend. Auch die Kostüme von Mechthild Seipel waren geschmackvoll und passend.

Auf der Bühne stand ein Sängerensemble, das man kaum besser zusammenstellen kann…

Zum Bericht von Johannes Marksteiner

Ab heute: Don Giovanni an der Wiener Staatsoper

Robert Gleadow debütiert heute an der Wiener Staatsoper. Foto: Agentur
 
Mozarts Don Giovanni steht ab dem heutigen Donnerstag, 5. Oktober 2017 wieder auf dem Spielplan des Hauses am Ring. Als Leporello gibt der kanadische Bassbariton Robert Gleadow sein Debüt am Haus, in den weiteren Rollen sind dem Staatsopernpublikum in Mozartpartien bestens bekannte Sängerinnen und Sänger zu erleben: Adam Plachetka verkörpert wieder den Don Giovanni, Irina Lungu die Donna Anna, Dorothea Röschmann die Donna Elvira, Benjamin Bruns den Don Ottavio, Andrea Carroll die Zerlina und Sorin Coliban den Commendatore. Ryan Speedo Green gibt als Masetto sein Rollendebüt am Haus.

Am Dirigentenpult: Sascha Goetzel. Reprisen: 8., 11. und 13. Oktober

Berlin: Eröffnungsvorstellung der Staatsoper Unter den Linden

René Pape (Mephisto) Elsa Dreisig (Gretchen), Meike Droste (ihr Double), Foto Hermann und Clärchen Baus

Ursula Wiegend meint in ihrer Premierenkritik: Draußen Scheinwerfer, Blitzlichtgewitter und ein roter Teppich für die Ehrengäste, wie Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. „Quatsch keine Opern“, sagt er gut gelaunt bei seiner Begrüßungsansprache zur Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden.

Es ist eine saloppe Berliner Bemerkung, wenn jemand zu lange redet. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Kulturstaatsministerin Monika Grütters halten sich daran. Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit ihrem Ehemann Joachim Sauer im 1. Rang sitzend, macht kein Statement.

Richtig ist diese Kürze, denn viel zu lange haben alle auf dieses Comeback warten müssen: sieben statt der anfangs angekündigten drei Jahre. Die Baukosten sind derweil von 239 auf über 400 Millionen Euro gestiegen. 200 Millionen davon trägt die Bundesrepublik…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Stephan Rügamer als schwebender Ariel. Copyright: Hermann und Clärchen Baus

Barbara Rosenrot schreibt: Das Regiekonzept von Jürgen Flimm setzt vor allem auf grosse Bebilderung. Die bunte, kinderbuch-ähnliche Bühne von Markus Lüpertz erinnert sehr an die Phantasiewelten Achim Freyers. Farblich überladen, stilistisch wild durchwachsen. Die wunderschönen, zum Teil biedermeierinspirierten Kostüme von Ursula Kudrna gehen da fast ein wenig unter, wirken wie rosa Zuckerguss auf einer regenbogenbunten Kindergeburtstagstorte. Jürgen Flimm, wie soll es anders sein bei einem schauspielerprobten Regisseur, traut den Worten mehr als der Musik. Wo Schumann sich mit seiner romantischen Kompositionen brav dem Faust-Stoff nähert, sorgt das Schauspielensemble für die fehlende Portion Energie und Aufruhr. Gedoppelt sind die drei Hauptpartien; Faust, Gretchen und Mephisto in ähnlichen, nicht ganz identischer Kostümierung. Selten sind sie zusammen auf der Bühne, oft geschieht ein fliegender Wechsel. Dieser Spannungsbogen tut dem Werk nur gut, ein reiner Schumann hätte wohl kaum den selben Effekt gehabt. So aber bleibt der Abend spannend, berührt mitunter und unterhält…

Zum Bericht von Barbara Rosenrot

Presseberichte:

Wiedereröffnung der Staatsoper: Wiedersehen macht Freude
Tagesspiegel
Berliner Staatsoper wiedereröffnet – Steinmeier: Ein nationales Ereignis
Musik heute
Berliner Staatsoper Unter den Linden: Neustart in Gold Außen rosa, innen
Außen rosa, innen Blattgold: Nach sieben Jahren strahlt die Staatsoper Unter den Linden wieder. Gestern, am Tag der deutschen Einheit, wurde das Operhaus feierlich wiedereröffnet
http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Berliner-Staatsoper-Unter-den-Linden
Wiedereröffnung der Staatsoper
Eine Verlegenheitslösung, säuselnd feingeistig und edelöde
Die Welt
Durchgewunkene Melodien beim Promi-Auflauf
Berliner Zeitung
Neustart in Blattgold
Hamburger Abendblatt
In der Staatsoper wird das Publikum künftig genau hinhören
Berliner Morgenpost
Sie singen wieder Unter den Linden
Die Presse
Play Goethe – Schumanns „Szenen aus Goethes Faust“, erstmals szenisch in der wiedereröffneten Staatsoper Unter den Linden
Neue Musikzeitung/nmz.de

„Konzertgänger in Berlin“: Hörstörung (15): Eine Dame pustet auf Modernes
Wenn man, wie nun beim ersten Sinfoniekonzert an der grundsanierten Staatsoper Unter den Linden, erleben muss, dass die zwei Sitze neben einem platzierte herrschaftliche Dame bei den ersten Klängen einer zeitgenössischen Komposition im Brusttone des Schreckens ihrem Gatten zupustet: Fffffuh, was Modernes — dann …
… ja dann malt man sich, als werweißwievielte Schurigelungsfantasie gegen notorische Störer, aus, dass Zutritt in einen Konzertsaal nur noch gewährt werde gegen Beantwortung der Frage: Sie! Haben Sie sich angeschaut, was gespielt wird?
https://hundert11.net/hoerstoerung15/

Dresden „Trojaner“ in Semperoper: Triumph für Christa Mayer
Mit „Die Trojaner“ („Les Troyens“) von Hector Berlioz hat die Dresdner Semperoper am Dienstagabend ihre erste Premiere der Saison auf der großen Bühne präsentiert.
Musik heute

Staatsoper Hamburg: Nagano und Delnon verlängern
Kent Nagano und Georges Delnon bleiben weitere fünf Jahre an der Hamburgischen Staatsoper. Der Aufsichtsrat habe die Verträge des Generalmusikdirektors und des Intendanten bis 2025 verlängert, teilte die Kulturbehörde der Stadt am Mittwoch mit
Musik heute

Scala zeigt im November neue Oper von Salvatore Sciarrino =

 

Mailand (APA) – Die Scala feiert den 70. Geburtstag des italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino und inszeniert im November seine Oper „Ti vedo, ti sento, mi perdo“ (Ich sehe dich, ich höre dich, ich verliere mich). Die Oper ist eine Koproduktion mit der Berliner Staatsoper Unter der Linden. Regisseur ist Jürgen Flimm, der schon seit vielen Jahren mit Sciarrino zusammenarbeitet, teilte die Scala mit.

Österreich: ÖVP-Kultursprecherin Großbauer verspricht „es wird keine Kürzungen geben“
Die 37-jährige, die für Sebastian Kurz ins Rennen geht, im Gespräch über Förderpläne, Bogdan Roščić und warum sie weiter Organisatorin des Opernballs bleiben möchte –
Der Standard

Neueste Meldung: Literaturnobelpreis 2017 geht an Kazuo Ishiguro =

 Stockholm/Wien (APA) – Der Literaturnobelpreis geht heuer an den in Nagasaki geborenen britischen Schriftsteller Kazuo Ishiguro (62).

Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Donnerstag in Stockholm bekannt. Übergeben wird der Preis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

Im vergangenen Jahr hatte überraschend der Musiker Bob Dylan den Nobelpreis zuerkannt bekommen. Die Schwedische Akademie vergab den Nobelpreis an Kazuo Ishiguro, „der in seinen Romanen von großer emotionaler Kraft den Abgrund unter unserem trügerischen Gefühl der Verbundenheit mit der Welt aufdeckt“, so die Begründung. Ishiguro wurde am 8. November 1954 in Nagasaki geboren, seine Familie übersiedelte jedoch nach Großbritannien, als er fünf Jahre alt war.

Der Preis ist heuer nach einer Aufstockung mit 940 000 Euro dotiert!

Österreich: Tanken wieder deutlich teurer

Der durchschnittliche Dieselpreis stieg um 3,2 Cent auf 1,092 Euro, Super verteuerte sich sogar um 3,5 Cent auf 1,184 Euro. Das gab der ÖAMTC am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. Grund für diesen Anstieg waren vorrangig die höheren Rohöl-Preise: Im August kostete ein Barrel OPEC-Öl noch rund 42 Euro, im September waren es fast 45 Euro.

Schon im August waren die Spritpreise ein maßgeblicher Treiber für die Inflation, das wird auch für die noch ausständige Teuerungsrate im September der Fall sein: Immerhin stiegen laut ÖAMTC-Analyse die Preise im Jahresvergleich für den Liter Diesel um 5,8 Prozent, für den Liter Super waren es sogar 6,9 Prozent.

Oberösterreichische Nachrichten

Am liebsten würde ich schon morgen wählen!

Jetzt ist aber des Wahlkampfs genug, er ist undelikat bis zum „Geht nicht mehr“. Auch im TV wird es  schön langsam fad, durch die Privatsender ist eine Inflation entstanden, die der Sache nicht gut tut. Immer wieder – auf verschiedenen Kanälen – begegnen wir den selben Floskeln, den selben schwachen Schmäh. Mittlerweile gehört zu diesem Wahlkampf ein Saumagen. Wer weiß, was die letzte Woche noch an Anwürfen, Unterstellungen, Intrigen bringt. Die Parteien kämpfen ums Überleben, die Nerven flattern! „Nur eines will ich noch – das Ende“, das sagt/ singt Wotan in „Die Walküre“.
Welche Partei würde Wotan wohl wählen – oder bei welcher wäre er Parteichef? Bei dem Schlamassel, das er angerichtet hat, fällt mir spontan eine Partei ein!

Einfaches Fragespiel: Von wem stammt dieser Satz?

„Sorge dafür, wenn es sich auf irgendeine Weise erreichen lässt, dass übles Gerede über deine Gegner aufkommt. (…) Wähle den Vorwurf, der dem Charakter dieser Gegenkandidaten am ehesten zu entsprechen scheint“.

Ihre Antwort? Sicher falsch!

Dieser Ratschlag stammt nicht etwa aus der aktuellen Kampagne in Österreich, sondern aus einem mehr als 2000 Jahre alten Guide über Wahlkämpfe, erstellt von Quintus Tullius Cicero.

Bitte nein! Jupp Heynkes wieder Bayern-Trainer!

Das darf doch nicht wahr sein, die Bayern holen einen 72jährigen aus dem Ruhestand. Er soll bis Sommer für einen noch unter Vertrag stehenden Jungtrainer den Statthalter spielen. Da hätte der Willi Sagnol doch weitermachen können.

Ich glaube das nicht, weckt mich bitte auf!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-oktober-2017


4. OKTOBER 2017

by ac | 4. Oktober 2017 08:20

Heute Premiere an der Wiener Staatsoper: „DER SPIELER“ von Sergej Prokofjew

MISHA DIDYK: Hier in Wien fühle mich sehr wohl!

(Oktober 2017 / Renate Publig)


Misha Didyk

Der ukrainische Tenor Misha Didyk singt in der ersten Premiere dieser Saison an der Wiener Staatsoper in Prokofjews Oper „Der Spieler“ die Titelpartie, Alexej, der beim Spielen alles verlor, und dem schließlich das Glück im Spiel dennoch kein Glück in der Liebe beschert. Während dieses Werk für Wien eine Premiere ist – lediglich im Zuge eines Gastspiels war es einmal zu sehen – ist es für Didyk bereits das vierte Mal, dass er diese Partie verkörpert…

„Der Spieler“ ist nicht die erste Oper, die Sie in Wien singen …?

…und ich fühle mich sehr wohl in diesem Haus, hier ist alles hervorragend organisiert! Mein Debüt gab ich 2009, in „Lady Macbeth of Mzensk“ von Schostakowitsch, diese Produktion wurde sogar zweimal wiederholt. Danach kam Leos Janáčeks „Aus einem Totenhaus“, ein unglaublich starkes Werk, ebenso wie „Katja Kabanowa“, ebenfalls von Janáček. Dieses Werk sang ich erstmals in Turin und stellte sofort fest, dass das mein Stück war. Gleich darauf trat ich damit in Wien auf, der Vorteil, ein derartiges Werk knapp zuvor schon auf einer Bühne gesungen zu haben, ist natürlich enorm.

Zum Interview mit Renate Publig

Misha Didyk. Copyright Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Regisseurin: Karoline Gruber

Karoline Gruber

Karoline Gruber, gebürtig aus Leoben, seit zwei Jahrzehnten vor allem in deutschsprachigen Landen, aber auch Frankreich oder Japan als Opernregisseurin unterwegs, inszeniert an der Wiener Staatsoper „Der Spieler“ von Prokofieff. Sie verspricht, dafür zu sorgen, dass das Publikum die Geschehnisse rund um „Roulettenburg“ genau verstehen wird…

Zum Interview mit Renate Wagner

Wagners Nibelungenring für Kinder an der Wiener Staatsoper:

Wiederaufnahme in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE

Wagners Nibelungenring für Kinder – die von Hirofumi Misawa (Musik) und Matthias von Stegmann (Inszenierung, Konzeption und Libretto) eingerichtete, rund einstündige Kurzfassung des Wagner’schen Ring des Nibelungen speziell für junges Publikum – feiert am Sonntag, 8. Oktober 2017 (11.00 Uhr) Wiederaufnahme in der KINDEROPER | AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE (Walfischgasse 4, 1010 Wien) und kehrt nach drei Jahren zurück auf den Staatsopernspielplan.

Die Produktion, die 2007 erstmals an der Wiener Staatsoper gezeigt wurde (damals im Kinderopernzelt auf der Dachterrasse), wird nun von Regisseur Matthias von Stegmann neu einstudiert: Zu erleben sind in wechselnden Besetzungen Solistinnen und Solisten der Wiener Staatsoper, es spielt das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Jurek Dybał, Witolf Werner bzw. Eric Melear.

Berlin: Staatsoperneröffnung am „Tag der deutschen Einheit“

Copyright: Staatsoper Berlin

Berlin/ Staatsoper
Berliner Staatsoper wiedereröffnet: Gala mit Steinmeier und Merkel
BZ-Berlin
Pleiten, Pech und Posaunen
Am Tag der Deutschen Einheit hat die Staatsoper Wiedereröffnung gefeiert. Ihre Sanierung war eine Abfolge von Skandalen. Eine kleine Chronik
Tagesspiegel

Hightech in preußischem Rokoko
Nach sieben Jahren Bauzeit präsentiert sich die restaurierte Berliner Staatsoper Unter den Linden als großer Wurf.
Die Zeit
Wie lange ist der perfekte Nachhall?
Die Welt

Leipzig: Im Labyrinth der Macht. Saisoneröffnung mit „Don Carlo“

„Don Carlo“: Don Carlo (Gaston Rivero), Filippo II (Riccardo Zanellato), Rodrigo (Mathias Hausmann), Großinquisitor (Rúni Brattaberg) und Elisabetta (Gal James). Foto: Kirsten Nijhof

 Nach Braunschweig jetzt auch Leipzig: Giuseppe Verdis „Don Carlo“ passt einfach zur Spielzeiteröffnung. Man kriegt Schiller und Verdi an einem Abend. Also große Gefühle, große Politik – von allem etwas. In Leipzig hat man sich jetzt für die italienische Mailänder Fassung von 1884, also die vieraktige ohne den Akt in Fontainbleau, entschieden. Damit bleibt der Abend zwar unter der Grand-Opera Überlänge, aber auf dreieinhalb Stunden brutto kommt er trotzdem. Da hätte man die Vorgeschichte in Frankreich ruhig auch noch spielen können…

Im Labyrinth der Macht – Die Oper Leipzig beginnt die neue Spielzeit mit Verdis „Don Carlo“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Graz: Triumph für Azucena in der Grazer Neuproduktion von Il trovatore
bachtrack

DIE JUBILÄEN OKTOBER 2017 SIND NUN KOMPLETT ONLINE

In memoriam-Geburtstage im Oktober 2017

26.10. Teresa DE GIULI BORSI: 200. Geburtstag

 

 Die Künstlerin, die mit ihrem eigentlichen Namen Maria Teresa Pippa hieß, kam erst mit 18 Jahren zum Gesangstudium, nachdem sie zuvor Klavierspiel studiert hatte. Sie wurde in Mailand Schülerin von Alberto Mazzucato, dann in Bologna von L. Ronzi.

ZU DEN JUBILÄEN

Komponist Klaus Huber gestorben

Klaus Huber war einer der letzten Großen der modernen Zwölftonmusik. Jetzt ist der Schweizer Komponist, Dirigent und Geiger mit 92 Jahren in Perugia gestorben.
Die Zeit

München: Das sagt die Münchner Theaterszene zur neuen Spielzeit
Was isst man in der Pause? Welche Inszenierungen sind die spannendsten der nächsten Monate? Zehn Schauspieler, Sänger und Regisseure über persönliche Favoriten, Gewohnheiten und Tipps.
Sueddeutsche

Politik/ Österreich
Schmutzkübel-Kampagne: Kurz drängt auf Entschuldigung
Die Presse

Natürlich habe ich meine politische Meinung, die hat aber an dieser Stelle nichts verloren. Am Wahlwochenende  macht der Info-Teil des Online-Merker freilich eine Zwangspause, ich bin vermutlich 36 Stunden ohne Unterbrechung im Einsatz, vollgepumpt mit Aufputschmittel.

Diese Schmutzkübelkampagne ist ein ganz besonderes Drama, die ist total aus dem Ruder gelaufen.

Jetzt fragt man sich, was denn so schwer daran sein kann, die Betreiber/ Besitzer dieser Seiten zu eruieren? Es ist schwierig, glauben Sie mir.

Ich nenne Ihnen ein Beispiel aus unserem Forum. Natürlich habe ich (und nur ich) Einblick in die Mailadressen, einige Nick-Name-Teilnehmer haben mir von sich aus ihre Identität genannt. Das wäre freilich auch nicht nötig gewesen. Die meisten Mailadressen sind nämlich verschlüsselt, der Inhaber kann von mir nicht eruiert werden. Im Normalfall interessiert es mich auch nicht und ich würde nie einen Namen öffentlich preisgeben.

Der Server, auf dem die Absendeadresse liegt, kann den Besitzer der Adresse eruieren – tut es aber nicht. Das ist eigentlich gut so.

Im besonderen Fall kann ein Richter aber die Bekanntgabe des Besitzers des PCs vom Server verlangen (der nicht unbedingt mit dem Absender ident sein muss, über den man aber im Normalfall aber zum Absender gelangt)- und dem wird in der Regel stattgegeben.

Das ist bei Normalsterblichen so, weil diese nicht wissen, wie sie dennoch die Eruierung der Adresse verhindern bzw. erschweren können bzw. gar keinen besonderen Wert darauf legen. Im konkreten Fall haben wir es freilich mit Schmutzkübelspezialisten zu tun, die einige Zwischenadressen einschieben. Und schon stehen selbst Behörden vor einem Problem, überhaupt wenn der Server in der Karibik seinen Sitz hat. Diese „Weisheiten“ beziehen sich auf Internet. Von Facebook habe ich null Ahnung. Heinrich Schramm-Schiessl weiß darüber mehr:

Erschwerend ist, daß es sich um Facebook-Seiten handelt, deren Betreiber man nur über Facebook eruieren kann. Facebook wäre zwar auf Grund E-Cpmmerce-Gesetzes verpflichtet zu kooperieren, aber die lassen es grundsätzlich auf eine Klage ankommen.

Wenn nun die Recherchen angeblich bereits in eine bestimmte Ecken deuten, dann heißt das, dass wird esallerdings  mit Schmutzkübel-Lehrlingen (Azubis) zu tun haben.

Blöder geht es wohl nicht mehr!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-oktober-2017


3. OKTOBER 2017

by ac | 3. Oktober 2017 08:56

Wird heute wiedereröffnet: Staatsoper Berlin. Copyright: Gordon Welters

Auszug aus „Berliner Zeitung:

Zuerst einmal: Dieser Bau weitet mit seiner neu gewonnenen Frische das Herz, erregt immer neues Staunen, macht oft mit seinen witzigen Details bis hin zu dem seltsam porzellanig schimmernden Netzgewölbe über dem großen Saal schlichtweg Freude.

Doch sollten wir, die Zeitgenossen eines der größten und teuersten Skandale der jüngeren deutschen Architekturgeschichte, Denkmalpflege- und Kulturpolitik, bei aller Festfreude nicht davor zurückschrecken, auch diese neue alte Staatsoper kritisch zu betrachten. Und sei es nur, um vergleichbare Skandale in der Zukunft zu vermeiden.

Dabei hätte die Staatsoper, dieser für die Architekturgeschichte der DDR und die Operngeschichte so zentrale, von Richard Paulick entworfene Bau von 1955, nicht nur mit dem jetzigen Totalumbau, sondern auch vorsichtiger, billiger restauriert werden können. Das meinten jedenfalls schon um 2005 Denkmalpfleger und Kenner des Gebäudes, und sie brachten reichlich gute Gründe an…

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/28517842 ©2017

Wird heute bei ARTE TV übertragen:

https://www.arte.tv/de/videos/077389-001-A/festakt-zur-eroeffnung-der-staatsoper-berlin/

Staatsoper Unter den Linden : Ist das die Berliner Elbphilharmonie?
Frankfurter Allgemeine

Wie man die Oper fit für die Zukunft macht
Die Welt

NEU IN DEN KRITIKEN:

GRAZ: LA BOHÈME. Wiederaufnahme am 1.10.2017

Mimi und Rodolfo. Copyright: Oper Graz

Puccini kannte Paris nicht, als er das Leben rund um die Bohèmiens Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline sowie Mimì und Musetta mit lebendiger Klangwelt samt ihrer verzaubernden Arien treffend auf die Bühnen dieser Welt brachte. Sogar Debussy soll der Legende nach gesagt haben, dass niemand das Paris dieser Zeit so gut beschrieben hatte, wie Puccini eben in seiner Bohème.

Eine Oper wie die Bohème braucht keine ausgefinkelte Regie, bei der diverse Metaebenen hinzugefügt werden, der Handlungsort muss nicht in das Stockholm der 2080er Jahre versetzt werden, noch muss man Mäuse tanzen lassen, damit die Geschichte lebt, mitreißt und bewegt. Der Stoff verlangt nach Personenführung und nach einem Team, das miteinander Freude auf der Bühne hat und die Leichtigkeit des jugendlichen Studenten- bzw. Künstlerlebens transportieren kann. Auch muss die Handlung nicht entstaubt werden und einen modernen Anstrich verpasst bekommen, hat sie doch nicht an Aktualität verloren: Jugendlicher Leichtsinn und Übermut, unterbrochen durch den Tod, der dann die Protagonisten von einem Schlag auf den anderen in Erwachsene verwandelt.

Die Inszenierung von Dietmar Pflegerl aus dem Jahr 2002 gibt einem genau das: Man bekommt eine heruntergekommene Künstlerwohnung; einen lebhaften zweiten Akt im Café Momus, in welchem man bei dem ganzen Trubel mit dem Chor unter der Leitung von Bernhard Schneider, sowie dem Chor der Singschul‘ unter der Leitung von Andrea Fournier samt Statisterie der Oper Graz nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll; einen düsteren, kühlen dritten Akt mit viel glitzerndem Schneefall. Szenisch einstudiert wurde die Wiederaufnahme innerhalb der kurzen Probenzeit von Michael Eybl, der den, teils noch sehr jungen, Darstellern viel Raum zur Entfaltung bot und den Wandel von der Leichtigkeit hin zur Verzweiflung mit eben der für die Bohème im Zentrum stehenden Personenführung wunderbar gestaltete…

Zum Bericht von Konstanze Kaas


AUGSBURG: DER FREISCHÜTZ – ein „hoffmannesker Freischütz“. Premiere am 1.10.2017

Agathe (Sally du Randt) mit den Brautjungfern.Copyright: Jan-Pieter Fuhr

Es war ein verheißungsvoller, vielleicht sogar ein „großer“ Abend, den das Theater Augsburg mit einem neu formierten Ensemble unter seinem neuen Intendanten André Bücker in der neuen „Spielstätte“ im Martini-Park, die das vorübergehend stillgelegte „Große Haus“ nun wird für einige Jahre ersetzen müssen, an den Anfang der Spielzeit setzte.  Ein Abend, der die Schwierigkeiten, in denen sich die Augsburger Theaterszene zur Zeit befindet, nicht nur deutlich machte, sondern sie auch mit – im besten Sinne! – Lust und Liebe, mit Begeisterung anging und folgerichtig auch beim Publikum bestens ins „Schwarze“ traf. Das muss zuerst gesagt werden, denn die Situation, in der Bücker seine Amtszeit begann, war alles andere als rosig. Sie  s o  zu beginnen, mit Verve und – im guten Sinne! – Trotz, spricht für den Intendanten und all seine Mitarbeiter, die bis kurz vor Beginn noch damit beschäftigt waren, aus dem „Interregnum“ einen Ort der lebendigen Auseinandersetzung zu machen, nicht zu „kleckern“ sondern zu „klotzen“ – nach vorn zu schauen, es hilft ja nichts. Mit Richard Wagner könnte man sagen: „Sie haben gesehen, was wir können, und wenn sie wollen, dann haben wir eine Kunst!“ – Augsburg wird ohne „Großes Haus“ leben lernen müssen und wird im Martini-Park interessantes Theater bieten, das kann man schon erst einmal mit voller Überzeugung so in den Raum stellen, ungeachtet der Tatsache, dass es – wie bei jeder lebendigen Theaterarbeit – auch kritische Einwände im Detail gibt…

Zum Premierenbericht von Werner P. Seiferth

Die Geburtstage Oktober 2017 sind online:

7.10. Herbert LIPPERT wird 60

 

8.10. Kurt RYDL wird 70

 

 ZU DEN GEBURTSTAGEN OKTOBER 2017

DER EUROPÄISCHE OPERNHERBST AUF „ARTE“ (Don Carlo aus Paris (Garanca, Kaufmann)

 

Schon vor Jahrhunderten überwand die Oper Grenzen und einte Europa durch die Schönheit ihrer Musik. Im Programm von ARTE haben Opernhighlights von den bedeutendsten Bühnen Europas seit der Gründung des Senders vor 25 Jahren ihren festen Platz. Im Herbst 2017 feiert ARTE Concert daher die Vielseitigkeit und Kreativität der Oper in Europa, nicht ohne Ausflüge in artverwandte Fächer wie Ballett und Operette und denkwürdige Ereignisse wie die Wiedereröffnung der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Mit 14 Produktionen aus neun europäischen Ländern lädt ARTE ein zu einer Entdeckungstour in einige der führenden Opernhäuser des Kontinents. Erleben Sie u. a. Eva-Maria Westbroek an der Seite von Christopher Maltman in der „Wozzeck“-Inszenierung der Dutch National Opera in Amsterdam, Elīna Garanča und Startenor Jonas Kaufmann in Verdis „Don Carlos“ an der Pariser Nationaloper und viele andere mehr.

Seien Sie unser Gast!

10. Oktober um 20 h WOZZECK aus Amsterdam (Westbroek, Maltman)

19. OKTOBER 2017 VERDI: DON CARLOS
Eine Oper über den Infanten von Spanien, komponiert von einem Italiener zu einem französischen Libretto, das auf dem Text eines deutschen Dramatikers basiert: Wie kaum ein anderes Stück spielt Giuseppe Verdis Don Carlos in dramatischer und dramaturgischer Hinsicht mit der Frage nach Grenzgängertum, Selbstbestimmung und dem Drang der Freiheit. Die Opéra Bastille eröffnet ihre Spielzeit 2017/18 mit der selten gespielten, fünfaktigen Pariser Urfassung
der Verdi-Oper aus dem Jahr 1867. Der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski zeichnet für die Inszenierung verantwortlich, der Generalmusikdirektor der Pariser Nationaloper Philippe Jordan dirigiert. In den Hauptrollen sind die gefeierte lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča und Startenor Jonas Kaufmann zu sehen.

LIVE AUF ARTE CONCERT, ZEITVERSETZT (20.15) AUF ARTE

OPER VON GIUSEPPE VERDI ARTE FRANCE, TELMONDIS FRANKREICH 2017, 240 MIN.
MUSIKALISCHE LEITUNG: PHILIPPE JORDAN INZENIERUNG: KRZYSZTOF WARLIKOWSKI CHOR: CHOERS DE L‘ORCHESTRE NATIONAL DE PARIS

DEUTSCHE OPER AM RHEIN: Auftakt für Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in Duisburg
„Das Rheingold“ – Premiere in neuer Besetzung

Die Deutsche Oper am Rhein startet ihren neuen „Ring“ jetzt auch im Theater Duisburg: Am Samstag, 4. November, um 19.30 Uhr ist Premiere für „Das Rheingold“ in der Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf. Mit einer hochkarätigen neuen Sängerbesetzung und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von General­musikdirektor Axel Kober wird der Auftakt zu Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ noch einmal ganz neu erlebbar.

Mit dem Briten James Rutherford ist ein weltweit renommierter Wagner-Interpret in Duisburg als Wotan zu Gast. Raymond Very (Loge) kehrt nach eindrucksvollen Auftritten in „Billy Budd“, „Death in Venice“ und „Der Zwerg“ erneut an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Ensemblemitglied Stefan Heidemann gibt sein Debüt als Alberich.

KÖLN: Der Deutsche Dirigentenpreis 2017 in der Kölner Philharmonie

Die Oberbürgermeister von Köln, Henriette Reker, und von Bonn, Ashok-Alexander Sridharan, gratulieren dem Preisträger. Copyright: Andrea Matzker

Erstmals fand in Köln der Deutsche Dirigentenpreis statt, der vom Deutschen Musikrat in Partnerschaft mit der Kölner Philharmonie, der Oper, dem Gürzenich-Orchester und dem WDR Sinfonieorchester als internationaler Wettbewerb für junge Dirigenten ausgetragen wird. Gefördert wird er unter anderem von der Stadt Köln und der Stadt Bonn. Insgesamt 80 Dirigenten aus 25 verschiedenen Ländern hatten sich um die Teilnahme beworben. Zwölf davon haben sich für die Endausscheidung qualifiziert. Nach dem Finalkonzert in der Kölner Philharmonie überreichten die Oberbürgermeister der Stadt Köln, Henriette Reker, und der Stadt Bonn, Ashok-Alexander Sridharan, den ersten Preis an Hossein Pishkar. Der 1988 geborene Iraner hat das Dirigieren unter anderem bei Riccardo Muti gelernt, zu dessen Konzert am 4. November in der Kölner Philharmonie er voraussichtlich auch als Zuhörer kommen wird.

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 3.-9. OKTOBER 2017
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

 

5.10. KÖNIG ROGER (Live aus Rom) RAI 3-19.30 Uhr
7.10. SNEGOUROCKA (aus Moskau, Auf. v. 15.6.) Radio 4Hilversum-19 Uhr
         ADILS OCH ELISIV (aus Stockholm, Aufn. v. 26.1) Sveriges Radio 2-19 Uhr
         IL GIASONE (aus Genf, Aufn. v. 3.2.) Bayern 4-19.05 Uhr
         L’INCORONATIONE DI POPPEA (aus Schwetzingen, Aufn. v. 7.5.) Deutschland-
                                                                                                                           radio-19.056 Uhr
         DER SPIELER (Live aus Wien), ORF Ö1, RNE Classica Madrid-19.30 Uhr
         LA BOHEME (aus London, Aufn. v. 3.10.) BBC 3-19.30 Uhr
         FRA DIAVOLO (Live aus Rom) RAI 3-20 Uhr
         SAMSON ET DALILA (aus Turin, Aufn. v. 15.11.2016) HR2-20.04 Uhr
8.10. AIDA (aus Alzburg, Aufn. v. 12.8.) France musique-20 Uhr
         DER VAMPYR (aus Koblenz, Aufn. v. 22.u.24.6.), SWR 2-20.03 Uhr

Sprechtheater: Nestroy-Preise: Je sieben Nominierungen für Burgtheater, Josefstadt und
Volkstheater

Kirsten Dene wird fürs Lebenswerk geehrt. Die Verleihung ist am 13. November
Der Standard

Kirsten Dene erhält Nestroy-Preis für ihr Lebenswerk
Salzburger Nachrichten

SPÖ erstattet Anzeige in Dirty Campaigning-Affäre

Die SPÖ will nun rechtliche Schritte in der Dirty Campaigning-Affäre um den ehemaligen SPÖ-Berater Tal Silberstein einleiten. Nach Medienrecht wird Anzeige gegen Unbekannt eingebracht – also gegen die Betreiber jener drei Facebook-Seiten, die unter Mitwissenschaft zumindest eines SPÖ-Mitarbeiters Dirty Campaigning gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz betrieben haben. Dazu kommt eine Sachverhaltsdarstellung wegen der Diffamierung von Kanzler Christian Kern (SPÖ) auf einer der Seiten. Kurz werde eingeladen, sich dem anzuschließen, erklärte der interimistische Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter Montagnachmittag.

SPÖ erstattet Anzeige in der Facebook-Affäre
Die Presse

Auszug aus dem „Profil“: Während die Seite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ aufgrund ihrer xenophoben Inhalte zuvor eher dem rechten oder blauen Umfeld zugerechnet wurde, belegen profil und „Der Presse am Sonntag“ vorliegende Informationen nun, dass die SPÖ und deren ehemaliger Berater Tal Silberstein hinter der Seite stecken. Die Seiten „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ und „Wir für Sebastian Kurz“ wurden von einem österreichisch-isrealischen Team unter der Leitung von Silberstein betreut. Laut Angaben der SPÖ soll zumindest ein Mitarbeiter der Partei davon gewusst haben. Eine parteiinterne Task-Force soll nun Aufklärung bringen

Silberstein dirty campaigning
Profil

Dieser Wahlkampf hat es in sich, er kann noch Überraschungen bringen.

Wie bereits einmal geschrieben: Theater ist ein schwacher Abklatsch dagegen!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-oktober-2017


2. OKTOBER 2017

by ac | 2. Oktober 2017 08:12

Oper Graz: Premiere „Il Trovatore: Sourouzian und Secco. Copyright: Werner Kmetitsch/ Oper Graz

Der Troubadour als Nummernrevue

Nein, Langeweile konnte in diesem Trovatore nicht aufkommen. Ben Baur, der aus Hessen gebürtige Mitdreissiger war sich scheinbar einer solchen Gefahr bewusst und stattete als Regisseur Verdis Zugpferd als teilweise flotte Revue in einem Berliner Nachtlokal, aber auch mit Elementen sadomasochistischer Gefangenenquälerei aus. Und die Rechnung ging auf: Ob die flotten Revuegirls zum Zigeunerchor tanzten, ob sich opulente Gäste an den Behandlungen der Gefangenen des Grafen Luna begeilten, das Berlin der Dreißiger des vergangenen Jahrhunderts steht Pate für die optischen Ideen des Nachtlebens, eine stringente Regie an den Einzelschicksalen, dazu die ins Ohr gehenden Gassenhauer aus der hochromantischen Phase des großen Italieners und der bejubelte Erfolg war gegeben…

Zum Premierenbericht von Peter Skorepa

Wien/ Staatsoper: Gelungenes Hausdebüt bei „La Bohéme“

Jinxu Xiahou, Hrachuhi Bassenz. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht von Elena Habermann

WIEN/ Bulgarisches Kulturinstitut ehrt Ioan Holender

Heute, 17.00 UhrDas Bulgarische Kulturinstitut, Haus Wittgenstein, 1030 Wien, Parkgasse 18

Mit Nadia Krasteva, Vesselina Kassarova, Kaludi Kaludov, Krassimira Stoyanova

Moderation – Vera Nemirova

Das Ministerium für Kultur der Republik Bulgarien ehrt Herrn Ioan Holender mit einer Ehrenurkunde und Plakette Zlaten Vek (Das goldene Jahrhundert)  für seine Verdienste in der Popularisierung der bulgarischen Kultur und der Förderung der bulgarisch-österreichischen kulturellen Beziehungen.

Linz/ Musiktheater des Stadttheaters: „Die Frau ohne Schatten – ein starkes Zeichen!

Premiere „Die Frau ohne Schatten“ umjubelt

Salzburger Nachrichten
„Die Frau ohne Schatten“: Märchen des Mitgefühls
Richard Strauss‘ Oper wird am Landestheater Linz von Intendant Hermann Schneider bilderstark inszeniert. Das Bruckner-Orchester spielt behutsam sängerdienlich –
Der Standard

Berlin/ Staatsoper: Eröffnung am „Tag der deutschen Einheit“

Jürgen Flimm: „Ich werde ein Bierchen trinken“

Intendant Jürgen Flimm über die Wiedereröffnung der Staatsoper und das Zittern vor der Premiere.
Berliner Morgenpost
Matthias Schulze: „Jede Premiere wird eine Art Wiedereröffnung“
Nach sieben Jahren Renovierung präsentiert sich die Berliner Staatsoper Unter den Linden in neuer Frische. Ein Gespräch mit dem baldigen Alleinintendanten –
Der Standard
Fragen und Antworten zur Berliner Staatsoper
Berliner Morgenpost

Berlin/ Staatsoper
Pleiten, Pech, Posaunen
Am Tag der Deutschen Einheit eröffnet die Staatsoper wieder. Ihre Sanierung war eine Abfolge von Skandalen. Wir erinnern daran in einer kleinen Chronik
http://www.tagesspiegel.de/kultur/wiedereroeffnung-der-berliner-staatsoper

„Konzertgänger in Berlin“
Parsifal und Martha, Hanswurst und Harlequin: Zur Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden
Die Frist ist um. Und für Berliner Verhältnisse sogar fristgerecht! Denn eine Verzögerung von drei Jahren gilt in Berlin als überpünktlich.
https://hundert11.net/parsifal-und-martha-hanswurst-und-harlequin

KÖLN/ Staatenhaus: TANNHÄUSER. Neuinszenierung, Vorstellung vom 30.9.2017

Nach dem ersten „Tannhäuser“-Aufzug plante der Rezensent seine Besprechung mit einem ironisch abgewandelten „Ariadne“-Zitat zu beginnen: „Ist der Regisseur wahnsinnig, ich muss unbedingt mit der Opernintendantin sprechen.“ Ein Treffen mit Birgit Meyer ergab sich tatsächlich in der zweiten Pause, wo der ungehobelte Kritiker nicht zu unterdrücken vermochte, was er an Erregung bereits jetzt auf der Zunge trug.

Die Tatsache, dass die zweite Vorstellung gesehen wurde, ermöglichte es, einen Blick auf vorhandene Premierenberichte zu werfen. Nicht etwa, um nach Erklärungshilfen zu suchen, sondern um zu prüfen, ob die persönliche Ablehnung der Inszenierung durch positive Meinungen vielleicht zu modifizieren sei. Die lokalen Tageszeitungen berichteten ausgesprochen freundlich. Es gab dann noch einen „gemischten“ Befund und einen weiteren mit deutlichem Negativtrend. Hinter diesen muss die vorliegende Rezension leider einen ganz dicken Punkt machen…

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

Don Carlo in Leipzig: Von Helden und Heuschrecken

Gaston Rivero, Mathias Hausmann, Kathrin Göring. Copyright: Kirsten Nijhoff

Spanien in der Inquisitionszeit: Überall lauern Spitzel, Ketzerverbrennungen sind an der Tagesordnung. Verdis „Don Carlo“ ist ein harter und langer Stoff. An der Oper Leipzig wurde daraus ein düsteres Schwarz-weiß-Drama.
BR-Klassik

STUTTGART: TOSCA am 29.9.2017


Svetlana Aksenova (Floria Tosca), Arnold Rutkowski (Mario Cavaradossi). Copyright: Martin Sigmund

Zum Bericht von Udo Klebes

Jekaterinburg (russisch: Екатеринбург) LA BOHÈME – 29.9.2017 (Premiere am 4.3.2010) –

 

Jekaterinburg, das ehemalige Swerdlowsk, benannt nach dem wichtigen sowjetischen Staatsmann Jakow Swerdlow (1885-1919), liegt in Ural (Sibirien) und ist nach Moskau, St. Petersburg und Nowosibirsk die viertgrößte Stadt Russlands. Zar Peter der Große hatte die Stadt 1723 gegründet und nach der zukünftigen Frau des Zaren, Katharina I., benannt. Aus Gründen der besseren Aussprache aber wurde der Vokal „E“ dem Namen „Katerinburg“ vorangestellt. Unweit der Stadt verläuft die imaginäre Grenze zwischen Europa und Asien. Weltbekannt wurde die Stadt durch das tragische Ereignis der Ermordung des letzten russischen Zaren Nikolaus II. und seiner ganzen Familie in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 1918 durch die Bolschewiken. Das seit 1912 in Betrieb befindliche Jekaterinburg staatliche akademische Opern- und Balletttheater zählt zu den ältesten in Russland…

Zum Bericht von Harald Lacina

MAILAND: TAMERLANO – erstmals an der Scala

Unglaublich, aber wahr: Händels “Tamerlano” erlebte mit der Premiere am 12. 9. 2017 seine Erstaufführung an der Scala! Dafür hatte man im Orchestra del Teatro alla Scala ein eigenes Ensemble mit Originalinstrumenten aufgebaut, es wurde unterstützt vom schweizerischen Ensemble “I Barocchisti”

Zum Bericht von Margit Rihl

Musikfest „Fremd bin ich …“ – Schuberts „Winterreise“.  An der Bar mit Günther Groissböck und Gerold Huber Moderation: Prof. Dr. Michael Stegemann

Ein Künstlergespräch unmittelbar nach einer „Winterreise“ (Gespräch vom 25.9.2o17

ZUM VIDEO

Günther Groissböck befindet sich in der Endphase der Proben zu Webers „Der Freischütz“ an der Mailänder Scala.

 

Dirigent:  Myung-Whun Chung
Inszenierung:  Matthias Hartmann

Premiere: 10.10.2017

„Servus TV“ überträgt eine der Vorstellungen. Über den Termin informieren wir sie noch!

WIEN/ Volksoper: DIE RÄUBER von G. Verdi. SÄNGER ZU GAST IN DER ONLINE-MERKER-GALERIE (1.10.2017): Vincent Schirrmacher und Alik Abdukayumov)

Vincent Schirrmacher (Karl Moor) und Alik Abdukayumov (Franz Moor- Alternativbesetzung). Copyright: Herta Haider

Es entwickelte sich ein sehr launiges Gespräch (auch Sänger können einen „Guten Schmäh“ haben), das daraus resultierende Interview geht in den nächsten Tagen online!

Berliner Volksbühne: Nach der Räumung Berlin wurde noch ein paar Grade attraktiver
Nach der Volksbühnenbesetzung: War diese bloß ein einziges Spektakel? Oder vermag sie es, die Gentrifizierungsdebatte neu zu entfachen? v
Tagesspiegel

Politik Österreich
Doskozil drängt auf rasche Aufklärung der Facebook-Affäre – noch vor der Wahl!
Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) drängt auf Aufklärung der Dirty Campaigning-Affäre. Noch vor der NR-Wahl am 15. Oktober müsse die SPÖ auf den Tisch legen, wer die Verantwortung trägt. Er gehe davon aus, dass man „relativ rasch“ klären kann, wer die Facebookseiten gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz in Auftrag gegeben hat, so Doskozil. Auch die SPÖ-Landesparteien fordern Aufklärung.
Kleine Zeitung

Fußball: „Alaba ist nur noch ein Schatten von einst“
Sky-Experte Didi Hamann geht mit Bayern-Verteidiger David Alaba hart ins Gericht. „Er ist ein Schatten des Spielers, der er vor fünf oder sechs Jahren war“, sagt Hamann über Alaba.
Kleine Zeitung

Bayern München ist in einer Krise, daran hat auch der Trainerwechsel nichts geändert. Aber David Alaba dafür verantwortlich zu machen, ist skurrill. Alaba war nie so gut, wie er vorwiegend von der österreichischen Presse gemacht wurde und ist nicht so schlecht, wie es nun durch die Zeitungen geistert. Das Steuer bei den Bayern müssen schon andere Kicker herumreissen, dafür ist Alaba denn doch eine Nummer zu klein!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/165375-2


1. OKTOBER 2017

by ac | 1. Oktober 2017 08:03

Berlin: Präludium zur Staatsopern-Wiedereröffnung. Danlel Barenboim dirigiert Beethovens „Neunte“ auf dem Bebelplatz. Copyright: Thomas Bartilla

Ein „Präludium“ geht der Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden am 03. Oktober voran  – nach sieben Jahren im Ausweichquartier Schiller Theater.  „STAATSOPER FÜR ALLE“ auf dem Bebelplatz machte am 30. September den Anfang.

Zum Bericht von Ursula Wiegand

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

LINZ/Musiktheater des Landestheaters: DIE FRAU OHNE SCHATTEN. Premiere am 30.9.2017

Heiko Börner (Kaiser), Brigitte Geller (Kaiserin). Copyright: Reinhard Winkler für Linzer Landestheater

Auszug aus der Premierenrezension von H & P Huber: Die Sensation des Abends stellte aber das handlungsdominierende Damentrio dar, allen voran die Färbersfrau Miina-Liisa Värelä (a. G., bislang überwiegend in Savonlinna und Helsinki tätig, auch mit einigen Strauss-Rollen): schauspielerisch ein perfektes Vollweib mit aufregender Bühnenpräsenz und einer Prachtstimme, die auch bei höchster Anstrengung keine Schärfe kennt. Das Urteil von vielfach „FroSch“-Erfahrenen im Bekanntenkreis: die beste Färberin, die wir je erlebt haben! Auch über die Kaiserin von Brigitte Geller (a. G. von der Komischen Oper, Berlin) läßt sich fast ausschließlich das Beste sagen – allenfalls wäre in hohen Lagen bei ff-Stellen ein verstärktes Vibrato anzumerken, aber letztendlich war auch ihr Auftritt von höchster Klasse in Gesang und Spiel – z. B. auch aufgrund ihres perfekten Koloratureinschubes im Vorspiel („träum ich mich zurück in eines Vogels leichten Leib“).
Die mephistophelische Amme wurde von Katherine Lerner (neues Ensemblemitglied, ausgebildet in Chicago und einige Zeit dort an der Lyric Opera, z. B. Siébel in Gounods Faust) mit ähnlich prachtvoller Stimme wie die Färberin (wenn auch fachgemäß tiefer fundiert…) und elegant maliziöser Dominanz der Szenerie gegeben. Auch sie ein wahres Erlebnis!

Zum Premierenbericht von P&H Huber


Bild von der Premierenfeier v. li. Geller, Nekel, Achrainer, Schmidlechner, Värelä, Frey, Börner, Kallweit, Lerner, Kim, Eccleston, Wagner, Blitt, Herold, Johann Hofbauer (Licht), Frank Suttheimer (Technikchef), Schneider, Susanne Pauzenberger (Inspizienz).
Foto: P&H Huber)

In Linz – und nicht nur dort –  sind die Premierenfeiern für das Publikum frei zugänglich. In Wien muss man privilegiert sein, um eingelassen zu werden. Wer ist nun privilegiert? Auch die „Gräfin Waldersdorff und Agentin Marika L., den Fußball-Teamchef etc. habe ich dort gesichtet. Die „Seitenblicker“ haben ohnedies keinen „Genierer“, das sind Profis im Hineindrängen, auch ohne Einladung. Ich dränge mich nie in eine deratige Veranstaltung hinein, aber ich fühlte mich zweimal durch die Einladung „geehrt“ – weil die Eitelkeit „is a Hund“. Beim zweiten Mal habe ich geschnallt, dass die Künstler eigentlich unter sich bleiben wollen und auch sollen. Ein Kritiker hat bei so einer Feier eigentlich nichts verloren. Seitdem gehe ich auch nicht mehr hin. In Linz aber würde ich jederzeit gehen, dazu braucht man als einziges Privilegium die Eintrittskarte.

WIEN/ Staatsoper: LA BOHÈME am 30.9.2017

Jinxu Xiahou, Hrachuhi Bassenz. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Außer den beiden Damenrollen waren alle Partien komplett aus dem Ensemble besetzt. Wenn man einen Tenor wie Jinxu Xiahou fix in der Mannschaft hat, muss man wirklich nicht teure Gäste mit großen Namen, die dann auch oft enttäuschen engagieren. Der junge Tenor aus China singt und lebt den Rodolfo so herzlich aus der Seele, wie man es schon lange nicht mehr erlebte. Die Stimme hat ein feines schönes Timbre, die  Technik sitzt perfekt, die Höhensicherheit ist beeindruckend und die Phrasierung erstklassig…

Zum Bericht von Elena Habermann

Interview zur Wiener Staatsopernpremiere „DER SPIELER: ELENA GUSEVA

„Wenn man sich selbst gegenüber kritisch ist, weiß man ganz genau, was für die Stimme gut ist!“

(September 2017Renate Publig)

Elena Guseva © TACT International Management

In der bevorstehenden Premiere von Sergej Prokofjews Werk „Der Spieler“ („Igrok“) an der Wiener Staatsoper – die erste Premiere dieser Spielsaison, und das erste Mal, dass dieses Werk in einer Produktion der Staatsoper in Wien zu hören ist – erleben wir Elena Guseva als Polina, eine der Hauptrollen. Im Gespräch erzählt die Sopranistin, die in Südwest-Sibirien geboren wurde, von der Komplexität russischer Libretti und vom richtigen Zeitpunkt, eine neue Rolle ins Repertoire zu nehmen.

ZUM INTERVIEW   (Renate Publig)

Graz: IL TROVATORE – Premiere

Der erste Pressebericht aus Graz ist online. Da sich unser Redakteur Peter Skorepa auf die Reise nach Graz machte, erwarten wir aber auch einen Eigenbericht.

Verdis „Troubadour“ im Variete
Die Grazer Oper startete ihre Saison mit „Il Trovatore“ von Giuseppe Verdi: Regisseur und Bühnenbildner Ben Baur will etwas zu viel in dem Spiel mit düsteren Vorahnungen, musikalisch gibt es hohes Niveau.
Kleine Zeitung

JUBILÄUM: 50 Jahre Ö1

 

Heinrich Schramm-Schiessl ist unser „Historiker“: Der 1. Oktober 1967 markiert einen wichtigen Zeitpunkt in der Österreichischen Rundfunkgeschichte, denn mit diesem Tag begann die Umsetzung des wahrscheinlich besten Rundfunkgesetzes, das Österreich je hatte. Eines der Herzstücke dieses Gesetzes war die erstmalige Strukturierung des Radioprogrammes. Bis dahin gab es zwei Vollprogramme und ein UKW-Versuchsprogramm, die mehr oder weniger beliebig zusammengestellt wurden – man könnte sie mit einer Gemischtwarenhandlung vergleichen…

Dass das damals passieren konnte, hatte für österreichische Verhältnisse einen nahezu sensationellen politischen Hintergrund. Als 1955 nach Abschluss des Staatsvertrages die Allierten Mächte, die bis dahin die Rundfunksender betriebem bzw. zumindest deren Sendebetrieb beeinflusst und überwacht haben, aus Österreich abzogen, wurde der Österreichische Rundfunk wieder gegründet, wobei sich die damaligen Regierungsparteien ÖVP und SPÖ darauf einigten, dass die Führung einem vierköpfigen Gremium anvertraut wird, das von jeweils zwei Personen dieser Parteien gebildet wird. Da der damalige ÖVP-Bundeskanzler Julius Raab die Bedeutung des Fernsehens völlig unterschätzte – legendär sein Ausspruch: „Des Büdlradio (Hochdeutsch: Bilderradio) hat ka Zukunft, des gema den Roten“ – wurde der Posten des Radio-Programmdirektors mit einem ÖVP-Mann und der des Fernsehdirektors mit einem SPÖ-Mann besetzt. Der Rundfunk stand völlig unter dem Einfluss und der Kontrolle dieser beiden Parteien. Z.B. fanden Interviews mit Politikern so statt, dass die Fragen vorab zugeschickt wurden, die jeweiligen Büros die Antworten formulierten, die dann vom betreffender Politiker vom Zettel heruntergelesen wurden. Höhepunkt war dann ein Geheimabkommen im Rahmen der Koaltionsgespräche nach der Nationalratswahl 1962, wo vereinbart wurde, dass sämtliche leitenden Funktionen im  Rundfunk doppelt besetzt werden, also ein der ÖVP nahestehender Abteilungsleiter einen der SPÖ nahestenden Stellvertreter bekommt und umgekehrt. Dieses Geheimpapier wurde dem damaligen Chefredakteur des Kurier, Hugo Portisch, zugespielt, der daraufhin das erste Volksbegehren initierte… (den gesamten Bericht von H.S.S lesen Sie in den heutigen „Infos des Tages“).

Kommt Ihnen obige Vorgangsweise bekannt vor, ist sie auf die heutige Zeit umlegbar? Ich denke, dass es heute viel ärger ist, es herrscht eine Verhaberung und Politeinflussnahme sondergleichen.

Peter Stein zum 80.: Wie junge Männer mit dicken Eiern das Regietheater erfanden

Peter Stein, ein Achtziger
Die Welt

WIEN / Scala: FLEISCHBANK . Eine Ballade von Alfred Paul Schmidt (Prem. 30.9.)


Copyright: Bettina Frenzel

Der Fleischhauer, der durchgedreht ist und gemordet hat – das war ein realer Fall im Wien des Jahres 1974. Die „Postbotenaffäre“ (diese waren die Mordopfer) machte Schlagzeilen. Da man sich ja oft mehr für die Täter als für die Opfer interessiert, machte Autor Alfred Paul Schmidt aus diesem Schicksal ein Theaterstück. „Fleischbank“, eine „Ballade“ genannt, kam 1984 im Akademietheater zur Uraufführung. Es inszenierte Peter M. Preissler, der das Stück auch nun, 33 Jahre danach, in der Scala wieder  betreut. Warum man diese „Trashballade“, wie das Theater sie nennt, jetzt wieder spielt? Gänzlich klar wird es nicht.

HEUTE NACHMITTAG BEIM ONLINE-MERKER:

 

Beide Herren werden auch singen! Der Eintritt ist frei, auf Getränke sind Sie herzlich eingeladen (nur eine goldene Uhr können wir angesichts der Finanzen noch nicht dazulegen)

Die Veranstaltung ist zeitlich so anberaumt, dass Sie so rechtzeit daheim sein können, um die Politdiskussion (heue Oe24, ATV, ORF) im trauten Heim mitverfolgen zu können.

Gestern ist ja in Österreich eine Polit-Bombe geplatzt, deren Auswirkungen noch gar nicht absehbar sind. Es könnte sogar eine Sensation bevorstehen. Zwar nicht heute, aber in den nächsten Tagen.

Der „schmutzigste Wahlkampf aller Zeiten“ ist in zwei Wochen vorbei – er ist mit dem eher faden Geplänkel in Deutschland überhaupt nicht vergleichbar.

Mein Vater hat mir geraten, auf meinen Umgang zu achten, weitgehend habe ich mich daran gehalten. Es gibt Protagonisten bei dieser Wahl, an die ich nicht einmal anstreifen möchte! Wer weiß, was da in den nächsten beiden Wochen noch auf uns zukommt. Deshalb haben wir nach der heutigen Veranstaltung eine Pause bis zum 16.10., an diesen „Tag nach der Wahl“ ist die Ballettgala mit Olga Esina und Kirill Kourlaev (29.10. im Wiener Volkstheater) das Thema!)

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-oktober-2017


30. SEPTEMBER 2017

by ac | 30. September 2017 08:38

Opéra de Lyon ist nach einer (Privat)Umfrage „Opernhaus des Jahres 2017“

Alle Jahre wieder: Die Zeitung „Opernwelt“ startet ihre Umfrage unter 50 Journalisten, veröffentlicht die Resultate – und schon quillt bei mir der Mailserver über. Praktsch jedes Pressebüro, dessen Haus bloß nominiert wurde, schickt eine Jubelmeldung aus.

Das Jahrbuch der Zeitschrift «Opernwelt» 2017 ist soeben erschienen. 50 KritikerInnen wählen darin die Höhepunkte der Saison:

Copyright: Opernwelt

– Der Titel OPERNHAUS DES JAHRES geht in diesem Jahr erstmals nach Frankreich: an die Opéra de Lyon.

– SÄNGERIN DES JAHRES wird zum zweiten Mal nach 2009 die Sopranistin Anja Harteros. 

 SÄNGER DES JAHRES ist der Stuttgarter Tenor Matthias Klink.

– Zum ORCHESTER DES JAHRES wählten die Kritikerinnen und Kritiker zum vierten Mal in Folge des Bayerische Staatsorchester.

– Die meisten Voten für die AUFFÜHRUNG DES JAHRES entfielen auf Alban Bergs «Lulu» an der Hamburger Staatsoper.

– DIRIGENT des Jahres ist Hartmut Haenchen.

– In der Kategorie REGISSEUR DES JAHRES entfiel die Mehrzahl der Stimmen auf Dmitri Tcherniakov. 

– WIEDERENTDECKUNG DES JAHRES ist «Die Harmonie der Welt» am Landestheater Linz.

In der Kategorie „ÄRGERNIS DES JAHRES“ erhielt ich übrigens keine Bekennerschreiben. Wieso wohl?

In der Kategorie „Ärgernis des Jahres“ stimmten die meisten Kritiker für einzelne Regiearbeiten. „Das Unbehagen entzündete sich an der Berufung handwerklich unerfahrener big names, postdramatischer Deutungsverweigerung, effekthascherisch-hohlem Übereifer oder prätentiösen Aktualisierungsbemühungen“, hieß es.

Lyon hat „Opernhaus des Jahres
Erstmals zeichnet die Umfrage der Zeitschrift „Opernwelt“ ein Musiktheater in Frankreich aus. Und Stuttgart bekommt gleich drei Titel.
Hamburger Abendblatt
„Opernhaus des Jahres“ in Lyon
Die Opéra de Lyon ist „Opernhaus des Jahres“ 2017.
http://www.musik-heute.de/16637/opernhaus-des-jahres-in-lyon/
Lyon hat „Opernhaus des Jahres“ – Größtes Ärgernis sind einzelne Regiearbeiten
Musik heute

Wiener Staatsoper: Nächste Premiere „Der Spieler“. Renate Wagner sprach mit der Regisseurin Karoline Gruber

Karoline Gruber. Foto: Privat

Karoline Gruber, gebürtig aus Leoben, seit zwei Jahrzehnten vor allem in deutschsprachigen Landen, aber auch Frankreich oder Japan als Opernregisseurin unterwegs, inszeniert an der Wiener Staatsoper „Der Spieler“ von Prokofieff. Sie verspricht, dafür zu sorgen, dass das Publikum die Geschehnisse rund um „Roulettenburg“ genau verstehen wird…

…Dominique Meyer hat seit einiger Zeit mit mir über moderne Werke gesprochen, und ich habe dann Profkofieff ins Spiel gebracht, besonders den „Spieler“, auch weil ich in Berlin vor einigen Jahren die beeindruckende Aufführung von Dmitri Tcherniakov gesehen habe und es für eine tolle Oper halte…

Tatsächlich versuche ich immer, die Sprachen zu sprechen, in denen die Werke geschrieben sind – also Italienisch, Französisch, Englisch sind kein Problem. Russisch ist mir noch nicht untergekommen, ich habe bisher einzig „Eugen Onegin“ inszeniert, und den auf Deutsch. Glücklicherweise weiß man ja Jahre voraus, welche Oper man machen wird, und ich habe einen intensiven Russischkurs hinter mir – wahrscheinlich könnte ich jetzt in Moskau keine fließenden Gespräche führen, aber ich kenne jedes Wort der Partitur, es ist auch sehr wichtig, dass die Worte richtig betont werden. Ich lerne jetzt auch Japanisch, weil ein Kompositions-Student am Mozarteum sich vorgenommen hat, eine Oper auf einen japanischen Text zu komponieren… was mir übrigens sehr nützen wird, ich habe schon fünf Produktionen in Japan gemacht, und wenn ich dann wieder dorthin komme, werde ich mir leichter tun…

Szene aus „Der Spieler„. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Will Frau Gruber vielleicht auch Intendantis eines Opernhauses werden?

Ein Intendant von heute muß sich auch um die finanziellen Belange und das „Verkaufen“ kümmern, und dafür fehlt mir leider das Talent. Außerdem habe ich mich schon vor vielen Jahren für meine andere Leidenschaft, das Unterrichten, entschieden, sozusagen als „zweites Standbein“ neben dem freiberuflichen Inszenieren.

Alte Lebensweisheit: Man soll nie nie sagen!

Zum Interview Karoline Gruber/ Renate Wagner im September 2017

Wien/ Kammeroper: „Arianna e Nasso“ von Nicola Antonio Porpora

„Arianna e Nasso“. Copyright: Herwig Prammer

Auszug aus der Kritik von Renate Wagner: Wenn man liest, dass die Kammeroper „Ariadne auf Naxos“ spielt, könnten Missverständnisse aufkommen. Denn diese uns bekannte Ariadne wäre die von Hofmannsthal und Strauss, kurz gesagt, die Dame, die erst um Theseus trauert und sich dann mit Bacchus tröstet, und dazwischen wirbelt Zerbinetta herum.

Nichts davon bei der „Arianna in Nasso“, die man zu sehen bekommt und die eine besondere Begegnung ist. Denn – Verzeihung, wenn das brutal klingt – man hört Händel und Händel und Händel, und wann hört man schon Nicola Antonio Porpora, den großen neapolitanischen Meister des Gesangs, Händels Londoner Konkurrenten und – Verzeihung, wenn das brutal klingt – als Komponist genau so großartig wie er. Zumindest in der „Arianna“ von 1733.

Es ist die Vorgeschichte zu „unserer“ Hofmannsthal/Strauss-Ariadne: Hier hat sie Theseus geholfen, den Minotaurus zu besiegen, die beiden haben sich verliebt und sind in Naxos gelandet – aber es kann der Beste nicht in Frieden leben… wenn eine Ehefrau auftaucht…

Zum Bericht von Renate Wagner

Auszug aus dem Premierenbericht von Dominik Troger: …Im Programmheft zur Aufführung liefert der Regisseur noch weitere, recht ausufernde Begründungen für sein Konzept, die bis zur Digitalisierung reichen, einem heute schon geradezu inflationär gebrauchten Schlagwort. Zitat: „Während der ganzen Oper strebt Teseo am meisten in die vollständige Digitalisierung, er verliert die Kontrolle über seinen Körper, er verliert sich selbst.“ Auf der Bühne, die den kleinen Orchestergraben mit einem Laufsteg „umrahmte“ und im Hintergrund Teseos und Ariannas kleine Wohnküche auf Naxos zeigte, war von der „Digitalisierung“ allerdings nichts zu bemerken. Die Sängerinnen und Sänger waren hingegen randvoll mit jugendlicher Rauflust gefüllt, balgten sich, bedrohten sich mit Waffen, und hatten Sex miteinander (Frau und Mann und Mann und Mann).

Im zweiten Teil wurde dieser offensiv geführte und szenisch rasch ermüdende Geschlechterkampf zum Kampf mit der persönlichen Geschlechtsidentität ausgeweitet – vor allem bei den männlichen Protagonisten. Piritoo hüpfte sogar mit weißer Häschenmaske wie ein „Play-Boy-Girl“ umher, und Teseo, in Stöckelschuhe gesteckt, zeigte seine nackten feschen Beine. Aber die Sache ging für den Minotaurusbezwinger böse aus: Er beging vor lauter Genderverwirrung Selbstmord – rote Farbe bespritzte blutrünstig die weiße Wand der Wohnküche.

Dass dergleichen nicht unbedingt dazu beiträgt, mit szenischer Klarheit eine Oper aus dem Jahre 1733 zu erhellen, liegt nahe…

Zum Bericht von Dominik Troger: “Ariadne stranded in der Kammeroper”
http://www.operinwien.at/werkverz/porpora/aarianna.htm

Weitere Meinung
Gender-Trouble in der Kammeroper

Tiroler Tageszeitung

Wenn Liszt in die Oper geht
Liszt selber schrieb zwar keine Opern – verwendete aber Melodien daraus für eigene Kompositionen. So entstanden seine sogenannten Opernparaphrasen, die heute vielleicht als Arrangements bezeichnet würden. Viele Opern wurden im 19. Jahrhundert erst durch diese Klavierbearbeitungen von Liszt einem breiten Publikum bekannt gemacht…
Augsburger Allgemeine

London/ ENO: „AIDA“

Michelle DeYoung, Latonia Moore. Copyright: Tristram Kenton

London
A High Priestess to cherish, in a production of empty spectacle – Aida, ENO, London Coliseum, review
The Telegraph
ENO’s Aida review at London Coliseum – “a musical and visual spectacle’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/enos-aida-review-london-coliseum

Metropolitan Opera 2017-18 Review – Die Zauberflöte
James Levine Leads a Solid Cast in Mozart’s Enigmatic Masterpiece
http://operawire.com/metropolitan-opera-2017-18-review-die-zauberflote-james-levine-

Düsseldorf: Kunstsammlerin und Mäzenin Gabriele Henkel mit 85 Jahren gestorben
Sie galt als „Grand Dame“ der Düsseldorfer Kunstszene. Die Kunstsammlerin und Mäzenin Gabriele Henkel ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Tagesspiegel

Fußball: Deutschland verliert den Anschluss
Die deutsche Bundesliga hat eine schwarze Woche hinter sich: Sechs Niederlagen in Folge in drei Tagen sind noch keinem Europacup-Teilnehmerland unterlaufen. Die Gründe.
Die Presse

So ganz wie „Die Presse“ sehe ich es nicht. Die Fakten sind natürlich richtig, die Argumente stichhaltig. Aber: ich wünschte, Österreich würde so den Anschluss verlieren wie Deutschland. Entscheidend ist immer noch die Qualität der Nationalmannschaft – und da verliert Deutschland keineswegs irgend einen Anschluss. Die in Europa auf Club-Ebene nach Lust und Laune zusammengekauften Multi-Kulti-Truppen der Oligarchen und Ölscheichs spiegeln nicht das Leistungsvermögen einer Fußballnation wider. Da kann natürlich auch Bayern München nicht mithalten.

Im Fußball sind Irre unterwegs. Bei Paris St. Germain, wo offensichtlich das Geld überhaupt keine Rolle mehr spielt, hat sich Folgendes abgespielt: St. Germain hat den Brasilianer Neymar vom FC. Barlelona geholt, um mit ihm die Champions League zu gewinnen. Seit der Ankunft des Brasilianers hängt der Haussegen bei PSG jedoch gewaltig schief. Vor allem der Elfmeter-Streit zwischen Edison Cavani und Neymar lässt die Millionentruppe wie einen überdimensionierten Kindergarten erscheinen. 

Und wie hat der Geldgeber den „Elfmeter-Streit“ kurzfristig beigelegt? Er bot Edison Cavani eine Million Dollar, wenn er auf den nächsten Penalty zu Gunsten von Neymar verzicht!

Verrückt!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag! Morgen Sonntag (17 h) haben wir in inserer Online-Galerie Vincent Schirrmacher und Alik Abdukayumov, beide in den „Masnadieri“ der Wiener Volksoper im Einsatz, zu Gast. Kommen Sie zu uns, der Eintritt ist frei, die Bewirtung gratis!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/30-september-2017


29. SEPTEMBER 2017

by ac | 29. September 2017 08:56

Wiener Staatsoper: Er gestaltet den neuen „Eisernen“ für 2017/18: John Baldessari

Der renommierte US-amerikanische Konzept- und Medienkünstler John Baldessari (86) gestaltet den „Eisernen Vorhang“ der Wiener Staatsoper für die Saison 2017/18. Diese Entscheidung der Jury (Daniel Birnbaum, Hans-Ulrich Obrist) gab das Haus am Ring am Donnerstag bekannt. Baldessari ist mehrfacher documenta- und Biennale Venedig-Teilnehmer und vielfach ausgezeichnet.

Das 176 qm umfassende Großbild soll im Rahmen einer Pressekonferenz am 18. Oktober vorgestellt werden.

Seit der Holender-Ära wird für jede Saison ein neuer „Eiserner“ gestaltet. Der originale Eiserne Vorhang stammt von Rudolf Eisenmenger (1902-1994), der wegen seiner Leitungstätigkeit im Wiener Künstlerhaus zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft umstritten ist. Der aus 1955 stammende „Eiserne“ zeigt ein „Orpheus und Eurydike“-Motiv.

Wiener Staatsoper: Matinee am Samstag, 30.9: „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“

Am Samstag, 30. September 2017 (11.00 Uhr im Gustav Mahler-Saal) startet die beliebte Matineenreihe „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ in dieser Spielzeit: Beim ersten von insgesamt zehn Terminen in der Saison 2017/2018 präsentieren die Posaunisten Dietmar Küblböck, Enzo Turriziani, Johann Ströcker, Mark Gaal, Andreas Eitzinger und Johannes Ettlinger sowie Benjamin Schmidinger (Schlagwerk) Werke u. a. von Haydn, Mozart, Tschaikowski und Mahler.

Restkarten à € 36,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at

Sind Pressekarten ein Geschenk, eine Subvention?

 

Meine persönliche Stellung ist bekannt: ich lehne Pressekarten für mich selbst ab. Ich kann das natürlich leicht tun, weil ich in den seltensten Fällen „an die Front“ gehe. Den Rezensenten ist es tatsächlich nicht zuzumuten, sich ihre Arbeit zu kaufen. Schreiben Sie einmal eine Kritik, das ist gar nicht so einfach, überhaupt wenn man sich ernsthaft vorbereitet – und das sollte eigentlich Grundvoraussetzung sein.

Die Tageszeitungen lassen Oper und Theater meist ohnedies weitgehend liegen, es handelt sich  ein Minderheitenprogramm, mit dem kaum Quote zu machen ist. Oft finden wir den APA-Bericht in fünf großen Tageszeitungen, ein einziger Rezensent gibt die Meinung für viele Zeitungen ab. Dementsprechend ohne viele Ecken und Kanten muss die Rezension abgefasst sein – also ziemlich beiläufig.

Versuche, wichtige Rezensenten zu „kaufen“, hat es immer schon gegeben, in allen Sparten des Theaters wie übrigens auch in allen Bereichen unseres Lebens. Dort nennt man es dann eben nicht Rezension.

Der „Online-Merker“ ist nicht so wichtig, dass sich eine derartige Investition lohnen würde. Pressekarten sind schon das Höchste der Gefühle, die unseren Rezensenten zuteil werden. Als „Kaufsumme“ ist dieser Gegenwert natürlich lächerlich. Trotzdem beanspruchen wir von unserem „Kerngeschäft, der Wiener Staatsoper, keine Pressekarten, unsere Kritiker kaufen die Karten zum Vollpreis. Das ist mir sehr wichtig. Mit der Staatsoper gibt es auch praktisch keine Probleme, vielleicht auch deswegen. 

Renate Wagner ist unbestritten kompetent, über ihren Stil kann man natürlich geteilter Meinung sein – wie übrigens auch über meinen. Sie verbiegt sich nicht, Gefälligkeitsberichterstattung ist nicht ihr Stil. Ob sie manchmal über das Ziel hinaus schießt? Darüber kann man diskutieren, wie auch über den Stil von Berichterstattern, die alles großartig finden. In den heutigen „Infos des Tages“ reflektiert R.W. die Behandlung, die ihr durch Wiener Theatermacher zuteil wird und schließt mit bemerkenswerten Sätzen: „In meinem Fall hat man mir Pressekarten gestrichen, sei’s drum. In anderen Fällen verlieren die Betroffenen viel Geld (nicht, dass mir Wolfang Fellner leid täte, aber übel bleibt die Sache schon, nicht nur auf seiner Seite) – oder sie landen im Gefängnis wie bei unseren östlichen Nachbarn. Diese Macht haben Theaterdirektoren noch nicht. Vermutlich hätten sie sie gerne, um unerwünschte Meinungen aus dem Weg zu schaffen. Hoch lebe die Demokratie, die Meinungsfreiheit, die Meinungsvielfalt und alle unsere schönen Errungenschaften“.

Interview zur Produktion „Der Spieler“ an der Wiener Staatsoper

LINDA WATSON: „Ich liebe Herausforderungen!“

Linda Watson hat in den letzten Wochen viel geflucht: Das Russisch der Babulenka ist ihr „verdammt“ schwer gefallen. Aber letztendlich hat sie sich doch überreden lassen, die kleine Rolle in Prokofieffs Oper „Der Spieler“ zu übernehmen. Auch, weil sie in die richtige Richtung zielt…

Linda Watson. Foto: Webseite Wiener Staatsoper

Renate Wagner sprach mit Linda Watson vor wenigen Tagen in der Wiener Staatsoper

ZUM INTERVIEW

Kommentar wird fortgesetzt!

Wien/ Kammeroper: „Arianna in Nass0“ – Kopulation und Konfusion

Jeder mit jedem: Anna Marshania (Onaro) und Caroline Lippo (Antiope.). Foto: Herwig Prammer

Zwiespältige Premiere von Nicola Antonio Porporas „Arianna in Nasso“ an der Kammeroper: musikalisch hinreißend, szenisch enttäuschend.
Wiener Zeitung

New York/ Metropolitan Opera: Les Contes d`Hoffmann

Tara Erraught, in background, with Anita Hartig and Vittorio Grigolo in Offenbach’s “Les Contes d’Hoffmann” at the Metropolitan Opera. Credit Richard Termine for The New York Times

The Met Has the Voices. But Will It Need More to Survive?
The New York Times

Grigòlo stars as Debus leads thrilling Hoffmann at The Met
bachtrack

Met gets new season on track with a worthy, well-sung “Hoffmann”
http://newyorkclassicalreview.com/2017/09/met-gets-new-season-on-track

JOY FLEMING GESTORBEN
Deutsche Soul-Sängerin Joy Fleming ist tot
Sie sang Soul, Blues und Schlager, berühmt wurde sie mit dem Grand-Prix-Beitrag „Ein Lied kann eine Brücke sein“: Die Mannheimer Sängerin Joy Fleming ist tot. Sie starb im Alter von 72 Jahren.
http://www.spiegel.de/kultur/musik/joy-fleming-ist-tot-a-1170382.html

Berliner Volksbühne: Besetzung beendet. Aus der Traum der Aktivisten

Besetzung der Volksbühne beendet.
Die Polizei nahm die Personalien von den noch verbliebenden rund 15 Besetzern auf und begleiteten sie vor das Theater.
Berliner Morgenpost
Volksbühne Berlin: Die meisten Besetzer räumen das Feld
Friedliches Ende einer Theaterbesetzung, offenbar: Am Donnerstag hat ein Großteil der Aktivisten nach Gesprächen mit dem Intendanten Chris Dercon die Volksbühne verlassen. Einsatzkräfte der Polizei sind vor Ort.
Der Spiegel
Aus der Traum der Aktivisten
Fast eine Woche lang war die Berliner Volksbühne besetzt. Schließlich verlor der Hausherr die Geduld und rief die Polizei. Nun hat er sein Haus wieder. Aber der Kampf um Berlins Kultbühne geht weiter.
Die Welt
Polizei in Berliner Volksbühne
Hamburger Abendblatt

Gewonnen ist für Chris Dercon noch gar nichts. Die Besetzer wollen ihn „im Auge behalten“!

WIEN / Albertina / Propter Homines Halle: RAFFAEL. Von 29. September 2017 bis zum 7. Jänner 2018

Wie Vollkommenheit entsteht

Direktor Schröder vor einem „Raffael“. Copyright: APA

Es zählt zu den wichtigsten Projekten von Klaus Albrecht Schröder als Direktor der Albertina, die in seinem Haus befindlichen Konvolute von Graphiken der größten Künstler – Dürer, Rembrandt, Michelangelo, Brueghel – aufzuarbeiten und in bahnbrechenden Ausstellungen zu präsentieren. Raffaels Graphiken in Kombination zu einer Vielzahl seiner Gemälde ist zu einem Ausstellungs-Höhepunkt geworden, der Kunstfreunde zu Hunderttausenden in Bewegung setzen müsste…

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Die Bücher von Marlen Haushofer galten stets als typische Frauenliteratur, allerdings mit einer tragischen Marmonierung, die ihr Schreiben besonders machte und ihm fraglose literarische Qualität verlieh. Schon zum zweiten Mal, nach „Die Wand“, liest der österreichische Regisseur Julian Roman Pölsler einen Haushofer-Text für die filmische Umsetzung als Psychothriller, der seelische Schmerzen intensiv transportiert. Er will dies, wie er in einem Interview sagte, noch ein drittes Mal, mit Haushofers „Die Mansarde“, versuchen.

„Wir töten Stella“ ist ein Stück bürgerlicher Seelenkälte. Zu Beginn setzt sich Anna, die Frau, die diese Geschichte zuließ, Schuld eingesteht und das Geschehen reflektieren will, an das Tablet – eine sehr heutige Aktion, Marlen Haushofer (1920-1970) ist seit bald einem halben Jahrhundert tot, in ihrer Welt war die Digitaliseriung noch nicht einmal gedacht. Auch die Videosequenzen, die der Regisseur später eingefügt hat, wirken eigentlich fremd (und dramaturgisch nicht so völlig überzeugend)

Fußball: Aus für Ancelotti bei Bayern München: Eine Entfremdung
Carlo Ancelotti gilt als Coach, der ein Händchen hat für ein Team, auch hochkapriziöse Spieler. Nach der Entlassung redet Bayern-Präsident Hoeneß nun vom „Feind im Bett“. Was ist da passiert?
Der Spiegel

Sich mit den Stars anzulegen, das geht gar nicht. In meiner Zeit als Fußball-Funktionär hatte ich mehrere derartige Fälle zu bereinigen, einer war besonders unangenehm für mich. Bei meinem Club spielte ein Ex-Internationaler sozusagen als Ausklang seiner Laufbahn. Der Mann, Hans P., war auch in der deutschen Bundesliga eine große Nummer und erlangte Berühmtheit, auf die er gerne verzichtet hätte. Gleichzeitig hatte ich vor Saisonbeginn einen Trainer engagiert, auf den ich große Stücke setzte. In dieser Mannschaft, die unbedingt den Aufstieg schaffen musste, standen auch einige Ex-Spieler der österreichischen Bundesliga. Der Trainer war gut, aber wenig bekannt. Weil zum Beispiel Hans P. bezüglich des Trainings meist eine gute Ausrede hatte, setzte ihn der Trainer auf die Bank. Da auch die anderen nicht gerade trainingsfreudigen Oldies Gefahr witterten, opponierten sie gegen den Trainer.

Mir blieb nichts anderes übrig, als den Trainer schweren Herzens und gegen meine Überzeugung zu entlassen – nach einem 6:1 Auswärtssieg! Die „Altstars“ haben dann mit Ach und Krach den Titel geschafft, aber nur, weil in der letzten Runde von den 5 Oldies von uns aus nur mehr 2 spielen durften. Die hätten mir doch glatt den Aufstieg versaut, weil man  in der unteren Klasse leichter zu Prämien kommt, ohne sich besonders anzustrengen!

Bayern-Trainer Ancelotti hat noch einen lange Zeit laufenden Vertrag. Aus dem wird man ihn ausbezahlen müssen!

Warum ist das bei Theaterdirektoren nicht möglich? Es ist sehr leicht möglich! Theoretisch könnte jeder Vertreter des Theatereigentümers (Bund oder Stadt) den jeweiligen Intendanten/ Direktor vor die Tür setzen, Vertrag hin oder her. Gar so sicher darf sich also ein Direktor nicht fühlen, zumal wenn sich die politischen Verhältnisse ändern und er sich zuvor weit aus dem Fenster gelehnt hat!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/29-september-2017


28. SEPTEMBER 2017

by ac | 28. September 2017 08:37

Die Staatsoper Berlin wird am 3.1o. wiedereröffnet. Innenraum der Staatsoper Berlin. Copyright: Gordon Welters

Berlin: die Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden am 3. Oktober um 20 Uhr mit „Zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Szenen aus Goethes Faust“ –

Musik:  Robert Schumann, Regie: Jürgen Flimm, Dirigent Daniel Barenboim – wird von ZDF/ARTE und UNITEL aufgezeichnet und live am 3. Oktober auf concert.arte.tv, auf www.staatsoper-berlin.de sowie um 21.05 Uhr bei ARTE TV ausgestrahlt. Darüber hinaus wird die Eröffnungspremiere in Berlin live auf den Bebelplatz übertragen. Außerdem wird die Premiere vom rbb Hörfunk live im kulturradio UKW 92,4 gesendet.

 Sämtliche Rollen werden von Ensemble-Mitgliedern der Staatsoper gesungen. Nach jetzigen Stand sind es folgende Sängerinnen und Sänger:

Faust, Doctor Marianus: Roman Trekel,  Gretchen, Una Poenitentium: Elsa Dreisig ,   Mephistopheles, Böser Geist, Pater Profundus: René Pape,  Marthe, Sorge, Mater Gloriosa: Katharina Kammerloher,  Not, Magna Peccatrix: Evelin Novak , Mangel, Mulier Samaritana: Adriane Queiroz,   Schuld, Maria Aegyptiaca: Natalia Skrycka,   Ariel, Pater Ecstaticus: Stephan Rügamer, Pater Seraphicus: Gyula Orendt , Soli: Narine Yeghiyan, Florian Hoffmann, Jan Martiník

Ehrengast ist der deutsche Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier.  Zur großen Schar der weiteren eingeladenen Gäste aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gehören auch die Herren Dominique Meyer und  Bogdan Roščić, der jetzige und der designierte Direktor der Wiener Staatsoper. Ebenfalls auf der Gästeliste steht der nun 79jährige Fußballspieler und –trainer Otto Rehhagel.   (U.W.)

Dominique Meyer und sein Nachfolger Bogdan Roscic werden einander also am 3. Oktober in Berlin treffen. Wie man hört, ist Herr Roscic aber auch recht oft bereits in Wien. Das ehrt ihn als Designierter Direktor, ich sehe das aber skeptischer aus der Sicht seines derzeitigen Arbeitsgebers Sony Classical. Wie kommt Sony dazu, dass der Chef mit dem Kopf bereits anderswo ist – und das etliche Jahre lang?

Es freut mich übrigens, dass Otto Rehhagel offenbar noch bei so guter Gesundheit ist, dass ihn eine Operneröffnung interessiert.

Berliner Staatsoper vor Wiedereröffnung – Barenboim von neuem Klang begeistert
Nach sieben Jahren Umbauzeit steht die Staatsoper Unter den Linden vor der Wiedereröffnung. Am kommenden Dienstag (3. Oktober) soll in dem rundum sanierten Haus wieder Oper gespielt werden. Im Zuge der Sanierung wurde für eine bessere Akustik die Decke um mehrere Meter gehoben.
Musik heute
Staatsoper vor Wiedereröffnung
Hamburger Abendblatt
Daniel Barenboim jubelt
Berliner Zeitung
Staatsoper nach sieben Jahren Umbauzeit vor der Wiedereröffnung
Berliner Morgenpost

Wien: Also sprach der Kulturminister:

 

Wien: Kulturminister Dr. Drozda: „Auch Karajan hatte keinen Doktortitel

Auszug aus „Der Standard“: Eilig hatte es der Minister zuletzt auch mit seiner Personalpolitik: Martin Kušej wird 2019 die Burg übernehmen, Eike Schmidt im selben Jahr das Kunsthistorische, Bogdan Roščić 2020 die Staatsoper. Dass dessen Doktorarbeit, die derzeit auf Plagiat geprüft wird, noch zum Problem werden könnte, glaubt Drozda nicht: „Ich gehe davon aus, dass sich die Vorwürfe nicht bestätigen. Außerdem wurde er aufgrund seiner Vorstellungen und Ideen bestellt und nicht wegen seines Titels. Auch Karajan hatte keinen Doktortitel. Roščić genießt mein uneingeschränktes Vertrauen.“ – derstandard.at/2000064819563/Kulturminister-Drozda-Auch-Karajan-hatte-keinen-Doktortitel

Dazu muss allerdings gesagt werden, dass Herbert von Karajan nie von sich behauptet hat, Doktor zu sein. Dr. Karl Böhm war Doktor und trug den Titel wie eine Monstranz vor sich her.

Ein „falscher Doktor“ ist Herr Roscic sicher nicht, denn er ist (derzeit) unzweifelhaft Doktor. Das ist der Status quo. Ob er so viel kopiert hat, um ihm die Würde abzuerkennen oder zumindest anzukratzen, wird die Uni entscheiden. Bis dahin trägt er den Titel zu Recht. Auch die Prominenz hat ihre Schattenseiten, man steht plötzlich im Fokus. Viele „Unentdeckte“ haben wohl auch kopiert, müssen aber nicht zittern, weil sie nicht im öffentlichen Interesse stehen. Wer konnte die Entwicklung mit „Google“ oder „Wikipedia“ zu den Studienzeiten des Herrn Roscic vorausahnen?

Nein, um Operndirektor zu spielen braucht man kein Doktor zu sein, der Titel war nicht ausschlaggebend. Außerdem ist zumindest mir nicht bekannt, dass Bogdan Roscic mit dem Titel in der Öffentlichkeit geprotzt hat. Ich hatte vor vielen Jahren mit ihm zu tun, an der Türe zu seinem ORF-Büro sah ich keinen Hinweis auf einen akademischen Grad.  Deshalb sprach ich ihn auch als „Herr Roscic“ an und flog nicht in hohem Bogen aus dem Büro.

Jetzt haben wir ihn als Direktor – und es wird ein interessantes Experiment. Was man so hört, ist er sehr professionell unterwegs und jene, die mit ihm zu tun haben, sind begeistert! So nebenbei: Es hätte für Wien viel ärger kommen können!

Brünn: Dennis Russell Davies wird neuer Chefdirigent der Philharmonie Brünn

 

Der US-Amerikaner Dennis Russell Davies wird neuer Chefdirigent der Philharmonie Brünn (Brno) in Tschechien. Der 73-Jährige habe einem Engagement ab der Saison 2018/19 für vier Jahre zugestimmt, teilte das Orchester der mährischen Stadt mit. Es geht auf eine Gründung des Komponisten Leoš Janáček (1854-1928) zurück und pflegt besonders dessen Erbe.
Musik heute

NORMA AUS NEW YORK AM 7. OKTOBER IN DEN KINOS

 

Am Montag wurde die neue Met-Saison eröffnet wurde. „Norma“ wird am 7. Oktober 2017 in die Kinos übertragen!

OPER GRAZ: Tanz auf dem Vulkan!  Am 30. September feiert Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ Premiere!

„Il Trovatore“: Copyright: Oper Graz

„Ein Tanz auf dem Vulkan ohne Blick für die trügerischen Vorzeichen. Freigeister, Militärs, Künstler, Verführer und Verführte – alle versammelt in den nächtlichen Varietés und Tanzpalästen der Stadt. Wie Motten das Licht sucht man sich gegenseitig und lässt Identitäten und Geschichten an der Garderobe zurück.“ (Ben Baur, Regisseur und Bühnenbildner)  

mehr     

Premiere „Il Trovatore“

LINZER LANDESTHEATER/ MUSIKTHEATER: „DIE FRAU OHNE SCHATTEN“ – Premiere am 30. September 2017

Copyright: Linzer Landestheater

Premiere Samstag, 30. September 2017, 18.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater (18.00 Uhr Einführung im Foyer)

Die nächsten Vorstellungstermine: 4., 8., 11., 16., 28. Oktober; 11., 15., 22. November 2017

Samstag Premiere im Wiener Ronacher: TANZ DER VAMPYRE

Tanz der Vampire - Sep 2017_DSC4163 - by Christian Hoefinger
Copyright: Christian Hoefinger

Soll man mit Musicals Menschen erziehen? Na hoffentlich nicht! Das Stück wird sein Publikum finden – und letztlich kommt es nur darauf an!

Berlin: Bühnenvereins-Chef nennt Besetzer arrogant und überheblich
Die Situation sei extrem verfahren, sagt Ulrich Khuon. Auch die Politik legt mit harscher Kritik nach
Berliner Morgenpost

Graz/ Schauspielhaus: Claudia Bauer: „Kein Unterschied zwischen Arsch und Hirn“
Die Regisseurin erarbeitet am Schauspielhaus Graz die österreichische Erstaufführung von Werner Schwabs „Faust“-Drama. Ein Gespräch über Fan-Gefühle und die zögerliche Schwab-Liebe der Theaterhäuser –
Der Standard

WIEN / Kasino des Burgtheaters: KARTONAGE von Yade Yasemin Önder. Österreichische Erstaufführung. Premiere: 27. September 2017

Copyright: Burgtheater

Irgendwie fühlte man sich an diesem Abend im Kasino des Burgtheaters um ein halbes Jahrhundert zurück versetzt – nur wäre man damals in einem echten, tiefen „Keller“ gesessen, die es damals als Theater noch gab. Damals war es neu und aufregend, wenn man „Absurdes“ sah – es hätten durchaus Menschen sein können, die in einem Karton leben, ununterbrochen sinnlose Tätigkeiten ausführen, am Ende in eine Katastrophe schlittern. Und dann hat man sich überlegt, was der Autor damit wohl gleichnishaft sagen wollte, was im allgemeinen nicht sooo schwer aufzudröseln war…

Ist es auch diesmal nicht, wenn die junge Yade Yasemin Önder ihr Stück „Kartonage“ zeigt, wo die übliche Gesellschaftskritik in die übliche Absurdität verpackt ist, vom Regisseur mit viel Sinn für „Grausliches“ aufbereitet. Das nun großartig als das „heutige Theater“ zu verkaufen, scheint übertrieben…

Damit wurde Yade Yasemin Önder Siegerin der Berliner Theatertage. Theater spiegelt immer, immer Zeitgeist. Das ist vielleicht das Wertvollste daran.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Der vierte „FILM DER WOCHE“ wird morgen vorgestellt

Playboy-Gründer Hugh Hefner gestorben


Playboy-Gründer Hugh Hefner gestorben

Hugh Hefner, der Gründer des Männermagazins „Playboy“, ist tot. Der 91-Jährige starb gestern (Ortszeit) „friedlich zu Hause“, hieß es in einer Mitteilung von Playboy Enterprises. Der US-Amerikaner Hefner hatte bei der Gründung des Magazins 1953 ein Tabu gebrochen, als er darin für die Zeit äußerst freizügige Bilder nackter Frauen veröffentlichte.
http://orf.at/stories/2408814/

Gestern im TV/ ORF 2: Ein „Schwimmkurs“ mit Dr. Irmgard Griss

 

Wieso? Lesen Sie dazu den „Kurier“: Ein juristischer Debattierklub

https://kurier.at/politik/inland/wahl/griss-gegen-strache-ein-juristischer-debattierklub/288.739.038

Neueste Meldung vom Fußball

Angeblich gibt es derzeit bei Bayern München eine Krisensitzung, als deren Ergebnis der Rauswurf von Trainer Ancelotti stehen könnte. Tatsächlich hatte Bayern gestern gegen Paris weit mehr Ballbesitz, verlor aber 0:3. Im Klartext heißt das „dumm gespielt“. Und wer ist dafür verantwortlich? Immer der Trainer! Einen Robben und einen Ribery auf die Bank setzen – das ist zudem Harakiri mit Anlauf! 

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-september-2017


27.SEPTEMBER 2017

by ac | 27. September 2017 08:49


Saisoneröffnung in New York mit „Norma“. Joyce DiDonato und Sondra Radvanovsky. Copyright: Metopera/ Ken Howard

Mit Vincenzo Bellinis „Norma“ ist die New Yorker Metropolitan Opera am Montagabend (Ortszeit) in die neue Saison gestartet. Die Zuschauer im voll besetzten Saal feierten die Neuinszenierung des Werks des italienischen Komponisten aus dem Jahr 1831 in Manhattan mit „Bravo“-Rufen und minutenlangem Applaus. Besonders beklatscht wurde die US-Sopranistin Sondra Radvanovsky in der Titelrolle…

New Yorker „Met“ eröffnet Saison mit „Norma“
Musik heute
Premiere von „Norma“: Metropolitan Oper eröffnet Saison mit zahlreichen Promis
Hamburger Abendblatt
Met Opera: Radvanovsky And DiDonato Triumph In A New “Norma’ To Open The Season
Huffington Post

Metropolitan Opera 2017-18 Review – Norma: Opening Night is a Triumph for Sondra Radvanovsky
http://operawire.com/metropolitan-opera-2017-18-review-norma-opening-night

DiDonato provides the sparks in Met’s grim, dramatically flat “Norma”
http://newyorkclassicalreview.com/2017/09/didonato-provides-the-sparks-in-mets

Wien/ Staatsoper: Erstes Foto zur Neuinszenierung „Der Spieler“ online

Der_Spieler_101934_DIDYK_ENSEMBLE
Misha Didyk und Ensemble. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

WIEN: CHRISTMAS IN VIENNA – die teilnehmenden Künstler 2017

Kurzbericht von der gestrigen Pressekonferenz

Die Galakonzerte finden wie gewohnt im Großen Konzerthaussaal statt (Fr, 15.12. – Vorpremiere –  und Sa, 16.12. 2017. Ausstrahlung: ORF 2, ARTE, 3SAT,…

Vier erlesene Künstler aus aller Welt werden das vom künstlerischen Leiter, Karl Scheibmeier, zusammen gestellte Programm darbieten: Olga Peretyatko-Mariotti (derzeit gastiert sie als Violetta‘ an der Wr. Staatsoper), Anne Sofie von Otter, Juan Diego Florez und der österreichische Volksopernbariton Günter Haumer. ‚Special Guest‘ – er tritt nach der Sängerknabenzeit nunmehr als Countertenor bereits zum dritten Mal bei „Christmas in Vienna“ auf – ist Alois Mühlbacher.
Eine gute Tradition ist die Mitwirkung des ORF Radio-Symphonieorchester Wien (erstmals dirigiert Stefan Gottfried, Nachfolger Nikolaus Harnoncourts beim Concentus Musicus), es singen wieder die Wiener Sängerknaben und die Wiener Singakademie.

Christian Kolonovits wird auch wieder mit von der Partie seinund hat für Frau Peretyatko – Mariotti ein Lied komponiert – dieses wurde bei dieser Pressekonferenz uraufgeführt

Wien/ Theater an der Wien: G.F. Händel: „OTTONE, re di Germania“

Bildergebnis für gf händel ottone

Theater an der Wien: Konzertanter „Ottone“

http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/aotto2.htm

Dominik Troger / www.operinwien.at

Graz: Flotter „Figaro“ mit jungen Sängern im Grazer Musikverein
Salzburger Nachrichten

FRANZ GRUNDHEBER IST HEUTE 80!

Bildergebnis für wiener staatsoper franz grundheber

Hamburger Abendblatt
Opernstar Franz Grundheber feiert seinen 80. Geburtstag
www.abendblatt.de
Bevor er sich zum Sängerberuf entschloss, war er Offizier bei der deutschen Luftwaffe. Er erhielt seine Ausbildung in Trier und in Hamburg. 1964 gewann er bei einem Wettbewerb ein Stipendium zum weiteren Studium in den USA. Dort studierte er an der Indiana University und an der Music Academy of the West in Santa Barbara (Kalifornien), vor allem bei Margaret Harshaw. Nach Deutschland zurückgekehrt, erhielt er seine erste Verpflichtung 1966 sogleich an der Staatsoper von Hamburg. Bis 1988 Mitglied und darauf ständiger Gast dieses Hauses, wo er 1968 in der Uraufführung der Kinderoper »Help! Help! The Globolinks« von Gian Carlo Menotti, 1969 in der von »Die Reise« von Lars Johan Werle, 1971 in der Uraufführung der Oper »Ahsmedai« von Josef Tal mitwirkte. Er unternahm mit dem Ensemble der Hamburger Oper u.a. eine große Nordamerika-Tournee und trat als Gast an vielen großen Opernhäusern auf. An der Wiener Staatsoper debütierte er 1976 als Figaro in »Le nozze di Figaro« und sang bisher in insgesamt 249 Vorstellungen die vier dämonischen Partien in »Hoffmanns Erzählungen«, den Kardinal von Lothringen und den Borromeo im »Palestrina« von H. Pfitzner, den Mandryka in »Arabella« von Richard Strauss, den Heerrufer im »Lohengrin«, den Kurwenal in »Tristan und Isolde«, den Gunther in der »Götterdämmerung«,  den Titelhelden in »Wozzeck« von Alban Berg, den Minister im »Fidelio«, den Jago im »Otello« von Verdi, den Amfortas im »Parsifal«, den Orest in »Elektra« von R. Strauss, den Amonasro in »Aida«, den Barak in »Die Frau ohne Schatten« von R. Strauss, den Fliegenden Holländer, den Titelhelden in »Cardillac« von P. Hindemith, den Germont-père in »La Traviata«, den Scarpia in »Tosca«, den Rigoletto, den Dr. Schön und Jack the Ripper in »Lulu« von A. Berg, den Macbeth von Verdi, den Jochanaan in »Salome« von R. Strauss, den Guglielmo Wulf in »Le Villi« von Puccini, den Moses in »Moses und Aron« von A. Schönberg, den Titelhelden in »Simon Boccanegra« von Verdi und den Faninal im »Rosenkavalier«…

Weiterlesen in unseren JUBILÄEN

WUPPERTAL: MIT DEM HANDY IN DIE OPER – BISHER WAR DAS UNMÖGLICH.

„operaguru“ nacht es möglich!

Der Wiener Universitätsprofessor Dr. Peter Reichl (Informatikabteilung der Wiener Uni) hat eine App für das Smartphon entwickelt.

Die ersten Berichte über die Premiere des „Share Your Opera“-Projekts der Oper Wuppertal am vergangenen Samstag unter Verwendung unserer „opera.guru“-App:

Wuppertaler Bühnen: Mit dem Handy in die Oper ...

In großen Opernhäusern hat das Internet in Form von Live-Streams längst Einzug gehalten. Man muss nicht mehr etwa in die Berliner Philharmonie, auf den grünen Hügel in Bayreuth oder in die Wiener Staatsoper gehen, um Vorstellungen zu besuchen. Nach Hause oder ins Kino werden sie live übertragen. Bei den Wuppertaler Bühnen ist solches noch nicht möglich. Denn dafür reicht der Etat bei Weitem nicht. Hard- und Software sowie deren Pflege sind eben nicht billig.

DSC00351
Univ.Prof. Dr. Peter Reichl stellt die App vor

Mehr darüber in unseren heutigen Infos des Tages/ Aktuelles

Dortmund: Ein Herzog für die Heiterkeit – „Arabella“ von Strauss in Dortmund
Neue Musikzeitung/nmz.de

„Konzertgänger in Berlin
Hörstörung (14): Beelzebub maßregelt Teufel
Es reicht jetzt mal!, zischt ein Herr weithin vernehmbar in der Philharmonie, während das Deutsche Symphonie-Orchester Jean-Féry Rebels Les éléments spielt. Viele Köpfe, auch der des Konzertgängers, wenden sich aufgeschreckt um: um zu sehen, dass der störende Zischruf des Herrn dessen Sitznachbarn galt, offenbar weil dieser Nachbar unentwegt an seinem Handy herumfummelt.
https://hundert11.net/hoerstoerung14/

Frankfurt: „GÜNTHER GROISSBÖCK“  Eine Sternstunde der Liedkunst– 25.09.2017

Gerold Huber - Günther Groissböck (c) AOF Wonge Bergmann
Gerold Huber, Günther Groissböck. Copyright: AOF Wonge Bergmann

Das Musikfest der neuen Spielzeit in der Alten Oper war betitelt „Fremd bin ich …“ und nahm „Die Winterreise“ (Franz Schubert) zum Slogan diverser Veranstaltungen des Ausgangspunkts einer Wanderschaft durch musikalische, gesellschaftliche und persönliche Erfahrungswelten des Fremdseins. Ein Sopran sowie drei Tenöre nahmen sich zuvor dem Liederzyklus an und der Bass Günther Groissböck bildete zweifellos den finalen Höhepunkt im illustren Interpretationsreigen.

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

Hamburg/ Elbphilharmonie und Barclaycard Arena/ Kartenpreise : Neil Diamond schlägt Jonas Kaufmann klar

Nachstend der Preis für die teuersten Eintrittkarten bei Konzerten in Hamburg

1.   297 Euro: Roger Waters, 14.5. Barclaycard Arena
2.   296 Euro: Neil Diamond, 26.9. Barclaycard Arena
3.   272 Euro: Elton John, 5.12. Barclaycard Arena
4.   256 Euro: Andrea Bocelli, 21.4. Barclaycard Arena
5.   220 Euro: David Garrett & London Philharmonic Orchestra, 14.2. Elbphilharmonie
5.   220 Euro: Isabelle Faust & London Symphony Orchestra, 16.1. Elbphilharmonie
5.   220 Euro: Anne-Sophie Mutter & Orchestra di Santa Cecilia, 25.1. Elbphilharmonie
8.   190 Euro: Magdalena Kožená & London Symphony Orchestra, 15.1. Elbphilharmonie
9.   175 Euro: „König der Löwen“, Theater im Hafen
10.   170 Euro: „Aladdin“, Neue Flora
11.    165 Euro: Jonas Kaufmann & Diana Damrau, 8.2. Elbphilharmonie
11.    165 Euro: Hélène Grimaud & The Philadelphia Orchestra, 28.5. Elbphilharmonie
11.    165 Euro: Daniil Trifonov & London Philharmonic Orchestra, 14.3. Elbphilharmonie
11.    165 Euro: Franz Welser-Möst & The Cleveland Orchestra, 24.10. Elbphilharmonie
11.    165 Euro: Andris Nelsons & Gewandhausorchester Leipzig, 24.4. Elbphilharmonie

296 Euro für Neil Diamond!
Dies sind die 30 teuersten Tickets in Hamburg
…und es gibt sogar noch ein teureres Konzert
Bild.de

Berlin: Volksbühnen-Besetzer ratlos. Nun müssen sie Intendant spielen – und das können sie nicht

Da keiner Anstalten macht, die Besetzer aus der Volksbühne zu holen, müssen diese nun ihren Alltag regeln. Mit „Empowerment“ und AGs für Kartoffeln. Ein Besuch in der real existierenden Basisdemokratie.

Besetzte Volksbühne: Mist, doch nicht so einfach, Intendant zu spielen
Die Welt

Berliner Politik streitet um Volksbühne: „Als Künstlergruppe getarnte Hausbesetzer“
Kultursenator Klaus Lederer setzt auf Deeskalation in Sachen Volksbühne. Doch aus den Oppositionsparteien im Berliner Senat mehren sich die Stimmen, die ein baldiges Ende der Besetzung fordern.
Der Spiegel

Besetzer der Volksbühne werden für ihre Frechheit belohnt

Das Spiel, das die Besetzer der Volksbühne treiben, gibt sich naiv und ist doch perfide. Und sie sind damit erfolgreich. Am Dienstagnachmittag erhielten sie ein Kompromissangebot von der Intendanz und der Kulturverwaltung. Um die Proben zu gewährleisten und die Premierentermine halten zu können, wird den Besetzern der Grüne Salon und der Pavillon neben der Volksbühne angeboten. Schöne, gut gelegene Räumlichkeiten, die aber eigentlich zu einem subventionierten Theater gehören. Hier könnten sie, so heißt es, ihre stadtpolitischen Forderungen debattieren und ihre Kunst machen. Bei einer Verhandlungsrunde sollte das am Abend diskutiert werden
Berliner Zeitung

Sind die Politiker verrückt! Sie gehen vor diesen Chaoten (Hausbesetzern) in die Knie? Und dann wundern sie sich über Wahlergebnisse.  Diese Räumlichkeiten sind subventioniert, die kann man nicht so salopp „verschenken“!

Filme der Woche

FimPoster  Victoria und Abdul~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Es ist schon großartig für ein britisches Schauspielerinnen-Leben, wenn Judi Dench (Jahrgang 1934) sich nicht nur sagen kann, selbstverständlich auch die Queen Elizabeth I. auf der Leinwand verkörpert zu haben – aber die alte Queen Victoria gleich zweimal in besonders wichtigen Stationen ihres gewissermaßen „privaten“ Lebens, das ja auch stets politische Folgen hatte. In „Mrs. Brown“ (1997) wurde die Geschichte ihrer tiefen Verbundenheit mit ihrem schottischen Diener John Brown behandelt, die ihre Umwelt letztendlich so hintertrieb wie die Beziehung zu dem Inder Abdul Karim, die nun ins Kino kommt.

Es war im Jahre 1887. Victoria war 68 Jahre alt, und der Film zeigt sie zu Beginn als fremdbestimmte Greisin, die von ihrer Hofkamarilla, dem Protokoll und dem Zeremoniell regelrecht durchs Leben geschleppt wird. Seit zehn Jahren trug sie auch den Titel einer „Kaiserin von Indien“, ohne je einen Fuß in dieses Land (das eigentlich ein Kontinent für sich ist) gesetzt zu haben. Damals schickte man ihr zu ihrem Regierungsjubiläum aus Indien eine „Mohur“ (eine große, kostbare Münze) als Geschenk und benötigte dafür gleich zwei Boten. Der britische Beamte in Agra wählt seinen Angestellten Abdul Karim, der im Gefängnis arbeitet, weil er groß ist – lesen und schreiben kann er auch, wie viel er über seine Heimat weiß, ist dem Beamten egal…

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-september-2017


26. SEPTEMBER 2017

by ac | 26. September 2017 08:33


Graz: OKSANA LYNIV bei Ihrem umjubelten Eröffnungskonzert in der Grazer Oper. Copyright: Oper Graz


Die neue Chefdirigentin der Grazer Oper und deren Grazer Philharmonisches Orchester Oksana Lyniv stellte sich mit einem außergewöhnlichen Konzertprogramm der Feuerprobe in Form des Eröffnungskonzert auf der großen Bühne des Grazer Opernhauses. Es ist zwar nicht das erste Konzert des Orchesters mit der ukrainischen Dirigentin, vor einigen Wochen konzertierte man im Goldenen Saal des Wiener Musikverein mit leicht adaptiertem Programm, doch ist es das erste Mal gemeinsam vor dem Grazer Publikum auf der Bühne der Grazer Oper und gleichsam der Kick-Off für die Saison 2017/18…

Unsere Grazer Mitarbeiterin Konstanze Kaas war beim Eröffnungskonzert dabei

Zum Bericht von Konstanze Kaas

Wiener Staatsoper: „La traviata“: Mehr Tempobreite als Seelentiefe

Jean Francois Borras und Olga Peretyatko-Mariotti. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Komm, blasser Tod
Klangschön, aber spannungsarm: „La traviata“ unter James Gaffigan an der Staatsoper.
Wiener Zeitung
„La traviata“: Mehr Tempobreite als Seelentiefe
Verdis „La traviata“, rundum neu besetzt und mit Olga Peretyatko-Mariotti in der Titelrolle: ein guter Repertoireabend mit kleinen Schwächen.
Die Presse

Unser Eigenbericht steht seit gestern online!

Zum Bericht von Renate Wagner

Zürich: „Jewgeni Onegin in der Inszenierung von Barrie Kosky (schon gesehen in Berlin)

Olga Bezsmertna, Peter Mattei. Copyright: Monika Rittershaus

Aus der Rezension von John H. Mueller: Die nervösen Bewegungen der Tatjana zeigen sie als ihrer selbst unsichere, junge Frau. In der Briefszene, die sie auch in diesem Garten und nicht in ihrer Kammer singt, streicht Tatjana die Stellen in ihrem Buch an, deren Seiten sie später herausreissen und in ihrem Brief verwenden wird. Dabei steht die Sängerin in einem Lichtkegel, aus dem sie nicht entfliehen kann. Den Brief verschliesst sie in einem leeren Einweckglas, das dann Onegin bei der Begegnung mit ihr wohl ungeöffnet zurückbringt – schon das eine Verletzung Tatjanas. Die „Abkanzelung“ Tatjanas durch Onegin, die sie ja  innerlich so tief verletzt, bringt Peter Mattei wohl absichtlich so wie nebensächlich und singt mit seiner angenehm timbrierten Stimme ein bewundernswertes Legato. Das wirkt umso rücksichtsloser und beleidigender, je schöner Onegin singt. Das Einweckglas mit dem Liebesgeständnis bleibt ungeöffnet im Gras liegen…

Zum Premierenbericht von Dr. John H. Mueller

STUTTGART: „LA CENERENTOLA“ 24.9. 2017 (Wiederaufnahme) – Ein spritziger Saisonstart

Erfreuliche Neuzugänge: Lilly Jorstad (Angelina) und Bogdan Baciu (Dandini). Copyright: Martin Sigmund

Mit einem schnell auf Hochtouren gekommenen Ensemble, das Rossinis espritvolle Eingebungen immer wieder richtig zum Zünden brachte, startete die Stuttgarter Oper in die letzte Saison unter der Direktion von Jossi Wieler. Vor zwar nicht vollem Haus, aber mit einer sich beständig hochschaukelnden Stimmung, die schlussendlich in einen rauschenden und ovationsreichen Applaus mündete, der bei Besetzung aller Plätze auch nicht unbedingt größer und lautstarker sein könnte…

Zum Bericht von Udo Klebes

Innsbruck: „LES CONTES D‘ HOFFMANN“ – ein flauer Saisonstart! (23.9.2017)

Jomante Slezaite, Christianne Bélanger und Dominik Sutowicz. Foto: Rupert Larl

Mit Freuden den Tiroler Musentempel betreten, diesen nach knapp 3 1/2 h (gefühlten 7 h!) enttäuscht wieder verlassen. So die Kürzestversion des Premiereneindrucks.

An Offenbach scheint sich das Tiroler Landestheater die Zähne auszubeißen. Auch diesmal, bereits bei „Hoffmann“ Nr. 4 seit Beginn der 1980er Jahre, kein Grund zum Jubeln…

Zum Premierenbericht von Dietmar Plattner

Wiesbaden: „Götterdämmerung“

Während manche Wähler an diesem Abend frustriert und enttäuscht waren, weil die gewählte Partei nicht die erhofften Stimmen bekamen, waren  die Besucher bei der Wiederaufnahme der Götterdämmerung am Staatstheater Wiesbaden hoch zufrieden und dokumentierten dies am Ende mit einem anhaltenden, lautstarkem Beifall…

Zum Bericht von Franz Roos

Bayerische Staatsoper mit Tannhäuser in Japan
Die Staatsoper tourt durch das dauerkrisengebeutelte Japan und beendet das Gastspiel mit „Tannhäuser“ in Tokio
Münchner Abendzeitung

Cardiff: KHOVANSHCHINA: Russia’s tragedy becomes the world’s in compelling revival 

Monumentality and constructivist design … Welsh National Opera’s Khovanshchina by Mussorgsky. Copyright: Clive Barda

Cardiff: Khovanshchina review – Russia’s tragedy becomes the world’s in compelling revival
The Guardian


Straßburg:
Mit Galgenhumor in die Apokalypse – Philippe Manourys Oper „Kein Licht“
Neue Musikzeitung/nmz.de

WIEN / Leopold Museum: ANTON KOLIG (vom 22. September 2017 bis zum 8. Jänner 2018)

Der Künstler und die Zeit

Anton Kolig (1886-1950), in Mähren geboren, „Kärtner“ geworden (Mittelpunkt des „Nötscher Kreises“), zählt zu den eindrucksvollsten Künstlerpersönlichkeiten Österreichs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Zeitgenosse von Schiele und Kokoschka hat in der Nachwelt nicht dieselbe Beachtung gefunden wie diese. Das Leopold Museum holt nun die umfassende Begegnung mit Koligs Werk für den Kunstfreund in einer Personale nach.

Anton Kolig     Er wurde an 1. Juli 1886 in Neutitschein, damals Mähren und Teil der Habsburger Monarchie, geboren, schon der Vater war Kirchenmaler. So kam der begabte Sohn mit 18 Jahren nach Wien, zuerst an die Kunstgewerbeschule, dann an die Akademie der bildenden Künste. Nach seiner Heirat wurde ab seinem 25. Lebensjahr bis zu seinem Tod Kärnten seine Heimat, Nötsch im Gailtal, das durch Kolig und seine Künstlergruppe zu einem Begriff wurde…

Zum Ausstellungsbericht von Heiner Wesemann

Filme der Woche

FimPoster  On the Milky Road~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Der Name „Emir Kusturica“ leuchtet noch immer im Gedächtnis von Cineasten, der Mann hat schließlich verdient zwei „Goldene Palmen“ heimgetragen, aber das ist einige Zeit her. Seiner politischen Ansichten wegen in publizistische Ungnade gefallen (wie ja auch Peter Handke – Bekenntnisse zu Serbien im Balkan-Krieg waren verpönt), hat er lange nichts von sich hören lassen. Und nun ist er wieder da mit einem Film, der alle Widersprüche ausgelöst hat, von höchster künstlerischer Anerkennung bis zu scharfer Ablehnung. Alles ist drin, wenn man sich an ein belastetes Thema wagt.

Denn wir sind in einem bosnischen Dorf mitten im Balkan-Krieg, und da eine verrückt-romantische Liebesgeschichte zu erzählen, erschien vielen als Verniedlichung der Katastrophe. Und vielleicht ist manches tatsächlich – nun, sagen wir possierlich. Der „Milky Way“ des Titels ist nicht das, was wir gemeiniglich unter „Milchstraße“ verstehen, sondern diesmal real eine solche. Emir Kusturica selbst spielt den Milchmann, der nicht Tewje, sondern Kosta heißt, und der 63jährige, der entschieden jünger wirkt, ist sich selbst ein hervorragender Hauptdarsteller, mit der seelenvollen Ausstrahlung eines Durchschnittsmannes, schauspielerisch ganz Feinarbeit in Mimik und Gestik…

Unter’m Strich/ Politik

Österreich
Bundeskanzler Kern verhängt über Zeitung „Österreich“ Inserate-Boykott

Bereits im KURIER-Gespräch hatte Kern vergangene Woche angekündigt, dem Boulevard-Blatt Österreich künftig keine Interviews mehr geben zu wollen (siehe Video unten). Nun schärfte der Bundeskanzler nach: Auch Wahlkampf-Inserate der SPÖ werde es nicht mehr geben. „Nur, weil ich bei einer Wahl kandidiere, heißt das noch lange nicht, dass ich alles mitmachen muss“, schrieb Kern am Montagabend auf Facebook.
Kurier

„Österreich“ hat ein Dossier, das aus Kerns Partei stammt veröffentlicht, in dem der Kanzler wirklich nicht gut gezeichnet wird.

„Inserate streichen“ – das war auch meine erste Reaktion. Dann habe ich nachgedacht. Ich will nicht Kanzler werden, habe daher leicht reden. Herr Kern will Kanzler bleiben.

Ob es klug ist, sich mit dieser doch viel gelesenen Zeitung anzulegen, wage ich zu bezweifeln. Oder probiert Herr Kern nun den Überschmäh: Weil offene Feindschaft zwischen dem Kanzler und Österreich-Herausgeber Fellner zu herrschen scheint, könnte vielleich die „Kronen-Zeitung“ – der Konkurrenz nicht gut gesinnt –  im Wahlkampf-Endspurt zu Kern überschwenken! Die wird noch weit mehr gelesen. Ist der Kanzler nun ein Übertaktiker oder stimmt das, was im Dossier geschrieben steht.

Aber schon meldet sich ein echter Insider zu Wort: Na ja, wenn er sich dabei nur nicht verzockt. Denn ein gewisser Werner Faymann hat sicher immer noch gute Kontakte zur Krone und würde sich sicher freuen, wenn Kern die Wahl verliert, ja vielleicht sogar auf Platz 3 abrutscht. Du kennst die Steigerung: Feind-Todfeind-Parteifreund.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-september-2017


25. SEPTEMBER 2017

by ac | 25. September 2017 08:48

Dominique Meyer: „Ich wäre gerne für immer geblieben

Dominique Meyer hat mit dem „Kurier“ erstmals nach seiner „Nichtverlängerung“ auch über dieses heiße Thema gesprochen. Was zwischen den Zeilen zu lesen ist, ist interessanter als das, was in Reinschrift gebracht wurde.

Dominique Meyer: Der Oper geht es blendend. Wir hatten tolle Ergebnisse in der letzten Spielzeit. Der Ruf ist international nach wie vor sehr gut. Die Zuschauer sind da. Die Künstler kommen gerne. Und wir haben endlich angefangen, die historischen Teile zu renovieren (dzt. Vestibül/Eingangsfoyer, im nächsten Sommer die Loggia und das Schwindfoyer, Anm.). Ich musste viel kämpfen, um das zu erreichen. Jetzt tut man so, als ob das mein Abschiedsgeschenk wäre. Aber ich schlafe ja nicht hier, ich bin nicht Besitzer. Ich denke, es gehört gemacht, so wie die neuen Untertitel-Tablets, die eine Auswahl von sechs Untertitelsprachen ermöglichen und weltweit einzigartig sind. Und wir haben – das gab es noch nie! – eine von der Holding bestätigte Dreijahresplanung. Die Staatsoper ist sehr gesund…

…Wird es nach der Wahl einen neuen Kulturminister geben?

Ich bin kein Experte und habe mir verboten, über österreichische Innenpolitik zu reden.

Dann vielleicht allgemeiner: Kulturpolitik ist, so hat man den Eindruck, auch international immer mehr ein Anhängsel, ein Nebengedanke.

Österreich ist ein Kulturland. Das soll nicht nur eine Phrase sein. Viele reisen hierher, weil sie Hochkultur erleben wollen. Das Land soll kulturell eine Vorreiterrolle einnehmen. Das ist eine Dimension, die man manchmal vergisst. Die Österreicher sind nicht immer im Klaren mit sich selbst, sie sprechen schlecht über sich selbst und nehmen ihr Glück nicht wahr. Das ist eines der zwei Probleme in diesem Land…

Wie geht es mit der Opernball-Chefin weiter? Diese ist ja in die Politik eingestiegen und könnte sogar noch zu höheren Weihen als bloß Abgeordnete zum Nationalrat gelangen. Ist eine Verpolitisierung des Opernballs wünschenswert, ist sie überhaupt möglich? Ist Maria Großbauer überhaupt daran interessiert, unter den gegebenen Voraussetzungen ihre ehrenamtliche Tätigkeit fortzusetzen? Der Opernball ist ein Millionenunternehmen, das kann man nicht so nebenbei führen!

Jetzt warten wir erst einmal die Wahl ab. Ich weiß nicht, ob es einen Vertrag gibt, ob darin der konkreten Fall berücksichtigt wurde. Tatsache ist, dass der Opernchef auch Chef des Opernballs ist, er also diese Entscheidung zu treffen und zu verantworten hat!

Wien/ Staatsoper: LA TRAVIATA: Volles Haus, viele Touristen. So schön wie Olga Peretyatko-Mariotti war seit der jungen Netrebko niemand mehr

Olga Peretyatko-Mariotti. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Renate Wagner besuchte die Vorstellung: Drei Wiener Rollendebuts in den Hauptrollen von „La Traviata“, ein ziemlich volles Haus, viele Touristen auf den Sitzplätzen. Publikumsanteilnahme, ein herzlicher Erfolg am Ende – so kann Repertoire gut und gern sein…

Olga Peretyatko-Mariotti ist eine Schönheit, so schön war seit der jungen Netrebko niemand mehr, das Bild einer schlanken Schwarzhaarigen: eine solche Bühnenerscheinung ist schon die halbe Miete. Und sie hat spürbar ausführliche Erfahrung mit der Rolle, sie weiß sie bis ins Detail zu spielen, in Krankheit, Liebe und Leid – und sie hat das fugenlos in Wiens Unglücksinszenierung eingefügt. Dabei hat sie nicht jede Dummheit mitgemacht – dass Violetta in dieser Inszenierung stehend stirbt bzw. solcherart nicht stirbt, sondern ins Publikum starrt, hat sie zumindest damit unterwandert, dass sie sich fallen ließ, sobald das Licht ausging…  Zumindest geahnt hat man es also doch. Sehr gescheit…

Jean-François Borras ist kein Neuling an der Staatsoper, er hat sein französisches Repertoire hier gesungen (Werther, Des Grieux und Faust), auch einen Rudolf, er kennt das Haus, aber vielleicht muss er sich wieder an die Dimensionen gewöhnen…

Interessant war Ensemblemitglied Paolo Rumetz in der Rolle des Giorgio Germont. Den kann man bekanntlich auf jede beliebige Art interpretieren – Keenlysides belästigter Neurotiker etwa oder Domingos Frauenheld, der dieser Violetta keine fünf Minuten widersteht, und noch zahllose Möglichkeiten dazwischen. Rumetz spielt, in gespannter Körperhaltung und stimmlich hart akzentuierend, den strengen Vater schlechthin, er lässt sich weder von Violettas Schönheit noch Edelmut rühren, er will nur sein bürgerlich-starres Ziel erreichen…

Zum Bericht von Renate Wagner

Aktuelle Kritiken in unserer Webseite

FRANKFURT: IL TROVATORE  – krankheitsbedingt stark umbesetzt (23.9.)

Elza van den Heever (Leonora), Alison King (Ines). Copyright: Barbara Aumüller

Trotz krankheitsbedingter Ausfälle  dreier Protagonisten konnte diese Vorstellung der Neuinszenierung von ‚Trovatore‘ mit großer Verve und besten solistischen Kompensationen aufgeführt werden. Mit David Bösch ist wieder ein Regisseur am Werk, der die Dramatik der Oper ganz naturwüchsig in Szene setzt und nur durch behutsame ‚Modernisierung‘ gewisse Akzente setzt (ein Panzer aus der T-Serie für Lunas Kampftruppe des kräftigen Männerchors, ein Schrottauto und kaputte Fahräder bei den fahrenden Zigeunern)

Zum Bericht von Friedeon Rosén

MÖNCHENGLADBACH: DIE FASCHINGSFEE. Operette von Emmerich Kálmán. Premiere am 23.9.2017

 

Zum Bericht von Christoph Zimmermann

WIEN/ MuTh / Wiener Taschenoper /Konzertsaal Augarten: DER KLEINE HARLEKIN. Kinderoper von Karl-Heinz Stockhausen. Premiere am 23.9.2017

Der kleine Harlekin mit der Klarinette  – Merve Kazokoglu (C: Dimo Dimov)

Zum Premierenbericht von Karl Masek

Hannover: So schön war das Konzert von Rolando Villazón
Ein Mann, eine Frau, ein Klavier. Mehr braucht es nicht beim Liederabend von Rolando Villazón im Kuppelsaal. Gut 1100 aufmerksame Zuhörer und vor allem Zuhörerinnen folgen ihm hoch konzentriert auf seiner Reise vom Barock zum Belcanto durch das klingende Reich der italienischen Klagen, die vorzugsweise Liebesleid verkünden.
http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/So-schoen-war-das-Konzert

Hoffmanns Erzählungen im Kuriositätenkabinett in Salzburg
Das Salzburger Landestheater wurde am Samstagabend zum Kuriositätenkabinett, mit fünf prächtig ausgestatteten Akten. Eine gelungene Premiere.
Salzburger Nachrichten

„Der fliegende Holländer“ in Regensburg: Seefahrer zwischen Tragik und Klamauk
Für Richard Wagner war es ein Schauermärchen: der verfluchte Holländer, der über die Weltmeere segelt, auf der Suche nach der Frau, die ihn erlöst. Regisseur Uwe Schwarz zeigte die Oper am Theater Regensburg mal von einer anderen Seite. Und das fand BR-KLASSIK-Kritiker Peter Jungblut durchaus stimmig. Am 23. September war Premiere.
BR-Klassik

Filme der Woche

FimPoster  ES~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Wenn ein an sich simpler Horrorfilm so über die Maßen erfolgreich ist wie dieser, stellt sich die logische Frage: Warum? Der Name Stephen King, so glanzvoll er auch ist, kann es allein nicht sein, auch wenn man auf einen dickleibigen Buchklassiker zurückblickt und auf eine offenbar unvergessliche Fernsehverfilmung (für jene, die sie gesehen haben). Es ist wohl die wirklich geschickte Vermengung von scheinbarer Normalität und Ängsten, die in den Einzelnen schlummern, gezeigt an einer Handvoll Kindern, die man in diesem mit zweieinviertel Stunden überlangen Film erlebt, in dem Regisseur Andres Muschietti die verschiedenen Welten perfekt ausbalanciert…

Man ist in Derry, einer hübschen amerikanischen Ostküsten-Kleinstadt mit viel Natur rundum. Es beginnt mit einem entzückenden Jungen, Georgie, der im Regen ein Papierschiffchen ins Wasser setzt, das die Straße hinunterfließt. Als das Spielzeug in einen Gully hineinsprudelt und Georgie hineinblickt, sieht ihm ein weißgesichtiger Clown entgegen, den er gar nicht mit Schrecken, sondern Interesse betrachtet. Ja, und dann… dann sieht man mit Entsetzen, wie das Kind in dem Gully verschwindet. Nur einer von vielen, die nach und nach in Derry vermisst werden. „Es“, genannt „Pennywise the Dancing Clown“ (in der Maske steckt mit erschreckendem Ausdruck Bill Skarsgård), schlägt immer wieder zu…

HEUTE: „MERKER-KUNSTSALON“ – eine dringende Empfehlung

 

Sehen wir einander heute in der Gatterburggasse ?  Ein Besuch lohnt!

Deutschland hat gewählt!

Dazu bedarf es keines Kommentars meinerseits, dass ist eine innerdeutsche Angelegenheit. Die Deutschen brauchen ebensowenig Zurufe aus dem Ausland wie wir Ösis sie nach dem 15. Oktober brauchen.  Ich denke, dass die Politiker ihre Lehren aus dem Ergebnis ziehen werden.

Einen schönen Wochenenbeginn wünscht

A.C

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-september-2017


24. SEPTEMBER 2017

by ac | 24. September 2017 07:51

Peretyatko  Olga ©scholzshootspeople
Heute „La Traviata“ an der Wiener Staatsoper: Olga Peretyatko-Mariotti als Violetta. Copyright: scholzshootspeople

Die russische Sopranistin Olga Peretyatko-Mariotti ist ab Sonntag, 24. September 2017 erstmals als Violetta Valéry in Verdis La traviata im Haus am Ring zu erleben. An ihrer Seite geben Jean-François Borras als Alfredo, Paolo Rumetz als Giorgio Germont, Bongiwe Nakani als Annina und Ayk Martirossian als Dr. Grenvil ihre Staatsopern-Rollendebüts; Ilseyar Khayrullova verkörpert die Flora.

James Gaffigan leitet erstmalig La traviata im Haus am Ring.

Reprisen: 27., 29. September, 2. Oktober

Oper Graz: Imponierender Einstieg von Oxana Lyniv als Chefdirigentin


Oxana Lyniv. Copright: Photowerk / Kmetitsch

Schon mutig: Nicht irgendein Best-of wählte Oksana Lyniv für ihren offiziellen Premierenauftritt an der Oper Graz, sondern anspruchsvolle und komplexe Werke. „Mazeppa“ von Franz Liszt – das sei ein „Chefstück“, beschied man ihr einmal. Jetzt machte sie es eben zum „Chefinnenstück“ und formte die symphonische Dichtung von Franz Liszt aus 1850 präzise nach ihren eigenen Vorstellungen…

Großer Jubel am Ende als Willkommensgruß für die „Neue“, die in den nächsten Jahren bestimmt (und hoffentlich) noch viele weitere Herausforderungen an sich und das Grazer Publikum stellen wird.

Imposanter Einstand von Oksana Lyniv
Oksana Lyniv (39), die neue Chefdirigentin der Oper Graz, servierte dem Publikum beim Saison-Eröffnungskonzert keine herkömmliche Kost und nahm es doch ganz für sich ein.
Kleine Zeitung

Demnächst erscheint auch ein Interview, das unsere Grazer Mitarbeiterin Konstanze Kaas mit Oxana Lyniv dieser Tage geführt hat.

HEUTE IM THEATER AN DER WIEN: HÄNDELS „OTTONE“ konzertant

Bildergebnis für max emanuel cencic
Max Emanuel Cencic als „Ottone“

Musikalische Leitung: George Petrou

Ottone: Max Emanuel Cencic
Adelberto: Xavier Sabata
Gismonda: Ann Hallenberg
Matilda: Anna Starushkevych
Emireno: Pavel Kudinov
Teofane: Dilyara Idrisova
Orchester: Il Pomo d´Oro

Karlsruhe: „ADRIANA LECOUVREUR“ – Wiederaufnahme am 22.09.2017

Adriana-Barbara Dobrzanska (c) Falk von Traubenberg
Barbara Dobrzanska (Adriana). Copyright: Falk von Traubenberg

Im Merker 05/2017 berichtete Udo Klebes sehr euphorisch über die Premiere der „Adriana Lecouvreur“ (Francesco Cilea) am Badischen Staatstheater, nach meinem Besuch der heutigen WA kann ich diese Begeisterung in fast jeder Hinsicht teilen. Was für eine gelungene Inszenierung (Katharina Thoma), es gibt sie noch die Könner im Reigen der modernen Regie! Dennoch können sich auch Jene Libretto-Abänderungen bzw. Verfremdungen nicht versagen und somit erachte ich diesen unsinnigen Eingriff ins Geschehen des Finalaktes als völlig überflüssig und entbehrlich…

Zum Bericht von Gerhard Hoffmann

40.000 Euro aus Benefiz-Auktion für Schlingensiefs Operndorf
Eine Benefiz-Auktion, die dem von Christoph Schlingensief gegründeten Operndorf Afrika zugutekommen soll, hat mehr als 40.000 Euro erzielt. Internationale Künstler hatten T-Shirts gestaltet, die am Freitagabend in Berlin versteigert wurden. Beteiligt haben sich rund drei Dutzend Künstler, darunter Norbert Bisky, Monica Bonvicini, Paul McCarthy, Jonathan Meese, Anselm Reyle und Rosemarie Trockel.
Salzburger Nachrichten

Deutscher Schauspielerpreis für Markovics und Drassl

71710011438289096_BLD_Online
Große Ehre für Gerti Drassl. Bildquelle: APA (dpa)/Jörg Carstensen

Jutta Hoffmann (76) und Karl Markovics (54) sind am Freitagabend in Berlin mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2017 ausgezeichnet worden. Die Deutsche Hoffmann wurde für die Hauptrolle in der BR-Produktion „Ein Teil von uns“ gewürdigt, Markovics für sein Spiel im BR-„Polizeiruf“ „Und vergib uns unsere Schuld“. Als Komödiantin mit dem Schauspielerpreis geehrt wurde „Vorstadtweib“ Gerti Drassl (39).
Salzburger Nachrichten

Berlin: Volksbühnen-Besetzung geht weiter

Sehr besonnen reagiert Chris Dercon auf die „Besetzung“ seines Theaters. Da er bisher keine Strafanzeige erstattet hat, räumt die Polizei auch nicht zwangsweise. Dadurch wird De-Eskalation betrieben. Wie lange sich die Verantwortlichen diese Provokation gefallen lassen (können), ist aber eine Frage.

Eine Räumung sei nicht geplant, sagte der Sprecher der Berliner Kulturverwaltung, Daniel Bartsch, am Samstag. Die Berliner Polizei war zeitweise vor Ort. Weil der Hausherr keine Strafanzeige gestellt habe, sei nicht eingegriffen worden, sagte eine Sprecherin am Samstag.

Am Freitagnachmittag hatte ein Künstlerkollektiv das Berliner Theater am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt und angekündigt, dort für drei Monate bleiben zu wollen und ein eigenes Programm auf die Beine zu stellen. In dem Haus sind erst ab November Aufführungen des Teams um Dercon geplant. Derzeit finden Vorstellungen nur am zweiten Spielort auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof statt.

Volksbühne besetzt: So ticken die Besetzer
Die Welt
Ein Kommentar zur besetzten Volksbühne
Tagesspiegel

WIEN/ Volkstheater: „HÖLLENANGST. Nestroy-Premiere am 23.9.

HöllenangstSzene lupispuma_com_Volkstheater-420x280
„Höllenangst“. Copyright: lupispuma.com

Auszug aus dem Premierenbericht von Renate Wagner: Erfahrungen erzeugen Erwartungen, und die erste Nestroy-Erfahrung der Ära Badora (vor knapp zwei Jahren, in ihrer ersten Saison) mit „Zu ebener Erde“ waren katastrophal. Auch Bilder erzeugen Erwartungen, und die Fotos, die man vorab von „Höllenangst“ sah, ließen an ein U-Boot oder bestenfalls Horvath denken – alles nur nicht Nestroy. Allerdings sagt die Erfahrung auch, dass der Regisseur Felix Hafner sich in der vorigen Saison intelligent und erfolgreich mit Molières „Menschenfeind“ auseinandergesetzt hat… Und so gab es dann die positive Überraschung: Man sah einen hoch stilisierten, aber in sich stimmigen Nestroy-Abend…

Das Volkstheater war einmal ein Nestroy-Haus. Nun ist es wieder eines. Man kann sich darüber freuen.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Morgen im „Merker-Kunstsalon: Giuseppe Verdi und Schiller

mit Anna Ryan, Muratcan Atam, Pavel Kudinov und Apostol Milenkov. Am Klavier: Manfred Schiebel

Beginn ist 19,30 h.

Ich werde mir erlauben, Sie morgen nochmals daran zu erinnern!

KONZERT/ KÜNSTLERGESPRÄCH CHRISTINA BAADER BEIM „Online-Merker

ba1
Christina Baader, Peter Skorepa und A.C. beim Interview. Foto: Esther Hatzi

Das dabei entstandene Interview erscheint demnächst!

Keinen Mann gefunden: Frau feiert Hochzeit nun alleine
Laura Mesi hat sich eines im Leben geschworen: Wenn sie bis zu ihrem 40. Geburtstag keinen Mann gefunden hat, feiert sie einfach eine Single-Hochzeit. Gesagt, getan!
Heute.at

Gar keine schlechte Idee. Die Braut erspart sich eine Menge Arbeit, Enttäuschung etc. Wenn dennoch noch der Richtige kommt, gibt es eben noch eine Hochzeit. Man soll nie nie sagen. Dann war die Single-Hochzeit eben eine Party, die aber 10 000 Euro gekostet hat.

Wels/ Oberösterreich:

 In Wels ist in der Nacht auf Sonntag ein Konzert am Messegelände, bei dem u.a. Mark Forster auftrat, wegen einer Bombendrohung abgebrochen worden. 5.800 Personen wurden evakuiert, wie die Polizei berichtete. Auch eine angrenzende Halle, in der sich rund 500 Leute – darunter eine Hochzeitsgesellschaft – aufhielten, wurde geräumt. Sprengstoff wurde allerdings nicht gefunden.

Heute Deutschland-Wahl

Als an Politik Interessierter verfolge ich natürlich mit Spannung die erste Hochrechnung (um 18 h)

Ich wünsche einen schönen Sonntag

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-september-2017


23. SEPTEMBER 2017

by ac | 23. September 2017 08:18

Oper Frankfurt: „Il Trovatore“ im Krankenstand. Die einzige „Überlebende“: Elza van den Heever (Leonora), auf dem Foto mit Alison King (Ines). Foto: Barbara Aumüller

So wird es in der heutigen Vorstellung am Samstag, dem 23. September 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus

drei kurzfristige Umbesetzungen geben:

Der türkische Tenor Murat Karahan singt anstatt Piero Pretti die Partie des Manrico, welche er im kommenden Jahr auch an der Deutschen Oper Berlin verkörpern wird.

Der slowakische Bariton Dalibor Jenis springt für Brian Mulligan als Graf Luna ein und wird im Oktober diesen Jahres als Verdis Macbeth am Théâtre des Champs-Elysées in Paris zu erleben sein.

Die albanische Mezzosopranistin Enkelejda Shkoza wird nach dem vergangenen Sonntag schon in der zweiten Vorstellung dieser Neuproduktion Tanja Ariane Baumgartner als Azucena ersetzen; diese Partie führte sie kürzlich u.a. zum Festival von Macerata.

Wenn drei von vier Hauptdarstellern der ohnedies extrem auf diese Figuren zugeschnittenen „Verwirroper“ auwsfallen, kann man von einem „Supergau“ sprechen. Jetzt frage ich mich ernsthaft, wofür sechs Wochen geprobt wurde.

Würde das in Wien passieren, würden die Opernfreunde über den (schuldlosen) Direktor herfallen. In Frankfurt nimmt man das gelassener (wohl auch, weil die Menschen durch die morgen stattfindende Bundestagswahl abgelenkt sind und es auf der Welt weit wichtigere Dinge als Oper gibt).

Wien ist jedenfalls anders – hysterischer!

Unfassbar: Theaterbesetzung in Berlin – und das einen Tag vor der Wahl

Volksbühne: Künstlerkollektiv besetzte Berliner Volksbühne 

Theater Volksbühne in Berlin. Bildquelle: APA (AFP)/TOBIAS SCHWARZ

Berlin (APA/dpa) – Der Streit um die Berliner Volksbühne und ihren neuen Intendanten Chris Dercon eskaliert: Aktivisten haben am Freitagnachmittag das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt. Sie wollten für zunächst drei Monate bleiben und ein eigenes Programm erstellen. Vor das Theater hängten sie ein Transparent mit dem Schriftzug „Doch Kunst“ und verschlossen einige Türen des Gebäudes mit Ketten und Schlössern…

In dem Haus solle ein neues „Anti-Gentrifizierungszentrum“ entstehen, kündigte eine Sprecherin der Besetzer an. Die Aktivisten riefen ehemalige Mitglieder der Volksbühne zum Mitmachen auf. Berlin sei in den vergangenen Jahren der „Verwertung des Kapitals“ ausgesetzt worden.

Mehrere Hundert Menschen verfolgten das Statement im Foyer an Ort und Stelle. Es gehe nicht um die Personalie Chris Dercon. Der könne in der zweiten Spielstätte der Volksbühne am Tempelhofer Flughafen bleiben. Im Gebäude der Volksbühne solle hingegen ein „Parlament der Wohnungslosen“ entstehen…

Berlin: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt
Etwa hundert Menschen haben am Freitagnachmittag die Berliner Volksbühne besetzt. Die Aktion richte sich gegen die Kultur- und Stadtpolitik in Berlin.
Tagesspiegel

Na super! Haben die Verantwortlichen alles im Griff?

Wie geht es weiter? 

   Bis tief in die Nacht hat es Gespräche zwischen den Aktivisten, der Kulturverwaltung und dem Volksbühnenteam gegeben. Das bestätigte der Sprecher des Theaters Johannes Ehmann der Deutschen Presse-Agentur. Auch Intendant Chris Dercon und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) waren in die Verhandlungen eingebunden.

 Am Samstag werde es weitere Gespräche geben, sagte der Sprecher der Berliner Kulturverwaltung, Daniel Bartsch, der dpa. Eine Räumung sei nicht geplant. Die Aktivisten kündigten unterdessen eine „erste Vollversammlung“ für Samstagnachmittag an – und riefen via Twitter zu Sachspenden wie Toilettenpapier oder Büromaterial auf.

Kirill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester: Tannhäuser in Tokio

„Tannhäuser“ in der Castellucci- Inszenierung. Copyright: Wilfried Hösl

Seit knapp zwei Wochen ist Kirill Petrenko mit seinem aktuellen Orchester, dem Bayerischen Staatsorchester, auf Asien-Tournee. Zwei Opernproduktionen hat Nikolaus Bachler für die Asien-Tournee ausgewählt: Den „Tannhäuser“, eine Regiearbeit von Romeo Castellucci und die „Zauberflöte“ in der Everding-Inszenierung aus den 1970er Jahren. Gestern feierte Wagners „Tannhäuser“ in Tokio Premiere – auf einer breiteren aber kürzeren Bühne als im Bayerischen Nationaltheater und ohne Engelsloge
BR-Klassik

NEU in unseren Kritiken:

Darmstadt: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Hilsdorf erzählt die Geschichte und kann sich dabei eine Eitelkeit nicht verkneifen: Samiel! Nein, wir sind nicht im falschen Stück! Aber weil, so Hilsdorf, es eine „Reminiszenz an den Freischütz“ geben soll, wird diese Figur als blondhaariges Zwitterwesen eingeführt. Und da es offenkundig noch immer Menschen gibt, die die Anatomie des menschlichen Körpers nicht kennen……, ja da darf Frau Samiel nackte Brüste und einen XL-Penis zur Schau tragen! Erhellend ist das zu keinem Zeitpunkt und somit völlig überflüssig!

Zum Bericht von Dirk Schauß

LINZ/ Black-Box des Musiktheaters: LA ROSINDA von Francesco Cavalli

Julia Grüter in der Titelrolle und Xiaoke Hu als Clitofonte (Copyright: Alexi Pelekanos)

Regisseur Gregor Horres verwendete in seiner Inszenierung viele Klischees aus früheren Opernzeiten: Es gibt eine geflutete Bühne, um die Insel als Spielort zu zeigen, ein paar Koffer und Aktentaschen zum Transport des Badezeugs etc. Aus einem Revolver werden Schüsse abgefeuert – mit dem Nebeneffekt, dass eingenickte Zuschauer und Zuschauerinnen wieder aufgeweckt werden. Positiv ist anzumerken, dass durch die kreative Personenführung des Regisseurs das gute Sängerensemble sich auch darstellerisch exzellent entfalten konnte.

Zum Bericht von Udo Pacolt

AMSTERDAM: LA FORZA DEL DESTINO. Premiere 9.9. besuchte Vorstellung 13.9.2017

Um eine Aufführung auf solch einem Niveau in Deutschland erleben zu können, muss man schon nach München oder Berlin reisen. Die Nationale Oper in Amsterdam ist das einzige Haus der Niederlande mit festem Ensemble, spielt aber international ganz vorne mit, wie jetzt die Neuproduktion von „La Forza del Destino“ beweist, die als Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden herauskam…

Copyright: DNT

http://www.deropernfreund.de/amsterdam-dno.html (Rudolf Hermes)

LÜTTICH/ Opera de Wallonie: „MANON LESCAUT – Klassisch bebildertes Melodram. Premiere am 19.9.

Das königliche Opernhaus der Wallonie in Lüttich tut sich seit Jahren mit einem Spielplan hervor, der sich durch eine gelungene Mischung aus Repertoireklassikern und selten bis seltenst gespielten Raritäten auszeichnet. So plant das Haus in der gestern begonnen Saison 17/18 neben „Rigoletto“, „Carmen“ und „Le Nozze di Figaro“ unter anderem auch Donizettis „Favorite“, Rossinis „Donna del lago“ und Aubers „Domino noir“. Die Spielzeit eröffnen durfte allerdings Puccinis heutzutage neben seiner „Tosca“, der „Bohéme“ oder „Madama Butterfly“ ein wenig stiefmütterlich behandelte „Manon Lescaut“…

http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html / Jochen Rüth

Wien/ VOLX (Volkstheater in den Bezirken): DAS HAUS AM SEE

Copyright: lupispuma/ Volkstheater

WIEN / Volx/Margareten, Aufführung für die Bezirke: DAS HAUS AM SEE von Ernest Thompson
Premiere: 22. September 2017

Es ist fast unvermeidlich, dass man bei „Das Haus am See“ (oder „On Golden Pond“ bzw. „Am goldenen See“) an den Film von 1981 denkt. Er wurde nicht zuletzt deshalb so berühmt, weil der alte Henry Fonda und seine Tochter Jane Fonda auch auf der Leinwand Vater und Tochter spielten (im wahren Leben so entfremdet wie im Film…). Und als alte Mutter stand Katherine Hepburn vor der Kamera. Man täte sich schwer, so etwas zu vergessen.

Dennoch hat das Volkstheater keinen „Film“ auf die Bühne gebracht, sondern das originale Theaterstück von Ernest Thompson, das für die Praxis viele Vorteile hat: nur einen Schauplatz, sechs sehr gute Rollen und, obwohl zwar äußerlich unzeitgemäß (kein Handy, kein Computer, beim Telefonieren mit einem altmodischen Telefon mit Wählscheibe verlangt man noch die Vermittlung!), ein ziemlich ewiges Thema, eigentlich zwei: Altwerden und Familienschmerzen. Wer kennt das nicht, entweder selbst oder in seiner unmittelbaren Nähe…

Zum Bericht von Renate Wagner

Filme der Woche

FilmCover  Leanders letzte Reise~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Die alte Frau – Großmutter, Mutter, Ehefrau – ist tot. Nach dem Begräbnis möchte die mittelalterliche Tochter Uli (Suzanne von Borsody) den 92jährigen Vater Eduard Leander (Jürgen Prochnow, der in seiner introvertierten Stille tief beeindruckt) am liebsten ins Heim verfrachten, während es der Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller) mehr oder minder egal ist, wie es weitergeht.

Eines aber steht jedenfalls fest: Der alte Mann hat einen eisernen Kopf. Jetzt, wo er „frei“ ist, will er zu seiner großen Reise in die Vergangenheit aufbrechen. Und weil sich die Tochter ja doch um ihn sorgt, schickt sie ihm die Enkelin (die ja in der Bar einen Job hat, bei dem sie auch mal wegbleiben kann) hinterher…

HEUTE beim Online-Merker: Mezzosopranisten Christina Baader zu Besuch – verbringen Sie mit uns einen gemütlichen Abend

 

Christina Baader ist in die Grazer „Eugen Onegin“-Produktion involviert (Dezember) und singt im Frühjahr 2018 im Wiener Konzerthaus im „Verdi-Requiem“ den Mezzopart. Die „Favorite Arias“ singt sie bei uns heute live, ansonsten wollen wir mit der Sängerin locker plaudern. Bei uns wird niemand „verhört“, es soll angenehm und – wenn geht – auch unterhaltsam sein. Ich freue mich immer auf das Danach, da geht es oft lustig zu. Getränke (Sie sind eingeladen) gibt es bei uns genug.

Kommen Sie, wir warten auf Sie!

Ein Youtube-Video von einer anderen in Wien lebenden Mezzosopranistin:

Maryna Lopez- Ein Konzert in der Ukraine

Maryna Lopez.

19 h im Amtshaus Brigittenau (Brigittaplatz 10, 1200 Wien) einen Leder- und Arienabend

Deutscher Wahlendspurt: Parteien werben um Unentschlossene
Einen Tage vor der Wahl werben die Parteien noch einmal um Stimmen. Am Freitag demonstrierte Merkel Einheit mit Seehofer, Schulz verwendete harte Worte für die AfD.
Salzburger Nachrichten

Wirklich spannend ist diese Wahl ja nicht mehr, bestenfalls ist das Gerangel um den dritten Platz noch offen.

Dafür spitzt es sich in Österreich zu:

Starke Nerven sind gefragt, allen sind die scheinbar nicht gegeben (Absage eines Interviews gestern bei oe-24). Nun spielt sogar eine „männliche Prinzessin“ mit! „Basti Fantasti“ (ein Meidlinger!) scheint der Konkurrenz zu enteilen und kann sich wohl nur mehr selbst ein Bein stellen. Bei uns in Österreich geht es immerhin um Platz 2 – auch das ist eine Steigerung gegenüber unseren deutschen Lieblingsnachbarn.

Drei Wochen lang wird es rund gehen – und dagegen haben die Theater keine Chance – zumindest was mich betrifft. Keine 10 Rösser bringen mich in einen Musentempel, wenn sich die „Großen Drei“ im TV matchen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-september-2017


22. SEPTEMBER 2017

by ac | 22. September 2017 08:24

Ballett_Portrait_2011_24420_POLAKOVA[1]

Wiener Staatsballett: Heute Rollendebüt als „Giselle“: Nina Polakova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Pöhn

Das Wiener Staatsballett beginnt am Freitag, 22. September 2017 seine Staatsopernsaison mit Giselle in der Fassung von Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa. Mit dieser Wiederaufnahme kehrt eines der bekanntesten und beliebtesten Ballette des klassischen Repertoires zurück auf die Bühne des Hauses am Ring, wo es 2011 zum letzten Mal gezeigt wurde.

Unter der musikalischen Leitung von Valery Ovsyanikov sind in den sieben Vorstellungen alternierende Besetzungen zu erleben:

Ihre Rollendebüts am 22. September 2017 geben Nina Poláková als Giselle, Denys Cherevychko als Herzog Albrecht, Eno Peci als Hilarion, Natascha Mair und Dumitru Taran als Bauernpaar und Rebecca Horner als Myrtha (Reprise in dieser Besetzung am 24. September, 11.00 Uhr).

Die Vorstellung am 28. September (in anderer Besetzung) wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com; die Aufführung am 1. Oktober wird im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Restkarten für die Vorstellungen am 24. und 28. September sind erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at

Wiener Staatsoper: Solistenkonzert Erwin Schrott. War es eine Mogelpackung?

Solistenkonzert_20170920_Schrott_101866[1]
Giulio Zappa und Erwin Schrott beim Schlussapplaus. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das Publikum tobte vor Begeisterung. Nicht so der „Standard“-Kritiker Daniel Ender, der das schrieb, was man einen Verriss nennt. In seinem Medium gehen bei den Leserreaktionen deshalb die Wogen hoch.

Erwin Schrott gilt als Publikumsliebling, der gerne seinen Charme spielen lässt. Der Bassbariton unterhält mit mehr oder weniger witzigen Sprüchen und setzt eine Dynamik in Gang, die dazu führt, dass sich das Haus bereits unterhalten fühlt, wenn er nur seinen Namen sagt. Schrott mag dabei sympathisch wirken…

Was er Mittwochabend in der Staatsoper, von Giulio Zappa am Klavier begleitet, jedoch ansonsten bot, war künstlerisch des Rahmens und Veranstaltungsortes nicht wirklich würdig. Viel eher machte der Abend den Eindruck einer noch nicht einmal ernsthaft vorbereiteten Mogelpackung. Besonders der erste Teil mit Sarti, Marcello, Mozart und Gounod wirkte, als hätten sich zwei rasch zur Korrepetitionsprobe zusammengefunden. Der Sänger klebte an seinen Noten und machte nicht einmal den Versuch einer ansatzweisen Gestaltung…

Erwin Schrott: Sängerclown mit Knödeln
Der Bassbariton rockte die Wiener Staatsoper –
Der Standard

Jonas Kaufmann will künftig mehr auf seine innere Stimme hören

Bildergebnis für jonas kaufmann
Jonas Kaufmann. Copyright: James Croucher

Opernsänger Jonas Kaufmann (48) will in Zukunft stärker auf seine „innere Stimme“ hören. Nach einer Pause wegen angegriffener Stimmbänder sei er vorsichtiger geworden, sagte der Tenor der Deutschen Presse-Agentur. Er müsse aufpassen und spüren, wieviel für ihn möglich und wieviel schädlich sei. Eine Schonhaltung habe er sich jedoch nicht auferlegt, seine Stimme sei klarer und stärker denn je.

Er fühle sich aber darin bestärkt, bei Anzeichen von Problemen im Zweifelsfall auch Nein zu einem Engagement zu sagen. Der Druck auf einen Künstler, nicht krank werden zu dürfen, könne allerdings immens sein. „Es ist eine für beide Seiten höchst unangenehme Situation, wenn der Veranstalter sagt: ‚Oh Gott, das ist das wichtigste Ereignis des Jahres, Sie dürfen nicht absagen, alle Fans warten auf Sie.'“

Die Karriere sei kein Wunschkonzert. „Ich kann nicht alle halbe Jahre meine Meinung ändern und alles, was geplant ist, über den Haufen werfen. Da werden dann keine Verträge mehr kommen und eine Garde von Anwälten bereit stehen, um mich zu verklagen“, sagte der Sänger. Am 29. Oktober wird Kaufmann in Hamburg mit einem Echo Klassik geehrt.

Jonas Kaufmann: Die Karriere ist kein Wunschkonzert
Er zählt zu den Klassikstars aus Deutschland: Nach einer Pause ist der Tenor Jonas Kaufmann wieder ganz da. Im Zweifelsfall will er in Zukunft aber auch mal Nein sagen
Hamburger Abendblatt
Kaufmann will stärker auf innere Stimme hören
Musik heute

So genannte „Fans“ haben mit übertriebener Verehrung schon viel angerichtet. Ein kluger Sänger muss wissen, wann es für ihn gefährlich wird und auch absagen können. Das Gewinsle der Veranstalter hat ihn ebenso wenig zu interessieren wie die Enttäuschung der Fans. Als Jonas Kaufmann zu einer langen Pause gezwungen war, hatten ihn viele in der Branche bereits abgeschrieben, ihm ein „Villazon-Schicksal“ vorausgesagt.

Nun, er ist wiedergekommen. Dass er nun aber vorsichtig ist, müssen auch die Fans verstehen, dann werden sie von Fans zu Freunden. Von Veranstaltern ist Verständnis eher nicht zu erwarten, dafür steht zu viel Geld auf dem Spiel. Aber jeder ist sich selbst der Nächste!

Klagenfurt/ „La Traviata“ Zeitgemäßes Musiktheater mit ausdrucksstarker Violetta


Copyright: Aljosa Rebolj

http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html

WAGNERS „RING“ IM MARIINSKI-THEATER St. Petersburg. Vom 19.-22.10.2017 – AN VIER AUFEINANDERFOLGENDEN TAGEN

Guettler Michael 131
Michael Güttler ist musikalischer Leiter des Mariinski-Rings

Konzeption: Valery Gergiev und George Tsypin
Musikalische Leitung: Michael Güttler

Mehr Info

London/ Royal Opera House: Und wieder taucht eine neue Stimme auf. Auf den internationalen Sängermarkt herrscht dichtes Gedränge


Kristina Mkhitaryan

German soprano Anett Fritsch has withdrawn from singing the role of Micaëla in The Royal Opera’s “Carmen” due to pregnancy.

As a result the role will be sung on Feb. 6, 10, 14, 20, 23 and March 3 and 6 by Russian soprano Kristina Mkhitaryan, who will make her Royal Opera debut in the role.

Kristina Mkhitaryan To Make Royal Opera House Debut In “Carmen’
“German soprano Anett Fritsch has withdrawn from singing the role of Micaëla in The Royal Opera’s “Carmen” due to pregnancy.”
http://operawire.com/kristina-mkhitaryan-to-make-royal-opera-house

Berlin: Aktivisten wollen Volksbühne besetzen

Weil sie Chris Dercon als Ausdruck der Gentrifizierung betrachten, plant eine politische Gruppe die Übernahme der Volksbühne – inklusive Alternativ-Spielplan…

Vor einigen Tagen wurde über die Facebook-Seite des Berliner Alexander Verlags ein Aufruf der Gruppe „Staub zu Glitzer“ geteilt, in der diese die Besetzung der Volksbühne ankündigt. Darin heißt es, dass ein Organisationsteam, bestehend aus 48 Personen, seit Monaten „im Verborgenen und in Vollzeit“ einen dreimonatigen Alternativspielplan ausgearbeitet habe. Es ist von einer erwarteten, breiten „Welle der Solidarität“ und „Publikumsströmen“ im Falle der Machtübernahme zu lesen. Die Vorbereitungen für den Umsturz sei zudem von Beginn an von einem Dokumentarfilmteam und Journalisten begleitet worden…

Widerstand gegen Dercon: Aktivisten wollen Volksbühne besetzen
Tagesspiegel

WIEN / Theater in der Josefstadt: WIE MAN HASEN JAGT von Georges Feydeau

Regie Folke Braband Bühnenbild und Kostüme Stephan Dietrich Musik Felix Huber Stunt-Choreografie Mel Stein Choreografie Kerstin Gmoser Danzer Dramaturgie Doris Happl Licht Manfred Grohs Duchotel Roman Schmelzer Moricet Martin Niedermair Cassagne Holger Schober Gontran Tobias Reinthaller Bridois, Polizeikommisar Alexander Strobele Leontine Pauline Knof Madame Latour Elfriede Schüsseleder Babet Gioia Osthoff Erster Polizist Jörg Reifmesser Zweiter Polizist Manuel Waitz

Copyright: Theater in der Josefstadt

Premiere: 21. September 2017

Besucht wurde die Generalprobe

„Wie man Hasen jagt“ war nicht das erste Stück, aber der erste Erfolg von Georges Feydeau (1862-1921), sozusagen das Grundmodell für alles Seitenspringe-Gehopse, das dann noch folgen sollte und ein eigenes Genre des französischen Boulevards begründete. Man hat dieses Stück und andere aus seiner Feder in Wien so oft gesehen, dass man sich fragt, ob sie eigentlich noch funktionieren, nicht zuletzt ihrer Vorhersehbarkeit wegen. Im Theater in der Josefstadt löst die Geschichte – in der im Grunde nur eine Häsin auf die Bühne kommt – nicht gerade brüllendes Gelächter aus…

An sich macht der Abend nichts falsch. Aber dergleichen besetzt man, wenn schon, denn schon, mit seinen besten, berühmtesten „ernsten“ Schauspieler, die sich bei solchen Gelegenheiten einen Jux machen. Für doch eher glanzloses Durchschnitts-„Repertoire“ eignet sich so ein Feydeau-Abend nicht.

Zum Bericht von Renate Wagner

WIEN / Blumenhof: FREIHEIT von Volker Schmidt. Uraufführung

FREIHEIT_Igor_Ripak_DSC_7915~1
Copyright: Igor Ripak

Eine Produktion der new space company
Premiere: 21. September 2017

Volker Schmidt, geboren in Klosterneuburg, als Schauspieler, Regisseur und Autor Allroundmann des Theaters, hat mit der von ihm begründeten „new space company“ ein eigenes Stück zur Uraufführung gebracht. „Freiheit“ ist eine Satire auf heutige Befindlichkeiten von Intellektuellen, wobei Schmidt keine Scheu davor hat, in seinen fünf Personen quasi fünf Archetypen in all ihren Klischees auf die Bühne zu bringen…

…Alles in allem marschieren unsere Zeitgeist-Pflanzen amüsant am Zuschauer vorbei und offenbaren Sprüche klopfend ihre toten Seelen: Über die Pseudo-Ideale, die sie anbieten, darf man lachen, besonders weil sie so schlicht gestrickt sind… Großer Premierenerfolg.

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

WIEN/ Galerie des Online-Merker „strichelei“: „ARTZAK“ – armenische Impressionen in Aquarellen.

art2

Ausstellung vom 19. September  bis Anfang November 2017

Zum Ausstellungsbericht

Morgen, Samstag, haben Sie die Gelegenheit, die Ausstellung im Rahmen unseres Künstlergesprächs mit der Mezzosopranistin Christina Baader (Frau Baader singt bei uns auch live) zu besichtigen – und dabei noch auf unsere Einladung auf das Erlebte und Gesehene anzustoßen. Beginn in der Online-Galerie ist um 19,30 h! Sie sind herzlich eingeladen!

L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt ist tot

Bildergebnis für liliane bettencourt
Ihr Leben war ein Roman – aber ohne Happy End: Die Hauptaktionärin des Kosmetikgiganten L’Oréal, Liliane Bettencourt, ist in Frankreich im Alter von 94 gestorben. Kurz nach einem Gerichtsurteil in der Affäre, die ihren Namen trug. –
http://derstandard.at/2000064542744/LOreal-Erbin-Liliane-Bettencourt-ist-tot

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-september-2017


21. SEPTEMBER 2017

by ac | 21. September 2017 08:33

Erwin Schrott bescherte der Wiener Staatsoper ein rappelvolles Haus. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Solistenkonzerte sind manchmal Sorgenkinder, was die Auslastung betrifft. Meist finden sie im Vorfeld von Premieren statt, weil sie mit relativ wenig technischen und personellen Aufwand auf die Bühne zu stellen sind. Erwin Schrott ist allerdings weit mehr als ein Füllprogramm.

Renate Wagner bestätigt ein volles Haus: Erwin Schrott könnte es sich leicht machen. Auf der Bühne Don Giovanni und Leporello, die Mephistos von Gounod und Boito, mal Escamillo, mal Dulcamara und neuerdings auch Scarpia (den wir bald erleben werden) – und im übrigen könnte er mit seinen „Tango“-Programmen um die Welt reisen und das Publikum entzücken. Aber er macht es sich auch schwer, wie sein vielfältiger Abend an der Wiener Staatsoper bewies. Das (rappelvolle!) Solistenkonzert mit Giulio Zappa am Klavier setzte auf Anspruch und Vielfalt. Natürlich auch, damit Erwin Schrott jede Nuance seines Könnens auspacken konnte – aber das ist ja schließlich legitim?…

die schönsten Schmachtfetzen, darunter „L’ultima canzone“ – jene verführerische, unwiderstehliche „Serenata“, bei der die Stimme so richtiggehend schmelzen kann…

Ja, und ein wahrer Opernsänger kann es nicht lassen, er zeigt, was er – unter anderem – am besten kann, noch einmal Mephisto, diesmal von Boito, „Son lo spirito che nega“ mit so viel Kraft gesungen, dass es Gänsehaut erzeugte, bis zum finalen, virtuosen Pfiff.

Die erste Zugabe galt der Leporello-Arie, Schrott ist wirklich einer der großen Mozart-Sänger unserer Zeit, Kraft, Beweglichkeit und Schönheit der Stimme sind auf ihrem Höhepunkt, den Ausdruck hat er bis ins Detail im kleinen Finger. Und dann erst gab er dem Publikum, was es erhofft haben mag – erst a capella, dann „Rojo Tango“, wobei Tango mit Schrott keine billige Unterhaltung, sondern hohe Kunst ist. Zugaben und Applaus verlängerten den Abend um gut 25 Minuten.

Zum Bericht von Renate Wagner

Ich erinnere mich noch gut daran, wie Opernfreunde Erwin Schrott als „Herr Netrebko“ bezeichnet  und seinen Erfolg nur seiner berühmten Frau zugeschrieben haben. Hinderlich war die Verbindung mit A.N. sicher nicht, nun aber stellt er auch selbst seinen Mann – und wie!

BERLIN: Die Staatsoper Unter den Linden und  Kultursenator Dr. Klaus Lederer laden am 7. Oktober zu einem KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt in das Opernhaus ein

Nach einer siebenjährigen Sanierungsphase findet im Oktober die lang erwartete Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden statt. Insbesondere bei den Berlinerinnen und Berlinern möchten sich die Staatsoper und der Kultursenator Dr. Klaus Lederer bedanken und laden sie am 7. Oktober um 12:30 Uhr zu einem KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt in das Opernhaus ein. Zusätzlich wird das Konzert auf den Bebelplatz übertragen und damit auch vor dem Haus erlebbar sein.

 

Unter der musikalischen Leitung ihres Generalmusikdirektors Daniel Barenboim spielt die Staatskapelle Berlin ein vielfältiges Programm, mit March Nr. 1 aus »Pomp and Circumstances« von Edward Elgar, der Ouvertüre zu »La forza del destino« von Giuseppe Verdi, »Vltava« (»Die Moldau«) aus dem Zyklus »Ma vlást« (»Mein Vaterland«) von Bedřich Smetana sowie Claude Debussys »Iberia aus Images«.

Haben wir immer noch das Sommerloch? Ein untrügliches Zeichen dafür ist, wenn über Sängergagen diskutiert wird

Was kostet ein Auto? Eine strohdumme Frage, denn zwischen einem Ferrari und dem Auto, das ich fahre, liegen preislich Welten. Nur, wer kann sich einen Ferrari leisten?

Auch unter den Sängern gibt es Ferraris und „preisgünstige Modelle“. Wobei tatsächlich mehr Ferraris in der Welt herumkurven als Sänger, die monetär in der Kategorie Ferrari angesiedelt sind. Da scheinbar derzeit medial in dieser Branche nicht viel los ist, greift BR-Klassik wieder einmal tief in die Mottenkiste und exhumiert das Thema Sängergagen:

Was verdient ein Opernsänger? Spitzengage oder Hungerlohn?

Verdienen Opern-Stars wie Anna Netrebko zu viel? Oder zu wenig? Warum verdient ein Sänger an einem Stadttheater manchmal weniger als ein Orchestermusiker? Uwe Friedrich untersucht im ersten Teil der neuen BR-KLASSIK-Serie „Einblicke ins Klassikbusiness“ das heikle Thema der Sängergagen…

New York zahlt auch für namhafte Sänger weniger als Houston, München zahlt weniger als Köln, das war schon immer so. Kluge Sänger nutzen den Prestigegewinn von Auftritten an den renommierten Häusern, um die Preise andernorts hochzuhalten. Immer wieder wird die Existenz von Gagenlisten bestritten, mit denen sich die Opernhäuser angeblich abstimmen. Künstleragent Reineke geht trotzdem davon aus, dass es sie gibt, und ist überzeugt, dass sich zumindest die Opernhäuser, die in der „Deutschen Opernkonferenz“ organisiert sind, auch beim Thema Gagen absprechen: „Unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten würde man das ein Kartell nennen.“ 

Lesen Sie mehr darüber in BR-Klassik

Berlin erinnert mit Gedenktafel an Ruth Berghaus

Berlin will mit einer Gedenktafel an die Regisseurin, Choreographin und Intendantin Ruth Berghaus (1927-1996) erinnern. Die Tafel soll am Donnerstag am früheren Wohnhaus der Künstlerin im Stadtteil Pankow angebracht werden, teilte die Kulturverwaltung am Mittwoch mit.
Musik heute

Wiesbaden: Eine Oper, die die Welt verändert
Søren Nils Eichbergs hoch reflektiertes Musiktheater „Schönerland“ in einer sorgfältigen Uraufführung
Frankfurter Rundschau

DER KARLSRUHER „RING DER VIELFALT“ FINDET SEINEN ABSCHLUSS (15.10. „Götterdämmerung“)

 Ks. Konstantin Gorny (Hagen). © Felix Grünschloß

Der Karlsruher Ring der Vielfalt, ein Projekt mit vier Regisseuren über drei Spielzeiten, findet seinen Abschluss! Götterdämmerung ist ab Sonntag, 15.10., auf der Bühne im Großen Haus zu erleben.

„La Bohème“ – schon kurz nach der Premiere kommt die neue Produktion aus dem Royal Opera House weltweit auf die Kinoleinwände (3. Oktober)

 

Die teilnehmenden Kinos in Österreich
A-1200 Wien UCI KINOWELT Millennnium City 03.10.2017
A-1060 Wien English Cinema Haydn 03.10.2017
A-2500 Baden Cinema Paradiso Baden 03.10.2017
A-3100 St. Pölten Cinema-Pardiso St. Pölten 03.10.2017
A-4061 Pasching Hollywood Megaplex  Pluscity 03.10.2017
A-4650 Lambach Lichtspieltheater Lambach 03.10.2017
A-6020 Innsbruck Metropol Multiplex 03.10.2017
A-8020 Graz UCI KINOWELT Annenhof 03.10.2017
A-9020 Klagenfurt Wulfenia Kino 03.10.2017

WIEN, HEUTE PREMIERE/ NEW SPACE COMPANY im Blumenhof (1020 Blumauergasse 6 (U2 Taborstraße)

 

Premiere: 21. September 2017, 20 Uhr

Vorstellungen: 24., 27., 28., 29. und 30. September; 1. und 3. Oktober 2017 – jeweils 20 Uhr

Blumenhof,  Blumauergasse 6, 1020 Wien (U2 Taborstraße)

karten@newspacecompany.at oder T. 0699-10013120

Fünf typische Vertreter jener Gruppe urbaner, ökologisch und politisch verantwortungsvoller Menschen, die alles richtig machen wollen, verbringen ein Wochenende in ihrem Landhaus. Es sollen ein paar entspannte Tage sein – doch spätestens seit Tschechow weiß man, dass der Rückzug aufs Land kein gutes Ende haben wird. Die Welt der vier gerät im Laufe des Abends ins Wanken – Gewissheiten werden zu Plattitüden, Überzeugungen enttarnen sich als scheinheilige Political Correctness. Realisiert wird das Stück in einem installativen Setting, einer Mischung aus Party-Location und Landhaus-Flair, angelegt in der beeindruckenden Industriearchitektur des Blumenhofes. Die Zuschauer sitzen dabei mitten im Geschehen.

Filme der Woche

FilmCover  Baumschlager~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Gleich zu Beginn – der Titel ist verdammt ähnlich, aber mit der TV-Grotesk-Serie „Braunschlag“ hat der „Baumschlager“ nichts zu tun. Das ist der Name eines Mannes mittleren Alters, der mit blauem Barett für die UNO auf den Golan-Höhen tätig ist. Er sieht so harmlos und unbedeutend aus wie Thomas Stipsits, und daraus zieht Drehbuchautor / Regisseur Harald Sicheritz einen Teil seines Witzes: Der gute Mann, als Sexobjekt an sich keines zweiten Blicks wert, wird nämlich von Frauen geradezu überfallen – die Israelin, die Jordanierin, dann noch die Agentin, die ihm aus Österreich nachgereist ist. Und die Ehefrau hat es auch nicht ungern – alle wollen Sex von ihm. Und er muss sich da irgendwie durchwurschteln…

Das große Wort „Politsatire“ passt auf den relativ harmlosen Film – und gar für einen Regisseur wie Siderits, den man ja als Extremisten kennt – wirklich nicht. Die Probleme des Nahen Ostens spielen sich zwischen Israel, dem Libanon und dem österreichischen Außenamt auf rein schlicht-komödiantischer Ebene ab. Baumschlager hat Sigal Cohen (Meyrav Feldman: blond, fesch, entschlossen und nicht ungefährlich), die israelische Soldatin, die sich von ihm, dem UNO-Mann, Protektion erhofft, am Hals – besonders gern hält sie ihm beim Sex eine Maschinenpistole in den Mund. Gleichfalls stürzt sich Rania (Moran Rosenblat, eine Schönheit und trickreiches Rübensüßchen) aus mächtiger jordanischer Familie auf ihn, die anfangs scheinbar nur Deutsch lernen will, aber dann zu Baumschlager flüchtet, als sie zwangsverheiratet werden soll, sich ihm an den Hals wirft und fest entschlossen ist, mit ihm nach Österreich zu gehen… Ihr Verschwinden setzt den Papa General, der (Islam hin oder her) unter den Damen seiner Familie ziemlich leidet, wütend in Bewegung…

Österreich
FPÖ-Kultursprecher: „Künstler lassen sich gern instrumentalisieren“
Walter Rosenkranz sitzt seit knapp zehn Jahren für die FPÖ im Nationalrat. Als Kultursprecher kandidiert er nun zum letzten Mal. Im Gespräch bricht er eine Lanze für die Hochkultur und spricht über die Identitären. Für ein Haus der Geschichte würde er tief graben –
Der Standard

…Bei der Frage, was gefördert werden soll, hält Rosenkranz die sogenannte Hochkultur und Repräsentatives für prioritär: „Nach Österreich kommen die Leute wahrscheinlich nicht, um jemanden zu hören, der sich im Hinterhof Didgeridoo-Blasen beigebracht hat. Das ist nicht das, was ich staatlich fördern muss.“derstandard.at/2000064305319/FPOe-Kultursprecher-Kuenstler-lassen-sich-gern-instrumentalisieren

Da liefert uns der Herr Dr. Rosenkranz aber ganz neue Erkenntnisse. Künstler müssen sich seit Jahrhunderten mit den Regierenden arrangieren, Ioan Holender hat den Spagat zu Schüssel hin und dann wieder zurück meisterhaft geschafft. Eine Partei, die aus der Regierung fliegt, wird sich wundern, wie schnell viele Künstler einen Spagat hinlegen, freilich nicht so perfekt wie Herr Holender.

Bei uns stehen schon viele Künstler auf der Matte“ – das glaube ich dem Herrn Rosenkranz aufs Wort. Ich würde an deren Stelle aber zuwarten, sie könnten im wohl spannendsten Wahlkampf aller Zeiten auf der falschen Matte stehen. Als alter Polit-Haase glaube ich zu wissen, was nach dem 15. Oktober kommt!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-september-2017


20. SEPTEMBER 2017

by ac | 20. September 2017 08:47

Heute in der Wiener Staatsoper: Solistenkonzert Erwin Schrott (Klavier: Giulio Zappa)

Der uruguayische Publikumsliebling Erwin Schrott gestaltet am Mittwoch, 20. September 2017 gemeinsam mit dem italienischen Pianisten Giulio Zappa das erste Solistenkonzert der neuen Spielzeit. Sie präsentieren Werke u. a. von Mozart, Gounod, Bellini und Tosti.

In dieser Saison wird Erwin Schrott noch im November 2017 als Dulcamara (L’elisir d’amore) und im Jänner 2018 als Scarpia (Tosca) und Méphistophélès (Faust) zu erleben sein.

Restkarten von € 7,- bis € 62,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at

Das Programm:Sarti | Lungi dal caro beneMarcello | Quella fiamma che m’accende W. A. Mozart | Mentre ti lascio, o figlia K513 F. Chopin | Valse op. 64/2 V. Bellini | aus La sonnambula: Vi ravviso o luoghi ameni C. Gounod | aus Philemone et Baucis: Que les songes hereux C. Gounod | aus Faust: Le veau d’orVerdi | aus Les Vêpres Siciliennes: Et toi, Palerme C. Guastavino | La musica C. Guastavino | Ya me voy a retirar C. Guastavino | Los pájaros C. Guastavino | La Rosa y el sauce O. Respighi | Valse caressante F. P. Tosti | Malia F. P. Tosti | Tristezza F. P. Tosti | L’ultima canzone A. Boito | aus Mefistofele: Son lo spirito che nega

Wiener Staatsoper: Salome. Bericht von der zweiten Vorstellung online

Eine enorm starke Aufführung unter Simone Young, mit Stellen, die an Lautstärke fast die Schmerzgrenze erreichten, wie beispielsweise die Höhepunkte im Schleiertanz. Auch fallweise sah man das Judenquintett, sehr gut besetzt mit Thomas Ebenstein, Peter Jelosits, Jinxu Xiahou, Benedikt Kobel und Ryan Speedo Green mehr spielend und streitend als singend, aber dies kommt immer wieder vor. Gun-Britt Barkmin ließ sich wieder entschuldigen, doch dies war eine Art von Sicherheitsnetz. Sie sang und spielte eine hervorragende Salome. Da war aber keine Schwachstelle zu hören. Natürlich, immer kommt man nicht über die großen Wogen, aber auch dies war fast nie der Fall. Ein  Jochanaan der Sonderklasse ist Željko Lučić. Er zeigt, wie schön man diese großen Bogen im Belcantostil singen kann. Aber nicht nur die  perfekte musikalische Umsetzung, enorm wie wortdeutlich er ist, als wäre es die Muttersprache.

Der Herodes von Wolfgang Ablinger-Sperrhacke ist einfach großartig,  wunderbar gesungen und angenehmer Weise nicht nur auf Marke „Fies“ gespielt, da spielen der Aberglaube und die Angst eine sehr große Rolle. Eine wunderschöne Herodias, die dennoch so bösartig ist, ist mit ausgewogener Stimme Iris Vermillion

Zum Bericht von Elena Habermann

STUTTGART: Nun wird doch die Premiere der Neuinszenierung „Hänsel und Gretel“ auf Eis gelegt

Kirill Serebrennikov steht in Russland unter Hausarrest

Auszug aus „Hamburger Abendblatt“: Stuttgart legt die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf Eis – bis sie vom in Moskau unter Hausarrest stehenden Regisseur Serebrennikow selbst vollendet werden kann. Man wolle damit ein Signal für die Freiheit setzen, sagt Intendant Wieler.

Der in seiner Heimat Russland unter Hausarrest stehende Regisseur Kirill Serebrennikow (48) soll seine in Stuttgart geplante Märchenoper „Hänsel und Gretel“ selbst vollenden. Man wolle ihm die Möglichkeit offenhalten, seine Inszenierung nach seiner Freilassung an der Stelle fortzusetzen, an der sie durch seine Verhaftung unterbrochen wurde, sagte der Opernintendant Jossi Wieler (66) am Dienstag in Stuttgart.

So lange werde Serebrennikows Fassung quasi auf Eis gelegt. Kostüme, Szene oder Bühne, wie sie der Russe erdacht hat, blieben auf absehbare Zeit unangetastet. Niemand könne, dürfe und wolle seine Produktion stellvertretend zu Ende bringen, sagte Wieler. Die Hoffnung sei da, dass Serebrennikow seine Ideen dann im Rahmen einer Wiederaufnahme eventuell in der Spielzeit 2018/19 nachträglich doch noch auf die Stuttgarter Bühne bringe…

Fest der Freiheit“: Stuttgart legt Serebrennikows Oper auf Eis
Stuttgart legt die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf Eis – bis sie vom in Moskau unter Hausarrest stehenden Regisseur Serebrennikow selbst vollendet werden kann. Man wolle damit ein Signal für die Freiheit setzen, sagt Intendant Wieler.
Hamburger Abendblatt

Wenn man dieses „Fest der Freiheit“ von Beginn (nach Kenntnis der Anhaltung Serebrennikovs in Russland getätigt hätte, wäre es glaubwürdig gewesen. So aber hat die Staatsoper Stuttgart ziemlich trotzig erklärt, die natürlich bereits fertig konzipierte Inszenierung von Mitarbeitern Serebrennikovs auf die Bühne hieven zu lassen. Das scheint nicht so recht geklappt zu haben, deshalb macht Jossi Wieler aus der Not eine Tugend und ein „Fest der Freiheit“ daraus.

Vivaldi rockt Berlin: Die Volksoper Wien gewinnt beim Deutschen Musical Theater Preis 2017 drei Auszeichnungen

Robert Meyer, Christian Kolonovits, Christof Cremer. Copyright: Christof Cremer
 
 Christian Kolonovits‘ im Juni 2017 an der Volksoper uraufgeführte BaRock-Oper Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit erhielt beim Deutschen Musical Theater Preis 2017 drei wichtige Auszeichnungen. Die Preise wurden am 18. September im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Wintergarten Varieté in Berlin vergeben: Gleich zwei Preise erhielt Christian Kolonovits für die Beste Komposition und für das Bestes Musikalische Arrangement. Als Bester Darsteller in einer Hauptrolle wurde Drew Sarich (Vivaldi) ausgezeichnet. Volksoperndirektor Robert Meyer, der bei der Produktion auch Regie führte, nahm den Preis für Drew Sarich entgegen. Christof Cremer war für Bestes Bühnenbild sowie Bestes Kostümbild und Maske nominiert.

LINZ: „In 80 Tagen um die Welt“ oder zu sechs Musicalpreisen
Die Linzer Produktion „In 80 Tagen um die Welt“ ist der große Gewinner des Deutschen Musical-Theaterpreises 2017: Die Inszenierung des Landestheaters wurde bei der Preisgala im Berliner Variete Wintergarten zum besten Musical des Jahres gekürt.
Oberösterreichische Nachrichten

Drei Preise für die Volksoper, gar sechs für das Linzer Musiktheater, was bleibt da für die Konkurrenz noch über? Haben übrigens die Vereinigten Bühnen an diesem Bewerb auch teilgenommen? Wenn ja, dann mit welchen Ergebnis?

LINZ: Jubel und Standing Ovations für Markus Poschner
Begeisternder Auftakt des Brucknerfests mit Mahlers 2. Symphonie
Oberösterreichische Nachrichten

Kritik – Mozarts „Zauberflöte“ am Theater an der Wien: Düster, karg und edelbitter
Das Theater an der Wien hat Mozarts „Zauberflöte“ prominent an den Anfang der Spielzeit gestellt. In Wien wurde das Singspiel auch uraufgeführt. Das war 1791, am Theater auf der Wien. In der Neuproduktion steht René Jacobs mit seiner Akademie für Alte Musik Berlin für einen an der Barockmusik orientierten Originalklang. Regisseur ist Torsten Fischer. Franziska Stürz war für BR-KLASSIK bei der Premiere.
BR-Klassik
Märchenland ist abgebrannt
Kurier

Dessau: Sängerfest in Schwarz-Weiss. Verdis „Otello“

Iordanka Derilova (Desdemona), Ulf Paulsen (Jago). Copyright: Claudia Heysel

Seit Jahren wahrt das Anhaltische Theater Dessau hinweg über Intendanten-Perioden im Musiktheater ein bemerkenswert sattes musikalisches Format. Auch die aktuelle Verdi-Produktion zur Eröffnung der 223. Spielzeit reiht sich in diese Kette erstklassiger Produktionen, zu denen neben Bussen aus der Region sich auch viele Stammbesucher aus Berlin und ganz Mitteldeutschland einfinden. Der Premierenapplaus hatte enthusiastische Wärme…

Sängerfest in Schwarz-Weiss
Verdis Otello in Dessau
nmz.online

Feuilleton: Singular Voices: Maria Callas
http://www.wqxr.org/story/singular-voices-maria-callas

Jazz

Wien/ Konzerthaus: Diana Krall in Wien: Hauchend durch die Historie
Die Jazzsängerin und Pianistin gastierte im Wiener Konzerthaus
Der Standard

Filme der Woche

FilmCover  Book of Henry~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Zuerst erlebt man, wie Naomi Watts „Mutter“ vorspielt, überaktiv und unerträglich bemüht als Übermutter, und das nervt. An sich ist sie doch eine exzellente Schauspielerin, aber in diesem unglaublich triefenden Film von Regisseur Colin Trevorrow muss sie peinlich übertreiben wie jeder andere auch. Tatsächlich haben einige amerikanische Kritiker „The Book of Henry“ als einen der derzeit schlechtesten Filme klassifiziert, und man wird den Eindruck nicht los, dass sie recht haben könnten…

Da ist also die allein erziehende Mutter Sarah Carpenter, von Beruf nur Kellnerin, die zwei Jungs hat – der 11jährige Henry (Jaeden Lieberher) ist sozusagen das jugendliche Genie, der achtjährige Bruder Peter (Jacob Tremblay, der in dem klaustrophobischen Drama „Raum“ berühmt wurde) läuft mit. Irgendetwas zwischen Happy Family und Problemfamilie, in der Henry dominiert (was er an Börsenspekulationen dazu verdient, hilft dem Budget!!!) und die Mama ihr Bestes gibt.

Dann der erste dramatische Twist: Da ist das Mädchen aus der Nachbarschaft, Christina (Maddie Ziegler), die Henry scheu verehrt…

Österreich/ ORF: Die „Seitenblicke“-Society traf sich zur 30er-Feier
Wenn „Seitenblicke“ und die dazugehörige Gesellschaft 30. Geburtstag feiert, dann platzt das Festzelt am Gelände der Interspot im 23. Bezirk aus allen Nähten!

Am 18. September pilgerten nun Wegbegleiter, Redakteure und natürlich die „Hauptakteure“, sprich jene Menschen, die der Sendung erst das Leben einhauchten, ins Partyzelt, wo auch das Ranking jener Promis verraten wurde, die in den letzten 30 Jahren am öftesten über die Bildschirme flimmerten.

Platz 4: Marika Lichter
Platz 3: Dagmar Koller
Platz 2: Harald Serafin
Platz 1: Alfons Haider (er konnte leider nicht dabeisein, da er gerade eine Knieverletzung auskuriert)

Heute.at

Beste Laune gestern beim „Online-Merker (Galerie „Strichelei“)

P9199807
Wie immer herrschte beste Laune bei der gestrigen Saisoneröffnung in der Galerie des „Online-Merker. Foto: Herta Haider

Der Bericht über die Ausstellung „Artzak“ folgt in den nächsten Tagen. Sie können aber die Ausstellung besichtigen (täglich 15,30 bis 20 h), telefonische Voranmeldung (Festnetz 8136285 wäre ratsam).

Am Samstag um 19,30 h geht es bereits weiter – mit dem Arienabend/ Künstlergespräch Christine Baader (Mezzosopran). Christine Baader ist bei der „Eugen Onegin“-Neuinszenierung an der Grazer Oper (Dezember) dabei!
Diesen Abend lege ich Ihnen besonders an Herz. Seien Sie unser Gast!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.
 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-september-2017


19. SEPTEMBER 2017

by ac | 19. September 2017 09:08

Klagenfurt: „Verwegene Traviata“. Violetta (Claudia Boyle) ist in dieser Inszenierung ein Model.

Musikalisch makellos und szenisch verwegen heutig – das Stadttheater Klagenfurt beginnt die Spielzeit mit einer Traviata, die unter die Haut geht. Der Glamour der High-Society-Partys steht von Anfang an in Kontrast zur Krankengeschichte des Supermodels mit dem tuberkulosebefallenen, aber immer noch begehrten und käuflichen Körper. Wenn nach einer Video-Einspielung aus Jean-Luc Godards Verachtung mit Brigitte Bardot zu eingeblendeten Röntgenbildern minutenlang die künstliche Beatmungsmaschine pumpt und das EKG-Gerät bedrohlich unregelmäßige Geräusche erzeugt, sorgt die endlich wieder einsetzende Musik geradezu für Erleichterung.
derstandard.at/2000064248785/La-Traviata-Supermodel-auf-der-Intensivstation

Frankfurt: „Rinaldo“ – Partitur der Bewegungsstile

Elizabeth Reiter. Copyright: Barbara Aumüller

Beim Schlussapplaus war eine der Furien plötzlich ein wenig orientierungslos. Ihre zwei Mit-Furien fehlten für die Verbeugung, kamen aber sogleich hinterhergetänzelt. Für einen Augenblicksbruchteil wirkte das Geschehen auf der schrägen Bühne des Bockenheimer Depots einen Hauch unorganisiert, aber das fiel auch nur deswegen auf, weil sich die drei Stunden davor als eine Meisterleistung der hochgradigen Organisation abgespielt hatten. 

Regisseur Ted Huffman und Choreograf Adam Weinert haben Georg Friedrich Händels Oper „Rinaldo“ als Apotheose des Tanzes und der Bewegung umgesetzt, und das mit einer Personenführung, wie man sie in einer derartigen Präzision und Detailliertheit sonst nicht erlebt auf der Opernbühne…

Frankfurt/ Bockenheimer Depot: Partitur der Bewegungsstile
Der Zauber gelingt technikfrei: Die Oper Frankfurt bringt Händels „Rinaldo“ als Tanz-Apotheose ins Bockenheimer Depot.
Frankfurter Rundschau

WIEN/ Theater an der Wien: Die Zauberflöte – bemühte Weltverbesserung

Copyright: Herwig Prammer/ Theater an der Wien

Dominik Troger (www.operinwien.at ) berichtet über diese Premiere: Regisseur Torsten Fischer hat es sich natürlich zur Aufgabe gemacht, die Oper „heutigen Notwendigkeiten“ anzupassen. Er hat in der Publikumszeitschrift des Theaters an der Wien (Stagione, Sep./Okt. 2017) angekündigt, die „Zauberflöte“ als „Emanzipationsoper“ zu inszenieren. In dieser Ausgabe kann im Editorial auch nachgelesen werden, dass der Direktor des Hauses die „Zauberflöte“ als teilweise „abstoßend“ empfindet. Intendant Roland Geyer hat bei „abstoßend“ vielleicht an das schon oft kritisierte Frauenbild der „Zauberflöte“ gedacht oder an die Charakterisierung und Züchtigung des Mohren Monostatos. Schikaneders Libretto wird allerdings seit 200 Jahren getadelt – der Publikumserfolg der Oper ist dadurch nicht geschmälert worden.

Was bedeutet also die „Emanzipation“ für die Frauengestalten in der „Zauberflöte“? Darf Pamina nicht ohnehin an den Prüfungen teilnehmen, ist sie nicht schon von Schikaneder und Mozart „emanzipiert“ worden? Torsten Fischer fokussierte deshalb speziell auf die Königin der Nacht. Er möchte sie als kämpferische Mutter „entmystifizieren“, ist in der obgenannten Vorankündigung zu lesen. Wurde die Königin der Nacht nicht von Männern (ihrem verstorbenen Gemahl und Sarastro) bei der Nachfolge um die Königsmacht übergangen? Diese – im Sinne Fischers – ungeheure patriarchalische Kränkung bringt die Königin der Nacht allerdings dazu, ihre Tochter zu einem Mordanschlag auf Sarastro anzustiften. Sollte das nicht zu denken geben?…

Zum Bericht von Dominik Troger

Mit Flöte, ohne Zauber
René Jacobs dirigiert eine zahme „Zauberflöte“, Torsten Fischer liefert die karg-banalen Bilder dazu.
Wiener Zeitung
„Die Zauberflöte“: Eine Ökumene des Grapschens
Premiere von Mozarts Oper im Theater an der Wien: Regisseur Torsten Fischer setzt auf Themen wie Erotik, Freiheit und religiöse Vielfalt. Der Inszenierung stand eher glanzlose vokale Kunst gegenüber
Der Standard

Wien/ Staatsoper: Presseberichte zu „Salome
Porträt eines biblischen Luders
Gun-Brit Barkmin fasziniert auch in erkältetem Zustand als raffinierte Salome – das Wiener Orchester brilliert unter Simone Young.
Die Presse
„Salome“: Im Orchesterklangrausch
Richard Strauss‘ Oper „Salome“ wurde an der Staatsoper unter Simone Young zum Orchesterkonzert mit vokalen Hintergrundgeräuschen – http://derstandard.at/2000064240158/Salome-Im-Orchesterklangrausch?ref=rec
Herzhaft gemeuchelt
Wiener Zeitung

BASEL: LUCIO SILLA – Inszenierung Hans Neuenfels

Basel: „Lucio Silla“. Copyright: Sandra Then

Das Triumvirat Hans Neuenfels, Regie, Erik Nielsen, musikalische Leitung und Henry Arnold, Dramaturgie hat mit der Produktion „LUCIO SILLA“ auf der grossen Bühne des Theater Basel Operngeschichte geschrieben. Die Personenführung von Neuenfels zusammen mit der musikalisch zwingenden Interpretation von Mozarts Jugendwerk wird unterstützt durch die hervorragend geänderte/gekürzte Dramaturgie von Henry Arnold ist etwas vom Besten, was ich in den letzte Jahren auf einer Opernbühne gesehen/gehört habe. Die Kürzungen und Streichungen verstärken die dramaturgische Aussage des Werkes hervorragend. Es ist anzumerken, dass die ursprüngliche Partitur eine Spieldauer von ungefähr vier Stunden verlangt. Neuenfels, Nielsen und Arnold haben diese auf 2 ½ Stunden verkürzt und dies sehr zugunsten der Spannung und Dramatik…

Zum Premierenbericht von Peter Heuberger

Was ein tiefsinniger Analytiker aus Mozarts Oper «Lucio Silla» macht
Am Theater Basel hat der Regisseur Hans Neuenfels ganze Arbeit geleistet: Er befreit Mozarts frühe Oper «Lucio Silla» von ihrer Holzschnitt-Dramaturgie.
https://www.nzz.ch/feuilleton/wer-senkt-hier-den-daumen-ld.1316877

Kirill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester in Tokio : Es leuchtet, es lebt, es spricht
In zwei Jahren wird Kirill Petrenko den Chefposten bei den Berliner Philharmonikern antreten. Seit knapp zwei Wochen ist er mit seinem aktuellen Orchester, dem Bayerischen Staatsorchester, auf Asien-Tournee. Nach Stationen in Taiwan und Südkorea bleiben die Musiker nun bis zum 1. Oktober in Tokio. Neben zwei Konzertprogrammen haben sie auch zwei Opern im Gepäck, nämlich Mozarts „Zauberflöte“ in der Everding-Inszenierung und die aktuelle „Tannhäuser“-Produktion mit Klaus Florian Vogt in der Titelrolle. Kathrin Hasselbeck ist für BR-KLASSIK dabei.
BR-Klassik

Genf: Triptychon mit Barbier: Drei Perspektiven auf «Figaro» in Genf
Das Grand Théâtre de Genève zeigt gleich alle drei Opern, die nach Beaumarchais‘ «Figaro»-Trilogie entstanden sind. Neben den Klassikern von Rossini und Mozart ist Elena Langers «Figaro Gets a Divorce» eine Entdeckung.
Neue Zürcher Zeitung

Wien/ Vereinigte Bühnen: Ein DJ-Ötzi-Musical wäre schlimmer gewesen

So gesehen sind die Vereinigten Bühnen mit einem blauen Auge davongekommen. Von einem großen Wurf ist das Fendrich-Musical weit entfernt. sein Publikum wird es dennoch finden, weil die Musicalfans den Austro-Barden eher kennen als Schikaneder. Angeblich soll Fendrich gar nicht bei der Premiere gewesen sein.

Den Eindruck unserer Premierenberichterstatterin bestätigen die Tageszeitungen:

Fendrich-Musical: Windbäckerei mit Wiener Schmäh
Kurier
Rot-weiß-rotes Marzipan
„I am from Austria“: Bemühte Selbstironie und triviales Pathos im Fendrich-Klang.
Wiener Zeitung

Opernsänger als Sexobjekte: Die „Barihunks“

Der kalifornische Opernsänger und Schauspieler Zachary Gordin in einem Fotoshooting für einen Barihunks-Charity-Kalender. Der Betreiber des homoerotischen Blogs bleibt anonym und nennt sich nur Mr. Barihunks (Bild: Bradford Rogne)

Ich kann da nicht wirklich mitreden, aber angeblich sollen die „Baritöner“ eher auf schwule Männer wirken, die Tenöre bleiben wohl den meisten Frauen, die Oper lieben, vorbehalten.

Wie gelange ich auf diese Webseite? Ich habe wegen eines demnächst in Wien auftretenden Baritons recherchiert – und plötzlich landete ich bei den „Barihunks“.

In der Website fand ich ein Interview mit dem Betreiber:

Du hast dein Blog Barihunks vor zehn Jahren begonnen. Es widmet sich knackig gebauten Baritonen, die eine sexy, sportive und jugendliche Version von Oper vermitteln. Was hat dich damals inspiriert, solch ein Blog zu starten?

Die Idee entstand während eines Gesprächs zwischen einem Freund in New York und mir in San Francisco. Zufällig hatten wir beide gerade Dmitry Hvorostovsky und Mariusz Kwiecien in unterschiedlichen Aufführungen gesehen und unterhielten uns darüber. Die Regisseurin Francesca Zambello hatte kurz davor den Begriff „Barihunk“ in Umlauf gebracht, bezogen auf Nathan Gunn, der in ihrer Produktion von Bizets „Perlenfischern“ mit nacktem Oberköper und stattlichem Brustumfang aufgetreten war.

Mein Bekannter und ich machten darüber Witze und sagten, es wäre doch amüsant eine Art „Tribute Blog“ für solche Sänger zu kreieren. Wir dachten, das würde vielleicht eine Handvoll Leute interessieren. Aber innerhalb weniger Wochen hatten wir so viel Traffic auf unserer Website, dass uns klar wurde, dass wir da offensichtlich einen Nerv getroffen hatten…

Opernsänger als Sexobjekte
in schwuler Opernfan gründete vor zehn Jahren das Blog „Barihunks“. Kevin Clarke sprach mit ihm über den Wandel in der Opernwelt, die Wichtigkeit des Aussehens für die Karriere und Sänger, die Schwanzfotos schicken.
http://www.queer.de/detail.php?article_id=29051

HEUTE Saisoneröffnung der „Online-Merker-Galerie“ (bei Ausstellungen heißt sie „Strichelei“ )

Besuchen Sie heute – an einem „opernfreien Abend“ (die Staatsoper hat einen spielfreien Tag – vermutlich wegen der Proben zu „Der Spieler“) die Online-Galerie „Strichelei“.

Der Eintritt und die Bewirtung sind frei! Kurzparkzone nur bis 19 h, daher genügend kostenfreie Parkplätze, die Galerie ist aber mit der U6 bestens zu erreichen. U-Bahner können also getrost mit uns anstoßen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Politik: Gabriel für Gespräche mit Nordkorea: Kim ist „nicht irre“
Deutscher Außenminister: Nordkorea braucht andere Sicherheitsgarantie als Atombombe
Der Standard

Jahrelang haben uns die Elite-Medien einzureden versucht, dass Nordkoreas Kim irre sei und man mit ihm nicht reden kann. Nun, Kim wurde in einer sündteuren Schweizer Schule ausgebildet, gar so blöd kann er also nicht sein. Mittlerweile kommen mehrere Politiker – nicht nur Herr Gabriel – drauf, dass Nordkorea eine Strategie verfolgt. Mit Kim ist nicht zu spaßen, aber reden kann man offenbar schon mit ihm. Aber sicher nicht in dem Ton, in dem man glaubt, mit ihm reden zu müssen!

Und ja, auf die Atombombe wird er wohl nicht verzichten. Er hat das warnende Beispiel Gadaffi vor Augen!

Kältester Winter seit 100 Jahren im Anmarsch
Nach einem der heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen droht Europa nun ein Winter der Eiseskälte. Das prognostizieren laut einem russischen Nachrichtenportal britische Klimaforscher. Es sei ratsam, sich rechtzeitig mit warmer Kleidung einzudecken. Ein erster Wintereinbruch soll bereits Mitte Oktober kommen.
Kronen Zeitung

Ich verbleibe mit besten Wünschen auf einen schönen Tag

A.C.

 

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-september-2017


18. SEPTEMBER 2017

by ac | 18. September 2017 08:41

Hamburg: Claudia Mahnke als „Kundry“ und Andreas Schager als „Parsifal“. (picture-alliance/dpa/Markus Scholz)

So intelligent und bildmächtig wie an der Hamburgischen Staatsoper hat man Richard Wagners „Parsifal“ selten erlebt. Der Regisseur Achim Freyer lässt alle Figuren maskiert auftreten. Spiegel, Spiralen und labyrinthische Formen beherrschen die Szenerie. Eine großartige Saisoneröffnung.

„Parsifal“ an Staatsoper Hamburg: Bildmächtiger Geniestreich
So intelligent und bildmächtig wie an der Hamburgischen Staatsoper hat man Richard Wagners „Parsifal“ selten erlebt. Der Regisseur Achim Freyer lässt alle Figuren maskiert auftreten. Spiegel, Spiralen und labyrinthische Formen beherrschen die Szenerie. Eine großartige Saisoneröffnung.
DeutschlandfunkKultur
Schwarze Messe für eine Lichtgestalt
Eigentlich ist Parsifal eine Lichtgestalt. An der Staatsoper Hamburg inszenierte Achim Freyer Wagners Bühnenweihfestspiel allerdings als Spuk zwischen Walpurgisnacht und Geisterbahn. Szenisch war das durchaus überzeugend, findet unser Kritiker Peter Jungblut – musikalisch nicht.
BR-Klassik
Premiere an der Staatsoper Hamburg: Passt schon, Parsifal!
Wie man Wagners „Parsifal“ locker nimmt, zeigt Regie-Veteran Achim Freyer an der Staatsoper Hamburg: bunte Lichter, Totenköpfe und salopper Ideenklau bei Kollegen. Nur Dirigent Kent Nagano erweist sich als Spaßmuffel.
Der Spiegel
Hamburgische Staatsoper begeistert mit Wagners Parsifal
Mit Richard Wagners „Parsifal“ ist die Staatsoper Hamburg am Samstagabend in die neue Saison gestartet. Die musikalische Leitung hatte Kent Nagano. Für Regie, Bühnenbild, Kostüme und Licht der vom Publikum begeistert aufgenommenen Neuproduktion zeichnete Achim Freyer verantwortlich.
Musik heute
„Parsifal“ berauscht als kunstvolle Bilderrätsel-Träumerei
Hamburger Abendblatt
Abstrakt und maskenreich: Parsifal in Hamburg
Hamburger Abendblatt

Wien/ Theater an der Wien: „Die Zauberflöte“

„Die Zauberflöte“. Copyright: Theater an der Wien/Herwig Prammer

Renate Wagner in ihrer Premierenkritik: Zuerst ein wenig Verwirrung beim Wiener Publikum, das ja schließlich seine Erwartungen und Erfahrungen hat. Wenn man liest: Prokofieffs „Spieler“, Händels „Ariodante“, Einems „Dantons Tod“, würde man das glatt ins Theater an der Wien schieben. Liest man „Zauberflöte“, „Wozzeck“ und gar „Ring“, bugsiert man es in die Staatsoper. Nun, in dieser Spielzeit ist es umgekehrt, die Dinge laufen anders. Die Staatsoper bringt als Premieren die Raritäten heraus, das Theater an der Wien die Repertoirestücke. Wenn man also die „Zauberflöte“ anbietet, muss einem schon etwas dazu einfallen. Kein Zweifel – das ist Regisseur Torsten Fischer geglückt.

Zuerst fällt auf, dass er alles weglässt, was man gemeiniglich als integralen Bestandteil der „Zauberflöte“ betrachtet: die Freimauer (wen interessieren die heute noch, meint der Regisseur im Programmheft), das „Ägpytische“, das Romantische, das Mystische, das Wiener Volkstheater. Kahlschlag. Statt dessen: Geschlechterkampf; Traumspiel; absurdes Theater; knüppeldickes politisch-ideologisch-religiöses Lehrstück; noch dicker: politische Korrektheit. Das alles ist eine intelligente Kopfgeburt, die allerdings der Musik nicht so recht zuhört…

Am Ende gab es viel Applaus und gar keine Einwände gegen die Inszenierung. Hat man nun die „Zauberflöte“ sozusagen „neu erlebt“? Nicht wirklich. Aber man hat eine Inszenierung gesehen, die alternativ genug ist, dass die gelegentliche Zauberflöten-Langeweile, die sich im Alltag schon einmal einschleichen mag, keine Chance hatte. Man war immer heftig hinterher, den Regisseur mit seinen oft undurchsichtigen Ideen einzuholen…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Wien/ Staatsoper: „Chowanschtschina“-Serie zu Ende

Ain Anger, Elena Maximova. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Karl Masek beschreibt die Sängerleistungen (aus seiner Sicht): Ferruccio Furlanetto ist als Iwan Chowanski auch im Herbst seiner Karriere von bemerkenswerter   Stimmschönheit und Kraft.

Christopher Ventris gibt dem Andrei Chowanski kraftvoll-männliche Statur und singt mit heldentenoralem Nachdruck. Herbert Lippert  als eitel-arroganter, dabei abergläubisch –  ängstlicher Golizyn war ausgezeichnet bei Stimme mit besonderer Steigerung beim Streitgespräch mit Chowanski und Dossifei im 2. Aufzug (!). Bombensicher die trompetigen Höhen, bemerkenswert bei ihm auch das idiomatisch gut klingende Russisch. Der zwielichtige Schaklowity lag Andrzej Dobber ideal in der Kehle. Sein Klagegesang über sein armes, unglückliches Russland berührte tief.

Überragend (und mit besonders viel Jubel bedacht!) Ain Anger als Dossifei. Hier hatte man aus der  Alfred Kirchner/Erich Wonder-Inszenierung Paata Burchuladse unverlierbar im Ohr. Anger sang ihn ebenfalls mit prachtvollem Timbre, noblen, dunklen Bassfarben und einer staunenswerten dynamischen Bandbreite von hochdramatischer Kraft bis zu geradezu zärtlichen Piani reichend.

Elena Maximova war eine edel timbrierte, schlankstimmige , sinnlich-junge Marfa, die auch in der Zukunftsweissagung für Golizyn die ganz tiefen Alttöne erreicht – sensibel unterstützt vom Dirigent mit rücksichtsvollem Pianissimo. Lydia Rathkolb: in der bösen Sektiererinnenrolle Susanna ist sie furchterregend prägnant. Caroline Wenborne, schon mehrfach zu Bayreuth-Ehren gekommen, am Haus meist bloß in Wurzenrollen eingesetzt, stattete die lutherdeutsche Emma mit hochdramatischen Tönen aus, sollte doch wieder vermehrt Chancen in größeren Partien erhalten. Famos bis in schwindelerregende Hochtöne Thomas Ebenstein als pfiffig-ängstlicher Schreiber, der immer besser in das „Zednik-Fach“ hineinwächst. Alle anderen seien diesmal mit einem Pauschallob bedacht.

Mit Bedauern nahm ich den doch beträchtlichen Exodus der Zuschauer in der 2. Pause zur Kenntnis. Im Stehparterre war zum Schluss kaum mehr als eine Handvoll Menschen anwesend!

Zum Bericht von Karl Masek

Die preisgünstigen Stehplätze werden immer mehr als Ersatz für Staatsopernführungen missbraucht!

Die Glatze des Don Pizarro – Die Oper Halle eröffnet die Spielzeit mit einem neuen „Fidelio“
Neue Musikzeitung/ nmz.de

„Konzertgänger in Berlin“: Kreisquadratisch, überzeugwältigend
RIAS Kammerchor, Capella de la Torre, Justin Doyle mit 2x Monteverdi
https://hundert11.net/musikfest2017-riaskc/

Elektra in San Francisco

Christine Goerke (Elektra) , Adrienne Pieczonka (Chrysothemis)
Elektra in San Francisco
http://www.operatoday.com/content/2017/09/elektra_in_san_.php

Rock/ Pop: Spielfeld empfing die „Stones – und 95 000 wateten im Schlamm

Schlammfüße
Sind die Schuhe ein Fall für den Mistkübel? Foto: Petra und Helmut Huber

Was tut man nicht alles für ein Konzert der „Stones“, vielleicht das letzte in Österreich. Petra und Dr. Helmut Huber aus Linz berichten ansonsten über Linzer Theaterpremieren, für die „Stones“ waren sie aber bereit, Torturen auf sich zu nehmen

Jagger
Wem gelingt ein scharfes Foto von Mick Jagger? Der Altstar ist ständig in Bewegung! Foto: Petra und Helmut Huber

Der unermüdliche Mick Jagger absolvierte wieder sein übliches Laufpensum, das auch halb so Alte (ohne zu singen) an ihre Grenze bringen würde. Wie sehr er mobil ist, kann man daran ermessen, daß es immens schwierig ist, ein scharfes Foto von ihm zu schießen… Dazu ist er auch (durchaus gerne auch in der Landessprache) sarkastisch-witziger Conferencier, greift auch achtbar zur Gitarre, und ist natürlich erstklassiger Harmonikaspieler. Im Grunde merkt man das Alter der Band und ihrer Mitglieder nur daran, daß da und dort die Texte sachte adaptiert werden: z. B. ist in „UnderMy Thumb“ die Betreffende vom girlzur woman mutiert.

Auch über den jämmerlichen Zustand des Platzes wurde schon einiges vermeldet – ebenso, daß sich Mick Jagger über die Befindlichkeit unserer Gummistiefel erkundigte. Na gut, haben eben Nachgeborene auch ein (fast) Original-Woodstock-Erlebnis gehabt. Nur für einen neuen „summer of love“ wars definitv zu kühl und zu gatschig, auch wenn wenigstens der Regen während des eigentlichen Konzerts pausierte.

In Summe waren wir für das Konzert fast 12 Stunden ohne Sitzmöglichkeit auf den Füßen (weil den schönen Platz nahe der Bühne will man nicht verlieren, und der Rückmarsch zum Parkplatz war mehr als aufhaltsam); die Schuhe wieder sauber zu bekommen wird noch einiges an Nacharbeit erfordern. Aber: es hat sich ausgezahlt!! Bei der Vitalität der alten Steine ist keineswegs sicher, daß das 15. ihr letztes Konzert in Österreich war.

Zum Konzertbericht von Petra und Helmut Huber

Die Frau mit den Ballerinas
Audrey Hepburns Söhne lassen Teile des Nachlasses ihrer Mutter in London versteigern – und im Internet. Darin findet sich das Filmskript von „Breakfast at Tiffany’s“ – mit Notizen der Stilikone in türkisfarbener Tinte.
Frankfurter Allgemeine

Linz: Brucknerfest mit politischen Reden eröffnet
Salzburger Nachrichten

ORF: Anchorman Armin Wolf drängt sich mittels Fotomontage auf ein Werbebild

Foto? Nicht ohne dem eitlen Wolf

Die Story hat fast komödiantische Qualität: Da schaltet der ORF in vielen Printmedien seit rund einer Woche ein Inserat, das alle Moderatoren zeigt, die mit der Berichterstattung zur Nationalratswahl beschäftigt sind. Neben Tarek Leitner und Claudia Reiterer finden sich auch Hans Bürger, Hanno Settele oder Lisa Gadenstätter. ZiB-2-Anchor Armin Wolf ist vorerst nicht mit am Sujet.

Seit Ende der Vorwoche grinst aber auch der 51-Jährige vom Foto. Er wurde – wie übrigens alle anderen Protagonisten – ins Bild hineinmontiert

ZiB2-Anchor Armin Wolf drängt sich in ORF-Inserat!
Jenes Inserat des ORF, in dem die Wahl-Moderatoren zu sehen sind, ist nun um eine Person reicher: Armin Wolf hat sich ins Bild „gedrängt“.
Heute

Morgen Saisoneröffnung in der Online-Merker-Galerie

art
„Artzak“ (Aquarell). Foto: Myrto

Wir beginnen morgen mit Anna Ryan, die Aquarelle ihres Bruders „Artzak“ vorstellt – mit Motiven aus Armenien. Beginn ist 19 h , ich werde Sie morgen noch kräftig daran erinnern. Der Eintritt ist frei, auch armenische „Schmankerl“ warten auf Sie. Ganz wichtig: zu uns kann man auch mit dem Auto kommen, die Kurzparkzone endet um 19 h. Im Normalfall gibt es deswegen genug Parkplätze! Wer es eilig hat, fährt aber mit der U-Bahn (U6/Bahnhof Meidling)

Einen schönen Wochenbeginn wünscht

A.C.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-september-2017