23. MÄRZ 2017

by ac | 23. März 2017 08:44

Abschiedskonzert José Carreras - Mar 2017_MG_0372 small by ahaunold@gmx.at
José Carreras verabschiedete sich von seinen Wiener Freunden. Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Vielleicht bekommen wir noch eine Kritik, wichtig ist diese aber nicht. Eigentlich entzieht sich ein derartiger Abschiedsabend jeglicher Kritik.

Abschiedskonzert José Carreras - Mar 2017_MG_0048 small by ahaunold@gmx.at
Blumen für José Carreras – und seine Fans stehen mit den Fotogeräten Schlange. Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold.

WIENER VOLKSOPER: Auf Grund von Erkrankungen kommt es bei der Premiere von La Wally zu Umbesetzungen:

Anstelle von Endrik Wottrich wird Vincent Schirrmacher[1] den Giuseppe Hagenbach singen.

Bernd Valentin[2] singt anstelle von Martin Winkler den Vincenzo Gellner.

Wie geplant gibt die norwegische Sopranistin Kari Postma[3] als Wally ihr Haus- und Rollendebüt, KS Kurt Rydl[4] ist als ihr Vater Stromminger zu erleben. Die musikalische Leitung der Volksopernerstaufführung übernimmt Marc Piollet[5], die Inszenierung liegt in den Händen des Regisseurs Aron Stiehl[6].


Annelie Peebo, Kari Postma. Copyright: Barbara Palffy/Volksoper

Die Premiere von La Wally findet am 25. März statt.

Wien/ Konzerthaus: Ein Wienerlied auf die Politik
Konzerthaus-Chef Naske mit neuem Programm und Kritik an der Stadt Wien.
Wiener Zeitung[7]

Wiener Staatsoper: Kritik zu „Faust am 21.3. online

Rachek Frenkel als Siebel in Liebesnöten

Rachel Frenkel als Siebel in Liebesnöten. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht [8]von Elena Habermann

HEUTE IN der „KUNST -WERK-GALERIE“ DES ONLINE-MERKER

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Dr. Renate Wagner spricht heute in unserer „Online-Galerie mit Dr. Angela Zabrsa über Erfahrung, welche die Regisseurin und Theatermacherin mit Künstlern, den Operndirektoren, dem Publikum gemacht hat. Dr. Zabrsa war auch Jahre an der Wiener Staatsoper als Abendregisseurin tätig.

Besuchen Sie heute das Gespräch, der Eintritt ist frei und obendrein sind Sie noch unsere Gäste

OPER FRANKFURT: KURZFILM ZU „RIGOLETTO“ FREIGESCHALTET


Mario Chang (Herzog). Copyright: Barbara Rittershaus

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Rigoletto (Musikalische Leitung: Carlo Montanaro; Regie: Hendrik Müller) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:

http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=142[9]

MAINZ: MATHIS, DER MALER. Premiere am 18.3.

Zum Bericht [10]von Franz Roos

Neues Interview bei uns online

Mit Stefano La Colla sprach Elena Habermann

Zum Interview[11]

Los Angeles: Diana Damrau No Longer Singing Four Heroines in LA Opera’s “Les Contes d’Hoffmann’
http://operawire.com/diana-damrau-no-longer-singing-four-heroines[12]

Sidney: ‚We cannot guarantee the work’s integrity‘: attack on Opera Australia’s new Carmen
http://www.smh.com.au/entertainment/stage/we-cannot-guarantee-the-works[13]

WIEN / Scala:  DIE ZOFEN von Jean Genet. Premiere: 18. März 2017, besucht wurde die Vorstellung am 22. März 2017 

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Copyright: Bettina Frenzel/Scala-Theater

Man könnte meinen, die Scala habe eine Aufführung von Jean Genets „Die Zofen“ zum Jubiläum angesetzt – das 1947 uraufgeführte Stück ist unglaubliche 70 Jahre alt. Und man versteht die einstige Berühmtheit. Da hat sich Genet, der Underdog, für die Underdogs interessiert, die geknechteten Bediensteten, und er ließ sie Rollenspiele exekutieren, wie er sie im Gefängnis kennen gelernt hatte, und er mischte Haß und Unterdrückung mit Verbrechen, wie er es in der Zeitung las – und das alles war einst sehr radikal und sehr neu und bürgerschreckig herausfordernd.

In Wien hat man die „Zofen“ schon lange vor allem als virtuoses Dreipersonen-Stück für Starbesetzungen gesehen – 1975 gastierten die Züricher bei den Festwochen, Hans Neuenfels inszenierte mit Elisabeth Trissenaar, Rosel Zech und Nicole Heesters. Im Jahr 2000 machten sich im Akademietheater Gert Voss und Ignaz Kirchner den Spaß, die beiden Zofen zu spielen, und Kirsten Dene stürmte als Gnädige Frau herbei. Zuletzt gab es 2008 eine Wiener / Berliner Co-Produktion, in der Luc Bondy Sophie Rois, Caroline Peters und Edith Clever auf die Bühne schickte und dem Stück im Duktus müder alter Frauen jegliche Schärfe und Härte austrieb.

Wenn Babett Arens nun die „Zofen“ in der Scala auf die Bühne schickt, ist kein dezidiertes Regiekonzept zu erkennen, nur dass die Zofen von zwei jungen Frauen gespielt werden und die Herrin ein Herr ist, der starkes Transvestiten-Hautgout verströmt, völlig legitim für den bekennenden Schwulen Jean Genet und auch für das Stück, das immer schon nach Belieben Cross-Gender besetzt wurde…

Zum Bericht[14] von Renate Wagner

Film der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[15]

Im nächsten Jahr ist Karl-Marx-Jahr, und das wird vielleicht noch explosiver als das Luther-Jahr (nicht nur, weil beide Herren Antisemiten waren – Marx ungeachtet seiner eigenen jüdischen Abstammung). Sie sind ja nun auch noch immer Idole für viele, was den Umgang heikel macht. Na, jedenfalls erwartet die Marx-Geburtsstadt Trier, wo er 1818 zur Welt kam, eine 30 Meter hohe Statue (!) zum Geschenk – von China… Großausstellungen sollen Pilgerströme in Gang setzen. Zu einem Mann, den wir uns mit Rauschebart nur „alt“ vorstellen können…

Es ist ganz hohe „Biopic“-Zeit im Kino, meist für Damen. Jetzt ist Karl Marx an der Reihe, und zwar als junger Mann, Mitte 20, als er mit Gattin Jenny aus dem deutschen Köln geflohen ist, in Paris und dann Brüssel lebte und mit seinem treuen Adlatus Friedrich Engels schon grundlegende Schriften zum später so genannten „Marxismus“ verfasste. Und man will gar nicht – weil man zufällig gerade eine Marx-Biographie gelesen hat – jetzt reklamieren, warum eigentlich der in dieser Zeit so wichtige Heinrich Heine in dem Film nicht vorkommt… Es geht schließlich, abgesehen von den populären Seiten der Marx-Geschichte (dafür steht vor allem seine unbändige Frau Jenny), vor allem um Nachhilfeunterricht fürs Kinopublikum. Und das soll man nicht mit zu vielen Informationen überlasten.

Marx brachte sich in Frankreich als Journalist mehr schlecht als recht über die Runden, wo immer er publizierte, waren Polizei und Zensur hinter ihm her, sowohl von französischer wie auch von preußischer Seite, wo man sehr wohl darauf achtete, was die Dissidenten im fremden Land unternahmen. Infolge seiner Überheblichkeit verliefen die Kontakt von Marx mit anderen radikalen Denkern (der Film nimmt sich da vor allem Pierre Proudhon, gespielt von Olivier Gourmet, vor, aber auch Bakunin und Weitling) stets konfliktreich. Immerhin entstand aus der Zusammenarbeit von Marx und Engels jenes „Kommunistische Manifest“, das später die Welt verändert hat…

Ukraine: Einreiseverbot für Russlands Song Contest-Kandidatin =

Yulia Samoylova
Julia Samoilowa. Foto: AP Lyzova

   Kiew/ APA. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat nun endgültig auch den Eurovision Song Contest erreicht:

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat Russlands ESC-Teilnehmerin Julia Samoilowa die Einreise verboten. Dadurch kann die Sängerin nicht beim 62. ESC Mitte Mai in Kiew auftreten. Sie dürfe für drei Jahre nicht in die Ukraine einreisen, sagte Geheimdienstsprecherin Jelena Gitljanskaja.

Die Entscheidung sei aufgrund von früheren Verstößen gegen ukrainische Gesetze getroffen worden, berichtet die Agentur Interfax. Anlass ist ein aus ukrainischer Sicht illegaler Auftritt der Sängerin auf der Halbinsel Krim, die Russland 2014 annektiert hatte.

Was lässt sich die Eurovision da gefallen? Es wäre zum Bespiel undenkbar, dass ein Land einem Sportler, der gegen einen „Lokalmatador“  anzutreten hat, die Einreise verweigert. Der sofortige Ausschluss aus dem Weltverband der betreffenden Sportart wäre die logische Folge. Was aber spielt sich hier ab?

Die Ukraine möge bedenken, dass sie im Vorjahr mit ihrer mittelmäßigen Trällerei aus politischen Gründen den Sieg und damit den heurigen Song-Contest geschenkt bekam. Politik hat in diesem Wettbewerb so überhaupt nichts verloren, die Entscheidung fällt den Eurovisionsleuten nun auf den Kopf.

Die logischen Konsequenzen wären:

a.) Absage des Bewerbes überhaupt

b.) Auschluss der ukraischen Vertretung aus dem Bewerb wegen Verstosses gegen die Wettbewerbsregeln (ebenso ungerecht für die betroffenen Künstler, aber was war das schreckliche Vergehen, das zum Einreiseverbot der gelähmten Russin geführt hat? Gerecht? )

c.) Die Ukraines wird wegen Verstosses gegen die Wettbewerbsregeln für die nächsten frei Jahre aus dem Bewerb ausgeschlossen (diese Lösung würde ich als Pragmatiker vorziehen)

So geht es nämlich wirklich nicht, dass ist ein glatter Missbrauch und zeugt von der Hilflosigkeit der Eurovision!

Vielleicht setzt sich aber doch noch die Vernuft durch!

Redaktionshund „Puppe“ gestern völlig überraschend gestorben

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Puppe, eine Hundeschönheit, ist tot. Copyright: Barbara Zeininger

Das war gestern für mich ein Schock. Ich schrieb gerade den Kommentar über Carreras und so, plötzlich ruft mich meine Frau mit den Worten “ Du, ich glaube, der Hund stirbt“ . Als ich die Treppe runterkam, war Puppe tatsächlich bereits tot, völlig unerwartet, denn tags zuvor habe ich mit ihr noch einen längeren Spaziergang gemacht – in aller Frische (Puppe, nicht ich, denn ich tue mich schon schwer).

Ich habe den Kommentar natürlich unterbrochen, habe den fast 50 kg schweren Hund aus dem 4. Geschoß zum Auto getragen, dann sind wir sind zur Tierärztin gefahren, um dort den Tod festellen zu lassen. Hierauf fuhren wir nach Mauerbach, um Puppe dort im Garten zu beerdigen (in Niederösterreich ist das erlaubt, in Wien nicht). Es war gar nicht so leicht, ein entsprechend großes Grab zu schaufeln. Nun ruht Puppe an ihrem Lieblingsplatz – sozusagen verbleibt sie im Familienkreis.

Das hat sie sich verdient, denn sie war ein herrlicher Familienhund, hat über unseren Enkelsohn gewacht und sich von diesem alles gefallen lassen (Kinder sind zu Tieren oft grausam) . Sie war obendrein eine Schönheit ihrer Rasse, hat nur deshalb keine Auszeichnungen erhalten, weil ihre Schulterhöhe 3 cm über der für weibliche Hunde vorgeschriebenen Norm lag. Sie war also etwas zu groß. Sie war sich aber ihrer Schönheit durchaus bewusst und entsprechend unnahbar anderen Hunden gegenüber.

Zurück bleibt nun der wesentlich ältere „Balu“, der nun wirklich keine Schönheit ist!

Ich wünsche Ihnen einen schöneren Tag, als ich ihn gestern hatte!

A.C.

 

  1. Vincent Schirrmacher: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/solisten/Schirrmacher_Vincent_.de.php
  2. Bernd Valentin: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/solisten/Valentin_Bernd.de.php
  3. Kari Postma: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/solisten/Postma_Kari.de.php
  4. KS Kurt Rydl: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/solisten/Rydl_Kurt_KS.de.php
  5. Marc Piollet: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/dirigenten/Piolett_Marc.de.php
  6. Aron Stiehl: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/regisseure/Stiehl_Aron_.de.php
  7. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/881123_Ein-Wienerlied-auf-die-Politik.html?em_view
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-faust-5
  9. http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=142: http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=142
  10. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/mainz-mathias-der-maler-von-paul-hindemith-premiere
  11. Zum Interview: http://der-neue-merker.eu/stefano-la-colla-es-ist-eine-grosse-ehre-in-wien-singen-zu-duerfen
  12. http://operawire.com/diana-damrau-no-longer-singing-four-heroines: http://operawire.com/diana-damrau-no-longer-singing-four-heroines
  13. http://www.smh.com.au/entertainment/stage/we-cannot-guarantee-the-works: http://www.smh.com.au/entertainment/stage/we-cannot-guarantee-the-works
  14. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-scala-die-zofen
  15. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-maerz-2017


22. MÄRZ 2017

by ac | 22. März 2017 08:09

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Choreographin Trisha Brown gestorben

Brown galt als eine der wichtigsten Protagonistinnen des postmodernen Tanzes. Mehr als 30 Jahre lang prägte sie die Stilrichtung und arbeitete häufig mit bildenden Künstlern wie Robert Rauschenberg, Donald Judd und Nancy Graves zusammen.
Einer ihrer Schwerpunkte im Tanz war die Schwerkraft. Ihre Tänzer ließ sie gerne über Dächer und Fassaden gleiten…

Zum Tod der Choreografin Trisha Brown: Go with the flow
Sie war eine Pionierin der amerikanischen Tanzszene, experimentierte zeitlebens mit der Schwerkraft: Nun ist Trisha Brown im Alter von 80 Jahren in Texas gestorben
Tagesspiegel[1]
Postmoderner Tanz: Trisha Brown ist tot
http://www.zeit.de/kultur/2017-03/postmoderner-tanz-trisha-brown-tot[2]

Deutsche Oper Berlin: Der Spielplan für die nächste Saison steht fest

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Aussendung der Deutschen Oper Berlin: Wir freuen uns außerordentlich, dass mit der ersten Premiere der Saison 2017/18 Aribert Reimann an sein Berliner Stammhaus zurückkehrt: Am 8. Oktober feiert L’INVISIBLE (DER UNSICHTBARE), dessen Libretto Reimann selbst nach drei Maurice-Maeterlinck-Kurzdramen eingerichtet hat, Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin. Damit entsteht ein fünftes Werk Reimanns für das Haus an der Bismarckstraße, zuletzt hatte er hier mit DAS SCHLOSS einen phänomenalen Erfolg. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Donald Runnicles, der bereits beim Musikfest-Konzert 2014 Reimanns „Drei Lieder für Sopran und Orchester nach Gedichten von Edgar Allan Poe“ mit Laura Aikin zur Aufführung gebracht hat. Mit Vasily Barkhatov übernimmt einer der interessantesten russischen Regisseure der jungen Generation die szenische Leitung…

Mehr über das Programm erfahren Sie in unseren „Infos des Tages“
Deutsche Oper Berlin zeigt neues Werk von Reimann
Die Deutsche Oper Berlin präsentiert als erste Premiere der Saison 2017/18 eine Aribert-Reimann-Uraufführung. Für das Stück „L’Invisible“ (Der Unsichtbare) habe der 81-jährige Komponist das Libretto selbst nach drei Kurzdramen von Maurice Maeterlinck eingerichtet, teilte das Haus am Dienstag bei der Vorstellung der neuen Spielzeit mit.
Musik heute[3]

BUDAPEST: PREMIERE „SIEGFRIED“ am 19.3.2017. Premierenbericht online

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Egils Silins, Marcus Jupither. Copyright: Szilvia Csibi

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Eszter Sümegi, Istvan Kovácsházi. Copyright: Szilvia Csibi

Ähnlich dem Satyrspiel in der antiken attischen Tetralogie fungiert Siegfried als Bindeglied zwischen der Walküre und der Götterdämmerung. Und obwohl auch im Siegfried gemordet wird, überwiegen doch die komischen Elemente bei weitem. Und so entfaltet sich vor den Augen und Ohren des Publikums – bei aller Tragik – jene fesselnde Mischung an menschlicher wie göttlicher Tragikomödie. Melpomene und Thaleia um die Gunst des Publikums buhlend. Unter diesem Motto schien für mich auch das Konzept des ungarischen Zeichentrickfilmregisseurs Géza M. Tóth in seiner Version des Siegfrieds zu stehen. Das Animations Studio Kedd Kreativ Mühely lieferte ihm dafür auch die vielfachen Einblendungen, mit denen bereits während des Orchestervorspiels der dunkle Wald, in welchem sich Mimes Felsenhöhle befindet, angedeutet wird. Auch hier waren für mich wieder starke Reminiszenzen an die von Günther Schneider-Siemssen (1926-2015) entwickelten holographischen Bühnenbilder, die dieser seit 1985 in seinen Bühnenbildern zum Einsatz brachte, gegeben. Der Regisseur hat sich offenbar an seiner Technik orientiert, diese verfeinert und auf den neuesten Stand gebracht. Gemeinsam mit seiner Dramaturgin Eszter Orbán verfolgte der Regisseur auch im Siegfried konsequent den einmal eingeschlagenen Weg einer an Computer-Animationsfilmen angelehnten visuellen Ästhetik. Bei der baulichen Gestaltung der Bühne stand ihm wiederum Gergely Z. Zöldy zur Seite…

Zum Premierenbericht[4] von Harald Lacina

Frankfurt/ Konzert José Carreras: Inzwischen verdunkelt
Der 70-jährige Tenor José Carreras mit der irischen Sopranistin Celine Byrne in der Alten Oper Frankfurt.
http://www.fr.de/kultur/musik/jose-carreras-inzwischen-verdunkelt-a-1243527[5]

Aus Achtung vor den großartigen Leistungen, die uns José Carreras beschert hat, möchte ich keine Zitate aus dieser Besprechung in diesen Kommentar stellen. Ich erinnere mich noch an seine Rückkehr nach überstandener Krankheit an die Wiener Staatsoper. Meine Frau wollte Carreras als „Don José“ in Carmen unbedingt erleben, also fuhren wir um 5 h früh zur Oper und reihten uns in die Stehplatzschlange ein. Diese reichte aber bereits bis zur Kärntnerstraße zurück – um 7 h gaben wir dann auf – keine Chance.

Jose Carreras singt heute letztmalig in Wien. Das Konzert ist ausverkauft!

Franfurt: RIGOLETTO


Brenda Rae als Gilda. Copyright: Monika Rittershaus

Wir haben nun auch einen Eigenbericht von Friedeon Rosén anzubieten.

Zum Premierenbericht[6] von Friedeon Rosén

Frankfurt
Oper „Rigoletto“ in Frankfurt: Triumph des emotionalen Kontrapunkts
Sagenhafte Sänger verleihen dem „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi an der Oper Frankfurt einen Glanz, der auf Regie-Seite noch nach Ebenbürtigkeit sucht.
Frankfurter Allgemeine[7]
Rigoletto und die Madonna wider Willen
Frankfurter Rundschau[8]

WIEN / Volkstheater: KASIMIR UND KAROLINE von Ödön von Horváth
Premiere: 17. März 2017,
besucht wurde die zweite Vorstellung am 21. März 2017

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Rainer Galke, Stefanie Reinsperger. Copyright: Hans Punz

Ödön von Horvaths Stücke bieten eine brisante Mischung von gnadenlosem Durchleuchten der Bestie Mensch und dem tiefen sozialen Mitleid mit den armen Hascherln, die er da auf die Bühne stellt. Das ist bei „Kasimir und Karoline“ (1932) – sein neben den „Geschichten aus dem Wiener Wald“ meist gespielten Stück – nicht anders. Aber eines ist Horvath immer, nämlich der Realist, der seine Menschen in ihre konkrete Umwelt mit ihren Nöten und Zwängen stellt.

Nun ist der Vorarlberger Regisseur Philipp Preuss nicht der Erste, der Horvath seinen Realismus austreibt: Marthaler etwa hat es auch schon erfolgreich versucht. Die Frage ist, was übrig bleibt, wenn man die Geschichte auf eine nach und nach rein stilisierte Ebene hebt. Dabei hilft Preuss schon das Bühnenbild von Ramallah Aubrecht. Für das Oktoberfest steht auf einer Drehbühne eine karussellartige Rundkonstruktion, deren zahllose Schnüre je nach Beleuchtung transparent oder bunt wirken.

In nahezu permanenter Drehung, zu nahezu permanenter Populärmusik ist die Logistik der Inszenierung einfach: Die Darsteller sind entweder drinnen oder draußen. Sind sie drinnen, dann waltet der Castorf-Effekt, den man langsam überwunden hoffte – ein Kameramann wieselt herum, filmt die Darsteller, eine Videowand senkt sich am Oberteil der Bühne, und je grotesker die Schauspieler in dieser Verfremdung aussehen, umso lieber ist es dem Regisseur zweifellos. Nun, man ist am Rummelplatz, vielleicht hat er an ein Spiegelkabinett des Lebens gedacht…

Zur Kritik [9]von Renate Wagner

TERMINTIPP HEUTE

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Streit in der Gesellschaft bildender Künstler =

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Wien (APA) – Streit in der Gesellschaft bildender Künstler

Österreich: Am Dienstag attackierte eine Gruppe von Mitgliedern in einem offenen Brief Präsident Michael Pilz und Künstlerhaus-Geschäftsführer Peter Zawrel. Die Rede ist von Intransparenz, autokratischem Verhalten und einem geplanten Umbau des Künstlerhauses gegen den Denkmalschutz. Als Reaktion will Präsident Pilz die Unterzeichner nun ausschließen…

… Dass sich hier eine kleine Gruppe von pathologischen Unruhestiftern zu Wort melde, sei „ein Aberwitz der Geschichte“, ärgerte sich der kritisierte Präsident Michael Pilz im APA-Gespräch: „Bei den meisten Personen orte ich gewisse Defizite bis hin zu ihrem Privatleben.“ Es handle sich teils um Menschen, die in der bisherigen Geschichte dem Verein massiv geschadet hätten und sich nun als Revanche für verlorenen Einfluss rächen wollten, während er sich seit 2012 mühe, den ramponierten Ruf des Künstlerhauses zu retten. Seine Konsequenz ist deshalb klar: „Das ist endlich ein Grund, dass ich all diese Personen aus der Vereinigung ausschließen werde.“

Na super, unter den Künstlern geht es zu wie beim ärgsten „Pofel“ . Aber viele davon wollen uns erklären, wie die Welt funktionieren soll!

Wahnsinn: Dr. Oetker führt Schoko-Pizza ein
Schon in zwei Wochen soll die süße Fertigpizza in den Läden erhältlich sein. Die Naschkatzen unter Ihnen dürften gleich vor Freude jubeln, denn Dr. Oetker hat auf seiner Facebook-Seite eine Schoko-Pizza angekündigt! Ab April – also in knapp zwei Wochen – soll die „Pizza Dolce al Cioccolato“ im Handel erhältlich sein.
Heute.at[10]

Verzeihen Sie heute die Verspätung, aber ein privates trauriges Ereignis hat mich bei der Verfassung dieses Kommentars eingeholt.

Trotzdem, Ihnen wünsche ich einen schönen Tag

A.C.

  1. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/zum-tod-der-choreografin-trisha-brown-go-with-the-flow/19549518.html
  2. http://www.zeit.de/kultur/2017-03/postmoderner-tanz-trisha-brown-tot: http://www.zeit.de/kultur/2017-03/postmoderner-tanz-trisha-brown-tot
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15268/deutsche-oper-berlin-plant-reimann-urauffuehrung/
  4. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-siegfried-premiere
  5. http://www.fr.de/kultur/musik/jose-carreras-inzwischen-verdunkelt-a-1243527: http://www.fr.de/kultur/musik/jose-carreras-inzwischen-verdunkelt-a-1243527
  6. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/frankfurt-rigoletto-premiere
  7. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/oper-frankfurt-spielt-den-rigoletto-von-guiseppe-verdi-14934315.html
  8. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/theater/rigoletto-in-frankfurt-rigoletto-und-die-madonna-wider-willen-a-1243440
  9. Zur Kritik : http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-kasimir-und-karoline
  10. Heute.at: http://www.heute.at/news/wirtschaft/Kein-Scherz-Dr-Oetker-verkauft-bald-Schoko-Pizza;art23662,1410675

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-maerz-2017


21. MÄRZ 2017

by ac | 21. März 2017 08:30


Beifallsstürme für „düsteren Rigoletto“ in Frankfurt. Quinn Kelsey in der Titelrolle, Brenda Rae als seine Tochter Gilda. Foto: Monika Rittershaus

Giuseppe Verdis Meisterwerk „Rigoletto“ hat am Sonntagabend an der Frankfurter Oper eine umjubelte Premiere gefeiert. Trampelnden Applaus erntete Quinn Kelsey in seiner Paraderolle als Rigoletto, ebenso wie Ensemblemitglied Brenda Rae, die ein in jeder Hinsicht überzeugendes Rollendebüt als Gilda.

Oper Frankfurt zeigt düsteren Rigoletto
Musik heute[1]

Berlin/ Deutsche Oper: Brittens TOD IN VENEDIG. Premiere am 19.3.

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Paul Nilon (liegend). Copyright: Marcus Lieberenz

Wir haben zwei Online-Merker Eigenkritiken online.

Zum Bericht[2] von Ursula Wiegand

Zum Bericht[3] von Ingobert Waltenberger

Sterbensschön: Brittens „Tod in Venedig“ an der Deutschen Oper Berlin
Vor der Schönheit dieser Musik werden auch geringere Schriftsteller als Gustav von Aschenbach krank: Zwar nicht mit Cholera, aber doch gesundheitlich angegriffen wohnt der Konzertgänger der Premiere des Tod in Venedig bei, mit dem die Deutsche Oper Berlin ihren Benjamin-Britten-Zyklus nicht vollendet, aber beschließt – nach vier von zwölf Opern. Vorläufig sei dieser Abschluss, orakelt Dirigent Donald Runnicles im Programmheft.
https://hundert11.wordpress.com/2017/03/20/sterbensschoen-brittens-tod[4]

Benjamin Brittens „Death in Venice“ an der Deutschen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz-online[5]

WIEN/ Staatsoper: TRISTAN UND ISOLDE am 19.3.2017

Zum Bericht[6] von Maria und Johann Jahnas

STUTTGART: DIE HOCHZEIT DES FIGARO. Wiederaufnahme am 19.3.2017

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Lauryna Bendziunaite (Susanne), David Steffens (Figaro), Gezim Myshketa (Graf) . Copyright: Martin Sigmund

Zum Bericht[7] von Alexander Walther

BUDAPEST/ Erkel Theater: HUNYADI LÁSZLÓ am 18.3.2017

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Copyright: Peter Rakossy

Zum Bericht[8] von Harald Lacina

FREIBERG / Sachsen/ Mittelsächsisches Theater: ARABELLA. Premiere am 18.3.2017

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Aufgeregter Disput auf der nächtlichen Hoteltreppe zwischen Mandryka (Guido Kunze), Matteo (Sebastian Fuchsberger), Zdenka (Lindsay Funchal) und Arabella (Leonora del Rio)“. Copyright: Mittelsächsisches Theater

Zum Berich[9]t von Ingrid Gerk

BUDAPEST/ Staatsoper: ANNA KARENINA. Ballett am 19.3.2017

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Alexandra Kozmer, Zoltan Olah. Copyright: Zsofia Palyi

Zum Bericht[10] von Harald Lacina

Alvis Hermanis ein Thema in unserem Forum

Das war zu erwarten, der redselige Herr Hermanis hat die Kritiker seiner (auch politischen) Ansichten geradezu provoziert.

Die Diskussion bei uns verläuft aber bis jetzt zwar kontrovers, aber absolut fair und sachlich. Das wäre vor einem Jahr noch undenkbar gewesen. Nicht weil unsere Diskutanten plötzlich „Kreide gegessen haben“, sondern weil sich die Stimmung durch die Politik geändert hat. Wir sind nun endlich in der Lage, argumentieren zu können, ohne dass sofort eine Keule hervorgeholt wird. Möge es so bleiben. Wir werden jedoch ein wachsames Auge auf diese Diskussion werfen müssen!

Sanierung des Bayreuther Festspielhauses im Zeitplan
Musik heute[11]

Das Festival der Retro-Operninszenierungen in Lyon
Beim „Festival Mémoires“ in Lyon präsentierte Serge Dorny, Intendant der Lyoner Oper, Rekonstruktionen dreier legendärer Inszenierungen: Ruth Berghaus‘ Dresdener „Elektra“, Heiner Müllers Bayreuther „Tristan“, Grübers „Poppea“ aus Aix.
Die Presse[12]

MAILAND / Museum des Teatro La Scala: AUSSTELLUNG ZUM 150. GEBURTSTAG VON ARTURO TOSCANINI

Am 22. März eröffnet im Museum des Teatro La Scala eine Ausstellung zum 150. Geburtstag von Arturo Toscanini. Dazu eine hübsche Geschichte von Hugo Burghauser, Vorstand der Wiener Philharmoniker ( und Gatte von Margarethe Wallmann)  von 1932 bis 12.März 1938, aus  „Philharmonische Begegnungen.:

Im Herbst 1937 sollte das letzte Festkonzert der Salzburger Festspiele in Wien wiederholt werden.

Toscanini verließ sich auf die Gedächtnistreue  der Musiker und  fand die Probe nach dem ersten Teil nicht weiter für nötig. Da fiel dem Vorstand ein, dass doch etliche neue Mitglieder dazugekommen wären. Und wirklich , ein Geiger spielte zum Schluß  ein Forte con Arco statt des Piano-pizzicato , was ein verhängnisvoller Fehler bei der Aufführung gewesen wäre. “ Ein philosophischer Kopf im Orchester meinte dazu: Wenn Toscanini noch eine Weile bei uns bleibt, wird er auch noch schlampig werden.“

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Wohnung von Arturo Toscanini von 1909 bis 1957 im 1. Stock  in der Via Durini 20. Foto: Messer

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Stefano Sutti, stolzer Mailänder in 4. Generation und  Teilhaber der Anwaltskanzlei, die dort seit Jänner die 600m2 auf zwei Stockwerken bezogen hat – vor Toscaninis Bücherschrank. Foto: Messer

Ulrike Messer -Krol

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 21.-27. MÄRZ 2017

Bildergebnis für radio

Informieren über die Rundfunkübertragungen Sie sich in unseren „Infos des Tages“

Diese Lebensgeschichte müssen Sie unbedingt lesen:

Piano-Rückkehrer Josef Bulva im Musikverein
Er hat das Auf und Ab des Lebens nicht nur am Klavier erfahren. Nun ist der große Pianist Josef Bulva wieder an seinem geliebten Flügel zu hören – auf einer DVD, vor allem aber live im Wiener Musikverein.
Salzburger Nachrichten[13]

NÖ / Klosterneuburg: KIRCHE, KLOSTER, KAISERIN. Maria Theresia und das sakrale Österreich
Jahresausstellung anlässlich des 300. Geburtstags Maria Theresia
4.März bis zum 15. November 2017

Klosterneuburg Plakat 2~1

Fromm und gottesfürchtig

Das Quartett des Jahresausstellungen zu Maria Theresia anlässlich ihres 300. Geburtstags hat das Thema Glauben und Religiosität bewusst schmal gehalten, weil Stift Klosterneuburg natürlich der gebotene Ort ist, Maria Theresia und das sakrale Österreich zu dokumentieren. Allerdings geht es weniger um die Rolle, die die katholische Kirche in ihrem Reich spielte, als vielmehr um die private Beziehung der Kaiserin zu dem Stift, das mit den Habsburgern aufs engste – besonders mit ihrem Vater Karl VI. – verbunden war.

Zum Ausstellungsbericht[14] von Heiner Wesemann

TV/ Film: Ab heute: TV-Serie „Charité“: Reale Männer, fiktive Frauen
Sönke Wortmann zeigt uns den Alltag an der Berliner Charité im Jahr 1888 – zu einer Zeit, als deutsche Mediziner Weltruf hatten. Eine aufwendige, aber blasse Sache
Die Presse[15]

Österreich: Marika Lichter klagt Jazz Gitti auf 10.300 €
Dicke Luft zwischen Jazz Gitti und Marika Lichter, die eine Vermittlungsprovision von der Sängerin will

Kurier[16]

Natürlich ist es auch bei uns so: eine Agentur stellt eine Meldung zusammen, schickt diese an uns – und wir veröffentlichen, wenn sie uns für einen Teil unserer Leser interessant erscheint. Wir kassieren für die Veröffentlichung nichts (wenn die Agentur Zahlungen an uns verrechnet, dann werden die Auftraggeber gelinkt). Zumindest besteht in diesen Fällen ein Vertragsverhältnis zwischen den Veranstaltern/Künstlern und der PR-Agentur

Im konkreten Fall muss ich vorsichtig argumentieren, weil ich mir nicht selbst eine Klage einhandeln will. Also, die Jazz-Gitti ist mir wirklich nicht sehr symphatisch, das wird man wohl noch ungeklagt schreiben dürfen. Das ändert aber nichts daran, dass sie nicht recht haben kann. Lesen Sie im „Kurier“ deren Stellungnahme.

Interessant ist dieser Fall freilich für den ORF. Ich gehe davon aus, dass der ORF die Frau Lichter für deren Liste bezahlt. Damit müssten sämtliche Dienste abgegolten sein, zumindest sehe ich das so. Wenn Frau Lichter nun der Jazz-Gitti eine „Provision“ verrechnet hat, ohne dafür von dieser explizit für die Vermittlung zu den Dancing-Stars beauftragt gewesen zu sein, dann sollte sich die Rechtsabteilung des ORF dafür interessieren. Mehr kann und vor allem will ich dazu nicht schreiben.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15255/oper-frankfurt-zeigt-duesteren-rigoletto/
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-deutsche-oper-tod-in-venedig-von-benjamin-britten-premiere-2
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-deutsche-oper-tod-in-venedig-von-benjamin-britten-premiere
  4. https://hundert11.wordpress.com/2017/03/20/sterbensschoen-brittens-tod: https://hundert11.wordpress.com/2017/03/20/sterbensschoen-brittens-tod
  5. Neue Musikzeitung/nmz-online: https://www.nmz.de/online/benjamin-brittens-death-in-venice-an-der-deutschen-oper-berlin
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-tristan-und-isolde-15
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-staatsoper-die-hochzeit-des-figaro-intrigen-im-hinterzimmer-wiederaufnahme
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-erkel-theater-hunyadi-laszlo
  9. Zum Berich: http://der-neue-merker.eu/freiberg-sachsenmittelsaechsisches-theater-arabella-premiere
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-staatsoper-anna-karenina
  11. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15258/markgraefliches-opernhaus-bayreuth-sanierung-im-zeitplan/
  12. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/klassikint/5186599/Klassik_Das-Festival-der-RetroOperninszenierungen-in-Lyon
  13. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/piano-rueckkehrer-josef-bulva-im-musikverein-239428/
  14. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/noe-klosterneuburg-kirche-kloster-kaiserin
  15. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/medien/5186810/TVSerie-Charite_Reale-Maenner-fiktive-Frauen
  16. Kurier: https://kurier.at/stars/marika-lichter-klagt-jazz-gitti-auf-10-300-euro/253.263.737

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-maerz-2017


20. MÄRZ 2017

by ac | 20. März 2017 08:10

Das Buch „Tschick“  (Rohwolt-Verlag)

 „Tschick“ am Theater Hagen mit (v.l.) Andrew Finden (Maik), Kristine Larissa Funkhauser (Isa) und Karl Huml (Tschick). Foto: Klaus Lefebvre

Das Theater Hagen stand dieses Wochenende im Zentrum des Interesses jener, die Neues auf der Opernbühne sehen wollen. Ein ganz großes Haus stünde da auf verlorenem Posten, denn im Grunde ist jede neue Oper ein Experiment, überhaupt eine „Buchvertonung“ wie die vorliegende. Das Experiment scheint gelungen, die ersten Presseberichte sind positiv. Wobei zwischen „freundlich“ (unfreundlich wurde noch keine neu geschaffene Oper aufgenommen, denn dann wäre der Kritiker ein Reaktionär – und wer will das in dieser Branche schon sein?) und positiv ein Unterschied besteht. In Hagen wurde übrigens auch „Lola rennt“ und eine weitere Vollmer-Oper uraufgeführt.

Wir haben eine „Online-Merker“-Eigenkritik von Christoph Zimmermann zur Verfügung, sind also nicht auf das deutsche Feuilleton angewiesen:

Wenn ein kleines, zudem extrem gefährdetes Theater wie das von Hagen in einer Spielzeit gleich zwei Werke des aktuellen Musiktheaters präsentiert, ist kaum ein Wort des Lobes zu hoch. Intendant Norbert Hilchenbach wird im Juni  HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ zu seinem Abschied inszenieren, jetzt gab es mit „Tschick“ von Ludger Vollmer sogar eine veritable Uraufführung. Zu dieser kam es nicht von ganz ungefähr, denn auch Vollmers Opern „Gegen die Wand“ und „Lola rennt“ wurden in Hagen aufgeführt. In dieser Saison ist Vollmer überdies „Komponist für Hagen“, kommt also auch bei Konzerten des Philharmonischen Orchesters zu Ehren.

„Tschick“ ist ein Erfolgssujet sondergleichen. Der Roman von Wolfgang Herrndorf wurde sogar zur allgemein verbindlichen Schullektüre erkoren, überdies zu einem der meistgespielten Theaterstücke umgeformt (Autor: Robert Koall) und von Fatih Akin auch verfilmt. Auslöser für Herrndorfs Roman war das Wiederlesen von Büchern seiner Jugend, nicht zuletzt von Mark Twains „Huckleberry Finn“. Herrmdorf wollte gemäß einem FAZ-Interview „herausfinden, ob sie wirklich so gut waren, wie ich sie in Erinnerung hatte, aber auch, um zu sehen, was ich mit zwölf Jahren eigentlich für ein Mensch war. Und dabei habe ich festgestellt, dass alle Lieblingsbücher drei Gemeinsamkeiten hatten: schnelle Eliminierung der erwachsenen Bezugspersonen, große Reise, großes Wasser.“ Das Wasser ersetzte Herrndorf in „Tschick“ durch Straßen, welche sein Titelheld mit Freund Maik in einem geklauten Wagen abenteuerlustig befahren…

…Die Hagener Aufführung kann eigentlich nur in höchsten Tönen gepriesen werden. Anzufangen wäre bei KRISTA BURGERs Grafiken und Projektionen, welche die von JAN BAMMES sinnfällig ausgestattete und ständig bewegte Bühne oft zur Filmkulisse werden lässt. Dies näher zu beschreiben hieße, sich unbotmäßig in Details zu verlieren. Dies gilt auch für die Inszenierung von ROMAN HOVENBITZER

Zum Premierenbericht[1] von Christoph Zimmermann

Roadopera „Tschick“ in Hagen – Uraufführung
Hamburger Abendblatt[2]

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

BERLIN/ Deutsche Oper: TOD IN VENEDIG von Benjamin Britten. Premiere 19.3.

Seth Carico. Copyright: Marcus Lieberenz

Zum Premierenbericht[3] von Dr. Ingobert Waltenberger

WIENER STAATSOPER: FAUST am 18.3.2017

Borras als Faust und Anita Hartig als Marguerite. Faust in "eleganter" Feinzwirn

Borras als Faust und Anita Hartig als Marguerite. Faust in „eleganter“ Feinzwirn. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Keine Frage, nach der Erkrankung des vorgesehenen Regisseurs Nicolas Joel vor fast neun Jahren wäre es besser gewesen, die damalige Premiere gleich abzusagen oder den damals längst engagierten Sängern zuliebe die Aufführung konzertant zu geben. Dazu kam noch erschwerend hinzu, dass auch der Ausstatter Andreas Reinhardt starb und durch Kristina Siegel ersetzt werden musste.
Und so stellt die jetzige Direktion eine Inszenierung „nach einer Idee“ in die Auslage, die ohne die Kenntnis dieser Vorgeschichte hinsichtlich Bühne und Regie die Gastvorstellung einer Provinzbühne zu suggerieren imstande ist. Wenigstens dafür hätte es einer Einlage im Programmheft bedurft, die erklären hätte können, warum man sich trotz dieser widrigen Umstände zur nochmaligen Aufnahme einer so beliebten Oper in das Repertoire entschlossen hat. Dazu hätte der damals erkrankte Nicolas Joel, aber auch das Publikum ein Anrecht gehabt…

Zum Bericht[4] von Peter Skorepa

…Unumstrittener Star des Abends war die Marguerite der Anita Hartig, die mit ihrem klaren, festen lyrischen Sopran den melancholischen Mädchenton des Thuleliedes ebenso nachzeichnete wie die unschuldige Erregung atemlos machender, erster Liebe – bis hin zum lustvoll-verzückten Aufschrei im Finale des dritten Aktes. Sie hielt dabei ihren Sopran ausgezeichnet auf Linie, nur bei wenigen expressiven Spitzentönen geriet ein bisschen zuviel Metall in die Stimme. Sie sang und spielte ohne Übertreibung, sie hatte die Rolle verinnerlicht, ihre ganze Bühnenpräsenz wirkte so konzentriert und frisch einstudiert wie an einem Premierenabend. Und mit dem Fortschreiten des traurigen Gretchen-Schicksals mischten sich Verzweiflung hinzu und im Schlussbild ein Heroismus, der Marguerite den Heiligenschein einer Jeanne d’Arc aufsetzte. Das faustische Raffinement von Borras traf hier auf eine einfache, natürliche Frauenseele – die in aller Naivität den Fallstricken von Schmuck und natürlichem Charme auf den Leim ging…

Zum Bericht[5] von Dominik Troger (www.operinwien.at[6])

Wird „PARSIFAL“ in Wien zum Politikum?

In Deutschland wurde Alvis Hermanis bereits vor geraumer Zeit so heftig wegen seiner Aussagen nicht über Flüchtlinge, sondern über die Flüchtlingspolitik und auch die Aufbereitung des Themas in deutschen Theatern, kritisiert. Das war keine Kritik mehr, das war eine Kampagne.  Diese führte sogar zur seiner Absage der „Lohengrin“ – Inszenierung in Bayreuth. Mittlerweile hat sich die Flüchtlingspolitik auch in Deutschland „relativiert“, die Aufbereitung des Themas in den Theatern aber eher nicht.

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Alvis Hermanis. Er redet sich in sein nächstes Problem. Foto: Peter Skorepa

Hat Alvis Hermanis aus dieser Situation gelernt? Eher nicht. Der Mann aus Lettland ist es offenbar gewohnt, in seiner Heimat das sagen zu dürfen, was er denkt. Das war dort zwar nicht immer so, aber die Zeiten haben sich geändert. Aber in Lettland arbeitet er eher selten. In Deutschland hat die Kanzlerin zum gleichen Thema, aber zu einer anderen Person, den Begriff der „unerwünschten Meinung“ geprägt. Die „erwünschte Meinung“ darf er sagen, wo immer er will. Hermanis glaubt nun in Österreich deutlicher als in Deutschland sprechen zu dürfen. Speziell in Österreich haben sich die Zeiten geändert, die Regierung, zumindest Teile davon,  hat in der Frage der Zuwanderung (echte Flüchtlinge stehen da wie dort außer Diskussion) die große Oppositionspartei längst rechts überholt (und damit das Wasser abgegraben), die Aussagen des Herrn Hermanis im Interview mit Renate Wagner haben somit wirklich niemand aufgeregt. Nun aber hat Hermanis im Interview mit der „Wiener Zeitung“ kräftig nachgelegt und die 68er-Generation kritisiert. Das ist natürlich eine Todsünde. Sofort regt sich darauf Widerstand in unserem meist in Agonie befindlichen Diskussionsforum (ich bin über die „Agonie“ gar nicht so unglücklich, wie Sie vielleicht glauben, denn Quote ist zwar gut, aber Nerven sind wichtiger).

Ich befürchte, dass Alvis Hermanis seinen „Parsifal“ damit zum Politikum gemacht hat. Die nächsten Wochen werden daher auch für mich fordernd.

Magdeburg: Schweizer Sängerin gewinnt Telemann-Wettbewerb
Die Schweizer Mezzosopranistin Geneviève Tschumi hat beim Internationalen Telemann-Wettbewerb in Magdeburg den Preis der Mitteldeutschen Barockmusik gewonnen.
Musik heute[7]

Händeringend sucht die klassische Musik junges Publikum. Doch das ist eh schon da – in Asien. Und jetzt? Eine Spurensuche.

Klassische Musik in Asien boomt seit vielen Jahren. Doch der wirtschaftliche Aufschwung hat diesem Boom zuletzt neuen Antrieb gegeben.
Das Publikum in Asien ist viel jünger als jenes in Europa – und damit wird der Kontinent zum Zukunftsmarkt für die Klassik. Immer mehr Orchester touren durch Asien, und auch Opernhäuser verkaufen ihre Produktionen an neue Spielstätten in den asiatischen Millionenstädten.

„Neues Zeitalter der klassischen Musik“ in Asien
Händeringend sucht die klassische Musik junges Publikum. Doch das ist eh schon da – in Asien. Und jetzt? Eine Spurensuche.
Kurier[8]

„Konzertgänger in Berlin“
Zeitzauberisch: Aequinox-Musiktage in und um Neuruppin
https://hundert11.wordpress.com/2017/03/19/zeitzauberisch-aequinox[9]

London: Noch einmal „Meistersinger“:
Opera review: Wagner’s Die Meistersinger Von Nürnberg at the Royal Opera
http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/780918/review-wagners[10]

Die Meistersinger von Nürnberg; The Dream of Gerontius review – a muddle and a masterpiece
The Guardian[11]

Chuck Berry: Rock’n’Roll-Legende starb mit 90 Jahren
Der Musiker Chuck Berry ist tot. Der US-Pionier des Rock’n’Roll starb am Samstag in seinem Haus, wie die Polizei in St. Charles County (US-Bundesstaat Missouri) mitteilte.
Salzburger Nachrichten[12]

Theaterkritik WIEN / Durchhaus: BASH von Neil LaBute
Premiere: 16. März 2017, besucht wurde die Vorstellung am 19. März 2017 

Zum Bericht[13] von Renate Wagner

Maria Theresia zum Vierten (morgen folgt der fünfte Teil

NÖ /  Niederweiden: 300 JAHRE  MARIA THERESIA „STRATEGIN MUTTER REFORMERIN“
Modernisierung und Reformen
Vom 15. März 2017 bis zum 29. November 2017  

Taferlklassler und Daumenschrauben

Ein „Taferlklassler“  zu sein und „Daumenschrauben“ angesetzt zu bekommen – beides besteht in der Realität nicht mehr, aber die Begriffe sind lebendig geblieben. Zumindest ersterer geht ausschließlich auf das Zeitalter Maria Theresias zurück, die die Unterrichtspflicht als staatliche Aufgabe sah. Sie sorgte dafür, dass möglichst jedes Kind in der Monarchie mit Hilfe einer mit Buchstaben beschriebenen, etwas mehr als handgroßen Tafel das Lesen und Schreiben lernte. Eine von vielen Reformen ihrer Epoche, die Karl Vocelka in der Ausstellung „Modernisierungen und Reformen“ auf Schloß Niederweiden dokumentiert hat.

Zum Ausstellungsbericht[14] von Heiner Wesemann

Programmtipp Wien

Diese Woche wir für mich „haarig“ . Mittwoch zuerst ein Gesichtsbad bei einer Buchpräsentation in einer Galerie in der Clementinengasse, danach der Merker-Kunstsalon.

Und Donnerstag haben wir in der Online-Galerie das Gespräch mit der Regisseurin Angela Zabrasa, das ich Ihnen dringend empfehle!

staba

Was schrieb ich gestern? Bei einer Niederlage der Wiener Austria sieht die Welt für die Rapid-Fans schon wieder freundlicher aus. Nun, es wurde keine Niederlage der Austria in Salzburg, es wurde eine Hinrichtung: 0:5. Mit meinem X-Tipp bin ich ziemlich danebengelegen.

Damit stelle ich fest: Die Salzburger sind auf dem Weg zum Meistertitel nicht mehr aufzuhalten, haben acht der letzten neun Meisterschaftsspiele gewonnen!

War hat die Bilanz „versaut“? Admira Wacker, in der Vorwoche mussten die Salzburger nämlich beim 1:1 Punkte liegenlassen!

Ich wünsche eine schöne Woche!

A.C.

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/hagen-tschick-von-ludger-vollmer-urauffuehrung-premiere
  2. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article209980247/Gefeierte-Roadopera-Oper-Tschick-in-Hagen.html
  3. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-deutsche-oper-tod-in-venedig-von-benjamin-britten-premiere
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-charles-gounod-faust
  5. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/gounod/afaust7.htm
  6. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  7. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15246/schweizer-mezzosopranistin-gewinnt-telemann-wettbewerb/
  8. Kurier: https://kurier.at/kultur/neues-zeitalter-der-klassischen-musik-in-asien/252.750.835
  9. https://hundert11.wordpress.com/2017/03/19/zeitzauberisch-aequinox: https://hundert11.wordpress.com/2017/03/19/zeitzauberisch-aequinox
  10. http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/780918/review-wagners: http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/780918/review-wagners
  11. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/mar/19/die-meistersinger-von-nurnberg-review-royal-opera-bryn-terfel-dream-of-gerontius-halle-mark-elder
  12. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/chuck-berry-rocknroll-legende-starb-mit-90-jahren-239249/
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-durchhaus-bash
  14. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/noe-niederweiden-maria-theresia-zum-vierten

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-maerz-2017


19. MÄRZ 2017

by ac | 19. März 2017 08:37

Exakt heute vor 50 Jahren begannen die Salzburger Osterfestspiele. Eine Autogrammtafel. Foto: Heinrich Schramm-Schiessl

Am 19. März 1967 – übrigens wie heuer ein Sonntag – öffnete sich um 17 Uhr der Vorhang zur Premiere der „Walküre“ und auch wenn das Publikum letztlich wusste, was es erwartete, so wurden diese Erwartungen bereits nach dem 1. Aufzug bei weitem übertroffen. Es war vor allen Dingen die orchestrale Leistung, die begeisterte. Die Berliner Philharmoniker waren, wie bereits erwähnt, kein „geübtes“ Opernorchester, aber Karajan ist es gelungen ihnen beizubringen, was man in der Oper anders machen muss als im Konzert. Es wurde von vielen Kritikern immer wieder von der kammermusikalischen Interpretation des Werkes gesprochen, was aber meines Ersachtens nicht richtig ist und überdies viel zu kurz greift…

Unser „Historiker“ und „Karajan-Jünger“ Heinrich Schramm-Schiessl hat einen umfassenden Artikel verfasst. Lesen Sie mehr in unseren heutigen „Infos des Tages“/ Aktuelles

PARSIFAL WIRD AN DER WIENER STAATSOPER BEREITS EIFRIG GEPROBT

Alvis Hermanis nimmt sich in Interviews weiterhin kein Blatt vor dem Mund

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Alvis Hermanis. Copyright: Peter Skorepa /sko

Unser Interview mit Alvis Hermanis haben wir bereits vor mehr als einer Woche online gestellt. Nun veröffentlicht auch die Wiener Zeitung ein Interview, also müssen wir mitziehen, obwohl es bis zur Premiere noch zwei Wochen sind.

Auszug aus dem Interview, das Renate Wagner mit dem umstrittenen Regisseur (aber welcher Regisseur ist heutzutage nicht umstritten) geführt hat

Kehren wir zur Oper zurück, die vor fünf Jahren, im Sommer 2012, mit einer Inszenierung von Zimmermanns „Soldaten“ in Ihr Leben trat. Das war bei den Salzburger Festspielen, wo Sie im Jahr darauf „Gawain“ von Birtwistle inszeniert haben. Und dann ging es so richtig los mit allen großen Namen des Repertoires, Mozart, Janacek, Verdi, Puccini, Berlioz, Richard Strauss… Haben Sie gedacht, jetzt muss endlich Richard Wagner an die Reihe kommen?

Es war wohl eher so, dass die Wiener Staatsoper vor etwa drei Jahren einen neuen „Parsifal“ ins Auge gefasst und mich danach gefragt hat. Ich habe gerne zugesagt, auch weil meine Beziehung zu diesem Werk in Wien begonnen hat, ich weiß gar nicht mehr, vor wie vielen Jahren. Aber ich habe an der Wiener Staatsoper meinen ersten „Parsifal“ gehört – und ich war nach dem ersten Akt so tief berührt, dass ich das Gefühl hatte, dieses intime Erlebnis nicht mehr in der Öffentlichkeit fortführen zu können. Ich bin nach dem ersten Akt weggegangen… Seither habe ich diese Oper immer und immer wieder gehört, dass ich sie innerlich auswendig kann.

Nun hat man ja schon einiges von Ihrem Konzept gehört, dass die Geschichte sozusagen auf der „Baumgartner Höhe“ im Otto Wagner-Spital spielen wird, in Wien um 1900 – haben Sie diese Lösung für Wien gefunden, oder würden Sie den „Parsifal“ etwa in London genau so inszenieren?

Nein, das gehört natürlich so nach Wien. Auch mit meinem Bühnenbild, das quasi eine Huldigung an Otto Wagner ist, dessen Arbeiten ich wirklich im Detail erforscht habe. Wer sich bei ihm auskennt, wird vieles als zitierte Elemente wiederfinden, natürlich die Kirche am Steinhof, die Stadtbahnstationen am Karlsplatz, die Wien-Fluß-Verbauung… das wird ein wenig wie eine Otto-Wagner-Magic Box. Dieser Jugendstil ist für mich das Zeichen für jenes Wien um 1900, eine Zeit, die mich immer besonders fasziniert hat, nach der ich geradezu süchtig bin, in der ich am liebsten gelebt hätte, wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen. Das war das Labor der Moderne, was man auf den Gebieten der Naturwissenschaften und Kunst vorantreiben konnte, ist da geschehen. Man trat in neue Zeiten und Welten ein – es muss eine herrlich turbulente Ära gewesen sein.

Und dazu passt „Parsifal“?

Perfekt! Wenn Sie bedenken, dass diese Gralsritter-Gemeinschaft ja zutiefst krank ist, und Amfortas ist da Patient Nr. 1. Gurnemanz als „guter Doktor“ und Klingsor als „böser Doktor“, wenn man so sagen will, stehen sich gegenüber, und die Heilung kann durch Analyse kommen. Auch Kundry ist Patientin in diesem Sanatorium, und schließlich haben gerade damals die Frauen so sehr um ihre Emanzipation gekämpft, das stimmt für mich mit der Figur zusammen…

Lesen Sie das gesamte Interview[1]

Nun zum Interview von Alvis Hermanis mit der „Wiener Zeitung“

Bleiben wir bei der Krankengeschichte: 

Warum müssen die Menschen in diesem Wien geheilt werden?

Ich würde sagen, dass jede moderne Gesellschaft Heilung nötig hat. Speziell die heutige. Unsere Gesellschaft ist krank. Wir leben in einer pragmatischen, rationalen Gemeinschaft – die „horizontale“ Ebene, wie ich sie nenne, ist sehr gut organisiert. Was uns fehlt, ist eine „vertikale“ Ebene, eine spirituelle. Wir sind auf Konsum fixiert, aber der kann die Menschen nicht glücklich machen. Nie zuvor waren die Leute so einsam – auch Menschen mit Familie, die nicht mehr genug mit ihren Kindern reden. Ich denke, in dieser Hinsicht hat die 68er-Bewegung Schaden angerichtet. Sie hat die Institution Familie zerstört. Für mich war das eine Generation der Narzissten und Egozentriker.

Zum Interview mit der „Wiener Zeitung“[2]

Jetzt muss ich aber wirklich aus den Regisseur aufpassen, denn Alvis Hermanis trägt sein Herz auf der Zunge. Mir gefällt das, aber auf mich kommt es erstens nicht an und zweitens war ich nie ein 68er. Aber in unserer Kritikerschar gibt es natürlich genügend 68er. Meine Aufgabe wird sein, zwischen Kritik und persönlicher Abrechnung zu unterscheiden! Die „Parsifal“-Premiere wird auch für mich spannend und fordernd!

Wiener Staatsoper: „Arabella am 17.3.

Zum Bericht[3] von Maria und Johann Jahnas

 Wien/ Theater an der Wien: Langatmige Rossini-Wiederbelebung
„Elisabetta“-Premiere 17.3. im Theater a.d. Wien

Rossini hat in „Elisabetta“ vieles aus eigenen Werken „recycelt“ – und die bekannteste Nummer der Oper, die Ouvertüre, bald darauf für seinen „Barbier“ verwendet. Die Musik erfreut mit manch hübschem Einfall und bei den Bläsern rührt Rossini immer wieder romantische Farben an oder sorgt für kurz aufblitzende, ideenreiche, solistische Einwürfe. Trotzdem wird man in dem Werk eher ein Vehikel für eine erstklassige Besetzung sehen dürfen und für einen mit Beschleunigungsmomenten ausgestatteten Belcanto, dem es im Grunde egal ist, ob er zu einer Komödie oder zu einer Tragödie erklingt.

Die Aufführung im Theater an der Wien zielte stark auf die Tragödie…
http://www.operinwien.at/werkverz/rossini/aelisabet.htm[4]

LA SCALA : Die Meistersinger von Nürnberg – Premiere am 16.März 2017

Jaqueline Wagner, Michael Volle. Copyright: Teatro alle Scala/ Brescia & Rudy Amisano

 Ulrike Messer-Krol war bei dieser Premiere und liefert eine Art Erlebnisbericht: Vorne weg, dort wird auch nur mit Wasser gekocht, und das schmeckt  nicht so gut wie unser kostbares Hochquell- Getränk.

 Der Kurier-Kritik muß ich leider voll zustimmen ( wenn auch nicht dem Ranking, Berlin  war zumindest schwungvoll ), die Kritik ist im Ton  noch recht  liebevoll . Jetzt ist die Inszenierung schon in Zürich kein Meisterwerk gewesen, aber in dem großen Haus wollte keine Stimmung aufkommen…

Zum Bericht [5]von Ulrike Messer-Krol

LINZ/ Musiktheater: „NACHRICHT VON SAM“   Musical von Dave Stewart/Glen Ballard und Bruce Joel Rubin nach dem Film von Paramount Pictures.. Premiere am 18.3.2014

Riccardo Greco, Gernot Romic. Copyright: Reinhard Winkler/ Landestheater

Man kann sich wahrlich nicht beschweren, daß die Musicalproduktionen im neuen Musiktheater seit 2013 ärmlich oder unterprobt wären; aber die Einladung des großen Partners ermöglichte zusätzliche Details, die eine sehr gute Produktion zu einer perfekten machen; denn auch am Theater ist es so wie mit den meisten anderen Dingen: für die allerletzten Verbesserungsschritte steigt der Aufwand exponentiell… Die Inszenierung besorgte Spartenchef Matthias Davids – glaubwürdige Personenführung, packende Emotionen und atemberaubend perfektes timing bis zum letzten Detail!

Zum Premierenbericht[6] von Petra & Helmut Huber

Metropolitan Opera New York: „Fidelio“

The tormented Florestans (Adrianne Pieczonka and Klaus Florian Vogt) are momentarily reunited. Ken Howard/Metropolitan Opera

New York/Met/Fidelio: However Imperfectly, the Met’s “Fidelio’ Sings a Hymn to Freedom
http://observer.com/2017/03/fidelio-opera-met-review/[7]
Met’s superb ensemble cast rises to the challenge of Beethoven’s “Fidelio”
http://newyorkclassicalreview.com/2017/03/mets-superb-ensemble-cast-rises[8]
Review: Spruce and Taut, the Met Opera’s “Fidelio’ Looks Good at 17
The New York Times[9]

Interview mit Adrianne Pieczonka (Leonore)
The Met’s Mounting of Beethoven’s Fidelio
Puts a Strong Woman in the Spotlight
http://www.playbill.com/article/the-mets-mounting-of-beethovens-fidelio[10]

Auch Günther Groissböck ist mit von der Partie – als Don Fernando. Da er in New York für den mit Spannung erwarteten „Rosenkavalier“ (Fleming, Granca; Groissböck) probt, hat ihn die Met diese „Zuwaage“ zugestanden – das Leben in New York ist angeblich nicht billig.

BR-Klassik:  Meine Musik. Prominente Gäste und ihre Lieblingsmusik: GÜNTHER GROISSBÖCK

Günther Groissböck. Foto: Bayerische Staatsoper

Prominente Gäste kommen ins Studio und bringen ihre Lieblings-CDs. Im Gespräch mit BR-KLASSIK-Moderatoren verraten sie viel Persönliches – garantiert spannender als jede Fernseh-Talkshow. 

https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-972706.html[11]

WIEN / Burgtheater:  DIE ORESTIE von Aischylos. Premiere: 18. März 2017 

Oerstie Szene 1 x
Copyright: Barbara Zeininger

Man kennt sie aus Papua Neuguinea, mit weißer Farbe beschmierte „Schlamm-Menschen“, die sich unheimlich anschleichen – und genau diesen Eindruck gewinnt man, wenn auf der Bühne des Burgtheaters angeblich die „Orestie“ gespielt wird, zuerst aber Schreckensgestalten wie aus einem Alptraum oder Horrorfilm erscheinen…

Da sind sie – in schmutzige Fetzen-Bodies gekleidet, Haut und Haare mit was immer verschmiert, Schlamm, Schmutz, Blut kommt reichlich dazu. Sieben Frauen spielen die „Orestie“ des Aischylos, eine Begründung für diese Entscheidung gibt es nicht, außer dass 458 v. Chr., als das Stück aufgeführt wurde, nur Männer auf der Bühne standen. Ob das als Argument für eine rein weibliche Besetzung ausreicht, wo doch zumindest mit Agamemnon, Orest und Aigisthos unzweifelhaft Männer gemeint sind… Aber ist das nicht das Schöne heutzutage, zumindest für die Theatermacher (nicht unbedingt für das Publikum): Man muss rein gar nicht mehr begründen, warum man etwas tut…

Hätte man die ganze aufdringlich-modernistische Ästhetik, die dem Ganzen ja nicht wirklich Archaisches und „Urgewalt“ verleiht, weg gelassen und die einzelnen Figuren so gespielt, wie hier vorgegeben (vielleicht, entschuldigen schon, mit Männern in den Männerrollen), man hätte die Geschichte – sicher auch in heutigen Straßenanzügen – vielleicht klarer erlebt als in dieser prätentiösen Fassung, die ja doch nur eines stolz herausschreit: „Seht her, wir machen zeitgenössisches Theater!“ Ja, „auf normal“ wäre natürlich nicht so viel darüber geredet und vor allem gerätselt worden… das muss man schon einsehen.

Interessanterweise verbeugten sich neben den sieben Damen am Ende noch ein Stab von zehn Personen, vordringlich Männer, einer trug ein kleines Kind am Arm. Erkläre einmal einer das. Aber, nicht vergessen, es muss nichts mehr begründet werden am Theater. Wenn wir’s nicht kapieren, warum es so ist, wie es ist, sind wir eben einfach dumm.

Zum Premierenbericht[12] von Renate Wagner

Fotos von Barbara Zeininger[13]

NÖ /  Schloßhof: 300 JAHRE  MARIA THERESIA„STRATEGIN MUTTER REFORMERIN“
Bündnisse und Feindschaften
Vom 15. März 2017 bis zum 29. November 2017  

Maria Theresia  Schlosshof  xx~1

Kriege und Krönungen

Seit Prinz Eugen von Savoyen sie 1725 im gleichen Jahr erwarb, befinden sich die beiden Marchfeldschlösser Schlosshof und Niederweiden stets unter „einer“ Hand: Maria Theresia kaufte sie von der Erbin des Prinzen, Schlosshof – an sich schon eine ungewöhnlich große Anlage – wurde noch erweitert, Niederweiden vom Hofarchitekten Nikolaus Pacassi umgestaltet. Nach einigem Hin und Her (später bedeuteten die Schlösser den Habsburgern nicht mehr so viel, und die Republik wusste nicht viel damit anzufangen) stehen sie heute unter der Verwaltung der Schloß Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H., die es allerdings noch nicht geschafft hat, die Marchfeld-Schlösser zu einer ähnlichen Touristenattraktion auszubauen wie etwa die Loire-Schlösser (obwohl das Potential vorhanden wäre). Jedenfalls sind Schlosshof und Niederweiden heuer Schauplätze von zweien der vier Maria Theresia-Ausstellungen, die Schönbrunn und KHM veranstalten. Behandelt man in Wien eher die „private“ Seite Maria Theresias, so geht es in Niederösterreich um Politik – Außen- und Innenpolitik. Allerdings hat Gestalter Karl Vocelka dem Thema eine überaus sinnliche und fassbare Aufbereitung angedeihen lassen.

Zum Ausstellungsbericht[14] von Heiner Wesemann

„Maria Teresia zum Vierten“ können Sie schon abrufen, der Hinweis dazu erfolgt aber erst morgen.

Die Serie „Das Drama Rapid“ geht weiter. Gestern nur 1:1 daheim gegen einen Abstiegskandaten

 

Gar so weit ist Rapid von einem Abstiegsplatz aber auch nicht mehr entfernt. Absteigen werden die Grünen aber nicht. War das die Zielvorgabe für die erste Saison im neuen Stadion?

Sie merken schon, ich bin kein Rapid-Fan – und kann das auch begründen. Vor mehr als 66 (!) Jahren hat die damalige Rapid-Führung Gerhard Hanappi aus Meidling „entführt“ und zu einem Hütteldorfer gemacht. Tatsächlich ist „Entführung“ wörtlich ernst zu nehmen, denn der Spieler wurde ein halbes Jahr versteckt – unauffindbar für seinen Club Wacker Wien (mein Vater war damals Wacker-Funktionär). Das war ein bis dahin noch nie dagewesener „Lumpenzug“, so etwas macht selbst ein anständiger Gauner nicht!

Deshalb habe ich als „Wacker“-Fan auch die nächsten 300 Jahre zu Rapid ein gestörtes Verhältnis, dann können wir weiterreden.

Der Wacker-Nachfolgeverein „Admira Wacker“ hat auch im Winter den Trainer gewechselt, aus einen Vier-Punkte-Rückstand zu Rapid ist in dieser Zeit ein drei Punkte Vorsprung geworden. Was hat die Rapid-Führung da zusammengemurkst? Als eigentlich Wiener mit NÖ-Meldezettel  tut mir es um jeden Wiener Verein leid – sogar um Rapid. Trainer Canadi ist total entzaubert, vor einem halben Jahr war er noch bei Altach und ein „Wunderknabe“. Heute wundern sich die Fußballfans über ihn. Er verliert in Interviews auch zusehends die Nerven – verständlich! Keine Angst, Herr Canadi hat voraussichtlich seine Schäfchen im Trockenen (der Vertrag müsste im Fall einer Entlassung ausbezahlt werden) und muss künftig nicht bei der Müllabfuhr arbeiten (die Müllerer verdienen übrigens glänzend, für diesen Job braucht man Protektion).

Wenn aber der Rapid-Präsident Krammer nur einen Funken Anstand und „Genierer“ hat, tritt zuerst einmal er zurück!

Auch den Rapidlern wünsche ich einen schönen Sonntag. Es könnte ja sein, dass die „Austria“ heute in Salzburg verliert und die Welt schaut wieder etwas anders aus.

A.C.

 

  1. Lesen Sie das gesamte Interview: http://der-neue-merker.eu/alvis-hermanis-wagner-ist-der-mount-everest
  2. Zum Interview mit der „Wiener Zeitung“: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/880192_Unsere-Gesellschaft-ist-krank.html?em_view
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-arabella-11
  4. http://www.operinwien.at/werkverz/rossini/aelisabet.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/rossini/aelisabet.htm
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/mailand-die-meistersinger-von-nuernberg-besprechung-und-erlebnisbericht-premiere
  6. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/linz-musiktheater-nachricht-von-sam-musical-von-dave-stewartglen-ballard-und-bruce-joel-rubin-nach-dem-film-von-paramount-pictures-premiere
  7. http://observer.com/2017/03/fidelio-opera-met-review/: http://observer.com/2017/03/fidelio-opera-met-review/
  8. http://newyorkclassicalreview.com/2017/03/mets-superb-ensemble-cast-rises: http://newyorkclassicalreview.com/2017/03/mets-superb-ensemble-cast-rises
  9. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/03/17/arts/music/review-spruce-and-taut-the-met-operas-fidelio-looks-good-at-17.html?_r=0
  10. http://www.playbill.com/article/the-mets-mounting-of-beethovens-fidelio: http://www.playbill.com/article/the-mets-mounting-of-beethovens-fidelio
  11. https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-972706.html: https://www.br-klassik.de/programm/radio/ausstrahlung-972706.html
  12. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-burgtheater-die-orestie
  13. Fotos von Barbara Zeininger: https://photos.google.com/share/AF1QipOx8gkqJfAXShzzGeIQ_VPL7SIXRpVMMJGQLeHO9U2QXYR48btqEUwu9UZge_YGbw?key=VDFBZVA5S1lOSDB6Mm5RaXdBdzF2dEY4dkdBYTZB
  14. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/noe-schlosshof-maria-theresia-zum-dritten

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-maerz-2017


18. MÄRZ 2017

by ac | 18. März 2017 08:33

ElisabettaL5 Kleider
Copyright: Herwig Prammer
WIEN/ Theater an der Wien:
ELISABETTA, REGINA D´INGHILTERRA von Gioachino Rossini
Premiere: 17. März 2017 

Wüßte man es nicht, man würde bei der Ouvertüre die Ohren spitzen und sich im falschen Stück wähnen: Denn was man hört, ist eindeutig als die Einleitung zum „Barbier von Sevilla“ bekannt und passt auch viel besser zu einer Buffa als zu einer durch und durch ausnahmslos tragischen Oper wie „Elisabetta, Regina D´inghilterra“. (Renate Wagner)

Wenn man heute aus dem Theater an der Wien kommt, knapp zweihundert Jahre nach der Wiener Erstaufführung der „Elisabetta“ hier (1818, und angeblich ein Misserfolg, der 1822 im Kärntnertortheater durch die Mitwirkung der Uraufführungssängerin Isabella Colbran korrigiert wurde), versteht man dennoch, warum diese „Elisabetta“ alles andere als ein Repertoirestück wurde. Die Handlung ist zähe und nicht sehr lebendig, und Rossini absolut nicht am Gipfel seiner Inspiration. Wenn die berühmten Koloraturdiven sich nach englischen Königinnen umsehen, dann hat ihnen Donzietti Effektvolleres geschrieben…

Regisseurin Amélie Niermeyer hat zur Geschichte von Elizabeth I., die hier das Übliche behandelt – sie liebt Leicester, der hat eine andere geheiratet (sogar noch eine Tochter der Maria Stuart…), am Ende muss die Königin verzeihen und verzichten – eine einzige Idee: Sie wollte das Schicksal der einsamen Mächtigen darstellen. In einem Ambiente, das in den Kostümen (Kirsten Dephoff) reizlos von heute bis lächerlich ist (der karierte Dreiteiler des Leicester ist eine Geschmacksverirrung, fraglos), im Bühnenbild (Alexander Müller- Elmau) eher seltsam (bräunlich-„goldene“ Wände, aber nicht hart, sondern aus weichem Material, so dass sie immerzu zu anderen runden Gebilden geformt werden können), ist das Symbol für Elizabeths Herrschaft das Gewand – vielmehr jene hart-starren Gewänder, in denen sie immer wieder dargestellt wurde, mit den engen Oberteilen, langen Ärmeln und steifen riesigen Röcken…

Nehmt alles nur in allem, so wurde zwar heftig applaudiert, aber dass die Rettung der englischen Rossini-Königin im Theater an der Wien nicht stattgefunden hat, das kann man mit voller Überzeugung versichern…

Zum Premierenbericht[1] von Renate Wagner

MAILAND/ Scala: „Die Meistersinger von Nürnberg“ mit nicht ganz geglückter Meisterprüfung

Die Meistersinger von Nürnberg. mailänder scala. …
Die ersten „Meistersinger“ an der Scala seit 1990: Michael Schade und Michael Volle. Foto: Teatro alla Scala

Es erhebt sich für mich die Frage, was eine Premiere ist. Ist nur die erste Aufführung einer Neuinszenierung eine Premiere, ist das Remake einer bereits seit langen im Umlauf befindlichen Inszenierung eine Premiere?

Bei den Scala-„Meistersingern“ kann man aber schon von einer Premiere sprechen, denn „Die Meistersinger“ wurden erstmals seit 1990 an diesem Haus aufgeführt. Premierenähnliche Schwierigkeiten gab es auch genügend. Alexander Pereira ist nicht nur ein guter Verkäufer, er ist auch – fast zwangsläufig – ein guter Einkäufer.

So wollte er seine Salzburger „Meistersinger“ verwursten, was zuerst auf rechtliche Probleme stieß („Insidergeschäft“ oder so ähnlich). Dann kam er drauf, dass die Herheim-Inszenierung ohnedies nicht auf die Scala-Bühne passt. Wozu kennt Alexander Pereira den Fundus der Oper Zürich so genau? Eben, dort hat er dann auch „eine Inszenierung Meistersinger“ eingekauft.

So ganz geglückt scheint diese Premiere auch nicht zu sein, jedenfalls befürchtet der „Kurier“, dass die Scala nach den Bayreuther Meistersingern  „Deutschland sucht den Superstar“ aus den Medaillenrängen rutschen wird.

Apropos  „Superstar“: Ein guter David muss kein guter „Superstar Stolzing“ sein. Das ist aber nur eine der Erkenntnisse aus dieser Premiere.

Meisterprüfung war zu schwierig
Eher missglückte „Meistersinger“ in Mailand
https://kurier.at/kultur/scala-meisterpruefung-war-zu-schwierig/252.560.516[2]

Wien: Tristan und Isolde: Stört das Bühnengehabe von Petra Lang nur (alle) anmerkenden Online-Schreiber?

Affektierte Isolde trifft auf Naturburschen
15.3. „Tristan und Isolde“
http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/atristan12.htm[3]

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Etwas sehr zickig: Petra Lang mit Stephen Gould. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Es sind nun vier Merker-Onlineberichte zu lesen (Wagner, W. Habermann, Troger und Hribernig-Körber) und in jeder wird das Gehabe der Frau Lang zum Thema gemacht.

Dominik Troger: Lang agierte im ersten Aufzug wie ein ungezogenes Kätzchen, dass dann und wann die Krallen ausfährt, um Brangäne oder Tristan das Gesicht zu zerkratzen.  Aber würde sich eine Isolde solch seichtgründiger Gemütsverfassung einen Todestrank brauen lassen? Mit dem zweiten Akt glättete sich dieses überzeichnende Rollenbild…

Offenbar ist es für Petra Lang nicht so einfach, eine frühere Einstudierung dieser Rolle beiseite zu legen.

Ein weiterer Tristan-Bericht:

Zum Bericht[4] von Valentino Hribernig-Körber

TENERIFFA/ Santa Cruz de Tenerife: NORMA – am 14.3.2017

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Norma (Yolanda Auyanet) mit den Kindern. Foto: Auditorio de Tenerife/Miguel Barreto

Zum Bericht[5] von Klaus Billand

 

HEUTE STREAM AUS DER BAYERISCHEN STAATSOPER: ANDREA CHENIER mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann (19 h)

Die nächsten Live-Streams aus München

Bildergebnis für bayerische Staatsoper Andrea Chenier
Anja Harteros, Jonas Kaufmann. Copyright: Wilfried Hösl

ZUM TRAILER [6]als Einstimmung

Andrea Chénier (zum Stream)[7]
Sa, 18. März 2017, 19.00 Uhr
Inszenierung: Philipp Stölzl
Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber
mit Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Luca Salsi, Doris Soffel

Spielzeit-Präsentation 2017/18
So, 2. April 2017, 10.30 Uhr
mit Nikolaus Bachler, Kirill Petrenko und Igor Zelensky

Berlin/ Staatsballett: Intendant Nacho Duato hört vorzeitig auf
Nacho Duato wird bereits 2018 sein Amt niederlegen. Zum Übergang wird Johannes Öhman den Posten übernehmen. Sasha Waltz folgt wie geplant zur gemeinsamen Intendanz ab 2019
Tagesspiegel[8]

Buch: „Die Geschichte des Opernbetriebes“. „In der Dunkelloge wird soupiert

Die oft totgesagte Oper ist nicht nur eine der langlebigsten, sondern auch eine der kostspieligsten Kunstformen. „Ohne Geld ka Musi“, wie man im hochsubventionierten „Musikland Österreich“ nur zu gut weiß. Der in Graz lehrende Musikwissenschaftler und Opernspezialist Michael Walter fächert in seinem neuen Buch diese Weisheit in zahlreichen historischen Facetten auf. 

Den Bericht finden Sie in der Frankfurter Allgemeinen, deshalb will ich an dieser Stelle aus rechtlichen Gründen nicht weiter zitieren, denn die FAZ geht mit dem Urheberrecht sehr heikel um. Lesen Sie doch selbst, so lange man Links noch ungeschoren einstellen darf. Die rechtliche Situation verschärft sich!

HEUTE Premiere im Wiener Burgtheater: Die Orestie des Aischylos


Das gesamte Ensemble : AndreaWenzl, SarahViktoriaFrick, BarbaraPetritsch, IrinaSulaver, CarolinePeters, MariaHappel, AenneSchwarz. Copyright Barbara Zeininger.

Die Fotografin, Frau Zeininger, hat mir bei der Beschriftung geholfen, denn unter der Schminke erkenne ich die Damen nicht. Ehrlich gesagt, bis auf Frick und Happel würde ich die Darstellerinnen auch ungeschminkt nicht erkennen, aber dafür haben wir ja unsere Theaterexpertin. Ich gehe jede Wette ein, dass Renate Wagner heute bei der Premiere dabei ist und umgehend berichten wird.

Wien/ Burgtheater
Caroline Peters: ich hatte das Bedürfnis, mich aufzuführen
Heute Premiere der „Orestie“. Interview
Kurier[9]

Filme der Woche

Film Poster  Schöne und das Biest~1
Besuchen Sie Renate Wagner FILMSEITE[10]

Die Etymologie des neuesten Disney-Musicals ist lang: Zuerst war da eine französische Kinderbuchautorin des 18. Jahrhunderts, Jeanne Marie Leprince de Beaumont, von der das Märchen „La Belle et la Bête“ ursprünglich stammte. Die Verfilmung durch Jean Cocteau 1946 ist ein Klassiker des poetischen Films. 1991 schuf der Disney-Konzern den Zeichentrickfilm, der ein Kunstwerk für sich wurde. Und so populär, dass ein potentes Team ein Musical daraus machte, unter Verwendung der Musik von Alan Menken (die schon den Film begleitet hatte).

Die Uraufführung fand 1994 am New Yorker Broadway statt, und in Wien war man damals sehr schnell: Schon im September 1995 gab es die österreichische Erstaufführung im Raimundtheater, und einige unsagbar köstliche Besetzungen hat man nicht vergessen, etwa Heinz Zuber als die „Uhr“ (Herr von Unruh) oder Viktor Gernot als der „Kerzenleuchter (Lumière).

Dass diese „Menschenrollen“ nun in der Disney-Verfilmung des Musicals dank der Trickkiste äußerst lebendige Gegenstände sind (und erst nach der Entzauberung kurz Menschengestalt bekommen), ist schade – hat aber natürlich auch seinen eigenen Reiz. Dabei ist diese Menschen-Verfilmung der Zeichentrick-Musical-Kombination dermaßen nostalgisch märchenhaft, wie man es 2017 fast nicht für möglich gehalten hätte.

Erdogan: Türken in Europa sollen fünf Kinder kriegen
Merkel als „Frau Hitler“

Deutsche Kanzlerin Merkel wird in einer Zeitungsmontage als Hitler dargestellt
http://orf.at/stories/2383780/[11]

Ganz super, ich freue mich ganz narrisch für meinen Enkel. Der erspart sich den Türkeiurlaub, denn Wien unter dem Bürgermeister Mustafa wird bereits Teil der Türkei sein.

Bitte heftig dem Herrn Erdogan applaudieren, denn er hat geschafft, woran seine Vorgänger gescheitert sind! Die Eroberung Europas!

Den „Ünlün Mürkür“ gibt es dann natürlich auch nicht mehr. Aber das ist wohl der geringste Schaden! Man braucht ihn auch nicht mehr und das Gesülze von der „ewig lebenden Oper“ wird sich dann auch aufhören, denn als Opernfreunde sind mir unsere Türken noch nicht aufgefallen.

Einen schönen Samstag wünscht

A.C
   

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-elisabetta-regina-dinghilterra
  2. https://kurier.at/kultur/scala-meisterpruefung-war-zu-schwierig/252.560.516: https://kurier.at/kultur/scala-meisterpruefung-war-zu-schwierig/252.560.516
  3. http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/atristan12.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/atristan12.htm
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-tristan-und-isolde-14
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/tenerife-santa-cruz-de-tenerifespanien-norma-premiere
  6. ZUM TRAILER : https://www.staatsoper.de/stueckinfo/andrea-chenier.html
  7. Andrea Chénier (zum Stream): https://www.staatsoper.de/stueckinfo/andrea-chenier.html
  8. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/staatsballett-berlin-intendant-nacho-duato-hoert-vorzeitig-auf/19532850.html
  9. Kurier: https://kurier.at/kultur/burgtheater-star-caroline-peters-ich-hatte-das-beduerfnis-mich-aufzufuehren/252.372.053
  10. Renate Wagner FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  11. http://orf.at/stories/2383780/: http://orf.at/stories/2383780/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-maerz-2017-2


17. MÄRZ 2017

by ac | 17. März 2017 08:21

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HEUTE im Theater an der Wien: ELISABETTA von. G. Rossini. Copyright: Theater an der Wien

Mehr darüber[1]

Elisabetta war Gioachino Rossinis erste Oper, die er für das Teatro San Carlo in Neapel schrieb, und sie war ein triumphaler Einstandserfolg. Sieben Jahre sollte er dann bleiben und die italienische Oper von dort aus erneuern, was nicht zuletzt auf die hervorragenden Bedingungen an diesem Haus zurückzuführen ist. Es waren die besten SängerInnen Italiens versammelt, denen Rossini Partien auf den Leib schreiben und musikalische Experimente zumuten konnte, so auch in Elisabetta. (Quelle: Theater an der Wien)

Lesen Sie nachstehendes Interview mit der deutschen Regisseurin Amélie Niermeyer

Amélie Niermeyer: „Die Sänger sind sehr gute Schauspieler“
Rossinis „Elisabetta“ feiert am Freitag im Theater an der Wien Premiere. Ein Gespräch über Parallelen zwischen Englands Königin und Frauen heute
Der Standard[2]

Solistenkonzert an der Wiener Staatsoper mit KS Edita Gruberova und Peter Valentovic am 24. März

Das nächste Solistenkonzert an der Wiener Staatsoper gestaltet am Freitag, 24. März 2017 (20.00 Uhr) KS Edita Gruberova, Ehrenmitglied des Hauses am Ring und seit Jahrzehnten umjubelter Gast auf der Staatsopernbühne. Am Klavier begleitet von dem aus der Slowakei stammenden Pianisten Peter Valentovic interpretiert KS Edita Gruberova Lieder von Peter I. Tschaikowski, Nikolai Rimsky-Korsakow und Antonín Dvořák in russischer bzw. tschechischer Originalsprache sowie Werke von Richard Strauss und Gustav Mahler.

Linzer Musiktheater knüpft sich internationales Netzwerk

Neue Besen kehren meist gut. In Linz ist ein neuer Besen am Werk – und der fegt bereits ganz schön herum
Künstlerische Koproduktionen mit Lyon, Bonn, Nizza und Erfurt steigern die Qualität und senken die Kosten, meint der neue Intendant Herrmann Schneider: Über den Belgier Serge Dorny staunt die Opernwelt. Der Intendant des Opernhauses Lyon (1100 Plätze) hat den Altersdurchschnitt seines Publikums auf sagenhafte 47 Jahre reduziert, die Besucherauslastung beträgt 95 Prozent, ein Fünftel seiner Opernfans ist unter 28. Weil man von so einem Mann lernen kann, ist es ein Glücksfall, dass sich Dorny das Linzer Musiktheater als einen seiner wichtigsten Partner ausgesucht hat. Dass es dazu kam, liegt an den künstlerischen Meriten des Linzer Intendanten Hermann Schneider und seines Schauspiel-Chefs Stephan Suschke. ..
Oberösterreichische Nachrichten[3]

Das klingt plausibel und auch irgendwie logisch. Aber es ist Theorie – und wie die Praxis aussieht, wenn Linz zur Filiale der obgenannten Opernhäuser wird, bleibt wohl noch längere Zeit ein Fragezeichen. Liest man die Hymne über Serge Dorny, dann fragt man sich, warum sich nicht die ganz großen Opernhäuser der Welt um diesen Wunderknaben reißen. In Dresden war er bereits einmal knapp vor dem Ziel, im wohl allerletzten Moment haben die Sachsen die Reißleine gezogen. Das war sicher nicht billig – ein solch dramatischer Schritt muss einen Grund gehabt haben. Der Grund hat vielleicht Thielemann geheißen.

Aber: Serge Dorny kehrte dach den Dresden-Desaster wieder nach Lyon zurück – offenbar hat das der Vertrag erlaubt. In Lyon bildete sich eine Front gegen die Rückkehr vor allem in der Belegschaft des Hauses – und die Belegschaft hat wohl mehr Einblick als gelegentliche- oder meinetwegen auch Stammbesucher. Der Protest war vergeblich, Dorny ist wieder dort gelandet, wo er herkam.

Gar so schlechte Kontakte habe ich zur Wiener Staatsoper nicht, die  „Cheferie“ zählt nicht zu den „nicht schlechten Kontakten“. Als kürzlich die Neubestellung des Wiener Opernchefs anstand, war angeblich auch Serge Dorny unter den Bewerbern oder vielleicht nur Kandidaten (man muss sich nicht bewerben, man konnte auch „erkoren“ werden). Meine „nicht schlechten Kontakte“ sagten natürlich hinter vorgehaltener Hand zu mir: „Uns ist alles wurscht, eine Verlängerung, Bachler oder Sobotka (nicht der Innenminister, auf Roscic kam damals noch niemand) – nur der Dorny soll es nicht werden„. Jetzt frage ich mich, was der hochgelobte Intendant für ein Manko hat!

BERLIN: Die Komische Oper feiert in der nächsten Spielzeit ihren 70. Geburtstag

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Komische Oper: Großer Saal. Copyright: Gunnar Geller

Das Programm der nächsten Spielzeit an der Komischen Oper Berlin – der 70. seit der Gründung des Hauses durch Walter Felsenstein – trägt diesem Geburtstag Rechnung. In der Saison 2017/18  bietet das Haus zehn Premieren, darunter zwei Wiederbegegnungen mit Titeln legendärer Felsenstein-Produktionen, zwei Uraufführungen und vier Musiktheater-Meilensteine des 20. Jahrhunderts… (Ursula Wiegand). Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

Ein dazugehörender Pressebericht
Komische Oper Berlin: 70. Spielzeit mit zehn Premieren
Musik heute[4]

Mozart und seine Wiener Netzwerke

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Leopold Mozart (links). Neben ihm Joseph Haydn. Copyright: Mozarthaus Vienna

Anders als etwa Johann Sebastian Bach, dem John Elliot Gardiner in seiner Monografie Bach. Musik für die Himmelsburg  bestätigt, absolut kein Netzwerker gewesen zu sein, sondern eher eigenmächtig und unbeirrbar seine innovativen und kühnen musikalischen Ideen umzusetzen, zeigt die neue Sonderausstellung im Mozarthaus Vienna uns Mozart als virtuosen Unternehmer. Kurator Manfred Wagner arbeitet heraus, wie Mozart von seinem Vater in Salzburg nicht nur das musikalische und intellektuelle Handwerk lernte, sondern auch tragfähige und weitreichende Netzwerke in vielerlei Gesellschaftsschichten hinein zu bilden.

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

Festspielhaus Baden-Baden feiert Jubiläum mit Weltstars
Das Festspielhaus Baden-Baden geht in seine 20. Saison und lädt dazu eine ganze Reihe Weltstars ein. „Ich freue mich, dass die Besten unserer Tage dem Ruf nach Baden-Baden folgen werden und uns eine solche Jubiläums-Spielzeit bereiten möchten“, sagte Intendant Andreas Mölich-Zebhauser am Mittwoch bei der Vorstellung des Programms für 2017/18.
Musik heute[5]

Das E-Piano auf dem Vormarsch: Liebling, ich habe das Piano geschrumpft

In der Online-Merker Kunst – Werk-Galerie steht ein E-Piano. Pianisten haben die Nase gerümpft, bis sie darauf gespielt haben. Wie ein „Bechstein klingt es freilich nicht, es hat auch keine 3000 Euro wie die neuesten Digital-Pianos gekostet (ein „Bechstein“ kostet so um die 120 00 Euro), sondern nur 1.500. Aber es klingt gut!

In modernen Digitalpianos stecken extrem leistungsfähige Computer: Jetzt können sie sogar wie ein echter Bechstein-Flügel klingen.
Tagesspiegel[6]

WIEN / Theater in der Josefstadt:  GALAPAGOS von Felix Mitterer. Uraufführung
Premiere: 16. März 2017, besucht wurde die Generalprobe 

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Mit einer Müllhalde als Bühnenbild ist ein sich fortschrittlich gebender Intendant in jedem Fall auf der sicheren Seite. Copyright: Barbara Zeininger

Renate Wagner in ihrer Kritik: Natürlich müssen neue Stücke geschrieben werden, und selbstverständlich sollen Theater Aufträge erteilen – an die Jungen ebenso wie an die Arrivierten. Und natürlich gibt es keinerlei Garantie für Gelingen: Die Josefstadt hat in dieser Spielzeit schon bei Turrini und Kehlmann echte Beispiele für Halbgares, nicht Fisch nicht Fleisch, mit Sicherheit nicht wirklich Gelungenes, vorführt. Und leider liegt der Fall bei der Uraufführung von Felix Mitterers „Galapagos“ genau so. Gut gemeint ist dergleichen immer. Aber auch die, die schon gezeigt haben, was sie können, haben nicht jedes Mal ein goldenes Händchen…

Mitterer liebt seit längerer Zeit „wahre Geschichten“, und die können ja auch einiges erzählen. Also zurück in die dreißger Jahre, zu einem Fall, der damals durch die Presse ging: Auf der Galapgos-Insel Floreana haben sich in den damals einige deutsche Auswanderer niedergelassen. Die undurchsichtigen Ereignisse – teilweise auch von den Beteiligten geschildert – haben viel Echo gefunden und wetterleuchten bis heute in der Literatur, dem Theater und dem Kino…

Zum Premierenbericht[7] von Renate Wagner

FOTOS [8]zu dieser Produktion von Barbara Zeininger

WIEN / Drachengasse / Bar&Co:  OFFENE ZWEIERBEZIEHUNG von Dario Fo und Franca Rame
Ein Gastspiel der Bruckmühle Pregarten. Premiere: 16. März 2017

Offene Zweierbeziehug   Foto Herbert Prieschl
Copyright: Herbert Prieschl

Zum Bericht[9] von Renate Wagner

WIEN / Wagenburg: MARIA THERESIA zum Zweiten

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Wagenburg Plakat. Alle Foto: Wesemann

WIEN / Wagenburg: 300 JAHRE  MARIA THERESIA
„STRATEGIN MUTTER REFORMERIN“
Frauenpower und Lebensfreude
Bis 29. November 2017  

Auf Hufen, Kufen und Rädern…

Das Kunsthistorische Museum „bespielt“ nur einen Schauplatz von vieren, aber darüber hinaus hat man zu den Maria Theresien-Ausstellungen viel beitragen: KHM-Direktorin Sabine Haag betonte, dass man aus den einzelnen Abteilungen des Hauses reichlich Objekte beisteuerte – aus der Gemäldegalerie, der Kunstkammer, der Musiksammlung, der Hof-, Jagd- und Rüstkammer, und das Münzkabinett wird Ende des Monats noch eine eigene Ausstellung zum Maria-Theresia-Reigen des 300. Geburtstags bieten. Im übrigen gehört die Wagenburg des Schlosses Schönbrunn in den Verband des KHM, und dort hat die Direktorin dieser Abteilung des KHM, Monica Kurzel-Runtscheiner, „Frauenpower und Lebensfreude“ lebendig gemacht.

Zum Ausstellungsbericht[10] von Heiner Wesemann

Den dritten FILM DER WOCHE stelle ich morgen vor

Niederlande
Nach der Wahl: Diese Erleichterung in Europa ist surreal

Den meisten europäischen Politikern ist am Mittwoch ein Stein vom Herzen geplumpst: Die Demokratie in Europa ist gerettet. Den Niederländern ist gar nicht so zum Jubeln zumute, der „Retter der Demokratie in Europa“ hat gerade mal ein Fünftel der Niederländer hinter sich versammelt. Bei uns und zu anderem Anlass würde es heißen: 80 % haben ihn nicht gewählt! Das ist eine ganz blöde Aussage, denn Erster ist Erster – und er wird eine parlamentarisch tragfähige Mehrheit zustande bringen.

Auszug aus „Die Welt“:

Den verhaltenen Jubel vor allem im Ausland kann man eher mit der düsteren Grundstimmung erklären: Endlich mal gewinnt mit Mark Rutte ein Politiker, der sich als überzeugter Europäer für die Zusammenarbeit in der EU, für den liberalen Rechtsstaat einsetzt – und zugleich die Provokationen des türkischen Präsidenten Erdogan kühl, ja sogar mit der Polizei kontert. Offenbar ist diese Mischung mehrheitsfähig.

Im Detail jedoch sieht die holländische Jubelfeier trister aus. Rutte ist ein Sieger, der mal eben ein Fünftel seiner Wählerschaft verloren hat…

Die Welt[11]

Kurios ist die Freude von Martin Schulz. Der war nämlich in den Niederlanden wahlkämpfen und die Sozialisten wurden dort pulverisiert, schrumpften auf ein Viertel (!) zusammen.

Es ist eben alles relativ im Leben!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Mehr darüber: http://www.oeticket.com/elisabetta-tickets-wien.html?affiliate=EOE&doc=artistPages/tickets&fun=artist&action=tickets&key=1634849$7800476#eventInfo
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000054236315/Amelie-Niermeyer-Die-Saenger-sind-sehr-gute-Schauspieler
  3. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Linzer-Musiktheater-knuepft-sich-ein-internationales-Netzwerk;art16,2513377
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15227/komische-oper-berlin-70-spielzeit-mit-zehn-premieren/
  5. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15225/festspielhaus-baden-baden-feiert-jubilaeum-mit-weltstars/
  6. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-e-piano-auf-dem-vormarsch-liebling-ich-habe-das-piano-geschrumpft/19527920.html
  7. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-josefstadt-galapagos
  8. FOTOS : https://photos.google.com/share/AF1QipPKISDQvxsE56ofGPROQ0CI--fQ8L1YS8yU4pY5CJQMN1iBFhEdjqz6RvwAkzsS4Q?key=WFpnZkFYWVFwNzNRVzFtSzZxRUdLd1dGcUp6a1F3
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-drachengasse-offene-zweierbeziehung
  10. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-wagenburg-maria-theresia-zum-zweiten
  11. Die Welt: https://www.welt.de/debatte/article162893546/Diese-Erleichterung-in-Europa-ist-surreal.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-maerz-2017


16. MÄRZ 2017

by ac | 16. März 2017 08:50

 

DISSERTATION 4.0 (Copyright by  Sko) statt Oper 4.0  (Copyright by Minister Drozda).
.
Die Wogen gehen hoch, der „Fall Roscic“ wird zum Politikum.

Denn schon meldete sich die ehemalige Finanzministerin der ÖVP, Maria Fekter, zu Wort und meint, dass der Wiener Staatsoperndirektor eine „über jeden Zweifel erhabene Persönlichkeit sein muss“ . Das muss er vor allem, wenn er aus den Reihen des politischen Gegners kommt.

Schenkt man der „Presse“ Glauben, dann hat Bogdan Roscic „nur“ in der Einleitung seiner Dissertation „abgeschrieben“, die aber wortwörtlich. Das wundert mich und lässt hoffen, dass Herr Roscic 25-30 Jahre später wenn schon nicht weiser, so doch raffinierter geworden ist. Wien und damit natürlich auch die Staatsoper ist eine Schlangengrube – aber das wird Herr Dr. Roscic, eigentlich ein „gelernter Linzer“,  nun wohl wissen.

Die Copytaste konnte der designierte Staatsoperndirektor damals noch nicht drücken, die gab es noch nicht.

Intrigen gab es jedoch zu allen Zeiten. Dass Frauen weniger intrigant sind als Männer (Zitat „Wirtschaftswoche“ ), glaube ich zwar nicht so ganz, im vorliegenden Fall vermute ich aber doch nicht eine weibliche Intrige – auch wenn sich Frau Fekter zu Wort gemeldet hat. Aber diese Politikerin hat selten einen Fettnapf ausgelassen

Roščić, Adorno und das kopierte Ich
Der designierte Staatsoperndirektor hat offenbar nur in der Einleitung seiner Dissertation abgeschrieben, dort aber wortgetreu. Die Uni wird den Fall prüfen.
Die Presse[1]
Plagiatsvorwurf gegen Roščić: Kulturminister will Ergebnis abwarten
Drozda: „Ich beantworte grundsätzlich keine Was-wäre-wenn-Fragen“ Wien – Hinsichtlich der Plagiatsvorwürfe gegen den designierten Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić, der in seiner Dissertation abgeschrieben haben soll, will Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) keine voreiligen Schlüsse ziehen. „Ich beantworte grundsätzlich keine Was-wäre-wenn-Fragen“, sagte er im Ö1-„Mittagsjournal“ in Bezug auf Auswirkungen, die eine mögliche Aberkennung des Titels haben könnte. –
http://derstandard.at/2000054211669/Plagiatsvorwurf-gegen-Roscic[2]

Manuel Brug, das Feindbild der Kaufmann-Fans

Manuel Brug. Foto: Youtube

Manuel Brug polarisiert und provoziert. Täte er das nicht, wäre er ein Anonymus wie viele „Graue Mäuse“ in der Journalistenzunft. Gegner werfen ihm Schwarz-Weiss-Malerei vor, gemeint ist, dass er nur vernichtend urteilen oder überschwänglich loben kann.

Mit Jonas Kaufmann hat sich Brug nun ein „Opfer“ gesucht, das ihm weitere Aufmerksamkeit, weitere Kritik an seiner Person garantiert. Egal wie man zu Herrn Kaufmann steht, solche „Typen“ wie ihn braucht die Opernwelt. Wir leben in einer Zeit der Superstars, die Medien fordern stets neues „Material“. Es mag menschenverachtend klingen, aber die Künstler sind für die Medien „Material“.

Journalisten wiederum brauchen Reibebäume – und es ergibt wenig Sinn, sich an „kleinen Nummern“ zu reiben. Unter diesem Aspekt muss man auch die Schreibweise des Herrn Brug sehen, dass er sich wirklich um Jonas Kaufmann Sorgen macht, nehme ich ihm nicht ab.

Jonas Kaufmann wird hoffentlich selbst wissen, was er sich zumuten kann, die Ratschläge des Herrn Brug brauchen ihn nicht zu interessieren. Den Schmeicheleien seiner Anhänger sollte er aber auch nicht trauen. Ein wirklich guter Ratgeber ist gefragt, nur wo findet man heute einen Menschen, der nicht zuerst an den eigenen Vorteil, das eigene Geschäft denkt.

Von der zweiten Aufführung „Andrea Chenier“ liegt nun der Eigenbericht vor

Der Joker hat zugeschlagen: Anja Harteros (Maddalena), Tim Kuypers (Mathieu)  © Wilfried Hösl

…Musikalisch ist das also ein Fest, szenisch auf jeden Fall opulent mit zwei Brüchen: Schade, dass während der Maddalenas verinnerlichter Arie als drastische Bebilderung ein Tableau hereingefahren wird, das ihre Mutter mit Dolch in der Brust und viel Theaterblut dahingestreckt zeigt. Das ist eine unnötige Doppelung und lenkt in einem wichtigen Moment von der Musik ab. Und natürlich die letzte Szene, wenn der Henker den Kopf von Jonas Kaufmann, oder besser: Andrea Chenier, triumphierend der Menge zeigt, während in der Musik die höchste Emphase herrscht.
Ist das der metaphorische Stinkefinger, Stölzls „Glotzt nicht so romantisch“? Egal. Das Wichtigste ist und bleibt die Musik.

Zum Bericht [3]von Susanne Kittel-May

Obiges Foto zeigt die Szene mit dem abgeschlagenen Kaufmann-Kopf. Einige Besucher wie auch Kritiker fanden das grenzwertig! 
Am Samstag steht nun der Stream aus der Bayerischen Staatsoper auf dem Programm.
Glauben Sie weder Herrn Brug noch den eingefleischesten Kaufmann-Fans, machen Sie sich selbst ein Bild.

In unserem Forum wird intensiv über Kaufmann diskutiert. Ich bin gespannt, wie die Diskussion nach dieser Vorstellung weitergeht

Mailand: Alexander Pereira redet gerne über Geld!

Ich bräuchte nur die auf diesem Foto abgebildeten Scheine, dann unter Garantie nichts mehr – bis an mein Lebensende. Versprochen!

Die Mailänder Scala besetzt Platz zwei im Ranking der internationalen Theater, die die meisten Privatfinanzierungen erhalten. „Wir rangieren hinter der New Yorker Metropolitan Opera, die jedoch ein anderes Steuersystem hat“, sagte Scala-Intendant Alexander Pereira in einem Radiointerview am Mittwoch. „Ein Intendant muss sich nicht schämen, nach Geld zur Unterstützung seines Theaters zu suchen. Die Hälfte meiner Arbeitszeit nutze ich, um Geld zu sammeln. Man muss klar sein: In Zukunft werden Theater überleben können, wenn sich die Intendanten um Finanzierungen bemühen“, kommentierte Pereira im Interview mit dem RAI-Sender „Radio 3“. –

derstandard.at/2000054227017/Pereira-Scala-erhaelt-nach-Metropolitan-die-meisten-Privatspenden[4]

Über Geld zu reden, gilt bei uns als unfein. Warum eigentlich? Für mich ist Alexander Pereira auch für Wien eine vergebene Chance. Aber wir haben es ja, das Geld! Wie lange noch?

Christa Ludwig:«Nie wieder Sängerin!»
Christa Ludwig ist die beste deutsche Mezzosopranistin der Geschichte. Doch für ihren Beruf hat die 89-Jährige ihr Leben geopfert. Sie erklärt, warum Oper kein Kunstwerk ist.
Neue Zürcher Zeitung[5]

Das ist wirklich ein bemerkenswertes Interview, weil es keinerlei Schleimereien enthält, mitunter sogar angriffig ist. Die Ludwig mit ihren 89 Jahren kann sich das leisten. Lesen Sie das Interview, ich möchte aus rechtlichen Gründen die NZZ nicht zitieren. Der Grat, an den ich wandere, wird immer schmäler!

Wien: Ofczarek und Maertens nun Kammerschauspieler
Die beiden Burgschauspieler Nicholas Ofczarek (45) und Michael Maertens (53) wurden heute, Mittwoch, Nachmittag im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes durch Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) zu Kammerschauspielern ernannt. Ihr Fazit: „Wir sind zwei Hochstapler, die es zum Kammerschauspieler gebracht haben. Danke.“
Salzburger Nachrichten[6]

Wien/ Theater in der Josefstadt: Heute Uraufführung „Galapagos“ von Felix Mitterer


Uraufführung „Galapagos“ von Felix Mitterer. Copyright: Barbara Zeininger

Ich habe die Uraufführung gestern irrtümlich bereits für Mittwoch angekündigt. Gestern war aber nur die „Voraufführung“

Wien: Ein echter Krimi um gestohlene Bilder

Das sichergestellte Werk  „Zigeunermädchen“ von Oskar Kokoschka. Bildquelle: APA/LPD WIEN

Die Werke waren im Sommer 2014 aus der Lainzer Villa einer älteren Dame während ihres zehntägigen Urlaubs gestohlen worden. Die Täter, offenbar Profis, schalteten die Alarmanlage aus und verschafften sich über die Hinterseite des Gebäudes Zutritt. Mit 72 wertvollen Gemälden ergriffen sie die Flucht. Zeugen der Tat gab es keine. Entdeckt wurde der Einbruch erst, als die damals 73-Jährige nach ihrer Abwesenheit zurückkehrte.

Via Interpol wurde weltweit nach den Gemälden gefahndet. Ein anonymer Spender lobte in weiterer Folge für Hinweise eine Belohnung von 250.000 Euro aus – die höchste jemals in Österreich ausgesetzte Belohnung. Ausbezahlt wurde sie jedoch nicht. Vielmehr führten umfangreiche Ermittlungen des Bundeskriminalamtes gemeinsam mit der europäische Polizeiagentur Europol auf die Spur der Werke und der Diebe. „Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um eine international agierenden osteuropäischen Bande handelt“, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer der APA. Die Täter werden von den Ermittlern als gefährlich eingestuft.

 Vergangenen Freitag, am 10. März, stellten die Beamten in einer Bunkerwohnung in Landstraße insgesamt 67 Gemälde sicher. Dabei handelt es sich beispielsweise um „Kirschblüten in Grinzing“ von Carl Moll im Wert von 350.000 Euro, „Geranien“ von Koloman Moser mit einem Wert von 200.000 Euro oder auch „Zigeunermädchen“ von Oskar Kokoschka im Wert von 45.000 Euro... (APA)

Filme der Woche

Film Poster  The Salesman x~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[7]

Filme aus Asien (wenn es nicht Hongkong-Action ist) finden hierzulande im allgemeinen nur ein spezielles Arthouse-Publikum. Wenn man es allerdings mit dem Streifen zu tun hat, der den „Oscar“ für den besten ausländischen Film erhalten hat, wird das Interesse vermutlich steigen. Auch wenn böse Mäuler sofort spekuliert haben (vor allem die „Toni Erdmann“-Verlierer äußerten sich dementsprechend), dass der „Oscar“ nur als Anti-Trump-Demonstration zu werten gewesen sei, da der Iran schließlich zu den Ländern gehört, deren Bürger man in die USA nicht mehr einreisen lassen will…

Wie dem auch sei, der „Salesman“ hat den „Oscar“, der Regisseur Asghar Farhadi ist schließlich kein Neuling und hat bereits vor fünf Jahren mit dem Film „Nader und Simin – Eine Trennung“ den Auslands-„Oscar“ gewonnen.  Und der „Kaufmann“ des Titels bezieht sich auch auf einen eng in die Handlung verwobenen Strang: Da wird nämlich in Teheran von Laien Arthur Millers „Der Tod des Handlungsreisenden“ aufgeführt. Nein, man ist im Iran nicht ausschließlich im Kokon der eigenen Welt eingesponnen, man blickt auch darüber hinaus…

Deutschlandsberg/ Steiermark

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Nachhilfeunterricht in der Kunst der Intrige, anwendbar in sämtlichen Bereichen – also auch im Kulturmanagement (aus gegebenem Anlass)

Wiener brauchen diese Lektüre nicht, die sind ohnehin Naturtalente

Die Intrige: Hinterlistige Machtspiele im Büro
Wirtschaftswoche[8]

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/5184136/Roscic-Adorno-und-das-kopierte-Ich
  2. http://derstandard.at/2000054211669/Plagiatsvorwurf-gegen-Roscic: http://derstandard.at/2000054211669/Plagiatsvorwurf-gegen-Roscic
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-andrea-chenier-geschichtsstunde-in-der-oper
  4. derstandard.at/2000054227017/Pereira-Scala-erhaelt-nach-Metropolitan-die-meisten-Privatspenden: http://derstandard.at/2000054227017/Pereira-Scala-erhaelt-nach-Metropolitan-die-meisten-Privatspenden
  5. Neue Zürcher Zeitung: http://webpaper.nzz.ch/2017/03/12/kultur/Q1HRK/nie-wieder-saengerin?guest_pass=47a59d69bf%3AQ1HRK%3A427f432e6a9a62c360df3d8e8ad10e1c792e59b7
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/ofczarek-und-maertens-nun-kammerschauspieler-238759/
  7. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  8. Wirtschaftswoche: http://www.wiwo.de/erfolg/intrigen-hinterlistige-machtspiele-im-buero-seite-3/5225540-3.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-maerz-2017


15. MÄRZ 2017

by ac | 15. März 2017 07:49

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Dr. Bogdan Roscic. Seine Arbeit wird der entsprechenden Prüfung unterzogen. APA (Archiv)/HERBERT NEUBAUER

Wien (APA) – Der designierte Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic sieht sich mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Der Plagiatsexperte Stefan Weber hat bei der Universität Wien Anzeige eingebracht, weil der 52-jährige Roscic bei seiner 1988 eingereichten Dissertation mit dem Titel „Gesellschaftstheorie als kritische Theorie des Subjekts: zur Gesellschaftstheorie Th. W. Adornos“ abgeschrieben haben soll.

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Der Vorwurf: Roscic soll aus der 1982 erschienen Doktorarbeit von Peter Decker, „Die Methodologie kritischer Sinnsuche. Systembildende Konzeptionen Adornos im Lichte der philosophischen Tradition“, Passagen wortident übernommen haben, ohne dies auszuweisen. „Es wurden seitenweise Interpretationen von Adorno mitsamt bei Decker in den Fußnoten zitierter Literatur fast 1:1 abgeschrieben. Herr Roscic erdreistete sich auch noch, im Plagiat häufig die Ich-Form von Decker mit abzuschreiben oder selbst zu verwenden. Ich habe selten ein deutlicheres Plagiat gesehen“, so Weber in einem der APA vorliegenden Schreiben… (APA)

Mehr ins Detail gehen wir in unseren heutigen „Infos des Tages“

Seit wann ist das Doktorat Voraussetzung für den Job des Wiener Staatsoperndirektors? Bitte, in Wien wäre dies noch am ehesten möglich, die Stadt ist aus den Zeiten der Monarchie titelsüchtig. Vorsichtshalber wird man in Wien zumindest mit Herr Magister oder Herr Doktor angesprochen – ich merke das auch in meinem Mailverkehr. Nein, ich habe keinen akademischen Grad, bin ohne den auch ganz gut durch das Leben gekommen und sogar leicht stolz darauf.  Aber ich kenne einige Leute, die ihren ihnen einmal aus Höflichkeit oder auch aus Kalkül “ via Telefon oder Mail/Brief zugesprochenen Titel /Akademischen Grad wie eine Monstranz vor sich hertragen. Das ist armselig genug und zeugt von Komplexen.

Die Jagd auf Bogdan Roscic ist also bereits eröffnet, früher als bei anderen Staatsoperndirektoren. Ist das, was der „Plagiatsexperte, auf den ich noch später zurückkommen werde, nun ein „Mordversuch im Auftrag“ oder war dem Herrn bloß fad? Ich weiß die Antwort nicht und werde sie auch vermutlich nie wissen. Sollte es einen Auftraggeber geben, dann möge sich dieser zutiefst schämen. Den derzeitigen Operndirektor schließe ich als Auftragsgeber aus, der hätte nämlich nichts mehr davon. Meinen Verdacht werde ich natürlich nur Freunden – und auch denen gegenüber nur mündlich – nennen. Aber all das ist reine Spekulation.

Zum Zeitpunkt der Roscic-Dissertation konnte dieser noch nicht aus Wikipedia kopieren, hätte also mühselig – wenn überhaupt – abschreiben müssen. Für so blöd, dass er dabei den Text nicht in Details verändert hat, halte ich ihn nicht.

Ich könnte nun fest auf Bogdan Roscic draufhauen. Er ist ein Parteigünstling, die Bestellung war eine politische. Vermutlich werde ich in meiner Arbeit an diesem Medium auch nicht mehr allzuviel mit ihm zu tun haben, muss mich deshalb auch nicht mit ihm „gut stellen“ – wie ich es auch beim derzeitigen Staatsoperndirektor nie getan habe. Herr Meyer und ich haben noch keine fünf Minuten miteinander geredet. Nein, ich haue nicht auf Herrn Roscic drauf, denn ich halte den (noch immer Dr.) Bogdan Roscic für einen tüchtigen Mann, der auch ohne Titel seinen Weg gemacht hätte. Vielleicht nicht im titelverrückten Österreich, aber er hätte das Feld vom Ausland aus aufgerollt – wie eben jetzt! Egal wer ihm nun ans Bein pinkeln will, Roscic wird nach menschlichem Ermessen Operndirektor werden.
Designierter Staatsopern-Chef Roščić mit Plagiatsvorwurf konfrontiert
Soll für Dissertation Passagen wortident übernommen haben, ohne dies auszuweisen
Der Standard[1]
Plagiatsvorwurf gegen den designierten Staatsoperndirektor
Die Presse[2]

Wer ist nun der „Plagiatsexperte“?

Der betreffende Standard-Artikel stammt aus 2013, ich kann daher nicht sagen, was aus den Plänen geworden ist: Der Salzburger Plagiatsexperte Stefan Weber will gemeinsam mit zwei Kollegen in Deutschland ein „Institut für Autorschafts- und Zitatsforschung“ (IAFZ) ins Leben rufen. Laut Aufgabenkatalog ist Grundlagenforschung zu Autorschaft und Zitieren als historisch gewachsene Grundprinzipien moderner Wissenschaft geplant…

In seinem Blog ruft er „eine aufgeschlossene Universität“ zur Einrichtung eines solchen Instituts auf und hofft auch auf Partner aus der Wirtschaft, die unter (Produkt)plagiarismus leiden und ein solches Institut bzw. dessen Grundsteinlegung fördern würden. (APA, 26.4.2013) –

–derstandard.at/1363709271139/Plagiatsjaeger-Weber-plant-Institut-zur-Zitatsforschung[3]

Der Herr Weber soll einen Lehrstuhl für verzwickte Gschaftlhuberei anpeilen!

Paris: Wieder ein missglückte „Carmen“

Tötliches Ende: Roberto Alagna mit

Tödliches Ende: Roberto Alagna mit Clementine Margaine. Copyright: Vincent Pontet

„Die Presse“ steigt zunehmend auf Bezahlsystem um. Wer „blechen“ will, dem steht das natürlich frei, den Link finden Sie in unserer Presseschau.

Aber wir haben ja einen Eigenbericht anzubieten. Waldemar Kamer zieht folgende Bilanz: Die Inszenierung war „besonders“, aber eine gelungene Premiere war es bei weitem nicht (der Applaus war mäßig und der Dirigent & Regisseur wurden ausgebuht). Doch das kann sich – mit drei anderen Dirigenten – bis zum 16. Juli noch ändern. Und irgendwann wird es doch auch an der Pariser Oper einmal eine gelungene „Carmen“ geben. Wir sind gespannt!

Zum Bericht[4] von Waldemar Kamer

Einige neu eingetroffene Kritiken

Chemnitz: Pique Dame
Zum Bericht[5] von Joachim Weise

Athen: Lucia di Lammermoor
Zum Bericht[6] von Ingo Starz

Berlin: Teodor Currentzis und Patricia Kopatchinskaja fegen den Staub von den Partituren

Teodor Currentzis (c) Anton Zavyalov
Teodor Currentzis. Copyright: Anton Zavjyalov

Nanu, soviel Bekanntes – zweimal Mozart und Beethovens „Eroica“ – das war die erste Reaktion beim Blick aufs Programm. Wenn sich jedoch Teodor Currentzis und Patricia Kopatchinskaja solch vielfach gehörten und oft dargebotenen Werken widmen, pusten sie den Staub des Gewohnten von den Partituren.

Ist das nur eine Masche, um aufzufallen und sich im internationalen Konzertbetrieb durchzusetzen? Nein, es ist beider Temperament und ihre immense Musikalität, die Altbekanntes plötzlich ganz frisch klingen lässt…

Zum Bericht[7] von Ursula Wiegand

Cardiff: Vergessene Liszt-Oper: Diese Oper ging in Wagners Schatten ein wie eine Primel
Im Juni werden in Cardiff erste Auszüge aus Franz Liszts vergessener Oper „Sardanapale“ uraufgeführt. Warum der Komponist die Arbeit daran frustriert abbrach und was Richard Wagner damit zu tun hatte.
Die Welt[8]

Morgen im Wiener Theater in der Josefstadt: „Galapagos“  von Felix Mitterer. Uraufführung

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„Galapagos“ – Raphael Von Bargen, Ruth Brauer-Kvam. Copyright: Barbara Zeininger

Die Story liest sich wien Krimi:

1932:  Angezogen durch Zeitungsberichte, entflieht das deutsche Ehepaar Heinz und Margret Wittmer der Wirtschaftskrise und besiedelt ebenfalls die Insel, um sich hier eine Existenz als Farmer aufzubauen.
 
Zwei Monate später:
Drei schillernde Gestalten – eine Wiener Baronin ihr angeblicher Ehegatte und ein „Freund“ der Familie – schicken sich an die Insel im Sturm zu erobern und das beschauliche Inselleben gehörig durcheinander zu bringen.
1934 Von sieben Bewohnern sind nur noch drei übrig – der Rest ist verschollen oder tot, die Umstände sind mysteriös.
Was geschah auf Floreana? Kam der Teufel ins Paradies? Eine wahre Geschichte darüber, wie der Mensch sich selbst nicht entkommen kann.
Felix Mitterer, 2016
 

WIEN / Vienna’s English Theatre: OUTSIDE MULLINGAR von John Patrick Shanley
Europäische Erstaufführung

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Fotos: Reinhard Reidinger / Vienna’s English Theatre

Premiere: 14. März 2017  

Zum Bericht[9] von Renate Wagner

Wien/ Hofmobiliendepot: MARIA THERESIA ZUM ERSTEN

Maria Theresia Ausstellungsplakat

Visualisiert und verschriftlicht

Auch im Vorjahr haben sich die Schloß Schönbrunn Kultur-und Betriebsges.m.b.H. und der KHM-Museumsverband zusammen geschlossen, um damals den 100. Todestag von Kaiser Franz Joseph mit vier Ausstellungen zu begleiten. Heuer geschieht Gleiches anlässlich des 300. Geburtstags von Maria Theresia. Es gibt allerdings eine kleine Änderung – das Schloß Schönbrunn mit seinen buchstäblich Millionen Besuchern jährlich trägt den zusätzlichen Ansturm von Besuchern nicht so gut. Also sind es in Wien nur noch zwei Ausstellungsorte – das Hofmobiliendepot und die Wagenburg -, während man in Niederösterreich die beiden Marchfeldschlösser Schlosshof und Niederweiden „bespielt“. Dabei hat man sich in Wien eher auf die „private“, in Niederösterreich auf die „politische“ Maria Theresiakonzentriert.

Zum Ausstellungsbericht[10] von Heiner Wesemann

Zum „Oscar-Film“ THE SALESMAN komme ich morgen zu schreiben. Die Kritik können besonders Ungeduldige ja bereits in unserer Filmrubrik[11] lesen. Dieser Film hat „Toni Erdmann“ den „Oscar“ weggeschnappt. Aber die Filmkritiker in unseren Breiten verleihen einen „Spezial-Oscar“

Filmkritiker wählten „Toni Erdmann“ zum besten Film 2016 =

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„Toni Erdmann“ ist um einen Preis reicher: APA (AFP)/JANEK SKARZYNSKI

 Wien (APA) – „Toni Erdmann“ ist in den Augen österreichischer Filmkritiker der beste Film 2016. Maren Ades fulminante Vater-Tochter-Geschichte mit Peter Simonischek in der Titelrolle verwies die Sci-Fi-Parabel „Arrival“ und die schwarzhumorige Dystopie „The Lobster“ mit weitem Abstand auf die Plätze. Vergeben wurde die symbolische Auszeichnung „Papierener Gustl“ am Dienstagabend im Wiener Zwischenbrückenwirt…

War der „Oscar“ für „The Salesman“ nun eine „politische Entscheidung“? Ich weiß es nicht, kenne weder den Oscar-Film noch „Toni Erdman“. Die Begleitumstände sprechen eher für ein Politikum, bei der Verleihung selbst war es dann mit dem politischen Mut weitestgehend vorbei – aber das ist bei Künstlern ja oft der Fall.

Ich habe wenig Grund, Peter Simonischek besonders zu mögen, denn mich verbindet ein unliebsames persönliches Erlebnis. Vor vielen Jahren trat Peter Simonischek gemeinsam mit seiner Gattin in Linz auf. Ich wurde seitens der Veranstalter LIVA um Werbung gebeten. Nur zur Klarstellung für jene Leser, die glauben, dass wir für diese Eventwerbung, wie sie in unserer AKTUELLES -Rubrik täglich auftaucht, Geld lukrieren, sei eidesstattlich versichert: Wenn mir jemand nachweisen bzw. auch nur glaubhaft versichern kann, dass ich je einen Cent für diese Werbung angenommen habe, rutsche ich auf Knien von Meidling bis zum Stephansdom!

Nun, der Veranstalteraussendung war ein Portraitfoto von Peter Simonischek beigefügt. Ich habe das auch in die Ankündigung einbezogen, habe aber vergessen, das Copyright des Fotografen zu nennen. Ein Fehler meinerseits, aber bei dieser Bitte um Werbung fühlte ich mich auf der sicheren Seite. Nach einigen Monaten bekam ich eine Aufforderung aus der Anwaltskanzlei eines ehemaligen Justizminisers, nach der ich 3000 (in Worten: dreitausend) Euro an den Fotografen zu zahlen hätte. Da das Foto aus einer Portraitserie war, die dieser Fotograf von Peter Simonischek gemacht hat – der Künstler den Fotografen gut kennen musste, wandte ich mich an ihn. Nun mit ihm kam ich nie in Kontakt, nur mit seinem Berliner Management. Dort hat man sich wie ein Wurm gewunden und deutete mir gegenüber an, dass ich ja selbst schuld sei, für meinen unbezahlten „Freundschaftsdienst also wohl zahlen muss. Herr Simonischek kann nichts für mich tun!

Gut, ich habe die Summe aus der eigenen Tasche bezahlt! Dass meine Frau angesichts derartiger Erlebnisse erwägt, mich unter Kuratel stellen zu lassen, weil ich immer noch von manchen unbedankt und von allen unbezahlt diesen Job mache, ist zu verstehen!

Vorweg, ich halte den „Salesman“-Oscar für eine politische Entscheidung. Für einen Simonischek-Oscar klettere ich aber nicht auf die Barrikaden!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 
  1. Der Standard: http://derstandard.at/2000054163909/Designierter-Staatsopern-Chef-Roscic-mit-Plagiatsvorwurf-konfrontiert
  2. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5183499/Kulturpolitik_Plagiatsvorwuerfe-gegen-den-designierten
  3. derstandard.at/1363709271139/Plagiatsjaeger-Weber-plant-Institut-zur-Zitatsforschung: http://derstandard.at/1363709271139/Plagiatsjaeger-Weber-plant-Institut-zur-Zitatsforschung
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/paris-opera-bastille-georges-bizet-carmen-premiere-mit-roberto-alagna
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/chemnitz-pique-dame-nach-40-jahren-wieder-in-chemnitz
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/athen-megaro-mousikis-lucia-di-lammermoor-konzertant-griechisches-belcanto-fest
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-konzerthaus-teodor-currentzis-und-patricia-kopatchinskaja-fegen-den-staub-von-den-partituren
  8. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article162762347/Diese-Oper-ging-in-Wagners-Schatten-ein-wie-eine-Primel.html
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-viennas-english-theatre-outside-mullingar
  10. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-hofmobiliendepot-maria-theresia-zum-ersten
  11. Filmrubrik: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-maerz-2017


14. MÄRZ 2017

by ac | 14. März 2017 08:59

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München: „Andrea Chenier“: Für Luca Salsi schlug der Applauspegel (angeblich) am höchsten aus. Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Selbst eine weltweit mit Spannung erwartete Opernpremiere beschäftigt die Presse nach der Premiere maximal zwei bis drei Tage. Unsere München-Mitarbeiterin bekommt ihre Karte für die zweite Vorstellung (angeblich sollen Premieren in München weit mehr Schicki-Micki-Events als zum Beispiel in Wien sein, deshalb sind wir „zweitgereiht“), dadurch verlängert sich bei uns zwangsläufig diese Frist.

Heute bieten wir eine weitere Presseschau an:

München/ Bayerische Staatsoper
Bring mir den Kopf von Jonas Kaufmann
Der Regisseur Philipp Stölzl drehte Videos für Rammstein und Nordhäuser Eiskorn, Filme mit der Eiger-Nordwand und Winnetou. Dazwischen macht er – wie jetzt in München – Oper. Kann das gut gehen?
Die Welt[1]
Weltklasse mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann
Kaum zu glauben – obwohl Giordanos „Andrea Chénier“ durchaus als Hit und Publikumsmagnet gilt, gab es das Stück bislang noch nie an der Bayerischen Staatsoper. Das wurde nun endlich nachgeholt. Und Anja Harteros ist mit ihrem Rollendebüt der Maddalena die Sensation des Abends.
BR-Klassik[2]
„Andrea Chénier“ als detailverliebtes Historienepos
Schon mehrfach wollte die Bayerische Staatsoper Umberto Giordanos „Andrea Chénier“ über die Französische Revolution auf die Bühne bringen. 120 Jahre nach der Uraufführung hat es nun geklappt.
Musik heute
[3]Bayerische Staatsoper zeigt Andrea Chenier in der Kostümkiste
Tiroler Tageszeitung[4]

Da bewegte Bilder aber weit mehr sagen als viele Worte, haben wir auch ein Kurzvideo aufgetrieben:

VIDEO (1 Minute) von Andrea Chenier[5]

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Neu: Plagiatsvorwürfe gegen den designierten Wiener Staatsoperndirektor Bogdan Roscic

Wiens Operndirektoren stehen unter Beschuss – das war schon immer so! Der gegenwärtige blieb weitgehend verschont, weil er niemand wirklich weh tat, wenig Kanten und Ecken zeigte. Gegen den „Neuen“ werden nun Plagiatsvorwürfe wegen seiner Doktorarbeit erhoben. Was soll das? In der Stellenausschreibung zum Staatsoperndirektor ist der Doktortitel keine Grundvoraussetzung. Was soll das in einem Land, das im selben Verdacht stehende Politiker rasch dorthin entsorgt, wohin Politiker meist entsorgt werden.

Jedenfalls kann er vor 30 Jahren noch nicht controll c, controll v gemacht haben, damals musste man Texte schon auch „körperlich“ abschreiben. Und dann wäre es idiotisch, sie dabei nicht einfach zu verändern…

Mehr über diese Vorwürfe können Sie morgen in unseren „Infos des Tages“ lesen!

Wiener Staatsoper: Tristan und Isolde“

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Petra Lang und Stephen Gould
. Copyright Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Zum Bericht[6] von Renate Wagner

Zum Bericht[7] von Wolfgang Habermann

Wolfgang Habermann in seiner Kritik über Petra Lang, die „Isolde“: Ich kann mich auch nicht entsinnen, dass David McVicar die irische Königin als neckisches Mädchen gezeichnet hätte…

Renate Wagner über Petra Lang beim „Liebestod“: Mit dieser Miene geht man nicht ins Nirwana ein, sondern fährt in die Karibik…

Weitere Pressekritiken:
„Tristan und Isolde“: Zorniger Mond der Liebe
Stephen Gould und Petra Lang an der Wiener Staatsoper –
Der Standard[8]
Der Welt holdester Wahn
Wagners „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper.
Wiener Zeitung[9]

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

STUTTGART: ARIODANTE – Barockfest im Box-Ring – 12.3.2017

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Ariodante“ im Box-Ring. Copyright: Christoph Kalscheuer

Zum Bericht[10] von Udo Klebes

GRAZ/ Orangerie des Burggartens: IL COMBATTIMENTO DI TANCREDI E CLORINDA- exquisites Opern-Kurzvergnügen.  Premiere am 11.3. 2017

Zum Bericht[11] von Herrmann Becke/ „Der Opernfreund“

BUDAPEST/ Staatsoper: ANNA KARENINA – packend vertanzte Weltliteratur – 11.3.2017

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Eine Frau zwischen 2 Männern: Alexandra Kozmér (Anna) mit Zoltán Olah (Vronszkij) und Iurii Kekalo (Karenin). Copyright: Zsófia Pályi

Zum Bericht[12] von Ira Werbowsky

MÜNCHEN/ Bayerisches Staatsballett, March 10th, 2017: SPARTACUS

 
[13]

http://tertulhas.blogspot.co.at/2017/03/bayerisches-staasballet-march-10th-2017.html[14]

Ricardo Leitner

Bühne Baden bei Wien: VICTOR / VICTORIA

Zum Bericht[15] von Robert Quitta

Ferdinand von Schirach hält Rede bei den Salzburger Festspielen
Salzburger Nachrichten[16]

Wiesbaden: EUGEN ONEGIN
Treibgut unter Passanten
Vasily Barkhatov inszeniert Peter Tschaikowskys „Eugen Onegin“ im Staatstheater Wiesbaden.
http://www.fr.de/kultur/theater/eugen-onegin-in-wiesbaden-treibgut[17]

Braunschweig: „ALADIN“ von Kurt Atterberg

Der Staat endet, und das Glück fängt an
Märchenhaft: Braunschweig begeistert mit der Oper „Aladin“ von Kurt Atterberg
http://plus.faz.net/evr-editions/2017-03-13/43524/329118.html[18]

Komponist Wolfgang Rihm ist 65

Ein Preis verrät einem nicht die nächste Note“ – Komponist Wolfgang Rihm wird 65
Musik heute[19]

„Oper für Obdach“ in Berlin: Wenn der Bahnhof zur Bühne wird
Der Berliner Hauptbahnhof als Opernhaus: Vorgetragen von einem Bariton und einem Pianisten wird Franz Schuberts Liederzyklus „Winterreise“ zur „Oper für Obdach“. So machen die Bahn und die Stadtmission auf die dramatische Situation von Obdachlosen aufmerksam.
DeutschlandradioKultur[20]

Berlin: Teodor Currentzis und warum dem Rezensenten der Atem stockte

Explosivste Begräbnisparty seit langem! Denn zum Gastspiel im Konzerthaus erscheinen die Herren der Permer Wundertruppe MusicAeterna[21] im Funeral Look (schwarzer Anzug, schwarze Krawatte). Die Damen ebenfalls in Schwarz, aber einige sowas von schulterfrei; besonders der Anblick einer rothaarigen Bratschistin stellt die Konzentrationsfähigkeit des Konzertgängers auf eine harte Probe, aber eher wird die Mondsichel auf die Erde fallen, als dass er sich über zu leichtbekleidete Frauen beklagt

Na, Gott sei Dank. Das findet man schon selten in der Branche!

https://hundert11.wordpress.com/2017/03/14/13-3-2017-funeral-explosiv[22]

Dazu bleibt zu vermerken, dass es auch im Wiener Staatsopernorchester attraktive Musikerinnen gibt. Sollte Currentzis, der ja bei Bogdan Roscic hoch in Kurs steht, den Weg nach Wien finden, darf er die Rothaarige gerne mitnehmen.

London: Weitere „Meistersinger-Kritiken“


Das bei der Premiere fehlende zweite f beim Wort „schafft“ wurde nun eingefügt. Bryn Terfel als „Hans Sachs“. Foto: Tristram Kenton/ROH

Die Meistersinger von Nurnberg starring Bryn Terfel – review at Royal Opera House London
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/die-meistersinger-von-nurnberg[23]
Die Meistersinger von Nürnberg at Royal Opera House
http://www.theupcoming.co.uk/2017/03/13/die-meistersinger-von-nurnberg[24]

International Hans Gabor Belvedere Singing Competition 2017  with its Final Rounds in Moscow, Russia

Bildergebnis für belvedere wettbewerb

2017 und 70 Qualifikationsrunden weltweit für die Finalwoche des 36. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs, die dieses Jahr in Moskau stattfinden wird – mit großem Finale am Donnerstag, 6. Juli 2017 um 19 Uhr in der Helikon Oper

HEUTE Wiederholung: Wiener Musikverein MUSIKFEST 2017 – Musikgymnasium Wien mit Bruckner und Schubert

Chöre und Solisten nach der Schubert Messe
Chöre und Solisten nach der Schubert-Messe. Foto: Andrea Masek

Zum Konzertbericht[25] von Karl Masek

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: IVAN OREŠČANIN Heute ein alter Mann, morgen ein schöner Prinz, übermorgen eine Frau oder was auch immer

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Ivan Oreščanin an der Oper Graz in „Susannas Geheimnis“. Copyright: Werner Kmetitsch

Zum Interview [26]von Konstanze Kaas

Droht Eklat beim Eurovisions-Song-Contest?

Der Eurovision Song Contest findet heuer in Kiew statt

Es ist wohl keine Frage, dass der Sieg der ukranischen Sängerin bei vorjährigen Eurovisions-Song-Contest eine politisch stark beeinflusste Entscheidung war. Statt das Geschenk dankend anzunehmen, macht aber nun die Ukraine weiter in Politik und droht der russischen Teilnehmerin, einer Rollstuhlfahrerin, die Einreise zu verweigern. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob die Russen mit der Entsendung einer Behinderten die drohenden Proteste beim Contest gegen Russland in Grenzen halten wollen – aber ein politischer Song-Contest hat wirklich keine Daseinsberechtigung. Jetzt bekommen Veranstalter wie auch die nationalen Juroren knallhart die Rechnung für die politische Spielerei des Vorjahres  präsentiert.

Beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in der Ukraine könnte die Sängerin des russischen Beitrags, Julia Samoilowa, ein Auftrittsverbot bekommen. Erst am Sonntagabend hatte der halbstaatliche russische TV-Sender Perwy Kanal in Moskau mitgeteilt, dass die Rollstuhlfahrerin für den Wettbewerb in Kiew im Mai mit dem Lied „Flame is Burning“ ins Rennen gehe.

   Am Montag leitete der ukrainische Geheimdienst prompt die Überprüfung eines früheren Auftritts der 27-Jährigen auf der Krim ein, wie die Pressesprecherin Jelena Gitlanskaja am Montag auf Facebook schrieb. Die Sängerin im Rollstuhl ist im Juni 2015 in der Stadt Kertsch auf der ukrainischen Halbinsel aufgetreten, die von Russland im Jahr 2014 annektiert worden war…

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[27]

Der chilenische Dichter Pablo Neruda (1904.1973), 1971 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, hat seine Mitwelt und seine Nachwelt nicht nur durch seine Werke, sondern auch durch sein Leben fasziniert. In „Der Postmann“ ist er – in der Verfilmung eines Romans von Antonio Skármeta – Leinwandheld geworden, dann auch noch Opernheld, als Daniel Catán 2010 eine Oper für Placido Domingo daraus machte… Skármeta zeigte Neruda in den fünfziger Jahren in seinem Exil auf einer italienischen Insel. Der Film, den Pablo Larrain (der eben erst mit dem Biopic „Jackie“ nachdrücklich auf sich aufmerksam machte) nun vorlegt, spielt früher, zeigt Nerudas Flucht aus seiner chilenischen Heimat im Jahre 1948.

Aber ein richtig handfester biographischer Film ist es nicht geworden – vielmehr eine Dichtung über einen Dichter… Denn die Biographie hätte wohl viel härter ausfallen müssen, da wäre der Polizeistaat anders hinter dem „bedauernswerten“ politischen Opfer her gewesen. Aber nein, hier scheinen zwei Männer in einer seltsamen Beziehung beinahe über die Leinwand zu tänzeln (insofern, und nur insofern, dem „Postino“ verwandt, als Neruda einen für die Geschichte absolut notwendigen Gegenspieler erhält)…

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article162803378/Bringt-mir-den-Kopf-von-Jonas-Kaufmann.html
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/premiere-kritik-andrea-chenier-jonas-kaufmann-staatsoper-100.html
  3. Musik heute
    : http://www.musik-heute.de/15196/andrea-chenier-in-muenchen-als-detailverliebtes-historienepos/
  4. Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/home/12734157-91/bayerische-staatsoper-zeigt-andrea-chenier-in-der-kost%C3%BCmkiste.csp
  5. VIDEO (1 Minute) von Andrea Chenier: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/oper-andrea-chenier-kaufmann-100.html
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-tristan-und-isolde-12
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-tristan-und-isolde-13
  8. Der Standard: http://derstandard.at/2000054097951/Tristan-und-Isolde-Zorniger-Mond-der-Liebe
  9. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/879289_Der-Welt-holdester-Wahn.html?em_view
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-ariodante-barockfest-im-boxring
  11. Zum Bericht: http://GRAZ/%20Orangerie%20des%20Burggartens:%20IL%20COMBATTIMENTO%20DI%20TANCREDI%20E%20CLORINDA
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-staatsoper-anna-karenina-packend-vertanzte-weltliteratur
  13. [Image]: https://2.bp.blogspot.com/-GGAR_oKoyfg/WMbh_o7ZT_I/AAAAAAAAKG4/uWTRpYrbLPwR0tp_qIb35DodMThhYZ1qACLcB/s1600/unnamed.jpg
  14. http://tertulhas.blogspot.co.at/2017/03/bayerisches-staasballet-march-10th-2017.html: http://tertulhas.blogspot.co.at/2017/03/bayerisches-staasballet-march-10th-2017.html
  15. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/baden-buehne-victor-victoria-von-blake-edwards-und-henry-mancini
  16. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/ferdinand-von-schirach-haelt-rede-bei-den-salzburger-festspielen-2017-238333/
  17. http://www.fr.de/kultur/theater/eugen-onegin-in-wiesbaden-treibgut: http://www.fr.de/kultur/theater/eugen-onegin-in-wiesbaden-treibgut
  18. http://plus.faz.net/evr-editions/2017-03-13/43524/329118.html: http://plus.faz.net/evr-editions/2017-03-13/43524/329118.html
  19. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15193/ein-preis-verraet-einem-nicht-die-naechste-note-komponist-wolfgang-rihm-wird-65/
  20. DeutschlandradioKultur: http://www.deutschlandradiokultur.de/oper-fuer-obdach-in-berlin-wenn-der-bahnhof-zur-buehne-wird.2165.de.html?dram:article_id=380969
  21. MusicAeterna: http://permopera.ru/en/people/troupes/47
  22. https://hundert11.wordpress.com/2017/03/14/13-3-2017-funeral-explosiv: https://hundert11.wordpress.com/2017/03/14/13-3-2017-funeral-explosiv
  23. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/die-meistersinger-von-nurnberg: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/die-meistersinger-von-nurnberg
  24. http://www.theupcoming.co.uk/2017/03/13/die-meistersinger-von-nurnberg: http://www.theupcoming.co.uk/2017/03/13/die-meistersinger-von-nurnberg
  25. Zum Konzertbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-musikverein-musikfest-2017-choere-und-orchester-des-musikgymnasiums-wien-begeistern-mit-bruckners-vierter-und-schuberts-opus-ultimum
  26. Zum Interview : http://der-neue-merker.eu/ivan-orescanin-heute-ein-alter-mann-morgen-ein-schoener-prinz-uebermorgen-eine-frau-oder-was-auch-immer
  27. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-maerz-2017


13. MÄRZ 2017

by ac | 13. März 2017 08:48

Jubel für Anja Harteros, Jonas Kaufmann. Copyright: Wilfried Hösl

NACHTKRITIK „ANDREA CHENIER“ /MÜNCHEN[1]

Heinrich Schramm-Schiessl lieferte wie immer einen  kurzen Bericht von der Hörfunkübertragung über die Publikumsreaktionen:

Unmittelbar nach Fallen des Vorhanges Bravos und Buhs gemischt, Jubel für die Sänger, etwas weniger Jubel für den Dirigenten. Buhs (überwiegend) und Bravos für das Regieteam.

Erste Kritik von „Musik heute“[2]

Weitere Kritik

Weltklasse mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann
Kaum zu glauben – obwohl Giordanos „Andrea Chénier“ durchaus als Hit und Publikumsmagnet gilt, gab es das Stück bislang noch nie an der Bayerischen Staatsoper. Das wurde nun endlich nachgeholt. Und Anja Harteros ist mit ihrem Rollendebüt der Maddalena die Sensation des Abends.
BR-Klassik[3]

Über „Andrea Chenier“ werden wir in den nächsten Tagen noch genug lesen, morgen setzt der große Kritikenansturm ein. Der „Online-Merker“ hat Pressekarten für die zweite Vorstellung erhalten. Auch das können und werden wir erwarten!

Jubel für Harteros und Kaufmann war zu erwarten. Wer es wagt, Einwände zu erheben „versteht nichts davon“ – so vor vielen Jahren die redaktionelle Reaktion auf eine „durchwachsene“ Kritik für einen seinerzeitigen Tenorliebling. Also besser den Mund halten, sonst geht der Shitstorm los. Und jubeln, immer kräftig jubeln! Da ist man auf der sicheren Seite!

In den Jubel miteinbezogen hätte undedingt der Bariton Luca Salsi (Gerard) werden müssen:

München
Bariton Luca Salsi als Gérard: Die schönste Baritonpartie
Umberto Giordano nannte seine Oper zwar „Andrea Chénier“, doch die zentrale Figur in dem Werk ist der Revolutionär Carlo Gérard. An der Bayerischen Staatsoper ist der Bariton Luca Salsi in dieser Rolle zu erleben – für ihn die schönste Baritonpartie überhaupt. Im Interview spricht er über die innere Zerrissenheit dieses Charakters und die musikalischen Herausforderungen, denen er sich als Sänger stellen muss.
BR-Klassik[4]

Wiener Staatsoper: TRISTAN UND ISOLDE am 12.3.2017

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Petra Lang, Stephen Gould. Copyright: Ashley Taylor

Vier Hauptrollen –  Tristan, Isolde, Brangäne, König Marke –  neu besetzt, und auch der Dirigent war für Wien ein „Tristan“-Neuling – und alle Namen hochkarätig. Abgesehen davon, dass man in „Tristan und Isolde“ ohnedies immer gehen kann, soll, muss, es sei denn, die Besetzung ist schlecht (das ist unverzeihlich), reizen natürlich neue Interpreten. Man kann immer etwas gewinnen, immer etwas lernen…

…Das Publikum differenzierte seltsamerweise kaum beim Applaus, als seien alle Leistungen gleichwertig gewesen – aber jedenfalls meinte am Ende niemand mehr, Mikko Franck für diesen seinen bemerkenswerten Abend ausbuhen zu müssen…

Dazwischen lag viel Licht, aber auch etwas Schatten. Lesen Sie den Bericht unserer Rezensentin

Zum Bericht[5] von Renate Wagner

Wiener Staatsoper: ARABELLA am 11.3.

Richard Strauss: 'Arabella', 1. Aufzug: Zdenka (sehr burschikos und durchaus glaubhaft Chen Reiss bei ihrem Rollen-Debut) versucht Arabella (Camilla Nylund) Matteo durch seine Blumen anzudienen. © Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

Richard Strauss: »Arabella«, 1. Aufzug: Zdenka (sehr burschikos und durchaus glaubhaft Chen Reiss bei ihrem Rollen-Debut) versucht Arabella (Camilla Nylund) Matteo durch seine Blumen anzudienen.
© Wiener Staatsoper/Ashley Taylor

Die Staatsoper unterbricht die Fastenzeit und spielt Arabella. Sie tut dies in einer Besetzung und musikalischen Qualität, welche wahre Opernfreunde ins Haus am Ring locken wird. Überraschungen inklusive.

So, und nicht anders, sind die Begebenheiten.

Des Spielvogt Bechtolf Umsetzung ist noch immer so vertrottelt wie schon 2006. Nur bemerkt man’s stärker, wenn Sänger Rollen-Debuts geben und, nach den kinematographischen Aufzeichnungen der Première studiert, ihr Spiel ausrichten.

Kammermusik vom feinsten. Gespielt von 100 Mann. Arabella eben — wenn ein wissender und umsichtiger Orchesterleiter wie Peter Schneider sich der Dinge annimmt. Sparsame Bewegungen im Epizentrum führten zu einem durchsichtigen, auf die Sänger Rücksicht nehmenden Klang. Keine Anämie. So etwas wissen dem Wiener heute nur mehr wenige Kapellmeister gleichzutun; im besten Sinne des Wortes. (Interessant eigentlich, daß die »Straussianer« — ungleich den »Wagnerianern« — nicht mit den Listen und dem Wissen um die Leitmotive der einzelnen opera hausieren gehen.)..

Zum Bericht[6] von Thomas Prochazka

Auch eine zweite Kritik ist online!

Zum Bericht[7] von Johann Schwarz

Heute um 19,30 h streamt die Wiener Staatsoper den Neumeier-Ballettabend

London: „Die Meistersinger von Nürnberg“:  Kinder, schaf(f)t Neues

In unmittelbarer Nähe des Online-Merker-Büros gibt es einen Heurigen, konkret in der Rauchgasse 7, neben dem „Merker-Archiv“. Dort gibt es einen „Biergaten“ (bei einem Heurigen eigentlich ein No go, aber in Meidling gibt es viele Biertrinker). Das Schild mit dem fehlenden R gibt es schon viele Jahre, mittlerweile ist es Kult. In selbiger Rauchgasse, aber schon fast bei der Meidlinger Hauptstraße, haben wir eine „Butik“ – ganz deutlich lesbar und ebenfalls seit nunmehr 3 Jahren unangetastet.

In London bei Wagners Meistersingern gibt es im zweiten Akt eine legendäre Forderung Richard Wagners mittels Schild zu lesen. Davon berichtet der „Kurier“ Im zweiten Aufzug der Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ von Richard Wagner steht diesmal auf der Bühne des Royal Opera House Covent Garden (ROH) eine mit Kreide hingekritzelte Aufforderung: Kinder schafft Neues!! Mit zwei Rufzeichen (dafür nur mit einem „f“, macht aber nix).

Szene aus dem 2. Akt, aber ohne die Aufforderung. Bryn Terfel als Sachs. Copyright: Clive Barda

Auszug aus dem „Kurier“: Holten zeigt die Meistersinger als Mitglieder eines elitären Herrenclubs, die aufgrund ihrer versnobten und altmodischen Haltung wie Karikaturen ihrer einstigen Werte wirken. Sie tragen lächerliche Kostüme und verscherbeln die Frauen (wie Pogner seine Tochter Eva). In der Johannisnacht, in der es zur großen Prügelszene kommt, zerbricht die Fassade, das Rad der Zeit setzt sich auf der Drehbühne in Bewegung, die Konventionen werden weggeblasen. Es entsteht ein wilder, diabolischer Tanz, mit dem Nachtwächter als Satyr, eine Walpurgisnacht wie eine Hommage an die Gemälde von Hieronymus Bosch. Selten erlebt man in der Oper derart spektakuläre Momente. Ein optisch fades Genre, wie man es oft wahrnimmt? Mitnichten…

„Kinder schaf(f)t Neues“. Wagners „Meistersinger“ in London
https://kurier.at/kultur/oper-in-london-kinder-schafft-neues/251.462.683[8]

Die Meistersinger von Nürnberg: a needlessly extravagant interpretation of Wagner’s comedy – review
The Telegraph[9]
Die Meistersinger von Nürnberg review – Kasper Holten stages elaborate farewell
The Guardian[10]
Die Meistersinger von Nürnberg, Royal Opera
No joy or lightness in Kasper Holten’s messy Wagner, despite high musical values
http://www.theartsdesk.com/opera/die-meistersinger-von-[11]
Excellent in parts: Kaspar Holten’s new Die Meistersinger von Nürnberg at Covent Garden
bachtrack[12]

PARIS: Carmen hat in Paris kein Glück: wieder eine verpatzte Premiere… 11.3.2017

1.Akt mit einfacher Szenerie: Fahnenmast und Telefonzelle

Zum Bericht[13] von Waldemar Kamer

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: JENUFA am 11.3.2017

Sally Matthews, Stuart Skelton. Copyright: Wilfried Hösl

Zum Bericht [14]von Martina Bogner

 

WIESBADEN: EUGEN ONEGIN – Tatjanas Welt. Premiere am 11.3.2017

Copyright: Monika und Karl Forster

Zum Premierenbericht[15] von Dirk Schauß

GRAZ Orangerie im Pfauengarten: Claudio Monteverdi IL COMBATTIMENTO DI TANCREDI E CLORINDA.Premiere am 11.3.2017

Xianghui Zeng und Challyce Brogdan (Mitte), beide Tanz und Birgit Stöckler (Clorinde). Copyright: Werner Kmetitsch

Premierenbericht[16] von Konstanze Kaas

KÖLN: OBERON von C.M.von Weber – konzertant am 11.3.2017

Zum Premierenbericht[17] von Christoph Zimmermann

Frauen in der Oper: Die Mutterschaft – ein Tabu
Die Sängerin Alexandra Deshorties über die Herkules-Aufgabe, Kind und Opernkarriere zu vereinbaren.
Wiener Zeitung[18]

KÖLN: Festakt 60 Jahre Kölner Oper am Offenbachplatz

Von Dr. Egon Schlesinger

Festakt 60 Jahre Kölner Oper Festrede der Intendantin Dr. Birgit Meyer Foto Andrea Matzker IMG_0795
Festrede der Intendantin Dr. Birgit Meyer. Foto: Andrea Matzker

Am 18. Mai 1957 wurde das damals von der Presse als „schönster Theaterbau Deutschlands“ gerühmte Opernensemble des Architekten Wilhelm Ripahn am Offenbachplatz feierlich eröffnet. Am 19. fand die Premiere des Oberon statt, und im Juli des gleichen Jahres gab die Mailänder Scala ein Gastspiel mit Maria Callas in der Titelrolle der Sonnambula von Vincenzo Bellini…

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

WIEN / Albertina / Galleries for Photography:  ACTING FOR THE CAMERA
Vom 10. März 2017 bis zum 5. Juni 2017  

Albertina   Romy Plakat

Mein Bild mache ich

Als die Fotografie erfunden wurde, bestand das erste Entzücken darin, wie vergleichsweise schnell „ein Bild“ zu machen war – im Vergleich zu Zeichnungen oder gar Gemälden. Und außerdem glaubte man, gänzlich fälschlicherweise natürlich, nun ein Medium zu besitzen, das die Welt „exakt“ abbilde. Doch davon entfernte man sich bald, als Fotografen ihren Beruf „erlernten“ und merkten, was sie mit der Kamera alles zu tun imstande waren: Dass sie als Künstler weit über die Grenzen des realen Abknipsens hinausgehen konnten. Und Menschen merkten, dass sie ihr Bild in der Kamera selbst bestimmen konnten… „Acting for the Camera“ in der Albertina zeigt nun das Foto als Kunstbild, als gestelltes Selbstbild.

Zum Ausstellungsbericht[19] von Renate Wagner

Fußball: „Fortune“ gefordert

Rapid hat gestern wieder verloren (und rangiert derzeit hinter „meiner Admira/Wacker“ – ein absolutes Kunststück, nachdem die Hälfte der Rapid-Mannschaft aus von den Hütteldorfern abgeworbenen Admiranern besteht).

Dabei war die Mannschaft gegen Sturm Graz wieder die bessere Mannschaft, wie auch in der Vorwoche bei der Niederlage gegen Salzburg.

Pech? Nur Pech?

Friedrich II. hat seinerzeit von seinen Feldherren verlangt, dass sie „Fortune“ mitbringen – als absolutes „Muss“. Der gute Damir Canadi, der derzeitige Rapid-Feldherr, zieht das Pech geradezu an. Friedrich II. hätte ihn gefeuert!

Trainer-Legende Bela Guttmann als Spieler bei Hakoah

Dazu gibt es eine Geschichte. Ob sie wahr ist, weiß ich nicht, in jedem Fall wäre sie für den Fall, dass sie nicht wahr ist,  gut erfunden: Als vor Jahrzehnten der Trainer Bela Guttmann und mit ihm die von ihm betreute Mannschaft von Benfica Lissabon in eine Pechsträhne gerieten, schaute sich der Club bereits um einen Nachfolger um. Einer der Kandidaten betrat den Rasen und fand ein vierblättriges Kleeblatt. Damit war die Entscheidung gefallen und Guttmann seinen Job los!

Was aber tat Bela Guttmann? Er belegte Benfica Lissabon mit einem Fluch, der berühmte Guttmann-Fluch ging tatsächlich in die Fußball-Geschichte ein. Benfica Lissabon hatte Jahrzehnte lang in internationalen Bewerben besonderes Pech!

Wer weiß schon, wer Rapid verflucht hat?

Eine schöne Woche wünscht

A.C.

 

  1. NACHTKRITIK „ANDREA CHENIER“ /MÜNCHEN: https://www.merkur.de/kultur/nachtkritik-andrea-ch-nier-mit-jonas-kaufmann-im-nationaltheater-7686189.html
  2. Erste Kritik von „Musik heute“: http://www.musik-heute.de/15191/applaus-fuer-kaufmann-und-harteros-in-andrea-chenier/
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/premiere-kritik-andrea-chenier-jonas-kaufmann-staatsoper-100.html
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/oper/interview-luca-salsi-bariton-gerard-andrea-chenier-100.html
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-tristan-und-isolde-12
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-arabella-9
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-arabella-10
  8. https://kurier.at/kultur/oper-in-london-kinder-schafft-neues/251.462.683: https://kurier.at/kultur/oper-in-london-kinder-schafft-neues/251.462.683
  9. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/die-meistersinger-von-nurnberg-royal-opera-house-review/
  10. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/mar/12/die-meistersinger-von-nurnberg-review-kasper-holten-covent-garden-farewell-bryn-terfel
  11. http://www.theartsdesk.com/opera/die-meistersinger-von-: http://www.theartsdesk.com/opera/die-meistersinger-von-
  12. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-meistersinger-nurnberg-holten-terfel-hughes-jones-royal-opera-march-2017
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/paris-opera-bastille-georges-bizet-carmen-premiere-mit-roberto-alagna
  14. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-jenufa
  15. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wiesbaden-eugen-onegin-tatjanas-welt-premiere
  16. Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/graz-orangerie-il-combattimenti-di-tancredi-e-clorinda
  17. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/koeln-oberon-konzertante-auffuehrung-premiere-am-11-maerz-2017
  18. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/878862_Die-Mutterschaft-ein-Tabu.html?em_view
  19. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-albertina-acting-for-the-camera

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-maerz-2017


12. MÄRZ 2017

by ac | 12. März 2017 08:19


Die Opernwelt blickt heute mit Spannung nach München: „Andrea Chenier“ hat Premiere. Copyright: Wilfried Hösl

MÜNCHEN: ANDREA CHENIER: ERSTE MEINUNGEN

NACHTKRITIK „ANDREA CHENIER“ /MÜNCHEN[1]

Heinrich Schramm-Schiessl _ Wie immer, ein kurzer Bericht von der Hörfunkübertragung über die Publikumsreaktionen:

Unmittelbar nach Fallen des Vorhanges Bravos und Buhs gemischt, Jubel für die Sänger, etwas weniger Jubel für den Dirigenten. Buhs (überwiegend) und Bravos für das Regieteam.

——–

Der Regisseur im Interview mit der „Münchner Abendzeitung“: AZ: Ein Filmregisseur inszeniert eine Oper, die bisweilen wie Filmmusik klingt und der eine Kino-Dramaturgie nachgesagt wird. Ist da was dran?
PHILIPP STÖLZL: Die Komponisten des Verismo haben sich gefragt: „Was ist draußen in der Welt los und wie schaffen wir ein Abbild, dem Wahrheit innewohnt?“. Es ist die Zeit des Naturalismus. Sie nimmt vieles vom Film vorweg, zugleich ist der Verismo verwandt mit französischen realistischen Romanen von Emile Zola.

Lesen Sie auch das Interview mit Jonas Kaufmann[2]

Wirkt sich das auch auf die Musik aus?
Bei Verdi sind immer noch alte Formen wie Rezitativ und Arie erkennbar. Die Generation von Umberto Giordano hält alles im Fluss. Der formale Rhythmus wird realistischer. Die Musik gräbt sich psychologisch stärker in die Figuren hinein und führt den Zuschauer emotional.

Also ein Identifkationsangebot wie im Kino?
Eine Händel-Oper schaut man sich analytischer an. Bei „Andrea Chénier“ muss man diese Transferleistung nicht erbringen. Die Musik greift einen und nimmt einen mit. Auch das ist filmisch gedacht. Giordano komponierte die Oper 1896 – das ist die Zeit der allerersten Filmvorführungen… (Quelle: Münchner Abendzeitung)

München
Philipp Stölzl über „Andrea Chénier“ im Nationaltheater
Münchner Abendzeitung[3]

Wiener Staatsoper: ARABELLA – Gibt es größeres Glück? 

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Bo Skovhus, Camilla Nylund. Copyright: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Zum Bericht[4] von Thomas Prochazka

Da der Bericht erst nach „Redaktionsschluss“ für den Kommentar eintraf, werde ich morgen näher auf diese Vorstellung eingehen!

Anna Netrebko feiert Triumph an der Mailänder Scala als „Violetta“. Diese Rolle gibt sie nun ab

Russian opera soprano singer Anna Netrebko looks on during a press conference at the Bolshoi Theatre in Moscow on October 14, 2016..Giacomo Puccini composer opera Manon Lescaut will be premiered in Bolshoi Theatre on October 16, 2016 with Anna Netrebko as Manon Lescaut. / AFP PHOTO / YURI KADOBNOV

Russian opera soprano singer Anna Netrebko looks on during a press conference at the Bolshoi Theatre in Moscow on October 14, 2016..Giacomo Puccini composer opera Manon Lescaut will be premiered in Bolshoi Theatre on October 16, 2016 with Anna Netrebko as Manon Lescaut. / AFP PHOTO / YURI KADOBNOV

Operndiva Anna Netrebko hat als Violetta bei der Aufführung von Verdis „Traviata“ an der Scala einen 14 Minuten langen Applaus geerntet, will aber nicht mehr oft diese Rolle spielen. „Ich werde noch einmal in Paris die Violetta singen und dann nicht mehr“, kündigte die 46-Jährige im Gespräch mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Samstag an.

Es sei ihre Idee gewesen, sich mit der „Traviata“ an der Scala zu messen. „Ich habe mit Scala-Intendanten Alexander Pereira, bei dem ich in dieser Rolle 2005 in Salzburg debütiert hatte, über mein Projekt gesprochen. Ich habe ihn gebeten, wieder an der Scala zu singen, bevor ich mich von der Rolle der Violetta verabschiede. Ich denke, dass ich der Violetta-Rolle heute mehr als vor zehn Jahren geben kann“, sagte die Sopranistin.

An der Scala aufzutreten, sei für einen Künstler ein „dreifacher Salto mortale“. In der Version unter der Regie von Liliana Cavani sei sie mit sehr klassischen Bühnenkleidern aufgetreten. „Ich liebe die zeitgenössische ‚Traviata‘-Version von Salzburg. Doch eigentlich mag ich viel mehr die traditionellen Versionen, die an der Scala aufgeführt worden sind. Die Kostüme sind außerordentlich schön und ich liebe schöne Kleider“, so Netrebko.

Vor der Aufführung habe sie sich in der Modestadt Mailand viel Shopping gegönnt. „Ich habe alles Mögliche gekauft. In den Schränken meiner beiden Wohnungen in Wien und New York gibt es keinen Platz mehr. Doch ich kann auf Shopping nicht verzichtet. Vor allem bei Schuhen verliere ich den Kopf“, gestand die Diva. Sie sei sowohl an Wien als auch an New York sehr gebunden. „Wien ist klassisch, schön und angenehm. New York ist verrückt“, meinte sie.

New York/ Metropolitan Opera/ Die Met im Kino:

Bildergebnis für metropolitan opera la traviata

Zum Bericht[5] von Johannes Marksteiner

Was die Besetzung anbelangt, kocht die Met auch nur mit Wasser – so meine bescheidene Meinung!

Dallas Opera’s ‚Madame Butterfly‘ is a vocal, instrumental and emotional thriller
http://www.dallasnews.com/arts/opera/2017/03/11/dallas-operas[6]

„60 Jahre Merker“: Fotoserie online

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Restlos ausverkauft war der Saal der Agrana-Studiobühne Walfischgasse. Foto: Renate Wagner

Wir bieten in unseren heutigen „Infos des Tages“ viele Fotos von  der Veranstaltung, obwohl unsere Fotografin „ausgesperrt“ war. Der akzeptierte Pressefotograf stellte uns keine Fotos zur Verfügung. Dennoch freuen wir uns mit dem Heft-Merker über die gelungene Veranstaltung und greifen auf Amateurfotos zurück.

Zu weiteren Fotos[7]

Ein weiterer Bericht [8](Maria und Johann Jahnas)

WIEN/ AKADEMIETHEATER: FOTOS AUS DER PREMIERE „DIE WELT IM RÜCKEN“ nach dem Roman von Thomas Melle

Renate Wagner leitet ihre Premierenkritik mit nachstehenden Worten ein: Man kennt Thomas Melle, selbst wenn man seine Romane nicht gelesen hat. Das deutsche Feuilleton hat sich so ausführlich mit ihm beschäftigt, dass man ihm nicht entgehen konnte, zumal nach seinem jüngsten Roman „Die Welt im Rücken“, der erst letzten Herbst erschienen ist. Wenn Melle darin seine „bipolare Störung“ behandelt (früher als „manisch-depressiv“ bezeichnet), stellt sich natürlich die Frage, ob hier jemand für eine extrem sensationslüsternen Mitwelt seine geistige Krankheit vermarktet. Oder ob er, ganz legitim, eine extreme Menschengeschichte erzählt, wie es Romane und auch Autobiographien ja immer wieder tun

Jedenfalls hat das Burgtheater Melles Roman in dramatisierter Form (wobei hier kein „Autor“ genannt ist, die „Verdächtigen“ wären Hauptdarsteller, Regisseur und Dramaturgin) auf die Bühne des Akademietheaters gebracht. Auch hier erklärt sich die Sinnhaftigkeit des Unternehmens nicht wirklich, es sei denn aus dem simpelsten und legitimsten aller Theater-Begründungen: Hier kann ein Schauspieler drei Stunden lang allein auf der Bühne stehen und sozusagen „alle Register“ ziehen…

Joachim Meyerhoff hat die Fülle an Nuancen, ohne jemals theatralisch aufzudrehen und penetrant zu werden, obwohl er in hohem Ausmaß mit dem Publikum, ins Publikum hineinspielt. Aber die Tragödie knallt er nicht hin. Stets bleibt ein Rest von Humor. Tragikomik, wie sie unter die Haut geht. So gab es am Ende die oft zitierten, aber selten wirklich passierenden „Standing Ovations“ – auch für den Autor, der beim Verbeugen schüchtern aus großen Augen in den Zuschauerraum blickte…

Zum Premierenbericht[9] von Renate Wagner

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Joachim Meierhoff. Copyright: Barbara Zeininger

Mehr Fotos im Album Barbara Zeininger Sprechtheater 21 [10]

 WIEN / Kunsthistorisches Museum: DAS ERSTE GOLD
Vom 7. März 2017 bis zum 25. Juni 2017

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Zum Golde drängt doch alles…

In jenem zentralen Ausstellungsraum im ersten Stock, wo das Kunsthistorische Museum sonst in seinen Sonderausstellungen berühmte Gemälde und spektakuläre Plastiken präsentiert, glänzt diesmal Goldschmuck. Man hat eine „archäologische“ Sensation zu bieten, den „größten Schatz der Bronzezeit“, wie es heißt, gefunden in Bulgarien, aus der Zeit zwischen 1500 und 1000 vor Christus, und vor allem, was für uns interessant ist, bearbeitet, das heißt, zu teils sensationell schönen Stücken geformt. Da neben bulgarischen auch österreichische Wissenschaftler bei der Erforschung des Goldbergwerks von Ada Tepe beteiligt waren, kommt Wien nun in den Genuß der dort gefundenen Schätze…

Zum Ausstellungsbericht [11]von Heiner Wesemann

Politik:
Türkei riegelt niederländische Botschaft in Ankara ab
Die türkischen Behörden haben am Samstagabend die diplomatischen Vertretungen der Niederlande in Ankara abgeriegelt. Wenige Stunden zuvor hatten die Niederlande den türkischen Außenminister an der Einreise gehindert
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Tuerkei[12]

Österreich: Eurofighter/ORF: Lobbyist schickte Leistungsnach­weis
„profil“: Lobbyist legte Computerausdruck des ORF bei EADS vor

Die Verwicklungen von ORF-Mitarbeitern in die Schmiergeldaffäre beim Eurofighter-Kauf dürfte tiefer gehen als bisher vermutet: Wie profil in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der Lobbyist Erhard Steininger nicht nur eine Million Euro für positive Berichterstattung an EADS verrechnet, sondern laut Aktenlage auch einen „Leistungsnachweis“ an den Rüstungskonzern geschickt.

Besonders brisant: Steininger hat laut in einem von ihm formulierten Schreiben „einen Computerausdruck des ORF, in dem alle projektbezogenen Sendungen bis einschließlich 4. Feb. 2003 dokumentiert sind“, übersandt. Und er brüstet sich damit, das der ORF im Sinne des Eurofighter-Deals agiert habe…
Kurier[13]

Und was ist heute? Der ORF bläst voll gegen den Deal ins Horn! Eigentlich bin ich froh, dass mich mein Vater davon abgehalten hat, Journalist zu werden. „Lerne ein anständigen Beruf“ hat er gesagt, besser gesagt verfügt. Wenn ich mir die heutige ORF-Bericherstattung anschaue, bin ich froh, dass ich mich nie in diese Niederungen begeben musste. Mich wundert gar nichts mehr. In meinem Beruferanking rangiert nur der Stricher darunter. 

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. NACHTKRITIK „ANDREA CHENIER“ /MÜNCHEN: https://www.merkur.de/kultur/nachtkritik-andrea-ch-nier-mit-jonas-kaufmann-im-nationaltheater-7686189.html
  2. Lesen Sie auch das Interview mit Jonas Kaufmann: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.jonas-kaufmann-die-bayerische-staatsoper-in-einer-prekaeren-situation.0841b7a6-775a-4ee5-b802-8363f311bbf9.html
  3. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-philipp-stoelzl-ueber-andrea-ch-nier-im-nationaltheater.3130fb13-3567-46a8-8810-3a654ee816e8.html
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-arabella-9
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/new-york-wien-die-met-im-kino-la-traviata
  6. http://www.dallasnews.com/arts/opera/2017/03/11/dallas-operas: http://www.dallasnews.com/arts/opera/2017/03/11/dallas-operas
  7. Zu weiteren Fotos: https://get.google.com/albumarchive/116698068026384758269/album/AF1QipNYFJAbePrHeuVLzHe4nNG1TLke4JIe__S0ywX3
  8. Ein weiterer Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-agrana-studiobuehne-walfischgasse-60-jahre-der-neue-merker
  9. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-akademietheater-die-welt-im-ruecken
  10. Mehr Fotos im Album Barbara Zeininger Sprechtheater 21 : https://photos.google.com/share/AF1QipPKISDQvxsE56ofGPROQ0CI--fQ8L1YS8yU4pY5CJQMN1iBFhEdjqz6RvwAkzsS4Q?key=WFpnZkFYWVFwNzNRVzFtSzZxRUdLd1dGcUp6a1F3
  11. Zum Ausstellungsbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-khm-das-erste-gold
  12. http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Tuerkei: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Tuerkei
  13. Kurier: https://kurier.at/kultur/eurofighter-orf-lobbyist-schickte-leistungsnachweis/251.302.877

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-maerz-2017


11. MÄRZ 2017

by ac | 11. März 2017 08:18

 

WIEN / Staatsoper-Agrana Studiobühne:
DER NEUE MERKER – 60 JAHRE FESTKONZERT
10.
März 2017

 

 

Wer in seiner ersten Reihe als Ehrengäste den Direktor der Wiener Staatsoper, einen Dirigenten vom Rang Peter Schneiders und Künstler wie Renate Holm und Heinz Zednik versammeln kann und es außerdem schafft, dass einer der ersten Wagner-Tenöre der Welt, Stephen Gould, zwei Tage vor seinem ersten Wiener „Tristan“ eine Mozart-Arie singt – der erfreut sich schon der Schätzung der Branche. Wie der „Neue Merker“, die monatliche Postille für Opernenthusiasten, und seine Chefredakteurin Sieglinde Pfabigan.

Man bat zum Konzert, mit dem man „60 Jahre Der Neue Merker“ feierte (in der ausverkauften Studiobühne der Staatsoper), und Sieglinde Pfabigan, die die launigen Einführungsworte sprach, erinnerte gleich an Kollegin Inge Scherer, die tatsächlich von der ersten „Merker“-Minute dabei war. Nun, selbst wenn man vor 60 Jahren ein junges Mädchen war, ist man heute nicht mehr ganz so jung, Inge Scherer ließ sich entschuldigen, aber andere Mitarbeiter waren da, und Sieglinde Pfabigan würdigte die Verschwörung der Opern-Verrückten, unter denen sich auch ehemalige Botschafter und Richter finden, die noch immer kein größeres Vergnügen kennen, als auf den Galerie-Stehplatz zu gehen oder nach der Vorstellung am Bühnentürl auf die Künstler zu warten…

Renate Wagner war beim Festkonzert und berichtet.

Zum Bericht Merker-Festkonzert[1]

Übrigens, das „Mädchen mit Maske“, das eine Komposition von Meinhard Rüdenauer vortrug, heißt Hanna Hrdlicka, besucht die Staatsopernschule und ist die Tochter von Yuko Mitani – Hrdlicka.

Da müssen Sie sich aber beeilen

Matineen an der Wiener Staatsoper: „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ (heute)  und „Ensemblematinee am Sonntag“

 

Im März 2017 stehen noch die nächsten Termine von zwei beliebten Matineen-Reihen im Gustav Mahler-Saal der Wiener Staatsoper auf dem

Programm:

Beim siebten Termin in dieser Saison von „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ am Samstag, 11. März 2017 (11 Uhr) spielen Karl-Heinz Schütz (Flöte), Clemens Horak (Oboe), Daniel Ottensamer (Klarinette), Sophie Dartigalongue (Fagott), Josef Reif (Horn) und Johann Hindler (Bassklarinette) Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Jean Françaix, Nino Rota und Leoš Janáček.

Wiener Staatsballett: „Le Pavillon d’Armide und Le Sacre“ mit Alternativbesetzungen

Nach der überaus erfolgreichen Première des Doppelabends Le Pavillon d’Armide und Le Sacre bot Manuel Legris am dritten Abend der Serie eine neue Besetzung und forderte von seiner jungen Compagnie, über sich hinauszuwachsen. Dies gelang — mit mehr oder minder großem Erfolg.

Jakob Feyferlik führt die Riege der Nachwuchstänzer an, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Partie Der Mann (Vaslaw Nijinsky) einem Tänzer wie Mihail Sosnovschi nachzutanzen ist keine leichte Aufgabe. Man darf konstatieren, daß sich Feyferlik achtbar geschlagen hat…

Zum Bericht[2] von Ulrike Klein

Wien/ Staatsoper: Alvis Hermanis im Interview über „Parsifal“ und sonst noch alles

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Alvis Hermanis im Interview mit Renate Wagner/ Fotos Peter Skorepa

Die Premiere des „Parsifal“ ist erst in 19 Tagen, ich folge gerne einer Dramaturgie und werde auf dieses Interview noch mehr als bloß einmal zurückkommen. Da sind nämlich derart bemerkenswerte Aussagen enthalten, die sich wohltuend vom Dahergerede diverser Plauderwastl unterscheiden. Wahrscheinlich haben die Interviewer auch gezielt gefragt, ich weiß, dass sich Renate Wagner gerazu akribisch auf ein Interview vorbereitet. Darauf heute einzugehen, scheint mir Verschwendung von Ressourcen. Aber da das Interview (Titel: Wagner ist der Mount Everest) nun bereits online ist, steht es Ihnen natürlich zur Verfügung

Zum Interview Alvis Hermanis[3] mit Renate Wagner/Peter Skorepa

München/ Gärtnerplatztheater in der Reithalle: „FRAU SCHINDLER“

Katerina Hebelková, Matthias Hausmann. Copyright: Christian POGO Zach

Emilie Schindler bekam in der Nachbetrachtung nicht viel vom Ruhm ihres Gatten ab. Oskar Schindler hatte Schwächen, gar nicht wenig, wie es scheint. Ob seiner Rettungsaktion wird er heroisiert. Die Frau kam dabei zu kurz. Die Oper versucht, Emilie Schindler in den Blickpunkt zu stellen, es gelingt nur bedingt. Aber immerhin ist es ein Versuch. Wir haben seit gestern zwei Eigenberichte anzubieten, nun auch noch Presseberichte

München/ Gärtnerplatztheater
Oper holt Ehefrau von Judenretter Oskar Schindler aus dem Schatten
Sie war die starke Frau hinter dem mutigen Mann: Emilie Schindler, Ehefrau des sudetendeutschen Industriellen Oskar Schindler. Ihr widmet das Gärtnerplatztheater in München nun die Oper „Frau Schindler“. Bei der umjubelten Uraufführung in der ausverkauften Reithalle am Donnerstagabend zeigte Katerina Hebelková die Hauptrolle als eine stille Heldin, die am Ende aber von allen verlassen wird.
Musik heute[4]
Uraufführung von „Frau Schindler“
Münchner Abendblatt[5]

HEUTE in den Kinos: LA TRAVIATA aus der Metropolitan Opera

(Yoncheva; Fabiano, Hampson)

Linz:„LOVE.RESPECT.CONCHITA“– Konzert im Brucknerhaus, Großer Saal, 10. 03.2017

Sologala mit Conchita und dem Bruckner Orchester Linz unter Marc Reibel, ein musikalischer Streifzug mit Songs, die sie inspiriert und auf ihrem Weg begleitet haben und Musik, die ihr am Herzen liegt.


„Conchita Wurst“ Copyright: Petra und Helmut Huber

Thomas Neuwirth alias Conchita (die „Wurst“ hat die Eurovisions-Contest-Siegerin schon vor längerer Zeit abgelegt) mag viele Kontroversen ausgelöst haben, aber in einem Punkt waren sich auch alle Gegner (soferne sie mit ihren Einwänden oberhalb der Gürtellinie blieben) einig: Stil ist für sie/ihnein Wesenselement. Wenn Tom sich nun von seinem Geschöpf trennen will (wie er den „OÖN“ Mitte Februar sagte), Conchita alsotöten undbegrabenwolle, so kann dasdaher nicht ohne Stil und natürlich auchnicht ohne eine größere Portion Glamour abgehen, „pompesfunèbres“ im Eigentlichen also: man engagiere z. B. ein Begleitorchester, das soeben von New York bis San Francisco in den USA umjubelte Konzerte mit Werken von Glass, Bruckner und anderen gegeben hat, das reichlich Theatererfahrung von den großen und größten Opern bis zu rockenden und swingenden Musicals hat, und hole sich dazu einen Dirigenten, der in ebenso vielen musikalische Idiomen zu Hause ist…

Zum Bericht[6] von Petra & Helmut Huber

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[7]

Da sind sie also alle wieder in Edinburgh, denn auch Mark „Rent Boy“ Renton (McGregor) ist wieder heimgekehrt, wenngleich er das missglückte Privatleben erst später zugibt. Allerdings hat Mark, wie man sich erinnert, zwei seiner Freunde (nicht Spud!) bei einem Drogendeal übers Ohr gehaut und ist mit den Anteilen der anderen nach Amsterdam abgedampft. Das vergisst und verzeiht sich nicht, schon gar nicht bei grimmigen Schotten.

Allerdings hat Spud (Ewen Bremner, immer schon der Poet unter ihnen, er ist es geblieben) sowieso andere Sorgen, der möchte sich nämlich gerne umbringen und wird von Mark gerade noch daran gehindert. Pub-Besitzer Simon (Jonny Lee Miller) ist lebendiger und prügelt auf Mark los, sobald er ihn sieht. Wenn nun auch Simons Freundin, die bulgarische Hure Veronika (sehr komisch: Anjela Nedyalkova) eingeführt ist und es Begbie (Robert Carlyle, wie gesagt schwer zu erkennen und ein wirklich durch und durch beängstigender Typ) gelingt, aus dem Gefängnis auszubrechen, sind die nötigen Protagonisten beisammen. Äußerst witzig ist übrigens, dass sich Spud plötzlich entschließt, seine Erinnerungen aufzuschreiben – und die Rührung der anderen angesichts der Ergüsse über ihre Vergangenheit ist auch eine kleine Verbeugung vor der schottischen Liebe zur Literatur (sie hatten ja ein paar ganz Große der englischen Sprache….).

ERDOGAN IN DEN KINOS – zu erleben mit Cola und Popcorn

Während unsere Politiker darüber diskutieren, wie Erdogan-Werbung in Österreich verhindert werden soll, erscheint die Erdogan-Bio in den Kinos.  Sie sind doch soo drollig – unsere Politiker

Wien und wohl auch anderswo
Erdogan mit Cola und Popcorn
https://kurier.at/chronik/wien/erdoan-mit-cola-und-popcorn/251.120.777[8]

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Zum Bericht Merker-Festkonzert: http://der-neue-merker.eu/wien-studiobuehne-merker-festkonzert
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsballett-le-pavillon-darmide
  3. Zum Interview Alvis Hermanis: http://der-neue-merker.eu/alvis-hermanis-wagner-ist-der-mount-everest
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15181/oper-holt-ehefrau-von-judenretter-oskar-schindler-aus-dem-schatten/
  5. Münchner Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article209889435/Urauffuehrung-von-Frau-Schindler-in-Muenchen.html
  6. Zum Bericht: http://und%20hole%20sich%20dazu%20einen%20Dirigenten,%20der%20in%20ebenso%20vielen%20musikalische%20Idiomen%20zu%20Hause%20ist.
  7. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  8. https://kurier.at/chronik/wien/erdoan-mit-cola-und-popcorn/251.120.777: https://kurier.at/chronik/wien/erdoan-mit-cola-und-popcorn/251.120.777

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-maerz-2017


10. MÄRZ 2017

by ac | 10. März 2017 08:50

“ Andrea Chenier“. Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

MÜNCHEN/ BAYERISCHE STAATSOPER: SONNTAG PREMIERE „ANDREA CHENIER“. Erste Probenfotos

Anja Harteros, Jonas Kaufmann. Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Noch mehr Fotos in den Stuttgarter Nachrichten[1]

Das weltweit wohl meistbeachtete Opernereignis des kommenden Wochenendes wird der Münchner „Andrea Chenier“ sein – und das wegen der Starbesetzung Anja Harteros und Jonas Kaufmann. Philipp Stölzl, der immer noch mit der Charakterisierung „Filmemacher“ unterwegs ist, hat inszeniert, Omer Meir Wellber wird dirigieren. Am 18.3. lässt uns die Bayerische Staatsoper mittels Stream an diesem Ereignis teilhaben.

Jonas Kaufmann steht im Zentrum der Interviews:

München/ Bayerische Staatsoper
Jonas Kaufmann: „Ich habe kein bisschen Nervosität“
Krankheitsbedingt musste Jonas Kaufmann (47) einige Monate pausieren. Ein Hämatom auf den Stimmbändern zwang den Tenor zur Bühnenabstinenz. Mitte Januar meldete er sich zurück, als „Lohengrin“ in Paris. Und an diesem Sonntag singt er an der Seite von Anja Harteros die Titelrolle in der Umberto-Giordano-Oper „Andrea Chénier“ in einer Regie von Philipp Stölzl. Es ist die erste Neuinszenierung dieser Oper in der Geschichte des Hauses. Im Interview spricht Kaufmann über sein Comeback und seine Wünsche für die Bayerische Staatsoper.
Musik heute[2]

Jonas Kaufmann befürchtet „prekäre Situation“ für Bayerische Staatsoper
Der Münchner Tenor Jonas Kaufmann (47) sorgt sich um die Zukunft der Bayerischen Staatsoper. „Ich kann gut verstehen, dass die beiden Herren lieber gemeinsam aufhören als einzeln. Auf der anderen Seite müssen die Beiden auch verstehen, dass München dann in einer prekären Situation ist“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. Generalmusikdirektor Kirill Petrenko und Opern-Intendant Nikolaus Bachler werden das Haus 2021 verlassen. Wer danach kommt, ist noch ungewiss.
Musik heute[3]

Ich verstehe vollkommen, dass beide Herren gemeinsam aufhören. Warum sollte sich einer für eine wohl kurze Frist an einen anderen künstlerischen Partner gewöhnen?

Außerdem: Es wird in München auch nach Bachler/ Petrenko weitergehen. Jeder Mensch ist ersetzbar, der Begriff der Unersetzbarkeit ist leeres Gesülze!

München/Reithalle: FRAU SCHINDLER von Thomas Morse. Uraufführung am 9.3.2017

Privates Drama vor Holocaust- Kulisse: Emilie und Oskar Schindler (Katerina Hebelková, Mathias Hausmann) © Christian POGO Zach

Susanne Kittel-May liefert den ersten Bericht von der Uraufführung: So ehrenvoll es für das Gärtnerplatztheater ist, sogar während der Exilzeit zwei Uraufführungen zu produzieren  (die erste war „Liliom“ letzten Herbst), Emilie Schindler hätte ein besseres Libretto verdient. Wenn man schon „echte“ Ereignisse der jüngsten Vergangenheit auf die Bühne bringen will, dann sollte man sie auch sachlich richtig darstellen. Das ist hiernicht der Fall, denn das Libretto wimmelt von schlecht recherchierten Szenen: so zum Beispiel eine, die in Brünnlitz spielt und in der Göbbels Stimme aus dem Radio den Verlust der 6. Armee in Stalingrad und gleich darauf das Kriegsende verkündet. Die Schlacht von Stalingrad endete im Februar 1943 – die Schindler‘sche Fabrik zog aber erst 1944 nach Brünnlitz um. Ein zeitlicher Bruch in der ansonsten linear erzählten Handlung.

Ein anderes Beispiel: Kriegsende war im April – weshalb müssen die Schindlers dann bei besungener Eiseskälte mit dem Zug in die Schweiz fahren? Tatsächlich flohen sie nach Regensburg bevor die nach Argentinien emigrierten. 

Das Libretto von Kenneth Cazan (in Zusammenarbeit mit Morse) ist arg banal und viel zu redselig…

Trotzdem: Heftiger aber kurzer Applaus.

Zum Uraufführungsbericht[4] von Susanne Kittel-May

Michael Koling liefert eine weitere Betrachtung zur Uraufführung: Dass Thomas Morse bisher viel Filmmusik komponiert hat, merkt der interessierte Premierenbesucher beim ersten Hinhören. Die Musik ist spätromantisch, stark tonal, häufig in Molltönen gehalten, immer wieder vom Schlagwerk dominiert. Da und dort sind musikalische Zitate erkennbar, Tristan begleitet die Gespräche beim Essen der Schindlers mit den Offizieren und deren Gattinnen. Wer schrill dissonante Klänge, die dem Sujet zweifellos auch entsprächen, erwartet, wird von der Musik enttäuscht sein; keine Spur von Avantgarde. Aber als ein Komponist, der aus einem verwandten Genre kommt, weiß Morse Bilder in Musik umzusetzen und Spannung zu erzeugen. Nicht nur in der Beziehung des Ehepaares Schindler zueinander, auch in der  Szene der Mühlenbesitzerin Frau von Daubek, die für die Ernährung der Zwangsarbeiter Mehl zur Verfügung stellt und vor allem in der Abschiedsszene von Emilie Schindler und ihrem Hausmädchen Marthe Marker (übrigens die einzige nicht historische Figur; in ihr hat der Autor seiner Großmutter ein Denkmal gesetzt). Der Gefahr, kitschig oder sentimental zu werden, entzieht sich der Komponist durch Anklänge an die Stilistik der Minimal Music. Dass das Orchester im Bühnenhintergrund sitzt, gibt der musikalischen Umsetzung eine besondere Note…

Zum Uraufführungsbericht[5] von Michael Koling

Wiener Staatsoper: „Don Giovanni“ – diesmal im dritten Anlauf mit Albina Shagimuratova als Donna Anna

Karl Masek schreibt:

Gerade im Mozart-Fach brauchte es ja einige Zeit, bis Dominique Meyer Tritt gefasst hat. Gerade die Premieren – Besetzung der auch sonst nicht eben freundlich aufgenommenen Don Giovanni-Inszenierung von Jean-Louis Martinoty war damals eher durchwachsen. Und mir will scheinen, diese Produktion, die auch dem Generalmusikdirektor damals kein besonderes Renommee eingebracht hatte, war der allererste Grund für die schwelende künstlerische Disharmonie zwischen Franz Welser-Möst und Monsieur Meyer…

Mittlerweile ist man wieder, so jedenfalls mein Eindruck, auf bestem Weg, Mozart-Vorstellungen von musikalischer Spitzenqualität anbieten zu können. Als richtig und besonders qualitätsfördernd erweist es sich, so wie in der laufenden Saison, die musikalische Leitung aller Mozart-Opern  einem Routinier im allerbesten Sinne, nämlich Adam Fischer, anzuvertrauen. Er hat im Haus am Ring als Solo-Korrepetitor begonnen, kennt „seinen“ Mozart aus dem Eff-Eff, weiß um Timbre, Technik, Atem, Stärken, Schwächen (und Abendform) der Sänger/innen Bescheid, kann die Balance halten zwischen den Stellen, wo man gestalterisch einzugreifen hat und etwas von Sängern wie Orchester „verlangen kann“ und jenen Momenten, die man laufen lässt…

In dieser dritten Vorstellung war erstmals Albina Shagimuratova dabei, die in den beiden ersten Vorstellungen von Caroline Wenborne gut vertreten wurde:

 Albina Shagimuratova (Donna Anna, Gast): Ein dramatischer Koloratursopran. Samtige Mittellage, darüber dramatische Hochtöne, die ins Spintofach weisen. Koloraturen gerundet, raumfüllend, nie spitz zulaufend. Die nach dem Mord an ihrem Vater, dem Commendatore, immer der Ohnmacht nahe, ständig vom Sterben singende und ihren Dauerverlobten mit der Heirat bis über das Ende der Handlung hinaus vertröstende Donna spielte sie mit vielen Ausdrucksnuancen geschmackvoll, nicht als larmoyante Trauerweide, und sang bei ihrem Wiener Rollendebüt (die ersten beiden Abende musste sie krankheitshalber absagen) die Arien „Or sai“ und „Non mi dir“ so brillant, dass man sagen kann: Da hat sie zur Zeit nicht viel Konkurrenz. Zum Interview mit Albina Shagimuratova[6]

Zum Bericht[7] von Karl Masek

HEUTE Merker-Festkonzert im Stadttheater Walfischgasse

 

Das Konzert im 199 Besucher fassenden, zur Wiener Staatsoper gehörenden Stadttheater Walfischgasse ist ausverkauft. Ich wünsche der Veranstaltung viel Erfolg!

ZUM HEUTIGEN 70er VON ROBERT HOLL

Robert Holl. Foto: Robert Holl.at)

Zum heutigen 70er von Robert Holl hat uns Günther Groissböck aus New York einen Beitrag gesandt, zu lesen ist dieser in unseren heutigen „Infos des Tages“

Von Holl zu Holliger:

Zürich: Uraufführung einer Holliger-Oper in Zürich
 Die erste Inszenierung des Zürcher Opernintendanten Andreas Homoki in der kommenden Spielzeit ist die Uraufführung der Oper «Lunea» von Heinz Holliger. Der Komponist übernimmt persönlich die musikalische Leitung am Pult der Philharmonia Zürich.
Codex flores[8]

Berlin/ „Spreephilharmonie“: Wunderduo DANIEL BARENBOIM & RADU LUPU im dritten Eröffnungskonzert des neuen Konzertsaals

Copyright: Volker Kreidler

Ein ungleiches Brüderpaar bilden die beiden Herren im grauen Haarkranz. Würdevoll betreten sie pünktlich den neuen Pierre Boulez Saal in der Barenboim/Said Akademie in diesem dritten Eröffnungskonzert und werden andächtig begrüßt. Der Saal ist zum Bersten voll, drei Reihen an Stühlen wurden zusätzlich bis an den Rand des Steinway in diesem ovalen Amphitheater aufgestellt. Die Platzsuche gestaltet sich schwierig, das System an Treppen, Blöcken, Reihen und Plätzen ist auch den Saalanweisern noch nicht hinreichend geläufig. 

Zum Bericht[9] von Ingobert Waltenberger

„Konzertgänger in Berlin“
8.3.2017 – Pianissimokraftvoll: Barenboim & Radu Lupu spielen Schubert im Boulezsaal
https://hundert11.wordpress.com/2017/03/09/8-3-2017-pianissimokraftvoll[10]
Berlin
Boulez Saal, die dritte: Ein Horizont für vier Hände
Ein bisschen wie Becketts Wladimir und Estragon: Daniel Barenboims und Radu Lupus großartig präziser Auftritt im Boulez Saal.
Tagesspiegel[11]

Pittsburgh Opera Announces 17-18 Season

 

Pittsburgh Opera Presents World Premiere of THE SUMMER KING
http://www.broadwayworld.com/pittsburgh/article/Pittsburgh-Opera-Presents[12]

Los Angeles: Patricia Racette’s mesmerizing power as Salome in Los Angeles

Patricia Racette. Copyright: Ken Howard
bachtrack[13]

NEU IN UNSERER WEBSEITE: DIE BILDERGALERIE WURDE WIEDERHERGESTELLT

Nach fast zwei Jahren Pause funktioniert unsere BILDERGALERIE[14] wieder. Das Problem war, dass die Galerie extern ist und Google gehört. Wir könnten uns ein derartiges Datenvolumen nicht leisten. Die Google-Leute ändern ohne Voranmeldung ganz wild drauf los – und irgenwann ist dann bei uns das Chaos ausgebrochen und wir haben resigniert, mehr als zwei Jahre lang

Nun hat unsere Webmasterin Sonja Haag die Galerie wieder instandgesetzt und halbwegs geordnet.

16o ALBEN mit teilweise über 200 Fotos pro Album, die Fotogalerie umfasst also mehrere Tausend Fotos. Stöbern Sie in der Galerie – und wenn Sie Ihnen gefällt, dann senden Sie uns bitte eine kleine Spende. Sie täten ein gutes Werk.  Da wir monatlich zusätzlich zu den Fixkosten über 400 Euro an die APA überweisen müssen, habe ich diese Instandsetzung aus der Privatschatulle bezahlt. Denn das Chaos in dieser Fotogalerie konnte ich schon nicht mehr mitansehen. A.C.

Zur Bildergalerie[15]

Filme der Woche:

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[16]

Man nannte sie „Silberne Dame“, Dichter wie Peter Altenberg und Franz Theodor Csokor lagen ihr wohl nicht nur metaphorisch zu Füßen, und Adolf Loos, als Architekt eine der bekanntesten Persönlichkeiten des künstlerischen Wien um 1900, bestand darauf, sie zu heiraten: Jene „Kaffeesiederstochter“ Lina, die noch den unromantischen Familiennamen „Obertimpfler“ trug und als eines der schönsten Mädchen von Wien galt: Das sprach sich in diesen Kreisen, den Kaffeehaus- und Gesellschaftskreisen, herum.

Dass man Lina Loos (1882-1950) heute keinesfalls mehr wahrnehmen würde, hätte sie nicht Adolf Loos geheiratet – das war wohl die Tragödie einer jungen Frau, die ein modernes, selbstbestimmtes Leben führen wollte. Nach der Ehe mit Loos – der „Moderne“ mit den altmodischen Lebensformen – , in der sie sich eingeschlossen fühlte, hat sie sich als Schauspielerin und Autorin versucht, aber trotz aller Bemühungen, ihren eigenen künstlerischen Nachruhm zu sichern, ist das wohl nicht gelungen…

Fußball: Die UEFA ermittelt gegen den deutschen Schiedsrichter Deniz Aytekin.


Deniz Aytekin. Foto: UEFA. Hauptberuflich ist Aytekin Betriebswirt und Unternehmer, gleichzeitig Geschäftsführer mehrerer Beratungsunternehmen

Ziemlich einhellige Meinung neutraler Fußballfans:

So viel Hilfe für Barca ist nicht normal – einen klaren Elfmeter für PSG nicht gegeben, dafür zumindest einen Elfmeter Barca geschenkt – 2 Rote Karten wegen Torraub und „Schwalbe“ (zweimal Neymar) für Barca Spieler nicht gegeben – 5 Minuten Nachspielzeit obwohl es außer den üblichen Wechseln keine längere Unterbrechungen gab!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Stuttgarter Nachrichten: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fz-fotografin-in-muenchen-tragische-oper-auf-der-buehne-in-muenchen.3cf241ba-8359-48d7-99cc-72c2f2f210cd.html
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15171/jonas-kaufmann-ich-habe-kein-bisschen-nervositaet/
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15170/jonas-kaufmann-befuerchtet-prekaere-situation-fuer-bayerische-staatsoper/
  4. Zum Uraufführungsbericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-reithallegaertnerplatz-produktion-frau-schindler-keine-angst-vor-kitsch-urauffuehrung
  5. Zum Uraufführungsbericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-reithalle-frau-schindler-von-thomas-morse-urauffuehrung
  6. Zum Interview mit Albina Shagimuratova: http://der-neue-merker.eu/albina-shagimuratova-koloratursopran-mit-tartarischen-wurzeln
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-giovanni-ein-plaedoyer-fuer-das-ensemble
  8. Codex flores: http://www.codexflores.ch/index.php/component/content/article/2-nachrichten/3157-urauffuehrung-einer-holliger-oper-in-zuerich
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-pierre-boulez-saal-schubert-klaviermusik-zu-vier-haenden-daniel-barenboim-radu-lupu
  10. https://hundert11.wordpress.com/2017/03/09/8-3-2017-pianissimokraftvoll: https://hundert11.wordpress.com/2017/03/09/8-3-2017-pianissimokraftvoll
  11. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/boulez-saal-die-dritte-ein-horizont-fuer-vier-haende/19496282.html
  12. http://www.broadwayworld.com/pittsburgh/article/Pittsburgh-Opera-Presents: http://www.broadwayworld.com/pittsburgh/article/Pittsburgh-Opera-Presents
  13. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-salome-racette-tomasson-conlon-los-angeles-march-2017
  14. BILDERGALERIE: http://der-neue-merker.eu/bildergalerie
  15. Zur Bildergalerie: http://der-neue-merker.eu/bildergalerie
  16. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-maerz-2017


9. MÄRZ 2017

by ac | 9. März 2017 08:34

Wiener Staatsoper: Schuberts „Winterreise“ mit Goerne/ Hinterhäuser. Foto: Wiener Staatsoper/ Ashley Taylor

Kurzfristig für den erkrankten Dmitri Hvorostovsky eingesprungen, gestaltete Goerne mit dem Pianisten und Salzburg-Intendanten Markus Hinterhäuser in der Wiener Staatsoper Schuberts Liedzyklus jenseits aller ausgetretenen Pfade der Romantik oder gar der Sentimentalität, reduziert auf das Wesentliche, verdichtet und fein gestaltet zu einer Reihe von packenden Minidramen. Eingespielt sind sie aufeinander, haben sie die „Winterreise“ doch 2014 bei den Wiener Festwochen gemeinsam in einer szenischen Produktion erarbeitet. Doch ihre Interpretation funktioniert auch ohne Bebilderung, wird vielleicht noch dringlicher… (Quelle: „Wiener Zeitung“)

Wien/ Staatsoper: Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser bereisten Schuberts „Winterreise“
Wiener Zeitung[1]

Merker-Eigenbericht haben wir keinen anzubieten, deshalb weiß ich auch nicht, wie viele Besucher vom Kartenrückgaberecht (tausche Hvorostovsky gegen Goerne) Gebrauch gemacht haben. Gerade das würde mich aber interessieren

Es gab eine „Beschwerde“ wegen fehlender „eigener“ Berichterstattung über dieses Solistenkonzert. Dazu ist zu sagen, dass der „Online-Merker“ keine Pressekarten bekommt – für keine Vorstellung – auch nicht für Premieren. Die Mitarbeiter müssen die Karte selbst bezahlen – und wenn das eben niemand macht, dann gibt es keine Berichterstattung. Wir können es uns nicht leisten, den Mitarbeitern die Karten zu bezahlen!

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: ANDREA CHENIER. Fotos online

Zu den Fotos/ Stuttgarter Nachrichten[2]

Heute Uraufführung in München/ Reithalle/ Gärtnerplatzproduktion: „Frau Schindler“

Ein Leben in Gefahr: Katerina Hebelková (Emilie Schindler) verhandelt mit einem deutschen Soldaten. Foto: Christian POGO Zach

München/ Gärtnerplatztheater
Thomas Morse über seine Oper „Frau Schindler“
Am Donnerstag wird die Oper „Frau Schindler“ vom Gärtnerplatz in der Reithalle uraufgeführt
Münchner Abendzeitung[3]
Oskars Schindlers Frau wird Opernstoff
München – Mit „Schindlers Liste“ setzte Steven Spielberg 1993 Oskar Schindler ein filmisches Denkmal. Kaum Erwähnung findet dabei Emilie Schindler, die mit ihrem Mann 1200 jüdische Zwangsarbeiter rettete. Ihre Geschichte erzählt der Komponist Thomas Morse in seiner ersten Oper, „Frau Schindler“, die das Gärtnerplatztheater nun in der Münchner Reithalle uraufführt. Wir trafen den US-Amerikaner zum Gespräch
Münchner Merkur[4]

Über diese Uraufführung wird Michael Koling morgen berichten.

AKTUELL IN UNSERER WEBSEITE: DIE JUBILÄEN MÄRZ 2017 SIND ONLINE

Zu den Jubiläen[5]

GEBURTSTAGE

10.3. Robert HOLL wird 70

Robert Holl als Hans Sachs in Bayreuth

Zu den Jubiläen[5]

NEU IN UNSERER WEBSEITE: DIE BILDERGALERIE WURDE WIEDERHERGESTELLT

Nach fast zwei Jahren Pause funktioniert unsere BILDERGALERIE[6] wieder. Das Problem war, dass die Galerie extern ist und Google gehört. Wir könnten uns ein derartiges Datenvolumen nicht leisten. Die Google-Leute ändern ohne Voranmeldung ganz wild drauf los – und irgenwann ist dann bei uns das Chaos ausgebrochen und wir haben resigniert, mehr als zwei Jahre lang

Nun hat unsere Webmasterin Sonja Haag die Galerie wieder instandgesetzt und halbwegs geordnet.

16o ALBEN mit teilweise über 200 Fotos pro Album, die Fotogalerie umfasst also mehrere Tausend Fotos. Stöbern Sie in der Galerie – und wenn Sie Ihnen gefällt, dann senden Sie uns bitte eine kleine Spende. Sie täten ein gutes Werk.  Da wir monatlich zusätzlich zu den Fixkosten über 400 Euro an die APA überweisen müssen, habe ich diese Instandsetzung aus der Privatschatulle bezahlt. Denn das Chaos in dieser Fotogalerie konnte ich schon nicht mehr mitansehen. A.C.

Zur Bildergalerie[7]

Zum Pay Pal-Konto[8]

Gute Nachrichten gibt es vom „Merker-Festkonzert“: Das Konzert in der Walfischgasse (morgen, 10.3.) ist ausverkauft, es gibt bereits eine Warteliste

Natürlich wird es noch die eine odere andere Restkarte geben, aber ich rate Ihnen, nicht auf „Gut Glück“ in die Walfischgasse zu kommen. Falls Sie noch keine Karte haben, rufen Sie bitte vorher beim Merker-Verein und fragen Sie nach. Aber bitte nicht bei mir anrufen, ich bin nicht der „Merker-Verein“.

Soviel ich gehört habe, kommen auch die „Seitenblicke“. Es soll Leute geben, die sich vor Events extra erkundigen, ob denn auch die „Seitenblicke“ dabei sind und ihr Erscheinen davon abhängig machen.

Alban Bergs «Wozzeck» an der Oper Genf: Tod im Tümpel
Alban Bergs Jahrhundert-Oper «Wozzeck», in Szene gesetzt mit naturalistischen Mitteln – geht das überhaupt? An der Oper Genf wagt David McVicar ein ungewöhnliches Experiment
Neue Zürcher Zeitung[9]

Dirigentin Alondra de la Parra: „Das Scheitern hat mich unheimlich motiviert“

Alondra de la Parra. Foto: Cicero Rodrigues

Frauen am Dirigentenpult sind selten – immer noch. Aber auf die wenigen, die es gibt, schaut das Publikum besonders genau. Die gebürtige Mexikanerin Alondra de la Parra, die mittlerweile in New York wohnt, probt derzeit mit den Bamberger Symphonikern Werke von Schostakowitsch und Tschaikowsky. Warum damit für sie ein Traum in Erfüllung geht, verrät die 36-Jährige im Interview mit BR-KLASSIK.
BR-Klassik[10]

Keine „überflüssige, zutiefst ärgerliche, dilettantische Gutmenschenveranstaltung zur höheren Ehre des Heiligen Multikulturalismus unter grösstmöglichen zynisch-moralischen Missbrauchs des Elends und Leidens armer Einwanderer !“

Was in dieser Richtung an deutschen und österreichischen Theatern passiert ist und noch immer passiert, ist oft genug peinlich. Wenn es einmal nicht peinlich ist, dann verdient es eine Erwähnung:

PALERMO/ Teatro Biondo: IL FLAUTO MAGICO SECONDO L’ORCHESTRA DI PIAZZA VITTORIO

 Die Piazza Vittorio ist ein grosser, belebter, heruntergekommener Gründerzeit-Platz in der Nähe des Römischen Hauptbahnhofs Termini, um den herum hauptsächlich Immigranten aus aller Herren Länder leben.

Copyright: Teatro Biondo

Wenn man nun also hört, dass es da ein Orchestra di Piazza Vittorio gibt, das gedenkt, Mozarts Zauberflöte aufzuführen, wird man sofort von wohl begründeten Ängsten geschüttelt: Nein, um Gottes Willen, nicht noch so eine überflüssige, zutiefst ärgerliche, dilettantische Gutmenschenveranstaltung zur höheren Ehre des Heiligen Multikulturalismus unter grösstmöglichen zynisch-moralischen Missbrauchs des Elends und Leidens armer Einwanderer ! (Und man hat ja schon viiiele solcher Veranstaltungen gesehen, gerade auch hier im Palermitaner Teatro Biondo – z.B. über die in Lampedusa gestrandeten Bootsflüchtlinge)

Aber sobald die Musiker die Bühne betreten und die ersten Töne erklingen, ist man sofort gefesselt und sofort (freudig) gezwungen, seine diesbezüglichen Ängste und Vorurteile zu revidieren...

Zum Bericht[11] von Robert Quitta

Filme der Woche

FilmPlakat  Moonlight~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[12]

Die Zeiten ändern sich, manchmal sogar zum Besseren. Früher wäre ein Film wie „Moonlight“ irgendwo in Independent Filmhäusern gelaufen und hätte kaum Beachtung gefunden. Heute bekommt er wichtige „Oscars“, voran für den „Besten Film“, dazu noch den besten Nebendarsteller und das beste adaptierte Drehbuch. Starke Anerkennung für eine Geschichte, die man heute für erzählenswert hält.

Ein Randschicksal, das vielleicht gar nicht so untypisch ist. Wer fragt sich schon, wie kleine schwarze Jungen, die vom Leben so eindeutig benachteiligt sind, aufwachsen müssen und was dann aus ihnen werden kann? Der 37jährige  farbige Regisseur Barry Jenkins, der mit „Moonlight“ seinen ersten „richtigen“ Spielfilm vorlegt, hat das (nie aufgeführte) Theaterstück „In Moonlight Black Boys Look Blue“ von Tarell Alvin McCraney auf die Leinwand gebracht und die Teilung in „drei Akte“ als drei Lebensstationen seines Helden beibehalten. Es ist, ähnlich wie bei „Fences“, ein Film, dessen Theaterdramaturgie man auch im Setzen der Effekte zwar genau merkt, aber es sind die Figuren, auf die man sich einlässt und die funktionieren…

...Barry Jenkins erreicht, dass auch ein „weißes“ Publikum mit einem schwarzen Jungen mitlebt und mitfühlt, den man auf der Straße vielleicht keines Blickes würdigen würde. Und das ist doch ein Fortschritt…

Das ist der „Film des Jahres“ – weil „Oscar-gekrönt. „Arm, schwarz, schwul“ – das ist ein Mix, mit dem man gar nicht scheitern konnte. Wohl gerade deswegen hat Warren Beatty so ungläubig geschaut, als La-la-Land auf dem Zettel stand!

Fußball: Das Wunder von Barcelona

 

 

Vorweg, der Fußballclub Paris Saint- Germaine ist mir so wurscht, wie mir nur irgend etwas wurscht sein kann. Als ehemaliger Fußballschiedsrichter bin ich jedoch stets auf Seite der „Wahrheit“. Barcelona hatte ein 0:4 aufzuholen und hat das mit einem 6:1 Sieg geschafft. Das war gestern eine unglaubliche Leistung der katalanischen Mannschaft  – und dennoch bedurfte es massiver deutscher Mithilfe. Der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin hat im Hexenkessel von Barcelona mit so voller Hose gepfiffen, dass es im Stadion gestunken haben muss. Fremdschämen ist bei mir angesagt – aber ich habe natürlich leicht reden. Einem derartigen Druck (Millionengeschäft) war ich nie ausgesetzt!

Zum Glück habe ich nicht auf Paris gewettet, nach dem 4:0 im Hinspiel war die Gewinn-Quote geradezu lächerlich. Darüber bin ich natürlich froh! Leider habe ich aber auch nicht auf Barcelona gesetzt, denn es schien mir finanziell fahrlässig. Ich Idiot – ich könnte mich selbst abwatschen! Zu meiner Rechtfertigung mir selbst gegenüber: Mit Herrn Aytekin habe ich nicht gerechnet!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/878279_Im-Schattenreich-der-Seele.html?em_view
  2. Zu den Fotos/ Stuttgarter Nachrichten: https://deref-gmx.net/mail/client/Pm-V5jSU92s/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.stuttgarter-nachrichten.de%2Finhalt.fz-fotografin-in-muenchen-tragische-oper-auf-der-buehne-in-muenchen.3cf241ba-8359-48d7-99cc-72c2f2f210cd.html
  3. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gaertnerplatztheater-thomas-morse-ueber-seine-oper-frau-schindler.33a6726d-e05f-4921-a6aa-51043264ee06.html
  4. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/interview-mit-thomas-morse-dessen-oper-frau-schindler-vom-gaertnerplatztheater-uraufgefuehrt-wird-7568098.html
  5. Zu den Jubiläen: http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  6. BILDERGALERIE: http://der-neue-merker.eu/bildergalerie
  7. Zur Bildergalerie: http://der-neue-merker.eu/bildergalerie
  8. Zum Pay Pal-Konto: http://www.der-neue-merker.eu/ihre-spende
  9. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/alban-bergs-wozzeck-an-der-oper-genf-tod-im-tuempel-ld.149838
  10. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/alondra-de-la-parra-dirigentin-bamberger-symphoniker-interview-100.html
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/palermo-teatro-biondo-il-flauto-magico-secondo-lorchestra-di-piazza-vittorio
  12. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-maerz-2017


8. MÄRZ 2017

by ac | 8. März 2017 09:04

mer
Freitag Festkonzert „60 Jahre Merker“ im Stadttheater Walfischgasse

Der Heft-Merker besteht seit 60 Jahren. Ich bin kein Historiker und schon gar kein Merker-Historiker, aber mir wurde gesagt, dass die Gründungsversammlung im Cafe Gatterhölzl in Wien-Meidling (das ist beim Schönbrunn-Eingang zur Gloriette, dort wo die Brücke über die Grünbergstraße führt) stattgefunden hat. Heute residiert der Heft-Merker von Floridsdorf aus, der „Online-Merker“ hat seinen Sitz hingegen wieder in Meidling. Vom Ort, an dem dieser Tageskommentar entsteht bis zum Ort der Gründungsversammlung sind es fünf „Laufminuten“, das weiß ich deshalb so genau, weil ich in (weit) besseren Zeiten von meiner Wiener Wohnung aus um 6 h früh um die Gloriette gelaufen bin. Um 6 h hat der Portier das Tor geöffnet, also bin ich sechs Minuten vor 6 h gestartet und nach 5 Minuten am Standort des früheren Cafe Gatterhölzl vorbeigelaufen. Lang ist es her, von laufen kann nun keine Rede mehr sein!

Freitag wird nun in der Walfischgasse 60 Jahre Merker gefeiert. Ich selbst bin verhindert (es ist auch eine Heft-Angelegenheit und ich schmücke mich nicht mit fremden Federn), aber der Besuch sei angeraten. Am Freitag werde ich Sie nochmals daran erinnern.

Am Freitag geht auch die neueste Ausgabe des Heftes in den Versand an die Abonnenten, Sie bekommen den „Merker“ aber auch im Arcadia-Shop in der Staatsoper. Unsere Freundin Esther Hatzi verkauft ihn in den Pausen der Vorstellungen vor dem Mahler-Saal.

Infos über Heft-Bestellungen[1]

Die Wiener Staatsoper zum Tod von Alberto Zedda

Bildergebnis für trauer

Die Wiener Staatsoper trauert um den Dirigenten Alberto Zedda, der am 6. März 2017 89jährig in Pesaro verstorben ist.

Im Haus am Ring debütierte er am 29. April 1984 mit La cenerentola und leitete hier bis zu seiner letzten Vorstellung am 21. April 1990 mit Il barbiere di Siviglia insgesamt 47 Abende, darunter auch Aufführungen von Falstaff, I Capuleti e i Montecchi, La Bohème, La traviata und Lucia di Lammermoor.

Der 1928 in Mailand geborene Alberto Zedda galt als Spezialist für die Werke Rossinis und war im Laufe seiner Karriere u. a. künstlerischer Leiter des Rossini Opera Festivals und musikalischer Direktor des Festival della Valle d’Itria; weitere Stationen seiner internationalen Karriere führten ihn u. a. an die Deutsche Oper Berlin, die New York City Opera, nach London, Paris, Bordeaux. In seiner Tätigkeit als Musikwissenschaftler war er u. a. Mitherausgeber der historisch-kritischen Rossini-Neuedition.

Auch zum Tod von Kurt Moll gibt es weitere Nachrufe und auch ein Video mit einem Interview Molls mit August Everding aus 1995.

Zum Interview[2]

Eine Paraderolle von Kurt Moll war der „Ochs“ im „Rosenkavalier“.  Einer seiner Bass-Nachfolger, Günther Groissböck, ist derzeit in New York, auch für Proben zum Met-Ereignis „Rosenkavalier mit Fleming, Garanca und Groissböck“ und beschreibt in unseren „Infos des Tages“, wie die Nachricht vom Tod Kurt Molls in New York aufgenommen wurde.

Heute wird „Turandot“ aus der Wiener Staatsoper gestreamt.  Der Einstieg erfolgt über die Website der Wiener Staatsoper bei Culturall. Wenn Sie kein Monatsabo um 17 Euro haben, kostet der Einzelstream 14 Euronen.

Musikverein für Steiermark/ GRAZ: ABSAGE HEUTIGES KONZERT

Das für HEUTE,  08.03.2017 geplante Kammerkonzert mit dem Trio Maisky muss wegen einer Erkrankung leider verschoben werden.
Ein Ersatztermin wird ehestmöglich bekannt gegeben! Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie an der Konzertkasse unter 0316/82 24 55.

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

DRESDEN/ Semperoper: OTELLO am 5.3.2017

Der Todesengel
Sophia Pintzou (Todesengel), Andrzej Dobber (Jago). Copyright: Monika Forster

Einem Zufall in der Reiseplanung war der Besuch in der Semperoper geschuldet, die Erinnerung an einen Otello vor rund einem Jahrzehnt an diesem Ort wurde wach, wobei in der Titelrolle als auch in der Rolle des Jago die identen Sänger von damals wieder zu sehen waren. Und eine gewisse Vera Nemirova ihren Otello als Bademeister in einem Seebad auftreten ließ, der sich zur librettogemäßen Belauschung Cassios in einem Getränkeautomaten verstecken musste. Statt der feindlichen Türken bevölkerten Scharen von dodeligen Touristen den Strand. Schwamm drüber über diese unsägliche Regiearbeit

Auch damals schon war es eine schwere Aufgabe für Stephen Gould, sich derart kurios zu verstecken und damals auch noch eine schwerere Aufgabe  für Andrzej Dobber, die Intrige baritonal ins Rollen zu bringen – wenn man den damaligen Kritiken vertrauen kann. Inzwischen haben sich nach vielen Elbehochwässern die Salzburger Osterfestspiele für einen neuen Otello zur Zusammenarbeit mit Dresden gefunden…

Zum Bericht[3] von Peter Skorepa

PALERMO/ Teatro Massimo: NORMA am 25.2.2017

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„Norma“ in Palermo: Musikalisch ein Fest, optisch nicht zum Anschauen. Copyright: Teatro Massimo Palermo

Insofern hätte man sich ausschliesslich im siebten Himmel gewähnt – wenn, ja wenn da nicht auch noch der optische Aspekt gewesen wäre. Das gestrickte, gehäkelte und geflochtene Textil-Bühnenbild sah aus, als hätte es eine künstlerisch ambitionierte Handarbeitslehrerin in ihrer Freizeit verbrochen. Die Kostüme waren einfach nur unpassend, unvorteilhaft und scheusslich. Und die Inszenierung insgesamt wirkte wie eine verunglückte Kontakttheater-Improvisation für eine Kinderspiel-Truppe. Ein einziges Desaster. Nicht zum Anschauen.

Mit geschlossenen Augen hingegen befand man sich während dieser Aufführung für mehrere Stunden im musikalischen Olymp. Immerhin !

Zum Bericht[4] von Robert Quitta

WIEN / Musikverein / Großer Saal: Tschaikowskij-Symphonieorchester Moskau,
Dirigent: Vladimir Fedosejev Tschaikowskij:  „Undina“, Tschaikowskij:   Suite aus dem Ballett „Schwanensee”

Moskauer Orchester~1
Foto: Renate Wagner

Das hört man nicht alle Tage – eine wieder entdeckte Tschaikowskij-Oper, zumindest in jenen Teilen wieder belebt, die von der Wissenschaft gefunden werden konnten. Als man zum 175. Geburtstag des Komponisten 2015 eine Kritische Gesamtausgabe seiner Werke herausbrachte, an welcher der Dirigent Vladimir Fedosejev führend beteiligt war, schlug endgültig die Stunde der Wiederentdeckung von „Undina“, der zweiten Oper Tschaikowskijs…

Zum Bericht[5] von Renate Wagner

Wien/ Kammeroper: „283 Jahre altes Recyclingprodukt“
Das Theater in der Wien hat in der Kammeroper ein Opernpasticcio von Georg Friedrich Händel auf den Spielplan gesetzt: „Oreste“ erzählt von den Abenteuern des Agamemnon-Sprosses auf Tauris.
http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/aoreste.htm[6]
Ambivalenz des Singens
Die Kammeroper zeigt Händels „Oreste“ – als Flüchtlingsschicksal.
Wiener Zeitung[7]

Hamburg
Wenn Sänger in letzter Sekunde einspringen müssen
Sänger und Schauspieler sind heiser, Tänzer verstauchen sich den Fuß: Einspringen ist Alltag an den Bühnen der Stadt.
Hamburger Abendblatt[8]

Das ist nicht nur in Hamburg so, sondern überall. Sogar im Merker-Kunstsalon muss manchmal umbesetzt werden. Möge das Merker-Festkonzert davon verschont bleiben, so wirklich glauben kann ich es freilich nicht.

Weimar: Nationaltheater plant sieben Opernpremieren
Das Deutsche Nationaltheater Weimar plant für die Saison 2017/18 im Musiktheater sieben Premieren, darunter zwei Uraufführungen. Die Staatskapelle Weimar gibt zehn Sinfonie- und mehrere Sonderkonzerte. Das teilten Generalintendant Hasko Weber und Chefdirigent Kirill Karabits am Dienstag in Weimar mit.
Musik heute[9]

Hackney Empire, London: Tosca review – ETO’s uneven new staging comes alive in the pit

A keen sense of textual and vocal expression … Paula Sides as Tosca with Craig Smith as a saturnine Scarpia.
A keen sense of textual and vocal expression … Paula Sides as Tosca with Craig Smith as a saturnine Scarpia. Photograph: Richard Hubert Smith

Puccini’s political thriller needs greater visual impact but the vocal performances are strong and English Touring Opera’s orchestra, under Michael Rosewell, is alert to the melodrama

Tosca review – ETO’s uneven new staging comes alive in the pit
The Guardian[10]

English Touring Opera Spring 2017: a disappointing Tosca
http://www.operatoday.com/content/2017/03/english_touring.php[11]

HEUTE ist Internationaler Frauentag

pen

Filme der Woche:

FilmPlakat  Skull Island~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[12]

Schon wieder King Kong? Natürlich wieder King Kong! Der ist doch ein King des Kinos, von Zeit zu Zeit verträgt der überdimensionale Affe ein Revival, zumal die Computertricks ja immer exzentrischer werden. Filmemacher wie Jordan Vogt-Roberts verstehen ihr technisches Handwerk (auch wenn er bisher „nur“ Fernsehen gemacht hat). Ein bisschen dürftig ist, wie so oft, nur das Drehbuch, aber letztendlich wartet man ja nur auf den riesigen Affenkönig (oft genug in voller Figur zu sehen und offenbar ein Weibchen, denn von Genitalien ist keine Rede…).

Wie üblich gibt es einen Prolog, dessen Sinn man erst viel später begreift: 1944, Krieg im Südpazifik, erst landet ein amerikanischer Soldat per Fallschirm auf einer wunderschönen, offenbar verlassenen Insel, wenig später ein tut ein japanischer Soldat dasselbe. Die beiden stürzen auf einander los, aber bevor sie dazu kommen, einander in die ewigen Jagdgründe zu schicken, erhebt sich ein haariger Riesenkopf über dem Rand eines Abgrunds… früher Auftritt von King Kong.

Die weitere Handlung spielt dreißig Jahre danach, in den frühen siebziger Jahren, reine Nostalgie für den heutigen Betrachter,  wenn man über das damalige Equipment (seinerzeit das allerneueste) lächelt…

Politik – unkommentiert:

Österreich: Austro-Türken beugen sich Auftrittsverbot
Wenn von Sobotka vorbereitetes Gesetz gegen türkischen Wahlkampf in Österreich kommt, will sich die UETD daran halten
Volksblatt[13]

Deutschland: Schulz-Effekt lässt nach
Volksblatt[14]

Ich wünsche einen schönen Tag. Wie ich gehört habe, kommt ( bei uns in Ö morgen?) der große Regen!

A.C

  1. Infos über Heft-Bestellungen: http://der-neue-merker.eu/bestellen
  2. Zum Interview: https://youtu.be/kOd1SalLcvs
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/dresden-semperoper-giuseppe-verdi-otello
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/palermo-teatro-massimo-norma
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-musikverein-tschaikowskij-undina-schwanensee-suite
  6. http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/aoreste.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/aoreste.htm
  7. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/878087_Ambivalenz-des-Siegens.html?em_view
  8. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209853581/Wenn-Saenger-in-letzter-Sekunde-einspringen-muessen.html
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15154/nationaltheater-weimar-plant-sieben-opernpremieren/
  10. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/mar/06/tosca-review-english-touring-opera-blanche-mcintyre-michael-rosewell
  11. http://www.operatoday.com/content/2017/03/english_touring.php: http://www.operatoday.com/content/2017/03/english_touring.php
  12. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  13. Volksblatt: http://www.volksblatt.at/politik/austro_tuerken_beugen_sich_auftrittsverbot_08032017/
  14. Volksblatt: http://www.volksblatt.at/politik/apa_news/?tx_posapaxmlimport_pinews%5Buid%5D=157689

Source URL: http://der-neue-merker.eu/8-maerz-2017


7. MÄRZ 2017

by ac | 7. März 2017 08:17

Kurt Moll ist gestorben. Foto: Youtube

Vergangenen Sonntag ist einer der ganz Grossen der so zahlreichen Riege der grossen deutschen Bassisten gestorben – Kurt Moll. Er wurde am 11. April 1938 in Buir bei Kerpen (Nordrhein-Westfalen) geboren und begann Ende der 1950er-Jahre seine Sängerlaufbahn an der Kölner Oper. Bereits 1967 wurde er nach Bayreuth (2. Gralsritter) engagiert, wo später u.a.den König Marke, den Pogner und den Rheingold-Fafner sang. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1970 als Sarastro bei den Salzburger Festspielen. Danach war er regelmäiger Gast des Festivals. Von 1971 bis 1974 war er der Osmin in der legendären Strehler-Inszenierung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und 1978 erstmals der Baron Ochs im „Rosenkavalier“. Diese Rolle sollte zu einer seiner berühmtesten werden. 1980 und 1981 engagierte ihn Herbert von Karajan als Gurnemanz für seine Osterfestspielproduktion von Wagners „Parsifal“. Es folgten dann noch 1982 und 1983 der Daland im „Fliegenden Holländer“ und 1984 der König Heinrich im „Lohengrin“. 1983, als sich Karajan entschloss, nochmals die legendäre „Rosenkavalier“-Produktion in den Dekorationen von Teo Otto aus dem Jahr 1960 ins Festspielprogramm aufzunehmen, war er wieder der Ochs.

In Wien debutierte er am 29.10.1972 als Gurnemanz und sang dann an 130 Abenden praktisch alle grossen Wagner-Partien sowie den Sarastro und den Osmin, aber unter anderem auch den Pimen im „Boris“ und den Rocco im „Fidelio“. Am häufigsten trat er allerdings als Ochs auf, nämlich 31 mal, so auch in der Vorstellungsserie unter Carlos Kleiber im Jahre 1994

Nur mit dem „Safensiader“ im 3. Akt hatte er seine liebe Not und es war direkt rührend zu beobachten, wie er fast in jeder Vorstellung einen „Anlauf“ nahm, um das für einen Nichtwiener offenbar unaussprechliche Wort doch einmal hinzubringen.     (Ausführlicher in unseren heutigen „Infos des Tages“ /Heinrich Schramm-Schiessl)

Wenn Sie kein Wiener sind, dann probieren Sie „Safensiader“ gar nicht. Glauben Sie mir, Sie bekommen das nicht hin! „Seifensieder“, das ist nicht wienerisch!

Eine weitere Würdigung:

Mit der „Stimme Gottvaters“ wurde sein tiefer, schwereloser Bass mehr als einmal verglichen. 45 Jahre blieb Moll seinem Publikum in der bayerischen Landeshauptstadt treu, bevor er sich 2006 verabschiedete. Nicht mit einer großen, tragenden Rolle. Sondern als Nachtwächter mit dem frommen Wunsch: „Hört, ihr Leut, und lasst euch sagen, die Glock hat elfe geschlagen: Bewahrt euch vor Gespenstern und Spuk, dass kein böser Geist eu’r Seel beruck! Lobet Gott, den Herrn!“ (Quelle: „Die Welt“)

NEU: Auch Dirigent Alberto Zedda gestorben!

Wiener Staatsoper: Heute Solistenkonzert Matthias Goerne (an Stelle von Dmitry Hvorostovsky)

m Solistenkonzert am 7. März 2017 an der Wiener Staatsoper werden Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser  gemeinsam Franz Schuberts „Winterreise“ interpretieren. Der deutsche Bariton Matthias Goerne steht dann ab 12. März als Kurwenal in Tristan und Isolde auf der Staatsopernbühne.

Restkarten zwischen 7,- und 62,- Euro sind an allen Kassen der Bundestheater sowie online erhältlich.

Es war sicher nicht einfach, kurzfristig einen Ersatz für dieses geplante Hvorostovsky-Solistenkonzert zu finden. Hvorostovsky- Fans werden trotzdem nicht zufrieden sein, eine Absage kam jedoch deshalb nicht in Frage, weil die Konzerte im Abo angeboten werden.

Wie viele Besucher vom Karten-Rückgabe-Recht Gebrauch gemacht haben, weiß ich nicht. Also bleibt zu hoffen, dass die Staatsoper heute halbwegs ausgelastet ist. Selbst die Wiener Staatsoper ist nicht die Elbphilharmonie: Dort können „die Putzfrauen auf dem Kamm blasen“ (Originalzitat Christoph Lieben-Seutter) und die Bude ist voll!

Wien/ Kammeroper: „Oreste“ von G.F.Händel (6.3.)


Frederikke Kampmann. Copyright: Barbara Zeininger

Aus dem Premierenbericht von Renate Wagner: Man hat dankenswerterweise in Wien in den letzten Jahren viel Händel gesehen, aber ein „Oreste“ war eigentlich kein Begriff. Es ist ja auch kein richtiger Händel, oder doch, wie man es nimmt: Ein so genanntes „Pasticcio“, das heißt, aus Musikstücken des Meister zusammen gestoppelt (in diesem Sinn ist auch „Wiener Blut“ ein „Pasticcio“, und, wie das Programmheft vermerkt, auch „Ich war noch niemals in New York“ nach Udo Jürgens… aber das nur in Parenthese, nicht als wertender Vergleich…). Händel hatte in London 1734 für Covent Garden drei Opern zu liefern, selbst ein genialer Vielschreiber wie er konnte das nicht schaffen, also wurde der „Oreste“ zu vorhandenen Arien aus früheren Werken (bei veränderten Texten) kompiliert. Es ist wohl nicht, wie der Werbetext des Theaters an der Wien meint, eines der „dramaturgisch besten Opernlibretti, die Händel je vertont hat“.

Eine Atriden-Geschichte, eigentlich jene, die man von Goethe als „Iphigenie auf Tauris“ kennt, vier Personen sind dieselben, Orest, seine Schwester Iphigenie, Pylades (der hier allerdings nicht mit Orest kommt) und König Thoas, der in der Händel-Oper Toante heißt. Dazu gesellen sich noch Ermione, Orests Gattin, die ihm mit Pylades nachreist und ihn auf Tauris findet, und Filotete, ein Krieger des Toante, der am Ende durch seinen Gesinnungswechsel (und Treueverrat, was übrigens dramaturgisch einfach überraschend hingestellt wird) das Happyend für Orest und die Seinen ermöglicht…

Zum Premierenbericht[1] von Renate Wagner

weitere 70 Fotos aus dieser Produktion (Barbara Zeininger)[2]

WIEN/ Staatsoper: DON GIOVANNI – eine große Ensembleleistung – 5.3.2014


Adam Plachetka. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[3] von Elena Habermann

NAPOLI/ NEAPEL: CHARODEJKA von Pjotr Iljitsch Tschaikovsky am 24.2.2017

Marija Bajakina. Copyright: Teatro San Carlo

Tschaikovsky hielt sie fúr seine beste Oper, die Nachwelt schloss sich seinem Urteil nicht unbedingt an. Woran das gelegen haben mag ? Vielleicht daran, dass die CHARODEJKA (auf deutsch etwa Zauberin, Verfúhrerin oder gar Hexe) ein äusserst kühnes Werk ist : mit einer Hauptperson, die nicht unbedingt eine Sympathieträgerin ist und vier Akten, die sich in Form und Stil so fundamental unterscheiden wie sonst nur vier Sätze einer Symphonie.

Aber vielleicht ist ja jetzt gerade aufgrund ihres „Avantgardismuses“ und ihrer „Modernität“ die Zeit der „Zauberin“ gekommen. Anlässlich der äusserst mutigen und verdienstvollen Aufführungsserie am Teatro San Carlo in Neapel (in Coproduktion mit dem Mariinsky Theater in Sankt Petersburg und dem São Carlos in Lissabon) konnte man sich jedenfalls soeben davon überzeugen, dass der Komponist mit seiner Selbst-Einschätzung möglicherweise doch recht gehabt haben könnte.

Die Handlung, kurz nacherzählt: Der alte Fürst Nikita verliebt sich Natascha, genannt Kuma, die Wirtin eines anrüchigen Etablissements. Die eifersüchtige Gattin sendet ihren Sohn Jurij, um die Ehestörerin umzubringen. Dieser verliebt sich jedoch unsterblich in jene „Verführerin“, und die beiden beschließen, zu fliehen. Auf dieser Flucht wird Natascha-Kuma jedoch von der Fürstin vergiftet, der Vater ermordet den Sohn und wird daraufhin wahnsinnig…Ende.

Die Charodejka wird oft als russische Carmen bezeichnet, sie wirkt aber eher wie eine komplett aus den Fugen geratene russische Traviata…

Zum Bericht[4] von Dr. Robert Quitta

Wie soll man wirklich junge Menschen mit dieser kruden Handlung für die Kunstform Oper begeistern? Oder vielleicht gerade deswegen? Bei mir war mit derartigen Fantasien etwa mit dem 10. Lebenjahr Schluss, vorher hat mir mein Vater Schundhefte (aus denen man dieses Libretto machen hätte können)  immer weggenommen und mit der Bandsäge zerschnitten!

DORTMUND: DIE FLEDERMAUS – halbszenisch. Premiere am 5.3.2017

Copyright: Björn Hickmann/ stage picture

Zum Premierenbericht[5] von Sigi Brockmann

Cross-Dressing: Piraten und Papageien
Wenn Frauen Männer und Männer Frauen spielen: Cross-Dressing hat am Theater eine lange Tradition. Welche Bedeutung hat der Geschlechtertausch auf den Gegenwartsbühnen?
Wiener Zeitung[6]

Stuttgart: ARIODANTE

Opernpremiere in Stuttgart: Läuft bei denen!
Jossi Wieler, Sergio Morabito und Giuliano Carella holen in der Stuttgarter Oper aus Händels „Ariodante“ alles heraus.
Stuttgarter Zeitung[7]
Intrigen im Boxring“
Ariodante in Stuttgart
BR-Klassik[8]

LINZ: Der Linzer Chefdirigent erklärt, warum er das Sängerensemble „durchforstet“ hat

Ist Linzfür Markus Poschner nun ein Auf- oder ein Abstieg? In deutschen Landen wäre er Generalmusikdirektor, im ansonsten titelsüchtigen Österreich muss er sich mit „Chefdirigent“ begnügen. Oder ist er „Opernchef (so genannt in den „Oberösterreichischen Nachrichten“)? So ganz kenne ich mich im Linzer Kompetenzendschungel nicht aus.

Das Repertoire hat sich mit dem neuen Haus stark verändert. Jetzt können wir extreme Stücke bringen, das sind Bereiche, wo man Spezialisten braucht. Wenn jemand neu kommt, dann ist Tabula rasa der Normalfall. Wir brauchen ein fixes Stammensemble. Ob das 14, 15 oder 16 sind, das weiß ich noch nicht. Ich bin ein großer Verfechter des Ensembletheaters. Ich möchte kein Haus leiten, in dem man nur mit Gästen arbeitet.

Also: Wenn Gäste, dann richtig gute. Superstars in Linz?

Warum nicht! Man muss Superstar definieren. Entscheidend ist, dass man die maximale künstlerische Kompetenz hat, wenn es um diese Partien geht. Es gibt Sänger, die sich auf zwei, drei, vier, fünf Partien spezialisiert haben und deswegen als Superstars gelten. Ich finde das unglaublich attraktiv, solche Leute auch unserem Publikum zu präsentieren. Das habe ich vor, dem verschließe ich mich nicht. Trotzdem will ich hier eine Familie. Wir wollen unsere Local Heroes nicht nur in den Nebenrollen einsetzen…

Superstars in Linz? Warum nicht!“
Markus Poschner, ab 1. September Linzer Opernchef, über seine Pläne, Kampfansagen und ein Orchester-Credo.
Oberösterreichische Nachrichten[9]

Hamburg/ Elbphilharmonie
John Malkovich als Diktator in der Elbphilharmonie
Mit „Just call me God“ beschert John Malkovich der Hamburger Elbphilharmonie am Mittwoch eine Weltpremiere.
Salzburger Nachrichten[10]

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 7. – 13. MÄRZ 2017

Heinrich Schramm-Schiessl tut sich die Arbeit an, für uns eine Liste zusammen zu stellen!
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

 

10.3. HERZOG BLAUBARTS BURG (live aus Liege) RTBF Musique 3-20 Uhr
11.3. LA TRAVIATA (live aus New York) RNE Classica Madrid-18.50 Uhr, Radio 4
                                                                       Hilversum, Sveriges Radio 2,BBC 3-19 Uhr,
         ALADIN (live aus Braunschweig) Deutschlandradio-19.05 Uhr
         DON QUICHOTTE (aus Wien, Aufz. v. 1.3.) ORF – Ö 1-19.30 Uhr
         FAUST (aus Florenz, Aufz. v. 22.1.) RAI 3-20 Uhr
         RUSALKA (aus New York, Aufz. v. 25.2.) VRT Klara-20 Uhr
         HAMLET (aus Lausanne, Aufz. v. 12.2.) Radio Suisse R.-20.03 Uhr
         ROSMONDA D’INGHILTERRA (aus Florenz, Aufz. v. 15.10.2016) HR 2-20.04 Uhr
12.3. ANDREA CHENIER (live aus München) Bayern 4-19 Uhr
         L’ORFEO (?) France Musique-20 Uhr
         MADAMA BUTTERFLY (aus Mailand, Aufz. v. 7.12.2016) SWR 2-20.03 Uhr

Im Wiener Kabelnetz sind die Sender ORF-Ö1 (88,1), Bayern 4 (96,4), HR 2 (94,5),  WDR 3 (104,5) und SWR 2 (108.0) zu empfangen.

„KERZENLICHT-KONZERTE“ STARTEN AM 8. APRIL (Stadtsaal Waidhofen/Thaya/ NÖ)

Robert Pobitschka

Erstes Konzert der Serie „Kerzenlicht-Konzerte“ in der Saison 2017 am 8. April, 20.00 Uhr, im Stadtsaal von Waidhofen/Thaya mit dem Pianisten Robert Pobitschka

Robert Pobitschka – „Hauspianist“ der Konzertserie – präsentiert diesmal eine Rarität: Tschaikowskys 6. Symphonie „Pathetique“ am Klavier!

Kritik an Preisen für „Masaryk“ bei tschechischem Filmpreis =

Jan Masaryk. Foto: Wikipedia

Prag (APA/dpa) – Das Kriegsdrama „Masaryk“ über das Münchner Abkommen von 1938 und die Zerschlagung der Tschechoslowakei durch Nazi-Deutschland hat den tschechischen Filmpreis „Böhmischer Löwe“ dominiert. Das Drama erhielt zwölf der 14 Auszeichnungen, unter anderem für beste Regie und beste Haupt- und Nebenrollen. Nun regt sich aber Kritik an den Vergaberegeln.

Das Pikante daran: Kaum jemand hat den Siegerfilm bisher gesehen.

Er kommt erst am 9. März in die Kinos des Landes. „Dieser Missbrauch der Vergaberegeln hat einigen naturgemäß die Stimmung verdorben“, räumte Akademiepräsident Ivo Mathe am Montag im tschechischen Rundfunk ein. Die Satzung müsse geändert werden.

Mit dem Böhmischen Löwen werden normalerweise die besten Filme des Vorjahres ausgezeichnet. Die „Masaryk“-Produzenten zeigten ihren Streifen im Dezember für sieben Vorführungen in einem kleinen Prager Kino – und erfüllten damit formell die Voraussetzungen. Eine ähnliche Regelung gilt auch für die Vergabe der Oscars.

Über Fußball möchte ich wegen des Überangebots in den letzten Tagen nicht dozieren, die Politik erzeugt bei mir Magengeschwüre – und die kann ich nicht brauchen.

Deshalb wünsche ich Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-kammeroper-oreste
  2. weitere 70 Fotos aus dieser Produktion (Barbara Zeininger): https://photos.google.com/share/AF1QipOt9Y_HijnVa9QjIu2517w1mb-iIEI0ZYNZeLwm6zE2uhJEv675bPrYybjt0DPU9Q?key=NVlGTWdFREhSczZqeDBGMmFKZU5NNVBMNmRNdWN3
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-giovanni-eine-grossartige-ensembleleistung
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/napoli-teatro-san-carlo-charodejka-von-pjotr-iljitsch-tschaikovsky
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/dortmund-opernhaus-die-fledermaus-halbszenisch-und-musikalisch-gelungen-premiere
  6. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/877835_Piraten-und-Papageien.html?em_view
  7. Stuttgarter Zeitung: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.opernpremiere-in-stuttgart-laeuft-bei-denen.e8d85d38-b77d-4fa8-b6ac-af3af291c201.html
  8. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/ariodante-oper-stuttgart-premiere-haendel-jossi-wieler-100.html
  9. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Superstars-in-Linz-Warum-nicht;art16,2502119
  10. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/john-malkovich-als-diktator-in-der-elbphilharmonie-237423/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-maerz-2017


6. MÄRZ 2017

by ac | 6. März 2017 09:18

Berlin: Der Flügel in der „Spreephilharmonie“ wartet auf Barenboim. Copyright: Peter Adamik

New York hat die Carnegie Hall, Hamburg nun endlich die Elbphilharmonie, und schon seit 1963 besitzt Berlin mit der von Hans Scharoun konzipierten Philharmonie einen Weltklasse-Klangtempel.

Herausragendes Ereignis des Wochenendes war die Eröffnung. Ursula Wiegand war dabei:

Dennoch setzt der am 4. März eröffnete Pierre Boulez Saal in der Französischen Straße in Berlin-Mitte in seiner Art neue Maßstäbe. Er ist der modernste Musiksaal der deutschen Hauptstadt und mit maximal 682 Plätzen sozusagen Berlins kleine „Spreephilharmonie“. Eine ganze Woche lang wird die Eröffnung gefeiert.

Am 4. März, dem ersten Tag, war viel politische und kulturelle Prominenz geladen, und die äußerte sich begeistert. „Du fühlst dich hier gleich wohl“, sagte der noch amtierende Bundespräsident Joachim Gauck und nannte den Pierre Boulez Saal „eine Perle“.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, ein eifriger Konzertgänger, äußerte, er sei fast sprachlos. Es gäbe keinen zweiten Saal wie diesen auf der Welt. Wenn er damit dessen ovale Form meinte, ist das richtig. Die verdankt der Pierre Boulez Saal dem US-Stararchitekten Frank Gehry. Aber auch Daniel Barenboim…

Zum Bericht[1] von Ursula Wiegand

Weitere Stimmen zum Eröffnungskonzert:

Berlin: Weniger hellhörig, dafür akustisch etwas hallig
Die Welt[2]
So klingt Hoffnung
Der Spiegel[3]
Warme Akustik im Pierre Boulez-Saal
Tagesspiegel[4]
Erstes Schweben in Klängen im neuen Pierre-Boulez-Saal
Zahlreiche Vertreter aus Politik und Kultur kamen am Sonnabend zur Eröffnung des Pierre-Boulez-Saals in die Barenboim-Said Akademie.
Berliner Morgenpost[5]
„Konzertgänger in Berlin“
5.3.2017 – Hellwach: Barenboim & Co eröffnen den Pierre-Boulez-Saal
https://hundert11.wordpress.com/2017/03/06/5-3-2017-hellwach-barenboim[6]

Bassist Kurt Moll ist am Sonntag gestorben

 

Der deutsche Opernsänger Kurt Moll ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der in Buir bei Köln geborene Bass erlag am Sonntag einer langen, schweren Krankheit, wie die Bayerische Staatsoper in München am Montag mitteilte.

Bayreuth: Als ein schwuler Dandy herrschte.

Siegfried Wagner

Bei Manuel Brug, der in „Die Welt“ sein Wesen treibt, kenne ich mich nicht ganz aus. Er fordert er Anerkennung für Siegfried Wagner ein: Er stand im Schatten seines Vaters Richard Wagner. Aber der „Meistersohn“ Siegfried ist eine schillernde Persönlichkeit aus eigenem Recht. Endlich wird der Komponist und Festspielleiter gewürdigt.

Dann aber stellt Brug ein Foto ein bzw, lässt es seitens der Redaktion geschehen, dessen Bildbeschreibung unterste Schublade ist. 

Bildbeschreibung nachzulesen in „Die Welt„. Foto: Siegfried Wagner Gesellschaft/Schwules Museum Berlin

Da man Siegried Wagner wegen seines Todes im Jahre 1930 keine Nazivergangenheit ans Bein pinkeln kann, stellt man seine (angebliche) sexuelle Neigung in den Vordergrund (obwohl diese eigentlich – meint man es seitens des Herrn Brug ernst mit der Würdigung, eher im Hintergrund bleiben sollte).

Ich verbrenne mir da nicht die Finger, lesen Sie doch selbst:

Als ein schwuler Dandy über Bayreuth herrschte: Siegfried Wagner
Er stand im Schatten seines Vaters Richard Wagner. Aber der „Meistersohn“ Siegfried ist eine schillernde Persönlichkeit aus eigenem Recht. Endlich wird der Komponist und Festspielleiter gewürdigt.
Die Welt[7]

Siegfried Wagner. Bayreuths Erbe aus andersfarbiger Kiste“ im Schwulen Museum Berlin. Bis 26. Juni; Essayband 24 Euro.

Neue Kritiken online:

KÖLN: DIE ANTILOPE von Johannes Mara Staud. Deutsche Erstaufführung am 5.3.2017

Zum Bericht[8] von Christoph Zimmermann

LANDSHUT/ Theater für Niederbayern: LA WALLY am 5.3.2017

wally
Adelheid Fink (Wally) und Emily Filtz (Walter). Quelle: Landestheater Niederbayern

Zum Bericht[9] von Christian Konz

STUTTGART: ARIODANTE von G.F.Händel. Premiere am 5.3.2017

Ana Durlovski, Diana Haller. Foto: Christoph Kalscheuer

Zum Bericht[10] von Alexander Walther

MANNHEIM„IL RITORNO D´ULISSE IN PATRIA“. Premiere am Nationaltheater 04.03.2017

Nikola Dikic, Marie Belle Sandis. Copyright: Hans-Jörg Michel

Zum Bericht[11] von Gerhard Hoffmann

WIEN/ Staatsoper: TURANDOT am 3.3.2017. Fragen gelöst, Rätsel offen

Zum Berich[12]t von Valentin Hribernig-Körber

LUDWIGSBURG/ Forum Schlosspark: BACHS „MATTHÄUS-PASSION“ als Tanzprojekt am 4.3.2017

Matthäus-Passion als Tanzprojekt. Copyright: Holger Schneider

Zum Bericht[13] von Alexander Walther

Kritik – „Tristan und Isolde“ in Gelsenkirchen
Dennoch am Ende viel Jubel
Drei Opernhäuser hat das Ruhrgebiet, und jetzt auch drei „Tristan und Isolde“-Inszenierungen. Doch in Gelsenkirchen war das Liebesdrama szenisch wenig durchdacht und damit eher rätselhaft als mystisch – trotz Mondkugel.
BR-Klassik[14]

OPER LEIPZIG: PREMIERE „DER FREISCHÜTZ“ –

Verena Hierholzer (Samiel), Thomas Mohr (Max). Copyright: Ida Zenna/ Oper Leipzig

Den Wald gibt es schon wieder nicht – Webers „Der Freischütz“ an der Leipziger Oper

Neue Musikzeitung/nmz.de[15]

http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/audio-der-freischuetz[16]

Märtyrer mit Kettensäge: Roland Schwab inszeniert Weills „Mahagonny“ in Gera
Neue Musikzeitung/ nmz.de[17]

Heute Premiere an der Wiener Kammeroper: „Oreste von G.F.Händel


Frederikke Kampmann, Julian Henao-Gonzalez. Copytight: Barbara Zeininger

ORESTE Opernpasticcio in drei Akten (1734). Musik von Georg Friedrich Händel
Neuproduktion des Theater an der Wien in der Kammeroper

Premiere: Montag, 6. März, 19:00 bis ca. 21:40 Uhr (Pause ca. 20:05 Uhr)

Aufführungen: 9./ 11./ 13./ 20./ 23./ 27./ 29./ 31. März 2017, 2. April 2017, 19.00 Uhr

Erinnerung: Merker-Festkonzert am Freitag im Stadttheater Walfischgasse

hg
Es ist dies eine Veranstaltung der Redaktion des Merker-Hefts, der „Online-Merker“ ist daran nicht beteiligt. Aber selbstverständlich werben wir dafür – und ich wünsche der Veranstaltung viel Erfolg. 60 Jahre, das ist schon ein stolzes Jubiläum!

Veranstaltungshinweis

Berlin/ Volksbühne: Es ist zu Ende, wenn Castorf es sagt
Der scheidende Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, inszeniert ein letztes Mal „Faust“. Es ist ein starker Abgang: kein Selbstmitleid, keine billigen Witze.
http://www.zeit.de/kultur/2017-03/faust-volkesbuehne-frank-castorf-berlin[18]

Politik: Erdogan provoziert Deutschland
Wiener Zeitung[19]

„Deutschland ist heute nicht besser als unter den Nazis“ – Zitat Recep Erdogan. Eine innerdeutsche Angelegenheit! Das geht uns nichts an! Oder doch? Ich verlasse mich darauf, dass Frau Merker immer gewusst hat, was sie macht.

Eine schöne Woche wünscht

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-pierre-boulez-saal-grosse-begeisterung-bei-eroeffnung
  2. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article162593866/Weniger-hellhoerig-dafuer-akustisch-etwas-hallig.html#cs-Pierre-Boulez-Saal-Berlin-Februar-2017-3.jpg
  3. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/musik/pierre-boulez-saal-in-berlin-eroeffnet-so-klingt-hoffnung-a-1137373.html
  4. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/einweihungskonzert-in-der-barenboim-said-akademie-warme-akustik-im-pierre-boulez-saal-begeistert/19472890.html
  5. Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/berlin/article209826869/Erstes-Schweben-in-Klaengen-im-neuen-Pierre-Boulez-Saal.html
  6. https://hundert11.wordpress.com/2017/03/06/5-3-2017-hellwach-barenboim: https://hundert11.wordpress.com/2017/03/06/5-3-2017-hellwach-barenboim
  7. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article162598775/Als-ein-schwuler-Dandy-ueber-Bayreuth-herrschte.html#cs-Ausstellung-17-Februar-2017-26-Juni-3.jpg
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/koeln-die-antilope-von-johannes-maria-staud-deutsche-erstauffuehrung
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/landshut-landestheater-niederbayern-la-wally-von-alfredo-catalani
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/159189-2
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/mannheim-il-ritorno-dulisse-in-patria-premiere
  12. Zum Berich: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-turandot-raetsel-geloest-fragen-offen
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/ludwigsburg-forum-am-schlosspark-bachs-maetthaeus-passion-als-tanz-projekt
  14. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-tristan-und-isolde-wagner-gelsenkirchen-musiktheater-im-revier-100.html
  15. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/den-wald-gibt-es-schon-wieder-nicht-webers-der-freischuetz-an-der-leipziger-oper
  16. http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/audio-der-freischuetz: http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/audio-der-freischuetz-an-der-oper-leipzig-100.html
  17. Neue Musikzeitung/ nmz.de: https://www.nmz.de/online/maertyrer-mit-kettensaege-roland-schwab-inszeniert-weills-mahagonny-in-gera
  18. http://www.zeit.de/kultur/2017-03/faust-volkesbuehne-frank-castorf-berlin: http://www.zeit.de/kultur/2017-03/faust-volkesbuehne-frank-castorf-berlin
  19. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/877676_Erdogan-giesst-Oel-ins-Feuer.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-maerz-2017


5. MÄRZ 2017

by ac | 5. März 2017 09:13

Der neue Konzertsaal in Berlin.

In Berlin eröffnete am Samstag offiziell ein besonders intimer Kammermusiksaal an einem ungewöhnlichen Ort: der Pierre-Boulez-Saal im ehemaligen Kulissenlager der Staatsoper. Intendant Ole Baekhoej sagt, die Spielstätte soll ein Ort für das „denkende Ohr“ werden.

Ganz so einen Wind wie die Elbphilharmonie in Hamburg macht er nicht, der Pierre-Boulez-Saal in Berlin. Auch wenn einiges vergleichbar erscheint: eine aufregende Architektur von Frank Gehry, ein besonderes Akustikdesign – wie in Hamburg vom Japaner Yasuhisa Toyota erstellt –, ein intimer Konzertsaal, der die Grenze zwischen Bühne und Publikum aufhebt. (Quelle: DeutschlandradioKultur)

Konzertgänger in Berlin“
4.3.2017 – Sitaresk: Berliner Philharmoniker mit Zubin Mehta, Ravi und Anoushka Shankar, Béla Bartók
Während zwei Kilometer weiter östlich der neue Boulez-Saal eingeweiht wird (Bericht vom 2. Eröffnungskonzert folgt morgen), begehen die Berliner Philharmoniker ihre eigene west-östliche Divanfeier
https://hundert11.wordpress.com/2017/03/05/4-3-2017-sitaresk-berliner[1]

HEUTE: Bravissimo: ELEKTRA
Sonntag, 5. März 2017, 17.05 Uhr bei ATV2

Bildergebnis für metropolitan opera elektra
Oper von Richard Strauss in einer Aufführung der Metropolitan Opera New York aus dem Jahr 2016.
Dirigent: Esa-Pekka Salonen
In den Hauptrollen: Nina Stemme, Adrianne Pieczonka, Waltraud Meier, Eric Owens, u.a.
Nina Stemme wird im März/April 2017 an der Wiener Staatsoper die Kundry in der „Parsifal“-Premierenserie singen. Zudem sind sie und Waltraud Meier im Juni 2017 in Wien ebenfalls gemeinsam als Elektra und Klytämnestra zu erleben. Waltraud Meier singt außerdem im Mai/Juni 2017 an der WSO die Waltraute in Wagners „Götterdämmerung“.

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

LINZ/ Landestheater/ Black Box: DIE WELT AUF DEM MONDE von Joseph Haydn. Premiere am 4.3.2017

„Die Welt auf dem Monde“ – Ensemble. Copyright: Reinhard Winkler für Linzer Landestheater

Haydns letzte opera buffa schöpft aus mehreren italienischen Quellen (auch eine Mondgeschichte des Komponisten Gennaro Astarita dürfte Haydn vorgelegen sein) und ist in verschiedenen Fassungen, auch, was die Verteilung der Stimmlagen betrifft, bekannt. Sie ist ein musikalisch anspruchsvolles Werk, für das wirklich komplette Interpretinnen und Interpreten nötig sind. Für Studierende also eine beachtliche Herausforderung.

Herausfordernd auch die Spielraumgestaltung in der mit immer neuen Raumarragements überraschenden Black Box des Linzer Musiktheaters: die Bühne reicht bis zur ersten Reihe des (leider mit nur 160 Plätzen ausgestatteten) Zuschauerraumes, dafür ist das Orchester hinter der Bühne placiert, was für die Stimmen eine Menge leeren Raum, den es zu füllen gilt, bedeutet. Ganz hinten ist eine Projektionsleinwand montiert, auf der während der Ouverture George Méliès‘ „Voyage dans la Lune“ läuft, und später dann die deutsche Übersetzung der Gesangstexte…

Zum Premierenbericht [2]von Petra & Helmut Huber

WIENER STAATSOPER: TURANDOT am 3.3.2017

Zum Bericht[3] von Elena Habermann

INNSBRUCK / Kammerspiele in der Messe: DER TOTENTANZ – Kammeroper von Kenneth Winkler am 2.3.2017

Totentanz“: Der Tod und die Todin. Copyright: Rupert Larl

In spannenden 75 Minuten wird die teils makabre Geschichte vom Totengräber und seiner Frau erzählt, die in Zeiten des großen Sterbens (Pest!) als einzig Überlebende dank Leichenfledderei zu Wohlstand gekommen sind. Alles, was ihnen wertvoll erschien, wurde von den Toten abgenommen und gierig in einer sargähnlichen Truhe verwahrt. Aber Tod und Todin sind auf dem Weg zu dem liederlichen Paar und fordern diese auf, sich ihnen anzuschließen. Die Totengräbersleut‘ bitten und flehen, es wird ihnen eine „Gnade“ gewährt: die beiden sollen unter sich ausmachen, wer als Erster gehen muss. Ein erbitterterter Kampf auf Leben und Tod nimmt seinen Anfang.

Zum Bericht[4] von Dietmar Plattner

Wien/Musikverein:Orpheus im Retro-Look“
2.3. „L’Orfeo“ semikonzertant im Musikverein
http://www.operinwien.at/werkverz/monteverdi/aorfeo3.htm[5]

Porträt Sonia Prina: Die Barockerin


Erweckt Schurken und Helden zum Leben: Sonia Prina
. Copyright: Ribalta Luce-Studio

Kontra-Altistin Sonia Prina stellt in der Oper meist Männer dar: ein Gespräch über Rollen und Klischees.

…Prina hat inzwischen ihr Trompeten-Diplom in der Tasche, das Instrument aber weggelegt. Während des Studiums ist nämlich entdeckt worden, dass sie eine „Vibrato-Stimme“ hat. Nach einem ersten Schock („Ist das eine Krankheit?“, fragt die Opern-Unkundige) sattelt sie auf Gesang um. Prina soll mit typischen Jungmädchen-Rollen beginnen. Leicht und lyrisch, etwa Mozarts Zerlina. Aber: „Ich konnte das nicht, ich wurde verkannt.“ Weil man ihr dieses Unvermögen nicht glaubte, konsultierte sie Fachärzte. Die fanden Erstaunliches heraus. Prinas Timbre war weder für Sopranhöhen geschaffen noch die Mezzorollen ein Stockwerk darunter. Ihre Stimme gehörte ins tiefste Geschoß, das die Opernwelt Frauen zu bieten hat: Kontra-Alt. Die Diagnose schuf Erleichterung. „Ich war im Einklang mit mir. Und glücklich. Kontra-Altistinnen gibt’s nur ganz wenige.“… (Quelle: „Wiener Zeitung/ Christoph Irrgeher)

Wiener Zeitung[6]

Joyce DiDonato im Interview: Im Duett mit dem Häftling
„An diesem Ort war die Oper lebendiger als an vielen weltberühmten Bühnen“ – sagt Joyce DiDonato über einen Auftritt im US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnis Sing Sing. Ein Interview über zeitlose Opernstoffe und die Kraft der Musik, über Erziehung und Verantwortung – und über die schwierige Verbindung von Kunst und Politik.
BR-Klassik[7]

Übrigens, der „Semiramide“-Stream aus München hat gestern bei mir optimal geklappt. Danke BSO!

Opernsänger Selcuk Cara: „Welchen Wert kann die Kunst haben?“
DeutschlandradioKultur[8]

Oper Leipzig: Erstes Foto aus der gestrigen „Freischütz-Premiere“ (Inszenierung: Christian von Götz)

Tuomas Pursio (Kaspar), Thomas Mohr (Max). Copyright: Ida Zenna/Oper Leipzig

WIENER KAMMEROPER: PREMIERE „ORESTE“ VON G.F. HÄNDEL AM MONTAG, 6.3.

Händels Oreste ist eine eindrucksvolle Studie über das Dunkle im Menschen. Obwohl ein fast ausschließlich aus früheren Opern zusammengestelltes Pasticcio, erweist sich Oreste nicht nur als musikalisch einheitliches Werk – immerhin enthält es Musikstücke, die innerhalb einer Zeitspanne von 27 Jahren geschrieben wurden –, es basiert auch auf einem der dramaturgisch besten Opernlibretti, die Händel je vertont hat.

Frederikke Kampmann. Copyright: Barbara Zeininger

THEATER CHEMNITZ: DAS PUBLIKUM WÄHLTE REGIETEAM FÜR „DON PASQUALE

Das Chemnitzer Publikum war aufgerufen, aus drei Regieteams nach Vorlage der Konzepte jenes Team zu bestimmen, das den Vertrag für die Neuinszenierung (Premiere im Frühjahr 2018) bekommen soll.

Das Siegerteam kommt aus Deutschland: Nils Braun (Regie); Oliver Burkhardt (Bühne und Kostüme)

Regisseur Nils Braun. Copyright: Theater Chemnitz

Thomas Rösner: Präsentation seiner neuen CD mit dem Polnischen National Radio Sinfonie Orchester im österreichischen Rundfunk

http://oe1.orf.at/programm/461125[9]
Intrada, OE1
10.3.2017, 10.05

Bildergebnis für thomas rösner kletzki

„Mehr als der Reiz des Unbekannten“ – der österreichische Dirigent Thomas Rösner dirigiert Werke von Paul Kletzki und Czeslaw Marek
Ö1-Talentebörse. Präsentation: Eva Teimel

150 Jahre Reclams Universal-Bibliothek: Das Gelbe vom Ei
Generationen von Schülerinnen und Schülern lernten mithilfe der handlichen, preiswerten Bändchen Literatur kennen, von den mittelalterlichen Epen bis herauf zu Thomas Bernhard. Die Geschichte eines Erfolgs: 150 Jahre Reclams Universal-Bibliothek.
Die Presse[10]

Pop: Rainhard Fendrich hat alle Konzerte abgesagt
http://www.oe24.at/musik/pop-rock/Rainhard-Fendrich-Alle-Konzert[11]

Fendrich, obwohl kein Opernsänger,  wurde von den Ärzten absolutes Sing- und Sprechverbot erteilt Hat er in der Vergangenheit zu viel geredet? Möglich, da war auch viel Unsinn dabei!

Unter’m Strich: Trumps politische Bombe als Verteidigungsmanöver
Es ist ein ungeheuerlicher Vorwurf – und er wirkt wie ein gigantisches Ablenkungsmanöver. Donald Trump hat seinen Vorgänger Barack Obama bezichtigt, dieser habe ihn im Endspurt des Wahlkampfs ausspionieren lassen.
Oberösterreichische Nachrichten[12]

So wie die Amis politisch miteinander umgehen (und zwar so ziemlich alle) muss man die geradezu vornehme österreichische Polit-Gesprächskultur loben.

Fußball: Die finanziell „tote“ Vienna hat gestern den Tabellenführer Ritzing auswärts mit 5:0 besiegt und ein ganz kräftiges Lebenszeichen gegeben. Ein Titelgewinn in dieser Situation wäre zwar eine Sensation, aber finanzielles Harakiri mit Anlauf! Aber keine Angst, die Liga würde die Lizenz nicht erteilen – es sei denn, Didi Mateschitz springt mit Geld ein – oder Donald Trump. Dem werden aber Freunde in Österreich ziemlich wurscht sein!

Heute um 16 h spielt Rapid in der Bundesliga gegen den Leader Salzburg (ORF-Übertragung). Ein 5:0 für Rapid schließe ich aus, aber Rapid könnte sich mit einem Sieg halbwegs rehabilitieren, sonst sind sie hinter „meiner“ Admira“ (gestern 1:1 in Wolfsberg) – und die gehört wohl zu den Armenhäusern der Liga.

Aktuell: Rapid  hat tatsächlich 0:1 verloren, dabei war das fast ein Kunststück. Nach dem Spiel veröffentlichte der ORF eine „Damir Canadi-Tabelle“, aus der ersichtlich wird, dass Rapid nur deswegen keine wirklichen Abstiegssorgen hat, weil die Mannschaft unter dem wegen Erfolglosigkeit geschassten Trainer Büskens genügend Punkte gesammelt hat. In der „Canadi-Tabelle“ ist Rapid nämlich Vorletzter. Einen neuerlichen Trainerwechsel wird sich Rapid wohl nicht leisten können. Wie wäre es, wenn einmal der Präsident, der offenbar ein Flaschensammler ist, zurücktritt! Ein Präsidentenwechsel kostet nämlich nichts!

Genießen Sie noch einen schönen Sonntag-Abend. Auch für Rapid-Fans geht das Leben weiter! Vielleicht hilft etwas Alkohol!

A.C

  1. https://hundert11.wordpress.com/2017/03/05/4-3-2017-sitaresk-berliner: https://hundert11.wordpress.com/2017/03/05/4-3-2017-sitaresk-berliner
  2. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/linz-die-welt-auf-dem-monde-premiere-am-musiktheater-des-landestheaters
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-turandot-ein-stimmenfest-somit-ein-abend-der-grosse-freude-machte
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/innsbruck-kammerspiele-in-der-messe-der-totentanz-kammeroper-von-kenneth-winkler
  5. http://www.operinwien.at/werkverz/monteverdi/aorfeo3.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/monteverdi/aorfeo3.htm
  6. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/877394_Die-Barockerin.html?em_view
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/oper/joyce-didonato-interview-sing-sing-prison-gefaengnis-100.html
  8. DeutschlandradioKultur: http://www.deutschlandradiokultur.de/opernsaenger-selcuk-cara-welchen-wert-kann-die-kunst-haben.2159.de.html?dram:article_id=380478
  9. http://oe1.orf.at/programm/461125: http://oe1.orf.at/programm/461125
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/5178333/150-Jahre-Reclams-UniversalBibliothek_Das-Gelbe-vom-Ei
  11. http://www.oe24.at/musik/pop-rock/Rainhard-Fendrich-Alle-Konzert: http://www.oe24.at/musik/pop-rock/Rainhard-Fendrich-Alle-Konzert
  12. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Trumps-politische-Bombe-als-Verteidigungsmanoever;art391,

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-maerz-2017


4. MÄRZ 2017

by ac | 4. März 2017 08:12

„Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper. Adam Plachetka und Valentina Nafornita. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Resümee aus Thomas Prochazkas Kritik für den Online-Merker: Man bekam, nehmt nur alles in allem, lediglich Fastenkost geboten.

Dies ein erster Befund…

…Als Don Giovanni verkleidet stand Adam Plachetka auf der Bühne. Verkleidet? Plachetka mag ein guter Leporello sein. Don Giovanni — ist er keiner. … Diese Partie — man lese nach in Harnoncourts Programmnotizen — verlangt nach einem hellen (Kavaliers-)Bariton vom Schlage eines Eberhard Wächter oder Simon Keenlyside. Und nach perfekter Beherrschung des Legato-Singens.

»Deh vieni alla finestra« lebt von Mozarts musikalischem Witz: der Legato geführten Singstimme Don Giovannis die Mandoline gegenüberzustellen. Da bedarf es gar nicht erst gesonderter Notation von Bindebögen in der Partitur. Die Beherrschung dieser Technik war nicht nur zu Mozarts Zeit, sondern bis zum Ende des 19. Jahrhunderts obligat. Plachetkas Stimme schien — wie übrigens auch schon in L’elisir d’amore — dafür zu schwerfällig. Auch hier mußte, wer hinhören wollte, Abstriche machen. (Eine gut gespielte Höllenfahrt entschädigte da nicht.)

Der Rezensent sei vor allem ein Wahrheitssager. Also denn: Für eine dem Ruf des Hauses Rechnung tragende Mozart-Interpretation bedarf es mehr.

Zum Bericht [1]von Thomas Prochazka

Dr. Sinkovicz von „Die Presse“ sieht das etwas optimistischer:

Mozart ist hier nach wie vor zu Hause
Der Ensemblegeist der Wiener Staatsoper scheint aufs Schönste wiederbelebt. Woran ließe sich das besser ablesen als an einer „Don Giovanni“-Vorstellung? Adam Plachetka und Jongmin Park brillieren als Herr und Diener.
Die Presse[2] (mit Bezahlschranke)

In eigener Sache: Ich bin froh, dass ich heute wieder ohne Einschränkungen arbeiten kann (hoffentlich habe ich jetzt nicht neuen Unbill geradezu provoziert). Aber die Alternativadresse www.der-neue-merker.at[3] sollten Sie sich für den Fall des Falles merken!

HEUTE: DIE BAYERISCHE STAATSOPER SENDET DEN „SEMIRAMIDE-STREAM“ WÄHREND DES LAUFENDEN WOCHENENDES (ab Samstag 9 h) NOCHMALS

 

Hut ab vor der Bayerischen Staatsoper. Der zum Teil technisch verunglückte „Semiramide“-Stream wird nun doch nochmals ausgestrahlt. „Verunglückt“ ist in diesem Fall relativ, denn viele Besucher (und bei den Bayerischen Streams sind es wirklich viele, da kostenlos und bislang auch problemlos angeboten) konnten den Stream ungestört genießen.

Video on demand Semiramide
Sat, 4th March 2017, 9 am (CET) until
Sun, 5th March 2017, 12 am (CET)

Und Jonas Kaufmann-Fans haben eine Art Weihnachtskalender an der Wand platziert: Nur noch 13 Mal schlafen, dann singt ER den Andrea Chenier auch im Stream!

Dank an Nikolaus Bachler und sein Team (nun können wir ihn ja ohne jeden Hintergedanken loben, die Wiener Operndirektorsentscheidung ist ja bereits gefallen). Bachler macht in München einen guten Job. Den heimischen Minister hat das kalt gelassen.

Heute: ARTE zeigt die Eröffnung des Boulez-Saals in Berlin

 

Berlin: Daniel Barenboim in Sorge um musikalische Bildung
Musik heute[4]
Der Pierre Boulez Saal – warum in Berlin?
Der Pierre Boulez Saal, der an diesem Samstag eingeweiht wird, ist ein Projekt im Exil. Dass es in Berlin stattfindet, hat einen guten Grund. Ein Kommentar
Tagesspiegel[5]

Wiener Musikverein: Don Quichotte von Jules Massenet – eine Paraderolle für einen charismatischen Bass

Ferruccio Furlanetto ist dieser Charismatiker, Dominik Troger war für uns dabei:

Wien/ Musikverein
Musikverein: Don Quichotte, konzertante Aufführung
http://www.operinwien.at/werkverz/massenet/adon2.htm[6]

LINZ: Der neue Spielplan steht fest, das Ensemble wird drastisch reduziert

Herman Schneider. Bildquelle: APA (Archiv)/RUBRA

  Die musikalische Sparte des Landestheaters umfasst in der nächsten Saison zehn Opern, eine Operette, vier Musicals und vier Produktionen des Tanztheaters. Erstmals wird nicht mit einer Oper, sondern mit einem Musical eröffnet: „Hairspray“ nach dem gleichnamigen Film von John Waters am 15. September. Am Tag darauf darf sich das Opernstudio mit dem „Dramma per Musica“ „La Rosinda“ von Francesco Cavalli präsentieren.

   Der neue Opern- und Orchesterchef Markus Poschner stellt sich erst am 30. September erstmals im Linzer Musiktheater vor. Und das gleich mit einem Operngiganten, „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss. Damit wird der von Intendant Schneider in der laufenden Saison begonnene Strauss-Zyklus fortgesetzt. Poschner wird auch die musikalische Leitung bei Berlioz‘ „La Dammnation de Faust“ übernehmen. Mit „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi, Tschaikowskys „Eugen Onegin“ und Mozarts „Cosi fan tutte“ darf das Linzer Publikum in der nächsten Saison Opernklassiker erwarten.

   Von Alois Bröder werden dessen Oper „Unverhofftes Wiedersehen“ und das Musiktheater für Kinder „Schaf“ von Sophie Kassis als österreichische Erstaufführungen angekündigt. Dem Anliegen in dieser Saison sich mehr um die Kinder und Jugendlichen im Theater zu bemühen, wird es mit „Brundibar“ von Hans Krasa eine weitere Kinderoper geben. Sie hat einen tragischen Hintergrund, wurde sie doch im KZ Theresienstadt unzählige Male unter der Leitung Krasas von Kindern gespielt – viele der Darsteller überlebten ebenso wie der Komponist ihre Gefangenschaft nicht. Als einzige Operette der Saison steht „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß ab 2. Dezember auf dem Spielplan.

 Bemerkenswert ist die deutliche Reduzierung des Opernensembles.
Es umfasst in der nächsten Saison nur drei Sängerinnen und sechs Sänger. Gegenüber derzeit bedeutet das ein Minus von zehn Personen.
Für die großen „Opernbrocken“ werden Gäste eingesetzt.

Ob die „Nichtverlängerten darob unglücklich sind, weiß ich nicht. Allerdings, der „Freie Markt“ ist jetzt bereits total übersättigt. Welchen Standpunkt hat eigentlich der Betriebsrat eingenommen?

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

ZÜRICH: OREST von Manfred Trojahn. Was geschieht mit Orest? 2.3.2017

Claudia Boyle (Helena), Ruxandra Donose (Elektra). Copyright: Judith Schlosser / Oper Zürich

Zum Bericht[7] von John H. Mueller

STUTTGART/ Gauthier Dance: BIG FAT TEN – viel Neues zum 10. Geburtstag. 2.3.2017

„Violoncello“ von Nacho Duato. Sandra Bourdais. Copyright: Regina Brocke

Zum Ballettbericht[8] von Udo Klebes

AUGSBURG/ Kongress am Park: OTELLO

Zurab Zurabishvili, Sally du Randt. Copyright: A.T.Schaefer

Zum Bericht v[9]on Gerhard Hoffmann

Buch-Neuerscheinung

BuchCover  Chorus
Dominique Meyer, Thomas Lang, Andreas Láng, Oliver Láng, Mario Steller, Lois Lammerhuber:
CHORUS. WIENER STAATSOPER
252 Seiten, Großformat,
Edition Lammerhuber, Baden/Wien 2017

Man kennt sie schon, die großformatigen Bände, mit denen Dominique Meyer eine „Art Enzyklopädie über Musiktheater am Fallbeispiel der Wiener Staatsoper“ vorlegt, was später auch eine Dokumentation über seine Jahre als Direktor dieses Hauses sein wird. „On Stage“ wurde „backstage“ über die Entstehung einer Aufführung berichtet, mit allem, was dazu alles nötig ist. „Glamour“ widmete sich den Kostümwerkstätten des Hauses. „Harmony“ galt einer Präsentation des hauseigenen Ensembles der Spielzeit 2014/15, „Genesis“ berichtete am Beispiel der „Don Paquale“-Neuproduktion über alle Arbeits schritte vom ersten Konzept bis zum Heben des Premierenvorhangs. „(E)Motion“ war dem Wiener Staatsballett gewidmet, und „Passion“ galt den Wiener Philharmonikern in ihrer Eigenschaft als Staatsopernorchester.

Und nun liegt „Chorus“ vor.

Zur Buchbesprechung[10] von Renate Wagner

DVD-Besprechung: „Parsifal“ – opulent besetzt – aus 2015 in Berlin

DVD Cover  Parsifal
Richard Wagner: PARSIFAL
Aufgezeichnet im April 2015 im Schiller Theater, Berlin
2 DVDs, 252 min.
BelAir Classics

Jeder wahre Opernfreund möchte am liebsten überall sein. Früher war es – aus praktischen und finanziellen Gründen – fast unmöglich, den Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen. Mittlerweile gibt es DVDs, die es ermöglichen, in anderen Städten „in die Oper“ zu gehen, aufregende Inszenierungen zu sehen, großartige Besetzungen zu erleben. Gewiß, es ist nicht „live“, aber es ist bequem und ungleich billiger als „live“, und man genießt vielfach auch eine bessere Sicht als auf einem Opernplatz, weil die so genannten „TV Regisseure“, die für die Aufzeichnungen verantwortlich sind, meist sehr intelligente Konzepte zwischen Totale und dem Zoomen auf einzelne Darsteller entwickeln. Der „Parsifal“, der im April 2015 (damals von „mezzo“) im Ausweichquartier der Deutschen Staatsoper Unter den Linden, dem Berliner Schiller Theater, aufgenommen wurde, ist jedenfalls optisch ungemein spannend.

Er ist es auch szenisch, selbst wenn man weiß, dass echte Wagnerianer sich vermutlich die Haare raufen werden – aber daran haben sie sich in den letzten Jahrzehnten ohnedies schon gewöhnen müssen. Der Russe Dmitri Tcherniakov hat zwar schon den Beinamen eines „Enfant terrible“ erhalten, ist aber in seiner Umdeutung dieses Werks auch nicht viel schlimmer als mancher Kollege – jedenfalls kann man mit Interesse zusehen, was sich da tut…

Zur DVD-Besprechung[11] von Renate Wagner

Was Sie über Hundeerziehung wissen sollten
https://kurier.at/leben/was-sie-ueber-hundeerziehung-wissen-sollten/249.098.534[12]

balu
Mein alter „Balu“ hat einen Dickschädel. Aber er ist auch ein Kavalier der alten Schule. Dass den der Hundetrainer domestizieren kann, bezweifle ich. Copyright: Barbara Zeininger

Der weltbekannte Hundetrainer Cesar Millan: „Kein Hund kann mich überfordern. Ich rehabilitiere Hunde, ich trainiere Menschen.“

Mein Balu zeigt mir jeden Tag, dass unbedingter Gehorsam nicht sein Ding ist. Im Park in der Hundezone lasse ich ihn von der Leine. Dann zeigt er seinen Artgenossen, wie er seinen Kopf durchsetzt und ignoriert mein Kommando. Also gehe ich und schaue ihn gar nicht mehr an. Zwei Minuten später läuft er mir dann nach und bittet um die Leine!

Auch Hunde sind Individualisten!

Schuldenstand des „First Vienna Football Clubs“:
1. 174.700 Euro

 

Als mein Club in den Neunziger-Jahren in der Regionalliga gespielt hat, betrug das Jahresbudget 4 Millionen Schilling, das sind etwa 300 000 Euro. Sicher, heute bräuchte man mit diesem Budget gleich gar nicht in dieser Liga spielen. Damals durften in der Regionalliga gar keine Prämien ausbezahlt werden, die Liga galt als Amateurliga. Natürlich wurden Prämien bezahlt, aber „unter der Hand“. Das hatte den Vorteil (oder auch den Nachteil, es kommt auf den Gesichtspunkt an), dass die Prämien (die eigentlich Gehälter waren, aber Prämie klingt leistungsbezogener) gerichtlich nicht einklagbar waren. Die verantwortlichen Funktionäre standen stets mit einem Bein „im Kriminal“

Die Oppositionspartei NEOS meint, dass „Vienna“ ebenso zu Wien gehört wie der Stephansdom oder das Riesenrad. Schreiben der Neos an den Sportstadtrat:

„Deshalb fordern wir, dass die Stadt Wien umgehend Gespräche mit dem Präsidium des First Vienna FC suchen soll, um rasch einen gemeinsamen Plan zur Erhaltung des Traditionsvereins zu finden. Da Stadtrat Mailath-Pokorny bereits eine finanzielle Spritze abgesagt hat, sollten hier schnell alle noch verfügbaren Hebel in Bewegung gesetzt werden: Zum Beispiel über Bürgschaften, Haftungen oder der Suche nach neuen Sponsoren, die den laufenden Spielbetrieb garantieren. Zudem sollten Bedingungen geschaffen werden, dass Spieler, Trainer und Angestellte des Vereins rasch zu ihren ausstehenden Gehältern kommen und der langfristige Weiterbestand des Traditionsvereins sichergestellt werden kann“, fordert der Sportsprecher abschließend…

Als Opposition redet es sich natürlich leicht, denn wenn der Vienna die Schulden bezahlt werden, fordern das andere Clubs auch und führen sorglos ein Leben in Saus und Braus. Leichter käme die Vienna zu einer Subvention, wenn sie sich als „Multi-Kulti-Kindergarten“ deklarieren würde. Tatsächlich spielen bei „Vienna“ viele Nachwuchsteams – gar so absurd ist diese Idee gar nicht. Ich habe mich etwas herumgehört, mit einer Million Euro Budget müsste ein Verein der Regionalliga das Auslangen finden, wenn so gespart wird wie seinerzeit bei mir. Wenn aber die Vienna-Funktionäre den Aufstieg in die Pleite-Liga unter der Bundesliga (die sogenannte „Tipico-Bundesliga“) anstreben (und das war bei Vienna der Fall, die Mannschaft rangiert derzeit am 2. Tabellenplatz), dann sollte man sie raschest unter Sachwalterschaft stellen!

Eine Million Euro Schulden klingt nicht dramatisch, wenn sie einem nicht selbst betreffen. Aber eine Leistungklasse höher ist man mit der an den Tag gelegten Gebarung rasch bei 10 Millionen – und das ist dann nicht mehr lustig.

Vienna hat einmal meinen Verein gewissermaßen saniert. Ich bilde mir zwar nicht ein, vom Fußball viel zu verstehen, ich gehe meinem Instinkt und meinen Gefühlen nach. Entgegen dem Rat meines damaligen Sportchefs habe ich Ende der Achtziger-Jahre einen Spieler von einem unterklassigen Verein um 15 000 Schilling gekauft „wans an fürs Bankel wolln, dann kaufns den, Chef. I setz erm nämlich aufs Bankel“ so mein „Experte„. Nun, ich habe gekauft am Bankerl saß er nie) – und ein Jahr später um 600 000 an die „Vienna“ verkauft. Mich hat damals gewundert, dass der vornehme Club gar nicht zu handeln versucht hat. Nun wundert mich aber nichts mehr!

Ich wünsche ein schönes Wochenende

A.C

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-giovanni-8
  2. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5178299/Don-Giovanni_Mozart-ist-hier-nach-wie-vor-zu-Hause
  3. www.der-neue-merker.at: http://www.der-neue-merker.at
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15125/daniel-barenboim-in-sorge-um-musikalische-bildung/
  5. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/barenboim-said-akademie-der-pierre-boulez-saal-warum-in-berlin/19471690.html
  6. http://www.operinwien.at/werkverz/massenet/adon2.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/massenet/adon2.htm
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/zuerich-orest-von-manfred-trojahn-was-geschieht-mit-orest
  8. Zum Ballettbericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-stuttgart-gauthier-dance-big-fat-ten-viel-neues-zum-10-geburtstag
  9. Zum Bericht v: http://der-neue-merker.eu/augsburg-kongress-am-park-otello
  10. Zur Buchbesprechung: http://der-neue-merker.eu/allgemein/buch
  11. Zur DVD-Besprechung: http://der-neue-merker.eu/allgemein/dvd
  12. https://kurier.at/leben/was-sie-ueber-hundeerziehung-wissen-sollten/249.098.534: https://kurier.at/leben/was-sie-ueber-hundeerziehung-wissen-sollten/249.098.534

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-maerz-2017


3. MÄRZ 2017

by ac | 3. März 2017 11:07

In eigener Sache: Wir hatten in der vergangenen Nacht und heute vormittag einen längeren Serverausfall (Probleme mit der „Webfarm“, was immer das ist). Mittags fiel die Site wiederum aus – und nun bin ich total verunsichert, zumal das Wochenende vor der Tür steht und wir uns eine Reparatur zu diesem Zeitpunkt nicht leisten können (€ 190 .- pro angefangener Viertelstunde!). Notieren Sie sich für alle Fälle die Adresse www.der-neue-merker.at , das ist die im Jahr 2000 erbaute „alte Website“, von der Fachleute und solche, die sich dafür halten behaupten, dass der Erbauer alles falsch gemacht hat, was man nur falsch machen kann. Diese „falsche Website“ funktioniert nach 17 Jahren immer noch, gar so schlecht kann der Erbauer also nicht gearbeitet haben. Die alte Site  scheint eine „Russische Lösung“ zu sein, und „Russische Lösungen“ funktionieren – weil unkompliziert – auch dann, wenn kompliziertere Seiten den Geist aufgegeben haben. Diese Website liegt auf einem anderen Server, der zwar auch manchmal ausfällt, aber wahrscheinlich nicht gleichzeitig mit dem der „neuen Website“!

Informieren Sie sich bei Ausfall der Site über diese Site, zumindest die Presseschau finden Sie dort immer.

Ich bitte um Verständnis

A.C.

Ballett „Onegin“ an der Wiener Staatsoper: Maria Yakovleva und Eno Peci. Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Es liegt noch kein Bericht vor.

Wien/ Staatsoper: Drozdas Berater folgt Roščić in die Staatsoper
Florian Schulz verlässt das Kabinett des Kulturministers, um das Vorbereitungsbüro des designierten Staatsoperndirektors zu leiten.
Kurier[1]

Ganz offen, was hat man von der Bestellung erwartet? Das ist natürlich eine politisch stark gefärbte Geschichte, aber bevor Proteste kommen möge man die Frage stellen, ob nicht jede gerade an der Macht befindliche Partei so handeln würde. Sie würde, glauben Sie mir! Bogdan Roscic umgibt sich natürlich mit Leuten seines Vertrauens. Der Herr Schulz wird aber sicher nicht die Besetzungen für die Zeit ab 2020 machen, dafür gibt es eine kompetentere Stelle. Wer? Na wer wohl?

Wichtig für alle Kaufmann-Fans: Die Bayerische Staatsoper streamt am 18. März „Andrea Chenier“

München/ Bayerische Staatsoper
Andrea Chenier mit Jonas Kaufmann wird gestreamt
Bayerische Staatsoper[2]

Apropos „Streams“: Die Wiener Staatsoper kündigt eine Programmänderung an:

Turandot kommt anstelle von Faust in das Programm, Das Neumeier-Ballett (unterer Teil des Fotos“ wird auch gestreamt

Mitwoch, 08. März 2017 | 19:30*
Giacomo Puccini
Turandot
+++  Aus Dispositionsgründen wird statt Gounods Faust am 25. März die Vorstellung von Puccinis Turandot am 8. März gezeigt.
* Die Live-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper werden innerhalb von 72 Stunden auch zeitversetzt gesendet.

Montag, 13. März 2017 | 19:30*
John Neumeier
Le Pavillon d’Armide | Le Sacre

Trailer: Le Pavillon d´Armide | Le Sacre < http://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=tHmqS_3xGliF&link=91EN[3] >

Freitag, 17. März 2017 | 19:00*
Richard Strauss
Arabella

Freitag, 31. März 2017 | 19:00*
Jules Massenet Werther

Wien/ Musikverein: Ritter Furlanettos Abenteuer und Vollendung
Musikverein. Ein Publikumsliebling in einer Paraderolle für Bassisten: Massenets „Don Quichote“, konzertant.
Die Presse[4]

Pierre Boulez-Saal eröffnet in Berlin
Eiförmig – und mit Platz für 680 Zuhörer. Als Herzstück seiner dem West-Eastern Divan Orchestra gewidmeten Musikakademie eröffnet am Wochenende der Konzertsaal, dem Daniel Barenboim den Namen seines Freundes Pierre Boulez gegeben hat. Über die Möglichkeiten des vom Architektenstar Frank Gehry entworfenen Raumes sprach Daniel Barenboim im BR-KLASSIK-Interview
BR-Klassik[5]

Leipzig: Spielzeit 2017/ 2018 der Oper Leipzig
http://www.oper-leipzig.de/de/oper/produktion/2017-18[6]
Katharina Wagner inszeniert „Tannhäuser“ in Leipzig
In der Geburtsstadt ihres Urgroßvaters führt die Bayreuther Festspielleiterin in der kommenden Saison bei „Tannhäuser“ Regie.
Die Presse[7]

Neu in unseren Kritiken: Weimar: LULU

Weimar: „Lulu in kühler Bauhaus-Pracht. Copyright: Vincent Stefan

Zum Bericht[8] von Thomas Janda

Würzburg: NABUCCO

Zwischen Macht und Elend: Anna-Maria Kalesidis als Abigaille. Foto: Nik Schölzel

Zum Bericht[9] von Werner Häußner

ATV 2- Opern-Nachmittage – METROPOLITAN OPERA

Bildergebnis für atv2      Bildergebnis für metropolitan opera

 

5/3/2017 Elektra (MET 2016)
Stemme, Meier, Pieczonka

12/3/2017: Turandot (MET 2016)
Stemme, Berti, Hartig

19/3/2017 Lulu (MET 2015)
Marlies Petersen, Susan Graham

26/3/2017: Die Perlenfischer (MET 2016)
Damrau, Polenzani, Kwieczen

Wien / Winterpalais: VULGÄR? Fashion Redefined
Vom 3. März 2017  bis zum 25. Juni 2017  

Barock umarmt Moderne

Wenn man sich als Frau fragt: Würde man (vorausgesetzt natürlich, man hätte die  Figur dazu) auch nur eines der Modelle tragen wollen, die einem in der Winterpalast-Ausstellung „Vulgär“ so herrlich entgegenstrahlen, müsste man ehrlich sagen: Nein! (Es sei denn, vielleicht einmal im Fasching…). Fragt man sich, ob einem gefällt, was man sieht, muss sagen: Ja! Und wie! Phantastisch! Das erreicht eine an Opulenz unübertreffliche Präsentation von alter und neuer Mode, die eines gemeinsam hat: Es sind ja doch nicht „Kleider“, die man sieht, sondern letztendlich Kostüme, vor allem, was die Couturiers von heute zeigen. „Fashion Redefined“ kam von London nach Wien und bringt Weltstadt-Schwung exzentrischer Art in die herrlichen Barockräume des Prinzen Eugen. Wenn diese Ausstellung nicht der Hit wird, versteht man die Welt nicht mehr…

Zum Ausstellungsbericht[10] von Renate Wagner

Oscars 2017: Nach Oscar-Patzer: Bodyguards für Pannen-Verursacher
Nach der Oscar-Panne benötigen Brian Cullinan und Martha Ruiz nun Bodyguards. Die beiden werden für den Fehler verantwortlich gemacht.
Augsburger Allgemeine[11]

Das sind die beiden Unglücksraben. Copyright: Jordan Strauss

Die Menschen werden immer verrückter. Die beiden Mitarbeiter, denen der Fehler passiert ist, müssen von Leibwächtern beschützt werden, weil Fans vor ihren Häusern sogar Drohungen ausstoßen. Was soll das, es ist doch niemand etwas passiert, die Panne wurde richtiggestellt und die Oscar-Nacht hat zusätzliche Presse bekommen. Weit mehr Presse jedenfalls, als es der schwache Siegerfolm verdient.

Österreichs ältester Fußballclub vor der Insolvenz

First Vienna FC: Denn Tradition allein genügt nicht
Österreichs ältester Fußballklub steht vor dem wichtigsten Spiel seiner Historie – die Gläubiger müssen dem Insolvenzantrag zustimmen. Eine Bestandsaufnahme.
Die Presse[12]

„Die Vienna“ war immer der Club der Elite. Die Hohe Warte liegt in einer der besten Wiener Wohngegenden, Politiker, Künstler, Autohändler und Hochstapler gaben sich dort stets „Stelldicheins“. Ich war zweimal im VIP-Club eingeladen und bin dort ob der Prominenz in Ehrfurcht erstarrt. Nun hat sich der Club, dessen Funktionäre leider immer schwächer wurden, finanziell verspekuliert und muss heute hoffen, dass die Gläubiger einer 30 % -Quote zustimmen. Dabei spielt die Vienna in der Regionalliga, das ist lediglich die dritthöchste Spielklasse Österreichs. Das 2’5 Millionen Euro-Budget wurde von nur einem Sponsor garantiert, der im Vorjahr 44jährig überraschend gestorben ist. Nun ist auch dessen Firma von der Insolvenz bedroht, die Vienna erbt im wahrsten Sinne des Wortes von dem nichts mehr. Und jetzt, wo finanzielle Rettung vonnöten wäre,  sind plötzlich die Künstler und Politiker, aber auch die Autohändler und natürlich auch die Hochstapler untergetaucht!

In dieser Leistungsklasse bin ich einem Verein viele Jahre lang vorgestanden, das war ein finanzielles Wagnis sondergleichen, es hätte meine und auch die Existenz meiner Familie kosten können. Mein Vater hat kurz vor seinem Tod noch zu mir gesagt: „Bua, mit dem Sch… Fußball wird noch alles draufgehen, was ich mein Leben lang aufgebaut habe“.

Nun, mein Vater hat leider nicht mehr erlebt, dass eben nichts „draufgegangen“ ist, dass ich im entscheidenden Moment  – im Unterschied zu den Vienna-Leuten – die Notbremse gezogen habe. Das muss man erst einmal in unserer Zeit der Geltungssucht und Eitelkeit zustandebringen.

Der Vienna wünsche ich, dass die Quote angenommen wird und dass sie in einer Leistungsklasse weiterspielt, in der sie nicht auf Künstler, Politiker, Autohändler und Hochstapler finanziell angewiesen ist.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Kurier: https://kurier.at/kultur/drozdas-berater-folgt-roci-in-die-staatsoper/249.482.975%20Karlsruhe
  2. Bayerische Staatsoper: https://www.staatsoper.de/en/info-service/aktuelles/meldung/news/live-stream-of-andrea-chenier-on-18th-march.html?no_cache=1
  3. http://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=tHmqS_3xGliF&link=91EN: http://cdn.mlwrx.com/sys/r.aspx?sub=tHmqS_3xGliF&link=91EN
  4. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5177742/Ritter-Furlanettos-Abenteuer-und-Vollendung
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/daniel-barenboim-pierre-boulez-saal-berlin-interview-100.html
  6. http://www.oper-leipzig.de/de/oper/produktion/2017-18: http://www.oper-leipzig.de/de/oper/produktion/2017-18
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5177638/Katharina-Wagner-inszeniert-Tannhaeuser-in-Leipzig
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/weimar-deutsches-nationaltheater-lulu-kuehle-bauhaus-pracht
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wuerzburg
  10. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-winterpalais-vulgaer-fashion-redefined
  11. Augsburger Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Nach-Oscar-Patzer-Bodyguards-fuer-Pannen-Verursacher-id40760756.html
  12. Die Presse: http://diepresse.com/home/sport/fussball/national/5177623/Vienna-FC_Denn-Tradition-allein-genuegt-nicht

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-februar-2017-2


2. MÄRZ 2017

by ac | 2. März 2017 08:43

 
Caroline Wenborn ist heute in der Wiener Staatsoper als „Donna Anna“ (anstelle von Albina Shagimuratova) angesetzt
 
Unter der Leitung von Adam Fischer singen Adam Plachetka den Don Giovanni, Saimir Pirgu den Don Ottavio, Olga Bezsmertna die Donna Elvira, Jongmin Park den Leporello, Dan Paul Dumitrescu den Commendatore, Igor Onishchenko den Masetto und Valentina Nafornita die Zerlina.
Reprisen: 5. und 9. März.
 

Saimir Pirgu tritt am 2., 5. und 9. März 2017 als Don Ottavio in Don Giovanni an der Wiener Staatsoper auf.

Saimir Pirgu ist heute „Don Ottavio“. Copyright: Agentur

Wien/ Staatsoper: „Turandot“ kommt bei den Kritikern gut an

Geliebte böse Prinzessin
Puccinis „Turandot“ mit interessanten Momenten und Luft nach oben in der Staatsoper.
Wiener Zeitung[1]
Staatsoper: Zwei Neue in der verbotenen Stadt
Mehr als passabel: Elena Pankratova als Turandot und Stefano La Colla als Calaf.
Die Presse[2]

Antwerpen: FÜRST IGOR von Borodin in der Tcherniakov-Inszenierung der Met. Verwirrung pur!
 

IGOR- Abdrazakov im Mohnfeld mit 34 Tänzern. Copyright: Matthias Baus/ De Nationale Opera

…Rimski-Korsakow setzte sich mit seinem Schüler Alexander Glazunow zwei Jahre an die Arbeit (so wie er es auch mit dem „Boris“ von Mussorgski getan hat) und vollendete die heute am meisten gespielte Fassung. Doch Dmitri Tcherniakov entschied sich nun für einen radikal anderen Weg: er ließ alles aus, was nicht nachweislich von Borodin war, um eine Art „Ur-Igor“ aufzuführen, so wie es hier in Amsterdam unter dem langjährigen Musikdirektor Hartmut Haenchen auch einen „Ur-Boris“ gab. Was blieb war ein Torso, dem zum Teil ganz andere Musik hinzugefügt wurde – nicht aus „Igor“ aber wohl von Borodin. Und um uns gänzlich zu verwirren, vertauschte Tcherniakov dazu auch noch den ersten und zweiten Akt (der vorgezogen wurde), strich den dritten Akt und veränderte das Ende des vierten Aktes. Damit verschwand das für dieses Werk so wichtige orientalische Kolorit und die berühmten „Polowetzer Tänze“, für die Borodin noch zu Lebzeiten eine eigene Orchester- und Ballettfassung geschrieben hatte, die gingen in dem ganzen Getümmel irgendwie unter…

Zum Bericht[3] von Waldemar Kamer

München: Noch 11 Tage bis zur Premiere „Andrea Chenier“

Jonas Kaufmann bei der Probenarbeit. Foto: Facebook Bayerische Staatsoper

https://www.facebook.com/baystaatsoper/photos/pcb.10155048139868794/10155048129338794/?type=3&theater[4]

Bayerische Staatsoper: Bitte SEMIRAMIDE-STREAM nochmals senden!

Eine Opernfreunde hatten vergangenen Sonntag keine Probleme mit dem Stream, viele allerdings schon. Dass das nicht an der Bayerischen Staatsoper gelegen hat (bislang haben die Streams tadellos funktioniert) kann man sich nach den vielen Beschwerden kaum vorstellen. Es könnte sein, dass der Server der BSO daran schuld war. Das ist keineswegs ein Angriff auf die Staatsoper, denn der Server ist ja extern. Jene Besucher, die Probleme hatten, sollten sich an die Bayerische Staatsoper wenden, vielleicht öffnet diese die Möglichkeit doch noch einmal. Wien hat das bereits einmal getan!

http://www.staatsoper.de/[5]

Positive Signale aus der deutschen Klassikszene Jünger, weiblicher, moderner
Noch nie wurden in so kurzer Zeit so viele neue Veranstaltungsorte eingeweiht, die Education-Aktivitäten sind explodiert, Frauen sind immer öfter vertreten und die Besucherzahlen hoch
Tagesspiegel[6]

Erfurt
Alban Bergs „Wozzeck“ in Erfurt – bemerkenswert zeitlos, latent konventionell, und doch eindringlich
Neue Musikzeitung/nmz.de[7]

Simone Kermes, die „geerdete, nahbare und umstrittene Diva“

Gesang macht, geschätzt, 70 Prozent der Künstlerin Simone Kermes aus. Der Rest ist – ja, was? Spielfreude, Neugierde? Dieser Hauch von Kumpelhaftigkeit, der gar nicht zu einer Diva passt? Die Jovialität einer Leipzigerin, die hoffen lässt, dass Sachsen noch nicht verloren ist? Simone Kermes ist eine Nahbare, die tut, was ihr Spaß macht. Mit einer Lust, die ansteckt.

Jetzt hat sie Liebeslieder der italienischen Renaissance und des Frühbarocks ausgegraben[8], präsentiert sie im Konzerthaus[9] mit dem Ensemble La Magnifica Comunità, jagt in einer koloratursatten Arie von Riccardo Broschi durch die Oktaven.

Simone Kermes: Die geerdete Diva
Zuhause ist sie im Barock – und dorthin kehrt sie jetzt, nach einem Ausflug zu Strauss, auch wieder zurück: Simone Kermes singt Liebeslieder im Konzerthaus.
Tagesspiegel[10]

Frankfurt: Was seine Mutter ihn lehrte: Liederabend Lawrence Zazzo (Counter)

Lawrence Zazzo, Simon Lepper. Copyright: Wolfgang Runkel/ Oper Frankfurt

Frankfurt:Was seine Mutter ihn lehrte
Der Countertenor Lawrence Zazzo mit realitätsnahen und kecken Liedern der US-amerikanischen Moderne in der Oper Frankfurt.
Frankfurter Rundschau[11]

Merci-Tournee: Juliette Greco muss ihr Abschiedskonzert in Wien absagen
Eigentlich wollte sich die 90-jährige Juliette Greco mit der Tournee „Merci“ von ihrem Publikum verabschieden. Nun muss die Chansonlegende nach einer Verschiebung von September den für 26. März geplanten Termin im Wiener Konzerthaus aus Gesundheitsgründen endgültig absagen. Karten können im Ticketcenter retourniert werden.
Wiener Zeitung[12]

Harry Belanfonte zum 90. Geburtstag: Der sanfte Gigant

Harry Belafonte ist heute 90! Eine Gratulation

Er marschierte mit Martin Luther King und war der König des Calypsos. Heute wird der US-amerikanische Sänger und Schauspieler Harry Belafonte 90 Jahre alt. Eine Gratulation
Tagesspiegel[13]

London: Deutsch-britischer Künstler Gustav Metzger starb 90-jährig =

London (APA/dpa) – Der deutsch-britische Künstler Gustav Metzger ist im Alter von 90 Jahren in London gestorben, wie die britische Zeitung „The Guardian“ am Donnerstag unter Berufung auf seine Sprecherin berichtete. Der gebürtige Nürnberger lebte seit 1939 in der britischen Hauptstadt, wohin er mit einem Kindertransport auf der Flucht vor den Nationalsozialisten gebracht worden war.

Metzger erfand in den 60er Jahren den Begriff der „auto-destruktiven“ und der „auto-kreativen“ Kunst. Er entwickelte Idee und Gestaltung eines Kunstwerks, überließ es dann aber sich selbst. So plante er eine Stahlskulptur, die sich infolge von Umweltzerstörung auflöst oder installierte eine Projektion von bewegten Bilder, die durch Flüssigkristalle gebildet wurden, die sich permanent veränderten.

TOBIAS NATTER UND DER SCHÖNSTE KLIMT

Gestern  Abend erzielte das Gemälde „Gustav Klimt, Bauerngarten, 1907“ einen Auktionsrekord. Im Rahmen der prestigeträchtigen Evening Sales ging es bei Sotheby´s London für einen Zuschlag von 42,5 Millionen Pfund (rund 49,5 Millionen Euro) plus Aufgeld an einen neuen Besitzer.

„Gustav Klimt, Bauerngarten, 1907“ – um 49,5 Millionen Euro verkauft

Tobias Netter: Damit wurde eine der schönsten Klimt-Landschaften in Privatbesitz versteigert.

In Wien war es das letzte Mal 1964 ausgestellt. Die Angabe „Exhibited: Vienna, Österreichische Galerie Belvedere, 2002-03“ laut Auktionskatalog Sotheby´s ist leider nicht zutreffend.

Nun hoffe ich, mit dem neuen Eigentümer bald in Kontakt treten zu können, um es für die in Vorbereitung befindliche Ausstellung „Klimt and Rodin. Dialogues“ als Leihgabe anzusuchen, die ich gemeinsam mit Max Hollein für San Francisco (13. Oktober 2017 bis 28. Januar 2018) plane. 

Tobias Natter

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

London:Millionen-Auktion: Gefecht um Klimts „Bauerngarten“
Das Auktionshaus Sotheby’s London versteigerte Klimts „Bauerngarten“ für 56,68 Millionen Euro. Der geschätzte Preis lag deutlich darunter.
Die Presse[14]

Die Wiener Klimt-Foundation, der Ex-Leopold-Geschäftsführer Peter Weinhäupl vorsteht, und die aus der umstrittenen Sammlung Ucicky hervorgegangen ist, hat bei der am Mittwochabend abgelaufenen Sotheby’s-Versteigerung in London Gustav Klimts Ölgemälde „Mädchen im Grünen“ aus 1896 erworben – für 4,32 Mio. Pfund (5,07 Mio. Euro), wie Weinhäupl der APA mitteilte.

Insgesamt erbrachte der Abend 177,02 Mio. Pfund (207,51 Mio.

Los Angeles: Oscar-Patzer: Verantwortliche Mitarbeiter erhalten Show-Verbot
Die Mitarbeiter hatten die Umschläge vertauscht. Die Folge: Das Team von „La La Land“ hielt schon seine Dankesrede, als bekannt wurde, dass es gar nicht gewonnen hatte.
Die Pres[15]

Herr Juncker hat fünf Ideen für die EU
Die Welt[16]

Jetzt wird es politisch, jetzt steige ich aus!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/876872_Geliebte-boese-Prinzessin.html?em_view
  2. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5177156/Staatsoper_Zwei-Neue-in-der-verbotenen-Stadt
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/amsterdam-de-nationale-oper-alexander-borodin-fuerst-igor
  4. https://www.facebook.com/baystaatsoper/photos/pcb.10155048139868794/10155048129338794/?type=3&theater: https://www.facebook.com/baystaatsoper/photos/pcb.10155048139868794/10155048129338794/?type=3&theater
  5. http://www.staatsoper.de/: http://www.staatsoper.de/
  6. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/positive-signale-aus-der-deutschen-klassikszene-juenger-weiblicher-moderner/19453864.html
  7. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/alban-bergs-wozzeck-in-erfurt-bemerkenswert-zeitlos-latent-konventionell-und-doch-eindringlic
  8. Jetzt hat sie Liebeslieder der italienischen Renaissance und des Frühbarocks ausgegraben: http://www.tagesspiegel.de/kultur/simone-kermes-wunderhorn/10856182.html
  9. im Konzerthaus: http://www.tagesspiegel.de/kultur/konzerthausorchester-hinter-glass-fassaden/19442922.html
  10. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/simone-kermes-die-geerdete-diva/19459008.html
  11. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/musik/liederabend-was-seine-mutter-ihn-lehrte-a-1039791
  12. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/pop_rock_jazz/876869_Juliette-Greco-muss-ihr-Abschiedskonzert-in-Wien-absagen.html?em_view
  13. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/harry-belafonte-zum-90-geburtstag-der-sanfte-gigant/19453856.html
  14. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/kunst/5177229/MillionenAuktion_Gefecht-um-Klimts-Bauerngarten
  15. Die Pres: http://diepresse.com/home/kultur/film/oscar/5177247/OscarPatzer_Verantwortliche-Mitarbeiter-erhalten-ShowVerbot
  16. Die Welt: https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article162509304/Herr-Juncker-hat-fuenf-Ideen-fuer-eine-neue-EU.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-maerz-2017


1. MÄRZ 2017

by ac | 1. März 2017 08:22

Heute beim Wiener Staatsballett: „Onegin“ mit Maria Yakovleva. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Onegin, das aufwühlend romantische Meisterwerk von John Cranko (Musik: Peter I. Tschaikowski) kehrt am Mittwoch, 1. März 2017 zurück auf die Staatsopernbühne – das Wiener Staatsballett präsentiert bis April 2017 insgesamt sechs Vorstellungen des Ballettklassikers.

!n der Wiederaufnahme am 1. März gibt Maria Yakovleva ihr Rollendebüt als Tatjana; Eno Peci ist als Onegin zu erleben, Natascha Mair als Olga, Denys Cherevychko als Lenski und Alexandru Tcacenco (Rollendebüt) als Fürst Gremin (Reprise in dieser Besetzung am 4. März).

Wiener Staatsoper: Solistenkonzert am 7. März umbesetzt: Statt Dmitry Hvorostovsky singt nun Mathias Goerne Schuberts „Winterreise“

Nachdem Dmitri Hvorostovsky aus gesundheitlichen Gründen sein Solistenkonzert mit Ivari Ilja am 7. März 2017 bedauerlicherweise absagen musste, konnten nun erfreulicherweise Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser für diesen Abend gewonnen werden: Die beiden Künstler werden gemeinsam Franz Schuberts „Winterreise“ interpretieren. Der deutsche Bariton Matthias Goerne steht dann ab 12. März als Kurwenal in Tristan und Isolde auf der Staatsopernbühne.

Obige Info ist eine Presseaussendung der Wiener Staatsoper. Bei einer derart gravierenden Umbesetzung stellt sich für mich schon die Frage, warum dann nicht die Veranstaltung überhaupt abgesagt wird. Wer „Die Winterreise“ hören will, wird sich Karten für einen Konzertsaal kaufen, muss nicht in der Oper damit „überfallen“ werden. Aber – die Solistenkonzerte werden als ABO verkauft, es ist also nicht so einfach mit einer Absage.

Wie ich soeben erfahren habe, können die bereits gekauften Karten zurückgegeben werden. Wenigstens etwas!

Wiener Staatsoper: „Turandot“ – Von einer guten Repertoire-Aufführung ist zu berichten

Turandot_90225[1]
„Turandot“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Thomas Prochazka schreibt über die Staatsoperndebüts: Elena Pankratova ließ bei ihrem Haus-Debut eine im piano und der Mittellage gut geführte Stimme hören. »In questa Reggia« allerdings vergab sie, setzte zuviel Kraft ein, wo Puccini doch größtenteils piano vorgeschrieben hat. Da klang Pankratovas Stimme in der Höhe schrill, ließ einige Male die Deckung vermissen. Insgesamt jedoch: Nach Lise Lindstroms Wiener Turandot-»Versuchen«[1] eine wohltönende Verbesserung. Mit Potential nach oben…

Der aus Turin gebürtige Stefano La Colla beeindruckte bei seinem Haus-Debut als Calaf mit einer der großen italienischen Gesangstradition verpflichteten, wenngleich für seine bislang nur zehn Jahre währende Carrière sehr metallisch klingenden Stimme.

Ja, die feine Linie ist die Sache des an kleinen Häusern gelernt Habenden nicht. Sein dunkel timbriertes, bis in die Spitzentöne kompakt geführtes und im Klang ein wenig an Franco Corelli erinnerndes Organ ließ allerdings alle Schwierigkeiten der Partie vergessen.

Und, abermals ja, »Non piangere, Liù« hat man schon delikater gesungen gehört. Aber die gesangstechnische Mühelosigkeit, mit welcher dieser Calaf Turandot seine Ansprüche klar machte und dabei in »Ti voglio tutta ardente d’amor!« organisch eingebettet das hohe C der alternativen Fassung erklomm — das hatte etwas Beeindruckendes an sich…

Zum Bericht[2] von Thomas Prochazka

Wien/ Theater an der Wien:   „Piramo e Tisbe“ von Johann Adolph Hasse. Konzertant am 28.2.2017

 

Das Theater an der Wien bemüht sich erfolgreich, dem interessierten Publikum Raritäten der Opernwelt nahezubringen. Diesfalls wurde die kaum bekannte Oper „Piramo e Tisbe“ des ebenfalls wenig prominenten deutschen Komponisten Johann Adolph Hasse in konzertanter Form aufgeführt. Das Stück gleichen Titels aus den Metamorphosen Ovids, könnte man als vereinfachte Form von Shakepeares „Romeo und Julia“ sehen, in sehr verknappter Form als Drei-Personen-Stück.

Zum Bericht [3]von Johannes Marksteiner

Antwerpen: „Simon Boccanegra“ – in Antwerpen ganz ohne Mafia-Anspielungen

Waldemar Kamer berichtet von einigen Rollendebüts: Giuseppe Verdi bezeichnete „Simon Boccanegra“ als sein „Leidenskind“ und seine „schwärzeste Oper“. Die Uraufführungen 1857 in Venedig und 1859 in Mailand gerieten zum vollen Fiasko, was wahrscheinlich hauptsächlich an dem schaurig-schwierigen Libretto von Francesco Maria Piave lag. Dieses fußte auf einem spanischen Haudegen-Theaterstück von Antonio Gutierrez, bei dem sich Verdi schon „El Trovador“ ausgeborgt hatte – auch eine recht verworrene Geschichte für eine Oper. Zwanzig Jahre später hat Verdi „Simon Boccanegra“ mit seinem neuen Librettisten Arrigo Boito gründlich überarbeitet und selbst einige politische Szenen hinzugefügt, so wie die berühmte „Ratsszene“ im Dogenpalast…

Der bulgarische Bariton Kiril Manolov hat sich bis jetzt vor allem als Falstaff einen Namen gemacht, für den er nicht nur die Stimme, sondern auch die gebührende Körperfülle mitbringt. Doppelt so groß und doppelt so breit, wie seine Gegenspieler, beherrscht er als „capitano del popolo“, der durch das Volk zum Dogen ernannte Simone Boccanegra, auf ganz natürliche Weise die Bühne…

Die Griechin Myrtó Papatanasiu ist in Wien vor allem bekannt als „Traviata“ und Donna Anna. Kurz vor ihrem Debüt als Alcina im Oktober erzählte sie dem Merker, dass für sie „Händel wie Honig, Mozart wie Wasser und Verdi wie die Natur schlechthin“ sei und sie sich sehr auf ihr Rollendebüt als Amelia Grimaldi freue…

Zum Interview R.Wagner[4] mit Myrtó Papatanasiu

Zum Bericht[5] von Waldemar Kamer

Von Krise zu Renaissance: Roms Opernhaus feiert Neustart
Nach der schmerzhaften Trennung von seinem Ehrenpräsidenten Riccardo Muti 2014 und einer radikalen Umstrukturierung hat Roms Opernhaus den Neubeginn geschafft. Im Zeitraum 2014 bis 2016 meldete die „Opera di Roma“ ein Zuwachs bei den Einnahmen von 51 Prozent. Die Zahl der Zuschauer kletterte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 bis 2014 um 28 Prozent, freute sich Intendant Carlo Fuortes.
Salzburger Nachrichten[6]

Zürich: Manfred Trojahns „Orest“ – inszeniert von Hans Neuenfels mit einem fulminanten Georg Nigl

Hier nagt die Bürgerschaft jedenfalls nicht am Hungertuch. Wer sich in der schönen Stadt am Zürisee ein Premierenabo hält, der kann es sich leisten, auch mal zu Haus zu bleiben und die hochpreisigen Parkettkarten verfallen zu lassen. Solches geschah zigfach und schier demonstrativ am Sonntagabend, als erstmals die Oper „Orest“ von Manfred Trojahn auf dem Spielplan stand, als Schweizer Erstaufführung, in der Regie von Hans Neuenfels, dirigiert von Erik Nielsen. Halbe Reihen blieben leer… (Quelle: Neue Zürcher Zeitung)

Diese Oper ist sicher nicht für das Repertoire geeignet. Bei einem Premieren-Abo ist das doch anders, man kommt um zu demonstrieren, dass man sich ein Premieren-Abo leisten kann. Offenbar hat dieses Argument diesmal auch nicht ganz gewirkt – aber die meisten Rezensenten geben positive Wertungen ab:

Alleine ins Dunkle, Ungewisse –
Manfred Trojahns Oper „Orest“ wird bei ihrer Schweizer Erstaufführung in Zürich gefeiert
Neue Musikzeitung/nmz.de[7]
Hans Neuenfels inszeniert die Oper „Orest“
Frankfurter Allgemeine[8]
Jetzt redet der Muttermörder endlich
So selbstverständlich kann Zeitgenössisches gelingen: Hans Neuenfels und Erik Nielsen verhelfen in Zürich Manfred Trojahns «Orest» zum Erfolg – einer meisterhaften neuen Oper, die Strauss‘ «Elektra» fortschreibt.
Neue Zürcher Zeitung[9]

Mehr Veranstaltungen: Deutsche Orchestervereinigung sieht Trendwende
18,2 Millionen Menschen besuchten in der Saison 2015/16 ein klassisches Konzert in Deutschland –
Der Standard[10]
Orchestervereinigung sieht Trendwende im Klassikbetrieb
Musik heute[11]

Man soll Fußball und Hochkultur nicht gegeneinander ausspielen. Beides hat seine Daseinsberechtigung und wohl auch seine Fans. Die Orchestervereinigung hat offenbar einen Fußballkomplex, denn sie weist ungefragt darauf hin, dass die Konzerte in Deutschland von 40 % mehr Leuten besucht werden, als die Spiele der Fußball-Bundesliga. Mit Prozentzahlen kann man alles beweisen, wichtig ist nur die Fragestellung. In Deutschland finden wöchentlich 9 (in Worten: neun) Spiele der Fußball-Bundesliga statt. Wie viele Konzerte harren während dieser Zeitspanne ihrer Besucher? Wenn man nach der Auslastung fragt, käme man auf ein anderes Ergebnis. Aber lassen wir diese Vergleiche, die bringen wirklich nichts, außer ein verzerrtes Bild!

London/Coliseum: The Winter’s Tale – gesammelte Rezensionen
The Winter’s Tale , ENO, London, review: A radiant Sophie Bevan as Hermione
http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/[12]
The Winter’s Tale, opera review: Impressive directorial debut by Rory Kinnear
http://www.standard.co.uk/goingout/arts/the-winters-tale-opera-review[13]
The Winter’s Tale review at Coliseum, London – “an intelligent staging’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/winters-tale-review-coliseum-london/[14]
Review: The Winter’s Tale (London Coliseum)
English National Opera’s newly-commissioned opera is a triumph for Rory Kinnear
http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-[15]

BWW Review: THE WINTER’S TALE, London Coliseum
http://www.broadwayworld.com/westend/article/BWW-Review[16]

“A sad tale’s best for winter”: Wigglesworth’s Shakespeare full of eloquent clarity at the Coliseum
bachtrack[17]

Wien: Nicholas Ofczarek und Michael Maertens werden Kammerschauspieler
Wiener Zeitung[18]
Ofczarek und Maertens werden zu Kammerschauspielern
Salzburger Nachrichten[19]

Heute beginnt im TV der Dreiteiler „Maximilian“. Renate Wagner hat rechtzeitig das neue Buch rezensiert

BuchCover  Grössling, Maximilian und die Frauen

Sigrid-Maria Größing:  KAISER MAXIMILIAN I. & DIE FRAUEN
224 Seiten, Amalthea Verlag, 2016

Dass ein Herrscher des ausgehenden Mittelalters – also gut ein halbes Jahrtausend von uns entfernt – Held einer dreiteiligen Fernsehserie wird, kann nur mit einer Liebesgeschichte erklärt werden. Und die hatten Maximilian von Habsburg, der spätere Kaiser Maximilian I., und Maria von Burgund, eine der schönsten und reichsten Erbinnen Europas, wahrlich zu bieten. Eine Romanze, eine glückliche Ehe, ein tragischer früher Tod – ja, der Stoff aus dem Fernseh-Dreiteiler sind.

Doch wie jeder Mensch war Maximilian von Frauen, von  „Familie“ umgeben, hatte Mutter, Schwester, Ehefrauen, Tochter, Schwiegertochter, Enkelinnen. Sigrid-Maria Größing, eine souveräne Autorin vieler Habsburgischer Familiengeschichten, bietet in „Kaiser Maximilian I. & die Frauen“ eine Reihe von hoch interessanten Porträts weiblicher Schicksale und macht dabei unmissverständlich klar, dass es keinesfalls glücksverheißend war, in eine Herrscherfamilie hineingeboren zu werden. Denn in einer Zeit, wo Frauen für Macht und auch sehr stark für Geld verschachert wurden, war der Spielraum für persönliches Glück gering…

Zur Buchbesprechung[20] (Renate Wagner)

Wer Zeit hat, schaut sich heute den ersten Teil des Dreiteilers an und erfährt hoffentlich Wissenswertes auch abseits der Frauen!

Maximilian ab heute im TV: Außen hui, innen bemüht
Oberösterreichische Nachrichten[21]

Shakespeare trainiert den englischen Fußballmeister Leicester City

Bleiben wir bei historischen Begebenheiten: Richard III. ist meines Wissens nach in Leicester begraben. Mit seinem Drama hat William Shakespeare  König Richard „unsterblich“ gemacht. Nun trainiert Skakespeare sogar den englischen Fußballmeister. Nach der Ablöse von Trainer Claudio Ranieri wurde dessen Assistent Craig Shakespeare interimistisch Trainer von Leicester City und schockte im ersten Spiel „Kloppo“ mit einem 3:1 gegen dessen Liverpool. 

Donald Trump kann machen war er will, alles wird als schlecht empfunden

Die Rede vor dem Kongress vor wenigen Stunden wurde von 78 % der Amerikaner als positiv empfunden (was nicht heißt, dass 78 % plötzlich Trump-Fans sind). Trumps Aussage, dass sich die USA künftig bei der Einwanderungspolitik nach Qualifikation und Leistungsbereitschaft der Neuankömmlinge orientieren wolle, könnte allerdings mehrheitsfähig sein!

Aber wie kann man Trump und seiner Entourage „ans Bein Pinkeln“? Zum Beispiel mit einem Foto

Das Foto erregte Empörung in sozialen Netzwerken wegen „respektlosen Verhaltens“. Die Beraterin von Donald Trump hat nämlich die Schuhe ausgezogen, bevor sie das Sofa enterte. Conway sagte  am Dienstag dem Fernsehsender Fox: Sie sei darum gebeten worden, „in einem Raum voller Menschen mit der Presse im Rücken ein Foto zu machen“ und zudem aus „einem bestimmten Winkel“.

Die meuternden Netzwerker behalten offenbar auf dem Sofa ihre Schuhe an.

Wenn die US-Amerikaner keine anderen Sorgen mit ihrem Präsidenten haben, besteht die Hoffnung, dass bald Normalität einkehrt!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Wiener Turandot-»Versuchen«: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-turandot-3
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-turandot-4
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-piramo-e-tisbe-von-johann-adolph-hasse-konzertant
  4. Interview R.Wagner: http://der-neue-merker.eu/myrto-papatanasiu-haendel-ist-wie-honig
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/antwerpen-opera-vlaanderen-simon-boccanegra
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/von-krise-zu-renaissance-roms-opernhaus-feiert-neustart-236514/
  7. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/alleine-ins-dunkle-ungewisse-manfred-trojahns-oper-orest-wird-bei-ihrer-schweizer-erstauffueh
  8. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/hans-neuenfels-inszeniert-die-oper-orest-14901007.html
  9. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/erstauffuehrung-am-opernhaus-zuerich-jetzt-redet-der-muttermoerder-endlich-ld.148063
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000053315309/Mehr-Veranstaltungen-Deutsche-Orchestervereinigung-sieht-Trendwende
  11. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15103/orchestervereinigung-sieht-trendwende-im-klassikbetrieb/
  12. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/
  13. http://www.standard.co.uk/goingout/arts/the-winters-tale-opera-review: http://www.standard.co.uk/goingout/arts/the-winters-tale-opera-review
  14. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/winters-tale-review-coliseum-london/: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/winters-tale-review-coliseum-london/
  15. http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-: http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-
  16. http://www.broadwayworld.com/westend/article/BWW-Review: http://www.broadwayworld.com/westend/article/BWW-Review
  17. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-wigglesworth-winters-tale-paterson-bevan-melrose-eno-coliseum-london-february-2017
  18. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/876634_Nicholas-Ofczarek-und-Michael-Maertens-werden-Kammerschauspieler.html?em_view
  19. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/ofczarek-und-maertens-werden-zu-kammerschauspielern-236528/
  20. Zur Buchbesprechung: http://der-neue-merker.eu/buch
  21. Oberösterreichische Nachrichten: http://news.google.at/news/url?sr=1&ct2=de_at%2F1_0_s_8_1_a&sa=t&usg=AFQjCNH-rIDNi2LrqcTQpKbxGinzG-tRtQ&cid=52780282446605&url=http%3A%2F%2Fwww.nachrichten.at%2Fnachrichten%2Fkultur%2FAussen-hui-innen-bemueht-Kaiser-Maximilian-im-TV%3Bart16%2C2497965&ei=pHC2WNDqNY-o6QTq5I7gBg&rt=SECTION&vm=STANDARD&bvm=section&did=-2721722847492233067&sid=de_at%3Ae&ssid=e&st=1&at=dt0

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-maerz-2017


28. FEBRUAR 2017

by ac | 28. Februar 2017 07:57

Heute als Calaf an der Wiener Staatsoper: Stefano La Colla. Foto: Opera Vladarski

Das ist übrigens kein Foto in ziviler Kluft (die wäre auch etwas verrückt), sondern die Adjustierung des „Canio“ in der Arena von Verona

Stefano La Colla wird anstelle des angekündigten Marcelo Álvarez in der kommenden Vorstellungsserie von Puccinis Turandot (28. Februar, 3. und 8. März 2017) an der Wiener Staatsoper den Calaf singen und damit sein Debüt im Haus am Ring geben.

„Turandot“ in der Wiener Staatsoper. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
 
In der Titelpartie der Wiederaufnahme von Marco Arturo Marellis Inszenierung gibt weiters Elena Pankratova als Turandot ihr Debüt im Haus am Ring, Anita Hartig verkörpert wie bereits in der Premiere im April 2016 die Liù. Paolo Carignani dirigiert erstmals Turandot an der Wiener Staatsoper.

WIENER STAATSOPER: Geschäftsbericht 2015/2016 – Zwischenbilanz 2016/2017

Parallel zur Präsentation des Jahresberichtes des Bundestheater-Konzerns hat die Wiener Staatsoper GmbH am Montag, 27. Februar 2017, ihren Geschäftsbericht der Saison 2015/2016 veröffentlicht. Dieser ist digital abrufbar auf der Homepage:

http://www.wiener-staatsoper.at/fileadmin/Downloads/GB_2015-2016.pdf[1]

Die Wiener Staatsoper kann über Auslastungsmangel nicht klagen (in diesem Punkt ist sie wohl – eventuell vergleichbar mit München) wirklich Weltspitze. Das belegen immerhin Zahlen, die man zwar manipulieren kann – aber das freie Auge kann man nicht betrügen. Die Besucherauslastung ist im Vergleich zur Vorsaison um einen halben Prozentpunkt gesunken (99′ 2 % schaut sehr nach Diktaturen aus, 98,59 % wirken dagegen geradezu entwaffnend ehrlich).

Der Umsatz betrug 43,9 Mio. €, die aktivierten Eigenleistungen 0,6 Mio. €, sonstige betriebliche Erträge beliefen sich auf 73,2 Mio. €. Der Eigendeckungsgrad belief sich auf 43,8 %.

Das mag sehr viel sein, sonst würde man es nicht so prominent herausstellen. Einem, der 100 % Eigendeckungsgrad erwirtschaften musste, kann man damit weniger imponieren. Aber zugegeben, das ist wirklich nicht vergleichbar – also erstarre ich in Ehrfurcht.

Wien
Wiener Staatsoper mit knapp 99 % Auslastung
Musik heute[2]

Auf dem Prüfstand stand allerdings die gesamte HoldingWien, deren Chef ist zufrieden.
Bundestheater gesundet, aber mit blauem Auge
Der Bühnenkonzern bilanziert in der Saison 2015/16 mit einem Millionengewinn. Auch im Burgtheater nähert man sich den schwarzen Zahlen – derstandard.at/2000053263749/Bundestheater-gesundet-aber-mit-blauem-Auge
Der Standard[3]
Holding-Chef: Bin nicht für Turbo-Kapitalismus
Wiener Zeitung[4]

SEMPEROPER DRESDEN: OTELLO – PREMIERENBERICHTE UND FOTOS. Premiere am 23.2.

Zum Premierenbericht[5] von Ingrid Gerk


Dorothea Röschmann (Desdemona), Stephen Gould (Otello). Copyright: Monika Forster

Dresden/ Semperoper: Jubel für Stephen Gould als „Otello“
http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5176064/Jubel-fuer-Stephen-Gould-als-Otello[6]

Andrzej Dobber (Jago), Stephen Gould (Otello). Copyright: Monika Forster

Salzburg/ Landestheater: „La Bohème“: Coole Typen und lodernde Gefühle
In seiner Neuinszenierung der „Bohème“ für das Salzburger Landestheater setzte Regisseur Andreas Gergen auf eine Abbildung der zeitgenössischen Selfie-Kultur. Unterstützt von Video-Installationen, bestimmten trendige Kostüme und coole Posen das Bild – bunt, aber ein wenig zu gefällig. Dafür blieb stimmlich und orchestral kein Wunsch offen.
BR-Klassik[7]

Wien/ Volksoper: „Wie man Karriere macht…“

Wien/ Volksoper: Das Geheimnis seines Erfolgs
Vergnügliche Nostalgie an der Volksoper: „Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen“.
Wiener Zeitung[8]
Wie man ohne Karriere-Ratgeber einen Musical-Hit landet
Frank Loessers „Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen“ an der Wiener Volksoper.
Kurier[9]

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 28. FEBRUAR – 6. MÄRZ 2017

 

Heinrich Schramm-Schiessl stellt jede Woche einen (sicher nicht ganz vollständigen) Überblick über gesamte Opern im Radio zusammen. Die Liste finden Sie zu Wochenbeginn (meist Dienstag) in unsereren „Infos des Tages“

„Semiramide“ – Stream aus München

Dank für alle Informationen zu diesem Thema. Gestern habe ich die Frage gestellt, wie der Stream bei Ihnen funktioniert hat. Es gab Glückliche oder besonders Geschickte, bei denen der Stream klaglos funktioniert hat. Es gab aber auch Opernfreunde, die an diesem Stream verzweifelt sind.

Sandra Warnung aus Wien: Trösten Sie sich, das Ganze war auch bei mir ein Flop. Trotz aktuellem Adobe Flash Player und ausreichendem „Internet-Speed“ alle halbe Minuten Geruckel, Aussetzer im Ton und Stillstand beim Bild. Diesmal konnte man nicht einmal – wie sonst immer – auf den ganzen Bildschirm „vergrößern“. Hab in der Pause den Browser gewechselt, alle Caches gelöscht und Adobe noch mal neu installiert, war trotzdem im 2. Teil leider dasselbe in grün.

Das war deshalb so enttäuschend, weil bisher alle Streams aus München klaglos funktioniert haben. Die Bayerische Staatsoper bietet ihre Streams kostenlos an – „einem geschenkten Gaul schaut man nicht in Maul“. Irgend etwas war diesmal anders als sonst, angeblich wird sogar im Forum der Bayerischen Staatsoper diskutiert.

Ich habe nach 30 Minuten des Wartens aufgegeben und mir dann problemlos den „L’Elisir“-Stream der Wiener Staatsoper angeschaut.

Wir können nur auf den nächsten Stream warten. Scheitere ich wieder, muss ich wohl die Münchner Streams in Zukunft vergessen. Mein PC  ist technisch voll auf der Höhe, ich wüsste nicht, was ich da noch verbessern könnte. Eine Bitte an die Bayerische Staatsoper: Nachdem viele Besucher Probleme hatten – und die waren mit Sicherheit nicht alle technisch total unbedarft –  schlage ich vor, den Stream nach Ortung des Problems noch einmal zu senden (natürlich ist der Stream aufgezeichnet und kann jederzeit wieder abgespielt werden).

Bei den Wiener Streams gab es einmal ein ähnliches Problem (ich glaube, das war „Armide“). Die Staatsoper hat die Aufzeichnung nochmals ihren Besuchern (kostenlos) angeboten.

Ich darf von einem mich exclusiv betreffenden Erlebnis berichten. Ich hatte einen „Rheingold“ – Stream selbst vermurkst/verpasst, die Schuld lag allein bei mir. Daraufhin habe ich die zuständige Stelle in der Wiener Staatsoper angerufen (Produzent Mag. Widauer) – und der hat den Stream für mich allein zu einer vereinbarten Zeit nochmals laufen lassen. Das war eine Sondervorstellung – und „Dienst am Kunden“ – wie ich ihn mein ganzes Geschäftsleben lang praktiziert habe.

Einstige Prager Operndirektorin Eva Herrmannova gestorben
Holocaust-Überlebende wurde 87 Jahre alt
Der Standard[10]

Deutscher Schauspieler Martin Lüttge gestorben =

Als „Tatort“-Komissar war Lüttge auch im Einsatz. Bildquelle: APA (dpa)/Fabian Matzerath

München (APA/dpa) – Der Schauspieler Martin Lüttge ist tot. Er sei am vergangenen Mittwoch im Alter von 73 Jahren in Schleswig-Holstein gestorben, bestätigte seine Hamburger Agentur Reuter am Montag entsprechende Medienberichte. Der gebürtige Hamburger war Anfang der neunziger Jahre als „Tatort“-Kommissar Bernd Flemming einem breiten Fernsehpublikum bekannt geworden.

Lüttges Rolle des eher bodenständigen, leicht verschrobenen Kommissars – gepaart mit Humor – wurde von Kritikern hochgelobt. Doch trotz des großen Erfolgs verabschiedete sich Lüttge nach nur 15 Folgen, um sich wieder mehr dem Theater zu widmen.

Bereits 1978 gehörte er zu den Gründern eines Theaters auf einem Bauernhof in Mehring bei Burghausen, der als Theaterhof Priessenthal bekannt wurde…

Der Name hat mir nichts gesagt, auf dem Foto habe ich den Schauspieler aber sofort wiedererkannt!

ATHEN: Ausstellung zu Richard Wagner

Im „Theater Dimitris Kontiris“ in Athen (Frinihoustr.10, Tel.: 2114089670) findet noch bis 7. März die Ausstellung zu Wagners „RING“ statt, die Künstlerin nennt sich schlicht „Dorothea“. Initiatorin der Ausstellung ist Prof. Dr. Regina Argiraki (Fine Arts Depart, Universität Thessaloniki). „Dorothea“ studierte bei ihr und Dr.Ilias Koromilas

Irini Konsta bei der Hallenarie der Elisabeth (Tannhäuser). Copyright: Prof. Dr. Ilias Koromilas

Los Angeles/ Oscar-Verleihung

Die angekündigte große Revolution gegen Donald Trump blieb zwar weitgehend aus, dennoch war die Preisvergabe politisch wie kaum jemals zuvor. Im Vorjahr wurde „Rassismus“ attestiert, weil es keine schwarzen Preisträger gab, heuer waren die Schwarzen überrepräsentiert. Der Siegerfilm „Moonlight“ behandelt „arm, schwarz und schwul“ – und ein iranischer Film hat „Toni Erdmann den „Oscar“ weggeschnappt. Die Entscheidungen wurden natürlich völlig ohne Hintergedanken getroffen und waren nur der Qualität geschuldet.

„Moonlight“ handelt von einer vernachlässig­ten Gruppe: „Arm, schwarz und schwul“
Regisseur Barry Jenkins im Interview über den Oscar-Sieger: „Wer Universalität anstrebt, steht am Ende mit einem Produkt da, nicht mit einem Kunstwerk.“
Kurier[11]
Oscars 2017
Viel La La, ein bisschen Trump und eine große Panne
Die Presse[12]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. http://www.wiener-staatsoper.at/fileadmin/Downloads/GB_2015-2016.pdf: http://www.wiener-staatsoper.at/fileadmin/Downloads/GB_2015-2016.pdf
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15096/wiener-staatsoper-mit-knapp-99-prozent-auslastung/
  3. Der Standard: http://derstandard.at/2000053263749/Bundestheater-gesundet-aber-mit-blauem-Auge
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/876438_Bin-nicht-fuer-Turbokapitalismus.html?em_view
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/dresden-semperoper-otello-hochdramatisch-unter-thielemann-premiere
  6. http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5176064/Jubel-fuer-Stephen-Gould-als-Otello: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5176064/Jubel-fuer-Stephen-Gould-als-Otello
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-la-boheme-salzburger-landestheater-2017-100.html
  8. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/876407_Das-Geheimnis-seines-Erfolgs.html?em_view
  9. Kurier: https://kurier.at/kultur/wie-man-ohne-karriere-ratgeber-einen-musical-hit-landet/248.715.339
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000053257505/Einstige-Prager-Operndirektorin-Eva-Herrmannova-gestorben
  11. Kurier: https://kurier.at/kultur/moonlight-handelt-von-einer-vernachlaessigten-gruppe-arm-schwarz-und-schwul/248.923.099
  12. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/film/oscar/5175608/Oscars-2017_Viel-La-La-ein-bisschen-Trump-und-eine-grosse-Panne

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-februar-2017


27. FEBRUAR 2017

by ac | 27. Februar 2017 08:43

Panne war der Höhepunkt der diesjährigen Oscar-Verleihung

Warren Beatty hat den falschen Siegerfilm bekanntgegeben.  Das gesamte La La Land-Team stand bereits auf der Bühne, als Beatty auf „Moonlight“ als bester Film korrigieren musste. La La Land erhielt zwar fünf Oscars, den wichtigsten aber nicht.

Die APA erklärt den Irrtum so: Beatty, der den Preis gemeinsam mit seinem „Bonnie und Clyde“-Co-Star Faye Dunaway überreichte, erklärte den peinlichen Irrtum auf der Bühne des Dolby Theatre mit einem falschen Kuvert: Er habe versehentlich eine Karte in der Hand gehalten, die „La La Land“-Schauspielerin Emma Stone zur besten Hauptdarstellerin erklärte. Die 28-jährige Schauspielerin jedoch versicherte direkt im Anschluss an die Verleihung Journalisten, „ihr“ Kuvert stets bei sich gehabt zu haben.
Möglich also, dass das Kuvert doppelt vorhanden war – eine Theorie, die auch „Moonlight“-Regisseur Barry Jenkins vertritt. „Ich hatte das Gefühl, dass etwas Seltsames vorgefallen ist“, sagte er Journalisten im Anschluss an seinen Sieg hinter den Kulissen. „Ich war sprachlos. Ich habe die Oscars stets verfolgt und so etwas noch nie gesehen. Es hat das Ganze noch besonderer gemacht – aber nicht in der Art und Weise, wie ich es erwartet hätte.“

Politik spielte die Hauptrolle, die Positionierung gegen Donald Trump war angesagt, aber gar so klar kam sie doch nicht durch. Einige Entscheidungen schienen aber politisch gefärbt. So hat zum Beispiel mit Mahershala Ali erstmals ein Muslim einen Oscar bekommen. Auch „Toni Erdmann“ kam angeblich aus vorwiegend politischen Gründen um seinen „Oscar“ – ein Preis für einen iranischen Film („Salesman“) musste her!

Damien Chazelle wurde für das Musical „La La Land“ als bester Regisseur ausgezeichnet und ist demnach mit 32 Jahren der jüngste Regisseur, der jemals einen Oscar bekommen hat. Bester Film wurde allerdings  „Moonlight“. Mahershala Ali hat bei der 89. Oscargala Geschichte geschrieben: Der Afroamerikaner wurde als bester Nebendarsteller in „Moonlight ausgezeichnet und ist der erste muslimische Oscar-Preisträger. Beste Hauptdarstellerin wurde Emma Stone, bester Hauptdarsteller wurde Casey Affleck

Eine Pleite gab es für „Toni Erdman“ mit dem Österreicher Peter Simonischek in der Hauptrolle, „weltberühmt in Österreich“ ist leider keine Oscar-Kategorie.

 Peter Simonischek war nicht einmal auf dem roten Teppich zugelassen, dabei war er eigens deswegen nach Los Angeles gereist. Da nur eine Begleitperson auf dem Red Carpet vorgesehen war, entschied sich die deutsche Regisseurin Maren Ade für Simonischeks Film-Tochter Sandra Hüller. Es begab sich somit die so ziemlich totale Nullnummer für den in Deutschland und Österreich als Favorit gehandelten Film. Außer Spesen nichts gewesen!

Wie konnte es zur Panne kommen? PricewaterhouseCoopers entschuldigt sich für Oscar-Panne =

Hollywood (APA/dpa) – Langsam lichtet sich der Nebel, wie es zur großen Panne bei der 89. Oscar-Verleihung gekommen sein dürfte, wo mit „La La Land“ zunächst der falsche Gewinner in der Kategorie „Bester Film“ verkündet wurde, bevor mit „Moonlight“ der wahre Sieger ausgerufen wurde. Der für die Ausgabe der Siegerumschläge zuständige Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers entschuldigte sich in einer Stellungnahme.

 „Wir entschuldigen uns aufrichtig bei ‚Moonlight‘, ‚La La Land‘, Warren Beatty, Faye Dunaway und den Oscar-Zuschauer für den Fehler, der während der Vergabe des Preises für den besten Film geschehen ist. Den Präsentatoren wurde irrtümlich der Umschlag für die falsche Kategorie ausgehändigt – was umgehend korrigiert wurde, als man darauf gekommen ist. Wir untersuchen derzeit, wie das geschehen konnte und bedauern zutiefst, dass dies passiert ist. Wir danken dafür, wie würdevoll die Nominierten, die Academy, (der für die Übertragung zuständige TV-Sender, Anm.) ABC und (Moderator, Anm.) Jimmy Kimmel mit der Situation umgegangen sind“, so das Statement von PricewaterhouseCoopers.

Frage an unsere Leser zu „Semiramide“ aus München (Stream vom Sonntag)

Vorweg, ich wollte die „Semiramide“ sehen, habe es aber wegen technischer Probleme nicht geschafft. Das sagt nicht viel, denn ich bin „patschert“. Aber eine weniger patscherte Kollegin hatte die gleichen Probleme.

Meine Frage an Sie ist, ob anderswo die Übertragung vom Anfang bis zum Ende problemlos funktioniert hat. In diesem Fall läge der Fehler tatsächlich bei mir (uns).

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

ERFURT: WOZZECK. Premiere am 25.2.2017

Copyright: Lutz Edelhoff/ Theater Erfurt

Zum Bericht [1]von Larissa Gawritschenko & Thomas Janda

YOUTUBE-VIDEO ZU „WOZZECK“ / Theater Erfurt[2]

STUTTGART/ Staatsoper: NABUCCO-Wiederaufnahme am 25.2.2017

Stuttgart: Nabucco. Marco Vratogna in der Titelrolle. Copyright: Martin Sigmund

Zum Bericht [3]von Alexander Walther

Zum Bericht[4] von Udo Klebes

Wien/ Neue Oper im Semperdepot: LE MALENTENDU. „Multimedialer Existentialismus“
2. Aufführung von „Le Malentendu“, Neue Oper Wien am 24.2.

Zum Bericht[5] von Dominik Troger

Berlin: Banges Warten auf die Akustik im neuen Boulez-Saal

Mit dem Pierre-Boulez-Saal wird am kommenden Sonnabend in Berlin ein neuer Konzertsaal eröffnet. Dirigent Daniel Barenboim konnte für den Kammermusiksaal in seiner Barenboim-Said Akademie den Akustiker Yasuhisa Toyota gewinnen. Der Japaner, der seit Jahren mit seiner Frau in Los Angeles lebt, gilt in der Fachwelt als die Nummer eins, er hat die Suntory Hall in Tokio, die Walt Disney Concert Hall in L.A. und zuletzt die Hamburger Elbphilharmonie eingerichtet. Das Gespräch fand am Rande von Akustikproben im Boulez-Saal statt… (Berliner Morgenpost)

Warten – das Geheimnis der Akustik
Von der Elbphilharmonie nach Berlin: Yasuhisa Toyota ist für den Klang im neuen Berliner Pierre-Boulez-Saal zuständig. Ein Gespräch.
Berliner Morgenpost[6]

Boris Godunov in Marseille
http://www.operatoday.com/content/2017/02/boris_godunov_i.php[7]

London: Shostakovich’s The Nose at the Royal Opera House by Giles Masters
The Guardian[8]

Mailänder Scala sammelt für junge Erdbebenopfer
Die Mailänder Scala hat rund 250.000 Euro zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in den Erdbebenregionen Mittelitaliens gesammelt. Der Betrag wurde mit einer Benefizaufführung von Giuseppe Verdis „La Traviata“ erlöst, die am Sonntagabend stattfinden sollte.
Musik heute[9]

Nachtrag zum Wiener Opernball:

Edle Eleganz: Maria Yakovleva und Denys Cherevychko im Walzer „Künstlerleben“© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Ira Werbowsky, die Ballettredakteurin des Merker-Hefts, hat einen Bericht über den Opernball verfasst, der sich natürlich in erster Linie mit dem Ballett befasst.

Zum Bericht[10] von Ira Werbowsky

Der Opernball 2017 wird untrennbar mit dem Namen Sabine Oberhauser verbunden bleiben. Peter Skorepa möchte von einem  persönlichen Erlebnis mit der verstorbenen Ministerin berichten:

Als vor zwei Jahren in St. Margarethen bei der Tosca Premiere so ein Sauwetter war und ich nach Beendigung der zweiten Pause bei den reservierten Reihen vorbeiging, hatten sich keine der Gratissitzer aus Funk Film und Fernsehen und auch keiner der Gratisblitzer aus Politik und Wirtschaft mehr eingefunden. Die feierten wahrscheinlich schon irgendwo den 3.Akt im Gemütlichen.

Als einzige Prominente saß da mit ihrem Begleiter Frau Oberhauser in der feuchten Sommernacht und harrte aus. Das werde ich ihr nie vergessen, diesen Enthusiasmus trotz Freikarten. ich widme ihr ein Dankeschön von Opernfan zu Opernfan über alle Parteigrenzen hinweg.

UNGARISCHE STAATSOPER: SIEGFRIED. PREMIERE AM 19. MÄRZ

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WIEN: Husslein-Arco in Vorstand der Privatstiftung Leopold berufen

Für Husslein-Arco ist es nicht die erste Amtsperiode. Bildquelle: APA (Neubauer)/HERBERT NEUBAUER

APA: Die Leopold Museum-Privatstiftung hat ein neues Vorstandsmitglied: Die ehemalige Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco wurde vom Finanzministerium in den Vorstand berufen, berichtet „Der Standard“ online. Wie Elisabeth Leopold der Zeitung bestätigte, folgt Husslein-Arco auf Wolfgang Nolz, der nach knapp 17 Jahren aus dem Vorstand ausscheidet.

Für Husslein-Arco, die nach Verstößen gegen Compliance-Richtlinien mit Jahresende aus der Belvedere-Direktion ausgeschieden ist, ist es nicht die erste Amtsperiode in der Privatstiftung, die das Leopold Museum im Museumsquartier betreibt.

So war sie bereits von März 2001 – parallel zu ihrer Leitungsfunktion im Salzburger Museum der Moderne – bis zu ihrem Antritt als Belvedere-Direktorin Anfang 2007 Vorstandsmitglied.

Filme der Woche

Fillm Poster Silence~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Irgendwo herrscht das Grauen in diesem Jahr 1633, Menschen werden gekreuzigt. Eine Stimme aus dem Off wird zu einem Brief, der in Rom, im Vatikan, vorgelesen wird. Ein Händler hat ihn gebracht, und er besagt, „dass Vater Ferreira für uns verloren ist“. Der Jesuit, einst aufgebrochen, den christlichen Glauben in Japan zu verbreiten, hat angeblich abgeschworen. Das können, das wollen sie nicht glauben – Pater Sebastião Rodrigues und Pater Francisco Garrpe, zwei junge Jesuiten, Schüler des verehrten Mannes. Was bedeutet es, wenn das wahr ist? Sie müssen gehen und ihn finden…

Regisseur Martin Scorsese, einer von Hollywoods Spitzenregisseuren, Spezialist für so vieles, ob Mafia oder Wall Street, Thriller oder Historisches, war in seiner Jugend selbst in einer Jesuitenschule. Das historische Thema um den Versuch, Japan zu missionieren (Pater Cristóvão Ferreira, 1580-1650, gab es wirklich), hat ihn seit Jahren so fasziniert, dass er diesen Film drehen „musste“. Glücklicherweise. Er ist bei aller Grausamkeit, die hier gezeigt wird, einer der tiefsten Eindrücke, die man seit langem von der Leinwand herab empfangen hat.

Es könnte ein „Abenteuerfilm“ sein, voll von billigen Spekulationen. Nichts ist Scorsese (sein eigener Drehbuchautor nach dem Roman des Japaners Endō Shūsaku) ferner. Gewiß, die beiden jungen Jesuiten reisen verkleidet in ein mystisches, nebeliges, regnerisches, bedrückend und faszinierend gefilmtes Japan, treffen auf heimliche Christen, wissen aber nicht, wem sie trauen können, da die japanischen Machthaber diese fremde Religion gnadenlos verfolgen, Katholiken foltern, zum Abschwören bringen oder brutal hinrichten… Und doch sehnt sich diese Gesellschaft im Untergrund nach nichts so sehr wie nach Priestern, denen sie beichten und von denen sie Absolution empfangen können…

Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in die Woche

A.C.

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/erfurt-wozzeck-von-alban-berg-premiere
  2. YOUTUBE-VIDEO ZU „WOZZECK“ / Theater Erfurt: http://www.theater-erfurt.de/media/wozzeck-3.html
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/stuttgart-staatsoper-nabucco-geballte-kraft-in-gold
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-nabucco-das-musikalische-siegt-einmal-wieder-wiederaufnahme
  5. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/panisell/amalen.htm
  6. Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/kultur/article209737375/Warten-das-Geheimnis-der-Akustik.html
  7. http://www.operatoday.com/content/2017/02/boris_godunov_i.php: http://www.operatoday.com/content/2017/02/boris_godunov_i.php
  8. The Guardian: https://www.theguardian.com/culture/2017/feb/26/observer-anthony-burgess-runner-up-shostakovich-nose-royal-opera-house-giles-masters
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15080/mailaender-scala-sammelt-250-000-euro-fuer-junge-erdbebenopfer/
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-nachbetrachtungen-zum-61-wiener-opernball
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-februar-2017


26. FEBRUAR 2017

by ac | 26. Februar 2017 09:22

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Opernübertragungen im Kino, via Fernsehen, mittels Streams. Wie lange hält die Oper das noch aus?

Der Zeitpunkt dieser Frage wurde ganz bewusst gewählt. Gestern „Rusalka“ aus der Met in den Kinos, heute Stream aus München „Semiramide“ mit Joyce DiDonato, praktisch zeitgleich Stream „L’Elisir d’Amore“ aus der Wiener Staatsoper, „Nabucco“ auf ORF III, zu mitternächtlicher Stunde „Der goldene Hahn“ in ARTE – das ist ein Überangebot, das Opernfreunde wegen Überschneidungen beim besten Willen nicht schaffen. „Oper 4.0.“ – was immer das heißt, haben wir doch bereits jetzt! Herr Roscic hinkt hinten nach.

Aber kommen wir nun zu den Ereignissen des gestrigen Abends:

„Rusalka“ aus der Metropolitan-Opera:

Als die „Met im Kino“ zuletzt „Rusalka“ zeigte, war es Renée Fleming in der „märchenhaften“ Inszenierung von Otto Schenk. Im Vergleich zur Wiener Aufführung ist die neue „Met“-Produktion immer noch märchenhaft genug. Aber Regisseurin Mary Zimmerman, die sich sonst meist in der Broadway-Szene bewegt, ist nicht ausschließlich auf Lieblichkeit eingestellt.

Die Optik (Bühnenbild: Daniel Ostling / Kostüme: Mara Blumenfeld) sorgt zwar dafür, dass eine Nixe eine Nixe ist, der Wassermann eine Königskrone trägt, dass Natur (mit einer Art von fröhlichen, tanzenden „Blumenmädchen“ bestückt, die halb Rheingold-, halb Parsifal-tauglich wären) und Schloß (mit dem bedrohlichen roten Ballsaal) sich romantisch von einander absetzen. Und die Hexe Jezibaba ist in ihrer Hexenküche von „echten“ großen Tieren umgeben. So weit funktioniert das Märchen und befriedigt den New Yorker Geschmack. Abgesehen davon, dass es auch für unsere Augen ein Fest ist…

Zum Bericht[1] von Heiner Wesemann

Premiere an der Wiener Volksoper: „Wien man Karriere macht, ohne sich anzustrengen“

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Robert Meyer, Ines Hengl-Pirker. Copyright: Wiener Volksoper/ Barabara Palffy

Heinrich Schramm-Schiessl leitet seine Premierenkritk wie folgt ein:  1965, als die Staatsoper und das Burgtheater beschlossen, das Theater an der Wien nicht mehr weiter zu bespielen – aus dieser Zeit stammt auch die Abneigung der Stadt Wien nach einer neuerlichen Zusammenarbeit mit der Staatsoper – fand am 21.12. in diesem Haus die Premiere der meines Wissens ersten Musical-Eigenproduktion statt, die in der Folge die vierzigjährige Musical-Geschichte einläutete. Am Programm stand die deutschsprachige Erstaufführung von „Wie man etwas wird im Leben, ohne sich anzustrengen“ (so der damalige Titel) mit Harald Juhnke und Theo Lingen in den männlichen Hauptrollen. Das Werk wurde 1961 am Broadway mit grossem Erfolg uraufgeführt und brachte es dort auf über 1400 Vorstellungen. Dazu kamen acht Tony-Awards – so etwas wie der „Oscar“ für Musicals – und 1962 der Pulitzer-Preis für das beste Theaterstück. 1967 folgte dann auch noch eine Verfilmung.

Nach über fünfzig Jahren wird das Stück jetzt an der Volksoper wieder gespielt…

Zur Premierenkritik[2] von Heinrich Schramm-Schiessl

LINZ: SWAP – WEM GEHÖRT DIE STADT – eine dokumentarisch-musikalische Revue. Uraufführung 

SW01 Cerha Bürgermeister Mühle BAWAG-Anwältin
Nikolaus Cerha (Bürgermeister), Corrina Mühle (Bawag-Anwältin). Copyright:Christian Brachwitz/ Linzer Landestheater

Helmut Huber in seiner Premierenkritik: 0,065 + ((1,5400 – EZB-Wechselkurs) / EZB-Wechselkurs x 100) [%] ist die mit den Grundrechnungsarten ihr Auslangen findende Formel, die zum Desaster wurde: das läßt sich im vorzüglich recherchierten Programmheft zu dieser neuen Produktion nachschlagen – und man muss sich wirklich fragen, warum die daraus resultierenden Konsequenzen dem Finanzdirektor der Stadt Linz, immerhin Akademiker, so unklar blieben: sogar ein blutiger Anfänger im Umgang mit Tabellenkalkulation könnte sich innerhalb 5 Minuten alle denkbaren und undenkbaren outcomes errechnen, wenn schon nicht Papier und Bleistift oder sogar nur ein wacher Kopf genügen. Und der übergeordnete Finanzreferent hätte seine erklärte Kennerschaft der Finanzinstrumente Sparbuch und Bausparvertrag im Handumdrehen auf das seinem Amt (das z. B. 2011 ein Jahresbudget von 622 Millionen Euro verwaltete) angemessene Niveau mit diesem vergleichsweise dünnen Heftchen anheben können…

Im Folgenden wird aus dem (bisherigen) Prozeßverlauf am Wiener Handelsgericht zitiert – soweit dem Rezensenten erinnerlich, gemäß dem live-ticker der OÖ Nachrichten. Die Souffleuse kommt als gerichtliche Protokollführerin ins Spiel, aber selten zu Wort – obwohl der Text eher spröde und sperrig ausfällt, gemessen an „echter“ Theaterliteratur; jedenfalls können die Akteurinnen und Akteure recht schöne Pointen herausarbeiten!…

Zum Premierenbericht[3] von Helmut Huber

WIEN/ Mozarthaus Vienna: UNA SERENATA ITALIANA – Paolo Rumetz/ Kristin Okerlund

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Paolo Rumetz. Copyright. Foto: Renate Wagner

Paolo Rumetz, geschätzter Rigoletto-Einspringer der Staatsoper, bewunderter Einspringer-Falstaff, hat sich entschlossen, einmal hören zu lassen, was er noch alles kann (außer den Bassi Buffi, als welche er gelegentlich auf der Bühne erscheinen darf). Begleitet von der immens kompetenten Kristin Okerlund gab er in den Tiefen des Mozarthauses (der Bösendorfersaal liegt „unter der Erde“) einen Abend, bei dem er sich in brillanter Höchstform präsentierte, mit herrlich dunklen, samtigen Tiefen und kraftvoll-metalligen Höhen – ein echter Bassbariton, der in Basses Regionen hinabsteigt und jede geforderte Bariton-Höhe erreicht. Er hat es temperamentvoll bewiesen.

Dabei hat er das Programm gegen jeden Usus „umgedreht“ – üblicherweise kommen erst die Opernarien, dann die Drüberstreuer, die italienischen „Schlager“. Allerdings sind Denza, Brogi und vor allem Paolo Tosti gar nicht so einfach zu singen, das ist Folklore auf höchstem Niveau, „L’ultima canzone“ ist ein Meisterstück, das nicht nur Stimme, sondern inhaltlich ausgeformte Interpretation fordert…

Zum Konzertbericht [4]von Renate Wagner

Dresden: Mehr Tuch als Fühlung
Der Salzburger Osterfestpiel-„Otello“ hatte Premiere an der Semperoper Dresden
Neue Musikzeitung/nmz.de[5]

Online in den Interviews: Albina Shagimuratova . Koloratursopran mit tatarischen Wurzeln und Wiens nächste „Donna Anna“

Shagimuratova Albina
Albina Shagimuratova. Foto: Andrea Masek

Interviewer war Karl Masek: Samstag, 25.2.2017, Café Museum: Ich bin mit Frau Shagimuratova zum Interview verabredet. Sie kommt gerade von der ersten Ensemble-Probe für die nächste Don Giovanni – Serie (Vorstellungen: 2. / 5. / 9.3.). Erster Eindruck: Das Gegenteil einer Primadonna. Sie betritt ganz unauffällig das Café, sie „erscheint“ nicht. Sie wirkt vom ersten Augenblick an sympathisch, ist freundlich, höflich, offen gegenüber dem für sie völlig neuen Interviewer, bescheiden im Auftreten, Sprechstimme: angenehmes Piano. „Einen Capuccino, bitte!“ an den Kellner…

… Meine Eltern gingen mit mir 1994 nach Russland und siedelten sich in Kasan an, wo sie übrigens heute noch leben. 1997 traf ich einen Opernsänger, als ich wieder ein Chorsolo sang. „Mach etwas aus dieser Stimme, du wirst einmal in La Scala und in Wien singen!“ Ich nahm seine Worte nicht ernst. 1998 traf ich ihn wieder – und er war ziemlich böse, dass ich immer noch keine Opernausbildung angedacht hatte. Nun drängte auch mein Vater, ich solle doch Gesang studieren. Aber nach Moskau zur Ausbildung wollte er mich nicht allein schicken („Großstadt, sehr gefährlich für ein junges Mädchen“!). Auch sonst war dieser Start sehr schwierig. 1999 bis 2001: drei Versuche, im Konservatorium aufgenommen zu werden. Zweimal bei Auditions gehört: „Keine Stimme, kein Talent!“. Erst als Geld „Protektionshelfer“ war, hatte ich plötzlich wieder Stimme. Fünf Jahre brachten die Eltern große finanzielle Opfer, um mir die Ausbildung zu ermöglichen. Dann ging es auf einmal schnell: Noch als Studentin Debüt am Bolschoi-Theater als Musette, dann Opernstudio (ein Young-Singers-Projekt) in Houston, naja, und dann kam bald Salzburg …

Zum Interview[6] Albina Shagimuratova/Karl Masek

Den Satz „Geld als Protektionshelfer in dieser Branche“ habe ich schon (mehrmals) gehört, aber nie wirklich geglaubt. Eine Sängerin aus der Karajan-Zeit verriet mir einen Rat des Maestros: Wenn Du Karriere machen willst, musst Du Geld werfen“.

Schön langsam werde ich ihn wohl glauben müssen! Warum sollte es in der Opernbranche anders sein wie im übrigen (Geschäfts-)Leben

Chicago: Prokofiev’s “Ivan the Terrible” proves a magnificent discovery in CSO premiere
http://chicagoclassicalreview.com/2017/02/prokofievs-ivan-the-terrible[7]

NEU/ FILM: „Toni Erdmann“ gewann wichtigen Indie-Preis in Hollywood

„Toni Erdmann“ , die deutsch-österreichische Tragikomödie, hat am Vortag der Oscar-Verleihung den Indie-Preis gewonnen. Regisseurin Maren Ade nahm den Independent Spirit Award für den besten internationalen Film gestern in Santa Monica entgegen. Der Film ist auch unter den Oscar-Anwärtern in der Sparte „bester nicht-englischsprachiger Film.

So spannend wird die 89. Oscar-Nacht
Kronen Zeitung[8]

Morgen früh wissen wir mehr!

Nochmals zum Wiener „Projekt Heumarkt“

koz

Ein weiterer Auszug aus der Stellungnahme:

Durch den Bau eines Hochausturms und Neubau eines weiteren Hochhauses (das Hotel Intercontinental soll ja abgerissen und höher als bisher aufgestockt neugebaut werden, wir sprechen daher von zwei Hochhäusern) erzielt der Projektbetreiber einen enormen Gewinn. Seitens des Projektbetreibers nicht widersprochen wird dem kolportierten Quadratmeterpreis der Eigentumswohnungen von EUR 20.000,  und das wird von der MA 21 als „Wohnraumgewinnung“ deklariert, als würden die Superreichen, die sich diese Preise leisten können, tatsächlich „Bewohner“ Wiens.

Als „Gegenleistungen “ für den Deal werden ua genannt:

Weitere Unterstützungen an:
https://www.openpetition.eu/at/petition/online/stoppt-das-hochhausprojekt-am-wiener-heumarkt

Magie soll helfen: Hexen wollen Trump mit einem Fluch belegen

Jetzt hilft wohl nur noch etwas Magie: Auf Facebook haben sich Hexen und Zauberer zusammengefunden, um Donald Trump mit einem Fluch zu belegen. Eine Anleitung, wie der umstrittene US- Präsident und seine Entourage verhext werden können, wurde auch bereits veröffentlicht.

Kronen Zeitung[11]

Genial, warum ist denen das nicht vor der Wahl eingefallen? Noch sicherer wäre freilich gewesen, Trump einen akzeptableren Gegenkandidaten gegenüber zu stellen – nicht Frau Clinton!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

A.C

 

 

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-new-york-die-met-im-kino-rusalka
  2. Zur Premierenkritik: http://der-neue-merker.eu/wien-volksoper-wie-man-karriere-macht-premiere
  3. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/linzkammerspiele-swap-wem-gehoert-die-stadt-eine-dokumentarisch-musikalische-revue-urauffuehrung
  4. Zum Konzertbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-mozarthaus-paolo-rumetz-una-serata-italiana
  5. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/mehr-tuch-als-fuehlung-der-salzburger-osterfestpiel-otello-hatte-premiere-an-der-semperoper-d
  6. Zum Interview: http://der-neue-merker.eu/albina-shagimuratova-koloratursopran-mit-tartarischen-wurzeln
  7. http://chicagoclassicalreview.com/2017/02/prokofievs-ivan-the-terrible: http://chicagoclassicalreview.com/2017/02/prokofievs-ivan-the-terrible
  8. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/stars-society/so-spannend-wird-die-89-oscarnacht-live-auf-kroneat-story-554647
  9. https://www.wien.gv.at/verkehr/strassen/archiv/grossprojekte/b1.html: https://www.wien.gv.at/verkehr/strassen/archiv/grossprojekte/b1.html
  10. http://diepresse.com/home/bildung/schule/3885724/Budgetnoete_Bildungsressort-will-Mieten-stunden: http://diepresse.com/home/bildung/schule/3885724/Budgetnoete_Bildungsressort-will-Mieten-stunden
  11. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/welt/hexen-wollen-trump-mit-einem-fluch-belegen-magie-soll-helfen-story-555963

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-februar-2017


25. FEBRUAR 2017

by ac | 25. Februar 2017 09:09

Wiener Opernball: Trauermienen am „Opernball der Tränen“ (Zitat einer Wiener Tageszeitung). Foto APA/ Georg Hochmuth

Ich gebe zu, es ist ein heikles Thema und ich setze mich damit in Nesseln. Aber es gehört meiner Ansicht nach angesprochen – und genau das riskiere ich.

Es geht um die Frage, ob bei einer Unterhaltungsveranstaltung Trauer „verordnet“ werden soll. Ich billige den Herrschaften auf obigem Bild echte Erschütterung zu und die verstorbene Gesundheitsministerin war ein über Parteigrenzen hinweg anerkanntes Regierungsmitglied. Ob es freilich nötig war, mit einer Trauerminuten und einer Rede des Kanzlers die festliche Unterhaltungsstimmung auf den Nullpunkt zu drosseln, bleibt dahingestellt und ist diskussionswürdig. Beim Opernball gibt es viele Gäste aus dem Ausland, denen die verstorbene Ministerin kein Begriff war.

Mein Vater ist im Juni 1976 gestorben, nach einem Schlaganfall auch nicht ganz unerwartet, wie auch der Tod von Sabine Oberhauser nicht unerwartet kam. Ich wollte gerade zur Leitung eines Fußballspiels in das  Burgenland aufbrechen, öffnete die Autotüre und hörte das Telefon läuten. Ich nahm den Anruf noch an, das Krankenhaus Lainz meldete den Tod meines Vaters. Für tröstende Worte an meine Mutter hatte ich noch 10 Minuten Zeit, dann musste ich losfahren. Ich erledigte meinem „Job“ nach besten Kräften, dass gerade mein Vater gestorben war, ging niemand etwas an. Tränen durfte ich nicht zeigen – da hätten sich die Leute groß gewundert. Die Tränen kamen nach meiner Rückkehr in die Wohnung.

Selbstverständlich habe ich die Einladung des veranstaltenden Clubs zu einem Abendessen in geselliger Runde ausgeschlagen.

Nun wieder zum Opernball: Wenn es schon nicht zu verhindern war, dass die Nachricht vom Tod der Ministerin zwei Stunden vor der Balleröffnung publik wurde (ich verstehe es nach wie vor nicht, der Regierungschef musste doch über den Gesundheitszustand seines Kabinettmitglieds informiert gewesen sein und hätte drei Stunden Nachrichtensperre verordnen können) , so hätte man meiner Ansicht nach nicht alle Opernballgäste, die zu ihrem Vergnügen da waren, in eine kollektive Trauer miteinbeziehen  müssen.

Meiner Ansicht nach wäre es angebracht gewesen, die Eröffnung ohne Erwähnung des Todes durchzuführen (soweit ich weiß, haben wir  klare Regeln, nur bei Tod des Bundespräsidenten hätte der Ball sogar abgesagt werden müssen), dann hätten der Präsident, der Kanzler wie auch Regierungsmitglieder, die sich besonders betroffen gefühlt haben, den Ball verlassen sollen – ohne großes mediales Aufsehen. Das haben der Präsident und der Kanzler dann auch getan  – das war eine respektable und richtige Entscheidung.

Trauer soll etwas Tiefes, Emotionales und gleichzeitig sehr Persönliches sein, man kann nur allein und für jemand trauern, der einem persönlich sehr nahe gestanden hat.  Ich bin gegen kollektiv verordnete Trauer auch bei diversen Sportveranstaltungen (Trauerminuten bei Fußballspielen etc. ). Um wegen eines liebgewordenen Menschen zu trauern, bedarf es bei mir keiner Aufforderung.

Aber bitte, das ist meine bescheidene Meinung! Der erste von Maria Großbauer verantwortete Opernball entzieht sich daher auf Grund „Höherer Gewalt“ jeglicher Kritik!

Wenn nun Einwände kommen, dass eine Nachrichtensperre mit demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar sei, gebe ich zu bedenken, dass ich fast täglich mit Nachrichten konfrontiert werde, die erst ab einem gewissen Zeitpunkt veröffentlicht werden dürfen (Nachrichtensperre von Theaterpressebüros etc.).

Aber das Leben geht für uns vorderhand weiter, leider auch mit keiner sehr erfreulichen Nachricht:

Absage Dmitri Hvorostovskys für Solistenkonzert an der Wiener Staatsoper

Ersatz wird gesucht

Dmitri Hvorostovsky muss seine für die nächsten Tage angesetzten Liederabende in Kaliningrad und Minsk auf einen späteren Zeitpunkt verschieben und das für 7. März 2017 an der Wiener Staatsoper geplante Solistenkonzert auf Anraten seiner Ärzte, die Behandlung seines Gehirntumors in dieser Periode fortzusetzen, leider absagen. Die Wiener Staatsoper ist dabei, einen Ersatz zu finden, der so rasch wie möglich bekannt gegeben wird.

HEUTE PREMIERE AN DER WIENER VOLKSOPER: WIE MAN KARRIERE MACHT, OHNE SICH ANZUSTRENGEN

Mathias Schlung. Copyright: Wiener Volksoper/ Palffy

Sieben Tony Awards und der begehrte Pulitzer-Preis – das war die stolze Ausbeute für das 1961 uraufgeführte „unaussprechliche“ Musical „How to Succeed in Business Without Really Trying“. Frank Loesser, dessen „Guys and Dolls“ dem Volksopernpublikum in bester Erinnerung ist, schuf eine brillante Parodie auf den amerikanischen Traum. Auf die Wiener Erstaufführung 1965 am Theater an der Wien (Harald Juhnke war der unaufhaltsame Aufsteiger, Theo Lingen der Firmenboss) folgt über ein halbes Jahrhundert später die erste Volksopernproduktion (mit Mathias Schlung und Robert Meyer), die von dem zuletzt bei „Sweeney Todd“ erfolgreichen Team Olefirowicz, Davids, Fischer-Dieskau geleitet wird.

Koproduktion mit der Staatsoper Hannover

Wien/ Volksoper: Robert Meyer: „Und ich spiele auch mit“
An der Volksoper hat am Samstag „Wie man Karriere macht, ohne sich anzustrengen“ Premiere. Direktor Robert Meyer, der mitspielt, über den Drang zur Bühne und den Zustand seines Hauses
Der Standard[1]

Osterfestspiele Salzburg: Die Proben zu „Lohengrin“ von Salvatore Sciarrino haben begonnen

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Michael Sturminger (Regisseur), Sarah Maria Sun (Darstellerin der „Elsa“. Copyright: OFS/Wildbild

Aussendung der Salzburger Osterfestspiele: Die Proben für die Kammeroper Lohengrin von Salvatore Sciarrino haben begonnen. Auf unserer Website finden Sie erste Probenfotos von der Arbeit des Regisseurs Michael Sturminger mit der Hauptdarstellerin Sarah Maria Sun. In einem Interview schildert Michael Sturminger, wie sich Salvatore Sciarrino in seinem Werk von der literarischen Vorlage des symbolistischen Dichters Jules Laforgue entfernt und worin die Verbindungen und Trennlinien zwischen den beiden Werken gleichen Namens von Richard Wagner und Sciarrino bestehen.

Zum Interview[2]

Klagenfurt: „Otello“: Rache ist Blutwurst und Boulevard
Giuseppe Verdis Oper in Klagenfurt überzeugt als Deutung und musikalisch
Der Standard[3]

Nachlass von Wolfgang Wagner: Licht ins Dunkel der Bayreuther Festspiele
Wie sahen die Entwürfe zum legendären „Jahrhundert-Ring“ aus? Und was hat es mit der „Akte skandalös“ in Wolfgang Wagners Nachlass auf sich? Bislang wurden wertvolle Dokumente über die Bayreuther Festspiele unter Verschluss gehalten. Nun wird das Material aus drei Jahrzehnten erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – im Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth.
BR-Klassik[4]

Simone Kermes: „Wer geht heute schon noch in die Oper?“
Am Dienstag tritt sie im Berliner Konzerthaus auf: Simone Kermes ist die Lady Gaga der Klassik. Und glaubt nicht mehr an deren Zukunft.

Die Oper ist am Ende.“ Das hat Simone Kermes schon mehrfach postuliert. Ausgerechnet jene gefeierte Koloratursopranistin, die bei ihren Programmen mit Perücken, Kostümen und Tänzern immer selbst großes Kino fürs Auge bietet. Im Gespräch gedenkt die „Lady Gaga der Klassik“ nicht einen Moment lang zu relativieren. Und auch sonst nimmt die Barock-Queen vor ihrem Berliner „Love“- Abend mit dem Barockensemble La magnifica Comunità kein Blatt vor den Mund.

Kassandra-Rufe hat es in der Geschichte der Oper immer wieder gegeben – und doch lebt die Kunstform bis heute.
 
Simone Kermes: Wer aber geht denn heute noch in die Oper? Junge Leute finden Sie dort nicht, die schauen sich nicht solche langweiligen Inszenierungen an und von daher ist doch die Frage: Wird es die Oper in 20 Jahren noch geben, wenn das so weitergeht? (Quelle: Berliner Morgenpost)

Berliner Morgenpost[5]

London: Why Wagner’s Die Meistersinger strikes a chord in the age of Brexit

Rachel Willis-Sorensen, Bryn Terfel. Copyright: Clive Barda
The Guardian[6]

Wien: „Projekt Heumarkt“  in der Entscheidungsphase. Positionieren Sie sich, wir lefern Ihnen heute exakte Unterlagen

koz

Von der Anwältin Mag. Susanne Kosesnik-Wehrle erhielt ich Antwort auf meine Bemerkungen in dieser Kolumne, die ich gerne an Sie zwecks Entscheidungsfindung weiterleite. Ich selbst bin nicht gegen alles und jedes, aber von stichhältigen Argumenten lasse ich mich schon beeinflussen. Der Beginn der Stellungnahme lautet wie folgt:  Der von Ihnen heute im Tageskommentar aufgeworfenen Feststellung „Ich bin gerne Herr im eigenen Haus!“ muss ich als Juristin entgegnen, dass die Einhaltung von Verträgen ein fundamentales Rechtsprinzip ist – pacta sunt servanda.

Österreichs Beitritt zur Welterbekonvention erfolgte per 1993 auf Basis eines Staatsvertrags; die Republik Österreich selbst hat (auf den Wunsch der Stadt Wien hin) die Verleihung des Prädikats „Welterbes“ für die Innenstadt und damit die Unterwerfung unter die entsprechenden Verpflichtungen zum Erhalt angestrebt, da nur ein Staat selbst die Verleihung dieses Prädikats für sein Gebiet beantragen kann (s. beispielsweise http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/123398777/DE[7]).

Österreich und Wien wollten dieses Prädikat für Wien, das am 13.12.2001 zuerkannt wurde (https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/grundlagen/weltkulturerbe/zentrum.html[8]) und auch unser langjähriger Bürgermeister Dr. Michael Häupl zeigte sich am 14.12.2001 mehr als begeistert, dass die Innenstadt inklusive Belvedere zum Welterbe ernannte wurde („ein Meilenstein!“) – s. https://www.wien.gv.at/rk/msg/2001/1214/001.html[9].

Welche Verpflichtungen Österreich 2001 mit diesem Prädikat eingegangen sind, können Sie im Rechtsgutachten des Kollegen Dr List nachlesen. www.ralist.at[10]. Das Heumarkt –Projekt widerspricht schlicht und einfach unseren selbst gewählten vertraglichen Verpflichtungen…

Die Stellungnahme ist natürlich viel umfangreicher und in den heutigen „Infos des Tages“ unter AKTUELLES  einzusehen.

HEUTE 25. Februar 2017, 19.30 Uhr. PAOLO RUMETZ/ Kristin Okerlund im Bösendorfer-Saal im Mozarthaus Vienna

 

Una Serata Italiana – verbringen Sie einen wunderbaren Abend bei italienischen Liedern und Arien. Vorgetragen durch den italienischen Bariton Paolo Rumetz (Wiener Staatsoper Ensemble) und die Pianistin Kristin Okerlund (Wiener Staatsoper Ensemble, MUK Privatuniversität der Stadt Wien). Gespielt werden unter anderem Werke von Verdi, Rossini und Donizetti.

Tickets und Anmeldung unter:
office@wcn.net oder 01 522 62 43 17
www.wcn.net[11]

WIEN / Unteres Belvedere:
LAWRENCE ALMA-TADEMA – DEKADENZ & ANTIKE

Alma Tameda Rosen

Vom 24. Februar2017 bis zum 18. Juni 2017

Lass es rosa Rosen regnen…

Kitsch ist es nur auf den allerersten, flüchtigen Blick. Weil alles so schön, so farbig, so herzerfreuend und auch so gestrig erscheint. Dann aber erkennt man bald, was die Ausstellung über Lawrence Alma-Tadema im Belvedere will: eine vergangene Epoche hervorrufen, mit ihren damaligen Vorstellungswelten, ihrem Geschmack, ihrem Können, ihrer historischen Gewissenhaftigkeit. Gewiß, das ist Viktorianismus, wie er parallel zu Ringstraßen-Prunk und auch schon Jugendstil-Ästhetik verläuft. Aber soll man, wenn man das eigene Gelände ausreichend beacktert hat, nicht auch den Blick über den Tellerrand werfen? Die Ausstellung im Unteren Belvedere lässt keinen Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Unternehmens…

Zum Ausstellungsbericht [12]von Renate Wagner

Ich wünsche einen schönen Tag! Den Opernball habe ich ausgelassen, in Mauerbach ist heute aber der Feuerwehrball. Gesichtsbäder sind angesagt – also schließt sich der Kreis zum Opernball – wenngleich einige Etagen darunter und zu „zivileren Preisen“. Für Raucher gibt es einen Bereich, in den man sich kurz zurückziehen kann (ohne Sitzgelegenheit) – und Frack benötige ich auch keinen!

A.C.

  1. Der Standard: http://derstandard.at/2000052897287/Robert-Meyer-Und-ich-spiele-auch-mit?ref=rec
  2. Zum Interview: https://www.osterfestspiele-salzburg.at/festival-programm-termine/kammeroper-lohengrin/interview-mit-michael-sturminger.html
  3. Der Standard: http://derstandard.at/2000053163285/Otello-Rache-ist-Blutwurst-und-Boulevard
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/bayreuth-nachlass-wolfgang-wagner-veroeffentlicht-100.html
  5. Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/kultur/article209714041/Simone-Kermes-Wer-geht-heute-schon-noch-in-die-Oper.html
  6. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/feb/24/why-wagners-die-mesitersinger-raises-new-questions-in-the-age-of-brexit
  7. http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/123398777/DE: http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/123398777/DE
  8. https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/grundlagen/weltkulturerbe/zentrum.html: https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/grundlagen/weltkulturerbe/zentrum.html
  9. https://www.wien.gv.at/rk/msg/2001/1214/001.html: https://www.wien.gv.at/rk/msg/2001/1214/001.html
  10. www.ralist.at: http://www.ralist.at/
  11. www.wcn.net: http://www.wcn.net/
  12. Zum Ausstellungsbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-belvedere-lawrence-alma-tadema

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-februar-2017


24. FEBRUAR 2017

by ac | 24. Februar 2017 08:49

Ohne Jonas Kaufmann wäre der Opernball „aufgeschmissen“ gewesen. Das Foto stammt aus der Generalprobe (zu erkennen an Anzug und Krawatte – nicht Frack). Copyright: Barbara Zeininger

Ich habe nur etwa fünf Minuten Opernball-Übertragung „genossen“, aber in der Nacht trudelten diverse Infos von Freunden und Netzwerkern ein. Der Tod der Gesundheitsministerin war natürlich für die Veranstaltung katastrophal, deshalb soll man über die Organisation erst nach dem nächsten Ball urteilen. Inwieweit es nötig war, das traurige (aber nicht unerwartete) Ereignis beim Ball publik zu machen, wäre eine diskussionswürdige Frage. Es ist aber in unserer Zeit unmöglich, eine derartige Meldung zurückzuhalten, das hätte nur das Krankenhaus auf Weisung machen können. Aber wer hätte diese Verantwortung übernommen? Ich gehe aber davon aus, dass der Kanzler über die Entwicklung der Tragödie Oberhauser schon im Laufe des Tages informiert war, also für den Fall des Falles die Weichen stellen hätte können. Egal wie man es macht, man macht es falsch. Meine Achtung gebührt dem Kanzler, der frühzeitig den Ball verließ – wie angeblich auch der Bundespräsident. 

Ich weiß, dass der Opernball von der Tradition lebt, aber ihm ist Konkurrenz erwachsen, die nicht nachahmt, sondern vorgibt (Semperopernball mit viel mehr Schwung). Für Maria Großbauer gibt es noch viel Luft nach oben, sonst wird Herr Roscic „Opernball 4.0“ veranlassen.

War es wirklich so sehr zum Gähnen, liebe Goldie Hawn?

Goldie Hawn findet den Opernball zum Gähnen. Oh „Mörtel“, was habe ich Sie für die diesjährige Wahl gelobt! Foto: APA/ Georg Hochmuth

Goldie gähnt: Der Opernball in Bildern[1]

Ich habe die TV-Übertragung notgedrungen erst ab dem Ständchen der Familie Florez gesehen (was soll ich tun, meine Frau dreht reflexartig das Fernsehgerät an, wenn wir das Wohnzimmer betreten). Das hat für mich gereicht, um das Zimmer fluchtartig Richtung Arbeitsplatz am Dachboden mit Blick über das nächtliche Wien  zu verlassen. Wäre ich auf dem Ball gewesen, hätte ich ebenso reflexartig zum Pfefferspray gegriffen! Den hätte ich aber nicht auf Herrn Juan Diego (dem das sichtlich peinlich war) sondern auf die beiden Damen gerichtet, die anscheinend keinen „Genierer“ kennen.

Zum Opernball passend: Opernball-Startenor wurde mit Platin- und Goldschallplatten ausgezeichnet
http://www.vienna.at/opernball-startenor[2]

Neue Entwicklung: Nicht die Intendanz, sondern das Publikum wählt den Regisseur aus

(APA-Meldung):  Casting-Formate mit Publikumswahl sind im Fernsehen längst etabliert, nun gehen die „Theater Chemnitz“ einen ähnlichen Weg: Das Publikum soll bestimmen, wer die Oper „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti inszenieren wird. Wie die Theater am Donnerstag mitteilten, stellen sich am 4. März im Opernhaus drei junge Regieteams zur Wahl.

   Die Teams hatte die Theaterleitung nach eigenen Angaben beim Internationalen Wettbewerb „Ring Award“ in Graz ausgesucht, wo „Don Pasquale“ Wettbewerbsoper war. Mitte Jänner hatten sich im Grazer Next Liberty elf Regieteams im Semifinale gematched, das Finale findet vom 23. bis 25. Juni im Schauspielhaus Graz statt…

Die Vorgangsweise ist zwar populistisch, jedoch nicht praktikabel. Im speziellen Fall ist sie ein guter Gag, weil die Rahmenbedingungen durch den Grazer Wettbewerb gegeben sind.
In der Praxis: Kein Regisseur wird kostenlos ein Konzept entwickeln, um sich damit einen Wettbewerb zu stellen, bei dem er leer ausgehen kann. Außerdem: Wer oder was ist „das Publikum“. Wer glaubt, dass Manipulation ausgeschlossen ist, irrt gewaltig!

Clemens Unterreiner will mit Ihnen im Juli nach Triest fahren

Anbei eine erste schöne Informationen zum Konzert in Triest. Ein exklusives, sommerliches Konzert an einem der schönsten Plätze. Triest, Duino, Konzert im Schloss – gemeinsames Wandern am Rilkeweg, Abendessen etc etc –
Das Konzert im Schloss und die Wanderung am wieder zugänglichen Rilkeweg mit Rezitation von Werken des Dichters ist exklusiv nur für unsere Gruppe und sicher etwas ganz besonderes.

Ich würde mich über ein paar gemeinsame Tage in Triest freuen. C.U.

Wer Zeit und Interesse hat – alle weiteren Informationen und Anmeldungen direkt beim Organisator Rudi Wilfinger.

TEL: 0664 121 79 53  Mail: pro.cultura@aon.at[3]

http://www.pro-cultura-lafnitz.at/reisen.htm[4]

Ein Tipp: Heute ELEKTRA in Preßburg (Bratislava) – konzertante Aufführung in der Philharmonie

http://der-neue-merker.eu/bratislava-elektra-konzertant-in-der-philharmonie[5]

Ab heute ist das neue Schubert-Doppelalbum „Winterreise“ und „Schwanengesang“, gesungen von Günther Groissböck, im Handel erhältlich 

SCHUBERT Winterreise Schwanengesang

Die Karriere von Günther Groissböck geht derzeit steil nach oben, in Wien können wir leider  nur am Rande daran teilhaben. Der Kaspar im geplanten Wiener „Freischütz“, derzeit in unserem Forum angesprochen, findet wegen Terminschwierigkeiten angeblich nicht statt. In der sechswöchigen Probenzeit liegen nämlich wenige Tage, an denen Günther Groissböck in Paris „Gurnemanz“ singt. Der „Parsifal“ in Paris ist aber der Wiener „Freischütz-Max“. Nun erkläre mir mal jemand, warum der Max etwas darf, was der Kaspar nicht darf? Oder liegt es daran, dass der Gurnemanz vom Umfang her eine riesige Rolle ist, während der „Parsifal“ als „Abstauberpartie“ (etwa 30 Minuten Stimmeinsatz erforderlich) gehandelt wird.

Nun legt Günther Groissböck als erstes Soloalbum gleich eine Doppel-CD vor – mit Franz Schuberts „Die Winterreise“ und dem „Schwanengesang“. Dafür hat er mit Gerold Huber  einen der versiertesten Liedbegleiter am Klavier an seiner Seite.

Schubert-Album: Groissböck und die maximale Uneitelkeit[6]

Berlin: Ausstellung zu Siegfried Wagner im Schwulen Museum: Bayreuther Beziehungskisten
Wer war Siegfried Wagner? Ein Genie im Schatten? Ein politischer Duckmäuser? Das Schwule Museum Berlin begibt sich auf Spurensuche.
Tagesspiegel[7]

Den Wagners bleibt wirklich nichts erspart. Ich erspare mir aber ein Kommentar zu diesem Artikel. Mit Aufmerksamkeit gelesen habe ich ihn aber doch!

Berlin/ Volksbühne:  Chris Dercons Vertrag bleibt
Der Standard[8]

Das war zu erwarten, der Berliner Kultursenator hat den Mund anfangs ziemlich vollgenommen, um dann „den Schwanz einzuziehen“.

Linzer Landestheater bringt Swap-Affäre auf die Bühne
Das Landestheater Linz arbeitet in einem Dokumentartheater-Projekt eine politische Affäre auf, die seit Jahren die Stadt beschäftigt: die Causa Swap. Hans-Werner Kroesinger (Regie) und Regine Dura (Buch) haben akribisch Gerichtsakten und Protokolle gewälzt und stellen Fragen wie: „Wem gehört die Stadt?“ – so auch der Titel des Stücks. Uraufführung ist am Samstag.
Salzburger Nachrichten[9]

Filme der Woche

FilmPoster  Elle~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[10]

Wer außer Isabelle Huppert würde es wagen, mit größter, coolster Selbstverständlichkeit eine so „unsympathische“ Heldin jenseits jeder Moral- und Anstandsvorstellungen auf die Leinwand zu bringen? In Zusammenarbeit mit Regisseur Paul Verhoeven gelingt ihr in „Elle“ (nach dem Roman „Oh …“ von Philippe Djian) Außerordentliches – langsam setzt sich ein Frauenporträt zusammen, das man stückweise begreift, nicht mag, nicht billigt, aber dann doch versteht. Es gibt diese von ihrer Umwelt so stark distanzierten Menschen, denen die Regeln, nach denen unsere Gesellschaft angeblich funktioniert, völlig egal sind…

„Elle“ („Sie“), das ist Michèle Leblanc, Geschäftsfrau, geschieden, in einem schlampigen sexuellen Verhältnis mit dem Mann ihrer besten Freundin und Geschäftspartnerin, umgeben von einer Familie, um die sie nicht zu beneiden ist. Gleich zu Beginn des Films wird sie brutal vergewaltigt. Sie bricht nicht zusammen, ruft nicht die Polizei, heult ihren Bekannten am Telefon nichts vor. Sie hält ganz gelassen still und wartet ab. Er wird wiederkommen. Er kommt wieder. Man weiß, dass sie dazu Pläne hat. Ein Teil des Films ist zweifellos ein erotischer Psychokrimi.

Wien: Stadt Wien stoppt vorerst Ho-Chi-Minh-Denkmal
Vietnams Kommunistenführer Ho Chi Minh, laut Schätzungen für die Ermordung einer Million Menschen verantwortlich, soll im Donaupark ein Denkmal bekommen. Die Aufregung war groß – die Stadt hat die Pläne nun auf Eis gelegt.
http://wien.orf.at/news/stories/2827377/[11]

Der „Heldenplatz“ muss weg . Will die Wiener Stadtregierung den Bundesminister Drozda dazu überreden (viel Überzeugungsarbeit gehört bei den Genossen nicht dazu) die Denkmäler von Prinz Eugen und Erzherzog Karl aus Wien entfernen lassen und irgendwo im Wienerwald zu verstecken? Helden sind ja nicht mehr zeitgemäß, Buben werden darauf trainiert, wie Mädchen zu reagieren und zu agieren.

Aber diesem Politgangster  will man ein Denkmal setzen?
Auf was hinauf? Was hat er mit uns zu tun? Was hat er Denkmalwürdiges geleistet?
Die Stadt Wien hat nun angeblich zurückgerudert. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Irgendwer in der Stadtregierung wird sich doch wohl seine Gedanken gemacht haben.

Ganz blöde Aussage von Cathy Lugner über die Trauer um Oberhauser beim Opernball
Heute at[12]

Diesen Deutschland-Import haben wir nötig gehabt. Zum Glück ist Cathy Lugner wieder zurückgerauscht. Zum Tod der Gesundheitsministerin fiel der Dame unsagbar Blödes ein!

Kein Mensch verlangt, dass sie trauert – das verlangt auch niemand von uns. Echte Trauer gebührt einem nahen Anverwandten.

Aber in solchen Situationen den Mund halten – das kann man auch von Frau Cathy verlangen.

Ich würde ein 50 Jahre währenes Schweigegelübde vorschlagen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Goldie gähnt: Der Opernball in Bildern: http://news.google.at/news/url?sr=1&ct2=de_at%2F0_0_s_4_1_a&sa=t&usg=AFQjCNFSa2tMpp5yKD_VazmJ_YH06jx8FA&cid=52780270322382&url=http%3A%2F%2Fderstandard.at%2F2000053112570%2FOpernball-die-Ansichtssache&ei=ec6vWLiFBsanWMaUpsAL&rt=HOMEPAGE&vm=STANDARD&bvm=section&did=6778218992854622365&sid=toptop&ssid=h&st=1&at=dt0
  2. http://www.vienna.at/opernball-startenor: http://www.vienna.at/opernball-startenor
  3. pro.cultura@aon.at: mailto:pro.cultura@aon.at
  4. http://www.pro-cultura-lafnitz.at/reisen.htm: http://www.pro-cultura-lafnitz.at/reisen.htm
  5. http://der-neue-merker.eu/bratislava-elektra-konzertant-in-der-philharmonie: http://der-neue-merker.eu/bratislava-elektra-konzertant-in-der-philharmonie
  6. Schubert-Album: Groissböck und die maximale Uneitelkeit: http://www.tt.com/home/12645170-91/solo-doppel-mit-schubert-groissb%C3%B6ck-und-die-maximale-uneitelkeit.csp
  7. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/ausstellung-zu-siegfried-wagner-im-schwulen-museum-bayreuther-beziehungskisten/19435160.html
  8. Der Standard: http://derstandard.at/2000053069934/Berlins-Kultursenator-Dercons-Vertrag-als-Volksbuehnen-Chef-bleibt
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/linzer-landestheater-bringt-swap-affaere-auf-die-buehne-235792/
  10. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  11. http://wien.orf.at/news/stories/2827377/: http://wien.orf.at/news/stories/2827377/
  12. Heute at: http://www.heute.at/redcarpet/leute/Eklat-und-Entschuldigung-um-Cathy-Post-bei-Trauerminute;art23692,1402083

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-februar-2017


23. FEBRUAR 2017

by ac | 23. Februar 2017 08:48

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Heute Wiener Opernball. Wie gewohnt wird das Fernsehen umfassend berichten. Blumenschmuck – der erste Vorbote aus der gestrigen Generalprobe. Copyright: Barbara Zeininger

Heute ist es wieder so weit, der Opernball geht über die Bühne der Wiener Staatsoper. Eine Mini-Demonstration wird den Ball kaum stören – auch der Opernball ist nicht mehr das, was er einmal war. Frühere Demonstranten gegen diesen Ball sind heute Ehrengäste und schämen sich nicht einmal dafür – die Zeiten haben sich geändert. Mit dem Häufchen „Kummerl“ (die KPÖ-Jugend ruft zur Demo auf) wird unsere an Demos gewöhnte Polizei leicht fertig werden. Für mich ist diese „Verzwergung“ Grund genug, heute wohl erstmals in meinem Leben den Opernball nicht von der „Wohnzimmerloge“ bei Brötchen und Sekt gemeinsam mit meiner Frau zu verfolgen. Um ja nicht in Versuchung zu kommen, Eindrücke vom Ball (und Interviews, die anzuhören aber immer schon Überwindung meinerseits erfordert haben) via TV mitzunehmen, habe ich in einem gutbürgerlichen Meidlinger Wirtshaus für 22 h einen Tisch bestellt (es ist gar nicht so leicht, außerhalb der Wiener City um dieseZeit noch ein Essen zu bekommen – aber wozu ist man Stammgast?) – unter der Bedingung, dass in unmittelbarer Nähe kein TV-Gerät steht. So brauche ich mich über manche Moderatoren und Ballgäste nicht ärgern.

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Es dürfte alles plangemäß verlaufen, denn ER ist da und zum Auftritt bereit: Jonas Kaufmann. Auf dem Foto posiert er mit Maria Großbauer. Copyright: Barbara Zeininger

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Das ist die „Ballett-Abteilung“, die immer schon ein wesentlicher Bestandteil des Balles war. Roman Lazik, Christoph Cremer, Lukas Gaudernak, Manuel Legris, Davide Dato, Maria Großbauer, Dominique Meyer, Nina Tonoli, Maysayu Kimoto, Mihail Sosnovschi, Denys Cherevychko. Copyright: Barbara Zeinininger

Wie gesagt, der Ball ist und war nie meiner (ich mache mich doch nicht lächerlich, in dem ich mich wie ein Zahlkellner in einen Frack zwänge), aber ich habe der Leserschaft gegenüber die Verpflichtung, davon zu berichten!

Mehr Fotos von der Generalprobe[1]

Die Opernwelt hat einen neuen „Tannhäuser“ – es ist dieser (damals sehr junge) Mann auf untenstehendem Foto. Er heißt José Cura


Jose Cura vor der Opernkarriere. Foto: Website Cura

Monte Carlo, Opéra Garnier Tannhäuser, version de Paris, en langue française
TANNHÄUSER – mit José Cura
version de Paris

Venus und Tannhäuser, Aude Extrémo und José Cura, im Drogenrausch. Wagner bewältigt man dagegen ganz nüchtern, ausdrucksvoll und rhythmisch präzis.
Venus und Tannhäuser im Drogenrausch. Jose Cura und Audi Extremo. Foto: Opera Monte Carlo, Alain Hanel

Laut Dr. Sinkovicz /“Die Presse“ war das Ereignis sensationell!

http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5173161/Opera-Monte-Carlo_Minnesang-a-la-francaise[2]

Wie sensationell, das habe ich nicht gelesen. Der Online-Merker bietet seine Infos kostenlos an (über Spenden freuen wir uns aber schon, überhaupt jetzt, wo wir in den Vertrag mit der APA gezwungen wurden), aber ich bin nicht bereit, dafür andere Medien zu sponsern. Wen es interessiert, der liest den kostenpflichtigen Artikel in „Die Presse“

WIENER VOLKSOPER: PROGRAMMÄNDERUNG AM 24. UND 26.2.


Copyright: Wiener Volksoper

Aufgrund von Erkrankungen im Ensemble ändert die Volksoper am 24. und 26. Februar 2017 den Spielplan.

Statt Der Kongress tanzt wird Emmerich Kálmans Die Zirkusprinzessin (Preise A) in der Regie von Thomas Enzinger gespielt.

Zum Tod von Stanlisław Skrowaczewski: Ein Leben mit Bruckner
Lange hat es gedauert, bis Stanlisław Skrowaczewski auch in Europa als großer Dirigent anerkannt war. Jetzt ist er mit 93 Jahren in den USA gestorben, die ihm zur Heimat geworden waren
Tagesspiegel[3]

Zürich: Wiederbegegnung mit der Sopranistin Julie Fuchs: Raffinierte Rollenspiele
Von 2013 bis 2015 gehörte die französische Sopranistin Julie Fuchs zum Ensemble des Zürcher Opernhauses. Nun ist die Sängerin für einen faszinierenden Arienabend an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt.
Neue Zürcher Zeitung[4]

Wien/ Musikverein: Martha Argerich muss Konzert mit Mischa Maisky am 24.2.krankheitsbedingt absagen
Heuer gibt es keinen Ersatztermin, der Kartenpreis wird rückerstattet –
Der Standard[5]

Juan Diego Flórez, Vincenzo Scalera, Symphony Hall, Birmingham
Quiet smiles outweigh high Cs in a recital of two distinct halves
http://www.theartsdesk.com/classical-music[6]

Besuchen Sie auch unsere Rubriken „CD/DVD/ Buch und die TRAILER

DVD  Gurrelieder

Zu den DVDs[7]

ZUR RUBRIK TRAILER[8]

Zum Trailer LES TROYENS[9] in Frankfurt

Extremkünstler schließt sich für eine Woche in Felsbrocken ein

French artist Abraham Poincheval performs "Pierre" (Stone), at the Palais de Tokyo on February 22, 2017 in Paris..Poincheval was entombed on February 22, 2017 inside a 12-tonne boulder for a week, saying: "I think I can take it." With the world's press looking on, the two halves of the limestone rock were closed on Abraham Poincheval by workmen in a Paris modern art museum.  / AFP PHOTO / JOEL SAGET / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY MENTION OF THE ARTIST UPON PUBLICATION - TO ILLUSTRATE THE EVENT AS SPECIFIED IN THE CAPTION

Poincheval wird in einem Felsen leben.  Bildquelle: APA (AFP)/JOEL SAGET

Paris (APA/ag.) – Der französische Extremkünstler Abraham Poincheval hat sich in einem Pariser Museum in einen zwölf Tonnen schweren Felsbrocken einschließen lassen und will nun dort eine Woche lang ausharren. Vor den Augen seines Vaters und vieler Museumsbesucher schlossen sich am Mittwochnachmittag im Palais de Tokyo die beiden Hälften aus Kalkstein und umschlossen den 44-Jährigen komplett…

Aber der Herr Extremkünstler hat noch Sensationelleres vor: Wenn Poincheval dann gesund wieder aus seinem Felsbrocken gestiegen ist, folgt schon Ende März die nächste außergewöhnliche Kunstaktion. Als lebende Henne will er dann mehrere Wochen lang auf ein paar Dutzend Eiern sitzen und sie ausbrüten. Die geschlüpften Küken sollen bei seinen Eltern leben.

Ich denke, dass die Hennen das Brüten zumindest gleich gut können, wie Herr Poincheval. Warum will er zu denen in Konkurrenz treten und deren Existenzberechtigung in Frage stellen?

Filme der Woche:

FilmPoster  Histroy of Now~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[10]

„Dear Diary“: Eli schreibt Tagebuch. Vielleicht hat ihm die Mama im wirklichen Leben – sprich, die Mutter von Nadiv Molcho – tatsächlich einmal ein Tagebuch geschenkt und damit den Wunsch nach Schreiben in Gang gesetzt: Denn der Film, den der junge Molcho nun vorlegt, in der ambitionierten Personalunion als Autor, Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller, hat etwas ungemein Persönliches. Eine ganz einfache Liebesgeschichte, in keiner Weise gekünstelt und überzeichnet, Alltägliches, wie es wahrscheinlich jedem einmal passiert. Und wenn ein junger Mann (sein berühmter Vater ist der in Wien legendäre Pantomime Samy Molcho) Talent hat, wird er versuchen, eine solche Geschichte zu gestalten. Das Ergebnis: „The History of Now“.

Gedreht wurde auf Englisch, weil Hauptdarstellerin Aya Beldi vermutlich kein Deutsch spricht. Also hat Eli, der als Pfleger in einem Hospitz oder Krankenhaus arbeitet, in Maya eine bildhübsche jüdische Ausländerin aufgerissen, die in einer Küche arbeitet, aber große Ambitionen zeigt, selbst ein Restaurant zu besitzen und ein Kochbuch zu schreiben.

Ort der Handlung ist Wien – auf zwei Ebenen. In der Rahmenhandlung, als die beiden sich nach ihrer Trennung wieder treffen und wie zwei Fremde steif neben einander hergehen. Und in den vielen, vielen Szenen der Rückblende, die von einer großen, großen Liebe erzählen. Da scheut der Jung-Regisseur nicht einmal die rosa Blüten, unter die er das junge Paar stellt – Klischees dürfen sein, wenn der Himmel voller Geigen hängt…

Wien: UNESCO droht erneut wegen Heumarkt-Projekt
http://wien.orf.at/news/stories/2827176/[11]

Ich werde mich diesbezüglich so lange nicht positionieren, als mein Wissensstand nicht erweitert ist. Alles andere wäre unseriös. Und die UNESCO? Ich bin gerne Herr im eigenen Haus!

Haben Sie einen schönen Tag

A.C.

  1. Mehr Fotos von der Generalprobe: https://photos.google.com/share/AF1QipM_FQXMMwYkeG-7OZZV1h9xuBgpPhMS4Exv_PzlRP0pbL1HbcdyWt698b30ZRQPDg?key=bV9BNFE4LTY3SXFLb19Dc1hjWDBzNFBpemxqN1Nn
  2. http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5173161/Opera-Monte-Carlo_Minnesang-a-la-francaise: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5173161/Opera-Monte-Carlo_Minnesang-a-la-francaise
  3. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/zum-tod-von-stanlisaw-skrowaczewski-ein-leben-mit-bruckner/19429344.html
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/wiederbegegnung-mit-der-sopranistin-julie-fuchs-raffinierte-rollenspiele-ld.147103
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000052999186/Martha-Argerich-sagt-Konzert-mit-Mischa-Maisky-krankheitsbedingt-ab
  6. http://www.theartsdesk.com/classical-music: http://www.theartsdesk.com/classical-music
  7. Zu den DVDs: http://der-neue-merker.eu/dvd
  8. ZUR RUBRIK TRAILER: http://der-neue-merker.eu/allgemein/trailer-videos
  9. Zum Trailer LES TROYENS: http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=141
  10. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  11. http://wien.orf.at/news/stories/2827176/: http://wien.orf.at/news/stories/2827176/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/158860-2


22. FEBRUAR 2017

by ac | 22. Februar 2017 08:43

Wiener Opernball im Jahr 1958

Nein, früher war nicht alles besser – es war bloß anders. Einen „Drei Tage-Umbau“ hat man damals auch nicht gebraucht, zwei Tage vor dem Ball wurde meist „Salome“ mit früher Beginnzeit angesetzt, beim Fallen des Schlussvorhangs standen die Arbeiter zwecks Umbau schon parat. Nun braucht man länger und die Oper ist für den Großteil der Woche blockiert. In den nächsten Tagen müssen wir daher auf die täglichen Umbesetzungen verzichten und können uns auf „Nebenschauplätze“ (klingt abwertend, ist aber nicht so gemeint), konzentrieren.

Machen wir also aus der Not, die keine ist, eine Tugend:

Wien: Neue Oper Wien im Semperdepot mit Europäischer Erstaufführung

 

Renate Wagner schreibt in ihrer Premierenkritik: Walter Kobéra von der Neuen Oper Wien ist ein wahrlich „internationaler“ Coup gelungen. Er ist federführend bei der Uraufführung von „Le Malentendu“, der Oper des argentinischen Komponisten Fabian Panisello. Diese erfolgte im Teatro Colón von Buenos Aires, als zweite Station ist Wien an der Reihe, dann geht man mit der Produktion nach Madrid, Warschau und Nizza.

Fabian Panisello, Jahrgang 1963, studierte u.a. am Mozarteum und arbeitete auch mit Peter Eötvös, Pierre Boulez, Luciano Berio, Karlheinz Stockhausen. Man könnte sagen: Man hört’s! Das ist nun keine zeitgenössische Oper, die auf die Ohren der Zuschauer Rücksicht nimmt, vielmehr  zieht der Komponist ein Konzept radikaler und unbequemer Musiksprache gnadenlos durch, mit starker elektronischer Beimischung, vielen Geräuschen, vielen Glissandi, kurz ein richtiger moderner Mix. Das ergibt teils auch verblüffende Klangeffekte, und das Libretto von Juan Lucas baut zahlreiche Möglichkeiten für orchestrale Zwischenspiele ein, die ein besonders starker Teil des Abends sind…

Dass alle vier Sänger trotz des relativ kleinen Raums mit Kopfmikrophonen agieren, macht die musikalische Seite des Unternehmens noch – na, sagen wir: schärfer. Dennoch: ein beeindruckender Abend war es zweifellos.

Zum Premierenbericht[1] von Renate Wagner

Augsburg: Otello – umstrittene Inszenierung

„Otello“ – der Beginn der Oper. Foto: Theater Augsburg/ A.T.Schäfer

Werner P. Seiferth ist ein „alter Theaterhase“ und Insidern ein Begriff. Er zeigte sich mit der Inszenierung von Michaela Dicu nicht einverstanden:

Die musikalische Seite konnte sich also, wie eigentlich immer in Augsburg, hören lassen. (Es sei wenigsten angemerkt, dass der Generalmusikdirektor bei dem „Regieeinfall“, Jago mitten in seinem Credo  – Fermatenpause mitten im Takt beim Allegro sostenuto  – das Ende des Liebesduetts aus einem Grammophon einblenden zu lassen, als völlig unbegründeten und musikalisch durch nichts zu akzeptierenden Eingriff in die Partitur hätte unbedingt verhindern müssen; wenigstens bei dieser Art „Einfällen“  m ü s s e n  die Dirigenten ihre Kompetenz gegenüber musikfeindlichen Regisseuren (Inszenierung: Michaela Dicu) schon noch zur Geltung bringen, wenn schon zugelassen wird, dass beispielsweise das Ende des Liebesduetts (durch fremde Personen!) zertrampelt und das Gebet Desdemonas im Flüchtlingscamp vor Zuschauern gesungen wird…!)

Zum Premierenbericht [2]von Werner P. Seiferth

Einer unserer Leser – ein früherer Sänger –  erinnert sich wehmütig an einen Intendanten, der den Regisseur mit den Worten „Burschi, jetzts reichts. Ich mache weiter“ von der Bühne schickte. Lange ist es her, in konkreten Fall hat die „Burschin“ niemand eingebremst

BR-Klassik widerspricht der negativen Kritik für die Regiekünstlerin: Regisseurin Michaela Dicu zeigt an diesem Abend gekonnt, wie man einen Opernchor inszeniert und choreografiert. Die Sängerinnen und Sänger wirken nie unbeholfen oder abgestellt, bilden einen lebendigen Rahmen für die Tragödie des Otello. Ein bisschen mehr von dieser Inszenierungsfreude hätte man sich auch für die Hauptrollen gewünscht. Vielleicht ist es aber auch einfach besonders perfide, dass dieser graue, farblose Jago mit seinen Worten Otello zum Morden treibt – und dabei so passiv, ja fast gelangweilt wirkt. ..

Verdis „Otello“ in Augsburg. Eifersuchtsdrama in grauer Betonwüste
BR-Klassik[3]
Otello“ in Augsburg: Aus der Matratzengruft
Die Sanierung des Stammhauses zwingt das Ensemble des Augsburger Theaters gerade ins Exil. Für Verdis „Otello“ wanderte man in den „Kongress am Park“ aus. Dort gelang eine dichte, am Ende große Aufführung.
Münchner Merkur[4]

Höchst umstritten. die „Schwulen-Oper“ in Berlin

Edward II. küsst seinen Lover. Ladislav Elgr und Michael Nagy. Copyright: Monika Rittershaus

Vorweg, der Begriff „Schwulen-Oper“ stammt nicht von mir,  sondern wird in fast jeder Kritik offen gehandelt. Aber es ist schon ein Novum, wenn sich Komponist, Librettist und Regisseur als schwul outen (von anderen Teilnehmern der Produktion hat man diesbezüglich wenigstens nicht gehört). Eigentlich hat die sexuelle Ausrichtung der „Werk-Macher“ niemand zu interessieren, das Werk möge für sich sprechen. Das verlangen wir doch ständig, warum ist es hier anders?

Auszug aus der Kritik unserer Berliner Mitarbeiterin Ursula Wiegand:  Für 2017 hat die Deutsche Oper bei Andrea Lorenzo Scartazzini (geb. 1971) eine Uraufführung geordert und damit klug gewählt. Der 46Jährige weiß zu komponieren und hat ein leicht ins Ohr gehendes 90-Minuten-Werk ohne schrille Dissonanzen, jedoch passend zu den Protagonisten und ihren Schicksalen geschaffen. Gelungen sind ihm vor allem die Massenszenen, die der Chor der Deutschen Oper Berlin,[5] einstudiert von Raymond Hughes, volumig darbietet, Schauspielkunst inklusive.

„Edward II“, das neue Musiktheater, stellt das Leben und Sterben dieses homosexuellen englischen Königs (1284-1327) in zehn zugespitzten Szenen vor. Das Libretto von Thomas Jonigk nutzt Motive aus Christopher Marlowes gleichnamigem Stück, bindet aber auch die anhaltende Diskriminierung und Bedrohung von Menschen anderer sexueller Prägung oder anderer Religion mit ein. Was ist schlimmer, Juden oder Sodomiten? (der feine Ausdruck für Schwule), fragt das angeblich dumme, leicht beeinflussbare Volk. Derbere Ausdrücke fallen später.

Regie führt der international geschätzte Christof Loy, übrigens Jonigks Lebenspartner. Loy doziert nicht, sondern stellt „echte Menschen“ auf die lichte Bühne mit Kapellen-Anmutung (Annette Kurz). Die Partien, die sie zu singen haben, entsprechen ihren Charakteren, schildern auch eindrucksvoll Liebesbegehren, Angstträume und Brutalitäten. Scartazzini, ebenfalls bekennend „anders“, hat keine dürre Papiermusik komponiert…

Per saldo erweckt diese Oper den Anschein, als wäre die Liebe von Mann zu Mann das Normale, das Zusammensein von Mann und Frau das Anormale. Lesben kommen im Stück gar nicht vor. Wo bleibt da die so dramatisch eingeforderte Toleranz gegenüber den Anderslebenden?

Solche Fragen stellen sich die Besucher dieser Uraufführung offenkundig nicht. Und was mögen die etwa sechsjährigen Chorkinder bei solchen Bildern denken? Einhelliger Beifall erfüllt das ausverkaufte Haus, kein einziges Buh ist zu vernehmen, auch nicht beim Erscheinen des Regieteams. Berlin ist halt eine tolerante Stadt.  

Zum Premierenbericht [6]von Ursula Wiegand

Weitere Pressekritiken:

Berlin/ Deutsche Oper: Homo-Oper – peinlich und langweilig
Schwule hatten es im Mittelalter nicht leicht. König Edward II. wurde wegen seiner Neigung 1327 gepfählt. Über diesen gruseligen Stoff schrieb Andrea Lorenzo Scartazzini eine Oper. In Berlin feierte sie nun ihre Uraufführung – in einer Inszenierung von Christof Loy.
BR-Klassik[7]
So starb noch kein gekröntes Haupt
Die Schwulenbewegung hat den mittelalterlichen König Edward II. zu einer Ikone gemacht. Dieser Lesart folgen auch der Schweizer Komponist Andrea Lorenzo Scartazzini und sein Librettist Thomas Jonigk
Neue Zürcher Zeitung[8]
Blutiges Dreiecksverhältnis
Berliner Morgenpost[9]

Frankfurt: Les Troyens/Berlioz   19.2.2017 Premiere

Martin Dvorak (Tänzer), Claudia Mahnke und Julia Nagyova. Copyright: Barbara Aumüller

Als vollständige 5-aktige Grand opera werden Die Trojaner von H.Berlioz selten gespielt, 1969 war erst die Uraufführung in Glasgow, während ‚Les Troyens a Carthage‘, also Akt 3-5, 1863 ìm Theatre-Lyrique, Paris, uraufgeführt wurde.

Den Eindruck einer monumentalen Oper, die auch mit dem Ring des Nibelungen verglichen wurde, da die ersten  und die letzten 3 Teile in komplett anderen Räumen und in anderer Zeit spielen, wird besonders durch das Bühnenbild von Jens Kilian befördert, einer monumentalen Drehbühne mit einem Innen- und Außenraum, der mit seinen Säulen an den kleinasiatischen Ursprung dieser Heldensage erinnert…

Zum Premierenbericht[10] von Friedeon Rosén

Kleines Dankeschön an den großen Stanisław Skrowaczewski
Von einem schönen Kammermusik-Abend nach Hause gekommen, liest man traurig, dass der große Dirigent Stanisław Skrowaczewski verstorben ist. Traurig? Gewiss. Aber mehr noch dankbar. Dafür, den 93jährigen noch vor einem knappen Jahr erlebt haben zu dürfen, als der beim Rundfunk-Sinfonieorchester Bruckners Achte dirigierte. In klarer Monumentalität. Im Stehen. Ohne einen Blick in die Partitur,
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/22/kleines-dankeschoen[11]

HEUTE im Ursulinenkloster Johannesgasse:

 

Esther Hatzi, sozusagen das Faktotum der Filiale des Arcadia-Shops vor dem Mahler-Saal in der Wiener Staatsoper, organisiert und singt zugleich. Dazu bedurfte es natürlich eines spielfreien Tages in der Staatsoper – somit ist sie auch eine Gewinnerin des Opernballs.

Filme der Woche

FilmPoster  Lion~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[12]

Die Geschichte ist wahr, Saroo Brierley hat sie aufgeschrieben, und „A Long Way Home“ wurde ein Bestseller. Es ist auch der Stoff, aus dem Hollywood-Träume sind, also wurde nun ein Film daraus, und sechs „Oscar“-Nominierungen gab es auch, sogar für den „besten Film“, für Dev Patel und für Nicole Kidman jeweils für die „beste Nebenrolle“, beste Kamera und bestes adaptiertes Drehbuch, schließlich für beste Filmmusik. Das, was wirklich phantastisch gelungen ist, nämlich das so genannte „Szenenbild“, das gnadenlosen Indien, da wurde auf die Nominierung vergessen… Aber all das beweist nur, dass Hollywood trotz der vielen „harten“ Filme, die heuer im Vordergrund stehen, seine Liebe für herrlich tränenseligen Kitsch noch nicht vergessen hat…

Der Film spielt lange Zeit in Indien und zeigt das Schicksal des kleinen Saroo, gespielt von Sunny Pawar, ein atemberaubend süßer Junge. Er lebt in Khandwa (Madhya Pradesh), ein verlorener Fleck in Zentralindien mit 200.000 Einwohnern. Die offenbar verwitwete Mutter, die ihre beiden Söhne und die Baby-Tochter innig liebt, bringt sie durch schwere Arbeit im Steinbruch durch. Gaddu, der ältere Sohn, der sich rührend um den jüngeren Bruder kümmert, versucht stets, etwas zum Lebensunterhalt beizutragen. Als er eines Abends weggeht, besteht Saroo darauf, ihn zu begleiten. Gaddu lässt den Kleinen auf einer Bank am Bahnhof zurück, mit dem strikten Auftrag, sich keinesfalls wegzurühren. Aber die Zeit vergeht, und Gaddu kommt nicht zurück. Als Saroo am Bahnhof herumstreicht, steigt er auch in einen Zug, schläft ein – und dieser fährt los. 1600 Kilometer durch ein Land, das eigentlich ein Kontinent ist, eingesperrt in einen Güterzug…

Gestern im Merker-Kunstsalon (Gatterburggasse)

Bitte unterscheiden Sie zwischen der „Online-Merker-Galerie“ im lebendigeren Meidling und dem „Merker-Kunstsalon“ im vornehmeren Döbling. Wir bieten auch unterschiedliche Veranstaltungsformate an.

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Neivi Martinez sang Mozart und Bellini. Foto: Herta Haider

Zum Bericht[13] von Maria und Johann Jahnas

Welch herrliche Geschöpfe bevölkern heute unsere Opernbühnen –  und wenn diese dazu noch singen können, ist das Glück vollkommen. Ich glaube nicht, dass die Frauen heute schöner sind als früher, aber die Kosmetik ist fortgeschritten und die Bühnendarsteller machen das beste aus ihrem Typ, legen auch Wert auf Äußerlichkeiten. Das allein ist schon ein gewaltiger Fortschritt!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-neue-oper-wien-le-malentendu
  2. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/augsburg-kongress-am-park-otello-von-verdi-premiere
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-otello-augsburg-100.html
  4. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/theater-augsburg-zeigt-giuseppe-verdis-otello-in-ausweichspielstaette-kongress-am-park-7421232.html
  5. ,: https://deutscheoperberlin.de/de_DE/ensemble/74805
  6. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/berlin-deutsche-oper-edward-ii-von-andrea-lorenzo-scartazzini-urauffuehrung
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-edward-ii-scartazzini-urauffuehrung-berlin-100.html
  8. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/scartazzinis-edward-ii-in-berlin-so-starb-noch-kein-gekroentes-haupt-ld.146707
  9. Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/kultur/article209679035/Blutiges-Dreiecksverhaeltnis.html
  10. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/frankfurt-les-troyens-premiere
  11. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/22/kleines-dankeschoen: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/22/kleines-dankeschoen
  12. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-festssaal-gatterburggasse-merker-kunstsalon-heiteres-belcanto

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-februar-2017


21. FEBRUAR 2017

by ac | 21. Februar 2017 08:26

Berlin/ Deutsche Oper: EDWARD II, der schwule König

Albrecht Selge („Konzertgänger in Berlin“) in seiner Premierenkritik:

Um mal mit einer Äußerlichkeit anzufangen: Warum machen sich neue Opern gerne klein, indem sie auf eine Pause verzichten? Nun befinden wir uns im zweiten Jahr, da die Deutsche Oper Berlin[1] höchst löblich beschlossen hat, alljährlich eine große Uraufführung zu stemmen. Und wie im letzten Jahr bei G. F. Haas‘ Morgen und Abend [2]vergehen auch heuer bei Andrea Lorenzo Scartazzinis Edward II. neunzig ununterbrochene Minuten wie im Fluge.

Aber dass sie wie im Fluge vergehe, ist ein zwiespältiges Lob für eine Oper, zumal wenn der Regisseur Christof Loy sie im Interview gar mit Giacomo Meyerbeers Grand Opéra [3]Die Hugenotten [4]vergleicht.

Was ist eigentlich der Vorteil einer Pause? Auch darüber gibt Albrecht Selge seine Meinung ab:

Der eine mag sie nutzen, um Prosecco zu schlürfen und Bekannte zu treffen. Der andere, um das Gehörte und Gesehene zu reflektieren und Erwartungen ans Kommende wachsen zu lassen. Und noch ein anderer, um zu gehen. Alles wichtig für die Oper! Warum also keine Pause bei neuen Opern? Will man das Publikum am Abhauen, am Reflektieren oder am Sekttrinken hindern? Oder geht es einfach darum, schneller zur Premierenfeier zu gelangen, weil man ohnehin davon ausgeht, dass es kaum Folgeaufführungen geben wird?

Bei Edward II. sind vier angesetzt[5], bis zum 9. März. Und dem erstaunlich einhelligen Applaus bei der Uraufführung nach könnten es in kommenden Spielzeiten mehr werden…

Sehen Sie nachstehend den Premierenspiegel, soweit er mir vorliegt:

Schwulen-Oper : „Mama, was heißt eigentlich geil?“
Über Andrea Lorenzo Scartazzinis ausgerechnet in Berlin seltsam konsensmilde Uraufführung der Schwulen-Oper „Edward II.“ Samt einer kleinen Kulturgeschichte der Homosexuellen auf dem Musiktheater
Die Welt[6]
Mit einem Auftragswerk bringt der Schweizer Komponist Andrea Lorenzo Scartazzini den schwulen König Edward II. auf die Bühne. Die Opern-Provokation bleibt auf halbem Weg stecken.
Hamburger Abendblatt[7]
Uraufführung Deutsche Oper: Vorurteil und Folter
Tagesspiegel[8]
Uraufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis „Edward II.“ an der Deutschen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de[9]
Sprachlos: Scartazzinis „Edward II.“ an der Deutschen Oper
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/20/19-2-2017-sprachlos-scartazzinis[10]

Rebecca Horner zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt

Nach der vorgestrigen, 19. Februar 2017, vom Publikum gefeierten Premiere von John Neumeiers Le Pavillon d’Armide | Le Sacre an der Wiener Staatsoper hat Ballettdirektor Manuel Legris Rebecca Horner zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt. Die aus Wien stammende Tänzerin wurde als Solistin in Le Sacre bejubelt – sie wird auch in den weiteren Vorstellungen des zweiteiligen Abends am heutigen 20. Februar, am 10., 13. und 16. März 2017 in Le Sacre tanzen.


„Le Sacre“. Rebecca Horner. Copyright: Ashley Taylor/ Wiener Staatsballett

Rebecca Horner, Solotänzerin des Wiener Staatsballetts Geboren in Wien (Österreich). Mit vier Jahren begann sie ihre Ballettausbildung im Performing Center Austria, wo sie 1995 für eine Hauptrolle beim Film entdeckt wurde. Weitere Filme sowie diverse Auftritte beim ORF folgten. Im Anschluss an ihre weitere Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper wurde sie 2007 an das Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper verpflichtet. Nach der Geburt ihrer Tochter 2011 kehrte sie 2012 zum Wiener Staatsballett zurück… (Quelle: Aussendung der Wiener Staatsoper)

Rebecca Horner war in ganz jungen Jahren Star einer TV-Serie, in der sie die Enkelin von Otto Schenk gespielt hat!

Über die Ballettpremiere in Wien gibt es weitere „Online-Merker“-Meinungen:

Zum Bericht[11] (in englischer Sprache) von Ricardo Leitner

Zum Bericht[12] von Meinhard Rüdenauer

In Stuttgart gibt es ein Ballettbaby

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Das Ballettbaby Lukas und seine Eltern Miriam Kacerova und Roman Novitzky. Foto: Stuttgarter Ballett

 Das erste von zwei in dieser Spielzeit freudig erwarteten Stuttgarter Ballett-Babys ist da! Am 30. Januar 2017 sind die beiden Ersten Solisten des Stuttgarter Balletts Miriam Kacerova und Roman Novitzky Eltern eines Sohnes namens Lukas geworden. Sowohl Kind als auch Mutter erfreuen sich bester Gesundheit.
Ballettintendant Reid Anderson und die gesamte Compagnie gratulieren den glücklichen Eltern und freuen sich über den Nachwuchs für die Stuttgarter Ballett-Familie!

Madrid: Hommage an Gerard Mortier: Die letzte von ihm in Auftrag gegebene Oper wurde gestern uraufgeführt

Gerard Mortier. Copyright: APA/EFE/ Campos

Madrid/Wien (APA) – Montag wurde im Madrider Teatro Real „Die Stadt der Lügen“ uraufgeführt. Mit der Weltpremiere versteht die Königliche Oper als eine letzte Hommage an ihren im März 2014 verstorbenen Intendanten Gerard Mortier (1943-2014). Das Teatro Real hatte den ehemaligen Intendanten der Salzburger Festspiele 2010 nach Madrid geholt, um frischen Wind in das verstaubte Opernhaus zu bringen.

Der belgische Opern- und Theaterintendant machte sich mit originellen Produktionen und ungewöhnlichen, aber klug durchdachten Spielplänen schon bei der Essener Ruhrtriennale, aber auch bei den Salzburger Festspielen, die er von 1992 bis 2001 als Nachfolger von Herbert von Karajan leitete, einen internationalen Namen als Modernisierer. So war es auch Mortier, der noch kurz vor seinem Tod das Stück „Die Stadt der Lügen“ für das Teatro Real in Auftrag gab… Die gesamte APA-Meldung lesen Sie in unseren „Infos des Tages“.

München: Saison-Präsentation an der Bayerischen Staatsoper am 2. April

Am 2. April präsentiert die Bayerische Staatsoper ihr Saisonprogramm 2017/18. Die Präsentation wird auch per Live-Stream übertragen.
https://www.staatsoper.de/stueckinfo/spielzeit-praesentation-201718[13]

Ich bin gespannt, wann dies bei der Wiener Staatsoper auch so praktiziert wird. Den Massenauftrieb bei der Pressekonferenz, bei der etwa 10 % (sehr hoch gegriffen) „echte Presse“ dabei ist, würde man sich ersparen. Ein Mitarbeiter von uns müsste auch bei Live-Stream vor Ort sein, denn wir brauchen die schriftlichen Unterlagen.

Dem widerspricht Leser „Lohengrin“:

…..Ein Mitarbeiter von uns müsste auch bei Live-Stream vor Ort sein, denn wir brauchen die schriftlichen Unterlagen….

No need: die kann man in München zeitgleich herunterladen! (Die Steirer waren schon immer flotter als die Wiener ;-))

Berlin/ Staatsoper: Kann der Eröffnungstermin eingehalten werden?
Eigentlich soll die Berliner Staatsoper nach Bauarbeiten am 3. Oktober wieder eröffnen. Die Senatsverwaltung sagt nun, es gäbe da noch „Abstimmungsbedarf“. Intendant Flimm ist aber zuversichtlich
Tagesspiegel[14]

Heute: Operngala in Würzburg:
Ralf Lukas springt für den erkrankten Günther Groissböck ein. Das Programm bleibt gleich (Wagner & Verdi)

Heute im Merker-Kunstsalon:

 

Die gute Elena Habermann ist derzeit mit Umbesetzungen beschäftigt, es geht bei ihr zu wie im zweiten Stock der Wiener Staatsoper.

Da das Konzert nicht gestreamt wird, werde ich mich wohl hinbewegen müssen. Kommen Sie auch und stoßen Sie mit mir auf ein gelungenes Konzert an, Wein gibt es beim „Merker-Kunstsalon“ genug.

„Der Geist der Huzulen ‑ mystisches Bergvolk der ukrainischen Karpaten“.

Eine „Huzulen-Woche“ in München (12.3 – 18.3. 2017)

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Fragment aus dem Film „Schatten vergessener Ahnen“, Filmregisseur: Sergei Paradschanow, Komponist:Myroslav Skoryk

Zum Bericht[15] von Dr. Adelina Yefimenko

WIEN / Albertina / Propter Homines Halle:  EGON SCHIELE
Vom 22. Februar 2017 bis zum 18. Juni 2017 

Schiele  GrimassierendSchiele  Kind

Blick auf den „anderen“ Schiele

 Interpretieren ist des Kunsthistorikers Lust, wie sollte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder frei davon sein? Aber was er anlässlich der von ihm kuratierten Egon-Schiele-Ausstellung seines Hauses an neuen Einsichten anzubieten hat, geht weit über gewaltsame Neudeutung um ihrer selbst willen hinaus. Tatsächlich verschafft er mit seinen Intentionen einen „neuen Blick“ auf einen Künstler, der zwar längst nicht mehr (wie noch in den Nachkriegsjahren) gering geschätzt wird, im Gegenteil, heute einer der teuersten und berühmtesten ist. Aber vielleicht doch mit dem falschen Etikett versehen?

Zum Ausstellungsbericht[16] von Renate Wagner[17]

Wien: Modell des Projekts Heumarkt. Die Projekt-Befürworter gehen in die Offensive

Besonders der Hochhausturm ist der UNESCO ein Dorn im Auge. Bildquelle: APA (ISAY WEINFELD&SEBASTIAN MURR)/UNBEKANNT

Die Menschen, nicht nur in Österreich, neigen dazu, sofort auf einen Zug aufzuspringen, besser gesagt, „ungschauter“ zu protestieren. Ich rede diesem Projekt keinewegs das Wort, weil ich über Details und auch über den Vertrag, die gebotenen Möglichkeiten, nicht ausreichend informiert bin. Und gerade deswegen kann ich auch nicht dagegen protestieren. Ich bringe Ihnen bloß das Modell zu Gesicht.

ATHEN: AUSSTELLUNG ZU WAGNERS „RING“

Im „Theater Dimitris Kontiris“ in Athen (Frinihoustr.10, Tel.: 2114089670) findet noch bis 7. März die Ausstellung zu Wagners „RING“ statt, die Künstlerin nennt sich schlicht „Dorothea“. Initiatorin der Ausstellung ist Prof. Dr. Regina Argiraki (Fine Arts Depart, Universität Thessaloniki).

«Ο Χρυσός του Ρήνου»

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kons
Irini Konsta (Sopran)

Soprano Irini Konsta was born in Athens,Greece.She has been a student of the world famous bass of opera George Pappas and received a diploma winning a gold medal.She has been collaborating with the National opera periodically since 2008.She has taken under Rosalinde(Die Fledermaus-Strauss),Fiordiligi(Cosi fan tutte-Mozart),Nedda(I pagliacci-Leoncavallo),Desdemona(Otello-Verdi),Mimi and Musetta(La boheme-Puccini),Io(Prometheus Bound-Karousos)in New York,Berlin,Paris,London,Melbourne and in the legendary theatre of ancient Epidavrus.Irini Konsta has been honoured with the“Maria Callas“award by the UNESCO Foundation.

In Dorothea’s exhibition based on Rheingold Irini Konsta will perform the aria“Hojotoho“from R.Wagner’s Die Walkύre and the aria“Ebben?N’andro lontana“from A.Catalani’s La Wally.

André Heller wickelte seine Geschäfte über die Schweiz ab
Steuernachzahlungen: Schon 1998 hatte er Probleme mit Behörden Es handle sich aber nicht um Briefkastenfirmen, sagt sein Anwalt.
Oberösterreichische Nachrichten[18]

Dazu passend: Reform abgelehnt. Schweiz bleibt Steuerparadies für Firmen

Oberösterreichische Nachrichten [19]

Vorweg, mir ist der Herr Heller ebenso wurscht wie ich es ihm bin. Ich glaube auch nicht an finanzrechtlich oder gar strafrechtlich ahndungswürdige Sachverhalte. Nein, dazu sind Herr Heller und seine Anwälte zu versiert. Ich neide übrigens auch Formel 1-Piloten ihre Steueroasen nicht. Wenn jemand für sich eine legale steuerschonende oder sonstwie bessere Möglichkeit findet, so möge er sie ergreifen. Aus Patriotismus mehr Steuern bezahlen wäre wohl auch nicht mein Ding. Bei mir hat es sich jedoch nie ausgezahlt, über derartige Finanz-Konstruktionen nachzudenken.

Herr Heller  möge jedoch nicht bei jeder Gelegenheit als moralische Instanz auftreten und seinen Mitmenschen in arrogant überlegener Art vorschreiben (dringend anempfehlen), was diese zu tun oder zu lassen bzw. wen sie zu wählen haben. Und nur darum geht es mir! Eine möglichst lange Pause in dieser Richtung kann ich nur empfehlen

Kennen Sie den „Wegscheider“?

Das ist eine Sendung von „Servus TV, jeweils Samstag um 19,15 h

Der wöchentliche – nicht ganz ernst gemeinte – Kommentar zum aktuellen Zeitgeschehen: Jeden Samstag Abend nimmt Der Wegscheider Ereignisse, Entwicklungen und Trends aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur aufs Korn.

Der Name ist dabei Programm: Autor der Sendung ist Ferdinand Wegscheider, der darin regelmäßig Themen und Zusammenhänge analysiert, und aus seinem ganz persönlichen Blickwinkel Stellung dazu nimmt.

All das stets mit einem Augenzwinkern, um den Zuseher zum Nachdenken anzuregen und ihn dazu zu bringen, sich seine eigene Meinung zum jeweiligen Thema zu bilden. Frei nach dem Motto: „Da scheiden sich nicht nur die Wege, sondern auch die Geister!“

Ein jüngstes Beispiel[20]

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Deutsche Oper Berlin: https://deutscheoperberlin.de/
  2. G. F. Haas‘ Morgen und Abend : https://hundert11.wordpress.com/2016/05/23/22-5-2016-wunderlich-golden-georg-friedrich-haas-morgen-und-abend-in-der-deutschen-oper/
  3. Giacomo Meyerbeers Grand Opéra : https://hundert11.wordpress.com/2016/11/24/23-11-2016-stilbruchreich-meyerbeers-hugenotten-an-der-deutschen-oper/
  4. Die Hugenotten : https://hundert11.wordpress.com/2016/11/24/23-11-2016-stilbruchreich-meyerbeers-hugenotten-an-der-deutschen-oper/
  5. vier angesetzt: https://www.deutscheoperberlin.de/de_DE/calendar/edward-ii.13754740
  6. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article162236842/Mama-was-heisst-eigentlich-geil.html%20Scartazzinis%20Oper%20%22Edward%20II.%22%20in%20Berlin
  7. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209671265/Scartazzinis-Oper-Edward-II-in-Berlin.html
  8. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/urauffuehrung-deutsche-oper-vorurteil-und-folter/19418784.html
  9. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/urauffuehrung-von-andrea-lorenzo-scartazzinis-edward-ii-an-der-deutschen-oper-berlin
  10. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/20/19-2-2017-sprachlos-scartazzinis: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/20/19-2-2017-sprachlos-scartazzinis
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsballett-in-der-staatsoper-february-19th-premiere-le-pavillon-darmide-le-sacre
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-staatsballett-le-sacre-und-le-pavillon-darmide-legende-nijinsky-und-der-unaufhaltsame-untergang-premiere
  13. https://www.staatsoper.de/stueckinfo/spielzeit-praesentation-201718: https://www.staatsoper.de/stueckinfo/spielzeit-praesentation-201718
  14. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/staatsoper-berlin-kann-der-eroeffnungstermin-eingehalten-werden/19413006.html
  15. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/der-huzulengeist-%e2%80%91-mystisches-bergvolk-der-ukrainischen-karpaten-eine-huzulen-woche-in-muenchen-12-3-18-3-2017
  16. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-albertina-egon-schiele
  17. von Renate Wagner: http://der-neue-merker.eu/wien-albertina-egon-schiele
  18. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Andre-Heller-wickelte-seine-Geschaefte-ueber-die-Schweiz-ab;art15,2489507
  19. Oberösterreichische Nachrichten : http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/Reform-abgelehnt-Schweiz-bleibt-Steuerparadies-fuer-Firmen;art15,2482683
  20. Ein jüngstes Beispiel: http://www.servustv.com/at/Sendungen/Der-Wegscheider

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-februar-2017


20. FEBRUAR 2017

by ac | 20. Februar 2017 08:53

Gestern: Neumeier – Ballettpremiere an der Wiener Staatsoper. Szene aus Le Sacre. Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Das angestrebte Interview mit John Neumeier haben wir nicht bekommen (statt dessen haben wir ein Interview mit Alexandre Riabko, der für Neumeier die Wiener Proben geleutet hat, anzubieten). Neumeier gab in Wien nicht einmal ein „Sammelinterview (ein Interview mit allen Medienvertretern, man kann es auch eine Pressekonferenz nennen). Die „Tiroler Tageszeitung“ hat auf ein Interview John Neumeiers mit der Deutschen Presseagentur zurückgegriffen. Dort erfahren wir, dass John Neumeier tatsächlich um 3 Jahre jünger als von ihm angegeben ist – ein Novum in der Bühnenbranche, in der man bis zu fünf Jahren ungeniert wegen des Alters lügen darf – und einem das noch geglaubt wird.

John Neumeier: „Ich erlebe meine Arbeit als überaus erfüllend“
– John Neumeier (77) zählt zu den renommiertesten Choreografen weltweit. Compagnien in aller Welt tanzen seine mehr als 150 Werke. Am Sonntag hatten an der Wiener Staatsoper „Le Pavillon d“Armide“ und „Le Sacre“ Premiere. Ende März geht der Amerikaner mit seinem Hamburg Ballett auf USA-Tournee. Im Interview mit der dpa erzählt der Ballett-Chef von der Leidenschaft für seinen Beruf.
Tiroler Tageszeitung[1]

Ulrike Klein besuchte die Premiere am Sonntag:  Es gilt etwas zu feiern: Vierzig Jahre John Neumeier an der Wiener Staatsoper. Mit der heutigen Première beging das Wiener Staatsballett ein würdiges Fest zu Ehren dieses großen Choreographen.

Die Welt der Ballets Russes verströmt noch heute ihre Faszination. Vor dem inneren Auge tauchen Bilder der Produktionen aus der Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg auf. Die Magie der Compagnie Diaghilews ist immer noch zu spüren. Das Talent dieses Mannes, die diversen Kunstgattungen zu verbinden war einzigartig; — die Avantgarde der Musik, allen voran Igor Strawinski, die Maler Léon Bakst und Alexander Benois (nach ihm wurde des Prix Benois de la Danse benannt), bedeutende Choreographen wie George Balanchine und Serge Lifar — als wahrer Impresario seiner Zeit gelang es Diaghilew, die diversen Kunstgattungen miteinander zu verknüpfen und damit die Ballettkunst bis heute zu beeinflußen…

Zum Premierenbericht[2] von Ulrike Klein

Renate Wagner besuchte aber die Generalprobe am Donnerstag:

Man hat in Wien, anfangs und zuletzt auch an der Wiener Staatsoper, dazwischen im Theater an der Wien, manches von John Neumeier gesehen, und es war immer ein Gewinn. Das Spektrum seiner Themen ist breit – Oratorien, klassische Mythen, Shakespeare-Paraphrasen, Neugestaltung legendärer Choreographien. Besonders eindrucksvoll erschienen oft seine „Handlungsballette“, in denen (literarisch) berühmte Persönlichkeiten im Mittelpunkt standen, beispielsweise „Die Kameliendame“ oder „Tod in Venedig“.  

Auch in „Pavillon d’Armide“ geht es um eine Einzelperson im Mittelpunkt, diesmal allerdings eine historische: der Tänzer Vaslaw Nijinsky, für John Neumeier immer eine Gestalt, die ihn nie losgelassen hat, der „Superstar“ des Tanzes im 19. Jahrhundert (er hat ihm 2000 ein eigenes biographisches Ballett mit dem Titel „Nijinsky“ gewidmet)…

Zum Bericht [3](GP am 16.2.) von Renate Wagner

Rebecca Horner zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt

Nach der gestrigen, 19. Februar 2017, vom Publikum gefeierten Premiere von John Neumeiers Le Pavillon d’Armide | Le Sacre an der Wiener Staatsoper hat Ballettdirektor Manuel Legris Rebecca Horner zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt. Die aus Wien stammende Tänzerin wurde als Solistin in Le Sacre bejubelt – sie wird auch in den weiteren Vorstellungen des zweiteiligen Abends am heutigen 20. Februar, am 10., 13. und 16. März 2017 in Le Sacre tanzen.

FRANKFURT: Premiere „LES TROYENS“

Brian Register, Claudia Mahnke, Alfred Reiter. Copyright: Barbara Aumüller

Berlioz‘ „Les Troyens“ an Oper Frankfurt gefeiert
Die fünfstündige Mammutoper „Les Troyens“ von Hector Berlioz hat am Sonntagabend an der Frankfurter Oper ihre Premiere erlebt. Das Premierenpublikum feierte sowohl die Sänger, als auch das konzentrierte Dirigat von John Nelson.
Musik heute[4]

NEU in unseren Kritiken

Berlin/ Philharmonie: „LE GRAND MACABRE“ von György Ligeti. Groteske besiegt die Todesfurcht. 18.02.2017

Starren auf Audrey Luna als verstrahlte Venus. Foto: Monika Rittershaus

Zum Bericht [5]von Ursula Wiegand

WIEN/ Staatsoper: IL TROVATORE  – Derniere am 18.2. 2017 – diesmal mit hohem C des Tenors

Glücklich nach der Derniere : KS Anna Netrebko und Roberto Alagna - wieder mit hohem C  (Foto. M.Pöhn)

Glücklich nach der Derniere : KS Anna Netrebko und Roberto Alagna – wieder mit hohem C (Foto. M.Pöhn)

Keine Frage, wer schon eine Inszenierung mit Daniele Abbado hinter sich hat, den schreckt nichts mehr, wer seinen Don Carlo hier im Haus kennt, wundert sich nur, dass man ihn, den Meister einer langweiligen bis lächerlichen Schreit- und Stehinszenierung ein weiteres Mal eingeladen hat. Diesmal zur Untermalung spanischen Kolorits mit Szenen aus dem Bürgerkrieg, die mit ständigen Prozessionen, Erschießungen und Sesseltragen vom Gesang ablenken wollte…

Zum Bericht[6] von Peter Skorepa

BERLIN/ Staatsoper: TOSCA mit dem Scarpia-Rollendebüt von Erwin Schrott – 17.2.2017

Schrott in Siegerpose (bei Great Voices in Wien). Foto Renate Wagner

Gisela Schmöger reiste aus München nach Berlin und berichtet: In der Tosca-Serie im Februar sang Erwin Schrott zum ersten Mal die Rolle des Scarpia. In seiner Interpretation ist Scarpia kein lüsterner, großspuriger Widerling, sondern ein eleganter Aristokrat mit geschliffenen Manieren und souveränem, überlegenem Auftreten. Hinter dieser gewandten und höflichen Fassade versteckt sich jedoch eine Gefühlskälte und absolute Skrupellosigkeit, die dem Publikum einen Schauer über den Rücken jagt. Dieser Scarpia geht für die Erreichung seiner Ziele, ohne mit der Wimper zu zucken, über Leichen. Dabei übt diese Kombination von Bosheit und vollendeter Eleganz eine ungeheure Faszination auf die Zuschauer aus…

Zum Bericht[7] von Gisela Schmöger

WÜRZBURG: LES HUGUENOTS von Giacomo Meyerbeer. Derniere am 17.2.20

Zum Bericht[8] von Werner Häußner

Vom Kapitalismus abgehängt: Alban Bergs „Wozzeck“ am Staatstheater Nürnberg
Neue Musikzeitung/nmz.de[9]

Bei unseren JUBILÄEN FEBRUAR 2017[10] wurden nun auch die „In memoriam-Geburtstage“ online gestellt

Morgen im Merker-Kunstsalon:

 

 

WIEN / Volkstheater: KLEIN ZACHES – OPERATION ZINNOBER
nach der Erzählung von E. T. A. Hoffmann
Bühnenstück von Péter Kárpáti
Uraufführung


Gábor Biedermann.
Copyright: „www.lupispuma.com“- Wiener Volkstheater
Premiere: 12. Februar 2019,
besucht wurde die Nachmittagsvorstellung am 19. Februar

 „Es war einmal am Hofe von Eisenack
Ein winziger Zwerg, der nannte sich Kleinzack.
Am Kopfe trug er den Kalpak,
Mit den Beinen, da ging’s Clic Clac.
Das war, das war Kleinzack…“

Natürlich, das kennt jeder, dabei ist Klein Zack in „Hoffmanns Erzählungen“ nur eine in der Arie erwähnte Randfigur. „Klein Zaches, genannt Zinnober“,  ein Kunstmärchen, das E. T. A. Hoffmann im Jahre 1819 schrieb, dürfte hingegen weniger bekannt sein. Viele Elemente daraus (bei entsprechenden Kürzungen) hat sich der ungarische Autor Péter Kárpátifür sein Theaterstück, das in Variation „Klein Zaches – Operation Zinnober“ heißt, hergenommen, das nun am Volkstheater uraufgeführt wurde..

Zum Bericht[11] von Renate Wagner

WIEN / Vestibül des Burgtheater:  DREI SIND WIR von Wolfram Höll
Österreichische Erstaufführung
Premiere: 19. Februar 2017

Copyright: Georg Soulek/ Burgtheater

Der Mülheimer Dramatikerpreis ist hoch renommiert, und das Burgtheater hält sich stark daran.  2016 ging er an den Deutschen Wolfram Höll (geboren 1986 in Leipzig) für sein Stück „Drei sind wir“. Nach konventionellen Maßstäben ist das natürlich kein Theaterstück – Höll hält es wie die Jelinek, liefert Text ohne die geringsten Angaben, und die „Theatermachen“ können / sollen / müssen daraus machen, was sie wollen…

Wie Marie-Luise Stockinger, Marcus Kiepe und Tino Hillebrand eine Sprechoper abliefern, wobei sie  geradezu geschmeidig-brillant wie ein Instrumentaltrio oder ein Gesangs-Terzett agieren, ist beeindruckend. Theater wird trotzdem nicht daraus. Als Hörspiel, gemütlich zuhause vor dem Radio, hätte man wahrscheinlich mehr davon.

Zum Premierenbericht[12] von Renate Wagner

Filme der Woche:

FilmPoster  Boston~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[13]

Grundsätzlich ist natürlich nichts dagegen zu sagen, dass die Tragödien des Alltags zu Kino werden – „Futter“ für die Drehbücher ist schließlich in den meisten Filmen das reale Leben von Menschen. Vielleicht ist man in Europa auch dünnhäutiger, aber die Idee, dass die Amerikaner die großen Katastrophen, die ihrem Land passiert sind, doch ziemlich flugs zu Heldengeschichten verarbeiten, mag Unbehagen zu erzeugen.

9/11 war an der Reihe, der Tsunami (der keine amerikanische Tragödie war, aber groß genug) auch, und nun ist der Boston Marathon an der Reihe. Zur Erinnerung: Alljährlich feiert man in Boston den „Patriots’s Day“ am dritten Montag im April, ein volksfestartiges Mordsspektakel, das an Ereignisse des Unabhängigkeitskrieges erinnert. Fester Bestandteil der Veranstaltung ist der Boston Marathon, und 2013 traten über 20.000 Teilnehmer an, um die 42 Kilometer zu bewältigen…

Aber an diesem 15. April 2013  haben zwei Brüder aus Tschetschenien zwei Sprengsätze in der Nähe des Ziels gelegt, die drei Tote und mehrere hundert Verletzte forderten.  Eine Situation, in die man nie geraten will – aber es muss Menschen geben, die sich dergleichen ansehen. Zumal wenn es dann zu einer „Wer ist der Täter?“-Menschenjagd kommt, die, ungeachtet dessen, dass diese Geschichte wahr ist, einfach der üblichen Dramaturgie entspricht…

Maria Großbauers Erzählungen

In vier Tagen feiert Maria Großbauer als Opernball-Organisatorin ihr Debüt. Im Interview erzählt die neue Ball-Chefin, warum sie Verständnis für die Opernball-Demos hat und sie keine Musikkarriere einschlug. (Quelle: „Kurier“)

Mir dreht es dabei den Magen um, aber ich gebe zu, dass der Spagat, den so eine Opernball-Organisatorin hinlegen muss, nicht einfach ist. Zum Beispiel muss sie die Gattin des Bundespräsidenten, die früher gegen den Opernball demonstriert hat und nun diesen besucht, verteidigen – zumindest fühlt sie sich dazu bemüßigt. „Jeder Mensch darf seine Meinung ändern„. Ja, gewiss, Frau Großbauer, nur nicht im Grundsätzlichen – zumindest halte ich das so. Der Opernball hat sich nicht geändert, auch wenn Sie Aktionen für „Gruft“ und „Superar“ starten, es ist und bleibt der Opernball, ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Geändert hat sich lediglich der Status der Frau des Bundespräsidenten. Dabei geht es aber nicht um ihre Glaubwürdigkeit, Frau Großbauer!

Gefragt wurde Maria Großbauer, ob sie befürchtet, von Bogdan Roscic wieder rausgeworfen zu werden, weil Ihr Gatte für den derzeitigen Operndirektor Stimmung gemacht hat. Nun, ich kenne Herrn Dr. Roscic natürlich nicht wirklich, aber doch mehr als die meisten von uns. Nein, deswegen würde Sie Herr Roscic nie schassen, nur wenn Sie Ihren Job schlecht machen. Ein totales Rauchverbot und ein erweitertes Lugner-Bashing als wesentlichste Änderung wird für Roscic zu wenig sein.

Opernball-Organisatorin Maria Großbauer: „Ich lebe nicht nur im goldenen Saal“
In vier Tagen feiert Maria Großbauer als Opernball-Organisatorin ihr Debüt. Im Interview erzählt die neue Ball-Chefin warum sie Verständnis für die Opernball-Demos hat und sie keine Musikkarriere einschlug.
https://kurier.at/kultur/ich-lebe-nicht-nur-im-goldenen-saal/247.272.320[14]

Haben Sie einen schönen Montag

A.C.

 

  1. Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/home/12639648-91/john-neumeier-ich-erlebe-meine-arbeit-als-%C3%BCberaus-erf%C3%BCllend.csp
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-wiener-staatsballett-le-pavillon-darmide-le-sacre-premiere
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-le-pavillon-darmide-le-sacre
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15025/berlioz-les-troyens-an-oper-frankfurt-gefeiert/
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/berlin-philharmonie-le-grand-macabre-von-gyoergy-ligeti-groteske-besiegt-die-todesfurcht
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-derniere-mit-hohem-c-des-tenors
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-staatsoper-im-schillertheater-tosca-mit-schrott-rollendebuet
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wuerzburg-les-huguenots-derniere
  9. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/vom-kapitalismus-abgehaengt-alban-bergs-wozzeck-am-staatstheater-nuernberg
  10. JUBILÄEN FEBRUAR 2017: http://der-neue-merker.eu/in-memoriam-geburtstage-im-februar-2017
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-klein-zaches-operation-zinnober
  12. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-burgtheater-vestibuel-drei-sind-wir
  13. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  14. https://kurier.at/kultur/ich-lebe-nicht-nur-im-goldenen-saal/247.272.320: https://kurier.at/kultur/ich-lebe-nicht-nur-im-goldenen-saal/247.272.320

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-februar-2017


19. FEBRUAR 2017

by ac | 19. Februar 2017 08:19

Heute Ballettpremiere an der Wiener Staatsoper: LE PAVILLON D’ARMIDE/ LE SACRE (Coroegraphie John Neumeier. Maria Yakovleva. Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Nach der umjubelten Produktion von Verklungene Feste | Josephs Legende (Premiere im Februar 2015) feiert am Sonntag, 19. Februar 2017 wieder ein zweiteiliger Abend mit Choreographien von John Neumeier Premiere an der Wiener Staatsoper: L e P a v ill o n d’Armide und Le Sacre . Beide Werke werden erstmals in der Fassung von John Neumeier an der Wiener Staatsoper aufgeführt und erinnern an den Ruhm der Ballets Russes und deren Stars, besonders an Vaslaw Nijinsky, der 1913 die Choreographie für die Uraufführung von Le Sacre du printemps kreierte und auch im Mittelpunkt der Handlung von Le Pavillon d’Armide steht…

Davide Dato: Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Zur Vorbereitung auf die sonntägliche Première von Le Pavillon d’Armide und Le Sacre bat der MerkerOnline Alexandre Riabko[1] zum Gespräch. Riabko, 2016 mit einem speziellen Prix Benois de la Danse[2] »for excellence in partnering« ausgezeichnet, hatte bei der Uraufführung am 28. Juni 2009 Nijinskys alter ego getanzt. (Otto Bubenicek war Nijinsky gewesen.) Damit erschien uns der principal dancer des Hamburg Ballett John Neumeier der Richtige, Auskunft zu geben über ein zuwenig bekanntes Werk.

Thomas Prochazka hat mit Alexandre Riabko gesprochen – und wird auch von der heutigen Premiere berichten

Zum Interview Alexandre Riabko [3]

WIEN/ Theater an der Wien: Peer Gynt – in vieler Hinsicht mehrdeutig

Bo Skovhus, Igor Bakan, Cornelia Horak. Copyright: Werner Kmetitsch

Mittlerweile sind zwei weitere Rezensionen für den „Online-Merker“ eingelangt. Dominik Troger schreibt in www.operinwien.at[4] : Egk, der die Trolle sehr „konkret“ und gar nicht so „märchenhaft“ verstanden wissen wollte, begab sich hier auf ein gefährliches, aber eben auch sehr zweideutiges Terrain. Im Dritten Reich konnte man das ausschweifende, unmoralischen Tohuwabohu der Trolle als Parodie auf die Verhältnisse in der Weimarer Republik deuten, samt starker antisemitischer Querverweise – in der Nachkriegszeit ließen sich die Trolle leicht in die Kritik an einer aufgeblasenen nationalsozialistischen Politikerkaste ummünzen. Doch egal in welche Richtung man dieses „Blatt“ wendet, die schwer konservative Ausrichtung der Oper lässt sich kaum leugnen: der getriebene tatendurstige Mann, der sich seinem Schicksal stellt, die erduldende, auf die Erfüllung ihrer Liebe wartende Frau – das ist das Bild, das vermittelt wird. Es handelt sich um ein gesellschaftspolitisches Statement, das für das Dritte Reich ebenso passt wie für die Nachkriegsjahre…

Zum Bericht[5] von Dominik Troger

Harald Lacina hat recherchiert und verrät etwas über den Komponisten, das zum Beispiel mir neu ist:
Der Komponist wurde in Auchsesheim (heute Donauwörth) als Werner Joseph Mayer geboren. Seit 1937 verwendete er als Nachnamen bzw. amtlichen Familiennamen „Egk“, was – so wird spekuliert – entweder ein Akronym für Ein guter Komponist oder ein Akronym aus dem Beruf und den Initialen seiner Gattin, der Geigerin Elisabeth Karl (vgl. Koß, Gerhard: Namenforschung. Eine Einführung in die Onomastik, Tübingen 2002, S. 175), sei.  

In Wien konnte man im Jugendstiltheater Am Steinhof 1992 Werner Egks „Revisor“ in der Regie von Michael Scheidl und dem Dirigat von Andreas Mitisek erleben. Seitdem ist es hierzulande recht still geworden um den umstrittenen Komponisten des NS-Staates, der seit 1944 sogar auf der „Gottbegnadeten-Liste“ als einer der wichtigsten Komponisten stand…

Zum Bericht[6] von Harald Lacina

Wiener Staatsoper: L’Elisir d’Amore – 17.2.

Da fällt Adina die Wahl wirklich schwer. Alessio Ardiuni ist ein gefährlich fescher Belcore. Aber als Soldat ist er wohl wenig daheim, Nemorino kann wenigstens den Mistkübel leeren.  Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Der Liebestrank mit Olga Peretyatko, Dmitry Korchak, Alessio Arduini und Adam Plachetka

Zum Bericht[7] von Elena Habermann

Karlsruhe/ Händel-Festspiele: SEMELE – Sex-Skandal im Weissen Haus?

Ed Lyon (Jupiter / Apollo), Jennifer France (Semele). Copyright: Falk von Traubenberg

Karl Masek war tatsächlich wegen Händel in Karlsruhe: Schon die Titelfigur Semele, Tochter des Königs Kadmos, ist darstellbar als ein Opfer ihrer Zeit: Sie hatte einen Traum, nämlich den einer unkonventionellen Beziehung zu einem Gott (Jupiter) oder jedenfalls einer gottähnlichen Figur. Daran scheiterte sie. Für sie gab es kein „lieto fine“ im barocken Sinne, das alles zu einer gottgewollten Ordnung zurück führt. Floris Visser interessieren besonders die Machtstrukturen, die in diesem Stück gezeigt werden, und er denkt da an das heutige Amerika, wo alles im „Blitzlicht der Öffentlichkeit“ ausgetragen wird. Der ewige Seitenspringer Jupiter ist da ebenso Täter wie die angebliche Hüterin von Moral und Ehe, Juno. So zerstritten die beiden sonst sind: Gibt es da Konkurrenz, die sich zu nahe heran wagt, wird diese vernichtet. Semele, zu ihren Lebzeiten ehrgeizig, eitel, selbstverliebt und nach den Sternen greifend, stirbt in Vissers Inszenierung nicht durch Jupiters ausgelöste Blitze, sondern durch ein Blitzlichtgewitter von Fotografen der yellow press, einen sehr leisen „Liebestod“. Eine starke, beklemmende Szene…

Zum Premierenbericht[8] von Karl Masek

Das „Hamburger Abenblatt“ spricht einen „Sex-Skandal im „Weissen Haus“ an – ich habe mich bereits gewundert, wie schnell eine „Anti-Trump-Oper“ umgesetzt werden kann. Dann folgt die Enttäuschung: Der Regisseur Floris Visser geht in die „Steinzeit“ zurück und meint Bill Clinton mit seiner Monica Lewinsky. Fürwahr, ein alter Hut!

Karlsruhe: Sex-Skandal im Weißen Haus – Neuinszenierung von „Semele“
Zum Auftakt der Karlsruher Händel-Festspiele hat Regisseur Floris Visser das mehr als 270 Jahre alte Werk „Semele“ ins Weiße Haus verlegt und auf den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und Praktikantin Monica Lewinsky übertragen.
Hamburger Abendblatt[9]

Alban Bergs „Wozzeck“ am Staatstheater Nürnberg: Wozzeck als Jedermann
Am 18. Februar hat Alban Bergs Oper „Wozzeck“ am Staatstheater Nürnberg in einer Inszenierung von Georg Schmiedleitner Premiere. Der Regisseur verlegt die Handlung in die Jetztzeit. Wozzeck agiert als Durchschnittsbürger, der von der Gesellschaft in den Amoklauf getrieben wird. Es kann jeden treffen, so die Botschaft.
BR-Klassik[10]

Berlin: Super-Gau im Breughelland: Ligetis Oper „Le Grand Macabre“
Musik heute
[11]„Konzertgänger in Berlin“
[12]17.2.2017 – Aporkalüptisch: Simon Rattle & Berliner Philharmoniker spielen Ligetis „Le Grand Macabre“
[12]https://hundert11.wordpress.com/2017/02/18/17-2-2017-aporkalueptisch[13]

Hamburg: Elbphilharmonie zeigt Schwarzhändler an
Konzerthaus geht gegen eine „Handvoll“ Verkäufer vor und prüft Änderungen am Ticketing-System. Die wichtigsten Fragen.
Hamburger Abendblatt[14]

Linz/ Landestheater:  Ist Linz im deutschsprachigem Raum das Theater mit den besten Zusauerzahlen und den höchsten Einnahmen?

1,07 Millionen Besucher und 29,2 Millionen Euro an Kartenerlösen – das ist die Bilanz des Landestheaters seit der Eröffnung des neuen Musiktheaters am Linzer Volksgarten im April 2013. „Damit haben wir das Theater im deutschen Sprachraum mit den besten Besucherzahlen und den höchsten Einnahmen“, sagte gestern Landeshauptmann und Kulturreferent Josef Pühringer (ÖVP). Weil nicht alle Bilanzen sämtlicher deutschsprachiger Theater zur Hand waren, musste man das so stehen lassen…(Quelle: Oberösterreichische Nachrichten)

Was fällt mir dazu ein: „Papier ist geduldig“ – sehr geduldig sogar! Und weiters: „Traue nie einer Bilanz, die Du nicht selbst gefälscht hast“.

In jedem Fall vergönne ich dem scheidenden Landeshauptmann diesen Erfolg, egal in welcher Größenordnung er sich bewegt!

Billy Budd in Madrid
http://www.operatoday.com/content/2017/02/billy_buddin_ma.php[15]

Lissabon: Anna Bolena in Lisbon
http://www.operatoday.com/content/2017/02/anna_bolena_in_.php[16]

New York: Weitere „Werther“-Review
Two brilliant stars bring Massenet’s “Werther” to searing life
http://newyorkclassicalreview.com/2017/02/two-brilliant-stars-bring[17]

WIEN / Scala:  ONKEL WANJA von Anton Tschechow
Premiere: 18. Februar 2017 

Dirk Warme. Foto: Bettina Frenzel

Renate Wagner endet ihre Premierenkritik wie folgt: Ein Bühnenbild, das sich der Regisseur aus einer Batterie alter Sessel und nur ein paar nötigen Möbelstücken gebaut hat, lenkt nur kurz ab und gibt dann die Möglichkeit, sich ganz auf die (von Alexander Fitzinger halb heutig, halb neutral gekleideten) Darsteller zu konzentrieren. Nichts als Tschechow begibt sich unpathetisch und untheatralisch an diesem Abend, sein Wissen um Menschen und ihre Schicksale entfaltet sich so nachdrücklich, wie man es (für Tschechow in Wien) lange nicht gesehen hat.

Zum Premierenbericht[18] von Renate Wagner

Falco wäre heute 60. ORF mit Falco-Tag

Falco, ein Herz wie ein Löwe
Falco – Verdammt, wir leben noch!“ (heute, 20.15, ORF 1): Im KURIER erinnert sich Regisseur und Autor Thomas Roth an den Musiker.
https://kurier.at/kultur/falco-ein-herz-wie-ein-loewe/247.100.977[19]

Bisher unveröffentlichte Falco-Fotos [20]

Wird der Wiener Heldenplatz umbenannt?

Zum Glück scheinen wir in Österreich keine anderen Sorgen zu haben – und der Minister Dr. Drozda hat uns gerade noch gefehlt. Er hat offenbar ein Problem mit Helden – die passen nicht in unsere Zeit der Hosenscheisser. Deshalb soll der Platz umbenannt werden! Nein, nicht in „Drozda-Platz“ – so weit sind wir zum Glück noch nicht.

Einen schönen Sonntag wünscht

A.C.

 

  1. Alexandre Riabko: https://en.wikipedia.org/wiki/Alexandre_Riabko
  2. Prix Benois de la Danse: http://benois.theatre.ru/english/participants/laureates/riabko/
  3. Zum Interview Alexandre Riabko : http://der-neue-merker.eu/alexandre-riabko-ueber-le-pavillon-darmide-premiere-am-19-februar-2017
  4. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  5. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/egk/agynt.htm
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-peer-gynt-von-werner-egk-eine-gelungene-wiederbelebung-mit-abstrichen-premiere
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-lelisir-damore-15
  8. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/karlsruhebadisches-staatstheater-40-internationale-haendelfestspiele-semele-premiere
  9. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209653189/Sex-Skandal-im-Weissen-Haus-Neuinszenierung-von-Semele.html
  10. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/oper/vorbericht-wozzeck-nuernberg-100.html
  11. Musik heute
    : http://www.musik-heute.de/15017/super-gau-im-breughelland-ligetis-oper-le-grand-macabre/

  12. : http://www.musik-heute.de/15017/super-gau-im-breughelland-ligetis-oper-le-grand-macabre/
  13. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/18/17-2-2017-aporkalueptisch: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/18/17-2-2017-aporkalueptisch
  14. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/elbphilharmonie/article209647485/Elbphilharmonie-zeigt-Schwarzhaendler-an.html
  15. http://www.operatoday.com/content/2017/02/billy_buddin_ma.php: http://www.operatoday.com/content/2017/02/billy_buddin_ma.php
  16. http://www.operatoday.com/content/2017/02/anna_bolena_in_.php: http://www.operatoday.com/content/2017/02/anna_bolena_in_.php
  17. http://newyorkclassicalreview.com/2017/02/two-brilliant-stars-bring: http://newyorkclassicalreview.com/2017/02/two-brilliant-stars-bring
  18. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-scala-onkel-wanja
  19. https://kurier.at/kultur/falco-ein-herz-wie-ein-loewe/247.100.977: https://kurier.at/kultur/falco-ein-herz-wie-ein-loewe/247.100.977
  20. Bisher unveröffentlichte Falco-Fotos : http://www.krone.at/oesterreich/letzte-fotos-falco-gluecklich-mit-grosser-liebe-zum-60-geburtstag-story-554779

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-februar-2017


18. FEBRUAR 2017

by ac | 18. Februar 2017 08:32

„Peer Gynt“ am Theater an der Wien. Die Südamerika-Episode. Copyright: Werner Kmetitsch/Theater an der Wien

Renate Wagner schreibt in ihrer Premierenkritik:

Nehmen wir das Resümee vorweg: „Peer Gynt“ von Werner Egk ist zwar keines jener Meisterwerke der Oper, ohne die wir nicht leben könnten (wie „Tristan“, „Zauberflöte“, „Aida“ „Tosca“ oder „Rosenkavalier“), insofern ist er uns in all den Jahren, wo in Wien kein Mensch Egk gespielt hat (halt,  1964 gab es an der Volksoper „Die Zaubergeige“, 1992 im Konzerthaus einen konzertanten „Columbus“) nicht wirklich abgegangen. Wenn aber ein Operhaus wie das Theater an der Wien , das sich auch die Suche nach Raritäten zum Konzept gemacht hat, „Peer Gynt“ für fünf Vorstellungen hervorholt und eine Wissenslücke schließt, ist man durchaus dankbar. Die Querelen im Vorfeld schienen vergessen, als am Ende einhellig applaudiert wurde – obwohl der Regisseur Peter Konwitschny hieß, der ja berüchtigt dafür ist, es dem Publikum nicht leicht zu machen. Diesmal war er allerdings geradezu handzahm.

Ibsens „Peer Gynt“ ist nicht gerade einfach, tatsächlich ist es, genau betrachtet, eines der verrücktesten Stücke der Weltliteratur, das sich Egk als sein eigener Librettist sehr vereinfacht hat. Vieles fehlt, das integral zu dem Werk gehört (dass er Mutter Aase ins Jenseits kutschiert, dass er im Irrenhaus von Kairo Dr. Begriffenfeld trifft), anderes – eine mystische Gerichtsszene vor dem Finale – ist hinzuerfunden, aber hauptsächlich geht es um Peer zwischen der Welt der Menschen (mit Solveig als Bezugsfigur) und der Welt der Trolle (wo „die Rothaarige“ zuhause ist). Magisches ist durchaus eingeführt (auch in der Gestalt der „Vögel“), Grelles wechselt mit Lyrischem, das ist durchaus geschickt gemacht…

Zum Premierenbericht[1] von Renate Wagner

Auszug aus der Premierenkritik von Heinrich Schramm-Schiessl: Sehr erfreulich war die musikalische Seite, zumindest was die Sänger betrifft. Bo Skovhus sang die nicht ganz einfache Titelrolle nach anfänglicher Nervosität mit schön geführter kräftiger Stimme und war auch darstellerisch mit sehr viel Engagement bei der Sache. Maria Bengtsson kam sowohl mit der Rolle der Solveig als auch der Rothaarigen gut zurecht. Ihre Stimme besitzt eine sichere Höhe. Wünschenswert wäre ein etwas persönlicheres Timbre. Rainer Trost sang den Alten sehr eindrucksvoll, allerdings hätte man sich etwas mehr Persönlichkeit gewünscht. Stefan Cerny lieh sowohl dem Präsidenten als auch dem Unbekannten seinen gut klingenden Bass und Natascha Petrinsky ließ als Aase einen wohlklingenden Mezzo hören. Allen übrigen Mitwirkenden gebührt ein Pauschallob.

Leo Hussain, einer der von den Medien ziemlich gepushten „Jungstars“ unter den Dirigenten, hat das Werk mit dem sehr gut spielenden RSO Wien sicher sehr sorgfältig einstudiert. Allerdings haperte es etwas bei der Umsetztung. Da klang manches ziemlich knallig und wenig differenziert und nur wenige Stellen berührten wirklich…

Zum Premierenbericht[2] von Heinrich Schramm-Schiessl

Wiener Opernball: Speranza Scappucci dirigiert anstelle des erkrankten Semyon Bychkov


Speranza Scapucci. Copyright: Silvia Lelli

Die italienische Dirigentin Speranza Scappucci, die vergangenen Herbst ihr umjubeltes Debüt an der Wiener Staatsoper gegeben hat, wird bei der Eröffnung des Wiener Opernballs 2017 am 23. Februar anstelle des erkrankten Semyon Bychkov dirigieren.
Speranza Scappucci war mehrere Jahre Solokorrepetitorin an der Wiener Staatsoper, bevor sie ihre internationale Dirigentenkarriere startete. Derzeit probt sie mit dem Sinfonieorchester Basel für eine Belcanto-Gala mit Olga Peretyatko und Lawrence Brownlee im Festspielhaus Baden-Baden am Tag nach dem Opernball (24. Februar) – großzügigerweise waren alle Beteiligten bereit, die Proben so umzustellen, dass Speranza Scappucci am Opernball mitwirken kann.

Soweit die Aussendung der Wiener Staatsoper. Ich gewinne dieser Umbesetzung positive Seiten ab, denn beim Wiener Opernball sehen nicht nur Opernfreunde zu – und meines Erachtens steht trotz aller Bemühungen um den „Ball der Künstler“ – der er nicht wirklich ist – die Show (auch das Gesehenwerden) im Vordergrund. Eine hübsche Frau als Dirigentin tut der Sache gut und war auch wohl ausschlaggebend für die Entscheidung, Frau Scapucci trotz ihres in die Opernballzeit fallenden Engagements in Baden Baden von diesem zeitweise loszueisen. Es ist diese eine Win – Win-Situation für Frau Scapucci, für den Opernball und auch für Baden-Baden.

Soeben wird mir ein Berücht über eine bevorstehende andere prominente Absage zugetragen. Aber das ist nur ein Gerücht, deshalb halte ich mich zurück.

Morgen Ballettpremiere an der Wiener Staatsoper

Wir werden morgen stärker auf die Premiere eingehen. Als Einstimmung das Interview mit Alexandre Riabko, das Thomas Prochazka mit dem principal dancer des Hamburg Ballett geführt hat.
http://der-neue-merker.eu/alexandre-riabko-ueber-le-pavillon-darmide-premiere-am-19-februar-2017[3]

Wien/ Festwochen: Die Pläne des Herrn Zierhofer-Kin
Alles neu bei den «Wiener Festwochen»: Nicht nur die vielsprachigen Programmhefte tragen zur Konfusion bei.

Lassen wir die neue Situation der Wiener Festwochen, die künftig angeblich „Wien-Festival“ heißen sollen, von der Zürcher Zeitung kommentieren. Die Aufgabe eines Markennamens wäre jedoch strategisch ein Wahnsinn, auch die „Manner-Schnitten“ werden nie „Wiener Naschereien“ heißen
Neue Zürcher Zeitung[4]

Wien/ Staatsoper: Licht und Schatten bei Otello
Mit wesentlichen Umbesetzungen war die aktuelle „Otello“-Serie an der Wiener Staatsoper konfrontiert: Olga Bezsmertna übernahm die Desdemona von Veronique Gens und der Otello wurde von Peter Seiffert über Aleksandrs Antonenko an Kristian Benedikt „weitergereicht“.
16.2. Otello
http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/aothello6.htm[5]

Das ist nun die vierte – und damit letzte – Kritik aus der Otello-Serie der Wiener Staatsoper. Das Kritiker-Match „Die Habermanns gegen den Rest der Welt“ war auch nicht unspannend.

Konzertgänger in Berlin“
16.2.2017 – Sterbensfröhlich: Bach-Kantaten mit Freiburger Barockorchester und Matthias Goerne
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/17/16-2-2017-sterbensfroehlich[6]

Cardiff: Drugged wine that intoxicates despite all – Le Vin Herbé, Welsh National Opera, review
The Telegraph[7]
Le Vin herbé, Welsh National Opera
A 1930s Tristan opera, beautiful and sombre, brilliantly played and sung
http://www.theartsdesk.com/opera/le-vin-herb%C3%A9-welsh-national-opera[8]
Le Vin Herbé review – a stark, brilliant new Tristan and Iseult staging
The Guardian[9]
Le Vin herbé, Wales Millennium Centre, Cardiff, review: Sublimely sung by Tom Randle and Caitlin Hulcup
http://www.independent.co.uk/arts-entertainment[10]
La Vin Herbe review at Wales Millennium Centre, Cardiff – “finely tuned performances’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/vin-herbe-review[11]

Review: A Stylishly Blood-and-Guts Tenor in the Met Opera’s “Werther
The New York Times[12]

New York: Pretty Yende + Javier Camarena = pretty spectacular Puritani duo
bachtrack[13]

MÜNCHEN (Alte Kongresshalle) – Emmerich Kalmán: DIE FASCHINGSFEE (Premiere am 16. Februar 2017)

Wien 1917 – der Krieg tobt und fordert tausende Opfer, die meisten Bewohner hungern, aber Emmerich Kalmán, der schon 1915, im zweiten Kriegsjahr, mit seiner „Csárdásfürstin“ in der Operettenmetropole seinen größten Erfolg feiern konnte, bringt seine jüngste Operette zur Uraufführung. „Die Faschingsfee“ erlebt am 21.September im Johann-Strauß-Theater auf der Wieden erstmals ihre Weltpremiere. Schon im nächsten Jahr brachte das Gärtnerplatztheater die neue Operette in München zur dortigen Erstaufführung.

100 Jahre nach der Uraufführung und 99 Jahre nach der Premiere in München steht – mitten im Fasching – das heute nahezu vergessene Werk wieder am Spielplan des Gärtnerplatztheaters…

Zum Premierenberich[14]t von Michael Koling

Heute Premiere im Stadttheater Baden: VICTOR/ VICTORIA

„Victor/ Victoria“ – Ensembleszene. Copyright: Christian Husar

Das höchst erfolgreiche Broadway-Musical in einer Inszenierung der Bühne Baden. Zwei Jahre lang ausverkauft, brillierte in New York Julie Andrews in der Titelrolle. In Baden entführt Bettina Mönch als mittellose Sängerin Victoria, die als Victor zum gefeierten Bühnenstar wird, ins Paris der 1930er Jahre (Text: Bühne Baden)

WIEN: DER GROSSE DONAUWALZERTAG am 15.2.2017

Dass der Donauwalzer im Wiener Dianabad seine Uraufführung erlebte, hätte zu einer beliebten Quizfrage werden können – wenn wir es durch die Festivitäten nun nicht schon wüssten.

 

Donauwalzer, Donauwalzer …. ja, der klingt in den Ohren vieler Menschen weltweit als Werbehymne für Österreich. Am 15. Februar vor 150 Jahren wurde „An der schönen blauen Donau“ uraufgeführt, und heuer ist dieser Jubiläumstag als großer Donauwalzertag mehrfach gewürdigt worden. Der sympathische Nachfahre Dr. Eduard Strauß – nobler Richter & Senatspräsident & Schola Cantorum-Chorist – feierte im Raiffeisenhaus am Donaukanal und zuvor gleich daneben im Wiener Dianabad. Und die Sänger der Wiener Volksoper erfreuten sich genüsslich in Gerhard Boceks phantasievoll gestalteter Marchfelderhof–Nostalgie bei einem Künstlerfest und an der Ernennung ihres früheren Starkollegen Bariton Wicus Slabbert zum Ehrenmitglied der Volksopern-Solistenvereinigung. Mit all der nötigen Hingabe stellte sich dazu Ulrike Steinsky mit dem ihnen allen hundertfünzigfach vertrauten „Fledermaus“–Csárdás ein…

Filme der Woche:

FilmCover  Wilde Maus~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[15]

Josef Hader hat sich Zeit gelassen. Im Spätherbst 2015 schon hat er seinen Film „Wilde Maus“ gedreht, jetzt erst kommt er in die Kinos. Wohl auch, damit er ihn zu allererst bei der Berlinale präsentieren konnte, wo er viel Lächeln, Lachen und liebevolle Rezensionen geerntet hat. Für eine sehr österreichische Mischung aus einer echten Vorgabe und der Schmähtandelei, die man daraus macht.

Einst hieß es „Die Maus, die brüllte“. Josef Hader zeigt nun, wie tragikomisch, wie lächerlich und hinreißend zugleich es ausfällt, wenn eine Maus wild wird. Und sind wir nicht alle, alle dumme, kleine, brave Mäuschen, in Schach gehalten von ein paar skrupellosen, räuberischen Katzen? Dabei ist Georg, in seinen Fünfzigern, am Anfang voll im Saft seines Selbstbewusstseins, wenn er einer jungen Kollegin (wieder einmal hintergründig-katzenhaft: Nora von Waldstätten) wohlwollend erzählen will, wie es so langgeht im Journalismus. Dass er Musikkritiker einer großen Zeitung ist – ja, das ist schon ein Prestigejob, das bringt etwas in der Achtung von Leuten, die selbst in Oper und Konzert gehen und seine Formulierungen nachbeten können (er wird es später merken, wenn er bei dem Polizisten des Hubsi Kramar statt strenger Worte nur Wohlwollen für eine minore Straftat erntet). Kurz, auch wenn Georg daheim Streß hat, weil seine Frau Johanna (Pia Hierzegger, so richtig zickig und sauertöpfisch)  zwecks Nachwuchszeugung Sex nach Kalender einfordert, wäre eigentlich alles in Butter…

HEUTE IM „WERKL“ (Schüttaustrasse/ Goethehof)  4 Gehminuten von der U1 Station Kaisermühlen entfernt)

Samstag 18. Februar 2017, 19:00
☭ Wladimir Majakowski, Alexander Blok und andere
Revolutionsgedichte: Lesung mit Angelika-Ditha Morosowa

Ein Abend mit Gedichten und Kurzgeschichten rund um das Russland der Revolutionszeit mit seinen Zuständen, Ängsten, Nöten, Hoffnungen und Katastrophen aus Sicht der bedeutendsten Dichter wie Anton Tschechow., Lesja Ukrainka, Cherubina de Gabriac, Iwan Bunin, Alexander Blok, Wladimir Majakowski, Sergej Jesenin, Ossip Mandelstam, Isaak Babel.

Politische, kritische Gedichte und Kurzgeschichten gelesen von Angelika-Ditha Morosowa, teils auch in der Originalsprache.

Eintritt : 7.- €

Das „Werkl“ ist eine selbstverwaltetes Zentrum der Kommunistischen Partei – und ich bin heute abends dort. Was mache ich bei den Kommunisten? Ich war schon öfter dort und habe keinerlei Berührungsängste. Die Menschen dort sind authentisch, stehen zu ihrer Sache – und damit habe ich kein Problem. Probleme habe ich mit den „Kapitalistischen Kommunisten“, die längst das rote Mäntelchen gegen ein andersfärbiges getauscht haben und sich den Kommunismus gleichsam als Hobby leisten können und wollen. Teilen? Das sollen gefälligst die Anderen. Man ist ja so aufgeschlossen – und es tut gar nicht weh!

Kommen Sie doch auch hin, wenn Sie in der Nähe wohnen (ich komme immerhin von Meidling und fahre nachher nach Mauerbach). Wegen Überfüllung geschlossen war das Werkl bei meinen Besuchen noch nie. Es herrscht nicht einmal Konsumationszwang, obwohl die Preise sehr moderat sind (praktisch Selbstkostenpreise – man will ja nicht zum Klassenfeind mutieren)

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-peer-gynt
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-peer-gyntvon-werner-egk-premiere
  3. http://der-neue-merker.eu/alexandre-riabko-ueber-le-pavillon-darmide-premiere-am-19-februar-2017: http://der-neue-merker.eu/alexandre-riabko-ueber-le-pavillon-darmide-premiere-am-19-februar-2017
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/wiener-festwochen-die-plaene-des-herrn-zierhofer-kin-ld.146283
  5. http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/aothello6.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/aothello6.htm
  6. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/17/16-2-2017-sterbensfroehlich: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/17/16-2-2017-sterbensfroehlich
  7. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/le-vin-herbe-welsh-national-opera-review/
  8. http://www.theartsdesk.com/opera/le-vin-herb%C3%A9-welsh-national-opera: http://www.theartsdesk.com/opera/le-vin-herb%C3%A9-welsh-national-opera
  9. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/feb/17/le-vin-herbe-review-welsh-national-opera-millennium-centre-cardiff-frank-martin-tristan
  10. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment
  11. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/vin-herbe-review: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/vin-herbe-review
  12. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/02/17/arts/music/werther-met-opera-review.html?_r=0
  13. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-puritani-yende-camarena-metropolitan-opera-new-york-february-2017
  14. Zum Premierenberich: http://der-neue-merker.eu/muenchen-alte-kongresshalle-die-faschingsfee-von-emmerich-kalman-premiere
  15. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-februar-2018


17. FEBRUAR 2017

by ac | 17. Februar 2017 08:05

Anna Netrebko österreichische Kammersängerin. Foto: Peter Skorepa

Ein riesiger Medienwirbel war die Begleiterscheinung der Verleihung. Ich selbst war natürlich nicht dort, aber der Online-Merker war gut vertreten. Auf eine ganz spezielle Situation konnte Staatsoperndirektor Dominique Meyer hinweisen: sowohl sein Vorgänger Ioan Holender wie auch sein Nachfolger Bogdan Roscic wohnten der Feierstunde bei. Herr Roscic verriet dabei unserem Redakteur Skorepa, dass er gegelmäßig den Merker liest. Ob das nun eine Höflichkeitslüge war oder ob das tatsächlich so ist, vermag ich nicht zu sagen. In jedem Fall hat Herr Roscic da keine schlechte Wiener Anlaufstelle gefunden. Ich schrieb ja, dass der Mann clever ist!

Beachten Sie die Schuhe der Frau Netrebko (russisch heißen Schuhe „Tuffles“ oder so ähnlich). Hält die der Parkettboden im Mahler-Saal aus? Gut, es handelt sich um einen relativ strapazierfähigen Eichenboden. Ich erinnere mich an an einen Besuch der Lady Macbeth aus dem Theater an der Wien, Davinia Rodriguez, in unserer Online-Galerie. Die wunderschöne Dame trug ähnliche Schuhe – und ich war stets bemüht, sie vom (zugegeben) weichen Föhrenholzboden auf den unbedenklichen Bitumenboden „umzuleiten“.

Aki Nurredini. Jusif Eyvazov
Mit dabei: Aki Nuredini (Sole-Chef und Lieblingsrestaurateur in der Annagasse für das derzeitige Opernregime ) und Yusif Eyvazov- der Netrebko-Gatte, wahrscheinlich auch Stammgast im Sole. Foto: Peter Skorepa

Aki Nuredini ist bei jeder derartigen Veranstaltung dabei, weil sein Lokal das „In-Restaurant“ für Opernstars (und auch „nur“ Opernsänger) ist. Und das zieht natürlich auch Leute an, die da gerne dazugehören wollen. Die Werbung durch die großen Opernstars ist einfach in den betuchten Kreisen unbezahlbar.

Es geht mich zwar überhaupt nichts an, aber als ehemaliger Unternehmer würde mich natürlich die Verrechnung interessieren. Sind die Stars normal zahlende Gäste des Restaurants oder setzt Herr Nuredini die Bewirtung als Werbekosten von der Steuer ab. Hoffentlich hat Herr Nuredini einen besseren Steuerberater als ich ihn gehabt habe, denn meiner hat nicht einmal die Sponsorgelder für meinen Fußballclub in der Steuererklärung verwenden können (oder wollen). Das Finanzamt schmetterte meine Zuwendungen als „Liebhaberei“ ab. Dabei habe ich mir unter „Liebhaberei“ immer etwas ganz anderes vorgestellt!

Und schon hat eine Leserin ihre Beobachtung mitgeteilt: Aus eigener Wahrnehmung kann ich Ihnen sagen, dass die Sänger im Sole bezahlen (beobachtet bei Domingo, Cura, Hvorostovsky, Furlanetto.

Offenbar beschäftigt Herr Nuredini meinen Steuerberater. Hochachtung – und ich muss wohl meinem Finanzjongleur Abbitte leisten!

Sonntag ist Ballettpremiere an der Wiener Staatsoper

Nach der umjubelten Produktion von Verklungene Feste | Josephs Legende (Première im Februar 2015) feiert am Sonntag, den 19. Februar 2017, wieder ein zweiteiliger Abend mit Choreographien von John Neumeier Premiere an der Wiener Staatsoper: Le Pavillon d’Armide und Le Sacre. Beide Werke werden erstmals in der Fassung von John Neumeier an der Wiener Staatsoper aufgeführt und erinnern an den Ruhm der Ballets Russes und deren Stars, besonders an Vaslaw Nijinsky, der 1913 die Choreographie für die Uraufführung von Le Sacre du printemps kreierte und auch im Mittelpunkt der Handlung von Le Pavillon d’Armide steht…

Zum Artikel  [1](eingestellt von Thomas Prochazka)

Wir bleiben bezüglich dieser Premiere „am Ball“, ein Interview harrt noch der Autorisierung und wird hoffentlich noch vor der Premiere eingestellt.

WIEN/ Theater an der Wien: Heute Premiere von Werner Egks „Peer Gynt“

Bo Skovhus in der Titelrolle. Copyright: Werner Kmetitsch/ Theater an der Wien

Natürlich kommt auch Bo Skovhus in seinem Interview mit dem „Standard“ an Egks NS-Vergangenheit nicht vorbei – als ob das so immens wichtig für das Stück wäre:

Wir haben im Vorfeld mit Regisseur Peter Konwitschny viel darüber diskutiert, warum Peer Gynt nicht mehr gespielt wird. Ich glaube, ein deutscher Intendant würde sich nicht getrauen, diese Oper anzusetzen. Auch dass es in Wien gespielt wird, ist wagemutig. Man könnte aber auch fragen, wie man sich zu Richard Strauss oder Carl Orff verhält. Wo soll man anfangen, wo soll man aufhören? Bei Egk muss man sich, weil die Musik teilweise so poppig, so jazzig ist, außerdem fragen: Wie konnten Hitler und Goebbels das Stück gut finden? STANDARD: Andere fanden „Peer Gynt“ weniger gut. Es wurde im Nationalsozialismus stark angegriffen, dann auch wieder abgesetzt. Skovhus: Wir haben uns darüber viel den Kopf zerbrochen. Die Musik ist teilweise ziemlich schräg und hat viele Jazz- und Tangoelemente, die eigentlich eher verpönt waren. – derstandard.at/2000052680948/Bo-Skovhus-Das-Stueck-ist-ganz-stark-vorbelastet[2]

Zum Interview mit Peter Konwitschny meint Heinrich Schramm-Schiessl:

Ich bin ehrlich gesagt relativ überrascht, wie mild, ja fast entschuldigend Peter Konwitschny mit Werner Egks Tätigkeit im 3. Reich umgeht. Egk hatte dort durchaus wichtige Positionen inne und bekam zahlreiche Auszeichnungen (z.B. olymp. Goldmedaille für seine Olympische Festmusik 1936 oder für den „Marsch der deutschen Jugend“ im HJ-Prpagandafilm „Jungens“). Bei Wagner, dem man ohne Zweifel Antisemetismus vorwerfen kann, der aber zweifelsohne von den Nazis missbraucht wurde, wogegen er sich nicht wehren konnte, geht er dagegen ziemlich hart vor. Man erinnere sich nur an seine Hamburger „Meistersinger“, wo er in der Schlussansprache des Sachs die Aufführung unterbrechen ließ und man auf offener Bühne über das Deutschtum diskutierte.

Wir werden über die Premiere berichten – und hoffentlich steht da nicht auch die Vergangenheit im Mittelpunkt!

Wiener Festwochen: Intendant Zierhofer-Kin setzt ein Zeichen
Salzburger Nachrichten[3]
Wiener Festwochen 2017: Avantgarde im Zentrum und an den Rändern
Tiroler Tageszeitung[4]

Dorothea Röschmann verschlief Triumph bei den Grammys
Die deutsche Opernsängerin war müde und einfach ins Bett gegangen, als vergangenes Wochenende in Los Angeles der wichtigste Musikpreis der Welt verliehen wurde. Erst am frühen Morgen erfuhr sie, dass sie zu den Gewinnern des Abends gehörte.
Hamburger Abendblatt[5]

Frühbucherbonus bei „operklosterneuburg“ für „Le comte Ory“ bis 28.2.

operk

Näheres heute unter „Aktuelles“

„Klassik unter Sternen“, Vorschau für 5.7. auf Göttweig, 8.7. in Kitzbühel

Elina Garanca. Copyright: APA/ Georg Hochmuth

Presseaussendung der APA: Bereits zum 10. Mal lädt die Mezzosopranistin am 5. Juli zu „Klassik unter Sternen“ in Stift Göttweig respektive zum fünften Mal zu „Klassik in den Alpen“ am 8. Juli in Kitzbühel. Aus diesem Anlass steht heuer ein „Aida“-Schwerpunkt inklusive Amneris-Rollendebüt auf dem Programm. Als Gäste kommen diesmal Fabio Armiliato und Barbara Frittoli.

 Gemeinsam mit dem italienischen Tenor und seiner Landsfrau Frittoli, die Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper ist (Anm.d. Red. ?), bestreitet sie das am Donnerstag bekannt gegebene Programm. „Wir sind sehr stolz, an diesen magischen Orten mit diesen beiden Weltstars zusammen arbeiten zu können und freuen uns schon jetzt auf ganz besondere Konzertabende“, so Garanca. Begleitet werden Garanca und ihre Gäste vom Chor der Oper des Slowakischen Nationaltheaters und dem Symphonieorchester der Wiener Volksoper unter der künstlerischen Leitung ihres Ehemanns Karel Mark Chichon

Die Frittoli gehört zum Ensemble der Wiener Staatsoper? Da wird man wohl der APA den Unterschied zwischen Gastsänger und Ensemblemitglied erklären müssen!

WIEN / Theater der Jugend / Renaissancetheater: 

GRIMM! DIE WIRKLICH WAHRE GESCHICHTE VON ROTKÄPPCHEN UND IHREM WOLF
Text von Peter Lund / Musik von Thomas Zaufke
Premiere: 16. Februar 2017 

Da gibt es doppelten Boden, wohin man schaut. „Grimm“, das sind natürlich die Brüder Grimm mit ihren Märchen als die ursprünglichen Erfinder der Geschichte. „Grimm!“ mit Rufzeichen steht auch für den bösen, grimmigen Wolf des Märchens, der hier so böse nicht ist. Es geht ja auch, obwohl der Subtitel „Die wirklich wahre Geschichte von Rotkäppchen und ihrem Wolf“ lautet, nicht wirklich um Rotkäppchen, die selbst von sich sagt, dass sie eigentlich Dorothea heißt und dass die meisten Märchen nicht wahr sind. Was ist das also?…

Zum Premierenbericht[6] von Renate Wagner

Albertina Wien übernimmt die Sammlung Essl als Dauerleihgabe

Die Vereinbarung gilt vorerst bis 2044. Das haben Bundesminister Thomas Drozda (SPÖ), Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder sowie Sammlungsgründer Karlheinz Essl am Donnerstagvormittag bei einer Pressekonferenz in Wien bekanntgegeben. Die über 6.000 Werke umfassende Sammlung gilt als bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst nach 1945.

 „Mit dieser zukunftsweisenden Kooperation ist die Sammlung Essl für Österreich gesichert“, erklärte Drozda und sprach von einer „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten, einem Gewinn für die Kunst und für die Republik Österreich.

Filme der Woche: „Wilde Maus“

Heute startet der Hader-Film. Renate Wagners Besprechung steht natürlich bereits online (http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv [7]), ich werde aber morgen ausführlicher darauf zu schreiben kommen.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Zum Artikel  : http://der-neue-merker.eu/wiener-staatsballett-zur-premiere-von-john-neumeiers-le-pavillon-darmide-le-sacre-am-19-februar-2017
  2. derstandard.at/2000052680948/Bo-Skovhus-Das-Stueck-ist-ganz-stark-vorbelastet: http://derstandard.at/2000052680948/Bo-Skovhus-Das-Stueck-ist-ganz-stark-vorbelastet
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/wiener-festwochen-intendant-zierhofer-kin-setzt-ein-zeichen-234794/
  4. Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/home/12630972-91/wiener-festwochen-2017-avantgarde-im-zentrum-und-an-den-r%C3%A4ndern.csp
  5. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209627829/Dorothea-Roeschmann-verschlief-Triumph-bei-den-Grammys.html
  6. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-der-jugend-grimm
  7. http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv : http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-februar-2017


16. FEBRUAR 2017

by ac | 16. Februar 2017 08:57

Das Programm der Metropolitan Opera für die Saison 2017/2018 steht fest

New York
Highlights From the Met Opera’s 2017-18 Season
The New York Times[1]

Kelli O’Hara, Jonas Kaufmann, Joyce DiDonato Will Highlight Met Opera’s 2017-18 Season
broadwayworld[2]

Wien/ Theater an der Wien: Morgen Premiere „Peer Gynt“ von Werner Egk

 

Auszug aus dem „Kurier“: Wenn Peter Konwitschny Regie führt, ist eines garantiert: Packendes, aufregendes, heutiges Musiktheater, das niemanden kalt lässt. Dies dürfte auch für die kommende Premiere im Theater an der Wien gelten, wo Konwitschny ab Freitag (17. Februar) seine Interpretation der Oper „Peer Gynt“ des deutschen Komponisten Werner Egk (1901–1983) zeigt. Ein selten gespieltes Werk, das aber – so Konwitschny im KURIER-Gespräch – „zu Unrecht vergessen ist“. Denn: „Diese Oper hat eine unglaubliche Qualität, in musikalischer und in textlicher Hinsicht. Egk war ja hier auch sein eigener Librettist.„..(Quelle: „Kurier“)

Warum wird Peer Gynt dann so selten gespielt? Peter Konwitschny vermutet „Weil es Egk unter den Nazis relativ gut gegangen ist, weil Hitler dieser Peer Gynt angeblich gefallen hat. Weil Werner Egk ab 1944 in der „Liste der Gottbegnadeten“  aufschien“. 

Man kann nichts über dieses Projekt lesen, ohne sofort mit Egks NS-Vergangenheit konfrontiert zu werden. Ich bin gespannt, wie oft in den zu erwartenden Kritiken davon die Rede sein wird, wenn sich unsere Berichterstatter gleichsam entschuldigen, wenn sie diesem Werk Positives abgewinnen.

Wir werden von der Premiere berichten!

Hamburg/ Elbphilharmonie: Sommerprogramm bereits ausverkauft

Der Elbphilharmonie-Generalsekretär Christoph Lieben Seutter hat vor wenigen Wochen gemeint: „Unsere Putzfrauen könnten auf dem Kamm blasen – die Darbietung wäre ausverkauft

Ich möchte das nicht weiter kommentieren – aber die nachfolgende Meldung scheint des „Chefs“ Meinung zu untermauern:

Hamburg: Elbphilharmonie: Sommerprogramm in Stunden ausverkauft
Musik heute[3]

Cecilia Bartoli bringt Oper in die Elbphilharmonie
Märchenstunde im Großen Saal: Die Römerin Bartoli begeistert in einer leicht szenischen Version von Rossinis „Cenerentola“.
Hamburger Abendblatt[4]

PARIS/ Bastille Oper: Bachs H-MOLL-MESSE vor ausverkauftem Haus (15.2.)

Gestern in der Bastille-Oper: Bachs H-Moll-Messe mit Genia Kühmeier, Elisabeth Kulman, Dirigent Philippe Jordan, Günther Groissböck und Pavol Breslik. Foto: Bastille Oper

Eignet sich denn diese Messe für das große Haus (2700 Plätze)? Die Antwort gaben die Besucher, die laut unserem Berichterstatter durchgehend unfassbar konzentriert waren und am Schluss wie nach einer fulminant gelungen italienischen Stretta gejubelt haben. Es war eine weitgehend österreichische Veranstaltung mit Genia Kühmeier  (Sopran),  Elisabeth Kulman (Alt), Günther Groissböck (Bass) und dem Slowaken Pavol Breslik,  den man mit etwas k.u.k.-Nostalgie auch dazurechnen kann. Dirigent Philipp Jordan ist in Wien ja auch stark verankert.

München/ Bayerische Staatsoper: Seelen wie auf dem Notenblatt
In David Aldens Münchner Inszenierung der Rossini-Oper „Semiramide“ überzeugt nur die furiose Joyce DiDonato als Titelheldin.
Sueddeutsche Zeitung[5]

München: „Elektra“ mit Nina Stemme

Nina Stemme (Elektra) und Doris Soffel (Klytämnestra). Copyright: Bayerische Staatsoper/ Wilfried Hösl

Doris Soffel ist die „Klytämnestra vom Dienst“ Sie singt diese Rolle auch in Stuttgart, in diesem Zusammenhang entstand nachstehendes Interview: Elektra in Stuttgart:
Doris Soffel im Gespräch: Man braucht Mut zur Hässlichkeit
Stuttgarter Nachrichten[6]

 WIEN/ Volksoper: LIMONEN AUS SIZILIEN. „Viel Kürze mit wenig Würze“
am 14.2. (Dominik Troger)

Zum Bericht[7] von Dominik Troger

Kunstsammlerin Leopold mit Wiener Verdienstzeichen geehrt 
 
 
  
APA/ Elisabeth Leopold, Kunstsammlerin und Mitbegründerin des gleichnamigen Museums, ist am Mittwoch mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet worden.

Ex-Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) lobte als Laudator die „unermesslichen Verdienste“ der gebürtigen Wienerin, die mit ihrem 2010 verstorbenen Mann Rudolf eine der bedeutendsten Sammlungen der Wiener Moderne aufgebaut hat.

WIEN / Österreichische Nationalbibliothek / Prunksaal: MARIA THERESIA
HABSBURGS MÄCHTIGSTE FRAU

NB Plakat breit

Vom 17. Februar 2017 bis zum 5. Juni 2017

Gehuldigt in Vaters Prunksaal

Es war Kaiser Karl IV., der jenen Teil der Hofburg bauen ließ, in dem sich der Prunksaal befindet, unter dessen Kuppel er als Statue majestätisch die Besucher empfängt. Vielleicht hat seine Tochter, die kleiner Erzherzogin Maria Theresia, der man große Begeisterung für das Bauen nachsagte, an dieser „Baustelle“ herumgetollt. Heute widmet ihr die Österreichische Nationalbibliothek in diesem Prachtraum die große Ausstellung zu ihrem 300. Geburtstag. Dabei hat man in Dokumenten-, Buch-, Handschriften- und Bild-Archiven tief in die eigenen Schätze gegriffen. Manches wurde hervorgeholt, das bisher noch nie an die Öffentlichkeit gelangt ist…

Zum Ausstellungsbericht[8] von Heiner Wesemann

Filme der Woche

FilmCover  Fences~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Es ist derzeit, man kann es nur wiederholen, die Zeit der starken „schwarzen“ Filme. Die Ära Obama ist zwar vorbei, aber man hat in ihren Ausläufen noch ein paar Filme gedreht, in denen sich die Afroamerikaner Amerikas ihrer eigenen Geschichte besinnen. Das kann auf politischer Ebene geschehen, aber durchaus auch auf privater, im Hinstellen individueller Schicksale. Dass dies im Fall von „Fences“ so stark ausfällt, liegt an dem Theaterstück, das dem Drehbuch zugrunde liegt: August Wilson (1945-2005), halb Afroamerikaner, halb deutsch-böhmischer Abstammung, hat damit sein Meisterwerk geschrieben, das ihn tatsächlich in die Nähe von Arthur Miller rückt.

1987 uraufgeführt, hatten Denzel Washington und Viola Davis 2010 bei einer Wiederaufnahme am Broadway in den Hauptrollen großen, preisgekrönten Erfolg, und da Wilson selbst ein Drehbuch zu seinem Stück geschrieben hat (wobei der Theatercharakter der Geschichte noch stark erhalten ist), entschloß sich Denzel Washington, damit auf die Leinwand zu gehen – nicht nur als Hauptdarsteller und Produzent, sondern zum dritten Mal als Regisseur (auch seine beiden vorangegangenen Filme hatten Probleme von Afroamerikanern behandelt). Und das Ergebnis ist eindrucksvoll genug, wenn auch gelegentlich die Dramaturgie-Maschine des „gut gemachten Stücks“ knarrt (aber das ist bei Arthur Miller und auch bei Eugene O’Neill genau so).

Karel Schwarzenberg wundert sich über Österreichs „Blödheit“
Der Chef des außenpolitischen Ausschusses im tschechischen Abgeordnetenhaus, Karel Schwarzenberg, hat die Absicht Österreichs, den Zugang der EU-Bürger zum österreichischen Arbeitsmarkt zu beschränken, indirekt als „Blödheit“ bezeichnet.
http://www.msn.com/de-at/nachrichten/inland/karel-schwarzenberg[10]

Ich leiste mir eine Meinung quer durch alle politischen Lager, Gehorsam war für mich immer ein Fremdwort. So gesehen gebe ich diesmal Karel Schwarzenberg, mit dem ich nicht oft einer Meinung bin, recht. Was glauben unsere Polit-Azubis eigentlich: Was dem mächtigen Großbritannien verwehrt wurde (und zum Brexit geführt hat), wird Österreich erlaubt werden? Weil der Kanzler der „Haberer“ (wörtliches Zitat)  des Herrn Juncker ist?

Was ist ein Haberer? Wikipedia gibt Auskunft: In Österreich, vor allem im mittelbairischen Sprachgebiet nördlich der Alpen oder „Hawara“ (von chaver (=Freund, Kumpel), plural: חַבchaverim (=Freunde) zumeist einen Freund oder Kumpel, wird aber auch synonym zu „Mann“ (nicht im ehelichen Sinn) oder Liebhaber – hier auch verniedlicht „Habschi“ oder in Vorarlberg „Habi“ – gebraucht. Ableitungen wie „verhabert“ oder „Verhaberung“ klingen wenig wertschätzend für „verbunden in Seilschaft“ und Freunderlwirtschaft.

Warten wir ab!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/02/15/arts/music/metropolitan-opera-2017-2018-season-highlights.html?_r=0
  2. broadwayworld: http://www.broadwayworld.com/article/Met-Operas-2017-18-Season-to-Feature-Jonas-Kaufmann-Joyce-DiDonato-Kelli-OHara-and-More-20170215
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14997/elbphilharmonie-sommerprogramm-in-stunden-ausverkauft/
  4. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209615473/Maerchenstuendchen-mit-Cecilia-Bartoli-in-der-Elbphilharmonie.html
  5. Sueddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/premiere-seelen-wie-auf-dem-notenblatt-1.3376659
  6. Stuttgarter Nachrichten: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.doris-soffel-im-gespraech-man-braucht-mut-zur-haesslichkeit.cc9472ea-812e-4824-af0d-7ae1867233c4.html
  7. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/trojahn/alimonen.htm
  8. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-nationalbibliothek-maria-theresia
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  10. http://www.msn.com/de-at/nachrichten/inland/karel-schwarzenberg: http://www.msn.com/de-at/nachrichten/inland/karel-schwarzenberg

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-februar-2017


15. FEBRUAR 2017

by ac | 15. Februar 2017 08:41

Valery Gergiev bei der Pressekonferenz der Münchner Philharmoniker. Copyright: Florian Emanuel Schwarz

München/ Philharmoniker: Was das Orchester der Stadt für die neues Saison plant
Münchner Abendzeitung[1]

Werner Egks „Peer Gynt“ wird im Theater an der Wien gezeigt – der „Führer“ hat dem Komponisten zu der Oper gratuliert

„Ich bin ganz begeistert und der Führer auch. Eine Neuentdeckung für uns beide, notiert Propagandaminister Joseph Goebbels am 1. Februar 1939 in seinem Tagebuch. Hitler war tatsächlich wie aus dem Häuschen gewesen. Er hatte den Komponisten nach einer Vorstellung in seine Loge in der Berliner Staatsoper gebeten und ihm mit Handschlag gratuliert. Endlich hatte das NS-Regime eine international herzeigbare Oper auf der Basis seiner Ideologie.

Der Komponist war Werner Egk.

Das Werk ist „Peer Gynt“.

Es hat am 17. Februar im Theater an der Wien Premiere.

Heikles Thema, zu gefährlich für einen „Schnellschuss“. Deshalb lesen Sie in der „Wiener Zeitung“

Wien/ Theater an der Wien: Mit Handschlag von Hitler
Werner Egks „Peer Gynt“ wird im Theater an der Wien gezeigt – der „Führer“ hat dem Komponisten zu der Oper gratuliert.
Wiener Zeitung[2]

Linz: Dietmar Kerschbaum neuer Brucknerhaus-Chef
Oberösterreichische Nachrichten[3]
Kerschbaum neuer Brucknerhaus-Chef
http://ooe.orf.at/news/stories/2825576/[4]

Sonntag Ballett-Premiere in der Wiener Staatsoper:

Im Publikumsgespräch[5] Mitte Dezember 2016 kündigte Direktor Dominique Meyer an, daß sich Manuel Legris mit dem Wiener Staatsballett nach den Nurejew-Choreographien den Ballets Russes widmen werde. Deren wichtigstes sei Le Sacre du printemps.

Der Erfolg, welchen John Neumeier mit seinen Balletten Verklungene Feste und der Neufassung der Josephs Legende in den Interpretationen des Wiener Staatsballetts erzielen konnte, war für Manuel Legris Anlaß, den Choreographen erneut einzuladen. Der Abend mit Le Pavillon d’Armide und Le Sacre sind das Ergebnis. Première ist am 19. Feber 2017.

Mehr darüber in unseren Tanz-News[6] – und heute auch in „Aktuelles“

NEUE KRITIKEN IN UNSERER WEBSEITE

WIEN/ Volksoper/ Kasino Schwarzenbergplatz: LIMONEN AUS SIZILIEN (zweite Vorstellung am 14.2.2017)

Rebecca Nelsen. Copyright: Wiener Volksoper/ Barbara Palffy

Es scheint ambitioniert, etwas Neues zu versuchen, allerdings geschieht es in diesem Fall nach dem Motto: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß. Die Volksoper findet einen vergleichsweise „kleinen“ Raum, der akustisch überraschend „fit“ ist, für den man allerdings wohl nicht extra bezahlen muss – das Kasino am Schwarzenbergplatz gehört im allgemeinen dem Burgtheater, aber wir sind ja alle Brüder und Schwestern im Burgtheaterverband. Also kann man unternehmen, was normalerweise bei der Volksoper zu kurz kommen muss, weil das Stammpublikum kaum etwas dafür übrig hätte: die Moderne…

Zum Bericht[7] von Renate Wagner

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: ELEKTRA am 13.2.2017

Copyright: Bayerische Staatsoper

Zum Bericht[8] von Susanne Kittel-May

WIEN/ Staatsoper: OTELLO – dritte Vorstellung am 13.2.2017 – wie lange währt der Einspringer-Bonus?

Kristian Benedikt, der Otello der Serie mit seinem Gegenspieler Carlos Alvarez Foto: M.Pöhn

Wie lange genießt man eigentlich den sogenannten Einspringerbonus? Sicherlich am ersten Abend, als der am Beginn dieser Serie –„spät abends in Schwechat“ – eingelangte Tenor auf die Bühne eilte. Da wäre es vermessen Behauptungen über seine Form oder sein Rollenverständnis aufzustellen. Also wird er gleich sicherheitshalber jeden Abend – so auch gestern, bei seinem dritten Anlauf – als „Einspringer“ per Zusatzzettel auf dem Abendplakat angeführt. Gilt jetzt auch am dritten Abend der „Artenschutz für einspringende Tenöre“ oder darf man jetzt schon mehr sagen über einen Otello, der eigentlich keiner ist?

Zum Bericht[9] von Peter Skorepa

Kaiserslautern: Kleiderfabrik statt Meeresstrand
Georges Bizets „Die Perlenfischer“ szenisch in Kaiserslautern
https://www.nmz.de/online/kleiderfabrik-statt-meeresstrand-georges[10]

München: „Semiramide“ im Nationaltheater: Nachts im Museum
Nur eingefrorene Oratorienästhetik bietet diese Produktion. Regisseur David Alden kehrt nach elf Jahren mit Rossinis „Semiramide“ an die Bayerische Staatsoper zurück. Die Inszenierung bleibt hohles Imponiergehabe, dafür gibt es die beste Sängerbesetzung seit Langem zu bestaunen.
Münchner Merkur[11]

„Wie sich die Bilder gleichen“ – ich meine Wien und München. Aber das hatten wir dieser Tage schon!

Jonas Kaufmann musste Konzert wegen Bronchitis absagen
Von den vier Veranstaltungen der sogenannten Barbican Residency in Londons Barbican Hall hat Kaufmann die dritte und letzte Veranstaltung abgesagt. Nun aber kommen schwere „Kaliber“ auf Jonas Kaufmann zu: Chenier, Tosca, Macht des Schicksals, Parsifal und Otello.

Deutschland: Zahl der Musikstudenten erreicht Höchststand
In Deutschland absolvieren so viele junge Menschen wie noch nie ein Musikstudium. Mit rund 33.500 Studenten habe ihre Zahl im Wintersemester 2015/16 einen neuen Höchststand erreicht, teilte das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) am Dienstag in Bonn mit.
Musik heute[12]

Darüber kann man sich freuen – oder auch nicht! Ich bin da sehr nachdenklich.

Gestern beim „Online-Merker“: „Die Frauen um Franz Liszt“

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Anna Liszt, geb. Lager. Foto: Herta Haider

Ein volles Haus gab es gestern beim Vortrag von Dr. Ulrike Messer-Krol über „Die Frauen um Franz Liszt“. Da unsere Gäste Vorrang haben, musste, durfte ich stehen. Angesichts meiner Knieprobleme war ich so gar nicht böse darüber.

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„Womenizer“ Raffael Cupak „lachte sich wieder einmal eine Besucherin an“. Foto: Herta Haider

Später musste er aber des Saales verwiesen werden, weil er unbedingt mitdiskutieren wollte. Dabei gab es keine Diskussion, sondern einen reich bebilderten Vortrag.

Neu in unseren Interviews: Das Künstlergespräch mit Michael Kraus (Bariton), wurde nun in Schriftform gebracht und online gestellt

„Ich hatte das Glück, berufen zu werden“

Printfassung des Künstlergesprächs vom 8.2.2017. (Moderation: Heinrich Schramm-Schiessl)


Michael Kraus während des Gesprächs beim „Online-Merker“. Copyright: Barbara Zeininger

ZUM INTERVIEW[13]  (Heinrich Schramm-Schiessl)

WIEN/ MUSIKVEREIN: MAKUHARI SOGO HIGHSCHOOL SYMPHONIC ORCHESTRA. Mittwoch, 29. März 2017, Beginn: 11:00 Uhr
Musikverein, Goldener Saal

 

Das nächste Konzert im Wiener Musikverein findet zu einer ungewöhnlichen Zeit statt. Aufgrund der Beginnzeit 11:00 Uhr bitte ich Sie um Mithilfe, mir ist bewusst, dass Berufstätige höchstwahrscheinlich keine Zeit haben werden das Konzert zu besuchen, so ersuche ich Sie, die Einladung an Interessenten weiterzugeben, die auch zu dieser Zeit ein Konzert besuchen können.

Ich möchte die sehr ambitionierten jungen Leute nicht enttäuschen, für Sie stellt der Auftritt im Wiener Musikverein einen Höhepunkt ihres musikalischen Lebens dar.

Bitte bestellen Sie die Karten unter: mailto:freikarten@ambrosweb.com[14] verwenden Sie bitte den Link für die Bestellung.
Nicht vergessen, den Namen, Adresse und die Anzahl der gewünschten Freikarten angeben.

Filme der Woche

FilmCover  Empörung~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[15]

Das Nobelpreiskomitee wird Philip Roth den verdienten Literatur-Nobelpreis vermutlich so lange verweigern, bis es zu spät und er tot ist – was nichts an der Bedeutung dieses Autors für die amerikanische Literatur ändert. Mittlerweile verfilmt man ihn auch des öfteren, obwohl seine Geschichten natürlich keinerlei Harold-Robbins-Vordergründigkeit zu bieten haben. Zuletzt hat Ewan McGregor ein „Amerikanisches Idyll“ auf die Leinwand gebracht, der Zerfall von Familien durch die bürgerkriegsartigen Zustände anlässlich der Vietnam-Proteste. Nun ist „Empörung“ an der Reihe.

Die Deutschen haben die unauslöschliche Schuld auf sich geladen, die Juden körperlich vernichten zu wollen (was ihnen bei sechs Millionen Menschen auch geglückt ist). An der Diskriminierung der Juden haben sich auch andere Völker und Nationen beteiligt. Philip Roth – selbst Jude – erzählt das an einem Beispiel aus den fünfziger Jahren in den USA…

Eisenstadt: ORF-Redakteur soll Psychiotherapeutin Perner niedergeschlagen haben
Kurier[16]

Vorweg, ich war natürlich nicht dabei. Aber in tendenziöser Berichterstattung habe die meisten unserer Zeitungen bereits Übung – und die wollen sie weiterpflegen. Frau Perner hat dem Redakteur, der sie von einem für eine andere Person reservierten Sitzplatz weisen wollte, zuerst eine „Backpfeife“ gegeben (das ist nach Diktion unserer Zeitungen keine „Watschn“), der wiederum hat sie daraufhin „niedergeschlagen“ (nicht weggestoßen). Also, ich denke mir mein Teil!

Wien/ nach langer Pause: „Eat the Rich“: Comeback für Anti- Opernball- Demo
Jahrelang haben Ballgäste den Wiener Opernball ungestört besuchen können, doch heuer könnte das wieder anders werden: Unter dem Motto „Eat the Rich“ gibt es zum ersten Mal seit Jahren wieder eine Demo gegen den beliebten Ball, der am 23. Februar stattfindet.
Kronen Zeitung[17]

Traditionen soll man pflegen. Die Opernball-Demo ist eine nun einige Jahre durch die Proteste gegen den Akademikerball unterbrochene Tradition. Nun war die Akademikerball-Demo dieses Jahr etwas schwachbrüstig, deshalb kommt der Opernball wieder zum Zug. Die mediale Präsenz (TV-Übertragung) ist beim Opernball auch weitaus höher!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchner-philharmoniker-was-das-orchester-der-stadt-fuer-die-neue-saison-plant.b063b03c-ea63-44ff-8e8e-1e7392460975.html
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/873886_Mit-Handschlag-von-Hitler.html?em_view
  3. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Dietmar-Kerschbaum-neuer-Brucknerhaus-Chef;art16,2484894
  4. http://ooe.orf.at/news/stories/2825576/: http://ooe.orf.at/news/stories/2825576/
  5. Publikumsgespräch: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-publikumsgespraech-mit-dominique-meyer
  6. Mehr darüber in unseren Tanz-News: http://der-neue-merker.eu/john-neumeier-opfer-sind-wir-alle
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-volksoper-im-kasino-limonen-aus-sizilien
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-elektra
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-giuseppe-verdi-otello
  10. https://www.nmz.de/online/kleiderfabrik-statt-meeresstrand-georges: https://www.nmz.de/online/kleiderfabrik-statt-meeresstrand-georges
  11. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/premiere-von-rossinis-semiramide-an-bayerischen-staatsoper-in-regie-von-david-alden-7400231.html
  12. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14981/zahl-der-musikstudenten-erreicht-hoechststand/
  13. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/michael-kraus-ich-hatte-das-glueck-berufen-zu-werden
  14. mailto:freikarten@ambrosweb.com: mailto:freikarten@ambrosweb.com
  15. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  16. Kurier: https://kurier.at/chronik/burgenland/orf-redakteur-soll-psychotherapeutin-perner-niedergeschlagen-haben/246.568.345
  17. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/eat-the-rich-comeback-fuer-anti-opernball-demo-nach-langer-pause-story-554104

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-februar-2017


14. FEBRUAR 2017

by ac | 14. Februar 2017 08:40

„Lulu“ an der Hamburgischen Staatsoper: Barbara Hannigan. Copyright: Monika Rittershaus

Christoph Marthaler lässt niemand kalt.In Hamburg liefert er eine ungewöhnliche „Lulu“ – Deutung – und erfüllt damit die Erwartungen. Internationale Aufmerksamkeit ist garantiert.

Barbara Hannigan  zittert, tanzt, turnt, posiert und wirbelt über die Bühne, dass man nie den Blick von ihr lassen kann: Was die kanadische Sängerin/Darstellerin an diesem Premierenabend in der Hamburgischen Staatsoper mit Alban Bergs „Lulu“ anstellt, verdient neben dem Ausdauerpreis auch die Top-Haltungsnote.

Ein Auszug aus der Presseschau:

Hamburg: Naganos ausgeklügelte Neufassung von Bergs „Lulu“: Vor allem das Ende überrascht
Musik heute[1]
Nagano mit eigenwilligem Neu-Arrangement
Alban Berg starb bevor er seine „Lulu“ fertig komponieren konnte. Und so liegt der dritte Akt nur als Skizze vor. Der Herausforderung, die Oper trotzdem auf die Bühne zu bringen, haben sich nun Kent Nagano und Regisseur Christoph Marthaler gestellt. Am Sonntag feierte ihre höchst eigenwillige Fassung an der Hamburger Staatsoper Premiere.
BR-Klassik[2]
Premiere von „Lulu“ in Hamburg: Intim bis zum Exzess
Alban Bergs Opernfragment „Lulu“ fordert immensen Einsatz von Interpreten, Regie und Musikern. Ungewöhnlicher als in der neuen Hamburger Version von Christoph Marthaler wurde die Überfrau selten präsentiert.
Der Spiegel[3]
Beifall für Hamburger Neufasung von Bergs „Lulu“
Musik heute[4]
Hamburg
From femme fatale to angel: Lulu in Hamburg
bachtrack[5]

In den nächsten Tagen kommt noch mehr internationale Presse, die Hamburger „Lulu“  wird in unserer Berichterstattung sicher noch weiterhin Thema sein!

München/ Bayerische Staatsoper: „Semiramide“ präsentiert sich musikalisch grandios, szenisch aber sehr zähflüssig.

“ Semiramide“ in München. Ales Esposito als Assur. Copyright: Wilfried Hösl

Die Parallelen zum Wiener „Trovatore“ sind nicht zu leugnen: Da (in Wien) wie dort (in München) stand das Publikum wegen der sängerischen Leistungen Kopf, da wie dort lieferte der Regiekünstler nicht eben ein Meisterwerk ab. Da wie dort ist der Operndirektor als Auftraggeber für die Inszenierung mitverantwortlich, aber nur da (also in Wien) wird er dafür verantwortlich gemacht. Die Münchner lassen über ihren Nikolaus nichts kommen. „Wien ist anders“ – ist das eine gefährliche Drohung?

Lesen Sie in den bisher vorliegenden Rezensionen:

München/ Bayerische Staatsoper: Flitzende Noten – träge Handlung
Für die Produktion von Rossinis „Semiramide“ ist der Regisseur David Alden an die Bayerische Staatsoper zurückgekehrt – der Mann, der während der Zeit von Intendant Sir Peter Jonas zahlreiche Barock-Opern für das Münchner Opernhaus gestaltet hatte. Im Fokus seiner neuen Inszenierung steht der Machtkampf zwischen Religion und Politik. Am Sonntag war Premiere.
BR-Klassik[6]
Die famose Joyce DiDonato in Rossinis „Semiramide“
Münchner Abendzeitung[7]
Belcanto-Feuerwerk mit Joyce DiDonato und Daniela Barcellona
In einer teilweise eher skurrilen Neuinszenierung feierte die Mezzo-Diva ein triumphales Rollendebüt in der Sopran-Partie von Rossinis „Semiramide“. Das Publikum jubelte vor allem über die brillanten musikalischen Leistungen und staunte über die Regie.
Die Presse[8]
Musiker retten schwache Regie
Musik heute[9]
Semiramide enthusiastisch gefeiert
Musik heute[10]

Wiener Staatsoper: Die tägliche Umbesetzung:

Besetzungsänderung in „Otello“ an der Wiener Staatsoper

Bildergebnis für wiener staatsoper otello kristian benedikt
Kristian Benedikt. Copyrigh: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Kristian Benedikt übernimmt auch in den letzten beiden Vorstellungen von „Otello“ an der Wiener Staatsoper am gestrigen Montag, 13. Februar sowie am Donnerstag, 16. Februar 2017 die Titelpartie anstelle des erkrankten KS Peter Seiffert.

NEU:Linz: Dietmar Kerschbaum neuer Brucknerhaus-Chef
Zur Info/ OÖ-Nachrichten[11]

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

MANNHEIM: LA REINE – ein Musiktheaterprojekt am 12.2.2017

Angela Denoke. Copyright: Hans-Jörg Michel

Zum Bericht[12] von Gerhard Hoffmann

STUTTGART/ Ballett: „VERFÜHRUNG!“ 10.2.2017 – Assoziationsreiche Betrachtungen

Faszinierende Körpererkundung in „Faun“: Elisa Badenes und Adam Russell-Jones. Copyright: Stuttgarter Ballett

Zum Bericht[13] von Udo Klebes

WIEN/ Staatsoper: IL TROVATORE – Vorstellung am 12.2.2017

Luciana D’Intino, Roberto Alagna. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[14] von Lukas Link

Zum Bericht[15] von Maria und Johann Jahnas

GRAZ: DIE ZIRKUSPRINZESSIN. Premiere am 11.2.2017

Walter Geller, Regina Riel. Copyright: Werner Kmetitsch/ Oper Graz

Zum Bericht[16] von Walter Nowotny

Bernd Mottl findet in Hannover eine radikale Lösung für den „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner
Neue Zürcher Zeitung[17]

Berlin/ Konzertgänger in Berlin“
12.2.2017 – Nordfeurig Konzerthausorchester, Schønwandt, Ibramigova, Mönkemeyer spielen Mozart, Sibelius, Niels Gade
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/12/12-2-2017-nordfeurig[18]

Dorothea Röschmann freut sich über Klassik-Grammy
http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article209594183/Dorothea-Roeschmann-freut-sich-ueber-Klassik-Grammy.html
Grammy für Dorothea Röschmann
Musik heute[19]

HEUTE IN DER „KUNST – WERK-GALERIE DES „ONLINE-MERKER“: Vortrag mit zahlreichen Fotocollagen  über die Frauen um Franz Liszt

 

Dr. Ulrike Messer-Krol, Kulturjournalistin mit über 30 Jahren ORF-Erfahrung und ihr Mann schildern das Leben von Anna Maria Lager, Bäckertochter aus Krems. Sie ist die Mutter des Musikgenies Franz Liszt und Großmutter von Blandine, Daniel und Cosima, der Ehefrau von Richard Wagner und Herrin von Bayreuth.

Der Vortrag beginnt in Krems, dort steht noch heute das Geburtshaus von Anna Liszt. Er folgt der bemerkenswerten Frau über Wien, Raiding bis Paris. Dort lebte die Frühwaise, die in einer Liebesheirat den Schäferei-Rechnungsführer Adam Liszt geheiratet hatte, fast ihr ganzes Leben. Dem 1811 geborenen Wunderkind Franz zuliebe hatte die Familie Österreich-Ungarn verlassen. Als junge Witwe war Madame Liszt der stabile Lebensmittelpunkt für den Sohn, den rastlos in ganz Europa gastierenden Starpianisten und Komponisten. Sie zog seine drei Kinder liebevoll auf. Während Sohn Daniel und die Erstgeborene Blandine früh starben, blieb die enge Beziehung zu Cosima, die zuerst Liszts Lieblingsschüler Hans von Bülow heiratete, um dann eine kulturhistorisch bis heute nachwirkende Verbindung mit Richard Wagner einzugehen. – Der Bogen reicht von Krems an der Blauen Donau bis Bayreuth am Roten Main.

Der Eintritt ist frei, machen Sie sich einen gemütlichen Abend bei und mit uns! Es ist genügend Wein da

Das ist der Eingang zur Merker-Galerie

 

Besser gesagt, das war der Eingang im Jahr 1945. Derselbe US-Amokflieger, der die Wiener Staatsoper getroffen hat, bombardierte im Abdrehen nach Süden auch gleich den Eingang zum Online-Merker. Angeblich wollte er ja eine Raffinerie in Stadlau treffen, aber wahrscheinlich hat er zuviel Whisky getankt. Inzwischen ist vor dem Eingang natürlich der Schutt aufgeräumt, Sie müssen nicht darübersteigen!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14969/naganos-ausgekluegelte-neufassung-von-bergs-lulu-vor-allem-das-ende-ueberrascht/
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/lulu-oper-alban-berg-kent-nagano-hamburg-neufassung-100.html
  3. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/musik/lulu-von-christoph-marthaler-kritik-zur-hamburger-inszenierung-a-1134300.html
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14963/beifall-fuer-hamburger-neufassung-von-bergs-lulu/
  5. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-berg-lulu-hannigan-nagano-marthaler-staatsoper-hamburg-february-2017
  6. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/rossini-semiramide-neuinszenierung-david-alden-bayerische-staatsoper-kritik-100.html
  7. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-die-famose-joyce-didonato-in-rossinis-semiramide.621bd712-8e5d-41be-82a8-b22e3acb84ea.html
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5169262/BelcantoFeuerwerk-mit-Joyce-DiDonato-und-Daniela-Barcellona
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14967/semiramide-an-bayerischer-staatsoper-musiker-retten-schwache-regie/
  10. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14958/semiramide-an-bayerischer-staatsoper-enthusiastisch-gefeiert/
  11. Zur Info/ OÖ-Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Dietmar-Kerschbaum-neuer-Brucknerhaus-Chef;art16,2484894
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/mannheim-la-reine-ein-musiktheaterprojekt
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-ballett-verfuehrung-assoziationsreiche-betrachtungen
  14. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-3
  15. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-3-vorstellung-mit-erneuter-steigerung
  16. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/graz-die-zirkusprinzessin-premiere
  17. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nmz.de/online/bernd-mottl-findet-in-hannover-eine-radikale-loesung-fuer-den-fliegenden-hollaender-von-richa
  18. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/12/12-2-2017-nordfeurig: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/12/12-2-2017-nordfeurig
  19. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14965/grammy-fuer-deutsche-sopranistin-dorothea-roeschmann/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-februar-2017


13. FEBRUAR 2017

by ac | 13. Februar 2017 08:51

München/ Bayerische Staatsoper: „Semiramide“ – einhellige Zustimmung beim Publikum. Copyright: Wilfried Hösl

Kritik habe ich noch keine gefunden, aber H.S.S. hat Radio gehört – mich interessiert da vor allem der Schlussapplaus. Und der war eindeutig: Zustimmung nicht nur für die Sänger – das war zu erwarten – sondern offenbar auch für das Regieteam. Unser „Spion“ hat jedenfalls keine Missfallensäußerungen während des Schlussapplauses vernehmen können!

Die erste Nachtkritik ist online:

ZUR YOUTUBE-Nchtkritik[1]

Wiener Staatsoper/ Heute Umbesetzung

Besetzungsänderung in „Otello“ an der Wiener Staatsoper

Kristian Benedikt übernimmt auch in den letzten beiden Vorstellungen von „Otello“ an der Wiener Staatsoper am heutigen Montag, 13. Februar sowie am Donnerstag, 16. Februar 2017 die Titelpartie anstelle des erkrankten KS Peter Seiffert.

Wiener Volksoper: „Limonen aus Sizilien“ – Erstbespielung des Kasinos am Schwarzenbergplatz

Copyright: Wiener Volksoper/ Barbara Palffy

Premiere von „Limonen aus Sizilien“ als Produktion der Volksoper im Kasino am Schwarzenbergplatz. Eine echte Kritik haben wir auch noch nicht anzubieten, wohl aber einen Zeugenbericht: Eine ausgezeichnete , vielleicht sogar die beste seit längerer Zeit, Produktion der Volksoper – mit einer kleinen Zusatzinformation: Der Herr Direktor war nicht anwesend, weil er gleichzeitig im Haus am Gürtel in „Der Kongress tanzt“ aufgetreten ist. Entweder eine Fehlplanung bei der Spielplangestaltung oder ein Affront gegenüber den mitwirkenden Künstlerinnen.

NEU EINGELANGTE KRITIKEN

GRAZ: DIE ZIRKUSPRINZESSIN. Viel Spielwitz und Zuckerwatte. Premiere am 11.2.2017

Operette mit Zirkusathmosphäre
Foto: Werner Kmetitsch – Oper Graz

Eingängige und schmachtende Melodien, Walzer, Csárdás, Wienerlied, sowohl ein dramatisches als auch ein komisches Liebespaar, Irrungen, Wirrungen und Verwechslungen am laufenden Band: Es scheint fast so, als hätte Emmerich Kálmán bei der Komposition der „Zirkusprinzessin“ eine Checkliste an Operettenmerkmalen abgearbeitet. Die fröhliche Operettenwelt mit der schillernden, bunten und lauten Welt des Zirkus verbunden versetzt das Publikum in eine heitere, fröhliche und etwas schrille Welt, die etwas nach Zuckerwatte schmeckt…

Zum Premierenbericht[2] von Konstanze Kaas

INNSBRUCK/ Tiroler Landestheater: UN BALLO IN MASCHERA – Premiere am 11.12.2017

Karina Flores, Michael Bachtadze. Copyright: Tiroler Landestheater/ Rupert Larl

Zum Premierenbericht[3] von Dietmar Plattner

KARLSRUHE: DIE WALKÜRE, Galavorstellung am 11.2.1970

Zum Bericht[4] von Gerhard Hoffmann

HANNOVER: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER. Premiere am 11.2.2017

Zum Premierenbericht[5] von Christian Schütte

WIEN/ Staatsoper: NABUCCO am 11.2. 3017

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Roberto Tagliavini (Zaccaria). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[6] von Wolfgang Habermann

Zum Bericht [7]von Dominik Troger

Anna Netrebko vor dem Bühnentürl der Staatsoper: Zuschauerkämpfe

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Anna Netrebko schreibt geduldig Autogramme. Copyright: Esther Hatzi

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Hier wird es kritisch. Da kam unsere Fotografin – Esther Hatzi vom Arcadia-Shop, sogar ins Wanken – zumindest scheint es das Foto zu belegen. Copyright: Esther Hatzi

Bo Skovhus schwärmt über die Reise mit dem traditionellen Postschiff Hurtigruten.

Bo Skovus mit Ehefrau Ingrid. Foto: privat/Bo Skovhus

Ab 17. Februar singt der Bariton „Peer Gynt“ im Theater an der Wien. Und in dieser Oper findet sich Peer Gynt in der Welt von Trollen wieder.

Kreuzfahrten auf Ozeanriesen haben ihn nie interessiert. Aber eine Fahrt auf dem traditionellen Postschiff „Hurtigruten“, entlang der norwegischen Küste, war schon immer sein Traum. Den erfüllte sich Bo Skovhus mit seiner Frau Ingrid vor zwei Jahren. „Diese Reise ist ein einziges Naturspektakel, un-wahr-schein-lich“, betont der 54-jährige Opernsänger, der seine Karriere vor fast 30 Jahren in Wien begann… (Quelle: „Kurier“)

Troy Story: Les troyens in Hamburg
bachtrack[8]

München: Reaktionen auf die Pläne zur Sanierung Gasteig
Münchner Merkur[9]

JAZZSÄNGER AL JARREAU GESTORBEN

Al Jarreau, weltberühmter Jazz-Sänger,  ist seiner offiziellen Webseite zufolge tot. Er starb am Sonntag im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles.

Al Jarreau. Copyright: Alamanzoo Symphony Orchestra

Al Jarreau war das fünfte von sechs Kindern. Die Familie war sehr arm und zeichnete sich durch eine große Musikalität aus. Jarreau sang bereits mit vier Jahren sein erstes Solo in der Kirche. Sein aus New Orleans stammender Vater – Emile Alphonse Jarreau – war Pfarrer in der „Seventh Day Adventist Church“, arbeitete aber während des Zweiten Weltkrieges in der Munitionsfabrik A. O. Smith, so dass Jarreau seinen Vater nie in der Kirche predigen hörte, nur zu Hause. Seine Mutter – Pearl Walker Jarreau – war Kirchenorganistin. Schon als Kind entdeckte Al Jarreau durch seine Brüder die Improvisation, als er mit ihnen zusammen zu Hause sang.

Ende Januar 2017 sagte Jarreau zunächst wegen Erschöpfung eine geplante Jazz-Kreuzfahrt ab und begab sich in ärztliche Behandlung.  Am 8. Februar 2017 erklärte er über seine Webseite, seine Live-Karriere sei beendet. Vier Tage später verstarb er im Kreise seiner Familie an Altersschwäche.

Wien: Das Burgtheater braucht ab 2019 eine neue Leitung
Branchenintern werden schon Favoriten gehandelt. Alle hochkarätigen Kandidaten sind jedoch langfristig an andere Häuser gebunden.
https://www.profil.at/kultur/buehne-burgtheater-leitung-7980876[10]

Tom Neuwirth will Conchita Wurst töten
„Mit der bärtigen Frau habe ich seit dem Song-Contest-Sieg im Prinzip alles erreicht. Ich brauche sie nicht mehr.“ So klar spricht Tom Neuwirth jetzt im Interview mit Welt am Sonntag über sich und seine weltberühmte Kunstfigur Conchita. 2014 hatte Conchita den Song Contest in ­Kopenhagen gewonnen; jetzt ist Neuwirth auf der Suche nach Neuem.
„Ich werde bald 30 und stelle mir gerade viele Fragen“, sagt er. Eine Frau habe er nie sein wollen: „Ich liebe Männer – aber als Mann.“ Auf die Frage, was mit Conchita pas­sieren solle, wenn er sie irgendwann ins Aus schickt, sagt Neuwirth: „Ich muss sie töten.“
http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Tom-Neuwirth-will-Conchita-Wurst[11]

Ob das bei den Fans so gut ankommen wird, weiß ich nicht. Aber eine Entscheidung muss fallen. „Töten“ ist aber ein sehr hartes Wort.

HINWEIS: Morgen Dienstag beim Online-Merker. „Die Frauen um Franz Liszt“ – ein hochinteressanter Vortrag von Dr. Ulrike Messer-Krol. Ich werde Sie morgen nochmals erinnern,  ich kann den reich illustierten Vortrag nur wärmstens empfehlen. Der Eintritt ist – wie immer – frei!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. ZUR YOUTUBE-Nchtkritik: https://www.youtube.com/watch?v=uAjkQ401-_4&t=26s
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/graz-opernhaus-die-zirkusprinzessin-viel-spielwitz-und-zuckerwatte
  3. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/innsbruck-landestheater-un-ballo-in-maschera-premiere
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/karlsruhe-die-walkuere-gala-am-11-2-2017
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/hannover-der-fliegende-hollaender-zwei-aussenseiter-finden-sich-premiere
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wiener-staatsoper-nabucco
  7. Zum Bericht : http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/anabucco4.htm
  8. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-troyens-thalheimer-kerl-markarova-staatsoper-hamburg-february-2017
  9. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/reaktionen-auf-plaene-zur-sanierung-gasteig-7387110.html
  10. https://www.profil.at/kultur/buehne-burgtheater-leitung-7980876: https://www.profil.at/kultur/buehne-burgtheater-leitung-7980876
  11. http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Tom-Neuwirth-will-Conchita-Wurst: http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Tom-Neuwirth-will-Conchita-Wurst

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-februar-2017


12. FEBRUAR 2017

by ac | 12. Februar 2017 08:23

 

Joyce DiDonato als Semiramide. HEUTE ist Premiere an der Bayerischen Staatsoper. Copyright: Bayerische Staatsoper/ Wilfried Hösl

Oper spielt sich natürlich auch abseits von Wien statt – und wie! Heute blickt die Opernwelt nach München zu Rossinis Semiramide. Sämtliche Aufführungen der Premierenserie sind ausverkauft!

Rossini-Spezialist Michele Mariotti gibt sein Debüt an der Bayerischen Staatsoper und erarbeitet mit Regisseur David Alden Semiramide. Joyce DiDonato singt die Titelpartie und gibt damit ihr Rollendebüt. Premiere ist am Sonntag, 12. Februar.

Mit Semiramide gibt der italienische Dirigent Michele Mariotti sein Hausdebüt an der Bayerischen Staatsoper. Zusammen mit Regisseur David Alden bringt er Semiramide auf die Bühne. Dieser hat bereits zahlreiche Werke unter anderem von Monteverdi, Händel und Wagner an der Bayerischen Staatsoper inszeniert, zuletzt Händels Orlando im Jahr 2006. Für Regisseur David Alden steht fest: „Man macht Semiramide nicht ohne die besten Sänger der Welt. Jede Rolle ist so kompliziert geschrieben und so virtuos. Man braucht die Besten!“ Die amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato gibt ihr Rollendebüt in der Titelpartie. Zuletzt war Joyce DiDonato an der Bayerischen Staatsoper 2013 in I Capuleti e i Montecchi zu erleben. In weiteren Rollen sind Alex Esposito als Semiramides früherer Geliebter Assur und Daniela Barcellona als Semiramides totgeglaubter Sohn Arsace zu sehen. Lawrence Brownlee übernimmt die Partie des Idreno.

Semiramide in den Medien: STAATSOPER.TV
Kostenloser Live-Stream von Semiramide auf www.staatsoper.de/tv[1]
So, 26. Februar 2017, 17.00 Uhr

Wiener Staatsoper: Zweite Vorstellung „Otello“ und damit zweite Vorstellung für Kristian Benedikt

Bezüglich der Seiffert-Absage gehen bei uns die Meinungen über dessen Ersatz Kristian Benedikt auseinander. Ich war nicht in der Vorstellung und kenne Herrn Benedikt überhaupt nicht. Die Rezensionen über die beiden bisherigen Vorstellungen sind positiv – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was Stimmen anbelangt, verlasse ich mich aber schon auf die Meinung gerade dieser Rezensenten, die übrigens Herrn Benedikt persönlich auch nicht kennen (es ist kein Auftritt im Merker-Kunstsalon geplant). Mir gegenüber wurde in einem Telefonat mit geradezu verächtlichen Unterton Budapest als Otello-Station des Herrn Benedikt angeführt. Nur Budapest zu erwähnen, ist untergriffig, denn Kristian Benedikt hat den „Otello“ auch an der Bayerischen Staatsoper gesungen, die bei uns hohes Ansehen genießt. In London, dem Haus, an dem Welt-Tenöre engagiert sind, hat man ihn die nicht unwichtige Rolle des Canio anvertraut. Ich gehe davon aus, dass die Londoner Opernmacher auch nicht taub und blind sind.  Herr Benedikt kann nichts dafür, dass Peter Seiffert abgesagt hat. Er hat zumindest in der ersten Vorstellung so passabel gesungen, dass  er auch in der zweiten angesetzt wurde. Wenn manche Leser die Kompetenz des heimischen Direktors bezüglich Stimmen anzweifeln, sei doch bemerkt, dass es an der Staatsoper gewiss Stimmenkenner (wie hoffentlich an jedem Opernhaus) gibt, die natürlich ihre Kompetenz einbringen. Nachstehend die Biographie des Tenors:

Kristian Benedikt

Der aus Litauen stammende KRISTIAN BENEDIKT begann seine Karriere als lyrischer Tenor in Vilnius, konnte sich aber mittlerweile weltweit im dramatischen Fach etablieren. Erfolge der letzen Jahre umfassen u.a. Otello an der Bayerischen Staatsoper, in Savonlinna, Graz, an der Budapester Staatsoper und am Mariinski-Theater, Canio am ROH Covent Garden in London, Cavaradossi, Don José, Samson am Mariinski-Theater, Samson in Turin, Hermann in Budapest. Neben zusätzlichen Rollen des italienischen bzw. französischen Repertoires wie Manrico, Radames, Eléazar, Hoffmann, Dick Johnson, Des Grieux (Manon), Andrea Chénier und Calaf, singt er auch Siegmund sowie Rienzi

Zum Bericht „Otello[2]“ am 10.2. von Wolfgang Habermann

HEUTE AUF ORF III

Am Sonntag stellt das „Erlebnis Bühne“-Künstlerporträt mit „George London – Zwischen Göttern und Dämonen“ (19.10 Uhr) einen der faszinierendsten Opernsänger der Nachkriegsära vor. Die Dokumentation von Marita Stocker zeigt den amerikanischen Bassbariton in seiner ganzen Vielfalt, darunter selten gezeigtes Archivmaterial. Mit Mozarts Opera buffa „Le nozze di Figaro“ (20.15 Uhr) klingt anschließend in einer Inszenierung von David McVicar aus dem Royal Opera House 2006 das ORF-III-Wochenendprogramm aus. Unter dem Dirigat von Antonio Pappano stehen u. a. Erwin Schrott, Miah Persson, Dorothea Röschmann und Gerald Finley auf der Opernbühne.

Die Wiener Symphoniker müssen sparen und bauen deshalb Privilegien ab

Die Symphoniker müssen sparen, aus dem Vollen schöpfen ist nicht mehr angesagt. Intendant Johannes Neubert muss die Existenz sichern – und das geht nur mit harten Maßnahmen.

Die Probleme sind nicht neu, bereits 2006 wurde vom Rechnungshof Alarm geschlagen. Nun wurde abermals geprüft – und die Maßnahmen als nicht ausreichend empfunden. Personalabbau ist für den Intendanten kein Thema, aber liebgewordene Privilegien werden daran glauben müssen:

Privilegienab­bau bei den Wiener Symphonikern
Die Zeiten, als die Wiener Symphoniker aus dem Vollen schöpften, sind vorbei. Intendant Johannes Neubert setzte zum Teil harte Maßnahmen, um die Existenz des Orchesters zu sichern.
Kurier[3]

Eklat in Salzburg: Viktoria Kickinger, Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Mozarteum, ist als Vorsitzende zurückgetreten

Viktoria Kickinger ist am Freitag als Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Mozarteum zurückgetreten. Mitglied im Gremium aber bleibt sie. Offenbar ist die Suche nach dem Mauser-Nachfolger in einer Sackgasse gelandet.

Salzburg: Universität Mozarteum: Rektorensuche führt zum Eklat
Viktoria Kickinger legte am Freitagabend ihr Amt als Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Mozarteum nieder.
Salzburger Nachrichten[4]

11.2.2017 – Ohrend, herzend: Berliner Philharmoniker, Rattle, Kopatchinskaja spielen Ligeti, Rihm, Mahler
Diesmal kann sich kein Nörgler beschweren, die Programme der Berliner Philharmoniker wären zu seicht: Hier stellt der großartige, der unsterbliche György Ligeti nicht nur Rihm (und Boulez) in den Schatten, sondern selbst Gustav Mahler, dessen 4. Sinfonie G-Dur nach der Pause natürlich der planmäßige Höhepunkt des Konzerts sein sollte
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/12/11-2-2017-ohrend-herzend[5]

Klaus Peymann verabschiedet sich mit “ Der Prinz von Homburg“ – und mit einem Kniefall

Berliner Ensemble: Peymann nimmt mit „Prinz von Homburg“ Abschied
Eine Ära geht zu Ende. 50 Jahre lang hat Claus Peymann die deutsche und österreichische Theaterszene geprägt – mit mutigen, innovativen und oft genug umstrittenen Stücken. Am Freitagabend verabschiedete sich der Bühnenpapst mit einem Kniefall von „seinem“ Berliner Ensemble.
Salzburger Nachrichten[6]
Peymanns letzte Inszenierung: In den Staub mit allen Preußenfreunden
Ende einer Ära: Claus Peymann verabschiedet sich als Chef des Berliner Ensembles – mit einer kämpferisch antimilitaristischen Inszenierung von Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“.
Der Spiegel[7]
Theaterpapst Peymann geht mit „Prinz von Homburg“
Hamburger Abendblatt
[8]Peymann nimmt mit „Prinz von Homburg“ Abschied
Wiener Zeitung[9]
Berliner Ensemble Claus Peymann verabschiedet sich mit Kniefall
Berliner Zeitung[10]
Peymanns Abschied ohne Knalleffekt
Berliner Morgenpost[11]

PALERMO/ Teatro Biondo: ALMANACCO SICILIANO von Roberto Alajmo

Vincenzo Pirrotta, Regisseur und Hauptdarsteller. Copyright: Teatro Biondo

VIele Theater bekommen in letzter Zeit Dramaturgen, Pressesprecher oder Manager als Intendanten. In Palermo hat Bürgermeister Orlando den entgegengesetzten Weg gewählt und den Schriftsteller Roberto Alajmo zum Chef des grössten und traditionsreichstenTeatro Biondo gemacht.
EInes der wichtigsten Werke Alajmos, „L’Almanacco siciliano“ erlebte jetzt auf der kleineren Bühne des „Biondo“ seine Dramatisierung. In „Der Sizilianische Almanach“ erzählt er von den letzten Minuten von dutzenden Mafia-Opfern der letzten fünfzig Jahre. Und zwar mit einem besonderen Kunstgriff. Alajmo nennt nämlich keine Namen…

Zum Bericht[12] von Dr. Robert Quitta

Leichenfledderei oder Dokumentation ?

Was bleibt von Österreichs Pop-Star
Vor 60 Jahren, am 19. Februar 1957, wurde Falco unter dem Namen Hans Hölzel geboren. Vor 19 Jahren, am 6. Februar 1998, starb er.
Kurier[13]

Zum 60er des „Falken“ erscheint eine Dokumentation , die „die alleinige Wahrheit“ über den Tod des Popstars verspricht. Gestaltet hat die Doku ein „Falco-Freund“.

Ist es nötig, Falco in die Nähe eines Selbstmordes zu rücken, ihn als total abgewrackten Typ vorzuführen?

„Wenn damit Geld zu machen ist – hört sich jegliche Freundschaft auf“ hat mein Vater selig zu mir gesagt. Bei einem Toten ist es noch viel leichter!

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[14]

Es war schon beim ersten Mal nicht ganz so „schlimm“ wie erwartet – die „Fifty Shades of Grey“, zwischen Buchdeckeln ein berühmt- berüchtigter Soft-Porno aus der Feder von E L James, Autorin von weltweit verkauften drei Bestsellern um ihre unschuldsvolle und doch letztlich unternehmungslustige Heldin Anastasia Steele, genannt „Ana“. Dass die junge Dame einen Milliardär (!) für sich einnimmt, macht sie für ihre jugendlichen Leserinnen zum begehrenswerten Vorbild – und dass dieser schöne, reiche Mann abgründige Gelüste hat… kurz, damit ist der Zeitgeist vollends getroffen.

In Teil 1 (und seiner Verfilmung) wurde Ana (relativ harmlos, wie gesagt, ein Soft-Porno ganz ohne Schrecken) von ihrem Mr. Christian Grey in das Geheimnis seiner Wünsche (hauptsächlich Bondage, sanfte Klapse auf den Hinterteil und unzüchtiges Benehmen in Restaurants) eingeführt, am Ende von Buch und Film waren sie getrennt. Nun erfüllen sich gleich zu Anfang alle Frauenträume: Er ist wieder da, zerknirscht, bittet um Entschuldigung, fleht geradezu um eine zweite Chance, ist zu allen Zugeständnissen bereit… und weil sie ihn ja doch liebt, schmachtet sie: Ja!..

Oberösterreich: Thomas Stelzer: „Konservativ wie Franz Josef Strauß“
Oberösterreichs nächster Landeshauptmann, Thomas Stelzer (ÖVP), will zwar kein Landesfürst, aber Landesvater werden. Er hätte gern mehr Steuerautonomie und die Verantwortung über die Lehrer. Vom Begriff Multikulti hält er wenig.
Die Presse[15]

Kommt Besseres nach? Leicht wird es nicht, denn Dr. Pühringer hat seine Sache gut gemacht

USA: Brautjungfern-Vertrag: Wer zunimmt, fliegt hinaus
In den USA müssen Brautjungfern immer öfter Verträge unterschreiben, in denen sie versprechen, nicht zuzunehmen und sich gut zu benehmen. Das ist lächerlich, aber gültig.
Die Presse[16]

Trump ist daran nicht schuld, dieser Vertrag stammt aus der Vor-Trump-Zeit!

St. Moritz: Ski-WM: Heute Abfahrtsentscheidung bei Damen und Herren
Nach der Absage der Herren-Abfahrt gestern, stehen heute zwei Speedrennen bei der Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz am Programm. Die Damen gehen um 11.15 Uhr, die Herren um 13.30 Uhr über die Abfahrtspiste.
Kleine Zeitung[17]

Nachmittags findet das Fußballderby Austria – Rapid statt!

Einen schönen Sonntag wünscht A.C.

  1. www.staatsoper.de/tv: http://www.staatsoper.de/tv
  2. Zum Bericht „Otello: http://der-neue-merker.eu/wiener-staatsoper-otello-zweite-vorstellung-der-serie
  3. Kurier: https://kurier.at/kultur/privilegienabbau-bei-den-wiener-symphonikern/245.890.427
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/kultur/sn/artikel/universitaet-mozarteum-rektorensuche-fuehrt-zum-eklat-234032/
  5. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/12/11-2-2017-ohrend-herzend: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/12/11-2-2017-ohrend-herzend
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/peymann-nimmt-mit-prinz-von-homburg-abschied-234083/
  7. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/claus-peymann-inszeniert-prinz-friedrich-von-homburg-am-berliner-ensemble-a-1134143.html
  8. Hamburger Abendblatt
    : http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209575717/Peymann-verabschiedet-sich-mit-Kleists-Prinz-von-Homburg.html
  9. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/873358_Peymann-nimmt-mit-Prinz-von-Homburg-Abschied.html?em_view
  10. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/theater/berliner-ensemble-claus-peymann-verabschiedet-sich-mit-kniefall-25718092
  11. Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/kultur/article209571581/Peymanns-Abschied-kommt-ohne-Knalleffekte-aus.html
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/palermo-teatro-biondo-almanacco-siciliano-von-roberto-alajmo
  13. Kurier: https://kurier.at/chronik/wien/was-bleibt-von-oesterreichs-popstar/246.046.934
  14. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  15. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5168468/Thomas-Stelzer_Konservativ-wie-Franz-Josef-Strauss
  16. Die Presse: http://diepresse.com/home/leben/mensch/5168434/BrautjungfernVertrag_Wer-zunimmt-fliegt-hinaus
  17. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/sport/wintersport/skialpin/skiwmaufmacher/5168481/Zwei-Abfahrten-heute_Damen-und-Herren-kroenen-ihre-Abfahrtsweltmeister

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-februar-2017


11. FEBRUAR 2017

by ac | 11. Februar 2017 08:36

 

Nicolai Gedda gestorben. eine Jahrhundert-Stimme ist verstummt

Auszug aus dem Nachruf von Heinrich Schramm-Schiessl, aus dem auch hervorgeht, wie unbarmherzig Wiener Opernfreunde auch einem Tenor von Weltgeltung, einem begnadeten Stilisten gegenüber sein können:
Es war der 4. Juni 1963, als eine Vorstellung von Gounods „Faust“ in die Geschichte des Hauses einging. Man spricht von diesem Abend heute noch als die 3-G-Margarethe (das Werk wurde damals unter diesem Titel gespielt), weil mit Hilde Güden, Nicolai Gedda und Nikolai Ghiaurov eine exzeptionelle Besetzung auf der Bühne stand. Sein Staatsoperndebut feierte der Sänger etwas mehr als ein Jahr zuvor, allerdings nicht im Haus am Ring, sondern im Theater an der Wien, das damals von der Staatsoper bespielt wurde. Am 30. Mai 1962 wurde das renovierte Haus mit einer Neuinszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ unter Herbert von Karajan wiedereröfffnet und Gedda sang in dieser Vorstellung den Tamino. Insgesamt sang er an der Staatsoper leider nur 37 Vorstellungen. Seine besten Rollen waren neben dem Faust der Don Ottavio, der Alfredo (Premiere 1971) und der Rodolfo, der er auch in den zwei einzigen Auftritten von Teresa Stratas (September 1969) in der Staatsoper war. Außerhalb der Staatsoper wären neben zahlreichen Konzertauftritten noch der mitreissende „Raoul“ in einer konzertanten Aufführung der „Hugenotten“ im Konzerthaus 1971 und sein liebenswert tolpatschiger, aber herrlich gesungener Nemorino 1973 bei den Wr. Festwochen im Theater an der Wien erwähnt. Im selben Haus sang er auch 1967 an der Seite von Joan Sutherland in Haydens „Orfeo“…

Was ihm vielleicht fehlte, war das spezielle Timbre für Verdi-Partien, wenn man von seinem Alfred einmal absieht. Damit hängt auch sein eher trauriger Abschied von der Wr. Staatsoper zusammen. Es war einer von zwei Auftritten (der erste war 1965)  als Riccardo im „Ballo in Maschera“ im Dezember 1977, bei dem er zudem auch nicht ganz gesund war, der von einem unfairen Publikum mit Missfallenskundgebungen bedacht wurde. Daraufhin sang er nie mehr Oper an der Staatsoper (Anm. d. Red.: laut dieser einen Liederabend 2001)… (H.S.S.)

Aktuell in unserer Webseite: Die Jubiläen Februar 2017 sind (teilweise) online!

10.2. Leontyne PRICE wurde 90

Leontyne Price als Cleopatra

 Tochter eines Zimmermanns und einer Hebamme. Die junge farbige Künstlerin studierte zuerst am Central State College Ohio, dann 1949-52 an der Juilliard Music School New York bei Florence Page Kimball. Sie sang bereits während des Studiums in einer Studentenaufführung von Verdis »Falstaff« die Alice Ford. 1950 Debüt als Konzertsängerin. 1951 Bühnendebüt als St. Cecilia in einer New Yorker Aufführung der Oper »Four Saints in three Acts« von Virgil Thomson, der sie selbst engagiert hatte. 1951 kam sie mit einer Truppe von farbigen Sängern nach Europa und hatte in einer Tournee mit Gershwins »Porgy and Bess« 1952-54 in London, Berlin, Wien (Volksoper), Paris und Moskau in der Rolle der Bess ungewöhnliche Erfolge. Dabei war der Bassbariton William Warfield (1920-2002) ihr Partner, mit dem sie dann 1952-72 verheiratet war. ..

ZU DEN JUBILÄEN/ GEBURTSTAGE FEBRUAR 2017[1]

Auch die TODESFÄLLE  Stand Februar 2017 wurden aktualisiert

Zur Rubrik TODESFÄLLE[2]

Die „In memoriam-Geburtstage“ werden in den nächsten Tagen fertiggestellt!

Erinnerung: Die Wiener Staatsoper streamt heute NABUCCO.

Beginn ist 19,30 h. Loggen Sie sich über die Staatsopern-Webseite ein – aber eigentlich sollten Sie schon längst ein Abo haben!

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

LINZ/ Musiktheater/ Großer Saal: DIE BRAUTSCHMINKERIN – Tanztheater von Hei Hong Lin. Uraufführung am 10.2.2017

BS01 Miyazato Ensemble
Andressa Miyazato und Ensemble. Copyright: Dieter Wuschanski

Zum Premierenbericht[3] von Petra und Helmut Huber.

HELSINKI: LADY MACBETH VON MZENSK – am 9.2.2017

Die Vergewaltigungsszene
Die Vergewaltigungsszene – mit Blasorchester. Copyright: Stefan Bremer

Zum Bericht[4] von Konstanze Kaas

————–

KLAGENFURT/ Stadttheater: OTELLO. Premiere am 9.2.2017

Betsy Horne, Antonello Palombi. Copyright: Stadttheater Klagenfurt/ Karlheinz Fessl

http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html / Herrmann Becke[5]

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: DER ROSENKAVALIER am 8.2.2017

Günther Groissböck (Ochs). Copyright: Wilfried Hösl

Zum Bericht[6] von Gisela Schmöger

WIEN/ Volksoper: DER BARBIER VON SEVILLA – Rosina schupft den Laden. Am 8.2.2017

Zum Bericht [7]von Dominik Troger

BERLIN/ Deutsche Oper: LES HUGUENOTS von G. Meyerbeer – am 4.2.2017

Zum Bericht[8] von Friedeon Rosen

München/ Bayerische Staatsoper: Sonntag Premiere „Semiramide“

David Alden hat an der Bayerischen Staatsoper zahlreiche Händel-Opern inszeniert, den „Ring des Nibelungen“ des verstorbenen Herbert Wernicke vollendet. Er war der zentrale Regisseur der Ära Peter Jonas. Nun kehrt er ans Münchner Nationaltheater zurück – mit Gioachino Rossinis Oper „Semiramide“. Die Premiere am Sonntag um 18 Uhr und die Folgevorstellungen sind bereits ausverkauft.

München/ Bayerische Staatsoper: David Alden über Semiramide
Münchner Abendzeitung[9]

Amsterdam: „Fürst Igor“ – Premiere der New Yorker Tcherniakov-Inszenierung

 „Knjas Igor“ gehört zu den großen Sorgenkindern der Musiktheatergeschichte. Der als Naturwissenschaftler international bekannte Militärarzt Alexander Borodin, nebenbei ein hoch talentierter Musiker und Komponist, entwickelte Ende der 1860er Jahre den Plan, aus dem altrussischen Epos „Slowo o polku Igorewe“ eine musikdramatische Arbeit abzuleiten…
Nun ist die Tcherniakov-Inszenierung auch in Amsterdam angekommen. Darüber berichtet die „Neue Musikzeitung – nmz-online“
Schwerer Einschlag in Putiwl – Dmitri Tcherniakovs „Fürst Igor“-Inszenierung in Amsterdam
Neue Musikzeitung/nmz.de[10]

Jonas Kaufmann in London

Sensational Mattila, restrained Kaufmann in the LSO’s exceptional Walküre Act 1

bachtrack[11]

A brooding, romantic Jonas Kaufmann at the Barbican
The German tenor warmed to his task in an all-Wagner London concert
https://www.ft.com/content/36539d10-eec4-11e6-ba01-119a44939bb6[12]

Kaufmann/LSO/Pappano – magnificent, lyrical Wagner
The Guardian[13]

Jonas Kaufmann/LSO/Pappano, review: Consummate vocal mastery
http://www.standard.co.uk/goingout/arts/jonas-kaufmannlsopappano[14]

Salzburg/ Universität Mozarteum: Viktoria Kickinger tritt zurück
Die Vorsitzende Universrates der Universität Mozarteum ist am Freitagnachmittag zurückgetreten. Sie lege den Vorsitz zurück, bleibe aber Mitglied im Gremium, sagte Viktoria Kickinger den SN. Sie wolle nicht ein drittes Mal die zeitaufwändige Suche eines Rektors federführend betreuen.
Salzburger Nachrichten[15]

Filme der Woche

FillmCover Kundschafter des Friedens

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[16]

Dass die DDR für uns in der Retrospektive komische Seiten hat, ist erleichternd, denn die echte Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Regimes hat (nehmen wir das Meisterwerk „Das Leben der anderen“ einmal aus) ja noch nicht wirklich stattgefunden. Man möchte schließlich in Frieden mit den „Ossis“ leben, und es wäre ja am gescheitesten, wenn sie sich selbst nicht mehr als solche fühlten…

Also lachen wir über die Vergangenheit, und das konnte man selten so herzlich und unbeschwert tun wie bei dem Film „Kundschafter des Friedens“. Der ja noch eine zweite Ebene hat – die in unserer Gesellschaft so gerne gering geschätzten und beiseite geschobenen „Oldies“. Dass sich aus diesen Geld machen lässt, hat Hollywood mit den (ähnlich hoch besetzten) „R.E.D.“-Filmen bewiesen. Und auch hier kann man nur sagen: Hut ab vor der alten Garde… Robert Thalheim hat das mit wunderbar leichter Hand und exaktem Platzieren der Pointen inszeniert.

Die gute, alte DDR. Überall hießen sie schlicht und einfach Spione, die ins Ausland geschickt wurden, um zu schnüffeln und Geheimnisse heimzubringen. Dort allerdings nannte man sie „Kundschafter des Friedens“ (angeblich hat die sowjetische „Prawda“ diesen Ausdruck erfunden). Jedenfalls waren sie ganz gewitzte Kerle, auf die der deutsche BND (sprich: Bundesnachrichtendienst) zurückgreifen muss, als sie einen wichtigen Agenten in „Katschekistan“ (schön fiktiv, aber dergleichen Provinzen und Länder gab es massenhaft) verlieren…

Fußball und mehr

Heute beginnt die Frühjahrsrunde der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Sonntag gibt es das Derby Austria – Rapid, wie bei jedem Derby ist eine Prognose unseriös. Das Gerede von den „eigenen Gesetzen“ bei Fußballderbys hängt mir aber auch zum Halse raus. Für mich ist das Spiel Admira-Wacker gegen Altach interessant, wenn ich mir die Zeit irgendwie einteilen kann, pilgere ich in die Südstadt. Sowohl Admira Wacker als auch Altach haben neue Trainer!

Was würde einem Fußballtrainer passieren, der vor einem Spiel dem Gegner via TV die Spieltaktik verrät? Er würde auf der Stelle gefeuert werden, aber unter den Trainern hat es so einen Idioten noch nie gegeben.

Wenn Sie Vergleiche zu Österreichs Innenpolitik ziehen, sind Sie selbst schuld!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag

A.C.

  1. ZU DEN JUBILÄEN/ GEBURTSTAGE FEBRUAR 2017: http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  2. Zur Rubrik TODESFÄLLE: http://der-neue-merker.eu/todesfaelle-stand-februar-2017
  3. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/linzmusiktheater-grosser-saal-die-brautschminkerin-tanztheater-von-mei-hong-lin-urauffuehrung
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/helsinki-finnische-nationaloper-lady-macbeth-von-mzensk
  5. http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html / Herrmann Becke: http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-der-rosenkavalier
  7. Zum Bericht : http://www.operinwien.at/werkverz/rossini/abarbier8.htm
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-deutsche-oper-les-huguenots
  9. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-david-alden-ueber-semiramide-im-nationaltheater.ee9db71e-9d2d-41e1-9d5e-90d89e2f352d.html
  10. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/schwerer-einschlag-in-putiwl-dmitri-tcherniakovs-fuerst-igor-inszenierung-in-amsterdam
  11. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-walkure-wesendonck-kaufmann-mattila-pappano-lso-barbican-february-2017
  12. https://www.ft.com/content/36539d10-eec4-11e6-ba01-119a44939bb6: https://www.ft.com/content/36539d10-eec4-11e6-ba01-119a44939bb6
  13. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/feb/09/jonas-kaufmann-lso-pappano-wagner-barbican-london-karita-mattila-die-walkure-eric-halfvarson
  14. http://www.standard.co.uk/goingout/arts/jonas-kaufmannlsopappano: http://www.standard.co.uk/goingout/arts/jonas-kaufmannlsopappano
  15. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/viktoria-kickinger-tritt-zurueck-234025/
  16. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-februar-2017-2


10. FEBRUAR 2017

by ac | 10. Februar 2017 08:51

 

Aussendung der Bayreuther Festspiele: Wir möchten Sie gern darauf aufmerksam machen, dass am 12. Februar 2017 um 14 Uhr (UTC+1) der Verkauf von Eintrittskarten für die Bayreuther Festspiele 2017 im Online-Soforterwerbs-Verfahren beginnt, das heißt, ohne oftmals langjährige Wartezeiten.
Wie schon 2016 werden auch in diesem Jahr für sämtliche Aufführungen der diesjährigen Festspiele Eintrittskarten online bereitgestellt. Über das Verkaufsportal auf der Homepage der Bayreuther Festspiele (www.bayreuther-festspiele.de[1]) kann jeder Interessent Karten erhalten. Pro Erwerbsvorgang können insgesamt bis zu 4 Eintrittskarten für eines oder mehrere Einzelwerke (Die Meistersinger von Nürnberg, Tristan und Isolde, Parsifal, Walküre IV) und/oder bis zu 2 Eintrittskarten für die Tetralogie Der Ring des Nibelungen erworben werden. Die Online-Sofortkauf-Tickets werden dem Käufer ab 18. April 2017 als PDF-Datei per E-Mail zum Ausdruck übermittelt.

Da alle Interessenten, die im letzten Herbst Karten schriftlich oder online bestellten und bisher noch keine Rechnung erhielten, davon ausgehen müssen, dass ihre Bestellung nicht erfüllbar war, bietet sich ihnen nun eine zweite Chance zum unmittelbaren Kartenerwerb.

Um Zeit zu sparen und damit die Chance eines erfolgreichen Ticket-Erwerbs zu verbessern, ist noch bis Freitag, 10.02.2017, eine Vorab-Registrierung im Ticket-Shop als Kaufinteressent möglich unter www.bayreuther-festspiele.de.[2]

Nicolai GEDDA gestorben!

Gestorben: Nicolai Gedda

Nicolai Gedda ist bereits am 8. Jänner verstorben. Bescheiden, wie dieser große Tenor immer war, hat er verfügt, dass sein Tod erst einen Monat später bekanntgegeben werden darf.

Ich werde ihn selbstverständlich bei den Todesmeldungen, die ich hoffentlich noch heute fertigstellen kann,  gebührend berücksichtigen.

Aber vielleicht sollte man doch zumindest einen Hinweis unter den heutigen aktuellen Meldungen bringen.

Walter Nowotny

Wiener Staatsoper: Zweite Vorstellung des „Trovatore“ (9.2.)

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„Il Trovatore“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Unser Berichterstatter Thomas Prochazka nimmt sich kein Blatt vor dem Mund und spricht die Sache offen an. Das schafft zwar nicht viele Freunde, aber es tut der Berichterstattung gut. Ein bemerkenswerter Auszug aus der Kritik: »Praxistauglich« ist eine Zuschreibung, kein Qualitätskriterium.

Daniele Abbado, Schöpfer der wenig geglückten Don Carlo-Produktion vom Juni 2012, ward eingeladen, es diesmal besser zu machen. Da sitze ich, mit den besten Absichten gegen das Haus, und kann doch nicht anders: Auch dieser Anlauf mißlang. … Ausgenommen, man kommt zum Schluß, der Spanische Bürgerkrieg von 1936 stellt einen für das österreichische Publikum wichtigen historischen Abschnitt dar.

Den Gutiérrez-/Cammaranoschen Ansatz des Bruderzwists »im vergrößerten Maßstab eines ganzen Volkes« zu zeigen: falsch, falsch und abermals falsch. Verdis Interesse — man studiere die Partituren, man lese die Briefe — galt immer dem Los seiner Hauptfiguren. Völkerschicksale verhandelte er — Theaterpraktiker, der er war — am Beispiel des Einzelnen. Übte Gesellschaftskritik. … Die Masse — sie diente ihm als Folie.

Auch wäre mir neu, daß Zigeuner zu Beginn des 20. Jahrhunderts einfach so auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden — nicht einmal in Spanien. Und die Zeit der Troubadoure, glaubt man den Geschichtsbüchern, war 1936 schon seit mehr als 500 Jahren vorüber.

»Lesen können sie alle, aber verstehen…« An diesen anläßlich eines Publikumsgespräches getanen Ausspruch Dominique Meyers über Spielvogte fühlte ich mich die Aufführung hindurch wiederholt erinnert…

Il trovatore — eine Wiederbegegnung mit lang vermißten Melodien. Und in dieser Besetzung hohem Suchtfaktorpotential.

Zum Bericht[3] von Thomas Prochazka

Kritisiert wurde meine gestrige Bildwahl zur Kammersängerverleihung – eine gertenschlanke Netrebko – das entspricht doch nicht dem Ist-Zustand! Mag sein, ist sogar sicher so. Ich muss mich zwar nicht rechtfertigen, aber ich mache es trotzdem. Bei Menschen, die mir nichts Böses angetan haben, versuche ich ein Foto mit möglichst vorteilhafter Darstellung einzustellen. Wenn Sie die Kosten eines professionellen Fotografen nicht scheuen, wird der auch aus Ihnen eine Märchenprinzessin/ einen Märchenprinzen zu machen versuchen. Bei unsereins – zumindest bei mir – bleibt es beim Versuch – aber Frau Netrebko ist durchaus fotogen. Wo liegt also das Problem?

Ich verrate Ihnen wohl kein Geheimnis, wenn ich schreibe, dass Fotografen für ganz miese Schnappschüsse von in der Öffentlichkeit stehenden Personen oft das meiste Geld erzielen. Die jeweilige Konkurrenz rauft sich geradezu um diese „Meuchelfotos“ – in der Politik ist das eine normale Vorgangsweise. Kopfschütteln hat vor Jahren die Entscheidung der Wiener ÖVP hervorgerufen, auf einem Wahlakat das wohl beste Foto des politischen Gegners, im konkreten Fall eines des nicht eben sehr fotogenen Bürgermeisters Dr. Häupl, zu platzieren. Das eigene Wahlergebnis sah danach aus! Das von der Konkurrenz veröffentlichte „Schmeichelfoto“ hat dem Stadtchef geholfen.

Aber ich vertrete nicht die Konkurrenz der Frau Netrebko!

Wegen der Kammersängerverleihung gibt es auch Diskussionen. Lesen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Leontyne Price ist heute 90

Die ersten schwarze Diva
Neue Zürcher Zeitung[4]

LINZ/ Posthof: ALFRED – Eine Rockoper von Walter Schill und Erich Mendler; konzertante Aufführung mit Erzähler. Uraufführung am 9.2.2017

ARO 04 vlnr Mendler-Schill-Harras-Schartlmüller-Pammer-Pohn-Hoffmann-Seimen
Erich Mendler, Walter Schill, Chris Harras, Helmut Schartlmüller, Wolfgang Pammer, Alex Pohn, Frank Hoffmann, Martin Seimen. Copyright: H&P Huber.

Rockoper – ein Begriff, der in den 60er und 70ern immer wieder auftauchte, wahrscheinlich von Pete Townshend geprägt: seine Band „The Who“ nahm das erste so bezeichnete Stück 1966 auf; es dauerte nur eine LP-Seite lang und beschäftigte sich mit einem Seitensprung, unverhohlen „A Quick One, WhileHe’sAway“ benannt. Im Jahr darauf spielte eine britische Band namens Nirvana (weit entfernt von der gleichnamigen Kurt Cobains!) eine Konzept-LP mit dem Titel „Story of Simon Simopath“ein. „Tommy“ von den Who war 1969 der erste Höhepunkt des Genres, der auch bis heute immer wieder aufgeführt wird; auch „Quadrophenia“ konnte sich, zumindest als Film, durchsetzen. Weitere wichtige Titel dieser Sparte sind das sozialsatirische „Arthur (OrtheDeclineand Fall of the British Empire)“ von den Kinks und „The Wall“ von Pink Floyd – auch letzteres heute ein etabliertes Musiktheater-Stück…

Zum Uraufführungsbericht[5] von Petra und Helmut Huber/ Linz

WARSCHAU/ National Opera: NORMA – konzertant mit Edita Gruberova – 5.2.2017

Zum Bericht [6]von Iwona Karpinska

Bezüglich Parma und der Muti-Kritik erhielten wir eine Klarstellung eines Lesers. Fairerweise bieten wir dieser in unseren heutigen „Infos des Tages“ Raum. Wir wissen natürlich nicht, was der Regisseur Graham Vick wirklich vorhat – und wenn Herr Vick von Herrn Muti kritisiert worden wäre, hätten wir durchaus Verständnis dafür. Weniger Verständnis habe ich, wenn er die „Loggionisti“ aufhetzt – und schon gar keines habe ich für Kritik an einem Kollegen. Möge Herr Muti die Veranstalter kritisieren, die können ihren Standpunkt vertreten!

8.2.2017 – Animierend: Strawinsky/ Ravel an der Komischen Oper Berlin
Wieder Live-Action-Cartoon-Oper an der Komischen Oper: Die zweite Produktion des britischen Regie-Teams 1927 wirkt runder und schlüssiger als die vielgerühmte Zauberflöte. Trotzdem ist man danach etwas unschlüssig, wohin der Ansatz führen soll und kann. Spektakulär sieht die Verbindung von animierten Filmen und menschlichen Akteuren auf jeden Fall auch diesmal aus: Und die Koppelung des Balletts […]
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/09/8-2-2017-animierend[7]

Das Heft „Der neue Merker“ geht am 15.2. zum Versand!

 

Weitere Fotos vom Künstlergespräch Michael Kraus beim „Online-Merker“


Michael Kraus. Copyright: Barbara Zeininger

Noch mehr Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie HIER[8]

Aretha Franklin, Gospel-Legende, will ihr letztes Album machen. Die Aufnahmen dazu wird sie bald in Detroit machen, einige Songs werden von Stevie Wonder produziert. Franklin wird im März 75 Jahre alt.  „Das wird mein letztes Jahr“, meint die Diva im Gespräch mit dem Sender.
Einige Konzerte wird sie vielleicht noch geben. So ganz zieht sie sich nicht zurück. Trotzdem will sie ihren Enkeln mehr Zeit widmen.
Neue Gerüchte über Falcos Tod


Falco. War es doch Selbstmord?

Kurier[9]

Nichts geht mehr! Steigt Griechenland aus dem Euro aus?
Neuanfang verspielt

Die Lage in Griechenland ist aussichtslos – so jedenfalls empfinden es die Griechen, die trotz oder gerade wegen der unzähligen Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre nicht auf die Beine kommen. Stattdessen macht wieder das Schreckgespenst „Grexit“ die Runde.
Focus[10]

Wer von uns hätte das gedacht?

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. www.bayreuther-festspiele.de: http://www.bayreuther-festspiele.de
  2. www.bayreuther-festspiele.de.: http://www.bayreuther-festspiele.de.
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-2
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/zum-90-geburtstag-von-leontyne-price-die-erste-schwarze-diva-ld.144769
  5. Zum Uraufführungsbericht: http://der-neue-merker.eu/linzposthof-alfred-eine-rockoper-von-walter-schill-und-erich-mendler-konzertante-auffuehrung-mit-erzaehler-urauffuehrung
  6. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/warschau-polen-national-opera-norma-konzertant-mit-edita-gruberova
  7. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/09/8-2-2017-animierend: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/09/8-2-2017-animierend
  8. Noch mehr Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie HIER: https://photos.google.com/share/AF1QipP9F6PUZKr6e2-wqkarjlNrCVnowrIBAFoWLc-V7StachxuTPsbxwQhUZ4JZsJEjQ?key=S0JtRnRyVFdSZ2JRNkEwUkptTy1JT2RIRDZ5cGZn
  9. Kurier: https://kurier.at/stars/falcos-manager-verraet-neue-detail-zu-falcos-tod/245.639.026
  10. Focus: http://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/neuanfang-verspielt-nichts-geht-mehr-die-griechen-liebaeugeln-wieder-mit-dem-euro-austritt_id_6625386.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-februar-2017


9. FEBRUAR 2017

by ac | 9. Februar 2017 09:27

Anna Netrebko wird Österreichische Kammersängerin:

Am 16. Februar empfängt Anna Netrebko das Dekret zur Ernennung zur Österreichischen Kammersängerin.

Noch bis zum 18.2. singt Anna Netrebko an der Wiener Staatsoper die Leonora in „Il trovatore“ – die bisherigen Kritiken waren Hymnisch. An der Wiener Staatsoper debütierte sie am 2. April 2004 als Violetta (La traviata) und sang hier weiters noch die die Titelpartien in Manon, Manon Lescaut, Anna Bolena, Lucia di Lammermoor; Donna Anna (Don Giovanni), Tatjana (Eugen Onegin), Adina (L’elisir d’amore), Micaëla (Carmen), Mimì (La Bohème), Amina (La sonnambula) und Juliette (Roméo et Juliette) – insgesamt bisher 66 Opernvorstellungen.

WIENER STAATSOPER: BESETZUNGSÄNDERUNG BEI OTELLO

Olga Bezsmertna, Kristian Benedikt. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Kristian Benedikt singt auch am Freitag, 10. Februar 2017 die Titelpartie in „Otello“ anstelle des erkrankten KS Peter Seiffert.

München/Konzertsaal: Watschn für den Freistaat
Jetzt dachten wir schon: Endlich steht dem Bau des neuen Konzertsaals nichts mehr im Wege. Nach jahrelangem Desinteresse, Gepfusche, Gezerre und einer hanebüchenen Doppelbespielung der Philharmonie soll 2018 mit dem Bau des Musiktempels im Werksviertel am Ostbahnhof begonnen werden. Doch das könnte sich wieder ändern – aus befremdlichem Grund …
Münchner Abendzeit[1]
Gasteig-Sanierung: Die Suche nach dem Ausweichquartier
Soll die Ausweichspielstätte für den Gasteig eher zentral liegen? Oder doch weit außerhalb des Zentrums? Über diese Frage entscheidet demnächst der Stadtrat.
Münchner Merkur[2]

Parma und Riccardo Mutis Überreaktion

Peter Skorepa kennt Parma und sein Teatro Farnese, in dem der Stiffelio aufgeführt wird. (Die anderen Opern des Verdi-Festivals haben andere Spielorte, vorwiegend das berühmte Parmeser Opernhaus.)

Er meint zu den Vorwürfen des streitbaren Riccardo Muti:

Dieser STIFFELIO, der da in Parma im Herbst stattfindet, dem war letztes Jahr schon die Giovanna d´Arco von Verdi 2016 vorangegangen. Das findet im Teatro Farnese stand, einem  aus  Holz errichteten Renaissancetheaters im sog. Palazzo della Pilotta, mit amphietheatralischer Anordnung.
Die Vorstellung findet in einem sozusagen „offenen Theaterraum“ statt, die alte Bühne kann nicht bespielt werden, in der Platea ist die Technik und Beleuchtung positioniert, dazu das Orchester. Gespielt wird auf den restlichen Flächen der Platea und auf den unteren Zuschauerrängen. Auf den Rängen darüber und seitlich sind die Zuschauer positioniert

Modell 2 Farnese

Modell des in den Palazzo della Pilotta eingebauten Teatro Farnese . Copyright: Peter Skorepa.

Da ist dieser Mix aus Akteuren und Besuchern durchaus möglich (aber natürlich stehen diese nicht direkt bei den Ausführenden, so denke ich. Ich war in keiner Vorstellung sondern im Sommer dort)
Das ganze sieht wie eine riesige Versuchsanordnung eines theatralischen Events aus. Dirigent ist heuer für den Stiffelio  Guillermo Garcia Calvo, zuletzt bei uns im Nabucco angetreten…

Zur Erinnerung: Riccardo Muti hat – wie gestern an dieser Stelle vermeldet, den Regisseur Graham Vick und damit indirekt auch den Dirigenten Guillermo Garcia Calvo angegriffen, weil Graham Vick das Publikum in seine „Stiffelio“-Inszenierung miteinbezihen will.

Dieser „Streit“ ist eigentlich eine tolle Werbung für das Festival, jedenfalls weit wirksamer, als man mit der Aufwartung von Parma-Schinken und edlen Weinen aus der Region an internationale Journalisten erzielen kann. Ob Riccardo Muti bei diesem Gag mitgespielt hat oder bloß durch seine Eitelkeit in diese Sache gestolpert ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Peter Skorepa rät mir, die Sorgen von Graham Vick und Maestro Calvo nicht zu den meinen werden zu lassen. Keine Angst, lieber Peter, ich habe längst damit aufgehört, mir Sorgen um andere Leute zu machen, ich habe mit den meinigen genug zu tun.

Mehr darüber lesen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“!

OPER GRAZ: Premiere in der Manege

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„Die Zirkusprinzessin“: Copyright: Oper Graz

Am kommenden Samstag hat die mitreißende Kálmán-Operette „Die Zirkusprinzessin“ am Opernhaus Graz Premiere.
Erinnerungen an eine vergangene, magische Künstler-Welt, in der Fantasie und Wirklichkeit verschmelzen, bringt Peter Lund, einer der erfolgreichsten Theaterautoren und Regisseure, ab dem 11. Februar auf die Bühne der Oper Graz.  Leidenschaftliche Melodien wie „Was in der Welt geschieht – Nur pour l’amour“, bunt schillernde Zirkusmusik verschmelzen mit Wiener Walzer und Csárdás, bevor sie beim nächsten Verwechslungsspiel auf exotische Rhythmen und modernen Foxtrott treffen. Unter der musikalischen Leitung von Marius Burkert erleben Sie unter anderen Regina Riel, Alexander Geller, Sieglinde Feldhofer, Uschi Plautz und Christoph Wagner-Trenkwitz.

London /ROH:“ Adriana Lecouvreur“ – eigens wegen Angela Gheorghiu angesetzt

Angela Gheorghiu and Brian Jadge in Adriana Lecouvreur at the Royal Opera House. Photo: ROH

 The Royal Opera celebrates the 25th anniversary of Angela Gheorghiu’s international debut at the house in 1992 with a revival of Adriana Lecouvreur, Cilea’s enjoyable if stagey melodrama loosely based on the life and death of the legendary 18th-century French tragedienne.
Adriana Lecouvreur review at Royal Opera House – “singing of rare subtlety’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/adriana-lecouvreur-review[3]
Adriana Lecouvreur review – Gheorghiu returns to thrill in Cilea’s tragedy
The Guardian[4]
Angela Gheorghiu should be wonderful here, but she isn’t – Adriana Lecouvreur review
The Telegraph[5]
Adriana Lecouvreur, Royal Opera
Engaging, if little-known work shines in well-cast revival
http://www.theartsdesk.com/opera/adriana-lecouvreur-royal-opera-0[6]
A sensuous Adriana Lecouvreur at the Royal Opera House, London
https://www.ft.com/content/ea8f6016-eded-11e6-ba01-119a44939bb6[7]

Budapest: Teufelsaustreibung an Ungarns Staatsoper
Kritik Peter Eötvös durfte endlich wieder bei einem Heimspiel einen großen Erfolg einfahren: Seine fünfte Oper „Love and Other Demons“ – nach dem Roman von Márquez – zeichnet eine arge Geschichte mit grellen Farben.
Die Presse[8]

Mozart-Wochenende in der Oper Leipzig
vom 10. bis 12. Februar 2017. —–
DIE LIEBE BEI MOZART: UNSCHULDIG, UNERFÜLLT UND UNERWIDERT
http://www.theaterkompass.de/news-einzelansicht+M51fb3b120c2.html[9]

Gestern in der Galerie des „Online-Merker“: Volles Haus beim Künstlergespräch Michael Kraus

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Michael Kraus (rechts) mit dem „Jungstar“ aus dem Wiener Staatsopernensemble, Rafael Fingerlos. Copyright: Barbara Zeininger

Gestern war bei uns „volles Haus“ ( mehr als 30-maximal 35 Personen fasst unsere Online-Galerie nicht). Das Gespräch mit einem österreichischen Sänger, der im Ausland bekannter ist als bei uns, war faszinierend, weil informativ und unterhaltsam zugleich. Michael Kraus sprach auch über Dirigenten der absoluten Weltklasse, mit denen er  zu tun hatte. Simon Rattle (Kraus war unter seiner Leitung „Faninal“ in Amsterdam und Berlin), steckt mit seiner Begeisterung alle Mitwirkenden an (vor wenigen Wochen sang Kraus übrigens den Faninal in London Covent Garden unter Andris Nelsons)  – Christian Thielemann ist ein ganz anderer Typ, aber fürchten muss man sich vor dem auch nicht – wenn man seinen Qualitätsanforderungen entspricht. Kraus sang unter ihm kürzlich den „Donner“ im „Rheingold“. An der Pariser Oper war Michael Kraus unter Philippe Jordan der „Kothner“ in der Neuinszenierung der „Meistersinger“.

Unter Axel Kober, der im Januar selbst Gast bei uns war, wird er im geplanten „Rheinopern-Ring“ den Alberich verkörpern. Das Interview wurde von Heinrich Schramm-Schiessl geleitet – und erscheint bei uns demnächst.

Erstmals war bei einem unserer Veranstaltungen Raffael Cupak – nach Meinung eines Besuchers das „meistfotografierte Kind aus Wien und Umgebung – nicht dabei. Immerhin ist er nun 2 Jahre und 3 Monate alt und hat auch bereits seine Abendtermine. Beim Nächsten Mal – am Dienstag – will er wieder dabei sein!

Die nächste Veranstaltung beim „Online-Merker – bereits am kommenden Dienstag!

Plakatentwurf: Dr. Wolfgang Habermann

Im Mittelpunkt stehen nicht die zahlreichen Geliebten des Klaviergenies, sondern die Mutter Anna Liszt (eine faszinierende Persönlichkeit) und die Tochter Cosima Wagner – die uns wohl allen ein Begriff ist.

Dieser durch zahlreiche Foto-Collagen (Erwin Messer) unterlegte Vortrag von Dr. Ulrike Messer-Krol ist wirklich hochinteressant. Ich kenne ihn, deshalb möchte ich Ihnen Gelegenheit geben, ihn auch kennenzulernen.

Der Eintritt ist – wie immer – frei. Wer den Vortrag versäumt, ist selbst schuld!

Ich wünsche Ihnen für heute einen wunderschönen Tag!

A.C.

  1. Münchner Abendzeit: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/ost/konzertsaal-watschn-fuer-freistaat-7372188.html
  2. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/vier-grundstuecke-sind-fuer-ausweichspielstaette-waehrend-renovierung-muenchner-gasteig-im-gespraech-7376922.html
  3. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/adriana-lecouvreur-review: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/adriana-lecouvreur-review
  4. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/feb/08/adriana-lecouvreur-royal-opera-house-review-gheorghiu-jagde-oren
  5. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/adriana-lecouvreur-royal-opera-covent-garden-review/
  6. http://www.theartsdesk.com/opera/adriana-lecouvreur-royal-opera-0: http://www.theartsdesk.com/opera/adriana-lecouvreur-royal-opera-0
  7. https://www.ft.com/content/ea8f6016-eded-11e6-ba01-119a44939bb6: https://www.ft.com/content/ea8f6016-eded-11e6-ba01-119a44939bb6
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5166760/_Teufelsaustreibung-an-Ungarns-Staatsoper
  9. http://www.theaterkompass.de/news-einzelansicht+M51fb3b120c2.html: http://www.theaterkompass.de/news-einzelansicht+M51fb3b120c2.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-februar-2017


8. FEBRUAR 2017

by ac | 8. Februar 2017 08:08


Wiener Staatsoper: Fulminante Olga Beszmertna als „Desdemona“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Elena Habermann schrieg gestern, dass sie sich an keinen schöneren vierten Akt „Otello“ erinnern könne. Und dieser vierte Akt wird in erster Linie von Desdemona getragen.

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Dennoch hieß das „Ereignis des Abends“ Marco Armiliato – und der waltete vom Dirigentpult aus (auf dem Foto derWiener Staatsoper/ Michael Pöhn mit Anna Netrebko bei den Trovatore-Proben)

Auszug aus „Die Presse/Wilhelm Sinkovicz: Um einmal eine Opernkritik vom Dirigentenpult her aufzuzäumen: Ein Segen, dass es Marco Armiliato gibt. Die Kenner im Publikum der Wiener Staatsoper atmen auf, wenn sein Name auf dem Programm steht, die Musiker offenkundig auch, denn sie spielen unter seiner Leitung so gelöst und engagiert auf wie im Repertoire nur irgend möglich. ..

Marco Armiliato hat – wie viele Künstler – eine Wohnung in Wien. Nicht weil hier die Mieten so günstig sind (im Vergleich zu anderen Städten sind die Wiener Mieten freilich nicht ungünstig, ich bin da ganz nah dran und eigentlich Benachteiligter, denn ein Mietshaus zu besitzen, ist – zumindest in meinem Fall – fast schon ein Hobby und kostspielig), sondern weil Wien (noch) eine lebenswerte Stadt ist – besonders dort, wo Herr Armiliato wohnt. Bei mir in „Klein Istanbul“ muss man bereits relativieren.

Nun zu den „Otello“-Kritiken:

Wien/ Staatsoper: Ein „Otello“, auf philharmonischem Niveau
Dirigent Marco Armiliato war es zu verdanken, dass in der Staatsoper gleich nach der großen Premiere eine andere Verdi-Oper im Repertoire bestens präsentiert wurde.
Die Presse[1]
Die Schuldigkeit des dritten Mohren
Der Standard[2]
Die Eifersucht ist ein Hund
Staatsoper: „Otello“ oder „Desdemona“ sollte die Oper heißen.
Wiener Zeitung[3]

Parma: Riccardo Muti ruft Protest gegen Regisseur Graham Vick auf.

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Vorige Woche wurde im Wiener Italienischen Kulturinstitut das diesjährige Programm des Festivals in Parma vorgestellt. Angeblich soll dort eine geballte Ladung „Merker“ gewesen sein, von Graham Vicks Regievorhaben hat mir jedoch niemand berichtet. Nun erfahre ich aus anderen Medien von den Plänen des britischen Regisseurs Graham Vick, beim nächsten Verdi-Festival eine Version der Oper „Stiffelio“ aufzuführen, in der sich Zuschauer unter die Sänger mischen können. Natürlich gefällt das den „Loggionisti“, den Stammbesuchern des Theaters Regio von Parma, nicht und sie wollen die Aufführung boykottieren, Wenn es nur beim Boykott bliebe, wäre das wohl kein Problem, ich fürchte aber, dass die Herrschaften ihren Protest auch deutlicher zum Ausdruck bringen werden. Und wer unterstützt sie: Riccardo Muti, der findet, „dass  gegen derartige Aufführungen Barrikaden gerechtfertigt seien! „Unglaublich, welcher Dirigent akzeptiert das?“ – so der Altmeister. Wer Dirigent in Parma sein wird, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass man Berufskollegen nicht in dieser Art angreift. Niemand zwingt Herrn Muti, bei einer solchen Aufführung mitzumachen, aber den Kollegen „runterzumachen“ geht schon gar nicht.

Ich kann mir vorstellen, dass die Aktion eine einzige Szene betrifft. Inwieweit dieser Gag nötig ist, mag ich nicht beurteilen. Ich würde da nicht mitmachen, denn ich lasse mich nicht gerne dirigieren – aber wem danach ist, der soll dürfen.

Wenn diese Meldung um die Opernwelt geht, hat das Festival Parma jene Werbung, die es durch Präsentationen mit Schinken & Co. in den Kulturinstituten nie erreichen kann. Eigentlich müssten die Veranstalter Maestro Muti dankbar sein!

Bayreuth: Richard-Wagner-Museum macht neue Dokumente zu Bayreuther Festspielen verfügbar
Musik heute[4]

Natürlich sind die Dokumente vorsortiert – wer sich Sensationen oder zumindest neue Erkenntnisse erwartet, wird enttäuscht sein!

Bekanntgabe des Gesamtprogramms der Internationalen Maifestspiele vom 26. April bis 28. Mai 2017
Die Welt in Bewegung
 
Im Rahmen einer  Pressekonferenz stellte Uwe Eric Laufenberg, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und Leiter der Internationalen Maifestspiele, zusammen mit seinem Team das Programm der Internationalen Maifestspiele 2017 vor.

Vom 26. April bis 28. Mai 2017 finden die Internationalen Maifestspiele unter der künstlerischen Leitung von Uwe Eric Laufenberg am Hessischen Staatstheater Wiesbaden statt. Das Festspiel-Programm mit über 50 Veranstaltungen steht unter dem Motto »Die Welt in Bewegung«. Weltbekannte Sängerinnen und Sänger, renommierte Schauspielensembles und hochkarätige Tanzkompanien sind zu Gast in der Stadt Wiesbaden.

Auch zwei Ring-Zyklen stehen auf dem Programm. Sehen Sie den Flyer in unseren heutigen „Infos des Tages“

Budapest: Ballettgala. Zwei Berichte online!

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Im Kampf der Gefühle: Lili Felméry (Tatjana) und Roland Liebich (Onegin). photographer: Szilvia Csibi.

Zum Bericht [5]„Onegin“ – Ballettfest Teil 2 von Ira Werbowsky

Zum Bericht [6] „III. IVÁN NAGY INTERNATIONAL BALLET GALA“. – hochkarätig besetztes Ballettfest zu Ehren des ungarischen Ballettstars

Vorschau auf Sommer: operklosterneuburg – LE COMTE ORY

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Copyright: Lukas Beck/ operklosterneuburg

BESETZUNG
Musikalische Leitung Christoph Campestrini
Inszenierung Francois de Carpentries
Bühne Hans Kudlich

Le Comte Ory Iurie Ciobanu
Le Gouverneur Peter Kellner
Isolier Margarita Gritskova
Raimbaud Martin Achrainer
La Comtesse Adèle Daniela Fally
Dame Ragonde Carole Wilson

Premiere Samstag, 8. Juli 2017
Juli 11*, 13, 15, 19, 21, 25, 27, 29
August 2, 4

Der Vorverkauf hat bereits begonnen: www.operklosterneuburg.at[7]

ZUR ONLINE-BESTELLUNG[8]

Martin Achrainer, der „Don Giovanni“ des Linzer Musiktheaters und im Sommer bei „operklosterneuburg der „Raimbaud“ in „Le comte Ory“ , im Mai zu Gast beim Online-Merker

Den genauen Termin nennen wir noch!

HEUTE KÜNSTLERGESPRÄCH IN DER „KUNST – WERK-GALERIE DES „ONLINE-Merker“

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Soeben kommt Michael Kraus aus London zurück, er hat am Königlichen Opernhaus Covent Garden den „Faninal“ im „Rosenkavalier gesungen. Heinrich Schramm-Schiessl spricht mit dem Bariton, der im vergangenen Sommer einen seiner eher raren Auftritte in Österreich als „Jago“ in „Otello“ bei den Festspielen in Gars am Kamp einen großen Erfolg verbuchte, der sich auch in den Medien niederschlug!

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Dass es neben den hoffnungslos bösen und gefährlichen Zombies auch „gute“ gibt, das ist auf der Filmleinwand bisher, wenn man sich recht erinnert, noch nicht vorgekommen. Dieser Sci-Fi-Film stellt es als These hin und sorgt dafür, dass man sich von Anfang an in die 10jährige Heldin Melanie (Sennia Nanua) verliebt. Das kluge Mädchen lebt offenbar in einer Art Anstalt, wo man sie jeden Morgen in einen Rollstuhl fesselt, bevor man sie ins Freie lässt – und man erfährt erst langsam, warum.

Irgendwann in der Zukunft ist die Welt zweigeteilt: In einer Welt voll von Militär und Zäunen drohen „draußen“ die zähnefletschenden Zombies, während die letzten Menschen sich verschanzt haben. Melanie gehört zu einer infizierten Kinderschar, die man sich „hält“, um an ihnen medizinische Experimente zu vollführen. Vielleicht gibt es ja ein Serum, das vor dem auf jeden Fall letalen Zombie-Biß schützt?

Glenn Close spielt eine Ärztin – wo war sie nur so lang, die in den achtziger und neunziger Jahren unter den führenden Schauspielerinnen Hollywoods rangierte und dann, mit Ausnahme des „Albert Nobbs“-Films, es immer wieder mit Nebenrollen versuchte? Auch das ist eine, wo sie mit kurz geschorenem Blondhaar und in Uniform die Art von Wissenschaftlern verkörpert, denen man nichts Gutes zutraut. Und tatsächlich – sie wird später von dem kleinen Mädchen verlangen, sich selbst zu opfern (man braucht ihr Gehirn und ihre Rückenmarksflüssigkeit), um die anderen (darunter auch sie selbst, die mittlerweile „gebissene“ Ärztin ) zu retten… Die hektische Todesangst ist eine große Leistung von Glenn Close, wenn man auch absolut nicht auf ihrer Seite ist…

Italienische Feministin Dacia Maraini für österreichisches Burkaverbot =

  Die Schriftstellerin und Feministin, auch „Grand Dame der Literatur“,  Dacia Maraini, begrüßt das in Österreich geplante Verbot der Vollverschleierung. „Burka ist ein wahres Gefängnis, das keineswegs in unseren Ländern zugelassen werden darf. Ein Verbot in Österreich ist zu begrüßen“, sagte die Schriftstellerin im Gespräch mit der APA in Rom.

   Bei einer Demonstration gegen die Vollverschleierung in Rom habe sie einmal eine Burka getragen und dabei direkt die Erfahrung gemacht, wie umständlich es sei, vollverschleiert leben zu müssen.
Es ist fürchterlich. Man erstickt, man sieht nichts, man hört nichts. Es ist außerdem gefährlich, weil man stets stolpern könnte.
Man kann nur vorwärts richtig gehen. Kein Wunder, dass Frauen, die eine Burka tragen, grundsätzlich zu Hause bleiben müssen und nur in Begleitung auf die Straße gehen können“, kommentierte die 80-jährige Autorin…

Ich habe ein Problem mit Verboten. Dass im Berufsleben eine Bekleidungsvorschrift herrscht und auch ohne Einschränkung zu akzeptieren ist, ist wohl klar. Aber im Privatleben? 

Kommen Sie, wenn es Ihnen möglich ist, heute zu unserem Künstlergespräch. Im Gegensatz zu anderen solchen Gesprächen, bei denen Sie noch Eintritt zahlen müssen, sind Sie bei uns auf Getränke und Snacks eingeladen.

Pflanzenfreunde, die mir Tipps geben können, sind heute besonders willkommen.

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Kanarische Dattelpalme

Zur Dekoration der Online-Galerie habe ich gleich drei (!) Stück Kanarische Dattelpalmen gekauft. Jetzt möchte ich die Pflanzen liebevoll pflegen, aber aus Wikipedia werde ich nicht recht klug. Angeblich sollen das „Anfängerpflanzen“ sein, aber ich bin bezüglich Pflanzen ein „blutiger Anfänger“ – und von denen lese ich nichts. Wer hat Erfahrung speziell mit diesen Pflanzen? Wer kann Tipps geben. Besuchen Sie mich doch auch zu einem anderen Termin in der Galerie und helfen Sie mir weiter! Ein Scindapsus ist nun auch noch dazugekommen, ich übertreibe wohl – wie meist!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5166187/Ein-Otello-auf-philharmonischem-Niveau
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000052253033/Otello-Die-Schuldigkeit-des-dritten-Mohren
  3. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/872605_Die-Eifersucht-ist-ein-Hund.html?em_view
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14906/richard-wagner-museum-mit-neuen-dokumenten-zu-bayreuther-festspielen/
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/budapeststaatsoper-onegin-ballettfest-teil-2
  6. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/budapest-iii-ivan-nagy-international-ballet-gala-hochkaraetig-besetztes-ballettfest-zu-ehren-des-ungarischen-ballettstars
  7. www.operklosterneuburg.at: http://www.operklosterneuburg.at
  8. ZUR ONLINE-BESTELLUNG: https://www.wsnt.at/opmodule/user/operklosterneuburg/bestellformular.asp
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/8-februar-2017


7. FEBRUAR 2017

by ac | 7. Februar 2017 08:51

„Trovatore-Mannschaftsfoto mit Gästen“. Neben der tatsächlichen „Mannschaft“ erkenne ich noch zwei Tenöre: Yusef Eyvazov, der seiner Anna assistiert und Ramon Vargas. Foto: Facebook

Bevor wir zum „Trovatore“ kommen noch eine andere Info. Gestern musste der „Otello“ in der Wiener Staatsoper zum zweiten Mal umbesetzt werden. Nach Seiffert und Antonenko hat gestern Kristian Benedikt gesungen.

Heute früh hat mir die „Diensthabende Merkerin“ eine Mail mit dem Inhalt: „Liebe Merker, das war tatsächlich unglaublich“ geschickt. Aber es war kein Anhang dabei, die Dame gibt sich um diese Zeit noch den Träumen hin. Also lässt sie uns im Ungewissen, was denn so „unglaublich“ war. Sobald ich es weiß, lass ich Sie daran teilhaben!

Und nun (9,40 h) weiß ich es. Nach der Absage von Aleksandrs Antonenko wurde mit Kristian Benedikt ein Wien-Debütant eingeflogen – aber erst im letzten Moment: So kam der Retter Kristian Benedikt gestern spätabends in Schwechat an. Eine kurze Verständigungsprobe, mehr war nicht möglich. Die großen Duette, die Chorszenen waren  ein Kennenlernen auf der Bühne. Die Anspannung war groß und die Konzentration enorm, doch alles lief sehr gut…

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„Otello“: Olga Bezsmertna, Kristian Benedikt. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Sehr gut lief es auch bei der Desdemona von Olga Bezsmertna und dem Jago von Carlos Alvarez, alle „getragen“ von Maestro Marco Armiliato. Und einen so schönen vierten Akt hat unser Opern-Dauergast nach eigenem Befinden noch nie gehört.

Zum Bericht[1] von Elena Habermann.

Nun aber zum „Trovatore“. Es ist ein etwas zwiespältiger Premierenerfolg, aber im Grunde genommen sind die Kritiker ziemlich einig: Aus musikalischer Sicht gibt es wohl kaum eine Steigerungsmöglichkeit mehr, offensichtlich hat die Wiener Direktion doch „die vier besten Sänger im jeweiligen Stimmfach“ erwischt. Szenisch ist die Produktion aber umstritten, denn Daniele Abbado hat es offenbar weder den Traditionalisten, noch den Erneuerern recht gemacht. Sich zwischen zwei Stühle zu setzen, kann schmerzhaft sein.

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Eine ganz zentrale Figur im „Trovatore“: Acuzena, verkörpert von Luciana D’Intino. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Dominik Troger befasst sich in seiner Rezension in www.operinwien.at[2] mit der Bebilderung bzw. der Personenführung, die für mich bei der Premiere einer Neuinszenierung das wichtigste Thema ist. Sänger kommen und gehen, die Inszenierung bleibt aber Jahrzehnte:  Die Besetzung bot im Wesentlichen, was Opernbesucher heutzutage von einem hochkarätigen Verdiabend erwarten dürfen – die Inszenierung von Daniele Abbado hinterließ hingegen einen flachen und insgesamt wenig inspirierten Eindruck. Schon der Aufbau des Bühnenbildes hatte seine Tücken. Selbiges stellte einen großen Saal dar, mit Arkaden auf der Seite und sehr viel leerem Raum in der Mitte. Dieser Saal diente als Einheitsbühnenbild und war als „Theater auf dem Theater“ etwas zurückversetzt und mit einem eigenen Zwischenvorhang versehen. Außerdem zeigte er sich weit in die Bühnentiefe gebaut und oben an der Bühnenrampe wurde das Bühnenbild durch eine weit herab reichende Blende abgedeckt. Bereits Seitenplätze auf dem Balkon ermöglichten nur mehr eine mangelhafte oder gar keine Sicht in den Bühnenhintergrund, wo sich beispielsweise einmal ein Scheiterhaufen zeigte und später ein Altar. Vom Parterre soll das Bühnenbild durchaus Wirkung machen.

Abbado hat die Handlung in den spanischen Bürgerkrieg verlegt, was sich vor allem an den Kostümen zeigte: die Proletarier gegen die schwarz gewandeten Faschisten um Grafen Luna. Diese Kostümierung wurde um ein paar Effekte angereichert: Fahnenschwingen, Gefangene mit Genickschuss exekutieren, eine Flammenwand aufzügeln lassen, das Ambosshämmern des Zigeunerchores wurde zu einer Waffenverteilung genützt etc. Solche illustrierenden Elemente mischten sich mit einer statischen Chor- und Personenführung. Dazu kam eine mir nicht immer nachvollziehbare Lichtregie (aber in einem Saal lässt sich schwer ein nächtlicher Palastgarten simulieren, der von einem wolkenverhangenen Mondlicht beschienen wird). Nach dem Fahnenaufmarsch von Lunas Mannen wurde sogar ein Zwischenvorhang eingezogen, offenbar um dem Chor einen reibungslosen und ungesehenen Abgang zu ermöglichen. Im Schlussbild wirkten Azucena und Manrico in dem leeren Saal wie verloren. Die düstere Atmosphäre der Oper kam in dem meist eher hell ausgeleuchteten, von Brauntönen beherrschten Bühnenbild kaum zur Geltung. 

Zum Premierenbericht [3]von Dominik Troger

Dem Publikum hat die Premiere aber offenbar gefallen, der Applaus währte etwa 20 Minuten. In unserer schnelllebigen Zeit ist das viel – noch dazu an einem Sonntag-Abend, weil der Großteil der Besucher am Montag in eine neue Arbeitswoche startet!

Einige weitere Meinungen:

„Il trovatore“ in der Staatsoper: 5:1 für Verdi
Die lang erwartete Premiere von Verdis „Troubadour“ bot Oper pur – mit tiefen Gefühlen und vokalen Höhenflügen des großartigen Solisten-Quartetts. Anna Netrebko traf ihr Publikum ins Herz.
Die Presse[4]
„Il Trovatore“ an der Wiener Staatsoper: „Endlich mal wieder richtiges Musiktheater!“
DeutschlandradioKultur[5]
Luna, Leonore und ein Verdi im Bremsgang
Mit Überholen ist bekanntlich nicht immer etwas zu gewinnen. Und gerade im Opernfach mag der Hang zur Überinterpretation zwar vielleicht das Antidot zur historistischen Erstarrung sein.
http://orf.at/stories/2377670/2377671/[6]
Stimmglanz in Mausgrau
Die Staatsoper zeigt Verdis „Il trovatore“ in Starbesetzung. Selten war eine Neuproduktion schon bei der Premiere so alt.
Wiener Zeitung[7]
Zum Weinen (schön)
Verdis „Il trovatore“ mit der atemberaubenden Anna Netrebko als Leonora, einem fabelhaften Ludovic Tézier als Graf Luna und in einer Nicht-Inszenierung von Daniele Abbado.
Kurier[8]

Neu eingetroffene Kritiken:

HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN: PETER GRIMES – Der Fall P.G – Krankenakte Peter Grimes. Premiere am 4.2.2017

 

Zum Premierenbericht[9] von Dirk Schauß

WIEN/ Volksoper: DAS WUNDER DER HELIANE  von E.W. Korngold – 3. und letzte konzertante Vorstellung am 5.2.2017

Zum Bericht [10]von Elena Habermann

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 7. – 13. Februar 2017
Heinrich Schramm-Schiessl macht sich die Arbeit und listet die Rundfunkübertragungen der Woche auf. Sie finden die Aufstellung in unseren heutigen Infos des Tages

Auch Oldenburg will seinen „Ring“ haben. Mit „Das Rheingold“ ist der Start gelungen

Ein gut platziertes „Bravo“ ging dem Beifallssturm nach der Aufführung von Richard Wagners „Rheingold“ am Oldenburgischen Staatstheater voraus. Zu Recht. Nach dem „Vorabend“ des „Ring des Nibelungen“ ist der gesamte Zyklus erstmals in der Geschichte des Oldenburgischen Staatstheaters geplant.

„Vom Wesen des Besitzes“
Richard Wagners „Rheingold“ hatte Premiere am Staatstheater Oldenburg
Neue Musikzeitung/ nmz.de[11]

Die Kaufmann-Fans sind glücklich: Der Tenor ist wieder in gewohnter Form, angeblich besser denn je

Jonas Kaufmann. Copyright: Gregor Hohenberg/ Sony-Music

London: Jonas Kaufmann’s Barbican Hall concert proves he’s still the world’s greatest tenor – review
The Telegraph[12]
Kaufmann / Deutsch @ Barbican Hall, London
http://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/kaufmann-deutsch[13]
Jonas Kaufmann is back — in healthy voice
The German tenor’s recital at London’s Barbican came after a long enforced silence
https://www.ft.com/content/b268e896-ec54-11e6-ba01-119a44939bb6[14]

Turbulenzen um den neu zu erbauenden Münchner Konzertsaal. Ein Architekt klagt sich in den laufenden Wettbewerb ein

Stephan Braunfels klagt sich in den Wettbewerb
Der Berliner Architekt Stephan Braunfels liegt weiterhin im Clinch mit dem Freistaat Bayern. Nun hat er sich erfolgreich in das Vergabeverfahren geklagt. Der Wettbewerb wird zwar nicht neu ausgeschrieben, aber er könnte als Nachrücker in den Topf kommen.
BR-Klassik[15]
Ein Teilerfolg für Archtiekt Braunfels
Musik heute[16]

Das ist wirklich ungewöhnlich, denn der Auftraggeber kann doch das Auswahlverfahren nach Belieben festsetzen. Stephan Braunfels kam mit seinem Entwurf nicht in die engere Wahl – und klagt seine Wiederaufnahme in den Bewerb nun ein. „Wenn ich teilnehme, dann gewinne ich auch“ soll er angeblich gesagt haben. Fürwahr, das ist eine starke Meldung. 

Nun schaut es danach aus, dass in München nicht der Fertigstellungstermin, sondern bereits der Baubeginn auf unbestimmt längere Zeit verzögert wird. Es haben sich 200 Architekten beworben, nur sechs kamen in das „Finale“ . Wenn andere ausgebootete Bewerben dem Beispiel Braunfels folgen und klagen, ist die Entscheidung bis zum Sankt Nimmerleinstag verschoben!

Grande Dame des deutschen Theaters Inge Keller gestorben =

Keller mit Jan Josef Liefers. Bildquelle: APA (dpa)/Jens Kalaene

Berlin (APA/dpa. Die Schauspielerin Inge Keller ist tot. Die Grande Dame des deutschen Theaters starb am Montag im Alter von 93 Jahren in einem Berliner Pflegeheim. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus dem Bekanntenkreis von Keller bestätigt. Zuvor hatte die Zeitung „Neues Deutschland“ darüber berichtet. Keller wurde gerne als eine der letzten großen Theaterdiven bezeichnet.
 
Morgen Künstlergespräch beim Online-Merker
Bitte den Termin vormerken. Mittwoch um 19,00 h haben wir den Bariton Michael Kraus zu Gast. Die Karriere von Michael Kraus spielte sich weniger in Österreich, mehr in der weiten Welt ab. Ich habe in letzter Zeit mit Künstlerkollegen des Herrn Kraus gesprochen, in der Branche ist er eine fixe Größe. Deshalb ist es an der Zeit, dass wir ihn auch in seiner Heimat bekannt machen.
Ich werde Sie morgen noch daran erinnern!
FORUMSLEIDEN: NZZ beschränkt Kommentarmöglichkeiten

„Neue Zürcher Zeitung“ sperrt Kommentarmöglichkeiten wegen „gehässiger Stimmung“ im Netz
http://www.horizont.at/home/news/detail/nzz-beschraenkt-kommentar[17]

Von gehässiger Stimmung können wir derzeit bei unserem Forum nicht reden, eher von einem Schlummerzustand. Ein nicht unwesentlicher Teil der Forumsbesucher (allgemein, nicht bei uns) ergötzt sich an gegenseitigen Beflegelungen. Nun haben wir diese „gehässige Stimmung“  durch rigoroses Eingreifen abgestellt – und schon sinken die Zugriffe dramatisch. Wie man es macht, man macht es falsch! Damit werden wir wohl leben müssen.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 
  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-otello-ein-hindernislauf-mit-gutem-ende
  2. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  3. Zum Premierenbericht : http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/atroubad5.htm
  4. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5165659/Il-trovatore-in-der-Staatsoper_5_1-fuer-Verdi
  5. DeutschlandradioKultur: http://www.deutschlandradiokultur.de/il-trovatore-an-der-wiener-staatsoper-endlich-mal-wieder.1013.de.html?dram:article_id=378220
  6. http://orf.at/stories/2377670/2377671/: http://orf.at/stories/2377670/2377671/
  7. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/872416_Stimmglanz-in-Mausgrau.html?em_view
  8. Kurier: https://kurier.at/kultur/il-trovatore-in-der-staatsoper-zum-weinen-schoen/245.157.988
  9. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wiesbaden-peter-grimes-der-fall-p-g-krankenakte-peter-grimes-premiere
  10. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-volksoper-das-wunder-der-heliane-konzertant-3-und-letzte-vorstellung
  11. Neue Musikzeitung/ nmz.de: https://www.nmz.de/online/vom-wesen-des-besitzes-richard-wagners-rheingold-hatte-premiere-am-staatstheater-oldenburgisc
  12. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/jonas-kaufmanns-barbican-hallconcert-proves-still-worlds-greatest/
  13. http://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/kaufmann-deutsch: http://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/kaufmann-deutsch
  14. https://www.ft.com/content/b268e896-ec54-11e6-ba01-119a44939bb6: https://www.ft.com/content/b268e896-ec54-11e6-ba01-119a44939bb6
  15. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/stephan-braunfels-konzertsaal-muenchen-klage-100.html
  16. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14897/muenchner-konzertsaalbau-teilerfolg-fuer-architekt-braunfels/
  17. http://www.horizont.at/home/news/detail/nzz-beschraenkt-kommentar: http://www.horizont.at/home/news/detail/nzz-beschraenkt-kommentar

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-februar-2017


6. FEBRUAR 2017

by ac | 6. Februar 2017 08:46

„Il Trovatore“: Roberto Alagna, Anna Netrebko. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner beginnt ihren Premierenbericht wie folgt: Durchforstet man das eigene Gedächtnis und das dankenswerte Archiv der Wiener Staatsoper, so hat man in diesem Haus in den letzten Jahrzehnten nicht allzu viel Glück mit Verdis „Il Trovatore“ gehabt. Freilich, zu Karajans Zeiten, da stand er selbst – in seiner eigenen, dunklen Inszenierung – gern am Pult, und fütterte uns mit allerlei Luxusbesetzungen, die man nicht mehr erwähnen darf, um nicht als Nostalgiker abgestempelt zu werden, dem der angeblich einzig legitime Blick auf Gegenwart und Zukunft fehlt.

Wobei die Gegenwart an Stimmen Bemerkenswertes zu bieten hat (obwohl fast alle Beteiligten minimale Verkühlungsmerkmale zeigten!), wie die neueste Produktion der Wiener Staatsoper beweist. Sie korrigiert den Missgriff der Szabo-Inszenierung, die von 1993 bis 2001 auf dem Spielplan stand, in die Normalität einer braven Interpretation, die nun viele Jahre lang den Rahmen für hoffentlich viele große Besetzungen bieten kann. Diese Oper ist ein so zentrales Verdi-Werk, dass man froh sein muss, es nach ziemlich genau sechzehn Jahren endlich wieder im Repertoire der Staatsoper zu finden.

Möglicherweise hat es Dominique Meyer die Verlängerung seines Vertrags gekostet, dass er nicht bereit ist, das Publikum des Hauses mit verstörenden Inszenierungen zu provozieren, wie sie derzeit noch immer modern sind und zeitgeistig-ideologisch ihr Lob erhalten…

Dirigent Marco Armiliato – wie üblich ohne Partitur am Pult! – hat das italienische Repertoire fest im Griff, nahm viele Arien langsam, breit ausschwingend, dann wieder Duette und Terzette geradezu peitschend schnell. Gerade der „Trovatore“ ist ja bei aller Düsternis von Handlung und Musik überaus facettenreich, die Dramatik bedienen nicht nur die Solisten, sondern auch der Chor (die Herrschaften, voran die Herren als Soldaten, klangen martialisch), schwelgerische Liebeslyrik, herzzerreißend tragische Schicksale und heiße Emotionen gießen sich in die Musik, und Armiliato ist der Mann, das einerseits zu erfüllen, andererseits zusammen zu halten.

Er wurde gemeinsam mit den Sängern laut bejubelt, und das allgemeine Opernglück war so groß, dass die „Buh“-Rufe für das Leading Team relativ glimpflich ausfielen.

Zum Premierenbericht[1] von Renate Wagner

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Finale: Luciana D’Intino, Roberto Alagna. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Heinrich Schramm-Schiessl kommt bei seiner Beurteilung der Sängerleistungen zu folgendem Schluss: Das beginnt natürlich in erster Linie bei Anna Netrebko, die ihre hinreissende Interpretation der Leonora nunmehr auch in Wien zeigen konnte. Schon ihre Auftrittsarie singt sie mit wunderschöner Phrasierung und auch die anschliessende Cabaletta gelingt trotz aller Vorsicht, die sie walten lässt, gut. Höhepunkt ihrer Interpretation ist wie immer das 7. Bild und hier insbesonders die Arie. Wie sie diese singt und gestaltet ist heute wahrscheinlich einzigartig. Das einzige, was man anmerken kann, ist – aber das ist ein Einwand auf höchstem Niveau – dass sie am Ende zweimal atmet. Es gab allerdings nur ganz wenige Sängerinnen die das ohne atmen geschafft haben. Von der Gestaltung her geht sie wie immer voll in der Rolle auf. Aber auch die übrige Besetzung war einer Premiere der Staatsoper würdig. Ludovic Tézier war ein ausgezeichneter Graf Luna. Er sang wunderschöne Phrasen und seine Arie und das Duett mit Netrebko waren neben der schon erwähnten Leonoren-Arie die Höhepunkte des Abends. Was bei ihm leider negativ ins Gewicht fällt, ist seine phlegmatische Darstellung. Luciana D’Intino (Azucena)  ist ein typischer italienischer Mezzo alten Stils, was positiv zu werten ist. Mit ihrer breiten Mittallage und der durchaus vorhandenen Tiefe bot sie eine beeindruckende Leistung. Dazu kam eine sehr intensive Rollengestaltung. Ein Pechvogel war Roberto Alagna als Manrico. Seine Stimme hat kein schönes Timbre, das weiss man, aber er sang vor der Pause sehr gut und warf sich mit Verve in die Rolle. Auch die Arie gelang noch recht gut, aber bei der Stretta warf er dann plötzlich die Nerven weg und sie ging schief. Sowohl das Miserere als auch das letzte Bild gelangen dann wieder recht schön, wobei man den Eindruck hatte, dass er sich den Frust über die misslungene Stretta von der Seele sang. Dass ihm das Publikum die verpatzte Stretta nicht übel nahm, war sehr fair. 

Zum Premierenbericht[2] von Heinrich Schramm-Schiessl

Und die Inszenierung von Daniele Abbado? Praktikabel, durchaus nicht gegen das Werk gerichtet – aber mit einen unnötigen Mätzchen. Im Grunde hat er das abgeliefert, was von ihm erwartet wurde. Wird er dafür bedankt? Wohl nur in sehr eingeschränkten Maß – und jetzt bleibt noch das deutsche Feuilleton abzuwarten, dessen Meinung klar scheint: Typisch Wien, typisch altvaterisch. Es ist egal, wie der Regisseur seine Arbeit angelegt hat – Kritik wird er immer ernten. Wien hat nun keineswegs den modernsten und zeitgeistigsten „Trovatore“ – aber er wird wohl weit öfter angesetzt werden als sein Vorgängermodell.  

Wiener Staatsoper: Heute Besetzungsänderung „Otello“

Kristian Benedikt springt am heutigen Montag, 6. Februar 2017 kurzfristig für den erkrankten Aleksandrs Antonenko in der Titelpartie von „Otello“ ein und gibt damit sein Debüt an der Wiener Staatsoper.
 
Der aus Litauen stammende Tenor sang bisher u. a. an der Bayerischen Staatsoper, am Mariinski-Theater, in Kopenhagen, Helsinki, Amsterdam und Barcelona Partien wie Otello, Eléazar („La Juive“), Radames („Aida“), Don José („Carmen“), Andrea Chénier, Cavaradossi („Tosca“), Hoffmann, Manrico („Il trovatore“), Siegmund („Die Walküre“).

Bei der Premiere gesichtet: Ein großer Opernfreund und Mäzen: Dr. Carl Manner (88)

Manuel Legris, Dr. Carl Manner in der Pause der Trovatore-Premiere. Foto: Esther Hatzi

Ich weiß, selbst bei Anlegung eines Qualitäts-Mindeststandards dürfte dieses Foto nicht veröffentlicht werden. Es zeigt jedoch einen Mann, der sich eher sehr rar macht und nicht leicht „vor die Linse“ zu bringen ist. Bei der „Trovatore-Premiere“ zog ihn Anna Netrebko an. Wenn Elina Garanca oder Anna Netrebko singen, kauft Dr. Carl Manner (Weltmarke „Manner-Schnitten) sämtliche Fotos im Arcadia-Shop in der Staatsoper bei Esther Hatzi – die auch diesen Schnappschuss gemacht hat -auf. Außerdem stellt er bei Veranstaltungen der sangesfreudigen Arcadia-Verkäuferin die berühmten Manner-Schnitten zur Verfügung – auch der „Online-Merker“ hat davon schon profitiert. Der nächste Esther-Hatzi-Auftritt ist am 22.2. 19,30 im Ursulinenkloster in der Johannesgasse. 

Dr. Manner ist mittlerweile 88 Jahre alt und immer noch voll Initiative!

Wiener Staatsoper: „Nabucco“ – ein Lob dem Veteranen

Leo Nucci (Nabucco). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[3] von Peter Skorepa

Weitere neu eingelangte Kritiken:

Mönchengladbach: DER KONSUL von Giancarlo Menotti. Premiere am 4.2.2017

Zum Premierenbericht[4] von Christoph Zimmermann

Berlin/ Komische Oper: PETRUSCHKA / L’ENFANT ET LES SORTILÈGES am 4.2.2017

Tiago Alexandre Neta Fonseca als Clown, Pauliina Räsänen als Akrobatin in Petruschka. Foto Iko Freese I drama-berlin.de

Zum Bericht[5] von Ursula Wiegand

Stuttgart: ELEKTRA.
Wiederaufnahme der Konwitschny Inszenierung. Vorstellung vom 4.2.2017

Rebecca Teem, Doris Soffel. Copyright: Martin Sigmund

Zum Bericht[6] von Udo Klebes

GENF: IL GIASONE von Francesco Cavalli am 28.1.2017

Valer Sabadus, Kristina Mkhitaryan. Copyright: GTG Magali Dougados

Zum Bericht [7]von Robert Quitta

HEUTE im ORF-Kulturmontag: Dokumentation „Falco, der Poet“ =

 Vor 19 Jahren, am 6. Februar 1998, starb Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik. Am 19. Februar 2017 wäre er 60 geworden. Aus diesem Anlass setzt auch der von Martin Traxl präsentierte „Kulturmontag“ am 6. Februar 2017 um 22.30 Uhr in ORF 2 einen Schwerpunkt (gesamter ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at) und berichtet am Todestag über Österreichs bedeutendsten Popstar, der nach wir vor der einzige deutschsprachige Sänger ist, der jemals Platz eins der US-Billboard-Charts erreichte (mit „Rock Me Amadeus“). Anschließend an das Magazin steht um 23.30 Uhr außerdem Rudi Dolezals Dokumentation „Falco, der Poet“ über die Sprachkunst des exzentrischen Musikgenies auf dem Programm.

Für morgen erwarten wir weitere Weisheiten über den Wiener „Trovatore“. Für heute wünsche ich einen Schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-premiere-einer-praktikablen-inszenierung
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-nabucco-ein-lob-dem-veteran
  4. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/moenchengladbach-der-konsul-von-giancarlo-menotti-premiere
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-komische-oper-petruschka-lenfant-sortileges
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-elektra-triumph-trotz-ueberfrachtetem-ende
  7. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/genf-grand-theatre-il-giasone-von-francesco-cavalli

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-februar-2017


5. FEBRUAR 2017

by ac | 5. Februar 2017 09:06

„Il Trovatore“ an der Wiener Staatsoper. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

HEUTE PREMIERE AN DER WIENER STAATSOPER: IL TROVATORE

„Il Trovatore“ ist sicher die wichtigste Premiere der Saison – nicht nur wegen der Starbesetzung. Die völlig konfuse Handlung macht es jedem Regisseur sehr schwer, die Schlagzeile für Montag früh könnte ich jetzt schon einstellen: „Jubel und Buhs für den Trovatore“. Ich hoffe, dass ich es dieser Reihenfolge schreiben kann!

Natürlich sind wir bei dieser Premiere stark vertreten und ich gehe davon aus, dass wir etwa gegen Mitternacht die erste Kritik lesen können. Weitere werden gewiss folgen.

Ein DOMINGO – Bashing

Placido Domingo am Pult. Foto: Youtube

…ist das jetzt mit Sicherheit nicht, zu dem es in den letzten Kritiken gekommen ist oder bei dem sich Forumsteilnehmer damit brüsten, ihm eins auszuwischen. Denn bei allen in Frage zu stellenden posttenoralen Aktivitäten eines der sogenannten Jahrhunderttenöre, vor manchen Kritiken muss man auch ihn in Schutz nehmen. Natürlich malt Domingo den Plot eher mit dem breiten Pinsel und in Öl und nicht als flotte Bleistiftskizze, aber er befindet sich mit seiner Gesamtzeit der Wiedergabe in guter Gesellschaft. Und dies kann sicher nicht für die Einstufung einer musikalischen Leistung herangezogen werden, noch dazu von HobbyschreiberInnen, die höchstwahrscheinlich noch nie eine Partitur in der Hand hielten oder wissen, was das ist. Der Gemaßregelte kann jedenfalls Partiturlesen, nur dass Domingo, sofern man Sichtmöglichkeit auf dessen Dirigat hat, es dem Beobachter für eine Beurteilung nicht leichter macht, das steht fest. Zu minimalistisch ist manchmal seine Zeichengebung, er vergräbt sich zu sehr in die Partitur, gestisch zeigt er zu wenig den Souverän und so überträgt sich das beinahe wie eine Unsicherheit auf sein Publikum. .. (Peter Skorepa)

Die zweite Vorstellung der „Tosca“ ging jedenfalls ohne größere Probleme über die Bühne.

Zum Bericht[1] von Peter Skorepa

„Merker-Festkonzert“ 10. MÄRZ

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Viel Prominenz kann Sieglinde Pfabigan und ihr Team für dieses Jubiläum aufbieten. Der „Online-Merker“ hat damit nichts zu tun, wir werben bloss dafür und wenn es der Redaktionsdienst erlaubt, sind wir gerne als Besucher dabei.

Diese Klarstellung ist nötig, weil wir uns erstens nicht mit fremden Federn schmücken und zweitens in keinerlei Abhängigkeiten begeben wollen.

Gestern an der Wiener Staatsoper: Hommage an Konzertmeister Rainer Küchl

Dvorak-Quintett
Rainer Küchl, Daniel Froschauer, Rudolf Buchbinder, Heinrich Koll, Robert Nagy. Foto: Andrea Masek

Saison 1970/71: Es war damals eine Sensation. Ein 20-Jähriger aus Waidhofen an der Ybbs – im 7. Studienjahr beim legendären Lehrer Franz Samohyl– wird als direkter Nachfolger eines gewissen Willi Boskovsky (= der legendäre Neujahrskonzert-Dirigent mit der Geige) Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Erste Vorstellung 1971: Eine „Ariadne auf Naxos“. Sein Name: Rainer Küchl.

Zum Bericht [2]von Karl Masek

Nachtrags-Foto zur Wiener Staatsopernpremiere „Patchwork“

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Clemens Unterreiner und Komponist Tristan Schulze. Foto: Esther Hatzi

Kein Fake, sondern augenscheinlich offiziell: „Der Ring DER Nibelungen“

 

Arbeitet man in Bayreuth mit Praktikanten? Das wäre ein Entschuldigung. Wenn nicht, ist es schlichtweg nicht zu fassen!
https://twitter.com/mystic_cat/status/827894603869204480[3]

Österreichische Anwärter auf International Opera Awards
Gleich mehrere Anwärter aus Österreich heuer haben Chancen auf einen International Opera Award: Als beste Uraufführung sind Thomas Ades‘ „The Exterminating Angel“ (Salzburger Festspiele) und Anno Schreiers „Hamlet“-Inszenierung (Theater an der Wien) nominiert, als beste „Wiederentdeckung eines Werks“ geht Cestis Barockoper „Le nozze in sogno“ (Innsbrucker Festwochen der Alten Musik) ins Rennen.
Salzburger Nachrichten[4]

Madrid: Teatro Real Madrid Bellinis Oper „I Puritani“
Eine Bilderkette
BR-Klassik[5]

Linz/ Brucknerhaus: Das Rennen um die Frey-Nachfolge geht in die entscheidende Phase

Hans-Joachim Frey glänzte gestern als „Künstlerischer Leiter“ des Semperopernball, der vom Fernsehen bis in die Morgenstunden zu erleben war. Der Mann vermarktet gut, vor allem sich selbst. Soviel mir bekannt ist. hat Herr Frey seinerzeit als Operndirektor der Semperoper diesen Ball „erfunden“ und sich für viele Jahre die Rechte gesichert.  Ein cleverer Kaufmann also, leider konnte er dieses Geschäftssinn werder als Intendant in Bremen wie auch jetzt bei der LIVA zum Vorteil seines Arbeitgebers umsetzen. Nun heuerte er in Sotschi/ Russland an, dort soll angeblich ein Riesen-Budet zur Verfügung stehen. Das klingt sich wie Musik in den Ohren des Herrn Hans-Jochim Frey.

Am 13. und 14. Februar stellen sich nun acht der ursprünglich 42 Bewerber der Linzer Jury. Die acht Bewerber wurde von einer Unternehmensberatung und der Personalabteilung der Stadt Linz ausgewählt. „Vier internationale Player sind dabei, ebenso Sänger, Musikmanager, ein Operndirektor und Dirigenten. Man wollte möglichst breit und offen sein, was die Ausbildung und die Herkunft betrifft“, sagt ein Insider den Oberösterreichischen Nachrichten. Vier Bewerbungen sind vertraulich.

Wieso nur vier „Vertrauliche“? Heißt das, dass wir die Namen der anderen Vier mit zumindest drei Gescheiterten erfahren? Das wäre für mich ein neues Procedere!

Die Berliner Orchester tragen gern Schwarz

In Berliner Klangkörpern gelten klare Kleiderregeln. Sie sollen helfen, alles zu vermeiden, was von der Musik ablenkt.

Lesen Sie mehr darüber in der Berliner Morgenpost

Interview mit Günther Groissböck online

In unseren heutigen „Infos des Tages“ / Aktuelles finden Sie ein Interview, das die „Engelsloge“ (Bayerische Staatsoper mit dem Bassisten geführt hat

New York/ Metropolitan Opera: „Rusalka“

Kristine Opolais als „Rusalka. Copyright: Sarah Krulwich/ Metopera

New York: The Met Opera’s “Rusalka’ Is a Dark, Sexy Hit
The New York Times
[6]Opolais Reigns in the Met’s New “Rusalka”
Huffington Post[7]
Opolais ravishing in Met’s new “Rusalka” but Zimmerman’s swamp needs draining
http://newyorkclassicalreview.com/2017/02/opolais-a-ravishing-mermaid
[8]The Met’s New-Generation ‚Rusalka‘ Meets the Current Mermaid Zeitgeist
http://www.wqxr.org/#!/story/metropolitan-opera-new-generation-rusalka[9]

WIEN / Volkstheater – Volx / Margareten:  SUPERHELDINNEN von Barbi Marković

Copyright: Robert Polster/ Volkstheater

Bühnenfassung Bérénice Hebenstreit und Andrea Zaiser mit Barbi Marković
Uraufführung
Premiere: 4. Februar 2017

Renate Wagner in ihrer Premierenkritik: Sie weiß, wovon sie erzählt: Barbi Marković ist selbst von Belgrad nach Österreich gekommen, sicher auf der Suche nach einem besseren Leben wie ihre drei Heldinnen auch, nur sie hat es geschafft: Ihr Roman „Superheldinnen“ fand bemerkenswert viel Beachtung und Anerkennung. Dass er sich in einen frechen, wirren, witzigen Theaterabend verwandeln lässt, beweist Bérénice Hebenstreit als Co-Bearbeiterin und Regisseurin mit ihrer Inszenierung im Volx /Margareten. Schließlich treffen sich Mascha, Direktorka und Marijas Enkelin, die im Buch die Erzählerin der Geschichte ist, auch jeden Samstag in Margereten, am Siebenbrunnenplatz. Den gibt es, das Café Sette Fontane ist erfunden, aber seinesgleichen findet man überall. Übrigens, das Romanhafte, Erzählende hat man dem hundertminütigen Theaterabend gelassen, die drei Superheldinnen erzählen und spielen ihre Geschichte zugleich…

…Die Stärke des Abends, der zu viel Schnokes bietet, um Migrantinnen-Schicksale wirklich reflektiert hinzustellen, wohnt in den drei Interpretinnen – grundverschieden, aber als Schauspielerinnen und Persönlichkeiten absolut gleichwertig, bereit zu einem fugenlosen Zusammenspiel, das fast etwas Choreographisches hat. Seyneb Saleh mit blau gefärbtem Haar als Mascha, gewissermaßen die Vernünftigste, Nadine Quittner als Direktorka, die Hektischste, und die blonde „Erzählerin“ Katharina Klar als Marijas Enkelin, wohl die (scheinbar ungewollt) Komischste. Ein perfektes Terzett. Das Publikum jubelte ihm zu.

Zum Premierenbericht [10]von Renate Wagner

Filme der Woche

FilmPoster  Hidden Figures~1

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Es muss einmal auch in den USA Programme gegeben haben, die sich begabter „farbiger“ Kinder annahmen. Auch unter diesen – und gar unter Mädchen! – fanden sich kleine Mathematik-Hochbegabungen, die Förderungen erfuhren. Und die als Erwachsene so gut waren, dass man sie schließlich für das Raumfahrtprogramm der USA engagierte (das selbstverständlich damals, zu Beginn der sechziger Jahre, fest in weißen Männerhänden war).

Drei dieser Frauen sind nun die Heldinnen des Films „Hidden Figures“ – was übrigens auf Englisch eine schöne Doppelbedeutung ergibt: „Hidden Figures“ spricht von verborgenen Menschen und von schwierigen, zu findenden Zahlen, und um beides geht es in diesem Film von Theodore Melfi.

Wenn wir diesen drei Frauen anfangs begegnen, wie sie in ihrem Auto zu ihrer künftigen Arbeitsstätte fahren, werden sie von weißen Polizisten angehalten. Und man sieht, mit welchen Demutsgesten die „Schwarzen“, wie es damals noch hieß („Negroes“ auch), versuchen mussten, hier dumpfe Männer, denen sie intellektuell tausendfach überlegen waren, nicht zu provozieren, damit sie zur Arbeit kamen und nicht hinter Gittern landeten…

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-tosca-ein-domingo-bashing
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsopergustav-mahler-saal-kammermusik-der-wiener-philharmoniker-hommage-an-rainer-kuechl
  3. https://twitter.com/mystic_cat/status/827894603869204480: https://twitter.com/mystic_cat/status/827894603869204480
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/oesterreichische-anwaerter-auf-international-opera-awards-233102/
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/szenenbilder-teatro-real-madrid-i-puritani-damrau-100.html
  6. The New York Times
    : https://www.nytimes.com/2017/02/03/arts/review-metropolitan-opera-rusalka.html?_r=0
  7. Huffington Post: http://www.huffingtonpost.com/entry/opolais-reigns-in-the-mets-new-rusalka_us_5894bb85e4b02bbb1816b9ba
  8. http://newyorkclassicalreview.com/2017/02/opolais-a-ravishing-mermaid
    : http://newyorkclassicalreview.com/2017/02/opolais-a-ravishing-mermaid
  9. http://www.wqxr.org/#!/story/metropolitan-opera-new-generation-rusalka: http://www.wqxr.org/#!/story/metropolitan-opera-new-generation-rusalka
  10. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-volx-superheldinnen
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-februar-2017


4. FEBRUAR 2017

by ac | 4. Februar 2017 08:26

 

175 Jahre Nabucco feiert die Wiener Staatsoper mit vier Vorstellungen von Verdis „Dramma lirico in vier Teilen“ ab heute, Samstag, 4. Februar 2017.

In der Titelpartie ist erneut KS Leo Nucci zu erleben, die Abigaille verkörpert Anna Smirnova. Als Zaccaria stellt sich Roberto Tagliavini dem Staatsopernpublikum vor, ihre Rollendebüts am Haus geben Ilseyar Khayrullova als Fenena und Ayk Martirossian als Oberpriester des Baal.

Miro Dvorský (4. Februar) bzw. Bror Magnus Tødenes (8., 11. und 14. Februar; Rollendebüt) singt den Ismaele. Guillermo García Calvo dirigiert erstmals Nabucco an der Wiener Staatsoper.

Reprisen: 8., 11. und 14. Februar

Die Vorstellung am 11. Februar wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen: www.staatsoperlive.com[1].

Badisches Staatstheater Karlsruhe: „WAHNFRIED  von Avner Dorman. Uraufführung

„Wahnfried“. Copyright: Badisches Staatstheater Karlsruhe

Der in Israel geborene Komponist Avner Dorman hat eine Oper über den legendären Wagner-Clan komponiert, der die Welt immer noch in Atem hält. Nach elf Jahren gibt ist es wieder eine Uraufführung in Karlsruhe. Die Oper zeigt den harten Machtkampf der Familie hinter den glanzvollen Kulissen. Nach dem Tod des Meisters in Venedig 1883 kehrt der Geist dieses großen Künstlers als Wagnerdämon zurück, der die Geschicke der Familie als „Unsterblicher“ weiter lenkt und seine Nachfahren teilweise scharf kritisiert. Diese Politische Oper zeigt aber auch mit schwarzem Humor und satirischer Leuchtkraft, wie Bayreuth ein wichtiges kulturelles Zentrum des Nationalsozialismus werden konnte…

Avner Dormans Musik ist eine Überraschung, weil sie stellenweise sehr stark an Schostakowitsch erinnert. Die modulatorischen Kühnheiten und chromatischen Spitzfindigkeiten sind wahrhaft erstaunlich. Neben Wagner-Zitaten hört man auch Bach, Brahms und sogar Messiaen heraus. Jazz-Klänge beschwören die New-Orleans-Welt. Ostinate Schichtungen nicht umkehrbarer Rhythmen sprengen hier das traditionelle metrische System. Die harmonische Struktur erinnert auch an reizvolle Farbassoziationen mit Pfeiftönen und Geräuschen…

Zum Premierenbericht [2]von Alexander Walther

Aber natürlich muss auch Manuel Brug seinen Senf dazugeben.

Er vergleicht den Wagner-Clan mit den Geissens. Die Geissen sind Trash-TV, die Wagners Hochkultur. Wird auch aus der Hochkultur eine Serie? „Wahnfried“ schreit geradezu nach einer Fortsetzung. Der zweite Teil könnte „Am braunen Hügel“, der dritte „Und ewig reiten die Walküren“ heissen.

Weiter zu Herrn „Überalldabei Brug“:

Dazwischen liegt ein schriller, toller Bilderbogen mit Opernfiguren und historischen Personen. Die verknöcherte Cosima (Christina Niessen) altert ebenso wie der schwule Stammhalter „Fidi“ Siegfried (als Countertenor: Andrew Watts), der sich nach seinem Liebhaber als fliegender Holländer verzehrt und diesen ausbezahlt.

Jeder hat hier seinen prägnanten Auftritt: Drache, Schwan und Grane, Bakunin, der deutsche Kaiser und natürlich Wagners vertrocknende Töchter, allen voran Eva, die vom seppelhosentragenden Chamberlain beglückt wird…

Aber lesen Sie doch selbst:

Karlsruhe: So klingt der Wagner-Clan, wenn er singen soll
Die Welt[3]

Bregenz: Riesige Hände und überdimensionierte Spielkarten für „Carmen“

Riesige Hände als Teil der Bühnenkulisse: Bildquelle: APA/MATHIS FOTOGRAFIE

Bregenz (APA) – Die Bregenzer Festspiele haben am Freitag einen Teil des Geheimnisses der Kulisse von „Carmen“, der Seebühnenaufführung in den kommenden zwei Spielzeiten, gelüftet. In einem Zelt unweit der Bühne entsteht derzeit eine 17 Meter hohe und 20 Tonnen schwere Hand. Gemeinsam mit einer noch größeren zweiten Hand und Spielkarten bildet sie das zentrale Element des von Es Devlin geschaffenen Bühnenbildes.

20 Meter wird die zweite Hand insgesamt in die Höhe ragen, bei einem durchschnittlichen Wasserstand des Bodensees werden allerdings ungefähr 1,40 Meter nicht zu sehen sein, hieß es bei der Präsentation des ersten Teils des Bühnenbildes in Bregenz.

Eigentlich wollten die Verantwortlichen des Bregenzer Festivals von der zweiten Hand gar nichts verlauten lassen, Ausstattungsleiterin Susanna Boehm rutschte dieser Umstand bei ihrem begeisterten Vortrag über die Entstehung der Kulisse aber plötzlich über die Lippen.

Festspielintendantin Elisabeth Sobotka sprach schließlich noch von Spielkarten, die gestapelt bereits am Seeufer liegen…

Der Kartenverkauft läuft toll, aber es gibt noch Karten – wenn Sie sich beeilen.

Salzburger Festspiele: Georg Friedrich Haas wurde als bester lebender Komponist ausgezeichnet

(SF, 3. Februar 2017) Für die Wertung, publiziert im renommierten italienischen Musik-Magazin „Classic Voice“, wurden 130 europäische Musikexperten befragt. G.F. Haas  wurde danach als bester lebender Komponist und sein 2000 entstandenes Werk „in vain“ zur beeindruckendsten Komposition des 21. Jahrhunderts gekürt.

Erstmals wurden Werke von Georg Friedrich Haas 1999 bei den Salzburger Festspielen in der von Hans Landesmann programmierten Konzertserie „Next Generation“ vorgestellt.

London: Rigoletto review – ENO pumps up the volume on Verdi’s violent tragedy
The Guardian[4]
Rigoletto, English National Opera
This first-class production deserves better than this second-rate revival
http://www.theartsdesk.com/opera/rigoletto-english-national-opera-0[5]
Rigoletto, Coliseum, London, review: The hairs rise as they should on the nape of the neck
http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews[6]
Rigoletto review at Coliseum, London – “an unexceptional revival’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/rigoletto-review-coliseum-london-2/[7]
Review: Rigoletto (London Coliseum)
Jonathan Miller’s indestructible production of Verdi’s revenge opera returns to ENO
http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review[8]

WIEN: PERFEKTIONSKURS – MASTERCLASS – STILE MARIO DEL MONACO

in 1120 Wien – Galerie des „ONLINE-MERKER“

 

MIT MAURO AUGUSTINI, BARITON

vom 20.-26.2.2017

IN DER MERKER ONLINE-GALERIE
KOSTEN: € 80.- PRO TAG, INKLUSIVE PIANISTIN
1120 Wien Zeleborgasse 20 bestens zu erreichen mit U6,

Es gibt keine Altersbeschränkung, die Basis einer Gesangsausbildung sollte gegeben sein! Die Einladung richtet sich gleichermaßen an Studenten wie auch Sängerinnen und Sänger mit bereits abgeschlossener Ausbildung

Anmeldung 01 405 93 94.  Anmeldungen noch bis Mittwoch, 8. Februar möglich!

Filme der Woche:

FilmPoster  Live by Night~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Ben Affleck zählte immer zu jenen Hollywood-Schauspielern, deren Ambitionen (vielleicht, weil er selbst spürt, dass er als Darsteller nie in die Spitzenklasse reichen wird?) weiter gingen: produzieren, schreiben, Regie führen. Und am besten doch noch die Hauptrolle spielen. Alles zusammen verwirklicht er nun in seinem Film „Live by Night“. Dass er, wie mit seinem letzten Werk „Argo“ bei der „Oscar“-Verleihung fest mitmischt, war diesmal nicht zu befürchten: Nominierungen gab es diesmal rechtens keine. Ist ja auch nur gut gemachte, aber mittelmäßige Unterhaltung geworden.

Ben Affleck wollte offensichtlich zweierlei: erstens einen jener Klassiker nachstellen, wie sie über die Prohibitionszeit in den USA schon oft gedreht wurden (und was optisch einen echten Nostalgie-Touch ergibt), und zweitens sich selbst als Darsteller in die Rolle eines „eiskalten Engels“ versetzen – wozu sein allzu braves Gesicht jedoch nicht wirklich taugt.

Junge Männer, die Söhne von braven Vätern, zumal Polizisten sind (wieder einmal der großartige Brendan Gleeson in einem Kurzauftritt) wittern, dass auf der richtigen Seite des Gesetzes nicht das große Geld zu machen ist. Also begleitet man Joe Coughlin (Affleck) dabei, wie er bewusst die falsche wählt. Man schreibt 1926, eine Gangsterkarriere beginnt mit Einbrüchen, bevor man nach der Chef-Etage strebt…

Wiener Opernball und die Sehnsucht nach der abgelösten Aristokraten-Lady

Bildergebnis für opernball plakat 2017

„Totales Rauchverbot beim Opernball“! Das schau ich mir mal an, wenngleich ich nichts zu Gesicht bekommen werde. Dem Herrn Bundespräsidenten wird man mit dem Aschenbecher wohl in ein Raucherkammerl nachlaufen – andernfalls wird es eine Kurzvisite. Der Herr Bundespräsident unterminiert die Warnung „Rauchen schadet Ihrer Gesundheit “ total, denn er raucht wie ein Schlot und ist angeblich bei allerbesster Gesundheit. Deutschlands Kettenraucher Helmut Schmidt erreichte sogar ein biblisches Alter. Ich bin Nichtraucher, wohlgemerkt, aber neben mir können Sie rauchen, so viel Sie wollen!

Das Rauchverbot ist die spektakulärste Neuerung der neuen Opernball-Lady und Gattin des Chefs der Wiener Philharmoniker, der seinerseits seinen Hauptwohnsitz im Ohr des Operndirektors hat – wie ein Kolumnist gestern bemerkte!

Richard Lugner hat Goldie Hawn für den Opernball verpflichtet – und ist damit wieder in etwas niveauvollere Fahrwässer gekommen. Nicht dass man Goldie Hawn mit Harry Belafonte oder Gina Lollobrigida vergleichen könnte, aber gegen Lugners letzte „Eroberungen“ ist die 71jährige Hawn ein Gigant!

Und was macht unsere Großbäuerin? Sie verweigert Lugner für die Hawn- Entourage die Eintrittskarten. „Schau mer mal“ welchen Langweilern sie die Karten nicht verweigert hat.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com
  2. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/karlsruhe-wahnfried-von-avner-dorman-machtkampf-hinter-den-kulissen-urauffuehrung
  3. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article161798840/So-klingt-der-Wagner-Clan-wenn-er-singen-soll.html
  4. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/feb/03/rigoletto-review-coliseum-london-verdi-jonathan-miller-eno
  5. http://www.theartsdesk.com/opera/rigoletto-english-national-opera-0: http://www.theartsdesk.com/opera/rigoletto-english-national-opera-0
  6. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews
  7. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/rigoletto-review-coliseum-london-2/: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/rigoletto-review-coliseum-london-2/
  8. http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review: http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-februar-2017


3. FEBRUAR 2017

by ac | 3. Februar 2017 09:02

Wiener Staatsoper: „Il Trovatore“. Gestern war Generalprobe. Dieses Foto entstand während der Probe. Anna Netrebko mit Marco Armiliato. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Der „harte Kern“ der Wiener Opernfreunde weiß bereits, was das Publikum am Sonntag erwartet. Ich weiß es nicht, will es gar nicht wissen. Die erste Kritik wird mir Aufschluss geben. Von krankheitsbedingten Ausfällen blieb die Produktion bisher verschont, das ist fast ein Wunder bei diesem Wetter.

Dafür gibt es an der Wiener Staatsoper eine wichtige Besetzungsänderungen:

Anstelle des erkrankten KS Peter Seiffert singt Aleksandrs Antonenko am 6. Februar 2017 die Titelpartie in „Otello“.

Miro Dvorsky singt anstelle des erkrankten Bror Magnus Tødenes den Ismaele in „Nabucco“ am 4. Februar 2017.

GRAZ: Oksana Lyniv – Chefdirigentin in Graz ab 2017/18

 
Oksana Lyniv in Aktion.
Copyright: Wilfried Hösl

Die Grazer Opernintendantin Nora Schmid lud gestern ganz kurzfristig zu einem Pressetermin:

Die aus der Ukraine stammende Dirigentin Oksana Lyniv wird ab der Spielzeit 2017/18 Chefdirigentin des Grazer Philharmonischen Orchesters und der Oper Graz. Sie hat heute den Vertrag unterschrieben und  folgt Dirk Kaftan nach, der zur kommenden Saison als Generalmusikdirektor des Beethoven-Orchesters nach Bonn wechselt. Ihr Vertrag läuft bis einschließlich der Saison 2019/20 (analog zum Vertrag der geschäftsführenden Intendantin Nora Schmid).

Oksana Lyniv – so wie Intendantin Nora Schmid Jahrgang 1978 – war die einzige Frau unter den sechs in die engere Wahl gekommenen Persönlichkeiten. Sie hatte sich im Oktober 2016 erstmals in Graz in der Konwitschny-Produktion von La Traviata eindrucksvoll vorgestellt und war zuletzt noch zu einer Mahler-Probenphase mit dem Grazer Philharmonischen Orchester eingeladen – danach hatte sich das Orchester einhellig für Oksana Lyniv als Chefdirigentin ausgesprochenen. Damit wird erstmals eine Frau musikalische Chefin in Graz.

Das freut den Opernfreund-Berichterstatter, der nach dem Traviata-Debut geschrieben hatte: „Die Aufführung wurde von der Intendantin, dem musikalischen Studienleiter, dem Dramaturgen, dem Ballett-Direktor, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Grazer Theater-Holding aufmerksam verfolgt – sie haben gemeinsam mit dem Publikum zweifellos eine ernsthafte Kandidatin für die Nachfolge von Dirk Kaftan erlebt!“ Und auch in der lokalen Presse[1] gab es schon vor rund zwei Wochen einen Hinweis, dass Oksana Lyniv  große Chancen auf die Kaftan-Nachfolge habe. Im Pressegespräch vermittelte die neue Chefin überzeugende Begeisterungsfähigkeit – Graz kann sich auf eine spannende Dirigentenpersönlichkeit freuen! (Hermann Becke)

WIEN/ KONZERTHAUS: Pressegespräch 38. Internationales Musikfest der Wiener Konzerthausgesellschaft

  1. Mai bis 23. Juni 2017

Im Fokus steht das Werk des 2016 verstorbenen Ehrenmitglieds Pierre Boulez, der mit 41 Auftritten zwischen 1957 und 2010 das Konzerthaus künstlerisch entscheidend prägte. Die „Integrale Pierre Boulez“ umfasst in 14 Konzerten den Großteil jener Orchester-, Vokal-, Klavier- und Kammermusikwerke, die dieser als „letztgültig“ anerkannt hat. Interpreten: Daniel Barenboim, das Webern Symphonie Orchester, Daniel Harding, das Toronto Symphony Orchestra, das RSO Wien, das Klangforum Wien, die Wiener Singakademie, u.v.a.

Mehr darüber von Karl Masek in unseren „Infos des Tages“

Glucks „Orpheus und Eurydike“ in Bregenz bejubelt
Gluck-Renaissance rundum: Nach St. Gallen in der Schweiz und jüngst Salzburg hat nun das Landestheater Vorarlberg Christoph Willibald Glucks erste Reformoper „Orpheus und Eurydike“ auf den Spielplan gesetzt
Salzburger Nachrichten[2]
Opernkritik: „Orpheus und Eurydike“ in Bregenz
Gespielt wird die Wiener Urfassung „Orfeo ed Euridice“ von 1762. Nach der Premiere im Bregenzer Großen Haus gab es enthusiastischen Beifall.
http://www.schwaebische.de/panorama/kultur_artikel,-Opernkritik[3]

Salzburger Mozartwoche: Maria Joao Pires sprang für Rolando Villazon ein
Rolando Villazon ist der neue Mozart-Botschafter der Stiftung Mozarteum. Er tritt verstärkt mit Mozart-Programmen auf. Außer, eine Erkältung bremst ihn.
Salzburger Nachrichten[4]

„Konzertgänger in Berlin“
23455
Er behauptet, er ginge nicht öfter ins Konzert als ich. Aber wenn ich hingehe, ist er immer in der Philharmonie. Gehe ich ins Konzerthaus, ist er da. Gehe ich in die Deutsche Oper, die Staatsoper, die Komische Oper, ist er da. Mein Porträt eines bärigen Klassik-Freaks jetzt im schönen VAN – Webmagazin für klassische Musik.
https://hundert11.wordpress.com/2017/02/02/23455/[5]

Trier/Linz: Ex-Intendant Karl M. Sibelius: „Ich war zum Wegschmeißen“
Karl M. Sibelius über sein missglücktes Gastspiel als Intendant am Stadttheater Trier, seine Depressionen, die AfD und warum es ihn nicht wieder zurück auf die Bühne drängt.
Oberösterreichische Nachrichten[6]

Kartenchaos bei  „DAS WUNDER DER HELIANE“ an der Wiener Volksoper

Ist man auf CDs angewiesen?

Ich bin selbst betroffen, weil mich meine Frau einer totalen Fehleinschätzung der Situation geziehen hat. Die wollte nämlich gestern „Das Wunder der Heliane“ sehen und vor allem hören – und ich habe gemeint, dass sie dafür locker Karten bekäme. Einem Instinkt folgend habe ich ihr dann doch die Telefonnummer der Kartenverkaufsstelle herausgesucht – und dort wurde ihr eine Karte um 72 Euro angeboten, abzüglich 25 % Seniorenrabatt hätte die Karte 54 Euro gekostet. Diese 54 Euronen hätten uns zwar nicht an den Bettelstab gebracht, aber hier geht es um Grundsätzliches. Meine Frau hatte als Schmerzgrenze 40 Euro im Visier (um diesen Betrag muss man in der Volksoper für eine konzertante Aufführung doch eine Karte bekommen), die gab es aber nicht mehr. Die Antwort meiner Frau: „Nein danke, kein Bedarf mehr“.
Daraufhin ist sie extra in den Hanuschhof gefahren, um einen Stehplatz zu erwerben. Dort wurde sie mit dem Hinweis, dass für diese Vorstellung nur Parterrestehplätze verkauft werden und diese bereits vergeben sind, unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt. „Das Wunder der Heliane“ hat sie also nicht gesehen, sie und auch ich haben uns nur gewundert.

Dann machte ich einen Blick in unser Forum – und stellte fest, dass es nicht nur uns so ergangen ist. Ich möchte keine falschen Behauptungen aufstellen bzw ungeprüft übernehmen (angeblich soll wegen des Jugendchores der Galeriestehplatz gesperrt worden sein, aber auch gleich die gesamte Galerie?) , deshalb lesen Sie doch bitte selbst!

A.C.

Den Startbeitrag möchte ich Ihnen aber dennoch nicht vorenthalten. „Sopherl99“ schreibt:

Ich fand es sehr befremdlich, dass für diese konzertante Korngold Oper (fast) keine günstigen Karten in den Verkauf kamen. Es gab lediglich die paar Stehplätze im Parkett und die Säulenplätze im Parkett. Alles andere begann erst mit der € 36,- Kategorie (keine günstigen Plätze auf der Galerie & keine Galerie Stehplätze).

Anscheinend wird nun auch bei den stark subventionierten Bundestheater Kunst & Kultur für die Elite gemacht.

Sehr schade – vor allem weil diese Korngold Oper durchaus hörenswert ist!

Leser Paul Oberndorfer macht den Versuch einer Aufklärung (bemerkenswert ist, dass diese Leser bzw. Besucher machen müssen):

ich war in der heliane premiere und der grund für die „räumung“ der galerie liegt warhscheinlich einerseits im jugendchor, den sie so plazieren mussten – relativ weit vorne auf der seite – dass ein blickkontakt mit dem dirigenten möglich war – und man wollte offensichtlich niemand hinter den chor setzen, was nachvollziehbar ist (was hätten wir da für protest im forum gehabt…)

auf der anderen seite waren blechbläser positioniert, in deren nähe man offensichtlich auch niemand setzen wollte – nachvollziehbar weil auf meinen plätzen galerie erste reihe waren die noch irrsinnig laut (fast musical like) – meine zwei englissprachigen nachbarn haben -augenscheinlich deshalb – auch während (!) des dritten aktes das weite gesucht….

 

WIEN / Theater in der Josefstadt:  HEILIG ABEND von Daniel Kehlmann . Uraufführung


Bernhard Schir und Maria Köstlinger.
Foto: Theater in der Josefstadt

Premiere: 2. Februar 2017 

Auszug aus dem Premierenbericht von Renate Wagner: Wenn Daniel Kehlmann seit der „Vermessung der Welt“ ein Autor ist, dem man permanentes Interesse zuwendet und dessen neue Werke man immer kennen möchte, dann hat er mit „Heilig Abend“ in der Josefstadt eine Enttäuschung bereitet. Sicher, der Dialog, der ein Verhör ist, ein bißchen Katz- und Maus-Spiel (wenn auch mit geringer Spannung), behandelt Themen von hier und heute, so punktgenau, dass man sie leider auswendig kennt. Die Thesen auf beiden Seiten kommen mit der üblichen Argumentation, so dass man schon gar nicht mehr zuhört…

Und oben tickt die Uhr. Aber man wird nicht vor Spannung gebeutelt. Man fragt sich eher, wann es denn aus ist. Aber auch das weiß man ja: um Mitternacht… Mit Bombe oder ohne. Man erfährt es nicht. Wie schon Reich-Ranicki mit Brecht zu sagen pflegte: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Zum Premierenbericht[7] von Renate Wagner

Bildergebnis für österr nationalbibliothek
NEUE AUSSTELLUNG IM PRUNKSAAL

mary
Habsburgs mächtigste Frau

Filme der Woche

FilmPoster  Suburra~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[8]

Es beginnt mit einem geistlichen Herrn, dessen Gesicht man nie sieht, der auf seinem Betstuhl kniet. Rundum stille, eifrige Geschäftigkeit – der Verdacht, dass man sich im Vatikan befindet, erhärtet sich bald. Dass es bei dem Weißhaarigen um Papa-Ratzi gehen soll, auch. Er will abtreten – vielleicht, wie dieser Film impliziert, weil sein Vatikan viel zu sehr mit den dunklen Geschäften dieser Welt, dieses Italien von heute, vernetzt ist.

Aber das bleibt Nebenhandlung in „Suburra“ von Regisseur Stefano Sollima, der nach dem Roman des Journalisten Carlo Bonini und des Richters Giancarlo De Cataldo (mutige Männer, immerhin) eine der gnadenlosesten „Sittengeschichten“ (wenn man noch so sagt) gedreht hat, an die man sich erinnert. Italien heute – auch wenn die „Subura“ (damals noch mit einem „r“ geschrieben) schon im alten Rom das Verbrecherviertel war, in das sich kein ehrenwerter Mann hinein gewagt hat. So viel ändert sich wohl nicht im Lauf der Geschichte…

Der Film erzählt vom Hochmut einer Macht, die aus der Bereitschaft zu absolut skrupelloser Gewaltanwendung erwächst. Und da bleiben sie sich nichts schuldig –  der Politiker Filippo Malgradi (Pierfrancesco Favino), dem nach einer Sexnacht die Leiche eines jungen Mädchens im Hotelzimmer bleibt (zu viel Koks, Pech), lässt diese ohne weiteres wegschaffen, ein paar Ketten herum und ab ins Wasser. Wenn der junge Mann, der ihm den „Gefallen“ getan hat, nun kommt und dafür kassieren will, gibt es einen anderen Freund, der diesen beseitigen lässt…

„Trump-Bashing ist gerade sehr angesagt»
An den SAG Awards mehrten sich die kritischen Stimmen gegen US-Präsident Trump. Eine Soziologin vermutet Kalkül dahinter.
http://www.20min.ch/people/international/story/25755109[9]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in ein Wochenende mit angeblich Tauwetter

A.C.

 

  1. Presse: http://www.krone.at/steiermark/frau-als-chefidirigentin-oper-graz-story-549749
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/glucks-orpheus-und-eurydike-in-bregenz-bejubelt-232795/
  3. http://www.schwaebische.de/panorama/kultur_artikel,-Opernkritik: http://www.schwaebische.de/panorama/kultur_artikel,-Opernkritik
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/mozartwoche-maria-joao-pires-sprang-fuer-rolando-villazon-ein-232800/
  5. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/02/23455/: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/02/23455/
  6. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Ich-war-zum-Wegschmeissen;art16,2473156
  7. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-josefstadt-heilig-abend
  8. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  9. http://www.20min.ch/people/international/story/25755109: http://www.20min.ch/people/international/story/25755109

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-februar-2017


2. FEBRUAR 2017

by ac | 2. Februar 2017 08:37

Dem Vater optisch sehr ähnlich: Daniele Abbado, der den Wiener Trovatore inszeniert. Copyright: Rudy Armisano

Auszug aus dem Abbado-Interview mit Renate Publig: Für mich ist es wichtig, eine Inszenierung in einer klaren Sprache auf die Bühne zu bringen, die gleichzeitig dem Zuschauer genügend Freiraum lässt, um eigene Bilder zu kreieren. Transparenz ermöglicht dem Zuseher, auch einen eigenen Zugang, eine eigene Interpretation des Werks zu entwickeln.

Lesen Sie das gesamte Interview[1].

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Daniele Abbado bei der Arbeit mit seinem Assistenten. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wiener Staatsoper: Die tägliche Umbesetzung, diesmal bei „Otello“

In der anstehenden Vorstellungsserie von Verdis Otello im Haus am Ring (6., 10., 13. und 16. Februar 2016) singt Olga Bezsmertna anstelle der erkrankten Véronique Gens die Desdemona und gibt damit ihr Staatsopern-Rollendebüt in der Produktion von Christine Mielitz. In der Titelpartie kehrt KS Peter Seiffert zurück auf die Staatsopernbühne, KS Carlos Álvarez ist erstmals im Haus am Ring als Jago zu erleben. Weitere Rollendebüts an der Wiener Staastoper geben Jinxu Xiahou als Cassio und Orhan Yildiz als Montano.

Marco Armiliato dirigiert erstmalig Otello im Haus am Ring.

Großräumige Absperrung um die Wiener Staatsoper am 3. Februar 2017

Foto: pixelio.de

Im Zusammenhang mit den angekündigten Protesten rund um den „Akademikerball“, kommt es am Freitag, 3. Februar 2017, zu großräumigen Absperrungen im 1. Wiener Gemeindebezirk, wodurch auch der Zugang zur Wiener Staatsoper ab 16.00 Uhr stark eingeschränkt ist.

Laut aktuellem Stand wird der Ring ab dem Schwarzenbergplatz ab 16.00 Uhr gesperrt. Weiters sollen die Buslinien 1A, 2A und 3A eingestellt sowie die Ring-Straßenbahnen 1, 2, 62, 71, D sowie die Badner Bahn kurzgeführt bzw. umgeleitet werden. An mehreren Stellen wird es zu Polizeisperren und Zutrittskontrollen kommen, so auch im Bereich der U-Bahn-Zugänge. Der Zutritt zur Wiener Staatsoper wird nur mit gültiger Eintrittskarte bzw. gültiger Abonnement-/Zyklus-Karte oder einer Bestell- bzw. Buchungsbestätigung für die Abendvorstellung von Tosca (Beginn: 19.30 Uhr) gewährt. Infolge dieser Maßnahmen kann der Zugang zur Abend- bzw. Stehplatzkasse zum Erwerb einer Eintrittskarte außer bei Vorlage einer Stehplatzberechtigungskarte bzw. eines Stehplatzschecks nicht hundertprozentig garantiert werden.

Das ist eine Info der Wiener Staatsoper.

Früher gab es Randale rund um den Opernball mit Statements von Künstlern („Lieber wäre ich draußen vor der Oper, aber die Pflicht verlangt meine Anwesenheit beim Ball“), nun konzentriert sich der Protest auf den Akademikerball. Die Oper ist nur am Rande in Mitleidenschaft gezogen!

Wiener Staatsoper und die aktuelle „Tosca“

Ich gebe zu, dass ich gestern überlegt habe, erstmals in eine Kritik „relativierend“ einzugreifen. Die Beschreibung von Placido Domingos Dirigat und vor allem der Vorschlag, statt seiner Innenminister Wolfgang Sobotka einzusetzen, schien mir doch etwas sehr übertrieben. Ich habe mit mir gekämpft – und habe die Kritik „mit Bauchweh“ so stehen lassen.

Nun lese ich aber die Kritik im Standard und stelle fest, dass die Kritik der Frau Habermann sogar noch sehr wohlwollend war – wenngleich der „Standard“-Rezensent weniger direkt ist und nicht nach Herrn Sobotka ruft, aber dafür  „Domingos Verfehlungen“ detailliert auflistet

Wien/ Staatsoper:„Tosca“: Motiviert durchs temporäre Chaos
Plácido Domingo dirigierte an der Staatsoper –
Der Standard[2]

Das Publikum? Jubel auch für den Dirigenten. Fazit: Domingo darf alles.

NEU: Die aus der Ukraine stammende Dirigentin Oksana Lyniv wird ab der Spielzeit 2017/18 Chefdirigentin des Grazer Philharmonischen Orchesters und der Oper Graz

Der Vertrag wurde heute unterschrieben. Mehr darüber morgen!

Ein interessantes Stellenangebot liegt vor:

Intendanz für „steirischen herbst“ neu ausgeschrieben =

Graz (APA) – Der „steirische herbst“ hat die geschäftsführende Intendanz und damit die Nachfolge von Veronica Kaup-Hasler ausgeschrieben. Die 49-Jährige gab bereits im Sommer des Vorjahres bekannt, dass sie sich nach elf Jahren nicht wieder bewerben wird.

Die neue Intendanz soll ihre Aufgaben ab 1. Jänner 2018 übernehmen.

In der Ausschreibung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, werden als Anforderungsprofil unter anderem „künstlerische Kenntnisse mit Erfahrung in möglichst vielen Kunstdisziplinen“ und „organisatorisch-wirtschaftliche Kenntnisse sowie mehrjährige – internationale – Erfahrung in der Leitung eines Kulturbetriebes“ gewünscht. Das Mindestgehalt wird bei einer 100-Prozent-Anstellung mit jährlich 100.000 Euro brutto angegeben. Die Bewerbung von Frauen sei besonders wünschenswert. Interessenten können ihre Unterlagen bis 10. März per Email an aufsichtsrat@steirischerherbst.at[3] einreichen.

Auch nicht schlecht, das Grundgehalt. Dazu kommen natürlich noch Prämien und Erfolgshonorare. „Die Bewerbung von Frauen sei besonders wünschenswert“ heißt es in der Ausschreibung. Männer, bewerbt und beschädigt Euch nicht mit einer Bewerbung. Nicht auszudenken ist, wenn die Bewerbung sich an „Sehr geehrte Herren“ richten würde.

Dresden: Thielemann will bei Dresdner Staatskapelle bleiben
Dirigent Christian Thielemann will seinen Vertrag als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden verlängern. Das stellte der 57-Jährige in einem Interview der Dresdner „Morgenpost“ (Donnerstag) klar
Musik heute[4]
Thielemann will Engagement in Dresden fortsetzen
Hamburger Abendblatt[5]

Ehemaliger Bonner Opernintendant Riber gestorben
Das Theater Bonn trauert um seinen früheren Opernintendanten Jean-Claude Riber. Der gebürtige Elsässer sei bereits am 26. Januar in seinem Haus in den Vogesen gestorben, teilte das Theater am Mittwoch mit. Riber wurde 82 Jahre alt. Die Bonner Oper hatte er von 1981 bis 1992 geleitet.
Musik heute[6]

„Taststörung“
Zu den unangenehmsten Kindheitserfahrungen gehören Erwachsene, die einen ungefragt anfassen. Auch im Konzert und in der Oper kann man, nebst Hörstörungen und Sehstörungen, solche Taststörungen erleben. Nur dass die Taststörung nicht unbedingt vom Nachbarn ausgeht, mit dem in Körperkontakt zu treten man genötigt ist, sondern von den Künstlern verschuldet wird.

Ein Auszug aus dem Bericht des „Konzertgängers in Berlin“:

Nachstehendes ist in der Tischlerei der Deutschen Oper zu erleben: bei Dido[7], Henry Purcells Meisterwerk reloaded beziehungsweise bruchgelandet. Das ist (trotz der Beteiligung kompetenter Musiker und Sänger) so desaströses Musiktheater, dass die Abteilung für Qualitätssicherung der DO mal im Hinterhaus nach dem Rechten sehen sollte. Das Publikum muss die Schuhe ausziehen, sich nach genauen Anweisungen auf den Boden legen, dazwischen durch den Raum dirigieren lassen, links, rechts, links, stehen, liegen, stehen. Ein Paradebeispiel dafür, dass nichts spießiger ist als das, was ausdrücklich unspießig sein will.

Da darf es natürlich nicht fehlen, dass man sich zu Purcells herrlicher, von Michael Hirsch (z.B. mit Akkordeon und Bassklarinette statt Gambe) originell überschriebener Musik an den Händen fassen soll. Einige einander fremde Besucher werden auch zum Paartanz aufgefordert.

Nicht nur an die Hände, sondern auch an die Füße und Beine geht es den Besuchern zuvor, auf dem Boden liegend, wenn die Darsteller sich in Plastikfolie gewickelt zu ihnen betten und sich anschmiegen. Sicher wäre es erlaubt, vielleicht ja sogar erwünscht, dass man sich das verbittet oder den Darsteller wegschubst. Aber tut man halt nicht.

https://hundert11.wordpress.com/2017/02/01/taststoerung/[8]

Das ist – mit Verlaub – ziemlich verrückt, aber um zeitgeistig und tolerant zu gelten, machen die Leute bei jedem Unsinn mit und sich selbst zum Kasperl.

WIEN / Kosmos Theater: Eine Stille für Frau Schirakesch von Thersia Walser

Foto: Kosmos-Theater

Premiere: 19.Jänner 2017, besucht wurde die Vorstellung  am 31. Jänner 2017 von Dr.Renate Wagner.

Tschundakar gibt es nicht, aber ein islamisches Land irgendwo zwischen Saudi-Arabien und Tadschikistan könnte schon so heißen. Und Frau Schirakesch? Wer ist das? Auch das wird nicht klar. Man erfährt nur, dass die Dame gesteinigt wird. Warum? Wer weiß das schon in diesen Ländern? Wichtig ist doch nur, dass man hierzulande eine „Betroffenheits-Talkshow“ zum Thema veranstaltet: erst andächtiges Schweigen coram publico, dann blödes Gerede. Und das hätte die Voraussetzung für eine erstklassige Mediensatire…

Dass eine solche „Betroffenheits-Diskussion“, die allen Beteiligten herzlich egal ist, stattfinden könnte, steht außer Frage. Aber so würde es dabei nicht zugehen. Das bringt weder zum Thema noch für das Theater etwas.

Zum Bericht [9]von Renate Wagner

Filme der Woche

FilmPoster  Feine Gesellschaft~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[10]

Nicht alle Filme sind dazu gedacht, einem Publikum vorgesetzt zu werden, das eine normale Geschichte erzählt bekommen möchte. Die Welt des Kinos hat Platz für allerlei bunte Vögel, und der knapp 60jährige Franzose Bruno Dumont zählt zu ihnen. Immerhin hat er eine Juliette Binoche gewonnen, immer wieder für ihn vor die Kamera zu gehen, und Futter für Festivals sind Filme wie die seinen immer. Auch die heuer in Cannes gezeigte  „Feine Gesellschaft“, die im Originaltitel „Ma Loute“ heißt – so wird ein junger Mann aus sehr schlicht bäuerlicher Familie genannt… mit dem wirklich nicht gut Kirschen essen ist.

Dumont stammt aus dem äußersten Nordzipfel von Frankreich, und dorthin, in die Normandie, an die sandig-steinigen, immer windigen Küsten am Kanal ist er mit diesem Film hingezogen. Dass die Handlung  1910 spielt, sieht man nur an der Kleidung der „feinen Herrschaften“, die schlichten Leute sehen wohl immer gleich aus. Und sagen wir es gleich –  da gibt es nicht „gut“ und „böse“, bei allen sozialen Spannungen, denn wenn Dumont die großbürgerliche Familie Van Peteghem, die allsommerlich für die Ferien auf ihr „Schloß“ kommen, auch als fast durchwegs debile Trottel darstellt – die stur und stockig vor sich hinblickenden Mitglieder der Bauernfamilie Brufort sind auch kein Preis. Sie tragen die feinen Leute für ein geringes Entgelt übers Wasser – und ja, wenn jemand bei einer Bootsfahrt verschwindet (man sieht einmal ein tödlich geschwungenes Paddel), dann bessern die Bruforts schon einmal ihren Speiseplan auf. Zwischen schrillen Idioten hier und dumpfen Menschenfressern dort darf man sich zwei Stunden lang bewegen, ohne erhellendes Gefühl, das hätte irgendetwas mit der Wirklichkeit zutun…

Geht die Welt bald unter – wegen Donald Trump?

Die mediale Berichterstattung erweckt diesen Eindruck. Gewiss, sehr geschickt wurde dieses Einreiseverbot nicht medial dargestellt – aber vielleicht war das sogar Kalkül. An Donald Trump komme ich natürlich nicht heran, sonst würde ich ihn fragen.

Eines ist aber klar: In den USA herrschten schon lange vor Donald Trump ziemlich schikanöse Einreiseformalitäten. Ein Künstler, der ständig zwischen Europa und den USA hin und herpendelt, berichtet:

„Seit ich nun seit vielen Jahren regelmässig „rüber“ muss, weiß ich, dass diese Prozedur immer schon absolut lächerlich war und noch immer ist! Und das hat wirklich nichts mit dem neuen Präsidenten zu tun!!!!
Als „Alien with extrordinary abilities“ wie das O 1- Visum für Künstler unseres Genres zum Preis von aktuell 183,30 Euro offiziell heisst, muss man jedesmal aufs Neue die lähmende Prozedur des DS-160-Formulars inkl. Botschafts/Konsulatsbesuchs und Interview ebendort über sich ergehen lassen! Die diesbezüglichen Fragen, speziell im Themenbereich „Security“, wie z.B. ob man Mitglied einer terroristischen Organisation YES/NO ist, oder ob man zum Zwecke des Menschenhandels YES/NO, der Geldwäsche YES/NO, des Drogenhandels YES/NO in die USA einreisen will bzw. ob man schon jemals an irgendeiner Form des Genozides teilgenommen hat YES/NO sind ja wohl nicht weiter zu kommentieren! Abgesehen von Greencard-Holders müssen da wirklich ALLE durch!
Vom oftmals stundenlangen Anstehen bei der Immigration-Control am Flughafen in den USA mal ganz abgesehen! Wie gesagt, ALLE! Auch z.B. die Wiener Philharmoniker und berühmte Dirigenten!
Und das eben nicht erst seit Trump!!!

Das Gute an Trump ist aber, dass zur Zeit im kollektiven Bewusstein der westlichen Mainstreammedien-Macher jetzt für alles Schlechte in der Welt inkl. Schlechtwetter am Sonn/Feiertag nicht nur mehr der böse Putin alleine schuld ist, um es mal etwas satirisch auszudrücken.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Lesen Sie das gesamte Interview: http://der-neue-merker.eu/daniele-abbado-auf-der-buehne-kann-alles-zur-wirklichkeit-werden-zur-wiener-staatsopern-premiere-il-trovatore-von-giuseppe-verdi
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000051939386/Tosca-Motiviert-durchs-temporaere-Chaos
  3. aufsichtsrat@steirischerherbst.at: mailto:aufsichtsrat@steirischerherbst.at
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14874/thielemann-will-chefdirigent-der-dresdner-staatskapelle-bleiben/
  5. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article209472289/Thielemann-will-Engagement-in-Dresden-fortsetzen.html
  6. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14870/ehemaliger-bonner-opernintendant-riber-gestorben/
  7. Dido: https://deutscheoperberlin.de/de_DE/calendar/dido.13816065
  8. https://hundert11.wordpress.com/2017/02/01/taststoerung/: https://hundert11.wordpress.com/2017/02/01/taststoerung/
  9. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-kosmos-theater-eine-stille-fuer-frau-schirakesch
  10. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-februar-2017


27. JANUAR 2017

by ac | 27. Januar 2017 08:21

Wiener Volksoper: Samstag „Das Wunder der Heliane“ – konzertant. Annemarie Kremer. Foto: Wiener Volksoper

Führende Korngold-Forscher halten „Das Wunder der Heliane“ für dessen größtes Werk. Es ist von besonderer Leidenschaft, expressionistischem Farbenzauber und Korngolds typisch wienerisch-lyrischer Melodik geprägt. Zum 120. Geburtstag des Komponisten und 90 Jahre nach der Uraufführung nimmt sich die Volksoper Wien erstmals dieses Meisterwerks an.

Konzertante Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Werkeinführung mit Christoph Wagner-Trenkwitz jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung (Premiere ausgenommen) im Galerie-Foyer.

Dafür hat die Staatsoper eine Umbesetzung anzubieten

Rae Kyung Rim singt anstelle der erkrankten KS Adrianne Pieczonca die Titelpartie in Puccinis Tosca am 31. Jänner und am 3. Februar 2017 an der Wiener Staatsoper und gibt damit ihr Rollendebüt im Haus am Ring.

Sae Kyung Rim

Unter der musikalischen Leitung von KS Plácido Domingo, der derzeit auch die Vorstellungsserie von Roméo et Juliette dirigiert, sind weiters Aleksandrs Antonenko als Cavaradossi und KS Thomas Hampson als Scarpia zu erleben.

Neu: Absage von Waltraud Meier Sonntag im Wiener Musikverein:

Musikverein: Waltraud Meier muss „Kindertotenlieder“ absagen =

   Wien (APA) – Waltraud Meier muss ihren für Sonntag geplanten Einsatz im Wiener Musikverein absagen: Anstelle der erkrankten deutschen Starsopranistin singt ihre Landsfrau Gerhild Romberger Gustav Mahlers „Kindertotenlieder“, wie es am Freitag in einer Mitteilung des Musikvereins heißt. Es spielt wie vorgesehen das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons.

Rolando Villazon in neuer Rolle. Vermittler, Künstler und Repräsentant der Salzburger Stiftung Mozarteum

 

Er wird international als Vermittler, Künstler und Repräsentant der Stiftung Mozarteum tätig sein. Unter anderem sind künftig Konzerte mit Villazon im Rahmen der Mozartwoche geplant, bei denen er nicht nur singen, sondern auch aus dem Leben des Komponisten erzählen will. 2018 wird es dabei um Mozart und seine Frau Constanze gehen, kündigte Villazon an.

Für ihre erste Saison als Intendantin hat Maren Hofmeister für die Mozartwoche 2018 eine Oper auf das Programm gesetzt: Rene Jacobs wird „Die Entführung aus dem Serail“ dirigieren, die Regie hat Andrea Moses übernommen.

Villazon ist auch ein toller Vermarkter seiner selbst. Das sei ihm gegönnt – hoffentlich übertreibt er nicht!

Dresdner „Ring“-Zyklus 2018 in einem Tag ausverkauft

Die für 2018 an der Dresdner Semperoper geplanten „Ring“-Zyklen sind ausverkauft. Die seit Mittwoch erhältlichen Tickets für die beiden Aufführungsserien von Richard Wagners Tetralogie sind innerhalb eines Tages vergriffen gewesen.
Musik heute[1]

Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen bis 2018 gesichert
Auftakt mit der „Alpensinfonie“
Garmisch-Partenkirchen – Alexander Liebreich wird ab 2018 neuer Intendant des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen. Der renommierte Dirigent tritt damit die Nachfolge von Kammersängerin Brigitte Fassbaender an.
Münchner Merkur[2]

Cecilia Bartoli bringt Orchester Santa Cecilia nach Salzburg
Die künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, Cecilia Bartoli, bringt Roms Orchester Academia di Santa Cecilia in die Mozartstadt.
Salzburger Nachrichten[3]

Das Interview mit Axel Kober, dem GMD der Rheinoper Düsseldorf/ Duisburg, ist nun online!

GMD Alex Kober beim Künstlergespräch im MERKEROnline

GMD Axel Kober beim Künstlergespräch im MERKEROnline. Copyright: Barbara Zeininger

Zum INTERVIEW AXEL KOBER [4]mit Renate Publig

HEUTE Premiere des Musicals „DON CAMILLO UND PEPPONE“ im Wiener Ronacher

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Maya Hakvoort bei der Pressekonferenz. Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

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Maya Hakvoort, nachdem sie den Maskenbildnern entkommen ist. Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Eigens zum Neunziger von Erni Mangold in den Wiener Kammerspielen angesetzt: „Harold und Maude“

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Ein ungleiches Paar: Meo Wulf, Erni Mangold. Copyright: Barbara Zeininger

Renate Wagner besuchte die Premiere. Zusätzlich zu ihrer Rezension macht sie sich noch einige Gedanken zu diesem Jubiläum: Einst ein berühmter Film, setzen die Theater das Stück „Harold und Maude“ nur an, wenn es eine sehr alte Schauspielerin zu ehren gilt: Rollen für Damen rund um die 80 liegen ja nicht auf der Straße. Und Erni Mangold ist gar 90, was auch in den Medien entsprechend gewürdigt wurde. Abgesehen davon ist Maude, die fröhliche, unangepasste „Streunerin“, die den um 60 Jahre jüngeren Harold auf dem Friedhof kennen lernt, eine ideale Rolle für die Mangold, die nie eine feine Dame war, sondern immer genau der widerborstige Typ, der hier benötigt wird…

Erni Mangold, Meo Wulf. Copyright: Barbara Zeininger

Es ist überhaupt kein besonders lebendiger, unterhaltender Theaterabend geworden, aber da es nur darum ging, Erni Mangold zu ehren, hat er seinen Zweck erfüllt.

Lesen Sie mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

Zum Premierenbericht[5] von Renate Wagner

WIEN / Albertina / Tietze Galleries: POUSSIN BIS DAVID

Französische Zeichnungen der Albertina. Vom 25. Jänner 2017 bis zum 25. April 2017

Glanzvolle Ehrenrettung

Klaus Albrecht Schröder hat aus der Albertina, die bei seinem Direktionsantritt „nur“ die „größte Graphische Sammlung der Welt“ (immerhin) war, ein mit Werken aller Genres bestücktes Großmuseum gemacht, wobei die Konfrontation von Malerei und Graphik in vielen Ausstellungen besondere Berücksichtigung fand. Nun gibt es eine Rückkehr zur Kernkompetenz, und das mit einer Ausstellung, die Licht auf einen zu wenig beachteten Sektor der Albertina-Bestände werfen will. Wer „Albertina-Graphiken“ sagt, meint die Deutschen mit  Dürer, meint die Italiener, meint die Niederländer. Dass man hier auch eine ausgewählt kostbare und umfassende Sammlung von „Franzosen“ besitzt, wird nun unter dem Titel „Poussin bis David“ vor staunenden Besucher-Augen ausgebreitet…

Zum Ausstellungsbericht[6] von Renate Wagner

Filme der Woche

Alle Filme der Wochen sind online!

Lassen Sie mich zur Vorstellung des  „Kennedy-Films“ morgen kommen, der heutige Kommentar ist bereits (zu) lang – und wer weiß, was morgen ist!

Zur Filmrubrik[7]

Meine Entzugserscheinungen sind vorüber, endlich taucht Karina Sarkissova wieder auf den Bildschirmen auf

 

Ich dachte schon, dass der Spuk vorbei ist – aber ich habe mich geirrt. Karina Sarkissova hat es wieder auf heimischen Bildschirme verschlagen. Nun ist sie Jurorin bei den Dancing-Stars. Dort hat der ORF die beiden eleganten älteren Herren ausgebootet: Thomas Schäfer-Elmayer und Hannes Nedbal. Die beiden „Sir’s“  sind nicht mehr dabei – was meiner Meinung nach zum Schaden dieses Formats ist. Besonders um Hannes Nedbal tut mir leid, der kann sich nämlich meinen Wohnort Mauerbach leisten (Mauerbach zählt zu den 10 führenden Gemeinden Österreichs beim Bruttoeinkommen der Gemeindebürger). Aber wegen des Einkommens mache ich mir um Hannes Nedbal keine Sorgen, eher müsste er sich da um mich sorgen.

Einen Schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14818/dresdner-ring-zyklus-2018-in-einem-tag-ausverkauft/
  2. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/garmisch-partenkirchen-ort28711/richard-strauss-festival-in-garmisch-partenkirchen-auftakt-mit-alpensinfonie-7328529.html
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/cecilia-bartoli-bringt-orchester-santa-cecilia-nach-salzburg-231841/
  4. Zum INTERVIEW AXEL KOBER : http://der-neue-merker.eu/axel-kober-gmd-der-deutschen-oper-am-rhein-ich-lasse-mich-ungern-in-schubladen-stecken
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-kammerspiele-harold-und-maude
  6. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-albertina-poussin-bis-david
  7. Zur Filmrubrik: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-januar-2017


26. JANUAR 2017

by ac | 26. Januar 2017 08:53

Mailand hat nun einen „Musikdirektor: Riccardo Chailly

Seit 2015 ist Riccardo Chailly Chefdirigent der Mailänder Scala, seit 1. Jänner ist er auch Musikdirektor des Opernhauses. Sein Vertrag läuft bis 2022, teilte Intendant Alexander Pereira laut Medienangaben mit.
Salzburger Nachrichten[1]

Wir in Wien haben zwar keinen „Musikdirektor“, dafür hatten wir einen „Generalmusikdirektor“. Es lebe der feine Unterschied! Mit bombastischen Titeln „hatten wir es in Österreich schon immer“!

Jonas Kaufmann: „Die Stimme ist wieder da, nur fehlt etwas anderes“ – meint „Lästerer“  Manuel Brug

Jonas Kaufmann

Jonas Kaufmann: Der Gott des hohen C singt wieder
Jonas Kaufmann musste sich vier Monate Auszeit nehmen, die Elbphilharmonie-Eröffnung absagen. Im Pariser „Lohengrin“ hatte er seinen ersten Auftritt. Die Stimme ist wieder da, es fehlt was anderes.
Die Welt[2]

Was fehlt, mögen Sie selbst herausfinden, in dem Sie „Brugs Erzählungen“ lesen. Ich verbrenne mir nicht die Finger!

Dilettanten?

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Nein, er ist nicht gemeint. Im Gegenteil, Juan Diego Florez adelt den Wiener „Roméo“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das „System Merker“ bedingt, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Ich bin weder dazu da noch in der Lage, diese Meinungen zu werten, ich muss nur dafür sorgen, dass „Spielregeln“ nicht gebrochen werden. Zu den Spielregeln gehört, Meinungen zu begründen. Über „Romeo et Juliette“ haben wir unterschiedliche Rezensionen (allerdings nicht von der gleichenVorstellungen) – und beide Rezensenten begründen ihre Formulierungen.

Über Placido Domingo, der die Vorstellungen dirigiert, schrieb Renate Wagner am vergangenen Montag:

Man kann den Fleiß dieses Mannes nur bewundern – aus der Distanz von dreieinhalb Jahren eine Oper wieder zu dirigieren, bedeutet, dass man sie von der ersten bis zur letzten Note durcharbeiten muss (er hat sie schließlich nicht dauernd, sondern nur ein einziges Mal in seinem Leben, und das war 1974 (!!!) an der Met, gesungen… ) Aber Bewunderung oder  Entrüstung über das Phänomen Domingo, das ist mittlerweile ein alter Hut.

Sagen wir also, dass die Aufführung aus dem Orchestergraben teilweise bemerkenswerter war als auf der Bühne, dass Domingo mit sparsamster Gestik die liebevollste, schwelgerischste „Romeo“-Version seit langem dirigiert hat, ein Freund der Sänger (besonders des Tenors), ein lyrisches Fest, das die Philharmoniker dem Publikum bereiteten. Ehrlich, man konnte fast überrascht sein…

Die Vorstellung am 25.1. wurde von Thomas Prochazka besucht, der sich wie folgt äußert: Mit Plácido Domingo hatte man einen Dilettierenden unter den Dirigenten ans Pult gebeten. Damit hatte man zweifellos das Haus gefüllt. Aber man komme mir nicht mit künstlerischen Erwägungen. Domingos »Stärke« — so davon gestern die Rede sein konnte — lag in der Rücksichtnahme auf den Tenor. Dessen Partnerin, die Comprimarii, der Chor — sie blieben weitgehend unbeachtet. Die meiste Zeit über hielt Domingo seine Augen in die Partitur gerichtet, widmete der Bühne keine Aufmerksamkeit. (Interpretatorische Akzente wie in den Aufführungen unter Maestro Armiliato vor einem Jahr[3] waren von Opernfreunden ja ohnehin nicht erwartet worden.) Quälend langsam zog die Vorstellung vorüber, wenig war da durchgearbeitet, modelliert…

Und so nebenbei bekommen auch Minister Dr. Drozda sowie der kommende Staatsoperndirektor „ihr Fett ab“: Aber auch höchste Namen erwirken das Recht nie, vom Sachbestand abzulocken: »Staatsoper 3.9« also. … Quasi als Vorbereitung auf die Version »4.0«, zu erleben ab September 2020 in diesem Haus. Dann allerdings mit einem Dilettierenden als Direktor, von einem unwissenden — und, nun ja, gewissermaßen auch gewissenlosen — Minister mit einer unlösbaren Aufgabe betraut…

Zum Bericht[4] von Thomas Prochazka

Weder verwandt noch verschwägert!

 

Auszug aus einem Interview von BR-KLASSIK: Wenn man im Internet nach Ihrem Nachnamen sucht, erscheint als erster Treffer eine Konditorei in Wien, die mit ihren Krapfen-Spezialitäten wirbt. Wäre Konditor auch ein Job für Sie gewesen?

Günther Groissböck: Ich kenne diese Assoziation, speziell in Wien werde ich sehr oft darauf angesprochen. Der Bäckerberuf wäre vielleicht vom Tag-Nacht-Rhythmus eine Option gewesen, weil man als Künstler gerne die Nacht etwas länger macht, wenn man nach einer Vorstellung nicht schlafen kann. Und am Ende hat man fast den gleichen Rhythmus wie ein Bäcker. Aber das ist schon die einzige Gemeinsamkeit. Im Handwerklichen bin ich nicht so geschickt und ich glaube meine Krapfen würden geschmacklich nicht den Anforderungen entsprechen…


Faschingskrapfen, aber nicht von Günther Groissböck produziert

Beim Blick in den Kalender ist Günther jetzt erst wieder bewusst geworden, dass es bis Sommer keinen Wagner gibt. Der „Parsifal“ in Amsterdam, bei dem Groissböck der „Gurnemanz“ war, ist abgespielt. In nächster Zeit gibt es zwar noch das eine oder andere Konzert mit Musik von Wagner, „aber die Gefahr der Wagner’schen Entzugserscheinungen ist schon gegeben“ – meint Günter Groissböck. Im Mai steht ihm aber ein in der Opernbranche weltweit beachteter Termin bevor: „Der Rosenkavalier“ an der Metropolitan Opera unter Levine mit René Flemin, Elina Garanca – und eben Groissböck als „Ochs“.

Dann kommt der Veit Pogner“ in Koskys Bayreuther „Meistersingern“. Wer weiß, was sich Kosky wieder einfallen hat lassen? Die Sänger wissen es noch nicht. 

Der Bass Günther Groissböck : Angst vor Wagner-Entzug
Der Österreicher Günther Groissböck singt am liebsten Wagner-Partien. Und leidet schnell an Entzugserscheinungen, wenn keine im Kalender steht. Umso mehr freut er sich auf die Arbeit mit Barrie Kosky in Bayreuth im Sommer 2017.
BR-Klassik[5]
Sänger vor dem Auftritt: Der Bass Günther Groissböck: Hauptsache Sport
BR-Klassik[6]

Bleiben wir bei Barrie Kosky. Sonnabend (Samstag) gibt es in seinem Haus eine Premiere

So ein Erfolg ist schwer zu toppen: Über 330.000 Menschen haben die „Zauberflöte“-Inszenierung gesehen, die 2012 an der Komischen Oper herauskam. Nun ist die Regisseurs-Truppe wieder an die „Komische Oper Berlin“ zurückgekehrt und inszeniert Ravel. Premiere ist am Sonnabend (bzw. Samstag)

Berlin/ Komische Oper
Britische Gruppe „1927“: „Wir sind eine Basteltruppe“
„1927“, die Schöpfer der legendären „Zauberflöten“-Inszenierung, kehren zurück an die Komische Oper.
Berliner Morgenpost[7]

Sehstörung: Sind Sie schön einmal im Theater hinter einer Dame mit Barockfrisur oder einem Herrn mit Löwenmähne gesessen

Sichtbehinderungen sind dem Konzertgänger, im Gegensatz zu Hörstörungen, ziemlich egal.
Aber er verstünde doch, wenn ein ungünstig sitzender Besucher von Henry Purcells King Arthur in der Staatsoper im Schillertheater an dem etwa dreißig Zentimeter hohen Haarturm einer Dame in Reihe 2 Anstoß nähme.
https://hundert11.wordpress.com/2017/01/25/sehstoerung/[8]

„Geld zurück“ wegen Sichtbehinderung gibt es nicht, das ist „Höhere Gewalt“

WIEN/ Burgtheater: Komödie der Irrungen (Premiere war gestern)

Komöldie Kasperltheater
Dorothee Hartinger, Simon Jensen, Marta Kizyma, Stefanie Dvorak, Sebastian Blomberg. Copyright: Barbara Zeininger

Auszug aus der Premierenkritik von Renate Wagner: Wenn ein Regisseur eine Handschrift hat, ist das eine große Sache, dann wird er seine besonderen Fähigkeiten jedem neuen Werk neu anpassen. Wenn ein Regisseur eine Masche hat und es ihm gelungen ist, diese bei den Medien durchzusetzen, kann das für das Publikum ziemlich enervierend sein (Fälle wie Castorf oder Marthaler zeigen das): Jede Inszenierung wird im Prinzip gleich aussehen, egal, worum es geht.

Nun, auch Herbert Fritsch hat eine Masche und hat es geschafft, nach dem „Eingebildeten Kranken“ vor zwei Jahren nun wieder im Burgtheater, diesmal zu einer „Komödie der Irrungen“ eingeladen zu werden, die im Prinzip dasselbe bietet…

Ob man den Abend aushält oder nicht, ob man ihn wenigstens als Stilübung interessant findet oder ob man sich am Ende sogar amüsiert  – das hängt von der inneren Befindlichkeit des einzelnen Zuschauers ab. Die Verbeugungsorgie war eine weitere Inszenierung, und dass sich Herbert Fritsch als Teil seines eigenen Zirkus begreift, zeigt er, als er für seinen Applaus auf die Bühne köpfelte.

Zum Premierenbericht [9]von Renate Wagner

Fotos aus dieser Produktion – sehr farbenfroh – sehen Sie im Album „Barbara Zeininger – Sprechtheater 19)[10]

Heute Premiere in den Wiener Kammerspielen: Harold und Maude“ von Colin Higgins – zum „Neunziger“ von Erni Mangold

Erni Mangold, die jüngste Neunzigerin. Copyright: Barbara Zeininger

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE

Im Anfang war das Theaterstück. Wir haben die Uraufführung von „Die schönen Tage von Aranjuez“ als Festwochenproduktion am 15. Mai 2012 im Akademietheater erlebt, Luc Bondy inszenierte das Zwei-Personen-Stück mit Dörte Lyssewski und Jens Harzer, Handke-Tochter Amina hatte die Bühne gestaltet. Ein kryptisches Sitz- und Redestück, das niemand außer Handke – dessen Reputation ja schier grenzenlos ist – einem Publikum zumuten könnte.

Wim Wenders ist der Mann, mit dem Handke – bzw. der mit Hanke, wie immer man es sehen will – am nachhaltigsten zusammen gearbeitet hat: „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1971), „Falsche Bewegung“ (1975) und „Der Himmel über Berlin“ (1987). Nun ging Wenders in ein schönes altes Landhaus bei Paris (ob es jenes ist, in dem Handke selbst wohnt, wird in den Presseunterlagen nicht verraten – dass er selbst, mit großem Hut und Gartenschere, einmal auftaucht, ist eine Pointe) und hat das Stück verfilmt. Sitzend im Garten. Damit man das Flirren der Landschaft auch wirklich hautnah erlebt, setzt er den Zuschauern 3 D-Brillen auf die Nase. Aber Action gibt es dazu keine…

Sport: Doping. Goldmedaille von Usain Bolt aberkannt.

Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam, aber sie mahlen. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 war ein Staffelkollege von Usain Bolt gedopt, deshalb wurde jetzt dem gesamten Jamaica-Team die Goldene aberkannt.Warum so spät? Weil man diese Art von Doping erst jetzt nachweisen kann. Wer weiß, was da noch alles kommt. Anschnallen bitte!  Doping ohne „Russen-Beteiligung“ – ja, das gibt es. Die Verlogenheit im Spitzensport ist nicht mehr zu überbieten. Ohne „guten Arzt“ geht heute gar nichts mehr!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/riccardo-chailly-rueckt-zum-musikdirektor-der-scala-auf-231702/
  2. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article161487618/Der-Gott-des-hohen-C-singt-wieder.html
  3. vor einem Jahr: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-romeo-et-juliette-6
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-romeo-et-juliette-8
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/oper/guenther-groissboeck-interview-100.html
  6. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/video/kein-zurueck-guenther-groissboeck-video-interview-100.html
  7. Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/kultur/article209396941/Britische-Gruppe-1927-Wir-sind-eine-Basteltruppe.html
  8. https://hundert11.wordpress.com/2017/01/25/sehstoerung/: https://hundert11.wordpress.com/2017/01/25/sehstoerung/
  9. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-burgtheater-komoedie-der-irrungen
  10. „Barbara Zeininger – Sprechtheater 19): https://photos.google.com/share/AF1QipPbsJQ0Be4JZNkICVpqYkUfaRQBnGTncARyvuyMdu15WsOT8kXp1E2xBzOaJzO8Kg?key=MUdtR1pqdF9iZVJ3YUs3WXhEVHZNV3Jud0ZrdFZB

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-januar-2017


25. JANUAR 2017

by ac | 25. Januar 2017 08:29

Riccardo Muti und sein Chicago Symphony Orchestra erweisen dem Wiener Musikverein die Ehre. Copyright: Askona Holt

 Ein höchst pittoreskes Programm mit Musik von Hindemith, Elgar, Mussorgsky – und zuletzt Giuseppe Verdi. Das Chicago Symphony Orchestra erntete unter der Leitung seines Chefdirigenten Jubelstürme!

Wien/ Musikverein
Riccardo Mutis Tugenden: Ingrimm, Majestät
Das Chicago Symphony Orchestra erntete unter der Leitung seines Chefdirigenten Jubelstürme für ein höchst pittoreskes Programm mit Musik von Hindemith, Elgar, Mussorgsky – und zuletzt Giuseppe Verdi.
Die Presse[1]
Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti.
Wiener Zeitung[2]
Füllhorn an Feinheiten
Riccardo Muti und das Chicago Symphony Orchestra
http://derstandard.at/2000051437511/Fuellhorn-an-Feinheiten[3]
Das Edelmetall des Aristokraten: Chicago Symphony im Musikverein
Tiroler Tageszeitung[4]

Dafür sind wie Wiener Philharmoniker als „Testpiloten“ in der Hamburger Elbphilharmonie

Elbphilharmonie nachts nach dem Konzert, Foto Ursula Wiegand
Die Elbphilharmonie nach dem Philharmoniker-Konzert. Copyright: Ursula Wiegand

Ursula Wiegang besuchte, mit ihrem Fotoapparat bewaffnet, die Elbphilharmonie:  Das Programm dieses Abends konzentriert sich auf Gustav Mahler und Johannes Brahms. „Das ist eine Referenz an Hamburg,“ erklärt Krumpöck. „Außerdem ist Mahlers Erste eines der begehrtesten Tourneestücke und Mahler ohnehin einer der wichtigsten Komponisten für Wien,“ fügt Krumpöck hinzu. (Bekanntlich war Mahler ab 1897 Kapellmeister an der Wiener Hofoper und von 1901-1907 auch ihr Künstlerischer Direktor).

Zuvor jedoch, von 1891-97, fungierte Mahler als Erster Kapellmeister am Hamburger Stadt-Theater und brachte hier das Musikleben in Schwung. 715 Opernvorstellungen dirigierte er in diesen sechs Jahren,  ist im Gratis-Programmheft zu lesen. Im Herbst 2017 erhält er in Hamburg ein eigenes Museum…

Harald Krumpöck Backstage, Foto Ursula Wiegand
Harald Krumpöck, 2. Geiger und Geschäftsführer der Philharmoniker. Copyright: Ursula Wiegand

Krumpöcks akustischer Eindruck? Er musste bei einem Teil der Probe nicht dabei sein und hat im noch leeren Saal auf diversen Plätzen sitzend gelauscht. Sein Eindruck: „Überall hört man gut, und es klingt ganz fantastisch.“ Insgesamt habe der Saal eine gute Balance und ein Topniveau. Gerne würde er auch mal hinter dem Orchester sitzen, um auch von dort den Klang zu genießen und dem Dirigenten sozusagen direkter „bei der Arbeit zuzusehen“.

Nach dem Konzert stellt er dann fest: „Wir Musiker haben uns untereinander sehr gut hören können.“ Mussten sie alle hier anders spielen als sonst? „Nein, wir haben die Stücke genauso gespielt wie gewohnt. Auch das Forte haben wir nicht reduziert.“ Erstaunt hat ihn darüber hinaus die Ruhe im Saal. „Es war wirklich eine besonders konzentrierte Atmosphäre.“…

Zum Bericht[5] von Ursula Wiegand

Wiener Staatsoper: „Don Giovanni“. Die Fotos aus der ersten Vorstellung sehen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

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Simon Keenlyside in der Titelrolle. Copyright: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Wien/ Staatsoper
„Don Giovanni“, die komische Tragödie
Simon Keenlyside und Erwin Schrott nutzen Mozarts Hintergründigkeit an der Staatsoper zu prallem Theater.
Die Presse[6]
Der doppelte Don
Mozarts „Giovanni“ mit prominentem Schurken-Duo an der Staatsoper.
Wiener Zeitung[7]

Opéra de Lyon: Johanna, der wahnsinnige Schulwart
Romeo Castellucci verweigert Paul Claudel und Arthur Honegger die Gefolgschaft und zeigt zur Musik von „Jeanne d’Arc au bûcher“ die Hochleistungsschau einer armen Irren, die sich splitternackt im Schulzimmer ihr Grab gräbt.
Die Presse[8]

Nordhausen wagt sich an „Salome“

„Salome“ Majken Bjerno . Copyright: Roland Obst

Auszug aus „Neue Musikzeitung/ nmz.de : Anette Leistenschneider, seit Beginn dieser Spielzeit Operndirektorin in Nordhausen, begreift die Hauptpersonen als Typen, was sich auch in Spiel und Gesang der Darsteller wiederfindet: Karsten Münster ist ein quirliger, mit stabilem Tenor ausgestatteter Herodes, springt in seinem güldenen Umhang samt funkelnder Krone mitunter wie sein eigener Hofnarr über die Bühne. Anja Daniela Wagner bringt viel Verachtung und Häme für diesen ihren Gatten auf. Fast tut er einem schon leid. Ausdruck findet dies in Herodias‘ mitunter ruppigen, in bellendes Sprechen übergehenden Gesang. Majken Bjerno, in feuerroten Tüll gehüllt, mobilisiert locker alle Energie, die es für die Titelpartie braucht. Das Opfer, Jochanaan – hier wie so oft gedeutet als zotteliger Sonderling in abgewracktem Outfit – ist mit Yoontaek Rhim sehr gut und stimmlich wie darstellerisch passend besetzt, auch beinahe alle kleinere Partien dieser Oper…

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Anette Leistenschneider bei ihrem Besuch beim Online-Merker (Juni 2016). Copyright: Herta Haider

Schweinfurt: Wie der Meistersinger im Schrebergarten landet. Premiere am Freitag als Gastspiel des Landestheaters Detmold

Copyright: Landestheater/ Kerstin Schomburg

Wagner-Gastspiel: Kay Metzger kommt in seiner Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ (fast) ganz ohne Anspielungen auf das deutsche Ringen mit der eigenen Geschichte aus.

Er zeichnet „Die Meistersinger“ als „Anti-Establishment-Oper“. Walther von Stolzing steht außerhalb des Establishments, ist aber deswegen lange nicht ein Donald Trump.

Lesen Sie mehr darüber in der Main-Post

HEUTE Premiere im Wiener Burgtheater: KOMÖDIE DER IRRUNGEN von William Shakespeare

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Merlin Sandmeyer, Klaus Pohl, Dirk Nocker, Hermann Scheidleder, Falk Rockstroh, Marvie Hörbiger, Dorothee Hartinger, Marta Kizyma, Stefanie Dvorak, Michael Masula, Sebastian Blomberg, Simon Jensen. Copyright: Barbara Zeininger

Inszenierung: Herbert Fritsch

WIEN / Freie Bühne Wieden:   FREUDS LETZTE SITZUNG von Mark St. Germain


Felix Kurmayr, Gerhard Dorfer. Copyright:
Freie Bühne, Rolf Bock

Premiere: 17. Jänner 2017, besucht wurde die Vorstellung vom 24. Jänner 2017 

„Freuds letzte Sitzung“, wie man sie nun als deutschsprachige Erstaufführung in der Freien Bühne Wieden erlebt, hat vermutlich nie stattgefunden. Dass Sigmund Freud (der Name, der in Wien natürlich die Besucher ins Theater zieht) kurz vor seinem Tod noch den englischen Schriftsteller C. S. Lewis bei sich empfangen haben soll, wird in keiner Freud-Biographie erwähnt oder bestätigt…

Zum Bericht[9] von Renate Wagner

Filme der Woche

FilmCover  Personal Shopper~1

Besuchen Sie Renate Wagners Filmseite[10]

Der Titel des Films führt in die Irre. Einen „Personal Trainer“ hat ja mittlerweile schon mancher Durchschnittsmensch (der legt im Fitness-Studio für ein paar erschwingliche Euro Hand an), aber ein „Personal Shopper“, was ist das eigentlich? Es klingt jedenfalls nach der Welt der Reichen und Schönen, nach „Sex and the City“ und Millionärsgattinen, New York, Glimmer, Glitzer.

Das ist es nicht, was Regisseur Olivier Assayas hier zeigt. Ja, offenbar gibt es Damen, die so reich sind, dass sie dauernd in den „Seitenblicken“ erscheinen (nein, nicht bei uns, schon in edleren Gefilden zwischen London und Paris), die immer hyper angezogen sein müssen, nicht nur Kleider, auch Schuhe, Taschen, Schmuck, alles passend, alles sagenhaft extrem und teuer, die aber gar keine Lust haben, diese Dinge selbst zu suchen und zu besorgen. Es reicht, wenn sie sie bezahlen…

Erwin Prölls Kulturpolitik: Wer Wind sät, kann Auftrieb ernten
Der scheidende Landeshauptmann hat das Land Niederösterreich kulturell aufgerüstet. Die Strategie diente auch dem Machterhalt –
Der Standard[11]

Die Kultur in Niederösterreich hatte Erwin Pröll fest im Griff, er hielt sogar den akademisch ausgebildeten Dirigenten Wolfgang Sobotka von ihr fern. Ist Erwin Pröll so kulturbeflissen? Nein, Pröll ist/ war ein Machtpolitiker der – zugegeben – in NÖ viel bewirkt hat. Ein Herrscher hält sich auch Hofnarren!

Meine Meinung: Die Kulturschaffenden sind und waren stets die „Nutten der Herrschenden“!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5159399/Riccardo-Mutis-Tugenden_Ingrimm-Majestaet%20Pr%C3%A4chtige%20Kl%C3%A4nge
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/869729_Praechtige-Klaenge.html?em_view
  3. http://derstandard.at/2000051437511/Fuellhorn-an-Feinheiten: http://derstandard.at/2000051437511/Fuellhorn-an-Feinheiten
  4. Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/home/12530620-91/das-edelmetall-des-aristokraten-chicago-symphony-im-musikverein.csp
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/hamburg-elbphilharmonie-die-wiener-philharmoniker-mit-brahms-und-mahler-unter-bychkov
  6. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5159400/Don-Giovanni-die-komische-Tragoedie
  7. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/869732_Der-doppelte-Don.html?em_view
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5158294/Opera-de-Lyon_Johanna-der-wahnsinnige-Schulwart
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-freie-buehne-wieden-freuds-letzte-sitzung
  10. Renate Wagners Filmseite: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  11. Der Standard: http://derstandard.at/2000051447980/Erwin-Proells-Kulturpolitik-Wer-Wind-saet-kann-Auftrieb-ernten

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-januar-2017


24. JANUAR 2017

by ac | 24. Januar 2017 08:52

Der „Palmers-Fächer“ – Lesen Sie bei uns des Detailprogramm zum Wiener Opernball

Wenn im Anschluss an die Ballettneuproduktion von Le Pavillon d’Armide | Le Sacre am 20. Februar alle Opern- und Ballettdekorationen von der Bühne abtransportiert, die Sitzreihen im Parkett ausgeräumt und Zuschauerraum und Bühne in einen großen Ballsaal umgebaut werden, verwandelt sich die Wiener Staatsoper zum Austragungsort der renommiertesten Ballveranstaltung Österreichs: des Wiener Opernballs. Der vielfach als „Höhepunkt der Ballsaison“ bezeichnete Abend findet dieses Jahr am Donnerstag, 23. Februar 2017 zum 61. Mal nach dem Zweiten Weltkrieg statt, erstmals unter der organisatorischen Leitung von Maria Großbauer…

…Eine Eintrittskarte für den ausverkauften Wiener Opernball 2017 kostet 290,- Euro, eine Loge zwischen 10.000,- und 20.500,- Euro; ein Tisch zwischen 400,- und 1.200,- Euro. Stehplatzkarten für die (ebenfalls ausverkaufte) Generalprobe kosten 25,- Euro, Sitzplatzkarten zwischen 30,- und 60,- Euro. Der Einlass für Ballbesucher – Damen in bodenlangem Abendkleid, Herren im schwarzen Frack – beginnt um 20.40 Uhr, die Ballnacht endet traditionell um 5.00 Uhr früh mit „Brüderlein fein“ im 50 m langen Ballsaal. Dort werden wenige Stunden später insgesamt 7.000 Kinder aus allen österreichischen Bundesländern zwei Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder besuchen. 

Das genaue Programm finden Sie in unseren heutigen Infos des Tages

Erste Details zum Wiener Opernball
https://kurier.at/stars/erste-details-zum-wiener-opernball-2017/242.570.668[1]
Jonas Kaufmann singt bei der Eröffnung des Wiener Opernballs
Hamburger Abendblatt[2]

Adam Fischer ist seit gestern Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper

Adam Fischer. Copyright: Hackney

Am 13. September 1980 debütierte der 1949 in Budapest Geborene, in Wien bei Swarowsky Ausgebildete und als blutjunger Korrepetitor bereits im Haus am Ring Tätige umjubelt an der Wiener Staatsoper. Es war eine musikalische Neueinstudierung des „Otello“ in der Regie von Richard Bletschacher („nach einer Inszenierung von Herbert von Karajan“ des Jahres 1957), ich war in dieser Vorstellung (mit Wladimir Atlantow, Giuseppe Taddei und Kiri te Kanawa). Er startete  mit einer furiosen Sturmmusik. Und es blieb ein fulminanter musikdramatischer Abend, über den der gestrenge Franz Endler in der „Presse“ schrieb: „…er ging auf unvorhersehbare Sängerwünsche ein, er widmete sich dem Orchester, er riss mit und er dämpfte, und immer zur rechten Zeit. Er warf sich in den Kampf, den er mit viel Übersicht gewann. Es wäre gut für uns alle, wenn sich mit ihm Hoffnungen erfüllten, die man in letzter Zeit schon oft in junge Dirigenten setzte…“. Karlheinz Roschitz in der „Krone“ titelte sogar: „Sturmmusik und Jubelorkan“…

Wiener Staatsoper: DON GIOVANNI in einer Luxusbesetzung

Jetzt einmal  eine Frage an die stets nörgelnden Wiener Opernfreunde, denen man kaum etwas recht machen kann: Welches Opernhaus bietet – der „Papierform gemäß – eine bessere Besetzung für Don Giovanni an als die Wiener Staatsoper? Dennoch, so ganz gewürdigt wird das Bemühen dennoch nicht. Einige freie Plätze wurden bei dieser Besetzung gesichtet! Das heißt nicht, dass die Karten nicht verkauft wurden. Aber unsere Wien-Besucher könnten spontan auf eine andere Sehenswürdigkeit umgestiegen sein. Zumindest wird dies der Kassabericht behaupten. Oper in der Krise? Das sagt man seit Jahrzehnten. Hierorts ist noch nichts davon zu spüren. Wien ist eben anders! Wenn man sich nicht auf die Wiener verlassen muss!

Renate Wagner besuchte den gestrigen Don Giovanni: Kann man die großen Opernhäuser der Welt heutzutage nur noch mit schönen Tenören und einer russischen Primadonna füllen? Wenn ein Theaterzettel Simon Keenlyside als Don Giovanni und Erwin Schrott als Leporello ankündigt, dann wäre das überall eine A-Klassen-Spitzenbesetzung. Die Wiener schien das ziemlich kalt zu lassen – es gab freie Sitze, und das Stehplatzpublikum reichte gerade fürs Parterre, oben war es bestenfalls locker vorhanden. Oder meidet man – was die Zuschauer ja wieder ehren würde – einfach diese grauenvolle Inszenierung?

Simon Keenlyside. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Wenn man sich Don Giovanni als stattlichen, sinnlichen, womöglich noch fröhlichen Gauner-Verführer vorstellt (auch solche gibt es, man denke nur an Abdrazakov oder Alvarez), ist der Brite Simon Keenlyside natürlich der Anti-Typ. Er wird uns von fast jeder seiner Opernfiguren die neurotische Version liefern – was natürlich sehr spannend ist. Don Giovanni als Mann, der keinerlei Spaß an seinem erotischen Tun zu finden scheint, der es wie ein Getriebener, aber fast lustlos absolviert – zweifellos ein ganz moderner Typ. Und gar nicht sympathisch. Muss er das sein? Sicher nicht…

Zum Bericht [3]von Renate Wagner

Ein weiterer Merker-Rezensent waltete seines Amtes: Karl Masek. Hier ein Auszug aus seinem Bericht: Donna Anna (mit Rollendebüt) war Irina Lungu. Die Wettbewerbsgewinnerin in Serie (Operalia-Wettbewerb, Belvedere-Wettbewerb u.s.w.) meisterte ihre Rolle bravourös. Die Trauer, ihre Unentschlossenheit, ihre Liebe zu Ottavio, aber zugleich ewige Hinhaltetaktik, selbst im Schlusssextett, spielte sie eindringlich aus. Ihr schlanker, leuchtkräftiger Sopran verband wunderbares Legato mit absoluter Koloraturen- und Höhensicherheit. Die zweite Rollendebütantin dieses Abends, Dorothea Röschmann, fand nach Anfangsschärfen in der Arie „Ah! Chi mi dice mai quel barbaro dov‘è“ zu bewegender Gestaltung der Donna Elvira, die schließlich nur in des Klosters Mauern ihr Leid zu vergessen hofft…

Zum Bericht[4] von Karl Masek

Zürich: MÉDÉE (Marc-Antoine Charpentier) – Premiere 22.01.2017  

Barock-Revue auf zwei Ebenen

Stéphanie d’Oustrac in der Titelrolle. Copyright/ Opernhaus Zürich/ Toni Suter/ Tanja Dorendorf

Die im Hoch-Barock – unter Ludwig dem Sonnenkönig – von Marc-Antoine Charpentier (1643-1704) auf den Text von Thomas Corneille, dem Bruder des berühmten Dramatikers, komponierte Oper ist ein interessantes Zeugnis ihrer Zeit. Aufschlussreich ist, dass einige Zeitgenossen Charpentiers auch den Medea-Stoff „veropert“ haben. Die als „Tragédie lyrique“ bezeichnete Oper trifft den Charakter des Werkes: viele ausdrucksvolle Rezitative, die in kurze Arien und Ensembles münden. Jeder der fünf Akte wird durch ein Divertissement beschlossen, also im traditionellen Sinn gemeintes Ballett. Dieses wurde hier weggelassen und die Musik zur stummen „Handlungs-Verdeutlichung“ verwendet. Naja…

Zum Bericht[5] von John H. Mueller

Frankfurt: ERNANI konzertant  20.1.2017

Elza van den Heever, Simone Young. Copyright: Wolfgang Runkel, Oper Frankfurt

Zum Bericht[6] von Friedeon Rosén

Lyon: Premierenkritik – Honeggers „Jeanne d’Arc au bucher“
Märtyrertod im Klassenzimmer

Im Mai wird Romeo Castellucci Wagners „Tannhäuser“ an der Bayerischen Staatsoper in München inszenieren. Gerade führt er in Lyon Regie – in Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“. In seienr Inszenierung stirbt die Märtyrerin nicht auf dem Scheiterhaufen, sondern gräbt sich selbst ihr Grab – und zwar in einem Klassenzimmer. Am Wochenende feierte das Stück Premiere.
BR-Klassik[7]

FOTOS ZUR PREMIERE „DON CAMILLO UND PEPPONE“ (Premiere 27.1. im Wiener Ronacher)


Frank Winkels, Andreas Lichtenberger. Copyright: Barbara Zeininger

Fotos finden Sie im Album Barbara Zeininger, Musiktheater, Album 9[8]

Wien: Heller und Burgtheater laden zu „Manifest gegen Xenophobie“
Musik und Texte aus aller Welt, persönliche Berichte von Flucht und neuer Heimat: Zu einem „lebendigen Manifest gegen Xenophobie“ laden Andre Heller und das Wiener Burgtheater am Donnerstag. Der Abend unter dem Titel „Erkenne die unsichtbare Schnur, die alle mit allen verbindet“, will davon überzeugen, dass Flüchtlinge „Sendboten anderer reicher Kulturen“ sind.
Salzburger Nachrichten[9]

Filme der Woche

FilmCover  Manchester By The Sea~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[10]

Selten hat es für einen amerikanischen Film in den USA selbst so hymnische Kritiken gegeben. Was an der Kinokasse nichts nützt, dort reüssiert „Manchester by the Sea“ nicht – im Gegensatz zu Action und Zeichentrick. Schließlich gehen nicht nur Intellektuelle, sondern auch „einfache Leute“ ins Kino, und die wollen nicht die Unentrinnbarkeit ihrer eigenen Schicksale vorgeführt bekommen. Also – ein bei allen Einwänden großartiger Film, den keiner sehen will…

Arme Leute, chancenlos – aber, und das entzückt die Kritik dort und natürlich auch hier, von Regisseur Kenneth Lonergan so ruhig und lapidar hingestellt, dass nichts an der Geschichte peinlich, auf Tränendrüsen, auf billige Analogie hin ausgestellt wird.  Was für eine unerträgliche Schnulze hätte daraus werden können! Nichts davon. So wird „Manchester by the Sea“ zu einem As, das schon – bei fünf Nominierungen – beim „Golden Globe“ zumindest bei dem besten Hauptdarsteller zugeschlagen hat und dessen Hoffnungen bei den „Oscars“ noch höher liegen.

Manchester by the Sea ist eine typische amerikanische Kleinstadt in Essex County, Massachusetts, wo jeder jeden kennt und jeder von jedem alles weiß. Von da kann man nur weggehen, und Lee Chandler hat es getan, bis Boston, eineinhalb Stunden entfernt. Dort hat auch nicht gerade das große Leben auf ihn gewartet…

Erinnerung: Besuchen Sie die derzeit laufende Ausstellung in der Galerie des „Online-Merker“


Charlotte Pohl: Aus der „Äthiopien-Serie“ – auf Jute gearbeitet. Foto: Barbara Zeininger

Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt täglich von 16-19 h geöffnet (auch Samstag und Sonntag). 1120 Wien, Zeleborgasse 20/ Ecke Vivenotgasse

Wieder einer, der den Zeitpunkt für einen wirklich ehrenvollen Abtritt verpasst hat: Bernie Ecclestone

Wandel war überfällig”: Ecclestone als Formel-1-Boss entmachtet
http://www.vol.at/wandel-war-ueberfaellig-ecclestone[11]

Leid tun braucht einem Bernie Ecclestone wirklich nicht, der Mann wurde in vielen Jahren Formel 1 zum Milliardär. Aber er hätte von sich aus seinen Rückzug verkünden können, so taten es andere für ihn. Der „Ehrenpräsident“ wurde ihm angeboten, das ist reinste Augenauswischerei. Ecclestone besitzt hoffentlich genügend Stolz, diese Frace abzulehnen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, es bleibt auch in den nächsten Tagen kalt. Hoffentlich geht dieser scheußliche Januar bald zu Ende

A.C.

 

  1. https://kurier.at/stars/erste-details-zum-wiener-opernball-2017/242.570.668: https://kurier.at/stars/erste-details-zum-wiener-opernball-2017/242.570.668
  2. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article209368619/Jonas-Kaufmann-singt-bei-Eroeffnung-des-Wiener-Opernballs.html
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-giovanni-7
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-giovanni-adam-fischer-neues-ehrenmitglied
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/zuerich-medee-von-marc-antoine-charpentier-barock-revue-auf-zwei-ebenen-premiere
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/frankfurt-ernani-von-g-verdi-konzertant
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/oper-lyon-jeanne-d-arc-au-bucher-honegger-castellucci-100.html
  8. Barbara Zeininger, Musiktheater, Album 9: https://photos.google.com/share/AF1QipOt9Y_HijnVa9QjIu2517w1mb-iIEI0ZYNZeLwm6zE2uhJEv675bPrYybjt0DPU9Q?key=NVlGTWdFREhSczZqeDBGMmFKZU5NNVBMNmRNdWN3
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/heller-und-burgtheater-laden-zu-manifest-gegen-xenophobie-231405/
  10. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  11. http://www.vol.at/wandel-war-ueberfaellig-ecclestone: http://www.vol.at/wandel-war-ueberfaellig-ecclestone

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-januar-2017


23. JANUAR 2017

by ac | 23. Januar 2017 08:35

Juan Diego Florez. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Stehplätze waren wieder einmal ausverkauft, und das ist an der Wiener Staatsoper nicht immer der Fall. Als hätte man Juan Diego Flórez noch nicht als Romeo gehört! (Nämlich vor fast einem Jahr, im Februar 2016.) Aber inzwischen ist ja immer von dem „neuen“ Florez die Rede, und das stimmt zweifellos. Er hat den „Tenorino“, der er jahrelang war (der geliebteste aller Tonios, Nemorinos, Lindoros), hinter sich gelassen und ist voll im neuen Fach angekommen, als lyrischer Tenor mit dramatischen Ambitionen, wie er ihn bereits im Vorjahr erfolgreich als „Rigoletto“-Herzog präsentiert hat. Und die „Sonnambula“ neulich machte wieder klar, dass er mit neuem Schmelz und neuer Kraft unterwegs ist…

Ginge es nur um die Optik, Aida Garifullina wäre das Ideal einer Juliette, so schlank, zart und schön, wie sie ist. Aber um zu einer vollwertigen Interpretin der Rolle zu werden, müsste ihr ein guter Lehrer noch das Dauer-Vibrato und die Dauer-Schärfe aus der Stimme nehmen…

Zum Bericht[1] von Renate Wagner

Wiener Staatsoper: „La Fanciulla del West“

Peter Skorepa hat gestern schon den kurzfristigen Dirigentenwechsel (krankheitsbedingt) publik gemacht. Nun gelangen wir zur Sängerriege:

Emily Magee hat nicht den großartigen Auftrttsgen für diese Fanciulla zu bieten, sie lebt die Erfahrung ihres bisherigen Lebens mit allen negativen Facetten vor, fühlt sich sichtlich verbunden mit den vielen Schicksalen der Insassen des Camps, die ja nur einen Weg verfolgen, dem der Suche nach Glück und nach der Möglichkeit, schnell wieder nach außen zu kommen. Das passt auch gesanglich bei der Magee, da scheint nicht allzu viel Farbe mehr in der Stimme zu liegen, da liegt die Hoffnungslosigkeit wie ein Schatten über dem Gesang. Erst im Schlussbild gewinnen der Mut und die Hoffnung und die Liebe auch wieder Anteil am Vortrag. Ihr Liebhaber, der lettische Spintotenor Aleksandrs Antonenko mit seiner nicht immer zum Wohle der Gesangslinie eingesetzten riesigen Stimme und dem Hotzenplotzcharme nimmt nicht sonderlich für sich ein, er stellt mit seiner Rollenauffassung für die arme Minnie wohl nur so etwas wie eine Notlösung dar.

Bleibt der Sheriff Jack Rance, der bei Andrzej Dobber zum frustrierten Loser wird; dass er keinen Kavaliersbariton haben muss liegt bei der Rolle auf der Hand und man lernt, sich an seine raue Stimme zu gewöhnen und an seine bärbeissige Art sowieso…

Zum Bericht [2]von Peter Skorepa

Wiener Staatsoper: Samstag hat wieder eine „Kinderoper“ Premiere – in der „Filiale Walfischgasse“

Am 29. Janar hat in der Wiener Staatsopern-Filiale Stadttheater Walfischgasse die (Kinder)Oper PATCHWORK Premiere.Wir wollen mit einigen der Beteiligten sprechen – zuerst ist der Komponist Tristan Schulze dran. Renate Wagner hat dieses Interview geführt:

Tristan Schulze. Copyright: Julia Wesely

Tristan Schulze, gebürtig aus Sachsen, seit einem Vierteljahrhundert in Wien ansässig, hat die neueste Kinderoper der Wiener Staatsoper komponiert: „Patchwork“. Er sprach mit uns über die Arbeit in der Walfischgasse, über künftige Projekte und erzählt auch, dass seine Eltern trotz seines prägnanten Vornamens keine Wagnerianer waren…

Zum Interview[3] Tristan Schulze/ Renate Wagner

Dem Interview entnehme ich, dass die Eltern von Tristan Schulze keine Wagnerianer waren. Eigentlich wollte ihn die Mutter Michael nennen, doch zur gleichen Zeit erwarteten zwei Freundinnen von ihr Kinder, beide wählten den Namen Michael.  Nun suchte die Mutter nach einem Vornamen, bei dem ihr niemand in die Quere kommt.

Ein ähnliches Problem hatte übrigens meine Tochter, die nach einem eher ausgefallenen Vornamen für unseren Universalerben suchte. Mit „Raffael“ bewies sie allerdings eher wenig Phantasie, ich habe „Ramses“ vorgeschlagen – nachdem wir keineswegs dem „Kevinismus“ frönen wollten! Das Kind wird seiner Mutter, die sich letztlich durchgesetzt hat, wohl noch dankbar sein!

Heute singt Irina Lungu die „Donna Anna“ in „Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper: Über „Donna Anna“, neue Belcanto-Rollen und mehr

Irina Lungu. Copyright: Victor Santiago

Gerne erinnert man sich an Irina Lungus fulminantes Staatsoperndebüt im September 2015 als Traviata. Die bildschöne Russin mit der kernigen, edel timbrierten Stimme verkörperte eine berührende Violetta, die stimmlich sowohl die Koloraturen im ersten Akt, als auch die großen Bögen im zweiten und die dramatischen Ausbrüche im dritten Akt mühelos bewältigte. Nun können sich Wiener Opernfreunde auf drei Vorstellungen von Don Giovanni am 23., 26. und 29. Januar freuen, in denen Irina Lungu als Donna Anna zu hören sein wird…

Zum Interview [4]Irina Lungu/ Simon Leipold

NEU IN UNSERER WEBSEITE: DIE JUBILÄEN JANUAR 2017 SIND NUN KOMPLETT ONLINE!

Nachdem es im Dezember zu einer Verzögerung gekommen ist, hat unser Mitarbeiter Walter Nowotny fehlendes Terrain aufgeholt und nun auch die in memoriam-Geburtstage sowie die „Todesfälle“ – Stand Januar 2017 – fertiggestellt!

ZU DEN JUBILÄEN[5]

STUTTGART: ELEKTRA – Wiederaufnahme am 22. 1. 2017

Berhard Conrad (Agamemnon), Doris Soffel (Klytämnestra). Copyright: Martin Sigmund

Zum Bericht[6] von Alexander Walther

In dieser Inszenierung taucht doch wahrlich Agamemnon leibhaftig auf – als stumme Rolle !

HAGEN: LUCIA DI LAMMERMOOR. Premiere am 21.1.2017

Zum Premierenbericht[7] von Christoph Zimmermann

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: SOUTH POLE vom Miroslav Srnka. Wiederaufnahme ohne Rolando Villazon am 21.1.2017

„South Pole“. Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Zum Bericht [8]von Susanne Kittel-May

Die Tenorrolle wurde Rolando Villazon in die Kehle geschrieben. Die Überraschung und wohl auch der Schock waren deshalb umso größer, als Herr Villazon diese Rolle im Dezember – also relativ kurzfristig – aus seinem Repertoire verbannte. Für ihn sprang John Daszak in die Bresche!

Dresden: Starbesetzter „Siegfried“ begeistert an der Semperoper
Mit Stemme, Gould, unter Thielemann
Musik heute[9]

Mailand: Riccardo Muti verspricht weitere Konzerte an der Scala
Intendant Pereira drängt auf neue Auftritte –
Der Standard[10]

Bejubelte Premiere „Don Giovanni“ in Linz
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel[11]

Ernani in Frankfurt: Sportiv im Verdi-Raster
Einer Räuberpistole lauschen: „Ernani“ konzertant und straff dirigiert von Simone Young in Frankfurts Oper.
Frankfurter Rundschau[12]

Nürnberg: „L’Italiana in Algeri“ – starke Frauen in zarter Spitze

„L’italiana in Algeri“. Copyright: Ludwig Olah/ Staatstheater Nürnberg

Am Nürnberger Staatstheater gehört die Regisseurin und Choreographin Laura Scozzi zu den Publikumslieblingen. Die gebürtige Mailänderin ist bekannt für ihre witzigen Inszenierungen, in denen sie mit ironischem Blick die Handlung der Stücke gesellschaftskritisch unter die Lupe nimmt. Am 21. Januar feiert Scozzis neueste Inszenierung Premiere: Gioachino Rossinis „Italienerin in Algier“. Für die Männer im Publikum gibt’s viel zu schauen – doch auf der Bühne siegt am Ende die Frauenpower. (Quelle: BR-Klassik)

WIEN/ ALBERTINA: MARKUS PRACHENSKY
EINE HOMMAGE

Red on White – Los Angeles ( Foto: Albertina)

WIEN / Albertina / Basteihalle-Appendix:
MARKUS PRACHENSKY/ EINE HOMMAGE
Vom 18. Jänner 2017 bis zum 19. März 2017  

Ist ungegenständlich abstrakt?

Man steigt in den „Keller“ der Albertina (der sich eigentlich auf der Ebene der Straße draußen befindet und Basteihalle heißt) und ist dort mit einer eindrucksvollen Großpräsentation von „Contemporary Art“ konfrontiert. Sucht man dann unter Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Arnulf Rainer, Georg Baselitz, Alex Katz oder Maria Lassnig die neueste Ausstellung zu Markus Prachensky, wird man in einen Seitenraum verwiesen – 35 Werke, deren Ausstellung nicht nur den Zweck hat, an den 85. Geburtstag zu erinnern, den der Künstler nicht mehr erlebt hat. Vielmehr ist die Erinnerung an ihn auch Dank an die Witwe Brigitte Prachensky, die dem Haus „einige der seltensten, größten, frühesten und wichtigsten Werke“ geschenkt hat, wie Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder ebenso dankbar wie begeistert vermerkte.

Zum Ausstellungsbericht[13] von Renate Wagner

Papst Franziskus fordert Schonfrist für US-Präsidenten
Die Presse[14]

Die Schonfrist ist zwar vom Papst lieb gemeint, aber er ist nur ein Stellvertreter. Göttlichen Segen hat der Präsident bei der Inauguration genug empfangen, die Vertreter fast sämtlicher Religionsgemeinschaften ergriffen salbungsvoll das Wort.

In unseren Breiten fühlen sich Schauspieler und Autoren aufgerufen, aus der Distanz gegen den Präsidenten anzukämpfen. Soeben habe ich eine Rezension des Theaterstücks „Goldrausch“ aus Basel eingestellt. Ein Auszug daraus: Ein Highlight ist der Schluss vor dem Vorhang: Bei der Preisverleihung für den Film Goldrausch bitten die SchauspielerInnen, dass das Publikum doch die verfolgten Amerikaner, welche unter einem faschistischen Regime leiden, als Flüchtlinge aufzunehmen. Damit sind wir im Jahr 2017 angelangt.

Donald Trump tat gestern seine Meinung über die Journalisten kund: Das sind die unehrlichsten Kreaturen auf der Welt“ (selbst gehört heute früh im deutschen TV)

Zum Glück habe ich mich von einem „ehrlichen Beruf “ ernähren können. Wenn ich mir so die Berichterstattung rund um die US-Präsidentenkür ansehe, werde ich nachdenklich – und muss wohl meinen Umgang überdenken. Ich stelle jedenfalls Formulierungen ein, die absolut nicht meiner Meinung entsprechen. Das ist Meinungsfreiheit, wie ich sie verstehe. Freilich muss man sich die leisten können!

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-romeo-et-juliette-7
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-giacomo-puccini-la-fanciulla-del-west
  3. Zum Interview: http://der-neue-merker.eu/tristan-schulze-ich-bin-ganz-verliebt-in-diese-kinder
  4. Zum Interview : http://der-neue-merker.eu/irina-lungu-ueber-donna-anna-neue-belcantorollen-und-mehr
  5. ZU DEN JUBILÄEN: http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart_-elektra-explosiv-bis-zum-schluss-wiederaufnahme
  7. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/hagen-lucia-di-lammermoor-premiere
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-south-pole-von-miroslav-srnka-die-weisse-hoelle
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/14799/starbesetzter-siegfried-begeistert-an-der-semperoper/
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000051302704/Maestro-verspricht-weitere-Konzerte-an-der-Scala
  11. http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel
  12. Frankfurter Rundschau: http://www.fr-online.de/musik/-ernani--in-frankfurts-oper-sportiv-im-verdi-raster,1473348,35101610.html
  13. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-albertina-markus-prachensky
  14. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5158341/Franziskus-fordert-Schonfrist-fuer-USPraesidenten

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-januar-2017


22. JANUAR 2017

by ac | 22. Januar 2017 09:03

 

 

WIEN: Vier hochkarätig besetzte Vorstellungen von Gounods Roméo et Juliette stehen ab Sonntag, 22. Jänner 2017 (heute) auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper:

Unter der musikalischen Leitung von KS Plácido Domingo ist Aida Garifullina erstmals am Haus als Juliette zu erleben, ihr Roméo ist KS Juan Diego Flórez. Weitere Staatsopern-Rollendebüts geben Rosie Aldridge (anstelle von Bongiwe Nakani) als Gertrude und Igor Onishchenko als Paris; Rachel Frenkel verkörpert den Stéphano.

Reprisen: 25., 28. Jänner und 1. Februar

Alle Opernfans, die für die ausverkaufte Vorstellungsserie keine Karte mehr ergattern konnten, haben die Möglichkeit, die Vorstellung am 1. Februar via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live oder zur gewünschten Beginnzeit innerhalb 72 Stunden in höchster Bild- und Tonqualität anzuschauen und anzuhören: www.staatsoperlive.com[1]

Aber die Latte liegt nach der gestrigen Übertragung aus der Met in die Kinos sehr hoch

Zum Vergleich: „ROMEO ET JULIETTE“  gestern aus der Met weltweit in den Kinos

 

Auszug aus der Kritik von Renate Wagner: Oper kann mitreißend sein, aber ehrlich – wie oft ist sie es schon? Diesmal war sie es, selbst ohne den Live-Effekt. Gounods „Roméo et Juliette“ kam auf die Kinoleinwände der Welt, und wer ein bisschen „Feeling“ für das hat, was auf einer Bühne vorgeht, muss absolut fasziniert gewesen sein. Das lag an einem „Traumpaar“ – an der Chemie, dem Zusammenspiel, der ungeheuren Qualität von Diana Damrau und Vittorio Grigolo, die jede Sekunde miteinander agierten und das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur (und eines der berühmtesten der Oper) zu schier unglaublichem Leben erweckten…

Diana Damraus Stimme ist phantastisch, ein Strahle-Sopran mit herrlichen Höhen, ungeheurer Intensität, technischer Meisterschaft, die immer da ist, auch wenn sie nicht ausgestellt wird. Das muss man erlebt haben. (Und werden wir nicht so schnell live erleben, denn in dieser Saison ist Diana Damrau in der Staatsoper nicht vorgesehen…)

Ihr Romeo war mit Vittorio Grigolo ideal besetzt. Seltsam, dass der heuer 40jährige Tenor, der auf dem Höhepunkt seines Könnens ist, in Wien – bei allerdings erst zweimaligem Auftreten an der Staatsoper – beim Publikum und offenbar auch bei der Direktion nicht so richtig reüssiert hat, denn an der Met ist seine Wirkung (das war auch schon beim Hoffmann so) phänomenal. Sein Einsatz für die Rolle ist ein totaler, auch körperlich (sein Klettern auf Balkone und Säulen macht ihm vermutlich kaum ein Kollege nach), seine Darstellung von unglaublicher Intensität, seine Stimme tenoral perfekt mit strahlenden Höhen, prächtigen Legati, problemlos in getragenen Piani – alles da.

Und außerdem sieht er hervorragend aus. Er verdiente es, neben die „weltbesten Tenöre“ Kaufmann und Florez gestellt zu werden. Wenn die sich zu neuen „Drei Tenören“ zusammen fänden – ja, das wäre der reinste Schönheitswettbewerb…

Zum Bericht [2]von Renate Wagner

Warum wohl Vittorio Grigolo in Wien nicht so wirklich „landen“ kann? Ich bin nur ein Hobby-Psychologe, kann mir  aber vorstellen, dass die Wiener besonders Sänger-affin und ihren einmal erkorenen Lieblingen treu sind. Für Grigolo war die Zeit seiner wenigen Wien-Auftritte offenbar nicht gerade günstig – für einen Platz im Herzen der (vor allem weiblichen) Fans. Und die Männer? Grigolo sieht schon verdammt gut aus, da kommen auch Neidgefühle hoch. Außerdem hält sich das Vorurteil, wonach er nur wegen seines guten Aussehens in diese „Königsklasse“ geraten ist, hartnäckig. Gut und schön – das kann nicht sein!

Auch Johannes Marksteiner besuchte das Cineplexx: Mitunter können technische Pannen die Qualität einer Opernaufführung beträchtlich zu mindern: Der erste Akt dieser Neuproduktion (Premiere 31.Dezember) wurde mit einer Höllenlautstärke übertragen, dass man dem Gesang – hier kam Diana Damrau ziemlich unsanft zum Handkuss – nur mit eingerollten Ohren aushalten konnte, der letzte Akt wurde durch starke Ton- und Bildstörungen verunstaltet.

Um den Abend zu retten, war eine hervorragende musikalische Darbietung nötig. Diese wurde zum großen Teil geboten, weil vor allem das Liebespaar eine Klasse für sich war…

Zum Bericht[3] von Johannes Marksteiner

Linz: Premiere „Don Giovanni“

„Don Giovanni“ wird oft „die Oper aller Opern“ genannt. So ist eine „Don Giovanni“-Premiere ein ganz besonderes Ereignis. Mit Spannung wurde daher die Linz-Premiere erwartet. 

Martin Achrainer (Don Giovanni). Copyright: Landestheater Linz/ Thomas M. Jauk

H & P Huber berichten aus Linz: Die Inszenierung lieferte François De Carpentries: expressive und glaubwürdige Personencharakterisierung und -führung, die auf das körperlich sehr bewegliche, junge Ensemble setzt. Einige drastische Ideen sind auch dabei, stehen aber nicht im Widerspruch zum Text – etwa, wenn sich die etwas (naiv-)vulgär dargestellte Zerlina Don Giovanni mittels Unterwäsche umwirbt oder ihren verprügelten Masetto besonders liebevoll tröstet. An der Titelfigur arbeitet er sehr schön deren Janusköpfigkeit heraus – etwas plakativ schon während der Ouverture, als zu den anfänglichen düsteren d-Moll-Klängen ein Sarg auf die Bühne getragen wird, aus dem beim Umschlag in Dur der Verführer steigt und mit Sonnen- und Mondlicht(mädchen) spielt: wäre nicht unbedingt notwendig gewesen, denn im Verlauf der Oper hat der Regisseur die vielfältigen Facetten der Figur ohnedies sehr gut herausgearbeitet. Leider funktioniert sein „Dioskuren-Konzept“ zwischen Don Giovanni und Leporello nicht ganz – aber das liegt weder an der Regie noch an den Darstellern, sondern ganz banal an einem Virus… Seine Idee zur oft umstrittenen und mitunter gestrichenen Schlußszene ist jedenfalls treffsicher: zwischen den über ihre Zukunft sinnenden Protagonisten schleicht plötzlich der soeben vom Teufel Geholte vorerst unbemerkt herum und geht beim Schlußakkord mit einem teuflischen Lacher ab, worauf die anderen Figuren plötzlich draufkommen, WER da gerade im Raum war und natürlich dementsprechend erschrecken.

Die Titelfigur muß natürlich eine dominante Erscheinung sein, und Martin Achrainer ist mit jeder Faser der „junge und außerordentlich zügellose Edelmann“, den das Buch verlangt. Mit leuchtendem, beweglichen und druckvollem Bariton, der trotz seiner guten Fundierung immer auch die Leichtigkeit und Eleganz aufweist, die für Mozart und speziell den Giovanni unerläßlich sind, gewinnt er im Handumdrehen das Publikum und macht auch deutlich, dass die ihm mehr oder weniger bereitwillig verfallenen Frauen sozusagen gar keine Chance hatten, ihm zu entkommen. Da könnte einem durchaus der Begriff „Idealbesetzung“ in den Sinn kommen!…

DG06 Grabner vOrlovsky
Zerlina (Theresa Grabner) tröstet ihren Masetto (Till von Orlowsky) auf ganz besondere Art. Copyright: Landestheater Linz/ Thomas M. Jauk

Hochzufriedener Applaus, der sich bei den meisten Sängern, und besonders bei Martin Achrainer, zur Begeisterungsstärke erhob. Auch Dirigent und Orchester erhielten eine Extraportion davon.

Zum Premierenbericht [4]von H & P Huber

Wiener Staatsoper: Auch ein Dirigent kann erkranken

 

Peter Skorepa war „Merker vom Dienst“ bei der gestrigen „Fanciulla“. Die Kritik wird in Bälde online gehen. Den Beginn kenne ich aber bereits:

„Wegen plötzlicher Erkrankung von Marco Armiliato…“ die Nachricht auf dem kleinen Zettel im Programmheft lässt tatsächlich auf die angesagte Plötzlichkeit schließen, konnte doch von den Goldgräbern auf der Bühne tatsächlich niemand über diesen neuen Mann namens FRANCESCO ROSA am Pult etwas aussagen.  Und wer nicht schon dem geborenen Paduaner bei einem Besuch der unzähligen Opernhäuser Europas von Verona bis zur Opéra Bastille begegnet ist (die Liste der Opernhäuser ist tatsächlich enorm und reicht sogar bis zur MET), sollte wenigstens erfahren, dass der derzeitige erste Dirigent in Maribor das Dirigieren bei Emil Tschakarow, dem früh verstorbenen Bulgaren gelernt hat. Und dieser wiederum war ein Schüler Herbert von Karajans und hat für das Label Sony eine erkleckliche Anzahl slawischer Opern aufgenommen. Da schließt sich schon ein großer Kreis und das merkte man dem positiven Dirigat dieses Abends an.

Die Kritik geht in Kürze online!

Wiener Staatsoper: Die Tote Stadt. Vorstellung vom 20.1.
Auszug aus dem Bericht von Ernst Kopica

Erfreulich, dass Klaus Florian Vogt trotz seiner erst kürzlich überstandenen Erkältung die Wahnsinnspartie des Paul in Erich Wolfgang Korngolds spätromantischer Oper Die tote Stadt auch diesmal singen konnte. Natürlich merkte man, dass der Tenor mit der hellen, kopfigen und sehr markanten Stimmfärbung nicht ganz topfit war, aber ein leicht gehandicapter Vogt ist in dieser Partie sicherlich immer noch die bessere Wahl als viele andere Kollegen…

…Völlig unbeeindruckt von den orchestralen Klangfluten agierten hingegen Camilla Nylund (Marie/Marietta) und Adrian Eröd (Frank/Fritz). Die Finnin befindet sich derzeit offensichtlich im Zenit ihrer Karriere…

Zum Bericht [5]von Ernst Kopica

BAYREUTH: Online-Karten ab 12.02.2017

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Im Gerichtsstreit der „befreundeten“  Familien Wagner haben nun Wieland Wagners Erben den Prozess für beendet erklärt – nicht ohne Sarkasmus allerdings:

„Als Nachkommen einer von König Ludwig II. außergewöhnlich begünstigten Familie würden wir nie Einspruch gegen eine gerichtliche Entscheidung einlegen, die getreulich die Absichten des Bayrischen Kultusministeriums widerspiegelt“.

Ist er unter Bogdan Roscic für Wien ein Thema? Teodor Currentzis


Teodor Currentzis. Copyright: Anton Zavjalov

Der griechische Dirigent mit russischem Pass Teodor Currentzis macht von Perm am Ural-Gebirge aus, das 1100 Kilometer nordöstlich von Moskau liegt, Weltkarriere.  2016 wurde er von der „Opernwelt“ zum „Dirigenten des Jahres“ gewählt. Bei den Salzburger Festspielen debütiert er im Sommer mit Mozarts La clemenza di Tito. Sein musicAeterna Orchester wird Currentzis außerdem in Konzerten mit Werken von Berg, Mahler, Mozart, Schnittke und Schostakowitsch dirigieren.
„Ich dirigiere die Oper zum ersten Mal. Es ist kein ganz ungefährliches Stück. Gerade bei diesem Werk kommt es sehr darauf an, mit dem richtigen Regisseur zu arbeiten und zu denken. Ich hätte bei keinem anderen Regisseur als Peter Sellars zugesagt“, bekräftigt Teodor Currentzis.
Das vollständige Interview befindet sich HIER[6]

POLITIK (unkommentiert)

USA: Donald Trumps Strategie: Spalten, um zu herrschen
Die Presse[7]

Warum Wien und Niederösterreich Neuwahlen wollen
Kurier[8]

Ich wünsche einen schönen Sonntag

A.C.

  1. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com/
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/new-york-die-met-im-kino-romeo-et-juliette
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/new-york-wien-die-met-im-kino-romeo-et-juliette
  4. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/linz-landestheater-il-dissoluto-punito-ossia-il-don-giovanni-premiere
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-die-tote-stadt-von-erich-wolfgang-korngold-licht-und-schatten
  6. HIER: http://www.salzburgerfestspiele.at/presse
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5158050/Donald-Trumps-Strategie_Spalten-um-zu-herrschen
  8. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/warum-wien-und-niederoesterreich-neuwahlen-im-bund-wollen/242.281.013%2021.01.2017

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-januar-2017


21. JANUAR 2017

by ac | 21. Januar 2017 08:49

Der Ball der Wiener Philharmoniker: Viel Glanz trotz wenig Politik. Copyright: Austria Forum

Künftig muss man sich in einen Pinguin verwandeln oder die Verwechslung mit einem Zahlkellner riskieren, wenn man auf den Philharmoniker-Ball gehen will. Es herrscht heuer erstmals Frackzwang – und das soll auch so bleiben. Diesmal ließen die Veranstalter noch Gnade vor Recht ergehen und die unbefrackten Smokingträger trotzdem in die hehren Hallen des Musikvereins rein – aber künftig gibt es keine Gnade. Auch zwei Herren in heimischer Tracht bzw. schottischen Quilt fielen diesmal noch unter Amnestie – aber damit ist Schluß. Wo kämen wir denn da hin, wenn sich Leute, die sich keinen Frack leisten können, in die erlauchte Gesellschaft drängen. Mir ist das egal, ich war nie auf diesen Ball und will auch gar nicht hin!

Die Politik war eher selten zu sichten. Der Wiener Bürgermeister hat derzeit andere Sorgen, der muss sein Reförmchen durchziehen. Die in diesen Tagen gegangene wiener Stadträtin Sonja Wehsely hat gut lachen, heuerte sie doch bei Siemens in der Privatwirtschaft an . Dieser Tage habe ich gelesen, dass die Firma Siemens in Deutschland  „das Gut Aiderbichel der SPÖ“ ist.

Minister Dr. Drozda traf auf den von ihm verschmähten Staatsoperndirektor Dominique Meyer und es ist nicht zu eruieren, ob sich die Herren überhaupt etwas zu sagen hatten. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und VP-Staatssekretär Harald Mahrer sind natürlich stolze Frackbesitzer und daher auf diesem Ball willkommen bzw. gelitten. Placido Domingo und Juan Diego Florez mischten sich so gar nicht unauffällig unter die Ballgäste, Counter Max Emanuel Cencic hat seine Lade mit den  französischen Orden ausgeräumt und Anna Netrebko orderte sogar eine weiße Kutsche, um ja (nicht) aufzufallen.

Ich weiß nun nicht, ob sich Manuel Brug von der Hamburger „Die Welt“ in einen Frack gezwängt hat, um zu berichten. Jedenfalls liefert er einen Erlebnisbericht, schreibt von der erblondeten Anna Netrebko und von Migranten, die Platten auflegen

Es gibt Philis mit DJ-Diplom, sie stehen an den Reglern. Da dürfen auch drei albanische Rapper aus einem geförderten Sozialprojekt ran. In der elegant goldschriftigen Programmbroschüre liest sich das vornehm so: „Jugendliche mit Migrationshintergrund drücken ihre Emotionen mit Musik aus.“  Ob die Rapper Frack trugen, konnte mir auch Herr Brug nicht sagen.

Herr Brug gibt ehrlich zu: Da kann die Elbphilharmonie nicht mithalten

Philharmonikerball: Das kriegt die Elphi niemals hin
Anna Netrebko kommt in Blond, Männer tanzen im Frack linksherum, Migranten legen Platten auf: Der Philharmonikerball im Musikverein ist das Wiener Gesellschaftsereignis. Ein Erlebnisbericht.
Die Welt[1]

Wien/ Staatsoper: „Die Tote Stadt“ – Bericht von der gestrigen Vorstellung online!

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Camilla Nylund (Marie/ Marietta). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[2] von Ernst Kopica

Wien/ Theater an der Wien: „The Fairy Queen“

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The Fairy Queen“ Kurt Streit. Copyright: Monika Rittershaus

Unten finden Sie gesammelte Kritiken über diesen Versuch. Der Grundtenor: Man erkennt das Werk zwar nicht, aber ein Teilerfolg ist zumindest gegeben.

Dominik Troger schreibt in www.operinwien.at[3]: Barocken Pomp und „Sommernachtstraum“-Flair hat diese Neuproduktion von Henry Purcells „The Fairy Queen“ nicht zu bieten. Im Theater an der Wien wird das Stück entzaubert und als Bühnenprobe gegeben.

Wien/ Theater an der Wien
„Zu viel geprobt?“
Barocken Pomp und „Sommernachtstraum“-Flair hat diese Neuproduktion von Henry Purcells „The Fairy Queen“ nicht zu bieten. Im Theater an der Wien wird das Stück entzaubert und als Bühnenprobe gegeben.
19.1.17 „The Fairy Queen“
http://www.operinwien.at/werkverz/purcell/afairy3.htm[4]
Shakespeare hübsch weggeputzt 
Henry Purcells Semi-Opera „The Fairy-Queen” im Theater an der Wien
https://www.nmz.de/online/shakespeare-huebsch-weggeputzt-henry-purcells-semi-opera-the-fairy-queen-im-theater-an-der-wi
Um das Stück betrogen
Die Neukonzeption von Purcells „Fairy Queen“ im Theater an der Wien erweist sich als Teilerfolg.
Wiener Zeitung[5]
Die entzauberte Feenkönigin
In seiner jüngsten Neuproduktion bringt das Theater an der Wien Henry Pucells „Fairy Queen“ als Theater auf dem Theater. Die Musik ist hübsch, die Szene redundant. Fragen bleiben offen –
Der Standard[6]
Theater im Theater
Für ihre Version der „Fairy Queen“ verlegt Mariame Clément die Oper von Henry Purcell nicht nur ins Theater, die Regisseurin verzichtet auch komplett auf Shakespeares „Sommernachtstraum“ als Vorlage – zugunsten einer eigenen Geschichte. Am 19. Januar hatte die Neuinszenierung am Theater an der Wien Premiere.
BR-Klassik[7]
Bemühte Ehrenrettung
Kurier[8]

Und da sind wir bereits bei den unergründlichen Geheimnissen des Rezensionswesens:

 

Prof. Ferdinand Dreyer, langjähriger Merker-Mitarbeiter aus Salzburg, hat sich das letzte Merker-Heft zur Brust genommen und ist zur Erkenntnis gelangt, dass es mit der Theaterwelt in unseren Breiten bestens bestellt ist. 120 Rezensionen – und kein Verriss dabei.

Aber lesen Sie selbst, vielleicht wissen Sie eine Antwort!

Auch eine Form der Kritik: Der Akustiker der Elbphilharmonie bewertet seine Arbeit selbst – und ist zufrieden:

Hamburg/ Elbphilharmonie
Das Urteil des Klang-Meisters über die Elbphilharmonie
Akustiker Toyota lobt sich selbst
Hamburger Abendblatt[9]
Schonungslose Klangkühle
An die Akustik der Elbphilharmonie muss man sich erst gewöhnen
http://www.zeit.de/2017/04/elbphilharmonie-akustik-klang-gewoehnung-hamburg[10]

Met-Sopran Roberta Peters mit 86 gestorben

Aus dem Met-Archiv

“I would love to sing Tosca,” Ms. Peters told The Los Angeles Times in 1986. “And Salome. Those are my dream roles. But I won’t do them, at least not in this life. They would kill me, vocally.”

Another thing that kept Ms. Peters singing was her impeccable technique: From the age of 13, she had trained for an operatic career as an athlete trains for the Olympics…

Lesen Sie die Nachrufe in unserer Presseschau!

Wien/Burgtheater-Vestibül: Oberösterreich“ von Franz Xaver Krötz

Alina Fritsch (Anni), Christoph Radakovits (Heinz)

Alina Fritsch (Anni)    Foto: Burgtheater

WIEN / Vestibül des Burgtheaters: 
OBERÖSTERREICH von Franz Xaver Kroetz.
Premiere: 20. Jänner 2017  

 Die siebziger Jahre waren seine große Zeit, wenn Franz Xaver Kroetz, Jahrgang 1946, auch noch immer wieder einmal ein Stück schreibt, aber damit nicht mehr viel Beachtung findet. Vor einem knappen halben Jahrhundert aber traf er mit seinen Stücken über die „armen Leute“ (lapidarer als Horvath, in dessen Fußstapfen er vage trat) den Nerv der Zeit. Die Frage stellt sich, ob die Naivität seiner Protagonisten, die er psychologisch brillant auf die Bühne brachte, heute noch einsichtig ist – etwa in dem Stück „Oberösterreich“, das 1972 uraufgeführt wurde…

Zum Premierenbericht[11] von Renate Wagner

POLITIK

Der „Standard“ sorgt sich darum, wir wir (zumindest) vier Jahre Donald Trump überleben
Wie überlebt man vier Jahre Trump?
Mit dem Motto „Prost Mahlzeit“ natürlich
http://derstandard.at/2000051234041/Wie-ueberlebt-man-vier-Jahre-Trump[12]

Die Zeitung meint, mann müsse sich Präsident Trump „schönsaufen“. Schön ist, dass sich eine österreichische Zeitung darüber Gedanken macht. Denn eigentlich haben wir auch in Wien so unsere Probleme mit (angeblich) geplanten Terrorakten. Ich zitiere bewusst „Die Presse“ und nicht die „Krone“. Denn die „Krone“ hat zumindest ein Fragezeichen neben diese Textüberschrift gesetzt, bei der Hausdurchsuung/Wohnungsdurchsuchung fand die Polizei nämlich nichts, was verdächtig gewesen wäre.

Wien: Terroranschlag in Wien vereitelt
Ein 18-Jähriger Österreicher mit Migrationshintergrund soll einen Anschlag in der Bundeshauptstadt geplant haben. Er wurde Freitagabend in Wien-Favoriten verhaftet. Die Polizei ruft zu erhöhter Wachsamkeit auf.
Die Presse[13]

„Erhöhte Wachsamkeit“ heißt, dass bei jedem einsamen „Billa-Sackerl bereits die Cobra geholt wird. So kann es aber auch nicht gehen. Es liegt an unseren Politikern, der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln

Es gibt aber Politiker, die kann man sich nicht einmal „schönsaufen“

„Prost Mahlzeit“ (frei nach „Standard“)

A.C.

 

 

  1. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article161365245/Das-kriegt-die-Elphi-niemals-hin.html
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-die-tote-stadt-von-erich-wolfgang-korngold-licht-und-schatten
  3. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  4. http://www.operinwien.at/werkverz/purcell/afairy3.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/purcell/afairy3.htm
  5. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/869156_Um-das-Stueck-betrogen.html?em_view
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000051246357/Fairy-Queen-Die-entzauberte-Feenkoenigin
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/henry-purcell-fairy-queen-premierenkritik-theater-an-der-wien-100.html
  8. Kurier: https://kurier.at/kultur/fairy-queen-im-theater-an-der-wien-bemuehte-ehrenrettung/242.157.189
  9. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209337685/Das-Urteil-des-Klang-Meisters-ueber-die-Elbphilharmonie.html
  10. http://www.zeit.de/2017/04/elbphilharmonie-akustik-klang-gewoehnung-hamburg: http://www.zeit.de/2017/04/elbphilharmonie-akustik-klang-gewoehnung-hamburg
  11. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-burgtheater-vestibuel-oberoesterreich
  12. http://derstandard.at/2000051234041/Wie-ueberlebt-man-vier-Jahre-Trump: http://derstandard.at/2000051234041/Wie-ueberlebt-man-vier-Jahre-Trump
  13. Die Presse: http://news.google.at/news/url?sr=1&ct2=de_at%2F0_0_s_0_1_a&sa=t&usg=AFQjCNExx7rd7LAMF1J99ku47c6S_ToxgQ&cid=52780226730358&url=http%3A%2F%2Fdiepresse.com%2Fhome%2Fpanorama%2Fwien%2F5157724%2FTerroranschlag-in-Wien-vereitelt&ei=Yv-CWID0A-fiyQPk0qWAAQ&rt=HOMEPAGE&vm=STANDARD&bvm=section&did=-914879612122780383&sid=toptop&ssid=h&st=1&at=dt0

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-januar-2017


20. JANUAR 2017

by ac | 20. Januar 2017 08:05

Jonas Kaufmann ist zurück: Jubel um seinen „Lohengrin“ in Paris. Copyright: Monika Rittershaus/Opéra de Paris

Die Oper braucht Aushängeschilder wie ihn. Das hat sie immer schon gebraucht – und das wird sie auch noch brauchen, wenn Jonas Kaufmann Operngeschichte ist. Fans brauchen offenbar wiederum Bühnenkünstler, mit den sie mitleiden können – und da eignen sich Tenöre besonders. Gelitten haben diese in den letzten Monaten genug, denn Jonas Kaufmanns Probleme wurden medial breitgetreten. Aber wie dem auch sei, glaubt man den ersten Presseberichten aus Paris, scheint Jonas Kaufmann wieder „voll da“ zu sein.

Er ist wieder da: Nachdem Jonas Kaufmann wegen eines Ödems am Stimmband mehrere Monate lang aussetzen musste, stand der 47-jährige am Mittwochabend wieder auf einer Opernbühne. An der Opéra Bastille in Paris trat der Tenor an der Seite von Martina Serafin, Wolfgang Koch und Evelyn Herlitzius als „Lohengrin“ auf – und wurde nach seinem Auftritt mit stürmischem Applaus und Bravo-Rufen für seine Leistung in der Titelrolle der Wagner-Oper gefeiert… (Quelle: BR-Klassik)

Die „Hamburger Abendzeitung“ versucht es mit einer Wertung. Der Wagner-, Verdi- und Puccini-Interpret gilt neben dem Peruaner Juan Diego Flórez als bester Tenor der Welt – und ist so viel gefragt wie kaum ein Sänger. Er müsse etwas auf die Bremse treten, sagte der Klassik-Star schon Anfang vergangenen Jahres in einem Interview. Er müsse seine Stimme schützen. Bereits im Oktober und November 2015 hatte er eine längere Krankheitsphase…

Paris
Startenor Jonas Kaufmann wieder in Topform
Heroisch und romantisch: Jonas Kaufmann hat mit seinem Gesang wieder das Publikum begeistert. Bei seinem Comeback in der Opéra Bastille war der 47-Jährige in Hochform.
Sueddeutsche Zeitung[1]
Retour triomphal de Kaufmann dans un Lohengrin d’anthologie à Paris
https://deref-gmx.net/mail/client/d8UBuI5Srfc/dereferrer/?redirectUrl[2]
Startenor mit Comeback in Paris
Zum ersten Mal nach seiner mehrmonatigen Pause stand Jonas Kaufmann wieder auf der Bühne. Am Mittwochabend sang der Tenor Wagners „Lohengrin“ an der Opéra Bastille in Paris und wurde mit stürmischem Applaus gefeiert.
BR-Klassik
[3]Jonas Kaufmann ist zurück
http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Star-Tenor-Jonas-Kaufmann-ist[4]
Jonas Kaufmann wieder in Top-Form
Hamburger Abendblatt[5]

Wien/ Theater an der Wien: „THE FAIRY QUEEN“

Copyright: Monika Rittershaus

Renate Wagner war bei der Premiere und beschreibt die Arbeit des weiblichen Regie-Teams rund um Mariame Clément:

Die Idee der Damen bestand darin, die Musik von „Fairy Queen“ dazu zu benützen, die Entstehung einer „Fairy Queen“-Aufführung „hinter den Kulissen“ zu zeigen. Das beginnt zur Ouvertüre mit den Verbeugungen zum Schlussapplaus (da die neue Handlung im Programmheft ausführlich geschildert ist, werden wohl die wenigsten Besucher überrascht), setzt sich mit der Premierenfeier fort (hier mit etwas erdichtetem Text und köstlicher Schilderung all der Peinlichkeiten, die sich bei diesen Anstrudel-Festivitäten ergeben) und geht dann zurück zu den ersten Proben, die bis zur Aufführung und dann noch einmal zur Premierenfeier weitergeführt werden.

Nun ist der „Blick hinter die Kulissen“ ja beim Publikum höchst beliebt, ungeachtet dessen, dass die meist mühselig-trockene Knochen-Probenarbeit hier stets höchst reizvoll erscheint, voll von persönlichen Spannungen und kreuz und quer erotischen Spielchen. So auch hier in dem Versuch, den selbst gewählten Hauptfiguren (bei Purcell sind nur Sänger in ihren Stimmlagen vorgegeben) Schicksale zu verpassen, die ihre pantomimischen Darstellungen interessant machen sollen.

Seltsamerweise funktioniert es nicht. Es ist einem völlig egal, wer da wen anschmachtet, man findet auf der Bühne nichts, was zur quasi parallel im luftleeren Raum laufenden Musik passt – wenn diese zu einem grandiosen musikalischen Aufzug anschwillt, stehen ein paar Statisten herum…

Ich persönlich hatte an diesem Abend keine Sekunde lang das Gefühl, „The Fairy Queen“ zu sehen. Der Beifall des Publikums klang allerdings, als sei man von dem Konzept voll überzeugt und angetan.

Zum Premierenbericht[6] von Renate Wagner

München/ Gärtnerplatztheater: LES PECHEURS DE PERLES


Lucian Krasznec, Levente Páll, Jennifer O’Loughlin, Mathias Hausmann. Copyright: Gärtnerplatztheater/ Christian POGO Zach

Den Komponisten Georges Bizet alleine auf „Carmen“ und allenfalls seine 1.Symphonie zu reduzieren, ist eine grobe Ungerechtigkeit seinem Schaffen gegenüber. Der britische Musikwissenschaftler Hugh Macdonald weist im detaillierten Werkverzeichnis („The Bizet Catalogue“; Washington University, St.Louis, 2014) mehr als 150 Kompositionen nach, die allerdings zu einem Gutteil verschollen oder nur fragmentarisch vorhanden sind. Darunter finden sich 9 komplette Opern und 6 Opernfragmente.

Dass „Carmen“ alle anderen Kompositionen überstrahlt beweist die Statistik. Die Datenbank Operabase listet seit 1.Jänner 2014 (auf frühere Daten konnte ich nicht zugreifen) nicht weniger als 1367 Aufführungen in 290 unterschiedlichen Produktionen in weltweit 180 Städten auf. Im gleichen Zeitraum wurde „Les Pecheurs de perles“ 193 Mal in 41 Produktionen in weltweit 34 Städten aufgeführt und „Djamileh“ ging in Budapest und Rouen in Summe bloß 9 Mal über die Bühne…

In München gibt es nur drei Aufführungen, ob man die nun als „semiszenisch“ oder „konzertant“ bezeichnen will, ist Auslegungssache

Zum Bericht[7] von Michael Koling

Graz: LA RONDINE, das „Puccini-Stiefkind – mit umbesetzter Hauptdarstellerin

Peter Skorepa besuchte die Vorstellung am 18.1.: Leicht hatte es diese “Schwalbe” nicht, um auf die Welt zu kommen und flügge zu werden. Weil uneinig darüber, was und wie sie überhaupt aussehen sollte, sorgte daher Puccini selbst, dass auf keinem Fall der Wille der Erfinder aus Wien durchgesetzt wurde. (“Eine dünne Sache” so der Komponist über den ersten Entwurf einer Operette) Aus dem Operettensujet wurde eine echte Commedia lirica geboren, nachdem sich Giuseppe Adami des Librettos angenommen hatte. Trotzdem haftet dem Werk seit damals der Hautgout einer schlechten Operette an, der als Verleger diesmal nicht zum Zug gekommene Tito Ricordi nannte in unverhohlener Abneigung gegen den Luccheser Meister dessen jüngstes Werk “schlechten Lehár” und noch 2015, anläßlich der Berliner Aufführung dieser Produktion bezeichnete eine Kritikerin in Berlin das Ganze als “eine Oper, die Puccini auf dem Abstieg vom Zenith zeigt”…

Sie rettete vor drei Jahren die Premiere in Berlin und gestern Abend die Vorstellung in Graz:
Aurelia Florian sprang für die erkrankte Sophia Brommer als Magda ein, (in Berlin damals für Dinara Alieva). Ein in der Tiefe dunkel getönter Sopran in stückrelevant apartem Einsatz wurde mit feinen Höhen ergänzt, die nur anfangs Schärfen zeigten…

Zum Bericht[8] von Peter Skorepa

Bryn Terfel als Falstaff – ein Interview: Der Spaß beginnt in der Garderobe
Der walisische Bariton Bryn Terfel singt seit über 15 Jahren die Rolle des „Falstaff“. Trotzdem wirft er bei der Vorbereitung jedes Mal wieder einen Blick in Verdis handschriftliche Partitur. Im Interview verrät er, warum und wie sehr ihm die Rolle ans Herz gewachsen ist
https://www.br-klassik.de/themen/oper/bryn-terfel-falstaff-interview-100.html[9]

Salzburg: Wie engagiert man „das beste Publikum?“

Frage des „Tagesspiegels“ an die Festspielleiter: Mit Blick auf Ihr Publikum zitieren Sie gerne den Salzburger Gründervater Max Reinhardt: „Nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum müssen die Besten sein, wenn das vollkommende Wunder entstehen soll“. Ist das bei einem weitgehend durch Eintrittsgelder finanzierten Festival nicht ein zu hoher Anspruch?

Die Antwort gibt Helga Rabl-Stadler: Wir haben das Privileg, dass die Menschen zu den Festspielen kommen mit der Absicht, sich genau auf dieses Programm einzulassen. Darum ist das Publikum auch neugieriger als im Normalbetrieb der großen Metropolen.

Der „Tagesspiegel“ setzt nach: Schaut man sich bei den Premieren in Salzburg[10] um, sieht man dort aber nicht nur Leute, die allein darum gekommen sind, weil sie ganz Ohr sein wollen.

RABL-STADLER: Ich glaube, dass unser Publikum aus ideologischen Gründen unterschätzt wird. Da heißt es immer: Das sind die Reichen und die Schönen und darum auch die Schwerhörigen. Wir haben ganz andere Erfahrungen gemacht…

Ist ja schön! Den gesamten Artikel lesen Sie in unserer Presseschau!

Wien/ Theater in der Josefstadt: Neuer Bühnenboden wird im Wienerwald geholzt

 

Schwarzkiefern sind sehr harzig, deshalb knarren Sie weniger und eignen sich daher für Bühnenböden. Angeblich sollen die Dielenbretter in diesen Tagen im Wienerwald geholzt werden. Holz hat eine natürliche Trockenzeit von mehreren Jahren. Natürlich kann man mit Trockenkammern (starke Erhitzung) nachhelfen, aber dass man keinen auf natürliche Weise getrockneten Bühnenboden verwendet, ist für mich nicht einsichtig. Aber wir befinden uns im Theater, deshalb ist das Holzen bereits eine Show!

Niederösterreich: Reichenau lockt mit Horvath und Schnitzler
Am Donnerstag sind die diesjährigen Produktionen der Festspiele Reichenau vorgestellt worden. Das Programm der 30. Festspielsaison bilden vier Neuinszenierungen, szenische Lesungen sowie Klavierkonzerte.
http://noe.orf.at/news/stories/2820858/[11]

Niederösterreich: Der „Prachtentfalter“ tritt ab

Sicher nicht alle, aber einige Künstler können sich über die vom Land Niederösterreich gebotenen Möglichkeiten sicher nicht beschweren. Dieser Hochglanz hat einen ebenso hochtourigen Motor – den scheidenden Landeshauptmann Erwin Pröll. Seit 1992 geschieht in NÖ das, was Pröll will. Der Landeshauptmann ist (er ist ja noch nicht Geschichte) auch Kulturreferent.  Als solcher ordnete er die Schaffung eines Pendants zu den Salzburger Festspielen an. Für rund 30 Millionen Euro entstand in Grafenegg nicht nur eine Open-Air-Bühne, sondern auch ein Konzertsaal der State-of-the-Art-Klasse. Hochkultur muss auch erhalten werden – für heuer sind vier Millionen Euro im Landeshaushalt budgetiert.

Was die Künstler betrifft, so hat Dr. Erwin Pröll nur Kreisky („Mir gefällt nicht, was sie machen, aber sie sollen es machen können“) kopiert. Er hat sie mitgenommen, indem er ihnen Geld gab.

Nun bekommt Niederösterreich eine „Landes-Hanni“. Die Bezeichnung ist nicht negativ gemeint, denn Frau Mikl-Leitner soll in Gesprächen sogar charmant sein – das wurde mir gestern bei einem abendlichen Polittermin in Pressbaum von politischen Gegnern der künftigen Landeshauptfrau bestätigt. Als Innenministerin war sie hingegen hart und zog sich den Unmut der linken Reichshälfte zu.

Was können die Künstler nach dem „Füllhorn Pröll“ nun von seiner Nachfolgerin erwarten? Sicher soviel, wie die Landeskassa hergibt. Allerdings: Als offiziell  Niederösterreicher (ich bin dort hauptgemeldet, tagsüber bin ich meist in Wien)  und somit doch etwas Insider rechne ich nach den nächsten Landtagswahlen nicht mehr mit der „Absoluten“ irgend einer Partei – also auch nicht der „Hanni-Partei“ . Der Koalitionspartner wird also die weitere Unbekannte im Förderspiel sein.

„Entfaltete Pracht“ – das passte zu Herrn Dr. Pröll, weniger zu seiner Nachfolgerin. Was wiederum auch nicht abwertend gemeint ist!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Sueddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/news/kultur/musik-startenor-jonas-kaufmann-wieder-in-topform-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170119-99-934487
  2. https://deref-gmx.net/mail/client/d8UBuI5Srfc/dereferrer/?redirectUrl: https://deref-gmx.net/mail/client/d8UBuI5Srfc/dereferrer/?redirectUrl
  3. BR-Klassik
    : https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/jonas-kaufmann-januar-2017-lohengrin-opera-paris-124.html
  4. http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Star-Tenor-Jonas-Kaufmann-ist: http://www.fnp.de/nachrichten/kultur/Star-Tenor-Jonas-Kaufmann-ist
  5. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article209326099/Jonas-Kaufmann-begeistert-bei-seinem-Comeback-in-Paris.html
  6. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-the-fairy-queen-3
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-reithalle-gaertnerplatz-produktion-les-pecheurs-de-perles-konzertante-auffuehrung-premiere
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/oper-graz-giacomo-puccini-la-rondine
  9. https://www.br-klassik.de/themen/oper/bryn-terfel-falstaff-interview-100.html: https://www.br-klassik.de/themen/oper/bryn-terfel-falstaff-interview-100.html
  10. Premieren in Salzburg: http://www.tagesspiegel.de/kultur/salzburger-festspiele-the-exterminating-angel-schrei-zum-himmel/13948058.html
  11. http://noe.orf.at/news/stories/2820858/: http://noe.orf.at/news/stories/2820858/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-januar-2017


19. JANUAR 2017

by ac | 19. Januar 2017 08:51

Mariame Clément, Regisseurin. „The fairy Queen“ von Purcell hat heute im Theater an der Wien Premiere. Foto: Youtube

Bogdan Roščić, Designierter Wiener Staatsoperndirektor,  diagnostizierte dem Opernbetrieb bei seiner Pressevorstellung ein Problem. Zwar ist die Wiener Staatsoper  derzeit ganz gut ausgelastet. Global betrachtet habe die Oper aber seit 1945 an Bedeutung verloren und gerate auf dem Feld des Entertainments zunehmend unter Druck.

Die „Wiener Zeitung sprach über dieses Thema mit Mariame Clément, deren „Fairy Queen“-Inszenierung heute im Theater an der Wien Premiere hat: Mariame Clément, französische Regisseurin zwischen Glyndebourne und Tel Aviv, denkt kurz nach – dann holt sie zu einer Brandrede für die alte Dame Oper aus. „Zwar muss man feststellen, dass sie nicht mehr dieselbe Rolle hat wie im 19. Jahrhundert. Die populärste Unterhaltungsform ist heute das Kino. Dass Oper aber eine elitäre, veraltete oder jedenfalls für alte Menschen gemachte Kunst ist, halte ich weniger für die Wahrheit als ein Klischee. Und die Karten sind auch nicht unbedingt teurer als für ein Popkonzert oder Fußballspiel!“ Dennoch gebe es sie, diese Schwellenangst. „Manchmal höre ich: ‚Die Oper ist nichts für mich, damit kenne ich mich nicht aus.‘ Aber absolviert man denn eine Filmschulung, bevor man ins Kino geht?“

Liebeswirren im Opernhaus: Anna Prohaska, Florian Köfler, Florian Boesch. Copyright: Monika Rittershaus

Das Argument „Oper wird als (zu) elitär wahrgenommen“ hat etwas für sich. Auch Dramaturgenerklärungen tun das ihrige dazu. Und hochgestochene Besprechungen, die nur dazu da sind, damit die Rezensenten mit Fachausdrücken nur so um sich werfen können, machen die Oper bei der „breiten Masse“ nicht populärer Ich kenne Leute, die dumm wie eine Nuß sind – aber sie gehen in die Oper. Das sagen Sie natürlich auch bei jeder passenden Gelegenheit. Und deshalb sind sie etwas „Besseres“.

Über die „Fairy Queen“ werden wir berichten.

Tenor Jonas Kaufmann begeisterte bei Comeback in Paris

Die Salzburger Nachrichten greifen auf eine APA-Meldung zurück – deshalb will ich nicht zitieren. Lesen Sie selbst mittels des untenstehenden Links
Salzburger Nachrichten[1]

Wiener Staatsoper: „La Fanciulla del West“ – den Sheriff hat die Grippe erwischt

„…der erste Akt der Fanciulla ist das Schwerste, was ein Dirigent im italienischen Repertoire vorfinden kann…, die Besetzung ist riesengroß, wenn da nur einer einen Fehler macht, geht ein Dominoeffekt los, den man vom Dirigentenpult aus kaum noch auffangen kann…, dennoch ist es ein ‚Dirigentenstück‘…“ (Zitat Franz Welser- Möst, der die Premiere dirigiert hat)

 Und es hat einen außerordentlich fordernden Orchesterpart. Giacomo Puccini bricht hier kompositorisch im wahrsten Sinn des Wortes zu neuen Ufern auf – und viele Experten verorten ihn in diesem Werk näher bei Debussys „Pelléas“,sogar bei Bergs „Wozzeck“ als bei seinen früheren Werken. Das mag der Grund sein, warum die „Fanciulla“ nie die Popularität von „La Boheme“, „Tosca“ oder „Madame Butterfly“ (nach allerdings vier Fassungen!) erreicht hat…

Der polnische Bariton Andrzej Dobber („Sheriff Jack Rance“) wurde vor dem Vorhang als „heiser“ angesagt. Er rettete die Vorstellung, war aber sichtlich und hörbar angeschlagen, musste sich mehr als ihm lieb war, ins Piano zurücknehmen. Wie ihn Dirigent Marco Armiliato durch die Vorstellung „trug“, wie er Lautstärke zurück nahm, dass Dobber auch bei Spannungshöhepunkten (z.B. der Pokerszene) dennoch hörbar blieb, aber bei dick instrumentierten Stellen durchaus aufdrehte (da hörte man ihn schlimmstenfalls ein paar Momente lang gar nicht), zeigte eindrucksvoll, welch großer Könner der aus Genua stammende Kapellmeister ist. Er hat jetzt endlich für diese  Saison eine Premiere erhalten („Il Trovatore“ am 5.2.)!…

Zum Berich[2]t von Karl Masek

München/ Gärtnerplatztheater: „Die Perlenfischer“ – halbszenisch


Chor und Extrachor des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz. © Thomas Dashuber

Die Perlenfischer also, Bizets Frühwerk, er war gerade mal 24, als er es schrieb, verrät das Programmheft. Eine halbszenische Aufführung hatte das Gärtnerplatztheater angekündigt, das hieß dann, dass zu Beginn, das Orchester sitzt bereits, der Chor sich rechts und links davon aufstellt, alle machen ernste, bedeutungsschwangere Gesichter. Die Ouvertüre beginnt, der Sänger des Zurga kommt herein, auch er mit feierlich-ernster Miene, die Noten in der Hand, geht er zu seinem Pult, schlägt die Noten ganz am Ende auf: aha, die Geschichte wird von Ende her erzählt. Dann blättert er nach vorne, das Spiel kann beginnen. So geht es dann weiter, manchmal stehen die Sänger hinter ihren Notenständern, manchmal bewegen sie sich frei im Raum. Alles in allem ganz gut gemacht, diese halbszenische Aufführung…

Zum Bericht[3] von Susanne Kittel-May

Magdeburg: Der fliegende Holländer“ – für Regisseurin Vera Nemirova sind persönliche Erinnerungen damit verbunden. Premiere am 21.1.

Auszug aus „Volksstimme“: Zunächst ist der „Holländer“ für mich biografisch wichtig: Aus Bulgarien kommend, debütierte meine Mutter in Rostock als Senta. Hand in Hand damit ging unsere Sozialisation. Ich bin sozusagen mit der Senta groß geworden und habe mit Wagner Deutsch gelernt. Künstlerisch gesehen kann man sagen, dass alles, was den späteren Komponisten ausmacht, sich im „Holländer“ konzentriert wie in einem Brühwürfel vorfindet. Die Geschichte ist zudem absolut zeitlos und hoch aktuell… (Quelle: „Volksstimme“)

Linzer Stadtratspiele: Die neue Stadträtin war „vom „Angebot Kulturstadtrat“ überrascht

 Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) hat die Nachfolge des ins Linzer Wirtschaftsressort gewechselten Kulturstadtrats Bernhard Baier angetreten. Bis dahin leitete sie mit ihrem Mann ein Möbel-Unternehmen namens  „Maylan Interior Design“.

Auszug aus „Oberösterreichische Nachrichten“. Die neue Kulturchefin hat nicht mit dem Kulturressort gerechnet, hat es auch nicht angestrebt. Aber nun ist es eben da: Das Kulturressort kam für mich auch überraschend. Aber wie Sie wissen, komme ich aus dem Möbeldesign-Bereich, in dem man viel mit Kreativen und mit künstlerischen Herangehensweisen zu tun hat… (Auszug aus den „Oberösterreichischen Nachrichten“)

Da ich auch aus der Möbelbranche komme, hätte ich also beste Voraussetzungen für „Kulturstadtrat“. Aber keine Angst, ich bin erstens zu alt und zweitens bei der falschen Partei.

„Anton Bruckner muss cooler werden“ meint die 34jährige Politikerin ganz im „Jugendsprech“.  Wie das geht? „Man muss Anton Bruckner als Marke positionieren“! Das klingt unheimlich gut und „cool“. Warten wir, was dabei herauskommt! 

Freiburg/ Breisgau: Ludger Vollmers neue Oper «Crusades»: Zu schön, um wahr zu sein
Mit «Gegen die Wand» nach Fatih Akins Film gelang dem Komponisten Ludger Vollmer ein vielerorts nachgespieltes Erfolgsstück. Mit seiner Oper «Crusades» packt er nun wieder ein ausgesprochen heisses Eisen an.
Neue Zürcher Zeitung[4]

Berlin/ „Konzertgänger in Berlin“
17.1.2017 – Frostheiß: Purcells „King Arthur“ mit René Jacobs und Akamus
https://hundert11.wordpress.com/2017/01/18/17-1-2017-frostheiss-purcells-king-arthur[5]

La traviata, Royal Opera House, London — “Sensitivity and skill’
https://www.ft.com/content/67e39b4a-dce1-11e6-86ac-f253db7791c6[6]
La traviata at the Royal Opera House
http://www.theupcoming.co.uk/2017/01/18/la-traviata-at-the-royal-opera-house-theatre[7]


HESSISCHES STAATSTHEATER WIESBADEN: »Die Entführung aus dem Serail« im Großen Haus. Premiere am 21.1.2017

 
„Die Entführung aus dem Serail“ Copyright: Hessisches Staatsoper Wiesbaden
Das Singspiel »Die Entführung aus dem Serail« von Wolfgang Amadeus Mozart ist ab dem 21. Januar, um 19.30 Uhr wieder im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu sehen.

WIEN / Vienna’s English Theatre: SLEUTH von Anthony Shaffer

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Premiere: 17. Jänner 2017,
besucht wurde die zweite Vorstellung am 18.
Jänner 2017 

So berühmt (zwei Verfilmungen mit absoluten Spitzenbesetzungen) und doch im deutschen Sprachraum, also auch bei uns, extrem selten gespielt: „Sleuth“ von Anthony Shaffer, dem Zwillingsbruder des ungemein berühmteren Peter „Amadeus“ Shaffer. Immerhin, Anthony schrieb Drehbücher, darunter für Hitchcock, und im englischsprachigen Raum ist „Sleuth“ ein viel gespielter Hit. Das Stück ist auch so very british, dass hier tatsächlich eine Mentalitätsschranke zu überspringen ist, abgesehen davon, dass man in vielen Fällen hierzulande gar nicht weiß, was die Herren auf der Bühne da zitieren und womit sie „spielen“… nämlich mit einer gewissen Nonsense-Tradition, die wir so nicht kennen…

Zum Bericht[8] von Renate Wagner

Filme der Woche:

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Es ist zwar schon eine zeitlang her, aber man wird nie vergessen, dass es Stefan Ruzowitzky war, der mit „Die Fälscher“ 2008 einen echten, schönen, goldenen Auslands-„Oscar“ nach Österreich brachte. Im übrigen ist er ein Regisseur, der sich in allen Genres umgetan hat: Nach dem Wiener Jugendkrimi („Tempo“) hat er vor allem mit den „Siebtelbauern“ auf sich aufmerksam gemacht. Er drehte die beiden knallharten „Anatomie“-Krimis, begab sich nach den „Fälschern“ nicht ganz begreiflich in die Welt des Kinderfilms („Die Hexe Lili“), hatte mit einem Abstecher nach Hollywood („Cold Blood“) nicht wirklich Erfolg, drehte einen Dokumentarfilm – und legt nun mit der „Hölle“ sicher seinen radikalsten Film vor, nimmt man allein die aggressive Brutalität, die das Geschehen durchzieht. Dass der Regisseur auf der anderen Seite extrem sentimental werden kann, macht das Ergebnis letztendlich uneinheitlich. Obwohl Drehbuchautor Martin Ambrosch „Das finstere Tal“ geschrieben hat (und damit ist er heilig).

Die Heldin des Geschehens, und sie ist wahrlich eine, ist von Anfang an im Bild, hinter dem Steuer ihres Taxis, Nachts und bei Regen unterwegs in Wien, Stau am Gürtel, die Lichter der Großstadt flackern düster: Schon ist man bereit, angesichts dieser Bilder jede Art von Gewalt zu erwarten, und sie kommt gleich. Wenn man Özge, der Türkin, blöd kommt, so wie zwei Autofahrer, die den Weg blockieren, dann schlägt sie zu. Und wie. Dass die beiden sich stöhnend am Boden wälzen. Wie im Kino. Eigentlich wie im Hollywood-Trash…

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

 

 

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/tenor-jonas-kaufmann-begeisterte-bei-comeback-in-paris-230821/
  2. Zum Berich: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-la-fanciulla-del-west-eine-dirigenten-herausforderung
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-gaertnerplatztheater-in-der-reithalle-die-perlenfischer-halbszenisch
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/ludger-vollmers-neue-oper-crusades-zu-schoen-um-wahr-zu-sein-ld.140331
  5. https://hundert11.wordpress.com/2017/01/18/17-1-2017-frostheiss-purcells-king-arthur: https://hundert11.wordpress.com/2017/01/18/17-1-2017-frostheiss-purcells-king-arthur
  6. https://www.ft.com/content/67e39b4a-dce1-11e6-86ac-f253db7791c6: https://www.ft.com/content/67e39b4a-dce1-11e6-86ac-f253db7791c6
  7. http://www.theupcoming.co.uk/2017/01/18/la-traviata-at-the-royal-opera-house-theatre: http://www.theupcoming.co.uk/2017/01/18/la-traviata-at-the-royal-opera-house-theatre
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-viennas-english-theatre-sleuth
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://Es%20ist%20zwar%20schon%20eine%20zeitlang%20her,%20aber%20man%20wird%20nie%20vergessen,%20dass%20es%20Stefan%20Ruzowitzky%20war,%20der%20mit%20„Die%20Fälscher“%202008%20einen%20echten,%20schönen,%20goldenen%20Auslands-„Oscar“%20nach%20Österreich%20brachte.%20Im%20übrigen%20ist%20er%20ein%20Regisseur,%20der%20sich%20in%20allen%20Genres%20umgetan%20hat:%20Nach%20dem%20Wiener%20Jugendkrimi%20(„Tempo“)%20hat%20er%20vor%20allem%20mit%20den%20„Siebtelbauern“%20auf%20sich%20aufmerksam%20gemacht.%20Er%20drehte%20die%20beiden%20knallharten%20„Anatomie“-Krimis,%20begab%20sich%20nach%20den%20„Fälschern“%20nicht%20ganz%20begreiflich%20in%20die%20Welt%20des%20Kinderfilms%20(„Die%20Hexe%20Lili“),%20hatte%20mit%20einem%20Abstecher%20nach%20Hollywood%20(„Cold%20Blood“)%20nicht%20wirklich%20Erfolg,%20drehte%20einen%20Dokumentarfilm%20–%20und%20legt%20nun%20mit%20der%20„Hölle“%20sicher%20seinen%20radikalsten%20Film%20vor,%20nimmt%20man%20allein%20die%20aggressive%20Brutalität,%20die%20das%20Geschehen%20durchzieht.%20Dass%20der%20Regisseur%20auf%20der%20anderen%20Seite%20extrem%20sentimental%20werden%20kann,%20macht%20das%20Ergebnis%20letztendlich%20uneinheitlich.%20Obwohl%20Drehbuchautor%20Martin%20Ambrosch%20„Das%20finstere%20Tal“%20geschrieben%20hat%20(und%20damit%20ist%20er%20heilig).%20%20Die%20Heldin%20des%20Geschehens,%20und%20sie%20ist%20wahrlich%20eine,%20ist%20von%20Anfang%20an%20im%20Bild,%20hinter%20dem%20Steuer%20ihres%20Taxis,%20Nachts%20und%20bei%20Regen%20unterwegs%20in%20Wien,%20Stau%20am%20Gürtel,%20die%20Lichter%20der%20Großstadt%20flackern%20düster:%20Schon%20ist%20man%20bereit,%20angesichts%20dieser%20Bilder%20jede%20Art%20von%20Gewalt%20zu%20erwarten,%20und%20sie%20kommt%20gleich.%20Wenn%20man%20Özge,%20der%20Türkin,%20blöd%20kommt,%20so%20wie%20zwei%20Autofahrer,%20die%20den%20Weg%20blockieren,%20dann%20schlägt%20sie%20zu.%20Und%20wie.%20Dass%20die%20beiden%20sich%20stöhnend%20am%20Boden%20wälzen.%20Wie%20im%20Kino.%20Eigentlich%20wie%20im%20Hollywood-Trash.

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-januar-2017


18. JANUAR 2017

by ac | 18. Januar 2017 08:29

gr
Das Drama: Bassbariton Gerd Grochowski am Tag nach seinem Wiesbadener „Wotan“ plötzlich gestorben. Foto: K & M Forster

»Leb‘ wohl, du kühnes, herrliches Kind!
Du meines Herzens heiligster Stolz!
Leb‘ wohl! Leb‘ wohl! Leb‘ wohl!
Der Augen leuchtendes Paar, das oft ich lächelnd gekost,
….
zum letztenmal letz‘ es mich heut‘
mit des Lebewohles letztem Kuss!«
 
Viele waren tief berührt, ohne dass sie wussten, dass es wirklich die letzten gesungenen Worte von Gerd Grochowski waren.
Alle, die mit ihm arbeiten und leben durften, waren begeistert von seiner Güte, Wahrhaftigkeit, Aufrichtigkeit, von seinem ehrlichen Ringen um den wahren
und tiefen Ausdruck von Kunst, die sich dem Leben verschrieben hat.

Am 15. Januar 2017 hat er nach einer beglückenden Probenphase die Premiere der »Walküre« gesungen und als Wotan Ovationen geerntet. Am 16. Januar rief er wegen starker Schmerzen im Herzbereich den Notarzt und ist in Mainz, trotz aller Versuche der behandelnden Ärzte, um 15:09 Uhr verstorben.

Das Zitat/ die Nachricht stammt aus dem Nachruf des Staatstheaters Wiesbaden.

WIENER STAATSOPER: Matinee zur Premiere von IL TROVATORE bereits am kommenden Sonntag (22.1.)

Bildergebnis für il trovatore

Mit Giuseppe Verdis Il trovatore findet am Sonntag, 5. Februar 2017 die dritte Opernpremiere in dieser Saison statt: Die Einführungsmatinee zur Neuproduktion steht schon am Sonntag, 22. Jänner 2017 (11.00 Uhr) auf dem Programm der Wiener Staatsoper. In der von den Dramaturgen Andreas Láng und Oliver Láng gestalteten und moderierten Matinee werden Mitwirkende der Premiere Einblicke in die Produktion gewähren und über die Probenarbeit sprechen; außerdem werden das Stück, der Komponist und die Aufführungsgeschichte vorgestellt. Als Gäste und Gesprächspartner haben sich der Dirigent der Neuproduktion Marco Armiliato, Regisseur Daniele Abbado, „Leonora“ Anna Netrebko, „Conte di Luna“ Ludovic Tézier und „Azucena“ Luciana D’Intino angekündigt. Die Staatsopern-Ensemblemitglieder Caroline Wenborne, Monika Bohinec und Paolo Rumetz präsentieren musikalische Ausschnitte aus Il trovatore.

Restkarten à € 8,- und € 12,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at[1]

Wiener Staatsoper: Solistenkonzert Angelika Kirchschlager/ Simon Keenlyside

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Schlussapplaus: Malcolm Martineau, Angelika Kirchschlager, Simon Keenlyside. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

War es ein nostalgischer Abend? Immerhin ist Angelika Kirchschlager seit ihrer letzten Clairon 2013 nicht mehr auf der Bühne der Staatsoper gestanden, und es sieht nicht so aus, als ob sie als Opernsängerin so bald wieder dorthin zurückkehren würde – da zieht sie die „alternativen“ Aufgaben, die das Theater an der Wien ihr bietet, offenbar vor. Simon Keenlyside wiederum hat bei der „Rigoletto“-Premiere im Dezember 2014 ausgerechnet in Wien jenen Zusammenbruch erlitten, der ihn lange Zeit von der Opernbühne fernhielt. Nun ist er wieder da, wie man angesichts seines „Macbeth“ feststellen konnte, nächste Woche wird er „Don Giovanni“ sein und zu Saisonende vollzieht er einen Repertoire-Wechsel und wird (auch in Wien) vom Pelleas, der er einst war, zum Golaud. Time flies…

Zum Bericht[2] von Renate Wagner

Neu in unserer Webseite: Die „Geburtstage Januar 2017“ sind online!. Sie finden diese unter JUBILÄEN [3]

Mitarbeiter Walter Nowotny war im Dezember aus gesundheitlichen Gründen verhindert, hat die Dezember-Jubiläen bereits nachgeholt und nun auch die Januar-Geburtstage fertiggestellt.

Michael Kraus

Eines der „Geburtstagskinder“, den Bariton Michael Kraus (gestern 60. Geburtstag) begrüßen wir am 8. Februar in unserer Online-Galerie zu einem Künstlergespräch. Da sich die Karriere von Michael Kraus vorwiegend im Ausland ereignet hat (auch in großen Rollen an bedeutenden Häusern), ist sie an uns etwas vorbeigegangen. Dies ist ein Umstand, den wir mit diesem Gespräch/ Interview ändern wollen

Merken Sie also den 8. Februar vor!

http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen[4]

Linz/ Landestheater: Samstag Premiere „Don Giovanni“
Don Giovanni als ewige Versuchung
Samstag Premiere im Linzer Landestheater
Oberösterreichische Nachrichten[5]

München/ Bayerische Staatsoper: Christian Gerhaher als Posa in Verdis „Don Carlo“
Münchner Abendzeitung[6]

La traviata, Royal Opera House, London, review


Joyce El Khoury and Valery Artur Rucinski in La Traviata at the Royal Opera House, London. Photo: Tristram Kenton

Joyce El-Khoury commands the stage with radiant authority
The Independent[7]
La Traviata review at Royal Opera House – “solid, but cautious’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-traviata-review-royal-[8]
Review: La traviata (Royal Opera House)
The return of Richard Eyre’s beloved production of Verdi’s most popular opera
http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-la-traviata[9]
La Traviata review – drama and subtle insights
The Guardian[10]
La traviata at Covent Garden: imperfect but enjoyable
bachtrack[11]

Wien: Meisterkurs Jaime/ Giacomo Aragall. Anmeldungen noch möglich/ Abschlusskonzert am 18.2.

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WIEN: PERFEKTIONSKURS – MASTERCLASS – STILE MARIO DEL MONACO

in 1120 Wien – Galerie des „ONLINE-MERKER“

Bildergebnis für masterclass

MIT MAURO AUGUSTINI, BARITON

vom 20.-26.2.2017

IN DER MERKER ONLINE-GALERIE
KOSTEN: € 80.- PRO TAG, INKLUSIVE PIANISTIN
1120 Wien Zeleborgasse 20 bestens zu erreichen mit U6,

Es gibt keine Altersbeschränkung, die Basis einer Gesangsausbildung sollte gegeben sein! Die Einladung richtet sich gleichermaßen an Studenten wie auch Sängerinnen und Sänger mit bereits abgeschlossener Ausbildung

Anmeldung 01 405 93 94

WIEN / Produktion von KILLA (die Kultur/Nah/Versorger) im OFF Theater:
HARPER REGAN von Simon Stephens.

Harper Reagan halb~1

 Premiere: 17. Jänner 2017,
besucht wurde die Generalprobe

Simon Stephens, Engländer, 46 Jahre alt, beliefert die Bühnen seiner Heimat und darüber hinaus seit knapp zwei Jahrzehnten mit gewissermaßen lapidaren, radikalen Stücken, die sich, tief in britischen Tradition verankert, in semi-realistischer Form mit dem Hier und Heute auseinandersetzen. Bei uns hat schon – neben anderen Häusern – das Burgtheater zwei seiner Stücke herausgebracht, „Motortown“ (2008, inszeniert von Andrea Breth) und „Wastwater“ (2012, inszeniert von Stephan Kimmig). Erstaunlich, dass sich hierzulande noch niemand für sein Stück „Harper Regan“ interessiert hat (2008 in London uraufgeführt, wurde es bloß im gleichen Jahr als Hamburger Gastspiel bei den Salzburger Festspielen gezeigt). Immerhin gibt das nun einer Off-Gruppe die Möglichkeit, diesen sonst eher „teuer“ gehandelten Autor auf die Bühne zu bringen…

Zum Bericht[12] von Renate Wagner

WIEN/ BELVEDERE: AUSSTELLUNG TINA BLAU

Blau  Schrift~1

WIEN / Oberes Belvedere / Reihe: „Meisterwerke im Fokus“: 
TINA BLAU
Vom 16. Dezember 2016 bis zum  9. April 2017

Vor hundert Jahren starb mit  Tina Blau eine der bedeutendsten Malerinnen in der Geschichte Österreichs. Das Belvedere, selbst im Besitz zahlreicher ihrer Werke – voran jener großformatige  „Frühling im Prater“, der sie einst über die Monarchie hinaus berühmt machte – stellt nun 49 ihrer Bilder in der Reihe „Meisterwerke im Fokus“ vor, „nur“ zwei Räume im zweiten Stock des Oberen Belvederes, aber dicht an Information und Eindrücken…

Zum Ausstellungsbericht[13] von Heiner Wesemann

WIEN/ THEATER L.E.O.

Bildergebnis für theater l.e.o.

FRAGE DER WOCHE AN DIE KLUGEN L.E.O.-BESUCHER/INNEN
 
Am 30. Jänner und 23. Februar werden im L.E.O. TEUFLISCHE LIEDER  von Apostol Milenkov zu Gehör gebracht werden.
Die Frage der Woche lautet: WELCHE SYNONYME FÜR „TEUFEL“ KENNEN SIE? Mehrfachnennungen sind herzlich willkommen!!!
 
BITTE ANTWORTEN SIE AUF DIESES E-MAIL MIT DEN SYNONYMEN IN DER BETREFFZEILE.

Tel. +43/680/335 47 32 – karten@theaterleo.at[14] – www.theaterleo.at[15]
Ungargasse 18, A-1030 Wien
 
 Unter allen EinsenderInnen, welche die richtige Antwort schicken, verlosen wir 1 x 2 Freikarten und 2 x 2 Regiekarten zu je € 10.- für TEUFLISCHE LIEDER am Montag dem 30. Jänner 2017 (20.00 Uhr).

Ein Riss geht durch das EU-Parlament

Der Konservative Tajani ist neuer EU-Parlamentspräsident. Sein unterlegener Gegner, der Sozialdemokrat Pitello, ist erzürnt: „Es wird nie wieder eine große Koalition geben“.

Die Presse[16]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

 

  1. www.wiener-staatsoper.at: http://www.wiener-staatsoper.at
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-solistenkonzert-angelika-kirchschlager-simon-keenlyside
  3. JUBILÄEN : http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  4. http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen: http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  5. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Don-Giovanni-als-ewige-Versuchung;art16,2459037
  6. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-christian-gerhaher-als-posa-in-verdis-don-carlos.8813bfb1-d189-4d06-9a57-a93869b826eb.html
  7. The Independent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/la-traviata-royal-opera-house-review-joyce-el-khoury-a7531016.html
  8. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-traviata-review-royal-: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-traviata-review-royal-
  9. http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-la-traviata: http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-la-traviata
  10. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/jan/17/verdi-la-traviata-review-royal-opera-house-el-khoury-romanovsky-rustioni
  11. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-traviata-el-khoury-romanovsky-rustioni-royal-opera-january-2017
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-off-theater-harper-regan
  13. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-belvedere-tina-blau
  14. karten@theaterleo.at: mailto:karten@theaterleo.at
  15. www.theaterleo.at: http://www.theaterleo.at
  16. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/eu/5156009/Ein-Riss-geht-durch-das-EUParlament

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-januar-2017