25. SEPTEMBER 2017

by ac | 25. September 2017 08:48

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Dominique Meyer: „Ich wäre gerne für immer geblieben

Dominique Meyer hat mit dem „Kurier“ erstmals nach seiner „Nichtverlängerung“ auch über dieses heiße Thema gesprochen. Was zwischen den Zeilen zu lesen ist, ist interessanter als das, was in Reinschrift gebracht wurde.

Dominique Meyer: Der Oper geht es blendend. Wir hatten tolle Ergebnisse in der letzten Spielzeit. Der Ruf ist international nach wie vor sehr gut. Die Zuschauer sind da. Die Künstler kommen gerne. Und wir haben endlich angefangen, die historischen Teile zu renovieren (dzt. Vestibül/Eingangsfoyer, im nächsten Sommer die Loggia und das Schwindfoyer, Anm.). Ich musste viel kämpfen, um das zu erreichen. Jetzt tut man so, als ob das mein Abschiedsgeschenk wäre. Aber ich schlafe ja nicht hier, ich bin nicht Besitzer. Ich denke, es gehört gemacht, so wie die neuen Untertitel-Tablets, die eine Auswahl von sechs Untertitelsprachen ermöglichen und weltweit einzigartig sind. Und wir haben – das gab es noch nie! – eine von der Holding bestätigte Dreijahresplanung. Die Staatsoper ist sehr gesund…

…Wird es nach der Wahl einen neuen Kulturminister geben?

Ich bin kein Experte und habe mir verboten, über österreichische Innenpolitik zu reden.

Dann vielleicht allgemeiner: Kulturpolitik ist, so hat man den Eindruck, auch international immer mehr ein Anhängsel, ein Nebengedanke.

Österreich ist ein Kulturland. Das soll nicht nur eine Phrase sein. Viele reisen hierher, weil sie Hochkultur erleben wollen. Das Land soll kulturell eine Vorreiterrolle einnehmen. Das ist eine Dimension, die man manchmal vergisst. Die Österreicher sind nicht immer im Klaren mit sich selbst, sie sprechen schlecht über sich selbst und nehmen ihr Glück nicht wahr. Das ist eines der zwei Probleme in diesem Land…

Wie geht es mit der Opernball-Chefin weiter? Diese ist ja in die Politik eingestiegen und könnte sogar noch zu höheren Weihen als bloß Abgeordnete zum Nationalrat gelangen. Ist eine Verpolitisierung des Opernballs wünschenswert, ist sie überhaupt möglich? Ist Maria Großbauer überhaupt daran interessiert, unter den gegebenen Voraussetzungen ihre ehrenamtliche Tätigkeit fortzusetzen? Der Opernball ist ein Millionenunternehmen, das kann man nicht so nebenbei führen!

Jetzt warten wir erst einmal die Wahl ab. Ich weiß nicht, ob es einen Vertrag gibt, ob darin der konkreten Fall berücksichtigt wurde. Tatsache ist, dass der Opernchef auch Chef des Opernballs ist, er also diese Entscheidung zu treffen und zu verantworten hat!

Wien/ Staatsoper: LA TRAVIATA: Volles Haus, viele Touristen. So schön wie Olga Peretyatko-Mariotti war seit der jungen Netrebko niemand mehr

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Olga Peretyatko-Mariotti. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Renate Wagner besuchte die Vorstellung: Drei Wiener Rollendebuts in den Hauptrollen von „La Traviata“, ein ziemlich volles Haus, viele Touristen auf den Sitzplätzen. Publikumsanteilnahme, ein herzlicher Erfolg am Ende – so kann Repertoire gut und gern sein…

Olga Peretyatko-Mariotti ist eine Schönheit, so schön war seit der jungen Netrebko niemand mehr, das Bild einer schlanken Schwarzhaarigen: eine solche Bühnenerscheinung ist schon die halbe Miete. Und sie hat spürbar ausführliche Erfahrung mit der Rolle, sie weiß sie bis ins Detail zu spielen, in Krankheit, Liebe und Leid – und sie hat das fugenlos in Wiens Unglücksinszenierung eingefügt. Dabei hat sie nicht jede Dummheit mitgemacht – dass Violetta in dieser Inszenierung stehend stirbt bzw. solcherart nicht stirbt, sondern ins Publikum starrt, hat sie zumindest damit unterwandert, dass sie sich fallen ließ, sobald das Licht ausging…  Zumindest geahnt hat man es also doch. Sehr gescheit…

Jean-François Borras ist kein Neuling an der Staatsoper, er hat sein französisches Repertoire hier gesungen (Werther, Des Grieux und Faust), auch einen Rudolf, er kennt das Haus, aber vielleicht muss er sich wieder an die Dimensionen gewöhnen…

Interessant war Ensemblemitglied Paolo Rumetz in der Rolle des Giorgio Germont. Den kann man bekanntlich auf jede beliebige Art interpretieren – Keenlysides belästigter Neurotiker etwa oder Domingos Frauenheld, der dieser Violetta keine fünf Minuten widersteht, und noch zahllose Möglichkeiten dazwischen. Rumetz spielt, in gespannter Körperhaltung und stimmlich hart akzentuierend, den strengen Vater schlechthin, er lässt sich weder von Violettas Schönheit noch Edelmut rühren, er will nur sein bürgerlich-starres Ziel erreichen…

Zum Bericht[1] von Renate Wagner

Aktuelle Kritiken in unserer Webseite

FRANKFURT: IL TROVATORE  – krankheitsbedingt stark umbesetzt (23.9.)

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Elza van den Heever (Leonora), Alison King (Ines). Copyright: Barbara Aumüller

Trotz krankheitsbedingter Ausfälle  dreier Protagonisten konnte diese Vorstellung der Neuinszenierung von ‚Trovatore‘ mit großer Verve und besten solistischen Kompensationen aufgeführt werden. Mit David Bösch ist wieder ein Regisseur am Werk, der die Dramatik der Oper ganz naturwüchsig in Szene setzt und nur durch behutsame ‚Modernisierung‘ gewisse Akzente setzt (ein Panzer aus der T-Serie für Lunas Kampftruppe des kräftigen Männerchors, ein Schrottauto und kaputte Fahräder bei den fahrenden Zigeunern)

Zum Bericht [2]von Friedeon Rosén

MÖNCHENGLADBACH: DIE FASCHINGSFEE. Operette von Emmerich Kálmán. Premiere am 23.9.2017

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Zum Bericht[3] von Christoph Zimmermann

WIEN/ MuTh / Wiener Taschenoper /Konzertsaal Augarten: DER KLEINE HARLEKIN. Kinderoper von Karl-Heinz Stockhausen. Premiere am 23.9.2017

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Der kleine Harlekin mit der Klarinette  – Merve Kazokoglu (C: Dimo Dimov)

Zum Premierenbericht [4]von Karl Masek

Hannover: So schön war das Konzert von Rolando Villazón
Ein Mann, eine Frau, ein Klavier. Mehr braucht es nicht beim Liederabend von Rolando Villazón im Kuppelsaal. Gut 1100 aufmerksame Zuhörer und vor allem Zuhörerinnen folgen ihm hoch konzentriert auf seiner Reise vom Barock zum Belcanto durch das klingende Reich der italienischen Klagen, die vorzugsweise Liebesleid verkünden.
http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/So-schoen-war-das-Konzert[5]

Hoffmanns Erzählungen im Kuriositätenkabinett in Salzburg
Das Salzburger Landestheater wurde am Samstagabend zum Kuriositätenkabinett, mit fünf prächtig ausgestatteten Akten. Eine gelungene Premiere.
Salzburger Nachrichten[6]

„Der fliegende Holländer“ in Regensburg: Seefahrer zwischen Tragik und Klamauk
Für Richard Wagner war es ein Schauermärchen: der verfluchte Holländer, der über die Weltmeere segelt, auf der Suche nach der Frau, die ihn erlöst. Regisseur Uwe Schwarz zeigte die Oper am Theater Regensburg mal von einer anderen Seite. Und das fand BR-KLASSIK-Kritiker Peter Jungblut durchaus stimmig. Am 23. September war Premiere.
BR-Klassik[7]

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[8]

Wenn ein an sich simpler Horrorfilm so über die Maßen erfolgreich ist wie dieser, stellt sich die logische Frage: Warum? Der Name Stephen King, so glanzvoll er auch ist, kann es allein nicht sein, auch wenn man auf einen dickleibigen Buchklassiker zurückblickt und auf eine offenbar unvergessliche Fernsehverfilmung (für jene, die sie gesehen haben). Es ist wohl die wirklich geschickte Vermengung von scheinbarer Normalität und Ängsten, die in den Einzelnen schlummern, gezeigt an einer Handvoll Kindern, die man in diesem mit zweieinviertel Stunden überlangen Film erlebt, in dem Regisseur Andres Muschietti die verschiedenen Welten perfekt ausbalanciert…

Man ist in Derry, einer hübschen amerikanischen Ostküsten-Kleinstadt mit viel Natur rundum. Es beginnt mit einem entzückenden Jungen, Georgie, der im Regen ein Papierschiffchen ins Wasser setzt, das die Straße hinunterfließt. Als das Spielzeug in einen Gully hineinsprudelt und Georgie hineinblickt, sieht ihm ein weißgesichtiger Clown entgegen, den er gar nicht mit Schrecken, sondern Interesse betrachtet. Ja, und dann… dann sieht man mit Entsetzen, wie das Kind in dem Gully verschwindet. Nur einer von vielen, die nach und nach in Derry vermisst werden. „Es“, genannt „Pennywise the Dancing Clown“ (in der Maske steckt mit erschreckendem Ausdruck Bill Skarsgård), schlägt immer wieder zu…

HEUTE: „MERKER-KUNSTSALON“ – eine dringende Empfehlung

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Sehen wir einander heute in der Gatterburggasse ?  Ein Besuch lohnt!

Deutschland hat gewählt!

Dazu bedarf es keines Kommentars meinerseits, dass ist eine innerdeutsche Angelegenheit. Die Deutschen brauchen ebensowenig Zurufe aus dem Ausland wie wir Ösis sie nach dem 15. Oktober brauchen.  Ich denke, dass die Politiker ihre Lehren aus dem Ergebnis ziehen werden.

Einen schönen Wochenenbeginn wünscht

A.C

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-la-traviata-16
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/frankfurt-il-trovatore-stark-umbesetzt
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/moenchengladbach-die-faschingsfee-operette-von-emmerich-kalman-premiere
  4. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-die-wiener-taschenoper-in-the-muth-augarten-der-kleine-harlekin
  5. http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/So-schoen-war-das-Konzert: http://www.haz.de/Nachrichten/Kultur/Uebersicht/So-schoen-war-das-Konzert
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/hoffmanns-erzaehlungen-im-kuriositaetenkabinett-in-salzburg-266365/
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/fliegender-hollaender-regensburg-premiere-kritik-100.html
  8. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-september-2017


24. SEPTEMBER 2017

by ac | 24. September 2017 07:51

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Heute „La Traviata“ an der Wiener Staatsoper: Olga Peretyatko-Mariotti als Violetta. Copyright: scholzshootspeople

Die russische Sopranistin Olga Peretyatko-Mariotti ist ab Sonntag, 24. September 2017 erstmals als Violetta Valéry in Verdis La traviata im Haus am Ring zu erleben. An ihrer Seite geben Jean-François Borras als Alfredo, Paolo Rumetz als Giorgio Germont, Bongiwe Nakani als Annina und Ayk Martirossian als Dr. Grenvil ihre Staatsopern-Rollendebüts; Ilseyar Khayrullova verkörpert die Flora.

James Gaffigan leitet erstmalig La traviata im Haus am Ring.

Reprisen: 27., 29. September, 2. Oktober

Oper Graz: Imponierender Einstieg von Oxana Lyniv als Chefdirigentin


Oxana Lyniv. Copright: Photowerk / Kmetitsch

Schon mutig: Nicht irgendein Best-of wählte Oksana Lyniv für ihren offiziellen Premierenauftritt an der Oper Graz, sondern anspruchsvolle und komplexe Werke. „Mazeppa“ von Franz Liszt – das sei ein „Chefstück“, beschied man ihr einmal. Jetzt machte sie es eben zum „Chefinnenstück“ und formte die symphonische Dichtung von Franz Liszt aus 1850 präzise nach ihren eigenen Vorstellungen…

Großer Jubel am Ende als Willkommensgruß für die „Neue“, die in den nächsten Jahren bestimmt (und hoffentlich) noch viele weitere Herausforderungen an sich und das Grazer Publikum stellen wird.

Imposanter Einstand von Oksana Lyniv
Oksana Lyniv (39), die neue Chefdirigentin der Oper Graz, servierte dem Publikum beim Saison-Eröffnungskonzert keine herkömmliche Kost und nahm es doch ganz für sich ein.
Kleine Zeitung[1]

Demnächst erscheint auch ein Interview, das unsere Grazer Mitarbeiterin Konstanze Kaas mit Oxana Lyniv dieser Tage geführt hat.

HEUTE IM THEATER AN DER WIEN: HÄNDELS „OTTONE“ konzertant

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Max Emanuel Cencic als „Ottone“

Musikalische Leitung: George Petrou

Ottone: Max Emanuel Cencic
Adelberto: Xavier Sabata
Gismonda: Ann Hallenberg
Matilda: Anna Starushkevych
Emireno: Pavel Kudinov
Teofane: Dilyara Idrisova
Orchester: Il Pomo d´Oro

Karlsruhe: „ADRIANA LECOUVREUR“ – Wiederaufnahme am 22.09.2017

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Barbara Dobrzanska (Adriana). Copyright: Falk von Traubenberg

Im Merker 05/2017 berichtete Udo Klebes sehr euphorisch über die Premiere der „Adriana Lecouvreur“ (Francesco Cilea) am Badischen Staatstheater, nach meinem Besuch der heutigen WA kann ich diese Begeisterung in fast jeder Hinsicht teilen. Was für eine gelungene Inszenierung (Katharina Thoma), es gibt sie noch die Könner im Reigen der modernen Regie! Dennoch können sich auch Jene Libretto-Abänderungen bzw. Verfremdungen nicht versagen und somit erachte ich diesen unsinnigen Eingriff ins Geschehen des Finalaktes als völlig überflüssig und entbehrlich…

Zum Bericht[2] von Gerhard Hoffmann

40.000 Euro aus Benefiz-Auktion für Schlingensiefs Operndorf
Eine Benefiz-Auktion, die dem von Christoph Schlingensief gegründeten Operndorf Afrika zugutekommen soll, hat mehr als 40.000 Euro erzielt. Internationale Künstler hatten T-Shirts gestaltet, die am Freitagabend in Berlin versteigert wurden. Beteiligt haben sich rund drei Dutzend Künstler, darunter Norbert Bisky, Monica Bonvicini, Paul McCarthy, Jonathan Meese, Anselm Reyle und Rosemarie Trockel.
Salzburger Nachrichten[3]

Deutscher Schauspielerpreis für Markovics und Drassl

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Große Ehre für Gerti Drassl. Bildquelle: APA (dpa)/Jörg Carstensen

Jutta Hoffmann (76) und Karl Markovics (54) sind am Freitagabend in Berlin mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2017 ausgezeichnet worden. Die Deutsche Hoffmann wurde für die Hauptrolle in der BR-Produktion „Ein Teil von uns“ gewürdigt, Markovics für sein Spiel im BR-„Polizeiruf“ „Und vergib uns unsere Schuld“. Als Komödiantin mit dem Schauspielerpreis geehrt wurde „Vorstadtweib“ Gerti Drassl (39).
Salzburger Nachrichten[4]

Berlin: Volksbühnen-Besetzung geht weiter

Sehr besonnen reagiert Chris Dercon auf die „Besetzung“ seines Theaters. Da er bisher keine Strafanzeige erstattet hat, räumt die Polizei auch nicht zwangsweise. Dadurch wird De-Eskalation betrieben. Wie lange sich die Verantwortlichen diese Provokation gefallen lassen (können), ist aber eine Frage.

Eine Räumung sei nicht geplant, sagte der Sprecher der Berliner Kulturverwaltung, Daniel Bartsch, am Samstag. Die Berliner Polizei war zeitweise vor Ort. Weil der Hausherr keine Strafanzeige gestellt habe, sei nicht eingegriffen worden, sagte eine Sprecherin am Samstag.

Am Freitagnachmittag hatte ein Künstlerkollektiv das Berliner Theater am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt und angekündigt, dort für drei Monate bleiben zu wollen und ein eigenes Programm auf die Beine zu stellen. In dem Haus sind erst ab November Aufführungen des Teams um Dercon geplant. Derzeit finden Vorstellungen nur am zweiten Spielort auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof statt.

Volksbühne besetzt: So ticken die Besetzer
Die Welt[5]
Ein Kommentar zur besetzten Volksbühne
Tagesspiegel[6]

WIEN/ Volkstheater: „HÖLLENANGST. Nestroy-Premiere am 23.9.

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„Höllenangst“. Copyright: lupispuma.com

Auszug aus dem Premierenbericht von Renate Wagner: Erfahrungen erzeugen Erwartungen, und die erste Nestroy-Erfahrung der Ära Badora (vor knapp zwei Jahren, in ihrer ersten Saison) mit „Zu ebener Erde“ waren katastrophal. Auch Bilder erzeugen Erwartungen, und die Fotos, die man vorab von „Höllenangst“ sah, ließen an ein U-Boot oder bestenfalls Horvath denken – alles nur nicht Nestroy. Allerdings sagt die Erfahrung auch, dass der Regisseur Felix Hafner sich in der vorigen Saison intelligent und erfolgreich mit Molières „Menschenfeind“ auseinandergesetzt hat… Und so gab es dann die positive Überraschung: Man sah einen hoch stilisierten, aber in sich stimmigen Nestroy-Abend…

Das Volkstheater war einmal ein Nestroy-Haus. Nun ist es wieder eines. Man kann sich darüber freuen.

Zum Premierenbericht[7] von Renate Wagner

Morgen im „Merker-Kunstsalon: Giuseppe Verdi und Schiller

mit Anna Ryan, Muratcan Atam, Pavel Kudinov und Apostol Milenkov. Am Klavier: Manfred Schiebel

Beginn ist 19,30 h.

Ich werde mir erlauben, Sie morgen nochmals daran zu erinnern!

KONZERT/ KÜNSTLERGESPRÄCH CHRISTINA BAADER BEIM „Online-Merker

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Christina Baader, Peter Skorepa und A.C. beim Interview. Foto: Esther Hatzi

Das dabei entstandene Interview erscheint demnächst!

Keinen Mann gefunden: Frau feiert Hochzeit nun alleine
Laura Mesi hat sich eines im Leben geschworen: Wenn sie bis zu ihrem 40. Geburtstag keinen Mann gefunden hat, feiert sie einfach eine Single-Hochzeit. Gesagt, getan!
Heute.at[8]

Gar keine schlechte Idee. Die Braut erspart sich eine Menge Arbeit, Enttäuschung etc. Wenn dennoch noch der Richtige kommt, gibt es eben noch eine Hochzeit. Man soll nie nie sagen. Dann war die Single-Hochzeit eben eine Party, die aber 10 000 Euro gekostet hat.

Wels/ Oberösterreich:

 In Wels ist in der Nacht auf Sonntag ein Konzert am Messegelände, bei dem u.a. Mark Forster auftrat, wegen einer Bombendrohung abgebrochen worden. 5.800 Personen wurden evakuiert, wie die Polizei berichtete. Auch eine angrenzende Halle, in der sich rund 500 Leute – darunter eine Hochzeitsgesellschaft – aufhielten, wurde geräumt. Sprengstoff wurde allerdings nicht gefunden.
Oe24[9]

Heute Deutschland-Wahl

Als an Politik Interessierter verfolge ich natürlich mit Spannung die erste Hochrechnung (um 18 h)

Ich wünsche einen schönen Sonntag

A.C.

 

  1. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/kultur/klassik/5290970/Oper-Graz_Imposanter-Einstand-von-Oksana-Lyniv
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/karlsruhe-adriana-lecouvreur-wiederaufnahme
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/40000-euro-aus-benefiz-auktion-fuer-schlingensiefs-operndorf-266300/
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/deutscher-schauspielerpreis-fuer-markovics-und-drassl-266252/
  5. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/theater/article168962995/Make-Berlin-Geil-Again.html
  6. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/ein-kommentar-zur-besetzen-volksbuehne-lederer-und-die-besetzer/20368188.html
  7. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-hoellenangst
  8. Heute.at: http://www.heute.at/timeout/virale_videos/story/Laura-Mesi-feiert-Hochzeit-alleine-Single-Wedding-neuer-Trend--50728161
  9. Oe24: http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/oberoesterreich/Wels-Konzert-wegen-Bombendrohung-abgesagt/300908675

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-september-2017


23. SEPTEMBER 2017

by ac | 23. September 2017 08:18

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Oper Frankfurt: „Il Trovatore“ im Krankenstand. Die einzige „Überlebende“: Elza van den Heever (Leonora), auf dem Foto mit Alison King (Ines). Foto: Barbara Aumüller

So wird es in der heutigen Vorstellung am Samstag, dem 23. September 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus

drei kurzfristige Umbesetzungen geben:

Der türkische Tenor Murat Karahan singt anstatt Piero Pretti die Partie des Manrico, welche er im kommenden Jahr auch an der Deutschen Oper Berlin verkörpern wird.

Der slowakische Bariton Dalibor Jenis springt für Brian Mulligan als Graf Luna ein und wird im Oktober diesen Jahres als Verdis Macbeth am Théâtre des Champs-Elysées in Paris zu erleben sein.

Die albanische Mezzosopranistin Enkelejda Shkoza wird nach dem vergangenen Sonntag schon in der zweiten Vorstellung dieser Neuproduktion Tanja Ariane Baumgartner als Azucena ersetzen; diese Partie führte sie kürzlich u.a. zum Festival von Macerata.

Wenn drei von vier Hauptdarstellern der ohnedies extrem auf diese Figuren zugeschnittenen „Verwirroper“ auwsfallen, kann man von einem „Supergau“ sprechen. Jetzt frage ich mich ernsthaft, wofür sechs Wochen geprobt wurde.

Würde das in Wien passieren, würden die Opernfreunde über den (schuldlosen) Direktor herfallen. In Frankfurt nimmt man das gelassener (wohl auch, weil die Menschen durch die morgen stattfindende Bundestagswahl abgelenkt sind und es auf der Welt weit wichtigere Dinge als Oper gibt).

Wien ist jedenfalls anders – hysterischer!

Unfassbar: Theaterbesetzung in Berlin – und das einen Tag vor der Wahl

Volksbühne: Künstlerkollektiv besetzte Berliner Volksbühne 

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Theater Volksbühne in Berlin. Bildquelle: APA (AFP)/TOBIAS SCHWARZ

Berlin (APA/dpa) – Der Streit um die Berliner Volksbühne und ihren neuen Intendanten Chris Dercon eskaliert: Aktivisten haben am Freitagnachmittag das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt. Sie wollten für zunächst drei Monate bleiben und ein eigenes Programm erstellen. Vor das Theater hängten sie ein Transparent mit dem Schriftzug „Doch Kunst“ und verschlossen einige Türen des Gebäudes mit Ketten und Schlössern…

In dem Haus solle ein neues „Anti-Gentrifizierungszentrum“ entstehen, kündigte eine Sprecherin der Besetzer an. Die Aktivisten riefen ehemalige Mitglieder der Volksbühne zum Mitmachen auf. Berlin sei in den vergangenen Jahren der „Verwertung des Kapitals“ ausgesetzt worden.

Mehrere Hundert Menschen verfolgten das Statement im Foyer an Ort und Stelle. Es gehe nicht um die Personalie Chris Dercon. Der könne in der zweiten Spielstätte der Volksbühne am Tempelhofer Flughafen bleiben. Im Gebäude der Volksbühne solle hingegen ein „Parlament der Wohnungslosen“ entstehen…

Berlin: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz besetzt
Etwa hundert Menschen haben am Freitagnachmittag die Berliner Volksbühne besetzt. Die Aktion richte sich gegen die Kultur- und Stadtpolitik in Berlin.
Tagesspiegel[1]

Na super! Haben die Verantwortlichen alles im Griff?

Wie geht es weiter? 

   Bis tief in die Nacht hat es Gespräche zwischen den Aktivisten, der Kulturverwaltung und dem Volksbühnenteam gegeben. Das bestätigte der Sprecher des Theaters Johannes Ehmann der Deutschen Presse-Agentur. Auch Intendant Chris Dercon und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) waren in die Verhandlungen eingebunden.

 Am Samstag werde es weitere Gespräche geben, sagte der Sprecher der Berliner Kulturverwaltung, Daniel Bartsch, der dpa. Eine Räumung sei nicht geplant. Die Aktivisten kündigten unterdessen eine „erste Vollversammlung“ für Samstagnachmittag an – und riefen via Twitter zu Sachspenden wie Toilettenpapier oder Büromaterial auf.

Kirill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester: Tannhäuser in Tokio

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„Tannhäuser“ in der Castellucci- Inszenierung. Copyright: Wilfried Hösl

Seit knapp zwei Wochen ist Kirill Petrenko mit seinem aktuellen Orchester, dem Bayerischen Staatsorchester, auf Asien-Tournee. Zwei Opernproduktionen hat Nikolaus Bachler für die Asien-Tournee ausgewählt: Den „Tannhäuser“, eine Regiearbeit von Romeo Castellucci und die „Zauberflöte“ in der Everding-Inszenierung aus den 1970er Jahren. Gestern feierte Wagners „Tannhäuser“ in Tokio Premiere – auf einer breiteren aber kürzeren Bühne als im Bayerischen Nationaltheater und ohne Engelsloge
BR-Klassik[2]

NEU in unseren Kritiken:

Darmstadt: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Hilsdorf erzählt die Geschichte und kann sich dabei eine Eitelkeit nicht verkneifen: Samiel! Nein, wir sind nicht im falschen Stück! Aber weil, so Hilsdorf, es eine „Reminiszenz an den Freischütz“ geben soll, wird diese Figur als blondhaariges Zwitterwesen eingeführt. Und da es offenkundig noch immer Menschen gibt, die die Anatomie des menschlichen Körpers nicht kennen……, ja da darf Frau Samiel nackte Brüste und einen XL-Penis zur Schau tragen! Erhellend ist das zu keinem Zeitpunkt und somit völlig überflüssig!

Zum Bericht[3] von Dirk Schauß

LINZ/ Black-Box des Musiktheaters: LA ROSINDA von Francesco Cavalli

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Julia Grüter in der Titelrolle und Xiaoke Hu als Clitofonte (Copyright: Alexi Pelekanos)

Regisseur Gregor Horres verwendete in seiner Inszenierung viele Klischees aus früheren Opernzeiten: Es gibt eine geflutete Bühne, um die Insel als Spielort zu zeigen, ein paar Koffer und Aktentaschen zum Transport des Badezeugs etc. Aus einem Revolver werden Schüsse abgefeuert – mit dem Nebeneffekt, dass eingenickte Zuschauer und Zuschauerinnen wieder aufgeweckt werden. Positiv ist anzumerken, dass durch die kreative Personenführung des Regisseurs das gute Sängerensemble sich auch darstellerisch exzellent entfalten konnte.

Zum Bericht [4]von Udo Pacolt

AMSTERDAM: LA FORZA DEL DESTINO. Premiere 9.9. besuchte Vorstellung 13.9.2017

Um eine Aufführung auf solch einem Niveau in Deutschland erleben zu können, muss man schon nach München oder Berlin reisen. Die Nationale Oper in Amsterdam ist das einzige Haus der Niederlande mit festem Ensemble, spielt aber international ganz vorne mit, wie jetzt die Neuproduktion von „La Forza del Destino“ beweist, die als Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden herauskam…


Copyright: DNT

http://www.deropernfreund.de/amsterdam-dno.html [5](Rudolf Hermes)

LÜTTICH/ Opera de Wallonie: „MANON LESCAUT – Klassisch bebildertes Melodram. Premiere am 19.9.

Das königliche Opernhaus der Wallonie in Lüttich tut sich seit Jahren mit einem Spielplan hervor, der sich durch eine gelungene Mischung aus Repertoireklassikern und selten bis seltenst gespielten Raritäten auszeichnet. So plant das Haus in der gestern begonnen Saison 17/18 neben „Rigoletto“, „Carmen“ und „Le Nozze di Figaro“ unter anderem auch Donizettis „Favorite“, Rossinis „Donna del lago“ und Aubers „Domino noir“. Die Spielzeit eröffnen durfte allerdings Puccinis heutzutage neben seiner „Tosca“, der „Bohéme“ oder „Madama Butterfly“ ein wenig stiefmütterlich behandelte „Manon Lescaut“…

http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html / [6]Jochen Rüth

Wien/ VOLX (Volkstheater in den Bezirken): DAS HAUS AM SEE

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Copyright: lupispuma/ Volkstheater

WIEN / Volx/Margareten, Aufführung für die Bezirke: DAS HAUS AM SEE von Ernest Thompson
Premiere: 22. September 2017

Es ist fast unvermeidlich, dass man bei „Das Haus am See“ (oder „On Golden Pond“ bzw. „Am goldenen See“) an den Film von 1981 denkt. Er wurde nicht zuletzt deshalb so berühmt, weil der alte Henry Fonda und seine Tochter Jane Fonda auch auf der Leinwand Vater und Tochter spielten (im wahren Leben so entfremdet wie im Film…). Und als alte Mutter stand Katherine Hepburn vor der Kamera. Man täte sich schwer, so etwas zu vergessen.

Dennoch hat das Volkstheater keinen „Film“ auf die Bühne gebracht, sondern das originale Theaterstück von Ernest Thompson, das für die Praxis viele Vorteile hat: nur einen Schauplatz, sechs sehr gute Rollen und, obwohl zwar äußerlich unzeitgemäß (kein Handy, kein Computer, beim Telefonieren mit einem altmodischen Telefon mit Wählscheibe verlangt man noch die Vermittlung!), ein ziemlich ewiges Thema, eigentlich zwei: Altwerden und Familienschmerzen. Wer kennt das nicht, entweder selbst oder in seiner unmittelbaren Nähe…

Zum Bericht[7] von Renate Wagner

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[8]

Die alte Frau – Großmutter, Mutter, Ehefrau – ist tot. Nach dem Begräbnis möchte die mittelalterliche Tochter Uli (Suzanne von Borsody) den 92jährigen Vater Eduard Leander (Jürgen Prochnow, der in seiner introvertierten Stille tief beeindruckt) am liebsten ins Heim verfrachten, während es der Enkelin Adele (Petra Schmidt-Schaller) mehr oder minder egal ist, wie es weitergeht.

Eines aber steht jedenfalls fest: Der alte Mann hat einen eisernen Kopf. Jetzt, wo er „frei“ ist, will er zu seiner großen Reise in die Vergangenheit aufbrechen. Und weil sich die Tochter ja doch um ihn sorgt, schickt sie ihm die Enkelin (die ja in der Bar einen Job hat, bei dem sie auch mal wegbleiben kann) hinterher…

HEUTE beim Online-Merker: Mezzosopranisten Christina Baader zu Besuch – verbringen Sie mit uns einen gemütlichen Abend

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Christina Baader ist in die Grazer „Eugen Onegin“-Produktion involviert (Dezember) und singt im Frühjahr 2018 im Wiener Konzerthaus im „Verdi-Requiem“ den Mezzopart. Die „Favorite Arias“ singt sie bei uns heute live, ansonsten wollen wir mit der Sängerin locker plaudern. Bei uns wird niemand „verhört“, es soll angenehm und – wenn geht – auch unterhaltsam sein. Ich freue mich immer auf das Danach, da geht es oft lustig zu. Getränke (Sie sind eingeladen) gibt es bei uns genug.

Kommen Sie, wir warten auf Sie!

Ein Youtube-Video von einer anderen in Wien lebenden Mezzosopranistin:

Maryna Lopez- Ein Konzert in der Ukraine

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Maryna Lopez.

ZUM YOUTUBE-VIDEO[9]

Maryna Lopez gibt am 5. Oktober um 19 h im Amtshaus Brigittenau (Brigittaplatz 10, 1200 Wien) einen Leder- und Arienabend

Deutscher Wahlendspurt: Parteien werben um Unentschlossene
Einen Tage vor der Wahl werben die Parteien noch einmal um Stimmen. Am Freitag demonstrierte Merkel Einheit mit Seehofer, Schulz verwendete harte Worte für die AfD.
Salzburger Nachrichten[10]

Wirklich spannend ist diese Wahl ja nicht mehr, bestenfalls ist das Gerangel um den dritten Platz noch offen.

Dafür spitzt es sich in Österreich zu:

Starke Nerven sind gefragt, allen sind die scheinbar nicht gegeben (Absage eines Interviews gestern bei oe-24). Nun spielt sogar eine „männliche Prinzessin“ mit! „Basti Fantasti“ (ein Meidlinger!) scheint der Konkurrenz zu enteilen und kann sich wohl nur mehr selbst ein Bein stellen. Bei uns in Österreich geht es immerhin um Platz 2 – auch das ist eine Steigerung gegenüber unseren deutschen Lieblingsnachbarn.

Drei Wochen lang wird es rund gehen – und dagegen haben die Theater keine Chance – zumindest was mich betrifft. Keine 10 Rösser bringen mich in einen Musentempel, wenn sich die „Großen Drei“ im TV matchen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/theaterstreit-in-berlin-eskaliert-volksbuehne-am-rosa-luxemburg-platz-besetzt/20365854.html
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kirill-petrenko-bayerisches-staatsorchester-nikolaus-bachler-tournee-tokio-102.html
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/darmstadt-der-fliegende-hollaender-der-hollaender-und-die-blonde-frau
  4. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/linz-black-box-des-musiktheaters-la-rosinda-von-francesco-cavalli-opernraritaet
  5. http://www.deropernfreund.de/amsterdam-dno.html : http://www.deropernfreund.de/amsterdam-dno.html
  6. http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html / : http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-volx-das-haus-am-see
  8. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  9. ZUM YOUTUBE-VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=B7TjWgtyztA
  10. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/politik/sn/artikel/deutscher-wahlendspurt-parteien-werben-um-unentschlossene-266263/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-september-2017


22. SEPTEMBER 2017

by ac | 22. September 2017 08:24

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Wiener Staatsballett: Heute Rollendebüt als „Giselle“: Nina Polakova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Pöhn

Das Wiener Staatsballett beginnt am Freitag, 22. September 2017 seine Staatsopernsaison mit Giselle in der Fassung von Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa. Mit dieser Wiederaufnahme kehrt eines der bekanntesten und beliebtesten Ballette des klassischen Repertoires zurück auf die Bühne des Hauses am Ring, wo es 2011 zum letzten Mal gezeigt wurde.

Unter der musikalischen Leitung von Valery Ovsyanikov sind in den sieben Vorstellungen alternierende Besetzungen zu erleben:

Ihre Rollendebüts am 22. September 2017 geben Nina Poláková als Giselle, Denys Cherevychko als Herzog Albrecht, Eno Peci als Hilarion, Natascha Mair und Dumitru Taran als Bauernpaar und Rebecca Horner als Myrtha (Reprise in dieser Besetzung am 24. September, 11.00 Uhr).

Die Vorstellung am 28. September (in anderer Besetzung) wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com[1]; die Aufführung am 1. Oktober wird im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Restkarten für die Vorstellungen am 24. und 28. September sind erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at[2]

Wiener Staatsoper: Solistenkonzert Erwin Schrott. War es eine Mogelpackung?

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Giulio Zappa und Erwin Schrott beim Schlussapplaus. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Das Publikum tobte vor Begeisterung. Nicht so der „Standard“-Kritiker Daniel Ender, der das schrieb, was man einen Verriss nennt. In seinem Medium gehen bei den Leserreaktionen deshalb die Wogen hoch.

Erwin Schrott gilt als Publikumsliebling, der gerne seinen Charme spielen lässt. Der Bassbariton unterhält mit mehr oder weniger witzigen Sprüchen und setzt eine Dynamik in Gang, die dazu führt, dass sich das Haus bereits unterhalten fühlt, wenn er nur seinen Namen sagt. Schrott mag dabei sympathisch wirken…

Was er Mittwochabend in der Staatsoper, von Giulio Zappa am Klavier begleitet, jedoch ansonsten bot, war künstlerisch des Rahmens und Veranstaltungsortes nicht wirklich würdig. Viel eher machte der Abend den Eindruck einer noch nicht einmal ernsthaft vorbereiteten Mogelpackung. Besonders der erste Teil mit Sarti, Marcello, Mozart und Gounod wirkte, als hätten sich zwei rasch zur Korrepetitionsprobe zusammengefunden. Der Sänger klebte an seinen Noten und machte nicht einmal den Versuch einer ansatzweisen Gestaltung…

Erwin Schrott: Sängerclown mit Knödeln
Der Bassbariton rockte die Wiener Staatsoper –
Der Standard[3]

Jonas Kaufmann will künftig mehr auf seine innere Stimme hören

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Jonas Kaufmann. Copyright: James Croucher

Opernsänger Jonas Kaufmann (48) will in Zukunft stärker auf seine „innere Stimme“ hören. Nach einer Pause wegen angegriffener Stimmbänder sei er vorsichtiger geworden, sagte der Tenor der Deutschen Presse-Agentur. Er müsse aufpassen und spüren, wieviel für ihn möglich und wieviel schädlich sei. Eine Schonhaltung habe er sich jedoch nicht auferlegt, seine Stimme sei klarer und stärker denn je.

Er fühle sich aber darin bestärkt, bei Anzeichen von Problemen im Zweifelsfall auch Nein zu einem Engagement zu sagen. Der Druck auf einen Künstler, nicht krank werden zu dürfen, könne allerdings immens sein. „Es ist eine für beide Seiten höchst unangenehme Situation, wenn der Veranstalter sagt: ‚Oh Gott, das ist das wichtigste Ereignis des Jahres, Sie dürfen nicht absagen, alle Fans warten auf Sie.'“

Die Karriere sei kein Wunschkonzert. „Ich kann nicht alle halbe Jahre meine Meinung ändern und alles, was geplant ist, über den Haufen werfen. Da werden dann keine Verträge mehr kommen und eine Garde von Anwälten bereit stehen, um mich zu verklagen“, sagte der Sänger. Am 29. Oktober wird Kaufmann in Hamburg mit einem Echo Klassik geehrt.

Jonas Kaufmann: Die Karriere ist kein Wunschkonzert
Er zählt zu den Klassikstars aus Deutschland: Nach einer Pause ist der Tenor Jonas Kaufmann wieder ganz da. Im Zweifelsfall will er in Zukunft aber auch mal Nein sagen
Hamburger Abendblatt[4]
Kaufmann will stärker auf innere Stimme hören
Musik heute[5]

So genannte „Fans“ haben mit übertriebener Verehrung schon viel angerichtet. Ein kluger Sänger muss wissen, wann es für ihn gefährlich wird und auch absagen können. Das Gewinsle der Veranstalter hat ihn ebenso wenig zu interessieren wie die Enttäuschung der Fans. Als Jonas Kaufmann zu einer langen Pause gezwungen war, hatten ihn viele in der Branche bereits abgeschrieben, ihm ein „Villazon-Schicksal“ vorausgesagt.

Nun, er ist wiedergekommen. Dass er nun aber vorsichtig ist, müssen auch die Fans verstehen, dann werden sie von Fans zu Freunden. Von Veranstaltern ist Verständnis eher nicht zu erwarten, dafür steht zu viel Geld auf dem Spiel. Aber jeder ist sich selbst der Nächste!

Klagenfurt/ „La Traviata“ Zeitgemäßes Musiktheater mit ausdrucksstarker Violetta


Copyright: Aljosa Rebolj

http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html[6]

WAGNERS „RING“ IM MARIINSKI-THEATER St. Petersburg. Vom 19.-22.10.2017 – AN VIER AUFEINANDERFOLGENDEN TAGEN

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Michael Güttler ist musikalischer Leiter des Mariinski-Rings

Konzeption: Valery Gergiev und George Tsypin
Musikalische Leitung: Michael Güttler

Mehr Info[7]

London/ Royal Opera House: Und wieder taucht eine neue Stimme auf. Auf den internationalen Sängermarkt herrscht dichtes Gedränge


Kristina Mkhitaryan

German soprano Anett Fritsch has withdrawn from singing the role of Micaëla in The Royal Opera’s “Carmen” due to pregnancy.

As a result the role will be sung on Feb. 6, 10, 14, 20, 23 and March 3 and 6 by Russian soprano Kristina Mkhitaryan, who will make her Royal Opera debut in the role.

Kristina Mkhitaryan To Make Royal Opera House Debut In “Carmen’
“German soprano Anett Fritsch has withdrawn from singing the role of Micaëla in The Royal Opera’s “Carmen” due to pregnancy.”
http://operawire.com/kristina-mkhitaryan-to-make-royal-opera-house[8]

Berlin: Aktivisten wollen Volksbühne besetzen

Weil sie Chris Dercon als Ausdruck der Gentrifizierung betrachten, plant eine politische Gruppe die Übernahme der Volksbühne – inklusive Alternativ-Spielplan…

Vor einigen Tagen wurde über die Facebook-Seite des Berliner Alexander Verlags ein Aufruf der Gruppe „Staub zu Glitzer“ geteilt, in der diese die Besetzung der Volksbühne ankündigt. Darin heißt es, dass ein Organisationsteam, bestehend aus 48 Personen, seit Monaten „im Verborgenen und in Vollzeit“ einen dreimonatigen Alternativspielplan ausgearbeitet habe. Es ist von einer erwarteten, breiten „Welle der Solidarität“ und „Publikumsströmen“ im Falle der Machtübernahme zu lesen. Die Vorbereitungen für den Umsturz sei zudem von Beginn an von einem Dokumentarfilmteam und Journalisten begleitet worden…

Widerstand gegen Dercon: Aktivisten wollen Volksbühne besetzen
Tagesspiegel[9]

WIEN / Theater in der Josefstadt: WIE MAN HASEN JAGT von Georges Feydeau

Regie Folke Braband Bühnenbild und Kostüme Stephan Dietrich Musik Felix Huber Stunt-Choreografie Mel Stein Choreografie Kerstin Gmoser Danzer Dramaturgie Doris Happl Licht Manfred Grohs Duchotel Roman Schmelzer Moricet Martin Niedermair Cassagne Holger Schober Gontran Tobias Reinthaller Bridois, Polizeikommisar Alexander Strobele Leontine Pauline Knof Madame Latour Elfriede Schüsseleder Babet Gioia Osthoff Erster Polizist Jörg Reifmesser Zweiter Polizist Manuel Waitz

Copyright: Theater in der Josefstadt

Premiere: 21. September 2017

Besucht wurde die Generalprobe

„Wie man Hasen jagt“ war nicht das erste Stück, aber der erste Erfolg von Georges Feydeau (1862-1921), sozusagen das Grundmodell für alles Seitenspringe-Gehopse, das dann noch folgen sollte und ein eigenes Genre des französischen Boulevards begründete. Man hat dieses Stück und andere aus seiner Feder in Wien so oft gesehen, dass man sich fragt, ob sie eigentlich noch funktionieren, nicht zuletzt ihrer Vorhersehbarkeit wegen. Im Theater in der Josefstadt löst die Geschichte – in der im Grunde nur eine Häsin auf die Bühne kommt – nicht gerade brüllendes Gelächter aus…

An sich macht der Abend nichts falsch. Aber dergleichen besetzt man, wenn schon, denn schon, mit seinen besten, berühmtesten „ernsten“ Schauspieler, die sich bei solchen Gelegenheiten einen Jux machen. Für doch eher glanzloses Durchschnitts-„Repertoire“ eignet sich so ein Feydeau-Abend nicht.

Zum Bericht[10] von Renate Wagner

WIEN / Blumenhof: FREIHEIT von Volker Schmidt. Uraufführung

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Copyright: Igor Ripak

Eine Produktion der new space company
Premiere: 21. September 2017

Volker Schmidt, geboren in Klosterneuburg, als Schauspieler, Regisseur und Autor Allroundmann des Theaters, hat mit der von ihm begründeten „new space company“ ein eigenes Stück zur Uraufführung gebracht. „Freiheit“ ist eine Satire auf heutige Befindlichkeiten von Intellektuellen, wobei Schmidt keine Scheu davor hat, in seinen fünf Personen quasi fünf Archetypen in all ihren Klischees auf die Bühne zu bringen…

…Alles in allem marschieren unsere Zeitgeist-Pflanzen amüsant am Zuschauer vorbei und offenbaren Sprüche klopfend ihre toten Seelen: Über die Pseudo-Ideale, die sie anbieten, darf man lachen, besonders weil sie so schlicht gestrickt sind… Großer Premierenerfolg.

Zum Premierenbericht[11] von Renate Wagner

WIEN/ Galerie des Online-Merker „strichelei“: „ARTZAK“ – armenische Impressionen in Aquarellen.

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Ausstellung vom 19. September  bis Anfang November 2017

Zum Ausstellungsbericht[12]

Morgen, Samstag, haben Sie die Gelegenheit, die Ausstellung im Rahmen unseres Künstlergesprächs mit der Mezzosopranistin Christina Baader (Frau Baader singt bei uns auch live) zu besichtigen – und dabei noch auf unsere Einladung auf das Erlebte und Gesehene anzustoßen. Beginn in der Online-Galerie ist um 19,30 h! Sie sind herzlich eingeladen!

L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt ist tot

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Ihr Leben war ein Roman – aber ohne Happy End: Die Hauptaktionärin des Kosmetikgiganten L’Oréal, Liliane Bettencourt, ist in Frankreich im Alter von 94 gestorben. Kurz nach einem Gerichtsurteil in der Affäre, die ihren Namen trug. –
http://derstandard.at/2000064542744/LOreal-Erbin-Liliane-Bettencourt-ist-tot[13]

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com
  2. www.wiener-staatsoper.at: http://www.wiener-staatsoper.at
  3. Der Standard: http://derstandard.at/2000064478432/Erwin-Schrott-Saengerclown-mit-Knoedeln
  4. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211995385/Jonas-Kaufmann-Die-Karriere-ist-kein-Wunschkonzert.html
  5. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16582/jonas-kaufmann-will-staerker-auf-innere-stimme-hoeren/
  6. http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html: http://www.deropernfreund.de/klagenfurt-6.html
  7. Mehr Info: http://www.mariinsky-theater.com/performance/_Das_Rheingold___the_preliminary_evening/19-October-2017/19:00/5884/
  8. http://operawire.com/kristina-mkhitaryan-to-make-royal-opera-house: http://operawire.com/kristina-mkhitaryan-to-make-royal-opera-house
  9. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/widerstand-gegen-dercon-aktivisten-wollen-volksbuehne-besetzen/20361210.html
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-josefstadt-wie-man-hasen-jagt
  11. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-blumenhof-freiheit
  12. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-galerie-des-online-merker-strichelei-artzak-armenische-impressionen-in-aquarellen
  13. http://derstandard.at/2000064542744/LOreal-Erbin-Liliane-Bettencourt-ist-tot: http://derstandard.at/2000064542744/LOreal-Erbin-Liliane-Bettencourt-ist-tot

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-september-2017


21. SEPTEMBER 2017

by ac | 21. September 2017 08:33

Erwin Schrott bescherte der Wiener Staatsoper ein rappelvolles Haus. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Solistenkonzerte sind manchmal Sorgenkinder, was die Auslastung betrifft. Meist finden sie im Vorfeld von Premieren statt, weil sie mit relativ wenig technischen und personellen Aufwand auf die Bühne zu stellen sind. Erwin Schrott ist allerdings weit mehr als ein Füllprogramm.

Renate Wagner bestätigt ein volles Haus: Erwin Schrott könnte es sich leicht machen. Auf der Bühne Don Giovanni und Leporello, die Mephistos von Gounod und Boito, mal Escamillo, mal Dulcamara und neuerdings auch Scarpia (den wir bald erleben werden) – und im übrigen könnte er mit seinen „Tango“-Programmen um die Welt reisen und das Publikum entzücken. Aber er macht es sich auch schwer, wie sein vielfältiger Abend an der Wiener Staatsoper bewies. Das (rappelvolle!) Solistenkonzert mit Giulio Zappa am Klavier setzte auf Anspruch und Vielfalt. Natürlich auch, damit Erwin Schrott jede Nuance seines Könnens auspacken konnte – aber das ist ja schließlich legitim?…

die schönsten Schmachtfetzen, darunter „L’ultima canzone“ – jene verführerische, unwiderstehliche „Serenata“, bei der die Stimme so richtiggehend schmelzen kann…

Ja, und ein wahrer Opernsänger kann es nicht lassen, er zeigt, was er – unter anderem – am besten kann, noch einmal Mephisto, diesmal von Boito, „Son lo spirito che nega“ mit so viel Kraft gesungen, dass es Gänsehaut erzeugte, bis zum finalen, virtuosen Pfiff.

Die erste Zugabe galt der Leporello-Arie, Schrott ist wirklich einer der großen Mozart-Sänger unserer Zeit, Kraft, Beweglichkeit und Schönheit der Stimme sind auf ihrem Höhepunkt, den Ausdruck hat er bis ins Detail im kleinen Finger. Und dann erst gab er dem Publikum, was es erhofft haben mag – erst a capella, dann „Rojo Tango“, wobei Tango mit Schrott keine billige Unterhaltung, sondern hohe Kunst ist. Zugaben und Applaus verlängerten den Abend um gut 25 Minuten.

Zum Bericht[1] von Renate Wagner

Ich erinnere mich noch gut daran, wie Opernfreunde Erwin Schrott als „Herr Netrebko“ bezeichnet  und seinen Erfolg nur seiner berühmten Frau zugeschrieben haben. Hinderlich war die Verbindung mit A.N. sicher nicht, nun aber stellt er auch selbst seinen Mann – und wie!

BERLIN: Die Staatsoper Unter den Linden und  Kultursenator Dr. Klaus Lederer laden am 7. Oktober zu einem KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt in das Opernhaus ein

Nach einer siebenjährigen Sanierungsphase findet im Oktober die lang erwartete Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden statt. Insbesondere bei den Berlinerinnen und Berlinern möchten sich die Staatsoper und der Kultursenator Dr. Klaus Lederer bedanken und laden sie am 7. Oktober um 12:30 Uhr zu einem KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt in das Opernhaus ein. Zusätzlich wird das Konzert auf den Bebelplatz übertragen und damit auch vor dem Haus erlebbar sein.

 

Unter der musikalischen Leitung ihres Generalmusikdirektors Daniel Barenboim spielt die Staatskapelle Berlin ein vielfältiges Programm, mit March Nr. 1 aus »Pomp and Circumstances« von Edward Elgar, der Ouvertüre zu »La forza del destino« von Giuseppe Verdi, »Vltava« (»Die Moldau«) aus dem Zyklus »Ma vlást« (»Mein Vaterland«) von Bedřich Smetana sowie Claude Debussys »Iberia aus Images«.

Haben wir immer noch das Sommerloch? Ein untrügliches Zeichen dafür ist, wenn über Sängergagen diskutiert wird

Was kostet ein Auto? Eine strohdumme Frage, denn zwischen einem Ferrari und dem Auto, das ich fahre, liegen preislich Welten. Nur, wer kann sich einen Ferrari leisten?

Auch unter den Sängern gibt es Ferraris und „preisgünstige Modelle“. Wobei tatsächlich mehr Ferraris in der Welt herumkurven als Sänger, die monetär in der Kategorie Ferrari angesiedelt sind. Da scheinbar derzeit medial in dieser Branche nicht viel los ist, greift BR-Klassik wieder einmal tief in die Mottenkiste und exhumiert das Thema Sängergagen:

Was verdient ein Opernsänger? Spitzengage oder Hungerlohn?

Verdienen Opern-Stars wie Anna Netrebko zu viel? Oder zu wenig? Warum verdient ein Sänger an einem Stadttheater manchmal weniger als ein Orchestermusiker? Uwe Friedrich untersucht im ersten Teil der neuen BR-KLASSIK-Serie „Einblicke ins Klassikbusiness“ das heikle Thema der Sängergagen…

New York zahlt auch für namhafte Sänger weniger als Houston, München zahlt weniger als Köln, das war schon immer so. Kluge Sänger nutzen den Prestigegewinn von Auftritten an den renommierten Häusern, um die Preise andernorts hochzuhalten. Immer wieder wird die Existenz von Gagenlisten bestritten, mit denen sich die Opernhäuser angeblich abstimmen. Künstleragent Reineke geht trotzdem davon aus, dass es sie gibt, und ist überzeugt, dass sich zumindest die Opernhäuser, die in der „Deutschen Opernkonferenz“ organisiert sind, auch beim Thema Gagen absprechen: „Unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten würde man das ein Kartell nennen.“ 

Lesen Sie mehr darüber in BR-Klassik[2]

Berlin erinnert mit Gedenktafel an Ruth Berghaus

Berlin will mit einer Gedenktafel an die Regisseurin, Choreographin und Intendantin Ruth Berghaus (1927-1996) erinnern. Die Tafel soll am Donnerstag am früheren Wohnhaus der Künstlerin im Stadtteil Pankow angebracht werden, teilte die Kulturverwaltung am Mittwoch mit.
Musik heute[3]

Wiesbaden: Eine Oper, die die Welt verändert
Søren Nils Eichbergs hoch reflektiertes Musiktheater „Schönerland“ in einer sorgfältigen Uraufführung
Frankfurter Rundschau[4]

DER KARLSRUHER „RING DER VIELFALT“ FINDET SEINEN ABSCHLUSS (15.10. „Götterdämmerung“)

 Ks. Konstantin Gorny (Hagen). © Felix Grünschloß

Der Karlsruher Ring der Vielfalt[5], ein Projekt mit vier Regisseuren über drei Spielzeiten, findet seinen Abschluss! Götterdämmerung ist ab Sonntag, 15.10., auf der Bühne im Großen Haus zu erleben.

„La Bohème“ – schon kurz nach der Premiere kommt die neue Produktion aus dem Royal Opera House weltweit auf die Kinoleinwände (3. Oktober)

 

Die teilnehmenden Kinos in Österreich
A-1200 Wien UCI KINOWELT Millennnium City 03.10.2017
A-1060 Wien English Cinema Haydn 03.10.2017
A-2500 Baden Cinema Paradiso Baden 03.10.2017
A-3100 St. Pölten Cinema-Pardiso St. Pölten 03.10.2017
A-4061 Pasching Hollywood Megaplex  Pluscity 03.10.2017
A-4650 Lambach Lichtspieltheater Lambach 03.10.2017
A-6020 Innsbruck Metropol Multiplex 03.10.2017
A-8020 Graz UCI KINOWELT Annenhof 03.10.2017
A-9020 Klagenfurt Wulfenia Kino 03.10.2017

WIEN, HEUTE PREMIERE/ NEW SPACE COMPANY im Blumenhof (1020 Blumauergasse 6 (U2 Taborstraße)

 

Premiere: 21. September 2017, 20 Uhr

Vorstellungen: 24., 27., 28., 29. und 30. September; 1. und 3. Oktober 2017 – jeweils 20 Uhr

Blumenhof,  Blumauergasse 6, 1020 Wien (U2 Taborstraße)

karten@newspacecompany.at[6] oder T. 0699-10013120

Fünf typische Vertreter jener Gruppe urbaner, ökologisch und politisch verantwortungsvoller Menschen, die alles richtig machen wollen, verbringen ein Wochenende in ihrem Landhaus. Es sollen ein paar entspannte Tage sein – doch spätestens seit Tschechow weiß man, dass der Rückzug aufs Land kein gutes Ende haben wird. Die Welt der vier gerät im Laufe des Abends ins Wanken – Gewissheiten werden zu Plattitüden, Überzeugungen enttarnen sich als scheinheilige Political Correctness. Realisiert wird das Stück in einem installativen Setting, einer Mischung aus Party-Location und Landhaus-Flair, angelegt in der beeindruckenden Industriearchitektur des Blumenhofes. Die Zuschauer sitzen dabei mitten im Geschehen.

Filme der Woche

FilmCover  Baumschlager~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[7]

Gleich zu Beginn – der Titel ist verdammt ähnlich, aber mit der TV-Grotesk-Serie „Braunschlag“ hat der „Baumschlager“ nichts zu tun. Das ist der Name eines Mannes mittleren Alters, der mit blauem Barett für die UNO auf den Golan-Höhen tätig ist. Er sieht so harmlos und unbedeutend aus wie Thomas Stipsits, und daraus zieht Drehbuchautor / Regisseur Harald Sicheritz einen Teil seines Witzes: Der gute Mann, als Sexobjekt an sich keines zweiten Blicks wert, wird nämlich von Frauen geradezu überfallen – die Israelin, die Jordanierin, dann noch die Agentin, die ihm aus Österreich nachgereist ist. Und die Ehefrau hat es auch nicht ungern – alle wollen Sex von ihm. Und er muss sich da irgendwie durchwurschteln…

Das große Wort „Politsatire“ passt auf den relativ harmlosen Film – und gar für einen Regisseur wie Siderits, den man ja als Extremisten kennt – wirklich nicht. Die Probleme des Nahen Ostens spielen sich zwischen Israel, dem Libanon und dem österreichischen Außenamt auf rein schlicht-komödiantischer Ebene ab. Baumschlager hat Sigal Cohen (Meyrav Feldman: blond, fesch, entschlossen und nicht ungefährlich), die israelische Soldatin, die sich von ihm, dem UNO-Mann, Protektion erhofft, am Hals – besonders gern hält sie ihm beim Sex eine Maschinenpistole in den Mund. Gleichfalls stürzt sich Rania (Moran Rosenblat, eine Schönheit und trickreiches Rübensüßchen) aus mächtiger jordanischer Familie auf ihn, die anfangs scheinbar nur Deutsch lernen will, aber dann zu Baumschlager flüchtet, als sie zwangsverheiratet werden soll, sich ihm an den Hals wirft und fest entschlossen ist, mit ihm nach Österreich zu gehen… Ihr Verschwinden setzt den Papa General, der (Islam hin oder her) unter den Damen seiner Familie ziemlich leidet, wütend in Bewegung…

Österreich
FPÖ-Kultursprecher: „Künstler lassen sich gern instrumentalisieren“
Walter Rosenkranz sitzt seit knapp zehn Jahren für die FPÖ im Nationalrat. Als Kultursprecher kandidiert er nun zum letzten Mal. Im Gespräch bricht er eine Lanze für die Hochkultur und spricht über die Identitären. Für ein Haus der Geschichte würde er tief graben –
Der Standard[8]

…Bei der Frage, was gefördert werden soll, hält Rosenkranz die sogenannte Hochkultur und Repräsentatives für prioritär: „Nach Österreich kommen die Leute wahrscheinlich nicht, um jemanden zu hören, der sich im Hinterhof Didgeridoo-Blasen beigebracht hat. Das ist nicht das, was ich staatlich fördern muss.“ – derstandard.at/2000064305319/FPOe-Kultursprecher-Kuenstler-lassen-sich-gern-instrumentalisieren[9]

Da liefert uns der Herr Dr. Rosenkranz aber ganz neue Erkenntnisse. Künstler müssen sich seit Jahrhunderten mit den Regierenden arrangieren, Ioan Holender hat den Spagat zu Schüssel hin und dann wieder zurück meisterhaft geschafft. Eine Partei, die aus der Regierung fliegt, wird sich wundern, wie schnell viele Künstler einen Spagat hinlegen, freilich nicht so perfekt wie Herr Holender.

Bei uns stehen schon viele Künstler auf der Matte“ – das glaube ich dem Herrn Rosenkranz aufs Wort. Ich würde an deren Stelle aber zuwarten, sie könnten im wohl spannendsten Wahlkampf aller Zeiten auf der falschen Matte stehen. Als alter Polit-Haase glaube ich zu wissen, was nach dem 15. Oktober kommt!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-solistenkonzert-erwin-schrott-giulio-zappa
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/was-verdienen-opernsaenger-100.html
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16579/berlin-erinnert-mit-gedenktafel-an-ruth-berghaus/
  4. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/theater/staatstheater-wiesbaden-eine-oper-die-die-welt-veraendert-a-1353636
  5. Ring der Vielfalt: http://spielzeit17-18.staatstheater.karlsruhe.de/programm/ring/
  6. karten@newspacecompany.at: mailto:karten@newspacecompany.at
  7. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  8. Der Standard: http://derstandard.at/2000064305319/FPOe-Kultursprecher-Kuenstler-lassen-sich-gern-instrumentalisieren
  9. derstandard.at/2000064305319/FPOe-Kultursprecher-Kuenstler-lassen-sich-gern-instrumentalisieren: http://derstandard.at/2000064305319/FPOe-Kultursprecher-Kuenstler-lassen-sich-gern-instrumentalisieren

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-september-2017


20. SEPTEMBER 2017

by ac | 20. September 2017 08:47

Heute in der Wiener Staatsoper: Solistenkonzert Erwin Schrott (Klavier: Giulio Zappa)

Der uruguayische Publikumsliebling Erwin Schrott gestaltet am Mittwoch, 20. September 2017 gemeinsam mit dem italienischen Pianisten Giulio Zappa das erste Solistenkonzert der neuen Spielzeit. Sie präsentieren Werke u. a. von Mozart, Gounod, Bellini und Tosti.

In dieser Saison wird Erwin Schrott noch im November 2017 als Dulcamara (L’elisir d’amore) und im Jänner 2018 als Scarpia (Tosca) und Méphistophélès (Faust) zu erleben sein.

Restkarten von € 7,- bis € 62,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at[1]

Das Programm:Sarti | Lungi dal caro beneMarcello | Quella fiamma che m’accende W. A. Mozart | Mentre ti lascio, o figlia K513 F. Chopin | Valse op. 64/2 V. Bellini | aus La sonnambula: Vi ravviso o luoghi ameni C. Gounod | aus Philemone et Baucis: Que les songes hereux C. Gounod | aus Faust: Le veau d’orVerdi | aus Les Vêpres Siciliennes: Et toi, Palerme C. Guastavino | La musica C. Guastavino | Ya me voy a retirar C. Guastavino | Los pájaros C. Guastavino | La Rosa y el sauce O. Respighi | Valse caressante F. P. Tosti | Malia F. P. Tosti | Tristezza F. P. Tosti | L’ultima canzone A. Boito | aus Mefistofele: Son lo spirito che nega

Wiener Staatsoper: Salome. Bericht von der zweiten Vorstellung online

Eine enorm starke Aufführung unter Simone Young, mit Stellen, die an Lautstärke fast die Schmerzgrenze erreichten, wie beispielsweise die Höhepunkte im Schleiertanz. Auch fallweise sah man das Judenquintett, sehr gut besetzt mit Thomas Ebenstein, Peter Jelosits, Jinxu Xiahou, Benedikt Kobel und Ryan Speedo Green mehr spielend und streitend als singend, aber dies kommt immer wieder vor. Gun-Britt Barkmin ließ sich wieder entschuldigen, doch dies war eine Art von Sicherheitsnetz. Sie sang und spielte eine hervorragende Salome. Da war aber keine Schwachstelle zu hören. Natürlich, immer kommt man nicht über die großen Wogen, aber auch dies war fast nie der Fall. Ein  Jochanaan der Sonderklasse ist Željko Lučić. Er zeigt, wie schön man diese großen Bogen im Belcantostil singen kann. Aber nicht nur die  perfekte musikalische Umsetzung, enorm wie wortdeutlich er ist, als wäre es die Muttersprache.

Der Herodes von Wolfgang Ablinger-Sperrhacke ist einfach großartig,  wunderbar gesungen und angenehmer Weise nicht nur auf Marke „Fies“ gespielt, da spielen der Aberglaube und die Angst eine sehr große Rolle. Eine wunderschöne Herodias, die dennoch so bösartig ist, ist mit ausgewogener Stimme Iris Vermillion

Zum Bericht[2] von Elena Habermann

STUTTGART: Nun wird doch die Premiere der Neuinszenierung „Hänsel und Gretel“ auf Eis gelegt

Kirill Serebrennikov steht in Russland unter Hausarrest

Auszug aus „Hamburger Abendblatt“: Stuttgart legt die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf Eis – bis sie vom in Moskau unter Hausarrest stehenden Regisseur Serebrennikow selbst vollendet werden kann. Man wolle damit ein Signal für die Freiheit setzen, sagt Intendant Wieler.

Der in seiner Heimat Russland unter Hausarrest stehende Regisseur Kirill Serebrennikow (48) soll seine in Stuttgart geplante Märchenoper „Hänsel und Gretel“ selbst vollenden. Man wolle ihm die Möglichkeit offenhalten, seine Inszenierung nach seiner Freilassung an der Stelle fortzusetzen, an der sie durch seine Verhaftung unterbrochen wurde, sagte der Opernintendant Jossi Wieler (66) am Dienstag in Stuttgart.

So lange werde Serebrennikows Fassung quasi auf Eis gelegt. Kostüme, Szene oder Bühne, wie sie der Russe erdacht hat, blieben auf absehbare Zeit unangetastet. Niemand könne, dürfe und wolle seine Produktion stellvertretend zu Ende bringen, sagte Wieler. Die Hoffnung sei da, dass Serebrennikow seine Ideen dann im Rahmen einer Wiederaufnahme eventuell in der Spielzeit 2018/19 nachträglich doch noch auf die Stuttgarter Bühne bringe…

Fest der Freiheit“: Stuttgart legt Serebrennikows Oper auf Eis
Stuttgart legt die Märchenoper „Hänsel und Gretel“ auf Eis – bis sie vom in Moskau unter Hausarrest stehenden Regisseur Serebrennikow selbst vollendet werden kann. Man wolle damit ein Signal für die Freiheit setzen, sagt Intendant Wieler.
Hamburger Abendblatt[3]

Wenn man dieses „Fest der Freiheit“ von Beginn (nach Kenntnis der Anhaltung Serebrennikovs in Russland getätigt hätte, wäre es glaubwürdig gewesen. So aber hat die Staatsoper Stuttgart ziemlich trotzig erklärt, die natürlich bereits fertig konzipierte Inszenierung von Mitarbeitern Serebrennikovs auf die Bühne hieven zu lassen. Das scheint nicht so recht geklappt zu haben, deshalb macht Jossi Wieler aus der Not eine Tugend und ein „Fest der Freiheit“ daraus.

Vivaldi rockt Berlin: Die Volksoper Wien gewinnt beim Deutschen Musical Theater Preis 2017 drei Auszeichnungen

Robert Meyer, Christian Kolonovits, Christof Cremer. Copyright: Christof Cremer
 
 Christian Kolonovits‘ im Juni 2017 an der Volksoper uraufgeführte BaRock-Oper Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit erhielt beim Deutschen Musical Theater Preis 2017[4] drei wichtige Auszeichnungen. Die Preise wurden am 18. September im Rahmen einer Gala-Veranstaltung im Wintergarten Varieté in Berlin vergeben: Gleich zwei Preise erhielt Christian Kolonovits[5] für die Beste Komposition und für das Bestes Musikalische Arrangement. Als Bester Darsteller in einer Hauptrolle wurde Drew Sarich (Vivaldi) ausgezeichnet. Volksoperndirektor Robert Meyer, der bei der Produktion auch Regie führte, nahm den Preis für Drew Sarich entgegen. Christof Cremer war für Bestes Bühnenbild sowie Bestes Kostümbild und Maske nominiert.

LINZ: „In 80 Tagen um die Welt“ oder zu sechs Musicalpreisen
Die Linzer Produktion „In 80 Tagen um die Welt“ ist der große Gewinner des Deutschen Musical-Theaterpreises 2017: Die Inszenierung des Landestheaters wurde bei der Preisgala im Berliner Variete Wintergarten zum besten Musical des Jahres gekürt.
Oberösterreichische Nachrichten[6]

Drei Preise für die Volksoper, gar sechs für das Linzer Musiktheater, was bleibt da für die Konkurrenz noch über? Haben übrigens die Vereinigten Bühnen an diesem Bewerb auch teilgenommen? Wenn ja, dann mit welchen Ergebnis?

LINZ: Jubel und Standing Ovations für Markus Poschner
Begeisternder Auftakt des Brucknerfests mit Mahlers 2. Symphonie
Oberösterreichische Nachrichten[7]

Kritik – Mozarts „Zauberflöte“ am Theater an der Wien: Düster, karg und edelbitter
Das Theater an der Wien hat Mozarts „Zauberflöte“ prominent an den Anfang der Spielzeit gestellt. In Wien wurde das Singspiel auch uraufgeführt. Das war 1791, am Theater auf der Wien. In der Neuproduktion steht René Jacobs mit seiner Akademie für Alte Musik Berlin für einen an der Barockmusik orientierten Originalklang. Regisseur ist Torsten Fischer. Franziska Stürz war für BR-KLASSIK bei der Premiere.
BR-Klassik[8]
Märchenland ist abgebrannt
Kurier[9]

Dessau: Sängerfest in Schwarz-Weiss. Verdis „Otello“

Iordanka Derilova (Desdemona), Ulf Paulsen (Jago). Copyright: Claudia Heysel

Seit Jahren wahrt das Anhaltische Theater Dessau hinweg über Intendanten-Perioden im Musiktheater ein bemerkenswert sattes musikalisches Format. Auch die aktuelle Verdi-Produktion zur Eröffnung der 223. Spielzeit reiht sich in diese Kette erstklassiger Produktionen, zu denen neben Bussen aus der Region sich auch viele Stammbesucher aus Berlin und ganz Mitteldeutschland einfinden. Der Premierenapplaus hatte enthusiastische Wärme…

Sängerfest in Schwarz-Weiss
Verdis Otello in Dessau
nmz.online[10]

Feuilleton: Singular Voices: Maria Callas
http://www.wqxr.org/story/singular-voices-maria-callas[11]

Jazz

Wien/ Konzerthaus: Diana Krall in Wien: Hauchend durch die Historie
Die Jazzsängerin und Pianistin gastierte im Wiener Konzerthaus
Der Standard[12]

Filme der Woche

FilmCover  Book of Henry~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[13]

Zuerst erlebt man, wie Naomi Watts „Mutter“ vorspielt, überaktiv und unerträglich bemüht als Übermutter, und das nervt. An sich ist sie doch eine exzellente Schauspielerin, aber in diesem unglaublich triefenden Film von Regisseur Colin Trevorrow muss sie peinlich übertreiben wie jeder andere auch. Tatsächlich haben einige amerikanische Kritiker „The Book of Henry“ als einen der derzeit schlechtesten Filme klassifiziert, und man wird den Eindruck nicht los, dass sie recht haben könnten…

Da ist also die allein erziehende Mutter Sarah Carpenter, von Beruf nur Kellnerin, die zwei Jungs hat – der 11jährige Henry (Jaeden Lieberher) ist sozusagen das jugendliche Genie, der achtjährige Bruder Peter (Jacob Tremblay, der in dem klaustrophobischen Drama „Raum“ berühmt wurde) läuft mit. Irgendetwas zwischen Happy Family und Problemfamilie, in der Henry dominiert (was er an Börsenspekulationen dazu verdient, hilft dem Budget!!!) und die Mama ihr Bestes gibt.

Dann der erste dramatische Twist: Da ist das Mädchen aus der Nachbarschaft, Christina (Maddie Ziegler), die Henry scheu verehrt…

Österreich/ ORF: Die „Seitenblicke“-Society traf sich zur 30er-Feier
Wenn „Seitenblicke“ und die dazugehörige Gesellschaft 30. Geburtstag feiert, dann platzt das Festzelt am Gelände der Interspot im 23. Bezirk aus allen Nähten!

Am 18. September pilgerten nun Wegbegleiter, Redakteure und natürlich die „Hauptakteure“, sprich jene Menschen, die der Sendung erst das Leben einhauchten, ins Partyzelt, wo auch das Ranking jener Promis verraten wurde, die in den letzten 30 Jahren am öftesten über die Bildschirme flimmerten.

Platz 4: Marika Lichter
Platz 3: Dagmar Koller
Platz 2: Harald Serafin
Platz 1: Alfons Haider (er konnte leider nicht dabeisein, da er gerade eine Knieverletzung auskuriert)

Heute.at[14]

Beste Laune gestern beim „Online-Merker (Galerie „Strichelei“)

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Wie immer herrschte beste Laune bei der gestrigen Saisoneröffnung in der Galerie des „Online-Merker. Foto: Herta Haider

Der Bericht über die Ausstellung „Artzak“ folgt in den nächsten Tagen. Sie können aber die Ausstellung besichtigen (täglich 15,30 bis 20 h), telefonische Voranmeldung (Festnetz 8136285 wäre ratsam).

Am Samstag um 19,30 h geht es bereits weiter – mit dem Arienabend/ Künstlergespräch Christine Baader (Mezzosopran). Christine Baader ist bei der „Eugen Onegin“-Neuinszenierung an der Grazer Oper (Dezember) dabei!
Diesen Abend lege ich Ihnen besonders an Herz. Seien Sie unser Gast!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.
 

  1. www.wiener-staatsoper.at: http://www.wiener-staatsoper.at
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-salome-18
  3. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211975927/Stuttgart-legt-Serebrennikows-Oper-auf-Eis.html
  4. Deutschen Musical Theater Preis 2017: https://www.deutschemusicalakademie.de/2017/09/die-gewinner-des-deutschen-musical-theater-preis-2017/
  5. Christian Kolonovits: https://www.volksoper.at/volksoper_wien/ensemble/dirigenten/Kolonovitz_Christian.de.php
  6. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/In-80-Tagen-um-die-Welt-ndash-und-zu-sechs-Musicalpreisen;art16,2683293
  7. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Jubel-und-Standing-Ovations-fuer-Markus-Poschner;art16,2681308
  8. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-zauberfloete-mozart-jacobs-wien-100.html
  9. Kurier: https://kurier.at/kultur/die-zauberfloete-maerchenland-ist-abgebrannt/286.972.084
  10. nmz.online: https://www.google.com/url?rct=j&sa=t&url=https://www.nmz.de/online/saengerfest-in-schwarzweiss-verdis-otello-in-dessau&ct=ga&cd=CAEYACoTMTc5Njk4NzE5MjAzNTAzMDQ3MzIZZTk4MWFjZTM3YmY2MjkwYzpkZTpkZTpERQ&usg=AFQjCNHAcmEaSuurdw5fq3tUK5U1ISyqtg
  11. http://www.wqxr.org/story/singular-voices-maria-callas: http://www.wqxr.org/story/singular-voices-maria-callas
  12. Der Standard: http://derstandard.at/2000064309831/Diana-Krall-in-Wien-Hauchend-durch-die-Historie
  13. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  14. Heute.at: http://www.heute.at/people/promis/story/Die--Seitenblicke--Society-traf-sich-zur-30er-Feier-44568819

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-september-2017


19. SEPTEMBER 2017

by ac | 19. September 2017 09:08

Klagenfurt: „Verwegene Traviata“. Violetta (Claudia Boyle) ist in dieser Inszenierung ein Model.

Musikalisch makellos und szenisch verwegen heutig – das Stadttheater Klagenfurt beginnt die Spielzeit mit einer Traviata, die unter die Haut geht. Der Glamour der High-Society-Partys steht von Anfang an in Kontrast zur Krankengeschichte des Supermodels mit dem tuberkulosebefallenen, aber immer noch begehrten und käuflichen Körper. Wenn nach einer Video-Einspielung aus Jean-Luc Godards Verachtung mit Brigitte Bardot zu eingeblendeten Röntgenbildern minutenlang die künstliche Beatmungsmaschine pumpt und das EKG-Gerät bedrohlich unregelmäßige Geräusche erzeugt, sorgt die endlich wieder einsetzende Musik geradezu für Erleichterung.
derstandard.at/2000064248785/La-Traviata-Supermodel-auf-der-Intensivstation[1]

Frankfurt: „Rinaldo“ – Partitur der Bewegungsstile

Elizabeth Reiter. Copyright: Barbara Aumüller

Beim Schlussapplaus war eine der Furien plötzlich ein wenig orientierungslos. Ihre zwei Mit-Furien fehlten für die Verbeugung, kamen aber sogleich hinterhergetänzelt. Für einen Augenblicksbruchteil wirkte das Geschehen auf der schrägen Bühne des Bockenheimer Depots einen Hauch unorganisiert, aber das fiel auch nur deswegen auf, weil sich die drei Stunden davor als eine Meisterleistung der hochgradigen Organisation abgespielt hatten. 

Regisseur Ted Huffman und Choreograf Adam Weinert haben Georg Friedrich Händels Oper „Rinaldo“ als Apotheose des Tanzes und der Bewegung umgesetzt, und das mit einer Personenführung, wie man sie in einer derartigen Präzision und Detailliertheit sonst nicht erlebt auf der Opernbühne…

Frankfurt/ Bockenheimer Depot: Partitur der Bewegungsstile
Der Zauber gelingt technikfrei: Die Oper Frankfurt bringt Händels „Rinaldo“ als Tanz-Apotheose ins Bockenheimer Depot.
Frankfurter Rundschau[2]

WIEN/ Theater an der Wien: Die Zauberflöte – bemühte Weltverbesserung

Copyright: Herwig Prammer/ Theater an der Wien

Dominik Troger (www.operinwien.at[3] ) berichtet über diese Premiere: Regisseur Torsten Fischer hat es sich natürlich zur Aufgabe gemacht, die Oper „heutigen Notwendigkeiten“ anzupassen. Er hat in der Publikumszeitschrift des Theaters an der Wien (Stagione, Sep./Okt. 2017) angekündigt, die „Zauberflöte“ als „Emanzipationsoper“ zu inszenieren. In dieser Ausgabe kann im Editorial auch nachgelesen werden, dass der Direktor des Hauses die „Zauberflöte“ als teilweise „abstoßend“ empfindet. Intendant Roland Geyer hat bei „abstoßend“ vielleicht an das schon oft kritisierte Frauenbild der „Zauberflöte“ gedacht oder an die Charakterisierung und Züchtigung des Mohren Monostatos. Schikaneders Libretto wird allerdings seit 200 Jahren getadelt – der Publikumserfolg der Oper ist dadurch nicht geschmälert worden.

Was bedeutet also die „Emanzipation“ für die Frauengestalten in der „Zauberflöte“? Darf Pamina nicht ohnehin an den Prüfungen teilnehmen, ist sie nicht schon von Schikaneder und Mozart „emanzipiert“ worden? Torsten Fischer fokussierte deshalb speziell auf die Königin der Nacht. Er möchte sie als kämpferische Mutter „entmystifizieren“, ist in der obgenannten Vorankündigung zu lesen. Wurde die Königin der Nacht nicht von Männern (ihrem verstorbenen Gemahl und Sarastro) bei der Nachfolge um die Königsmacht übergangen? Diese – im Sinne Fischers – ungeheure patriarchalische Kränkung bringt die Königin der Nacht allerdings dazu, ihre Tochter zu einem Mordanschlag auf Sarastro anzustiften. Sollte das nicht zu denken geben?…

Zum Bericht[4] von Dominik Troger

Mit Flöte, ohne Zauber
René Jacobs dirigiert eine zahme „Zauberflöte“, Torsten Fischer liefert die karg-banalen Bilder dazu.
Wiener Zeitung[5]
„Die Zauberflöte“: Eine Ökumene des Grapschens
Premiere von Mozarts Oper im Theater an der Wien: Regisseur Torsten Fischer setzt auf Themen wie Erotik, Freiheit und religiöse Vielfalt. Der Inszenierung stand eher glanzlose vokale Kunst gegenüber
Der Standard[6]

Wien/ Staatsoper: Presseberichte zu „Salome
Porträt eines biblischen Luders
Gun-Brit Barkmin fasziniert auch in erkältetem Zustand als raffinierte Salome – das Wiener Orchester brilliert unter Simone Young.
Die Presse[7]
„Salome“: Im Orchesterklangrausch
Richard Strauss‘ Oper „Salome“ wurde an der Staatsoper unter Simone Young zum Orchesterkonzert mit vokalen Hintergrundgeräuschen – http://derstandard.at/2000064240158/Salome-Im-Orchesterklangrausch?ref=rec
Herzhaft gemeuchelt
Wiener Zeitung[8]

BASEL: LUCIO SILLA – Inszenierung Hans Neuenfels

Basel: „Lucio Silla“. Copyright: Sandra Then

Das Triumvirat Hans Neuenfels, Regie, Erik Nielsen, musikalische Leitung und Henry Arnold, Dramaturgie hat mit der Produktion „LUCIO SILLA“ auf der grossen Bühne des Theater Basel Operngeschichte geschrieben. Die Personenführung von Neuenfels zusammen mit der musikalisch zwingenden Interpretation von Mozarts Jugendwerk wird unterstützt durch die hervorragend geänderte/gekürzte Dramaturgie von Henry Arnold ist etwas vom Besten, was ich in den letzte Jahren auf einer Opernbühne gesehen/gehört habe. Die Kürzungen und Streichungen verstärken die dramaturgische Aussage des Werkes hervorragend. Es ist anzumerken, dass die ursprüngliche Partitur eine Spieldauer von ungefähr vier Stunden verlangt. Neuenfels, Nielsen und Arnold haben diese auf 2 ½ Stunden verkürzt und dies sehr zugunsten der Spannung und Dramatik…

Zum Premierenbericht [9]von Peter Heuberger

Was ein tiefsinniger Analytiker aus Mozarts Oper «Lucio Silla» macht
Am Theater Basel hat der Regisseur Hans Neuenfels ganze Arbeit geleistet: Er befreit Mozarts frühe Oper «Lucio Silla» von ihrer Holzschnitt-Dramaturgie.
https://www.nzz.ch/feuilleton/wer-senkt-hier-den-daumen-ld.1316877[10]

Kirill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester in Tokio : Es leuchtet, es lebt, es spricht
In zwei Jahren wird Kirill Petrenko den Chefposten bei den Berliner Philharmonikern antreten. Seit knapp zwei Wochen ist er mit seinem aktuellen Orchester, dem Bayerischen Staatsorchester, auf Asien-Tournee. Nach Stationen in Taiwan und Südkorea bleiben die Musiker nun bis zum 1. Oktober in Tokio. Neben zwei Konzertprogrammen haben sie auch zwei Opern im Gepäck, nämlich Mozarts „Zauberflöte“ in der Everding-Inszenierung und die aktuelle „Tannhäuser“-Produktion mit Klaus Florian Vogt in der Titelrolle. Kathrin Hasselbeck ist für BR-KLASSIK dabei.
BR-Klassik[11]

Genf: Triptychon mit Barbier: Drei Perspektiven auf «Figaro» in Genf
Das Grand Théâtre de Genève zeigt gleich alle drei Opern, die nach Beaumarchais‘ «Figaro»-Trilogie entstanden sind. Neben den Klassikern von Rossini und Mozart ist Elena Langers «Figaro Gets a Divorce» eine Entdeckung.
Neue Zürcher Zeitung[12]

Wien/ Vereinigte Bühnen: Ein DJ-Ötzi-Musical wäre schlimmer gewesen

So gesehen sind die Vereinigten Bühnen mit einem blauen Auge davongekommen. Von einem großen Wurf ist das Fendrich-Musical weit entfernt. sein Publikum wird es dennoch finden, weil die Musicalfans den Austro-Barden eher kennen als Schikaneder. Angeblich soll Fendrich gar nicht bei der Premiere gewesen sein.

Den Eindruck unserer Premierenberichterstatterin bestätigen die Tageszeitungen:

Fendrich-Musical: Windbäckerei mit Wiener Schmäh
Kurier[13]
Rot-weiß-rotes Marzipan
„I am from Austria“: Bemühte Selbstironie und triviales Pathos im Fendrich-Klang.
Wiener Zeitung[14]

Opernsänger als Sexobjekte: Die „Barihunks“

Der kalifornische Opernsänger und Schauspieler Zachary Gordin in einem Fotoshooting für einen Barihunks-Charity-Kalender. Der Betreiber des homoerotischen Blogs bleibt anonym und nennt sich nur Mr. Barihunks (Bild: Bradford Rogne)

Ich kann da nicht wirklich mitreden, aber angeblich sollen die „Baritöner“ eher auf schwule Männer wirken, die Tenöre bleiben wohl den meisten Frauen, die Oper lieben, vorbehalten.

Wie gelange ich auf diese Webseite? Ich habe wegen eines demnächst in Wien auftretenden Baritons recherchiert – und plötzlich landete ich bei den „Barihunks“.

In der Website fand ich ein Interview mit dem Betreiber:

Du hast dein Blog Barihunks[15] vor zehn Jahren begonnen. Es widmet sich knackig gebauten Baritonen, die eine sexy, sportive und jugendliche Version von Oper vermitteln. Was hat dich damals inspiriert, solch ein Blog zu starten?

Die Idee entstand während eines Gesprächs zwischen einem Freund in New York und mir in San Francisco. Zufällig hatten wir beide gerade Dmitry Hvorostovsky und Mariusz Kwiecien in unterschiedlichen Aufführungen gesehen und unterhielten uns darüber. Die Regisseurin Francesca Zambello hatte kurz davor den Begriff „Barihunk“ in Umlauf gebracht, bezogen auf Nathan Gunn, der in ihrer Produktion von Bizets „Perlenfischern“ mit nacktem Oberköper und stattlichem Brustumfang aufgetreten war.

Mein Bekannter und ich machten darüber Witze und sagten, es wäre doch amüsant eine Art „Tribute Blog“ für solche Sänger zu kreieren. Wir dachten, das würde vielleicht eine Handvoll Leute interessieren. Aber innerhalb weniger Wochen hatten wir so viel Traffic auf unserer Website, dass uns klar wurde, dass wir da offensichtlich einen Nerv getroffen hatten…

Opernsänger als Sexobjekte
in schwuler Opernfan gründete vor zehn Jahren das Blog „Barihunks“. Kevin Clarke sprach mit ihm über den Wandel in der Opernwelt, die Wichtigkeit des Aussehens für die Karriere und Sänger, die Schwanzfotos schicken.
http://www.queer.de/detail.php?article_id=29051[16]

HEUTE Saisoneröffnung der „Online-Merker-Galerie“ (bei Ausstellungen heißt sie „Strichelei“ )

Besuchen Sie heute – an einem „opernfreien Abend“ (die Staatsoper hat einen spielfreien Tag – vermutlich wegen der Proben zu „Der Spieler“) die Online-Galerie „Strichelei“.

Der Eintritt und die Bewirtung sind frei! Kurzparkzone nur bis 19 h, daher genügend kostenfreie Parkplätze, die Galerie ist aber mit der U6 bestens zu erreichen. U-Bahner können also getrost mit uns anstoßen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Politik: Gabriel für Gespräche mit Nordkorea: Kim ist „nicht irre“
Deutscher Außenminister: Nordkorea braucht andere Sicherheitsgarantie als Atombombe
Der Standard[17]

Jahrelang haben uns die Elite-Medien einzureden versucht, dass Nordkoreas Kim irre sei und man mit ihm nicht reden kann. Nun, Kim wurde in einer sündteuren Schweizer Schule ausgebildet, gar so blöd kann er also nicht sein. Mittlerweile kommen mehrere Politiker – nicht nur Herr Gabriel – drauf, dass Nordkorea eine Strategie verfolgt. Mit Kim ist nicht zu spaßen, aber reden kann man offenbar schon mit ihm. Aber sicher nicht in dem Ton, in dem man glaubt, mit ihm reden zu müssen!

Und ja, auf die Atombombe wird er wohl nicht verzichten. Er hat das warnende Beispiel Gadaffi vor Augen!

Kältester Winter seit 100 Jahren im Anmarsch
Nach einem der heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen droht Europa nun ein Winter der Eiseskälte. Das prognostizieren laut einem russischen Nachrichtenportal britische Klimaforscher. Es sei ratsam, sich rechtzeitig mit warmer Kleidung einzudecken. Ein erster Wintereinbruch soll bereits Mitte Oktober kommen.
Kronen Zeitung[18]

Ich verbleibe mit besten Wünschen auf einen schönen Tag

A.C.

 

  1. derstandard.at/2000064248785/La-Traviata-Supermodel-auf-der-Intensivstation: http://derstandard.at/2000064248785/La-Traviata-Supermodel-auf-der-Intensivstation
  2. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/theater/oper-frankfurt-partitur-der-bewegungsstile-a-1352263
  3. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  4. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/mozart/azauber13.htm
  5. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/917670_Mit-Floete-ohne-Zauber.html?em_view
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000064255997/Die-ZauberfloeteEine-Oekumene-des-Grapschens
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5287255/Staatsoper_Portraet-eines-biblischen-Luders
  8. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/917662_Herzhaft-gemeuchelt.html?em_view
  9. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/basel-theater-lucio-silla-insz-hans-neuenfels-premiere
  10. https://www.nzz.ch/feuilleton/wer-senkt-hier-den-daumen-ld.1316877: https://www.nzz.ch/feuilleton/wer-senkt-hier-den-daumen-ld.1316877
  11. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kirill-petrenko-igor-levit-bayerisches-staatsorchester-tournee-tokio-100.html
  12. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/triptychon-mit-barbier-drei-perspektiven-auf-figaro-in-genf-ld.1316962
  13. Kurier: https://kurier.at/kultur/fendrich-musical-windbaeckerei-mit-wiener-schmaeh/286.904.953
  14. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/pop_rock_jazz/917663_Rot-weiss-rotes-Marzipan.html?em_view
  15. Barihunks: http://barihunks.blogspot.com/
  16. http://www.queer.de/detail.php?article_id=29051: http://www.queer.de/detail.php?article_id=29051
  17. Der Standard: http://derstandard.at/2000064249472/Gabriel-fuer-Gespraeche-mit-Nordkorea-Kim-ist-nicht-irre
  18. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/wissen/kaeltester-winter-seit-100-jahren-im-anmarsch-klimaforscher-story-589098

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-september-2017


18. SEPTEMBER 2017

by ac | 18. September 2017 08:41

Hamburg: Claudia Mahnke als „Kundry“ und Andreas Schager als „Parsifal“. (picture-alliance/dpa/Markus Scholz)

So intelligent und bildmächtig wie an der Hamburgischen Staatsoper hat man Richard Wagners „Parsifal“ selten erlebt. Der Regisseur Achim Freyer lässt alle Figuren maskiert auftreten. Spiegel, Spiralen und labyrinthische Formen beherrschen die Szenerie. Eine großartige Saisoneröffnung.

„Parsifal“ an Staatsoper Hamburg: Bildmächtiger Geniestreich
So intelligent und bildmächtig wie an der Hamburgischen Staatsoper hat man Richard Wagners „Parsifal“ selten erlebt. Der Regisseur Achim Freyer lässt alle Figuren maskiert auftreten. Spiegel, Spiralen und labyrinthische Formen beherrschen die Szenerie. Eine großartige Saisoneröffnung.
DeutschlandfunkKultur[1]
Schwarze Messe für eine Lichtgestalt
Eigentlich ist Parsifal eine Lichtgestalt. An der Staatsoper Hamburg inszenierte Achim Freyer Wagners Bühnenweihfestspiel allerdings als Spuk zwischen Walpurgisnacht und Geisterbahn. Szenisch war das durchaus überzeugend, findet unser Kritiker Peter Jungblut – musikalisch nicht.
BR-Klassik[2]
Premiere an der Staatsoper Hamburg: Passt schon, Parsifal!
Wie man Wagners „Parsifal“ locker nimmt, zeigt Regie-Veteran Achim Freyer an der Staatsoper Hamburg: bunte Lichter, Totenköpfe und salopper Ideenklau bei Kollegen. Nur Dirigent Kent Nagano erweist sich als Spaßmuffel.
Der Spiegel[3]
Hamburgische Staatsoper begeistert mit Wagners Parsifal
Mit Richard Wagners „Parsifal“ ist die Staatsoper Hamburg am Samstagabend in die neue Saison gestartet. Die musikalische Leitung hatte Kent Nagano. Für Regie, Bühnenbild, Kostüme und Licht der vom Publikum begeistert aufgenommenen Neuproduktion zeichnete Achim Freyer verantwortlich.
Musik heute[4]
„Parsifal“ berauscht als kunstvolle Bilderrätsel-Träumerei
Hamburger Abendblatt[5]
Abstrakt und maskenreich: Parsifal in Hamburg
Hamburger Abendblatt[6]

Wien/ Theater an der Wien: „Die Zauberflöte“

„Die Zauberflöte“. Copyright: Theater an der Wien/Herwig Prammer

Renate Wagner in ihrer Premierenkritik: Zuerst ein wenig Verwirrung beim Wiener Publikum, das ja schließlich seine Erwartungen und Erfahrungen hat. Wenn man liest: Prokofieffs „Spieler“, Händels „Ariodante“, Einems „Dantons Tod“, würde man das glatt ins Theater an der Wien schieben. Liest man „Zauberflöte“, „Wozzeck“ und gar „Ring“, bugsiert man es in die Staatsoper. Nun, in dieser Spielzeit ist es umgekehrt, die Dinge laufen anders. Die Staatsoper bringt als Premieren die Raritäten heraus, das Theater an der Wien die Repertoirestücke. Wenn man also die „Zauberflöte“ anbietet, muss einem schon etwas dazu einfallen. Kein Zweifel – das ist Regisseur Torsten Fischer geglückt.

Zuerst fällt auf, dass er alles weglässt, was man gemeiniglich als integralen Bestandteil der „Zauberflöte“ betrachtet: die Freimauer (wen interessieren die heute noch, meint der Regisseur im Programmheft), das „Ägpytische“, das Romantische, das Mystische, das Wiener Volkstheater. Kahlschlag. Statt dessen: Geschlechterkampf; Traumspiel; absurdes Theater; knüppeldickes politisch-ideologisch-religiöses Lehrstück; noch dicker: politische Korrektheit. Das alles ist eine intelligente Kopfgeburt, die allerdings der Musik nicht so recht zuhört…

Am Ende gab es viel Applaus und gar keine Einwände gegen die Inszenierung. Hat man nun die „Zauberflöte“ sozusagen „neu erlebt“? Nicht wirklich. Aber man hat eine Inszenierung gesehen, die alternativ genug ist, dass die gelegentliche Zauberflöten-Langeweile, die sich im Alltag schon einmal einschleichen mag, keine Chance hatte. Man war immer heftig hinterher, den Regisseur mit seinen oft undurchsichtigen Ideen einzuholen…

Zum Premierenbericht[7] von Renate Wagner

Wien/ Staatsoper: „Chowanschtschina“-Serie zu Ende

Ain Anger, Elena Maximova. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Karl Masek beschreibt die Sängerleistungen (aus seiner Sicht): Ferruccio Furlanetto ist als Iwan Chowanski auch im Herbst seiner Karriere von bemerkenswerter   Stimmschönheit und Kraft.

Christopher Ventris gibt dem Andrei Chowanski kraftvoll-männliche Statur und singt mit heldentenoralem Nachdruck. Herbert Lippert  als eitel-arroganter, dabei abergläubisch –  ängstlicher Golizyn war ausgezeichnet bei Stimme mit besonderer Steigerung beim Streitgespräch mit Chowanski und Dossifei im 2. Aufzug (!). Bombensicher die trompetigen Höhen, bemerkenswert bei ihm auch das idiomatisch gut klingende Russisch. Der zwielichtige Schaklowity lag Andrzej Dobber ideal in der Kehle. Sein Klagegesang über sein armes, unglückliches Russland berührte tief.

Überragend (und mit besonders viel Jubel bedacht!) Ain Anger als Dossifei. Hier hatte man aus der  Alfred Kirchner/Erich Wonder-Inszenierung Paata Burchuladse unverlierbar im Ohr. Anger sang ihn ebenfalls mit prachtvollem Timbre, noblen, dunklen Bassfarben und einer staunenswerten dynamischen Bandbreite von hochdramatischer Kraft bis zu geradezu zärtlichen Piani reichend.

Elena Maximova war eine edel timbrierte, schlankstimmige , sinnlich-junge Marfa, die auch in der Zukunftsweissagung für Golizyn die ganz tiefen Alttöne erreicht – sensibel unterstützt vom Dirigent mit rücksichtsvollem Pianissimo. Lydia Rathkolb: in der bösen Sektiererinnenrolle Susanna ist sie furchterregend prägnant. Caroline Wenborne, schon mehrfach zu Bayreuth-Ehren gekommen, am Haus meist bloß in Wurzenrollen eingesetzt, stattete die lutherdeutsche Emma mit hochdramatischen Tönen aus, sollte doch wieder vermehrt Chancen in größeren Partien erhalten. Famos bis in schwindelerregende Hochtöne Thomas Ebenstein als pfiffig-ängstlicher Schreiber, der immer besser in das „Zednik-Fach“ hineinwächst. Alle anderen seien diesmal mit einem Pauschallob bedacht.

Mit Bedauern nahm ich den doch beträchtlichen Exodus der Zuschauer in der 2. Pause zur Kenntnis. Im Stehparterre war zum Schluss kaum mehr als eine Handvoll Menschen anwesend!

Zum Bericht [8]von Karl Masek

Die preisgünstigen Stehplätze werden immer mehr als Ersatz für Staatsopernführungen missbraucht!

Die Glatze des Don Pizarro – Die Oper Halle eröffnet die Spielzeit mit einem neuen „Fidelio“
Neue Musikzeitung/ nmz.de[9]

„Konzertgänger in Berlin“: Kreisquadratisch, überzeugwältigend
RIAS Kammerchor, Capella de la Torre, Justin Doyle mit 2x Monteverdi
https://hundert11.net/musikfest2017-riaskc/[10]

Elektra in San Francisco

Christine Goerke (Elektra) , Adrienne Pieczonka (Chrysothemis)
Elektra in San Francisco
http://www.operatoday.com/content/2017/09/elektra_in_san_.php[11]

Rock/ Pop: Spielfeld empfing die „Stones – und 95 000 wateten im Schlamm

Schlammfüße
Sind die Schuhe ein Fall für den Mistkübel? Foto: Petra und Helmut Huber

Was tut man nicht alles für ein Konzert der „Stones“, vielleicht das letzte in Österreich. Petra und Dr. Helmut Huber aus Linz berichten ansonsten über Linzer Theaterpremieren, für die „Stones“ waren sie aber bereit, Torturen auf sich zu nehmen

Jagger
Wem gelingt ein scharfes Foto von Mick Jagger? Der Altstar ist ständig in Bewegung! Foto: Petra und Helmut Huber

Der unermüdliche Mick Jagger absolvierte wieder sein übliches Laufpensum, das auch halb so Alte (ohne zu singen) an ihre Grenze bringen würde. Wie sehr er mobil ist, kann man daran ermessen, daß es immens schwierig ist, ein scharfes Foto von ihm zu schießen… Dazu ist er auch (durchaus gerne auch in der Landessprache) sarkastisch-witziger Conferencier, greift auch achtbar zur Gitarre, und ist natürlich erstklassiger Harmonikaspieler. Im Grunde merkt man das Alter der Band und ihrer Mitglieder nur daran, daß da und dort die Texte sachte adaptiert werden: z. B. ist in „UnderMy Thumb“ die Betreffende vom girlzur woman mutiert.

Auch über den jämmerlichen Zustand des Platzes wurde schon einiges vermeldet – ebenso, daß sich Mick Jagger über die Befindlichkeit unserer Gummistiefel erkundigte. Na gut, haben eben Nachgeborene auch ein (fast) Original-Woodstock-Erlebnis gehabt. Nur für einen neuen „summer of love“ wars definitv zu kühl und zu gatschig, auch wenn wenigstens der Regen während des eigentlichen Konzerts pausierte.

In Summe waren wir für das Konzert fast 12 Stunden ohne Sitzmöglichkeit auf den Füßen (weil den schönen Platz nahe der Bühne will man nicht verlieren, und der Rückmarsch zum Parkplatz war mehr als aufhaltsam); die Schuhe wieder sauber zu bekommen wird noch einiges an Nacharbeit erfordern. Aber: es hat sich ausgezahlt!! Bei der Vitalität der alten Steine ist keineswegs sicher, daß das 15. ihr letztes Konzert in Österreich war.

Zum Konzertbericht [12]von Petra und Helmut Huber

Die Frau mit den Ballerinas
Audrey Hepburns Söhne lassen Teile des Nachlasses ihrer Mutter in London versteigern – und im Internet. Darin findet sich das Filmskript von „Breakfast at Tiffany’s“ – mit Notizen der Stilikone in türkisfarbener Tinte.
Frankfurter Allgemeine[13]

Linz: Brucknerfest mit politischen Reden eröffnet
Salzburger Nachrichten [14]

ORF: Anchorman Armin Wolf drängt sich mittels Fotomontage auf ein Werbebild

Foto? Nicht ohne dem eitlen Wolf

Die Story hat fast komödiantische Qualität: Da schaltet der ORF in vielen Printmedien seit rund einer Woche ein Inserat, das alle Moderatoren zeigt, die mit der Berichterstattung zur Nationalratswahl beschäftigt sind. Neben Tarek Leitner und Claudia Reiterer finden sich auch Hans Bürger, Hanno Settele oder Lisa Gadenstätter. ZiB-2-Anchor Armin Wolf ist vorerst nicht mit am Sujet.

Seit Ende der Vorwoche grinst aber auch der 51-Jährige vom Foto. Er wurde – wie übrigens alle anderen Protagonisten – ins Bild hineinmontiert

ZiB2-Anchor Armin Wolf drängt sich in ORF-Inserat!
Jenes Inserat des ORF, in dem die Wahl-Moderatoren zu sehen sind, ist nun um eine Person reicher: Armin Wolf hat sich ins Bild „gedrängt“.
Heute[15]

Morgen Saisoneröffnung in der Online-Merker-Galerie

art
„Artzak“ (Aquarell). Foto: Myrto

Wir beginnen morgen mit Anna Ryan, die Aquarelle ihres Bruders „Artzak“ vorstellt – mit Motiven aus Armenien. Beginn ist 19 h , ich werde Sie morgen noch kräftig daran erinnern. Der Eintritt ist frei, auch armenische „Schmankerl“ warten auf Sie. Ganz wichtig: zu uns kann man auch mit dem Auto kommen, die Kurzparkzone endet um 19 h. Im Normalfall gibt es deswegen genug Parkplätze! Wer es eilig hat, fährt aber mit der U-Bahn (U6/Bahnhof Meidling)

Einen schönen Wochenbeginn wünscht

A.C.

  1. DeutschlandfunkKultur: http://www.deutschlandfunkkultur.de/parsifal-an-staatsoper-hamburg-bildmaechtiger-geniestreich.1013.de.html?dram:article_id=396053
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/oper/parsifal-hamburg-wagner-nagano-kent-kritik-100.html
  3. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/musik/parsifal-premiere-von-achim-freyer-an-der-staatsoper-hamburg-a-1168260.html
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16557/hamburgische-staatsoper-begeistert-mit-wagners-parsifal/
  5. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/hamburg/article211946539/Parsifal-berauscht-als-kunstvolle-Bilderraetsel-Traeumerei.html
  6. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211949141/Abstrakt-und-maskenreich-Parsifal-in-Hamburg.html
  7. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-an-der-wien-die-zauberfloete
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-chowanschtschina-4
  9. Neue Musikzeitung/ nmz.de: https://www.nmz.de/online/die-glatze-des-don-pizarro-die-oper-halle-eroeffnet-die-spielzeit-mit-einem-neuen-fidelio
  10. https://hundert11.net/musikfest2017-riaskc/: https://hundert11.net/musikfest2017-riaskc/
  11. http://www.operatoday.com/content/2017/09/elektra_in_san_.php: http://www.operatoday.com/content/2017/09/elektra_in_san_.php
  12. Zum Konzertbericht : http://der-neue-merker.eu/spielberg-stmk-blues-und-rockkonzert-mit-den-stones-wenn-halleluja-zum-teufel-geht-eine-nachlese-zum-rock-im-schlamm
  13. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/nachlass-von-audrey-hepburn-die-frau-mit-den-ballerinas-15201905.html
  14. Salzburger Nachrichten : http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/nationalratswahl2017/sn/artikel/brucknerfest-linz-mit-politischen-reden-eroeffnet-265309/
  15. Heute: http://www.heute.at/oesterreich/wien/story/ZiB2-Anchor-Armin-Wolfdraengt-sich-in-ORF-Inserat--42998215

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-september-2017


17. SEPTEMBER 2017

by ac | 17. September 2017 09:13

Die Rolling Stones toppten gestern alles. Frontmann Mick Jagger in Aktion. Foto: Herbert Pfarrhofer/APA

Gummistiefel waren gestern angesagt, obwohl das Wetter zu Konzertbeginn Einsicht zeigte (wenige Stunden zuvor hat es noch wie aus Kannen gegossen/ Schaffeln geschüttet, wir sind mehrsprachig). Ich weiß von Merker-Kritikern, die gestern die „Salome“ an der Staatsoper sein und sich auch nicht mit „I am from Austria“ im Raimund-Theater mit seichter Kost einlullen ließen – diese Musikfreunde zogen das wohl einmalige Konzert der betagten Herren vor.

Die größte Rockband der Welt ist am Samstag in Spielberg diesem Ruf gerecht geworden: Die Rolling Stones begeisterten rund 95.000 Fans mit einer geschlossen guten Teamleistung und einem musikalischen Mix von R’n’B, Blues, Rock bis zu Disco.

Das Gelände war riesig, ebenso die Videowall, aber die Musik das eigentliche Spektakel: ob eine von Gitarren befeuerte Version von „Sympathie For The Devil“, alte Blues-Nummern, das geisterhafte „Paint It Black“ oder ein grelles „Miss You“. Wobei die Arrangements „knackig“ gehalten wurden. Zum Abschluss krönten eine brodelnde, bedrohliche Version von „Gimme Shelter“ und ein entfesseltes „Jumpin‘ Jack Flash“ die Show.

Mick Jagger, immer wieder auf Deutsch ansagend, tänzelt mit 74 unentwegt und hat kein bisschen seiner Stimme eingebüßt. Keith Richards sprintete zwar nur einmal über den ins Publikum ragenden
Steg, lieferte mit Ron Wood allerdings das, was man von ihnen erwartet – einen beißenden Gitarrensound… (Quelle: APA)

Wiener Staatsoper: SALOME

„Salome“ an der Wiener Staatsoper. Wolfgang Ablinger-Sperrhacke und Iris Vermillion. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Was Lautstärke betrifft wollte sich Simone Young mit den „Stones messen.

Thomas Prochazka schreibt:

Es hätte, nicht zuletzt auf Grund Yannick Nézet-Séguins Verpflichtung, ein großer Abend werden sollen. Seine Absage beraubte die Vorstellung des Außergewöhnlichen. Es wurde nur ein mittelmäßiger Abend.
Repertoire eben; mit seinen Segnungen und Flüchen.
Diese Vorgänge nicht zu kommentieren, sondern berichten, was war: des Kritikers erste Pflicht. Nun denn: Laut war’s.

Simone Young hatte den Abend von ihrem kanadischen Kollegen übernommen und ließ — wie immer, bin ich versucht zu schreiben — (viel) zu laut spielen. Nun kann man, wie Richard Strauss launig feststellte, ja nicht im Orchestergraben Kammermusik spielen lassen, wenn auf der Bühne Mord und Totschlag passieren. Wenn allerdings Sänger wie Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Herodes oder Željko Lučić als Jochanaan den Kampf gegen die aus dem Graben strömenden Orchesterfluten verlieren: Darf man dann dem Dirigat gegenüber Vorbehalte anmelden? Wenn die Lautstärkedynamik über weite Strecken eindimensional bleibt und den Sängern das Leben erschwert: Darf man dann dem Dirigat gegenüber Vorbehalte anmelden?

Hinzu kam, daß sich Gun-Brit Barkmin als Salome ansagen ließ. Allein dieser Umstand hätte für Young Grund sein müssen, ihre Lautstärkedramaturgie zu überdenken. So aber kämpfte die Deutsche tapfer, flüchtete sich des öfteren in einen gut artikulierten Sprechgesang und rettete mit ihrer unter diesen Umständen bewundernswerten Leistung den Abend. Daß ihre Salome anders klingen kann — wir wissen es…

Zum Bericht[1] von Thomas Prochazka

Auch Karl Masek war in dieser Vorstellung:

Gun-Brit Barkmin war einmal mehr die ‚Salome‘. Sie ließ sich als erkältet ansagen. Das war vermutlich aus Sicherheits- oder psychologischen Gründen so. Sie klang nicht die Spur indisponiert oder beeinträchtigt, bewältigte die enormen Schwierigkeiten der Rolle souverän, auch die Kellertiefen beim ‚Wie schwarz es da drunten ist…‘ bewältigte sie ziemlich souverän, steigerte sich in der zentralen Szene mit dem Propheten enorm, gestaltete einen grandiosen Schlussgesang. Erfreulicherweise waren auch keine Spätfolgen der stimmlichen Strapazen nach Reimanns  Salzburger „Lear“, wie ich befürchtete, zu merken. Die Stimme klang erfreulich ausgeruht. Einzig der Schleiertanz blieb relativ verhalten.

Ein Rollendebüt gab es: Željko Lučić, der imponierende Verdi-Bariton, sang erstmals in Wien den ‚Jochanaan‘. Schon aus der Zisterne war er markig vernehmbar. Machtvoll und mit Kraft begann er schon mit „Wo ist er, dessen Sündenbecher jetzt voll ist…“. Er muss ja ständig gegen das volle Orchester ansingen, was ihm eindrucksvoll gelang. Kleiner Einwand: Auch wenn der Prophet von der Gefangenschaft in der Zisterne gezeichnet ist, ist seine Persönlichkeit nicht gebrochen. Das müsste in einer weniger gebeugten Haltung und „Körpersprache“ zum Ausdruck kommen, wenn er aus der Zisterne steigt. Was mit der Abendspielleitung für die beiden Folgevorstellungen zu besprechen wäre.

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, landauf, landab ‚Herodes‘ und ‚Mime‘ vom Dienst, profilierte sich der aus Salzburg stammende Tenor einmal mehr als gute Alternative zur Hausbesetzung des Tetrarchen mit ‚unserem‘ Herwig Pecoraro…

Zum Bericht[2] von Karl Masek

Wien/ Raimundtheater: Seichte Kost, aber auf die Premierenjubler ist Verlass!

 

Renate Wagner in ihrer Premierenkritik:

Der uralte Schikaneder hat es nicht geschafft, die „Alte Dame“ auch nicht, und der ebenfalls nicht taufrische „Don Camillo“ ebenso wenig. Den Vereinigten Bühnen Wien bleibt in ihren Musical-Häusern der Erfolg aus, und was immer man in letzter Zeit „selbst gestrickt“ hat, erwies sich als „Bauchfleck“.

Da erinnerte man sich offenbar daran, dass ein paar alte Udo-Jürgens-Schlager auf einem „Traumschiff“ so einigermaßen funktioniert haben und wollte noch einmal auf den Österreich-Bonus setzen. Wenn der tote Udo gut ist, kann der lebendige Rainhard noch besser sein. Aber mitnichten, um es gleich zu sagen: „I am from Austria“ – „Das Musical mit den Hits von Rainhard Fendrich“, wie die seltsame Bezeichnung lautet – ist alles andere als ein Aushängeschild für österreichische Muscial-Kultur, im Gegenteil. Über weite Strecken wirkt das Gebotene nur kläglich...

Immerhin hat man erstklassig besetzt. Schon als man Iréna Flury im Theater der Jugend gesehen hat, war um sie etwas Besonderes – und nun ist sie ein potenter Musicalstar. Bildhübsch unter einer Blondhaar-Frisur, die an die junge Catherine Deneuve erinnert, fabelhafte Figur, gute Sprache, und mit Hilfe der Mikros „beltet“ sie, dass es nicht höher geht. Die Problemchen ihrer Figur bewältigt sie mit links. Welch ein Jammer, dass ihr Maganer (schräg und komisch: Martin Bermoser) sie immer zwingen will, schlechte Filme zu machen, wo sie doch von der Zusammenarbeit mit Tarantino träumt… Und am Ende soll sie am Opernball mit einem muskelbepackten Fußballer (Fabio Diso ist eher schmal, aber witzig) verlobt werden. Ihr Rückzug (sie hat doch den Hotelier-Sohn gewählt, in den sie sich verliebt hat!!!)  gibt ihm die Gelegenheit, sich als schwul zu outen, was zu Jubel im Publikum führt. Wie gesagt, alles drin.

Ihr Liebster, der Hotelier-Sohn, ist mit Lukas Perman sehr sympathisch besetzt, er muss nur immer kämpfen, dass er nicht ins Hintertreffen gerät. Denn die anderen Figuren bekommen immer wieder ihre Auftritte, Elisabeth Engstler und Andreas Steppan (er ist die ideale Besetzung für ideale Gatten) als das Hotelier-Ehepaar zwischen Beruf und auf der Suche nach der Liebe von einst, oder Matthias Trattner als ganz witziger autoverrückter Piccolo, der am Ende die Schmidinger-Concierge im Debutantinnen-Gewand zum Opernball führen muss… Nein, es ist wirklich zu viel. Und auf allen Ebenen zu wenig.

Dass die Musical-Premieren heftig beklatscht werden, gehört dazu, die Promi-Society weiß, wozu die Freikarten und die Premierenparty verpflichten. Die Entscheidung über eine Produktion treffen dann die Zuschauer. Dass der Name Fendrich mehr Anziehungskraft hat als Schikaneder, ist anzunehmen. Ob er Erwartungen einer breiten Publikumsschicht erfüllt, wird sich zeigen.

Zur Premierenkritik [3]von Renate Wagner

FRANKFURT: Erste Fotos aus der gestrigen „Rinaldo“-Premiere

Elizabeth Reiter (Armida) und Tänzerinnen. Copyright: Barbara Aumüller

Daniel Miroslaw (Eustazio) und Jakub Jósef Orliński (Rinaldo). Copyright: Barbara Aumüller

Kritik liegt zur Stunde noch keine vor

LONDON: Die Zauberflöte at the Royal Opera House review – It just gets better and better

Tamino und die Schlange. Copyright: Tristam Kenton

Die Zauberflöte at the Royal Opera House review – It just gets better and better
http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/854750/die-zauberflote[4]

Berliner Ensemble: Saison-Auftakt: Intendant Oliver Reese: Das Ensemble ist der Star
Nach dem Neustart an der Berliner Volksbühne beginnt auch am Berliner Ensemble die neue Saison mit einem neuen Intendanten. Oliver Reese erzählt von Lampenfieber, Stars und seinen Eröffnungspremieren
Hamburger Abendblatt[5]

WIEN/ HilgerBROTKunsthalle: TERRA INCOGNITA im Rahmen von curated by_vienna 2017 in der HilgerBROTKunsthalle
Datum:  15.9. bis 28.10.
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Wochentage: Di, Mi, Do, Fr, Sa
Uhrzeit: 11 bis 18 Uhr
Preis: Eintritt frei
Patricia Piccinni (Unfurled 2017) Silikon, menschliches Haar, maskierte Eule, gefundene Gegenstände. 108 x 89 x 80 cm
 
Preis Euro 70.700.- 
Besuchen Sie die Austellung in der ehemaligen Ankerbrot-Fabrik. Die Preise, die für die Exponate verlangt werden, sind „kein Schmarrn“ – aber was nicht viel kostet kann angeblich nicht viel wert sein!

WIEN: Wiener Fotogalerie WestLicht von Schließung bedroht 

 

 Wien (APA) – Peter Coeln, Gründer und Leiter der Wiener Galerie WestLicht, hat am Donnerstag im Rahmen der Eröffnung der Schau „World Press Photo“ gegenüber dem ORF die mögliche Schließung der Institution mit Jahresende angekündigt. Als Grund nannte er am Freitag im Gespräch mit der APA, dass „die Finanzierung nicht geregelt ist“.

 Die Firma Leica, die den laufenden Betrieb von WestLicht bisher mit 400.000 Euro pro Jahr unterstützt hat, habe bis dato „kein Commitment abgegeben, dass sie uns weiter unterstützen wird“, so Coeln. Eine Zusage habe er bis zum gestrigen Tag erwartet, diese sei jedoch ausgeblieben. „Auch die öffentliche Hand hat bisher nicht reagiert“, so Coeln über die bisherigen Gespräche mit dem Kulturministerium und der Stadt Wien, die die als Verein geführte Institution bisher nicht förderten. Er habe jedoch ein längeres Gespräch mit Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) geführt, der die Ausstellung eröffnet hat. „Vielleicht passiert da was, aber wir müssen längerfristig planen können“, so Coeln zur APA.

Gegenüber der „ZIB 24“ sagte Kern am Donnerstag, dass man nun „Varianten analysieren“ müsse und verwies auf entsprechende „Vorarbeiten“ von Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ). Im Rahmen dieser müsse man „nach Lösungen suchen“. Drozda verwies – von der APA darauf angesprochen – auf laufende Überlegungen im Hinblick auf die Fotokunst in Österreich. „Wir hatten dazu eine Enquete. Nun gibt es Reformüberlegungen, wie wir mit dem Medium Fotografie besser umgehen wollen und die verschiedenen Sammlungen besser vernetzen können“, sagte der Ressortchef am Rande eines Medientermins am Freitag…

Da wird mir ziemlich schwindelig. Muss in Österreich überall eine staatliche Subvention und dadurch eine totale Abhängigkeit von der Regierung gegeben sein? Ist das der Sinn von angeblich so freier Kunst?

Ich erkläre an Eides statt, dass unser Medium noch nie einen Cent Subvention bzw. Presseförderung erhalten hat. Schön langsam komme ich mir wie ein Idiot vor – und Idioten sollten sich besser zurückziehen!

Österreich/ Fußball: Admira/Wacker besiegt Sturm – Auswärts-Remis für Rapid und LASK
Admira Wacker hat in der 8. Runde der heimischen Fußball-Bundesliga den Tabellenführer Sturm Graz mit 2:1 besiegt. Für die Südstädter bedeutet das vorerst den vierten Tabellenplatz, die Grazer werden aber zumindest nach dieser Runde noch an der Spitze stehen. Rapid kam bei Altach durch einen späten Ausgleichstreffer noch zu einem 2:2, während sich der WAC und der LASK torlos trennten.
Kleine Zeitung[6]

Admira/Wacker hat eine „Hundstruppe“ aufzubieten, weil der Verein ständig die besten Spieler verkaufen muss, um selbst überleben zu können. Das sage ich als Sympathiesant dieses Vereins. Für die heimische „Gurkenliga“ reicht es noch allemal. Wenn unsere Spitzenclubs sich dann international bewähren sollen, gibt es kräftige „Haue“. Siehe Austrias 1:5 gegen den AC.Milan.

Und dann erwarten wir von der Nationalmannschaft Wunderdinge! Sind wir nun das seltsame Bergvölkchen, für das man uns in aller Welt hält?

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-salome-17
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-salome-die-die-zweihundertneunundzwanzigste
  3. Zur Premierenkritik : http://der-neue-merker.eu/wien-raimundtheater-i-am-from-austria
  4. http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/854750/die-zauberflote: http://www.express.co.uk/entertainment/theatre/854750/die-zauberflote
  5. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211944163/Intendant-Oliver-Reese-Das-Ensemble-ist-der-Star.html
  6. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/newsticker_sport/5286947/Admira-besiegt-Sturm-AuswaertsRemis-fuer-Rapid-und-LASK

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-september-2017


16. SEPTEMBER 2017

by ac | 16. September 2017 08:51

Heute: Salome an der Wiener Staatsoper: Gun-Brit Barkmin in der Titelrolle. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Richard Strauss‘ Salome wird am Samstag, 16. September 2017 an der Wiener Staatsoper wiederaufgenommen: Simone Young, die derzeit für die Premiere von Prokofjews Der Spieler im Haus am Ring probt, dirigiert, wie bereits bekannt gegeben, die Vorstellungsserie anstelle des erkrankten Yannick Nézet-Séguin. Unter ihrer musikalischen Leitung gibt Željko Lučić als Jochanaan sein Staatsopern-Rollendebüt; Gun-Brit Barkmin ist in der Titelpartie zu erleben, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Herodes und Iris Vermillion als Herodias. In der Vorstellung am 16. September verkörpert Carlos Osuna anstelle von Jörg Schneider, der diese Partie am 18. und 21. September singen wird, den Narraboth.

Vor 40 Jahren starb Maria Callas (16. September 1977)

Heute vor 40 Jahren gestorben: Maria Callas

Die Diva ist längst in den Mythenhimmel aufgestiegen, keine andere Sängerin hat einen solchen Kultstatus errungen und wohl keine unter den Gesangsheldinnen des 20. Jahrhunderts hat wie sie die Höhen und Tiefen der Berühmtheit durchlitten. Auch 40 Jahre nach ihrem Tod am 16. September 1977 ist die Callas-Verehrung ungebrochen.

Es ist eine Geschichte von Triumphen, Exzessen und Tragödien, die an die Lebensdramen von Popstars wie Janis Joplin oder Michael Jackson erinnert. Auch bei der Callas war alles exzessiv: der Kampf gegen das Übergewicht, der viel zu früh ihre Stimme auch in Mitleidenschaft zog; die Liebesaffären und Ehen unter anderem mit dem griechischen Milliardär Aristoteles Onassis. Aber vor allem die Hingabe an die Kunst…

Diva mit Kultstatus
„Die größte Sängerin der Welt“ – Maria Callas‘ 40. Todestag
Hamburger Abendblatt[1]

Hoppla, da scheint es eine  schlechte Recherche gegeben zu haben. Renate Wagner macht mich darauf aufmerksam:

Ich sag’s ja nur, dass die Callas nicht mit Onassis verheiratet war, sondern daran zugrunde ging, dass er statt ihr Jackie Kennedy geheiratet hat…

Hamburg/ Mainz/ Berlin: Kaufmann und DiDonato zur Echo Klassik-Verleihung
Zur Verleihung des Echo Klassik in der Hamburger Elbphilharmonie erwarten die Veranstalter zahlreiche nationale und internationale Stars. Der Tenor Jonas Kaufmann werde den Preis für den „Bestseller des Jahres“ in Empfang nehmen, teilte das ZDF am Freitag mit. Der Sender produziert die Preisverleihungs-Gala.
Musik heute[2]

„Konzertgänger in Berlin“
Ungeduldig: Berliner Philharmoniker und Marek Janowski mit Pfitzner und Bruckner
Berlin, wir müssen reden: Dieser Hammer-Bruckner der Berliner Philharmoniker ist nicht ausverkauft. Was geht schief in dir, Berlin?
https://hundert11.net/musikfest2017-bp-janowski/[3]

Rohrau/ Haydn-Geburtshaus: Update für eine Künstlerkinderstube
Das Geburtshaus von Joseph und Michael Haydn ist neu überarbeitet worden – und soll künftig auch als Konzertort stärker in Erscheinung treten.
Wiener Zeitung[4]

Gestern Musicalpremiere in Linz: HAIRSPRAY von Marc Shaiman/ John Waters

John Waters sprach mit schrillen Filmen unterdrückte, aber berechtigte Anliegen an – seien es Rassismus/Rassentrennung, seien es Verfolgung und Mißachtung von Transgendern, Schwulen und Lesben und schuf sich einen soliden Ruf als trash-Regisseur, vom mainstream und der Kritik „gefürchtet“. Sein durchaus den erwähnten Themen treues Werk „Hairspray“ von 1988 allerdings hatte weit über Waters‘ eingefleischte fans hinausreichenden Erfolg. Sogar für einige Preise wurde er nominiert – freilich immer noch abseits des establishments, u. a. bei Robert Redfords „Sundance Festival“.

Der Erfolg des Films war groß genug, um die Produktion eines Musicals anzustoßen, das seine Uraufführung am Broadway 2002 hatte und bis 2009 2.500 Mal gegeben wurde. Die erste deutschsprachige Inszenierung fand 2008 in St. Gallen statt, unter Matthias Davids, seit 2013Linzer Musicalchef. Seit je wird die Rolle der Edna von (gebürtigen) Männern verkörpert – ursprünglich „Divine“, am Broadway Harvey Fierstein, in St. Gallen war es der auch als TV-Moderator bekannte Ralph Morgenstern…

Zum Premierenbericht[5] von Petra & Helmut Huber

WIENER STAATSOPER: Impressionen / Jahrbuch

 

WIENER STAATSOPER:
Impressionen zur Spielzeit 2016 / 2017
532 Seiten, Wiener Staatsoper, Eigenverlag, 2017

DIE WIENER STAATSOPER
Jahrbuch 2017
Herausgegeben von den Freunden der Wiener Staatsoper
Redaktion Rainhard Wiesinger
252 Seiten Text, 92 Seiten Anhang, Verlag Barylli, 2017

Da sind sie wieder, die unentbehrlichen Bücher für Opernfreunde,
zumal jene in Wien,
die am liebsten in der Staatsoper „wohnen“ würden
(es gibt sie noch!).

Die Staatsoper selbst bietet in einem wahren „Riegel“ – quadratisch und sehr dick – die „Impressionen“ der letzten Spielzeit, was man vom Material her leicht tun kann: Michael Pöhn (bzw.  Ashley Taylor für Ballette) stehen ja in so gut wie jeder Vorstellung irgendwo am Bühnenrand oder sonst strategisch günstig, um wirklich jeden Künstler, der hier auf den Brettern steht, zu erfassen. Und diese Bilder könnten in ihrer Farbigkeit gar nicht besser zur Wirkung kommen als vor dem schwarzen Hintergrund, der hier herrscht…

…Nicht nur zum Schauen, sondern vieles zum Lesen bietet das Jahrbuch der Wiener Staatsoper, das die Freunde des Hauses alljährlich nach dem sehr bewährten Rezept herausgeben, an dem man tunlichst nichts ändern soll.

Da sind zuerst die Artikel zu den Premieren der nächsten Saison, und gerade bei Werken, zu denen man vielleicht keine intensive Beziehung hat, ist das sehr nützlich – das gilt ja wohl für „Der Spieler“ ebenso wie für „Ariodante“, da ist man dankbar für die ausführlichen Informationen, die es hier gibt…

Beide Bücher werden von Renate Wagner vorgestellt. Lesen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“ bzw. in der Buch-Rubrik

http://der-neue-merker.eu/buch[6]

15.9. Hilde GÜDEN wurde vor 100 Jahren geboren

 

 Eigentlich Hulda Geiringer; sie war an der Wiener Musikakademie Schülerin von Otto Iro im Gesang- und von Maria Wetzelsberger im Piano-Fach, dazu studierte sie auch Tanz. Sie debütierte 1937 unter dem Namen Hulda Gerin an der Wiener Volksoper in der Operette »Herzen im Schnee« von Benatzky. Sie begann ihre Karriere als Opernsängerin 1939 am Opernhaus von Zürich in der Partie des Cherubino in »Figaros Hochzeit«. Obwohl sie Jüdin war, kam sie 1941 auf Veranlassung des Dirigenten Clemens Krauss an die Staatsoper von München, musste aber 1942 nach Italien ausweichen, wo sie weiter studierte. 1942 Gastspiel an der Oper von Rom als Sophie im »Rosenkavalier«, 1942 sang sie unter Tullio Serafin in Rom und in Florenz. Erst nach Kriegsende konnte sie wieder an die Münchner Staatsoper zurückkehren. 1947 wurde sie an die Staatsoper von Wien berufen, an der sie bereits 1941 als Despina in »Così fan tutte« debütiert und 1947-70 eine große Karriere hatte, und deren Ehrenmitglied sie seit 1973 war…

AMICI DEL BELCANTO: „I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA“ IN TERNITZ/ NÖ (18.11.)

amici

Bitte vorbestellen. Der Saal ist zwar riesengroß, aber der Besuch bei diesen beliebten Konzerten ebenso. Ich werde noch unmittelbar vor der Veranstaltung über die Möglichkeit, an der Abendkasse Karten zu erwerben, informieren.

Musikfestival Gassenbauer Kulturtage: 8.-10.12.2017

 

Dieses Crowdfunding-Projekt auf wemakeit.com[7] könnte Sie interessieren:

Musericordia I Musikfestival
https://wemakeit.com/projects/musericordia-i-musikfestival[8]

Darum geht’s: Musikfestival Gassenbauer Kulturtage: 8.-10.12.2017
Veranstalter: Musericordia
Ziel: Gassen bauen durch Musik – zwischen Kulturen, Künsten, Menschen
Fokus: bedürftige Kinder in Rumänien

TRAILER[9]

Das Projekt können Sie noch bis zum 15. Oktober 2017 um 10:00 unterstützen.

Worum geht es?
Musik vereint – Das ist das Motto von Musericordia. Die Gassenbauer Kulturtage 2017, unser erstes Benefizfestival, vereinen Künste, Menschen, und Kulturen. All unsere Künstler arbeiten ohne Gage! Mit dem Erlös unterstützen wir bedürftige rumänische Kinder bei den CopArta Kinderkunsttagen, unseren musikalischen Workshops März 2018 in Rumänien!

St. Pölten bewirbt sich als Europäische Kulturhauptstadt 2024
Diese Entscheidung haben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) am Freitag bekanntgegeben. Das Land NÖ und die Landeshauptstadt würden im Rahmen dieses „Jahrhundertprojektes“ ihre Zusammenarbeit vertiefen. Erste Pläne waren schon im Juni zum Startschuss der Ausschreibung präsentiert worden.

LÜBECK – Heute

 

Österreich/ Fußball: Marcel Koller, ein Teamchef mit Ablaufdatum
Die Presse[10]

Koller hat keine schlechte Arbeit geleistet, hat aber auch eine wahnwitzige Gage (für unsere Verhältnisse) kassiert. Der neue Teamchef wird es deutlich billiger geben müssen!

TV: Wahldiskussionen voll angelaufen

Die gestrige Dreierdiskussion stand auf beachtlichem Niveau. Kein Diskutierer hat dominiert, man muss sich aber auch für keinen schämen (das meine nicht nur ich, sondern die internationale Presse, die den österreichischen Wahlkampf scharf beobachtet). Die Hoffnung der Parteien, dass ein Kandidat seine Konkurrenz deklassiert, wird sich nicht erfüllen, denn die Mitbewerber sind auch nicht „auf der Nudelsuppe dahergeschwommen“.  Dieser Wahlkampf ist noch lange nicht entschieden, in den Diskussionen wird aber keine Entscheidung fallen. Zu ausgeglichen ist „das Feld“, ein entscheidender Fehler ist nicht zu erwarten.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211932907/Die-groesste-Saengerin-der-Welt-Maria-Callas-40-Todestag.html
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16539/kaufmann-und-didonato-kommen-zur-echo-klassik-verleihung/
  3. https://hundert11.net/musikfest2017-bp-janowski/: https://hundert11.net/musikfest2017-bp-janowski/
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/917205_Update-fuer-eine-Kuenstlerkinderstube.html?em_view
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/linz-musiktheater-des-landestheaters-hairspray-von-marc-shaiman-john-waters
  6. http://der-neue-merker.eu/buch: http://der-neue-merker.eu/buch
  7. wemakeit.com: http://wemakeit.com
  8. https://wemakeit.com/projects/musericordia-i-musikfestival: https://wemakeit.com/projects/musericordia-i-musikfestival
  9. TRAILER: https://wemakeit.com/projects/musericordia-i-musikfestival
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/sport/fussball/5286596/Fussball_Marcel-Koller-Teamchef-mit-Ablaufdatum

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-september-2017


15. SEPTEMBER 2017

by ac | 15. September 2017 08:14

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Sergej Prokofjew

WIENER STAATSOPER: Matinee zur Premiere von Der Spieler am Sonntag (17.9.)

Sergej Prokofjews Der Spieler ist die erste Neuproduktion der neuen Staatsopernsaison – unter der musikalischen Leitung von Simone Young und in einer Inszenierung von Karoline Gruber feiert das Werk am Mittwoch, 4. Oktober 2017 Premiere im Haus am Ring. In der von den Dramaturgen Andreas Láng und Oliver Láng gestalteten und moderierten Einführungsmatinee zur Neuproduktion am Sonntag, 17. September 2017 (11.00 Uhr im Großen Haus) sind u. a. die Dirigentin, die Regisseurin, „Polina“ Elena Guseva, „Alexej“ Misha Didyk, „Babulenka“ Linda Watson, „Mr. Astley“ Morten Frank Larsen und „Dame comme ci comme ça” Alexandra Yangel zu Gast.
Anhand von Musik- und Probenausschnitten, Informationen zum Stück und Komponisten sowie Gesprächen besteht die Möglichkeit, dieses Frühwerk Prokofjews, das an der Wiener Staatsoper bislang noch nie in einer eigenen Produktion gezeigt wurde, näher kennenzulernen.

Karten à € 8,- und € 12,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter www.wiener-staatsoper.at[1]

HEUTE: Live-Stream aus der Wiener Staatsoper: LE NOZZE DI FIGARO

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Heute Live-Stream (vergessen Sie bitte den Hinweis „Beginn in 5 Tagen“, vor 5 Tagen habe ich mir das Foto runtergeladen und den Hinweis kann ich nicht löschen)

Hier gelangen Sie zum Stream: http://www.staatsoperlive.com/de/[2]

Die Streams der Wiener Staatsoper sind kostenpflichtig, kosten aber „kein Eckhaus“. Für ein Monatsabo bezahle ich 18 Euro, damit kann ich bis zu 4 (manchmal sogar mehr) Vorstellungen sehen.
Was bekommen die Sänger für die Mitwirkung an disem Live-Stream? Genau habe ich das noch nicht rausbekommen, es soll aber eine Bagatell sein!

Riccardo Muti will keine szenischen Opern mehr in Salzburg dirigieren

Riccardo Muti dirigiert keine Opern mehr bei Salzburger Festspielen
Muti beim „Aida“- Schlussapplaus mit Anna Netrebko. Foto: Barbara Gindl/ Apa

„Ich werde nur noch Opern in Konzertform dirigieren, die nicht ein Monat Arbeit erfordern“, sagte der Dirigent im Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ (Donnerstagsausgabe).

 „Ich habe nicht mehr viele Sommer vor mir. Ich will mit meiner Familie sein“, betonte der 76-Jährige. 2018 werde er „Macbeth“ in Florenz und „Cosi fan tutte“ in Neapel in der Regie seiner Tochter Chiara dirigieren.

BERLIN: WIEDERERÖFFNUNG DER STAATSOPER UNTER DEN LINDEN

STAATSOPER FÜR ALLE am 30. September: Zum Auftakt der Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden erklingt Beethovens 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim, dem Staatsopernchor sowie den Gesangsolisten Diana Damrau, Okka von der Damerau, Burkhard Fritz und René Pape auf dem Bebelplatz. Der Eintritt ist wie immer frei, dank BMW Berlin.

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Am 30. September um 17 Uhr lädt die Staatsoper Unter den Linden dank BMW Berlin zu einem besonderen STAATSOPER FÜR ALLE-Konzert. Zum Auftakt des PRÄLUDIUMS der Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden erklingt auf dem Bebelplatz die »Ode an die Freude«: Beethovens 9. Sinfonie gespielt von der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim und mit Diana Damrau (Sopran), Okka von der Damerau (Alt), Burkhard Fritz (Tenor) und René Pape (Bass) als Gesangssolisten sowie dem Staatsopernchor.  Wie immer bei freiem Eintritt. Im Anschluss an das Konzert wird um 19 Uhr die Fassade der Staatsoper Unter den Linden mit einer animierten Videoprojektion, die durch die 275-jährige Geschichte des Hauses führt, bespielt.

OPER FRANKFURT: HEUTE ERSTE UND LETZTE WIEDERAUFNAHME VON BARBERS „VANESSA“

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Jessica Strong (Vanessa) in der Bildmitte und Statisterie. Copyright: Barbara Aumüller

Erste und letzte Wiederaufnahme VANESSA Oper in drei Akten von Samuel Barber Text von Gian Carlo Menotti In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 Musikalische Leitung: Rasmus Baumann Inszenierung: Katharina Thoma

ARTE ZEIGT AM 19. OKTOBER DEN SENSATIONELL BESETZTEN „DON CARLO“ IN PARIS

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Am 19. Oktober 2017 auf arte!
‚Paris, Opéra Bastille
Opéra National de Paris

Giuseppe Verdi  :  Don Carlos
[P] 10, 13, 16, 19, 22, 25, 28, 31 Okt 2017; 5, 8, 11 Nov 2017

Don Carlo mit Sonya Yontcheva, Elina Garanca; Ildar Abdrazakov, Jonas Kaufmann, Ludovic Tezier.

Tenor Andrea Bocelli gibt trotz Reitunfall heute ein Konzert im Kolosseum 

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Gehirnerschütterung nach Sturz von Pferd. Bildquelle: APA (AFP)/MIGUEL MEDINA

Pisa (APA) – Der italienische Tenor Andrea Bocelli wird trotz eines Reitunfalls wie vorgesehen bei einem TV-Benefiz-Konzert auftreten, das er am Freitag im Kolosseum in Rom veranstaltet.

Bocelli war am Donnerstag in seiner Residenz in Lajatico bei Pisa von einem Pferd gestürzt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Bei dem Sturz zog sich der Sänger laut italienischen Medien eine Gehirnerschütterung zu.

San Francisco Opera: Martina Serafin als „Turandot


Martina Serafin, Brian Jagde. (Credit: Cory Weaver)

San Francisco Opera 2017-18 Review – Turandot: A Real Fairy Tale in the Bay Area Led by Martina Serafin & Brian Jagde
http://operawire.com/san-francisco-opera-2017-18-review-turandot-a-real-fairy[3]


A colorful Turandot opens the San Francisco Opera season
bachtrack[4]
S.F. Opera’s Turandot is Still Stunning
https://www.sfcv.org/reviews/san-francisco-opera/sf-operas-turandot-is-still-stunning[5]
Turandot in San Francisco
http://www.operatoday.com/content/2017/09/_michael_milens.php[6]

San Francisco: „Elektra“


Adrianne Pieczonka (Chrysothemis) and Christine Goerke (Elektra). Copyright: Cory Weaver/ San Francisco-Opera)

Adrianne Pieczonka – On Chrysothemis in San Francisco Opera’s Production of “Elektra” – now through 9/27
Huffington Post[7]

Graz: Sportlegende Otto Wanz nach schwerer Krankheit verstorben
Die steirische Sportlegende Otto Wanz ist tot. Nach kurzer schwerer Krankheit starb Wanz Donnerstagfrüh im Alter von 74 Jahren. Der Grazer wurde als Boxer und Wrestler bekannt und gewann 32 WM-Kämpfe.
Kleine Zeitung[8]

Otto Wanz war auch Weltmeister im „Telefonbuch zerreissen“, einer noch nicht olympischen Sportart. Nach dem Tod von Otto Wanz wird sie es wohl auch nie werden!

Österreich-Fußball: Kanzler-Prognose ging total „in die Hose“
Europa League: Austria unterliegt AC Milan 1:5
Austria Wien war gegen AC Milan chancenlos, der Qualitätsunterschied groß. Die argen Probleme in der Innenverteidigung könnten diese Saison zum Sargnagel werden.
Die Presse[9]

Ein 1:1 hatte der Kanzler getippt, ein 1:5 ist es geworden. Als Österreicher können wir nur hoffen, dass des Kanzlers Wirtschaftsprognosen seriöser sind. Der Kanzler ist derzeit wirklich vom Pech verfolgt, so ziemlich alles geht schief.

Heute hat er aber die Chance auf einen Befreiungsschlag:

Österreich/ Wahl
Heute: Bundesländerzeitungen übertragen live!Dreikampf bringt erste Vorentscheidung
Zur ersten und bisher einzigen Dreierkonfrontation dieses Wahlkampfes treffen Kern, Kurz und Strache am kommenden Freitag aufeinander – auf Einladung der Kleinen Zeitung und der anderen Bundesländerzeitungen. Wir übertragen live.
Kleine Zeitung[10]

Na, das schauen wir uns doch an! Bis dahin wünsche ich einen schönen Tag!

A.C,

  1. www.wiener-staatsoper.at: http://www.wiener-staatsoper.at
  2. http://www.staatsoperlive.com/de/: http://www.staatsoperlive.com/de/
  3. http://operawire.com/san-francisco-opera-2017-18-review-turandot-a-real-fairy: http://operawire.com/san-francisco-opera-2017-18-review-turandot-a-real-fairy
  4. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-turandot-hockney-luisotti-jagde-serafin-palmertree-san-francisco-opera-september-2017
  5. https://www.sfcv.org/reviews/san-francisco-opera/sf-operas-turandot-is-still-stunning: https://www.sfcv.org/reviews/san-francisco-opera/sf-operas-turandot-is-still-stunning
  6. http://www.operatoday.com/content/2017/09/_michael_milens.php: http://www.operatoday.com/content/2017/09/_michael_milens.php
  7. Huffington Post: http://www.huffingtonpost.com/entry/adrianne-pieczonka-on-chrysothemis-in-san-francisco_us_59b9f26ae4b0390a1564daf4
  8. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/sport/sommersport/5285354/Sportlegende_Otto-Wanz-nach-schwerer-Krankheit-verstorben
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/sport/fussball/5285844/Europa-League_Austria-unterliegt-AC-Milan-1_5
  10. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/5284903/Wir-uebertragen-live_Dreikampf-bringt-erste-Vorentscheidung

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-september-2017


14. SEPTEMBER 2017

by ac | 14. September 2017 08:19


ALSO SPRACH IOAN HOLENDER:  Ich war kein Sparmeister, ich habe nur überlegt, wofür ich nicht bereit bin, Geld auszugeben

Interview. Ioan Holenders Sparsamkeit ist legendär. Heute habe die Staatsoper zu viel Geld, findet ihr ehemaliger Direktor. Mit dem designierten Opernchef, Bogdan Roscic, führt er ausgiebige Gespräche, als sein Berater sieht  er sich dennoch nicht.

Die Vermutung, dass Ioan Holender ein Drahtzieher der Verpflichtung von Bogdan Roscic als neuer Wiener Staatsoperdirektor ist, erfährt durch die intensiven Beratungen, die er dem „Neuen“ angedeihen lässt, neue Nahrung. „Die Rache des Holender“ – das könnte ein Bestseller werden – wenn man Franzobel nicht ranlässt!

Ioan Holender im Interview mit „Die Presse“:

Ioan Holender: Ich war kein Sparmeister, ich habe nur überlegt, wofür ich nicht bereit bin, Geld auszugeben. Sie kennen die Geschichte mit den Taxirechnungen?

Ja, aber nicht jeder unserer Leser.

Es gab Opernsänger, die wollten die Taxirechnung vom Flughafen zur Staatsoper bezahlt haben. Ihnen habe ich gesagt: „Ich kann Ihnen das Geld privat borgen, wenn Sie in Not sind. Aber ich kann Ihnen das nicht auf Kosten des Steuerzahlers ersetzen.“ Ein halbes Jahr hat es gedauert, und dann ist niemand mehr mit solchen Rechnungen zu mir gekommen. Ich bin selbst auch nicht mit dem Taxi gefahren und habe auf Reisen nicht im Fünfsternehotel gewohnt – weil das Beispiel Schule macht. Mit dem Budget, das ich zur Verfügung hatte, wollte ich Gutes machen. Aber ich wollte mich nie in die Abhängigkeit von Sponsoren begeben. Ich finde mich nicht besser, nur weil ich mehr Geld akquiriere.
Das ist Frau Rabl-Stadlers Beruf, aber es war nicht meiner. (Anm.: Helga Rabl-Stadler ist Präsidentin der Salzburger Festspiele.)…

Rumms! Auch der Schlag sitzt!

Weiter in „Holenders Erzählungen:

…Wenn Sie sich für einen jungen Sänger entschieden, wie viel Gehalt haben Sie ihm gezahlt?

Ich habe gefunden, mit 1800 oder 2000 Euro müssen sie am Anfang auskommen. Und das ist auch heute noch in etwa so. Die Anfangsgagen liegen bei 2500 Euro brutto.

Und was waren die Höchstgagen, die Sie Sängern bezahlt haben?

Als ich herkam, waren es 210.000 Schilling (15.262 Euro) pro Abend.

Wie hoch sind sie heute?

Die sogenannte Top Fee liegt etwa bei 12.500 Euro. Ich weiß nicht, wer sie hier bekommt, aber es sind viele. Andernorts ist diese Gage höher. Jedoch im Vergleich zu den 1960er und 1970er-Jahren ist sie viel weniger geworden. Die Einkünfte mit CDs und Schallplatten sind praktisch null, aber: Das Singen unter freiem Himmel und Gala-Abende etwa in der arabischen Welt oder auf der Waldbühne in Berlin, das hat alle Dimensionen gesprengt.

Ein Beispiel: Nächstes Jahr singt Frau Netrebko nicht bei den Salzburger Festspielen.

Warum?

Weil Sie mit ihrem Mann eine Welttournee macht und dabei Hunderttausende pro Abend bekommt. Dabei kann sie vor einem nahezu kritiklosen Publikum singen, was ihr genehm ist. Das ist heute in. Aber gut, nur sehr wenigen ist das möglich. Netrebko hat es geschafft, aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Stimme. Jeder hört ihr zu, weil ihr Ausdruck wahrhaftig ist…

Lesen Sie weiter im Bezahlartikel der „Presse“. Dort lesen Sie auch, dass Ioan Holender meint, dass die Wiener Staatsoper zuviel Geld bekommt

ZUM ARTIKEL / „Die Presse“[1]

WIENER ZUSTÄNDE: HOLENDER VOR EINEM COME-BACK

zum Thema Gage: Prinzipiell bekommt jemand immer die gleiche Gage an einem Haus, auch als Einspringer. Freilich steigert man als Agent im Laufe der Jahre die Gage, es ist ja das Ziel, den Marktwert eines Sängers mit zunehmender Karriere immer mehr zu erhöhen. Dass diese Erhöhung im Rahmen eines Einspringens erfolgt, kann vorkommen, ist aber sicher nicht die Regel. Singt jemand in einer Saison schon an einem Haus, bekommt er auch für die Vorstellung als Einspringer dieselbe Gage.

 Zur neuen Direktion: Die rechte Hand des designierten Direktors in Vorbereitungsfragen, was Besetzungen betrifft, ist Dr. Florian Schulz, früher rechte Hand des Ministers im rot geführten Kulturministerium- mehr gibts dazu nicht zu sagen! Und aus anderen (sehr sicheren Kanälen) weiß ich, dass dieser nur für den Alltag zuständig sein soll, die Premieren für die erste Saison soll Ioan Holender besetzen. Wiener Filz und ein Direktor, der noch aus der Gruft heraus die Fäden ziehen wird. Es ist zum…...

 Name der Redaktion bekannt!

Wiener Staatsoper: Nun ist „Il Trovatore“ für längere Zeit abgespielt. Die letzte Vorstellung an Mittwoch-Abend fand ohne die Diva statt

Auch abseits des Starrummels um die große Diva findet Oper statt. Das ist gut so, denn man wird der vielen Superlative – berechtigte wie unberechtigte – müde, man will sich wieder ganz und gar auf die Musik und alle Protagonisten konzentrieren. Diesfalls in einer Aufführung des „Trovatore“, dem Reißer der Operngeschichte schlechthin…

Das nicht ganz gefüllte Auditorium spendete viel Applaus, den in diesem Ausmaß eigentlich nur die Direktion für die Installation der neuen Displays verdient hat.

Zum Bericht[2] von Johannes Marksteiner

Kiri Te Kanawa singt nicht mehr in der Öffentlichkeit =

Kiri Te Kanawa zieht sich zurück.  Bildquelle: AFP/DENIS SINYAKOV

 Wellington (APA/ag.) – Die aus Neuseeland stammende Opernsängerin Kiri Te Kanawa wird keine öffentlichen Auftritte mehr absolvieren.

Sie ziehe sich endgültig zurück, sagte die 73-jährige dem britischen Sender BBC am Mittwoch. Te Kanawa, von der britischen Königin zur Dame erhoben, gilt als eine der größten Sopranistinnen ihrer Zeit. „Ich will meine Stimme nicht mehr hören, sie gehört der Vergangenheit an“, sagte Te Kanawa, die schon ungefähr ein Jahr nicht mehr in der Öffentlichkeit zu hören war… (Quelle: APA

Oper ohne Regisseur? Stuttgart nimmt die Herausforderung an
Besondere Herausforderung für die Stuttgarter Oper: Das renommierte Haus will die Proben zur Märchenoper „Hänsel und Gretel“ durchziehen, obwohl bis zur Premiere kein direkter Kontakt zum in Russland unter Hausarrest stehenden Regisseur Kirill Serebrennikow möglich ist. Man gebe die Hoffnung aber noch nicht auf, dass der regierungskritische Theater- und Filmregisseur wenigstens zur Premiere am 22. Oktober nach Stuttgart kommen kann. „Man muss immer hoffen“, sagte ein Sprecher der Oper am Mittwoch.
Musik heute[3]

 Na geh! Ohne Regisseur? Herr Serebrennikov schmort ja nicht im finsteren Kerker, er kann jederzeit mit seinen Assistenten kommunizieren. Eines ist in unserer verrückten Zeit sicher: Die Premiere von „Hänsel und Gretel“ ist zur todsicheren Bank geworden, egal was sich auf der Bühne abspielt. Es genügt bereits, dass Herr Serebrennikov in seiner Heimat Regime-kritisch ist. So einfach werden heute Triumphe gestrickt!

Heute und noch am Sonntag dirigiert Michael Güttler in der Wiener Staatsoper „Chowanschtschina“. Gestern mitttag war er in unserer Redaktion zu Gast

Michael Güttler mit Anna Netrebko

Ich hatte die Wahl zwischen einem Foto von Michael Güttler und mir und einem von Anna Netrebko und dem Maestro. Sie sehen, wofür ich mich entschieden habe, ich möchte Sie ja nicht verärgern.

Auszug aus dem eher zwanglosen Gespräch: Nach der „Chowanschtschina“-Serie in Wien steht ab 19. Oktober Wagners „RING“ am Mariinski-Theater St. Petersburg  auf dem Programm. Güttler, aus einer Dresdner Musikerfamilie stammend (sein Vater ist Trompeter und Dirigent) wollte ursprünglich einen anderen musikalischen Weg einschlagen, musste zur Dirigentenausbildung erst „überredet“ werden. Der nunmehr 50jährige bestand aber die „Eignungsprüfung“ an der DDR-Musikhochschule, was insoferne bereits ein Gradmesser war, denn die DDR bildete nur soviele Dirigenten aus, als sie auch Planstellen anbieten konnte – dementsprechend streng war auch die Auswahl…

Ein Einwurf meinerseits: Nur weil das die DDR so gehandhabt hat, muss es nicht schlecht sein. Ausbildung nur nach Vorhandensein von Planstellen – aber dann berechtigte Aussichten auf eine solche. Damit verhindert man Tragödien. Anderseits ist das natürlich ein zweischneidiges Schwert, wie war in der DDR wirklich das Auswahlverfahren? Man kann es drehen, wie man will, das perfekte System gibt es nicht. Auch unserer heutiges ist nicht das Gelbe vom Ei, lässt viele „Opfer“ auf der Walstatt!

Wir bieten ein Video von einem Interview auf Youtube an, das Michael Güttler in der Wiener Staatsoper gegeben hat.

ZUM VIDEO[4]

Und noch einige Videos habe ich anzubieten, neben der Netrebko sangen auch Jonas Kaufmann, Rolando Villazon u.s.w nach Güttlers Stabführung

EIN VIDEO / Verdi-Reqiem unter Leitung Güttlers[5]

VIDEO : Verdis LUISA MILLER unter Güttlers Leitung in Malmö[6]

VIDEO: JONAS KAUFMANN singt deutsche Arien unter der Leitung Michael Güttlers[7]

VIDEO MIT ANNA NETREBKO und ROLANDO VILLAZON (Moskau)[8]

Düsseldorf: Stefan Herheim inszeniert „Wozzeck“

Am Freitag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Alban Bergs „Wozzeck“, ein Schlüsselwerk des modernen Musiktheaters, als erste Opernpremiere der neuen Spielzeit im Düsseldorfer Opernhaus. Für die Neuinszenierung hat Generalintendant Christoph Meyer einen der inter­natio­nal gefragtesten Regisseure gewonnen: Stefan Herheim, der inzwischen drei Mal zum „Opernregisseur des Jahres“ gekürt wurde und in Düsseldorf bereits mit seiner Inszenierung von Händels „Xerxes“ begeisterte, setzt das um Verbrechen, Schuld und Strafe kreisende Drama mit einer hochkarätigen Besetzung aus Ensemble­mitgliedern und international erfolgreichen Gästen wie Bo Skovhus, Camilla Nylund und Matthias Klink in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die musikalische Leitung.

Der Dirigent SIEGFRIED KÖHLER ist am 12.7. 2917 in Wiesbaden gestorben

 

 Das Hessische Staatstheater Wiesbaden trauert um Siegfried Köhler, der von 1974 bis 1988 als Generalmusikdirektor in Wiesbaden tätig war.

In dieser Zeit hat er dem Hessischen Staatsorchester die Werke seines befreundeten Komponisten Volker David Kirchner nähergebracht und nicht nur mit diesen Uraufführungen das Musiktheater und Konzertleben nachhaltig geprägt. Seine enge Beziehung zum Orchester hatte in den letzten Jahren Bestand. Siegfried Köhler war gern gesehener Gast bei Proben und Vorstellungen.

Hamburg: Elbphilharmonie wieder eine Baustelle

Die Garderobe ist vorübergehend auf der Plaza untergebracht. Und auf dem Weg nach oben müffelt es ein bisschen, nach der weißen Farbe auf den Pappwänden, mit denen ein Großteil des Foyers abgetrennt ist. Bilder einer Baustelle: Da sind die Renovierungsarbeiten nach dem Wasserschaden in der Elbphilharmonie [9]deutlich zu sehen und zu riechen.

Aber der Kleine Saal selbst, der ist problemlos zugänglich und unbeschadet.

Elbphilharmonie : Im Foyer Renovierung, im Saal Schummerton
Hamburger Abendblatt[10]

Die Götterwelt im schweizerischen Bergdorf – „Die Walküre“ am Staatstheater Oldenburg
Neue Musikzeitung/nmz.de[11]

WIEN / Volkstheater: DIE KLEINE KOMÖDIE und FRÜHE THEATERSZENEN von Arthur Schnitzler

Noch bis vor wenigen Monaten lautete die Adresse des Volkstheaters „Am Weghuberpark“ (obwohl die Front zur Burggasse / Museumsstraße zeigt). Den Platz direkt vor dem Eingang, der durch den großen U-Bahn-Aufgang eher klein ist, nun nach Arthur Schnitzler zu benennen, hatte jegliche Berechtigung. Zwar war zwischen 1895, der Uraufführung der „Liebelei“, bis zu seinem Tod mehr oder minder das Burgtheater „sein“ Haus. Zwar wurde die so genannte „Schnitzler-Renaissance“ rund um seinen 100. Geburtstag 1962 vom Theater in der Josefstadt (und den großen Schauspielern dort – Leopold Rudolf, Vilma Degischer, Erik Frey, Michael Heltau) getragen.

Aber das Volkstheater, das zu seinen Lebzeiten noch „Deutsches Volkstheater“ hieß, spielte dennoch eine große Rolle in Schnitzlers Leben. 1893 gab man an diesem Haus dem jungen Dichter seine erste Chance: „Das Märchen“ kam zur Uraufführung und wurde zu einem gewaltigen Skandal. So wie der „Reigen“, der 1921 in den Räumen der heutigen Kammerspiele, die damals noch zum Volkstheater gehörten, seine Wiener Erstaufführung erlebte. Das Deutsche Volkstheater war es auch, das den „Anatol“ 1910 erstmals als Zyklus gesammelt spielte, und 1929 gab es hier noch die Uraufführung von „Im Spiel der Sommerlüfte“. Zweifellos ein Schnitzler-Haus…

Zum Bericht [12]von Renate Wagner

In Wiener Schulen mehr Muslime als Katholiken

Laut den aktuellen Zahlen des Wiener Stadtschulrats besuchen mittlerweile 31.984 muslimische Schüler die Wiener Pflichtschulen. Darüber hinaus sind 29.894 Schüler in Wiener Volks- und Neuen Mittelschulen (NMS) katholisch, die drittgrößte Gruppe bilden jene Schüler, die kein Religionsbekenntnis haben (15.531) gefolgt von jenen serbisch-orthodoxen Glaubens (9.985).
Kurier[13]

Aus der SPÖ ertönt der Ruf nach Abschaffung des traditionellen Religionsunterrichts in Richtung eines Ethik-Unterrichts. Gut, wenn man unseren Religionsunterricht unter wohlwollender Betrachtung unseres Kardinals abschaffen will, dann ist das offenbar der Zug der Zeit! In logischer Konsequenz wäre ich aber dann für die Abschaffung aller katholischen Feiertage (nur mehr der Nationalfeiertag und der Neujahrstag sollten als arbeits- und schulfrei übrigbleiben). Die Wirtschaft wird sich freuen, unsere muslimischen Gäste müssen nicht mit uns „feiern“. Bitte um einen entsprechden Antrag an das Parlament, werter Herr Czernohorsky!

Heinrich Schramm-Schiessl kennt sich da in den Zusammenhängen besser als ich aus:

Die Forderung nach Abschaffung des Religionsunterrichts und Ersatz durch einen Ethik-Unterricht ist ein alter Hut  –  und jetzt ist halt Wahlkampf. Da dieser ja bekanntlich nicht toll läuft, klammert man sich an jeden Strohhalm. Ein Ethik-Unterricht wird von mehreren christlich orientierten Organisationen, wie z.B. dem Mittelschüler-Kartellverband (MKV) schon seit Jahrzehnten gefordert, aber nicht als Ersatz für den Religionsunterricht – den es übrigens nicht nur für katholische Schüler sondern auch für Schüler anderer Konfessionen, so auch für Muslime, gibt – sondern als Wahlfach. Damit ist gemeint, dass ein Schüler der sich vom konfessionellen Religionsunterricht aus welchen Gründen immer abmeldet, verpflichtend einen Ethik-Unterricht besuchen muss. Nur konnte man sich über die Inhalte eines solchen Ethik-Unterrichts, die ja nicht unheikel sind, bislang nicht einigen. Allerdings vergisst die SPÖ dabei, dass zumindest der katholische Religionsunterricht in einem Konkordat, also einem Vertrag zwischen Österreich und dem „Heiligen Stuhl“ – wie der Vatikan im Diplomatendeutsch heisst – festgeschrieben ist. Das Plazet des Wiener Erzbischofs genügt hier nicht und ich glaube kaum, dass Rom einer Abschaffung zustimmen würde.

Österreich: Bundeskanzler Kern: Austria holt heute gegen AC Milan ein 1:1
Kronen Zeitung[14]

„Gefährlich das“! Jetzt kann man kurzfristig überprüfen, ob uns der Kanzler die Wahrheit sagt. Endet das Spiel tatsächlich 1:1, dann ist Herr Kern der große Hero und rückt dem jungen Herausforderer näher an den Pelz.  Bei jedem anderen Ergebnis als einem Remis wissen wir, was wir von der Meinung des Kanzlers zu halten haben. Ich habe mich in den Wettbüros informiert – tatsächlich wird für ein Remis am wenigsten ausgeschüttet – womit es das logische Resultat wäre und der Kanzler sein Risiko deutlich limitiert.

Es ist aber nicht sonderlich klug, wenn Politiker ihre Präferenz für einen Fußballverein öffentlich machen, sie verärgern damit den Rest von Österreichs Fußball-Welt. Man sollte das nicht bagatellisieren, Fußball ist für mehr Menschen auf der ganzen Welt wichtiger, als hier viele Opernfreunde glauben. Und die Austria polarisiert, sie war immer schon der Verein der „besseren Leute“, hingegen Rapid deutlich mehr Anhänger hat. Also, als Politiker hätte ich meinen Mund gehalten!

Nun zu „unserer Branche“: Von einigen Sängern weiß ich, für welche Mannschaft deren Herz schlägt. Ich veröffentliche diese Meinung nicht, weil das geschäftsschädigend sein könnte

Der Kanzler pokert hoch. Es scheint  aber ohnehin seine einzige Chance zu sein!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C. .

  1. ZUM ARTIKEL / „Die Presse“: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5283186/Ioan-Holender_Gern-gebe-ich-fuer-nichts-Geld-aus?from=suche.intern.portal
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-letzte-netrebkolose-vorstellung-der-serie
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16517/oper-ohne-regisseur-stuttgart-nimmt-herausforderung-an/
  4. ZUM VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=2O2ipBXFfHA&t=709s
  5. EIN VIDEO / Verdi-Reqiem unter Leitung Güttlers: https://www.youtube.com/watch?v=2O2ipBXFfHA&t=709s
  6. VIDEO : Verdis LUISA MILLER unter Güttlers Leitung in Malmö: https://www.youtube.com/watch?v=y_mj6RkjRE4
  7. VIDEO: JONAS KAUFMANN singt deutsche Arien unter der Leitung Michael Güttlers: https://www.youtube.com/watch?v=AAdQezUAwcM&t=645s
  8. VIDEO MIT ANNA NETREBKO und ROLANDO VILLAZON (Moskau): https://www.youtube.com/watch?v=7bWGY0HTYUE&list=RD7bWGY0HTYUE&t=11
  9. Wasserschaden in der Elbphilharmonie : https://www.abendblatt.de/hamburg/article211789219/Wasserschaden-in-der-Elbphilharmonie-teure-Sanierung.html
  10. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211908975/Im-Foyer-Renovierung-im-Saal-Schummerton.html
  11. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/die-goetterwelt-im-schweizerischen-bergdorf-die-walkuere-am-staatstheater-oldenburg
  12. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-die-kleine-komoedie
  13. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/mehr-muslime-als-katholiken-in-den-wiener-pflichtschulen/285.859.910
  14. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/bundeskanzler-kern-austria-holt-gegen-milan-1-1-gluehender-fan-story-588456

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-september-2017


13. SEPTEMBER 2017

by ac | 13. September 2017 08:29

Peter Hall ist tot. 1983 hat er in Bayreuth Wagners „Ring“ inszeniert

Der britische Theatermacher Sir Peter Hall ist tot. Er starb am Montag im Alter von 86 Jahren im Beisein seiner Familie. Das teilte am Dienstag das National Theatre auf seiner Website mit. Hall war langjähriger Direktor des Londoner Theaters und Gründer der Royal Shakespeare Company. Bei den Bayreuther Festspielen hatte er 1983 Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ inszeniert.

 Nach Angaben des National Theatre wurde 2011 bei Hall Demenz diagnostiziert. Er starb einem BBC-Bericht zufolge in einer Londoner Klinik.

 Gründer der Royal Shakespeare Company, Britischer Theatermacher Sir Peter Hall, ist tot
Lange leitete er das Londoner National Theatre, 1983 inszenierte er den „Ring“ in Bayreuth. Der britische Theatermacher Sir Peter Hall ist im Alter von 86 Jahren gestorben.
Tagesspiegel[1]

Nachruf: Sir Peter Hall, theatre, film and opera director, dies aged 86
The Guardian[2]

OPER FRANKFURT: KURZFILM ZU „IL TROVATORE“ FREIGESCHALTET

Copyright: Oper Frankfurt/ Barbara Aumüller

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Il trovatore (Musikalische Leitung: Jader Bignamini; Regie: David Bösch) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet: 

http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=147[3]

oder  https://www.youtube.com/watch?v=ff0c8w17Tdw[4]

Elza van den Heever als Leonora: neckisch American Girl der frühen Rock’n’Roll-Zeit. Copyright: Oper Frankfurt/ Barbara Aumüller

Auszug aus „Frankfurter Rundschau“: Nett, so ein dunkel-gewittriger Rückprospekt, auf den sich allerlei projizieren lässt, was gerade zu den gesungenen Texten passt: Einmal geistern Nachtvögel unheilschwer daher, dann flattern, wenn im Off der titelspendende Troubadour seine Stimme erhebt, Musiknoten munter über den Horizont, bald auch niedliche Schmetterlinge, und auch die Sterne am Himmel werden vorstellig. Dennoch will sich an diesem Frankfurter Verdi-Abend keine so rechte Sternstunde ereignen.

Fehlt es ein bisschen an entschiedener szenischer Interpretation? Das Einstiegsbild, wo Ferrando (der klar intonierende Kihwan Sim) die Vorgeschichte erzählt, exponiert scheinbar schonungslos Krieg und Gewalt als Stoffhintergrund. Ein Panzer steht dräuend da, doch bald zeigt er sich als harmlose Papp-Attrappe; mit Stahlhelmen gerüstete Soldateska (Choreinstudierung: Tilman Michael) formiert sich bedrohlich, hernach aber dann oft in erinnerungsfotoheischend gemütlichen Symmetrien. Leonora gibt sich neckisch als American Girl der frühen Rock’n’Roll-Zeit, hüpft auch dann noch kindisch unbedarft auf der Bühne herum, wenn sie den totgeglaubten Geliebten schockhaft noch einmal und wieder im Leben vorfindet. Graf Lunas in edle Bariton-Tiraden verpackte Eifersuchts- und Hassausbrüche werden meist von einem Spickzettel abgelesen. Fadendünne Ironie? Nun, es wirkt eher als dümmlich-arrogante Flaxerei, was die Spielleiter David Bösch und Gregory Eldridge hier anrichten.

Und es blinzeln die Sterne
Ein etwas karierter „Trovatore“ aus London zum Saisonanfang an der Oper Frankfurt.
Frankfurter Rundschau[5]

Wien: Heute vierte und letzte „Trovatore-Vorstellung – und wie in Wien einst die Gewerkschaft mitbesetzt hat.

Eberhard Wächter 1963 in Wien als „Luna“

Die Premiere des „Salzburger Trovatore“ in Wien fand 1963 63 nach der Wiederholung in Salzburg statt. Den Luna musste in der Wiener Premiere Eberhard Wächter singen,  sonst wäre die Gewerkschaft schon vor der darauf folgenden Boheme Premiere über Karajan hergefallen. (Quelle: Elena Habermann)

Mit solchen Problemen ist heute ein Wiener Operndirektor nicht konfrontiert – dafür mit anderen! In Wien ist kein Operndirektor „sicher“, außer einer mit einer immens „dicken Haut“

Und schon flattert eine weitere Bemerkung zu diesem Thema in die Redaktion. Mit den erzielten Teilerfolgen in der Karajan-Ära wurde die Gewerkschaft so richtig stark – und ist es bis heute noch. Lorin Maazel hat das nicht zur Kenntnis genommen – das Ende ist bekannt.

Sopranistin Marina Rebeka: Eine Interview-Tour durch München
Noch im September wird beim CD-Label von BR-KLASSIK ein Rossini-Album mit der lettischen Sopranistin Marina Rebeka erscheinen. Außerdem ist die Sängerin in der Saison 2017/18 als Artist in Residence für mehrere Konzerte zu Gast beim Münchner Rundfunkorchester. Moderator Maximilia Maier nimmt Marina Rebeka mit zu einer besonderen Stadtrundfahrt – es geht unter anderem in den Biergarten und in eine Arztpraxis .
BR-Klassik[6]

Braunschweig: Der Traum von Freiheit – In Braunschweig beginnt die neue Intendanz und Spielzeit mit Verdis „Don Carlo“

Zum Auftakt einer neuen Intendanz darf es gerne auch mal etwas Größeres sein. Verdis „Don Carlo“ ist da eine gute Wahl: große Oper mit allen Chancen, auch beim Publikum gut anzukommen. Man kann alles aufmarschieren lassen, was das Haus an Künstlern zu bieten hat. Wenn die neue Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig Dagmar Schlingmann dazu Andrea Moses als Regisseurin einlädt, dann zeugt das obendrein von dem Ehrgeiz, auch szenisch Flagge zu zeigen. Diese Regisseurin und ihr Team Annett Hunger (Bühne) und Adriana Braga Peretzki (Kostüme) denken Verdis Oper natürlich von unserer Gegenwart aus…
Neue Musikzeitung/ nmz.de[7]

Riccardo Chailly in Berlin: Studieren geht über Probieren
Maestro mit Tiefgang: Der italienische Dirigent Riccardo Chailly kommt mit dem Orchester der Mailänder Scala zum Musikfest Berlin.
Tagesspiegel[8]

„Konzertgänger in Berlin“: Segnend: SWR Symphonieorchester spielt Mark Andre und Luigi Nono

Neunmalschräge Programmgestaltung des SWR Symphonieorchesters[9] beim Musikfest Berlin: von Renaissance-Madrigalen über einen romantischen Nachtfetzen bis zu einem seriellen Klassiker und einer kaum zu hörenden Jenseitssuche. Auch wenn das Konzept nicht ganz aufgeht, wirds ein gesegnetes Konzert, weil zwei fesselnde Werke dabei sind. Mark Andre und Luigi Nono.
https://hundert11.net/musikfest2017-swr/[10]

London/ Royal Opera House: „LA BOHÈME“

Nicole Car als „Mimi“. Copyright: Catherine Ashmore

With Antonio Pappano in the pit, and Michael Fabiano and Nicole Car as the fated lovers, the musical portents for Covent Garden’s new Bohème were excellent. The question was, could Richard Jones’s production successfully fill the gaping hole left by John Copley’s much-loved version now pensioned off after forty-one years of service? Copley’s mode was graceful naturalism; Jones takes a work by the scruff of its neck and makes of it something startlingly new. How would he handle a simple tale about youth and vulnerability, which he himself describes as ‘almost like Chekhov’?…

La Bohème, Royal Opera House, London, review: A startlingly new production
The Independent[11]
La Boheme review at Royal Opera House, London – “Richard Jones’ successful new staging’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-boheme-review-royal-opera-house[12]

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 12.-18. SEPTEMBER 2017

 

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

12.9. TAMERLANO (Live aus Mailand) RAI 3-20 Uhr
16.9. BERENICE (aus Göttingen, Aufn. v. 7.5.2016) RNC Classica Madrid-19 Uhr
          TURANDOT (aus London, Aufn. v. 5.7.) BBC 3-19.30 Uhr
17.9. TOD IN VENEDIG (aus Stuttgart, Aufn. v. 25.5.) SWR2-20.03 Uhr
         DER GOLDENE HAHN (aus Madrid, Aufn. v. 2.6.) WDR 3-20.04 Uhr
         PETER GRIMES (aus Bologna, Aufn. v. 18.5.) RAI 3-20.30 Uhr

Filme der Woche

Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[13]

Das wird Regisseur Darren Aronofsky wohl nicht erwartet haben. 2010 wurde er für seinen Film „Black Swan“ beim Filmfestival von Venedig gefeiert. und Hauptdarstellerin Natalie Portman trug später alle Preise (inklusive dem „Oscar“) heim. Und nun, sieben Jahre später, hat man ihn in Venedig für seinen Film „Mother!“ schlechtweg ausgebuht. Und wenn man den Film zu Ende gesehen hat, weiß man auch, warum…

Dabei scheint es lange Zeit, als wollte Aronofsky die klassischen Elemente eines Horror-Films auf seine Art abspulen (man kann auch melken sagen). Da ist ein großes, altes, ganz einsam in der Landschaft liegendes Haus – ein nicht unübliches Ambiente für Filme dieser Art. Ein attraktives Paar – die junge Frau, die den älteren Gatten offenbar vergöttert. Er ist ein Künstler, Schriftsteller mit derzeitiger Schreibhemmung, sie will für ihn und sie beide das alte Haus (das zwar ohne Viktorianische Üppigkeit, aber doch etwas für Nostalgiker ist) so richtig instand setzen. Tatsache ist auch, dass etwas zwischen den beiden nicht stimmt, dass die junge Frau immer große, traurige Augen macht, der Mann eher oberflächlich beschwichtigt…

dann hat Darren Aronofsky das Stückwerk seiner Ideen wahrlich nicht in den Griff bekommen. Er hat vielfache Anläufe für einen Horrorfilm genommen, bei dem am Ende nichts zu nichts passt. Mit dem Ergebnis, dass man nicht weiß, was man damit eigentlich anfangen soll. Die blutigen Wände und Dielen des Hauses, die Jennifer Lawrence so verschreckt haben und die sie so verzweifelt geputzt hat … wofür soll das eigentlich gewesen sein?

Wenn Skakespeare heute leben würde, fehltes es ihm auch nicht an gar grausamen Stoffen

Kampf um die (Partei)Krone. Copyright: Theater Bonn

Der burgenländische Putsch gegen Christian Kern
Kern wird mitten im Wahlkampf bewusst beschädigt. Die Abfolge der Ereignisse lässt keinen anderen Schluss zu: Die burgenländische SPÖ, an der Spitze Landeshauptmann Niessl und Verteidigungsminister Doszkozil, unterläuft an jeder Ecke und bei jeder Gelegenheit den Kurs von Bundeskanzler und SPÖ-Vorsitzendem Christian Kern. Hier wird der Chef mitten im Wahlkampf bewusst beschädigt. Hier wird die Machtübernahme in einer – dann schwer beschädigten – SPÖ nach dem 15. Oktober vorbereitet. –
Der Standard[14]

Der Stoff könnte ein Knaller werden, wenn er nicht Franzobel in die Hände fällt!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/gruender-der-royal-shakespeare-company-britischer-theatermacher-sir-peter-hall-ist-tot/20315382.html
  2. The Guardian: https://www.theguardian.com/stage/2017/sep/12/sir-peter-hall-theatre-opera-and-film-director-dies-aged-86
  3. http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=147: http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=147
  4. https://www.youtube.com/watch?v=ff0c8w17Tdw: https://www.youtube.com/watch?v=ff0c8w17Tdw
  5. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/oper-frankfurt-und-es-blinzeln-die-sterne-a-1348749
  6. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/video/marina-rebeka-sopranistin-interview-muenchen-100.html
  7. Neue Musikzeitung/ nmz.de: https://www.nmz.de/online/der-traum-von-freiheit-in-braunschweig-beginnt-die-neue-intendanz-und-spielzeit-mit-verdis-do
  8. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/riccardo-chailly-in-berlin-studieren-geht-ueber-probieren/20311936.html
  9. SWR Symphonieorchesters: https://www.swr.de/swr-classic/symphonieorchester/-/id=17055418/1bbadl/index.html
  10. https://hundert11.net/musikfest2017-swr/: https://hundert11.net/musikfest2017-swr/
  11. The Independent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/la-boh-me-royal-opera-house-review-a7941986.html
  12. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-boheme-review-royal-opera-house: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-boheme-review-royal-opera-house
  13. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  14. Der Standard: http://derstandard.at/2000063971453/Der-burgenlaendische-Putsch-gegen-Christian-Kern

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-september-2017


12. SEPTEMBER 2017

by ac | 12. September 2017 08:29

 

Was ist ein Vertrag eigentlich wert?

Carmen Giannattasio muss krankheitsbedingt ihr geplantes Staatsopern-Rollendebüt als Leonora in „Il trovatore“ am 13. September 2017 absagen. An ihrer Stelle wird Maria José Siri, die bereits in der ersten Vorstellung für die erkrankte Anna Netrebko eingesprungen ist, die Leonora verkörpern. (Aussendung der Wiener Staatsoper)

Es ist nun nicht so, dass Wiens Opernfreunde sehnsüchtig auf die Leonora von Carmen Giannattasio gewartet hätten (morgen singt nun – wie in der ersten Vorstellung – Marie José Siri. Wer mehr als bloß ein Ersatz für eine Anna Netrebko war, wird wohl als „Einspringerin“ für Carmen Giannattasio problemlos durchgehen), aber ein Blick in den Terminkalender von Frau Giannattasio erklärt diese Absage, ohne sie freilich zu rechtfertigen. Marie José Siri wird sich über eine gute Gage freuen, wie ich hörte bekommt man als kurzfristiger Ersatz einen finanziellen Bonus. Die Absagende/ der Absager bekommt nichts, das ist das Risiko der sich am freien Markt bewegenden Sänger. Mir wurde das zumindest so gesagt, bitte mich zu berichtigen, wenn ich einer Fehlinformation aufgesessen bin. Ich weiß, dass einige Leser des Online-Merker aus der Agentenbranche sind. 

So gesehen hält sich das finanzielle Risiko des Opernhauses in Grenzen. Manchmal hat man aber schon das Gefühl, dass Sänger Verträge etwas leichtfertig abschließen, weil sie genau wissen, dass sie leicht aus denen wieder herauskommen. Wenn der Künstler nicht zur Vertragszeit anderswo auftritt, ist eine Vertragsverletzung nicht nachweisbar. Ärztliches Attest; Lächerlich, vergiss es!

Peter Skorepa stellt sich ritterlich auf die Seite der Absagenden: Astana, 8 Grad, 60 % Luftfeuchtigkeit, Wind aus NW mit 32 km/h

Kann das Wetter in Astana gesund für eine Stimme sein? Warum gönnt man der Carmen Giannattasio nicht den gleichen Absagebonus wie der berühmteren Kollegin? 

 Nun aber zur dritten Vorstellung des Trovatore, der zweiten und gleichzeitig letzten mit Anna Netrebko am vergangenen Sonntag

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov beim ersten gemeinsamen Auftritt in derWiener Staatsoper (Foto: M.Pöhn)

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov beim zweiten gemeinsamen Auftritt in der Wiener Staatsoper (Foto: M.Pöhn)

Peter Skorepa schreibt in seiner Kritik: Und was machen „die vier besten Sänger der Welt“? Mit Fug und Recht kann man das bestenfalls von den beiden Damen sagen, wobei zu bemerken wäre, dass Luciana D´Intino als Azucena diesmal auf Augenhöhe mit ihrer noch etwas vorsichtig agierenden russischen Kollegin Anna Netrebko sang. Letztere sorgte für den stimmlich absoluten Wohlklang, erstere für mitreißende dramatische Entäußerungen, beide mit ähnlich-pastosem Tiefenklang. Auch für die Leonora kann man in Vergleichen sprechen. Was in diesem Rollenfach heute die russische Sängerin darstellt, wäre in Ihrer Sonderstellung etwa jener der Tebaldi der Fünfzigerjahre vergleichbar, nur hatte die im Vergleich genannte damals als Gegenspielerin eine Callas. Und dieses Gegenstück fehlt momentan. (Aber bevor ich für hinkende Vergleiche geohrfeigt werde: Mir ist die Unvollkommenheit und Subjektivität von solchen sehr bewusst!)

Bei den beiden männlichen Hauptrollen erreichte der Abend nicht das Niveau ihrer weiblichen Gegenstücke…

Zum Bericht[1] von Peter Skorepa

Wiener Staatsoper: Chowanschtschina.

Andrzej Dobber, Thomas Ebenstein. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Auszug aus der Kritik des „Standard“: Der großartige Gemischtopernladen Wiener Staatsoper versorgt in- und ausländische Kulturkonsumenten verlässlich mit Musiktheatralischem aller Art. Die knapp 50-teilige Produktpalette wird variiert; neben beliebten Longsellern („Tosca“, „La Bohème“ etc.) sind auch wechselnde Raritäten im Angebot, aktuell etwa Modest Mussorgskis Musikgeschichte „Chowanschtschina“. Aber warum nur? Die Inszenierung von Lev Dodin, die vor drei Jahren Premiere feierte, ist nur eines: Betrug am Kunden. Solisten und Chor sind vier Stunden lang auf einem verkohlten, höhenverstellbaren Bretterverschlag zusammengepfercht. Das ist nicht nur ermüdend, sondern behindert Interaktionen zwischen den Protagonisten massiv, erschwert das Verständnis des Werks und verunmöglicht Stimmungswechsel. – derstandard.at/2000063862267/Leidenswege-aller-Art[2]

Unsere Online-Redakteure werden ersucht, nach der Premierenserie möglichst nicht mehr auf die Inszenierung einzugehen. Bei einigen dieser „Meisterwerke“ kann man sich anscheinend denn doch nicht zurückhalten!

Mussorgskis „Chowanschtschina“: Leidenswege aller Art
Ermüdend: Modest Mussorgskis „Chowanschtschina“ in der Inszenierung von Lev Dodin –
http://derstandard.at/2000063862267/Leidenswege-aller-Art[3]
Gepflegte russische Konversation
Wiener Zeitung[4]

Stadttheater Minden  „Siegfried“ – weiter rundet sich der „Ring“

Premiere am 8. September 2017

„Siegfried“, 1. Akt. Foto: Friedrich Luchterhandt

 Es „Wagnerte“ in Ostwestfalen am vergangenen Freitag: Am Landestheater Detmold verabschiedete sich der langjährige Intendant Kay Metzger mit einem „Fliegenden Holländer“.  Im Stadttheater Minden wurde die komplette Aufführung des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“  fortgesetzt mit der Premiere des zweiten Tags „Siegfried“

Wie in den früheren Wagner-Aufführungen war das „Westfälische Wagner-Wunder“ – so die „Welt am Sonntag“ in ihrer Ausgabe vom 3. September – zu verdanken der äusserst tatkräftigen Vorsitzenden des Mindener Wagner-Verbands, Dr. Jutta Winckler, der Intendantin des Stadttheaters Minden, Andrea Krauledat, und vor allem dem Dirigenten Frank Beermann. Wie schon gewohnt war das Orchester auf der Bühne platziert sichtbar für den Zuschauer hinter einem durchsichtigen Gazevorhang und einer  Spielfläche für die Darstellung der Handlung . Dadurch konnten die Sänger besser schauspielerische Nuancen dem Publikum vermitteln und waren auch ohne Übertitelung weitgehend textverständlich. Wieder war die  Nordwestdeutschen Philharmonie in der sonst ungewohnten Rolle des Opernorchesters musikalisch  bestimmend für die Aufführung…

Zum Premierenbericht[5] von Sigi Brockmann

Staatsoper Stuttgart: Eröffnungsfest am deutschen Wahltag mit Live-Schaltung

Am Tag der Bundestagswahl, am Sonntag, 24. September 2017, um 11 Uhr, eröffnen die Oper Stuttgart, das Stuttgarter Ballett und das Schauspiel Stuttgart die Spielzeit mit einem großen Spielzeiteröffnungsfest[6] im Opern- und im Schauspielhaus sowie auf den Plätzen davor. Gemeinsam mit dem Publikum starten die drei Sparten singend, tanzend und spielend in die neue und letzte Saison der drei amtierenden künstlerischen Intendanten…

Ab 18 Uhr werden die Ergebnisse der Bundestagswahl live ins Foyer des Schauspielhauses übertragen.

Am Abend des 24. September 2017 steht Gioachino Rossinis La Cenerentola[7] unter der Musikalischen Leitung von Maurizio Barbacini in der Inszenierung von Andrea Moses auf dem Programm…

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“. Mit der Schaltung zur Bundestagswahl reagiert die Staatsoper Stuttgart auf die aktuelle Situation und wohl auf das Interesse des Publikums.

Wien/ Volksoper: Erfolg für Musical „Gypsy“ an der Wiener Volksoper

Toni Slama und Maria Happel. Copyright: Wiener Volksoper/ Barbara Palffy

Als geschäftstüchtige „Mutter Courage“ versucht sie im Burgtheater ihre Kinder heil über die Schlachtfelder des Dreißigjährigen Krieges zu lotsen. Als ehrgeizige „Mama Rose“ stößt sie nun in der Volksoper ihre beiden Töchter energisch ins Rampenlicht von Vaudevilletheatern und Varietébühnen. Maria Happel wurde am Sonntagabend als Star des US-Musicals „Gypsy“ ausgiebig gefeiert.
Salzburger Nachrichten[8]
Eine schwierige Kiste
Existenzdrama trifft Blödelei: „Gypsy“ an der Volksoper Wien.
Wiener Zeitung[9]
Ein Muttermonster namens Rose
Kurier[10]
Mutter Courage und ihre strippenden Kinder
Der Standard[11]

In unserem Forum gehen die Meinungen, auch bezüglich Maria Happel,  auseinander

Ein Auszug (lavoce): Zur Meinung vom maison-usher: Ihnen gefällt die Frau Happel nicht,dennoch hatte ich gestern Abend nicht den Eindruck, dass das Publikum enttäuscht war 😉
Was mich interessiert : was ist im englischen Original anders? Generell, bezüglich Plot, meine ich.
Mir kam das Stück von der Dramaturgie her nämlich sehr lahm vor. Mit einem einzigen Thema: eine verrückte Mutter, die sich durch ihre Kinder zu verwirklichen versucht. Ein Konflikt, ein Thema, den ganzen Abend durch. Das nutzt sich mit der Zeit ab.
Es gibt keine Nebengeschichten (..ab und zu ein „lustiges Intermezzo“ so zu sagen um die Gschichte aufzupäppeln…das war’s dann schon.

Filme der Woche

FimPoster  Logan Lucky~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[12]

Kaum zu glauben, dass hier derselbe Regisseur am Werk war wie jener, der einst einen hocheleganten George Clooney ausgeschickt hat, um in mehreren „Ocean“-Filmen an der Seite schöner Frauen große Casinos um ihr Geld zu erleichtern. Kaum hat Steven Soderbergh seine eigene Produktionsfirma gegründet, ist es aus mit den Gentlemen-Gangstern, dann macht er einen ganz anderen Film – man glaubt es kaum.

Sonderbergh, viel gelobt (von „Traffic“ bis zuletzt „Magic Mike“), aber auch immer wieder mit Fehlgriffen abgestürzt, ist nun nach einer längeren Pause wieder da. Zu einem Drehbuch von „Rebecca Blunt“ – sagen wir es gleich: Es hat sich herausgestellt, dass hinter diesem Pseudonym seine Frau steckt. Ein Familienunternehmen. Und elegant ist an „Logan Lucky“ absolut nichts – und so richtig spannend fällt das Verbrechen (ein Geldraub) auch nicht aus. Hier ging es offensichtlich um etwas anderes…

Wir sind im ländlichen West Virginia unter den armen Leuten. Zu Beginn wird Jimmy Logan entlassen, nicht durch eigenes Verschulden, der Arbeitgeber zuckt die Achseln. Channing Tatum, mit dem Sonderbergh vor fünf Jahren „Magic Mike“ gedreht hat, spielt den Durchschnitts-Wutbürger, der immer chancenlos zum Oper wird. Alles in seinem Leben läuft schief – die unliebenswürdige Ex-Frau (Katie Holmes, die Ex von Tom Cruise, sucht sich wieder kleine Rollen), will auch noch mit den Kindern weit weg übersiedeln…

Österreich: Nachbetrachtung zu einer der unzähligen Wahl-Kandidatendiskussionen: Klugscheisser unter sich

Wir stehen ziemlich am Beginn der Diskussionen. Gestern standen zwei auf „Puls 4“ an, auf die ich hier nicht eingehen möchte. Wohl aber war die Nachbetrachtung mit Parteivertretern in Verkleidung als Medienexperten und Meinungsforschern interessant. Eine ehemalige TV-Moderatorin, nennen wir sie Ursula St., die von ihrer Partei zwecks Wählervertreibung entsandt wurde, wollte intellektuell brillieren. Als das Wort „Brandmelder“ in durchaus witzigem Zusammenhang fiel, wollte besagte Ursula mit dem Hinweis auf „Biedermann und die Brandstifter“ punkten. Die Aussage dieses Stücks hat zwar überhaupt nicht zum „Brandmelder“ gepasst, aber ein Quentchen eingestreute Literatur schindet Eindruck. Das rief den Medienberater Rudolf F., der den Bundeskanzler mit „geradezu nordkoreanischer Verehrung“ (siehe gestriger Kommentar) begrüßt, auf den Plan: „Bei Ihren Wählern wollen Sie mit Dürrenmatt brillieren“? Höhnisches Gelächter von den anderen Experten, bei denen ich mir allerdings auch nicht sicher bin, dass sie Friedrich Dürrenmatt nicht für einen Schweizer Skispringer halten.  Interessant, dass die Dame, die auf das Stück hingewiesen hat, nicht reagiert hat (immerhin war sie mit einem Burgschauspieler verheiratet) – mich hat es aus dem Halbschlaf  „gerissen“. Von unseren wackeren Experten hat niemand gewusst, dass „Biedermann und die Brandstifter“ nicht von Friedrich Dürrenmatt, sondern von Max Frisch sind.

Hoffentlich gehen die Analysen nicht auf diesem Niveau weiter! Und hoffentlich schwappt es nicht auf die Diskutierenden über. Denn sowohl mit Dürrenmatt oder auch mit Frisch sind kaum Wählerstimmen zu holen!

Ich verbleibe mit Grüßen für einen schönen Tag

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wiener-staatsoper-giuseppe-verdi-il-trovatore
  2. derstandard.at/2000063862267/Leidenswege-aller-Art: http://derstandard.at/2000063862267/Leidenswege-aller-Art
  3. http://derstandard.at/2000063862267/Leidenswege-aller-Art: http://derstandard.at/2000063862267/Leidenswege-aller-Art
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/916177_Gepflegte-russische-Konversation.html?em_view
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/minden-stadttheater-siegfried-weiter-rundet-sich-der-ring-premiere
  6. Spielzeiteröffnungsfest: https://www.oper-stuttgart.de/spielplan/6939/spielzeiteroeffnung/
  7. La Cenerentola: https://www.oper-stuttgart.de/spielplan/2017-09-24/cenerentola/
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/erfolg-fuer-musical-gypsy-an-der-wiener-volksoper-264388/
  9. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/916178_Eine-schwierige-Kiste.html?em_view
  10. Kurier: https://kurier.at/kultur/ein-muttermonster-namens-rose/285.662.479
  11. Der Standard: http://derstandard.at/2000063912221/Gypsy-Mutter-Courage-und-ihre-strippenden-Kinder
  12. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-september-2017


11. SEPTEMBER 2017

by ac | 11. September 2017 08:24

Ein geradezu historisches Foto – passend zum Ende der Wiener „Netrebko-Festspiele“ mit “ Il trovatore“. Schlussapplaus 1962 in Salzburg: Franco Corelli, Giulietta Simionato, Leontyne Price und Ettore Bastianini. Für die damale Zeit hatte Herbert von Karajan für diesen „Trovatore“ tatsächlich „die vier besten Sänger der Welt“ zur Verfügung. Foto: Sammlung Fritz Krammer

Dieses Foto ist auch von allen Sängern signiert! Die vierte Vorstellung in Wien wird programmgemäß nicht von Anna Netrebko, sondern von von einer anderen Sängerin gesungen. Dazu gibt es schon eine Umbesetzung:

Besetzungsänderung in „Il trovatore“ an der Wiener Staatsoper – Maria José Siri statt Carmen Giannattasio

Carmen Giannattasio muss krankheitsbedingt ihr geplantes Staatsopern-Rollendebüt als Leonora in „Il trovatore“ am 13. September 2017 absagen. An ihrer Stelle wird Maria José Siri, die bereits in der ersten Vorstellung für die erkrankte Anna Netrebko eingesprungen ist, die Leonora verkörpern.

Den Bericht über die dritte Vorstellung am gestrigen Sonntag erwarten wir in Laufe des Tages!

WIENER STAATSOPER: HEUTE START ZUR STREAMING-SAISON: „CHOWANSCHTSCHINA“

Heute, Montag 11.9. um 18,30 h

 

MEHR ERFAHREN[1]

Die nächsten Streams:

15.9.: LE NOZZE DI FIGARO

21.9.:SALOME

28.9.: GISELLE (Ballett)

WIENER VOLKSOPER: GYPSY“ oder „Maria Happel-Festspiele“. Premiere war gestern (10.9.)

Maria Happel. Copyright: Volksoper/ Palffy

Maria Happel ist Rose, alles, was die Rolle braucht, strömt quasi mühelos aus ihrer Person, Erscheinung, Persönlichkeit – Übermutter, gnadenlose Diktatorin, große Seele, Liebende mit Rechenmaschine im Kopf, Kraftbrocken mit bühnenerschütternden Ausbrüchen, Charakterdarstellerin, die alles auf der Ebene hoher psychologischer Glaubwürdigkeit vermitteln kann. Ja, und singen kann sie auch, womit sich das Bild komplett rundet, ohne Abstriche – nicht einmal der Rücksichtslosigkeit der originalen Rose kann man die Happel zeihen, denn sie lässt die Darsteller neben sich leben. Obwohl der Abend, man sage es gleich, nur so richtig funktioniert, wenn sie zentral auf der Bühne steht…

Einige der Show-Szenen von Choreograph Danny Costello bringen Musical-Flair (am besten wohl noch die Stepptanz-Passagen), andere langweilen eher, so wie sich die Geschichte schleppt, sobald Rose alias Maria Happel sie nicht anschiebt. Aber sie tut es ohnedies die meiste Zeit, und wenn man Wien richtig einschätzt, wird sich das Publikum in Scharen auf den Weg machen, sie in dieser Rolle zu sehen.

Zum Bericht [2]von Renate Wagner

Zum Bericht [3]von Peter Dusek

GRAFENEGG: Erfolgreichste Saison seit Bestehen

Der Wolkenturm. Copyright: Grafenegg.com

Gestern Abend klang das elfte Grafenegg Festival mit einem seit Monaten ausverkauften Konzert des London Symphony Orchestra unter Semyon Bychkov schwungvoll aus. Solist in George Gershwins Klavierkonzert war der künstlerische Leiter des Festivals, Rudolf Buchbinder. Es war das insgesamt 33. Hauptkonzert einer künstlerisch und wirtschaftlich sehr erfolgreichen Sommersaison, die mit dem Familientag und der Sommernachtsgala startete und sich über die Sommerkonzerte bis hin zum Grafenegg Festival erstreckte. Weitere 40 Veranstaltungen bildeten das umfangreiche Rahmen- und Musikvermittlungsprogramm (Prélude-Konzerte, Einführungsvorträge etc.).

Mit über 50.000 Besucherinnen und Besuchern konnte Grafenegg seine hohe Akzeptanz ausbauen. Die Sommersaison 2017 ist somit die erfolgreichste seit Bestehen. Der Familientag mit seinem vielfältigen Veranstaltungs- und Aktivitätenmix zog rund 3.300 Menschen an, doppelt so viel wie im Vorjahr.

Wien/ Musikverein: Mit Elan aneinander vorbei
Christian Thielemann gastierte mit seiner Sächsischen Staatskapelle Dresden
Der Standard[4]

Kassel: Umberto Giordanos Oper „Andrea Chénier“ feiert in Kassel Premiere

Kassel. Warum Umberto Giordanos Oper „Andrea Chénier“ nicht zum Kernrepertoire deutscher Opernbühnen zählt, ist kaum zu verstehen. Am Samstag hatte das Werk in Kassel Premiere.Die Oper wurde 1896 fast gleichzeitig mit Puccinis „La Bohème“ uraufgeführt. Im ausverkauften Kasseler Opernhaus wurde es am Samstag ausgiebig bejubelt. 

https://www.hna.de/kultur/liebe-zeiten-revolution-umberto-giordanos-oper-andrea-chnier-feiert-kassel-premiere-8669427.html[5]

Warum Andrea Chenier so ein „Stiefmutterschicksal“ fristet, verstehe auch ich nicht ganz. Giordano hat einige „Reisser“ wohltuend komprimiert und drei herrliche Rollen für Sopran, Tenor und Bariton geschaffen.

Graz/ Musikverein/Interview mit Dr. Michael Nemeth: Vom Aperitif bis zum Schleudersitz
Michael Nemeth (38) verantwortet seine neunte Musikverein-Saison in Graz. Der leidenschaftliche Möglichmacher über die Jugend, über kalte Wasser und offene Tore.

Dr. Michael Nemeth: Wir stellen generell drei Gruppen von Interessierten fest: die die Musik von zu Hause mitbekommen. Die selbst musizieren, ob an der Geige, mit der berühmten Blockflöte oder in der Blasmusikkapelle. Und jene, die einfach einmal den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Welche drei erfrischenden Wasser würden Sie denn in der neuen Spielzeit empfehlen?

Michael Nemeth: Den Soloabend mit Grigory Sokolov am 22. Oktober, da ist ein pianistisches Urerlebnis garantiert. Unser traditionelles Konzert für Menschenrechte am 11. Dezember, für das vier junge Komponisten Auftragswerke zum Thema schrieben und 150 Studenten aus aller Welt mitwirken. Und das Jazzkonzert mit Thomas Quasthoff am 18. Juni – mit seinem Genrewechsel nach dem vollständigen Rückzug von der Opernbühne verkörpert der Bassbariton genau das, wofür auch der Musikverein steht: Horizonterweiterung, Breite und Tiefe.
Kleine Zeitung[6]

Washington: Fine singing vies with baffling production in WNO’s militaristic “Aida”

TamaraWilson als Aida. Foto: Scott Suchman

http://washingtonclassicalreview.com/2017/09/10/fine-singing-vies-with-baffling[7]

WIEN / Burgtheater: EIN SOMMERNACHTSTRAUM

 
Foto: Copyright Reinhard Werner/Burgtheater 

WIEN / Burgtheater:  EIN SOMMERNACHTSTRAUM von William Shakespeare
Premiere: 10. September 2017       

Im Jahre 1905 sagten die Berliner am Abend: „Jetzt dreht sich bei Reinhardt der Wald“, denn der scheinbar „echte“ Wald auf der Drehbühne war die Sensation seiner „Sommernachtstraum“-Aufführung im Neuen Theater. Nun dreht sich auch im Wiener Burgtheater der Wald, ein gar nicht so sehr verfremdeter, viele Bäume (in einem kann Puck auch hängenbleiben, wenn man ihn per Seilen „schweben“ lässt), sogar ein antikes Tempelchen steht darin, vielleicht ist man doch in Athen oder auch nicht… Von gestern ist der „Sommernachtstraum“ des Leander Haußmann trotz drehenden Waldes natürlich nicht, dazu klingt er viel zu heutig. Nicht einmal so wirklich nach Shakespeare. Offen gesagt, man fühlt sich wie in einem Leander Haußmann-Film, der irgendwo in Kreuzberg spielt…   

…Puck, der wahrlich nicht der Mann war, das Publikum zu fangen und zu bezaubern, durfte im Schlußmonolog noch ersuchen: „Und verschont ihr uns dazu / Mit dem wohlverdienten Buh“ – so wurde dieser Wunsch erfüllt. Es gab freundlichen Applaus für den dreieinviertelstündigen Abend, der, weil’s ja eine „Sommernacht“ war (wenn auch mitnichten traumhaft), großteils ziemlich dunkel verlief. Und dergleichen macht bekanntlich müde…

Zum Premierenbericht [8]von Renate Wagner

Linzer Klangwolke (1. Teil) blies zur Jagd auf Moby Dick

Linz (APA) – Die Visualisierte Klangwolke 2017 machte Jagd auf Moby Dick und rund 90.000 Menschen sahen dem von der Linzer Künstlergruppe Helix in Szene gesetzten Spektakel zu. Der Inhalt orientierte sich an Herman Melvilles Roman, der rasenden Jagd Kapitän Ahabs nach dem weißen Wal. Bestach der Anfang durch Dezenz und Tanz, geriet der Schluss fast ein bisschen wirr, wurde aber durch das Feuerwerk aufgelöst.

 

Weiter geht es kommenden Samstag mit der klassischen Klangwolke als „Open Classic Night“, ab 20 Uhr im Brucknerhaus. Die Kinderklangwolke trägt heuer den Titel „Die Rückkehr der verrückten 7 – alles Disco“ und findet am Sonntag, 17. September ab 16 Uhr im Linzer Donaupark statt, das Warm-up beginnt um 15.30 Uhr.

Österreich: TV-Wahl-Duelle: Heute gibt’s Geschenke
Nach den „Sommergesprächen“ ist vor den „Duellen“: Auf Puls 4 fällt heute der Startschuss für die Zweier-Konfrontationen der Spitzenkandidaten.
http://www.heute.at/politik/news/story[9]

Ich habe mir eine Liste sämtlicher TV-Termine angelegt – und habe vor, mir alle anzuschauen. Oper kann warten!  Der Wahlkampf ist in Österreich noch nicht so ganz gelaufen, der Umfragenkaiser könnte sich aber nur selbst ein Bein stellen!

Der „Politberater“ Rudolf Fussi schloss einen Brief an seinen Auftraggeber „mit nordkoreanischer Verehrung„. Der Mann scheint einen ganz speziellen Humor zu haben, der Empfänger des Briefes aber offensichtlich auch.

Ich wünsche bloß einen guten Tag, ganz ohne „nordkoreanische Verehrung“!

A.C.

  1. MEHR ERFAHREN: http://www.staatsoperlive.com/de/live/489/chowanschtschina-2017-09-11/
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-volksoper-gypsy
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-volksoper-gypsy-ein-hurrikan-der-leidenschaft-premiere
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000063860957/Musikverein-Mit-Elan-aneinander-vorbei
  5. https://www.hna.de/kultur/liebe-zeiten-revolution-umberto-giordanos-oper-andrea-chnier-feiert-kassel-premiere-8669427.html: https://www.hna.de/kultur/liebe-zeiten-revolution-umberto-giordanos-oper-andrea-chnier-feiert-kassel-premiere-8669427.html
  6. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/kultur/klassik/5282587/Interview_Vom-Aperitif-bis-zum-Schleudersitz
  7. http://washingtonclassicalreview.com/2017/09/10/fine-singing-vies-with-baffling: http://washingtonclassicalreview.com/2017/09/10/fine-singing-vies-with-baffling
  8. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-burgtheater-ein-sommernachtstraum
  9. http://www.heute.at/politik/news/story: http://www.heute.at/politik/news/story

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-september-2017-2


10. SEPTEMBER 2017

by ac | 10. September 2017 09:06

Heute Premiere an der Volksoper: Maria Happel in „Gypsy“. Copyright: Barbara Palffy/ Volksoper

Die Wiener Volksoper pflügt sich erfolgreich durchs Musicalrepertoire und hat diesmal eine Rarität zutage gefördert: Bei „Gypsy“ von Jule Styne – Premiere ist am 10. September – denkt man zunächst an Roma, es geht aber um eine Mutter, die durch ihre Töchter Karriere machen will. Maria Happel spielt die Hauptrolle. Sie tritt in die Fußstapfen prominenter Vorgängerinnen, Mama Rose wurde zuvor von Ethel Merman, Angela Lansbury oder Bette Midler gegeben. „Gypsy“ beruht auf der Biografie der Sängerin, Burlesque-Tänzerin und Autorin Gypsy Rose Lee, die 1911 in Seattle geboren wurde und früh eine Showkarriere startete. Später schrieb sie ein Buch über ihre dominante Mama Rose…

Maria Happel: „Ich hatte Wahnsinnsglück“
Burgschauspielerin Maria Happel wollte ursprünglich zum Musical. An der Volksoper spielt sie in „Gypsy“ und spricht über Mütter und Töchter.
Die Presse[1]

Der Vater des Regisseurs Werner Sobotka, Kurt Sobotka, ist dieser Tage gestorben. Ein schwerer Schicksalsschlag für den Musical-Regisseur. Das Leben muss aber  weitergehen, ohne Trauer-Pause!

Kurt Sobotka ist tot
Der Kammerschauspieler und Josefstadt-Ehrenmitglied war langjähriger Leiter des Kabarett Simpl
Wiener Zeitung[2]
Kammerschauspieler Kurt Sobotka gestorben
Die Presse[3]

Wiener Staatsoper: „Chowanschtschina“

Ferruccio Furlanetto. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Nachdem sich das Publikum durch das mäßig hübsche Baugerüst im Foyer auf seine Plätze begeben hat, wird es dann vier Stunden lang optisch mit einem ähnlichen Gerüst auf der Bühne beglückt. Auch wenn dieses Gerüst mit seinen vielen Aufzügen viel in Bewegung ist, ermüdet es den Zuschauer schon nach kurzer Zeit. Dem spröden Werk Mussorgskys wird damit kein Gefallen getan. Während im Jahre 1682 in Frankreich der Sonnenkönig getrost feststellen konnte „L’état c’est moi“ und sein neu erbautes Versailles genießen konnte, war die Machtverteilung in Moskau total ungeklärt. Fjodor III. war gestorben und da er keinen Sohn hatte, wurden die beiden Halbbrüder Ivan und Peter gemeinsam zum Zaren gekrönt, aber ihre Schwester Sofia zur Regentin. Diese schwache Regierung musste sich auf verschiedene Allianzen stützen und so gelangte Fürst Ivan Chowanski als Anführer einer marodierenden Schützentruppe zu großem Einfluss und träumte davon, selbst Zar zu werden. Einer seiner Gegenspieler ist der Fürst Golizyn, der sich als Liebhaber der Regentin auch in einer guten Ausgangsposition sieht. Als wären diese internen Kämpfe nicht genug, kommt auch noch ein Religionskrieg dazu, in dem Dossifei als Anführer der Raskolniki die Reformen des Patriarchen Nikon ablehnen, sich schließlich aber, nachdem sie ihre Sache verloren sehen, zur kollektiven Selbstverbrennung entschließen. Irgendwelche sinnvolle Interaktionen zwischen den Kontrahenden sind aber bei diesem Bühnenbild kaum möglich, da beispielsweise bei der zentralen Aussprache der drei wesentlichen Akteure im zweiten Akt jeder in einem eigenen Stockwerk steht und sich wie ein Seekranker über die Reeling beugen muss, um mit den anderen überhaupt Blickkontakt zu haben. Bei dieser, jede Spannung vermeidenden Realisierung ist es nicht verwunderlich, dass das ohnedies nicht überfüllte Auditorium nach jeder der beiden Pausen dünner besiedelt war…

Zum Bericht[4] von Wolfgang Habermann

Die Abwanderungstendenzen kann ich aus einer Wahrnehmung bestätigen. Beim „Figaro“ am vergangenen Dienstag saß ich mit Kollegin Dr. Wagner nach der Pause allein in der Sitzreihe Galerie links,Reihe 2, Seite. Immerhin fasst die Reihe 17 Plätze. Die Vorstellung war übrigens ausgezeichnet, aber fast 2 Stunden „Mozart am Stück“ bis zur Pause reichen offbar, um „Staatsoper besucht“ abzuhaken! Vielleicht wird zum Beweis noch rasch ein Foto geschossen.

ad Netrebko: Sie kann machen was sie will, manche können es nicht lassen, an hier herumzumäkeln.

Hätte sie, was möglicherweise gerechtfertigt gewesen wäre, auch die 2. Vorstellung abgesagt, hätte man ihr Zickenhaftigkeit vorgeworfen und mit ihr auch gleich den Direktor geprügelt. Jetzt, da sie gesungen hat, suchen einige – ausgenommen die Fairplayer, speziell in unserem Medium – einzelne Haare in der Suppe, anstatt sich mit der Feststellung zu begnügen, dass man merkte, dass sie noch nicht ganz gesund gewesen sei. Vielleicht wäre es auch gescheiter gewesen, sie hätte sich ansagen lassen

Heinrich Schramm-Schiessl

Heinrich Schramm-Schiessl macht sich auch Gedanken über den Verursacher der Tenor-Diskussion um den Trovatore, Marcelo Àlvarez, seines Zeichens „Absager vom Dienst““ (nachzulesen in unseren“ Infos des Tages“). Irgenwann ist der Punkt erreicht, mit dem es genug ist. Der Tenor soll sich deklarieren, ob er überhaupt noch in Wien singen will, zur für Sänger seines „Kalibers“ üblichen Gage. Wenn nicht, dann verzichten wir eben auf Marcelo Álvarez.  Herbert von Karajan hat seinerzeit die Callas rausgeschmissen – und in deren „Preisklasse“ firmiert Herr Alvarez sicher nicht!

WIEN/ Musikverein: Begeisterung um Thielemann

Eine bemerkenswerte Erfahrung macht gestern Mitarbeiter Ernst Kopica im Musikverein bei der Staatskapelle mit Thielemann und Nikolaj Znaider. Nach dem Violinkonzert von Bruch entbrannte so ein Wirbel und so eine Begeisterung wie einst in der Oper bei Pavarotti und Konsorten. Am Ring sind diese Zeiten leider vorbei, auch nach AN im Trovatore war Applaus, aber nicht diese echte Begeisterung. Die wiederholte sich am Ende nach Brahms’ Zweiter nochmals und Thielemann holte sich unzählige „Vorhänge“. Zum Nachdenken für die Oper!

DIE JUBILÄEN SEPTEMBER 2017 SIND ONLINE:

27.9. Franz GRUNDHEBER wird 80

 

Bevor er sich zum Sängerberuf entschloss, war er Offizier bei der deutschen Luftwaffe. Er erhielt seine Ausbildung in Trier und in Hamburg. 1964 gewann er bei einem Wettbewerb ein Stipendium zum weiteren Studium in den USA…

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In memoriam-Geburtstage

24.9. Ettore BASTIANINI: 95. Geburtstag

 

Erster Gesangsunterricht durch Flaminio Contini in Florenz. Debüt als Bassist 1945 am Teatro Alighieri von Ravenna in der Partie des Colline in »La Bohème«. Er sang mehrere Jahre im Bass-Fach, u.a. am Teatro Regio Parma, wurde dann aber von seiner Lehrerin Rucciana Betarini umgeschult…

ZU UNSEREN JUBILÄEN[5]


OPER FRANKFURT: HEUTE PREMIERE „IL TROVATORE“

Elza van den Heever (Leonora). Copyright: Oper Frankfurt/ Barbara Aumüller

Mitwirkende: Elza van den Heever, Marianne Cornetti (als Ersatz für Tanja Ariane Baumgartner, die nach ihrer Gesundung die Azucena übernimmt), Piero Pretti und Brian Mulligan.

Rock/ Pop

VIP-Tickets für Konzerte
 Schatz, lös‘ den Bausparvertrag auf, die Stones kommen!
Früher sangen, tanzten, schwitzten alle Konzertgänger gleich. Heute zahlt man bei der Europa-Tour der Rolling Stones etwa den Preis eines Sommerurlaubs, um im „ultra exklusiven No Filter Pit“ stehen zu dürfen
Der Spiegel[6]

Gus Backus, der Sunnyboy des deutschen Schlagers, wird 80
Salzburger Nachrichten[7]

PREMIERENKRITIKEN AUS WIEN (Bereich Sprechtheater)

WIEN / Akademietheater des Burgtheaters: paradies fluten von Thomas Köck
teil eins der klimatrilogie. Österreichische Erstaufführung. Premiere: 9. September 2017


Copyright: Georg Soulek/ Burgtheater

„paradies fluten“ – ja, paradiesische Zeiten heutzutage für zeitgenössische Dramatiker. Je exzentrischer ihre Werke, umso größer wird das Interesse der ersten Häuser daran sein. Karin Bergmanns Burgtheater, das sich nicht nachsagen lassen will, Suppen zu kochen, die Martin Kusej am liebsten a priori ausschüttet, wird diese Spielzeit elf Ur- bzw. Erstaufführungen bieten, davon sechs Werke österreichischer Autoren. Der Oberösterreicher Thomas Köck ist einer von ihnen…

Zum Premierenbericht[8] von Renate Wagner

WIEN/ Kammerspiele der Josefstadt: SHAKESPEARE IN LOVE (Premiere 7.9.)


Copyright: Theater in der Josefstadt

Nach dem Drehbuch von Marc Norman & Tom Stoppard, Bühnenfassung von Lee Hall
Premiere: 7. September 2017

Alles Kino, oder was? Es ist ja nicht nur die Josefstadt, die mit seltsamer Häufigkeit Filmdrehbücher auf Theaterbretter stellt („All About Eve“ wartet schon), Burgtheater („Willkommen bei den Hartmanns“ steht bevor) oder Volkstheater (demnächst „Die zehn Gebote“ nach Kieślowski-Filmen) tun es ja auch. Tatsache ist allerdings, dass noch nie ein wirklicher Erfolg zu verzeichnen war – dass das Theater mit dem, was der Film kann, mithalten konnte, wenn es um die Umsetzung eines Themas geht…

Zum Premierenbericht[9] von Renate Wagner

WIEN/ ALBERTINA: BRUEGEL-AUSSTELLUNG

Bruegel  Litfasssäule~1
Foto: Heiner Wesemann

Der Künstler und die Wirklichkeit

Wer „Bruegel“ sagt, zumal in Wien, denkt an das Kunsthistorische Museum, wo es mehr Gemälde des Künstlers an einem Ort gibt als irgendwo sonst auf dieser Welt. Und selbstverständlich wird man dort in Hinblick auf das Jahr 2019, sein 450. Todesjahr, eine Großausstellung der Gemälde zeigen. Die Albertina, im Besitz von herausragenden Bruegel-Zeichnungen und Kupferstichen, besann sich auf seine Kernkompetenz und stürmte vor: „Das Zeichnen der Welt“ bietet einen Großteil der eigenen Bestände, darunter viel Neues. Und – diese Blätter, fast ein halbes Jahrtausend alt, sind kostbar und werden ohnedies nur bei „schummrigem“ Licht gezeigt – nur kurz: Bis 3. Dezember. Nicht versäumen!

Künstler und Käufer. Foto: Albertina

Zum Ausstellungsbericht [10]von Heiner Wesemann

Unter’m Strich: „Weltverbesserungskram hat mich noch nie interessiert“
Der deutsche Filmregisseur OSKAR ROEHLER hat ein neues Buch vorgelegt, eine als Roman verkleidete Kulturkritik, in der er radikal wie ironisch mit linksliberalem Meinungsdiktat und falsch verstandener Political Correctness abrechnet.
Trend.at [11]
 

Vom Ansehen des österreichischen Fußballs: Admira/Wacker-Trainer Damir Buric zieht die 2. Deutsche Bundesliga der österreichischen ersten Liga vor
Buric wechselt unmittelbar nach Admira/Wackers 5:0-Sieg in Mattersburg nach Fürth
Kurier[12]

Das war ein Schock für mich als „Admira/Wacker“- Sympathiesant  in aller „Herrgottsfrüh“: Unmittelbar nach dem 5:0 Sieg (!) verabschiedete sich Damir Buric (meiner Meinung nach der beste Fußball-Lehrer der österreichischen Fußball-Bundesliga) Richtung Fürth. „Greuther Fürth“ ist derzeit Vorletzter der 2. deutschen Bundesliga.

Die Trennung erfolgte in vollem Einverständnis mit Admira-Wacker, wenn Deutschland ruft, darf man nicht nein sagen, nicht einmal zur zweiten Liga.

Traurig für mich, aber leider wahr!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5281343/Maria-Happel_Ich-hatte-Wahnsinnsglueck
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/915883_Kurt-Sobotka-ist-tot.html?em_view
  3. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/medien/5282821/Kammerschauspieler-Kurt-Sobotka-mit-87-Jahren-verstorben
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-chowanschtschina-ein-ewiges-auf-und-ab
  5. ZU UNSEREN JUBILÄEN: http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  6. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/musik/rolling-stones-in-hamburg-vip-tickets-mit-handshake-fuer-23-000-euro-a-1166918.html
  7. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/gus-backus-der-sunnyboy-des-deutschen-schlagers-wird-80-263753/
  8. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-akademietheater-paradies-fluten
  9. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-kammerspiele-shakespeare-in-love
  10. Zum Ausstellungsbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-albertina-pieter-bruegel
  11. Trend.at : https://www.trend.at/stil/weltverbesserungskram-8298746?utm_source%2010.09.2017
  12. Kurier: https://kurier.at/sport/bundesliga/trainer-damir-buric-verlaesst-admira-richtung-fuerth/285.335.130

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-september-2017


9. SEPTEMBER 2017

by ac | 9. September 2017 08:17


Salome an der Wiener Staatsoper – Simone Young statt Yannick Nézet-Séguin

Yannick Nézet-Séguin musste heute bedauerlicherweise krankheitsbedingt seine Dirigate der kommenden Vorstellungsserie von Strauss’ Salome an der Wiener Staatsoper absagen. An seiner Stelle wird Simone Young, die derzeit für die Premiere von Prokofjews Der Spieler im Haus am Ring probt, die Abende am 16., 18. und 21. September dirigieren. Unter ihrer musikalischen Leitung geben Željko Lučić als Jochanaan und Jörg Schneider als Narraboth ihre Staatsopern-Rollendebüts, Gun-Brit Barkmin ist in der Titelpartie zu erleben, Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Herodes und Iris Vermillion als Herodias.

Alle drei Vorstellungen werden im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen, die Aufführung am 21.

September wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt: www.staatsoperlive.com[1]

Wien/ Staatsoper
Nézet-Séguin erkrankt – Young übernimmt in Wien
Der kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin hat am Freitag die kommenden „Salome“-Vorstellungen an der Wiener Staatsoper abgesagt. Krankheitsbedingt könne er die Dirigate nicht absolvieren, teilte das Haus mit. An seiner Stelle werde Simone Young die Aufführungen am 16., 18. und 21. September leiten.
Musik heute[2]

Ein Tipp: Lesen Sie die Gedanken von Fritz Krammer zu dieser Absage (zu finden etwas weiter unten)

Wiener Staatsoper: Gipfeltreffen der Kraftstimmen

Yusif Eyvazov polarisiert. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Meinung aus „Wiener Zeitung“: Der Abend wurde aber glücklicherweise von etlichen Kraftquellen auf der Bühne gespeist: Netrebkos Ehemann Yusif Eyvazov (Manrico) steuerte Intensität in rauen Mengen bei (wenn auch keinen Schönklang)

Was ein echter Wiener Opernfreund ist, der behält seine Meinung. Leider nicht für sich, er tut sie öffentlich kund. Wer hat die Größe, ein einmal gefasstes Urteil zu revidieren?

Eine Pleite ist Yusif Eyvazovs Manrico sicher nicht, Luft nach ober ist aber immer – und nicht nur bei Herrn Eyvazov. In unserem Forum spielen die Damen Herren „verhinderte Operndirektoren“ Umbesetzung, exhumieren längst verblichene Größen – machen aber auch konstruktive Vorschläge. So scheint zum Beispiel Gergory Kunde hoch im Kurs zu stehen, ein Tenor, den die Wiener Staatsoper – aus welchen Gründen immer – noch nicht für sich entdeckt hat. Das behaupten zumindest Forumsteilnehmer, obwohl Herr Kunde in Wien bereits 21 (!) Vorstellungen gesungen hat (laut Archiv der Staatsoper, allerdings unter der vorigen Direktion). Ob Herr Kunde überhaupt Zeit gehabt hätte, eine ganz „Trovatore“-Serie in Wien zu singen, darf bezweifelt werden, als Argument für eine schwache Umbesetzungspolitik lässt er sich allemal verwenden.

War Anna Netrebko wirklich bereits ganz gesundet?

Anna Netrebko. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Aber war sie wirklich ganz genesen? Netrebkologen könnten darüber streiten: Die Russin setzte ihre ersten Töne um Haaresbreiten daneben, eine Art Raureif lag auf der Stimme ihrer Leonora. Dennoch: Die 45-Jährige bestätigte ihre Führungsrolle auf dem Opernsängermarkt imposant. Fülle und Dramatik durchwirken sich in jedem Ton; dieser Sopran schwebt so frei zwischen den Registern, so ungebunden im Klangraum, als wäre er ein vom Körper gelöstes Fluidum… (Quelle: Wiener Zeitung“)

Gipfeltreffen der Kraftstimmen
Nicht nur Anna Netrebko intensivierte am Donnerstag einen „Trovatore“ an der Staatsoper.
Wiener Zeitung[3]

Fritz Krammer kennt die Szene in- und auswendig. Er bietet uns einige Gedanken an: Guten Morgen gerne schreibe ich Ihnen einige, meine Gedanken zum heutigen Thema.

Auch ich war der Meinung Anna Netrebko war nicht voll auskuriert und schrieb ihnen, dass sie sehr vorsichtig begonnen hat!
Sie selbst kommentierte „ the performance went somehow well“. Die „somehow – irgendwie“ Einschränkung.

Er, Eyvazov machte seine Sache gut, die Manrico Tenöre sind heute sehr dünn aufgestellt. Der genannte Kunde ist ein vielbeschäftigter Mann geworden, das war nicht immer so. Er wäre, wie ersichtlich, nicht verfügbar gewesen.

http://operabase.com/a/Gregory_Kunde/6476/de[4]

Und was ist, wenn ich die Netrebko habe, naheliegender als Eyvazov zu besetzen wenn sich der geplante Manrico Sänger einmal mehr ziert nach Wien zu kommen. Das Alvarez Getue ist ohnehin langweilig  geworden.

Yannick Nézet-Séguin‘ Absage, ich denke das ist eine „ diplomatische Absage“ – auch die gibt es. Der wurde zwischenzeitlich zum Chef für das MET Orchester gewählt und wird wohl die Zeit vor der Spielzeiteröffnung, dort ist es jedes Jahr eine Gala, heuer eine neue Norma, mit Präsenz und Gesichtsbad absolvieren wollen. In Wien wird er ohne Proben vielleicht auch nicht dirigieren wollen?

Diese Norma Premiere in New York sollte Anna Netrebko singen. Die in Wien vorgesehene Leonora Sondra Radvanovsky singt nun Norma in NY, Anna Netrebko übernahm drei Leonora Vorstellungen in Wien und  fand so im Kalender mehrere Wochen, die mit Konzerten, ausgefüllt werden konnten. Dubai, Japan etc …… recht hat sie.

Beste Grüße, FK

Wiener Staatsoper: Bericht über die erste Vorstellung „Chowanschtschina“ online!

Ain Anger, Elena Maximova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[5] von Wolfgang Habermann

Montag beginnt die Saison der Wiener Staatsopern-Streams mit „Chowanschtschina“

Streaming-Tipps: Hohe Gesangskunst und tiefe politische Wirren
Klassik-Freunde können heute im trauten Heim Vorstellungen der wichtigsten Opernhäuser mitverfolgen. Zu Callas‘ Zeiten musste man froh sein, einen Opernakt mit der Diva dokumentieren zu können.
Die Presse[6]

Wiener Volksoper: Morgen Premiere „GYPSY“ von Jule Styne

„Gypsy“. Copyright: Wiener Volksoper

Die Volksoper Wien zeigt ab 10. September das Musical „Gypsy“ von Jule Styne. Regisseur und Allrounder Werner Sobotka vorab über Eislaufmütter und das Wesen des Humors.

Eine Auszug aus dem Interview mit dem „Standard: Werner Sobotka: Das Interessante an Gypsy ist, dass es in Amerika bis zum heutigen Tag nach der West Side Story als das erfolgreichste Musical überhaupt gilt. In Europa kennt man es praktisch nicht, was sehr schade ist. Das Stück gilt als die Mutter aller Musicals im doppelten Sinn, weil es um eine Mutter geht, die ihre beiden Kinder auf die Bühne pusht und eine klassische „Stage Mother“ ist – bei uns sagt man dazu Eislaufmutter. Die großartige Maria Happel ist eine Idealbesetzung für diese Rolle. Die Beziehung zu ihren beiden Töchtern ist das Hauptthema des Stücks – mit einem sehr ernsten Thema, das allerdings schon humoristisch aufbereitet ist.
– derstandard.at/2000063753810/Werner-Sobotka-Das-Publikum-als-Lehrmeister[7]

Eisenstadt/Bgld.: Esterházys Erben
Auch wenn das Land Burgenland keine Unterstützung gewährt, wird im Schloss Esterházy das neue Klassikfestival „Herbstgold“ installiert.
Salzburger Nachrichten[8]

„Konzertgänger in Berlin“: Bittschreiend – Teodor Currentzis und MusicAeterna mit Mozarts Requiem und Chormusik aus 1000 Jahren
Ein Konzert so berührend, dass es kaum zu ertragen ist. Ein Konzert, das Glauben sucht und Gott anschreit.
https://hundert11.net/musikfest2017-currentzis/[9]

HERBSTTAGE BLINDENMARKT: ROSENHEIM COPS-STAR MAX MÜLLER präsentiert TIERISCHES in Blindenmarkt

 Max Müller. Foto von Christian Rieger

TIERISCH. Lieder & Literarisches von Rebläusen und Werwölfen, vom Wackeldackel bis zum Katzenduett. Ein  lustiger Abend der Extraklasse. Neben Auftritten in Deutschland heuer das einzige Mal in Österreich!

Als bayerischer Polizeiobermeister „Michi Mohr“ in der ZDF-Erfolgsserie „Die Rosenheim-Cops“ ist er längst Kult! Der sympathische Schauspieler und Sänger wird nach dem Konzert auch für Autogramme und Begegnungen zur Verfügung stehen. Am Klavier wird Max Müller von Volker Nemmer begleitet.

Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19:30, Ybbsfeldhalle Blindenmarkt. Karten: 07473 666 80 oder karten@herbsttage.at[10] (Karten ab Euro 20)

Online-Formular: http://www.netteam.at/opmodule/user/herbsttage/herbsttage_bestellformular.asp[11]

Wien / Volkstheater: IPHIGENIE AUF AULIS von Euripides / Soeren Voima, OCCIDENT EXPRESS von Stefano Massini


Copyright: lupispuma/ Volkstheater

Die Premiere war gestern, 8. September 2017. Renate Wagner berichtet

Fand man schon ein wenig penetrant, wie Herbert Föttinger in der Eröffnungspremiere der Josefstadt den moralischen Zeigefinger erhoben hat, so ist das gar nichts im Vergleich zur Eröffnungspremiere des Volkstheaters. Für Anna Badora scheint die Bühne nur dazu da zu sein, anklagende Botschaften über Fakten zu vermitteln, die jeder kennt: Ja, es werden immer und überall um jeden Preis Kriege geführt, und das ist schlecht; ja, jeder Flüchtling in unseren Straßen hat eine schreckliche Reise hinter sich, und das ist furchtbar.

Dass die beiden an einem Abend gebotenen, hintereinander gespielten Stücke, „Iphigenie in Aulis“ von Euripides und „Occident Express“ von Stefano Massini dennoch nicht zusammen passen, stört sie nicht – denn die Folge des Trojanischen Krieges war das Elend der Kriegsgefangenen, nicht jenes der Flüchtlinge. Aber wer wird schon so kleinlich sein, wenn man unbedingt etwas zu sagen hat? Man muss sein Konzept nur oft genug wiederholen, und alle werden verständnisinnig zustimmend nicken…

Zum Premierenbericht[12] von Renate Wagner

Ich schätze an unserer Theaterexpertin, dass sie nicht opportunistisch mit der gerade in Mode befindlichen Meinung mitheult – und sich die Sache damit einfach macht – sondern dass sie Dinge anspricht, die in den jeweiligen Direktionsbüros nicht so gerne gelesen werden. Damit polarisiert sie natürlich, aber ist nicht gerade der Online-Merker dazu da, um zu polarisieren? Beim Online-Merker“ gibt es keinen „Oberchef“, den man seitens der Direktoren anrufen, dabei drohen oder sonstwas kann – und der daraufhin die Kritik „korrigiert“ oder gar aus dem Programm nimmt. Zum Glück sind wir unabhängig und nicht zu kaufen!

Was die Bemerkung über den auf die Moral deutenden Zeigefinger betrifft: Viele Theater und auch viele Autoren leiten ihre Existenzberechtigung davon ab, sofort auf neueste Entwicklungen aufzuspringen. Das ist grundsätzlich positiv. Weniger erfreulich ist, wenn man die Absicht hinterfragt.

WIEN/ RAIMUNDTHEATER: DIE VAMPIRE PROBEN AUF HOCHTOUREN

Drew Sarich, Diana Schnierer– Copyright: Herwig Prammer/ Vereinigte Bühnen

In weniger als vier Wochen ist es soweit: Das Kultmusical TANZ DER VAMPIRE kehr anlässlich des 20-jährigen Jubiläums endlich wieder nach Wien zurück.

ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“-Abend über Nordkorea, „Erlebnis Bühne“ mit „La Bohème“ zum 10. Pavarotti-Todestag

 Außerdem: „Erlebnis Bühne – Künstlerporträt: „Luciano forever!“

 ORF III Kultur und Information thematisiert am Samstag, dem 9. September 2017, aus gegebenem Anlass den weltpolitischen Brennpunkt Nordkorea. ORF-Asienkorrespondent Raimund Löw erläutert in einem fünfteiligen „zeit.geschichte“-Abend mit einer aktuellen Reportage die Situation und setzt sie mit vier zeitgeschichtlichen Dokumentationen in den historischen Kontext. Auch „IM ZENTRUM“ in ORF 2 plant für 10. September eine Diskussionsrunde zur aktuellen Lage im Konflikt USA – Nordkorea. Zum zehnten Todestag von Weltstar Luciano Pavarotti zeigt „Erlebnis Bühne“ am Sonntag, dem 10. September, das Porträt „Luciano forever!“. Anschließend ist der unvergessene Künstler in einer seiner legendärsten Rollen zu sehen: als leidenschaftlich liebender Rodolfo in Puccinis Meisterwerk „La Bohème“, aus dem Jahr 1988, aufgenommen in der San Francisco Opera.

Wien: Auftrag zum Mauerbau kam aus dem Bundeskanzleramt
Oberösterreichische Nachrichten[13]

Ist Theater angesichts der täglichen Ereignisse überhaupt noch aktuell und wichtig? Ist das Polittheater in Österreich überhaupt zu toppen? Wir in Österreich haben großartige Politdarsteller, jedes „Fach“ lässt sich trefflich besetzen! Manchmal liefert der „Staatstragende“ auch eine Posse ab (siehe Bericht aus den „Oberösterreichischen Nachrichten“, „Die Presse“ schreibt ähnlich)- aber auch Possen gehören zum Theater.

Genug! Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C

  1. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16479/nezet-seguin-erkrankt-young-uebernimmt-in-wien/
  3. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/915761_Gipfeltreffen-der-Kraftstimmen.html?em_view
  4. http://operabase.com/a/Gregory_Kunde/6476/de: http://operabase.com/a/Gregory_Kunde/6476/de
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-chowanschtschina-ein-ewiges-auf-und-ab
  6. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5282139/StreamingTipps_Hohe-Gesangskunst-und-tiefe-politische-Wirren
  7. – derstandard.at/2000063753810/Werner-Sobotka-Das-Publikum-als-Lehrmeister: http://-%20derstandard.at/2000063753810/Werner-Sobotka-Das-Publikum-als-Lehrmeister
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/zeitung/sn/artikel/esterhazys-erben-263969/
  9. https://hundert11.net/musikfest2017-currentzis/: https://hundert11.net/musikfest2017-currentzis/
  10. karten@herbsttage.at: mailto:karten@herbsttage.at
  11. http://www.netteam.at/opmodule/user/herbsttage/herbsttage_bestellformular.asp: http://www.netteam.at/opmodule/user/herbsttage/herbsttage_bestellformular.asp
  12. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-iphigenie-auf-aulis-occident-express
  13. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Terror-Mauer-Auftrag-zum-Mauerbau-kam-aus-dem-Bundeskanzleramt;art385,2673281

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-september-2017


8. SEPTEMBER 2017

by ac | 8. September 2017 08:19

Die Stehplatzbesucher warten auf Einlass – wie gestern vor dem Trovatore. Foto: Fritz Krammer

Ich kenne mich mit den Stehplatz-Gepflogenheiten anderer großer Opernhäuser nicht aus, deshalb würde mich interessieren, ob der Wiener „Stehplatz“ vergleichbar ist – mit Häusern, die laut den berühmten Wiener Nörglern angeblich besser sind. Können diese ähnlich begeistern, können sie ihre behauptete Qualität auch in Publikumszuspruch umsetzen? Was kosten Stehplätze – so es sie überhaupt gibt – anderorts? In Wien kosten die Karten zwischen 3 und 5 Euro (bitte mich zu berichtigen, falls eine Erhöhung stattgefunden hat) 

Bevor man die Wiener Oper betritt, muss man derzeit eine Baustelle queren. Wen dies stört, der kann einen Seiteneingang nehmen und somit diese Frustration umgehen. Foto: Fritz Krammer

Für mich ist „Baustelle“ ein Reizwort, ich habe mein gesamtes Berufsleben an Baustellen verbracht – deshalb nehme ich nächstens – sollte ich bis Mitte Oktober die Oper noch einmal besuchen – den Nebeneingang

Und nun zum gestrigen „Trovatore“, diesmal mit Anna Netrebko.

Diese Frau ist Voll-Profi, sie sagt nicht grundlos ganze Serien ab.

Yusif Eyvazov, Anna Netrebko (Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Fritz Krammer war beruflich ganz tief im „Operngeschäft“ verfestigt, ich habe ihn gebeten, mir unmittelbar nach Vorstellungsende einen „Kürzestbericht“ zu senden:

Guten Morgen, die Vorstellung ist durch, viel ausgewogener als am 4.9. Ich hatte den Eindruck, dass Anna Netrebko vorsichtiger sang, vor allem am Beginn.
Yusif Eyvazov ist neben ihr für heutige Verhältnisse in Ordnung, die Stimme ist nicht eben schön, Poggi und Ottolini sangen seinerzeit mit solchem Material. Er machte gut „A si ben mio“,  der Stretta-Schluss wird eher eng, aber sicher!
Luciana D’Intino kaschiert gekonnt ihr stimmliches Registerloch, George Petean geht als „Luna“ durch, sehr gut der junge Jongmin Park als Ferrando.
Orchester (Marco Armilato)  in Ordnung, ich bin mit KARAJAN aufgewachsen.

Nun ist auch der Bericht von Ernst Kopica online gegangen:

 An diesem Abend dominierte eher das akustische Vergnügen. Wenn man einmal davon absieht, dass Marco Armiliato in erster Linie forte/fortissimo musizieren ließ. Was aber einen Manrico wie Yusif Eyvazov gar nicht zu stören schien. Denn der 40jährige Aserbaidschaner hatte damit die geringsten Probleme, er verfügt über eine gewaltige Naturstimme mit sehr metallischem Kern, die auch alle Orchesterflutenübersteht: Bombensicher, je höher es geht, desto besser inklusive hohem C in Mehrfachausführung. Feine Nuancierungen sind seine Sache nicht, aber was will man eigentlich von einem Manrico? Schwächelt einer oben herum, ist es auch keinem recht. Und seine Herzensdame Anna Netrebko zeigt einem ohnedies wie facettenreich man Opernpartien anlegen kann. Ihr unverkennbares Timbre mit dieser tollen Tiefe und einem Obertonreichtum, der sich hören lassen kann – Chapeau! Die Primadonnenrolle hat sie absolut zu recht inne, auch wenn Koloraturläufe immer noch nicht zu ihren Stärken zählen…

Zum Bericht [1]von Ernst Kopica

Heute an der Wiener Staatsoper: CHOWANSCHTSCHINA

In Mussorgskis Chowanschtschina ab Freitag, 8. September 2017 sind KS Ferruccio Furlanetto als Iwan Chowanski, Christopher Ventris als Andrei Chowanski, Herbert Lippert als Golizyn, Andrzej Dobber als Schaklowity, Ain Anger als Dossifei und Elena Maximova als Marfa zu erleben. Ihre Rollendebüts am Haus geben Thomas Ebenstein als Schreiber, Carlos Osuna als Kuska und Ayk Martirossian als 2. Strelitze.

Michael Güttler dirigiert erstmals Chowanschschtina an der Wiener Staatsoper.

Reprisen: 11.*°, 14.* und 17. September

Dazu bieten wir ein Exclusiv-Interview an:

FERRUCCIO FURLANETTO

„Es reicht nicht, nur schön zu singen!“

(September 2017 / Renate Publig)


Ferruccio Furlanetto © Igor Sakharov

Seit unglaublichen 43 Jahren gestaltet Ferruccio Furlanetto auf unnachahmliche Weise seine Partien auf allen großen Opernbühnen der Welt. Warum die russische Oper in den letzten Jahren einen hohen Stellenwert in seinem Repertoire einnimmt – so ist der Bass zum Saisonauftakt der Wiener Staatsoper in Mussorgskis „Chowanschtschina“ zu hören – und warum er zu einer anderen russischen Partie „njet“ sagte, darüber gibt Furlanetto Auskunft im folgenden Gespräch.

ZUM INTERVIEW[2]

HEUTE: IPG – PLEYEL-GESELLSCHAFT IN RUPPERSTHAL/NÖ: HEUTE DER HÖHEPUNKT DES JAHRES

Fr, 8.9.2017, 18h: Der Höhepunkt des Jahres 2017! Wir laden Sie herzlich ein und ersuchen Sie: Besuchen Sie „DAS MONUMENTALWERK LA REVOLUTION DU DIX AOUT 1792 VERARBEITET IN DER SZENISCHEN WELTURAUFFÜHRUNG „PLEYEL LEBT“ IN 2 AKTEN!

 

    Geschätzte Pleyel Verehrerinnen und Verehrer!

DAS WETTER SCHAUT GUT AUS, WIR SPIELENDAHER AM 8.9.2017 UM 18h AM FREILUFTGELÄNDE DES PLEYEL KULTURZENTRUMS MITTEN AM WEINBERG, BAUMGARTNER STRASSE 14, 3701 RUPPERSRTHAL!!!

SZENISCHE WELTURAUFFÜHRUNG: „PLEYEL LEBT“

Karten: I: WWW.PLEYEL.AT[3]; T: 02955/70645, Mobil: 0664/495 37 27, E-Mail:  adolf.ehrentraud.pleyel@aon.at[4], SOWIE BEI ELITE TOURS SAMT REISE BUCHEN: Tel: +43(1) 513 22 25, FAX-DW 44 UND BEI DEN SENIOREN WIEN, Tel. 01/51543 -600, I: www.ab5zig.at[5]

Dirigent Teodor Currentzis in Berlin: Tiefer tauchen
Teodor Currentzis ist gerade der am heißesten gehandelte Dirigent. Jetzt gastiert er mit seinem Ensemble MusicAeterna in Berlin.
Tagesspiegel[6]

Bad Ischl: Lehar Festival 2018 mit klassischen Klängen und Jazzmusik
Das Lehar Festival in Bad Ischl wird in der kommenden Saison 2018 erstmals von Intendant Thomas Enzinger künstlerisch gestaltet. Dieser will mit „klassischen Inszenierungen in geschmackvoller Ausstattung, dynamisch und frisch in der Machart“ eine Brücke zwischen traditionell und modern bauen, hieß es am Donnerstag in Bad Ischl.
Salzburger Nachrichten[7]

Wien: Burgtheater-Chefin Karin Bergmann: „Wir sind kein Amt“

Nach der Durchlaufprobe am Dienstag war klar: Die Burgtheaterdirektorin musste die Premiere von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Leander Haußmann, die am Mittwoch stattfinden hätte sollen, verschieben. Neuer Termin ist Sonntag, der 10. September (anstelle von Ayad Akhtars „Geächtet“). Von 7. bis 9. September finden daher „Voraufführungen“ statt.
Die Direktorin erklärt die Gründe.
Kurier[8]

Berlin/ SchaubühneChris Dercon: „Das war keine Kritik, das war Hass“

Chris Dercon: Ich weiß es genau, es war am 1. August. Da war der Moment erreicht, wo ich dachte, das kann ich nicht mehr so hinnehmen, es meinem Team nicht mehr zumuten. Da lagen Fäkalien direkt vor der Tür unseres Interimsbüros in der Weydinger Straße. Klaus Lederer hat sich dazu in einem Interview geäußert, Leidenschaft ja, aber diese Art von Attacken ginge nicht. Das ist keine Form von Kritik, das ist Hass. Doch das gehört heute auch zu den sozialen Medien. Dort findet kein wirklicher Austausch statt, keine wirkliche Begegnung, da geht es nur um das eigene Ich.
Nach all den heftigen Angriffen startet Intendant Chris Dercon in die neue Volksbühnen-Saison. Ein erster Besuch in seinem Büro.
Berliner Morgenpost[9]
Volksbühnen-Eröffnung Der Hass auf Chris Dercon und die Freude auf die hohe Kunst
Berliner Zeitung[10]

Fäkalien vor dem Direktionsbüro. Das sind feine Leute, die Castorf-Jünger!

Filme der Woche

FimPoster  The Circle~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Als George Orwell im Jahre 1948 den Roman „1984“ schrieb, gab er der Menschheit dreieinhalb Jahrzehnte bis zu dem von ihm prophezeiten Überwachungsstaat. 1984, als noch nicht jedem sein Smartphone auf der Handfläche angewachsen war, konnte man noch hoffen, dass es vielleicht nicht ganz so schlimm wird. Heutige Voraussagen wissen, dass es schon viel schlimmer ist – und das Allerschlimmste daran? Nur einiges (etwa der Tugendterror derzeitiger politisch korrekter Sprachregelungen) ist wirklich „von außen“ her aufgezwungen. Im übrigens sind vor allem die jungen Menschen begeistert in ein System der totalen Veröffentlichung ihres Lebens hineingestürmt, aus dem einfachen Grund, weil sie sich endlich wichtig und beachtet fühlen können (und gar nicht darauf kommen, welch ein Irrtum das ist – weil selbstverständlich jeder, wie sie selbst, sich nur für sich selbst interessiert…).

Nach dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers (2013) erzählt der Film „The Circle“ von James Ponsoldt nun eine Geschichte, die erschreckt, weil sie so total echt wirkt und Ereignisse aufzeigt, die wohl vor der Türe stehen. Da spielt Emma Watson – so sympathisch, klar, auch klug – die junge Mae Holland, die nach ihrem Studium einen Job bei „The Circle“ bekommt, eine Firma, deren Engagements bei den jungen Digitalgenies so begehrt sind wie heutzutage wohl ein Job bei Google. Man wird von einer Menge von Leuten empfangen, die gleich inniges Interesse an dem Neuling hegen, wobei man sich natürlich geschmeichelt fühlt…

Baustopp für umstrittene Anti-Terror-Mauer (Bild: krone.tv)
Eine Baustelle, nicht leicht zu übersehen, dennoch übersehen. Nun soll sie angeblich wieder „rückgebaut“ werden.
Foto: Krone TV

Österreichisches Kasperltheater: Der Kanzler zieht Notbremse: Baustopp für umstrittene Anti- Terror- Mauer
Krone.at[12]

Das ist eigentlich unfassbar, diese Geschichte würde ich nicht glauben, wenn ich nicht umfassend recherchiert hätte. Es ist Vorwahlzeit, deshalb überlasse ich Ihnen unkommentiert die Lektüre!

Nur soviel: Auf den Gehsteig vor meinem Haus ist eine Baugrube. Natürlich habe ich diese bemerkt, sonst wäre ich vermutlich reingefallen. Zu sagen, dass man eine 67 Meter lange Baustelle vor dem eigenen Büro nicht bemerkt hat, beleidigt die Intelligenz wohl jedes Menschen!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-am-donnerstag-verspaetete-saisoneroeffnung
  2. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/ferruccio-furlanetto-es-reicht-nicht-nur-schoen-zu-singen
  3. WWW.PLEYEL.AT: http://WWW.PLEYEL.AT
  4. adolf.ehrentraud.pleyel@aon.at: mailto:adolf.ehrentraud.pleyel@aon.at
  5. www.ab5zig.at: http://www.ab5zig.at
  6. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/dirigent-teodor-currentzis-in-berlin-tiefer-tauchen/20291944.html
  7. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/lehar-festival-2018-mit-klassischen-klaengen-und-jazzmusik-263918/
  8. Kurier: https://kurier.at/kultur/burgtheater-chefin-karin-bergmann-wir-sind-kein-amt/284.762.902
  9. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article211839549/Das-war-keine-Kritik-das-war-Hass.html
  10. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/theater/volksbuehnen-eroeffnung-der-hass-auf-chris-dercon-und-die-freude-auf-die-hohe-kunst-28372308
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  12. Krone.at: http://www.krone.at/wien/baustopp-fuer-umstrittene-anti-terror-mauer-kern-zieht-notbremse-story-587402

Source URL: http://der-neue-merker.eu/8-september-2017


7. SEPTEMBER 2017

by ac | 7. September 2017 08:32

Es sieht so aus, als würde sie heute singen: Anna Netrebko. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Glücklich der, der keine anderen Sorgen hataber ein banger Blick in die Homepage der Wiener Staatsoper (8 h) verheißt, dass Anna Netrebko auf der Besetzungsliste steht.

Il Conte di Luna     George Petean
Leonora     Anna Netrebko
Azucena     Luciana D´Intino
Manrico     Yusif Eyvazov
Ferrando     Jongmin Park
Ines     Simina Ivan
Ruiz     Jinxu Xiahou
Un vecchio zingaro     Oleg Savran
Un messo     Wolfram Igor Derntl

Ja! Sie singt heute!

 

Wiener Staatsoper: „Le nozze di Figaro“: Keine Sensation, aber manch schöne Leistung

Carlos Álvarez als Conte Almaviva. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wartete man am Montag – vorerst vergeblich – auf die derzeit verkühlte Anna Netrebko im „Trovatore“, bescherte der zweite Tag der neuen Staatsopernsaison Mozarts „Figaro“. Das zeitigte zwar keine Sensation, aber doch manche schöne Leistung.

Wer behauptet das? Daniel Wagner in der „Wiener Zeitung“

Wien/ Staatsoper
Staatsoper: Debütfreuden zu Saisonbeginn
Wartete man am Montag – vorerst vergeblich – auf die derzeit verkühlte Anna Netrebko im „Trovatore“, bescherte der zweite Tag der neuen Staatsopernsaison Mozarts „Figaro“. Das zeitigte zwar keine Sensation, aber doch manche schöne Leistung.
Wiener Zeitung[1]

Unser Online-Merker-Eigenbericht von Renate Wagner, weder verwandt noch verschwägert mit dem Wiener Zeitungs-Berichterstatter, steht ja bereits seit gestern früh online:

Adam Plachetka als „Figaro“. Copyright: Wiener Staatsoper /Michael Pöhn

http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-le-nozze-di-figaro-18[2]

Wiener Staatsopern-Mitglied Elena Maximova vor russischen und belcantesken Aufgaben im Haus am Ring.

Elena Maximova ist ab morgen in Mussorgskis „Chowanschtschina“ an der Wiener Staatsoper zu erleben. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Die Met hat sie gerufen, die Opéra de Paris, die Bayerische Staatsoper – in Wien gehört die junge Russin zum Ensemble, seit sie 2012 als Carmen debütierte. „Ich möchte, dass das noch lange so bleibt“, sagt Elena Maximova im Gespräch mit der „Presse“, „man fühlt sich so wohl hier. Ich war zuletzt in Australien, in Amsterdam und bei den Proms in London – jetzt habe ich mich schon wieder total auf Wien gefreut.“ Die Stadt sei wunderbar, schwärmt sie, „und die Staatsoper ist ein idealer Ort zum Arbeiten“… (Quelle: „Die Presse“)

Wien/ Staatsoper
Warum Doppelagentinnen Lust auf Rossini haben
Staatsopern-Mitglied Elena Maximova vor russischen und belcantesken Aufgaben im Haus am Ring.
Die Presse[3]

Wiener Volksoper: Sonntag Start mit der Premiere „GYPSY“

Maria Happel ab Sonntag an der Wiener Volksoper. Copyright: Johannes Ifkovits

Ein kurzer Blick auf die Besetzungsliste zeigt: Die Volksoper beginnt ihre Saison mit einer ziemlich sicheren Bank. Ab kommenden Sonntag wird Maria Happel ihr Burgtheater-Charisma auf der Bühne ausschütten, Regisseur Werner Sobotka arbeitet ihr als Komödienspezialist zu. Zwar besitzt das Stück selbst hierzulande keinen klingenden Namen. Nichtsdestotrotz ist „Gypsy“, 1959 von Jule Styne komponiert, ein Tummelplatz tragikomischer Situationen: Im Amerika des Vaudeville-Theaters will die Superglucke Rose ihre Töchter auf jenes Künstlerkarrieregleis zwingen, das sie selbst nie erreicht hat.

Die „Wiener Zeitung bietet ein Gespräch mit Maria Happel über mütterlichen Ehrgeiz, verworfenen Musikkarrierepläne und die Lust am Theaterspielen an.

„Wiener Zeitung“: Wie ist es Direktor Robert Meyer gelungen, Sie für eine ziemlich zwiespältige Musicalrolle zu gewinnen?

Maria Happel: Meyer und ich haben eine gemeinsame Vergangenheit. Wir haben viel zusammen gespielt, als er noch Kollege am Burgtheater war. Er war es auch, der mich vor fast 25 Jahren nach Reichenau geholt hat, als er bei den Festspielen inszenierte. Und unter seiner Direktion habe ich an der Volksoper in der „Csárdásfürstin“ gespielt und war dann auch mit auf Japan-Tournee – eine Erfahrung, die man im Sprechtheater nicht macht. Vor knapp zwei Jahren rief er mich an und sagte, dass er in London gerade „Gypsy“ gesehen hat und eine Rolle für mich hat. Ich hab mich schnell überreden lassen…

Interview: Ein monströser Schrei nach Liebe
Maria Happel spielt in der Volksopernpremiere „Gypsy“ eine tragische Glucke. Ein Gespräch über Mütter, Musicals und Karrieren.
Wiener Zeitung[4]

Die Premiere ist am Sonntag – und wird vom Wiener Burgtheater konkurrenziert. Die „Sommernachtstraum-Premiere, gestern abgesagt, wurde nämlich ebenfalls für Sonntag angesetzt. Das ist eine rücksichtslose Planung des Burgtheaters, es könnte ja sein, dass Theaterfreunde beide Premieren erleben wollen!

Florenz: Franco Zeffirelli: Eine Heimat für ein Lebenswerk
In Florenz haben Memorabilien von Franco Zeffirelli, dem vielseitigen Meister-Regisseur, ein eindrucksvolles neues Zuhause bekommen.
Die Presse[5]

Konzertgänger in Berlin“: Zäh packend: Monteverdis „Ulisse“ und „Poppea“ mit John Eliot Gardiner
Disparate Vollendung beim Musikfest Berlin: Nach dem Startschuss mit L’Orfeo führt John Eliot Gardiner mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists in der Philharmonie die beiden anderen erhaltenen Opern von Claudio Monteverdi auf, die 35 Jahre nach dem Urknall am Fürstenhof von Mantua fürs neue Opernhaus in Venedig entstanden. Und der Konzertgänger fragt sich: Woran liegt es, dass ihm – bei allem Respekt vor der imposanten musikalischen Leistung – Il ritorno d’Ulisse in patria (1641) gelegentlich etwas zäh wurde, während er L’incoronazione di Poppea (1643) als Krönung der Trias erlebte?
https://hundert11.net/musikfest2017-ulisse-poppea/[6]

Barenboim-Söhne: Vater hat kaum geübt
Der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim (74) hat früher kaum Klavier geübt. Das berichteten seine Söhne David (34) und Michael (31) dem „Zeit-Magazin“ (Donnerstag). „Und heute sagt er höchstens: ‚Dieses Stück habe ich seit 30 Jahren nicht gespielt, ich glaube, ich muss das einmal kurz üben’“, erklärte David Barenboim. Ihre Mutter, die Pianistin Elena Bashkirova, mache das ganz verrückt: „Sie übt drei, vier Stunden am Tag … Aber sein Gehirn ist, was Musik angeht, einfach phänomenal.“
http://www.musik-heute.de/16452/barenboim-soehne-vater-hat-kaum-geuebt/[7]

WIEN: Ein Fest für den verstorbenen Dirigenten und Musikpädagogen Xaver Meyer

 

Spanierin ist laut DNA-Tests nicht Salvador Dalís Tochter

Ende Juli ließ die 62-jährige Wahrsagerin ihren „Vater“ exhumieren. Bildquelle: AFP/LLUIS GENE

 Madrid (APA/ag.) – In dem langjährigen Vaterschaftsstreit um Salvador Dali haben Erbgut-Tests nun Klarheit geschaffen: Die 62-jährige Wahrsagerin Pilar Abel Martinez ist anders als von ihr behauptet nicht die Tochter des berühmten Malers, wie die Salvador-Dali-Stiftung am Mittwoch mitteilte. Ende Juli war der 1989 verstorbene Surrealist exhumiert worden, um die DNA-Tests vorzunehmen.

Bei einem positiven Ergebnis hätte Abel einen Anteil am beträchtlichen Erbe des Künstlers erstreiten können. „Die DNA-Tests beweisen, dass Pilar Abel nicht Dalos Tochter ist“, teilte die Stiftung mit. Vor gut eineinhalb Monaten waren die DNA-Proben direkt aus dem Sarg Dalis in dem Museum in Katalonien entnommen und anschließend zur Untersuchung nach Madrid geschickt worden…

Da hat die Mama wohl angegeben! Aber im Ernst, wer bezahlt nun diese Aktion? Die Wahrsagerin und verhinderte Tochter wollte ja abcashen, nicht selbst bezahlen!

Filme der Woche


Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[8]

„Meine Cousine Rachel“ ist neben „Rebecca“ der schönste und berühmteste Lady-Thriller, den Daphne du Maurier geschrieben hat, romantisch und „gothic“, beide einst legendär verfilmt (und „Rebecca“ auch noch auf Theater- und Musicalbühnen gebracht). Nun ist die Cousine Rachel wieder an der Reihe, gespielt von einer echten Rachel, nämlich Rachel Weisz, deren dunkelhaarige Schönheit perfekt der geheimnisvollen Protagonistin des Romans entspricht – an deren Unschuld wir allerdings nicht glauben wollen und wohl auch nicht sollen.

Das Ambiente hat seinen berühmten Reiz, schon seit Jane Austen und den Brontes und früher – die Welt des englischen Landadels, wo es letztendlich immer um Geld geht, wer heiratet wen und wer macht die beste Partie? Der junge, noch nicht volljährige Philip ist der Erbe seines im Ausland befindlichen Cousins. Auf Philip (der 30jährige, locker jünger wirkende Sam Clafin, der mehr und mehr zu Hauptrollen aufsteigt) wirft sein Vormund und Finanzberater Nick Kendall (Iain Glen) ein wohlwollendes Auge, nicht zuletzt für seine Tochter Louise (Holliday Grainger, deren britische Schlichtheit als Kontrast zur „Exotik“ der Heldin eingesetzt wird), die durchaus eine sympathische und gute Partie für den jungen Mann abgäbe. Diese beiden vor allem müssen nun wissenden Auges mit ansehen, was in der Folge geschieht – und der Zuschauer betrachtet die Geschichte (rechtens) quasi mit deren Misstrauen gemeinsam…

Österreich: Der ORF-Wahl-Fahrplan in chronologischer Reihenfolge 

 

Den chronologische Überblick zur ORF-Wahlberichterstattung in ORF eins, ORF 2 und ORF III sowie in Österreich 1 finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“. Kopieren Sie das Programm, der Wahlkampf 2017 wird die „Mutter aller Schlachten“. Kein Theater der Welt kann mit unseren Politdarstellern mithalten.
Offensichtlich gibt es auch zwischen der deutschen Mentalität und der österreichischen gravierende Unterschiede. Das Duett, das Frau Dr. Merkel und Herr Schulz am Sonntag zu Besten gegeben haben, hat viele Österreicher, die harte Bandagen gewöhnt sind, in den Schlaf getrieben.

Berlin: Niqab- Trägerin verprügelt Dessous- Verkäuferin
Staatsschutz prüft
Rania Abu El- A. arbeitet in einem kleinen Modegeschäft in Berlin- Neukölln. Weil in dem Shop neben traditionellen Gewändern für muslimische Frauen auch sexy Dessous verkauft werden, wurde die 40- jährige Verkäuferin brutal zusammengeschlagen. Der deutsche Staatsschutz ermittelt wegen Körperverletzung im Rahmen religiös motivierter Gewalt.
Krone.at[9]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/915321_Staatsoper-Debuetfreuden-zu-Saisonbeginn.html?em_view
  2. http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-le-nozze-di-figaro-18: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-le-nozze-di-figaro-18
  3. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5281257/Warum-Doppelagentinnen-Lust-auf-Rossini-haben
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/915079_Ein-monstroeser-Schrei-nach-Liebe.html?em_view
  5. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5277152/Franco-Zeffirelli_Eine-Heimat-fuer-ein-Lebenswerk
  6. https://hundert11.net/musikfest2017-ulisse-poppea/: https://hundert11.net/musikfest2017-ulisse-poppea/
  7. http://www.musik-heute.de/16452/barenboim-soehne-vater-hat-kaum-geuebt/: http://www.musik-heute.de/16452/barenboim-soehne-vater-hat-kaum-geuebt/
  8. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  9. Krone.at: http://www.krone.at/welt/niqab-traegerin-verpruegelt-dessous-verkaeuferin-staatsschutz-prueft-story-587135

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-september-2017-2


6. SEPTEMBER 2017

by ac | 6. September 2017 08:22

Heute vor 10 Jahren starb Luciano Pavarotti

Tenöre waren schon immer ein Phänomen. Tenöre erreichen die meisten Menschen, haben die höchsten Gagen, sind die größten Diven. Der König unter ihnen ist Luciano Pavarotti. Es gibt wohl keinen Opernsänger, der berühmter war als er. Er erreichte Millionen Menschen, manchmal sogar gleichzeitig. Er faszinierte mit seiner Stimme ein Publikum, das noch niemals ein Opernhaus von innen gesehen hatte. Das war einer seiner Spitznamen in den USA: „The Voice“. Er war „die Stimme“ – die einzige, die wahre, die auszog, die Welt zu erobern. Vor zehn Jahren ist er gestorben, seine Stimme aber ist geblieben… (Quelle: BR-Klassik)

Stimmgigant mit Glamour und Charme
BR-Klassik[1]

Wiener Staatsoper: IL TROVATORE. Trotz schlechter Vorzeichen ein guter (kein glanzvoller) Saisonauftakt

Yusif Eyvazov. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Ich möchte nicht mit dem Feuer spielen – aber wenn Wiener Opernfreunde, für die Yusif Eyvazov bisher nur „der Mann von der Netrebko“ war, den Tenor auch ohne den Hinweis auf seine berühmte Gattin wahrnehmen und zumindest „Na ja“ sagen, dann ist das eigentlich mehr, als sich Eyvazov von seinem ersten Wiener „Manrico“ erwarten durfte.

Auszug aus der „Trovatore-Kritik von Dominik Troger auf www.operinwien.at[2]

 Maria José Siri war dem Staatsopernpublikum bereits als Tosca und Maddalena bekannt. Ihre Stimme ist etwas leichtgewichtiger als jene Netrebkos, das Timbre nicht so satt und betörend. Es besitzt aber einen weichen lyrischen Kern, der allerdings in der Höhe und in der Attacke des öfteren etwas überdehnt wurde. Sie bot eine gute Leistung – auch abzüglich Einspringerbonus.

Yusif Eyvazov gab den Manrico. Das metallischkörnige Timbre seines Tenors ist sehr charakteristisch und Geschmackssache, aber es „glättete“ sich im Laufe des Abends merklich. Bei Spitzentönen oder beim kraftvollen Aussingen gesellte sich ein reizvolles Squillo hinzu und die Stimme klang auffallend klarer. Weil der Sänger einigen stilistischen Gestaltungswillen erkennen ließ, war der Gesamteindruck einem Manrico schon angemessen: ein junger Mann der Tat, ein legerer, sympathischer Draufgänger, der auch mitreißen kann und Leben auf die Bühne bringt.

George Petean (ebenfalls Rollendebüt am Haus) hätte sich ein bisschen an Draufgängertum von diesem Manrico abschauen können. Sein Graf war ein eher ruhiger, aber durchaus viriler „Typ“. Das „Il balen del suo sorriso“ wurde von ihm sehr schön gesungen, zu einem langen Bogen gespannt, zählte zusammen mit den emotional und mit düsterer Gesangestiefe unterfütterten Auftritten der Azucena von Luciana D’Intino zum Besten, was der Abend zu bieten hatte. Jongmin Park steuerte mit seinem prächtigen jungen Bass wieder den Ferrando bei…

Zum Bericht [3]von Dominik Troger

Zudem sind die Presseberichte für ihn und auch für seine die Netrebko ersetzende Marie-José Siri durchwegs erfreulich:

Wien/ Staatsoper
„Il Trovatore“: Berührendes, da wie dort
Giuseppe Verdis Oper zur Saisoneröffnung an der Wiener Staatsoper. Mit Ersatz, aber nicht geschwächt –
Der Standard[4]
Ein neues, tolles „Spielzeug“ in der Staatsoper – und trovatore…
Der erste Abend der neuen Saison der Wiener Staatsoper war Verdis „Il trovatore“ gewidmet – viel Applaus für zwei Einspringer.
Kurier[5]

Zu Yusik Eyvazov gibt es da noch eine „Rührgeschichte“

Wien
Rührender Post von Yusif Eyvazov
Anna Netrebkos Sohn hatte Geburtstag und Stiefpapa Yusif rührte die Fans.
http://www.oe24.at/kultur/Ruehrender-Post-von-Yusif/298133960[6]

Wiener Staatsoper: Auch der zweite Abend verlief erfreulich, wenn da dieses unschöne Baugerüst im Eingangsfoyer nicht wäre

Meine Opernbesuche sind wirklich sehr rar geworden, dass ich mir Mozarts  „Figaro“ anschaue, hätte ich gestern um die Zeit der Erstellung dieses Kommentars nicht träumen lassen. Doch es begab sich durch besondere Umstände so. Als ich das Foyer betrat, wurde ich geschockt. Ein ganz häßliches Baugerüst „ziert“ diese Eingangshalle – ein Schock vor allem für jene Touristen, für denen ein Besuch der Wiener Staatsoper etwas Einzigartiges bedeutet. Ich habe beim Pressebüro nachgefragt, um zu erfahren was da passiert ist und harre der Antwort.

Und diese ist bereits da: Die historischen Malereien und Stuckaturen im Vestibül der Wiener Staatsoper werden – erstmals seit der Eröffnung 1955 – umfassend restauriert. Die Arbeiten sind seit Sommer im Gange, im November 2017 erstrahlt das gesamte Vestibül in neuem Glanz (Abbau der Gerüste: Ende Oktober). Die Renovierung wird im Sommer 2018 im Bereich des Schwind-Foyers und der Schwind-Loggia fortgesetzt (Gerüste widerum: Juli bis inkl. Oktober).

Danke für die rasche Antwort, das wäre hiermit geklärt.

Auch Peter Skorepa meldet sich in dieser Gerüst-Sache zu Wort:

Professionell ist das errichtete Plateaugerüst in der Staatsoper zur Sanierung der Decken im Foyer durchaus. Der Durchgang für die Massen vor Beginn ein wenig behindernd, aber bei Gott doch noch erträglich!

Weniger professionell war allerdings diese Ankündigung des Direktors in der Septemberausgabe der Stretta, „man werde beim Betreten des Hauses ein komplett saniertes Vestibül betreten“. Nun wird dieses Heft schon einige Zeit vor der Saisoneröffnung in Druck gegangen sein, trotzdem war Dominique Meyer schlecht beraten, im Leitartikel so zu tun, als wären diese Arbeiten bereits bei Saisonbeginn fertiggestellt. Beratungsresistenz oder schlecht gefragt, falsche Auskünfte der beteiligten Firmen oder hat sich ein ehrgeiziger aber nicht kompetenter Beamter einer Bauabteilung wichtig machen wollen?

Jedenfalls wird dieses Gerüst den Eingangsbereich noch bis etwa Ende Oktober „zieren“, aber eine Sanierung kunstvoller Handwerksarbeit kann nur durch ebensolche getan werden. Wozu also andererseits diese Aufregung, was sind die wenigen Wochen schon gegen die nächsten fünfzig Jahre, in der diese neuen Vergoldungen zumindest die erste Zeit wieder glänzen.

Übrigens, die Sanierung des Schwind-Foyers erfolgt nächstes Jahr! Da bitten alle Nörgler Wiens um exaktere Auskünfte!
Peter Skorepa

Zur neuen Untertitelanlage. Ich sehe zwar auf 100 Meter Entferung wie ein Falke, im Nahbereich weniger. Eine Brille für die Untertitel habe ich noch nie gebraucht. Das neue System mag zwar mehr können, aber was habe ich davon, wenn sich meine Augen anstrengen müssen. Ich sehe die Vergangenheit nicht verklärt, habe aber in Erinnerung, dass ich beim „alten System“ meine Augen nicht sonderlich strapazieren musste. Geht  es um eine Nuance größer? Platz ist ja genug, auch Dominik Troger spricht in seinem Trovatore-Bericht die große, ungenützte Freifläche an!

Carlos Álvarez und Dorothea Röschmann. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner in ihrer Kritik: Carlos Álvarez als Conte d’Almaviva ist ein Gransignore, was nicht heißt, dass er ein angenehmer Mensch ist. Im Gegenteil – dieser große Herr ist kein Schwächling und sehr belästigt von seiner Umwelt, ein Mann, der sich auch von der Dienerschaft nichts bieten lassen will. Selbst als Frauenheld ist er kein Charmeur, sondern ein Fordernder. Eine großartige Studie, die keine Angst davor hat, die Figur unsympathisch zu machen. Immerhin – er ist ein Herr, er weiß, dass man niederzuknien hat, wenn man seine Gattin (noch dazu zu solchen Klängen!) um Verzeihung bittet! (Das hat diese Inszenierung ja bewusst vorenthalten, aber ein großer Interpret kann schließlich machen, was er für richtig erachtet – und was richtig ist.) Dazu kommt, dass Carlos Álvarez wieder auf die volle Fülle seiner Stimme zurückgreifen kann – das und seine Präsenz, das gibt einen Almaviva, den man nicht vergisst

Ein Genuß ist die Contessa der Dorothea Röschmann, einfach, weil sie so viel über die Rolle weiß. Ihr zuzusehen, ist ein Vergnügen, ob sie seufzend der Lust auf Cherubin fast nachgibt oder ob sie ihrem Gatten (wenn auch gelegentlich mit zitternden Knien) die Stirne bietet… da stimmt jedes Detail. Stimmlich bringt sie jenen (Strauss’schen) Silberklang mit, den alle großen Gräfinnen hatten, wenngleich man manchmal auch zu hören meinte, dass Stimmen nicht ewig halten

Zum Bericht [7]von Renate Wagner

Der Skandal des Tages: Burgtheater sagt heutige Premiere ab!

Die für heute, Mittwoch, vorgesehene Burgtheater-Premiere von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ muss verschoben werden. „Für die finale Umsetzung seines Regiekonzeptes benötigen Leander Haußmann und das Ensemble noch weitere Probentage“, hieß es am Abend in einer Aussendung des Burgtheaters. Der neue Premierentermin werde sobald wie möglich bekannt gegeben.

Heute findet daher keine Vorstellung im Burgtheater statt.

Regisseur Leander Haußmann. Foto: APA/ Herbert Neubauer

Das ist für mich unfassbar, nämlich der Zeitpunkt. Ich bezichtige die Leitung des Burgtheaters fehlender Managerqualitäten, denn das hätte man zumindest in der letzten Probenwoche merken und gegensteuern müssen. Wenn ein Lieferant bei mir nicht vereinbarungsgemäß geliefert hat, konnte er sich seine Ware „an den Hut stecken“ . Die „Ware“ wurde aber vom Burgtheater bereits bezahlt, also wird man sie wohl auch verspätet nehmen müssen. Ein Skandal ist es trotzdem. Für diese Vorgangsweise habe ich null Verständnis.

Speranza Scappucci tritt ihr Amt als neue Chefdirigentin der Opéra Royal de Wallonie-Liège an, Premiere „Manon Lescaut“ 19. September

Speranza Scapucci. Foto: Dario Acosta für Wiener Staatsoper
 
Die international renommierte Dirigentin Speranza Scappucci tritt im September 2017 die Nachfolge von Paolo Arrivabeni als neue Chefdirigentin der Opéra Royal de Wallonie-Liège an. Im März 2017 gab die Italienerin mit Verdis „Jérusalem“ ihr hoch gelobtes Debüt an der Oper. Zur Eröffnung der Saison 2017/2018 dirigiert sie im September Puccinis „Manon Lescaut“ und führt damit die Trias der Lescaut-Opern von Auber (2016), Massenet (2014) und Puccini fort, die das Opernhaus in der vergangenen Saison begonnenen hat.

Berlin/ Musikfest: Orpheen, anders: Ilgy Gringolts und Sunhae Im beim Musikfest
Lohnende Abstecher während der dreiabendigen Monteverdi-Hochgebirgstour mit Gardiner: eine violinistische und eine gesangliche Gipfelbesteigung im Kammermusiksaal. Die Akademie für Alte Musik tritt mit der umwerfenden Sopranistin Sunhae Im auf, der russische Geiger Ilya Gringolts ganz allein mit seiner Guarneri „del Gesù“.
https://hundert11.net/orpheen-anders-ilgy-gringolts-und-sunhae-im-beim-musikfest/[8]

Filme der Woche

FimPoster  Barry Seal~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Wieder einmal eine „wahre Geschichte“, die man einem Drehbuchautor kaum glauben würde. Und doch dürfte sie sich ziemlich genau so abgespielt haben, wie in diesem Film dargestellt. Vielleicht erzählt sie auch nur von den USA als dem seltsamsten Land der Erde… wer weiß?

Im übrigen ist die Story von Barry Seal für Tom Cruise umgeschmiedet worden: von der Verbrecher- und Schurken-Geschichte, die es im Grunde zweifelsfrei war, zur augenzwinkernden Abenteuer-Ballade. Drogen- und Waffenschmuggel scheinen keine große Sache, wenn Tom so verschmitzt in die Kamera schaut und zeigen will, dass er zwar ein harter Bursche, aber nebenbei noch ein verdammt charmanter Kerl ist… Na ja.

Der originale Adler Berriman Seal, genannt „Barry“ (1939-1986), der natürlich nicht annähernd leinwandgerecht ausgesehen hat, war Pilot bei der amerikanischen Zivilluftfahrt. So, wie der Film von Doug Liman die Geschichte erzählt (der Regisseur hat immerhin schon Matt Damon als Jason Bourne und Brangelina als „Mr. Und Mrs. Smith“ auf die Leinwand geschickt), konnte er für die üblichen kleinen Zigarrenschmuggeleien, die vielleicht mancher Pilot mitbringt, zur „Mitarbeit überredet“ werden und flog Rauschgift für das Medellín-Kartell in die USA…

Österreich/ ORF: Posting gegen Flüchtlinge: ORF feuert „EU- Bauern“!
„Ich bin erschüttert!“ Manfred Tisal, EU- Bauer des Villacher Faschings, kann es noch immer nicht fassen. Der ORF hat ihm am Dienstag mitgeteilt, dass er auf die Zusammenarbeit mit ihm keinen Wert mehr lege. Tisal hatte wöchentliche „KUHmentare“ im ORF Radio Kärnten verfasst und war auch bei Frühschoppen aufgetreten. Grund ist sein umstrittenes Posting über Flüchtlinge auf Facebook
Krone at[10]

Zum Abschluss noch etwas Praktisches. Wie man ein Klo repariert, erfahren Sie zwar nicht, aber in welchen Ländern die meisten Anfragen dieser Art auf Google gestellt werden. Was wird über Google erfragt? Das Klo interessiert vor allem die Amerikaner, was ein untrügliches Zeichen für „beschissene Zeiten“ ist. Weltweit top ist übrigens  „Wie binde ich eine Krawatte?“

Wie repariert man ein Klo?
https://www.leadersnet.at/news/27782,wie-repariert-man-ein-klo.html[11]

Fußball: Österreich gegen Georgien: Nur ein blamables 1:1

Durch den Staatsopern-Figaro habe ich mir dieses Trauerspiel erspart. Für mich ist es keine Frage, dass der Teamchef nun von sich aus zurücktreten wird. David Alaba wird also demnächst einen anderen Chef erklären müssen, dass ihm die Position im zentralen Mittelfeld liegt. Gestern war er ein Totalversager, wenn man Augenzeugen Glauben schenken darf! Ein Sportsfreund von mir kritisiert das geradezu behäbig wirkende Mittelfeld. „Bis die einen Ball nach vorne bringen, positioniert sich sogar eine gegnerische Rollstuhlmannschaft“.

Marcel Koller war kein schlechter Teamchef – aber er ist es bereits zu lange. „Jedes Mal der gleiche Schmäh“ – das nervt die Kicker!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/luciano-pavarotti-tenor-10-todestag-100.html
  2. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  3. Zum Bericht : http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/atroubad6.htm
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000063653055/Il-Trovatore-Beruehrendes-da-wie-dort
  5. Kurier: https://kurier.at/kultur/ein-neues-tolles-spielzeug-in-der-staatsoper/284.572.244
  6. http://www.oe24.at/kultur/Ruehrender-Post-von-Yusif/298133960: http://www.oe24.at/kultur/Ruehrender-Post-von-Yusif/298133960
  7. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-le-nozze-di-figaro-18
  8. https://hundert11.net/orpheen-anders-ilgy-gringolts-und-sunhae-im-beim-musikfest/: https://hundert11.net/orpheen-anders-ilgy-gringolts-und-sunhae-im-beim-musikfest/
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  10. Krone at: http://www.krone.at/medien/posting-gegen-fluechtlinge-orf-feuert-eu-bauern-bin-erschuettert-story-587054
  11. https://www.leadersnet.at/news/27782,wie-repariert-man-ein-klo.html: https://www.leadersnet.at/news/27782,wie-repariert-man-ein-klo.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-september-2017


5. SEPTEMBER 2017

by ac | 5. September 2017 08:21

Wiener Staatsoper – die „Stehplatzler“. Bis über das „Sacher-Eck“ reichte die Schlange, obwohl Anna Netrebko nur ihren Gatten vorbeigeschickt hat. Copyright: Fritz Krammer

Dafür blieben im Parkett einige (gar nicht so wenige) Plätze frei. Schwarzhändlers Pech? Es waren sicher nicht nur Schwarzhändler, die vor der Oper verzweifelt ihre Karten (offenbar wenig erfolgreich) loswerden wollten, da waren auch Leute dabei, die nur wegen Netrebko (oder meinetwegen auch M. Álvarez) Karten gekauft hatten und nun vor ihrem kleinen Weltuntergang standen. Ich werde es wohl nie verstehen, aber offenbar passe ich auch nicht ganz in das Schema von Wiens sängerverehrenden Opernfreunden. 

Dabei war dieses Ankündigungsplakat sicher nicht geschäftsschädigend für Schwarzhändler, nur ganz verschämt wurde auf die Absage hingewiesen. Foto: Fritz Krammer

Vergibt die Staatsoper etwa die Druckaufträge für die Plakate außer Haus?

Egal! Wie sah Renate Wagner nun diesen Trovatore?

Der Star des Troubadour ist im allgemeinen der Titelheld, der mit dem „hohen C“, das nicht in der Partitur steht (Riccardo Muti sagt das, und ihm muss man es doch glauben) und auf das dennoch jeder wartet. Trotzdem macht ein C noch keinen Manrico – ja, was macht ihn? Yusif Eyvazov hat jedenfalls einiges zu bieten. Er sieht gut aus – na, nicht gerade in der Kaufmann-Liga, aber Marcelo Alvarez beispielsweise sieht er durchaus ähnlich. Er hat bei sehr ordentlicher (wenn auch nicht makelloser) Technik eine starke Stimme und eine sichere Höhe zu bieten – Voraussetzungen, mit denen er das heldentenorale Repertoire bewältigen kann, durch das er sich seiner relativen Jugend ungeachtet durchsingt (Radames,  Kalaf).

Aber was nützt das alles, wenn Gott nicht die Gnade hatte, ein schönes Timbre dazu zu geben? Die Stimme von Eyvazov hat in sich zu viel ungut Metalliges, gepresst Nasales, um wirklich tenorales Vergnügen zu bereiten. Und das mindert dann einen Manrico, der an sich stimmlich (inklusive „C“, wenn auch nicht so prachtvoll, wie es möglich wäre) alles mitbringt, was er soll…

Yusiv Eyvazov, Marie José Siri. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Maria José Siri fühlt sich am wohlsten, wenn sie losschmettern kann – und das ist ja nur der geringere Teil der Leonoren-Partie, die sehr viele schwebende Piani, lockere Triller, ausgesponnene Mezzavoce-Phrasen verlangt. Und da tremoliert sich die Stimme leicht in die Schärfe – doch wer unter solchen Umständen einspringt, kann jeden Bonus beanspruchen, und sie hat ihn auch verdient…

Es lief also einiges schief rund um diesen Eröffnungsabend der Spielzeit 2017 / 18. Man hatte erwartet, dass die Lipizzaner die Hohe Schule vorführen. Statt dessen erlebte man, wie es Herbert von Karajan ausgedrückt haben soll: Der alte Ackergaul setzt sich in Bewegung (Formulierung von Renate Wagner).

Zum Bericht[1] von Renate Wagner

Fritz Krammer, der in einen Stehplatz investiert hat, fasst seine Eindrücke so zusammen: Die Staatopernsaison wurde an diesem Abend nicht eröffnet, es wurde bloß das Haus aufgesperrt!

Wie ich dem Bericht entnehme, haben die „Einspringer“ ihre Sache gar nicht so schlecht gemacht. Ist die große Diva nun zur zweiten Vorstellung am Donnerstag wieder „sangesfit“? So eine Bronchitis kann hartnäckig sein!

Neues Untertitel- und Informationssystem an der Wiener Staatsoper: sechs Sprachen, umfangreiche Informationen

Copyright: Lemon42

Mit Beginn der neuen Spielzeit 2017/2018 nimmt die Wiener Staatsoper das komplett erneuerte Untertitel- und Informationssystem in Betrieb, und zwar ab der ersten Vorstellung: Verdis Il trovatore am 4. September 2017.

Das Publikum kann ab sofort während den Opernvorstellungen Untertitel in einer von sechs zur Auswahl stehenden Sprachen mitverfolgen – neben Deutsch und Englisch wie bisher nun auch Italienisch, Französisch, Russisch und Japanisch – sowie vor allen Opern- und Ballettvorstellungen und in den Pausen das Informationsprogramm (Deutsch oder Englisch) in Anspruch nehmen. Hier werden u. a. kurze Inhaltsangaben zum Stück, die Besetzung der jeweiligen Aufführung, allgemeine Informationen und aktuelle Hinweise sowie die Möglichkeit der Newsletteranmeldung angeboten – und in Kürze können die BesucherInnen auch Gastronomiebestellungen für die Pausenräume vornehmen.

Nach 16 Jahren war es notwendig geworden, die im September 2001 installierte Untertitelanlage auszutauschen, da sie inzwischen fehleranfällig geworden war und es vermehrt Ausfälle gab.

Wie sahen unsere Berichterstatter (Peter Skorepa war bei der Präsentation des neuen Systems anwesend und abends auch in der Vorstellung) diese Neuerung? Renate Wagner inkludiert die Eindrücke in ihrer Trovatore-Kritik:

Das System ist eingestandener Weise noch nicht „fertig“. Nun gibt es zwar auf dem Screen, der doppelt so groß ist wie der alte, zwar allerlei über die Übersetzung hinaus – aber wenn die Besetzung nur die Hauptrollen anführt, werden die Ensemblemitglieder des Hauses, die ja schließlich unabdingbar zur Vorstellung beitragen, nicht begeistert sein. Wenn man als Besucher, der „News“ anklickt, aufgefordert wird, seine Mail-Adresse für Informationen anzugeben, geht das ja nur, wenn sich darunter ein Tastaturen-Feld öffnet, das noch fehlt. Vor allem aber ist die Schrift (eine fette Helvetica, weiß auf schwarzem Grund) zwar an sich wirklich besser lesbar als die dünne der vorigen kleinen Bildschirme – aber sie ist viel zu klein! Der Zweck besteht ja darin, dass man nicht seine Lesebrillen aufsetzen muss, wenn man sie für den Blick auf die Bühne nicht braucht! Aber wenn ohnedies noch das eine oder andere nachjustiert wird, kann man ja auch die Größe – vergrößern…

Damit haben die „Alberto Vilar-Titel ausgedient. Erinnern Sie sich noch an Alberto Vilar? Das war jener Opernmäzen und Börsenmakler, der Kundengelder in sein Mäzenatentum investiert hat und dafür 2010 zu neun Jahren Haft verurteilt wurde. Ich gehe davon aus, dass der mittlerweile 77jährige nicht mehr im (ohnedies gelockerten) Knast in New Jersey sitzt. Die Beschenkten kennen ihn freilich auch nicht mehr (früher man man für ihn den roten Teppich ausgerollt).  Dankbarkeit ist auch in dieser Branche keine Kategorie!

Touchscreens für die Staatsoper: Pausen produktiver nutzen
Rund zwei Millionen Euro wurden investiert Wien – Die Wiener Staatsoper spielt künftig nicht mehr nur auf der Bühne alle Stückerln. Mit der Saisoneröffnungspremiere „Il Trovatore“ am Montagabend geht auch das neue Untertitelsystem des Hauses in Betrieb.
Der Standard[2]
Untertitel sprechen jetzt auch Japanisch
Wiener Zeitung[3]

CARLOS ÁLVAREZ  IM INTERVIEW: „Oper bietet eine wunderbare Möglichkeit, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten!“

(September 2017 / Renate Publig)

Carlos Àlvarez singt den Grafen Almaviva in Mozarts „Le Nozze die Figaro“ am 5./9./12./15.September an der Wiener Staatsoper


Carlos Álvarez © unbezeichnet

Zum Auftakt der neuen Spielzeit an der Wiener Staatsoper sprach der sympathische Bariton Carlos Álvarez über die Aktualität von Opernthemen und über den psychologischen Effekt, die Rolle der Bösewichte zu spielen. Er nahm sich Zeit, um sich humorvoll und zugleich ernst über die Wichtigkeit von Gesundheit zu äußern – und darüber, welche Partien er sich für die Zukunft vorstellen könnte...

Zum Interview
[4]

Berlin/ Musikfest/ Philharmonie: Montedrdi-Zyklus: „Il ritorno d’Ulisse in patria“ (halbszenisch)

In dieser Monteverdi-Oper, uraufgeführt in Venedig 1641 mit dem Libretto von Ciacomo Badoaro, hat Furio Zanasi die Titelrolle des Odysseus (Ulisse) inne. Anders als tags zuvor in L’Orfeo – in der recht kleinen Partie des Apollo – kann er hier seine große Erfahrung und seinen wohlklingenden, nuancenreichen Bariton unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner voll zur Geltung bringen.

Zum Bericht[5] von Ursula Wiegand

Deutsche Oper Berlin: 14.000 Gäste bei Saison-Eröffnung
Das diesjährige Saison-Eröffnungsfest der Deutschen Oper Berlin hat rund 14.000 Besucher jeden Alters angezogen. Das teilte das Haus am Montag mit. Geboten wurden am Sonntag Kammerkonzerte, Kindervorstellungen, öffentliche Proben, Workshops und Kostümanproben.
Musik heute[6]

LINZ: Bruckner-Orchester-Chefdirigent Poschner in Linz angekommen

Mit einer eigens gebrandeten Straßenbahn ist Markus Poschner, neuer Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters, am Montag zum offiziellen Amtsantritt ins Musiktheater am Volksgarten gefahren. „Jetzt geht’s endlich los“, verlieh er seiner sichtbaren Freude Ausdruck. Mit dabei waren neben dem Orchester auch Theaterintendant Hermann Schneider, Finanzchef Uwe Schmitz-Gielsdorf und einige Mitarbeiter.

Poschner kam mit eigens markierter Straßenbahn zur Probe. Bildquelle: APA/ULRIKE INNTHALER

Bereits am Hauptplatz war der Andrang groß, Bläser und Perkussionisten des Orchesters spielten auf, Markus Poschner schüttelte Hände, nickte zu, verteilte Umarmungen und Küsschen, knipste auch selber in die Menge und schien Spaß an dem Spektakel zu haben. Schließlich fuhr die mit „Poschner trifft ein“ beschriftete und dem Konterfei des Bayern versehene Bim vor. „Ich fahre nicht das erste Mal mit der Straßenbahn, aber das erste Mal mit dem ganzen Orchester“, schmunzelte der Dirigent. Auch während der Fahrt wurde, wenngleich beengt, ein Stück zum Besten gegeben. Die 130 Musiker kenne er „natürlich alle – die Gesichter“, nach den Namen dürfe man nicht fragen. (Quelle: APA)

Wiener Dirigent Xaver Meyer gestorben
Der Wiener Dirigent, Chorleiter und Musikpädagoge Xaver Meyer ist gestern Sonntag, im 85. Lebensjahr verstorben.
Salzburger Nachrichten[7]

London: Pretty Yende Unmasks a Promising Opera Career

Pretty Yende as Adina in “L’Elisir d’Amore” at the Royal Opera House in London. Credit Bill Cooper, via ROH

London: Pretty Yende Unmasks a Promising Opera Career
The New York Times[8]

USA: Pulitzerpreisträger John Ashbery ist tot
Einer der einflussreichsten US-Lyriker ist tot: John Ashbery ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
Der Spiegel[9]

USA: Nixon, Trump & Co – Der Pop und die Präsidenten
Politiker und Popstars eint mehr, als sie trennt. Beide fischen nach den Massen und neigen zuweilen zu Narzissmus und Hybris. Eine Rundschau über die Entwicklung des nicht immer ungetrübten Verhältnisses zwischen US-Präsidenten und Showbusiness.
Die Presse[10]

ORF 2: Und wieder die Million geknackt! Bis zu 1.155.000 sahen letzte Kandidatenfolge der „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ – diesmal in zwei Teilen

Bereits zum dritten Mal erreichte die aktuelle Staffel des ORF-Hits „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ gestern, am Montag, dem 4. September 2017, mit der letzten Kandidatenfolge der Saison die Reichweiten-Million. Bis zu 1.155.000 Zuseherinnen und Zuseher wollten sich Elizabeth T. Spiras Porträts der finalen sieben partnersuchenden Singles nicht entgehen lassen.

Gleich im Anschluss an den ersten Teil folgte Teil 2. Dieser betitelte sich „Sommergespräch Tarek Leitner (ORF mit Christian Kern (Bundeskanzler). Den zweiten Teil, die „Kuschelsendung“, sahen etwa 940 000 Zuschauer)

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-il-trovatore-4
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000063570270/Touchscreens-fuer-die-Staatsoper-Pausen-produktiver-nutzen
  3. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/914888_Staatsoper-Untertitel-sprechen-jetzt-auch-Japanisch.html?em_view
  4. Zum Interview
    : http://der-neue-merker.eu/carlos-alvarez-oper-bietet-eine-wunderbare-moeglichkeit-der-gesellschaft-einen-spiegel-vorzuhalten
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlinmusikfest-philharmonie-il-ritorno-dulisse-in-patria-von-claudio-monteverdi-halbszenisch
  6. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16444/deutsche-oper-berlin-14-000-gaeste-bei-saison-eroeffnung/
  7. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/wiener-dirigent-xaver-meyer-gestorben-263417/
  8. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/09/04/arts/music/pretty-yende-unmasks-a-promising-opera-career.html
  9. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/john-ashbery-ist-tot-a-1165938.html
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/popco/5275317/Nixon-Trump-Co_Der-Pop-und-die-Praesidenten

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-september-2017


4. SEPTEMBER 2017

by ac | 4. September 2017 08:50

Bildergebnis für wiener staatsoper
Wiener Staatsoper. Heute abend wird sie prall gefüllt sein. Copyright: Wiener Staatsoper

Heute steht die erste Vorstellung der neuen Saison auf dem Programm: Die Wiederaufnahme von Verdis Il trovatore. Gerade diese erste Vorstellung bescherte der Staatsoper Um-Besetzungsprobleme. Sowohl Anna Netrebko als auch Marcelo Alvarez mussten absagen bzw. haben abgesagt (da besteht schon ein Unterschied),  Marie José Siri und Yusif Eyvazov sind die „Ersatzleute“. Ich wünsche beiden Einspringern eine gute Abendverfassung, „Ersatzleute“ haben schon oft einen positivem Umschwung gebracht. Zumindest im Sport ist das so, in der  Oper ist es wohl  schwieriger umzusetzen. 

Übrigens, unsere Mitarbeiterin Ursula Wiegand war beim Waldbühnenkonzert und wundert sich nicht über Anna Netrebkos Erkrankung: „Noch eine Bemerkung: Dass Anna Netrebko nun eine Bronchitis hat, wundert mich gar nicht. Wie geschildert, gab es am 31.8. nach dem noch heißen Vormittag abends Regen und einen Temperatursturz. Über ihre nackten Arme habe ich mich gewundert, aber zu edlen Roben trägt frau halt keine Strickjacke. Ein Pelzjäckchen wäre gut gewesen. Ihrer Stimme hat die plötzliche Kühle und Feuchte vermutlich geschadet. Jusif im Anzug mit Weste war besser gegen die plötzliche Kälte gerüstet. Ich übrigens ebenfalls„. 

Bildergebnis für marie José Siri
Marie José Siri. Foto: Agentur

George Petean
verkörpert erstmals am Haus den Conte di Luna, Luciana D’Intino ist wieder als Azucena zu erleben. Angeblich soll Frau D’Intino Ende des Jahres ihre Bühnenlaufbahn beenden und sich der Pädagogik widmen. Am Dirigentenpult: Marco Armiliato. In der letzten Vorstellung der Serie (Reprisen am 7., 10. und 13. September) am 13. September gibt Carmen Giannattasio ihr Rollendebüt am Haus als Leonora.

Mozarts Le nozze di Figaro ist wieder ab Dienstag, 5. September 2017 zu erleben: Adam Plachetka singt den Figaro, KS Carlos Álvarez den Conte d’Almaviva (Rollendebüt an der Wiener Staatsoper) und Dorothea Röschmann die Contessa d’Almaviva. Ihre Rollendebüts am Haus geben Andrea Carroll als Susanna, Margarita Gritskova als Cherubino und Ryan Speedo Green als Bartolo. Es dirigiert: Adam Fischer.

Reprisen: 9.*, 12.* und 15.*° September

Am Mittwoch, 6.* September 2017 steht eine Vorstellung von Rossinis Il barbiere di Siviglia auf dem Spielplan: Marco Caria singt die Titelpartie, Ioan Hotea den Conte d’Almaviva, Rachel Frenkel die Rosina, Paolo Rumetz den Bartolo und Sorin Coliban den Basilio. Es dirigiert: Marco Armiliato.

In Mussorgskis Chowanschtschina ab Freitag, 8.* September 2017 sind KS Ferruccio Furlanetto als Iwan Chowanski, Christopher Ventris als Andrei Chowanski, Herbert Lippert als Golizyn, Andrzej Dobber als Schaklowity, Ain Anger als Dossifei und Elena Maximova als Marfa zu erleben. Ihre Rollendebüts am Haus geben Thomas Ebenstein als Schreiber, Carlos Osuna als Kuska und Ayk Martirossian als 2. Strelitze.

Michael Güttler dirigiert erstmals Chowanschschtina an der Wiener Staatsoper.

Reprisen: 11.*°, 14.* und 17. September

* Live-Übertragung auf den Herbert von Karajan-Platz im Rahmen von „Oper live am Platz“ ° weltweite Live-Übertragung in HD über www.staatsoperlive.com[1]

Berlin/Musikfest/Philharmonie: Monteverdis L’Orfeo“ halbszenisch

L'Orfeo, geleitet  von John Eliot Gardiner, Copyright Carolina Redondo
„L’Orfeo“ – geleitet von John Eliot Gardiner. Copyright:  Carolina Redondo

Monteverdis expressive Musik hat Sir John Eliot Gardiner, der in der Philharmonie diesen L’Orfeo präsentiert, von klein auf geprägt. Als Siebenjährigen hatte ihn seine Mutter zu einem Workshop über Monteverdi-Madrigale mitgenommen. Eine Initialzündung. Seither hat ihn Monteverdi sein ganzes Leben lang begleitet.
Aus gutem Grund nannte Gardiner den Chor, den er schon als 18jähriger Student  gründete, Monteverdi Choir. Der und Gardiners English Baroque Soloists, beide Ausnahme-Ensembles an Klang und Präzision, gestalten diesen Abend und bieten den großartigen Sängerinnen und Sängern einen Rahmen voller Leuchtkraft.  

Zum Bericht[2] von Ursula Wiegand

Berlin/ Philharmonie: Urklänge, chorphisch – Monteverdis „L’Orfeo“ mit John Eliot Gardiner
Belcanto? Belrecitando! Aufbruch zu einer Reise in die Urgründe der Oper mit Sir John Eliot Gardiner und seinen Musikern, die zu Claudio Monteverdis 450. Geburtstag mit dessen drei erhaltenen Opern durch die Weltgeschichte tingeln, beginnend mit L’Orfeo. Sollte das den Beteiligten schon zum Hals heraushängen, lassen sie sich auf ihrer einzigen Station in Deutschland, beim Musikfest in der Philharmonie, nichts anmerken.
https://hundert11.net/musikfest2017-orfeo/[3]
Siehe da, ein Erzähler
Musikfest Berlin: John Eliot Gardiner startet in der Philharmonie seine Monteverdi-Trilogie mit „Orfeo“
Tagesspiegel[4]

Grafenegg: Zwei Brüder aus Nenzing – Manfred und Rainer Honeck

Es waren einmal zwei Brüder, die in der Vorarlberger Ortschaft Nenzing aufwuchsen. Die Mutter starb früh; der Vater, ein Postangestellter, zog mit ihnen und ihren sieben Geschwistern nach Wien, um den musikalisch begabten Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Das mit der Ausbildung gelang auch aufgrund des Talents und der Strebsamkeit der Brüder ganz vorzüglich: Der eine avancierte (bereits vor 25 Jahren) zum Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, und aus dem anderen wurde – über einen Umweg als Bratschist bei den Philharmonikern – ein international gefragter Dirigent. – derstandard.at/2000063537525/Grafenegg-Zwei-Brueder-im-Nenzinger-Himmel[5]

Wird aus Bangkok das neue „Thai-reuth“ als Wagner-Ring-Pendant?

Somtow Sucharitkul – Vom mehrfach ausgezeichneten Novellisten zum Komponisten des 10teiligen Opernwerkes Das.Jati
http://www.openpr.de/news/966477/Wird-aus-Bangkok-das-neue-Thai-reuth[6]

HERBSTGOLD – FESTIVAL IN EISENSTADT beginnt am 6. September im Schloss Esterházy mit dem Eröffnungskonzert der Haydn Philharmonie unter der Leitung von Nicolas Altstaedt.


Schloss EsterházyCopyright: Kulturverwaltung Schloss Estherhazy

Klassische Konzerte, Balkan- und Roma-Sounds sowie PAN O’GUSTO, das pannonische Kulinarikfestival in der Orangerie im Schlosspark Eisenstadt, stehen im Fokus der ersten Woche des zweiwöchigen Festivals.

Am kommenden Mittwoch, 6. September, ist es soweit: Das neue Musik- und Kulinarikfestival öffnet seine Tore mit dem Eröffnungskonzert des Residenzorchesters des Schlosses Esterházy, der Haydn Philharmonie, unter der Leitung ihres künstlerischen Leiters Nicolas Altstaedt. Auf dem Programm stehen die erste Symphonie von Ludwig van Beethoven, das erste Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch sowie die 88. Sinfonie von Joseph Haydn.

Lesen Sie mehr in unseren heutigen „Infos des Tages“.

Das „Herbstgold-Festival“ ersetzt auf Schloss Esterhazy die „Haydn-Festspiele“, die das Feld unfreiwillig räumen mussten.

Oper Frankfurt: Liederabend Lawrence Brownlee

Henning Ruhe-Lawrence Brownlee Copyright Barbara Aumüller
Henning Ruhe, Lawrence Brownlee. Copyright: Barbara Aumüller

Mit einem bemerkenswerten Vortrag eröffnete der international gefeierte lyrische Tenor Lawrence Brownlee die bereits legendären Liederabende in der Oper Frankfurt. Abseits ausgetretener Programmpfade eröffnete der inzwischen ruhmhafte Belcanto-Spezialist mit Preziosen aus „Sei romanze II“ (Giuseppe Verdi). In schlichter Tongebung, rhythmisch, mit Schalk im Nacken, temperamentvoll gestaltete Brownlee die italienischen Canzonen u.a. Lo spazzacamino, il tramonto…

Zum Bericht[7] von Gerhard Hoffmann

Wien/ Theater in der Josefstadt: Premiere von „Engel mit der Posaune“ in der Josefstadt
Der Zerfall der Monarchie, Erster Weltkrieg, die Entwicklung der Sozialdemokratie, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg: In seinem Roman „Der Engel mit der Posaune“ versuchte Ernst Lothar im Jahr 1944 im amerikanischen Exil, seinen Lesern Österreich zu erklären. Mehr als 70 Jahre später inszeniert Janusz Kica den Stoff am Theater in der Josefstadt. Ein schwieriges Unterfangen.
Salzburger Nachrichten[8]
Daheim im Haus Österreich
„Der Engel mit der Posaune“ von Ernst Lothar als Bühnenspiel in der Josefstadt.
Wiener Zeitung[9]
„Der Engel mit der Posaune“: Innenstadtstaub der verblassten Jahre
Als merkwürdig leblose Szenenfolge ersteht der Ernst-Lothar-Roman im Wiener Theater in der Josefstadt neu. Prosafiguren werden von der Regie zu Gespenstern verkleinert –
Der Standard[10]

WIEN/ Akademietheater: Die Geburtstagsfeier

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Copyright: Burgtheater

WIEN / Akademietheater des Burgtheaters: DIE GEBURTSTAGSFEIER von Harold Pinter
Koproduktionspartner Salzburger Festspiele. Premiere: 3. September 2017

Die Geburtstagsfeier“ war Harold Pinters zweites Theaterstück (er war damals 28) und fand bei der Uraufführung 1958 beim Publikum gar kein Verständnis. Wir, die wir den „ganzen Pinter“ kennen, der sich nach und nach (spätestens mit „Der Hausmeister“ 1959) durchsetzte, wissen, dass er damals schon ganz er selbst war – in dieser zynischen Mischung aus Psychoterror, Absurdität, schwarzem Humor und Bedrohlichkeit. Pinter hat diesen bösen Blick auf die Welt sein ganzes Werk hindurch durchgehalten, bis zum Nobelpreis, der 2005 spät, aber nicht zu spät kam (er starb 2008).

Die Geschichte ist, wie so oft beim ihm, real nicht zu fassen. Ein Haus, irgendwo in der Einsamkeit. Erst das Geplänkel eines alten Ehepaares, wobei klar ist, wie sehr die Frau dem Gatten mit ihrem ewig gleichen Gelabere auf die Nerven geht. Dann der Auftritt des einzigen Pensionsgastes Stanley, eines verwahrlosten, präpotenten ehemaligen „Künstlers“, der die alberne Zuneigung der Frau zu ihm ausnützt, um sie zu erniedrigen und zu beleidigen (wobei sie glücklicherweise zu dumm ist, das wahrzunehmen).

Und dann das klassische Motiv der Fremden, die ohne Begründung in das Leben dieser kläglichen Bürger einbrechen und alles demolieren – in Aktionen, die sinnlos scheinen und bleiben, in einer exzessiven, besoffenen „Geburtstagsfeier“ kulminieren und zur körperlichen und seelischen Zerstörung Stanleys führen. Ein Stück, das vielleicht nicht ganz so quälend sein müsste, wie es (nach der Premiere bei den Salzburger Festspielen) nun auf der Bühne des Akademietheaters erscheint, aber auf jeden Fall das erreicht, was Pinter immer anstrebt: die ultimative Irritation des Publikums…

Zum Premierenbericht [11]von Renate Wagner

Das Festspiel-Doppelheft „Der neue Merker“ geht in den nächsten Tagen in den Versand

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INFOS[12]

Dies ist eine Info auf Ersuchen des „Neuen Merker“. Auch auf die Gefahr hin zu langweilen sei bemerkt, Dass das Merker-Heft und der „Online-Merker“ zwei rechtlich eigenständige, somit voneinander unabhängige Medien sind!

Peinliche Panne bei SPD vor TV-Duell Schulz gegen Merkel
Schon Stunden vor dem TV-Duell ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz gegen Kanzlerin Angela Merkel hat die SPD im Internet den Sieg in dem Schlagabtausch für sich reklamiert und dafür Spott geerntet. „TV-Duell: Merkel verliert – klar gegen Martin Schulz – spd.de“ war in einer Google-Anzeige zu lesen, die Sonntag von 0.00 bis etwa 7.00 Uhr in der Früh freigeschaltet war.
Salzburger Nachrichten[13]

Diese Parteiaussendungen sind peinlich und konstruiert. Nun hat sich ein „Dienstleister“ (Bezeichnung: SPD) im Datum um einen Tag geirrt und zu früh eingestellt. Noch peinlicher ist allerdings, dass sich die Partei am „Dienstleister“ abzuputzen versucht. Dabei hat doch der nur das  eingestellt, was die Partei über ein Ereignis, das erst einen Tag später stattfindet, als Kritik anbieten zu müssen glaubt.

Einen schönen Wochenbeginn wünscht

A.C.

  1. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-philharmonie-musikfest-lorfeo-von-claudio-monteverdi-halbszenisch
  3. https://hundert11.net/musikfest2017-orfeo/: https://hundert11.net/musikfest2017-orfeo/
  4. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/john-eliot-gardiner-in-der-philharmonie-siehe-da-ein-erzaehler/20276274.html
  5. derstandard.at/2000063537525/Grafenegg-Zwei-Brueder-im-Nenzinger-Himmel: http://derstandard.at/2000063537525/Grafenegg-Zwei-Brueder-im-Nenzinger-Himmel
  6. http://www.openpr.de/news/966477/Wird-aus-Bangkok-das-neue-Thai-reuth: http://www.openpr.de/news/966477/Wird-aus-Bangkok-das-neue-Thai-reuth
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/frankfurtopernhaus-lawrence-brownlee-liederabend
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/premiere-von-engel-mit-der-posaune-in-der-josefstadt-263308/
  9. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/914638_Daheim-im-Haus-Oesterreich.html?em_view
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000063533435/Der-Engel-mit-der-Posaune-Der-Innenstadtstaub-der-verblassten-Jahre
  11. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-akademietheater-die-geburtstagsfeier
  12. INFOS: http://der-neue-merker.eu/bestellen
  13. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/medien/sn/artikel/peinliche-panne-bei-spd-vor-tv-duell-schulz-gegen-merkel-263276/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-september-2017


3. September 2017

by ac | 3. September 2017 08:02

 

Wiener Staatsoper eroffnet heute mit dem Tag der offenen Tür. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Mit dem beliebten Tag der offenen Tür startet die Wiener Staatsoper am Sonntag, 3. September 2017 in die Spielzeit 2017/2018. Geboten werden spannende Einblicke hinter die Kulissen des Opern- und Ballettbetriebs mit u. a. Proben, einer Technikshow, der Ausstellung von Kostümen und Requisiten. Für die zwei Termine (14.00 und 17.30 Uhr) wurden seit Anfang August kostenlose Zählkarten an den Bundestheaterkassen ausgegeben.

Ob noch Karten vorrätig sind, weiß ich nicht. Ich würde es an Ihrer Stelle versuchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie telefonisch eine kompetente Auskunft erhalten können, es kommt wohl auf die unmittelbare Situation an

 

Nun hat nach Marcelo Alvarez auch noch Anna Netrebko für den Saison-Auftakt-„Trovatore“ abgesagt, die neue Saison fängt ja gut an

Bedauerlicherweise muss Anna Netrebko die erste Vorstellung von Il trovatore am Montag, 4. September 2017 krankheitsbedingt absagen: „Dear friends, I am very sorry but I have caught a cold that forces me to cancel my first performance of Il trovatore in Vienna on September 4. I really hate to cancel and to disappoint my audience, as you all know, but I need to take care of myself so that I can be healthy for the two other performances of the run. I cannot wait to sing for you on Thursday“, so die Sopranistin in einer Nachricht an das Publikum am Samstagvormittag.

Marie José Siri

An ihrer Stelle übernimmt kurzfristig Maria José Siri, die im Haus am Ring bereits erfolgreich als Maddalena und Tosca zu erleben war.

Untenstehend die (vorläufige) Besetzung. Nachstehend genanntes Team soll unter Marco Armiliatos Leitung „auflaufen“:

Il Conte di Luna: George Petean
Leonora: Maria José Siri
Azucena: Luciana D´Intino
Manrico: Yusif Eyvazov
Ferrando: Jongmin Park

Verschwörungstheoretiker haben diesmal keine Chance, denn Anna Netrebko ist ein Vollprofi und sagt nicht ohne Grund ab. Sie will aber am Donnerstag singen, ob es beim Wollen bleibt, werden wir sehen. Marie José Siri ist allerdings ein ganz ausgezeichneter Ersatz.

Wer nur wegen Netrebko kommen wollte, wird enttäuscht sein, so der so!  Die Höchstpreise kann die Staatsoper natürlich nicht mehr rückgängig machen, das ist das Risiko, das Fans in Wien eingehen müssen. Das ist nicht überall so: Andere Häuser (Opera de Paris z.B.) geben d Gutscheine an das Publikum aus. Das nützt zwar nur den Ortsansässigen, ist aber wenigstens etwas. Das wurde praktiziert, als zum Beispiel Jonas Kaufmann den „Hoffmann“ absagen musste!

Staatsoper Hannover: Saisoneröffnung mit Henzes „Der junge Lord“

Hans Werner Henze ist seit langem ein regelmäßiger Gast auf Hannovers Opernbühne. Seine Manon-Lescaut-Vertonung „Boulevard Solitude“ wurde hier 1952 uraufgeführt, eine ganze Reihe seiner Opern, wie „Der junge Lord“ oder „Die englische Katze“ bereits wenige  Monate nach der Uraufführung nachgespielt. Immer wieder standen seine Ballette auf dem Spielplan. Die schwierig zu realisierende Urfassung seiner Oper „König Hirsch“ schließlich ebenso wie, bereits während der Intendanz Michael Klügls, die „Bassariden“. Nach einer rundum geglückten Neuinszenierung der „Englischen Katze“ im vergangenen November präsentierte die Staatsoper Hannover nun mit einem neuen „Jungen Lord“ nach kurzer Zeit einen weiteren Henze. Mit Recht, denn ein gelungenerer Start in die neue Saison lässt sich kaum vorstellen.

Zum Premierenbericht[1] von Christian Schütte

Hamburg: Die Elbphilharmonie bleibt ein Sorgenkind

 

Das Foyer des Kleinen Saals der Hamburger Elbphilharmonie muss wegen eines Wasserschadens aufwendig saniert werden. Das geht aus einem Bericht der „Bild“-Zeitung vom Samstag hervor. Demnach war schon Ende April aus einem Nebenraum des Kleinen Saals Heizungswasser aus einem offenen Rohr gelaufen und habe sich auf einer Fläche von etwa 300 Quadratmetern verbreitet.

Das Wasser sei in der Folge in die Dämmung der Wände, das Mauerwerk und den Fußboden des Foyers eingedrungen. Enno Isermann, Sprecher der Kulturbehörde, bestätigte den Vorfall gegenüber der Zeitung. Der Wasserschaden sei zunächst durch Trocknungsgebläse behoben worden, rund sechs Wochen später sei bei der Untersuchung der Dämmung jedoch Schimmelbefall nachgewiesen worden. Der belastete Boden musste rausgerissen, die Wände des Foyers aufwendig gereinigt werden. Das geschah laut Isermann jedoch bereits während der Sommerpause. Ab kommender Woche sollen nun der neue Boden verlegt und auch die Wände wieder hergerichtet werden.

Soweit die Info der Presseagentur. Ein durch die Heizung verursachter Wasserschaden ist zwar extrem teuer zu beheben, aber immer noch besser, als würde Wasser von außen eindringen (bei der Lage des Gebäudes im Hafengebiet durchaus nicht gänzlich auszuschließen). Das wäre nämlich wirklich der Supergau, nicht vergleichbar mit der Absage zweier Sänger im „Star-verrückten“ Wien.

BERLIN: Götz-Friedrich-Preis 2017

 Der Götz-Friedrich-Preis, der für eine herausragende Inszenierung vergeben wird, fördert junge Regisseure. Der mit 5.000 € dotierte Preis für die Spielzeit 2016/17  geht an Mizgin Bilmen für ihre Inszenierung von MarcAndré Dalbavies Oper „Charlotte Salomon“ (Deutsche Erstaufführung) am Theater Bielefeld. Diese Entscheidung traf die Jury in ihrer Sitzung am Freitag.  
 
Den Studio-Preis, dotiert mit 2.500 €, erhält Anna Drescher für die Inszenierung von Udo Zimmermanns „Die weiße Rose“ am Theater Biel.

Dietrich Fischer-Dieskau, der Sänger, der immer alles besser wusste!

Dietrich Fischer Dieskau. Foto: Youtube

„Fremd bin ich eingezogen“, sang das Riesenbaby, „fremd zieh’ ich wieder aus.“ Und: „Sollst meinen Tritt nicht hören – sacht, sacht die Türe zu!“ Es war das Entwaffnendste, was der Welt seit vierzig Jahren aus Deutschland entgegengetreten war: Wie vom Himmel gefallen wirkte der pausbäckige Berliner, der da mit heiligem Ernst die „Winterreise“ sang. Überwältigend unsentimental klang sein Schubert, und man kann sagen, dass diese Aufnahme, die im Dezember 1947 im Rias-Studio entstand und danach in ganz Europa zu hören war, der Bundesrepublik musikalisch den Weg bereitete. Dietrich Fischer-Dieskau war das Nachkriegswunder vor dem Wirtschaftswunder. Ein fertiger lyrischer Bariton, der mit seinen 22 Jahren wie aus dem Nichts kam. Das eigentliche Wunder aber war, dass die Welt ihm zuhören wollte. Dass sie großzügig genug war, einen Deutschen, der immerhin Soldat gewesen war, schon wieder als „Genie“ („Sunday Times“) zu feiern…

Denkmalsturz
Fischer-Dieskau, der Sänger, der alles besser wusste
Die Welt[2]

Das ist ein „Bezahlartikel. Es gibt durchaus auch Kritik, weil sich Leser ärgern, dass ich sie zu Bezahlartikel umleite. Ich selbst lese nicht einmal die kostenlosen „Probierartikel“, weil ich fürchte, später mit aufdringlicher Werbung gelöchert zu werden. Es gibt aber auch Leser, die Erfahrung mit diesen Bezahlartikel haben – und denen möchste ich die Möglichkeit nicht nehmen. Man muss nicht alles lesen, man muss auch nicht jedes „kostenlose“ Angebot annehmen.

WIEN/ Theater in der Josefstadt: „Der Engel mit der Posaune“

Copyright: Theater in der Josefstadt

DER ENGEL MIT DER POSAUNE nach Ernst Lothar
Bühnenfassung von Susanne F. Wolf
Premiere: 2. September 2017

Viele Menschen werden „Der Engel mit der Posaune“ weit eher als den Paula Wessely-Film kennen denn als Ernst Lothars Roman. Damals, 1948, verfilmte Karl Hartl eine herzergreifende Familiengeschichte, die 1945 mit Glockengeläute endete und in jene positive Österreich-Zukunft sehen ließ, die das Publikum der Nachkriegs-Republik für sein Seelenheil dringend benötigte. Von Franz Joseph bis Hitler konnte man die Geschichte der Familie Alt, Klavierbauer im Haus Seilerstätte 10 (mit einem Posaunenengel über dem Tor), luxusbesetzt betrachten – von der Wessely bis zur Schell, von Attila Hörbiger bis Oskar Werner (selbst wenn dieser keine sympathische Figur verkörperte). Das war Österreich-Nostalgie par excellence – genau das, was man heute so nicht mehr brauchen kann.

Wenn das Theater in der Josefstadt nun eine Dramatisierung des „Engels mit der Posaune“ zum Saisonauftakt anbietet, so kommt Österreich – dem Ernst Lothar, emigrierter und heimgekehrter Jude, in unerschütterliche Treue verbunden war – nicht gut weg. Susanne F. Wolf, die die Bühnenfassung geschickt erstellte, souverän im „natürlichen“ Dialog und der lockeren, fugenlosen theatralischen Übergänge, lässt Österreichs Vergangenheit nicht durchgehen: Der Monarchie nicht ihren Antisemitismus, ihre Repression der Frauen, ihren Anti-Sozialismus, der Zwischenkriegs- und der Nazizeit nicht ihre Verbrechen. Es war wohl so – wer sein Leben Endes des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbrachte, hatte nichts zu lachen, da waren die Zeitläufte mit den Menschen nicht gnädig…

Zum Premierenbericht [3]von Renate Wagner

Berlin/ Volksbühne/Chris Dercon: „Vielleicht könnte es ja sogar gut werden!“
Jetzt geht es los! Der seit seiner Berufung gegen massive Skepsis kämpfende neue Volksbühnen-Intendant Chris Dercon ist froh, dass nun endlich seine erste Spielzeit beginnt. „Vielleicht könnte es ja sogar gut werden!“
Hamburger Abendblatt[4]

Veranstaltungstipp Merker-Kunstsalon

 

Fußball: Österreich nicht in Russland bei der WM dabei

Der österreichische Fußball setzt Sanktionen gegen Russland: Wir sind nicht dabei!

So ganz beabsichtigt ist das freilich nicht. Wir dürfen nicht dabei sein. 0:1 in Wales – und damit „ist der Ofen aus“.

Ob es klüger gewesen wäre, nach der EM unseren Schweizer Teamchef auszutauschen? Nachher ist man immer klüger. Herr Koller hat einigen Erfolg gehabt, aber so ein Erfolg ist zeitlich begrenzt. Er ist bereits zu lange Teamchef, der Einbruch war vorhersehbar. Ein „Dickschädel“ war er freilich auch, hat sich nicht von den zumindest 5 Millionen „Teamchefs in Österreich“ dreinreden lassen. Auch nicht von der Presse, was eine Sünde in schlechten Zeiten ist!

Wissen Sie, wie Österreichs „Wunderteam“ aus der Taufe gehoben wurde? Wunderteam ist eine Bezeichnung für die österreichische Fußballnationalmannschaft der Jahre 1931 bis 1933, die vor allem mit hohen Siegen über europäische Spitzenmannschaften für Aufsehen sorgte

Das „Wunderteam“ vor dem 8:2 Sieg über Ungarn

Über die Entstehung des Wunderteams mit seiner Aufstellung, die noch heute die meisten fußballinteressierten Österreicher kennen, gibt es zahlreiche Geschichten. Der Verbandskapitän Hugo Meisl stand unter dem Druck der Fans, Journalisten und Sportfachleute, die eine Umbesetzung der Nationalmannschaft, insbesondere den Einsatz von Matthias Sindelar, vehement forderten. Matthias Sindelar flog am 7. Jänner 1929 nach einer 0:5-Niederlage in einem Freundschaftsspiel gegen eine Süddeutsche Auswahl aus der Mannschaft. Das österreichische Team versuchte damals ihr „Scheiberlspiel“ (schnelle, kurze trickreiche Kombinationen mit „Wiener Schmäh“) auf dem schneebedeckten Boden durchzuführen, verdribbelte sich aber ein um das andere Mal. Sindelar meinte den Grund für die Niederlage zu kennen: Man hätte eben noch mehr „scheiberln“ müssen, eine Antwort, die dem tobenden Hugo Meisl sehr missfiel.

Bei einer verbalen Auseinandersetzung im Wiener Ring-Café am Stubenring gab Meisl schließlich den anwesenden Sportjournalisten nach und warf ihnen mit den Worten „Da habt’s euer Schmieranskiteam!“ einen Zettel mit der von ihnen gewünschten Aufstellung für das kommende Schottland-Spiel hin. Diese bis heute nicht hundertprozentig nachprüfbare Anekdote trug wesentlich zur Legendenbildung rund um das Wunderteam bei. (Quelle: Wikipedia“)

Nichts wird es mit einem neuen Wunderteam.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag, bei mir in Mauerbach regnet es – aber die Sonne versucht sich durchzukämpfen! Hoffentlich ist sie erfolgreicher als unsere Kicker!

A.C.

 

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/hannover-der-junge-lord-von-h-w-henze-zur-saisoneroeffnung-premiere
  2. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article168222531/Fischer-Dieskau-der-Saenger-der-alles-besser-wusste.html
  3. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-josefstadt-der-engel-mit-der-posaune
  4. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211790045/Chris-Dercon-Vielleicht-koennte-es-ja-sogar-gut-werden.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-september-2017


2. SEPTEMBER 2017

by ac | 2. September 2017 08:36


Wien – „Oper live am Platz“. Montag Start mit dem „Netrebko-Trovatore“, der nun nach der Absage von Anna keiner mehr ist. Copyright: Wiener Staatsoper

Neueste Info: Anna Netrebko muss kurzfristig erste Trovatore-Vorstellung krankheitsbedingt absagen

Bedauerlicherweise muss Anna Netrebko die erste Vorstellung von Il trovatore am Montag, 4. September 2017 krankheitsbedingt absagen: „Dear friends, I am very sorry but I have caught a cold that forces me to cancel my first performance of Il trovatore in Vienna on September 4. I really hate to cancel and to disappoint my audience, as you all know, but I need to take care of myself so that I can be healthy for the two other performances of the run. I cannot wait to sing for you on Thursday“, so die Sopranistin in einer Nachricht an das Publikum am Samstagvormittag.

An ihrer Stelle übernimmt kurzfristig Maria José Siri, die im Haus am Ring bereits erfolgreich als Maddalena und Tosca zu erleben war. An ihrer Seite gibt Yusif Eyvazov sein Rollendebüt als Manrico an der Wiener Staatsoper. George Petean verkörpert erstmals am Haus den Conte di Luna, Luciana D’Intino ist wieder als Azucena zu erleben. Am

Dirigentenpult: Marco Armiliato.

Mit der völlig ausgebuchten Trovatore-Vorstellung startet die Wiener Staatsoper die Serie „Oper live am platz“, bei der Sie kostenlos an der Außenfassade der Staatsoper das verfolgen können, was sich gerade drinnen abspielt. Sogar Sessel werden bereitgestellt, werden aber bei dieser Vorstellung besetzt sein – es sei denn, Sie kommen vorzeitig! Aber es werden immer wieder Sitzgelegenheiten frei, was nichts kostet, ist bekanntlich nichts wert. Da geht man auch schon mal nach wenigen Minuten, besonders wenn man Toursi ist und noch zwei weitere Abendtermine zu absolvieren hat.

4.9. IL TROVATORE

6.9. IL BARBIERE DI SIVIGLIA

8.9. CHOWANSCHTSCHINA

9.9. LE NOZZE DI FIGARO

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov im Duett, © DAVIDS
Und das wären die Hauptpersonen des Eröffnungsabendsgewesen. Leider hat Anna Netrebko abgesagt. Copyright: Davids

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov beim Schlussjubel © DAVIDS
Beim Schlussapplaus auf der Berliner Waldbühne; Yusif Eyvazov und Anna Netrebko. Copyright: Davids

Yusif Eyvazov soll die positive Überraschung des Konzerts gewesen sein, der Tenor wartet mit einer bombensicheren Höhe auf und bedarf nicht des Netrebko-Bonus. Das meinen nicht etwa Journalisten, die mit „Traumpaar der Oper“ locker zur Hand sind, sondern unsere Berliner Mitarbeiter, die schon weit differenzierter ans Werk gehen

Zum Bericht[1] von Ursula Wiegand

Zum Bericht[2] von Ingobert Waltenberger

Natürlich ist mit klar, dass die „Wiener Nörgler-Fraktion“ schon mit den Hufen scharrt. Es gibt Leute, die sind nur glücklich, wenn sie ihre Vorurteile und Feindbilder behalten dürfen. Das sind die, die beim Betreten einer Wohnung zuerst den Mistkübel/ Mülleimer inspizieren.

Das neue Traumpaar der Oper in Berlin gefeiert
Hamburger Abendblatt[3]

Die Oper: Abendland für Angeber

Bildergebnis für angeber

Bewundert viel und viel gescholten: Die Oper ist die abendländische Kunstform schlechthin. Schon weil sie immer umstritten war. Abendland heißt Streitkultur, heißt Auseinandersetzung, freies Spiel der diskursiven Kräfte, und an der Oper schieden sich von Anfang an die Geister. Sie sei nur Statussymbol der Mächtigen, Selbstbestätigungsritual derer, die von Musik keine Ahnung haben, sich aber durch Opernbesuche als Angehörige der herrschenden Schicht erleben wollen. So weit das politische Argument.

Oper sei Künstlichkeit pur, schmiere die wahren Konflikte zu, leiste einem realitätsabgewandten Eskapismus Vorschub und verneble durch die emotionale Überwältigungsmaschinerie aus Bühneneffekten und Ziergesang das kritische Vermögen aufgeklärter Bürger. Das wäre das ästhetische Argument gegen die Oper…

Lesen Sie weiter in „Die Welt“

Abendland für Angeber: Was Sie über die Oper wissen müssen
Abendland heißt Streitkultur, und die Oper ist die Kunstform dieser Auseinandersetzung. Ob nun als Statussymbol oder aus echter Leidenschaft: Solange wir in die Oper gehen, sind wir Abendländer.
Die Welt[4]

Tatsächlich geben sich auch mir gegenüber Leute als Opernkenner aus, die so überhaupt keine Ahnung haben. Solange man diese nicht Kritiken schreiben lässt, ist das o.k. Aber einen Rossini sollte man schon von einem Verdi, einen Wagner schon von einem Strauss unterscheiden können. Deswegen gehört man zwar auch nicht zur Elite, aber braucht zumindest beim Betreten eines Operhauses kein schlechtes Gewissen haben.

SN-Interview: Rolando Villazón beginnt eine neue Laufbahn
Der Sänger setzt sich in Salzburg ein neues Ziel: Er wird künstlerischer Leiter des wichtigsten Mozartfestivals der Welt.
Salzburger Nachrichten[5]

Ein Sonderfall, der Mann verkauft sich blendend. Auch im Marketing hätte er wohl große Chancen

Heute im Wiener Konzerthaus

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WIEN / HEUTE PREMIERE IM THEATER IN DER JOSEFSTADT: „DER ENGEL MIT DER POSAUNE“ von Ernst Lothar (bearteitet von Susanne Wolf)


Michael Dangl, Matthias Franz Stein, Maria Köstlinger. Copyright: Theater in der Josefstadt

Das Beeindruckendste an diesem Roman ist etwas, das auf den ersten Blick eigentlich vollkommen banal ist: Dass man die schwersten Brüche der österreichischen Geschichte innerhalb eines einzigen Lebens erzählen kann…

Susanne F. Wolf: „Ich mache auch vor den eigenen Zeilen nicht halt“
Die Autorin hat Ernst Lothars Roman „Der Engel mit der Posaune“ für das Wiener Theater in der Josefstadt neu dramatisiert. Premiere ist am Samstag. Porträt einer Nimmermüden ohne Allüren –
Der Standard[6]

Wir werden berichten!

Salzburger Festspiele: Ein Sommer des Missvergnügens
In der Theorie vielversprechend, in der Praxis verschenkt: Die vielen Vorhaben der neuen Schweizer Schauspielleiterin Bettina Hering haben sich am Ende als erhebliche Enttäuschung erwiesen
Neue Zürcher Zeitung[7]

HERRMANN NITSCH – KAMPF UM DAS LEBENSWERK

Nitschs Symphonie „Traubenfleisch“, die mit klassischem Symphonieorchester unendliche Klangflächen erzeugt, kann heute,  am 2. September im Nitsch-Museum in Mistelbach gehört werden


Nitsch auf dem Schüttboden mit Assistent Josef. Copyright: Matt Observe News

https://www.news.at/a/hermann-nitsch-kampf-lebenswerk-8276247[8]

Für einige meiner Bekannten ist das heute ein Pflichttermin. Waren Sie schon im Nitsch-Museum Mistelbach? Ich schon!

WIEN/ KUNSTHISTORISCHES MUSEUM: Eike Schmidt übernimmt KHM-Leitung von Sabine Haag

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Eike Schmidt. Copyright: APA/ Helmut Fohringer

Eike Schmidt, derzeit Direktor der Uffizien in Florenz, folgt Sabine Haag an der Spitze des Wiener Kunsthistorischen Museums nach. Der 49-jährige Deutsche wird allerdings seinen laufenden Vertrag erfüllen. Deshalb wird der offizielle Amtsantritt im KHM nicht – wie in der Ausschreibung vorgesehen – per 1. Jänner 2019, sondern erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2019 erfolgen.

Eigentlich läuft der Vertrag der derzeitigen Generaldirektorin Sabine Haag mit Ende 2018 aus. „Wie der Übergang präzise geregelt wird, werden wir mit Sabine Haag besprechen“, kündigte Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) an.

 „Ich kann es kaum erwarten“, zeigte sich Schmidt voller Tatendrang. Er könne dabei von seinen Reformerfahrungen in Italien profitieren: „Im Grunde geht es darum, ein Programm, das in die gleiche Richtung geht, weiterzuführen – in einer ganz anderen Dimension.“…

Das dürfte keine politische Entscheidung gewesen sein, von mir befragte Experten halten sie für fachlich vertretbar. Sabine Haag hat keinen schlechten Job gemacht, aber es ist wohl doch noch Luft nach oben!

Wien: Die neue U1 geht heute in Betrieb

U1 Bereich Oberlaa
Foto: Wiener Linien/Helmer

Favoriten bekommt am Samstag fünf neue U-Bahn-Haltestellen und am Montag das Parkpickerl.
Kurier[9]

Das ist zwar nicht „meine Gegend“ (im Vergleich zu Oberlaa ist Meidling bereits Zentrum mit tollster Verkehrsanbindung, besonders die Gegend rund um die Merker-Online-Galerie), aber ich freue mich, wenn durch eine durch diesen Öffi-Ausbau mögliche und geplante Stadterweiterung meinen Bezirk noch weiter ins Zentrum rückt. Für Liegenschaften in Meidling bekommt man heute das Fünffache dessen, was noch vor 7 oder 8 Jahren geboten wurde. Würde ich verkaufen, könnte ich bis an mein Lebensende ein Leben in Saus und Braus führen. Ich bewahre es aber für meinen Enkel, damit der es dereinst „auf den Schädel hauen kann“.

Heute Fußball-WM-Qualifikation Wales gegen Österreich. Unsere Kicker müssen gewinnen und sind auch davon überzeugt, obwohl sie wissen, dass sie nicht gegen Wels in Oberösterreich sondern gegen Wales in Cardiff spielen. Ich bin da weniger davon überzeugt – lasse mich aber gerne überraschen!

Ich wünsche einen schönen Samstag

A.C.

 

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-waldbuehne-selbst-der-wettergott-liebte-anna-netrebko-yusif-eyvazov
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlinwaldbuehne-open-air-konzert-anne-netrebkoyusif-eyvazov
  3. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211776643/Traumpaar-Anna-Netrebko-Yusif-Eyvazov-in-Berlin-gefeiert.html
  4. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article168011784/Was-Sie-ueber-die-Oper-wissen-muessen.html
  5. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/sn-interview-rolando-villazon-beginnt-eine-neue-laufbahn-262936/
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000063430966/Susanne-F-Wolf-Ich-mache-auch-vor-den-eigenen-Zeilen
  7. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/salzburger-festspiele-ein-sommer-des-missvergnuegens-ld.1313636
  8. https://www.news.at/a/hermann-nitsch-kampf-lebenswerk-8276247: https://www.news.at/a/hermann-nitsch-kampf-lebenswerk-8276247
  9. Kurier: https://kurier.at/chronik/wien/wien-die-neue-u1-geht-in-betrieb/283.868.492

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-september-2017


1. SEPTEMBER 2017

by ac | 1. September 2017 08:01

 

BERLIN/ Waldbühne: DAS WETTER ZIERTE SICH, HATTE ABER DOCH NOCH EIN EINSEHEN MIT ANNA & YUSIF (und vor allem mit den Veranstaltern)

So viel Aufregung und medialen Hype um einen Auftritt der russisch-österreichischen Superdiva wie in Salzburg oder Wien gibt es in Berlin nicht. Ein Netrebko-Konzert in der coolen deutschen Hauptstadt ist hier kein Staatsereignis, sondern gilt der Sparte Kunst/Unterhaltung oder dem Klassikbusiness und damit basta. Ein paar kleine Plakate hier und da, ein bissl was in der Zeitung. Am 29.8. stand in der B.Z. sogar die bei aller möglichen Kritik abstruse Schlagzeile zu lesen: „Warum will kaum ein Berliner Anna Netrebko sehen?“ Das weiß freilich der Veranstalter anders, nämlich dass „schon jetzt feststeht, dieses Konzert wird die Krönung des Sommers: Denn Starsopranistin Anna Netrebko und Tenor Yusif Eyvazov haben ein Programm zusammengestellt, das Klassikfans jubeln lässt…

Zum Bericht [1]von Dr. Ingobert Waltenberger

TV Aufzeichnung am 10. September 2017 im ZDF

Wer (noch) nicht genug hat, kann ja nach Tokyo fliegen. Dort nämlich wird am 28. September nach den Wiener Troubadouren das nächste Konzert mit Anna Netrebko und Yusif Eyvazov im Tokyo City Opera Theater stattfinden. Bis Mai 2018 stehen neun weitere solcher Konzerte in aller Welt in deren Terminkalender.

Nächste Woche haben wir ja die beiden in Wien – und wie unser „Wiener Berliner“ Dr. Waltenberger (er ist Finanzattache der Botschaft) anführt, ist der Hype in Berlin nicht mit dem in Wien zu vergleichen. Für Yusif Eyvazov ist das ein Nervenspiel, denn für viele Opernfreunde hat er seine bisherige Laufbahn nur mit Hilfe seiner Frau gemacht. Dass das vor allem die Wiener sagen, ist klar: In dieser Stadt geht nichts ohne Protektion, hat jemand Erfolg, wird sofort Protektion gewittert. Dabei hat es Herr Eyvazov besonders schwer, er muss gegen dieses Vorurteil ankämpfen – und das erfordert starke Nerven. Gestern begann er auf der Waldbühne mit der gefürchten Stretta aus „Il Trovatore“ – wenn dieser Mann keine guten Nerven hat, wer dann?

Besetzungsänderung in Un ballo in maschera an der Wiener Staatsoper

Marco Caria. Foto: Wiener Staatsoper

Marco Caria wird in Un ballo in maschera am 5., 8. und 11. November 2017 den Ankarström singen und damit sein Rollendebüt an der Wiener Staatsoper geben. Er übernimmt die Partie anstelle von Dmitri Hvorostovsky, der, wie bereits bekannt gegeben, seine Auftritte im Haus am Ring auf Grund seiner schweren Erkrankung absagen musste.

Nun hat uns also der Opern-Alltag mit seinen Umbesetzungsaufregern wieder. Diese Umbesetzung ist jedoch für jeden – auch für unsere Verschwörungstheoretiker – klar, der Dmitri Hvorostovsky in Grafenegg (zumindest im TV) gesehen hat,

Herr Caria möge mir verzeihen, aber ich hätte viel lieber Hvorostovsky im November in dieser Rolle erlebt – und das hat keine künsterischen Gründe!

WIEN: Feineinstellung unter neuem Philharmoniker-Vorstand

Schlag Mitternacht brach bei den Wiener Philharmonikern eine neue Ära an, als der Primgeiger und Stimmführer Daniel Froschauer offiziell sein Vorstandsamt übernahm und damit Andreas Großbauer ablöste bzw. der Kontrabassist Michael Bladerer als Geschäftsführer antrat. Das dynamische neue Führungsduo hat einiges vor, wie es im APA-Interview deutlich macht. Um Revolution gehe es allerdings nicht.
Salzburger Nachrichten[2]

Ich habe diese Woche mit einem Insider über die Gründe der Großbauer-Ablöse gesprochen. Meine Vermutung wurde bestätigt, ich darf sie aber aus verständlichen Gründen nicht publizieren. Bitte um Verständnis. Aber wenn Herr Großbauer womöglich Ehegatte einer Kulturministerin wird, kann er seinen Abgang als Philharmoniker-Chef  wohl verschmerzen! Wenn man aber genau nachdenkt, ist das eher unwahrscheinlich, weil die Kultur-Agenden im Kanzleramt (früher im Unterrichtsministerium) untergebracht sind. Bei Kern wäre wohl alles klar, dass sich Herr Kurz Frau Großbauer als Kanzleramtsministerin nimmt, schließe ich aus. „Kultursprecherin“ – das ist realitisch gesehen drin!

Derzeit baut Minister Drozda noch kräftig vor der Wahl um:

WIEN: Drozda gibt KHM-Leitung ab 2019 bekannt

Das Haus am Ring bekommt 2019 eine neue Leitung. Bildquelle: APA/GEORG HOCHMUTH

Wien (APA) – Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) gibt heute, Freitag, bekannt, wer ab 2019 das Kunsthistorische Museum (KHM) führen wird.

Seit 2009 steht Sabine Haag an der Spitze der Institution, wobei sich die Museumsmacherin um eine Verlängerung bemüht hatte. Laut „Kurier“-Informationen soll sich allerdings der jetzige Direktor der Uffizien, der Deutsche Eike Schmidt, im Kandidatenrennen durchgesetzt haben.

Sollte der 49-jährige Schmidt mit 1. Jänner 2019 nach Wien wechseln, war seine Amtszeit in Florenz von verhältnismäßig kurzer Dauer. Schließlich hatte der gebürtige Freiburger seinen dortigen Posten als Direktor der Uffizien erst im September 2015 angetreten.

Insgesamt hatten sich 15 Personen um die Position an der KHM-Spitze beworben, wobei die Findungskommission aus internationalen und nationalen Museumsfachleuten unter Vorsitz von Sektionschef Jürgen Meindl bestand. Meindl wird am Vormittag bei der Präsentation ebenfalls mit von der Partie ist.

Mittags wissen wir es. Bis dahin halte ich mein Unwissen locker aus!

ORF.at meldet:

Eike Schmidt. Copyright: APA/ Fohringer

Eike Schmidt übernimmt 2019 die Leitung des Wiener Kunsthistorischen Museums (KHM). Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) hat dies soeben bekannt gegeben.

Der 49-jährige Deutsche folgt damit auf Sabine Haag, die das Haus seit 2009 führt. Die Stelle wird ab Jänner 2019 für fünf Jahre besetzt. Seit 2009 steht Sabine Haag an der Spitze der Institution, wobei sich die Museumsmacherin um eine Verlängerung als wissenschaftliche Leiterin bemüht hatte.

Hurra! Noch eine Besetzung durchgebracht, bevor die Wähler abstimmen. Nun haben wir einen Eike für unser Kunsthistorisches!

Deutschland: Besucherzahlen in Theatern und Konzerten stabil
Mehr als 39 Millionen Menschen haben in der Spielzeit 2015/16 Theater und Orchesterkonzerte besucht. Das waren ungefähr so viele wie in der Saison davor und 3,5 Millionen Zuschauer mehr als vor zwei Jahren. Das geht aus der neuen Theaterstatistik hervor, die der Deutsche Bühnenverein am Donnerstag veröffentlicht hat.
Musik heute[3]
Weniger Vorstellungen, konstante Besucherzahl in Theatern
Hamburger Abendblatt[4]

Keine Skandale auf dem Hügel: Bayreuther Festspiele sind zu Ende
Nach einer ruhigen Saison sind am Montag die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth zu Ende gegangen. Zum letzten Mal war „Die Götterdämmerung“ zu sehen, ein Teil des umstrittenen „Rings des Nibelungen“ in der Inszenierung von Frank Castorf.
http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/ruhige-bayreuther[5]

Bayreuth: Groissböck, ein Wotan mit Höhen und Tiefen
Ein beeindruckender Veit Pogner in den „Meistersingern“, ein „muskelbepackter Prolet, der sich herzensweich übers Ohr hauen lässt“ (so unser Rezenszent Florian Zinnecker über seine Rolle als Fasolt im „Rheingold“): Günter Groissböck weiß stimmlich wie darstellerisch gleichermaßen zu beeindrucken. Wir sprachen mit dem Bass über seine Lieder-CD, Radfahren am Schneeberg und seine Pläne in Bayreuth – besonders über den Wotan im Jahre 2020.
Nordbayerischer Kurier[6]

CROWDFUNDING-PROJECT: „DIE KUNST DER FUGE“.
Die deutsch-japanische Pianistin Kimiko Ishizaka lädt Sie ein, sich an ihrem neuen Kickstarter-Projekt zu beteiligen. 


Kimiko Ishizaka

Die deutsch-japanische Pianistin Kimiko Ishizaka lädt ihre Fans ein, sich an ihrem neuen Kickstarter-Projekt zu beteiligen. Nach den Open Goldberg Variations (2012) und Das Wohltemperierte Klavier (2015), möchte nun Ishizaka Die Kunst der Fuge[7] ihren Fans präsentieren. 12.000€ von den benötigten 18.000€ wurden schon erreicht! 

MEHR INFO[8]

Strasshof im Marchfeld/NÖ: Samstag und Sonntag „Der Bettelstudent“

 

Familienfreundliche Termine. Opernsängerin Regina Schörg hat inszeniert!

Theater des Jahres:

Abstimmung unter Theaterkritikern: Berliner Volksbühne ist „Theater des Jahres
Nummer eins zum Abschied von Intendant Frank Castorf: Im jährlichen Bühnenranking von „Theater heute“ stimmten die Kritiker mehrheitlich für die Berliner Volksbühne.
Tagesspiegel[9]
Castorf und sein Team zum „Theater des Jahres“ gewählt
Der Spiegel[10]
Berliner Volksbühne ist „Theater des Jahres“
Hamburger Abendblatt[11]

Die Kritiker haben damit ihrem „Liebkind“ Frank Castorf ein Abschiedsgeschenk bereitet. Dass die Volksbühne gerade in diesem Jahr das beste Theater weit und breit war, bezweifeln Theater-Insider. Solche Rankings sind bestenfalls eine Spielerei – und das Traurige daran ist, dass diese die Theater ernst nehmen. Natürlich nur die Gewinner, versteht sich!

Joachim Meyerhoff zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt
Zum „Theater des Jahres“ hat es diesmal zwar nicht gereicht, dieses wurde bei der Kritikerumfrage des Fachblatts „Theater heute“ Frank Castorfs Berliner Volksbühne. Doch mit der Kür des Burgschauspielers Joachim Meyerhoff für seine Rolle in „Die Welt im Rücken“ nach Thomas Melles am Akademietheater konnte das Burgtheater, das 2015 den Spitzenplatz belegte, in einer wichtigen Kategorie punkten.
Salzburger Nachrichten[12]
Joachim Meyerhoff zum „Schauspieler des Jahres“ gewählt
Die Presse[13]

Filme der Woche

FimPoster  Killers Bodyguard~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[14]

Der eine bringt professionell Leute um, der andere versucht professionell, dergleichen zu verhindern. Killer und Bodyguard passen nicht so recht zusammen, außer der Killer muss ausnahmsweise beschützt werden…

Erst lernt man die beiden kennen: Samuel L. Jackson als Darius Kincaid, Meisterkiller mit eklig-sardonischem Lachen. Und Ryan Reynolds als Michael Bryce, der für einen Meister-Bodyguard (immer in Sekundenschnelle eine Knarre zur Hand) eher dumm aus der Wäsche schaut. Und in einem Fall auch gar nicht erfolgreich ist…

Dennoch engagiert ihn seine Ex-Freundin, die Interpol-Agentin Amelia Roussel (Élodie Yung ohne besondere Kennzeichen), dafür, diesen Kincaid von London vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu bringen. Denn der Killer kann als Kronzeuge bestätigen, dass der angeklagte Ostblock-Diktator Vladislav Dukhovich (Gary Oldman genießt solche Rollen) ein Massaker an Unschuldigen veranstaltet hat… Warum Kincaid das tun soll? Damit im Gegenzug seine Gangster-Gattin Sonia aus dem Gefängnis entlassen wird: Salma Hayek zieht eine geradezu schamlos Show von Latina-Temperament ab…

Damit sind die Hauptfiguren vorgestellt, und nun kann der übliche Verfolgungsjagd „Knall sie alle ab“-Krimi folgen. Das hat Regisseur Patrick Hughes von der Action her gut aufbereitet, wobei viel im pittoresken Amsterdam spielt und Jagden per Auto und Motorrad, Straßenbahn und Boot stattfinden und unsere beiden Helden zwar nicht unbeschädigt bleiben, aber mit Sicherheit nach und nach alle bösen Buben, die ihnen auf den Fersen sind, ausschalten…

Feine Gesellschaft! Die Wussows streiten ums Erbteil

Von Geschwisterliebe ist bei Barbara und Sascha Wussow derzeit nicht viel zu spüren. Wie die Zeitschrift „Bunte“ berichtet, streiten sich die beiden seit geraumer Zeit um den Verkauf ihres Wiener Elternhauses, sollen seit einem halben Jahr nur noch über Anwälte kommunizieren.

Heute Vernissage in Wien/Meidling

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/berlinwaldbuehne-open-air-konzert-anne-netrebkoyusif-eyvazov
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/feineinstellung-unter-neuem-philharmoniker-vorstand-262840/
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16405/besucherzahlen-in-theatern-und-konzerten-stabil/
  4. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211767493/Weniger-Vorstellungen-konstante-Besucherzahl-in-Theatern.html
  5. http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/ruhige-bayreuther: http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/ruhige-bayreuther
  6. Nordbayerischer Kurier: http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/groissbock-wotan-mit-hohen-und-tiefen_600516
  7. Die Kunst der Fuge: https://www.kickstarter.com/projects/opengoldberg/libre-art-of-the-fugue
  8. MEHR INFO: https://www.kickstarter.com/projects/opengoldberg/libre-art-of-the-fugue
  9. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/abstimmung-unter-theaterkritikern-berliner-volksbuehne-ist-theater-des-jahres/20263666.html
  10. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/volksbuehne-castorf-und-team-zum-theater-des-jahres-gewaehlt-a-1165460.html
  11. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211765399/Berliner-Volksbuehne-ist-Theater-des-Jahres.html
  12. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/joachim-meyerhoff-zum-schauspieler-des-jahres-gewaehlt-262853/
  13. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5277628/Joachim-Meyerhoff-zum-Schauspieler-des-Jahres-gewaehlt
  14. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-september-2017


31. AUGUST 2017

by ac | 31. August 2017 08:08

Bildergebnis für Salzburger Festspiele
Die Salzburger Festspiele 2017 sind nun vorbei. Copyright: ORF/Milenko Badzic

Heinrich Schramm-Schiessl versucht einige Gedanken darüber einzubringen:

Nun sind sie also vorbei, die ersten Festspiele des Wunderwuzzis. Man verzeihe mir djese etwas despektierliche Bezeichnung, aber Markus Hinterhäuser wurde mit so viel Vorschusslorbeeren bedacht und es wurde so getan, als ob er der einzige sei, der die Festspiele leiten könne, sodass mir keine treffendere Bezeichnung einfällt.

In Summe gesehen waren die diesjährigen Festspiele sowohl beim Publikum als auch bei der Presse ein großer Erfolg. Wie es wirtschaftch aussieht – der grosse Fritz Kortner sagte einmal, dass man den wahren Erfolg eines Theaterdirektors erst am Kassenrapport ablesen könne – wird man erst in einigen Wochen sehen, aber diesen Aspekt darf man ja im heutigen Kulturleben nicht mehr wirklich ins Auge fassen.

Markus Hinterhäuser hat mit seiner Programmgestaltung im Bereich Oper viel gewagt – wann zuvor hat es drei Werke des  20. Jahrhunderts im Festspielprogramm gegeben – und gewonnen, denn gerade diese Werke trugen am meisten zum Erfolg bei. Die „Aida“ lasse ich bewusst außen vor, denn diese war von Anfang an ein Selbstläufer…

Lesen Sie weiter in unseren „Infos des Tages“

Leser Thomas Schubert möchte zum Bericht „Lear“ ergänzen: Zum Bericht über die Salzburger Produktion LEAR von Herrn Schramm-Schiessl möchte ich ergänzen, dass es eine im Jahre 2000 – also viele Jahre NACH Reimann – uraufgeführte KING LEAR-Oper („Kuningas Lear“) des Finnischen Komponisten AULIS SALLINEN gibt. Das skandinavische Label ONDINE hat davon eine DVD mit MATTI SALMINEN in der Hauptrolle veröffentlicht.
Vielleicht ist dieser Hinweis für den einen oder anderen „Spezialisten“ von Interesse.

Bilanz der Festspiele: Kreditkarten mit großen Ohren
https://kurier.at/kultur/kreditkarten-mit-grossen-ohren/283.486.134[1]

Bayreuther Festspiele: Die eigentlichen Stars und „auch ein Publikum“

Bildergebnis für bayreuther festspiele hunde
Danny und Bingo alias „Molly und Marke“. Barrie Kosky und die Züchterin. Copyright: Bayreuther Sonntagszeitung

Sandra Warnung, eine „Leserin der ersten Stunde“, war in Bayreuth und weiß zu berichten: Und überhaupt: die heimlichen Stars der Festspiele waren ja ganz andere, nämlich Danny und Bingo, was mich an den Spruch von George Tabori  erinnert , mit wem es schwer sei, gemeinsam auf der Bühne zu stehen: einem kleinen Kind, einem lebenden Tier und Gert Voss (letzteren müssen wir ja leider jetzt ausschließen)

Richard Wagner war ein großer Hundefreund, auf die Bühne hat er einen Hund jedoch nie gebracht. Seit diesem Jahr ist das anders. In der aktuellen „Meistersinger“-Inszenierung von Barrie Kosky sind auch Vierbeiner auf der Bühne.

Die erste Szene spielt in Haus Wahnfried. Schon während der Ouvertüre ist der Salon bevölkert: Franz Liszt sitzt am Flügel, Cosima hat Migräne, Dirigent Hermann Levi ist zu Besuch – und Richard Wagner selbst war Gassi mit seinen Hunden Molly und Marke.

Tatsächlich heißen die beiden Neufundländer Danny und Bingo und gehören der Züchterin Iris Mirsberger aus Wannbach bei Pretzfeld. Bereits im Januar fand das tierische Casting statt. Eigentlich wurde nur ein Hund gesucht, doch nicht nur Danny sondern auch Bingo haben Regisseur Barrie Kosky schnell von ihrer Bühnentauglichkeit überzeugt… (Quelle: Bayreuther Sonntagszeitung)

http://www.bayreuther-sonntagszeitung.de/wordpress/die-heimlichen-stars-auf-dem-huegel/[2]

Zum Publikum: Das Bayreuther Publikum ist schon ziemlich sachverständig. Aber immer wieder verirren sich Leute in das Festspielhaus, die mit Richard Wagner so überhaupt nichts anfangen können:

Erste Pause vom letzten Parsifal dieses Sommers am Freitag. 3 Thirtysomethings setzen sich auf die Bank, wo ich mich im Programm lesend mit einem Müsliriegel stärke.  „Puh, das hat jetzt aber gedauert. Also der Sänger, ich weiß jetzt nicht, wie der heißt, der hat ja endlos lange gesungen.“ „Meinst du den mit der Wollmütze?“ – „Ja, der hat mir direkt schon leid getan, ich hab geglaubt, der hört überhaupt nicht mehr auf!“ – „Hat er aber.“ – „Ja, Gott sei Dank und dann war eh schon bald Pause. Jetzt brauch ich aber dringend was zu trinken…“

Was Bayreuth und meine Bemerkungen im gestrigen Kommentar betrifft: Nein, Bayreuth ist noch nicht „auf den Hund gekommen“. Es gibt nur medial nicht mehr viel her. Gestatten Sie, dass ich diesen Maßstab anlege, denn schließlich muss ich ja jeden Tag meinen Kommentar abliefern!

Die Termine für Domingos „Walküre“-Dirigate stehen fest: 31.7. und 18.8.2018

https://www.bayreuther-festspiele.de/en/programme/schedule/die-walkuere/[3]

Lucerne-Festival: Ein Dirigent als begnadeter Erzähler
Der Schweizer Dirigent Philippe Jordan gastiert mit dem Orchestre de l’Opéra national de Paris am Lucerne Festival und stellt dabei einmal mehr seine akribische Detailarbeit und seine musikalische Suggestionskraft unter Beweis
Neue Zürcher Zeitung[4]

NÖ/ Kultursommer Semmering: Wenn das Sommerende nicht mehr weit ist
Zum Finale treten Angelika Kirchschlager, Miguel Herz-Kestranek, Ursula Strauss und auch Maria Bill auf –
Der Standard[5]

Letzte Chance, letztes Wochenende! Informieren Sie sich über das Programm

Die JUBILÄEN AUGUST 2017  sind nun doch noch im August fertig geworden.

Zu unseren JUBILÄEN [6]

Usedom/ Kraftwerk des Museums Peenemünde: „WATERWORKS“, ein Klang- und Farbenrausch sondergleichen, 28.08.2017

Waterworks mit Kristjan Järvi, (c) BMEF - Peter Adamik
Kristjan Järvi & Baltic Sea Philharmonic. WATERWORKS (c) BMEF/ Peter Adamik

Wasser schafft Leben. Regionen verdorren und Menschen verdursten, wenn das Wasser fehlt. Wasser zerstört, überflutet Landstriche und Städte, siehe Houston in Texas. Thales von Milet (624.547 v.Chr.)  –  Philosoph, Mathematiker und Astronom – drückte es umfassend aus: „Das Maß aller Dinge ist das Wasser; alles entsteht aus Wasser und alles wird wieder zu Wasser.“

Mit „WATERWORKS“ setzen nun auch der Dirigent Kristjan Järvi und die von ihm gegründete Baltic Sea Philharmonic auf das mal plätschernde, mal wild aufschäumende Wasser…

Zum Bericht[7] von Ursula Wiegand

ÖSTERREICH: Kulturherbst: Theater widmen sich Klima und Flüchtlingen =

Wien (APA) – Die Erfolgsformel scheint zu lauten: Dramatisiere Romane und erfolgreiche Filme, widme dich dem Thema Migration und verweise mithilfe der Geschichte auf Probleme der Gegenwart. Diesen Mix bietet jedenfalls der kommende Woche startende Theaterherbst, der zwischen Bregenz und Wien, Linz und Graz so manche Perle bietet. (Quelle: APA)

Bildergebnis für Wien ohne Wiener
Georg Kreisler. Foto: Youtube

Mit einem Georg-Kreisler-Abend meldet sich Nikolaus Habjan am Volkstheater zurück, wo am 11. Oktober „Wien ohne Wiener“ Premiere feiert.

„Wien ohne Wiener“, fürwahr ein bestechender Gedanke – aber trotzdem ein Blödsinn. Manchmal nerven mich die echten Wiener, das gebe ich gerne zu. Das mag auch daran liegen, dass ich verstehe, was sie sagen. In meiner Wohngegend treffe ich aber ohnedies kaum mehr auf diese Ureinwohner – und die anderen verstehe ich zum Glück nicht. Wien zu „entwienern“ ist der Traum manch zeitgeistiger Gruppierung, dann hätten Migranten mehr Platz und das Wohnungsproblem wäre gelöst.

Wer aber geht dann in das Theater? Die Migranten wohl nicht einmal mit Freikarten!

Filme der Woche

FimPoster Magical Mystery~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[8]

Magisch und mysteriös ist an diesem Film, entgegen der Behauptung im Titel, rein gar nichts, aber die Sache ist ja ironisch gemeint. Wenn „nostalgisch“ ein kuscheliger Begriff sein soll, findet man auch davon nichts. Immerhin wird man in frühere Welten zurück katapultiert – und das mit Karl Schmidt, dem Romanhelden von Sven Regener (der schon mit seinem Buch „Herr Lehmann“ auf die Leinwand kam, damals inszeniert von Leander Haussmann, mit Christian Ulmen in der Titelrolle – Lachen über die die gute, alte DDR).

Hier ist man nun in den neunziger Jahren, man bezahlt noch in D-Mark! Karl, der „einmal ein Künstler war“, ein „Ex-Irrer mit depressiven Schüben“, hat den Mauerfall emotional nicht so gut überstanden und wohnt – nein, nicht wirklich in der „Klapse“, man nennt diese Hamburger Wohngemeinschaft für Druggies (wo in einer Nebenrolle die aus dem Burgtheater noch wohl erinnerliche Therese Affolter auftaucht) natürlich nicht so. Das ist eine „beaufsichtigten Wohngemeinschaft für Therapiebedürftige“: Man ist korrekt, wenn auch nicht so wie heute, aber man geht ordentlich mit diesen unglückseligen Typen um. Karl, der da als eine Art Hausmeister agiert und besonders Tiere liebt, wird sogar in einen Urlaub gezwungen, den er nicht will, aber der steht ihm zu, also los…!

Heute vor 20 Jahren starb Prinzessin Diana

FILE- In this Aug. 9, 1987 file photo, Britain's P…
Copyright: AP/ John Redman

Was wäre, wenn Diana überlebt hätte?

Was wäre wenn? Was wäre, wenn Henri Paul sein Lenkrad in der Nacht des 31. August 1997 noch einmal herumgerissen hätte? Wenn Lady Di am 1. September im Hôpital de la Salpêtrière aufgewacht wäre – verletzt, unter Schock, aber stabil?

Die Princess of Wales wäre heute 56 Jahre, so viel steht fest. Und sonst? Von ihrem unzuverlässigen Lover Dodi Al-Fayed hätte sie rasch die Nase voll gehabt. Sie hätte sich mit dem Milliardär Teddy Forstmann verlobt, einen knallharten Ehevertrag unterzeichnet und würde die meiste Zeit in seinem Apartment an der Upper East Side wohnen…

Lesen Sie weiter im „Kurier“
Kurier[9]

Gastkommentar /Wiener Zeitung
Ihr Kinderlein kommet – lieber nicht!
Dass Abermillionen junge afrikanische Männer nach Europa drängen, hat einen hier gerne verdrängten Grund.
Wiener Zeitung[10]

Alles, was unsere Regierenden so herumbasteln, ist eigentlich sinnlos, wenn das Kernproblem nicht in den Griff zu bekommen ist.
Kein Kommentar, bitte selbst lesen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. https://kurier.at/kultur/kreditkarten-mit-grossen-ohren/283.486.134: https://kurier.at/kultur/kreditkarten-mit-grossen-ohren/283.486.134
  2. http://www.bayreuther-sonntagszeitung.de/wordpress/die-heimlichen-stars-auf-dem-huegel/: http://www.bayreuther-sonntagszeitung.de/wordpress/die-heimlichen-stars-auf-dem-huegel/
  3. https://www.bayreuther-festspiele.de/en/programme/schedule/die-walkuere/: https://www.bayreuther-festspiele.de/en/programme/schedule/die-walkuere/
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/lucerne-festival-philippe-jordan-ein-begnadeter-erzaehler-ld.1313477
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000063311127/Kultursommer-Semmering-Wenn-das-Sommerende-nicht-mehr-weit-ist
  6. Zu unseren JUBILÄEN : http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/usedom-kraftwerk-des-museums-peenemuende-waterworks-ein-klang-und-farbenrausch-sondergleichen
  8. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  9. Kurier: https://kurier.at/stars/neues-buch-was-waere-wenn-diana-ueberlebt-haette/283.041.257
  10. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/912725_Ihr-Kinderlein-kommet-lieber-nicht.html?em_cnt=912725

Source URL: http://der-neue-merker.eu/31-august-2017


30. AUGUST 2017

by ac | 30. August 2017 08:19

Bayreuth: Catherine Foster und ihr Double. Foto: Facebook Foster

Catherine Foster nimmt ihren Fehltritt (angeblich beim Abgehen von der Bühne, der ach so böse Frank Castorf ist daran unschuldig) gelassen: Twisted too fast left to come out for a bow and calf went ‚pop‘ so a ripped muscle – nowhere near as bad as the right leg last year though! Lots of ice and Arnica and it’ll be fine

Catherine Foster weiß übrigens, wovon sie spricht. Die Bayreuther Brünnhilde war vor ihrer Sangeslaufbahn Krankenschwester!

Es ist eigentlich verrückt, man hört fast drei Wochen über Bayreuth gar nichts (auch nicht gut für Festspiele, etwas „Action“ sollte schon sein, sonst schlafen das Publikum und vor allem die Leserschaft weg) – dann geschieht am letzten Abend dieser eigentlich läppische Vorfall – und die Musikwelt weiß, dass es Bayreuth noch gibt. Wenn das der Paukenschlag zum Abschluss war, dann war er zwar schwach, aber besser als gar nichts. Immerhin hat die Story eine vortreffliche Pointe: Die „Ersatz-Brünnhilde heißt Andreas Rosar und kommt unverhofft zu einem Interview in der „Süddeutschen Zeitung“: 

Wie kam es denn dazu, dass ausgerechnet Sie zur Brünnhilde wurden?

Die ultima ratio, dass man eine Vorstellung wegen einer Verletzung abbrechen muss, das möchte man natürlich um jeden Preis vermeiden. In Bayreuth haben wir ja den glücklichen Umstand, dass so eine Pause mit einer Stunde relativ lange dauert. Wir haben noch gehofft, dass Frau Foster zumindest eine reduzierte szenische Variante spielen kann. Aber bald war klar: Das Fallbeil kommt auf einen von uns zu. Es müssen nämlich immer die Regie-Assistenten bzw. Spielleiter einspringen, wenn so etwas kurzfristig passiert. Das Problem: Es gibt in diesem Jahr keine weiblichen Assistenten im Team. Ich habe dann also mit meinen beiden männlichen Kollegen gesprochen, um zu klären, wer jetzt die Rolle übernimmt. Die beiden aber haben mich einfach mit ihren bärtigen Gesichtern angegrinst und gesagt: „Du hast keinen Bart.“

Bayreuther Festspiele: „Das war ein Gänsehautmoment“
Weil Sängerin Catherine Foster sich bei der „Götterdämmerung“ an der Wade verletzt, muss einer der Regie-Assistenten für sie als Brünnhilde einspringen. Andreas Rosar ist der einzige ohne Bart. Ein Gespräch am Tag danach.
Süddeutsche Zeitung[1]

Damit beenden wir wohl unsere heurige Berichterstattung aus Bayreuth. Hoffentlich werden die Festspiele 2018 medial ergiebiger. Wirklich glaube ich aber nicht daran, denn das Bayreuther Publikum befindet sich anscheinend in einer Krise

Salzburger Festspiele bringen Rekord: Der Rückblick weist nach vorne
Aus dem Resümee der Salzburger Festspiele 2017 lassen sich erste Details für 2018 ablesen.
Salzburger Nachrichten[2]

Leider müssen wir auf das Programm bis November warten, erste Einblicke gewann man bei der Pressekonferenz (Eigenbericht Klaus Billand ist in unseren Infos des gestrigen Tages online). Es wird also eine zweite Serie der „Aida“ geben, aber ohne den Superstar Anna Netrebko. Die huscht nur für ein Galakonzert vorbei. Mit wem man den Glamour-Faktor aufrecht erhalten will, erfahren wir im November. Offenbar nicht mit der heurigen Zweitbesetzung, aber gibt es – allein was die mediale Ausstrahlung betrifft – überhaupt einen Ersatz für die Netrebko? Es wird schwierig für die Veranstalter!

Derweil verfolgt Frau Netrebko andere Projekte:

Pläne von Anna Netrebko: „Salome“, 2019 doch Bayreuth.etc.

 

„According to an interview in Classica magazine (as quoted on the website Revopéra[3]) the diva’s plans include her first Lisa in Pikovaya dama at Salzburg in 2018, conducted by Mariss Jansons; a debut at Bayreuth as Elsa in 2019; the previously mentioned Salome[4]; and, oh did I mention two new Verdi roles, Amelia in Ballo and Leonora in Forza? „

Incoming Met music director Yannick Nézet-Séguin “plans to open his first season with a new production of Verdi’s Aida starring Anna Netrebko and to start the following season with Ms. Netrebko as Strauss’s Salome.” [New York Times[5]]

 Bleiben wir noch kurz in Salzburg. Die Festspiele werden ja heute mit der „Florez-Show“ Lucrezia Borgia beendet.

Heinrich Schramm-Schiessl besuchte gestern die letzte Aufführung des „Lear. Auch er schreibt von einem ziemlich uneingeschränkten Erfolg, wenngleich der Regisseur an der Felsenreitschule „zu kiefeln hatte“.

Gerald Finley. Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Zum Bericht [6]von Heirich Schramm-Schiessl

Salzburg: Abschlusskonzert des „Young Singers Project“

 Alljährlich findet im Rahmen der Salzburger Festspiele das sog. Young Singers Project (YSP) statt. Sein Ziel ist es, den jungen Talenten neben einer musikalischen sowie repertoiremäßigen Weiterbildung und szenischem Unterricht auch die Möglichkeit zu geben, Proben zu besuchen und mit den Künstlern und Künstlerinnen der Salzburger Festspiele zu arbeiten. Einige wurden auch in diesem Jahr wieder in Opernproduktionen in Nebenrollen eingesetzt, so in „Lady Macbeth von Mzensk“ und „Wozzeck“, sowie in den konzertanten Aufführungen von „I due Foscari“ und „Lucrezia Borgia“. Zudem konnten sie an Meisterklassen von Kammersängerin Christa Ludwig, Malcolm Martineau und Sandrine Piau teilnehmen…

Zum Bericht[7] von Klaus Billand

Besetzungsänderungen an der Wiener Staatsoper

Javier Camarena hat auf Grund seiner Mitwirkung an einer CD-Aufnahme seine Auftritte in La Fille du régiment an der Wiener Staatsoper (Vorstellungen am 11., 13., 16. und 19. Jänner 2018) abgesagt. An seiner Stelle wird John Tessier, der im Haus am Ring zuletzt im September 2016 diese Partie sehr erfolgreich verkörpert hat, den Tonio singen.

Javier Camarena hat auch sein Engagement als Ernesto in Don Pasquale im Mai 2018 abgesagt (Ersatz wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben).

Die Vorstellungsserie von Ariadne auf Naxos im November 2017 (23., 26. und 29.) wird Peter Schneider anstelle des im Juni 2017 verstorbenen Jeffrey Tate dirigieren.

Ich wundere mich, wie leicht man aus einem Vertrag aussteigen kann (da ist natürlich nicht Jeffrey Tate gemeint). „Mitwirkung an einer CD-Aufnahme“ – wo doch CDs heutzutage überhaupt kein Geschäft, sondern bestenfalls Prestigeprojekte sind. Ich würde das an Stelle des Direktors nicht so leicht akzeptieren (Konventionalstrafe), zumindest würde ich aber Konsequenzen ziehen.

Plovdiv/ Festival: LA FORZA DEL DESTINO (29.8.)

Copyright: Plovdiv-Festival

Die Macht des Schicksals wurde an diesem Abend herausgefordert, denn die Vorstellung war genau für den einzigen Abend der Woche angesetzt, für den Regen prognostiziert war. Aber es war zwar kühl, aber trocken. Dem drohenden Schlechtwetter fiel nur die Alvaro-Arie zum Opfer.

Vor ca. 25 Jahren  gründete Maestro Borislav Ivanov im imposanten Amphitheater der zweitgrößten Stadt Bulgariens ein Verdi Festival, dessen Direktor er 20 Jahre lang war.  Nun ist es neu übernommen und wird um andere Opern und musikalische Aktivitäten erweitert. Ballett, Musical und auch Kammermusikalisches wird aufgeführt. Die große Oper, und hier vor allem Verdi, bleibt aber das Hauptthema.

Die Szenerie inklusive Regie ist aus dem Teatro Reggio di Parma übernommen.

Zum Bericht[8] von Elena Habermann

Alois Mühlbacher: „Hatte nie den Wunsch, Countertenor zu werden“
Beim Benefizkonzert am 3. September singt der 22-jährige Alois Mühlbacher mit seinen Freunden in St. Florian
Oberösterreichische Nachrichten[9]

Alois Mühlbacher (21 Jahre alt) war bereits für ein Gespräch beim Online-Merker zu Gast und hat (nicht nur mir) imponiert: Glasklare Aussagen, durchaus „erdige“ Ansichten – nun weiß er offenbar, was er will!

Berlin: Der Geist von Claus Peymann wird von einem Heiler dem „Berliner Ensemble“ ausgetrieben!

 

Wenn man denkt, jetzt ist die Welt schon narrisch genug, dann passiert irgendwas in Berlin, das alle Erwartungen übertrifft. Nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ hat der neue Intendant Oliver Reese den Sitz des Berliner Ensembles, das Theater am Schiffbauerdamm, von einem Geomantiker aus Hannover mit der Wünschelrute „entstören“ lassen.

Ausgerechnet jemand aus Hannover. Das ist schon schlimm genug. Aber auch noch ein Esoteriker? Dr. Werner Hartung war dem Vernehmen nach bei der Einweihungsparty am vergangenen Wochenende im Einsatz. Dabei ging es aber nicht um die gefährliche Konzentration negativer Energie durch Reeses giftspritzenden Langzeit-Vorgänger Claus Peymann, sondern um den schlechten Einfluss von Wasseradern, die sich vor allem aufgrund der elektronischen Theatertechnik von rechtsdrehenden positiven Quellen ins linksdrehende verwandelt hätten, wie Hartung der „Berliner Zeitung“ erklärte…

Den „Geist von Claus Peymann konnte der Esoteriker noch nicht austreiben, denn der Streitbare lebt ja noch (hoffentlich noch rechte lange, damit er die Berliner Politiker noch tüchtig ärgern kann). Aber so eine Entstörung schliesst natürlich ein Stück „Peymann-Einfluss“ mit ein, so genau kann man das wohl nicht abgrenzen.  Das ist eine völlig neue Idee, allen neuen Chefs jedweder Branche zu empfehlen, deren Vorgänger ständig herumnörgeln!

Ein Heiler treibt Claus Peymann aus
Der neue Intendant des Berliner Ensembles lässt das Theater am Schiffbauerdamm von einem Geomantiker aus Hannover entstören
Münchner Abendzeitung[10]
Heiler entstört das Theatergebäude
Berliner Zeitung[11]

Filme der Woche

FimPoster  Walk with me~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[12]

Religiöse Menschen, wenn sie nicht aggressiv sind, verdienen immer den Respekt der Umwelt für ihren Glauben, auch wenn man dem, was sie die glauben, und dem, was sie da leben, nicht eben mit Überzeugung begegnen kann. Die beiden Filmemacher Marc Francis und Max Pugh haben sich dem buddhistischen „Meister“ Thích Nhat Hạnh allerdings mit einer so demütigen Bewunderung genähert, dass ihr Film selbst zum Glaubensdokument wird und keinerlei Anstalten macht, eine Dokumentation oder zumindest eine Interpretation zu liefern, mit der einem normalen Betrachter wahrscheinlich mehr gedient wäre.

Wer sich ein bisschen in der Esoterik-Szene auskennt, um es – nicht respektlos gemeint – so zu nennen, dem ist der (mittlerweile 90jährige) Vietnamese Thích Nhat Hanh ein Begriff. Nicht ganz so populär wie der Dalai Lama, aber wie dieser klösterliches Leben mit Weltzugewandtheit, Internet und sogar „Tourneen“ verbindend (wo man dann einem zweifellos gut zahlenden Publikum etwas vormeditiert…), lebt er in Frankreich und hat dort sein Kloster und seine Anhänger etabliert.

Nun würde man gerne wissen, wer diese offenbar aus aller Welt kommenden Menschen sind, die sich das Haupt scheren und ein Leben als „Mönche“ und „Nonnen“ in Verzicht auf Sexualität und alle so genannten Freuden des Daseins führen – in einer Spiritualität, die mit Worten begleitet wird, die für kritische, ungläubige Gemüter entweder banal oder verkrampft unverständlich wirken…

Österreich: Nach Kurz-Eklat: VP im Clinch mit ORF
oe24.at[13]

Wie ich bereits gestern schrieb, die Bewertung der Moderation des Herrn Tarek Leitner kann ich für mich erst nach dem Gespräch mit dem regierenden Champion vornehmen. Aus Fußballschiedsrichter weiß ich: Man muss eine Linie haben und diese auch durchziehen – bis zu Schluss. Wenn Herr Leitner mit dem Kanzler ebenso verfährt wie mit dessen schärfsten Konkurrenten, dann ist das in Ordnung – dann hat er seine Linie durchgezogen. Als Schiedsrichter haben wir dafür A1 und 50 Punkte bekommen. Wenn er aber im Finish schwächelt, ist die gute Bewertung über den Haufen geworfen und er bekommt 20 Punkte, mit denen er „absteigen“ muss. Montag wissen wir, was wir von diesem Moderator zu halten haben!

Saubermann“ Roland Düringers Spitzenkandidat ein Antisemit?

So schnell kann es in der Politik gehen. Roland Düringers Spitzenkandidat zur Nationalratswahl ist in Bedrängnis geraten. Was hat der gute Mann getan? Er hat einen antisemitischen Artikel „gelikt“ (nicht selbst geschrieben) und auf seine Homepage gestellt. Dumm ist – neben dem „Like“ – dass die Kandidatenliste bereits eingereicht ist und nicht mehr geändert werden kann. Selbst ein verstorbener Kandidat darf nicht mehr ersetzt werden. Sollte es Düringers Liste in den Nationalrat schaffen, dann wird dem Mann das Mandat automatisch zugewiesen, da könnte sich selbst Herr Düringer auf den Kopf stellen. Der Spitzenkandidat könnte freilich verzichten, muss aber nicht. 8000 Euro monatlich für Nichtstun sind kein Pappenstiel. Herr Düringer wird nun erkennen, dass die Politik zwar manchmal ein schlechtes Kabarett ist, dass aber ein Parteiobmann ein armer Hund ist, der sich auf einem Minenfeld bewegt. Vielleicht sieht Herr Düringer nach diesem Erlebnis manche Dinge anders! 

Wien: Schlagerstar von Asylwerbern mit Pudding beworfen?
Auf Facebook ließ Gregor Glanz seiner Wut freien Lauf.
Oe24.at[14]

Oh Gott, da braucht wieder einmal ein „Star“(?)  (ich glaube, der Herr war schon einmal bei den Dancings-Stars, somit ist er als ein „Star“) einen medialen Auftritt und vermeint, dass seine Erlebnisse die Öffentlichkeit brennend interessieren.  Das ist die eine Seite der Medaille! Man sollte sich aber schon anschauen, wer einerseits staatliche Unterstützung in Anspruch nimmt und sich anderseits leisten kann, mit Pudding um sich zu werfen.

Dabei hat der Herr Glanz noch Glück gehabt: „Normalerweise werfen diese Leute nicht mit Pudding, sondern mit Steinen“ berichtet eine Augenzeugin. Also ist er doch privilegiert, der Herr „Star“!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Süddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/bayreuther-festspiele-das-war-ein-gaensehautmoment-1.3644669
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-bringen-rekord-der-rueckblick-weist-nach-vorne-262476/
  3. Revopéra: http://revopera.com/anna-netrebko-salome-verdi-bayreuth/
  4. previously mentioned Salome: http://parterre.com/2017/03/31/master-of-the-house/
  5. New York Times: https://www.nytimes.com/2017/03/31/arts/music/yannick-nezet-seguin-metropolitan-opera.html
  6. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/dalzburgfestspiele-lear-letzte-vorstellung
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-festspiele-abschlussprojekt-young-singers-project
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/plovdiv-festival-la-forza-del-destino
  9. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Hatte-nie-den-Wunsch-Countertenor-zu-werden;art16,2663499
  10. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.berliner-ensemble-ein-heiler-treibt-claus-peymann-aus.c5e88e28-3ba7-4e75-85cf-3d13240deb84.html
  11. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/theater/berliner-ensemble-heiler--entstoert--das-theatergebaeude-28243374
  12. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  13. oe24.at: http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Nach-Kurz-Eklat-VP-Krieg-mit-ORF/297092102
  14. Oe24.at: http://www.oe24.at/leute/oesterreich/Schlagerstar-von-Asylwerbern-mit-Pudding-beworfen/297126404

Source URL: http://der-neue-merker.eu/30-august-2017


29. AUGUST 2017

by ac | 29. August 2017 08:16

Salzburg: Lucrezia Borgia. Krassimira Stoyanova in der Titelrolle. Copyright: Salzburger Festspiele/ Marco Borelli

Der Star des Abends war aber zweifellos einmal mehr Juan Diego Florez: er ist mit seiner Musikalität, seiner hellen, perfekt sitzenden Tenor-Stimme und seiner stupenden Höhe zweifellos die Ideal-Besetzung für diesen „Parsifal“ der Borgia-Familie. Höhepunkt war die große Arie am Beginn des 2.Aktes „Ich liebe Dich wie einen Engel“. Die ödipale Leidenschaft endet mit einem Spitzenton, der das Publikum in Raserei versetzt. Juan Diego Florez hat – Fachwechsel hin, Umstieg ins dramatischere Repertoire her – nichts von seinen Qualitäten verloren aber viele Farb-Nuancen gewonnen. Großartig! Krassimira Stoyanova bewältigt die anspruchsvolle Rolle der Lucrezia, die bisher zumeist nur von Koloratur-Diven wie Sutherland oder Gruberova übernommen wurde, insgesamt souverän. Freilich: man traut ihr weder die „Giftmischerin“ noch die Begierden ihrer Sohnesliebe zu. Krassimira Stoyanova  bleibt für mich ein weiblicher Engel wie Desdemona oder Elisabetta. Schillernde Zweideutigkeit ist ihres nicht. Dennoch mit Recht ein großer Erfolg! 

Zum Bericht [1]von Peter Dusek

Weitere Zeitungskritiken:

„Lucrezia Borgia“: Tod in Ferrara
Krassimira Stojanowa und Juan Diego Flórez in einer konzertanten Fassung von Gaetano Donizettis Oper im Großen Festspielhaus zum Ausklang der Salzburger Festspiele
http://derstandard.at/2000063257609/Lucrezia-Borgia-Tod-in-Ferrara[2]
Das Schaudern vor den Gefühlen
Die Presse[3]

Salzburg: Wozzeck

Keine Frage, diese Inszenierung nähert sich nach Text, Musik, bühnenmäßiger Umsetzung und schlussendlich mit seiner genialischen Bebilderung dem, was man tatsächlich als ein gelungenes theatralisches Gesamtkunstwerk bezeichnen kann. Der 1955 in Johannesburg geborene Allroundkünstler William Kentridge stellte zusammen mit dem Co-Regisseur Luc de Witt dieses Werk Georg Büchners und dessen Komponisten Alban Berg auf die skurillen Bühnenaufbauten von Sabine Theunissen. Ein Stück vom kurzen Leben und Sterben eines armen Mannes…

Zum Bericht[4] von Peter Skorepa

In Salzburg wird zwar noch bis morgen gespielt, dennoch wird bereits die Bilanz gezogen


Lukas Crepaz, Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser, Florian Wiegand und Bettina Hering. Foto: SF/Anne Zeuner

Auszug aus dem Bericht von Dr. Klaus Billand: Einige Fragen wurden gestellt, wobei u.a. heraus kam, dass Anna Netrebko 2018 in einem Galakonzert zu erleben sein wird. Es wurde angeregt, auch im Schauspiel englische Übertitel zu bringen, wenngleich die Festspielpräsidentin kommentierte, dass die Festspiele international eher als Opern- und Konzertfestspiele wahrgenommen werden. Zunächst nicht ausverkauft war „Rose Bernd“, womit sich z.T. die Differenz der Auslastung auf 100% erklärt. Der Intendant macht sich schon Gedanken um eine Art Anker, nicht notwendigerweise um ein Motto, um einen gemeinsamen Gedanken für die Festspiele 2018 zu schaffen. Wiederkommen werden wahrscheinlich Currentzis, Grigorian, Trifonov und andere. All das möge man aber dem im November erscheinenden Programm entnehmen. Über ein Auftragswerk macht man sich Gedanken, sagt der Intendant, mehr könne man dazu aber im Moment nicht sagen. Auf die Frage, was für Markus Hinterhäuser der bedeutendste Moment der Festspiele gewesen sei, antwortet er: „Die Szene des Sommers war die Klarinette mit Sesto auf der Bühne“.

Klaus Billand aus Salzburg

Mehr darüber lesen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“!

Das Programm wird, entgegen meiner etwas voreiligen Ankündigung, doch erst im November bekanntgegeben!

Wiener Staatsoper startet mit einer Umbesetzung: Eyvazov statt M. Alvarez

Anna Netrebko steht mit ihrem Ehemann bei „Il Trovatore“ auf der Bühne. Copyright: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

Marcelo Alvarez hat den Manrico abgesagt, Yusef Eyvazov wird ihn ersetzen.

Gehen wir davon aus, dass Marcelo Alvarez tatsächlich erkrankt ist, denn die kolportierte Gage wird er sich nicht ohne Grund entgehen lassen. Dem Vernehmen nach verlangt er das Doppelte der Höchstgage – und das wird ihm anderswo bezahlt. Ob ihm diese Traumgage  in Wien vertraglich zugesichert wurde, weiss ich nicht.

Anna Netrebko: Sie winkt, sie singt und alle Köpfe reißt es herum
Süddeutsche Zeitung[5]

BAYREUTH: MAN SOLL DEN TAG NICHT VOR DEM ABEND LOBEN – PANNE BEI DER LETZTEN AUFFÜHRUNG „GÖTTERDÄMMERUNG“

Bayreuth: Der letzte Vorhang des Castorf-Rings. Der Regieassistent hat sich Brünnhildes Goldkleid angezogen. Foto: Erwin Messer

Alle haben es verschrieen..oder man soll nie den Tag vor den Abend loben. In diesem Fall wortwörtlich. Doch noch grosse Aufregung in Bayreuth:  Zu  Beginn des 2. Aufzuges der Götterdämmerung trat Pressesprecher Peter Emmerich vor den Vorhang. Catherine Foster – umjubelte Brünnhilde, habe sich verletzt und könne nicht mehr auftreten. Sie habe sich aber bereit erklärt zu singen. Ein Regieassistent werde ihre Rolle auf der Bühne verkörpern. Der Abend war also gerettet. Ob man ein Cover gehabt hätte ?

Frau Foster sang also weiter  ganz wunderbar, leider nicht wie bei solchen Ereignissen sonst üblich sichtbar am Bühnenrand, sondern verdeckt rechts in der Gasse. Vielleicht wollte man das internationale Publikum, das die deutsche Ansage nicht verstand, nicht aus der Illusion reissen. Der Assistent agierte tapfer mit langem Haar und güldenem Gewande. In der zweiten Pause gab es wütende Stimmen, die der ohnehin schon ungeliebten  Inzenierung die Schuld gaben. Geht Siegfried  – ausgezeichnet Stefan Vinke  – doch beim Kampf um Ring und Brautgemach ziemlich zur Sache. Aber laut der Dame an der Türe soll es beim Abgang von der Bühne passiert sein. Dafür trägt Frank Castorf also keine Schuld…

Ulrike Messer – Krol

Bayreuth: Ausstellung „100. Geburtstag Wieland Wagner“ ist noch bis 19. November geöffnet

Copyright: Daniel Strauch/ Richard Wagner-Museum Bayreuth

In einer interessanten Ausstellung zum 100. Geburtstag von Wieland Wagner im Richard Wagner Museum Bayreuth mit dem Titel Es gibt nichts ‚Ewiges’. Wieland Wagner – Tradition und Revolution.“ gibt der Enkel Richard Wagners im Rahmen von Interviews, die die Besucher über Kopfhörer mit Blick auf den Park der Villa Wahnfried hören können, einige weitere Details zu seiner Sicht der Aufführung des Wagnerschen Oeuvres wieder. So schildert er, dass der begonnene Weg der Abstraktion weiter gegangen werden müsse, da die Bildwelt des 19. Jahrhunderts für ihn endgültig gestorben sei. Auch Wagner habe sie schon nicht für gut befunden. Ideen seien mit Mitteln der Spätromantik schablonenhaft ausgeführt worden. Das spiegelte sich oft auch in historischen Kostümen wieder. Es sei eine Verkleinerung des Komponisten und Theatermannes Richard Wagner, ihn mit den Mitteln des 19. Jahrhunderts zu interpretieren. Theater bedeute ständigen Wechsel und dürfe nicht petrifiziert werden. Und dabei suchte Wieland Wagner das archetypische Theater, wobei er schon bei der Generalprobe an Neues dachte. Auch im „Tristan“ hätten sich Klischees entwickelt und es sei deshalb seine Aufgabe, gegen diese Klischees anzuarbeiten, und zwar mit der Formensprache unserer Zeit. Immer wieder seien zeitgemäße Formen, neue Ausdrucksformen zu finden, damit „Tristan und Isolde“ und andere Werke Wagners lebendig bleiben. Dabei bedeute Theater Konzentration auf das Wesentliche.

Die noch bis zum 19. November 2017 dauernde Ausstellung gibt diese Grundüberzeugungen Wieland Wagners in anschaulicher Weise wieder. Ein Besuch ist sehr empfehlenswert.

Klaus Billand berichtet (mit Verspätung) über den Festakt kurz vor der Eröffnung der Festspiele (siehe unsere heutigen „Infos des Tages“

Bleiben wir bei Verspätungen:

In unseren Jubiläen sind die Geburtstage und die Todesfälle August 2017 online

Es war Festspielzeit, den Bearbeiter hat es hin und her gerissen. Die „In memoriam Geburtstage“ werden noch nachgereicht!

DomStufen-Festspiele 2017 mit sehr guter Bilanz: 38.441 verkaufte Karten und 96,3 Prozent Auslastung

„Der Troudabour“ auf den Domstufen. Copyright: Lutz Edelhoff

Erfurt: Die DomStufen-Festspiele 2017 sind gestern Abend zu Ende gegangen. Vom 10.- 26. August wurde Giuseppe Verdis Der Troubadour insgesamt 16 Mal vor der Kulisse von Dom und St. Severi zur Aufführung gebracht. Trotz des unbeständigen Wetters während der kompletten Festspielzeit konnten bis auf die Premiere am 10. August (Abbruch kurz vor Ende des 1. Teils aufgrund eines Gewitters) alle Vorstellungen komplett gezeigt werden.

Warum sich Männer in der Politik schminken
Emmanuel Macrons Gesicht sind nicht durch Zufall so perfekt aus. Im Gespräch mit dem KURIER verrät eine Visagistin, weshalb auch am Mann immer öfter Puder und Co. zum Einsatz kommen.
Kurier[6]

Natürlich sehen Schweißperlen auf der Stirn nicht gut aus, aber 26 ooo Euro binnen 90 Tagen sind keine Kleinigkeit. Wenn wir „unpolitische Männer“ diese Summe locker machen (leider bezahlt sie bei uns nicht der Steuerzahler), sehen wir wohl alle wie Märchenprinzen aus!

Wegen der gestrigen Diskussion im ORF gehen die Meinungen auseinander und die Wogen hoch. Ich erlaube mir an dieser Stelle kein Werturteil (falls Sie an Politik interessiert sind, haben Sie die Diskussion selbst gesehen). Der Moderator Tarek Leitner unterbrach den Redefluss unseres Kanzleranwärters bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Falls er das nächsten Montag beim Kanzler auch so macht, rechtfertigt er seinen Stil. An diesem Gespräch mit dem Regierungschef und damit de facto Vorgesetzten des ORF-Häuptlings werden nämlich die bisherigen Sommergespräche zu messen sein. Herr Leitner hat die Möglichkeit, zu beweisen, dass er keine eklatante Fehlbesetzung für diese Art der Moderation ist.  Man darf gespannt sein! ! 

Österreich/ ORF
„Das hätt’ i a schon g’wusst“: Hitziges Gefecht im ORF mit Kurz
Kurier[7]

Nun liefert uns der ORF auch die Quote: Mit 1,o34 Millionen TV-Zuschauern hat Sebastian Kurz die bisherige Höchstquote souverän geknackt. Dennoch musste sich die Politik am Montagabend der Liebe geschlagen geben: „Liebesg’schichten und Heiratssachen“, die Kult-Kuppelsendung von Elizabeth T. Spira, lockte 1,078 Millionen im Schnitt vor die TV-Geräte. So sind sie eben, die Österreicher. Sie werden vermutlich jene Regierung bekommen, die sie verdienen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-lucrezia-borgia-konzertant-wie-absurd-oper-sein-kann
  2. http://derstandard.at/2000063257609/Lucrezia-Borgia-Tod-in-Ferrara: http://derstandard.at/2000063257609/Lucrezia-Borgia-Tod-in-Ferrara
  3. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5276184/Salzburg_Das-Schaudern-vor-den-Gefuehlen
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburger-festspiele-alban-berg-wozzeck
  5. Süddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/portraet-von-anna-netrebko-sie-winkt-sie-singt-und-alle-koepfe-reisst-es-herum-1.3636602
  6. Kurier: https://kurier.at/style/emmanuel-macron-warum-sich-politiker-schminken/283.076.901
  7. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/das-haett-i-a-schon-gwusst-hitziges-gefecht-im-orf-mit-kurz/283.137.355

Source URL: http://der-neue-merker.eu/29-august-2017


28. AUGUST 2017

by ac | 28. August 2017 08:48

Heute letzter Tag der Bayreuther Festspiele 2017

Heute wird mit „Götterdämmerung“ die Festspielsaison beendet, der „Castorf-Ring“ ist somit Geschichte. Wenn ich mich auf Bayreuth verlassen hätte, wäre ich aufgeschmissen gewesen. So eine ruhige Saison hat es schon lange nicht gegeben, die Frage ist, ob es überhaupt jemals eine solche gegeben hat.

Sollen sich die Verantwortlichen darüber freuen? Ich würde mich nicht freuen, denn Theater ist Emotion pur, wenn man die Emotion rausnimmt, was bleibt dann übrig? Es muss für einen Regisseur schlimm sein, wenn nach jahrelanger Konzeption, nach wochenlanger intensiver Probenarbeit drei Wochen nach der Premiere kein Mensch mehr darüber redet, wenn die Inszenierung nicht einmal zum Streitobjekt wird.

Nein, zufrieden würde ich nicht sein, Achselzucken ist ist eine Reaktion, die mich – wäre ich Theatermacher – mitten ins Herz treffen würde.

Nächste Saison gibt es dann einen absoluten Tiefpunkt. „Wann ward es erlebt“, dass ein einziger Teil des vierteiligen Rings nur deswegen angesetzt wurde, weil man einen Kniefall vor einem Dirigenten, der keiner ist, machen zu müssen glaubt. Nein, Bayreuth ist leider nicht mehr Bayreuth. Das ist nicht allein das Verschulden der Festspiele, Bayreuth befindet sich auch in einer Publikumskrise. Die „kuschende, total angepasste Gesellschaft“ hat von Bayreuth Besitz ergriffen.

Ruhige Festspielzeit in Bayreuth geht zu Ende
Finale im deutschen Bayreuth: Morgen enden die diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele und damit eine ruhige Saison. Zum Abschluss wird der vierteilige Zyklus „Der Ring des Nibelungen“ noch einmal mit der „Götterdämmerung“ vollendet, ehe die Tetralogie in der Regie von Frank Castorf vom Spielplan weicht.
http://orf.at/stories/2404720/[1]
Heute Ende einer ruhigen Festspielzeit
Skandale und Aufreger suchte man in diesem Jahr vergeblich bei den Bayreuther Festspielen. Es ging um die Kunst. Das weltberühmte Festival endet in diesem Jahr mit der „Götterdämmerung“.
Hamburger Abendblatt[2]

Salzburg 2017  in den letzten Zügen, aber dennoch medial weit ergiebiger als Bayreuth

Über „Lucrezia Borgia“ habe ich noch keine Kritik gefunden, ich erwarte im Laufe des Tages einen Eigenbericht. „Jubel über Lucrezia Borgia“ kann ich aber bereits getrost als Titelzeile setzen, zumal kein szenischer Wirrwarr die Idylle stört!

Juan Diego Florez. Foto: Webseite Florez

Und schon ist der Eigenbericht da. Peter Dusek vermittelt uns den Jubel des Publikums: Jubel, Trubel und Begeisterung beim konzertanten „Raritäten-Finale“ mit Juan Diego Florez und Krassimira Stoyanova. Man gibt eine „Grusel-Story“ von Gaetano Donizetti -“Lucrezia Borgia“; eine Primadonnen-Oper, die man diesmal offenbar angesetzt hat, damit der Peruanische Tenor in einer neuen Rolle brillieren kann. Die Rechnung ging auf, doch das Stück wird in der Kategorie „hinreißende Musik, verrückte Handlung“ bleiben. ..

Zum Bericht [3]von Peter Dusek

Fad – wie in diesem Jahr  Bayreuth – war Salzburg nicht. Für heute ist die Abschluss-Pressekonferenz angesetzt. Nach neuesten Informationen wurde kein Wort über das Programm 2018 verloren. Dazu gibt es eine eigene Pressekonferenz!

Einer der Höhepunkte war die rundum gelungene „Lear“-Produktion. Von der dritten Vorstellung haben wir zwei Eigenberichte anzubieten:

Gerald Finley (Lear). Copyright: Thomas Aurin/Salzburger Festspiele

Keine Frage, der Stoff für das Shakespearsche Drama des Lear, der auf die Historia Regum Britannie des Geoffrey de Monmouth aus der ersten Hälfte des zwölften Jahrhunderts zurückreicht, könnte aus einem Lehrbuch über Betriebsübergabe stammen, welches aufzeigt, wie man die aus Leichtgläubigkeit und Überheblichkeit resultierenden Konflikte vermeiden kann.

So wäre das Ritual, die Verkündung über die Aufteilung seines Erbes wohl noch die gelungenste Leistung Lears, aber ein fehlendes Übergabe-Consultants mit Rückfallklauseln und ein fehlendes Begleitungscoaching führten direkt in den tragischen Konflikt. „Erbschleicherei“ nennt sich das im alpenländischen Jargon, was da Goneril und Regan ihrem spendierfreudigen Vater an von diesem erwünschter Liebe vorgaukeln, nur Cordelia widersetzt sich solchem Getue vehement, was den Vater, verblendet durch Speichelleckerei und Heuchelei zur Verstoßung seiner ihn tatsächlich liebenden Tochter veranlasst. Das ist die Grundstory, die damit endet, dass erst nach Cordelias Tod Lear die Seelentiefe seiner Tochter erkennt und mit ihr in den Tod folgt…

Zum Bericht[4] von Peter Skorepa


Schlussapplaus Leading-Team und Ensemble. Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Nun also „Lear“, außerhalb des Repertoire-Alltags. Ein Avantgarde-Klassiker des mittlerweile 81-Jährigen. In der Definition Markus Hinterhäusers keine „moderne Oper, aber das zeitgenössische Musiktheaterwerk eines lebenden Komponisten“. Wie eben in Salzburg auch Cerhas „Baal“ und Berios „Un Re in ascolto“ in den 80ern, oder immer wieder Hans Werner Henze, bis hin zu Thomas Adès („The Exterminating Angel“, 2016). Im Repertoirealltag  der Opernhäuser blieb indes kaum eins dieser Werke dauerhaft verankert.

Der 33-jährige australische Regisseur Simon Stone ist nach eigenen Angaben ein besonderer Shakespeare-Verehrer, wohl auch -kenner. Hat er sich doch mit allen seinen Stücken beschäftigt, sie gelesen –  was ihn von jenen unterscheidet, die bei Festspielen ein Werk (oder gar die Kunstgattung als solche!) erstmals kennen lernen. Im Falle des King Lear als Sprechstück habe er den Kern des Stoffes bei vielen Inszenierungen nicht verstanden. Das habe sich erst geändert, als er mit Raimanns Musik konfrontiert war. „Die Musik ist es, die den Wahnsinn enträtselt“…

Zum Bericht[5] von Karl Masek

NEU: WIENER STAATSOPER: Umbesetzung bei „Il Trovatore. Marcelo Alvarez sagt ab, Yusef Eyvazov singt den Manrico an der Seite seiner Gattin Anna Netrebko

Nach zweimonatiger Pause meldete sich heute das Pressebüro der Wiener Staatsoper wieder zu Wort. Wie von mir vermutet, geschieht das gleich mit einer wichtigen Umbesetzung: Marcelo Alvarez sagt den Manrico ab, Yusef Eyvazov wird singen!

Berlin: Auftakt und Abschied
Sir Simon Rattle startet mit den Berliner Philharmonikern in seine letzte Saison als Chefdirigent
Berliner Morgenpost[6]

„PARSIFAL HEUTE: Anlässlich der Wiedereröffnung der Staatsoper Unter den Linden Berlin ein OFFENER BRIEF AN DEN INTENDANTEN JÜRGEN FLIMM

Ich habe heute in den „Infos des Tages“ einen offenen Brief einer Berlinerin an den Intendanten Jürgen Flimm veröffentlicht. Briefe an die Redaktion müssen sich nicht zwangsläufig mit deren Meinung decken, das ist sowieso eine allseits bekannte Grundregel. Ich weiß nicht, ob Jürgen Flimm, der ja ein Ablaufdatum hat und dessen Intendanz ja eigentlich nur deswegen verlängert wurde, damit er bei der Eröffnung seines neu renovierten Hauses dabeisein kann, der richtige Ansprechpartner ist. Ich kann auch nicht eingehend den Brief studieren (angegebene Lesedauer sind 12 Minuten), nur überfliegen, damit mir keine strafrechtlich zu verfolgende Aussage untergejubelt wird. Die Grundidee, Integration durch die internationalste aller Sprachen, die Musik und vor allem durch das gemeinschaftliche Singen zu unterstützen, ist durchaus keine falsche, ich fürchte aber, dass wir punkto Integration derzeit andere Sorgen haben. Anderseits, wir haben auch andere Sorgen als Oper – und dennoch lebt diese!

In Innsbruck bezieht Kaiser Nero Prügel
Kritik François De Carpentries inszenierte bei Festwochen die Barockoper „Die römische Unruhe“.
Die Presse[7]

Santa Fe Opera: ALCINA

Alcina“. Anna Christy. Photo by Ken Howard.Santa Fe

Review: “Alcina’ at Santa Fe Opera
http://dcmetrotheaterarts.com/2017/08/26/review-alcina-santa-fe-opera/[8]

Bulgarien/ Varna: Marena Balinova-Reichl, die „Norma“ beim „Merker-Kunstsalon“ gesungen hat, singt diese Rolle nun auch in Bulgarien

Marena Balinova-Reichl. Copyright: Szynkariuk

Stehende Ovationen des begeisterten Publikums erntete die in Wien lebende bulgarische Sopranistin Marena Balinova-Reichl bei einer Operngala am 24.8. in ihrer bulgarischen Heimat. Die „Norma“ die sie im „Kunstsalon“ bereits gesungen hat, singt sie demnächst auch in Varna (oder Sofia, so genau habe ich das dem Telenonat aus Bulgarien nicht entnommen)!!

Wien/ Volkstheater
Volkstheater lockt im Herbst mit 90-Euro-Flatrate

Anna Badora versucht durch Preisreduzierungen mehr Publikum in ihr Haus zu locken: Für 90 Euro können Theaterfreunde so viele Vorstellungen zu besuchen, wie sie wollen. Das Angebot gilt für Restkarten der bestmöglichen Kategorie ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Mit der Flatrate könnte man theoretisch in den Monaten September, Oktober und November 19 verschiedene Produktionen besuchen, darunter Wiederaufnahmen wie Lessings „Nathan der Weise“ oder Molieres „Der Menschenfeind“ sowie Neuproduktionen wie „Das Haus am See“ (Bezirke, Premiere: 22. September), Nestroys „Höllenangst“ (Volkstheater, Premiere: 23. September) oder „Vereinte Nationen“ von Clemens Setz (Volx/Margareten, Premiere: 13. Oktober).

Auch sonst hat das Volkstheater seine Ermäßigungen überarbeitet. So gibt es ab sofort statt des bisherigen Studentenrabatts das „U27 Special“, das es auch Nicht-Studenten unter 27 Jahren ermöglicht, Restkarten um 6 Euro zu erwerben (ab 10.00 Uhr des jeweiligen Tages für die Vorstellung am Abend). Neu hinzugekommen ist ein Seniorenrabatt (ab 60 Jahren), der jeden letzten Samstag im Monat eine Ermäßigung von 25 Prozent bietet.

Salzburger Nachrichten[9]

WIEN: „Letzte Nacht“ von Stewart O’Nan ist Wiener Gratisbuch 2017

 

 Wien (APA) – Der Roman „Letzte Nacht“ des amerikanischen Autors Stewart O’Nan wird im Herbst als Gratisbuch in Wien verteilt.

100.000 Exemplare des Werks werden ab 10. November unters Volk gebracht, wie auf der Website der Aktion zu lesen ist. Das 2007 erschienene Buch erzählt von den letzten Stunden einer Filiale der Restaurantkette Red Lobster vor der endgültigen Schließung.

Großbritannien: Teresa May gerät wegen Brexit unter Druck

Die britische Regierung gerät mit ihrer Brexit-Strategie nun auch an der Heimatfront unter massiven Druck. Konnte Premierministerin Theresa May bisher jede innenpolitische Kritik an ihrem Zick-Zack-Kurs mit dem Hinweis abschmettern, dass die oppositionelle Labour Party ebenfalls keine klare Linie habe, ist es damit vorbei: „Wir streben nach einer Übergangslösung, in der wir dieselben Bedingungen beibehalten, die wir gegenwärtig in der EU genießen“, schrieb gestern, Sonntag, der Brexit-Sprecher der Partei, Keir Starmer, in einem Beitrag für den „Observer“ – just einen Tag, bevor in Brüssel die Brexit-Verhandlungen in die nächste Runde gehen.

Das bedeutet, wie Starmer selbst in aller Deutlichkeit klarstellte: „Wir wollen in einer Zollunion mit der EU und Mitglied des Binnenmarktes bleiben.“

Brexit: Druck auf May wächst
Genau zur nächsten Runde der Brexit-Gespräche bringt die Labour Party Regierungschefin May mit einem Kurswechsel in Schwierigkeiten: Labour will notfalls dauerhaft im EU-Binnenmarkt bleiben.
Die Presse[10]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. http://orf.at/stories/2404720/: http://orf.at/stories/2404720/
  2. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211718403/In-Bayreuth-endet-eine-ruhige-Festspielzeit.html
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-lucrezia-borgia-konzertant-wie-absurd-oper-sein-kann
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburger-festspiele-aribert-reimann-lear
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-festspiele-felsenreitschule-lear-ein-grosser-wurf-ein-klassiker-der-avantgarde
  6. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article211716511/Auftakt-und-Abschied.html
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5275312/In-Innsbruck-bezieht-Kaiser-Nero-Pruegel
  8. http://dcmetrotheaterarts.com/2017/08/26/review-alcina-santa-fe-opera/: http://dcmetrotheaterarts.com/2017/08/26/review-alcina-santa-fe-opera/
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/volkstheater-lockt-im-herbst-mit-90-euro-flatrate-262277/
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5275676/Brexit_Druck-auf-May-waechst

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-august-2017


27. AUGUST 2017

by ac | 27. August 2017 06:49

Liebe Leser:

Wir haben Serverprobleme, die Ladezeiten sind sehr lang. Mittlerweile haben sie sich aber halbwegs normalisiert. A.C.

SALZBURGER FESTSPIELE: EIN HÖHEPUNKT ZUM ABSCHLUSS: Gaetano Donizettis LUCREZIA BORGIA konzertant (27. und 30. August)

Melodramma in einem Prolog und zwei Akten (1833)
Libretto von Felice Romani nach dem Drama Lucrèce Borgia (1833) von Victor Hugo

Konzertante Aufführung
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Lucrezia Borgia. Foto: Wikipedia

LEADING TEAM

Marco Armiliato, Musikalische Leitung

BESETZUNG

Ildar Abdrazakov, Don Alfonso
Krassimira Stoyanova, Donna Lucrezia Borgia
Juan Diego Flórez, Gennaro
Teresa Iervolino, Maffio Orsini
Mingjie Lei, Jeppo Liverotto
Ilker Arcayürek, Oloferno Vitellozzo
Gleb Peryazev*, Apostolo Gazella
Ilya Kutyukin*, Ascanio Petrucci
Andrzej Filończyk, Gubetta
Andrew Haji, Rustighello
Gordon Bintner, Astolfo

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung
Mozarteumorchester Salzburg

Salzburg: Die „Lear-Blumen“ leben nur einen halben Abend lang

Evelyn Herlitzius, Gerald Finley und Gun Brit Barkmin im Blumenmeer. In der Pause werden die Blumen entsorgt. Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Ich bin zu Sparsamkeit erzogen worden, deshalb bricht mir das Herz. Gewiss, die Blumenhändler müssen auch leben, aber dass die Blumen nur für wenige Stunden gezogen wurden, ist schon ein arges, gar nicht blumiges Schicksal.

Peter Skorepa hat beobachtet und sich erkundigt:

Nach dem 1. Teil (so nennt sich im Reimannschen Lear der erste Akt) räumen die BühnenarbeiterInnen den eh schon arg zerzausten Blumenteppich flugs weg und entsorgen ihn (eingerollt in schwarzer Plastikfolie), für die jeweils nächste Vorstellung wurde das Blumenbeet mit frischer Ware immer wieder neu hergestellt.

Wär ja was für die Gruft dabei! Bloß haben die Leute in der Gruft wohl andere Sorgen als Blumen. Aber vielleicht würden sich doch in Salzburg Menschen darüber freuen, wenn sie für wenige Tage Blumen, die sie sich ansonsten nicht leisten können, bekämen!

Was sie Kosten anbelangt: Wir scheinen es ja recht dicke zu haben! Keine Sorge um die Staatsfinanzen, immerhin bekommen Pensionisten satte 2,2 % mehr Geld auf das Konto. Ich weiß schon, Sponsoren springen ein. Im Gegensatz zu einem Mäzen macht ein Sponsor nichts umsonst, zumindest von der Steuer setzt er ab. Wer also zahlt dann?

BAYREUTH: Die Mediathek von „Bayern 4“ stellt die heurigen Bayreuther Rundfunkübertragungen bis Ende des Jahres zum Nachören bereit

Heinrich Schramm-Schiessl schreibt: Ich habe eben meine gestrige Aufnahme des heurigen Bayreuther Parsifal bearbeitet (Zwischentexte herausgeschnitten) und bei de Absage eine interessante Information erhalten:

Man kann die Bayreuther Übertragungen in der Mediathek von Bayern 4 bis ENDE DES JAHRES nachhören. Da kann sich der ORF eine Scheibe abschneiden, dort geht das gerade mal 7 Tage – wenn überhaupt. Aber wie sagte der Ö1-Chef anlä0lich der Reform: „Bei uns liegt der Schwerpunkt auf dem Wort, Musik bekommt man ohnehin an jeder Ecke.“ Dabei war Ö 1 einmal der führende und von vielen gepriesene Musiksender Europas. Ich hatte zahlreiche Tauschpartner aus ganz Europa, die mich in der Vor-Internetzeit baten, ihnen Musiksendungen von Ö 1 aufzunehmen.

Innsbruck/ Festwochen der Alten Musik: DIE RÖMISCHE UNRUHE oder DIE EDELMÜTIGE KAISERIN OCTAVIA von Reinhard Keiser

Octavia mit Nero. Suzanne Jerosme und Morgan Pearse.  Copyright: Rupert Larl

Mit einer weiteren Opernrarität warteten die  41. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik in diesem Jahr auf: „Die römische Unruhe oder Die edelmütige Octavia“ von Reinhard Keiser. Die Aufführung fand im Innenhof der Theologischen Fakultät statt. Die Uraufführung dieser Oper nach einem Libretto von Barthold Feind war 1705 in Hamburg.

Reinhard Keiser (1674 – 1739), der 1685 in die Leipziger Thomanerschule eintrat, wirkte ab 1694 am Hof von Braunschweig, wo er seine ersten Opern aufführte….

Zum Bericht[1] von Udo Pacolt

Operngala mit Erwin Schrott in Fulda

Zum Bericht [2]von Gisela Schmöger

Baden/ Stadttheater: Galakonzert des Heinrich Strecker-Gesangswettbewerbs

 

Gesanglicher Wettstreit für die Stimmen von morgen

65 Kandidaten aus 20 Nationen finden sich von 20. – 23. September im Stadttheater Baden ein um ihr gesangliches und darstellerisches Können in den Sparten Oper, Operette, Musical und Wienerlied unter Beweis zu stellen. Unter dem Juryvorsitz von KS Sona Ghazarian und Dr. Michael Lakner finden sich u.a. Juroren wie: Josef Ernst Köpplinger-Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, Dr. Rainer Schubert-Vizedirektor der Volksoper Wien, Prof. Günter Fruhmann-Studienleiter der Grazer Oper, Werner Sobotka und Gerhard Ernst.

Buffo-Bass Enzo Dara gestorben

Enzo Dara. Copyright: Galliano Castore Passerini

Nachruf
Obituary: Buffo Bass Enzo Dara Dies At 78
http://operawire.com/obituary-buffo-bass-enzo-dara-dies-at-78/[3]

Wien: 60 000 Im Wiener Happel-Stadion bei Robbie Williams

Robbie Williams. Foto: APA/Herbert Pfarrhofer

Robbie Williams ist einer jener Künstler, die ihre Berühmtheit einfach nicht ernst nehmen. Der 43-jährige Brite, der einst mit der Boyband Take That Erfolge feierte und diese im Anschluss als Solo-Künstler in den Schatten stellte, lebt mit seiner Familie bewusst in den USA, wo er nicht berühmt ist und sein Leben fernab von Paparazzi führen kann. Der Hype, den er in Europa seit seinem ersten Solo-Album „Life Thru a Lens“ im Jahr 1997 ausgelöst hat, scheint ihm nach wie vor suspekt zu sein. Und genau deshalb macht er ihn zum Thema: „The Heavy Entertainment Show“ zielt darauf ab, das zu sein, wofür Robbie Williams gehalten wird: einen Entertainer. Das aktuelle Album inszeniert den Sänger als Boxer, der gegen sich selbst antritt. Angesichts seiner Geschichte, die von Erfolg, Drogen und Abstürzen gekennzeichnet war, eine höchst treffende wie selbstironische Zuschreibung. Robbie Williams kämpft gegen sich selbst, gegen sein Image, aber er hat Spaß dabei.

60 000 im Happelstadion bei 100 Minuten Robbie Williams. Freitag und Samstag waren ebenfalls 60 000 bei „Volksrocker“ Andreas Gabalier in Schladming (2 Konzerte, jeweils mit 30 000 Besuchern ausverkauft.

Placido Domingos „Aida“ im nur 22 000 Besucher  fassenden Allianz-Stadion (übrigens, Rapid kann doch noch gewinnen – 1:o gegen den LASK)  musste wegen fehlenden Publikumsinteresses abgesagt werden.

Kommentar überflüssig!

Boxen: Technischer K.o.! Mayweather paniert McGregor im Mega-Event

Es war der (erwartet?) einseitige Event der Superlative. Box- Gigant Floyd Mayweather ließ in der Nacht auf Sonntag dem gelernten Ultimate- Fighter Conor McGregor keine Chance. Nach zehn Runden brach der Ringrichter den einseitigen Kampf ab. Mayweather triumphierte vor einem Millionenpublikum souverän.

Geradezu obszön sind die Gagen: Sieger Mayweather kassiert 230  Millionen Dollar, sein geschlagener Gegner immerhin noch 100.

Und jetzt verrate ich Ihnen etwas: Ich habe beide Namen bis heute noch nie gehört. Nur bei den Gagen hat es bei mir geklingelt!

Unter’m Strich

Wahlkampf in Österreich: Mann denkt, Frau trägt Bikini
In Österreich wirbt die ÖVP damit, eine ehemalige Miss Austria kandidieren zu lassen. Sex sells. Die Wahlkampf-Sexismus-Schlammschlacht ließ nicht lange auf sich warten.
Die Zeit[4]

Frankreich: Macron verliert weiter stark an Zustimmung
Wiener Zeitung[5]

Politiker werden von den Medien zum Sieg getragen, im Fall Macron war das wegen dessen rechtspopulistscher Mitbewerberin besonders signifikant und fand auch in den heimischen Medien, also dort, wo überhaupt nichts zu „erben“ ist, seinen Widerhall. Der Absturz musste nach diesem Hype folgen, überhaupt wenn man sich auf Steuerkosten in 90 Tagen Kosmetika um 26 000 Euro in das Gesicht schmiert.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/innsbruck-festwochen-der-alten-musik-die-roemische-unruhe-oder-die-edelmuetige-octavia-von-reinhard-keiser
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/fulda-klassik-am-dom-operngala-mit-erwin-schrott
  3. http://operawire.com/obituary-buffo-bass-enzo-dara-dies-at-78/: http://operawire.com/obituary-buffo-bass-enzo-dara-dies-at-78/
  4. Die Zeit: http://www.zeit.de/kultur/2017-08/wahlkampf-oesterreich-ex-miss-austria-sexismus-10nach8
  5. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/913155_Macron-verliert-in-Umfrage-weiter-deutlich-an-Zustimmung.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-august-2017


26. AUGUST 2017

by ac | 26. August 2017 08:21


WEBSITE MIT SERVERPROBLEM, BITTE NICHT ANRUFEN, ICH WEISS UM DAS PROBLEM. DER SERVER-SUPPORT IST ERST AM MONTAG WIEDER IM DIENST!

 Spital- oder Krankenbetten sind der neueste „Schrei“ unter Regisseuren. Sie haben mittlerweile die Rollstühle, Koffer etc. abgelöst. Wer gibt eigentlich diesen Trend vor?

Bei den Salzburger Festspielen sieht man gleich in vier Produktionen Spitalbetten: In „Jedermann„, „Titus„, „Rose Bernd“ und „Lear“

——

Was geschah nach der Vorstellung mit den „Lear-Blumen?

Was geschah mit den Blumen nach jeder „Lear“- Vorstellung? Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Die meisten Blumen gab es heuer nicht für Anna Netrebko (für die auch, aber nicht so viele, dass sie nicht mehr in ihr Hotelzimmer gekommen wäre). Mit den bei „Lear“ verwendeten Blumen wäre Frau Netrebko überfordert gewesen. Bei Simon Stones Inszenierung entfaltete sich ein wahrer Blumenteppich in der Felssenreitschule, der jenen beim Neujahrskonzert um nichts nachstand!

Ist Markus Hinterhäuser der Messias?

 

Ist Markus Hinterhäuser der Messias oder erledigt er bloß einen guten Job? Vor zwei Tagen hat Ioan Holender auf Servus-TV eine Gesprächsrunde mit dem Salzburger Festspielintendanten mit den Worten „Der Messias ist gekommen“ eingeleitet.

Nun, vor Markus Hinterhäuser teilt sich weder das Meer und auch nicht einmal die Salzach – damit eine Relation einmal hergestellt ist. Dem „Messias“ wäre eine Shirin Neshat, vermutlich auch eine Bettina Hering, die Tobias Moretti als „Schattenregisseur“ beim „Jedermann walten ließ, nicht passiert. Aber er hat den guten Job geleistet, für den er auch gut bezahlt wird. Punktum, das ist Lob genug von mir, der niemand als „Messias“ bezeichnen würde.

Markus Thiel spricht das Thema“Messias“ im „Münchner Merkus“ an: Wir müssen darüber reden. Nicht über die Shuttle-Audis, die nach jeder Vorstellung die Hautevolee zum Schampus chauffieren. Nicht über Thomas Gottschalk und seine mutmaßlichen Haupthaar-Implantate. Auch nicht über Anna Netrebko und das von ihr entworfene Teeservice, Grundpreis 2400 Euro. Nein, diesmal geht es wirklich um die Kunst, jedenfalls so weit, wie das in Salzburg möglich ist. Dieser Aufbruchsrausch, diese Litanei vom Neuanfang – die Festspiele haben da ganze Arbeit geleistet. Nicht erst mit den Produktionen, sondern schon im Vorfeld, als weite Teile des Feuilletons plus sonstige Experten „Hosianna“ riefen, dabei jemanden meinten, der ihnen als Messias erschien und doch „nur“ ein Heimkehrer war…

Was ist wirklich neu im Salzburg Markus Hinterhäusers? Auch dafür mag die Zentralproduktion „Tito“ ein Indikator sein. Ein Dirigent, der mit vorhandenen Aufführungstraditionen bricht oder sie hinterfragt, das gab es dort schon mit René Jacobs und Nikolaus Harnoncourt, sogar begründeter, weniger als Ausstellen von Können und Effekt. Und dass sich Hinterhäuser für die allseits beachtete Produktion Peter Sellars in den Regiestuhl holte, ist schön, jedoch verräterisch. Unter Gerard Mortier war der US-Amerikaner am Mönchsberg gern gesehen, Hinterhäuser profitiert hier wie in anderen Fällen von den künstlerischen Zinsen mancher Vorgänger. So neu, so radikal anders gedacht ist Salzburg 2017 also gar nicht. Nach Jahren der Stagnation, auch der Talfahrt ist das wichtigste Festival weltweit wieder da, wo es hingehört. Markus Hinterhäuser hat es nicht revolutioniert, sondern normalisiert.

Na also, das scheint mir auf den Punkt gebracht und ist Lob genug!

Salzburger Festspiele: Alles wieder im Normalbereich
Fast als Messias wurde Markus Hinterhäuser herbeigesehnt. Doch so neu ist das alles nicht, was seine erste Intendanten-Saison bei den Salzburger Festspielen bescherte. Eine Bilanz.
Münchner Merkur[1]

Die Salzburger Festspiele 2017 – Hinterhäusers Startsaison: Eine Bilanz mit Gänsehaut-Momenten

Die Salzburger Festspiele gehen zu Ende, die Premieren sind gespielt. Der Erfolg war allgemein beachtlich bis riesig, ein Skandal blieb aus. Insgesamt hat Markus Hinterhäuser bei der Wahl der Beteiligten ein glückliches Händchen bewiesen. Einige Inszenierungen gingen richtig unter die Haut.
BR-Klassik[2]

In diesem Zusammenhang lege ich Ihnen die Glosse von Werner Thuswaldner in „Drehpunkt Kultur“ besonders ans Herz. Der Rückblick ist freffend und auch ironisch. Ein Lesevergnügen:

Richtigstellungen im Rückblick
Glosse von Werner Thuswaldner
DrehpunktKultur[3]

Teodor Currentzis zeigt sich solidarisch mit Kirill Serebrennikov

Teodor Currentzis. Copyright: Alisa Calipso

Teodor Currentzis erklärt sich solidarisch mit dem in Moskau unter Haus arrest gesetzten Regisseur Kirill Serebrennikow. „Wir sind einer Meinung mit Kirill Serebrennikow und unterstützen ihn“, verkündet der Dirigent und Permer Operndirektor in einer auf Russisch und Englisch verfassten Erklärung über die Website slippedisc.com des britischen Journalisten Norman Lebrecht. „Es wurde nicht nur ein berühmter russischer Regisseur verhaftet. Sondern die Zukunft der zeitgenössischen Kunst steht auf dem Spiel.“

 Bevor Teodor Currentzis, der am vorigen Montag die letzte von acht Aufführungen von „La clemenza di Tito“ bei den Salzburger Festspielen dirigiert hat, dieses Resümee zieht, stellt er fest: „Bekannte Männer unterschlagen offen riesige Summen von Geld und bleiben frei. Überdies leiten sie noch immer staatliche Theater und genießen große Privilegien. Doch Leute, die wirkliche Arbeit machen, die etwas Neues in der modernen Kunst schaffen, das weltweit anerkannt wird, landen im Gefängnis.“ Zudem werde ein „intelligenter Mann“, der Widerstand leiste, festgenommen und von maskierten Männern niedergeschlagen, als wäre er ein Krimineller... (Quelle: „Salzburger Nachrichten“)
 
Da Currentzis in Perm und somit in Russland arbeitet, wird dieser Schritt des immer mehr in Mode kommenden Dirigenten (Salzburg war der absolute Durchbruch) als überaus „mutig“ betrachtet. Das ist er auch, aber nur in bedingtem Maße. Für die absolute Weltkarriere ist Perm zu eng und wird in Folge hinderlich sein. Currentzis riskiert also nicht viel, schlimmstenfalls seinen „Hinauswurf“ – aber ob der der „schlimmste Fall“ wäre, bezweifle ich. Currentzis würde international zum Märtyrer, und der ist allemal die beste Rolle. Ich möchte es nicht unterstellen, aber die Karriere des Maestro Currentzis verlief bisher allzu perfekt kalkuliert. Currentzis spielt meisterhaft auf der Medien-Orgel.
 

ARD-Musikwettbewerb 2017 – Beginn am 28. August: So viele Bewerber wie noch nie
198 Musiker treffen sich ab dem 28. August beim 66. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Die jungen Instrumentalisten aus aller Welt treten vor Jury und Publikum, um in diesem Jahr in den Fächern Klavier, Violine, Oboe oder Gitarre einen der begehrten Preise zu gewinnen.
BR-Klassik[4]

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik: „Ariadne auf Naxos“ von Georg Anton Benda

Im Spanischen Saal von Schloss Ambras in Innsbruck brachten die Festwochen der Alten Musik ein Konzert mit dreimal „Ariadne auf Naxos“. Im Mittelpunkt stand dabei das Drama in einem Akt für Schauspieler und Klavier von Georg Anton Benda.

Der in unseren Breiten eher wenig bekannte tschechische Komponist Georg Anton Benda (1722 – 1795) entstammte einer böhmischen Musikerfamilie. Als Kapellmeister von Gotha komponierte er eine Reihe von Singspielen, bekannt blieb er jedoch durch die Einführung des Melodrams oder Duodrams, bei dem der gesprochene Text durch Musik begleitet wurde, wie beispielsweise Ariadne auf Naxos oder Medea. Nachdem Mozart im Jahr 1778 eines der Melodrams gehört hatte, berichtete er seinem Vater darüber voller Begeisterung...

Zum Bericht [5]von Udo Pacolt

VEREINIGTE BÜHNE WIEN/ RAIMUNDTHEATER: TANZ DER VAMPIRE – die Proben haben begonnen

Christian Struppeck, Drew Sarich, Diana Schnierer, Cornelius Baltus, Raphael Groß. Copyright: Vereinigte Bühnen/ Rolf Bock

In wenigen Wochen ist es endlich soweit: TANZ DER VAMPIRE – das Kultmusical kehrt heim!
Das Erfolgsmusical kehrt anlässlich des 20jährigen Jubiläums am 30. September 2017 an seinen Uraufführungsort Wien zurück.

ORF/ HEUTE: Diana – Forever and Ever: ORF-2-Abend zum 20. Todestag von Prinzessin Diana

Prinzessin Diana

Neue Doku der ORF-Adelsexpertin Lisbeth Bischoff um 20.15 Uhr in ORF 2 =

Ein Abend im Zeichen von „England’s Rose“: Zum 20. Todestag von Prinzessin Diana (am 31. August) widmet sich ORF 2 am Samstag, dem 26. August 2017, Lady Di mit drei neuen Produktionen: Zuerst steht „Diana – Forever und Ever“ (20.15 Uhr), die neue Doku von ORF-Adelsexpertin Lisbeth Bischoff, auf dem Programm. Danach folgt „Diana – Mit ihren eigenen Worten“ (21.20 Uhr) sowie die ORF-Premiere des berührenden Biopics „Diana – Der Film“ (22.25 Uhr).

Elena Habermann ist sehr sozial eingestellt, leider lassen sich Ihre Ideen meist nicht verwirklichen.

In der vergangenen Nacht fuhr Elena Habermann mit der ÖBB von Salzburg nach Wien. Ich habe das zwar noch nie erlebt, aber angeblich werden den Fahrgästen kleine Snacks verabreicht. Nicht alle werden auch konsumiert. Es war der letzte Zug des Tages, der Kellner räumte die übrig gebliebenen Snacks weg,  um sie zu entsorgen. Frau Habermann machte sich erbötig, diese Snacks noch in der Nacht in die nahegelegene „Gruft“ für die Obdachlosen zu bringen. Der Kellner musste dies ablehnen, die Zusammenarbeit mit der Firma „Anker“ sieht vor, dass diese Snacks wegzuwerfen sind. Das ist natürlich eine Verschwendung!

Leider sind bei solchen Aktionen sofort Leute zur Stelle, die daraus für sich ein Geschäft machen wollen, das ist bei jeder gut gemeinten Aktion so. Unter den Menschen gibt es sehr viele Ratten.

Vielleicht kann man aber doch einen Weg finden, für „Anker“ wäre das sicher Werbung. Anderseits, die Snacks irgendwem mitzugeben, geht natürlich auch nicht. Nicht jede/jeder hat das soziale Engagement unserer Mitarbeiterin!

Frankreichs Staatschef Macron schmierte sich während dreier Monate 26 000 Euro ins Gesicht

Make-up für Frankreichs Präsidenten. Macrons Vorgänger Hollande bezahlte seinem Friseur monatlich 10 ooo Euro für die Gestaltung seiner wenigen Haare, Macron beschäftigt eine Visagistin

Eine Make-up-Affäre macht dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu schaffen. In den drei Monaten seiner Amtszeit zahlte der Staatschef seiner Chefvisagistin 26.000 Euro, wie Macrons Umfeld gestern der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Auf Facebook und Twitter gab es dafür ungeschminkte Kritik. Auch Politiker verurteilten die hohen Ausgaben.

Unter dem Hashtag „maquillagegate (#makeupgate) machten viele Franzosen ihrem Ärger Luft. „Das hat sich ja gelohnt, einen jungen (Präsidenten) zu wählen“, schrieb eine Frau über den 39-Jährigen auf Twitter. Andere nannten die Ausgaben für seine Gesichtsfarbe „unanständig“…

Macrons „Makeupgate“ erzürnt Franzosen
In drei Monaten 26 000 Euro für Visagistin den Steuerzahlern verrechnet
http://orf.at/stories/2404574/[6]

Man liest viel in unseren Zeitungen von den sinkenden Umfragewerten des Donald Trump. Man liest aber nicht viel davon, dass Macrons Popularität seit seiner Wahl im Mai deutlich gesunken ist. Er ist laut Umfragen inzwischen sogar weniger beliebt als sein Vorgänger Francois Hollande – und das mag etwas heißen!

An sich sind sinkende Umfragewerte nach Amtsantritt logisch. Egal wer in Österreich Bundeskanzler wird, drei Monate nach der Wahl werden seine Werte deutlich schlechter sein als am Wahltag.

Einen „Messias“ gibt es auf Erden nicht – weder in Salzburg, noch in der Politik!

Lassen Sie mich Ihnen einen schönen Tag wünschen!

A.C.

 

  1. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/eine-bilanz-salzburger-festspiele-in-ersten-saison-aera-von-intendant-markus-hinterhaeuser-8626778.html
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/salzburger-festspiele-2017-bilanz-100.html
  3. DrehpunktKultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/glossen-und-kommentare/11195-richtigstellungen-im-rueckblick
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/ard-musikwettbewerb-2017-gitarre-klavier-oboe-violine-102.html
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/innsbruck-festwochen-der-alten-musik-ariadne-auf-naxos-von-georg-anton-benda-1722-1795
  6. http://orf.at/stories/2404574/: http://orf.at/stories/2404574/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-august-2017


25. AUGUST 2017

by ac | 25. August 2017 08:42

Bildergebnis für enttäuschungen und überraschungen
Die Salzburger Festspiele: Enttäuschungen und Überraschungen. Copyright: APA/ Barbara Gindl

Die Salzburger Festspiele enden offiziell erst am 30. August, ein wichtiger Programmpunkt steht mit der konzertanten Lucrezia Borgia (Stoyanova, Florez) noch bevor, dennoch ziehen die Medien bereits Bilanz. Das hängt wohl damit zusammen, dass sich viele Journalisten schon auf die Zeit zwischen den Salzburger Festspielen, also nach der Normalität mit all ihren Umbesetzungen und was es da sonst noch täglich zu vermelden gilt, sehnen.

Ich bin gespannt auf die erste Presseaussendung der Wiener Staatsoper. Ich gehe davon aus, dass diese Umbesetzungen, die sich während der Sommermonate ergeben haben, betreffen wird. Jene der Volksoper, die diesmal die Nase vorne hat, ist bereits draußen: Es handelt sich um die Premierenankündigung von „Gypsy“

Heute findet noch die zweite Netrebko-lose „Aida statt, die eine Chance für Vittoria Yeo bietet, den gewonnenen Eindruck bei ihrer ersten „Aida“ zu verbessern. Gewiss, Anna Netrebko hat die Latte hochgelegt, aber derart in Ehrfurcht erstarren, wie das die Alternativbesetzung gemacht hat, muss auch nicht unbedingt sein. Zu den Überraschungen zählt nach seinem „Radames“ Yusef Eyvazov, der es neben seiner übermächtigen Ehefrau künstlerisch nicht leicht hat. Er ist nicht der „Herr Netrebko“, er hat Anspruch darauf, als eigenständiger Künstler wahrgenommen zu werden und der Eindruck bei seinem ersten Auftritt war eine der positiven Überraschungen der Festspiele.

Aber diese „Aida“ mag von der Medienpräsenz und auch vom Sturm auf die Eintrittskarten (bis zu 5000 Euro wurden auf dem Schwarzmarkt gezahlt) absolute Spitze sein, de facto wurde der Triumph aber von der ziemlich orientierungslos herumirrenden Regie eingebremst.

Auszug aus „Kleine Zeitung“: Das Beste kommt zum Schluss. Eine alte Weisheit, die im Festspieltreiben nicht immer zutrifft. Simon Stones „Lear“-Inszenierung als Abschluss des Premierenreigens hat heuer aber gute Chancen auf den Ehrentitel. „Stone krönt den Salzburger Premierenreigen“ schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“, „eine beeindruckende, überwältigend imposante Premiere“ die „Salzburger Nachrichten“, „Die letzte Premiere wurde zum allergrößten Erfolg“ der „Kurier“, die „Presse“ sprach von einem „Triumph zeitgenössischen, schonungslos expressiven Musiktheaters“ und ORF-Experte Peter Schneeberger konstatierte: „Für mich der künstlerische Höhepunkt der Festspiele.“ So wenig Polarisierung, so wenig Widerspruch gab es heuer sonst nicht…

Na wenn das der Herr „ORF-Experte Schneeberger“ sagt, wird es schon stimmen. Für was und wen ist der Herr Schneeberger Experte? Für den ORF! Das glaube ich sogar. Wir halten uns besser an Opern-Experten.

WEn bezeichnet die „Kleine Zeitung“ als „neue Salzburger Lieblinge“: Ein wenig war das enthusiastische Herz der Salzburger Festspielegemeinde seit Netrebko/Villazon auf der Suche nach neuen Liebesobjekten. Mit dem Pultrevoluzzer Teodor Currentzis und der französischen Mezzosopranistin Marianne Crebassa, die mit ihrer Deutung von Mozarts „La Clemenza di Tito“ den fulminanten Auftakt der Opernpremieren lieferten, scheinen endlich neue Lieblinge gefunden. Da würde es fast wundern, wenn sich die Begeisterung nicht in neuerlichen Rendezvous in den kommenden Festspielausgaben manifestiert…

Die größte Enttäuschung ist laut „Kleine Zeitung“ im Schauspielbereich angesiedelt: Für „Kasimir und Karoline“ musste man heuer nicht extra zu den Festspielen anreisen. Das vielerorts zu Recht erfolgreiche Partizipationstheater, bei dem Laien und Profis gemeinsam auf der Bühne stehen, nahm sich im Festspielrahmen wie ein Fremdkörper aus. Während die einen die unnachahmliche Sprache Ödön von Horvaths schmerzlich vermissten, trauerten andere der „Young Directors Project“-Schiene nach, die den Experimenten einen speziellen Rahmen gegeben hatte…

Das Wetter macht nicht Gott, diese frühere Meinung ist längst überholt. „Wettergott“ ist eigentlich Blasphemie. Aber dass die ersten vier Vorstellungen des „Jedermann“ verregnet waren und im Festspielhaus stattfinden mussten, war keine göttliche Fügung, sondern irdische Gerechtigkeit !

Das waren die Salzburger Festspiele: Enttäuschungen und Überraschungen
Kleine Zeitung[1]
So toll, düster und groß waren die Salzburger Festspiele
Bilanz der Salzburger Festspiele: vom größten Erfolg über die tollste Stimme bis zum ungnädigen Wettergott
Oberösterreichische Nachrichten[2]

SALZBURG: Haydns „DIE SCHÖPFUNG“: Elsa Dreisig singt anstelle von Genia Kühmeier und gibt damit ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen.

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Elsa Dreisig. Foto: Agentur

Genia Kühmeier muss krankheitsbedingt ihre Mitwirkung im Orchesterkonzert am 27. August absagen. Elsa Dreisig singt an ihrer Stelle den Sopranpart in Joseph Haydns Schöpfung und gibt damit ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen.
Es ist schade, dass Frau Kühmeier nicht singt, aber mit Elsa Dreisig hat man eine Senkrechtstarterin in der jüngsten Vergangenheit engagiert. Sie hat übrigens Micaela in der Aix-Carmen dargestellt, das wird für viele TV-Besucher die Erstbegegnung mit ihr gewesen sein. Nun erfahren wir mehr über Sie, was nötig ist, denn ich dachte dass sie Deutsche ist.

27. August 2017, 20.30 Uhr Salzburger Festspiele, Großes Festspielhaus

 Berliner Philharmoniker
Sir Simon Rattle Dirigent

Elsa Dreisig Sopran
Mark Padmore Tenor
Florian Boesch Bariton
Rundfunkchor Berlin
Gijs Leenaars Chor-Einstudierung

Georg Friedrich Haas
ein kleines symphonisches Gedicht – für Wolfgang, Auftragswerk der Stiftung Berliner Philharmoniker Uraufführung

Joseph Haydn
Die Schöpfung, Oratorium Hob. XXI:2

Die Sopranistin Elsa Dreisig gewann 2016 den renommierten Operalia-Wettbewerb, wurde von der Zeitschrift Opernwelt als Nachwuchskünstlerin des Jahres und bei den Victoires de la Musique Classique als „Gesangs-Entdeckung“ ausgezeichnet. Im Jahr zuvor gewann sie den zweiten Preis beim Königin-Sonja-Wettbewerb in Oslo, den ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Wettbewerb Neue Stimmen, den Prix du jeune soliste der französischen Rundfunkanstalten sowie den Publikumspreis, den Preis des jungen Publikums und den Preis für den besten Nachwuchskünstler beim Gesangswettbewerb in Clermont-Ferrand. Zu ihren früheren Auszeichnungen gehören außerdem der Jurypreis und Sonderpreis beim Wettbewerb Des Mots et des Notes 2012 und der erste Preis beim Wettbewerb Ton und Erklärung 2014.

Elsa Dreisig hat französisch-dänische Wurzeln. Sie studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris und an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und nahm an zahlreichen Meisterkursen teil. Ihr Bühnendebüt gab sie 2014 an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater in Lortzings Der Wildschütz.

Es gibt noch Festspielkarten – gar nicht so wenige!

Dr. Ulrike Messer-Krol hat recherchiert: Angeregt von den Jubelmeldungen über die  Festspiele habe ich mir  den IST-Zustand bei den Karten angeschaut:

 Bis auf Jedermann und das Solistenkonzert Mutter gibt es noch für alle kommenden  Vorstellungen freie Plätze. Für den hochgerühmten Lear  einmal knapp hundert, für die letzte Aufführung  sogar über 150 Tickets. Die Veranstalter sind da natürlich in einem Dilemma: Zugleich zu verkünden, wie gut besucht heuer die Veranstaltungen waren und Reklame für eine Art Abverkauf zu machen, geht wohl nicht…. Ist nur schlecht für eventuelle Last-Minute -Interessierte und für uns Steuerzahler. Weniger Kartenerlös, mehr Subvention. Aber wir haben ja gehört –  die Sponsoren springen verstärkt ein.

Wenn sich also schon die Salzburger Festspiele genieren, die noch verfügbaren Karten anzubieten, dann erledigen wir – ohne jeden Genierer – dieses Geschäft für die Festspiele! Wir tun das, obwohl wir für den „Lear“ keine Pressekarte bekommen haben. Peter Skorepa investiert in eine Kaufkarte und verringert somit die Belastung für die Steuerzahler!

Eine neue Salzburger Idee: Spielen Sie Klavier auf dem Mozart-Platz

Eine ungewöhnliche Kunstaktion plant das Musikinstitut Doremi in der kommenden Woche in Salzburg. Die Musiker stellen einen Konzertflügel auf dem Mozartplatz auf, der für alle frei zugänglich ist. Die Organisatoren erwarten sich davon zahlreiche spontane Auftritte von Pianisten und viele Schaulustige. Dabei werden Spenden gesammelt, um damit Musikunterricht für sozial Benachteiligte und Flüchtlinge zu veranstalten. Der Flügel wird täglich von 10 bis 21 Uhr zu bespielen sein.

Spendenaktion in Salzburg: Ein Flügel für alle auf dem Mozartplatz
Auf dem frei zugänglichen Klavier darf eine Woche lang jeder spielen. Dabei sollen Spenden für sozial Benachteiligte gesammelt werden.
Salzburger Nachrichten[3]

So, und jetzt für heute weg von Salzburg:

Der Bühnenbildner Jürgen Rose wird heute 80

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Jürgen Rose

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

WIENER VOLKSOPER: Let us entertain you!

Zur Volksopern-Erstaufführung von Jule Stynes Musical Gypsy am 10. September 2017

Gypsy Maria Happel (c) Johannes Ifkovits
Maria Happel. Copyright: Johannes Ifkovits

1957 war ein gutes Jahr für Gypsy Rose Lee. Die gefeierte „burlesque queen“ war auch als Schauspielerin gut im Geschäft und hatte eben ihre Autobiographie veröffentlicht – eine schonungslose Abrechnung mit ihrer dominanten Mutter, die sie und ihre Schwester June als Kinder zu Showstars dressiert und über die Vaudeville-Bühnen Amerikas gescheucht hatte.

Theaterproduzent David Merrick sah darin die ideale Geschichte für ein Musical, 1959 wurde Gypsy am Broadway uraufgeführt. Den sensationellen Erfolg hatten alle Beteiligten nicht zuletzt auch dem „Wunderteam“ von West Side Story zu verdanken: gemeinsam mit Buchautor Arthur Laurents und Liedtexter Stephen Sondheim schuf Komponist Jule Styne mit Nummern wie „Everything‘s coming up Roses“ oder „Let me entertain you“ Hits für die Ewigkeit. Übrigens sollte Sondheim ursprünglich auch die Musik schreiben, doch die Hauptdarstellerin Ethel Merman vertraute dem Neuling nicht …

Gypsy trägt zwar den Namen der Tochter, stellt aber ihre „stage mother“ („Eislaufmutter“) in den Mittelpunkt der Handlung: Mama Rose verfolgt ohne Rücksicht auf Verluste ihren Lebenstraum, ihre Töchter im Rampenlicht zu sehen. Und sie verliert viel: Die jüngere Tochter June entzieht sich ihr, der Verehrer Herbie verlässt sie, und als sich das hässliche Entlein Louise zum Striptease-Star Gypsy mausert, steht die Mutter alleine da

Oberösterreich: Sparpläne im Kulturbereich

Unter dem Landeshauptmann Pühringer hätte es das wohl nicht gegeben, aber Herr Dr. Pühriger wusste offenbar, was künftig auf den oberösterreichischen Landeshauptmann zukommt und übergab das Zepter an Thomas Stelzer

Auszug aus „Der Standard“: Landeshauptmann Stelzer möchte alle Sommer-Festivals auf deren Relevanz prüfen lassen und startet Projekt zur Effizienzsteigerung ohne Qualitätseinbußen 

Dazu stellte der Landeshauptmann fest, das Kulturbudget des Landes von heuer 194 Millionen Euro sei für 2018 nicht zu halten. Von minus zehn Prozent ist die Rede. Er will alle Sommer-Festivals neu auf deren Relevanz prüfen lassen und die besten davon unter dem Arbeitstitel „Oberösterreichischer Kultursommer“ bewerben lassen. „Es kann sein, dass Neues dazukommt oder andere Projekte nicht mehr stattfinden. Im Sommer haben wir eine vielfältige Breite – und die wollen wir als Marke in die Auslage stellen“, wird er in der Zeitung zitiert…(Quelle: „Der Standard“)

Der Landeshauptmann kann keine Festivals „abdrehen“, er kann bloß die Förderung streichen. Und wenn dann – wie etwa im Burgenland – keine Esterhazy-Stiftung dahinter steht, bedeutet das das Aus, wobei es das im zitierten Burgenland sogar mit Esterhazy gibt.

Anderseits, es gibt zu viele Festspiele. Man kann nicht Festspiele gründen und daraus eine Förungsverpflichtung des Landes ableiten.  Und der Herr Landeshauptmann streitet sogar mit dem hochsubventionierten Landestheater, wie „Der Standard“ zu berichten weiß:

Im Landestheater werde im Zusammenhang mit einer geplanten Studiobühne wegen der unverhältnismäßig hohen Kosten für den Umbau der ehemaligen Werkstätten noch nach einer Lösung gesucht. Stelzer bestreitet obendrein nicht, dass es wegen des Landestheater-Budgets 2018/2019 zum Streit von Orchester-Chef Markus Poschner und Intendant Hermann Schneider mit Geschäftsführer Uwe Schmitz-Gielsdorf gekommen sei. derstandard.at/2000063092423/Oberoesterreich-Sparplaene-im-Kulturbereich[4]

Bemerkenswert ist, dass das Wort Streit gebraucht wird. Das kommt in solchen Zusammenhängen nicht oft vor, wir erleben oft ein unerträgliches Gesülze. In Oberösterreich kehrt ein neuer Besen, ob sich der an das Sprichwort hält und auch gut kehrt, wird die Zukunft weisen!

Filme der Woche

FimPoster  Tuplenfieber~1
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Das 17. Jahrhundert war eine große Zeit für die Niederlande. Reger Handel hatte eine bürgerliche Gesellschaft, die sich keinem aristokratischen Joch fügte, reich gemacht. Die Künste blühten nicht zuletzt deshalb, weil sie dem Prestige der Reichen dienten: Wer es sich leisten konnte, ließ sich von einem der vielen, bestens ausgebildeten und oft hoch begabten Malern porträtieren.

Und man hatte ein neues Produkt gefunden, mit dem man meinte, reich werden zu können: das „Tulpenfieber“, das die Handlung dieser Geschichte als wichtiges Element durchzieht, gab es wirklich. Der Handel mit Tulpenzwiebeln erzielte unglaubliche Summen, je exotischer die Färbung der Endprodukte, umso teurer. Doch es war ein total überhitzter Spekulationsmarkt, der viele, die er reich gemacht hatte, dann mehr oder minder von einem Tag zum anderen ins finanzielle Debakel stürzte…

Der reiche Cornelis Sandvoort (eine prächtige Rolle für Christoph Waltz, mit bemerkenswerter Ausgewogenheit gestaltet) allerdings machte sein Vermögen mit den Produkten aus den fernöstlichen Kolonien, und er hatte in Amsterdam alles, Geld, ein großes Haus, Reputation, nur eines nicht: Gattin und Kind waren ihm gestorben, der Wunsch nach einem Erben plagte ihn, und wie jeder alte Mann zu jeder Zeit hatte er kein Problem, eine junge Frau zu „kaufen“.

Gute Nachricht für Wiener

Die  Stadt Wien wirbt auf ihrer offiziellen Homepage mit einem Leichenwagen, der 210 Stundenkilometer fährt. Das habe ich mir immer schön gewünscht – eine Raserei zum Friedhof. Leider erfüllt sich mein Traum nicht, meine letzte Ruhestätte wird am Fuße des Riederbergs sein und liegt somit außerhalb des Wirkungsbereichs des Sargflitzers.

Aber nachdem ich nun satte 2,2 % Pensionserhöhung bekomme (1,6 % wären es gewesen, wenn es keine Wahlen gäbe, die Großzügigkeit der Regierenden beträgt also bloß 0,6 % ), lasse ich mir nun noch etwas Zeit, lebe derweil mit der Erhöhung in Saus und Braus und frage bei der für mich zuständigen Bestattung an, ob an den Ankauf so eines Leichenflitzers gedacht ist. Erst dann will ich mich wieder melden!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

  1. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/kultur/festspiele/5273830/Eine-Bilanz_Enttaeuschungen-und-Ueberraschungen_Das-war-Salzburg-2017
  2. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/So-toll-duester-und-gross-waren-die-Salzburger-Festspiele;art16,2659546
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/kultur/sn/artikel/spendenaktion-in-salzburg-ein-fluegel-fuer-alle-auf-dem-mozartplatz-261868/
  4. derstandard.at/2000063092423/Oberoesterreich-Sparplaene-im-Kulturbereich: http://derstandard.at/2000063092423/Oberoesterreich-Sparplaene-im-Kulturbereich
  5. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-august-2017


24. AUGUST 2017

by ac | 24. August 2017 08:25

Max Reinhardt, der Mitbegründer der Salzburger Festspiele

Über die diesjährigen Salzburger Festspiele kursieren bereits eine Woche vor Festspielende die ersten Bilanzen. Die Premieren sind vorbei, fad ist eigentlich niemand gewesen. Die Schwachstelle . wenngleich auf hohem Niveau – war der Schauspielsektor – und das gehört deswegen bemerkt, weil die Festspiele in ihrer Ursprungsidee wohl Oper und Konzert miteinbezogen haben, für Reinhardt als „Mann des Wortes“ natürlich das Schauspiel im Vordergrund gestanden hat.

Bei meinen Recherchen bin ich auf interessante Gründungsidee gestoßen: Salzburg sollte „ein Projekt „des bayrisch-österreichischen Stammes“ als Antipode zum preußischen: „das, was in Bayreuth, gruppiert um ein norddeutsches Individuum, Wagner, geübt wird…

Auszug aus Wikipedia: Max Reinhardt (1873–1943), dessen Karriere als Schauspieler 1893 am Stadttheater Salzburg begonnen und der ab 1901 in Berlin ein veritables Theaterimperium aufgebaut hatte, wurde ab 1904 vom Dramatiker Hermann Bahr (1863–1934) in dessen Planungen für Salzburger Feste einbezogen. Schon damals war der Domplatz als Spielstätte geplant, Anna Mildenburg sollte Opern inszenieren, Reinhardt Theaterstücke. Die Pläne scheiterten, wie schon mehrfach zuvor, an der fehlenden Finanzierung.

Nachdem Reinhardt im Jahr 1918 das Schloss Leopoldskron erworben hatte und sich jeden Sommer in Salzburg aufhielt, konkretisierten sich die Planungen. Gemeinsam mit Hugo von Hofmannsthal (1874–1929) konzipierte er bereits im September desselben Jahres ein Projekt „des bayrisch-österreichischen Stammes“ als Antipode zum preußischen: „das, was in Bayreuth, gruppiert um ein norddeutsches Individuum, Wagner, geübt wird, hier um ein ungleich komplexeres und höheres Zentrum, die Kunst Österreichs, herumzubauen…“. Damit war der Gegensatz der beiden Festspielideen schon programmatisch festgeschrieben: Bayreuth (a) hoch exklusiv, (b) ein Haus, ein Komponist, alles allein auf dessen Werk zentriert, (c) davon aber auch nur die zehn Greatest Hits (folglich doppelte Exklusivität). Salzburg hingegen (a) inklusiv, (b) mit drei Achsen: Schauspiel, Oper, Konzert, heute in drei Festspielhäusern und auf zahlreichen weiteren Plätzen der Stadt, Konzertsälen, Kirchen und Bühnen, im Freien und in geschlossenen Räumen, (c) offen für Neues, aber stets im Ringen darum, ob das Gezeigte dem hohen Qualitätsanspruch Genüge tut. Zwei Welten also, wiewohl das Grundbestreben beider Festivals das Feiern des Fests zu Ehren eines Komponisten war, die Beförderung des Weihevollen, Eindrucksvollen, Erhabenen. Beide Konzepte funktionieren offenbar exzellent.

Soweit Wikipedia. In Salzburg hat sich im Laufe der Jahre die Musik, obwohl weit teurer als Schauspiel, in den Vordergrund gedrängt. Musik ist eine Sprache, die überall auf der Welt verstanden wird, garantiert daher internationals und somit zahlungskräftiges Publikum.

Das Schauspiel sollte aber nicht untergehen – und heuer , im ersten Jahr der „Regentschaft“ Bettina Hering, hat diese Säule etwas gewackelt. Jeder Anfang ist schwer, das sollte auch die Schauspielchefin wissen (wenn sie es nicht gewusst hat, dann weiß sie es jetzt).  Sie bot ein sehr ambitioniertes Programm, an der Umsetzung hat es da wie dort manchmal „gehapert“.  Es waren aber auch ganz ausgezeichnete Produktionen dabei, zu denen aber nicht der „Jedermann“ gehört, der eigentlich zwingend in das Reinhardt-Konzept (Einbeziehung des Domplatzes) eingebunden war. Dass Frau Hering vor Herrn Moretti in die Knie gegangen ist und sich zu einem Schnellschuss genötigt sah, verstehe wer kann, ich kann es nicht.

Statt über Einwände nachzudenken um es im nächsten Jahr (noch) besser zu machen, gibt sie aber in Interviews recht trotzige Statements, denen zu Folge ohnedies alles perfekt war und die (ohnedies sehr schmeichelweiche) Kritik darauf fußt, dass die Betrachter das Gezeigte und Gemeinte eben nicht kapiert haben. So geht es meiner Meinung nach nicht und ich bin froh, dass auch die ersten Bilanzen zweier angesehener Zeitungen zu einem ähnlichen Schluss kommen:

Behutsame Ambitionen
Die Bilanz des Schauspielprogramms der Salzburger Festspiele fällt durchwachsen aus: Hohe Ansprüche, nicht ganz geglückte Umsetzungen.
Wiener Zeitung[1]

Gesamtbilanzen:

Salzburg-Bilanz: Glanzlichter aus der Dunkelheit
Auf Markus Hinterhäuser lasteten große Erwartungen – der neue Salzburg-Intendant hat sie weitgehend erfüllt. Eine Bilanz.
Wiener Zeitung[2]
Salzburger Bilanz: Abseits der Kulinarik
Markus Hinterhäusers erste Saison als Intendant der Salzburger Festspiele war von hohen Erwartungen begleitet. Er bot ein spannungsgeladenes Programm, wobei Oper und Konzert mehr überzeugten als das Schauspiel.
Hamburger Abendblatt[3]

Zum Intendanten: Markus Hinterhäuser hat riskiert und in vielen Fällen gewonnen – er kann zufrieden auf seine erste Saison zurückblicken. „Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann“. Dennoch sollte er auf sachliche Kritik weniger wehleidig reagieren – aber das ist ein klitzekleines Problemchen zwischen ihm und uns!

Oper Stuttgart produziert „Hänsel und Gretel“ mit Serebrennikow-Team
Trotz des Hausarrests für den russischen Regisseur Kirill Serebrennikow hält die Stuttgarter Staatsoper an der Premiere der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ fest. Das betonte das Opernhaus am Mittwochabend. Die Premiere soll wie geplant am 22. Oktober auf die Bühne kommen – mit Hilfe des Teams von Serebrennikow. Dies sei möglich, weil der Regisseur wesentliche Teile des Inszenierungskonzeptes, das Bühnenbild und die Kostüme bereits fertiggestellt habe, hieß es. Serebrennikow ist wegen Betrugsvorwürfen im Hausarrest.
Musik heute[4]

Österreich: Haydn-Festspiele auf Tournee

Nach dem etwas uneleganten Rauswurf aus Schloss Esterhazy sind die Haydn- Festspiele nun auf Ausweichspielstätten angewiesen und gehen auf Tournee. Ich empfinde die neue Situation sogar als Chance, selten ein Schaden, bei dem nicht auch ein Nutzen dabei ist.

Am 24. August starten die Haydn-Festspiele erstmals in Wien: Intendant Walter Reicher über das neue Konzept –
Der Standard[5]

Gütersloh: Wettbewerb „Neue Stimmen“ nimmt 42 Opernsänger an
Für den Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ haben sich 42 junge Operntalente qualifiziert. Die jeweils 21 Damen und Herren wurden unter 1.430 Bewerbern ausgewählt, teilte die veranstaltende Bertelsmann Stiftung am Mittwoch mit. Sie treten vom 7. bis 14. Oktober in der Endrunde in Gütersloh an.
Musik heute[6]

Das neue „Berliner Ensemble“ stellt sich vor:

Wir sinds, das neue Berliner Ensemble
erst kommt der Umzug, dann kommt die Moral! Frei nach Brecht haben wir die Kisten ausgepackt, die Schreibmaschinen gegen Computer getauscht, die Zimmer durchlüftet und fangen endlich damit an, wofür wir hergekommen sind: Theater.
http://r.newsletter.berliner-ensemble.de/nxvgleogerrf.html[7]

Zum Glück weiß Martin Kusej, dass man Menschen nicht wegschütten darf

Vieles in diesem ersten Interview klang nach Kraftmeierei a la Peymann und der Sager von der „weggeschütteten Suppe“ wird ihm wohl in Wien seine Direktionszeit lang verfolgen (wie das auch bei Politikern ist, die an einem einzigen Satz – oft ist es auch nur ein Wort – festgemacht werden. Meist ist das nicht positiv). Ein „Mann des Wortes“ (so kann man einen Burgtheaterdirektor schon bezeichnen), sollte aber mit seinem „Werkzeug“ virtuoser umgehen können. Einen schlechten Tag kann jeder von Zeit zu Zeit haben, nur sollte man an einem solchen besser im Bett bleiben. Grundsätzlich: Jeder Satz, dem eine „Gebrauchsanweisung“ folgen muss, ist zumindest problematisch.

Dazu „Die Presse“
Die Presse[8]

Das Herbstprogramm des „Merker-Kunstsalons“ in der Gatterburggasse.

Bitte verwechseln Sie nicht mit der Merker-Online-Galerie (bei Ausstellungen auch „Strichelei genannt) in Meidling.

habr

Filme der Woche

FimPoster  Atomic Blonde~1
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Filme, die im Agentenmilieu spielen, sind meist sehr chic und stylish, und ehrlich, so mögen wir sie auch. Schade, dass die Dame mit der ach so blonden Perücke, dass sie nur „Atomic Blonde“ heißen kann, es so schwer hat. Nun, seit John le Carré wissen wir, dass es keinen besseren Hintergrund für trickreiches, spannendes, verwirrendes Wechseln zwischen Ost und West gibt, als das geteilte Berlin vor der Wende. Dort ist die Geschichte angesiedelt – und sie ist so schmutzig und brutal. so voll von Aggression und Einander-Todprügeln, dass man als Zuschauer kaum zum Atemholen kommt…

Die Rahmenhandlung zeigt Agentin „Atomic Blonde“ im Verhör durch die eigenen Leute – die Briten, die auch einen CIA-Mann an der Seite haben. Und die grillen die Dame ganz schön mit ihren Fragen, weil offenbar undurchsichtig ist (und offen gestanden auch bleibt), was sich da in Berlin 1989 abgespielt hat. Vertrauen kann man hier niemandem, das bekommt der Zuschauer schnell mit. Jeder verdächtigt den anderen, eigentlich ein Doppelagent zu sein. Aber wer ist es? Erst ganz gegen das Ende zu hat man dann eine gute Ahnung – aber ist es auch so?

Fest steht, dass das MI 6 (sonst für James Bond zuständig) in Berlin einen Agenten verloren hat – und mit ihm eine Liste aller tätigen Doppelagenten. Lorraine Broughton wird ausgeschickt, den Fall zu klären, findet aber in David Percival als Berliner Kontaktmann einen nicht gerade vertrauenswürdigen Partner. Wie so oft bei dieser Art von Filmen schaut man durch die Handlung nicht wirklich durch – man merkt nur, dass das knallharte Agenten-Blondinchen es auch lesbisch liebt und bekommt ein paar ganz deutliche Szenen davon…

ATHEN: AUSSTELLUNG ZUM 40. TODESTAG VON MARIA CALLAS. „MARIA CALLAS – IHR MYTHOS LEBT“.
EINE HOMMAGE AN MARIA CALLAS

Maria Callas (geb. 2.12.1923 in New York, gest.  16.9.1977 in Paris)

call

Die Ausstellung findet in einem neu renovierten 6-stöckigen Haus in der elegantesten Straße von Athen statt, in der Vassilisis Sofias Avenue Nou (Nr.9), Ecke Merlinstraße 1, vis a vis vom Parlament und im wichtigsten Botschaftsviertel.

Veranstaltet wird von einer Privatstiftung für „Fine Arts & Music“ von Vasilis und Marina Theocharaki. Vasilis Theocharaki ist Geschäftsmann, aber auch Maler.
 
Öffnungszeiten: Mo-So 10-18 h, Donnerstag 10-20 h

Politik


Frankreichs Präsident nicht beim „Lear“, sondern beim Duokonzert Argerich-Barenboim.
Copyright: APA/ Franz Neumayr

Ich habe Sie gestern falsch informiert, als ich das französische Präsidentenpaar bei „Lear“ vermutete. Tatsächlich wurde der Duo-Abend Argerich – Barenboim besucht. Der ist wohl auch kürzer und passt besser in das Programm

Macron gibt in Salzburg den Beschützer Europas
Frankreichs Präsident verspricht eine Neugründung der EU und sagt gemeinsam mit Gastgeber Kern osteuropäischem Lohndumping den Kampf an.
Die Presse[10]

Wenn die beiden das in die Hand nehmen, was kann uns dann noch passieren?

Dementsprechend beruhigt wünsche ich einen schönen Tag

A.C.

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/912529_Behutsame-Ambitionen.html?em_view
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/912531_Glanzlichter-aus-der-Dunkelheit.html?em_view
  3. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211676855/Salzburger-Bilanz-Abseits-der-Kulinarik.html
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16366/oper-stuttgart-produziert-haensel-und-gretel-mit-serebrennikow-team/
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000062999435/Haydn-Festspiele-Ein-Festival-auf-Tournee
  6. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16364/wettbewerb-neue-stimmen-nimmt-42-opernsaenger-an/
  7. http://r.newsletter.berliner-ensemble.de/nxvgleogerrf.html: http://r.newsletter.berliner-ensemble.de/nxvgleogerrf.html
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/5272970/Kommentar_Martin-Kusej-weiss-dass-man-Menschen-nicht-wegschuettet
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/eu/5273650/Austerlitzgipfel_Macron-gibt-in-Salzburg-den-Beschuetzer-Europas

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-august-2017


23. AUGUST 2017

by ac | 23. August 2017 08:39

Anne Sophie Mutter 40 Jahre in Salzburg. Foto: Wikipedia

1976 für kam es für Anne-Sophie Mutter zu der schicksalhaften Begegnung mit Herbert von Karajan. Der Dirigent war von ihrem vollkommenen Spiel so begeistert, dass er beschloss, „das Phänomen“ zu fördern. Ein Jahr darauf stand Anne-Sophie schon auf der Bühne der Salzburger Festspiele – zusammen mit dem Maestro. Für BR-KLASSIK blickt die Geigerin auf 40 Jahre bewegter Geschichte zurück…

Auszug aus dem Interview mit BR-Klassik: …Es gibt insgesamt mehr Musiker, mehr Konzerte, aber auch weniger Bildung. Da geht die Schere auseinander und dafür zahlen wir inzwischen auch einen hohen Preis. Die Klassik ist weitestgehend aus den Medien verschwunden. Man muss schon richtig suchen oder eben spät abends noch wach bleiben, um mal eine Konzertübertragung zu sehen. Es krankt natürlich auch am Nachwuchs der Zuhörer. Denn wenn es nur noch die Aufgabe der Eltern ist, Klassische Musik als etwas ganz Natürliches wie Lesen, Schreiben und Fußballspielen einem Kind mit an die Hand zu geben, dann wird es wieder superelitär und elfenbeinturmmäßig. Und da wollen wir überhaupt nicht hin. Denn Musik macht wahnsinnig viel Freude – nicht nur den Musikern, sondern auch den Zuhörern. Sie ist auch ein Abbild unserer Gesellschaft und sie ist voll dichter Emotionalität und tiefer Menschlichkeit…

Das sind Worte, die man genauer lesen sollte. Der Markt wird mit Musikern aller Sparten überfüttert –  die Unis kommen mit der „Produktion“ nicht nach und sind noch stolz darauf. Und wir als „Musikgesellschaft“ begrüßen diese Entwicklung, ohne daran zu denken, wie viele junge, hoffnungsfrohe Menschen dabei stranden. Der „Markt“  ist mehr als gesättigt!

Anne-Sophie Mutter – 40 Jahre Salzburger Festspiele: „Ich weiß nicht, ob ich ein Vorbild bin“
1976 für kam es für Anne-Sophie Mutter zu der schicksalhaften Begegnung mit Herbert von Karajan. Der Dirigent war von ihrem vollkommenen Spiel so begeistert, dass er beschloss, „das Phänomen“ zu fördern. Ein Jahr darauf stand Anne-Sophie schon auf der Bühne der Salzburger Festspiele – zusammen mit dem Maestro. Für BR-KLASSIK blickt die Geigerin auf 40 Jahre bewegter Geschichte zurück.
BR-Klassik[1]

SALZBURG: Peter Skorepa berichtet über die „Alternativ-Aida“

Vittoria Yeo ist Aida II. Copyright: Luigi Caputo/ Salzburger Festspiele

Gestern Abend fand die vorletzte AIDA im großen Festspielhaus mit der alternativ besetzten Aida und auch einem neuen Radamés statt:

Während unter dem besorgten und wachsamen Auge seiner vom Exdirektor der Wiener Staatsoper Holender mit galantestem Handkuss im Publikum begrüßten Gattin Yusif EYVAZOF einen durchaus heldischen aber auch zu erstaunlich feinen Piani fähigen ägyptischen Feldherrn gab, hatte die mit Spannung erwartete neue Aida nach gutem Start weniger Glück.

Zwar zeigte der jugendlich-dramatische Sopran von Frau Vittoria YEO alle Ansätze einer lebhaften aber auch innig gestalteten Titelrolle, doch ließ ihre offensichtliche Nervosität im Nilakt den Spitzenton ihrer Arie nicht zu, der kam über den angetippten Einsatz nicht hinaus und es dauerte einige Zeit, bis das wieder überwunden war und sich in der Grabkammer das Drama im gemeinsamen Pianissimo-Tod auflöste.

Man kann nur sagen: Mehr Aida-Glück für die zweite Vorstellung.

Venezuela: Dudamel bezieht Stellung – und wird sanktioniert

Zustände in Venezuela unter dem sozialistischen Präsidenten Maduro

Forderung der internationalen Presse: Der weltweit bekannte Venezolaner Gustavo Dudamel dürfe über die Probleme im Land nicht schweigen, hieß es. Er müsse seine Stimme gegen das Regime erheben. Unter dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro erlebt Venezuela eine schwere Krise. Es fehlt an Nahrungsmitteln und Medikamenten in dem Land mit den größten Ölreserven der Welt. Kritiker werfen Staatschef Nicolás Maduro vor, er würde die Errichtung einer sozialistischen Diktatur vorantreiben…

Gustavo Dudamel wird sein langes Schweigen zu den Zuständen zum Vorwurf gemacht. Von wem? Von Leuten, die weit weg vom Geschehen sind. „Gegen den Wind ist leicht stinken“. 

Als Pragmatiker möchte ich das gerne einmal hinterfragen. Dudamel ist weltweit bekannt, deshalb zählt seine Stimme? Bei wem ist Herr Dudamel „weltweit“ bekannt? Wohl nur in kulturellen Kreisen, machen wir uns doch nichts vor.

Eine Aussage des Herrn Dudamel verpufft wie ein Furz im Wald, dem Herrn Maduro wird das kaum stören. Hätte Herr Dudamel den Herrn Maduro unterstützt, sähe die Sache anders aus. Dudamel war ein „Chavez-Günstling“ – und davon profitieren tausende Jugendliche in Venezuela.

Nun hat Herr Dudamel – wohl auf internationalen Druck – aufgemuckt, und schon treffen die Repressalien in erster Linie die jungen Musiker, für die die USA-Konzerte ein einmaliges Erlebnis gewesen wären. Wer hat nun etwas davon? Der Herr Maduro wird wegen der Dudamel-Kritik seine Politik nicht ändern, kein Musiker der Welt kann entscheidend mithelfen, dieses Problem zu lösen. Sehen wir es doch realistisch und provozieren wir nicht sinnlos Situationen, die niemand helfen, aber vielen jungen Menschen schaden! Heldentum verlangen wir immer von den Anderen, selbst „ziehen wir den Schwanz ein“, wenn der Chef an einem vorbei geht!

„Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere Fehler sich bequemer breit machen können“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Moskau: Leiter des Gogol-Theaters festgenommen

Der Regisseur Kirill Serebrennikow gilt als Vertreter einer liberalen Öffentlichkeit in Russland. Ermittler werfen ihm vor, öffentliche Gelder veruntreut zu haben.

Der Leiter des Moskauer Gogol-Theaters wird beschuldigt, zwischen 2011 und 2014 Steuergelder von umgerechnet knapp einer Million Euro veruntreut zu haben. Das teilte das staatliche Ermittlungskomitee mit.

 Serebrennikow wies den Vorwurf zurück. Seinen Angaben zufolge behaupten die Ermittler, dass eine bestellte Inszenierung von Shakespeares‘ Sommernachtstraum nicht zustande gekommen sei. Die Aufführung ist allerdings mehrfach in Russland und im Ausland gezeigt worden. (Quelle: Die Zeit“)
Das will ich gerne glauben, will aber auch die andere Seite hören. Wenn die Angaben des Herrn Serebrennikov stimmen, lässt sich das selbst in Russland verifizieren. Allein die Tatsache, dass Herr Serebrennikov als Regimegegner gilt, heißt noch lange nicht, dass er ohne Fehl und Tadel ist.

Mit „die Hand ins Feuer legen“ habe ich schon sehr üble Erfahrungen gemacht. Auf Asbesthandschuhe verzichte ich künftig nicht mehr!

Regisseur Serebrennikov wegen Betrungsverdacht festgenommen
Der Standard[2]
Theaterregisseur Serebrennikow in Moskau verhaftet
Seit Monaten laufen Ermittlungen gegen den regimekritischen Theaterchef und -regisseur. Jetzt wurde Kirill Serebrennikow in Moskau festgenommen.
Tagesspiegel[3]
Leiter des Gogol-Theaters festgenommen
Die Zeit[4]
Bochum/Ruhrtriennale: Erik Saties „Socrate“ mit Barbara Hannigan und Reinbert de Leeuw
Neue Musikzeitung/nmz.de[5]

WIEN/ BURGTHEATER: AUFREGUNG UM MARTIN KUSEJS VERUNGLÜCKTEN SAGER VON DER „SUPPE, DIE ER AUSSCHÜTTEN WIRD“

 

Aufregung um Aussagen des künftigen Burgtheater-Chefs Kusej =

Martin Kusej, ab Herbst 2019 Direktor des Burgtheaters, hat in einem Radiointerview für Aufregung gesorgt. So meinte Kusej mit Blick auf sein Wiener Engagement: „Ich schütte da sicher mal die Hälfte oder zwei Drittel von diesem Suppentopf aus und koche mal eine neue Suppe auf.“ Gedeutet wurde dies mit größeren Veränderungen im Ensemble.

Na servas! Hätte das ein Politiker gesagt, nämlich sinngemäß Menschen mit einer Suppe, die er auszuschütten gedenkt, zu vergleichen, hätte es Rücktrittsaufforderungen gehagelt. So aber haben wir künftig ein neues Längenmaß: Ein „Kusej“ ist der Abstand von einem Fettnapf zum anderen!

Gegenüber der APA relativierte Martin Kusej diesen Satz: Der Satz mit der ‚Suppe‘, die ich ausleeren und neu wieder aufkochen will, bezog sich generell auf das Wiener bzw. Österreichische kulturelle Klima; also eine um sich selbst kreisende, nicht über den Tellerrand blickende Theaterszene, die selbstverständlich aufgemischt gehört“, so Kusej. Es sei völlig klar, dass es zu größeren Veränderungen kommen werde, das sei ja auch sein Auftrag durch das Ministerium.

Die Rechtfertigung ist so schwach wie rechtfertigende Politikerversuche in letzter Zeit.

Bemerkenswert ist, dass in erster Linie das „Ausschütten der (Menschen)Suppe“ für Aufregung sorgt ( die betroffenen Akteure mögen die wenigen Schritte zum Bundeskanzleramt gehen und dort „Bravo Drozda“ rufen), dass Herr Kusej die Tradition des Burgtheaters als nicht zwingend erachtet, stört weit weniger.

Kusej betonte im Radio erneut, ein weltoffenes Theater machen zu wollen, das auch fremdsprachige Aufführungen nicht ausschließt. „Ich weiß natürlich, dass das Burgtheaters eine große Tradition hat. Viel an dieser Tradition ist natürlich auch ein Schein, der durch nichts gerechtfertigt ist„, so der derzeitige Intendant des Münchner Residenztheaters. „Im Hintergrund, wenn man dann genauer schaut, oder nachkratzt, dann sind die Dinge nicht so toll, wie sie landläufig angenommen werden.“… (Quelle: Salzburger Nachrichten)

Wien
Kusej will mindestens halbes Burgtheaterensemble austauschen
Martin Kusej, ab Herbst 2019 Direktor des Burgtheaters, plant offenbar größere Veränderungen im Ensemble. Im Ö1-Morgenjournal sagte er heute dazu: „Ich schütte da sicher mal die Hälfte oder zwei Drittel von diesem Suppentopf aus und koche mal eine neue Suppe auf.“ Weiters betonte er erneut, ein weltoffenes Theater machen zu wollen, das auch fremdsprachige Aufführungen nicht ausschließt.
Salzburger Nachrichten[6]
Künftiger Burgtheaterchef will vieles anders machen
Martin Kusej will nicht zwingend an Traditionen des Hauses festhalten. Mit seinen Inszenierungen und direkten Aussagen hat er schon manchmal für Zündstoff gesorgt.
Hamburger Abendblatt[7]
Burgtheater: Kušej will großen Teil des Ensembles austauschen
Neuer Direktor: „Schütte da sicher mal die Hälfte oder zwei Drittel von diesem Suppentopf aus und koche mal eine neue Suppe auf“ –
Der Standard[8]
Kusej tauscht den Großteil des Ensembles aus
Die Presse[9]
Wofür steht Kusej?
http://oe1.orf.at/artikel/636537[10]
Burgtheater: Aufregung um Kusej-Sager
Martin Kusej, ab Herbst 2019 Direktor des Burgtheaters, wurde im Ö1-Morgenjournal verkürzt und falsch wiedergegeben.
https://kurier.at/kultur/burgtheater-aufregung-um-kusej-sager/281.980.890[11]
Kusej will Burgtheater durchschütteln
Münchner Abendzeitung[12]

Ich bin weit weg davon, ein Traditionalist zu sein. Tradition ist aber auch eine „Marke“ – und im Fall Burgtheater eine sehr gute noch dazu. Warum soll man an der bewährten Marke kratzen? Aus kaufmännischer Sicht verstehe ich das nicht, auch Coca-Cola wird die jahrzehntelang bewährte Rezeptur nicht ändern. Bei Coca-Cola sitzen aber Kaufleute, bei den Akteuren in dieser Sache habe ich eher nicht das Gefühl.

Dass die Kusej-Worte natürlich eine „Watschn“ für die noch im Amt befindliche Direktorin sind, ist wohl auch klar. Herr Kusej schiebt den „Schwarzen Peter“ dem Minister zu (wohl eine Charakterfrage) , der ihn angeblich beauftragt hat, große Änderungen durchzuführen (und dabei mehr als das halbe Ensemble zu kündigen). Herr Minister, wie steht es dann mit dem Lob, das Sie der Burgtheater-Direktion ständig aussprechen. „Politsprech?“ Und so nebenbei kritisiert Herr Kusej auch seinen „Macher“ ( bezog sich generell auf das Wiener bzw. Österreichische kulturelle Klima; also eine um sich selbst kreisende, nicht über den Tellerrand blickende Theaterszene, die selbstverständlich aufgemischt gehört), denn die Kulturpolitik Österreichs obliegt der Partei des Kulturministers – nicht erst seit gestern!

Herr Kusej, Sie mögen ein großer Theatermann sein, das was Sie aber gestern in Worten abgeliefert haben (inklusive Gebrauchsanweisung, die als Rechtfertigung herhalten muss) war ein ungeschicktes Gestammel von einer Peinlichkeit zur anderen (Maßeinheit: Ein Kusej)

Ist es zwingend, dass dieser Mann zumindest fünf Jahre lang am Burgtheater Tradition abbauen darf  (wir leben in Wien und Wien lebt weitgehend von der Tradition. Wegen des Twin-Tower kommt niemand extra nach Wien)? Vermutlich wird es so sein, aber zwingend ist es nicht. Auch ein Fußballtrainer, der seine Mannschaft in Abstiegsgefahr bringt, wird trotz laufenden Vertrags abgelöst. In diesem Fall einigt man sich auf eine Abschlagszahlung, ist eine Einigung nicht möglich, ist der Mann bei vollen Bezügen freigestellt. Dann darf er aber während der Vertragsdauer kein anderes Engagement annehmen. Ob das ein Theatermann aushält?

Heinrich Schramm- Schiessl schreibt: Das Interview des Herrn Kusej ist insoweit interessant, als er vom Auftrag des Ministers spricht, das Burgtheater zu verändern. Genau den gleichen Satz hat man szt. von Claus Peymann gehört. Und auch dieser hat einen Kahlschlag im Ensemble getätigt, bzw. den bisherigen Ensemble-Mitgliedern einfach keine interessanten Aufgaben mehr gegeben, sodass viele von sich aus gingen oder sich – wo es möglich war – pensionieren ließen.

Unser Leser Klaus Z. (voller name der Redaktion bekannt) schreibt zu diesem Thema:

Sie haben das Kusej-Interview erwähnt, das ja wegen der „Suppe“ viel Staub aufwirbelt: für mich aber ist etwas anderes interessant, auch im Zusammenhang mit dem Interview mit Frau Mutter, die Bildungsmangel beklagt: Gernot Zimmermann, immerhin ein prominenter Kulturjournalist in Salzburg hat in seinem doch eher „anbiedernden“Interview die „Nähe zu Klaus Bachler“ erwähnt und  von der bekannten Inszenierung der RUSALKA VON JANACEK (ich hab es heute in der Früh nochmals nachgehört) gesprochen. Ich war entsetzt, weil auch Kusej nicht reagiert hat. Ist das jetzt „wurscht“, oder unwichtig, für mich auf jeden Fall bezeichnend für eine gewisse Oberflächlichkeit auch auf ORF III, es geht nur um Namen, Getue usw.

Filme der Woche

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Die Dame – etwa 60 plus und sehr gut erhalten, kurz: Diane Keaton – ist zwar Amerikanerin, aber in ihre noble englische Umwelt (erstklassige Londoner Adresse) bestens integriert. Keine wirklich trauernde Witwe, denn wir hören, dass sie ihrem Mann im Grab – der Friedhof von Highgate ist gleich daneben – nichts Freundliches nachsagt. So ganz erfüllt ist ihr Leben nicht, also schaut sie auch mal (sogar mit Fernglas) in den Park vis a vis, den berühmten Hampstead Heath – ja, und da ist er, der seltsame alte Mann, der dort im Grünen in einem verwahrlosten Holzhaus lebt und genau das und nichts anderes will: Nieder mit den Kapitalisten, die die grüne Welt verbetonieren wollen! Also: Die Etablierten und die Außenseiter – der klassische Gegensatz.

Emily Walters, die neugierige Witwe, und Donald Horner, der bewusste Loner, der kein Sandler ist, sondern ein recht gebildeter Mann (Brendan Gleeson kann alles, auch das), finden sich natürlich. Allerdings ein bisschen in „der Widerspenstigen Zähmung“-Manier, denn sie sind ja beide nicht alltägliche Individualitäten. Sie möchte anfangs zwar ein bisschen von oben herab „karitativ“ hilfreich sein, er bedankt sich (er ist kein „Charity Case“, er entscheidet, wie er leben will), aber wenn zwei so unwiderstehlich sind, dann wird die Beziehung schon erfreulich intim – der Sohn der Dame kann sich nur wundern, wen er da kaum angezogen in Mutters Küche findet, und die zickigen Nachbarinnen erst recht.

Und schließlich kommt es, wie es kommen muss: Nach 17 Jahren „wild“ im Park, soll Donald nun delogiert werden…

Macron: Salzburg wird zur Festung
Heute soll das Ehepaar Macron in Salzburg landen. Eine Stadt im Ausnahmezustand.
Oe24.at[13]

„Gehen wir Macron schauen“  lautet die Devise in Salzburg. Das Ehepaar Macron sieht „Lear“ – nicht eben ein freundliches Stück, aber diewohl beste Produktion, die Salzburg heuer zu bieten hat! Dabei bräuchte Monsuer Macron dringend Aufheiterung. In Frankreich fallen seine Umfragewerte rasant, selbst der ungeliebte Vorgänger hatte zu diesem Zeitpunkt bessere Werte.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/anne-sophie-mutter-salzburger-festspiele-interview-100.html
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000062965524/Russischer-Regisseur-Serebrennikow-festgenommen
  3. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/russland-theaterregisseur-serebrennikow-in-moskau-verhaftet/20220902.html
  4. Die Zeit: http://www.zeit.de/kultur/2017-08/russland-kirill-serebrennikow-gogol-theater-leiter-festnahme
  5. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/ruhrtriennale-erik-saties-socrate-mit-barbara-hannigan-und-reinbert-de-leeuw
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/kusej-will-mindestens-halbes-burgtheaterensemble-austauschen-261549/
  7. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211665067/Kuenftiger-Burgtheater-Chef-will-vieles-anders-machen.html
  8. Der Standard: http://derstandard.at/2000062964056/Burgtheater-Kusej-will-grossen-Teil-des-Ensembles-austauschen
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5272564/BurgtheaterDirektor-will-Grossteil-des-Ensembles-austauschen
  10. http://oe1.orf.at/artikel/636537: http://oe1.orf.at/artikel/636537
  11. https://kurier.at/kultur/burgtheater-aufregung-um-kusej-sager/281.980.890: https://kurier.at/kultur/burgtheater-aufregung-um-kusej-sager/281.980.890
  12. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.direktor-des-residenztheaters-martin-kusej-will-das-burgtheater-durchschuetteln.d8679c44-2b54-4a43-989f-32b0975e3fca.html
  13. Oe24.at: http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Macron-Salzburg-wird-zur-Festung/296089319

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-august-2017


22. AUGUST 2017

by ac | 22. August 2017 08:22

Bildergebnis für salzburger festspiele
SALZBURG: Hinterhäuser-Start bei Salzburger Festspielen polarisierte Copyright: ORF/ Milenko Badzic

Salzburg (APA) – Mit Aribert Reimanns „Lear“ wurde am Sonntag die letzte große Premiere im ersten Jahr der Intendanz von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen umjubelt – symptomatisch für die gesamte Bilanz. Die präsentierten Arbeiten polarisierten und provozierten ebenso enthusiastische Zustimmung wie vehemente Kritik.

Kalt ließen die Festspiel-Premieren 2017 das Publikum jedoch nie. (APA)

Das klingt schon nach Bilanz – die Festspiele gehen aber weiter. Wir vom Online-Merker erwarten noch Berichte von der „Alternativ-Aida“ mit dem Netrebko-Gatten ohne seine Diva und auch vom Florez-Konzert zum echten Abschluss der Festspiele.

Heute: Prinzessin „Aida“ die Zweite

Salzburger Nachrichten[1]

Salzburg/ Felsenreitschule: „LEAR“ ODER DIE DESTRUKTIVE MACHT DER LIEBE von  Aribert Reimann.Premiere  am 20.8.2017


Gerald Finley (Lear). Copyright: Thomas Aurin/Salzburger Festspiele

Zuletzt gefrieren die vulkan-artigen Emotionen zu einer Eishöhle und das Publikum in der Salzburger Felsenreitschule hält den Atem an. Selten habe ich das Gefühl des Ausgeliefert-Seins und Betroffen-Machens so hautnah erlebt wie bei dieser Neuinszenierung von Aribert Reimann „Lear“, der vor 39 Jahren in München mit Dietrich Fischer-Dieskau in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Ist schon die mehr als 400 Jahre alte Original-Text-Vorlage für das Opern-Libretto von Claus H. Henneberg von William Shakespeare ein „Depressions-Hammer“, so wird durch die „Vivisektion“ der Musik die Analyse der destruktiven Macht der Liebe ins Unermessliche gesteigert…

Zum Bericht [2]von Peter Dusek

Was für ein Land, das Lear unter seinen Töchtern zu verteilen hat! Über und über ist es mit Blumen bedeckt. Nicht lose bestreut, nein üppiges Blühen bis auf Waden-, gar Kniehöhe. Und natürlich keine Kunstblumen, sondern saftiges Sprießen dicht an dicht auf der Spielfläche der Felsenreitschule. Die Salzburger Festspiele sparen nicht, für König Lear nicht und auch nicht für den 81jährigen Komponisten Aribert Reimann.
Drehpunkt Kultur[3]

Auszug aus „Münchner Abendzeitung: Wenn Publikum auf der Bühne sitzt, kann der Veranstalter eigentlich zufrieden sein. Dann ist nämlich ausverkauft. Auch in der Premiere dieser Neuinszenierung der Oper „Lear“ von Aribert Reimann bevölkern feine Damen und Herren die Bühne der Felsenreitschule.

Hier jedoch hält dieser eher gewöhnliche Umstand einen spektakulären Clou bereit, ja, sogar einen Schock: Als im zweiten Teil die bösen Schwestern die Macht übernehmen, werden einzelne Zuschauer, darunter selbst würdige ältere Herrschaften, von Security-Typen abgeführt, zu Boden geschleudert und mit Blut beschmiert. Es handelte sich von Anfang an um Statisten.

Sicherlich hat in der Geschichte der Salzburger Festspiele schon mancher Regisseur Groll gegen sein Publikum gehegt. Doch Simon Stone geht viel weiter. Hat es so einen ungeschminkten Angriff auf die tüchtig zahlenden Gäste schon einmal gegeben? In dieser Unverschämtheit liegt die Relevanz der Inszenierung des jungen Australiers, der auch als Schauspieler, Autor und Filmemacher tätig ist…

Angriff auf die zahlenden Gäste
Münchner Abendzeitung[4]

Weitere Presseberichte

Jubel und Buhrufe für Reimanns „Lear“ in Salzburg
Mit einer Neuinszenierung von Aribert Reimanns Oper „Lear“ ist am Sonntagabend eine zum Teil spektakuläre Serie von zehn Musiktheater- und Schauspiel-Neuproduktionen bei den Salzburger Festspielen abgeschlossen worden.
Musik heute[5]
Es kann jeden treffen: Blut und Wahnsinn bei den Salzburger Festspielen
Hamburger Abendblatt[6]
„Lear“ in Salzburg: Blumengarten der Demütigungen
Premiere von Aribert Reimanns „Lear“ bei den Salzburger Festspielen in der Felsenreitschule –
Der Standard[7]
„Lear“ bei den Salzburger Festspielen: Bier, Regen und Blut in Strömen
Regisseur Simon Stone erzählt den „Lear“ als Geschichte von heute. Das Werk wird zu einem Triumph zeitgenössischen, schonungslos expressiven Musiktheaters.
Die Presse[8]
High Society im Blutbad
DeutschlandfunkKultur[9]
Wie ein Film von David Lynch
BR-Klassik[10]
Lear“ in Bildern: Zwischen Blumenwiese und Blutspur
BR-Klassik (Lear-Foto-Show)[11]
Jeder Herrscher ist auch Täter
Simon Stone krönt den diesjährigen Salzburger Premierenreigen mit einer streitbaren Neuinszenierung von Aribert Reimanns Oper «Lear». Die Produktion hebt die Trennung zwischen Bühne und Publikum auf – sie geht jeden an.
Neue Zürcher Zeitung[12]
Auf der Blutwiese
Kurier[13]
Lear“ – ein Ereignis bei den Festspielen
Das Salzburger Opernprogramm 2017 endete mit einem Triumph.
https://kurier.at/kultur/lear-ein-ereignis-bei-den-festspielen/281.685.400[14]
Ein imposanter Erfolg
Salzburger Nachrichten[15]

Bregenzer Festspiele starteten Kartenverkauf für 2018

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 Nach der Festspielsaison ist vor der Festspielsaison: Nachdem die 72. Saison der Bregenzer Festspiele am Sonntagabend kurz nach 23.00 Uhr zu Ende gegangen war, startete das Festival Montag früh den Ticketverkauf für das nächste Jahr. Die 73. Bregenzer Festspiele sind von 18. Juli bis 19. August 2018 angesetzt, Georges Bizets „Carmen“ soll zumindest 26 Mal auf der Seebühne aufgeführt werden.

Heuer waren bereits beim Saisonstart alle 28 „Carmen“-Aufführungen ausverkauft gewesen, laut dem kaufmännischen Direktor Michael Diem hätten noch „fünf bis sechs weitere“ zusätzliche Vorstellungen verkauft werden können. Dass die Bregenzer „Carmen“ in diesem Jahr die Marke von 200.000 Besuchern knapp verfehlte, lag nur an zwei Regenabsagen. Mit 193.500 Besuchern auf der Seebühne und insgesamt 256.500 Gästen verzeichneten die Festspiele aber die zweitbeste Saison seit Beginn des Festivals im Jahr 1946.

Als Oper im Festspielhaus wird 2018 „Beatrice Cenci“ des deutschen Komponisten Berthold Goldschmidt (bisher nur einmal szenisch aufgeführt) gezeigt. Über das gesamte Programm 2018 werden die Bregenzer Festspiele im November Auskunft geben.

www.bregenzerfestspiele.com[16]

Betreff: Festspielpublikum

Natürlich hat nicht nur das Salzburger Festspielpublikum seine Marotten, auch in Bayreuth, also überall dort, wo ein Festspielbesuch eine Prestigeangelegenheit ist, kann man so einiges erleben. Heinrich Schramm-Schiessl berichtet darüber:

Auch ich hatte in Bayreuth ein ähnliches Erlebnis: Als ich 1993 mit meiner Frau – für sie das erste Mal – in Bayreuth war, ging ich mit ihr nach dem Parsifal, der ja bis ca. 22.30 Uhr dauert, in die „Eule“ essen. Da es in Deutschland  durchaus üblich ist, dass man bei einem voll besetzen Lokal jemand Fremden an den Tisch gesetzt bekommt, setzte sich ein nicht mehr ganz junger, der Sprache nach Norddeutscher, mit dafür extrem junger Begleiterin an unseren Tisch. Seine ersten Worten waren – ohne uns zu grüßen: „Mensch, det war aber ne Sache, soo lang – ich hab schon Hunger und freue mich auf das Essen. Das ist eigentlich eine Zumutung für das Publikum.“ Nur ein nicht unbedingt sanfter Druck meiner Frau mit ihrem Schuhabsatz auf meine Zehen hinderte mich daran, ihm die Meinung zu sagen und ihm den Rat zu geben, künftig seine Karten an Kartensuchende zu verkaufen (möglichst ohne Aufpreis, denn dann wäre es Schwarzhandel).

INNSBRUCK/ Festwochen der Alten Musik: PYGMALION von Rameau (Premiere am 20.8.)

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Der Bildhauer Pygmalion (Anders J. Dahlin) vor seiner Statue (Samantha Louis-Jean) Copyright: Rupert Larl

In Kooperation mit den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci und dem Centre de musique Baroque de Versailles brachten die 41. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik am 20. August 2017 im Tiroler Landestheater drei Werke französischer Komponisten zur Aufführung: „Pygmalion“ von Jean-Philippe Rameau (Ballett-Oper), „La Muse de l’Opéra ou Les Caractères lyriques“ von Louis-Nicolas Clérambault und „Le Caractères de la Danse“ von Jean-Féry Rebel. Die zweistündige Aufführung fand in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln statt…

Zum Bericht [17]von Udo Pacolt

Nach Kritik: Venezuelas Staatschef Maduro strich Tour von Stardirigent Dudamel =

Nach seiner Kritik an Staatschef Nicolas Maduro hat Venezuelas Regierung eine für September geplante Tour des Stardirigenten Gustavo Dudamel mit dem nationalen Jugendorchester gestrichen. „Herzzerreißende Absage unserer viertägigen Tour durch vier US-Städte“, schrieb der 36 Jahre alte Dudamel am Montag auf Twitter.

Venezuela: Maduro strich Tournee mit dem Staatlichen Orchester unter Dudamel
Salzburger Nachrichten[18]

Venezuela Cancels Gustavo Dudamel Tour After His Criticisms
The New York Times[19]

Zum Tod des Komponisten Wilhelm Killmayer: Konsequent gegen den Strom
Wilhelm Killmayer war eine der eigenwilligsten Künstlerpersönlichkeiten mit einer charakteristischen Klangsprache fern jeglicher Schulen und Stile.
BR-Klassik[20]

Schauspiel-Legende Margot Hielscher mit 97 Jahren gestorben 

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Das teilte ihr Neffe Peter Graf Schall-Riaucour am Dienstag mit. Die Schauspielerin und Sängerin ist im Alter von 97 Jahren in ihrem Wohnhaus in München gestorben. Sie sei friedlich eingeschlafen, berichtete ihr Neffe. Hielscher war in mehr als 50 Filmen und 200 Fernsehproduktionen zu sehen.

 

Deutsche Malergröße Karl Otto Götz ist tot
Er war ein Pionier der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit und Lehrer von Gerhard Richter und Sigmar Polke. Nun ist Karl Otto Götz im Alter von 103 Jahren gestorben.
Tagesspiegel[21]

Filme der Woche

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In der hohen Kunst des Seitensprungs, genauer: Ehebruchs, sind die Franzosen besondere Spezialisten – zahllose Theaterstücke wurden darüber geschrieben, zahllose Filme dazu gemacht. Meist verhalten sich Ehemänner allerdings ausgesprochen „patschert“, wie man in Wien sagt, und in unseren Zeit, wo man professionelle Beratung zu allem und jedem kaufen kann, ist eine Agentur, die sich gewissermaßen mit der Perfektionierung von Alibis befasst, gar nicht so weit her geholt…

Also begegnet man die Grégory Van Huffel (Philippe Lacheau), dem Gründer von „Alibi.com“, der mit seinen Mitarbeitern Augustin (Julien Arruti) und Mehdi (Tarek Boudali) gewandt damit befasst ist, Ehemännern (und bei bedarf auch Ehefrauen) auf Abwegen mit alternativen Handys und Kreditkarten und jeder Menge fest gefügten Alibis behilflich zu sein. Komisch und nicht einmal ganz unglaubwürdig, zumal die Darsteller als echtes Blödel-Trio agieren.

Und dann passiert – Komödiendramaturgie, selbstverständlich – zweierlei: Ein älterer Herr wird Kunde, er will mit seiner Geliebten ein ungestörtes Wochenende an der Cote d’Azur verbringen. Und Grégory verliebt sich in Flo Martin (Élodie Fontan), die absolute Wahrheit in Beziehungen auf ihr Banner geschrieben hat. Nicht gerade die ideale Partnerin für einen professionellen Lügner – der bald auch ihre Eltern kennen lernt. Und der neue Kunde, Gérard Martin (Didier Bourdon), ist der Papa von Flo, und die so nette Mama (die immer hinreißende Nathalie Baye) ist das Opfer des geplanten Betrugs…

So lange kicken Fußballer, bis sie ihr Auto abbezahlen können

Gianluigi Buffon, Torhüterlegende von Juventus Turin, ist ein bescheidener Mann – zumindest was sein Auto betrifft. Er fährt einen Fiat 500. Um den abbezahlen zu können, muss er nicht einmal 20 Minuten im Tor stehen. Bei der kompakten Abwehr von Juventus kann es sein, dass Buffon in diesen 20 Minuten kein einziges Mal den Ball berührt.

Schwerer macht es sich da schon Cristiano Ronaldo. Wegen seines Autos muss er über 5 Stunden im Dienste von Real Madrid spielen. Wieso die „Ungerechtigkeit“. Es ist keine, denn Ronaldo fährt einen Bugatti, der über 2 Millionen Euro kostet

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In unseren heutigen Infos des Tages finden Sie eine Grafik mit einer genaueren Aufstellung der Karossen unserer Fußballstars.

Ich bin keineswegs neidisch, denn ich komme aus der Privatwirtschaft, in der nur Leistung zählt. Von einem Mitarbeiter, der nicht zumidest das erarbeitet, das er verdient, muss sich ein Chef in der privaten Wirtschaft trennen. Man muss „sein Geld wert sein“.

Fußballclubs sind Privatunternehmen, wenn der Kicker leistungsmäßig abbaut (keine zusätzlichen Zuschauer mehr anlockt, keine Fans mobilisiert), bekommt er den berühmten Tritt in den Hintern. Dann kann er sich womöglich einen Verein in unserer österreichischen Gurkenliga suchen.

So ist es. es ist ein Geben und nehmen – ohne geschützten Bereich! Deshalb ist auch kein Neid angebracht. Cristiano Ronaldo ist der wohl körperlich fitteste Fußballer der Welt, seine Sprungtechnik ist enorm. Dazu bedarf es ständigen Trainings. Der arme Ronaldo hat gar keine Zeit, seinen Reichtum zu genießen. Fürwahr, ein „armer Hund“ – deshalb beneiden Sie ihn bitte nicht, sondern bedauern Sie ihn!

Österreich: Rentner fordern Pensionserhöhung noch vor der Wahl
Wie oft muss Österreich noch wählen, bis alle Pensionisten mit ihrer Rente ein Leben in Würde führen können? Auch dieses Mal versprechen die Politiker wieder das Blaue vom Himmel – sowohl SPÖ als auch ÖVP. Die Forderung der Betroffenen: „Wenn alle dafür sind, dann erhöht die Pensionen aber auch wirklich vor der Wahl!“
Kronen Zeitung[23]

Nun, vor der Wahl geht offenbar alles: Wie die „Krone“ bereits ankündigte , werden nun die Pensionen erhöht. Niedrigpensionen von mehr als 1,7 Millionen Menschen, das ist die überwiegende Mehrheit, steigen um 2,2 Prozent. Etwas mehr als 10.000 Beamte müssen dafür eine Nullrunde in Kauf nehmen. Das haben SPÖ und ÖVP am Dienstag im Ministerrat beschlossen.

Wenn wir jedes Jahr wählen würden, befänden wir uns wohl auf einer Insel der Seligen!

Nun bin ich aus dem Traum erwacht und wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/prinzessin-aida-die-zweite-261464/
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-felsenreitschule-lear-oder-die-destruktive-macht-der-liebe-von-aribert-reimann-premiere
  3. Drehpunkt Kultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11190-donner-schlage-die-erdkugel-flach
  4. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.az-kritik-lear-angriff-auf-die-zahlenden-gaeste.3dabef75-7461-4213-98e4-d828bd88f088.html
  5. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16356/jubel-und-buhrufe-fuer-reimanns-lear-in-salzburg/
  6. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211653391/Blut-und-Wahnsinn-bei-den-Salzburger-Festspielen.html
  7. Der Standard: http://derstandard.at/2000062902952/Lear-in-SalzburgBlumengarten-der-Demuetigungen
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5272166/Lear-bei-den-Salzburger-Festspielen_Bier-Regen-und-Blut-in-Stroemen
  9. DeutschlandfunkKultur: http://www.deutschlandfunkkultur.de/oper-lear-bei-den-salzburger-festspielen-high-society-im.1013.de.html?dram:article_id=393934
  10. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/aribert-reimann-lear-salzburg-kritik-100.html
  11. BR-Klassik (Lear-Foto-Show): https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/lear-oper-aribert-reimann-bildergalerie-szenenfotos-salzburger-festspiele-100.html
  12. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/salzburger-festspiele-jeder-herrscher-ist-auch-taeter-ld.1311936
  13. Kurier: https://kurier.at/kultur/lear-bei-den-salzburger-festspielen-auf-der-blutwiese/281.808.174
  14. https://kurier.at/kultur/lear-ein-ereignis-bei-den-festspielen/281.685.400: https://kurier.at/kultur/lear-ein-ereignis-bei-den-festspielen/281.685.400
  15. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-aribert-reimanns-lear-ein-imposanter-erfolg-261376/
  16. www.bregenzerfestspiele.com: http://www.bregenzerfestspiele.com
  17. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/innsbruck-41-festwochen-der-alten-musik-pygmalion-von-jean-philippe-rameau-premiere
  18. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/nach-kritik-maduro-strich-tour-von-stardirigent-dudamel-261509/
  19. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/08/21/arts/music/gustavo-dudamel-venezuela-maduro-youth-orchestra.html?rref=collection%2Fspotlightcollection%2Fclassical-music-reviews
  20. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/killmayer-wilhelm-komponist-gestorben-nachruf-100.html
  21. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/deutsche-malergroesse-karl-otto-goetz-ist-tot/20215952.html
  22. Sie Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  23. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/rentner-fordern-erhoehung-noch-vor-der-wahl-thema-pension-story-584579

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-august-2017


21. AUGUST 2017

by ac | 21. August 2017 08:43

Evelyn Herlitzius, Charles Workman. Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Der Australier lässt die Shakespeare-Adaption aus 1978 in einer Blumenwiese starten, die sich über den Abend hinweg zum Totenacker und schließlich zur bluttriefenden Leere entwickelt. Diese radikale wie stimmige Deutung legt den Fokus voll und ganz auf die Sänger, was nur wenige Buhs im Reigen des Applauses für das Leadingteam zur Folge hatte.

In diesem Malstrom des nicht naturalistischen, sondern abstrakten Niedergangs dominiert vor allem der kanadische Salzburg-Stammgast Gerald Finley in der Titelpartie. Dennoch gesellt sich ihm mit den drei Töchtern des amtsmüden Herrschers, interpretiert von Anna Prohaska, Evelyn Herlitzius und Gun-Brit Barkmin, ein geschlossen gutes Ensemble bei.

Ganz im Sinne des Gesamtkonzept hält Dirigent Franz Welser-Möst am Pult der Wiener Philharmoniker die musikalische Interpretation der Partitur. So lässt er der Textverständlichkeit stets den Vortritt und weiß sein Orchester in den richtigen Momenten ungeachtet allen Schlagwerkfurors zurückzunehmen. (APA/ Salzburger Nachrichten)

Salzburger Festspiele – Düster, absurd und gefeiert: „Lear“
Mit Aribert Reimanns „Lear“ haben die Salzburger Festspiele am Abend ihren heurigen Premierenreigen beschlossen – und das atmosphärisch düster. Regisseur Simon Stone entwirft die letzte der fünf szenischen Opernproduktionen in der gigantischen Anlage der Felsenreitschule als absurdes Theater des Untergangs, das von Publikum mit Bravorufen quittiert wurde.
Salzburger Nachrichten/ APA[1]

DAS PUBLIKUM – Das unbekannte Wesen

Die abwertenden Worte des Regiekünstlers Falk Richter haben erwartungsgemäß einigen Staub aufgewirbelt. Aus der Vielzahl an Mails hier zwei Beispiele:

 

Unsere Mitarbeiter kommen viel „unter die Leute“ und erleben da schon Auswüchse. Ich nenne bewusst die Namen der Informanten nicht, kenne sie aber und deren Träger sind Vertrauenspersonen: 

Zum Thema Salzburger Publikum, selbst erlebt. Großes Festspielhaus, Buffet, Pause. Neben mir ein piekfeines Pärchen, Nase hoch, nach Reichtum stinkend.

Sagt sie zu ihm: „Schade, dass die Karten nicht noch teurer sind, dann wäre man mehr unter sich.

Wechsel in den Norden Deutschlands:

Guten Tag, liebe „Online-Merker, das ärgert einen als vor allem Opernbesucher dann doch. Da gibt es von sich übermässig überzeugte Regisseure (wie Falk Richter) , die finden ein Publikum gut, das ihnen zujubelt, die das nicht tun, sind Ignoranten oder wie er die Festspielbesucher in Salzburg sonst noch benennt. In Hamburg reagiert das Publikum nach meiner Jahrzehnte langen Erfahrung wie anderswo auch. Es gibt durchaus Besucher, die musikalische Leistungen beurteilen können, auch, wenn sie (zu Recht) manche Inszenierungen kritisieren oder davon schwärmen, wen sie alle schon als Sänger erlebt haben. Dann gibt es die Abonnenten, die überspitzt ausgedrückt vor der Aufführung ins Programmheft schauen, um zu erfahren, was gerade gespielt wird. Sie applaudieren allen Mitwirkenden ungefähr gleich viel, den Darstellern der Hauptpartien etwas mehr, wenn sie bekannt sind mit Bravos,  denen der Nebenrollen weniger. Habe ich mich früher über solche Besucher aufgeregt, so muss man doch anerkennen, sie sind das finanzielle Fundament unserer Theater..

Viel schlimmer sind heute die Touristen auf der Suche nach „Events,:etwa:  „Wir waren in der Semper – Oper,  es wurde Mozart aufgeführt, oder – ganz schlimm – eine lange Oper ohne Pause“ Das galt lange Zeit auch für Bayreuth oder noch mehr jetzt für die Elbphilharmonie „Ich war drin“ – das reicht. Bei meinem „Mahler 8“ – Konzert unterhielten sich Besucher, die aus dem im Gebäude liegenden Luxushotel kamen, was sie in der Pause trinken wollten. Auf meine naseweise Bemerkung, es gäbe keine Pause, meinte man, das sei nicht so schlimm, dann dauerte es auch nicht so lange (ein Irrtum), sie hätten ja nun die Elbphilharmonie von innen gesehen.

Trotzdem unterhalten solche Besucher finanziell den Betrieb, nicht aber Besucher mit Freikarten!

Salzburger Konzerte

Ein 90-jähriger Wunderknabe

Hinreißend: Herbert Blomstedt mit den Wiener Philharmonikern in Salzburg.
Wiener Zeitung[2]
Glanzvoll: Bruckners Siebente unter Blomstedt
Die Presse[3]

Salzburg: Symphonische Pracht – diszipliniert und weichgespült
Daniel Barenboim mit dem West-Eastern Divan Orchestra und die Wiener Philharmoniker mit Meister Herbert Blomstedt –
Der Standard[4]

Mahlers Ewigkeit, Schostakowitschs Leid: Blicke in den Abgrund
Wieder große Musik über die“letzten Dinge“ bei den Festspielen – mit Matthias Goerne, Markus Hinterhäuser, Martin Grubinger und anderen. Tags zuvor hatte die bulgarische Sopranistin Krassimira Stoyanova bei russischen Liedern ganz zu sich gefunden.
Die Presse[5]

Semmering: Mayröckers „Oper!“: Umspülte und überschwemmte poetische Blüten

Die Uraufführung beim Kultur.Sommer.Semmering vermischt typische Motive aus dem Lebenswerk der Dichterin mit Musik, Tanz und schauspielerischen Skizzen –
Der Standard[6]

MÖRBISCH: 112.300 Besucher beim „Vogelhändler“ in Mörbisch

 

  1. Saison der Seefestspiele zu Ende gegangen. Foto: APA

Mörbisch (APA) – Mit der „Vogelhändler“-Vorstellung am Samstag ist die 60. Saison der Seefestspiele Mörbisch zu Ende gegangen. Der Bilanz der Bühne zufolge erlebten 112.300 Besucher an 23 Abenden den Operettenklassiker.

Ich habe mich für die Besucherzahlen interessiert, in der Vorsaison waren es nur 100 000. Immerhin erreichte Dagmar Schellenberger eine Steigerung von mehr als 10 %, was angesichts der inflationären Entwicklung dieser Festspiele doch bemerkenswert ist. Freilich, an Serafin-Zeiten darf man nicht denken, denn der kratzte schon an der 200 000er Grenze. Vor 10 Jahren ging man von einem Durchschnitte von 150 000 aus.

An jedem der 23 Abende pilgerten also 4.800 Besucher in die ehemalige „Gelsenreitschule“ (das Problem hat man in den Griff bekommen), man vergleiche bitte nicht mit dem Auslastungsprotz der Wiener Staatsoper. Wenn diese 23 Mal in Folge selbst die beim „breiten Publikum beliebteste Oper „La Traviata“  spielt, würden mich die Auslastungszahlen brennend interessieren!

Stefanie Reinsperger, die heurige Salzburger „Buhlschaft“, zieht es nach Berlin

Tobias Moretti und Stefanie Reinsperger. Copyright: Matthias Horn/ Salzburger Festspiele

Stefanie Reinsperger im Interview mit dem „Kurier“:

Sie gehen im Herbst ans Berliner Ensemble. Was hat Sie dorthin gezogen? Ist das eine Flucht vom Volkstheater?

Nein. Der Hauptgrund war tatsächlich, dass der Intendant sich sehr sehr früh schon wahnsinnig reizend darum bemüht hat, mir das schmackhaft zu machen, was dort passiert. Ich habe einfach gemerkt, dass ich noch einmal einen anderen Schritt machen und noch einmal weiter und ein bisschen andere Zusammenhänge suchen möchte. Es ist auch so, dass am Volkstheater die Regisseure, mit denen ich gerne und viel gearbeitet habe, jetzt erst einmal nicht arbeiten werden – deshalb: Berlin…

Über das Salzburger Publikum macht sie sich auch Gedanken:

Das Publikum zur Festspielzeit ist dafür in großen Teilen kein klassisches Theaterpublikum. Viele Menschen zeigen sich dort aus Prestigegründen.

Man fragt sich wirklich manchmal, für wen man eigentlich spielt und wo die Menschen dann überall in der Welt verteilt sind. Das ist Salzburg generell zur Festspielzeit. Es geht halt auch um das Drumherum, genauso für uns Schauspieler…

Filme der Woche

FimPoster  Promise~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[7]

Es ist dem armenischen Volk nie gelungen, den an ihnen verübten Genozid im Jahre 1915 (trotz Franz Werfels „Die 40 Tage des Musa Dagh“) so im Bewusstsein der Welt zu verankern wie etwa die Juden den Holocaust. Nicht zuletzt deshalb, weil die Türken – anders als die Deutschen, die ihre Schuld annahmen und in alle Ewigkeit schwer daran tragen werden – nicht bereit waren und sind, das Geschehen zuzugeben, geschweige denn, eine Art von Schuld daran anerkannten.

Noch bevor die „Fake News“ zum täglichen Sprachgebrauch zählten, hat man von türkischer Seite das Ereignis stets als aufgebauschte Propagandalüge bezeichnet. Und wenn nun ein Film wie „The Promise“ sich mit diesem Thema befasst, so wurden alle sozialen Medien zu Hilfe genommen, um hier desavouierend zu wirken und Publikum möglichst abzuhalten, sich diesen Film anzusehen…

Jerry Lewis im Alter von 91 Jahren gestorben

Der Standard[8]
Comedy-Legende Jerry Lewis ist tot
Kaum ein Filmkomiker konnte sich mit ihm messen – und kaum einer war so umstritten. Jerry Lewis, für Generationen eine Kindheitserinnerung, starb am Sonntag in Las Vegas.
Die Presse[9]

Glosse: Volksnähe

Auf die im heutigen „Drehpunkt Kultur“ erscheinende Glosse möchte ich Sie besonders aufmerksam machen:

Learning by doing
Glosse
DrehpunktKultur[10]

Jede Ähnlichkeit mit dem österreichischen Wahlkampf ist natürlich rein zufällig!

POLITIKER: Die Betroffenheitsmiene wurde zu spät aufgesetzt, deutsche Politikerin macht lustige Faxen bei Trauerrede

Dieses Video machte mittlerweile seinen Weg durch viele Medien.

Zum VIDEO[11]

Heidi Klum zeigt ihre neue Unterwäsche-Kollektion

Um ihre aktuelle Dessous-Kollektion zu bewerben, schlüpft das Supermodel selbst in Höschen und Büstenhalter – und macht mit ihren 44 Jahren darin tolle Figur.

 

Mehr Fotos:

http://www.heute.at/people/stars/story/Fesch–Heidi–Klum-zeigt-ihre-neue-Unterwaesche-40985558[12]

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten/ APA: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/salzburger-festspiele-duester-absurd-und-gefeiert-lear-261363/
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/911863_Ein-90-jaehriger-Wunderknabe.html?em_view
  3. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5271787/Glanzvoll_Bruckners-Siebte-unter-Blomstedt
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000062892415/Salzburg-Symphonische-Pracht-diszipliniert-und-weichgespuelt
  5. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5271786/Mahlers-Ewigkeit-Schostakowitschs-Leid_Blicke-in-den-Abgrund
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000062892864/Mayroeckers-Oper-Umspuelte-und-ueberschwemmte-poetische-Blueten
  7. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/filmtv
  8. Der Standard: http://derstandard.at/2000062896454/Jerry-Lewis-im-Alter-von-91-Jahren-gestorben?ref=rec
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/film/5271847/ComedyLegende-Jerry-Lewis-ist-tot
  10. DrehpunktKultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/glossen-und-kommentare/11185-volksnahe
  11. Zum VIDEO: http://www.bild.de/politik/inland/spd/frau-kann-sich-bei-barcelona-trauer-nicht-beherrschen-52917614.bild.html
  12. http://www.heute.at/people/stars/story/Fesch–Heidi–Klum-zeigt-ihre-neue-Unterwaesche-40985558: http://www.heute.at/people/stars/story/Fesch--Heidi--Klum-zeigt-ihre-neue-Unterwaesche-40985558

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-august-2017


20. AUGUST 2017

by ac | 20. August 2017 09:05

Erlebt Salzburg heute ein fulminantes Finale? „Lear“ mit Evelyn Herlitzius und Gerald Finley. Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Simon Stone hat inszeniert, Franz Welser-Möst dirigiert.

Gerald Finley: König Lear, Evelyn Herlitzius (Goneril), Gun-Brit Barkmin (Regan), Anna Prohaska(Cordelia), Lauri Vasar (Graf von Gloster), Kai Wessel (Edgar), Charles Workman (Edmund), Michael Maertens (Narr), Matthias Klink (Graf von Kent), Derek Welton (Herzog von Albany), Michael Colvin (Herzog von Cornwall), Tilmann Rönnebeck (König von Frankreich), Franz Gruber (Bedienter), Volker Wahl (Ritter)

Schlicht Lear hat Aribert Reimann seine Oper nach Shakespeares Tragödie genannt und den Königstitel weggelassen: karge Einsilbigkeit für einen „Helden“, der alle vermeintlichen Sicherheiten verliert, der wie kaum ein anderer auf sich selbst und sein bloßes Menschsein zurückgeworfen wird. „Der nackte Mensch ist nichts weiter, als ein armseliges, gespaltenes Tier“, sagt Lear, als Ausgestoßener im Niemandsland der Heide umherirrend. Auf seinem Weg durch Einsamkeit und Elend, Qualen und Wahnsinn kann er lange nicht fassen, dass es einzig seine Macht war, die ihn unangreifbar gemacht hat. Diese aber hat er abgegeben: Der Regierungspflichten müde, teilt Lear zu Beginn der Handlung sein Reich unter seinen Töchtern auf, vielmehr unter Goneril und Regan, die seiner Forderung nach wortreichen Liebesbekundungen Folge leisten. Cordelia, die Jüngste, versagt ihrem Vater solch geheuchelte Schmeichelei und damit den Gehorsam; sie wird von ihm verstoßen und folgt dem König von Frankreich als mitgiftlose Frau in sein Land... (Quelle: Salzburger Festspiele)

Salzburg/Festspiele: Liederglück mit Glockentönen
Die bulgarische Sopranistin Krassimira Stoyanova gab einen wirklichen Liederabend, kein als solchen verkapptes Arienkonzert. Das Publikum am Freitag (18.8.) im Großen Saal des Mozarteums war glücklich.
Drehpunkt Kultur[1]

Bochum: Überall lauert Gewalt: Warlikowskis „Pelléas et Mélisande“ bei der Ruhrtriennale

Der Beifall war einhellig, aber auch etwas erschöpft: Mit einer fast vierstündigen Premiere von Claude Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“ ist am Freitagabend in der Jahrhunderthalle in Bochum die Ruhrtriennale gestartet. Der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski, der vor drei Jahren mit seinem Proust-Marathon „Die Franzosen“ bei der Ruhrtriennale debütierte, nähert sich Debussys rätselhafter Oper mit sezierender Präzision und unbarmherziger Ausnüchterung der märchenhaft-symbolistischen Aspekte.
Musik heute[2]

Ruhrtriennale eröffnet mit Debussy
Hamburger Abendblatt[3]

Mörbisch: Die Ära Dagmar Schellenberger ist zu Ende

 

Ob diese letze Vorstellung des „Vogelhändlers vom Wetter beeinträchtigt war, weiß ich nicht. Ich war am Semmering bei einer Vernissage, dort hat es geregnet, in der Nacht, aber schon zu einer Zeit, in der „Der Vogelhändler“ in Mörbisch beendet gewesen sein muss, hat es auch nach meiner Heimkehr bei mir in Mauerbach gegossen, nicht bloß geregnet.

Wir bieten die Kritik über die vorletzte Vorstellung am Freitag, 18.8. an

Zum Bericht[4] von Sieglinde Pfabigan (18.8.) / Norbert Weinberger (7.7.)

Norbert A. Weinberger zieht ein durchaus nicht unkritische Resumée der fünfjährigen Ära Schellenberger

Ein Resumée, speziell zur Ära Schellenberger, sei gestattet, ein Blick ohne Zorn, jedoch auf  wechselvolle Hochs und Tiefs innerhalb ihrer 5 Jahre als Intendantin. Sie eröffnete ihr Einstands-Jahr 2013 mit Carl Millöckers „Der Bettelstudent“. Das Werk zählt zu den Operetten der „Goldenen Ära“, deren Zeitraum Meister umfasste wie – Franz von Suppé, Johann Strauß, Carl Millöcker, Carl Zeller. Alle gelten als güldene Leitsterne im 19.Jhs., als die Operette anhub,  ihre Geburtsstunde als eigenes Genre zu erleben! Dagmar Schellenbergers Erst-Produktion geriet als Auftakt sehr ordentlich, war vor allem gesanglich gut besetzt und hübsch anzusehen. (Man erinnerte sich damals noch gerne an die Auftritte der Frau Kammersängerin – als „Gräfin Mariza“ 2004 und „Lustige Witwe“ 2005). – Die Idee der Neo-Intendantin, gleich darauf im Jahr 2014 das Musical „Anatevka“ anzusetzen, war nicht eben von Glück begünstigt. Verloren auf der Riesenbühne ging die Story vom kleinen jiddischen Städtl samt ihren Protagonisten unter. Sich darin die Mutter-Rolle der Golde selber anzutun, war Schellenberger weder angemessen, noch typ-adäquat und vor allem ihrer Funktion als Intendantin eher abträglich. Denn Derartiges, ähnlich Prof. Harald Serafin in seiner erfolgreichen Ära, wurde nur allzu bald zu ihrem „Markenzeichen“. Sie reklamierte sich als personale Ich-AG in jeder Spielzeit selber in ihre Besetzungen hinein… 2015 wurde neuerlich eine „Goldene Operette zur nächsten Produktion“. – Eine Nacht in Venedig“ ging für mein Gefühl echt daneben. Derartiges dem Walzerkönig Johann Strauß´ anzutun, war ein Tort mit „acqua alta“! Das Konzept ging „baden“, regie- wie ausstattungsmäßig und leider ebenso mehrheitlich gesanglich…Dazu hatte sie das „Anatevka“ Regie- und Ausstattungs-Team Karl Absenger & Walter Vogelweider ins Boot geholt. Statt vieler Gondeln und Statisten-Getümmel gab es ein riesiges – gestrandetes? – Kreuzfahrtschiff in der quasi menschenleeren Lagunenstadt… Erst 2016 ging es in der nächsten Produktion hoch hinauf wie auf einer Hochschaubahn – mit Paul Abrahams Revue-Operette „Viktoria und ihr Husar“. Es gab einen Rausch der „twenties & thirties“ voller Schau-Werte, Broadway-feeling zog ein am See. Verantwortlich dafür war der ideensprühende Regisseur Andreas Gergen, samt Ausstatter Christian Floeren, sowie am Pult Musical-Maestro David Levi mit Musical-Pranke, gebürtiger  waschechter New Yorker. Mehr als nur ein Wermuts-Tropfen waren allerdings – die drei Protagonisten, sie verführten nicht mit toller Ausstrahlung, wie weiland lange gefeierte Broadway-Stars. Eher waren sie in der würdigen, doch eher glanzlosen lokalen Senioren-Liga zu suchen, was dem so brillanten Show-Stück gar nicht gut bekam….

Umso überraschender und darum zuguterletzt wirklich erfreulich, der finale Aufwärts-Trend der Intendanz heuer mit ihrem „Schwanengesang“: „Der Vogelhändler“ ist eine waschechte Wiener Operette, selbst wenn die Pfalz der Schauplatz ist…

VARNA/ Opernsommer: ATTILA – mit Carlo Colombara in der Titelrolle.  Ein Fest für Verdi (19.8.2017)

 

Zum Bericht[5] von Elena Habermann

Salzburger Festspiele: Schauspielchefin Bettina Hering zieht positive Bilanz =

Schauspielchefin der Salzburger Festspiele: Bettina Hering. Bildquelle: APA (Sbg. Festspiele/Beck)/Lukas Beck

Mit der Dame kann man – wenn überhaupt, nicht leicht diskutieren. Alles was bisher auf dem Salzburger Schauspielsektor zu sehen war, ist ihrer Meinung nach ohnedies super, wer das nicht versteht, ist ganz einfach zu dumm dafür. So scheint das Weltbild von Salzburgs Schauspielchefin, „erfunden“ von Intendant Hinterhäuser, zu sein.

Auszug aus dem APA-Interview, wobei vorab zu bemerken ist, dass selbst das deutsche Feuilleton, ansonst meist konträr zu heimischen Presse, „Kasimir und Karoline“ ziemlich sinnentleert gesehen hat:

APA: Kein Ereignis war für viele das Experiment mit „Kasimir und Karoline“. War es ein Fehler, Partizipationstheater zu den Festspielen zu holen?

   Hering: Ich finde, das war überhaupt kein Fehler. Und es wurde in der Medienlandschaft sehr unterschiedlich aufgenommen, ebenso wie beim Publikum. Diese Vorstellung ist spröde, hat aber eine absolute Qualität.

   APA: „Lulu“ wirkte wie eine Kunstinstallation, die Verdreifachung der Titelfigur war problematisch. Wie sahen Sie den Abend?

   Hering: Für mich erschließt sich Athina Rachel Tsangaris Ansatz im fünften Akt: Lulu löst sich letztendlich in sich selbst auf, ohne Einwirkung von außen. Sie ist vom Stück her prall gefüllt, aber eigentlich eine Leerstelle, eine Projektionsfläche, ein Motor, der heiß läuft, von dem man aber den Treibstoff nicht kennt…

Um das zu begreifen, bin ich allerdings wirklich zu blöd. Als „Einfach-Gestrickter“ nehme ich Kritik durchaus ernst und denke darüber nach, was ich eventuell besser machen könnte. Bei Frau Hering besteht diese Gefahr nicht!

Salzburg/ Festspiele: Bettina Hering zieht positive Bilanz
Salzburger Nachrichten

NEU: Jerry Lewis im Alter von 91 Jahren gestorben
Der Standard[6]

Türkischstämmiger Kölner Schriftsteller Akhanli festgenommen =

Akhanli wurde auf Antrag der Türkei festgenommen. Bildquelle: APA (dpa)/Henning Kaiser

Der türkischstämmige Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli ist auf Betreiben der Türkei in Spanien festgenommen worden. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es am Samstag, man versuche eine Auslieferung in die Türkei zu verhindern. Akhanli lebt seit seiner Flucht aus der Türkei 1991 in Deutschland und hat ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft.

Ich versuche auch bei Meldungen, die Herrn Erdogan betreffen, nicht auf einem Auge blind zu sein. Nicht jeder, der gegen Erdogan ist, ist deswegen ein völlig integerer Demokrat und Kämpfer für die Meinungsfreiheit. Bei Beschuldigungen gegen oppositionelle Journalisten schrillen auch bei mir die Alarmglocken, diesbezüglich macht es sich das Erdogan-Lager viel zu einfach. Aber Herr Arslani wird eines Raubüberfalls und eines Mordes beschuldigt:

…Akhanli war im Oktober 2011 in Abwesenheit von einem Gericht in der Türkei vom Vorwurf des Raubes und Totschlags freigesprochen worden, der Freispruch wurde aber wieder aufgehoben. Ihm wurde vorgeworfen, 1989 an einem Raubmord auf eine Wechselstube in Istanbul beteiligt gewesen zu sein. Er lebt seit seiner Flucht aus der Türkei im Jahr 1991 in Deutschland und ist deutscher Staatsbürger.

2010 war er auf einem Flughafen in Istanbul festgenommen worden, als er in die Türkei einreisen wollte, um seinen todkranken Vater zu besuchen. Er wurde verhaftet und blieb in Untersuchungshaft, bis der Richter am ersten Verhandlungstag entschied, dass Akhanli das Gefängnis verlassen dürfe. Wenige Tage später kehrte er nach Deutschland zurück…

Da ist natürlich vieles sehr widersprüchlich, so klar dürfte der Fall also auch in der Türkei nicht sein. Mit einem Raubmord in Zusammenhang gebracht zu werden, ist aber kein politisches Delikt und schon gar keine Kleinigkeit. Etwas Unaufgeregtheit könnte also keiner Seite schaden!

Neueste Info
Autor Akhanli kommt unter Auflagen in Spanien frei

Dogan Akhanli darf das Gefängnis verlassen, muss aber in Madrid bleiben. Die Türkei hat jetzt 40 Tage, Zeit einen Auslieferungsantrag zu stellen und zu begründen. (Quelle: „Die Presse“)

Damit ist der Rechtsstaatlichkeit Genüge getan!

Unter’m Strich

Erdogan richtet Warnung an Gabriel: „Beachten Sie Ihre Grenzen“
Der Standard[7]

Österreich: Kern kann Wahl gewinnen – aber nur ohne SPÖ
Heute[8]

Fußball Österreich: Pulverfass Rapid: Wie geht es nun weiter?
Krone at[9]

Zu den politischen Meldungen möchte ich mich nicht äußern, zumal die Wahl näher rückt. Wahlwerbung werden Sie an dieser Stelle nicht finden.

Bei Fußball ist es viel leichter, seine Meinung kunzutun, wenngleich der SK.Rapd Wien für viele Fans Religion ist und ich wegen Blasphemie in die Fänge der „Religionsfanatiker“ gelangen könnte.

Regional ist Rapid jener Club, der mir am nächsten steht. Mindestens dreimal pro Woche fahre ich an der Allianz-Arena vorbei. Als Wiener „magerlt“ es mich, wenn der Retortenclub aus Salzburg die Meisterschaft problemlos beherrscht (obwohl derzeit Graz an der Spitze steht), ohne international Bäume auszureissen. Gestern hat Rapid das Heimspiel gegen Sturm Graz 1:2 verloren, nach 5 Runden trennen Rapid von der Spitze 10 Punkte.

Ich bleibe bei dem, was ich schon seit Monaten sage. Der Präsident mag in einer anderen Branche durchaus erfolgreich sein, im Fußball ist er ein Chaot, der ständig in den „Gatsch“ greift.

Da wäre der Hebel anzusetzen – aber mich fragt ja niemand!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Drehpunkt Kultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11183-liederglueck-mit-glockentoenen
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16349/ueberall-lauert-gewalt-warlikowskis-pelleas-et-melisande/Ruhrtriennaleeröffnetmit%20Debussy-Oper
  3. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211635325/Ruhrtriennale-eroeffnet-mit-Debussy-Oper.html
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/moerbisch-der-vogelhaendler-als-schwanengesang-der-aera-schellenberger
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/varna-bulgarien-opernsommer-attila-ein-fest-fuer-verdi
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000062896454/Jerry-Lewis-im-Alter-von-91-Jahren-gestorben?ref=rec
  7. Der Standard: http://derstandard.at/2000062874987/Erdogan-richtet-Warnung-an-Gabriel-Beachten-Sie-Ihre-Grenzen
  8. Heute: http://www.oe24.at/oesterreich/politik/wolfgangfellner/Kern-kann-Wahl-gewinnen-aber-nur-ohne-SPOe/295682754
  9. Krone at: http://www.krone.at/fussball/pulverfass-rapid-wie-geht-es-jetzt-weiter-naechste-niederlage-story-584321

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-august-2017


19. AUGUST 2017

by ac | 19. August 2017 08:52

Publikumsbeschimpfung: Ist das Salzburger Festspielpublikum ein „kunstfeindlicher Club der golfenden Steuerhinterzieher?“

Was erwartet der Künstler von seinem Publikum? Es gibt Künstler, die nur Lob hören wollen – und es gibt Künstler, denen Lob dort, wo es nach eigener Beurteilung unangebracht ist, peinlich ist (Applaus des Publikums an falscher Stelle oder ab Abenden, an denen sich Künstler am liebsten verkriechen würden.  Bei der schreibenden Zunft ist das penetrante Lobhudelei, nach wenigen Kritiken der Rezensenten wissen Leser und leider nur manche Künstler den Wert einer derartigen Kritik einzuschätzen). Die Künstler erwarten zu Recht, dass sich das Publikum mit ihrer Arbeit auseinandersetzt und sich nicht nur selbst feiert.

Aber was macht eigentlich ein gutes Publikum aus?

Die aktive Teilnahme des Publikums ist seit der griechischen Antike bekannt. Das Theater spielte als soziale Kunstform eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben. Zur Zeit Shakespeares im 16. Jahrhundert zettelte das Publikum bei Missfallen Rangeleien an oder warf mit Speisen und Getränken. In den 1920er-Jahren orientierte Bertolt Brecht sein Theater an Sportveranstaltungen und förderte die Kommunikation zwischen Akteuren und Publikum. Heute gleicht die Energie, die zwischen Performer und Publikum entsteht, mitunter einem Rock-Konzert… (Quelle: „Hamburger Abendblatt“).

Der Regisseur Falk Richter (geb. 1969 Falk Richter hat bei den Salzburger Festspielen inszeniert. Einen der Erinnerung nach von Publikum wie Presse „verrissenen“ Freischütz“. Bei der Googlerei finden sich nur mehr kitzekleine Hinweise darauf….:
http://salzburgerfestspiele.at/biografie/artistid/3060 [1](siehe die letzten Zeilen)
aber auch an der Wiener Staatsoper und im Burgtheater. Ich hoffe, Herrn Richter treiben nicht seine bösen Erfahrungen mit Salzburg, sondern seine Überzeugung zur ziemlich mutigen Aussage und zum vernichtenden Urteil über das Salzburger Festspielpublikum im „Hamburger Abendblatt:

Das schlimmste Publikum sei für ihn „dieser kunstfeindliche Club von golfenden Steuerhinterziehern in Salzburg bei den Festspielen“. Ein Publikum, das sich darüber ereifert, wie ‚man das Stück eigentlich hätte inszenieren sollen‘. Die Früher-war-alles-besser-Konsumenten. „In Salzburg kommt das Publikum zusammen, um sich selbst zu feiern und seine Verachtung für die Kunst auszudrücken“, so Richter… („Hamburger Abendblatt“)

Ich habe nie aus meiner ablehnenden Haltung Festspielen gegenüber ein Hehl gemacht. Meine Festspielbesuche kann man an den Fingern einer Hand abzählen – und auch diese liegen schon lange zurück. Als Kind musste ich öfter mit meinen Eltern zum Wochenende nach Salzburg fahren (wozu hatte man in derart frühen Zeiten eigentlich ein Auto? Wo sehen einem damit möglichst viele Leute?). Wir bewegten uns am Rande der Festspiele – denn besonders kunstinteressiert waren meine Eltern sicher nicht. Ich war immer froh, wenn ich wieder die Heimreise antreten konnte. Schuld daran waren nicht die Künstler (die habe ich ja gar nicht erlebt), ich hatte eine instinktive Abneigung gegen das Publikum – und das hat sich bis heute gehalten. Das betrifft übrigens nicht nur Salzburg.

Entrüstet bin ich also über die Aussage des Herrn Richter nicht, ich denke aber, das Publikum sollte wissen, wie es manche Künstler einschätzen.

Falk Richter ist aber auch anderswo mit dem Publikum nicht ganz zufrieden: Regisseur Falk Richter zeigt seine Arbeiten in der ganzen Welt von Moskau über China bis Australien. „Das Publikum in Paris und Avignon ist international sehr gefürchtet, da es oftmals eine gewisse Arroganz ausstrahlt – aus dem Gefühl heraus, bereits alles gesehen zu haben.

Der Artikel im „Hamburger Abendblatt“ bezieht sich aber nicht nur auf die Erfahrungen des Herrn Richter. Der Hamburger Musiker Andreas Dorau („Ossi mit Schwan“) trägt aus seinen Erlebnissen bei: In Japan findet die Verehrung ganz anders statt als hier in Europa. Die Bühnensituation ist dort immer auch eine Bewunderungssituation – ein Teil eines Rollenspiels“, so Andreas Dorau. Seine schlimmsten Zuhörer fand er in der Schweiz. Sie betrachteten ihn eher als Jukebox, die nebenbei dudelt, während sie anderen Dingen nachgehen

Salzburger Publikum ein „kunstfeindlicher Club der golfenden Steuerhinterzieher“
Warum das Hamburger Publikum besonders aufmerksam, das Salzburger Publikum aber ein kunstfeindlicher Club der  golfenden Steuerhinterzieher ist
Hamburger Abendblatt[2]

Eines möchte ich aber auch dazu bemerken: Der Artikel war dazu angetan, das Hamburger Publikum zu loben – als das wohl weltweit beste. Ob das so ist, kann ich wirklich nicht beurteilen. Etwas Opportunismus ist jedoch vielen Künstler auch nicht fremd. Blöderweise werden derartike Artikel aber nicht nur in Hamburg und Umgebung gelesen!

Heinrich Schramm-Schiessl ist – im Gegensatz zu mir – ein begeisterter Festspielbesucher in Salzburg, wenngleich mit keinen „Protzkarten“:

Ich muß Herrn Richter widersprechen und gleichzeitig auch Recht geben. Was Salzburg betrift, so traue ich mir nach über 50-jährigem Besuch eine Beurteilung zu. Man muss dieses Publikum in zumindest zwei Gruppen teilen. In jene, die tatsächlich nur nach Salzburg fahren um gesehen zu werden und nach der Vorstellung in einem der Nobelrestaurants, wie dem „Goldenen Hirschen“ für ihr leibliches Wohlergehen sorgen, sowie in jene, die wirklich wegen der Aufführungen nach Salzburg kommen und sich ihr schwer verdientes Geld so einteilen, dass sie sich die billigsten Karten leisten können, in einem preiswerten Quartier – die gibt es – wohnen und nach den Vorstellungen in eines der preiswerteren, aber dafür gemütlichen Restaurants gehen. Ein in den letzten Jahren berühmt gewordenes Lokal nahe dem Festspielhaus zählt übrigens zu Letzteren, allerdings muß man dort bereits im Februar seinen Tisch bestellen.

Zur ersten Gruppe hat mir einmal ein legendärer Leiter des Kartenbüros der Festspiele erzählt, dass sich Leute beschweren, wenn sie nur Karten in der zweiten und nicht in der ersten Reihe zugeteilt bekommen, weil das angeblich ihren Ruf schädigt.

Wie das in Hamburg ist, weiß ich natürlich nicht, ich kann mir aber vorstellen, dass es ähnlich wie in Salzburg ist. Erzähle mir z.B. keiner, dass so viele Leute nur wegen der Aufführungen in die Elbphilharmonie gehen und nicht weil sie einfach nur neugierig sind.

Mit der Elbphilharmonie, lieber Heinz,  hat Herr Richter aber wenig zu tun!

Romantische Oper eröffnet Grafenegg-Festival

Otto Schenk an der Arbeit. Foto: Grafenegg

Ich habe mir den Freischütz angesehen, sonst hält man mir vor, über etwas zu schreiben, das ich nicht selbst gesehen habe.  Ob diese Art der Interpretation (rein konzertant mit Begleittext) die Version der Zukunft ist, überlasse ich Ihrer Beurteilung. Zu den Begleittexten möchte ich mich aber schon äußern. Otto Schenk suchte oft verzweifelt in seinem Manuskript, mit seiner Routine überspielte er auch manchen Texthänger. Zum Text selbst: Den „Freischütz“ auf diese Art zu erzählen, erfordert schon Arbeit. Ich würde dazu mindestens einen halben Tag brauchen!

Ich hoffe, der Autor hat nicht mehr als diesen halben Tag verrechnet!

Zum elften Mal wurde Freitagabend das Grafenegg Festival feierlich eröffnet.
Zum Auftakt stand eine konzertante Aufführung von Webers „Der Freischütz“ am Programm. Bis 10. September gastieren namhafte Orchester in Grafenegg.
http://noe.orf.at/news/stories/2861106/[3]

Singen ist Lust am eigenen Geschrei

Wie meinte doch Christa Ludwig so schön? „Ach was, das ist nur die Lust am eigenen Geschrei.“ Da ist sicher etwas dran – nur kommt es halt immer drauf an, wer schreit.

Stimmbandfreuden: Belcanto? Lust am Geschrei?
Große Sänger locken Publikum zu Festivals in Salzburg und Grafenegg – und demnächst wieder an die Wiener Staatsoper. Ein Versuch über die Vokalartistik.
Die Presse[4]

Den Festspielen in Verona geht es nicht gut

Verona – Ein Mythos. Hort der Afficionados und Opernverrückten. Und dann diese unzähligen Geschichten: Hobbytenöre, die im antiken Rund aufstehen und dem – nach Meinung solcher Westentaschen-Carusos – ungenügenden Sänger seine Arie vorschmettern. Elend lange Fahrten von Fans in schlecht klimatisierten Bussen. Oder eine verreckte Benzinpumpe à la Gerhard Polt, die eine unruhige Nacht im Auto erzwingt. Aber die legendären Zeiten der Arena sind vorbei, so scheint es. Die großen Namen sucht man heute auf den Besetzungszetteln vergeblich, der unverwüstliche Baritenor Plácido Domingo macht da heuer mit einem Zarzuela-Konzert die Ausnahme. Passé die Zeiten, als er noch als viriler Tenorissimo seine Partnerin Birgit Nilsson in einer Vorstellung so feurig küsste, dass die danach einen Infekt mehrere Wochen mit sich herumschleppte. Oder als ein gewisser Luciano Pavarotti im Publikum derart laut mit „Biiiisss!“ nach Zugaben trompetete, sodass Franco Corelli die Sternen-Arie in Puccinis „Tosca“ tatsächlich noch ein zweites Mal sang…

Arena di Verona: Auferstehen aus Ruinen
Die Arena di Verona kämpft mit Affären und Finanznot. Hilfe verspricht man sich von einem Sanierungsplan – und einer Uralt-„Aida“.
Münchner Merkur[5]

Bregenzer Festspiele mit zweitbester Saison seit 1946
Sowohl künstlerisch als auch finanziell „hervorragend“ geht für die Verantwortlichen 2017 das Konzept der 72. Bregenzer Festspiele auf.
Salzburger Nachrichten[6]

VARNA/ Bulgarien: Opernsommer mit „Lucia di Lammermoor“

Zum Bericht [7]von Elena Habermann

Ruhrtriennale startet mit „Pelléas et Mélisande“
Die Ruhrtriennale startete am  Freitag mit der Oper „Pelléas et Mélisande“ von Claude Debussy in die dritte und letzte Spielzeit unter Intendant Johan Simons. Anders als in den Vorjahren führt Simons bei der Eröffnungspremiere nicht selbst Regie, sondern überlässt die Inszenierung diesmal dem polnischen Regisseur Krzysztof Warlikowski. Die musikalische Leitung hat Sylvain Cambreling.
http://www.musik-heute.de/16344/ruhrtriennale-startet-mit-pelleas-et-melisande/[8]

Stift St. Florian: Die Orgel ist ein Wunderwerk

 

Die Orgel der Florianer Stiftskirche ist auch Leuten, die nicht aus der LinzerNachbargemeinde stammen, aber schon um 1960 herum dann und wann eine 1.000-Schilling-Note in der Hand hielten, wohlbekannt. Das Instrument (http://www.stift-st-florian.at/musik/die-orgeln.html[9]) wurde 1770 – 1774 von F. X. Krismann erbaut und war in der Ursprungsfassung dem jungen Anton Bruckner wohlvertraut, der 1848 – 1855 Stiftsorganist war.

 P & H Huber aus Linz berichten über ein fulminantes Konzert[10]

Salzburger Festspiele: „Lulu“ gleich dreifach- daran scheiden sich wieder einmal die Geister

Copyright: APA

Am Ende schien alles den Atem anzuhalten. Für die Schauspieler tröpfelte verhaltener Applaus, erst als Regisseurin Athina Rachel Tsangari die Bühne betrat, kippte die Publikumsreaktion ins Frenetische: Geschrei, Gejohle, Pfiffe. Festspielpremierenkartenkäufer mögen keine Experimente, und Filmemacherin Tsangari hat für ihre erste Theaterregie dem sonst zuverlässig skandalträchtigen Stück all die schön verruchten Tressen, Quasten, Spitzen so gründlich abgesäbelt, dass vom Gewohnten wenig übrig ist. Das wurde mit heftiger Ablehnung begrüßt… (Quelle: „Kleine Zeitung“)

Ich berichte aber ausgewogen. Das deutsche Feuilleton ist da natürlich anderer Meinung. Zum Beispiel „Der Spiegel“ : Die griechische Filmregisseurin Athina Rachel Tsangari inszeniert bei den Salzburger Festspielen Wedekinds „Lulu“ als kluges, wunderschönes, sinnliches Konzepttheater mit drei Hauptdarstellerinnen – und wird dafür völlig zu Unrecht ausgebuht…

Ich komme nun wieder auf meinen Einstiegsbeitrag zurück. Hat jetzt Herr Richter recht? Haben die kunstfeindlichen, golfspielenden Steuerhinterzieher die Ideen der Regisseurin in ihrer Einfalt missverstanden?

Lesen Sie mehrere Meinungen:

Salzburger Festspiele: „Lulu“ auf der Pernerinsel
Die Premiere von „Lulu“ überrascht mit starken Bildern und durchdachtem Konzept.
Salzburger Nachrichten[11]
Skandal: Tsangaris „Lulu“ in Salzburg ausgebuht
Hamburger Abendblatt[12]
Lulu“ sorgt für Sturm der Entrüstung
Kleine Zeitung[13]
Buhrufe für Tsangaris Theaterdebüt
Trotz prominenter Besetzung fiel Athina Rachel Tsangaris Inszenierung von Frank Wedekinds „Lulu“ beim Publikum der Salzburger Festspiele durch.
Tagesspiegel[14]
Wedekind-Inszenierung: Die Leerstelle namens Lulu
Athina Rachel Tsangari legt über Frank Wedekinds Drama „Lulu“ das abstrakte Konzept einer gefräßigen Welt. Die Inszenierung im Rahmen der Salzburger Festspiele geht auf der Halleiner Perner-Insel in ihrer Sachlichkeit aber allzu sehr auf Distanz –
Der Standard[15]
„Lulu“ in Salzburg Geilheit ist die reinste Projektion
Die griechische Filmregisseurin Athina Rachel Tsangari inszeniert bei den Salzburger Festspielen Wedekinds „Lulu“ als kluges, wunderschönes, sinnliches Konzepttheater mit drei Hauptdarstellerinnen – und wird dafür völlig zu Unrecht ausgebuht.
Der Spiegel[16]
Die Überdosis Sex
Wiener Zeitung[17]
Die Liebe frisst ihre Frauen
Nomalerweise stachelt heftige Ablehnung die Wohlmeinenden zu umso kräftigeren Bravo-Rufen an. Anders auf der Halleiner Perner-Insel, wo als letzte Schauspielpremiere dieses Sommers Frank Wedekinds „Lulu“ ihrem letalen Ende entgegen geht: Nur flauer Beifall und ein überrumpelndes Buh-Konzert für Regisseurin Athina Rachel Tsangari. Fazit: bildwirksam durchgefallen.
Drehpunkt Kultur[18]

Wien: Kunst-Eklat: Ein Blockbuster als Zoll-Zankapfel

Der chinesische Künstler Ai-Weiwei hat vor Jahren in China eine Ahnengalerie (Wang Family Ancestral Hall) gekauft und sie im Wiener „21er-Haus“ (gehört zum Belvedere) ausgestellt. Natürlich musste das Ausstellungsobjekt wieder zurückgeschickt werden – und da stellten sich die Belverede-Leute entweder besonders schlitzohrig oder besonders dumm an (Nichzutreffendes bitte streichen)

Ai-Weiwei, einer der besten Selbstvermarkter unserer Zeit. Copyright: APA/ Techt

Auf der Rückreise nach China stellten sich aber Probleme ein – von solcher Tragweite, dass die „Wang Family Ancestral Hall“ bis heute nicht vollständig an ihrem Zielort in Peking angekommen ist. Schuld daran sei auch das Wiener Belvedere – sagt einer, der in die Ausstellungsorganisation eingebunden war, seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen will. Um seinen Aussagen Gewicht zu verleihen, hat er der „Wiener Zeitung“ einige englischsprachige E-Mails (in der Folge auszugsweise auf Deutsch übersetzt) auf dem Postweg gesandt.
Abenteuerliche Heimreise: Das Herzstück der Wiener Ai-Weiwei-Schau aus dem Vorjahr, ein chinesischer Holztempel, hing beim Zoll in China fest. Wurden 22.000 Dollar für seinen Weitertransport „unter dem Tisch“ bezahlt?
Wiener Zeitung[19]

Das müssen Sie unbedingt selbst lesen, ich empfehle diesen Artikel.

Kritik an Erdogan nach Boykottaufruf bei deutscher Wahl
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit seinem gegen deutsche Parteien gerichteten Aufruf zur deutschen Bundestagswahl massive Kritik ausgelöst. „Das ist ein bislang einmaliger Akt des Eingriffs in die Souveränität unseres Landes“, sagte der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel heute dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
http://orf.at/stories/2403707/[20]

So ein Politiker hat es schwer. Herr Gabriel hat doch erst vor wenigen Tagen alle in Deutschland lebenden Türken mit „ihr gehört zu uns“ vereinnahmt. Und jetzt wählen diese Türken auf Weisung ihres obersten Chefs womöglich Parteien, die unerwünschte Meinungen vertreten. Wie man es macht, man macht es falsch!

König Felipe von Spanien: „Ich habe keine Angst“!

Köstlich, der Herr Monarch. Er umgibt sich mit 12 Leibwächtern, womöglich hat er auch noch einen Vorkoster. Dieser König ist das beste Armument für die Abschaffung der Monarchie!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. http://salzburgerfestspiele.at/biografie/artistid/3060 : http://salzburgerfestspiele.at/biografie/artistid/3060
  2. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211622083/Warum-das-Hamburger-Publikum-besonders-ist.html
  3. http://noe.orf.at/news/stories/2861106/: http://noe.orf.at/news/stories/2861106/
  4. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5270496/Stimmbandfreuden_Belcanto-Lust-am-Geschrei
  5. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/arena-di-verona-kaempft-mit-affaeren-und-finanznot-hilfe-verspricht-man-sich-auch-von-einer-uralten-aida-8606662.html
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/bregenzer-festspiele-mit-zweitbester-saison-seit-1946-261119/
  7. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/varna-bulgarien-opernsommer-lucia-di-lammermoor
  8. http://www.musik-heute.de/16344/ruhrtriennale-startet-mit-pelleas-et-melisande/: http://www.musik-heute.de/16344/ruhrtriennale-startet-mit-pelleas-et-melisande/
  9. http://www.stift-st-florian.at/musik/die-orgeln.html: http://www.stift-st-florian.at/musik/die-orgeln.html
  10. P & H Huber aus Linz berichten über ein fulminantes Konzert: http://der-neue-merker.eu/st-florianooestiftsbasilika-der-griff-nach-den-sternen-internationale-bruckner-orgelnacht
  11. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/salzburger-festspiele-lulu-auf-der-pernerinsel-261023/
  12. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211622509/Buh-Orkan-fuer-Tsangaris-Theaterdebuet.html
  13. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/kultur/festspiele/5270419/Kritik_Lulu_Wedekinds-Monstertragoedie-sorgt-in-Salzburg-fuer
  14. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/salzburger-festspiele-buhrufe-fuer-tsangaris-theaterdebuet/20206574.html
  15. Der Standard: http://derstandard.at/2000062838661/Wedekind-Inszenierung-Die-Leerstelle-namens-Lulu
  16. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/athina-rachel-tsangari-inszeniert-lulu-bei-den-salzburger-festspielen-a-1163490.html
  17. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/911565_Die-Ueberdosis-Sex.html?em_view
  18. Drehpunkt Kultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11178-die-liebe-frisst-ihre-frauen
  19. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/910345_Ein-Blockbuster-als-Zoll-Zankapfel.html
  20. http://orf.at/stories/2403707/: http://orf.at/stories/2403707/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-august-2017


18. August 2017

by ac | 18. August 2017 08:20

 

Heute in ORF III aus Grafenegg: „Der Freischütz“

Am Freitag, dem 18. August 2017, überträgt ORF III Kultur und Information die diesjährige Eröffnung des Grafenegg-Festivals live im Hauptabend. Zuvor meldet sich „Kultur Heute Spezial“ (19.50 Uhr) ebenso live vom Ort des Geschehens, wo Peter Fässlacher die Stars der konzertanten Aufführung „Der Freischütz“ bei sich begrüßt. Darunter Koloratursopranistin Daniela Fally, Bariton Adrian Eröd, Erzähler Otto Schenk und Pianist und Festival-Intendant Rudolf Buchbinder. Außerdem werden in der Sendung die Höhepunkte des Festivalprogramms präsentiert und Einblicke in die Vorbereitungen und Proben für die danach anstehende Premiere des „Freischütz“ gegeben.

Im Hauptabend ist es schließlich so weit – mit dem „Freischütz aus Grafenegg“ (20.15 Uhr) wird das Festival offiziell eingeläutet. Dirigent Yutaka Sado übernimmt in der beeindruckenden Kulisse des Schlossparks die musikalische Leitung des Tonkünstler-Orchesters, die hochkarätige Besetzung setzt sich aus dem Arnold Schoenberg Chor, Adrian Eröd, Sebastian Wartig, Daniela Fally, Michael König, Albert Dohmen, Gal James und Otto Schenk als Erzähler zusammen.

ORF aus Salzburg

 

Live am 18. August um 18.30 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) – Diese Woche geht „Jedermann/Jedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin“ – live am Freitag, dem 18. August 2017, um 18.30 Uhr in ORF 2 – mit der neuen Buhlschaft Stefanie Reinsperger auf einen Entdeckungsspaziergang durch ihr Salzburg. Was macht für sie den Zauber der Festspielstadt aus? Und welche Orte haben für sie eine besondere Bedeutung?

Außerdem ist Opernstar Rolando Villazón zu Gast in der österreichweit ausgestrahlten Sendung des Landesstudios Salzburg. Er spricht über seine Liebe zu Salzburg und seine künftige neue Aufgabe als Intendant der Mozartwoche.

Salzburg: „Ariodante“ – bereits zu Pfingsten erprobt – wird auch bei den Sommerfestspielen zum Ereignis

Der neue „Chef“ der Salzburger Festspiele Markus Hinterhäuser kann zufrieden sein. Sein Motto „Quote + intellektuelle Ansprüche“ geht offenbar voll auf. Stücke wie „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitri Schostakowitsch ziehen ebenso wie „Wozzeck“ von Alban Berg oder „Lear“ von Aribert Reimann. Dessen Shakespeare-Vertonung aus dem Jahr 1978 erfährt am kommenden Sonntag eine mit Spannung erwartete Neuinszenierung. Gar nicht zu reden von „Aida“ oder „La Clemenza di Tito“. Und dennoch, für mich war der bisherige Höhepunkt der Salzburger Festspiele 2017 die Wiederaufnahme der Pfingst-Produktion „Ariodante“ von Georg Friedrich Händel mit der grandiosen Cecilia Bartoli in der Titelrolle. Dieses „dramma per musica“ wurde im Jahr 1735 im damals neu gegründeten Covent Garden-Theatre uraufgeführt. Händel war damals schon 15 Jahre lang erfolgreicher „Gast-Komponist“ in London und schuf mit dieser Oper nach Ariosts „Orlando furioso“ eines seiner reifsten Werke. Nun kann man fast 300 Jahre später erleben wie zeitlos Themen wie „Eifersucht“, „Leidenschaft“ oder„Verleumdung“ und „Intrige“ geblieben sind. Und außerdem: wie selten gelingt die Aktualisierung der klassischen Stücke? In der eigenwilligen und gar nicht technisch-aufwendigen Regie von Christof Loy (Bühnenbild: Johannes Leiacker) werden auf drei Zeitebenen der Inhalt nacherzählt: da gibt es eine quasi-aktuelle Deutung – im Stil der 50er Jahre (Kostüme Ursula Renzenbrink), dann spiegelt sich die Entstehungszeit von „Ariodante“ wider und dann gibt es mittelalterliche Ritterrüstungen und Schwerter. Man hat ja Themen wie „Gottesgerichte“ und „Treue-Schwüre“ darzustellen…

Zum Bericht[1] von Peter Dusek

Salzburg
Bartoli: Die grandiose Barbermama
Die große Cecilia im Conchita-Styling, allerdings nie als Kopie
Cecilia Bartoli führt Händels „Ariodante“ auch bei der Wiederaufnahme zum Triumph.
https://kurier.at/kultur/bartoli-die-grandiose-barbermama/281.061.919[2]
Siegeszug des „Ariodante“ geht weiter
Salzburger Nachrichten[3]
Der zeitlose Zauber großen Musiktheaters
Drehpunktkultur[4]
„Ariodante“ in Salzburg: Intrigante Epochentänzer‘
Wiederaufnahme von Händels Oper bei den Salzburger Festspielen im Haus für Mozart. Die Produktion der Pfingstfestspiele betört durch szenische Präzision und auch markante vokale Qualitäten –
Der Standard[5]

Bayreuth: „Die Meistersinger von Nürnberg“ in zweiten Durchlauf

Friedeon Rosén: Mit den „Meistersingern“ ist Barrie Kosky eine äußerst komödiantische Inszenierung gelungen, die  im Gebaren der mittelalterlichen Herrschaften inclusive Stolzing bei der Freyung sogar an Falstaff denken lässt…

Zum Bericht[6] von Friedeon Rosèn

Bregenz: Karl Markovics inszeniert eien Oper des österr. Komponisten Thomas Larcher

Karl Markovics. Copyright: APA/ Hans Klaus Techt

Der österreichische Schauspieler und Regisseur Karl Markovics wird 2018 bei den Bregenzer Festspielen eine Oper inszenieren. Dabei handelt es sich um das Auftragswerk „Das Jagdgewehr“ des Tiroler Komponisten Thomas Larcher, bestätigte Pressesprecher Axel Renner der APA einen Bericht des ORF Vorarlberg. Die künstlerische Leitung wird der deutsche Dirigent Michael Boder übernehmen. Derzeit werde mit voller Kraft an dem noch nicht fertiggestellten Auftragswerk gearbeitet, ein grobes Regiekonzept habe er aber bereits seit einem halben Jahr, sagte Markovics. Er wisse bereits, in welchem Raum sich die Menschen bewegen werden und in welcher Welt die Oper spiele. Mit der Ausstatterin Katharina Wöppermann stehe er in engem Kontakt. – derstandard.at/2000062777744/Karl-Markovics-wird-naechstes-Jahr-eine-Oper-inszenieren[7]

So ganz verstehe ich das nicht. Ich habe beim Bau unseres Wochenendhauses kräftig mitgeholfen, deshalb bin ich aber kein Baumeister. Aber es ist natürlich sehr populär, einem Publikumsliebling, der zwar „nur“ Schauspieler ist,  eine Inszenierung anzuvertrauen. Das kommt auch dem Sänger Rolando Villazon zugute, der ist auch von Beruf „Publikumsliebling“. Allerdings vertrauen die Theater Herrn Villazon nur Opern, kein Sprechtheater an.

Eine Oper zu inszenieren ist freilich ganz schwierig, das wissen wir von den diversen Ausflügen von Filmregisseuren in diesen Bereich. Da ist einiges misslungen. Bei der Oper hat der Regisseur kaum Handlungsspielraum und zudem den Komponisten als Gegner. Ich kann mir vorstellen, dass für einen Regisseur, der sein Handwerk wirklich versteht, eine Filmregie die dankbarste Aufgabe ist. Da hat man Handlungsspielraum und braucht nur auf die Produktionskosten und auf die Launen der Stars achten. Beim Schauspiel ist es schon etwas schwieriger, aber das ist nichts im Vergleich zur Oper. In der Oper hat man nicht nur auf wildgewordene Traditionalisten Rücksicht zu nehmen (im konkreten Fall jedoch kein Thema), das Libretto engt gewaltig ein – und Dirigenten wollen da auch noch mitreden. Im ungünstigsten Fall sucht der Dirigent den Regisseur/die Regisseurin selbst aus, dann wird man nur mehr zum Handlanger.

Im Fall der geplanten Bregenzer Inszenierung setzt die Intendantin auf die Popularität des Herrn Markovics und geht damit auf „Nummer Sicher“ („das Lied, bin sicher, zwar niemand versteht, doch bau ich auf Eure Populariät„)

Verona: Betrogene Opernfans standen ohne Tickets da
Ein Münchner Geschäftsmann betrieb mehrere Websites, über die er Tickets für die Opernaufführungen in der Arena di Verona verkaufte. Nur – hunderte Käufer erhielten die bestellten Karten nie. Obwohl ihm bereits von italienischen Gerichten der Betrieb seiner Websites untersagt worden war, setzte Rainer K. seine Geschäfte fort und prellte Kunden um zum Teil dreistellige Beträge. Jetzt wird sich der Geschäftsmann wegen Betrugs vor dem Amtsgericht München verantworten müssen.
BR-Klassik[8]

Haydn-Tage (ehemals Eisenstadt) nun Festspiele und auf neuen Wegen

Start in Wien/ Haydnfestspiele
HaydnLandTage als musikalische Reise durch Ostösterreich
Die Haydn Festspiele starten am Donnerstag, 24. August, eine musikalische Reise durch Ostösterreich. Im Rahmen der HaydnLandTage (früher: Haydntage, Anm.) finden an 15 Orten in Wien, dem Burgenland, Niederösterreich sowie auch in Ungarn Konzerte und ein Symposium statt. Zum Auftakt erklingt auf historischem Boden – in der Akademie der Wissenschaften in Wien – Haydns Oratorium „Die Schöpfung“.
Salzburger Nachrichten[9]

Tod in der Strauß Dynastie

Johann Strauß Vater Ur-urenkel und Josef Strauss Urenkelin Hedwig Aigner-Strauss starb unerwartet im 96igsten Lebensjahr in ihrem Haus bei Schönbrunn.

Im Marchfelderhof: Otto Schenk, Hedwig Aigner-Strauss, Mag. Peter Widholz. Foto: Marchfelderhof

Als langjähriges und verdientes Ehrenmitglied der Johann Strauss-Gesellschaft Wien und Repräsentantin der Strauß-Familie vertrat sie die Straußdynastie jahrzehntelang im In- und Ausland und erfreute sich dabei international großer Beliebtheit. Auch im Marchfelderhof war Hedwig Aigner-Strauss ein gern gesehener Gast. „Ganz besonders freute sie sich immer auf die  Verleihung des Goldenen Johann Strauss“, erinnert sich Marchfelderhofs Komm Rat Gerhard Bocek

Salzburger Festspiele/ Sprechtheater: Buhs für dreifache „Lulu“ bei Salzburger Festspielen

 Hallein/Salzburg (APA) – Einige Buhs für Regisseurin Athina Rachel Tsangari und ihr Team gab es am Donnerstagabend auf der Halleiner Perner-Insel am Ende der letzten Schauspielpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele. Die griechische Filmregisseurin hatte bei ihrem Theaterdebüt zwar die Titelrolle der „Lulu“ gleich dreifach besetzt, dafür den Text der „Monstretragödie“ von Frank Wedekind stark gekürzt.

Schlüssig wurde in der zweistündigen Aufführung weder der Grund für das eine noch für das andere vermittelt…

Film
Hanna Schygulla erhält Schauspielerpreis für Lebenswerk

Die Schauspielerin Hanna Schygulla (73) wird für ihr „stilprägendes darstellerisches Schaffen“ mit dem Ehrenpreis des Deutschen Schauspielerpreises ausgezeichnet. Schygulla überzeuge nicht nur durch ihre Schauspielkunst und ihre einzigartige Wirkung, sondern auch durch ihre innere Unabhängigkeit, erklärte Hans-Werner Meyer, Vorstand des Bundesverbands Schauspiel, am Donnerstag.
Salzburger Nachrichten[10]

Bestverdiener-Liste: Die Schauspielerinnen mit dem höchsten Einkommen
Die Presse[11]

Emma Stone soll 26 Millionen Dollar in Jahr cashen. Neid ist nicht angebracht, diese Leute (wie auch übrigens die Tennisstars und die Fußballer) müssen ihr Geld einspielen, sonst sind sie „weg vom Fenster“. Da ist kein Dollar Steuergeld dabei!

Buchbesprechung / Brigitte Harmann: „So schön kann Wissenschaft sein“

BucCover Hamann

„SO SCHÖN KANN WISSENSCHAFT SEIN!“
ZEITKAPSELN AUS DER SAMMLUNG BRIGITTE HAMANN
Mit Kronprinz Rudolf im Unterricht, mit Kaiserin Elisabeth von Schloss zu Schloss, mit Arthur Schnitzler beim Villenkauf
Herausgegeben von Marcel Atze unter Mitarbeit von Kyra Waldner. 348 Seiten, 311 Abbildungen
Wien, Amalthea Verlag 2017

„Echte“ Historiker, deren Arbeit auf Quellenforschung und Zeitanalyse beruht, werden normalerweise keine Bestsellerautoren. Brigitte Hamann (1940-2016) war diesbezüglich eine Ausnahme. Sie hatte beim Schreiben ihrer Bücher nicht das Urteil der Kollegen und der gestrengen Fachpresse, sondern den „normalen Leser“ im Blick. Diesen wollte sie interessieren und zugegebenermaßen auch unterhalten. Dass ihr das nicht unbedingt die Sympathie vieler Kollegen eintrug, war klar. Letztendlich war ihr Prestige vor allem in Sachen Habsburg unangefochten, und auch Bücher über Bertha von Suttner, Hitlers Lehrjahre in Wien, Winifred Wagner und Hitlers Bayreuth fanden eine breite Leserschaft…

Zu den Buchbesprechungen[12] (Renate Wagner)

Was Österreich wirklich bewegt: Knöchelbruch! Schock um Marcel Hirscher. Sechs Wochen Gips
Schock- Nachricht von Marcel Hirscher! Österreichs Ski- Superstar hat beim Training am Mölltaler Gletscher einen Knöchelbruch erlitten. Jetzt muss er sechs Wochen lang Gips tragen – der Saisonauftakt ist für ihn in Gefahr.
Krone.at[13]

Heute wissen wir, wen wir am 15. Oktober zur Auswahl haben

Am frühen Freitagabend steht fest, wie viele Parteien bei der Nationalratswahl am 15. Oktober antreten können. Bis 17.00 Uhr müssen die Landeslisten bei den Landeswahlbehörden eingereicht werden. Fix am Stimmzettel stehen die jetzigen Parlamentsparteien SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne und NEOS. Das Team Stronach hat auf eine Kandidatur verzichtet.

Ebenfalls fix ist die Kandidatur der Liste Pilz sowie der Freien Liste Österreich Karl Schnells. Ihre Wahlvorschläge wurden von drei Abgeordneten unterschrieben. Bereits genug – nämlich mindestens 2.600 – Unterschriften für die österreichweite Kandidatur gesammelt haben die KPÖ und Roland Düringers Liste G!LT. Einige Kleinparteien sammelten bis zuletzt Unterschriften. (Quelle: „Kleine Zeitung“)

Roland Düringer ist immer für Überraschungen gut. Ein Vorgriff auf seine heutige Pressekonferenz:

Die Frage schon bei der Gründung seines „Kunstprojekts“ lautete: „Ist das jetzt Spaß oder ist das ernst? Es ist immer noch beides“, sagte der Kabarettist. Das „Kunstprojekt ist mit heutigem Tag beendet, nun beginnt das „Demokratieprojekt.  Die Kandidaten sollen einen möglichst repräsentativen Querschnitt der Wählerschaft darstellen. Probleme bei der Listenerstellung, wie sie Grüne aber auch andere Parteien haben, hat Roland Düringer nicht: Die „Bundesliste“ wird heute durch das Los bestimmt!

Die Pressekonferenz ab 10.00 Uhr im Livestream.

Die Idee ist in der Tat bestechend. Jetzt warte ich noch darauf, dass wichtige Entscheidungen, bei denen es keine klare Mehrheit gibt, durch Würfeln getroffen werden.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-haus-fuer-mozart-ariodante-eine-haendel-oper-als-hinreissendes-gesamtkunstwerk
  2. https://kurier.at/kultur/bartoli-die-grandiose-barbermama/281.061.919: https://kurier.at/kultur/bartoli-die-grandiose-barbermama/281.061.919
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-siegeszug-des-ariodante-geht-weiter-260913/
  4. Drehpunktkultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11177-der-zeitlose-zauber-grossen-musiktheaters
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000062787271/Ariodante-in-Salzburg-Intrigante-Epochentaenzer
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-die-meistersinger-von-nuernberg
  7. derstandard.at/2000062777744/Karl-Markovics-wird-naechstes-Jahr-eine-Oper-inszenieren: http://derstandard.at/2000062777744/Karl-Markovics-wird-naechstes-Jahr-eine-Oper-inszenieren
  8. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/arena-di-verona-betrug-mit-tickets-100.html
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/haydnlandtage-als-musikalische-reise-durch-ostoesterreich-260891/
  10. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/hanna-schygulla-erhaelt-schauspielerpreis-fuer-lebenswerk-260910/
  11. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/film/5270187/BestverdienerListe_Die-Schauspielerinnen-mit-dem-hoechsten-Einkommen
  12. Zu den Buchbesprechungen: http://der-neue-merker.eu/allgemein/buch
  13. Krone.at: http://www.krone.at/wintersport/knoechelbruch-schock-um-marcel-hirscher-sechs-wochen-gips-story-583957

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-august-2017


17. AUGUST 2017

by ac | 17. August 2017 08:26

 

Daniela Barcellona sang gestern die Amneris in der „Aida“- Regie-Farce.

Nina Stemme hat schon 2 Lady Macbeth von Mzensk abgesagt (10. und 15.8.)! Angeblich hat sie eine verstauchte Hand (!). Ersetzt wurde sie durch Evgenia Muraveva

Evgenia Muraveva

Ich weiß nicht, ob Frau Muraveva als Zweitbesetzung nicht ohnehin für zwei Vorstellungen angesetzt war – wie das ja auch bei „Aida“ praktiziert wird.

Eine Sopranistin, die unter Karajans Zeiten als Cover für Freni, Janowitz und Co. engagiert war, ist wohl zu ihrer Gage, aber zu seiner Vorstellung gekommen. Die mittlerweile sehr betagte Dame klagte mir ihr Leid: „Glaubst Du, eine von denen wurde je krank? Die wollten doch nicht dass der Maestro und auch das Publikum merkt, dass es auch ohne sie ginge“

Die Zeiten haben sich anscheinend auch diesbezüglich geändert!

Als Absagegrund für den 15.8. wurde eine schwere Bronchitis angegeben!

 Salzburg: Anna Netrebko im Kuhstall

Anna Netrebko unterzog sich vor dem Muti-Konzert, das sie als Zuschauerin verfolgte, bereitwillig einer Taschen-Sicherheitskontrolle. Unmittelbar nach dem Konzert besuchte die Netrebko in Festgewandung  für „Somewhere in Austria“ einen Kuhstall (wurde natürlich auf Facebook gestellt). Selbst im Kuhstall zog sie Blicke auf sich. Eine Bäuerin mit Fächer, im Luxus-Kostüm und mit High Heels haben die Salzburger Kühe ganz sicher noch nie gesehen!

Bregenzer Wasserspiele: Nun fiel erstmals eine Vorstellung auf der Seebühne komplett ins Wasser

 Aufgrund heftigen Regens wurde die Seebühnenaufführung von „Carmen“ am Montag nach einer Viertelstunde abgebrochen und ins Festspielhaus verlegt. Dort konnten rund 1.600 Besucher die Indoor-Version der Oper von Georges Bizet erleben.

Für die restlichen knapp 5.400 Gäste, die ein Seebühnenticket gekauft hatten, war der Festspielabend hingegen nach den 15 Minuten beendet. Sie erhalten ihr Geld zurück, teilte Festspielsprecher Axel Renner mit.

Die Bregenzer Festspiele haben in dieser Saison 28 „Carmen“-Aufführungen angesetzt, trotz des nicht immer einwandfreien Wetters konnten die ersten 22 Darbietungen allesamt auf der Seebühne bestritten werden. Lediglich am 5. August hatte Regen ebenfalls eine Verlegung ins Festspielhaus erzwungen. Da an jenem Abend aber 75 Minuten lang auf der Seebühne gespielt werden konnte und damit die 60 Minuten-Grenze überschritten wurde, gilt jene Aufführung nicht als Regenabsage. Bis zum Ende der Festspiele am Sonntag (20. August) sind noch weitere fünf „Carmen“-Vorstellungen programmiert… (Quelle: „Salzburger Nachrichten“ / APA)

Was ist tatsächlich in St. Margarethen los

Ganz erbost war er gestern, der Michael Tanzler, weil ich den neuen Veranstaltern der Opernfestspiele eine Steigerung des Niveaus attestiert habe. Ich gebe gerne zu, dass ich das letzte Mail 2007 in St. Margarethen war und das auch nur deswegen, weil die Hauptrollensängerin in der Wohnung unter der meinen (immer noch) wohnt. Das heißt, ich sollte bei Werturteilen besser den Mund halten. Mache ich auch!

Michael Tanzler ist der mit dem Sektglas Bewaffnete

Tanzler war „Caster“ in der Ära Wolfgang Werner (der Geschasste, der allerdings wirklich von Oper nichts verstanden hat – aber immerhin klug genug war, sich der Mitarbeit von Opernkennern zu versichern)) und nennt eine Reihe von Sängern, die in St. Margarethen begonnen haben:

Durch unzählige Vorsingen konnten wir ab 2005 stetig die Qualität anheben und neue Stimmen präsentieren, die teilweise dann von uns aus ihren Weg gemacht haben. Einige Beispiele gefällig? Aleksandrs Antonenko war einer unserer Don Jose s 2005 , übrigens gemeinsam mit Nadja Krasteva, Jean Francoise Borras war Herzog im Rigoletto und Alfredo in Traviata -der ist  jetzt einer der gefragtesten Tenöre weltweit. Im selben Rigoletto war ein gewisser Andreas Schagerl der Borsa (!!), in der Zauberflöte dann schon Tamino : ohne „L“ jetzt einer der gefragtesten Wagner-Tenöre. In derselben Zauberflöte war Daniel Brenna der Erste Geharnischte : nicht nur in Amerika alterniert er nun mit Schager in den schweren Wagner-Partien…! Königin der Nacht und vorher auch Gilda war die blutjunge Ekaterina Bakanova – sie ist laufend in Venedig, Verona etc zu hören. Als Traviata war auch Maria Jose Siri eingesetzt, die als Butterfly die Inaugurazione der Scala mitgestaltete und in Wien und weltweit gerne gehört wird. Micaela war u.a. auch Cristina Pasaroiu, die ebenso in den letzten Jahren große Karriere gemacht hat, und in der „Aida“ war ein Radames auch der von Insidern hochgelobte Martin Mühle…! Usw, usw. Und alle die waren nicht als „Stars“ bzw. „Arrivierte“ bei uns, sondern davor und haben dann die Karriere gestartet.

Bedauerlich, dass diese Zeit so brutal und abrupt 2014 ein Ende gefunden hat. Aber so ist es im Leben – und auch im Theater.

Ausführlicher lesen Sie darüber in unserem Forum.

Ich halte es für sehr schwer, nach einem Jahr Pause wieder fortzusetzten, als wäre nichts gewesen. Warten wir ab.

Die Zeit der Groß-Events ist übrigens vorbei. Aus Insider-Kreisen habe ich erfahren, dass für die Absage von Domingos „Stadion-Aida“ keine technischen Probleme, sondern der miserable Kartenverkauf ausschlaggebend war. Da die Veranstalter Konkurs anmelden mussten, säumt nun eine weitere Leiche Domingos Weg!

Der Peter Edelmann kann in Mörbisch Purzelbäume schlagen, an die Besucherzahlen in der Serafin-Ära wird er nicht herankommen. Das nichts deswegen, weil Harald Serafin um so viel besser, sondern der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Fortune eben!

Michael Tanzler und seine „Amici del Belcanto“ spielen im November Verdis „Lombardi“

amici

Erwähnenswert vielleicht auch, dass auch der „zweiten Tenor“ , der „Arvino“, der quantitativ  gleich viel zu singen hat wie der „erste Tenor“ – Oronte – mit einem ersten Sänger besetzt ist. Das passiert in der Praxis im Theater – leider – kaum. Aber es gibt auch für den „zweiten Tenor“ die Möglichkeit mit „hohen C`s „ zu punkten… auch wenn er keine richtige Arie hat, aber schöne Szenen mit Chor und in den Ensembles.

Tanzler bietet Sänger auf, die in der Opernwelt durchaus einen Namen haben.

Besorgen Sie sich die Karten, von Wien nach Ternitz ist es über die Südautobahn wirklich nicht weit!

Innsbruck: Neptun befiehlt ein Ketchup-Massaker

Wir haben vom Innsbrucker „Ulisse“ zwar eine Online-Merker-Eigenkritik, aber die Besprechung der „Frankfurter Rundschau macht mich Staunen. Es kommt nicht oft vor, dass dem deutschen Feuilleton eine auf modern aufgemascherlte Inszenierung zu blöd ist, die den angeblich so konservativen Merkern gefällt. Jedenfalls bleibt in unserer Kritik nachstehende Szene völlig unerwähnt:

Auf einer kleinen, erhöhten Bühne, die Erlend Birkeland entworfen hat, hinter der Hochzeitstafel, die immer wieder für szenische Intermezzi genutzt wird, taucht unvermutet ein in älplerischen Lederhosen hopsender Hirtenjunge auf, der Ulisse schon mal tief unters schützende Lammfell greift. Die Phäaken, die Ulisse entgegen dem Willen Nettunos (also Neptuns) auf ihrem Schiff aufnahmen, müssen sich, verhext vom Meeresgott, mit Ketchup zu Tode bespritzen; der Hirt Eumete, der den gestrandeten Ulisse in den Hochzeitssaal zurückgeleitet, trägt ständig kleine Plastik-Ochsen mit sich; und die Götter schwirren als Kellner mit Flügeln durch den Saal. Das alles erinnert eher an einen Studentenulk als an eine gut durchdachte Festwochen-Premiere… (Quelle: FrankfurterRundschau)

Die Kritik der „Frankfurter Rundschau“: In Innsbruck eröffnen die Festwochen für Alte Musik mit „Il ritorno d’Ulisse in patria“ von Claudio Monteverdi. Doch mit der Regie ist auch der gute Ruf in Gefahr. Wie konnte es so weit kommen?
Frankfurter Rundschau[1]

Grafenegg: Brad Lubman: Komponieren geht vor Dirigieren
Der Residenzkomponist des Festivals im niederösterreichischen Grafenegg über das Entstehen von neuer Musik –
Der Standard[2]

Buchbesprechung: Oswald Georg Bauer , Till Haberfeld
WIELAND WAGNER

 

REVOLUTIONÄR UND VISIONÄR DES MUSIKTHEATERSS
312 Seiten mit 100 farbigen und 121 schwarzweißen Abbildungen,
Deutscher Kunstverlag, 2017

Wer konnte in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg irgendein Mitglied der Familie Wagner ins Auge fassen, ohne in erster Linie das Verhältnis aller zu Hitler zu beleuchten? Ein breitformatiger Band, den Till Haberfeld (Gatte von Gwyneth Jones) als Herausgeber und Oswald Georg Bauer, von allen Bayreuth-Mitarbeitern „hinter den Kulissen“ der wohl getreueste und kenntnisreichste, jetzt vorlegen, will nichts anderes als – reich bebildert – den Blick auf die Leistung legen… (Renate Wagner)

Zu unserer Buch-Rubrik [3]

Ausstellung in Washington: Marlene Dietrich wurde in Amerika bisher vor allem als aktive Nazigegnerin verehrt. Eine Schau in Washington zeigt sie nun im Zeichen der sexuellen Ambiguität.

Marlene Dietrich an Bord der SS Europa (1933). Foto: Paul Cwoijdzinski

Dieses mehr als achtzig Jahre alte Foto hat kaum etwas von ihrer Wirkung verloren. In Überlebensgrösse reproduziert, lässt sie die Besucher in der Halle der National Portrait Gallery unwillkürlich innehalten, bevor sie die sich anschliessende Ausstellung betreten…

Marlene Dietrich: Die Dame hat die Hosen an
Marlene Dietrich wurde in Amerika bisher vor allem als aktive Nazigegnerin verehrt. Eine Schau in Washington zeigt sie nun im Zeichen der sexuellen Ambiguität.
Neue Zürcher Zeitung[4]

Russland: Vom Leben ohne Camembert
Analyse. Vor drei Jahren hat der Westen Sanktionen gegen Russland verhängt. Kurz darauf hat Moskau mit einem Importembargo auf westliche Agrarprodukte reagiert. Was hat der Handelskrieg in Russland bisher ausgelöst?
Die Presse[5]

Russland hat die Saktionen ganz gut überstanden, die Wirtschaft befindet sich im Aufwind. In unserer ach so unabhängigen Presse darf das nicht stattfinden, deshalb liest man kaum darüber. Die russische Wirtschaft hat sich also an die Sanktionen adaptiert, politisch hat sich nichts geändert. Gerade das hätten aber die Sanktionen bewirken sollen.  Wir haben es mit einem typischen Selbstfaller der Sanktionierer zu tun!

Zum Wochenende: Kaltfront über Österreich
Dieser Sommer zeigt noch einmal so richtig, was er draufhat: Am Donnerstag und Freitag lacht uns die Sonne an. In weiten Teilen Österreichs klettert das Thermometer über 30 Grad, im Osten sogar auf 35. Nach der heißen Phase sorgt eine kräftige Kaltfront am Wochenende für Abkühlung.
Kronen Zeitung[6]

Ich ärgere mich immer in die Bezeichnung „Schönwetter“ (so jenseits der 30 Grad) oder „Schlechtwetter“ (Regen). Ich liebe Regen und den Winter (Schnee muss ich nicht haben), deshalb ist für mich Regenwetter Schönwetter.

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

  1. Frankfurter Rundschau: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/eklat-bei-der-eroeffnung-der-festwochen-in-innsbruck-15152655.html
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000062699023/Brad-Lubman-Komponieren-geht-vor-Dirigieren
  3. Zu unserer Buch-Rubrik : http://der-neue-merker.eu/allgemein/buch
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/marlene-dietrich-die-dame-hat-die-hosen-an-ld.1310917
  5. Die Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5269832/Russland_Vom-Leben-ohne-Camembert
  6. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/kaltfront-am-wochenende-grosse-abkuehlung-kommt-blitz-herbst-story-583790

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-august-2017


16. AUGUST 2017

by ac | 16. August 2017 08:25

Franz Welser-Möst über Populismus, Blender am Pult, Handwerk und Halbstarke in der Politik. Copyright: Michael Poehn/ stillalife.com

Die letzte Opernpremiere der Salzburger Festspiele bringt am Sonntag eines der wichtigsten Werke der vergangenen 50 Jahre in die Felsenreitschule: Aribert Reimanns „Lear“. Dirigent Franz-Welser-Möst gab dem „Kurier“ ein Interview, in dem er aber auch zu anderen Themen Stellung bezog. In manchen Punkten sind diese durchaus bemerkenswert, greift er doch auch – ohne den Namen zu nennen – den Kollegen Teodor Currentzis an und wagt auch eine Prognose bezüglich des österreichischen Wahlkampfs.

Er spricht aber auch das Regiedebüt der „opernfernen“ Shirit Neshat an – und mit „Blender“ meint er mit ziemlicher Sicherhait Teodor Currentzis.

Wir leben in einer Zeit, in der nicht derjenige, der überall Erfolg hatte, zur Krönung seiner Karriere bei großen Festspielen inszeniert. Man sucht immer das Originelle. Ich habe meine Zweifel, ob das der richtige Weg ist. Kunst kommt immer noch von Können. Und das Handwerk wird heutzutage nicht mehr so geschätzt. Können Sie sich einen Geiger oder einen Pianisten vorstellen, der sein Handwerk nicht beherrscht? Bei Regisseuren oder bei Dirigenten fällt man da aber oft rein.

Kurier: Auch bei Dirigenten? Da kann man doch ohne Handwerk schwer ein Orchester leiten.

Wissen Sie, wie viele Blender es gibt? Mit ein paar Tricks kann man relativ weit kommen. Unter Handwerk verstehe ich auch, dass man Tempi so wählt, dass man Sänger nicht in Bedrängnis bringt. Aber viele Menschen schauen heute nur noch zu und hören nicht mehr. Eine energiegeladene Show von einem Dirigenten kann dem Orchester nichts bringen, aber dennoch das Publikum mitreißen. Um die Musik geht es da viel zu wenig…

Und dann spricht der „Kurier“ den Salzburger „Titus“ an – und schon sind wir bei den „Tricks des Herrn Kollegen“

Franz Welser-Möst wurde von Insidern auch als Wiener Musikdirektor unter Bogdan Roscic gehandelt. Dann wurde Philippe Jordan berufen. Welser-Mösts Meinung dazu:

Es gibt nicht so viele, die so viel Erfahrung in einem großen Opernhaus haben. Da war diese Bestellung eigentlich auf der Hand liegend.

„Kurier“: Interessiert Sie selbst so ein Job noch einmal?

Wenn Sie in so einem Haus wirklich etwas verändern wollen, dann brauchen Sie einen Zeitraum von zehn Jahren. Will ich mir das mit Mitte 60 dann noch antun? Eher nicht…

„Eher nicht“ heißt übrigens nicht nein!

Zur Wahl in Österreich. Die Mutter von Franz Welser-Möst war Abgeordnete der ÖVP im Parlament.

Man muss sehr vorsichtig sein mit Prognosen. Nicht einmal Trump selbst hat gedacht, dass er je Präsident sein wird. Und auch die Briten haben nicht daran geglaubt, dass es tatsächlich zum Brexit kommen würde. Man weiß also nicht, was alles möglich ist. Im Moment sieht es für mich danach aus, als wäre eine ÖVP/FPÖ-Regierung am wahrscheinlichsten. Ich hoffe sehr, dass dann jemand Kulturminister wird, der über die Wichtigkeit und die Sensibilitäten des Kulturbetriebes Bescheid weiß. Wir dürfen unsere Tradition nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

„Kurier“: Könnte es im Falle von Schwarz-Blau für Roščić als Opernchef eng werden?

Es könnte theoretisch eng werden. Aber wer weiß, ob es eine neue Regierung gibt, die sich überhaupt für Kultur interessiert…

Welser-Möst: „Kein guter Nährboden für die Kunst“
Dirigent Franz Welser-Möst über Populismus, Blender am Pult, Handwerk und Halbstarke in der Politik.
https://kurier.at/kultur/kein-guter-naehrboden-fuer-die-kunst/280.581.922[1]

Bayreuth:  Franks Finale

Schkopau – von Castorf für seinen Ring erkoren. 11.000 Einwohner und eine satte CDU-Mehrheit. 

Peter Reichl hat nun seinerseits den „Ring“ vollendet und liefert uns seine höchst vergnügliche Beschreibung: Schkopau, so lernen wir bei Wikipedia, ist eine Gemeinde in Sachsen-Anhalt mit 10.935 Einwohnern, sie liegt in einer Höhe von 98 Metern über Normalnull an der von den Flüssen Saale, Weisse Elster und Luppe gebildeten Auelandschaft, über welche die längste Eisenbahnbrücke Europas führt, wurde urkundlich erstmals im Jahre 1177 erwähnt und besitzt seit 2010 kein Wappen mehr, dafür aber eine Postleitzahl sowie fünf Telefonvorwahlen und vier verschiedene Kfz-Kennzeichen. Es gibt dort nicht nur eine Richard-Wagner-Strasse, sondern gleich daneben auch noch einen Richard-Wagner-Weg, darüber hinaus aber dürfte dieses sicherlich wunderschöne Städtchen spätestens seit 2013 der weltweiten Fangemeinde des Meisters vor allem durch seinen penetranten Auftritt im Finale des aktuellen Bayreuther Rings ein Begriff sein. Plaste und Elaste aus Schkopau, so steht da wieder und wieder in mannshohen knallrotgoldenen Reklamelettern grellgleissend vor dem grauschwarzen Hintergrund einer herabgekommenen Hochhausmauer zu lesen. Beim ersten Anblick – als optische Untermalung von Siegfrieds Rheinfahrt – noch leichtfertig mit einem Schmunzeln bedacht, wird der davon hinterlassene Eindruck mit jedem erneuten Einsatz der Drehbühne immer weniger zitierfähig, bis einen gegen Ende zu das blanke Grauen überfällt, dieser Werbespruch längst vergangener ostdeutscher Herrlichkeit könne und werde einen noch in künftige Träume hinein verfolgen…

Aber wie immer der Reihe nach: Alles was ist, endet – die initiale Warnung der weihlich weisesten Wala hatte sich im Lauf der letzten Tage für so manchen Ringbesucher wahlweise zum finalen Hoffnungsschimmer und/oder zur ultimativen Durchhalteparole entwickelt und sollte also nunmehr mit der „Götterdämmerung“ tatsächlich Realität werden. Was freilich den Göttern da so genau dämmere, blieb – wie zu erwarten – eine weitgehend ungestellte und jedenfalls umfassend unbeantwortete Frage, dem Publikum aber dämmerte immerhin langsam anderes: Dieser Ring der anarchistischen Auf und Abs, der mit einem so quirligen Rheingold begonnen hatte, um sodann die gepflegte Langeweile der Walküre mit Siegfried-Slapstick beinahe vergessen zu machen, ist, aller noch so wohlwollender Deutungssuche zum Trotz, in letzter Konsequenz doch nur eines – einfach banal…

Zum Bericht [2]von Peter Reichl

Franks Finale
Zum letzten Mal zeigen die Bayreuther Festspiele den „Ring“ des scheidenden Volksbühnen-Intendanten Frank Castorf, dirigiert von Marek Janowski.
Tagesspiegel[3]

Bayreuth: PARSIFAL am 14.8.

Hartmut Haenchen musste nur am 5. 8 passen (Marek Janowski hat übernommen)n die weiteren Vorstellungen des „Parsifal leitet er wie geplant

Georg Zeppenfeld (Gurnemanz) und Elena Pankratova (Kundry). Copyright: Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath

Der Parsifal unter Hartmut Haenchen und U.E.Laufenberg/Regie wird heuer im 2. Jahr gespielt. Hartmut Haenchen bevorzugt eine ‚mittlere‘ Gangart, nicht zu schnell und nicht zu langsam, was dem Ohr über weite Strecken sehr entgegen kommt…

Zum Bericht[4] von Friedeon Rosén

Salzburg: „I due Foscari – und anderes

Placido Domingo, Guanqun Yu. Copyright: Marco Borelli/ Salzburger Festspiele

Am Montagnachmittag wurde im großen Festspielhaus die zweite Aufführung von Verdis „I Due Foscari“ gespielt. Die konzertante Wiedergabe dieser selten gespielten Oper war natürlich aus „Domingo-Gründen“ ein Publikumsrenner erster Ordnung. Anders als bei der Premiere, wurden die Jubelstürme erst am Ende entfesselt, offenbar hat hier die Kritik an allzu entfesselten Fans gewirkt...

Zum Bericht [5]von Johannes Marksteiner

Das wäre das erste Mal, dass sich entfesselnde Fans einbremsen lassen!

Der Rezensent von „bachtrack“ dürfte nicht in die Liga der ungezügelt jubelnden Fans einzuordnen sein:

…Doch als enttäuschend stellte sich leider auch die Liga großer Namen heraus, die an diesem Abend sangen. Allen voran Placido Domingo, der offenbar immer noch beweisen muss, dass er auch als Bariton erfolgreich sein kann. Mit großen übertrieben-dramatischen Gesten wird über musikalische Unfeinheiten hinweggetäuscht…

Große Namen, kleine Wirkung: Konzertante Aufführung von I due Foscari in Salzburg
bachtrack[6]
Plácido Domingo in Salzburg: Was das liebende Ohr erreicht
Plácido Domingos Stimme hat sich im Lauf der Jahrzehnte verändert. In Salzburg bereitet der 76-Jährige seinem Publikum in Giuseppe Verdis „I due Foscari“ einen traurig schönen Abend.
Frankfurter Allgemeine[7]

Streit in St. Margarethen

Der unter Beschuss geratene Landesrat Bieler sieht Managementfehler beim Veranstalter, die Absage sei zudem eine „wirtschaftliche Entscheidung“ gewesen.

Das Land könne und wolle Millionenabgänge aus Steuergeldern nicht abdecken. Bieler: „Das Land war weder in der Konzeption noch in der Organisation der Opernfestspiele tätig. Wenn man sich die Arenaria-Bilanz 2015 anschaut, bei der viereinhalb Millionen Euro Abgang waren – und wenn es 2015 und 2016 so ähnlich war –, dann hat man in den letzten Jahren seit der Übernahme von Wolfgang Werner 15 Millionen Euro versenkt„, rechnet der Kulturlandesrat. „Dass da die Nerven blank liegen, ist klar. Aber es ist dreist, dafür das Land verantwortlich zu machen.“ (Quelle: Oberösterreichische Nachrichten“)

Dazu fallen mir meine Erlebnisse mit St. Margarethen-Besuchern ein. In unserer Geschäftsstelle /Online-Galerie schauen immer wieder Bekannte auf ein „Achterl“ vorbei, die nicht aben der Hochkultur frönen, sondern nur unterhalten werden wollen. Da wird schon mal das meist traurige Ende von Opern kritisiert („wenn ich depressiv sein will, brauche ich mir nur meine Frau /meinen Mann anschauen“ ), auch die Originalsprache wird kritisiert. In der Tat ist die Handlung des „Rigoletto“ ja schwer zu verstehen! Da die Besucher aber meistens in den Stunden vor der Oper rund um den Neusiedler-See bei Temperaturen jenseits der 33 Grad kutschiert werden, ist ohnedies Opernschlaf angesagt. Die neue Veranstalter-Riege wollte das Niveau gegenüber den „Werner-Zeiten“ heben, ich sage aber einmal frei heraus, dass das dem überwiegenden Teil des Publikums – so wie ich es kenne – ziemlich wurscht ist. Ein tolles Feuerwerk muss es freilich geben, das allein zählt!

J-OPERA /Jennersdorf/ Neuhaus/Klausenbach: „Carmen“ – zu viel gewollt, zu wenig erreicht“

Zum Bericht[8] von Herrmann Becke/ www.deropernfreund.de[9]

Aus unserer Buch-Rubrik: Tobias G. Natter: EGON SCHIELE. SÄMTLICHE GEMÄLDE 1909-1918

BuchCover  Natter, Schiele 2

Tobias G. Natter:
EGON SCHIELE. SÄMTLICHE GEMÄLDE 1909-1918
608 Seiten, Format XXL, Taschen Verlag, 2017

Ein englisches Sprichwort besagt: „Size matters“. Und manchmal kommt es tatsächlich auf die Größe an – etwa, wenn man den Riesenband betrachtet, der sich schlicht „Egon Schiele. Sämtliche Gemälde“ nennt und gar nicht schlicht ist. Ein Buch, das viel bietet – den ungeheuren Umfang von 30 x 41 cm, viele Kilo schwer. Ein Buch, das viel verlangt – Platz, wo man es hinlegen und aufschlagen und auch dort liegenlassen kann (denn zum dauernden Bewegen ist es zu schwer); Zeit, sich darein zu versenken; das Interesse, alles über Schiele genau wissen zu wollen; und die Begeisterungsfähigkeit, seine Werke in dieser Größe in exzellenter Wiedergabe genießen zu wollen.

Der Taschenverlag und Tobias G. Natter als einer der erfahrensten aller Forscher und Autoren machen es möglich. Was man 2018, zum hundertsten Geburtstag hätte erwarten können, ist vorweggenommen. Allerdings würde der Autor – auch wenn er am letzten Stand des derzeitigen Wissens operiert – für sich keinesfalls die ultimative Wahrheit postulieren. Die kann es nicht geben, nicht in der Kunst, nicht im Leben. Gerade die letzte Albertina-Ausstellung hat gezeigt, wie viel man immer wieder „neu“ interpretieren kann. Abgesehen davon, dass es immer noch etwas zu finden gibt…

Schauen Sie doch von Zeit zu Zeit in unserer von Renate Wagner betreuten Buch-Rubrik vorbei

Zur Buch-Rubrik[10]

Film/ TV: Thekla Carola Wied: „Die Angebote sind rarer geworden“
Hamburger Abendblatt[11]

Wiener sind Weltmeister im Wagerl-Klau
Oe24.at[12]

Auf das brauchen wir wirklich nicht stolz sein. Bei mir in Meidling fahren Einkaufswagerl-Lenker ganz ungeniert trotz Firmenaufschrift durch die Gegend (ich dachte, da ist eine Sperre eingebaut. Offenbar ist diese für einen technisch Begabten kein Problem).

Jeden Tag werden etwa 52 Wagerl in Wien gestohlen. Der Schaden ist gewaltig: 150 bis 250 Euro kostet ein Wagerl je nach Ausführung. Außerdem müssen die Diskonter 50 Euro pro Stück an die Müllabfuhr für die Abholung und Beseitigung bezahlen. 50 Euro Strafe wird auch für denjenigen fällig, der sein Wagerl einfach mit nach Hause nimmt oder irgendwo stehen lässt..,. (Quelle: „Heute“)

„Echte Wiener“ trauen sich das aber selten, die haben auch nicht die Ausrede parat, dass sie nur „ihrem Kulturkreis entsprechend gehandelt haben“. Diese Ausrede hat übrigens der Rapid-Trainer Djuricin gebraucht, der angeblich einen Funktionär der Gegenmannschaft angespuckt haben soll (er versichert, dass er nicht gespuckt, die Spuckerei nur angedeutet hat). Er meint „Ich habe nur meinem Kulturkreis entsprechend reagiert“ .

Österreich-  Affäre Zilberstein: Als der Fußballer Anton Pfeffer (Austria)  einst interviewt wurde, als seine Mannschaft zur Pause 0:5 in Rückstand lag, meinte er schlagfertig; „Hoch wer ma nimma gwinna“

Exakt diese Aussage hörte ich gestern von einem SPÖ-Funktionär!

Aber es gibt ja noch eine zweite Halbzeit! Vielleicht schießt sich der Gegner sechs Eigentore!

Einen schönen Wochenbeginn wünscht

A.C.

 

  1. https://kurier.at/kultur/kein-guter-naehrboden-fuer-die-kunst/280.581.922: https://kurier.at/kultur/kein-guter-naehrboden-fuer-die-kunst/280.581.922
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-goetterdaemmerung-nie-mehr-paste-und-elaste-zweiter-ring-durchlauf-das-finale
  3. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/bayreuther-festspiele-franks-finale/20187446.html
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuthfestspiele-parsifal
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-festspiele-i-due-foscari-und-anderes
  6. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/kritik-verdi-i-due-foscari-domingo-mariotti-salzburger-festspiele-august-2017
  7. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/was-das-liebende-ohr-erreicht-placido-domingo-in-salzburg-15149689.html
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/jennersdorf-neuhaus-am-klausenbach-bgld-festivalsommer-carmen-zu-viel-gewollt-zu-wenig-erreicht
  9. www.deropernfreund.de: http://www.deropernfreund.de
  10. Zur Buch-Rubrik: http://der-neue-merker.eu/allgemein/buch
  11. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article211593845/Thekla-Carola-Wied-Die-Angebote-sind-rarer-geworden.html
  12. Oe24.at: http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Wiener-sind-Weltmeister-im-Wagerl-Klau/295162688

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-august-2017


15. AUGUST 2017

by ac | 15. August 2017 07:57

Ab morgen: Händels „Ariodante“ wieder bei den Salzburger Festspielen. Cecilia Bartoli in der Titelrolle. Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Am Anfang von Händels Oper Ariodante steht, was bei den meisten Barockopern eigentlich erst am Ende kommt: ein Happy End. Alles scheint gut zu gehen – Ariodante will Ginevra, die Tochter des schottischen Königs heiraten, der Vater stimmt zu und akzeptiert die Wahl seines Kindes. Hier, am Ende des ersten Aktes, könnte das Werk bereits enden. Doch dann entwickelt sich ein Drama um Neid und Misstrauen, Machtstreben und Betrug. (Quelle: Programmheft Salzburger Festspiele)

BESETZUNG
Nathan Berg, Der König von Schottland
Kathryn Lewek, Ginevra
Cecilia Bartoli, Ariodante
Rolando Villazón, Lurcanio
Sandrine Piau, Dalinda
Christophe Dumaux, Polinesso
Kristofer Lundin, Odoardo

Anna Netrebko verlangt viel von sich – und von anderen

 Opernstar Anna Netrebko kann nach eigener Darstellung „ganz schön anstrengend sein“. Sie verlange viel von sich, aber auch von anderen, sagte die 45-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Wenn eine Probe nicht gut vorbereitet ist, dann muss das sofort geändert werden oder ich bin nicht mehr so nett.“

Netrebkos Ehemann Yusif Eyvazov sagte in dem Doppelinterview: „Dieser ganze Primadonna-Quatsch hat nichts außerhalb der Bühne verloren. Wenn man im Supermarkt die Diva spielt, dann wird das doch lächerlich.“ Am 31. August geben Netrebko und Eyvazov ihr einziges Deutschlandkonzert auf der Berliner Waldbühne… (Quelle: Musik heute)

Die Zusammenarbeit mit mir ist nicht immer leicht
Berliner Morgenpost[1]

Erste gemeinsame CD des Opern-Paares Netrebko und Eyvazov

Salzburg (APA) – Vor dreieinhalb Jahren lernten sie einander in Rom kennen, demnächst sind sie erstmals gemeinsam auf einem Tonträger zu hören: Starsopranistin Anna Netrebko und ihr Ehemann und Tenor Yusif Eyvazov haben am Montag am Rande der Salzburger Festspiele erstmals über ihre gemeinsame CD „Romanza“ geplaudert, mit der die beiden einen Ausflug in die Popklassik unternehmen.

Opernsänger auf musikalischen Abwegen. Copyright: APA/ Barbara Gindl

 Die Mehrzahl der Titel habe Igor Krutoy extra für die beiden komponiert, betonte der Geschäftsführer der Deutschen Grammophon, Clemens Trautmann. Allerdings: Nur in drei der insgesamt 18 Stücken singt das Paar auch im Duett. Auf den übrigen Einspielungen ist jeweils nur einer der beiden zu hören. „Er ist nicht nur ein Freund, er ist auch ein sehr berühmter Komponist für viele Künstler, vor allem von Popsongs“, erläuterte Netrebko. Unter anderem hat er für Andrea Bocelli geschrieben.

 „Ich liebe die Musik, es sind viele schöne Kompositionen und ich hoffe, die Menschen mögen sie auch“, schwärmte die Diva für die Titel auf „Romanza“. Auch wenn sie üblicherweise im Auto nicht ihre eigene Musik höre, werde sie mit dieser CD bei der nächsten Fahrt nach Wien vielleicht eine Ausnahme machen, sagte sie augenzwinkernd.

Und Ehemann Eyvazov ergänzte: „Auch wenn es viele Opernfans gibt, gefällt Oper nicht jedem. Bei dieser Art der Musik kann man dennoch die Opernstimmen hören.“

Damit hat Yusif Eyvazov sicher nicht unrecht, der Mann denkt ziemlich geerdet. Das ist selten in der Branche.

ORF: Netrebko-Einschaltquote im Vergleich

463 000 (bis zu!) sahen Aida zur besten Sendezeit auf ORF 2.

Nun wird die Einschaltquote von Elisabeth Spiras „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ publiziert: Knapp 900 000 haben die „Kuppel-Show gesehen!

Kennen Sie Ingrid Felipe? In Tirol kennen sie einige Leute, im übrigen Österreich kannte sie niemand. Frau Felipe ist die neue Chefin der Grün-Partei. Immerhin wollten sie gestern 511 ooo Fernsehzuschauer sehen. Das ist nicht berauschend, aber Anna Netrebko besiegt sie damit immer noch.

Netrebko-Felipe 0:1. So schaut es aus mit dem Minderheitenprogramm, das wir vom Online-Merker vertreten und für das wir selbst um Quote kämpfen!

Salzburg: Placido Domingo: Altes Herz bleibt immer jung
Der Standard[2]
Lichter Zauber
Plácido Domingo singt keine Tenor-Partien mehr, dafür wählt er seine Bariton-Rollen mit viel Geschick, wie jetzt den alternden Dogen in Verdis „I due Foscari“.
Sueddeutsche Zeitung[3]

Salzburg: Salzburger Festspiele: Frauenpower auf Originalinstrumenten


Sonya Yontcheva beim Schlussapplaus für ihren Salzburger Liederabend.  Copyright: Marco Borelli/ Salzburger Festspiele

Starke Frauen standen am Sonntag beim Liederabend von Sonya Yoncheva im Rahmen der Salzburger Festspiele im Großen Saal der Stiftung Mozarteum im Mittelpunkt. Von Kleopatra bis Venus sang und spielte sie zu den Klängen der Academia Montis Regalis unter der Leitung von Alessandro De Marchi.
Salzburger Nachrichten[4]
Zurück zu den Wurzeln
Liederabend Sonya Yontcheva
DrehpunktKultur[5]

Thielemann „bibberte“ beim Debüt in Bayreuth

Die Bayreuther Bürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Musikdirektor Christian Thielemann. Foto: DPA

Christian Thielemann wurde für „20 Jahre Bayreuth“ ausgezeichnet, die Ehrung fand in der Villa Wahnfried statt. Bisher hält Thiemann bei 151 von ihm geleiteten Aufführungen, Rekordhalter ist aber immer noch Daniel Barenboim mit 160 Auftritten. Die fehlenden neun Dirigate wird Thielemann auch bald geschafft haben!

Das Pult im Festspielhaus in Bayreuth ist ein ganz besonderer Ort. Dies weiß auch Christian Thielemann.
Hamburger Abendblatt[6]

Bayreuth: Zweiter Ring-Zyklus abgeschlossen

Die Götterdämmerung bildet den insgesamt gelungenen und glanzvollen Abschluß dieses zweiten Durchgangs letztmalig in der Marek Janowski/Kirill Petrenko/ Frank Castorf-Produktion der Festspiele. Zuerst der glamouröse Nornenauftritt, der in seiner Menetekelhaftigkleit im Hinterhaus des vielstöckigen runtergekommenen Altbaus der Gibichungenhalle vor einer mit Scherengitter abzutrennenden Votivnische stattfindet. Die drei Nornen erscheinen aufgetakelt wie orthodoxe russische Großfürstinnen. Während des Abschieds sitzen Siegfried und Brünnhilde neben dem Wohnmobil händchenhaltend, etwas magere Kost für „den Beginn einer Fernbeziehung“ (Patric Seibert im Progr.heft). Danach ist bei den Gibichungen aber einiger Klamauk geboten…

Zum Bericht[7] von Friedhelm Rosenkranz

HEUTE AM SEMMERING/ NÖ: LIEDERABEND STEPHANIE HOUTZEEL ( 15. AUGUST UM 15,30 h)

Stephanie Houtzeel macht eine kleine Pause von den „Rocker Rheinmaidens“ in Bayreuth: Wiebke Lehmkuhl, Stephanie Houtzeel, Alexandra Steiner Photo: @BayreutherFestspiele

Der Liederabend (am Klavier Florian Krumpöck) beginnt um 15,3o h im „Südbahn-Hotel

Innsbruck/ „Festwochen der Alten Musik“

Von links: Terry Wey, Achim Schulz, Ulfried Staber, Tim Scott Whiteley, Tore Tom Denys. Copyright: Innsbrucker Festwochen/Mallaun

Festtag für Ferdinand war am 13.8. in Innsbruck. Tirol steht das ganze Jahr 2017 im Zeichen von Ferdinand II ; der vor 450 Jahren seinen Einzug in Innsbruck als Tiroler Landesfürst hielt. Unter der Regentschaft des Erzherzogs Ferdinand II. (1529 – 1595) erlebte der Innsbrucker Hof seine Glanzzeit in der Renaissance…

INNSBRUCK/ Hofburg, Riesensaal: CINQUECENTO 

Zum Bericht[8] von Karl Masek

Bad Ischl: Operettenrarität „Kaiserin Josephine“ von Emmerich Kálmán

Miriam Portmann in der Titelrolle. Foto: Hofer

Das Lehár-Festival Bad Ischl, das heuer vom 15. Juli bis 3. September läuft, brachte Mitte August wieder eine echte Operetten-Rarität zur Aufführung: „Kaiserin Josephine“ von Emmerich Kálmán. Die Uraufführung fand am 18. Jänner 1936 im Zürcher Stadttheater statt, das Werk geriet aber in der Folge in Vergessenheit.

Die Operette in acht Bildern, deren Libretto Paul Knepler und Géza Herczeg verfasste, spielt in der Zeit 1795 bis 1804 in Paris und an einem italienischen Kriegsschauplatz und handelt von der Liebe Napoleons zu Josephine Beauharnais, dessen erster Mann während der Französischen Revolution als Offizier auf der Guillotine sein Leben lassen musste. Eine Wahrsagerin prophezeit ihr, dass sie dereinst zur Kaiserin aufsteigen werde…

Zum Bericht[9] von Udo Pacolt

Letztes geniales Aufbäumen der Operette
Exzellente, halbszenische Premiere von „Kaiserin Josephine“ in Bad Ischl.
Oberösterreichische Nachrichten[10]

Filme der Woche

FimPoster  Gesetz der Familie~1
Besuchen Sie Renate Wagners [11]FILMSEITE[12]

Gegen seine Gene kann man sich nicht wehren. Genau so prägend für das ganze Leben aber ist die Welt, in der man aufwächst. Und dagegen kann man etwas tun. Kann man es immer? „Das Gesetz der Familie“ stellt diese Frage im Rahmen eines Kriminalfilms, in dem die Gangster von keiner Spur von Romantik umstrahlt werden, im Gegenteil: Sie sind einem von Herzen zuwider. Ein Familien- und Generationendrama erzählt von der Schwierigkeit, sich aus den Banden von starken Menschen und zwingenden Verhältnissen zu befreien…

Man lernt die Cutlers kennen. Sie leben in einem Trailer-Park am Rande einer englischen Stadt, und sie sind „White Trash“ – so nennt man diese Art von Proletariat, das auf seine Lebensform noch stolz ist. Außerdem sind sie Verbrecher, Einbrecher und Räuber, die sich gar keine andere Art der Existenz vorstellen können. Jeder weiß es, auch die Polizei, aber am Ende sind sie geschickt genug, ihre Raubzüge zwar immer unter deren Nase durchzuführen, aber keine Beweise zu hinterlassen. Als Kinobesucher ist man bei einigen „Coups“ vorbei, inklusive dem Austricksen der englischen Bobbys, und da funktioniert der Film von Regie-Debutant Adam Smith (bisher vor allem mit Musikvideos beschäftigt) nach allen Regeln des englischen Gangsterfilms. Aber im übrigen will der Streifen ganz offensichtlich mehr…

Österreich: Affäre Silberstein: Das selbstverschuldete Malheur der SPÖ
Die Trennung vom Guru kommt zu spät: Kanzler Kern hätte längst auf die Dienste des Beraters Silberstein verzichten müssen –
Der Standard[13]

Man weiss nicht, was bis zum Wahltag am 15.10. noch passiert, aber der Kanzler bräuchte viel mehr Fortune, als er bisher hatte. Als Glückskind hat er sich bisher nicht erwiesen.

Wie sagte doch der legendäre Kabarettist Karl Farkas: Wenn einer Pech hat, dann verhungert er sogar auf den Sandwich-Inseln!

Ich wünsche einen schönen Feiertag

A.C.

 

  1. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/vermischtes/stars-und-promis/article211572191/Anna-Netrebko-Zusammenarbeit-mit-mir-ist-nicht-immer-leicht.html
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000062632427/Placido-Domingo-Altes-Herz-bleibt-immer-jung
  3. Sueddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/salzburger-festspiele-lichter-zauber-1.3626800
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-frauenpower-auf-originalinstrumenten-260545/
  5. DrehpunktKultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11172-zurueck-zu-den-wurzeln
  6. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/article211578731/Thielemann-bibberte-beim-Debuet-in-Bayreuth.html
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-goetterdaemmerung-finale-zweiter-ring-durchlauf
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/innsbruck-hofburg-riesensaal-cinquecento-bei-den-festwochen-der-alten-musik
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bad-ischl-kaiserin-josephine-von-emmerich-kalman-operettenraritaet
  10. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Letztes-geniales-Aufbaeumen-der-Operette;art16,2649281
  11. Renate Wagners : http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  12. FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  13. Der Standard: http://derstandard.at/2000062647484/Affaere-Silberstein-Das-selbstverschuldete-Malheur-der-SPOe

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-august-2017


14. AUGUST 2017

by ac | 14. August 2017 09:02

Innsbruck/ Festwochen der Alten Musik: ULISSE von Claudio Monteverdi. Copyright: Rupert Larl

Die Musikwelt feiert 2017 Monteverdis 450. Geburtstag. Und doch scheint uns die Musik dieses „Opernvisionärs“ durch sein System der Affekte gar nicht weit entfernt, im Gegenteil: Sie erscheint uns neu, frisch, heutig. Und sie geht sehr nahe.

Homers Geschichte von den Irrfahrten des Odysseus ist Grundlage für Monteverdis zweiter von drei Opern, Il ritorno d‘ Ulisse in Patria.  Eine Geschichte der großen Gefühle. Und ein Hohelied auf unerschütterliche Treue. 20 Jahre wartet Penelope, immer noch im Hochzeitskleid, auf Ulisse. Etliche Freier bleiben chancenlos…

Ein Triumph! Ausdauernde Ovationen eines euphorischen Publikums. Das Orchester spielte im Applaus in Musicalmanier weiter, rhythmisches Klatschen, Bombenstimmung.

Evviva Monteverdi!

Zum Bericht[1] von Karl Masek

Innsbruck/ Festwochen der Alten Musik
Monteverdi in Innsbruck: Eine Hochzeit und vier Todesfälle
Die Innsbrucker Festwochen zeigen Monteverdis „Ulisse“ als Groteske mit angezogener Handbremse, die musikalische Seite lässt allerdings keine Wünsche offen
Münchner Merkur[2]

Salzburgs „Aida“ im TV  verbreitet eher Langeweile

Johannes Marksteiner schreibt: Den allgemeinen Jubelchören darf ich – allerdings nur als Konsument der TV-Übertragung – ein paar kritische Sätze anfügen:

Ich habe selten eine derart stimmungslose Aufführung dieser Oper gehört. Wenn man dem Triumphmarsch ohne Gänsehaut hört, wenn das Eifersuchtsdrama zwischen den beiden Königstöchtern kühl-distanziert abläuft, wenn Radames kaum Sympathie erweckt, und und und…, dann stimmt etwas am Regiekonzept, dem Bühnenbild und/oder an der Personenführung nicht.

Musikalisch wäre nicht allzu viel auszusetzen…

Mit dieser Meinung steht der Rezensent nicht alleine, diese Meinung habe ich gestern von Mitarbeitern oft gehört. Ich habe mir daraufhin „Aida“ in der Mediathek des ORF angesehen, aber nur bis zur Ballettmusik, denn dieses unpassende Gehopse halte ich nicht aus. Frau Neshat ist wirklich nicht allzuviel eingefallen – das Flüchtlingsproblem zu thematisieren und Herrn Muti nicht zu verärgern reicht im heutigen Salzburg bereits für einen lukrativen Regieauftrag. Frau Neshat gibt ganz offen zu, „Aida“ nicht einmal gekannt und mit Oper insgesamt nicht viel „auf dem Hut zu haben“ – und so sieht ihre Bebilderung auch aus. „Der Intendant ist mitten im Anbahnungsgespräch in einen CD-Laden gelaufen und hat mir „Aida“ unter Muti geschenkt – das hat mich dann überzeugt“ – so die Regisseurin im Interview. Kann mich jemand zwicken, denn offenbar vermeine ich zu träumen! 

Der ORF vermeldet „bis zu 473 000 TV-Zuschauer bei „Aida“. In der Meidlinger Hauptstraße verspricht ein Laden „bis zu 70 % Preisnachlass“. Wenn man dann nachfragt, werden einem 20 % angeboten. Soviel zu „bis zu“.

„Liebesg’schichten und Heiratssachen“ überschreitet die Millionengrenze – ganz ohne Frau Netrebko, die ja derzeit keinen neuen Partner sucht!

Neues von der Salzburger Domingo-Show

Schlussapplaus. Copyright: Marco Borelli

Ein Abend maßgeschneidert für das „Phänomen Placido Domingo“, ein weiterer Triumph für den spanischen Sänger, der nun als Bariton seine unvergleichliche Karriere unvermindert fortsetzt. Die Handlung dieser frühen Oper von Giuseppe Verdi – zwei Jahre nach dem Nabucco-Erfolg in Rom 1844 uraufgeführt – dreht sich um den alten Dogen Francesco Foscari. Es geht um Pflichterfüllung und Macht-Intrigen zwischen rivalisierenden Adels-Familien, um das Schweigen des Vaters zu einem Fehlurteil des „Rates der 10“ über den Sohn Jacopo Foscari ( Joseph Calleja) und schließlich um das tragische, herzzerreißende Ende des alten Foscari. Ein wahrlich eindrucksvolles Werk für eine reife Persönlichkeit wie Placido Domingo, der im Finale alle seine Qualitäten in vokaler wie schauspielerischer Hinsicht ausspielen kann. Das ursprünglich für Venedig gedachte Stück nach einer Drama-Vorlage von Lord Byron entbehrt der üblichen Opern-Ingredienzien von Liebe, Eifersucht und Leidenschaft…

Zum Bericht[3] von Peter Dusek

Plácido Domingo ist und bleibt ein Ereignis

Placido Domingo in Salzburg
Giuseppe Verdis Oper „I due Foscari“ konzertant im Großen Salzburger Festspielhaus.
Kurier[4]
Plácido Domingo: Zu jung für die Rolle
Mit dem Dogen Francesco in Verdis „I due Foscari“ hat Plácido Domingo die perfekte Altersrolle gefunden. Bei den Salzburger Festspielen präsentierte sich der Superstar im dritten bis vierten Frühling.
Münchner Merkur[5]
„I Due Foscari“: Der alte Doge und das Mehr
Placido Domingo kann – und soll es, so lange er kann – nicht lassen: Als Francesco Foscari hat er seine stärkste Altersrolle gefunden.
Salzburger Nachrichten[6]

Weitere Kritiken

BAYREUTH/Festspiele: TRISTAN UND ISOLDE am 12.8

„Tristan und Isolde“. Copyright: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Katharina Wagner hat an ihrer Tristan Inszenierung sichtlich noch weiter gearbeitet, um mit einigen Einfällen ihrer Regie noch mehr eigene Handschrift zuzufügen. Diese Einfälle können hier natürlich nicht alle wiedergegeben werden. Die Grundaussage, wieder mehr auf die Originale eines Christoph v.Eschenbach zurückzugehen, bleibt erhalten…

Zum Bericht[7] von Friedeon Rosén

ERFURT/ Domstufenfestspiele: DER TROUBADOUR – im zweiten Anlauf ohne Regen und daher in voller Länge (12.8.2017)

Die prächtige Kulisse. Copyright: Lutz Edelhoff/ Theater Erfurt

Eifersucht, Racheschwur und Scheiterhaufen aber auch Nonnenweihe und Zigeunerlager, das sind Zutaten zu Verdis Troubadour. Das Theater Erfurt räumte uns die Möglichkeit ein das Stück, nach Premierenabbruch wegen Gewitters, über die gesamte Spieldauer noch einmal zu beurteilen…

Zum Bericht[8] von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

Burgenland: Grüne fordern nach Aus für Oper im Steinbruch Rücktritt von SP-Landesrat
Die Sprecherin der Grünen im Burgenland wirft der SPÖ eine „folgenschwere Fehlentscheidung vor“. Man hätte intensiver nach einer Lösung für St. Margarethen suchen müssen.
Die Presse[9]

Die Grünen werfen dem zuständigen Landesrat Versäumnisse vor. Aus dem Büro des Landesrates wiederum verlautet, dass die Entscheidung der Esterhazy-Stiftung zum Rückzug eine rein wirtschaftliche“ war und auch mit „Geld des Landes nicht abzuwenden gewesen wäre“. Hoppala, „rein wirtschaftlich “ und „mit Geld nicht abwendbar“ passt irgenwie nicht zusammen! Vielleicht haben die „Grünen“ mit ihrer Forderung nach Ablöse gar nicht so Unrecht!

Moskau: Kirill Serebrennikov – jetzt wird sogar die Echtheit des Passes überprüft

Seit dem Wochenende ist es offiziell. Regisseur Kirill Serebrennikow darf Russland auf absehbare Zeit nicht verlassen. Die seit dem Frühjahr laufenden Auseinandersetzungen der Behörden mit dem international gefragten Künstler, der 2016 an der Komischen Oper Berlin den „Barbier von Sevilla“[10] inszenierte, nehmen immer kafkaeskere Züge an.

Jetzt hat die Moskauer Staatsanwaltschaft eine kriminaltechnische Untersuchung von Serebrennikows Pass angeordnet, der bereits im Mai eingezogen worden war. Was Monate später an dem Dokument zu untersuchen wäre, erklärte die Behörde nicht. Man prüfe die Echtheit, hieß es – als bestünde der Verdacht, das Dokument sei in der Requisiten-Abteilung von Serebrennikows Theater Gogol-Zentrum gefertigt worden. Für die unabsehbare Dauer dieses Verfahrens darf der Künstler nicht ins Ausland. Unter den derzeitigen Umständen ist es für Serebrennikow unmöglich, seine für Oktober geplante Inszenierung von Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ in Stuttgart zu realisieren… (Quelle: „Tagesspiegel“)

Kirill Serebrennikow: Jetzt prüfen sie auch noch, ob sein Pass echt ist
Der Fall des Regisseurs Kirill Serebrennikow zeigt: In Putins Russland herrscht eine neue Form der Zensur. Sie kennt – anders als zu Sowjetzeiten – keine starren Regeln, sondern ist subtil und unberechenbar
Tagesspiegel[11]

Mir missfällt die Einseitigkeit der Berichterstattung deutschsprachiger Medien. Immerhin gibt es eine Aussage einer Buchhalterin, die Serebrennikov belastet. Auch der wäre Bedeutung zuzumessen, selbst wenn die Dame noch nicht an der Komischen Oper inszeniert hat.

Um nicht missverstanden zu werden: Repressalien wegen Kritik an Regierungen sollten in keinem Land passieren, das vorgibt demokratisch zu sein. Aber versuchen Sie doch einmal die Wiener Stadtregierung zu kritisieren. Ich weiß ein Lied aus eigener Erfahrung zu singen. Man hat in Wien versucht, mich zu ruinieren. Zum Glück bin ich aber auch nicht „auf der Nudelsuppe dahergeschwommen“.

Ich bin für eine ausgewogene Berichterstattung, nicht für hysterische Schnellschüsse.

Rock/Pop in St. Pölten
Frequency: St. Pölten rüstet sich für Festival-Ansturm
Vorbereitungen für Mega-Event laufen bei Veranstalter, Einsatzkräften und Handelsbetrieben.
Niederösterreichische Nachrichten[12]

Fußball Österreich: Rapid-Trainer rastet nach Spielende aus
Auch nach Spielende lagen bei Rapid noch die Nerven blank.
Sport Oe24.at[13]

 

 

Dass ich ein sehr gemäßigter Anhänger von Admira/Wacker bin, ist kein Geheimnis. Das ist eine „Hundstruppe“, weil sie Jahr für Jahr die besten selbst in der eigenen Akademie ausgebildeten Kicker verkaufen muss, um überleben zu können. Der verbleibende Rest reicht aber immer noch, um in der österreichischen Fußball-Bundesliga unauffällig im Mittelfeld herumzukrebsen – und Rapid, den Rekordmeister, 3:1 zu besiegen. Leider ist es nicht möglich, dass Admira/Wacker jede Woche nur gegen Rapid spielt – in diesem Fall wäre mein „Sympathieclub“ österreichischer Fußballmeister. Aber das spielt es eben nicht!

Gestern war wieder Rapid gern gesehener Gast im Südstadt-Stadion und lieferte wieder brav die Punkte ab. 73 % Ballbesitz reichten nicht einmal zu einem Punkt! Da kann doch etwas nicht stimmen!

Gestern rastete der Rapid-Trainer Djuricin nach Spielende aus und spuckte einem Admira-Betreuer ins Gesicht. Ich weiß, dass der Job eines Fußballtrainers zu den nervenaufreibendsten Berufen auf der Welt zählt, denn jede Niederlage kann das Ende des Trainers bedeuten. Präsidenten, die das ganze Chaos schwer mitverschuldet haben, putzen sich dann am Trainer ab und opfern diesen. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen (nach jedem Spiel Admira/Wacker gegen Rapid gibt es für mich etwas zu bemerken). Rapid hat das Potential, als einziger Fußballclub in Österreich mit den finanzpotenten Red Bull-Kickern aus Salzburg mitzuhalten. Rapid müsste zumindest Zweiter werden – und selbst das ist schon eine Niederlage.

Hätte Rapid den Admira-Trainer (ein erstklassiger Taktiker und ganz besonnener echter Fußball-Lehrer), dann müsste man in Salzburg schlottrige Knie bekommen. Aber der Rapid-Präsident greift bei seiner Personalauswahl immer „in den Gatsch“.  Er täte dem Verein nur Gutes, wenn er sich gleichzeitig mit dem nervenschwachen Trainer verabschieden würde. Aber dazu wird es nicht kommen, der Trainer ist immer alleine schuld.

Ein besonderes Problem sind die Fans des SK.Rapid. In der Vorwoche gab es beim Heimspiel gegen die Austria einen Eklat, gestern bei Admira wieder einen. Geworfene Plastikbecher, selbst mit kühlenden Gestränken gefüllt, sind nicht das Problem, geworfene Feuerzeuge gegen die gegnerischen Spieler aber eher schon. Bei Fahnenstangen, die auf dem Spielfeld landen, hört sich aber jedes Verständnis auf.

Von Rapid wird nichts unternommen, der Club ist „linientreu“ und somit ungefährdet, hat „Narrenfreiheit“. Ein spuckender Trainer ist zudem auch nicht eben ein Apell an die Vernunft der Fans!

Von diesen Fans wurde meine Hausfassade in Wien-Meidling besprüht: „Hass dem FAK“ (gemeint ist der Konkurrent „Austria“, mit dem ich ebenso „nichts am Hut“ habe). Die Polizei hat routinemäßig eine Anzeige aufgenommen, der Schaden von 1.200 Euro musste aber von mir bezahlt werden. Ich habe Rapid geschrieben und um Einflussnahme auf die Fans ersucht, der Fan-Zuständige und somit „Chaoten-Chef“ Marek hat nicht einmal Worte des Bedauern gefunden.

So ist eben Rapid!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

 

 

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/innsbruck-festwochen-der-alten-musik-ulisse-von-monteverdi-ovationen
  2. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/il-ritorno-d-ulisse-in-patria-von-claudio-monteverdi-bei-innsbrucker-festwochen-alten-musik-8591517.html
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-grosses-festspielhaus-i-due-foscari-konzertant-eine-fruehe-verdi-oper-massgeschneidert-fuer-placido-domingo
  4. Kurier: https://kurier.at/kultur/salzburger-festspiele-placido-domingo-ist-und-bleibt-ein-ereignis/280.341.691
  5. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/konzertante-auffuehrung-von-giuseppe-verdis-i-due-foscari-bei-salzburger-festspielen-8592469.html
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/i-due-foscari-der-alte-doge-und-das-mehr-260468/
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-tristan-und-isolde-3
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/erfurt-domstufenfestspiele-der-troubadour-diesmal-in-voller-laenge-und-ohne-regen
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/5268262/Gruene-fordern-nach-Aus-fuer-Oper-im-Steinbruch-Ruecktritt-von
  10. an der Komischen Oper Berlin den „Barbier von Sevilla“: http://www.tagesspiegel.de/kultur/der-barbier-von-sevilla-schneller-geht-immer/14666600.html
  11. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/kirill-serebrennikow-jetzt-pruefen-sie-auch-noch-ob-sein-pass-echt-ist/20182670.html
  12. Niederösterreichische Nachrichten: http://www.noen.at/st-poelten/frequency-st-poelten-ruestet-sich-fuer-festival-ansturm/56.763.045
  13. Sport Oe24.at: http://sport.oe24.at/fussball/fussball-national/bundesliga/rapid-wien/Rapid-Trainer-rastet-nach-Spielende-aus/294916016

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-august-2017


13. AUGUST 2017

by ac | 13. August 2017 08:01

Salzburg: „Starkult in Reinform“ bei Domingos Auftreten als „Foscari“. Copyright: Marco Borelli/ Salzburger Festspiele

Großen Applaus im Großen Festspielhaus zu bekommen, ohne dafür einen Ton gesungen zu haben: Das hat Publikumsliebling Placido Domingo am Freitagabend bei der konzertanten Aufführung von „I due Foscari“ erlebt. Schon als der spanische Opernsänger die Bühne betrat, klatschten die Besucher frenetisch. Die Salzburger Festspiele erlebten einen Abend lang Starkult in Reinform(Quelle: „Wiener Zeitung“)

Und da steige ich schon wieder aus, mir ist es nicht gegeben, jemand anhimmeln zu können, weder Herrn Domingo, nicht die „göttliche Anna“ oder sonstwen. Ich lasse Sie daher mit den Pressehymnen allein:

„I due Foscari“ als umjubelte Domingo-Gala in Salzburg
Wiener Zeitung[1]
Meine Tränen und dein weißes Haar
Placido Domingo fasziniert und begeistert mit Stimm- und Darstellungskraft als Francesco Foscari. Er ist der ältere der beiden Vertreter des venezianischen Adelsgeschlechts in der Oper „I Due Foscari“ von Giuseppe Verdi. Der Jubel nach der konzertanten Aufführung am Freitag (11.8.) im Großen Festspielhaus war schier grenzenlos und galt – nicht nur aber vor allem – Placido Domingo.
DrehpunktKultur[2]
Verdi-Abend emotionsgeladen und nachdenklich
BR-Klassik[3]
Konzertantes Dogen-Drama
Wiener Zeitung[4]

Zur Untermauerung meiner Worte führe ich an, dass ich mir die Netrebko als „Aida“ gestern gar nicht im TV angeschaut habe, die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London mit dem Drama um Usain Bolt war angesagt. Wenn „Aida“ heute in der Mediathek auftaucht, werde ich Versäumtes nachholen. Vielleicht!

ARTE-Video der „Aida“ – in Österreich nicht verfügbar

https://www.arte.tv/de/videos/074586-001-A/salzburger-festspiele-2017-aida[5]

In Österreich

http://tvthek.orf.at/profile/Aida/13886794/Aida/13941477[6]

Für uns gefunden. Danke, W.B.

Bayreuth: SIEGFRIED: Aut prodesse volunt aut delectare poetae – nützen wollen uns die Dichter oder aber unterhalten

Wir werden sie vermissen – Castorfs Krokodile. Szene aus „Siegfried“. Copyright: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Das Geheimnis dieses Rings: er ist gar keiner! Da kann der Besetzungszettel noch so penetrant Abend für Abend verkünden, es handle sich um „ein Bühnenfestspiel“ (in Form einer Tetralogie), da kann Frank Castorf wieder und wieder auf seine vorgeblich umklammernde Metapher vom „Öl als Gold unserer Tage“ verweisen (wobei im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen diesmal ausser einem nostalgischen „Minol“-Schild eh keinerlei Bezug dazu mehr sichtbar wird … oder … vielleicht gar… man wagt kaum den Gedanken, aber… googeln Sie mal unter „Krokodil-Öl“ – Sie werden staunen!)…

Was Walhalls Welt im Innersten zusammenhält, ist die allen vier Teilen gemeinsame Eintrittskarte. Mehr nicht...

Peter Reichl, unser Rezensent (Professor für Informatik an der Uni Wien) meint, dass wir uns beinahe die „Götterdämmerung“ erspart hätten:

Nur Brünnhildes energischem Dazwischenfahren ist zu verdanken, dass Siegfried nicht kurzerhand mit dem Turteltäubchen (Waldvogel) durchbrennt und uns so die ganze Götterdämmerung ersparen würde. So aber weiss das Publikum im ersten Moment nicht, ob es lachen, weinen oder klatschen soll, und entscheidet sich nach einer schier unendlich dauernden Schrecksekunde doch für Letzteres…

Und was enrnehmen wir Herrn Castorfs Deutung?

Unser Rezensent dazu:… Aut prodesse volunt aut delectare poetae – nützen wollen uns die Dichter oder aber unterhalten, so sangen es die Alten, und Castorf, wiewohl oder gerade eben weil kein Dichter, hat sich in diesem vermeintlichen Dilemma fürs Unterhalten entschieden. Dass der Vers des Horaz noch weitergeht, ist den meisten leider in Vergessenheit geraten: …aut simul et iucunda et idonea dicere vitae – …oder uns zugleich Erfreuliches und Nützliches auf den Lebensweg mitgeben.

Na denn!

Diese Siegfried-Besprechung lege ich Ihnen besonders ans Herz!

Zum Bericht [7]von Peter Reichl

Auch ein zweiter „Siegfried“ – Online Merker-Bericht liegt vor:

Zum Bericht[8] von Friedeon Rosén

Die Wagnertuba. Was für ein Blechblashybrid!
Ihr Klang liegt zwischen dem der Basstuba und dem der Posaune – und sie gehört zur Familie der Waldhörner: die Wagnertuba
http://www.concerti.de[9]

ERFURT/ Domstufenfestspiele: Verregneter TROUBADOUR

Wegen starken Regens musste die Premiere abgebrochen werden, da etwas mehr als 40 Minuten gespielt waren, muss das Eintrittsgeld nicht zurückgezahlt werden

Zum „Halbpremierenbericht“[10] von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

Regen! Schauen die Premierenkartenbesitzer nun „in die Röhre“?

Elena Stikhina und Eduard Martynyuk. Copyright: Lutz Edelhoff/ Theater Erfurt

Warten wir ab, was Guy Montavon, dem Intendanten, einfällt. „Dienst am Kunden“ kennt man sicher auch in Erfurt!

Lucerne Festival mit Richard-Strauss-Konzert eröffnet

Das Eröffnungskonzert wurde live auf Großleinwand übertragen. Bildquelle: APA (KEYSTONE)/ALEXANDRA WEY
Wiener Zeitung
[11]Luzern: Wer sind wir? Was machen wir? Wohin gehen wir?
Lucerne Festival: Intendant Michael Haefliger im Gespräch
Neue Zürcher Zeitung[12]
Das Lucerne Festival 2017 ist eröffnet: Wie klingt mein Ich?
Das Lucerne Festival 2017 hat begonnen: «Identität» lautet das Festival-Motto dieses Sommers. Es eröffnet bis zum 10. September in über 120 Veranstaltungen vielfältige Perspektiven, nicht zuletzt auf die Musik selbst und ihre namhaften Interpreten.
Neue Zürcher Zeitung[13]
Lucerne-Festival eröffnet: Also sprach Riccardo
Neue Zürcher Zeitung[14]

Salzburger Festspiele /Theater: Wie man einen Horvath erschlägt
Bei den Salzburger Festspielen haben sich die New Yorker Theaterkünstler 600 Highwaymen am modernen Klassiker „Kasimir und Karoline“ versucht. Und sind kollektiv gescheitert.
Die Presse[15]

TV/ ORF: Wrabetz, der reglose Generaldirek­tor
Der Diener ohne Herr: Der ORF-Chef  spielt auf Zeit
ANALYSE: Alexander Wrabetz entscheidet seit seiner Wiederbestellung nichts, weil er auf die Nationalratswahl wartet.
Kurier[16]

Ganz ehrlich, meine Damen und Herren, was würden Sie an Stelle von Herrn Wrabetz machen? Ich würde auch zuwarten, vielleicht bekomme ich einen anderen Herrn.

Die wahren Dramen spielen sich im realen Leben ab. Am Beispiel Usain Bolt

Usain Bolt am Boden zerstört – die Karriere hat er mit einem Sturz beendet. Foto: DPA

In London wollte Usain Bolt seine wohl beispiellose Karriere mit zwei Goldmedaillen beenden und krönen. Warum konnte sich Usain Bolt nicht vor acht Tagen eine Zerrung zuziehen – er hätte sich viel erspart? Zum Beispiel die Demütigung durch Justin Gatlin im 100 Meter Lauf – und gestern folgte der Supergau. Nach wenigen Metern als Schlussläufer der 4 mal 100 Meter-Staffel Jamaikas sackte er nach wenigen Metern zusammen – zum Glück war es angeblich nur ein Krampf. Schon wollten die Helfer ihn mit dem Rollstuhl aus dem Stadion bringen – aber dagegen wehrte sich der Heroe. So verliess er, gestützt auf seine Staffelkollegen, doch noch erhobenen Hauptes das Stadion – die Stätte seiner verhinderten Triumphe.

Aber der Abschied vom Sprint ist gehörig daneben gegangen – ärger als in einer griechischen Tragödie. Dass das Leben derart übertreibt und grausam sein kann, hätte ich nie für möglich gehalten.

Trotzdem, um Usain Bolt brauchen wir uns nicht zu sorgen. Dass er nicht rechtzeitig erkannt hat, wann Schluss ist, verbindet ihm mit großen Bühnenkünstlern. Im Sport gibt es aber keine Zuschauer, die aus einer offensichtlichen Pleite einen Triumph machen, da entscheiden Meter und Tausendstel-Sekunden, nicht der Applaus – unerbittlich. Die letzten 60 Meter seiner Laufbahn wurden für Bolt zur so ziemlich einzigen Pleite seiner Karriere.

Aber – vielleicht hatte der spektakuläre Ausfall sogar sein Gutes, war er wie eine Gnade Gottes. Experten meinen freilich, dass sich Bolt in der Londoner Kälte zu früh die Trainingshose ausgezogen hat. Als Bolt das Staffelholz übernahm, war sein Team Jamaika nicht mehr auf Medaillenkurs, die entfesselten Briten (Gold trotz Brexit), die insgeheim enttäuschenden US-Boys und die sensationell auf den dritten Rang laufenden Japaner waren schon enteilt. Ein vierter Platz und somit „Blech“ wäre eine Blamage gewesen, so aber gehört das ganze Mitleid dem unglücklichen Ausnahmesportler!

Alles Gute im weiteren Leben, Usain Bolt!

London/ Leichtathletik-WM
Tragisches Karriereende von Usain Bolt
Im letzen Rennen verletzte er sich – und versemmelte so die Medaille für sein Team Jamaika
Laola1
[17]Bolts Abschied wird zur Tragödie
Erstmals in seiner Karriere ging der Superstar vor der Ziellinie in die Knie
Die Welt[18]

„Anbraten“ will früh gelernt sein

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Womanizer Raffael Cupak (im Oktober 3 Jahre alt) mit Freundin Marie (im Oktober 2 Jahre alt). Foto: Anna Moritz

Das richtige „Anbraten“ will gelernt sein.  Ich selbst praktiziere diese Kunst nicht mehr, ich würde wohl nicht mehr ernstgenommen werden. Enkel Raffael übt aber bereits fleissig. Welche Frau könnte diesem Blick widerstehen?

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Marie kann offenbar nicht widerstehen. Foto: Anna Moritz

Fußball international: Unfassbar! Schweizer Cup- Partie endet mit 21:0
Xamax Neuchatel hat für einen Rekordsieg in der 92- jährigen Geschichte des Schweizer Cups gesorgt. Der dreifache Meister siegte in der ersten Runde beim Fünftligisten US Montfaucon 21:0. Die bisherige Bestmarke hatte 1947 der damalige Erstligist Grenchen durch ein 18:0 beim FC Tavannes aufgestellt. Montfaucon hatte sich für den Cup qualifiziert, weil es in der vergangenen Saison den Fairplay- Preis des Schweizer Fußballs erhalten hatte
Krone.at[19]

Wie das? Der Gegner kam nur deshalb in den Schweizer Fußballcup, weil er den Fairplay-Preis des Schweizer Fußballs gewonnen hat. Internatszöglinge also? Klosterschüler (wie übrigens ich) ?  Wem ist so etwas eingefallen?

Da wäre selbst der legendäre Gustl Starek als Trainer chancenlos gewesen: „Wanns net kicken könnts, dann hauts zumindest eine“. Ich konnte nie wirklich kicken, der Ball war nie mein Freund. Aber „einehaun“ konnte ich wie wenige Mitspieler. 0:21 – das hat es bei mir nie gegeben! Man muss sich doch wehren! Auch als Klosterschüler!

Einen schönen Tag wünscht

A.C

 

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/910416_I-due-Foscari-als-umjubelte-Domingo-Gala-in-Salzburg.html?em_view
  2. DrehpunktKultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11161-meine-traenen-und-dein-weisses-haar
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/placido-domingo-i-due-foscari-verdi-salzburger-festspiele-100.html
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/910477_Konzertantes-Dogen-Drama.html?em_view
  5. https://www.arte.tv/de/videos/074586-001-A/salzburger-festspiele-2017-aida: https://www.arte.tv/de/videos/074586-001-A/salzburger-festspiele-2017-aida
  6. http://tvthek.orf.at/profile/Aida/13886794/Aida/13941477: http://tvthek.orf.at/profile/Aida/13886794/Aida/13941477
  7. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/bayreuthfestspele-siegfried-zweiter-ring-durchlauf-kalaschnikow-und-krokodil
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-siegfried-zweiter-ring-durchlauf
  9. http://www.concerti.de: http://www.concerti.de
  10. Zum „Halbpremierenbericht“: http://der-neue-merker.eu/erfurt-domstufenfestspiele-der-troubadour-die-premiere-faellt-dem-dauerregen-zum-opfer
  11. Wiener Zeitung
    : http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/mehr_kultur/910406_Lucerne-Festival-mit-Richard-Strauss-Konzert-eroeffnet.html?em_view
  12. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/lucerne-festival-michael-haefliger-ld.1310208
  13. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/lucerne-festival-klingende-selbstfindung-ld.1310367
  14. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/lucerne-festival-eroeffnungskonzert-2017-also-sprach-riccardo-ld.1310455
  15. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5268094/Wie-man-einen-Horvath-erschlaegt
  16. Kurier: https://kurier.at/kultur/wrabetz-der-reglose-generaldirektor/280.172.360
  17. Laola1
    : https://www.laola1.at/de/red/sport-mix/mehr-sport/leichtathletik/tragisches-karriereende-von-usain-bolt-in-der-staffel/
  18. Die Welt: https://www.welt.de/sport/article167624976/Bolts-Abschied-wird-zur-Tragoedie-wegen-eines-kleinen-Fehlers.html
  19. Krone.at: http://www.krone.at/fussball/unfassbar-schweizer-cup-partie-endet-mit-21-0-rekord-ergebnis-story-583272

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-august-2017


12. AUGUST 2017

by ac | 12. August 2017 08:43

Streaming-Tipps: Wütende Dramatik und edelste Stimmen. Heute „AIDA“ von den Salzburger Festspielen (20,15 h ORF 2

Machen Sie sich selbst ein Bild, lassen Sie sich nicht von obergescheiten Kritikern und „Opernexperten“ den Kopf vollschwafeln.

Sigi Brockmann aus Münster schreibt: Bei Opernaufführungen wird häufig zuviel über die Inszenierung und zuwenig über die Musik geschrieben, drei Viertel über den Regisseur und seine vermeintlichen Absichten, dann erfährt man kurz, es wurde auch noch mehr oder weniger gut gesungen und auch ein Dirigent dirigierte ein Orchester. Wenn man versucht, es anders zu machen, hört man an Reaktionen, dass Leser vor allem wissen wollen, was sie sehen, die Musik glauben sie ja zu kennen. Über eine Gesangs- oder Orchesterleistung zu berichten, ohne die vielleicht schon bekannten Namen zu nennen, geht auch nicht. Was zeitversetzte Oper im Kino betrifft, so weiß der Leser, dass der Verfasser es eben aus der Sicht und Akustik des Kinos aufnimmt, natürlich ein Unterschied zur Aufführung im Opernhaus. Da aber viel mehr Opernfans eine Aufführung im Kino/TV sehen als im Opernhaus, hat auch ein solcher Bericht seine Berechtigung.

In Festspielzeiten führen uns Streamingtipps in die teuersten Musentempel, aber auch zu Begegnungen mit Interpreten-Legenden und neuen Musiktheater-Experimenten: Otto Schenk erzählt Weber, ein Finne komponiert Bergman.

GRAFENEGG-FESTIVAL eröffnet am 18. August mit «Freischütz» – die Vorstellung ist als Stream bei myfidelio.at als echte Live-Übertragung zu sehen, ORF III sendet Live-zeitversetzt!

 

Nach einer Serie höchst erfolgreicher Sommerkonzerte am Wolkenturm wird am Freitag, 18. August, das 11. Grafenegg Festival eröffnet, das bis 10. September an vier Wochenenden die besten Orchester, Dirigenten und SolistInnen präsentiert. Carl Maria von Webers romantische Oper «Der Freischütz» steht im Mittelpunkt des Festivalauftakts, der mit der Uraufführung der «Grafenegg Fanfare» von Brad Lubman eingeläutet wird. Der US-Amerikaner Brad Lubman ist 2017 Composer in Residence in Grafenegg und leitet auch den Composer-Conductor Workshop INK STILL WET. Wie seine Vorgänger wird er im Schlosspark einen Komponisten-Baum pflanzen. Seine Wahl fiel auf eine Salix babylonica, eine «Echte Trauerweide». Um den neuen Baum auch musikalisch in Grafenegg zu verwurzeln, hat Tonkünstler-Chefdirigent Yutaka Sado sein Super Kids Orchestra aus Japan eingeladen.
Eine besondere Aufgabe bei der konzertanten Aufführung des «Freischütz» kommt Otto Schenk zu: Er wird die Zwischentexte rezitieren, die der Autor Christoph Klimke eigens für Grafenegg geschrieben hat.

myfidelio.at streamt den Abend um 19.30 Uhr live, ORF3 überträgt die Aufführung live zeitversetzt um 20.15 Uhr in der Sendung «Erlebnis Bühne».

 

Jetzt sind wir beim Thema „live-zeitversetzt“. Aus gegebener Veranlassung wurden schon vor vielen Jahren die „echten Liveübertragungen“ von Opern abgesetzt, das Risiko war manchem Künstler zu groß. Ich erinnere mich an eine „Verkaufte Braut“-Premiere an der Wiener Staatsoper, in der Karl Ridderbusch total heiser als Kezal auftrat. Jahre später erzählte er mir, dass ihm diese Übertragung schwer geschadet hat. Bei live-zeitversetzt kann man manipulieren, eventuell Sequenzen aus früheren Aufführungen einfügen (im angeführten Fall bei einer Premiere wäre das wohl nicht möglich gewesen – aber Premieren werden zur Zeit selten übertragen). Bei der dritten Vorstellung hat das TV bereits Aufzeichnungen der vorigen Aufführungen „im Kasten“ – es kann also nicht viel schiefgehen. Wie das läuft, wer darüber entscheidet, welche Sequenz eingeblendet wird, würde mich interessieren. Einfach ist die Sache dennoch nicht! 

Momentaufnahme aus Salzburg  – 10. und 11. August 2017

Ist es der Hinterhäuser-Effekt ? So voll war die Stadt an der Salzach  schon lange nicht – trotz der schwülen Hitze gefolgt von abendlichem Kälteeinbruch mit Schnürlregen. Familien mit kleinen Kindern, viele junge  Paare aus Asien , dazu die Festspielgäste – darunter viele von weit her angereist. So auch aus Russland, das Wirtschaftswachstum hat dort ja angezogen,  vielleicht sogar   aus dem 3650 km entferntem  Perm, wo der derzeit angesagteste  Jung-Dirigent Teodor Currentzis  beruflich zu Hause ist.  Angeblich ist er dem Ruf des Permer Bürgermeisters nur gefolgt, weil er Orchester und Chor seiner MusicAeterna aus Nowosibirsk , die er an seiner früheren Arbeitsstätte aufgebaut hatte,  mitnehmen konnte. Somit gibt es jetzt in der östlichsten Millionenstadt Europas  im Uralvorland  jeweils zwei dieser Klangkörper, wobei die „Ewigen“ ein halbes Jahr mit dem Chef auf Tournee sind, so  im Herbst im Wiener Konzerthaus und derzeit eben in Salzburg.

Schlussapplaus: Patricia Kopatchinskaja, Teodor Currentzis, MusicAeterna. Copyright: Marco Borelli/ Salzburger Festspiele

Zum Bericht [1]von Ulrike Messer-Krol

Innsbruck/ Festwochen der Alten Musik
Das lange Warten
Ole Anders Tandberg inszenierte „Il ritorno d’Ulisse in patria“ bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik.
Wiener Zeitung[2]
Mythologie mit derbem Wirtshauscharme
Kritik – „Il ritorno d’Ulisse in patria“ bei den Innsbrucker Festwochen
BR-Klassik[3]
„Ulisse“: Gesänge vom überirdischen Dilemma
Claudio Monteverdis Oper wird bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik unter der Regie von Ole Anders Tandberg zu einem Vexierspiel der Fantasien. Drei kurzweilige Stunden mit zauberhaften Momenten –
Der Standard[4]

Erfurt: Gewitter sorgt für Abbruch der Troubadour-Premiere

Die Premiere von Giuseppe Verdis Oper „Der Troubadour“ bei den Domstufen-Festspielen in Erfurt ist ins Wasser gefallen. Eine starke Regenfront mit Blitz und Donner sorgte dafür, dass die Aufführung vorzeitig von Intendant Guy Montavon abgebrochen werden musste. Die etwa 2.000 Premierenbesucher erlebten vor der imposanten Kulisse des Erfurter Mariendoms knapp die Hälfte des Stückes. (Quelle: Musik heute)

Morgen, SONNTAG 13. AUGUST: SOPHIA LARSON WIRD 70

Bildergebnis für art larson
Sophia Larson – „Markenzeichen“ Hut

ART LARSON – Sophia Larson
 Die Künstlerin Sophia Larson hat eine Weltkarriere auf der Opernbühne gemacht.  Sie ist eine der „Ausnahme-Sopranistinnen“, die sowohl bei den Bayreuther Festspielen (Venus, Sieglinde) als auch in der Arena di Verona (Titelpartie in „La fanciulla del West“ –  Das Mädchen aus dem goldenen Westen) aufgetreten ist. Sie sang und arbeitete an fast allen wichtigen europäischen und amerikanischen Opern- und Konzerthäusern, alternierend im deutschen und italienischen Heroinenfach, mit den Filmregisseuren Werner Herzog, Gianfranco De Bosio, Claudio Monticelli und Vittorio Rossi. Mit Ihrer Interpretation der Katjuscha in Alfanos „Risurrezione“ kam sie auf die Titelseite der Tageszeitung „La Stampa“ in Italien. Ihr Repertoire sang sie in sechs Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Tschechisch und Ungarisch… Mehr darüber in unseren „Infos des Tages“

Heute ist Sophia Larson im Bereich der Bildenden Kunst tätig (Art Larson), sie kuratiert Ausstellungen – u. a. von ihrem Gatten Hans Sisa. In diesem Zusammenhang war sie bereits öfter in unserer „Online-Galerie“, die nun „Strichelei“ heißt, anzutreffen.

John Cage – zum 25. Todestag

John Cage

John Cage – geboren am 5. September 1912 in Los Angeles, gestorben am 12. August 1992 in New York City: eine Jahrhundertfigur. Er war Komponist, Aktions- und Konzeptkünstler, Dichter, Maler, Pilzkundiger und in sich ruhender, meist heiter lächelnder Philosoph aus dem Geiste des Zen-Buddhismus. Sein ganzes Leben lang stellte der Erfindersohn die richtigen Fragen und er fand Antworten, an deren ins Werk gesetzter Evidenz sich seither weltweit kein seriöser Komponist von Kunstmusik vorbei mogeln kann – gleichgültig wie er sie beurteilen mag…

Eine Jahrhundertfigur
Komponist, Aktions- und Konzeptkünstler, Dichter, Maler, Pilzkundiger und Philosoph – mit diesen Attributen lässt sich John Cage umschreiben. Am 12. August jährt sich der 25. Todestag des Allrounders.
BR-Klassik[5]

Ein Flügel als Investment
Ein Hamburger Start-up restauriert teure Konzertinstrumente. Dem Käufer der wertvollen Instrumente verspricht die „Klangmanufaktur“ stolze vier Prozent Rendite…

…Kapitalanleger können einen der restaurierten Flügel kaufen, die Manufaktur vermietet das Instrument dann für mindestens zehn Jahre an einen Künstler oder eine Musikschule, und der Investor erhält für die Dauer eine Rendite. ..

Ein Flügel als Investment
Ein Hamburger Start-up restauriert teure Konzertinstrumente. Dem Käufer der wertvollen Instrumente verspricht die „Klangmanufaktur“ stolze vier Prozent Rendite.
Tagesspiegel[6]

Sprechtheater/ Salzburg
Kritik „Kasimir und Karoline“: Mit vollem Körpereinsatz für die Liebe
Mit vollem Körpereinsatz schickt das Regieduo 600 Highwaymen Performer in den Ring, um bei den Salzburger Festspielen dem Gefühl in Krisenzeiten nachzuspüren.
Salzburger Nachrichten[7]

Riga/ Liepaja: Lettland feiert den 100. Geburtstag mit Musik und Tanz

Lettland ist ein Land der Musik, und die Letten haben sie in ihren Kehlen, genau wie die Esten und Litauer. Nach wie vor lernen und singen sie von kleinauf ihre traditionellen, teils  mehr als tausendjährigen Volkslieder und gestalten mit ihnen ihre fabelhaften Gesangs- und Tanz-Festivals, ein Ereignis für Jung und Alt.  


Lettland, Gesangs- und Tanz-Festival, Foto Latvian National Centre for Culture

Zum Bericht[8] von Ursula Wiegand

London/ Leichtathletik-Weltmeisterschaft: Unfassbare Entscheidung. Gehört die Startnummer zum Körper?

Ivana Spanovic hat bei der Leichtathletik-WM eine Medaille verpasst, weil sich ihre Startnummer gelöst hat

Im letzten Sprung übertraf Ivana Spanovic die 7 Meter-Marke klar. Zumindest zu Silber hätte die Weite reichen müssen. Trotzdem gab es für Spanovic nur „Blech“. Das Foto zeigt das Problem- Beim Weitsprung zählt der letzte Abdruck. Der Hintern der Frau Spanovic ist von der Startnummer, die sich beim Sprung gelöst hat, gute 15 vm entfernt – und der Hintern ist eigentlich der letzte Abdruck, den Spanovic hinterlassen hat. Die Weitenmessung nahm jedoch die herabhängende Startnummer als letzten Abdruck – der Protest der Serbin wurde zumindest in erster Instanz abgewiesen.

Für mich ist das unverständlich – und es ergeben sich Fragen. Wem gehört die Startnummer? Wohl dem Leichtathletik-Weltverband. Wer hat die Startnummer montiert? Am Rücken kann die Athletin wohl selbst nicht gebunden haben. Haben nun die Veranstalter die Startnummer befestigt, dann wäre der Protest anzuerkennen. Hat „den Fetzn“ jemand aus dem Umfeld der Weitspringerin angebracht, dann erst wäre der Protest abzuweisen. Wobei natürlich auch in diesem Fall die Frage offenbleibt, ob ein Stück Textil zum Körper gehört. „Nacktspringen“? Auch nicht erlaubt, aber wohl die einzige Möglichkeit, derartigen Unsinn künftig zu vermeiden
Ich denke, der Fall ist wohl nocht nicht erledigt!

Für heute wünsche ich einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-stehgeiger-und-schnuerlregen-momentaufnahme-aus-salzburg
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/910315_Das-lange-Warten.html?em_view
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/musik-festspiele-klassik/il-ritorno-d-ulisse-in-patria-kritik-innsbrucker-festwochen-monteverdi-tandberg-de-marchi-100.html
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000062570736/Ulisse-Gesaenge-vom-ueberirdischen-Dilemma
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/neue-musik/john-cage-25-todestag-100.html
  6. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/musik-ein-fluegel-als-investment/20175534.html
  7. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/schauspiel/sn/artikel/kritik-kasimir-und-karoline-mit-vollem-koerpereinsatz-fuer-die-liebe-260345/
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/rigaliepaja-lettland-feiert-den-100-geburtstag-mit-musik-und-tanz

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-august-2017


11. AUGUST 2017

by ac | 11. August 2017 08:12

St. Margarethen: Nächstes Jahr kein „Troubadour“. Die Esterhazy-Verwaltung liegt im Clich mit der Landesregierung. Foto: Touristikverband

„Papierln“ oder „pflanzen“  (ich weiß nicht, ob unseren deutschen Lesern diese Ausdrücke bekannt sind) kann man parteiabhängige Theaterdirektoren/ Intendanten, jedoch nicht den größten Grundbesitzer und Arbeitgeber des Landes. Das ist nun einmal die Esterhazy-Gutsverwaltung, der u.a. das Eisenstädter Schloss, die Burg Forchtenstein und der Steinbruch in St. Margarethen gehört.

Dieser Steinbruch ist dem Festspielsommer nun weggebrochen: Die geplante Produktion von „Der Troubadour“ im Rahmen von Oper im Steinbruch in St. Margarethen wurde abgesagt, bestätigte Direktor Karl Wessely am Donnerstag gegenüber der APA einen Bericht des ORF Burgenland.

Man habe Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am 12. Juni einen Brief geschrieben und ihn gebeten, mitzuteilen: „Wie steht das Land zu dem Projekt ‚Oper im Steinbruch‘ St. Margarethen?“, erläuterte Wessely. Man habe eine Option mit dem Leading Team, dem Orchester und den Sängern bis Ende Juli gehabt: „Wir haben keine Antwort erhalten vom Landeshauptmann. Das heißt: Das Zeitfenster ist zu, die Option ist vorbei und 2018 wird nicht gespielt.“

  „Wir werden ganz eindeutig geschnitten. Es fehlt an jeder ideeller und moralischer Unterstützung“, sagte Wessely. Man habe in den vergangenen Jahren fünf Produktionen gemacht. „Und nicht ein einziges Mal waren der Kulturlandesrat und der Landeshauptmann bei uns. Und das sind natürlich schon sehr starke Signale, die sich natürlich letztendlich auch im Kartenverkauf bemerkbar machen.“

 Esterhazy investiere pro Jahr zehn Millionen Euro in die Kultur des Burgenlandes. Dies beinhalte auch die Mittel für das Schloss in Eisenstadt und die Burg Forchtenstein…

Dir. Wessely meint, dass für Mörbisch und Kobersdorf genug Geld da ist. für St. Margarethen aber nicht. Sind Sie so naiv, Herr Direktor, oder stellen Sie sich bloß so? (er stellt sich so, ich weiß es). Ich habe natürlich sofort nachgegegoogelt und fand meinen Verdacht bestätigt (wir leben eben in Österreich): Mörbisch und Kobersdorf haben SPÖ-Bürgermeister, in St. Margarethen waltet die ÖVP mit absoluter Mehrheit (23 Gemeinderäte, davon 14 ÖVP, 8 SPÖ und 1 FPÖ). 600 Arbeitsplätze sind letztlich wurscht, wenn die Arbeitskräfte mehrheitlich die Opposition wählen.

Wie gesagt, mit den Esterhazy-Erben kann man nicht herumspringen. Es ist natürlich klar, dass der Haussegen in Burgenlands Kulturszene schief hängt, seit Esterhazy den Haydn-Festspielen die Mitbenützung des Schlosses für deren Konzerte untersagt hat – wenn das die Rache ist, dann ist sie schwach und geht nach hinten los. Esterhazy wird niemand diesen Steinbruch vermieten, keiner neuen und dem Land genehmen Agentur – und auch nicht unserer umtriebigen Frau Habermann.

Salzburg: WOZZECK und kein Ende

Neue Pressekritiken sind eingelangt:

Salzburg/ Wozzeck
Der Mensch, die elende Kreatur
William Kentridge siedelt Alban Bergs Oper «Wozzeck» in einer optischen Umgebung an, die das Klima des Ersten Weltkriegs evoziert – ein Abend, der niemanden kalt lässt.
Neue Zürcher Zeitung[1]
Dunkel glühendes Opernkino
Alban Bergs „Wozzeck“ bei den Salzburger Festspielen
DeutschlandfunkKultur[2]
Er handelt mit Schrott
William Kentridge inszeniert Alban Bergs Oper „Wozzeck“ in Salzburg in Stummfilmszenerie.
Frankfurter Rundschau[3]
Die Zombies der kriegslüsternen Gesellschaft
Oberösterreichische Nachrichten[4]

Manuel Brug – und auch kein Ende

An diesem etwas exzentrischen Kritiker mit der ätzenden Feder scheiden sich die Geister, das habe ich bereits gestern geschrieben – und damit in ein Wespennetz gestochen.  Lassen Sie mich Lesermails zitieren:

I.W. aus Berlin schreibt: Ein herausragender Schreiber, ein perfekter Analyst, ein blitzgescheiter Gesprächspartner!

W.B. aus Graz/Kassel  kontert:

Denn Manuel Brug beobachtet ziemlich genau, das werden wohl auch Gegner anerkennen.

So genau beobachten Hunderte das Treiben in Salzburg und äußern sich auch dazu, nur steht es halt nicht in der Zeitung. Wenn er nur auch genau lesen würde und nicht immer so gewaltige Fehler in seinen Artikeln hätte, ganz abgesehen von dem gar nicht witzigen unverschämten Tonfall. Echte wirkungsvolle Satire hat da schon ein anderes Niveau! Weder ist Aida für die Eröffnung des Suez-Kanals geschrieben, noch wurde das (unsägliche) Teegeschirr (mit Kaffeetassen) von Netrebko bemalt, bestenfalls unter ihrem Namen entworfen usw…

Ob verarmte Barone sich Salzburg leisten können sei dahingestellt und Frau Merkel im „Pluralis majestatis“ zu nennen, ist auch nicht nötig; oder waren da noch mehr „Kanzlerinnen!

Allessamt wieder mal ein riesiger Schmarrn, wofür der Mann eine Karte und Honorar bekommt. Man fasst es nicht!!!

Anm. der Redaktion: Eines sei aber dennoch festgehalten, mit Fakten nimmt es Herr Brug nicht so genau. Auch ich habe immer geglaubt, dass „Aida“ zur Eröffnung des Suez-Kanals uraufgeführt wurde, habe mich aber nun nach einem Hinweis von W.B. informiert:  „Aida“ wurde 1871 uraufgeführt, der Suezkanal aber bereits 1869 eröffnet. Dass es ich auch nicht gewusst habe, tut nichts zur sache, ich spiele auch nicht „Kritiker-Papst“

Dem wiederum entgegnet U.W. aus Berlin – und kritisiert dabei auch den Merker-Stil:

Manuel Brugs Schlussfolgerungen muss man/frau nicht immer teilen, aber sein Stil ist toll und sein Wissen großartig. Ich lese seine Berichte zumeist mit Vergnügen, und der über die Salzburger Aida ist ein kleines Meisterwerk, gespickt mit Erfahrung und Sachkunde. Manchmal greift Brug auch daneben oder scheint lustlos zu schreiben. Nicht jeder ist jeden Tag in Topform.

Beim Merker herrscht dagegen ein Einheitsschema. Vielleicht hat man das in Wien (oder auch in Deutschland) früher so gelernt. Da wird erstmal lang und breit die Inszenierung geschildert mit Nennung aller Beteiligten, selbst wenn schon zahlreiche Berichte vorgelegen oder das Stück aus dem langjährigen Repertoire stammt.

Ähnlich wird bei Oper im Kino verfahren. Sonderbar, sonderbar. Denn wenn zeitversetzt gesendet wird, werden Töne auch geschönt. Das ist doch bekannt, aber vielleicht nicht allen. Also immer wieder das gleiche Verfahren. Nur wenige stehen über den Dingen und haben auch die leise Ironie in der „Feder“, die so erfrischend ist. Oder einen glühenden Zorn.

Selbstverständlich habe ich „Otello“ mit Jonas Kaufmann im Kino erlebt und die live-Übertragung der Meistersinger. Volle und Kränzle – ein Superteam. Ja, Kränzle hat sich ins Leben zurückgesungen. Eine unglaubliche Leistung.

CD zu gewinnen: Netrebko und Eyvazov im Duett
Superstar der Oper im Liebesduett: „Heute“ verlost 3 x 1 das gemeinsame Album „Romanza“ von Anna Netrebko und Yusif Eyvazov!
Heute.at[5]

Bayreuth: Der zweite Ring-Durchlauf hat begonnen

Univ.Prof. Dr. Peter Reichl, eigentlich ein gebürtiger Bayer, der aber in Wien arbeitet und lebt, stieß für mich unverhofft zum Kreis der Berichterstatter. Reichl hat eine profunde musikalische Vorbildung und ist auch ein ausgezeichneter Pianist.

Über „Die Walküre“ schreibt er:

Die Walküre (09.08.2017) – Feuer und Zauber

Copyright: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele

Bayreuth, 9. August 2017, 21:43 Uhr – die lange Reihe an Mitwirkenden in der gerade zu Ende gegangenen Vorstellung badet sich in lautstarkem Beifall, der wie üblich abzuklingen beginnt, während einer nach der anderen wieder hinter dem Vorhang verschwinden. Der Dirigent des Abends ist der letzte und kann, gemessenen aber eben doch langsameren Schrittes, dem Tempo der übrigen nicht folgen. So bleibt er, selbst davon überrascht, alleine auf der Bühne zurück – und plötzlich, fast schon aus dem Nichts, erhebt sich eine neue Welle tosenden Applauses, der nur ihm allein gilt…

Peter Reichl stimmt nicht in den Chor der von Jahr zu Jahr milder gewordenen Festspielbesucher gegenüber Frank Castorf ein:

Und es kommt noch schlimmer: in besagtem Spiegel-Interview schildert Castorf weiter seine Eindrücke anlässlich der ersten Wiederaufnahme des Zyklus 2014: Aber wenn ich jetzt in den Bühnenorchesterproben sitze, dann bemerke ich plötzlich einen schrecklichen Gleichklang im Rhythmus, im Tempo, im Licht und im Spiel der Sänger… Furchtbar. Verehrter Herr Castorf, wenn Sie schon im Programmheft so explizit danach fragen, hier nochmals die Antwort einer der selbstdeklarierten „Schlafmützen“: Rhythmus, Tempo, Sänger – das ist die Essenz von Oper, die Essenz von Musiktheater! Und wer schon diese allerfundamentalsten Randbedingungen verneint, sollte der sein Glück vielleicht nicht doch woanders versuchen?

Davon abgesehen ist aber gerade diese „Walküre“ eigentlich sogar erschreckend konventionell, und streckenweise gar komplett regiefrei geraten…

Als Postskript hängt Reichl eine persönliche Anmerkung an: Es sei an dieser Stelle noch ein persönliches Wort erlaubt, da diese Produktion ja doch ein für alle Mal auch mit dem Namen Johan Botha verbunden ist, der in der Premiere und in den beiden folgenden Jahren den Siegmund verkörperte. Ich hatte das Glück, ihn hier am 22. August 2015 zu erleben, es war, wie wir jetzt wissen, sein letzter Auftritt in Bayreuth, und er hat diese Rolle danach nur noch einmal halbkonzertant in Budapest gesungen. Ich werde nie vergessen, wie er sich in der Pause nach dem 2. Akt am Bühnenausgang herzlich und mit der Hoffnung auf baldige Rückkehr verabschiedete und einen wehmütigen Blick zurück warf, bevor er sich umdrehte und entschlossen zu seinem Auto stapfte, um in der Nacht noch, wie er es meistens tat, nach Wien zurückzufahren. Damals schon wussten wir alle längst, was wir an ihm haben – heute wissen wir noch schmerzlicher, was wir verloren haben… Sit terra tibi levis.

Zum Bericht[6] von Peter Reichl

Auch Friedeon Rosén verfolgt den „Ring für uns:

Zum Bericht [7]von Friedeon Rosén

Erwin Schrott zu Gast bei den Domplatz Open Airs in Fulda am 24.08. um 20.00Uhr:

Erwin Schrott. Foto: Homepage

Nach seinen Auftritten in Linz und Graz Juli ist Erwin Schrott im August auch in einem Freiluftkonzert in Deutschland zu erleben. Zusammen mit der Sopranistin Irina Polivanova und der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Ivan Ciampa wird er am 24.08. um 20.00 Uhr bei den Domplatz Open Airs in Fulda zu Gast sein und damit den Höhepunkt der Konzertreihe im Jahr 2017 gestalten.

Zensur in Russland: Droht Starregisseur Serebrennikow Haft?
Erst wurde sein Ballettstück „Nurejew“ abgesetzt, nun werden Veruntreuungs-Vorwürfe laut: Der mutige Moskauer Regisseur Kirill Serebrennikow gerät zunehmend unter Druck der russischen Behörden.
Tagesspiegel[8]

München/ Gericht: Architektenwettbewerb für Münchner Konzerthaus ohne Braunfels
Die Hoffnungen des Architekten Stephan Braunfels, doch noch am Wettbewerb für das neue Konzerthaus in München teilnehmen zu dürfen, haben sich zerschlagen. Der Vergabesenat des Oberlandesgerichts München hat Braunfels‘ Beschwerde am Donnerstag abgewiesen
Musik heute[9]
Star-Architekt Braunfels bleibt außen vor
Die Welt[10]

Filme der Woche

FimPoster  Dunkle Turm~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Am besten ist es wohl, gleich zuzugeben, dass man in seinem Leben noch keinen Stephen King-Roman gelesen hat, ist ja nicht sooo eine Schande. Also geht man unbeleckt in „The Dark Tower“, wenn man auch a priori die klagenden Einwände der Fans voll nachvollziehen kann, ein achtbändiges Romanwerk eigne sich wohl nicht dazu, auf eineinhalb Kinospielstunden eingedampft zu werden. Für Harry Potter gab es ja auch acht oder neun oder wie viele Filme immer…

Nähert man sich dem „Dunklen Turm“ unbefangen, findet man SciFi in seiner schlichtesten Version. Sicher, da hat sich jemand (in diesem Fall Stephen King, dessen Leser-Fans wohl in die Millionen und Abermillionen gehen) ein künstliches Universum geschaffen, Gut, Böse, ein dunkler Turm, der das Ende bedeutet, und ein Gleiten zwischen Welten und Zeiten, wie es längst üblich geworden ist. Da hüpft man ganz schön hin und her zwischen Brooklyn und Fantasy, über Klarheit des Geschehens kann man sich nicht ein einziges Mal beklagen, über Originalität auch nicht. Und was an Action-Computer-Kunststücken geboten wird, bleibt weit unter dem Durchschnitt dieser Art von Filmen.

Kurz, der dänische Regisseur Nikolaj Arcel, der in seiner Heimat „Arthouse“-Filme machte, bevor er die neue Struensee-Verfilmung lieferte (sogar mit Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film), die auch bei uns wahrgenommen wurde, hat mit seinem ersten Hollywood-Blockbuster nichts Besonderes geliefert. Apropos Blockbuster – der Filmstart war so schlecht, dass man vielleicht alle Ideen auf Fortsetzungen und Spin-Offs zumindest verschieben wird…

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

 Als Wiener würde ich mir den Regenschirm mitnehmen, denn das Wetter wird wechselhaft. In der Nacht hat es gehagelt. Meine Wiener Dachgeschosswohnung hat viel Blech auf dem Dach. Ich genieße es, dem Hagel zuzuhören und selbst im trockenen Bett zu liegen.

A.C.

  1. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/salzburger-festspiele-strichmaennchen-und-der-erste-weltkrieg-ld.1310083
  2. DeutschlandfunkKultur: http://www.deutschlandfunkkultur.de/alban-bergs-wozzeck-bei-den-salzburger-festspielen-dunkel.1013.de.html?dram:article_id=393104
  3. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/musik/salzburger-festspiele-er-handelt-mit-schrott-a-1328866
  4. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Wozzeck-Premiere-Die-Zombies-einer-kriegsluesternen-Gesellschaft;art16,2646293
  5. Heute.at: http://www.heute.at/gewinnen/inhalte/story/Jetzt-mitmachen---Album--Romanza--gewinnen--58645566
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-die-walkuere-feuer-und-zauber-zweiter-ring-durchlauf
  7. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-die-walkuere-zweiter-ring-durchlauf
  8. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/zensur-in-russland-droht-starregisseur-serebrennikow-haft/20174358.html
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16317/gericht-architektenwettbewerb-fuer-muenchner-konzerthaus-ohne-braunfels/
  10. Die Welt: https://www.welt.de/regionales/bayern/article167555391/Star-Architekt-Braunfels-bleibt-in-Muenchen-aussen-vor.html
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-august-2017


10. AUGUST 2017

by ac | 10. August 2017 08:21

Salzburg: Wozzeck. Matthias Gorne, Jens Larsen. Copyright: Ruth Walz/ Salzburger Festspiele

Auszug aus BR.Klassik: Alban Berg interessierte sich sehr für die bildenden Künste. Da erscheint es ebenso interessant wie passend, dass bei den Salzburger Festspielen für die Inszenierung des „Wozzeck“ mit William Kentridge ein Grafiker und Videokünstler verpflichtet wurde. 20 Jahre nach der Produktion von Peter Stein und Claudio Abbado steht der „Wozzeck“ nun wieder auf dem Spielplan in Salzburg – mit Vladimir Jurowski als Dirigent und Matthias Goerne in der Titelrolle.

Wie ein seit Jahrzehnten unaufgeräumter, mit altem Gerümpel vollgestellter Dachboden schaut die Bühne aus. Ein riesenhafter Schrank, durcheinandergeworfene Stühle, Treppen, die ins Nirgendwo führen, dazwischen ein schmaler Steg aus rohen Brettern, alles steil aufeinander getürmt. Ein einziger Verhau. Überall ist es eng, kaum können sich die Figuren bewegen. Meist wird ohnehin nur ein schmaler Fleck beleuchtet, der Rest der Bühne dämmert hinter düsteren Projektionen. William Kentridge, der Grafiker und Videokünstler, wurde mit seinen Kohlezeichnungen berühmt, die er in Trickfilm-Animationen zum Leben erweckt. Bei seiner „Wozzeck“-Inszenierung geht er zeichnerisch und filmisch in die Vollen. Die Darsteller agieren dagegen sehr zurückgenommen. Zuerst befürchtet man, dass die Bild-Projektionen die Sänger an den Rand drängen. Doch Kentridge ist eben nicht nur bildender Künstler, sondern auch ein erfahrener Theatermacher. Der zudem ein genaues Ohr für die Partitur hat, dieses unfassbar geniale Meisterwerk von Alban Berg… (Quelle: BR-Klassik)


Asmik Grigorian (Marie) mit Kind, dargestellt durch eine Puppe. Copyright: Ruth Walz/ Salzburger Festspiele

Das Spiel vom Sterben eines armen Mannes
Der Künstler William Kentridge inszeniert Alban Bergs „Wozzeck“ bei den Salzburger Festspielen in einem kühnen Dickicht aus Trümmern und projizierten Bildern. Dirigent Vladimir Jurowski packt dazu virtuos orchestrale Farben und Effekte aus.
Die Presse[1]
Bilderreiche Beziehungswüste
Premiere von Alban Bergs „Wozzeck“ bei den Salzburger Festspielen –
http://derstandard.at/2000062442346/Bilderreiche-Beziehungswueste[2]
Unter Mörderpuppen
Salzburger Festspiele: Alban Bergs „Wozzeck“ als Vorspiel zum Ersten Weltkrieg.
Wiener Zeitung[3]
Zeichengewitter mit Sogwirkung
Alban Berg interessierte sich sehr für die bildenden Künste. Da erscheint es ebenso interessant wie passend, dass bei den Salzburger Festspielen für die Inszenierung des „Wozzeck“ mit William Kentridge ein Grafiker und Videokünstler verpflichtet wurde
BR-Klassik[4]
Jubel für William Kentridges „Wozzeck“ in Salzburg
Hamburger Abendblatt[5]
Die macht steckt im System
Es ist nicht eine Welt, es sind viele verwobene Welt-Schichten, die William Kentridge als Regisseur für Alban Bergs Oper „Wozzeck“ im Haus für Mozart geschaffen hat. Apokalyptisch, kriegerisch devastiert, im großen Stil aus den Fugen geraten – und bezwingend.
Drehpunkt Kultur[6]
Dieser Wozzeck lässt andere Opern alt aussehen
Am Anfang war das Chaos (und der Wahn-begabte Mensch macht es im Verlauf der Geschichte nicht besser, aber dazu später). Auf der Bühne des Hauses für Mozart sieht man eine G’stättn. Einen Ort, wo man sich nicht freiwillig niederlässt. Einen Weg aus Brettern, ein paar Stühle, Möbel übereinandergestapelt, fast wie auf einem Mistplatz.
Kurier[7]
William Kentridge: „Wozzeck ist viel schmutziger“
Kurier[8]
Jubel für Wozzeck und Kentridge
Musik heute[9]

Salzburg – heimgesucht von Manuel Brug

An Manuel Brug scheiden sich die Geister. Man mag seine Schreibweise – oder man mag sie eben nicht. Man kann sie aber auch mögen – und es nicht verraten. Allzuleicht kommen „Brug-Bekenner“ in das Fadenkreuz von Fans. Denn Manuel Brug beobachtet ziemlich genau, das werden wohl auch Gegner anerkennen. 

Auszug aus „Die Welt“: Wer als künstlerischer Leiter bei den Salzburger Festspielen Opernpremieren plant, der hat gleich mehrere Schubladen zur Verfügung, aus denen er sein jeweiliges Sommerrepertoire zusammenbosselt. Da gibt es als unbedingten Programmpunkt das in der Mozart-Metropole obligatorische Wolfgang-Amadeus-Werk. Dann putzt ein akustisch nicht zu verstörendes Opus der Klassischen Moderne stets ungemein, als Wegweiser des immerwährenden artistischen Aufbruchs. Mindestens einmal muss aber auch so ein richtiges Gala-Dings her. Für den großen Robenauftritt in der Hofstallgasse, die Schmuckpräsentation als Glitzeralmauftrieb, für abgelegte Prinzessinnen und verarmte Barone, für Wirtschaftskrösusse und Trash-Queens, für Society-Galeristen und deutsche Kanzlerinnen, die dann alle, alle da sind…

Es war schon mal mehr Schmackes
Aber Anna Netrebko gibt in Salzburg ein gefeiertes Rollendebüt als Aida und verkauft ein selbst bemaltes Teeservice
Die Welt[10].

Salzburg: „Festspieler des Tages“: Die Rettung für vergessliche Dirigenten
30.000 Noten verstecken sich in dem ehemaligen Antiquariat und warten darauf, von Musikern und Festspielgästen entdeckt zu werden. Für so manchen Künstler ist die Mayrische Musikalienhandlung die letzte Rettung.
Salzburger Nachrichten[11]
Festspielerin des Tages“: Vom kleinen Hobbit ins Große Festspielhaus
Anne-Fleur Werner beglückt Salzburg mit ihrer Gesangskunst. Im Sommer bei den Festspielen, ab September im Landestheater.
Salzburger Nachrichten[12]

Neueste Meldung: Opernfestspiele St. Margarethen 2018 abgesagt
Kleine Zeitung[13]

Bayreuth: Der zweite Ring-Durchlauf hat begonnen.


„Das Rheingold“ – eine Inszenierung, die man noch vermissen wird. Copyright: Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath

Zu Beginn des zweiten Ring-Durchlaufes bedauern bereits viele Festspielbesucher, dass die Castorf-Inszenierung nach dieser Festspielsaison abgesetzt wird.

Peter Reichl hat uns (unvermutet) seine Eindrücke geschickt: Als ein weitgehend zufriedenes Publikum am Dienstagabend gegen 20.40 Uhr aus dem Bayreuther Festspielhaus strömte, wurde es unvermutet Zeuge einer nachgerade surrealen Erscheinung: ein Regenguss hatte kurz zuvor für willkommene Abkühlung gesorgt, und im Gefolge erhob sich über dem Vorplatz majestätisch ein – bei genauem Hinsehen sogar doppelter – Regenbogen. Mit einem Schlag verwischte die Grenze zwischen Bühne und Realität: gerade eben noch beim Einzug der Götter nach Walhall als vordergründiges Friedenssymbol besungen (und in Form eines Farbnebels am Rundhorizont wie auch durch den eigentlich unnötigen Gag der frisch gehissten LGBT-Fahne auch szenisch präsent), ergriff die Menge der nach Hause Strebenden ein kollektiver Moment des Staunens, das soeben Gesehene auf unerwartete Weise vertiefend – für einen un-mittelbaren Augenblick war die Kunst im wahrsten Sinne des Wortes im Leben angekommen, dort, wo ja ihr ureigenster Platz sein sollte. ..

War Iain Paterson beim ersten „Rheingold“ noch dezent ausgebuht worden, so gab es nun einhellige Zustimmung. Unser Rezensent benennt jedoch jene drei Protagonisten, die beim Applaus richtig „abräumten“:

Demgegenüber demonstriert Tanja Ariane Baumgartner als Fricka nachdrücklich, wie sich italienische Legatokultur eben doch glänzend mit Wagnerschem Stabreim verbinden lässt. Bei ihrem Bayreuth-Debüt besticht sie, die sich ihren technischen Feinschliff bei der grossen bulgarischen Mezzosopranistin Alexandrina Milcheva holte, durch makellose Stimmführung wie grosse Expressivität. Wotan aber vergnügt sich dennoch bekanntlich lieber mit Puffmutter Erda, von Nadine Weismann wie schon in den Vorjahren gesanglich wie szenisch ausgesprochen überzeugend angelegt und eben darum vom Regisseur der Gelegenheit beraubt, wenigstens an dieser einen Stelle einmal den Einbruch von Höherem in die Alltagswelt der kaputten Typen von der Tankstelle zuzulassen. Bleiben im Reigen der Sänger und Sängerinnen noch zwei absolute Pluspunkte in Form der beiden Riesen, wobei insbesondere Günther Groissböck bei seiner Rückkehr als Fasolt eine grossartige Leistung zeigte. Mit mächtiger Stimme auftrumpfend riss er von Anfang an die Führung der letztlich zum Scheitern verurteilten Verhandlungen in Sachen Walhall/Golden Motel an sich, und blieb auf diesem Niveau bis an sein unzeitiges Ende, welches er mit einem derart spektakulären Sturz krönte, dass man ernstlich in Sorge war, er habe sich dabei etwas getan. Zum Schlussapplaus erschien er aber offensichtlich unbeschädigt, so dass man sich auf sein Debüt als Wotan im neuen Ring ab 2020 weiterhin von ganzem Herzen freuen kann.

Zum Bericht[14] von Peter Reichl

Der zweite Riese, „Fafner“ , darf ja bekanntlich im „Siegfried“ noch dabei sein. Freuen Sie sich auf Karl-Heinz Lehner

Uns liegt noch ein zweiter Bericht vor:

Zum Bericht[15] von Friedeon Rosén

Weitere „Rheingold-Rezensionen:

„Rheingold“: Schöne Schlamperei
Der Ring rundet sich: Schon in der ersten Spielzeit haftete Frank Castorfs „Rheingold“ der Charme des Halbfertigen an. Wie kann es sein, dass es von Jahr zu Jahr wackeliger wirkt? Premierenkritik einer Produktion, die wir noch vermissen werden.
Nordbayerischer Kurier[16]
Das Weitwerden der Welt
Frank Castorfs Ring-Zyklus ist zum letzten Mal bei den Bayreuther Festspielen zu sehen. Den Auftakt machte jetzt „Rheingold“. Eindrücke einer Besucherin
Tagesspiegel[17]

Wagner und die heiligen Unordnungen – oder warum Schwule bei Wagner besonders stark vertreten sind

„Da drüben sitzt doch auch ein schwules Paar!“, fing meine Mutter im Shuttle-Bus zum Festspielhügel an zu kommentieren. „Mutter, der halbe Bus ist schwul…“, entgegnete ich. Die erste Woche des Rings bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth war ganz offensichtlich auch eine Woche des schwulen Stelldicheins.

Es wäre sicherlich einen eigenen Blog-Eintrag wert, der Begeisterung schwuler Männer für Opern im Allgemeinen und für Wagner im Besonderen nachzugehen. Das will ich heute aber nicht tun. Ich möchte mich auf den Göttervater Wotan konzentrieren, seine Macht und Ohnmacht in den Blick nehmen, die im Ring zum Ausdruck kommen – und auf diese Weise mich der ideologischen Welt Richard Wagners annähern…

In der Folge erklären uns die Autoren, wie „Wotan“ funktioniert

Wagner und die heiligen Ordnungen
Richard Wagner ist umstritten – und hat unter schwulen Männern eine große Fangemeinde. Wolfgang Schürger versucht eine Annäherung an die Ideenwelt des Komponisten.
https://www.evangelisch.de/blogs/kreuz-queer/145462/09-08-2017[18]

Bregenzer Festspiele: Zum Finale noch einmal durchstarten
Die 72. Bregenzer Festspiele wollen zum Finale nochmals kräftig durchstarten. Am 14. August vollendet das Opernstudio im Theater am Kornmarkt mit Mozarts „Die Hochzeit des Figaro“ den mehrjährigen Da-Ponte-Zyklus, am 16. August findet auf der Werkstattbühne die Uraufführung der Kammeroper „To the Lighthouse“ statt.
Salzburger Nachrichten[19]

Filme der Woche

FimPoster  Monsieur geht online~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[20]

Monsieur Pierre ist uns bestens bekannt, allerdings in einer jüngeren Ausgabe seiner selbst – als Pierre Richard, einst („der große Blonde“) ein wuschelköpfiger Karacho-Komiker des französischen Films, damals neben Louis de Funes der Größe.. Nun ist er ein alter Herr und als solcher Held einer sehr heutigen Geschichte, die den Menschen unrettbar in die Welt der sozialen Medien einbettet. Einer Komödie zumal, die einen bekannten Schauspieler völlig neu, unbekannt – und wunderbar erscheinen lässt.

„Wir brauchen eine User-ID.“
„Eine was?“

Monsieur Pierre, er ist fast 80, hat eine mittelalterliche, rundliche, betriebsame Tochter namens Sylvie (Stéphane Bissot), die sich fast zu sehr um ihn kümmert. Jedenfalls schenkt sie ihm ihren alten Computer, um ihn zu beschäftigen (er ist seit zwei Jahren Witwer), und sie hat auch den Mann dazu, der ihm Einführungslektionen erteilen wird: Alex (sympathisch, ruhig und ein gar nicht „heutiger“ Typ: Yaniss Lespert) ist nicht nur der Freund ihrer Tochter Juliette (Stéphanie Crayencour als streitbares Blondinchen), sondern auch noch ein Schriftsteller, der es absolut nicht schafft (selbst Juliette findet nichts an seinen Werken) und der dringend Geld braucht. Also – Nachhilfestunden für Opa…

HOLLYWOOD: Kameramann John Bailey neuer Präsident der Oscar-Academy =

Bailey ist der 31. Präsident der Academy. Bildquelle: APA (AFP/Getty/Archiv)/VALERIE MACON

Hollywood (APA/dpa) – Der Kameramann John Bailey (76) ist neuer Präsident der Oscar-Academy. Bailey, der unter anderem beim Klassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ für die Kameraführung zuständig war, sei am Dienstagabend (Ortszeit) vom Aufsichtsrat der Academy gewählt worden, teilte die Organisation in Los Angeles mit.

Genervter BBC-Moderator verzweifelt am Sommerloch
Ein Beitrag über „surfende Hunde“ war wohl zuviel
Kurier[21]

Also das kann ich nachvollziehen, hätten wir im Sommer nicht Salzburg, könnten wir getrost die Seite einmal für ein Monat abdrehen (nach der Bayreuth-Premierenwoche). Auf „surfende Hunde“ nuss ich zwar nocht nicht zurückgreifen, auf die Abenteuer des Richard Lugner auf Mallorca (?) verzichte ich. Mittlerweile ist mir aber klar: Der Baumeister ist ein Gebtriebener seines TV-Vertrages, es müssen immer neue Storys her. Armer Hund!

Melbourne: Cafe verlangt von Männern höhere Preise
Wirbel um ein Café in Melbourne (AUS): Dort müssen Männer mehr bezahlen als Frauen – lesen Sie einmal, warum!
Die Welt[22]

Resozialisierung

Die Geschichte vom Saulus, der zum Paulus wird, kennen doch sicher alle. Resozialisierung heißt das Zauberwort, es funktioniert manchmal, aber nicht sehr oft. Der Fußballclub Rapid hat einen militanten Fan, der 2011 beim „Platzsturm“ im Derby gegen die Austria den Spielabbruch mitverschuldet hat, zum Fan-Ordner gemacht, eben vom Saulus zum Paulus. Sonntag hat nun der wackere Mann aus dem Land der Burgen  – von dort extra nach Wien angereist – durch provokantes Verhalten beinahe wieder einen Abbruch des Wiener Derbys provoziert. Resozialisierung  funktioniert so lange, bis wiederum „die Sicherungen durchberennen“!

Wien
Fußballfest wurde zum Eigentor für Rapid
Ein pöbelnder Ordner war 2011 beim Platzsturm dabei und wird zum Symbol der Probleme von Rapid
Kurier[23]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5266133/Wozzeck-in-Salzburg_Das-Spiel-vom-Sterben-des-armen-Mannes
  2. http://derstandard.at/2000062442346/Bilderreiche-Beziehungswueste: http://derstandard.at/2000062442346/Bilderreiche-Beziehungswueste
  3. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/909844_Unter-Moerderpuppen.html?em_view
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/kritik-wozzeck-kentridge-salzburger-festspiele-100.html
  5. Hamburger Abendblatt: https://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211523515/Jubel-fuer-William-Kentridges-Wozzeck-in-Salzburg.html
  6. Drehpunkt Kultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11149-die-macht-steckt-im-system
  7. Kurier: https://kurier.at/kultur/dieser-wozzeck-laesst-andere-opern-alt-aussehen/279.660.650
  8. Kurier: https://kurier.at/kultur/william-kentridge-wozzeck-ist-viel-schmutziger/279.623.395
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16306/jubel-fuer-william-kentridges-wozzeck-in-salzburg/
  10. Die Welt: https://www.welt.de/print/welt_kompakt/kultur/article167473407/Es-war-schon-mal-mehr-Schmackes.html
  11. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/hinter-den-kulissen/sn/artikel/festspieler-des-tages-die-rettung-fuer-vergessliche-dirigenten-259979/
  12. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/hinter-den-kulissen/sn/artikel/festspielerin-des-tages-vom-kleinen-hobbit-ins-grosse-festspielhaus-259789/
  13. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/kultur/festspiele/5266839/Oper-im-Steinbruch_Opernfestspiele-in-St-Margarethen-fuer-2018
  14. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-festspiele-das-rheingold-zweiter-durchlauf-regenbogen-ueber-dem-gruenen-huegel
  15. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bayreuth-das-rheingold-3
  16. Nordbayerischer Kurier: http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/rheingold-schone-schlamperei_594533
  17. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/rheingold-bei-den-bayreuther-festspielen-das-weitwerden-der-welt/20166940.html
  18. https://www.evangelisch.de/blogs/kreuz-queer/145462/09-08-2017: https://www.evangelisch.de/blogs/kreuz-queer/145462/09-08-2017
  19. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/bregenzer-festspiele-zum-finale-noch-einmal-durchstarten-259966/
  20. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  21. Kurier: https://kurier.at/leben/genervter-bbc-moderator-verzweifelt-am-sommerloch/279.673.113
  22. Die Welt: http://www.heute.at/welt/news/story/Cafe-verlangt-von-Maennern-hoehere-Preise-53896318
  23. Kurier: https://kurier.at/sport/bundesliga/das-fussballfest-wurde-zum-eigentor-fuer-rapid/279.545.270

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-august-2017


9. AUGUST 2017

by ac | 9. August 2017 08:40

Massen-Szenen bei „Wozzeck“ – optische Überforderung durch den Regisseur. Copyright: Ruth Walz/Salzburger Festspiele

Auszug aus Salzburger Nachrichten: Ganz genau weiß man nicht, wohin man schauen soll während dieser Opernaufführung. Zumindest bei Alban Bergs „Wozzeck“ im Haus für Mozart am Dienstag gingen einem die Augen über, und das, wo doch eine Zwölftonoper eh schon ins Gemüt fährt und aufwühlt.

Kleine Erinnerung für ältere Maturajahrgänge: in den humanistischen Gymnasien wurden sie vor Jahrzehnten getrennt, die Lieblingsfächer. Ab der fünften Schulstufe musste man sich damals entscheiden. Musik oder Künstlerische Erziehung? William Kentridge führt wieder alles zusammen, was zusammengehört, zumindest im Traumfach Oper, bildende – und darstellende – Kunst und Musik eng verschränkt, untrennbar…

Kritik: Toller „Wozzeck“ als optische Überforderung
Der Künstler William Kentridge rundete Alban Bergs Meisteroper zum Gesamtkunstwerk aus seiner Sicht. Wahrscheinlich sollte man drei Festspielaufführungen sehen, um ihm folgen zu können.
Salzburger Nachrichten[1]

Zeichengewitter mit Sogwirkung
Alban Berg interessierte sich sehr für die bildenden Künste. Da erscheint es ebenso interessant wie passend, dass bei den Salzburger Festspielen für die Inszenierung des „Wozzeck“ mit William Kentridge ein Grafiker und Videokünstler verpflichtet wurde
BR-Klassik[2]

Matthias Goerne, Asmik Grigorian. Copyright: Ruth Walz

Auszug aus „Kleine Zeitung“: In einer bedrückenden Atmosphäre entwickelt das Drama um den Soldaten Wozzeck, seine untreue Gefährtin Marie und sein Kind einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Verantwortlich dafür sind neben Matthias Goerne und Asmik Grigorian als zentrales Paar, die sich stimmlich wie darstellerisch auf der Höhe zeigten, auch die Wiener Philharmoniker unter Vladimir Jurowski, die der Schroffheit wie der Schönheit der Partitur adäquaten Ausdruck verliehen. Das Kind des Paares lässt Kentridge von einer Puppe darstellen. Ihr gehört das beeindruckende Schlussbild – der Blick auf eine künftige Welt, die nichts Gutes verheißt… (Quelle: Kleine Zeitung)

Porträt von Asmik Grigorian, fotografiert von Augusto Didžgalvio

Ich freue mich für Asmik Grigorian, die endlich bei einer weltweit beachteten Premiere dabei war. Verdient hat sie sich das schon lange. Sie ist eine herausragende Bühnendarstellerin, ihr Vater ist Gegam Grigorian, der bei uns eher wenig bekannt ist, allerdings an guten Tagen zu den Spitzentenören der Welt zählte. Der Grund hierfür war, dass Gegam Grigorian in  Zeiten der UdSSR aus nicht näher bekannten Gründen zu den Künstlern gehörte, denen Gastspiele im westeuropäischen Ausland 10 Jahre lang nicht gestattet wurden. Er wurde auf der Liste der Künstler geführt, für die Ausreiseverbote bestanden. Mit der Öffnung und mit Gegiev lief dann die internationale Karriere leider zu spät an, führte ihn jedoch dennoch an bedeutende Opernhäuser. Seine DVD-Aufnahmen („Herrmann“ in Pique Dame, „Alvaro“ in der „Forza“) nehmen bei mir einen Ehrenplatz ein und ich hatte das Privileg, ihn persönlich zu kennen. Gegam Grigorian starb 2016.

Leser Peter S. weiß mehr über die Gründe, warum der Vater von Asmik Grigorian „auf der Liste stand:

Sie schreiben in Ihrem heutigen Kommentar über Asmik Grigorian, dass ihrem Vater Gegam „aus nicht näher bekannten Gründen“ Gastspiele im westlichen Ausland verboten waren. Hier finden Sie in einem Artikel des „Telegraph“ die Gründe :

„Grigorian had been developing a promising career on both sides of the Iron Curtain when, in 1979, he won a  year-long scholarship to study at La Scala . In November that year, however, he turned up in Trieste, some 250 miles east of Milan, seeking political asylum. He was living in a refugee centre while his case was being considered, but within days had vanished, failing to turn up in Milan for his appearance in Mussorgsky’s Boris Godunov on December 7.

The Italian police suggested at the time that he had been persuaded by Soviet agents to return home, and he did indeed resurface in the Soviet Union. The full story has never been told.“

Auch Fritz Krammer weiß mehr: Guten Morgen, Sie haben heute Tochter und Vater im Tagesspiegel. Zum Vater, der ein unglaubliches Tenormaterial hatte, weiß ich mehr, er starb erst im März 2016
https://de.wikipedia.org/wiki/Gegam_Grigorjan[3]
Er sang auch einen Abend in der Staatsoper: https://archiv.wiener-staatsoper.at/performances/5325[4]

Die Tochter hat die Marie gesungen, nicht der Vater. Aber Gegam Grigorian hatte wirklich ein unglaubliches Tenormaterial, aus dem er nicht das Maximum herausgeholt hat.

Aber nun wieder zur Tochter:

Auszug aus Wikipedia: Asmik Grigorian ist die Tochter des armenischen Tenors Gegam Grigorjan und der litauischen Sopranistin Irena Milkevičiūtė. Am Nationalen M. K. Čiurlionis Kunstgymnasium studierte sie zunächst Klavier und Chordirigat, dann ab 1999 an der Litauischen Akademie für Musik und Theater Gesang bis zum Master-Abschluss im Jahr 2006…

Salzburg: Gérard Grisey -Retrospektive an acht Abenden – „Zeit mit Grisey“

Gérard Grisey

Der Komponist Gérard Grisey stand stets im Schatten seines Landsmannes  Pierre Boulez, dem es – im Gegensatz zu Grisey – gelang, seine Kompositionen auch international „auf den Markt zu bringen“. Jetzt wird Grisey in Salzburg geehrt und gefeiert. „Zeit mit Grisey“ lautet der Titel einer Reihe mit acht Abenden.  

Auszug aus „Frankfurter Allgemeine„: Obwohl er zu Frankreichs bedeutendsten Komponisten des zwanzigsten Jahrhunderts zählt, stand Gérard Grisey immer im Schatten von Pierre Boulez, der seine internationale Tätigkeit als Dirigent auch zur Verbreitung eigener Werke nutzen konnte. Umso erfreulicher, dass die Salzburger Festspiele dem Schaffen Griseys, der am 11. November 1998 im Alter von 52 Jahren unerwartet an einem Aneurysma verstarb, einen eigenen Zyklus widmen: „Zeit mit Grisey“ lautet der Titel dieser Reihe aus acht Abenden. Sie ist die erste große Grisey-Retrospektive in Österreich seit der kleinen Personale beim Festival „Wien modern“ im Jahr 2000.

Salzburg: „Aida“ und kein Ende

Ich versuche, von der „Aida“-Berichterstattung etwas wegzukommen, leicht ist das nicht. Täglich tauchen neue Berichte auf, in jeder Zeit, die in der Welt auf sich hält, wird über Anna Netrebko gejubelt, über Riccardo Muti mit der nötigen Ehrerbietung berichtet und über die Regisseurin Shirin Neshat unterschiedlich, wenngleich nicht unfreundlich, geurteilt.

Ja, wir wissen, dass bei Riccardo Muti keine unkonventionelle Inszenierung stattfinden kann, Muti und Peter Sellars wird es vermutlich nicht geben. Das Flüchtlingsthema hat Frau Neshat auch mit eingepackt, ich kann mir vorstellen, dass das wiederum die Festspielleitung ganz gerne gesehen hat. Was also bleibt über von den Gedanken der Shirin Neshat?

Sie finden in unserer heutigen Presseschau wieder eine lange Liste von Rezensionen.

Samstag können wir uns aber selbst ein Bild machen, ORF 2 überträgt zeitversetzt.  Für eine der beiden  Vorstellungen mit der Alternativbesetzung (also „Aida“ ohne Frau Netrebko, dafür aber mit Herr Eyvazov), wurden wir sogar für eine Pressekarte würdig erachtet. Peter Skorepa wird berichten.

Seattle Opera: Madama Butterfly

Alexey Dolgov (Pinkerton) and Lianna Haroutounian (Cio-Cio-San). Copyright: Jacob Lucas

Trying to rethink Madama Butterfly at Seattle Opera
bachtrack[5]

Europäische Wochen Passau locken mehr Besucher
Musik heute[6]

Country-Star Glen Campbell mit 81 Jahren gestorben
Der achtfache Vater sei nach einem „langen und mutigen Kampf“ gegen Alzheimer gestorben, teilte die Familie des Musikers mit.
Die Presse[7]

Vor 40 Jahren starb Elvis Presley

Eine einzigartige Stimme, ein legendärer Hüftschwung: Elvis Presley

Vor 40 Jahren starb Elvis Presley im Badezimmer seiner Traumvilla „Graceland“ in Memphis, Tennessee. Übergewichtig, paranoid, einsam. Er war seit Langem süchtig, verschreibungspflichtige Drogen brachten sein Herz zum Stillstand. Aber er war auch einmal der Mann, der die Musikwelt veränderte. Ein Rückblick.

Vor 40 Jahren starb Elvis Presley
https://kurier.at/kultur/the-king-vor-40-jahren-starb-elvis-presley/278.733.231[8]


Zum 40. Todestag des „King of Rock ’n’ Roll“: Presley-Filme, Konzertaufnahmen und neue Doku in ORF 2, ORF III und Ö1

 TV-Premiere für „Elvis und das Mädchen aus Wien“ am 14. August im „kulturMontag spezial“

Die genaue Liste finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Dustin Hoffman ist 80

Dustin Hoffman ist 80!

Dustin Hoffman ist einer von den Superstars Hollywoods, die eigentlich keine «Stars» sind. Einer, der mit Begabung statt mit Glamour glänzt und eher wegen seiner Leistung ins Rampenlicht rückt als wegen seines Lifestyles. Von dieser – selten gewordenen – Sorte Schauspieler bleibt mehr als nur der Name (oder gar eine selbstkreierte Marke) in Erinnerung, es sind die Rollen, über die das Publikum in fünfzig Jahren noch lachen oder weinen wird. Hoffman hat sie nicht nur verkörpert, sondern den starren Drehbuchseiten geradezu entrissen und zum Leben erweckt…(Quelle: „Neue Zürcher Zeitung“)

Dustin Hoffman ist 80: Der schüchterne Rebell
Der grosse Charakterdarsteller und untypische Superstar Dustin Hoffman feierte gestern seinen 80. Geburtstag.
Neue Zürcher Zeitung[9]

Salzburg „Wozzeck“: Video mit der Meinung der „Vereinigten Premierengeher“

Es sind immer wieder die gleichen Gesichter, die sich bei Premieren vor die Kamera drängen. Vernehmen Sie, was uns die dazu gehörenden Personen über Wozzeck zu sagen haben:

http://www.krone.at/videos/adabei-tv/schwere-opernkost-mord-selbstmord-und-krankheit-wozzeck-premiere-video-582668 [10]

Vor 2000 Jahren starb der römische Dichter Ovid

Der Kopf einer in Rom gefundenen Ovid-Statue. Copyright: APA

http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/der-roemische-dichter-ovid-starb-vor-2000-jahren-259897/[11]

Weitere 550 000 Euro für das Wiener Gloria-Theater[12]

Der Gemeinderat der Stadt Wien hat mit Mehrheitsbeschluß weitere 550 000 Euro als Subvention für das Gloriatheater am „Floridsdorfer Spitz“ freigegeben. Unter anderem ist das Geld für die Schuldenabdeckung vorgesehen

Autor Daniel Kehlmann: In Österreich ist alles ein bisschen hinterhältig

Der österreichisch- deutsche Schriftsteller Daniel Kehlmann gilt spätestens seit seinem Bestseller „Die Vermessung der Welt“ als Star des deutschsprachigen Literaturbetriebs. In einem aktuellen Interview äußert sich der 42- Jährige, der in Wien und Berlin lebt, unter anderem zu Österreich – und meint, hier sei „alles auch ein bisschen hinterhältig“.
Krone at[13]

Nestbeschmutzer haben wir in diesem Land genug, deshalb enthalte ich mich eines Kommentars. Wenn man es allerdings weiß und sich darauf einstellen kann, wo bitte liegt das das Problem, Herr Kehlmann?

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/kritik-toller-wozzeck-als-optische-ueberforderung-259864/
  2. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/kritik-wozzeck-kentridge-salzburger-festspiele-100.html
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Gegam_Grigorjan: https://de.wikipedia.org/wiki/Gegam_Grigorjan
  4. https://archiv.wiener-staatsoper.at/performances/5325: https://archiv.wiener-staatsoper.at/performances/5325
  5. bachtrack: https://bachtrack.com/en/review-madama-butterfly-haroutounian-dolgov-cherry-seattle-opera-august-2017
  6. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16302/festspiele-europaeische-wochen-passau-locken-mehr-besucher/
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/leben/mensch/5266025/CountryStar-Glen-Campbell-mit-81-Jahren-gestorben
  8. https://kurier.at/kultur/the-king-vor-40-jahren-starb-elvis-presley/278.733.231: https://kurier.at/kultur/the-king-vor-40-jahren-starb-elvis-presley/278.733.231
  9. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/dustin-hoffman-zum-80-geburtstag-happy-birthday-mr-hoffmann-ld.1309582
  10. http://www.krone.at/videos/adabei-tv/schwere-opernkost-mord-selbstmord-und-krankheit-wozzeck-premiere-video-582668 : http://www.krone.at/videos/adabei-tv/schwere-opernkost-mord-selbstmord-und-krankheit-wozzeck-premiere-video-582668
  11. http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/der-roemische-dichter-ovid-starb-vor-2000-jahren-259897/: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/der-roemische-dichter-ovid-starb-vor-2000-jahren-259897/
  12. Weitere 550 000 Euro für das Wiener Gloria-Theater: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/der-roemische-dichter-ovid-starb-vor-2000-jahren-259897/
  13. Krone at: http://www.krone.at/oesterreich/in-oesterreich-ist-alles-ein-wenig-hinterhaeltig-starautor-kehlmann-story-582563

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-august-2017


8. AUGUST 2017

by ac | 8. August 2017 08:10

Rätselhaft unnahbar: Anna Netrebko als „Aida“. Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Wenn es so etwas wie eine große Kunst der Oper gibt, dann wohl die: die Widersprüche gegen sich selbst auf der Bühne zu feiern und Begeisterung zu ernten. Zu erleben am Sonntagabend bei der Opernpremiere des Jahres: Verdis „Aida“ wurde in der Regie der Iranerin Shirin Neshat zum großen Triumph gegen sich selbst und den Erfinder des Werkes. Und ließ, dank eines verzögert brillierenden Riccardo Muti samt Wiener Philharmonikern und einer rätselhaft-unnahbaren Anna Netrebko, einen Verdi aus dem Dunkel strahlen, der vor allem Verdi selbst unheimlich gewesen wäre…

Neshat, Netrebko und der Aida-Spagat
http://orf.at/salzburgerfestspiele17/stories/2402107/[1]

„Aida“: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Klaus Billand in seinem Premierenbericht: Viel hatte man allerdings schon im Hinblick auf die Interpretation von der iranischen Multikünstlerin Shirin Neshat erwartet, die sich bisher vor allem mit bildender Kunst, Fotografie und Film beschäftigt hat. In einem Interview im Vorfeld der Festspiele ließ sie wissen, dass sie bisher kaum Opern gesehen habe und auch die „Aida“ nicht im Detail kannte. Bei aller Würdigung einer in einigen Momenten vor allem optisch ansprechenden Inszenierung war denn auch zumindest bis zum Ende des 2. Aktes zu merken, dass Neshat auch in ihrer Opernregie stark von der bildenden Kunst und der Fotografie, also dem Schaffen von Bildwirkungen, beeinflusst ist. Im Mittelpunkt ihres Konzepts (Dramaturgie Bettina Auer) stehen zwei vom Bühnenbildner Christian Schmidt entworfene schlichte weiße gemauerte Quader, die jeweils zu zwei Seiten offen sind und sich so in verschiedenen Formen miteinander kombinieren bzw. verschachteln lassen, aber auch getrennt voneinander immer neue Spielräume ergeben. Auf den Seitenflächen werden bisweilen Videoproduktionen (Martin Gschlacht) eingespielt, so mehrmals das Bild von Flüchtlingen in Assoziation mit den gefangenen Äthiopiern wenn Aida von ihrer Heimat singt, oder das dunkle Wasser des Nils im 3. Akt…

Zum Bericht [2]von Klaus Billand

Benedetta Torre (Oberpriesterin), Franceso Meli (Radamès), Dmitry Belosselskiy (Ramfis), Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Peter Dusek war ebenfalls in der Premiere: „Liebestod“ à la Giuseppe Verdi: Aida und Radames sterben freiwillig gemeinsam und nehmen vom „Tal der Tränen“ mit den Worten „Si schiude il ciel“ – „Wenn sich der Himmel öffnet“ Abschied. Und dieser emotionale Flow ging diesmal voll auf das Konto von Anna Netrebko: hier öffnete sich wahrlich der Opern-Himmel! Ihr Rollendebüt als Aida war tatsächlich sensationell und man muss in der Chronik der Oper bis in die Goldenen 50er und 60er Jahre zurückblättern, will man Vergleichbares finden. Die russische Diva hat die große, blühende Höhe für den Triumph-Akt, sie besteht mit ihrem dramatischen Sopran gegen den riesigen Chor, das Orchester und alle Kollegen; aber sie verfügt zudem auch über die zartesten Piani in der Nilarie, im großem Duett mit Radames („Fugir“) oder in der Final-Szene. Dazu kommt, dass die Stimme der Netrebko keinerlei Schwierigkeiten mit der tiefen Lage hat: sie will offenbar ihren Mezzo-Kolleginnen zeigen, was Belcanto-Qualität im dunklen „Samt“ der unteren Tessitura bedeutet…

Zum Bericht[3] von Peter Dusek

Die Regisseurin Shirin Neshat hatte es natürlich schwer. Die am wenigsten angenehme  Diva der Produktion war nämlich nicht Anna Netrebko, sondern der Maestro Riccardo Muti. Bei dem haben unkonventionelle Deutungen keine Chance, er nimmt die Regisseure sozusagen in den Würgegriff. Bei einer Festspielleitung, die sogar vor einem Tobias Moretti in die Knie geht, wegen dem der Jedermann neu „veruninszeniert“ werden musste, hat er da natürlich leichtes Spiel. Meine Gedanken zur Inszenierung kann ich mir natürlich erst machen, wenn ich sie gesehen habe – und selbst dann behalte ich sie für mich.

Berufenere geben ihre Meinung ab – und diese Meinungen gehen „quer durch den Gemüsegarten“:

Aida: Die Inszenierung einer Zumutung
Süddeutsche Zeitung[4]
„Aida“ in Salzburg :Antikriegsstück als Psychokrimi
Fast ebenso viel Aufregung wie um das Rollendebüt von Anna Netrebko gab es im Vorfeld der „Aida“-Neuproduktion bei den Salzburger Festspielen um das Operndebüt der iranischen Fotografin, Video-Künstlerin und Filmregisseurin Shirin Neshat, die im New Yorker Exil lebt. Auf dirigentischer Seite ist Intendant Markus Hinterhäuser sozusagen auf Nummer sicher gegangen, indem er den Salzburg seit langem eng verbundenen Verdi-Kenner Riccardo Muti verpflichtete. Insgesamt eine gute Wahl, findet Volkmar Fischer.
BR-Klassik[5]
„Aida“ – Bilder zur Inszenierung
BR-Klassik[6]
Aida: Rasender Opernstillstand
Seelenpein und dramatischer Furor bei der Premiere des Verdi-Stücks mit Anna Netrebko
Der Standard[7]
Jubel für Anna Netrebkos „Aida“-Debüt in Salzburg
Salzburger Nachrichten[8]
Anna Netrebkos Aida-Debüt in Salzburg gefeiert
Musik heute[9]
Große Oper als Kunst-Experiment
Shirin Neshats „Aida“ bei den Salzburger Festspielen
Deutschlandfunktkultur[10]
Statische Klangpracht
Anna Netrebko begeistert mit ihrem Aida-Debüt, Riccardo Muti protzt mit Klang, Shirin Neshat kapituliert als Regisseurin.
Wiener Zeitung[11]
Die göttliche Anna Netrebko brilliert mit altbackener Aida
Hamburger Abendblatt[12]
Anna Netrebkos Salzburger „Aida“
Die Primadonna assoluta unsrer Tage debütiert in Salzburg als Verdis äthiopische Prinzessin. Der Anstieg zum hohen C in der Nil-Arie gelingt makellos.
Die Presse[13]
Aida – ein Psychokrimi gegen religiösen Extremismus
Salzburger Festspiele: Die Premiere der Verdi-Oper wurde zum Triumph für Regisseurin Shirin Neshat und Riccardo Muti
Oberösterreichische Nachrichten[14]
Kalte Herzen und lange Bärte
Riccardo Muti dirigiert Verdis „Aida“ mit Anna Netrebko im Großen Festspielhaus
Münchner Abendzeitung[15]

Unlängst habe ich mit einem einem Sänger gesprochen, der schon bei vielen Premieren mitgewirkt hat – und der kann bei manchen Deutungen in den Presseberichten nur schmunzeln. Viele als zum Konzept gehörig erachteten Details entstehen erst spontan bei der Probenarbeit, bei der ein kluger Regisseur (im konkreten Fall eine Regisseurin) gut daran tut, brauchbare Ideen aufzugreifen und umzusetzen.

Was nun die Kritik der Münchner Abendzeitungen  an den in Salzburg fehlenden „allerersten Bässen“, die allesamt in Bayreuth sein sollen,  angeht entehme ich einem Gespräch mit einem Agenten, dass Bayreuth bereits bis 2024 plant, Salzburg hingegen gerade mal bis 2020 disponiert. Die „Improvisation“ glaubt man sich durch die hohen Salzburgen Gagen leisten zu können – was im Grunde genommen wohl auch stimmt.

Unsere Leserin Waltraud B. liefert dazu einen interessanten Denkansatz:

„Planen“ mag man in Bayreuth schon, aber wohl mehr im Sinne von „wünschen“. Schaut man sich die Situation um den Lohengrin 2018 an, kann von „Planerfüllung“ keine Rede sein und wer tatsächlich den Grals-Helden darstellen wird, steht doch in den Sternen.

Salzburg leidet seit Jahren an den ständigen Intendantenwechseln. Wer soll da bitte längerfristig mit Sängern entsprechender Qualität UND Zugkraft (ist nicht dasselbe!) verhandeln? So greift man mit Riesengeschrei immer wieder auf Netrebko zurück (vielleicht hat sie auch wegen Salzburg die Elsa abgesagt?).

Man darf gespannt  sein, was Hinterhäuser für nächstes Jahr aus dem Hut zaubert.

Bayreuth: „Die Eule ist nicht mehr das, was sie einmal war – das Publikum aber auch nicht

Restaurant „Eule“ in Bayreuth – in längst vergangener Zeit. Heute ist das Restaurant hell und modern, dafür ist der Mythos abhanden gekommen. 

Angeblich soll das aktuelle Szene-Lokal „Oscar“ heißen. Ich selbst habe da keine Ahnung, so oft zieht es mich nicht nach Bayreuth. Und wenn, dann orientiere ich mich an der Speisekarte und an den Preisen! Ich verzichte also bewusst auf „Nibelungensuppe“ und „Sentas Traum“, der sich letzlich als ganz normales Zanderfilet entpuppt.

Nun, in der Eule aß bekanntlich schon Richard Wagner herzhafte Fleischgerichte. Auch sein Sohn Siegfried Wagner kam dann gerne hierher. Auch dessen Söhne Wolfgang und Wieland Wagner kamen dann gerne hierher, und sie hatten in ihrem Schlepptau Generationen von Bayreuth-Künstlern. Also zwei Generationen von Bayreuth-Künstlern. Also mindestens eine, die aber dafür komplett. Die Wirtin hieß in den großen Tagen Anna Meyer, sie kochte legendär, und ihr Dialekt half ihr, Standesgrenzen jeder Art wegzurempeln. Die standesbewussten Menschen liebten es, ihre Standesgrenzen nach der „Walküre“ für zwei Stündchen zu öffnen. Ihre Nachfolgerin seit 1967, Johanna Heise, war erneut recht erfolgreich. Später lief es offenbar nicht mehr so gut. Nach Schließung, Leerstand und Gebäudegrundsanierung ist seit fünf Jahren wieder offen…

Zum Publikum: …Wie die Dinge lagen, begleitete den letzten Schluck aus dem Bocksbeutel das Gejammer, dass heutzutage selbst nach dem 1. „Parsifal“-Aufzug unbedarft applaudiert wird. Beim Schlingensief gab’s das noch nicht.

(Quelle: Frankfurter Rundschau)

Bayreuth
Bayreuths Kult-Lokal „Eule“
Das Bayreuther Künstler-Lokal ist nicht mehr das, was es war. Das Bayreuther Publikum aber auch nicht. Unsere Kolumne „Times mager“.
http://www.fr.de/kultur/timesmager/bayreuth-bayreuths-kult-lokal-eule-a-1327211[16]

Festival junger Künstler Bayreuth: Liebestod in der Skaterhalle
Das Festival junger Künstler gehört zum Bayreuther Kultursommer wie die Richard-Wagner-Festspiele. Zum 67. Mal kommen junge Musiker aus der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam zu musizieren und voneinander zu lernen. Ein besonderes Opernprojekt ist heuer ist der „Liebestod“.
BR-Klassik[17]

Wagner-Klänge gibt es heuer auch bei den „Nibelungen-Festspielen“ in Worms. Nadja Michael ist dabei!

Nadja Michael

Worms
Brünnhilde in der Bagdad-Bahn – erstmals „Ring“-Klänge bei den Nibelungenfestspielen Worms
Neue Musikzeitung/nmz.de[18]
Nadja Michael als Nibelungen-Diva: „Starke Frauenfiguren sind mein Schicksal“
Eine Geheimaktion deutscher Soldaten im Ersten Weltkrieg ist der Hintergrund für das neue Wormser Nibelungen-Stück „Glut. Siegfried von Arabien“. FOCUS Online spracht mit Opernsängerin Nadja Michael, die in dem Stück unter anderem als Walküre zu sehen ist.
Focus.de[19]

operklosterneuburg 2017: LE COMTE ORY. Erfolgreicher Opernspaß

10.900 Besucher besuchten die Klosterneuburger Jubiläums-Festspiele

 Das gefeierte Ensemble . © Barbara Zeininger

Mit der diesjährigen Jubiläumsproduktion von Rossinis „Le Comte Ory“ in der originell humorvollen Inszenierung von Francois de Carpentries feierte die operklosterneuburg bei Presse und Publikum einen ihrer größten und umjubeltsten Erfolge in der 20jährigen Ära Michael Garschalls.

Herbsttage Blindenmarkt 2017: Witzig-freche „Frau Luna“ bringt Berliner Luft nach Blindenmarkt

 
Martha Hirschmann als FRAU LUNA, Foto von Mark Glassner

FRAU LUNA. Operette von Paul Lincke (6. – 29. Oktober 2017 in der Ybbsfeldhalle Blindenmarkt

In der kommenden Saison erobern die „Herbsttage Blindenmarkt“ mit einer Brise Berliner Luft gar den Mond: Am 6. Oktober 2017 hat Paul Linckes burlesk-phantastische Operette „Frau Luna“ Premiere. Mit ihren unsterblichen Evergreens wie u. a. „Das macht die Berliner Luft“, „Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe“ und „Schlösser, die im Monde liegen“ bezaubert sie das Publikum. Für den nötigen musikalischen Schwung sorgt wieder Maestro Kurt Dlouhy, Gernot Kranner inszeniert einmal mehr in der Mostviertler Operettenmetropole. Die Saison dauert bis 29. Oktober.

FREIKARTENSERVICE EVA AMBROS: SCHLOSS ESTERHAZY am 9.10.2017

Ich habe keine Ahnung, wie das mit dem Freikartenservice funktioniert, Sie können es ja ausprobieren.

Der Haydn-Saal des Schlosses Esterhazy. Copyright: Schloss Esterhazy

Wie versprochen übermittle ich Ihnen die Einladung zur Veranstaltung am 9.10.2017/19:00 Uhr im Haydn-Saal des Schlosses Esterhazy.

Joseph Haydn (1732-1809)
Missa in B-Dur „Harmoniemesse“ Hob. XXII:14 (45 Minuten)
„Il mondo della luna“ (Die Welt auf dem Monde) Hob. XXVIII:7 Eine Kurzfassung der komischen Oper, Libretto: Carlo Goldoni,
in Originalsprache mit deutscher Erzählung in Kostümen (50 Minuten)  UA

Für diese Veranstaltung gibt es über „Ticketfrog“ Freikarten mit Platzangabe. Falls Sie keinen Drucker haben und die Karten nicht auf das Mobiltelefon laden können genügt es, wenn Sie sich die für Sie reservierten Plätze notieren.

Eine Reservierungsliste wird es vor Ort geben, so werden Sie auf jeden Fall zum Konzert eingelassen, auch wenn Sie nur Ihren Namen angeben können.

Alle Informationen zur Veranstaltung (bitte folgen Sie dem Link):

https://ticketfrog.ch/de/p/klassik-opern/klassik/haydn-im-haydn-saal-1500448279769001102.html[20]

Busfahrt nach Eisenstadt am 9.10.2017 etwa 17:00 Uhr Abfahrt:

Ich habe eine Website erstellt auf der Sie die Plätze für die Busfahrt reservieren können.

freikarten.wixsite.com/freikarten[21]

Eva Ambros

Ich wünsche Ihnen einen schönen Dienstag!

A.C.

  1. http://orf.at/salzburgerfestspiele17/stories/2402107/: http://orf.at/salzburgerfestspiele17/stories/2402107/
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-grosses-festspielhaus-aida-premiere
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-grosses-festspielhaus-aida-sensationsdebuet-von-anna-netrebko-premiere
  4. Süddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-verdi-schuf-eine-oper-um-europaeer-zu-zerstreuen-1.3616160
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/aida-anna-netrebko-verdi-salzburger-festspiele-100.html
  6. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/aida-anna-netrebko-salzburger-festspiele-116.html
  7. Der Standard: http://derstandard.at/2000062335400/Aida-bei-den-Salzburger-Festspielen-Rasender-Opernstillstand
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/jubel-fuer-anna-netrebkos-aida-debuet-in-salzburg-259567/
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16297/anna-netrebkos-aida-debuet-in-salzburg-gefeiert/
  10. Deutschlandfunktkultur: http://www.deutschlandfunkkultur.de/shirin-neshats-aida-bei-den-salzburger-festspielen-grosse.1013.de.html?dram:article_id=392874
  11. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/909386_Statische-Klangpracht.html?em_view
  12. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article211500357/Die-goettliche-Anna-brilliert-in-altbackener-Aida.html
  13. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5264867/Anna-Netrebkos-Salzburger-Aida
  14. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Aida-ein-Psychokrimi-gegen-religioesen-Extremismus;art16,2643554
  15. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.salzburger-festspiele-verdis-aida-mit-anna-netrebko-die-az-kritik.c8cc37ae-4d7f-48cb-a965-026e392a67d5.html
  16. http://www.fr.de/kultur/timesmager/bayreuth-bayreuths-kult-lokal-eule-a-1327211: http://www.fr.de/kultur/timesmager/bayreuth-bayreuths-kult-lokal-eule-a-1327211
  17. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/musik-festspiele-klassik/liebestod-bayreuth-festival-junger-kuenstler-100.html
  18. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/bruennhilde-in-der-bagdad-bahn-erstmals-ring-klaenge-bei-den-nibelungenfestspielen-worms
  19. Focus.de: http://www.focus.de/kultur/musik/nadja-michael-opernsaengerin-bei-nibelungenfestspielen-in-worms-starke-frauenfiguren-sind-mein-schicksal_id_7443782.html
  20. https://ticketfrog.ch/de/p/klassik-opern/klassik/haydn-im-haydn-saal-1500448279769001102.html: https://ticketfrog.ch/de/p/klassik-opern/klassik/haydn-im-haydn-saal-1500448279769001102.html
  21. freikarten.wixsite.com/freikarten: http://freikarten.wixsite.com/freikarten

Source URL: http://der-neue-merker.eu/8-august-2017


7. AUGUST 2017

by ac | 7. August 2017 08:32

Anna Netrebko, Ekaterina Semenchuk auf weitgehend leerer Bühne. Copyright: APA/Barbara Gindl

Salzburg (APA) – Heftigen Jubel gab es am Sonntagabend für das fulminante Rollendebüt von Anna Netrebko als Verdis „Aida“ bei den Salzburger Festspielen. Die mit Spannung erwartete und von viel Prominenz besuchte Premiere, die auch das Operndebüt der Künstlerin Shirin Neshat darstellte, blieb dennoch hinter den Erwartungen zurück. Vor einer weitgehend statischen Szene sang man nahezu konzertant an der Bühnenrampe.

Zu vorsichtig näherte sich die iranische Filmemacherin der Gattung Oper und platzierte ihre Darsteller ohne weitere Personenführung vor einer schlichten, zweigeteilten Box, die mit kaum mehr als Dekor ausgestattet wurde. Eine eigenständige Handschrift ließ sich in wenigen visuellen Ideen und einzelnen gelungenen Tableaus gerade einmal erahnen. Umso gestrenger drückte allerdings Riccardo Muti dem Abend seinen Stempel auf. Am Pult der Wiener Philharmoniker zelebrierte der Maestro einen ins Detail kalkulierten Verdi und verfügte dabei über eine ausgezeichnete Sängerbesetzung.

Neben Anna Netrebko, die ihre neue Rolle mit ihrem einzigartigen Sopran in allen Farben und Schattierungen auskostete und deren gewaltige Bühnenpräsenz für weite Teile der szenischen Bescheidenheit entschädigte, wurden auch Franceso Meli für seinen schlanken, aber leidenschaftlichen Radames, Ekaterina Semenchuk für ihre inbrünstige Amneris und Luca Salsi als Amonarso gefeiert.

Das ist die etwas schaumgebremste Nachtkritik der APA. Etwas überraschend wurde über die iranische Regisseurin nicht bedingungslos gejubelt, die Hinterhäuser-Erfindung sorgte für Stehtheater und „Flüchtlingskitsch“. Eine österreichische Zeitung traut sich dieses „gar garstig Wort“ nicht zu schreiben, aber „Südostschweiz“ braucht nicht dem österreichischen Diktat folgen (siehe Presseschau “ kam über eher diffuse Religionskritik und etwas Flüchtlingskitsch nicht hinaus“).

Dafür berichtet die Schweizer Zeitung aber über das illustre, von Festspielort zu Festspielort reisende, Premierenpubikum. Wir erfahren, dass die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zum Glück derzeit keine anderen Sorgen und dass das Auslaufmodell Thomas Gottschalk sein Premierenabo beibehalten hat!

Intendant Markus Hinterhäuser hat die Presse voll auf seiner Seite. Damit dürfen wir uns getrost abfinden. Erste Reaktion eines Journalisten, der in seiner Zeitung nicht schreiben darf, was er sich wirklich denkt, in einer „Ventilentladung“ an mich: „Jeder Oberspielleiter eines Landestheaters hätte die Szenerie vermutlich aufregender gestaltet – aber der wäre dem Intendanten zu wenig international, vermittelt nicht jene Botschaft, auf die es ankommt“, auf die „erwünschte Meinung“ eben. 

Dass die Besetzung eine „Einserbank“ ist, war sowieso klar. Ein Misserfolg war demnach ausgeschlossen!

Aida wurde zum erwarteten Operntriumph
Riesenjubel und Standing Ovations Sonntagabend für die Salzburger „Aida“: Anna Netrebko brillierte in der Titelrolle, Riccardo Muti sorgte für musikalische Finessen und Shirin Neshat lieferte eine Inszenierung ohne Pomp, die dennoch mächtig faszinierte.
Kleine Zeitung
[1]Umjubelte Anna Netrebko debütiert als „Aida“
Südostschweiz.ch[2]
„Aida“ neu inszeniert
http://antennesalzburg.oe24.at/Aida-neu-inszeniert/294087974[3]

Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award 2017. Der Preisträger 2017 ist Kerem Hasan

 
Paul Bulcke, Kerem Hasan, Dennis Russell Davies und Markus Hinterhäuser. Foto: SF/wildbild

 Am Award Concert Weekend 2017 überzeugte der  25-jährige Kerem Hasan aus Großbritannien in der Stiftung Mozarteum die internationale Jury unter dem Vorsitz von Dennis Russell Davies in einem Konzert der Camerata Salzburg mit Solistin Anne-Fleur Werner.

Salzburger Young Conductors Award an Kerem Hasan
Der britische Dirigent Kerem Hasan hat den Young Conductors Award der Salzburger Festspiele gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch, teilten die Veranstalter am Sonntag mit. Hasan erhielt ein Preisgeld von 15.000 Euro. Zudem leitet er im kommenden Jahr bei den Festspielen ein Konzert in der Felsenreitschule
Musik heute[4]

BREGENZ  „Carmen“ am Samstag teilweise im Bregenzer Festspielhaus

 

Wetterpech in Bregenz. Georges Bizets „Carmen“ musste am Samstag wegen Starkregens von der Seebühne ins Festspielhaus verlegt werden. Nach Angaben des Veranstalters erfolgte die Verlegung gegen 22.15 Uhr nach rund 75 Minuten Spielzeit.

Wegen Überschreitung der „60-Minutengrenze“ handle es sich somit aber nicht um eine Regenabsage, sagen die Veranstalter. In dieser Saison ist es das erste Mal gewesen, dass die Oper im Festspielhaus zu Ende gespielt werden musste. Bis 20. August steht „Carmen“ an 13 weiteren Abenden auf dem Spielplan.

Soweit ich gehört habe, war eine Verlegung der gestrigen Vorstellung wegen einer Unwetterwarnung ebenfalls angedacht. Ob es dazu gekommen ist, weiß ich nicht.

Rheinsberg: „Carmen“ in Rheinsberg: Nachtschattengewächse
Radikal: Giorgio Madia inszeniert Bizets „Carmen“ im Heckentheater der Kammeroper Schloss Rheinsberg.
Tagesspiegel[5]

Santa Fe: Weitere „Steve Job“-Reviews
Santa Fe Opera crashes with Bates’ musically inert “(R)evolution of Steve Jobs”
http://theclassicalreview.com/2017/08/santa-fe-opera-crashes-with-bates[6]

Santa Fe Opera thinks different with The (R)evolution of Steve Jobs
https://www.thestar.com/entertainment/music/2017/08/05/santa-fe-opera-thinks[7]

SEMMERING/ NÖ: LIEDERABEND STEPHANIE HOUTZEEL NUN AM 15. AUGUST UM 15,30 h

Stephanie Houtzeel macht eine kleine Pause von den „Rocker Rheinmaidens“ in Bayreuth: Wiebke Lehmkuhl, Stephanie Houtzeel, Alexandra Steiner Photo: @BayreutherFestspiele

Der neue Termin für den Liederabend mit Florian Krumpöck ist jetzt der 15.8.17, 15:30, im Südbahnhotel-Semmering.

Link: http://kultursommer-semmering.at/details?id=8[8]

SIENA: Ausschreibung zum „Gesangswettbewerb Ettore Bastianini“ (21./22./23. September

 

INFO: www.associazioneettorebastianini.org[9]

SOMMERAKADEMIE DROSENDORF UND DER 75er VON BERND WEIKL

Christiane Meine (aus Leipzig), Dkfm. Liane Beermann (Präsidentin des Wiener Richard Wagner-Verbandes), KS. Dr. Bernd Weikl, Mag. Robert Pobitschka. Copyright: Sommerakademie Drosendorf

Zum fünften Mal war das idyllische, mittelalterliche Städtchen Drosendorf an der Thaya Austragungsort der Internationalen Sommerakademie unter den Auspizien von UNESCO Club Wien. Wie in den Jahren zuvor fanden auch heuer Größen der Kunst- und Musikszene ihren Weg ins nördliche Waldviertel: Erni Mangold (Schauspielkurs 7. bis 12. August), das Mozarteumorchester Salzburg oder der Opernexperte Peter Dusek. Und unter ihnen eine der größten Persönlichkeiten der Oper: Kammersänger Bernd Weikl. Ihm war der letzte Tag des Richard Wagner Symposiums gewidmet, das zwischen 23. und 29. Juli stattfand und vom Richard Wagner Verband Wien mitgetragen wurde. Es war auf den Tag genau Weikls 75. Geburtstag!

Mehr darüber und vor allem mehr Fotos in unseren heutigen „Infos des Tages“

WIEN/ AKTION „NACH GESCHÄFTSSCHLUSS“. Auch der „Online-Merker“ ist dabei

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Wiener Leerstandsanagramme,

„Nach Geschäftsschluss“ hat die Reklameaufschrift ausgedient – und macht sich selbständig: Aus den vorhandenen Buchstaben entsteht durch anagrammatische Umstellung eine neue, diesmal nicht-kommerzielle Botschaft. Wienweit werden geeignete Leerstandskandidaten aufgespürt und auf ihre versteckten Aussagen abgeklopft. Nach Rücksprache werden die Lettern auf der Fassade rearrangiert. Die neuen Texte bleiben auf Gebäudelebenszeit – oder bis zur nächsten Neueröffnung – bestehen.

Mittlerweile sind schon 5 Geschäfte im Wiener Stadtraum anagrammiert, http://heterotypia.net/leerstandsanagramme.html[10] , weitere werden folgen.

Während der WienWoche[11] finden 3 Rundgänge zu einer Auswahl der realisierten Stationen statt:

Di 26.9.2017, 17-19h – Meidling

strich

Treffpunkt: Zeleborgasse 20: TISCHLEREI / STRICHELEI > https://vimeo.com/221043741[12]

thematischer Input: Frei/Raum (Gerhard Rauscher, Stadterforschung / Stadtplanung)

Abschluss im ehemaligen SOFORTDIENST / I DO NOT STRES, Eichenstraße 42, 1120 Wien > https://vimeo.com/221978744[13]

Österreich
Kurz: „Jetzt bin ich der Chef und kann etwas ändern“
Der ÖVP-Spitzenkandidat und Außenminister Sebastian Kurz begründet im Exklusiv-Interview, warum er sich für höhere Strafen bei Gewaltdelikten ausspricht. SPÖ-Spitzenkandidat Christian Kern reagiert indes zurückhaltend. Man müsse besonnen überlegen wer gemeint ist und betroffen sein soll.
Kleine Zeitung[14]

Starker Tobak! Kurz lässt die Muskeln spielen.

Heute ist „Mond-Tag“

Heute gibt es ein ganz besonderes Spektakel am Abendhimmel: eine partielle Mondfinsternis. Dabei schiebt sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond.

Sie stehen dann etwa in einer Reihe, wodurch der Schatten der Erde auf den Mond fällt und ihn teilweise verdunkelt. Dadurch sieht es fast aus, als hätte jemand ein Stück vom Mond abgebissen.

Wo Sie die Mondfinsternis am besten sehen können und weitere Fakten rund um den Erdtrabanten lesen Sie hier.[15]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Montag

A.C.

  1. Kleine Zeitung
    : http://www.kleinezeitung.at/kultur/festspiele/5264828/Nachtkritik_Aida-wurde-zum-erwarteten-Operntriumph%20Umjubelte%20Anna%20Netrebko%20in%20Salzburgs%20%22Aida%22
  2. Südostschweiz.ch: https://www.suedostschweiz.ch/kultur-musik/2017-08-07/umjubelte-anna-netrebko-debuetiert-in-verdis-aida
  3. http://antennesalzburg.oe24.at/Aida-neu-inszeniert/294087974: http://antennesalzburg.oe24.at/Aida-neu-inszeniert/294087974
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16294/salzburger-young-conductors-award-an-kerem-hasan/
  5. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/carmen-in-rheinsberg-nachtschattengewaechse/20151548.html
  6. http://theclassicalreview.com/2017/08/santa-fe-opera-crashes-with-bates: http://theclassicalreview.com/2017/08/santa-fe-opera-crashes-with-bates
  7. https://www.thestar.com/entertainment/music/2017/08/05/santa-fe-opera-thinks: https://www.thestar.com/entertainment/music/2017/08/05/santa-fe-opera-thinks
  8. http://kultursommer-semmering.at/details?id=8: http://kultursommer-semmering.at/details?id=8
  9. www.associazioneettorebastianini.org: http://www.associazioneettorebastianini.org
  10. http://heterotypia.net/leerstandsanagramme.html: https://deref-gmx.net/mail/client/FccXuxirBcE/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fderef-gmx.net%2Fmail%2Fclient%2F9Ni5z96PYPs%2Fdereferrer%2F%3FredirectUrl%3Dhttp%253A%252F%252Fheterotypia.net%252Fleerstandsanagramme.html
  11. WienWoche: https://www.facebook.com/wienwoche
  12. https://vimeo.com/221043741: https://deref-gmx.net/mail/client/O3AgxVGxe0U/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fvimeo.com%2F221043741
  13. https://vimeo.com/221978744: https://vimeo.com/221978744
  14. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/politik/politikaufmacher/5264372/Gewaltdelikte_Kurz_Jetzt-bin-ich-der-Chef-und-kann-etwas-aendern
  15. lesen Sie hier.: http://www.bild.de/ratgeber/wissenschaft/mondfinsternis/mondfinsternis-52782358.bild.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-august-2017


6. AUGUST 2017

by ac | 6. August 2017 08:43

Anna Netrebko und die Konzertvereinigung wiener Staatsopernchor. Ist sie der unangefochtene Superstar der diejährigen Salzburger Festspiele? Oder überholt sie Teodore Currentzis aus dem Windschatten? Copyright: Monika Rittershaus/ Salzburger Festspiele

Ich bin noch ganz im Bann des 100 Meter-Laufs bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London. Usain Bolt besiegt, nur Dritter! Auf Bolt als Sieger hätte ich mein ganzes mickriges Vermögen gewettet – zum Glück habe ich es nicht getan. Der „Zieleinlauf “ bei den Salzburger Festspielen wird nicht durch Zielfoto eindeutig zu klären sein – wie eben dieser bemerkenswerte 100 Meter Lauf

Auszug aus „Hamburger Abendblatt: Wer ist nun der große Star der diesjährigen Salzburger Festspiele? Der „Papierform“ nach ist Anna Netrebko ein todsicherer Tipp. Aber Vorsicht: Teodor Currentzis wird  aufgebaut, rüttelt an ihrem Thron. Für seine in den meisten Medien hymnisch gelobte Interpretation der Mozart-Oper „La clemenza di Tito“ und für sein noch ausstehendes Konzert mit Gustav Mahlers erster Symphonie keine Karten mehr.

Im Festspielshop sind sogar die drolligen Postkarten mit seinem charakteristischen Konterfei ausverkauft. „Die gehen weg wie nichts. Wir haben gerade nachbestellt„, sagt Inhaber Andreas Vogl. Die Karten zu zwei Euro das Stück stammen von dem syrisch stämmigen Künstler Maroine Dib, der sie eigens für Vogl kreiert hat.

Die beiden Postkarten mit Anna Netrebko sind noch zu haben. Eine zeigt sie zusammen mit ihrem Gatten, dem aserbeidschanischen Tenor Yusif Eyvazov, eine andere nur sie allein in einem tief dekolletierten schwarzen Abendkleid. Currentzis scheint der Diva, die seit ihrem phänomenalen Debüt als Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“ im Jahre 2002 regelmäßiger Gast an der Salzach ist, den Rang abzulaufen. Zumindest vorläufig. Auch Netrebkos 15-teiliges Teeservice wartet in einer Vitrine des Shops noch auf zahlungskräftige Kunden. Das mit Motiven aus Verdis „Aida“ verzierte Set, hergestellt in der „Imperial Porcelain Manufactory“ (Kaiserliche Porzellanmanufaktur) in St. Petersburg, kostet in der Basisversion stolze 2399 Euro.

Vogl hofft, dass der Verkauf anzieht, wenn „Anna gesungen hat“. Denn am Sonntag steht die wohl wichtigste Premiere der diesjährigen Salzburger Festspiele ins Haus, zumindest in puncto Glamourfaktor. Der italienische Maestro Riccardo Muti dirigiert Giuseppe Verdis „Aida“ in der Regie der iranischen Multikünstlerin Shirin Neshat. Und Anna Netrebko singt zum ersten Mal die Titelrolle…

Primadonna versus Klassikguru
Bis jetzt war Anna Netrebko der unbestrittene Superstar der Salzburger Festspiele. Sie debütiert am Sonntag als Aida in Verdis gleichnamiger Oper. Doch Teodor Currentzis könnte der Diva den Rang streitig machen.
Hamburger Abendblatt[1]

Teodore Currentzis. Eignet er sich zum Superstar? Copyright: Agentur

Was ist nun tatsächlich an Teodore Currentzis dran? Er ist ein junger Exzentriker, vermarktet sich selbst seit Jahren bestens (ich bin da an der Quelle und weiß daher, was so an Infos reinkommt) und ist so ein heißer Anwärter auf den Thron des größten und teuersten Musikfestivals der Welt.

Freitag konnten wir seinen „Tito“ im Fernsehen bestaunen. Natürlich hatte er dabei mit Peter Sellars, dem Regiekünstler, einen kongenialen Partner, betrachten wir also beide als Team. Dieses Team rief bei von mir kontaktierten wirklich ernstzunehmenden Merker-Mitarbeitern Ratlosigkeit hervor. „Tut mir leid, ich kann damit nichts anfangen“ – so eine ehrliche Meinung. Ich selbst, ein Neugieriger, war von der ersten halben Stunde fasziniert, dann hatte ich genug gesehen und gehört und schaltete zur Leichtathletik-WM nach London. Natürlich gibt es bei uns auch Leute, die alles auf Anhieb verstehen, auf Einwendugen mit einem mitleidigen Lächeln reagieren. Wenn ich dann nachsetze und frage, bekomme ich Antworten, die mir nur zu gut bekannt vorkommen. Zwangsläufig muss ich „von Amts wegen“ die Zeitungsreaktionen lesen – und da steht ziemlich wortgetreu das drin, was mir als Erklärung unserer „Wissenden angeboten wird. Dann lächle  ich mitleidig, allerdings innerlich!

Die Rezension von Thomas Prochazka hat einige Reaktion hervorgerufen. Typisch dafür ist die Stellungnahme des Lesers Christoph S. aus München :

Hallo,
ENDLICH—hatte die Sache im Rundfunk gehört ( auf Festplatte heruntergeladen )und traute meinen Ohren nicht.Nach einer halben Stunde ( hatte alle überschwänglichen Kritiken schon gelesen ) dachte ich, ich hab n´en Klopfer. Aber nachdem ich mir eine Konzertaufnahme (TV Spanien ) mit Berganza und Krenn angehört hatte, war alles wieder im Lot.
Hat kein Kritiker gehört, dass die Vitellia keine Koloraturen beherrscht?Keiner bemerkt, dass Sesto ( dachte an LaFontaine : der Frosch und der Ochse ) so-etwas von unterbesetzt war?
Ich weiß nicht, wie alt Sie sind—aber stellen Sie sich das Ganze um 1970 vor : man hätte die Festspiele schließen müssen.
10000000 Dank für diese wirklich profunde und ehrliche, nie die Sänger beleidigende Kritik.
…und was des Kaisers neue Kleider betrifft—-da muss ich heute oft nicht nur bei der Musik dran denken.
Gruß aus München

Aber zurück zur Aida, dem heutigen Großereignis

Shirin Neshat: Kannte wenig Opern, nicht einmal die „Aida“. Foto Homepage Neshat/Agentur

Wie kommt man zu einer Opernregie in Salzburg ? Shirin Neshat beantwortet der Zeitung „Standard“ diese Frage:

STANDARD: „Aida“ ist Ihre allererste Opernregie überhaupt. Kannten Sie diese Oper, bevor Sie das Angebot von Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser bekamen?

Neshat: Ich muss gestehen, nein. Ich habe bis dahin überhaupt wenige Opern gesehen, kannte auch die Geschichte von Aida nicht. Natürlich habe ich sie dann studiert, mich mit der Problematik vertraut gemacht. Viele Nahost-Intellektuelle, die ich sehr schätze, haben gesagt, ich würde mit dem Feuer spielen. Ich ging an das Projekt ohne vorgefasste Meinung heran.

STANDARD: Wie lange hatten Sie Zeit zu überlegen, ob Sie zusagen?

Neshat: Ich traf mich mit Markus Hinterhäuser zum Lunch, und ich fragte mich, was er wohl von mir wolle. Ich vermutete, dass er mich bitten würde, mit einem der Regisseure zusammenzuarbeiten. Als er mir vorschlug, eine Oper zu inszenieren, dachte ich, er mache einen Scherz… derstandard.at/2000062271949/Shirin-Neshat-Ich-habe-Freiheit-Aber-bin-ich-wirklich-frei[2]

Den ersten Fotos nach zu schließen, stellt die Dame nichts an! Wichtig ist die Internationalität!

Weitere Infos zur heutigen Premiere
Netrebko in Salzburg: Musik, Schampus und Teetassen
Münchner Abendzeitung[3]
Von Frauen und Tyrannen
Oper der Superlative: Netrebko, Muti, Neshat – Am Sonntag hat die Salzburger „Aida“ Premiere.
Wiener Zeitung[4]
Shirin Neshat: Im Debütieren wohnt schöpferische Kraft
Erste Regie. Das Erlernen einer künstlerischen Sprache ist für Shirin Neshat ein Aufbruch in einen Schöpfungskosmos. Für „Aida“ entdeckt sie das Genre der Oper.
Salzburger Nachrichten[5]

Shirin Neshat: Ich habe Freiheit, aber bin ich wirklich frei?
Der Standard[6]
 

BENEFIZ IN SALZBURG: DIE RECHNUNG KANN NICHT STIMMEN

 

Vorweg, da ist kein strafbarer Tatbestand gegeben, selbst ein Etikettenschwindel ist nicht nachweisbar. Hätten die Festspiele im Stillen gegeben (so wie es ein wirklich guter Mensch eigentlich macht), wäre mir diese Aktion keine Zeile wert. Wenn ich jemand „etwas gesteckt habe“, dann ohne Publikum, ohne Presseveröffentlichung etc. Aber zugegeben, meine Frau geht so eine Spende nichts an, also hinkt der Vergleich etwas.

Ich beziehe mich auf einen Forumsbeitrag von „Eduard Paul“. Der Mann kann rechnen:

Knapp vor Beginn der Generalprobe AIDA am 03.08. erschien die allseits beliebte Festspielpräsidentin und bedankte sich beim Publikum, dass durch dessen Bezahlung dieser Probe ( und der Bereitschaft aller unentgeltlich Mitwirkenden) der Erlös der caritativen Organisation MECI zugute kommt. Diese unterstützt das Projekt, mit dem man den durch die Kriegsereignisse im Krisengebiet Syrien traumatisierten Kindern einen Musikunterricht (Lehrer, Gebäude, Musikinstrumente) ermöglicht, um deren Schreckenserlebnisse zu verarbeiten. ( Ein rühmenswertes Unternehmen, ein unterstützungswürdiges Projekt). Dafür erhielt Frau Präsidentin auch Beifall.

Heute berichten davon die Printmedien, dass die Festspiele der oe Organisation einen Betrag von € 50.000.- zukommen lassen.-

Wie man mir berichtete, waren die Generalproben ausverkauft und die Preiskategorien betrugen von ca € 80.- bis ca € 240.-
Bekanntlich hat das Große Festspielhaus ca 2000 Plätze. Nimmt man eine Verkaufsmittelwert von € 120.- an, so kommt man auf ca € 240.000.-
Die Woche vorher verkaufte man, ebenso als Benefizvorstellung, die Gen.Probe zu „La Clemenza di Tito“ – Felsenreitschule ca 1500 Plätze….wie hoch hier die Eintrittspreise waren, ist mir nicht bekannt – nehme aber an, in gleicher Höhe – also auch hier ein Erlös von +/- € 200.000.-
Das ergibt einen Gesamtbetrag von ca € 440.000.-

Nachdenklich macht auch der Bericht, dass ein ungenannter Sponsor/Mäzen – vielleicht hat er mehr gewusst und sich geniert,- den Spendenbetrag von € 50.000.- verdoppelte .

Pardon, ich meinte ja: Salzburger Festspiele und deren soziales Herz (Ende des Forumsbeitrags)

Nun, niemand ist verpflichtet, den gesamten Betrag zu abzuliefern. So eine Generalprobe verursacht auch Spesen. Dann sollte man aber nicht den Eindruck erwecken, die gesamten Einnahmen abzuliefern und sich groß feiern lassen. Genau das ist es, was ich der Festspielpräsidentin vorwerfe.

Benefiz wurde gewissermaßen von der Gattin eines ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers „erfunden“. Die Dame wusste, dass in Golfclubs keine armen Leute den Golfschläger schwingen. Also gründete sie eine Firma oder einen Verein, stellte die Wohltätigkeit auf eine rechtlich fundamentierte Basis und heuerte Mitarbeiter an. Soweit ich mich erinnere, waren das Tochter und Schwiegersohn oder Sohn und Schwiegertochter, so genau weiß ich das nicht mehr. Schlampige Verhältnisse konnte sich die Wohltäterin nicht leisten, also wurden die Mitarbeiter offiziell angemeldet und bezogen Gehalt (das auch versteuert wurde).

Benefiz bedeutet, dass die Einnahmen abzüglich aller Spesen gespendet werden. Das ist in Ordnung, nur sollte man es auch sagen!

Bayreuth: Jubel im letzten Jahr nichts Außergewöhnliches

Heinrich Schramm-Schiessl meint: Der jetzige Jubel ist nichts Besonderes. Das war beim Chereau-Ring genauso. Da wurde im ersten Jahr bei der „Götterdämmerung“-Premiere sogar in die Musik hineingebuht (Beginn 3. Aufzug). Ich kann das belegen, weil ich habe die Aufnahme. Im letzten Jahr wurde dann nur mehr gejubelt.

Die Erkläruing ist einfach: Die, denen es nicht gefallen hat, gehen nicht mehr hinein – auch wenn sie das Werk noch so lieben.

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Österreich-Politik
Kern und Mitterlehner bei vertraulichem See-Dinner
Ist das eine Spitze gegen Kurz
Krone.at[7]
Es ist für mich natürlich klar, dass der Ex-ÖVP-Vizekanzler und der aktuelle SPÖ-Kanzler und deren Gattinen nur über die Salzburger Festspiele und über das Wetter geredet haben. Ich halte dieses öffentliche Zusammentreffen in Vorwahlzeiten im Beisein von Fotografen aber für eine Instinktlosigkeit, die ich dem Politiker Mitterlehner nie zugetraut hätte. Beim Kanzler wissen wir: 95 % sind Inszenierung. Der weiß wenigstens, was er tut!
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Turl Wagner wird heute 90! Ich gratuliere herzlichst
 
Diese Küchenbank in Breitenfurt kenne ich, oft bin ich gemeinsam mit „Turl“ (Theodor) Wagner und seiner (mittlerweile verstorbenen) Frau darauf gesessen
 
Der Meidlinger Fußballer Turl Wagner begann seine Karriere bei den kleinen Bezirksvereinen Phönix XII und MFC 12, ehe er 1940 zur Wacker Wien stieß. Bei den Schwarz-Weißen soll er seine technischen Fähigkeiten vor allem von Klubkollegen Willy Hahnemann gelernt haben, den größten Erfolg mit dem Klub feierte mit dem Double 1947. Ein weiterer Titelgewinn war ihm allerdings nicht vergönnt, vier Mal scheiterte er nur knapp als Vizemeister mit dem Verein an der zweiten Meisterschaft. In die Nationalmannschaft wurde Turl Wagner von Edi Bauer geholt, insgesamt bestritt er 45 Länderspiele für Österreich, in denen er 22 Tore erzielte. Sein Debüt gab er am 10. November 1946 in Bern gegen die Schweiz, bei seinem Länderspieleinsatz am 5. November 1950 gelang es Turl Wagner einen lupenreinen Hattrick beim 5:1-Sieg über Dänemark in nur 27 Minuten zu erzielen.
 
Drei Tore in einem Spiel sollten dem Stürmer noch einmal bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz gelingen. Nachdem Österreich mit einem 1:0 gegen Schottland und einem 5:0 über die Tschechoslowakei in das Viertelfinale eingezogen war, konnte dort dank drei Wagner-Tore die Schweiz in der Hitzeschlacht von Lausanne mit 7:5 bezwungen werden. Der später 3. Platz im weiteren Turnierverlauf bildet den Höhepunkt von Turl Wagners Karriere.
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Leichtathletik-WM in London. Usain Bolt verlor seinen letzten 100 Meter Lauf
Hat er das nötig gehabt? Nach der WM wollte er seine Karriere beenden – mit einem eindrucksvollen Sieg! Daraus ist nichts geworden, der ehemalige Dopingsünder Justin Gatlin wurde Weltmeister, Bolt nur Dritter.
 
Auf die 200 Meter (die ich als seine stärkere Disziplin eingeschätzt habe) verzichtet Bolt. So bleibt als letzter Start nur der 100 Meter Staffel-Lauf – mit all den Staffel-Risken. Ich drücke ihm fest beide Daumen. Nein, mit einer neuerlichen Niederlage soll diese einzigartige Karriere nicht enden!
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag
 
A.C.
  1. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211469427/Primadonna-versus-Klassikguru.html
  2. derstandard.at/2000062271949/Shirin-Neshat-Ich-habe-Freiheit-Aber-bin-ich-wirklich-frei: http://derstandard.at/2000062271949/Shirin-Neshat-Ich-habe-Freiheit-Aber-bin-ich-wirklich-frei
  3. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.fetsspiele-netrebko-in-salzburg-musik-schampus-und-teetassen.c3836f32-a820-4e3b-a2fd-400087533c69.html%20Salzburg
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/908924_Von-Frauen-und-Tyrannen.html?em_view
  5. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/shirin-neshat-im-debuetieren-wohnt-schoepferische-kraft-259010/
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000062271949/Shirin-Neshat-Ich-habe-Freiheit-Aber-bin-ich-wirklich-frei
  7. Krone.at: http://www.krone.at/oesterreich/kern-und-mitterlehner-bei-vertraulichem-see-dinner-spitze-gegen-kurz-story-582115

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-august-2017


5. AUGUST 2017

by ac | 5. August 2017 08:09

Catherine Foster als Brünnhilde in „Götterdämmerung“. Copyright: Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath

Fünf Jahre nach seinem Debüt bei den Bayreuther Festspielen ist Regisseur Frank Castorf vom Publikum bejubelt worden. Als der 66-Jährige am Donnerstag nach der „Götterdämmerung“ gemeinsam mit seinem Regie-Team vor den Vorhang trat, erhob sich das Publikum und applaudierte. Kein Pfeifkonzert. 2013 buhten die Zuschauer 15 Minuten lang und Castorf blieb stehen, tippte sich mit den Zeigefingern an die Stirn und provozierte noch mehr Protest. 2017 gab es 15 Minuten lang stürmischen Beifall, in dem die einzelnen „Buh“-Rufe untergingen. Es scheint, als habe das Wagner-Publikum seinen Frieden mit dem Castorfschen „Ring des Nibelungen“ gemacht… (Ute Wessels im „Münchner Merkur“)

Dieser Einruck wird auch in zahlreichen weiteren Presseberichten bestätigt:

Bayreuth
Götterdämmerung endet mit eindringlichen Bildern
Eine eindrucksvolle Premiere der „Götterdämmerung“ hat das Publikum bei den Bayreuther Festspielen erlebt. Die Aufführung endete mit stimmungsvollen Bildern und einem Applaus, der so nicht unbedingt zu erwarten war.
Hamburger Abendblatt[1]
„Götterdämmerung“ versöhnte die Wagnerianer in Bayreuth
Bild- und stimmgewaltig ist bei den Bayreuther Festspielen mit der „Götterdämmerung“ der „Ring des Nibelungen“ zu Ende gegangen. Mit dem ebenso kraft- wie gefühlvoll gespielten Niedergang am Ende des dritten Aktes sorgte das Festspielorchester unter der Leitung von Marek Janowski für einen bewegenden Schlusspunkt, der in Erinnerung bleiben wird
Salzburger Nachrichten[2]
Versöhnlicher Abschied von Frank Castorf in Bayreuth
Es ist die letzte Spielzeit von Frank Castorfs „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen. Nach der „Götterdämmerung“ zeigte sich der Regisseur dem Publikum – und das reagierte überraschend.
Münchner Merkur[3]
Letzte große Bilder
Mit Wiederaufnahmen von „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ ist Frank Castorfs „Ring“ für sein letztes Jahr in Bayreuth vollständig.
Wiener Zeitung[4]
Die Götter speisen an der Dönerbude
In diesem Jahr ist Frank Castorfs „Ring“ zum letzten Mal bei den Bayreuther Festspielen zu sehen – im kommenden Jahr müssen die Wagner-Fans auf die Tetralogie verzichten, lediglich die „Walküre“ gibt es dann noch einmal zu erleben. Am Donnerstagabend sorgte Castorfs „Götterdämmerung“ als „Ring“-Abschluss für begeisterten Beifall – und wenige, aber lautstarke Buhrufe.
BR-Klassik[5]

Bayreuth
Wagner und Castorf – die Kapitalismuskritiker
Verstörende Szene, herausragende Gesangsleistungen: Die aktuelle Bayreuther „Ring des Nibelungen“-Produktion in ihrem letzten Jahr.
Badische Zeitung[6]

Bayreuth: Hartmut Haenchen erkrankt – Marek Janowski übernimmt „Parsifal

Der Dirigent Hartmut Haenchen hat krankheitsbedingt die Leitung der „Parsifal“-Vorstellung bei den Bayreuther Festspielen am Samstag abgesagt. Das teilten die Veranstalter am Freitag auf ihrer Website mit. Die Festspielleitung danke „Maestro Marek Janowski sehr herzlich für die Übernahme des Dirigats“, hieß es weiter.
Musik heute[7]

NEU IN UNSEREN KRITIKEN: LA CLEMENZA DI TITO IN SALZBURG – höchst umstritten. Eine etwas andere Meinung

»La clemenza di Tito«, 2. Akt: Servilia (Christina Gansch) und der MusicAeterna Choir in einem Ausschnitt der Messe in c-moll, K 477.
© Salzburger Festspiele/Ruth Walz

Thomas Prochazka ist ein sehr akribischer Rezensent, bei seinen Kritiken zieht er – wenn nötig – auch die Partitur zu Rate. Wirklich kritisch stand dieser Neuproduktion weder die Presse, aber auch nicht das Premierenpublikum gegenüber. Zweiteres ist kaum ein Gradmesser, als Jubler befindet man sich auf der sicheren Seite und hat übrigens exorbitante Eintrittspreise bezahlt, die es sich selbst zu rechtfertigen gilt – und für die Presse kann der Herr Hinterhäuser als Intendant und „Ermöglicher“ doch überhaupt nichts falsch machen.

Teodor Currentzis wird bereits als neuer Superstar der Festspiele gehandelt und erwächst Anna Netrebko zur ernsthaften Konkurrenz .

Ist diese Adelung berechtigt? Hat uns Peter Sellars in seiner Inszenierung wirklich gezeigt, wie die Welt derzeit funktioniert?

Michael Koling stellt in unserem Forum eine Frage, gestellt während der gestrigen TV-Übertragung auf ORF2:
Kann mich ein wissender Mensch aufklären, was in ORF 2 gerade aus er Felsenreitschule übertragen wird ? Angeblich ist es „La clemenza di Tito“. Aber Mozarts Oper hat doch mit dieser Inszenierung weder szenisch noch musikalisch etwas zu tun – oder habe ich die bisher gesehenen Insznierungen oder gehörten CDs falsch in Erinnerung.

Nun, ob Thomas Prochazka ein „Wissender“ ist, will bzw. vermag ich nicht zu beurteilen.

Er versucht jedenfalls eine Erklärung, die sich denn doch nicht nur in Nuancen von der Premierenberichterstattung unterscheidet.

Ich verzichte bewusst auf die Hervorhebung einzelner Passagen – da lenke ich vielleicht von jenen ab, um die es dem Verfasser vordringlich geht.

Zum Bericht[8] von Thomas Prochazka

Salzburg: Liederabend Elina Garanca – auch hier eine etwas andere Meinung – diesmal aber aus der „Wiener Zeitung“ – „Eh schön“

Malcolm Martineau, Elina Garanca. Foto: Marco Borelli/ Salzburger Festspiele

Auf alte Herren wirkt sie! Schon zur Pause eilte ein Weißhaariger mit Blumen ans Podium, und ein zweiter mühte sich am Ende dorthin (Anm.d. Red.: Zumindest einen der beiden Rosenkavaliere glaube ich zu kennen). Aber um gerecht zu sein: Elina Garanča wirkt auch auf viele andere. Es war keine Frage, dass einer soliden Mehrheit des Salzburger Festspielpublikums im Haus für Mozart überhaupt nichts abgegangen ist…

Zu einem Liederabend von Elina Garanča geht man nicht wegen des Wie, und wegen des Was schon gar nicht. Sondern wegen ihr allein. Was fängt man als Freund des Liedgesangs an mit diesem Abend? Herumkritisieren fruchtet in etwa so wenig wie das Jammern über Schwüle und Hitze. Brahms hat sie gesungen, eine sich hinziehende Konzerthälfte lang. Irgendwo muss im Hintergrund ein Berater wirken, der eine Liedauswahl auf die Garanča zurechtgeschnitten hat: geradlinige Poetereien durchwegs, nicht sehr fordernd in der Gestaltung, und schon gar nicht gebrochen in der Stimmung. Sonst käme schnell Manierismus auf… (Reinhard Kriechbaum in „Wiener Zeitung“)

Salzburger Festspiele spenden für Flüchtlingskinder


Riccardo Muti, Helga Rabl-Stadler, Anna Netrebko, Shirin Neshat, Francesco Meli, Angelika Svoboda und Ida Metzger-Niaghi. Foto: SF/Silvia Lelli

Die Salzburger Festspiele spenden 50.000 Euro für syrische Flüchtlingskinder in Jordanien. Dies soll 6.000 Kindern zwei Jahre Musikunterricht ermöglichen, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Das Geld kam aus dem Kartenverkauf für die diesjährige Generalprobe der Oper „Aida“ zusammen. Zudem verzichten die Künstler wie Dirigent Riccardo Muti, Sopranistin Anna Netrebko und Tenor Francesco Meli auf ihre Gage. Ein Mäzen habe den Betrag auf 100.000 Euro aufgestockt.
Musik heute[9]

Ein nobler Zug der Festspiele und vor allem des ungenannt bleiben wollenden Mäzens. Muti, Netrebko und Meli verzichteten auf ihre Generalproben-Gage. Bisher dachte ich, dass die GP im Gesamtpaket inkludiert ist, eben als Probe gilt.

Franz Welser-Möst mit Pro Arte Europapreis geehrt

In seiner Dankesrede kritisierte der Dirigent den Populismus in der Kunst –
Der Standard[10]

INTERNATIONAL:
Fort Worth/ Vorschau
Fort Worth Opera heads to Mexico this month Gabriela Lena Frank: “The Last Dream of Frida & Diego”
http://www.star-telegram.com/entertainment/arts-culture/article165166182.html[11]

Santa Fe
BWW Review: DIE FLEDERMAUS at Santa Fe Opera
broadwayworld[12]
A lively “Fledermaus” and confusing “Alcina” at Santa Fe Opera
http://theclassicalreview.com/2017/08/a-lively-fledermaus-and-confusing[13]

Feuilleton
Interview
Jonas Kaufmann: Wagner & Me
http://www.limelightmagazine.com.au/features/jonas-kaufmann-wagner-me[14]

Berlin/ Volksbühne: Der Intendanz stehen harte Zeiten bevor. Das Mehr an Ärger haben Dercon & Co. geradezu provoziert

…Das alles ist dann doch mehr als ein Sturm im Wasserglas mitten im Sommerloch – weil es vorausweist auf die harten Zeiten, die Dercons Intendanz noch bevorstehen. Es ist in der deutschen Kulturlandschaft ein wohl einzigartiger Vorgang, dass ein Theater sich schon derart überschäumender Kritik ausgesetzt sieht, bevor es auch nur eine einzige Inszenierung auf die Bühne gebracht hat. Und so spricht aus den Reaktionen in den sozialen Netzwerken vor allem auch ein bedenklicher Mangel an Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen, es überhaupt erst einmal unvoreingenommen anzusehen – so unglücklich die Postings auch gewesen sein mögen…

Neue Volksbühne hat jetzt noch mehr Ärger vor dem Start
Chris Dercons neues Team an der Volksbühne hat in den sozialen Netzwerken mit wenigen Äußerungen für viel Wirbel gesorgt.
Berliner Morgenpost[15]

Politik: Diesmal ein Eklat aus Niedersachsen

Bildergebnis für fouls in der politik

Eklat in Niedersachsen: Frau Twesten kippt die Regierung
Eine einzige Abgeordnete löst in Niedersachsen eine Regierungskrise aus: Elke Twesten bringt Rot-Grün zu Fall. Ministerpräsident Weil muss um seine Macht kämpfen – Kanzlerkandidat Schulz spricht von „Verrat“.
Der Spiegel[16]

Auf eine knappe Mehrheit von nur einer Stimme sollte man sich nie verlassen. Es ist zwar lange Zeit gutgegangen, denn die regulären Wahlen sind für Frühjahr 2018 vorgesehen. Wenn diese nun ein halbes Jahr vorher stattfinden, ist das kein großes Problem. Kanzlerkandidat Schulz spricht von Verrat! Der Arme!

Die Zeit der Listenerstellung vor Wahlen ist eine ganz heikle Zeit. In Österreich schart Peter Pilz Mandatare um sich, die von ihrer Partei ausgemustert wurden. In der ÖVP gärt es mehr, als zugegeben wird (die Beliebtheit der Quereinsteiger hält sich bei den „alten Parlamentshasen“ in engen Grenzen – aber das ist wohl bei allen Parteien so, geht es doch bei diesen Berufspolitikern um ihre Existenz: Selbst wenn diese bereits ohnedies gesichert ist. geht es  zumindest um verletzte Eitelkeit! Auch die Dame in Niedersachsen gibt offen zu, dass sie das Mandat unbedingt behalten will – und sucht sich eben neue Ermöglicher. Zitat aus dem Spiegel: Twesten gibt offen zu, dass sie ihre Entscheidung auch aus Karrieregründen getroffen hat. Von ihrem Kreisverband Rotenburg (Wümme) war sie im Mai nicht mehr als Direktkandidatin aufgestellt worden. „Ich hab mich also gefragt, soll ich aufhören?“, sagt die Ex-Grüne in einem Facebook-Video. Ihre Antwort: Nein, denn eine Zukunft habe sie bei der CDU.

Menschlich ist das verständlich, moralisch schon weniger.

Auch ich habe einmal für den Nationalrat kandidiert, das war 2008. Nicht dass ich mir auch nur die geringste Chance ausgerechnet habe, ich tat es, weil ich meinen Bekanntheitsgrad in meinem Wahlkreis erhöhen wollte. Selbst im Kampf um diese völlig aussichtslosen Listenplätze gibt es gar nicht so versteckte Fouls, Denunzierungen etc. Es gibt nämlich auch Leute, die sich sechs Wochen bezahlten Urlaub herausschinden wollen – und sonst gar nichts!

Wie das? Beamte werden in Österreich für den Wahlkampf bis zu sechs Wochen dienstfrei gestellt – bei vollen Bezügen. Deshalb sind selbst diese völlig aussichtslosen Listenplätze so begehrt. Ein aus der Privatwirtschaft kommender Kandidat hat diese Möglichkeit nicht, deshalb sitzen bei uns auch so viele Beamte und so wenig Gewerbetreibende im Hohen Haus. Halten Sie diesen Wettbewerb für fair?

Fairness in der Politik – das ist wohl der Witz des Tages!

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende

A.C.

  1. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211468921/Goetterdaemmerung-endet-mit-eindringlichen-Bildern.html
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/goetterdaemmerung-versoehnte-die-wagnerianer-in-bayreuth-259266/
  3. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/bayern/versoehnlicher-abschied-von-frank-castorf-in-bayreuth-8568838.html
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/908927_Letzte-grosse-Bilder.html?em_view
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/bayreuther-festspiele/bayreuther-festspiele-goetterdaemmerung-kritik-frank-castorf-100.html
  6. Badische Zeitung: http://www.badische-zeitung.de/theater-2/wagner-und-castorf-die-kapitalismuskritiker--140244321.html
  7. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16283/bayreuth-janowski-uebernimmt-fuer-haenchen-parsifal/
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-salzburger-festspiele-la-clemenza-di-tito
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16280/salzburger-festspiele-spenden-fuer-fluechtlingskinder/
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000062269496/Franz-Welser-Moest-mit-Pro-Arte-Europapreis-geehrt
  11. http://www.star-telegram.com/entertainment/arts-culture/article165166182.html: http://www.star-telegram.com/entertainment/arts-culture/article165166182.html
  12. broadwayworld: http://www.broadwayworld.com/albuquerque/article/BWW-Review-DIE-FLEDERMAUS-at-Santa-Fe-Opera-20170803
  13. http://theclassicalreview.com/2017/08/a-lively-fledermaus-and-confusing: http://theclassicalreview.com/2017/08/a-lively-fledermaus-and-confusing
  14. http://www.limelightmagazine.com.au/features/jonas-kaufmann-wagner-me: http://www.limelightmagazine.com.au/features/jonas-kaufmann-wagner-me
  15. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article211464263/Neue-Volksbuehne-hat-jetzt-noch-mehr-Aerger-vor-dem-Start.html
  16. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/niedersachsen-regierung-in-der-krise-vorgezogene-neuwahlen-wahrscheinlich-a-1161387.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-august-2017


4. AUGUST 2017

by ac | 4. August 2017 08:31

Fotos der Salzburger „AIDA“ online! Anna Netrebko als „Aida“. Copyright/APA/ Barbara Gindl

Alle Augen richten sich auf sie: Anna Netrebko ist der Superstar der Opernwelt. Ihre „Aida“ wird mit größter Spannung erwartet. An zwei Abenden wird sie fehlen. Dann übernimmt Vittoria Yeo die Titelpartie. Diese Regelung wurde den Kartenkäufern vor Kauf der Karten bekanntgegeben.

Nicht nur auf die Netrebko sind wir neugierig. Als Regisseurin wurde nämlich die iranische Künstlerin Shirin Neshat engagiert. Sie ist bildende Künstlerin und Filmemacherin. Eine Oper hat sie noch nie zuvor inszeniert.

Die Inszenierung wird passend zu Salzburg gemacht – also opulent. Aida mit ihrer Rivalin „Amneris“Copyright: Franz Neumayr/Salzburger Festspiele

Premiere ist am Sonntag! Betrachten Sie zuvor die Fotos:

Anna Netrebko singt in schönen Bildern die „Aida“
Fotoprobe für die Neuinszenierung von „Aida“: Anna Netrebko ist der Superstar in einem künstlerischen Abenteuer.
Salzburger Nachrichten[1]
Alle Augen auf Anna Netrebko
http://www.heute.at/szene/kultur/story/Alle-Augen-auf-Anna-Netrebko-55382844[2]

HEUTE / ORF : Live-zeitversetzt von den Salzburger Festspielen: „La clemenza di Tito“ am 4. August in ORF 2 (21,20 h)

Mozarts letzte Oper in einer umjubelten Neuinterpretation von Peter Sellars und Teodor Currentzis

Peter Sellars, Teodore Currentzis. Foto: Anne Zeuner/ Salzburger Festspiele

 Viel erwartet und genauso umjubelt war die diesjährige Eröffnungsoper der Salzburger Festspiele im ersten Jahr der Intendanz von Markus Hinterhäuser: Mit Standing Ovations und vorwiegend hymnischen Kritiken bedacht wurde W. A. Mozarts letzte Oper „La clemenza di Tito“ in einer Neuinterpretation von Regisseur Peter Sellars und Dirigent Teodor Currentzis am Pult seines unverwechselbaren MusicAeterna-Orchesters, beide bekannt als Querdenker und revolutionäre Geister ihres Fachs. Der ausgewiesene Mozart-Spezialist Sellars schließt damit an seine gefeierten Inszenierungen bei den Salzburger Festspielen in den 90er Jahren an…

Salzburger Festspiele – LIEDERABEND ELINA GARANCA / 3.8.2017

Malcolm Martineau, Elina Garanca. Copyright: Marco Borelli/ Salzburger Festspiele

Im Kleinen Festspielhaus, das leider immer noch „Haus für Mozart“ genannt wird, fand der zweite Liederabend dieser Festspiele mit Elina Garanca statt. Es war faszinierend festzustellen, dass die Stimme noch immer grösser wird und dabei auch noch an Farbe gewinnt.

Trotzdem wurde man mit dem ersten Teil des Programms, der Johannes Brahms gewidmet war, nicht wirklich glücklich. Natürlich, sie sang mit wunderschön strahlender Stimme und phrasierte sehr schön, aber von der Interpretation her ging sie kaum in die Tiefe, alles blieb irgendwie an der Oberfläche und man war einfach nicht berührt. Nach der Pause wurde es dann wesentlich besser. Bei Liedern von Henri Duparc und Sergej Rachmaninow konnte sie ihre Stärken ausspielen. Da gelang vieles wunderbar, besonders wenn es dramatisch wurde…

Zum Bericht[3] von Heinrich Schramm-Schiessl

Weitere Pressekritiken zu „LADY MACBETH VON MZENSK

Die Kritiken sind überwiegend freundlich bis enthusiastisch, nur das Hamburger Abendblatt sprach das an, was ich mir heimlich gedacht habe, Es geht dabei um die grandiose musikalische Umsetzung eines Orgasmus, wobei die Szene meist auf total verlorenem Posten steht: Was sich zu diesem Musik-Porno auf der Bühne ereignete, muss leider als Totalausfall gewertet werden. Die große schwedische Sopranistin Nina Stemme blieb zwischen den Lenden Sergejs leidenschaftslos und kühl bis zur Frigidität. Statt Ekstase war Fremdschämen angesagt. Auch wenn sich Stemme nach der Pause, wenn sie als zweifache Mörderin zusammen mit Sergej ins Straflager muss, darstellerisch ein wenig berappelt – bis zuletzt gelingt es ihr nicht, die extreme Gestalt der Katerina zwischen Sehnsucht nach Nähe und mörderischen Rachegelüsten glaubwürdig zu verkörpern. Als russisches Abbild von William Shakespeares „Lady“ eine Fehlbesetzung… (Quelle: Hamburger Abendblatt)

Salzburg
Katerina, die sich nach Liebe sehnt
„Lady Macbeth von Mzensk“ – das ist die Geschichte einer Mörderin, es ist aber auch die Geschichte einer Emanzipation. Sex, Blut und Gewalt prägen das Bühnengeschehen – Dmitrij Schostakowitschs Oper war zu Sowjet-Zeiten lange verboten. Unser Kritiker Fridemann Leipold hat am Mittwochabend die Premiere der neuen Produktion der „Lady Macbeth“ für die Salzburger Festspiele miterlebt.
BR-Klassik[4]
„Lady Macbeth von Mzensk“ bei den Salzburger Festspielen:
Unsere Welt, ein entgötterter Hinterhof
Die Presse[5]
Abgestürzt in die eigenen Seelenabgründe
Drehpunktkultur[6]
Fremdschämen im Sagrotannebel
Hamburger Abendblatt[7]
Jubel für Lady Macbeth von Mzensk
https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-lady-macbeth-von-mzensk/278.461.656[8]
Im Hinterhof der Menschlichkeit
Mariss Jansons gibt mit Schostakowitsch sein umjubeltes Salzburg-Debüt. Andreas Kriegenburg inszeniert stimmig konventionell.
Wiener Zeitung[9]
Romantik in der Todeszone
Der Standard[10]
Mariss Jansons gibt Operndebüt bei den Salzburger Festspielen
Musik heute[11]
„Lady Macbeth von Mzensk“ in der Sicht von Mariss Jansons und Andreas Kriegenburg
Münchner Abendzeitung[12]

Wetterbericht aus Bregenz: CARMEN am 1.8. zum Glück nur teilweise verregnet

Trotzdem hält Peter Bilsing (www.deropernfreund.de[13]) die Übertragung von solchen Freilicht-Spektakeln im Fernsehen für einen Blödsinn. Was für ein Mega-Schmarren!

Das Fernsehbild (selbst auf großformatigen Geräten) kann die Stimmung und Atmosphäre solcher Spektakel nicht wiedergeben. Den plötzlich startenden Regen oder weitere Unbill des Wetters in Sturm, Sonne und Wolken, die jede Aufführung anders einrahmen und begleiten. Und das Wichtigste: Das Musikerlebnis unter dem Motto „Oper für alle“ ist nicht auf dem Fernsehschirm reproduzierbar. Hier treffen sich normale Menschen und erfreuen sich an klassischer Opernmusik, lernen ggf. Oper überhaupt zum ersten Mal kennen oder einfach einen Abend mal anders genießen.

Zum Bericht[14] von Peter Bilsing

JONAS KAUFMANN WIRD BOTSCHAFTER DER CARRERAS-STIFTUNG

Jonas Kaufmann in Paris/ Garnier – aus der Serie für die neue CD

Jonas Kaufmann wird Botschafter der Carreras-Stiftung
Jonas Kaufmann (48) wird neuer Botschafter der Leukämie-Stiftung seines Kollegen José Carreras. Zudem wird der Münchner Tenor als Stargast in der diesjährigen José Carreras Gala am 14. Dezember in München auftreten. Das teilte die Carreras-Stiftung am Donnerstag mit.

Musik heute[15]

Präsentation des Vereins dance4dance: Initiative für Tänzerinnen und Tänzer in Österreich zur Umschulung am Karriere-Ende – Vladimir Malakhov als Schirmherr


Vladimir Malakhov
und Michael Kropf

Eine Tänzerin/ein Tänzer muss in jedem Fall einmal im Leben den Beruf wechseln. 20, maximal 25 Jahre sind das absolute Limit – und nicht jeder Tänzer kannspäter  Choreograph oder Tanzpädagoge werden – dazu ist der Markt viel zu klein.

Kürzlich stellten Vladimir Malakhov und Michael Kropf (Ballettchef Bühne Baden) ihr gemeinsames Projekt vor, das zum Ziel hat, eine gesamtösterreichische Lösung anzustreben, um Tänzer/innen am Ende ihrer Karriere bei einer Umschulung dahingehend zu unterstützen, den Übertritt in ein neues Berufsleben zu ermöglichen.  
Da man als Tänzer/in ein relativ kurzes, dafür umso intensiveres künstlerisches Bühnenleben hat, sollte rechtzeitig nachgedacht werden, welche beruflichen Möglichkeiten es danach geben kann. Nicht jede/r kann als Choreograf, Ballettmeister oder Pädagoge weiterhin dem Tanz verbunden bleiben. In vielen Fällen stehen Tänzer/innen dann nach etwa 25 Jahren im kulturellen Leben vor der Entscheidung sich jobmäßig verändern zu müssen. Ohne rechtzeitige Vorbereitung auf diese berufliche Veränderung wird dies dann oft als äußerst schwierig empfunden in einem anderen Metier Fuß zu fassen bzw. eine langjährige Ausbildung oder Umschulung zu finanzieren und zu absolvieren.

Lesen Sie mehr darüber in unseren Tanznews bzw. in den heutigen Infos des Tages.

Ein Interview mit Vladimir Malakhov ist online[16]

Filme der Woche

FimPoster  Planet der Affen~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[17]

Situationen wie diese gibt es immer und überall auf der Welt, selbstverständlich auch noch heute – da ist die herrschende Schicht, und da sind die als „Untermenschen“ Verfolgten, Gejagten, Getöteten oder zu Zwangsarbeit Gezwungenen. In diesem Fall sind die armen Opfer die Affen – und der deutsche Titel, dem man diesem (wie vielten?) Teil der Saga gab, gibt mit „Survival“ (das englische Wort für den deutschen Titel…) die Richtung an: Überleben.

Wie war das nur mit den Affen auf der Leinwand? Den ersten „Planeten“ gab es 1968, dann folgten vier Fortsetzungen des Erfolgs in den siebziger Jahren. Tim Burtons Versuch eines Remakes 2001 zog dann weiter nichts nach sich, aber Themen, die einmal viel Geld gebracht haben, lässt Hollywood nicht einfach liegen.

Das neue Zauberwort ist „Reboot“, das wurde 2011 begonnen, mit Planet der Affen: Prevolution (Rise of the Planet of the Apes), wo schon die Figur des Affen Caesar (mit Computer-Hilfe immer eindrucksvoll gespielt von Andy Serkis) eingeführt wurde: Damals noch ein armes Hascherl als Versuchstier in den Labors der Bösen… „Planet der Affen: Revolution“ (Dawn of the Planet of the Apes 2014) zeigte dann, wie Caesar und sein Volk gescheiter wurden, so dass sie nun, in „Survival“ für die Menschen eine Gefahr oder Herausforderung darstellen, die letztlich auf Eliminierung hinauslaufen soll…

Österreich: Sebastian Kurz: Wenn der Hype zum Fluch wird
Österreichs Überflieger-Kanzlerkandidat Sebastian Kurz wird umjubelt, die Umfragewerte sind hoch. Aber droht nach einem so steilen Höhenflug nicht immer der tiefe Fall?
Süddeutsche Zeitung[18]

Österreichs Fußball-Frauen sind gestern im Elferschießen aus der EM ausgeschieden – sie wurden Dritte

Es war voraussehbar, die Mannschaft spielte bei vier der fünf Spiele am Limit. Auch gegen Dänemark wurde 0:0 gespielt (als Defensiv-Verfechter lacht mir das Herz), die Deutschen haben gegen die Dänen-Frauen 1:2 verloren. Österreich hat in 5 Spielen nur einen Gegentreffer aus dem Spiel heraus hinnehmen müssen, das ist sicher so ziemlich einmalig, wenngleich für Fußballfreunde, die Tore sehen wollen, nicht spektakulär.

Ein großartiger Erfolg – aber gleichzeitig ein verdienter Abschied – gerade noch zur rechten Zeit. Denn schon ist Österreichs Politik drauf und dran, die Fußballfrauen für sich zu vereinnahmen. Dass gestern am Spieltag gleichzeitig ein wichtiger Parteitag angesetzt war, hat einen Massenbesuch der Politiker in Breda verhindert!

Aber heute wird kräftig nachgeholt: Ab 19 h werden die Fußball-Damen auf dem Rathausplatz abgebusselt und müssen herhalten, politisches Kleingeld zu machen – ob sie nun wollen oder auch nicht. Wir sind eben in Österreich! Auch die Chefin der Jungen SJ hat die Gunst der Stunde genützt – und wäre Österreich tatsächlich Europameister geworden, wären die Frauenministerin und die SJ-Chefin nicht mehr zu bremsen! Mit Spannung verfolge ich, wen man heute auf die gemeindeeigene Tribüne lässt – und ob sich der Kanzler etwas einfallen lassen wird. Vorgestern hat er Getränkekisten zu Bauarbeitern geschleppt, natürlich mit eine Herde von Fotografen im Schlepptau!

Fußball/ Österreich
SJ-Chefin will Fußball als Männerdomäne aufbrechen
Kurier[19]

Nochmals: Eine Gratulation an die Fußballerinnen, denn mehr war nicht drin! Die Herren waren im Vorjahr von ihrer Leistungsgrenze weit entfernt.

Wien: Gefahrenzulage für 62er-Passagiere

Genau das ist „meine Gegend (Dörfelstrasse, Eichenstraße, Aßmayergasse etc.), da kenne ich mich aus. Innerhalb dreier Wochen gab es zwei spektakuläre Tramway-Unfälle mit dem 62er, die beiden Unfallstellen liegen 500 Meter auseinander. In beiden Fällen wurden die Bim-Fahrer sofort gekündigt, in beiden Fällen wurde menschliches Versagen konstatiert.

Der 62er ist auch jene Tramway, in der Renate Wagner viele ihrer Kritiken konzipiert, denn der 62er bringt sie zu ihrem Wohnhaus – wenn er nicht gerade gegen eine Hauswand fährt (bei einem Schienenfahrzeug ein Kunststück) oder die Badner-Bahn von hinten „anbugsiert“. Frau Dr. Wagner lebt also als 62er-Passagierin gefährlich. Bei mir in der Zeleborgasse gibt es zwar keine Tramwayschienen (die gab es zur Hauswand bei ersten Unfall auch nicht), aber trotzdem werde ich beim Betreten der Gasse künftig schauen, ob nicht gerade ein 62er daherrattert. Wenn der Fahrer nämlich die scharfe Kurve zur Dörfelstraße nicht „derwischt“, steht er in der Zeleborgasse – ganz ohne Schienen. 

Wien/ Meidling
Nach Auffahrunfall: Bim-Fahrer entlassen
Und wieder war der 62er betroffen
http://wien.orf.at/news/stories/2858499/[20]

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/anna-netrebko-singt-in-schoenen-bildern-die-aida-259207/
  2. http://www.heute.at/szene/kultur/story/Alle-Augen-auf-Anna-Netrebko-55382844: http://www.heute.at/szene/kultur/story/Alle-Augen-auf-Anna-Netrebko-55382844
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/salzburg-festspiele-liederabend-elina-garanca
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/lady-macbeth-schostakowitsch-salzburger-festspiele-100.html
  5. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5263171/Lady-Macbeth-von-Mzensk-bei-den-Salzburger-Festspielen_Unsere
  6. Drehpunktkultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/11126-abgestuerzt-in-die-eigenen-seelenabgruende
  7. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article211458917/Fremdschaemen-im-Sagrotannebel.html
  8. https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-lady-macbeth-von-mzensk/278.461.656: https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-lady-macbeth-von-mzensk/278.461.656
  9. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/908667_Im-Hinterhof-der-Menschlichkeit.html?em_view
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000062167435/Lady-Macbeth-von-MzenskZermalmende-Verhaeltnisse
  11. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16270/mariss-jansons-operndebuet-bei-salzburger-festspielen/
  12. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.salzburger-festspiele-lady-macbeth-von-mzensk-in-der-sicht-von-mariss-jansons-und-andreas-kriegenburg.395c81de-a2a0-4d1c-88b0-e5e83c20f469.html
  13. www.deropernfreund.de: http://www.deropernfreund.de
  14. Zum Bericht: http://www.deropernfreund.de
  15. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16274/jonas-kaufmann-wird-botschafter-der-carreras-stiftung/
  16. Ein Interview mit Vladimir Malakhov ist online: http://der-neue-merker.eu/vladimir-malakhov-viel-beschaeftigt-und-viel-gereist
  17. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  18. Süddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/politik/sebastian-kurz-wenn-der-hype-zum-fluch-wird-1.3606815
  19. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/frauenfussball-sj-chefin-julia-herr-will-fussball-als-maennerdomaene-aufbrechen/278.379.396
  20. http://wien.orf.at/news/stories/2858499/: http://wien.orf.at/news/stories/2858499/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-august-2017


3. AUGUST 2017

by ac | 3. August 2017 08:56

Vorweg, diese Festspielpremiere, ein wahres „Fest-Spiel“, war nicht ausverkauft – andere Opern sind in der Festspielstadt mehrfach überbucht. Was ist das für ein Publikum? Ich meine nicht die Besucher, die in der Premiere waren, ich meine jene, die in Salzburg waren, aber  diese Chance nicht genützt haben!

Thomas Prochazka war für uns vor Ort und berichtet:

Mariss Jansons sorgte am Pult der großartig aufspielenden Wiener Philharmoniker und mit hervorragend disponierten Sängern in den Hauptpartien für einen von vielen erhofften großen Abend bei den Salzburger Festspielen.

So waren, in aller Kürze, die Begebenheiten.

Spielleiter Andreas Kriegenburg hatte sich von seinem Bühnenbildner Harald B. Thor eine leicht wandelbare Scene erbauen lassen: eine heruntergekommene Arbeiterwohnsiedlung mit zum Teil kaputten weißen Schindeln auf den Balkonen, blinden Fenstern, Schutt, Staub und alten, übriggebliebenen Baumaterialien, zum Bühnenportal sich öffnend und mit unzähligen Treppen und Durchgängen die zahllosen Auftritte und Abgänge erleichternd…

Nina Stemme in der Titelrolle. Copyright: APA/ Barbara Gindl

…Kriegenburg gelang es, mit interessanten Lichteffekten (Stefan Bollinger, Kostüme: Tanja Hofmann) immer wieder neue Räume, neue Stimmungen zu evozieren, die Hundertschaften des Chors zu arrangieren und trotzdem seinen Hauptpersonen jene Bühne zu bieten, welche ihnen gebührte. Die Arbeit an Details war durchgehend zu beobachten: Etwa wenn der Spielleiter Boris sich immer wieder mit kühlendem Wasser einsprayen ließ und Sergej diese Manier noch vor seiner Hochzeit mit Katerina übernahm…

Da die einzelnen Bilder ansatzlos ineinander übergingen, kam es allerdings vereinzelt zu vermeintlich falschen Positionen der Sänger: So im fünften Bild, wo Kriegenburg Katerina im Schlafzimmer-Duett mit Sergej noch auf der großen Spielfläche agieren ließ, dieser jedoch bereits die Federn des Bettes seiner Gutsherrin hütete. Oder wenn, diesfalls vom Text ohrfeigenhaft konterkariert, Katerina gemeinsam mit Sonetka in den Fluten ertrinken soll, der Spielleiter jedoch anstelle dessen zwei Puppen, durch einen Strick um deren Hälse verbunden, vom ersten Stock der Arbeiterwohnsiedlung werfen läßt.

Die Hauptpartien waren durchwegs sehr, sehr gut besetzt: Nina Stemme gab eine kämpfende, gewitzte, selbstbewußte, dabei von ihrem Schwiegervater Boris grausam gedemütigte Katerina. Die Schwedin sang ihre Partie mit vollem, runden Sopran und zeigte eine derartige Spielfreude und Bühnenpräsenz, daß ich ihr den einen oder anderen scharfen Ton in der Höhe gerne nachsehen will. Die Intensität von Stemmes Spiel: beeindruckend.

Brandon Jovanovich war, wie auch schon in der intimeren Wiener Inszenierung von Matthias Hartmann, ein zupackender, spielfreudiger Sergej mit kräftigem, niemals ermüdendem Tenor und der Stemme ein ebenbürtiger Partner…

Zum Premierenbericht [1]von Thomas Prochazka

Weitere Nacht-Kritiken:
Lady Macbeth von Mzensk; Spektakuläres Opernkino
Salzburger Nachrichten[2]
Jubel für „Lady Macbeth von Mzensk“
Großer Erfolg für Schostakowitsch-Oper
https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-lady-macbeth-von-mzensk/278.461.656[3]
Zermalmende Verhältnisse – Lady Macbeth von Mzensk
Schostakowitschs Lady Macbeth ist im grossen Festspielhaus imposant angelegt
Der Standard[4]

Salzburg: Anna Netrebko fehlte (angeblich) bei der Fotoprobe

Anna Netrebko als „Aida“. Foto: Ingastram

Die Verdi- Oper „Aida“ ist der Höhepunkt der diesjährigen Salzburger Festspiele. Besonders, weil „Opernsuperstar“ Anna Netrebko die Titelheldin gibt. Bei der Fotoprobe am Dienstagnachmittag fehlte diese Berichten zufolge aber. Die Zweitbesetzung Vittoria Yeo stand stattdessen auf der Bühne. Außerdem wurde bekannt, dass Netrebko sich mächtig über das renommierte „Forbes“ Magazin ärgert.

Die künstliche Aufregung über die Forbes-Enthüllungen besprachen wir schon gestern, glaubhafter ist für mich der Grund der Empörung auch heute nicht! Geschwäntzte Fotoprobe? War es eine Fotoprobe oder die Fotoprobe? Wenn es die einzige Fotoprobe war, dann hat die Diva sich selbst keinen Gefallen gemacht. Recherchen zufolge war es aber bloß eine von mehreren Fotoproben – und Anna Netrebko saß im Zuschauerraum

Vittoria Yeo, die Zweitbesetzung

Am Dienstagnachmittag erklomm nicht Netrebko, sondern ihre Zweitbesetzung Vittoria Yeo die Bühne. Sie spielt den Part offiziell am 22. und 25. August.

 Es heißt, es handle sich dabei um einen normalen Vorgang, da die Star- Sopranistin nicht alle Termine wahrnehmen könne. Yeo habe der Zeitung „Heute“ zufolge wochenlang an Netrebkos Seite geprobt. Sie sei von Riccardo Muti persönlich ausgesucht worden und sollte nun ebenfalls ins Rampenlicht gerückt werden.
 
Hoffentlich fallen nun nicht einige Kartenbesitzer für 22. und 25. August vom Sessel – wenn sie der Meinung waren, Frau Netrebko sehen und hören zu können!

Pressegespräch: DAS KLINGENDE GEDÄCHTNIS DER SALZBURGER FESTSPIELE

(Heinrich Schramm-Schiessl)

E.Tschaikner (ORF), Prof. G. Kraus, H. Rabl-Stadler, F. Wiegand (Konzert- u. Medienchef d. Festspiele), E. Buchrucker (UNITEL). Copyright: Heinrich Schramm-Schiessl

Vor 25 Jahren, zu Beginn der Festspiele 1992 ging ein Wunschtraum vieler Sammler von Opern- und Konzertaufnahmen in Erfüllung. Die Salzburger Festspiele öffneten endlich ihre Tonarchive – die Rechte der vom Österr. Rundfunk seit 1925 gemachten Aufnahmen lagen nämlich bei diesen – und starteten gemeinsam mit dem ORF die Reihe „SALZBURGER FESTSPIELDOKUMENTE“. Natürlich hatten die Sammler viele der Aufnahmen unvergesslicher Salzburger Festspielaufführungen in ihrer Sammlung. Entweder hat man sie schon selbst aufgenommen, im Tauschhandel bekommen oder LP’s oder CD’s am sogenannten „grauen Markt“ erworben. Leider war die Qualität dieser Aufnahmen nicht immer ideal und so hatte man das Bestreben, besseres zu bekommen. Zwar brachte Gottfried Kraus, der ehemalige Musikchef von Ö1 in seiner legendären Sendereihe „Phonomuseum“ – immer am Samstag ab 22.10 Uhr mit der Signation des Beginns von R. Strauss’ „Till Eulenspiegel“ – zur Festspielzeit immer wieder Aunahmen legendärer Festspielaufführungen, aber das machte nur Lust auf mehr…

Lesen Sie den Bericht von Heinrich Schramm-Schiessl über das gestrige Pressegespräch in unseren „Infos des Tages“

Gundula Janowitz ist seit gestern 80!
 
 
Ich muss mich entschuldigen, dass ich gestern erst mittag kurz auf den 80er der Janowitz reagiert habe. An solche Jubiläen muss ich unbedingt erinnert werden, ich führe keine Liste.
 
Auch von uns und leider nachträglich: Die besten Wünsche zum Geburtstag!

Gundula Janowitz ist 80: „Da ist ein Anruf für dich, der Herr von Karajan“
Die Welt[5]
Gundula Janowitz zum 80er: Ein schillernder Sopran-Diamant
BR-Klassik[6]
Die leuchtkräftigsten Soprantöne von allen
Die Presse[7]

Bayreuth: Siegfried ohne jede Missfallenskundgebung


Stefan Vinke (Siegfried), Catherine Foster (Brünnhilde. Copyright: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Als Siegfried stand Stefan Vinke auf der Bühne; die Rolle der Brünnhilde übernahm wie bereits in der „Walküre“ die gefeierte Britin Catherine Foster. Anders als im vergangenen Jahr blieben Buh-Rufe für die Aufführung aus.

Die umstrittene Inszenierung von Regisseur Frank Castorf läuft in ihrer fünften und letzten Spielzeit

„Siegfried“ feiert Premiere mit Krokodil und Kalaschnikow
Hamburger Abendblatt[8]
Siegfried-Premiere ohne Buhrufe
Musik heute[9]
Unterhaltsames Regietheater mit sieben Krokodilen
Neue Musikzeitung/nmz.de[10]

Sieben Krokodile suchen Futter
„Siegfried“ bei den Bayreuther Festspielen als umjubeltes Sängerfest
Neue Musikzeitung/nmz.de[11]

Bayreuth: Ausstellung über Wieland Wagner: Von Hitlers Liebling zum Reformer
Komplizierte Wahrheit. Die Bayreuther Ausstellung „Es gibt nichts Ewiges“ erforscht die Biografie des Komponistenenkels Wieland Wagner
Tagesspiegel[12]

Heute Live-Stream aus Glyndebourne: LA clemenza di Tito (19 h)

http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/watch-mozarts-la-clemenza-di-tito-glyndebourne-live/[13]

FREITAG DERNIERE: operklosterneuburg 2017: LE COMTE ORY oder DER LIEBESTOLLE GRAF.

Mit Daniela Fally, Margarita Gritskova, Iurie Ciobanu u.v.a.

Iurie Ciobanu, Daniela Fally, Margarita Gritskova. Copyright: Mark Glassner

Letzte Vorstellung der Erfolgsproduktion: Freitag, 4. August, 20:30, Kaiserhof Stift Klosterneuburg

Restkarten: 02243 444 424 oder karten@operklosterneuburg.at[14]

BELOGRADCHIK/Bulgarien: OPERA OF THE PEAKS – NABUCCO  und LAKMÉ –

Klaus Billand besuchte das Festival mit imponierender Naturkulisse und berichtet

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Die Peaks, davor die Bühne und die Zuschauertribünen. Copyright: Klaus Billand


Zum Bericht
[15]von Klaus Billand
 
Filme der Woche
FimPoster  Final Portrait~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[16]

Nun hat sich US-Schauspieler Stanley Tucci im ambitionierten Doppelpack als Drehbuchautor und Regisseur (wenigstens spielt der nicht mit) den Schweizer Künstler Alberto Giacometti vorgenommen. Und ein amüsantes Künstlerporträt geliefert, dessen Substanz leider nicht über die ganze Filmlänge anhält.

Die zugrunde liegende Geschichte ist echt, zumindest hat sie der zweite Hauptbeteiligte literarisch festgehalten. Der Amerikaner James Lord, Journalist, Schriftsteller, Kunstkritiker, hielt sich 1964 in Paris auf und war mit dem damals schon sehr berühmten, ebenfalls hier lebenden Schweizer Künstler Alberto Giacometti – berühmt für seine „spindeldürren“ Plastiken – bekannt. Die Geschichte des Porträts, das Giacometti von Lord malte, hat dieser in einem eigenen Buch (auch auf Deutsch erschienen) niedergelegt. Man kann es als eine Studie archetypischen, nämlich gänzlich anarchischen Künstlerverhaltens nehmen…

Der 63jährige Giacometti (er starb zwei Jahrs später) lebte damals in seinem großräumigen Atelier mit Haus rundherum, umgeben von einem verständnisvoll-resignierenden, nobel-zurückhaltenden Bruder, einer schlecht behandelten, sich laut beschwerenden Geliebten, einer Prostituierten, auf die er versessen war und für die er ihrem Zuhälter hohe Summen zahlte, und schließlich einem Kunsthändler, der jedes Blatt des Berühmten teuer verkaufen konnte und das Geld bündelweise herbeibrachte.

„Ich bin ruiniert“: Rechtsstreit um Affen-Selfie nimmt kein Ende
Die Tierschutzorganisation Peta streitet seit Jahren mit dem Fotografen David Slater vor Gericht über die Urheberrechte am berühmten Makaken-Selfie. Recht hat bisher niemand bekommen.

Mit dem Selfie eines Affen wurde der Fotograf David Slater schlagartig berühmt. Der vom Aussterben bedrohte Schopfmakake „Naruto“ drückte 2011 in Indonesien selbst den Auslöser und sorgte für viel Medienecho. Doch sein größter Erfolg sollte David Slater wenige Jahre später in den Ruin stürzen. Die Tierrechtsorganisation Peta hat den 52-jährigen Briten nämlich im Namen des abgebildeten Affen verklagt. Die Begründung: Weil der sich selbst fotografiert hat, sollen ihm auch die Urheber- und Lizenzrechte zustehen – und damit das Geld. Peta als gesetzlicher Vertreter will den Erlös laut eigenen Angaben zum Schutz des Affen und seiner Artgenossen verwenden. 
Die Presse[17]

Das ist kurios und ein hochinteressanter Rechtsstreit. Das berühmte Selfie können Sie im Zeitungsartikel bestaunen, ich stelle es hier nicht ein, denn sonst werde ich namens des Affen verklagt.

Was war sonst noch los? Red Bull-Salzburg ist gestern in der Qualifikation für die Champions-League gescheitert. 0:0 in Riejka, die Auswärtstorregel entschied nach dem 1:1 in Salzburg zu Gunsten Riejkas. Dabei haben die Salzburger gestern ein Tor erzielt, der Schiedsrichter-Assistent hat aber ein totales Black-Out gehabt und einen Abwehrspieler übersehen, der ganz eindeutig das Abseits aufgehoben hat. Der Blindgänger  entschied somit über mehrere Millionen Euro, wahrscheinlich über mehr Geld, als er in seinem Leben je verdienen kann!

Hoffentlich sucht er sich nun ein anderes Betätigungsfeld, vielleicht bei der „Hilfsgemeinschaft für Blinde und Sehschwache“.  Für das Millionenspiel ist er wirklich nicht geeignet!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/salzburg-salzburger-festspiele-lady-macbeth-von-mzensk
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/lady-macbeth-von-mzensk-spektakulaeres-opernkino-259085/
  3. https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-lady-macbeth-von-mzensk/278.461.656: https://kurier.at/kultur/jubel-fuer-lady-macbeth-von-mzensk/278.461.656
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000062167435/Lady-Macbeth-von-MzenskZermalmende-Verhaeltnisse
  5. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article167283053/Da-ist-ein-Anruf-fuer-dich-der-Herr-von-Karajan.html
  6. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/gundula-janowitz-80-geburtstag-100.html
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5262091/Geburtstagsgruss_Gundula-Janowitz_Die-leuchtkraeftigsten
  8. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211445915/Siegfried-feiert-Premiere-mit-Krokodil-und-Kalaschnikow.html
  9. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16260/bayreuther-siegfried-premiere-ohne-buh-rufe/
  10. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.br-klassik.de/audio/bayreuther-festspiele-siegfried-wagner-kritik-kollegengespraech-100.html
  11. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/ieben-krokodile-suchen-futter-siegfried-bei-den-bayreuther-festspielen-als-umjubeltes-saenger
  12. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/ausstellung-ueber-wieland-wagner-von-hitlers-liebling-zum-reformer/20133968.html
  13. http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/watch-mozarts-la-clemenza-di-tito-glyndebourne-live/: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/watch-mozarts-la-clemenza-di-tito-glyndebourne-live/
  14. karten@operklosterneuburg.at: mailto:karten@operklosterneuburg.at

  15. Zum Bericht
    : http://der-neue-merker.eu/belogradchikbulgarien-opera-of-the-peaks-nabucco-und-lakme
  16. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  17. Die Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/recht/5262450/Ich-bin-ruiniert_Rechtsstreit-um-AffenSelfie-nimmt-kein-Ende

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-august-2017


2. AUGUST 2017

by ac | 2. August 2017 08:13

Salzburger Festspiele: Heute Premiere „Lady Macbeth von Mzensk. Brandon Jovanovich, Maxim Paster, Nina Stemme. Copyright: Thomas Aurin/ Salzburger Festspiele

Mehr Info[1]

Mariss Jansons ist bereit für die erste Oper in Salzburg
Seine erste Partitur ließ er sich als Schüler ans Krankenbett bringen: Beethovens Fünfte.
Salzburger Nachrichten[2]
Mariss Jansons: „Es geht nicht um den Blutdruck“
Münchner Merkur[3]

Wiener Staatsoper: Der Musikdirektor. Brauchen wir ihn?

 

Zunächst sollten wir uns die Frage stellen, ob die Wr. Staatsoper überhaupt einen Musikdirektor braucht. Tradition hat diese Funktion in der Geschichte des Hauses nämlich nicht Denn wenn der Direktor oder künstlerische Leiter kein Manager, sondern selbst Dirigent war, stellte sich diese Frage nicht. Bei Claudio Abbado (unter C.H. Drese) und Seiji Ozawa (zeitweise unter J. Holender) war es, ehrlich gesagt, doch nur Mittel zum Zweck, um eine höhere Gage zu rechtfertigen und Franz Welser-Möst diente der damaligen Ministerin nur als österreichisches Feigenblatt, um ihren Wunschkandidaten Dominique Meyer  durchzubringen…

So beginnt Heinrich Schramm Schiessl seine „Gedanken über den Wiener Musikdirektor“. In voller Ausführlichkeit können Sie diese in unseren heutigen „Infos des Tages“ lesen.

Es ist auch nicht die Frage, ob „wir“ ihn brauchen (wer ist „wir“?), Bogdan Roscic muss wissen, ober er ihn braucht – und ob er es ehrlich mit ihm meint. Wie es nicht geht, haben wir ja bei Meyer/Welser Möst gesehen. Meyer hat FWM nicht gebraucht, der Maestro war offenbar nur Mittel zum Zweck, weil die damalige Ministerin eine „halbösterreichische Lösung“ brauchte, um des damaligen Kanzlers Wunschkandidaten Shicoff zu verhindern. Das war von Beginn an eine unglückliche und unehrliche Situation.

Ich glaube aber, dass es Bogdan Roscic durchaus ehrlich meint. Ob der designierte Direktor nun bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben oder auch nicht hat, er ist nicht dumm! Das beweist auch seine Musikdirektor-Kür: Ein junger, aber Opern-erfahrener Mann, kein Blender, auch vermutlich keiner, der dem Direktor in den Rücken fallen wird!

Zitat aus einer Presseaussendung: „Es geht vor allem um die Sicherung musikalischer Stabilität“, so Jordan in der „Presse“, „darum, dass jemand da ist, der sich konsequent um alle musikalischen Bereiche kümmert, Orchester, Chor, Solistenensemble, Studienleitung. (…) Ich muss auch involviert sein bei den Vorsingen, denn ich mache nicht nur die Besetzungen für die Stücke, die ich selbst dirigieren werde, sondern bin auch Berater bei den übrigen Engagements.“ Er wolle „mehr oder weniger ganzjährig anwesend sein und mich um alle musikalischen Belange kümmern“, sagte er der „Presse“.

Wenn er das tatsächlich so praktizieren kann, dann braucht Herr Roscic unbedingt einen Musikdirektor seines Vertrauens. Es kommt auch daran an, was im Vertrag stehen wird. An Details scheint es bei Meyer/FWM gescheitert sein.

Anna Netrebko ist empört

 

Auszug aus dem „Kurier“: Reicher als reich – alle Jahre wieder veröffentlicht das US-Wirtschaftsmagazin Forbes Listen mit den Bestverdienern aller Branchen. So wurde auch den Musikschaffenden aus Russland ganz genau ins Börserl geschaut – oder besser gesagt, vermeintlich genau.

So soll laut Forbes Operndiva Anna Netrebko bei der Riege der musikalischen Super-Verdiener den Ton angeben. Geschätzt wurde ihr Jahreseinkommen auf 7,5 Millionen Dollar (6,4 Millionen Euro).

 Und genau das erzürnte jetzt Donna Anna gewaltig. „Ihre Informationen sind absolut nicht wahr! Hören Sie auf zu lügen! Ich rege mich auch nicht über Ihre Gehälter auf, aber Ihre Zahlen sind ein Witz! Aus der Luft gegriffen! Meiner Empörung sind keine Grenzen gesetzt“, postete sie wütend auf Facebook… (Quelle: Kurier“)
Jetzt weiß ich nicht, was die Diva so aufregt. Sind ihr die Zahlen zu hoch oder zu niedrig angesetzt?
Ein Weltklasse-Tennisspieler lacht über die Netrebko-Gage, auch ein Kicker wie Ronaldo würde sich von Anna Netrebko nicht auf einen Drink einladen lasse, sondern vermutlich selbst bezahlen.
Ronaldo verdient ein Vielfaches im Jahr im Vergleich zur Operndiva, Lionel Messi gibt es nur knapp unter Ronaldo und Lichtjahre vor Netrebko. Kennen Sie Marko Arnautovic? Das ist jener österreichische Kicker, der vor Jahren in Wien bei einer Verkehrskontrolle zu den ihn beanstandenden Polizisten gesagt hat „Ich kann Dein Leben kaufen“. Zur absoluten Weltklasse gehört der Herr Arnautovic sicher nicht, trotzdem verdiente er im Vorjahr als Legionär beim englischen Mittelständler Stoke City mehr als das, was Frau Netrebko so empört hart: 7,5 Millionen Euro.  Nun wollte er aber unbedingt zu West Ham United- auch keine allererste Adresse. Es ist anzunehmen, dass er nicht aus Nächstenliebe den Verein gewechselt hat – also dass er dort mehr verdient, weit mehr als Anna Netrebko angeblich verdienen soll.
Liebe Anna Netrebko, ich neige zur Meinung, dass Ihnen die genannten 6,4 Millionen Euro als zu niedrig erscheinen. Schämen Sie sich etwa dafür, dass die Sportler Sie in die Kategorie der „Armen Mäuse“ (deren Leben man kaufen kann – Zitat Marko Arnautovic aus Wien Brigittenau) einreihen?
Nein, liebe Anna Netrebko, ich glaube diese Zahlen ohnehin nicht. Vermutlich verdienen Sie mehr!
Die schlechte Nachricht dabei: Ein Ansuchen um Mietzinsbeihilfe würde abschlägig beschieden werden!
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Gundula Janowitz ist heute 80!
https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article167283053/Da-ist-ein-Anruf-fuer-dich-der-Herr-von-Karajan.html[4]
Bayreuth: SIEGFRIED-Premiere ohne Buh-Rufe
http://www.musik-heute.de/16260/bayreuther-siegfried-premiere-ohne-buh-rufe/[5]
 
München: „ANDREA CHENIER“ beendet die Opernfestspiele
Anja Harteros und Jonas Kaufmann. Foto: Wilfried Hösl
Mit Andrea Chenier beendet die Bayerische Staatsoper ihre Festspielzeit und es war ein wahrhaftiges Fest. Jonas Kaufmann und Anja Harteros, die erklärten Publikumslieblinge der Münchner, zeigen noch einmal nach der großartigen Forza del Destino vom Wochenende zuvor, dass sie in Gesang und Spiel quasi blind harmonieren, auch wenn es in dieser Oper etwas dauert, bis sie zueinander finden. Der Anfang gehört Jonas Kaufmann mit dem Improvviso des Chénier. Während er das im März noch ziemlich zurückhaltend angelegt hat, ist er diesmal von Anfang an voll da , wirft sich mit seiner ganze Leidenschaftlichkeit in diese Rolle und spätestens bei dem wunderschön sanften Diminuendo auf dem Wort „firmamento“ dürfte der weibliche Teil des Publikums dahingeschmolzen sein. Einen Ton so wunderbar überganslos vom heldischen Forte in sanftestes Piano bringen, das kann nur er. Und diese heldischen Trompetentöne, die organisch aus der baritonalen Mittellage erwachsen, das ist Kaufmann at his best.

Dann zu Beginn des zweiten Aktes eine kurze Schrecksekunde: hat die Stimme da nicht kurz gewackelt, ist fast weggebrochen? Es ist so schnell vorbei, dass man es kaum wahrnehmen konnte, die Stimme leuchtet wie vorher. Heldisch dann das „Si, fui soldato“, poetisch das „Un bel die die maggio“ und jubelnd das Schlussduett…

Zum Bericht [6]von Susanne Kittel-May

„Andrea Chenier“ mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann    
Im dramatischen Rausch: Anja Harteros und Jonas Kaufmann sind das unglückliche Liebespaar in Umberto Giordanos Revolutionsoper „Andrea Chénier“ mit Omer Meir Wellber am Pult
Münchner Abendzeitung[7]

Der Online-Merker auf der Homepage der Oper in Sofia

Der Billand-Artikel über das „Höhlen-Projekt“ hat es doch glatt in die Homepage der Sofioter Staatsoper gebracht!

http://www.operasofia.bg/en/news-and-events/item/5845-der-neue-merker-belogradchik-bulgarien-wagner-in-der-h-hle-22-juli-2017[8]

Auch in Varna kennt man den Online-Merker

Missverständnis um „Strichelei“:  Eine Aussendung von Elena Habermann über die nächste Veranstaltung in unserer Galerie hat für Missverständnisse und Rückfragen gesorgt. Nicht der „Online-Merker“ wird in „Strichelei“ umbenannt, sondern nur unser Veranstaltungsraum. „Kunst – Werk-Werk – Kunst-Galerie“ hat mir nie wirklich gefallen, im Rahmen eines Kulturprojekts der Stadt Wien hatte die Aktions-Künstlerin Natalie Deewan dann die Idee, den am Haus befindlichen Hinweis „Tischlerei“ in Anbetracht der neuen Funktion des Raumes in „Strichelei“ umzubennen, was mit den gleichen Buchstaben, nur anders gereiht, möglich war.

Feierliche Eröffnung mit den Bezirksgranden ist nun am Dienstag, 26. September um 17 h,  anschließend gibt es eine Führung zu zwei weiteren Projekten in Meidling!

Filme der Woche

FimPoster  Griesnockerlaffäre~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Es begann vor vier Jahren mit dem „Dampfnudelblues“ (2013), und bei vielen wird die Sucht nach Franz-Eberhofer-Krimis (deren literarische Vorlage mit der Gattungsbezeichnung „Provinzkrimi“ von Rita Falk stammen) schon damals eingesetzt haben. Mit dem Ergebnis, dass sie nun in Folge kommen – und von einem süddeutsch / österreichischen Publikum (in Norddeutschland startet man die Filme angeblich gar nicht – Mentalitätsprobleme!) geradezu mit Begierde erwartet werden. Nach den „Winterkartoffelknödel(n)“ (2014) und (nach einer unziemlichen Pause!) dem „Schweinskopf al dente“ (2016) ist nun die „Grießnockerlaffäre“ an der Reihe, denn ums Essen muss es immer irgendwie gehen bei den Eberhofers. Oder auch darum, dass die ewig so hinreißend kochende Oma plötzlich streikt…

In diesen Filmen ist die Handlung nicht entscheidend, sondern einzig die Figuren und das Milieu. Der Kriminalfall – der diesmal sogar Franz Eberhofer, Polizist im ebenso fiktiven wie überecht bayerischen „Niederkaltenkirchen“, unter Mordverdacht bringt – ist so wenig ernst zu nehmen wie sonst, auch wenn da mit einer undurchsichtigen Ostblock-Dame (Lilith Stangenberg), einer unglücklichen, aus Lourdes heimkommenden, eben verwaisten Tochter (Franziska Singer) und vor allem mit einer eiskalten Kommissarin aus München (Nora Waldstätten) sehr viel neue Frauenpower am Werk ist. So sehr die scheinbar nur gnadenlos coole Kollegin auf den Eberhofer auch los geht – am Ende rettet sie ihm ja doch das Leben, was er gelassen hinnimmt: Er hat in scheinbar aussichtsloser Gefangenschaft im Keller ja nur Gurken gegessen, während Freund Rudi tränenselig an seinem Testament bastelte…

Frauen-Fußball-Europameisterschaft: Der Beitrag aus Niederfellabrunn und aus dem Wienerwald – die Torfrau

Die Kulturjournalistin Ulrike Messer Krol schickt uns diesen Artikel aus den Niederösterreichischen Nachrichten. In vier Spielen musste Manuela Zinsberger aus Niederfellabrunn (Bezirk Korneuburg) (der „Scout“, der sie entdeckt und gefördert hat ist Adi Haiduk aus  Pressbaum im Wienerwald, dort wohnt auch der Tenor Herbert Lippert) nur einmal hinter sich greifen. Gegen Frankreich beim 1:1 hat sie sich einmal „verflogen“, die sonstige Bilanz ist makellos. Morgen spielen die Damen nun im Semifinale gegen Deutschland-Bezwinger Dänemark – und das wird ganz schwer. Obwohl, für mich stehen die teils bulligen Engländerinnen als Europameister praktisch fest.

Die Schwachstelle der meisten Teams sind die Torfrauen. Manuela Zinsberger bildet da (bisher) eine Ausnahme

Unerklärliche Patzer der Torfrauen
http://www.weltfussball.at/news/_n2842382_/em-slapstick-aussetzer-an-der-tagesordnung/[10]

Die Deutschen können sich das Halbfinale daheim bequem vom Sofa aus ansehen (auch nicht schlecht, bei dieser Hitze), bei den Herren ist es ja meist umgekehrt, da schauen wir den Deutschen zu!

 

Manuela Zinsberger steht auf der Gehaltsliste von Bayern München – auch keine schlechte Adresse. Auf dem Foto (NÖN) ist sie mit ihrem „Entdecker“ Adi Haiduk zu sehen

Drücken wir morgen die Daumen für das österreichische Team. Auch die Deutschen bitte ich darum – aus Rache für die Niederlage gegen Dänemark

Aber seien wir nicht traurig, wenn es doch nicht klappt. Defensiv-Künsterinnen sind limitiert, ich fürchte, dass wir am Limit angekommen sind!

Gespannt bin ich übrigens, wer von unseren Politikern zu diesem Semifinale nach Holland (gespielt wird in Breda, das Finale am Sonntag steigt in Enschede)antanzt/fliegt/fährt. Die Fußball-Damen sind derzeit in Mode, mit denen kann man sich zeigen. Sollten wir wirklich Europameister werden (was ich so gut wie ausschließe), dann lägen Nationalratsmandate für Trainer Dominik Thalhammer, für die Torfrau Manuela Zinsberger und auch für Laura Feiersinger zur Abholung bereit! Österreich ist und bleibt ein Operettenstaat! 

Den Adi Haiduk kenne ich übrigens auch. Ich war in ganz frühen Jahren Jugend-Trainer in Mauerbach, an Pressbaum mit Abwehrchef Adi Haiduk haben wir uns meist die Zähne ausgebissen: 10 Spiele, 9 Niederlagen. Einmal haben wir gewonnen. Davon leben wir heute noch!

Politik: Es kommt, wie es kommen muss

ÖVP Tirol: Drei Frauen werfen wegen Kira Grünberg das Handtuch
Die frühere Stabhochspringerin führt die Tiroler Liste als Spitzenkandidatin an. Landtagsabgeordnete Ellinger zog daraufhin ihre Kandidatur zurück, zwei weitere Frauen wollen es ihr gleich tun.
Die Presse[11]
ÖVP-Machtkampf um Listenplätze geht in Salzburg in die nächste Runde
Kurier[12]

Was haben Sie erwartet? Dass langdienende Parteimitglieder jubeln, wenn ihnen Quereinsteiger vor die Nase gesetzt werden? Ich weiß aus meinem engsten Kreis, dass es unter ÖVP-Funktionären kocht und brodelt.

Das muss allerdings nicht heißen, dass die Wähler sich davon beeindrucken lassen. „Der traut sich was“ – das gefällt den Wählern, weniger dem Parteikader.

Aber wenn Herr Kurz nicht der nächste Kanzler wird, würde ich ihm zu einen mehrjährigen Urlaub auf einer einsamen Insel raten. Der Parteikader würde nämlich wie die Termiten über ihn herfallen!

Seien wir nicht grausam! Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Mehr Info: http://www.salzburgerfestspiele.at/oper/lady-macbeth-2017
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/mariss-jansons-ist-bereit-fuer-die-erste-oper-in-salzburg-257722/
  3. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/mariss-jansons-es-geht-nicht-um-blutdruck-8558400.html
  4. https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article167283053/Da-ist-ein-Anruf-fuer-dich-der-Herr-von-Karajan.html: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article167283053/Da-ist-ein-Anruf-fuer-dich-der-Herr-von-Karajan.html
  5. http://www.musik-heute.de/16260/bayreuther-siegfried-premiere-ohne-buh-rufe/: http://www.musik-heute.de/16260/bayreuther-siegfried-premiere-ohne-buh-rufe/
  6. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-andrea-chenier-kroenender-abschluss-eines-an-hoehepunkten-reichen-festspielmonats
  7. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchner-opernfestspiele-andrea-chenier-mit-anja-harteros-und-jonas-kaufmann.f2866914-8162-482d-8256-35529cc091d4.html
  8. http://www.operasofia.bg/en/news-and-events/item/5845-der-neue-merker-belogradchik-bulgarien-wagner-in-der-h-hle-22-juli-2017: http://www.operasofia.bg/en/news-and-events/item/5845-der-neue-merker-belogradchik-bulgarien-wagner-in-der-h-hle-22-juli-2017
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  10. http://www.weltfussball.at/news/_n2842382_/em-slapstick-aussetzer-an-der-tagesordnung/: http://www.weltfussball.at/news/_n2842382_/em-slapstick-aussetzer-an-der-tagesordnung/
  11. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5261830/OeVP-Tirol_Drei-Frauen-werfen-wegen-Kira-Gruenberg-das-Handtuch
  12. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/oevp-machtkampf-um-listenplaetze-geht-in-salzburg-in-die-naechste-runde/278.240.192

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-august-2017


1. AUGUST 2017

by ac | 1. August 2017 08:11

jordan
Philippe Jordan, der neue Wiener Musikdirektor. Copyright: leisure

Philippe Jordan wurde als Musikdirektor der Wiener Staatsoper ab 1. September 2020 verpflichtet. Das gab der designierte Direktor Bogdan Roščić am Montag, 31. Juli 2017, bekannt. Neben der Leitung von Neuproduktionen und Repertoire-Vorstellungen wird Jordan als Mitglied der Direktion den gesamten musikalischen Bereich des Hauses leiten und strukturell mitgestalten.

Mir fällt auf, dass der bombastische Titel „Generalmusikdirektor“ gefallen zu sein scheint (oder sieht das nur auf den ersten Blick so aus?). „Musikdirektor“ klingt doch viel bescheiden österreichischer, wie es eben unserer Mentalität entspricht.

Vielen Gerüchten wurde damit der Wind aus den Segeln genommen. Zuerst hieß es, Franz Welser-Möst könnte über Bogdan Roscic sein Comeback gelingen, die Verbindungen zur Firma des Herrn Dr. Roscic sind ja angeblich nicht schlecht. Dann nannte Dr. Roscic bei seiner ersten Pressekoferenz auffallend den Namen Teodor Currentzis. Dass das nicht klappen kann, lag aber auf der Hand: Bei aller musikalischer Qualität, die Maestro Currentzis zu bieten hat, er ist auch Exzentriker und in mancher Hinsicht auch ein Selbstdarsteller. Gerade den braucht Roscic in seiner Wiener Anfangszeit nicht!

Erst vor 10 Tagen verorteten wir Philippe Jordan gemeinsam mit Barrie Kosky nach München. Das war eine „Ente“, wie sich nun herausstellt. Dass Herr Dr. Roscic in der Vorwoche Bayreuth einen Besuch abstattete und dort mit mehreren ihm interessant erscheinenden Personen (nicht nur Dirigenten) konferierte, wusste die Branche (das wird sich nun in Salzburg wiederholen).

Die Wiener Opernfreunde (nicht die Wiener allgemein) neigen dazu, ihre Oper schlechtzureden. Wenn Herr Jordan aber nun die bei uns als Beispiel hochgejubelte Pariser Oper Richtung Wien verlässt und er auch die bei uns ganz hoch gehandelte Bayerische Staatsoper (vorerst) in seine Karriereplanung nicht einbezieht, spricht das für die Wiener Staatsoper.

Dr. Bogdan Roscic: Nach Wien gehören nur allererste Künstler! Nicht nur, „damit das Gesudere aufhört“!

Die heutigen Kultur-Zeitungen sind voll mit dieser Meldung, die im Sommerloch eine willkommene Abwechslung bietet.

Wien
Neuer Musikdirektor für die Wiener Staatsoper
Wiener Zeitung[1]
Publikumsliebling mit solidem Fundament
Aus Ulm über Graz, Berlin und Paris nach Wien – die Karriere des zukünftigen Musikdirektors der Wiener Staatsoper.
Die Presse[2]
Philippe Jordan wird Musikdirektor der Wiener Staatsoper
Salzburger Nachrichten[3]
Neuer Opern-Musikdirektor: „Es geht um Sicherung musikalischer Stabilität“
Der gebürtige Schweizer Philippe Jordan wechselt nach zwölf Jahren der Opern-Aktivität von der Seine an die Donau und kommt ab 2020 als erfahrener Opern-Kapellmeister an die Staatsoper. Jordan im Gespräch mit der „Presse“.
Die Presse[4]
Staatsoper: Philippe Jordan wird ab 2020 Musikdirektor
Bogdan Roščić fällte seine erste wichtige Personalentscheidung
Der Standard[5]
Ein Mann für das Repertoire
Wiener Zeitung[6]
Neue Leitung ab 2020 : Philippe Jordan wird Wiener Staatsopernmusikchef
Die Welt[7]

Wien/ Staatsoper: Ob Oper 4.0 oder nicht: Kompetenz kann nie schaden!

Dr. Wilhelm Sinkovicz („Die Presse“) muss nun langsam die Kurve kratzen, vielleicht fällt zum Einstand denn doch wieder eine Biographie ab! Er schreibt in der heutigen Ausgabe seines Blattes: Philippe Jordan kommt an die Wiener Staatsoper. Das ist erfreulich, nicht weil dieses Haus unbedingt einen Musikdirektor braucht, sondern weil mit diesem Engagement gesichert ist, dass zumindest ein Mann der künftigen Führungsriege das Opernhandwerk von der Pike auf gelernt hat. Der künftige Direktor, Bogdan Roščić, war Popkritiker, Ö3-Chef, hat nach seiner Mutation zum Klassikmanager von Plattenlabels wenig mit Oper zu tun gehabt und überhaupt keine Erfahrung in einem Opernhaus sammeln können. Entsprechend den Gepflogenheiten in „Plan-A-Österreich“ hat man ihm den ebenso opernunerfahrenen Sekretär des sozialistischen Kanzleramtsministers als Büroleiter zur Seite gesellt… (weiterlesen in „Die Presse“ – ein Bezahlartikel)

 Immerhin ein Opern-Profi in der designierten Staatsoperndirektion.

Die Presse[8]

Salzburg:  Tenor Meli verspricht „Aida der Rekorde“ in Salzburg

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Francesco Meli. Foto: Wiener Staatsoper

Der italienische Tenor Francesco Meli, der ab 6. August bei den Salzburger Festspielen an der Seite Anna Netrebkos unter dem Dirigat von Riccardo Muti in der „Aida“ auftritt, rechnet mit einer einmaligen Aufführung. „Diese Opernaufführung wird Geschichte schreiben“, versicherte Meli nach Angaben italienischer Medien.
Salzburger Nachrichten[9]

Adela Zaharia aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein gewinnt bei Plácido Domingos Gesangswettbewerb „Operalia“

Den ersten Preis bei „Operalia“ – einem der weltweit renommiertesten Gesangswettbewerbe – sowie den Zarzuela-Sonderpreis „Pepita Embil“ gewann am vergangenen Wochenende die an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg engagierte Sopranistin Adela Zaharia.

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Martha Domingo, Adela Zaharia, Placido Domingo. Foto: privat

Etwa 1000 Bewerbungen gehen jedes Jahr bei der Jury des „Operalia“-Wettbewerbs ein – gerade einmal 40 Sängerinnen und Sänger werden daraus ausgewählt und eingeladen, sich vor einer zehnköpfigen Fachjury zu präsentieren. Der „Operalia“ Wettbewerb, der in diesem Jahr in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfand, wurde 1993 von Plácido Domingo ins Leben gerufen, um besonders talentierte Nachwuchssänger im Alter von 18 bis 32 Jahren bei dem Aufbau ihrer Karriere zu unterstützen. Adela Zaharia – seit 2015 Mitglied im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein – hatte es unter die 40 ausgewählten Bewerber geschafft und hat den Gesangswettbewerb am vergangenen Wochenende für sich entscheiden können: Sie wurde sowohl mit dem ersten Preis ausgezeichnet, als auch mit dem Sonderpreis für Zarzuela. Unter den Preisträgern aus den vergangenen Jahren finden sich Sänger-Persönlichkeiten wie Nina Stemme, José Cura, Erwin Schrott, Joyce di Donato, Rolando Villazón, Stefan Pop, Pretty Yende oder Ioan Hotea.

Da Domingo seine „Operalia-Sieger in der Szene erfolgreich etabliert, werden wir gut daran tun, uns den Namen Adela Zaharia zu merken.

Münchner Opernfestspiele schließen mit hoher Auslastung
Die Münchner Opernfestspiele beschließen ihre neunte Saison mit einer Auslastung von mehr als 97 Prozent. Das teilte die Bayerische Staatsoper am Montag mit. Für die knapp 70 Veranstaltungen seit dem 24. Juni seien mehr als 87.000 Karten verkauft worden.
Musik heute[10]

Soeben ist der Bericht über die letzte Vorstellung der Festspiele online gegangen:
ANDREA CHENIER (Harteros, Kaufmann)

Zum Bericht [11]von Susanne Kittel-May

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 1.-7. AUGUST 2017

Heinrich Schramm-Schiessl stellt für uns das Radioprogramm zusammen, in Festspielzeiten ist das besonders interessant:

Bildergebnis für radio

(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

5.8. DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (aus Bayreuth, Aufn.v.25.7.) Radio 4Hilversum-18 Uhr
       MOSEH IN EGITTO (aus Bregenz, Aufn. v. 20.7.) Deutschlandradio-19.05 Uhr
       LADY MACBETH VON MZENSK (aus Salzburg, Aufn. vom 2.8.) ORF Ö1-19.30 Uhr
       TRISTAN UND ISOLDE (aus Bayreuth, Aufn. v. 26.7.) HR 2, WDR 3, SWR 2-20.04 Uhr
6.8. DIE WALKÜRE (aus Bayreuth, Aufn. v. 30.7.) Bayern 4-18.05 Uhr

Das Comeback der Operette: Spiel mir das Lied vom Leben

Sie galt als verstaubt, dabei war die Operette in ihrer Glanzzeit eine Feier des Andersseins, ständiger Tabubruch. Viele Stadttheater entdecken ihr Herz für sie gerade wieder
Der Tagesspiegel[12]

Wien/ Kunsthistori­sches Museum spielt „Wer will mich?“: Lediglich 15 Bewerbungen

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Wien: Kunsthistorisches Museum. Foto: Wikipedia

Ausschreibung. Für die Generaldirektion des Kunsthistorischen Museums haben sich nur 15 Personen beworben. Exakt ein Drittel sind Frauen, exakt zwei Drittel kommen aus Österreich.
Kurier[13]

Der Vertrag von Sabine Haag, seit 2009 im Amt, läuft Ende 2018 aus. Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) ließ den Posten daher am 17. Juni ausschreiben, die Bewerbungsfrist lief bis 23. Juli. Den Vorsitz der fünfköpfigen Kommission (inkl. drei Experten) übernimmt Jürgen Meindl, der neue Kunstsektionsleiter. Begleitet wird der Prozess von einem Personalberatungsunternehmen…

Wozu ein Personalberatungsunternehmen, wenn sich die „Titelverteigerin“ wieder bewirbt? Wie bringt man 14 Leute dazu, sich völlig sinnlos zu bewerben?

Nun, das entspricht eben den Ausschreibungsrichtlinien. Gegenkandidaten müssen ganz einfach da sein, notfalls werden sie mit sanftem Druck gezwungen. So nebenbei bemerkt: Im Geschäftsleben ist es nicht anders!

Jeanne Moreau ist tot!

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Jeanne Moreau im Jahr 2009. Foto: Wikipedia

Jeanne Moreau tot:Ein Leben für den Film
Die französische Leinwanddiva Jeanne Moreau ist tot. Die Schauspielerin starb im Alter von 89 Jahren in Paris, wie die AFP am Montag unter Berufung auf Moreaus Agenten meldete. Die für ihre rauchige Stimme bekannte Französin hatte in ihrer mehr als 50-jährigen Karriere in mehr als 125 Filmen gespielt.
http://orf.at/stories/2401344/2401345/[14]

Los Angeles: Schauspieler und Dramatiker Sam Shepard ist tot
Der US-Schauspieler Sam Shepard ist gestorben. Der Dramatiker sei im Alter von 73 Jahren in seinem Haus in Kentucky an den Folgen einer Nervenkrankheit gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Familie.
rp-online.de[15]
Der All-American Avantgardist
Als Dramatiker und Schauspieler machte Sam Shepard eindrucksvoll Karriere. Nachruf auf einen vielseitigen Künstler, eine kraftvolle Stimme der Einsamen.
Der Spiegel[16]

WIEN/ Kunstforum: Nackter Sebastian Kurz ist noch bis 10.8. zu besichtigen

Nackter Sebastian sorgt für Aufsehen in Wien
Die chinesische Künstlerin Jiny Lan hat Sonntagabend im Rahmen ihrer Ausstellung im Kunstforum Wien unter anderem ein Gemälde von Sebastian Kurz präsentiert. Das Besondere daran: Der ÖVP- Chef ist darauf völlig nackt zu sehen – oder vielmehr ist sein Kopf auf einem nackten Körper zu sehen. Denn nicht Kurz ist Modell gestanden, das hat der Ehemann der Künstlerin übernommen. Den Kopf des Politikers malte die Künstlerin dann live vor Publikum dazu. Damit wolle sie Kurz huldigen, wie sie betonte. Sie bewundere ihn und findet, sie habe ihn würdig dargestellt. Die Ausstellung läuft noch bis 10.8. im Kunstforum Wien.
Krone.at[17]

Der Neid könnte einem fressen! Warum bin nicht ich für meine „Strichelei“ auf diese Idee gekommen? Begabte Nachwuchskünstler laufen bei mir ein und aus.

Aus, vorbei, Chance vertan. Ein nackter Kern wäre nur mehr zweite Wahl, vom bereits etwas abgestandenem Berufs-Jugendlichen einer anderen Partei ganz abgesehen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Passen Sie auf sich auf und muten Sie sich nicht zuviel zu. Der Tag wird heiß!

A.C.

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/907998_Neuer-Musikdirektor-fuer-Staatsoper-ab-2020.html?em_view
  2. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5261471/Philippe-Jordan-ein-Publikumsliebling-mit-solidem-Fundament
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/philippe-jordan-wird-musikdirektor-der-wiener-staatsoper-258656/
  4. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5261151/Philippe-Jordan-wird-Musikdirektor-der-Wiener-Staatsoper
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000062016462/StaatsoperPhilippe-Jordan-wird-ab-2020-Musikdirektor-der-Wiener
  6. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/908079_Ein-Mann-fuer-das-Repertoire.html?em_view
  7. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/musik/article167214414/Philippe-Jordan-wird-Wiener-Staatsopernmusikchef.html
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5261384/Kommentar_Ob-Oper-40-oder-nicht_Kompetenz-kann-nie-schaden
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/tenor-meli-verspricht-aida-der-rekorde-in-salzburg-258652/
  10. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16256/muenchner-opernfestspiele-schliessen-mit-hoher-auslastung/
  11. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-andrea-chenier-kroenender-abschluss-eines-an-hoehepunkten-reichen-festspielmonats
  12. Der Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-comeback-der-operette-spiel-mir-das-lied-vom-leben/20125430.html
  13. Kurier: https://kurier.at/kultur/kunsthistorisches-museum-lediglich-15-bewerbungen/278.067.458
  14. http://orf.at/stories/2401344/2401345/: http://orf.at/stories/2401344/2401345/
  15. rp-online.de: http://www.rp-online.de/kultur/film/schauspieler-und-dramatiker-sam-shepard-ist-tot-aid-1.6983271
  16. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/kino/sam-shepard-ist-tot-der-all-american-avantgardist-a-1160797.html
  17. Krone.at: http://www.krone.at/videos/nackter-sebastian-sorgt-fuer-aufsehen-in-wien-kurz-und-k-nackig-video-581180

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-august-2017


31. JULI 2017

by ac | 31. Juli 2017 08:45

Bayreuth: Der Castorf-Ring ist in seiner letzten Saison, die Proteste halten sich in engen Grenzen. „Die Walküre“ wurde gestern sogar mit einhelligem Jubel aufgenommen. Copyright: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Wenn ich heute wieder mit Bayreuth den Kommentar beginne, dann hat das ein besonderen Grund. In drei Tagen ist die „Premierenwoche“ vorbei und Bayreuth damit medial weitgehend gelaufen. Wir bleiben zwar am Ball, aber das Hauptinteresse gilt dann wohl Salzburg mit seinen vielen noch zu erwartenden Höhepunkten. Gestern stand also die „Aserbaidschan-Walküre“ auf dem Programm – und wurde sehr wohlwollend aufgenommen.

Eindringlich und stimmgewaltig sind die Bayreuther Festspiele am Sonntagabend mit der Premiere der „Walküre“ fortgesetzt worden. Der zweite Teil von Richard Wagners „Ring der Nibelungen“ in der umstrittenen Inszenierung von Regisseur Frank Castorf stieß beim Publikum auf große Zustimmung. Die dramatische Geschichte von Geschwisterliebe, Betrug und Verrat siedelte Castorf in einer düsteren Ölraffinerie in Aserbaidschan an.
„Die Walküre“

Besonders beeindruckten Catherine Foster als Brünnhilde und John Lundgren als deren Vater Wotan. Zum Publikumsliebling avancierte Camilla Nylund in der Rolle der Sieglinde. Leidenschaftlich und temperamentvoll spielte das Orchester unter Dirigent Marek Janowski auf. Die Bayreuther Festspiele dauern bis zum 28. August. Die nächste Premierenvorstellung geht mit „Siegfried“ am Dienstag über die Bühne. („Musik heute“)

Große Zustimmung für „Die Walküre“ in Bayreuth
Musik heute[1]

Bayreuth: Der Ring mit dem „Rheingold“ spektakulär gestartet:

Die beiden Riesen als Applaus-Abräumer: Günther Groissböck und Karl-Heinz Lehner. Copyright: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: „Rheingold“ variationenreich von Frank Castorf überarbeitet
Neue Musikzeitung/nmz.de[2]
Kritik – „Das Rheingold“ bei den Bayreuther Festspielen: Klangmasse statt Farbenvielfalt
Der „Ring“ von Regisseur Frank Castorf ist in diesem Sommer zum letzten Mal auf dem Grünen Hügel zu sehen. Marek Janowski dirigiert nach 2016 bereits zum zweiten Mal. Doch richtig zusammengefunden, haben Bühne und Orchestergraben nicht, findet BR-KLASSIK-Kritiker Dirk Kruse. Am 29. Juli 2017 feierte „Das Rheingold“ Premiere
BR-Klassik[3]
Letzte Bayreuth-Saison für Castorfs „Ring“
Hamburger Abendblatt[4]

Das Bayreuther Publikum scheint in diesem Jahr besonders unberechenbar zu sein. Anne Schwanewilms wurde ausgebuht, weil sie Regisseur Kosky so gar nicht „Evchen“ sein hat lassen, nun lud sich bei „Rheingold“ der Unmut über Castorfs Figurenzeichnung an Wotan“ Ian Paterson ab.

Ein BayreuthBesucher berichtet: Iain Paterson war gestern leider (wieder mal) Opfer einer zum Himmel stinkenden Sauerei. Das ist absolut untragbar, was manche Leute mit hochseriösen Darstellern, die ihre Partien  wirklich souverän rüberbringen, anstellen!!!😬 Andererseits bejubeln sie dann teilweise auch wieder absolut mittelmäßige Leistungen von irgendwelchen (Medien)Lieblingen, in einer Weise, wo man danach manchmal beinahe an seiner eigenen Zurechnungsfähigkeit zu zweifeln beginnt…

Weiteres zu Bayreuth:

Bayreuth
Aus den Feuilletons: In Bayreuth artet eine Prügelszene aus

„Es ist verrückt: Je heftiger sich der 50-Jährige (Kosky) auf der Bühne gegen die Antisemitismus-Falle (des Stückes) wehrt, desto stärker schnappt sie zu.“ (Christine Lemke-Matwey)
Deutschlandfunkkultur[5]

Bayreuth
Wagner-Clan : So treibt Bayreuth sich die Gespenster aus
Die „Meistersinger“ gelingen, Horst Seehofer sonnt sich im Premierenglanz, und sogar die Haussanierung liegt im Plan. So gut wie heute ging es dem Familienunternehmen Wagner lange nicht.
Die Welt[6]

Bayreuth: Der verbotene Ort: „Tannhäuser – für Kinder“ als Neuinszenierung bei den Bayreuther Festspielen
Neue Musikzeitung/nmz.de[7]

Als Kampfansage an Bayreuth zu wenig: 20.000 Menschen besuchten die Tiroler Festspiele Erl 2017

Der Nibelungen-Ring wird 2018 letztmals aufgeführt. Bildquelle: TIROLER FESTSPIELE ERL/XIOMARA BENDER

Erl (APA) – Mit über 20.000 Gästen und Einnahmen von mehr als einer Million Euro gingen am Sonntag die Tiroler Festspiele Erl mit einer voll besetzten Beethoven-Matinee zu Ende. Insgesamt 30 Opern-, Konzert- und Kammermusikabende standen an den 25 Tagen des Festspielsommers auf dem Programm. Als „Dauerbrenner“ der Festspiele bezeichneten die Veranstalter Richard Wagners „Ring der Nibelungen“.

Das klingt nur auf den ersten Blick imponierend, eine Kampfansage an Bayreuth ist es nicht. Nicht nur, weil sich dort 60 000 Besucher um die zugegeben viel weniger komfortablen Sitze balgen.

Wiener Staatsoper: Ab 2020 wieder ein Generalmusikdirektor!

Philippe Jordan. Copyright: leisure

In Salzburg, wo sich zur Zeit ein wesentlicher Teil der Klassikszene aufhält, konnte man am Sonntag aus höchst qualifizierter Quelle ein Gerücht hören: Die Wiener Staatsoper dürfte ab 2020/’21 wieder einen Musikdirektor bekommen. Der künftige Direktor Bogdan Roščić soll sich mit einem Dirigenten geeinigt haben, die Bestellung dürfte unmittelbar bevorstehen.

Dem Vernehmen nach handelt es sich beim künftigen musikalischen Chef um Philippe Jordan, den amtierenden Musikchef der Wiener Symphoniker bzw. der Pariser Oper. Dort ist er seit der Saison 2009/’10 im Amt (mit Intendant Stéphane Lissner) und extrem erfolgreich. In der vergangenen Woche triumphierte er bei den Bayreuther Festspielen als Dirigent der Eröffnungsproduktion, Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“… (Quelle: „Kurier“)

Das Büro des designierten Staatsoperndirektor hat die Meldung bestätigt: Jordan ist Wiener GMD ab 2020

München: Oberon ist nun abgespielt, im gestrigen Live-Stream war Habjans Inszenierung zu bewundern (manche haben sich auch nur gewundert)

Copyright: Wilfried Hösl

Sigi Brockmann hat den „Oberon“ via Stream gesehen – und meint: Ganz viele Opern könnten heutige Regisseure in Instituten für Hirnforschung oder psychiatrischen Anstalten o.ä. ansiedeln – tun sie ja auch! Solche Institute würden ganz viele Deutsche auch gleich für Opernfreunde passend erachten, die sich etwa ernsthaft darüber streiten, ob Beckmesser Karikatur eines Juden oder nur ein altmodischer Notenschreiber sei…

BREGENZ/Festspiele: Wagners Insekten-„Ring in 90 Minuten“ in Bregenz umjubelt

„Der Insektenring“. © Bregenzer Festspiele/Leo Van Velzen 

Bregenz (APA) – Insekten-Brutalität statt Götter-Machtkämpfe: Mit einer radikal gekürzten, aber sehr kreativen Version von Wagners vierteiligem „Ring“ haben die Bregenzer Festspiele Samstagabend auf der Werkstattbühne in einer Aufführung des Theaterkollektivs Hotel Modern einen wunderbaren Abend – nicht nur für Wagner-Fans – geboten. Das Publikum dankte mit großem Beifall.

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

HEIDENHEIM/ Opernfestspiele: UN GIORNO DI REGNO von Giuseppe Verdi – nur teilweise rehabilitiert (29.7.2017)

Glanzpunkt im Ensemble: Elisabeth Jansson (Marchesa) mit Leon de la Guardia (Ivrea). Copyright: Oliver Vogel

Zum Bericht[8] von Udo Klebes

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

ALTENBURG/Stift/ NÖ: „BASTIEN UND BASTIENNE“ „DIVERTIMENTO in D-DUR“ „DER HOCHZEITSBRATEN“ am 29.7.2017

Pablo Cameselle, Megan Kaths. Copyright: Barbara Palffy

Zum Bericht[9] von Elena Habermann

BAD LAUCHSTÄDT: DIE HEIMLICHE HEYRATH von Domenico Cimarosa (am 29.7.2017

Zum Bericht[10] von Werner Häußner

FÜRSTENFELD bei München: NABUCCO am 29.7.2017

Attila Mokus, Oxana Arkaeva. Copyright: Fürstenfeld/Veranstalter

Zum Bericht[11] von Roland H. Dippel

TRAPANI /Luglio Musicale: LA CENERENTOLA am 25.7.2017


La Cenerentola. Copyright: Luglio Musicale Trapani

Zum Bericht[12] von Robert Quitta

STAATZ/ Felsenbühne: JESUS CHRIST SUPERSTAR – der Traum von einer besseren Welt –  am 29.7.2017

Zum Bericht [13]von Peter Dusek

Österreichs Fußballfrauen im Semifinale der Europameisterschaft, Deutschland schon auf der Heimreise

Jubelnde Österreicherinnen. Foto: APA

Ich kann von mir sagen, dass ich den Frauenfußball nie unterschätzt habe. Indirekt war sogar so eine brillante Kickerin schuld daran, dass ich nie mehr Fußballschuhe angezogen habe. Bei einem Trainingsspiel der Schiedsrichter spielte ich gegen eine Frau, die keineswegs in der Nationalmannschaft, sondern lediglich in der Wiener Auswahl gespielt hat. Ich war Abwehrspieler und die Dame spielte im Angriff. Bereits zweimal hatte sie mich ausgespielt, beim dritten Mal wollte ich sie mir an der Seitenoutninie etwas körperbetonter „vornehmen“. In vollem Lauf setzte ich also zum Tackling an, die Fußballdame machte eine blitzschnelle Körpertäuschung und ich landete ungebremst an der Holzbarriere. Manch männlicher Kollege wird darüber herzlich gelacht haben.

Ich zog die Konsequenz. Die Fußballschuhe wurden ausgemustert!

Gestern nun besiegte unsere Nationalmannschaft Spanien im Elferschießen mit 5:3. Nach Ende der Verlängerung ist es immer noch 0:0 gestanden, diese massive Abwehr begeisterte meine Fußballphilosophie : 0:0, das ist ein Punkt – und dieser muss verteidigt werden. Die Spanierinnen hatten weit mehr Spielanteile, aber die Österreicherinnen ließen sich nicht aus der Defensive locken und befolgten die Taktik des (männlichen) Teamchefs diszipliniert.  Und in einem Elferschießen kann alles passieren!

Deutschland ist übrigens bereits auf der Heimreise. Das ist schade, denn Österreich hätte Donnerstag gegen Deutschland gespielt und gegen diese unorganisiert wirkende Mannschaft (völlig entgegen deutscher Tugenden) bessere Chancen gehabt als gegen die doch weit flexibleren Däninnen, die überraschend die deutschen Fußballfrauen aus dem Bewerb warfen.

Ein Trost für die Deutschen: Ein zweites Cordoba (von dem wir Ösis dann wieder 50  Jahre gezehrt hätten) bleibt ihnen somit erspart!

Ich wünsche einen guten Start in die Woche!

A.C.

 

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16249/grosse-zustimmung-fuer-walkuere-in-bayreuth/
  2. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/bayreuther-festspiele-rheingold-variationenreich-von-frank-castorf-ueberarbeitet
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/bayreuther-festspiele/hintergrund/bayreuther-festspiele-rheingold-ring-kritik-premiere-marek-janowski-100.html
  4. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article211410725/Letzte-Bayreuth-Saison-fuer-Castorfs-Ring.html
  5. Deutschlandfunkkultur: http://www.deutschlandfunkkultur.de/aus-den-feuilletons-in-bayreuth-artet-eine-pruegelszene-aus.1059.de.html?dram:article_id=392327
  6. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/musik/article167169701/So-treibt-Bayreuth-sich-die-Gespenster-aus.html
  7. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/der-verbotene-ort-tannhaeuser-fu-r-kinder-als-neuinszenierung-bei-den-bayreuther-festspielen
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/heidenheim-opernfestspiele-un-giorno-di-regno-nur-teilweise-rehabilitiert
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/altenburg-stift-bastien-und-bastienne-divertimento-in-d-dur-der-hochzeitsbraten
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bad-lauchstaedt-die-heimliche-heyrath-von-domenico-cimarosa-premiere
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/fuerstenfeld-bei-muenchen-nabucco-gefangenenchor-unterm-regenbogen-starke-verdi-auffuehrung-des-philharmonischen-chors-fuerstenfeld-und-des-akademischen-sinfonieorchesters-muenchen
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/trapani-luglio-musicale-la-cenerentola
  13. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/staatz-felsenbuehne-jesus-christ-superstar-der-traum-von-einer-besseren-welt

Source URL: http://der-neue-merker.eu/31-juli-2017


30. JULI 2017

by ac | 30. Juli 2017 09:01

Heute Live-Stream aus München: Oberon, König der Elfen. Annette Dasch ist „Rezia“. Copyright: Wilfried Hösl
OBERON, König der Elfen“ von Carl Maria von Weber

18.00 Uhr – 21.20 Uhr
Prinzregententheater

Dauer ca. 3 Stunden 20 Minuten · 1 Pause zwischen 1. Aufzug und 2.+3. Aufzug (ca. 19.25 – 20.00 Uhr)

https://www.staatsoper.de/tv.html?no_cache=1[1]

Nehmen Sie heute die Gelegenheit wahr, den nächsten „Oberon“ können vielleicht erst in 50 Jahren erleben!

Online-Merker-Kritik:

Münchner Opernfestspiele: „OBERON, KÖNIG DER ELFEN“, 24. und 27.7.2017
Carl Maria von Webers letzte Oper nach knapp 50 Jahren wieder auf einer Bühne der Bayerischen Staatsoper

Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan (*1987 in Graz) entschied sich dafür, die verschiedenen dramaturgischen Ebenenin eine heutige, ironisiert-moderne Umgebung zu stellen, die Unterschiede deutlich zu betonen und doch mit einander zu verbinden: So spielt die Feenwelt in einem Labor für Hirnforschung. Der Chef-Forscher Oberon (Julian Prégardien) streitet sich mit seiner Kollegin und Ehefrau Titania (Alyona Abramowa), ob Mann oder Frau beständiger in Liebe und Treue seien. Sie beschließen, die Frage durch Versuche an vier zufällig ausgewählten Probanden wissenschaftlich zu klären. Durch Drogen wird das eine Paar in die Vorstellung versetzt, die heldisch-ernste Geschichte des Ritters Hüon von Bordeaux (Brenden Gunnell) und der schönen Kalifentochter Rezia (Annette Dasch) zu spielen, das andere Paar (Rachael Wilson, Johannes Kammler) verwandelt sich als deren Begleiter in das klassische Singspiel-Paar „Zofe“ und „Knappe“. ..

ZUM BERICHT [2]von Gisela Schmöger

BERND WEIKL: Gedanken zu „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Bayreuth 2017

Wagner hatte damals auf den Rat von Freunden gehört und ein „Lustspiel“ geschrieben. Herr Kosky hat das gleich erkannt und umgesetzt. Den kapitalen Fehler bei dieser Inszenierung hat er zur Freude des Publikums gleich mit eingeschlossen.

Wagner schreibt in seiner Partitur: Ort: Nürnberg. Zeit: 15. Jahrhundert, da gab es keine Juden, denen man die Position eines Stadtschreibers überantwortet hätte. Beckmesser kann also auf keinen Fall Jude sein. Auch war Hanslick kein Jude, für den er die Oper auch gar nicht konzipiert hatte…

Beckmesser 2017 in Bayreuth. Copyright: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

…Dann liest man in Wagners Regieanweisung: „Beckmesser verliert sich in der Menge“. Niemand verjagt den Stadtschreiber.

An den theaterwissenschaftlichen Instituten wird dies anscheinend nicht vermittelt. Herr Kosky will es nicht wissen, die Sänger dürfen es nicht wissen, und das Publikum kann es nicht wissen. Die Medien, die darüber berichten, sollten es aber wissen.

Soweit Bernd Weikl, der gestern, an seinem 75. Geburtstag einen viel beachteten Vortrag beim Wagner-Symposium in Drosendorf/NÖ hielt.

Herr Kosky hat seine eigene Interpretation eingebracht, die – so nebenbei bemerkt –  gar nicht so neu ist. Das kann man nach derzeitiger Lesart als Recht des Regisseurs bezeichnen, auf den Willen Richard Wagners darf er sich aber nicht berufen. Tut er auch nicht!

Salzburg: „Titus“ und kein Ende. Die Presseberichte überschlagen sich vor Begeisterung

Intendant Hinterhäuser ist der Darling der Medien. Mit Interesse verfolgen wir auch die Bemerkungen der schreibenden Zunft zu Teodor Currentzis. Der designierte Wiener Staatsoperndirektor hat den Namen Curretzis bei seiner ersten Pressekonferenz fallen lassen – und das gibt natürlich zu Vermutungen Anlass.

Der Tod des milden Titus: Mozarts Geist kehrt zurück nach Salzburg
bachtrack[3]
Endlich der erhoffte Coup
Berliner Morgenpost[4]
Auch Titus muss ins Krankenbett
https://kurier.at/kultur/auch-titus-muss-ins-krankenbett/277.551.021[5]
Kein Mayr, wenig Süßmayr
Umbau einer Huldigungsoper: Mozarts „La clemenza di Tito“ als Salzburger Eröffnungspremiere.
http://www.fr.de/kultur/theater/salzburger-festspiele-kein-mayr-wenig-suessmayr-a-1322093
Mozarts „Tito“ in Salzburg: Zwischen Willkür und Verismo
Münchner Merkur[6]
Der Kosmos der letzten Dinge
Emotional und wuchtig: Die Salzburger Festspiele eröffnen mit Mozarts später Oper „La clemenza di Tito“. Regisseur Peter Sellars und Dirigent Theodor Currentzis werfen dabei alle Konventionen über Bord
Tagesspiegel[7]

Bayreuth: PARSIFAL. Klischees?

Ryan McKinny, Elena Pankratova, Derek Welton. Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele

Im letzten Jahr war Uwe Eric Laufenbergs „Parsifal“-Neuinszenierung verrissen worden. Im Gegenzug hatte Laufenberg seine Kritiker öffentlich als „Schnellvernichter“ gebrandmarkt. Doch auch im zweiten Jahr gibt es für die Inszenierung kein Lob – wohl aber für Dirigent Hartmut Haenchen sowie für Klingsor Derek Welton und Gurnemanz Georg Zeppenfeld. .. (Quelle: BR-Klassik)

Herr Laufenberg ist ein streitbarer Mann. So mancher Journalist weiß davon ein Lied zu singen!

Sängerfest zum Dumpingpreis: „Parsifal“ bei den Bayreuther Festspielen
Neue Musikzeitung/nmz.de[8]
Parsifal trägt die Religion zu Grabe
„Parsifal“-Wiederaufnahme in Uwe Eric Laufenbergs bemühter Regie: Hartmut Haenchen am Pult erzielt noblen Klang, der Österreicher Andreas Schager liefert ein starkes Debüt in der Titelpartie.
Die Presse[9]
Wiederhören macht Freude
Christian Thielemanns «Tristan» oder Hartmut Haenchens «Parsifal»: Wer dirigiert Richard Wagner «richtig»? In den beiden Wiederaufnahmen der Bayreuther Festspiele kann man einiges lernen, auch über musikalischen Stil.
Neue Zürcher Zeitung[10]
Klischee aus der Mottenkiste
BR-Klassik[11]

In Winnies Welt

Reinigungsrituale: Auf dem Grünen Hügel setzt man sich weiter mit der braunen Vergangenheit auseinander. Und nimmt die Premieren der beiden vergangenen Jahre wieder auf: „Tristan und Isolde“ und „Parsifal“
Tagesspiegel[12]

Langenlois/Schloss Haindorf/NÖ: Die Premiere der „Lustigen Witwe“ musste zur Pause abgebrochen werden – der Himmel öffnete seine Schleusen

 

Die besagte Premiere fand bereits vor einer Woche statt, der Bericht traf aber erst jetzt ein. Es handelt sich dabei um eine „halbe Kritik“ – aber was soll der Rezensent tun? Auch das Publikum wurde heimgeschickt!

Das ist nur eine halbe Kritk, denn der ungnädige Wettergott bereitete der Premiere pünktlich zum Ende des ersten Teils ein wolkenbruchartig-abruptes Ende. Das war insofern schade, als man sich bis dahin – vor der bezaubernden Kulisse des Schlosses Haindorf bei Langenlois – durchaus angemessen vergnügt hatte: vor allem in musikalischer Hinsicht. Intendant Andreas Stoehr leitete das Wiener KammerOrchester aus dem auf die rechte Bühnenseite hingestellten Musikpavillon umsichtig und beschwingt. Und die sängerischen Leistungen waren auch durchaus beachtlich: allen voran von Cornelia Horak als Witwe (bei ihr bemäkelten einige Zuschauer allerdings die Kurzhaarfrisur) und Erwin Belakowitsch als Danilo (bei ihm wiederum befand man seine zu einem Zopf zusammengebundenen langen Haare als unpassend). Aber auch Franz Gürtelschmied (Camille de Rosillon), André Bauer (Baron Zeta) und die attraktive Alexandra Alexandra Frances Flood erledigten ihre Aufgaben mit großer Verve und(auch schauspielerisch) ungezügeltem Brio…

Zum Bericht[13] von Robert Quitta

DAS-ANNA-NETREBKO-TEESERVICE für 2400 Euro

KUNST FÜR DIE EWIGKEIT (Gastkommentar von Peter Bilsing, www.deroperfreund.de )[14]

 

Salzburg: Hochwertige Devotionalien-Andenken für echte Fans

Es gibt tatsächlich (kein verspäteter April-Scherz!) ein Anna-Netrebko-Teeservice für schlappe 2400 Euro aktuell in Salzburg. Es ist aber nicht von Fabergé gefertigt, auch wenn der Preis es glauben machen könnte. Wir weisen darauf hin, daß Peter Carl Fabergé[15] bereits 1920 in Lausanne gestorben ist. Das Service zeigt Motive aus der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi; so zumindest, wie es sich Anna oder wer auch immer vorstellt. Also wenn das keine Kunst für die Ewigkeit ist, dann weiß ich nicht.

 

Placido-Goldmünzen namens „Domingo Rand“ für 3500 Euro (mit einem kleinen 300-prozentigen Aufschlag auf den Goldpreis eines Krügerrands bei ähnlichem Aussehen, nur dass sein Konterfei die Gazelle ersetzt) sind schon angedacht – wie uns eine berühmte Goldmanufaktur unter der Hand mitteilte – sie dienen dann dem „Altersfond an Verarmung leidender Superstars“. Würde ich mir als Domingo-Fan sofort kaufen.

Statt der Gazelle könnte Placido Domingos Konterfei geprägt werden

Blöd nur, daß man erst jetzt auf diese geniale Idee kommt, nämlich große Künstler mit teuren Andenkelchen zu verewigen. Was hätte man alles teuer vom großen Pavarotti vermarkten können. Wenn ich nur daran denke, wieviel tausende Fans damals vierstellige DM-Beträge für einen VIP-Karten-Platz auf harten Holzstühlen im Fußballstadion bezahlten. Ein geradezu einmaliges Erlebnis war auch das Pasta-Essen mit Big P. in den gemütlichen 800-Mann-Zelten, von denen man damals extra fünf Stück neben dem Rheinstadion in Düsseldorf aufgebaut hatte.

Ja, das Geld sitzt heuer locker, wenn man kaum noch Zinsen kriegt und selbst die Schweizer Banken zu Verräter wurden. Da kommen solch hochwertige sicherlich im Wert ständig steigende Fan-Artikel gerade recht. Nebenbei bemerkt ist so etwas wirklich keine schlechte Investition.

 

Wären Sie z.B. ein James-Bond-Fan und hätten sich 1964 einen Aston Martin DB 5[16] für schlappe 60 000 DM gekauft, dann wären Sie heute fein raus. Denken Sie nur an die tollen Gimmicks, die man ja ausgiebig im Film GOLDFINGER bewundern konnte: Maschinenpistolen, drehbare Nummernschilder, Nebelwerfer, Ölverspritzer etc.pp. und sogar ein Schleudersitz, wenn mal Gattin meckert oder zufällig ein übler Mörder oder ein Opernkritiker neben Ihnen sitzt…

Auch hier müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass dieses Sachen nicht zur Normalausstattung des Autos gehörten (hoher Aufpreis). Jetzt Achtung: der Verkaufspreis liegt heute für einen ganz ganz schlecht erhaltenen Gebrauchten bei 3,5 Millionen und für einen gut erhaltenen im zweistelligen Millionenbereich.

Fan sein kann sich lohnen; etwas Kleingeld vorausgesetzt.

Also bitte bestellen Sie sich sofort „Annas Teeservice“ ! Tun Sie es für Ihre Kinder oder Enkel – in 50 Jahren ist der kitschige Krempel vielleicht Millionen wert; vorausgesetzt ein Familiernmitglied mißbraucht ihn nicht beim Polterabend.

In diesem Zusammenhang nun eine ganz wichtige Mitteilung in eigener Sache:

 

Bitte lassen Sie sich vormerken. Endlich haben wir unseren Hauszeichner Peter Klier überreden können, einige seiner tollen einmaligen Wagner-Karikaturen ebenfalls auf edelstem Porzellan verewigen zu lassen. Für jeweils nur 16900 Euro bekommen Sie bei uns gleich ein ganzes Dutzend. Serie 1 „Der Ring des Nibelungen“ wird gerade aufgelegt – daher kaufen, kaufen, kaufen…

Peter Bilsing/ www.deropernfreund.de[17]

Bilder (c) MGM, Pressebild, Der Opernfreund

Den Online-Leser Franco Bastiano lässt diese Netrebko-Aktion keineswegs kalt: Netrebkos Porzellan bereitet mir schlaflose Nächte. Oh holde Einfalt!

Dieser grausame Kitsch würde sich wundervoll für Polterabende eignen, wäre er nicht (jetzt noch) so teuer. Aber Ladenhüter wie es sicher diesem Service beschert sein wird, werden ja am Ende verramscht. Gut so!! FB

Arnold Schwarzenegger hat heute Geburtstag: Willkommen im „Club der 70er“

Der jüngste 70er: Arnold Schwarzenegger

 

Seine Ziele steckte er sich schon als kleiner Junge unverhältnismäßig hoch: Er werde sowohl als bester Bodybuilder der Welt als auch als großer Filmstar Erfolge feiern, soll Arnold Schwarzenegger bereits in sehr jungen Jahren seinen Schulkameraden prophezeit haben. Der Legende nach soll er einige Jahre später sogar noch konkreter geworden sein und seine Lebensplanung um die Punkte „nach Amerika auswandern“ und „eine Kennedy heiraten“ erweitert haben.

Was damals wohl niemand für möglich hielt: Der kleine Arnold sollte recht behalten und nicht nur als der jüngste „Mister Universe“ Erfolge als Bodybuilder feiern und später im Filmbusiness als bestbezahlter Schauspieler Hollywoods arbeiten, sondern auch als Gouverneur von Kalifornien Geschichte schreiben. Stets an seiner Seite: US-Journalistin Maria Shriver, seit 1986 die Ehefrau von Schwarzenegger und eine Nichte von US-Präsident John F. Kennedy... (Quelle: „Wiener Zeitung“).

Genießen Sie einen schönen Sonntag!

A.C.

  1. https://www.staatsoper.de/tv.html?no_cache=1: https://www.staatsoper.de/tv.html?no_cache=1
  2. ZUM BERICHT : http://der-neue-merker.eu/muenchen-opernfestspieleprinzregententheater-oberon-koenig-der-elfen
  3. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/kritik-la-clemenza-di-tito-sellars-currentzis-crebassa-alzburger-festspiele-juli-2017
  4. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article211402905/Salzburger-Festspiele-Endlich-der-erhoffte-Coup.html
  5. https://kurier.at/kultur/auch-titus-muss-ins-krankenbett/277.551.021: https://kurier.at/kultur/auch-titus-muss-ins-krankenbett/277.551.021
  6. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/mozarts-la-clemenza-di-tito-mit-teodor-currentzis-und-peter-sellars-bei-salzburger-festspielen-8532425.html
  7. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/salzburger-festspiele-der-kosmos-der-letzten-dinge/20121906.html
  8. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/saengerfest-zum-dumpingpreis-parsifal-bei-den-bayreuther-festspielen
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5260262/Bayreuther-Festspiele_Parsifal-traegt-die-Religionen-zu-Grabe
  10. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/bayreuther-festspiele-wiederhoeren-macht-freude-ld.1308377
  11. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/bayreuther-festspiele/hintergrund/bayreuther-festspiele-kritik-parsifal-2017-haenchen-laufenberg-100.html
  12. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/bayreuther-festspiele-in-winnies-welt/20123758.html
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/langenlois-schloss-haindorf-die-lustige-witwe-leider-nur-eine-halbe-premiere
  14. www.deroperfreund.de ): http://www.deroperfreund.de/
  15. Peter Carl Fabergé: https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Carl_Faberg%C3%A9
  16. Aston Martin DB 5: https://de.wikipedia.org/wiki/Aston_Martin_DB5
  17. www.deropernfreund.de: http://www.deropernfreund.de/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/30-juli-2017


29. JULI 2017

by ac | 29. Juli 2017 08:50

Überall Flüchtlinge bei Peter Sellars „Tito-Medley“ . Hoch lebe Wolfgang Amadeus Mandela! . Copyright: Ruth Walz/Salzburger Feststspiele

Im Schein einer einzigen Lampe betritt Teodor Currentzis die völlig abgedunkelte Felsenreitschule. Das darf als mildere Exzentrizität des Dirigenten gelten, der bei manchen Klassikliebhabern inzwischen fast mythische Verehrung geniesst. Im russischen Perm hat er sich mit seinem Orchester MusicAeterna und dem zugehörigen Chor zwei Ensembles aufgebaut, deren Ruf längst bis in den Westen gedrungen ist. Dass Markus Hinterhäuser, der neue Intendant der Salzburger Festspiele, beide Ensembles nun für seine allererste Opernpremiere nach Salzburg eingeladen hat, ist eine kleine Revolution – war doch die Oper im Sommer traditionell fest in der Hand der Wiener Philharmoniker… („Neue Zürcher Zeitung“)

Die Meinung der „Welt“: Regisseur Peter Sellars meisterlich, Dirigent Teodor Currentzis neu in der Königsklasse: Salzburgs Intendant Markus Hinterhäuser feiert eine Traumeröffnung seiner ersten eigenen Festspiele… 

Peter Sellars ist grandios zurückgekehrt, und Teodor Currentzis hat sich etabliert. Mit einer wachen, nur selten, etwa in den blechernen Rezitativ-Überleitungen des Hammerklaviers, wider den Mozart-Stachel löckend. Eine rhetorisch kluge Deutung gelingen ihm und seinem disziplinierten Orchester, bewegt und beweglich, den Rhythmus für die Vorgänge oben entspannt vorgebend. Und Markus Hinterhäuser gelang so eine Traumeröffnung der ersten, wirklich von ihm konzipierten Festspiele. Denn es ist hier immer noch die Oper, die wirklich zählt. Und Mozart ist die Königsklasse. Auch wenn hier der König starb. (Quelle: „Die Welt“).

Der Pressespiegel über die Salzburger Eröffnungspremiere:

Mit Mozart die Gegenwart verstehen

Oberösterreichische Nachrichten[1]
Mozart und der Terror
Regisseur Peter Sellars und Dirigent Teodor Currentzis triumphieren bei den Salzburger Festspielen. Mozarts letzte Oper „La clemenza di Tito“ inszenieren sie als Parabel über Gewalt, Liebe und Verzeihen.
Der Spiegel[2]
La clemenza di Tito“ bei den Salzburger Festspielen: Mozarts letztes Testament?
In der mit Spannung erwarteten Neuproduktion von Mozarts später Oper „La clemenza di Tito“ bei den Salzburger Festspielen, die am 27. Juli Premiere feierte, treffen zwei „Wilde“ der Klassik-Szene aufeinander: der Dirigent Teodor Currentzis und der amerikanische Regisseur Peter Sellars.
BR-Klassik[3]
„La clemenza di Tito“: Ein neuer Mozart, der zu Tränen rührt
Zweifellos ein Erfolg: Regisseur Peter Sellars und Dirigent Teodor Currentzis heben bei der ersten Opern-Premiere der heurigen Salzburger Festspiele Mozart in die Gegenwart. Sängerin Marianne Crebassa rührt dabei zu Tränen.
Salzburger Nachrichten[4]
Mozart im völlig neuen Gewand
https://kurier.at/kultur/mozart-im-voellig-neuen-gewand/277.429.334[5]
La clemenza di Tito: Die AZ-Kritik
Münchner Abendzeitung[6]
Hoch lebe Wolfgang Amadeus Mandela! Hoch! Hoch!
Die Welt[7]
Regie-Terror gegen Mozarts Verräter
Die Presse[8]
Erfolg für Regisseur Peter Sellars in Salzburg
Hamburger Abendblatt[9]
Sympathien für den Attentäter?
Teodor Currentzis und Peter Sellars eröffnen den Opernreigen des diesjährigen Sommerfestivals mit einer in vielerlei Hinsicht gewagten Deutung von Mozarts «La clemenza di Tito».
Neue Zürcher Zeitung[10]

BAYREUTH: Rauschender Beifall für die Sänger in Bayreuths „Parsifal“

Wir haben noch keine Eigenkritik aus Bayreuth anzubieten, der Online-Merker bekommt die Karten erst für den dritten Durchlauf. Da aber die Premierenserie medial umfangreich abgehandelt wird und ich die Berichte als wohl aktuellster Internetauftritt der Branche nicht deshalb zurückhalten kann, soll es denn so sein. Sinn kann ich keinen großen darin erkennen.

Georg Zeppenfeld (Gurnemanz), Andreas Schager (Parsifal). Copyright: Bayreuther Festspiele/ Enrico Nawrath

„Parsifal“ ging offenbar ohne „Einzelkämpfer“ aus dem Publikum über die Bühne, die Rezensionen sind hervorragend. Wie bei den „Meistersingern (dort war es der „Nachtwächter“) musste auch diesmal eine Umbesetzung vorgenommen werden: Günther Groissböck (der Pogner der „Meistersinger“ und heute als „Fasolt“ im Rheingold eingesetzt) übernahm kurzfristig den „Titurel“. Im nächsten Jahr ist Groissböck als „Gurnemanz“ zu erleben.

Eine bessere Besetzung als in diesem Jahr gibt es kaum. Wenn aus dem Parsifal Andreas Schager das „Amfortas! Die Wunde!“ herausbricht, geht einem das durch Mark und Bein – wobei der Aufschrei immer noch Gesang bleibt. Die Stimme des österreichischen Tenors besitzt enorme Strahlkraft (mit Betonung auf beiden Silben) und zunehmend auch die gestalterische Leidenssubstanz, die es für einen überzeugenden und berührenden Parsifal braucht. Dazu kommt, dass er sich wie ein Mensch auf der Bühne bewegen kann. Georg Zeppenfeld ist als Gurnemanz längst eine Klasse für sich, Elena Pankratova eine glutvoll verführerische und leidende Kundry der Extraklasse. Dazu Ryan McKinny als Amfortas, Derek Welton als Klingsor und Günther Groissböck als Luxus-Einspringer in der Rolle des Titurel. Was sollte da – und wo – besser zu machen sein?

Bayreuth
Der Heilsbringer geht wieder baden
Wiener Zeitung[11]
Parsifal in Bayreuth: Ohne Kreuze der Erleuchtung
Hamburger Abendblatt
[12]

BAYREUTH: WER IST DER MANN HINTER DER MASKE?

Die Mannschaft um Masken-Chef Alexander Gees am grünen Hügel leistet Gewaltiges! Diese Maske mit all den angeklebten Silikonteilen im Gesicht erfordert knapp 2 Stunden Arbeit, bis sie fertig ist!

Foto: Twitter

Wer verbirgt sich hinter dieser Maske und um welche Rolle handelt es sich?

HEUTE: BERND WEIKL WIRD 75 . Er feiert diesen Geburtstag beim Wagner-Symposium in Drosendorf/ NÖ

Bernd Weikl bei seinem Besuch in der Galerie des Online-Merker (neuerdings „Strichelei“ genannt. Copyright: Barbara Zeininger

Seine Familie verzog von Wien zunächst nach Bodenmais am Arber im Bayerischen Wald und dann nach Mainz, wo er Volkswirtschaft studierte, zugleich jedoch 1962-65 das Konservatorium besuchte. 1965 wurde er an der Musikhochschule Hannover Schüler von Naan Pöld und von William Reimer. 1968 erhielt er den ersten Preis bei einem Gesangwettbewerb in Berlin. 1969 debütierte er am Staatstheater Hannover als Ottokar im »Freischütz«. 1970-73 sang er an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Bereits 1972-73 wirkte er als Melot in »Tristan und Isolde« unter Herbert von Karajan bei den Osterfestspielen von Salzburg mit. Bei den Festspielen von Bayreuth kam er zu einer langen, erfolgreichen Karriere…

Bernd Weikl ist auch Doktor der Betriebswirtschaft. Er ist nach wie vor sehr aktiv und mehrfacher Buch-Autor!

Die Redaktion des Online-Merker gratuliert auf diesem Weg herzlich zum 75er!

Anna Netrebko entwirft 15teiliges Tee-Service – und verkauft es in Salzburg

Ob der Preis am Ende der Festspiele herabgesetzt wird, wenn die beiden Vorstellungen von Verdis „Aida“ ohne die Netrebko, dafür aber mit ihrem Gatten steigen? Derzeit kostet das von der Sängerin entworfene 15-teilige Teeservice mit Wüstenmotiven noch 2.399 Euro. Hergestellt wird es von der „Imperial Porcelain Manufactory“ in St. Petersburg. Offenbar ist Russland, ohne dass wir es bemerkt hätten, neuerdings Kaiserreich…

Anna Netrebko: Ihr kaiserlich-russisches Teeservice
Opernsängerin Anna Netrebko hat ein 15-teiliges Teeservice gestaltet, das im Laden der Salzburger Festspiele verkauft wird. Ist Russland neuerdings wieder ein Kaiserreich?
Münchner Abendzeitung[13]

BADEN bei Wien: Musical GRAND-HOTEL. Premiere

Sona MacDonald. Copyright: Christian Husar/ Bühne Baden

Auszüge aus dem Premierenbericht von Renate Wagner: Es gibt Musicals, die es einfach nicht bis nach Wien schaffen – „Grand Hotel“ zum Beispiel, vor ein paar Jahren in Linz, ist jetzt in Baden bei Wien noch ein Stückchen näher gerückt, mehr wird es wohl nicht werden. Und wenn man es sehen will, muss man hierher fahren. Was sich durchaus lohnt – wenn auch nicht um des Werks selbst willen.

Woran liegt das? Nun, die Sache ist einfach nur ganz routinierte Konfektion, eine Vorlage, die im Glücksfall – wie diesmal – einiges von sich her machen kann, aber letztlich nicht von der Substanz lebt, sondern nur von der Interpretation abhängig bleibt. Weder ein total flaches Libretto noch eine gänzlich uninspirierte Musik ohne den geringsten Ohrwurm und den geringsten zündenden Einfall machen „Grand Hotel“ zu dem, was es sein könnte…

Denn Sona MacDonald hat die Elsaweta Gruschinskaja, die alternde Ballerina (bei der man unweigerlich an Margot Fonteyn denkt…) schon im März vorigen Jahres an ihrem Josefstädter Stammhaus gespielt, genauer, in den Kammerspielen, wo eine Dramatisierung von „Menschen im Hotel“ in Szene ging. Die Theaterfassung (Regie: Cesare Lievi) gab ihr die Möglichkeit, die Demontage der Figur, die Tragödie des Alters, die herzzerreißende Sehnsucht nach noch einmal Liebe, noch einmal Erfolg gnadenlos und ohne jeglichen Schönheits-Effekt auszuspielen… Im Musical sind die Anforderungen anders, das ist wie Kino, das verlangt glatte Klischee, die gefällige Tragik…

Und Bettina Mönch als „Flämmchen“ ist die Bombe, die ununterbrochen explodiert und kein Unheil anrichtet, sondern nur für atemberaubendes Tempo und sogar ein wenig für ein Schicksal sorgt. ..

Zum Premierenbericht[14] von Renate Wagner

Salzburg: „Jedermann“ wieder verregnet – und daher im Festspielhaus (28.7.)

Tobias Moretti (Jedermann), Edith Clever (Mutter). Copyright: Matthias Horn/ Salzburger Festspiele

Es ist sicher nicht das stärkste Stück von Hofmannsthal und hätte Max Reinhardt im Jahr 1920 nicht die Königsidee gehabt, mit einer Aufführung des „Jedermann“ die schon lange diskutierte Idee von Festspielen in Salzburg in die Tat umzusetzen, wäre das Stück heute wahrscheinlich total vergessen. Auch über die Aufführungen in Salzburg wurde immer wieder gelästert. Die Speerspitze dieser Lästerer war Helmut Qualtinger mit seinem berühmtem Satz: „Das Stück passt überall hin, nur nicht nach Salzburg.“ Immer wieder gab es Überlegungen, das Stück neu zu schreiben, aber auch so bedeutende Autoren wie Peter Handke lehnten ab…

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass Tobias Moretti es abgelehnt hat in dieser gelungenen Produktion die Titelrolle zu verkörpern und noch weniger zu verstehen, dass die Festspielleitung vor dem „TV-Star“ offenbar in die Knie gegangen ist, zumal eine neue Produktion maximal 3 Saisonen am Spielplan sein  kann, weil 2020 in jedem Fall eine Neuinszenierung fällig ist…

Man engagierte also Michael Sturminger als neuen Regisseur, der sich beim ersten Pressetermin brüstete, eine zeitgenössische Inszenierung zu machen, als ob das heute noch etwas Besonderes wäre…

Zum Bericht [15]von Heinrich Schramm-Schiessl

Österreich: Kulturminister Drozda will Grundeinkommen für Künstler
Kurier[16]
Vorstoß bei Grundeinkommen für Künstler
„Man sollte das für einen überschaubaren Personenkreis einige Zeit, etwa zwei Jahre, anschauen“, so Kanzleramtsminister Drozda.
Wiener Zeitung[17]

Ob Herr Dr. Drozda gut beraten ist, mit der Forderung nach Grundeinkommen mit den Künstlern zu beginnen (wohlgemerkt, nicht für alle Künstler, sondern für ausgewählte) lasse ich dahingestellt. Alle Künstler zu bedenken wäre absurd, dann hätten wir in Österreich nur mehr Künstler (worunter viele Lebenskünstler wären). Früher hat sich der Staat Hofnarren gehalten, heute nennt man das Staatskünstler.

Ob das das Steuer für die Wahl noch herumreissen kann?

Verliert Salzburg seinen Bürgermeister?

Schuldsprüche im Swap-Prozess: Heinz Schaden vor Rücktritt
Der Bürgermeister wurde zu drei Jahren, ein Jahr davon unbedingt, verurteilt. Ex-Landeshauptmann-Stellvertreter Othmar Raus und der ehemalige Leiter der Finanzabteilung Hofrat Eduard Paulus erhielten zwei Jahre, sechs Monate davon unbedingt.
Salzburger Nachrichten[18]

Angekündigt hat er seinen Rücktritt im Fall einer Verurteilung jedenfalls. Er kann allerdings die Rechtskraft des Urteiles noch abwarten – und das kann Jahre dauern!

Messerattacke in Hamburg: Ein Toter, mehrere Verletzte
Ein Mann attackierte in einem Supermarkt im Norden Hamburgs mehrere Menschen. Zeugen zufolge rief der Mann „Allahu Akbar“. Einem Medienbericht zufolge war er Behörden als Islamist bekannt.
Die Presse[19]

Da vergeht mir natürlich die Lust auf  einen Scherz zum Abschluss der Kolumne!

Deshalb wünsche ich mit ernster Miene einen schönen Tag!

A.C.

  1. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Mit-Mozart-die-Gegenwart-verstehen-lernen;art16,2636044
  2. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/musik/salzburger-festspiele-2017-mozart-und-der-terror-a-1160102.html
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/salzburger-festspiele/salzburger-festspiele-2017-clemenza-di-tito-sellars-currentzis-100.html
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/zeitung/sn/artikel/clemenza-di-tito-symbolpolitik-versus-echte-empfindung-258273/
  5. https://kurier.at/kultur/mozart-im-voellig-neuen-gewand/277.429.334: https://kurier.at/kultur/mozart-im-voellig-neuen-gewand/277.429.334
  6. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.salzburger-festspiele-la-clemenza-di-tito-in-der-felsenreitschule-die-az-kritik.7a488c5c-effd-489a-82fc-a13ded9d9b33.html
  7. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article167143357/Hoch-lebe-Wolfgang-Amadeus-Mandela-Hoch-Hoch.html
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/klassikkritik/5259976/Salzburger-Festspiele_RegieTerror-gegen-Mozarts-Verraeter
  9. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211394039/Erfolg-fuer-Regisseur-Peter-Sellars-in-Salzburg.html
  10. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/salzburger-festspiele-sympathien-fuer-den-attentaeter-ld.1308405
  11. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/907561_Der-Heilsbringer-geht-wieder-baden.html?em_view
  12. Hamburger Abendblatt
    : http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211392309/Parsifal-in-Bayreuth-Ohne-Kreuze-zur-Erleuchtung.html
  13. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.salzburger-festspiele-anna-netrebko-ihr-kaiserlich-russisches-teeservice.2171ac17-9434-4595-ae7c-2d4507500b40.html
  14. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/noe-baden-bei-wien-grand-hotel
  15. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/salzburgfestspiele-grosses-festspielhaus-jedermann
  16. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/drozda-plaediert-fuer-modellprojekt-mit-grundeinkommen-fuer-kuenstler/277.553.289
  17. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/907554_Vorstoss-bei-Grundeinkommen-fuer-Kuenstler.html?em_view
  18. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/finanzskandalsalzburg/sn/artikel/urteil-im-swap-prozess-schuldspruch-fuer-buergermeister-schaden-258435/
  19. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/welt/5260171/Messerattacke-in-Hamburg_Ein-Toter-mehrere-Verletzte

Source URL: http://der-neue-merker.eu/29-juli-2017


28. JULI 2017

by ac | 28. Juli 2017 08:32

Salzburger Festspiele nun auch offiziell eröffnet. „Tito“-Premiere sorgt für genügend Diskussionsstoff

Die Ära von Intendant Markus Hinterhäuser hat nun auch offiziell begonnen. Er sucht nach Wegen und künstlerischen Konstellationen, in denen vor allem „Strategien der Macht“ hinterfragt werden. Was ist denn nun diese Macht? Wie hat sie sich verändert in den Jahrhunderten?

Der deutsche Rechtsanwalt und Schriftsteller Ferdinand von Schirach baute um dieses Thema seine Festspielrede. Er kreist um die Macht – darum, was sie ist, was sie mit uns macht – und auch darum, wie sich der Umgang mit Macht verändere.

Es gab zahlreiche Festreden, einige sind in den nachstehenden Presseberichten auch in vollem Wortlaut zu lesen:

Eröffnung der Salzburger Festspiele: Die Rede des Kulturministers im Wortlaut
Am Donnerstag fand der offizielle Eröffnungsakt der Salzburger Festspiele statt. Neben Festredner Ferdinand von Schirach und Bundespräsident Alexander Van der Bellen hielt auch Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) eine Rede – hier im Wortlaut.
Salzburger Nachrichten[1]
Salzburger Festspiele 2017 sind eröffnet: „Der Volkszorn ist unberechenbar“
Bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele beleuchtete Ferdinand von Schirach verschiedene Aspekte der Macht und zeigte, welch filigranes Gefüge die Demokratie ist.
Salzburger Nachrichten[2]
Ferdinand von Schirach: Rousseau hat sich geirrt
Der Standard[3]
Das Recht als Schutz vor Macht
Der Festspielredner Ferdinand von Schirach warnte bei der Eröffnung vor der „Schwarm-Bosheit“.
Wiener Zeitung[4]

Die erste Musiktheater-Premiere war „La clemenza di Tito“

Und diese war bezüglich Dirigent und Regisseur wirklich aufregend besetzt – mit zwei Exzentrikern

Der Intendant mit den Herren Currentzis und Sellars. Foto: Anne Zeuner/ Salzburger Festspiele

Auszug aus dem „Kurier“: Die erste szenische Opernpremiere der neuen Intendanz in der Felsenreitschule wurde vom Publikum mit viel Applaus (und wenigen szenischen Einwänden gegen die Regie) bedacht.

Teodor Currentzis dirigiert am Pult seiner musicAeterna aus Perm Mozarts „La Clemenza di Tito“, aber nicht nur das, sondern in einer völlig neuen Fassung auch Teile aus dem Requiem, der Maurerischen Trauermusik u. a.

 Manches in dieser kühnen Zusammenstellung gelingt traumhaft schön, die Farbenpracht ist hinreißend, die dramaturgische Gestaltung nicht durchwegs überzeugend, die meisten Tempi sind extrem ausgereizt.
Die Regie von Peter Sellars bringt eine Geschichte von Flüchtlingen und Terror auf die Bühne, der milde Kaiser beendet verzweifelt sein Leben... (Quelle: „Kurier“)
Kritik: La clemenza di Tito – Strafe oder Vergebung?
Die erste Opernpremiere der Salzburger Festspiele, Mozarts „La clemenza di Tito“, liefert jede Menge Diskussionsstoff.
Salzburger Nachrichten[5]
Mozart im völlig neuen Gewand
Kurier[6]
 
 
Hans Sachs (Michael Volle) bei seiner Schlussansprache . Copyright/Bayr.Festspiele/E.Nawrath“
Freitag, 28. Juli 2017, 20.15 Uhr, 3sat
Erstausstrahlung

Heute haben Sie also Gelegenheit, die mit Spannung erwartete Premiere selbst zu erleben. Sie sind also nicht mehr darauf angewiesen, sich erklären zu lassen, was Ihnen zu gefallen hat und was nicht. Es ist schon längere Zeit her, da war eine Bayreuther Festspieleröffnung ein Ritual mit mythischen Zügen. Die Auserwählten (gemeint sind die Besucher der Festspiel-Eröffnungspremiere) wurden um dieses Privileg beneidet. Heute sieht man so eine Eröffnungspremiere im Kino und zwei Tage später im TV. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten, ob sie der Sache gut tut, ist eine andere Frage. Die Kinos waren in Deutschland nicht besonders gut besucht (bei uns in Wien etwas besser), Opernfreunde, denen die Zugpferde Jonas Kaufmann und Anna Netrebko nicht der alleinige Grund für einen Opern-Kino-Besuch sind,  sind eine Minderheit.

Unser Rezensent Sigi Brockmann vermutet anhand des nur auf Großleinwand zu sehenden Mienenspiels der Akteure, dass heute die Inszenierungen eigens auf Kino und TV zugeschnitten werden. Dazu zwei Beispiele: Liszt mokiert sich beim Vorspiel mimisch recht deutlich über die Fehler, die Wagner offenbar beim Klavierspielen macht, das erwähnte ich auch in meinem Bericht.  Sachs singt den Wahnmonolog bekanntlich im Nürnberger Gerichtssaal. Bei „wie friedsam treuer Sitten … liegt nicht in Deutschlands Mitten mein liebes Nürnberg“ schließt er die Augen, d.h. er sieht sein Nürnberg nur vor dem inneren Auge. Beides und andere Einzelheiten auch  konnte im Festspielhaus keiner sehen. Da fragt man sich, wie manchmal auch bei den Übertragungen aus der MET, ob die Regie nicht ziemlich stark auf die grosse Zahl der Kino- u.o. Fernsehzuschauer abhebt. In diesem Sinne grüßt S. Brockmann

Bayreuth: Buh-Rufe bei „TRISTAN  UND ISOLDE“ waren die Aktion eines Einzelnen

Angeblich soll es nur ein einzelner Besucher gewesen sein, der in die Schlussakkorde sein deplatziertes „Buh“ hineinbrüllte. Da man in Bayreuth wegen der Beengheit der Sitzreihen nicht rasch flüchten kann, wurde der gute Mann von den Sitznachbarn identifiziert und hoffentlich mit den richtigen Worten bedacht. Auch kann es – wenn sich Umsitzende an die Festspielleitung wenden – kein Problem sein, die Identität auch im Kartenvergabebüro festszustellen. Hier handelt es sich nämlich um keine freie Meinungsäußerung (die hätte 3 Minuten später stattfinden können), sondern um eine Störung der anderen Festspielgäste und damit eine Störung der Hausordnung.

Übrigens – der Merker Michael Tanzler – durchaus für solche Aktionen gut, hat ein Alibi. Außerdem hält er es mit Wagner wie ich mit der italienischen Oper.

Bayreuth
Tristan und Isolde wollen leben
Die Presse[7]
Thielemanns Liebestrank
BR-Klassik[8]
Bayreuther Publikum lacht Buh-Rufer bei Tristan-Premiere aus
https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/bayreuther-festspiele/bayreuther[9]
Der etwas andere König
Bayreuth zeigt zum dritten Mal Katharina Wagners Inszenierung von „Tristan und Isolde“.
Wiener Zeitung[10]
Katharina Wagners Tristan und Isolde wieder auf dem Grünen Hügel
Münchner Abendzeitung[11]

ECHO-KLASSIK-PREISTRÄGER STEHEN FEST

 

Hier geht es zur LISTE DER ZU EHRENDEN [12]

Der Tenor Jonas Kaufmann erhält den Echo Klassik für den „Bestseller des Jahres“. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Donnerstag mit. Sein Album „Dolce Vita“ sei nach Verkäufen auf dem Spitzenplatz gelandet. Im vorigen Jahr hatte Kaufmann mit „Nessun Dorma – The Puccini Album“ in der selben Kategorie gewonnen.

Die Überpräsenz von Jonas Kaufmann bei solchen Gelegenheiten braucht in diesem Fall nicht diskutiert zu werden: Entschieden haben nämlich die Fakten. Er hat die meisten Tonträger in einer Branche verkauft, die total am Boden liegt, mit der kaum Geld zu lukrieren ist.  Das ist eine anerkennenswerte Leistung – auch wenn vielen die ständige Präsenz bei solchen Gelegenheiten nervt. Anderseits wird niemand so beworben wie er – das ist ein Kreislauf. Wie sagte doch mein Vater selig: Von nichts kommt nichts!

Neu in unseren Kritiken: Savonlinna: Rigoletto & Iolanta – 13. & 25.7.2017

In diesem Jahr feiert Finnland seine 100jährige Unabhängigkeit von Russland. Dementsprechend war auch das diesjährige Programm der Opernfestspiele von Savonlinna auf dieses Ereignis ausgerichtet. So war es nur konsequent, dass Aulis Sallinens neues Werk „Die Burg im Wasser“, seine Oper „Kullervo“ sowie Sibelius‘ gleichnamige frühe Sinfonie einen Themenschwerpunkt bildeten. An Neuinszenierungen standen Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ (wurde nicht besucht) und Verdis „Rigoletto“ auf dem Programm, wobei letzteres Werk weniger eine Neuproduktion als vielmehr eine Ûbernahme von Londons Royal Opera House Covent Garden war.

Ekaterina Morozova als Iolanta. Foto: Soila Puurtinen, Itä-Savo

Zum Bericht[13] von Sune Manninen

Athen: IL TROVATORE: Hände, Köpfe und keine Ideen

Die Athener Nationaloper bietet als zweite Openair-Produktion des Sommers im Rahmen des Athens & Epidauros Festivals eine Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis „Il Trovatore“. Die Inszenierung von Stefano Poda, der auch gleich Bühnenbild, Kostüme und Licht entwarf, feierte vor fünf Jahren ihre Premiere im Odeion des Herodes Attikus. Auch wenn der Italiener sozusagen alle Fäden in der Hand hält, von einem Gesamtkunstwerk ist dieser Opernabend weit entfernt…

Zum Bericht[14] von Ingo Starz

Stuttgarter Ballett: „ROMEO UND JULIA“ mit vielen Abschieden und einer Rückkehr

Robert Robinson (Tybalt) hier mit Friedemann Vogel als Gegenspieler Romeo (links). Copyright: Stuttgarter Ballett

Zum Bericht [15]von Udo Klebes

„La clemenza di Tito“ hat Saison – auch in Glyndebourne

Richard Croft in der Titelrolle. Copyright: Monika Rittershaus

La clemenza di Tito, Glyndebourne Festival Opera, review
Tito and Sesto’s relationship was totally implausible
The Independent[16]

Filme der Woche

FimPoster  In Zeiten abnehm. Licht~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[17]

Die grundsätzliche Problematik dieser Romanverfilmung – „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge – gleicht jener von „Die Geschichte der Liebe“ von Nicole Krauss, derzeit im Kino. In beiden Fällen hat man es mit einem Generationen umgreifenden, in vielen Personen- und Handlungssträngen nebeneinander laufenden Werk zu tun. Woran Radu Mihaileanu in der „Liebe“ gescheitert ist, das gelang Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase und Regisseur Matti Geschonneck für die DDR-Saga Ruges souverän, weil sie sich nach dem Motto „weniger ist mehr“ zur Konzentration entschlossen.

Was sich hier im Roman über die Jahrzehnte von 1952 bis 2001 erstreckt, konzentriert sich im Film auf einen Tag – auf den 1. Oktober 1989 in Ostberlin (pardon: Berlin, Hauptstadat der DDR). Aber zumindest die Vergangenheit der Familie kommt gesprächsweise immer wieder zum Tragen (die Zukunft weiß man ja noch nicht – außer, dass bald das ganze System zusammen krachen wird). Liebhaber des Romans, den nur wenige als konfus und langweilig bezeichnet haben, viele aber als genial gelobt, fühlten sich im Film um die Familiensaga betrogen. Aber gelungen ist etwas ganz Besonderes: einerseits eine Schilderung der DDR ganz kurz vor ihrem Ende, andererseits die so verschiedenen, so divergierenden Schicksale, die nur in einem Fall – die des zentralen Wilhelm Powileit – selbst gewählt waren. Wie die übrigen mit ihren DDR-Existenzen umgehen, das gibt vielleicht nur in zweiter Linie eine „Buddenbrooks“-Saga (und entschieden glanzloser), aber eine Analyse von Zeit und Gesellschaft, wie man sie in dieser Konzentration auf der Leinwand nur selten erleben darf…

Politik: Neues von Kurz und Pilz

Team Kurz: Ex-Leichtathletin Kira Grünberg wird auf Listenplatz zehn kandidieren und soll sich vor allem im Bereich der Behindertenförderung engagieren.

Kira Grünberg, Sebastian Kurz. Foto: APA/ Hans Klaus Techt

https://kurier.at/politik/inland/kira-gruenberg-ist-neue-im-kurz-team/277.500.494[18]

Team Pilz: 

Liste Pilz. Der Chef mit den Neuen. Foto: APA/ Roland Schlager

SPÖ-Mandatarin Daniela Holzinger, der Budgetsprecher der Grünen Bruno Rossmann und der Kultursprecher Wolfgang Zinggl unterstützen die Liste Pilz und werden auch kandidieren.

Kultursprecher Zinggl ist mir ein Begriff, der Mann ist ein hervorragender Recherhierer. Von den GrünInnen wurde er entsorgt. Um ihn wäre es jammerschade gewesen!

Kurz und Pilz werden mir schön langsam unheimlich. Der österreichische Wahlkampf wird spannend (und vermutlich auch schmutzig) wie nie zuvor.

Wer Dreck scheut, hat in der Politik nichts verloren!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/eroeffnung-der-salzburger-festspiele-die-rede-des-kulturministers-im-wortlaut-258038/
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-2017-sind-eroeffnet-der-volkszorn-ist-unberechenbar-258089/
  3. Der Standard: http://derstandard.at/2000061895289/Ferdinand-von-Schirach-Rousseau-hat-sich-geirrt
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/907304_Das-Recht-als-Schutz-vor-Macht.html?em_view
  5. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/oper/sn/artikel/kritik-la-clemenza-di-tito-strafe-oder-vergebung-258275/
  6. Kurier: https://kurier.at/kultur/mozart-im-voellig-neuen-gewand/277.429.334
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5259439/Bayreuther-Festspiele_Tristan-und-Isolde-wollen-leben
  8. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/bayreuther-festspiele/bayreuther-festspiele-tristan-und-isolde-kritik-thielemann-100.html
  9. https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/bayreuther-festspiele/bayreuther: https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/bayreuther-festspiele/bayreuther
  10. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/907324_Der-etwas-andere-Koenig.html?em_view
  11. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.konzertkritik-bayreuther-festspiele-katharina-wagners-tristan-und-isolde-wieder-auf-dem-gruenen-huegel.bf389f7b-9354-4382-af13-44b86b0b6890.html
  12. LISTE DER ZU EHRENDEN : http://www.echoklassik.de/klassik-startseite/
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/savonlinna-rigoletto-iolanta
  14. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/athen-greek-national-opera-odeion-des-herodes-attikus-il-trovatore-haende-koepfe-und-keine-ideen-wiederaufnahme
  15. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/stuttgart-romeo-und-julia-stuttgarter-ballett-mit-vielen-abschieden-und-einer-rueckkehr
  16. The Independent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/la-clemenza-di-tito-review-glyndebourne-festival-opera-a7862451.html
  17. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  18. https://kurier.at/politik/inland/kira-gruenberg-ist-neue-im-kurz-team/277.500.494: https://kurier.at/politik/inland/kira-gruenberg-ist-neue-im-kurz-team/277.500.494

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-juli-2017