21. JULI 2017

by ac | 21. Juli 2017 08:50

Bildergebnis für bregenz: mose in egitto
Bregenz: Festspielpremiere „Mose in Egitto“ von G. Rossini. Copyright: ORF

Die zweite Premiere der Bregenzer Festspiele, Rossinis zu Unrecht selten gespielte Oper „Moses in Ägypten“ brachte der intendatin den am Vortag verwehrten Erfolg. Im Festspielhaus werden sinnvollerweise meist Opernraritäten zur Aufführung gebracht, die im normalen Opernalltag keinen Platz finden. Diesfalls ist es, wie erwähnt, unverständlich, denn das Werk enthält nicht nur einige schöne Arien, im typischen Rossini-Stil, mit allen Schwierigkeiten für die Sänger (vor allem dem Tenor), sondern auch packende, dramatische Szenen, die man bei diesem Komponisten selten hört. Vor allem der Schlussakt mit kann mit vielen prominenten Opern mithalten.

Die Inszenierung von Lotte de Beer erzählt, bestens unterstützt durch den Bühnenbildner Christof Hetzer (der auch für die Kostüme entwarf) die dramatische Geschichte der Flucht der Hebräer aus Ägypten, verbrämt durch eine Liebesgeschichte. Mithilfe einer Videoprojektionsfläche, einer riesigen Kugel, werden die Szenen illustriert…

Zum Premierenbericht[1] von Johannes Marksteiner

Bregenz: Blitz und Donner bei „Carmen

Szene aus "Carmen"
Lichtprojektionen bei „Carmen“. Foto: Bregenzer Festspiele/ Anja Köhler

Auszug aus dem Bericht von Peter Skorepa: Dass durch die mumienhaften Plastikverkleidungen das Publikum während der Vorstellung den Künstlern so gut wie keinen Applaus zukommen ließ – oder besser zulassen konnte – wirkte  seltsam. Den Feinden von Applaus sei es gesagt, so würde Zirkus Oper nicht lange mehr existieren.

Der teils begeisterte Schlussapplaus des sich enthüllt habenden Publikums galt vor allem den beiden singenden Damen, besonders der Carmen der Arquez.

Fazit: Ohne Regen sehenswert! Und wo sieht man sonst im zweiten Akt eine gedoubelte Carmen ins Wasser springen und entfliehen und die echte Carmen im vierten Akt als eine wie echt wirkende Wasserleiche enden!
Und ein Feuerwerkerl light gab es auch zu der Einleitungsmusik des vierten Aktes und störte daher nicht sonderlich.

Zum Premierenbericht[2] von Peter Skorepa

Meinung des ORF:

Wenn Blitz und Donner während einer Vorstellung der Bregenzer Festspiele über dem Bodensee wüten, kann man das als schlechtes Zeichen werten – oder als perfekte dramaturgische Untermalung. Ganz klar Letzteres wurde es am Mittwochabend während der Premiere von Georges Bizets „Carmen“. Der Inszenierung von Kasper Holten gelingt der Spagat, das große Schicksals- und Eifersuchtsdrama um die erotische Freiheitssucherin bildgewaltig und berührend zugleich auf den See zu bringen, der hier mehr als nur die bühnentragende Rolle spielt.

Klar ist in Bregenz aber ohnehin eines: Der wirkliche Star ist die Bühne, für „Carmen“ besteht sie aus zwei aus dem See ragenden Händen und einem Kartenspiel. Es ist die Vergrößerung einer Schlüsselszene des Stücks, in der Carmen sich die Karten legt, und dabei immer wieder ihr tödliches Schicksal herauslesen muss…
 
Weitere Pressemeinungen:
Unsere Video-Nachtkritik zu „Carmen“ bei den Bregenzer Festspielen
Mittwoch Abend starteten die Bregenzer Festspiele mit der Premiere von Bizets „Carmen“ auf der Seebühne. Zwar regnete es 70 Minuten – dennoch sei eine spektakuläre Inszenierung gelungen, urteilt unser Kollege. Sehen Sie hier seine Video-Nachtkritik:
Münchner Merkur[3]
Carmen-Spektakel mit Blitz und Donner
Stierkampf, Feuerwerk, Akrobatik und jede Menge Wasser. Am Mittwoch feierte Bizets „Carmen“ auf der Bregenzer Seebühne Premiere – vor spektakulärer Kulisse. Hinzu kam ein heftiges Gewitter, das die Bühne in eine glitschige Rutschpartie verwandelte.
BR-Klassik[4]
„Carmen“-Premiere: Unberechenbare Natur und Seele
Der Trumpf der Inszenierung auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele ist das Bühnenbild von Es Devlin. Regisseur Kasper Holten könnte es noch stimmungsstärker bespielen. Die musikalische Interpretation gelang hochklassig
Der Standard[5]
Regen – die Frisur hält
Kurier[6]
Unaufhaltsamer Tanz zum Tod – Die 72. Bregenzer Festspiele eröffnen mit Bizets „Carmen“
Neue Musikzeitung/nmz.de[7]
Ein nasses Grab für fulminante Carmen
http://orf.at/bregenzerfestspiele17/stories/2399641/[8]
Oberammergau: Der fliegende Holländer

OBERAMMERGAU/Passionsspielhaus: DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – 16. Juli 2017

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Copyright: Klaus Billand

Oberammergau – da denkt man doch an die alle zehn Jahre statt findenden Passionsspiele! Zum ersten Mal hat man aber den langen zeitlichen Zwischenraum schon im Jahre 2015 genutzt, um auf der Riesenbühne des Passionsspielhauses eine Oper aufzuführen, und zwar „Nabucco“ von G. Verdi. Eine zentrale Rolle spielt dabei der auch in Oberammergau geborene Christian Stückl, der seit 1987 Spielleiter der Passionsspiele Oberammergau ist und sie 2020 bereits zum vierten Mal leiten wird. Seit 2002 ist Stückl auch Intendant des Münchner Volkstheaters. Er ist mittlerweile auch ein weithin bekannter Opernregisseur und u.a. 2005 mit „Fidelio“ in Köln, 2009 mit „Palestrina“ an der Bayrischen Staatsoper München und in der Spielzeit 2011/12 an der Staatsoper Hamburg mit „Ariadne auf Naxos“ hervor getreten…

Immerhin 2.700 Zuschauer und -hörer bei einer Kapazität von 3.100 waren an diesem Abend im Passionsspielhaus und erlebten eine sehr gelungene Aufführung des „Fliegenden Holländer“. Der Bühnen- und Kostümbildner Stefan Hageneier, der schon seit langen Jahren mit Christian Stückl zusammen arbeitet, wusste die breite Oberammergauer Bühne sehr gut auf das Geschehen der Oper zu fokussieren. In der Mitte der ganz in hellblau gehaltenen Bühne zwischen zwei seitlichen Wänden mit Öffnungen für Auf- und Abtritte rotiert fast ständig eine Drehbühne, die einen breiten Zylinder trägt, der bei fortwährender Rotation stürmische Fluten zeigt und so die Präsenz des alles beherrschenden Meeres suggeriert. Die Handlung dramaturgisch akzentuierend öffnet sich dieser Zylinder einige Male und gibt so gegen Ende des Holländer-Monologs dessen Schiff frei, eine eindrucksvolle Dreimast-Kogge unter vollen Segeln. Ein Norwegerschiff ist nicht zu sehen. Im 2. und 3. Akt zeigt der Zylinder die Brücke am Heck des Holländer-Schiffes, in dem auch die in einem Gefängnisartgen Verschlag sitzenden  und wie aus einer anderen Welt anmutenden Matrosen des Holländers sichtbar werden. Stefan Hageneiers Kostüme sind weitgehend schlichter Seemannsästhetik verpflichtet. Allein der Holländer sticht mit einem befremdlich wirkenden weißen Bärenfellkostüm kontrastreich hervor. Die den Umständen entsprechend spießig wirkenden Spinnerinnen inkl. Mary tragen biedere Hausmannskleidung – fast alle haben eine Brille…

Zum Bericht[9] von Klaus Billand

 
Auftstrebende Dirigentin: Mirga Gražinytė-Tyla

Mirga Grazinyte-Tyla conducts the Juilliard Orchestra at Alice Tully Hall on Monday night, September 26, 2016. This image: Mirga Grazinyte-Tyla conducts the Juilliard Orchestra in Berlioz's "Symphonie fantastique." (Photo by Hiroyuki Ito/Getty Images)

Hat sich ihren komplizierten Namen selbst ausgedacht: Die litauische Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla. Quelle: Getty Images

Manuel Brug in „Die Welt“ gibt sich sexistisch: Jetzt sind wir mal sexistisch. Doch, es ist schön, mehr als nur ästhetisches Vergnügen, diesen wohlgestalteten, alabasterfarbenen Frauenarmen zuzusehen. Die schwingen so elastisch wie harmonisch durch die Luft, halten mal einen Stab, dann wieder versuchen sie es mit reinem Fingerspitzengefühl. Dazu fliegt aschblondes Haar. Die unterleibslose Dame mit der grau schimmernden ärmellosen Seidenbluse wendet sich, graziös aus der Taille schwingend, nach links und rechts, teilt generös aus, hält aber die Zügel straff…

Aufstrebende Dirigentin: „Sie hat echt die Eier dafür“
Die Welt[10]

Deutscher Opernheld in Moskau: Selbstversuche mit eisernen Fußketten
Der Held der Armen: Die Oper „Doktor Haass“ nach Ljudmila Ulitzkaja am Moskauer Helikon-Theater würdigt einen deutschen Arzt, der in Russland eine Legende ist…

In der Moskauer Helikon-Oper läuft in dieser Saison ein Musikdrama über einen deutschen Arzt, der in seiner Heimat nur wenig bekannt, in Russland aber eine Legende ist. „Doktor Haass“, so der Titel des Stücks, schildert den Lebensweg des Arztes Friedrich Joseph Haass (1780 bis 1853), der, ein Zeitgenosse von Zar Nikolaus I., als „Heiliger Doktor von Moskau“ verehrt wird. Der in Bad Münstereifel geborene Haass kam als junger Mediziner ins Russische Reich, behandelte zunächst die vornehme Gesellschaft, um sich dann den Strafgefangenen und Armen zu widmen, deren Los er entscheidend verbesserte, wobei er jedoch Amtsträger gegen sich aufbrachte und selbst verarmte…
Frankfurter Allgemeine[11]

„Für die Musik darf man ruhig das Gehirn bemühen“ – Dirigent Michael Gielen feiert seinen 90.Geburtstag
Neue Musikzeitung/nmz.de[12]

FÜRSTENFELDBRUCK/ Bayern: NABUCCO (29. und 30. Juli)

Nabucco am Samstag, 29. Juli 2017, 19.30 Uhr und Sonntag, 30. Juli 2017, 16 Uhr Ort: Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Fürstenfeld 12, 82256 Fürstenfeldbruck

nabucco

Carolin Nordmeyer (Musikalische Leitung) Birgit Kronshage (Regie) Tamara Oswatitsch (Ausstattung, Licht) Andreas Obermayer (Chor) Martin Lade (Dramaturgie)  –  Besetzung: Attila Mokus (Nabucco) Oxana Arkaeva (Abigaille) Cornelia Lanz (Fenena) Stefano Hwang (Ismaele) Martin Jeaseok Ohu (Zaccaria) Soomin Yu (Anna) Marcus Weishaar (Il Gran Sacerdote di Belo) Manuel Ried (Abdallo) – Philharmonischer Chor Fürstenfeld – Akademisches Sinfonieorchester München

Festival d’Aix-En-Provence 2017 Review – The Rake’s Progress


THE RAKE’S PROGRESS (repetition) (Igor Stravinski), mise en scene de Simon McBurney, Direction musicale Eyvind Gullberg Jensen, Orchestre de Paris au theatre de l’Archeveche dans le cadre du Festival d’Aix en provence du 5 au 18 juillet 2017. Avec: Ann Trulove:Julia Bullock, Tom Rakewell: Paul Appleby, Nick Shadow: Kyle Ketelsen, Trulove: David Pittsinger, Mother Goose: Hilary Summers, Baba la Turque: Andrew Watts, Sellem: Alan Oke, Keeper of the Madhouse et Nick Shadow 2: Evan Hughes. (photo by Pascal Victor/ArtComPress)

An Imaginative Production & Solid Cast Lend Insightful Reading of Stravinsky’s Neo-Classic Masterwork
http://operawire.com/aix-en-provence-festival-2017-review[13]

Suizid

Schock und tiefe Trauer nach Tod von Linkin-Park-Sänger

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Chester Bennington beging offenbar Selbstmord. Bildquelle: APA (AFP/Getty)/Rich Fury

Linkin Park gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Rock-Bands der Welt, Ende Juli wollten sie auf Tournee gehen. Doch nach dem überraschenden Tod des Frontmanns Chester Bennington herrscht Schockstarre.
rp-online[14]

Sängerin (35) bricht auf Bühne zusammen und stirbt
Die französische Chansonsängerin Barbara Weldens ist am Mittwochabend während eines Konzerts in Südfrankreich plötzlich auf der Bühne zusammengebrochen und verstorben. Ersten Ermittlungen zufolge erlitt die 35- Jährige einen Stromschlag, der zum Herzstillstand führte
Kronen Zeitung[15]

Wien
Hausbesitzer: SPÖ hat sich 4,4 Millionen erspart
Der Bund der Haus- und Grundbesitzer rechnete sich aus, wie viel sich die SPÖ durch die niedrige Miete für ihre Zentrale erspart hat: 4,4 Mio. € in den letzten 10 Jahren.
Heute.at[16]

Ärgerlich, besonders wenn man weiß, wie private Hausbesitzer von der Gemeinde Wien schikaniert werden. Die von mir zur Verwaltung meines Mietshauses, in dem sich auch meine Wiener Wohnung befindet, beauftragte Hausverwaltung (Mategka/Bruckner in der Josefstädterstraße) ist stolz darauf, noch nie von der Mietervereinigung beanstandet worden zu sein. Tricksereien zu Gunsten des Hausbesitzers widerstreben meinem Rechtsempfinden sowie der Standesehre der Verwaltung. „Standesehre, das i net lach“ – so der Spruch eines Wiener Politikers!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/bregenz-festspielhaus-mose-in-egitto-von-g-rossini-premiere
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/bregenzer-festspiele-seebuehne-carmen-premiere
  3. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/unsere-video-nachtkritik-zu-carmen-bei-bregenzer-festspielen-8501614.html
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/premiere-bregenz-carmen-oper-100.html
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000061556726/Carmen-Unberechenbare-Natur-und-Seele
  6. Kurier: https://kurier.at/kultur/bregenz-regen-die-frisur-haelt/276.139.327%20Feurige%20Show%20im%20Regenhttp://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/905849_Ein-Popstar-namens-Oper.html?em_view
  7. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/unaufhaltsamer-tanz-zum-tod-die-72-bregenzer-festspiele-eroeffnen-mit-bizets-carmen
  8. http://orf.at/bregenzerfestspiele17/stories/2399641/: http://orf.at/bregenzerfestspiele17/stories/2399641/
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/oberammergaupassionsspielhaus-der-fliegende-hollaender
  10. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article166770821/Sie-hat-echt-die-Eier-dafuer.html
  11. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/helikon-theater-in-moskau-zeigt-oper-doktor-haass-15110360.html
  12. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/fuer-die-musik-darf-man-ruhig-das-gehirn-bemuehen-dirigent-michael-gielen-feiert-seinen-90geb
  13. http://operawire.com/aix-en-provence-festival-2017-review: http://operawire.com/aix-en-provence-festival-2017-review
  14. rp-online: http://www.rp-online.de/panorama/ausland/trauer-nach-tod-von-linkin-park-saenger-chester-bennington-aid-1.6962849
  15. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/musik/saengerin-35-bricht-auf-buehne-zusammen-und-stirbt-schock-in-frankreich-story-579615
  16. Heute.at: http://www.heute.at/politik/news/story/Hausbesitzer--SP--habe-sich-4-4-Millionen-erspart-48390519

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-juli-2017


20. JULI 2017

by ac | 20. Juli 2017 08:08

Verregnete Carmen-Premiere in Bregenz. Gaëlle Arquez und die anderen Bühnendarsteller hielten aber durch. Copyright: Dietmar Stiplovsek/APA

Das Leben ist ungerecht! Während meine Frau mit Tochter und Junior auf Urlaub weilt, muss ich den Botanischen Garten in Mauerbach betreuen. In Wien hat es gestern ganz leicht, in Mauerbach überhaupt nicht geregnet. Also musste ich die Wasserschläuche ausfahren.

In Bregenz hatten die Besucher und Künstler aber jenen Regen, den ich im Osten Österreichs dringend gebraucht hätte!

CARMEN AM SEE

Ein Kurzbericht von Peter Skorepa aus Bregenz:

 Keine Frage, Bregenz hatte gestern die besseren Karten, nur nicht beim Wetter!

 Zunächst mit dem Publikum, das geduldig und plastikverhüllt, nach dem es in den Regen hinausgeschickt wurde, die pausenlos gebotene Vorstellung mit Disziplin verfolgte, bis sich auch der Himmel über dem Bodensee ab dem vierten Akt erbarmte und seine Dauerergüsse einstellte.

Und Bregenz hatte die besseren Karten auf der Bühne mit dem von Es Devlin gestalteten Bühnenbild mit den kartenspielenden Händen, den bunten Kostümen der Anja Vang Kragh, der mit den ständig wechselnden Motiven auf  den riesigen Spielkarten gezeigten VideoShow des Luke Halls und den mit der vor allem im zweiten und vierten Akt der Lichtshow von Bruno Poet im wörtlichsten Sinne erzeugten poetischen Bilder.

In diesen verschwenderischen Bildern gestaltete Kasper Holten keinerlei aufregenden Regieeinfälle, das Stück lief solide ohne sonderlichen Neudeutungen ab (wozu auch für ein sommenrliches Event Neudeutungen) bis auf den Schlußgag. Diesmal versinkt die Vorderbühne leicht im Laufe des Streites und Don José ersäuft seine Carmen ungnädig in den Fluten des Bodensees. Und Carmen bleibt bzw. treibt als Leiche bis zum Abgesang und den Schlußmotiven des Orchesters unter Wasser. Scheinbar hält sie so lange die Luft an, jedenfalls hat Gaelle Arquez gute Lungen, die sie schon während der Aufführung bewiesen hatte.

Der Don José von Daniel Johansson bewies als Soldat und als Schmuggler solide Standhaftigkeit, als liebend Schmachtender und einem, mit kopfig meliertem Beiklang versehenen Schlußton seiner Arie genügend lyrisches Unterfutter für seine Anbetung und im Schlußteil aber auch mit dramatischere Tönen aufwarten zu können. Das passte dann zu seinem auffallend brutalem Verhalten Carmen gegenüber.

Elena Tsallagova strengte sich als Micaela gehörig an, ihre Hochtöne zu erreichen, punktete allerdings mit schöner Phrasierung.

Scott Hendricks hingegen war endlich wieder ein Escamillo, dem die richtigen Kraftlackel-Töne zur Verfügung standen, wie sie einst von einem Gian Giacomo Guelfi geboten wurden. Oder war das nur die gute Tonanlage, die ihn so klingen ließ?

Paolo Carignani am versteckten Pult spulte das Stück pausenlos, ja man könnte fast sagen atemlos und mit sich steigernder Dramatik über die Bühne und wurde der literarischen Vorlage einer Novelle auch musikalisch gerecht. Dass es hie und da zu Abstimmungsschwächen zwischen Bühne und dem versteckten Orchester kam, sei nur  als betriebsbedingte Folge vermerkt.

 Sehenswert! (Peter Skorepa aus Bregenz)

Johannes Marksteiner hat seinen Bericht bereits geschickt: Mit großen Vorschusslorbeeren bedacht, hätte die neue Produktion der Carmen bei den Bregenzer Festspielen ein triumphaler Erfolg werden müssen. Angesagte Sensationen finden leider manches Mal nicht statt. Da war ein geduldiges Publikum 80 Minuten damit beschäftigt, seinen Regenschutz so zu positionieren, um nicht nass zu werden, und konnte sich nicht ausschließlich auf die origimelles Kartenspiele auf der Bühne konzentrieren. Da wurden tapfere Sänger und Choristen dazu gezwungen, ihren Part in einem Wahnsinnstempo zu singen, worunter natürlich allzu oft die Exaktheit der Intonierung litt. Da musste sich das wackere Bühnenpersonal auf nassem Boden wälzen, dass man am liebsten mit Handtüchern ausgeholfen hätte. 

Zum Bericht[1] von Johannes Marksteiner

 Über die Inszenierung liegen in den Medien geteilte Meinungen vor. Die Kapazunder der Branche (Markus Thiel, Manuel Brug, Eleonore Büning, Charles Ritterband etc.) gastierten auf dem Weg nach Salzburg in Bregenz und sonderten dort ihre Meinung ab. Wer ist oberster Lästerer: Natürlich Manuel Brug:

„So lauwarm wie das Wetter war, war für mich auch die Inszenierung“. Für eine Freilichtinszenierung sei ihm das Gebotene ein bisschen zu wenig gewesen, das hätte er in jedem Opernhaus sehen können.

Er erwarte sich von Bregenz spektakulärere Bilder und eine modernere Interpretation, so Brug. Lob gab es für „Carmen“-Sängerin Gaëlle Arquez. Sie habe ihn sehr überzeugt.

Wasserfeste Sänger bei „Carmen“-Premiere
Die Premiere der Oper „Carmen“ ist am Mittwochabend trotz Dauerregens über die Bühne gegangen. Die gesanglichen Leistungen wurden gelobt, die Inszenierung wurde von den Kritikern hingegen unterschiedlich aufgenommen.
http://orf.at/bregenzerfestspiele17/stories/2399966/[2]

Wahlwerbung bei „Carmen? Der Torero (zweite Karte von links) sieht doch unserem Superstar Sebastian Kurz sehr ähnlich. Copyright: Anja Köhler/ Bregenzer Festspspiele

Zufall? Sicher. Aber das „Ländle“ ist nun mal schwarz (pardon: neuerdings türkis)

Am Donnerstag, dem 20. Juli 2017, meldet sich ORF III Kultur und Information live von den Bregenzer Festspielen, wo heuer George Bizets „Carmen“ vor der beeindruckenden Kulisse der Seebühne und Gioachino Rossinis Rarität „Moses in Ägypten“ im Festspielhaus auf dem Spielplan stehen.“Moses können Sie heute sehen!

Rossini in Bad Wildbad. Sammelbericht liegt vor: 

„AURELIANO IN PALMIRA“ (14.7.),  „MAOMETTO SECONDO” (15.7.),  “EDUARDO E CRISTINA” (16.7.)

Virtuoser Glanzpunkt: Victoria Yarovaya als General Calbo, links Merto Sungu als Erisso. Copyright: Patrick Pfeiffer

 Zum Bericht[3] von Udo Klebes

Kulturbauten: Es wird immer teurer
Kulturbauten: Warum kostet alles soviel mehr?

Wenn in Deutschland ein Opern-, Konzert- oder Schauspielhaus gebaut oder auch nur saniert wird, können sich die Kosten schnell mal vervielfachen. Denn kaum einer wagt es, der Öffentlichkeit am Anfang die volle Wahrheit zu sagen… (Quelle: Hamburger Abendblatt)

Sicher, bei einer Sanierung können unvorhergesehene Probleme eintreten, aber mittlerweile treten diese verstärkt bei jeden Projekt auf. Dann gesellen sich noch Dirigenten dazu, die eine Verbesserung der Nachhallzeit einfordern. Bezahlen tut ohnedies der Steuerzahler. Aber eigentlich wird dieser bereits vor Baubeginn belogen und betrogen:

Auszug aus „Hamburger Abendblatt: …Stets wird auch auf die immer strengeren Vorschriften für Energietechnik und Brandschutz verwiesen. Auch gibt es grundsätzlich bei jedem großen Projekt Unwägbarkeiten. Doch das kann bei weitem nicht alles erklären.

Entscheidend ist wohl etwas anderes: Projekte, bei denen man von Anfang an realistisch kalkulieren würde, hätten nach Überzeugung vieler Stadtpolitiker keine Chance, jemals verwirklicht zu werden. Die Kosten wären der Öffentlichkeit nicht zu vermitteln, heißt es. „Deshalb stapeln die Bauunternehmen erstmal niedrig und versuchen dann im Laufe des Projekts, die Kosten zu erhöhen“, erläutert Timo Braun, Juniorprofessor für Projektmanagement an der Freien Universität Berlin.

Hamburger Abendblatt[4]

Zwischen Bestbieter und Billigstbieter klafft auch ein gewaltiger Unterschied. Aber das erklären Sie mal einem Politiker!

Kultur im Burgenland: Hals- und Steinbruch!
Die Fürsten Esterhazy haben als Haydns Arbeitgeber Musikgeschichte geschrieben. Heute betreiben ihre Nachfahren im Burgenland zwei Klassikfestivals.
Tagesspiegel[5]

Die Bauchlandung der für St. Margarethen verantwortlichen Agentur hat viel Staub aufgewirbelt. Gewiss, die Inszenierungen waren gefällig und viele Jahre lang auch finanziell ein Erfolg. Aber die goldenen Zeiten sind vorbei, nicht nur im Steinbruch. Und so ganz unschuldig am Desaster waren Herr Werner & Co. wohl auch nicht.

Ob es nun besser wird? Schwer zu sagen, der finanzielle Hintergrund ist jedenfalls solider!

Auch das Haydn-Festival musste eine Änderung in Kauf nehmen, darf seine Konzerte nicht mehr im Schloss Esterhazy veranstalten (diese werden künftig in der ganzen Region „gestreut“, was auch nicht ohne Charme ist). Im Schloss veranstaltet die Holding künftig selbst.

Auszug aus „Tagesspiegel“: In der Familien-Holding sind alle Besitztümer zusammengefasst, die vom einstigen Besitz des Fürstengeschlechts übrig geblieben sind, das als langjähriger Arbeitgeber Joseph Haydns in die Musikgeschichte eingegangen[6] ist…

Höhepunkt des Musikprogramms ist das neue „Herbstgold“-Festival im September, das pikanterweise fast zeitgleich mit den traditionellen Haydn Festspielen in Eisenstadt ausgerichtet wird. Die chronischen Streitigkeiten zwischen der Landesregierung [7]und der Esterhazy-Privatstiftung, die sich immer wieder an neuen Themen entzünden, haben zuletzt dazu geführt, dass Walter Reicher mit seiner staatlich finanzierten Komponisten-Hommage, die er seit 1988 im Schloss veranstaltet hat, auf die Straße gesetzt wurde.

Er wird sich mit seinen Konzerten darum nun in der ganzen Region ausbreiten, ja sogar einen „Magical Haydn Train“ auf die Reise um den Neusiedler See schicken, während das von Andreas Richter konzipierte „Herbstgold“ das historische Esterhazy-Gemäuer beschallen, mit der künftig vom Cellisten Nicolas Altstaedt geleiteten Haydn Philharmonie als Residenzorchester. Lachende Dritte sind bei dieser Provinz-Posse die Klassikfans, die künftig im September, wenn es im sonnenverwöhnten Burgenland noch altweibersommerlich warm ist, ein verdoppeltes Kulturangebot genießen können.

„Rigoletto“ wird bis 19.8. im Steinbruch gezeigt, Infos: www.arenaria.at[8]

„Herbstgold“ findet vom 6.–16. 9. auf Schloss Esterhazy statt, Infos: www.herbstgold.at[9]

MARIA JOSÉ SIRI ALS MADAMA BUTTERFLY BEIM MACERATA OPERA FESTIVAL

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Maria José Siri. Copyright: Victor Santiago

Am 22. Juli 2017 wird María José Siri unter der musikalischen Leitung Massimo Zanettis die Titelpartie von Madama Butterfly in der Premiere von Nicola Berloffas Inszenierung beim Macerata Opera Festival singen. Die uruguayische Sopranistin wird dabei die erste Sängerin sein, die (von der Interpretin der Uraufführung Rosina Storchio abgesehen) die Standardfassung von Puccinis Oper erstmals singt, nachdem sie ihr Rollendebüt in der Urfassung von 1904 gegeben hat.

Heute Premiere auf Schloss Haindorf in Langenlois: Die lustige Witwe

Franz Gürtelschmied (Camille de Rossilon), Alexandra Flood (Valenciennes). Copyright: K.M.Westermann

Der Regisseur Rudolf Frey über das Stück:

Vom europäischen Gleichgewicht, wenn Einer sich verehelicht, vom dem ist bald nichts mehr zu spüren – Es gibt Madame zu sehr sich hin der Politik der offenen Türen“ – Eine Liebes-Arena nach Pariser Art.

Premiere ist heute (mit Cornelia Horak und Erwin Belakowitsch als Hanna und Danilo)

London: A moving star turn in an exemplary revival – Zazà, Opera Holland Park, review
http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/moving-star-turn-exemplary[10]

Zazà, opera review: Skilfully evoked tragedy can go a shenanigan too far
http://www.standard.co.uk/goingout/arts/zaz-opera-review-skilfully-evoked-tragedy[11]

Nicola Benedetti hits the high notes at the Proms, plus the best of the BBC Proms 2017 so far
The Telegraph[12]

Zazà review – Leoncavallo’s tale of deceit saddens, startles and stirs
The Guardian[13]

Verismo with a capital V: Zazà at Opera Holland Park
bachtrack[14]

Wien/ Reinhardt-Seminar: Knallhart: Aufnahmeprüfung am Reinhardt Seminar

Dankeschön“, unterbricht die Jury-Vorsitzende und Institutsleiterin Tamara Metelka. Die acht Juroren vor den rot gepolsterten Sesseln des Barock-Theaters sind umringt von kaiserlicher Pracht. Sie selber sitzen an simplen schwarzen Tischen und schreiben Notizen um Notizen. „Starke Präsenz!!!“, „Impulse? Zu äußerlich gearbeitet“ oder „Guter Sprachzugriff“ steht da auf den Blättern geschrieben. Die Experten suchen nach einem formbaren Rohdiamanten. Sprachliche Begabung, ein guter Umgang mit dem eigenen Körper, Verständnis für Literatur müssen vorhanden sein – und auch das gewisse Extra.

Jedes Jahr buhlen Hunderte um einen der heiß umkämpften Studienplätze am Reinhardt Seminar. Kaum einer Schule im deutschsprachigen Raum eilt so sehr der Ruf der brillanten Künstlerschmiede voraus. Doch selbst mit dem dortigen Magister-Abschluss sind die Aussichten im immer schlechter bezahlten Markt für viele Darsteller ungewiss… (Quelle: Hamburger Abendblatt)

Hamburger Abendblatt[15]

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[16]

Der Franzose Luc Besson hat sich in der Welt des Films umgetan wie wenige, lustvoll die Genres bedienend, wobei er in den letzten Jahren vor allem als Produzent Euro-Krimis im Dutzend billiger herausgestoßen hat, vor allem die „Transporter“- und „96 Hours“-Filme. Als Regisseur ist er mit „Nikita“ und „Leon“ ebenso bekannt geworden wie mit seinem vielleicht besten Streifen: „Das fünfte Element“ mit Bruce Willis, vor 20 Jahren herausgekommen, war Sci-Fi auf bestrickendem Niveau, von ihm selbst ausgedacht. Vielleicht hätte er, wenn er nun in seinen späten fünfziger Jahren noch einmal Lust auf dergleichen bekam (der mittelmäßige „Lucy“-Film vor drei Jahren kann es ja, trotz beträchtlicher Kasseneinnahmen, nicht wirklich befriedigt haben), sich das Drehbuch wieder selbst erdenken sollen…

Am Ende hat man die Zeit – intellektuell nicht eben herausgefordert – in einem optischen Rausch verbracht und hört eigentlich nie auf, sich zu wundern, was Künstlern alles so einfallen kann. Schlechtweg Augen-betäubend.

Die Warnungen aus verschiedenen Richtungen werden jetzt zunehmend Wirklichkeit. Aus Südtirol kommen besorgniserregende Nachrichten. Laut der Caritas in Bozen sieht man sich bei den österreichischen Nachbarn mit einem Zustrom an Flüchtlingen konfrontiert. Zugleich steigen die politischen Spannungen zwischen Österreich und Italien.  Von einer Gefährdung der Beziehungen ist die Rede. Die katholische Presseagentur kathpress hat am Mittwoch berichtet, dass sich die Südtiroler Caritas mit einem doppelten Flüchtlingsstrom konfrontiert sieht…

Und unsere Politiker sind zum großen Teil auf Urlaub, weil sie sich für den Wahlkampf vorbereiten müssen. Die Stunde der Wahrheit naht, die „Zeit der Worte“ ist vorbei.

Ich bin wirklich froh, keine Entscheidungen zu diesem Thema treffen zu müssen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

Der Tag wird heiß. Das vorauszusagen, ist wahrlich keine Kunst

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bregenzfestspiele-seebuehnen-carmen-premiere
  2. http://orf.at/bregenzerfestspiele17/stories/2399966/: http://orf.at/bregenzerfestspiele17/stories/2399966/
  3.  Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/bad-wildbad-rossini-festival-aureliano-in-palmira-maometto-secondo-eduardo-e-cristina
  4. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article211297975/Kulturbauten-Warum-kostet-alles-soviel-mehr.html
  5. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/kultur-im-burgenland-hals-und-steinbruch/20075848.html
  6. als langjähriger Arbeitgeber Joseph Haydns in die Musikgeschichte eingegangen: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/reise/oesterreich-auf-ein-glas-wein-mit-haydn/1499462.html
  7. Landesregierung : http://www.tagesspiegel.de/politik/oesterreich-tabubruch-im-burgenland-spoe-und-fpoe-gehen-zusammen/11887554.html
  8. www.arenaria.at: http://www.arenaria.at
  9. www.herbstgold.at: http://www.herbstgold.at
  10. http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/moving-star-turn-exemplary: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/moving-star-turn-exemplary
  11. http://www.standard.co.uk/goingout/arts/zaz-opera-review-skilfully-evoked-tragedy: http://www.standard.co.uk/goingout/arts/zaz-opera-review-skilfully-evoked-tragedy
  12. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/music/concerts/bbc-proms-2017-reviews-best-proms-far/
  13. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/jul/19/zaza-review-leoncavallo-opera-holland-park-anne-sophie-duprels
  14. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-zaza-leoncavallo-duprels-montero-opera-holland-park-july-2017
  15. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211296585/Knallhart-Aufnahmepruefung-am-Reinhardt-Seminar.html
  16. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-juli-2017


19. JULI 2017

by ac | 19. Juli 2017 08:34

Bildergebnis für bregenzer festspiele carmen
Bregenzer „Carmen“-Generalprobe an Bilderbuch-Sommerabend

Generalprobe gelungen, nun folgt das Zittern für die Premiere. Die „Carmen“-Generalprobe auf der Seebühne fand am Montag an einem Bilderbuch-Sommerabend statt. Nun wünschen sich die Bregenzer Festspiele für Mittwoch Wetterglück. Die Prognose sagt einen heißen Sommertag mit Temperaturen von über 30 Grad voraus, nachmittags und abends sind Wärmegewitter möglich. Die Premiere startet heute um 21.15 Uhr.

ERSTE FOTOS VOM SALZBURGER „JEDERMANN“


Tobias Moretti (Jedermann), Stefanie Reinsperger (Buhlschaft). Copyright: Salzburger Festspiele/ Matthias Horn

Was über die Inszenierung von Michael Sturminger sonst schon gesagt werden kann? Nach den ersten Eindrücken vom Domplatz am Dienstagabend unterläuft die neue Inszenierung in jedem Fall viele Klischees, die die Domplatz-Show traditionellerweise mit sich herumschleppt. Rustikal ist da nichts mehr. Und die mittelalterliche Fassung, die ab 2013 zu sehen war, ist ausgelöscht… (Quelle: Salzburger Nachrichten)

 Da hätte ich freilich eine noch weitergreifende Idee anzubieten: Weg mit dem Domplatz als Schauplatz (ist der Domplatz etwa kein Klischee?) , rein in ein möglichst modernen Theater! Das ist es wohl, was Salzburg-Besucher sehen wollen!

Sind die alle verrückt geworden? Dass der „Jedermann“ nicht unbedingt ein Meisterwerk ist, erscheint klar – aber es ist eine „Marke“ (vergleichbar mit Coca-Cola oder Red Bull – zugegeben etwas banal ausgedrückt). Als Kaufmann würde ich an einer bestens eingeführten Marke nichts radikal ändern, nur kleine Nachbesserungen vornehmen.

Aber vielleicht ist es doch nicht so arg! Warten wir einmal ab. Künstler tönen meist vollmundig, die Realität sieht oft anders aus!

Eines möchte ich aber festhalten: Als Intendant ist Markus Hinterhäuser, Liebling der Zeitungen, auch für das Schauspiel verantwortlich!

Die Festspiele könnten sich eigentlich abmelden, denn die Politik bietet das weitaus spektakulärere Theater!

Opernball-Organisatorin Großbauer kandidiert für die Bewegung Sebastian Kurz

Opernball-Organisatorin Maria Großbauer und ÖVP-Obmann Sebastian Kurz
Die Opernball-Chefin kandidiert für Sebastian Kurz. Foto: APA/ Hochmuth

Wien, Albertina: Opernball-Organisatorin Maria Großbauer wird bei der Nationalratswahl auf dem sechsten Listenplatz kandidieren. Parteiobmann Sebastian Kurz präsentierte die neue Kandidatin heute, am Dienstag auf der Terrasse vor der Albertina, die Staatsoper im fototauglichen Hintergrund.

„Wir haben mit ihr eine Persönlichkeit gewonnen, die wie keine andere für den Kunst- und Kulturbereich steht. Ich freue mich, dass sie bereit ist, im Team dabei sein zu wollen„, erklärte Kurz bei der Pressekonferenz.

Soweit ein Auszug aus der Pressemeldung. Ich fühle mich als kreativer Mensch, aber ich muss zugeben, mit Sebastian Kurz komme auch ich nicht mehr mit.

Man muss sich das vorstellen: Der Opernchef „erfindet“ Maria Großbauer als Chefin des Opernballs, ist genau genommen deren Vorgesetzter. In der Folge versucht Großbauer-Gatte Andreas dem Kulturminister den neuen Chef seiner Gattin als wiederbestellten Operndirektor einzureden – vergeblich – wie man weiß. Drozda wird im eigenen politischen Lager fündig.

Nun wird die „Meyer-Mitarbeiterin“ plötzlich als Gegenkandidatin zum derzeitigen (Noch)Kulturminister Drozda in Position gebracht! Sie wäre dann die Chefin ihres derzeitigen Chefs – und Bogdan Roscic, mit dem Dominique Meyer „ausgebremst wurde, würde ihr unterstehen.

Nun steht aber der Plagiatsvorwurf und die damit verbundene Forderung nach einer untadeligen Moral für ein Aushängeschild der Republik (wie es der Operndirektor nun einmal ist – zumal wir uns im Operettenstaat Österreich befinden) ins Haus – „gegessen“ ist die Sache für Herrn Dr. Roscic bei einer Ablöse des Herrn Dr. Drozda also noch nicht.

Jetzt geht mit mir die Fantasie durch – wie es sich für einen „Dramatiker“ nun einmal gehört: Dominique Meyer hat sich bisher geschickt bedeckt gehalten, keinerlei Attacken gegen seinen Nachfolger geritten. Gesetzt der Fall, Frau Großbauer wird Kulturministerin – und das scheint der Kurz-Plan zu sein – dann entscheidet sie über den Operndirektor, kann diesem zumindest das Leben sehr schwer machen. Herr Großbauer ist bei Herrn Drozda mit dem Meyer-Vorschlag gescheitert, bei seiner Angetrauten hätte er es vermutlich leichter, seine Wünsche durchzudrücken.

Die Großbauers sind mir, ehrlich gesagt – „nicht wurscht“ . Ich verfolge die Entwicklung mit allergrößter Spannung! Die Großbauers als Strippenzieher der Nation?

Eine Verständnisfrage: Kandidiert Maria Großbauer nun für den ÖVP-Bauernbund? Dort rumort es nämlich gewaltig. Ich bin mit einem Bauernbündler und Nationalratsabgeordneten gar nicht so weitschichtig verwandt, der träte sein Mandat ungern an das „Nicht-Parteimitglied“ ab!

Uns könnte eine „antike Tragödie“ ins Haus stehen, das Ende ist völlig offen. Diesen „Stoff“ würde ich gerne bearbeiten, fände ich dafür einen Verleger (nicht ganz ernstgemeint, manchmal geht mit mir die Fantasie durch).

Fritz Krammer meint, dass es wohl berufenere Autoren gäbe: Ein Szenario für Thomas Bernhard, der sich an „Holzfällen“ schon ausprobierte. Er ist leider tot.
Die Jelinek würde sich heute als Stückeschreiberin anbieten.
Nur nicht Franzobel d’ranlassen.
Dann schon besser mich.

Trost für Franzobel: Das Drama „Königsmord“, die Geschichte Peter Pilz gegen die Grünen, harrt auch noch der Bearbeitung!

Aber: „Noch ist Drozda nicht verloren“ – zuerst entscheiden am 15.10. die Wähler, später – was für die Postenvergabe wichtiger ist – die Koalitionsverhandler.

Eines wäre auch noch zu bedenken: Sollte das so geplant sein (ich glaube es eher nicht), dann wäre es ein diplomatischer Geniestreich des Herrn Meyer und ich nähme alle bisher in diese Richtung geäußerten Vorbehalte zurück: Eine furchtbare Rache des Verschmähten an seinem Verschmäher!

Und in Zeiten wie diesen interessieren sich noch Menschen ernsthaft für Theater? „Net bös sein“ – ich halte mich an die wirklich begandeten Selbstdarsteller und somit an das Original!

Kurz holt Opernball-Organisatorin
Opernball-Organisatorin Maria Großbauer wird bei der Nationalratswahl im Oktober für die ÖVP auf dem sechsten Listenplatz kandidieren. Den Opernball will das bekennende Nicht-Parteimitglied weiter organisieren.
http://wien.orf.at/news/stories/2855562/[1]
Großbauer reiht sich bei Kurz ein
Oberösterreichische Nachrichten[2]

Salzburger Festspiele 2017: Neubesetzung – Guanqun Yu singt in der konzertanten Aufführung von Verdis „I due Foscari“

(SF, 17. Juli 2017) Für die konzertante Aufführung von Giuseppe Verdis I due Foscari am 11. und 14. August gibt es eine Neubesetzung: Maria Agresta musste ihre Mitwirkung leider absagen. „Ich bedauere es, dieses Jahr nicht zu meinen geliebten Salzburger Festspielen zurückkehren zu können“, sagt die Sängerin. Sie muss sich einer Operation unterziehen, die sie nicht weiter verzögern kann.

Die Salzburger Festspiele freuen sich, dass an ihrer Stelle Guanqun Yu die Partie der „Lucrezia Contarini“ singen wird.

Bildergebnis für guanqun yu

Die Chinesin Guanqun Yu gehört zu den vielversprechendsten Sopranistinnen der jüngeren Generation und ist regelmäßig an internationalen Opernhäusern zu Gast.

Bayreuth: Sanierung des Festspielhauses wird teurer
Zugesagte Millionen Euro reichen nicht für Brandschutz
Die Sanierung des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Bayreuther Festspielhauses wird allem Anschein nach teurer als bislang gedacht. „Wenn das Gebäude so saniert werden soll, dass wir in den nächsten 30 Jahren bis auf den normalen Bauunterhalt nichts mehr machen müssen, werden die bislang von den Geldgebern zugesicherten 30 Millionen Euro nicht ausreichen“, sagte der geschäftsführende Direktor der Bayreuther Festspiele GmbH, Holger von Berg
Berliner Morgenpost[3]

Warum wundert mich das überhaupt nicht? Die Renovierung der alten Schuppen kostet nun einmal Geld. Anderseits ist mit denen,  mit deren Geschichte, deren Tradition  sehr viel Geld zu lukrieren.

Hört also auf mit dem Geraunze und seht zu, das für die Sanierung ausgegebene Geld in der Region zu halten (für mich kommt es allein darauf an)

London: Weitere „Katia Kabanova“-Reviews


Julia Sporsen. Copyright: Robert Workman

Kát’a Kabanová @ Opera Holland Park, London

https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/kata-kabanova[4]
Kát’a Kabanová at Investec Opera Holland Park
http://www.operatoday.com/content/2017/07/kata_kabanova_a.php[5]

Buchbesprechung

Schloss_Schönbrunn_x

SCHÖNBRUNN
Hsg. Franz Sattlecker
224 Seiten, Schloß Schönbrunn / Edition Lammerhuber, 2017 

Das Schloß Schönbrunn, dem man des „Weltkulturerbe“ wohl nie aberkennen wird (auch wenn die Stadt Wien andernorts dieses gefährdet), zählt zu den großartigsten imperialen Bauten Europas. Millionen Besucher durchschreiten jährlich die prunkvollen Appartements und spazieren durch den künstlerisch und gartenarchitektonisch so bemerkenswerten Park. Das Bedürfnis, danach etwas nach Hause mitzunehmen, ist auch in Zeiten von Internet und Handy stark – das Buch „Schönbrunn“ zielt auf den Betrachter ab, der die Schönheit noch einmal genießen und auch Genaueres wissen will.

Dafür sorgt der Band, den die Schloß Schönbrunn Ges.m.b.H. und die Edition Lammerhuber gemeinsam herausgegeben haben. Das besagt, dass der das Buch durchziehende, meist mit ganzseitigen Fotos und historischen Dokumenten bestückte Bildteil in seinen aktuellen Fotos von Lois Lammerhuber stammt, der nicht nur eins zu eins abfotografiert (was oft eindrucksvoll genug ist), sondern auch raffinierte Perspektiven findet und die Kamera auf Details richtet, die man sonst vielleicht gar nicht so genau betrachten würde, wie es ihnen zukommt. Man blickt immer wieder von oben auf das Schloß, genießt Lichteffekte und Wolken, Wasserspiegelungen, interessante „Schräglagen“…

Zu unseren Buchbesprechungen[6]

Österreich – Politik

Genau genommen könnte die Frau Großbauer als Ablenkungsmanöver für die wirklichen Probleme in diesem Land dienen. Deren eventuelle Kür zur Kulturministerin interessiert ernsthaft etwa 10 % der Wähler (da greife ich schon sehr hoch)

Heftige Kritik und viel Zuspruch erntete der österreichische Innenminister, Wolfgang Sobotka (VP), für seine Kritik an den Flüchtlingshelfern im Mittelmeer, die er gestern, Dienstag, im deutschen Massenblatt „Bild“ erhoben hatte. Er hatte Strafen für Nichtregierungsorganisationen („selbst ernannte Seenot-Retter“) gefordert, wenn diese mit Schlepperbanden an der libyschen Küste kooperieren sollten.

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) sagte einer Zeitung, es sei nicht vertrauensbildend, wenn Hilfsschiffe ihre Position verschleierten und in libysche Gewässer führen, um „Rettungsschiffen ein Ziel vorzugeben“. Italien untersuche diese Vorwürfe. NGO-Vertreter sagten, es gebe keinen einzigen Beweis dafür…

Sobotka droht Rettern im Mittelmeer mit Strafen
Auch deutscher Innenminister kritisiert Hilfsorganisationen – Verantwortung der EU wird eingemahnt.
Oberösterreichische Nachrichten[7]

Nein, ich hetze überhaupt nicht, ich denke nur nach und lade Sie ein, ebenfalls nachzudenken! Die selbsternannten Retter helfen eigentlich den Schleppern, sie selbst als solche zu bezeichnen, verbietet mir die Vernunft und meine Brieftasche, die keinen Prozess aushalten würde.

Viele Menschen beteuern, nur Gutes zu tun und den armen Flüchtlingen helfen zu wollen. Wie etwa jener Hotelbesitzer in Wien Favoriten, der sein stillgelegtes Hotel als Flüchtlingsherberge vermietet. Monatsmiete: € 45.ooo.

Nun läuft er zum Kadi, weil er einige Mieten nicht bekommen hat!

Der arme Gutmensch. Dabei wollte er doch nur helfen!

Wem eigentlich?

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. http://wien.orf.at/news/stories/2855562/: http://wien.orf.at/news/stories/2855562/
  2. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Opernball-Organisatorin-Maria-Grossbauer-reiht-sich-bei-Kurz-ein;art385,2626957
  3. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article211283169/Bayreuth-Sanierung-des-Festspielhauses-wird-teurer.html
  4. https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/kata-kabanova: https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/kata-kabanova
  5. http://www.operatoday.com/content/2017/07/kata_kabanova_a.php: http://www.operatoday.com/content/2017/07/kata_kabanova_a.php
  6. Zu unseren Buchbesprechungen: http://der-neue-merker.eu/allgemein/buch
  7. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Sobotka-droht-Rettern-im-Mittelmeer-mit-Strafen;art385,2626956

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-juli-2017


18. JULI 2017

by ac | 18. Juli 2017 08:35

Zürich: Intendant spielte den „Lohengrin“. Schlussapplaus mit Andreas Homoki in Lederhose, links Piotr Beczala in Zivilgewandung. Foto: Michael Hug

Können Sie sich Dominique Meyer in Lederhose vorstellen? In privatem Kreis, das könnte das schon funktionieren. Können Sie sich Dominique Meyer auf der Bühne der Wiener Staatsoper als Lohengrin in Lederhose vorstellen? Das wäre ein Gag, aber vermutlich auch der Anfang vom Ende der noch vorhandenen Rest-Akzeptanz durch Wiens Opernfreunde. Ein österreichischer Bundeskanzler ist vor vielen Jahren gescheitert, weil er in der Wiener Stadthalle den Tanzbären abgegeben hat.

In Zürich scheinen die Exhibitionisten ein Anrecht auf den Opern-Direktionssessel zu haben. Alexander Pereira spielte in der „Ariadne“ den Haushofmeister und gastierte mit diesem sogar in Wien bei Freund Holender (der sich allerdings selbst einen künstlerischen Auftritt in der Wiener Staatsoper in der Kinderoper und beim Opernball gönnte), nun aber verkörperte in Zürich Direktor Andreas Homoki gar den „Lohengrin“.

Wie kam es dazu?

Michael Hug berichtet aus Zürich:

Wenn das Telefon im Opernhaus Zürich klingelt und der hörbar kranke Heldentenor die letzte Vorstellung von Wagners „Lohengrin“ doch recht kurzfristig absagen muss (Erkrankungen halten sich eben nie an Terminkalender), dann gerät der Intendant des Hauses und Regisseur der Produktion Andreas Homoki schon arg in Bedrängnis, gilt es doch innerhalb kürzester Zeit einen ebenbürtigen Ersatz zu finden.

Doch der umtriebige Homoki kommt auf die zündende Idee: Da hat doch ein Tenor der absoluten Weltspitze vor zwei Tagen die Dernière des „Land des Lächelns“ gesungen – vielleicht hat der ja Lust auf einen spontanen „Lohengrin“? Gedacht, gefragt und siehe da: Der Sänger verspürt durchaus Lust dazu, äussert aber Bedenken, sich in so kurzer Zeit in die für den Titelhelden sehr anspruchsvolle Inszenierung einzuarbeiten. Auch dafür zaubert der regieführende Intendant und Vollbluttheatermann eine Lösung aus dem Hut … Und so bekommt das Publikum zum Saisonende auf der Besetzungstafel in den Foyers folgenden Satz zu lesen: „Anstelle des erkrankten Brandon Jovanovich wird Piotr Beczala die Partie des Lohengrin von der Bühnenseite singen. Andreas Homoki wird die Rolle spielen.“ Damit ist die Sensation der Saison perfekt…

Zum Bericht[1] von Michael Hug

Jetzt muss der Regisseur ausbaden, was er selbst seinem Titelhelden eingebrockt hat. Er mimt einen Mann – sogar ein Helden – im weißen Nachthemd! Selbst schuld, könnte man sagen – und ich gehe davon aus, dass Herr Beczala gerade diese Sequenz gar nicht spielen wollte. Dafür habe ich sogar volles Verständnis!

Opernball-Organisatorin Großbauer kandidiert für die Bewegung Sebastian Kurz

Opernball-Organisatorin Maria Großbauer wird bei der Nationalratswahl auf dem sechsten Listenplatz kandidieren.

Wieviel „verstand“ Adolf Hitler von Richard Wagner?

Der Strippenzieher Hitlers? Blühender Unsinn – besagt ein neu erschienenes Buch

Verstanden hat er gar nichts, meinen viele, die sich Experten nennen. Denen widerspricht der Germanist Hans Rudolf Vagnet allerdings:

Wagner-Rezeption der 1930er-Jahre beleuchtet
In einem umfassenden Buch zeigt der Germanist Hans Rudolf Vaget anhand von drei Personen den Umgang mit Wagner in den Vorkriegsjahren: Adolf Hitler, Thomas Mann und Hans Knappertsbusch pflegten in den 1930er-Jahren auf ganz unterschiedliche Weise ihren Wagner-Kult.

Auszuge daraus: …

Hitler dagegen kann man sogar, unter bestimmtem Blickwinkel, als einen gemäßigten Fortschrittler unter den Wagnerianern werten, meint Hans Rudolf Vaget:

„Ein Beispiel ist eben seine Parteinahme für eine Neuinszenierung des ‚Parsifal‘ nach 1933, da hat er sich durchgesetzt gegen die Alt-Wagnerianer. Er wollte sein altes Idol, Alfred Roller, diese Inszenierung machen lassen; das ist auf erbitterten Widerstand in Bayreuth gestoßen. Die Alt-Wagnerianer, angeführt von Carl Muck, die wollten gar nichts damit zu tun haben, aber Hitler hat sich hier profiliert als ein sagen wir: moderater Modernisierer.“

Hitler sah sich selbst als eine Künstlerfigur, und Wagner war sein musikalischer Fixstern. Doch bleibt offen, ob er ein wirklicher Musik-Kenner war.

„Das ist schwer zu entscheiden. Auf jeden Fall kann man, glaube ich, sagen, dass er ein gutes Ohr hatte. Es gibt Zeugnisse, dass er sehr genau bestimmte Wagner-Stellen pfeifen konnte. Seine Detail-Kenntnis der Wagner-Opern war offenbar phänomenal. Wie alle Fanatiker hat er sich da hineingearbeitet, und diese Dinge waren ihm präsent.“..

Zum Artikel in „Deutschlandfunk“[2]

Die Kenntnisse über Richard Wagner und dessen Werk machten – so der Autor – Hitler erst salonfähig. Heute könnte man damit eher nicht reüssieren, bestenfalls unter Wagnerianern. Das macht mir die Leute unheimlich, die stets mit Wagner-Zitaten aufzuwarten haben! In gewissem Sinne habe das auch ich gemacht, aber das war reines Protzen mit Wagner-Wissen vor Leuten, die zuvor selbst damit geprotzt haben. Wenn einem da aber gleich eine Ideologie nachgesagt wird, muss ich künftig sparsamer mit meinem Wagner-Wissen umgehen.

Besuchen Sie Generalproben?

Ich weiß gar nicht, was ich anstellen müsste, um zu einer Karte für eine Generalprobe in der Wiener Staatsoper zu gelangen. Angeblich sind die GP-Karten fest in der Hand der Gewerkschaft. Teilnehmende Künstler verfügen auch über ein Kontignent, an die pirschen sich manche Generalprobengeher heran. Ich bin das Gegenteil von einem „Heranpirscher“,  deswegen gehen Generalproben an mir vorbei.

Nachstehendes Besispiel betrifft München – da scheint das Procedere ähnlich zu sein:

So kurz davor
Zur Generalprobe umsonst in die Oper – das klingt verlockend, aber die Karten sind rar, und wer sich dafür anstellt, braucht Geduld und Nerven

Ein Auszug: …Der Ton ist rau in der Schlange vor dem Nationaltheater. „I bin z’erscht doa, ihr Bayern glaubt emmer, mir san mir!“ – „Dann gehen’S doch nach Ihrem Württemberg zurück und nehmen’S vor allem Ihre Anti-Aggressiva ein!“ Die beiden reifen Damen, die da an einem Spätnachmittag Anfang März so temperamentvoll aneinander geraten sind, schenkten sich keinen Zentimeter. Da gab es wenig subtile Bodychecks, Sidekicks, Handtaschen wurden zu Stoßdämpfern. Der körperliche Einsatz war hoch, es ging schließlich um einiges: Alle wollten dabei sein, wenn Jonas Kaufmann seinen Kopf verliert, bei der Generalprobe der Oper „Andrea Chenier“.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-so-kurz-davor-1.3591578[3]

USATZINFOS ZUM SONNTAG-TAGESKOMMENTAR ÜBER OPER IN DER NATURARENA HOHE WARTE , AIDA-KAFFEEHAUSKETTE UND ZU DEN VORGÄNGERN DES „MERKER-KUNSTSALONS“

HOHE WARTE

Freilichtbühne: Zwischen 1923 und 1935 fanden auf dem Fußballplatz[4] der „Vienna[5]“ in der Klabundgasse im Sommer Opernaufführungen statt (größtenteils italienischer Opernstagione der „Societi italiana spettacoli esteri“); die Arena fasste rund 25.000 Besucher. Aufführungen: 1923 Richard Wagner, „Meistersinger“; Johann Strauss (Sohn)[6], „Zigeunerbaron“. 1924: Giuseppe Verdi, „Aida“ (Dirigent Pietro Mascagni). 1926: Richard Wagner, „Tannhäuser“ (Saisoneröffnung am 22. Juli); Verdi, „Aida“; Ruggiero Leoncavallo, „Der Bajazzo“; Pietro Mascagni, „Cavalleria rusticana“. 1932: In der Ersten Republik fanden auf einer Freilichtbühne (Arena) Opernaufführungen statt mit Richard Wagners „Tannhäuser“). 1933: Verdi, „Aida“; Leoncavallo, „Der Bajazzo“; Mascagni, „Cavalleria rusticana“. 1934: Opernkonzert mit Maria Jeritza[7] und Josef Kalenberg[8]. 1935: Verdi, „Aida“; Leoncavallo, „Der Bajazzo“; Mascagni, „Cavalleria rusticana“. Außerdem fand 1924 der Boxkampf Carpentier gegen Townley statt, und 1934 kam es zur Aufführung des „historischen Bilderbogens“ „Von Wallenstein bis Dollfuß“.

Und dazu der Name der AIDA-Kaffeehauskette in Wien :


Josef Prousek, der Gründer der Kaffehauskette, war ein Opernfan und so standen 1925 bei der Benennung seines Betriebes die Opern „Aida“ und „Tosca“ zur Wahl. Maßgeblich für die Entscheidung zugunsten von Aida war die erste Opernaufführung unter freiem Himmel in Wien, 1924 auf dem Sportplatz „Hohe Warte“.

Mit „Tosca“ hätte er ein Problem gehabt, gab es doch damals schon das „Cafe Tosca“ in der Praterstraße – ein Stoß-Lokal mit ständigem Polizeibesuch. Aber da haben auch sehr honorige Herren mitgespielt, zum Beispiel der damalige Besitzer einer großen Modekette. Den kannte ich nicht, aber seinen „Bugl“. Ein „Bugl“ ist jemand, der einem „den Rücken freihält und notfalls eingreift, wenn Ungemach droht. Der „Bugl“ war übrigens privat ein ganz lieber Mensch und als Fußballfunktionär Chef von WAF Brigittenau. Wir waren zwar Konkurrenten, aber wir mochten einander gegenseitig. Wenn er mich auf einem Fußballplatz sah, rief er quer über den Platz: „Taunée, kumm her, mei Bua“

Das waren noch Zeiten des zweiten Bezirkes: Gleich in der Nähe das „Renz“ in der Zirkusgasse und ein Puff neben dem anderen. Heute sind das Radlerhotels.

Über die Polizei, wie sie mir geschildert wurde,  schreibe ich besser nicht. Aber die hatten die Sache im Griff. Das würde ich mir heute von der Polizei wünschen!

Josef Kalenberg, seines Zeichens Kammersänger der Wiener Staatsoper, sang noch Ende der Fünfziger auf der Opernbühne des Prof.Gundacker in der Volkshochschule Ottakring (Ein Geheimtip unter Opernfreunden, so was ähnliches wie jetzt der Kunstsalon des Merkers) einen Otello von Verdi in der Klavierbegleitung des rührigen Professors.
Die Opern wurden in gesamter Länge aufgeführt, allerdings die „Italiener“ in deutscher Sprache.

Jetzt kennen wir den Vorgänger des „Merker-Kunstsalons“. Alles schon dagewesen! Zwangsläufig muss es allerdings keine Kopie sein! 

Elena Habermann, die Initiatorin des Merker-Kunstsalons, bemerkt dazu: Natürlich kannte ich die Gundacker-Oper, haben doch viele Chorsänger der Staatsoper dort Soli gesungen. Zum Beispiel die Großmutter des jungen Baritons Michael Fischer. Sie sang  damals „Amneris“ und war die positive Erscheinung in der „Aida“. „Aida“ und Radames“ waren eher ein Schock für mich, als ich mich diesbezüglich äußerte, bekam ich eine mütterliche „Watschn“. Auch musste ich zuhause bleiben, als meine Mutter dort die Elisabeth in „Tannhäuser“ sang.

Und Opern in Fußballstadien gab es schon oft und vor langer Zeit. Herrn Domingo ist dieses Jahr nicht einmal eine Kopie gelungen!

GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK – 18.  – 24. JULI 2017

Lesen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“ das von Heinrich Schramm-Schiessl zusammengestellte Programm

DER KLEINE PRINZ – Musical-Uraufführung von teatro in Mödling

Uraufführung: 20. Juli 2017, 18 Uhr, Stadttheater Mödling
Weitere Termine: 21., 22., 23., 26., 27. 28., 29., 30. Juli, 2., 3., 4., 5., 6. August (jeweils um 18 Uhr) 

Lorenz Pojer. Foto: teatro Mödling

Mit dem neuen Musical „Der kleine Prinz“ erschaffen 32 Jugendliche, Kinder und Profis ab 20. Juli 2017 ein poetisches und berührendes Bühnenerlebnis für die ganze Familie im Stadttheater Mödling.

Austropop-Legende Wilfried 67-jährig gestorben
Er war bis zum Schluss der unangepasste Querdenker der Austropop-Szene: Erst vor wenigen Wochen ist „Gut Lack“ erschienen, ein freches, mutiges und vielfältiges Album, auf dem Wilfried Scheutz noch einmal alle Register seines Könnens zog. Eine Platte, die nicht zuletzt auch geprägt war vom Kampf gegen den Krebs. Diesen hat der Musiker nun verloren: Am Sonntag starb er mit 67 Jahren.
Salzburger Nachrichten[9]
Scheutz-Nachruf: Sensibler Kraftprotz mit Hang zum Blödsinn
Wilfried Scheutz, stets nur Wilfried genannt, der wildeste und unkonventionellste aller Austropopstars, hat seinen Kampf gegen den Krebs mit 67 Jahren verloren. Er wilderte in allen Genres und war zudem Pionier der Neuen Volksmusik.
Die Presse[10]

Salzburg/ Festspiele/ Jedermann
Moretti: Es gibt auch eine Erotik in der Intimität
Am Freitag hat bei den Salzburger Festspielen „Jedermann“ Premiere. In der Titelrolle: Tobias Moretti über Erkenntnis, Glauben und die Buhlschaft
Der Standard[11]

Auszug aus „Der Standard“:  Das letzte Gespräch mit Crouch (Regisseur des bisherigen Jedermanns) hier in Salzburg war ein Neun-Stunden-Marathon im März. Es sah so aus, als gäbe es einen Kompromiss, aber dann eben doch nicht. Sturminger inszenierte damals gerade in Salzburg „Lohengrin“ von Sciarrino. Bettina Hering hat mich gefragt, was ich von ihm hielte. Ich kannte ihn, habe aber noch nicht mit ihm gearbeitet. Der thematische Austausch, aus derselben Sprachkultur heraus, war erfrischend, auch seine – auch familiäre – Nähe zu dieser österreichisch-wienerischen Kulturepoche. –

Tobias Moretti ist ein großer Plauderer vor dem Herrn. Wenn ich das Interview richtig verstanden habe, wurde eigens für ihn eine neue Inszenierung (Sturminger) geschaffen. Da bin ich aber jetzt gespannt, demnach müsste Herr Moretti zur Sensation werden.

Einige Forumsteilnehmer des „Standard“ sehen Moretti weniger schmeichelhaft als Selbstdarsteller.

Filme der Woche

FimPoster  Geschichte einer Liebe~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[12]

Es passiert nicht allzu oft, dass es sich für einen Kinobesucher als wahre Schwerarbeit herausstellt, einen Film zu betrachten. Aber nach „Die Geschichte der Liebe“, Laufzeit zweieinviertel Stunden (mit dem Eindruck: Hört das denn nie auf?) fühlt man sich, als hätte man sich durch ein Epos gekämpft. Ja, gekämpft. Wobei es sicher nicht gut ist, wenn der Regisseur a priori das Publikum warnt, man werde sich vor der letzten Szene wohl nicht wirklich im Geschehen auskennen. Um die Wahrheit zu sagen: Man tut es auch nachher nicht. Viel zu viel Unaufgelöstes, viel zu viel Verwirrendes, viel zu viel Verschmocktes.

Merke, Filmregisseur: Es ist kein Fehler, eine Geschichte einfach zu erzählen. Es wäre vielleicht das größere Kunststück gewesen, als dieses Puzzle hinzuwerfen, das von vorn und hinten nicht passt und sich nicht auflöst.

Radu Mihaileanu, französischer Regisseur mit rumänischen Wurzeln, bisher strikt mit Kunstfilmen bei Festivals vertreten, hat den Roman „The History of Love“ der Amerikanerin Nicole Krauss (2005) zu einem Drehbuch umgeschrieben, das die vielen Zeitebenen des Buches – wie erwähnt – bis zur totalen Undurchdringlichkeit durchwirbelt…

Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen, nach der Nationalratswahl wird Österreich zum Paradies!

Der Jungstar weiß genau, wie der Flüchtlingsstrom ganz einfach abzustellen ist. Sein Konkurrent will die Abgaben senken!

Jetzt warte ich darauf, dass den Arbeitnehmern 8 Wochen Mindesturlaub versprochen werden, eine goldene Uhr für jeden Wähler müsste auch noch drin sein.

Kerns Wahl-Ansage: Abgaben auf Arbeit um fünf Milliarden Euro senken
Der SP-Chef plädiert für eine Volksabstimmung über eine Verwaltungsreform.
Oberösterreichische Nachrichten[13]

Wer soll das finanzieren? Die Superreichen! Diese sind aber meist nicht blöd und haben gute Steuerberater.

Was wir erleben, ist Populismus pur! Der Aufprall nach der Wahl wird sehr hart sein!

Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/zuerich-opernhaus-lohengrin-mit-piotr-beczala-und-andreas-homoki-in-der-titelrolle-saisonschluss-und-letzte-vorstellung-dieser-saison
  2. „Deutschlandfunk“: http://www.deutschlandfunk.de/buchvorstellung-wagner-rezeption-der-1930er-jahre-beleuchtet.1993.de.html?dram:article_id=391313

  3. http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-so-kurz-davor-1.3591578: http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-so-kurz-davor-1.3591578
  4. Fußballplatz: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Stadien
  5. Vienna: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Vienna
  6. Johann Strauss (Sohn): https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Johann_Strauss_%28Sohn%29
  7. Maria Jeritza: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Maria_Jeritza
  8. Josef Kalenberg: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Josef_Kalenberg
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/austropop-legende-wilfried-67-jaehrig-gestorben-256644/
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/popco/5253816/ScheutzNachruf_Sensibler-Kraftprotz-mit-Hang-zum-Bloedsinn
  11. Der Standard: http://derstandard.at/2000061323823/Tobias-Moretti-Es-gibt-auch-eine-Erotik-der-Intimitaet
  12. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  13. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Kerns-Wahl-Ansage-Abgaben-auf-Arbeit-um-fuenf-Milliarden-Euro-senken;art385,2624589

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-juli-2017


17. JULI 2017

by ac | 17. Juli 2017 09:05

Markus Hinterhäuser, der Intendant der Salzburger Festspiele, im Interview. Copyright: Salzburger Festspiele/ Franz Neumayr

Markus Hinterhäuser, der neue Intendant der Salzburger Festspiele, spricht mit Volker Hagedorn von „Die Zeit“ über Macht und Musik und seine Liebe zu russischen Pianisten.

Markus Hinterhäuser[1], 58 Jahre alt, ist auch im Intendantenzimmer der Salzburger Festspiele nicht nur Intendant. Auf seinem Schreibtisch liegen die Noten von Olivier Messiaens Visions de l’Amen für zwei Klaviere, die wird er selbst zusammen mit Igor Levit[2] spielen. Da gebe es für ihn noch viel zu üben, sagt er und lacht. Dann stellt er den Aschenbecher zwischen die Espressotassen auf dem Couchtisch. Wir wollen über die Salzburger Festspiele[3] reden, deren Intendanz er für fünf Jahre übernommen hat, über das Programm mit zehn Opern und 79 Konzerten und fünf Theaterstücken in 41 Tagen. Und darüber, wie die berühmtesten Festspiele der Welt auf die Welt reagieren.

Salzburg
„Es ist eine andere Welt geworden“
Markus Hinterhäuser, der neue Intendant der Salzburger Festspiele, spricht mit Volker Hagedorn über Macht und Musik und seine Liebe zu russischen Pianisten.
Die Zeit[4]

Berlin /Staatsoper rosafarben

Berliner Staatsoper in Rosa. Foto: Ruckeis

Nun sind die Gerüste weg, und manche reiben sich die Augen: Rosa? War das schon immer so? Das Farbkonzept geht laut „Deutsche Bauzeitschrift“ auf den Wiederaufbau der Staatsoper durch Richard Paulick in den 1950er Jahren zurück. „Die historische Farbe konnte anhand von Befunduntersuchungen und alten Aufnahmen ermittelt werden.“

Paulick orientierte sich mit Rückendeckung der DDR-Führung an der 1741 von Knobelsdorff gebauten Original-Oper, die 1843 abbrannte. Rosa wurde in den 1990er Jahren auch das Zeughaus gestrichen…

Berlin: Staatsoper wieder unverhüllt Preußisch Pink
Die Staatsoper zeigt sich in Zartrosa. Auf der Baustelle beginnt der Endspurt
Tagesspiegel[5]

Also mir gefällt die Farbe nicht. Aber mir muss sie auch nicht gefallen, Hauptsache den Berlinern gefällt sie.

LINZ/ KLASSIK AM DOM: Lichtkunst am Linzer Domplatz bei Grubinger-Konzert =

Martin Grubinger eröffnete die siebente Spielzeit von „Klassik am Dom“. Bildquelle: APA (dpa)/Carsten Rehder

Linz (APA) – Der in Oberösterreich lebende Schlagwerker Martin Grubinger eröffnete zusammen mit seinem Percussive Planet Ensemble unter dem Titel „Heimspiel 2.0“ am Sonntagabend in Linz die bisher siebente Spielzeit von „Klassik am Dom“. Das Lichtkunstkollektiv „Lichttapete“ kreierte für die Open-Air-Veranstaltungsreihe großflächige Lichtinszenierungen auf der Fassade des Mariendoms.

Mit neun Großbildprojektoren wurde die gesamte Längsseite des Gotteshauses mit Großbildpanoramen bespielt. Der in Salzburg geborene Starperkussionist wurde auf die Domfassade lebensgroß projiziert. Vor den farbigen, visuellen Collagen wartete Grubinger mit einem Klangfeuerwerk aus Salsa, Funk, Cuba, African, Fusion und Klassik auf. ORF III überträgt den Musikevent live-zeitversetzt ab 21.15 Uhr. Zusätzlich ist eine Aufzeichnung des Konzerts zu Maria Himmelfahrt, Dienstag, den 15. August, um 21.20 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Die bayerische Kultband Haindling wird am 18. Juli auf dem Linzer Domplatz konzertieren und dabei ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Erwin Schrott Friends werden das Publikum am 19. Juli mit dem Programm „Cuba Amiga“ in die südamerikanische Heimat des Sängers entführen.

Gedanken zum Publikumsgespräch mit Dominique Meyer

 

Der Schreiber nachstehender Zeilen hat mich nicht um Anonymität gebeten, ich habe selbst entschieden, dass ich den Namen, der mir natürlich wohl bekannt ist, besser nicht nenne.

Ich muß zur Aussage von Dir. Meyer, wonach er nur so wenig Wagner spielt, weil das Orchester zu wenig Zeit hat, doch etwas bemerken:

Mir kommt diese Aussage, dass hauptsächlich das Orchester schuld sei, etwas wie Frustabbau vor, weil es den Philharmonikern doch nicht gelungen ist, für ihn eine dritte Amtszeit zu erreichen. Wobei dazu zu bemerken ist, dass, wie ich auch gehört habe, die Philharmoniker als Kollektiv gar nicht so erpicht darauf waren, sondern nur eine kleine Gruppe rund um Herrn Großbauer, was seine Abwahl nach nur einer Amtsperiode erklären würde. Man hat nämlich durchaus gehört, dass es gerade der Umstand war, dass viele verärgert waren, weil sie nur so selten die ganz grossen Werke, eben von Wagner und auch Strauss spielen konnten. Auch die geringe Zahl von Mozart-Aufführungen stiess manchen sauer auf.

Die Aussage des Direktors, er könne nichts machen, wenn das Orchester so viel auf Tournee ist, ist nicht verständlich. Denn wenn er selbst nicht bereit ist, auf den Tisch zu hauen um den Orchester klar zu machen, dass es seine Tourneen so zu planen hat, dass man auch Werke mit grosser Besetzung spielen kann – denn meines Wissens ist lediglich die traditionelle Amerika-Woche in New York fix terminisiert – hätte er den Minister, der schliesslich der oberste Chef des Orchesters ist, um Unterstützung bitten müssen. Aber es waren ja auch seine Vorgänger sehr großzügig mit den Tourneegenehmigungen. Ich weiss allerdings nicht, wovor die Herren Angst haben. Einfach zu sagen, dann spielen wir nicht mehr in der Oper, geht nämlich nicht, denn dann müsste jeder einzelne Musiker kündigen und das werden sich die meisten überlegen. Schliesslich ist das ja ihr Brotberuf, an dem einiges hängt, z.B. die Pension, die ja, da es sich um Staatsbedienstete handelt, nicht unüppig sein dürfte.

Ich glaube nämlich eher, dass es der größere Aufwand ist, diese Werke aufzuführen, die ihn davon abhalten.

Zum Schluss noch etwas Statistik zum Vergleich mit dem ach so großartigen München:

Dass München gerade einmal 7 Wagner-Aufführungen mehr als Wien bringt, wurde in unserem Forum bereits festgestellt. Bei Richard Strauss, von der Orchestergröße, nimmt man die „Ariadne“ einmal heraus, durchaus vergleichbar, schlagen wir die Bachler-Truppe um Längen. Wir spielen nämlich 30 Abende, jene nur 15. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass bei Strauss nur der „Rosenkavalier“ eine 2-Dienste-Oper (Teile des Orchesters werden im Laufe des Abends getauscht) ist, bei Wagner jedoch alle mit Ausnahme von „Holländer“ und „Rheingold“.

Lehar-Fest in Bad Ischls startete mit „Die Lustige Witwe“ =

Bad Ischl (APA) – Drei Reden, drei Ehrungen und eine Torten-Überreichung: Das war am Samstagabend im Kongress TheaterHaus Bad Ischl zu überstehen, ehe mit der Operette „Die Lustige Witwe“ nicht nur die neue Saison des Lehar Festivals, sondern auch die neue Direktion von Thomas Enzinger eingeläutet wurde. Künstlerisch darf der Abend vor allem von seiner musikalischen Seite her als Erfolg verbucht werden.

Verena Barth-Jurca als Valencienne und Clemens Kerschbaumer als Rosillon. Bildquelle: APA/WWW.FOTOHOFER.AT

Bad Ischl: Lehar-Festival startet mit „Die lustige Witwe“
http://ooe.orf.at/news/stories/2855248/[6]
Bad Ischl weiß, was Operette braucht
Oberösterreichische Nachrichten[7]

Gars am Kamp: Die Zauberflöte – insgesamt gesehen durchaus erfreulich

Nördlich von Verona solle man keine Freiluftspiele veranstalten, zitierte Peter Skorepa, der Kritiker-Doyen des OnlineMerker, Max Reinhardt. Doch die Ruine der ehemaligen Babenberger-Burg, hoch thronend über der k.u.k Sommerfrische Gars am Kamp, trutzte gestern den hereinziehenden Wolken. Bis auf ein paar Spritzer zu Beginn des ersten Aktes verlief der Abend trocken — und, insgesamt gesehen, durchaus erfreulich…

…Johannes Wildner zitiert im Programmheft seinen ehemaligen Chef Claudio Abbado, der einmal festgestellt hatte, daß Theater im Norden immer etwas mit Bildung, moralischer Erziehung und Besserung des Menschen zu tun haben müsse, es im Süden hingegen völlig ausreiche, wenn etwas ganz einfach »schön« sei. Wenn es die Seele des Menschen erfreue. Die gestrige Vorstellung hatte dann etwas Südliches an sich; — sie war einfach »schön«. Und hat erfreut.

Oper Burg Gars[8]: Weitere Vorstellungen der Zauberflöte am 18., 21., 23., 27. und 29. Juli sowie am 4. und 5. August 2017

Zum Bericht[9] von Ulrike Klein

Ich erlaube mir noch den Hinweis auf die Kostüme der „Misiktheaterpreisträgerin Gera Graf. Mit manchen Darsteller hatte sie es nämlich nicht leicht!

Mannheim: „Wie in einem schönen Film“
Festlicher „Ballo in maschera“ im Nationaltheater macht dank Sondra Radvanovsky und Riccardo Massi seinem Namen Ehre
Mannheimer Morgen[10]

Aix en provence: „Pinocchio“ in der Provence: Lügen haben lange Nasen
Philippe Boesmans‘ Oper „Pinocchio“ hat das Musikfestival in Aix-en-Provence eröffnet. Das Klangforum Wien unter Emilio Pomarico sendete dabei Licht aus dem Orchestergraben in die Bühnendüsternis –
Der Standard[11]

Regensburg: Logistisches Glanzstück, künstlerischer Mehrwert: Wagners „Der fliegende Holländer“ im Regensburger Hafen
Neue Musikzeitung/nmz.de[12]
Der „Holländer“ mitten im Hafenbecken
Mittelbayerische Zeitung[13]

Austropop-Legende Wilfried 67-jährig gestorben

Er war bis zum Schluss der unangepasste Querdenker der Austropop-Szene: Erst vor wenigen Wochen ist „Gut Lack“ erschienen, ein freches, mutiges und vielfältiges Album, auf dem Wilfried Scheutz noch einmal alle Register seines Könnens zog. Eine Platte, die nicht zuletzt auch geprägt war vom Kampf gegen den Krebs. Diesen hat der Musiker nun verloren: Am Sonntag starb er mit 67 Jahren.

Wien/ „Strichelei“ – Galerie des Online-Merker“

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Aquarelle von „Artzak“ – ausgestellt in unserer „Strichelei“ (Zeleborgasse 20, 1120). Foto: Myrto

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Der in Yerevan/ Armenien lebende „Artzak“ (Artak Zakaryan) und seine Frau Nune. Foto: Myrto

Besuchen Sie die Ausstellung und gleichzeitig mich in der Redaktion. Telefonische Vereinbarung erwünscht (813 62 85), ich freue mich auch über spontane Besuche. Nur wundern Sie sich dann nicht, wenn ich nicht da bin!

Heute vor 130 Jahren: Die Hitze in Wien ist unerträglich – es fehlen Gärten
In älterer Zeit hatte in Wien, zumal in den Vorstädten, jeder sein Gärtchen.
Die Presse[14]

Die Gärten in den Großstädten werden immer weniger, das ist unser Beitrag zum Klimaschutz! Wir aber machen „Klimasünden“ dafür verantwortlich, für die man einen Ablass erzielen kann (nicht bei der Katholischen Kirche, dieses Geschäft hat sich aufgehört, aber bei den großen Abkassierern dieser Welt). Die Gärten stehen der Gewinnmaximierung entgegen – und das geht schon gar nicht!

Fußballer Josef Hamerl 87jährig gestorben – er schoß einst Juventus Turin mit 4 Toren k.o.

Josef Hamerl ist tot!

Auf sehr viele stolze Augenblicke kann der österreichische Fußball nicht zurückblicken. Spontan fällt mir da nur der dritte Platz bei der WM 1954 in der Schweiz, der 3:2 Sieg in Cordoba gegen Deutschland und der 7:0 Sieg des Wiener Sportclubs (heute Regionalliga) gegen das Starensemble von Juventus Turin ein. Das war 1958, im Hinspiel des Europacups hatte Juventus mit 3:1 gewonnen – und die Sache schien gelaufen. Dann aber zertrümmerte der „Wiener Sportclub“ das sieggewohnte italienische Starensemble im Wiener Stadion mit 7:o, der vierfache Torschütze Josef Hamerl war zuvor mit der Straßenbahn angereist – von der Arbeit kommend. Die Runfunkübertragung dieses Spiels gehört zum einen Kindheitserinnerungen.

Am Samstag ist Josef Hamerl gestorben.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Markus Hinterhäuser: http://www.zeit.de/2013/46/salzburger-festspiele-markus-hinterhaeuser
  2. Igor Levit: http://www.zeit.de/2016/22/igor-levit-pianist-jubilaeum-ludwig-van-beethoven-klaviersonaten
  3. Salzburger Festspiele: http://www.salzburgerfestspiele.at/
  4. Die Zeit: http://www.zeit.de/2017/17/markus-hinterhaeuser-intendant-salzburger-festspiele-interview
  5. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/berlin/staatsoper-wieder-unverhuellt-preussisch-pink/20068094.html
  6. http://ooe.orf.at/news/stories/2855248/: http://ooe.orf.at/news/stories/2855248/
  7. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Bad-Ischl-weiss-was-Operette-braucht;art16,2624535
  8. Oper Burg Gars: http://www.operburggars.at/
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/gars-am-kamp-oper-burg-gars-die-zauberfloete
  10. Mannheimer Morgen: https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-kultur-wie-in-einem-schoenen-film-_arid,1081001.html
  11. Der Standard: http://derstandard.at/2000061360920/Pinocchio-in-der-Provence-Luegen-haben-lange-Nasen
  12. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/logistisches-glanzstueck-kuenstlerischer-mehrwert-wagners-der-fliegende-hollaender-im-regensb
  13. Mittelbayerische Zeitung: http://www.mittelbayerische.de/kultur-nachrichten/der-hollaender-mitten-im-hafenbecken-21853-art1541529.html
  14. Die Presse: http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/4936713/Heute-vor-130-Jahren_Die-Hitze-in-Wien-ist-unertraeglich-es

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-juli-2017


16. JULI 2017

by ac | 16. Juli 2017 07:22

Ein geradezu historisches Foto: Das Schillertheater nach der letzten Staatsopern-Aufführung. Copyright: Ursula Wiegand

Gespielt wurde „Jakob Lenz“ von Wolfgang Rihm
Zum Bericht[1] von Ursula Wiegand

HINWEIS AUF UNSERE WIENER STAATSOPERN-REFLEXIONEN: DIE ZUSAMMENFASSUNG DES PUBLIKUMSGESPRÄCHES IST ONLINE!

Das Führungstrio der Wiener Staatsoperbei der Pressekonferenz für die Saison 2017/18: Manuel Legris, Dominique Meyer und Thomas Platzer
© Wiener Staatsoper GmbH/Michael Pöhn

Thomas Prochazka hat die 7 Teilabschnitte des Publikumsgespräches (20.6) zusammengefasst und online gestellt

Zu den STAATSOPERN-REFLEXIONEN[2]

In diesem Zusammenhang ein Hinweis aus dem „Merker-Forum“. Im Teil 7 des Berichts über das Publikumsgesprächs wurde nämlich das Fehlen von Wagner-Opern angesprochen und dem Direktor als Frage vorgelegt.

Wieso wird München als Vorbild für Wagnerpflege hingestellt ?
In der Saison 2017/18 gibt es drei Ringe (inclusive Festspiel-Ring) , 5 Parsifal und  2 Holländer.

Apropos Wagner. Bayreuth hat ein kaufkräftiges Klientel. Das nutzen auch andere Städte aus der Region

Bamberg: Wagner und die alte Kunst
Die Bamberger Kunsthändler bündeln im Sommer die Kräfte und nützen die Nähe zu den Bayreuther Wagner-Festspielen, um kaufkräftige Kunden anzulocken.
Die Presse[3]

LINZ/ Klassik am Dom: ORF III überträgt heute zeitversetzt um 21,15 h das Grubinger-Konzert

Der in Oberösterreich lebende Schlagwerker Martin Grubinger eröffnet zusammen mit seinem Percussive Planet Ensemble unter dem Titel „Heimspiel 2.0“ am Sonntagabend in Linz die bisher siebente Spielzeit von „Klassik am Dom“. Das Lichtkunstkollektiv „Lichttapete“ kreierte für die Open-Air-Veranstaltungsreihe großflächige Lichtinszenierungen auf der Fassade des Mariendoms.

Mit neun Großbildprojektoren wird die gesamte Längsseite des Gotteshauses mit Großbildpanoramen bespielt. Der in Salzburg geborene Starperkussionist wird auf die Domfassade lebensgroß projiziert. Vor den farbigen, visuellen Collagen wartet Grubinger mit einem Klangfeuerwerk aus Salsa, Funk, Cuba, African, Fusion und Klassik auf. ORF III überträgt den Musikevent live-zeitversetzt ab 21.15 Uhr

Baden bei Wien: DER ZAREWITSCH: Der Funke sprang nicht über

Maya Boog, Jevgenij Taruntsov. Copyright: Christian Husar

„Der Zarewitsch“ in der Badener Sommerarena
Als zweite Sommerproduktion der Bühne Baden und als erste Regiearbeit des neuen Intendanten Michael Lakner ist am Freitagabend in der Sommerarena „Der Zarewitsch“ von Franz Lehar zur Premiere gelangt – für Lakner „der größte musiktheatralische Wurf des Komponisten“. So richtig wollte der entsprechende Funkenschlag allerdings nicht gelingen.
Salzburger Nachrichten[4]

Graz/Schloss Schielleiten: Bäume umarmen, Rosse bändigen: „La Margarita“
Blumen und Früchte umranken die Bühne in üppigen Girlanden. Ein Baum mit goldenen Äpfeln prangt in der Mitte. Auch den Park von Schloss Schielleiten zieren – neben barocken Statuen und echten Gewächsen – überdimensionale Ausschneide-Blumen aus Holz und Karton: Schon beim Entree wird der „echte“ Barock mit Opernbarock überhöht.
Drehpunkt Kultur[5]

Auftakt der Regensburger Thurn-und-Taxis-Festspiele mit Verdis „Aida“
Hamburger Abendblatt[6]

Die Aufführung wurde von der Staatsoper Prag bestritten. Die Fürstin hielt gemeinsam mit Tochter Hof. Da ohne die Fürstin und deren finanzielles Engagement die Festspiele nicht stattfinden würden, darf sie das!

Josef Bulva: „Nicht ohne meinen Steinway“. Nachbetrachtung zum Konzert vom Donnerstag im Wiener Ursulinenkloster

Josef Bulva vor einem Steinway – im Hintergrund Christoph Daignére-Koller, der Chef von Steinway Austria

Sergej Rachmaninoff hat auf Steinway-Flügel gespielt, auch Lang-Lang steht heute im „Steinway-Stall“. Totzdem bezeichnet Steinway Josef Bulva als „Pianist der Pianisten“

Henry Steinway, gelernter Möbeltischler, später Klavierbauer und Gründer von Steinway & Sons

Über Steinway (Auszug aus Wikipedia): Der gebürtige Deutsche Heinrich Engelhard Steinweg war gelernter Möbeltischler, später wurde er Orgelbauer und Kirchenorganist. Aus musikalischem Interesse beschäftigte er sich mit dem Bau von Musikinstrumenten und später auch mit dem Klavierbau. In der Küche seiner Wohnung in Seesen verfertigte Steinweg 1836 seinen ersten Flügel, der heute Küchenflügel genannt wird und noch immer erhalten ist.
 
Aus wirtschaftlichen Gründen wanderte er mit seiner Frau Juliane (Johanna Juliane Henriette Thiemer), drei Töchtern und vier seiner Söhne 1850 in die USA aus, der zweitälteste Karl war schon ein Jahr zuvor, 1849, kundschaftend in die USA gegangen. In New York nahm die Familie den anglisierten Nachnamen Steinway an, auch die Vornamen wurden anglisiert. Anfangs arbeiteten Henry E. Steinway und seine Söhne in verschiedenen Klavierfabriken, bis sie sich 1853 als Familienunternehmen selbständig machten. Schnell stellte sich für Henry E. Steinway mit seinem amerikanischen Familienunternehmen Steinway & Sons der Erfolg ein. Ein weiterer Sohn, C. F. Theodor, war in Deutschland verblieben und führte das väterliche Geschäft fort. Wenig später siedelte er den Betrieb nach Wolfenbüttel um. Mit der Aufnahme von Friedrich Grotrian als Geschäftspartner wurde der Betrieb ein weiteres Mal ins benachbarte Braunschweig verlegt. Trotz der räumlichen Distanz entwickelte die Familie einen regen, bis heute dokumentierten Schriftverkehr, um sich über den Fortschritt in der Klavierbautechnik auszutauschen…

Wie lief die Sache also am Donnerstag im Wiener Vivaldi-Saal (Ursulinenkloster) ab?  Josef Bulva wäre ausnahmsweise bereit gewesen, auf einem „Bösendorfer“-Flügel zu spielen. Eine erste Probe ergab jedoch angeblich einige Verstimmungen. In der Saalmiete war die Klavierbenützung inkludiert, also kontaktierten die Vermieter die Firma „Bösendorfer“.  Diese war auf ihren Weltruf bedacht und nahm Teile des Flügels in die Werkstätte mit. Am Tag des Konzerts war die Reparatur aber noch nicht abgeschlossen, also musste ein Leihklavier her. Bulva gibt es nicht unter dem Steinway 582310 – für den er das „dritte Pedal“ entwickelt hat!

Mit Hilfe von Steinway Wien (Opernring) wurde dieser „“Wunderflügel“ tatsächlich angeliefert. Es war also ein Riesen-Aufwand erforderlich (am Rande war ich involviert, deshalb kenne ich die Geschichte), von dem die Besucher natürlich keine Ahnung hatten.

Glyndebourne: „Don Pasquale“

Lisette Oropesa (Norina), Andrey Zhilikovsky (Dr. Malatesta). Copyright: Bill Cooper/ Glyndebourne Opera

Don Pasquale, Glyndebourne Festival, East Sussex — warmth and dignity
https://www.ft.com/content/c8621d42-6883-11e7-9a66-93fb352ba1fe
[7]Don Pasquale, Glyndebourne: ‚A black comedy that leaves a sour taste in the mouth‘
The Telegraph[8]

Zum 65er: Michael Schottenberg – Vom „Theater im Kopf“ bis ans Volkstheater
Früher machte er „Theater im Kopf“, am Wiener Volkstheater machte er als Direktor ein Jahrzehnt lang „Theater zum Anfassen und Mitreden“, bevor er sich – mit kurzen Ausnahmen – Mitte 2015 aus dem Theaterbetrieb zurückzog: Michael Schottenberg feierte am vergangenen Montag (10. Juli) seinen 65. Geburtstag.
Salzburger Nachrichten[9]

In der Falle: Woran scheitern Frauen im Kunstbetrieb?
An Herrenklubs? Nicht nur, es gibt noch andere, komplexere Hindernisse für Frauen, die nicht zur Sprache kommen. Sie sind weniger offensichtlich und partiell sogar mit Tabus behaftet –
Der Standard[10]

Frauen scheitern nicht generell im Kunstbetrieb, die Frage ist völlig falsch gestellt. Es gibt genügend Top-Managerinnen in der Branche.

Genauso könnte man fragen „Warum scheitern Männer im Kunstbetrieb?), weil es auch genug Männer gibt, die es nicht geschafft haben.

Mit Quoten wird man aber nichts lösen, eigentlich ist eine Quote eine Beleidigung!

Vorstadt Döbling: Wie gut kennen Sie Wien
https://kurier.at/leben/vorstadt-doebling-wie-gut-kennen-sie-wien/274.738.473[11]

Elegante Villen und trutzige Gemeindebauten, Wienerwald, Weingärten und idyllische Heurige. Dörfer, die trotz allem Stadt sind. Das alles ist Döbling, der 19. Bezirk Wiens. Ein neues Buch erzählt Geschichten und Geschichte aus der Vorstadt.

Die Hohe Warte war einst der Welt größte Natur-Fußball-Arena mit einem Fassungsvermögen von 85 000 Zuschauern.

Da fanden Opernaufführungen, ganz Prominent besetzt, statt (auch Benjamino Gigli soll auf der Hohen Warte gesungen haben.

Den Veranstaltern ist gelungen, was Placido Domingo nicht gelang: Opernaufführungen in einer Fußballarena!

Auf dem Sportplatz auf der Hohen Warte wurden in den 1920er Jahren zudem auch Opern[12] aufgeführt und Boxkämpfe[13] veranstaltet. 1924 fand auf dem Sportplatz Hohe Warte die erste Opernaufführung unter freiem Himmel in Wien statt. Pietro Mascagni[14] dirigierte die Oper Aida[15]. Für 17.000 Sitz- und 8.000 Stehplätze wurde ein „amphiteatralisches Parkett“ angelegt. Auf der fast 50 Meter breiten und 35 Meter tiefen Bühne agierten neben den Solisten der Chor mit 200 Mitgliedern und 700 Komparsen. 1935 fand eine weitere Opernsaison mit Aida, Bajazzo[16] und Cavalleria rusticana[17] statt. Echte Kamele und echte Elefanten traten vor 18.000 Sitz- und 14.000 Stehplätzen auf. (Quelle:Wikipedia)

Fußball spielt auf der Hohen Warte die Vienna (und deren jeweilige Gegner natürlich)- und sonst niemand. In der Regionalliga hatte man im Vorjahr etwa 1000 Besucher pro Spiel, wurde sogar Meister – und wäre sportlich in die zweite Bundesliga aufgestiegen. Dennoch muss der Verein in der kommenden Saison seine Spiele in der 2. Landesliga Wien absolvieren, durch den überraschenden Tod des wichtigsten Geldgebers schlitterte er in die Insolvenz, was laut Verbandsstatut den Zwangsabstieg bedeutet. Allerdings ist damit im konkreten Fall der Abstieg in die nächst tiefere Klasse, also die Erste Wiener Landesliga gemeint.  Gegen den Zwangsabstieg ging die Vienna allerdings vor Gericht, erreichte kurzzeitig in der ersten Instanz eine „Einstweilige Verfügung“ und stritt sich somit vor Gericht in die Regionalliga zurück. Das sah der Wiener Fußballverband gar nicht gerne, focht das Urteil an – und gewann in zweiter Instanz. Nun haben die honorigen Herren die Vienna in die 2. Landesliga eingeteilt, strafweise wegen der Gerichts-Inanspruchnahme (bemerkenswert in einem Rechtsstaat wie Österreich) also eine weitere Klasse tiefer. Dort trifft der Regionalligameister zum Beispiel auf meinen Lieblingsverein im Wiener Unterhaus, den LA. Riverside, an dessen Gründung ich beteiligt war und der soeben aufgestiegen ist!

Heinrich Schramm-Schiessl ist Döblinger und hat zu den Strafmaßnahmen seine eigene Theorie. „Das ist in meinen Augen auch ein Politikum. Die Vienna ist so ziemlich der einzige „schwarze“ Wiener Fußballverein – der rührige BV Adi Tiller wirkt dort im Hintergrund, konnte die Insolvenz aber leider auch nicht verhindern – und da war es den traditionell roten Wiener Funktionären natürlich ein besonderes Vergnügen nachzutreten“.

Dennoch war es ein klassisches Eigentor der Vienna-Funktionäre. Die Rückversetzung eines Regionalligameisters in die 2. Landesliga ist aber eine besondere Gemeinheit seitens des Wiener Fußballverbandes, ein Racheakt!

Ich kann das schreiben, weil ich mit Fußball auf Funktionärs- und Schiedsrichterebene abgeschlossen habe. Die Herren können mich mal…! Natürlich nur, wenn sie wollen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-staatsoper-jakob-lenz-von-wolfgang-rihm-la-ultima-im-schiller-theater
  2. Zu den STAATSOPERN-REFLEXIONEN: http://der-neue-merker.eu/reflexionen
  3. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/kunst/5252917/Wagner-und-die-alte-Kunst
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/der-zarewitsch-in-der-badener-sommerarena-256478/
  5. Drehpunkt Kultur: http://www.drehpunktkultur.at/index.php/rest-der-welt/oesterreich/11047-baeume-umarmen-rosse-baendigen
  6. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211255425/Auftakt-der-Regensburger-Thurn-und-Taxis-Festspiele.html
  7. https://www.ft.com/content/c8621d42-6883-11e7-9a66-93fb352ba1fe
    : https://www.ft.com/content/c8621d42-6883-11e7-9a66-93fb352ba1fe
  8. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/don-pasquale-glyndebourne-black-comedy-leaves-sour-taste-mouth/
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/kopf-des-tages/sn/artikel/michael-schottenberg-vom-theater-im-kopf-bis-ans-volkstheater-255672/
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000061317958/In-der-FalleWoran-scheitern-Frauen-im-Kunstbetrieb
  11. https://kurier.at/leben/vorstadt-doebling-wie-gut-kennen-sie-wien/274.738.473: https://kurier.at/leben/vorstadt-doebling-wie-gut-kennen-sie-wien/274.738.473
  12. Opern: https://de.wikipedia.org/wiki/Oper
  13. Boxkämpfe: https://de.wikipedia.org/wiki/Boxen
  14. Pietro Mascagni: https://de.wikipedia.org/wiki/Pietro_Mascagni
  15. Aida: https://de.wikipedia.org/wiki/Aida_%28Oper%29
  16. Bajazzo: https://de.wikipedia.org/wiki/Pagliacci
  17. Cavalleria rusticana: https://de.wikipedia.org/wiki/Cavalleria_rusticana

Source URL: http://der-neue-merker.eu/16-juli-2017


15. JULI 2017

by ac | 15. Juli 2017 08:41

Dominique Meyer über „Wieviel Wagner braucht Wien?“ . Copyright: Wiener Staatsoper

Zu Publikumsgesprächen kommen Leute, „die es wissen wollen“ Es kommen aber auch Leute, die sich selbst inszenieren wollen.

Leicht hat es speziell in Wien ein Operndirektor bei solch einem Publikumsgespräch nicht.

Thomas Prochazka war beim letzten Wiener Publikumsgespräch (20.6.) dabei und bezieht sich in seinem Bericht ausschließlich auf Originalzitate. Bewusst verzichtet er auf Interpretationen. Den Bericht hat er in sieben Teilen zusammengefasst, heute erscheint Teil 7 – in den nächsten Tagen werden die Berichte in den Staatsopern-Reflexionen zusammengefasst.

In dieser Kolumne (oder Randspalte, ganz wie beliebt) gehe ich jedoch schon auf das Thema ein. Vorweg, ich weiß nicht mehr, als auch Sie lesen können, ich habe keine Sonderinformationen, habe nicht nachgefragt, verweise auf diese Originalzitate. Und die sprechen ohnedies für sich:

Wie bereits vor einem Jahr wurde wiederum aus dem Publikum die Frage gestellt, warum die Wiener Staatsoper so wenig Opern von Richard Wagner spiele; — in der abgelaufenen Spielzeit seien es bloß 15 Vorstellungen gewesen. (Anm.: Siehe dazu den Hinweis am Ende des Beitrags.) Und für die kommende Spielzeit habe man überhaupt nur 12 Vorstellungen geplant: »Das Haus ist immer ein starkes Wagner-Haus gewesen.« Der Fragesteller müsse nun immer nach Berlin oder München reisen: »Ich finde es schade, daß so wenig Opern von Wagner gespielt werden

Dominique Meyer: »Ja, ich auch. Ich stimme zu, aber ich habe keine Lösung«

Der Fragesteller: »Soll ich Ihnen die Lösung geben? .. Ich weiß nicht, welches Problem Sie damit haben.«…

Meyer: »Das kann ich Ihnen erklären, wenn Sie wollen. … Es hängt an der Zusammenstellung des Kalenders der Wiener Philharmoniker und der Anwesenheit der Sänger.« Es gäbe nicht so viele erstklassige Wagner-Sänger, man müsse sie rechtzeitig verpflichten. Zusätzlich gibt es an der Staatsoper immer wieder Perioden, wo man das große Orchester nicht zur Verfügung habe. Dies sei dieses Jahr wieder so gewesen. »Es stört mich, aber es ist eben so. Ich wäre der Erste, der glücklich wäre, wenn wir mehr Wagner spielten.« Es sei aber nicht immer einfach, denn die meisten Wagner-Opern seien lang und erforderten frühe Beginnzeiten: »Manchmal tut man sich schwer mit dem Publikum, wenn die Vorstellung um halb sechs anfängt.« Für ihn sei es ein Problem, daß er so wenige Wagner-Opern spielen könne, fuhr der Staatsoperndirektor fort. »Ich möchte gerne mehr haben, aber es ist nicht einfach. Ich sag’s so, wie es ist…«

Der Fragesteller: »Was München schafft, wird doch wohl Wien auch schaffen!«

Meyer: »Was München schafft, wird Wien nicht unbedingt auch schaffen!« Der Grund sei ein einfacher: Das Orchester der Bayerischen Staatsoper reise nicht. »Die Wiener Philharmoniker reisen viel; — das ist nicht die gleiche Problematik. Wir haben für etliche Sachen die Hände nicht frei.« Man müsse die Dinge so sehen, wie sie sind…

Der Direktor hat es also mit den Wiener Philharmonikern nicht leicht, die eine ungeheure Eigendynamik entwickeln, viel mehr, als das Orchester der Bayerischen Staatsoper, für das Kirill Petrenko verantwortlich zeichnet – und das auch ein hervorragender Klangkörper ist.

Berichtigen Sie mich bitte, falls ich nicht korrekt recherchiert habe. Zuerst gab es das „Orchester der Wiener Staatsoper“, aus diesem hat sich dann der „Verein Wiener Philharmoniker“ gebildet (weil sich die Musiker offenbar unausgelastet gefühlt haben?), der verstärkt in die Konzertsäle drängte. Dass ein Arbeitnehmer gleichzeitig bei einer anderen Firma (auch wenn sich diese „Verein“ nennt) in der gleichen Branche arbeitet, ist für mich zwar undenkbar – im Falle der Wiener Philharmoniker hat es sich aber über lange Zeit bewährt. Was funktioniert, soll man nicht mutwillig ändern!

Funktioniert es aber wirklich – wenn das Orchester den Spielplan diktiert?

Wie beantwortet nun Dominique Meyer die Frage, warum es in der Ära Holender mehr Wagner-Opern gegeben hat?

…Meyer: »Weil … in der Vergangenheit hat man auch weniger geprobt. Und in der Vergangenheit waren die Philharmoniker weniger unterwegs. Das ist eine Realität…«

Den gesamten Bericht können Sie in unseren heutigen „Infos des Tages lesen“!

Wenn sich nun seit der Ära Holender (gar so lange ist das nicht her) die Reiseintensität des Orchesters und auch die Probensituation derart geändert hat, darf man annehmen, dass diese Entwicklung fortschreitet. Hier müsste die Direktion schon Schritte setzen, dass die Staatsoper nicht vollends vom Orchester abhängig wird. Diese Direktion wird das freilich nicht mehr tun (wozu auch?), ob es die nächste tut, ist eine gute Frage. An der Institution „Wiener Philharmoniker“ rütteln, das wird sich auch Bogdan Roscic nicht trauen! Oder irre ich mich da – und Roscic riskiert ein Machtwort?

Wien „produziert“ wohl die besten Orchestermusiker der Welt (Wien ist die erste Anlaufstelle für Hochtalentierte) – und muss diese „exportieren“, weil es sie nicht beschäftigen kann. Ich möchte nicht ketzerisch wirken und schon gar nicht Bewährtes in Frage stellen, aber „ich kann keinen Arbeitnehmer hindern, wenn ich ihn bräuchte auf Reisen zu gehen“ nehme ich nicht so einfach zur Kenntnis. Was wird Bogdan Roscic tun? Auch weniger Wagner spielen, weil das eben einfacher ist?

München/ Opernfestspiele: Lucia di Lammermoor mit Damrau und Castronovo

Lucia di Lammermoor„. Copyright: Wilfried Hösl

Auszug aus Münchner Abendzeitung: Rastlos schwebt sie über die Bühne, ihr hoher Sopran sprießt rasch auf und fällt dann wieder in sich zusammen, und den Ehevertrag, der ihr aufgezwungen wurde, zerreißt sie nicht nur, sondern steckt sich die Fitzelchen auch noch in den Mund: Diana Damrau hat sich, wie man sieht, in ihrer Verkörperung der wahnsinnig gewordenen Lucia nicht von der nobel zurückhaltenden, dabei puppenhaften Auffassung Edita Gruberovas anregen lassen. Damrau spielt diese Schlüsselszene aus Donizettis „Lucia di Lammermoor“ wie ein tief gekränktes Kind, hoch theatralisch, aber wenig unheimlich. Ihr hochvirtuoser Gesang, charakteristisch pastellen gefärbt, wirkt dabei um so unschuldiger, desto verhaltensauffälliger ihr Spiel wird.   
 
Die Primadonna ist in ein außerordentlich ausgewogenes Ensemble eingebunden. Besonders einen so attraktiven Belcanto-Tenor wie den Amerikaner Charles Castronovo hört man nicht alle Tage…

München/ Opernfestspiele: Diana Damrau in „Lucia di Lammermoor“
Münchner Abendzeitung[1]

München: Mit nur einem Ton ans Herz greifen
Der Festspiel-Liederabend von Anja Harteros im Nationaltheater
https://www.ovb-online.de/kultur-tv/einem-herz-greifen-8484983.html[2]

München plant Opern-Uraufführung von Doderer und Turrini
Gärtnerplatztheater will über Titel oder Sujet noch nichts verraten.
Wiener Zeitung[3]

Das habe ich gerne, andeuten und nichts verraten. Dann soll die Theaterleitung gleich gar nichts sagen!

Zürich: „Das Land des Lächels“ mit Piotr Beczala

Zum Bericht[4] von Michael Hug

Gars am Kamp: Von Eingeweihten und Naturburschen: „Die Zauberflöte“. Premiere

 

...Die Regie von Kurt Josef Schildknecht (Bühne Asim Dzino) ist sparsam aber wirkungsvoll. Sie setzt auf die Poesie des Ortes, lässt etwa Papageno – hervorragend der junge Wolfgang Resch – im Publikum agieren und nützt im richtigen Moment (etwa bei der Feuer-und Wasser-Probe) die heute so beliebte digitale „Video-Verwandlung“. Besonders stimmungsvoll sind die Kostüme von Gera Graf, nicht „Protzen“ sondern „Phantasievoll“ ist auch hier die Devise…

Zum Bericht[5] von Peter Dusek

„Die Zauberflöte“: Moralinjektion mit Almdudler

Mozarts Zauberstück von 1791 bei den Opernfestspielen in Gars –
Der Standard[6]
Pagageno im Trachtenjanker
Die Presse[7]

WIEN/ ImPulsTanz im Leopoldmuseum: Was ist Jan Fabre dazu für Wien eingefallen, wie hat er sich in Szene gesetzt? Der Zungenküsserkönig

Also:

21:30 Uhr: Pünktlicher Beginn, stehendes aber auch am Boden sitzendes einigermaßen erwartungsvolles Publikum in der voll gefüllten großen Halle des Museums. Eher unschöne Schreie kommen aus dem Hintergrund, aus einer der Ecken: andauernd ‚ich-he‘ (oder so ähnlich; ein Wiener würde I A sagen). Fabre ist´s, mit dem Gesicht gegen die Wand, im guten schwarzen Anzug und mit aufgesetzten Eselsohren (gestylt). Schließlich sucht er sich ungestüm und weiter schreiend einen Weg durch die Menge. Landet an der nächsten Wand, auch am Boden.

  1. 22:00 Uhr: Fabre marschiert in das 1. Untergeschoss, küsst vor den dort ausgestellten Frauen-Bildern der Sammlung Leopold nette Damen, schreit weiter ‚ich-he‘. Aber auch ‚mistake‘ und unverständliches.
  2. 22:15 Uhr: Mit Bauchlage am  Boden; holt sich eine vorbestellte ebenfalls nette und betont adrett gekleidete Jüngere, heftet sich mit Küsschens und Zungenküssen an diese. Die Rufe haben nun aufgehört – beim Küssen schreit man nicht. Und runter in das 2. Untergeschoss.
  3. 22:30 Uhr: Zungenküssend aneinander gekettet wieder hinauf in das 1. Untergeschoss. 
  4. 22;45 Uhr: Raus aus dem Haus, küssend, bald wieder zurück.

Nach 23:00 Uhr: …. und dann, irgendwann, dürfte es vielleicht einmal zu einem Ende gekommen sein. Oder doch nicht….

Nun, für das zahlreich erschienene Publikum ist es ein Stehparty gewesen. Keine allzu spannend, man konnte locker plaudern und auch locker früher gehen…

Einige haben Letzteres vorgezpgen

Zum Bericht[8] von Meinhard Rüdenauer

Wien/ ImPuls/Tanz: Der Zungenkuss als Erlösung
Der Standard[9]

WIEN / Ursulinenkloster, Vivaldi-Saal: Klavierabend Josef Bulva – doch mit einem „Steinway“

Josef Bulva
Josef Bulva am „Steinway“. Copyright: Andrea Masek

Vorher nie gehört. Wer ist Josef Bulva? Geboren 1943 in Brünn. Ergilt als Wunderkind am Klavier. Spielt mit 12 Jahren Liszt, mit 13 Jahren Brahms‘ gefürchtete Paganini-Variationen. Als „Staatssolist“ ein Vorzeigemusiker in der kommunistischen ČSSR. Wird gar mit Vladimir Horowitz verglichen. Nach dem Prager Frühling und dem Einmarsch der Sowjet-Truppen in der ČSSR nützt er eine Auslandstournee zur Flucht, verlässt  seine Heimat, geht nach Luxemburg, dann wird München sein Lebensmittelpunkt.

Neuanfänge sonder Zahl werden ihm abverlangt. Schicksalsschläge werfen ihn zurück…

Josef Bulva spielt dieses Programm in einem so genannten Exklusivkonzert für Wien. Auf dem eigenen Steinway Nr 582310, mit drittem Pedal. Bewusst in dem  kleinen, intimen Rahmen des hübschen, akustisch sehr guten Vivaldi-Saales in der Johannesgasse Nr. 8.

Hier geht es ganz allein um die Essenz der Musik. Keine großen Gesten, keine dramatischen Gebärden. Keine pianistische Show, keine vordergründigen „Demonstrationen“. Beinahe verhuscht, der Auftritt, scheue Andeutung einer Verbeugung.

Alle drei Werke sind dem introvertierten Bulva Herzensangelegenheiten. Die Hände spielen wieder, was in langen Nachdenkpausen nur im Kopf imaginiert werden konnte. Klar und transparent die Struktur der Werke. Abgeklärt die Spielweise. Sachlich und souverän, mit Erfahrungs- und Erkenntnisschatz, spielt der mittlerweile Vierundsiebzigjährige. Scharfer Intellekt bricht sich Bahn. Von Tempoarchitektur kann man da ruhig sprechen. Sein Spiel hat „Puls“, es braucht keine aufgesetzten Effekte, keine Rubato-Exaltiertheiten.

Entschlossen der Zugriff, verblüffend die ansatzlose Kraft von Fingern und Handgelenken, scheinbar ohne körperlichen Nachdruck. Fast regungslos sitzt Bulva am Klavier, der Vergleich mit Vladimir Horowitz scheint da nicht abwegig. Auch der hat sich kaum bewegt – und dann hat er donnernde  Akkordballungen in den Steinway gemeißelt, aberwitzige Läufe hingelegt, ohne viel Brimborium. Ich war Zeuge, damals im Musikverein, 1987, bei seinem letzten Wiener Klavierabend…

Zum Bericht [10]von Karl Masek

Dazu kann ich mit einer kuriosen Zusatzinfo dienen. Bulva spielt nur „seinen Steinway“ Nr 582310, mit drittem Pedal. Im Vivaldisaal steht aber ein Bösendorfer-Flügel!

Nun, es ging abenteuerlich zu (und die Veranstalter „gingen im Kreis“), aber Bulva hatte am Abend des Konzerts seinen „Steinway“ zur Verfügung. Der Aufwand war also nicht gerade klein!

Nur heute am 15.7.  – Freikarten für: Das Musicalhighlight im Sommer in  Wien

Uraufführung:  Santa Maria – das Musical. Insel wie aus Träumen geboren.

Mit den größten Hits von Roland Kaiser

Auf der Insel Santa Maria spielt das turbulente Musical um fünf Freunde, die sich nach 20 Jahren in Erinnerung an alte Zeiten wieder dort treffen. Die vielen großen und bekannten Hits von Schlagerstar Roland Kaiser sind erstmals live in diesem unterhaltsamen und rasanten Musical zu erleben. Große Songs,  tolle Tanzszenen, eine kunterbunte Handlung und die malerische Kulisse versprechen ein emotionales Musical-Erlebnis.  In den Hauptrollen Top-Stars wie Patricia Nessy, Alfons Haider Gregor Glanz, Elisabeth Sikora, Axel Herrig, Jörg Westerkamp uvam .   

Das Musical wird von einem international preisgekrönten Leading Team in Szene gesetzt :  Buch:  Norbert Hammerschmidt,  Regie & künstl. Leitung:  Ferdinando Chefalo,  Bühnenbild: Christoph Weyers.      

Freikarten unter dem KW: „Eva Ambros“ direkt an der Abendkasse im Museumsquartier / Halle E. Beginn: 19.30 h  (bitte bis ca. 19.00 Uhr die Karten abholen).

Heute vor einem Jahr: Der „Possen-Putsch“ in der Türkei

Erdogans Reich der Angst
Heute vor einem Jahr fand der Putsch-Versuch statt
Die Presse[11]

Ob Erdogan selbst die Fäden gezogen hat, wird wohl immer Objekt von Vermutungen bleiben. Ein derart dilettantisch inszenierter Putsch – eine derart perfekt geplante Säuberungsaktion.
Nein, der „Sultan“ überlässt nichts dem Zufall.

Heute sind „Feiern“ deswegen angesetzt. Mögen sie halbwegs in Ruhe verlaufen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchner-opernfestspiele-diana-damrau-in-lucia-di-lammermoor.ecd08194-8788-41ab-957e-498b45c02181.html
  2. https://www.ovb-online.de/kultur-tv/einem-herz-greifen-8484983.html: https://www.ovb-online.de/kultur-tv/einem-herz-greifen-8484983.html
  3. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/904730_Muenchen-plant-Opern-Urauffuehrung-von-Doderer-und-Turrini.html?em_view
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/zuerich-opernhaus-das-land-des-laechelns-mit-beczala-unter-luisi
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/gars-kamp-die-zauberfloete-von-eingeweihten-und-naturburschen-premiere
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000061308285/Die-Zauberfloete-Moralinjektion-mit-Almdudler
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5252619/Oper-Gars_Papageno-im-Trachtenjanker
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-leopold-museum-impulstanz-eroeffnung-mit-jan-fabre-stehparty-mit-kuesserkoenig
  9. Der Standard: http://derstandard.at/2000061324192/Jan-Fabre-Der-Zungenkuss-als-Erloesung
  10. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-ursulinenkloster-vivaldi-saal-klavierabend-josef-bulva
  11. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/welt/5252607/Ein-Jahr-nach-dem-Putschversuch_Erdogans-Reich-der-Angst

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-juli-2017


14. JULI 2017

by ac | 14. Juli 2017 08:31

Bildergebnis für kurze männerhosen
Bekleidungssorgen an der Mailänder Scala: Besucher kommen in kurzen Hosen

Im Grunde genommen ist dieses Bekleidungsproblem an der Mailänder Scala wieder einmal der Beweis, dass Männer benachteiligt sind. Selbstverständlich werden die kurzen Hosen nur bei Männern kritisiert – Frauen können anziehen, was sie wollen. Anderseits – Eitelkeit kann auch eine Tugend sein. In jungen Jahren bin ich oft mit kurzer Hose gegangen, zwar nicht in die Oper, aber immerhin doch an die Öffentlichkeit abseits des Strandes. Damit ist es nun längst vorbei, meine Beine stecken in langen Hosen. Ist nun der Ästhetik Genüge getan? Was ist mit dem Bauch? Den muss ich zwangsläufig überall hin mittragen!

Auszug aus „Tiroler Nachrichten“: Spärlich und leger bekleidete ausländische Touristen, die sich einen Abend an der Scala gönnen, sind dem Mailänder Opernhaus zum Ärgernis geworden. Die extrem hohen Temperaturen dieses Sommers haben das Thema zugespitzt: Täglich versuchen Dutzende Besucher in Shorts, ärmellosen T-Shirts und Flipflops den Tempel der italienischen Opernmusik zu betreten.

Immer wieder werden zu wenig bekleidete Opernbesucher vom Aufsichtspersonal der Scala zurückgewiesen, was nicht immer ohne verbale Auseinandersetzungen vonstatten geht. Das Personal steht dem Phänomen ziemlich hilflos gegenüber. Obwohl auf den Eintrittskarten und im Foyer des Theaters klar steht, dass eine angebrachte Kleidung gefordert wird, erscheinen vor allem männliche Besucher in diesem Sommer immer seltener im eleganten Anzug zu den Aufführungen in Mailands Operntempel.

„Besuchern, die in Shorts kommen, raten wir, sich beim H&M-Store um die Ecke eine lange Hose zu kaufen“, berichtete ein Aufseher der Scala laut der Tageszeitung La Repubblica…

Gibt es überhaupt noch Bekleidungsvorschriften in den Operhäusern? „Das Publikum wird gebeten…“ ist ja eigentlich auch nur eine Empfehlung. In den (besseren) Casinos herrscht außerhalb der extrem heißen Jahreszeit Krawattenpflicht. An der Garderobe können Besucher eine Krawatte leihen – sogar kostenlos!

Leihhose in den Opernhäusern? Das wird nicht leicht möglich sein!

Natürlich weiß Heinrich Schramm-Schiessl Näheres:

Dresscode: In der Staatsoper gab es bis zur Saison 1969/70 (man merke: Ab der Saison 1970/71 war erstmals ein sozialistischer Minister – Leopold Gratz – für die Bundestheater verantwortlich) Krawattenzwang. Wer keine Krawatte um hatte, konnte sich beim Billeteur eine um 5 Schilling ausborgen.

Die Krawatte dürfte ja überhaupt bald ganz abgeschafft werden, da ja selbst Minister und sogar der Bundeskanzler heute schon Interviews ohne eine solche geben. Anders ist es, was das Rauchen betrifft. In den 60er- und frühen 70er-Jahren konnte man praktisch immer Politiker mit Zigarette oder Pfeife vor der Kamera  sehen. Die bundesdeutsche Politikerlegende Herbert Wehner (langjähriges Fraktionschef der SPD) hat bei keinem Interview auf seine Pfeife verzichtet. Die Ausnahme war nur Altkanzler Helmut Schmidt, der bis zu seinem Tod die Teilnahme an TV-Diskussionen davon abhängig machte, dass er im Studio qualmen darf.

St. Margarethen: Der alljährliche Premierenfluch – und zwar nicht der von Monterone

Bildergebnis für regen

Was sich gemäß Libretto erst im letzten Bild abspielen sollte begann bei der gestrigen Rigoletto-Premiere bereits vor dem burgenländischen Großevent.

Ein Gewitterregen verzögerte den Beginn um fast eine Stunde, um dann mitten im zweiten Bild beim Duett des Narren mit seiner Tochter wieder einzusetzen.
Doch die Gesetze eines Freiluftevents sind streng geregelt, erst nach Beendigung des Ersten Aktes oder 45 Minuten gespielter Gesamtdauer gilt das Stück als begonnen und es entfällt die Verpflichtung des Veranstalters zur Refundierung des Kartenpreises. (Siehe die Geschäftsbedigungen der Avenaria) Also spielte man auch in den einsetzenden Dauerregen hinein, wenig stimmungsfördernd war dann das Chaos flüchtender Besucher bis zum Ende des ersten Aktes. Erst nach gebührendem Dank für die tapferen Sänger ging es in die erste Pause.

Nördlich von Verona soll man keine Freiluftspiele veranstalten, meinte schon Max Reinhardt. Und selbst für die Arena von Verona liegen die Entwürfe eines ausfahrbaren Faltdaches bereits vor, welches den gesamten Zuschauerbereich und die riesige Bühne abdecken sollen.

Die einzige Bedachung in St.Margarethen, dicht an dicht stehende Riesenschirme, stehen für die sogenannte VIP-Zone zur Verfügung, das muss wohl so sein, da spricht kein Neid, daran hängt Gastronomie und VIP-Versorgung, und solches hat heutzutage gleichrangige Wichtigkeit neben jeglicher musikalischen Finesse…

Immer ein Thema und ein Ärgernis bei solchen Groß-Events: Die verstärkte Musik!

Dazu unser Berichterstatter Peter Skorepa: Die verstärkte Musik wird immer ein Problem bleiben, nicht nur am Neusiedlersee. Und wer die Verhältnisse hinsichtlich Kommunikation zwischen Dirigentin und Bühne sehen konnte, kann da nur mit höchstem Lob beipflichten.

Zum Bericht[1] von Peter Skorepa

Ach ja, Peter Skorepa ist noch vor Ende der Vorstellung zu seinem Auto gelaufen (?) und hat St. Margarethen noch vor Beginn des Massen-Exodus verlassen. Reiner Selbstschutz, womöglich ist er nicht Vollkasko-versichert.

Wünschen wir den Veranstaltern noch jede Menge total überfüllter Parkplätze! Übrigens – die Steinbruch-Arena darf man meines Wissens nach auch mit kurzer Hose betreten!

In Baden (Schlosshotel Weikersdorf) ist man bereits weiter als in Verona oder gar in St. Margarethen: Dort gebt es bereits ein Dach

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Tiziano Duca, Luciana D’Intino, das Orchester und der Innenhof des Schlosses. Copyright: Ernesto Geller

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Tiziano Duca, Luciana D’Intino. Copyright: Ernesto Geller

Zum Bericht[2] von Maria und Johann Jahnas

LINZ/ Landestheater: Im Sommer gastiert ein künstlerisch anspruchsvoller Zirkus

Die Intendanz füllt gerne das Musiktheater im Sommer mit populären Gastspielen. Was wir (Petra und Helmut Huber) gestern gesehen haben, ist sicherlich eine unkonventionelle, aber hochinteressante Variante solch eines Sommerprogramms.

„CIRKOPOLIS“– Eröffnungsabend eines Sommergastspiels am Musiktheater des Landestheaters, Großer Saal, 13. 07.2017

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Copyright: Linzer Landestheater

Zum Bericht[3] von Petra und Helmut Huber

Baden bei Wien: Auch einem Sänger wird bereits Akorbatisches abverlangt. Heute Premiere „Der Zarewitsch“ in der Sommerarena

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Jevgenij Taruntsov (Zarewitsch) bei seiner Übung am Barren. Foto: Christian Husar/ Bühne Baden

Salzburg: „Schaden für die Universität“
Ein Rückzug vor dem Antritt: Erst im Mai wurde Reiner Schuhenn zum neuen Leiter der Salzburger Musikhochschule gewählt, jetzt ist er überraschend zurückgetreten. Während Schuhenn dem Universitätsrat mangelndes Vertrauen vorwirft, findet der Rats-Vorsitzende die Entscheidung unverständlich.
BR-Klassik[4]

„Konzertgänger in Berlin“: Albernbitter: „Barbiere“ und anderes beim Komische-Oper-Festival
Praktisches Wachkitzel-Extra für Schlafmützen vor den Sommerferien: sechs Neuproduktionen der zu Ende gehenden Saison im Schnelldurchlauf beim Komische Oper Festival. Das geht natürlich nur bei einem Haus, das seine Aufführungen konsequent aus dem Ensemble besetzt.
https://hundert11.wordpress.com/2017/07/14/albernbitter/[5]

Berlin/ Staatsoper: Alles im Griff auf dem singenden Schiff
Am Freitag endet das siebenjährige Exil der Berliner Staatsoper im Charlottenburger Schillertheater. Ein Gruß zum Abschied.
Tagesspiegel[6]
Staatsoper verlässt Provisorium im Schillertheater
Salzburger Nachrichten[7]

Gestern veröffentlichte die Staatsoper Berlin ihre Jahresbilanz und konnte 90 % Auslastung ausweisen.

Unter Leitung von Jürgen Flimm und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim wurde eine Auslastung von 90% Prozent erreicht. 180.000 Besucher kamen zu den Veranstaltungen der Staatsoper und Staatskapelle in Berlin sowie zusätzlich über 50.000 Besucher zu den Konzerten von Daniel Barenboim und der Staatskapelle in der New Yorker Carnegie Hall…

Die Carnegie Hall rechnen wir da aber nicht ein, die „Höhere Mathematik“ erinnert mich an die Wiener Festwochen.

Für Berliner Staatsopern-Verhältnisse ist das sehr viel. Der Wermuthtstropfen: Das Schillertheater fasst nur etwas mehr als 1000 Besucher. Wie heißt es doch? „Alles im Leben ist relativ“

HEUTE: Das Royal Opera House London – Covent Garden streamt „Turandot“

http://www.roh.org.uk/news/catch-the-royal-operas-turandot-livestreamed-and-on-bp-big-screens-on-14-july-2017[8]

MÜNCHEN: Rätsel um die Tannhäuser-Übertragung

Ein Leser macht uns auf eine Kuriosität aufmerksam:  Bei der ARTE Übertragung des Tannhäuser war im Bild zu lesen „aus künstlerischen Gründen senden wir die Aufnahme vom …Juni 2016„. Das Datum ist auf alle Fälle falsch, weil es sich um eine Neuinszenierung vom Mai 2017 handelte! Wissen oder können Sie herausfinden, was es damit auf sich hat? Auf eine Antwort von ARTE warte ich bereits.

Kann jemand das Rätsel lösen?

Und schon ist die Lösung da: Fritz Krammer weiß – wie fast immer – alles: Hallo Merker-Leser, es wurde die Testaufnahme vom 4. Juli 2017 gezeigt.

Wiener Amtsdeutsch (eine kleine Nachhilfe):

Dass die Passagiere der Öffis BEFÖRDERUNGSFÄLLE sind, wissen Sie womöglich. Neu ist für mich, dass Tische und Sessel eines gastronomischen Betriebes VERABREICHUNGSPLÄTZE sind. (HSS)

Österreich: Klimt-Gemälde wurde 2001 falsch restituiert
Das 2001 von der Republik Österreich restituierte Klimt-Gemälde „Apfelbaum II“ ist fälschlicherweise an die Erben nach Nora Stiasny zurückgegeben worden. Das berichtet der „Kurier“ (Freitag-Ausgabe).
http://wien.orf.at/news/stories/2854794/[9]

Das Bild repräsentiert einen Wert von 30 Millionen Euro (ich habe zweimal nachgelesen, weil ich es nicht glauben konnte!) Was wird geschehen? Meine Prognose: Bevor man von den Erben Bild oder Geld zurückbekommt, entlockt man eher einem Toten einen Furz!

Österreich/ Innenpolitik
Wie die SPÖ Sebastian Kurz verhindern will
Die SPÖ liegt hinter der ÖVP. Doch die Roten wollen Kurz beim Asylthema neutralisieren und mit Kerns Erfahrung punkten.
Die Presse[10]

Derzeit ist jede Wahlprognose keine Spekulation, jedes Ergebnis, aus dem Kaffeesud herausgelesen – ist seriöser. Bis zur Wahl kann noch so viel passieren, in der Rechnung gibt es zu viele Unbekannte.

Lassen wir den Sommer erst einmal vorbeigehen, eine Woche vor der Wahl ist die Meinungsforschung hoffentlich schon klüger. Und ganz gescheit sind wir erst am Tag nach der Wahl!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/st-margarethen-oper-im-steinbruch-rigoletto
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/baden-weikersdorfer-schlosskonzerte-solokonzert-luciana-dintino-11-7-und-italienische-operngala-12-7-2017
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/linzmusiktheater-cirkopolis-eroeffnungsabend-eines-sommergastspiels-eine-atemberaubende-mischung-aus-artistik-theater-und-tanz-des-cirque-eloize-montr
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/mozarteum-salzburg-rektor-reiner-schuhenn-ruecktritt-100.html
  5. https://hundert11.wordpress.com/2017/07/14/albernbitter/: https://hundert11.wordpress.com/2017/07/14/albernbitter/
  6. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-staatsoper-kehrt-heim-alles-im-griff-auf-dem-singenden-schiff/20053232.html
  7. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/berliner-staatsoper-verlaesst-provisorium-im-schiller-theater-256182/
  8. http://www.roh.org.uk/news/catch-the-royal-operas-turandot-livestreamed-and-on-bp-big-screens-on-14-july-2017: http://www.roh.org.uk/news/catch-the-royal-operas-turandot-livestreamed-and-on-bp-big-screens-on-14-july-2017
  9. http://wien.orf.at/news/stories/2854794/: http://wien.orf.at/news/stories/2854794/
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5251896/Wie-die-SPOe-Sebastian-Kurz-verhindern-will

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-juli-2017


13. JULI 2017

by ac | 13. Juli 2017 08:17


Lichtshow in St. Margarethen. Gestern war „Rigoletto“-Premiere. Copyright: „arenaria“

Eine Premiere, die bis kurz vor Mitternacht dauert,  dazu ein langer Rückweg nach Wien – fürwahr, das ist für unsere doch bereits etwas gesetzten Kritiker zuviel. Einer kam dennoch durch: Peter Dusek

Eine ganz wichtige Frage bei diesem Freiuftspektakel ist die nach dem Wetter. Dieses lag wiederum im Clinch mit den Veranstaltern und Besuchern, eine kapitaler Regenguss verzögerte den Beginn der Premiere, dem Gewitter hat der erste Akt offenbar so gut gefallen, dass es mitten in der Vorstellung wieder zurückkam. Mit Hangen und Bangen brachte man die Premiere durch!

Auszug aus dem Dusek-Bericht: Wassermassen in mehrfacher Hinsicht. Denn der Regisseur des Abends, der in Wien und Bregenz bestens bekannte Philippe Arlaud, hatte auf Video-Installationen gesetzt, in denen u.a. die Fluten des Mincio bei Mantua zur Sintflut anschwellen aber auch die „Sterne blitzten“! Und so kam es, dass erstmals bei Regen ein digitaler Sternenhimmel am Firmament erschien. Denn im 2.Akt war das Gewitter zurückgekehrt und so stand eine Dreiviertelstunde lang der Abbruch im Raum. Schließlich zahlte sich das nasse Warten aus: nach einer verlängerten Pause ging der Rigoletto mit echtem Sternen-Glitzern kurz vor Mitternacht trocken zu Ende, ein wahrlich strapaziertes Publikum feierte die Sänger und die dynamische Dirigentin des Abends Anja Bihlmaier ebenso wie den einfallsreichen Regisseur Philippe Arlaud, der für Regie und Bühnenbild verantwortlich zeichnet…

Zum Bericht [1]von Peter Dusek

Nun ist auch der Bericht von Peter Skorepa online. Er beschreibt auch das „Drumherum“. Dem wollen wir uns morgen umfassender widmen.

Zum Bericht [2]von Peter Skorepa

VIDEO[3] , vorwiegend über das „Drumherum“

Vorbericht der „Kleinen Zeitung“: Die „schroffe Felsenlandschaft des Steinbruchs“ sei der ideale Ort für die Oper, die „halb Tragödie, halb romantisches Schauermärchen“ sei, findet  Veranstalter Arenaria. Da kann man schlecht widersprechen. Im burgenländischen St. Margarethen steht nämlich eine der spektakulärsten Freilichtbühnen in Europa. Aber nicht nur die Felsen sollen 2017 für Furore sorgen: In sachen Ästhetik bliebt kein Stein auf dem anderen. Mittels Lichteffekten und Video-Mapping wird die Oper anders als gewohnt in Szene gesetzt. Gigantische Palastfassaden und Feuersbrünste inklusive. Sie werden auf die Naturkulisse projiziert.


Bilder sagen oft mehr als Worte. „Rigoletto“ im Steinbruch. Copyright: Arenaria“

In St. Margarethen hat man mit den opulenten Bühnenbildern vergangener Jahre anscheinend abgeschlossen, die Idee mit den Lichtprojektionen ist tatsächlich bestechend. Dass die Produktion deshalb billiger ist, bezweifle ich.

Auch würde mich interessieren, wie man auf die wechselnden Lichtverhältnisse reagiert, die Oper muss ja bereits vor Einbruck der Voll-Dunkelheit beginnen, sonst zieht sie sich bis in die Morgenstunden (eine lange Pause muss auch sein, immerhin will die Gastronomie auch ihr Geschäft machen).

Jetzt warte ich auf die Eindrücke unserer Berichterstatter!

Ähnliches Foto
Heuer dirigiert erstmals eine Frau: Anja Bihlmaier. Foto: Agentur

Auszug aus „Oberösterreichische Nachrichten“: Erstmals steht heuer bei den Opernfestspielen in St. Margarethen eine Frau am Pult. Die junge Deutsche Anja Bihlmaier, die unter Scott Sandmeier in Freiburg und unter Jorge Rotter und Dennis Russell Davies am Mozarteum in Salzburg studierte, dirigiert Giuseppe Verdis „Rigoletto“. Im Jänner wird sie, mit dem „Figaro“, ihr Debüt an der Wiener Volksoper feiern. Ein Besuch bei ihr im Steinbruch, wohin sie stets „mit dem Radl“ kommt…

Bihlmaier stammt aus einem „Dorf im Stuttgarter Raum, kam über die Kirchenmusik zu ihrer nunmehrigen Profession.

…Schon Vorfreude auf die Wiener Volksoper?

Selbstverständlich. Das Haus habe ich bisher noch nicht betreten. Doch in Wien Mozart dirigieren zu dürfen – das ist schon was, und ich bin sehr neugierig auf den speziellen Klang des Orchesters. 

Wie „trainieren“ Sie?

Viel Sport. Joggen, Rennrad fahren, reiten — ich lebe in der Natur, auf einem Bauernhof –, windsurfen, viele Liegestütze. Denn ich will ja nicht schwitzend am Pult stehen. Gute Dirigiertechnik und locker sein, das ist es, denn alles läuft über den Atem. Wenn man da Fehler macht, geht’s auf den Rücken, und das tut weh – und dann kann man sich nicht auf die Musik konzentrieren. Dirigieren bedeutet eine große Verantwortung, und nur, wenn man mit sich im Frieden ist, funktioniert es. Mein ganzes Leben ist darauf ausgelegt., mich mit meinem Job zu beschäftigen. Ich bin mit ihm verheiratet. 

Und in Wirklichkeit nicht?

Nein.

(Quelle: Oberösterreichische Nachrichten)

operklosterneuburg: Der Dirigent Christoph Campestrini im Gespräch

Campestrini Foto 6
Christoph Campestrini

Peter Skorepa sprach mit dem Dirigenten vor der Premiere (diese fand vergangenen Samstag statt): Ich aus meiner Perspektive kann von dem großen Glück sprechen, dass in meinem Leben meine größte Leidenschaft, das was mir am meisten Spaß und Freude macht mein Beruf geworden ist. Meine Tätigkeit ist für mich eine tagtägliche persönliche Bereicherung, und ich erachte es als Privileg diesen schönen Beruf ausüben zu dürfen.

Dieser Beruf wird einem ja nicht in die Wiege gelegt, wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen, wie zu Ihrem Namen Campestrini?

Der Name kommt von meinen Urgroßeltern, die ursprünglich aus Südtirol in der Nähe von Bozen stammen und später nach Oberösterreich übersiedelt sind, wo ich auch aufgewachsen bin. Ich spreche Italienisch allerdings mit einem deutlichen österreichischen Akzent, fühle mich aber zur italienischen Kultur sehr hingezogen.
In meiner Kindheit war es relativ schnell klar, dass ich eine musikalische Ausbildung erhalte (meine Mutter war Musiklehrerin), und es hat sich dabei sehr schnell herausgestellt, dass Musik das Thema meines Lebens sein wird. Und damit meine ich nicht nur Musik allgemein, sondern ich spürte ganz speziell eine Begeisterung für das Orchester und seine Klangwelt. Relativ früh, so in etwa mit zehn Jahren, wusste ich dass ich unbedingt  Dirigent werden wollte. Einige Aufführungen im Linzer Brucknerhaus hatten mich so begeistert, dass es mein großer Traum wurde, das auch einmal selbst  gestaltend erleben zu dürfen…

…Peter Skorepa: Von der Politik wurde jüngst ein designierter Operndirektor beauftragt, eine Oper 4,0 auf die Beine zu stellen. Vorstellbar ist darunter wohl nur die Erweiterung der Informationen für das Publikum mit der neuen Form von Übertragungen, in Form von Streams oder Verbreitung über TV und Kinoübertragungen. Ist das ein weiterer Schritt, vermehrt nur mit den Augen hören?
Wie löst man das Problem der ganz bewusst verstärkten Ablenkung von den musikalischen Inhalten durch diese vermehrten optischen Reize?

Christoph Campestrini: Unsere Zeit ist eine visuellere geworden – keine Frage – aber ich meine dass wir in den Operninszenierungen auch bewusst gegensteuern müssen  und dezidiert auch Phasen der Stille und des Innehaltens im Ablauf des Bühnengeschehens einbauen sollten, um auch die Musik zu ihrer Geltung kommen zu lassen. So haben wir zum Beispiel in „Le comte Ory“ bei einer leisen Stelle des Chors mit einem „Freeze“ versucht,  die Aufmerksamkeit auf das reine Zuhören zu lenken…

ZUM INTERVIEW[4] mit Christoph Campestrini

Bregenz: Der ORF überträgt die Höhepunkte der Bregenzer Festspiele

Die Eröffnungszeremonie wird am Mittwoch (19. Juli) ab 10.15 Uhr in ORF 2, ORF III und 3sat ausgestrahlt.  Zwei Tage später soll am Freitag (21. Juli) die zeitversetzte Livesendung von George Bizets Klassiker „Carmen“ (ORF 2, ab 21.20 Uhr) für Begeisterung bei Opernliebhabern sorgen. Die Premiere von „Moses in Ägypten“ von Gioachino Rossini wird am Donnerstag (20. Juli) zunächst live in Ö1 (19.30 Uhr) bzw. zeitversetzt um 20.15 Uhr in ORF 2 übertragen.
Salzburger Nachrichten[5]

Salzburg: „Pro Arte Europapreis 2017“ geht an Franz Welser-Möst
Der „Pro Arte Europapreis“ des Herbert-Batliner-Europainstituts geht 2017 an den Dirigenten Franz Welser-Möst. Die Auszeichnung wird bei einem Festakt am 4. August in Salzburg verliehen. „Franz Welser-Möst ist nicht nur Botschafter der europäischen Kultur in Amerika, sondern hat auch mit seiner besonderen Interpretation von Werken des 20. Jahrhunderts neue Maßstäbe gesetzt“, begründete die Jury.
Salzburger Nachrichten[6]

WIEN: Heute im Vivaldi-Saal des Ursulinenklosters in der Johannesgasse

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Ich kann Ihnen den Besuch dieses Konzerts nur ganz dringend empfehlen. Josef Bulva, geboren in Tschechien und dort ein „Wunderkind“ und Staatskünstler, später nach Deutschland ausgewandert, machte weltweit eine bedeutende Karriere, die durch einen schweren Unfall vorerst beendet wurde. Durch ein medizinisches Wunder kann der Pianist nach nunmehr 15 Jahren Pause seine Karriere fortsetzen – aber diese 15 Jahre fehlen in der Biographie, sind in unserer schnelllebigen Zeit nur ganz schwer aufholbar. Heute spielt er im herrlichen Saal des Ursulinenklosters in der Wiener Johannesgasse und ich verbürge mich dafür, dass Sie ein Konzertereignis der Extraklasse erleben!

Linz: Poschner kommt mit der Straßenbahn und bringt viele innovative Ideen mit

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Oberösterreichische Nachrichten[7]

Linz: Poschner sucht „oberösterreichischen Dialekt im Musizieren“
Der neue Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz, Markus Poschner (46), hat am Mittwoch in Linz seine Pläne für die erste Saison als Nachfolger von Dennis Russell Davies präsentiert. Der Münchner und bisherige Orchester- und Opernchef in Bremen betonte dabei in einer Pressekonferenz, dass es ihm um die Kernkompetenz des Bruckner Orchesters als österreichisches Orchester gehe.
Salzburger Nachrichten[8]
Brucknerorchester zurück zur Kernkompetenz
http://ooe.orf.at/news/stories/2854474/[9]

RAIMUNDSPIELE GUTENSTEIN:  DER ALPENKÖNIG UND DER MENSCHENFEIND von Ferdinand Raimund

Alpenkönig Plakat
Premiere: 12. Juli 2017,
besucht wurde die Generalprobe

Im zweiten Jahr der Intendanz von Andrea Eckert erlebten die Raimundspiele in Gutenstein viele Glücksfälle auf einmal. Zuerst wählte man von Raimunds acht Stücken das beste, das er je geschrieben hat – „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“, der Vorläufer einer Freud’schen Analyse und Therapie. Dann verpflichtete man Regisseurin Emmy Werner, eine „alte Häsin“, die nicht beweisen musste, wie großartig und innovativ sie ist, sondern die nur dem Stück gerecht werden wollte. In einer von Matthias Mamedof angeführten Besetzung gab es keinen schwachen Punkt. Und schließlich hatte man für „Prinzipalin“ Andrea Eckert mit dem Alpenkönig eine Traumrolle gefunden, die ihr von der Inszenierung fugenlos auf den schmalen Leib geschneidert wurde. Ideale Zusammentreffen…

Das Ganze geht in kurzweiligen, straffen zweieinhalb Stunden in Szene, erfasst Inhalt, Geist und Seele von Raimunds Stück und ist, was bei ihm immer wichtig ist, auch ein Fest für die Darsteller.

So stellt man sich die Raimundspiele Gutenstein heute und in Zukunft vor.

Zum Bericht[10] von Renate Wagner

Filme der Woche

FimPoster  SpiderMan Homecoming~1
Besuchen Sie  Renate Wagners FILMSEITE

Wie alt ist er – 14? Nein, 15, sagt der Highschool-Boy, hoffnungsfroher Anwärter auf den „Spider Man“. Man hat’s probiert, den altbewährten Marvel-Superhelden nun mit einem Jungspund loszuschicken, es ist nicht gelungen, man kann es sogar schlechtweg als misslungen bezeichnen. Obwohl man zuletzt mit Andrew Garfield (der Tobey Maguire mehr als überzeugend ersetzt hatte) einen überaus sympathischen Darsteller der Rolle hatte, der sie mit Lockerheit und Ironie auf die Leinwand brachte, hat Hollywood also wieder einen seiner Neustarts versucht. Schuld waren daran angeblich Kompetenzgerangel zwischen Studios. Sechs Drehbuchautoren werkelten an der Neuauflage. Wie gesagt, man kann dabei auch abstürzen. Comics sind Kindernahrung, aber im Kino sind sie als Kid-Version eigentlich nicht am Platz…

Tom Holland, im wahren Leben 20 Jahre alt, aber jung genug aussehend, um als der gewissermaßen unschuldsvolle 15jährige durchzugehen, hat den Spider Man schon in einem Mini-Auftritt im letzten „Captain America“-Sammelfilm (alle Helden auf einmal) verkörpert und ist glatt übersehen worden. Aber auf hektischer Suche nach jungem Publikum (was kann sonst dahinter stecken?), ist er nun Identifikationsfigur für alle, die sich als Helden träumen. Das wäre schon etwas, von „Iron Man“ alias Konzernchef Tony Stark (die Rolle ist bekanntlich in festem Besitz von Robert Downey Jr.) regelrecht „engagiert“ und mit dem Spider Man-Kostüm ausgestattet zu werden? Auch wenn man sich dann weidlich plagt, in das rote Gummi-Outfit zu steigen, das plötzlich noch lächerlicher wirkt als sonst… aber immerhin erntet man als jugendlicher fliegender Held mit kleinen Taten doch die große Bewunderung der Mitmenschen…

Erleben Sie einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/st-margarethen-rigoletto-und-im-regen-blitzten-die-sterne-premiere
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/st-margarethen-oper-im-steinbruch-rigoletto
  3. VIDEO: http://www.krone.at/videos/adabei-tv/unterreiner-open-air-konzerte-sind-harte-arbeit-gewitter-premiere-video-578465
  4. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/christoph-campestrini-im-gespraech
  5. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/orf-uebertraegt-die-hoehepunkte-der-bregenzer-festspiele-256022/
  6. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/pro-arte-europapreis-2017-geht-an-franz-welser-moest-256031/
  7. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Poschner-kommt-mit-der-Strassenbahn-und-bringt-viele-innovative-Ideen-mit;art16,2621733
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/poschner-sucht-oberoesterreichischen-dialekt-im-musizieren-256017/
  9. http://ooe.orf.at/news/stories/2854474/: http://ooe.orf.at/news/stories/2854474/
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/noe-gutenstein-der-alpenkoenig-und-der-menschenfeind

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-juli-2017


12. JULI 2017

by ac | 12. Juli 2017 09:04

Hamburg/ Elbphilharmonie: Femen stürmen barbusig Woody Allen Konzert

Als Woody Allen mit seiner New Orleans Jazzband in der Elbphilharmonie spielte, stürmten die Frauen schreiend und barbusig die Bühne.

Halbnackte Frauen sind während eines Konzerts von US-Regisseur und Musiker Woody Allen (81) auf die Bühne der Hamburger Elbphilharmonie gestürmt. Das berichten «Bild» und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (Shz) online. Zwei Aktivistinnen der Frauenrechtsgruppe Femen seien am Dienstagabend mit nacktem Oberkörper auf die Bühne gerannt, schreibt die «Bild». Ordner hätten die Frauen wieder nach draußen gebracht. Es habe eine Zeit lang Verwirrung geherrscht, wie mit der Situation umzugehen sei, berichtete ein Shz-Reporter. Anschließend ging das Konzert weiter… (Quelle: SHZ“)

Bild-Bericht

Shz-Bericht[1]

Ich bin keineswegs so sensationsgeil, Fotos veröffentlichen zu wollen (abgesehen davon, dass die Bildrechte nicht geklärt sind und die Sache teuer kommen könnte). Sie finden in den nachfolgenden Berichten sogar Videos – wenn die Links nicht schon wieder geändert wurden. Aber viel sieht man ohnedies nicht, nur einen fassungslosen Woody Allen.

Hamburg/ Elbphilharmonie
Femen”-Aktion in Hamburg : Elbphilharmonie: Barbusige stürmen Bühne bei Woody-Allen-Konzert
https://www.shz.de/regionales/hamburg/elbphilharmonie-barbusige-stuermen-buehne[2]
Femen-Aktivistinnen stürmen Konzert von Woody Allen
Hamburger Abendblatt[3]
Nackte stören Woody Allen Konzert
Konzert-Attacke auf US-Regisseur und Musiker Woody Allen (81) – live während seines Jazz-Auftritts am Dienstagabend in der ausverkauften Elbphilharmonie!
Es sollte ein tiefenentspannter Jazz-Abend werden. Woody Allen an der Klarinette und seine sechs Mann-Band pflegen ihr Hobby seit über 35 Jahren.
Bild.de[4]
Germany: Topless FEMEN activists crash Woody Allen concert in Hamburg *EXPLICIT*
https://news.ava360.com/germany-topless-femen-activists-crash-woody-allen[5]
Femen-Aktion in der Elbphilharmonie Nackte Brüste beim Konzert von Woody Allen
mopo.de hamburg[6]

Diese Aktion ist ein Protest aus dem Publikum gegen einen Künstler. Es ist mir nicht bekannt, wie der überwiegende Teil der Konzertbesucher auf die Aktion reagiert hat. Angeblich soll es Leute geben, die wegen eines Konzerts, nicht wegen eines Protestes kommen.

Nun aber die andere Seite: Künstler protestieren gegen einen Teil des Publikums

Bernhard Neuhoff nimmt in „BR-Klassik“ das Elbphilharmonie-Konzert vor den „Mächtigen der Welt“ zum Anlass einer Frage – nämlich ob es sich beim Konzert um eine verlogene Inszenierung gehandelt hat:

Wer als Musiker sichergehen will, dass seine Kunst nicht missbraucht wird, der sollte sich besser nicht darauf verlassen, dass die Musik schon für sich selber sprechen wird. Der muss im Zweifelsfall das Wort ergreifen, sich eindeutig positionieren. Entweder indem man, wenn sich die Gelegenheit bietet, Worte ans Publikum richtet, wie das Pianist Igor Levit getan hat. Oder aber – wenn man im Konzert die Musik nicht durch das Wort relativieren möchte, was viel für sich hat – indem man als Künstler in Interviews öffentlich Stellung bezieht. Große und überzeugende Vorbilder dafür gibt es: Arturo Toscanini, Leonard Bernstein oder, ganz aktuell, die Pianistin Gabriela Montero. Politisch ist ein Werk wie Beethovens Neunte so oder so. Aktuell und dringend notwendig ist ihre Botschaft unvermindert. Aber unmissverständlich wird sie nur, wenn sich Künstler aktiv als Staatsbürger verstehen und klar Position beziehen…

G20-Konzert: Ein Kommentar von Bernhard Neuhoff : Eine verlogene Inszenierung?
Am Freitagabend saßen die G20-Staatschefs in der Hamburger Elbphilharmonie und lauschten dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Es erklang Beethovens berühmte Neunte Symphonie, am Pult stand Kent Nagano, als Solistin sang unter anderen die Sopranistin Christiane Karg. Draußen tobten während des Konzerts die Unruhen im Schanzenviertel. Bernhard Neuhoff bedauert, dass sich schon Beethoven für eine entschärfte Textvariante entschieden hat und ist überzeugt: Auch Musiker sollten Stellung beziehen!
BR-Klassik[7]

Gut, ich lasse das mal so stehen – unkommentiert. Hier gehen die Meinungen sicher auseinander – und meine behalte ich für mich.

Es ist nämlich nicht ganz einfach, hier eine Meinung zu vertreten. Wegen der Serebrennikov-Geschichte (Absetzung des Nurejev-Balletts in Moskau gingen gestern die Wogen hoch.

Ein Auszug aus dem Forum: Kann Ihnen nur aus Erfahrung sagen, von einer Online Ausgabe einer renomierten Zeitung, wie sich da die Putintrolle tummeln, und natürlich solch Bemerkungen für ihre Zwecke ausnutzen. Vor allem, was die auch für Entschuldigungen usw. suchen. Das gleiche gibt auch seit einiger Zeit für Trumpologen…

Ich möchte Sie nicht langweilen, aber ich muss zum wiederholten Mal sagen, dass es sich beim „Online-Merker“ nicht um die „Online-Ausgabe einer renommierten Zeitung“ handelt. Rechtlich haben sich die Wege des „Neuen Merker“ und des Online-Merker“ längst getrennt. In diesem Zusammenhang muss ich den „Neuen Merker“ in Schutz nehmen, der hat mit den Meinungen aus dem Online-Forum nichts zu tun. Prügeln Sie bitte den richtigen Hund!

Was mich betrifft, erlaube ich mir den Luxus, die Sichtweise beider Seiten verstehen zu wollen – das ist keine Wertung in irgendeine Richtung – sondern für mich Selbstverständlichkeit. Ich bin weder auf dem rechten noch auf dem linken Auge blind.

Natürlich hat die Absetzung des Balletts mit Politik zu tun. Die Politik aller Länder finanziert ja das Spektakel Kunst und Kultur, hält sich gut bezahlte Hofnarren – und wenn die Politik in Kunst und Kultur keine „Steuerungsmöglichkeit sähe, könnten Kunst und Kultur gar nicht überleben. Wer glaubt, dass Kunst und Kultur unpolitisch sein kann, lügt sich entweder selbst an – oder er lügt die an, denen er das einreden will.

Das Wiener Burgtheater ist ein hochpolitischer Faktor (die Oper verblasst dagegen, die Gestaltungsmöglichkeiten sind weit geringer – aber wer weiß, was da noch auf uns zukommt). Der Direktorsposten dieser Schaltstelle der Politik wurde nun mit Martin Kusej besetzt, der sich übrigens sofort in den österreichischen Wahlkampf eingeschaltet hat. Ich verstehe das, würde wahrscheinlich ebenso handeln. Es wird von ihm ganz einfach erwartet – von dem, der ihn dazu gemacht hat.

Nur kommen Sie mir bitte nicht mit unpolitischem Theater, sei es in Moskau, Wien, Berlin, München, London oder anderswo. Das wäre nämlich aus meiner Sicht verlogen!

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: TANNHÄUSER als OPER FÜR ALLE am 9.7.2017

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Das Ballett der Bayerischen Staatsoper. Copyright: Wilfried Hösl

Zum Bericht[8] von Gisela Schmöger

 

 STUTTGART/ Ballett: „DON QUIJOTE“ – Abschiedsvorstellung für GEORGETTE TSINGUIRIDES

Ihr fliegen alle Herzen zu: Georgette Tsinguirides. Copyright: Stuttgarter Ballett

Zum Bericht [9]von Udo Klebes

St. Margarethen: Es werde Licht
Philippe Arlaud, Regisseur mit Liebe zum Lichteffekt, inszeniert beim Opernfestival St. Margarethen. Ein Gespräch über Verdis „Rigoletto“, die machtlosen Frauen des Stücks und kalte Probennächte.

 

Ein Auszug:

Steinbruch im Umbruch
Im Vorjahr dann ein Anruf in Sachen Margarethen: Christoph Thoma habe ihn kontaktiert, sagt Arlaud. Der Steinbruch war damals im Umbruch: Thoma war als Leiter des Bereichs Kultur und Tourismus von den Esterházy-Betrieben engagiert worden, und er brachte sich offenbar auch bei deren Opernfestival ein. Zwei Monate nach Dienstbeginn verließ er den burgenländischen Großgrundbesitzer aber schon wieder. Auch die damalige Margarethen-Intendantin Maren Hofmeister ging fort – der Posten wurde nicht nachbesetzt.

Bleibt also Arlaud, um hier künstlerische Visionen zu verwirklichen. Naturgemäß tut er das mit viel Licht. Für Verdis „Rigoletto“ bietet er unter anderem 16 Projektoren auf: Sie sollen der Handlung effektvoll zuarbeiten und die Felsen per „Video-Mapping“ in diverse Objekte verwandeln. Zudem sollen Filmbilder, an denen Arlaud ein halbes Jahr im Studio gearbeitet habe, Raum greifen…

Wiener Zeitung[10]

Viel Glück, die Verantwortlichen werden es brauchen. Der Wunsch nach Steigerung der Qualität ist unverkennbar. Ob das geheimnisvolle Wesen Publikum da mitzieht?

Baden/ Weikersdorfer Schlosskonzerte: Heute das zweite Konzert

Luciana D’Intino war gestern beeindruckend, ich bin Zeuge. Einen derartigen Star nach Baden zu holen, ist ein kleines Kunststück. Der Besuch war zufriedenstellend, hätte aber besser sein können. Jene, die nicht dabei waren, haben etwas versäumt. Ehrlich!

 

Heute steigt nun das Konzert mit der Staatsopern Newcomerin Maria Nazarova und den bewährten „Weikersdorf Kräften Anna Ryan und Russi Nikoff. Erstmals dabei sind Sofia Almazova und Savva Thikonov, auch der Dirigent Tiziano Duca ist Weikersdorf-Debütant.

Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen!

Filme der Woche

FimPoster  Paris kann warten~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Dass ein Mann Filme macht – kommt vor. Dass dessen Tochter als Filmemacherin in seine Fußstapfen tritt, auch das gibt es. Aber dass dann noch die Ehefrau bzw. Mutter ihren eigenen Spielfilm machen möchte und das im nicht gerade jugendlichen Alter von 80 Jahren – für dergleichen ist neuerdings die Familie Coppola zuständig. Eleanor Coppola, Jahrgang 1936, Gattin des „Pate“ Regisseurs Francis Ford Coppola und Mutter der filmenden Sofia, hat sich bisher auf Dokumentarisches beschränkt. „Paris kann warten“ ist nun ihr erster Spielfilm, und alles daran wirkt so „persönlich“, dass man gewissermaßen an eine Herzensangelegenheit denkt, die eigenes Erleben und eigenes Lieben aufarbeitet…

Die Liebe gilt zweifellos Frankreich, aber vielleicht war die Ausgangsposition wirklich eine solche: Dass Anne, die Gattin eines Produzenten (sie bekommt von Diane Lane so viel Attraktivität und Herzensflirren, dass man eine so delikate Leistung nur bewundern kann), es müde ist, in Cannes herumzusitzen, während der Ehemann beruflich (und wie auch immer) herumschwirrt: Die Rolle von Alec Baldwin ist klein, aber überzeugend – diese oberflächliche Höflichkeit der Gattin gegenüber, während er so viel anderes im Kopf hat. Vielleicht hat Anne (Eleanor?) wirklich gesagt, dass sie lieber gleich nach Paris fährt, statt mit ihm jetzt nach Budapest zu jetten – und vielleicht war da ein französischer Kollege, dessen genaue Funktion und genaue Berufsbezeichnung man nicht erfährt, der angeboten hat, sie per Auto nach Paris mitzunehmen…

Große Konferenzen künftig nur in kleinen Städten, womöglich in Mauerbach

Im Wienerwald kann man gut miteinander reden

Voller Erfolg für die OSZE-Konferenz in Mauerbach bei Wien – meiner Heimatgemeinde (ich fahre mit einem WU-Kennzeichen)

Im wunderschönen Ambiente des Seminarhotes Mesonic (dort finden auch Computerschulungs-Seminare statt, weil der Besitzer, ein Mauerbacher, Programme selbst entwickelt hat) wurde sogar Russlands Sergej Lawrow „weich“. Organisiert war der „Gipfel“ (immerhin nahmen die Außenminister teil)  perfekt, daran könnte sich Hamburg ein Beispiel nehmen. Die Mauerbacher durften ungehindert zum Schlosspark, um „Prominenz zu schauen“. Polizei war überall, die Scharfschützen langweilten sich auf den Dächern!

Derartige Konferenzen sollten künftig nur in in solch überschaubaren Orten stattfinden, möglichst aber in Großstadtnähe – also in Mauerbach. Uneitle Politiker haben darauf verzichtet, die Politiker in „wichtige Gebäude“ zu schleppen (die Kartause gehört sowieso dem Bundesdenkmalamt, die „Schlossparkhalle“ – nicht im Schlosspark, sondern gegenüber – ist eine Mehrzweckhalle, in der der Mauerbacher Gemeinderat (inklusive meiner Frau) tagt. Unsere Blasmusik konnte durch gutes Zureden davon abgehalten werden, aufzuspielen. Auch gibt es kein wirkliches Ortszentrum, wenig Geschäfte, die man demolieren könnte (Mauerbach grenzt ja an Wien). „Billa“ und „Spar“ könnte man wohl schützen, mein Haus sowieso! Aber das macht mein Hund „Pino“ ohnedies fast gratis!

Es ist also klar, dass der nächste „Gipfel der 20“ im Wienerwald stattzufinden hat. Hoffentlich ist den Zuständigen nun ein Kronleuchter aufgegangen!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Shz-Bericht: https://www.shz.de/regionales/hamburg/elbphilharmonie-barbusige-stuermen-buehne-bei-woody-allen-konzert-id17280136.html
  2. https://www.shz.de/regionales/hamburg/elbphilharmonie-barbusige-stuermen-buehne: https://www.shz.de/regionales/hamburg/elbphilharmonie-barbusige-stuermen-buehne
  3. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/elbphilharmonie/article211215951/Femen-Aktivistinnen-stuermen-Konzert-von-Woody-Allen.html
  4. Bild.de: http://www.bild.de/news/inland/woody-allen/nackte-stoeren-woody-allen-konzert-52519654.bild.html
  5. https://news.ava360.com/germany-topless-femen-activists-crash-woody-allen: https://news.ava360.com/germany-topless-femen-activists-crash-woody-allen
  6. mopo.de hamburg: http://www.mopo.de/hamburg/ausgehen/buehne---show/femen-aktion-in-der-elbphilharmonie-nackte-brueste-beim-konzert-von-woody-allen--27957044
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/meinung/g20-hamburg-konzert-elbphilharmonie-kommentar-100.html
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-opernfestspiele-der-bayerische-staatsoper-oper-fuer-alle-tannhaeuser
  9. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/stuttgart-don-quijote-abschiedsvorstellung-fuer-georgette-tsinguirides
  10. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/904003_Es-werde-Licht.html?em_view
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-juli-2017


11. JULI 2017

by ac | 11. Juli 2017 08:26

Heute 90 Jahre alt: Herbert Blomstedt

Die Sächsische Staatskapelle Dresden ehrt ihren früheren Chefdirigenten und „fidelio“ feiert mit: Zu Ehren des 90. Geburtstags von Herbert Blomstedt, der zehn Jahre lang das renommierte Orchester leitete, zeigt die audiovisuelle Klassikplattform von ORF und Unitel (www.myfidelio.at[1]) am Geburtstag des Ehrendirigenten – am Dienstag, dem 11. Juli 2017 – um 19.30 Uhr live das ausverkaufte Jubiläumskonzert aus der Dresdner Semperoper. Blomstedt dirigiert das 12. Symphoniekonzert. Auf dem Programm stehen die 4. Sinfonie von Anton Bruckner und das 1. Klavierkonzert Ludwig van Beethovens mit Sir András Schiff am Klavier.

München: 13 ooo Besucher und wieder einmal Thomas Gottschalk bei „Oper für alle“

Nikolaus Bachler mit Thomas Gottschalk. Copyright: Wilfried Hösl

Von einem kurzen Gewitter lässt sich der Opernfreund im Allgemeinen und der Wagnerianer im Speziellen kaum abhalten. Insgesamt 13 000 Menschen kamen nach Angaben der Bayerischen Staatsoper auf den Max-Joseph-Platz, um die Übertragung von „Tannhäuser“ mit Klaus Florian Vogt, Anja Harteros, Christian Gerhaher, Elena Pankratova und Georg Zeppenfeld zu verfolgen – ganz oder teilweise.

Wer rechtzeitig da war, entging der strengen Flaschenkontrolle am Zugang… (Quelle: Münchner Abendzeitung)

Thomas Gottschalk war diesmal eher nicht in Hochform (der Zahn der Zeit nagt auch an ihm) und gab als Bayreuth-Stammbesucher manch Peilichkeit von sich – so zum Bespiel dass ihm die „Elisabeth nun gestohlen bleiben könne“, seit er „Venus“ Elena Pankratova (mit Ihrer „Arie“) kennengelernt hat.

Klaus Florian Vogt als „Tannhäuser“ muss ich nicht unbedingt haben (meine persönliche Meinung) – aber wenigstens das Wetter war gut!

Rückzieher am Salzburger Mozarteum

Beim Fußball ist ein „Rückzieher“ spektakulär, beim Salzburger Mozarteum eher peinlich und unverständlich.

Die Rektorsuche nach dem Abgang des sattsam in die Schlagzeilen geratenen Siegfried Mauser war schwierig, Jurymitglieder gerieten einander in die Haare, Vertagung, Neuausschreibung etc. waren die Folge

Schießlich stieg doch weißer Rauch auf und es  hieß  „habemus Rektor“. Doch nun? Dirigent Reiner Schuhenn, in Deutschland geboren und auch derzeit tätig, auf den die Wahl letztlich fiel, trat am Montag von seinem Wahlamt als designierter Rektor zurück.

Über die Gründe ist vorerst nichts bekannt. Aber zuerst bewerben und dann kneifen – das geht schon gar nicht! Über die Nachfolge des verhinderten Nachfolgers wird demnächst eine Entscheidung getroffen werden!

Wiener Philharmoniker: Freiwilliger Rückzieher ?

José Maria Blumenschein verläßt die Wiener Staatsoper (und die Wiener Philharmoniker) wieder:

http://slippedisc.com/2017/07/exclusive-vienna-philharmonic-concertmaster-resigns/[2]

Beim letzen Abonnement-Konzert der Wiener Virtuosen am 30. Mai hatte Ernst Ottensamer José Maria Blumenschein noch als Konzertmeister des Ensembles ab der nächsten Spielzeit vorgestellt.

Thomas Prochazkas  Interpetation (Bauchgefühl und Erfahrung mit dem Orchester): J. M. Blumenschein wurde nach dem Probejahr (läuft am 31. August aus) nicht verlängert. 

New York: James Levine to Replace Andris Nelsons in the Met’s New “Tosca’
The New York Times[3]

Große Aufregung (bei uns, nicht in Moskau) um abgesetztes Serebrennikov-Ballett in Moskau

Moskau/ Bolschoi-Theater: Alles viel zu schwul
Im kremlnahen Moskauer Bolschoi-Theater sollte „Nurejev“, ein Ballett des homosexuellen Theater- und Filmemachers Kirill Serebrennikov, Premiere haben. Kurz vor der Uraufführung wurde es abgesetzt.
Die Welt[4]
Bolschoi-Theater sagt Serebrennikow-Ballett „Nurejew“ ab
Kurz vor der Uraufführung hat das Bolschoi-Theater in Moskau eine Ballettinszenierung des regimekritischen Starregisseurs Kirill Serebrennikow abgesagt. Das Stück „Nurejew“ über den sowjetischen Tänzer Rudolf Nurejew (1938-1993) sei noch nicht aufführungsreif, es werde auf Mai 2018 verschoben, sagte Generaldirektor Wladimir Urin am Montag. Es sei aber nicht abgesetzt.
Salzburger Nachrichten[5]

Natürlich schließe ich nicht aus, dass die Verschiebung mit der Person Serebrennikov zu tun hat. Es ist aber das gute Recht eines Theaters, ein „noch nicht „aufführungsreifes“ Stück zurückzustellen. Die Frage ist, wer das im Theater entscheidet. Aber das muss man wirklich den Theaterverantwortlichen überlassen.

In unseren Breiten wird von dieser Möglichkeit kaum Gebrauch gemacht, was auch nicht immer von Vorteil ist.

Jetzt warten wir einmal ab, ob das Ballett im Mai 2018 „aufführungsreif“ ist.

Dass Herr Serebrennikov nun schwul ist, interessiert mich überhaupt nicht! Warum das extra betont wird, verstehe ich gar nicht!

Luciana D’Intino beendet mit Jahresende ihre große Sängerkarriere. Heute tritt sie in Baden bei den „Weikersdorfer Schlosskonzerten auf

Luciana D’Intino will sich künftig der Lehrtätigkeit widmen. Liebe Opernfreunde, kommt heute zum großen Konzert nach Baden bei Wien/ Schloßhotel Weikersdorf. Das Programm ist enorm! Die Trovatore-Vorstellungen mit ihr an der Wiener Staatsoper sind übrigens bereits ausverkauft.

Der überdachte Innenhof des Schlosshotels ist geräumig, es gibt daher noch Karten für Schnellentschlossene an der Abendkassa. Beginn ist 19,30 h. Wenn Sie das Losungswort „Merker“ nennen, kostet eine Karte nur € 35.-

ST. GALLER FESTSPIELE MIT BESUCHERZUWACHS: Kritik von Catalanis LORELEY online

Loreley. Copyright: Toni Suter

Zum Bericht[6] von Robert Quitta

Mit einer Gesamtauslastung der Festspieloper Loreley von 84 % gingen am Freitag die 12. St.Galler Festspiele zu Ende. Mit diesem Ergebnis können die Festspiele einen Besucherzuwachs von 7 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Auch die Tanzproduktion Kranzrede in der Kathedrale freut sich über mehr Publikum.

Bei den 13. St.Galler Festspielen wird vom 29. Juni bis 13. Juli 2018 die Oper Edgar von Giacomo Puccini auf dem Klosterhof zu erleben sein.

SOMMERAKADEMIE DROSENDORF /NÖ: Wagner Symposium & Feier zum 75. Geburtstag von KS BERND WEIKL

Die Internationale Sommerakademie Drosendorf veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Richard Wagner Verband Wien zwischen  23. und 29. Juli 2017 ein

 
RICHARD WAGNER SYMPOSIUM
 
bei dem ein breites Spektrum an Themen behandelt wird, wie etwa aktuelle Fragen betreffend der Aufführungen seiner Werke, Wagners Kompositionstechnik, aber auch biographische Details, insbesondere Aspekte seiner seiner Verwandtschaft mit der Familie Liszt. Das Programm bietet neben Vorträgen und Diskussionen auch Filmvorführungen, verschiedene gesellige Anlässe und am 26. Juli einen Wagner-Abend mit der Sopranistin MAGDALENA RENWART. Abschluß am 29. Juli wird die Feier zum 75. Geburtstag von KS BERND WEIKL, im Beisein des Künstlers. Tatsächlich hat Bernd Weikl an diesem Tag seinen 75er!

Literatur

Peter Härtling ist tot
Zwischen Gesellschaftspolitik und fantasievollen Stoffen: Der Schriftsteller Peter Härtling ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
Der Spiegel[7]

Film/ TV

Daniel Craig soll nun doch noch einmal James Bond spielen
Craig soll im 25. Bond-Streifen zum fünften Mal den britischen Geheimagenten 007 spielen, berichten britische Medien. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Die Presse[8]

Hamburg/ G 20

Einige Schelte musste ich über mich ergehen lassen, weil ich den Besuch der G20 Teilnehmer in der Elbphilharmonie als verzichtbar bezeichnet habe. Die Lage war bereits zuvor sehr angespannt, wegen des Konzertbesuches musste ein weiterer Stadtteil abgesperrt und besonders gesichert werden! Sind Sie tatsächlich der Meinung, dass Musik die Menschen zu bessern vermag? Wenn Sie es glauben, lasse ich Sie gerne bei Ihrer Meinung – aber lassen Sie mir bitte auch meine!

HEUTE in Mauerbach: Ausnahmezustand – und hoffentlich keine Krawalle

Ich bin in Mauerbach hauptgemeldet (bin ich nun eine Meidlinger Mauerbacher oder ein Mauerbacher Meidlinger?) , deshalb muss ich gegen die Bezeichnung „Dorf“ scharf protestieren. Mauerbach ist eine Marktgemeinde in Wienerwald, grenzt an Wien (weshalb ich binnen 20 Minuten in meinem Büro bin). Dort leben knapp 5000 Ortsbürger – die großteils recht betucht sind (da gehöre ich nicht unbedingt dazu – mit meiner Gewerbepension) , zumal Mauerbach bezüglich Bruttoeinkommen der Bewohner unter den 10 reichsten Gemeinden Österreichs rangiert.

Heute nun ist Mauerbach in Ausnahmezustand. Die OSZE hat im Mesonic-Seminarhotel eine Tagung der Außenminister (unter Vorsitz von Sebastian Kurz) anberaumt.

Mesonic-Seminarhotel in Mauerbach

Eurofighter und Bundesheer-Hubschrauber über dem Luftraum des Wienerwalds, Scharfschützen auf den Dächern und Hunderte Polizisten und Soldaten auf den Straßen der Gemeinde Mauerbach (Bezirk St. Pölten Land). Am Dienstag geht im Hotel Schlosspark Mauerbach das Außenministertreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) über die Bühne. Polizei und Bundesheer sorgen mit einer Hundertschaft an Uniformierten dafür, dass es bei dem Treffen der fast 60 Delegationen möglichst zu keinen Zwischenfällen kommt. In der Marktgemeinde selbst herrscht für einen Tag Ausnahmezustand

KURIER – Ein Dorf im Ausnahmezustand[9]

Wird nun auch die berühmte Kartause (erbaut 1314 von Friedrich dem Schönen) besichtigt? Die liegt nur 100 Meter Fußweg vom Schlosspark entfernt.

Friedrich der Schöne. Für einen Habsburger sah er wirklich ganz gut aus!

Das fehlte uns gerade noch. Die Minister sollen arbeiten und nicht Sehenswürdigkeiten anschauen.

Mauerbach darf nicht Hamburg werden, unser Bürgermeister heißt auch nich Olaf Scholz, sondern Peter Buchner, ist kein „Roter“, sondern ein „Schwarzer“ (neuerdings türkis) und die Polizei funktioniert bei uns auch besser.

Was übrigens auch auf Wien zutrifft: Als am Sonntag in unserer Geschäftsstelle eine Probe für das Badener Konzert stattfand, stand plötzlich ein Polizist mit entsicherter Waffe im Türrahmen. Warum? Ich hatte die Türe einen Spalt offen gelassen, dadurch drang der Gesang der Opernsänger nach außen. Einer Funkstreife kamen „die Rufe“ verdächtig vor, deshalb die Kontrolle. Ein Beweis mehr, dass Operngesang oft mit Geschrei verwechselt wird. Danke, liebe Polizei, besser einmal zuviel als einmal zu wenig. Dabei bin auch ich bewaffnet. In der Geschäftstelle habe ich eine Hellebarde griffbereit – und zwar keine aus dem Theater, sondern eine echte. Wenn mich jemand angreift, muss ich ihn bitten, zuerst 3 Meter zurückzugehen, sonst kann ich die Hellebarde nicht einsetzen.

Mauerbach wird heute nicht Hamburg! Mein Wort darauf!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

PS: Erstes Foto aus Mauerbach: Es geht zu wie in einer Kirche. Keine Spur von Hamburg

Sebastian Kurz mit Russlands Sergej Lawrow

  1. www.myfidelio.at: http://www.myfidelio.at
  2. http://slippedisc.com/2017/07/exclusive-vienna-philharmonic-concertmaster-resigns/: http://slippedisc.com/2017/07/exclusive-vienna-philharmonic-concertmaster-resigns/
  3. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/07/10/arts/music/james-levine-andris-nelsons-metropolian-opera-tosca.html
  4. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article166482849/Alles-viel-zu-schwul-hier.html
  5. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/bolschoi-theater-sagt-serebrennikow-ballett-nurejew-ab-255687/
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/st-gallen-klosterhof-loreley-von-alfredo-catalani
  7. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/peter-haertling-ist-tot-a-1157001.html
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/film/5249568/Daniel-Craig-soll-nun-doch-noch-einmal-James-Bond-spielen
  9. KURIER – Ein Dorf im Ausnahmezustand: https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/osze-konferenz-ein-dorf-im-ausnahmezustand/274.390.957

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-juli-2017


10. JULI 2017

by ac | 10. Juli 2017 08:57

Bilder wie im Krieg. Das Gebiet um die Hamburger Elbphilharmonie. Foto B. Roessler

Die Macht von Musik ist bestenfalls grenzenlos, aber womöglich auch sehr begrenzt – zumal, wenn sie sich in einem Raum mit Dutzenden sehr realen Machtpolitikern befindet. Nur einer dieser vielen sich widersprechenden Gedanken, bevor Generalmusikdirektor Kent Nagano am Freitag den ersten Einsatz zu Beethovens Neunter gibt.

Nagano und die Hamburger Philharmoniker sollen im Regierungs-Auftrag in der Elbphilharmonie ein höchst offizielles Konzert geben, und insgeheim gewiss auch Moral-Nachhilfe nach Noten. Eine Lektion in Aufrichtigkeit für 20 der einflussreichsten Menschen auf diesem Planeten, die Beethovens fast 200 Jahre alter Vision widerspruchslos zuhören müssen – und unter ihnen Trump und Putin. Erdogan ist nicht erschienen…

Hamburg/ Elbphilharmonie
Musikalische Lektion für die Mächtigen
Kent Nagano dirigiert in der Elbphilharmonie Beethovens Neunte – ein in vielerlei Hinsicht denkwürdiger Abend.
Hamburger Abendblatt[1]

Lektion durch Musik? Mit Verlaub, das ist eine Wunschvorstellung, die völlig an der Realität vorbei geht. Die Mächtigen dieser Welt haben tatsächlich andere Prioritäten! Sie werden übrigens auch nicht dafür bezahlt, bei Festspielen Freikarten abzusitzen.

Baden-Baden:  Festspielgala mit La clemenza di Tito

Copyright: Festspielhaus

Auszug aus „Badische Zeitung“: Alle wollen „Titus“. Jedenfalls interessieren sich plötzlich auffallend viele für Mozarts späte, selten gespielte Oper „La clemenza di Tito“ (1791), so aktuell das Badische Staatstheater Karlsruhe oder demnächst die Salzburger Festspiele. Den Auftakt aber machten jetzt die Sommerfestspiele Baden-Baden mit ihrer Gala: als Fortsetzung von Yannick Nézet-Séguin mit der Deutschen Grammophon koproduzierten Mozart-Zyklus.

Und der Kanadier unterstreicht auch mit diesem Dirigat, dass seine steile Karriere, die ihn 2020 als Musikdirektor an die New Yorker Met führen wird, kein Zufall ist…

Was soll man zu Rolando Villazón sagen? Dass der seinen Titus mit größter Empathie singt, aber vor Überzeichnen nicht gefeit ist? Dass sein Tenor schon ab dem e’’ gequetscht wirkt und ihm die Leichtgängigkeit für Koloraturen abgeht? Für die Plattenfirma ist er noch immer Zugpferd. Kein Kommentar. (Quelle: „Badische Zeitung“)

KLOSTERNEUBURG/ „operklosterneuburg“: LE COMTE ORY – Premiere am 8.7.2017

Copyright: „operklosterneuburg“/ Mark Glassner

Zum Bericht[2] von Peter Dusek

Zum Bericht[3] von Elena Habermann

LINZ/ Oberösterreichische Stiftskonzerte/ Bruckner Orchester : Dennis Russell Davies mit Ehrenkreuz geehrt

Dennis Russell Davies war zwar verhindert, das Konzert am 8. Juli in der Stiftsbasilika St. Florian zu dirigieren, nichtsdestotrotz kam er mit seiner Frau Maki Namekawa, seiner Familie und vielen Freunden zum Konzert, das sein geschätzter Kollege Michel Tabachnik leitete. Es gab am Ende Jubel für den Bruckner-Dirigenten und das Bruckner Orchester Linz…


Foto: Alfred Atteneder, c OÖS

Landeshauptmann a.D. Dr. Pühringer überreichte dem Maestro einen goldenen Dirigentenstab und freute sich für Herrn Davies über die Ehrung. Dennis Russell Davies ist nun der erste und einzige Ehrendirigent der OÖ. Stiftskonzerte. Präsident GD Christoph Wurm bedankte sich ebenso bei Dennis Russell Davies und überließ dem Geehrten Champagner zum Feiern.

ZUR BILDERGALERIE<https://www.stiftskonzerte.at/Medien/Fotogalerie[4]>

Mehr in unseren Infos des Tages

Neu in unseren Kritiken:

MAILAND/ Teatro alla Scala: LA BOHÈME am 30.6.2017

Foto Marco Brescia e Rudy Amisano  Teatro alla Scala

Zum Bericht [5]von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

KITTSEE/ Sommerfestival: DIE CSARDASFÜRSTIN um 8.7.2016

Zum Bericht[6] von Robert Quitta

Neu in unseren Interviews

Günter HAUMER (Bariton) – Eine Vielfachbegabung

Günter Haumer. Copyright: Claudia Prieler

Zum Interview[7] von Karl Masek

Mörbisch: „Der Vogelhändler“

Sieglinde Feldhofer, Cornelia Zink. Copyright: Seefestspiele/ bin.jpg.

Ein Hauptmerkmal der nun zu Ende gehenden Ära Schellenberger war ja, dass immer und in jedem Bereich für höchste Qualität gesorgt wurde.

Den einzigen Einwand, den man haben kann, beträfe die Stückauswahl. „Der Vogelhändler“ ist ja ursprünglich ein intimes Kammer-Singspiel für wenige Darsteller und daher für die riesige Seebühne genau genommen nicht gerade prädestiniert…

Zum Bericht[8] von Robert Quitta

„Konzertgänger in Berlin“
Verwunschkonzert: Konzerthausorchester und Kitajenko spielen Strawinsky, Tschaikowsky, Schostakowitsch
Alle Berliner Orchester sind schon in den Sommerferien oder auf Überlandtournee, nur das Konzerthausorchester hält noch die Stellung
https://hundert11.wordpress.com/2017/07/09/verwunschkonzert-konzerthausorchester[9]

BADEN bei Wien: Weikersdorfer Schlosskonzerte (Dienstag und Mittwoch)

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Erste Probe in der Online-Merker -Galerie „Strichelei“. Maestro Tiziano Duca probt mit Savva Tikhonov, rechts Pavel Kachnov am Klavier. Foto: Privat

Morgen Dienstag Solokonzert Luciana D’Intino (19,30)

LONDON: Weitere „Turandot-Kritik

Irene Theorin als „Turandot“. Copyright: Tristram Kenton

Turandot @ Royal Opera House, London
https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/turandot-royal-opera[10]

WIEN / Leopold Museum: FRAUENBILDER
VOM BIEDERMEIER BIS ZUR FRÜHEN MODERNE
Vom 7. Juli 2017 bis zum 18. September 2017

Frauenbilder  Titel~1

Spielarten des Weiblichen

Das Leopold Museum zählt zu jenen „reichen“ Institutionen, die ihre eigenen Bestände mühelos auf Themenquerschnitte durchforsten und daraus Großausstellungen gestalten können. Das gelang kürzlich mit Landschaftsbildern und nun, in noch weit breiteren Rahmen, mit den „Frauenbildern“. Dass man sich – den Schwerpunkten der Sammlung gemäß – mehr oder minder auf das Jahrhundert zwischen 1830 und 1930 beschränkt, engt das Thema nicht wirklich ein. Vielmehr haben die Kuratoren Franz Smola und Birgit Piringer gut 150 hochrangige Gemälde und einige dazu passende Graphiken auch nach Fragestellungen geordnet, die im Zusammenhang dann erhellende Einblicke bieten…

Zum Ausstellungsbericht[11] von Renate Wagner

Literatur

Klagenfurt: Ferdinand Schmalz gewinnt Bachmann-Preis
25.000 Euro Preisgeld – John Wray im Stechen unterlegen – Auch Urs Mannhart, Barbi Markovic, Gianna Molinari, Eckhart Nickel und Jackie Thomae auf der Shortlist
Der Standard[12]
Ferdinand Schmalz gewinnt mit „lieblingstier“
Der Österreicher Ferdinand Schmalz hat den Ingeborg-Bachmann-Lesewettbewerb in Klagenfurt gewonnen. Seine kleingeschriebene Geschichte über einen Tiefkühlgerichte-Ausfahrer „rockte“ die Jury.
Der Spiegel[13]
Bachmann-Preis: John Wrays Risiko hat sich gelohnt
Austro-amerikanischer Erfolgsautor mit Kärntner Wurzeln gewann gleich mit dem ersten Text in seiner zweiten Muttersprache den neuen Deutschlandfunk-Preis. Der mit 25.000 Euro dotierte Hauptpreis geht an Ferdinand Schmalz.
Die Presse[14]
Das Lieblingstier heißt Rehragout
http://blogs.faz.net/buchmesse/2017/07/09/das-lieblingstier-heisst[15]
Bachmann-Wettbewerb: Leiche sucht Mitfahrgelegenheit
Tagesspiegel[16]

Politik

Heinrich Schramm-Schiessl kramt in seinem Geschichtsfundus:

Liebe Online- Merker-Leser

Wieder einmal ein kleiner Griff in die Geschichtskiste: Es begann 1975. Auf Initiative des damaligen franz. Staatspräsidenten Giscard d’Estaing trafen sich die Staats- und Regierungschefs der BR Deutschland, Frankreich,USA, Großbritannien, Italien und Japan zu einem formlosen Kamingespräch auf Schloß Rambuillet, um die brennenden Probleme der Welt zu besprechen. Die Medien bezeichneten dieses Treffen als G6, dann kam Kanada dazu und 1998 (noch unter Jelzin) Russland, daher G8.

G20 wurde erst später gegründet, um Themen wie Weltwirtschaft, Klimawandel etc. zu diskutieren. Die ersten Veranstaltungen waren kleine Treffen, an denen neben den Spitzenpolitikern nur deren engste Mitarbeiter teilnahmen. Da das in den div. Staatskanzleien eher mißtrauisch beobachtet wurde – die Chefs reden da ohne „Aufsicht“ ihrer wichtigsten Beamten – wurde der Aufwand immer größer.

Die Idee, die Termine und den Ort geheimzuhalten, halte ich für nicht exekutierbar. Irgend ein geltungssüchtiger Unterläufl wird sich immer finden, der den Medien etwas steckt.

HSS

Hamburg: Scholz erntet bei „Anne Will“ ungläubiges Kopfschütteln
Ein Polizist zieht bei „Anne Will“ eine bittere G-20-Bilanz: Der Schutz der Hamburger habe zweite Priorität gehabt. Olaf Scholz lehnt einen Rücktritt ab. Als es um Merkels Verantwortung geht, wird der Bildschirm schwarz.
Die Welt[17]
SPD-Hoffnungsträger entzaubert. Nach G20-Desaster macht Scholz es noch schlimmer
FOCUS[18]

Geht es bei einem G20-Gipfel um die Ergebnisse oder um die Show? Geht es um Wahlwerbung? Es wird wohl nicht durchführbar sein, aber es wäre denkbar, einen derartigen Gipfel ohne großes Aufsehen an einem bis zuletzt geheimgehaltenen Ort in Klausur ohne Rahmenprogramm und Politikeranhang durchzuführen?

Aber die Politiker wollen doch Gesichtsbäder nehmen. Die Hamburger wollten mit der Elbphilharmonie protzen und deshalb mussten sich die hochrangigen Politiker nach einem wahrscheinlich anstrengenden Tag noch durch Beethovens „Neunte“ kämpfen. Das ist nicht nötig, das grenzt an Quälerei, an Provokation. Wenn ein Politiker seine Aufgabe ernst nimmt, dann denkt nach solch einem Verhandlungspoker sicher nicht an ein Konzert – und wenn er schon einmal dort ist, denkt er vermutlich an Politik.

Der Hamburger Erste Bürgermeister Olaf Scholz ist das Bauernopfer und eine großartige politische Karriere kann er sich wohl an den Hut stecken. Aber er ist wirklich nicht allein schuld! Schuld ist vielmehr die Eitelkeit aller!

Geht Schutz der Elbphilharmonie vor Schutz der Privatpersonen? Muss privates Eigentum dem Showeffekt geopfert werden? War es wirklich nur „wie ein Hafengeburtstag“, Herr Erster Bürgermeister? Haben Sie die Situation bewusst heruntergespielt (nur keine Panik!) oder haben Sie sie falsch eingeschätzt? In jedem Fall haben Sie etwas falsch gemacht!

Ach ja, gestern schrieb ich von „Linken Aktivisten“. Falsch, so heißt das bei uns in Österreich. In Deutschland spricht man von „Linken Autonomen“. „Autonom“ – auch dieses Wort ist positiv besetzt. Wie wäre es mit „Berufs-Krawallmachern“

Ich wünsche einen schönen Beginn der Woche!

A.C.

 

  1. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/g20/article211173999/Elbphilharmonie-Musikalische-Lektion-fuer-die-Maechtigen.html
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/klosterneuburgkaiserhof-des-stiftes-le-comte-ory-operklosterneuburg-premiere
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/klosterneuburg-kaiserhof-des-stiftes-operklosterneuburg-le-comte-ory-der-liebestolle-graf-premiere
  4. https://www.stiftskonzerte.at/Medien/Fotogalerie: https://www.stiftskonzerte.at/Medien/Fotogalerie
  5. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/mailand-teatro-alla-scala-la-boheme-eine-nie-endende-geschichte-die-immer-wieder-neu-fasziniert
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/kittsee-schloss-sommerfestival-die-csardasfuerstin-am-8-7-2017
  7. Zum Interview: http://der-neue-merker.eu/guenter-haumer-bariton-eine-vielfachbegabung
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/moerbisch-seefestspiele-der-vogelhaendler-premiere-am-7-7-2017
  9. https://hundert11.wordpress.com/2017/07/09/verwunschkonzert-konzerthausorchester: https://hundert11.wordpress.com/2017/07/09/verwunschkonzert-konzerthausorchester
  10. https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/turandot-royal-opera: https://www.musicomh.com/classical/reviews-classical/turandot-royal-opera
  11. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-leopold-museum-frauenbilder
  12. Der Standard: http://derstandard.at/2000061025489/Ferdinand-Schmalz-gewinnt-Bachmann-Preis
  13. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/bachmann-preis-ferdinand-schmalz-gewinnt-mit-lieblingstier-a-1156874.html
  14. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/literatur/5249202/BachmannPreis_John-Wrays-Risiko-hat-sich-gelohnt
  15. http://blogs.faz.net/buchmesse/2017/07/09/das-lieblingstier-heisst: http://blogs.faz.net/buchmesse/2017/07/09/das-lieblingstier-heisst
  16. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/bachmann-wettbewerb-klagenfurt-leiche-sucht-mitfahrgelegenheit/20038042.html
  17. Die Welt: https://www.welt.de/vermischtes/article166474081/Scholz-erntet-bei-Anne-Will-unglaeubiges-Kopfschuetteln.html
  18. FOCUS: http://www.focus.de/politik/deutschland/spd-hoffnungstraeger-entzaubert-nach-g20-desaster-macht-scholz-es-noch-schlimmer_id_7335319.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-juli-2017


9. Juli 2017

by ac | 9. Juli 2017 08:55

Heute „Tannhäuser-Tag“ in München. Arte überträgt, die Bayerische Staatsoper streamt. Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Ich lese soeben, dass der Stream erst um 21,45 h beginnt. Bitte überprüfen Sie das, bevor Sie mir später Vorwürfe machen. Ich bin selbst überrascht!

Heute: Oper für alle“: Abendstern auf LED
Der „holde Abendstern“, den Wolfram von Eschenbach in Richard Wagners „Tannhäuser“ besingt, könnte für Publikum am Sonntag auch real aufgehen, wenn bei gutem Wetter wieder Tausende Zuschauer auf dem Max-Joseph-Platz sitzen. Bei „Oper für alle“ können sie diesmal die Live-Übertragung der Wagner-Oper aus dem Nationaltheater verfolgen, in der surreal-assoziativen Inszenierung von Romeo Castellucci und mit der Besetzung der Premiere vom Mai: Publikumslieblinge wie Klaus Florian Vogt, Anja Harteros und Christian Gerhaher singen, Generalmusikdirektor Kirill Petrenko dirigiert.
Süddeutsche Zeitung[1]

Dank an Renate Wagner! Renate Wagner hat gestern den Tageskommentar verfasst – ein anderer Stil tut diesem Kommentar nur gut. Es gab positive Rückmeldungen – und sollte Werner Faymann tatsächlich Michael Häupl als Wiener Bürgermeister beerben, hat der Online-Merker diese Info als erstes Medium verbreitet. Jedenfalls, recht dicken Dank – bis zum nächsten Mal!

6. Teilbericht über das Publikumsgespräch Dominique Meyer/ Thomas Platzer am 20.6.

Thomas Platzer und Dominique Meyer. Copyright: ORF

Thomas Prochazka hat den 6. Teilbericht über das Publikumsgespräch zur Verfügung gestellt:

»Miese« Inszenierungen, Kartenbestellungen und Adriana Lecouvreur

Im Rahmen des Publikumsgespräches wollte ein Besucher von Dominique Meyer wissen, warum die Staatsoper mit den alten Inszenierungen der Mozart-Opern nach Japan auf Tournée gehe, während man in Wien »die miesen neuen Inszenierungen« zeige. Der Direktor replizierte, er sei glücklich, daß das Haus zwei Figaro-Inszenierungen besitze. Er habe die Ponnelle-Inszenierung von Le nozze di Figaro behalten, da diese für Gastspiele sehr geeignet sei. Man könne das Bühnenbild der Bonelle-Inszenierung an breitere Bühnen (wie z.B. in Japan) anpassen. Dies sei mit der Martinoty-Inszenierung nicht möglich.

Dann hub Dominique Meyer an zur Verteidigung der Inszenierung von Jean-Louis Martinoty (1946-2016): »Ich bin unglücklich, daß man diese Inszenierung von Martinoty, die ich für erstklassig halte, nicht gut versteht.« Martinoty sei ein Schüler Jean-Pierre Ponnelles gewesen und habe dessen Inszenierung hundert Mal, und besonders in Salzburg, vorbereitet. Es gebe eine Verbindung zwischen der Ponnelle- und der Martinoty-Inszenierung, die »vielleicht wie die Beziehung von einem Vater mit seinem Sohn ist. Vielleicht mögen Sie den Sohn nicht. Aber ich mag’s.« Es gebe jede Menge Referenzen in dieser Arbeit, welche er, Meyer sehr interessant finde: Daß es im ersten Akt beispielsweise der Bezug zwischen Da Ponte und [Pierre-Augustin Caron de] Beaumarchais’ Le Mariage de Figaro gegeben sei, im zweiten Akt sei die Verbindung zwischen Figaros Hochzeit und Beaumarchais’ drittem Teil der Trilogie, La Mère coupable[2], interessant. Der dritte Akt fokussiere sich auf die Beziehung zwischen dem Grafen und dem Volk, fange die prärevolutionäre Stimmung sehr gut ein. »Ich mag auch die Ponnelle-Inszenierung. Aber ich finde sie machmal ein bißchen veraltet — ich sag’s ehrlich.«

Martinotys Inszenierung habe in Wien kein Glück gehabt: »Es ist auch interessant, denn hier wurde sie von einem Teil der Presse vernichtet… In Frankreich hat sie den Preis der besten Regie des Jahres bekommen! Ich sag’ jetzt nicht, daß alles in einem Land gut ist und in einem anderen Land nicht, aber ich denke doch, eine ein bisserl ausgeglichenere Meinung wäre vielleicht nicht so schlecht…«

Eine weitere Wortmeldung aus dem Publikum betraf die Kartenzuteilungen für die geplanten Vorstellungen von Francesco Cileas Adriana Lecouvreur: Man habe drei Karten bestellt, aber nur für zwei eine Zusage erhalten. Für Alban Bergs Lulu habe man allerdings die gewünschte Anzahl von Karten erhalten. Thomas Platzer trocken: »Was wollen Sie damit sagen? Jeder, in Lulu geht, bekommt automatisch Adriana Lecouvreur?« Der kaufmännische Geschäftsführer legte dar, daß man sich der hohen Nachfrage wegen dazu entschließen mußte, die Zuteilung auf zwei Karten pro Bestellung zu begrenzen. Schließlich wolle man so vielen Opernfreunden wie möglich den Besuch der Vorstellungen ermöglichen…

Mehr in unseren „Infos des Tages“

Barrie Kosky: Die Wiener verstehen mich nicht! Kommt er unter Roscic wieder?

Ja ja, das Wiener Publikum. Gut ist der Ruf ja nicht gerade, wenn es um Regisseure und nicht um Sänger geht. Auch Barrie Kosky hält der Wiener Publikum schlichtweg für blöd: Auszug aus „Neue Musikzeitung“

Inzwischen gibt es wieder Interesse. Der designierte Staatsoperndirektor will, dass ich zurückkomme. Aber es ist interessant: In meiner Wiener Zeit (immerhin fünf Jahre) war ich mit meiner Theaterarbeit immerhin von einem Teil des Publikums akzeptiert. So richtig ernst genommen haben sie mich dort mit meiner Arbeit aber nicht. Mit dem Wiener Publikum verbindet mich nicht so eine Liebe wie mit dem Publikum in Deutschland, wo man versteht, was ich mache.

Als ich dann aus Wien weg war – und das sind inzwischen über zehn Jahre – war es dort so, als ob ich gestorben wäre. Keine Interviews, kein Interesse. Mal als Ausnahme eine Kritik im Standard. Aber eigentlich war ich dort komplett vom Erdboden verschwunden…

Kosky: Wagner war ein Monster – Jordan: Ein Egomane
Musik heute
[3]Kein Ausweis für den Hund
Barrie Kosky über seinen Bayreuther „Meistersinger“ im Gespräch mit Joachim Lange
Neue Musikzeitung/nmz.de[4]

Die Wiener sind also zu dumm, um Barrie Kosky folgen zu können. Ob sich das unter Bogdan Roscic ändern wird?

Opernstar Placido Domingo hofft auf seinen 4000. Auftritt
Der spanische Opernsänger Placido Domingo hofft, in seiner Karriere die Zahl von 4000 Auftritten voll machen zu können.
Salzburger Nachrichten[5]

Wenn er jetzt bei 3900 ist, braucht er für weitere hundert Auftritte vermutlich doch bis 2021, seinem offiziellen Achtziger.

Ob er es dann gut sein lässt? Ich denke halt, er will wirklich auf der Bühne sterben.

Soll man ihn nicht doch bewundern – einer, der vor dem Alter nicht klein beigibt?

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

RETZ/ NÖ/ Festival: JUDAS (Kirchenoper von Christoph Ehrenfellner) Premiere am 6.7.2017

Stephen Chaundy, Günther Haumer. Copyright: Claudia Prieler

Zum Bericht[6] von Karl Masek

ERL/ Tiroler Festspiele: SEMIRAMIDE als Eröffnungspremiere (7.7.2017)

Zum Bericht[7] von Friedeon Rosén)

MAILAND / Teatro alla Scala: DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL in der Strehler-Inszenierung aus 1965 (1.7.2017)

Copyright: Marco Brescia e Rudy Amisano Teatro alla Scala

Zum Bericht[8] von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

SOFIA: PARSIFAL – Bulgarische Erstaufführung am 4.7.2017 (nun der ausführlichere Bericht)

Amfortas (Atanas Mladenov) im 1. Akt. Copyright: Svetoslav Nikolov

Zum Bericht[9] von Klaus Billand

VORGESTELLT: Zu Gast beim „Online-Merker“ (5.7.2017). SANDRO GEGECHKORI

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Sandro Gegechkori . Foto: Online-Merker

Sandro Gegechkori was born in 2000, Georgia. He began to learn music in S. Kavsadze music school. Soon Sandro continued learning at Central music school of Tbilisi for „Gifted Children“ , with proffesor Alexander Garber.
Sandro is a laureate of many international and republic competitions .

He won Arno babadjanyan, Chopin, Amiredjibi and Feurich international piano competitions. He played piano recital concert in Vienna, Austria, At Mozarthaus, also in Moscow, at central music school. He always cooperate with Tbilisi Symphony orchestra.

Now He will perform piano recital in Dutch , Russia and USA.

Beispiele:

Mozart/ Türkischer Marsch. Jazz-Inprovisation von Sandro Gegechkori

ZUM VIDEO [10](Türkischer Marsch)

Liszt: Mephisto-Walzer

ZUM VIDEO [11](Liszt-Mephisto-Walzer

Sandro GEGECHKORI – Сандро ГЕГЕЧКОРИ (17.09.2000)
BACH Prelude and Fugue in F sharp minor No.14 CHOPIN Ballade in G minor Op. 23 No.1 CHOPIN Etude No. 24 in C min…

ZUM VIDEO[12]

Wir werden Sie über die nächsten Konzerte von Sandro Gegechkori in Wien informieren!

Mörbisch/ Seefestspiele: Gelungene Premiere „Der Vogelhändler“
Nach fast 20-jähriger Abwesenheit finden und lieben Christel und Adam einander wieder auf der Seebühne in Mörbisch
http://www.bvz.at/burgenland/kultur-festivals/seefestspiele-moerbisch[13]
Bunt und optisch opulent
Salzburger Nachrichten[14]

Mit Mörbisch wurden wir von der Redaktion noch nie glücklich, da haben sich die „Heftler“ fest etabliert. Und nachlaufen tu ich schon gar niemand! Persönlich habe ich überhaupt kein Problem damit, machen wir eben „Dienst nach Vorschrift“

Ausstellungen:

WIEN / Winterpalais: JAN III. SOBIEKSI
EIN POLNISCHER KÖNIG IN WIEN
Vom 7. Juli 2017 bis zum 1. November 2017

Sobieski Plakat xx~1

Der Retter des Abendlands

„Noch ist Polen nicht verloren“, hieß es immer wieder in der Geschichte des so oft zerstückelten Landes. Dass das „christliche Abendland“ 1683 vor Wien nicht verloren ging, dankte man einem polnischen König: Dass er sich mit seinem Heer aufmachte, um sich den Türken entgegen zu stellen, entschied in der Schlacht vom Kahlenberg den Sieg der „Katholischen Liga“, der vereinigten polnischen, kaiserlichen und deutschen Truppen. Doch man weiß von Jan III. Sobieski hierzulande im allgemeinen auch nicht mehr, als dass er „der Retter“ war. Dem hilft eine Ausstellung im Winterpalais ab, die vom Belvedere ausgerichtet wurde – letztmals in diesen Räumlichkeiten, wie es heißt.

 

Zum Ausstellungsbericht[15] von Heiner Wesemann

Filme der Woche

FilmPoster  Ihre beste Stunde~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[16]

Man weiß, dass der Zweite Weltkrieg im Rückblick für die Briten eines ihrer „Heldenzeitalter“ war: Die Tapferkeit, mit der die Bevölkerung den „Blitz“ (die deutschen Bombardements) durchgehalten hat, die Solidarität, mit der man unter Churchills Führung zusammen stand, und letztendlich das Bewusstsein, mit der gerechten Sache gesiegt zu haben – ja, das ist ihre große Zeit, über die es schon eine Menge Filme gegeben hat.

Nun drehte die dänische Regisseurin Lone Scherfig nach dem Roman „Their Finest Hour and a Half“ von Lissa Evans einen Film, der vieles bringt und vieles will, vielleicht mehr, als man gleichzeitig in eine Geschichte hineinstopfen kann. Keinesfalls will die Regisseurin vergessen, dass das Jahr 1940 für die Briten eine grausame Zeit war, die viele Menschenopfer kostete (dieser Tatsache opfert sie zum Kummer der Besucher, mehr noch der Besucherinnen auch das Happyend für die Heldin). Vor allem aber wollte sie eine parodistische Komödie drehen – eine, die sich ums Filmemachen dreht…

 Unter’m Strich

Hamburg/ G-20-Gipfel:
Welche Rolle Beethoven und Grönemeyer in Hamburg spielten

Die Welt[17]

Natürlich hatte auch Herbert Grönemeyer zu G20 etwas zu sagen/ singen. Das ging wenigstens ohne Krawall ab. Im „Welt-Artikel“ finden Sie  übrigens den Link zur Elbphilharmonie – Beethovens „Neunte“ in voller Länge. Donald Trump war sicher begeistert!

Scholz wegen G20 unter Druck. Bilder der Verwüstung in Hamburg
Stuttgarter Nachrichten[18]

Der Hamburger Stadtchef wandelte mit Frau Trump, während „Aktivisten“ Geschäfte zerstört haben. Hätte er sich schützend vor die Geschäfte stellen sollen? Hätte er durch gutes Zureden die Schäden verhindert?

Lächerlich, Herrn Scholz wurden die Grenzen seiner Möglichkeiten vor Augen geführt.

Die Bezeichnung „Linke Aktivisten“ ist übrigens positiv besetzt – wie eben „aktiv sein“ eine positive Eigenschaft ist.

Die Hamburger Geschäftsleute werden das auch so positiv sehen, die Aktivisten wollten doch nur ihren Namen gerecht werden und möglichst aktiv sein.

Einen schönen Tag wünscht

A.C

 

  1. Süddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/oper-fuer-alle-abendstern-auf-led-1.3578130
  2. La Mère coupable: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Guilty_Mother
  3. Musik heute
    : http://www.musik-heute.de/16078/kosky-wagner-war-ein-monster-jordan-ein-egomane/
  4. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/kein-ausweis-fuer-den-hund-barrie-kosky-ueber-seinen-bayreuther-meistersinger-im-gespraech-mi
  5. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/opernstar-placido-domingo-hofft-auf-seinen-4000-auftritt-255336/
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/retz-festival-judas-kirchenoper-von-christoph-ehrenfellner-die-premiere-ein-triumph
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/erl-tiroler-festspiele-semiramide
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/mailand-teatro-alla-scala-die-entfuehrung-aus-dem-serail-retro-oder-wieder-aktuell-20-jahre-nach-giorgio-strehlers-tod-lebt-seine-inszenierung
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/sofia-oper-parsifal-bulgarische-erstauffuehrung-detaillierter-bericht
  10. ZUM VIDEO : https://www.youtube.com/watch?v=faZxRHEsU_4
  11. ZUM VIDEO : https://www.youtube.com/watch?v=hzgHyHjVN_g
  12. ZUM VIDEO: http://Sandro%20GEGECHKORI%20–%20Сандро%20ГЕГЕЧКОРИ%20(17.09.2000)
  13. http://www.bvz.at/burgenland/kultur-festivals/seefestspiele-moerbisch: http://www.bvz.at/burgenland/kultur-festivals/seefestspiele-moerbisch
  14. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/bunt-und-optisch-opulent-der-vogelhaendler-in-moerbisch-255441/
  15. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-winterpalais-jan-iii-sobieksi
  16. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  17. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article166432397/Welche-Rolle-Beethoven-und-Groenemeyer-in-Hamburg-spielten.html
  18. Stuttgarter Nachrichten: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.hamburg-besorgter-scholz-ruft-gewalttaeter-zum-rueckzug-auf.ec92ccd5-351d-4bd6-b34c-4ec79034fb16.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-juli-2017


SAMSTAG, 8. JULI 2017

by R.Wagner | 8. Juli 2017 00:54

 Wiener Festwochen Signet 
Nicht mehr so recht zu erkennen: Die Wiener Festwochen

Ein kleiner Versuch von RW, anstelle von Anton Cupak einen Tageskommentar zu verfassen…

Kultur und Politik

Jeder gelernte Österreicher weiß, dass in diesem Land Kultur nur in Zusammenhang mit Politik existiert. Und die Politiker sind ja sehr streng. Neulich las ich doch (ich glaube, es war in dem Weltblatt „Heute“), wie unser Bürgermeister wetterte, der Chef habe immer die Verantwortung zu tragen (er wollte Sebastian Kurz etwas um die Ohren hauen, was ja Pflicht ist gegenüber einem Politiker der Konkurrenzpartei – noch dazu, wenn in absehbarer Zeit gewählt wird). Ja, wenn das so ist, dann weiß ich zwei Chefs, die die Verantwortung übernehmen und ganz schnell ihren Sessel räumen sollten.

Der eine ist Andreas Mailath-Pokorny, seines Zeichens Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport (er ist auch noch Präsident des Bundes sozialdemokratischer Akademiker/innen, Intellektueller & Künstler/innen!!!), denn dieser hat zwei Dinge sträflich und sinnlos zusammen geworfen: Das, was die Wiener Festwochen sein sollen und waren, einst ein hochqualitatives Welt-Festival, und das, was man als provinzielle Vorstellung von experimenteller „Fortschrittlichkeit“ bezeichnen kann. Er hat als Intendanten den evident falschen Mann gewählt, dem es gelungen ist, die Festwochen gleich im ersten Jahr in Grund und Boden zu fahren. Nieder mit dem Verantwortlichen!

Händedruck Mailath xx

Ja, und der falsche Mann – Tomas Zierhofer-Kin – sollte natürlich auch seinen Hut nehmen, aber wir haben’s ja hierzulande nicht so mit den Konsequenzen für falsches Handeln. Früher hat der Chef eines japanischen Flugzeugkonzerns Selbstmord begangen, wenn eine Maschine seiner Firma abstürzte, obwohl er persönlich sicherlich nicht verantwortlich war. Man muss sich ja nicht gleich umbringen, Kultur kostet ja nur Geld, nicht Menschenleben, aber hierzulande hält man es grundsätzlich so: Man ist verantwortlich für schwere Fehler und bleibt fröhlich, ja trotzig im Amt – bestenfalls gibt man ein paar Mitarbeitern einen Tritt in den Hintern. Wo doch, wie der gestrenge Michael Häupl der anderen Partei ins Stammbuch schreibt, immer der Chef verantwortlich ist…

Wetten dass – dass Andreas Mailath-Pokorny in seinem Job, den er in so vielen Dingen anfechtbar ausübt, auch noch den nächsten Bürgermeister überleben wird? Der soll übrigens, wie ich aus best informierter Quelle erfahre, Werner Faymann heißen. Der? Na klar, der. Er war zwar noch nie erfolgreich, aber das spielt keine Rolle, wenn man politisch gut vernetzt ist. Er hat immerhin einen Namen, den jeder kennt. Und Michael Häupl hat sicher gern einen schwachen Mann nach sich, damit er den Vorgänger nicht so schnell aus den Medien verdrängt, wie es Bürgermeister Häupl mit Bürgermeister Zilk gelungen ist. Man muss sich ja auch um seinen Nachruhm kümmern.

Und wetten dass, noch etwas – dass nämlich das nächste Festwochen-Programm, selbstverständlich erstellt von Tomas Zierhofer-Kin, derselbe Holler sein wird wie das vorige. Wir von den Medien mögen noch so keppeln… die einzig Mächtigen sind doch die Politiker.

Kultur und Beamte

Ich schätze, dass täglich Tausende, vermutlich Zehntausende Fußgänger zwischen Albertina und Michaelerplatz unterwegs sind. Ob wohl einer nur einen Gedanken auf eine Gedenkplatte verwendet, die an der Augustinerkirche angebracht ist? Sie besagt, dass die polnische König Jan III. Sobieski hier am 13. September 1683 nach der Befreiung Wiens von den türkischen Belagerern eine Messe besuchte. Nun, Geschichte ist (neben Theater) meine Leibspeise, und ich bin immer gerührt, wenn Menschen bereit sind, nicht nur in ihren Handys auf Facebook zu starren, sondern sich auch an etwas Historisches erinnern, das schließlich mit uns in Zusammenhang steht, letztendlich unser Leben bestimmt. Sonst wäre die Stefanskirche schon heute eine Moschee und nicht erst in – wie vielen Jahren?

Sobiseki, Gedenktafel xx~1

Aber darum soll es hier nicht gehen, sondern um die wunderbare Sobieski-Ausstellung im Winterpalais (Bericht von Heiner Wesemann folgt, er ist nicht so schnell wie ich). Ich habe sie am Freitag Vormittag besucht, weil ich Donnerstag, beim Termin der Pressekonferenz, nicht in Wien war (man darf doch einmal einen Ausflug nach Kremsier machen – österreichische Geschichte!). Und da zerriss es mir wieder einmal das Herz, dass das die letzte Ausstellung sein soll, die das Belvedere in diesem wunderbaren Haus veranstaltet. Das Finanzministerium, dem das Gebäude gehört, hat bekanntlich „Eigenbedarf“ angemeldet, wobei es mir glatt den Magen umdreht: Was wollen die denn in den herrlichen historischen Räumen des Prinzen Eugen (sie haben ohnedies den Rest des Palastes) – Schreibtische reinstellen und tausend Löcher für Computer bohren? Oder Parties geben, wo dann unweigerlich irgendwelche Besoffene ihre Getränke auf die Gemälde und Tapeten verschütten? Für mich ist klar: Das Ganze war einfach eine zusätzliche politisch Aktion, um Agnes Husslein Steine in den Weg zu legen und sie zu vertreiben – was ja durch eine meisterliche österreichische Intrige gelungen ist. (Mein Mann lebt nun schon sein halbes Leben in Österreich, den Rest hat er in Kanada, den USA und England verbracht, er kann also vergleichen, und er meint, so schlimm wie hier sei es nirgendwo…)

Immerhin, als ich mich bei der Saalaufsicht über eine schlecht zu lesende Beschriftung beschwerte, brachte mir der gute Mann sofort den Oberaufseher, und das Gespräch mit diesem war wirklich ein Gewinn. Nicht nur versicherte er mir, dass er die Beschwerde über das „Museums-Ende“ des Winterpalastes täglich ein dutzendmal hört (was die Besucher ehrt) und dass das Finanzministerium dauernd Briefe in dieser Sache erhält („Hoffentlich landen sie dort nicht im Papierkorb“, meinte er), er erklärte mir auch, dass ich Stella Rollig, die ich persönlich der Gleichgültigkeit zieh, Unrecht tue (ich höre es gern): Die neue Doppeldirektion des Belvederes war sehr wohl beim Finanzminister in dieser Sache vorstellig, aber er blieb einstweilen stur. Ja, haben unsere Beamten gar kein Gefühl für Geschichte und Prioritäten? Verdammt noch einmal, wir haben doch auch die Au gerettet – retten wir doch das Winterpalais davor, dass die Prunkräume des Prinzen Eugen nicht mehr der Öffentlichkeit, sondern den Steuerakten gehören!!!

Kultur und Medien

Als die Kollegen merkten, dass das Amt des Tageskommentars auf mich kommt (niemand reißt sich darum, die Cupak-Schuhe anzuziehen), waren sie ungemein hilfreich. U.a. hat mir Heinrich Schramm-Schiessl diese Meldung aus dem ORF-Teletext geschickt.

ORF Holender

Wui! Ausnahmesänger! Ich erinnere mich, wie Heinz Sichrovsky in „News“ (mittlerweile ist er ja von ORF III bis „Krone“ überall unterwegs) mit diesen albernen Superlativen begann. Angelika Hager war für ihn nur die „Edelfeder“, und den „Ausnahmekünstler“ hat er geradezu inflationär an alle seine Lieblinge verteilt. Das weiß man, und es nimmt niemand ernst. Was man nicht weiß, ist, wer die Texte für den Teletext schreibt. Anzunehmen, dass irgendeine Pressemeldung einfach gedankenlos übernommen wurde. Wer die wohl verfasst und den jungen Mann hinaufgejubelt hat? Na ja, er war ja immerhin schon der Freddy in der Volksoper. Stand auch schon auf Staatsopern-Brettern! (Als Hirt in „Tosca“.) Im väterlichen Timisora durfte er sogar Mozarts Almaviva singen. Demnächst geht’s ans Münchner Gärtnerplatztheater. Und vielleicht wird’s ja noch was mit dem Papageno in Gars… Über den „Ausnahmesänger“ reden wir frühestens in zehn Jahren, schlage ich vor…

Kultur und Stars

Auch Thomas Prochazka ist sofort hilfreich beigesprungen, als es um Themen für die Kolumne ging. Er hat ja so gewissenhaft vom Publikumsgespräch unseres Herrn Direktors berichtet, und dieser weiß mittlerweile, dass man den Wienern auch mit Schmankerln kommen muss. Dieses, dass die Netrebko die „Adriana Lecourvreur“ für sich „entdeckte“, als Kollegin Elena Zhidkova 2014 in Wien die Principessa di Bouillon an der Seite der Gheorghiu sang, ist doch wirklich schön… Ich habe ein ähnliches Schmankerl, dass die Netrebko in der Loge bei Peter Gelb saß, als „Macbeth“ gespielt wurde, sie sich an ihn wandte und sagte: „Das will ich singen.“ (Mitgeteilt von Regisseur Adrian Noble.) Na, nein wird er sagen – ebenso wenig wie Dominique Meyer, der jetzt nicht weiß, wie er die Karten für die vier „Adriana“-Vorstellungen im November 2017 halbwegs gerecht verteilen soll.

Netrebko Anna und Yusef  xx~1

Was mich betrifft, so habe ich die Netrebko immer geschätzt, weil hinter der Medienpersönlichkeit (auch wenn sie mir als solche immer weniger gefällt) eine wirkliche Künstlerin steckt. Aber im Moment macht sie mir Angst. Vier neue Rollen innerhalb von weniger als einem Jahr? Bei den Salzburger Festspielen ihre erste Aida. Im November in Wien ihre erste Adriana Lecouvreur. Im Dezember zur Scala-Eröffnung ihre erste Maddalena in „Andrea Chenier“ (wobei der immer geschickte Alexander Pereira gar kein Problem damit hat, sie an der Seite des Gatten auftreten zu lassen – in Salzburg ist man da g’schamiger). Und im April singt sie in New York ihre erste Tosca (die Premiere hat schon ihre „Leads“, Opolais und Kaufmann, eingebüßt und wird nun mit Yoncheva und Grigolo in Szene gehen, weshalb die Yoncheva in Wien abgesagt hat… aber das wissen wir ja alles).

Also, Kompliment, wenn die schöne Anna das alles hinbekommt. Selbst mit so viel Können und Erfahrung, wie sie zweifellos besitzt, stelle ich mir das als – gelinde gesagt schwierig vor. Mögen die Übungen gelingen.

In diesem Sinne verabschiede ich mich. Wenn Sie das lesen, ist Anton Cupak wohl schon aus seinem Gesundheitsschlaf erwacht und ist ab morgen wieder für Sie da.

Mit besten Wünschen für einen heißen Tag, möglichst im kühlen Naß…

Ihre Renate Wagner

Source URL: http://der-neue-merker.eu/samstag-8-juli-2017


7. JULI 2017

by ac | 7. Juli 2017 08:56

 Hans Gabor Belvedere-Gesangswettbewerb in Moskau: Die Gewinner. Von links nach rechts: KANG WANG (2nd Prize), AIGUL AKHMETSHINA (1st Prize), MANDLA MNDEBELE (3rd Prize + Audience Prize). Photo credit: HELIKON OPERA

1st  Prize: AIGUL AKHMETSHINA, Mezzo-Soprano, Russia
Donated in memoriam KS Teresa Stich-Randall
 
2nd Prize: KANG WANG, Tenor, Australia
Donated by Jan Meulendijks and Bart Schuil
 
3rd Prize: MANDLA MNDEBELE, Baritone, South Africa
Donated by Valentin and Anni Leitgeb Foundation
 
 Prize of the International Media-Jury: JOHN BRANCY, Baritone, USA
Donated by Brigitte & Georg Stradiot, Stetteldorfer Akzente and Wiener Silber Manufaktur

Prize of the Audience: MANDLA MNDEBELE, Baritone, South Africa
Donated by Dr. Madeleine Kim, South Korea

Aix en Provence: CARMEN mit Happy-End

Stephanie d’Oustrac, Michael Fabiano. Foto: Festival Aix

Haben Sie gestern „Carmen aus Aix auf „Arte“ gesehen? Traditionalisten werden vom Sessel gefallen ein – aber langweilig war diese „Carmen“ nie. Ein zweites Mal werde ich sie mir vermutlich nicht ansehen – aber die Produktion wird offenbar auch nicht auf Tour durch die Repertoire-Opernhäuser gehen.

Auszug aus „Musik heute“: Alle Szenen des Stücks erscheinen imaginär, und auch Carmen ist als fiktive Figur angelegt, die versuchen soll, Don José mit ihren Verführungskünsten und Tänzen zu heilen. Aber dieser versteht nicht, dass ihm diese Szenen nur vorgespielt werden, und entbrennt in ungezügelter Leidenschaft für Carmen. Durch seine Eifersucht und Aggressivität wird aus dem Spiel bitterer Ernst, bis es zum tragischen Ende kommt. Aber vielleicht ist ja auch der Showdown nur Fiktion …

Diese originelle Auslegung von „Carmen“ verleiht den beiden Figuren Micaëla und Escamillo eine besondere dramaturgische Tiefe. Dmitri Tcherniakov knüpft in seiner Inszenierung auch an die Faszination an, die viele französische Künstler und Zuschauer im 19. und frühen 20. Jahrhundert für Spanien hegten. Tcherniakov arbeitet mit sehr realistischen Bildern, Untertiteln und Zitaten aus Filmen. Dabei sind seine Operninszenierungen nie ganz textgetreu in Szene gesetzt, denn es kommt ihm vor allem darauf an, dem Publikum Figuren und Situationen glaubhaft nahezubringen.

Musik heute[1]

Göttweig: KLASSIK UNTER STERNEN mit Garanca, Frittoli und Co.

 

Zum Bericht[2] von Peter Dusek

Was man so alles erleben kann in dieser Wiener-Stadt. Ein Beispiel:

Friedhof Neustift am Walde. Foto: Wikipedia

Gestern wurde Prof. Dr. Anton Wendler beerdigt. Toni Wendler war einer der klügsten Menschen, die ich kenne, umfassend gebildet, belesen – und dabei sehr humorvoll. Manchmal auch etwas anstrengend – aber auf eine liebenswürdige Art. Auf  seinem letzten Weg wollte ich ihn unbedingt begleiten, gemeinsam mit meiner Frau, die ihn ebenfalls zu schätzen gelernt hat.

 

Toni Wendler lebte ihn Pötzleisdorf (hervorragende Wiener Wohngegegend). Also steuerten wir – zum Glück mit einem dicken Zeitpolster versehen –  ohne „Navi“ den Friedhof Pötzleinsdorf an. Auf der Parte war als Adresse „Pötzleinsdorfer Höhe 2“ angegeben – also war der Pötzleinsdorfer Friedhof für mich naheliegend. Irgendwo hatte ich noch Tor 3 gelesen, dem aber kaum Beachtung geschenkt.

Nun, wir enterten den Pötzleinsdorfer Friedhof. Dort gibt es aber kein Tor 3, sondern nur einen bescheidenen Haupteingang. Im kleinen, sehr Idyllischen Friedhof war es sehr ruhig. Das ist es auf Friedhöfen meistens – aber wir waren auf diesem Friedhof völlig allein. Also wollten wir uns durchfragen – aber wir fanden niemand. Tote reden meist nicht, nur ab und zu in Opern (da singen sie freilich). Wieder bei unserem Auto angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Eingeborenen – was dort gar nicht so leicht ist. Endlich kam ein Mann des Wegs und versicherte uns, dass es nur diesen Eingang gibt. „Aber ich habe doch Tor 3 gelesen“ entgegnete ich schüchtern. Da fiel der Groschen. „Tor 3, das gibt es im Friedhof von Neustift, der liegt auf der Pötzleinsdorfer Höhe“, etwa 3 km von unserem Standort entfernt. Kein Problem, wir hatten ja Zeit.

Also fuhren wir zum Friedhof Neustift und gewahrten einen übervollen Parkplatz. „Der Toni war halt recht beliebt“ dachte ich und hörte aus der nahegelegenen Aufbahrungshalle, dass die Trauerfeier offenbar bereits begonnen hatte. Es war 12,40 h, als Termin war 13 h angegeben. Auch gut, dachte ich mir, setzte meine Trauermiene auf und ging in die Halle. Diese war zum Bersten gefüllt, keine Chance, nach vorne zu gelangen. Ich kannte keinen der umstehenden Trauergäste – und jene, die ich sah, passten irgendwie nicht zu Toni Wendler. Nach etwa 15 Minuten gab es eine Trauerede- und die passte schon gar nicht zu meinem Freund Toni. Nun kämpfte ich mich vor, um einen Blick auf die Witwe zu erhaschen. Nein, das war nicht Toshiko Wendler – ich befand mich „auf der falschen Leich“. Es muss wohl noch eine zweite Aufbarungshalle geben – also setze ich die Trauermine wieder ab und machten wir und auf den steilen Weg bei sengender Hitze (der Friedhof Neustift liegt in einer Hang-Lage). Nach fünf Minuten und bereits ziemlich ausgepumpt trafen wir auf einen Friedhofsarbeiter. „Geht es da zur Halle 2″.“ Ja“ sagte er kurz angebunden, ließ uns noch einige Schritte gehen – um dann mit „Habens ein Auto“ zu kontern. „Da brauchen wir doch kein Auto“ meinte ich. „Wie Sie meinen, die Halle ist drei Autobusstationen entfernt“.

Also doch wieder zurück zum Parkplatz. Vor der Halle 1 (jener mit der falschen Leich“) trafen wir auf einen verzweifelten Prof. Adolf Ehrentraud (Chef der Pleyel-Gesellschaft“ in Ruppersthal), der ebenfalls Toni Wendler auf seinem letzten Weg begleiten wollte. Er schloss sich uns an – und tatsächlich, nach gut 3 km kamen wir zum berühmten und lang ersehnten Tor 3.

Dort waren wir dann richtig – also Trauermiene wieder aufgesetzt. Dort ging es weit ruhiger zu. Insgesamt 22 Trauergäste folgtem dem Sarg – steil bergab und kein Ende nehmend. Beim Gedanken, diesen Weg wieder bergauf zurückgehen zu müssen, wurde mir schwindelig.

Nun, der Mensch schafft alles! Den Heft-Merker“ vertrat Elena Habermann. Die kapitulierte vor der Bergwanderung und wollte einen Ausgang bergab suchen. Auf dem Rückweg mit dem Auto habe ich sie nicht mehr gesehen, ich hoffe, sie ist noch vor Einbruch der Dunkelheit bzw. überhaupt nach Hause gekommen.

Übrigens, Toni Wendler hat an fast 600 Abenden an der Wiener Staatsoper (meist kleinere Tenorrollen) gesungen, war Betriebsrat und Regieassistent – die Staatsoper hat nicht einmal einen Portier zum Begräbnis geschickt. Ich weiß, es ist Urlaubszeit – aber so ein Portier müsste doch abkömmlich sein.

Egal, Toni Wendler hat einen wunderschönen Grabplatz in Hanglage mit bester Aussicht gefunden.

Soweit mein Bericht, der mich auch nachdenklich stimmt! Wenn man lange „weg vom Geschäft“ ist, liegen die Freunde von früher meist auch schon in  der kühlen Erde.

Terminverschiebung Liederabend Stephhanie Houtzeel. (Semmering)

Der für Sonntag angesetzte Liederabend Stephanie Houtzeel musste aus organisatorischen Gründen auf dem 15, August verlegt werden.

Frau Houtzeel probt derzeit in Bayreuth, erspart sich also dieses Wochenende die Reise zum Semmering bei dieserHitze. Vielleicht ist das Wetter am 15. August milder gestimmt!

BERLIN: Wahnsinnig konsequent: Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ an der Staatsoper Berlin
Der junge Wolfgang Rihm
Letzte Premiere der Staatsoper im Schillertheater, bevor sie wieder zur Staatsoper Unter den Linden wird!
https://hundert11.wordpress.com/2017/07/06/wahnsinnig-konsequent[3]
Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ beim Festival INFEKTION! der Berliner Staatsoper
Neue Musikzeitung/nmz.de[4]
Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ Abglanz einer guten Welt –
Berliner Zeitung[5]

Retz/NÖ/ Festival. Neue Oper: Judas und die Frau des Pilatus
Komponist. „Ich schreibe aus der Sehnsucht, innere Welten zu teilen“, sagt Christoph Ehrenfellner, dessen neue Kirchenoper „Judas“ heute am Festival Retz uraufgeführt wird. Ein Gespräch über musikalisches Erwachen und pikante Töne.
Die Presse[6]

London: Turandot review at Royal Opera House, London – ‘a solid revival’

Aleksandrs Antonenko (centre) inTurandot at the Royal Opera House. Photo: Tristram Kenton

Der Herr Antonenko dürfte einen guten Agenten haben, den trifft man überall!

Turandot review at Royal Opera House, London – “a solid revival’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/turandot-review-royal-opera[7]
Turandot, opera review: Curtains time for venerable show
http://www.standard.co.uk/goingout/arts/turandot-opera-review-curtains[8]

Filme der Woche

FilmPoster  Happy Burnout~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

„Burnout“ ist so oft in den Medien, dass man es – ohne zu bezweifeln, dass tatsächlich manche Menschen schwer darunter leiden – fast als Modekrankheit bezeichnen kann. Und wenn eine mildtätige Beamtin beim Arbeitsamt einem ihrer arbeitsscheuen Schützlinge  ohne Begründung endlos „Harz 4“ zuerkennt, das aber bei Kontrollen verdächtig werden kann – dann schiebt sie ihn (mit Hilfe eines von ihrem Schwager gefälschten Gutachtens) schnell als „burnout“-krank in eine Klinik. In eine ganz luxuriöse sogar… Victoria Trauttmansdorff spielt die hoffnungslos von ihrem „Typen“ Verzückte ganz ergötzlich.

Der Glückliche, dem das passiert, ist „Fussel“, ein gewandter Mann von der Straße, der sich grundsätzlich ohne Arbeit durchs Leben dreht und wendet – und gespielt von Wotan Wilke Möhring diesen Film tragen muss: Er ist (samt seines absichtlich unsäglichen Namens) ja schon länger als „Protesttyp“ auf der deutschen Leinwand etabliert, der Schlag ins Gesicht aller „Geschniegelten“ à la Matthias Schweighöfer, die den konventionellen Typ des braven Wunsch-Schwiegersohns verkörpern. Wenn Leslie Malton als Schwiegermutter dieses Fussel nur dauernd angewidert das Gesicht verzieht – man kann es ihr schon ein bisschen nachfühlen…

Dann darf er auch Anke Engelke (die Frage, ob sie wirklich eine Schauspielerin ist, beantwortet sich auch in diesem Film nicht), die gestrenge Krankenschwester, küssen und erobern, und zu dem angeschnittenen Problem Burnout (auch zu dessen Missbrauch) ist kaum etwas gesagt. Und der komödiantische Teil hat auch nicht wirklich funktioniert… Schade um die Vorgaben.

Österreich: Kulturwahlkampf unter‘ Himmelszelt
Trenklers Tratsch.Thomas Drozda lud zum Open House. Gerüchteweise ist ein neuer Staatspreis geplant.
https://kurier.at/kultur/kulturwahlkampf-unterm-himmelszelt/273.481.221[10]

Alle „kämpfen Wahl“. Natürlich sind auch wieder die dafür bekannten Künster dabei!

Keine Angst, ich kämpfe nicht – zumindest nicht an dieser Stelle!

Morgen wird dieser Tageskommentar von Renate Wagner verfasst. Ich verbringe die Nacht in einem Krankenhaus – zur Kontrolle meiner Atmungsfunktion. Samstag bin ich – so Gott will – wieder für Sie da!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16070/carmen-von-bizet-live-aus-aix-en-provence/
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/furth-stift-goettweig-elina-garanca-and-friends-bei-klassik-unter-sternen
  3. https://hundert11.wordpress.com/2017/07/06/wahnsinnig-konsequent: https://hundert11.wordpress.com/2017/07/06/wahnsinnig-konsequent
  4. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/wolfgang-rihms-jakob-lenz-beim-festival-infektion-der-berliner-staatsoper
  5. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/musik/wolfgang-rihms--jakob-lenz--abglanz-einer-guten-welt-27926710
  6. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5247234/Neue-Oper_Judas-und-die-Frau-des-Pilatus
  7. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/turandot-review-royal-opera: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/turandot-review-royal-opera
  8. http://www.standard.co.uk/goingout/arts/turandot-opera-review-curtains: http://www.standard.co.uk/goingout/arts/turandot-opera-review-curtains
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  10. https://kurier.at/kultur/kulturwahlkampf-unterm-himmelszelt/273.481.221: https://kurier.at/kultur/kulturwahlkampf-unterm-himmelszelt/273.481.221

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-juli-2017


6. JULI 2017

by ac | 6. Juli 2017 07:34


Wiener Festwochen: Das Chaos ist perfekt, der „Chef“ geht in Deckung

Vorweg, ich habe keine Aufführung der Wiener Festwochen besucht, möchte mich zu künstlerischen Fragen daher nicht äußern. Renate Wagner kam ihrer Chronistenpflicht nach, hat daher sicher mehr darüber zu sagen. Den Tageskommentar am Samstag 8.7. wird R.W. verfassen, da ich die Nacht von Freitag auf Samstag zwecks einer Routineuntersuchung in einem Wiener Spital verbringe (nichts Ernstes). Ich vermute, dass diese Festwochen und deren künstlerische Ausrichtung ein Thema sein werden.

Ich habe in der Berichterstattung über die neu ausgerichteten Wiener Festwochen immer betont, dass man nach der ersten Saison kein vorschnelles Urteil abgeben soll – das schwierige Jahr ist das zweite. Offenbar hat es aber bei den verantwortenden Kulturstellen der Stadt Wien derart negative Rückmeldungen gegeben, dass Panik ausgebrochen ist. Von Zeitpunkt und Stil bin auch ich überrascht, ich hätte den Verantwortlichen bessere Nerven zugetraut.

Was ist geschehen?

Wiener Festwochen wechseln Kuratoren aus
Die Kritik an der ersten Ausgabe der Wiener Festwochen unter dem neuen Intendanten Tomas Zierhofer-Kien zieht personelle Konsequenzen nach sich. Die beiden Kuratoren Nadine Jessen und Johannes Maile müssen laut „Standard“ (Dienstagsausgabe) gehen – „aufgrund der Erfahrungen und Erkenntnisse“ aus dem heurigen Programm, heißt es vom Festival.
Salzburger Nachrichten[1]

Das kam aber rasch! War die Kündigung durchdacht? Ist man etwa zu wenig weit gegangen, hat man Bauernopfer gesucht?

Die Vorgangsweise ist vergleichbar mit einem Fußballclub, der nach einer Erstrundenniederlage den Masseur und den Zeugwart rauswirft, am Cheftrainer aber festhält. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Entlässt der Präsident sofort den Chefcoach, gibt er zu, einen Fehler gemacht zu haben – und selbst eine Flasche zu sein. 

Nun, der eigentliche Festwochen-Verantwortliche, Wiens Kultur-Stadtrat Dr. Mailath-Pokorny, hat den Intendanten, Herrn Zierhofer-Kin, beim Kremser Donaufestival entdeckt und tat seine Begeisterung über dessen Arbeit und Konzept kund. Also holte er ihn samt Konzept nach Wien – und der Intendant kam natürlich mit seinen engsten Mitarbeitern.

Nun sind die ersten Festwochen des neuen Teams Geschichte – und die Erkentnisse offenbar miserabel. Also kündigt man die beiden Kuratoren, belässt den Intendanten, der alles in Letztverantwortung abzusegnen hatte, aber im Amt. Diese Vorgangsweise riecht nach Bauernopfer!

Schlimm ist jedoch die Vorgangsweise des Intendanten. Die Kündigung wurde vom Festwochen-Geschäftsführer in Abwesenheit des Herrn Zierhofer-Kin ausgesprochen, den Kündigungsgrund erfuhren die Geschassten aus der Zeitung.

Diese reagierten laut APA wie folgt: Ein persönliches Gespräch mit Festival-Leiter Tomas Zierhofer-Kin habe es bisher nicht gegeben.

  „Wir sind fassungslos, dass das Kündigungsverhalten aus neoliberalen Ökonomien Praxis bei den Wiener Festwochen ist“, heißt es dazu.

Auch ich bin fassungslos. Der Intendant ist zu feig, seinen engsten Mitarbeitern und offenbar Vertrauten die Kündigung selbst mitzuteilen und zu begründen. Gewiss, eine Kündigung auszusprechen ist nicht angenehm, ich musste das oftmals tun. Aber ich habe mich nie hinter jemand versteckt, bin nicht untergetaucht, war für die Gekündigten auch erreichbar.

Wenn ich mir nun so ansehe, welche Würstchen im Bereich der Stadt Wien zu Leitungsposten kommen, ist mir um die Zukunft – nicht nur der Festwochen – bang!

Salzburg: Wie aus Listen und Plänen die Salzburger Festspiele werden
Kräne auf dem Domplatz sind Vorboten der Kunst. Bevor bei den Salzburger Festspielen aber die Kunst strahlt, muss die Logistik laufen.
Salzburger Nachrichten

München: Merker-Eigenbericht über „Die Gezeichneten“ online!

Erotik-Tanz auf dem Eiland „Elysium“ – CatherineNaglestad als Carlotta Nardi mit dem Opernballett der Bayerischen Staatsoper. © Wilfried Hösl

Gezeichnet sind sie alle, die Figuren in dieser Oper: Alviano Salvagodurch seine äußerliche Hässlichkeit, Charlotta durch ihre Krankheit, die adligen Freunde Alvianos durch die Exzesse ihrer ihre sexuelle Gier, und, etwas weniger verwerflich, die Bürgerschaft durch ihre Vergnügungssucht. Und wir Zuschauer im Nationaltheater ebenfalls, das soll uns doch der große Spiegel sagen, in dem sich das Publikum widerspiegelt. Und dass das Licht angeht im Zuschauerraum beim Auftritt des Capitanodi giustizia, ist ja auch ein gern gewählter Wink mit dem Zaunpfahl: „Hallo, das geht euch alle an!“..

Zum Bericht[2] von Susanne Kittel-May

Zürich: „Lohengrin-Wiederaufnahme“ der Homoki-Inszenierung unter Fabio Luisi

Zum Bericht[3] von Michael Hug

 

DIE FINALISTEN

Pavel CHERVINSKIY, BB, Russia, Mozart: Don Giovanni: Madamina, il catalogo
Alexander ROSLAVETS, B, Belarus, Verdi: Macbeth: Come dal ciel precipita
Kang WANG, T, Australia, Puccini: La Bohème: Che gelida manina
Oksana SEKERINA, S, Russia, Tschaikowsky: Iolanta: Otchego eto prezhde ne
Rocio PEREZ, S, Spain, Offenbach: Les Contes d’Hoffmann: Les oiseaux
John BRANCY, BR, USA, Tschaikowsky: Pique Dame: Ja vas ljublju
Mandla MNDEBELE, BR, South Africa, Verdi: Falstaff: È sogno… realtà?
Carles PACHÓN, BR, Spain, Donizetti: Don Pasquale: Bella siccome un angelo
Josevane DE JESUS SANTOS, M, Brazil, Mozart: La Clemenza di Tito: Parto, parto
Boris PRÝGL, BB,Czeck Republic, Rachmaninoff: Aleko: Ves‘ tabor spit
Aigul AKHMETSHINA, M, Russia, Rossini: La Cenerentola: Nacquì all’affanno
Nela SARIC, S, Croatia, Verdi: La Traviata: È strano
Sava VEMIC, B, Serbia, Tschaikowsky: Evgenij Onjegin: Ljubvi vse
Jihyun Cecilia LEE, S, Korea South, Bizet: Carmen: C’est des contrebandiers le
Vasilisa BERZHANSKAYA, M, Russia, Rossini: Il Barbiere di Siviglia: Una voce poco fà
Das Ergebnis erfahren wir im Laufe des heutigen Tages. Bemerkenswert ist, dass unter den Finalisten Deutschland und Österreich nicht vertreten sind
Klosterneuburg bei Wien: §operklosterneuburg“ feiert am Samstag die Premiere des liebestollen Grafen
 
 
www.operklosterneuburg.at[4]
 
Oper im Steinbruch St. Margarethen:

TIPP: Mit DriveNow Carsharing einen glanzvollen Opern-Abend genießen

Jetzt einsteigen und Rigoletto bei der Oper im Steinbruch St. Margarethen besuchen!
Sie planen Ihre Anreise zur Oper im Steinbruch? Dieses Jahr haben wir ein ganz besonderes Schmankerl für Sie: Mit unserem App-Partner Ticket Gretchen und dem Carsharing-Service DriveNow von BMW und SIXT können Sie ganz spontan und bequem mit einem von 500 BMWs und MINIs von Wien zum Steinbruch St. Margarethen anreisen. Ob BMW 2er-Cabrio oder der geräumige MINI, bei DriveNow stehen für Sie insgesamt neun top-ausgestattete Fahrzeugmodelle zur Spontanmiete bereit. Damit Ihre Anreise besonders entspannend wird, haben wir zusammen mit DriveNow ein attraktives Paket für Sie geschnürt:

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Mehr erfahren Sie heute in AKTUELLES (Infos des Tages)

Wie das funktioniert, weiß ich nicht (ich bin zu alt dafür und habe ein eigenes Auto), auch die Geschäftsidee erschließt sich mir nicht. Wichtig ist aber, dass die Anbieter wissen, was sie machen!

Wenn man noch eine goldene Uhr dazulegt, komme ich auch – sogar mit DriveNow Carsharing

 
Das Merker-Heft Juli 2017 geht in den Versand
 
Auf die Gefahr, Sie zu nerven: Das Merker-Heft und der Online-Merker sind voneinander unabhängige Medien. Deshalb müssen wir uns aber nicht bekriegen, sondern können uns gegenseitig helfen.
BESTELLEN[5]
Den Unterschied müssen wir noch hervorkehren, einige Pressestellen haben das noch nicht geschnallt. Wir arbeiten aber daran!
Mödling bei Wien: „Der kleine Prinz“

„Der kleine Prinz“: Copyright: teatro

Mit dem neuen Musical „Der kleine Prinz“ erschaffen 32 Jugendliche, Kinder und Profis ab 20. Juli 2017 ein poetisches und berührendes Bühnenerlebnis für die ganze Familie im Stadttheater Mödling.

In diesem Sommer dreht sich auf der Bühne des Stadttheaters Mödling alles um die Geschichte des Kleinen Prinzen, der sich nichts sehnlicher wünscht, als neben seiner geliebten Blume zu sein. Die freie Theatergruppe teatro, rund um den künstlerischen Leiter Norberto Bertassi, haucht in einer mitreißenden Musicalfassung für die ganze Familie dem überirdischen kleine Prinzen Leben ein. Lassen Sie sich in eine poetische Welt entführen, in der man nur mit dem Herzen sieht.

Nähere Informationen: www.teatro.at [6]

 
Buchtipp: „Konzertgänger in Berlin“
Pickende Hühner und versunkene Kathedralen – Sommermusik für eine trunkene Fahrt
Lese- und Hörstoff für die Sommerferien: Ein einbeiniger Chauffeur. Ein heruntergekommener Musikkritiker. Ein genialer, cholerischer Pianist. Und ein Jurastudent, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Diese vier Männer quetschen sich in einen engen Fiat Panda und brausen einen Tag lang gemeingefährlich durch die Alpen, palavern über Gott und die Welt und immer wieder über Musik, bechern dabei jede Menge Wein und Tiroler Schnäpse. So fahren sie dem Untergang der Sonne entgegen – und vielleicht auch ihrem eigenen.
https://hundert11.wordpress.com/2017/07/05/pickende-huehner-und-versunkene[7]
 

ONLINE-MERKER-TIPP (13. Juli im Wiener Ursulinenkloster in der Johannesgasse):

EXCLUSIV-KLAVIERKONZERT JOSEF BULVA

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Der Unkostenbeitrag ist auch an der Abendkassa zu bezahlen

Platzreservierung o6889626374

Mail: hatziesther@gmail.com[8]

Galerie des Online-Merker („Strichelei“). Georgischer Klavier-Preisträger adelt unser Yamaha-Elektrolavier

Montag gewann der 16jährige Georgier Sandro in Wien einen Klavierwettbewerb, im September spielt er im Bösendorfer-Saal.

Dass man auch einem (guten) Elektroklavier edle Töne entlocken kann, bewie Sandro bei einem Kurzbesuch in unserer Galerie!

Österreich/ Fußball: Toni Polster will Teamchef Österreichs werden!
Interview in Spanien
Schlechter Scherz oder ernst gemeint? Toni Polster will offenbar tatsächlich Teamchef von Österreich werden! In einem Interview mit dem „Mallorca- Magazin“ bot er sich jedenfalls öffentlich als künftiger ÖFB- Trainer an. Zur Info: Aktuell trainiert Polster die Wiener Viktoria in der viertklassigen Wiener Liga…
Kronen Zeitung[9]

Warum muss es sich um einen schlechten Scherz handeln? Ich sag mal: „Der Witz ist gut“!

Ich wünsche für heute einen schönen Tag!

A.C.

 

 

 

 

 

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/wiener-festwochen-wechseln-kuratoren-aus-254822/
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoperopernfestspiele-die-gezeichneten-von-franz-schreker-gezeichnet-sind-wir-alle
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/zuerich-lohengrin-wiederaufnahme-unter-fabio-luisi
  4. www.operklosterneuburg.at: http://www.operklosterneuburg.at
  5. BESTELLEN: http://der-neue-merker.eu/bestellen
  6. www.teatro.at : http://www.teatro.at
  7. https://hundert11.wordpress.com/2017/07/05/pickende-huehner-und-versunkene: https://hundert11.wordpress.com/2017/07/05/pickende-huehner-und-versunkene
  8. hatziesther@gmail.com: mailto:hatziesther@gmail.com
  9. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/fussball/toni-polster-will-teamchef-oesterreichs-werden-interview-in-spanien-story-577280

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-juli-2017


5. JULI 2017

by ac | 5. Juli 2017 08:13

Jazzfest Wien: Thomas Quasthoff und Max Mutzke: Vom instrumentalen Kabarett. Copyright: Jazzfest Wien

Kaum hat die Staatsoper der Pforten für Oper für zwei Monate geschlossen, ziehen dort die Jazz-Musiker ein. Darunter findet sich mit Thomas Quasthoff ein Sänger, den wir von der Oper sehr gut kennen.

Thomas Quasthoff und Max Mutzke: Vom instrumentalen Kabarett
Die beiden Sänger gastierten in der Wiener Staatsoper
Der Standard[1]

Informieren Sie sich über das JAZZFEST WIEN[2]

Berlin/ Staatsoper: Georg Nigl heute als „Jakob Lenz“

„Das Herz schmilzt mir hinweg“, klagt eine brüchige Stimme. Sie gehört Georg Nigl[3], der fast nackt in einem riesigen Bücherregal kauert. Am Ende von Wolfgang Rihms Kammeroper „Jakob Lenz“ wird der Dichter die Qualen seiner Schizophrenie laut herausschreien, in eine Zwangsjacke gesteckt, ans Metallbett gefesselt. Premiere der Inszenierung von Andrea Breth war 2014 in Stuttgart, ab Mittwoch wird sie an der Berliner Staatsoper [4]im Rahmen des Festivals „Infektion!“ zu sehen sein…

Berlin/ Staatsoper
Georg Nigl über seine Rolle als Lenz: Wahnsinn mit Schmäh
„Fantastisch schwer“: Der Bariton Georg Nigl über seine Titelpartie in Wolfgang Rihms Kammeroper „Jakob Lenz“, die ab Mittwoch in der Staatsoper zu sehen ist.
Tagesspiegel[5]

NEU IN UNSEREN KRITIKEN:

SOFIA /Oper und Ballett: PARSIFAL – bulgarische Erstaufführung. Premiere am 4.7.2017

Copyright: Svetoslav Nikolov/ Alexander Thompson

Gestern Abend feierte Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ seine beachtliche bulgarische Erstaufführung an der Sofia Oper und Ballett, die – wie hier des Öfteren berichtet – in den letzten Jahren mit interessanten und sehr gelungenen Wagner-Produktionen hervorgetreten ist. Der unermüdliche Motor hinter dieser Pionierbewegung ist der Intendant Prof. Plamen Kartaloff, der auch bei diesem „Parsifal“, wie schon zuvor beim „Ring“ und „Tristan und Isolde“, Regie führte. Mit seinen Bühnenbildnern Numen + Ivanka Jonke sowie der äußerst fantasie- und geschmackvollen Kostümbildnerin Stanka Vauda und dem Lichtdesigner Andrej Hajdinjak schuf er eine Interpretation, die bei einem hohen Abstraktionsgrad das spirituelle Mysterium dieser Legende sowie die philosophischen Botschaften der Charaktere und ihr Verlangen nach einem „finalen Nirwana“ in den Mittelunkt stellt. Mit wenigen, aber in ihrer optischen Assoziation sehr wirksamen eingesetzten Mitteln, wird ein hoher Aussagegrad des Stückes erzielt, der es auch dem bulgarischen Publikum, das es überwiegend noch nie erlebt hat, verständlich werden lässt. Entsprechend war auch der starke Applaus am Schluss…

Zum Premierenbericht[6] von Klaus Billand

KÖLN/ Außenstelle am Offenbachplatz: ADAM SCHAF HAT ANGST von Georg Kreisler . Premiere am 4.7.2017

Zum Bericht[7] von Christoph Zimmermann

WIEN/ Armel-Festival im MuTh: KLOTHÓ –  The thread of the tales Rätselhafter Märchenfaden“ von Martyna Kosecka. Am 3.7.2017

Copyright: Armel-Festival

Zum Bericht[8] von Dominik Troger

Zum Bericht[9] von Udo Pacolt

HEUTE: Klassik unter Sternen Elina Garanca 2017 – Open Air FURTH/GÖTTWEIG
Mi, 05.07.17, 20:30 UhrStift Göttweig
Stiftshof, 3511 FURTH/GÖTTWEIG

10 Jahre „Klassik unter Sternen“ auf Stift Göttweig
Mehr über dieses Event[10]

München: 25 Millionen mehr. Die Sanierung des Gärtnerplatztheaters wird deutlich teurer

Baustelle Gärtnerplatz. Copyright: dpa

Eine Vorlage für den Finanzausschuss im Bayerischen Landtag geht von Mehrkosten in Höhe von fast 25 Millionen Euro aus. Die Gesamtkosten beliefen sich damit auf 121,6 Millionen Euro, meldete die Süddeutsche Zeitung am Dienstag.

2010 war man noch von 70,7 Millionen Euro ausgegangen. Gründe sind unter anderem, dass die anfänglichen Planungen mitunter zu knapp bemessen waren oder dass die Bauarbeiten am Ende komplizierter waren als ursprünglich gedacht.

Die Grundsanierung des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München wird deutlich teurer als geplant. Die Mehrkosten sollen bei 25 Millionen Euro liegen.
Münchner Merkur[11]

Lesen Sie auch zum Thema:
 Ausblick auf die Spielzeit 2017/18 – So plant das Gärtnerplatztheater seine Rückkehr.

INTERNATIONALER „HANS GABOR-GESANGSWETTBEWERB“ („Belvedere“)

Die 36. Ausgabe des Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerbs findet derzeit in Moskau – in der Helikon Oper – statt. Alle Namen und Arien, der 15 FinalistInnen finden Sie auf http://www.belvedere-competition.com/press/[12] . Bei der großen Dichte an superben jungen Stimmen verspricht das Finale morgen Abend sehr spannend zu werden.

Weltweit haben 1125 junge Sängerinnen und Sänger in 70 Qualifikationsrunden rund um den Globus teilgenommen (http://www.belvedere-competition.com/cities/[13]). 163 konnten sich für das Finale in Moskau qualifizieren. www.belvedere-competition.com[14].

Ich werde Sie morgen Nacht mit den Gewinnern auf dem Laufenden halten!

Leipzig: Poesievolles Schlachtross – Festtage mit Wagners „Ring“ an der Oper Leipzig

 Am Sonntagabend gingen die Richard-Wagner-Festtage zu ende, für die Oper Leipzig beginnt nach „Der Ring des Nibelungen“ die lautstark ersungene Sommerpause. Für die drei angekündigten Leipziger Zyklen in der nächsten Spielzeit dräut energische Konkurrenz: An der Semperoper schreitet Christian Thielemann zweimal alles andere als gemessen zum „Ring“ und der neue Chemnitzer GMD Guillermo García Calvo steht bereits freudvoll jauchzend in den Startlöchern…

Neue Musikzeitung/nmz.de[15]

Mörbisch/ Seefestspiele: Dagmar Schellenberger heiratet am Samstag

Freitag beginnen die Seefestspiele Mörbisch und damit die letzte von Dagmar Schellenberger verantwortete Saison. Wenn ich richtig verstanden habe, heiratet Frau Schellenberger tags darauf „ihren“ Herbert Strnad. Ich gehe davon aus, dass sie weiter Schellenberger heißen wird

Wie es danach weitergeht, lässt Schellenberger noch offen. „Ich hab schon viele Orte in meinem Leben gehabt, die ich als meine Heimat bezeichnet habe. Wer weiß, was noch auf uns zukommt. Einige Türen sind schon offen. Die letzten Monate und Jahre waren nicht immer einfach. Man hat es mir nicht leicht gemacht. Ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht weil ich eine Frau bin, Deutsche bin, die ihr Handwerk versteht und weiß, was sie tut. Das ist auch nicht immer allen recht. Doch ich mache nichts mit Hintergedanken oder Kalkül. Manche deuten das vielleicht falsch, wenn man sich nicht dauernd produziert und sich ständig Sachen ans Revers heftet. Ich lasse mich da aber nicht verbiegen, ich werde so bleiben, wie ich bin.“
http://www.dieburgenlaenderin.at/people/2017_06_01_schellenberger-113219/[16]

Arte  Donnerstag, 6. Juli 2017 20:15  „Carmen“ von Bizet

Bildergebnis für aix en provenca carmen tcherniakov

Live vom Internationalen Opernfestival in Aix-en-Provence:
Bizets „Carmen“ bildgewaltig inszeniert von Dmitri Tcherniakov, der bereits im Jahr 2010 für seine Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ von Publikum und Kritik gefeiert wurde.
Tcherniakov ist bekannt für seine ausgefallenen dramaturgischen Ideen und so bietet er dem Publikum auch den Klassiker „Carmen“ in einer ganz eigenen, unverwechselbaren Lesart.
Es spielt das Orchestre de Paris unter der musikalischen Leitung des spanischen Dirigenten Pablo-Heras Casado, der schon 2014 mit einer viel beachteten „Zauberflöte“ in Aix-en-Provence von sich reden machte.Aix en Provence  2017 

Reichenau/NÖ: Lady Chatterley hat wenig Sex in Reichenau
Die Presse[17]
Sex und Emotionen
„Lady Chatterley“ zeigt verletzliche Menschen, keine Pornografie.
Wiener Zeitung[18]
„Lady Chatterley“: Waldromantik für die darbende Gattin
Als dritte Premiere bei den Festspielen Reichenau wurde D. H. Lawrences berühmter Roman bearbeitet –
Der Standard[19]

Gina Lollobrigida – Italiens Antwort auf Marilyn Monroe – wird 90

Lange war „La Lollo“ das Sexsymbol des italienischen Kinos. Aber Gina Lollobrigida machte sich nicht nur mit Beinen und Busen einen Namen. Auch ihr Privatleben könnte aus einem Film stammen.
Salzburger Nachrichten[20]

Was ist Theater doch für ein Abklatsch im Vergleich zur Politik!

Es war eine turbulente Landesversammlung der Kärntner Grünen am Samstag, an deren Ende die Landesparteichefin Marion Mitsche kein sicheres Mandat erhielt. Sie wurde auf den aussichtslosen neunten Platz gereiht. Laut „Kleine Zeitung“ sollen zahlreiche Asylwerber mitgestimmt haben. Mutmaßlich orchestriert von Mitsches Gegenspieler in der Landespartei, Michael Johann. Bei den Grünen ist das gemäß Parteistatut möglich.

Der Klubchef der Klagenfurter Grünen, Thomas Winter-Holzinger, schreibt dazu auf Facebook: „Wenn Asylwerber, die kein Wort Deutsch verstehen, dafür missbraucht werden, um bei einer Landesversammlung die Liste nach Wunsch Einzelner zu gestalten, mit dem Ziel fähige Menschen zu vertreiben, dann wurde weder Basisdemokratie noch Integration richtig verstanden.“

Österreich/ Kärnten
Grüne: „Putsch“ mit Hilfe von Asylwerbern
Warum die Landeschefin der Grünen in Kärnten, Marion Mitsche, kein sicheres Mandat erhielt.
Die Presse[21]

Die Einbindung von Menschen mit Fluchterfahrung ist gelebte Integration“ – so der Profiteur der Abstimmung.

Einen Menschen zu wählen, den ich gar nicht kenne, ist eine heikle Angelegenheit, kann aber als Gefühlsentscheidung gerade noch durchgehen. Aber einen Menschen abzuwählen, den ich gleichermaßen nicht kenne, der mir nichts Böses angetan hat, halte ich schlichtweg für eine Gemeinheit.

Ich war vor zwei Monaten bei einem Bezirksparteitag stimmberechtigt – und habe keinen der beiden Kandidaten, die sich einer Kampfabstimmung stellten, gekannt. Da ich ein Gewissen habe, habe ich mir die Sache nicht leicht gemacht. Demonstrativ – so dass es alle Umsitzenden sahen – warf ich eine Münze – und wählte danach. Das war zugegeben nicht wirklich professionell, aber zumindest kann ich mich im Spiegel noch ansehen!

Haben Sie einen schönen Tag!

A.C.

  1. Der Standard: http://derstandard.at/2000060774211/Thomas-Quasthoff-und-Max-Mutzke-Vom-instrumentalen-Kabarett
  2. JAZZFEST WIEN: http://www.jazzfest.wien/
  3. Georg Nigl: http://www.tagesspiegel.de/kultur/orfeo-von-sasha-waltz-traenen-saeen-gemuese-ernten/12003290.html
  4. ab Mittwoch wird sie an der Berliner Staatsoper : http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-plaene-der-staatsoper-fuer-2016-17-flimm-staatsoper-ab-herbst-2017-wieder-unter-den-linden/13375840.html
  5. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/georg-nigl-ueber-seine-rolle-als-lenz-wahnsinn-mit-schmaeh/20012950.html
  6. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/sofiaoper-parsifal-kurzbericht-von-der-premiere-bulgarische-erstauffuehrung
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/koeln-offenbach-platz-adam-schaf-hat-angst-von-georg-kreisler
  8. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/kosecka/aklotho.htm
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-muth-im-augarten-klotho-von-martyna-kosecka-armel-opera-festival-2017
  10. Mehr über dieses Event: http://www.oeticket.com/klassik-unter-sternen-elina-garanca-2017-open-air-tickets-furthgoettweig.html?affiliate=EOE&doc=artistPages/tickets&fun=artist&action=tickets&key=1415373$8250896#eventInfo
  11. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/sanierung-gaertnerplatztheaters-muenchen-wird-deutlich-teurer-8455723.html
  12. http://www.belvedere-competition.com/press/: http://www.belvedere-competition.com/press/
  13. http://www.belvedere-competition.com/cities/: http://www.belvedere-competition.com/cities/
  14. www.belvedere-competition.com: http://www.belvedere-competition.com/
  15. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/poesievolles-schlachtross-festtage-mit-wagners-ring-an-der-oper-leipzig
  16. http://www.dieburgenlaenderin.at/people/2017_06_01_schellenberger-113219/: http://www.dieburgenlaenderin.at/people/2017_06_01_schellenberger-113219/
  17. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5246503/Lady-Chatterley-hat-wenig-Sex-in-Reichenau
  18. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/902441_Sex-und-Emotionen.html?em_view
  19. Der Standard: http://derstandard.at/2000060754217/Lady-Chatterley-Waldromantik-fuer-die-darbende-Gattin
  20. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/diverse/kopf-des-tages/sn/artikel/gina-lollobrigida-italiens-antwort-auf-marilyn-monroe-wird-90-253985/
  21. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5246430/Gruene_Putsch-mit-Hilfe-von-Asylwerbern

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-juli-2017


4. JULI 2017

by ac | 4. Juli 2017 08:39


Wiener Staatsoper:
Publikumsgespräch (20.6.). Dominique Meyer und Thomas Platzer 5. Teil

Die Nicht-Verlängerung. Der bauliche Zustand der Wiener Staatsoper

Thomas Prochazka hat das Publikumsgespräch aufgezeichnet und verwendet in seinem Bericht nur Originalzitate des Wiener Staatsoperndirektors:

m Publikumsgespräch ging Dominique Meyer auch auf die Bestellung seines Nachfolgers ein: »Es war für mich, wie Sie sich vorstellen können, ein komisches Jahr: Ich wurde nicht verlängert. Aber … ich habe mich entschieden, positiv zu denken: Ich bin dankbar, daß ich das noch drei Jahre machen darf […], und ich verspreche, ich werde das mit demselben Einsatz machen wie bisher.« Der amtierende Direktor streute seiner Mannschaft Rosen: »Ich hab’s genossen, mit meiner Mannschaft hier zu arbeiten. Es ist einer Super-Mannschaft. […] Thomas Platzer ist eine wunderbare Person. Aber das könnte ich auch von meiner ganzen Direktion behaupten.« Der Einsatz sei einmalig, egal ob in der Direktion oder bei den Bühnenarbeitern.

Aus dem Publikum noch einmal auf die Nichtverlängerung seines Vertrages angesprochen, antwortete der Direktor: »Ich will nicht, daß man, wenn ich weggehe, sagt, daß ich mich wie ein Dackel benehme, der die Waden beißt. Und ich will mir auch nicht den Magen kaputtmachen lassen. Ich weiß, woher ich komme… Ich habe einen langen Spaziergang gemacht, ich bin glücklich. Es gibt viele Menschen, die unglücklicher sind als ich. Ich weiß mein Glück zu schätzen.« Und: »Ich will auch nicht, daß man immer sagt, daß der Vorgänger schlecht war und der Nachfolger ein Intrigant ist. Ich will das nicht.« …

Das ist der erste Teil des heutigen Kommentars zum Pubikumsgespräch. In all den Jahren hat sich zwischen Dominique Meyer und mir nie eine wirkliche Gesprächsbasis ergeben, weil auch ich diese nicht angestrebt habe. „Verhabert“ ist man bald – und dann kann man ganz einfach nicht mehr objektiv sein. Auch seitens des Direktors wurden derartige Versuche erst gar nicht unternommen. Bei einem längeren Gespräch war ich bloß Zeuge, das fand vor seinem Amtsantritt statt. Ich war in Begleitung zweier Merker-Damen – und da kommt man ohnedies kaum zu Wort. Ich wollte auch gar nicht zu Wort kommen, dann man erfährt nur etwas, wenn man zuhört. Wenn man selbst spricht, erfährt man gar nichts.

Dennoch hat mir imponiert, wie Dominique Meyer den Versuch, einen „Musiktheaterpreis“ zu installieren, sofort abgeschmettert hat. Jawohl, der „Musiktheaterpreis“ wurde bereits lange vor den Herren Ebner und Serafin angedacht, nur eben nicht durchgeführt, weil der wohl wichtigste Partner Wiener Staatsoper darin wenig Sinn, aber umso mehr Konfliktpotential gesehen hat.

Warum erwähne ich gerade diese Episode? Weil ich Dominique Meyer glaube, dass er an öffentlich gewaschener Schmutzwäsche nicht interessiert ist – und auch sicher nicht nachtreten wird, wenn sich in der Angelegenheit Bogdan Roscic (Plagiatsvorwurf) vielleicht eine Situation entwickelt, die eventuell von neuen politischen Playern (wir haben im Oktober Nationalratswahlen, der Staatsoperndirektor bekommt möglicherweise einen neuen politischen Chef) zur Löschung einer „roten Spur“ ausgenützt werden könnte. Ob Dominique Meyer ein guter Operndirektor ist, will ich hier gar nicht beurteilen (ich könnte es auch nicht), ein Sir ist er in jedem Fall.

Nun kommen wir zum zweiten Teil dieser Episode aus dem Publikumsgespräch:

Der bauliche Zustand der Staatsoper:

Auf eine Frage aus dem Publikum zum baulichen Zustand des Hauses antwortete der Staatsoperndirektor: »Zum Schwind-Foyer… Sie wissen, das ist mein Sorgenkind. Ich bin kein Österreicher. Ich bin nicht der Besitzer der Staatsoper. Aber ich fand den Zustand des Schwind-Foyers skandalös, besonders jenen der Loggia.«

Insgesamt sei er, Meyer, vom Zustand des Hauses schockiert. Aber, da man nicht verantwortlich für die Bausubstanz sei und keine Arbeiten selbst vornehmen dürfe, müßten alle Entscheidungen von der Bundestheater-Holding getroffen werden: Mag. Kircher habe den Herren Platzer und Meyer versichert, daß die historischen Teile des Hauses renoviert würden. Bereits heuer im Sommer würden der Eingang und die Stiegen renoviert, für Sommer 2018 sei die Renovierung des Schwind-Foyers und der Loggia in Aussicht genommen.

Der Direktor erwähnte, man habe viel Mühe darauf verwandt, die Verantwortlichen zu überzeugen. Jetzt gäbe es ein Argument, denn im Jahre 2019 feiere das Haus sein Jubiläum: »Man liebt die Jubiläen hier. Ich bin nicht so auf Jubiläen eingestellt, aber ich dachte, das ist eine gute Gelegenheit, und ich werde das verwenden. Und es hat funktioniert!«

Auch die Wände der Foyers im Parterre und am ersten Rang seien bereits renoviert worden. Im Sommer 2018, ergänzte Thomas Platzer, werden die Arbeiten auf der Galerie fortgesetzt: Es werde einen neuen Boden und neue Sessel geben. Eine komplette Renovierung des Hauses sei aus budgetären Gründen nicht möglich…

Das heißt, dass die Wiener Staatsoper „zizerlweise“ renoviert , an eine längere Schließung nicht gedacht wird. Das ist auch gut so, denn Opernrenovierungen führen anderswo in ein fast auswegloses Desaster. Zum Beispiel in Köln:

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat die immer teurer werdende Sanierung der Kölner Bühnen als „Desaster“ bezeichnet. Die Sanierung sei aber grundsätzlich möglich, sagte die parteilose Politikerin. „Im Rahmen des schon eingetretenen Desasters ist das eine gute Nachricht.“…

Am Freitag war bekannt geworden, dass die Generalüberholung von Oper und Schauspielhaus mehr als doppelt so teuer werden wird, wie anfänglich gedacht. Statt 250 Millionen Euro soll das Ganze zwischen 545 und 570 Millionen Euro kosten. Wieder öffnen sollen die Bühnen Ende 2022. Ursprünglich war dies schon für 2015 vorgesehen. „Wir müssen rückbauen, umbauen, neubauen“, sagte der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger. Auf die Frage, ob die Kosten noch weiter steigen könnten, antwortete er: „Das ist seriös erarbeitet.“ Natürlich könne einem trotzdem „der Himmel auf den Kopf fallen“.  (Quelle: „Der Spiegel“)

Es ist von mir nicht ernst gemeint, aber statt der Renovierung eines alten Gebäudes ist dessen Abriss und ein Neubau die wirtschaftlich weitaus vernünftigere Lösung. Die Wiener Staatsoper wird man vermutlich nie abreissen, bis sie – und das möge noch sehr, sehr lang dauern – entweder in sich zusammenfällt oder- was wahrscheinlicher ist – „zu Ende renoviert“ ist.

Eines dürfen wir freilich nie vergessen. Wien und somit auch die Wiener Staatsoper lebt vom Tourismus. Wien muss eine sichere Stadt bleiben, ein einziger Anschlag könnte katastrophale Folgen nicht nur für unmittelbar Betroffene haben.

Neu eingelangte Kritiken:

München/ Bayerische Staatsoper: Die Frau ohne Schatten“ am 2.7.


Die Kaiserin (Ricarda Merbeth) mit ihrer noch ungeborenen Tochter, der Kaiser (Burkhard Fritz) mit dem Falken.  © Wilfied Hösl

Was haben Marylin Monroe und Mahatma Gandhi, King Kong und Batman, Jesus, Buddha und Karl Marx gemeinsam? Sie alle erscheinen während der Schlussapotheose von „Die Frau ohne Schatten“ als bunte Projektionen auf den Bühnenwänden des Nationaltheaters. Alles wird gut, wenn die Menschen nur lustig und tolerant sind und viele Kinder kriegen. Alle Standesgrenzen verschwinden, Färbers können mit Kaisers beim Sekt sitzen, während im Hintergrund die noch Ungeborenen sich hüpfend und tanzend freuen, dass sie jetzt doch noch zur Welt gebracht werden. Worüber sich die Rentenversicherung auch freuen dürfte…

Zum Bericht[1] von Susanne Kittel May

 Wien / ARMEL-Festival im MuTh Michał Dobrzyński „OPERETKA“  am 2.7.2017

 

Der Komponist wurde am 24.November 1980 in Szczecin in Polen geboren, studierte Komposition, beendete sein Doktorratsstudium 2008 an der Fryderyk Chopin Universität für Musik in Warschau. Das Libretto zu seiner Oper „Operetka“ basiert auf dem gleichnamigen Drama von Witold Gombrowicz (1904-69), an dem dieser 15 Jahr gearbeitet hatte,  und wurde vom Komponisten selbst verfasst…

Zum Bericht [2]von Harald Lacina

Essen: LA CLEMENZA DI TITO – am 2.7

Erregte Auseinandersetzung zwischen Sesto (Bettina Ranch, links) und Vitelia (Jessica Muirhead). Foto: Thilo Beu

Zum Bericht[3] von Werner Häußner

Mannheim: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Premiere am 1.7.

Heike Wessels und Chor. Copyright: Hans-Jörg Michel

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny‘ von Kurt Weill blieb neben der ‚Dreigroschenoper‘  die einzige Zusammenarbeit Weills mit Bertold Brecht. Wahrscheinlich gefiel Brecht die Ausweitung seines ‚Mahagonny-Songspiels‘ in Richtung große Oper dann doch nicht so sehr, obwohl Weill hier nach seiner frühen ‚Findungsphase‘ bis 1930 erstmalig eine eigene moderne Zeitoper erfand, die er mit mit ‚Silbersee‘ später weiter ausformte…

Zum Bericht[4] von Friedeon Rosén

München/ Bayerisches Staatsballett: Junge Choreographen

Ballett „Out of Place“ mit Séverine Ferrolier udn Matej Urban. (c) Wilfried Hösl

Zum Bericht[5] von Gisela Schmöger

Anbei ein Link zu der ORF-DOKU von Karina Fibich:

 „Große Oper im Kaiserhof. Sommerfestival Oper Klosterneuburg“ (Premiere ist am 8.7.) ORF-Bericht ist online!

operklosterneuburg 2017 - LE COMTE ORY - Iurie Ciobanu (Graf Ory) Daniela Fally (Gräfin Adèle) Margarita Gritskova (Page Isolier) - Foto Mark Glassner
„Le Comte Ory“. Iurie Ciobanu, Daniela Fally, Margarita Gritskova. Copyright: Mark Glassner

ZUR DOKU „operinklosterneuburg“[6]

Neuerlicher Hinweis auf Baden bei Wien – italienische Operngala mit Luciana D’Intino

 

Kommenden Dienstag (11.7.) singt dort Mezzo-Star Luciana d’Intino im Schlosshotel Weikersdorf. Ich werde Sie noch mehrmals daran erinnern. Infos und Karten (€ 35. bei Nennung der Losung „Merker“) gibt es unter 4059394 (Festnetz Wien)

Glyndebourne: Watch Brett Dean’s acclaimed Hamlet opera from Glyndebourne


John Tomlinson as the Ghost of Old Hamlet with Allan Clayton as Hamlet
Credit: Richard Hubert Smith

Watch Brett Dean’s acclaimed Hamlet opera from Glyndebourne
The Telegraph[7]

Deutschland: Nach Bus-Unfall: Debatte um Sicherheitslücken
rp-online[8]

Ich bin natürlich kein Experte, kann nur Experten glauben – oder auch nicht. Der Bus für auf einen „Anhänger auf, von dem kann das Feuer nicht ausgegangen sein. Der Bus hat weiters den Motor und somit die Treibstoffzufuhr hinten. Wieso kann dann ein Auffahrunfall (war es überhaupt einer?) ein derartiges Inferno auslösen?  Ein Experte: es könnte sein, dass der Motor hinten gebrannt hat, durch den abkühlenden Fahrtwind bei etwa 100 kmh bemerkt das der Fahrer nicht so rasch. Bei einem Stau ist dieser Fahrtwind plötzlich weg – und das Feuer entzündet sich!

Das ist eine Vermutung, ich gehe davon aus, dass die exakte Ursache noch ermittelt wird.

Zur „Rettungsgasse“. Die ist ohnehin umstritten, ich habe bereits kleinere Karambolagen beim Aufbau der Rettungsgasse selbst miterlebt. Einige Fahrer brechen in Panik aus und wechseln ohne viel zu schauen die Spur! Das Problem sind die „perversen Schaulustigen“. Die bringen ihr Fahrzeug an der Unfallstelle fast zum Stillstand, weil sie eben sehen wollen, weswegen sie im Stau stecken. Menschlich ist das irgendwie verständlich, grundfalsch ist es trotzdem.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-die-frau-ohne-schatten-wiederaufnahme
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-muth-augarten-armel-festival-operetka-von-michal-dobrzynski
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/essen-la-clemenza-di-tito-premiere
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/mannheim-aufstieg-und-fall-der-stadt-mahagonny-premiere
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchenprinzregententheater-junge-choreographen-bayerisches-staatsballett
  6. ZUR DOKU „operinklosterneuburg“: http://tvthek.orf.at/profile/matinee-am-Sonntag/6467629/Matinee-am-Sonntag/13936184/Grosse-Oper-im-Kaiserhof/14082088
  7. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/watch-brett-deans-acclaimed-hamlet-opera-glyndebourne/
  8. rp-online: http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/nach-unfall-mit-18-toten-auf-a9-debatte-um-sicherheitsluecken-in-reisebussen-aid-1.6925494

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-juli-2017


3. JULI 2017

by ac | 3. Juli 2017 09:21

Wiener Staatsoper legt Rekordbilanz

In der Spielzeit 2016/2017 konnte die Wiener Staatsoper erneut einen Einnahmenrekord durch Kartenverkauf erzielen: 35.205.803,24 Euro (2015/2016: 34.579.289,13) – mehr als eine halbe Million im Vergleich zur vergangenen Saison. Die Auslastung betrug 98,83% (2015/2016: 98,59%).

Insgesamt 601.532 Gäste (2015/2016: 610.461), besuchten 289 Opern-, Ballett-, Kinderopernvorstellungen und Matineen auf der Hauptbühne (2015/2016: 299), 84 Vorstellungen im Studio Walfischgasse (2015/2016: 76) sowie 17 Matineen im Gustav Mahler-Saal (2015/2016: 20).

Soweit die von der Staatsoper gelieferten nackten Zahlen. Dass in der Staatsoper schlecht gewirtschaftet wird, hat auch niemand behauptet. Ob nun ein Direktor selbst Bilanzen lesen können muss, ist eine berechtigte Frage. Schaden kann es nicht, der neue Burgtheaterdirektor und „Revoluzzler“ Martin Kusej kann eigenen Angaben zufolge Bilanzen lesen und folgert daraus, dass bei ihm ein „Hartmann-Skandal“ nie passiert wäre. Das ist natürlich auch eine kühne Behauptung, aber für die Zukunft deshalb glaubhaft, weil der Burgtheaterskandal Grund für ziemlich strenge Kontrollmechanismen ist. Trotzdem sind Direktoren von ihren Kaufmännischen Leitern abhängig, aber da schaut es in den  Bundestheatern wirklich gut aus!

München: Die Gezeichneten –  „Wie Richard Strauss auf LSD“

John Daszak. (Alviano Salvago) in „Die Gezeichneten. Copyright: Wilfried Hösl

Die Neuinszenierung von Franz Schrekers selten gespielter Oper „Die Gezeichneten“ ist am Samstagabend bei den Münchner Opernfestspielen verhalten aufgenommen worden. Am besten schnitten in der Publikumsgunst Christopher Maltman als Graf Tamare, Tomasz Konieczny als Herzog Adorno, John Daszak als Salvago und Catherine Naglestad als Carlotta ab. Auch Ingo Metzmacher am Pult des Bayerischen Staatsorchesters wurde kurz umjubelt – das war aber kein Vergleich mit den Ovationen, die in München üblicherweise dem umschwärmten Generalmusikdirektor Kirill Petrenko dargebracht werden. (Rezension ➜ Schreker-Oper in München als kunsthistorisches Seminar[1])

 

Eine Art Duell von Bravo- und Buhrufern brach los, als der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski zusammen mit seinem Team auf der Bühne des Nationaltheaters erschien. Seine mit kunsthistorischen und filmgeschichtlichen Anspielungen gespickte Inszenierung war teils schwer zu entschlüsseln. Die Neuproduktion der 1918 uraufgeführten „Gezeichneten“ ist die erste Aufführung einer Oper Schrekers (1878-1934) im Nationaltheater seit mehr als 90 Jahren…

Die Kritiken der Tagespresse:

Verquastes Paradies – Franz Schrekers „Die Gezeichneten“ bei den Münchner Opernfestspielen
Neue Musikzeitung/nmz.de[2]
Schreker-Oper in München als kunsthistorisches Seminar
Die Programmhefte der Bayerischen Staatsoper sind eigentlich keine Hefte, sondern dicke Bücher. Oft sind sie selbst kleine Kunstwerke, mit klugen Aufsätzen zu den gespielten Stücken und opulenten Abbildungen. Zur Neuinszenierung von Franz Schrekers Oper „Die Gezeichneten“ anlässlich der Münchner Opernfestspiele, die am Samstagabend im Nationaltheater Premiere hatte, ist der Buchrücken sogar mit Gold überzogen.
Musik heute[3]
„Die Gezeichneten“ in München verhalten aufgenommen
Musik heute[4]
Bayerisches Staatsoper / „Die Gezeichneten“: Richard Strauss auf LSD    
Münchner Abendzeitung[5]

Apropos Kritiker: Müssen Kritiker immer Recht haben?

Natürlich müssen sie nicht. Erst dieser Tage bekannte Susanne Kittel-May im Online-Merker freimütig, dass Kritiken grundsätzlich subjektiv sind, in ihrem speziellen Fall (eine Kritik über Jonas Kaufmann) besonders emotional geprägt sind.

Auch gibt es Kritiker, für die die Kritik das eigentliche Kunst-Ereignis ist.

Hans Weigel dürfte zu diesen gehört haben, ich nehme eine Anleihe aus unserem Forum („alcindo“)

Hans Weigel

Legendär war Hans Weigel für die vielen Kritiken, die daneben gingen. Paradebeispiel die Kritik von der
Forza del destino ( damals „die Macht des Schicksal“)-premiere „Die Wallmann und der Krawallmann“. Dieser war ein gewisser Mitropolus… di Stefano noch in seiner guten Zeit wurde zum Krawatteltenor, Simionato in Hochform bekam von Weigel attestiert eine rechte Krawattelaltistin zu sein. Strohtrocken war für Weigel die Stimme von Bastianini, auch der damals in Hochform… Walter Kreppel bekam staubtrocken , was nicht so ganz daneben war. Leider wurde diese Wallmann- Inszenierung durch die schreckliche von Pountney ersetzt…

Weigel hatte damals bewiesen, dass er eine spitze Feder zu führen verstand, aber von Stimmen so gut wie nichts verstand, wenn er auch noch so viel auch in die Generalproben ging.

Schreiben unsere Mitarbeiter eigentlich Kritiken oder Berichte? Darüber wurde erst dieser Tage in unserer Geschäftsstelle vehement diskutiert. Das Wort „Kritik“ ist eigentlich als Gegenmeinung zu verstehen (und auch als selbständiges Kunstwerk) , mir selbst gefällt „Bericht“ eher mehr.

Aber – und das erfuhr auch ich erst aus der Diskussion: Die Nazis haben den Begriff „Kritik“ im Bereich der Kunst abgeschafft und durch „Kunstbetrachtung“ ersetzt. Nun, „Kunstbetrachtung“ hätte ich auch ohne dieses Wissen nie verwendet, nun gilt es „Bericht“ zu überdenken. Aber ich denke, dass ich um „Bericht“ wohl keinen Bogen machen muss!

Sigi Brockmann aus Münster schreibt zu diesem Thema:

Liebe Online-Merker-Leser, „Io non sono che un critico“ (Ich bin nur ein Kritiker) sagt ausgerechnet Jago im Otello. Bericht über eine musikalische Aufführung scheint immer passender als Kritik, besonders für einen wie mich, der es nur als Hobby betreibt. Auch ohne es vorher mitzuteilen, ist ein solcher Bericht immer subjektiv, jeder empfindet doch wohl eine Aufführung anders. Objektiv kann man höchstens beurteilen,ob ein Sänger die richtigen Töne trifft oder ab das Zusammenspiel funktioniert, beim gewählten Tempo und erst recht bei szenischen DetaiIs kann es sich doch nur um subjektive Meinungen handeln, meint mit vielen Grüssen S. Brockmann

NEU IN UNSERER WEBSITE: DIE JUBILÄEN JULI 2017 SIND ONLINE!

ZU UNSEREN JUBILÄEN (JULI 2017)[6]

Bevor die Festspiele beginnen, haben auch kleinere Theater die Chance auf gesteigerte Beachtung. Eine Donizetti-Rarität rief gleich drei „Online-Merker“-Kritiker (oder sind es Berichterstatter?) auf den Plan:

WIEN/ MuTh im Augarten: IL GIOVEDI GRASSO – Komödie von Gaetano Donizetti. Gastspiel am 1.7.2017

Der hünenhafte Dávid Dani  als Colonel mit  tiefer Bassstimme (Copyright: Armel Opera Festival 2017)

Zum Bericht[7] von Elena Habermann

Zum Bericht[8] von Udo Pacolt

Zum Bericht [9]von Dominik Troger

AACHEN: LA FEDELTA PREMIATA von Joseph Haydn. Premiere am 1.7.2017

Zum Bericht [10]von Christoph Zimmermann

Oberammergau: Wagners „Holländer“ als Chor-Triumph
In Oberammergau will Regisseur Christian Stückl ein Opernfestival etablieren
Neue Musikzeitung/nmz.de[11]
Passionstheater Oberammergau „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner – die AZ-Kritik
Münchner Abendzeitung[12]

Gent: Siehst du den Mond über Nowgorod …
Nikolai Rimsky-Korsakovs „Sadko“ in Gent
Neue Musikzeitung/nmz.de[13]

Berlin/ Philharmoniker-Konzert in der Waldbühne: Walkürenritt mit Himmelsfäden
Das Sturmtief Rasmund beutelt auch das beliebte Saisonabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne, diesmal mit Gustavo Dudamel. Aber die Berliner lassen sich die Laune nicht verderben
Tagesspiegel[14]
So begeistern die Berliner Philharmoniker im Nieselregen
Berliner Morgenpost[15]

Mit der Mozart-Oper „La clemenza di Tito“ starten am Donnerstag (6. Juli) die Sommerfestspiele im Festspielhaus Baden-Baden.

Der Startenor Rolando Villazón setzt damit zusammen mit dem kanadischen Dirigenten Yannick Nézet-Séguin seine Serie konzertanter Aufführungen der wichtigsten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart fort. Mit von der Partie sind die amerikanische Mezzo-Sopranistin Joyce DiDonato und das Chamber Orchestra of Europe.

Die diesjährigen Sommerfestspiele in dem mit 2500 Plätzen größten deutschen Opernhaus warten mit einer szenischen Neuproduktion des Mariinski Theaters St. Petersburg auf: der Oper „Eugen Onegin“ (Premiere: 20. Juli) des russischen Komponisten Peter Tschaikowski (1840-1893). Am Dirigentenpult steht Waleri Gergijew, der dem Festspielhaus seit der Eröffnung 1998 eng verbunden ist…          

Sommerfestspiele in Baden-Baden beginnen
Zehn Opern und Konzerte
Hamburger Abendblatt[16]

Frankfurt:Für die nächsten 70 Jahre“
Der Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe im Interview über Innen- und Außenwirkungen bei der Arbeit, Spielpläne, die nicht einlullen, und einen Bühnenneubau als realitätsnahe Variante.
http://www.fr.de/kultur/theater/fuer-die-naechsten-70-jahre-a-1306029[17]

Die Walküre (West Horsley Place). Grange Park Opera triumphs in the second part of Wagner’s Ring cycle

Jane Dutton as Brünnhilde and Thomas Hall as Wotan in Die Walküre (Grange Park Opera)
© Robert Workman

West Horsley
Weitere “Die Walküre”-Review
Review: Die Walküre (West Horsley Place)
Grange Park Opera triumphs in the second part of Wagner’s Ring cycle
http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-die-walkre-west[18]

Sprechtheater

REICHENAU: IM SPIEL DER SOMMERLÜFTE von Arthur Schnitzler- Premiere am 2.7.2017

Copyright: Festspiele Reichenau

Das Stück könnte auch am Semmering spielen – wo es nun schon zum zweiten Mal im Rahmen der Festspiele Reichenau gezeigt wird -, wenn nicht immer die Rede davon wäre, dass man mit dem Omnibus weniger als eine Stunde nach Wien braucht – damals, um 1900. Also „Kirchau“, von Arthur Schnitzler eher metaphorisch als der Ferienort im Niederösterreichischen  gemeint, wo eine wohlhabende Wiener Familie den Sommer in eigener Villa mit Personal verbrachte.

Die Idee zu dem Stück hatte der Dichter schon um die Jahrhundertwende, nach dem Ersten Weltkrieg nahm er es kurz wieder her – und Ende der zwanziger Jahre sollte es dann sein letztes Theaterstück werden: „Im Spiel der Sommerlüfte“ variiert noch einmal seine großen Themen, mit etwas mehr melancholischer Leichtigkeit als früher. Hier gehen Duelle gut aus, Ehepaare versöhnen sich zumindest vorübergehend, und junge Männer laufen nicht gleich in den Tod, weil junge Frauen sie enttäuschen…

Zum Bericht[19] von Renate Wagner

Politik

Österreich: Seit die Grünen regieren durften, haben sie der Mehrheit ihren Willen oktroyiert
Wiener Zeitung[20]

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche

A.C.

  1. Schreker-Oper in München als kunsthistorisches Seminar: http://www.musik-heute.de/16056/schreker-oper-in-muenchen-als-kunsthistorisches-seminar/
  2. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/verquastes-paradies-franz-schrekers-die-gezeichneten-bei-den-muenchner-opernfestspielen-ii
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16056/schreker-oper-in-muenchen-als-kunsthistorisches-seminar/
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16052/oper-die-gezeichneten-in-muenchen-verhalten-aufgenommen/
  5. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerisches-staatsoper-die-gezeichneten-richard-strauss-auf-lsd.2e6860ef-3642-4986-848b-2e4e0d0296f3.html
  6. ZU UNSEREN JUBILÄEN (JULI 2017): http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-muth-im-augarten-il-giovedi-grasso-von-gaetano-donizetti-gastspiel-des-nationaltheater-szeged-ungarn
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-armel-festival-im-muth-il-giovedi-grasso-schmutziger-donnerstag-von-donizetti
  9. Zum Bericht : http://www.operinwien.at/werkverz/donizett/agiovedi.htm
  10. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/aachen-la-fedelta-premiata-von-joseph-haydn-premiere
  11. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/wagners-hollaender-als-chor-triumph-in-oberammergau-will-regisseur-christian-stueckl-ein-oper
  12. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.passionstheater-oberammergau-der-fliegende-hollaender-von-richard-wagner-die-az-kritik.94474c8e-f3a0-4c39-b3ef-3f6438c7b422.html
  13. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/siehst-du-den-mond-ueber-nowgorod-nikolai-rimsky-korsakovs-sadko-in-gent
  14. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/philharmoniker-konzert-in-der-waldbuehne-walkuerenritt-mit-himmelsfaeden/20008868.html
  15. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article211097371/So-begeisterten-die-Berliner-Philharmonika-im-Nieselregen.html
  16. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211102095/Sommerfestspiele-in-Baden-Baden-beginnen.html
  17. http://www.fr.de/kultur/theater/fuer-die-naechsten-70-jahre-a-1306029: http://www.fr.de/kultur/theater/fuer-die-naechsten-70-jahre-a-1306029
  18. http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-die-walkre-west: http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-die-walkre-west
  19. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/noe-reichenau-im-spiel-der-sommerluefte
  20. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/meinungen/leserforum/901799_Seit-die-Gruenen-regieren-durften-haben-sie-der-Mehrheit-ihren-Willen-oktroyiert.html?em_cnt=901799

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-juli-2017


2. JULI 2017

by ac | 2. Juli 2017 08:55

 

München: Szene aus „Die Gezeichneten“. Foto: Oper Live TV

Franz Schrekers Die Gezeichneten funktionieren nach dem gleichen Rezept wie Schrekers andere Erfolgsopern. Der Mix heißt: Eros, Kunst, Gewalt. Das Werk sei „in Problemen der Sexualpsychologie verankert“, schrieb Paul Bekker 1922. Thematisch zehren Die Gezeichneten[1] noch von der Vorliebe des 19. Jahrhunderts für die verruchte Renaissance – die Oper spielt in Genua, tiefstes Cinquecento -, im Künstler- und Eros-Thema schließt sie ans Fin de Siècle an. Musikalisch lässt Schreker es krachen, breit strömt das Orchester, meisterhaft ausdifferenzierte Klangwogen verwischen die Grenzen von Gut und Böse, der turbulente Modernismus seiner Partituren entfaltet auch hier seine berühmt-berüchtigte Sogwirkung. ..

…. Man ahnt es, auch diese Neuproduktion der Gezeichneten wird Schreker nicht dauerhaft in den Spielplänen verankern. Doch es ist bitter nötig, das liebe Opernvolk von Zeit zu Zeit mit der Nase auf Schrekers abnorme (Welt-)Klasse stoßen. (Oper- und Konzertkritik Berlin / Blog)

 

München/ Bayerische Staatsoper
„Die Gezeichneten“ erste Nachtkritik – erlebt auf „Staatsoper TV“
ZUR KRITIK[2]

Wiener Staatsoper: Mit „Pelléas et Mélisande“ endet die Saison

Zum Bericht[3] von Lothar und Sylvia Schweitzer

Zuvor ging Staatsoperndirektor Dominique Meyer im Publikumsgespräch (20.6.) auf die Produktion ein:

4. und letzter Teil des Berichts über das Publikumsgespräch

 

Bemerkungen zu Pelléas et Mélisande, der letzten Première der Saison (zusammengefasst von Thomas Prochazka)
Im Rahmen des Publikumsgespräches kam Staatsoperndirektor Meyer auch auf die letzte Première der Saison, Claude Debussys Pelléas et Mélisande, zu sprechen: »Natürlich ist es keine Puccini-Oper oder keine Verdi-Oper. Ich liebe diese Oper, ich finde sie berührend, intelligent…« Pelléas et Mélisande sei eine sensible Oper, mit einem sehr einzigartigen Text Maurice Maeterlincks. Meyer fand die Regie Marco Arturo Marellis deshalb so gut, weil es letzterem gelungen sie, die beiden Ebenen gut miteinander zu verbinden: »Manchmal, wenn sich die Regisseure allzu sehr im symbolischen Bereich einsetzen, versteht man die Handlung nicht mehr. Manchmal, wenn man nur die Geschichte erzählt, vergißt man den Zugang zu dieser Symbolik.« Marelli, so der Staatsoperndirektor, habe eine sehr gute Balance zwischen diesen beiden Ebenen gefunden…

Weiterlesen in unseren heutigen „Infos des Tages“

Wiener Staatsballett: NUREJEW-GALA am 29.6.
 

Wie Dominic Meyer im Rahmen des Publikumsgesprächs am 20. Juni feststellte: »Wenn etwas zweimal hintereinander gemacht wird, dann ist es eine Tradition.«

Wir sind dankbar, daß dem so ist. Denn gibt es etwas Schöneres, als das Ende der Saison mit einem großen Fest zu begehen? Und zu Ehren Rudolf Nurejews eine Gala zu veranstalten, die den Tänzern nochmals alle Kraftreserven abverlangt, welche nach einer anstrengenden Spielzeit verblieben sind? Traditionen wollen und sollen gepflegt werden. In diesem Sinne war wieder ein sehr umfangreiches Programm zusammengestellt worden, welches Höhepunkte der vergangenen Ballettabende und Neues miteinander vereinte…

Zum Bericht[4] von Ulrike Klein

Weitere „Online-Merker“-Berichte

Wien/ MuTh: „Die weisse Rose“Melancholische Vergangenheitsbewältigung“
Das Budapester Armel Opera Festival hat heuer eine Dependance im MuTh am Augartenspitz aufgeschlagen. Die erste von vier Aufführungen galt Udo Zimmermanns „Weiße Rose“, Szenen für zwei Sänger und fünfzehn Instrumentalisten in der Fassung von 1986.
30.6. „Weiße Rose“ im MuTh
http://www.operinwien.at/werkverz/zimmermann/arose.htm[5]

HAGEN: GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD von HK Gruber (30.6.)

Zum Bericht[6] von Christoph Zimmermann

WIEN/ Staatsoper: PELLÉAS ET MÉLISANDE als Saisonabschluss (30.6.)

Zum Bericht[7] von Lothar und Sylvia Schweitzer

ATHEN/ Greek National Opera: ANAPARASTASEIS von Jani Christou (1926-1970). Premiere (29.6.)

Zum Bericht[8] von Ingo Starz

DRESDEN/ Semperoper: CAVALLERIA RUSTICANA/PAGLIACCI mit dem Rollendebüt von Evelyn Herlitzius als „Santuzza“

Zum Bericht[9] von Ingrid Gerk

—-

Oberammergau: „Der fliegende Holländer“. Oper in der Provinz? Noch dazu im Passionstheater? Und gleich mit einem Laienchor?

Auszug aus „Hamburger Abendblatt: Klassikfreunde mögen da die Nase rümpfen. Doch wer sich in Oberammergau Christian Stückls Neuinszenierung von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ ansah, wurde eines Besseren belehrt.

Riesenjubel für eine musikalisch wie darstellerisch reife Leistung. Und das letzte Quäntchen Perfektion, das manchmal fehlte, wurde durch den Enthusiasmus der Darsteller mehr als ausgeglichen.

Stückl, in Personalunion Spielleiter der Oberammergauer Passionsspiele und Intendant des Münchner Volkstheaters, inszeniert das Märchen vom Geisterkapitän als Drama dreier Außenseiter: des Holländers, der Gott verflucht und verdammt ist, bis in alle Ewigkeit durch die Weltmeere zu segeln, wenn ihn nicht eine liebende Frau erlöst, von Senta, die sich in den wilden, unglücklichen Mann verliebt und dafür den braven Erik sitzen lässt. Doch auch Erik hadert mit der Gesellschaft. Er wird als gehörnter Bräutigam und Schwächling verhöhnt. (Hamburger Abendblatt)

Reife Leistung: Wagners „Holländer“ überzeugt am Passionstheater
Hamburger Abendblatt[10]

Hamburg: Es gab noch einen Bruckner aus Berlin

Hamburg. Auch wenn Angela Merkel für das G20-Konzert nächste Woche Beethovens Neunte bestellt hat – Prestige-Gäste aus Berlin bevorzugen für spezielle Auftritte im neuen Wahrzeichen an der Elbe offenbar Bruckner. Macht mit seinen größeren Besetzungen mehr her, fordert mehr langen Atem, auch bei den Streichern, ganz ­andere Selbstdisziplin und kollektive Pulskontrolle, noch mehr Konzentration auf Wesentliches und Vergeistigtes. ..

Es gab noch einen Bruckner aus Berlin
Hamburger Abendblatt[11]

Im Teletext gefunden

 

Fritz Krammer fand das für uns im Teletext. Keine Ahnung, ob 3Sat tatsächlich am 28.7. eine Aufzeichnung der „Meistersinger“ aus Bayreuth bringt.

Wer weiß mehr?

Dr. Ulrike Messer-Krol hat nachgegoogelt: im Programmschema von 3Sat, einfach zu finden,  ist die Übertragung jedenfalls für 28. Juli 20h15 angegeben.

In Österreichischen Kinos ist  die Übertragung der Meistersinger auf jeden Fall

Uwe Hagemann hat folgende Info für uns: Nachrichtentext: Der Bayerische Rundfunk sendet den Livestream am 25.7.2017 und die Aufzeichnung am 30.7.2017 auf ARD alpha um 20.15.

https://www.br-klassik.de/themen/musik-festspiele-klassik/br-klassik-festspielzeit-2017-100.html[12]

3-Sat am 28.7.2017 um 20.15

http://www.3sat.de/page/?scsrc=2&date=2017-07-28&division=musik&cx=12[13]

Und nochmals Fritz Krammer: Hallo Herr Cupak, in der 3 Sat Juli 2017 Festspielseite ist auch der 28.7.2017 als Sendetag angegeben, wie auch im Teletext System. Der 25.7.2017 scheint der „Kinotag“ zu sein?
http://www.3sat.de/page/?source=/musik/192644/index.html[14]

Glyndebourne

Sarah Conolly, Barbara Hannigan. Foto: Richard Hubert Smith

“Hamlet,’ a New Opera, Makes Shakespeare Strange
The New York Times[15]

NÖ / Festspiele Reichenau: BAUMEISTER SOLNESS von Henrik Ibsen
Premiere: 1.Juli 2017
Besucht wurde die Generalprobe

Copyright: Festspiele Reichenau

Henrik Ibsen hatte seine großen – und, wie sich zeigen sollte, anhaltenden – Erfolgsstücke wie „Peer Gynt“, „Nora“, „Gespenster“, „Die Wildente“ und „Hedda Gabler“ schon geschrieben, als er sich 1892, mit 64 Jahren, einem Stück zuwandte, in dem es dezidiert um das Altern geht, um Verleugnung, Kampf dagegen und Flucht davor, um die Abrechnung mit dem eigenen Leben und seinen üblen Taten – und um den unabwendbaren Untergang.

Alles konzentriert sich auf die Figur des Baumeisters Halvard Solness, der – wie viele Ibsen-Gestalten – keineswegs sonderlich sympathisch ist und dessen gnadenlose Rücksichtslosigkeit von Anfang an auf den Tisch gelegt wird. Zeit seines Lebens hat er Möglichkeiten erkannt und zu seinen Gunsten ausgebeutet, auch wenn sie keinerlei moralischen Standards stand hielten – man erlebt es in der Gegenwart, es deckt sich in der Vergangenheit auf.

Mehr noch, man merkt nach und nach, dass Solness und seine Frau, oberflächlich betrachtet nur ein liebloses Ehepaar, schwer gestörte Menschen sind, die ihre Katastrophen nicht verarbeitet haben. Und da stürmt eine junge Frau ins Geschehen, die man bestenfalls als überdreht bezeichnen kann, als hektisches Jugendstilgeschöpf, schlechtestenfalls als Borderline-Persönlichkeit. Sie holt Solness aus seinem Alltag, in dem es nur darum geht, seine berufliche Position zu wahren und die heranrückende Jugend abzuhalten, und holt ihn in die Irrationalität ihrer Hysterie…

Es ist nicht Ibsens stärkstes Stück, aber mit Reichenaus Star als Titelrollenheld natürlich in der Sommerfrische bestens zu verkaufen, zumal, wenn es eher nach Schnitzler klingt als nach dem so bitteren Henrik Ibsen.

Zum Bericht[16] von Renate Wagner

Abschied von Helmut Kohl„Ein wahrhaft großer Staatsmann“
Spitzenpolitiker aus der ganzen Welt, aber auch Zehntausende Deutsche erweisen Helmut Kohl die letzte Ehre. Bischof Wiesemann würdigt den Altkanzler auf besondere Weise. Die Bilder eines einzigartigen Trauerakts.
Frankfurter Allgemeine[17]

Dass Helmut Kohl ein großer Staatsmann war, ist unbestritten. Den Menschen Kohl kennen wir zuwenig, um uns eine Einschätzung anzumaßen. Ob seine Söhne nun beim Begräbnis waren oder nicht geht uns eigentlich nichts an.

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 
  1. Die Gezeichneten: https://www.staatsoper.de/stueckinfo/die-gezeichneten.html
  2. ZUR KRITIK: https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2017/07/02/kritik-schreker-die-gezeichneten-premiere-staatsoper-muenchen/
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-pelleas-et-melisande-4
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wienstaatsoper-nurejew-gala-2017
  5. http://www.operinwien.at/werkverz/zimmermann/arose.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/zimmermann/arose.htm
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/hagen-geschichten-aus-dem-wiener-wald-von-hk-gruber-neuinszenierung
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-pelleas-et-melisande-4
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/athen-greek-national-opera-anaparastaseis-von-jani-christou-1926-1970-premiere
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/dresden-semperoper-cavalleria-rusticana-pagliacci-mit-dem-rollendebuet-von-evelyn-herlitzius-als-santuzza
  10. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article211094853/Wagners-Hollaender-ueberzeugt-am-Passionstheater.html
  11. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article211093659/Es-gab-noch-einen-Bruckner-aus-Berlin.html
  12. https://www.br-klassik.de/themen/musik-festspiele-klassik/br-klassik-festspielzeit-2017-100.html: https://www.br-klassik.de/themen/musik-festspiele-klassik/br-klassik-festspielzeit-2017-100.html
  13. http://www.3sat.de/page/?scsrc=2&date=2017-07-28&division=musik&cx=12: http://www.3sat.de/page/?scsrc=2&date=2017-07-28&division=musik&cx=12
  14. http://www.3sat.de/page/?source=/musik/192644/index.html: http://www.3sat.de/page/?source=/musik/192644/index.html
  15. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/06/30/arts/music/hamlet-a-new-opera-makes-shakespeare-strange.html
  16. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/noe-reichenau-baumeister-solness
  17. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/abschied-von-helmut-kohl-ein-wahrhaft-grosser-staatsmann-15086482.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-juli-2017


1. JULI 2017

by ac | 1. Juli 2017 08:16

Nurejew-Gala an der Wiener Staatsoper – wie immer glanzvoll – aber vielleicht etwas zu lang. Gaststar Elena Vostrotina  und Vladimir Shishnov. Copyright: Ashley Taylor/ Staatsballett

Diese Nurejew Gala 2017 ist ein überlanger dreiteiliger Abend mit sich überstürzenden Eindrücken gewesen. Zu lang geraten vielleicht, um in allen der vierzehn präsentierten Programmnummern mit voller Lust mitzuleben. Tänzerische Schwachpunkte waren keine bemerkbar, doch einigen der aus ihren choreographischen Zusammenhängen herausgerissenenTanzepisoden mangelte es ein kleinwenig an Spannung. Vielleicht hat es auch an einem reinen Unterhaltungsstück gefehlt – doch einmal ohne Popmode-Draufgabe auszukommen sollte ja nicht zu bemängeln sein. Die Tänzer des Wiener Staatsballetts haben in der zu Ende gehenden Saison der Reihe nach ganz exzellente Leistungen erbracht. Es fehlt bloß ein eigens für das Ensemble geschaffenes Stück, welches zu einem echten Markenzeichen der Wiener Staatsoper werden könnte. Solche schwer erfüllbaren Wünsche können sich wohl auch andere große Kompanien nicht erfüllen. Es mangelt in den derzeitigen Strömungen und Entwicklungen in der Tanzkunst nicht an Könnern, an guten, sehr guten Choreographen, wohl aber an kreierenden geistigen Persönlichkeiten mit bahnbrechenden frischen Ideen…

Zum Bericht[1] von Meinhard Rüdenauer

Nurejew-Gala: Im Schatten einer verzweifelten Liebe
Die seit 2011 siebente Gala des Wiener Staatsballetts unter Manuel Legris – Ein Erlebnis –
Der Standard[2]
Staatsballett lud zum Saisonschluss zu üppiger Tour de force
Jedes Jahr ist sie ein bisschen länger, die Nurejew-Gala, mit der das Wiener Staatsballett seit dem Antritt von Direktor Manuel Legris schon traditionell das Ende der Saison begeht. Das folgt einer Logik: Denn stetig wachsen auch die Ambitionen der Compagnie, wie die jüngste Ausgabe des Marathon-Events gestern, Donnerstag, unter Beweis stellte.
Salzburger Nachrichten[3]
Ein Messen ohne Scheu
Eine tänzerische Reise durch Stile und Jahrhunderte, eine Wucht zu Saisonende – die Nurejew-Gala.
Wiener Zeitung[4]

Zur Kritik von Elena Habermann zu „Pelleas et Melisande“:

In Ergänzung der Kritik von Frau Habermann zu Pelléas und Mélisande vom 27.6. zu den Gedanken über den „See“ in der Bühneneinrichtung:

Frau Habermann schreibt:

„Schon toll, dass um Österreich herum viel Trockenheit ist, aber wir, doch tatsächlich auf einer Insel der „Seligen“,  uns eine Wasserverschwendung leisten können. Ich hoffe, dass dies nur Nutz- und nicht Trinkwasser ist und es dennoch nach der Vorstellung abgepumpt und wiederverwendet wird!“

 Dazu die Recherchen von Mitarbeiter Peter Skorepa:
Es wäre schon aus hygienischen Gründen nicht zulässig, das Wasser wieder zu verwenden und Nutzwasserleitungen gibt es im öffentlichen Wiener Netz keine.
Selbstverständlich „baden“ die Akteure am Vorstellungstag in frischem Wasser der Hochquellenleitung. Allein verglichen mit den Rohrverlusten von der Quelle bis zu den Abnehmern ist die in Verwendung stehende Menge ein Klacks und die Kosten liegen pro Vorstellung einschließlich der Kanalgebühr und einer angenommenen Menge von 20 m3 bei rund  EURO 52,– (ohne Kosten für das Aufwärmen)

HEUTE LIVE-STREAM AUS DER BAYERISCHEN STAATSOPER: DIE GEZEICHNETEN von Franz Schreker

 

Die Gezeichneten
Live-Stream
19.00 – 22.30 (eine Pause / one intermission)
Dauer ca. 3 Stunden 30 Minuten
Duration est. 3 hours 30 minutes

Musikalische Leitung / Conductor: Ingo Metzmacher
Inszenierung / Director: Krzysztof Warlikowski

Copyright: Bayerische Staatsoper

Mit Catherine Naglestad; Tomasz Konieczny, Christopher Maltman, Alastair Miles, John Daszak u.a.

Der Rastlose ist nun in München

...Natürlich wäre es weise gewesen, wenn er vor rund 10 Jahren nach dem Tristan aufgehört hätte. Aber Placido Domingo wird noch immer bejubelt: auch als Bariton. Und hin und wieder stellen sich magische Momente ein, bei denen man sich freut, dass der Marathon-Mann der Oper noch immer auf der Bühne steht…

…Am Ende festspielwürdiger Riesenjubel, Blumenwürfe und stehende Ovationen.

München: Placido Domingo und Diana Damrau in „La traviata“
Münchner Abendzeitung[5]

London: “OTELLO” – Royal Opera House 28.06. – Er ist wieder da!

Achtung: dieser Bericht ist subjektiv (wie immer) und kann Spuren von Emotionalität enthalten (vielleicht ein bisschen mehr als sonst).

Susanne Kittel-May bekennt sich zu ihrer Subjektivität. Ohne Emotionen kann Oper auch nicht funktionieren. Frau Kittel-May war in London, nicht im Kino. Sie bestätigt, dass das Opernhaus ausverkauft war. Die Bemerkung eines anderen Rezensenten, wonach es noch Karten gab, bezog sich auf die Homepage des ROH, das wenige Stunden vor Vorstellungsbeginn noch 3 (in Worten: drei) teure Karten an die Frau/ den Mann bringen wollte – und es auch geschafft hat. Also: Ausverkauft

Zum Bericht[6] von Susanne Kittel May

Neu auf unserer Startseite: Eine Leserin hat die Opern-Kinotermine 2017/2018 für uns zusammengestellt – auf Wien bezogen (deshalb scheint auch das Kino in der Lugner-City auf). Die Termine sind natürlich auch für Deutschland gültig. Damit Sie keinen vergessen, habe ich die gesamte Liste auf der Startseite unter der Kolumne angeführt

Konwitschny wärmt seinen „Attlia“ nun in Nürnberg auf

2013 kam seine Inszenierung im Theater an der Wien heraus. Erzürnte Besucher erzwangen fast den Abbruch, beim Nachspielen in Lübeck und aktuell am Staatstheater Nürnberg gab es (fast) nur noch eine Reaktion: So intelligent wird man doch in der Oper selten amüsiert. Aus jedem Takt des Zweistünders quillt Wut, Trug und jede Menge Körperflüssigkeit. Hunnenkönig Attila dringt ein nach Italien, wird dort von Heerführer Ezio aufgehalten. Beide nehmen Odabella ins Visier, was für Extra-Schübe Testosteron sorgt… („Münchner Merkur“)

„Fast-Abbruch“ in Wien? Bis auf die üblichen Verdächtigen Michael Tanzler und Co. hat sich kaum wer aufgeregt. Der Versuch, die Wiener als „Hinterwäldler“ darzustellen, ist gründlich daneben gegangen

Weiter im „Münchner Merkur“: Konwitschnys Absicht, die Konstanz dunkler gesellschaftlicher Kräfte zu zeigen, wird nie moralinsauer – weil er das Konzept mit bissigen bis saukomischen Bildern verlebendigt. Dass Mikolaj Zalasinski den Ezio bis zum effektvollen, ohrenbetäubenden Vokalmuskelspiel aufdonnert, ist also konsequent. Nicolai Karnolsky, zum Nürnberger Saisonbeginn schon Konwitschnys Boris Godunow, findet für den Attila auch im Gesang die richtige Mischung aus Macho-Pose und Belcanto-Verletzlichkeit. Gábor Káli interessiert sich mit der Staatsphilharmonie Nürnberg für staubtrockenen Swing und ein skelettiertes Klangbild, nicht immer sind allerdings Graben und Bühne optimal verzahnt…

Verdis „Attila“ in Nürnberg: Mannomann
Peter Konwitschny nimmt sich Verdis „Attila“ am Staatstheater Nürnberg vor – und macht daraus eine herrliche, hintergründige Kriegs-Satire
Münchner Merkur[7]

Frankfurt: „Tosca“. Wiederaufnahme der Kriegenburg-Inszenierung: Gepflegte Biederkeit

Keri Alkema als Tosca und Leonardo Caimi als Cavaradossi. Foto: Barbara Aumüller

Es ist sehr reizvoll, binnen weniger Tage Puccinis Meisterwerk „Tosca“ in unterschiedlichen Produktionen zu erleben und Vergleiche anzustellen. Nach der fulminanten Tosca-Sternstunde in Wiesbaden am vergangenen Wochenende, nun als eine Inszenierung von Andreas Kriegenburg an der Oper Frankfurt. Auch hier wird die Geschichte erzählt und keine Umdeutung durch den Regisseur zugemutet, wie jüngst in Oslo durch Calixo Bieito. Dabei bietet Kriegenburgs Interpretation vor allem Schauwerte durch das sich häufig verändernde Bühnenbild von Harald Thor. Die Personenführung erschien schwach. Es entstanden keine Beziehungen zwischen den Protagonisten, so dass erstaunlich viel szenischer Leerlauf zu bestaunen war…

Zum Bericht[8] von Dirk Schauß

Martin Kusej neuer Direktor des Wiener Burgtheaters

Martin Kusej, der „Burg-Herr“

Im zweiten Anlauf hat er es nun doch geschafft. Die Burg hat wieder einen Österreicher als Direktor. Einen sportlichen noch dazu, denn Kusej hat in der österreichischen Handball-Bundesliga gespielt – Handball ist kein Sport für Weichlinge

Auszug aus der „Süddeutschen Zeitung: Die Entscheidung für Kušej, geboren 1961 in Kärnten, war derart naheliegend, dass sie geradezu unwirklich anmutet. Seit 2013 ist er Regieprofessor am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, er hat regelmäßig an der Burg inszeniert, als dort Nikolaus Bachler Direktor war (1999 bis 2008), der inzwischen die Bayerische Staatsoper leitet. Dessen Intendanz wurde 2008 mit Kušejs Inszenierung von Verdis „Macbeth“ eröffnet…

Manche Schauspieler kamen mit seinem Temperament nicht zurecht und suchten das Weite. Andere lieben ihn bis heute.

Kušej ist ein Bauchmensch mit hoher Impulsivität, er ist unverbrüchlich treu gegenüber Weggefährten, kocht gerne und entwickelte in den vergangenen Jahren ein großes Interesse an politischen Inhalten und Regisseuren aus Osteuropa…

Kusej: „Es ist an der Zeit, wieder politisch zu werden“
2006 unterlag Martin Kusej noch gegen Matthias Hartmann bei der Bestellung der Burg-Spitze. Bei der Präsentation nannte er die Burgtheater-Ära unter Claus Peymann als Vorbild.
Die Presse[9]
Die Burg ruft
http://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-die-burg-ruft-1.3567801[10]
Ich stehe für Irritation
Wiener Zeitung[11]
Martin Kusej wird neuer Intendant am Wiener Burgtheater
Münchner Abendblatt[12]
Martin Kusej wird Wiener Burgtheaterdirektor
Neue Zürcher Zeitung[13]
Kusej wird neuer Burgtheaterdirektor
Oberösterreichische Nachrichten[14]

Theater soll also in Österreich politischer werden! Dabei ist Polit-Theater in Österreich sowieso unschlagbar und Kusej trifft auf übermächtige Konkurrenz. Kurz, Kern, Strache, Pilz – alles begnadete Darsteller – da kann sich Kusej warm anziehen – überhaupt wenn die Wahlen nicht „Kusej-like“ verlaufen.

Aus dem Windschatten der drei angeblich Großen tritt nun Peter Pilz, der Älteste aber nicht Untalentierteste der Genannten an und will das Feld von hinten aufrollen

Lunacek von Pilz „schon sehr irritiert“
Grünen-Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek ist von Peter Pilz und dessen Plan einer eigenen Liste bei der Nationalratswahl enttäuscht. Im Ö3-Interview, das am Sonntag in der Reihe „Frühstück bei mir“ ausgestrahlt wird, kritisiert sie vor allem sein Abrücken von der versprochenen Unterstützung für Lunacek.
Die Presse[15]

Kusej wird es verdammt schwer haben!

Ich wünsche ein schönes Wochenende

A.C.

 

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-staatsballett-nurejew-gala-2017
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000060610503/Nurejew-Gala-Im-Schatten-einer-verzweifelten-Liebe
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/staatsballett-lud-zum-saisonschluss-zu-ueppiger-tour-de-force-254334/
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/901741_Ein-Messen-ohne-Scheu.html?em_view
  5. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchner-opernfestspiele-placido-domingo-und-diana-damrau-in-la-traviata.47d3a832-92fc-4c38-b2ef-d7e73289d6e3.html
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/london-otello-royal-opera-house-er-ist-wieder-da
  7. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/peter-konwitschny-inszenierte-giuseppe-verdis-attila-fuer-staatstheater-nuernberg-8445645.html
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/frankfurt-tosca-gepflegte-biederkeit
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5244252/Kusej_Es-ist-an-der-Zeit-wieder-politisch-zu-werden
  10. http://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-die-burg-ruft-1.3567801: http://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-die-burg-ruft-1.3567801
  11. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/901755_Ich-stehe-fuer-Irritation.html?em_view
  12. Münchner Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211083267/Martin-Kusej-wird-neuer-Intendant-am-Wiener-Burgtheater.html
  13. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/burgtheater-wien-martin-kusej-wird-neuer-direktor-in-wien-ld.1303668
  14. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Kusej-wird-neuer-Burgtheaterdirektor;art16,2610764
  15. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5244295/Lunacek-von-Pilz-schon-sehr-irritiert

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-juli-2017


30. JUNI 2017

by ac | 30. Juni 2017 08:30

Die Wiener Staatsoper verabschiedet sich heute in die Sommerpause und gibt gleichzeitig wichtige Umsesetzungen für die nächste Saison bekannt. Copyright: Karl Goldammer

Aufgrund seiner schweren Erkrankung ist Dmitri Hvorostovsky gezwungen, seine für die kommende Saison 2017/2018 geplanten Auftritte an der Wiener Staatsoper abzusagen.
Wer an seiner Stelle den Ankarström in Un ballo in maschera am 5., 8. und 11. November 2017; den Jago in Otello am 12., 15., 18. und 22. März 2018 sowie die Titelpartie in Rigoletto am 31. Mai und am 3., 7. und 10. Juni 2018 verkörpern wird, wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Die gesamte Staatsoperngemeinschaft wünscht Dmitri Hvorostovsky viel Kraft und ist in Gedanken bei ihm und seiner Familie.

In der Vorstellungsserie von Faust im Jänner/Februar 2018 (25. und 28. Jänner, 2. Februar) wird Jean-François Borras die Titelpartie anstelle von Rolando Villazon verkörpern, der diese Auftritte aufgrund seiner Verpflichtungen als Intendant der zeitgleich stattfindenden Salzburger Mozartwoche absagen musste.

In Simon Boccanegra am 6., 10. und 13. Mai 2018 wird Francesco Meli anstelle von Fabio Sartori die Rolle des Gabriele Adorno verkörpern.

KS Angela Denoke hat ihre Auftritte als Gräfin in Capriccio (Vorstellungen am 17., 20., 24. und 27. Mai 2018) zurückgelegt, an ihrer Stelle wird Anna Gabler die Partie übernehmen. Die aus München stammende Sängerin, die bisher u. a. an der Bayerischen Staatsoper, der Dresdner Semperoper, in Hamburg, Glyndebourne, Tokio, Brüssel, Paris und bei den Salzburger Festspielen zu erleben war, wird im Dezember 2017 im Haus am Ring in der Titelpartie von Arabella debütieren und in der kommenden Saison u. a. noch als Freia (Das Rheingold) und Gutrune
(Götterdämmerung) zu hören sein.

Zwei Besetzungsänderungen gibt es auch bei der Matineenreihe „Ensemblematinee im Mahler-Saal“: Den Vormittag am 15. Oktober gestalten Bongiwe Nakani und Igor Onishchenko (anstelle von Orhan Yildiz), den Termin am 10. Dezember Margaret Plummer und Orhan Yildiz (anstelle von Igor Onishchenko).

Peter Schneider dirigiert die Ariadne (November 2017) anstatt des verstorbenen Jeffrey Tate.

Die Staatsoper hat rechtzeitig noch vor der Sommerpause diese wichtigen Umbesetzungen bekanntgegeben. Mehr ist nicht zu verlangen, wer auch ein Haar in dieser Suppe findet, der will ganz einfach eines finden!

HEUTE letzter Stream der Saison: „PELLÉAS ET MÉLISANDE ab 19 h

NEU: Martin Kusej ist neuer Burgtheaterdirektor

Martin Kusej kehrt nach Wien zurück. Der Kärntner Regisseur und Intendant des Bayrischen Staatsschauspiels wird ab der Saison 2019/2020 Direktor des Burgtheaters, wie Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) heute bekannt gab. Er folgt damit auf Karin Bergmann, die sich selbst nicht um eine Verlängerung ihres Vertrages beworben hatte.

„Ich freue mich, dass der wichtigste Regisseur des Landes endlich die bedeutendste Bühne der Republik führen wird und sich seiner Lebensliebe – dem Burgtheater – widmen kann“, begründete Drozda seine Entscheidung für den gebürtigen Kärntner… (Quelle: ORF)

Zwei Rezensionen aus dem Kino (OTELLO mit Jonas Kaufmann in London) online
 
Zum Bericht[1] von Sigi Brockmann
Zum Bericht[2] von Peter Dusek
 

„Die Zauberflöte“ ist meistgespielte Oper in Deutschland
„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart ist wieder die meistgespielte Oper in Deutschland. In der Spielzeit 2015/16 gab es 27 Inszenierungen und 268 Aufführungen. Das geht aus der Werkstatistik hervor, die der Deutsche Bühnenverein am Donnerstag veröffentlicht hat. Der Spitzenreiter der vorherigen Saison, „La traviata“ von Giuseppe Verdi, rutschte auf den sechsten Rang bei den Inszenierungen (16) beziehungsweise Platz 10 hinsichtlich der Aufführungen (106).
Musik heute[3]

Köln: Sanierung der Kölner Bühnen dauert bis 2022
Die Sanierung des Kölner Opern- und Schauspielhauses soll bis Herbst 2022 abgeschlossen werden. Das geht aus einem internen Terminplan vor, der der „Kölnischen Rundschau“ vorliegt (Freitagausgabe). Am kommenden Montag (3. Juli) wolle der Technische Betriebsleiter der Bühnen, Bernd Streitberger, den weiteren Verlauf der Sanierung und deren Kosten offiziell vorstellen. Nach Informationen der Zeitung soll dabei die Zahl von 550 Millionen Euro genannt werden.
Musik heute[4]

Diese Umbauten haben es in sich, sie sind terminlich nicht leicht vorausberechenbar und zudem teurer als ein Abriss bzw. Neubau.

Wie sieht es übrigens mit der Bausubstanz der Wiener Staatsoper aus? Irgendwann wird auch die „in die Jahre kommen! Als vor etwa drei Jahren Schäden am Balkon auftraten, war das bereits ein großes Drama und hat zu einer langen Sperre des Balkons geführt.

Nun kann man Traditionshäuser wie die Wiener Staatsoper nicht abreissen, anderseits wäre eine mehrjährige Sperre für Wien (nicht für die meisten Wiener, die ohnedies selten bis nie reingehen) eine Katastrophe. Zu einen Wien-Besuch gehört ganz einfach der Besuch der Oper, auch wenn man nach dem ersten Akt zum Heurigen flüchtet und damit zwei Pflichttermine an einem Abend abhaken kann.

Im Ernst, hat man darüber bereits nachgedacht? Wirkliche Ausweichquartiere gibt es nicht. Das Thema stellt sich voraussichtlich und auch hoffentlich außerhalb meiner Lebenserwartung, mögen sich doch andere den Kopf darüber zerbrechen!

WIEN MuTh: Ab heute Zeitgenössische Oper entdecken
Armel Opera Festival 30. Juni bis 3. Juli 2017
Wien, im Juni 2017. Das Armel Opera Festival, das heuer sein 10. Jubiläum feiert, widmet sich der zeitgenössischen Oper. Jedes Jahr bringt das Festival gemeinsam mit ausgewählten europäischen Opernhäusern 5 neue Produktionen auf die Bü̈hne. Die Vorstellungen sind gleichzeitig Teil eines Wettbewerbs: die beste Vorstellung und die besten SängerInnen werden von Musikexperten ausgewählt und ausgezeichnet. Das Armel Opera Festival stellt sich zum ersten Mal neben Budapest auch in Wien, im MuTh, mit vier Produktionen vor. Für weitere Informationen: www.armelfestival.org

Freitag, 30. Juni 2017, 19:30 Uhr
Udo Zimmermann: Die Weiße Rose
Theater Orchester Biel Solothurn (Biel, Schweiz)

Der Merker-Kunstsalon bringt Luciana d’Intino für ein Konzert nach Baden bei Wien

Der „Merker-Kunstsalon“ tritt immer massiver auch als Veranstalter in Erscheinung – und bietet internationale Stars auf! Die Mezzosopranistin LUCIANA D’INTINO war auf allen großen Opernhäusern der Welt zu Gast, nun ist es der Veranstalterin Elena Habermann gelungen, diese herausragende Mezzosopranistin nach Baden bei Wien in das Schlosshotel Weikersdorf zu bringen.  DIENSTAG 11. JULI um 19,30 h.

Die Karten für das Konzert im fürstlichen Ambiente des Schlosshotels Weikersdorf kosten € 40.- – wenn Sie jedoch das Zauberwort „Der neue Merker“ nennen, reduziert sich der Preis auf € 35.-

Lassen Sie sich die einmalige Chance, Luciana D’Intino in diesem Rahmen geradezu hautnah zu erleben, nicht entgehen!

Kartenreservierung (Kennwort  „Der neue Merker“) unter Telefon (Festnetz Wien) 405 93 94

 

 

STEPHANIE HOUTZÉEL GIBT EINEN LIEDERABEND AM 9.7. AM SEMMERING IM LEGENDÄREN „SÜDBAHNHOTEL“

Zwischen Traum und Wirklichkeit
Liederabend mit Werken von Gustav Mahler, Johannes Brahms,
Erich Wolfgang Korngold und Albin Fries

am 9.7. um 17 h im Südbahnhotel auf dem Semmering

Stephanie Houtzeel, Mezzosopran
Florian Krumpöck, Klavier

Stephanie Houtzéel. Copyright: Julia Wessely
http://www.kultursommer-semmering.at/details?id=8[5]

AUSSTELLUNG WIEN / Unteres Belvedere:  MARIA THERESIA UND DIE KUNST
Vom 30. Juni 2017 bis zum 5. November 2017

MariaTh Kunst  Messerschmidt~1
In der Austellung fotografiert

Kunst aus Kalkül, Kunst aus Neigung?

Viele neue Biographien zum 300. Geburtstag haben Maria Theresia längst nicht mehr als die warmherzige, den Künsten zuneigte Landes- und Familienmutter gezeichnet, sondern als Frau, die sich der Schwierigkeiten ihrer Rolle voll bewusst war und ihr eigenes Image kalkulierend prägte. Zur fürstlichen Repräsentation zählte stets die Kunst – aber sie soll diese durchaus auch mit Neigung, nicht nur zur eigenen Macht- und Prachtentfaltung eingesetzt haben. Das zumindest will Kurator Georg Lechner mit der Ausstellung „Maria Theresia und die Kunst“ im Unteren Belvedere beweisen – und es ist ihm gelungen…

IMariaTh Kunst  Marie Antoinette~1

Zum Ausstellungsbericht [6]von Renate Wagner

Glosse von Rüdiger Schaper:
Preist das Publikum!
So viele hochdotierte Preise in der Kulturszene, doch eine qualifizierte Gruppe geht immer leer aus: das Publikum. Ein Glosse
Tagesspiegel[7]

Ich habe mich bereits damit abgefunden, dass ich während der Sommermonate jeder halbwegs interessanten Meldung hinterherjagen muss. Aus Bayreuth ist kein Skandal zu erwarten, aus Salzburg sowieso nicht.

Also findet der Rechtschreibrat Aufnahme bei uns

Rechtschreibrat mag „Ketschup“ und „Majonäse“ nicht mehr
Das offizielle Regelwerk für die deutsche Rechtschreibung wurde leicht modifiziert: Es lässt jetzt das „scharfe S“ in Großbuchstaben zu, erlaubt die Großschreibung des Adjektivs in Wendungen wie „viel Glück im Neuen Jahr“ und verzichtet auf ungebräuchliche Fremdwortschreibungen.
Die Presse[8]

Fußball: Wir Österreicher blicken immer neidisch nach Deutschland, das muss einmal zugegeben werden. Da tritt Jogi Löw, der von sogenannten Experten in Innsbruck und auch in Wien „geschasst“ wurde, bei der WM-Generalprobe mit einer „B-Elf“ an (eigentlich eine Frechheit) und wird voraussichtlich damit den Bewerb gewinnen. Mehr braucht man da wohl nicht sagen. In Deutschland wird hochprofessionell gearbeitet, bei uns werden diverse Stars verhätschelt. Und so werden österreichs Fußballfreunde noch in 50 Jahren von Cordoba zehren müssen!

Die Politik will ich auch nicht zu sehr strapazieren, weil das nicht primär unsere Aufgabe ist. Obwohl gerade sie spannend zu werden verspricht. Da macht eine frischgewählte Parteichefin bereits in 3 Wochen soviele Fehler, wie sie sich während dreier Jahre nicht leisten darf.

Österreich: Die Pilz-Partei: Linke Liste mit Islamismus-Kritik
„Ja, ich will“, sagt Peter Pilz. Die Grünen erwischt er damit am falschen Fuß. Sie hoffen auf eine „Trennung mit Anstand“. Und könnten weitere Mitstreiter verlieren.
Die Presse[9]

Haben Sie ein schönes Wochenende!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/londonkoenigliches-opernhaus-kino-im-schlosstheater-muenster-otello-eine-grossartige-ensembleleistung
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/londoncovent-garden-im-kinouci-millennium-city-otello-mit-jonas-kaufmann-von-den-hoellenqualen-der-liebe
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16022/die-zauberfloete-ist-meistgespielte-oper-in-deutschland/
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16024/zeitung-sanierung-der-koelner-buehnen-dauert-bis-herbst-2022/
  5. http://www.kultursommer-semmering.at/details?id=8: http://www.kultursommer-semmering.at/details?id=8
  6. Zum Ausstellungsbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-belvedere-maria-theresia-und-die-kunst
  7. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/glosse-von-ruediger-schaper-preist-das-publikum/19993606.html
  8. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/feuilleton/5243126/Rechtschreibrat-mag-Ketschup-und-Majonaese-nicht-mehr
  9. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5243773/Die-PilzPartei_Linke-Liste-mit-IslamismusKritik

Source URL: http://der-neue-merker.eu/30-juni-2017


29. JUNI 2017

by ac | 29. Juni 2017 07:28

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Riccardo Muti dirigiert im Marchfeld die Blasmusik. Copyright: Rudi Meinl

Riccardo Muti muss ja nicht extra geehrt werden. Genug ist er immer wieder am Pult gefeiert worden. Eine Ehrung für den gestrengen Maestro beim fröhlichen Gastro-Maitre Gerhard Bocek in dessen Marchfelderhof in Deutsch Wagram kann aber durchaus einen Unterhaltungswert haben. Anlass für Mutis lockeren Trip ins Marchfeld: Der Dirigierstar, kurz in Wien um die Einspielung der Ballett-Einlagen für das nächste Neujahrskonzert aufzunehmen, wurde hierher gelockt, um den ihm verliehenen Goldenen Johann Strauss 2017 der Johann Strauss-Gesellschaft entgegenzunehmen.

Der Maestro griff sogar zum Dirigierstaberl, um die ihn am Deutsch Wagramer Bocek-Boulevard ehrfurchtsvoll empfangenden und k.u.k. maskierten und blasmusikalisch korrekt geordneten Lehrer und Zöglinge der dortigen Musikschule den Takt vorzugeben. Eine Muti-Ehrentafel wurde enthüllt (direkt neben der für Liz Taylor).

M.R. Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

NEU: Erster Bericht über denLondoner  „Kaufmann-Otello“ in den Kinos online

Zum Bericht[1] von Peter Dusek

Heute „NUREJEW-GALA“ in der Wiener Staatsoper

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„Symphonie in C“ – Natascha Mair. Copyright: Wiener Staatsballett/ Ashley Taylor

Nicht nur für viele Wienerinnen und Wiener zum Ballett-Fixpunkt geworden, führt die „Nurejew Gala“ auch regelmäßig Gäste aus dem In- und Ausland in die Wiener Staatsoper. Die inzwischen unverzichtbar gewordene Tradition bietet zum Saisonabschluss ein gewohnt abwechslungsreiches und vielgestaltiges Programm aus der internationalen Welt des Tanzes, mit dem Manuel Legris und die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts sich bei ihrem Publikum für die Treue bedanken.

Bayreuther Festspiele erwarten Schwedens Königspaar

Noch zwei Tage – und die Wiener Staatsoper macht länger als zwei Monate Pause. Das Pressebüro hat uns gestern bereits „in den Urlaub“ verabschiedet.

Nun, Urlaub wird es zumindest für mich keinen geben (oder befinde ich mich als Pensionist im Dauerurlaub?) Während der spielfreien Staatsopernzeit werden wir uns auf die Festspiele vor allem in Salzburg und Bayreuth konzentrieren. Ich werde zwar weder da noch dort gesichtet werden, versuche vom Kommandostand aus Erwähnenswertes zu berichten. Hoffentlich hält Barrie Kosky, was ich mir von ihm versprochen habe, auf die Wagnerianer wage ich gar nicht zu hoffen. Die sind mittlerweile dermaßen angepasst,dass ich ein Heimspiel für Kosky voraussage.

Die Bayreuther Festspiele erwarten zur Eröffnung am 25. Juli prominente Gäste aus dem In- und Ausland. Erstmals werden Schwedens König Carl Gustav und Königin Silvia die Festspiele besuchen. Was sich sonst noch an echter oder vermeintlicher Prominenz im langen Abendkleid bzw. im Smoking bei mehr als 35 Grad im Festspielhaus drängt, erfahren Sie unter dem untenstehenden Link
Musik heute[2]

Eine Form der Gerechtigkeit ist, dass Promis wie Fußvolk die gleichen Temperatuten zu erleiden haben!

Bayreuth Interview mit Johannes Martin Kränzle: Opernsänger kämpft sich ins Leben zurück: „Es ist ein Wunder“


Johannes Martin Kränzle als Beckmesser in der Metropolitan Opera. Copyright: Metopera

Bei Kosky wird Beckmesser vermutlich ganz anders aussehen – und vielleicht auch ein anderes Rollenbild bieten. Zu mir ist noch nichts gedrungen. Aber Kosky wäre nicht Kosky, wenn dem nicht so wäre.

Zwischen dem Met-Beckmesser und der heurigen „Meistersinger“-Premiere liegt eine ganz schwere Zeit für diesen „einer der spannendsten, intelligentesten Singdarsteller der Opernszene“.

Doch darübersoll er selbst berichten!  
Interview mit Johannes Martin Kränzle: Opernsänger kämpft sich ins Leben zurück: „Es ist ein Wunder“
Münchner Merkur[3]

Oberammergau/ „Der fliegende Holländer“
„Christian Stückl: Ich seh den schon auch kritisch wegen seiner Äußerungen über Juden“
Der Intendant des Münchner Volkstheaters, Christian Stückl, inszeniert in seiner Heimat Oberammergau den „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner. Ohne zuvor je eine Wagner-Oper gesehen zu haben.
Die Welt[4]

Ist das heute unabdingbar, dass sich Regisseure ohne Werkkenntnis (nie zuvor eine Wagner-Oper gesehen) über ein Stück hermachen? Ganz wichtig ist freilich, dass sie wissen, was sie über Richard Wagner zu sagen haben. Ist das bereits Bestandteil des Vertrages?

SONNTAG ORF-DOKUMENTATION. GROßE OPER IM KAISERHOF –SOMMERFESTIVAL OPER KLOSTERNEUBURG
Sonntag, 2. Juli 2017, 9.50 Uhr, ORF 2

Ich werde mir erlauben, Sie zeitnahe noch daran zu erinnern!

Winzendorf (nahe Wiener Neustadt): Dort ficht Zorro

Zorro - Jun 2017_MG_0132 small by ahaunold@gmx.at
Ana Milva Gomes (Inez), Armin Kahl (Diego De La Vega/Zorro). Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Die Intendantin ist Marika Lichter

Anfahrt: Die Eventbühne Winzendorf befindet sich im Einzugsgebiet von Wien, Wr. Neustadt, Bad Vöslau, Baden und vieler anderer Orte im Wiener Becken. Sie ist aus Wien innerhalb von 30 Minuten, aus Graz innerhalb einer Stunde über die Südautobahn erreichbar (Abfahrt Wr. Neustadt West) und auch nur 30 Minuten von der ungarischen Grenze entfernt. Ab dem Wiener Südbahnhof bzw. dem Bahnhof Wr. Neustadt ist Winzendorf auch per Bahn erreichbar….

Zorro - Jun 2017_MG_0156 small by ahaunold@gmx.at
Christoph Apfelbeck (Ramon). Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Christoph Apfelbeck kenne ich schon als Kleinkind, sein Vater war in meinem Fußballclub in der Anfangszeit der Abwehrchef, ein ruhiger und besonnener Spieler. Beim ersten Meistertitel war er dabei, später hat er sich für seinen Beruf als „Banker“ bei der Bank-Austria entscheiden müssen. Bei uns ging es schon Richtung Halb-Profitum – und wenn sich Peter Apfelbeck für Fußball statt für die Bank entschieden hätte, hätte ich es nicht verstanden!

Filme der Woche

FilmPoster   Der Tod  von Ludwig 14~1
Besuchen Sie Renate Wagnes FILMSEITE[5]

Offen gestanden hat man zu dem Thema anderes und vor allem mehr erwartet. Der Tod von Ludwig XIV. – das war Frankreichs Sonnenkönig, Versailles das Zentrum der europäischen Welt, der Mann selbst eine singuläre Größe, der sein Land mehr als ein halbes Jahrhundert lang (eigentlich auf dem Papier sieben Jahrzehnte, da er als Kind auf den Thron kam) regiert hatte, als er sich im August 1715 zum Sterben anschickte – ein Wundbrand am linken Bein löste das Ende aus, doch der 77jährige hatte ein Leben ungeheurer Aktivität hinter sich, mochte wohl auch müde sein… war er doch ein König gewesen, der diese „Würde“ (wie man es damals sah) verkörperte wie wenige andere.

Nun könnte man dieses Sterben in die gewaltige Welt von Versailles einbetten, wo ein Hofstaat ohnegleichen nach ausgefeilten Regeln lebte (und sich gegenseitig intrigierend auszuhebeln suchte). Welche Folgen hatte das Sterben eines Königs auf die Umwelt? Wie viele Bündnisse wurden geschlossen, Abmachungen getroffen, wie viele Spione ausgeschickt? Wer bangte panisch um seine Existenz, wer hoffte verzweifelt auf die Zukunft?

Aber das interessiert den katalanischen Regisseur Albert Serra so gut wie gar nicht. Nach der ersten Szene, der einzigen, die außerhalb seines Schlaf- und Sterbezimmers spielt (der König im Park, in einem Rollstuhl), zeigt er einen kleinen, zusammen geschrumpften Mann, der immer kleiner wird, bis er endlich – und das zieht sich – verlischt. Einfach ein Sterben, das ihn von dem anderer Menschen nur unterscheidet, dass allzeit mehr Leute um ihn herum sind, als sich um die armen Durchschnittsbürger kümmern…

AUKTION IN LONDON: Rekordpreis bei Christie’s für Beckmanns „HÖLLE DER VÖGEL“

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Hölle der Vögel“ von Max Beckmann

„Hölle der Vögel“, allegorisches Gemälde von Max Beckmann (1884-1950) wurde vom Auktionshaus Christie’s in London um 36 Millionen Pfund (40,8 Millionen Euro) versteigert.

Laut Christie’s wurde somit ein Rekordpreis für den Künstler sowie der bisher höchste Preis bei einer Auktion für ein Werk des deutschen Expressionismus erzielt. Christie’s hatte einen Schätzpreis von rund 30 Millionen Pfund festgesetzt.

Österreich: Der Koalitionsbruck ist perfekt
SPÖ überstimmte ÖVP
Die Presse[6]

Fußball/ Confed-Cup: Elferschießen kompensiert Fehlentscheidung

Heinrich Schramm-Schiessl schreibt: In meinen Augen war das in der 117. Minuten ein klarer Elfer für Chile. Wo war da der Videobeweis – oder hätte man seitens der FIFA lieber Portugal im Finale gehabt? M.E. wollten die Portugiesen offenbar nicht wirklich ins Finale, so lustlos wie die beim Elferschiessen angelaufen sind.

Lieber Heinz, ganz offen gesagt, ich hätte den Elfer auch nicht gegeben – und wäre damit wahrscheinlich – ganz so sicher bin ich immer noch nicht,  falsch gelegen. Der Spieler ist sehr theatralisch zu Boden gegangen – das hat mich abgeschreckt!

Videobeweis? Die Chilenen haben nicht wirklich protestiert – und wenn der „Video-Schiedsrichter“ plötzlich vom Bildschirm aus das Spiel entschieden hätte, wäre der Skandal perfekt gewesen. Wo kein Kläger, da kein Richter. Da war mir das gute, alte Elferschießen schon lieber! Sieger Chile – ohne üblen Beigeschmack!

Apros pos Elferschießen (tags zuvor bei der U21-EM): England und Elferschiessen, das wird offenbar nichts mehr in dieser Welt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/londoncovent-garden-im-kinouci-millennium-city-otello-mit-jonas-kaufmann-von-den-hoellenqualen-der-liebe
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/16018/bayreuther-festspiele-erwarten-schwedens-koenigspaar/
  3. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/interview-mit-opernsaenger-johannes-martin-kraenzle-ueber-seine-erkrankung-an-mds-8439552.html
  4. Die Welt: https://www.welt.de/regionales/bayern/article165850336/Ich-seh-den-schon-auch-kritisch-wegen-seiner-Aeusserungen-ueber-Juden.html
  5. Renate Wagnes FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  6. Die Presse: http://diepresse.com/home/diverse/bildung/5243039/Der-Koalitionsbruch-ist-perfekt

Source URL: http://der-neue-merker.eu/29-juni-2017


28. JUNI 2017

by ac | 28. Juni 2017 08:48

München/ Cuvilliéstheater: Don Giovanni. Bericht von den beiden ersten Vorstellungen in wechselnder Besetzung online. Copyright: Thomas Dashuber

Auszug aus dem Bericht von Michael Koling: Nach dem Fallen des Schlussvorhanges am Premierenabend von „Don Giovanni“ letzten Samstag, 24.Juni, brandete im Cuvilliestheater deutlicher Beifall auf (in der ersten Reprise zwei Tage später mit weitgehend anderer Besetzung blieb der Applaus deutlich verhaltener). Ganz klar war zunächst nicht, galt der Jubel primär dem scheidenden Musikchef des Gärtnerplatztheaters, den Mitwirkenden vor und auf der Bühne, dem Regie- und Ausstattungsteam oder allen gemeinsam. Aus Sicht des Schreibers dieses Berichtes war es wohl der letztgenannte Aspekt – nicht unbedingt gerechtfertigt in der persönlichen und subjektiven Betrachtung. Der Beifall am Montag fiel da durchaus differenzierter aus…

Das Publikum, das unbekannte Wesen – mittlerweile kristallisieren sich da schon brauchbare Verhaltensmuster heraus. Jedes Haus (vielleicht  mit Ausnahme der Wiener Staatsoper) hat sich seine Premierenjubler herangezüchtet, demnach verläuft der Schlussapplaus wenig spannend. Im konkreten Fall hat der Berichterstatter beide Vorstellungen gesehen, kann also schon den Unterschied feststellen: War die Premiere von nahezu einhelligem und anhaltenden Beifall und auch Applaus an den passenden Stellen während der Aufführung geprägt, verhielt sich das Publikum am zweiten Abend deutlich zurückhaltender.

Wenn an den „passenden Stellen“ applaudiert wird, ist das aber wiederum ein Lob an das Premierenpublikum. Also für mich bleibt das Publikum ein unbekanntes Wesen.

Aber eigentlich geht es ja um „Don Giovanni“ in der Föttinger-Inszenierung im Cuvilliéstheater:

Zum Bericht[1] von Michael Koling

In diesem Zusammenhang fällt mir übrigens auch der Auftritt des „Österr. Musikpreis-Duos Daniel Serafin und Karl-Michael Ebner gestern im TV ein. Der anscheinend ziemlich unbedarfte Moderator/ TV-Reporter (offenbar eine Grundvoraussetzung für diesen Job) provozierte mit dem Einwurf „die Wiener Staatsoper hat gar keinen Preis gewonnen“.  Nun, die Wiener Staatsoper nimmt bewusst und aus für mich völlig einsichtigen Gründen an diesem Bewerb, für den Bewerbungen selbst eingereicht werden müssen, nicht teil. Was soll man auf eine derart dumme Feststellung antworten? Das Preisverleiher Duo versuchte diese Peinlichkeit zu überspielen: „Man kann niemand zwingen, an diesem Bewerb teilzunehmen“ (Daniel Serafin, Bingo“, das wärs gewesen). Sein Pendant konnte sich jedoch nicht verkneifen, auf seine Art witzig zu sein: „Vielleicht war es nicht die beste Saison, der Staatsoper, deshalb hat sie wohl auf eine Einreichung verzichtet“.

Beim Boxen würde der Ringrichter einschreiten – Tiefschlag!

Das Publikum, das undankbare Wesen! Der Wiener Stadtrat Mailath-Pokorny rügt Presse und Publikum bei den Wiener Festwochen.

 

Wien soll also Krems werden! So ungefähr lautet das Motto des neuen Festwochenchefs, der davor das Festival im niederösterreichischen Krems geleitet und damit offensichtlich den Wiener Kulturverantwortlichen begeistert hat

Auf die teils herbe Kritik an der ersten Ausgabe der Wiener Festwochen unter der Intendanz von Tomas Zierhofer-Kin reagierte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) im Interview mit „profil“ mit der Ankündigung von „detaillierten Manöverkritiken“: „Einer meiner Hauptkritikpunkte ist, dass die Kommunikation mit dem Publikum nicht gelungen ist.“… („Salzburger Nachrichten“)

Gibt es eigentlich einen ärgeren Vorwurf an einen Veranstalter?

„Es darf nicht das Ziel eines allgemein zugänglichen und öffentlich finanzierten Festivals sein, dass es zur Geheimwissenschaft wird.“ Man müsse mehr auf die Menschen zugehen, dürfe aber auch vom Publikum erwarten, „dass es neugierig bleibt“.

„Konkret reagieren“ müsse man, falls Sponsoren abspringen, davon gehe er aber derzeit nicht aus…

Scheinbar ist auch die Kommunikation mit der Presse nicht gelungen. Deren Aufgabe ist es, das Publikum auf die Events einzustimmen, wenn geht, dem eine Meinung einzureden. Das klappt zunehmend schlechter.

Leise Selbstkritik lese ich aus den Worten des Stadtrats heraus, vielleicht klappt im nächsten Jahr auch die Kommunikation mit dem Publikum besser. Allerdings – nicht das Publikum muss sich ändern!

Vereinigte Bühnen wien: Das Publikum, das dumme Wesen!

Das Raimundtheater wird nicht auf 2000 Platze (derzeit 1200) ausgebaut.

Auszug aus einem Kurier-Interview mit dem künftigen VBW-Chef Franz Patay: Wir haben uns zu dieser Variante entschlossen, weil es immer schwieriger wird, große Häuser zu füllen.

Die Staatsoper ist beinahe täglich zu 99 Prozent ausgelastet.

Ja, aber sie spielt jeden Tag ein anderes Stück. Und wir spielen monatelang das gleiche. „Schikaneder“ kam seit der Uraufführung am 30. September auf 180.000 Besucher. Das ist schon sehr viel für ein einzelnes Stück!

Dabei waren die Vorstellungen extrem schlecht ausgelastet.

Extrem schlecht nicht, aber das Stück blieb unter den Erwartungen von 80 Prozent…

80 % war die Vorgabe, keine 70 % wurden erreicht. Dazu eine Zahlenspielerei: Das Ronacher fasst 800 Besucher (gegenüber den 1200 des Raimund-Theaters“). Hätte man Schikaneder dort gespielt, wäre man locker auf über 80 % gekommen.

Warum aber ist nun das Publikum dumm? Weil es mit dem Namen Schikaneder so überhaupt nichts anfangen konnte. „Tanz der Vampyre“ versteht jeder, aber wer zum Teufel war Schikaneder? So dachte ein Teil des Musical-Publikums – und blieb fern!

Wiener Staatsoper: Publikumsgespräch am 20.6. zum Thema „Ballett“ (morgen ist die Nurejew-Gala)

 

Thomas Platzer und Dominiqiue Meyer im Gespräch

Die Nurejew-Gala, so Dominique Meyer, sei mittlerweile eine Institution geworden: »Am Anfang haben wir gedacht, das können wir nicht verkaufen. Jetzt könnten wir dreimal hintereinander spielen. Aber wir wollen, daß es einmalig bleibt.Man hat mir gesagt, als ich nach Wien kam, daß, wenn etwas zweimal hintereinander gemacht wird, dann ist es eine Tradition.«

Für das Ballett sei es eine komische Spielzeit gewesen — aber eine erfolgreiche. Es habe ziemlich schwierig begonnen: Am Tag seiner Rückkehr aus den Ferien habe er, Meyer, erfahren, daß drei Erste Solotänzerinnen schwanger seien: »Es ist so etwas wie eine Mode geworden: Am Gipfelpunkt hatten wir 13 Schwangerschaften… Man ist in diesem Bereich sehr aktiv…«

Manuel Legris hatte dadurch mehr Arbeit, weil er die Partien mit anderen Tänzerinnen einstudieren mußte. Es sei allerdings auch eine große Freude gewesen zu sehen, daß der Nachwuchs bereit ist. Dies sei nicht zuletzt das Ergebnis der Arbeit von Simone Noja, der Leiterin der Ballettakademie.

Die Ballettakademie sei mittlerweile sehr effizient geworden. Sie war zu Beginn von Meyers Amtszeit ein Sorgenkind gewesen, da nur wenige Eleven in die Compagnie übernommen worden waren. Dies habe sich geändert. »Es hat keinen Sinn, daß der Staat so eine Schule unterstützt, wenn es keine Ergebnisse gibt. Auf Dauer kann man das nicht so halten.« Jetzt habe man dank der Akademie ein Gruppe »junger, großer, athletischer und sehr begabter« Tänzer. Zwei (Leonardo Basilio und Jakob Feyferlik) tanzten in der abgelaufenen Spielzeit die Partie des Prinzen in Tschaikowskis Schwanensee. Die Auslastung der Sparte sei fast so gut wie jene der Oper.

Ende des Sommers wird eine DVD von Le Corsaire, der ersten abendfüllenden Choreographie von Manuel Legris, erscheinen. Für den Oktober ist die Veröffentlichung der DVD von Don Quixote, der dritten Nurejew-Choreographie des Wiener Staatsballetts, geplant.

Thomas Prochazka hat für uns das Gespräch besucht.

OPER GRAZ Wunschkonzert -Wünsch dir was!. Abschiedskonzert für DIRK KAFTAN am 25.06.2017

 Sag beim Abschied leise Servus…

 Beim Wunschkonzert an der Oper Graz wurde nicht nur die Saison 2016/17 feierlich beendet sondern auch der langjährige Chefdirigent des Hauses Dirk Kaftan verabschiedet. Dementsprechend emotional war es natürlich, denn Kaftan ist dem Grazer Publikum ans Herz gewachsen und so gab es zum Abschluss noch Standing Ovations für den Dirigenten, den es jetzt nach Bonn verschlägt.

Zum Bericht [2]von Konstanze Kaas

London: Mitridate, re di Ponto, Royal Opera House, London, review

Lucy Crowe als „Ismene“ (Mitte). Copyright: Bill Cooper

Lucy Crowe, as Ismene, brings down the house with a soprano artistry beyond compare
The Independent[3]
Mitridate review at Royal Opera House, London – “expertly sung’
The Stage[4]

Review: Mitridate, re di Ponto (Royal Opera House)
http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-mitridate[5]

Mitridate, Re di Ponto, Royal Opera review – Crowe and costumes light up pointless revival
http://www.theartsdesk.com/opera/mitridate-re-di-ponto-royal-opera-review-crowe[6]

MERKER-KUNSTSALON: VIDEO DER KONZERTANTEN „NORMA“ ONLINE (Vorstellung am 7.6.2017)

Mit den geringen zur Verfügung stehenden Mitteln versucht der „Merker-Kunstsalon“ Veranstaltungen  anzubieten, die sich im Programm eher zu den Raritäten (meist im italienischen Fach) hingbewegen. Das Publikum besteht aus Opernkennern, die wirklich anspruchsvoll sind. Nachdem die Besucher immer wieder kommen, dürften diese Ansprüche befriedigt werden. Erstmals können wir Ihnen nun als Youtube-Video eine ganze Veranstaltung zur Ansicht anbieten, die konzertante „Norma“ am 7.6. dieses Jahres – Spieldauer ohne Pause immerhin 2 Stunden und 7 Minuten (es fehlen tatsächlich nur die Chorszenen)

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Marena Balinova-Reichl, Yuko Mitani, Anna Ryan. Foto: Herta Haider

Pearson; Balinova, Ryan, Mitani; Magdal, Dumitrescu

ZUM VIDEO „NORMA“[7] (2 Stunden, 7 Minuten)

In unseren Interviews: Ein Interview mit Stephen Gould (Dr. Sieglinde Pfabigan) wurde online gestellt!

Zum Interview[8]

Filme der Woche

Verführten FilmPoster  Die Verführten x~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[9]

Auf Sofia Coppola ist sozusagen kein Verlaß. Sie macht ausgezeichnete Filme und solche, die ihr nicht gelingen (dazu zählte einst ihre Version des Schicksals von „Marie Antoinette“). Das ist besonders schade, wenn man – wie bei „Die Verführten“ – genau weiß, was sie eigentlich erzählen will: über die ungeheure Kraft der Frauen, die sich ganz hinter Sanftmut und Spitzen verstecken, aber ihr Schicksal in jeder Hinsicht in die Hand nehmen – und am Ende auch extreme Lösungen nicht scheuen. Pastellfarbene Bilder und ein wilder Psychokrimi darunter, aber am Ende verschluckt und erstickt  das Pastell alles, was die Geschichte an Möglichkeiten geboten hätte…

Der Roman von Thomas Cullinan aus dem Jahr 1966, den Don Siegel bereits 1971 verfilmt hat, ist eine typische Südstaaten-Geschichte, die 1864 während des Amerikanischen Bürgerkriegs spielt (die Welt, die wir aus „Vom Winde verweht“ kennen). Bei Siegel spielte Clint Eastwood den Nordstaaten-Söldner, den es verwundet auf eine Plantage in Virginia verschlägt, wo die Besitzerin (im früheren Film Geraldine Page) eine fromme Schule für junge Damen eingerichtet hat. In dieser Ausgangsposition entfaltet sich die klassische Situation – ein Mann unter lauter Frauen…

HEUTE START ZUM SOMMERFESTIVAL KITTSEE: NEUSTART MIT „DIE CSARDASFÜRSTIN“

Heute wird das Festival Kittsee nach mehrjähriger Pause wieder fortgesetzt.

Auch hier bietet man den Besuchern ein ansprechendes Niveau. Die Festvals werden zwar immer zahlreicher, die Ansprüche aber gleichzeitig höher.

Machen Sie einen Ausflug nach Kittsee, der Ort liegt für uns Wiener recht gut erreichbar!

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Schloss Kittsee. Copyright: Christian Buchmann/ Agentur

Nur 40 km von Wien entfernt, an der Grenze des Burgenlands zu Niederösterreich, liegt Kittsee.[10]

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Das wunderschöne Barockschloss Kittsee verwandelt sich im Sommer (28. Juni bis 15. Juli) in die idyllische Kulisse eines ganz besonderen Sommerfestivals.
Herzstück des diesjährigen Festivalprogramms ist die Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ unter der Leitung des renommierten Wiener Dirigenten Joji Hattori.
Ein großes Vergnügen für kleine Gäste ist die Kinderoper „Die Reise des kleinen Prinzen“ am 2. und 9. Juli 2017, wobei auch Kinder mitwirken werden.
Am Abend des 12. Juli zeigt das Sommerfestival Alma Deutschers „Cinderella“!

Informationen und Tickets unter www.sommerfestival.at[11]

Nach mehrjähriger Pause wurde das Sommerfestival Kittsee auf ausdrücklichen Wunsch des Landeshauptmanns aus dem Tiefschlaf geholt und bietet als Hauptwerk DIE CSARDASFÜRSTIN (28.6. Premiere, 29./30.6./ 6./7./8./13./14.15.7.2017 jeweils um 19,30 h)

DIE REISE DES KLEINEN PRINZEN (2./9.7. um 18,30 h)

CINDERELLA von Alma Deutscher am 12.7. um 18,30 h. Cinderella, die Oper des „Komponistenwunderkinds“ Alma Deutscher, wurde vor kurzem im Wiener Casino Baumgarten mit großem Erfolg uraufgeführt.

http://www.viennaticketoffice.com/die-csardasfuerstin-tickets-334851l2939423-de.html[12]

Deutschland: Ehe für alle: Union fühlt sich von Merkel „überrumpelt“
Die SPD frohlockt, die Grünen sehen einen historischen Moment gekommen – und die Union schäumt: An der Abstimmung über die Ehe für alle entzündet sich der Wahlkampf.
Die Zeit[13]

Was ist passiert? Die Kanzlerin hat in einem Alleingang die Abstimmung über die gleichgeschlechtliche Ehe als „Gewissensfrage“ bezeichnet und damit die Abstimmung für die CDU-Abgeordneten freigegeben – ohne Clubzwang. Viele Abgeordnete wären aber gerne vor diesem Alleingang gefragt worden. „Wie sage ich es meinem Wähler“?

Der Tritt in den Fettnapf ist aber ein anderer: Die Kanzlerin will, dass das Gewissen der Abgeordneten erst nach der Wahl abgefragt wird. Die politischen Gegner kontern nicht unlogisch: Wie kann Gewissen auf einen späteren Zeitpunkt vertagt werden?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/muenchen-gaertnerplatz-produktion-im-cuvilliestheater-don-giovanni-premiere-und-erste-folgevorstellung
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/oper-graz-abschiedskonzert-fuer-dirk-kaftan
  3. The Independent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/mitridate-re-di-ponto-review-royal-opera-house-mozart-lucy-crowe-a7810306.html
  4. The Stage: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/mitridate-review-royal-opera-house-london/
  5. http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-mitridate: http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-mitridate
  6. http://www.theartsdesk.com/opera/mitridate-re-di-ponto-royal-opera-review-crowe: http://www.theartsdesk.com/opera/mitridate-re-di-ponto-royal-opera-review-crowe
  7. ZUM VIDEO „NORMA“: https://www.youtube.com/watch?v=vY9R3alQd2M
  8. Zum Interview: http://der-neue-merker.eu/stephen-gould-bei-tristan-zuhause-angekommen-im-echten-land-im-heimatland
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  10. Kittsee.: http://www.sommerfestival.at/der-grenzort-kittsee.html
  11. www.sommerfestival.at: http://www.sommerfestival.at/
  12. http://www.viennaticketoffice.com/die-csardasfuerstin-tickets-334851l2939423-de.html: http://www.viennaticketoffice.com/die-csardasfuerstin-tickets-334851l2939423-de.html
  13. Die Zeit: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-06/ehe-fuer-alle-union-angela-merkel-abstimmung-reaktionen

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-juni-2017


27. JUNI 2017

by ac | 27. Juni 2017 08:47

Rolando Villazon wird Intendant der Salzburger Mozartwoche. Foto: Neumayr

Die Stiftung Mozarteum hat Rolando Villazón als neuen Intendanten der Mozartwoche Salzburg engagiert. Der Opernsänger, Regisseur und Schriftsteller übernimmt mit 1. Juli 2017 die künstlerische Leitung des renommierten Festivals. Das teilte die Stiftung am Montag mit.

Villazón folgt Maren Hofmeister nach, die ihre Tätigkeit als Leiterin der Stiftung Mozarteum sowie der Mozartwoche zum Frühjahr 2018 beendet. Sie zeichnet noch für das Festival 2018 verantwortlich.

Bei der diesjährigen Mozartwoche war der Opernstar Villazón bereits als erster internationaler „Mozart-Botschafter“ der Stiftung für einen Zeitraum von drei Jahren präsentiert worden…

...Johannes Honsig-Erlenburg, Präsident der Stiftung Mozarteum, unterstreicht die besondere Beziehung zwischen der Stiftung Mozarteum und dem neuen künstlerischen Leiter der Mozartwoche: „Mozart und Villazón, das ist die wahrscheinlich außergewöhnlichste, gleichzeitig innigste und aufregendste Liebesbeziehung, die der Stiftung Mozarteum passieren konnte! Was für eine Chance, die sich hier bietet, Mozart in seiner Vielfalt und Tiefe neu zu entdecken!“… (Quelle: Salzburger Nachrichten)

Da fielen wohl etliche Mozart-Freunde vom Hocker. Die Überraschung ist gelungen. Lesen Sie die Kommentare der Presse:

Opernstar Rolando Villazón neuer Intendant der Salzburger Mozartwoche
Ab 2019 trägt die Mozartwoche die Handschrift des Opernsängers, Regisseurs und Schriftstellers.
Salzburger Nachrichten[1]
Villazón wird Intendant der Salzburger Mozartwoche
Der mexikanisch-französische Tenor Rolando Villazón wird neuer Intendant der Mozartwoche Salzburg. Der 45-Jährige übernimmt die künstlerische Leitung des Festivals zum 1. Juli 2017, teilte die Stiftung Mozarteum am Montag mit. Die erste komplett von Villazón konzipierte Mozartwoche soll 2019 stattfinden. Sein Vertrag läuft zunächst bis 2023.
http://www.musik-heute.de/16008/villazon-wird-intendant-der-salzburger[2]
Opernstar Rolando Villazón neuer Intendant der Salzburger Mozartwoche
Ab 2019 trägt die Mozartwoche die Handschrift des Opernsängers, Regisseurs und Schriftstellers.
Salzburger Nachrichten[1]
Rolando Villazon wird Intendant der Mozartwoche
Mozarteum bindet Star-Tenor und Mozart-Botschafter enger ans Haus –
derstandard.at/2000059814421/Rolando-Villazon-wird-Intendant-der-Mozartwoche[3]
Der Standard[4]
Aus Villazon wird ein „Mozart-Muti“
Krone.at[5]

München/Cuvilliéstheater: Don Giovanni im Kampf gegen Gott

Gegen Gott und die Welt begehrt Don Giovanni auf, hier Mathias Hausmann in der Titelpartie. © Foto: Thomas Dashuber

Die vielen Frauen genügen ihm nicht mehr, als finale Herausforderung sucht dieser Don Giovanni den Kampf mit dem Gekreuzigten. Herbert Föttinger inszenierte Mozarts Oper fürs Münchner Gärtnerplatztheater, Premiere war im Cuvilliéstheater.

München/ Cuvilliéstheater
Don Giovannis Kampf mit Gott
Die vielen Frauen genügen ihm nicht mehr, als finale Herausforderung sucht dieser Don Giovanni den Kampf mit dem Gekreuzigten. Herbert Föttinger inszenierte Mozarts Oper fürs Münchner Gärtnerplatztheater, Premiere war im Cuvilliéstheater.
Münchner Merkur[6]
Hinab ins Grabmal der Begehrlichkeiten
Diese Höllenfahrt ist eine Erlösung: Der schwermütige Don Giovanni erschießt sich aus Langweile, Weltekel und Frust. Die düstere und plausible Deutung des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München wurde vom Publikum einhellig gefeiert. Eine Kritik von Peter Jungblut.
BR-Klassik[7]

Wien/ Staatsoper: „Elektra-Serie nun zu Ende gegangen

Es gehört zu den Mysterien der menschlichen Psyche, dass man von furchtbar brutalen Handlungen dermaßen fasziniert werden kann und wie persönliche Anteilnahme ausgerechnet auf ein Mörderpaar fällt, das ein Mörderpaar bestraft, das einen mutmaßlichen Mörder erschlug. Diese Bearbeitung der zweieinhalbtausend Jahre alte Geschichte vom Fluch der Atriden fesselt durch die bewusstseinserweiternde Musik von Richard Strauss zusätzlich und stellt den Beginn der kongenialen Zusammenarbeit mit Hugo von Hofmannsthal dar. Wie großartig dieses Werk ist, erkennt man an der Tatsache, dass es sogar die Verlegung in den Kohlenkeller – kombiniert mit einer primitiven Duschanlage und zugehöriger Vertikal-Grottenbahn – in der ärgerlichen Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg – aushält.

Allerdings nur, wenn die Aufführung ausnahmslos mit hervorragenden Interpreten besetzt ist, was in der nun zu Ende gegangenen Serie glücklicherweise der Fall war…

Zum Bericht [8]von Maria und Johann Jahnas

Gent: Premiere „Sadko“ von Rimski-Korsakow

Begegnet man den Opern Nikolaj Rimsky-Korsakovs auf der Opernbühne, ist man immer erstaunt, dass Stücke mit solch einer starken Musik in Mitteleuropa ein Schattendasein fristen. So ist es auch beim „Sadko“, der jetzt an der flämischen Oper in Gent als Koproduktion mit der Oper Bratislava herauskam. Ein Hindernis bei der Verbreitung dieser Opern sind die Libretti, die meist auf russischen Märchen und Sagen beruhen, die dem hiesigen Publikum nicht bekannt sind und über die Regie irgendwie vermittelt werden müssen…

Zum Bericht[9] von Rudolf Hermes/ Gastbeitrag des „Opernfreunds“

Wer sich selbst ein Bild machen will: Der Genter „Sadko“ ist ab dem 2. Juli 2017 bei www.theoperaplatform/eu[10] zu sehen. Ab Januar 2018 wird die Produktion in Bratislava gespielt.

Cottbus: Ein Stück Schwerstarbeit
Cottbus Oper „Wozzeck“ feiert am Staatstheater Premiere. Schnörkellos inszeniert Christiane Lutz den verzweifelten Abstieg Wozzecks.
http://www.lr-online.de/kultur/Ein-Stueck-Schwerstarbeit;art1073,6054968[11]

LINZ: Die andere Seite“ von Michael Obst ist nicht eben ein Publikumsmagnet

Martha Hirschmann, Martin Achrainer. Michael Wagner. Copyright: Sakher Almonen

Es ist dies bereits die dritte Oper des 1955 in Frankfurt am Main geborenen deutschen Pianisten und Komponisten Michael Obst. Nach seiner Kammeroper „Solaris“ (1996) nach dem gleichnamigen Roman von Stanisław Lem[12] aus dem Jahr 1961, seiner abendfüllenden Oper „Caroline“ (1999), die das Verhältnis von Caroline Schelling (1763-1809), geb. Michaelis, verwitwete Böhmer, geschiedene Schlegel, verheiratete Schelling zu August Wilhelm von Schlegel (1767-1845) und zu dem um 12 Jahre jüngeren Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1775-1854) thematisiert, und schließlich „Die andere Seite“, nach dem gleichnamigen und einzigem Roman von Alfred Kubin (1877-1959), die am 25. September 2010 am Mainfranken Theater in Würzburg uraufgeführt wurde…

Zum Bericht [13]von Harald Lacina

Glyndebourne: ARIADNE AUF NAXOS


Erin Morley als Zerbinetta. Copyright: Alastair Muir

Review: Ariadne auf Naxos (Glyndebourne)
The return of Katharina Thoma’s controversial staging of Strauss’s opera
http://www.whatsonstage.com/brighton-theatre/reviews/review-ariadne-auf-naxos[14]

Lise Davidsen. Copyright: Robbie Jack Corbys

Lise Davidsen surpasses all expectations amid a splendid cast – Ariadne auf Naxos, Glyndebourne, review
The Telegraph[15]

Keep calm and carry on singing: love and art overcome wartime adversity in Glyndebourne’s Ariadne
bachtrack[16]

HEUTE IM BEZIRKSMEUM 1030 WIEN: ERINNERUNGEN AN LEONIE RYSANEK

 

Ort:  Bezirksmuseum 3.Bezirk, Sechskrügelgasse 11
Termin: Dienstag, den 27. Juni 2017, 19 Uhr – 20 Uhr 30

Teilnehmer: KS Heinz Zednik. Regierungsrat Hubert Deutsch, Ernst-Ludwig Gausmann u.a.

Moderation: Peter Dusek

Im Bezirksmuseum Landstraße läuft derzeit noch eine Ausstellung über die Erdberg vor 90 Jahren geborene Sängerin

WIEN. Exclusivkonzert des Pianisten Josef Bulva

Ich hatte die Ehre, Josef Bulva anlässlich seines Besuchs beim Online-Merker kennenzulernen. Das ist ein faszinierender Mann, der sich rund um die Uhr Gedanken macht, die oft nicht unmittelbar mit seiner Berufung als Pianist (Steinway: „Der Pianist der Pianisten“ – der „Erfinder des dritten Pedals“) zusammenhängen. Bulva redet auch über Geld (siehe Artikel in der „Süddeutschen“) – und versteht offenbar etwas davon – weil die „Süddeutsche“ achtet sehr wohl darauf, wer in ihr etwas zu sagen hat.

Es bietet sich die Chance, Josef Bulva am 13. Juli in Wien zu erleben und ich werde mir erlauben, Sie mehrmals darauf hinzuweisen! Dass ich selbst auch dort bin, ist selbstverstädlich!

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Ausnahmepianist Josef Bulva: Der verhinderte Weltstar

Im Zenit seines Erfolges beendet ein Unfall die Karriere des Ausnahmepianisten Josef Bulva. 14 Jahre später geschieht das Wunder: Ein Chirurg stellt seine linke Hand wieder her. Bulva, besser denn je, wird gefeiert – doch das große Comeback ist bisher ausgeblieben.

Josef Bulva spielt nun am 13. Juli ein Exclusivkonzert in Wien/ Festsaal Ursulinenkloster in der Johannesgasse . 14 Jahre Pause, das ist für einen Künstler eine sehr lange, zu lange Zeit. 

Das Konzert dient dem Kennenlernen für Wiens Musikfreunde mit dem hochinteressanten Künstler, der auch in anderen Bereichen ein Meister ist.

Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen!

Interview vom 22.6.2017 (taufrisch)

Reden wir über Geld mit Josef Bulva
Frau Merkel versteht nichts von Beziehungen“
Der Pianist und Spekulant Josef Bulva über Fehler der Kanzlerin in der Finanzkrise und sein Comeback am Klavier nach einem schweren Unfall.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-mit-josef-bulva-frau-merkel-versteht-nichts-von-beziehungen-1.3555885?reduced=true[17]

Filme der Woche

FilmPoster  Girlls Night out x~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[18]

Zu College-Zeiten, die im Prolog beschworen werden, waren sie ein Mädel-Quartett: Die WASP (sprich: weiß und offenbar bürgerlicher gesellschaftlicher Hintergrund) gewissermaßen als Anführerin (hat sie deshalb immer wieder ein schlechtes Gewissen wegen allem?). Die Dicke als die übliche Schrille, die alle nervt. Die bildschöne Afroafrikanerin. Und die chaotische Latina. Amerika lebt Multikulti schon länger als wir. Und ist auch im Kino gewissenhaft mit den Mischungen.

Die Mädels-Filme, die auf der Leinwand längst überhand nehmen, haben hier äußerst unausgegoren-turbulenten  Zuwachs bekommen. Im erwähnten Prolog besaufen sie sich alle im College und schwören einander, immer beste Freundinnen zu bleiben. Zehn Jahre danach soll im Miami die klassische „Jungesellinnen-Party“ steigen (mit deren männlichen Versionen Hollywood schon so viel Geld eingespielt hat).

Mittlerweile ist Jess (Scarlett Johansson) „solide“ auf dem Weg in die Politik (obwohl man das Gefühl hat, dass sie noch nicht sehr erfolgversprechend ist), Blair (Zoë Kravitz) in eine eklige Scheidung verwickelt, Frankie (Ilana Glazer) hat als berufsmäßige Demo-Mitmarschiererin jede Menge Erfahrung mit der Polizei gemacht, und Alice (Jillian Bell) – was macht die eigentlich? Die ist noch immer dick und extrem laut und macht alle auf sich aufmerksam, so dass jeder – auch der Kinobesucher – merkt, dass das eigentlich eine arme Haut ist, zu der man nett sein muss, auch wenn sie alles monopolisiert. In Miami gesellt sich dann auch noch eine australische Freundin, „Kiwi“, dazu (Kate McKinnon – als ob es noch eine Komikerin brauchte…).

Politik

Junge Grüne treten mit KPÖ bei Nationalratswahl an
Gemeinsame Kandidatur als „KPÖ Plus“ geplant – Kommunisten wollen „Lücke im politischen System füllen“ –
Der Standard[19]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/opernstar-rolando-villazon-neuer-intendant-der-salzburger-mozartwoche-253652/
  2. http://www.musik-heute.de/16008/villazon-wird-intendant-der-salzburger: http://www.musik-heute.de/16008/villazon-wird-intendant-der-salzburger
  3. derstandard.at/2000059814421/Rolando-Villazon-wird-Intendant-der-Mozartwoche: http://derstandard.at/2000059814421/Rolando-Villazon-wird-Intendant-der-Mozartwoche
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000059814421/Rolando-Villazon-wird-Intendant-der-Mozartwoche
  5. Krone.at: http://www.krone.at/salzburg/aus-villazon-wird-ein-mozart-multi-in-mozarts-bann-story-575927
  6. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/herbert-foettinger-inszenierte-mozarts-don-giovanni-fuer-muenchner-gaertnerplatztheater-8433314.html
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/kritik-don-giovanni-gaertnerplatz-muenchen-100.html
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-elektra-8
  9. Zum Bericht: http://www.deropernfreund.de/gent-6.html
  10. www.theoperaplatform/eu: http://www.theoperaplatform/eu
  11. http://www.lr-online.de/kultur/Ein-Stueck-Schwerstarbeit;art1073,6054968: http://www.lr-online.de/kultur/Ein-Stueck-Schwerstarbeit;art1073,6054968
  12. Stanisław Lem: https://de.wikipedia.org/wiki/Stanis%C5%82aw_Lem
  13. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/linz-musiktheater-die-andere-seite-von-michael-obst
  14. http://www.whatsonstage.com/brighton-theatre/reviews/review-ariadne-auf-naxos: http://www.whatsonstage.com/brighton-theatre/reviews/review-ariadne-auf-naxos
  15. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/lise-davidsen-magnificent-ariadne-auf-naxos-glyndebourne-review/
  16. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-ariadne-naxos-thoma-davidsen-glueckert-glyndebourne-june-2017
  17. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-mit-josef-bulva-frau-merkel-versteht-nichts-von-beziehungen-1.3555885?reduced=true: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-mit-josef-bulva-frau-merkel-versteht-nichts-von-beziehungen-1.3555885?reduced=true
  18. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  19. Der Standard: http://derstandard.at/2000059808686/Junge-Gruene-treten-mit-KPOe-bei-Nationalratswahl-an

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-juni-2017


26. Juni 2017

by ac | 26. Juni 2017 08:54

 

Der Operndirektor als Dulcamara?

Der Dottore Dulcamara in Donizettis „Liebestrank“ ist keine unsympathische Figur, kein Betrüger, sondern ein Schlitzohr. Er verkauft zwar billigen Rotwein zum Preis eines hochwirksamen Elixiers, letzendlich ist Dulcamara sogar Sieger, weil die beabsichtigte Wirkung eintritt. Durch die Kraft der Einbildung (oder doch durch die Liebe?)

Wenn nun unser Operndirektor auf die Absage des „Preistreibers“ Rolando Villazon als Nemorino in eben diesem „Liebestrank mit seiner „Hausmarke“ ohne Rabatt kontert, könnte man durchaus auf die Idee kommen, ihn mit dem cleveren Dottore zu vergleichen!

Aber bitte, es ist gut gegangen, nichts ist passiert!

Davon zeugt Elena Habermann. Hier der Bricht vom gestrigen Abend:  „L’Elisir d’Amore“ am 25.6. [1]

Was mich betrifft, so sage ich kein Wort gegen den Villazon-Ersatz aus China – er hat seine Sache ausgezeichnet gemacht. Die Vorgangsweise rund um die Villazon-Absage scheint mir nicht so ganz seriös. Aber ich gehe davon aus, dass der leise Protest ein Umdenken bewirkt, denn die nächste Absage kommt sicher!

Arena von Verona: Weiter geht es mit „Aida“

Keine Frage, wer auf das ansonsten üppige Programmheft angewiesen ist, wird von den, von der Regie ausgebreiteten Ideen, nichts erfahren, es ist tatsächlich nichts darin zu finden. OnlineMerker war damals bei der Erstauffführung 2013 dabei und ergänzt mit in Erinnerung gebliebenem.

Mit Re dem Sonnengott und mit der Schöpfungsgottheit des alten Ägypten, dem im zweiten Akt der Aida verehrten Gott Phtá haben sich die Herren von Fura dels Baus, die Regisseure Carlus Padrissa und Àlex Ollé schon einiges vorgenommen, ist doch deren Inszenierung und vor allem das riesige Bühnenbild in der Arena geprägt vom Vorbild des französischen Solarwärmekraftwerkes in Odeillo in Font Romeu und dessen Heliostaten, welche die Solarkräfte spiegeln und fokussieren. Und ein kleiner Teil der konkaven Spiegelfläche wird während fortschreitender Handlung des Stücks nachgebaut…

…Die gute Nachricht, die der Uraufführungs-Aida 1913 von de Bosio nachgebaute Inszenierung wird wieder ab 28.Juli ins Programm aufgenommen und bis Saisonende noch neun Mal gespielt.

Zum Bericht[2] von Peter Skorepa

BERLIN/ Staatsoper: DIE PERLENFISCHER (Regie: Wim Wenders). Premiere am 24.6.2017

Olga Peretyatko-Mariotti. Copyright: Donata Wenders

Seit Monaten sind sämtliche Aufführungen von „LES PÊCHEURS DE PERLES“ (Die Perlenfischer) ausverkauft. Wahrscheinlich wegen der beiden Hits, die wohl fast alle Opernfreunde kennen: die Arie des Nadir und das Freundschaftsduett Nadir-Zurga, kombiniert mit dem Wunsch, endlich die ganze Oper auf der Bühne zu erleben.

Noch wahrscheinlicher zog/zieht der Name des international hochgeschätzten Filmregisseurs Wim Wenders, der – nach dem geplatzten Bayreuther Wagner-Projekt – nun an der Staatsoper im Schiller Theater erstmals eine Oper inszeniert hat. Daniel Barenboim hatte ihn eines Tages angerufen und ihm dieses Angebot gemacht. Für Wim Wenders eine totale Überraschung.    

Schon die Vorgeschichte, die er selbst auf der Pressekonferenz und im Fernsehen erzählt hat, ist filmreif: als junger Filmemacher in San Francisco hat er in den 1970er Jahren in einer  Juke-Box diese Melodien gehört, und dann dort diese Platte jedes Mal wieder gewählt.
Diese in meinen Augen (besser: Ohren) zu Unrecht übersehene (oder überhörte) Oper spielte in meinem Leben einmal eine wichtige Rolle“, äußert er in dem im Programmheft abgedruckten Interview. „Das war vielleicht nicht unbedingt ein musikalischer Grund, sondern ein emotionaler, womöglich sogar ganz persönlicher“,  räumt er ein…

Zur Premierenkritik [3]von Ursula Wiegand

Berlin/Staatsoper: Lichtspielszenen zwischen Wald und Meer – Wim Wenders’ Operndebüt mit Bizets „Perlenfischern“ an der Staatsoper
Neue Musikzeitung/nmz.de[4]
Wim Wenders gibt sein Debüt als Opernregisseur
Hamburger Abendblatt[5]
Wim Wenders inszeniert die Oper, die ihn rettete
Die Welt[6]
Irritierend dilettantisch
Mit „Die Perlenfischer“ von George Bizet hat Wim Wenders an der Staatsoper Berlin erstmals eine Oper inszeniert – am Samstagabend war Premiere. Unser BR-KLASSIK-Kritiker war wenig begeistert von der Regie-Arbeit des Filmemachers
BR-Klassik[7]
Wim Wenders für sein Debüt als Opernregisseur gefeiert
Musik heute
[8]Staatsoper: Ebbe und Wut
Tagesspiegel[9]
Wim Wenders‘ erste Operninszenierung: Auf einer fernen Insel
Der Filmregisseur Wim Wenders debütiert mit seiner ersten Operninszenierung. In der Berliner Staatsoper bringt er Bizets selten gespielte Oper «Les pêcheurs de perles» auf die Bühne. Minimalistisch.
Neue Zürcher Zeitung[10]

München/ Gärtnerplatz/ Cuvilliéstheater: So ist Mozarts „Don Giovanni“ im Cuvilliestheater
Cuvilliéstheater: Mozarts „Don Giovanni“ mit einem exzellenten jungen Ensemble in einer Aufführung des Gärtnerplatztheaters
Münchner Abendzeitung[11]

Wir erwarten einen Eigenbericht über die zweite Vorstellung (morgen)

STAATSTHEATER WIESBADEN: Giacomo Puccini TOSCA am 24.Juni 2017
E avanti a lui tremava tutta Roma!……E vero!!!

Zum Bericht[12] von Dirk Schauß

DRESDEN / Semperoper: „CARMEN“ MIT CLÉMENTINE MARGAINE UND GENIA KÜHMEIER – 23.6.2017

Zum Bericht[13] von Ingrid Gerk

Wien/ Staatsoper: Mordkomplott im Kohlenkeller
„Elektra“ 23.6. Staatsoper
http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/aelektra9.htm[14]

Wiener Staatsoper: Publikumsgespräch am 20.Juni (Bericht in mehreren Teilen, Teil 2)Auslastung und die drei Vorstellungen von Verdis Don Carlo mit Plácido Domingo in der Partie des Marquis Posa.

Thomas Platzer und Dominique Meyer. Foto: ORF

Der zweite Teil der Berichterstattung vom Publikumsgespräch dreht sich um die Auslastung und die drei Vorstellungen von Verdis Don Carlo mit Plácido Domingo in der Partie des Marquis Posa.

Laut Dominique Meyer sei die Auslastung des Hause über die gesamte Saison mit 99,30 % hervorragend. Es gäbe zwar noch ein paar Vorstellungen, aber: »Wir könnten den Rekord brechen. Manchmal haben wir den Eindruck, daß es nie gut genug ist. Man lächelt uns an mit ein bißchen Ironie, wenn wir die Zahlen vorlegen… Was würden die gleichen Leute sagen, die sich über uns lustig machen, wenn wir fünf Prozent weniger Auslastung hätten?« Es gebe doch einige Stücke im Repertoire, welche sich nicht von allein verkauften: Meyer nannte Aribert Reimanns Medea und die Opern von Leoš Janáček. Er sei sehr dankbar, daß das Publikum so treu sei…

Über dieses Publikumsgespräch berichtet Thomas Prochazka.

99,30 %, dafür bedarf es wahrscheinlich einiger Rechenkunstücke. Für mich ist jede Auslastung, die ehrlich und ohne verschenkte Karten (die dann gar nicht frequentiert werden, denn es gab bei manchen Vorstellungen – nicht nur bei den erwähnten „Problemkindern“ –  bei denen denn doch deutlich mehr als 15 Sitze (wenn ich richtig gerechnet habe, dürften bei 99,30 % etwa 15 Sitze frei bleiben)  frei waren und die damit 99,30 % verunmöglichen) ein bravouröses Ergebnis.  Die Rekordjagd zwingt die Direktion zur Ansetzung der populären etwa 100 Stück „Opernhadern“ („La Traviata“ ist so ein sicheres Rührstück), Schritte in neue Richtungen erzwingen dann eben die nicht ganz seriösen Jonglierereien. Das kommt mir vor wie die Vorgangsweise unserer Banken früher (lang ist es her) am Weltspartag. Um jedes Jahr einen neuen Rekord vermelden zu können, wurde mit  Konten herumjongliert – und am nächsten Tag wieder rückjongliert. Dabei durfte man sich die Latte für das nächste Jahr nicht zu hoch legen.

Über das zweite hier angesprochene Thema, den „Domingoismus“, möchte ich mich wirklich nicht mehr äußern.

NEU IN UNSEREN INTERVIEWS: ANNALISA STROPPA – die Bregenzer „Carmen“

Stroppa Porträt~1
Annalisa Stroppa. Copyright: Agentur

Die spektakuläre „See-Carmen“

Auf der Bregenzer Seebühne wird es heuer drei „Carmen“-Interpretinnen geben. Eine davon ist die Italienerin Annalisa Stroppa. Vermutlich haben die dort Verantwortlichen die sensationellen Kritiken gelesen, welche die Sängerin nach Ihrer Carmen in Limoges geerntet hatte: Schön wie Pénélope Cruz, hieß es da, full voice, fruity timbre, electrifying stage-presence. Annalisa Stroppa, an deren Karrierebeginn Riccardo Muti stand und die heute fest an der Mailänder Scala verankert ist, hat anlässlich ihres Bregenz-Debuts die Fragen des Online Merkers beantwortet.

ZUM INTERVIEW[15] von Renate Wagner

NEU: Opernstar Rolando Villazón neuer Intendant der Salzburger Mozartwoche
Ab 2019 trägt die Mozartwoche die Handschrift des Opernsängers, Regisseurs und Schriftstellers.

Österreichischer Musiktheaterpreis: Die Jury hat entschieden

 

 

Eine schönen Woche wünscht

A.C.

 

 

  1. „L’Elisir d’Amore“ am 25.6. : http://der-neue-merker.eu/wiener-staatsoper-l-elisir-damore-ein-sehr-guter-abend-ohne-jonglierkuenste-dafuer-mit-stimme
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/arena-di-verona-giuseppe-verdi-aida
  3. Zur Premierenkritik : http://der-neue-merker.eu/berlin-staatsoper-les-pecheurs-de-perles-von-georges-bizet-inszeniert-von-wim-wenders-premiere
  4. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/lichtspielszenen-zwischen-wald-und-meer-wim-wenders-operndebuet-mit-bizets-perlenfischern-an-
  5. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211026165/Wim-Wenders-gibt-sein-Debuet-als-Opernregisseur.html
  6. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/article165920198/Wim-Wenders-inszeniert-die-Oper-die-ihn-rettete.html
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/premierenkritik-perlenfischer-staatsoper-berlin-wim-wenders-daniel-barenboim-100.html
  8. Musik heute
    : http://www.musik-heute.de/16005/wim-wenders-fuer-debuet-als-opernregisseur-gefeiert/%20Berliner%20Staatsoper:%20Ebbe%20und%20Wut
  9. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/wim-wenders-an-der-staatsoper-ebbe-und-wut/19978322.html
  10. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/wim-werders-erste-operninszenierung-auf-einer-fernen-insel-ld.1302775
  11. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.gaertnerplatztheater-so-ist-mozarts-don-giovanni-im-cuvilliestheater.c3253981-5f94-47d3-b93a-3ea504ff0e57.html
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wiesbaden-staatstheater-tosca-e-avanti-a-lui-tremava-tutta-roma-e-vero
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/dresden-semperoper-carmen-mit-clementine-margaine-und-genia-kuehmeier
  14. http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/aelektra9.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/aelektra9.htm
  15. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/annalisa-stroppa-die-spektakulaere-see-carmen
  16. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/eine-traumfrau-von-heute-die-st-gallener-festspiele-mit-catalanis-selten-gespielter-loreley
  17. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/25/kreuzluftspiegelnd-wiederaufnahme: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/25/kreuzluftspiegelnd-wiederaufnahme
  18. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  19. Oe24 Kultur
    : http://www.oe24.at/oesterreich/politik/So-brutal-rechnet-Voggenhuber-mit-Gruenen-ab/288728880

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-juni-2017


25. JUNI 2017

by ac | 25. Juni 2017 09:49

 

Verona/ Nabucco: Die Ankunft Nabuccos mit Abigail sowie die Habsburgischen Potentaten in Venezien

In Verona werden natürlich weiterhin die „Tschinderassa bumm-Opern“ an vorderster Stelle stehen, wegen denen der überwiegende Teil des Publikums kommt. Aber nun wurde, wenn ich Peter Skorepas Bericht über die Eröffnung der heurigen Saison mit „Nabucco“ richtig verstanden habe, versucht, aus dem ärgsten Inszenierungs-Mief auszubrechen. Wird dieses Bemühen hononiert? Das wird die Zeit weisen. Peter Skorepa scheint jedenfalls zufrieden zu sein:

Keine Frage, die lebhaftere Bebilderung des Opernstoffes von Nabucco, dessen gängige Melodienseligkeit ständig die Gefahr in sich barg, optisch in schablonenhafte Tableaus zu erstarren, diesem Umstand, dem sogar kein Geringerer als der Altmeister derartiger Massenbeherrschung, nämlich Franco Zeffirelli Rechnung trug, indem er einer Regiearbeit an diesem Werk hier in Verona gezielt auswich, ja, diesem Umstand auszuweichen und mit Erfolg die Bühne zu beleben war endlich einem gelungen: Arnaud Bernard.

Arnaud Bernard, auch für die Kostüme verantwortlich, geborener Strassburger, Anfang 50, verknüpfte geschickt Ereignisse aus dem Risorgimento Italiens des 19.Jahrhunderts und jene Nabuccos, die den Opernstoff von Verdis erster Erfolgsoper darstellten. Es wirkt alles tatsächlich wie eine Geschichtstunde aus dem Alten Österreich an der Verdi mit seiner ersten Erfolgsoper und die Figuren des Risorgimentos, denen er ja mit ganzer Seele folgte, teilnehmen.

Die Klammer ist die Mailänder Scala, die Allessandro Camera, ein an der Accademia di Belle Arti di Brera, Mailand ausgebildeter Bühnenbildner dem Regisseur mitten auf die Bühne, als ein sichtlich durch die kriegerischen Ereignisse etwas ramponiertes riesiges Modell des altehrwürdigen Opernhauses stellte, deren Innenleben sich drehbar zum effektvollen Zuschauerraum mit Bühne und Logenwand wandelte, aber auch zur Innenansicht eines Verwaltungssaales…

Lesen Sie den Premierenbericht[1] von Peter Skorepa

Berlin/ Staatsoper: „Die Perlenfischer“

Es sind noch keine verlässlichen Informationen da. Zwar habe ich in einem Artikel der „Frankfurter Neuen Presse“ in aller Herrgottsfrüh gelesen, dass Regisseur Wim Wenders stürmisch bejubelt wurde, das kann aber auch ein Standardsatz gewesen sein, zumal der Artiel mittlerweile nicht mehr online ist. In den nächsten Stunden werden wir mehr darüber erfahren!

Ein erster Bericht ist nun online:

http://www.deropernfreund.de/berlin-staatsoper-12.html[2]

Deutsche Oper am Rhein/ Düsseldorf: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Hilsdorfs „Rheingold“ polarisiert

Alberich Michael Kraus (Minenbesitzer) mit zwei Rheintöchtern. Copyright: Hans-Jörg Michel

Christoph Zimmermann schreibt in seiner Premierenkritik:

Angestrengt ist auch das Düsseldorfer „Rheingold“. Diese vom Premierenpublikum teilweise deutlich abgelehnte Arbeit steht nun leider nicht für sich alleine, sondern ist Auftakt zu einem großen Ganzen. Da anzunehmen ist, dass Hilsdorf die kommenden Werke konzeptionell bereits weitgehend festgelegt hat, sieht man dem Jahr 2018 mit einer gewissen Bangigkeit entgegen.

Auffällig ist, dass das Programmheft zwar einen Text des Produktionsdramaturgen BERNHARD F LOGES enthält, nicht jedoch ein interpretatorisches Statement des Regisseurs, was gerade bei diesem tiefgründelnden Werk eigentlich zu erwarten gestanden hätte. Doch immerhin gibt es von Hilsdorf Äußerungen im Rahmen einer Sendung des Westdeutschen Rundfunks. Für ein „work in progress“ habe man sich entschieden: „Wir versuchen, den ‚Ring‘ zu erforschen. Wir hören in den Text, wir hören in die Noten, in die Musik, wir erzählen uns gegenseitig die Geschichte.“ Klingt ein bisschen vage.

Um den Aufführungsbeginn konkret widerzugeben… Vor dem klangphänomenalen Vorspiel tritt Loge vor den „Opern“vorhang, welcher in einen mit lauter unterschiedlich farbigen Glühbirnchen bestückten Bühnenrahmen eingehängt ist, welcher wie ein Zirkusportal wirkt. Der Lichtgott als Dompteur und womöglich über dem Herrschergott Wotan stehend (der übrigens unter einem Tuch versteckt von Fricka im Rollstuhl hereingefahren wird)? Doch nein, er wurde ja einst in Wotans Dienste gezwungen, muss also gehorchen. In die Stille des Raumes hinein zitiert er Heinrich Heines „Loreley“. „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten.“ Warum? Der Zuschauer könnte am Ende der Aufführung geneigt sein, diese Frage aufzugreifen…

Zur Premierenkritik[3] von Christoph Zimmermann

Die musikalische Seite war dafür umso unumstrittener. Zwei der Hauptakteure waren in diesem Jahr beim „Online-Merker“ zu Gast: GMD Axel Kober (dessen Dirigat überall gelobt wird) und „Alberich“ Michael Kraus. Was Kraus da hingelegt hat, geht durch die internationale Presse. Das könnte der Alberich der Zukunft sein, nicht nur in Düsseldorf. Der Österreicher ist gerade in Österreich eher wenig bekannt. Michael Wer? wurde ich vor seinem Besuch gefragt. Das wird sich nun wohl ändern . Ähnlich wie Wolfgang Ablinger Sperrhacke muss Michael Kraus das Feld in Österreich vom Ausland her aufrollen!

Düsseldorf/ Deutsche Oper am Rhein: „Das Rheingold: Umstritten und nachdenklich
Wagners Antisemitismus war in der Vergangenheit für die meisten Open-Regisseure kein Thema. Dietrich Hilsdorf dagegen hat sich für seine Neuinszenierung des „Ring“ in Düsseldorf diesem heiklen Thema gestellt – und eröffnete den Abend erst einmal mit dem Loreley-Lied.
BR-Klassik[4]
Hilsdorf nimmt Wagners „Rheingold“ leicht
Münchner Abendblatt[5]
Beifall und Buhrufe für „Das Rheingold“ in Düsseldorf
Der „Ring“ ist zurück am Rhein: Mit langem Beifall ist in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf am Freitagabend die Premiere von Richard Wagners „Rheingold“ gefeiert worden. Regisseur Dietrich W. Hilsdorf hat die Handlung vom Raub des Rheingoldes durch den Zwerg Alberich in die Welt des ungezügelten Kapitalismus des 19. Jahrhunderts verlegt. (
Musik heute[6]

Bayreuth: Symposium als Gebrauchsanweisung zum Umgang mit Richard Wagner

diku

Wie auf der Abschlusspressekonferenz 2016 durch Festspielleiterin Katharina Wagner angekündigt, rufen die Bayreuther Festspiele in diesem Jahr ein neues Begleitprogramm ins Leben. Es trägt den Titel „Diskurs Bayreuth“ und ist konzipiert als eine Veranstaltungsreihe zur wissenschaftlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Wagners Werk und Wirkung.

Im Sommer 2017 findet ein zweitägiges Symposium statt. „Wagners Werk und der Nationalsozialismus“ bildet den thematischen Fokus: In Vorträgen und Diskussionen werden u.a. Aspekte der Persönlichkeit Wagners und der Wirkung seiner Werke und Schriften unter der Herrschaft des Nazi-Regimes und daraus erwachsender Folgen erörtert. In vier Konzerten wird Musik von Gegnern und von Opfern der NS-Herrschaft erklingen.

Wiener Staatsoper: „Ätherische Ausstrahlung“ der Mélisande“? Wer nach der legendären Uraufführungssängerin Mary Garden (siehe Bild!) hat die schon gehabt?

Ausnahmsweise ein Bild von der Uraufführung 1902 in Paris: Die schottische Sängerin Mary Garden mit ätherischer Ausstrahlung C: Getty Image

Karl Masek bespricht die dritte Aufführung (Samstag). Ein Auszug:

Olga Bezsmertna: Was sie in dieser Saison geleistet hat, grenzt ans Unglaubliche. Nach großen Abenden als Desdemona, Donna Elvira, Tatjana (‚Onegin‘) in kürzester Zeit nun die Mélisande. Stimmexperte Erich Seitter sei zitiert: „Ein heller, lyrischer Sopran von silbrig keuschem, mädchenhaftem Klang, ein fast instrumental anmutendes Stimmtimbre sind bei der Rolle der Mélisande gewünscht, um diese … feenhafte junge Frau … vokal zu realisieren.“ Das alles „derpackte“ die Bezsmertna annähernd ideal. Eine „ätherische“ Ausstrahlung auch noch verlangen zu wollen, grenzt an Vermessenheit. Wer nach der legendären Uraufführungssängerin Mary Garden (siehe Bild!) hat die schon gehabt?

Zum Bericht[7] von Karl Masek

BERLIN/ Deutsche Oper: BORIS GODUNOW. Bericht über die dritte Vorstellung der Serie am 23.6.2017

Ain Anger , Julius Röttger. Copyright: Berd Uhlig

Zum Bericht[8] von Dr. Infobert Waltenberger

Linz/ Brucknerhaus: Franz Welser-Möst gibt Rätel auf

Linz: „Wenn man einen Pep Guardiola hat, sucht man keinen anderen Trainer“
Martin Grubinger und Franz Welser-Möst sprechen im OÖN-Interview Klartext.
Oberösterreichische Nachrichten[9]

Auszug aus diesem Interview, das FWM gemeinsam mit den Schlagzeuger Martin Grubinger den Oberösterreichischen Nachrichten gegeben hat: Wir sind echte Probefreaks. Ich bin immer wieder einmal irritiert, wenn jemand sagt, ich lass mich beim Konzert von irgendwelchen Interpretationen überraschen. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die das lustig und klass finden. Welser-Möst: Was der Dirigent vom Schlagzeuger haben muss, ist der innere Puls, der Rhythmus. Ein Orchester spürt sofort, wenn der Dirigent kein gutes Rhythmusgefühl hat.

Das gibt es tatsächlich?

Welser-Möst: Wollen Sie Namen?

Ja, bitte.

Welser-Möst: Die Liste ist lang. Dirigenten, die wahnsinnig viel mit den Knien wippen, haben in der Regel kein gutes Rhythmusgefühl.

Herr Welser-Möst, Sie haben das Brucknerhaus massiv kritisiert. Jetzt gibt es mit Dietmar Kerschbaum einen neuen künstlerischen Leiter. Ist er der Richtige?

Welser-Möst: Ich habe zwei Dinge gehört, die mich sehr erstaunt haben. Zum einen hat man bei der Auswahl Fachleute zugezogen, aber erst nachdem man aus einer Liste von 40 Bewerbern 32 eliminiert hat. Das ist ein höchst merkwürdiger Zugang. Da sind Leute ausgeschieden worden, wo ich gedacht hätte, das sind echt heiße Kandidaten für den Job. Zweitens habe ich vor ein paar Monaten voll Verwunderung gelesen, dass er gesagt hat: Ja, international, da, da, da, da, da… Ich habe bis heute von ihm nichts mehr dazu gehört.

Herr Grubinger, wie sehen Sie diese Entwicklung?

Grubinger: Ich mache einen Fußballvergleich dazu. In Barcelona hatte man den Pep Guardiola. Ein Katalane, der die Spielphilosophie von Kindheit an mitbekommen hat. Man hatte diesen fantastischen Trainer, und man tat alles, um mit ihm Erfolg zu haben. Es wurde die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Und wie ist das in Oberösterreich? Man hat den Franz Welser-Möst, einen Superstar, den Pep Guardiola der klassischen Musik. Die Politik hätte alles dafür tun müssen, ihn mit allen Vollmachten auszustatten und ihn zu bitten, hier in Oberösterreich etwas ganz Tolles aufzubauen. Wenn man den Pep Guardiola hat, dann sucht man keinen anderen Trainer, dann tut man alles dafür, dass man ihn bekommt… (Quelle: Oberösterreichische Nachrichten)

Das ist sicher eines der interessantesten, aber auch rätselhaftesten Interviews der letzten Zeit. Der Auswahlmodus für das Brucknerhaus ist interessant. Da wundert einem nicht, wenn die Verantwortlichen immer wieder einen „Griff ins Glück“ tätigen.

Aber wollte „Pep Guardiola“ (so nebenbei bemerkt hat auch er nicht alle Ziele erreicht) Franz Welser-Möst tatsächlich seine internationale Kariere dem Linzer Brucknerhaus opfern? Oder war das ein Wink mit dem Zaunpfahl an die kommenden Wiener Opernmacher? Was mit Meyer gescheitert ist, könnte ja mit Roscic klappen!

NÖ / Nestroy-Spiele Schwechat: WEDER Lorbeerbaum | NOCH Bettelstab von Johann Nestroy
Premiere: 24. Juni 2016,
besucht wurde die Genralprobe

LORBEERBAUM  Plakat~1

Renate Wagner: „Weder Lorbeerbaum noch Bettelstab“ ist Johann Nestroys Stück über das Selbstverständnis des Dichters. Ob die prägnanten Zitate darin auf ihn selbst umgelegt werden können, quasi als Offenbarungseid des Komödienschreibers, darüber diskutieren sich die Nestroy-Forscher die Köpfe wund – vergeblich natürlich, denn nichts ist beweisbar. Aber hat je einer schöner die Extreme des Möglichen ausgeschritten, wenn Nestroy über die Schöpfer eines „Zwetschkenkrampus“ ätzt, die sich „für einen Rivalen von Canova“ halten…

Er selbst wäre dieser Gefahr nicht erlegen, Kollegen Raimund, der stets nach Höherem strebte (von der Vorstadt her das Burgtheater im Auge), hätte er es zutrauen können. Und die Vorlage für sein Stücks, „Lorbeerbaum und Bettelstab“ von Karl Holtei (der auch recht viel von sich hielt), jammerte über einen Dichter, dem nicht die gebührende Anerkennung zuteil wurde. Da konnte Nestroy mit seiner Parodie nur in voller satirischer Schärfe zubeißen…

Zum Bericht[10] von Renate Wagner

Nun warte ich mit atemloser Spannung – nein, nicht auf den Einlauf im Großen Preis von Aserbaidschan – sondern auf die Bekanntgabe der Gewinner des Österreichischen Musiktheaterpreises!

Ein schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Lesen Sie den Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/verona-arena-giuseppe-verdi-nabucco
  2. http://www.deropernfreund.de/berlin-staatsoper-12.html: http://www.deropernfreund.de/berlin-staatsoper-12.html
  3. Zur Premierenkritik: http://der-neue-merker.eu/duesseldorf-deutsche-oper-am-rhein-das-rheingold-premiere
  4. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/premierenkritik-rheingold-wagner-oper-rhein-duesseldorf-100.html
  5. Münchner Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211018547/Hilsdorf-nimmt-Wagners-Rheingold-leicht.html
  6. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15991/beifall-und-buhrufe-fuer-das-rheingold-in-duesseldorf/
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-pelleas-et-melisande-fuer-viele-eine-herzensangelegenheit-dritte-auffuehrung-der-serie
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-deutsche-oper-boris-godunow
  9. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Wenn-man-einen-Pep-Guardiola-hat-sucht-man-keinen-anderen-Trainer;art16,2604527
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/noe-schwechat-weder-lorbeerbaum-noch-bettelstab

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-juni-2017


24. JUNI 2017

by ac | 24. Juni 2017 08:26

Olga Peretyatko Staatsoper Berlin 2016 2017 Selfie
Olga Peretyatko-Mariotti singt in der Premiere von Bizets Perlenfischern die Tempelpriesterin  „Leila“ / Foto: twitter.com/Olgaperetyatko

Oper findet zum Glück nicht nur in Wien statt. In Berlin erleben die Opernfreunde eine unter Garantie taufrische Produktion eines in letzter Zeit gar nicht mehr so selten gespielten Werkes, inszeniert von einem Operndebütanten, der sich aber als Filmregisseur einen großen Namen gemacht hat: Wim Wenders

BR-Klassik: „Paris, Texas“, „Der Himmel über Berlin“ und „Buena Vista Social Club“ – als Filmregisseur mit drei Oscar-Nominierungen hat Wim Wenders schon viele Erfolge gefeiert. Mit 71 Jahren versucht er sich in einem neuen Genre und inszeniert zum ersten Mal eine Oper. Auf „Die Perlenfischer“ von Georges Bizet sei er in den 70er-Jahren aufmerksam geworden, wie Wenders der Nachrichtenagentur dpa sagte. Wochenlang habe er damals einen Ohrwurm gehabt – von der Arie des Nadir, die er aus einer Jukebox in San Francisco gehört habe…

Wäre ich ketzerisch veranlagt würde ich mit „na, das reicht ja bereits für eine Inszenierung“ kontern. Ich bin es aber nicht, mehr noch, ich freue mich über neue Wege.

Weiter in BR-Klassik:

2013 sollte Wenders bereits die Regie von Wagners „Ring“ bei den Bayreuther Festspielen übernehmen. Nach dem Scheitern dieses Projekts meldete sich Daniel Barenboim bei dem Kino-Altmeister. Als Musikdirektor der Staatsoper Berlin lud er Wenders ein, sich für sein Operndebüt ein Stück frei auszuwählen. „Wenn ich etwas zum ersten Mal mache, dann soll es etwas sein, was man nicht dauernd im Repertoire sieht“, so Wenders über seine Entscheidung für „Die Perlenfischer“.

BR-KLASSIK sendet am Montag, 26. Juni um 7.30 Uhr im Radio eine Premierenkritik zu Wim Wenders erster Regiearbeit in Berlin.

Wiener Staatsoper: Dominique Meyer zur Villazon-Absage im Publikumsgespräch

Wie’s gute Sitt’ und Brauch’, luden Direktor Dominique Meyer und Thomas Platzer, der kaufmännische Geschäftsführer, nach der letzten Saison-Première zum Publikumsgespräch. Der OnlineMerker wird im Laufe der nächsten Wochen von diesem Gespräch berichten.

Aus aktuellem Anlass soll heute die Absage von Rolando Villazón für L’elisir d’amore Thema sein, welche auch Anlass für eine Frage aus dem Publikum war: »Warum singt Villazón nicht? Ist er krank?«

Direktor Meyer: »Ja. Er hat einfach abgesagt. Ich kann keinen Kommentar abgeben — es tut mir leid. Ich hab’s noch einmal versucht, ihn einzuladen. Er ist auch für die nächste Spielzeit engagiert, aber wenn jemand krank ist, kann ich nicht die Polizei schicken

Gemurmel und Zwischenrufe im Publikum…

Direktor Meyer weiter: »Wir wissen ja, er hat Schwierigkeiten, und ich hoffe, daß es ihm bald besser geht… Also: Mehr kann ich nicht machen.«

Eine exaktere Frage wäre aber gewesen: Wann genau hat er abgesagt?
Eine Woche mindestens hat man gehabt.
Und wurde jemand von Niveau – Florez, Grigolo, Pirgu – wir alle wissen, dass alle immer Lücken haben, also ist das keinesfalls illusorisch –
überhaupt angefragt? Hat man, oder hat man nicht?

Oder hat man gleich auf den zugegeben sehr talentierten Haustenor gesetzt? Das Problem der Wiener Staatsoper ist (noch) ihr Ruf. In diesem Fall zeigt sich aber, wie sehr gerade die Wiener Opernfreunde an Namen hängen – und das sollte der Direktor mittlerweile bereits wissen. Dass Herr Villazon besser als der Herr Xiahou gewesen wäre, bezweifeln Insider ohnehin. Aber RV hat sich einen Namen in der Vergangenheit ersungen, den die Besucher durch Preisklasse A zu honorieren bereit sind. Also muss ein „Name“ her. Manchmal singt dann auch bloß der Name – aber die Fans geraten trotzdem „aus dem Häuschen“. Aber das ist eine andere Geschichte.

Diese macht auch mich nicht glücklich, aber sie ist leider Tatsache!

„Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich’s besser ungeniert“! Ist es das, was angestrebt ist?
 
Bei diesem Publikumsgespräch war Thomas Prochazka anwesend und wird in allernächster Zeit ausführlich berichten, die Sequenz über Villazon haben ich nur aus aktuellem Anlass vorgezogen.

Warum lässt sich die Staatsoper von Herrn Villazon in ein derart schiefes Licht rücken? Warum kündigt sie nicht gleich den Vertrag für das nächste Jahr mit Villazon in  einer viel schwierigeren Rolle? Ich nehme jede Wette an, dass die aktuelle nicht die letzte Absage Villazons in Wien ist.

Weil eine Kündigung  nicht so einfach geht: RV besitzt einen gültigen Vertrag. Wenn die Staatsoper den Vertrag kündigt, wird sie RV auszahlen müssen. Also muß sie warten, bis RV absagt. Das, so nehme ich an, geschieht allerdings so kurzfristig, daß man schon Glück haben muß, so kurzfristig jemand anderen zu bekommen. Also bleibt nur mehr die Variante „Hausbesetzung“… Unbefriedigend? Gewiß. Aber: Pacta servanda sunt, wie jeder Jus-Student im ersten Semester lernt. (Thomas Prochazka)

 Hamburg/ NDR Elbphilharmonie Orchester: Alan Gilbert dirigiert künftig in Hamburg
Thomas Hengelbrock wird das Elbphilharmonie Orchester 2019 verlassen, jetzt steht Alan Gilbert als sein Nachfolger fest. Der Amerikaner ist kein Unbekannter an der Elbe.
Der Spiegel[1]
Gilbert übernimmt Elbphilharmonie-Orchester
Musik heute[2]

Wien: Die Pläne des neuen Philharmoniker-Chefs
Der gewählte Orchestervorstand Daniel Froschauer will das „Schiff in eine andere Richtung steuern“.
Kurier[3]

Wie man so zwischen den Zeilen liest, hat es schon eine Kampfabstimmung gegeben. Bitte mich zu korrigieren, wenn Herr Großbauer von sich aus nicht mehr kandidiert hat!

Hannover: „Die Macht des Schicksals“ fiel der Macht des Regenwassers zum Opfer

Bildergebnis für regenwasser

Zur Pause mussten die rund 600 Zuschauer der „Macht“ das Gebäude verlassen.

Am Opernhaus gibt es keine Regenrinnen, das Wasser ist an mehreren Stellen hereingebrochen und auch aus Waschbecken herausgedrückt worden. „Wir haben viel Elektrik im Haus, da mussten wir aus Sicherheitsgründen sofort handeln“, sagte Verwaltungsdirektor Jürgen Braasch. Die kommenden Aufführungen sollen aber nach Plan laufen.

Musik heute[4]

München/ Gärtnerplatztheater: Premiere „Don Giovanni“ im Cuvilliés-Theater

Josef Ernst Köpplinger ist ein toller Netzwerker, sein Netz in Österreich ist praktisch unzerreissbar – und er wird dort landen, wo ich ihn hinprophezeit habe. Robert Meyer  und er engagieren sich gegenseitig als Regisseure, nun kommt zur Absicherung noch Herbert Föttinger dazu, dem – je nach politischer Lage – auch noch eine große Zukunft bevorsteht

München/ Staatstheater am Gärtnerplatz
Herbert Föttinger über Mozarts „Don Giovanni“ im Cuvilliéstheater
Münchner Abendzeitung[5]
Don Giovannis Affären: „Frauen wollen das“
Man kann ihn als verrucht und verdorben abtun, man kann allerdings auch die Schuld ein Stück weit bei den Opfern Don Giovannis suchen – so wie es Regisseur Herbert Föttinger tut. Der Direktor des Theaters in der Josefstadt inszeniert gerade in München Mozarts Oper.
Münchner Merkur[6]

Oh weh! Käme das aus einer anderen weltanschaulichen Ecke als jener des Josefstadt-Direktors, würde man den Versuch, den Frauen Don Giovannis die Schuld zuzuschieben, glatt als frauenfeindlich wenn nicht gar sexistisch  anprangern. Aber so?

Wiener Volksoper: Am 25. Juni 2017 werden die „Oscars des Musiktheaters“ vergeben.

36 Nominierte in elf Kategorien freuen sich auf den Goldenen Papageno aus der Porzellanmanufaktur Augarten Wien. Weltstar Grace Bumbry wird für ihr Lebenswerk ausgezeichnet und René Pape erhält den ORF III Medienpreis.

Datum:    Sonntag, 25. Juni 2017
Uhrzeit:  10.00 Uhr (Red Carpet), 11.00 Uhr (Beginn)
Ort:      Volksoper Wien
Adresse:  1090 Wien, Währinger Straße 78
Lageplan: https://goo.gl/maps/pqLaVJUPHBP2[7]
Website:  http://www.musiktheaterpreis.at[8]
Restkarten sind ab fünf Euro noch online auf http://wwww.volksoper.at[9] erhältlich.

Red Carpet – ganz nobel. Anleihe bei „Oscar“? Gewagt, gewagt!

Morgen soll es gewittrig sein. Wünschen wir den Veranstaltern, dass der Red Carpet nach der Veranstaltung auch noch „red“ ist!

LÜTTICH/ Opéra de Wallonie: OTELLO als Mantel-und-Degen-Otello. Vorstellung 20.6.2017


José Cura als Otello. Copyright: Opéra Royal de Wallonie

http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html[10]

OTELLO UND KEIN ENDE

Seit dem Rollendebüt von Jonas Kaufmann ist „Otello“ in aller Munde. Am Mittwoch können Sie den Londoner „Otello“ mit Jonas Kaufmann in den Kinos sehen. Im Zuge der Diskussion wurde ich von einem Informanten, von dem ich schon den Eindruck habe, dass er von Stimmen etwas versteht, auf einen 35(!)jährigen „Otello“ aufmerksam gemacht:

Bildergebnis für giancarlo monsalve
Giancarlo Monsalve

F.B. Schreibt: Letzmalig melde ich mich in dieser Otello-Angelegenheit, auch wegen der bisher zu kurz gekommenen Jugend: Es gibt einen außerordentlichen Tenor, der bereits mit 35 den Otello singt, als habe er nichts anderes getan. Giancarlo Monsalve, geboren in Chile, Spinto-Tenor, der mit 22 nach Italien ging und dort die berühmte Schule von Ettore Campogalliani besuchte. Er studierte auch Schauspiel.

 Sein Debut hatte er mit 24 in Bologna.

Soweit die Info. Ich will nun nicht Staatsoperndirektor spielen und nur auf „Nachwuchskräfte“ setzen. Ich mute mir kein Urteil zu und habe das nachstehene Youtube-Video, das einen gesamten Otello zeigt, bisher auch weder gehört noch gesehen. Ich stelle es rein informativ ein! Die Sensation ist für mich allein schon, dass der „Otello“ 35 Jahre alt ist. Also sehen Sie es sich an – und sei es um festzustellen, dass es mit 35 halt doch noch nicht geht!

Und nein, der junge Mann soll (noch) nicht mit Jonas Kaufmann verglichen werden!

OTELLO – Gesamtaufzeichnung Teatro regional du maule[11]

Jetzt habe ich etwas reingesehen (ich muss kontrollieren, damit ich nicht versehentlich ein Porno einstelle). Also die Kunststücke (Drehungen) mit dem Säbel beim Auftritt macht ihm niemand nach – auch Kaufmann nicht. Weiter konnte nicht reinhören!

Übrigens, ein DelMonaco – und auch andere große „Otello“-Interpreten, waren auch nicht älter als 35, als sie die Rolle erstmals sangen. Reden sich die aktuellen Sänger heute ein, dass man Otello nur in gereiftem Alter singen kann – oder wird es ihnen eingeredet? Ich selbst fühle mich nicht kompetent genug, meinen Senf dazu zu geben, deshalb ist das eine völlig ernstgemeinte Frage.

Bad Hersfeld: Was führte wirklich zum Manker-Rausschmiss?

Wir zitieren den „Kurier“:

Bei der Probenkritik am Mittwoch sei es zu einem „irreparablen Zerwürfnis mit dem Intendanten“ gekommen, teilte die Festspielleitung mit. „Nachdem Herr Manker sich zunächst hartnäckig geweigert hatte, Regieanweisungen Folge zu leisten, hat er dann die Probe verlassen, was wir als Arbeitsverweigerung ansehen müssen.“ Diese Aktion sei der „Höhepunkt seines inakzeptabel beleidigenden, unberechenbaren und provokanten Verhaltens während der Probenzeit“ gewesen. 

 Manker bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass es tatsächlich zu einer „heftigen, lautstarken Auseinandersetzung“ gekommen sei, bei der das „gesamte Ensemble und alle Mitarbeiter der Produktion Zeuge“ gewesen seien. Doch Wedel wiederum habe „in völlig indiskutabler, aggressiver und beleidigender Manier die letzte Szene des Stückes kritisiert“, in der Manker mitwirkte…
Ja darf das Regisseur überhaupt? Laut Herrn Manker darf er es nicht, deshalb fühlt er sich im Recht. Das Leben ist aber nicht so, wie es sich Herr Manker vorstellt.
Der Chef hat immer recht! Wer das nicht akzeptiert, muss versuchen, selbst Chef zu werden, dann hat auch er immer recht. Paulus Manker hat bereits „Alma“ inszeniert und war dort der Chef. Wie hätte er reagiert, wäre ihm der Hauptdarsteller unter Protest abgegangen?
 
Die Hitze hat uns voll im Griff. Viele Männer sind im Berufsleben den Frauen gegenüber im Nachteil
 
Hitze: Immer mehr Männer tricksen das System aus (Bild: twitter.com)
Junge Buben und erwachsene Männer tricksen derzeit das System ein bisschen aus, um der in vielen Ländern herrschenden Gluthitze zu entgehen: Nachdem ein Brite wegen Shorts heimgeschickt und im Kleid wiedergekommen war , ziehen nun zahlreiche Männer Röcke statt Hosen an unter anderem Schüler im südenglischen Exeter und Bahnmitarbeiter in Frankreich.
Wie der Arbeitgeber reagiert hat, entnehme ich dem Bericht nicht!
Es wird aber höchste Zeit, dass von gesetzlicher Seite gegen die Benachteiligung der Männer vorgegangen wird.
 
Einen schönen Tag wünscht A.C.
Passen Sie auf sich auf, wenn Sie in nicht ganz taufrischem Alter zum Wiener Donauinselfest gehen.  Viel trinken wäre anzuraten! Aber nicht Bier, das wäre der Auslöser zur Fahrt mit Blaulicht in das Krankenhaus. Hoffentlich klagt mich jetzt nicht „Ottakringer“
 
 
  1. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/musik/elbphilharmonie-alan-gilbert-folgt-auf-thomas-hengelbrock-a-1153706.html
  2. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15986/gilbert-uebernimmt-ndr-elbphilharmonie-orchester-2019/
  3. Kurier: https://kurier.at/kultur/die-plaene-des-neuen-philharmoniker-chefs/271.257.115
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15989/macht-des-schicksals-oper-wegen-unwetters-abgebrochen/
  5. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.staatstheater-am-gaertnerplatz-herbert-foettinger-ueber-mozarts-don-giovanni-im-cuvilli-stheater.cc70d26c-b6df-44f9-87ad-9de334dc9f9b.html
  6. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/herbert-foettinger-inszeniert-fuer-muenchner-gaertnerplatztheater-mozarts-don-giovanni-8418783.html
  7. https://goo.gl/maps/pqLaVJUPHBP2: https://goo.gl/maps/pqLaVJUPHBP2
  8. http://www.musiktheaterpreis.at: http://www.musiktheaterpreis.at
  9. http://wwww.volksoper.at: http://wwww.volksoper.at
  10. http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html: http://www.deropernfreund.de/luettich-liege-6.html
  11. OTELLO – Gesamtaufzeichnung Teatro regional du maule: https://www.youtube.com/watch?v=WyiOPINC5_8

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-juni-2017


23. JUNI 2017

by ac | 23. Juni 2017 08:45

„Otello“ in London. Jonas Kaufmann und Marco Vratogna. Copyright: Catherine Ashmore/ROH

Wenn der derzeit bestgehandelte Tenor unserer Zeit sich in der „Königsdisziplin“ übt (laut Fachleuten zählt der „Otello“ zu dieser), dann haben sämtliche andere Nachrichten des Tages Nachrang.

Die Kritiken sind etwas „durchwachsen“, dem Grundton nach aber sehr freundlich. Ich will nun nicht den Fehler begehen, einzelne Sequenzen zu betonen, denn da würde ich entweder da oder dort anecken. Ich habe zwar kein Problem damit, meine diesbezüglichen Ressourcen spare ich mir aber für Ereignisse auf, die ich für wichtiger halte.

Keine Tendenz abzulesen ist den nachstehenden Zeilen des „Hamburger Abendblatts“: Als Jonas Kaufmann im blutbefleckten Kaftan-Hemd des Otello im Londoner Royal Opera House Covent Garden den anhaltenden Applaus des Publikums entgegennahm, war ihm die Erleichterung anzusehen.

Der Startenor hatte es geschafft, der traditionell als „Meilenstein“ gewerteten, herausfordernden Rolle seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Den positiven, aber nicht überschwänglichen Beifall honorierte er mit der triumphalen Geste von zwei in die Luft gereckten Fäusten…

Ansonsten bedienen Sie sich bitte an nachstehenden Reaktionen – ich bin sicher, dass Sie die Ihnen passend erscheinende Meinung finden werden:

Mit Spannung erwartet: Jonas Kaufmann singt „Otello“
Hamburger Abendblatt[1]
Tenor am Anschlag: Jonas Kaufmann singt „Otello“
https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article165835655/Tenor-am[2]
Es fehlt die Otello-Stimme
Am Mittwoch stand Jonas Kaufmann in London erstmals als Otello in Giuseppe Verdis gleichnamiger Oper auf der Bühne. Die Erwartungen waren hoch – und wurden etwas enttäuscht, wenn auch auf sehr hohem Niveau
BR-Klassik[3]
Mit Spannung erwartet: Jonas Kaufmann als Otello in London
Hamburger Abendblatt[1]
Jonas Kaufmann Debüt in London: Ein Otello unserer Zeit
Salzburger Nachrichten[4]
Kaufmann in London als Otello positiv aufgenommen
Musik heute[5]

In den englischsprachigen Reviews unser täglichen Presseschau finden Sie weiteres Material.

Dass in dem gestern veröffentlichten ersten Bericht zu Otello nebst den Otello-Größen Placido Domingo nicht genannt wurde, scheint ein Versehen gewesen zu sein. Jedenfalls erhielt ich folgenden Nachtrag:

Der Freund ‚vergaß‘ wohl Domingo, weil dieser im Sinne Verdis eigentlich eine zu lyrische Stimme für die Rolle hatte. Allerdings war es erstaunlich, was er daraus gemacht hat.

Die ‚ZWEIT’besetzung in London, der Amerikaner Gregory Kunde, ist aus meiner Sicht ein ganz ausgezeichneter Otello. Kunde 63, den ich in Verdis Otello voriges Jahr live hörte, ist übrigens der einzige Tenor, der die Otellos von Verdi und Rossini sang. Der Otello Rossinis ist ja eine Belcanto-Rolle, die für Flórez geeignet ist.

   Tolle Otellos die ich hörte waren Botha, Giacomini, Cossuta, Cecchele, McCracken. Franco Corelli aber hätte alle ausgestochen, wie man in drei Einzelaufnahmen unschwer hören kann.

Im Kommen ist der Deutschbrasilianer Martin Muehle, der in der Deutschen Oper Berlin den Chénier sang, wie man ihn Jahrzehnte nicht gehört hatte. Er wird sicher den Otello noch singen.

Obwohl ich mich aus der Diskussion „Kaufmann toll oder weniger toll“ herausgehalten habe, gibt es auf die obige Aufstellung durchaus renommierter  Zeitungen bereits des ersten Reaktion:

Das ist eindeutig zu viel! Und zwar zu viel Manuel Brug! Welt und BR, das schlägt dem Fass den Boden aus.

Überall muss der Brug seinen Senf dazu geben, darf persönliche Abneigungen ausleben.

Hier eine Auswahl von qualifizierteren Besprechungen

whatsonstage.com/london-theatr…al&utm_campaign=22jun2017[6]

theguardian.com/music/2017/jun…-jonas-kaufmann-kaufmann-[7]

theartsdesk.com/opera/otello-r…aufmann-makes-pretty-moor[8]

markronan.com/2017/06/otello-r…-covent-garden-june-2017/[9]

thestage.co.uk/reviews/2017/ot…s%2Fusers%2Fsign_up.popup[10]

Bitte – Sie wünschen, wir spielen! Keine Meinung soll unter den Tisch fallen. Wie schreibt doch einer unserer Rezensenten immer wieder: „Man ist da, um die Wahrheit zu sagen

Was aber ist „die Wahrheit“ ?

Wiener Staatsoper: Am Beispiel Villazon: Grundsätzliches zu Umbesetzungen

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Bryn Terfel und der „umbesetze Jinxu Xiahou.Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wenn die Wiener Staatsoper Rolando Villlazon engagiert, geht sie nicht einfach einen ihrer üblichen Verträge ein. Sie tut dem Sänger einen Gefallen, weiß man doch, dass seine Absagen sich solcherart häufen, dass sie zur Gewohnheit wurden. Auch flüchtet er, wenn möglich, zu Mozart, Händel oder Monteverdi (als ob das die einfachere Aufgabe wäre – demnächst steht für ihn der Papageno (!!!) an) und hat das italienische Fach lange nicht mehr angerührt. Tatsächlich hat sein letzter Wiener Nemorino vor nun auch schon fünf Jahren dem Publikum die Tränen in die Augen getrieben…

Dennoch setzt ihn die Wiener Staatsoper als Nemorino an, denn aus unerfindlichen Gründen zählt Rolando Villlazon immer noch zu den Sängern, die sich am besten verkaufen. Also kann man die „Liebestrank“-Serie zu Preisen A an den Mann bringen. Und wenn alle Karten weg sind, gibt man eine Woche davor seine Absage bekannt – was dem Zuschauer bekanntlich nicht das geringste Recht auf Refundierung einräumt. „But this is not Villazon?“ fragen einander die amerikanischen Touristen, die auf den teuren Plätzen sitzen…

Nun kann man nur überlegen, was im Besetzungsbüro des Hauses vorging. Schon möglich, dass man bei Juan Diego Florez anfragte, der ja, wie es heißt, in Wien lebt. (Johan Botha war oft zum Einspringen bereit, was dem Publikum ein beglückte „Wow!“ entlockte – so wie damals, als zum Ersatz für einen „Meistersinger“-Dirigenten Herbert von Karajan ans Pult trat…) Vielleicht hat man auch bei Vittorio Grigolo angefragt, der – auch wenn die  Wiener es noch nicht so sehen – Weltspitze ist. Oder bei Saimir Pirgu, Publikumsliebling, der die Rolle kann und oft hier gesungen hat.

Oder man hat sich (was man zu Ehren des Hauses nicht annehmen möchte) gleich damit begnügt, das reiche Reservoire von Nachwuchssängern, die man zu Ensemblemitgliedern gemacht hat, zu befragen: Niemand wird die kleinste  Bemerkung gegen Jinxu Xiahou machen, aber ob ein Publikum, das immerhin für einen Weltstar (offenbar egal, in welchem Zustand er ist) sein Geld ausgegeben hat, sich hier ausreichend bedient fühlte… Nein, das war keine Absage wie jede andere, das war eine, die man voraussehen und folglich mit adäquatem Namen hätte abfedern müssen. Die Bayerische Staatsoper ersetzt die erkrankte Sonya Yoncheva als Traviata durch Diana Damrau. Da wird sich wohl niemand um sein Geld geprellt fühlen…

Nun zum konkreten Anlass, der Vorstellung am gestrigen Abend:

…Jinxu Xiahou ist Nemorino, er gibt sich Mühe, „Una furtiva lagrima“ gelingt ihm schön. Valentina Nafornita kann auf die Frage „Wer ist die Schönste im ganzen Land?“ noch immer „Hier!“ rufen und spielt die Adina besonders sympathisch und seelenvoll, wenn sie sich zu ihrer Liebe bekennt. Stimmlich ist sie nicht in bester Verfassung und sollte sich fragen, ob sie an der Wiener Staatsoper nicht langsam auf der Stelle tritt. Es ergänzen Marco Caria als Belcore und Ileana Tonca als Giannetta.

Und leider rettet in diesem Fall der Weltstar an der Seite der hauseigenen Besetzung nichts – vielleicht war Bryn Terfel nicht in Geberlaune, aber keinesfalls stürmte er als Temperamentsbombe auf die Bühne (wie es etwa Schrott tut, wenn er schamlos blödelt). Das war keine große komische Leistung, die alles mitriß, sondern braver Durchschnitt, zumal er unüberhörbar nicht mehr aus dem Vollen schöpfen kann, sondern spürbar forcieren muss, um stimmlich  groß und stark zu erscheinen…

Zum Bericht[11] von Renate Wagner

Neueste Info: NDR Elbphilharmonie Orchester
Alan Gilbert dirigiert künftig in Hamburg
Thomas Hengelbrock wird das Elbphilharmonie Orchester 2019 verlassen, jetzt steht Alan Gilbert als sein Nachfolger fest. Der Amerikaner ist kein Unbekannter an der Elbe.

Berlin/ Staatsoper: Unter den Linden werdet ihr mich finden

Ein Novum: Zwei intendanten präsentierten – geinsam mit Musikchef Daniel Barenboim – den Spielplan für 2017/18: der noch im Amt befindliche und der im April in das Amt wechselnde:
Acht Premieren präsentiert die Berliner Staatsoper in der Saison 2017/18 in ihrem sanierten Stammhaus – auch Placido Domingo ist dabei
Tagesspiegel[12]

Wien/ Philharmoniker: Neuer Philharmoniker-Vorstand Froschauer will „andere Richtung“
Daniel Froschauer tritt am 1. September Nachfolge von Andreas Großbauer an: „Glaube, dass wir uns nun ein bisschen rückbesinnen sollten, wer wir sind“
http://derstandard.at/2000059673620/Neuer-Philharmoniker-Vorstand[13]

Die Journalisten leben davon, Dinge herbeizuschreiben, die es gar nicht gibt. Ich kenne das, vor vielen Jahren war im  Wiener Sportjournalismus Anlaufstelle für diverse Redaktionen. „Haben Sie ein Geschichterl für uns?“. Meist hatte ich. Wenn nicht, dann galt es, eines zu erfinden! Die Kunst dabei: Das Geschichterl muss glaubwürdig sein. Und dann sind wir meist bei der Wahrheit. Aber ich will hier nicht philosophieren, das ist wirklich nicht mein Fach.

Wenn nun der neue Philharmoniker Vorstand mahnt, dass sich das Orchester auf seine Kernaufgabe besinnen soll, dann ist da schon etwas Kritik an der Amtsführung der Noch-Chefs“ Andreas Großbauer herauszulesen, der ja durchaus darauf bedacht war, „eigene Schäfchen ins Trockene zu bringen“ (der Gattin der Opernball zugeschanzt hat, als „Königsmacher“ in anderer Sache aber erfolglos geblieben ist). Das ist eben die Art der Großbauern, sonst wären sie ja Kleinbauern geblieben!
Vielleicht war das unseren Damen und Herren Philharmoniker denn doch etwas zu viel Personalpolitik! Die ist nämlich nicht die Kernaufgabe eines Philharmonischen Orchesters.

Nochals zur Absage der Domingo-Tournee: Hat Domingo bereits Geld erhalten?

 

Fakt ist: Die pleite gegangene Agentur hat nicht unfair gehandelt, als sie vor Anmeldung der Insolvenz den Kartenkäufern den Rückkauf angeboten hat. Sie konnte wohl nicht dazuschreiben „macht davon Gebrauch, in wenigen Wochen gibt es gar nichts mehr!“

Die oft weltfremden Opernfans haben diesen Wink mit dem Zaunpfahl natürlich nicht verstanden und darauf vertraut, dass mit Placido Domingo keine Pleite möglich sei.

Nach Einleitung der Insolvenz muss man sein Recht einklagen. Erfolgsquote: etwa 20 %, soviel wird im Regelfall angeboten. Dafür müssen Sie aber einen Anwalt engagieren, der den Anspruch anmeldet. Der kostet auch Geld.„Als Käufer solle man seine Forderung beim Insolvenzverwalter anmelden, gab die dafür zuständige Kanzlei AndresPartner in einer Mitteilung bekannt. Jedoch drückten die Juristen bereits auf die Euphorie-Bremse: Erfahrungsgemäß dauerten solche Verfahren durchaus mehrere Jahre.
Nun rechnen Sie!

Jetzt meldete sich auch der Maestro selbst in einem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur spot on news zu Wort

„Es war mein Traum, als Dirigent und künstlerischer Leiter, eine große Stadionproduktion von ‚Aida‘ zu realisieren“, gab Domingo an. Er sei „sehr enttäuscht von den finanziellen Schwierigkeiten der Veranstalterfirma“. Direkte Fragen zur Pleite wurden von seinem Management jedoch nicht beantwortet.

Nun aber kommt es: Auch das Gerücht, der Spanier habe bereits einen niedrigen siebenstelligen Betrag im Vorfeld für sein Engagement erhalten, wollte man weder bestätigen noch dementieren.Da ich kein Eigentümerinteresse am Projekt habe und nicht als Produzent involviert bin, kann ich nicht weiter kommentieren„, heißt es etwas kryptisch in dem Domingo-Statement weiter.

Eine Entschuldigung an die Fans hatte der Star-Tenor und Dirigent ebenfalls nicht parat. So bleibt der Zorn seiner Fans weiterhin bestehen. (Quelle: Münchner Abendzeitung)

Der geringste siebenstellige Betrag sind 1 Million Euro! Bei diesem „Schmecks-Statement“ hört sich bei mir alles auf, da mag man dem Mann an der Wiener Staatsoper zujubeln, so lange man will – wegen dieser Aktion hätte ich ihn von der Bühne gefegt.

Wien: Festwochen-Debüt von Zierhofer-Kin mit 128.630 Besuchern
Die erste Ausgabe der Wiener Festwochen unter Intendant Tomas Zierhofer-Kin ist am Montag zu Ende gegangen und hat über den Zeitraum von knapp fünf Wochen 128.630 Besucher angelockt. Das gab das Festival am Donnerstag bekannt. Für Vorstellungen mit Kaufkarten wurden 41.646 Tickets aufgelegt, 34.363 davon wurden ausgegeben, was einer Auslastung von 82,51 Prozent entspricht.
Salzburger Nachrichten[14]

Hätte es noch eines Beispieles bedurft, wie manipulativ in Wien  mit Zahlen umgegangen wird – hier ist es: Für 34.363 bezahlte Besuche (nicht Besucher, das ist ein gewaltiger Unterschied) wird ein großer administrativer wie personeller Aufwand betrieben. Um aber die Förderungswürdigkeit zu rechtfertigen, wird von 128 630 Besuchern gesprochen. Das mag schon stimmen, denn in Wien stellen sich auch Leute, die es wirklich nicht nötig hätten, dort an, wo es Gratiskost gibt.

Wie erfolgreich die Festwochen waren, wird man in den Folgejahren feststellen. Das gut zahlende „typische Festwochenpublikum“ hat der Herr Intendant bewusst verjagt. Solange er aber Zahlenspielerei als Rechtfertigung des Aufwandes heranziehen kann, besteht keine Gefahr. Ein Tipp: Man könnte ja die Besucher des U-Bahn-Knotens Karlsplatz in die Berechnung miteinbeziehen!

Nach 13 Jahren Konzerthaus Dortmund: Benedikt Stampa wird 2019 Intendant in Baden-Baden
Benedikt Stampa hat am Samstagmittag einen Vertrag als Intendant des Festspiel-Hauses in Baden-Baden unterschrieben. Zum 1. Juli 2019 wird der 51-Jährige Nachfolger von Andreas Mölich-Zebhauser, der im Juni 65 Jahre alt wird und das Haus seit 1998 leitet. Seinen Vertrag in Dortmund, der bis Sommer 2018 reicht, verlängert Stampa
Ruhrnachrichten[15]

München/ Reaktorhalle: Der eingebildete Sokrates

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Immer wieder überrascht die Theaterakademie August Everding das Münchner Publikum mit selten gespielten Opern. Die neueste Produktion ist die komische Oper „Der eingebildete Sokrates“ von Giovanni Paisiello (Libretto: Ferdinando Galiani und Giovanni Battista  Lorenzo; deutsche Fassung: Peter Brenner) in der Reaktorhalle in München, wo die Studentinnen und Studenten des Studiengangs Musiktheater / Operngesang im Einsatz waren.

Zum Bericht [16]von Udo Pacolt

Bad Hersfeld: Dieter Wedel wirft Paulus Manker raus
Hamburger Abendblatt[17]

Manker ist natürlich bestenfalls „auf dem Papier „Burgschauspieler“, er hat sicher seit einem Jahrzehnt nicht mehr dort gespielt. Und dass er wegen seines ungeheuerlichen Benehmens überall rausfliegt, wo jemand den Charakter hat, sich das nicht gefallen zu lassen – ist eigentlich logisch.

Dieter Dorn hat in seinen Memoiren erzählt, wie ihm Manker eine ganze Inszenierung ruiniert hat.

WIEN / Unteres Belvedere / Orangerie: KLIMT UND DIE ANTIKE
EROTISCHE BEGEGNUNGEN

KlimtAntike Plakat~1
Vom 23. Juni 2017 bis zum 8. Oktober 2017

Und Pallas Athene wacht…

Klimt, Antike, Erotik – das sind Begriffe, die man durchaus schon in Zusammenhang gebracht hat. Und außerdem, wie Belvedere-Chefin Stella Rollig meinte, was gibt es über einen so ausrecherchierten Künstler wie Gustav Klimt noch Neues zu erzählen? Eine rhetorische Frage, denn „Klimt und die Antike“ wird unter dem Gesichtspunkt „Erotische Begegnungen“ von Tobias G. Natter ausführlicher, klarer, chronologischer und erkenntnisreicher aufbereitet als je. Wobei den Besucher in der Orangerie nicht nur Klimt-Werke, sondern auch – im kunsthistorisch / archäologischen Criss Cross – herrliche Stücke aus der Antike erwarten. Ein Bad in Ästhetik, intelligent hinterfragt.

Zum Ausstellungsbericht[18] von Renate Wagner

Aus aktuellem Anlass (Hitzewelle): Hitzefalle Auto: Wann Hilfe erlaubt ist
Es kommt immer wieder vor, dass Kinder oder Hunde im Auto zurückgelassen werden. Im Sommer kann ein Auto aber rasch zu einer Hitzefalle werden. Das Retten eines Kindes oder Hundes ist aber nur im Notfall erlaubt.
http://wien.orf.at/news/stories/2850474/[19]

Ganz ehrlich, bei aller Liebe zu Mensch und Tier würde ich keine Autoscheibe einschlagen, wenn ich die Möglichkeit habe, die Polizei zu alarmieren. Wenn es gilt, ein Tier zu retten, müsste ich beim Anruf wohl zu einer klitzekleinen Notlüge greifen, denn ein Tier gilt als Sache. Die Erfahrung zeigt, dass unsere Ordnungshüter im Normalfall tierlieb sind.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article210995971/Mit-Spannung-erwartet-Jonas-Kaufmann-als-Otello-in-London.html
  2. https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article165835655/Tenor-am: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article165835655/Tenor-am
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/jonas-kaufmann-otello-london-royal-opera-house-premierenkritik-100.html
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/jonas-kaufmann-debuet-in-london-ein-otello-unserer-zeit-253133/
  5. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15967/jonas-kaufmann-als-otello-in-london-positiv-aufgenommen/
  6. whatsonstage.com/london-theatr…al&utm_campaign=22jun2017: http://www.whatsonstage.com/london-theatre/reviews/review-otello-royal-opera-house_43935.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=22jun2017
  7. theguardian.com/music/2017/jun…-jonas-kaufmann-kaufmann-: https://www.theguardian.com/music/2017/jun/22/otello-review-royal-opera-house-verdi-keith-warner-jonas-kaufmann-kaufmann-
  8. theartsdesk.com/opera/otello-r…aufmann-makes-pretty-moor: http://theartsdesk.com/opera/otello-royal-opera-review-%E2%80%94-kaufmann-makes-pretty-moor
  9. markronan.com/2017/06/otello-r…-covent-garden-june-2017/: http://www.markronan.com/2017/06/otello-royal-opera-roh-covent-garden-june-2017/
  10. thestage.co.uk/reviews/2017/ot…s%2Fusers%2Fsign_up.popup: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/otello-starring-jonas-kaufman-royal-opera-house-real-dramatic-sweep/?login_to=https%3A%2F%2Fwww.thestage.co.uk%2Faccounts%2Fusers%2Fsign_up.popup
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-lelisir-damore-16
  12. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/berliner-staatsoper-unter-den-linden-werdet-ihr-mich-finden/19970246.html
  13. http://derstandard.at/2000059673620/Neuer-Philharmoniker-Vorstand: http://derstandard.at/2000059673620/Neuer-Philharmoniker-Vorstand
  14. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/festwochen-debuet-von-zierhofer-kin-mit-128630-besuchern-253121/
  15. Ruhrnachrichten: http://www.ruhrnachrichten.de/leben-und-erleben/kultur-region/Nach-13-Jahren-Konzerthaus-Dortmund-Benedikt-Stampa-wird-2019-Intendant-in-Baden-Baden;art1541,3204354
  16. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-reaktorhalle-der-eingebildete-sokrates-von-giovanni-paisiello
  17. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article211000735/Dieter-Wedel-wirft-Paulus-Manker-raus.html
  18. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-belvedere-klimt-und-die-antike
  19. http://wien.orf.at/news/stories/2850474/: http://wien.orf.at/news/stories/2850474/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-juni-2017


22. JUNI 2017

by ac | 22. Juni 2017 08:55

   
Kaufmanns „Otello“ bereitsam 28.6. in den Kinos. Maria Agresta, Jonas Kaufmann. Copyright: Alastair Muir

Gestern fand  in London die Premiere der neuen „Otello“-Produktion im Royal Opera House statt.
Opernliebhaber, die nicht live dabei sein konnten, haben schon sehr bald die Gelegenheit, Jonas Kaufmann in seinem Rollendebüt als Otello zu erleben. Verdis Oper wird am 28. Juni weltweit live im Kino übertragen.
Alleine in Deutschland und Österreich sind über 160 Kinos mit dabei. Erste Kinos melden bereits „ausverkauft“ – alle teilnehmenden Kinos finden Sie auf www.rohkinotickets.de[1]

Erste Kritik online: http://www.standard.co.uk/goingout/arts/otello-opera-review-an-otello-to-rank-with-the-finest-a3570436.html[2]

Erster Ohrenzeugenbericht (übermittelt von Franco Bastiano): Ein guter Freund aus London, ein Opernkenner, der in Holborn direkt um die Ecke von Covent Garden lebt, schrieb mir dies zur Musik und den Stimmen : Um es vorweg zu sagen, der unbestrittene Star des Abends war Antonio Pappano. Was er aus der Partitur und dem Orchester an Lyrik, Gewalt, menschlicher Vielfältigkeit und Emphase, an Zweifel und Bösartigkeit herausholte, sprengte die Grenzen. Überwältigend auch der Jago des Marco Vratogna, dessen Stimmstärke den ganzen Abend über nicht nachließ. Maria Agresta als Desdemona war sehr gut. Gelegentlich schien sie nicht genau zu wissen, was sie sang oder darstellte.
   Jonas Kaufmann nun lieferte eine gute Leistung ab. Verglichen aber with the hype around that highly anticipated debut his singing did not always match mit dem Anspruch. Sein Esultate zu Anfang versprach an Stärke und Durchschlagskraft noch viel, doch nur einmal gelang das noch in ora per sempre addio. Im Liebesduett Gia nella notte e densa schien Kaufmann die Gefühlswelt, die Pappano ihm auf dem Tablett servierte nicht annehmen zu können, er wirkte gelegentlich fast teilnahmslos und zurückgenommen.
   Im Höhepunkt gar, der Klage Dio mi potevi scgliar, nahm er Zuflucht in viel Parlando und viel zu leisen Tönen. And die Legenden Del Monaco, Ramon Vinay und Jon Vickers reicht er jedenfalls nicht heran.  Ohne Pappano und Vratogna hätte man von einer sehr guten Repertoirevorstellung sprechen können. Mehr nicht.
 Ich selbst erinnere mich gern an meine Londoner Jahre, wo ich mit nicht allzu viel Geld von der Callas über di Stefano, Corelli, Bastianini, Vishnewskaja, Del Monaco, Vickers alles hörte was die Goldenen Sechziger und Siebziger hergaben.
Cordialmente
FB

Soweit die Wertung unseres Opernfreunds aus London, die für JK gar nicht so schlecht ausfällt. In der Aufzählung der „Otello-Größen“ fehlt hier auch Placido Domingo. Ich denke, dass JK ganz gut damit leben kann (noch nicht ganz) an Mario del Monaco, Ramon Vinay und Jon Vickers heranzureichen, wenn derzeit noch lebende Tenöre als Vergleich gar nicht herangezogen werden.

Bayreuth: Premiere „DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG“ WIRD IN DIE KINOS ÜBERTRAGEN

Die mit Spannung erwartete Festspieleröffnung findet traditionsgemäß am 25. Juli statt. Karten gibt es für dieses Spektakel natürlich nicht, aber es wird live am selben Tag, dem 25. Juli 2017, in viele Kinos übertragen.

Das Kino in der Nähe ist hier ersichtich:
http://www.wagner-im-kino.de/land/deutschland[3]

In Österreich ist die Zahl der Kinos überschaubarer und den Besuchern aus früheren Übertragungen weitgehend bekannt

Salzburger Festspiele : Ferruccio Furlanetto sagt den Boris Timofejewitsch Ismailow in der Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ ab

SALZBURGER FESTSPIELE: Neubesetzungen: Dmitry Ulyanov und Brandon Jovanovich singen in Dmitri Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk.

Für beide ist es ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen.
 

    Dmitry Ulyanov
 
Nach reiflicher Überlegung hat Ferruccio Furlanetto sich entschlossen, die Partie des Boris Timofejewitsch Ismailow in der Oper Lady Macbeth von Mzensk nicht in sein Repertoire aufzunehmen. Die Partie des Boris (Schwiegervater der Protagonistin Katerina) wird Dmitry Ulyanov übernehmen.  Nina Stemme als Katerina Lwowna Ismailowa ist die Lady Macbeth von Mzensk. Die Rolle des draufgängerischen Arbeiters Sergej, der Katerinas Leben in jeder Hinsicht entscheidend verändert, übernimmt der US-amerikanische Tenor Brandon Jovanovich anstelle von Maxim Aksenov.
 
Die Premiere findet am 2. August 2017 im Großen Festspielhaus statt. Vier weitere Aufführungen bis 21. August 2017.

Wiener Staatsoper: Gestern Derniere der „Don Carlo“-Serie

Ungerechterweise war die ganze Serie vom Rollendebut Placido Domingos als Posa beherrscht. Nach der Derniere ist zu den Motiven und zur Sinnhaftigkeit dieses Vorhabens bereits alles gesagt und geschrieben, sodass wir uns mit dem, an diesem Abend Gehörten beschäftigen wollen. Einzige allgemeine Anmerkung soll bleiben, dass das Publikum „seinen“ Liebling auch zum Abschluss wieder mit ca zwanzig Minuten währendem, frenetischem Beifall überschüttete – der “Superstar“ hat also – aus seiner Sicht – alles richtig gemacht.

Zum Bericht[4] von Maria und Johann Jahnas

 ORF startet mit „Sommernachtsgala Grafenegg“ in den Kultursommer 2017

Live-zeitversetzt am 23. Juni in ORF 2, Dakapos in ORF III, 3sat und Ö1 =

Schloss Grafenegg. Copyright: Grafenegg.com

Wien (OTS) – Mit der alljährlichen live-zeitversetzten Übertragung der Sommernachtsgala aus Grafenegg am Freitag, dem 23. Juni 2017, um 21.20 Uhr in ORF 2, eröffnet der ORF auch 2017 wieder offiziell seinen reichhaltigen Kultursommer. Hochkarätige internationale Solisten – diesmal die russische Sopranistin Aida Garifullina, die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili und der ebenfalls aus Russland stammende Bariton Dmitri Hvorostovsky – interpretieren Meisterwerke der Klassik unter freiem Himmel auf der einzigartigen Bühne des Wolkenturms. Es spielt das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der musikalischen Leitung seines Chefdirigenten Yutaka Sado. Durch den stimmungsvollen Abend, der auch im elften Jahr des Open-Air-Events traditionell mit einem Feuerwerk zu Edward Elgars „Pomp and Circumstance“ endet, führt Barbara Rett. Für die Bilder der neun ORF-HD-Kameras sorgt Regisseurin Heidelinde Haschek. Eine Aufzeichnung des Konzerts ist am Sonntag, 2. Juli, um 20.15 Uhr in ORF III, sowie am Samstag, 22. Juli, um 21.50 Uhr in 3sat zu sehen. Ö1 sendet die „Sommernachtsgala“ am Samstag, 8. Juli, um 15.05 Uhr.

Dresden: Christian Thielemann vor Vertragsverlängerung

Der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, steht kurz vor der Verlängerung seines Vertrages. „Wir sind in den letzten Zügen der Verhandlungen, um nicht zu sagen: beim Schachern“, sagte Thielemann der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Ich wüsste nicht, was der Sache noch entgegensteht“, fügte er hinzu.

Ballettpremiere in Budapest „A STREETCAR NAMED DESIRE“ / „A VÁGY VILLAMOSA“. Erfolgreiche Ballett-Uraufführung


Fatale Konstellation: die beiden Schwestern Stella (Lea Földi) und Blanche (Jessica Carulla Leon) mit Schwager Stanley (Balázs Majoros). Copyright: Szilvia Csibi

Mit einer beeindruckenden Premiere beendet das Ungarische Nationalballett die aktuelle Spielzeit: Endstation Sehnsucht hat seine Welturaufführung in der Choreografie von  Marianna Venekei. Die Tänzerin und Hauptballettmeisterin des Ungarischen Nationalballetts choreografiert seit 2002; zuletzt war der Pas de deux „Schach matt“ mit der quirligen Jessica Carulla Leon als Schachbrett und Roland Liebich als grübelndem Spieler in der III. Internationalen Iván Nagy Ballett Gala im vergangenen Februar zu sehen…

Zum Bericht[5] von Ira Werbowsky

Genf: NORMA – Premiere: Konzertant wäre besser gewesen

Alexandra Deshorties als „Norma, Sona Ghazarian  als Clotilda. Copyright: Carole Parodi

Es kommt nicht von ungefähr, dass Vincenzo Bellinis Norma als schwer inszenierbar gilt. Trotzdem gilt es zu überlegen, ob man nicht lieber eine konzertante Version wählt als eine Produktion von einer anderen Oper zu übernehmen die nebst einer schwer nachvollziehbaren Regie über ein langweiliges Bühnenbild verfügt.

Die Oper findet in einer subattraktiven reizlosen Umgebung statt, in der man lieber nicht leben möchte. Das schmuddelige Einheitsbühnenbild vereint alle Szenen, sowohl den gallischen Wald, Normas Privatgemächer als auch der Tempel. Das alles zusammen vereint, befindet sich in einem Innenhof der verlotterter nicht sein könnte…

Für ältere Opernfreunde von Interesse: Da die Inszenierung die Clotilda als Mutter Normas sieht und ihr schauspielerisch den Rang einer Hauptdarstellerin zugedacht hat, wollte man einen Star der vergangenen Generation für diese Produktion aufbieten: Sona Ghazarian. Die Ghazarian hat in Genf u.a. Lucia und Alice Ford gesungen und zählte in ihrer Glanzzeit zu den geliebten Stars des Hauses.

Zum Bericht[6] von Marcel Paolino

WIEN/ ST. MARGARETHEN/ OPER IM STEINBRUCH:

 

Diesen Samstag fährt die Oper im Steinbruch zusammen mit dem Regisseur und Bühnenbildner Philippe Arlaud, dem Bariton Clemens Unterreiner und der Mezzosopranistin Annely Peebo in einer historischen Bim entlang des Wiener Rings.
Fahren Sie mit und erfahren Sie die mitreißenden Geschichten rund um den Opernkrimi „Rigoletto“ im Steinbruch St. Margarethen aus erster Hand.

Wann?
Samstag, 24.06.2017 von 10.30 (ab Oper) bis 17.00 Uhr
Wo?
Rund um die Wiener Ringstraße kostenlos in einer Oldtimer-Bim
Haltestellen:
Kärntner Ring/Oper (10.30, 11.00, 11.30 Uhr, …)
Schwedenplatz (10.45, 11.15, 11.45 Uhr, …)

TIPP: Als Vorgeschmack auf den Rigoletto stellt sich vor-Cocktail [7]können Sie das neue Pago Passion Rhabarber-Birne während der kostenlosen Fahrt in der historischen Bim probieren!

Mehr Informationen auf www.operimsteinbruch.at[8]

Richard-Wagner-Festtage in Leipzig beginnen am 27. Juni
Sechs Tage lang stehen bei den diesjährigen Richard-Wagner-Festtagen in Leipzig Konzerte, Führungen und Ausstellungen auf dem Programm, wie der dortige Richard-Wagner-Verband am Dienstag mitteilte. Eröffnet werden die Festtage zu Ehren des Komponisten am 27. Juni
Hamburger Abendblatt[9]

WIEN / Österreichische Nationalbibliothek / Prunksaal:  300 JAHRE FREIMAURER

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Das wahre Geheimnis
Vom 23. Juni 2017 bis zum 7. Jänner 2018

Geheimnisse? Die gäbe es nicht, versicherte Georg Semler bei der Pressekonferenz zur großen „Freimaurer“-Ausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Womit der Großmeister der Österreichischen Logen wieder etwas zum „Geheimnis“ beiträgt, das diese Gesellschaft seit 300 Jahren – 1717, im Geburtsjahr Maria Theresias, wurden die „Free Mansions“ in England begründet – so beharrlich umgibt. Was am Ende auch ihren Reiz ausmacht. Denn wenn alles so harmlos wäre – wozu das Theater? Und dass es da zu dreihundert Jahren Geschichte viel zu erzählen gibt, keinesfalls immer Harmloses, beweist die Ausstellung der Nationalbibliothek.

Zum Ausstellungsbericht[10] von Renate Wagner

Filme der Woche

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Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Zuerst waren da Spielzeughersteller: Sie konstruierten kleine Autos, die geschickte Kinder mit ein paar Handgriffen in Figuren verwandeln konnten. Dann hatte man Blechroboter aller Art, die auch Namen bekamen, und es gibt sicher (nur jugendliche?) Fachleute, die jeden einzelnen davon herbeten können wie bei den verschiedenen Dinosaurieren…

Eine so lukrative Idee konnte man keinesfalls auf der Ebene des Kinderspielzeugs belassen: Daraus wurden Comics, Videospiele und schließlich eine Filmreihe, die einen eigenen Science-Fiction-Kosmos entfaltete und unendliche Computerkunststücke beschwor, die nur den Nachteil haben, dass sie im Grunde immer dasselbe zeigen (so brillant sie auch sind).

Mittlerweile sind die Roboter-Maschinenwesen schon beim fünften Film angelangt, der noch viele weitere nach sich ziehen soll. Vom vierten Film hat man Cade Yeager (Mark Wahlberg) in die neue Handlung geholt. Wir sind auf der Erde, es sieht wie heute aus, die „Transformers“ haben – ähnlich wie die X-Men-Mutanten (die Motive wiederholen sich ja allerorten) – die Funktion, als Gefährdung auf der Welt zu hausen. Nur unser Cade Yeager weiß, dass sie nicht ausschließlich „böse“ sind… aber das US-Militär ist natürlich hinter ihnen her…

Queen: Brexit-Protest?

 

Queen Elizabeth II. hat mit ihrer „Queen’s Speech“ im britischen Parlament für Spekulationen gesorgt. Doch nicht der Inhalt der Rede, sondern ihr Outfit bereitet den Briten Kopfzerbrechen: Denn viele fühlen sich bei dem Hut der Queen an die EU- Flagge erinnert. In sozialen Medien wird nun gerätselt: Könnte das Kleidungsstück ein Statement gegen den Brexit sein?

Die Queen wird es uns vermutlich nicht sagen!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

  1. www.rohkinotickets.de: http://www.rohkinotickets.de
  2. http://www.standard.co.uk/goingout/arts/otello-opera-review-an-otello-to-rank-with-the-finest-a3570436.html: http://www.standard.co.uk/goingout/arts/otello-opera-review-an-otello-to-rank-with-the-finest-a3570436.html
  3. http://www.wagner-im-kino.de/land/deutschland: http://www.wagner-im-kino.de/land/deutschland
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-carlo-derniere-der-serie
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-erkel-theater-17-6-2017-a-streetcar-named-desire-a-vagy-villamosa-erfolgreiche-ballett-urauffuehrung
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/genf-opernhaus-norma
  7. Rigoletto stellt sich vor-Cocktail : http://www.arenaria.at/program/rigoletto/Cocktail
  8. www.operimsteinbruch.at: http://Diesen%20Samstag%20f%C3%A4hrt%20die%20Oper%20im%20Steinbruch%20zusammen%20mit%20dem%20Regisseur%20und%20B%C3%BChnenbildner%20Philippe%20Arlaud,%20dem%20Bariton%20Clemens%20Unterreiner%20und%20der%20Mezzosopranistin%20Annely%20Peebo%20in%20einer%20historischen%20Bim%20entlang%20des%20Wiener%20Rings.%20%20Fahren%20Sie%20mit%20und%20erfahren%20Sie%20die%20mitrei%C3%9Fenden%20Geschichten%20rund%20um%20den%20Opernkrimi%20%E2%80%9ERigoletto%22%20im%20Steinbruch%20St.%20Margarethen%20aus%20erster%20Hand.%20%20Wann?%20Samstag,%2024.06.2017%20von%2010.30%20%28ab%20Oper%29%20bis%2017.00%20Uhr%20Wo?%20Rund%20um%20die%20Wiener%20Ringstra%C3%9Fe%20kostenlos%20in%20einer%20Oldtimer-Bim%20Haltestellen:%20K%C3%A4rntner%20Ring/Oper%20%2810.30,%2011.00,%2011.30%20Uhr,%20...%29%20Schwedenplatz%20%2810.45,%2011.15,%2011.45%20Uhr,%20...%29%20%20TIPP:%20Als%20Vorgeschmack%20auf%20den%20Rigoletto%20stellt%20sich%20vor-Cocktail%20k%C3%B6nnen%20Sie%20das%20neue%20Pago%20Passion%20Rhabarber-Birne%20w%C3%A4hrend%20der%20kostenlosen%20Fahrt%20in%20der%20historischen%20Bim%20probieren%21%20%20Mehr%20Informationen%20auf%20www.operimsteinbruch.at
  9. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article210980777/Richard-Wagner-Festtage-in-Leipzig-beginnen-am-27-Juni.html
  10. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-nationalbibliothek-300-jahre-freimaurer
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/22-juni-2017


21. JUNI 2017

by ac | 21. Juni 2017 08:52

Daniel Froschauer (Foto Jun Keller) und Michael Bladerer (Foto: Wiener Staatsoper)

Daniel Froschauer wird neuer Vorstand der Wiener Philharmoniker. Mit dem 1. September wird er Andreas Großbauer ablösen, der die Funktion dann drei Jahre ausgeübt haben wird. Neuer Geschäftsführer wird Michael Bladerer. Dies haben die Philharmoniker in ihrer heutigen Versammlung beschlossen, wie es in einer Aussendung heißt.

Der gebürtige Wiener Daniel Froschauer gehört den Ersten Geigen des Orchesters seit 1998 an, seit 2005 als Stimmführer. Er ist langjähriges Komiteemitglied und verantwortete bisher die philharmonischen Kammermusikaktivitäten sowie den „Vienna Philharmonic and Suntory Music Aid Fund“. Neben dem neuen Vorstand wurde auch ein neuer Geschäftsführer als Nachfolger von Harald Krumpöck gewählt. Diese Position übernimmt ab 1. September der Kontrabassist Michael Bladerer, der ehemalige Pressesprecher und langjährige Betriebsrat des Orchesters.

Es wäre nicht Wien, würden da nicht wieder die tollsten Gerüchte entstehen. Tatsächlich nehmen sich die drei Jahre, die das Duo Großbauer/Krumpöck die Geschicke der Philharmoniker leitete, gegenüber den 17 Jahren, in denen Clemens Hellsberg tätig war, relativ bescheiden aus. Aber 17 Jahre waren bei der Struktur der Philharmoniker eindeutig zu lang, vielleicht sind die drei Jahre künftig die Normaltät. Schließlich will ja jeder einmal drankommen!

Wiener Philharmoniker wählen neues Führungs-Duo
Die Wiener Philharmoniker haben am Dienstag ein neues Führungs-Duo gewählt. Daniel Froschauer wird neuer Vorstand und Michael Bladerer Geschäftsführer, wie das Orchester mitteilte. Beide treten ihre Ämter am 1. September 2017 an.
Musik heute[1]
Philharmoniker wählen neues Führungsduo
Wiener Zeitung[2]

KS Waltraud Meier zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt

Waltraud Meier in der Rolle der Klytämnestra – im Fahrstuhl zur Ehrenmitgliedschaft(19.6.). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Nach der umjubelten Wiederaufnahme von Richard Strauss’ Elektra am Montag, 19. Juni 2017 wurde KS Waltraud Meier, die an diesem Abend erstmals im Haus am Ring als Klytämnestra zu erleben war, die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Staatsoper verliehen. Die Ehrung erfolgte durch Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Mag. Christian Kircher im Anschluss an die Vorstellung auf offener Bühne, wo sich das Ensemble des Abends – darunter Dirigent Michael Boder, KS Nina Stemme, Regine Hangler, Alan Held, Herbert Lippert und KS Wolfgang Bankl – versammelte. KS Waltraud Meier, die vor 30 Jahren ihr Debüt an der Wiener Staatsoper feierte und seitdem an 146 Abenden vor allem in großen Partien des deutschen Faches zu erleben war, wurde auch der von Juwelier Wagner gestaltete und zur Verfügung gestellte Ehrenring der Wiener Staatsoper überreicht.

In der kommenden Spielzeit wird KS Waltraud Meier im Haus am Ring im Dezember 2017 wieder die Klytämnestra verkörpern und im Mai 2018 für ein Solistenkonzert zurückkehren.

Wiener Staatsoper: „Elektra“ am 19.6.

Peter Skorepa hadert mit dieser Laufenberg- Inszenierung. Er tröstet sich mit durchwegs guten bis zufriedenstellenden Sängerleistungen.

Nina Stemme als „Elektra“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Was das szenische Leading Team an Spannung verweigerte, das konnte der musikalische Teil einlösen. Welch herrliche Elektra ist doch Nina Stemme an perfekter Ausformung und Wortdeutlichkeit, an strahlendem Leuchten, an kontrollierter Tonfülle. Damit ist sie jenem Olymp der Sängerinnen nahe, die – wie etwa eine Birgit Nilsson – beinahe schon in einem anderen Universum sangen. Wer beide gehört hat, kann wohl bestätigen, dass der Gesang der Stemme in seinem zu erahnenden inneren Lodern und seiner Menschlichkeit und Wärme jedoch mehr einnimmt, als es der so absolut perfekte und unüberbietbare stimmliche Klang der Schwedischen Primadonna je konnte. Das nur als ein Vergleich – über Jahrzehnte hinweg gezogen – zwischen leuchtendem Feuer und kaltem Schwedenstahl.

Ein spätes Rollendebüt in Wien gönnte sich Waltraud Meier mit der Klytämnestra, dramatische Ausbrüche im Höhenregister standen viele, in den philharmonischen Klangmassen untergehende Textbereiche gegenüber, die eigentlich einem dramatischen Alt zugemessen sind. Zum Rollendebüt fehlten daher etwas die Anteile des alten, kranken und schuldbeladenen “sacre monster” der Atriden-Story. Sie wirkte eher wie eine von Klimt gestylte Variante der Adele Bloch-Bauer, die schnell mal von der Party im Obergeschoß in den Keller für eine Zigarette vorbeischaut. Zu schön und elegant um wahr zu sein. Ein sehr heutiges Rollenbild aber nicht im Sinne eines Hofmannsthal und eines Strauss.

Regine Hangler hingegen war ein gelungenes Abbild einer hysterischen Chrysothemis, die ihre krankhaft ausbrechenden heftigen Sehnsüchte nach einem “Weiberschicksal”, der Sehnsucht nach Ausbruch aus dem Gefängnis ihrer Familie glaubhaft – auch gesanglich – zum Ausdruck brachte…

Zum Bericht[3] von Peter Skorepa

Wien/ Staatsoper: „Elektra“: Die gnadenlose Wucht des Grauens
Wiederaufnahme von Richard Strauss‘ Oper in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg –
Der Standard[4]

Heute: Stream aus der Wiener Staatsoper: DON CARLO mit Placido Domingo als Posa

Elena Zhidkova (Eboli) und Placido Domingo (Posa). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Beginn: 18 h

http://www.staatsoperlive.com/de/ [5]

WIEN / Schönbrunner Schloßtheater:  : IDOMÉNÉE von André Campra
Premiere: 18. Juni 2017, besucht wurde die zweite Vorstellung am 20. Juni 2017 

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Bei der zweiten Vorstellung von „Idoménée“ des französischen Komponisten André Campra (1660-1744) war das Schönbrunner Schloßtheater schwach besetzt. „femubaf“ hat sich offenbar noch nicht herumgesprochen. Das auf den ersten Blick seltsame Kürzel steht für „Le festival de la musique baroque francaise“, das heuer erstmals in Wien veranstaltet wird, aber schon auf einige Jahre voraus programmiert ist (nächstes Jahr mit Élisabeth Jacquet de La Guerres großer Oper „Céphale et Procris“ und danach mit einer „Rasender Roland“-Trilogie von Lully!). Initiator des Festivals ist der deutsche Komponist, Dirigent und Pianist Robert Lillinger, der durchaus zu Recht findet, dass die französische Barockoper im Wiener Repertoire unterrepräsentiert sei…

Am Rande sei noch erwähnt, dass die zweite Vorstellung im Schloßtheater es der Premiere in der Staatsoper gleichtat und den Vorhang streiken ließ. Das allerdings den ganzen Abend lang, was sicher für die nächsten Aufführungen behoben ist. Live ist eben live… Und „Idomenée“ wird sich noch einspielen, ebenso wie das ganze Unternehmen „femubaf“ Boden unter den Füßen und dann Popularität gewinnen muss, um einer glanzvollen Zukunft entgegenzugehen.  

Zur Kritik [6]von Renate Wagner

Jonas Kaufmann gibt heute Rollendebüt als „Otello“ in London

London – Jonas Kaufmann gibt an der Royal Opera in London sein Debüt als „Otello“. Die Titelpartie in Giuseppe Verdis letztem Meisterwerk, nach der Tragödie von William Shakespeare, gilt als eine der herausforderndsten Tenorpartien. Die Neuproduktion von Keith Warner, unter der musikalischen Leitung von Antonio Pappano, hat am (heutigen) Mittwoch Premiere. Die Aufführung vom 28. Juni soll in vielen Ländern live in Kinos übertragen werden.

Oper Leipzig: Elisabet Strid gibt ein herausragendes Debüt in der Salome-Neuinszenierung

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Elisabet Strid als Salome. Foto: Kirsten Nijhof

Elisabet Strid gibt ein herausragendes Debüt in der Salome-Neuinszenierung in Leipzig
bachtrack[7]

Der Prinzessin und die Mausefalle – „Salome“ an der Oper Leipzig
Neue Musikzeitung/nmz.de[8]

ÖSTERREICHISCHER MUSIKTHEATERPREIS WIRD AM SONNTAG IM RAHMEN EINER MATINÉE IN DER WIENER VOLKSOPER VERGEBEN

schik

Kommenden Sonntag steht Wien bereits zum fünften Mal in Folge im Zeichen des Musiktheaters: Auf Initiative von Karl-Michael Ebner wird der Österreichische Musiktheaterpreis im Rahmen einer glanzvollen Matinée in der Volksoper Wien vergeben.

Während die Gewinner der Sonderkategorien bereits feststehen, sind 36 Nominierte noch gespannt, wer sich in den elf Jurykategorien durchsetzen und einen Goldenen Papageno aus der Porzellanmanufaktur Augarten Wien mitnehmen kann.

Den Preis für Ihr Lebenswerk erhält heuer Weltstar Grace Bumbry, die auch schon von U.S. Präsident Barack Obama ausgezeichnet wurde. René Pape kann sich über den ORF III Medienpreis freuen und die Tiroler Festspiele Erl werden als bestes Festival ausgezeichnet. Als bester Chor wird heuer der Chor der Volksoper Wien prämiert….

…Im Anschluss an die Matinée lädt der Österreichische Musiktheaterpreis gemeinsam mit der Volksoper Wien zum Künstlerfest vor dem Opernhaus, um die diesjährigen Preisträger bei sommerlichen Drinks zu feiern.

Restkarten für Fans des österreichischen Musiktheaters sind noch erhältlich

Restkarten sind ab fünf Euro noch online auf http://wwww.volksoper.at[9] erhältlich.

Salzburg/ Landestheater: Vertrag mit Maldeghem um fünf Jahre verlängert
Kulturreferent Heinrich Schellhorn streut dem Intendanten des Salzburger Landestheaters Rosen: Seit 2009 sei es gelungen, die Publikumszahlen um bis zu 65 Prozent zu steigern. Das Ballett „Forever 27“ schaffte eine Auslastung von 99,4 Prozent.
Salzburger Nachrichten[10]

Die Chefin des Circus Krone, Christel Sembach-Krone, ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Wie der Zirkus mitteilte, erlag sie am Dienstag in München einer kurzen, schweren Krankheit. Mehr als zwei Jahrzehnte lang hatte Sembach-Krone – bis zuletzt – den größten Zirkus Europas geleitet. Ihre Adoptivtochter Jana Mandana Lacey-Krone soll jetzt in fünfter Generation ihre Nachfolge antreten.

– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/27828648 ©2017[11]

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag. Seien Sie vorsichtig mit Klimaanlagen, ich habe mich wegen einer solchen total verkühlt und bin derzeit zumindest zur Hälfte arbeitsunfähig! Bei meinem Chef gibt es aber keinen Krankenstand!
A.C.

 

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15952/wiener-philharmoniker-waehlen-neues-fuehrungs-duo/
  2. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/899397_Froschauer-neuer-Vorstand-der-Philharmoniker.html?em_view
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-elektra-richard-strauss
  4. Der Standard: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article210969409/Thomas-Hengelbrock-geht-Kommt-jetzt-ein-alter-Bekannter.html
  5. http://www.staatsoperlive.com/de/ : http://www.staatsoperlive.com/de/
  6. Zur Kritik : http://der-neue-merker.eu/wien-schoenbrunner-schlosstheater-idomenee
  7. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-salome-schirmer-strid-pursio-oper-leipzig-june-2017
  8. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/der-prinzessin-und-die-mausefalle-salome-an-der-oper-leipzig
  9. http://wwww.volksoper.at: http://wwww.volksoper.at
  10. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/kultur/sn/artikel/landestheater-vertrag-mit-maldeghem-um-fuenf-jahre-verlaengert-252803/
  11. http://www.berliner-zeitung.de/27828648 ©2017: http://www.berliner-zeitung.de/27828648%20©2017

Source URL: http://der-neue-merker.eu/21-juni-2017


20. JUNI 2017

by ac | 20. Juni 2017 07:37


KS Adrian Eröd, KS Michael Schade, Bryn Terfel, KS Simon Keenlyside, Bernarda Fink, Dominique Meyer
.
Credit: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

er britische Bariton Simon Keenlyside, der in der vorgestrigen Premiere von Debussys Pelléas et Mélisande an der Wiener Staatsoper für sein Rollendebüt als Golaud umjubelt wurde, wurde gestern,  Montag, 19. Juni 2017 im Teesalon der Wiener Staatsoper mit dem Berufstitel „Kammersänger“ ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte durch den Geschäftsführer der Bundestheater-Holding Mag. Christian Kircher und Staatsoperndirektor Dominique Meyer. Zu den Gästen und Gratulanten zählten u. a. die SängerkollegInnen Bryn Terfel, KS Michael Schade, KS Adrian Eröd, Olga Bezsmertna, Bernarda Fink und Marcus Pelz.

KS. Simon Keenlyside:Ich bin sehr dankbar, Herr Direktor, dass Du mich so akzeptierst, wie ich bin – ein „shy man“. Solange es Leute wie Dich gibt, bin ich glücklich“. Die Wiener Staatsoper, das Konzerthaus sowie den Musikverein – leider könne er nicht so oft bei den Salzburger Festspielen auftreten, weil er sich im Sommer seiner Familie widmet – bezeichnete er als Zentrum seines musikalischen Universums: „Hoffentlich bleibt das so. It makes me deeply happy!“

PELLEAS: Neue Premierenkritiken online:

Dominik Troger schreibt in www.operinwien.at[1]: Der größte Nachteil der Inszenierung liegt darin, dass sich Marelli offenbar nicht hat entscheiden können, was er möchte: eine moderne psychoanalytische Deutung oder eine symbolistisch-märchenhafte Umsetzung. Golaud ist zum Beispiel Bestandteil einer analytischen Deutung. Er ist offenbar schon am Beginn psychisch schwer angeschlagen, richtet die Flinte gegen sich selbst. Außerdem ist er ein notorischer Trinker und süffelt immer wieder aus einem Flachmann. Die Chance, die langsame Zerrüttung Golauds in seinem Verhältnis zu Melisande aufzuzeigen, hat Marelli dadurch vertan.

Und Simon Keenlyside, als Golaud stimmlich bestens in Schuss, ist auch nicht gerade ein „Märchenerzähler“, sondern inzwischen gewissermaßen der Bühnenneurotiker vom Dienst…

Zur Premierenkritik[2] von Dominik Troger

„Pelleas et Melisande“ an der Staatsoper
Ein Vierteljahrhundert hat man sie am Ring nicht gespielt, diese Oper, die ganz allein steht in der Tradition ihrer Gattung. „Pelleas et Melisande“ von Claude Debussy ist Musiktheater gewordene Malerei, ein Meisterwerk düsteren symphonischen Impressionismus. Am Sonntag feierte die Staatsoper damit die letzte Opernpremiere der Saison und ließ sich vom Publikum dafür zurecht belobigen.
Salzburger Nachrichten[3]
„Pelléas et Mélisande“: Hier toben die Emotionen im Flüsterton
Staatsopern-Premiere wie aus dem Musiktheaterbilderbuch: „Pelléas et Mélisande“, inszeniert von Marco Arturo Marelli, dirigiert von Alain Altinoglu, in exquisiter Besetzung.
Die Presse[4]
Bootsfahrt durch das Unbewusste
Der Standard[5]
Frühlingsgefühle im Bunker
Premiere für „Pelléas et Mélisande“ an der Staatsoper: eine respektable Regie mit prächtigem Klangbild.
Wiener Zeitung[6]

BERLIN/ Komische Oper: ZOROASTRE. Wetten, dass das die lustigste Premiere der Saison ist?

Thomas Dolié als „Abramane“ und Nadja Mchantaf als „Érinice“. Copyright: Monika Rittershaus

Man nehme ein kleines Stück Rasen mit Blümchen darauf und Ameisen darin, und schon geht der Streit zwischen zwei Nachbarn los. Der eine in Lotterjeans und Karohemd (Bühnenbild und Kostüme: Rainer Sellmaier) bewohnt einen schäbigen Bungalow, setzt einen Zaun und sich selbst dort in einen Liegestuhl.

Sein wohlhabender Nachbar eilt im korrekten Anzug aus der Bibliothek seines Domizils, entfernt diesen Zaun und pflanzt ein Blümchen, das der andere sofort ausreißt.  Der Anzugträger heißt Zoroastre (= Zarathustra) und wohnt im Lichtland Baktrien (ist also eher nicht der historische altiranische Religionsstifter).  Thomas Walker singt ihn mit kräftigem Tenor…

Zur Premierenkritik[7] von Ursula Wiegand

„Konzertgänger in Berlin“
Komische Oper
Also sang „Zoroastre“: Rameau an der Komischen Oper
Wetten, dass das die lustigste Premiere der Saison ist? Jean-Philippe Rameaus Oper Zoroastre 261 Jahre nach ihrer Entstehung erstmals überhaupt in Berlin, ausgerechnet an der Komischen Oper.
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/19/also-sang-zoroastre-rameau-an-der-komischen-oper/
Zoroastre“ erstmals in Berlin: Krieg der Rasenmäher
Baumarkt und Bosheit liegen nahe beieinander: Rameaus Oper „Zoroastre“ wird an der Komischen Oper zum Vorgartenalptraum.
Tagesspiegel[8]

Manuel Brug, das „Lästermaul“ der Branche wieder in voller Aktion

Wann sagt Rolande Villazon wieder ab? Drückt Sonya Yontcheva auch ihren Gatten, den Dirigenten Domingo Hindoayn in ihre Produktionen rein, bekommt Yusef Eyvazov, den Anna Netrebko möglicht immer bei sich haben will, vor der Scala-Eröffnung noch „Muffensausen“? Wann und wo darft Nicolas Testé wieder an der Seite von Diana Damrau auftreten? Garanca und Chichon? Es gibt viele Paare im Opernbetrieb, manche fallen nicht auf! Aber die, die auffallen, benennt Manuel Brug

Mit Mann oder gar nicht: Die Opernstars machen wieder Zirkus
Die Welt[9]

WIEN: Staatsopernsänger (und Abendspielleiter sowie Betriebsrat) Prof. Dr. Anton WENDLER gestorben

 

Prof. Dr. Anton Wendler ist am 15.6. gestorben. Das hat mir seine Frau telefonisch mitgeteilt. Der Termin des Begräbnisses steht noch nicht fest, da sein Sohn, der Film-Komponist und Arrangeur Edwin Wendler, in den USA / Los Angeles lebt und sich der Termin nach dessen Ausreisemöglichkeit richtet!

Ich weiß gar nicht, wie oft Toni Wendler auf der Bühne der Wiener Staatsoper gestanden hat, erstmals sah ich ihn als „Goro“ in der „Butterfly“. Auch seinen „Dr. Blind“ in der „Fledermaus“ habe ich oft gesehen. Ganz glücklich war er, als Ioan Holender ihn nach seiner offiziellen Pensionierung für die (einmalige) Staatsopern-Sommerproduktion der „Lustigen Witwe“ als Gesandten holte. „Es geht ja doch nicht ohne mich“!

Toni Wendler hat sich, nicht immer ausreichend bedankt, als Betriebsrat des Künstlerischen Personals sehr für Kollegen eingesetzt. In der Staatsoper war das, weil gesetzlich geregelt, kein Problem. Schwieriger war es aber, als er bei Privattheatern Regie führte und mit denen auf Deutschland-Tournee ging. Im Autobus wollte Toni Wendler einen Betriebsrat installieren. Die resolute Chefin des Unternehmens ließ darauhin den Bus anhalten: „Toni, wenn Du jetzt weiterredest, muss ich Dir nahelegen, auszusteigen und mit der Bahn nach hause zu fahren“. Toni Wendler blieb sitzen, er war auch ein Pragmatiker!

Ich hatte mit Toni Wendler viele Jahre einen sehr freundschaftlichen Kontakt, war oft in seiner wunderschönen Wohnung in Pötzleinsdorf zu einem Gedankenaustausch zu Gast und bin tief betroffen! A.C.

Oper Zürich: Piotr Beczala singt Operette

Julia Kleiter (Lisa) und Piotr Beczale (Sou Chong“ in „Das Land des Lächelns. Copyright: Toni Suter

Ein Art-Deco-Bühnenportal und ein glitzernder Talmi-Vorhang stimmen uns auf die Lesart von Regisseur Andreas Homoki ein: Lehárs „Tragische Operette“ hat der ehemalige Intendant der Komischen Oper Berlin von allem Wiener Schmäh befreit, Nebenfiguren gestrichen und daraus eine Berliner Operetten-Revue im Stile Ende Zwanziger Jahre, also der Weimarer Republik, gemacht. Offenbar wollte er auf keinen Fall in die „Falle der Sentimentalität“ tappen. Dafür setzt er auf die Verdichtung der Handlung, indem er Dialoge streicht (sicher kein Nachteil), Musiknummern in einen anderen Zusammenhang stellt (was mitunter glückt), aber dem Ganzen den breiten Pinsel einer Puccini-Oper à la Turandot verpasst, was nicht zuletzt auch am lauten und wenig flexiblen Dirigat von Fabio Luisi liegen mag.

Schon die Ouvertüre hatte angeblich bezüglich Lautstärke „Götterdämmerungs-Format“

Zum Premierenbericht[10] von John H. Mueller

ULM/ Wilhelmsburg: AIDA als Open Air

Marlene Lichtenberg (Amneris) und Hélène Lindquist (Aida). Foto: Martin Kaufhold

Zum Bericht[11] von Klaus Billand

WIEN / Casanova:  UDO JÜRGENS   Sein Leben, seine Liebe, seine Musik
19.
Juni 2017

 

Heute ist Udo Jürgens der (neben Falco) meist besuchte Tote am Wiener Zentralfriedhof, nicht zuletzt wegen des spektakulären weißen Klaviers, das man ihm zum Gedenken hingestellt hat. Bis zu seinem Tod 2014 im Alter von 80 Jahren hat er eine mehr als sechzigjährige kontinuierliche Karriere hingelegt, die wenige Vergleiche kennt. Wikipedia sagt uns, dass der gebürtige Klagenfurter, der als Schweizer starb, mit über 100 Millionen verkaufter Tonträgern einer der kommerziell erfolgreichsten Unterhaltungsmusiker im deutschen Sprachraum war…

Zum Bericht[12] von Renate Wagner

Versöhnlicher Auftakt: Fahrplan für die Brexit-Gespräche steht
Monatelang sprach man in London und Brüssel übereinander und heizte die Stimmung vor den Verhandlungen über den britischen EU-Austritt an. Doch deren Auftakt überrascht.
Tiroler Tageszeitung[13]

Dafür wird der Ton in Österreichs Vorwahlkampf immer härter. Nun versuchen die Parteien, Künstler in Personenkomites zu vereinen. ´Jeder kann tun und lassen, was er will – aber in unserer praktisch „Dreiparteienlandschaft“ hat jeder Bekenner automatisch und auch rechnerisch zumindest zwei Drittel gegen sich. Gewiss, ein Otto Schenk kann unbesorgt einem Komitée beitreten, der steht ja bereits jenseits von Gut und Böse. Aber Künstler, die noch voll im Geschäft stehen, sollten vorsichtig sein. Das ist ein gut gemeinter Rat!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  2. Zur Premierenkritik: http://www.operinwien.at/werkverz/debussy/apel3.htm
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/pelleas-et-melisande-an-der-staatsoper-252617/
  4. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/klassikkritik/5237173/Klassik_Pelleas-et-Melisande_Hier-toben-die-Emotionen-im-Fluesterton
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000059485192/Pelleas-et-Melisande-Bootsfahrt-durch-das-Unbewusste
  6. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/899196_Fruehlingsgefuehle-im-Bunker.html?em_view
  7. Zur Premierenkritik: http://der-neue-merker.eu/berlin-komische-oper-zoroastre-von-jean-philippe-rameau-premiere
  8. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/zoroastre-erstmals-in-berlin-krieg-der-rasenmaeher/19952624.htm
  9. Die Welt: http://klassiker.welt.de/2017/06/18/mit-mann-oder-gar-nicht-die-opernstars-machen-wieder-zirkus/
  10. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/zuerich-opernhaus-das-land-des-laechelns-operette-von-franz-lehar-premiere
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/ulm-wilhelmsburg-aida-open-air
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-casanova-udo-juergens-sein-leben-seine-liebe-seine-musik
  13. Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/politik/europapolitik/13118873-91/vers%C3%B6hnlicher-auftakt-fahrplan-f%C3%BCr-die-brexit-gespr%C3%A4che-steht.csp

Source URL: http://der-neue-merker.eu/20-juni-2017


19. JUNI 2017

by ac | 19. Juni 2017 07:45

Unsere Rezensenten (drei Berichte trafen noch in der Nacht ein) nahmen die neueste Wiener Staatsopernpremiere wohlwollend, wenngleich nicht begeistert auf.

Renate Wagner meint: Wie setzt man „Pélleas und Mélisande“ um? Das ist schwierig genug. Debussy schuf (als sein eigener Textdichter) nach einem symbolistischen Theaterstück des Flamen Maurice Maeterlinck ein Werk, das man weder inhaltlich psychologisch packen noch von der Bewegtheit einer nicht wirklich „opernhaften“ Musik her interpretieren kann, die im Grunde konzertant neben dem Geschehen einher fließt und sich nur geringfügig mit den Stimmen der Sänger verbindet: Zumal diese mehr „en parlant“ als im klassischen Sinn „singend“ eingesetzt sind. Alles ist so fremd und unverständlich, als rankten sich Jugendstilornamente verfremdend durch das 1902 uraufgeführte Werk…

Am leichtesten täte man sich mit der Romantik, wenn man Wald, Garten, Weiher, unterirdische Höhle, Palast, also den Zwiespalt zwischen Natur (und Mélisande als einem fernen Geschöpf „aus dem Wasser“) und einem märchenartigen Königreich dort beließe, dann könnte die Stimmung den Opernbesucher „tragen“. (Die „Seltsamkeit“ des Ganzen könnte sich auch schön in einer Präraffaeliten-Welt spiegeln…?)

Nichts davon in der Inszenierung von Marco Arturo Marelli, die zwar schon vielfach als „romantisch“ bezeichnet wurde, ohne dass man imstande wäre, etwas davon auf der Bühne zu entdecken. Denn als (wie immer) sein eigener Bühnenbildner versetzt Marelli die Geschichte in eine Art Betonbunker, wo es auch Wellblech gibt und alte Leitern. Und viel Wasser, das man allerdings vom Parterre aus so gut wie nicht sieht – außer es fahren Boote darauf herum und Protagonisten müssen ins Wasser gehen, was sowohl Pélleas wie auch Golaud blüht. Für das so starke  „Natur“-Element des Werks reicht das beileibe nicht aus – und alle angesprochenen Schauplätze bleiben reine Behauptung…

Zum Premierenbericht[1] von Renate Wagner

Thomas Prochazka kann sich letztlich sogar zu einer Empfehlung (in dieser Besetzung) durchringen

Hallenbadatmosphäre im Haus am Ring: Marco Arturo Marelli lädt zum fröhlichen Plantschen. Dabei wird ausgezeichnet gespielt und größtenteils ebenso gesungen.

Die Staatsoper landete mit Pelléas et Mélisande einen Premièren-Erfolg. Jetzt gilt es nur noch, dessen Nachhaltigkeit sicherzustellen.
(Das ist es.)..

Die Sängerbesetzung — Luxus pur: Franz-Josef Selig als schönstimmiger König Arkel und Bernarda Fink als Geneviève (mit nicht zu überhörendem Metall in der Stimme). Spielfreudig präsentierte sich Maria Nazarova als Yniold. Die Partie ist nicht groß, doch gerade in der Szene mit Golaud von nicht zu vernachlässigender Wichtigkeit. Simon Keenlyside ließ das Publikum bei seinem internationalen Rollen-Debut als Golaud ein weiteres psychologisches Portrait einer verzweifelten Seele sehen, stimmlich ohne Makel. Es ist immer eine Freude, diesem Sänger bei der Arbeit zusehen zu dürfen. Olga Bezsmertna sang die Mélisande mit zum Teil ätherischem Klang, bemüht um Ausdruck in jeder Szene ihrer nicht kleinen Partie. An ihrer Seite erfreute Adrian Eröd als Pelléas mit einer (nicht nur gesanglichen) Spitzenleistung.

Pelléas et Mélisande an der Wiener Staatsoper: in dieser Besetzung eine Empfehlung.

Zum Premierenbericht[2] von Thomas Prochazka

Heinrich Schramm-Schiessl ist zufrieden, aber nicht begeistert: Mit dieser Inszenierung von Marco Arturo Marelli, der wie immer auch für die Bühnenbilder verantwortlich ist, kann man leben. Er erzählt die Geschichte und verzichtet weitgehend auf Mätzchen des zeitaktuellen Regietheaters. Einiges aus dessen „Pflichtenheft“, wie der Koffer von Melisande, die Dialysehalterung von Arkel oder die Erfindung einer zusätzlichen Figur (Pelleas’ Vater) ist trotzdem vorhanden. Schloss Allemonde ist offenbar ein Wasserschloss, denn das Wasser reicht bis in den Burghof hinein. Bis auf die 1. Szene spielt alles in einem Einheitsbild, schwere Steinmauern mit Stiegen und Stegen, das für die einzelnen Szenen jeweils geringfügig verändert wird. Insgesamt ist die Inszenierung sehr realistisch bis zu dem im Vorfeld schon diskutierten Wasser auf der Bühne. Was fehlt, ist die Poesie, die eindeutig aus der Musik herauszuhören ist und dadurch geht viel Stimmung verloren…

Zum Premierenbericht [3]von Heinrich Schramm-Schiessl

Weniger freundlich als unsere Rezensenten, die das Werk ja doch kennen, äußert sich der Korrespondent der APA, der den Pelleas vermutlich zum ersten Mal erlebt hat und folgene Meldung vom Stapel lässt: Die Oper ist gezeichnet von langen, sprechenden Zwischenspielen, die viel Zeit für Umbauten lassen würden – umso enttäuschender, dass der oft minutenlang geschlossene Vorhang sich jedes Mal über einer unveränderten Bühne hebt. (Wenn er sich hebt, denn ein zusätzlicher schwarzer Vorhang sorgte nicht nur für Zoom-Effekte, sondern durch sein Verheddern auch für eine plötzliche minutenlange Unterbrechung mitten im Auftakt zu einer neuen Szene.) Ein einziges graues Bild für ein Werk von so großer farblicher Intensität und schwebender Collagierung? Das ist einfach schade.

   Auch als Erzähler erweist sich Marelli immer wieder als träge…

Wiener Staatsoper hilft der Met aus

Sonja Yoncheva nächste Spielzeit nicht die Marguerite in den Wiener Vorstellungen von Gounods Faust singen. Anita Hartig übernimmt, und anstelle von Frau Hartig wird in den Carmen-Vorstellungen Olga Beszmertna die Partie Micaëla übernehmen. Auf slippedisc.com[4] findet sich die Erklärung dafür: http://slippedisc.com/2017/06/why-is-vienna-being-so-nice-to-the-met/[5]

Allerdings findet sich diese Mitteilung (noch) nicht im Pressebereich der Wiener Staatsoper…

Das ist nun bereits wieder überholt, denn „vom Badesee“ erhalte ich nachstehende Info: Guten Tag,  Sie haben heute die Info betreffend den MET/Wien Sopran Austausch, weil Frau Opolais „ausstieg“! Bleibt abzuwarten ob der Dirigentengatte auch noch das MET Projekt verlässt, um das es schon Zoff gab, als Kaufmann nicht mehr wollte.
Jetzt liest sich die Pressemeldung der WSTOP dazu interessant, weil nämlich Frau Yontcheva in der Saison 2019/2020 wieder in Wien als Tosca sein wird.

Ob der Direktor vor seinem Abgang Wien noch eine neue Tosca verpasst?

Gruß vom Badesee!

Here’s Vienna’s press release:
The management of the Wiener Staatsoper has released soprano Sonya Yoncheva from her contract for three performances of Faust in
January/February 2018 as an act of solidarity and collegiality to the Metropolitan Opera in order to enable her to take over the premiere and
long run of performances of Tosca in New York. The artist will instead return to the Vienna State Opera as Tosca in the 2019/2020 season. Sonya
Yoncheva will be replaced by Anita Hartig as Marguerite on January 25th, 28th, and February 2nd, 2018. She in turn will be replaced by Olga Bezsmertna as Micaëla in Carmen on January 23rd, 26th and 29th January.

Die „neue Tosca“ ist natürlich ein Gerücht, das nicht belegbar ist. Allerdings, wenn ein Direktor diese „Tosca“ austauscht, dann kann er es nur unmittelbar vor seinem Abgang tun. So gesehen würde der Zeitpunkt passen. Würde Bogdan Roscic mit einer neuen „Tosca“ starten, braucht er entweder eine Super-Inszenierung – oder Polizeischutz!

WIEN: Ehemaliger Staatsopernsänger (und Abendspielleiter sowie Betriebsrat) Prof. Dr. Anton WENDLER gestorben.

Etwas mehr darüber morgen!

 

Berlin: Boris Godunow an der Deutschen Oper

Ain Anger als beeindruckender Boris. Foto: Bernd Uhlig

Ursula Wiegand besuchte die Premiere: Zwei großartige Bässe und die Chöre tragen diese Premiere an der Deutschen Oper Berlin,  eine Koproduktion mit dem Royal Opera House Covent Garden, London. In beiden Häusern hat man den kraftvollen „Ur-Boris“ von 1869 gewählt. Mussorgski selbst verfasste das Libretto, inspiriert insbesondere von Puschkins gleichnamigem Drama…

Alle erhalten eher kurzen, aber kräftigen Beifall, Ante Jerkunica und Ain Anger jedoch die verdienten Ovationen. Wie sehr sich Ain Anger das Schicksal des Boris zu eigen gemacht hat, ist ihm noch anzumerken. Welch ein Glücksfall für diese Aufführung! 

Zum Premierenbericht [6]von Ursula Wiegand   

Weitere Berichte:
„Konzertgänger in Berlin“: Basskreiselnd: Mussorgskys „Boris Godunow“ an der Deutschen Oper
Dieser neue Boris Godunow an der Deutschen Oper hat ein offensichtliches und ein offenhörliches Zentrum. Das offensichtliche ist ein bunter Kreisel: kein Brummkreisel, sondern ein schaurig stummer. Das offenhörliche sind die farbigen Bässe: keine Brummbässe, sondern melosströmende.
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/18/basskreiselnd-mussorgskys-boris-godunow[7]
Wolgaland ist abgebrannt
Es ist die Paraderolle für Bässe schlechthin. Und Ain Anger macht als Boris Godunow an der Deutschen Oper das Meiste daraus. Als Zar entgleitet ihm die Kontrolle über sein Reich – und über sich selbst
Tagesspiegel
[8]Richard Jones inszeniert „Boris Godunow“ in Berlin
Berliner Zeitung[9]

Premieren in Österreich

OPER GRAZ/ Murinsel: DAS TELEFON von Gian Carlo Menotti. Premiere am 17.6.2017

Lalit Worathepnitinan und David McShane  Foto Nicola Milatovic

Zum Premierenbericht[10] von Konstanze Kaas

INNSBRUCK / Tiroler Landestheater: CAPRICCIO von Richard Strauss. Premiere am 17.6. 2017

Copyright: Rupert Larl

Zum Premierenbericht[11] von Dietmar Plattner

„Wiener Walk Of Fame“ wird still entfernt

Placido Domingo 2008 bei der Enthüllung seines Sterns. Nun ist der Stern – wie viele andere auch, entfernt worden. Foto: APA/ Techt

Viele Wiener kennen die an Hollywood erinnernden Sterne der Musikmeile Wien, die einst feierlich eröffnet wurde. Mit weit weniger Lärm werden die teuren Denkmäler seit Jahren wieder entfernt. Bald könnten sie ganz verschwunden sein.

Im Jahr 2001 wurden 70 Sterne des „Wiener Walk Of Fame“ mit den Namen klassischer Komponisten und Musiker auf einer Route zwischen Theater an der Wien und Stephansdom in den Boden eingelassen. Rund 720.000 Euro war das den Vereinigten Bühnen Wien (VBW), die das Projekt initiierten, wert. Für das Einsetzen der Sterne in den Boden kam die Stadt auf. Drei bis fünf neue Sterne sollten jährlich dazu kommen, hieß es damals.
„Am Höhepunkt waren es ungefähr 100 Sterne, heute sind es nur noch rund 40“, sagt Simon Posch, Direktor des Haus der Musik. An ihn gaben die VBW das Projekt 2008 ab. „Seit Beginn war das Thema eigentlich für uns abgehandelt. Die Sterne werden, wenn sich Gelegenheiten ergeben, sukzessive entfernt“, so Posch. Viele davon gleich beim Umbau der Kärntner Straße im Jahr 2009…

…Zum Beispiel wurde noch wenige Monate vor dem Umbau der Kärntner Straße just dort ein Stern für Placido Domingo enthüllt. „Als der Stern verschwunden war, hat sich sein Management bei uns gemeldet“. Der Sänger selbst habe laut Posch aber zumindest Verständnis für den Umgang mit „seinem“ Denkmal gezeigt.

http://wien.orf.at/news/stories/2849053/[12]

Wiener Festwochen – eine Betrachtung

Meinhard Rüdenauer sieht die heurigen Festwochen so: Kann man es als Verleugnung der heimischen Identität, als Weglegung eigener kultureller Kreativität ansehen? Die diesjährigen Wiener Festwochen haben sich von ihrer bisher gepflegten Kultur abgemeldet, haben dabei einen konträren Kurs eingeschlagen. 

Tomas Zierhofer-Kin, der neue Intendant dieses hochdotierten Unternehmens der Stadt Wien, hatte mit seiner Absicht, bei der Programmierung das bürgerliche Publikum ins Abseits zu führen, sein Ziel durchaus hoch gesteckt: „…. wir haben nicht einfache Antworten auf komplizierte Fragen. Wir setzen auf Diversität, lassen unsere Gastkurator*innen aus Accra, New York und Berlin aus ihrer Perspektive heraus unser Programm bereichern.“ Die Wiener Festwochen seien für ihn Wiens fünfte Jahreszeit: „Kultur überall! Von Hoch- über Sub- und Gegenkultur ….“ um hier zu landen:“Ein Fest, das herrschende Denk- und Handlungsmuster in Frage stellt, aber auch Raum schafft für ekstatische Erfahrung.

Rauschhaft beglückend ist diese beworbene neue fünfte Jahreszeit heuer jedenfalls nicht ausgefallen…

Einige weitere Absurditätenkabinette sind festwöchentlich offen gestanden. Etwa als Draufgabe noch dieses mit den neun barfüssigen brasilianischen Macaquinhons (Äffchen, Männchen und Weibchen). Vor dem sie umrundenten Publikum haben sie sich am Boden niederkauernd total entblößt. Das abschließende Festwochen-Kunstwerk hier: Der zuerst tastende, dann fest zupackende Griff in den Allerwertesten des Nächsten….. und in Schlangenlinien ist dieses recht fest verschmolzene Nackerpatzerlknäuel durch den weiten Raum gekreiselt, lautlos und ganz ohne zündende Samba-Rhythmen. Gedacht als eine gesunde Therapie für so manch zu konservativ eingestellten Wiener? Oder ist es von Zierhofer-Kin als Persiflage mit hinterlistigem Lächeln auf die politischen Verantwortlichen der Stadt Wien gemeint gewesen?

Den ganzen Text lesen Sie in unseren „Infos des Tages“

Rock/ Pop: Paul McCartney wurde 75
McCartney, der Mitbegründer der Beatles, feiert am 18. Juni Geburtstag. Nach seinem Ausstieg bei den „Fab Four“ war er mit den Wings und als Solo-Künstler erfolgreich
http://diepresse.com/home/kultur/popco/5236676/Paul-McCartney-wird-75[13]
Melodien-Genie, Linkshänder und Beatle mit deutschem Bass
Seit fast sechs Jahrzehnten ist er einer der bekanntesten Musiker der Welt. Der einstige „Beatle“ und heute erfolgreichste Songschreiber der Popmusikgeschichte verfasste ewige Hits wie „Yesterday“, „Blackbird“ und „Hey Jude“ – und kann am 18. Juni seinen 75. Geburtstag feiern: Paul McCartney – oder besser, seit 1997, Sir James Paul McCartney.
BR-Klassik[14]

Heimat hoher Preise: Warum Österreich zu teuer wird
Österreichs Preisniveau steigt seit 2005 stärker als im EU-Schnitt. Treiber sind vor allem die Mieten – aber auch Lebensmittel.
Die Presse[15]

Frankreich: Macron holt absolute Mehrheit bei der Parlamentswahl
Wahlbeteiligung: Erschreckende 43 %
Salzburger Nachrichten[16]

43 % Wahlbeteiligung! Begeisterung sieht anders aus! Eine Wahlbeteiligung deutlich unter 50 % bei Parlamentswahlen ist eigentlich die Abdankung der Demokratie.

Der Jubel bleibt denen, die nachdenken, im Halse stecken!

Eine schöne Woche wünscht

A.C.
   

 

  1. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-pelleas-et-melisande
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-pelleas-et-melisande-2
  3. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-pelleas-et-melisande-premiere
  4. slippedisc.com: http://slippedisc.com
  5. http://slippedisc.com/2017/06/why-is-vienna-being-so-nice-to-the-met/: http://slippedisc.com/2017/06/why-is-vienna-being-so-nice-to-the-met/
  6. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/berlindeutsche-oper-boris-godunow-premiere
  7. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/18/basskreiselnd-mussorgskys-boris-godunow: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/18/basskreiselnd-mussorgskys-boris-godunow
  8. Tagesspiegel
    : http://www.tagesspiegel.de/kultur/boris-godunow-an-der-deutschen-oper-berlin-wolgaland-ist-abgebrannt/19947520.html
  9. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/theater/deutsche-oper-richard-jones-insziniert--boris-godunow--in-berlin-27815158
  10. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/graz-oper-murinsel-das-telefon-gian-carlo-menotti
  11. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/innsbruck-tiroler-landestheater-capriccio-glaenzendes-opernfinale-premiere
  12. http://wien.orf.at/news/stories/2849053/: http://wien.orf.at/news/stories/2849053/
  13. http://diepresse.com/home/kultur/popco/5236676/Paul-McCartney-wird-75: http://diepresse.com/home/kultur/popco/5236676/Paul-McCartney-wird-75
  14. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/jazz-und-weltmusik/paul-mc-cartney-75-geburtstag-100.html
  15. Die Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5236840/Heimat-hoher-Preise_Warum-Oesterreich-zu-teuer-wird
  16. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/politik/sn/artikel/macron-holte-absolute-mehrheit-bei-parlamentswahl-252577/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/19-juni-2017


18. JUNI 2017

by ac | 18. Juni 2017 09:11

Heute Premiere an der Wiener Staatsoper: „Pelléas et Mélisande“. Olga Bezsmertna als Mélisande. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wahrscheinlich hat Mélisande nie gelernt, zu lieben. Wir wissen nicht, was sie erlebt hat – die Krone ist, ebenso wie deren Verlust, ein Symbol. In dieser Inszenierung sitze ich zu Beginn der Oper auf dem Boden, die Zuseher blicken ins Wasser, in dem keine Krone, sondern ein toter Mann schwimmt. Ob Mélisande ihn getötet hat oder er sich selbst das Leben nahm, bleibt ungeklärt. Mit ihren ständig ausweichenden Antworten wirkt sie etwas labil, sie bewegt sich gewissermaßen zwischen Erde und Himmel.

Bei Pelléas beginnt sie, Gefühle zu entwickeln, die sie vorher noch nicht kannte, Pelleás verändert sie. Wie schon erwähnt, ist sie im Umgang mit Pelléas mädchenhafter, sie spielen mit dem Ring oder später mit den Haaren – dieses Verhalten zeigt sie mit Golaud gar nicht. Natürlich kokettiert sie, und die Haare, die Wendung, dass Pelléas sich darin verfängt, birgt in sich wieder tiefste Symbolik…

So beschreibt Olga Bezsmertna im Interview mit dem Online-Merker ihre Rolle, die Melisande.

Ein Publikumsrenner wird die Neuinszenierung dieses Werks vermutlich nicht. Das wird eher an dem Werk (besonders der erste Teil „zieht sich“), weniger an der angeblich durchaus ansprechenden Szenerie liegen.

Morgen früh finden Sie den Premierenbericht.

Wiener Staatsoper: Rolando Villazon sagt den Nemorino ab

Bryn Terfel, statt Villazon nun Jinxu Xiahou. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Rolando Villazón musste bedauerlicherweise seine Auftritte als Nemorino in L’elisir d’amore krankheitsbedingt absagen – an seiner Stelle übernimmt Jinxu Xiahou die Partie in den drei Vorstellungen am 22., 25. und 28. Juni 2017 an der Wiener Staatsoper. Valentina Naforniţă ist wieder als Adina zu erleben, als Dulcamara kehrt Bryn Terfel zurück ins Haus am Ring. Marco Caria verkörpert den Belcore und Ileana Tonca (anstelle von Hila Fahima) die Giannetta. Es dirigiert: Guillermo García Calvo.

Dass Rolando Villazon gerade den Nemorino absagt, wundert mich (ich rechne eher mit der Absage einer anderen Rolle). Wenn man sich so unter Wiens Opernfreunden herumhört, dann sind diese weniger dem Sänger, vielmehr dem Direktor wegen dessen Ankündigungspolitik böse. Was soll der aber tun? Villazon erst gar nicht engagieren? Da käme er auch unter Beschuss. Wie er es macht, er macht es falsch – für einen Teil des Publikums

Aus Sicht des Direktors wäre ich froh, dem Narrenhaus Wien zu entkommen. Glauben Sie mir, Herr Direktor, der Abschied hilft gegen Magengeschwüre. Gar so einfach, wie Sie anfangs meinten, sind die Wiener nämlich nicht!

Neuinszenierung  „Orpheus und Eurydike“ in Möchengladbach

Zunächst eine Binsenweisheit: die Musik von Glucks “Orfeo“ ist ein Geniestreich. Dass dies am Theater Mönchgengladbach so eindrücklich bestätigt wird, liegt nicht wenig am Livecharakter des Abends. Bei Phonoaufnahmen erfährt die Musik halt doch immer ein gewisses Maß an Neutralität; live ist ganz einfach körperhafter, emotional dringlicher. Dass sich diese Gedanken bei der hier beschriebenen Aufführung so nachhaltig einstellen, hat auch und besonders mit der fantastischen musikalischen Interpretation zu tun, welche der Dirigent WERNER EHRHARDT verantwortet. Der einstige Geiger und nunmehr vollberufliche Dirigent (20 Jahre bei Concerto Köln tätig), besitzt ein Gespür für Glucks Herzblut-Musik; gleichzeitig gestaltet er die Oper ausgesprochen theatralisch…

Zum Bericht[1] von Christoph Zimmermann

München: Es muss nicht immer eine Premiere sein! Herausragende „Rusalka an der Bayerischen Staatsoper

Verstörend: Ballett der Bräute mit toten Rehen. Im Vordergrund Kristine Opolais als Rusalka © Wilfried Hösl

Dieser Opernabend war etwas ganz Besonderes. Obwohl er sich als ganz normaler Repertoire-Abend gab, war es nichts weniger als das Debut des vielbeschäftigten Chefdirigenten des Boston Symphony Orchestra und zukünftigen Leipziger Gewandhauskapellmeisters Andris Nelsons an der Bayerischen Staatsoper mit einem fulminanten Dirigat von Antonín Dvořáks Rusalka.
Nelsons hebt die Nähe der Partitur zu Wagner hervor, die sinfonischen Elemente, ohne dabei die dynamische Nuancierung zu vernachlässigen. Einzelne Phrasen der Holzbläser werden herausgehoben, die lyrischen Stellen werden vom Orchester wunderbar ausgesungen, der Schlussakkord verhaucht im dreifachen Piano – leider können manche Besucher die Stille nicht aushalten und applaudieren sofort. Es wäre schöner gewesen, diesen Tönen noch etwas nachzuhorchen…

Zum Bericht [2]von Susanne Kittel-May

Placido Domingos  leicht gebremster Elan – oder wie sich PD die Zeit um den Wiener „Carlo/Posa“ eingeteilt hat

 

Ein Insider (der Redaktion namentlich bekannt), schreibt:

Hallo Online Merker-Leser, bei Euch und im Forum geht’s um diese AIDA Absage. Das Projekt hielt ich immer für unrealistisch, weil die Zeit dafür einfach vorbei ist. Mich wundert schon, dass der Betrieb in Verona noch so halbwegs vom Publikum angenommen wird…

Lesen Sie weiter in unseren heutigen „Infos des Tages“ .

Die abgesagte Aida hätte nämlich heute in der Wiener Allianz-Arena (Rapid Stadion) stattfinden sollen. Der Wiener Carlo wurde exakt für dieses Spektakel zeitlich abgestimmt. Aber das war sicher nur purer Zufall!

Leipzig: Aron Stiehl inszenierte „Salome“: Erste Fotos online!

Elisabet Strid als „Salome“. Copyright: Kirsten Nijhof

Weitere Fotos finden Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Leipzig: Bericht vom „Bach-Fest“ online. „Ein schön new Lied“

Copyright: Ursula Wiegand

Zum Bericht[3] von Ursula Wiegand

„operklosterneuburg“: Heute OPERNHEURIGER. Ein Abend mit dem COMTE ORY-Ensemble im Weingut der Familie Bauer. LEIDER AUSGEBUCHT!

 
Pelleas-Premiere hin, Pelleas-Premiere her. Gegen den Heurigen hat Debussy keine Chance – zumindest sieht es so aus. Der Heurige ist nämlich ausgebucht!
 
 
Zürich/ Schauspielhaus‘: Wer folgt auf Barbara Frey?
Theater ist die Kunst der Teilhabe. Das gilt allerdings nicht, wenn am Schauspielhaus Zürich die Intendanz bestimmt wird. Hier findet das Auswahlverfahren unter Ausschluss der öffentlichen Debatte statt.
Neue Zürcher Zeitung[4]

Asylbewerber: Immer häufiger Heimat-Reisen von Flüchtlingen gemeldet – auch zum Urlaub
MZ.Web[5]

Ich gehe davon aus, dass es sich dabei nicht um Flüchtlinge handelt, die unter Einsatz ihres Lebens aus der bedrohten Heimat geflohen sind. Urlauben im Kriegsgebiet? Das geht schon gar nicht!

Neue Wortschöpfung unseres Bundeskanzlers

Bundeskanzler Christian Kern hat eine Aussage seines Herausforderers Sebastian Kurz als „populistischen Vollholler“ bezeichnet, allerdings im vertraulichen Gespräch mit Journalisten. Das ist Naivität pur, denn dieser Berufsgruppe sage ich überhaupt nichts vertraulich. Eher lasse ich meinen Hund ein Kranzerl Knackwürste bewachen!

Frankreich: Torero von Stier getötet

Der Augenblick der tödlichen Stier-Attacke. Foto: Bild-Agentur

Der spanische Torero Ivan Fandiño (36) kam bei einem Unglück in der Arena ums Leben. Er erlag bei seiner Ankunft im Krankenhaus von Aire-sur-l’Adour in Südwestfrankreich seinen schweren Verletzungen, nachdem er vom Horn eines Stieres getroffen worden war. Schon im Krankenwagen auf dem Weg in die Klinik hatte sein Herz aufgehört zu schlagen.
BILD[6]

Das ist natürlich eine schreckliche Tragödie und jede Häme wäre unangebracht. Ich versuche mich aber immer in alle Sichtweisen zu versetzen. Töten oder getötet werden – ist das nicht der Endzweck eines Stierkampfs – den übrigens auch spanische Tenöre als Traditionsveranstaltung so lieben? Der Stier steht nicht nur dem Torero, sondern einer Vielzahl seiner Helfer gegenüber, seine Überlebenschance ist o,01 % . Nun hat sich ein Stier wohl gedacht „Ich habe keine Chance, aber diese will ich nützen“ und hat die „Einserbank“ gesprengt. Als Strafe dafür befindet er sich voraussichtlich bereits auf dem Weg zum Steak!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/moenchengladbach-orpheus-und-eurydike-neuinszenierung
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-rusalka-ein-herausragender-repertoireabend
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/leipzig-bachfest-leipzig-2017-ein-schoen-new-lied-09-18-06-2017
  4. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/wer-folgt-auf-barbara-frey-geheimakte-schauspielhaus-ld.1301319
  5. MZ.Web: http://www.mz-web.de/politik/asylbewerber-immer-haeufiger-heimat-reisen-von-fluechtlingen-gemeldet---auch-zum-urlaub-27798748?originalReferrer=&originalReferrer=
  6. BILD: http://www.bild.de/news/ausland/stierkampf/torero-stirbt-in-frankreich-52230142.bild.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/18-juni-2017


17. JUNI 2017

by ac | 17. Juni 2017 08:23

Marco Arturo Marelli inszeniert „Pelléas et Melisande“. Diese Inszenierung hat sich bereits in Berlin und Helsinki bewährt. Foto: Wiener Staatsoper

Auszug aus „Der Standard“: Wie interpretiert man eine Oper? – Es gibt einen emotionalen Zugang und einen intellektuellen. Ich bin ja Bühnenbilder und Regisseur. Als Bühnenbildner ist der Zugang eher emotional, als Regisseur eher intellektuell. Das heißt: Ich versuche, mir das Stück einzuverleiben. Meistens besorge ich mir alle Aufnahmen und höre sie, bis in mir etwas wächst. Dann überprüfe ich das. Der emotionale Teil will etwas – und dann muss das auch noch klug sein. – derstandard.at/2000059309536/Marco-Arturo-Marelli-Ich-frage-mich-was-das-Stueck-von[1]

Mittlerweile ist klar, Herr Marelli musste für diese Wiener Arbeit weder den emotionalen noch den Intellektuellen Zugang erst lange suchen – er hat ihn bereits vor vielen Jahren gefunden. Es ist eine alte (2004), aber gute Inszenierung – wie mir von mehreren Seiten bestätigt wurde. Warum der Regisseur im Standard-Interview kein Wort über seine „Vorleistung“ verliert, erschließt sich mir aber immer noch nicht.

Dabei sind Remakes von Inszenierungen seit „Opern-Urzeiten“ die Normalität. Michael Kraus, ein international sehr gefragter österreichischer Bariton, verfolgt unsere Berichterstattung von Düsseldorf aus, wo er für die kommende „Rheingold“-Premiere (kein Remake) den „Alberich“ probt und stellt uns sein Insiderwissen zur Verfügung:

Mitten in den Düsseldorfer „Rheingold“-Proben erheitert mich die angeregte Diskussion rund um die „Originalität“ des neuen Wiener „Pelléas“.

Es scheint selbst in Wien nicht bekannt zu sein, dass die älteste Operninszenierung Mitteleuropas noch heute sehr erfolgreich in der WIener Staatsoper gezeigt wird. Das ist nicht der 60-jährige Mannheimer „Parsifal“ (heute gleichfalls Thema in ihren aktuellen Artikeln), sondern der „Barbier von Sevilla“. Der ist zwar offiziell „erst“  von 1966. Aber es handelt sich dabei um die exakte Kopie eines Hamburger „Barbier“ aus dem Jahr 1948. Somit könnte diese Produktion im kommenden Jahr ihren stolzen siebzigsten Geburtstag feiern!

Aber in Wien zieht man es lieber vor darüber hinwegzusehen und lieber die „Butterfly“ von 1957 als älteste Produktion zu führen. Was letztlich egal ist: denn auch die Zeffirelli-Boheme von 1963 ist eigentlich eine Scala-Produktion, die Karajan damals im gleichen Jahr nach Wien übernahm. Von den Wieland-Wagner-Inszenierungen („Salome“) oder Ponnelle („Italiana“), die woanders entstanden und in Wien als Premieren fungierten, ganz zu schweigen.

Im Übrigen kann Wien sich auf den Marelli-„Pelléas“ durchaus freuen. Ich habe ihn vor drei Jahren in Helsinki gesehen. Eine Produktion, die man sicherlich noch viele Jahre wird spielen können.

Beeindruckendes Probenfoto aus Düsseldorf: Norbert Ernst (Loge), Michael Kraus (Alberich) und Simon Neal (Wotan). Foto: Hans Jörg Michel

Zurück zum Wiener „Pelléas“: Die Interviews mit Bernarda Fink und Adrian Eröd sind nun auch online

INTERVIEWS VON ADRIAN ERÖD UND BERNARDA FINK ONLINE

Bernarda Fink als „Geneviéve“ in „Pelleas et Melisande“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum INTERVIEW[2] mit Bernarda Fink (Dr. Barbara Lee-Störk/ Elena Habermann

—–

Adrian Eröd (auf dem Foto mit Olga Bezsmertna) als „Pelléas“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Sehr geehrter Herr Kammersänger,
Adrian Eröd is the darling of the public since years at the Vienna State Opera …
„Adrian Eröd ist eine Art Lotto-Sechser für einen Operndirektor…“
„Adrian Eröd, dieser Ausbund an Stimmkultur…“
Bei diesen hymnischen Kritiken muss man ja glücklich sein! Ist es so?

Ja, sicherlich sehr! Aber Hauptsache ist, dass das Publikum es auch empfindet.
Ja, glücklich bin ich in der Tat, auch glücklich verheiratet und habe Glück mit meinen zwei Töchtern…

ZUM INTERVIEW [3]mit Adrian Eröd (Peter Skorepa)

Wiener Staatsoper: DON CARLO – weitere Kritik online:

WIEN/ Staatsoper: „DON CARLO“ 11.6. & 15.6.2017

Placido Domingo, Krassimira Stoyanova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Plácido Domingo erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit und großen Publikumsinteresses. Er hat seiner Karriere durch den Wechsel in das Baritonfach einen neuen Schwung verliehen. Er kann dabei auch auf die unverwüstliche Neugierde des Publikums und der Medien rechnen. Der Rodrigo ist jetzt das neueste Stück in Domingos olympischer Opernrollensammlung.

http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/acarlos17.htm[4]

Dominik Troger spricht auf www.operinwien.at[5] diese zweifellos vorhandene Neugier des Publikums an

Bezüglich der abgesagten „Aida“-Welttournee haben Kartenbüros den Besuchern, die es nicht erwarten konnten und gleich zu Vorverkaufsbeginn buchten, ein faires Angebot gemacht. Wer nach Bekanntgabe der Absage für das heurige Jahr sein Geld zurückhaben wollte, bekam es auch. Hartnäckige, die tatsächlich an eine Verschiebung auf nächstes Jahr glaubten (nicht böse sein, das sind Naivlinge) schauen aber vermutlich durch die Finger. Im Normalfall darf der Masseverwalter nämlich nun nichts mehr auszahlen. Die engagierten Sänger fallen vermutlich um ihr Geld um, noch prekärer könnte die Situation beim Bühnenbildner/ Ausstatter sein – da mussten ja Vorarbeiten durchgeführt werden. Ich kann für die Herrschaften nur hoffen, dass sie sich Anzahlungen haben geben lassen!

Heute Live-Stream aus der Wiener Staatsoper: „Rigoletto“ ab 19 h

http://www.wiener-staatsoper.at/staatsoper-live/wiener-staatsoper-livehome/[6]

Baden Baden u.a. Daniil Trifonov sagt Konzerte ab
Verhindern neue Regularien die Ausreise aus den USA? Für die nächsten zwei Monate hat Pianostar Trifonov Konzerte unter anderem in Baden-Baden und Verbier abgesagt. Die Gründe sind unklar.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-daniil-trifonov-sagt-konzerte-ab-1.3546640[7]

München/ Bayerische Staatsoper: Andris Nelsons dirigiert „Rusalka“
Bayerische Staatsoper: Andris Nelsons dirigiert Dvoráks „Rusalka“ mit Kristine Opolais im Nationaltheater

Günther Groissböck (Wassermann), Kristina Opolais (Rusalka). Copyright: Wilfried Hösl/ Bayerische Staatsoper

Zur Kritik der
Münchner Abendzeitung[8]

„Konzertgänger in Berlin“: Wollend: Patricia Kopatchinskaja & Iván Fischer mit Sibelius & Bartók im Konzerthaus
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/16/wollend-patricia-kopatchinskaja-ivan[9]

Marko Letonja wird GMD der Bremer Philharmoniker
Musik heute[10]

New York: Angels in America, the Opera
New York City Opera presents the New York premiere of Péter Eötvös and Mari Mezei’s adaptation of Tony Kushner’s groundbreaking play.
http://www.theatermania.com/new-york-city-theater/reviews/angels-in-america[11]

New York City Opera 2016-17 Review – Angels In America
Peter Eötvös’s Work Finds A Remarkable Cast Within A Forgettable Score
http://operawire.com/new-york-city-opera-2016-17-review-angels-in-america-peter-eotvoss-work[12]

Wiener Festwochen / MuseumsQuartier: : BATTLEFIELD von Peter Brook, Marie-Hélène Estienne
N
ach dem Mahabharata und dem gleichnamigen Stück von Jean-Claude Carrière
Premiere in Wien: 16. Juni 2017

Foto: Festwochen

Von allen Namen, die die Wiener Festwochen heuer zu bieten haben, ist der von Peter Brook nicht nur der berühmteste und größte, sondern auch der substanziellste: Er steht für Jahrzehnte gänzlich eigenartiger, unverwechselbarer, kreativer Theaterarbeit. Nun scheint sich der 92jährige zu verabschieden. Der 70minütige Abend mit dem Titel „Battlefield“, der seit zwei Jahren auf Tournee rund um die Welt unterwegs ist, klingt in mancher Hinsicht nach Finale.

Nicht zuletzt, weil Peter Brook an eine seiner legendärsten Arbeiten anknüpft: Vor mehr als 30 Jahren (es war exakt 1985) hat er das gut 2000 Jahre alte, indische, in der Hindu-Mythologie verankerte „Mahabarata“ in nicht weniger als neun Stunden auf die Bühne gebracht, das personenreiche, an Motiven überbordende Riesenepos um zwei Familien und ihren Kampf um die Herrschaft. Nun ist er wieder beim Thema, allerdings aus anderer Sicht und in anderer Form, nämlich in Umfang und Darstellung gewissermaßen extrem minimalistisch eingeschmolzen…

Zum Premierenbericht[13] von Renate Wagner

Deutschland: Helmut Kohl: Sein Vermächtnis wird weiterleben

Helmut Kohl ist tot! Foto: dpa
Auf der ganzen Welt bringen Politiker und Weggefährten ihre Trauer zum Ausdruck . Auch der einstige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow und der amerikanische Präsident Donald Trump äußern sich bestürzt.
Frankfurter Allgemeine
[14]Deutscher Altkanzler Melmut Kohl gestorben
Kurier[15]

Alles muss raus: Flughafen Wien versteigert alte Ausrüstung
Feuerwehrautos, Passagiertreppen und Metalldetektoren kommen bis 22. Juni unter den Hammer
Der Standard[16]

Was ich mit einer Passagiertreppe mache, weiß ich nicht (vielleicht baue ich für meinen Enkel ein Baumhaus), ein echtes Feuerwehrauto ist natürlich der Traum vieler Buben. Ob sich die Oma (meine Frau) aber damit den Garten verschandeln lässt?

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. derstandard.at/2000059309536/Marco-Arturo-Marelli-Ich-frage-mich-was-das-Stueck-von: http://derstandard.at/2000059309536/Marco-Arturo-Marelli-Ich-frage-mich-was-das-Stueck-von
  2. Zum INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/bernarda-fink-wien-ist-wie-eine-insel-der-geborgenheit
  3. ZUM INTERVIEW : http://der-neue-merker.eu/ks-adrian-eroed-fuer-die-musik-im-innersten-brennen

  4. http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/acarlos17.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/acarlos17.htm
  5. www.operinwien.at: http://www.operinwien.at
  6. http://www.wiener-staatsoper.at/staatsoper-live/wiener-staatsoper-livehome/: http://www.wiener-staatsoper.at/staatsoper-live/wiener-staatsoper-livehome/
  7. http://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-daniil-trifonov-sagt-konzerte-ab-1.3546640: http://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-daniil-trifonov-sagt-konzerte-ab-1.3546640
  8. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-andris-nelsons-dirigiert-rusalka.4fe7bdda-805c-476f-aae2-189d75401784.html
  9. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/16/wollend-patricia-kopatchinskaja-ivan: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/16/wollend-patricia-kopatchinskaja-ivan
  10. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15911/marko-letonja-wird-gmd-der-bremer-philharmoniker/
  11. http://www.theatermania.com/new-york-city-theater/reviews/angels-in-america: http://www.theatermania.com/new-york-city-theater/reviews/angels-in-america
  12. http://operawire.com/new-york-city-opera-2016-17-review-angels-in-america-peter-eotvoss-work: http://operawire.com/new-york-city-opera-2016-17-review-angels-in-america-peter-eotvoss-work
  13. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wiener-festwochen-battlefield
  14. Frankfurter Allgemeine
    : http://www.faz.net/aktuell/reaktionen-auf-den-tod-kohls-sein-vermaechtnis-wird-weiterleben-15064292.html
  15. Kurier: https://kurier.at/politik/ausland/deutscher-altbundeskanzler-helmut-kohl-gestorben/270.149.913
  16. Der Standard: http://derstandard.at/2000059352110/Alles-muss-raus-Flughafen-Wien-versteigert-alte-Ausruestung

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-juni-2017-2


16. JUNI 2017

by ac | 16. Juni 2017 08:34

Veranstalter ist pleite: Placido Domingos „Aida“-Tournee geplatzt

Natürlich kann Placido Domingo rein rechtlich gesehen für die geplatzte Aida-Tournee nicht zur Verantwortung gezogen werden. Er sollte sich aber dennoch fragen, ob er seine Partner tatsächlich wirtschaftlich durchleuchten hat lassen – oder ob ihm das völlig egal war – Hauptsache die Kassa klingelt.

Ja, es ist zumutbar, sich über seine Geschäftspartner zu erkundigen. Selbst in meinem finanziell überschaubaren geschäftlichen Umfeld war das eine Selbstverständlichkeit, die Geschäftspartner sind nach Bonität eingestuft – danach richten sich die Zahlungsmodalitäten – und nicht einmal habe ich auf ein lukrativ scheinendes Angebot verzichtet. Es klingt arrogant, aber eigentlich habe ich meist nach wenigen Sekunden gewusst, ob ich mit jemandem zusammenarbeiten will oder nicht. Es gibt ihn, den „Geschäftsadel“ – auch wenn er schon sehr aus der Mode gekommen ist. Ich habe mit der Muttermilch eingesogen, dass ich für das, womit ich mit meinem Namen bürge, geradezustehen habe, ohne auf das Recht zu pochen!

Kaum jemand hätte sich für dieses „Aida-Spektakel“ interessiert, hätte nicht Placido Domingo mit seinem Namen (scheinbar) gebürgt. 90 Orchestermusiker, 150 Chorsänger, 85 Ballett-Tänzer und mehr als 500 Statisten: Als im Herbst 2016 die „Aida-Welttournee mit Plácido Domingo“ angekündigt wurde, wurde geklotzt und nicht gekleckert. Zum Glück gab es zunächst nur Karten für zwei Spielorte – Gelsenkirchen und München, was für für eine Welttournee noch ein überschaubares Angebot darstellt.

Doch das Sängerangebot konnte sich sehen lassen: Stars wie Erwin Schrott als Ramphis, Kristin Lewis als Aida, Violeta Urmana als Amneris und Roberto Alagna als Radames klangen verlockend. Diese Künstler vertrauten darauf, dass der große Placido die für ein Geschäft unbedingt nötige Sorgfalt hat walten lassen. Hat er nicht, wie man sieht. Wem soll man nun vertrauen? P.D. sicher nicht mehr!

Placido Domingos „Aida“-Tour geplatzt
In Europas Stadien sollte Verdis berühmter Triumphmarsch aus „Aida“ erschallen – doch nun ist der Traum von Opernstar Plácido Domingo ausgeträumt. Für Ticketkäufer könnte es ein böses Erwachen geben
Hamburger Abendblatt
[1]Veranstalter ist pleite: Domingo geht mit Aida-Tournee baden
Rhein-Zeitung[2]

Schon früh hatten Experten Domingo vor diesem Riesenzirkus Aida gewarnt, weil die Rechnung einer Welttournee nicht aufgehen würde. Aber seinem Ehrgeiz und seiner – nennen wir es so –  Geschäftstüchtigkeit sind keine Grenzen gesetzt. Und so spricht er jetzt von seiner persönlichen großen Enttäuschung. Kein Wort an die, die wahrscheinlich nichts von ihrem Geld wiedersehen werden.

Eine gute Nachricht für Kartenkäufer. Eine Leserin schreibt: Zum heutigen Tageskommentar bezüglich AIDA-Absage bzw. „Für Ticketkäufer könnte es ein böses Erwachen geben“:
Für übermorgen wäre ja die Aufführung im Rapid-Stadion geplant gewesen. Ende März informierte Wien-Ticket seine Kunden über die Verschiebung der Veranstaltung um ein Jahr. Vor einem Monat kam dann eine Verständigung über den Stopp des Vorverkaufs sowie das recht deutlich formulierte Angebot, die Tickets zu stornieren. Der Ticketpreis wurde tatsächlich innerhalb weniger Tage zurückerstattet. Wer wollte, konnte also das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen!

Allerdings: Wer die Karten für nächstes Jahr behalten hat, fällt nun voraussichtlich tatsächlich um sein Geld um. Der Masseverwalter darf meines Wissens nach gar nichts mehr auszahlen (zum Glück bin ich nicht Insolvenz-erfahren).

ORF-Programmänderung zum Tod von Helmut Kohl: „Weltjournal-spezial“-Nachruf heute um 21.20 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) – Zum Ableben des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl ändert der ORF sein Programm und zeigt heute, am Freitag, dem 16. Juni 2017, um 21.20 Uhr in ORF 2 ein „Weltjournal spezial: In memoriam Helmut Kohl“ mit dem Titel „Der schwarze Riese“, gestaltet von Roland Adrowitzer. ORF III zeigt diesen Nachruf am Sonntag, dem 18. Juni, um 22.55 Uhr.

Wiener Staatsoper: Don Carlo – zweite Vorstellung am gestrigen Abend

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Elena Zhidkova (die beste Leistung des Abends) und Placido Domingo. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Nimmt man es ganz genau, dann ist die laufende „Don Carlo“-Serie in der Wiener Staatsoper der „Domingo-Carlo“. Absolute Stars der Opernwelt geben für den großen Placido die Staffage ab. Wie sieht unserer Mitarbeiter Thomas Prochazka die Vorstellung?

Mit der Einladung an Plácido Domingo, sein Rollen-Debut als Rodrigo in Wien zu geben, glückte Dominique Meyer ein coup de théâtre. Um Domingo engagierte die Staatsoper international anerkannte Sänger. Und doch wurde es keine ausgezeichnete Vorstellung, sondern nur eine mittelmäßige. Dies hatte mehrere Ursachen…

Eine davon hieß Myung-Whun Chung – ein hoch gehandelter Dirigent. Aber davon soll Ihnen T.P. in seiner Rezension mehr erzählen.

Weiter in der Rezension:

Allerdings: Man ist hier, die Wahrheit zu sprechen. … Dient also Verdis Partitur als einzig gültiger Maßstab, bleibt festzustellen, daß der ehemalige Weltklasse-Tenor nach dem Fachwechsel nicht an die Leistungen seiner früheren Bariton-Partner heranreicht.

Sind Einwände der Nachgeborenen valide, es gelte die am Abend gebotene Leistung, nicht die verklärte Erinnerung an Leistungen früherer Jahrzehnte? Bedeutete nicht, Domingo als Bariton zu akzeptieren, ihn derselben Wertung zu unterwerfen wie alle anderen Rollenvertreter des Rodrigo auch (mögen sie nun Bastianini, Bruson, Cappuccilli, Hvorostovsky, Keenlyside, Protti, Waechter oder wie auch immer heißen)?

Dient Verdis Partitur als Maßstab, muß der Befund ungünstiger ausfallen: Gestern abend rettete sich Domingo fast ausschließlich ins mezzoforte oder forte, begann bei länger auszuhaltenden Tönen zu tremolieren. Selbst des Spaniers immer noch funktionierende Technik vermochte dessen Alter nicht mehr zu verleugnen. So manche Phrase geriet uneinheitlich, zeugte von zu kurzem Atem: — vor allem im Duett mit Filippo II. und den ausladenden, im pianissimo notierten Kantilenen der Rodrigo-Arie. Da konnte man, hörte man nicht mit Scheuklappen, mit Domingos Leistung insgesamt gesehen nicht recht glücklich werden.
’s ist halt vorbei…

Zum Bericht[3] von Thomas Prochazka

Ist „Pelléas et Mélisande“in der Wiener Staatsoper ein Plagiat ?

 

Nein, ein Plagiat ist die Inszenierung nicht, denn bei sich selbst darf man wohl abkupfern, ohne des Plagiats beschuldigt zu werden.

„maison usher“ schreibt in unserem Forum: Ich kann auf der Website der Wiener Staatsoper keinen Hinweis finden, dass es sich bei der „Pélleas“-Premiere um eine Übernahme der Produktion der Deutschen Oper Berlin aus dem Jahr 2004 handelt. Nach ersten Medienberichten und Fotos zu urteilen, scheint das aber genau die gleiche Produktion zu sein, die die Marellis dort herausgebracht haben. Habe ich etwas übersehen?

Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Operndirektoren gute Konzepte einkaufen, anstatt krampfhaft irgendeinen Mist zu präsentieren. Fast bei jedem Werk – also auch bei „Pelléas“ – haben die Regisseure schon die verschiedensten Lesarten durchgedacht und ausprobiert – irgendwann ist auch die Grenze der Fantasie erreicht, will man nicht beim Pellás plötzlich auf dem Mond, in Trumps USA oder mitten in der IS-Problematik landen. So gesehen: Danke, Herr Direktor! Warum aber wird das so schamhaft verschwiegen – vorausgesetzt natürlich, es handelt sich tatsächlich weitgehend um die Berliner Produktion aus 2004 – somit als aus der „Inszenierungs-Steinzeit“? Sicher, die Opernfreunde sind in der Regel eher alt als jung und sterben somit weg wie die Fliegen – aber Zeitzeugen haben überlebt und können berichten. Wenn ich nun die Frage stelle, ob die Berliner Inszenierung verwendet wird, dann wird mir unter Garantie mit „Nein, es wurde ganz anders gearbeitet“ geantwortet. Ich frage nun aber, ob sich die neue Wiener Produktion weitgehend im Konzept an der in Berlin orientiert. Spätestens beim Arkel-Foto mit der Sonnenbrille hat es mich nämlich auch „gerissen“. Das kenne ich doch von wo!

Info von „Gianni Roccanova“ in unserem Forum: Auch an der Finnischen Nationaloper in Helsinki wurde ab 2012 ein Pelléas in Marellis Regie und Bühnenbild gespielt, der so aussah wie die Berliner Produktion von 2004.

In der Internet-Zeit, in der Zeit von Wikipedia und Google, kann man überhaupt nichts verheimlichen! Das sollte sich auch in den Intendanzen herumgesprochen haben! 

Berlin/ Staatsoper: „Filmer“ Wim Wenders als Opernregisseur

„Ett kütt wie ett kütt“ steht auf dem Rucksack, den Staatsopern-Intendant Jürgen Flimm dabeihat. Aus dem Rheinischen übersetzt heißt das so viel wie: Es kommt, wie es kommt. Und zwar meistens unverhofft. So wie der Ortswechsel für den Pressetermin zur „Perlenfischer“-Produktion mit Wim Wenders. Am Tag selber wird der Termin von der Probebühne im Schillertheater nach Mitte verlegt, in den Boulez Saal. Soll die Optik dieser aufgrund des Promifaktors auch für Magazine und Boulevardzeitungen interessanten Produktion unbedingt bis zur Premiere am 24. Juni geheim gehalten werden? Oder geht dem Musiktheaterdebütanten jetzt womöglich doch die Muffe?

Berlin: Wenders inszeniert Oper Liebe aus der Jukebox
Die „Tosca“-Bar in San Francisco, die „Perlenfischer“ aus der Jukebox: Warum der Filmemacher Wim Wenders in Berlin als Opernregisseur debütiert.
Der Tagesspiegel[4]

„Konzertgänger in Berlin“: Beeisschränkt: Leoš Janáčeks „Katja Kabanowa“ an der Staatsoper
Bei jeder Leoš Janáček-Oper, die er hört, denkt der Konzertgänger: Diese ist nun wirklich die schönste.
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/15/beeisschraenkt-leos-janaceks-katja[5]

Wiener Festwochen: „Wien soll Krems werden“

„Das Lied, bin’s sicher, zwar niemand versteht
doch bau ich auf eure Popularität“

Sie wissen, wer das sagt! So ähnlich verhält es sich mit den Festwochen. Der Meese-Parsifal wurde in wohlmeinenden Medien als Höhepunkt der Festwochen gefeiert. „Na servas“ höre ich da einige Leser sagen.

 

Wien/ Festwochen: Bilanz: Sex, Sause und Simmering
Es gab sie: im Kunsttheoriejargon-Dickicht versteckte Schätze der Festwochen.

Christina Böck in „Wiener Zeitung“: Die mehrtägige Clubkultur-Sause schien sich an jenes Publikum zu richten, das Intendant Tomas Zierhofer-Kin beim Donaufestival in Krems gut bedient hatte. Doch ein Donaufestival gibt es noch, warum eine Version davon in den Festwochen integrieren? Sind die Festwochen nicht Festival genug?
Wiener Zeitung[6]
Bilanz: Der alte Tanker Wiener Festwochen als Performanceschnellboot
Tiroler Tageszeitung[7]

Vielleicht haben die Verantwortlichen einen Volltreffer gelandet und das Festival wird künftig gestürmt! Vielleicht aber auch nicht! So genau werden wir das aber vermutlich auch nicht erfahren. Also wird zu beoachten sein, wer mitten in einem Event herausstürmt – wie das in diesem Jahr der Fall war. Dazu muss sie/er aber zuerst hineingestürmt sein! Ob das im nächsten Jahr auch so ist?

Stuttgart/ Studiotheater: „The Trump Trial“

Copyright: Daniela Aldinger

Im Stück von Christof Küster, das aus Zitaten, Büchern, Zeitungsartikeln und Interviews besteht, muss US-Präsident Donald Trump alles über sich ergehen lassen. Neben psychologischen Gutachten, der schonungslosen Aufklärung seiner Finanzen und der Schuld am Weltchaos lässt Küster diese Person in den schillerndsten und seltsamsten Farben erscheinen. Die Schauspieler Schirin Brendel, Christoph Franz, Boris Rosenberger, Gundi-Anna Schick und Barbara von Münchhausen lassen das irrwitzige Leben Trumps ebenso in einer imaginären Gerichtsverhandlung Revue passieren, denn er wird zuletzt zum Präsidenten auf Lebenszeit gewählt. Und sein Sohn Barron verteidigt ihn vor Gericht. Die ihm hörige Bauleiterin Barbara Res erklärt ihm ihre Unterstützung bei der Präsidentenwahl. Man erfährt, dass in Amerika seit mehr als zehn Jahren über Trumps Frisur gesprochen wird – und so erscheinen nacheinander oder gleichzeitig sämtliche Darsteller mit blonder Trump-Frisur und zuweilen grimmigem Gesicht…

Aber auch Angela Merkel kommt nicht ungeschoren davon: …Auch Angela Merkels Rolle bleibt dabei völlig undurchsichtig. Sie wird zuletzt sogar zur Leiterin der Bayreuther Festspiele ernannt...

Zum Bericht [8]von Alexander Walther

Präsident der USA wird man sicher nicht so leicht. Gegen Donald Trump bin ich ein „Fliegenschiss“ und maße mir daher nicht an, über ihn zu urteilen. Andere „Fliegenschisse“ sind da weniger zimperlich.

Filme der Woche

FilmPoster  Wonder Women~1
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Filmstart: 15. Juni 2017
WONDER WOMAN / USA  /  2017
Regie: Patty Jenkins
Mit: Gal Gadot, Chris Pine, Danny Huston, David Thewlis, Connie Nielsen, Robin Wright u.a.

 Irgendwann musste ja auch sie als Titelheldin auf die Leinwand kommen, gilt doch „Wonder Woman“ unter den – gar nicht so zahlreichen – weiblichen Comic-Heldinnen als die größte. Dabei war der Vorgänger-Film im Vorjahr, „Batman v Superman: Dawn of Justice“, wo die Dame als Love Interest von Batman eine kleine Rolle spielte, die reinste Enttäuschung. Umso überraschender, wie gut nun ihr „Soloauftritt“ ausgefallen ist.

Was wohl auf geballte Frauenpower zurückgeht – Regisseurin Patty Jenkins (die bisher nur einen erfolgreichen Krimi – „Monster“, 2003 mit Charlize Theron – und eine Menge Fernsehen gemacht hat) hat für diese Verfilmung ein goldenes Händchen bewiesen. Der Comic-Mythos wurde zur Komödie, mehr noch: zum feministischen Märchen. Sehr, sehr hübsch.

Wonder Woman, 1941 von dem Ehepaar William Moulton Marston und Elizabeth Holloway Marston geschaffen, hält sich in diesem Filmdrehbuch an das Original, wobei allerdings unterstellt wird (wenn sie Kriegsgott Ares am Ende „Bruder“ nennt), dass auch sie ein Töchterchen von Zeus ist, gezeugt mit der Amazonenkönigin Hippolyta – ja, die, die auch in Shakespeares „Sommernachtstraum“ vorkommt…

Hermann Nitsch geht mit seinem Orgien-Mysterien-Spiel nun in Tasmanien hausieren!

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Hermann Nitsch. Copyright: Apa/ Pfarrhofer

Als Höhepunkt des „Dark Mofo Festivals“ im australischen Tasmanien findet am Samstag in Hobart Hermann Nitschs „150. Orgien Mysterien Theater“ statt. Die Aktion hatte im Vorfeld bereits für Kritik gesorgt, die den erprobten Nitsch-Kennern in seiner Heimat Österreich aus den 1970er-Jahren bekannt vorkommen dürfte.

 Tierschützer beklagten, dass die Einbeziehung eines zuvor geschlachteten Stiers in die Kunstaktion „respektlos“ sei, die Veranstalter stellten sich jedoch hinter den österreichischen Künstler. Für Leigh Carmichael, Kreativdirektor des Festivals, ist Nitsch ein „hoch angesehener internationaler Künstler“, dessen Arbeit in seinen Augen „heute genauso relevant ist, wie 1962 als sie in Wien erstmals aufgeführt wurde“, heißt es in einer Pressemitteilung der Nitsch Foundation. Die 1.000 Karten für die Aktion seien innerhalb von drei Stunden ausverkauft gewesen… (Quelle: APA)

Dem Nitsch fällt auch nicht mehr Neues ein! Aber solange er seine Orgien-Mysterien-Idee sogar in Tasmanien (oder gerade dort) noch vermarkten kann, ist er auch nicht sonderlich gefordert.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag – der wahrscheinlich für viele wegen des gestrigen Feiertags ein freier Tag sein dürfte.

A.C.

  1. Hamburger Abendblatt
    : http://www.abendblatt.de/kultur-live/article210921541/Placido-Domingos-Aida-Tour-geplatzt.html
  2. Rhein-Zeitung: http://www.rhein-zeitung.de/kultur_artikel,-veranstalter-ist-pleite-pl%C3%A1cido-domingo-geht-mit-aidaprojekt-baden-_arid,1662947.html
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-carlo-14
  4. Der Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/wenders-inszeniert-oper-liebe-aus-der-jukebox/19938118.html
  5. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/15/beeisschraenkt-leos-janaceks-katja: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/15/beeisschraenkt-leos-janaceks-katja
  6. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/898544_Sex-Sause-und-Simmering.html?em_view
  7. Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/home/13097285-91/bilanz-der-alte-tanker-wiener-festwochen-als-performanceschnellboot.csp
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/stuttgart-studiotheater-the-trump-trial-neurosen-im-playboy-interview
  9. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/17-juni-2017


15. JUNI 2017

by ac | 15. Juni 2017 09:35

Wasser, das vorherrschende Element der Wiener Pelleas-Produktion.

Das ist natürlich eine enorme Herausforderung an die Technik bzw. die Bühnenarbeiter im  Opernhaus. 12 000 Liter Wasser werden pro Vorstellung verplanscht.

Genevieve  (Bernarda Fink) und Arkel (Franz-Josef Selig) müssen aber nicht ins Wasser – wie uns Selig gestern verraten hat.

Franz-Josef Selig
Franz-Josef Selig, der „Arkel“ der Wiener Debussy-Premiere, im Interview.Foto: Karl Masek (Interview nach der Hauptprobe am 14.6.)

Auszug aus dem Interview: Sie kommen direkt von der Hauptprobe. Man hört, die Akteure bewegen sich viel im Wasser. Es ist ihre erste Premiere im Haus am Ring. Im Theater an der Wien gab es – als die Staatsoper noch gelegentlich die dortigen Musical-Zeiten unterbrach – 1999 eine „Don Giovanni“- Premiere mit Riccardo Muti, bei der Sie als Komtur mitwirkten. Wie geht es einem Sänger knapp vor der Premiere – und wie war die Probenarbeit?

Selig: In der Tat, viel spielt sich im Wasser ab. Es bietet sich das Medium „Wasser“ aber auch geradezu zwingend an. Golaud findet Mélisande ja tief im Wald an einem Teich; ihr sei die Krone ins Wasser gefallen. Pelléas und Mélisande haben eine Brunnen-Szene. Lange Zeit als Wunderbrunnen bezeichnet, dessen Wasser sogar Blinde heilen könne. Auch der Ehering gleitet Mélisande ins Wasser. Und es passt wunderbar zur Musik, diesen Triolen-Girlanden, die schon das erste Vorspiel dominieren, und diesen geschichteten Quart-Akkorden. Ich selbst und Geneviéve müssen nicht ins Wasser, wir bleiben trockenen Fußes.
Es geht uns wunderbar, die Arbeit hat sich in den Probenwochen sehr gut entwickelt. Nach vier Orchester-Bühnenproben und der heutigen Hauptprobe kann ich sagen: Über dem Wasser ist Land!
Für das Haus ist die Wasser-dominierte Inszenierung aber sicher eine Herausforderung!

Zum Interview [1]mit Franz-Josef Selig (Karl Masek am 14.6.)

Wien/ Staatsoper: „Rigoletto“/ 3. Vorstellung

Zum Bericht [2]von Elena Habermann

Das neue Wahrzeichen Deutschlands: Die Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie. Foto: pg.

„Lassen Sie uns mit den alten Geschichten in Ruhe“, sagt Jupp, der im Brotberuf eine Touristen-Barkasse durch den Hamburger Hafen schippert. Jupp hat die Schnauze voll, in einem fort mit jenen 866 Millionen Euro gepiesackt zu werden, die für die ursprünglich mit 77 Millionen veranschlagte Elbphilharmonie ausgegeben wurden. „War ja eh unser Geld“, sagt er, „und jetzt haben wir alles was davon.“ Nein, in Konzerte gehe er nicht, aber seit der Eröffnung des Kunststücks der Schweizer Architekten Pierre de Meuron und Jacques Herzog sind zwei Millionen Menschen aus aller Welt gekommen, um sich von der Welle aus Glas und Beton berauschen zu lassen. Gleich in seinem ersten halben Jahr hat der Kulturbau das Ludwig-II.-Schloss Neuschwanstein als beliebteste Touristenattraktion Deutschlands überholt… (Quelle: Oberösterreichische Nachrichten)

Aber – die Elbphilharmonie hat auch ihre Schattenseiten

Privattheater leiden unter der Elbphilharmonie
Theatermacher Axel Schneider beklagt Zuschauereinbrüche. Die Euphorie um die Elbphilharmonie hat Schattenseiten.
Hamburger Abendblatt[3]

Rostock:„Puccini ist gefährlich“ – Kriminaloper „La Signora Doria“ in Rostock uraufgeführt

Im Staub, den die kulturpolitische Posse um den geschassten Rostocker Intendanten Latchinian aufgewirbelt hat, ist die Rostocker Oper nahezu unsichtbar geworden. Nur drei Musiktheater-Produktionen gab es in dieser Saison: ein Offenbach-Verschnitt, den wackeren „Zar und Zimmermann“ und das Musical „Ein Käfig voller Narren“. Das Solistenensemble der Oper ist auf acht Personen herunter gespart worden.

Jetzt versuchte sie, sich wieder deutlich sichtbar zu machen, im Rahmen der so genannten Sommerbespielung. Das ist ein wiederaufgenommenes Projekt, in einer alten, immer noch ruinösen Werfthalle, zwar mit guter Bestuhlung und Akustik, aber mit fehlender Infrastruktur für Bühnenaufführungen, in der touristisch attraktiven Sommerzeit theatralische Events anzubieten – so eine Art überdachtes Open Air. Dazu soll auch Oper gehören und so waren Fantasie und Einfallsreichtum gefragt, denn ein Versuch, vor acht Jahren unter diesen Bedingungen hier „Carmen“ aufzuführen, war künstlerisch grandios gescheitert.

So hatte man sich den Regisseur Rainer Holzapfel geholt, der 2008 mit einer witzigen und anrührenden „Bohème“ am Experimentallabor der Neuköllner Oper Berlin reüssiert hatte. Für die Eröffnung der Rostocker Sommerbespielung hat er eigens die Kriminaloper „La Signora Doria“ zusammengebastelt, die hier auch gleich als Uraufführung firmierte, ein Versuch, die große Oper ohne ihre Anstrengungen durch ungewöhnliche Formatierungen ans breite Publikum zu bringen…

(Quelle bzw weiterlesen: nmz.de)

Auch in Wien sucht man alternative Aufführungsorte

Wiener Blut“ in der Krypta der Peterskirche:  Hans-Jörg Gaugelhofer, Elisabeth Jahrmann. Copyright: Marcus Haimerl

Harald Lacina begab sich auch zur Erfrischung in die kühle Krypta: Das von jungen Absolventen des Lehrgangs „Klassische Operette“ des Konservatoriums Wien gegründete Ensemble „Oper@Tee“ hat nun mit der Krypta in der Peterskirche am Petersplatz 1 im 1. Wiener Gemeindebezirk eine neue Spielstätte gefunden. Unter dem Titel „Oper in der Krypta“ bzw. „Operette in der Krypta“ werden bzw. wurden so große Werke wie I Puritani, La Bohème“, Der fliegende Holländer, „I Capuleti e i Montecchi, Tosca, Norma, Roméo et Juliette, West Side Story, Der Bettelstudent, die Fledermaus und eben auch Wiener Blut mit Klavierbegleitung szenisch gespielt. Die leicht gekürzten Werke werden ohne Chor in hautnaher Nähe zum Publikum dargeboten. Bühne und Zuschauer verschmelzen durch die Unmittelbarkeit zu einer befruchtenden Symbiose, denn man kann sich den enthusiastischen Darbietungen der noch sehr jungen Künstler und Künstlerinnen nicht entziehen und folgt ihnen bereitwillig, jede Phrase ihrer durchwegs hohen Gesangskunst und ihre schauspielerischen Fähigkeiten an diesem Abend genießend…

Zum Bericht[4] von Harald Lacina

Vesselina Kasarova über ihre Karriere „Dafür werde ich es immer bereuen“
In diesem Jahr singt die Mezzosopranistin Vesselina Kasarova beim Kissinger Sommer, als Artist in Residence. Im Interview mit BR-KLASSIK spricht Vesselina Kasarova sehr offen über die schönen Seiten ihres Berufes aber auch über die Entbehrungen
BR-Klassik[5]

WIEN/ KÜNSTLERHAUS: Ex-Mitglieder gegen „Zerstörung“ des Künstlerhauses

Künstlerhaus wird erneuert, das gefällt nicht allen. Bildquelle: APA (Symbolbild)/ROLAND SCHLAGER

Jene Künstler, die kürzlich nach Unstimmigkeiten aus dem Künstlerhaus-Verein ausgeschlossen wurden, haben am Mittwoch ihrem „Protest gegen die Zerstörung des Wiener Künstlerhauses“ Ausdruck verliehen. Anfang 2017 sei ein wesentlicher Ausstellungsbereich des Künstlerhauses – der große Plastikersaal mit seinem historischen Glas-Stahldach – demoliert worden.

Die Kritiker – darunter die ehemaligen Präsidenten Joachim Lothar Gartner und Manfred Nehrer – verweisen auf einen Bescheid des Bundesdenkmalamts aus dem Jahr 2008, wonach die restlichen historischen Stahltragwerke erhalten bleiben sollen. Im November 2015 habe Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder versprochen, die Ausstellungsflächen in den ursprünglichen Zustand zurückzuführen und den größten Oberlichtsaal Österreichs wieder herzustellen. Nun sei die Stahl-Glas-Konstruktion zerstört worden, „um ein zusätzliches Geschoß schaffen zu können, damit ohne Rücksicht auf den historischen Bau möglichst viele Nutzflächen lukriert werden können“, wie es in dem Schreiben, das u.a. auch von Ulrike Truger und Ona B sowie den Architekten Martin Kohlbauer und Dimitris Manikas unterschrieben ist, heißt. (Quelle: APA)

Filme der Woche

FilmPoster  I am not your negro~1
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Gewisse Themen kommen in Schüben. Das „schwarze“ Amerika hat eine Geschichte, die dunkel genug ist und die offenbar nach Aufarbeitung schreit. In erfundenen Geschichten, in verfilmten Dramen und Romanen, in historischen Begebenheiten. Wir hatten zuletzt viel davon. „I am not your Negro“ zählt zu den dokumentarischen Filmen, wenngleich er so spannend ist wie ein Drehbuch nur sein könnte – und sich dabei auf den besten Geschichtenschreiber der Welt stützt: auf die Realität.

James Baldwin (1924-1987) war zu seiner Zeit besonders in Europa, aber auch im liberal-fortschrittlichen Amerika ein Aushängeschild, ein Mann von großer Bedeutung, ein „afroamerikanischer“ Autor (als noch niemand auf die Idee gekommen wäre, anstelle der Bezeichnung „Neger“ den „Afroamerikaner“ zu setzen…), dessen Romane, vor allem aber Essays als wichtige Beiträge und Kommentare zur Rassenfrage in den USA fungierten. Nun hat der Filmemacher Raoul Peck das unvollendete Manuskript „Remember This House“, das sich nach Baldwins Tod in dessen Nachlass fand, gewissermaßen „bebildert“. Aber wie!

London : May kündigt nach Hochhausbrand „sorgfältige Untersuchung“ an
Nach der Brandkatastrophe in einem Hochhaus in London hat die britische Premierministerin Theresa May eine „sorgfältige Untersuchung“ angekündigt. Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Maßnahmen ergriffen, sagte May am Mittwochabend.
Kleine Zeitung[7]

Die „sorgfältige Untersuchung“ ist eine zwingende Notwendigkeit. Ich fürchte und erwarte aber, dass man nach dieser Tragödie die Brandschutzstandards derart in die Höhe treiben wird, dass Wohnen zusehends weniger leistbar wird. Da wittern Findige bereits „das Geschäft der Zukunft“.

In so einem Hochhaus mit Lift möchte ich gar nicht wohnen. In den „guten, alten Häusern“ zum Beispiel der Gründerzeit (in einem davon habe ich meine Wiener Wohnung) könnte so etwas schwerlich passieren. Eine demente ältere Dame hat bei uns schon einmal einen Brand ausgelöst. Geschehen ist praktisch außer einer verrussten Fassade und einer ausgebrannten Wohnung nichts, selbst die Frau konnte sich retten.

Anderseits hatte ich mit Feuer ein Erlebnis, das ich wohl nie in meinem Leben vergessen werde. An einem Samstag – ich befand mich daher alleine im Firmengebäude –  wollte ich – bevor ich das Haus einige Stunden allein lasse – aus dem Werkstattofen ein schon seit Stunden glosendes Holzstück entnehmen und im Waschbecken „löschen“. Als ich das glosende Teil auf einer Mistschaufel zum Becken befördern wollte, spürte ich einen Luftzug, durch den sprang plötzlich ein Funke gegen lose dastehende und staubtrockene Furniere. In Sekunden stand die Wand in Flammen und ich fürchtete bereits um mein Haus. Zum Glück hatte ich einen Wasserschlauch angeschlossen und konnte somit die Flammen selbst löschen. Hätte ich auf die Feuerwehr gewartet, wäre vermutlich die Werkstätte ausgebrannt – und was nicht verbrannt wäre, hätte die Feuerwehr mit Löschwasser zerstört.

Seitdem habe ich enormen  Respekt vor Feuer. Allerdings einen noch größeren vor Wasser. Gegen Feuer kann man ankämpfen, gegen Wasser ist man chancenlos!

Und so schließt sich der Kreis zur ersten Meldung der heutigen Kolume über die „Wiener Wasserspiele“ mit Premiere am kommenden Sonntag in der Staatsoper.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag!

A.C.

 

 

  1. Zum Interview : http://der-neue-merker.eu/franz-josef-selig-ein-lyrischer-basso-profondo
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-rigoletto-3-vorstellung-der-serie
  3. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/article210906453/Privattheater-leiden-unter-der-Elbphilharmonie.html
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-krypta-in-der-peterskirche-wiener-blut
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/vesselina-kasarova-interview-mezzosopran-100.html
  6. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  7. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5235317/May-kuendigt-nach-Hochhausbrand-sorgfaeltige-Untersuchung-an

Source URL: http://der-neue-merker.eu/15-juni-2017


14. JUNI 2017

by ac | 14. Juni 2017 08:35

Simon Keenlyside wird österreichischer Kammersänger. Das Foto entstand bei den Proben zu „Pélleas et Mélisande“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Der Bariton Simon Keenlyside wird zum Österreichischen Kammersänger ernannt. Wie die Wiener Staatsoper am Dienstag mitteilte, wird ihm der Berufstitel am 19. Juni verliehen. Am Vorabend gibt der 57-jährige Brite sein Rollendebüt als Golaud in Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“.
Musik heute[1]

Das Interview des „Online-Merker“ mit Keenlyside ist auch just am Tage der Bekanntgabe der Ehrung online gegangen.

Die Probe zu Debussys Pelléas et Mélisande zu Ende ging gerade zu Ende, in der Garderobe summte Simon Keenlyside zur Überprüfung der Stimmbänder noch ein paar Töne, und schon ging es zum Interview. Keenlyside zeigte sich, ganz britischer Gentleman, als charmanter, gesprächiger Partner, der mühelos zwischen Englisch und Deutsch wechselte. Im Sinne Debussys sprach er sich für einen intuitiven Zugang zu Pelléas et Mélisande aus und dafür, nicht mehr hineinzuinterpretieren, als ohnehin vorgegeben und das Wesen einer Figur, die ohnehin perfekt charakterisiert ist, nicht zu überzeichnen. Oder eben auf Britisch: Don’t gild the lily.

Probenarbeit zu „Pelleas et Mélisande: Der Regisseur Marco Arturo Marelli gemeinsam mit Simon Keenlyside am Boden. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Ein Beispiel: Ein Mann trifft auf einer Party eine schöne Frau. Sie tanzen miteinander – und finden heraus, dass beide verheiratet sind. Daraufhin beginnt der Wahnsinn, sie können ihren Gefühlen nicht nachgeben – aber sie können auch nicht voneinander lassen. Das ist nicht Impressionismus, sondern die vielen Möglichkeiten von Realität.

Diesen Möglichkeiten von Wahrheit begegnen wir in Pelléas et Mélisande. Die Handlung von Pelléas ist realistisch, sie zeigt jedoch lediglich eine der Möglichkeiten vom Verlauf der Geschichte!…

Zum Interview [2]mit Simon Keenlyside (Renate Publig)

Placido Domingo singt die ganz schwierigen Wagner-Rollen nur im Studio .

„Ich hätte riskiert, meine Stimme kaputt zu machen“. Bildquelle: APA/GEORG HOCHMUTH

   Dresden (APA/dpa) – Opernstar Placido Domingo verzichtet lieber auf ganz große Wagner-Partien. „Natürlich hätte ich wahnsinnig gern Rollen wie ‚Tristan‘ oder ‚Siegfried‘ auch mal auf der Bühne gesungen“, sagte der 76-jährige Spanier vor einem Auftritt in Dresden der „Dresdner Morgenpost“. „Aber ich hätte riskiert, meine Stimme kaputt zu machen.“ Glücklicherweise habe er die Rollen aber im Studio aufnehmen können.

Am Samstag dirigiert Placido Domingo „Klassik picknickt“ auf der Cockerwiese in Dresden.

Sky überträgt „Meistersinger-Premiere live aus Bayreuth
Der Pay-TV-Sender Sky überträgt die Eröffnungspremiere der diesjährigen Bayreuther Festspiele live aus dem Festspielhaus. Die Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ unter der Regie von Barrie Kosky wird am 25. Juli auf Sky Arts HD und erstmals auch auf Sky 1 gezeigt, teilte der Sender am Montag mit.
Musik heute[3]

In unserer Presseschau (ganz unten) finden sie auch die Info, dass ab 2018 die Fußball-Champions-League nur mehr auf Bezahl-TV zu empfangen sein wird. Dieser Trend ist logisch, im Laufe weniger Jahre wird auch Gratis-Internet weitgehend verschwinden.

Keine Angst, wir vom „Online-Merker“ bitten weiter um freiwillige Spenden. Es sind immer wieder wenige Leser, die uns ein kleines Dankeschön in monetärer Form ausdrücken. DANKE – aus technischen Gründen kann ich mich nicht umgehend direkt bedanken (vor allem, wenn ich nur die Namen, jedoch nicht die Mailadressen habe).

Diese Einstellung von uns ist aber auf dem zweiten Blick weniger edel, als sie auf den ersten aussieht. Unsere Site eignet sich aus technischen Gründen nicht für ein derartiges Bezahlsystem, selbst wenn wir wollten, könnten wir Sie nicht zur Kasse bitten. Langfristig machen aber auch wir uns ernsthafte Gedanken.  Wahrscheinlich wird das aber erst erfolgen, wenn ich mich zurückgezogen habe. Den Zeitpunkt hierfür bestimme nicht allein ich, ab einem gewissen Alter spielen da auch andere Faktoren mit.

Zu den Meistersingern: Wer hat Erfahrung mit diesem SKY-TV? Zahlt es sich aus, ein Abo zu buchen? Wer von unseren Leserinnen und Lesern  kann uns ihre/seine Eindrücke schildern?

OPER FRANKFURT: DER KURZFILM ZU „LA DAMOISELLE ÉLUE“ UND „JEANNE D’ARC AU BÛCHER“ IST FREIGESCHALTET

Johanna Wokalek (Jeanne), Peter Marsh (Porcus). Copyright: Barbara Aumüller

Der Kurzfilm von Thiemo Hehl zur Neuinszenierung von Claude Debussys La Damoiselle élue (Frankfurter Erstaufführung) und Arthur Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher (Musikalische Leitung: Marc Soustrot; Regie: Àlex Ollé) im Internetauftritt der Oper Frankfurt ist freigeschaltet:

http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=145[4]

Der Premierenbericht von Friedeon Rosén ist online!

Zum Premierenbericht[5]

Lübeck: Psychogramm einer Kuppelschau – „Der Fliegende Holländer“ in Lübeck
Neue Musikzeitung/nmz.de[6]

Glyndebourne: Weitere “Hamlet”-Reviews

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Barbara Hannigan und Allan Clayton. Copyright: Richard Hubert Smith

Hamlet, Glyndebourne, Lewes, review: Barbara Hannigan everyone’s go-to mad soprano was suitably deranged in Ophelia’s near naked scene
The Independent[7]
Review: Hamlet (Glyndebourne Festival 2017)
http://www.limelightmagazine.com.au/live-reviews/review-hamlet-glyndebourne[8]
Review: Hamlet (Glyndebourne)
A new opera by Brett Dean is the centrepiece of this year’s Glyndebourne festival
http://www.whatsonstage.com/brighton-theatre/reviews/review-hamlet[9]

Wien/ Burgtheater: Auch Barbara Frey will nicht
Nach Karin Beier, Leiterin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg, hat sich nun auch Barbara Frey, Intendantin des Schauspielhauses Zürich, aus dem Rennen für die Nachfolge Karin Bergmanns am Burgtheater genommen. „Aufgrund der Spekulationen“ möchte Frey „klarstellen, dass ich für diesen Posten nicht zur Verfügung stehe und mich auch zu keiner Zeit dafür beworben habe“, gab sie bekannt.
Oberösterreichische Nachrichten[10]

Dass solche Klarstellungen offenbar nötig sind, ist schon kurios Da haben sich Leute gar nicht beworben, mit deren Namen aber wild spekuliert wird. Was plant der Minister? Gibt es eine Überraschung wie bei der Staatsoper? Weiß Frau Frey bereits, auf welchen Schienen das Projekt läuft, wohin die Weichen gestellt sind? . Wenn mit ihr noch nicht ernsthaft verhandelt wurde, dann verstehe ich die Klarstellung vollkommen. Wer will sich schon aus politischen Gründen beschädigen lassen? Die Besetzung soll schon im Juni bekanntgegeben, der Vertrag wohl ehestens unterzeichnet werden. Wer weiß, ob der Minister im Spätherbst noch berechtigt ist, über derartige Posten zu befinden.

Filme der Woche

FilmPoster  Mädeltrip~1
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Wenn der Vater mit dem Sohne… das gab’s im Kino und als Fernsehserie, und es war immer sehr liebevoll-lustig. Wenn die Mutter mit der Tochter – nein, das ist keinesfalls die reine Harmonie. Insofern beginnt dieser Film, der Goldie Hawn nach elf Jahren Leinwandabstinenz wiederkehren lässt, ganz realistisch – um dann, wie im Kino meist, in harmonisierender Sentimentalität zu ersticken. Kurz, das Übliche, angerichtet nicht ohne Turbulenz von Regisseur Jonathan Levine.

Aber auf bissige Art amüsant, denn Amy Schumer beschönigt nichts, wenn sie uns Emily Middleton vorstellt. Das ist vielleicht ein Egozentrik-Brocken. Offenbar eine schlechte Verkäuferin, weil sie sich um nichts kümmert, aber als man sie entlässt, sieht sie es nicht ein. Und als ihr Freund, ein ohnedies recht schäbiger Asiate, ihr den Laufpaß gibt, zuckt die Kinobesucherin voll Fremdschämens zurück, wenn sie ihn geradezu anfleht, bei ihr zu bleiben. Dass er nicht will, kann man einsehen…

Muss das immer so primitiv gestrickt sein? Muss man die chaotische und unglaubwürdige Geschichte mitnehmen, um ein paar Dialoge zu hören, die irgendwie in der Realität geerdet sind? Man muss. Man war ja schließlich ohnedies nur im Kino, um Goldie Hawn wieder zu sehen. Und ihre darstellerische und komödiantische Kraft ist nach wie vor präsent. Das ist mehr, als viele andere zu bieten haben.

Schottland: Diese Hütte eines Highlanders können Sie im Urlaub benützen

Copyright: Geoff Allan

Wer Kervaig gefunden hat, sieht vor sich: eine schmale Bucht, einen weißen Sandstrand, den meist rauen Atlantik und ein kleines Steinhäuschen. Die 2009 restaurierte Hütte, gelegen in der Nähe des nordwestlichsten Zipfels der britischen Insel , ist eine kostenlose Herberge. Für all jene, die willens ist, zweieinhalb Stunden zu wandern, und den Weg oder die Adresse im Schottischen Hochland kennen: Breitengrad 58.6085, Längengrad -4.9410.

 Kervaig ist nur eine von circa 80 Wanderhütten oder sogenannten Bothies in Schottland. Der Name Bothy ist abgeleitet vom Gälischen bothan oder dem Walisischen bwthyn und bedeutet so viel wie kleine Hütte.

Übernachten in Schottlands Wildnis: Die Hütten der Highlander

Traumhaft gelegen und gratis: Die „Bothy-Bibel“ stellt Wanderhütten im Schottischen Hochland vor. Um die historischen Häuschen zu erkunden, war Autor Geoff Allan fünf Jahre zu Fuß und per Rad unterwegs.
Der Spiegel[12]

Österreich, Land der Berge, Land der Gräben. Heute um 20,15 h in ORF1. Die Gesellschaft ist gespalten, das hat die Bundespräsidentenwahl gezeigt. Aber es gibt nicht nur einen Graben, der sich durch Österreich zieht.

Österreichs Situation ist mit der in Deutschland überhaupt nicht vergleichbar. Es wäre an der Zeit, diese Gräben zuzuschütteten . Das ist freilich leichter gesagt als getan.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15892/simon-keenlyside-wird-oesterreichischer-kammersaenger/
  2. Zum Interview : http://der-neue-merker.eu/simon-keenlyside-dont-gild-the-lily
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15885/sky-uebertraegt-meistersinger-live-aus-bayreuth/
  4. http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=145: http://www.oper-frankfurt.de/de/mediathek/?id_media=145
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/frankfurt-la-damoiselle-elue-claude-debussy-jeanne-darc-au-bucher-arthur-honegger-premiere
  6. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/psychogramm-einer-kuppelschau-der-fliegende-hollaender-in-luebeck
  7. The Independent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/hamlet-review-glyndebourne-lewes-brett-dean-shakespeare-lewes-world-premiere-a7787221.html
  8. http://www.limelightmagazine.com.au/live-reviews/review-hamlet-glyndebourne: http://www.limelightmagazine.com.au/live-reviews/review-hamlet-glyndebourne
  9. http://www.whatsonstage.com/brighton-theatre/reviews/review-hamlet: http://www.whatsonstage.com/brighton-theatre/reviews/review-hamlet
  10. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Burgtheater-Auch-Barbara-Frey-will-nicht;art16,2595428
  11. Renate Wagners FILMSTEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  12. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/reise/europa/uebernachten-in-schottlands-wildnis-huetten-der-highlander-a-1151723.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/14-juni-2017


13. JUNI 2017

by ac | 13. Juni 2017 08:42

Wien/ „Pelléas et Mélisande“. Der Dirigent im Interview: Alain Altinoglu. Foto: Marco Borggreve

Ein Auszug aus dem Online-Merker-Interview, das Renate Publig mit Alain Altinoglu führte:

In Opernwerken erhält die Verbindung von Wort und Musik tatsächlich eine spezielle Gewichtung. Und bei Pelléas et Mélisande finden wir Wort-Ton-Gefüge, das regelrecht eine Einheit bildet:Nach dem Besuch des Theaterstücks von Maurice Maeterlinck entschloss sich Debussy zur Vertonung des Textes – ein unterschiedlich formulierter Text hätte zu einem völlig anderen Klangergebnis geführt!Das erklärt sich durch Debussys Kompositionstechnik, sich von der Sprachmelodie leiten zu lassen. Er baute sogar „Sprach“pausen ein, um Sätze zu akzentuieren – eine Technik, die für jeden Schauspieler selbstverständlich ist, doch diese Freiheit bleibt dem Sänger, der sich an die Noten zu halten hat, verwehrt.Dadurch ist es für die Gesamtwirkung essentiell, nicht nur den Gesang an sich, sondern dieWorte gut hören zu können; selbst wenn das Publikum Französisch nicht beherrscht, erfasst es intuitiv die Agogik der Sprache…

ZUM INTERVIEW[1]

Aus dem Gespräch erfahren wir auch, dass sich bei dieser Marelli-Inszenierung 12 000 Liter Wasser auf der Bühne befinden, die Sänger auch im Wasser stehen. Hoffentlich hat man für Zweitbesetzungen gesorgt

Wiener Staatsoper: „Don Carlo“ als Domingo-Spektakel

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Placido Domingo, Krassimira Stoyanova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Den Eigenbericht von Renate Wagner haben wir bereits gestern vöffentlich (http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-carlo-13[2]), heute zieht die Tagespresse nach.

Auszug aus „Die Presse“:

Zwar bot die 25. Aufführung der Inszenierung von Daniele Abbado erwartungsgemäß immer noch wenig Spektakuläres, dennoch konnte sich zwischen den „beiden Tenören“ glaubwürdig jene tiefe Freundschaft entwickeln, die sie sogar bis in den Tod verbindet.

Das erste Duett im Kreuzgang von San Yuste klang allerdings noch etwas hölzern. Fehlte es den beiden sonst so agilen und kräftigen Stimmen etwa an Resonanzraum? Oder hatte Myung-Whun Chung am Dirigierpult des Orchesters gar zu früh volle Fahrt aufgenommen?…

Auszug aus „Der Standard“:

Das von Verschleißerscheinungen verschont gebliebene Domingo-Timbre fesselte wie eh und je, lediglich der lange Atem ist im Lauf des halben Bühnenjahrhunderts etwas kürzer geworden. Hochkaräter An Domingos Seite agierten vokale Hochkaräter, am edelsten funkelte Krassimira Stoyanova. Ihre Elisabetta war ganz Makellosigkeit, war reiner, weich gefasster Glanz; herausragend ihre große Szene im vierten Akt – derstandard.at/2000059156759/Don-Carlo-Stimmiges-Rollendebuet-eines-Gereiften[3]

Die „Wiener Zeitung“ meint:

Freilich ließe sich darüber streiten, inwiefern es der Fama rund um die lebende Sängerlegende Plácido Domingo zuträglich ist, sich im lieb gewonnenen Stimmfach Bariton in Debüts zu ergehen. Fernab vom tiefenpsychologischen Hinterfragen seines getriebenen Handelns lag die Antwort auf der Hand. Er tat es, weil er es konnte. Sein neuer Marquis Posa war nicht die alles umwerfende, Legionen fesselnde Leistung. Hier zählte der Achtungserfolg – auch fünfzig Jahre nach Domingos Hausdebüt als Prinz in derselben Oper, Verdis „Don Carlo“…

Ob Placido Domingo einen „Achtungserfolg“ nötig hat, ob er sich mit Baritonisten aus der zweiten Reihe vergleichen lassen muss? „Er tat es, weil er es nicht lassen konnte“-

Hamburg: Jubel und Frust beim Kartenvorverkauf für die Elbphilharmonie

„Derzeit wären wir ausverkauft, wenn unsere Putzfrauen auf dem Kamm blasen würden“ – das sagte der „Chef“ Christoph Lieben-Seutter“ kurz nach der Eröffnung der Elbphilharmonie. Der Boom hielt an, die Interessenten standen viele Stunden Schlange. Da sage noch einer, dass Neugier dabei keine Rolle gespielt hat. Ganz reibungslos verlief der Vorverkauf nicht, aber das steigert wohl das Glücksgefühl, eine Karte ergattert zu haben – und sei es für die auf dem Kamm blasenden Putzfrauen.

Hamburg
Chaos zum Start des Vorverkaufs für die Elbphilharmonie
Erste Interessenten hatten sich schon am Sonntagabend angestellt. Nach Kassenöffnung gab es mancherorts eine böse Überraschung.
Hamburger Abendblatt[4]
Jubel und Frust beim Schlangestehen für die Elbphilharmonie
Die Welt[5]

„Rosalie“ – vor der Leipziger Premiere (kommenden Samstag) in Stuttgart gestorben!

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„rosalie“. Copyright: Daniel Mayer

Die Oper Leipzig trauert um ROSALIE. Die 1953 geborene Bildende Künstlerin, Bühnenbildnerin und Kostümbildnerin verstarb am Montag, 12. Juni 2017.

Rosalie (* 24. Februar 1953 in Gemmrigheim als Gudrun Müller, † 12. Juni 2017 in Stuttgart), in selbstgewählter Schreibung auch rosalie war eine deutsche Bühnenbildnerin und Malerin.

Als Bühnen- und Kostümbildnerin von Opernproduktionen war sie für die Bayreuther Festspiele (»Der Ring des Nibelungen« 1994-1998), für die Semperoper Dresden und das New National Theatre Tokyo/Japan tätig.

Samstag hat „Salome“ in der Ausstattung von „rosalie“ in Leipzig Premiere! Das Leben schreibt die stärksten Dramen!

Frankfurt: Die Zukunft als Hölle eines neuen Mittelalters

Johanna Wokalek und Statisterie. Copyright: Barbara Aumüller

Es geht brutal zur Sache beim Premieren-Doppelabend an der Frankfurter Oper. Schon in Debussys Kantante „La damoiselle élue“ verdüstern bühnenbreite Wolkenmassen das Paradies, bevor Regisseur Àlex Ollé in Arthur Honeggers Scheiterhaufen-Oratorium „Jeanne d’Arc bûcher“ alle Gewalten der Unterwelt auf die Bühne strömen lässt. Immer mittendrin: Die klare Kunst von Schauspielerin Johanna Wokalek als Jungfrau von Orleans. Ohnmächtig zitternd in ihrer letzten Lebensstunde.
http://www.musik-heute.de/15887/die-zukunft-als-hoelle-eines-neuen-mittelalters/[6]

„Ring“ in Karlsruhe: Siegfrieds Traum
Der Karlsruher „Ring“ geht dunkel, aber putzmunter weiter.
http://www.fr.de/kultur/theater/ring-in-karlsruhe-siegfrieds-traum-a-1294913
[7]In der Rumpelkammer der Geschichte – Richards Wagners „Siegfried“ in Karlsruhe 
Musikzeitung/ nmz.de[8]

Potsdam: Odysseus auf dem Fahrrad: Eröffnungswochenende der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/12/odysseus-auf-dem-fahrrad[9]

Stuttgart: PIQUE DAME. Bereits zwei Eigenberichte von der Premiere online!

Yuko Kakuta brilliert in einer Nebenrolle. Foto: A.T.Schaefer

Zum Premierenbericht[10] von Udo Klebes

Zum Premierenbericht[11] von Alexander Walther

München/ Bayerische Staatsoper: Un ballo in maschera“

Copyright: Wilfried Hösl

...Wenn beide Sänger, vor allem aber Stefano Secco als Riccardo, Probleme mit der Höhe haben, ist es fast unmöglich. Leider trifft Secco kaum einen der hohen Töne, entschädigt dafür aber mit einer schönen ausgewogenen Mittellage und einem emphatischen, fast veristischen Gesang. Piano kommt im dynamischen Spektrum der gestrigen Aufführung nicht vor, aber da steht er nicht alleine da.

Seine Partnerin Adrianne Pieczonka als Amelia legt die Partie weit dramatischer an, als beispielsweise Anja Harteros in der Premierenserie, auf flutende Pianohöhen wartet man hier vergebens, dafür bekommt man eindrucksvoll hochdramatische Szenen…

Zum Bericht [12]von Susanne Kittel-May

Erfurt: ROMÈO ET JULIETTE

Daniela Gerstenmeyer, Won Whi Choi. Copyright: Lutz Edelhoff

Zwei gegensätzliche Shakespeare-Vertonungen um das Veroneser Liebespaar gab es im Theater Erfurt zu bewundern und zwar zunächst die französische Fassung „Roméo et Juliette“ von Charles Gounod. In herrlichem Einklang schufen Federico Grazzini (Regie) und Hank Irwin Kittel (Ausstattung) eine modernisierte Produktion allererster Güte: auf leerer Bühne mit Zwischenvorhang reihten sich nahtlos Szenenbilder gleich einem Paternoster lautlos bewegt. Elegante Abendgarderoben verwöhnten zusätzlich das Auge zum authentischen Ablauf ohne jegliche Verfremdungen des dramatischen Handlungsablaufs.

Bericht ROMÈO ET JULIETTE[13] (Gerhard Hoffmann)

Dem stellt Gerhard Hoffmann Zandonais Giulietta e Romeo gegenüber

Eine höchst selten aufgeführte Opern-Rarität der besonderen Art bot das Theater Erfurt am nächsten Tag und zwar die Shakespeare-Vertonung „Giulietta e Romeo“ des Mascagni-Schülers Riccardo Zandonai. Konträr zum eigentlichen Libretto widerfuhr der Handlung eine freie Deutung durch Guy Montavon mit Verlegung in zeitliche Abläufe, deren Bedeutung ich als absurd und überflüssig in keiner Weise noch kommentieren möchte...

Zum Bericht[14] von Gerhard Hoffmann

In unseren „Festspiel-Reflexionen“ finden Sie einen Rückblick auf die Salzburger Pfingst-Festspiele

Zu den Festspiel-Reflexionen[15] (Robert Quitta)

Amsterdam / „Salome“ :Beautiful role debut for Malin Byström in Amsterdam

Malin Byström. Copyright: Matthias Baus

Beautiful role debut for Malin Byström in Amsterdam Salome
bachtrack[16]

Glyndebourne: Hamlet review – Brett Dean conjures spectres, swordfights and swapped soliloquies
The Guardian[17]

Hamlet review at Glyndebourne, Lewes – “uneven Shakespeare opera’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/hamlet-review-at-glyndebourne-lewes/[18]

Brilliant music, rapturously received – Hamlet, Glyndebourne, review
The Telegraph[19]

Hamlet, Glyndebourne, East Sussex, UK — edgy, haunting Brett Dean’s new opera plumbs the dark recesses of Shakespeare’s play
https://www.ft.com/content/dd5d934a-4f77-11e7-bfb8-997009366969[20]

Shakespeare boldly adapted by Brett Dean: Hamlet at Glyndebourne
bachtrack[21]

Politik
Frankreich: Nur gebremste Aufbruchstimmung durch Macron

Der junge Staatschef stand einer durchwegs inferioren Gegnerschaft gegenüber. So gesehen hat er die Wahl nicht gewonnen, sondern seine Gegner haben sie verloren.

Zweifellos verbreitet der junge Staatschef Aufbruchstimmung. Und die Kandidatur zahlreicher Politik-Neulinge auf Macron-Ticket erfüllt den Wunsch nach Erneuerung eines verkrusteten politischen Systems. Es ist aber nicht so, als ob Frankreich plötzlich komplett im Banne einer Macron-Manie stünde.

Eine Zahl zeigt das sehr deutlich: Wenn Frankreichs Wahlberechtigte ein Dorf mit 100 Einwohnern wären, hätten gerade 15 für die Kandidaten von Macrons Partei gestimmt. 51 wären zuhause geblieben; die Wahlbeteiligung erreicht ein historisches Tief.

Begeisterung sieht anders aus!

Wirtschaft: Wien/ Müllendorf im Burgenland
Nach 170 Jahren: Traditions-Sekthaus Schlumberger verlagert Produktion in das Burgenland
Das Traditionssekthaus Schlumberger hat ein 122.000 Quadratmeter großes Grundstück im Burgenland erstanden. In Wien sei man an „Grenzen gestoßen“.
Die Presse[22]

Im Burgenland ist vieles möglich, was in Wien bereits undenkbar ist!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
A.C.

 

  1. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/alain-altinoglu-pelleas-et-melisande-zwischen-mythos-und-menschlichkeit
  2. http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-carlo-13: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-carlo-13
  3. derstandard.at/2000059156759/Don-Carlo-Stimmiges-Rollendebuet-eines-Gereiften: http://derstandard.at/2000059156759/Don-Carlo-Stimmiges-Rollendebuet-eines-Gereiften
  4. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/elbphilharmonie/article210882383/Chaos-zum-Start-des-Vorverkaufs-fuer-die-Elbphilharmonie.html
  5. Die Welt: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165450069/Jubel-und-Frust-beim-Schlangestehen-fuer-Elphi-Tickets.html
  6. http://www.musik-heute.de/15887/die-zukunft-als-hoelle-eines-neuen-mittelalters/: http://www.musik-heute.de/15887/die-zukunft-als-hoelle-eines-neuen-mittelalters/
  7. http://www.fr.de/kultur/theater/ring-in-karlsruhe-siegfrieds-traum-a-1294913
    : http://www.fr.de/kultur/theater/ring-in-karlsruhe-siegfrieds-traum-a-1294913
  8. Musikzeitung/ nmz.de: https://www.nmz.de/online/in-der-rumpelkammer-der-geschichte-richards-wagners-siegfried-in-karlsruhe
  9. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/12/odysseus-auf-dem-fahrrad: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/12/odysseus-auf-dem-fahrrad
  10. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-pique-dame-der-orchestergraben-als-ort-der-handlung-premiere-2
  11. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-staatsoper-pique-dame-umbau-der-zeitebenen-premiere
  12. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-un-ballo-in-maschera-3
  13. Bericht ROMÈO ET JULIETTE: http://der-neue-merker.eu/erfurt-romeo-et-juliette-von-charles-gounod
  14. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/erfurt-giulietta-e-romeo-von-riccardo-zandonai
  15. Zu den Festspiel-Reflexionen: http://der-neue-merker.eu/festspiele-reflexionen
  16. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-salome-malin-bystrom-dutch-national-opera-june-2017
  17. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/jun/12/hamlet-opera-review-glyndebourne-brett-dean-allan-clayton-barbara-hannigan
  18. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/hamlet-review-at-glyndebourne-lewes/: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/hamlet-review-at-glyndebourne-lewes/
  19. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/brilliant-music-rapturously-received-hamlet-glyndebourne-review/
  20. https://www.ft.com/content/dd5d934a-4f77-11e7-bfb8-997009366969: https://www.ft.com/content/dd5d934a-4f77-11e7-bfb8-997009366969
  21. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-hamlet-brett-dean-glyndebourne-clayton-hannigan-connolly-tomlinson-june-2017
  22. Die Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5233697/Nach-170-Jahren_Schlumberger-verlagert-Wiener-Produktion-ins

Source URL: http://der-neue-merker.eu/13-juni-2017


12. JUNI 2017

by ac | 12. Juni 2017 07:53

Wien/ Staatsoper: „Don Carlo“ mit Placido Domingo. Schlussapplaus mit Vargas, Stoyanova, Domingo, Furlanetto, Green, Moisiuc. Foto: Renate Wagner

Ich bin weder ein Domingo-Fan noch ein Domingo-Kritiker (das war ich vor einigen Jahren schon eher, aber die Beharrlichkeit, der Elan dieses „Jahrhundertsängers“ haben mich geläutert), deshalb sehe ich den Auftritt Domingos neutral und richte mich nach der „Kundennachfrage“ (die nach Domingo geradezu schreit). Zu sagen, ich sehe das Phänomen Domingo emotionslos, entspricht zwar meiner Gefühlswelt, widerspricht jedoch der unbestreitbaren Tatsache, dass man Oper gar nicht emotionslos betrachten kann. Ich gehe davon aus, dass nicht alle Rezensenten der Folgevorstellungen einhellig jubeln werden – aber auch die haben ein Recht, gehört zu werden. Lassen Sie mich daher außen vor und senden Sie keine Wutmails an die Redaktion. Die erste Kritik, die naturgemäß als Leitkritik gilt, gibt aber so überhaupt keinen Anlass zu Protesten jedweder Art.

Elena Zhidkova, Placido Domingo. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner war bei dieser Vorstellung: Das war neben der Netrebko-„Troubadour“-Premiere und der Kaufmann-„Tosca“ die vermutlich begehrteste Vorstellung dieser Spielzeit. Ausverkauft auf den Sitzplätzen und auf den Stehplätzen. Vor dem Haus, am Karajan-Platz, wo die Übertragung ins Freie erfolgt, schon eine halbe Stunde vor der Vorstellung jeder Platz besetzt…

Was geschieht da? Ein Mann über 70, ein Lebensabschnitt also, wo man in unserer Gesellschaft ohne Abstriche als „alt“ gilt, singt eine neue Rolle – und das Publikum stürmt die Vorstellung. Warum? Nun, weil es sich längst nicht nur um einen Sänger, um einen Künstler handelt, sondern um ein Phänomen. Einen Mann, der von einem inneren Dämon getrieben scheint, immer noch – im Wagner’schen Sinn? – „Neues“ zu machen. Der seine erfolgreiche Tenor-Karriere nicht nur als Dirigent verlängert hat (was ja dann nicht so spektakulär wäre), sondern durch seinen Umstieg auf die großen Bariton-Rollen Verdis. So sehr das Feuilleton und jener Teil des Publikums, das ihn nicht bewundert, auch den Kopf schüttelt, er reihte nach dem Initial-Erfolg mit „Simon Boccanegra“ eine neue Rolle an die andere. Um nun beim Marquis Posa zu landen, dem jungen Freund eines jungen Helden…

Und warum kommt das Publikum? Wollen Sie dabei sein, wie Placido Domingo „eine Bretzen reißt“, wie man in Wien so unzart sagt? Manche vielleicht. Die meisten hielten die Daumen und brachen zwischendurch und am Ende in hellen Jubel aus. Nein, er hat sich natürlich nicht blamiert. Dazu ist er viel zu intelligent. Es war sicher keine unvergessliche Spitzenleistung (nicht so überzeugend wie der Macbeth im Theater an der Wien oder der Nabucco, den die Met ins Kino brachte) – aber es war immer noch gut…

Zum Bericht[1] von Renate Wagner

Kommenden Sonntag ist Premiere von Pelléas et Mélisande“. Die Serie unserer Interviviews beginnt mit Olga Bezsmertna, der „Mélisande

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Olga Bezsmertna in der Neuproduktion (Probenfoto von Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper)

Renate Publig hat mit der Titelrollendarstellerin gesprochen. Ein kurzer Auszug aus dem Gespräch:

Die drei Hauptfiguren sind in ihren Grundhaltungen weder gut noch böse – bei aller Mystik erleben wir eine zutiefst menschliche Geschichte?

Das kann man so sagen! Jedem Zuschauer bietet sich die Möglichkeit, eine eigene Sichtweise zu entwickeln, sowohl auf die gesamte Geschichte als auch auf die einzelnen Figuren. Das beginnt bei der Dreiecksbeziehung Pelléas, Mélisande und Golaud. Golaud begegnen wir als älteren, in sich gekehrten Mann. Dass er seine erste Frau verlor, hat ihn gezeichnet. Pelléas hingegen ist jung und unerfahren, er entwickelt eine Neugier zu Mélisande, ihrer Undurchsichtigkeit fasziniert ihn. Beide Männer fühlen sich von ihrer mystische Aura angezogen. Sie selbst ist wandlungsfähig, sie passt sich im Umgang mit Golaud und mit Pelléas jedoch nur scheinbar an…

Zum Interview[2] Olga Bezsmertna/ Renate Publig

Wichtig/ heute Start: Hamburg: So bekommen Sie Elphi-Karten für nächste Saison
Die Nachfrage nach Tickets für die Hamburger Elbphilharmonie ist ungebrochen – und deswegen ist heute für viele Elphi-Fans ein besonders wichtiger Tag. Es beginnt der Vorverkauf der Einzelkarten für die Saison 2017/18. In den 41 Vorverkaufsstellen im Großraum Hamburg geht der Verkauf von Karten für alle Veranstaltungen um 10 Uhr los. Gleiches gilt für den Online-Verkauf von Konzerten, die von anderen Veranstaltern als der Elbphilharmonie organisiert werden.
http://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/So-bekommen-Sie-Elphi-Karten
[3]So gelangen Sie zu Karten für die Elbphilharmonie
Die Welt[4]

Stuttgart: Eigenbericht von der „Pique Dame“-Premiere bereits online

„Pique Dame“ in Stuttgart: Copyright: A.T.Schaefer

Das ganze Stück ist als „Schwarztreppen-Roman“ inszeniert worden, das historisierende Dekor ist Teil einer Maskerade, die zum Spuk wird. Das sind die stärksten Bilder. Die Welt Dostojewskijs hat hier tiefe Spure hinterlassen. Und die Wahnvorstellungen des Helden manifestieren sich in einer suggestiven leitmotivischen Technik, die der Dirigent Sylvain Cambreling mit dem Staatsorchester Stuttgart souverän herausarbeitet. Breite und schön geschwungene Kantilenen kommen so den Sängern zugute – allen voran Erin Caves, der als German ein überzeugendes Rollenporträt bietet. Das Vorspiel mit seinen zwei Motiven wirkt bei dieser subtilen Wiedergabe stets erhitzt und glutvoll. Liebesleidenschaft und Spielleidenschaft kreuzen sich eindrucksvoll. Und das Drei-Karten-Motiv kehrt in vielfältiger Weise immer wieder. Der Halb- und Ganztonschritt abwärts und aufwärts hinterlässt hier starke klangliche Spuren. Auch beim Thema der Liebessehnsucht nimmt Cambreling in ausgezeichneter Weise auf die Sänger Rücksicht, was sowohl der von Helene Schneiderman durchaus dämonisch dargestellten Gräfin als auch der völlig verzweifelten Lisa von Rebecca von Lipinski zugute kommt…

Zum Premierenbericht[5] von Alexander Walther

Stuttgart/ Nachtnotiz: Tschaikowsky als Psycho-Drama
Pique Dame an der Oper Stuttgart
Stuttgarter Nachrichten[6]
Oper Stuttgart zeigt „Pique Dame“
Als letzte Neuinszenierung dieser Spielzeit zeigte die Oper Stuttgart am Sonntag „Pique Dame“
http://www.musik-heute.de/15873/oper-stuttgart-zeigt-pique-dame/[7]

Katharina Wagners seltsame Lohenggrin-Inszenierung in Prag

Prag: Der Schwan ist mehr als nur eine Projektion
Diese Langsamkeit der Bewegungen, dieses weiche Licht: Am Prager Nationaltheater rekonstruiert Katharina Wagner eine Bayreuther „Lohengrin“-Inszenierung ihres Vaters Wolfgang von 1967…

…Warum soll dann das Theater selbst nicht museal sein oder werden dürfen? Gerade dort, wo sich die Regie, wie im letzten halben Jahrhundert, so stark als eigene Leistung exponiert, muss sie sich nicht wundern, dass sie zum Exponat wird. Als Exponat ruft sie den modernen Menschen, dem das Museum die Freiheit ästhetischer Distanz schenkt, zum Vergleich mit andern Exponaten auf. Das passiert gerade, wo überall alte Operninszenierungen wieder in die Vitrinen gestellt werden, die unsere Bühnen bedeuten: beim Festival „Mémoires“ in Lyon, bei den Salzburger Osterfestspielen, am Nationaltheater Mannheim, jetzt am Nationaltheater Prag…
Frankfurter Allgemeine
[8]
Wagner in Prag. Opernbesuch im Museum: „Papa hätt’s gefallen!“
Neue Musikzeitung/nmz.de[9]

Neu eingetroffene Kritiken bei uns online:

CHEMNITZ: LE NOZZE DI FIGARO. Neuinszenierung am 9.6.2017

Zum Bericht[10] von Barbara Rosenrot

GELSENKIRCHEN: LES CONTES D’HOFFMANN. Premiere am 9.6.2017

Eine weitere Besprechung, diesmal vom „Opernfreund“ Peter Bilsing, der eine etwas andere Sicht als unserer Premierenberichterstatter auf die Inszenierung anbietet

Zum Bericht[11] von Peter Bilsing/ „Der Opernfreund“

Weitere Pressekritiken:

Aldebourgh: A Midsummer Night’s Dream review – plenty of glorious singing to open the 2017 Aldeburgh Festival
The Telegraph[12]
A Midsummer Night’s Dream, Snape Maltings A starry cast cannot quite bring this blurred Dream into focus
http://www.theartsdesk.com/opera/midsummer-nights-dream-snape-maltings[13]
Review: A Midsummer Night’s Dream (Snape Maltings)
http://www.whatsonstage.com/cambridge-theatre/reviews/review[14]

Film über die Torhüterlegende Bert Trautmann im Entstehen

Bert Trautmann

Mir sagte der Name schon etwas, aber vie „Mitwisser“ werde ich wohl nicht haben.Was heute selbstverständlich ist, war früher fast undenkbar. Als deutscher Kriegsgefangener wurde Bert Trautmann zum  Torhüter von Manchester City, dem Club, bei dem heute der Fliegenfänger Joe Hart ein Vermögen verdient. Aber damals war damals, wirklich reich wurde Trautmann nicht

„Trautmann“: Das Leben der Legende im Tor wird verfilmt
Als er in britische Gefangenschaft geriet, wurde sein Talent im Tor entdeckt. Das Leben des deutschen Torhüters bei Manchester City kommt 2018 ins Kino.
Die Presse[15]
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Wien: Der Life-Ball als Sittenbild der heimischen Politik

Life Ball: Vom „Wiener Gschnas“ zum politischen Aids-Ball

Nach einem Jahr Pause wollte der Life Ball weg von seinem Status als Promiparty und sich wieder dem eigentlichen Thema HIV/Aids widmen. Die Eröffnung wurde zur politischen Bühne. Gefeiert wurde trotzdem –
http://derstandard.at/2000059087412/Life-Ball-in-Wien-Burlesque-Eroeffnungsshow-mit-Antikriegsbotschaft[16]
Was aber spielte sich im Vorfeld ab? Angeblich durfte Außenminister Kurz nicht sponsern, sonst hätte die Gemeine Wien die Zuwendungen für 2018 eingestellt. Das Dementi folgt natürlich auf dem Fuße.
Herr Kurz hätte übrigens nicht in die eigene Brieftasche gegriffen, bezahlt hätte das Außenministerium. Dem Steuerzahler kann aber egal sein, welche Regierungsstelle dem Herrn Keszler Geld gibt.

Life Ball 2017: Kurz-Keszler-Kern

Profil[17]
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Ich kommentiere das besser nicht, machen Sie sich selbst ein Bild
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Fußball: Das war’s dann wohl.  Russland – wir kommen nicht!
1:1 in Dublin – im Normalfall ist das kein schlechtes Ergebnis. Um zur WM fahren zu dürfen, wird dieses Resultat aber wohl nicht reichen. Dabei war Österreichs Team eine Stunde lang besser als die „holzgeschnitzten“ Iren. Im Finish zeigten sich die typisch irischen Tugenden: Kampf bis zur letzten Sekunde, nie aufgeben. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass unsere Kicker im Vergleich dazu eher „wohlstandsgesättigt“ waren, nicht gewohnt, an die äußerste Grenze zu gehen. Das ist kein Vorwurf an den Teamchef, das ist Mentalitätssache.
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L.A.Riverside in der 2. Wiener Landesliga
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. L.A. steht nicht für Los Angeles, sondern für Liesing/ Atzgersdorf
Das ist eher ein Beitrag in eigener Sache, steigen Sie also aus, falls es Sie nicht interessiert.
Nachdem ich meinen Regionalligaclub zu Beginn der 90er-Jahre an eine andere Führungsgruppe abgegeben habe, wollte ich  – in kleinerem und auch mit der Arbeit am Online-Merker vertretbaren Rahmen-  doch noch einmal wissen, ob ich im Fußball etwas bewegen kann. Es war etwa 2005, als ich mich von einer Gruppe von Funktionären eines damals in Ottakring beheimateten Clubs der 2. Klasse (das ist die vorletzte Leistungsgruppe) breitschlagen ließ, mitzuarbeiten. In den rein sportlichen Bereich habe ich mich nie eingemengt, in die Vereinspolitik schon eher. So gelang mir die Fusionierung des Clubs zuerst mit Atzgersdorf (wodurch wir uns plötzlich eine Klasse höher befanden), ein Jahr darauf folgte der Zusammenschluss mit dem ASK.Liesing, der einen eigenen Platz in der Siebenhirtenstraße besitzt. Unmittelbar an den Sportplatz schließt übrigens der Liesinger Friedhof an, ganz böse Zungen behaupten scherzhaft, dass der Club einen eigenen Friedhof hat.

Als das alles auf Schiene war, sah ich meine Aufgabe als erfüllt und zog mich zurück. Das neue Leitungsteam hat seine Sache aber ausgezeichnet gemacht, mit dem Einkaufszentrum Riverside (meinten die Namensgeber den Liesingbach?) einen Sponsor aufgetrieben. Samstag fixierte der Club (eine Multi-Kulti-Truppe) durch einen 7:1-Sieg über den Margaretner AC den Aufstieg in Wiens zweithöchste Spielklasse. Ich habe mich ehrlich darüber gefreut. Auch wenn der Aufstieg nicht mein Erfolg war, fühle ich mich meiner ehemaligen Sache doch verbunden. Die spontane Meisterschaftsfeier verhinderte, dass ich mir den Life-Ball im TV ansehe.

Ich kann mich auch freuen, wenn ich nicht mehr bei einer Sache dabei bin – für die Sache, nie für mich!

Eine schöne Woche wünscht
A.C.
  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-carlo-13
  2. Zum Interview: http://der-neue-merker.eu/olga-bezsmertna-musik-ist-eine-gute-medizin
  3. http://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/So-bekommen-Sie-Elphi-Karten
    : http://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/So-bekommen-Sie-Elphi-Karten
  4. Die Welt: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165430919/So-kommen-sie-an-Karten-fuer-die-Elbphilharmonie.html
  5. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgart-staatsoper-pique-dame-umbau-der-zeitebenen-premiere
  6. Stuttgarter Nachrichten: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachtnotiz-tschaikowsky-als-psycho-drama-pique-dame-an-der-oper-stuttgart.8de3fe19-0464-4f75-bcdd-76ff538c4b0b.html
  7. http://www.musik-heute.de/15873/oper-stuttgart-zeigt-pique-dame/: http://www.musik-heute.de/15873/oper-stuttgart-zeigt-pique-dame/
  8. Frankfurter Allgemeine
    : http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/bayreuther-lohengrin-von-1967-in-prag-15054070.html
  9. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/wagner-in-pragopernbesuch-im-museum-papa-haett-s-gefallen
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/chemnitz-le-nozze-di-figaro-neuinszenierung
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/gelsenkirchen-musiktheater-im-revier-le-contes-dhoffmann-premiere
  12. The Telegraph: http://www.telegraph.co.uk/opera/what-to-see/midsummer-nights-dream-aldeburgh-festival-snape-maltings-review/
  13. http://www.theartsdesk.com/opera/midsummer-nights-dream-snape-maltings: http://www.theartsdesk.com/opera/midsummer-nights-dream-snape-maltings
  14. http://www.whatsonstage.com/cambridge-theatre/reviews/review: http://www.whatsonstage.com/cambridge-theatre/reviews/review
  15. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/film/5231512/Trautmann_Das-Leben-der-Legende-im-Tor-wird-verfilmt
  16. http://derstandard.at/2000059087412/Life-Ball-in-Wien-Burlesque-Eroeffnungsshow-mit-Antikriegsbotschaft: http://derstandard.at/2000059087412/Life-Ball-in-Wien-Burlesque-Eroeffnungsshow-mit-Antikriegsbotschaft
  17. Profil: https://www.profil.at/oesterreich/kurz-keszler-kern-life-ball-2017-sponsoring-8180357

Source URL: http://der-neue-merker.eu/12-juni-2017


11. JUNI 2017

by ac | 11. Juni 2017 08:12

 

Heute in der Wiener Staatsoper: Rollendebüt von Placido Domingo als „Posa“/ Rodrigo in Verdis „Don Carlo

In „Don Karlos“ von Friedrich Schiller, geht es um die politische Verschwörung des Marquis Posa. Dieser Posa ist eine im Grunde genommen zwielichtige Figur. Soweit mir bekannt, ist er keine historische Figur, es hat ihn nie gegeben. Er passte Schiller lediglich in die Dramaturgie seines Stücks
A.C.

„Marquis Posa“ ist eine wichtige Figur in „Don Karlos“. Er weist einen widersprüchlichen Charakter auf. Auf der einen Seite ist er idealistisch; ihm liegt an Gerechtigkeit, doch auf der anderen Seite ist er auch egoistisch und skrupellos, da Posa nicht davor zurückschreckt, seine eigenen Ziele zu verfolgen…

Aber wir sind ja heute in der Oper bei Giuseppe Verdi. Da wird Posa „Rodrigo“ genannt und ist schon eine Spur edler! Zu gut für diese Welt! Deshalb darf er spektakulär sterben und unmittelbar davor eine lange Arie singen, wie das eben vor dem Sterben so üblich ist.

Bei Schiller heißt Posa Roderich (wieso dann eigentlich Carlos nicht Karl?): Text der 1. Begegnung Carlos-Posa im Stück (1. Aufzug, 2. Szene):

Carlos. Wer kommt? – Was seh‘ ich? O ihr guten Geister! Mein Roderich!

Marquis. Mein Carlos!

Carlos. Ist es möglich? Ist’s wahr? Ist’s wirklich? Bist du’s? – O, du bist’s! Ich drück‘ an meine Seele dich, ich fühle Die deinige allmächtig an mir schlagen. O, jetzt ist Alles wieder gut. In dieser Umarmung heilt mein krankes Herz. Ich liege Am Halse meines Roderich. (recherchiert von H.S.S)

Auch E.H. trägt dazu bei: Natürlich hat es den Posa, Roderich oder Rodrigo mit Vornamen, nie gegeben. So ein Typ hätte in dieser zeit am spanischen Hof keine 24 Stunden überlebt. Die starken Inquisitoren sind absolut bestätigt, die Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und Carlos (sehr einfältig) stimmt nicht. Die Sache mit der Eboli allerdings schon.

Der Online-Merker ist dabei und wird berichten. Beginn ist 18 h, Sie können die Vorstellung auch an der Außenfassade des Opernhauses sehen – und so nebenbei , ohne vom Sitznachbarn gemaßregelt zu werden, einen Blick auf den Spielstand bei Irland-Österreich werfen. Das für die WM-Quali vorentscheidende Spiel in Dublin beginnt auch um 18 h.

Wiener Staatsoper: DON PASQUALE mit Rollenbüts

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Antonino Siragusa (Ernesto) und Danielle de Niese (Norina). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Bei Rollendebuts wird gerne auf Adjektive von „erfolgreich“ bis „sensationell“ zurückgegriffen. Bei den beiden Debuts dieses Abends gerate ich nicht in die Verlegenheit, aus diesen Kategorien wählen zu müssen. Danielle de Niese, die bislang in einigen Produktionen des Theaters an der Wien erfolgreich war, trat erstmals an der Staatsoper auf und ihre Norina hinterließ einen äußerst zwiespältigen Eindruck. Optisch und darstellerisch eine entzückende selbstbewusste junge Dame, die alles einsetzt, um ihren geliebten Ernesto zu bekommen, bleibt sie stimmlich viel schuldig. Verwaschene und unsaubere Koloraturen und ein unüberhörbarer Hang zum Zutief-Singen trüben den Eindruck entschieden. Da gibt es bessere Rollenvertreterinnen im eigenen Ensemble…

Zum Bericht[1] von Wolfgang Habermann

Prag: Katharina Wagner inszeniert plötzlich altmodisch
Wagner-Urenkelin Katharina Wagner ist Avantgarde-Fan, was viele Wagner-Fans stört. Doch nun bringt sie in Prag einen extrem konservativen „Lohengrin“ mit alten Kostümen heraus. Das hat seinen Grund.

Und der wäre? Wir befragen „Die Welt“:

Ursprünglich sollte direkt am Moldau-Ufer Bayreuths Festspielchefin Katharina Wagner, die seit 2011 nicht mehr jenseits des Hügels inszeniert hat, interpretatorisch schalten und walten dürfen. Die technischen Beschränktheiten des im Vorderhaus schön historistisch golden glitzernden Nationaltheaters verhinderten dies allerdings. Ohne funktionierende Unter- und Obermaschinerie sah sich selbst Wagners Urenkelin lahmgelegt. So wurde die Idee von Papas „Lohengrin“-Auferstehung ersonnen.

Viel Interpretation ist nicht auszumachen. Es wird posiert, gerungen und gesungen. Freiheiten leistete sich einst Wolfgang Wagner nur, wenn Elsa am Schluss den als weißen Astraljüngling emporstapfenden Gottfried wegschubst, nachdem Lohengrin auf seinem auf die Bühnenrückwand projizierten Schwan entglitten ist.

Katharina Wagner und ihre Helferlein haben Papas Kulissen und Kurt Palms naive Kostüme reproduziert, auch leicht modifiziert…

Die Welt[3]

Jetzt wissen wir, was an vielen Regie-Untaten schuld ist: eine funktionierende Technik. Wetten, dass Katharina Wagner bei ihrer nächsten Regiearbeit verlorenes Terrain aufzuholen versucht?

Karlsruhe/Badisches Staatstheater: SIEGFRIED. Premiere am 10.6.

 

Der Bericht ist soeben eingetroffen, ich biete Ihnen den Link dazu an

Zum Bericht[4] von Alexander Walther

Gelsenkirchen:  Gestern Premiere von „Les Contes d’Hoffmann“

Michiel Dijkema har inszeniert. Allzuviel scheint ihm nicht eingefallen zu sein. Auszug aus dem Bericht von Christoph Zimmermann: Die Inszenierung scheint darauf aus, das Geschehen als „Contes“ („Erzählungen“) deutlich werden zu lassen. Die Studenten des 1. Aktes werden zu Puppen eingefroren, verfolgen in starrer Haltung die Vorgänge und nehmen den eigentlichen Akteuren viel Platz weg. Holzhammer-Methode für begriffsstutzige Zuschauer offenbar. Andeutungen hätten genügt und mehr Effekt gemacht. Im Antonia-Bild werden die Puppen wieder durch lebendige Choristen ersetzt, welche der Tragödie applaudieren. Wozu, fragt man sich. Erklärung für diese absurde Idee mag die Entscheidung sein, vor dem „Terzett“ das Publikum in die Pause zu entlassen. Die Puppen müssen ja ausgetauscht werden. O Dio mio…

Zum Premierenbericht [5]von Christoph Zimmermann

Peter Bilsing vom Opernfreund (www.deropernfreund.de[6]) sieht diese Premiere aber ziemlich anders:

http://deropernfreund.de/gelsenkirchen-mir.html[7]

Berlin: „La damnation de Faust“

Florian Boesch (Méphistophélès). Copyright: Matthias Bausch

„Das ist die beste Inszenierung, die ich je gesehen habe,“ schwärmt zuletzt ein etwa Fünfzigjähriger neben mir. Einige Buhrufe sind auch zu hören, vermutlich von denjenigen, denen die ganze Richtung nicht passt. Doch schnell gehen sie im lang anhaltenden Jubel unter…

Zum Bericht [8]von Ursula Wiegand

Oper Frankfurt: Heute Premiere La Damoiselle élue“ und „Jeanne d’Arc au bûcher“

Heute Premiere in Frankfurt: „Johanna auf dem Scheiterhaufen“. Johanna Wokalek (Jeanne) und Peter Marsh (Porcus). Copyright: Barbara Aumüller

La Damoiselle élue
Poème lyrique von Claude Debussy
Text von Dante Gabriel Rosetti (1850) in der französischen Übersetzung von Gabriel Sarrazin

Jeanne d’Arc au bûcher (Johanna auf dem Scheiterhaufen)
Dramatisches Oratorium von Arthur Honegger
Text von Paul Claudel

Hamburg: Diana Damrau erfühlt die Elbphilharmonie
http://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/Diana-Damrau-in-der-[9]
Diana Damraus Abräumer-Auftritt im Großen Saal
Hamburger Abendblatt
[10]Königin der Koloraturen
Die Welt[11]

Wiener Festwochen/ Volkstheater: Wo der Stöckelschuh drückt
Nachrichten und Klischees aus dem Flüchtlingslager: Im Musical „Traiskirchen“ spielen bei den Wiener Festwochen Asylbewerber in Sketchen und Liedern die Missstände ihrer eigenen falsch gelaufenen Leben.
Der Spiegel[12]

„Traiskirchen“-Musical blieb auf halbem Weg hängen =
Wien (APA) – „Woher kommen wir, wohin gehen wir?“, fragen die Sicherheitskräfte im Flüchtlingslager Traiskirchen. Es geht der Reihe nach, ganz schnell, schließlich ist bei diesem Ansturm keine Zeit für lange Diskussionen. Das Theaterprojekt Die Schweigende Mehrheit hat sich den Ereignissen des Sommers 2015 angenommen und sie in ein Musical gepackt, das am Freitag bei den Wiener Festwochen uraufgeführt wurde…

Das „Flüchtlingsmusical“. Copyright: APA/ Neubauer


„Traiskirchen“ – das Musical im Wiener Volkstheater
Der Standard[13]
Traiskirchen und der Westen des Herzens
Nachdenkliches und Heiteres im „Flüchtingsmusical“
Die Presse

Über die Notwendigkeit dieses Musicals sind die Meinungen sicher geteilt. Wollen wir Sie auch geteilt lassen. Ich kann von mir behaupten, dass ich Flüchtlingen, die mir vertrauenserweckend und hilfsbedürftig erscheinen, schon mal einen Schein anstelle eine Münze zustecke.

Auf die Idee, aus deren Not ein Geschäft zu machen, bin ich nie gekommen. Welch ein Theaterdirektor kann in unserer emotional aufgeladenen Zeit ein Stück zu diesem Thema ablehnen?

Auch der Bericht von der Uraufführung ist bereits online.

Zum Bericht[14] von Harald Lacina

Neuer Name für unsere Kunstwerk-Galerie:

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Nebenportal (das einstige Hauptportal) vor dem künstlerischen Eingriff. Foto Natalie Deewan

Durch den schrägen Namen peilen wir einen angesagten Treff für unsere Künstler an!Idee und Gestaltung: Natalie Deewan im Rahmen des vom Kulturamt der Stadt Wien geförderten Projekts „Nach Geschäftsschluss“

Aus den Buchstaben des Worts „Tischlerei“ kann man das Wort „Strichelei“ formen (passend zur Galerie). Auf so etwas muss man erst einmal kommen. Danke, Natalie!

 

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Anton Cupak, Charlotte Pohl, Aktionskünstlerin Natalie Deewan nach getaner Arbeit!

Natalie Deewan: Nach der supersonnigen Transformationsaktion am Freitag schicke ich euch einen kurzen Clip, der unsere Unternehmung „zusammenfasst“. Aus 70 Minuten Rohmaterial, die dank unserer bravourösen Kamera-, Hunde- und Passantendompteuse Myrto Chantziara vollständig erhalten sind, komprimierten sich wie von allein die 70 sec Dokumentation der anagrammatischen Metamorphose. Im Durchhören der Aufnahme habe ich auch entdeckt, dass, während wir an der Fassade zugange waren, Myrto einem neugierigen Nachbarn Auskunft darüber gab, was hier passiert. Ich habe diese Passage und noch eine zweite als Tonspur dazugeschnitten, doch höret und sehet selbst:

Ein Kurzdurchlauf der Aktion[15]

Auf www.heterotypia.net[16] sehen Sie weitere Projekte der Aktion „Nach Geschäftsschluss“ von Natalie Deewan

Sollten Sie weitere aufgelassene Geschäftslokale mit Beschriftung kennen, mailen Sie bitte einen Hinweis an Natalie Deewan. Gesucht werden auch zwei „leere“ Hausfassaden alter Häuser, auf denen über längere Zeit originelle Beschriftungen angebracht werden können.

Kontakt: deewan@gmx.at [17]

Gestern fand in Wien der Life-Ball statt. Die Prominenz war diesmal dünn gesät, angeblich gab es auch weniger Zuschauer als in den vergangenen Jahren. Dafür war die Stimmung etwas lockerer – allzuviel habe ich ja nicht gesehen. Aber  just den Moment, den der Bürgermeister für einen Seitenhieb auf den „jugendlichen Herausforderer“ der Sozialdemokratie nutzte. Gerade für Politik  scheint mir der Life-Ball nicht da zu sein!

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-don-pasquale-6
  2. [Image] : https://ww251.smartadserver.com/call/pubjumpi/10034/(kultur_story)/18913/S/1/Wagner,Richard(Komponist/1813-1883);Trinks,Constantin;Wagner,Katharina;Wagner,Wieland(Regisseur);BayreutherFestspiele;Prag;Wagner,Wolfgang(Opernregisseur/1919-2010);Brug-Manuel;165407050?
  3. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article165407050/Katharina-Wagner-inszeniert-ploetzlich-altmodisch.html
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/karlsruhe-badisches-staatstheater-siegfried-premiere
  5. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/gelsenkirchen-le-contes-dhoffmann-premiere
  6. www.deropernfreund.de: http://www.deropernfreund.de
  7. http://deropernfreund.de/gelsenkirchen-mir.html: http://deropernfreund.de/gelsenkirchen-mir.html
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/berlin-staatsoper-la-damnation-de-faust-von-hector-berlioz
  9. http://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/Diana-Damrau-in-der-: http://www.ndr.de/kultur/elbphilharmonie/Diana-Damrau-in-der-Elbphilharmonie-,
  10. Hamburger Abendblatt
    : http://m.abendblatt.de/kultur-live/article210848663/Diana-Damraus-Abraeumer-Auftritt-im-Grossen-Saal.html
  11. Die Welt: https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article165359451/Koenigin-der-Koloraturen.html
  12. Der Spiegel: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/musical-traiskirchen-bei-den-wiener-festwochen-a-1151524.html
  13. Der Standard: http://derstandard.at/2000059071811/Traiskirchen-Das-Musical-im-Volkstheater
  14. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-volkstheater-traiskirchen-die-schweigende-mehrheit-musical-urauffuehrung
  15. Ein Kurzdurchlauf der Aktion: https://vimeo.com/221043741
  16. www.heterotypia.net: http://www.heterotypia.net/
  17. deewan@gmx.at : http://deewan@gmx.at

Source URL: http://der-neue-merker.eu/11-juni-2017


10. JUNI 2017

by ac | 10. Juni 2017 08:00

Die Arena von Verona öffnet wieder ihre Pforten. Foto: dpa/ Detlef Berg

„Nach vier Jahren, in denen die verschuldete Arena stark sparen musste, starten mit einer neuen Produktion in die Saison“, betonte der neue Intendant Giuliano Polo. Dabei handle es sich um eine innovative Version „Nabuccos“. Die Oper spielt in den Jahren zwischen 1848 und 1860, als die Habsburger das lombardo-venezianische Königreich beherrschten.

Fünf Opern werden in diesem Sommer in Szene gesetzt – neben „Nabucco“ noch „Aida„, „Rigoletto„, „Madama Butterfly“ und „Tosca“. Zu den Sonderevents zählen am 17. Juli ein Auftritt des italienischen Tänzers Roberto Bolle mit seinem Ensemble und am 21. Juli ein Konzert von Placido Domingo. Die Arena von Verona verfügt über ein Jahresbudget von 44 Millionen Euro. Zwei Drittel stammen vom Ticketverkauf und von Sponsoren… (Quelle: Salzburger Nachrichten).

Unser Redakteur und Vorstandsmitglied Peter Skorepa berichtet auch heuer von der Arena-Eröffnungsabenden (neuer „Nabucco“ und „Aida“) exclusiv für den Online Merker !!!
Immerhin ist Skorepa der Doyen unter den Österr. Opernkritikern! Es ist ziemlich unmöglich, einen nach Dienstjahren älteren Opernkritiker bzw „Narren“ zu finden.

Zur Info: Die Arena ist für 14.000 Zuschauer offiziell zugelassen. 22.000 Zuschauer, das war einmal, als es die Einrichtung der „Blechsesseln“ in der „Prima“ noch nicht gab und weniger stringente Vorschriften herrschten! (P.S)

Staatsoper Berlin: Regisseur Wim Wenders gibt sein Opernregie-Debüt mit „Die Perlenfischer“


Wim Wenders. Foto: Wikipedia

Am 24. Juni wird Wim Wenders mit einer Inszenierung von Georges Bizets »Les pêcheurs de perles« sein Opernregiedebüt geben. Die musikalische Leitung der Staatskapelle Berlin und des Staatsopernchors übernimmt Daniel Barenboim. Als Solisten sind Olga Peretyatko-Mariotti als Leïla, Francesco Demuro als Nadir, Gyula Orendt als Zurga und Wolfgang Schöne als Nourabad zu erleben.

New York
Abschied eines Dirigenten
New Yorker Philharmoniker sagen: Goodbye, Alan Gilbert
Kurt Masur, Leonard Bernstein, Arturo Toscanini: An der New Yorker Philharmonie trat der Dirigent Alan Gilbert in große Fußstapfen. Über acht Jahre hat auch er seine Spuren hinterlassen. Nun gibt er den Taktstock weiter, um als Gastdirigent durch die Welt zu tingeln.
Hamburger Abendblatt[1]

Wien: Rodolfo Leone siegt beim Beethoven-Wettbewerb im Musikverein
Der italienische Pianist Rodolfo Leone setzte sich beim Wettspielen im Musikverein durch. Sein Preisgeld: 10.000 Euro und einen Bösendorfer-Flügel.
Die Presse[2]

Wien/ Musikverein
Rodolfo Leone siegt beim Beethoven-Wettbewerb im Musikverein

Rodolfo Leone. Copyright: wdw

Der italienische Pianist Rodolfo Leone setzte sich beim Wettspielen im Musikverein durch. Sein Preisgeld: 10.000 Euro und einen Bösendorfer-Flügel.
Die Presse[2]

Dresden: Unteres Foyer der Semperoper wird restauriert
In der Dresdner Semperoper wird das untere Rundfoyer restauriert. Innerhalb eines knappen Jahres soll es wieder das Erscheinungsbild wie bei der Eröffnung 1985 erhalten, teilte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) am Freitag mit. Dazu werden Malereien erneuert, Wand- und Deckenfassungen gereinigt und beschädigte Vergoldungen oder Goldgravuren restauriert. Die Marmorelemente erhalten nach Reinigung und Wachsen eine neue Politur.
Musik heute[3]

UNSERE RUBRIK JUBILÄEN JUNI 2017 NUN VOLLSTÄNDIG UND ONLINE!

IN MEMORIAM-GEBURTSTAGE: 27.6. Anna MOFFO: 85. Geburtstag

Anna Moffo wäre 85 geworden

ZU DEN JUBILÄEN[4]

NEU EINGELANGTE KRITIKEN

Wien/Konzerthaus – Mozart-Saal: JUAN DIEGO FLOREZ ALS  SCHIFF-FAHRTS-HIT (6.6.2017)

Zum Glück gibt es einen rührigen Fan-Club von Juan Diego Florez – unter der Leitung des umtriebigen ehemaligen Staatssekretär Hans Winkler. Da gibt es nach umjubelten Vorstellungen ein sog.“come together“ in der Garderobe. Juan Diego ist aber auch Party-Stargast und singt dort zur Gitarre. Und am 6.Juni war der Fan-Club Zeuge eines hinreißenden Spezial-Konzert, das von einem Reiseveranstalter unter dem Titel music and river“ organisiert wurde. Die Gäste flogen nach München, von dort  ging‘s mit Bussen nach Passau und dann weiter mit einem Luxus-Liner die Donau entlang bis zum Schwarzen Meer. Konzerte gab es in allen Donau- Metropolen (u.a. mit Edita Gruberova und Michael Schade) und in Wien bot der Reeder eben Juan Diego Florez auf…

Zum Bericht[5] von Peter Dusek

ATHEN/ Athens & Epidauros Festival Peiraios 260: TITANEN. Magie hinterm Bügelbrett

 

Zum Ballettbericht [6]von Ingo Starz/ Athen

STUTTGARTStuttgarter Ballett: „ROMEO UND JULIA“ 7.6.2017 –  Lichtblicke im Umbruch

Technisch überragender Einstand: Adhonay Soares Da Silva als Mercutio. Copyright: Carlos Quezada

Zum Bericht[7] von Udo Klebes

WIEN/ Festsaal Gatterburggasse: NORMA – konzertant am 7.6.2017

NORMA 014
Marena Balinova-Reichl. Ursula Szynkariuk

Zum Bericht[8] von Ursula Szynkariuk

Zum Bericht[9] von Maria und Johann Jahnas

Zum Bericht[10] von Peter Dusek

Wien/ Burgtheater: Wer wird Direktor?

Dieser Tage wird einer der wichtigsten Kulturjobs des Landes vergeben. Spätestens Ende Juni will Kulturminister Thomas Drozda bekanntgeben, wer ab 2019 das Burgtheater leiten wird. Am Freitag wurde bekannt, dass sich sechs Personen (fünf Männer, eine Frau, alle aus Österreich) für den Posten des kaufmännischen Direktors beworben haben. Burg-Direktorin Karin Bergmann, 63, kündigte im April an, dass sie sich nicht um eine Vertragsverlängerung über 2019 hinaus bewerben will. Von 21. April bis 21. Mai lief die Bewerbungsfrist für die künstlerische Leitung. Nur elf Bewerbungen sind eingelangt, darunter sieben Männer und vier Frauen. Neun Bewerber sind derzeit in Österreich tätig, zwei im Ausland.

Wer wird’s? Die „Wiener Zeitung“ stellt potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten vor…

Burgtheater-Direktor: Zampano im Bühnenolymp
Wer wird neuer Burgtheater-Direktor? Die „Wiener Zeitung“ stellt mögliche Kandidatinnen und Kandidaten vor.
Wiener Zeitung[11]

Ich beteilige mich an derartigen Spekulationen nicht. Da spielt zu viel Politik mit, die Netzwerke sind nicht zu durchschauen. Der zuständige Minister Dr. Drozda ist immer für Überraschungen gut – und für politisch motivierte Besetzungen. Martin Kusej? Der würde passen und wäre keine allzugroße Überraschung. Zum Glück haben sich die Parteifreunde des Ministers, Gerald Pichowetz (der wäre nach dem Mörbisch-Abgang jederzeit verfügbar) und Adi Hirschal nicht beworben. Aber für die Staatsoper hat sich auch Bogdan Roscic nicht offiziell aufgedrängt! 
Noch einige Male schlafen – dann wissen wir es!

Österreich: Europas Kulturhauptstadt 2024: Ausschreibung für heimische Städte
In fünf Jahren ist es soweit: 2024 richtet Österreich nach Graz 2003 und Linz 2009 wieder eine Europäische Kulturhauptstadt aus. In Wien trafen sich am Freitag die Vertreter von Bewerbern sowie Experten anlässlich der offiziellen Ausschreibung zur Tagung „Mehr Kultur durch mehr Europa“, die von Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) eröffnet wurde.
Salzburger Nachrichten[12]

Heute Life-Ball. Ring-Sperren am Nachmittag
In Wien findet heute der 24. Life Ball statt. Über die Eröffnung wurde vorab nur wenig verraten. Jüngste Details: Popmusikerin Alice Merton und Song-Contest-Teilnehmer Nathan Trent singen. Ab dem Nachmittag gibt es Ringsperren. Bei der diesjährigen …
http://wien.orf.at/news/stories/2848277/[13]

Ich wünsche dem Herrn Keszler für heute wirklich viel Erfolg (ich werde mir das Spektakel freilich weder vor Ort noch im Fernsehen anschauen), denn die kleinen Ratzerl, die nur für großes Geld gekommen sind und sich dann auch noch ob ihrer Toleranz und Hilfsbereitschaft feiern ließen, sind heuer nicht mehr dabei! Stars? Nathan Trent gehört dazu! Wirklich, Herr Keszler wird viel Glück – zu dem auch gutes Wetter gehört,- brauchen!

Theresa May, was haben Sie da nur angerichtet?

Vorweg, jede österreichische Partei wäre mit dem Ergebnis der Frau May glücklich. In Wien würde sie auch zur großen Siegerin erklärt werden, denn erinnern Sie sich an das Ergebnis des Bürgermeisters bei der letzten Gemeinderatswahl – und der Herr verkauft sich als strahlender Sieger. Denjenigen, der mir den Unterschied erklären kann, lade ich zu einem Essen beim „Karl-Wirt“ in die Pachmüllergasse in Meidling ein! „Karl Wirt“: Vorzügliche Hausmannkost, Mittagsmenü zwischen 6,50 und 8 Euro (Suppe, Hauptspeise, Nachspeise, 2 Menüs zur Auswahl).

Aber natürlich hat sich Frau May total verzockt. Das weiß sie selbst und wird Zeit ihres Lebens daran erinnert werden. In nächster Zukunft werden es Parteifreunde sein, die ihr das klarmachen!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article210852761/New-Yorker-Philharmoniker-sagen-Goodbye-Alan-Gilbert.html
  2. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/klassikint/5232161/Klassik_Rodolfo-Leone-siegt-beim-BeethovenWettbewerb
  3. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15866/unteres-rundfoyer-der-semperoper-wird-restauriert/
  4. ZU DEN JUBILÄEN: http://der-neue-merker.eu/category/jubilaeen
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-konzerthaus-mozart-saal-juan-diego-florez-als-schiff-fahrts-hit
  6. Zum Ballettbericht : http://der-neue-merker.eu/athen-athens-epidauros-festival-peiraios-260-titanen-magie-hinterm-buegelbrett
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/stuttgartstuttgarter-ballett-romeo-und-julia-lichtblicke-im-umbruch
  8. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-merker-kunstsalon-im-festsaal-gatterburggasse-norma-in-konzertanter-form
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-festsaal-gatterburggassemerker-kunstsalon-norma-konzertant
  10. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-merker-kunstsalon-norma-konzertant-und-trotzdem-oder-gerade-deswegen-mitreissend
  11. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/897330_Zampano-im-Buehnenolymp.html?em_view
  12. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/kulturhauptstadt-2024-ausschreibung-fuer-heimische-staedte-251367/
  13. http://wien.orf.at/news/stories/2848277/: http://wien.orf.at/news/stories/2848277/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/10-juni-2017


9. JUNI 2017

by ac | 9. Juni 2017 09:04

Heute in der Wiener Staatsoper: „Don Pasquale“ mit Danielle de Niese. Copyright: Chris Dunlop/Decca

Noch drei Mal – am 9., 14. und 16. Juni 2017 – kann Donizettis Don Pasquale in dieser Spielzeit im Haus am Ring erlebt werden. Anstelle des erkrankten Jinxu Xiahou verkörpert Antonino Siragusa den Ernesto, als Norina stellt sich Danielle de Niese dem Staatsopernpublikum vor.

Die aus Australien stammende Danielle de Niese singt heute regelmäßig an den wesentlichen internationalen Opern- und Konzertbühnen. Im Alter von 19 Jahren debütierte sie unter James Levine an der New Yorker Metropolitan Opera als Barbarina in Le nozze di Figaro. Wenig später folgten ihre Debüts an der Pariser Oper…

Michele Pertusi ist erneut in der Titelpartie zu erleben, Gabriel Bermúdez gibt als Malatesta sein Rollendebüt am Haus. Speranza Scappucci leitet zum ersten Mal Don Pasquale im Haus am Ring.

Alle drei Vorstellungen werden im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Sonntag (11.6.) „Don Carlo“ an der Wiener Staatsoper – Rollendebüt von KS Plácido Domingo als Posa

 

KS Plácido Domingo, der soeben sein 50jähriges Bühnenjubiläum an der Wiener Staatsoper feierte, gibt am Sonntag, 11. Juni 2017 in Verdis Don Carlo sein weltweites Rollendebüt als Posa. In der Wiederaufnahme der Produktion von Daniele Abbado sind weiters KS Ramón Vargas als Don Carlo, KS Krassimira Stoyanova als Elisabetta und KS Ferruccio Furlanetto als Philipp II. zu erleben. Elena Zhidkova verkörpert erstmals im Haus am Ring die Eboli, Hila Fahima singt erstmals die Stimme vom Himmel. Myung-Whun Chun leitet erstmalig Don Carlo an der Wiener Staatsoper.

Alle drei Vorstellungen werden im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen, die Aufführung am 21. Juni wird mit WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD gestreamt:

www.staatsoperlive.com[1]

Wien/ Staatsoper
„Don Carlo“ an der Staatsoper: Domingo feiert Rollendebüt
Aktuell wird Placido Domingo im Theatermuseum mit einer Ausstellung zu seinem 50-Jahr-Jubiläum auf den Brettern der Wiener Staatsoper geehrt – und der 76-Jährige legt munter nach: Am Sonntag ist der Spanier in der Staatsoper in der Wiederaufnahme von Daniele Abbados Inszenierung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“ zu sehen – mit seinem Rollendebüt in der Bariton-Partie des Marquis de Posa.
Salzburger Nachrichten[2]

Viele haben nicht daran geglaubt, dass Placido Domingo den Posa singen wird – nun scheint es dennoch Wirklichkeit zu werden. Der Ehrgeiz dieses Mannes ist riesig, was er sich vorgenommen hat, führt er durch.

Keine Frage, Domingo als Posa in Wien, das wird wieder für Diskussionsstoff sorgen. Mich freut es, denn im Moment ist für die Berichterstatter keine gute Zeit. Entweder ist wirklich nicht viel los, worüber es zu schreiben lohnt – oder das Interesse nimmt ständig ab. Ich beobachte, dass einige Zeitungen, die für unsere Presseschau durchaus ergiebige Infos abgegeben haben, in verstärktem Maße auf Meldungen der APA zurückgreifen – und da gibt dann ein einziger Berichterstatter in mehreren Medien den Ton vor.

Wir vom Online-Merker sind gerade dabei, das Interesse mittels der Google-Statistik täglich zu überprüfen und Maßnahmen zu setzen!

Berlin/ Staatsoper: Bald ist es soweit

Blick in die Staatsoper Berlin nach dem Umbau. Copyright: DPA

Frederik Hanssen schreibt im „Tagesspiegel“: Nur noch vier Monate! Wer dieser Tage Unter den Linden entlangflaniert, beginnt tatsächlich daran zu glauben, dass es mit dem Symboldatum des 3. Oktober für die Wiedereröffnung der Berliner Staatsoper[3] klappen könnte. Vor der jetzt altrosa getünchten Schaufassade mit dem klassizistischen Säulenportal ist endlich der hässliche, dunkle Fußgängertunnel abgebaut worden, ein allerletzter Kran dreht sich über dem Musentempel, haushohe Gerüste gibt es nur noch hinten beim Bühnenturm und auf der Rückseite des Gebäudes…

Ist auch in Berlin wichtig, dass alles so bleibt, wie es immer war? Ich dachte, dass sei eine Wiener Spezialität. Frederik Hannsen sieht das so: ...Drangvoll wird die Enge auch in den Stiegenhäusern sein, stickig die Luft in den Rangfoyers, deren Deckenhöhe kaum jene von klassischen Plattenbauten übersteigt. Von einem Drittel der Plätze aus werden die Besucher wie einst nur eine eingeschränkte Sicht auf die Bühne haben. Und wer Lust auf einen Pausensekt verspürt, kann sich den ja in der „Konditorei“ holen, unten im fensterlosen Kellergeschoss. Ich kann es kaum erwarten.

Bald ist es soweit!
Vorfreude auf irres Gedrängel und Sekt aus der Konditorei: Unser Klassikredakteur Frederik Hanssen umrundet die fast vollendete Staatsoper Unter den Linden.
Tagesspiegel[4]

Wien modern. Das Programm für die 30. Ausgabe steht fest!

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1988 wurde Wien Modern von Claudio Abbado gegründet, 2016 setzte das Festival für vielfältige neue Musik mit 26.644 BesucherInnen und mehr als verdreifachten Karteneinnahmen eine vorläufige Bestmarke. Die 30. Ausgabe im November 2017 rückt unter dem Titel „Bilder im Kopf“ die Kraft der Imagination in den Mittelpunkt.

Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

Internationale Barocktage Stift Melk legen Bilanz

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Auch darüber erfahren Sie mehr in den „Infos des Tages“

Olga Peretyatko:“Man muss in seine Rolle verliebt sein“
Auf ihrem am 9. Juni erscheinenden Album „Russian Light“ widmet sich die Sopranistin Olga Peretyatko dem russischen Repertoire – mit teils selten zu hörenden Arien und Orchesterliedern. Warum jetzt der richtige Moment für dieses Repertoire ist, und was es mit dem „russischen Rossini“ auf sich hat – das verrät sie im Interview mit BR-Klassik[5]

Wien/ Burgtheater: Auch Karin Beier sagt für die Intendanz ab

– Das Favoritenfeld für die Direktion des Burgtheaters wird kleiner. Unter den in den vergangenen Tagen genannten Anwärtern auf die Nachfolge von Karin Bergmann fand sich auch Karin Beier, Leiterin des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Beier hat nun via Aussendung jedoch abgewunken. Sie bekenne sich zu Hamburg. Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) will seine Entscheidung noch im Juni bekanntgeben. – derstandard.at/2000058974067/Burgtheater-Direktion-Karin-Beier-winkt-ab[6]

Wien: Der Life-Ball wird neu gestaltet, aber Promis sind heuer etwas rar gesät und Sponsoren machen sich rar!

 

Copyright: Life Ball/ Inge Prader und Markus M…

Morgen ist es soweit. Der ORF steht natürlich bereits Kopf und hämmert ein, was immer möglich ist, aber dass sich die Zahl der Prominenten diesmal in Grenzen hält, kann selbst er nicht wegreden. Vor allem weil das Kristallimperium Swarovksi als wesentlicher Sponsor (etwa des mit 100.000 Euro dotierten „Crystal of Hope“-Awards) abgesprungen ist, lassen sich nun echte internationale „Hochkaräter“ wie Bill Clinton (70) oder Catherine Deneuve (73) offenbar schwerer anlocken.

Wien/ Life Ball: Gery Keszler bringt alte Bekannte
Weniger Stars, weniger Sponsoren
https://kurier.at/stars/life-ball-gery-keszler-bringt-alte-bekannte/268.694.350[7]

Dass Bill Clinton keinen Schritt aus Nächstenliebe macht, ist ja allgemein bekannt. Dass die Deneuve es auch tut, wundert mich eher auch nicht. So sind sie halt, diese „guten und hilfsbereiten Menschen“. „Ohne Geld ka Musi“ – das wird auch Gery Keszler langsam merken. Sein Grundgedanke, weniger auf Event und verstärkt auf die Kernanliegen zu setzen, ist lobenswert. Das TV setzt aber auf den Event-Charakter.

Ich wünsche für Samstag zumindest gutes Wetter, das brauchen die Veranstalter sicher nötiger als den ehemaligen US-Präsidenten!

Filme der Woche

FilmPoster   Die Mumie Cruise~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[8]

Hollywood, die Dollar-Zeichen im Auge, macht nun aus seiner Ideenlosigkeit ein Konzept. Wann hat man zuletzt einen originalen, originellen und am Ende noch wirklich guten Film gesehen? Man müsste lange nachdenken… Aber die Remakes alter Erfolge sind ja wirklich einfacher. Und wenn der Disney-Konzern mit den Marvel Comic-Helden offenbar ein Vermögen macht, warum soll Universal das mit den hauseigenen Klassikern nicht tun?

Dort besitzt man immerhin „Die Mumie“, „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“, „Frankenstein“, „Dracula“ und „Invisible Man“, da lässt sich schon noch einiges herausholen. Und genau das findet unter dem Motto „Dark Universe“ nun statt, ist als lange Reihe angekündigt, man jongliert mit Starnamen – und jetzt der Paukenschlag mit der guten, alten „Mumie“. Die wurde durchaus verjüngt (nicht nur, weil Tom Cruise aussieht, als wäre die Zeit stehen geblieben – sprich: gut gearbeitet, wer immer an dem Gesicht dran war, und seien es nur die Maskenbildner) und neu aufgeputzt mit allerlei „Ideen“, spricht: die Mumie ist erstmals eine Dame, Dr. Jekyll (!) wuchtet sich ins Geschehen, Zombies und andere schaurige Gestalten schleichen herum – ja, und so viel achselzuckenden Blödsinn und schrägen Humor angesichts der ganzen Dummheiten gab’s noch nie. Und das ist ganz angenehm…

Österreich: Waltraut Haas feiert heute  90. Geburtstag
Publikumsliebling Waltraut Haas wird am Freitag 90 Jahre alt. Obwohl sie mehr als 70 Filme gedreht hat und nach wie vor in Weißenkirchen (Bezirk Krems) auf der Bühne steht, wird sie stets mit ihrer Rolle als „Mariandl“ verbunden.
http://noe.orf.at/news/stories/2848066/[9]

Großbritannien: Theresa May hat die Wahl verloren, James Corbyn hat sie aber deswegen auch nicht gewonnen!

Bei dieser Wahl gibt es nur Verlierer! Sogar mathematisch ist das ein Kunststück!

Wien: Helmut Sachers Kaffee hat Insolvenz angemeldet
Die traditionsreiche Kaffeerösterei Helmut Sachers ist zahlungsunfähig. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung läuft.
Die Presse[10]

Darf ein Herr Sachers die von ihm erzeugte Torte „Sachertorte“ nennen? Diese Frage beschäftige die Gerichte durch mehrere Instanzen. Soweit ich mich erinnern kann, durfte die Kalorienbombe dann „Sacher’s Torte“ genannt werden!

Der Herr Sachers hat seine Firma aber nun an eine Firmengruppe verkauft, die das Unternehmen in die Insolvenz geführt hat. Sacher Torte oder Sacher’s Torte – das ist in Zukunft wohl nicht mehr die Frage.

Einen schönen Tag wünscht

A.C

 

 

  1. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com
  2. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/don-carlo-an-der-staatsoper-domingo-feiert-rollendebuet-251162/
  3. Wiedereröffnung der Berliner Staatsoper: http://www.tagesspiegel.de/berlin/wiedereroeffnung-der-staatsoper-im-oktober-gehts-los-in-etappen/19709864.html
  4. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/staatsoper-berlin-bald-ist-es-soweit/19904292.html
  5. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/olga-peretyatko-interview-cd-russian-light-100.html
  6. derstandard.at/2000058974067/Burgtheater-Direktion-Karin-Beier-winkt-ab: http://derstandard.at/2000058974067/Burgtheater-Direktion-Karin-Beier-winkt-ab
  7. https://kurier.at/stars/life-ball-gery-keszler-bringt-alte-bekannte/268.694.350: https://kurier.at/stars/life-ball-gery-keszler-bringt-alte-bekannte/268.694.350
  8. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  9. http://noe.orf.at/news/stories/2848066/: http://noe.orf.at/news/stories/2848066/
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5225636/Helmut-Sachers-Kaffee-hat-Insolvenz-angemeldet

Source URL: http://der-neue-merker.eu/9-juni-2017


8. JUNI 2017

by ac | 8. Juni 2017 09:10

 

Zweite Chance: Erneuter Online-Sofortkauf ab 11. Juni, 14:00 Uhr
    
Mitte Februar ging ein Karten-kontingent für alle Vorstellungen der Saison 2017 in den Online-Sofortkauf. Die Möglichkeit, ohne die üblichen Wartezeiten an die begehrten und oftmals langjährig ausverkauften Tickets zu kommen, sorgte für einen Ansturm im Netz.
Nun gibt es eine zweite Chance: Wie angekündigt wird am 11. Juni 2017, ab 14 Uhr (UTC+2), ein Rest-Kontingent aus nicht bezahlten und aus triftigen Gründen zurückgegebenen Karten freigeschaltet. Für kurzentschlossene Wagner- und Festspiel-Begeisterte gibt es zum letzten Mal Karten für die meisten der 30 Aufführungen der Bayreuther-Festspiele.

Zum Ticket-Sofortkauf[1]

Wiener Staatsoper: RIGOLETTO

Yosep Kang, Aida Garifullina. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zumindest auf dem Programmzettel, denn so viele Rollendebuts an der Wiener Staatsoper sind selten gleichzeitig an einem Abend. Sieben Sänger und der Dirigent waren erstmals in diesen Rollen zu hören, ein Sänger überhaupt erstmals in Wien. Es liegt auf der Hand, dass nicht alle dieser Debuts gleich erfolgreich waren.

Um mit dem Positivsten zu beginnen, ist jedenfalls die Gilda der Aida Garifullina zu nennen. Vor der großen Arie agierte sie stimmlich zwar noch etwas vorsichtig, vielleicht auch etwas verunsichert durch den obskuren Auftritt im herabschwebenden Vogelkäfig, aber im Caro nome, das vorzüglich mit blitzsauberen, klaren Koloraturen und perfekten Piani gelang, war der Knoten geplatzt und im Tutte le feste und in der Sterbeszene ließ sie keinerlei Wünsche mehr offen. Nicht so überzeugend war der Herzog des Yosep Kang. Für die Gestaltung einer Partie ist es zwar notwendig, aber nicht hinreichend, Text und Noten sicher zu beherrschen. Auf dieser Basis kann dann die Phrasierung, die dynamische Schattierungen und all die notwendigen Details erarbeitet werden. Sich nur hinzustellen und die „Schlager“ mit Vollgas und effekthaschenden Höhen zu präsentieren, ist etwas wenig. So manche Legatophrase im Piano würden den Herzog wohl verführerischer machen. Dass Roberto Frontali erstmals in Wien den Rigoletto singt, ist eher überraschend, ist er am Haus doch vor 25 Jahren zum ersten Mal aufgetreten. In dieser Zeit brachte er es aber nur auf knapp über 30 Abende. Die Stimme ist naturgemäß nicht mehr die frischeste, aber er gestaltet die Partie stimmlich sehr differenziert und so nimmt man ihm den verzweifelten Vater und wütenden Untertan jederzeit ab…

Zum Bericht[2] von Wolfgang Habermann

Wiener Staatsoper: Götterdämmerung vom 5.6.

Nun ist aus die Rezension von Dr. Klaus Billand online!

Auch die Rheintöchter waren mit Weltklasse besetzt: Ileana Tonca, Stephanie Houtzeel und Zoryana Kushpler versuchen „Siegfried“ Stefan Vinke zu becircen. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Zum Bericht[3] von Klaus Billand

Greek National Opera, Athen: Der Gummisarg von Argyris Kounadis. Premiere am 4. Juni 2017

 Totgeglaubte leben länger

Copyright: Vassilis Makris

 Mit Kompositionen für das Musiktheater hat man es als Komponist schwer in Griechenland. Es ist darum kaum verwunderlich, dass viele Künstler ihr Glück im Ausland suchten und suchen. Der in Konstantinopel geborene Komponist Argyris Kounadis (1924-2011) hat die längste und fruchtbarste Zeit seines Lebens in Freiburg i. Br. verbracht, wo er bei Wolfgang Fortner studierte, viele Jahre an der Musikhochschule lehrte und das Ensemble für Neue Musik gründete. Im Zentrum seines Schaffens stand die Gattung Oper, welche er um Werke voll absurder Ironie bereicherte. Allein die Titel seiner Musiktheaterarbeiten verweisen auf diesen Wesenszug – etwa „Der Gummisarg“ (1968) oder „Die verhexten Notenständer“ (1971)…

Zum Bericht[5] unserer Korrespondenten in Athen, Ingo Starz

Kongress „Hitler.Macht.Oper“: Die Oper als Lehrmeister der Nazis
Aufführungen im Nürnberger Opernhaus dienten in der Zeit des Nationalsozialismus der staatlichen Propaganda. Wie sich Kunst und Politik gegenseitig beeinflussten – und was Hitler in der Oper alles lernte, hat nun die Tagung „Hitler.Macht.Oper“ beleuchtet.

Ein Auszug aus BR-Klassik:

Richard Wagners „Meistersinger“ waren ein fester Bestandteil der in Nürnberg stattfindenden Reichsparteitage. Seit 1933 begannen die Propagandaspektakel der Nationalsozialisten jeweils mit einer Aufführung der „Meistersinger“ im Nürnberger Stadttheater, dem heutigen Staatstheater – mit Adolf Hitler in der Ehrenloge. Doch war das nicht einfach ein Zugeständnis des Theaters an den glühenden Wagnerianer Hitler. Diese Oper, die bereits von Wagner als Nationaloper gedacht war, wurde von den Nationalsozialsozialisten für ihre Zwecke vereinnahmt.

Und das ausgerechnet obwohl „Die Meistersinger von Nürnberg“ Wagners einzige komische Oper ist, so der Historiker Daniel Reupke, Mitarbeiter beim DFG-Forschungsprojekt in Thurnau über Propaganda und Musiktheater in Nürnberg. Das Bild des Mittelalters und der mittelalterlichen Stadtgemeinschaft bilde eine Art „künstlerische Folie, auf der sich nationalsozialistische Ideologie gerne tummelt.“ Auch bestimmte musikalische Aspekte ließen sich dankbar vereinnahmen, etwa der „Wach auf-Chor“ – „Denken Sie an Dietrich Eckarts ‚Deutschland erwache!'“, weist Reupke hin…

BR-Klassik[6]

Berlin: Melismatisch: Aribert Reimanns „Medea“ an der Komischen Oper
Bald Halbzeit für Medea! Dritte Aufführung von Aribert Reimanns Belcanto-Horror-Klopper an der Komischen Oper, vier Gelegenheiten gibt’s noch bis zu den Sommerferien.
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/07/melismatisch-aribert-reimanns-medea[7]

Auf den 80er von Claus Peymann müssen wir unbedingt zurückkommen

Claus Peymann wird 80: „Er nennt es Leidenschaft“
Sueddeutsche Zeitung[8]
Dem Großfürsten zum Jubiläum
Ein Brief von Thomas Bernhard zum 80. Geburtstag von Claus Peymann.
Frankfurter Rundschau[9]
80. Geburtstag Glückwunsch, Peymann!
Seltsames hat sich zugetragen: Unmittelbar vor seinem heutigen 80. Geburtstag ist ein Schreiben von Thomas Bernhard an Claus Peymann aufgetaucht, das dieser Zeitung exklusiv vorliegt. Bernhard ist zwar offiziell bereits 1989 verstorben, doch Peymann hat immer wieder den Verdacht geäußert, der österreichische Schriftsteller sei gar nicht tot, sondern habe sich lediglich versteckt. Er hat offenbar vollkommen recht, wie dieser Brief beweist, den wir hier ungekürzt abdrucken:
Berliner Zeitung[10]

Gestern im Merker-Kunstsalon: Eine „Norma“ der Sonderklasse

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Backstage: Marena Balinova-Reichl nach der Vorstellung. Foto: Esther Hatzi

Das war sicher eines der besten Konzerte im „Merker-Kunstsalon“. Die beiden weiblichen Hauptrollen – ursprünglich mit Iano Tamar und Chariklia Mavropoulou besetzt,  mussten umbesetzt werden – und der Organisatorin gelang mit dem Engagement von Marena Balinova-Reichl (Norma) und Anna Ryan (Adalgisa), die auch bereits die „Norma“ gesungen, die Adalgisa aber in kürzester Zeit einstudiert hat (eine großartige Leistung), ein ganz großer Wurf. Übrigens hat Bellini die Adalgisa eigentlich für einen Lyrischen Sopran komponiert, die Rolle wird heute aber meist mit einem Mezzo besetzt. Die beiden Soprane sorgten im Duett für eine sensationelle Klangfärbung, das Publikum hielt den Atem an!

Der Pollione, Daniel Magdal, kam eigens aus Berlin angeflogen, Dan Paul Dumitrescu (Wiener Staatsopern-Bass) sang den Oroveso, Yuko Mitani vervollständigte das umjubelte Ensemble als Klothilde.

FILME DER WOCHE

FilmPoster   The Dinner~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[11]

Wenn zwei Ehepaare in einem widerlich angeberischen Luxuslokal essen, wo der näselnde Oberkellner die albernen Speisen bis zum letzten Krümel anpreist und behauptet, beim Käse im Zweifelsfall die Namen der dazugehörigen Kühe zu kennen… und wenn dann irgendwann auch noch klar wird, dass es bei diesem Treffen zweier Brüder und ihrer Frauen um die Kinder gehen soll, ja, dann denkt man sofort: Yamina Reza! Gott des Gemetzels! Prima Unterhaltung!

Mitnichten. Im Luxuslokal ist man nur selten (was nichts macht) und nie ungestört, denn vor allem Stan Lohman, der Politiker, wird dauernd von seiner im Vorraum telefonierenden Sekretärin beansprucht. Morgen will er einen Gesetzesentwurf einbringen – ja, und als Gouverneur möchte er demnächst auch kandidieren. Man weiß, wie das Leben dieser Leute im Hamsterrad des Politwahnsinns verläuft…

Aber man ist auch deshalb selten im Luxuslokal, weil man sich in einer Romanverfilmung befindet, und da spielen Rückblenden eine große Rolle. „Het diner“ des niederländischen Autors Herman Koch, 2009 erschienen, hieß bei uns „Angerichtet“ und war sehr erfolgreich, auch weil man die Schlüsselgeschichte eines erfolgreichen holländischen Politikers dahinter vermutete.

Regisseur Oren Moverman hat die Geschichte einer zutiefst dysfunktionalen Familie in einer dysfunktionalen Gesellschaft erfolgreich und glaubhaft in die USA verlegt, es ist ihm nur eines nicht gelungen: Aus dem Puzzle der Einzelszenen, die bunt durcheinander gewürfelt sind, ein einheitliches, fesselndes Ganzes zu machen. Es bleibt eine inhaltliche Schnitzeljagd, die mühsamer ist, als man sie sich gerne antut…

Politik: Theresa May hat digital die Nase vorn

Bei den Wahlen in Grossbritannien geht es jetzt um jede einzelne Stimme. Vor allem auch um die Mobilisierung der jungen Wählerinnen und Wähler, die sich primär im Internet informieren. Die grösste digitale Wahl-Analyse aus der Schweiz hat die Kandidaten Theresa May und Jeremy Corbyn während dem letzten Monat im Wahlkampf im Britischen Online-Universum genau analysiert. Gemessen wurde, wie häufig die beiden wichtigsten Kandidaten auf sämtlichen digitalen Kanälen durch die UK-Nutzer effektiv gesucht „nachgefragt“ wurden.

Die Resultate illustrieren, wie stark Theresa May im Internet auf sämtlichen englischen Suchmaschinen und Sozialen Medien gesucht wird. Offenbar erkundigen sich noch viele unentschlossene Briten und Britinnen in letzter Minute via Internet nach Theresa Mays Profil. Die neutral gemessenen Daten von der Schweizer Find-Maschine (find.argyou.com) zeigen: Theresa May liegt im letzten Monat mit durchschnittlich 67‘903 aktiven Suchnachfragen auf sämtlichen Digital-Kanälen, mehr als das doppelt so häufig nachgefragt vor ihrem Konkurrenten, Jeremy Corbyn (28‘731), von der Labour Party. Das Internet Mess-System hatte bereits im September 2016, die Wahl von Donald Trump in den USA richtig vorhergesagt.

Warten wir ab. Die Wahllokale schließen um 23 h unserer Zeit, die Ergbnisse sind morgen früh zu erwarten

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Zum Ticket-Sofortkauf: http://newsletter.bayreuther-festspiele.de/mailster/8092/48bfa44a92a612d6b398d3b99782aa53/aHR0cDovL3RpY2tldHNob3AuYmF5cmV1dGhlci1mZXN0c3BpZWxlLmRlL2Rl
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-rigoletto-es-blitzten-die-sterne
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-goetterdaemmerung-ring-zyklus-2
  4. http://www.roh.org.uk/otello: http://www.roh.org.uk/otello
  5. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/athen-greek-national-opera-der-gummisarg-von-argyris-kounadis-totgeglaubte-leben-laenger-griechische-erstauffuehrung
  6. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/hitler-macht-oper-symposium-staatstheater-nuernberg-100.html
  7. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/07/melismatisch-aribert-reimanns-medea: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/07/melismatisch-aribert-reimanns-medea
  8. Sueddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/claus-peymann-wird-er-nennt-es-leidenschaft-1.3535299
  9. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/theater/claus-peymann-dem-grossfuersten-zum-jubilaeum-a-1291715
  10. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/theater/80--geburtstag-glueckwunsch--peymann--27749542
  11. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/8-juni-2017


7. JUNI 2017

by ac | 7. Juni 2017 08:51

Heute ist „Schließtag“ in der Wiener Staatsoper

Wenn sich die Schließtage und auch die Solistenkonzerte häufen, dann steht eine Premiere vor der Türe. „Pelleas et Melisande“ ist noch dazu keine unwichtige Premiere. Nur die Jüngsten unter uns werden in Wien noch einmal eine Neuinszenierung dieses Werks erleben.

Dementsprechend vorsichtig ging unser Operndirektor bei der Wahl des Regisseurs vor. Bei Marco Arturo Marelli wird es sicher keinen Theaterskandal geben, gleichzeitig wäre eine international beachtete Sensation auch eine Überraschung.

Der Regisseur Marco Arturo Marelli. Cppyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

In einer Neuinszenierung von Marco Arturo Marelli, der auch für das Bühnenbild und Lichtdesign verantwortlich zeichnet, feiert Pelléas et Mélisande am 18. Juni 2017 Premiere im Haus am Ring.

Unter der musikalischen Leitung von Alain Altinoglu, der das Werk erstmals an der Wiener Staatsoper dirigiert, gibt Olga Bezsmertna als Mélisande ihr Rollendebüt, Adrian Eröd gibt sein Wiener Rollendebüt als Pelléas und Simon Keenlyside ist erstmals in Wien als Golaud zu erleben.
Bernarda Fink gibt als Geneviève ihr Hausdebüt, weiters verkörpern erstmals an der Wiener Staatsoper Franz-Josef Selig den Arkel, Maria Nazarova den Kleinen Yniold und Marcus Pelz den Arzt.

Wiener Staatsoper: GÖTTERDÄMMERUNG – diesmal dirigierte Peter Schneider schneller als „Kna“

Peter Schneider unterbot die von der Staatsoper prognostizierte Spieldauer um 7 Minuten, gegenüber den „Langsam-Rekordler“ Hans Knappertsbusch war er 4 Minuten schneller!

Eine Randbemerkung meinerseits wegen einer unrichtig angegeben Spieldauer des „Siegfried“ (oder war es „Die Walküre“? Die Staatsoper hat übrigens auf meinen Hinweis reagiert und die Sache plausibel aufgeklärt) hat zwischen den Heft-Merkern und mir zu Irritationen geführt. Dabei sollte die Spieldauer wirklich kein Problem darstellen, wenn eine „Götterdämmerung“ – wie am Pfingstmontag – um 16 h beginnt. Wie oft bin ich aber in letzter Zeit jemand auf die Zehen getreten (es sind immer andere Zehen, die sich durch mich getreten fühlen), aber das ist eigentlich das Wesen einer Kolumne. Wenn ich nirgendwo anecke, mache ich etwas falsch und sollte mir die Arbeit sparen. Meine Anmerkung hat offenbar dazu geführt, dass mehrere Besucher (auch auf Stream) diesmal zur Stoppuhr gegriffen haben, was bei einer Wagner-Opern auch wiederum nicht so ganz richtig sein kann.

Nun, die Staatsoper hat diesmal übertrieben und „Götterdämmerung“ für das Buch der Rekorde vorgesehen. Tatsächlich kam es zu keinem Rekord, denn Peter Schneider war nach 4 Stunden und 36 Minuten fertig – und da fehlten auf den alten und nunmehr immer noch aktuellen Rekordhalter Hans Knappertsbuch ganze 4 Minuten. „Kna“ hat in Bayreuth 4 Stunden und 40 Minuten für dieses Ring-Finale gebraucht. Den Temporekord hält übrigens Horst Stein, der hatte es bei seinen 3 Stunden und 58 Minuten offenbar besonders eilig, was bei den Temperaturen im Bayreuther Festspielhaus nicht verwundert.

Ulrike Messer Krol liefert einen Bericht von dieser Götterdämmerung, die sich auch mit Hintergründen wie etwa Aussagen beim „Bühnentürl“ beschäftigt : Es war auch  noch nicht spät, denn das auf dem Programmaushang in den Foyers angegebene Ende  21h45 unterschritt Maestro Schneider diesmal um 7 Minuten, sein schon zu jedem Aktbeginn heftig beklatschter Einsatz  dauerte 4 Stunden 36 Minuten. Zu kurz für seine begeisterte Anhängerschar, die sich im Laufe der acht Abende ständig vergrößerte. Sie hätten noch Stunden  zuhören wollen, wie sie beim Ausgang beteuerten…

Zum Bericht[1] von Ulrike Messer Krol

Das ist doch ein versöhnliches Ende! Und jetzt hören wir auf mit dieser Minutenzählerei!

Wiener Staatsoper: RIGOLETTO-Bericht ist online gestellt

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Roberto Frontali, Aida Garifullina. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn.

Zum Bericht [2]von Wolfgang Habermann

Meeses „Mondparsifal“ bei den Wiener Festwochen: Durchlüftung von Wagners Kult-Oper

Nach der Schockstarre mit wirklich nicht guten Kritiken trotz Jubel des Premierenpublikums wird nun regulierend eingegriffen und der Mond-Parsifal des Jonathan Meese zur Erfolgsgeschichte gemacht. Soll sein, wenn es dem Publikum gefällt, soll man nicht gegen Windmühlen ankämpfen:

Natürlich ist Meeses Mutti auch in Wien mit von der Partie. Ohne die gehe ja grundsätzlich gar nix, sagt der Künstler in praktisch jedem Interview. Diesmal ist die Mama als eierkopf-förmiges Riesenfoto auf der rechten Bühnenseite zu sehen. Darunter steht „Siehste“. Und tatsächlich ist das ein passendes Motto für den gesamten, vierstündigen Abend.
BR-Klassik
[3]Meese und die Eislutscher der Erkenntnis
Auf der Erde ist nichts mehr zu retten. Deshalb müssen auch die Helden der Kultur hinaus ins All katapultiert werden, auf dass sie Ballast und Mief der Tradition loswerden. Für Wien hat Jonathan Meese den „Parsifal“ in den Orbit geschossen und ein Ideenfeuerwerk zur Weltrettung gezündet. Publikum und Kritik feierten diesen mutigen Versuch, der auch mit dem Bayreuth-Trauma des Künstlers zu tun hat. Am Ende saugten viele zufrieden an den Eislutschern der Erkenntnis, die nur eines der vielen Klimbims dieser Uraufführung waren.
http://orf.at/festwochen17/stories/2394372/[4]

Wien: Vereinigte Bühnen Wien entscheiden im Herbst über neue Intendanz
Die Ausschreibungsfrist für den Musicalbereich bzw. fürs Theater an der Wien und die Kammeroper ist vergangene Woche abgelaufen –
Der Standard[5]

Insgesamt gingen 50 Bewerbungen ein, Namen werden aus verständlichen Gründen nicht genannt. Eine Jury soll nun einen Vorschlag ausarbeiten, die letzte Entscheidung treffen aber doch die Eigentümervertreter, darunter die bekannte Kunst- und Kulturexpertin sowie bekannte Party-Queen  Renate Brauner, die die Finanzen der Stadt Wien seit vielen Jahren souverän verwaltet. Hoffentlich ist man nicht zum „Nachjustieren“ wie im Burgenland gezwungen.

Ich gehe davon aus, dass die Eigentümervertreter schon ziemlich genau wissen, wen ihnen die Jury empfehlen wird. Bei Ausschreibungen kenne ich mich etwas aus, die werden meist auf die gewünschte Person oder Firma zugeschnitten. Wenn also der Wunschkandidat in einer Wiener Volkshochschule einen Chinesisch-Kurs absolviert hat, nimmt man ganz einfach in die Ausschreibung auf, dass Grundkenntnisse der chinesischen Sprache Voraussetzung für die Intendanz sind! Bitte das nur als Bespiel zu sehen, tatsächlich kenne ich die Ausschreibung natürlich nicht

Frankfurter Bühnensanierung wird teuer
Ein Neubau der maroden Städtischen Bühnen in Frankfurt könnte einem Gutachten zufolge bis zu 889 Millionen Euro teuer werden
http://www.musik-heute.de/15840/frankfurter-buehnensanierung-wird-teuer/[6]

Im Grunde genommen ist es egal, denn Geld muss fließen. Danke, liebe Banken, dass ihr mich von meinem Krämerdenken, nachdem Sparen eine Tugend ist, befreit habt. Wichtig – und das ist von mir wirklich ernst gemeint –  ist, dass das investierte Geld in der Region gehalten wird! Aber das ist auch schon wieder einer meiner Ausflüge in die Krämermentalität!

Wien/ Burgtheater: Life Ball-Auftakt lieferte große Bandbreite an Emotionen
Der Auftakt für den Life Ball 2017 ist gemacht. Dienstagabend fand im Wiener Burgtheater zunächst das „Life+ Celebration Concert“ statt, das stets im Vorfeld des Aids-Charity-Events veranstaltet wird. Stars wie die Sopranistin und Grammy-Preisträgerin Sumi Jo aus Südkorea kamen dafür nach Wien. Der Reinerlös geht an nationale und internationale HIV/Aids-Hilfsprojekte.
Kleine Zeitung[7]

San Francisco – Review: A seductive “Don Giovanni’ on the prowl at SF Opera

Ildebrando D’Arcangelo (Don Giovanni) und Ana Maria Martinez (Donna Elvira) Copyright: Jose Carlos Fajardo/Bay Area News Group)
http://www.mercurynews.com/2017/06/05/review-a-seductive-don-giovanni[8]

Wien/ Burgtheater: Vorhangverbot/ Vor den Vorhang!
„Vorhangverbot“ erzählt die Geschichte des Burgtheaters.

Die Seilbahn zur Kaiserloge konnte man dem Kaiser gerade noch ausreden. Womit er eine zweite Örtlichkeit hatte, die er bei Bedarf zu Fuß aufsuchen musste. Und weshalb gab es eigentlich das Vorhang- und Applausverbot? Weil man in Anwesenheit des Kaisers niemand anderem applaudieren durfte. Und dann war der Kaiser tot – und das Applausverbot lebte immer noch…
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/896531_Vor-den-Vorhang.html?em_view[9]

Filme der Woche

FilmPoster  Kuss von Beatrice~1
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Die Altruistin und die Egoistin. Die in ihrer beruflichen Umwelt und ihrem privaten Umfeld stark verankerte „Gutmenschin“ und die vereinsamte, rücksichtslose Individualistin. Und – was macht eine alte Frau, wenn das Ende naht und sie ist ganz allein?

Dieser Film ähnelt prinzipiell vielen anderen, die die Franzosen derzeit drehen. Sie beginnen mit realistischen, glaubhaften, auch kritischen Voraussetzungen. Und lassen die Geschichte am Ende hoffnungslos im Kitsch ersaufen. So auch hier, wo Catherine Frot und Catherine Deneuve einander als harte Gegensätze gegenüberstehen, bevor sie sich am Ende gerührt in die Arme fallen. Weil Kino auch so viel mit Verlogenheit zu tun hat…

Dringender Veranstaltungstipp für heute: Unbedingt besuchen, das ist ein Muss!

 

Bei all den Schwierigkeiten um diese Produktion sollte es heute einen Besucheransturm geben. Die Staatsoper ist heute geschlossen, zwar nicht extra deswegen, aber immerhin!

Österreich: Beschimpfungen und Rempeleien unter Genossen im Bundeskanzleramt
Zwischen Mitarbeitern des Bundeskanzleramts und der SPÖ-Parteizentrale in der Löwelstraße gibt es seit Monaten schwelende Konflikte. Dieser eskalierte, es kam am Rande einer Sitzung zu Handgreiflichkeiten.
Die Presse[10]

Ich gebe zu, auch bei uns im Online-Merker gibt es ab und zu Differenzen, bei denen der Lärmpegel geringfügig steigt. Aber am „Watschenbaum“ wurde noch nie gerüttelt.

Vor der Wahl liegen die Nerven blank. Es geht um jene Existenzen, die sich auf Gedeih und Verderb einer politischen Partei ausgeliefert haben.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-goetterdaemmerung-end-stimmungsbericht-vor-der-oper-in-der-oper-nach-der-oper
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-rigoletto-es-blitzten-die-sterne
  3. BR-Klassik
    : https://www.br-klassik.de/themen/oper/jonathan-meese-wagner-parsifal-wiener-festwochen-mondparsifal-bernhard-lang-100.html
  4. http://orf.at/festwochen17/stories/2394372/: http://orf.at/festwochen17/stories/2394372/
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000058795740/Vereinigte-Buehnen-Wien-entscheiden-im-Herbst-ueber-neue-Intendanz
  6. http://www.musik-heute.de/15840/frankfurter-buehnensanierung-wird-teuer/: http://www.musik-heute.de/15840/frankfurter-buehnensanierung-wird-teuer/
  7. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5230587/Life-BallAuftakt-lieferte-grosse-Bandbreite-an-Emotionen
  8. http://www.mercurynews.com/2017/06/05/review-a-seductive-don-giovanni: http://www.mercurynews.com/2017/06/05/review-a-seductive-don-giovanni
  9. http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/896531_Vor-den-Vorhang.html?em_view: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/896531_Vor-den-Vorhang.html?em_view
  10. Die Presse: http://diepresse.com/home/innenpolitik/5230258/Beschimpfungen-und-Rempeleien-unter-Genossen-im-Bundeskanzleramt

Source URL: http://der-neue-merker.eu/7-juni-2017


6. JUNI 2017

by ac | 6. Juni 2017 08:28

So werden Barrie Koskys „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Bayreuth sicher nicht aussehen

Dieser Tage beginnen in Bayreuth die Proben zu „Die Meistersinger von Nürnberg“. Premiere und gleichzeitig Festspieleröffnung ist am 25.7.

Philippe Jordan dirigiert, es singen u.a. Anne Schwanewilms, Wiebke Lehmkuhl; Michael Volle, Günther Groissböck, Johannes Martin Kränzle und Klaus-Florian Vogt.

Das Hauptinteresse konzentriert sich aber wohl auf den sich selbst als „Wagner-Hasser“ bezeichnenden Regisseur Barrie Kosky. Wie soll das bei dieser Einstellung funktionieren? Nun, Barrie Kosky hat die Kurve gekratzt – nicht sehr, aber doch – und sein Wagner-Bild etwas relativiert. Er mutierte vom Wagner-Hasser zum Wagner-Kritiker. Und flugs kann er in Bayreuth „Die Meistersinger“ inszenieren

Auszug aus einem Interview, das Kosky der „Berliner Morgenpost“ gab: …Kosky ist der Mann fürs Unerwartete. Es gibt wohl keine Musiktheater-Tradition, auf die er sich nicht mit rebellischer Geste stürzt. In Berlin will er außerdem die von den Nazis in die Vergessenheit getriebenen Operetten jüdischer Komponisten neu entdecken. In seinen Operninszenierungen spielt Kosky gern auch mit der eigenen jüdischen Identität. Das Thema treibt den bekennenden Wagner-Kritiker umso mehr um, seit er sich entschlossen hat, bei den Bayreuther Festspielen als Regisseur mit den „Meistersingern von Nürnberg“ zu debütieren…

Ja, ich habe immer gedacht, das Stück ist eine starke Metapher auf die deutsche Kultur, Geschichte und Identität, was mich als Nicht-Deutschen eigentlich nicht interessiert. Ich habe zu Katharina Wagner zunächst gesagt, dass ich Probleme mit dem Stück habe und Zeit brauche, um darüber nachzudenken. Sie stimmte mir zu, dass es ein schwieriges Stück sei, und hat mir sechs Monate für meine Entscheidung gegeben. Dann hat sich meine Meinung geändert, denn ich habe entdeckt, dass es kein Stück über die deutsche Kultur ist. Es handelt von Wagners Idee einer deutschen Identität und Kultur. Das ist aber etwas ganz anderes. Ich habe jetzt nicht mehr das Gefühl, dass ich die ganze Last der deutschen Identität auf meinen Schultern tragen muss. Nein, ich habe mich nur mit Wagners Fantasie auseinanderzusetzen…

Aber Adolf Hitler hat doch die „Meistersinger“ für seine Ansichten vereinnahmt. Dazu meint Kosky:

Absolut, aber dieser Missbrauch fand erst im 20. Jahrhundert statt. Ich war jedenfalls sehr erleichtert, als mir bewusst wurde, dass „Die Meistersinger“ vor allem ein Stück über Wagners Narzissmus ist. Wagner hielt sich nicht nur für das Zentrum der deutschen Kultur, sondern auch für ihren Motor, ihre Seele und ihr Heil… (Quelle: Berliner Morgenpost)

Und die erzkonservativen Wagnerianer? Die sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren!

Ein „verhinderter Bayreuther“ liefert den bisherigen  Tiefpunkt der Wiener Festwochen

Ich bleibe dabei, man darf die Wiener Festwochen nicht an der ersten Saison messen. Es ist wie beim Fußball: ein Aufsteiger hat es meist in der ersten Saison leicht, das dicke Ende folgt in der zweiten. Hinter der Programmierung steckt natürlich Kalkül. Politisches? Will Wien das Festwochenpublikum umerziehen? Das ist etwas mühsam, austauschen fällt da schon leichter. Jonathan Meeses „Parsifal“ Engagement kann man als Werbe-Gag bezeichnen. Ist der Gag gelungen?

Jonathan Meeses „Mond-Parsifal“. Copyright: Jan Bauer/ Wiener Festwochen

Die „Wiener Zeitung“ urteilt hart: Sternstunde des Stümpertums
Die Festwochen erreichen mit Parsifal einen neuen Tiefpunkt
Wiener Zeitung[1]

Wie sieht Dominik Troger von www.operinwien.at [2]die Produktion. In seiner unaufgeregten Art analysiert er:

Der „Mondparsifal Alpha 1-8 (Erzmutterz der Abwehrz)“ ist im Theater an der Wien gelandet. Künstler Jonathan Meese und Komponist Bernhard Lang haben eine riesige „Wagner-Trivialisierungs- und Paraphrasierungsmaschine“ in Gang gesetzt, die dem Publikum nach vier Stunden endlich die zentrale Botschaft übermittelt: „Erlösung von Erlösern“.

Aber wo beginnen? Vielleicht ist es zuerst hilfreich, die Elemente zu beschreiben, aus denen der Abend im Wesentlich besteht: das Orchester, das mit allerhand grafischen Elementen angereicherte Bühnenbild, die Sängerinnen und Sänger und ihre oft sehr speziellen Kostüme, der gesungene Text, ein rot markierter „Subtext“, der zusätzlich eingeblendet wird, lange Ausschnitte aus Fritz Langs „Nibelungenfilm“ – und zu den beiden Verwandlungsmusiken liefert Jonathan Meese, in der rechten Parterreproszeniumsloge sitzend, eine kleine künstlerische Performance ab, die mittels Projektion auf die Bühne übertragen wird…

Beim Premierenpublikum ist Meese nicht abgeblitzt, auf Wiens Premierenjubler ist Verlass:

...Der Applaus wurde mit ein paar Buhrufen angereichert, aber die fielen kaum ins Gewicht. Starker Jubel umbrandete die Beteiligten, unter die sich auch der Komponist und natürlich Jonathan Meese höchstpersönlich mischten – Meese mit den „berühmten“ weißen drei Ärmelstreifen dekoriert und offenbar ganz aus dem Häuschen. An diesem Abend hat sich ein Künstlertraum erfüllt – hätte Meese doch 2016 in Bayreuth für eine neue „Parsifal“-Inszenierung sorgen sollen und war dann wieder ausgeladen worden.

Zum Bericht[3] von Dominik Troger

Eine weitere Pressestimme:
„Mondparsifal“: Ideenkarneval im Raumschiff der Dekonstruktion

Premiere von Bernhard Langs Oper bei den Wiener Festwochen: Ausstatter, Regisseur und Ideenproduzent Jonathan Meese schuf einen subjektiven Kosmos, in dem seine popkulturellen Helden wie Zed der Opernkonvention frönen –
Der Standard[4]

Die Entwicklung der Wiener Festwochen wird zu beobachten sein. Ich weiß nicht, wie weit die Planung für 2018 fortgeschritten ist. Sind Korrekturen noch möglich? Oder ist man mit dem neuen Format wunschlos glücklich?

Salzburg: Bilanz und „Ariodante“

„Es ist immer wieder faszinierend wie es Cecilia Bartoli gelingt kraft ihres persönlichen Einsatzes, ihrer Phantasie und ihrer großen Musikalität das Publikum in ihren Bann zu ziehen“, resümierte Markus Hinterhäuser nach einem besonderen Pfingstwochenende.

Es waren die sechsten Pfingstfestspiele, die Cecilia Bartoli künstlerisch leitete. Unter dem Motto „Wonne der Wehmut“ wurden zwischen 2. und 5. Juni 2017 acht Veranstaltungen aufgeführt – darunter Konzerte, Oper, Ballett und ein Charity Lunch.

„Dass meine Ideen für die Pfingsttage auch dieses Jahr auf so großes Interesse stießen, rührt mich und ist mir sogleich Ansporn, in den nächsten Jahren noch interessantere Themen und Konstellationen mit Künstlerfreunden aus aller Welt zu kombinieren und aufführen zu dürfen. Das nächstjährige Füllhorn mit Musik von Rossini, Wagner, Tschaikowski, Grieg und anderen ist bereitet. Und eines kann ich schon jetzt versprechen, Isabella in Rossinis L‘Italiana in Algeri wird sich wieder ohne Bart auf die Suche nach ihrem verloren geglaubten Liebhaber machen…“, sagt Cecilia Bartoli, die Künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele Pfingsten.

Die Produktion hat ihre Presse hehabt, in unserer Presseschau finden Sie einige Nachzügler-Kritiken.

Wien/ Volksoper: „Durchwachsen und klischeelastig“ liest man aus den Kritiken heraus

Antonio und der Verschleißteufel

Klischeelastig: die Uraufführung von Christian Kolonovits’ „Die fünfte Jahreszeit“ an der Volksoper
Wiener Zeitung
[5]Vivaldi: Von wilden Virtuosen und dünnen Suppen
Der Standard[6]
Superstar Vivaldi rockt wieder in Wien

Kurier
[7]Bissige Kirchensatire um Vivaldi
Die Presse[8]

OPER FRANKFURT: Intendant Loebe verabschiedet Ensemblemitglied Brenda Rae

Bernd Loebe verabschiedet Brenda Rae. Copyright: Barbara Aumüller

Nach der gestrigen letzten Vorstellung der Serie von Strauss‘ Arabella hat Opernintendant Bernd Loebe im Beisein des Publikums die amerikanische Koloratursopranistin Brenda Rae aus dem Ensemble verabschiedet. Brenda Rae, die am 6. Mai 2017 ihr Rollendebüt als Zdenka in der Frankfurter Wiederaufnahme dieser Strauss-Oper in einer Inszenierung von Christof Loy gegeben hatte, war seit der Spielzeit 2008/09 Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt. Sie wird dem Haus am Willy-Brandt-Platz jedoch weiterhin verbunden bleiben und kehrt bereits in der kommenden Saison 2017/18 als Gilda in Verdis Rigoletto sowie als Amina in Bellinis La sonnambula zurück – dann allerdings als Gast.

Brenda Rae wird mit ihrer Familie (ein kleiner Sohn gehört dazu) künftig in den USA leben.

José Cura im Gespräch über seine Aktivitäten in Europa

José Cura. Foto: Zoe Cura

2017 ist ein höchst ereignisreiches Jahr für den argentinischen Tenor José Cura, standen doch zwei Rollendebuts, Uraufführungen seiner Kompositionen und die Veröffentlichung einer neuen CD am Programm.

Zum Interview [9]José Cura mit Renate Publig

Cardiff: Der Rosenkavalier an der Welsh National Opera in Cardiff
http://www.operatoday.com/content/2017/06/_the_new_produc.php[10]

Bob Dylan reichte Nobelpreis-Rede ein und kassiert 820 000 Euro

Bob Dylan verzichtet doch nicht aufs Geld. Bildquelle: APA (AFP)/BORIS HORVAT

Er hat sich bis zum letzten Tag der gesetzten Frist Zeit gelassen, nun hat Bob Dylan denn doch nicht auf die 820 000 Euro verzichtet und die Nobelpreisrede abgeliefert

   Stockholm/Washington/ APA. Kurz vor Ablauf der Frist hat Bob Dylan, Literaturnobelpreisträger 2016, seine Nobelvorlesung abgeliefert. Die Rede sei als Tonaufnahme eingetroffen, bestätigte die Schwedische Akademie am Montag. Die Frist wäre am Samstag abgelaufen. Ihre Einhaltung ist Voraussetzung dafür, um die mit dem Literaturnobelpreis dotierten acht Mio. Schwedischen Kronen – etwa
820.000 Euro – ausgezahlt zu bekommen.

Wien/ Konzerthaus
Gabalier-Klage: Morddrohung gegen Naske
Der Konzerthaus-Chef bekam eine anonyme Drohmail. Er hatte gesagt, er würde Andreas Gabalier nicht im Haus auftreten lassen.
Die Presse[11]

Bevor Sie nun glauben, das könnte bei Klassikfans nicht passieren, lassen Sie mich schreiben, dass einer recht kritischen Redakteurin in Zusammenhang mit einer Berichterstattung (ich glaube, die war über das Burgtheater) bereits die Verfolgung mit einem Jagdgewehr angedroht wurde.

Aber auch ich werde laufend bedroht, von militanten Fans nach „schlechten Kritiken“,  die ich nicht verfasst, sondern nur veröffentlicht habe. Da war schon einmal „Vierteilen“ dabei, eine Folterart, gegen die Erschießen ein geradezu humanitärer Akt ist. Auf die Idee, die Polizei einzuschalten, bin ich allerdings nie gekommen. Erstens weil ich solchen Humbug nicht ernstnehmen kann (wie und wo kann man mich vierteilen – das ist technisch nicht leicht durchführbar) und zweitens natürlich, weil bei meiner Wenigkeit die Öffentlichkeitswirkung gleich null wäre.

Herr Naske setzt auf Öffentlichkeitswirkung und braucht diese anscheinend, deshalb rennt er zur Polizei und zur Presse.

Verrückte gibt es in jedem Genre. Je mehr öffentliche Aufmerksamkeit man denen bietet, desto wichtiger kommen sie sich vor! Und desto öfter werden sie sich in Szene setzen.

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/896312_Sternstunde-des-Stuempertums.html?em_view
  2. www.operinwien.at : http://www.operinwien.at
  3. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/lang/amondp.htm
  4. Der Standard: http://derstandard.at/2000058763998/Mondparsifal-Ideenkarneval-in-Raumschiff-der-Dekonstruktion
  5. Wiener Zeitung
    : http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/896311_Antonio-und-der-Verschleissteufel.html?em_view
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000058758731/Vivaldi-Von-wilden-Virtuosen-und-duennen-Suppen
  7. Kurier
    : https://kurier.at/kultur/volksoper-superstar-vivaldi-rockt-wieder-wien/268.078.313

  8. Die Presse: https://kurier.at/kultur/volksoper-superstar-vivaldi-rockt-wieder-wien/268.078.313
  9. Zum Interview : http://der-neue-merker.eu/jose-cura-alles-neu-macht-2017
  10. http://www.operatoday.com/content/2017/06/_the_new_produc.php: http://www.operatoday.com/content/2017/06/_the_new_produc.php
  11. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/medien/5229863/GabalierKlage_Morddrohung-gegen-Naske

Source URL: http://der-neue-merker.eu/6-juni-2017


5. JUNI 2017 – Pfingst-Montag

by ac | 5. Juni 2017 08:42

 

Wiener Festwochen: Der „Parsifal“ von Jonathan Meese wäre auch überstanden. Copyright: Wiener Festwochen

An die Richard Wagner-Länge hat sich Jonathan Meese gehalten. Renate Wagner war während der vier Stunden für uns dabei. Wenn ich ihren Bericht richtig deute, musste sie bei diesen Festwochen schon Ärgeres überstehen:

Es ist menschlich höchst bedauernswert, dass Christoph Schlingensief so jung sterben musste, aber es gibt Leute, denen seine so genannten „Inszenierungen“ nicht unbedingt abgehen. Aber das Theaterschicksal ist gnadenlos, schon steht Ersatz da: Jonathan Meese, Tausendsassa in allen Gassen, der nicht nur als bildender Künstler werkt, sondern auch als Regisseur wütet. Das international bekannte und anerkannte Enfant terrible erreichte den Gipfelpunkt der Popularität, als man ihn aus Bayreuth rausschmiss, weil sein „Parsifal“-Konzept angeblich nicht finanzierbar gewesen sei – so etwas rauscht durch die Weltpresse und machte ihn so richtig wütend.

Nun, es gibt Institutionen, die beschlossen haben, Meese doch noch zu seinem „Parsifal“ zu verhelfen. Der Titel des nunmehrigen Produkts ist so pompös, wie man es sich nur wünschen kann: MONDPARSIFAL ALPHA 1-8 (ERZMUTTERZ DER ABWEHRZ). Die Wiener Festwochen und die Berliner Festspiele schlossen sich zusammen, das Auftragswerk ging an den österreichischen Komponisten Bernhard Lang, der den „Mondparsifal“ für Meese nun „nach Richard Wagners Parsifal für Stimmen, Chor und Orchester“ dichtete und komponierte…

… Keine Frage, die Musik ist das Beste des Abends…

Am Ende gab es den zu erwartenden Jubel. Jonathan Meese im Trainingsanzug sprang herum wie ein Derwisch, und als gegen seine Person ein paar Buhrufe erklangen, streckte er die Zunge heraus, boxte ins Publikum, salutierte, der Mann weiß, was man von ihm erwartet (nur den Hitler-Gruß ließ er aus).

Nun, Wagners „Parsifal“ wird leben, solange es musikalische Menschen gibt. Wie das Schicksal des Lang / Meese-„Parsifals“ über die erwartete und absolut nicht stattgefundene Sensation und Provokation der Uraufführung hinaus aussehen wird… darüber möchte man keine Wetten abschließen.

Zum Premierenbericht [1]von Renate Wagner

WIEN/ Staatsoper: Nicht vergessen: Heute Stream „Götterdämmerung“ am 16 h

Loggen Sie sich über die Homepage der Wiener Staatsoper ein.

LINZ/ Musiktheater: IN THE TOWN Musical  von Leonard Bernstein

Dennis Russel Davies – das war wohl nicht sein endgültiger Abschied von Linz. Copyright: Landestheater Linz/Reinhard Winkler.

Auszug aus dem Premierenbericht von Petra & Helmut Huber:
Die Verfilmung, u. a. mit Frank Sinatra und Gene Kelly, hatte 1949 Premiere. Musikalisch blieb dabei allerdings wenig Bernstein über, bis auf drei Songs. Einer davon ist das diese Stadt so optimistisch und, zumindest für uns als mehrmalige Besucher, so treffend charakterisierende „New York, New York!“…

…Opern- und Bruckner-Orchester-Chef Dennis Russell Davies, der ja immer auch Anwalt der US-amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts war. Wie 2001 bei „West Side Story“ unter Davis – damals war der Spielleiter freilich noch als Gast engagiert – ist auch diesmal Matthias Davids für die Regie verantwortlich, jetzt aber als am Hause fix und höchst erfolgreich tätiger Spartenchef für das Musical. Trotz reduzierten Szenarios (der Handlungsepoche entsprechende Bilder und Filme von New York werden im Hintergrund, hinter Orchester und Chor, projiziert) kommt die Interaktion der Personen sehr gut über die Rampe; Dramaturgie Magdalena Hoisbauer. Als Erzähler kondensiert Samtstimme, Volksopern-Chefdramaturg, Opernball-Lästerer und vielfältiger Publizist Christoph Wagner-Trenkwitz das Geschehen auf ebenso witzige wie gewitzte Weise; er gibt auch allgemein- und musikhistorische Hinweise und übernimmt einige kleine Rollen…

Zum Premierenbericht[2] von Petra und Helmut Huber

SALZBURG: Anne-Sophie Mutter: 40-jähriges Bühnenjubiläum

Jubiläumskonzert Anne-Sophie Mutter. Copyright: Salzburger Festspiele/Marco Borelli

 Mit überwältigendem minutenlangen Applaus und Standing Ovations wurde das Jubiläumskonzert von Anne-Sophie Mutter im Großen Festspielhaus am Sonntag aufgenommen. Noch während des Applauses traten Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Cecilia Bartoli, die Intendantin der Salzburger Festspiele Pfingsten, auf die Bühne. Sie dankten der Ausnahmegeigerin für ihre 40-jährige Bühnenpräsenz und die damit verbundenen Sternstunden, die sie dem Salzburger Publikum schenkte.

„Am 29. Mai 1977 ereignete sich auf dieser Bühne ein musikalisches Pfingstwunder. Herbert von Karajan, dem Salzburg so viel verdankt u.a. auch dieses Haus, lud das nicht einmal 14-jährige Geigenwunderkind ein. Sie kam, spielte und siegte bei Publikum und Kritik. Und so ist es bis heute geblieben“, sagte Helga Rabl-Stadler…

SALZBURGER PFINGSTFESTSPIELE 2018: 1868 – Zeitenbrüche

Im Jahr 2018 jährt sich der Todestag Gioachino Rossinis zum 150. Mal. Seinem Andenken sind die Salzburger Festspiele Pfingsten 2018 gewidmet. „Es ist die besondere Qualität von Cecilia Bartoli, unserer phantasievollen Intendantin der Salzburger Festspiele Pfingsten, dass sie aus einem Gedenkjahr eine Reflexion über die musikalische Zeitenwende des Jahres 1868 gestaltet“, sagt der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser.

Programmpräsentation der Salzburger Festspiele Pfingsten 2018: Florian Wiegand (Leitung Konzert), Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Markus Hinterhäuser. Foto: SF/Marco Borrelli

Warum ist Cecilia Bartoli nicht auf dem Foto? Keine Verschwörungstheorie, die Bartoli war mit ihrem „Ariodante“ so ausgelastet, dass sie die Präsentation der Chefin samt Gefolge überliess.

Mehr über das Programm in unseren heutigen Infos des Tages!

OPER FRANKFURT: Premiere / Frankfurter Erstaufführung (La Damoiselle élue)
vom 11. Juni 2017

Johanna Wokalek. Copyright: Barbara Aumüller

La Damoiselle élue
Poème lyrique von Claude Debussy. Text von Dante Gabriel Rosetti (1850) in der französischen Übersetzung von Gabriel Sarrazin

Jeanne d’Arc au bûcher (Johanna auf dem Scheiterhaufen)
Dramatisches Oratorium von Arthur Honegger. Text von Paul Claudel
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Marc Soustrot
Regie: Àlex Ollé (La Fura dels Baus)
Mehr darüber in unseren heutigen „Infos des Tages“

„Konzertgänger in Berlin“ / Deutsche Oper
Schmerzlich: Brittens „Billy Ohnesorg“ an der Deutschen Oper
Schmerzlicher Abschied von Benjamin Brittens Billy Budd: für diese Saison, hoffentlich nicht für immer. Aber wo soll die Deutsche Oper Berlin das Publikum herzaubern für dieses Juwel? Besser kann sie ja kaum sein, dieser Billy Budd gehört(e) zum Stärksten, Eindrucksvollsten, Berührendsten, was hier in den letzten Jahren auf die Bühne gekommen ist.
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/04/schmerzlich-brittens-billy[3]

San Francisco/Weitere „Rigoletto“-Review
Quinn Kelsey Makes an Arresting Jester in S.F. Opera Rigoletto
https://www.sfcv.org/reviews/san-francisco-opera/quinn-kelsey[4]

Placido Domingo als „Zuwidrucker bei den Königlichen

DOMINGO DA, DOMINGO DORT, DOMINGO ÜBERALL – AUCH BEIM GROSSEN FUSSBALL-FINALE IN CARDIFF

Placido Domingo (halbrechts) als „Zuwidrucker“ nach dem Finale in der Kabine von Real Madrid

Diesmal stand er nicht im Mittelpunkt, aber Placido Domingo wurde nach dem Finalsieg von Real Madrid immerhin in die Kabine gelassen. Davon träumen zumindest alle Real-Fans!

5. Internationaler Bartok-Klavierwettbewerb in Graz (14. – 19 November)

bartok

You may find all informations also under the following website www.konservatorium.steiermark.at[5] under „Information/Aktuelles“.

SOMMERFESTIVAL KITTSEE: NEUSTART MIT „DIE CSARDASFÜRSTIN“

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Schloss Kittsee. Copyright: Christian Buchmann/ Agentur

Nur 40 km von Wien entfernt, an der Grenze des Burgenlands zu Niederösterreich, liegt Kittsee.[6]

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Das wunderschöne Barockschloss Kittsee verwandelt sich im Sommer (28. Juni bis 15. Juli) in die idyllische Kulisse eines ganz besonderen Sommerfestivals.
Herzstück des diesjährigen Festivalprogramms ist die Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ unter der Leitung des renommierten Wiener Dirigenten Joji Hattori.
Ein großes Vergnügen für kleine Gäste ist die Kinderoper „Die Reise des kleinen Prinzen“ am 2. und 9. Juli 2017, wobei auch Kinder mitwirken werden.
Am Abend des 12. Juli zeigt das Sommerfestival Alma Deutschers „Cinderella“!

Informationen und Tickets unter www.sommerfestival.at[7]

Nach mehrjähriger Pause wurde das Sommerfestival Kittsee auf ausdrücklichen Wunsch des Landeshauptmanns aus dem Tiefschlaf geholt und bietet als Hauptwerk DIE CSARDASFÜRSTIN (28.6. Premiere, 29./30.6./ 6./7./8./13./14.15.7.2017 jeweils um 19,30 h)

DIE REISE DES KLEINEN PRINZEN (2./9.7. um 18,30 h)

CINDERELLA von Alma Deutscher am 12.7. um 18,30 h. Cinderella, die Oper des „Komponistenwunderkinds“ Alma Deutscher, wurde vor kurzem im Wiener Casino Baumgarten mit großem Erfolg uraufgeführt.

Wenn Sie Karten kaufen, können Sie mit dem Kennwort „Online-Merker“ 20 % Rabatt beanspruchen. Bitte nur untenstehenden Link verwenden!

http://www.sommerfestival.at/direktanfrage.html[8]

Mittwoch beim Merker-Kunstsalon

 

Um diese Norma kämpft die Veranstalterin schon seit geraumer Zeit. Außenstehende haben keine Ahnung, wie schwierig so eine Organisation ist. Norma und Adalgisa mussten umbesetzt werden, der Pollione kommt aus Berlin und die Veranstalterin muss hoffen, dass der nicht womöglich bei seinem Arbeitgeber einspringen muss. Die Umbesetzung ergibt zweifellos Reiz, denn die Adalgisa habe ich als „Norma“ kenngelernt. Ich kann aber garantieren, dass höchst professionell gearbeitet wird. Honorieren Sie diese Initiative durch Ihren Besuch!

Einen schönen Pfingstmontag wünscht

A.C.

 

 

 

  1. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wiener-festwochen-mondparsifal-alpha-1-8-erzmutterz-der-abwehrz
  2. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/linzmusiktheater-des-landestheaters-on-the-town-musical-von-betty-comden-und-adolph-green-musik-von-leonard-bernstein-premiere
  3. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/04/schmerzlich-brittens-billy: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/04/schmerzlich-brittens-billy
  4. https://www.sfcv.org/reviews/san-francisco-opera/quinn-kelsey: https://www.sfcv.org/reviews/san-francisco-opera/quinn-kelsey
  5. www.konservatorium.steiermark.at: http://www.konservatorium.steiermark.at/
  6. Kittsee.: http://www.sommerfestival.at/der-grenzort-kittsee.html
  7. www.sommerfestival.at: http://www.sommerfestival.at/
  8. http://www.sommerfestival.at/direktanfrage.html: http://www.sommerfestival.at/direktanfrage.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/5-juni-2017-pfingst-montag


4. JUNI 2017 (Pfingst-Sonntag)

by ac | 4. Juni 2017 07:16

 

Wiener Staatsoper: Heute Matinee zur Premiere von Pelléas et Mélisande
Claude Debussys Pelléas et Mélisande kehrt am Sonntag, 18. Juni 2017 in einer Inszenierung von Marco Arturo Marelli nach 26 Jahren zurück auf die Staatopernbühne. In der von den Dramaturgen Andreas Láng und Oliver Láng gestalteten Einführungsmatinee zur Neuproduktion am Sonntag, 4. Juni 2017 (11.00 Uhr im Großen Haus) werden der Komponist, die Oper und das Inszenierungskonzept in Gesprächen und Tonbeispielen vorgestellt.

Gäste und Gesprächspartner an diesem Vormittag sind der Regisseur Marco Arturo Marelli, der für die Neuproduktion auch für Bühne und Licht verantwortlich zeichnet, „Pelléas“ KS Adrian Eröd, „Mélisande“ Olga Bezsmertna, „Golaud“ Simon Keenlyside und „Yniold“ Maria Nazarova.

Karten à € 8,- und € 12,-

Heute Premiere (Uraufführung) bei den Wiener Festwochen

Jonathan Meese. Copyright: Jan Bauer

Wien/ Festwochen
Jonathan Meese: Kunst entkultiviert alles
Am Sonntag feiert „Mondparsifal Alpha 1-8“ Uraufführung. Ein Filetstück dieser Festwochen. Künstler Jonathan Meese und Komponist Bernhard Lang haben Richard Wagners Oper völlig neu aufgestellt. Zwei Interviews –
Der Standard[1]

Uraufführung auch an der Wiener Volksoper: „DIE FÜNFTE JAHRESZEIT“ – Ba-Rock-Oper über Antonio Vivaldi von Christian Kolonovits

Drew Sarich als „Vivaldi“. Copyright: Wiener Volksoper

Peter Dusek schreibt: Robert Meyer bewies Mut zum Wagnis als er vor mehr als 2 Jahren Christian Kolonovits beauftragte, eine „BaRock-Oper“ über das Leben und Sterben (in Wien) von Antonio Vivaldi zu schaffen. Wie bei „Antonia und der Reißteufel“ sollte Angelika Messner das Libretto verfassen, der Komponist stand auch am Pult des Orchesters der Wiener Volksoper und die Regie übernahm der Hausherr. Nun –  die Uraufführung wurde zum durchschlagenden Triumph. Immer wieder brandete im deutlich verjüngten Publikum Beifall auf, zuletzt Jubel-Trubel und Heiterkeit sowie Standing Ovations für ein Ensemble, aus dem Drew Sarich in der Titelrolle, Morton Frank Larsen als „anlassiger“ Gegenspieler Kardinal Ruffo und Rebecca Nelsen als innige Partnerin von Vivaldi  -Annina – hervorragen.

Die Handlung beginnt in der Gegenwart. 4 Mädels einer Rockband namens „Vivaldi“ suchen am Karlsplatz nach Spuren ihres Idols, der 1741 in Wien verarmt und vergessen starb. Sie suchen nach unentdeckten Noten und finden ein Tagebuch. Und so beginnt eine Zeitreise durch das Leben des Venezianers Vivaldi, dem Sohn eines Friseurs und Musikers, dessen populärsten Werke wohl die „Vier Jahreszeiten“ sind…

Christian Kolonovits (Jahrgang 1952, geboren in Rechnitz) ist der 7 Jahre jüngere Cousin meiner (Anm.d.Red.: gemeint ist Dr. Peter Dusek)  Ehefrau Gerda und ich lernte ihn kennen, als er noch als 12jähriger Internatszögling in Strebersdorf zur Schule ging. Fallweise besuchte er uns, setzte sich an Klavier und ging mit uns in die Oper. Ich habe also seinen Werdegang wirklich aus der Nähe kennengelernt und unabsichtlich gefördert. Er ist einer der musikalischsten Menschen, die ich kenne und er kommt ganz aus der Welt der Klassik. Egal ob bei den „Milestones“ oder später mit Wolfgang Ambros oder Reinhard Fendrich, Marianne Mendt oder Maria Bill, er arbeitete immer auch am cross over-Bereich zur Klassik: Popmusik versus Symphoniker, ein Requiem bei der Linzer Klangwolke, die Weberischen (mit Robert Meyer und den Tiger Lilies) – zuletzt „El juez“ mit José Carreras in Erl und im Theater an der Wien. Dazu Christmas in Vienna, Filmmusik, Arrangements für Opern-wie Pop-Stars… Für mich war die heutige Volksopern-Premiere jedenfalls der bisherige Höhepunkt im reichhaltigen Schaffen von Christian Kolonovits und man kann sich über die Fortsetzung dieses Weges (seine 5.Jahreszeit?) durchaus freuen…

Zum Premierenbericht [2]von Peter Dusek

Salzburg/ Pfingstfestspiele „ARIODANTE“ gesammelte Kritiken aus der Tagespresse

Kathryn Lewek und Tänzer. Foto:Pfingstfestspiele/ Monika Rittershaus

„Ariodante“ in Salzburg: Und die Weltzeituhr steht still

Münchner Merkur[3]
Vollbärtige Cecilia Bartoli bei Salzburger Pfingstfestspielen
Hamburger Abendblatt[4]
Bartoli jenseits von männlich und weiblich
Die Presse[5]
Bartoli als Ariodante in Salzburg gefeiert
Musik heute[6]

München: Dokumentarfilm über die Bayerische Staatsoper in den Kinos.

Ich bin schön langsam gewohnt, immer und überall anzuecken. Das ist das Los eines Kolumnisten – und wer das nicht aushält, soll eine derartige Kolumne besser nicht schreiben. So wurde meine ledigliche Erwähnung des Faktums über die Spiel-Dauer des Wiener „Siegfried“ vom vergangenen Sonntag als Majestätsbeleidigung ausgelegt, auch soll ich so sehr Wiener sein, dass ich manchmal gegen die Bayerische Staatsoper anschreibe. Das ist absolut lächerlich, ich springe für niemand und auch nicht gegen jemand auf die Barrikaden. Gestern habe ich die Meinung des bekannten „Lästermauls“ Manuel Brug an dieser Stelle veröffentlicht, prompt wurde mir vorgeworfen, tendenziös vorzugehen. Liebe Leser, ich verrate Euch ein Geheimnis: ich habe nicht die Zeit, alle hier von mir erwähnten Berichte eingehend zu studieren, mit meiner Routine mache ich Stichproben. Ich habe zum Glück „Zulieferer“ (denen ich vertraue und die an dieser Stelle bedankt sein sollen), muss daher nicht alles lesen!  Sie wollen doch einen Tageskommentar und keinen Wochenkommentar! Leider wird in mich hineininterpretiert, was gar nicht drin ist. Gar so tiefgründig sind meine Gedanken nicht! Ich habe also kein Problem damit, auch zu Herrn Brug in Widerspruch stehende Meinungen zu veröffentlichen:

München/ Dokumentarfilm
Ganz große Oper
Die Bayerische Staatsoper ist fraglos das wichtigste, glamouröseste, finanziell bestgebutterte Opernhaus in Deutschland. Ein Wahrzeichen und eine kulturelle Sturmfestung, dagegen können nicht einmal die Münchner Kammerspiele anstinken. Das liegt nicht nur an den 45 Werken pro Spielzeit, auf die Intendant Nikolaus Bachler in diesem „Biopic eines Hauses“ stolz verweist. Nirgendwo sonst auf der Welt haben Star-Sänger wie Jonas Kaufmann oder Anja Harteros fast alle großen Rollen erstmals gesungen. Ein Elysium des Opern-Luxus.
https://www.zitty.de/ganz-grosse-oper/ [7]
„Ganz große Oper“: Ein Werbefilm für das Münchner Opernhaus
Fast 100 Prozent Auslastung, „Opernhaus des Jahres“: Die Bayerische Staatsoper gehört zu den erfolgreichsten Opernhäusern Europas, wenn nicht weltweit. Eigentlich hätte sie also gar keine Werbung mehr nötig. Einem neuen Dokumentarfilm ist das aber egal.
Ruhrnachrichten[8]
Dokumentarfilm „Ganz große Oper“: Hinter den Kulissen der Bayerischen Staatsoper
Jörn Florian Fuchs im Gespräch mit Carsten Beyer
DeutschlandfunkKultur[9]
„Liebeserklärung“ an renommiertes Opernhaus
Am Wochenende zeigt die OP gemeinsam mit dem Cineplex den Film „Ganz große Oper“ zwei Mal als Sektmatinee.
http://www.op-marburg.de/Lokales/Kultur/Uebersicht/OP[10]
Die Kunst der Macht
Ministerialdirigent Toni Schmid präsentiert beim Dok-Fest seine filmische Liebeserklärung an das Musiktheater
Sueddeutsche Zeitung[11]
Für die Oper ins Kino gehen
Münchner Abendzeitung[12]

Oper Köln: Auf die Peinlichkeit mit dem „Fidelio-Plakat wird nicht mit einer Entschuldigung reagiert, sondern mit einer Verhöhnung

Michael S. Zerban ist auf diese eigentlich Ungeheuerlichkeit näher eingegangen. Ein Auszug daraus: In den Abendstunden allerdings äußert sich die Oper Köln – zwar nicht gegenüber der Presse – aber auf Facebook. Wer jetzt eine Entschuldigung und Erklärung erwartet, wie es zu dem Versehen kommen konnte, und damit wäre im Grunde ja alles erledigt gewesen, sieht sich nicht nur enttäuscht, sondern geradezu belehrt. „So kommt es, wenn prestissimo statt im tempo giusto gearbeitet wird“, heißt es da hochmütig, wenn nicht beleidigt. Aber Moment mal. Kein Kölner Bürger erwartet, dass die Oper schnellstmöglich arbeitet. Eine professionelle Arbeitsweise soll es wohl sein, kein „Gehudele“. Dummer Spruch und völlig daneben statt einfacher Entschuldigung. Ein solches Verhalten passt aber gut zu jemandem, der keine Besserung gelobt, sondern lieber mit dem Finger auf andere zeigt. „Wer hat noch lustige, spannende, überraschende Tippfehler auf Opern- und Konzertplakaten gefunden? Schreibt uns, oder schickt uns ein Foto davon. Wir haben – nicht bei uns in der Oper Köln – zum Beispiel eine Cenerentola von Puccini gefunden“, heißt es da als nächstes. Sag mal, Oper Köln, geht’s noch?

Den gesamten Artikel vom Michael S. Zerban lesen Sie in unseren heutigen „Infos des Tages“

Unter’m Strich

Überirdisch: Real Madrid demoliert Juventus Turin im Finale der Champios-League mit 4:1

Was Real Madrid (nach einer nicht berauschenden ersten Halbzeit) gestern im zweiten Spielabschnitt gezeigt hat, war überirdisch. Mein Herz hat zwar für Juventus geschlagen, wer aber so wie die Madrilenen Fußball spielt, hat den Titel mehr als verdient. Es standen nur Millionäre auf dem Spielfeld (der ärmste Akteur war sicher der Schiedsrichter – und der ist wohlbestallter Anwalt in München), die aber jeden Euro wert sind!  

Terror in London: mindestens 6 Tote
Kurier[13]

Das ist es, was zumindest mir Besorgnis bereitet, nicht die Befindlichkeiten diverser Operndirektoren und sonstiger Stars. Terror? Damit werden wir wohl leben müssen, der Zug ist längst abgefahren – und leider in eine falsche Richtung!

Eine Empfehlung: Lesen Sie den Koran! Meine Tochter hat soeben eine Studie darüber verfasst. Der Koran gehört unbedingt neu interpretiert, tatsächlich wird in ihm mehrmals zur Tötung „Ungläubiger“ aufgerufen.

 

   

Und die Fundamentalisten halten sich wortgetreu daran! Wundert Sie noch etwas?

Österreich: Wie war Sebastian Kurz eigentlich in der Schule?
Kronen Zeitung[14]

Wie bereits mehrmals erwähnt blicke ich beim Verfassen des morgendlichen Kommentars auf jene Schule, die unseren Außenminister zum dem gemacht hat, was er ist. Sebastian Kurz ist Meidlinger, mich wundert sein Aufstieg nicht.

Wie war Sebastian Kurz eigentlich im Kindergarten? Ich recherchiere und bleibe hart an den Fersen unseres Politstars.

Einen schönen Pfingstsonntag wünscht

A.C.

 

  1. Der Standard: http://derstandard.at/2000058479910/Jonathan-Meese-Kunst-entkultiviert-Alles
  2. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-volksoper-die-fuenfte-jahreszeit-ba-rock-oper-ueber-antonio-vivaldi-von-christian-kolonovits-urauffuehrung
  3. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/premiere-von-haendels-oper-ariodante-mit-cecilia-bartoli-bei-salzburger-pfingstfestspielen-8375766.html
  4. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article210790837/Vollbaertige-Cecilia-Bartoli-bei-Salzburger-Pfingstfestspielen.html
  5. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5229203/Pfingstfestspiele_Bartoli-jenseits-von-maennlich-und-weiblich
  6. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15834/cecilia-bartoli-als-ariodante-in-salzburg-gefeiert/
  7. https://www.zitty.de/ganz-grosse-oper/ : https://www.zitty.de/ganz-grosse-oper/
  8. Ruhrnachrichten: https://www.ruhrnachrichten.de/leben-und-erleben/unterhaltung/kino_film/filmkritik/Ganz-grosse-Oper-Ein-Werbefilm-fuer-das-Muenchner-Opernhaus;art613,3286551
  9. DeutschlandfunkKultur: http://www.deutschlandfunkkultur.de/dokumentarfilm-ganz-grosse-oper-hinter-den-kulissen-der.2177.de.html?dram:article_id=387412
  10. http://www.op-marburg.de/Lokales/Kultur/Uebersicht/OP: http://www.op-marburg.de/Lokales/Kultur/Uebersicht/OP
  11. Sueddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/kultur/ganz-grosse-oper-die-kunst-der-macht-1.3492133
  12. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.ganz-grosse-oper-fuer-die-oper-ins-kino-gehen.d2e3a925-0c0d-4b97-a33b-0923b08f6852.html
  13. Kurier: https://kurier.at/politik/ausland/london-lieferwagen-fuhr-in-menschenmenge/267.791.286
  14. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/wie-war-sebastian-kurz-eigentlich-in-der-schule-lehrer-im-talk-story-572548

Source URL: http://der-neue-merker.eu/4-juni-2017-pfingst-sonntag


3. JUNI 2017

by ac | 3. Juni 2017 08:35

Salzburger Pfingstfestspiele eröffnet – mit einer fulminanten Sopran-Entdeckung. Mit  Cecilia Bartoli und Kathryn Leweck. Copyright: SF/Monika Rittershaus

Auszug aus der ersten Kritik der „Salzburger Nachrichten“: Cecilia Bartoli zeigt es uns auch in ihrem sechsten Jahr als Prinzipalin der Salzburger Pfingstfestspiele: Wenn sie auf der Bühne steht, gelten andere Gesetze.

 Mit Haut und Haaren – man kann das durchaus buchstäblich nehmen – hat sie sich diese Ritterfigur zu eigen gemacht, die wie aus dem Nichts am Hof des schottischen Königs erscheint, sich in dessen Tochter Ginevra verliebt, durch eine böse Intrige des Widersachers Polinesso beinahe in den Tod getrieben wird, wie durch ein Wunder aufersteht und endlich ihre Liebe erhält (aber um welchen Preis?)…
Denn neben Bartolis Ariodante ist in der Rolle der Ginevra von einer vokalen Sensation zu berichten: Die Amerikanerin Kathryn Lewek beherrscht die quecksilbrige Ausstrahlung der Prinzessin genauso wie die tragischen Verletzungen der durch den Vater Gefangenen.

Atemberaubend ihre ebenmäßig bis in die höchsten Regionen superb ausgeformten Linien, bombensicher die Intonation, bruchlos das Legato und die Wechsel der Register, von einzigartig schimmernder und doch fester Qualität die wie von innen heraus leuchtende Intensität und der Schmelz der Tonbildung und eine Strahlkraft von locker-lockender Anmut.

Virtuose Oper: Erfolg für Händels „Ariodante“ bei Pfingstfestspielen
Viereinhalb Stunden dauert die Premiere und nie ist dieser Händel langweilig, noch gar belanglos. Dafür sorgen ein starkes Ensemble, eine kluge Regie und natürlich die Musik dieses Meisterwerks „Ariodante“, an der man sich nicht satthören kann.
Salzburger Nachrichten[1]

Heute Besetzungsänderung in „Der Rosenkavalier“ an der Wiener Staatsoper

Chen Reiss. Foto: Agentur

Chen Reiss singt auch am  Samstag, 3. Juni 2017 die Sophie in „Der Rosenkavalier“ anstelle der erkrankten Daniela Fally.

Bemerkenswert, dass Chen Reiss erst gestern als Marzelline in Beethovens „Fidelio“ auf der Staatsopernbühne gestanden hat – somit eine Vielbeschäftigte ist. 

Der heutige „Rosenkavalier“, wieder mit Linda Watson als Marschallin, ist ab 18,30 h als Stream zu sehen.

Die Rezension des „Rosenkavalier“ vom 31. Mai steht online!

Zum Bericht [2]von Peter Dusek

MARBURG an der Drau/Slowenisches Nationaltheater Maribor: LADY MACBETH VON MZENSK am 1.6.2017 (Premiere war am 19.5.)

„Lady Macbeth von Mzensk. Copyright: Tiberiu Marta

http://www.deropernfreund.de/maribor-marburg-6.html [3]

Britischer Dirigent Sir Jeffrey Tate mit 74 Jahren gestorben =

Gestern gestorben: Sir Jeffrey Tate. Foto: Haydn-Orchester

  London (APA/dpa) – Der Chefdirigent der Symphoniker Hamburg, Sir Jeffrey Philip Tate, ist tot. Der Brite sei am Freitag in Bergamo (Italien) im Alter von 74 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben, sagte ein Sprecher der Hamburger Symphoniker.

Über manche Menschen erfährt man den Lebensweg erst im Nachruf, sicher auch mit Details, die die Öffentlichkeit nicht zu interessieren haben. Aber was habe zum Beispiel ich bis gestern von Jeffrey Tate gewusst? Als er nach einer Wiener Staatsopervorstellung „etwas verdreht“ vor den Vorhang kam, habe ich das auf einen Bandscheibenvorfall in letzter Zeit zurückgeführt. Dem Nachruf entnehme ich, dass das Leiden angeboren war ( schon in jungen Jahren hatte es Jeffrey Tate nicht leicht. „Ich wusste immer nur eines, ein normales Kind war ich nicht“, sagte der Chefdirigent der Symphoniker Hamburg rückblickend in einem Interview. Eine angeborene Wirbelsäulenverformung machte ihm das Leben schwer und führte zu einer schiefen Haltung mit erheblichen Gehbeschwerden). Ebenso wusste ich nicht, dass Jeffrey Tage ausgebildeter Mediziner – konkret Augenarzt – war – und sogar in diesem Beruf gearbeitet hat.

Die Wiener Staatsoper / Dominique Meyer zum Tod von Jeffrey Tate:

„Der Tod Jeffrey Tates erfüllt mich mit großer Traurigkeit. Er war für mich stets ein sehr wissender und einfühlsamer Dirigent, nicht nur, aber vor allem im „deutschen Fach“. Als er 2014 – von seiner Krankheit stark gezeichnet – Wagners Ring an der Wiener Staatsoper leitete, sagte er mir, es sei ein Lebenstraum für ihn in Erfüllung gegangen. Wir werden ihn als großen Musiker und besonders liebenswürdigen Menschen in Erinnerung behalten“, so Staatsoperndirektor Dominique Meyer.

Lesen Sie einen Nachruf auf Jeffrey Tate in unseren heutigen „Infos des Tages“ sowie in Presseberichten:

Unerwarteter Todesfall: Hamburg Symphoniker-Chefdirigent Jeffrey Tate gestorben
Die Welt[4]
Jeffrey Tate gestorben
Hamburger Abendblatt[5]

Berlin

Berlin: Gala der Spitzentöne

…Plácido Domingo überlässt dabei nichts dem Zufall. Spitzentöne will er produzieren, die wirklich Spitze sind, weshalb er seinen tenoralen Beitrag auf den kurzen Schlussgesang aus Wagners „Parsifal“ ganz am Ende des Konzerts beschränkt. Ansonsten steht er als Bariton auf der Bühne, angefangen mit dem spannungsvollen Duett zwischen Violetta und Germond aus dem zweiten Akt von Verdis „Traviata“. Die junge Sopranistin Elsa Dreisig ist Domingo eine in Spiel und gesanglicher Dramatik ebenbürtige Partnerin…
Berliner Morgenpost[6]

Mailänder Scala: Das Programm für 2017/2018

Die Spielzeit 2017/18 an der Scala hat einiges zu bieten: von einer „Fledermaus“-Premiere unter Zubin Mehta bis zur Uraufführung der ersten Oper des 91-jährigen György Kurtág. Vor allem aber will Intendant Peireira das italienische Repertoire pflegen – etwa mit Giordanos „Andrea Chénier“ unter Mitwirkung von Anna Netrebko.

BR-Klassik[7]

Wiener Festwochen: Morgen hat Jonathan Meeses „Parsifal“ Premiere

Wohin steuern die Wiener Festswochen? Meinhard Rüdenauer hat sich darüber Gedanken gemacht: Groß wird in ganz Wien geworben, auf grell rotem Grund plakatiert: Fest – Fête – Festa – und in einigen Sprachen mehr. Die Wiener Festwochen 2017 versuchen ein breites Publikum ansprechen. So richtig funktionieren will es aber bis jetzt nicht. Denn im recht aufwändigem, doch allzu unübersichtlichen Angebot scheint fast nichts eigenständig Erarbeitetes auf. Zur Schau gestellt wird in aller Welt eingekaufte und zusammengetragene Kunst oder Künstlichkeit. Wiens Festwochen erleben heuer eine Rochade um 180 Grad. Gegenüber ihren früheren Jahren bekennen sie sich klar zu einer Parallelkultur. Belcanto hat ausgespielt, bei den Engagements der diversen Performanceensembles ist man bei Magical Horror Shows unterschiedlichster Blutgruppen angelangt. Der neue Intendant Tomas Zirnhofer-Kin, früher Leiter des Kremser Donaufestivals, versucht seine Philosophie einem überwiegend jugendlichen Publikum zu vermitteln. Setzt aber dabei kaum auf bodenständiges kreatives Schaffen. Haben sich hier in den Festwochen-Vernetzungen bereits Aliens eingenistet?…

Weiterlesen in unseren „Infos des Tages“

München/ Bayerische Staatsoper: Der Dokumentarfilm von Toni Schmid

Manuel Brug in „Die Welt“: Toni Schmid, ohne den in Bayern kein einziger Kunstposten besetzt wird, hat einen Dokumentarfilm über die Münchner Staatsoper gedreht. Das ist so nett und harmlos. Und eigentlich ist es ein Skandal…

Alle werden sie freundlich beobachtet. Hier wird gesungen, da ein Kleid genäht. Immerhin gefühlte vier von 90 Kameraminuten sind dem Ballett gewidmet, das einen nicht unbeträchtlichen Anteil der Vorstellungen bestreitet. Es gibt Ausschnitte aus Wagners „Meistersingern“, Verdis „Maskenball“, Rameaus „Les Indes galantes“, die immer klug von der Probe auf die Bühne blenden. Erklärt wird nichts, aber viel gelobt…

München/ Bayerische Staatsoper
Mia san mia – auch in der Oper
Die Welt[8]

Mozart auf der Reise nach Moskau
Ein Gastspiel ist eine Staatsaffäre. Am Abend bevor das Ensemble der Komischen Oper mit seiner Zauberflöte das Moskauer Tschechow-Festival eröffnen darf, hat es sich in der schönen Residenz des deutschen Botschafters einzufinden: »Italienische« Krypto-Renaissance in der Ulitsa Povarskaya 46, einer für Moskauer Verhältnisse ruhigen Seitenstraße im Arbat-Viertel, das irgendwas zwischen altem Adelsquartier, Künstlerkolonie und Touristenfalle ist. Geduldig und in zivil lauschen Tamino, Pamina, Papageno den Reden des Gesandten und Ständigen Vertreters, des Kulturreferenten, der Vertreterin des Goethe-Instituts, des Festival-Generaldirektors
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/02/mozart-auf-der-reise-nach-moskau/[9]

Ekaterina Bakanova, an Opera Sensation Also Touched by Luck
The New York Times[10]

London: La Rondine review at Opera Holland Park – “visually arresting’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-rondine-review-opera-holland-park/[11]

La Rondine, Opera Holland Park
Elizabeth Llewellyn soars in Puccini’s tuneful waltz-dream
http://theartsdesk.com/opera/la-rondine-opera-holland-park-0[12]

La rondine at Investec Opera Holland Park
http://www.operatoday.com/content/2017/06/la_rondine_at_i.php[13]

Mörbisch: Pichowetz erwartet finanzielles Angebot
Pichowetz: „Ich werde es annehmen, oder eben nicht“. Bieler: „Es gibt weder einen unterschriebenen Vorvertrag noch einen Hauptvertrag“
Kurier[14]

Das wird wohl ein spannender Rechtsstreit, wenn Gerald Pichowetz nicht seine politischen Verbindungen, die offenbar bis in das Burgenland gereicht haben, spielen lässt. Ich denke, dass unter Parteifreunden Einigkeit erzielt werden kann. Pichowetz wird – nicht ganz aus der Luft gegriffen – auf mündliche Zusagen pochen. Es ist naheliegend, dass ein längerfristiger Vertrag vereinbart war. Warum dieser noch nicht in Schriftform vorliegt, verstehe ich aber auch nicht ganz. Das Gericht – so es Herr Pichowetz anruft – wird es nicht leicht haben. Die Herrschaften werden sich aber einigen, denn es zahlt – wie immer – ohnedies der Steuerzahler!

Zwei ganz große Schauspielerinnen haben die Bühne der Welt verlassen

Sonja Sutter gestorben. Foto: ORF

Bis ins hohe Alter verkörperte Sonja Sutter geradezu vollkommen den anspruchsvollen Wunsch Max Reinhardts: „Ich will schöne Menschen um mich haben und ich will schöne Stimmen um mich hören. Eine gepflegte Kunst der Sprache, wie es sie einmal am alten Burgtheater gab, nur nicht mit dem Pathos von damals, sondern mit dem Pathos von heute.“

Baden bei Wien: Schauspielerin Sonja Sutter 86-jährig gestorben
In 28 Salzburger Festspielsommern war Sonja Sutter eine fixe Größe im „Jedermann“-Team, am Burgtheater hatte sie fast 40 Jahre lang tragende Rollen. Nun ist die Schauspielerin im Alter von 86 Jahren gestorben, gab das Burgtheater am Freitag bekannt.
Salzburger Nachrichten[15]
Das Burgtheater war ihr Schicksal
Wiener Zeitung[16]

Hilde Sochor gestorben

Hilde Sochor. Foto: APA/ Pfarrhuber

„Ihr“ Volkstheater richtete ihr zum 90er ein großes Fest aus: 2014 wurde Hilde Sochor, Doyenne des Hauses, auf der Bühne von Weggefährten und Familie als Legende gefeiert. Am Mittwoch ist die stilprägende Volksschauspielerin, die in 65 Jahren mehr als 300 Rollen verkörpert hat, 93-jährig in Wien verstorben. Ihre Kollegen, schreibt Intendantin Anna Badora am Freitag, „trauern um eine Ikone“.

Wien/ Volkstheater
Volkstheater-Doyenne Hilde Sochor ist tot
Zunächst wollte sie gar nicht Schauspielerin werden – dann war sie es 60 Jahre lang mit Leib und Seele: Hilde Sochor ist 93-jährig gestorben.
Die Presse[17]
Schauspielerin Hilde Sochor gestorben
Der Standard[18]

Unter’m Strich
Österreich
Tiefe Risse im Wahlkampfteam von Kanzler Kern
Kurier[19]

Ich kann das verstehen, es geht um viele Existenzen. Ich habe eine überschaubare Zahl von Redakteuren zu koordinieren – und stoße da manchmal an Grenzen. Eine politische Partei straff zu führen, geht nur eine Zeit gut, dann kommt die „Stunde der Individualisten“ – und der nächste Chef

Weltweites Ranking: Beliebteste Städte: Wien bei Jungen nur Platz 29!
Kronen Zeitung[20]

Bei den Künstlern ist Wien unbestritten die Nummer eins. Protesten vorbeugend möchte ich sagen, dass Sie sich mal die Zahl jener Künstler ansehen sollten, die Wien zu ihrem Wohnort gemacht habe – und diese dann mit Ihren Favoriten vergleichen. Nein, in Favoriten leben wenig weltbekannte Künstler, die wissen schon, wo es sich in Wien leben lässt!

Aber die Jugend gibt Wien anscheinend einen Korb. Also wenn ich die Wahl hätte…

Die habe ich aber nicht. Also mögen Sie ein schönes Pfingstwochenende haben!

A.C.

 

 

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/pfingstfestspiele/sn/artikel/virtuose-oper-erfolg-fuer-haendels-ariodante-bei-pfingstfestspielen-250530/
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-der-rosenkavalier-eine-farce
  3. http://www.deropernfreund.de/maribor-marburg-6.html : http://www.deropernfreund.de/maribor-marburg-6.html
  4. Die Welt: https://www.welt.de/regionales/hamburg/article165213161/Symphoniker-Chefdirigent-Jeffrey-Tate-gestorben.html
  5. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/hamburg/article210784863/Symphoniker-Chefdirigent-Jeffrey-Tate-ist-tot.html
  6. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article210775499/Gala-der-Spitzentoene.html
  7. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/mailaender-scala-saison-2017-18-pereira-praesentation-100.html
  8. Die Welt: https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article165190978/Mia-san-mia-Auch-in-der-Oper.html
  9. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/02/mozart-auf-der-reise-nach-moskau/: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/02/mozart-auf-der-reise-nach-moskau/
  10. The New York Times: https://www.nytimes.com/2017/06/02/arts/music/ekaterina-bakanova-opera-sensation.html?_r=0
  11. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-rondine-review-opera-holland-park/: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/la-rondine-review-opera-holland-park/
  12. http://theartsdesk.com/opera/la-rondine-opera-holland-park-0: http://theartsdesk.com/opera/la-rondine-opera-holland-park-0
  13. http://www.operatoday.com/content/2017/06/la_rondine_at_i.php: http://www.operatoday.com/content/2017/06/la_rondine_at_i.php
  14. Kurier: https://kurier.at/kultur/moerbisch-pichowetz-erwartet-finanzielles-angebot/267.523.759
  15. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/schauspiel/sn/artikel/schauspielerin-sonja-sutter-86-jaehrig-gestorben-250381/
  16. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/895762_Das-Burgtheater-war-ihr-Schicksal.html?em_view
  17. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5228828/VolkstheaterDoyenne-Hilde-Sochor-ist-tot
  18. Der Standard: http://derstandard.at/2000058683358/Schauspielerin-Hilde-Sochor-gestorben%20Trauer%20um%20ein%20Kind%20der%20Stadthttp://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/895950_Trauer-um-ein-Kind-der-Stadt.html?em_view
  19. Kurier: https://kurier.at/politik/inland/das-team-von-kanzler-christian-kern-streitet-ueber-den-umgang-mit-der-fpoe-und-ueber-eine-strategie-gegen-sebastian-kurz/267.558.859
  20. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/beliebteste-staedte-wien-bei-jungen-nur-platz-29-weltweites-ranking-story-572237

Source URL: http://der-neue-merker.eu/3-juni-2017


2. JUNI 2017

by ac | 2. Juni 2017 07:13

Auch die Wiener Staatsoper trauert: Jiri Bělohlávek ist tot

Die Wiener Staatsoper trauert um den Dirigenten Jiří Bělohlávek, der am Morgen des gestrigen Donnerstag, 1. Juni 2017, nach kurzer, schwerer Krankheit in Prag verstorben ist. Der 1946 in Prag geborene Jiří Bělohlávek, Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie, leitete an der Wiener Staatsoper die Premierenserie von Dvořáks Rusalka im Jänner/Februar 2014.

Mit Jiří Bělohlávek verliert die Musikwelt einen hervorragenden Dirigenten und Orchestererzieher, einen ausgewiesenen Spezialisten besonders im tschechischen Repertoire natürlich, aber nicht nur. Es war mir ein großes Anliegen, ihn an die Wiener Staatsoper zu holen, und erinnere mich mit viel Emotion, wie glücklich er war, 2014 Rusalka an diesem Haus herauszubringen und zu dirigieren“, so Staatsoperndirektor Dominique Meyer.

Und noch einer ging dahin: Sir Jeffrey Tate am Freitag nach einem Herzinfarkt gestorben

Mehr darüber morgen unter Aktuelles

Über das Pfingstwochenende bietet die Wiener Staatsoper drei Streams an

Heute wird mit dem „Fidelio“ begonnen. Samstag steht „Der Rosenkavalier“ auf dem Programm, Montag können Sie „Götterdämmerung“ bequem in Ihrem Wohnzimmer genießen!

Wien/ Volksoper: Robert Meyer: „Wir gehen nicht auf Nummer sicher“
Volksoperndirektor Robert Meyer über seine Programmpolitik und die Uraufführung der „Fünften Jahreszeit“ am Samstag.
Wiener Zeitung[1]

Berlin: Domingo-Gala und „Wie einem  Aussagen aus früherer Zeit einholen“

Rene Pape, Daniel Barenboim, Placido Domingo. Copyright: Thomas Bartilla

Die Wahl dieses Datums für die Domingo-Gala (31. Mai) ist kein Zufall. Der junge mexikanische Tenor hatte sich bereits an den nordamerikanischen Bühnen einige Sporen verdient und war auch in Barcelona positiv aufgefallen. Danach setzte er verstärkt auf Europa und wagte mit Verdi im Mai 1967 gleich drei Debüts: Den Anfang machte der Radames in Aida im Hamburg, es folgten am 18. Mai sein Don Carlo an der Wiener Staatsoper und am 31. Mai der Ricardo in Un ballo in maschera an der Deutschen Oper Berlin.

Unsere Rezensentin Ursula Wiegand berichtet von einem umjubelten Abend (das war natürlich bei einem Jubiläum zu erwarten), ist aber bei Ihren Recherchen auf eine Aussage Placido Domingos gestoßen, die aus heutiger Sicht höchst bemerkenswert ist. Domingo war zum Zeitpunkt seiner Aussage ein „Vierziger“.

 Interview im Magazin Stern am 25. März 1982: Darin äußert er sich zum Aussehen und zum vermeintlichen Ende seiner Gesangskarriere wie folgt:

„Ich finde, man hat als Sänger heute die Pflicht, sich in Form zu halten. Denn wenn man die Jugend dazu bringen will, häufiger in die Oper zu gehen, dürfen nicht lauter dicke, alte Leute auf der Bühne herumstehen. Es gibt, auch was das Alter betrifft, eine Grenze. Ich werde noch zehn Jahre singen, dann bin ich fünfzig. Dann werde ich nur noch als Dirigent auftreten. Ich bin auf das Ende meiner Sängerkarriere gut vorbereitet, weil ich das Dirigieren studiert und auch schon ausgeübt habe. Mein Dirigenten-Debüt war 1973 an der City Opera in New York. Ich will nicht als Greis immer noch junge Helden spielen.

Auch dann nicht, wenn die Stimme noch da ist?

DOMINGO: Auch dann nicht. Ich habe letztes Jahr in Wien eine »Fledermaus« dirigiert mit Hans Beirer. Der ist fast siebzig. Das finde ich furchtbar.“

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“. Das hat – so ich mich recht erinnere – einst Konrad Adenauer gesagt!

Aber „Ende gut, alles gut“. Die Rezensentin schließt wie folgt: Zuletzt „standing ovations“, viele laute Bravos und noch eine weitere Anerkennung seiner Leistung: Zum 50-jährigen Berlin-Bühnenjubiläum wird Plácido Domingo zum Ehrenmitglied der Staatsoper Unter den Linden ernannt. Der hat nun einen großen Blumenstrauß im Arm und Tränen in den Augen. Das passende Ende eines unvergesslichen Abends.  

Zum Bericht[2] von Ursula Wiegand

Placido Domingo Ehrenmitglied der Berliner Staatsoper
Musik Heute[3]

Wien und Berlin – das ist eine Hassliebe – oder fällt Ihnen eine bessere Bezeichnung ein. In unserem Forum nützt ein (offenbar) Berliner den Anlass zu einem Seitenhieb gegen Wien: Wenn ich so die Kritiken in Wien von seiner Rundreise lese und die in Berlin, da muss er entweder in Berlin keinen besonders guten Tag gehabt haben oder die Wiener waren in ihrer Bewunderung wohl doch ein bisschen hörgeschädigt.

Einwurf von unserem Leser Franco Bastiano: Domingo hatte seine Zeit. Er hat unbestreitbare Verdienste. Langsam aber wird es unerträglich.
Dass er schon früh einen Hans Beirer kritisierte, dessen Vorstellung er doch (vermutlich schlecht) dirigierte, spricht nicht für ihn.
   Hans Beirer war ein wunderbarer Sänger, der vom Almaviva bis zum Otello und Tristan fast alle sang. Und wie!! In manchen Rollen stach er Domingo sicher aus.
   Und das Alter? Giovanni Martinelli, Tenor, sang mit 82 seine letzte Vorstellung, den Kaiser in Turandot in Seattle 1967. Und das beachtlich. Nicht das Alter entscheidet, sondern das was herauskommt.
   Bei Domingo kommt nicht mehr viel Beachtenswertes heraus.

OPER GRAZ: Leonard Bernstein WEST SIDE STORY
Wiederaufnahme 31.05.2017

Als Kenner und jahrelanger Liebhaber des berühmten Filmes aus dem Jahre 1961 kommt man bei dieser Produktion des Musicals von Leonard Bernstein nicht umhin, dass man ständig ein breites Lächeln im Gesicht hat, weil:  Ja es ist alles genauso wie im Film! Die eigentlich sehr schlicht gehaltene Bühne: Eine typische New Yorker Backsteinfassade samt ihrer ikonischen Feuerleitern steht im Mittelpunkt der Inszenierung von Josef E. Köpplinger, und darum herum hohe Maschendrahtgitter. ..

Zum Bericht[4] von Konstanze Kaas

Neuaufstellung in Trier und Zoff mit dem früheren Intendanten

Theater Trier. Foto: Theater Trier

Nach viel Theater ums Theater in den vergangenen zwei Jahren, die das Theater Trier überregional in die Schlagzeilen führte, erweckt diese Pressekonferenz berechtigte Hoffnung, dass das Stadttheater, wichtig für die Stadt und ein großes, ländliches Einzugsgebiet, wieder zu einem beliebten Ziel vieler kulturinteressierter Menschen werden könnte. Als der Österreicher Karl Sibelius zum Intendanten gewählt wurde, stellte sich so manchem die Frage, wie ein solcher Paradiesvogel in die katholische Provinz passt. Dass dies nicht funktioniert, zeigte sich bereits bei der ersten großen Produktion unter seiner Verantwortung, dem Fidelio, ein Projekt, zu dessen Aufführungen Ohrstöpsel verteilt wurden und das nicht unbedingt jugendfrei war. Es folgten durchaus gute Produktionen, sowohl im Musiktheater wie auch im Schauspiel, aber insgesamt fanden Sibelius‘ Spielplangestaltung, seine persönliche Exaltiertheit sowie seine Personalentscheidungen immer weniger Zuspruch. Dramatische Rückgänge bei den Besucherzahlen und massenhafte Kündigungen der Abonnements waren die Folge… (Quelle: Marianne Binzen vom Theater Trier)

Auch in diesen Zeilen lese ich den Hinweis auf „den Österreicher Karl Sibelius“ . Der Seitenhieb ist unnötig wie ein Kropf!

Der „Österreicher Karl Sibelius“ bezieht sein volles Gehalt bis 2020 (hat den Deal Österreichs Ex-Minister Darabos ausgehandelt?). Mein Mitleid mit dem Ex-Intendanten hält sich in Grenzen!

WIEN:  Grace Bumbry in der Porzellanmanufaktur Augarten


Cornelius Obonya, Grace Bumbry, Daniel Serafin, Karl-Michael Ebner. Foto: Österr. Theaterpreis

Nach Barack Obama würdigt auch der Österreichische Musiktheaterpreis die schwarze Venus für ihr Lebenswerk. Donnerstagabend gab Porzellanmanufaktur Augarten einen Cocktail zu ihren Ehren.

In der Musik-Welthauptstadt Wien für mein Lebenswerk ausgezeichnet zu werden, hat eine besondere Bedeutung. Die Stadt hat so eine Anziehung auf mich, dass ich vor einiger Zeit meinen Lebensmittelpunkt nach Wien verlagert habe, um die kulturelle Vielfalt dieser Stadt zu genießen“.

Na Bravo! Kein Österreich-Bashing ist herauszuhören!

Mörbisch: Intendantenwechsel skurril!

Es erhebt sich für mich die Frage, ob man Gerald Pichowetz im Vorjahr wegen seines Mörbisch-Konzepts oder in Erinnerung an „den Fünfer“ in einer Fernsehserie erkoren hat. „Der Standard“ machte sich Gedanken und sieht die Zukunft von Festspielen nicht rosig – wobei er Wasser auf meine Mühlen gießt, zumal ich mich als Festspielmuffel bereits mehrmals deklariert habe:

Wie auch immer: Auch der Neue wird mit jenen Tendenzen konfrontiert sein, die schon unter Harald Serafin (der Mörbisch in eine Boomphase geführt hat) zutage traten und mit denen auch Nochintendantin Dagmar Schellenberger trotz hoher künstlerischer Qualität zu kämpfen hat: Das Publikum ist nicht mehr bereit, in Extremmassen anzureisen; schon unter Serafin wurde der Höhepunkt des Interesses überschritten. Das erste burgenländische Opfer dieser Entwicklung wurde fast die Oper im Steinbruch St. Margarethen, die von der Esterházy-Stiftung aufgefangen wurde. Ob nun also eine drohende Kostenexplosion oder sonst etwas zum Ende der nie begonnenen Ära Pichowetz geführt hat: Ohne Stars, Blockbuster und Subventionen wird es in Mörbisch für keinen Intendanten ein Happy End geben. –
derstandard.at/2000058556821-1353209096171/Intendantenwechsel-in-Moerbisch-Seefestspiele-skurril[5]

Geld wird man in Mörbisch auch für den geschaßten Intendanten Gerald Pichowetz brauchen. Eine Interviewanfrage lehnte er gestern mit den Worten “ Ich bin nicht der Feind meines Geldes, ich habe einen Fünfjahresvertrag!“ ab.

Was heißt das? Der Steuerzahler wird blechen!

Übrigens, Peter Edelmann ist stolz darauf, „Künstlerischer Direktor“ und nicht Intendant zu sein. „Einen Intendanten hat bereits jedes Kuhdorf“

Erklärend sei gesagt, dass Mörbisch laut Volkszählung 2015 etwa 2.200 Einwohner hat. Allerdings gibt es dort mindestens 5 Hotels! Hat Herr Edelmann zum Einstand mit dem Kuhdorf Mörbisch gemeint? Ich bin Mauerbacher – bei uns leben knapp 5.000 Ortsbewohner – allerdings keine Kühe. Trotzdem fühle ich mich dort nicht als Städter!

„Konzertgänger in Berlin“: Augenschließend: Beatrice Rana spielt Goldberg-Variationen
Im Konzert gewesen. Verliebt. Nicht in die Frau Beatrice Rana! Die wirkt zwar hinreißend, aber der Konzertgänger ist bereits verheiratet mit einer schlechthin vollkommenen Frau. Beatrice Ranas Klavierspiel aber weckt schon nach wenigen Tönen das unwiderstehliche Bedürfnis, die Augen zu schließen, um die Ohren so weit es geht zu öffnen. Der Konzertgänger gibt dem Bedürfnis nach und wird die Augen siebzig Minuten lang nicht mehr öffnen, bis zum letzten G mit dem himmlischen Vorschlag. Und das will bei einer so attraktiven Pianistin etwas heißen
https://hundert11.wordpress.com/2017/06/01/augenschliessend-beatrice-rana[6]

Stockholm: Ragnarök („Götterdämmerung“: the long twilight of the Stockholm Ring

Nina Stemme (Brünnhilde), Ola Eliasson (Gunther). Copyright: Markus Garder

Stockholm
Ragnarök: the long twilight of the Stockholm Ring
bachtrack[7]

Literatur

Gestorben: Tankred Dorst. Foto: Youtube

Schriftsteller Tankred Dorst mit 91 Jahren gestorben
Tankred Dorst, einer der meistgespielten Autoren des deutschen Gegenwartstheaters, ist am Donnerstag in Berlin gestorben, teilte der Suhrkamp Verlag mit. In seinen mehr als 50 Stücken hat sich der vielfach preisgekrönte Dramatiker auf unterschiedlichste Weise mit den Fragen der menschlichen Existenz auseinandergesetzt.
Salzburger Nachrichten[8]

HEUTE GESTORBEN: DIE SCHAUSPIELERINNEN SONJA SUTTER UND HILDE SOCHOR

Nachrufe morgen unter AKTUELLES

WIEN / Leopold Museum: JOANNIS AVRAMIDIS
Vom 19.Mai 2017 bis zum 4. September 2017

Als Grieche geboren, Grieche geblieben

Foto: Leopold-Museum

Das Leopold Museum bleibt auf der neuen Linie des Direktors Hans-Peter Wipplinger: Nicht mehr die Lust an der pittoresken Vergangenheit, sondern die Herausforderung der Gegenwart. In diesem Fall setzt man schon im Hof des Museumsquartiers ein Signal: die 13 Meter hohe „Humanitassäule“, nach komplizierten Verschraubungsvorgängen aufgestellt, verweist auf die Ausstellung des im Vorjahr verstorbenen „Österreich-Griechen“ Joannis Avramidis. Bei seinem Tod war die Ausstellung, die er nicht mehr erleben durfte, schon in Planung.

Zum Ausstellungsbericht[9] von Heiner Wesemann

Wien: Heumarkt-Projekt im Gemeinderat beschlossen
Das umstrittene Projekt zur Umgestaltung des Heumarkts hat im Gemeinderat die notwendige Mehrheit bekommen. Dem Beschluss waren Sticheleien in der Fragestunde und eine stundenlange Debatte vorangegangen.
http://wien.orf.at/news/stories/2846556/[10]

Die berühmte Stadtbaumeisterin Maria Vassilakou hat sich letztlich doch noch durchgesetzt.

Das zu kommentieren, muss zwangsläufig zu Protesten führen. Also lasse ich es und wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/895614_Wir-gehen-nicht-auf-Nummer-sicher.html?em_view
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlin-staatsoper-domingo-gala-zum-50jaehrigen-buehnenjubilaeum
  3. Musik Heute: http://www.musik-heute.de/15817/placido-domingo-ehrenmitglied-der-berliner-staatsoper/
  4. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/oper-graz-leonard-bernstein-west-side-story
  5. derstandard.at/2000058556821-1353209096171/Intendantenwechsel-in-Moerbisch-Seefestspiele-skurril: http://derstandard.at/2000058556821-1353209096171/Intendantenwechsel-in-Moerbisch-Seefestspiele-skurril
  6. https://hundert11.wordpress.com/2017/06/01/augenschliessend-beatrice-rana: https://hundert11.wordpress.com/2017/06/01/augenschliessend-beatrice-rana
  7. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-gotterdammerung-stemme-cleveman-letonja-royal-swedish-opera-stockholm-may-2017
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/schriftsteller-tankred-dorst-mit-91-jahren-gestorben-250212/
  9. Zum Ausstellungsbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-leopold-museum-joannis-avramidis
  10. http://wien.orf.at/news/stories/2846556/: http://wien.orf.at/news/stories/2846556/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/2-juni-2017


1. JUNI 2017

by ac | 1. Juni 2017 08:14

Endlich fertig! György Kurtags Oper „Fin de Partie“ wird nun in Mailand uraufgeführt

Gut Ding braucht bekanntlich Weile. Wenn man dieses Sprichwort auf Kurtags Oper umlegt, muss das Kurtag-Werk ein Superding sein. In Salzburg wurde dafür eigens das Programm umgestoßen (zweimal oder öfter?), nun hat sich Scala-Chef Alexander Pereira die Uraufführung nach Mailand geholt.

Zu den acht neuen Produktionen, die an der Scala im Laufe der Saison 2017-2018 inszeniert werden, zählt die Oper „Fin de Partie“ des ungarischen Komponisten György Kurtag. Das Werk des 91-jährigen Autors, das mit jahrelanger Verspätung vollendet wurde, inspiriert sich an einem Werk von Samuel Beckett und wird an der Scala Weltpremiere feiern, teilte Intendant Alexander Pereira am Mittwoch mit.

Zu den Neuigkeiten der Saison zählt Strauß‘ „Fledermaus“, die bisher noch nie an der Scala inszeniert wurde. Die Oper wird von Zubin Mehta dirigiert. Geplant ist auch ein Konzert der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Zubin Mehta. Der Startenor Jonas Kaufmann wird im Rahmen eines Konzerts auftreten, so Pereira bei der Vorstellung der neuen Scala-Saison in Mailand.

Erstmals an der Scala wird auch die französische Version von „Orphee et Eurydice“ unter dem Dirigat von Michele Mariotti aufgeführt. Die Hauptrolle übernimmt der Starsänger Juan Diego Florenz…

Salzburger Nachrichten[1]

Eröffnet wird die nächste Scala-Spielzeit mit Giordanos Andrea Chenier am 7. Dezember. Anna Netrebko wird die Maddalena singen, Netrebko-Gatte Yusef Eyvazov kommt als Titelrollensänger in den Adelsstand einer Scala-Saisoneröffnung. Der Gerard wird Luca Salsi sein. Dirigiert wird natürlich vom Chef, Riccardo Chailly.

Nachstehend das Scala Programm:

http://www.teatroallascala.org/en/season/2017-2018/index.html[2]

Salzburg: Mezzosopranistin Cecilia Bartoli mit Bart bei den Salzburger Pfingstfestspielen
BR-Klassik[3]

Neu: Dirigent Jiří Bělohlávek heute gestorben

Die Wiener Staatsoper trauert um den Dirigenten Jiří Bělohlávek, der am Morgen des heutigen Donnerstag, 1. Juni 2017, nach kurzer, schwerer Krankheit in Prag verstorben ist. Der 1946 in Prag geborene Jiří Bělohlávek, Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie, leitete an der Wiener Staatsoper die Premierenserie von Dvořáks Rusalka im Jänner/Februar 2014.

Barocktage Melk: Ein Fest für alle Sinne für Jung und Alt
Die Presse[4]

Mörbisch/ Seefestspiele: Ein Paukenschlag – Gerald Pichowetz tritt seine Intendanz nicht an, Peter Edelmann wird Künstlerischer Leiter

Peter Edelmann. Foto: Facebook Edelmann

Völlig überraschend erfuhr die staunende Öffentlichkeit, dass „Der Fünfer“ Gerald Pichowetz nun doch nicht Mörbisch -Intendant wird. Angeblich soll er bereits alles engagiert haben, das sich gut vorkommt, mit Sicherheit aber teuer ist. Viel Geld ist zwar auch kein Erfolgsgarant, Pichowetz dürfte aber den Bogen überspannt und damit für „kalte Füße“ bei den Landespolitikern gesorgt haben. Aus dem Hut wurde Peter Edelmann gezaubert. Es wäre interessant zu wissen, ob sich Herr Edelmann seinerzeit beworben hat und wie er von der Jury gereiht wurde. Neuesten Informationen zufolge soll er aber Zweitgereihter der Findungskommission hinter Pichowetz gewesen sein! Gegen die Wertung „Zweite Wahl“ wird er sich vermutlich wehren – nicht zu unrecht!

Eines ist jedoch klar: die Findungskommission wurde durch diesen Schritt zur Lächerlichkeit degradiert. Ich gehe davon aus, dass Herr Pichowetz für seine bisherige, nun für den Reisswolf bestimmte Arbeit bezahlt werden muss.

Mörbisch/ Seefestspiele
Edelmann statt Pichowetz
Gerald Pichowetz hätte am 1. Jänner 2018 die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch übernehmen sollen. Nun wurde bekannt, dass er das Amt nicht antreten wird. Als neuer künstlerischer Direktor wurde Peter Edelmann bestimmt.
http://burgenland.orf.at/news/stories/2846416/[5]
Kurswechsel im Operettenreich
Wiener Zeitung[6]
Peter Edelmann wird Künstlerischer Leiter in Mörbisch
Schauspieler Gerald Pichowetz gibt sein Amt als Intendant der Seefestspiele Mörbisch noch vor seiner ersten Premiere an den Bariton Peter Edelmann ab.
Die Presse[7]
Peter Edelmann wird künstlerischer Direktor
Nach verschiedenen Vorstellungen über die Ausrichtung kam davor das Aus für vorgesehenen Gerald Pichowetz.
Wiener Zeitung[8]
Pichowetz wird nicht Mörbisch-Intendant – Edelmann übernimmt
Nicht wie ursprünglich vorgesehen Gerald Pichowetz, sondern Peter Edelmann soll den Seefestspielen Mörbisch ab 2018 das erhoffte Besucherplus bescheren. Edelmann, der am Mittwoch von Burgenlands Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) präsentiert wurde, wird nicht als Intendant, sondern als künstlerischer Direktor, der einem Team vorsteht, die Geschicke der Operettenhochburg lenken.
Salzburger Nachrichten[9]
Das kürzeste Gastspiel
Der Standard[10]
Statt Pichowetz kommt Edelmann
https://kurier.at/kultur/moerbisch-trennt-sich-von-pichowetz/267.111.421[11]

Interessant ist, dass die burgenländischen Politiker nicht die Intendanz, sondern „nur“ die Künstlerische Leitung an Peter Edelmann vergaben. Das bedeutet, dass Herr Edelmann nicht über die Finanzhoheit verfügt.

Über die Kür des Herrn Pichowetz hat man sich bereits bei seiner Bestellung gewundert. Bei seinem Wiener Gloria-Theater musste die Stadt Wien eine Insolvenz verhindern, obwohl der Tempel meist gut gefüllt war. Ich war dort auch als (natürlich) Kaufkartenbesucher, als ich aber die politischen Verstrickungen durchschaut habe,war bei mir und den meinen Abstinzenz angesagt! „Wien ist anders“ – was in Wien möglich ist, muss im Burgenland nicht „einigehn“. Ist es auch nicht. Der Herr Niessl ringt mir immer mehr Achtung ab.

Uns ist es egal, mit Mörbisch hatten wir vom Online-Merker kein schlechtes, sondern gar kein „Verhältnis“. Es kann daher nur besser werden – und wenn nicht, dann ist es auch kein Beinbruch!

Darmstadt: Der Weg in den rettenden Zuschauerraum
Miroslav Srnkas gerade erst uraufgeführte Oper „South Pole“, in Darmstadt filmisch inszeniert von Karsten Wiegand.
Frankfurter Rundschau[12]

WIEN/ BURGTHEATER: LIFE CELEBRATION CONCERT am 6. Juni

Erstmals gibt es heuer kein bunt zusammengewürfeltes Programm, die Beiträge verfolgen eine Dramaturgie! Stars sind wie in jedem Jahr vertreten, wenngleich nicht Netrebko & Co. !

 

Life+ Celebration Concert 2017 – Programm

1 Bo Skovhus (Bariton) Alexander von Zemlinsky, Lyrische Symphonie Erster Gesang „Ich bin friedlos“ ca. 11:00 min.     
2 Linda Watson (Sopran) Richard Wagner, Wesendonck-Lieder      5. Lied  „Träume“ ca. 4:50 min.
3 Text 1: Karl Markovics Kurt Tucholsky, Augen in der Großstadt/ Gefühle  ca. 4:00 min.
4 Ekaterina Siurina (Sopran) und Charles Castronovo (Tenor) Erich Wolfgang Korngold, Die tote Stadt Duett  „Glück das mir verblieb“ ca. 6:00 min.
5 Alma Deutscher Alma Deutscher, Violinkonzert 3. Satz  „Allegro scherzando“ (gekürzt) ca. 8:00 min.
6 Text 2: Maria Happel Joseph Roth, Reportagen: Berliner Bilderbuch ca. 4:00 min.                                        
7. Maria Jose Siri (Sopran) Umberto Giordano, Andrea Chénier Arie  „La mamma morta“  ca. 5:00 min.
8 Andrea Care (Tenor) Salvatore Cardillo (lyrics: Riccardo Cordiferro) Lied „Core´ngrato“ ca. 4:20 min.   9 Pumeza Matshikiza (Sopran) Alfredo Catalani, La Wally Arie Wally  „Ebben ne andro lontana“ ca. 4:00 min.

PAUSE

10 Ouvertüre Franz Lehár, Eva Zwanzinette  3:10
11 Angela Denoke (Sopran) Zwei Lieder von Werner Richard Heymann „Heut´ gefall ich mir“ / „Irgendwo auf der Welt“ ca. 6:00 min.                                                                                                          
12 René Pape (Bass) Richard Rodgers, South Pacific Song „Some Enchanted Evening“ ca. 3:20 min.
13 Text 3: Sunnyi Melles Bertolt Brecht, Terzinen über die Liebe Kurt Weill, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny Lied „Alabama Song“ ca. 5:00 min.
14 Yuri Revich Dimitri Shostakovich Violin Konzert No. 1 op. 99, IV. Burlesque ca. 4:40 min.
15 Julia Novikova (Sopran) und René Pape (Bass) George Gershwin, Porgy and Bess Duett  „Bess, You is my Woman now“ ca. 5:30 min.
16 Sumi Jo (Sopran) mit Yuri Revich (Violine) David Lang, Soundtrack Youth – La Giovinezza Lied „Simple Song Number 3“ ca. 6:10 min.
17 Text 4: Chris Lohner, Yvonneka Kálmán Erinnerungen an Emmerich Kálmán ca. 4:00 min.                                                                                                          
18 Daniela Fally (Sopran) Emmerich Kálmán, Die Csardasfürstin Arie  „Heia Heia, in den Bergen“ ca. 3:30 min.
19 Ekaterina Siurina (Sopran) und Charles Castronovo (Tenor) Franz Lehár, Die lustige Witwe Duett  „Lippen schweigen“ ca. 3:30 min.
20 Finale Emmerich Kálmán, Die Csárdásfürstin „Tanzen möcht´ ich“ ca. 3:30 min.

Länge: Netto-Spielzeit 1. Teil: ca. 49 min. 1 20 min. Pause Netto-Spielzeit 1. Teil: ca. 50 min.

Wiener Festwochen / Halle E im MuseumsQuartier: : OBSESSION von Ivo van Hove


Foto: Wiener Festwochen

Nach dem Film „Ossessione“ von Luchino Visconti
Produktion: Toneelgroep Amsterdam
Premiere in Wien:  31. Mai 2017 

Keine Produktion der Wiener Festwochen war so schnell und gründlich ausverkauft wie diese. Wenngleich „Visconti“ und auch „Toneelgroep Amsterdam“ durchaus reizvolle Namen sind (die Truppe hat bei den Festwochen schon einiges Interessante gezeigt, vor allem ihre monströs langen Shakespeare-Produktionen), so konzentrierte sich zweifellos das Interesse auf die Person von Jude Law.

Der sehr attraktive britische Mittvierziger war in den letzten erfolgreichen Sherlock-Holmes-Verfilmungen ebenso dabei wie beim Remake von „Sleuth“, wo er an der Seite von Michael Caine in dem genialen Zwei-Personen-Thriller brillierte. Nun gab es also die Gelegenheit, ihn im Theater zu sehen – wobei er im heimatlichen London, wo er in dieser Produktion bis vor wenigen Tagen auf der Bühne stand, gemischte Kritiken erntete…

Zum Premierenbericht [13]von Renate Wagner

WIEN / Vienna’s English Theatre:  BEAU JEST von James Sherman . Premiere: 30. Mai 2017

Foto: Vienna’s English Theatre

Wer je eine jüdische Mame gekannt hat, weiß, dass sie ihre Familie im Griff hat – Mann und Kinder haben gar keine andere Möglichkeit, als nach der Pfeife dieser unendlich wohlmeinenden Dame, die alles besser weiß, zu tanzen. Und natürlich möglichst alles zu tun, was sie erfreut. Das mag wie ein Klischee klingen, ist aber in zahllosen jüdischen Familien Realität. Und bei allem Psychoterror, der mit der übergroßen Liebe verbunden ist, nicht unbedingt eine schlechte Sache…

Zum Premierenbericht[14] von Renate Wagner

Schriftsteller Tankred Dorst mit 91 Jahren gestorben
Tankred Dorst, einer der meistgespielten Autoren des deutschen Gegenwartstheaters, ist am Donnerstag in Berlin gestorben, teilte der Suhrkamp Verlag mit. In seinen mehr als 50 Stücken hat sich der vielfach preisgekrönte Dramatiker auf unterschiedlichste Weise mit den Fragen der menschlichen Existenz auseinandergesetzt.
Salzburger Nachrichten[15]

Wien/ Festwochen: Sex sollen sie haben, drei Mal so viel!
Berührend und heiter: die Pointen von sechs Sex-Leben in „All the sex I’ve ever had“ bei den Festwochen.
Wiener Zeitung[16]

Österreich: Ex-Außenminister Alois Mock ist tot

Ex- Außenminister Alois Mock ist tot. Der frühere ÖVP- Chef und Vizekanzler starb im Alter von 82 Jahren, wie Donnerstagmittag bekannt wurde.

Walter „Bandy“ Kollmann ist tot

 

Er war in meiner Jugend eines meiner Vorbilder. Zu dieser Zeit hieß der zentrale Abwehrspieler noch „Stopper“  später „Libero“)- und Walter „Bandy“ Kollmann war der „Stopper“ meines Lieblingsvereins Wacker Wien. Der Höhepunkt seiner Karriere: 1954 verteidigte „Bandy“ für Österreich den dritten Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz.

Morgen wird Walter „Bandy“ Kollmann, verstorben im 85. Lebensjahr, auf dem Inzersdorfer Friedhof (1230 Wien) um 13 h zu Grabe getragen.

In eigener Sache:

Ich danke allen, die mich in der Geschäftsstelle anlässlich meines Geburtstages besucht und mich mit Süßigkeiten verwöhnt haben.  An sich verschweige ich Geburtstage, überhaupt „unrunde“, diesmal wollte ich mit dem Hinweis Besucher zu unserer Veranstaltung am vergangenen Montag locken. Nun, die meisten besuchten mich „inofiziell“ – und da gibt es manch anregendes Gespräch. Unsere Ausstellung ist noch bis zum 27.6. bei freiem Eintritt geöffnet (16-19 h oder gegen tel. Voranmeldung unter 813 62 85), ich freue mich auf Ihren Besuch.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/kurtag-feiert-an-der-scala-weltpremiere-von-fin-de-partie-250160/
  2. http://www.teatroallascala.org/en/season/2017-2018/index.html: http://www.teatroallascala.org/en/season/2017-2018/index.html
  3. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/interview-cecilia-bartoli-salzburger-festspiele-ariodante-100.html
  4. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5223957/Barocktage-Melk
  5. http://burgenland.orf.at/news/stories/2846416/: http://burgenland.orf.at/news/stories/2846416/
  6. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/895322_Kurswechsel-im-Operettenreich.html?em_view
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5226973/Peter-Edelmann-wird-Intendant-in-Moerbisch
  8. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kulturpolitik/895292_Peter-Edelmann-wird-kuenstlerischer-Direktor.html?em_view
  9. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/pichowetz-wird-nicht-moerbisch-intendant-edelmann-uebernimmt-250053/
  10. Der Standard: http://derstandard.at/2000058518855/Pichowetz-wird-doch-nicht-Intendant-bei-den-Seefestspielen-Moerbisch
  11. https://kurier.at/kultur/moerbisch-trennt-sich-von-pichowetz/267.111.421: https://kurier.at/kultur/moerbisch-trennt-sich-von-pichowetz/267.111.421
  12. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/theater/staatstheater-darmstadt-der-weg-in-den-rettenden-zuschauerraum-a-1287903
  13. Zum Premierenbericht : http://der-neue-merker.eu/wiener-festwochen-obsession
  14. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-viennas-english-theatre-beau-jest
  15. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/schriftsteller-tankred-dorst-mit-91-jahren-gestorben-250212/
  16. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/895321_Sex-sollen-sie-haben-drei-Mal-so-viel.html?em_view

Source URL: http://der-neue-merker.eu/1-juni-2017


31. MAI 2017

by ac | 31. Mai 2017 09:18

Riccardo Muti über seine Staatsopernpläne in Wien

Wenn ein normalsterblicher Sänger, kein Operngott, für die sämtliche Gesetze außer Kraft gesetzt sind,  Pläne für 2019 ausplaudert, rotieren die Opernintendanten – wohl nicht nur in Wien. Wer aber traut sich Riccardo Muti zu maßregeln, wenn der munter und detailliert Pläne für das übernächste Jahr ausplaudert? Niemand – denn der Maestro ist kein einfacher Zeitgenosse. Also was sprach Riccardo Muti?

Die Wiener Staatsoper wird 2019 eine neue „Cosi fan tutte“ herausbringen – mit zwei Mutis an Bord: Während die 44-jährige Chiara Muti die Regie der Mozart-Oper übernimmt, wird Papa Riccardo wie schon bei der Premiere der aktuellen Inszenierung von Roberto de Simone aus 1994 am Pult stehen. Dies teilte der Dirigent in einem Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ am Dienstag mit.

Seine 44-jährige Tochter sei mit Opern, nicht zuletzt von Mozart, sehr vertraut. „Sie hat ihr Talent mit der Regie von ‚Manon Lescaut‘ in Rom und ‚Die Hochzeit des Figaro‘ in Neapel und Bari bewiesen“, sagte Muti.

Auch an der Wiener Staatsoper freut man sich über den vereinbarten Coup. „Es war sehr schön für mich zu sehen, wie gern Muti vergangenen Herbst in Japan mit unserem Orchester gearbeitet hat. Und wir freuen uns alle sehr, dass wir bei diesem sehr erfolgreichen Gastspiel seine Rückkehr an die Wiener Staatsoper mit einer gemeinsamen ‚Cosi fan tutte‘-Neuproduktion vereinbart haben“, so Direktor Dominique Meyer gegenüber der APA.

Direktor Meyer assistiert ihm bei dieser Indiskretion, was bleibt ihm auch übrig. Geschätzter Herr Direktor, könnten Sie uns bei dieser Gelegeheit gleich das gesamte Programm für die Saison 2018/19 verraten – oder soll der Rest ein Geheimnis bleiben?

Wien: Staatsoper bringt 2019 neue „Cosi fan tutte“ mit Muti-Duo
Die Wiener Staatsoper wird 2019 eine neue „Cosi fan tutte“ herausbringen – mit zwei Mutis an Bord: Während die 44-jährige Chiara Muti die Regie der Mozart-Oper übernimmt, wird Papa Riccardo wie schon bei der Premiere der aktuellen Inszenierung von Roberto de Simone aus 1994 am Pult stehen. Dies teilte der Dirigent in einem Interview mit der römischen Tageszeitung „Il Messaggero“ am Dienstag mit.
Salzburger Nachrichten[1]

Wien/ Staatsoper: HEUTE Besetzungsänderung bei „Der Rosenkavalier“

Chen Reiss, die derzeit auch als Marzelline in „Fidelio“ im Haus am Ring zu erleben ist, singt anstelle der erkrankten Daniela Fally die Sophie in „Der Rosenkavalier“ am 31. Mai 2017.

Wiener Staatsoper: Nun doch noch eingetroffen: SIEGFRIED an der Wiener Staatsoper

Was Stefan Vinke als Siegfried und Wolfgang Ablinger-Sperrhacke als Mime im 1. Aufzug des 2. Wiener „Siegfried“ der laufenden Saison an stimmlichem und schauspielerischem Feuerwerk im 1. Aufzug entfalten, sucht seinesgleichen und reicht eigentlich für eine ganze Oper, ja vielleicht sogar einen ganzen Abend des „Ring des Nibelungen“! Dieser 1. Aufzug sprühte vor Emotionalität beider, die darstellerisch wie sängerisch auf Augenhöhe agierten, wobei es Stefan Vinke bei den Schmiedeliedern zu einer konditionellen und sängerischen Höchstleistung brachte. Er scheint als Siegfried noch stärker geworden zu sein als zuvor und dürfte zusammen mit Stephen Gould nun mit Abstand der beste Rollenvertreter sein. Bei ihm passt einfach alles zusammen, die Bewegung, die Mimik, das Eingehen auf seine Mitsänger und -sängerinnen, so auch mit Petra Lang im 3. Aufzug. Auch hier hatte Vinke noch beachtliche stimmliche Reserven aufzubieten. Wolfgang Ablinger-Sperrhacke ist wohl ebenfalls einer der besten Mime unserer Tage. Mit seinem kraftvollen Charaktertenor und einem glaubwürdigen sowie nie manierierten Spiel zeichnete er ein starkes Rollenporträt von Siegfrieds Ziehvater…

Zum Bericht[2] von Klaus Billand

NEU/ Aktuell: Pichowetz als Intendant in Mörbisch „gefeuert“
Streit wegen des vorzeitigen Abgangs von Gerald Pichowetz als Intendant der Seefestspiele in Mörbisch. Die ÖVP kritisiert die Vorgangsweise. Details sollen am Nachmittag bei einer Pressekonferenz von SP-Kulturlandesrat Helmut Bieler bekannt gegeben werden.

Wie wir in Erfahrung bringen konnten, soll der neue Intendant Peter Edelmann – Sohn des Kammersängers Otto Edelmann – heißen

NEU IN UNSEREN KRITIKEN

DORTMUND/ Konzerthaus: DAS RHEINGOLD/ konzertant am 29.5.2017 (zu erleben auch bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden)

Konzerthaus Dortmund. Das Rheingold mit Dirigent Marek Janowski. © Pascal Amos Rest

Auch bedingt durch die thematisierte Kritik am Frühkapitalismus verleitet Das Rheingold Regisseure und wegen der ungewöhnlichen Spielorte (u.a. auf dem Grunde des Rheins oder unterirdische Kluft) auch Bühnenbildner zu mehr oder weniger verständlichen Lösungen.

Durch solches nicht abgelenkt ermöglichte volle Konzentration auf Musik und Text eine konzertante Aufführung, wie sie jetzt nach Hamburg und vor Baden-Baden stattfand im Konzerthaus Dortmund – auch folgend der langen Tradition von konzertanten Opernaufführungen. Es spielte das NDR Elbphilharmonie Orchester anstelle von Thomas Hengelbrock unter Leitung von Marek Janowski – in Dortmund als Wagner-Dirigent erstmals  1975, in Berlin mit seinen konzertanten Wagner-Aufführungen  noch mehr  bewundert und zuletzt „Bayreuth-erprobt“, wie es im  Programm  der Aufführung in Hamburg heißt.

Zum Bericht[3] von Sigi Brockmann

Am 3. Juni im Festspielhaus Baden-Baden

HEIDELBERG: WIR GRATULIEREN (Mazl Tov) von M. Weinberg/ DER RING DES POLYKRATES von E.W. Korngold

Der Ring des Polykrates“. Copyright: Annemone Taake

Das Theater Heidelberg kombiniert zwei Opern von Komponisten des 20.Jahrhunderts: Mieczyslaw Weinbergs  ‚Wir gratulieren‘ (Mazl Tov) mit dem Einakter ‚Der Ring des Polykrates‘ von Wolfgang Korngold.  Beide  Komponisten sind wenig im Repertoire vertreten, der polnisch russische Exilkomponist Weinberg wird gerade erst wieder mit Die Passagierin und Der Idiot nach Dostoljewsky wiederentdeckt. Gemeinsam ist beiden Komponisten, daß sie vor dem Nationalsozialismus und seiner Expansion fliehen mußten. Korngold in die USA und Weinberg in die Sowjetunion, wo er als Jude ebenfalls Repressalien ausgesetzt ist…

Zum Premierenbericht[4] von Friedeon Rosén

Durch die Risse des Jahrhunderts
Mieczyław Weinbergs „Wir gratulieren“ und Erich Wolfgang Korngolds „Der Ring des Polykrates“ am Theater Heidelberg
Neue Musikzeitung/nmz.de[5]

BUDAPEST/Staatsoper:  Székely fonó (Die Spinnstube) von Zoltán Kodaly 28.5. 2017 

Copyright: Szilvia Csibi

Bei einer Dauer von etwa 80 Minuten sieht man sich an der Ungarischen Staatsoper natürlich mit dem Problem konfrontiert, womit man diese „Oper“ kombinieren kann. In früheren Jahren wählte man dafür entweder ein ungarisches Ballett von Bartók oder eine andere einaktige Oper. Für diese neue Produktion aber beschritt man – wohl aus Kostengründen – völlig neue Wege, indem man das Duna Art Ensemble, eine ungarische Volkstanzgruppe, unter der Leitung von István „Szalonna“ Pál, im ersten Teil zeigte.

Zum Bericht[6] von Harald Lacina

BERLIN / Philharmonie: Szenischer Barockmusikabend mit Joyce DiDonato; 30.5.2017
In Krieg und Frieden – Harmonie durch Musik

Zum Bericht [7]von Dr. Ingobert Waltenberger

SALZBURGER PFINGSTFESTSPIELE: Die Triebfeder der Erotik. Regisseur Christof Loy im Interview über Georg Friedrich Händels Ariodante
 

 
Christof Loy gewann den Opera Award als “Regisseur des Jahres 2017”.© Eduard Staub

Das einzige Foto ohne „Frau mit Bart“: Katryn Leweck und Tänzer

Das Interview finden Sie als Presseaussendung der Salzburger Pfingstfestspiele in unseren heutigen INFOS DES TAGES / Aktuelles

Jonas Kaufmann wurde zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt
http://www.musikaliskaakademien.se/index.html[8]

Braunschweig: Explosive Partitur – Riccardo Zandonais „Giulietta e Romeo“ in Braunschweig
Neue Musikzeitung/nmz.de[9]

Stockholm: An outstanding Swedish Sieglinde in a strongly cast Walküre in Stockholm
bachtrack[10]

Siegfried as Swedish Midsummer Vigil in the Stockholm Ring
bachtrack[11]

London: L’Elisir d’Amore

Pretty Yende als Adina. Copyright: Tristram Kenton

L’Elisir d’Amore review at Royal Opera House, London – “genuinely special’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/lelisir-damore-review-royal-opera-house[12]

L’elisir d’amore, Royal Opera House — a sunny delight
https://www.ft.com/content/18b3228c-451b-11e7-8d27-59b4dd6296b8[13]

Berlin: Frank Castorf inszeniert künftig am Berliner Ensemble
Als erstes Stück bringt Castorf Victor Hugos sonst am Musicaltheater gespieltes Drama „Les Misérables“ (Premiere 1.12.) auf die Bühne.
Berliner Morgenpost[14]
Das plant Oliver Reese für das Berliner Ensemble
Münchner Merkur[15]
Wir Spielwütigen
Tagesspiegel[16]
„In Berlin herrscht ständiges Kommen und Gehen“
Oliver Reese stellt seine Pläne für das Berliner Ensemble vor: Ein Gespräch über Musealität, Aufbruch und Angst.
Frankfurter Rundschau[17]

Ich kenne die Situation rund um das „Berliner Ensemble zu wenig, um mich dazu seriös  äußern zu können. Es scheint aber, als würde Oliver Reese sehr geschickt vorgehen, jedenfalls hat er durch das Castorf-Engagement die Phalanx der „Alten Ausgebooteten gesprengt!

Unter’m Strich

USA/ Trump-Sprecher: Merkels Aussagen „großartig“
Sean Spicer freut sich. Die Äußerungen der deutschen Kanzlerin, die Europäer müssten ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen, entsprächen dem, was Trump gefordert habe.
Die Presse[18]

Österreich: Rosenkrieg in der Endphase: In der Koalition wird nur noch blockiert
SPÖ und ÖVP streiten über Beschäftigungsbonus und Sicherheitspaket.
Oberösterreichische Nachrichten[19]

Auch hier gilt: Zwei seriöse Zeitungen, informieren Sie sich selbst.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

 

 

  1. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/staatsoper-bringt-2019-neue-cosi-fan-tutte-mit-muti-duo-249884/
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-siegfried-ring-zyklus-2
  3. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/dortmund-konzerthaus-das-rheingold-konzertant
  4. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/heidelberg-wir-gratulieren-mazl-tov-von-m-weinberg-der-ring-des-polykrates-von-e-w-korngold-premiere
  5. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/durch-die-risse-des-jahrhunderts-mieczylaw-weinbergs-wir-gratulieren-und-erich-wolfgang-korng
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-staatsoper-szekely-fono-die-spinnstube
  7. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/berlin-philharmonie-szenischer-barockmusikabend-mit-joyce-didonato-in-krieg-und-frieden-harmonie-durch-musik
  8. http://www.musikaliskaakademien.se/index.html: https://deref-gmx.net/mail/client/rWqIXnqjwkI/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.musikaliskaakademien.se%2Findex.html
  9. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/explosive-partitur-riccardo-zandonais-giulietta-e-romeo-in-braunschweig
  10. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-walkure-holm-letonja-stemme-beskow-lundgren-stockholm-may-2017
  11. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-siegfried-cleveman-stemme-lundgren-holm-stockholm-may-2017
  12. https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/lelisir-damore-review-royal-opera-house: https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/lelisir-damore-review-royal-opera-house
  13. https://www.ft.com/content/18b3228c-451b-11e7-8d27-59b4dd6296b8: https://www.ft.com/content/18b3228c-451b-11e7-8d27-59b4dd6296b8
  14. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/berlin/article210742981/Frank-Castorf-inszeniert-kuenftig-am-Berliner-Ensemble.html
  15. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/plant-oliver-reese-fuers-berliner-ensemble-8362201.html
  16. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/berliner-ensemble-wir-spielwuetigen/19871544.html
  17. Frankfurter Rundschau: http://www.fr.de/kultur/theater/oliver-reese-in-berlin-herrscht-staendiges-kommen-und-gehen-a-1287188
  18. Die Presse: http://diepresse.com/home/ausland/aussenpolitik/5226842/TrumpSprecher_Merkels-Aussagen-grossartig
  19. Oberösterreichische Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Rosenkrieg-in-der-Endphase-In-der-Koalition-wird-nur-noch-blockiert;art385,2582334

Source URL: http://der-neue-merker.eu/31-mai-2017


30. MAI 2017

by ac | 30. Mai 2017 09:07

Botha-Grabstätte auf dem Wiener Zentralfriedhof. Foto: Renate Wagner

Etwas enttäuscht zeigten sich Renate Wagner und Anwältin Susanne Kosesnik-Wehrle, die Sonntag gemeinsam das Botha-Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof besuchten.

Ich sehe aber neben dem schlichten Grabkreuz frische Blumen, was bedeutet, dass der im Vorjahr verstorbene Tenor nicht vergessen ist.

Es handelt sich um ein Ehrengrab der Stadt Wien. Ich gehe davon aus, dass sich die Stadt Wien für ihre Ehrengräber nicht schämen will!

BR-Klassik stellt vor: Okka von der Damerau (Mezzosopran)

 

Okka von der Damerau im Wiener „Rheingold“ als „Erda“. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Mit ihrer dunkel volltönenden Stimme will die Mezzosopranistin Okka von der Damerau nicht nur die Opernwelt erobern. Sie steckt derzeit auch in der heißen Probenphase für ein Liedprogramm. Anfang Juli steht sie mit Mahler und Brahms im Rahmen von LIEDERLEBEN auf der Bühne. Bei U21 gibt’s einen Vorgeschmack.

BR-Klassik stellt vor: Okka von der Damerau
BR-Klassik[1]

Die Wiener Staatsoper reagiert zu den von mir gestern angesprochenen Zeitangaben bezüglich der  Opernaufführungen

Angabe der Schlusszeit im Monatsspielplan/Abendplakat/Homepage etc.:

Pro Produktion wird ein Richtwert in unserem Dispo eingegeben (z.B. nachdem wir wissen, wie lange „Pelléas et Mélisande“ dauert, also normalerweise nachd er GP) wird das Vorstellungsende aktualisiert (das zuvor ja nur geschätzt wurde). Vom Dispo wird es dann überall übernommen. Natürlich kommt es in einem Repertoirehaus wie dem unseren zu Unterschieden je nach Dirigent, bei langen Werken und insbesondere bei Wagner natürlich mehr. Konkret war Siegfried bis 22.00 Uhr angegeben, weil es plus minus 5 Stunden dauert.

-> Streaming: Ich habe mich erkundigt, und tatsächlich ist es so, dass es in diesem System im Moment rein technisch nicht möglich ist, eine Vorstellung länger als 5 Stunden anzusetzen. Da beim Streaming das halbstündige Vorprogramm dazugezählt wird, konnte „Siegfried“ nur mehr 4,5 Stunden dauern. Deshalb der eklatante Unterschied zur realen Vorstellungsdauer. Tut mir leid!

Dank an den Pressesprecher MMag. Comploi für die sachliche Antwort. Jetzt wissen wir, dass wir uns auf die bei den Streams angegebene Endzeit nicht verlassen dürfen. In der Stream-Ankündigung dauert nämlich die „Götterdämmerung“ am Pfingstmontag nicht länger als „Siegfried“.  Kein Problem, wenn man es weiß. Dass Herr Schneider bei „Götterdämmerung“  zum Sprinter wird, habe ich sowieson nicht angenommen.

Dank an jene Schneider-Fans, die mich zum Abenessen einladen wollen, zumal mir meine Frau wegen der Verspätung nur eine Knackwurst offeriert hat. Ich komme natürlich nicht darauf zurück, ein Abendessen ist für mich ohnehin ungesund. Kommen Sie aber bei mir in der Galerie vorbei, da reden wir bei einem Glaserl Wein darüber!

Bleiben wir beim Thema „Dirigenten“.  Teodor Currentzis zählt zu den „gehypten Maestros“

Dr. Robert Quitta schreibt in „Die Presse“: Teodor Currentzis gilt als der „angesagteste“, manche sagen „gehypteste“ Dirigent unserer Zeit. Man nennt ihn „extravaganten Feuerkopf“ oder „detailversessenen Fanatiker“ oder gleich „Genie“. Im Sommer wird er in Salzburg im Jahr eins der Ära Hinterhäuser Mozarts Requiem und „La Clemenza di Tito“ dirigieren, in der nächsten Saison gilt ihm im Konzerthaus wieder ein eigener Zyklus, und sein Name ist der einzige, den der designierte Staatsoperndirektor, Bogdan Roščić, bezüglich einer zukünftigen Zusammenarbeit bisher genannt hat.

Currentzis in Russland: Musik unter Wasser und bei Sonnenaufgang
Der extravagante Dirigent Teodor Currentzis hat aus dem Diaghilev-Festival ein Event der Extreme gemacht.
Die Presse[2]

Die Hype ist natürlich speziell bei den Wiener Opernfreunden gefährlich, denn die Schneider-Fans“ werden wohl bestenfalls nur sehr langsam zu Currentzis überlaufen. Wer immer dann unter Bogdan Roscic den „Online-Merker“ macht, sie oder er wird gehörig darauf achten müssen, keinem „Bashing“ aufzusitzen.

München: Ganz große Oper
Werbefilm für Münchens Opernhaus
Münchner Abendblatt[3]

Göttingen: Händel-Festspiele Göttingen mit geringerer Auslastung
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2017 haben wie im Vorjahr rund 19.000 Besucher angelockt. Davon kamen etwa 13.000 zu kostenpflichtigen Veranstaltungen (2016: 12.000). Die Auslastung habe jedoch mit 70 Prozent deutlich unter den 88 Prozent des vergangenen Jahres gelegen, teilten die Veranstalter am Montag mit. Ein Grund sei, dass mehr Veranstaltungen als zuvor in großen Spielstätten in Göttingen und der Region stattgefunden haben
Musik heute[4]

Manchmal ist ein Rückschritt auch ein Fortschritt. „Größer, höher, schneller“ – das ist nicht auf alle Bereiche anwendbar!

Österreichischer Musiktheaterpreis mit Ehrung für Grace Bumbry

Am 1. Juni 2017 lädt die Porzellanmanufaktur Augarten gemeinsam mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis Pressevertreter zum Cocktail für Grace Bumbry, die bei der Matinée am 25. Juni 2017 mit dem Goldenen Schikaneder für ihr Lebenswerk ausgezeichnet werden wird.

Grace Bumbry. Foto: Österreichischer Musiktheaterpreis

Detaillierte Informationen zum Österreichischen Musiktheaterpreis finden sich auf der Website auf http://www.musiktheaterpreis.at[5] sowie in der Presseinformation anlässlich der Bekanntgabe der Nominierungen auf https://www.leisure.at/de/presse/3454/Oesterreichischer-Musiktheaterpreis-[6]

NEU IN UNSERER WEBSITE: INTERVIEW MIT MARTIN ACHRAINER ONLINE!

Martin Achrainer im Gespräch mit Harald Lacina. Copyright: Barbara Zeininger

ZUM INTERVIEW[7] Martin Achrainer

Die Wiener Sängerknaben laden zu einem Vorsingen im Wiener Augartenpalais ein.

Wiener Sängerknaben. Foto: Sängerknaben
 
(Wien, Mai 2017) Die Wiener Sängerknaben sind immer auf der Suche nach jungen, talentierten und vor allem interessierten Nachwuchssängern. Daher werden regelmäßig Vorsingen organisiert, bei denen Knaben im Alter von sieben bis zehn Jahren die Chance haben, sich für den Knabenchor zu qualifizieren. Am 10. Juni von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr ist es im Augartenpalais wieder soweit.

Der Online-Merker stellt junge Künstler vor

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Christoph Ungerböck (Tenor) mit seiner Klavierbegleiterin Eriko Takahashi. Foto Esther Hatzi

Dies geschah im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Bilder aus Schweden“, zu besichtigen täglich von 16-19 h.

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Die Ausstellung „Bilder aus Schweden“ wurde bis zum 27.6. verlängert.

Österreichische Nationalbibliothek: DAS DOROTHEUM LÄDT EIN

5 Museen – 1 Abend – 0 Euro

 

 

DAS DOROTHEUM LÄDT EIN

5 Museen – 1 Abend – 0 Euro

„Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“ heißt es normalerweise im Wiener Dorotheum. Am Donnerstag, 1. Juni 2017, gibt es ausnahmsweise auch ein „zum Vierten und zum Fünften“. Denn an diesem Abend lädt das größte Auktionshaus Mitteleuropas kulturinteressierte NachtschwärmerInnen von 18 bis 21 Uhr in die fünf musealen Bereiche der Österreichischen Nationalbibliothek ein. Prunksaal, Literaturmuseum, Globenmuseum, Papyrusmuseum und Esperantomuseum öffnen ihre Pforten und bieten freien Eintritt, spannende, kostenlose Überblicksführungen in Deutsch und Englisch und sogar einen Sprach-Crashkurs an. Zu entdecken gibt es dabei gleich drei aktuelle Sonderausstellungen…

Österreich: Klage Marika Lichter gegen Jazz Gitti abgewiesen
Die Zivilklage der Künstleragentin Marika Lichter gegen Jazz Gitti auf Honorarzahlung für den Erstkontakt zur Teilnahme an den „Dancing Stars 2016“ des ORF ist am Montag am Gericht in Korneuburg abgewiesen worden. Grundsätzlich habe es eine Vermittlungstätigkeit von Frau Lichter gegeben, verwies der Richter auf das Jahr 2011. Für 2016 sei das aber nicht ausreichend bewiesen.
Salzburger Nachrichten[8]

Deutschland
Helene Fischer beim Pokalfinale ausgepfiffen
Experte erklärt, was hinter den Reaktionen gegen Helene Fischer steckt

Focus online[9]

Ich glaube auch, dass sich die Reaktionen nicht (allein) gegen Helene Fischer gerichtet haben, bei den „Toten Hosen“ wäre es wohl ähnlich gewesen. In der Halbzeitpause will der Fußballfan sein Bier trinken und über den Schiedsrichter schimpfen. 
Eine Warnung war das auch für Jonas Kaufmann, Anna Netrebko und Co. Unsere Opernstars sind aber schon deshalb ungefährdet, weil sie ohne Gage nicht auftreten. Helene Fischer tat das sehr wohl, wegen der unbezahlbaren Werbung beim „Massenprogramm“. Ich denke, sie wird es nie wieder tun!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. BR-Klassik: https://www.br-klassik.de/themen/u21/okka-von-der-damerau-u21-radio-sendung-100.html
  2. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/klassik/5226003/Perm_Currentzis-in-Russland_Musik-unter-Wasser-und-bei-Sonnenaufgang
  3. Münchner Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/kino/article210728417/Ganz-grosse-Oper-Werbefilm-fuer-Muenchens-Opernhaus.html
  4. Musik heute: http://www.musik-heute.de/15796/haendel-festspiele-goettingen-mit-geringerer-auslastung/
  5. http://www.musiktheaterpreis.at: http://www.musiktheaterpreis.at
  6. https://www.leisure.at/de/presse/3454/Oesterreichischer-Musiktheaterpreis-: https://www.leisure.at/de/presse/3454/Oesterreichischer-Musiktheaterpreis-
  7. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/martin-achrainer-der-saenger-der-sich-nicht-selber-einbringt-in-die-rollengestaltung-der-tut-mir-leid
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/klage-marika-lichter-gegen-jazz-gitti-abgewiesen-249783/
  9. Focus online: http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/helene-fischer-beim-pokalfinale-ausgepfiffen-experte-erklaert-was-hinter-den-reaktionen-der-fans-steckt_id_7191485.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/30-mai-2017


29. MAI 2017

by ac | 29. Mai 2017 08:37

Gestern an der Wiener Staatsoper: Der wohl längste Siegfried der Musikgeschichte. Stefan Vinke als Siegfried, Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Beginn: 17,03, Fall des Schlussvorhangs 22,23 h (von der Wiener Staatsoper im Streamingportal angegebener Schluss 21,30 h). Überzogene Zeit daher rekordverdächtige 57 (!) Minuten – und das ohne besondere Zwischenfälle, die eine längere Pause bedingt hätten. 

Natürlich kann ich meine Behauptung belegen, ich habe in Wikipedia die Aufführungsdauer der einzelnen Ring-Teile eruiert. Die Daten stammen aus Bayreuth, wobei anzunehmen ist, dass in Bayreuth wohl die vorgegebenen Tempis des Komponisten berücksichtigt werden (wird sind ja nicht in Buenos Aires bei einem Kurz-Ring).

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen[1]

Der Rekordmann punkto Schnelligkeit: Lorin Maazel mit einer Gesamtdauer (alle 3 Akte, natürlich ohne Pause)  von 3 Stunden und 36 Minuten

Das Gegenteil, der Rekordmann punkto Langsamkeit: Hans Knappertsbusch  mit 4 Stunden und 5 Minuten.

Vom ersten Einsatz des Dirigenten Peter Schneider bis zum Fallen des Schlussvorhanges vergingen gestern somit 5 Stunden und 20 Minuten (von mir bei der Streamübertragung festgestellt und jederzeit belegbar). Rechnet man nun zwei Pausen zu jeweils (angegeben) 20 Minuten ab, verbleiben 4 Stunden und 40 Minuten. 35 Minuten länger als „Kna“, das  schafft sicher auch ein Peter Schneider nicht, also wurden offenbar auch die Pausen ausgedehnt. Um das Minus von 35 Minuten im Vergleich zu Hans Knappertsbuch verständlich zu machen, müssten die Pausen auf jeweils 37,5 Minuten gedehnt worden sein. Das wurden sie allerdings sicher nicht.

Da ich mir diesen „Siegfried“ im Büro angesehen habe, hat meine Frau nach meinen Angaben das Abendessen um 22 h bereitet (da war – gemessen an den Angaben der Staatsoper –  ein dicker Zeitpolster drinnen, denn vom Büro in meine Wiener Wohnung gehe ich in etwa 10 Minuten.

Um 22,35 war ich tatsächlich daheim, mein Abendessen war bereits an die Hunde verfüttert und ich musste mir eine Knackwurst aus dem Kühlschrank nehmen! Meine Frau war schwer indigniert und hat mir die Sache natürlich nicht geglaubt.

Das wäre verkraftbar, nicht verkraftbar sind aber verpasste Zugverbindungen der Besucher aus den Bundesländern.

Liebe Staatsoper, wie kann man derart falsche Angaben machen, noch dazu, wo Peter Schneider den „Siegfried“ erst vor zwei Wochen dirigiert hat und die Staatsoper Vergleichszahlen hat. Ist man unflexibel – oder lässt der Kundendienst zu wünschen übrig?

Meine Frage an die Staatsoper: Wie kommen die Kunden dazu, derart falschen Angaben ausgeliefert zu sein?

Um Missverständnissen vorzubeugen und nicht in Streit mit den zahlreichen Schneider-Fans beim Merker zu geraten: mein Vorwurf richtet sich an die Staatsoper, nicht an den Maestro.

Bisher war übrigens Thomas Gottschalk – der den Siegfried in Bayreuth sicher schon erlebt hat – der Weltmeister im Überziehen der Sendezeit. „Wetten, dass“ hat aber nie mehr als 40 Minuten länger gedauert. Die Wiener Staatsoper hat damit Chancen für das Buch der Rekorde, die Musikgeschichte muss wohl umgeschrieben werden.

Dr. Ulrike Messer-Krol war in der Vorstellung: Als der Vorhang fiel, habe ich sofort meine Tasche hochgenommen, nach dem Handy gegriffen und es eingeschaltet : 22h22 – alle Nachbarn haben zugeschaut. Auf dem  Programmaushang in der Oper, , wegen des Wochenendes sicher schon Freitag gedruckt, stand Ende 22h Uhr.  Da scheint es wenig Kommunikation mit dem Streamingdienst zu geben.

 Aber lang war es natürlich schon, auch die Pausen gefühlt länger als sonst.

Doch das lag auch zum einem guten Teil am Siegfried von  Herrn Vinke, was beim Steaming vielleicht nicht so auffiel: Er hat die Szene im 2. Akt  ROHR – HORN sehr lange ausgespielt, so habe ich das noch nie gesehen. Es schien sogar Herrn Schneider zu ausführlich…Doch hat er großartig gesungen, lang jährige Opernfreunde haben gesagt, noch nie so ein lang gehaltenes hohes C gehört zu haben !

…Das nur in Kürze.

Wien/ Staatsoper: Rosenkavalier am Samstagabend“
“Rosenkavalier 27.5.
http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/arosen5.htm[2]

BERLIN/ Staatsoper: „LA DAMNATION DE FAUST“

 

Wer schaut sich freiwillig ein Pokalfinale an, wenn er zur selben Zeit mit Hector Berlioz zur Hölle fahren kann? O mérikariu! O mévixé! Mérikariba!, wie es (sehr frei nach Goethe) im finalen Pandämonium von La damnation de Faust heißt. Da schunkeln und walzern die höllischen Heerscharen in so trostloser Pracht, dass auch eine Helene Fischer kein Buh befürchten müsste, nur ein anfeuerndes: Has! Has! (Quelle: Albrecht Selge in „Konzertgänger in Berlin

Aber lesen Sie doch selbst

Berlin/ Staatsoper: Missbräuchlich: Berlioz“ „La damnation de Faust“ an der Staatsoper Berlin
https://hundert11.wordpress.com/2017/05/28/missbraeuchlich-berlioz-la-damnation[3]

Bizarres Faust-Spektakel von Gilliam in Berliner Staatsoper

Faust verkauft seine Seele an die Nazis und Gretchen wird in ein Konzentrationslager deportiert: Monty Python-Mitbegründer Terry Gilliam hat Goethe tief in den braunen Sumpf gezogen. Hakenkreuz und Hitlergruß, braune Uniformen und gelbe Davidsterne – der Amerikaner lässt in seiner Version von Hector Berlioz‘ „La Damnation de Faust“ an der Berliner Staatsoper die SA-Puppen tanzen.
Salzburger Nachrichten[4]
Inszenierung von Terry Gilliam in der Staatsoper: Braune Teufel
„La damnation de Faust“ als Nazi-Reigen: Die Staatsoper zeigt Terry Gilliams Berlioz-Inszenierung mit Simon Rattle als Dirigent
Tagesspiegel[5]
Hitler, Faust und die schöne Jüdin
Berliner Morgenpost[6]
Staatsoper Berlin: „Fausts Verdammnis“ als Menuett mit Pogrom
Berliner Zeitung[7]

Ein echter Aufreger also in Berlin. Wie würden wir Wiener darauf reagieren? Ich möchte es gar nicht wissen, bei uns hat schon eine Dusche im Wald beim Macbeth der Vera Nemirova aufgeregt. Was hätte wohl Helmut Qualtinger gesagt: „A matte Sach“

Berlin/ Komische Oper: Neues Werk von Aribert Reimann: „Leg dein Kopftuch ab, Medea!“
Für Aribert Reimann ist Medea die Fremde, die in ihrer neuen Umwelt ausgegrenzt wird. Jetzt ist das provozierend aktuelle Werk des wichtigsten deutschen Opernkomponisten der Gegenwart erstmals in Berlin zu erleben.
Neue Zürcher Zeitung[8]

Budapest Staatsoper Péter EÖTVÖS Love and Other Demons 27.5.2017 (Premiere am 27.1.2017)

Copyright: Csibi/Nagy/ Rakossy

Vom Glyndebourne Festival wurde diese fünfte Oper des ungarischen Komponisten Péter Eötvös (2.1.1944*) in Auftrag gegeben und erlebte dort am 10. August 2008 ihre Uraufführung. Kornél Hamvai (12.7.1969*) verfasste dafür ein zweiaktiges mehrsprachiges Libretto. Neben Englisch als führender Sprache, verwendete er noch Spanisch, Kirchenlatein und Yoruba, eine Niger-Kongo-Sprache, die in Nigeria, Benin, Togo und Sierra Leone von etwa 30 Millionen Menschen gesprochen wird und die der Autor als Sprache der Sklaven für den Text der Oper einsetzt. Dem Libretto liegt der kurze Roman in fünf Kapiteln des kolumbianischen Literatur-Nobelpreisträgers von 1982, Gabriel José García Márquez (1927-2014), „Del amor y otros demonios“ aus dem Jahr 1994 zu Grunde. Mit diesem Roman popularisierte er den Stil des „realismo mágico“, des magischen Realismus.

Zum Bericht[9] von Harald Lacina

20 Jahre: Das Festspielhaus. St. Pölten feiert
Das Festspielhaus St. Pölten feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen, seit 1997 ist es zu einem Fixpunkt der heimischen Kulturlandsschaft geworden, als Alleinstellungsmerkmal verweist es auf große Tanztheaterproduktionen.
http://noe.orf.at/news/stories/2845811/[10]

Filmfestspiele in Cannes: Die „Goldene Palme“ ging an einen Schweden, der keine Regeln kennt

Die „Goldene Palme“ des 70. Filmfestivals in Cannes ging gestern Abend an Ruben Östlund. Bekannt ist der Schwede für sein starkes Drama „Höhere Gewalt“ („Force Majeure“, 2014), in dem ein Mann ein ungeschriebenes Gesetz bricht. Von einer Lawine bedroht, schützt er sich selbst, nicht Frau und Kinder. Regeln und ihr Aussetzen behandelt ebenso der Film, der ihm gestern den größten Preis für cineastische Qualität eingebracht hat. In „The Square“ geht es um einen Raum innerhalb einer Stadt, in dem jeder das tun kann, was er will. Interessant: Der 43-Jährige entspricht mit der Besetzung dem Hype um das moderne Fernsehen. Die Hauptrolle spielt „Mad Man“-Star Elisabeth Moss…

Salzburger Nachrichten[11]

ORF-Dancing Stars: Darf eine Jury derart verletzten?
Der Fall Nicole Hosp und das indiskutable Verhalten des Balasz Ekker
Kurier[12]

13 Mal Edelmetall bei Großereignissen, davon neunmal bei Ski-Weltmeisterschaften (je dreimal Gold, Silber & Bronze): Okay, die brillante Bilanz der (Ex-)Rennläuferin Niki Hosp (33), die nun im Semifinale der elften Staffel von Dancing Stars mit Profi Willi Gabalier (35) rausflog, blieb im Ballroom zu Recht ohne Belang – das Paar war, objektiv, tänzerisch schwächer als die Top 3…

So weit, so gut. Wäre da aber nicht der bittere Beigeschmack, dass eine ausgebildete Musicaltänzerin, die noch in keiner Disziplin Weltmeisterin war, in einen Bewerb „reingedrückt wurde, der eigentlich Amateuren vorbehalten ist.

Das ist in etwa so unfair wie das Vorgehen eines Fußballclubs (das war Union Mauer, das darf ruhig gesagt werden) in meiner Zeit als Sportfunktionär, der einen 18jährigen im Bewerb der Zwölfjährigen spielen hat lassen, weil die Einwanderungsbehörde das Geburtsdatum nach Angabe des Vaters festsetzte, der wohl auf die Kinderbeihilfe spekuliert hat. Der Einsatz war rechtens, weil die Papiere den Knaben als Zwölfjährigen auswiesen. Der war aber bereits Bartträger, so gewissenhaft arbeiteten die Behörden schon damals. Das dicke Ende kommt in diesem Fall sicher noch, denn nun kann der Junior 6 Jahre später in Pension gehen. Aber die Behörde wird sicher mit sich reden lassen.

Auszug aus dem Kurier:

Damit aber zur Kehrseite der Medaille(n): In allen acht Sendungen wurden Niki und Willi von der Jury gebasht, bis hin zu persönlichen Gefühlsverletzungen. Gabalier erfuhr als Tanz-Choreograf schnöde Schelte vom Kollegen Balázs Ekker, Hosp war gar permanentem Zweifel an ihrer Weiblichkeit ausgesetzt. „Ich würde wieder mitmachen – aber ohne Jury“, sagte sie on air.

Eine schwere Kränkung„, sagte sie dem KURIER – und der KURIER sagt dem Ungarn ungern: Ilyent nem csinálnak (Das tut man nicht) & Ez Egy disz- noság (Das ist eine Schweinerei).

HEUTE/ MONTAG, 29.5: FINNISAGE DER AUSSTELLUNG „COLOURS AN VOICES OF SWEDEN“ mit musikalischem Programm

Ich habe morgen Geburtstag und lade Sie ein, mit mir darauf anzustoßen!

Es ist ein musikalisches Programm vorgesehen!

 

 

Margareta Vilma Grafström: Probierbrot in Backstube. Foto: Barbara Zeininger

Anschließend Geburtstagsfeier des Herausgebers A.C.

Washington: Privatjet von Elvis Presley um 400 000 Dollar versteigert
Mehr als 400 000 Dollar für Flugzeugschrott? Das klingt nach einem schlechten Deal. Trotzdem hat eine fluguntaugliche Maschine bei einer Versteigerung in den USA diesen Preis erzielt – sie gehörte dem King of Rock ’n‘ Roll.
Hamburger Abendblatt[13]

Verrückt, ein Schrotthaufen um 400 000 Euro!

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Woche!

A.C.

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ring_des_Nibelungen
  2. http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/arosen5.htm: http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/arosen5.htm
  3. https://hundert11.wordpress.com/2017/05/28/missbraeuchlich-berlioz-la-damnation: https://hundert11.wordpress.com/2017/05/28/missbraeuchlich-berlioz-la-damnation
  4. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/bizarres-faust-spektakel-von-gilliam-in-berliner-staatsoper-249592/
  5. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/inszenierung-von-terry-gilliam-in-der-staatsoper-braune-teufel/19861622.html
  6. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/berlin-kultur/article210719729/Hitler-Faust-und-die-schoene-Juedin.html
  7. Berliner Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/kultur/musik/staatsoper-berlin--fausts-verdammnis--als-menuett-mit-pogrom-26978988
  8. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/opern-erstauffuehrung-von-aribert-reimann-leg-dein-kopftuch-ab-medea-ld.1296523
  9. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapeststaatsoper-love-and-other-demos-von-peter-eoetvoes
  10. http://noe.orf.at/news/stories/2845811/: http://noe.orf.at/news/stories/2845811/
  11. Salzburger Nachrichten: http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/Goldene-Palme-ging-an-einen-Schweden-der-keine-Regeln-kennt;art16,2580082
  12. Kurier: https://kurier.at/stars/dancing-stars-kraenkt-niki-hosp-darf-die-jury-derart-verletzen/266.571.103
  13. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/musik/article210719919/Privatjet-von-Elvis-Presley-versteigert.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/29-mai-2017


28. MAI 2017

by ac | 28. Mai 2017 08:18

Berlin/ Staatsoper: La damnation de Faust. Charles Castronovo, Florian Boesch. Copyright: Staatsoper Berlin/ Matthias Baus

 Goethes Faust, zur Allegorie auf den Niedergang Deutschlands umgedeutet: Die Premiere von Hector Berlioz‘ dramatischer Legende „La damnation de Faust“ ist am Samstagabend an der Staatsoper Berlin mit begeistertem Applaus aufgenommen worden. Regisseur Terry Gilliam kassierte allerdings auch laute Buhrufe. Der Mitbegründer der britischen Komikergruppe Monty Python schlug einen Bogen von der deutschen Romantik bis zu Hitlers Schreckensherrschaft. Gretchen starb im KZ und wurde von einem Leichenberg in den Himmel geholt… (Quelle: Musik heute)

WIEN/ Staatsoper: Heute wird SIEGFRIED gestreamed

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke (Mime). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Beginn ist 17 h, melden Sie sich über die Homepage der Wiener Staatsoper an

WIEN/ Staatsoper: „DER ROSENKAVALIER“ am 27.5.2017

Peter Rose, Jochen Schmeckenbecher. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Wiener Staatsoper spielte Straussens Meisterwerk in einer der Papierform nach sehr guten Besetzung. Und doch gilt es von Licht und Schatten zu berichten. Viel Schatten: einem Totalausfall am Pult.

So waren, nehmt nur alles in allem, die Begebenheiten.

Zum Bericht [1]von Thomas Prochazka

MANNHEIM: INFINITE NOW (Chaya Czernowin). Nach Grauen noch Oper? Uraufführung 26.5. 2017

Das Ensemble und die Schrecken des Krieges. Copyright: Nationaltheater Mannheim

Es ist Chaya Czernowins drittes Musiktheaterwerk. 1957 wurde sie in Haifa geboren. Sie ist eine Kosmopolitin, lebt abwechselnd in Deutschland, Israel und Japan. Sie unterrichtete Komposition an der Wiener Musikhochschule von 2006 bis 2009, anschließend an der Harvard University, wo sie auch heute noch lehrt. Im Jahr 2006 ergänzte sie für die Salzburger Festspiele Mozarts Fragment „Zaide“ mit einem eigenen Fragment, „Adama“, und erzählte dabei die Geschichte von der unmöglichen Liebe zwischen einer Israelin und einem Palästinenser. „Musik“ ist für Chaya Czernowin „mehr als Harmonie, Melodie und Schöngesang,…, alles Hörbare kann zu Musik werden“, so die Komponistin.

Zum Bericht[2] von Karl Masek

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: TANNHÄUSER am 25.5.2017

Ouvertüre. Copyright Wilfried Hösl/Bayerische Staatsoper

Nun ist auch der „Online-Merker“-Eigenbericht von Gisela Schmöger eingetroffen: Was ist Aufgabe einer Inszenierung? Diese Frage kommt einem bei der Neuproduktion von „Tannhäuser“ (Premiere am 21.05.) in der Regie von Romeo Castellucci an der Bayerischen Staatsoper in den Sinn: Soll in erster Linie die Handlung der Oper auf der Bühne sichtbar gemacht werden oder dient das Libretto lediglich als Basis für die abstrakten Gedanken, die sich der Regisseur zu dem Stück gemacht hat? Letzterer Auffassung war wohl Romeo Castellucci bei seiner Inszenierung von „Tannhäuser“ an der Bayerischen Staatsoper…

Zum Bericht [3]von Gisela Schmöger

Interview mit Peter Schneider online. Peter Jonas: „Ich bin laut Vertrag nicht verpflichtet, etwas mit Ihnen abzusprechen.“

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Gut gelaunt und auskunftsfreudig: Peter Schneider im Wiener Cafe Museum. Foto: Herta Haider

Peter Schneider hat sich in der Hand. Er kommt nicht nur mit den Tristan-Ekstasen schadlos zurecht, sondern auch mit etwaigen Benachteilungen und Enttäuschungen im Berufsleben.

So sprach ich ihn auf München an, wo er bereits in Sawallischs Direktionszeit viel dirigiert hatte, dann Chefdirigent der Bayerischen Staatsoper wurde, unter Mehta noch Erster Gastdirigent blieb und seit Nikolaus Bachlers direktoraler Amtsübernahme nicht mehr aufscheint. Da überrascht uns Schneider mit dem Faktum, dass er sich nie um eine leitende Stellung an diesem Haus beworben hatte, aber nach dem Abschied von Wolfgang Sawallisch vom gesamten Hausensemble zum neuen Musikdirektor gewählt wurde. Obzwar er selbst sogar Bedenken hatte, ob er dieses Amt denn würde ausfüllen können, redete ihm auch der verantwortliche Kultusminister zu, es anzunehmen, zumal der designierte Intendant, Peter Jonas, ein guter Teamworker sei und Schneider ja auch schon mit dem Operndirektor Gerd Uecker (späterer Dresdener Generalintendant) gut zusammengearbeitet hatte. Die gute Zusammenarbeit mit Jonas erwies sich jedoch bald als lückenhaft. Alle wichtigen Entscheidungen wurden von diesem allein getroffen, Schneider erfuhr sie zumeist dann aus der Zeitung. „Wenn aber etwas schief ging, dann war ich schuld.“ Eine Rücksprache mit Peter Jonas ergab: „Ich bin laut Vertrag nicht verpflichtet, etwas mit Ihnen abzusprechen.“ Worauf Schneider nach 5 Jahren von seinem Amt als Chefdirigent zurücktrat. Wohlmeinende Freunde sagten ihm, er hätte eigentlich sollen darauf bestehen, dass er „Generalmusikdirektor“ würde, denn das hätte ihm mehr Rechte gegeben. Aber das tut halt ein Mensch, der bisher immer nur auf Grund seines Könnens eingeladen wurde, eben nicht. – Sein Gastvertrag mit München ist eigentlich nie offiziell aufgelöst worden, es kamen nur keine Anfragen mehr…

Zum Interview [4]Peter Schneider/ Sieglinde Pfabigan

Der „Konzertänger in Berlin“ geht diesmal mit Moskau fremd

Moskau, Bolschoi-Theater in früheren Zeiten

Albrecht Selge ist dieser „Konzertänger“, dessen Berichte ich seit einiger Zeit übernehmen darf. Er berichtet vorwiegend aus Berlin – aber diesmal verschlug es ihn nach Moskau. Allerdings – so ganz ohne Berlin-Bezug war auch dieser Ausflug nicht: Der Konzertgänger macht mal den Opernflieger: Modest Mussorgskys Boris Godunow da, wo er von Rechts wegen hingehört, im Bolschoi-Theater in Moskau. Große Freude, gelinder Kulturschock. Das Ganze im Rahmen einer Reise zum Tschechow-Festival, wo die Komische Oper ihre Zauberflöte aufführt .

Vor Beginn der Vorstellung ein ohrenbetäubendes Klingelton-Gewitter aus allen Lautsprechern — der gleiche Warnhinweis ans Publikum wie in Deutschland, aber zehnmal größer, wie alles in Moskau. Allein die Götter (oder die Teufel) wissen, wie ein Zuschauer es dennoch schafft, sein Handy genau in der Generalpause bimmeln zu lassen, als Boris Godunows Gewissensqualen gerade auf zehrendste Höhe gezüngelt sind. Ruft da etwa der ermordete Zarewitsch an?..

Weiterlesen: „Konzertgänger in Berlin“
Episch: „Boris Godunow“ im Moskauer Bolschoi-Theater
https://hundert11.wordpress.com/2017/05/27/episch-boris-godunow-im-moskauer[5]

HAMBURG/ Elbphilharmonie: DAS RHEINGOLD – konzertant am 26.5.2017

Zum Bericht [6]von Andreas Wilke

Wien/ Festwochen im Museumsquartier: Die Massenflucht aus dem Serail
Die Presse[7]

Wie wird man ein Publikum los? Gar so leicht ist das gar nicht, die Festwochengeher sind hartgesotten und glauben an das Gute. Biologisch dauert der Austausch des Publikums zu lang, deshalm muss man schon schwerere Kaliber verwenden. Bei der Produktion im Museumsquartier sind die Festwochenmacher ihrem Ziel ein gutes Stück nähergekommen. Ein Viertel der Besucher verließ den Ort des Geschehens, ein gutes weiteres Drittel traute sich das nicht – und der Rest war zum Abschlussjubel abkommandiert und musste bis zum Ende ausharren. Weiter so, liebe Festspielmacher, dass wäre doch gelacht, wenn man die alten reaktionären Knacker nicht los würde. Wien muss Wien bleiben – auch politisch!

OPER GERNE, ABER BITTE ZACK ZACK

Lego Oper: Die Zauberflöte in 5 Minuten

Besser und charmanter 😉 kann man in 5 Minuten die völlige Sinnlosigkeit und Unlogik dieses überall beliebten “Machwerks“ von Mozart nicht erklären – dafür den „OPERNFREUND STERN *

ZUM VIDEO[8]

Eine andere Meinung dazu: „Nicht jeder Eure Meinung teilt“!

WIEN/ Scala-Theater: JACOBOWSKI UND DER OBERST von Franz Werfel. Premiere am 27.5.2017

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Hermann J. Kogler, Martina Dähne, Alexander Rossi (Foto: Bettina Frenzel)

Franz Werfels „Jacobowsky und der Oberst“ ist und bleibt ein schönes Stück aus der Lade der „Well Made Plays“, aber heutzutage ist es mehr. Denn da steht ein Flüchtling, dem der Tod im Nacken sitzt, für alle, die verzweifelt davonlaufen mit dem (oft vergeblichen) Wunsch, ein neues Vaterland zu finden. Freilich, so letztendlich gnädig wie mit Jacobowsky geht das Schicksal nicht mit allen um – nicht nur, dass er die Taschen glücklicherweise unerschöpflich voll von Geld hat, der Theatergott in Gestalt von Autor Werfel lässt ihn auch immer wieder Glück haben, wenn er es braucht… und dergleichen gehört wohl eher in die Welt der Fiktion als der Realität…

Zum Premierenbericht[9] von Renate Wagner

Helene Fischer gestern beim deutschen Pokalfinale gnadenlos ausgebuht

Wieviel Fischer braucht der Mensch? Wohl nicht so viel, wie angeboten wird. In der Pause eines Fußballspiels braucht man Helene Fischer wohl gar nicht, wir sind ja nicht bei der Super-Bowl in den USA. Die Folge: Buh-Rufe. Nicht ganz verdient, lernen sollten die Veranstalter!

Eine andere Erklärung hat Leser Andreas Urban dafür: Buhrufe bzw Pfeifkonzert kam wohl nur von den Frankfurt-Fans, weil Helene Fischer bekennende BVB Anhängerin ist.

Das wird auch von anderer Seite bestätigt: „Das hat beim Pokalfinale nichts zu suchen“

Möglicherweise hatten die Pfiffe aber auch etwas damit zu tun, dass Fischer eine klare Präferenz im Finalspiel hatte. Sie ist nämlich ein erklärter Fan von Borussia Dortmund. Wenig überraschend übte Eintracht- Frankfurt- Sportvorstand Fredi Bobic nach dem Spiel scharfe Kritik an Fischers Auftritt. „Das hat beim Pokalfinale nichts zu suchen“, sagte er nach der 1:2- Niederlage seines Teams der dpa. Warum? „Weil wir Fußball spielen und die wahren Fans des Fußballs haben in der Halbzeitpause keine Lust darauf.“ (Quelle: Kronen Zeitung)

Bei so einer Sänger-Besetzung muss man höllisch aufpassen, da hat es ein Operndirektor vergleichsweise leicht. Sänger sollten sich aber nicht als Fans deklarieren (wie es die spanischen Tenöre allerdings tun – Carreras favorisiert Barcelona, Domingo den ewigen Rivalen Real Madrid. Ich würde aber in Wien keinen Opernsänger raten, mit einem Fanschal entweder von Rapid oder Austria die Oper zu betreten. Man kann Anhänger sein, aber man muss nicht provozieren! 

Ich wünsche einen schönen Tag

A.C.

 

  1. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-der-rosenkavalier-14
  2. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/mannheim-nationaltheater-infinite-now-chaya-czernowin-nach-grauen-noch-oper-urauffuehrung
  3. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/muenchen-bayerische-staatsoper-tannhaeuser-neuproduktion
  4. Zum Interview : http://der-neue-merker.eu/peter-schneider-zu-gast-beim-wiener-richard-wagner-verband
  5. https://hundert11.wordpress.com/2017/05/27/episch-boris-godunow-im-moskauer: https://hundert11.wordpress.com/2017/05/27/episch-boris-godunow-im-moskauer
  6. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/hamburg-elbphilharmonie-das-rheingold-konzertant
  7. Die Presse: http://diepresse.com/home/kultur/news/5225185/Die-Massenflucht-aus-dem-Serail
  8. ZUM VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=nYOtvgprqqk&feature=youtu.be
  9. Zum Premierenbericht: http://der-neue-merker.eu/wien-scala-jacobowsky-und-der-oberst

Source URL: http://der-neue-merker.eu/28-mai-2017


27. MAI 2017

by ac | 27. Mai 2017 08:22

 

Pfingstfestspiele in Salzburg. Erwartet uns eine sensationelle Besetzung der Titelrolle? Copyright: Monika Rittershaus

Nein, hinter dem Bart steckt nicht die (oder der), den Sie zu erkennen glauben. Conchita Wurst bei den Pfingstfestspielen  – das wäre freilich der „Überhammer“!  Es ist allerdings die Intendantin persönlich, die in die Rolle des „Ariodante geschlüpft ist: Cecilia Bartoli!

(nur sehr teilweise von Mozart)

LES ROBOTS NE CONNAISSENT PAS LE BLUES. Copyright: Wiener Festwochen

Die Wiener Festwochen sind anders geworden. Sie sind auf der Suche nach einem neuen Publikum. Ob der Spagat gelingt? Als Wiener muss ich es hoffen – was bleibt mir schon übrig? Persönlich ist es mir wurscht, ich war früher seltener Besucher von Festwochenaufführungen und werde in Zukunft dieses Quantum noch weiter drastisch reduzieren. Zum Glück kommt es aber auf mich nicht an. 

Nie im Leben werde ich den Diskurs mit einem Mitarbeiter vergessen, der gerade eine Hymne auf ein mit dieser Produktion vergleichbares Event abgeliefert hatte. „Verstanden habe ich den Blödsinn nicht“ meinte der Experte zu mir. Meine Frage, warum er dann gejubelt habe, beantworte er wie folgt: „Rund um mich waren die Leute begeistert, ich kann doch nicht gegen einen Jubel anschreiben“.

Das kann man wirklich nicht, wenn man ein ramponiertes Rückgrat hat. Anders ist da Renate Wagner gestrickt, die sich – und manchmal auch mich – ohne Rücksicht auf Verluste in Bedrängnis bringt. Sie schreibt, was Sie erlebt und empfunden hat – und sie nennt die Dinge auch beim Namen. Man muss nicht damit einverstanden sein, aber dann sollte man zumindest erklären können, warum der Jubel nach einem Stück, bei dem nach 40 Minuten die Besucher scharenweise die Aufführung verlassen haben (gegen die Gastronomie an einem lauen Mai-Abend haben selbst bessere Projekte schlechte Chancen – und außerdem ist das Leben zu kurz, um es zu verplempern) berechtigt ist.

Die Rezension beginnt wie folgt: Damit wir es nur wissen: „Klassische Musik ist Ihre Apotheke“. Und: „In der Oper sterben die Frauen, und die Männer machen Kunst daraus.“ Aber Sprüche dieser Art, noch viel viel mehr und viel viel banaler, werden erst am Ende des Abends im MuseumsQuartier durch den Zuschauerraum getragen. Zur Belehrung des Publikums, die offenbar das dringlichste Ziel von „Les Robots ne connaissent pas le Blues oder Die Entführung aus dem Serail“ ist. Die Wiener Festwochen haben die nicht eben taufrische Produktion des Theaters Bremen (aus dem Jahr 2015) eingeladen, um uns wieder einmal alle Multi-Kulti-Probleme unter die Nase zu reiben, die zu wissen und verarbeiten wir ja von selbst zu dumm sind.

Was es mit den Robotern auf sich hat, die keinen Blues kennen („Blues“ als Musik oder „Blues“ als trübe Stimmung? Wer weiß das schon?), ist nicht klar. Ein bisschen „Entführung“, die ja auch im Titel steht, gibt es immerhin, wenn auch nicht gerade auf dem Niveau, das wir gewöhnt sind (oder gerne gewöhnt wären). Aber wer Produktionen der diesjährigen Wiener Festwochen besucht, muss aufgeschlossen sein für alles – oder er kann (und die Karten sind ja auch nicht geschenkt) dann nach einiger Zeit schweigend das Weite suchen, was an diesem Abend sehr viele Leute getan haben…

Zum Premierenberich[2]t von Renate Wagner

Fotos vom „Sommernachtskonzert in Schönbrunn“ online

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Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Mehr Fotos im Album Wiener und andere Events/ Album 2[3]

Und Rezensionen haben wir natürlich auch anzubieten:

Wien/ Schloss Schönbrunn
Wo sich Feuervogel und Neptun Gute Nacht sagten
Schönbrunn-Konzert der Philharmoniker: Die Akustik hat sich verbessert, die Sicherheitskontrollen sind noch ein wenig gewöhnungsbedürftig.
Wiener Zeitung[4]
Märchen mit dem Rücken zum Schloss
Der Standard[5]

NEU: Fidelio als zusätzliche Liveübertragung via WIENER STAATSOPER live at home am 2. Juni 2017

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Camilla Nylund als Leonore/Fidelio. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Die Vorstellung von Beethovens Fidelio am Freitag, 2. Juni 2017 wurde kurzfristig zusätzlich in das Programm von WIENER STAATSOPER live at home aufgenommen und kann somit live bzw. innerhalb von 72 Stunden live-zeitversetzt zur gewünschten Beginnzeit weltweit erlebt werden: In der Produktion von Otto Schenk und unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister sind Camilla Nylund als Leonore, Günther Groissböck als Rocco, Chen Reiss als Marzelline, KS Peter Seiffert als Florestan, Jörg Schneider als Jaquino, Albert Dohmen als Don Pizarro und Boaz Daniel als Don Fernando zu erleben.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Livestream: www.staatsoperlive.com[6]

Budapest/ Erkel Theater Ernő Dohnányi:  „A Tenor“ – 25.5.2017

Foto:  Szilvia Csibi, Péter Herman, Péter Rakossy (wer nun?).

Der ungarische Pianist und Komponist Ernő Dohnányi, in deutscher Transkription Ernst von Dohnányi (1877 – 1960), stellt in musikalischer Hinsicht den konservativsten Repräsentanten der Trias Bartók – Kodály – Dohányi dar. Er schrieb 4 Bühnenwerke, davon drei Opern. 2002 gelangte seine dreiaktige Oper „A vajda tornya“ (Der Turm des Woiwoden) zu einer bemerkenswerten Aufführungsserie am Erkel-Theater in Budapest. Nun hat sich die ungarische Staatsoper seiner komischen Oper „Der Tenor“, op. 34, die auf die Komödie „Bürger Schippel“ des deutschen sozialkritischen expressionistischen Dramatikers Carl Sternheim (1878-1942) zurückgeht, besonnen. Sie selbst stellt den sechsten Teil von Sternheims im Zeitraum von 1908 bis 1923 entstandenen Komödien-Zyklus „Aus dem bürgerlichen Heldenleben“, mit denen der Autor die Moralvorstellungen des Bürgertums der Wilhelminischen Zeit angriff, dar. Das Libretto zu der dreiaktigen Oper, die im Zeitraum von 1920-27 entstanden war, stammt von Ernő Góth und wurde von Zsolt Harsányi ins Ungarische übersetzt. Die Uraufführung fand am 9. Februar 1929 in Budapest statt…

Zum Bericht[7] von Harald Lacina

Nun online gegangen: Das Interview mit Alois Mühlbacher (15,5. in der Online-Galerie)

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Alois Mühlbacher beim Online-Merker. Copyright: Barbara Zeininger

Seine Kindheit war stark von Singen beeinflusst, seine Zukunft wird es sicher auch sein.

ZUM INTERVIEW[8]

STIFT MELK/ NÖ: BAROCKTAGE 2017 – RESTKARTEN ERHÄLTLICH

Liebe Freundinnen und Freunde der Barockmusik,

die Vorfreude steigt! Kommende Woche wird das Stift Melk wieder zur Bühne einmaliger Aufführungen, berührender Darbietungen und unvergesslicher, musikalischer Momente. Von 1. bis 5. Juni steht ein farbenreiches Programm mit Matineen, Kinderkonzerten sowie stimmungsvollen Abendaufführungen zur Auswahl. Für einzelne Konzerte sind noch Restkarten verfügbar! Ist Ihre Wunschvorstellung bereits ausverkauft? Kontaktieren Sie unser Kartenbüro – wir führen Wartelisten, fragen lohnt sich!

Wir freuen uns auf Sie! KS Michael Schade und das Team der Barocktage

KLASSIK GERNE – ABER ZACK-ZACK:
Heute: DER LÜGENDE WOLLHÄNDLER, Opernfreunden auch bekannt als „Der fliegende Holländer“

Lego-Oper in sechseinhalb Minuten

ZUM VIDEO[9]

Die „Eugen Onegin“ – Premiere in Graz ist zwar erst im Dezember, auf eine der Mitwirkenden weisen wir jedoch gerne hin

Wer einmal bei uns war, den/die verlieren wir nicht aus den Augen. Wie eben die Mezzosopranistin Christiane Baader, die in der Grazer Produktion „Eugen Onegin (Premiere 16.Dezember) als „Larina“ mit dabei ist:

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Christina Baader (links mit dem Orangenjuice) war auch schon beim Online-Merker zu Gast. Foto: Esther Hatzi

Christina Baader bei der Eröffnung der Domingo-Ausstellung in Wien. Foto: Franz Morgenbesser

http://www.oper-graz.com/production-details/eugen-onegin[10]

Wien: Schauspieler Rainer Frieb gestorben
http://wien.orf.at/news/stories/2845714/[11]

ORF: Dancing Stars: Es war der letzte Tanz für Niki Hosp
Kleine Zeitung[12]

Gut, Niki Hosp war erfolgreiche Schifahrerin und ist eher keine begnadete Tänzerin, wie auch Otto Retzer und Fußballer Walter Schachner keine begnadeten Tänzer sind. Dass sie aber vom ORF als Staffage und Quotengaranten für als Sieger vorprogrammierte gelernte Tänzer herhalten müssen, halte ich persönlich für einen Skandal. Die beiden genannten Sportler haben in ihrer Sparte weit mehr erreicht als für Musicals ausgebildete Tänzer, die meiner Ansicht nach in diesem Sendungsformat nichts verloren haben. Der Sinn der Angelegenheit – soferne man von einem Sinn reden kann – ist doch, dass wohl „prominente“ (was Prominenz ist, wäre auch zu hinterfragen ), aber tänzerisch bestenfalls durchschnittlich begabte „Personen des öffentlichen Lebens“ beweisen, dass man durch hartes Training und durch die Hilfe von Tanz-Profis ein herzeigbares Tanzniveveau erreichen kann. Nun ist eine Musicaldarstellerin mit entsprechender und professioneller Tanzausbildung im Finale – und das halte ich für grundfalsch. Schuld daran sind die Sendungsmacher und „Caster“, denn die besagte Tänzerin kann natürlich nicht absichtlich hinfallen, um nicht zu gewinnen! Fair ist es nicht, ein Grund mehr, die „Dancing-Stars“ nicht anzusehen.

Politik:

Unter’m Strich

Österreich: Migrantenpartei will bei Nationalratswahl antreten
Kronen Zeitung[13]

Ich würde mich wirklich freuen, wenn das gelänge. Allerdings fürchte ich, dass dem Erfolg die absolute Uneinigkeit dieser Gruppen entgegensteht

Wien: Ultimatum an SPÖ-Bezirksrat wegen sexistischer Äußerung
http://wien.orf.at/news/stories/2845598/[14]

Den Blödsinn, den dieser „Volksvertreter“ verzapft hat, will ich hier nicht wiederholen. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass man Bundeskanzler und Minister abberufen kann, jedoch keinen gewählten Bezirksrat gegen dessen Willen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C.

  1. Salzburger Nachrichte
    : http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/pfingstfestspiele/sn/artikel/salzburger-pfingstfestspiele-frau-ritter-traegt-bart-249423/
  2. Zum Premierenberich: http://der-neue-merker.eu/wiener-festwochen-les-robots-ne-connaissent-pas-le-blues-oder-die-entfuehrung-aus-dem-serail
  3. Mehr Fotos im Album Wiener und andere Events/ Album 2: https://get.google.com/albumarchive/116698068026384758269/album/AF1QipNYFJAbePrHeuVLzHe4nNG1TLke4JIe__S0ywX3
  4. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/894397_Wo-sich-Feuervogel-und-Neptun-Gute-Nacht-sagten.html?em_view
  5. Der Standard: http://derstandard.at/2000058309865/Sommernachtskonzert-Maerchen-mit-dem-Ruecken-zum-Schloss
  6. www.staatsoperlive.com: http://www.staatsoperlive.com
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/budapest-erkel-theater-a-tenor-von-erno-dohnanyi
  8. ZUM INTERVIEW: http://der-neue-merker.eu/alois-muehlbacher-die-kindheit-wurde-dem-gesang-gewidmet-und-das-weitere-leben-wohl-auch
  9. ZUM VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=KUcJdPmhQG8
  10. http://www.oper-graz.com/production-details/eugen-onegin: http://www.oper-graz.com/production-details/eugen-onegin
  11. http://wien.orf.at/news/stories/2845714/: http://wien.orf.at/news/stories/2845714/
  12. Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/kultur/medien/5224939/Halbfinale-von-Dancing-Stars_Es-war-der-letzte-Tanz-fuer-Niki-Hosp
  13. Kronen Zeitung: http://www.krone.at/oesterreich/auch-migrantenpartei-will-bei-wahl-antreten-zukunftsbewegung-story-571279
  14. http://wien.orf.at/news/stories/2845598/: http://wien.orf.at/news/stories/2845598/

Source URL: http://der-neue-merker.eu/27-mai-2017


26. MAI 2017

by ac | 26. Mai 2017 07:44

Sommernachtskonzert“ vor dem Schloss Schönbrunn – saukalt war es! Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

Warum „Sommernachtskonzert“? Nacht stimmt – aber Sommer nicht. Der Sommer beginnt am 21. Juni  – und selbst der Herr Großbauer, der Philharmoniker-Vorstand,  dem schon manches gelungen, aber auch einiges misslungen ist, schafft es nicht, im Mai eine Sommernacht herbei zu zaubern. 90 000 waren gesterm im Schönbrunner Schlosspark!

Die Bühne wurde heuer erstmals umgedreht und direkt vor dem Schloss errichtet – der Gloriette zugewandt, wo zusätzlich zu den 54.300 maximal im Schlosspark zugelassenen Besuchern etwa noch
einmal 30.000 bis 40.000 weitere dem Konzert beiwohnten, heuer erstmals mit Blick auf die Bühne, statt auf ihre Hinterseite.
Begründet wurde der Schritt mit dem Wunsch „das zauberhafte Schloss ins Zentrum zu rücken“, so Philharmoniker-Vorstand Andreas Großbauer in seinen Begrüßungsworten, sowie mit der akustischen Verbesserung.

Renee Fleming, Christoph Eschenbach. Copyright: DI. Dr. Andreas Haunold

 Denn trotz des populären Mottos und einer Verbeugung vor dem modernen Märchen aus der Traumfabrik Hollywood, hat diese Sommernacht im besten Sinn kein Wunschkonzert geboten.
US-Sopranistin Renee Fleming sorgte zwar mit den bekannten Dvorak-Arien der Armide und der Rusalka – die Seenixe zitierte sie auch mit ihrem schillernden ersten Outfit – für ebenso zarte wie
fulminante Begegnungen mit dem großen romantischen Opernrepertoire, setzte aber mit der Orchester-Bearbeitung dreier Lieder von Rachmaninow auch auf seltenere Edelsteine des klassischen
Liederbogens.

Enden ließ man den – inzwischen ziemlich kalten – Abend zunächst auf einer heißen Note, mit Strawinskys „Feuervogel“-Finale. Und erwärmte dann zumindest das goldene Wienerherz und das der
internationalen Fernsehzuschauer mit Strauß‘ idealtypisch musiziertem Postkarten-Walzer „Wiener Blut“. Das Park-Parkett gehörte standesgemäß den spontanen Walzer-Tänzern.

Wiener Staatsoper: Linda Watson singt auch in der zweiten „Rosenkavalier-Vorstellung (27.5.) die Marschallin

Sophie Koch, Linda Watson. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Wien/ Staatsoper
Zarte Triebe
„Der Rosenkavalier“ mit Linda Watson an der Staatsoper
Wiener Zeitung[1]

Neuer Intendant der Genfer Oper:«Eine Zukunft voller Kreativität»
Der gebürtige Zürcher Aviel Cahn wird ab der Saison 2019/2020 Intendant des Grand Théâtre de Genève. Cahn leitet seit 2009 die Flämische Oper und gilt als Vertreter eines avancierten Musik- und Tanztheaters.
Neue Zürcher Zeitung[2]

Der Name Aviel Cahn taucht immer wieder auf, wenn es gilt, einen Opern-Intendanten zu besetzen. Natürlich bildete er in Wien die – wie sich letztlich herausgestellt hat – Staffage für die Kür von Bogdan Roscic.

Fort Worth: Nachwuchspianisten starten beim Van Cliburn Wettbewerb
Fort Worth/Berlin (MH) – Der Van Clilburn Klavierwettbewerb in Fort Worth (Texas) begann am Mittwoch seine 15. Ausgabe. Bis zum 10. Juni stellen sich 30 Talente aus 15 Ländern einer Jury um den Dirigenten Leonard Slatkin. Der erste Preis ist mit 50.000 US-Dollar dotiert. Aus Deutschland tritt die in Hamburg aufgewachsene Caterina Grewe an.
Musik heute

Wiesbaden: Erfolgreiche Bilanz der Internationalen Maifestspiele 2017. Sonntag „Götterdämmerung“ in Star-Besetzung

Mit Richard Wagners »Götterdämmerung«, in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel, finden die Internationalen Maifestspiele 2017 am Sonntag, den 28. Mai ihren krönenden Abschluss. Auf der Bühne sind unter anderem Andreas Schager, Samuel Youn, Albert Pesendorfer und Evelyn Herlitzius zu erleben. Beim Public Listening wird die Oper, die im ausverkauften Großen Haus des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden zu erleben ist, für die Zuschauer live und kostenfrei am Warmen Damm übertragen. Der Abend endet mit der Outdoor-Performance »Vebrannte Erde« von Markus Öhrn und Arno Waschk und erinnert ein letztes Mal an das diesjährige Motto »Die Welt in Bewegung«.

Fotos aus unserer Galerie online


Martin Achrainer, dahinter die kolorierten Skizzen von Maragareta Vilma Grafström. Copyright: Barbara Zeininger

Zu den Fotos KÜNSTLERGESPRÄCH MARTIN ACHRAINER sowie Künstlergespräch Alois Mühlbacher und Vernissage Colours an Voices of Sweden[3]

Besuchen Sie mich in unserer Galerie und schauen Sie sich die Ausstellung an. Nachmittags bin ich praktisch immer anwesend (Samstag muss ich sogar meinen Enkel, das schlimmste Kind von Mitteleuropa und Umgebung, hüten – und ein Glaserl Wien halte ich immer bereit (für Sie, nicht für den Enkel). Montag findet eine Finissage mit einem Gesangsprogramm statt.

Die Wiener Festwochen gehen wirklich völlig neue Wege

 

Wiener Festwochen im Volkstheater: DEMOCRACY IN AMERICA von Romeo Castellucci
Wiener Premiere am 23. Mai 2017, besucht wurde die Vorstellung am 25. Mai 2017 

Romeo Castellucci ist der – ja, genau der, den das Münchner Publikum eben erst nach seinem „Tannhäuser“ ausgebuht hat. Und das will etwas heißen, denn dort ist man ja von Klaus Bachlers Gnaden jedes Regie-Tchi-Tchi gewohnt (die „Favoritin“ zwischen Sesseln und dergleichen) und beklatscht es brav. Der Mann muss sie also schon sehr geärgert haben (wir bekommen es ja per Stream zu sehen…).

Bei den Wiener Festwochen ist der Italiener mit seiner „Socìetas“ Dauergast: Castellucci hat schon Scheiße auf die Bühne des Burgtheaters geschaufelt, hat eine Wachkoma-Patientin für eine angebliche Gluck-Inszenierung missbraucht, hat mit einer Kombination von Bibel und Teilchengenerator entsetzlich gelangweilt… und nun ist er in Amerika gelandet.

Vorberichterstattung ist wichtig, damit das Publikum, das am Abend im Theater angesichts des Bühnengeschehens gar nichts kapiert, wenigstens sagen kann, es wüsste, was es gesehen hat. Nun, die Gründung der USA, das Utopie-Projekt des kolonialen Europa, war gar nicht so idealistisch, sagt Castellucci, die weiße Realutopie war von diffusen, religiös motivierten Gefühlen getragen. Ja, ganz richtig. So, wie es damals der „Zeitgeist“ diktierte, der offenbar ein Vorläufer von unserem heutigen Tugend- und Gesinnungsterror war… Es ist immer so leicht und wohlfeil, rückblickend (wie gut sind wir, wie schlecht waren die anderen) historische Ereignisse zu verurteilen. Also, pfui, Bühnen-Shitstorm!

Wie sieht er aus? Ein Ensemble-Kollektiv, das – die Namen jedenfalls sagen es – nur aus Damen besteht, spielt zu Beginn (jede trägt einen Buchstaben auf einer Fahne) Scrabble: Wie viele Wörter kann man aus den Buchstaben von „Democracy in America“ bilden? Eine Menge, vor allem, wenn man es nicht so genau nimmt…

Zum Bericht [4]von Renate Wagner

Renate Wagner hat eine treue „Feindgemeinde“, wohl deshalb, weil sie Dinge beim Namen nennt – und das ist beim heutigen „Kuschel-Journalismus“ offenbar nicht üblich. Das gefällt natürlich vielen nicht, dann kommen böse Mails an die Redaktion. Glauben Sie mir, böse Mails sind mir weit lieber als totale Ignoranz.

Passend zum vorstehenden Festwochenbericht

Wien/ Festwochen: Tomorrowness und Computerliebe
Seit Mittwoch findet die „Hyperreality“-Clubschiene der Wiener Festwochen statt.
Wiener Zeitung[5]

Wien/ Burgtheater: Elf Bewerber um Burgtheater-Intendanz ab 2019
Sieben Männer und vier Frauen haben sich um Nachfolge von Karin Bergmann beworben –

Darunter sind sieben Männer und vier Frauen. Neun Bewerber sind derzeit in Österreich tätig, zwei im Ausland.
Der Standard[6]

Deutschland: Unfassbare Entscheidung bei Relegationsspiel Wolfsburg – Braunschweig

Das war klar absichtliches Handspiel von Gomez. Foto: DPA

Mario Gomez spielte den Ball mit der Hand. Gut, das kann man übersehen. Ein Spitzenschiedsrichter darf es freilich nicht übersehen, wenn er weiter als Spitzenschiedsrichter gelten will. Aber das war noch der kleinere Fehler in dieser Situation, denn Sekundenbruchteile später bekam ein Braunschweig-Abwehrspieler den Ball aus 2 Metern Entfernung an die Hand geschossen – drehte sich dabei noch weg (konnte den Ball also gar nicht sehen) – und die Pfeife entschied auf Elfmeter, der letztlich das Spiel entscheiden sollte.

Schiedsrichter Sascha Stegemann gestand nachher den Fehler ein, es blieb ihn auch nichts anderes übrig. Persönliche Konsequenzen will er keine ziehen.

Meine Freunde kennen folgende Geschichte: Ich wurde in meiner Anfangszeit als Schiedsrichter gepusht, viel zu sehr, viel zu früh, viel zu dumm. Dann bekam ich mein erstes wirklich wichtiges Spiel zu leiten – und mir passierte eine ähnliche Situation, wenngleich nur mit einem, nicht gleich mit zwei Fehlern. Auch dieses Spiel ging 1:0 aus, allerdings für die Gastmannschaft. Ebenfalls war es übersehenes Handspiel – das war meine Schwäche (bei Abseits war ich ziemlich souverän)

Ich habe den vernichtenden Beobachtungsbericht gar nicht abgewartet, sondern für mich die Konsequenz gezogen. Ich habe an mich die Frage gestellt, ob ich nervlich diesem Stress gewachsen bin. Gute Nerven habe ich schon (beim Online-Merker braucht man gute Nerven), aber nicht Nerven wie ein Stahlseil, das Tonnen aushalten muss. Vor allem zielte meine an mich selbst gestellte Frage darauf, ob so etwas wieder passieren könnte. Nun, wenn es einmal passiert ist, kann es wieder passieren – ich habe den Fehler ja nicht mit Absicht begangen.  Ich war von mir selbst enttäuscht und noch am gleichen Tag habe ich meine Abmeldung an den Schiedsrichterausschuss geschickt.

Dann war ich 20 Jahre Vereinsfunktionär, erst danach habe ich die Schiedsrichtertätigkeit zu meiner körperlichen Ertüchtigung wieder aufgenommen, fernab von den wichtigen Spielen und somit weg vom großen Geld. Ich glaube nicht, dass Herr Stegemann einen ähnlichen Maßstab an sich anlegt!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

  1. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/894188_Zarte-Triebe.html?em_view
  2. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/neuer-intendant-der-genfer-oper-eine-zukunft-voller-kreativitaet-ld.1296542
  3. Zu den Fotos KÜNSTLERGESPRÄCH MARTIN ACHRAINER sowie Künstlergespräch Alois Mühlbacher und Vernissage Colours an Voices of Sweden: https://photos.google.com/share/AF1QipOgq-jgXIq581yDT8vAsfeDKdn2iu-rw0HhX0kGLhIk0My3FxlLyrI-F7GmmN4qIA?key=UHM3T25ValAwTEZVbTlQV0RBZzljTDE4VDEwNHRn
  4. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wiener-festwochen-democracy-in-america
  5. Wiener Zeitung: http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/pop_rock_jazz/894183_Tomorrowness-und-Computerliebe.html?em_view
  6. Der Standard: http://derstandard.at/2000058254364/Elf-Bewerber-um-Burgtheater-Intendanz-ab-2019

Source URL: http://der-neue-merker.eu/26-mai-2017


25. MAI 2017

by ac | 25. Mai 2017 09:14

 

Christoph Eschenbach dirigiert heute  die Wiener Pilharmoniker beim weltweit ausgestrahlten Sommernachtskonzert. Copyright: AP / Oczeret

Kaum ein anderes klassisches Open-Air-Konzert in Europa kann sich mit einem so einzigartigen Ambiente wie dem imperialen Schönbrunner Schlosspark messen: Zu Christi Himmelfahrt, am Donnerstag, dem 25. Mai 2017, öffnet die barocke Gartenanlage wieder ihre Pforten für das „Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker“, das heuer zum 14. Mal vor bis zu hunderttausend Besuchern stattfinden wird. Auch in diesem Jahr überträgt der ORF das Musikereignis, das nach dem traditionellen Neujahrskonzert das meistübertragene Konzertereignis der Welt ist, live-zeitversetzt: Um 21.05 Uhr in ORF 2 sowie um 21.55 Uhr in 3sat. Eine Aufzeichnung ist am Sonntag, dem 28. Mai, um 20.15 Uhr in ORF III zu sehen bzw. am Mittwoch, dem 21. Juni, um 14.05 Uhr in Ö1 zu hören.

Mehr als 80 Länder werden wieder die brillanten ORF-HD-Bilder übernehmen, für die zum wiederholten Male ORF-Regisseur Henning Kasten verantwortlich zeichnet.

WIEN/ Staatsoper: FIDELIO mit zahlreichen Wiener Rollendebuts

Peter Seiffert darbt als Florestan. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Renate Wagner war von „Fidelio sehr angetan und bedauert, dass gerade diese Vorstellung nicht per Stream ausgestrahlt wird:

Ein auf den Sitzplätzen ausverkaufter Abend, der Dirigent, die beiden Damen und der Rocco debutierten in ihren Rollen an der Staatsoper. Das Endergebnis war überaus beeindruckend – ein dichter, erlebter, von allen Beteiligten mit starkem Einsatz gestalteter Opernabend. Und eines zeigte sich wieder, das sei gleich am Anfang erwähnt und nicht nur Dominique Meyer (der diesbezüglich wohl nichts mehr „anstellen“ wird), sondern auch seinem Nachfolger ins Stammbuch geschrieben: Es gibt Dinge, an die man nicht rühren soll, und die Wiener Otto-Schenk-Inszenierung des „Fidelio“ gehört dazu…

Es gab also eine neue Leonore, die in Wien zu Recht geschätzte, schöne Finnland-Schwedin Camilla Nylund. Sie absolviert seit Jahr und Tag ein anspruchsvoll-dramatisches Repertoire zwischen Salome und Sieglinde, und so etwas lässt auf die Dauer keine Stimme unbeschädigt. Dennoch singt sie eine sehr schöne, vor allem tief empfundene, mit den dramatischen Ausbrüchen nicht überforderte Leonore, wenn sie auch nicht den Stahl der wirklich „Hochdramatischen“ dafür einzusetzen hat…

Immer wieder hat man Peter Seiffert als Florestan gehört, und immer wieder ist man froh, dass der Moribunde sich so gesund und strahlend-heldentenoral anhört, wie Seiffert es glücklicherweise immer noch in der Kehle hat (ja, gelegentlich, wenn er sich auf Forte-Spitzentöne geradezu draufsetzt, noch lustvoll ausstellt, wie viel Kraft und Ausdauer er besitzt)…

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Günther Groissböck (Rocco). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Bei den Herren debutierte Günther Groissböck als Rocco. Von seinem sensationellen Met-„Ochs“, der die dortige Opernwelt ganz schön aufgemischt hat, nach Hause zurückgekehrt, zeigt er, dass er keine Extrem-Interpretationen braucht, um ein außerordentlicher Darsteller zu sein. Rocco ist ja nun ein zwiespältiger Charakter, aber Groissböck gibt ihm (dass er das Geld zu gern hat, sei’s drum, das passiert vielen) einfach den durchaus positiven Umriß, den liebenden Vater, den anständigen Brotherren – und den Mann, der das Unglück hat, in einer Unrechts-Welt mitmachen zu müssen, was ihm tiefe Gewissensqualen bereitet. Kein Opportunist, kein klammheimlich Gerne-Mitläufer, wie Regisseure von heute ihn gerne verbiegen, sondern ein (wie es ja auch die Musik erzählt) grundanständiger Mann…

Zum Bericht[1] von Renate Wagner

Catania : SALOME – deutsche Oper ist im Süden immer ein Risiko

Eine deutsche Oper ist im Süden immer ein Risiko, allerdings war die Salome in der Volksoper mit guter Besetzung auch nicht gerade ein „Heuler“ und ist selbst an der Wiener Staatsoper nicht immer so ausverkauft, wie angenommen wird. Hier blieben viele Plätze leer, aber die Musikliebhaber, die kamen und dieses Werk hören wollten, konnten sich an einer meisterhafte Umsetzung erfreuen…

Elena Habermann vom Alsergrund begab sich auf die Spuren des Pötzleindsdorfers Sebastian Holecek: Sebastian Holecek ist einfach großartig in dieser Rolle, die Stimme wird immer größer und runder, es ist herrlich, ihm zuzuhören. Es sei auch erwähnt, dass man ihn am allerbesten verstand. Darstellerisch konnte er nicht viel bieten, weil er nur bis zum Oberkörper aus der Zisterne zu sehen ist. Aber mit der Stimme ist diese Rolle voll erfüllt…

Noch ein Wien-Bezug: Eine der beiden Vorstellungen war mit Heldentenor Peter Svensson als Herodes besetzt.

Zum Bericht [2]von Elena Habermann

Salzburg: Dirigent Schuhenn wird Rektor der Universität Mozarteum
Der Dirigent und frühere Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Reiner Schuhenn, wird neuer Rektor der Kunstuniversität Mozarteum in Salzburg. Das ergab die Abstimmung des Universitätsrates über den Dreier-Vorschlag des Senates, wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde. Die Amtszeit des 1962 in Baden-Württemberg geborenen Musikers dauert bis 2021, teilte das Mozarteum mit.
Salzburger Nachrichten[3]

Moskau: Durchsuchungen bei Star-Regisseur Serebrennikow
Hamburger Abendblatt[4]

Angeblich werden Serebrennikov Unterschlagungen angelastet. Weil dies in Russland geschieht, bedeutet das nicht automatisch, dass die Anschuldigungen falsch sind. Barrie Kosky von der Komischen Oper Berlin wirft sich aber sofort für Serebrennikov in die Schlacht, ohne den Sachverhalt überprüft zu haben (wie denn auch?): Wir von der Komischen Oper Berlin sind besorgt über das Vorgehen und die Vorwürfe gegen das Moskauer Gogol Zentrum und seinen künstlerischen Leiter Kirill Serebrennikov. Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky: »Wir haben Kirill Serebrennikov während der Zusammenarbeit in Berlin 2012 und im vergangenen Jahr als inspirierte, engagierte und integre Künstler¬persönlichkeit und als aufrichtigen Menschen kennengelernt und haben weitere Projekte mit ihm verabredet. Vor dem Hintergrund der sich verengenden Freiräume für kritische und unabhängige Kunst und Kultur im heutigen Russland hoffen wir auf eine baldige und faire Aufklärung der erhobenen Vorwürfe. Wir wünschen Kirill, dass er seine erfolgreiche Arbeit in Moskau und darüber hinaus ungestört fortsetzen kann.« Die Komische Oper Berlin präsentiert derzeit auf Einladung der Checkov International Theatre Festival seine Erfolgsproduktion Die Zauberflöte am Bolshoi-Theater…

Hoffen wir also für Herrn Serbrennikov, dass tatsächlich nichts an der Geschichte dran ist – und vor allem, dass er seine Unschuld beweisen kann. In unseren Breiten muss man nicht die eigene Unschuld beweisen, sondern die Schuld muss einem nachgewiesen werden. Wie das in Moskau läuft, weiss ich nicht!

„Ungschauter“ die Hand in Feuer würde ich allerdings für niemand legen, da habe ich mich in der Vergangenheit bereits gehörig verbrannt!

Merker-Mitarbeiter Prof. Ferdinand Dreyer gestorben

 

Ich habe ihn persönlich nie kennenlernen dürfen, Prof. Dreyer lebte in Salzburg, das ist eine Stadt, um die ich – wenn es möglich ist – einen großen Bogen mache. Dennoch standen wir in regelmäßigem Mail-Kontakt. Speziell in meinen Anfangsjahren beim Merker hat er mich oft ermutigt – und ich habe das auch gebraucht. Im Januar dieses Jahres hat Ferdinand Dreyer einen sehr kritischen Artikel über allzu positive Rezensionen im Heft Merker – umlegbar aber auch auf Online – geschrieben und ich habe mich gefragt, warum er sich das antut.Vielleicht hat er gefühlt, dass es „jetzt eh schon wurscht ist“ und gedacht, dass gesagt werden soll, was gesagt werden muss. Vielleicht, vielleicht…

Freunde gewinnt man nicht damit.

Aber Achtung, die ich Ferdinand Dreyer erweise.

Möge er in Frieden ruhen!

Anton Cupak

Künstlergespräche beim Online-Merker:

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Bariton Martin Achrainer (rechts) beim Gespräch mit Harald Lacina. Copyright: Barbara Zeininger

Der Ausfertigungsraum meiner ehemaligen Tischlerei ist ja nicht sehr groß (der weitaus größere Teil ist der Maschinenbereich, der aber noch voll einsatzfähig erhalten ist und bei Veranstaltungen nicht herangezogen wird). Bei 25 Besuchern ist „die Bude voll“, was darüber ist, muss eben stehen (aber wir haben Stehtische, an denen man sich stützen kann, wegschicken wollen wir niemand) . Die Atmosphäre ist dadurch sehr dicht, die meisten Künstler lieben das. Das Gespräch mit dem Bariton Martin Achrainer verlief in besonders dichter und herzlicher Stimmung.

Daneben haben wir noch Ausstellungen laufen. Besuchen Sie diese und mich in der Galerie, nachmittags ab 15,30 h bin ich meist dort!

Am kommenden Montag (29.5.)  um 19,30 haben wir eine Finnisage, bei der meist junge Sänger als Rahmenprogramm auftreten. Montagstermine sind immer problematisch (fragen Sie Theater- oder Kinobesitzer), deshalb lege ich Ihnen den Termin ans Herz. Am darauffolgenden Tag habe ich Geburtstag (nein, ich schreibe bewusst nicht, dass ich den Geburtstag feiere) und ich stoße gerne mit Gratulanten an. „Wer mich liebt, der ist da“ (wenn ich nicht falsch liege, singt das der Escamillo in „Carmen“, berichtigen Sie mich bitte, wenn ich einen Blödsinn verzapfe). Ich erinnere Sie noch daran!

Kobersdorf/ Bgld: Wolfgang Böck geht mit Kleist-Klassiker in die 14. Saison
Heuer: „Der zerbrochne Krug“
Kurier[5]

Filme der Woche

FilmPoster  Piraten der Karibik 5~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[6]

So ausgelutscht können Sujets gar nicht sein, dass Hollywood nicht noch eine (und noch eine) Fortsetzung herauspressen würde, so lange die Chance besteht, noch einen Dollar damit zu machen. Also gibt es die „Piraten der Karibik“, die zu Beginn ein ziemlich irrwitziger Spaß waren, bereits zum fünften Mal – und außer Johnny Depp und Cameo-Auftritten früherer Stars gibt es vor allem neue Gesichter.

Immerhin, man will nicht ungerecht sein: Letztendlich hat man sich dann ja doch ganz gut unterhalten. Denn die neu beauftragten Filmemacher (Regie im Doppelpack: die Norweger Espen Sandberg und Joachim Rønning, die den durchaus respektablen Thor Heyerdahl-Kon Tiki-Film gedreht haben) wussten schon, dass sie dem Publikum etwas bieten müssen. Also gibt es ein paar Mal wirklich atemberaubend komische Action, wo man beim Zuschauen tief Luft holt vor Lachen, und eine Menge neuer Figuren. Fast zu viele.

Rund um „unseren“ Captain Jack Sparrow, den Johnny Depp wieder so unverschämt besoffen, stoned oder was immer, jedenfalls total „daneben“ spielt, wird ein Stückchen Vergangenheit erfunden: Als junger Mann hat er sich irgendwann mit dem Captain Armando Salazar angelegt, der nun mit seinem Schiff als „Geist“ durch die Karibik schwebt und die titelgebende Rache anstrebt: Javier Bardem als weiterer Star des Films ist meist nur stückeweise, gewissermaßen „zerfranst“ zu sehen, so wie man Gespenster halt aus dem Computer zaubert. Eine besondere Aufgabe für einen sonst durchaus besonderen Schauspieler ist das natürlich nicht, er darf gewissermaßen nur die Zähne fletschen…

Vor den politischen Nachrichten des Tages graut mir. Da missbrauchen Menschen das Gastrecht und richten unermesslichen Schaden an.

Na ja, und der Herr Erdogan droht uns auch wieder einmal ! Haben Sie schon nachgedacht, ob wir uns über Erdogans Sanktionen eigentlich  freuen sollten?

Einen schönen Feiertag wünscht

A.C.

  1. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-fidelio-11
  2. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/catania-teatro-massimo-bellini-salome
  3. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/kultur/sn/artikel/dirigent-schuhenn-wird-rektor-der-universitaet-mozarteum-249150/
  4. Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article210676307/Durchsuchungen-bei-russischem-Starregisseur-Serebrennikow.html
  5. Kurier: https://kurier.at/chronik/burgenland/kobersdorf-boeck-geht-mit-kleist-klassiker-in-14-saison/265.892.989
  6. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv

Source URL: http://der-neue-merker.eu/25-mai-2017


24. MAI 2017

by ac | 24. Mai 2017 08:48

Ab heute FIDELIO  an der Wiener Staatsoper. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Ab Mittwoch, 24. Mai 2017 ist Ludwig van Beethovens Fidelio wieder im Haus am Ring zu erleben: Erstmals verkörpern an der Wiener Staatsoper Camilla Nylund die Leonore, Günther Groissböck den Rocco und Chen Reiss die Marzelline. KS Peter Seiffert singt den Florestan, Jörg Schneider den Jaquino und Albert Dohmen den Don Pizarro.

Cornelius Meister leitet erstmalig Fidelio im Haus am Ring.

Reprisen: 26., 30. Mai, 2.

Die Vorstellungen am 24. und 26. Mai sowie am 2. Juni werden im Rahmen von „Oper live am Platz“ auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Berlin/ Komische Oper: MEDEA – „Entsetzliche, wo gehst Du hin?

 Nicole Chevalier (Medea).Copyright: Monika Rittershaus

Die Online-Merker-Eigenberichte standen gestern bereits online, heute folgen Presseberichte

Berlin/ Komische Oper: „Medea“. Entsetzliche, wo gehst Du hin
Tagesspiegel[1]
Medea: Dampfkessel der Emotionen
Berliner Morgenpost[2]
Im Torf: Aribert Reimanns „Medea“ an der Komischen Oper Berlin
Neue Musikzeitung/ nmz.de[3]

MÜNCHEN/ Bayerische Staatsoper: Weitere Zeitungsberichte zu „Tannhäuser“

München/ Bayerische Staatsoper
Zwischen Kunst und Krempel: Tannhäuser Premiere an der Bayerischen Staatsoper
bachtrack[4]
Triumphaler Tannhäuser in München
https://kurier.at/kultur/triumphaler-tannhaeuser-in-muenchen/265.472.799[5]
Tannhäuser-Premiere in München Petrenko/ Castellucci
Münchner Merkur[6]
Star Wars im Venusberg
Neue Zürcher Zeitung[7]

Salzburger Festspiele-Budget von 60,8 Mio. Euro genehmigt
Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat heute, Dienstag, das Budget für 2018 genehmigt. Dieses sieht Einnahmen und Ausgaben von je 60,8 Millionen Euro vor. Das Direktorium hat auch eine Investitionsplanung für die nächsten Jahre vorgelegt, teilten die Festspiele mit. Vor allem im Großen Festspielhaus stehen sehr teure Erneuerungen der Infrastruktur wie Brandschutz und Sicherheit an.
Salzburger Nachrichten[8]

Leipzig: “Nuit resplondissante”: ein großartiger Abend für eine Gounod Rarität in Leipzig
https://bachtrack.com/de_DE/review-gounod-cinq-mars-pilavachi-oper-leipzig-may-2017[9]

Glyndeborne: La Traviata review – subtle and serious
The Guardian[10]
A strong Violetta carries an uninspired Traviata revival at Glyndebourne
bachtrack[11]
 

Gestern beim Online-Merker: Künstlergespräch Martin Achrainer

Spätestens seit Samstag ist er Opernfreunden ein Begriff: Martin Achrainer, Tiroler und Ensemblemitglied am Linzer Musikteheater, erntete in allen Kritiken  als „Zeichner“ (in Anlehnung an Alfred Kubin) in „Die andere Seite“ von Michael Obst geradezu hymnische Kritiken. Gestern war er zu Besuch beim Online-Merker und gab sogar mehrere Kostproben seiner Sangeskunst. Im Sommer ist er einer der Stars des „Comte Ory“ der „operklosterneuburg) – u.a. mit Daniela Fally.

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Martin Achrainer mit Besuchern, auch Promis „aus der Szene„. Copyright: Barbara Zeininger

Wir versuchen immer, auch das Publikum mit einzubeziehen. Beim gestrigen Gespräch war der Besucherraum total überfüllt, die Stimmung besonders gut. Das Interview in schriftlicher Form erscheint in etwa einer Woche!

Foto der Bregenzer-Carmen Annalisa Stroppa

Annalisa Stroppa. Foto: Agentur

Die junge italienische Mezzosopranistin Annalisa Stroppa konnte sich in kurzer Zeit auf den wichtigsten Bühnen und Festivals weltweit etablieren. Wichtige Engagements der letzten fünf Jahre umfassen Emilia in Otello und Maddalena in Rigoletto an der Mailänder Scala, Rosina in Il barbiere di Siviglia an der Deutschen Oper Berlin und an der Dresdner Semperoper, Adalgisa in Norma am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Lola in Cavalleria rusticana bei den Salzburger Festspielen, Hänsel in Hänsel und Gretel am Teatro Regio von Turin, Suzuki in Madama Butterfly an der Pariser Opéra National, Dorabella in Così fan tutte an der Wiener Staatsoper, Enrichetta in I puritani am Teatro Real in Madrid, die Titelpartie in La Cenerentola an der New Israeli Opera von Tel Aviv und Stéphano in Roméo et Juliette an der Arena von Verona. Als Suzuki in Madama Butterfly eröffnete sie unter der musikalischen Leitung von Riccardo Chailly die Spielzeit 2016/2017 der Mailänder Scala.

WIEN / Akademietheater des Burgtheaters:  DIE PERSER von Aischylos
wiedergegeben von Durs Grünbein

„Die Perser“. Copyright: Burgtheater

Premiere: 20. Mai 2017, besucht wurde die Vorstellung am 23. Mai 2017  

Die griechische Tragödie ist die Basis des europäischen Theaters, und man bewundert Aischylos, Sophokles und Euripides nicht aus Pflicht, sondern absolut zu Recht. Wir haben auch eine ziemlich deutliche Vorstellung, wie Theater damals, zu ihrer Zeit, ausgesehen hat – in den dreiviertel runden Freilichtbühnen, wo vor einer gegliederten Scaene Frons (der Bühnenhintergrundwand) und auch im Rund vor den Reihen gespielt wurde – von Männern auf Kothurnen, mit Masken über den Gesichtern, immer mit einem (meist kommentierenden) Chor als wichtigen Bestandteil des Geschehens.

Da enden unsere konkreten Vorstellungen schon, aber dass man trotz der grandiosen Akustik dieser Theater (jeder Tourist in Epidauros beispielsweise wird selbst versucht haben, etwas zu rezitieren, und sich darüber gewundert haben, wie die Stimme dort „trägt“) große Gesten, großes Pathos entfesselt hat, ist mit Sicherheit anzunehmen. Funktioniert das aber auch für uns?

Nun, Regisseur Michael Thalheimer hat es versucht, und es ist bemerkenswert gelungen. Konzentration auf den Text, erlaubtes, hoch gespanntes Pathos angesichts dessen, worum es geht, nur wenige Bühneneffekte (eine gewaltige Metallplatte wird geschleudert, Rauch verbreitet sich, wenn ein neues Segment der Geschichte beginnt), aber keine Mätzchen. Und siehe da – „Die Perser“ des Aischylos gehen in 80 pausenlosen Bühnenminuten gnadenlos unter die Haut…

Zum Bericht[12] von Renate Wagner

WIEN/ Jüdisches Museum:

Kauft bei Juden Plakat~1

WIEN / Jüdisches Museum: 
KAUFT BEI JUDEN!
Geschichte einer Wiener Geschäftskultur
Vom 17. Mai 2017 bis zum 19. November 2017

Eine verlorene Welt

Als Paula Wessely in dem Film „Heimat“ den berüchtigten Satz sagte: „Wir kaufen nicht bei Juden“, markierte das ein Ende. Jahrhunderte lang war es anders gewesen. Bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten hatte man sehr wohl „bei Juden“ gekauft, besonders intensiv in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als es vor allem jüdische Unternehmer waren, die die „Erlebniswelt“ der Großkaufhäuser kreierten. Kaum noch klägliche Reste davon sind in Wien vorhanden. Das Jüdische Museum hat Erinnerungsstücke an eine glanzvolle Geschäftskultur – Kultur im vollsten Wortsinn – zusammen getragen.

Zum Ausstellungsbericht [13]von Renate Wagner

Roger Moore gestorben

So kannte ihn die Welt: Roger Moore als „James Bond“

Nachruf auf Roger Moore: Der Bond, der immer grinste
Salzburger Nachrichten[14]
Filme der Woche:
FilmPoster  Song to Song~1
Besuchen Sie Renate Wagners FILMSEITE[15]
Wer je irrtümlich in einen Film von Terrence Malick geraten ist und nichts damit anfangen konnte, wird nicht wiederkommen. Also kann man davon ausgehen, dass nur Eingeweihte und Anhänger des Regisseurs sich seine seltsamen, aber in ihrer Rätselhaftigkeit durchaus reizvollen Werke „antun“. Wobei „Song to Song“ ein wenig mit Etikettenfälschung arbeitet, da auch Pressetexte den Eindruck erwecken, der Regisseur begäbe sich damit in die Welt der Pop-Musik. Diese spielt aber nur am Rande unerheblich mit: Tatsächlich handelt es sich um eine vertrackte Liebesgeschichte.

Im Mittelpunkt steht Rooney Mara (die in der US-Verfilmung von Stieg Larssons berühmtem Krimi die Lisbeth Salander verkörperte) als junge Musikerin Faye, die bereit ist, ihre Karriere mit einer von ihr ohne innere Anteilnahme betriebenen Beziehung zu dem Plattenboß Cook zu fördern. Kaum eine Schauspielerin je hat es geschafft, optisch dermaßen Audrey Hepburn zu gleichen, auch ihre Grazilität, ihren zerbrechlichen Charme mitzubringen (ganz abgesehen von den optischen Zitaten). Sie soll als Zaubergescshöpf durch den Film schreiten, und sie tut es…

Ankara-Rache an Österreich: Türkei will Wien aus Nato-Programmen ausschließen: „Gleicht einer Erpressung“
Freundliche Töne zwischen Ankara und Wien – das gibt es schon lange nicht mehr. Vehement und laut setzte sich Österreich für ein sofortiges Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ein. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bezeichnete Wien dafür schon im Sommer 2016 als „Hauptstadt des radikalen Rassismus“.
FOCUS[16]

Was soll ich tun, kann ich den in meinem Haus mit befristetem Mietvertrag wohnenden Türken den „radikalen Rassismus“ in Österreich zumuten? Da ich mich nicht auf gleiches Niveau wie dieser als türkischer Außenminister fungierende Situationskomiker begebe, versuche ich individuell nach Stand der Integration zu entscheiden – und im Grunde genommen sind diese Mieter alle in Ordnung.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

  1. Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/kultur/medea-an-der-komischen-oper-entsetzliche-wo-gehst-du-hin/19838570.html
  2. Berliner Morgenpost: https://www.morgenpost.de/kultur/article210666699/Dampfkessel-der-Emotionen.html
  3. Neue Musikzeitung/ nmz.de: https://www.nmz.de/online/im-torf-aribert-reimanns-medea-an-der-komischen-oper-berlin
  4. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/kritik-tannhaeuser-castellucci-petrenko-vogt-harteros-gerharer-bayerische-staatsoper-muenchen-mai-2017
  5. https://kurier.at/kultur/triumphaler-tannhaeuser-in-muenchen/265.472.799: https://kurier.at/kultur/triumphaler-tannhaeuser-in-muenchen/265.472.799
  6. Münchner Merkur: https://www.merkur.de/kultur/premiere-von-richard-wagners-tannhaeuser-an-bayerischen-staatsoper-mit-kirill-petrenko-und-romeo-castellucci-8343517.html
  7. Neue Zürcher Zeitung: https://www.nzz.ch/feuilleton/petrenko-und-castellucci-mit-tannhaeuser-in-muenchen-zu-grabe-getragen-ld.1295748
  8. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/spezial/festspiele/salzburger-festspiele/sn/artikel/salzburger-festspiele-budget-von-608-mio-euro-genehmigt-249021/
  9. https://bachtrack.com/de_DE/review-gounod-cinq-mars-pilavachi-oper-leipzig-may-2017: https://bachtrack.com/de_DE/review-gounod-cinq-mars-pilavachi-oper-leipzig-may-2017
  10. The Guardian: https://www.theguardian.com/music/2017/may/22/la-traviata-review-glyndebourne-tom-cairns-kristina-mkhitaryan
  11. bachtrack: https://bachtrack.com/de_DE/review-traviata-mkhitaryan-borichevsky-golovatenko-cairns-glyndebourne-may-2017
  12. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-akademietheater-die-perser
  13. Zum Ausstellungsbericht : http://der-neue-merker.eu/wien-juedisches-museum-kauft-bei-juden
  14. Salzburger Nachrichten: http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/nachruf-auf-roger-moore-der-bond-der-immer-grinste-249031/
  15. Renate Wagners FILMSEITE: http://der-neue-merker.eu/allgemein/filmtv
  16. FOCUS: http://www.focus.de/politik/ausland/ankara-rache-an-oesterreich-tuerkei-will-wien-aus-nato-programmen-ausschliessen-gleicht-einer-erpressung_id_7171195.html

Source URL: http://der-neue-merker.eu/24-mai-2017


23. MAI 2017

by ac | 23. Mai 2017 08:44

Heute: „Der Rosenkavalier“ an der Wiener Staatsoper (Daniela Fally und Sophie Koch)- gleich mit einer Umbesetzung. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

KS Angela Denoke musste bedauerlicherweise kurzfristig die Vorstellungsserie von „Der Rosenkavalier“ an der Wiener Staatsoper aus gesundheitlichen Gründen absagen. An ihrer Stelle singt am heutigen Dienstag, Dienstag, 23. Mai 2017 Linda Watson die Marschallin und gibt damit ihr Rollendebüt am Haus. Die Sängerin der Marschallin in den Folgevorstellungen am 27. und 31. Mai sowie am 3. Juni wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
Am 23. Mai verkörpert außerdem Jinxu Xiahou anstelle von Norbert Ernst den Sänger.

München/ Bayerische Staatsoper: „Tannhäuser-Kritiken liegen vor

Elena Pankratova (Venus). Copyright: Wilfried Hösl

Auszug aus „Der Standard“: „Elisabeth“ könnte Wagners Sängerkrieg diesmal heißen. Denn die nicht erreichte Liebe des begehrenden Sängers Tannhäuser ist die großartige Anja Harteros. Ihre Elisabeth unterschlägt kein Piano, leuchtet und schwebt vokal immer über den anderen Sängern. Immerhin bietet man in München neben Klangmagier Kirill Petrenko tollste Sänger – also Georg Zeppenfeld (als Landgraf) und Christian Gerhaher (als Wolfram). Dazu präsentiert man Elena Pankratova als Venus im Powerformat und Klaus Florian Vogt als Lohengrin. 
derstandard.at[1]

Ja, Sie haben richtig gelesen. Der Rezensent, der immerhin für den „Standard Schreiben darf, verortet den Lohengrin in den Tannhäuser. Deshalb bringt er auch eine derart hochgestochene Übertitelung zustande: “ Orgie der Assoziationen im Kosmos der Romantik“

München/ Bayerische Staatsoper
„Tannhäuser“: Orgie der Assoziationen im Kosmos der Romantik
Premiere von Richard Wagners „Tannhäuser“ an der Bayerischen Staatsoper: Dirigent Kirill Petrenko und Regisseur Romeo Castellucci bieten eine extravagante Aufführung mit Starbesetzung. Überragend: Anja Harteros als begehrte Elisabeth –
Der Standard[2]
Romeo Castellucci inszeniert einen umstrittenen „Tannhäuser“
Die letzte Viertelstunde des zweiten Akts ist auch für härtere Wagnerianer keine Herzensangelegenheit. In großen Ensemblenummern sinnieren da die Ritter und Elisabeth über Tannhäusers Verfehlungen nach. Das ist vor allem Große französische Oper mit viel deutscher Satzkunst und Männerstimmengeplapper.
Münchner Abendzeitung[3]
Ästhetizismus – Münchens neuer „Tannhäuser“ erstirbt in eitel schönen Bildern
Neue Musikzeitung/nmz.de[4]
Applaus für die Sänger und BUH-Rufe für den Regisseur
Sueddeutsche Zeitung[5]

Neu eingetroffene Kritiken

Wien/ Kammeroper: LA SCUOLA DE´ GELOSI (Vorstellung 22.5.)

Copyright: Wiener Kammeroper

Der Eindruck, den man letzten Herbst im Theater an der Wien nach seinem „Falstaff“ hatte, wiederholt sich bei „Die Schule der Eifersucht“ in der Kammeroper: Wie stünde heute Antonio Salieri auf unseren Bühnen da, hätte Gott ihm nicht Wolfgang Amadeus Mozart vor die Nase gesetzt (was Peter Shaffer ja in seinem Meisterstück „Amadeus“ dramatisiert hat). Wieder erlebt man einen vorzüglichen, geschmackvollen, ideenreichen, mit Abwechslung und Motiven gesegneten Komponisten, dem man oft auf der Bühne begegnen würde, wenn…

Zum Bericht[6] von Renate Wagner

BERLIN/ Komische Oper: MEDEA von Aribert Reimann. Premiere am 21.5.2017

Nicole Chevalier. Copyright: Monika Ritterhaus

Die von der Wiener Staatsoper in Auftrag gegebene, 2010 daselbst uraufgeführte Oper Medea nach einer Textvorlage des österreichischen Dramatikers Franz Grillparzer (letzter Teil aus der Trilogie „Das goldene Vlies“) erlebte nun in der Heimatstadt des Komponisten eine in jeder Hinsicht qualitätsvolle und musikalisch bemerkenswerte Erstaufführung. Reimann, dessen Opern „Lear“, „Melusine“, „Troades“ und „Gespenstersonate“ mir nicht zuletzt dank Martha Mödl und Fischer-Dieskau bekannt sind, hat in Medea einen Stoff gefunden, der wohl seit der zunehmenden Flüchtlings- und Migrationsströme von atemberaubender Aktualität ist. (Ingobert Waltenberger)

Zum Bericht[7] von Dr. Ingobert Waltenberger

Zum Bericht [8]von Ursula Wiegand

WIEN/ Staatsoper: DIE WALKÜRE – Zweiter Ring-Durchlauf am 21.5.2017

Robert Dean Smith (Siegmund). Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

 Nach dem mit dem „Rheingold“ so eindrucksvoll, insbesondere in musikalischer Hinsicht, begonnenen 2. „Ring“-Zyklus an der Wiener Staatsoper sah man sich bei Kapellmeister Peter Schneider in sicheren Händen, dass es mit ihm am Pult des Philharmonischen Staatsopernorchesters in dieser hohen Qualität mit der „Walküre“ weitergehen würde. Und so war es denn auch. Wir erlebten wie im „Rheingold“ eine musikalisch (kaum szenisch) spannende „Walküre“ trotz der langsamer als gewohnten Tempi des Maestros. Schon im Vorspiel zum 1. Aufzug (1 Sunde 12 Minuten!) war der gehetzte Lauf um sein Leben von Siegmund heraus zu hören… (Klaus Billand)

Zum Bericht [9]von Dr. Klaus Billand

Die Tempi des Maestro kommen auch in der Kritik von Dominik Troger zur Sprache:

Das Dirigat von Peter Schneider hat sich nicht „verschnellert“. Die dramatische Zuspitzung des ersten Aufzugs blieb fast bis zum Schluss ausgespart. Zumindest wenn Siegmund sein Schwert endlich in der Hand hält, sollte einen ein unablässiger Schwung bis zu den Schlusstakten mitnehmen – muss musikalisch doch spürbar werden, dass das jetzt auf einen Zeugungsakt hinausläuft, der den hehrsten Helden der Welt (!) zum Ziel hat. Schon die Erzählungen Siegmunds und Sieglindens waren wenig konturstark begleitet worden, und sollte das Erschallen von Hundigs Hornrufen den Zuhörern nicht bis in die Knochen fahren? Was dem ersten Aufzug im dramatischen Sinne eher zum Nachteil geriet, wandelte sich aber ab dem zweiten Aufzug zum Vorteil: das geruhsame Gestalten brach nirgends den Fluss der Erzählung, die nach der dramaturgisch zugespitzten Liebesgeschichte des ersten Aufzugs an epischer Breite gewinnt. Vielleicht der Höhepunkt des Abends war die wunderschön ausmusizierte Todesverkündigung…

Zum Bericht[10] von Mag. Dominik Troger

WEIMAR/ Nationaltheater: OTELLO. Premiere am 20.5.2017

Alik Abdukayumov (Jago), Alexey Kosarev (Otello), im Hintergrund: Jaesig Lee (Cassio), Larissa Krokhina (Desdemona), Sayaka Shigeshima (Emilia), Opernchor des DNT Weimar © Luca Abbiento

Zum Bericht[11] von Christoph Karner

KÖLN/ Staatenhaus: LE NOZZE DIE FIGARO. Premiere am 21.5.2017

Zum Bericht [12]von Christoph Zimmermann

GERA/ Bühnen der Stadt: MASEPA von P.I.Tschaikowsky. Premiere am 19.5.2017

Copyright: Bühnen der Stadt Gera

Zum Bericht[13] von Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

Gounod-Oper in Leipzig: Menschliche Dummheit, getarnt als Staatsräson
140 Jahre war sie verschollen, jetzt erlebt sie ihre große Auferstehung: Anthony Pilavachi hat Charles Gounods Oper „Cinq-Mars“ in Leipzig in Szene gesetzt.
Frankfurter Allgemeine[14]

BASEL/ Theater: PEER GYNT. Ballett von Johan Inger. Uraufführung am 18.5.2017

Chor des Theater Basel, Frank Fannar Pedersen Ye Eun Choi © Ismael Lorenzo

Zum Bericht[15] von Peter Heuberger

WIEN/ Theater der Jugend: PETER PAN von James Matthew Barrie – am 22.5.2017

Peter Pan mit Hook. Copyright: Rita Newman

Zum Bericht[16] von Renate Wagner

HEUTE Künstlergespräch beim „Online-Merker: Martin Achrainer, der wegen der Linzer Premiere „Die andere Seite“ derzeit in allen Tageszeitungen „modern“ ist

 

Einige Kritiken aus den Zeitungen über Achrainers neueste Premiere:

Wiener Zeitung/ Salzburger Nachrichten /APA 21.5.2017
Martin Achrainer setzt als „Zeichner“ seiner vielseitigen sängerischen Karriere ein weiteres Glanzlicht auf. Aber auch darstellerisch beherrscht er die Szene. Seine tonlose Gestaltung der ersten Szene ist geradezu Burgtheater-reif.

OÖ Nachrichten 21.5.2017

Martin Achrainer brilliert als Zeichner
Dennis Russell Davies hat mit dem klein besetzten Bruckner Orchester ganze Arbeit geleistet und die Partitur seiner letzten Premiere und damit den Abschluss seiner 15-jährigen Tätigkeit als Linzer Opern- und Orchesterchef optimal zelebriert. Auf diesem Fundament baute allen voran Martin Achrainer in der Hauptrolle des Zeichners großartig auf. Er begeisterte musikalisch und schauspielerisch.

Online Merker 21.5.2017
Die Hauptrolle des Zeichners wird von Martin Achrainer mit prachtvollem, präzisest geführtem Bariton und buchstäblich bis zum Wahnsinn intensivem Schauspiel gegeben: gleich zu Beginn ein gräßlicher, wiewohl tonloser Schrei: Al Pacino auf den Stufen des Teatro Massimo von Palermo im Paten Teil III – großes Kino!

Passauer Neue Presse21.5.2017
Martin Achrainer, der Zeichner, ist die Idealbesetzung, der sängerisch, aber auch pantomimisch und choreografisch absolut überzeugt.

Der Eintritt ist wie immer frei – und auf Getränke und Snacks sind Sie auch „vom Haus“ eingeladen. Parkplätze gibe es in den Abendstunden genug, ab 19 h benötigen Sie kein Parkpickerl.

Bei dieser Gelegenheit können Sie auch die Ausstellung „Bilder aus Schweden“ – Margareta Vilma Grafström und deren Enkel Pontus Grafström – besichtigen. Die Bilder sind auch zu erwerben, die Kolorierten Skizzen von Margareta Vilma Grafström kosten 80.- Euro pro Stück. Bei Pontus Grafström und dessen großflächigen, meist in Blau gehalteten Ölbildern (auf Leinwand) wird es dann schon teurer!

Film/ TV/ Theater: Schauspieler Gunnar Möller 88jährig gestorben
Der Schauspieler Gunnar Möller, der in den 50er Jahren mit „Ich denke oft an Piroschka“ bekannt wurde, ist tot.
Salzburger Nachrichte
[17]
Österreich: Nun wird auch gegen den Roscic-Erfinder ermittelt

Plagiatsvorwürfe gegen Minister Dr. Thomas Drozda
Kurier[18]

Der Plagiatsforscher Stefan Weber kam nach einer Erstalyse zum Ergebnis, dass Drozda Passagen aus der Dissertation von Herbert Krist unzitiert übernommen haben könnte…

Was fällt mir dazu ein? Wer in der Schule kein einziges Mal abgeschrieben hat, der werfe den ersten Stein. Ich konnte schon als Schüler ganz gut organieren und habe einen „Expertenpool“ eingerichtet (den ich eigentlich selbst am meisten gebraucht habe). Wie der funktioniert hat? Bestens. Verraten werde ich es freilich nicht, unter der Leserschaft sind mir zu viele Lehrer!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag

A.C

  1. derstandard.at: http://derstandard.at/2000058102398/Tannhaeuser-Orgie-der-Assoziationen-im-Kosmos-der-Romantik
  2. Der Standard: http://derstandard.at/2000058102398/Tannhaeuser-Orgie-der-Assoziationen-im-Kosmos-der-Romantik
  3. Münchner Abendzeitung: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayerische-staatsoper-romeo-castellucci-inszeniert-einen-umstrittenen-tannhaeuser.389ceb55-8bca-465e-9795-829ff0535b56.html
  4. Neue Musikzeitung/nmz.de: https://www.nmz.de/online/aesthetizismus-muenchens-neuer-tannhaeuser-erstirbt-in-eitel-schoenen-bildern
  5. Sueddeutsche Zeitung: http://www.sueddeutsche.de/news/kultur/musik---muenchen-tannhaeuser-applaus-fuer-saenger-und-buhrufe-fuer-regisseur-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-170521-99-534851
  6. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-kammeroper-la-scuola-degelosi
  7. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/berlinkomische-oper-medea-premiere-mit-begeisterung-aufgenommene-berliner-erstauffuehrung-in-anwesenheit-des-komponisten-aribert-reimann-der-traum-ist-aus-allein-die-nacht-noch-nicht
  8. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/berlin-komische-oper-medea-von-aribert-reimann-premiere
  9. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/wien-staatsoper-die-walkuere-7
  10. Zum Bericht: http://www.operinwien.at/werkverz/wagner/a23walkue.htm
  11. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/weimar-deutsches-nationaltheater-otello-premiere
  12. Zum Bericht : http://der-neue-merker.eu/koeln-staatenhaus-le-nozze-di-figaro-premiere
  13. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/gera-buehnen-der-stadt-masepa-von-pjotr-iljitsch-tschaikowski
  14. Frankfurter Allgemeine: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/anthony-pilavachi-inszeniert-cinq-mars-von-charles-gounod-15026850.html
  15. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/basel-theater-peer-gynt-ballett-von-johan-inger-urauffuehrung
  16. Zum Bericht: http://der-neue-merker.eu/wien-theater-der-jugend-peter-pan
  17. Salzburger Nachrichte
    : http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/kultur/sn/artikel/schauspieler-gunnar-moeller-88-jaehrig-gestorben-248864/
  18. Kurier: https://kurier.at/kultur/plagiatsvorwuerfe-gegen-minister-thomas-drozda/265.496.914

Source URL: http://der-neue-merker.eu/23-mai-2017