Der Neue Merker

BELVEDERE GESANGSWETTBEWERB/ Wiener Staatsoper/Probesaal/ Qualifikationsrunde/ 13.3.2015

Die Jury mit

Die Jury mit Jury Everhartz, Erich Seitter, Eva Blahova und Dr.Alfred Willander, rechts Isabella Gabor mit Holger Bleck

Der BELVEDERE –Gesangswettbewerb wirft seine Schatten voraus, das heißt es fanden und finden derzeit Vorrunden in 63 Städten weltweit statt. 

 Die erste QUALIFYING ROUND in Wien für die
INTERNATIONAL HANS GABOR BELVEDERE SINGING COMPETITION

fand am 13.März 2015 in der Wiener Staatsoper im Probesaal statt.

 In Wien wurden die bis dahin insgesamt 31 Gesangswettbewerbe unter der Ägide der Kammeroper abgehalten, der langjährige Intendant dieser Operninstitution, Hans Gabor (1924 bis 1994) hatte diesen Bewerb 1982 gegründet und wurde das Wettsingen nach dessen Tod von seiner Witwe, Isabella Gabor unter dem Namen des Verstorbenen erfolgreich weitergeführt.

Nach Übernahme der Kammeroper durch das Theater an der Wien suchte sich der Belvedere-Wettbewerb eine neue Bleibe und fand sie in der Amsterdamer Oper, mit der Absicht von dort aus alljährlich Finalrunden in Hauptstädten in Europa und auch in der ganzen Welt durchzuführen.

Unter dem Vorsitz der beiden Geschäftsführer der Belvedere Singing Competition, Isabella Gabor und Holger Bleck, dem designierten nächsten Intendanten des „Carinthischen Sommers“ wurde die erste Ausscheidung in Österreich heuer im Probesaal der Wiener Staatsoper abgehalten, zwei weitere werden noch folgen, eine davon am 16.Mai am Wiener Konservatorium Privatuniversität und die letzte am 28.Mai am Stadttheater Klagenfurt.

In der Jury waren diesmal vertreten:

Eva Blahova, aus Bratislava, die ehemalige Intendantin der Oper Brünn
Jury Everhartz, deutscher Komponist, Organist, Gründer und Leiter der Theatergruppe „Sirene“
Erich Seitter, Sängeragent
Dr. Alfred Willander, der ehemalige Kulturreferent der NÖ Landesregierung

Aus der Runde der angetretenen Schar von insgesamt 25 Sängerinnen und Sängern konnten sich für die Finalrunden, die heuer in Amsterdam stattfinden und mit dem Finalkonzert am 4.Juli 2015 enden insgesamt vier Sängerinnen und Sänger qualifizieren:

Bryony DWYER, Sopran, Australien, 29
Eleanor LYONS, Sopran, Australien, 30
Sooyeon LEE, Sopran,Süd-Korea, 28
Junblum LEE, Tenor, Südkorea, 29

wobei die beiden Australierinnen mit Beiträgen von Menotti und Strawinsky, noch dazu in ihrer Muttersprache und mit ziemlich fertig ausgebildeten und mit, durch praktische Erfahrung auf Bühnen bereits perfektionierten Stimmen quasi alle Vorteile für sich hatten.

Für Statistiker sei erwähnt, dass die Frauen gegenüber den Männern mit 68 % überwogen, dass die Anzahl der Stimmen aus Mittel- und Osteuropa gegenüber dem Nahen und Fernen Osten mit 28% zu 44% hinten lag und der restliche Anteil von 28% auf die USA und auf Australien fielen. Mit 60% lagen die Soprane erwartungsgemäß vor allen anderen Stimmgattungen.

Zuletzt machte Erich Seitter die Anwesenden auf den riesigen alten Probesaal aufmerksam, auf dessen Boden seit 1955, dem Jahr der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper, eine Heerschar wohl aller bedeutenden Sängerinnen und Sänger aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg stand.

 

Beitrag und Foto: Peter Skorepa/MERKEROnline

Diese Seite drucken