Der Neue Merker

DIE MONTAG-PRESSE (8. FEBRUAR 2016)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die MONTAG-PRESSE- 8. FEBRUAR 2016

Linz/ Landestheater
Hier klingelt das Gold im Glockenspiel
illiam Bolcoms Oper „McTeague“ über die zerstörerische Gier nach Gold ist erstmals in Europa zu sehen: kein Geniestreich, aber gelungen – ohne moralischen Holzhammer.
Die Presse
Goldrausch mit mehrfacher Todesfolge
Der Standard
Nach 24 Jahren: Westernoper in Linz
Salzburger Nachrichten

Klagenfurt
Klagenfurt: Polizei jagt das Phantom der Oper
Schon die dritte Drohung bei Puccini-Aufführung, Klagenfurter Stadttheater ist um Normalbetrieb bemüht.
Kurier

Marschners „Hans Heiling“ zum Anhören
BR-Klassik – Audio

Zürich
Was sucht die Vogelscheuche in Schwanensee?
Schwanensee reloaded: Was bringt es, wenn man – wie Alexei Ratmansky – eine 120 Jahre alte Choreografie rekonstruiert? Man freut sich über alles, was danach kam! Ein Premierenbericht aus Zürich.
Die Welt

Hamburg/ Laeiszhalle
Historischer Auftritt von Daniil Trifonov in der Laeiszhalle
Pianist Daniil Trifonov gab ein denkwürdiges Konzert. Ein Abend, der an das Hamburg-Debüt von Vladmir Horowitz denken ließ
Hamburger Abendblatt

Barenboim: In Deutschland kommen wieder Schatten hervor
Staatsopernchef Daniel Barenboim spricht über die Japan-Tournee, die Flüchtlingskrise und die derzeitige Stimmung in Deutschland.
Berliner Morgenpost

CD
Klassik-Sinfonien: Roll over Beethoven
Uff, noch mal die „Fünfte“? Der große Dirigent und Musik-Erforscher Nikolaus Harnoncourt widmet sich im hohen Alter noch einmal den Sinfonien Beethovens – und gibt sich dabei wie ein junger Wilder.
Der Spiegel

Wien
Waltzing Through Ball Season in Vienna
read more

Paris
Interview
Benjamin Millepied: ballet’s black swan bows out in Paris
The Guardian

London
Weitere Review zur „Zauberflöte“ an der ENO
The Magic Flute review – happy return of an exhilaratingly inventive production
The Guardian

Marin Alsop, Orchestra of the Age of Enlightenment with Patricia Kopatchinskaya, Festival Hall, review: ‚majestic‘
The Telegraph

Salt Lake City
Utah Opera announces 2016-17 season
read more

Houston
Fins Up!
At Houston Grand Opera, Dvořák’s gorgeous Rusalka makes a solid case for this work to be performed more often
theaterjones.com

Dallas
Mezzo Stories
The great mezzo-soprano Frederica von Stade, with the help of composer Jake Heggie, tells her life in song. But it’s not the songs you’re expecting.
theaterjones.com

Toronto
Weitere “Figaro”-Review
Get reintroduced to Mozart’s ‚Figaro‘ with the Canadian Opera Company
examiner.com

Bücher
My hero: Dmitri Shostakovich by Julian Barnes
The Guardian

Sprechtheater

Graz/ Schauspielhaus
Der Sturm“: Schrille Pointen auf schwarzer, rutschiger Erde
Stephan Rottkamps düster-schräger „Sturm“ im Grazer Schauspielhaus mit Barbara Petritsch als Prospero –
Der Standard
Mit Schlamm panierter Bühnenspaß
Tiroler Tageszeitung

Hamburg/ Schauspielhaus
Theaterpremiere „Unterwerfung“ in Hamburg: Edgar und das Erregungsgeknatter
Der Spiegel

_________________________
Unter’m Strich

Wien/ Opernball
Der Wiener Opernball im Selbsttest
Die Welt

Österreich
Ambulanzen: Keine Wartezeit für Flüchtlinge
Kurier

USA
Super Bowl: Denver Broncos siegen gegen Carolina Panthers
Denvers Abwehr zermürbt den besten Angriff der Liga
In der 50. Ausgabe des Super Bowls standen sich Sonntagnacht die Denver Broncos und die Carolina Panthers gegenüber. Peyton Manning krönte seine Karriere. Lesen Sie hier alles rund um das NFL-Finale.
Die Welt

Diese Seite drucken

INFOS DES TAGES (MONTAG, 8. FEBRUAR 2016)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 8. FEBRUAR 2016)

HEUTE /  ORF III am Montag: Humorvoller Themenabend mit „Seinerzeit spezial“ und „Lacherfolge“ mit Otto Schenk und Helmuth Lohner
Außerdem: Teddy Podgorski zu Gast in „Kultur Heute“ =

Am Rosenmontag, dem 8. Februar 2016, stellt ORF III Kultur und Information die Lachmuskeln auf die Probe. Zum Auftakt begrüßt Moderatorin Ani Gülgün-Mayr in „Kultur Heute“ den ersten „Infotainer“ des ORF, Teddy Podgorski, zum Interview (19.50 Uhr). Er erzählt von der legendären ORF-Sendung „Seinerzeit“, in der sich Podgorski fast 20 Jahre lang mit Studiogästen auf nostalgische Reisen in die Vergangenheit begab. Danach steht im „ORF III Themenmontag“ eine besondere Ausgabe der Kultreihe aus dem Jahr 1991 auf dem Programm. In „Seinerzeit spezial“ (20.15 Uhr) begrüßt Teddy Podgorski die Publikumslieblinge Peter Alexander, Fritz Eckhardt, Heinz Holecek, Hans-Joachim Kulenkampff, Marcel Prawy und Otto Schenk, die Anekdoten aus ihrem Leben erzählen – gegenseitige Neckereien inklusive. Auch anschließend ist eine Sternstunde des Humors zu sehen, wenn die beiden Vollblutkomödianten Otto Schenk und Helmuth Lohner in „Lacherfolge“ (21.50 Uhr) die besten Sketches aus fünf Jahrzehnten bei den Festspielen Reichenau 2004 darbieten.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.
Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen.

Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.
____________________________________________________

STREAMS: Vorschau The Opera Platform:

4 March – Dutch National Opera, celebrating its 50th anniversary season, contributes yet another bonus stream restoring another great composer to the platform: Pierre Audi’s famous staging of Wagner’s Die Walküre, the second and most popular instalment of his Ring tetralogy which has been one of the company’s defining productions.
 
18 March – It is a great honour to stream Wiener Staatsoper’s new production of  Peter Eötvös’ Tri Sestri conducted by the composer himself. The cast of this opera, inspired by Anton Chekhov’s masterpiece, is led by Russian soprano Aida Garifullina, mezzo-sopranos Margarita Gritskova and Ilseyar Khayrullova, and is directed by Yuval Sharon.
 
15 April – Our Puccini Collection welcomes a new bonus production from Latvian National Opera with their successful staging of  Manon Lescaut directed by Ināra Slucka and conducted by Music Director Martins Ozolins with Asmik Grigorian as Manon and Sergey Polyakov as Des Grieux.
 
6 May – Belgian composer Philippe Boesmans is celebrating his 80th birthday in May, and Oper Stuttgart has asked Nicola Hümpel to direct a new production of his Reigen,  conducted by Music Director Sylvain Cambreling.This contemporary opera of course joins the thematic collection. It opens a weekend of European Opera Days festivities throughout Europe.
 
11 June – Riga’s new production of Macbeth  by Viesturs Meikšāns will be streamed live from Latvian National Opera. This is a great addition to our Verdi Collection.
 
2 July – Welsh National Opera shares its first full opera on the platform with its commemoration Piece In Parenthesis by young English composer Iain Bell – his third opera. The libretto was inspired by Welsh poet David Jones’s epic poem of 1937 and marks the centenary of the Battle of the Somme.

These dates and titles are correct at time of publishing but might be subject to Change.
__________________________________________________________

WEITERE FOTOS VON BERND WEIKLS BESUCH BEIM „ONLINE-MERKER“

42 Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie HIER


Dr. Renate Wagner und Dr. Bernd Weikl. Copyright: Barbara Zeininger


Dr. Renate Wagner und Dr. Bernd Weikl. Copyright: Barbara Zeininger


Dr. Bernd Weikl mit der Präsidentin des Wiener Richard Wagner-Verbandes, Dkfm. Liane Bermann. Copyright: Herta Haider


Dr. Bernd Weikl mit Univ. Prof. Dr. Peter Reichel. Copyright: Herta Haider


Diesmal nicht so ganz stiller Besucher Raffael und seine Großmutter Renate Cupak. Copyright: Barbara Zeininger

_________________________________________________

PROGRAMMHINWEIS CASINO BADEN

pfa
_____________________________________________________

MÜNCHEN-MUSIK / PHILHARMONIE: „TITANIC ALS FILMKONZERT

für viele ist er „der“ Film – Titanic, der Blockbuster aus dem Jahr 1997 mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio. Regisseur James Cameron glückte mit seinem 11-Oscar-Megaprojekt ein atemberaubendes Meisterwerk: Nie zuvor wurde die historische Schiffskatastrophe in ihrem ganzen Ausmaß so real vor Augen geführt und dabei so subtil mit einer bewegenden Liebesgeschichte verwoben.

Vom 8. bis 10. April kommt Titanic als Live-Kino-Event in die Philharmonie. Schon die Titelballade „My Heart will go on“ sicherte dem jüngst verunglückten Soundtrack-Komponisten James Horner für alle Zeit einen Platz in den Herzen der Kinofans. Ein opulentes Chor- und Orchesteraufgebot begleitet die Film-Originalfassung von der triumphalen Ausfahrt des Luxusliners bis zu seinem tragischen Ende in den Tiefen des Eismeers.

________________________________________________________

WIEN: Kammermusikprojekt Transdanube 2016

1. Konzert:  „Musique francaise II“
Sa 27. Feb. 2016, 19 Uhr 30
Mautnerschlössl, Pragerstr. 33, 1210 Wien


Enikö Balogh

Enikö Balogh (Querflöte)
Heidi Reicher (Harfe)
Gregor Urban (Klavier)
Jonas Kägi (Pantomime / Tanz)
mit Werken von Cl. Debussy, M. Ravel, D. Milhaud, O. Messiaen, H. Dutilleux u.a. – im Zentrum des Programms steht die choreografierte kammermusikalische Version von Debussy´s „Prelude a l’apres-midi d´un faune“


Heidi Reicher. Copyright: privat

__________________________________________________

ARTPOINT 222 (Wien, Hütteldorferstraße 222 – AUTORENLESUNG

Am Samstag, 20.2.2016 ab 18 Uhr findet im Alpha Bildungscenter, 1140 Wien, Hütteldorfer Straße 222
(Galerie ARTPOINT 222), folgende AUTORENLESUNG statt:

            Der erfolgreiche Vorarlberger Unternehmer Dr. Robert M. Seidl liest aus seinem kürzlich erschienen Werk

            WISSEN – WEISHEIT – WOHLSTAND
            Nachhaltig erfolgreich durch ethisches Handeln
            Buchlink: http://www.styriabooks.at/article/5601

und steht für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Charity-Buchverkauf:

Mit dem Buch „Wissen – Weisheit – Wohlstand“ können Sie auch das Werk „Mut zur Freiheit – 125 Fragen auf dem Weg in deine erVOLLgREICHe Selbstständigkeit“ des bekannten Unternehmers und Autors Karl Pilsl zum Kombipreis von € 40,– erwerben.

Hievon kommt ein Betrag von € 10,– dem Notfallfonds des Vereins OCTOPUS zugute,  der Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen betreut.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und auf Ihren Besuch.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung.
____________________________________________________

Diese Seite drucken

DIE SONNTAG-PRESSE (7. FEBRUAR 2016)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SONNTAG-PRESSE- 7. FEBRUAR 2016

Wien/ Staatsoper
Opernball 2016: Ein Galopp zum Jubiläum
Die Presse

Frankfurt/ Alte Oper
Concertgebouw-Orkest in der Alten Oper: Von Helden im Haus und am Piano
Frankfurter Rundschau

Zürich/ Rihms „Hamletmaschine“
Gewaltgesten, großmeisterlich
Wolfgang Rihms „Hamletmaschine“ ist nach langer Zeit wieder zu sehen, in Zürich als Kraft- und Gewaltakt.
Frankfurter Rundschau

Prag
Vorschau
Madama Butterfly returns to the State Opera
praguepost

London
The Magic Flute, ENO: ‚the Force is with it‘
The Telegraph

The Magic Flute (London Coliseum)
Simon McBurney’s Complicite Mozart returns to English National Opera in a joyous Revival
whatsonstage

The Magic Flute, English National Opera
Mozart’s opera rediscovers its magic in this revelatory revival
theartdesk.com

Weitere “L’Etoile”-Review
Opera review: L’Étoile at the Royal Opera House
express.com.uk

Renée Fleming, Barbican, review: ‚a proper diva‘
The Telegraph

Sunny beams from Dvořák and Brahms as Nézet-Séguin returns to London
bachtrack

New York
Review: A Schubert Song Cycle and Moods It Inspired
New York Times

Boston
Soprano Hannigan triumphs with BSO in new Abrahamsen work
bostonclassicreview

Philadelphia
Local opera company struggling – and struggling – to pay its artists
New York Times

Toronto
The Marriage of Figaro
The Marriage of Figaro proves we can love an opera that omits the best bits “Austrian baritone Josef Wagner takes the title role and strikes the right tone in a role that dramatically takes the back seat …”
theglobeandmail.com

Todesfall
Jane Stuart Smith, opera singer – obituary Soprano who gave up a career in the ‚wicked’ world of opera to become a born-again Christian
The Telegraph

Sprechtheater

Leipzig
Metropolis“ als Live-Comic im Schauspiel Leipzig
Abendblatt

Potsdam
Ein bisschen Gerechtigkeit, ein bisschen Rache
Der Berliner Regisseur Niklas Ritter inszeniert Dürrenmatts Klassiker „Der Besuch der alten Dame“ in Potsdam. Der Mord wird besungen
Berliner Morgenpost

München
Uitdehaag inszeniert „Geächtet“: Bürger-Krieg im Residenztheater
Es ist eine sehr gewissenhaft arrangierte Versuchsanordnung, die Ayad Akhtar in seinem Drama zur Reaktion bringt. Antoine Uitdehaag Inszenierung am Residenztheater erntete herzlichen Applaus.
Münchner Merkur

Literatur

Stern des Dada-Cabarets
Emmy Hennings wird meist nur als Ehefrau des Dada-Mitbegründers Hugo Ball erwähnt, dabei hat die skandalumwitterte Autorin auch ein eigenes und eigenwilliges literarisches Werk geschaffen.
Wiener Zeitung

_______________________________

Unter’m Strich

Der Wiener Opernball – im Video
Zum Video

Facebook-Statistik: Jeder kennt jeden über 3,5 Ecken
Über gut sechs Ecken kennt jeder Mensch jeden – das war einmal. Zumindest Facebook-Nutzer sind im Schnitt über nur 3,5 Zwischenschritte verbandelt.
Der Spiegel

Diese Seite drucken

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 7. FEBRUAR 2016)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 7. FEBRUAR 2016)

LINZ: PREMIERE AM LINZER LANDESTHEATER:  McTEAGUE von William Bolcom

McT05 Welch, Wagner
Corby Welch, Michael Wagner. Copyright: Patrick Pfeiffer/ Linzer Landestheater

McT04 v.l. Galkin-Soyarslan-Welch
Nikolai Galkin, Çiğdem Soyarslan, Corby Welch. Copyright: Patrick Pfeiffer, Linzer Landestheater

ZUM PREMIERENBERICHT von H & P Huber

McT-PF01 Hubrich, Davids, Fischer-Dieskau
Bei der Premierenfeier: Susanne Hubrich (Kostüme), Matthias Davids (Regie), Matthias Fischer-Dieskau (Bühne). Copyright: H&P Huber

McT-PF02 Wagner, Davis, Bolcom, Mennicken
Bei der Premierenfeier: Dennis Russell Davies, William Bolcom und Intendant Rainer Mennicken. Copyright: H&P Huber

___________________________________________________

BERND WEIKL BESUCHTE  AM FASCHINGSSAMSTAG DEN „ONLINE-MERKER“ UND  STELLTE SEIN NEUES BUCH VOR (nicht nur)

20160206_145659
Moderatorin Dr. Renate Wagner, Dr. Bernd Weikl, Dr. Sieglinde Pfabigan, dahinter „Online“-Herausgeber Anton Cupak. Copyright: Barbara Zeininger

20160206_145556
Dr. Renate Wagner, Dr. Bernd Weikl. Copyright: Barbara Zeininger

20160206_145934_02
Dr. Bernd Weikl mit dem designierten Online-Merker – Herausgeber (es wird wohl noch ein paar Monate dauern) Raffael Cupak

____________________________________________________

DEUTSCHE OPER AM RHEIN: „Es geht um Menschen, die für ihre Ideale brennen“

Guy Joosten inszeniert Giuseppe Verdis Oper „Don Carlo“ an der Deutschen Oper am Rhein. Am Samstag, 13. Februar, ist Premiere im Opernhaus Düsseldorf.

Giuseppe Verdis Oper „Don Carlo“ hat Premiere an der Deutschen Oper am Rhein. Die Neuinszenierung von Guy Joosten kommt am Samstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr unter musikalischer Leitung von Andriy Yurkevych auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Schon vor der Premiere gibt die Opernwerkstatt am Dienstag, 9. Februar, um 17.00 Uhr im Opernhaus Einblick in die Produktion. Nach seinem Gespräch mit Guy Joosten und Dirigent Andreiy Yurkevych lädt Dramaturg Bernhard F. Loges zum Besuch der Bühnenorchesterprobe ein. 

Don Carlo, Infant von Spanien, ist gefangen in seinen Gefühlen zu Elisabetta di Valois, die aus Gründen der Staatsräson nicht mit ihm, sondern mit seinem Vater, König Filippo II., verheiratet wurde. Sein Freund Rodrigo di Posa legt ihm die Befreiung Flanderns von der spanischen Besatzung ans Herz und glaubt, ihm in dieser Aufgabe einen neuen Lebenssinn zu geben. Zugleich ist Marquis Posa ein kalkulierender Politiker, der seine Ideale von Freiheit im totalitären, von der Inquisition durchsetzten Staate verwirklichen will. Er steht dem König nahe, der in ihm gar einen Freund zu erkennen glaubt. Doch für menschliche Beziehungen, ob Freund­schaft oder Liebe, ist in diesem System kein Platz.

„In Verdis ‚Don Carlo‘ bewegen sich junge Menschen im Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und öffent­lichem Zwang. In gegenseitigem Misstrauen, unter ständiger Beobachtung und Bedrohung durch Kirche und Staat ringen sie um das richtige Verhalten und persönliche Glück.“, erklärt Guy Joosten, der an der Deutschen Oper am Rhein schon zwei große Inszenierungserfolge mit Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ und Poulencs „Dialogues des Carmélites“ feiern konnte. In dem vernichtenden Autodafé, bei dem die Feinde der Inquisition verbrannt werden, sieht der Regisseur ein öffentliches Forum für die eigentliche Geschichte: „Es geht um Menschen, die für ihre Ideale brennen und auch verbrennen, weil sie mit ihrer wahnsinnigen Energie nirgend­wo andocken können. Alle Figuren zehren sich auf, weil sie nicht vermögen, ihre Ziele richtig zu verfolgen. Nur der Großinquisitor verwirklicht konsequent seinen Plan, die Macht der Kirche als höchste Autorität zu verteidigen.“

Das Bühnenbild von Alfons Flores orientiert sich in seiner Oberflächenstruktur am Palazzo dei Diamanti in Ferrara: eine kalte Architektur der Macht, die in bronzenen Farbtönen prachtvoll und zugleich beängstigend wirkt. Hier ist auch in privaten Räumen keine Privatheit möglich. Im Gegensatz zu dem abstrakt modernen Raum sind Eva Krämers Kostümentwürfe historisch anmutend. Den Kontrast zwischen Privatheit und Öffentlichkeit betonen sie ebenso wie die Lichtregie von Manfred Voss.

Mehrere junge Solisten geben ihr Rollendebüt in den Hauptpartien: Gianluca Terranova, der mit großen Tenor­partien der italienischen Oper international erfolgreich ist, debütiert an der Deutschen Oper am Rhein als Don Carlo. Nach ihren gefeierten Auftritten als Gilda, Luisa Miller und Violetta gibt Olesya Golovneva in Düsseldorf ihr Debüt als Elisabetta, ebenso wie Laimonas Pautienius als Rodrigo di Posa und Ramona Zaharia als Eboli. Adrian Sâmpetrean verkörpert König Filippo II., Sami Luttinen den Großinquisitor und Torben Jürgens den Mönch. Sie spielen zusammen mit weiteren Solisten, dem Chor und dem Extrachor der Deutschen Oper am Rhein sowie den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Andriy Yurkevych, der neben seinem Engagement als Generalmusikdirektor der Warschauer Oper an den großen Opern­häusern in Wien, Zürich und Madrid tätig ist.

„Don Carlo“ von Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten nach Friedrich von Schiller
Libretto von Joseph Méry und Camille du Locle / Italienischer Text von Antonio GhislanzoniIn italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln / Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause

Opernwerkstatt zur Premiere mit Gesprächen und Probebesuch: Di. 09.02. – 17.00 Uhr (Eintritt frei)

„Don Carlo“ im Opernhaus Düsseldorf:

Sa 13.02. – 19.30 Uhr (Premiere) | Mi 17.02. – 19.30 Uhr | Sa 20.02. – 19.30 Uhr | Sa 27.02. – 19.30 Uhr |

Do 03.03. – 19.30 Uhr |  So 06.03. – 15.00 Uhr | So 13.03. – 18.30 Uhr | Sa 19.03. – 19.30 Uhr |

Mo 28.03. – 18.30 Uhr | Sa 02.04. – 19.30 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der Deutschen Oper am Rhein.

Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg,

Tel. 0211.89 25 211 oder 0203.9 40 77 77, sowie online über www.operamrhein.de.

____________________________________________________
AALTO THEATER ESSEN: HELENA ZUBANOVICH SINGT BEI DREI VORSTELLUNGEN DIE „AMNERIS“ IN AIDA

Bild

Helena Zubanovich singt in drei Vorstellungen am Aalto-Theater Essen die Amneris in Aida (6./14./28.Februar)

_____________________________________________________

WIEN: ZUM VALENTINSTAG (14. Februar) ein musikalischer Blumenstrauß
Bösendorfer-Konzertzyklus in Kooperation mit dem Hotel Imperial präsentiert:
 
Lisa Rombach (Sopran) & Alejandro Picó-Leonís (Klavier)

Moderation: Dr. Wilhelm Sinkovicz
 
am Sonntag, den 14. Februar 2016, um 18.00 Uhr im „1873-HalleNsalon“, Hotel Imperial

VALENTINSTAG – ein musikalischer Blumenstrauß

Heimlich wie Amor die Tür zur Liebsten öffnet, wollen wir Sie einen Abend lang in den Garten der Liebe entführen. Wir laden Sie zu sinnlichen Begegnungen ein, die die vereinende Kraft der Liebe illustrieren – sei es die Blume im sehnsüchtigen Zwiegespräch mit dem bunten Schmetterling oder die Knospen am Nussbaum, die einander heimlich über ein bevorstehendes Liebesglück berichten. So begegnen an diesem Abend einander auch Wort und Musik und gehen eine Symbiose ein, die Sehnsucht und Glück vollendet zum Ausdruck zu bringen vermag.

Im 1873 HalleNSalon werden Champagner und Canapés gereicht. Im Anschluss an das Konzerterlebnis können kulinarisch Interessierte im neuen OPUS Restaurant Wien ein von Sous-Chef Stefan Speiser speziell komponiertes Menü genießen.

Programm:

EDUARD TOLDRÀ

3 Lieder aus „La Rosa als llavis“ – „Die Rose an den Lippen“
Mocador d’olor / I el vent deixava dintre la rosella
Seré a ta cambra amiga

ENRIQUE GRANADOS

aus „Goyescas. Los Majos enamorados“ für Klavier solo
La maja y el ruiseñor – „Das Mädchen und die Nachtigall“

GABRIEL FAURÉ

Le papillon et la fleur Op.1 No.1 / La rose op.51 No.4
Après un rêve op.7 No.1 / Fleur jetée op.39 No.2

FRANZ LISZT

Es muss ein Wunderbares sein S.314
Oh! Quand je dors S.282 / Oh lieb‘, so lang Du lieben kannst S.298

PAUSE

ROBERT SCHUMANN

Widmung op.25 No.1 / Der Nussbaum op.25 No.3
Du bist wie eine Blume op.25 No.24
Aus den östlichen Rosen op.25 No.25
Meine Rose op.90 No.2

FRANZ SCHUBERT

Impromptu in As-Dur, op.90 Nr.4 D899

RICHARD STRAUSS

Ich wollt ein Sträusslein binden op.68 No.2
Rote Rosen AV 76 / Das Rosenband op.36 No.1
Du meines Herzens Krönelein op.21 No.2
Ständchen op.17 No.2 / Freundliche Vision op.48 No.1

Karten:
€ 38 pro Person (inkl. einem Glas Champagner und Canapés)

Buchung und Informationen unter Tel: +43 1-50 110 6400
oder groupsevents.imperial@luxurycollection.com
_____________________________________________________________

STADTTHEATER BADEN bei Wien: Vorschau auf das Sommerpr0gramm (Sommerarena und Stadttheater) / Auszug

Bibiana Nwobilo in der turbulenten Operette „Frasquita“ von Franz Lehár © Lukas Beck
Bibiana Nwobilo. Copyright: Stadttheater Baden/ Lukas Beck

FRASQUITA (Operette von Franz Lehár

Inszenierung: Annette Leistenschneider
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik

Mit Bibiana Nwobilo (Frasquita), Sebastian Reinthaller (Armand Mirbeau) u.a.

Termine: 17.6. Premiere, weiters 18./25./26.Juni, 2./3./15./23./31. Juli, 5./10./19./27. August in der Sommerarena

Präsentation der Spielzeit 23.6. im Stadttheater

Jubiläumskonzerte: 18./25. August

__________________________________________________________

BALMER & DIXON  MANAGEMENT AG
    Kreuzstrasse 82, 8032 Zürich, Schweiz, Tel: +41 43 244 86 44, Fax: +41 43 244 86 49 mail@badix.ch

Selected News for March 2016 (alphabetical):

Bild
Dimitry Ivashchenko. Copyright: W. Silvestri

Dimitry IVASHCHENKO will be singing Iwan Chowanski in Christoph Loy’s new production of Chowanschtschina at the Nederlandse Opera Amsterdam with the premiere set on February 27, 2016 and further performance dates on
March 01, 04,10,13,16, 20.

Torben JÜRGENS sings Un Frate in DON CARLO at Rheinoper Düsseldorf. Performances in March are on 03, 06, 13, 19, 28 and April 02. 

Bild
Alfred Reiter. Copyright: Badix

Alfred REITER can be heard as Jorg at the Frankfurt Opera in Verdi’s STIFFELIO on March 03/05/12, as well as in Puccini`s TRITTICO as Talpa/TABARRO & Simone/Gianni Schicchi on March 13, 20, 25, 28, 31.

Rolf ROMEI has been engaged by Oper Graz to sing Manolios in Martinu`s THE GREEK PASSION. The new production will be staged by Lorenzo Fioroni and will have its premiere on March 5 with more performances on March 09, 12, 17, 23.

Nikolai SCHUKOFF sings his first Eléazar in an Olivier Py new production of
LA JUIVE under the musical direction of Daniele Rustioni at the Lyon Opera. The premier is set for March 16; further performances are scheduled on March 19, 23, 25, 30 & April 01, 03.

Helen SHERMAN sings Dorabella in COSI FAN TUTTE with Opera North. The performances in March are 02, 04 (Newcastle), 08, 11 (Nottingham) and 16, 18 (Lowry).
 Bild
Erika Simons. Copyright: Balmer & Dixon
Erika SIMONS will again be Eliza Doolittle in MY FAIR LADY on Feb. 14, 17, 25.

Sergey SKOROKHODOV has been invited by the Royal Flemish Philharmonic Orchestra to sing the tenor solo in Sergei Rachmaninov’s THE BELLS under Edo de Waart at de Singel in Antwerp on March 06.

Bo SKOVHUS will portray Sixtus Beckmesser at the Opéra de Paris Bastille in a new production of DIE MEISTERSINGER by Stefan Herheim under the musical direction of Philippe Jordan. The premiere will take place on March 1, further performances on March 05, 09, 13, 21, 25, 28.

Bild
Ricardo Tamuro. Copyright: Ruth Kapplus

Ricardo TAMURA sings again at the Metropolitan Opera. This time he will be Turiddu in CAVALLERIA RUSTICANA on Feb. 23 & 26 under the baton of Fabio Luisi.

Olivia VERMEULEN will sing Schumann`s FAUSTSZENEN under Daniel Harding in London. The concert with the London Symphony Orchestra is on March 20 at Barbican Hall.

Michael ZLABINGER was invited by Opernhaus Zürich to conduct the revival of Chritian Spuck`s Ballet WOYZECK. Performances are on March 13 and 24.

Bild
Helena Zubanovich. Copyright: Balmer & Dixon

Helena ZUBANOVICH will sing La Zia Principessa in Puccini`s SUOR ANGELICA. Rheinoper Düsseldorf performs IL TRITTICO on March 20 as well as April 03 & 10.

_____________________________________________________

HAMBURG: Bucerius Kunstfreunde lockt mit Picasso-Ausstellung

Von Horst Schinzel


Pablo Picasso (1881 – 1973): Frau am Fenster sitzend. Marie Thérèse, 1932, Privatsammlung, ©) Succession Picasso / VG Bild-Kunst Bonn, 2016

Einmal mehr verspricht das Bucerius Kunstforum neben dem Hamburger Rathaus zum Mekka der Kunstfreunde zu werden. Diesmal ist es in den nächsten drei einhalb Monaten eine von vielen Leihgebern ermöglichte Schau von Bildern Picasso zum Thema „Fenster“.

Das Motiv des Fensters zieht sich durch das gesamte Werk Picassos. Es war für ihn weit mehr als ein alltäglicher Gegenstand. Wie die Ausstellung Picasso. Fenster zur Welt erstmals zeigt, galt Picasso das Fenster als Symbol der Malerei. Indem es das Sehen thematisiert und zwischen Innen und Außen vermittelt, steht es für künstlerische Selbstreflexion – ein in seiner Bedeutung bisher nicht erkanntes Moment, das alle Werkphasen verbindet. Die Ausstellung, von Ortrud Westheider kuratiert, deutet das Fensterthema als gemalte Bildtheorie.

Vom 6. Februar bis zum 16. Mai 2016 versammelt das Bucerius Kunst Forum rund 40 Leihgaben aus internationalen Sammlungen wie dem Museu Picasso, Barcelona, dem Museo Picasso, Malaga, dem Musée Picasso, Paris sowie der Tate, London, dem Centre Pompidou, Paris oder dem MoMA, New York.

Immer wieder kehrte Pablo Picasso (1881-1973) zum Motiv des Fensters zurück, wenn er sich in Phasen der Neuorientierung mit den künstlerischen Grundfragen auseinandersetzte. Sie stellten sich ihm beim Übergang in eine neue Werkphase. Sie wurden durch einen Ortswechsel oder einen neuen Lebensabschnitt provoziert. Sie konnten von einem neuen Atelier angeregt werden, aus dem der Künstler eine neue Schaffensphase hervorbrachte. Als 18-Jahriger malte Picasso in seinem Atelier in Barcelona seine erste Folge von Fensterbildern. Wahrend das Fenster seit der Renaissance als Projektionsflache einer Wirklichkeitskonstruktion erschien, markiert es in Picassos um 1900 entstandenen Gemalten die Trennung zwischen Außen

und Innen: Das Atelierfenster wird als Schnittstelle zwischen Künstler und Welt eingeführt.

Bis in die 1920er Jahre folgten Fensterbilder, in denen ein Gegeneinander von Flache und Raum, von Linie und Volumen verhandelt wird. Picasso verband das Fenstermotiv nun mit kubistisch zergliederten Gegenständen, die auf einem Konsoltisch vor dem Fenster liegen, und bezog erstmals den Blick auf den Horizont ein. Durch die bildparallele und flächige Darstellung entsteht der Eindruck,

die Malerei wabre mit dem Fenster identisch. Das Licht des Außenraumes ist zugleich die Farbe auf der Leinwand.

Der Neubeginn nach dem Kubismus brachte Picasso 1925 wieder zum Motiv des Fensters zurück. Er thematisierte sein Skulpturenschaffen und lies seine Erfahrungen mit der Bildhauerei in seinem Atelier im Schloss Boisgeloup in die Malerei zuruckfließen. Zum ersten Mal erscheint ein um eine Silhouette ergänzter Kopf, den Picasso in der Folge in zahlreichen Werken im Zusammenhang mit Skulpturen

vor Fenstern einsetzte. Schwarze Flachen bekommen ambivalente Bedeutungen. Ihre feste Gestalt im Fensterrahmen und Fenstergriff geht in die Schatten der dargestellten Büsten und Figuren über.

In den 1930er Jahren entstand eine Gruppe von Gemalten, in denen eine oder zwei Frauen vor einem Fenster dargestellt werden. Diese Bilder beschreiben das im Atelier anwesende Modell zeichnend oder lesend, ruhend oder wachend. In dieser Serie signalisiert das Fenster den abgeschlossenen, geschmutzten Raum mausiger Kontemplation. Wahrend des Zweiten Weltkriegs, im besetzten Paris, kam Picasso erneut auf das Fensterthema zurück. Stillleben mit Schädeln, ein wiederkehrendes Motiv in Picassos Werk zu dieser Zeit, lassen in Kombination mit dem Fenster kraftvolle Kompositionen entstehen: Die existentielle Bedrohung, die sich auch in dem Todesmotiv des Kreuzes zeigt, wie es durch den Fensterrahmen entsteht, paart sich mit dem Hinweis auf die Tradition altmeisterlicher Vanitas-Darstellungen.

Im Sommer 1955 bezog Picasso in Cannes eine Villa des 19. Jahrhunderts, deren ornamental gegliederte große Fenster den Blick auf die Palmen im Garten des Anwesens feierlich rahmten. Noch im selben Jahr entstanden elf hochformatige Gemalte, die eines der großen Jugendstilfenster des Ateliers im Erdgeschoss ins Zentrum stellen. Picasso bezeichnete sie als „Innere Landschaften“.

Picasso. Fenster zur Welt versammelt rund 40 Gemalte, Zeichnungen und druckgraphische Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Die Leihgaben kommen aus internationalen Sammlungen wie dem Museu Picasso, Barcelona, dem Museo Picasso, Malaga, dem Musee Picasso, Paris sowie der Tate, London, dem Centre Pompidou, Paris und dem MoMA, New York. Rund 50 Aufnahmen von

Photographen wie Robert Doisneau, Edward Quinn oder David Douglas Duncan zeigen Fenster als bestimmende Elemente in Picassos Lebens- und Arbeitsräumen und wie er sich vor ihnen in Szene setzte.

Der Katalog zur Ausstellung mit Beitragen von Emilie Bouvard, Fabrice Flahutez, Esther Horn, Brigitte Leal, Androula Michaёl und Ortrud Westheider erscheint im Hirmer Verlag (Manchen, ca. 204 Seiten mit farbigen Abbildungen aller ausgestellten Werke, 29 € in der Ausstellung).

________________________________________________

LÜBECK:  Ein amerikanischer Konzeptkünstler in der Lübecker Kunsthalle St. Annen
Von Horst Schinzel

Die Kunsthalle St. Annen zeigt ab Sonntag, 7. Februar, die Sonderausstellung Nachbarn des US-Amerikaners Ken Aptekar. Der jüdische Konzeptkünstler setzt sich mit Motiven auseinander, die den mittelalterlichen Altarbildern des St. Annen-Museums entstammen. Aptekar war im Jahr 2006 zu Gast in Lübeck und fasziniert davon, dass das ehemalige St. Annen-Kloster von 1515 direkt an das Grundstück der im 19. Jahrhundert errichteten Synagoge angrenzt. Diese besondere Nachbarschaft inspirierte ihn zu der aktuellen Ausstellung, die bis zum 29. Mai in Lübeck zu sehen ist.

„Die Ausstellung verbindet auf eindrucksvolle Weise die bedeutende Mittelaltersammlung  des St. Annen Museum mit der Kunsthalle St. Annen. Sie schlägt damit einen Bogen von der erfolgreichen Jahrhundertausstellung „Lübeck 1500“ in die Gegenwartskunst,“ betont Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen.

Aptekars Werke gehören zur Kunstform der Appropriation Art, bei der Künstler bewusst Werke anderer kopieren. Aptekar wählte dazu Bildmotive von im St. Annen-Museum ausgestellten Altarretabeln, fotografierte und vergrößerte sie und bearbeitete sie mit Pinsel oder Silberstift. Anschließend wurden die Bilder mit Glasplatten abgedeckt, in die mittels  Sandstrahltechnik einzelne Sätze oder ganze Erzählungen eingraviert sind. Die Ausstellung zeigt 14 Gemälde, die aus insgesamt 32 Tafeln bestehen.

„Das Besondere an Ken Aptekars Werken ist die Tatsache, dass sie nicht allein durch verbale Botschaft wirken, sondern diese durch die mittelalterlichen Bildvorlagen zugleich auch mit Form, Schönheit und Sinnlichkeit verbinden. Es stellt sich automatisch ein Seh-Lust-Gefühl ein“, erklärt Dr. Thorsten Rodiek, Direktor der Museen für Kunst und Kulturgeschichte und Kurator der Ausstellung. Er fügt hinzu: „Aptekar sieht sich selbst als Konzeptkünstler, der seine Bilder als Objekte mit Malerei definiert. Dabei ist es ihm wichtig, dass diese stets eine fortschrittliche Haltung bzw. Beziehung zu gesellschaftspolitischen Fragen haben.“
Die Ausstellung besteht nicht nur aus den von Ken Aptekar angefertigten Gemälden und Zeichnungen, sondern bindet zugleich auch ein von ihm in Santiago de Chile gedrehtes Video-Interview und das für diese Ausstellung von der Kunsthalle Hamburg ausgeliehene Werk „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ von 1879 des jüdischen Malers Max Liebermann mit ein.  Eine Live-Übertragung in Echtzeit aus der Synagoge nebenan wird die zufälligen, ungeplanten Vorgänge des aktuellen Gemeindelebens mit dem Liebermann-Bild konfrontieren.

Die Beschriftungen neben den Werken Aptekars sind nicht nur in deutscher und englischer, sondern auch in türkischer und russischer Sprache verfasst. Damit möchte die Ausstellung auf die Herkunftsländer der neuen Nachbarn im von deutschen Christen geprägten Aegiedienviertel verweisen. Ein großer Teil der jüdischen Gemeinde in Lübeck von heute stammt aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion und der überwiegende Anteil der Muslime, die in der Nähe des Museumsquartiers drei Moscheen unterhalten, stammt aus der Türkei.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Er ist im Museumsshop erhältlich.
Preis: 19.50 Euro.

______________________________________________________

Diese Seite drucken