Der Neue Merker

DIE SAMSTAG-PRESSE (21. OKTOBER 2017)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die SAMSTAG-PRESSE – 21. OKTOBER 2017

Wien/ Staatsoper
Staatsoper: Eine dominierende Diva und ein neuer Dirigent
Krassimira Stoyanova prunkt wieder als Rusalka. Entdeckung des Abends: Dirigent Tomáš Hanus.
Die Presse
Dem Menschsein verfallen
„Rusalka“ wieder an der staatsoper
Wiener Zeitung

Wien/ Theater an der Wien
„Giulio Cesare in Egitto“ – konzertant im Theater an der Wien
http://www.operinwien.at/werkverz/haendel/acesar4.htm

Wien/ Musikverein
Fensterchen zur Opernzukunft
Auftakt zum Gastspiel des Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst mit einer Inszenierung von Janáčeks „Schlauem Füchslein“, die Film und Theater zusammenbringt.
Die Presse
Ereignishaft in Laufbild und Ton
Filmische Oper im Wiener Musikverein, Klaviersonderklasse im Konzerthaus –
http://derstandard.at/2000066410636/Ereignishaft-in-Laufbild-und-Ton
Neue szenische Wege
Franz Welser-Möst mit seinem Cleveland Orchestra und einem szenischen „Schlauen Füchslein“ im Musikverein.
Wiener Zeitung

Berlin/ Philharmonie
Yannick Nézet-Séguin dirigiert die Philharmoniker: Reine Pracht
Brahms‘ Deutsches Requiem in der Philharmonie: die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin
Tagesspiegel

Berlin
Ozawa sagt Konzerte mit Berliner Philharmonikern ab
Der japanische Dirigent Seiji Ozawa hat Konzerte mit den Berliner Philharmonikern im Januar 2018 abgesagt. Dazu hätten ihm seine Ärzte geraten, teilte das Orchester am Freitag mit. Die Anstrengungen der langen Reise seien dem 82-Jährigen nicht zuzumuten, hieß es.
Musik heute

Athen
Die Nationaloper eröffnet mit „Elektra“
Frankfurter Allgemeine

München/ Gärtnerplatztheater
„Die lustige Witwe“ am Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatztheater mit Léhar-Operette eröffnet
Schwäbische.de
Umjubelte „Witwe“
Gärtnerplatz eröffnet Spielbetrieb
Süddeutsche Zeitung

Baden bei Wien
„Der Freischütz“ sorgt für Romantik in Baden
Heute Premiere
http://noe.orf.at/news/stories/2872503/
Berlin
Parsifals Mondfahrt – Jonathan Meeses Inszenierung von Bernhard Langs „Mondparsifal“ in Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wien
Giulio Cesare in concert: Lawrence Zazzo and Emőke Baráth came, saw and conquered Vienna
bachtrack

London
Lyon Opera Ballet: Trois Grandes Fugues review – breathtaking battles with Beethoven
The Guardian

Kenneth MacMillan: A National Celebration review at Royal Opera House, London
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/kenneth-macmillan-national-

A Revelatory Opera Exhibition in London
http://www.wqxr.org/story/revelatory-opera-exhibition-london

Glasgow
La Traviata review – McVicar’s Verdi is a gorgeous but stilted visual treat
The Guardian

Wexford
Medea review at Wexford Opera House – “beset by problems
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/medea-review-wexford-festival-fiona-shaw/

Lise Davidsen utterly captivating as Medea at Wexford Festival
bachtrack

New York
Metropolitan Opera 2017-18 Review – Turandot
James Morris Tribute Takes Centerstage in Overall Uneven Performance of Puccini’s Final Masterpiece
http://operawire.com/metropolitan-opera-2017-18-review-turandot-james-morris
Your Guide to the Met Opera’s “Exterminating Angel’
The New York Times

Not Just “West Side Story’: Celebrating Bernstein’s Symphonies
The New York Times

Boston
In the Symphony Hall of the Mountain King: Masur leads BSO in Grieg’s complete music for “Peer Gynt”
http://bostonclassicalreview.com/2017/10/in-the-symphony-hall-of-the

Houston
After the deluge: How Houston Grand Opera converted a convention center into an opera house
http://theclassicalreview.com/2017/10/after-the-deluge-how-houston-grand-opera

München/ Heizkraftwerk Aubing
Oper: Der Beginn der Zukunft
Mathis Nitschkes Mixed-Reality-Techno-Oper „Maya“ zeigt, dass München mit dem ehemaligen Heizkraftwerk in Aubing über einen grandiosen und unbedingt zu erhaltenden Spielort verfügt
http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-der-beginn-der-zukunft-1.3717695

Berlin/ Neuköllner Oper
„La Bettleropera“ in der Neuköllner Oper: Italien brutal
Erfolgsgeschichte: Die Neuköllner Oper feiert mit Moritz Eggerts „La Bettleropera“ ihr 40-jähriges Bestehen.
Tagesspiegel

Sprechtheater

Wien/ Burgtheater
„Toleranz ist keine Fähigkeit der Linken“
Der lettische Regisseur Alvis Hermanis inszeniert am Burgtheater Ostrowskijs Komödie „Schlechte Partie“. Ein Gespräch über seine Lust am Altmodischen wie auch Experimentellen und die Unfähigkeit der Linken, tolerant zu sein.
Die Presse

Wien
Nicholas Ofczarek: „Theater als Sprachmuseum darf es ruhig geben“
Am Samstag verkörpert Ofczarek in der Burgtheater-Premiere von Alexander Ostrowskis „Schlechte Partie“ einen Wüstling. Ein Gespräch über Geldwerte, Glück und „bare“ Gefühle –
Der Standard

Berlin/ Schaubühne
Oktoberrevolution
Der Spiegel
„Lenin“ in der Schaubühne am Lehniner Platz: Eine revolutionäre Leiche
100 Jahre Oktoberrevolution: Milo Rau macht an der Schaubühne mit „Lenin“ einen Kniefall
Tagesspiegel

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Unter’m Strich

Österreich
Rechnungshof sieht Maßnahmen durch Bundestheater umgesetzt
Eine im Herbst 2016 erfolgte Follow-up-Überprüfung des Rechnungshofs stellt der Bundestheater-Holding ein gutes Zeugnis aus. Einzig eine Empfehlung sei nicht umgesetzt worden, in diesem Punkt befinde man sich allerdings in der „Zielgeraden“, wie Holding-Chef Christian Kircher am Freitag gegenüber der APA bestätigte.
Salzburger Nachrichten

Wien
Chefredakteur der „Wiener Zeitung“ abberufen
Wegen „eines anlassbedingten Vertrauensverlustes“ sei Chefredakteur Göweil mit „sofortiger Wirkung“ abberufen, hieß es in einer Aussendung der Zeitung, die im Eigentum der Republik steht und dem Kanzleramt untersteht.
Die Presse
Wiener Zeitung: Chefredakteur abgesetzt
http://wien.orf.at/news/stories/2873515/

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INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. OKTOBER 2017)

INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. OKTOBER 2017)

FOTOS AUS DER ERSTEN VORSTELLUNG „RUSALKA“ AN DER WIENER STAATSOPER (19.10.2017)

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Krassimira Stoyanova, Dmytro Popov. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Ulrike Helzel, Ileana Tonca, Margret Plummer. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Jongmin Park. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

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Dmytro Popov. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn
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HEUTE PREMIERE AM WIENER BURGTHEATER: SCHLECHTE PARTIE von Alexander Ostrowski
Inszenierung: Alvis Hermanis

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Dörte Lyssewski, Marie-Luise Stockinger. Copyright: Barbara Zeininger

Wer Geld hat, kann die Liebe kaufen. Das war schon im zaristischen Russland des Alexander Ostrowskij so. In den Cafés am Ufer der Wolga vertreibt sich eine zwielichtige Gesellschaft aus  Reedern, Parvenüs und Spekulanten die nicht enden wollende Zeit.

Man trinkt schon am Vormittag Champagner aus Teetassen, beobachtet die Schiffe und lästert über Frauen und Affären. Die Nachricht von einer absurden Hochzeit macht die Runde. Larissa, die schärfste Braut, das schönste Mädchen, hinter dem alle her sind, will heiraten. Doch Larissa ist eine Braut ohne Mitgift, obwohl ihre Mutter gerne mal Männer gegen kleine Gegenleistungen zu Partys und Kostümfesten empfängt. Karandyschew, ein braver Beamter, ist es, der, von allen belächelt, Larissa auch ohne Mitgift zur Frau nehmen will. Er liebt sie erstaunlicherweise tatsächlich. Um sich Anerkennung zu verschaffen, lädt er die Gesellschaft zu sich nach Hause ein, zu einem opulenten Abendessen. Dort taucht der Reeder Paratow auf, der Larissa vor einem Jahr sitzengelassen hat und in den sie noch immer unsterblich verliebt ist. Paratow ist pleite. Er wird deswegen morgen ein schwerreiches Mädchen heiraten. Aber heute Abend macht er Larissas Bräutigam betrunken und entführt die Braut zu einer nächtlichen Bootsfahrt auf der Wolga. Die ganze Gesellschaft kommt mit. Als Karandyschew merkt, was los ist, folgt er mit geladener Pistole.. (Quelle: Programmheft Burgtheater)

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Michael Maertens, Peter Simonischek. Copyright: Barbara Zeininger

Charita Ignatjewna Ogudalowa: Dörte Lyssewski
Larissa Dmitrijewna: Marie-Luise Stockinger
Mokij Parmenowitsch Knurow: Peter Simonischek
Wassilij Danilowitsch Woschewatow: Martin Reinke
Julij Kapitonowitsch Karandyschew: Michael Maertens
Sergej Sergejewitsch Paratow: Nicholas Ofczarek
Der Robinson: Fabian Krüger
Gawrilo: Hermann Scheidleder
Iwan: Hans Dieter Knebel
Ein Offizier: Christoph Kohlbacher
Ein Dienstmädchen: Petra Klotzberg

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Copyright: Barbara Zeininger

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Nicholas Ofczarek, Marie-Luise Stockinger. Copyright: Barbara Zeininger

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ORF III am Wochenende: Schwerpunkt 100 Jahre Oktoberrevolution u. a. mit Hugo Portischs Reihe „Hört die Signale“

Außerdem: „Berggespräche“ mit Angy Eiter, „Kabarett im Turm: Flo und Wisch“, „Boris Godunow“ in der „matinee mit Barbara Rett“

Wien (OTS) – 100 Jahre russische Oktoberrevolution: Auch ORF III Kultur und Information widmet dem historischen Ereignis am Samstag, dem 21. Oktober 2017, und am Sonntag, dem 22. Oktober, einen umfangreichen Programmschwerpunkt. So sind u. a. die Neubearbeitung von Hugo Portischs vierteiliger Reihe „Hört die Signale“ sowie zahlreiche „zeit.geschichte Spezial“-Sendungen zu sehen, die die Geschichte Russlands dokumentieren – vom Sturz des Zaren bis hin zum amtierenden Präsidenten Wladimir Putin.

Samstag, 21. Oktober: „Gipfel-Sieg: Der Wille versetzt Berge: Zabine Kapfinger und Hansjörg Hofer“ (16.50 Uhr), „Berggespräche: Angy Eiter“ (17.35 Uhr), „Hört die Signale“ mit „Lenin I – Die Revolution, die noch keine war“ (20.15 Uhr) und „Lenin II – Der Kommunismus, der keiner war“ (21.40 Uhr)

Der Samstag startet mit der Gesprächssendung „Gipfel-Sieg: Der Wille versetzt Berge“ (16.50 Uhr), in der zwei Persönlichkeiten aufeinandertreffen, die auf unterschiedlichste Weise schwierige und ehrgeizige Lebensabschnitte zu ihren persönlichen Höhepunkten gemacht haben. Diesmal bei Barbara Stöckl zu Gast sind Volksmusikerin Zabine Kapfinger und Behindertenanwalt Hansjörg Hofer. Danach folgt eine neue Ausgabe der „Berggespräche“ (17.35 Uhr), in der sich die Sportkletterin Angela Eiter gemeinsam mit ORF-III-Moderator Andreas Jäger auf den Weg macht, um die atemberaubende Bergregion Imst zu entdecken. Im Zuge des Interviews erfährt man Interessantes über Eiters Werdegang und ihre Erfahrungen als Sportlerin. Im Hauptabend präsentiert die „zeit.geschichte“ anlässlich des 100. Jahrestags der russischen Revolution von Oktober 1917 die 2014 neu aufgelegte Zeitgeschichtereihe „Hört die Signale“ von Hugo Portisch, die Russlands Entwicklungen in Zeiten des Umbruchs dokumentiert. Der erste Teil „Lenin I – Die Revolution, die noch keine war“ (20.15 Uhr), führt zurück in das Jahr 1917, nach St. Petersburg. Der Zar wurde gestürzt, aber nicht von den Bolschewiken. Danach kam Lenin durch einen Staatsstreich an die Macht, mit dem er eine demokratisch gewählte Regierung beseitigte. Um sich an der Macht zu halten, musste er von Anfang an Gewalt anwenden. Alles, was danach in der Sowjetunion geschah, hat bereits hier seine Wurzeln. Im zweiten Film „Lenin II – Der Kommunismus, der keiner war“ (21.40 Uhr) scheint bei all der Gewaltanwendung eine neue Welt zu entstehen, die den Menschen eine bessere Zukunft verspricht. Lenin gibt Russland die erste sozialistische Verfassung der Welt, doch die Bolschewiken verankern darin Grundsätze, die Marx für den Sozialismus so nicht vorgesehen hat. Indes tobt der Bürgerkrieg und die große Idee degeneriert zum Kriegskommunismus. Ein Zustand, aus dem die Sowjetunion in Wahrheit nie mehr ganz herausfinden kann. Zum Abschluss des Abends startet die dritte Staffel „Kabarett im Turm“ mit dem Kabarett-Duo „Flo und Wisch“ und ihrem Programm „Ameriga“ (23.15 Uhr). Mit viel Humor und Musik gehen sie dabei dem heimischen Phänomen der schwachen Konsonanten auf den Grund.

Sonntag, 22. Oktober: Programmtag anlässlich 100 Jahre Oktoberrevolution mit „matinee mit Barbara Rett – Boris Godunow“ (8.25 Uhr) und elfmal „zeit.geschichte Spezial“ (ab 11.40 Uhr)

Der Sonntag steht ebenfalls ganz im Zeichen der Oktoberrevolution Russlands und präsentiert ab 8.25 Uhr einen umfangreichen Programmschwerpunkt mit elf Dokumentationen und dem Opernmeisterwerk „Boris Godunow“ (8.25 Uhr), das in der „matinee mit Barbara Rett“ den Schwerpunkttag eröffnet. Es handelt sich hierbei um eine der reichhaltigsten Opern, die je geschrieben wurde. Unter der Regie von Stephen Wadsworth und mit René Pape, der hier eine der herausragendsten Bass-Partien des Opernrepertoires übernahm, gelang der New Yorker Met im Jahr 2010 ein wahres Klassik-Highlight. Danach folgen insgesamt elf Ausgaben von „zeit.geschichte Spezial“. In der ersten Dokumentation von Benjamin Epp, Peter Felch und Doris Kittler, „Kriegsgefangene in Russland – Österreicher im Ersten Weltkrieg“ (11.40 Uhr), werden anhand von Aufzeichnungen und Erinnerungen der Nachkommen Erlebnisse von Kriegsgefangenen rekonstruiert. Neben Interviews und historischen Fotografien zeigt der Film Aufnahmen von Originalschauplätzen in Kirgisistan und Tadschikistan. Die darauffolgende Produktion „Putin und die Macht der Geschichte“ (12.45 Uhr) von Stefan Brauburger und Bärbel Schmidt-Sakic, blickt auf Ereignisse, Figuren und Wendepunkte der russischen Vergangenheit und lässt renommierte Experten, wie Putins „Chefhistoriker“ Wjatscheslaw Nikonow, Stellung beziehen. „Der Mann, der die Welt rettete“ (13.35 Uhr) von Peter Anthony zeigt, wie ein einzelner Mann während der Kuba-Krise im Jahr 1962 den entscheidenden Schritt wagte, einen nuklearen Torpedo abzufeuern und damit die Welt rettete. Danach zeichnet „Stalin in Farbe“ (14.20 Uhr) von Regisseur Mathieu Schwartz den rasanten Aufstieg des rebellischen Schustersohnes Josef Dschughaschwili zu einem der mächtigsten Männer der Welt nach. Seltene Archivbilder bieten einen eindrucksvollen Einblick in das System Josef Stalin. Im nächsten Film „Der Kreml – Im Herzen Russlands“ (15.20 Uhr) von Eri Friedler und Natalia Kasperovich geht es um die Gebäude des Kreml, deren unterste Schichten bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichen. In den Kathedralen, Palästen und Regierungsgebäuden hinterließen Patriarchen und Großfürsten, Zaren und Revolutionäre, Verschwörer und Volkshelden ihre Spuren. Danach folgt die Dokumentation „Königliche Dynastien: Die Romanows“ (16.20 Uhr) von Julia Melchior und Sebastian Dehnhardt. Keine andere Familie hat Russland so geprägt wie die Romanows. Mythen und Legenden ranken sich um das Herrschergeschlecht, das drei Jahrhunderte lang über das größte Land der Erde regierte. Anschließend zeigt ORF III Dakapos der ersten beiden Teile der Reihe „Hört die Signale“ von Hugo Portisch, die bereits am Samstag gezeigt wurden: „Lenin I – Die Revolution, die noch keine war“ (17.10 Uhr) sowie „Lenin II – Der Kommunismus, der keiner war“ (18.45 Uhr). Im Hauptabend werden anschließend die letzten beiden Folgen des Vierteilers ausgestrahlt. Der dritte Teil „Stalin – Der Sozialismus, der keiner war“ (20.15 Uhr) berichtet über Lenins Nachfolger Josef Stalin, der versucht, den Sozialismus in Russland mittels brutaler Maßnahmen – Zwangsarbeit, Industrialisierung und Zwangskollektivierung – aufzubauen. Gerade diese Aufbauleistungen sind es, die außerhalb der Sowjetunion einst bewundert werden. Viele folgen daher dem kommunistischen Ruf nach Revolution. Am Höhepunkt der Entwicklung schließen Hitler und Stalin einen Pakt, der es Hitler erlaubt, den Zweiten Weltkrieg zu beginnen. Im finalen Film „Von Chruschtschow bis Putin“ (21.50 Uhr) ist mit Michael Gorbatschow das Ende des Sowjetimperiums gekommen. Als Gorbatschow nach dem Tod Stalins an die Macht kommt, steht die Sowjetunion vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. Der Putsch 1991 gegen den regierenden Präsidenten und Generalsekretär ist der letzte Versuch, das alte System zu retten. Mit seinem Scheitern zerbricht auch der Sowjetkommunismus. Russland bleibt als Nachfolgestaat bestehen. Ausgezeichnet mit dem Friedenspreis der Internationalen Filmfestspiele von Berlin, erweist sich der abschließende Film „Rodina heißt Heimat“ (23.55 Uhr) von Helga Reidemeister als Dokument einer Umbruchsphase, deren Erschütterungen noch heute fortwirken, denn für manche Soldaten ist nach dem Moskauer Putschversuch die Ukraine ihre Heimat, für andere Moskau.

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FREUNDE DER WIENER VOLKSOPER: VERANSTALTUNG Am 22.10.)

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VERANSTALTUNGSTIPP STRASSHOF/ NÖ (4. November 2017)

 

Foto
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DIE FREITAG-PRESSE (20. OKTOBER 2017)

Für Sie in den Zeitungen gefunden: Die DONNERSTAG-PRESSE – 19. OKTOBER 2017

Wien
Leben ohne Tanz? „Ich bereue nichts“
Hohe Sprünge sind Kirill Kourlaevs Spezialität. Einst vollführte er sie im Ballettsaal, jetzt startet er als Schuldirektor und Entrepreneur.
Die Presse

Berlin
Innovationspreis für Konzerthaus Berlin
Musik heute

„Konzertgänger in Berlin“
Hochdruckzugvoll: Anna Vinnitskaya spielt Prokofjew, Debussy, Chopin
Anna Vinnitskayas Hände ziehen die Töne aus dem Klavier. Sehr reizvoll, im Kammermusiksaal von links einen guten Blick auf die Tastatur zu haben (auch wenn wahre Pianomaniacs sich bekanntlich immer nach rechts setzen). Sie drücken die Töne. Sie müssen sie aber ziehen, sagte Alfred Brendel einmal zu einem Dilettanten, den er bei einem Besuch ans
https://hundert11.net/vinnitskaya-preludes/

Bonn
Aufforderung zum Kampf – In Bonn inszeniert Peter Konwitschny Othmar Schoecks selten gespielten Einakter „Penthesilea“
Neue Musikzeitung/nmz.de

Stuttgart
Premiere ohne Serebrennikow
Märchenoper „Hänsel und Gretel“ in Stuttgart startet ohne den russischen Regisseur
Berliner Motgrnpost

Linz
Markus Poschner: „Verdammt dazu, Geschichten zu erzählen“
Der Chefdirigent des Bruckner-Orchesters über Identitätssuche – d
Der Standard

Stuttgart
Thomas Zehetmair wird Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters
Musik heute

Oslo
An underwhelming Barber in Oslo
bachtrack

London
A saucy Semele at the Royal Festival Hall, London
https://www.ft.com/content/453c59fc-b4b2-11e7-8007-554f9eaa90ba
Semele review: An opera for the younger generation
https://www.standard.co.uk/goingout/music/semele-review-an-opera-for-the
Semele, Royal Festival Hall, London, review: I can’t remember one as dramatic as this one
The Independent

Kenneth MacMillan: A National Celebration, Royal Opera House, London, review: This first evening was joyfully danced
The Independent

Shobana Jeyasingh Dance: Bayadère – The Ninth Life
bachtrack

Tulsa
Austrian singer to make U.S. debut as lead in Tulsa Opera’s ‚Faust‘
http://www.tulsaworld.com/blogs/scene/arts/austrian-singer-to-make-u-s-debut

New York
Met Opera: A Stirring “Turandot” With Dyka, Antonenko, and an Homage to James Morris
Huffington Post

Dyka and Antonenko shine in an extravagant Turandot at the Met
bachtrack

James Levine Replaces Bertrand De Billy In “Tosca’
http://operawire.com/james-levine-replaces-bertrand-de-billy-in-tosca/

San Diego
The Pirates of Penzance
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=12642

Melbourne
Anna Netrebko & Yusif Eyvazov review: Russian superstar delivers opera’s best
http://www.smh.com.au/entertainment/opera/anna-netrebko–yusif-eyvazov-review

Auckland-bound opera star Anna Netrebko on life, loves and cancelling at Covent Garden
https://www.stuff.co.nz/entertainment/stage-and-theatre/96297430/aucklandbound

Feuilleton
Kicked out for being gay then rescued by opera: writer Garth Greenwell’s extraordinary awakening
The Guardian

Freiburg
Kein Oberlehrer-Theater
Peter Carp startet Intendanz in Freiburg
Hamburger Abendblatt

Wien/ Werk X
Opernkritik:Polit-Theater als Silent Disco
Ein angekündigtes Opernspektakel erweist sich als begehbare Installation.
Wiener Zeitung

Sprechtheater

Kabarettist Michael Niavarani: Wer da? Nein, antwort du erst mir!
In seiner Rolle als Kabarettist ist er in Wien eine Weltmacht. Doch mit Ende vierzig hat sich Michael Niavarani verliebt – in das Theater Shakespeares. Die Komödie einer Obsession.
Frankfurter Allgemeine

Grischka Voss
Bericht einer Königstochter
Grischka Voss erinnert sich in einem Buch an das Leben mit ihren berühmten Eltern.
Wiener Zeitung

Film/ TV

Danielle Darrieux ist gestorben
Etwa achtzig ihrer hundert Lebensjahre stand Danielle Darrieux vor der Kamera oder auf der Bühne – eine Große des französischen Kinos.
Sueddeutsche Zeitung

Die Rolle als zweite Haut
Danielle Darrieux ist 100jährig gestorben. Ein Nachruf
Badische Zeitung

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INFOS DES TAGES (FREITAG, 20. OKTOBER 2017)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 20. OKTOBER 2017)

WIENER STAATSOPER: DAS GERÜST IM FOYER WURDE ABGEBAUT – RENOVIERUNG TEIL 1 IST FERTIG

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Foto: Fritz Krammer

Der neue „Eiserne“:

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„Schiach ist er“ – meint Fritz K.

Als Pragmatiker, der ich bin, stelle ich in den Vordergrund, dass der neue „Eiserne“ die Wiener Staatsoper laut offiziellen Angaben nichts gekostet hat. Bezahlt haben offenbar jene, denen die Verdeckung des „Eisenmenger“ das Honorar an Herrn John Baldessari wert ist.

Wie heißt es doch im Volksmund: „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“.

Na, denn! Auch so kann man Kunst bemessen.

A.C.

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SAMSTAG PREMIERE AM WIENER BURGTHEATER: SCHLECHTE PARTIE von Alexander Ostrowski
Inszenierung: Alvis Hermanis

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Marie-Louise Stockinger. Copyright: Barbabara Zeininger

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Peter Simonischek. Copyright: Barbara Zeininger
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STADTTHEATER KLAGENFURT: PREMIERE „WERTHER“ AM 2. NOVEMBER

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Copyright: Karl-Heinz Fessl/ Stadttheater Klagenfurt

Werther Drame lyrique in vier Akten und fünf Bildern von Jules Massenet Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach dem Roman Die Leiden des jungen Werther von J.W. Goethe In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 02. November 2017, 19.30 Uhr

Die Beliebtheit dieser französischen Oper im deutschsprachigen Raum ist nicht nur der Goetheschen Vorlage zu verdanken, sondern vor allem der eindrücklichen Musik Massenets. Lorenzo Viotti steht nach seinem umjubelten Carmen-Dirigat in der Spielzeit 2015/16 wieder am Pult des Kärntner Sinfonieorchesters. Inszeniert wird Werther vom französischen Regisseur Vincent Huguet, die Titelpartie singt der Tenor Attilio Glaser. Anaïk Morel, von 2008 bis 2010 Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper, ist als Charlotte zu erleben.

Massenet packte ein gewagtes Projekt an, als er 1885 eine Oper auf der Grundlage von Goethes Briefroman schuf, der ein Jahrhundert zuvor europaweit für Furore gesorgt hatte. Werther wurde 1892 in deutscher Sprache an der Wiener Staatsoper uraufgeführt und bald überall gezeigt wo es Opernhäuser gab. Das leidenschaftliche Werben des Titelhelden um Charlotte, die sich der Liebeserklärungen mit Verweis auf die ihrem Verlobten Albert geschuldete Treue erwehrt, erhält in vier großen Duetten breiten Raum und bildet den Kern der Handlung. Dass Charlotte sich in deren Verlauf dazu durchringt, entgegen ihrem bürgerlichen Ideal ehelicher Treue, ihre Liebe zu Werther zu gestehen, macht sie zur eigentlichen Heldin des Stückes.

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Lorenzo Viotti. Copyright: Marcia Lessa

MUSIKALISCHE LEITUNG Lorenzo Viotti
REGIE Vincent Huguet
BÜHNE Aurélie Maestre
KOSTÜME Clémence Pernoud
DRAMATURGIE Markus Hansel

Werther Attilio Glaser
Albert John Brancy
Le Bailli Karl Huml
Schmidt Joshua Owen Mills
Johann Jisang Ryu
Brühlmann Johannes Puchreiter
Charlotte Anaïk Morel
Sophie Keri Fuge
Kätchen Lisa-Maria Lebitschnig,
u.a. Singschule Carinthia, Kärntner Sinfonieorchester

Weitere Vorstellungen: 04., 07., 11., 17., 22., 24., 29. November; 01., 15., 21. Dezember 2017
Einführungsmatinee 22. Oktober 2017, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz
Einführung zur Oper 25 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links Presse

Theaterkasse Tel +43 (0) 463 54 0 64, kartenkasse@stadttheater-klagenfurt.at www.stadttheater-klagenfurt.at

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STADTTHEATER BADEN bei Wien: SAMSTAG PREMIERE „DER FREISCHÜTZ“ (21. Oktober bis 24. NOVEMBER)

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Reinhard Alessandri, Regina Riel, Thomas Zisterer, Theresa Grabner, Franz Födinger. Copyright: Bühne Baden/ Christian Husar

Franz Josef Breznik, Musikalische Leitung
Michael Lakner, Inszenierung
Manfred Waba, Bühnenbild und Kostüme
Michael Kropf, Choreographie

Regina Riel, Agathe
Reinhard Alessandri, Max, zweiter Jägerbursche
Sébastien Soulès, Kaspar, erster Jägerbursche
Thomas Zisterer, Ottokar/Kilian ein reicher Bauer
Theresa Grabner, Ännchen
Oliver Baier, Samiel
Gregor Loebel, Ein Eremit
Franz Födinger, Kuno, fürstlicher Erbförster

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Reinhard Alessandri (Max), Regina Riel (Agathe). Bühne Baden/ Christian Husar

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Oliver Baier (Samiel). Copyright: Bühne Baden/ Christian Husar

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OPER FRANKFURT: HEUTE WIEDERAUFNAHME „EUGEN ONEGIN“

EUGEN  ONEGIN Lyrische Szenen in drei Akten und sieben Bildern von Peter I. Tschaikowski

Text vom Komponisten und Konstantin S. Schilowski nach dem gleichnamigen Roman (1830) von Alexander S. Puschkin.
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Maria Bochmanova (Tatiana) und Daniel Schmutzhard (Eugen Onegin). Copyright: Barbara Aumüller

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle / Nikolai Petersen (November 2017)
Regie: Dorothea Kirschbaum
Konzeption: Jim Lucassen
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Benjamin Cortez
Bühnenbild: Katja Haß
Kostüme: Wojciech Dziedzic
Licht: Joachim Klein
Chor: Tilman Michael
Choreografie: Olaf Reinecke
Dramaturgie: Norbert Abels

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Nikolay Didenko (Fürst Gremin) und Maria Bochmanova (Tatiana). Copyright: Barbara Aumüller

 Larina, Gutsbesitzerin: Barbara Zechmeister
Tatiana, Larinas Tochter: Maria Bochmanova
Olga, Larinas Tochter: Maria Pantiukhova / Judita Nagyová (November 2017)
Filipjewna, Amme: Elena Zilio
Eugen Onegin: Daniel Schmutzhard / Iurii Samoilov (November 2017)
Lenski: Arseny Yakovlev Fürst
Gremin: Nikolay Didenko
Saretzki: Dietrich Volle / Barnaby Rea (November 2017)
Ein Hauptmann: Thomas Faulkner
Triquet, ein Franzose: Michael McCown
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Anlässlich der Premiere des Eugen Onegin am 20. November 2016 an der Oper Frankfurt wurden zwei Meisterwerke vom Publikum bestaunt: Zum einen die mit „lyrische Szenen“ untertitelte Oper von Peter I. Tschaikowski (1840-1893), zum anderen das raumfüllende Mosaik, das die Werktätigen Russlands beim Aufbau des Sozialismus zeigt. In Kleinstarbeit hatten die Theatermalerinnen und -maler der Oper Frankfurt dieses beeindruckende Bild für die Inszenierung von Dorothea Kirschbaum nach der Konzeption von Jim Lucassen per Hand gestempelt. Nun bot es im ersten Teil des Abends das Bühnenbild der Frankfurter Neuproduktion von Tschaikowskis Oper nach dem Roman von Alexander S. Puschkin. Doch gab es natürlich von dieser vierten Premiere der Spielzeit 2016/17 noch viel mehr zu berichten, und so schwärmte der Kritiker der Frankfurter Neuen Presse: „Dieser Eugen Onegin erzählt vom Menschen, der lernen muss, seine Gefühlswelt einzurichten, wo und wann auch immer. Puschkin hat das schonungslos beschrieben, Tschaikowski in wunderschöne, tief empfindende Musik gekleidet – und die Oper Frankfurt hat einen neuen Publikumsmagneten.“
Russland: Tatiana, die empfindsame Tochter der Gutsbesitzerin Larina, verliebt sich in den abgeklärten Dandy Eugen Onegin, den ihr Lenski, der Verlobte ihrer lebenslustigen Schwester Olga, vorstellt. An zentraler Stelle in der Oper schreibt die schüchterne Tatiana einen Brief, in dem sie dem Angebeteten ihre Liebe offenbart. Doch Onegin erklärt ihr kühl, dass er nicht für die Ehe geschaffen sei. Gelangweilt von der Atmosphäre in der Provinz macht er Olga schöne Augen und erregt so die Eifersucht seines Freundes Lenski. Der Streit mündet in einem Duell, das Lenski nicht überlebt. Onegin flieht vor seiner Schuld und entdeckt zu spät seine Gefühle für Tatiana.

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Arseny Yakovlev (Lenski). Copyright: Barbara Aumüller
Für die erste Wiederaufnahme der Produktion kehrt premierenbewährt Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle zurück ans Pult seines Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, jedoch wechselt er sich diesmal mit dem jungen Kapellmeister Nikolai Petersen ab. Auch die Sängerbesetzung verzeichnet einige neue Namen: Die junge Russin Maria Bochmanova (Rollendebüt als Tatiana) kehrt nach Vorstellungen als Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi 2015/16 an die Oper Frankfurt zurück. Ihr Landsmann Arseny Yakovlev (Hausdebüt als Lenski) ist dem Moskauer Bolschoi-Theater verbunden. Er verkörperte Lenski bereits an den Opernhäusern von Belgrad und Riga, weitere Auftritte in dieser Partie sind an der Opéra national de Paris geplant. Auch Nikolay Didenko (Hausdebüt als Fürst Gremin) ist Russe und gastiert regelmäßig am Bolschoi sowie an der Oper Köln. Der Brite Thomas Faulkner (Ein Hauptmann) wurde 2016/17 vom Opernstudio ins Ensemble der Oper Frankfurt übernommen. Alle weiteren Partien bleiben im Vergleich zur Premieren- bzw. zu deren Alternativbesetzung unverändert, darunter auch aus dem Ensemble Daniel Schmutzhard und Iurii Samoilov (Eugen Onegin) sowie Maria Pantiukhova und Judita Nagyová (Olga), die sich im Verlauf der Aufführungsserie in ihren jeweiligen Partien abwechseln. Eine besondere Freude ist, dass auch die italienische Mezzosopranistin Elena Zilio, während ihrer langen Karriere zu Hause an bedeutenden internationalen Bühnen, als Filipjewna wieder mit von der Partie ist.
Wiederaufnahme: Freitag, 20. Oktober 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 28., 31. (18.00 Uhr) Oktober, 10., 19. November 2017   Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 105 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.
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Bilder im Kopf – Wien Modern 30
31.10.–01.12.2017

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Mit einer Reihe großer, außergewöhnlicher Konzerte zum Jubiläumsjahr startet am 31.10.2017 die 30. Ausgabe des Festivals Wien Modern. Bis zum 1.12. stehen insgesamt 106 Veranstaltungen in 26 Spielstätten in 11 Wiener Gemeindebezirken auf dem Programm. Unter dem Thema „Bilder im Kopf“ verspricht die 30. Ausgabe ein besonders buntes, fantasievolles Programm. Details sind online unter www.wienmodern.at.

Zum Auftakt am Dienstag gibt es ganz großes Kino: Schon vor der Eröffnung bringt das Festival die Österreich-Premiere der neu restaurierten Fassung des Filmklassikers J’accuse (31.10. Wiener Konzerthaus). Im eigentlichen Eröffnungskonzert zwei Tage später präsentiert das ORF RSO Wien Hans Werner Henzes atemberaubendes Revolutionsoratorium Das Floß der Medusa (2.11. Wiener Konzerthaus). In Bühne und Licht von Enrico Bagnoli gibt es dann einen opulenten Einstieg in die „Musique spectrale“ mit Burning Bright (3.11. MuseumsQuartier Halle G) des Pariser Komponisten Hugues Dufourt. Das Claudio Abbado Konzert (4.11. Wiener Konzerthaus) ist das erste von drei großen Wien-Modern-Projekten im Rahmen von 200 Jahre mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Dabei präsentiert die Komponistin Iris ter Schiphorst eine Uraufführung mit einem höchst aktuellem Thema: Die Sängerin Salome Kammer singt dieselben altarabischen Gedichte wahlweise in westlichem und arabischem Outfit. Welche Bilder lösen verschleierte Frauen 2017 in den Köpfen aus?

Peter Eötvös steht persönlich am Dirigentenpult beim ihm gewidmeten Porträtkonzert des Klangforum Wien unter dem Titel Chinese Opera (5.11. Wiener Konzerthaus). Die Turangalila-Symphonie (9.11. Musikverein) von Olivier Messiaen zeigt eine sinnliche Auseinandersetzung mit der Liebe in allen Formen und Farben. Eine besondere Rolle im Programm spielen 2017 Frankreich und die besonders farbenreiche Art, dort die neue Musik neu zu erfinden. Dazu zählt prominent Gérard Griseys Hauptwerk Les Espaces acoustiques (16.11. Wiener Konzerthaus). Spektakuläre Raumelektronik verspricht Olga Neuwirths Schlüsselwerk Le Encantadas (20.11. Museumsquartier Halle E). Der 1981 in Brixen/Südtirol geborene, in Innsbruck lebende Hannes Kerschbaumer ist Preisträger des Erste Bank Kompositionspreises 2017.

Details und alles weitere über Musiktheaterpremieren, ungewöhnliche Begegnungen mit der nächsten Generation, Projekte mit Musik, Film, Video & Text, Konzerte für Junges Publikum, 30 Jahre Wien Modern, das Late Night Programm, Festivalkatalog & Festivaltasche, Bar Modern & Wein Modern finden Sie unter www.wienmodern.at sowie in der ausführlichen Pressemappe im Anhang.
Wien Modern 30 in Zahlen
32 Spieltage an 26 Spielstätten in 11 Wiener Gemeindebezirken
106 Veranstaltungen (71 Konzerte / Aufführungen + 35 Rahmenveranstaltungen)
47 Produktionen mit 40 Orchestern, Chören und Ensembles
73 Ur- und Erstaufführungen (43 UA + 30 ÖEA)

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 KÜNSTLERNACHRICHTEN (Balmer & Dixon)

Vera-Lotte BÖCKER wird als Pamina/ZAUBERFLÖTE an der Opéra Comique Paris, am 7., 9., 12. sowie 14. November zu erleben sein. Es ist ein Gastspiel der Komischen Oper Berlin in der beliebten Inszenierung von Suzanne Andrade und Barrie Kosky.

 Steve DAVISLIM singt am Teatro San Carlo in Neapel den Belmonte in Mozarts ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL unter der musikalischen Leitung von Hansjörg Albrecht; Vorstellungen am 2., 5. sowie am 7. November. Anschliessend übernimmt er am 11. & 12. November in der Philharmonie de Paris die Tenorpartie in Mendelssohns WALPURGISNACHT; es spielt das Orchestre de Paris unter Thomas Hengelbrock. Am 17. November ist der Tenor in Dvoraks STABAT MATER in der Berliner Philharmonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Jakub Hrusa zu hören.

 Claude EICHENBERGER wird nochmals am 7. und 25. November als Carlotta/DIE GEZEICHNETEN am Theater St. Gallen zu erleben sein. Eine Neuinszenierung von Antony McDonald, die musikalische Leitung hat Michael Balke.

Dimitry IVASHCHENKO singt anlässlich einer von René Jacobs geleiteten Europatournee mit Beethovens LEONORE den Rocco. Termine der konzertanten Version umfassen u.a. den 3. November in Baden-Baden, den 5. November in der Philharmonie Köln sowie den 7. November in der Philharmonie de Paris. Es folgen am 23. & 24. November Konzerte mit Honeggers JEANNE AU BUCHER in der Elbphilharmonie Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock sowie am 30. November, 1. & 2. Dezember in Rom Rachmaninoffs THE BELLS mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Semyon Bychkov.

Torben JÜRGENS singt an der Deutschen Oper am Rhein am 3. November die Titelpartie in LE NOZZE DI FIGARO; am 8. November unter Axel Kober die Partie des Betto di Signa/GIANNI SCHICCHI. Am 18. November ist er bei der Benefiz-Gala des DRK an der Deutschen Oper am Rhein zu hören; am 30. November und 1. & 2. Dezember singt er dort das Bass-Solo in Rossinis PETITE MESSE (als Ballettproduktion).

 Johannes KAMMLER ist am 4. November am Teatro de Lago in Frutillar/Chile mit einem Gala-Konzert zu Gast. Am 9. November gibt er gemeinsam mit der Pianistin Sophie Raynoud einen Ensemble-Liederabend an der Bayerischen Staatsoper im Wernicke-Saal. Außerdem singt er am 29. November, 2., 5. & 8. Dezember an der Bayerischen Staatsoper unter Marco Armiliato die Rolle des Pierre Fléville/ANDREA CHÉNIER in einer Philipp Stölzl Inszenierung.

Michael KUPFER-RADECKY ist am 19. November nochmals als Wotan/WALKÜRE am Oldenburgischen Staatstheater in Paul Esterhazys RING zu hören.

Iride MARTÍNEZ ist als Königin der Nacht/ZAUBERFLÖTE am Theater Osnabrück unter Daniel Inbal zu erleben. Eine Inszenierung von Alexander May. Die Vorstellungen sind am 5. November sowie am 14. Dezember.

 Polina PASTIRCHAK ist in der Rolle der Mimi/LA BOHÈME am Opernhaus Graz unter Marius Burkert zu erleben. Die Termine sind am 4. & 19. November, sowie am 23. & 26. Dezember. Außerdem wird sie in derselben Rolle am Theater St. Gallen, nämlich am 24., 26. und 28. November, sowie am 3. Dezember zu hören sein.

 Rolf ROMEI singt am Theater Freiburg die Titelpartie in HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN in einer Regie von Jean-Philippe Clarac und unter der Leitung von Daniel Carter. Die Vorstellungen finden am 2., 5. und 24. November, sowie am 1. & 8. Dezember statt.  Am 18. November wird er am Stadthaus Winterthur in Beethovens Missa Solemnis mit dem Musikkollegium Winterthur unter Beat Fritschi den Tenorpart singen.

Nikolai SCHUKOFF ist als Guido Bardi/EINE FLORENTINISCHE TRAGÖDIE, an der Nationale Opera & Ballet in Amsterdam zu erleben. Eine Neuinszenierung von Jean Philipp Gloger, unter der musikalischen Leitung von Marc Albrecht. Die Vorstellungstermine sind am 11., 14., 16., 19., 21., 24., 26. & 28. November.

Sergey SKOROKHODOV wird an der Bayerischen Staatsoper wiederum den Sinowij Borissowitsch Ismailow/LADY MACBETH VON MZENSK unter Oksana Lyniv in einer WA der Harry Kupfer Inszenierung singen. Die Vorstellungen sind am 1. & 5. November.

 Bo SKOVHUS singt an der Deutschen Oper am Rhein in einer Neuinszenierung von Stefan Herheim und mit Axel Kober am Pult die Titelpartie in Alban Bergs WOZZECK; Vorstellungen am 2., 5., 19., 23.und 26. November.

Matthew SWENSEN wird am Theater Basel den Giuseppe/LA TRAVIATA unter Titus Engel und in einer Regie von Daniel Kramer singen und zwar am 1., 2., 3., 6., 12. und am 28 November. Ebenfalls in Basel ist er als Aufidio/LUCIO SILLA in der Neuinszenierung von Hans Neuenfels und unter der musikalischen Leitung von Erik Nielsen zu hören; Vorstellungen am 2., 5.,11. und 27. November.

JunHo YOU ist an der Volksoper Wien wieder Tamino/ZAUBERFLÖTE unter der musikalischen Leitung von Gerrit Prießnitz. Die Vorstellungen sind am 18. & 15. November.

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WIEN/ VERNISSAGE „REARTE GALLERY“

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Urheberrecht für Dummies – Die wichtigsten Rechtsbegriffe für Fotografen

Autor: Jonathan Appleby – copytrack.com 19.10.2017

Aufgrund des großen Wachstums der Fotografenszene, der dadurch steigenden Anzahl an Urheberrechtsverletzungen sowie der technologischen Fortschritte der letzten zehn Jahre haben plötzlich immer mehr von uns den Anspruch, sich im Urheberrecht bestens auskennen zu müssen. Doch oftmals ist es gar nicht so leicht, sich im Dschungel der juristischen Begriffe zurechtzufinden und einen Überblick über die eigenen Rechte zu haben. Um Urheberrechtsverletzungen besser entgegenwirken zu können und aufstrebenden Fotografen eine kleine Hilfestellung bezüglich ihrer Rechte zu geben, hat Copytrack im Folgenden die wichtigsten Rechtsbegriffe im Bereich des Urheberrechts zusammengefasst.

Das Werk

Im deutschen Urheberrechtsgesetz wird das sogenannte „Werk“ als persönliche geistige Schöpfung definiert. Im urheberrechtlichen Sinne stellt ein Werk somit das konkrete Ergebnis der individuellen künstlerischen Tätigkeit eines bzw. mehrerer Urheber dar. Bei Fotografen ist wird als Werk das entsprechende Foto bzw. Bild bezeichnet, das vom Fotografen geschaffen wird. Lichtbildwerke sind automatisch urheberrechtlich geschützt; das heißt, es müssen keine Schutzrechte oder ähnliches angemeldet werden, um den vollen Umfang des Urheberschutzes zu genießen, wie es beispielsweise bei Geschäftsideen der Fall ist.

Urheberrecht

Als Urheberrecht wird das Rechtsgebiet bezeichnet, welches die rechtlichen Beziehungen zwischen dem Schöpfer bzw. dem Urheber und seinem Werk regelt. Dabei geht es im Kern darum, einem Urheber (also in unserem Fall, dem Fotografen) die exklusiven Rechte für die Verwendung seiner Werke einzuräumen und die Persönlichkeitsrechte des Urhebers an seinem Werk zu wahren. Hierbei muss in diesem Zusammenhang zwischen Lichtbildwerken und Lichtbildern unterschieden werden. Während bei Lichtbildwerken der urheberrechtliche Schutz erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers endet, geschieht dies bei Lichtbildern bereits 50 Jahre nach der Veröffentlichung des Fotos. Je nachdem, als was das Bild zu beurteilen ist, kann es nach Ablauf der jeweiligen Zeit frei verwendet werden. So könnte beispielsweise die erste erfolgreich aufgenommene Fotografie der Welt genannt „Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras“ von jeder Person beliebig genutzt werden, weil der Fotograf bereits 1833 verstorben ist.

Das Gesetz unterscheidet zwischen zwei Arten von Urheberrechten:

  • Verwertungsrechte

Verwertungsrechte schützen die wirtschaftliche Nutzung des Werks und können durch Lizenzen als sogenannte Nutzungsrechte an Dritte übertragen werden. Die Lizenz erlaubt dann eine bestimmte Form der Verwertung des Werks, beispielsweise die öffentliche Zugänglichmachung. Falls Sie also eines Ihrer Bilder auf einer Website entdecken, ohne dass Sie deren Betreiber je eine entsprechende Lizenz eingeräumt haben, können Sie sicher sein, dass dieser die Verwertungsrechte an Ihrem Bild verletzt hat.

  • Urheberpersönlichkeitsrechte

Im Gegensatz zu den Verwertungsrechten sind die Urheberpersönlichkeitsrechte an Sie als Urheber gebunden und sind nicht veräußerlich. Das Urhebergesetz kennt drei Urheberpersönlichkeitsrechte. Das wohl wichtigste ist das Recht zur Anerkennung der Urheberschaft, welches es dem Urheber erlaubt, zu bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen ist und welche Bezeichnung zu verwenden ist. Daneben können Sie allein darüber bestimmen, ob und wann ein Werk zum ersten Mal veröffentlicht wird und Sie haben als Urheber das Recht, eine Entstellung Ihres Werks zu verbieten, die Ihre Interessen in irgendeiner Art und Weise gefährden könnten.

Urheberrechtsverletzung

Eine Urheberrechtsverletzung besteht dann, wenn jemand in Ihre Verwertungs- oder Urheberpersönlichkeitsrechte eingreift, z.B. in dem er Ihr Werk ohne Ihre Zustimmung verwendet. Gerade im Internet kommt es sehr häufig zu Urheberrechtsverletzungen, wenn beispielsweise Ihre Bilder ohne Ihre Zustimmung auf eine Webseite hochgeladen werden. In vielen Fällen sind sich die Bildverwender ihrer Schuld überhaupt nicht bewusst – viele glauben, dass jedes beliebige Bild, welches bereits online zu finden ist, beliebig weiterverwendet werden darf. Dies ist jedoch ein Irrtum. Im Falle einer Urheberrechtsverletzung haben Sie verschiedene Ansprüche, u.a. einen Anspruch auf entsprechenden Schadensersatz.

Als Urheberrechtsinhaber können Sie entscheiden, ob und in welchem Maße Sie anderen Personen Nutzungsrechte an Ihren Werken einräumen. Dies erfolgt im Rahmen sogenannter Lizenzen. Diese können zum Beispiel zeitlich, räumlich oder inhaltlich begrenzt sein oder lediglich on- bzw. offline gelten. Und sollte jemand einmal Ihr Bild ohne Ihre Einwilligung verwenden, können Sie in den meisten Fällen dagegen vorgehen. Im Folgenden hat Copytrack die wichtigsten Begriffe zum Thema „Lizenzen“ zusammengefasst:

Lizenzen

Es ist überaus wichtig für jeden Fotografen, bei der Vergabe von Lizenzen nicht nachlässig zu sein und die Sache ernst zu nehmen, da diese einen großen Einfluss auf den Wert der Bilder haben können. Außerdem ersparen gut gestaltete Lizenzen Unsicherheiten auf beiden Seiten und vermeiden damit Streitigkeiten.

  • Ausschließliches Nutzungsrecht

Wenn Sie einem Käufer die exklusiven Rechte an dem betreffenden Bild verkaufen, gehen die jeweils eingeräumten Nutzungsrechte insgesamt an den Lizenznehmer ab. Das bedeutet, dass der Lizenznehmer allein das Recht hat, das Bild gemäß den vereinbarten Lizenzbedingungen zu verwenden. Auch Sie als Urheber sind in diesem Fall nicht mehr zur Verwendung des Bildes berechtigt. Wenn Sie also beispielsweise ein Bild an National Geographic exklusiv verkaufen, ist es Ihnen anschließend nicht mehr gestattet, das Foto an jemand anderen nochmals zu verkaufen oder es für eigene Zwecke zu verwenden. Auch die Ansprüche wegen Verletzung der Verwertungsrechte können dann nur noch durch den Lizenznehmer geltend gemacht werden.

  • Einfaches Nutzungsrecht

Im Falle einer nicht-exklusiven, einer sogenannten einfachen Lizenz können die Lizenznehmer Ihr Werk im Rahmen der vereinbarten Nutzung verwenden, Sie können es jedoch weiterhin beliebig oft weiterverkaufen.

  • Nutzungsdauer

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Lizenzen automatisch unbegrenzt gültig sind. Als Urheber eines Werks können Sie entscheiden, wie lange der Lizenznehmer das Werk verwenden darf. Dabei kann die eingeräumte Nutzungsdauer beliebig von Ihnen festgelegt werden.

  • Nutzungsrechte

Als Urheber können Sie in Ihrer Lizenz außerdem festlegen, wie Ihre lizenzierten Werke genutzt oder nicht werden dürfen. Beispielsweise können Sie die Nutzung lediglich im Rahmen von Printmedien gestatten oder ausschließlich zu redaktionellen, nicht jedoch zu werblichen Zwecken. Daneben können Sie die Nutzungsrechte auch beschränken. Zum Beispiel können Sie in Ihrer Lizenz festlegen, dass Ihr Bild lediglich in Deutschland genutzt werden darf.

Wir empfehlen hier wirklich sehr eindringlich, sich bei der Erstellung von Lizenzen genügend Zeit zu nehmen und sich gut zu überlegen, welchen Lizenzumfang Sie den Lizenznehmern einräumen wollen. Sie können dabei ruhig detailliert vorgehen, denn nachträgliche Änderungen sind, nachdem Sie die Lizenz einmal unterzeichnet haben, nur noch möglich, wenn der Lizenznehmer zustimmt.

Schadensersatz

Wenn jemand Ihr Bild ohne Ihre Einwilligung verwendet, haben Sie in den meisten Fällen Anspruch auf Schadensersatz. Der Schadensersatz ist ein auf verschiedene Arten berechenbarer Betrag, der vom Bildverwender an den Urheber entrichtet werden muss, um den aus der Urheberrechtsverletzung entstandenen Anspruch zu erfüllen. Dabei werden drei übliche Berechnungsarten unterschieden:

  • Berechnung des Gewinns des Bildverwenders:

Bei dieser Methode wird der Gewinn des Bildverwenders, der diesen durch die Verletzung des Urheberrechts erzielt hat, als Grundlage für die Berechnung des Schadensersatzes herangezogen.

  • Berechnung aufgrund des dem Urheber entgangenen Gewinns:

Der Urheber hat weiterhin die Möglichkeit, die durch die Schädigung eingetretene Vermögenseinbuße ersetzt zu verlangen. In der Regel ist dies ein entgangener Gewinn, den der Urheber ohne die Rechtsverletzung erwirtschaftet hätte.

  • Fiktive Lizenzgebühr

Schadensersatz kann auch auf Grundlage des Betrages berechnet werden, den der Bildverwender entrichten hätte müssen, wenn er die Lizenz für das betreffende Bild regulär erworben hätte. Dabei wird das Augenmerk vor allem daraufgelegt, für welchen Betrag Sie als Urheber Ihre Bilder normalerweise lizenzieren. Viele Fotografen lizenzieren Ihre Bilder unter Zugrundelegung der Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM). Die Höhe der Honorare wird dabei jeweils nach Mediangattung und Intensität der Nutzung berechnet.

Für die gerichtliche Durchsetzung des Anspruchs ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre übliche Lizenzpraxis in Form von Rechnungen oder ähnlichem belegen können.

Abmahnung

Bevor man als Urheber gerichtlich gegen den Bildverwender vorgeht, soll dieser abgemahnt werden, das heißt er soll auf die Rechtsverletzung hingewiesen werden und aufgefordert werden, die weitere Verwendung des Bildes zu unterlassen und es zu beseitigen. Die Abmahnung soll dem Bildverwender die Möglichkeit geben, sich rechtstreu zu verhalten. Mahnt ein Urheber einen Bildverwender nicht ab, sondern reicht ohne weitere Vorwarnung Klage ein, kann er unter Umständen auf den Kosten hierfür sitzenbleiben.

Diese Begriffe sind nur ein kleiner Ausschnitt des deutschen Urheberrechts, doch wir von Copytrack meinen, sie können Fotografen bei alltäglichen Fragestellungen ungemein weiterhelfen. Es ist für Fotografen überaus wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass sie automatisch viele Rechte haben die gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzbar sind. Denn obwohl Bilderklau derzeit sehr verbreitet ist, ist dies absolut kein akzeptables Verhalten und sollte auch entsprechend geahndet werden.

Kontakt COPYTRACK:
Mary Eising, Oranienburger Strasse 4, 10178 Berlin
mary.eising@COPYTRACK.com, Tel: +49 – 30 – 809.332.961, Fax: +49 – 30 – 809.332.999

Über Copytrack:
Copytrack (www.copytrack.com) wurde 2015 von Marcus Schmitt gegründet und beschäftigt heute rund 25 Mitarbeiter aus den Bereichen Legal, IT, Kundenservice und Finance. Der Service des kostenfreien Portals richtet sich u.a. an Fotografen, Verlage, Bildagenturen und E-Commerce-Anbieter. Copytrack spürt Urheberrechtsverstöße weltweit online auf. Der Service umfasst eine risikofreie Durchsuchung des Internets nach von den Nutzern hochgeladenen Bilddateien mit einer Treffergenauigkeit von 98 Prozent. Die Kunden von Copytrack definieren ohne Lizenz genutzte Bilder und bestimmen selbst die Höhe nachträglicher Gebühren gestützt durch einen automatischen Lizenzrechner im Portal. Copytrack übernimmt in voller Verantwortung eine außergerichtliche Lösung in 140 Ländern sowie eine gerichtliche Lösung in den urheberrechtlich relevanten Gebieten. Bei erfolgreicher Nachlizenzierung erhält der Rechteinhaber 70 Prozent der vereinbarten Summe.

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