Der Neue Merker

17. JULI 2017

Markus Hinterhäuser, der Intendant der Salzburger Festspiele, im Interview. Copyright: Salzburger Festspiele/ Franz Neumayr

Markus Hinterhäuser, der neue Intendant der Salzburger Festspiele, spricht mit Volker Hagedorn von „Die Zeit“ über Macht und Musik und seine Liebe zu russischen Pianisten.

Markus Hinterhäuser, 58 Jahre alt, ist auch im Intendantenzimmer der Salzburger Festspiele nicht nur Intendant. Auf seinem Schreibtisch liegen die Noten von Olivier Messiaens Visions de l’Amen für zwei Klaviere, die wird er selbst zusammen mit Igor Levit spielen. Da gebe es für ihn noch viel zu üben, sagt er und lacht. Dann stellt er den Aschenbecher zwischen die Espressotassen auf dem Couchtisch. Wir wollen über die Salzburger Festspiele reden, deren Intendanz er für fünf Jahre übernommen hat, über das Programm mit zehn Opern und 79 Konzerten und fünf Theaterstücken in 41 Tagen. Und darüber, wie die berühmtesten Festspiele der Welt auf die Welt reagieren.

Salzburg
„Es ist eine andere Welt geworden“
Markus Hinterhäuser, der neue Intendant der Salzburger Festspiele, spricht mit Volker Hagedorn über Macht und Musik und seine Liebe zu russischen Pianisten.
Die Zeit

Berlin /Staatsoper rosafarben

Berliner Staatsoper in Rosa. Foto: Ruckeis

Nun sind die Gerüste weg, und manche reiben sich die Augen: Rosa? War das schon immer so? Das Farbkonzept geht laut „Deutsche Bauzeitschrift“ auf den Wiederaufbau der Staatsoper durch Richard Paulick in den 1950er Jahren zurück. „Die historische Farbe konnte anhand von Befunduntersuchungen und alten Aufnahmen ermittelt werden.“

Paulick orientierte sich mit Rückendeckung der DDR-Führung an der 1741 von Knobelsdorff gebauten Original-Oper, die 1843 abbrannte. Rosa wurde in den 1990er Jahren auch das Zeughaus gestrichen…

Berlin: Staatsoper wieder unverhüllt Preußisch Pink
Die Staatsoper zeigt sich in Zartrosa. Auf der Baustelle beginnt der Endspurt
Tagesspiegel

Also mir gefällt die Farbe nicht. Aber mir muss sie auch nicht gefallen, Hauptsache den Berlinern gefällt sie.

LINZ/ KLASSIK AM DOM: Lichtkunst am Linzer Domplatz bei Grubinger-Konzert =

Martin Grubinger eröffnete die siebente Spielzeit von „Klassik am Dom“. Bildquelle: APA (dpa)/Carsten Rehder

Linz (APA) – Der in Oberösterreich lebende Schlagwerker Martin Grubinger eröffnete zusammen mit seinem Percussive Planet Ensemble unter dem Titel „Heimspiel 2.0“ am Sonntagabend in Linz die bisher siebente Spielzeit von „Klassik am Dom“. Das Lichtkunstkollektiv „Lichttapete“ kreierte für die Open-Air-Veranstaltungsreihe großflächige Lichtinszenierungen auf der Fassade des Mariendoms.

Mit neun Großbildprojektoren wurde die gesamte Längsseite des Gotteshauses mit Großbildpanoramen bespielt. Der in Salzburg geborene Starperkussionist wurde auf die Domfassade lebensgroß projiziert. Vor den farbigen, visuellen Collagen wartete Grubinger mit einem Klangfeuerwerk aus Salsa, Funk, Cuba, African, Fusion und Klassik auf. ORF III überträgt den Musikevent live-zeitversetzt ab 21.15 Uhr. Zusätzlich ist eine Aufzeichnung des Konzerts zu Maria Himmelfahrt, Dienstag, den 15. August, um 21.20 Uhr in ORF 2 zu sehen.

Die bayerische Kultband Haindling wird am 18. Juli auf dem Linzer Domplatz konzertieren und dabei ihr 35-jähriges Bühnenjubiläum feiern. Erwin Schrott Friends werden das Publikum am 19. Juli mit dem Programm „Cuba Amiga“ in die südamerikanische Heimat des Sängers entführen.

Gedanken zum Publikumsgespräch mit Dominique Meyer

 

Der Schreiber nachstehender Zeilen hat mich nicht um Anonymität gebeten, ich habe selbst entschieden, dass ich den Namen, der mir natürlich wohl bekannt ist, besser nicht nenne.

Ich muß zur Aussage von Dir. Meyer, wonach er nur so wenig Wagner spielt, weil das Orchester zu wenig Zeit hat, doch etwas bemerken:

Mir kommt diese Aussage, dass hauptsächlich das Orchester schuld sei, etwas wie Frustabbau vor, weil es den Philharmonikern doch nicht gelungen ist, für ihn eine dritte Amtszeit zu erreichen. Wobei dazu zu bemerken ist, dass, wie ich auch gehört habe, die Philharmoniker als Kollektiv gar nicht so erpicht darauf waren, sondern nur eine kleine Gruppe rund um Herrn Großbauer, was seine Abwahl nach nur einer Amtsperiode erklären würde. Man hat nämlich durchaus gehört, dass es gerade der Umstand war, dass viele verärgert waren, weil sie nur so selten die ganz grossen Werke, eben von Wagner und auch Strauss spielen konnten. Auch die geringe Zahl von Mozart-Aufführungen stiess manchen sauer auf.

Die Aussage des Direktors, er könne nichts machen, wenn das Orchester so viel auf Tournee ist, ist nicht verständlich. Denn wenn er selbst nicht bereit ist, auf den Tisch zu hauen um den Orchester klar zu machen, dass es seine Tourneen so zu planen hat, dass man auch Werke mit grosser Besetzung spielen kann – denn meines Wissens ist lediglich die traditionelle Amerika-Woche in New York fix terminisiert – hätte er den Minister, der schliesslich der oberste Chef des Orchesters ist, um Unterstützung bitten müssen. Aber es waren ja auch seine Vorgänger sehr großzügig mit den Tourneegenehmigungen. Ich weiss allerdings nicht, wovor die Herren Angst haben. Einfach zu sagen, dann spielen wir nicht mehr in der Oper, geht nämlich nicht, denn dann müsste jeder einzelne Musiker kündigen und das werden sich die meisten überlegen. Schliesslich ist das ja ihr Brotberuf, an dem einiges hängt, z.B. die Pension, die ja, da es sich um Staatsbedienstete handelt, nicht unüppig sein dürfte.

Ich glaube nämlich eher, dass es der größere Aufwand ist, diese Werke aufzuführen, die ihn davon abhalten.

Zum Schluss noch etwas Statistik zum Vergleich mit dem ach so großartigen München:

Dass München gerade einmal 7 Wagner-Aufführungen mehr als Wien bringt, wurde in unserem Forum bereits festgestellt. Bei Richard Strauss, von der Orchestergröße, nimmt man die „Ariadne“ einmal heraus, durchaus vergleichbar, schlagen wir die Bachler-Truppe um Längen. Wir spielen nämlich 30 Abende, jene nur 15. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass bei Strauss nur der „Rosenkavalier“ eine 2-Dienste-Oper (Teile des Orchesters werden im Laufe des Abends getauscht) ist, bei Wagner jedoch alle mit Ausnahme von „Holländer“ und „Rheingold“.

Lehar-Fest in Bad Ischls startete mit „Die Lustige Witwe“ =

Bad Ischl (APA) – Drei Reden, drei Ehrungen und eine Torten-Überreichung: Das war am Samstagabend im Kongress TheaterHaus Bad Ischl zu überstehen, ehe mit der Operette „Die Lustige Witwe“ nicht nur die neue Saison des Lehar Festivals, sondern auch die neue Direktion von Thomas Enzinger eingeläutet wurde. Künstlerisch darf der Abend vor allem von seiner musikalischen Seite her als Erfolg verbucht werden.

Verena Barth-Jurca als Valencienne und Clemens Kerschbaumer als Rosillon. Bildquelle: APA/WWW.FOTOHOFER.AT

Bad Ischl: Lehar-Festival startet mit „Die lustige Witwe“
http://ooe.orf.at/news/stories/2855248/
Bad Ischl weiß, was Operette braucht
Oberösterreichische Nachrichten

Gars am Kamp: Die Zauberflöte – insgesamt gesehen durchaus erfreulich

Nördlich von Verona solle man keine Freiluftspiele veranstalten, zitierte Peter Skorepa, der Kritiker-Doyen des OnlineMerker, Max Reinhardt. Doch die Ruine der ehemaligen Babenberger-Burg, hoch thronend über der k.u.k Sommerfrische Gars am Kamp, trutzte gestern den hereinziehenden Wolken. Bis auf ein paar Spritzer zu Beginn des ersten Aktes verlief der Abend trocken — und, insgesamt gesehen, durchaus erfreulich…

…Johannes Wildner zitiert im Programmheft seinen ehemaligen Chef Claudio Abbado, der einmal festgestellt hatte, daß Theater im Norden immer etwas mit Bildung, moralischer Erziehung und Besserung des Menschen zu tun haben müsse, es im Süden hingegen völlig ausreiche, wenn etwas ganz einfach »schön« sei. Wenn es die Seele des Menschen erfreue. Die gestrige Vorstellung hatte dann etwas Südliches an sich; — sie war einfach »schön«. Und hat erfreut.

Oper Burg Gars: Weitere Vorstellungen der Zauberflöte am 18., 21., 23., 27. und 29. Juli sowie am 4. und 5. August 2017

Zum Bericht von Ulrike Klein

Ich erlaube mir noch den Hinweis auf die Kostüme der „Misiktheaterpreisträgerin Gera Graf. Mit manchen Darsteller hatte sie es nämlich nicht leicht!

Mannheim: „Wie in einem schönen Film“
Festlicher „Ballo in maschera“ im Nationaltheater macht dank Sondra Radvanovsky und Riccardo Massi seinem Namen Ehre
Mannheimer Morgen

Aix en provence: „Pinocchio“ in der Provence: Lügen haben lange Nasen
Philippe Boesmans‘ Oper „Pinocchio“ hat das Musikfestival in Aix-en-Provence eröffnet. Das Klangforum Wien unter Emilio Pomarico sendete dabei Licht aus dem Orchestergraben in die Bühnendüsternis –
Der Standard

Regensburg: Logistisches Glanzstück, künstlerischer Mehrwert: Wagners „Der fliegende Holländer“ im Regensburger Hafen
Neue Musikzeitung/nmz.de
Der „Holländer“ mitten im Hafenbecken
Mittelbayerische Zeitung

Austropop-Legende Wilfried 67-jährig gestorben

Er war bis zum Schluss der unangepasste Querdenker der Austropop-Szene: Erst vor wenigen Wochen ist „Gut Lack“ erschienen, ein freches, mutiges und vielfältiges Album, auf dem Wilfried Scheutz noch einmal alle Register seines Könnens zog. Eine Platte, die nicht zuletzt auch geprägt war vom Kampf gegen den Krebs. Diesen hat der Musiker nun verloren: Am Sonntag starb er mit 67 Jahren.

Wien/ „Strichelei“ – Galerie des Online-Merker“

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Aquarelle von „Artzak“ – ausgestellt in unserer „Strichelei“ (Zeleborgasse 20, 1120). Foto: Myrto

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Der in Yerevan/ Armenien lebende „Artzak“ (Artak Zakaryan) und seine Frau Nune. Foto: Myrto

Besuchen Sie die Ausstellung und gleichzeitig mich in der Redaktion. Telefonische Vereinbarung erwünscht (813 62 85), ich freue mich auch über spontane Besuche. Nur wundern Sie sich dann nicht, wenn ich nicht da bin!

Heute vor 130 Jahren: Die Hitze in Wien ist unerträglich – es fehlen Gärten
In älterer Zeit hatte in Wien, zumal in den Vorstädten, jeder sein Gärtchen.
Die Presse

Die Gärten in den Großstädten werden immer weniger, das ist unser Beitrag zum Klimaschutz! Wir aber machen „Klimasünden“ dafür verantwortlich, für die man einen Ablass erzielen kann (nicht bei der Katholischen Kirche, dieses Geschäft hat sich aufgehört, aber bei den großen Abkassierern dieser Welt). Die Gärten stehen der Gewinnmaximierung entgegen – und das geht schon gar nicht!

Fußballer Josef Hamerl 87jährig gestorben – er schoß einst Juventus Turin mit 4 Toren k.o.

Josef Hamerl ist tot!

Auf sehr viele stolze Augenblicke kann der österreichische Fußball nicht zurückblicken. Spontan fällt mir da nur der dritte Platz bei der WM 1954 in der Schweiz, der 3:2 Sieg in Cordoba gegen Deutschland und der 7:0 Sieg des Wiener Sportclubs (heute Regionalliga) gegen das Starensemble von Juventus Turin ein. Das war 1958, im Hinspiel des Europacups hatte Juventus mit 3:1 gewonnen – und die Sache schien gelaufen. Dann aber zertrümmerte der „Wiener Sportclub“ das sieggewohnte italienische Starensemble im Wiener Stadion mit 7:o, der vierfache Torschütze Josef Hamerl war zuvor mit der Straßenbahn angereist – von der Arbeit kommend. Die Runfunkübertragung dieses Spiels gehört zum einen Kindheitserinnerungen.

Am Samstag ist Josef Hamerl gestorben.

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

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