Der Neue Merker

13. OKTOBER 2017

Paris: Jonas Kaufmann und Elina Garanca in Don Carlo. Foto: Opera de Paris

Über welche Probleme unsere Forumsdiskutierer trefflich streiten können! Ist Sonya Yoncheva nun Bulgarin oder Russin? Selbstverständlich ist sie Bulgarin und unser Mitarbeiter Dr. Peter Dusek hat gar nicht recherchiert und sie als Russin eingeordnet. Russin zu sein ist zwar überhaupt keine Schande und bei einer Rezension eigentlich wurscht.  Aber wenn man schon die Herkunft anführt, dann bitte künftig nicht ungeprüft, Dottore!

Review: A Starry “Don Carlos’ Brings Verdi, in French, to Paris
The New York Times

MAILÄNDER SCALA: DER FREISCHÜTZ AM DIENSTAG IN „SERVUS-TV“

 

Laut SERVUS ist die Freischütz Übertragung am 17.10. um 20,15 h

Di | 17.10. 20:15

 

Der Freischütz – Opernübertragung LIVE aus der Scala

Oper | 2017 |
Dienstag
17.10.2017 | 20:15

‚Unter der musikalischen Leitung von Dirigent Nyung-Whun Chung sind neben dem Chor und Orchester der Mailänder Scala Julia Kleiter (Agathe), Michael König (Max), und auch die beiden Österreicher Günther Groissböck (Kaspar) und Eva Liebau (Äennchen) zu hören. Bühnenregie führt Matthias Hartmann, die Kostüme stammen von der österreichischen Kostümbildnerin Susanne Bisovsky.
In der Pause begrüßt ServusTV-Moderatorin Nicola Löwenstein aus dem Foyer der Scala und bittet u.a. Regisseur Matthias Hartmann und Intendant Alexander Pereira zum Gespräch..

Mailand
Demons and angels: Der Freischütz at La Scala
bachtrack

Alexander Pereira wurde am 11. Oktober 70 Jahre alt

Der Wiener Operndirektor, der über Zürich und die Salzburger Festspiele den Weg an die Mailänder Scala fand, feierte am 11. Oktober seinen 70. Geburtstag.

Der Wiener Opernimpresario mit portugiesischen Wurzeln wurde am 11. Oktober 70 Jahre alt. – Foto: APAEr kam als Sohn eines österreichischen Diplomaten in Wien zur Welt; er ist ein Nachkomme von Fanny von Arnstein. Da er auf Wunsch der Eltern zunächst „einen rechten Beruf erlernen“ sollte, ließ er sich in Marketing und Verkauf ausbilden und ging als Touristikmanager nach London. Anschließend war er fast zwölf Jahre für Olivetti tätig: In Frankfurt verkaufte er Schreib- und Rechenmaschinen, in Berlin war er Geschäftsstellenleiter…

Dann setzte sich aber doch seine musische Neigung durch und er wurde ein echter Opern-Zampano. Dass der Mailänder „Freischütz“ und der Pariser „Don Carlo“ relativ zeitnahe Premiere hatten, ist „typisch Pereira“: „Die Anderen mögen sich nach mir richten“! Das meine ich durchaus nicht negativ, nach diesem Muster sind Erfolgsmenschen gestrickt!

Matineenwochenende an der Wiener Staatsoper: „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ und „Ensemblematinee im Mahler-Saal“

Gleich zwei Matineen stehen an diesem Wochenende auf dem Programm im Gustav Mahler-Saal der Wiener Staatsoper:
Beim zweiten Termin der Matineenserie „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ in dieser Spielzeit am Samstag, 14. Oktober 2017 (11.00 Uhr) präsentieren Adela Frasineanu (Violine), Benjamin Morrison (Violine), Tilman Kühn (Viola), Sebastian Bru (Violoncello), Christoph Wimmer (Kontrabass), Silvia Careddu (Flöte), Julia Zulus (Oboe), Norbert Täubl (Klarinette), Sophie Dartigalongue (Fagott) und Felix Dervaux (Horn) Johannes Brahms’ Serenade in D-Dur, op. 11 und Bohuslav Martinůs Nonett, H. 374.
Restkarten à € 36,- erhältlich an den Bundestheaterkassen sowie unter
www.wiener-staatsoper.at

Am Sonntag, 15. Oktober 2017 (11.00 Uhr) singen Bongiwe Nakani (Mezzosopran) und Igor Onishchenko (Bariton) Arien, Duette und Lieder beim ersten Termin der Reihe „Ensemblematinee im Mahler-Saal“ in der aktuellen Saison. Am Klavier werden sie begleitet von Kristin Okerlund.

Berlin/ Staatsoper, Neue Werkstatt: „RIVALE“ von Lucia Ronchetti


Amira Elmadfa. Copyright: Thomas Jauk

Da steht sie, Amira Elmadfa auf einem von Eisenstäben an den Ecken abgegrenzten Stück Boden. Es ist das Gefängnis der Sarazenin Clorinde, die die Sängerin verkörpert. Mit ihren Truppen hat sie die Schlacht gegen Tancrede, den Befehlshaber der Kreuzritter, verloren. Doch gleich beim ersten Blick haben sich die beiden ineinander verliebt.  

Kein Wunder. Mit ihren tiefbaunen Augen und einem charmanten Lächeln schaut sie in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Unter den Linden dem Publikum voll ins Gesicht. Nur auf Armlänge ist sie von den vorne Sitzenden entfernt, kann nichts verbergen und will es auch nicht. Schonungslos gegen sich selbst gibt sie nach und nach ihre Gefühle preis…

Zum Bericht von Ursula Wiegand

Premiere in der Staatsoper-Werkstatt: Liebe deinen Feind
Experimentelles an der Berliner Staatsoper: Die Uraufführung von Lucia Ronchettis Kammeroper „Rivale“ in der Neuen Werkstatt.
Tagesspiegel

Berlin/ Deutsche Oper: Reimann-Oper: Der Tod sitzt längst mit am Tisch
Zu jedem Text findet Aribert Reimann eine kongeniale Tonsprache. Das zeigt auch die Uraufführung seiner auf Texten von Maurice Maeterlinck basierenden Oper «L’Invisible» an der Deutschen Oper Berlin.
Neue Zürcher Zeitung

Feuilleton: Ein «Happy Birthday» für die russische Revolution
Das musikalische Zitat war für Dmitri Schostakowitsch eine heimliche Waffe, um seine wahren Gedanken auszudrücken. Der Subtext seiner Musik hält bis heute manche Überraschung bereit.
Neue Zürcher Zeitung

Wiener Staatsoper: Veranstaltungen in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE im Oktober
Copyright: Wiener Staatsoper

Neben Vorstellungen von Wagners Nibelungenring für Kinder und Saint-Saëns Der Karneval der Tiere (Schulvorstellungen) werden im Oktober 2017 noch vier Sonderveranstaltungen in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE (Walfischgasse 4, 1010 Wien) angeboten:

Staatsoperndirektor Dominique Meyer begrüßt am Dienstag, 17. Oktober (18.00 Uhr) KS Simon Keenlyside bei einem Künstlergespräch: Der dem Haus seit langem verbundene Bariton, der derzeit wieder als Golaud in Pelléas et Mélisande im Haus am Ring zu erleben ist, wird über seine persönliche Sicht auf seine Rollen und den Opernbetrieb plaudern.

Restkarten à EUR 10,- sind an den Bundestheaterkassen sowie online erhältlich.

London: European Youth Orchestra verlässt London
Das European Youth Orchestra (EUYO) zieht aus London ab: Angesichts des bevorstehenden Brexits, also des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU, wird der Klangkörper ab 2018 in Italien seinen Stammsitz haben. Das wurde am Mittwoch mitgeteilt. Das Orchester wurde 1976 gegründet und war seitdem immer in der britischen Hauptstadt ansässig.
https://www.sn.at/kultur/european-youth-orchestra-verlaesst-london

München/Gärtnerplatz-Intendant: „Uns fehlt eine Million“
Kurz vor der Wiedereröffnung des Gärtnerplatztheaters wird die Stimmung getrübt. Intendant Josef E. Köpplinger fordert einen höheren Etat und bringt eine Reduzierung der Vorstellungen ins Spiel.
Münchner Merkur
Theater ist unersetzbar“ –
Josef E. Köpplinger, Intendant und Regisseur zur Wiedereröffnung des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz
Neue Musikzeitung/nmz.de

Starke Worte des Intendanten. Aber er vertritt ein Minderheitenprogramm. Der Bayerischen CSU billige ich zu, dass sie derzeit auch andere Sorgen hat!

Leeds: Osud/Trouble in Tahiti, Opera North – swings and roundabouts in a surprising double-bil
http://www.theartsdesk.com/opera/osudtrouble-tahiti-opera-north-swings
Osud/Trouble in Tahiti review at Grand Theatre, Leeds – “a strong cast’
https://www.thestage.co.uk/reviews/2017/osudtrouble-tahiti-review-grand-theatre
A rare Bernstein masterpiece allowed to shine – Trouble in Tahiti, Osud, Opera North, Grand Theatre, Leeds, review
The Telegraph

Wien/Volksthater: Georg-Kreisler-Liederabend: Wien bleibt Wien – und andere sanfte Drohungen
„Wien ohne Wiener“ im Volkstheater huldigt dem Sänger liebenswürdig, aber harmlos
Der Standard
Volkstheater: Mit Georg Kreisler im Wahlkampf
Nikolaus Habjan zeigt „Wien ohne Wiener“ und drischt Klischees über eine von Stereotypen beladene Stadt. Die aufwendige Show prunkt mit viel Jahrmarktklimbim.
Die Presse

Wenn das Programm als Wahlhilfe gedacht war, wurde dies durch aktuelle Ereignisse total in den Schatten gestellt. Was ist Theater im Vergleich zur Politik? Ein müder Abklatsch!

WIEN / Kammerspiele der Josefstadt: 39 STUFEN von Patrick Barlow nach Alfred Hitchcock

Premiere: 12. Oktober 2017

Es waren viele Köche, die diesen Brei zusammen gerührt haben, der trotzdem ganz unverdorben blieb – Romanautor John Buchan, der (und das ist wohl am wichtigsten) 1935 von Alfred Hitchcock verfilmt wurde. Als Patrick Barlow, einer der typisch britischen Allround-Männer von Theater und Kino, Radio und Fernsehen (sie spielen, sie schreiben, sie inszenieren und können alles) daran ging, aus der Kinolegende ein Theaterstück zu machen, stütze er sich wiederum auf ein Konzept der beiden Schauspieler Simon Corble und Nobby Dimon, die den Film überhaupt auf zwei Schauspieler „eindampfen“ wollten.

Bei Barlow wurden es dann vier – nur der Hauptrollenträger ist einfach er selbst, die Dame spielt drei verschiedene Rollen und zwei Herren, im Programmheft als Mann 1 und Mann 2 bezeichnet, verkörpern – wie viele? Unzählbar, einfach alle und alles. Und das bitte mit der Geschmeidigkeit von Gummi-Geschöpfen…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Bayern: Kommentar des Merkur-Chefredakteurs: Seehofers Zeit läuft ab
Es brennt an allen Ecken und Enden in der CSU. Der Aufstand gegen eine erneute Kandidatur Horst Seehofers zum Ministerpräsidenten hat nach Franken und der Oberpfalz jetzt auch die Landeshauptstadt München erfasst. Doch Seehofers Problem heißt nicht Söder. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis
Münchner Merkur

Als Österreicher menge ich mich da nicht mit ein, das ist eine Bayerische Angelegenheit. Wir haben unsere eigenen Sorgen

Jetzt lerne ich noch rasch einige Vokabeln Türkisch und fahre zum Gipswechsel in die Ambulanz des Meidlinger Unfallkrankenhauses – im Meidlinger Volksmund auch „Klein Anatolien“ genannt. Das Spital hat praktischerweise auch einen gegenüberliegenden Friedhof. Soweit ich mich erinnern kann, hat auch das Wilhelminenspital einen. Mit diesen beiden Krankenhäuser hatte ich es in jüngerer Vergangenheit zu tun.

Tolle Aussichten für die Zukunft!

Einen schönen Tag wünscht

A.C.

 

Diese Seite drucken