Der Neue Merker

11. November 2017

 
Ein Trost für die Garanca-Fans wegen des heute abgesagten Konzerts: In wenigen Tagen erscheint die DVD/Bluray des New Yorker Rosenkavalier

Mit dabei: Rene Fleming, Erin Morley; Günther Groissböck, Markus Brück und Matthew Polenzani

http://store.deccaclassics.com/*/CD-Classics/Strauss-Der-Rosenkavalier/5OWW0FL9000

Ein Programmtipp für den durch die Absage frei gewordenen Abend: Die Wiener Staatsoper streamt heute „Un Ballo in maschera“ (19,30 h)
Piero Pretti als „Gustavo“. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

weiters dabei: Barbara Haveman (hat in allen Vorstellungen die Rolle der Amelia von Fr. Pieczonka übernommen), Daniela Fally (Oscar), Monika Bohinec (Ulrica), Marco Caria (Renato) und Rafael Fingerlos (Christian)

http://www.staatsoperlive.com/de/

Wiener Staatsoper: „Schwüstiger Veilchenduft“
Pietro Beczala, Anna Netrebko, Roberto Frontali. Copyright: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Auszug aus der Rezension von Dominik Troger/ www.operinwien.at: Anna Netrebko hat die Partie erst seit diesem Sommer im Repertoire und sie bereits am Mariinsky-Theater in St. Petersburg gesungen. Mit ihrem Wiener Rollendebüt folgt sie als Adriana der schon genannten Angela Gheorghiu nach, die das Werk an der Staatsoper „inauguriert“ hat. Ein Vergleich zwischen den beiden Sängerinnen könnte eigentlich unterschiedlicher nicht ausfallen: das filigrane, fast schon aquarellhafte Seelengemälde einer auch deutlich auf ihre Stimmhygiene bedachten Angela Gheorghiu, die – zumindest bei der Staatsopernpremiere – für ihre Bühnenwidersacherin eine in der Gesamtwirkung (zu) leichte Beute war – und jetzt Anna Netrebko, mit ihrem viel breiteren, viel raumfüllenderen, viel dunkler malenden, so recht in Saft und Kraft stehenden Sopran, der die ganze Leidenschaft der Liebe mit veristischem Feuer zu erfüllen vermochte.

Die Sängerin flutete schon im ersten Akt beim „Io son l’umile ancella“ das Haus mit ihrem inzwischen schokocremigen Sopran und als Operngenießer fühlte man sich ins Schlaraffenland versetzt, ganz klanggebadet und mit Köstlichkeiten traktiert. Ihre Stimme ist schwer geworden, der volle runde Klang hatte oft ein „Mezzoflair“ – und in der Auseinandersetzung mit der Rivalin Elena Zhidkova war Adriana Lecouvreur die stimmgewichtigere Sängerin, obzwar Zhidkova als kühl-egoistische Prinzessin mit ihrem energiegeladenen, leicht kristallinen Organ sehr gut dagegenhalten konnte…
Elena Zhidkova. Copyright: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Schwülstiger Veilchenduft“
Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ ist nach dreieinhalb Jahren wieder auf den Staatsopernspielplan zurückgekehrt. Die Aufführungsserie verwöhnt das Wiener Publikum mit einer luxuriösen Besetzung: hingehen und genießen!
http://www.operinwien.at/werkverz/cilea/alecov2.htm
Wenn eine Diva die Diva spielt
Die Presse
Adriana Netrebko – eine perfekte Symbiose
Anna Netrebko als Adriana
Die größte Sängerin unserer Zeit begeisterte in Wien.
Kurier
Sängerfest im Kitschpalast
Adriana Lecouvreur“ mit Anna Netrebko an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

Bezüglich der Seitenhiebe auf die Qualität der Werke Puccinis wie auch Cileas melden sich deren Fans zu Wort: Puccinis Tosca ist ein absolutes Meisterwerk. Keine Note zuviel, keine zuwenig. Kein Kisch, kein falscher Schmalz, sondern Schmelz und Dramatik. Puccini malt mit der Musik, mal auftrumpfend, mal mit wenigen Strichen. Die innere, musikalische Statik der Tosca-Partitur ist beispielhaft.

Cileas Adrienne Lecouvreur wurde schon als Bonbonmusik bezeichnet. Das ist natürlich ebensowenig zutreffend.
Cordialmente
FB
Bologna

NEU IN UNSERER WEBSITE: DIE „JUBILÄEN NOVEMBER 2017“ SIND ONLINE!

GEBURTSTAGE

12.11. Sheri GREENAWALD wird 70

 

 Sie studierte an der University of Northern Iowa Musik und Gesang und erwarb 1968 den Grad eines Bachelor of Music. Sie war in den USA Schülerin von Charles Matthesen, Maria De Varady, Hans Heinz und Daniel Ferro und vervollständigte ihre Ausbildung bei Audrey Langford in London…

Zu den GEBURTSTAGEN IM NOVEMBER 2017

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IN MEMORIAM-GEBURTSTAGE

24.11. Alfredo KRAUS: 90. Geburtstag

 

Sein eigentlicher Name war Alfredo Kraus Trujillo. Er studierte zunächst Elektrotechnik, entschloss sich dann aber doch zur Ausbildung seiner Stimme, die in Barcelona (seit 1948 bei Gali Markoff), in Valencia (bei Francisco Andrés) und in Lissabon, dann in Mailand (wo er hauptsächlich Schüler von Maria Llopart, der Schwester der berühmten Sopranistin Mercedes Llopart, war) erfolgte…

Zu den IN MEMORIAM-GEBURTSTAGEN IM NOVEMBER 2017

CHICAGO: David Pountney’s riveting Walküre opens at the Lyric Opera of Chicago
Christine Goerke (Brünnhilde). Copyright: Cory Weaver

David Pountney’s riveting Walküre opens at the Lyric Opera of Chicago
bachtrack

San Francisco Opera 2017-18 Review – Manon: Michael Fabiano & Ellie Dehn Lead Solid Production of Massenet Masterwork
San Francisco: Manon“. Ellie Dehn, Michael Fabiano. Copyright: Cory Weaver

San Francisco Opera 2017-18 Review Mano
Michael Fabiano & Ellie Dehn Lead Solid Production of Massenet Masterwork
http://operawire.com/san-francisco-opera-2017-18-review-manon-michael-fabiano

WIEN / Kasino des Burgtheaters:
LASS DICH HEIMGEIGEN, VATER ODER DEN TOD INS HERZ MIR SCHREIBE von Josef Winkler
Uraufführung


Copyright: Reinhard Werner/ Burgtheater

Premiere: 10. November 2017

Wie viele Autoren haben uns schon von ihrer (notabene unglücklichen) Kindheit erzählt? Der Kärntner Josef Winkler (mittlerweile ein mit Preisen überschütteter Künstler) tat es immer wieder, und er tut es auch nun im Kasino des Burgtheaters. Nur dass „Lass dich heimgeigen, Vater oder Den Tod ins Herz mir schreibe“, eine Auftragsarbeit des Hauses, kein Theaterstück geworden ist, sondern eine Textfläche, die sich in mehr als zwei pausenlosen Stunden nicht ganz leicht auf den Brettern des Kasinos entwickelt.

Kind sein auf einem Bauernhof in Kärnten, vom Vater blutig geschlagen, von der Mutter, die an sich nicht viel spricht, auch mal mit der Rute geprügelt. Von früher Kindheit an in alle Ewigkeit verfolgen ihn die Leichen der Großeltern, die tagelang im Haus aufgebahrt lagen…

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

ORF III am Wochenende: Premiere der zweiteiligen ORF-III-Neuproduktion „Arisierung“ in der „zeit.geschichte“

Außerdem: „Kabarett im Turm“ mit Thomas Maurer, „Künstlerporträt“ zu George London sowie „Don Giovanni“ in „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“

ORF III Kultur und Information präsentiert am Samstag, dem 11. November 2017, die TV-Premiere der zweiteiligen ORF-III-Neuproduktion „Arisierung“, die sich umfassend mit der Geschichte der Plünderung und Zwangsenteignung der jüdischen Bevölkerung während des NS-Regimes befasst. Glanzmomente der klassischen Musik sind am Sonntag, dem 12. November, in „Erlebnis Bühne“ zu sehen und zu hören, u. a. Mozarts „Don Giovanni“ im Hauptabend mit Star-Bariton Thomas Hampson.

HEUTE in der Galerie des „Online-Merker“ – „strichelei“

 

Besuchen Sie diese Foto-Vernissage mit einem umfangreichen künstlerischen Programm. Sie sind unser Gast, es wurden Getränkevorräte angeliefert, die schier unerschöpflich sind!

Oberösterreich: Streichungen im Kulturbudget: „Vereine denken ans Aufhören“

Die oberösterreichische Landesregierung will im nächsten Jahr 67 Millionen Euro Schulden abbauen. Dazu werden Förderungen gekürzt. Beim Kulturbudget sollen 3,5 Prozent gestrichen werden. Was nach wenig klingt, sei im Detail ein „Kahlschlag“, warnen Kritiker –
Der Standard

Bei allem Verständnis für die Vereine – aber eine Vereinsgründung ist nicht gleichzeitig ein Anspruch auf Subventionen. Der „Online-Merker“ ist bislang nicht auf die Idee gekommen, die Öffentliche Hand um Subventionen „anzusudern“. Der Wildwuchs bei geförderten Vereinen gehört durchforstet!

Wiener Rathausplatz: Wieder kein Herzerlbaum
Am Wiener Weihnachstraum vor dem Rathaus wird es auch heuer wieder keinen Herzerlbaum geben. Grund ist ein Streit um die Urheberschaft der Lichter-Dekoration.
Die Presse

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

A.C.

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